Amtliches Kreisblatt für den kreis börde Da Schumem Zeiuer aibnn danch außer Feiertags. Bezugspreis M. 1.80 oierteijährlich, bei der Post für Bestellgeld 42 Pig. mehr. Wöchentl. Grakisbeilage:„Iklustrierter Familienfreund" u. tägl. Unterhaltungsbiatt. Anzeigenpreis: Die siebengespaltene Peiltzeile oder deren Raum 10 Pfg., Anzeigen von auswärts 15 Pfg., Reklamezeile 40 Pfg. Jeder Rabatt gilt als Kassarabalt u. erlischt bei Konkursen. Zwangsvergleichen, gerichtl. Klagen u. Rctbsachundd ssmacht.-Setlingetetoanne Westhofener Zeitung Langscheder Zeitung 5 Schwerter Volksblatt Holzwickeder Zeitung Aplerbecker Zeitung Schwerter Volkszeitung Verbunden mit: Schwerter Tageblatt O Schwerter Anzeiger Grstes und älteltes Cagesorgan des Krelles c General-Anzeiger für den Kreis Börde o Haupt-Annoncenblatt aune brig, und icheipelzelichen Derra nungen für den Kreis Hörde erlangen gemäß Bekanntmachung der Königlichen Regierung durch Berötsentlichung io der„Schwerter Zettung" rechtsverdindliche Kraft.— Die „Schwerter Zeitung“ gewährt ihren Adonnen= len für jeden mit Tod endenden Unsall ge300 Mk. Unfall. Druch u. Verlago. Cor Brovs. Schwors=Ruz Fernsp. 62. Telegr.=Adr. Braus6 Nr. 31. Samstag, den 6. Februar 1915. 47. Jahrgang. „Unsere Zukunft liegt auf dem Wasser.“ An die Mehrung des Reichs in den Werken friedlicher Arbeit, Wohlfahrt und Gesittung war gedacht, als der Kaiser dieses Losungswort ausgab, aber auch die Notwendigkeit einer starken Rüstung für den Seekampf nicht vergessen. Jetzt ist die Stunde a, auf die nicht, wie die englische Hetzpresse so oft behauptet hat, auf jedem deutschen Schiff bei jeder Mahlzeit getrunken wurde, auf die aber Deutschland gefaßt und gerüstet sein mußte. Nicht in kriegerischer Absicht, nicht aus Eroberungssucht, sondern weil die deutsche Flotte von jeher, auch in ihren ersten, kleinsten Anfängen, dem englischen Hochmut und Machtbewußtsein ein Dorn im Auge war. Jedes Heraustreten einer europäischen Macht auf den Weltmarkt und im Verkehr bedmitete für England eine Bedrohung seiner bis dahin unbestrittenen Seegeltung und eine Schmälerung der Quellen seines Reichstums, seines Strebens nach Weltherrschaft. Es war aber nicht allein die in der englischen Seegewalt verkörperte Kriegs= und Wirtschaftsmacht, die die Vorstellung, daß niemand gegen England an könne, zu einem feststehenden Glaubenssatz der großen Politik hatte werden lassen. Noch mehr hat die anscheinende Unangreifbarkeit Englands dessen Vormachtstellung ermöglicht und, während des ganzen 19. Jahrhunderts, zu dem Ausgangs= und Angelpunkt für die Gestaltung der Völkerschicksale gestempelt. Seit langen Jahrhunderten hatte England keinen Feind im eigenen Lande gesehen, und so war schließlich der Nimbus entstanden, daß die britische Nation, die sich selbst in dem Hochgefühl ihrer anscheinend schrankenlosen Machtfülle das auserwählte Volk Gottes zu nennen liebte, der Welt zum Herrn und Meister gesetzt wäre, mit ihr zu schalten nach eigener Laune und Willkür. Damit ist es nun vorbei. Im eigenen Land-hat England den Feind gehabt und hat ihm zitternd und ohnmächtig gegenübergestanden. Gegen seine festen Seetore und Küstenforts haben deutsche Geschütze mit eiserner Faust gedonnert, in der irischen See, so recht im Herzen des meergewaltigen England, haben deutsche Unterseeboote, tausende von Seemeilen von ihrem Heimathafen entfernt, Entsetzen verbreitet und die Schiffahrt lahmgelegt, in der Kanalstraße, die England als sein unbestrittenes Eigentum anfah und dies in dem Namen der Straße zum Ausdruck brachte, und— ein Gedanke trotzigkühn, in seiner surchtbaren Größe kaum zu fassen!— rings um England, in allen englischen Gewässern haben jetzt deutsche Untersee= und Torpedoboote, deutsche Luftkreuzer, überhaupt alle Kampfmittel, die der deutschen Seekriegsführung zu Gebote stehen, das Wort, und, Schmach über Schmach, das stolze mächtige England streicht seine Handelsflagge und flüchtet sich unter den Schutz der neutralen Flagge. Hofft, sich damit schützen und gegen die Angriffe deutscher Unterseeboote sichern zu können. Eitles Beginnen! Vor dem Beginn der Aktion zur Verhinderung englischer Truppen= und Kriegsgerätesendungen nach Frankreich erfolgte die offene Ankündigung der deutschen Admiralität, daß die friedliche, also die neutrale Schiffahrt bei Annäherung an die französische Nord= und Westküste ernste Gefahr laufen würde. Jetzt, nachdem der Befehl ergangen, daß alle englischen Handelsschiffe neutrale Flaggen zu hissen haben, sehen sich die deutschen Marinebefehlshaber in die Zwangslage versetzt, auch die unter neutraler Flagge fahrenden Schiffe, die sonst selbstverständlich unbehelligt geblieben wären, als englische Transportschiffe anzusprechen und demgemäß zu behandeln. Nicht lange mehr, und alle Schiffe sind in allen englischen Gewässern vom Tode in jeder Gestalt umlauert! Wir Deutsche können wit dem, was wir bisher gegenüber England erreicht haben, wohl zufrieden WE„ Ver 0000 Kussen gesungen. Großes Haupiquartier, 5. Februar. Westlicher Kriegsschauplatz. Auf der ganzen Front nur Artill=riekämpfe. Ein vereinzelter Vorstoß auf unsere Stellungen nordwestlich Perthes blieb ohre Erfolg. Oestlicher Kriegsschauplatz. An der osspreußischen Krenze wurden erMeinel wtb Wien, 6. Febr.(Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart vom 5. Februar, mittags: In Polen und Westgalizien ist die Lage unverändert. Die Angriffe, die die Russen in den Karpathen stellenweise täglich wiederholten, brachen unter den schwersten Verlusten zusammen. Im Waldgebirge schreiten die eigenen Angriffe fort. Die russische Offensive in der Bukowina ist bis Mitte Januar in das oberste Tal der Moldawa gelangt. Dem weiteren Vordringen der hier eingesetzten stärkeren seindlichen Kräfte über die Karpathen geboten zunächst unsere Stellungen bei Jacobeni und Kirlibaba Halt. In mehrtägigen Angriffen versuchte der Gegner am 20. Januar den Widerstand der die Hauptübergänge deckenden Truppen zu brechen. Da neute Angriffe der Russen zurückgewiesen. Ebenso mißlangen starke russische Angriffgegen unsere neugewonnenen Stellungen östlich Bolimow. Die Zahl der dort gefangenen Gegner beträgt seit dem 1. Februar im ganzen 26 Offiziere und 6000 Mann. alle Versuche, unsere Höhenstellungen zu stürmen, scheiterten, gingen unsere Truppen selbst zur Offensive über. Am 22. Januar wurde Kirlibaba dem Gegner entrissen. Der Feind zog sich an den folgenden Tagen mit seinen Hauptkräften in den Richtungen auf Kimpolung und Moldawa zurück, wo er verblieb. In den letzten Tagen begannen neue Kämpfe. Unsere Truppen, die auch hier im Ueberwinden der durch Terrain und Witterung besonderen großen Schwierigkeiten Herrorragendes leisteten, sind in das Moldawatal eingerückt und warfen den dort befindlichen Gegner zurück und nahmen die Orte Moldawa und Breaza. Die Zahl der dort in den Karpathenkämpfen Gefangenen erhöht sich um weitere 4000 Mann. Keine japänische Wirse. Köln, 6. Febr. Die„Köln. Ztg.“ gibt eine längere Ausführung der in Yokohama erscheinenden„Japan Daily Mail“ wieder zur Frage der japanischen Bundespflicht, die, wie die„Köln. Ztg.“ annimmt, nicht ohne nähere Prüfung mit den amtlichen Stellen veröffentlicht wurde. Der Artikel kommt zu dem Schluß, daß jeder Versuch, japanische sein. Es ist in der Tat so, wie in der Jubiläumsversammlung der Kruppschen Werksangehörigen Herr Dr. Krupp v. Bohlen und Halbach gesagt hat: „Die bisherige Stellung Englands als Gebieterin der Meere ist ein für alle Male dahin.“ Soviel ist gewiß: an dem endgültigen Siege der deutschen Waffen zweifelt heute kein Deutscher mehr. Dann aber wird Deutschland in Zukunft auch den Stützpunkt an der westlichen Nordseeküste haben, den es braucht, um frei und selbständig seine See= und Schiffahrtsinteressen bestimmen und englische Anmaßung und Dreistigkeit in Schranken halten zu können. England aber hat den Anspruch, die führende Weltmacht zu sein, schon heute verloren, vor allen Dingen deshalb, weil es im Kampfe gegen einen offen und ehrlich aufretenden Gegner Mittel anwendet, die die blasse Furcht diktiert und der sich auch der kleinste Staat schämen müßte. Invalidenrente und Militärrente. Durch die Reichsgesetzgebung ist, wie bekannt, Vorsorge getrofsen, daß der im Kampfe für das Vaterland Invalide Gewordene, wenn es auch leider nicht möglich ist, ihm allen erlittenen Schaden zu ersetzen, wenigstens vor Nahrungssorgen geschützt bleibt. Inbetracht kommen namentlich das Mannschaftsversorgungsgesetz und das Militärhinterbliebenengesetz Wenig aufgeklärt aber ist das Publikum, wie sich die auf Grund dieser Gesetze zu erhebenden Ansprüche zu dem Anspruche auf Grund des Reichs=Invalidengesetzes verhalten, Truppen nach Europa zu senden, im ganzen Lande auf heftigste Gegnerschaft stoßen werde, besonders bei den führenden gebildeten Schichten. Der Vorschlag einer militärichen Mitwirkung Japans auf dem europäischen Kriegsschauplatz hat somit keinen Zweck und irgend welche Aussicht auf Verwirklichung. mit anderen Worten, ob die Kriegsteilnehmer im Falle der Invalidität(und ebenso ihre Hinterbliebenen) neben der Militärrente auch noch Anspruch auf die reichsgesetzliche Invalidenrente haben. Diese Frage ist zu bejahen. Die Invalidenrente muß, sobald die Wartezeit erfüllt ist und Invalidität vorliegt, neben der Militärrente ohne jeglichen Abzug oder Anrechnung der einen Rente auf die andere ausbezahlt werden. Als invalide im Sinne des Gesetzes gilt bekanntlich, wer nicht mehr imstande ist, durch eine seinen Kräften und Fähigkeiten entsprechende Arbeit ein Drittel desjenigen zu erwerben, was gesunde Personen derselben Art durch Arbeit zu verdienen pflegen. Die Wartezeit dauert bei der Invalidenrente 200 Beitragswochen, wenn mindestens 100 Beiträge geleistet worden sind, andernfalls 500 Beitragswochen. Die gesamte Zeit, während welcher der Versicherte zu den Fahnen einberufen ist, bleibt beitragsfrei, Marken brauchen nicht geklebt zu werden. Trotzdem wird die beitragsfreie Zeit bei einer späteren Nentenfestsetzung voll angerechnet. Die Hinterbliebenen von Kriegsteilnehmern haben ebenfalls doppelte Ansprüche: einmal auf Kriegs=Witwen= und Kriegs=Waisengeld nach dem Militärhinterbliebenengesetz vom 17. Mai 1907, sodann aber auch auf die Witwen= und Waisenrente der Reichsinvalidenversicherung. Die Witwenrente erhält die invalide Witwe nach dem Tode ihres Mannes, vorausgesetzt, daß die Warte“ zeit vom Manne erfüllt war. Waisenrente nach dem Reichsinvalidengesetz erhalten eheliche Kinder unter 15 Jahren nach dem Tode des versicherten Vaters unter derselben Voraussetzung. Für die Angehörigen des zum Kriegsdienst Einberufenen dürfte es sich daher empfehlen, mit der Quittungskarte des im Felde stehenden Versicherten recht sorgfältig umzugehen. Am besten ist es, wenn dieselben die Karte bei der Ausgabestelle(in großen Städten das zuständige Polizeirevier) abliefern und sich dafür eine Aufrechnungsbescheinigung geben lassen, welche sorgsam aufzubewahren ist, da auf Grund derselben nach Beendigung des Krieges unter Umständen eine neue Quittungskarte ausgestellt werden muß. Der Reichskanzler über den englischen Aushungerungsplan. Köln, 6. Febr. Der„Köln. Ztg.“ wird aus Christiana gedrahtet: Das Blatt„Aftenposten“ veröffentlicht eine Unterredung, die sein Berliner Mitarbeiter mit dem Reichskanzler hatte über die Lage Englands, den Plan, Deutschland auszuhungern und die Aeußerungen Churchills im„Matin“. Hiernach äußerte sich der Kanzler: Sie sagen, die Alliierten setzten ihre Hoffnungen darin, Deutschland auszuhungern, und daß besonders Englandmit dieser Hoffnung seine Verbündeten, die mehr unter dem Krieg leiden, als England, zu überreden sucht, den grausamen Krieg bis zum äußersten zu führen. Möglich, daß England so beschließt. Ich habe soeben die Aeußerung des Marineministers Churchill in einer Unterredung mit dem Londoner Mitarbeiter des„Matin“ gelesen. Herr Churchill nimmt hier den Mund reichlich voll. Betrachten Sie die Lage nüchtern! Sie liegt folgendermaßen: Wir haben Lebensmittel genug für unser Volk bis zur nächsten Ernte. Wenn man sparen muß, wird man lieber das tun, als sich Herrn Churchills Knebelung unterwersen. Das ist eine Sache der Organisation. Der Staat hat jetzt die Sache in die Hand genommen. Er will die Lebensmittel verteilen, damit die Knappheit nicht zu einer unverhältnismäßigen Preissteigerung führt, die vielleicht eine Hungersnot für die ärmeren Klassen bedeuten würde. Ließen wir die Sache frei auslaufen, so würde vielleicht durch Aufkauferei eine bedenkliche Verteuerung der Lebensmittel entstehen. Die Organisation, die in Gang gesetzt werden muß, ist eine sehr schwierige Sache, aber wir glauben, sie überwinden zu können. Unser Staatswesen hat gezeigt, daß es die schwersten sationsaufgaben meistern kann. England behandelt uns wie eine belagerte Festung. Herr Churchill will ein Volk von 70 Millionen Menschen aushungern. Können Sie sich eine barbarischere Weise der Kriegführung denken? Glauben Sie, daß wir uns vor einer Heuchelei beugen werden, die ein solches Auftreten mit den Menschenrechten und den Interessen der Zivilisation für vereinbar hält? Glauben die Engländer wirklich, daß wir darauf zurückweichen, die denkbar energischsten Gegenmaßregeln im günstigen Augenblick zu ergreisen? Der Zeitpunkt ist bald gekommen. Wir bedauern, daß dieser Krieg die Interessen der Nautralen schädigt. Aber auch wir können nicht auf den rücksichtslosesten Handelskrieg Verzicht leisten, den England schon längst gegen uns geführt hat. Hierdurch hat England die Neutralen geschädigt, leider ohne seitens der Neutralen einem heftigen Proteste zu begegnen. Der Krieg gegen England. Die Blockierung Englands. In England sind die Nahrungsmittelpreise im stetigen Steigen begriffen. Für Weizen wurde am Dienstag 59 und 60 Shilling für das Quarter bezahlt. Vom nächsten Sonntag ab sollen in London die Milchpreise erhöht werden. Auch die Verihen din Lotschöbe! Zuwiderhandlungen werden hart bestraft. preise sind wieder gestiegen. In den ärmeren Gegenden der Metropole fordern die Kohlenhändler von den Lauten, die ihre Kohlen scheffelweise kaufen müssen, wahre Wucherpreise. Die Teuerung in England Brot, Mehl und Milch wird täglich drückender. sind so teuer geworden, daß diese notwendigsten Lebensmittel von den ärmeren Klassen kaum noch erstanden werden können. Für Kohlen werden Wucherpreise gefordert, da man an den Ausbruch des Generalstreiks der Vergarbeiter nirgends mehr zweifelt. Die Unternehmer bleiben dabei, daß sie unter den gegenwärtigen Verhältnissen eine Lohnerhöhung nicht gewähren könnten; die Bergarbeiter aber lassen nichts von ihrer Forderung einer 50 prozentigen Lohnerhöhung ab. Der Sonnabend, an dem die Entscheidung fällt, wird daher nach allgemeiner Voraussicht ein schwarzer Tag für England werden. In Argentinien kauft England alle Getreidevorräte an, um die Versorgung der Neutralen mit Brotgetreide in die Hand zu bekommen, so daß die Getreidepreise in Argentinien steigen. Es wird mit Recht darauf hingewiesen, daß Englands Finanzkraft zur Verwirklichung dieses edlen Planes nicht ausreicht. Sollte England seine Ankündigung wahrmachen und hinsort alle Korn= und Mehlfrachten als unmittelbare Kriegskonterbande behandeln, so würde gegen eine derartige Vergewaltigung auch Amerika Front machen müssen. 28 englische Dampfschiffahrtsgesell. schaften stellten den Verkehr ein. tu Essen, 6. Febr. Dem„Essener General= anzeiger“ wird aus Rotterdam berichtet: Der „Nieuwe Rotterdamsche Courant“ meldet: Infolge der angekündigten deutschen Blockade haben bis Donnerstag mittag die White=Star=Linie und 27 andere englische Schiffahrtsgesellschaften den Dampferverkehr eingestellt. Untergang eines Truppentransportschiffes. wtb London, 6. Febr. Aus einem Bericht der englischen Admiralität über den Untergang des Dampfers„Vilnor“, der erst jetzt zur Veröffentlichung gelangt, geht hervor, daß der Dampfer als Truppentransportschiff in Dienst gestellt war. Mit ihm sind 194 Unteroffiziere und Seesoldaten untergegangen. Außerdem noch 80 Matrosen, im ganzen also 274 Mann. Die Seeschlacht vor Helgoland. Der Untergang eines großen englischen Panzerkreuzers bei dem Seegefecht vor Helgoland, sowie Außergefechtsetzung zweier weiterer Kreuzer jetzt einwandfrei festgestellt worden. Der Hergang war folgender: Als die fünf englischen Panzerkreuzer in langer Schwarmlinie neben dem deutschen Geschwader herfuhren, sackte das zweite Schiff vom rechten Flügel unter den deutschen Treffern plötzlich fort, so daß das nachfolgende englische Schiff die Lücke durch Aufholen wieder füllen mußte. Bald darauf schieden auch die beiden vorn rechts fahrenden englischen Schiffe aus. Auf unserem Kreuzer„Moltke“ erhielt der Kommandant von seinem zweiten Artillerieoffizier zunächst die Meldung von einer großen Explosion auf dem zuerst ausgeschiedenen englischen Kriegsschiff, bis er melden konnte: Das Schiff sinkt! Die Meldung ging auch von zwei anderen Offizieren und verschiedenen Leuten des Schiffes ein! Sie wurde an den Admiral weitergegehen und durch die Meldung es Torpedobootes„V 5“ bestätigt. Später meldete das den Briten folgende Luftschiff die Abjahrt von vier Kreuzern. Attentat aus den englischen Oberkommandierenden in Aegypten. Konstantinopel, 5. Febr. Nach einer über Athen hier eingetrossenen Meldung soll in Kairo von einem indischen Mohammedaner angeblich ein Auschlag gegen den Oberkommandierenden in Aegypten, General Maxwell, verübt worden sein. Der Täter soll auf offener Straße mehrere Revolverschüsse abgegeben, den General versehlt, aber den Adjutanten getötet haben. Der Eindruck der deutschen Warnung in Skandinavien. Zu der Warnung des Reichsanzeigers an die neutrale Schiffahrt, sich der französischen Nordund Westküste zu nähern, schreibt das angesehenste Blatt der skandinavischen Reederinteressen„Norges Handels= og Sjöfartstidende": Diese Mitteilung ist gleicherweise aufzufassen, wie die britische Ankündigung, daß die Nordsee als Kriegsgebiet zu betrachten sei. Sie ist weder ein Verbot noch eine Drohung, sondern eine wohlwollende und korrekte Warnung, für die die Neutralen nur dankbar sein können. Ob sie dazu führen wird, daß die Schiffe neue Wege einschlagen werden, kann noch nicht gesagt werden. Augenscheinlich ist man gewillt, zunächst den Verlauf der Dinge abzuwarten. Auch die Warenversicherung erhöht die Prämien nicht und trifft auch sonst keine Maßnahmen. Der Krieg gegen Richland. Deutsche Helden! Die deutsch=österreichisch=ungarische Waffenbrüderschaft kommt immer mehr in einer durchgreifenden Vermischung der beiden Teile an der Ostfront zum Ausdruck. Kämpften anfänglich nur in Polen und Galizien die Verbündeten in gemeinsamem Verbande, so haben jetzt auch die deutschen Truppen in den Karpathen in die Offensive eingegrifsen. Die von ihnen gestern mit großer Bravour und Todesverachtung durchgeführte Erstürmung einer wichtigen Höhe im Waldgebiet war eine prachtvolle Heldentat. Die Höhe war von den Russen durch Verschanzungen so befestigt und durch starke Truppen so energisch und hartnäckig verteidigt, daß sie für uneinnehmbar galt. Dennoch gingen die Deutschen in dem für sie ungewohnten und Ein bezeichnender russischer Armeebefehl. wtb Berlin, 6. Fehr. Folgender Armeebefehl des russischen Höchstkommandierenden ist in die Hände der deutschen Heeresleitung gelangt: Nowa, 6.(19.) Oktober 1914. Warschau. Der Hochstkommandierende lenkt die Aufmerksamkeit darauf, daß in der vergangenen Kriegsperiode einzelne Korps und Divisionen eine große Menge Geschütze und Maschinengewehre verloren haben, wobei die Höhe der Verluste nicht immer der Gefechtslage entsprochen hat. Se. Königliche Hoheit befahl aus diesem Grunde, die Kommandeure der Truppenteile darauf au merksam zu machen, daß es notwendig ist, das Kriegsmaterial etwas mehr zu schonen, wegen der Schwierigkeit des Ersatzes und weil es äußerst unerwünscht ist, daß unser Gegner durch das Zurücklassen unserer Geschütze und Maschinengewehre bereichert werde. Gleichzeitig befahl Se. Königliche Hoheit, alle Kommandeure, welche sich der ungenügenden Schonung des Geschütz= und Maschinengewehr=Materials schuldig machen, in Strafe zu nehmen. In Urschrift. gez. Kommandaur der 2. Armee. General der Kavallerie Scheidemann. Nur einer von den Missionaren draußen stand laut „Nord. Allg. Ztg.“ in einem gewissen Militärverhältnis, er gehörte zur Ersatzreserve. Nachdem er erst eine Zeitlang in Lamu an der Küste gefangen gehalten worden war, wurde er nach Nairobi gebracht und dort mit anderen Deutschen ins gewöhnliche Gefängnis für Schwarze gesetzt, in welchem sich gegen 400 schwarze Gefangene befanden. Nachdem er über fünf Wochen in seinem Gelaß hatte aushalten müssen, wurde er unter Verp lichtung, nichts Feindliches gegen England unternehmen zu wollen, in die Heimat geschickt. Die übrigen Missionare mußten dagegen in ihrer Gefangenschaft bleiben, waren in ihrer Bewegungsfreiheit behindert und hatten schwarze Soldaten zur Bewachung. Trotzdem scheint der englischen Behörde dieses nicht genügt zu haben, denn sie sind jetzt mit ihren Frauen und einem kleinen Kinde nach Bombay in Indien gebracht worden, wo sie wie andere deutsche Missionsleute in Gefangenenlagern untergebracht worden sind. Der Krieg gegen die ist namentlich in dieser Jahreszeit außerordentlich schwierigen Terrain so heldenmütig vor, daß die öhe fiel und die Russen sich in eiliger Flucht zurückzogen. Der russische Rückzug. Kopenhagen, 5. Jebr. Der den Blättern zugestellte Bericht der Petersburger Telegraphen= agentur vom letzten Dienstag enthält die Mitteilung, daß die russischen Truppen aus den Karpathenpässen„zurückgenommen“ worden sind und daß dieser Teil der russischen Armee sich in einer „Neugruppierung“ befindet, um zu gegebener Zeit neuerdings die Offensive aufzunehmen. Die Fortschritte in Galizien. Budapest, 5. Febr. Der„Magyar Orszag“ meldet: Unsere Offensive in den Tälern Ung, Latorcza und Nagyag schreitet unaufhaltsam vorwärts. Wo der Feind Gegenangrisfe unternimmt, erleidet er schwere Verluste. Mit Hilfe der verbündeten Truppen haben wir die Mitte des linken lücels bereits eingedrückt. Fliegergefecht über dem Kanal. Der Kapitän eines in Vlissingen angekommenen Dampfers erzählt, daß er am Sonntag mörgen Zeuge eines Fliegergefechtes über dem Kanal, nahe der französischen Küste gewesen sei. In großer Höhe über dem Meere hat er vier Flugzeuge bemerkt, die gegeneinander kämpften. Der Kampf hat etwa 10 Minuten gedauert, bis sich zwei Flugzeuge in großem Bogen zur französischen Küste flüchteten. Nach der Meinung des Kapitäns hat es sich um deutsche und englische Flieger gehandelt. Die englischen Flieger, die später flüchteten, habe er an den Farman=Doppeldeckern erkannt. Die belgischen Flüchtlinge in Frankreich. Nach einer Meldung der„D, T.“ aus Genf kündigt Senator Humbert im„Journal“ an, er werde später jene Gemeinden anklagen, die die belgischen Flüchtlinge roh behandeln. Dagegen protestiert der Pariser„Cri“ auf das heftigste. Humbert sei ewiger Ankläger ohne Grund. Er müsse wissen, welches faule Lumpenpack die Flüchtlinge seien. Sie verweigerten jede Arbeit, jedes Geschenk werde zum Branntweinkaufen benützt., Zahlreiche Gemeinden in der Weingegend hätten ihnen Winzerarbeit angeboten mit einem lohn von 5 Franken für die Männer und 3 Franten für die Frauen nebst Verpflegung, sie hätten aber keinen einzigen Arbeiter bekommen. Frankreich zahle pro Kopf 1 Frank 25 Centimes als Unterstützung; dies bewege die Belgier, tagsüber im Wirtshaus zu faulenzen, die Weiber lägen bis zum Mittag in den Betten. Die geringste Mahnung erwecke Beschimpfungen. Frankreich habe Belgien alles geopfert, nun ernte es Undank.„Cri“ versichert, die Geduld der Franzosen werde auf eine harte Probe gestellt. Was du nicht willst, das man dir ku. Sie sitzen längst auf hohem Pferde, Die Krämer auf dem Inselreich, Daß Deutschland ausgehungert werde, Ist wirklich ein genialer Streich. Was ihre Waffen nicht erreichen, Hat nun der Hunger auszugleichen, Denn, wer nichts mehr zu essen hat, Der wird beizeiten zahm und matt. Sie führen Krieg auf jede Weise, Was England tut, ist recht gescheh'n, Und mögen Frauen, Kinder, Greise, Mög' alles auch zu Grunde geh'n! Sie leben in dem schönen Glauben, Sie dürfen alles sich erlauben, Doch setzt der änd're sich zur Wehr, Verletzt das Völkerrecht er schwer! Sie schalten auf der Wasserstraße Beliebig vom Kanal zum Kap, Sie messen nicht mit gleichem Maße, Und schneiden uns die Zufuhr ab. Getreide nach neutralem Lande Erklärten sie als Contrebande, Sie wollen treffen uns ins Mark, Doch Deutschland fühlt sich stolz und stark. Ja, Deutschland wird den Wink beachten, Fest steht und treu die Wacht am Belt; Die Rechnung. die die Briten machten, Ist ohne Tirpitz aufgestellt. Der sprach: Das sind ja nette Sachen, Jetzt werde ich die Rechnung machen, Und wißt ihr, wie sich Deutschland wehrt? Der Spieß wird einfach umgekehrt! Der Kampf gegen harmlose Missionare wird von den Engländern mit traurigem Mute ortgeführt. Auch die Mitglieder der Neukirchener Mission, welche ihre Dienste der englischen Kolonie Britisch=Ostafrika geweiht haben, sind von den englischen Roheiten nicht verschont geblieben. Bei Ausbruch des Krieges befanden sich in der Mission nur fünf Missionare mit ihren Familien, die anderen hatten Erholungsurlaub nach der Heimat. Und kommen gar die Zeppeline, Dann wird den Krämerseelen schlecht, Dann rufen sie mit Jammermiene Nach dem berühmten Völkerrecht! O, Volk, das sich so machtvoll brüstet, Warum auf einmal so entrüstet? Was du nicht willst, das man dir tu, Das füg' auch keinem andern zu! Wie sich das Krämervolk auch brüste, Die Handelsschiffahrt wird bedroht, Dann landen an Britannias Küste Nur noch der Mangel und die Not. Was du auch kannst, wir könnens besser, Blick' hin zum Irischen Gewässer. Du Friedensbrecher, schau und merk: „A 21“ ist am Werk! Ernst Heiter. wene und Liebe. Roman von Käthe Lubowski. 12 „Konnte ich denn das nach jenem Schlage, der mich zu Boden schmetterte, haben? Wäre das nicht unnatürlich gewesen? Kannst Du verstehen, Nora, wie mir zumute war, als ich von Deinem Vorhandensein ersuhr? Ich haßte Dich. Nun ich Dich aber kenne, liebe ich Dich ebenso, als wenn Du neine Schwester auch vor der Welt wärest.“ „Ist es wahr, was Du da gesagt hast? mir gut— Du— Du— darf ich einmal Deinen Namen nennen? Haus Weddo. Aber Du wirst mich wieder vergessen, wie es die Mutter getan hat. Du wirst mir Geld geben, und ich werve reichlich zu essen und zu trinken haben. Das wird alles sein.“ „Nein, Nora, ich werde Dich zuweilen besuchen. Du wirst Arbeit und eine liebe alte Dame zur Seite haben, die Dich in allem unterrichtet, was eine Mädchenhand verstehen muß. Draußen, wo die Luft klar und rein ist, woes Wasser, Sonne und viel Grün gibt, werdet Ihr ein Häuschen und einen Garten haben. Und wenn die Zeit da ist, daß ich mich frei machen kann, werden wir beide in dem Garten sitzen und die Blumen, die Du pflanzest, anstaunen.“ Sie sann vor sich hin. „Und wie lange meinst Du, daß das so fortgehen kann?“ Er erschrak. Addas schönes Gesicht schob sich plötzlich vor die Kindergestalt und trieb sie fort. Bis sie sein Weib sein würde, antwortete sein Inneres, dann würde Nora den Duft der Blüten wieder allein atmen. Er sah die Schwester tröstend an und nickte ihr zu. „Wer kann in die Zukuuft sehen, Kind?“ „Weitigstens fürchte ich mich nicht mehr so unsagbar, wie vordem, vor ihr. Haus Weddo. Sie wird immer noch besser und freundlicher sein, als die Gegenwart. Ich bin ja so froh, daß ich hier fortgehen darf." Er erschrak. „Und warum bist Du das? Ist Frau Hüssinger etwa nicht gut zu Dir?“ Tarenberg begann die Fortsetzung des Gesprächs zu ahnen. „Fragen Sie,“ sagte er zögernd, aber trotzdem freundlich, denn er wollte durch schroffe Ablehnung dem zitternden Menschen nicht weh tun. Otto Hüssinger fuhr schwerfällig und verlegen „O doch, sehr gut sogar. Aber es ist doch noch fort:„I hab das Fräulein nämlich lieb, sehr lieb. nand im Hause, der Otto, und weißt, Du, vor I möchte heiraten. Iftag, ka Wort jemand im Hause, der Otto, und weißt Du, vor dem fürchte ich mich. Er ist nicht etwa oöse oder ungefällig zu mir. Nein— so— so— ich kann es Dir gar nicht sagen.“ Tarenberg verstand, aber erließ sich ihr gegenüber nichts merken. Ruhig besprach er noch mit ihr das Notwendigste über die nächste Zukunft und vertröstete sie, als sie ihn nicht gehen lassen wollte, auf den morgenden Tag. Darnach begab er sich zu Frau Hüssinger. Sie stand bereits an der Tür und erwartete ihn. Aufgeregt und knixend kam sie ihm entgegen. „Ich komme, um Ihnen die Mitteilung zu machen, daß Fräulein Fiedler am ersten nächsten Monats von Ihnen geht. Ich habe eine alte Dame, Herrn Sanitätsrat Dunkers Schwester, gefunden, die sie fortan unter ihren mütterlichen Schutz nehmen wird. Ihnen danke ich daher schon heute für Ihre treue Pflege und Obhut,“ sagte Tarenberg freundlich. Frau Annette konnte vor Schreck kein Wort herausbringen. Sie hatte das junge, zarte Dingelchen auf ihre Art lieb und den Verdienst nicht minder. Da erhob sich plötzlich aus der dunklen Ecke ihres Sohnes schlanke Gestalt. „Darf i noch vorher a Ton reden, Herr von Tarenberg?“ fragte er und seine Stimme klang seltsam heiser. „Gewiß, Herr Hüsizger 2.., an.— 6 „Da möcht ia Frag an Sie steuen. Wenn diese Frag' auch mich und sie ganz allein angeht, so tu i sie doch, weils ka Eltern mehr hat und Sie es gut mit ihr zu meinen scheinen.“ I möchte heiraten. Ifrag ka Wort nach dem Dunkeln, was da ist, denn's hat heue, gute Augen, die vielleicht selbst nix davon wissen. I nehms, wies da ist. Ohne einen Pfennig Geld, ohne jede Auskunft. Habens was dagegen?“ „Er ist a lieber, braver Sohn,“schluchzte Frau Annette dazu aus dem Hintergrund„und sie wirds nit berenen.“ Tarenberg legte dem Erregten die Hand auf die Schulter, fest und ehrlich sah er ihn an. „Ichrede als Mann, der Ihre Wünsche versteht, zu dem Mann, dem sie nicht erfüllt werden können. Ich denke, wir verstehen uns so am besten. Es geht nicht, Herr Hüssinger. Den Grund für die schroffe Ablehnung kann und darf ich Ihnen nicht neunen. Aber glauben Sie es mir, es käme ein Unglück heraus für Euch alle beide.“ Otto Hüssinger brauste auf. „So meinens. Und wenn i nun hingeh und sie fragen tu, sie, die keinen einz'gen treuen Menschen hat, an mein Herz nehm', ihr a Zuhaus geb' — wer kanns mir wehren?" Hans Weddo hätte ihm entgegenschreien mögen:„Ich habe dieses Recht, als ihr Bruder," aber weil er sich nach außen hin dieses Recht nicht nehmen durfte, mußte er sich begnügen, sie nach Rücksprache mit dem Sanitätsrat Dunker in eine von diesem empfohlene Pension unterzubringen, bis Frau Pastor Hedding ihre Stelle antrat. Gleich darauf nahm er Abschied von ihr. Still und weiß hob sich ihr Gesicht aus dem Schwarz des Trauerkleides heraus. Es schien, als wenn die strahlenden, leidenschaftlichen Augen allen Glanz eingebüßt hätten. Die Lippen preßten sich fest zusammen, als könnten sie nur so den Lant des Schmerzes, der auf ihnen lag, zurückdämmen. Tarenberg erschrak. Wie sie so vor ihm stand, trotzig und schön, gegen das Schicksal rebellierend, den Blick voller Qual und um den jungen Mund die tiefe herrische Falte. Da erinnerte sie ihn an Adda von Wachenhusen. Und diese Erinnerung ging mit ihm, auf die lange, eintönige Reise, bis er in Trautenberg anlangte. Als Emmi Brandhuber am nächsten Tage bei Hüssingers die Klingel zog, um Nora zu dem üblichen Spaziergang abzuholen, öffnete ihr Frau Annette. Sonst hatte Nora bereits in Hut und Mantel im Korridor auf sie gewartet, weil ihr die Zeit, ins Freie zu kommen, niemals schnell geuug herankam. Heute war sie nicht zu sehen. Emmi Brandhuber wunderte sich aus Grundsatz übernichts. Sie tat also keine Frage, sondern legte einfach die Hand auf die Klinke, hinter der sie Nora Fiedler zu wissen glaubte. Sie war eine kleine, energische Person, die allzeit fest auf ihren eigenen Füßen hatte stehen müssen. Ihren Vater hatte sie nicht mehr gekannt, der war gestorben, als sie drei Jahre alt gewesen. Als sie das vierzehnte Jahr eben vollendet hatte, ging die Mutter von ihnen. Nun saßen der Franzi und sie in der kalten, leeren Stube und weinten sich die Augen rot. Der Franzi war nämlich ihr Bruder. Genau solch rotwangiges, gesundes Blut, wie sie selbst, nur drei Jahre jünger. Es war ihnen damals hart ergangen. Viele Menschen gingen ein und aus, die noch etwas von der Mutter haben wollten. Bäcker, Kaufmann und Schreiner, der noch die letzte Rate von dem väterlichen Sarg der Schwerkranken abzuringen hoffte. Aber sie waren alle still und betrübt wieder von dannen gegangen, als sie hörten, daß sie seit einer Stunde bereits auf dem Friedhof schlief. Nur eine, die Metzgerfrau von nebenau, hatte sich schadlos gehalten. 220.10 Aus Stadt und Umgebung. ** Schwerte, 6. Februar 1915. e:(Es hat gewirkt.) Unsere Notiz über die Reichsgoldmünzen, die später nur mit Kursverlust los zu werden sind, hat schöne Erfolge gehabt. Gestern und vorgestern wurden in unserem Bezirk bei den Postanstalten, öffentlichen Kassen und in vielen Geschäften für ca. 25.000 Mk. Goldgeld eingezahlt bezw. umgewechselt. Aber es ist sicherlich noch mancher Strumpf vorhanden, dessen Füchse in patriotischer Bezieluung ins Feld wollen, ins Feld des wirtschaftlichen Kampfes. Wie wir hören, sind die Kassen angewiesen, auch für die nächste Zeit noch Goldgeld anzunehmen bezw. einzuwechseln. ** Bauernregeln vom Februar.) Lichtmessen dunkel, macht den Bauer zum Junker.— Lichtmeß im Klee, Ostern im Schnee.— Wenn's an Lichtmeß stürmt und schneit, ist's zum Frühling nicht nehr weit.— St. Dorothee(6.)— bringt den meisten Schnee.— Wenn's friert auf Petri Stuhlfeier(22.), friert's„noch vierzehnmal heuer.— Petri Stuhlseier(22.) kalt, die Kälte noch länger anhalt.— Mattheis(24.) bricht's Eis, find't er leins, so macht er eins.— Regenbogen am Abend, den Hirten labend.— Spielen Mücken im Februar, frieren Schaf und Bien' das ganze Jahr.— Wenn in Februar die Lerchen singen, wird's uns Frost und Kälte bringen.— Weißer Februar stärkt die Felder.— Die Katze, die in der Hornungssonne liegt,— im März sich hinter den Ofen schmiegt. — Wenn's Hornung gnädig macht, bringt der Lenz den Frost bei Nacht.— Heftige Nordwinde in Februar, deuten auf ein fruchtbar Jahr.— die weiße Gans(der Schnee) im Februar, brütet Segen für ganze Jahr. *e(Ein Wohltätigkeits=Konzert) zum Besten des Kriegsliebesdienstes in unserer Stadt veranstaltet das Schwerter Doppel=Quartett am Sonntag, den 21. ds. Mts., am„Freischütz“. zur Mitwirkung sind gewonnen, die Konzertsängerin Frau Flach=Rüßmann aus Dortmund (Sopran) und Musikdirektor Haselhoff, Klavier. Auf das reichhaltige Programm des Konzerts werden wir noch zurückkommen. **(Auszeichnung.) Dem auf dem östlichen Kriegsschauplatz kämpfenden Unteroffizier d. N. Heinr. Dickmann aus dem Rosenweg wurde das Eiserne Kreuz verliehen. Gleichzeitig ist der tapfere Krieger zum Vize=Feldwebel befördert worden. Wir gratulieren bestens! **(Der Gustav Adolf=Frauenverein) feiert am Sonntag, den 14. Februar, sein Jahresfest in bescheidener Form und in Zurückhaltung, die der Ernst der Zeit fordert. In den Gottesdiensten der beiden Gemeinden soll der wichtigen Gustav AdolfArbeit gedacht werden. Der Gustav Adolf Frauenverein hat seit vielen Jahren diese Not lindern helfen. Trotz Kriegszeit hat der Verein treu weiter gearbeitet. **(Belohnungen für langjährige zufriedenstellende Dienste.) Im abgelaufenen Vierteljahre haben im Eisenbahndirektionsbezirk Elberfeld folgende Hilfsbeamte und Arbeiter für zufriedenstellende Dienstführung Lohnzulagen erhalten: 1 Bediensteter nach 50jähriger Dienstzeit 300 Mk., 4 Bedienstete nach 45jähriger Dienstzeit 200 Mk., 7 nach 40jähriger Dienstzeit 100 Mk., 4 nach 35jähriger Dienstzeit 85 Mk., 7 nach 30jähr. Dienstzeit 60 Mk., 20 nach 25jähriger Dienstzeit 50 Mk., 7 nach 20jähriger Dienstzeit 20 Mk. *(Militärische Freiballonfahrten.) Zu militärischen Ausbildungszwecken werden von den ersten Tagen des Februar ab vorzugsweise an Sonntagen von einem bei Berlin gelegenen Aufstiegplatze Freiballone aufgelassen werden, deren Landungsort vorher nicht zu bestimmen ist. Um die Bewohner vor Beunruhigung und die Korbinsassen vor Gefahren zu bewahren, wird darauf aufmerksam gemacht, daß die Ballone an der unteren Hälfte zwischen dem Ballonstoff und dem Netz durch drei Eiserne Kreuze gekennzeichnet sind. *e(Schöffengericht.) Die gestrige Sitzung fand unter dem Vorsitz des Herrn Amtsrichters Dellmann statt und wurde in nachstehenden Strafsachen verhandelt. Wegen Logisschwindel wurde das Dienstmädchen F. zu 15 Mk. Geldstrafe verurteilt.— Zu drei bezw. einem Tage Gefängnis wurde die Ehefrau und deren Tochter Elisabeth verurteilt, weil diese in hiesiger Gegend gebettelt hatten.— Weil der Arbeiter N. seine Kinder zum regelmäßigen Schulbesuch nicht anhält, wurde er in eine polizeiliche Geldstrafe von 9 Mk. genommen. Gegen die verhängte Strafverfügung legte N. Berufung ein, und gab zu seiner Verteidigung Krankheitsgründe an. Das Gericht hielt diese Gründe des Angeklagten nicht für stichhaltig, deshalb bleibt es bei der festgesetzten Strafe.— Nachdem der Arbeiter Paul K., Berlin, bei den Eheleuten Hermann Kassel eine Kostgeldschuld im Betrage von 88,20 M. gemacht hatte, rückte er heimlich aus. Das Urteil lautete auf 75 Mk. Geldstrafe.— Am 19. Juli v. J. kam es gelegentlich einer Tanzlustbarkeit in Westhofen zwischen mehreren jungen Leuten zu einer allgemeinen Rauferei. Veranlasser war der Schlosser Heinrich B. aus Westhosen. Deshalb hatte er sich jetzt wegen Körperverletzung zu verantworten. Da der Angeklagte noch nicht vorbestraft war, ließ das Gericht Milde walten und nahm ihn in eine Geldstrafe von 50 Mk.— Dann standen zwei schwere im Zuchthaus zu Münster sitzende. Verbrecher, die Arbeiter W. und N., vor den Schranken des Herichts. Sie hatten sich wegen Hausfriedensbruch, Körperverletzung, Widerstandes gegen die Staatsgewalt usw. zu verantworten. Das Gericht ließ trotz der hohen Vorstrafen verhältnismäßige Milde walten. Es erhielt W. 5 Monate und N. 5 Wochen Gefängnis. Westfalen und Rheinland. * Hörde, 5. Febr.(Zwei Maurer abgestürzt.) Ein schwerer Unglücksfall ereignete sich gestern vormittag gegen 11 Uhr bei der Neuanlage der mechanischen Werlstatt auf dem Phönix. Bei den Betonarbeiten brach eine Decke durch, indem ein Befestigungsdraht riß, h#erdurch stürzten zwei bei der Firma Schlüter in Dortmund beschäftigte Maurer aus einer Höhe von zirka 20 Metern ab. Während einer der Verunglückten einen Schädelbruch erlitt, trug der andere einen Genickbruch und sonstige Verletzungen davon. Der Tod trat bei beiden sofort ein. * Bochum, 3. Febr.(Achtet auf die Kinder!) Daß die Eltern selbst im Hause ihre Kinder unter ständiger Aufsicht halten müssen, lehren folgende Fälle: Die Ehefrau Hasselberg aus Gerthe hatte einen Topf mit kochender Milch auf den Tisch gestellt. Als sie sich umwandte, riß das 16 Monate alte Kind den Topf vom Tisch und goß den heißen Inhalt über den Leib. Das Kind starb nach einigen Tagen an den erlittenen Verbrühungen. Auf ähnliche Weise kam das 18 Monate alte Kind der Eheleute Bergmann Baranowski zu Tode. Es fiel in eine Schüssel, in welcher die Mutter das kochende Kartoffelwasser geschüttet hatte. * Hüls, 4. Febr.(Tödlicher Unfall.) Beim Kabellegen auf Zeche„Augusta Viktoria“ stürzte der Bergmann Hermann Lewe aus Haltern in einen Schacht und war sofort tot. Er hinterläßt eine Witwe mit sechs Kindern. tu Vohwinkel, 5. Febr.(Vier Kinder ertrunken.) Auf Schloß Linteck betraten die vier Kinder des Oberschweizers die dünne Eisfläche eines Teiches und brachen ein. Alle vier sind ertrunken. Stadttheater Dortmund. Sonntag, 7. Februar, nachm. 3½—6 Uhr(volkstümliche Preise):„Im weißen Rößl“, Lustspiel in 3 Aufzügen von Osk. Blumenthal und Gust. Kadelburg.— Abends 7½—10 Uhr:„Die Hochzeit des Figaro“, komische Oper von W. A. Mozart. Dienstag, 9. Februar, abends 7—11 Uhr:„Siegfried“, Handlung in 3 Aufzügen von Richard Wagner. 9. Februar, stattfindende Gesamt=Gastspiel der Kölner Oper erwachsen, kann diese Veranstaltung nur einmal stattfinden. Um auch den auswärtigen Theaterfreunden den Besuch von„Tiesland“ ohne Schwierigkeiten zu ermöglichen, beginnt die Vorstellung um 7 Uhr. Feuerversicherung. Der Jahresbericht der Gothaer Feuerversicherungsbank auf Gegenseitigleit über das 94. Geschäftsjahr 1914 weist folgende Zachlen auf. i u.5. Versicherungssummen: 7512 753100 Mk., Prämien 24 519 938,30 Mk., Schäden: 3879967,40 Mk. Die Bank hat im Jahre 1914 auch die Einbruchdiebstahlversicherung ausgenommen. Versicherungssummen: 319659 700 Mk., Prämien 379 801,10 Mk., Schäden: 51 610,20 Mk. Der Ueberschuß beträgt 18 460 556,70 Mk. Davon kommen zur Rückzahlung an die Versicherten in der Feuerversicherung 72% der eingezahlten Prämien, in der Einbruchdiebstahlversicherung gemäß der niedriger bemessenen Bruttoprämie ein Drittel dieses Prozentsatzes mit 24%. Die Bank betreibt beide Versicherungszweige nach dem Grundsatz der reinen Gegenseitigkeit. Gottesdienste am Sonntag. Evang. ref. Gemeinde. 9½ Uhr: Pastor Terberger. Versammlung der Konfirmierten. Evang. luth. Gemeinde. 9½ Uhr: Pastor Nell. 11 Uhr: Kindergottesdienst. 5 Uhr: Pastor Wischnath. Gemeinde Westhofen. 9½ Uhr: Pastor Klinker. 11¼ Uhr: Kindergottesdienst. Kath. Pfarrkirche Schwerte. 6¼ Uhr: Stille hl. Messe, Pfr. Schnurbus. 7½ Uhr: Frühmesse mit Predigt. Männerkommunion8¾ Uhr: Schulmesse mit Predigt, Kaplan Röseler. 10 Uhr: Hochamt mit Predigt. 11 Uhr: Aussetzung des Allerheiligsten. 12 Uhr: Stille Anbeitung. 1 Uhr: Betstunde der vier oberen Schulklassen (I—IVa und I—IVh). 2 Uhr: Sakramentsandacht. 3 Uhr: Betstunde für die Marien= und ElisabethVereine. 4 Uhr: Betstunde für die Jünglinge und Jungfrauen. 5 Uhr: Betstunde für den 3. Orden und die Schulkinder von Holzen und Wandhofen. 6 Uhr: Betstunde für die Männer=Vereine. Verantwortlich für die Redaktion Friedr. Kraas. Druck u. Verlag von Carl Braus, beide in Schwerte. Städtisches Schauspielhaus Hagen. Infolge der außerordentlich großen Kosten, welche der Intendanz durch das am Dienstag, den aun Dr.Oeiere Auldiln sind wohlschmeckend und ein vorzügliches Nahrungsmittel, besonders für Kinder. Io Paketen zu 15, 30 und 60 Pfg., überall zu haben. A Die grösste Verkaufs-Veranstaltung Welsser wuren aner-Art in allen Abteilungen. Benutzen Sie die noch wenigen Tage zu recht ausgiebigem Einkauf. Seifen, auffallend billig! 5 Stück Lillenmiich-Seife rein und mild.... 0.95 6 Stück Blumen-Fett-Seife sortierte Gerüche 0.95 10 Stück Blumen-Fett-Seife sortierte Gerüche... 1.10 4 Stück, extra groß „Weisse Nelke“ etc.. 1.00 8 Stück weisse Kronenkerzen..“ 1 Paket 9.95 Sink U De Sehenswerte zeitgemässe uundneuchuns Hagen I. W. 649 Für unsere Jugend im 1. Stock als Stimmungsbild: Barbarossa. PEARSS und FLOOEL, in altbewährter Güte, IBACH-PIANOLAPIANOS d. h. IBACH Pianos mit eingebautem Klavierspielapparat, Pianolas sowie Harmoniums empfiehlt in reicher Auswahl zu bequemen Bedingungen Rud. IBACH Sohn Barmen Neuerweg 40 Bei Kauf, Miete, Umtausch Reparatur oder Stimmung wende man sich an die mehr als bundertjährige Erfahrung des durch vier Generationen bestehenden Hauses PBAUA mit Brut verV. 2. nicht radika Goldgeist 75198 Farb- u. geruchlos. Reinigt d.Kopf haut v. Schupp. u. Schinnen. beförd d. Haarwuchs, verhüt HaaraustalSchrzug neuer Parasit, Wichtigt Schulkind Taus. v. Anerkennung Scht nur in Kartons à M I.- u.0.50 Niemalsoffen ausgewog In Apoch I. Drog. Nachahm,weise m. zurück. Max Hehthose Debuco! VachholteExtrakt. Althewert b Hust onr Lungen- u. Wagenleiden. Reinigt vortrefflich das Blut Als Hustenmittel bei Kindern un erreicht, 4 Flasche-Mk 0.75 1.1.50 Nur b. Mar Mehlhose, Nedizinal-Drogerie Ostenstr. 3. Ohlendorff's Peru-Guano Warke“ 642 ergibt höchste Erträge an schmackhaften und gehaltreichen Kartoffeln. Golnaer Feuerversicherungsbank auf Segensellokell. Im Jahre 1821 eröttnet Der Ueberschuss des Geschäftsjahres 1914 beträgt für die Feuerversicherung: 72 Prozent der eingezahlten Prämien, für die Einbruchsdiebstahl Versicherung gemäss der niedrigeren Einzshlung ein Drittel des vor-tehenden Satzes, 24 Prozent Der Ueberschuss wird auf die nächste Prämie angerechnet in den im§ 11 Abs. 2 der Banksatzung bezeichneten Fällen bar ausbezahlt. +Auskunft erteilt bereitwilligst die unterzeichnete Agentur. Schwerte, im Februar 1915. Ernst Klein. Zucherschhftzen. Bewährtes Fatter für Pferde. ale Ersatz für Hafer empfiehlt L. Weinberg. 8 Miehlnose gebraucht. 1 Piano zu Mk. 200 1 Piano zu Mk. 380 abzugeben## 650 H. van Bremen, Pianos Dortmund, Heiligerweg 15. Patar ele Keluecie Beglaubigter Vertreter: Dr. phil. Mayus. Hagen I. W. Eibertederstrasse 7I. Diepstaus u. Freitags von 10—1 und 2—5, Mittwochs und Samstags von 2—5, Sonntags von 9—12 Uhr. Dortmund, Burgwall 27. Montags und Donnerstags von 9½—1 und 2—5½ — haf abzugeben 658 Zu erfragen in der Geschäftsstelle dieser Jeitung. Eille Weisss Wecho wie wir sie bringen, scht wohl einzig da. Deshalb beachten Sie in Ihrem eigenem Interesse unsere der heutigen Zeitung beiliegende 4 seitige Extra-Ausgabe. Iserloht 653 Bekannte Fahrtvergütung bei Einkäufen von 20 Mark U5 Zum Versand in 500 Gramm-Paketen Immmmmmmmmmm an unsere Truppen im helde zulässig(lauf neuester Bekanntm.) bis auf weiteres besonders geeignete und bogenrte Areikel. Hübsche abgeschlossene Stage 4 eoll. 5 Räume mit allen Bequemlichkeiten per 1. April zu vermieten. 635 Zu erfragen W Plate. Brüchstraße 24. Gerichtliche und aussergerichtliche Beitreibung von Forderungen besorgt bei billigster Berechnung C. Schmidt:: Hohenzollernstr. 5. von 3, 4, 5 u. 6 Zimmern (zu vermieten. 287 Luck, Baugeschätt. Königstraße. Junger Mann sucht „Teichstrone.“ Programm für den 6. und 7. Februar. (Feldpostmäßige Verpackung gratis) zu mieten. Angebote mit Preis unter B 659 an die Geschäftsstelle dieser Zeilung. = Vormalhemd. u. Hosen = wollgemischt und reine Wolle 11.00 7 50 5.50 3.25 # ilitär-Unterhosen e warm gefüttert 975 7.75 5.75 Unterhosen(ohne Naht) = auerkannt das Beste 11.00 5.50 3.71 S Strick-Jocken zum Trogen uinter d. zum Tragen unter dem Waffenrock, a Ausserst haltbar u. warm 12.50 S 50 6.75 Handschuhe kräftige Qualität, militär-rotbraun und grau 3.50 2.95 2 25 1.85 Offizier-Handschuhe warm gefüttert 8.25 5.75 ungefüttert Schoner Sitzliege=Wagen) sowie guter gia Tisch dillig zu verkaufen. 662 Hörderstroße 19. II. Eig 651 von Schießhandschuhe 05 S mit zwei Daumenlöchern, daher doppel- J.##s seitig benutzbar Paar 1.75 OO oS Taschentüicher Soe 3 Zimmer= Wohnungen zum 1. April zu vermieteu. Näheres 661 Wilhelmstraße 12. im Felde besonders begehrt, extra gross teldgrau 38 Bericht v. Kriegsschauplatz. Eiho=Woche Nr. 19. Vom östlichen Kriegsschauplatz: Besetzung eines Schützengrabens. Kompagnie geht in Feuerstellung. aelg füier Anlege. eines Artilleriebeobachtungsstandes. Gewarliuerie im Feuer. * Pioniere beim Eisbrechen auf der Angerapp. Zerstörte Bahnbrücke. #An der Pferdetränke. eese-ecenette un der 9. Trans, natzogggle au der Landstraße Toigs nach Looz. Konstaniinopel. Generalfeldmarschall v. d. Goltz nach der historischen Parlamentssitzung. „Der Mitgistjäger.“ A, Außerst spannendes Gesellschaftsdrama. 3 Akte. Das Blumenmädchen von Capri.“ Stimmungsvolles Idyll in 2 Akten. „Die modernen Nomaden.“ Ergreifende Künstlergeschichte in 2 Akten. Die Macht der Uniform. Wasserdichte Kleidung, Militär-Socken, Hosenträger, Brustbeutel, Fußlappen, Nähzeuge, Wol-Schals, Pulswärmer, Fußschlüpfer * Neuheitl Militär-Latz(als Halsbinde, verb. mit Brustwärmer zu tragen) schwarz u. feldgrau, Stk. 1.20 S S = Seidene Hemden und Hosen in Trikot und Rohseide.= Antons Faulheit. Julius ist auf den Hund gekommen. Von St. Margherita nach Portosino. 1 Posten Militär-Hautjacken sonst bis 3.50.... jetzt 2.25= 1 Posten Leibbinden reine Wolle, früher 3.75 jetzt 1.88 S2 1 Posten Brust- und Leibwärmer sonst 4.25... jetzt 3 25 S= 1 Posten Kniewärmer, Leibbinden, Brustwärmer, 88 Kopfhauben...... jetzt Stück 9#### Schtra ausgeleg a Wolt unter Freis. CProzertauschlug 1.FEige, Schutrdübeling.) 8 Vorschriftsmäßige Miittal-Schaftstietel Ilermann S2 nach Maß — Anfertigung in eigener Werkstatt— 25.00 Paar CO K0tteh Sl#t#ggt i. 20., Frausifurierskr. 97-101, S S Zweiggeschälle: Aulenhagen, Ecke uiliekindstrade-. Wohringhausen, Kalserplatz. 8e im Felde versandfertig verpackt als Feldpostbrief: 1 gutes Handtuch 1 Stück Fenlselle 1 Pack Klosenpapier 1 Hand- und Nagelbürste 1 Staubkamm und 1 Dose Ungezieiersalbe 8 Preis Mk. 1.25. Gemäß§ 36 der Bekanntmachung des Stelloertreters des Reichskanzlers vom 25. Januar 1915 über die Regelung des Verkehrs mit Brodgelreide und Mehl wird folgende, sofort mit der Veröffentlichung in Krast teelende Anoronun für den Landkreis Hörde erlassen: S 1. Es dürfen nur Einheitsbrote bereitet werden, und zwar a) Kriegsbrot(Roggenbrot) mit 80% Roggenmehl und 20% Kartoffelmehl und mit einem Verkaufsgewicht von 3 oder 6 Pfund. b) Vollkornbrot(Schwarzbrot, Schrotbrot) mit einem Verkaufsgewicht von 3 oder 6 Pfund. c) Weißbrot in Form eines Brötchens mit einem Verkaussgewicht von 1/ Pfund und mit höchstens 70% WeizenMax Mehlhose Telefon 195. Ammoniak Superphosphal 7X9 5X10 Thomasphosphatmehl Kainit Kaltsalz Schwefelsaures Annenian empfiehlt zu billigsten Preisen unter Garantie der Gehalts 670 L. Weinberg. Kholt&a Sappen Spargel, Wiener, Reis. Hindensurg Metropol=Theater Schweite Brückstraße 12. Programm für Sonntag, den 7. Februar: Die neuesten Ereignisse vom Kriegsschauplatz Eisenbahn=Verein Neuerlangtes Lebensglück, Drama in 3 Akten Zwei Leidenschaften, Drama in 2 Akten Der erbliodete Blldhauer, Drama in 2 Akten Ein Bore des Himmels, Drama in 1 Alt Schwerte und Umgegend e. V. Moritz als Schmuggler, Humor „ Außerordenliche General=Versammlung Polldor ist für den Ringkampf begeistert, Humor Kartoffel, Erbs, Weibertreu, Königin, Geflügel, Pilz empfiehlt Carr Per! Karichen und die Piraten— Das eiserne Kreuz, Interessant Kriegsschau, Brand von Sebastopol Ausserdem die übrigen Natusereignisse Sonntag Anlang 3 Uhr 6s am Sonnlag. den 14. Februar 1915, nachmi tags 5 Uhr, im Vereinslokal„Hotel zur Post“ (Inh. H. Quadbeck). Tagesordung: 1. Pachtung und Bewirtschaftung von Gartenland. 2 Verschiedenes. Wegen der wichtigen Tagesordnung wird um zahlreiches Erscheinen gebeten. 660 Der Vorstand. mehl und höchttens 39% Roggenmehl. Das Verkaufsgewicht muß bei diesen Einheitsbroten vor handen sein 24 Stunden nach Fertigstellung. Außer den vorstehend aufgeführten Einheitsbroten dürfen nur noch Zwieback mit höchstens 50% Weizenmehl und rein Kondttorwaren hergestellt werden. Unter reinen Konditorwarn im Sinne dieser Bestimmungen sino solche Backwaren zu verstehen. zu deren Bereitung höchstens 10% der Gewichtsmast an Weizen= oder Roggenmehl verwendet wird. s 2. Die Abgabe und Entnahme von Brot und Mehl an und durch die Verzehrer werden beschränkt auf 3½ Pfund Bro## oder 1400 g Mehl wöchentlich für alle Personen über 5 Jahren# und 1¾ Pfund Brot oder 700 g Mehl wöchentlich für Kinde bis zum vollendeten 5 Jahre. 4, 6. 46# Die Brolmenge für übernachtende ortsfremde Dotelgäst richtet sich nach der Brotmenge erwachsener Einwohner. Di## Zahl der Uebernachtungsgäste wird von der Behörde unter Berücksichtigung des Durchschnitts der letzten Zeit festgestell. Eine besondere Abgabe und Entnahme von Brot und Medl für den Betrieb der Schank=, Speise= und Kaffeewirtschaften ist nicht statthaft. Die Inhaber dieser Betriebe sind verpflichtet zu gestatten, daß mitgebrachtes Brot in ihren Räumen verzehrt wird. Für Krankenhäuser und andere öffentliche und prival Anstalten erfolgt eine besondere Feststellung des Bedarfs vol Fall zu Fall, wobei aber die allgemeinen Grundsätze des I dieses§ zu beobachten sind. Es dleibt vorbehalten, zur genauen Feststellung des brauches und zur Verhütung von Umgehungen besondere Brotbücher oder ähnliche Ausweise zum Bezuge von Brot und Med herauszugeben In diesem Falle darf Brot und Mehl nu gegen diese Ausweise und in den darauf bezeichneten Mengen abgegeben weiden. Wer den vorslehenden Anordnungen zuwiderhandelt, wit nach§ 44 der eingangs erwähnten Bekanntmachung des Stellvertreters des Reichskanzlers mit Gefängnis bis zu 6 Monaten oder mit Geldstrafe bis zu 1500 Mk. bestraft. Hörde, den 5. Februar 1915. Namens des Kreisausschusses. Der Vorsitzende. I. V.: gez. Burchard. Reparaturen an Regenschirmen in eigener Werkstatt auch an solchen, welche nicht bei mir gekauft sind prompt und billig. Auf jede Reparatur karn vewartet werden. Bernhard Feit Sonntag, den 7. Februar: Parrien Uite Anfang nachmittags 5 Uhr. Hüsingstrasse 23, 545 K Eintritt frei! Es ladet freundlichst ein C. Jungesblut. Central-Hotel Sternberg Schwerte. 657 Eintritt freil * # 8 8 82 8 8 55 B 5 8 83 . Sng S S 8 5 29% ng SSaDSS S—58 #PTZS -# 1 8 %%*8 FRSSS Sasug 8 59E a 5 S S S NS 3 „Ich komme mit,“ rief Olly. Es vergingen wohl an zehn Minuten, ehe sie zurückkehrten, aber Fräulein Berndt brachten sie nicht „Da muß ich wohl erst kommen,“ neckte Anni und erhob sich. Von neuem verließen die drei Mädchen den Kaferseg, hnie s, sagte D udt und „Mit gütiger Erlauonis! fagee Bernot und schenkte sich die erste Tasse ein.„Sie werden ja sicher sleich kommen.“... B.-4 Der Förster folgte seinem Beispiel, worauf auch Wildermut es wagte. Ehe Frau Dahl recht begriff, was im Gange war, hatten die drei Männer die Kanne geleert.— Jetzt endlich kamen die Sucherinnen mit der Gesuchten zurück.„„„ Gsl. „Ihr war nicht wohl,“ bemerkte Anni; sie wollte nichts von all den Streichen verraten. „Vielleicht trinken Sie lieber schwarz?“ fragte Frau Dahl besergt. Rein, danke!“.. Sdhnen uad. Anni wollte sie bedienen und griff schneu nach der Kanne, setzte sie aber sofort wieder hin und hob den Deckel ab. „Leer!“ „Rache ist süß!“ Mit diesen Worten erhob sich Wildermut und verließ mit Berndt schleunigst den Garten, während die Damen sich verdutzt ansahen. „Rache ist süß!“ nahm endlich Tilde das Wort. Sie gingen langsam im Garten auf und ab und beratschlagten, wie sie Vergeltung üben könnten. Ein Vorschlag nach dem anderen wurde besprochen und verworfen, ehe man sich endlich einigte. (Schluß folgt.) Denkspruch. Wei seine Schranken kennt, der ist der Freie, wer frei sich wähnt. ist seines Wahnes Knecht. J. Grillparter. Vom„Alten Fritz“ und seinen Soldaten. Lebensvolle Bilder aus der altpreußischen Soldatenwelt des 18. Jahrhunderts entwirft der Bibliothekar der Kriegsakademie, Prof. v. Scharfenort, in einem kürzlich bei E. S.Mittler und Sohn erschienenen Werk„Kulturbilder aus der Vergangenheit des altpreußischen Heere". Auf Grund eines reichen und kaum bekannten Luellenmaterials wird von der Werbung des Gemeinen an bis zur Verabschiedung des hohen Offiziers der an Freuden und Leiden reiche Weg des Kriegers der friderizianischen Epoche geschildert, und dabei tritt neben mancherlei Schattenseiten als ein idyllischer Zug in diesem rauhen Bilde das patriarchalische Verhältnis des Soldaten zu seinem Könige hervor, das in der engen Gemeinschaft des großen Friedrich mit seinen Leuten seine weltgeschichtliche Verklärung erhielt. Schon der Vater des„Alten Fritz“, mit dem sonst nicht gut Kirschen essen war, zeigte sich seinen Soldaten gegenüber sehr zugänglich. Der Brief eines„Gardisten, Trabanten und Barbierers", dem von dem Soldatenkönig zwei Taler monatlich zugesichert waren, ist dafür ein Beleg. „Ich muß,“ schreibt er an seine Mutter,„alle Tage rein auf die Parade kommen, und zu die Stiefeletten gehört viel feine Leinewand und dazu viel Geld. Also bin ich zweimal bei Ihro Königliche Majestät gewesen und habe gebeten, um was mir mein allergnädigster Landesherr versprochen, so hat er mir das erstemal zur Antwort gegeben:„Du sollst es haben.“ Darauf, wie ich zum andern zu ihm gekommen, sagt er, ich würde ja so viel von meinem Landesherrn bekommen haben, daß ich zu leben hätte. Darauf habe ich wieder gesagt:„Ihro Königliche Majestät, soll ich Sie dienen als ein braver Soldat, so verlange ich auch, das zu haben, was mir versprochen ist.“ Darauf sagte Seine Majestät:„Mein lieber Sohn, du sollst es schon haben.“ Bei den Revuen richtete Friedrich Wilhelm I. an jeden Soldaten die Fragen:„Wie alt bist dur“„Wie lange dienst du?“„Mein Sohn, hast du auch alles richtig bekommen?" Den Leuten, die oft des Deutschen nicht mächtig waren, wurden die richtigen Antworten eingelernt, aber dann konnte es vorkommen, wenn der König einmal die Reihenfolge der Fragen änderte, daß ihm der Rekrut auf die Frage, wie lange er diene, antwortete:„20 Jahre,“ auf die Frage, wie alt er sei:„Ein halbes Jahr“, und als dann der Monarch in die ärgerlichen Worte ausbrach:„Kerl, bist du ein Narr oder ich?“ kam die dritte auswendig gelernte Antwort: „Es ist alles richtig.“ Den Alten Fritz verknüpfte mit seinen Soldaten freilich noch ein anderes Band als das der Fürsorge, nämlich das der gemeinsam bestandenen Gefahren, der gleichen Strapazen, des gleichen Schicksals.„Ich muß meinem Körper die Sporen geben,“ schreibt der große König einmal an die Gräfin Camas,„er muß vorwärts, es koste, was es wolle. Wie könnte ich mich auch schonen wollen, wenn ich so viele brave Leute sich für mich und das Vaterland opfern sehe!“ Der König fühlte sich mit seinen„Burschen" als eine Familie. Kaltenborn erzählt aus dem Lager von Leuthen: „Einige der alten Krieger drängten sich hervor und riefen ihm in ihrem treuherzigen Tone zu:„Was bringst du uns noch so spät?“„Eine gute Nachricht! Kinder, ihr sollt morgen die Oesterreicher brav zusammenhauen.“ Mit einem derben Soldatenschwur versicherten sie einmütig, das wollten sie gewiß tun.„Ja, aber seht einmal,“ fing der König von neuem an,„wo sie dort stehen, wie sie verschanzt sind.“„Und wenn sie den Teufel um und vor sich hätten, wir schmeißen sie doch heraus, führ' du uns nur hin.“„Nun, ich werde sehen, was ihr könnt. Legt euch nieder und schlaft wohl!“„Gute Nacht, Fritz!“ riefen ihm alle nach. „Gott und der König“— das waren die beiden Brennpunkte, um die alles Denken und Fühlen des preußischen Soldaten sich bewegten. Der Dichter und Major Ewald von Kleist berichtet, daß die Leute auf dem Marsche häufig Gesangbuchlieder sangen. Einst stimmten sie„O Gott, du frommer Gott" an. Der vorausreitende König fragte:„Was ist das?“„Sie sängen ein geistliches Lied,“ antwortete der Adjutant,„ob er es verbieten solle?"„Laß Er das,“ sagte der König und fuhr, zu Zieten gewendet, fort:„Meint Er nicht, daß ich mit solchen Leuten siegen werde?" Mit den frommen Versen wechselten die Lieder auf den König ab; die Soldaten vergötterten ihn fast.„Als ich am ersten Gliede entlang ritt,“ so erzählt der Vorleser de Catt,„erschallte ein lautes, allgemeines Geschrei. Ich fragte den Grafen Henckel, was es zu bedeuten habe.„Die Truppen sind in der freudigsten Stimmung und sehnen sich nach der Schlacht.“„Die Kerle sollen nur kommen,“ riefen sie,„wir wollen sie als gute Preußen empfangen. Heute muß sich alles entscheiden. Wir wollen für unsern Fritz siegen oder sterben!“. Ich berichtete dem Könige, was ich gehört. Er hatte Tränen in den Augen.„Nun, wäre es wohl denkbar,“ rief er aus,„daß ich mich schonte? In Stücke wollte ich mich hauen lassen, wenn ich dächte, daß ich dadurch den Leuten, die sich so lange dafür geschlagen haben, den Frieden verschaffen könnte!" K. 1 ur gu 90 eeag b n 65915 20 3- gagn. S 8 S n ERSE Se R SOE! SSüg 8 22 * ES 2 8 #S 5ME. „ 8 5 e 8 Unterhaltungs=Beilage zu Nr. 31. Samstag, 6. Februar 1915. Peuriut.Rlelenin Der bestverbreiternl „Schwerter Heilung suhrr zu Aeschähluchem=Ersolg. 22: 6 #∆ S □ S S.S .# G= BASES BSS# . 5a6—. S S 019—— D0 5— S S E =.O E. B 20S FTGSU•• STSPEERDE S S Stppeg SS DOpTEEC J# C. * EE c.SEN „ Fesrnres —" S— FE SUSS S S 2 TEUSEE B- Sgrm SS Se ##. E.: S E.SE OTR S.7S6 7.0 s: SS SSE 3 S. SC S#.S“* F 8•c * BOzS - BFa5 * X• S#Sce S.SS SC GSE 5E S. 2.— S• 8 * 9 EE S E. S S. SE * — SS 2• S **• 5 2 5 * S 2. P2gs 8 S * S 0S 290 2 400 S * 9 g. 2(0 a S S ME S 8 S * *** S □ r S 45 S 5 mn. 6S S 9.78. S 8 G S □• OE2 S= E S 8 5 9 E 8 . 7• 2. S R 2 S 8 2 75 e =## 9 8 8 22— S. S 8 S S 2 □ .• 85 SGTSES S. 8 2 *• : 5 S 12 S 9 5 . = 8— 65 9 S 65 5 —.• S * 8 =* 2c S# *:* 6 S SPSE. ###.— S s S79####.#..#%„ S IEE a W• OunC * 9*" 2.—* *99— 0. WaS:! .- S 2.ö * S 51.0..— S 2FSS # S.2 85 —* E *— □ 2. #9. 8 S# B 3 2# 89 S Ers * S 2.C0 2.8 * S S 5 S•• —.S* S s S= P 6—, •ENS BSn # SE S89 831—. „SGSGSS.E 2„ ∆-„ 5= S..* 9458 a„ SE„ 2 #####S: S.#*# 2• 9. 5 23— 2.9—2 S, 9.* F GCR 5 FÖSESE E S *S □ „.E" S S E g S GES: # 9. P#e Suusc S; EGE BSEE"E: See aug. 2•.8.2. S#g D EpgE (9 BS0E 55 55 9 2 S 2. aEgn S%S•:* *•. S8. 89 "SEES =.- 55 u 60 2—n =4 2 9 8 5 SEg. G — 5 8** ** S S 9 7 88 0 FE . S5PSME JOES * FSE m0 g Ei! (# E 2 " S:S. ETtT S L. S m. D: 93 4 .• 0 SESET.E S E= GabegueTo 310.20) B. SEODEOEND SSEEN FEEPERGELE SNVES TTSNES Pop S S 8.—S(0 S S ETSNSn S THTATN R S: 20 BESS E .##E 7— * S• S 8 ** 5 S= 02 " S S— 4 S Ci s8 0.• 0. 9 5 99 • 2. * □ 8 5 9•8 6— 5.* "# S O88 B St S• STL * □ 2* 5 S S. S S 9.— S S.2. S ## * S•.0 S 7 9• SehG 5SE # 8 88 2. 2 S## S S# * S FSE 7SS S 2. 8 S S. 5 1 8 □ • GSSESSSTSCS .„SOS S G E:SgSS PRSETOSAETSRS SPOSTOSEE 9 B TE SMxa S S GSSN —* ∆ SEn Kas“B.FSO 2S BOEE) * 85 B E5 E*" SWSSSES. DSsse.g . SD8.“ S SOS E LESSS S 921.9 ## 5 a Ge. *„SOUS B-EBNR S 5:5:•901 Dgs 819 SHTSZNSST, . S3 3AES s 97 □ 9 2 O-s G5DSTSNMTSS BGPSSS E S G Fgo.. = 9 5 SaSy: 9 5 S BEFE Sa 0 B. S E S 2 SS. S S goigg .#uu SE n 9•09n S S 22.— —. 5 2•C S# „#gE. TSOSSS 9 7** S 8•253 • 799 .. 00 7 00 0.. ##s G S. E # co S 9.3 S# 85 2 7 —. 9 5 Se F9