Da Stumm Seiuer uicen uolch sadrich, bel der Dos sor Bebelgeld 62 Pla. mehr. Wöchentl. Gratisbeilage:„Ikustrierter Familensreund“ u. tgl. Ualerdaltzgpgshlatt, Anzeigenprris: Die ebengespaltene Peutzelle oden deren Raun 10 Pig., Anzeigen vogagr würd 15 Pio, Reklamezelle 40 Pig, Jeder Rabatt gilt als Kassaradatt u. erlischt bei Konaursen, Zwangsvergleichen, gerichtl. Klagen u. Rebsachanh eruch.- Setiunsecteluune. Amtiiches Kreisbialt Westhotener Zeitung Langscheder Zeitung 1 Schwerter Volksblatt Verbunden mit: für den kreis börde Holzwickeder Zeitung! Aplerbecker Zeitung Schwerter Volkszeilung Schwerter Tageblatt S Schwerter Anzeiger Grstes und älteltes Cagesorgan des Kreiles o General-Anzeiger für den Kreis börde o Haupt-Apnoncenblatt Alg dnter und Achalmnlgrüichen Duund nungen jür den Kreis Hörde erlangen gemaß Bekanntmachung der Königlichen Regierung durch Veröffentlichung in de:„Schwerter Zettung" rechtsverdindliche Kraft.— Die „Schwerter Zeitung“ gewöhrt ihren Adonnen= ten fü: jeden mit Tod endenden Unfall ge300 Mk. Unfall: Druch u Verlags. Cor Braus. Schwerse. RudFernsp. 62. Telegr.=Adr. Braus Schwerie=Rud#### Nr. 4. Mittwoch, den 6. Januar 1915. 47. Jahrgang. Amsterdam, 6. Jan. Die Neujahrsbetrachtungen der Londoner Presse sind überaus ernst. Jeder weiß jetzt genau, schreibt der Londoner Korre. spondent des„Nieuwe Notterdamsche Courant“, über welche ungeheure Wehr= und Widerstandskraft die Deutschen verfügen, und daß, wenn auch die Offensive der Verbündeten aufrecht erhalten werden kann, doch unendlich Schwieriges bevorsteht. Der russische Feldzug ist zweisellos erfolglos verlausen. Man begreift vollkommen, daß eine maß. los schwere Aufgabe für die Verbündeten bevorsteht. Jetzt klammert sich die Hoffnung auf einen schnelleren Fortgang indessen daran, daß bald die neuen englischen Truppen, die viele Tausende betragen, ins Feuer kommen. KOS Teht 0 Der alitliche beultsche Bericht. Großes Hauptquartier, 5. Januar. Westlicher Kriegsschauplatz. Nördlich Arras sprengten unsere Truppen einen Schützengraben von 200 Meter Länge und machten dabei einige Gefangene. Spätere Angriffe des Gegners scheiterten. In den Argonnen wurden mehrere französische Vorstöße zurückgewiesen. Ein französischer Angriff zwischen Steinbach und Afs=Holz wurde im Bajonettkampf abgeschlagen. Oestlicher Kriegsschauplatz. In Ostpreußen und im nördlichen Polen ist die Lage unverändert. Unsere Angrisse östlich der Bzura bei Kozlow=Biskupi und südlich davon machen Fortschritte. Nordöstlich Bolimow drangen unsere Truppen östlich der Nawka über Humin und den Höhen nördlich davon vor. Weiter südlich bis zur Pilica, sowie auf dem rechten Pilica=Ufer hat sich nichts verändert. Der Zustand der Wege und ungünstiges Wetter hinderten unsere Bewegungen. Oberste Heeresleitung. — ist die Lage unverändert. Der Gysel der Heuchelel. Die schweren Verluste der Franzosen. Sedan dunr Beichterlich vergaibt e übtre ben., J., uun Grns u. G.sdte, Bele Millen Geldeten eingebüikt haben. Der iaEnglans, das heuchlerisch vorgidr, es führe den gegenwärtigen Krieg gegen Deutschland um der Neutralität Belgiens willen, es habe das Schwert gezogen, nur um das Recht zu schützen, hat schon unzählige Male innerhalb der verhältnismäßig kurzen Zeit seit Beginn des Krieges in der schnö. desten und brutalsten Weise selbst das Völkerrecht gebrochen. So nimmt es sich auch heraus, neutrale Schiffe auf hoher See anzuhalten und ihre Ladung, die für neutrale Länder bestimmt ist, also nicht in den Begriff der Kriegskontrebande fällt, kurzweg zu beschlagnahmen, ohne den geringsten Schimmer der Berechtigung. Ein Lied von der elenden Heuchelei der Engländer kann auch das von ihnen ins Unglück gestürzte Antwerpen singen. Die Engländer hatten den Antwerpenern versprochen, zur Verteidigung der Stadt ein starkes Heer mit gewaltigen Geschützen zu schicken, die den Kampf mit unseren 42. Zentimeter=Haubitzen spielend bewältigen sollten. Die Antwerpener hatten das einziehende englische Heer mit Festlichkeiten und Flaggenschmuck begrüßt, das übrigens, wie sich später herausstellte, aus lauter unausgebildeten und nicht ordentlich ausgerüsteten Rekruten bestand, so daß selbst englische Offiziere die Aussendung von in solchem Zustande befindlichen Truppen als„überlegten Mord“ bezeichnet haben sollen. Nur zu bald mußten die Antwerpener einsehen, daß es den Engländern gar nicht um eine ernsthafte Verteidigung der Stadt zu tun war. Die Engländer schickten die Belgier überall dort ins Feuer, wo der Kampf verlustreich zu werden drohte, sie selbst aber sparten ihr Blut, so daß sie nachher in dem amtlichen Bericht von der Niederlage heuchlerisch darauf hinweisen konnten, wie gering ihre Verluste an Toetn waren. Selbst die Flucht der Engländer mußte noch von belgischen Truppen gedeckt werden, die sich für sie in die Schanze schlagen mußten, damit die englischen Schützer der belgischen Neutralität mit heiler Haut über die holländische Grenze davonlaufen und sich dort entwaffnen lassen konnten. Inzwischen hatten aber die Engländer eine geradezu teuflische Rolle im Schicksal Antwerpens gespielt. Die Antwerpener, durch ihr altflämisches Blut den Deutschen freundlicher gesinnt als den Franzosen und Engländern, mißbilligten den Krieg gegen die deutschen Stammverwandten, sie wußten auch, daß die Deutschen Antwerpen, die schöne altniederdeut. sche Stadt, nur blutenden Herzens beschießen wür. den, und drängten auf Uebergabe der Stadt. Die Engländer aber, die sich das Kommando angemaßt hatten, verhinderten es, und so kam es zur Beschießung, die glücklicherweise der Stadt nur wenig Schaden getan hat. Die Engländer aber rissen aus und schleppten vorher noch weg oder vernichteten, was sie konnten. So führten sie zu ihrem heuchleBrüssel, 6. Jan. auf Grund von Berichten, die aus amtlicher französischer Quelle geschöpft sind, kann festgestellt werden, daß die Franzosen vom Kriegsanfang bis 20. Dezember an Toten, Verwundeten und Kriegsgefangenen annähernz eine volle Million Shrbaten eingebußt haven. Der lagliche Menschenverlust wird im französischen Kriegs. ministerium zwischen 6000—7000 Mann geschätzt. Der Verlust an Offizieren ist ungeheuer und übersteigt weit alle Befürchtungen. deutschen Kronprinzen veranlaßt, Selbstmord zu begehen, nun laß, o Herr, deines Zornes genug sein und sei ihnen wieder gnädig!“ Wahrlich, vor solcher Lüge und Heuchelei, die auch vor dem Heiligsten nicht Halt macht, muß einen nicht nur Ekel erfassen, sondern die Zornesröte muß einem ins Gesicht steigen. Diese englischen Kriegsgebete, die geradezu an Gottesläste. rung grenzen, zeigen aber den englischen Charakter in seiner ganzen widerwärtigen Häßlichkeit. Heuchelei und Brutalität, die über zerstörte Völker hinwegschreitet, um einen Gewinn einzustreichen, das sind die Grundzüge dieses Charakters. Das haben, wie schon vorher andere, auch die Belgier erfahren müssen, die englischen Versprechungen getraut, sich auf englische Treue und Ehrlichkeit verlassen haben. Die Zeit wird aber kommen, in der die Welt einsieht, was sie von der heuchlerischen Versicherung Englands, nur das Recht zu schützen, zu halten hat. Warschau vor der Belagerung. han und Bokanntmachungen herabgeworf Mailand, 5. Jan. Der„Piccolo“ erfährt aus Petersburg: Die Deutschen setzen ihren ununterbrochenen Ansturm fort, dessen Ziel Warschau ist. Im Süden der Pilica versuchen erhebliche österreichisch=ungarische und deutsche Truppen, auf Kielce vorzuschreiten, indem sie ihre im Oktober vollzogenen Bewegungen erneuern.— Kriegsberichterstatter russischer Blätter melden: Hindenburg beabsichtigt offenbar, mit aller Macht Warschau zu forcieren, wobei er aber den furchtbaren Feind vergißt, dem weder die große numerische Kraft der Verbündeten noch deren vortreffliches Bahnnetz etwas anhaben können, nämlich den Winter. Die Lage Warschaus ist nicht verzweifelt, da unmittelbare Gefahr nicht besteht. Beunruhigung ruft nur das häusige Auftauchen deutscher Flieger hervor. Deren Aeroplane haben in den letzten Tagen Bomben und Verannrmachungen herabgeworfen. Der „Armeebote“ teilt mit, daß die Städte Ilow, wicz, Brezeziny und Tomaszow in deutschem Besitz seien, wobei die Deutschen dort derartige Befestigungen aufführten, daß vorläufig an eine Wiedereinnahme dieser Orte nicht gedacht werden könne. Rom, 6. Jan. Nach Telegrammen aus Petersburg melden die Kriegskorrespondenten der dortigen Blätter, daß die deutschen Truppen 25 Kilometer vor Warschau stehen und sich zur Belagerung anschicken. Von den im heutigen Bericht des Großen Hauptquartiers genannten Orten liegen Kozlow=Biskupi 5 Kilometer südwestlich Sochaczow, Humin 18 Kilometer östlich Lowitsch, 13 Kilometer südlich Socha. czow, Bolimow 15 Kilometer südöstlich Lowitsch. Amerika gegen England! ich.) Reibungen hinausgeht, vorbereitet. Aber wtb. Wien, 6. Januar.(Nichtamtlich.) Die „Neue Freie Presse“ meldet: Die amerikanische Regierung hat den Auftrag gegeben, daß die Flotte, die im Begriff war, zur Eröffnung der Weltaus. stellung in San Franzisko nach dem Stillen Ozean zu dampfen, im Atlantischen Ozean zurückgehalten werde. Dies ist selbstverständlich nicht so zu deuten, daß sich in den Beziehungen zwischen Washington und London eine Krisis, die über diplomatische Reibungen hinausgehr, vorvereitet. Aber die Maß. nahme zeigt, daß Präsident Wilson durch die öffentliche Meinung des Landes gedrängt wird, seinen Standpunkt in der für Amerika so wichtigen Schiffahrtsfrage tatkräftig geltend zu machen und in London durch eine unzweideutige Kundgebung merken zu lassen, daß seine Forderungen berücksichtigt werden müssen. rischen Versprechen, Antwerpen schützen zu wollen, noch den feigen Verrat. Den Gipfel der Heuchelei aber bilden die englischen Kriegsgebete, die zugleich beweisen, wie sehr die englische Regierung bemüht ist, die Wahrheit über den Krieg zu verschleiern und ein völlig verzerrtes Bild deutscher Zustände in alle Schichten der deutschen Bevölkerung zu tragen. So heißt es in einem offiziellen„Für unsere Feinde“ überschriebenen Kriegsgebete:„Zeige Deutschland und seinem Kaiser das Unrecht, ohne gerechte Ursache anzugreisen. Mache ihnen klar, daß du nichts segnen kannst, was nicht von dir ausgeht, und über. zeuge sie, daß alle diejenigen, die das Schwert nehmen, durch dts Schwert umkommen sollen“. Und am Schlusse des Gottesdienstes wird in den englischen Kirchen nach den üblichen Gebeten auch noch in folgender Weise gebetet:„Herr Gott, nun haben wir für die Unseren gebetet, aber getreu der christlichen Lehre wollen wir nun auch für un. sere Feinde beten. Du hast den Geist des deutschen Kaisers mit Wahnsinn umwunden, du hast den Schwedische Verstimmung gegen England. In Schweden herrscht große Verstimmung über die Beschlagnahme des schwedischen Dampfers „New Sweden“ durch Engländer, da hierdurch eine Verzögerung in der Fertigstellung des neuen größten Panzerschiffes Schwedens, das im April vom Stapel laufen sollte, verursacht wird. Der beschlagnahmte Dampfer führte von Amerika 300 Tonnen Panzerplatten für die Werft in Bofors mit, die das Panzerschiff baut. Die Werft erklärte, wenn die Freilassung des Dampfers nicht sofort erfolge, müsse mit bedeutender Verzögerung des Stapellaufs gerechnet werden. Das Panzerschiff wird aus dem Erlös einer Nationalsammlung erbaut, die 1913 mit ungeheurem Erfolge unter dem schwedischen Volk als Protest gegen die militärfeindliche Politik des liberalen Staaff'schen binetts abgehalten wurde. Befreiung des Kaukasus. Einer Meldung aus Konstantinopel zufolge wurde in der Sitzung der Kammer folgendes Telegramm des gegenwärtig in Tischkerd(Kaukasus) weilenden Abgeordneten für Erzerum Seiff Ullah verlesen: Indem ich unsere glorreiche Armee zu den Siegen, die sie davonträgt, beglückwünsche, habe ich die Ehre, Sie zu benachrichtigen, daß die in den hiesigen Gegenden operierenden osmanischen Truppen den Feind an mehreren Punkten der Umgebung Tischkers besiegten. Die der Verfolgung entronnenen Russen wurden sämtlich in den Schluchten von Kossor gefangen genommen. Auf diese Weise sind die Bezirke Tuaschkard und Tischkerd, sowie die Umgegend dieser Orte von dem Feinde gänzlich gesäubert. Eine große Menge Lebensmittel und Vieh, sowie verschiedene Vorräte sind in unsere Hände gefallen.— In dem Telegramm heißt es sodann weiter: Sämtliche Muselmanen des Kaukasus, die seit 37 Jahren, während der sie unter dem harten und barbarischen Despotismus der Russen verfolgt sind, unablässig blutige Tränen vergießen und nach der Türkei geblickt haben, sind glücklich, jetzt ein neues Leben unter osmanischer Aegide zu leben. Sie beauftragen mich, dem losmanischen Parlament die Gefühle unerschütterlicher Anhänglichkeit an das Kalifat und Ehrerbietung zu übermitteln. Das Telegramm wurde von dem Hause mit begeistertem Beifall beg6„ Der Ort Tischkerd, von dem in dem Telegramm die Rede ist, liegt bei Kossor im Tale des Flussen Olgy, östlich Tauschard. Ein aus zuverlässiger Privatquelle stammendes Telegramm aus Ischhau auf türkischem Gebiet wostlich Tauschlard(oder Ta In ein deutsches Haus gehört„ in dieser Zeit kein Ruchen. K kiar) gelegener Ort besagt: Der Vormarsch der kischen Truppen im Kaukasus gleicht einem hren Befreiungszuge. Außer Tauschkard und chkerd besetzten die Truppen Zukuse, wo ihnen glänzender Empfang bereitet wurde. Gestern suchten Kosaken einen Angriff gegen türkische teilungen in der Umgebung von Pantschurd, ßten jedoch angesichts des heldenmütigen Widerndes der türkischen Truppen unter großen Verten die Flucht ergreisen. In dem Telegramm ßt es weiter, die Sympathiekundgebungen der selmanischen Bevölkerung lassen erkennen, daß Befreiungsstunde für den Kaukasus geschlagen —— Friedensbemübungen des Papstes. wtb. Rom, 6. Januar.„Corriere d' Italia“ reibt über den Schritt des Papstes zugunsten der jangenen: Der Heilige Stuhl nahm Sondierunn vor, um die Meinungen der kriegführenden aaten kennen zu lernen. Alle Regierungen beten sich, ihre Zustimmung zum Ausdruck zu brinn. Daher sandte der heilige Stuhl am Neujahrsge offizielle Nachrichten durch gleichlautende Deschen. Die Depesche an Frankreich wurde an zincare gerichtet, dieser hat jedoch noch nicht getwortet. Die anderen Staaten haben sich belt, die Annahme telegraphisch anzuzeigen und re Gefühle der Sympathie gegenüber dem Papst m Ausdruck zu bringen. Man erwartet unverglich die Antwort Rußlands, das übrigens schon e Annahme bereits vorher mitgeteilt hatte. —— er Kaiser an das Staatsministerium. Berlin, 6. Jan.(Amtlich.) Auf die an Seine kajestät den Kaiser gerichteten Neujahrswünsche s preußischen Staatsministeriums ist folgende legraphische Antwort eingegangen: Großes Hauptquartier, 1. Jan. Dem Staatsministerium danke ich herzlichst für die Segenswünsche zum Jahreswechsel und zugleich für die aufopferungsvolle und erfolgreiche Arbeit, welche das Staatsministerium in den vergangenen schweren Kriegsmonaten für mich und das Vaterland geleistet hat. Gott gebe, daß im neuen Jahr unsere heldenmütigen Truppen weiter ruhmvoll siegen und dem Vaterlande einen dauernden, ehrenvollen Frieden schenken werden. Wilhelm I. R. —— Der Riig hegen Frannreich. ie deutschen Fortschritte in Flandern und Frankreich. Berlin, 5. Jan. Aus Flandern und Ostankreich werden starke Schäden durch deutsche liegerbomben gemeldet. Nächst Furneß, dem auptquartier des Königs Albert, sind getroffen kemiremont und Umgebung. Die Militärtrans. orte wurden durch Tauben beschossen und schwer eschädigt. Infolge geschickt kombinierter und hartäckig durchgeführter Tag. und Nachtangriffe sind je Deutschen bei Arras, Albert und Noye, im Zoevregebiet und auf den Maashöhen höchst erfolgeich gewesen. Gegen unsere schwere Artillerie in er Umgebung von Reims sind erbitterte Kämpfe n Gange. Im Gruerie=Gehölz im Argonnerwalde, so die Deutschen neulich starke Fortschritte machten, zurden diese Fortschritte fortgesetzt. Die Kämpfe im Westen. Genf, 5. Jan. Die Gefechte um die Höhen von kzernay und den Besitz des Dorfes Steinbach ehören nach sranzösischen Darstellungen zu den lutigsten dieses Feldzuges. Besonders erbittert purde in der Nacht auf Montag um die Stein. acher Kirchplatzhäuser gerungen. Hier erlitten die franzosen ihre allerschwersten Verluste. Von einer ndgültigen Entscheidung kann, da beiderseitig eute morgen Verstärkungen erwartet wurden, eine Rede sein. Die Wachsamkeit der deutschen Vorposten veritelte die gegnerische Absicht, sich des wichtigen Naasstützpunktes Boureuilles zu bemächtien. Bei ungeordnetem Rückzug erlitten die Franosen dort schwere Verluste. Nordwestlich Nieuport wurde die französische Bemannung zweier großer Monitorboote bis auf rei Mann durch das Feuer der deutschen Mitraileusen vernichtet. Ein französisches Konzentrationslager in italienischer Beleuchtung. In dem durchaus franzosenfreundlichen„Coriere della Sera“ wird das Konzentrationslager von Nochefort geschildert, wo an 800 Deutsche und Oesterreicher untergebracht sind. Das Lager beteht in einer Kaserne, wo die Zivilgefangenen chlimmer als Sträflinge behandelt und gehalten perden. Die Leute, unter denen viele Gebildete ind, welche die Grenze nicht mehr rechtzeitig ereeichen konnten, schlasen seit Kriegsbeginn auf emselben nicht erneuerten Stroh, ohne Decken und erhalten ganz ungenügende Nahrung.„ Corriere pella Sera“ wendet sich an die französische Regie. rung, sie möge wenigstens die Oesterreicher italienischer Nationalität freilassen, was eine groß#rtige Geste Frankreichs wäre. Uebrigenz werde ihnen das Nahen entscheidender Ereignisse wohl ohnehin bald die Kerkertüren öffnen. Das Fliegerbombardement auf Dünkirchen. tu Amsterdam, 6. Jan.„Daily Mail“ berichtet über den deutschen Luftangriff auf Dünkirchen: Bisher sind als Opfer der deutschen Fliegerbomben 20 Tote und 38 Verwundete festgestellt. Die Anzahl der geworfenen Bomben beträgt 30. Ein neuer Angriff wurde am Freitag versucht, doch sollen Ab.wehrkanonen die Aeroplane verjagt haben. Die Franzosen in Marokko. Zum ersten Male seit langer Zeit veröffentlichen die Blätter Informationen halbamtlicher Natur über die Lage in Maro.ko. Es bestätigt sich danach, daß die Lage am Taza und Fes, Tadla und Phenifra äußerst ungünstig für die Franzosen steht, beziehungsweise daß dieses Gebiet von den Franzosen geräumt werden mußte. Der sehr mächtige Stamm der Brannes, der sich bisher abwartend verhalten hatte, ist zu den Aufständischen übergegangen. Die Aufständischen haben starke Truppenmassen in Tahilet und am Draflusse zusammengezogen. Es wird französischerseits zugegeben, daß das große Zentrum Colomb=Bechar und auch Bu=Denib schwer bedroht sind. Ein sehr ungünstiger Zufall für die Franzosen besteht in dem Umstande, daß unmittelbar nach Verkündung des Heiligen Krieges ein ungeheurer Heuschreckenschwarm auf neu angelegte Plantagen französischer Ansiedler zwischen Figuig und Mogador hereingebrochen ist und alles verwüstet hat. Die abergläubischen Eingeborenen, die sich in dieser Gegend noch ziemlich ruhig verhalten hatten, nahmen dieses als sichtbares Zeichen des Himmels an und schlossen sich der Aufstandsbewegung an.— Die Kammer wird sich voraussichtlich mit der Frage zu beschäftigen haben, ob die Unterdrückung des Aufstandes in Marokko sofort in größerem Maßstabe eingeleitet werke, oder ob die Regelung dieser Angelegenheit bis nach dem Kriege verschoben werden soll. Schwere Verluste der Belgier. Aus Dünkirchen wird gemeldet: Aus der Kanalfront treffen hier sehr ungünstige Meldungen über den Zustand der belgischen Truppen ein. Die Verluste sind seit den Sturmangriffen auf Saint Yoris, das jetzt unter ein furchtbar wütendes deutsches Artilleriefeuer genommen wird, ganz bedeutend gestiegen. Die Verstärkungen südlich Dixmuiden können nicht schnell genug nachgeschoben werden, so stark lichten sich die Reihen der erbittert kämpfenden Belgier. Zahlreiche Offiziere, darunter die Söhne dreier belgischer Minister, fielen in den letzten Kämpfen am Kanal. Der König verbrachte zwei Tage inmitten seiner Truppen, verließ dann aber die vordersten Stellungen, da fortwährend die deutschen Flieger entlang der Gefechtslinie operieren. Baron Broqueville überbrachte den Truppen Weihnachtsgeschenke des Königs und der Königin. Nach Blättermeldungen müssen jetzt auch die erst vierzehn Tage ausgebildeten Belgier in die Front. Sie werden mit den Legionsregimentern gemischt— meist Russen und Italiener— und stehen unter französischer Führung. Der Krieg gegen Englund. Der„englische Erfolg" bei Cuxhaven. Rotterdam, 6. Januar. Nach einer Meldung des„Courant“ aus London wurden bei dem mißglückten Vorstoß gegen Cuxhaven vier englische Kriegsschiffe schwer beschädigt: sie wurden in die Marinedocks von Portsmouth zur Reparatur eingeschleppt. Also doch! Endlich bricht sich die Wahrheit über den von der englischen Marine mit großem Tamtam gefeierten Vorstoß der englischen Kriegsund Luftflotte nach der deutschen Küste am ersten Weihnachtstage Bahn. Diese Meldung der„Nieuwe Rotterdamsche Courant“ bildet eine wertvolle Bestätigung der Korrektheit und Wahrhaftigkeit der deutschen amtlichen Meldungen. Denn schon in der ersten Meldung des Admiralstabes hieß es: „Unsere Luftschifse und Flugzeuge klärten gegen die englischen Streitkräfte auf. Hier erzielten sie durch Bombenwürfe auf zwei englischen Zerstörern und einem Begleitdampfer Treffer. Auf letzterem wurde Brandwirkung beobachtet“ Die Engländer bereiten sich auf neue Verluste vor. Sie haben nämlich eine Vermehrung ihrer Luftflotte beschlossen und bereits eine Anzahl fertiger Aeroplane, besonders Wasserflugzeuge, in Frankreich gekauft. Da es aber ohnehin schon an den erforderlichen Militärpiloten für die vorhandenen Flugzeuge fehlte, und für die Neuanschaffun. gen erst recht keine Flugzeugführer zur Verfügung stehen, so findet diese neue Vermehrung der englichen Luftflotte nur dann ihre Erklärung, wenn man annimmt, daß die engkische Regierung mit einem starken Verlust ihrer Flugzeuge rechnet und jedem Flieger mehrere Reserveapparate zur Verfügung stellen will. Nach einer englischen Statistik belief sich der Flugzeugpark des englischen Heeres vor kurzem auf 91 Aeroplane, während er vorher 123 Flugzeuge umsaßte. Die Engländer müssen also innerhalb kurzer Zeit 32 Flugzeuge verloren haben. Deutsche Hilfskreuzer an der Arbeit. Den„Baseler Nachrichten“ zufolge ist in Mailand eine Meldung aus Schanghai eingetroffen, daß der Hasenkapitän von Rangoon in Siam die die benachbarten Gewässer befahrenden Schiffe vor dem Dreimaster„Alosha“ gewarnt habe, welcher mit den deutschen Resten der Besatzung der„Emden" und vier Maschinengewehren an Bord seine Operationen gegen die Handelsschiffahrt fortsetze und bereits viele Küstenfahrzeuge versenkt habe. Auch der Kohlendampfer„Oxsord“ sei von den Deutschen genommen und in einen Hilfskreuzer umgewandelt worden. Diese Schiffe seien der Verfolgung durch die Verbündeten bisher entronnen. Die„Baseler Nachrichten“ melden weiter, daß der Kommandant von Windau verboten habe, bei Dunkelheit nach der Seeseite Licht zu brennen. Englische Kriegsschiffe bombardieren Dar=es=Salaam. tu Rotterdam, 6. Jan. Reuter meldet aus Nairol)!, daß die beiden englischen Kriegsschiffe„Fox“ (älterer geschützter Kreuzer) und„Goliath“(älteres Linienschiff) Dar=es=Salaam bombardiert haben. Sie beschädigten feindliche Schiffe, die im Hafen lagen und nahmen 14 Europäer und ebenso viele Eingeborene gefangen. Die englischen Verluste betragen an Toten 1 Mann, an Verwundeten 12 Mann. Der Krieg gegen Ainglant. Die Kämpfe um Warschau. tu Rotterdam, 5. Jan. Reuter meldet aus Petersburg: Die Deutschen versuchten am Sonnabend am rechten Weichselufer festen Fuß zu fassen, wurden aber zurückgeschlagen. Russischerseits wird zugegeben, daß die Russen nordöstlich von Nawa an Boden verloren haben. Nachts zwischen 1 und 2 Uhr machten sie wütende Gegenangriffe, vermochten aber nur einen Teil des Geländes zurückzugewinnen.— In einem amtlichen Bericht wird von einem Gefecht nordöstlich von Malogocz gesprochen, während vorgestern von einzelnen Kämpfen nordwestlich dieses Ortes die Rede war.— Der Warschauer„Times“. Korrespondent berichtet vom 31. Dezember: Die Deutschen nahmen gestern mit großer Heftigkeit die Offensive an der Bzura wie. der auf. Ihr Ziel war vermutlich Sochaczew. Dieser Angriff, der vermutlich der Ilow=Stellung zur Stütze dient, wurde nicht erwartet. Der Kampf begann morgens früh. Im Laufe des Tages mach. ten die Deutschen auf die russischen Stellungen 50 Sturmangriffe nacheinander. Die letzte Meldung, die von einem eben eingetroffenen Offizier herrührte, besagt, daß bis jetzt alle Angriffe unter schweren Verlusten für die Deutschen abgewiesen seien. Da die Deutschen über eine offene Fläche gegen die russischen Stellungen aufmarschieren mußten, ist es möglich, daß, wie verlautet, ihre Verluste erheblich sind. Alle Meldungen darüber sind aber mit Vorbehalt aufzunehmen. Der Offizier erklärte, daß die Deutschen mit unglaublicher Tapserkeit kämpften, aber wegen der Anstrengungegen der letzten Wochen der Erschöpfung nahe sein dürften. Man drückt in Warschau jetzt die Hoffnung aus, daß die Russen nicht zu weiterem Rückzuge gezwungen sein werden. Sollte dies doch der Fall sein, so dürfte dieser Umstand nicht beunruht. gen, denn, wie ich aus guter Quelle erfahre, ist im Feldzugsplan die Bzura=Linie nur als vorübergehende Widerstandslinie gedacht, während die Blonie=Linie als eigentliche feste Verteidigungs. linie geplant ist. Die Schlacht in Polen. tu Amsterdam, 6. Januar. Die Russen haben Dampfboote armiert, die auf der Weichsel gute Arbeit verrichten und die Deutschen daran verhindern, sich auf der Insel in der Bzura-Mündung estzusetzen. Die Deutschen versuchten, die Bocte aus der Luft zu bombardieren, aber erfolglos. An der Nawka zeigen die Deutschen große Tätigkeit. Ueber den flachen 30 bis 35 Meter breiten Strom findet ein fortwährendes Duell aller Geschützarten statt. Sehr große Granaten sind in die russischen Schützengräben gefallen, so daß man annahm, man habe die berühmten 42=Zentimeter. Kanonen vor sich. Eine neue Art von Geschossen feuern die Deutschen aus ihren Laufgräben. Die russischen Offiziere haben diese neuen Geschosse Lufttorpedos genannt. Es sind Bomben mit Zünd. schnur, die durch einen unbekannten Mechanismus aus einer Entfernung von nur wenigen hundert Metern abgefeuert werden, also aus etwa der Entfernung, die die feindlichen Stellungen diesseits und jenseits des Flusses von einander trennen. Die Russen gebrauchen Handgranaten. Deutsche Gefangene in Sibirien. Der Hamburger Landesverein vom Roten KreuzAusschuß für deutsche Kriegsgefangene gibt einen Bericht über die Lage der deutschen Gefangenen in Sibirien heraus. Darin wird über die Zivilgefangenen berichtet, daß die in Sibirten ansässig gewesenen ausnahmslos im Irkutsker Gouvernement untergebracht worden sind. Und zwar sind sämtliche in der Mandschurei befindlichen Deutschen und Oesterreicher in Wercholensk interniert, wäh. rend diejenigen aus Wladiwostok und den anderen ostsibirischen Plätzen nach Kirensk gebracht wurden. Alle diejenigen Deutschen, die über eigene Mittel verfügen, können sich ihr Leben in jeder Beziehung so einrichten, wie sie wollen und schreiben auch ganz zufrieden. Nur die, die mittellos sind, befinden sich in böser Lage. Denn die Regie. rung liefert ihnen nichts und eine Verdienstmöglichkeit ist auch nicht vorhanden. Russische Dreistigkeit gegen Schweden. Die russische Militärzeitschrift„Mitteilungen der Nikolaus=Kriegsakademie“ bringt eine eingehende Beschreibung der schwedischen Festung Boden, wobei mit zynischer Offenheit die besten Beförderungswege für einen russischen Belagerungs. park und die schwächsten Stellen der Festung erörtert werden. Die öffentliche Meinung Schwedens ist aufs peinlichste von dieser russischen Veröffentlichung berührt, von der man nicht weiß, ob Rußland mit ihr eine Drohung oder Herausforderung beabsichtigt. Die hiesige Presse verlangt die schärfsten Maßnahmen gegen russische Spione, deren Wirken der russische Artikel selbst mit dankenswerter Offenheit enthüllt. —— Stadt und Umgebung. ** Schwerte, 6. Januar 1915. **(Astronomisches vom Januar.) Den dunklen Tagen vom Dezember folgen die nur wenig helleren vom Januar. Die Sonne geht zu Anfang des Monats erst 8 Uhr 7 Min. auf, doch bereits 3 Uhr 59 Min. unter und zu Ende des Monats ist es nur wenige Minuten besser. Von einem Zunehmen der Tage spürt man daher nur wenig, wenn auch eine blendende Schneedecke diesen Fortschritt vortäuschen mag. Am 1. Januar, 1 Uhr nachmittags, ist Vollmond, desgleichen am 31. morgens 6 Uhr. Merkur wird Ende des Monats auf kurze Zeit im Westen nach Sonnenuntergang sichtbar. Venus leuchtet über 2½ Stunde als Morgenstern; am 2. erreicht sie ihren größten Glanz. Mars bleibt unsichtbar. Jupiter ist anfangs bis ½8 Uhr, Ende des Monats bis ¼7 Uhr sichtbar. Saturn ist von Einbruch der Dunkelheit an noch fast die ganze Nacht zu sehen. **(Die katholische Kirche) feiert heute das Fest der heiligen drei Könige, das als kirchlicher Feiertag gilt. Der Gottesdienst findet wie am Sonntage statt. Das Kriegstriduum, das auf den 10. Januar festgesetzt ist und als dreitägige Vorbereitung auf die Weihe der Diözese an das heiligste Herz Jesu gedacht ist, beginnt am Donnerstag. Am Sonntag, dem großen Sühne= und Weihetag, ist 13stündiges Gebet. **(Ferien=Ende.) Am kommenden Donnerstag, den 7. Januar, beginnt in allen Landschulen wieder der Unterricht. Für die Volksschulen mit städtischen Verhältnissen, sowie für alle höheren Schulen beginnt der Unterricht am Freitag, den 8. Januar. **(Taschenwärmer.) Auf der chemischen Fabrik in Brilon ist man mit allen Kräften damit beschäftigt, Taschenwärmer für die Armee im Felde anzufertigen. Dieselben bestehen aus einem Holzkohlenbrikett, welches mit Chemikalien getränkt ist. Um dieses Brikett wird eine Hülse von Drahtgeflecht, um dieses eine Metallhülse und zuletzt eine Hülse von Stoff gelegt. Durch eine Seitenöffnung wird das Brikett in Brand gesetzt und brennt dann ruhig ohne Feuersgefahr in der Tasche weiter, eine angenehme Wärme verbreitend. Die Soldaten können sich daran bequem die Finger erwärmen, ohne sich dieselben oder Kleidungsstücke zu verbrennen. Solche Taschenwärmer mit Ersatzbriketts werden zu Millionen angefertigt. **(Kriegsliebesgabe.) Der Vorstand der Pensionskasse für die Arbeiter der preußisch-hessischen Eisenbahngemeinschaft stiftete für Beschaffung und Ueberweisung von Decken an die bei den Feldeisenbahnformationen in Feindesland befindlichen Penssionskassenmitglieder den namhaften Betrag von 50000 Mark. Die Beschaffung und Ueberweisung der wollenen Decken soll nach dem Wunsch der Vorstandsmitglieder durch die Pensionskasse selbst erfolgen. Der Minister der öffentlichen Arbeiten hat sich, hiermit einverstanden erklärt und hat genehmigt, daß die Decken als Betriebsdienstgut frachtfrei befördert werden. Die Decken sind inzwischen bereits beschafft worden. **(Das Eiserne Kreuz) ist dem auf dem östlichen Kriegsschauplatz kämpfenden Landwehrmann Wilh. Timmermann von der Mühlenstraße verliehen worden. Ferner erhielt das Eiserne Kreuz der Landwehr-Unteroffizier Köster aus der Wilhelmstraße, der gleichfalls im Osten kämpft. Wir gratulieren bestens! ** Westhosen, 6. Jan.(Wohltätigkeits. Konzert.) Das vom Gesangverein„Sanges“ lust“ am 3. Weihnachtstage veranstaltete Wohltätigkeit=Konzert hat einen Ueberschuß von 163.05 Mk. ergeben, welcher Betrag dem hies. Kriegs=HilfsAusschuß zur Verfügung gestellt worden ist. Eine unter den Konzertbesuchern zugunsten des Roten Kreuzes veranstaltete Büchsensammlung ergab den Betrag von 43,02 Mk. Wochenmarkt. Der heutige Wochenmarkt war gut beschickt. Es wurden bezahlt für Aepfel Pfd. 10—25 Pfg., Apfelsinen Stück 4—10 Pfg., Zitronen Stück 5 und 10 Pfg., Steckrüben Stück 10 Pfg., Spinat Pfd. 15 Pfg., Rosenkohl Pfd. 20 Pfg., Blumenkohl 20—35 Pfg., Notkohl 20—25 Pfg., Weißkohl 15—25 Pfg., Feldsalat Pfd. 25 Pfg., Wurzeln 3 Pfd. 20 Pfg., Zwiebeln Pfd. 15 Pfg., Gier 7 Stück 100 Pfg., Butter Pfd. 1,60, Rindfleisch 90 Pfg., Schweinefleisch 90—100 Pfg. Schweinemackt. Der heutige Schweinemarkt war mit ca. 100 Tieren beschickt. Es wurden bezahlt für 6 WochenFerkel 10—15 Mk., 8—10 Wochen=Ferkel 20—25 Mt. Aeltere Tiere wurden je nach Qualität bezahlt. Der Handel war recht lebhaft. Verantwortlich für die Redaktion Friedr. Kraao Druck u. Verlag von Carl Beaus, beide in Schwerte. Nr. 4. Beilage. Schwetter Heitung. Schwerfer Baulatignen im Jahre 1914. Langjähriger Gepflogenheit folgend, geben wir beim Beginn des neuen Jahres unserm geschätzten Leserkreis einen Ueberblick über die Bautätigkeit in unserer guten Stadt Schwerte während des vergangenen Jahres. Erfreulicherweise können wir berichten, daß die Baulust in der ersten Hälfte des Jahres 1914 eine sehr rege war, bis der Krieg über sie seine hemmende Hand ausstreckte. Im Mittelpunkt des Interesses stand der Rathausneubau an der Ecke der Hörder- und Goethestraße, welcher nach einer Bauzeit von 15 Monaten am 15. Oktober seiner Bestimmung übergeben werden konnte. Während des Rohbcues ziemlich lebhaft und nicht immer günstig kritisiert, ist die Kritik nach der Fertigstellung— wohl mit auch als Folge des Kriegsausbruchs— verstummt; jedenfalls hat das neue Rathaus schlichtwürdige Formen mit innerer praktischer Einrichtung und Ausgestaltung zu vereinen gewußt. In der eigentlichen Altstadt ist nur der moderne Geschäftsneubau des Herrn Schriewer in der Hüsingstraße entstanden, und dann wurde das Bild dieser Straße durch den Umbau des von Herrn C. Kettler erworbenen Nachbarhauses, früher dem Herrn Rentner Schumacher gehörend, weiterhin günstig beeinflußt. Am regsten war die Beutätigkeit an der engeren Peripherie unserer Stadt und zwar im Norden, wo das Nickelwerk rund fünfzig schmucke, sehr gefällige Wohnhäuser für ihre amten und Arbeiter gegenüber dem Verwaltungsgebäude am Rosenweg und an der Theodorstraße aufführen ließ. Am Holzenerweg entstand das Geschäftshaus des Metzgermeisters Düllberg und an der Kreuzstraße, wurden zwei Neubauten der Baufirma Stelbrink und Frage fertigge. gestellt. An der Hohenzollernstraße wurde neben der Besitzung des Herrn O. Schmidt der Neubau Quitzerowski, der bereits im vorigen Jahre begonnen war, bezugsfähig gestellt. Gegenüber, an der Ecke Hohenzollernstraße=Senningsweg und an letztgenannter Straße ließ Herr Spediteur Werth zwei Wohnhäuser aufführen. An der unteren Hörderstraße entstand das hübsche Privathaus des Herrn Bäckermeisters Cordes; an der Märkischen Straße ließ Herr Zimmermeister Hanebaum einen Neubau und Herr Bauunternehmer Dittrich den Umbau eines Lagerhauses zu einem Wohngebäude erfolgen. In der Bergischen Straße und dem Zuweg zum katholischen Friedhof entstanden die drei Häuser des Eisenbahnbauver= eins, an der oberen Hörderstraße der Neubau des Herrn Bäckermeister Westermann. Am Südrande des Schwerter Stadtwaldes ließ an der Bergstraße Herr Kaufmann Theodor Fleitmann eine prächtige Villa erbauen. Oestlich von der Hörderstraße, im Gebiet der eigentlichen Schwerterheide, entstand der Neubau des Milchhändlers Baumöller. Von dort zur Stadt zurückgelangend, haben wir noch der schmucken Landhäuser der Herren Kreisschulinspektor Stader, Bäckermeister Westermann und Hüttenbeamter Deichmann Erwähnung zu tun. Das evangelische Krankenhaus wurde durch einen Ausbau des alten Teiles wirksam verschönert, und an der Grünstraße entstand der Neubau des Herrn Technikers Wolf. Unsere industriellen Werke ließen innerhalb ihres Betriebsgeländes verschie. dene Neu= und Erweiterungsbauten ausführen; ebenso wurden im Bereich unseres Bahnhofsgebietes mehrere benötigte Erweiterungen vorgenommen. G2 Noman von F. Kuntschner. 50 „Papa, lieber, guter Papa, warum verbitterst rsge- Sipih# CHäFfeull PPUg Tg, 4 alfelgeg Gried. Cab vüfen„ gen 5 terge Chal # 5 R. se)„#. Corm-- Sese Die.## Commerc Retmee, E Jou Diziekz oussbiche Frouard ie Peeme eege lädcouehrs # Wassy8a,#Sondrecoun, Tef-841 Crepe) Karte zu den Kämpfen in den Argonnen Die Fechlweise im Argonner=Wald. Die Art des Kampfes hier ist immer noch dieselbe. Die Franzosen schießen dauernd, und zwar derart viel, daß man glauben möchte, sie müßten schon an dieser Munitionsverschwendung zugrunde gehen. Unsere Verluste sind sehr gering, allerdings kommen wir auch nur langsam vorwärts, denn einen regelrechten Sturmangriff kann man in diesem Dickicht gar nicht machen. Vorn im Schützengraben, in den wir jeden dritten Tag hineinkommen, ist es sehr interessant, und wenn man den Betrieb kennt und gut aufpaßt, kann einem so leicht nichts passieren. Wir schießen sehr viel mit erbeuteten französischen Gewehren und französischer Munition, um unsere zu sparen. Gestern wurde hier der große Sieg über die Russen bekannt gegeben. Daraufhin ließen wir vorn im Schützengraben ein dreifaches Hurra los. Vor Schreck ließen die Franzosen eine Mine zu früh losgehen und schossen wie toll über unsere Gräben hinweg. Im Gegensatz zu dieser Nervosität der Franzosen zeichnen sich unsere Leute durch eine große Ruhe aus, womit wir viel mehr erreichen. lande und die Salzausfuhr nach den Häfen der Ostsee und denen des Schwarzen Meeres angewiesen ist, nunmehr, von aller Welt abgeschnitten, in eine katastrophale Krise. In allen Geschäften ist eine völlige Stockung des Handels und der Industrie eingetreten. Ein großer Teil der Bevölkerung ist in Schulden gestürzt und die Lage ist geradezu verzweifelt. Die Stadt bittet, um dem vollständigen Ruin der Einwohnerschaft vorzubeugen, eine Verlängerung des Moratoriums zu bewilligen, das sich bis nach Beendigung des Krieges erstrecken möge. Mittwoch, 6. Januar 1915. dem Einigungsamte bestimmt zu bezeichnenden Tatsachen Auskunft zu erteilen. Die Vorschrift im Absatz 1 Satz 2 findet entsprechende Anwendung. Gegen die Festsetzung der Ordnungsstrafe(Absatz 1, 2) findet Beschwerde statt. Sie ist binnen zwei Wochen bei der Gemeindeaussichtsbehörde zu erheben; diese entscheidet endgültig. § 3. Die Gemeindebehörde ist befugt, von den im§ 2 Abs. 1 bezeichneten Personen eine Versichenung an Eides Statt über die Richtigkeit und Vollständigkeit ihrer Auskunft entgegenzunehmen. § 4. Handelt es sich in einem Verfahren, in dem die§§ 1, 2 oder 3 der Bekanntmachung des Bundesrats vom 7. August 1914(Reichs=Gesetzbl. S. 359) oder die§§ 1 oder 3 der Bekanntmachung des Bundesrats vom 18. August 1914(Reichs=Gesetzbl. S. 377) Anwendung finden, um die Verpflichtung zur Zahlung des Mietzinses oder des Zinses für ein hypothekarisch sichergestelltes Darlehen oder die besonderen Rechtsfolgen, die wegen der Nichtzahlung oder der nicht rechtzeitigen Zahlung nach Gesetz oder Vertrag eingetreten sind oden eintreten, so hat das Gericht, sofern die LandesZentralbehörde von der ihr nach§ 1 zustehenden Besugnis Gebrauch gemacht hat, das Einigungsamt vor der Eatscheidung gutachtlich zu hören. Der Gerichtsschreiber hat die Klage, die Ladung oder den Antrag in Abschrift dem Einigungsamt unverzüglich mitzuteilen. Das Einigungsamt ist verpflichtet, sein Gutachten mit tunlichster Beschleu. nigung dem Gerichte mitzuteilen. § 5. Wer die gemäß§ 2 Abs. 2 von ihm erforderte Auskunft wissentlich falsch erteilt, wird mit Geldstrafe bis zu 1000 Mark bestraft. § 6. Die Landeszentralbehörden erlassen die Bestimmungen zur Ausfühnung dieser Verordnung. § 7. Die aus Anlaß dieser Verordnung vorzunehmenden gerichtlichen Handlungen und das Verfahren vor dem Einigungsamt einschließlich aller hierfür erforderlichen Urkunden sind stempel= und gebührenfrei. 8. Diese Verordnung tritt mit dem Tage der Verkündung in Kraft. Berlin, den 15. Dezember 1914. Der Stellvertreter des Reichskanzlers; Delbrück. Wirischaftskrise in Subrußland. Ein Telegramm, das die Stadtduma von Eupatoria an den russischen Finanzminister Bark gerichtet hat, beleuchtet die traurige wirtschaftliche Lage in Südrußland. Das Telegramm lautet wörtlich: Infolge des Krieges, der Sperrung der Dardanellen und der gänzlichen Einstellung des Handelsverkehrs mit den Häfen des Schwarzen Meeres, sowie angesichts der Unmöglichkeit, das Getreide nach dem Innern Rußlands zu transportieren, gerät die Stadt Eupatoria, die aus. schließlich auf den Getreideexport nach dem Ausbetreffend Einigungsämter. Der Bundesrat hat auf Grund des§ 3 des Gesetzes über die Ermächtigung des Bundesrats zu wirtschaftlichen Maßnahmen usw. vom 4. August 1914(Reichs=Gesetzblatt, S. 327) folgende Verordnung erlassen. § 1. Ist im Bezirk einer Gemeindebehörde eine kommunale oder gemeinnützige Anstalt(Einigungsamt) mit der Aufgabe betraut worden, zwischen Mietern und Vermietern oder zwischen Hypothekenschuldnern und Hypothekengläubigern zum Zwecke eines billigen Ausgleichs der Interessen zu vermitteln, so kann die Landeszentralbehörde anordnen, daß die Vorschriften der§§ 2 und 3 Geltung haben sollen. § 2. Mieter, Vermieter, Hypothekenschuldner, Hypothekengläubiger sind verpflichtet, auf Erfordern des Einigungsamts vor diesem zu erscheinen. Die Gemeindebehörde kann sie hierzu durch eine einmalige Ordnungsstrafe bis zu einhundert Mark anhalten. Mieter und Hypothekenschuldner sind verpflich. tet, über die für die Vermittlung erheblichen, von Ausführungsverordnung. Auf Grund des§ 6 der Bundesratsbekanndmachung, betreffend Einigungsämter, vom 13. Dozember 1914(Reichs=Gesetzblatt S. 511) verordnen wir zu deren Ausführung das Folgende: § 1. Der Minister des Innern trifft die Anordnung nach§ 1 der Bekanntmachung. Der Antrag ist von den Vorständen(Vorstehern) der Ortsgemeinden, in deren Bezirk Einigungsämter bestehen, zu stellen. Der Antrag muß enthalten: 1) eine Darlegung über die Verfassung des Einigungsamtes, sowie über etwaige Verfahrensvorschriften, 2) die Bezeichnung des Vorsitzenden oder seiner Vertreters(§ 2 dieser Verordnung), 3) die Mitteilung von den für die finanzielle Förderung der Einigungstätigkeit in Aussicht genommenen Maßnahmen. § 2. Den Vorsitz bei den Verhandlungen des Einigungsamts hat ein für das Richteramt oder den höheren Verwaltungsdienst befähigtes Mitglied zu führen, das vom Gemeindevorstand(Gemeindevorsteher) ernannt oder bestätigt wird. K Du Dir selbst durch solchen unwürdigen Verdacht das Leben? Weißt Du nicht, daß ich dann ganz llein und verlassen in der Welt dastünde?“ Ueber die scharf geschnittenen, die deutlichen Spuren eines inneren Leidens tagenden Züge des Herrn von Rustan huschte es sekundenlang wie der schwache Abglanz stillerRührung und flüchtig suchte sein dunkles Auge, dessen einstiger feuriger Glanz längst erloschen war, dasjenige der Tochter. „Also, gräme Dich nicht und nimm Dir meine Worte nicht immer so zu Herzen! Du sollst mich doch schon kennen. Wennich ein so verbitterter, menschenfeindlicher Geselle geworden bin, so ist dies nicht meine Schuld, sondern—“ RegeDich nicht wieder auf, lieber Papa! Schau, es hat nun einmal so sein sollen und schließlich „Was schließlich? Und wo steht es denn geschrieben, daß es so und nicht anders hat sein sollen? Schicksalstücke war es, weiter nichts. Ich habe immer Pech gehabt im Leben O Papa!“ rief Melitta erblassend aus, um auf einmal mit leidenschaftlicher Bewegung vor dem alten Herrn auf die Knie zu sinken.„Papa, ich— ich weiß, daß meine arme Mama Dich innig geliebt und schwer unter Deiner späteren Kälte gelitten hat, und— auch mich— hattest Du nicht — denn— o mein Gott— es war eben sein Wille gewesen—“ sie brach in heiße Tränen aus, von denen Herr von Rustan sich nun doch bewegt fühlte; sanft strich er mit der leicht zitternden Hand über den dunklen, schlichten Scheitel der vor ihm „So weine nur nicht so wild, hörst Dus Ich kann es nicht sehen. Auch wenn Deine Mutter weinte, gab es mir immer einen Stich ins Herz, denn— sie hat mir je im Grunde genommen, dann oft leid getan, wenn ich das auch in meiner Verbitterung, in meinem Groll nicht zeigen mochte. O Papa, siehst Du, wie glücklich hätten wir drei, Du, Mama und ich, zusammen sein können, „Wenn ich nur nicht so— geldgierig gewesen wäre, meinst Du? Kind, es hat sich damals um einen fürstlichen Besitz, um ein Millionenvermögen „Bedurften wir desselben, Papa? Waren wir nicht selbst vermögend genug?“ fragte Melitta, die jetzi neben Herrn von Rustan stand und sein graues Haar mit sanfter Hand glättete. „Reich genug? Nun— arm waren wir nicht, sind es auch heute nicht und Du wirst nach meinem „Mein guter Papal“ bat Melitta. „Na ja, ich kann doch nicht noch Jahrzehnte leben! Siehst Du, wenn Du eine Millionenerbin wärest, dann wäre Dein Leben ein ganz anderes, ein glänzendes, man würde Dich umwerben und Dir huldigen; so jedoch bist Du nur das einfache Fräulein von Rustan—.„ icher an „Und bin als solches vielleicht glücklicher, als ich es als Millionärin sein würde, lächelte Melitta, was ihr nicht hübsches, doch unendlich sanftes Antlitz wundersam verschönte. „Weil Du eine so bescheidene, kleine Person bist," brummte Herr von Rustan.„Du machst so gar nichts aus Dir, gehst wie eine Nonne gekleidet und siehst deshalb noch—“ er verstummte jäh und blickte beinahe verlegen vor sich hin, während es in Melittas graublauen Augen fast schelmisch auf„H Papa, sage es nur,“ lachte sie.„Also, ich sehe deshalb noch weniger hübsch aus, als ich es ohnedies bin? Das macht nichts, denn Schönheit und Reichtum sind Gaben und Güter, die man nur allzu leicht verlieren kann. Wenn ich mich nicht gräme, daß ich nicht hübsch bin, so sollst Du nur froh sein und mir ob meiner diesbezüglichen Gleichgültigkeit nicht immer— wenn auch in Deinem Sinn gutgemeinte— Vorwürfe machen.“ Herr von Rustan nickte stumm und auch Melitta verhielt sich eine Weile schweigend; dann neigte sie sich, um dem alten Herrn einen zärtlichen Kuß auf die blasse Wange zu drücken. „Melitta, sage mir nur noch eines," nahm dieser nochmals das Wort,„hast Du von Lohoff nichts mehr gehört?“ „Wie kommst Du auf den, Papa?“ rief Melitta, in deren Wangen heiße Röte gestiegen war, mit bebender Stimme.„Nein, seit— jenem Tag, wo unsere Verlobung sich gelöst hatte, weiß ich nichts mehr von ihm.“ „Also auch nicht, ob er diese reiche Witwe geheiratet hat, um derenwillener Dich— verließ? „Bitte, lieber Papa, lasse die Vergangenheit ruhen!“ „Liebst Du am Ende noch diesen— Schurken?“ klang es fast drohend an Melittas Ohr. „Lieben? Nein! Er hat meine Liebe verwirkt. Aber ich bin in diesen langen Jahren ruhiger geworden und habe ihm verziehen. „Also liebst Du ihn doch nicht mehr, das wollte ich wissen. Warum hast Du dann den Antrag des Herrn von Balay zurückgewiesen? Du hättest es mit dem nicht schlecht getroffen und ich könnte, Dich in guter Hut wissend, beruhigt meine Augen schließen. Was tust Du denn, wenn ich einmal nicht mehr bin?" „Aengstige Dich nicht um mich, liebster Papa! Noch bist Du bei mir— und— und wenn ich dann wirklich allein sein werde und mich nichts mehr in dieser Welt fesselt, dann—“ „Herrgott, Mädel, Du wirst Doch keine Dummheit machen und— am Ende— Nonne werden wollen?" stieß der alte Herr hervor,„Du, mit Deinem Gelde— Deinem Namen— eine Klosterschwester werden! Ist vielleicht an diesem Entschluß doch jener Elende schuld?“ „Nein, nein! Aber was soll ich ganz allein in der Welt, deren Treiben mich stets angewidert hat und die mir niemals—“ „Ich bitte Dich, verschone mich gefälligst mit solchen Tiraden! Ins Kloster will sie gehen, ins Kloster!" stöhnte der alte Herr, mühsam nach Atem ringend, so daß Melitta, an ähnliche Anfälle des Leidenden gewöhnt, rasch seine Tropfen holte, die stets beruhigend auf ihn einwirkten. So lehnte er sich auch jetzt, wohl bleich aussehend, doch sichtlich erholt, in seinen Fauteuil zurück und nickte der Tochter dankbar lächelnd zu. „Eigentlich wäre mein Heimgang für Dich eine wahre Erlösung,“ meinte er.„Ich bin schon eine wahre Ruine und habe vomn ganzen Leben wirklich nichts mehr.".. „Sprich nicht so, Papa! Du hast Dich hier, im sonnigen Süden, immer noch erholt und dann bist Du ja noch kein Greis von siebzig Jahren, versuchte Melitta zu scherzen. „Na ja, aber auch längst kein Jüngling mehr, obwohl— wenn mein Herzleiden nicht wäre— ich es noch mit dem Stärksten aufnehmen würde. So jedoch—“ „Wenn Du Dich nur schonen wolltest, Papa!“ bat Melitta, wurde aber durch eine unwillige Handbewegung unterbrochen. „Weiß schon; Unsinn das Ganze! Leben wie ein Karthäuser! Jetzt will ich ein wenig schlafen; rufe mir den Josef, damit er in der Nähe bleibt und Du mache, daß Du in die Luft kommst, denn Du schaust erschreckend blaß aus.“ Obwohl Melitta den Leidenden nur ungern verließ, mußte sie, um ihn nicht neuerdings aufzuregen, seinem Wunsche schweigend nachkommen. Sie nahm Hut, Schirm und Handschuhe und schritt dann bald den Mittelweg des Gartens entlang, um nach kurzer Zeit diesen durch ein kleines Seitenpförtchen zu verlassen.——„ 317 16 Dieses Mitglied oder sein in gleicher Weise vorzebildeter und bestellter Vertreter bildet die Gemneindebehörde im Sinne der§§ 2 und 3 der Bekanntmachung. § 3. Die Pflicht zum Erscheinen(§ 2 der Bekanntmachung) ist in der Regel eine persönliche. Aus Gesetzen oder Generalvollmachten sich ergebende Vertretungsbefugnisse sind anzuerkennen. § 4. Von der Verhängung einer Ordnungsstrafe(§ 2 Abs. 1 und 2 der Bekanntmachung) ist, wenn die Zuwiderhandlung durch die persönlichen oder wirtschaftlichen Verhältnisse des Verpflichte. ten entschuldigt wird, sowie in der Regel dann ab. zusehen, wenn sie erstmalig erfolgt. Die Höhe der Ordnungsstrafe ist nach der wirtschaftlichen Lage des Betroffenen unter den Gesichtspunkten der Wirksamkeit und des Grades des Verschuldens abzumessen. Vor der Verhängung der Ordnungsstrafe ist diese unter Bestimmung eines neuen Termins anzudrohen. § 5. Das Nichterscheinen der Beteiligten(§ 2 Abs. 1 der Bekanntmachung) ist in der Regel als entschildigt anzusehen, wenn sie einen zur Auskunftserteilung schriftlich bevollmächtigten Vertreter entsenden, der mit ihren für die Vermitte. lung erheblichen Verhältnissen vertraut ist. Auswärtige Vermieter können sich durch ihre Hausverwalter vertreten lassen. Auswärtige Hypothekengläubiger können nur dann in eine Ordnungsstrafe genommen werden, wenn sie vor dem von der Gemeindebehörde(§ 2 dieser Verordnung ersuchten Gemeindevorstande(Gemeindevorsteher) ihres Wohnorts oder Aufenthaltorts unentschuldigt nicht erscheinen und auch einen Vertreter(Abs. 1) nicht entsenden. Schweben vor einem Einigungsamt mehrere Sachen, an denen ein und derselbe Vermieter oder ein und derselbe Hypothekengläubiger beteiligt ist, so sind diese Sachen möglichst derart miteinander zu vereinigen, daß nur ein einmaliges Erscheinen dieser Beteiligten erforderlich wird. § 6. Das Verfahren vor dem Einigungsamt ist nicht öffentlich. Die Mitglieder des Einigungsamts haben die Verhandlungen, sowie die hierbei zu ihrer Kenntnis gelangenden Verhältnisse geheimzuhalten. Der Vorsitzende hat sie hierauf hinzuweisen. § 7. Das Einigungsamt hat, sobald die Mitteilung gemäß§ 4 Abs. 2 der Bekanntmachung erfolgt ist, mit tunlichster Beschleuniguung ein schriftliches Gutachten dem Gericht zu übermitteln. Mit besonderer Eile sind die an das Vollstreckungsgericht gerichteten Anträge zu behandeln. Sind zurzeit der Mitteilung des Gerichts dem Einigungsamt die Verhältnisse bereits bekannt, so ist das Gutachten sofort abzusenden. Andernfalls hat das Einigungsamt das, was zur Erstattung des Gutachtens erforderlich ist, zu veranlassen. Es kann insbesondere von Amts wegen die Beteiligten laden. Das Gutachten ist von dem Vorsitzenden oder dessen Vertreter zu unterschreiben. Auf Verlangen des Gerichts hat das Einigungsamt das Gutachten durch eines seiner Mitglieder mündlich erläutern zu lassen. § 8. Die Vorstände(Vorsteher) von Gemeinden, in deren Bezirk Einigungsämter bestehen, haben, soweit die in den§§ 2 und 3 der Bekanntmachung bezeichneten Befugnisse in Geltung gesetzt sind, dies und die Bezirke der Einigungsämter den beteiligten Gerichten mitzuteilen. Berlin, den 17. Dezember 1914. Der Justizminister: Der Minister für Landwirtschaft Beseler. Der Minister des Innern v. Loebell. Domänen und Forsten: Frhr. v. Schorlemer. Der Minister für Handel und Gewerbe. Im Auftr.: v. Meyeren. en epebresisnn. Verantwortlich für die Redaktion Friedr. Kraas, Druck u. Verlag von Carl Braus, beide in Schwerte. Fettlelbigkeit wird beseitigt durch“„Tonnola“, Preisgekrönt mit goldenen Medaillen und Ebrendiplomen. Kein starker Leib, keine starken Hüften mehr, sondern schlanke, elegante Figur und graziöse Taille Kein Heilmittel, kein Geheimmittel lediglich ein Entfet tungsmittel für zwar korpulente, jedoch gesunde Personen. Keine Diät, keine Aenderung der Lebenweise. Vorzügl. Wirkung. Paket 2.50 M. 8 Pakete 7 M., fr. gegen Postanweisung oder Nachnahme. Wir lassen einige Daukschreiben aus der grossen Tahl folgen: H. H., Sargemünd, schreibt u. a.: Senden Sie mir gefl. sofort Tonnola etc. Bin mit Ihrem Tonnola sehr zufrieden, bereits 3½ Pfd. abgenommen M B., Helmstedt. schreibt: Mit dem ersten Paket bin ich sehr zufrieden gewesen.— Dr. med. O., Oberarzt im Kür. Reg., tätig als Arzt im Städt Krankenhaus schreibt: Nachdem ich mit ausgezeichnetem Erfolge das erste Paket Ihrer„Tonnola“Zehrkur bei mir selbst angewandt habe, bitte ich u. s. w.— Dr. med. L., Oberarzt in einem GardeRegt., Potsdam, schreibt: Mit Ihrem Präparat gegen Korpulenz„Tonnola“ habe ich an zir selbst ohne schäd iche Nebenwirkung so gute Erfolge erzielt, dass ich keinen Anstand nehme, das Mittel sowohl meinen Patienten, wie auch im Kreise von Kollegen warm zu empfehlen.— Fabrik: D. Franz Steiner& C9. G. m. b. H, Berlin 345 Bülowstr. 84.— Vers.: Wittes Apotheke, Berlin, PotsdamerStrasse 84a. 7393 Ich litt seit 3 Jahren an gelblichem Ausschlag mit surchtbarem str Landkreis Beranntmachung. Die Verhandlung und Entscheidung über die zum KriegsKreis=Ersatzgeschäft 1915 angebrachten Militär= Reklamationen findet am 19. Januar 1915, vormittags 12 Uhr, in der Wirtschaft Bergmann in Hörde statt. Gemäß bestehender Vorschrift müssen diejenigen Familienangehörigen eines Militärpflichtigen auf deren angebliche Erwerbs. resp. Aussichtsunfähigkeit ein Anspruch auf Befreiung oder Zurückstellung des letzteren vom Dienste im stehenden Heere gegründet werden soll, sich der Ersatz=Kommission persönlich vorstellen. Indem ich dieses zur öffentlichen Kenntnis bringe, mache ich zugleich darauf aufmerksam, daß die Reklamanten den Nachteil der ihnen durch elwaige Nichtbefolgung dieser Vorschriften erwachsen möchte, sich selbst beizumessen haben. Unter Bezugnahme auf§ 99,2 der Wehrordnung, weise ich darauf hin, daß bei den begründeten Reklamationen nur eine vorläufige Zurückstellung erfolgen kann. 48 Hörde, den 2. Januar 1915. Der Landrat. I. V. Dr. Burchard. Vorstehende Bekanntmachung wird mit dem Bemerken veröffentlicht, daß zur Entgegennahme der Zurückstellungsgesuche Termin auf Freitag, den 8. Januar d. Is. im Militärdüto des neuen Rathauses anberaumt ist. Schwerte, den 4. Januar 1915. Der Magistrat: Rohrmann. Angemeine Beisnranneknasse für den Amsbehiin=Eihste. Den Kassenmitgliedern hiermit zur Kenntnis, daß folgende Aerzte bei der Kasse zugelassen sind und bei Krankheitsfällen in Anspruch genommen werden können: 1. Sanitäts=Rat Dr. med. Haver, Schwerte, 2. Dr. med. Emmerich„ 3.„„ Munkenbck„ 4.„„ Goecke 5.„„ Mester 6.„„ Uffelmann„ 7. Sanitäts Rat D. med. Klug, Westhofen, 8. Dr. med. Morabeck, Hohenlimburg, 9.„„ Becker, Hennen, 10.„„ Möckel, Iserlohn, 11.„„ Deppe, Langschede, Im übrigen werden die Mitglieder noch besonders auf die Krankenordnung, welche bei der Kasse und bei den Meldestellen in Empfang genommen werden können, hingewiesen. Der Vorstand. I. A. Rademacher 2. Vossitzender. A„. hester Ersatz für Schmalz Pfund 30 Pig. 1 L. Weinberg. Durch ein halbes Stück Zuckers Patent- Medizinal-Seife habeich das Uebel völlig beseitigt H. S. Poliz.=Serg. In drei Stärken à 50 Pig, 1.00 Mk. und 1.50 Mk. Dazu ZuckoohCreme(à 50 und 75 Pf. 2c bei C. Trog, Max Mehlhose, Drogerien. Abgeschlossene Wehnnng 4 Zimmer, 1. Elage 2 Zimmer=Wohnung 3. Etage, Rosenweg 32. 2 Zimmer=Wohnung mit Gartenland, Louisenstr. 16 zum 1. April zu vermieten. Steinweg, Holzen 93 Köttershof. Freundl. möblierles Ir...* mit voller Pension, separ. Ein gang. von einem Herrn gesucht. Öff. unter A. 91 mit Preisan gabe an die Geschäftsst. d. Itg. Eige von 5 Zimmern per 1. April zu vermieten. 97 D. 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In der Wirtschaft Bergmann in Hölde morgens 8¾ Uhr am 18. Januar für die Militärpflichtigen der Gemeinde Kirchhörde. 7. In der Wirtschaft Bergmann in Hörde morgens 8¾ Uhr am 19. Januar für die Militärpflichtigen des Amtes Wellinghosen.„ 09 am eue End Die Veryandiungen über die enlamationen sinven am 19. Januor 1915, vormitlags 12 Uhr in der Wirtschaft Bergmann in Hörde im Anschluß an das Musterungsgeschäft statt. Die zur Gestellung verpflichteten Militärpflichtigen haben sich bei Vermeidung der gesetzlichen Strafen in den bezeich neten Terminen pünktlich einzufinden. Jede Störung der Ruhe und Ordnung des Musterungsgeschäftes wird mit Geldstrafe bis zu 15 M oder mit verhältnismäßiger Haftstrafe geahndet. Eine gleiche Strafe trifft den jenigen, Militärpflichtigen, welcher sich ohne Erlaubnis der Ersatzkommission von dem angewiesenen Sammelplatze entfernt. Auch ist das Mitbringen von Stöcken in das Musterungslokal nicht gestaltetg....„ un Gasizmme: G.äß. In der Poltzeiverordnung des Herrn Regierungs=Plastdenten zu Arnsberg vom 26. Mai 1900, Regierungsamtsblatt 1900. Nr. 960, Seite 378, ist im allgemeinen folgendes beimmt:........ gn Srunas, un Die Militarpfiichtigen haben zum Musterungs= und Aus. hebungsgeschäft in ordentlicher, sauberer Kleidung und mit rein. gewaschenem Körper zu erscheinen. Innerhalb und außerhalb des Musterungs= und Aushe bungslokals haben die Militärpslichtigen während der Dauer des Geschäftes sich ordnungsmäßig und anständig zu betragen. und jede Störung des Geschäftes durch Trunkenheit. Widersetzlichkeit, unerlaubte Entfernung, unnötiges Sprechen, sowie ähnliche Ungehörigkeit zu vermeiden. Das Rauchen ist den Militärpflichtigen auf dem Sammelplatze und in den Räumen, in denen das Musterungs= und Aushebungsgeschäft stattfindet, verbolen. Zuwiderhandlungen gegen diese Verordnung werden mit Geldstrafe bis zu 60 Mark, im Unvermögensfalle mit verhältnismäßiger Haft bestraft. Hörde, den 2. Januar 1915. 56 Der Landrat: I. V. De. Burchard. Bekanntmachung für den Landwehrbezirk II Dortmund! Schöne volle Körperformen, wundervolle, feste Büste, blühendes, gesundes Aussehen durch unser Orient. Kraftpulver„Büsteria“, ges. gesch., preisgekrönt m. gold. Medaillen und Ehrendiplomen. In 6—8 Wochen sind Zunahmen bis 30 Pfd erzielt. Bestes Kraftnahrmittel für Rekonvalescenten, Kranke, Schwache, Greise und Kinder. Garantiert unschädlich. Streng reell. Kein Schwindel, Unzählige Dankschreiben.— Wir lassen einige aus der grossen Zahl folgen: Es schreibt uns der Königl. Kreisarzt Dr. V. K., Berlin, u. a.: Eine durch viele Geburten übermässig mitgenommene junge Frau erholte sich, nachdem sie sich an das Pulver gewöhnt hatte, zusehends. Ihr Gesundheitszustand lässt jetzt nichts zu wünschen übrig. Das Kraftpulver ist ein nach Wunsch wirkendes Uebernährmittel.— M. D. Frankfurt a. M., schreibt u. a.: Noch 6 Cart. Kraftpulver senden, in den letzten Wochen 17 Pfd. zugenommen, O. H. 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Sämtliche Unteroffiziere und Mannschaften der Reserve, der Land= und Seewehr 1. und 2. Aufgebots und der Ersatzreserve, ausgenommen Landsturm, haben sich daher im Gewerbeverein in Dortmund, Kuhstr. 12 (beim Stadttheater) wie folgt, zu melden: Sonnabend, den 9 Januar 1915 vormiklags 9 Uhr. Jäger und Maschinengewehrtruppen, Kaoallerie. Feldartillerie, Fußartillerie. Pioniere, Verkehrstruppen, Train, Sanitäts= und Veterinärpersonale und sonstige Mannschaften' Sonnabend, den 9. Januar 1915 vormitlags 10½ Uhr. Infanterie. Sonnabend, den 9 Januar 1915 vormittags 11½ Uhr. Ersatz=Resetve. Es haben auch diejenigen Peisonen zu erscheinen, welche auf kürzere oder längere Zeit vom Waffendienst zurückgestellt worden sind. Personen, welche im Eisenbahndienst angestellt oder beschäftigt sind, sind von der Gestellung entbunden. Leute, welche sich im Krankenhause besinden oder sonst durch Krankheit am Erscheinen verhindert sind, haben eine Bescheinigung des behandelnden Arztes bis zum 9. Januar 1915 dem Bezirkskommando einzusenden. Die Militärpapiere sind mitzudringen. Wer der Einberutung nicht Foige leistelet oder unpünktlich oder betrunken erscheint, sowie, wer sich des Ungehorsams gegen vorstehende Besehle schuldig macht, wird nach den Kriegsgesetzen bestraft. Befreiungen finden unter keinen Umständen statt. Dortmund, den 3. Januar 1915... 48 Königliches Vezirkskommando II. Marulaturpapiel empfiehlt billigst Verbot des Schrotens von Roggen und Weizen. Auf Grund der§§ 2, 4 und 5 der Bekanntmachung über das Verfüttern von Brotgetreide und Mehl vom 28. Oktober 1914(R. G. Bl. S. 460) wird folgendes bestimmt: Schroten von Roggen und Weizen, auch wenn er mit anderen Früchten vermischt oder nicht mahlfähig ist, ist verboten. *§ 2. Die Ortspolizeibehörden können für einzelne Fälle oder auf jederzeitigen Widerruf allgemein bestimmien Personen oder Betrieben die Herstellung von Roggen= oder Weizenschrot zur Brotbereitung gestatten, sofern die Verwendung des Schrots zur Brotbereitung gesichert ist. Dem Hersteller ist eine schriftliche Genehmigung über die Zulassung auszuhändigen. § 3. Wer auf Grund einer Genehmigung gemäß§ 2 Roggen= oder Weizenschrot zur Brotbereitung gewerbsmäßig herstellt, hat ein Verzeichnis zu führen über die von ihm erledigten Aufträge zur Lieferung von Roggenoder Weizenschrot oder zum Schroten von Roggen oder Weizen, der ihm von dem Auftraggeber oder von einem anderen für den Auftraggeber übergeben ist. Das Verzeichnis muß enthalten: a) eine laufende Nummer, b) Vor= und Zunamen sowie Stand und Wohnort des Auftraggebers, c) Gewicht der gelieferten Schrotmenge nach kg, d) Tag der Lieferung, e) Datum der polizeilichen Genehmigung(§ 2). Die Ortspolizeibehörde ist berechtigt, zur Nachprüfung des Verzeichnisses die Bücher der zum Führen des Verzeignisses Verpflichteten einsehnen zu lassen. Die Vorschrift zu 3 der Ausführungsbestimmungen vom 29. November 1914 zu der Bekanntmachung vom 28. Oktober 1914 wird, soweit sie sich auf Unternehmer von Mühlen bezieht, aufgehoben. § 4. In den Fällen, in denen Gemäß Nr. 4 und 5 der Ausführungsbestimmungen vom 29 November 1914 zu der Bekanntmachung vom 28. Oktober 1914 das Verfüttern von Roggen, der im landwirtschaftlichen Betriebe des Viehhalters erzeugt ist, für das in diesem Betriebe gehaltene Vieh zugelassen ist, darf dieser Roggen geschrotet werden. § 5. Zur überwachung des Verbots sind die Beamten der Ortspolizeibehörde befugt, in die Betriebsräume der Unternehmer von Getreide= oder Schrotmühlen sowie der Getreide= und Futtermittelhändler jederzeit einzutreten § 6. Zuwiderhandlungen gegen diese Bestimmungen werden gemäß§ 5 der Bekanntmachung vom 23. Oktober 914 mit Geldstrafe bis zu 1500 M. bestraft. S 7. Diese Bestimmungen treten nach Ablauf von 3 Tagen seit dem Tage ihrer Verkündung im Deutschen Reichs= und Preußischen Staatsanzeiger in Kraft. Berlin, den 18. Dezember 1914. 83 Der Minisier für Landwirtschaft, Domänen und Forsten. gez. Frhr. v. Schorlemer. " Der Minister für Der Minister des. Handel und Gewerbe.." Innern. I. V. gez. Göppert.„„ I. V. gez. Drews. * 2— * 3 9 E 8 58 S 85S S#SE5S SSSA 5 F 1E S 8 S∆— ####mc 9. S ISRE S. e 5 950 gs S 9——.8. er s 60 u“ se B 2g ESSSSS S#..8 Se S 80 S.SSE : S 21#0 Kinderlaabe redigiert von Lotte Sonntag. Der Freund. Der Schmeichler ist kein wahrer Freund, Er spricht nur leere Worte. Ein wahrer Freund sich selten find' Und nicht an jedem Orte. Wenn du nennst Ruhm und Reichtum dein, So wollen alle Freund dir sein. Doch fehlt es dir an Geld und Gut, Dann sind die Freunde selten, Und bei dem Schmeichler wirst du dann Nicht das geringste gelten, Er lobt nur den, der ihm was nützt Und ihn freigebig unterstützt. Der wahre Freund ist stets bereit, In Not dir beizustehen, Er weint mit dir, wenn du betrübt, Freut sich, dich froh zu sehen. Und was dich beugt und dich erhebt, Er teilnahmsvoll stets miterlebt. 2 Till Eulensplegel im„Roten Löwen“ zu Hamburg. Eines Tages, als der berühmte Schalk sich in Hamburg aufhielt, trat er in das Wirtshaus„Zum Roten Löwen“. und verlangte in barschem Ton für sein Geld eine gute Suppe, ein Stück kräftigen Braten und dazu ein feines Gemüse. Der Wirt, der schon öfter die Erfahrung gemacht hatte, daß grobe Gäste die besten sind, machte eine höfliche Verbeugung und tischte auf, was der Herr befohlen hatte. Dann fragte er ihn, ob er auch eine Flasche Wein wünsche. „Gewiß, wenn ich eine gute Sorte für mein Geld bekommen kann,“ erklärte Eulenspiegel, und der Wirt brachte das Beste, was sein Keller bot. Essen und Wein schmeckten Till vortrefflich, er aß und trank mit großem Behagen und sprach sich außerordentlich lobend über die Bewirtung aus. Dann zog er einen Kupferpfennig aus der Tasche, reichte ihn dem Wirt und meinte: „Hier, Herr Wirt, nehmt mein Geld!“ Der Löwenwirt war sehr verblüfft und wußte nicht recht, was er aus der Sache machen solle, ob's Scherz oder Ernst sei; da jedoch Till ganz vergnügt Miene machte, das Wirtshaus zu verlassen, da stellte er sich ihm in den Weg und rief:„Was fällt Euch ein? Ihr schuldet mir einen Doppelschilling und wollt mich mit einem armseligen Pfennig abspeisen? Nein. Herr. so haben wir nicht gewettet.“ „Wieso bin ich Euch einen Doppelschilling schuldig, Herr Wirt? Habe ich für einen Doppelschilling zu essen und zu trinken bestellt? Ich habe ausdrücklich gesagt, für mein Geld. Nun, der Pfennig ist mein Geld, weiter habe ich keins, und wenn Ihr mir für den Pfennig zuviel gegeben habt, so ist’s Eure Schuld, nicht meine.“ Der Löwenwirt war natürlich ärgerlich, aber er hatte auch Sinn für Humor. Darum lachte er und sagte:„Ihr seid ein Erzschalk und hättet wohl eine gehörige Strafe verdient, aber Eure Schlauheit macht mir Spaß. Daher will ich Euch die Mahlzeit schenken und noch einen Schilling dazu. Aber Ihr müßt mir zweierlei versprechen: erstens, daß Ihr über die Geschichte schweigt, und zweitens, daß Ihr zu meinem Nachbar, dem Bärenwirt, geht und dem denselben Streich spielt. Till Eulenspiegel griff nach dem Schilling, steckte ihn ein und streckte dem Wirt dankend die Hand hin. Dann eging er. In der Tür aber drehte er sich noch einmal um und sagte schmunzelnd:„Beim Bärenwirt war ich gestern, und der hat mich zu Euch geschickt. Damit Ihr aber für Euer Geld wenigstens etwas habt, will ich Euch einen guten Rat geben: Vertragt Euch mit dem Bärenwirt: denn das Sprüchlein hat sehr, recht, das da sagt: „Wo immer zwei sich stritten, Ist's günstig für den dritten. l Gesellschaftsspiele. 1. Des Pächters Hund. Die Spieler sitzen im Kreis, und jeder muß eine Bemerkung über des Pächters Hund machen, und zwar mal eine Runde mit einem Eigenschaftswort mit a, die nächste mit b und so das Alphabet durch. Zum Beispiel sagt der erste Spieler:„Des Pächters Hund ist ein artiger Hund, der zweite: Des Pächters Hund ist ein alter Hund, der dritte: Des Pächters Hund ist ein alberner Hund usw.; in der zweiten Runde heißt es dann: ein bissiger Hund, ein brauner Hund, ein böser Hund usw. Wer nicht gleich ein passendes Eigenschaftswort weiß, gibt ein Pfand. 2. Das Gegenteil. Die Mitspieler stehen im Kreis und fassen alle eine kleine Tischdecke oder ähnliches an. Der Spielleiter hält das Tuch nur mit der linken Hand, die rechte hebt er zum Kommando und ruft entweder:„Festhalten!" oder:„Fallenlassen!" Der Spaß besteht darin, daß die Spieler das Gegenteil tun müssen. Fürrt jemand das Kommando rich ig aus, so muß er ein Pfand geben. Dies Spiel verursacht immer viel Gelächter. 5 Rechenaufgaben. Eine Konkursmasse beträgt 2850 A, und es melden sich drei Gläubiger, deren Forderungen sich verhalten wie 1:1¼: 1½. Wieviel erhält jeder? 2. Drei Personen sollen 1920 K so teilen, daß B 100 mehr als A und C 100 K mehr als B erhält. Wieviel bekommt jeder? Die Auflösung folgt in der nächsten„Kinderlaube" Austösungen der Rätsel aus der vorigen„Kinderlaube“ Rätselaufgabe. 1 B: S 2 e # 2# En Amtliches Kreisblatt für den Kreis börde echer 67. Jabrgang O Giten end äärles Cagesorgen des Sreilen. 0 6 Unterhaltungs=Beilage zu Nr. 4 Mittaoch 6, Januar 1915. Cantes Giach: 25 Roman von Rudolf Elcho. (9. Fortsetzung.) surch diese Aftermieter, die sie mit Früh“ versah, und denen sie auch die rief: (Nachdruck verboten.) „Jetzt sind wir auf dem Wege stück brtigu, und venen f. auch die * Kleider reinigte, verdiente Trine IX daß sie mit den Ihrigen mietefrei wohnte. Christ rührte es, daß Trine den Verlust ihres Vermögens mit keinem Worte betlagte. Er hatte Vorwürse erwartet, sie aber entriß ihn und Trauer durch die Erklärung:„Wir haben den Bau gemeinsam geplant und gemeinsam einen Fehrschlag erlitten; das kann dem Klügsten passieren. Wi dürfen uns nicht entmutigen lassen. Den Kopf hoch, Christ! Wir sind noch jung und können die Scharte wieder auswetzen; also; seien wir forsch!“ Und sie hatte ihn dabei so ermutigend angelächelt, daß er sie stürmisch umarmte und stammelte:„Du bist das beste—— das resoluteste Weib auf Gottes Erde Aber du sollst auch sehen— sollst erfahren, daß du wir vertrauen kannst!.„.. gleinschmidt biSechs Jahre lang hatte Christ Kleinschmidt bis zur Erschöpung seiner Kräfte gearbeitet, da schien ihn ein gütiges Geschick für seine Ausdauer belohnen zu wollen. Es war ihm der Auftrag geworden, im obersten Stockwerk des Seitenflügels eines palastähnlichen Hauses eine Loggia anzubringen. Während der Ausführung erfuhr er, daß die Erben des vor wenigen Wochen verstorbenen Besitzers das in großartigem Stil angelegte und prähtig ausgestattete Gebäude so rasch wie moglich verlau en wollten. Er erlundigte sich nach Preisforderung und erfuhr, daß diese auf junshundertachtzigtausend Mark bemessen sei. Nach seiner Ansicht war sie erstaunlich billig, denn das Haus lag im Mittelpunkt der Stadt, dicht neben einer verkehrsreichen Straße, und es konnte, da sich noch unbebautes Hinterland daran schloß, bedeutend erweitert werden. Durch einen Zufall erfuhr er, daß ein großes Bankinstitut ein für die Zentrale ihres weitverzweigten Geschäftes passendes Haus zu erwerben suche und dafür eine sehr hohe Kaussumme aufzuwenden gedenke. In großer Erregung suchte er seinen Chef, den Baurat Schauer, auf, teilte ihm mit, daß er ein Haus wisse, durch dessen Ankauf sich ohne Risiko ein großer Gewinn erzielen lasse, und bot ihm die Preisgabe seines Geheimnisses für die Hälfte des Gewinnes an. Der Baurat ging auf den Vorschlag ein, das Geschäft vollzog sich glatt, und nach drei Tagen war ein Gewinn von zweihundertsiebzigtausend Mark erzielt, dessen Hälfte Kleinschmidt erhielt.„ 6 In einem wahren Freudentaumer kam dieser zu den Seinen und zur Million.“. 6en 846 sich Baurat Schauer hatte es vorausgesehen, daß sich der unternehmungslustige und im Besitze eines ansehnlichen Kapitals befindliche Kleinschmidt nicht lange mit der bescheidenen Stellung eines Bauführers begnügen werde; da er aber dessen rastlose Totigkeit und scharse Witterung für billige Kausoojelte ncht missen mochte, so nahm er ihn als stillen Teilhaber in sein Geschäft auf. Dadurch geneß er den Vorteil, daß zur Erzielung großer Gewinne Kniffe angewendet werden konnten, mit denen er persönlich sich nicht befassen mochte. Und die beiden Kompagnons segelten mit günstigem Strom und Wind, denn die Reichshauptstadt entwickelte sich gewaltig. Die beiden erfahrenen Männer nützten die der Bauspekulation günstige Konsunktur mit glänzendem Erfolge aus. Nach mehrjähriger Zusammenarbeit starb der Baurat plötzlich und hinterließ sein Erbe zwei Töchtern, deren Gatten als Beamte in der Provinz lebten. Kleinschmidt, der zu jener schon ansehnliche Kapitalien besaß, schloß mit den Erben einen Vertrag ab, durch den er die Firma mit deren Grundstücken, Dampfziegelei und Kiesgrube übernahm. Der Preis, den er zahlte, war so gering, daß er sich sagte: Des Baurats Haupterbe bin ich. Nun war er Millionär und Inhaber einer Firma, deren Ansehen und Kredit er durch solide Bauausführungen bedeutend hätte heben können, allein er zog es vor, an jedem Unternehmen möglichst viel zu verdienen. Er verwandte für seine Bauten billiges Material und suchte die inneren Mängel durch prächtige Fassaden zu verdecken. Wenn die Käuser sich beklagten und Trine ihn warnte, antwortete er dieser lachend: „Lieber Schatz, ich baue ja nicht die Häuser, um sie zu bewohnen, sondern um sie zu verkaufen.“ Jener Vanderbilt, dem seine Freunde den Titel Commodore verliehen, und der in der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts Millionen erwarb, sprach am Abend seines Lebens den Erfahrungssatz aus:„Die meisten Millionäre glauben das erworbene Geld zu besitzen, allein das Geld besitzt sie.“ Auch Christ Kleinschmidt wurde von der Geldgier unterjocht. Beim ersten großen Gewinn schien es ihm, als streue Fortuna die irdischen Glücksgüter über ihn aus, aber bald darauf geriet er unmerklich in die Iron des Kapitals, die sich härter und sorgenvoller gestaltete als die Abwehr der Not. Für den Geldgewinn spannte er seine Seelenkräfte an, opferte er die Ruhe seiner Nächte und selbst die Freuden des Familienlebens. Auf der Jagd nach dem schimmernden Phantom des Glücks war all sein Sinnen und Trachten auf das gleißende Gold gerichtet; so übersah er die feineren Reize des Lebens, stürmte rücksichtslos über die Schwächeren fort und verschloß sein Ohr der Stimme des Gewissens. Er war stolz auf seine Erfolge und prahlte gern vor seiner Frau mit dem Wachstum seines Vermögens. Als er ihr nach einer Inventarisation melden konnte: „Jetzt besitzen wir zwei Millionen; sobald wir noch eine dazu schlagen können, dann setzen wir uns zur Ruhe und lassen's uns wohl sein!“ da schüttelte Trine leise den Kopf und bemerkte wehmütig:„Mich freut ja dein Erfolg, lieber Christ, aber—— zu rechten Lebensfreude werden wir— so scheint mir—— auch jetzt nicht kommen.—— Bitte, laß mich ausreden—— in den vielen einsamen Stunden, die ich hier verlebe, hab' ich darüber nachgedacht—.—. Sieh mal, ich glaube sast, wir haben kein Talent zum Glücklichsein. Du bist ein Arbeitswolf, dem ein günstiger Jahresabschluß als die höchste aller Wonnen gilt, und ich bin im Grunde nur deine Wirtschafterin und bleibe allein. Um uns her ist ein Getriebe von Millionen Menschen, und in den sieben Zimmern unserer Wohnung bin ich einsamer als der Schäfer auf der Heide.“ „Aber du hast doch die Kinder.“ „Ja, freilich, die Kinder! Um ihretwillen stehe ich früh auf, damit sie rechtzeitig frühstücken und zur Schule gehen; haben sie die Schulstunden hinter sich, dann spielen sie mit Freundinnen und arbeiten später für die Schule. So ist die Stunde, in der ich sie zu Bett bringe, die einzige, in der ich der Kinder froh werde, und die wird mir nur zu oft vergällt durch die Zänkereien der beiden Mädel. Es ist erstaunlich, wie gründverschieden beide veranlagt sind. Na, das weißt du ja so gut wie ich selber, daß Tilde zum Hochmut neigt, und daß Aennchen sich unter schmutzigen Rangen, mit denen sie auf dem Hofe herumtollt, am wohlsten fühlt. Tilde möchte ihre jüngere Schwester bevormunden, aber da der Altersunterschied nur ein Jahr beträgt, so fühlt sich Aennchen gleichberechtigt und es kommt zu Zänkereien. Christ hatte gleichfalls über die Erziehung der ungleichartigen Kinder nachgedacht und machte Trine den Vorschlag, eine Gouvernante ins Haus zu nehmen. Trine stimmte seuszend zu. Es wurden im Laufe zweier Jahre wiederholt Versuche angestellt, eine tüchtige und anspruchslose Erzieherin zu gewinnen, allein jeder mißlang. Die Kleinschmidts hatten ein schönes Haus am Kurfürstendamm bezogen, verstanden es aber nicht, ihre Gewohnheiten mit einer im vornehmen Stil gehaltenen Lebensführung in Einklang zu bringen; darum sühlten sich die Erzieherinnen in ihren Erwartungen getäuscht und verließen entweder nach kurzer Zeit das Haus des„Knausers", oder mußten um ihrer widerspenstigen Haltung willen entlassen werden. Trotz der so rasch erworbenen Millionen fühlten sich Christ und Trine in den engen Grenzen eines burgerlichen Haushalts am wohlsten. In den prunkvollen Vorderräumen ihrer Wohnung waren die Polstermöbel und Teppiche mit Kattunhüllen überdeckt. Sie bewohnten nur drei kleine Hinterzimmer und verzehrten ihre Mahlzeiten zumeist in der hellen und geräumigen Küche. Der Glanz und die Schönheit ihrer Prachträume sollte erst enthüllt werden, wenn die Kinder erwachsen waren. Ihnen sollte der Daseinskampf erspart bleiben, sie sollten den Reichtum ihrer Eltern voll genießen und an der Seite vornehmer und in geachteter Stellung befindlicher Männer eine glänzende Rolle in der Gesellschaft spielen. Die Eltern sahen ein, daß die Mitgift allein nicht ausreiche, um die Töchter zu„der Menschheit Höhen“ emporzuheben; die Ausbildung ihrer Fähigkeiten und eine Schulung nach allen Regeln des guten Tons gehörten dazu, um in die ersehnte Lebensstellung zu gelangen und sich darin behaupten zu können. So beschlossen sie denn, so schwer es ihnen auch wurde, beide Kinder einem am Fuß des Harzes belegenen Pensionat zu übergeben, das ihnen als eine erzieherische Musteranstalt gerühmt worden war. 7. Kapitel. Die Harzwälder lagen im Schnee. Ein Nordweststurm hatte in der Nacht zum letzten Sonntag vor Weihnachten zunächst große Schneeflocken über sie hingewirbelt und stundenlang mit ihnen sein Spiel getrieben, dann schlug der Wind nach Osten um, wurde eisig kalt und erstarb in der Frühe. Nun lag ein zauberhafter Wintermantel über dem Forst. Im Rauhreif hatte sich der entblätterte Laubwald mit Milliarden von Kristallen bekleidet, deren duftige Zartheit und reines Weiß den frischgefallenen Schnee zu ihren Füßen noch beschämte. Auf einer jener Terrassen, welche Vorstufen zum Haupt des Brocken bilden, hielten drei junge Mädchen an und versenkten sich mit bewundernden Blicken in die Pracht dieser Winterlandschaft, deren märchenhafte Stimmung noch eine Steigerung durch den leisen Hall der Kirchenglocken erhielt, die eben im Tal geläutet wurden. Die jüngste der drei Ausflüglerinnen, eine Blondine, der in das üppig unter einer spanischen Mütze hervorquellende Haar funkelnde Ciskristalle geflogen waren, gab zuerst ihrer Bewunderung lauten Ausdruck:„Kinder,“ sagte sie schwärmerisch,„sind wir hier nicht in einem Zaubergarten geraten? O, seht doch nur, wie der Schnee da unten gegen die Stämme geweht wurde, als habe der Wind sie mit dicken Leibbinden versehen wollen, und da— wahrhaftig! reicht in der Schlucht gar die Schneemasse den Eschen bis unter die breit ausgereckten Arme! Ach, und hier oben hat der Frost gar eine Wunderwelt geschaffen! Ei, jetzt sieht man erst, wie viele Zweige ein Baum hat; der Rauhreif läßt jeden einzelnen in die Erscheinung treten. Und wie der Wa'd sich hier zu einem herrlichen Eispalast aufbaut, dessen leuchtende Kuppel das ehrwürdige Brockenhaupt bildet! Und dort im Westen! Seht doch die mächtigen Rüster, die mit ihren Wipfeln in den Himmel zu greisen scheinen! Und diese Himmelsdecke selbst! lieber uns ist sie grau wie eine gefrorene Fensterscheibe, im Osten aber rosig, als wolle das Morgenlicht durch die Nebel dringen. Ah— nun ersterben auch die Glockentöne, und es wird still— so seltsam still, als versinle die Natur in den ewigen Schlaf. „O Welt, du bist selbst im Winterschnee So seltsam rein, so zaubrisch schön, Als schwebe defreit von Leid und Weh Die Menschheit auf zu des Himmels Höhn.“ Sie erhob bei dieser Improvisation die Arme und schaute mit leuchtenden Augen aufwärts. Gleich darauf suhr sie erschreckend zusammen, denn eine wohlklingende Männerstimme sagte:„Haltung war brillant! Danke sehr. Die Blicke der Mädchen folgten dem Klang. der Stimme und fuhren dann entrustet auf. Ein bräunlicher junger Mann, der mit grauer Jagdjoppe und hohen Stulpstiefeln bekleidet war, trat hinter einem Wacholderbusch hervor, schloß seinen Kodak und lüftete mit einer grüßenden Bewegung seine Radlermütze. „Alle Wetter!“ rief die Blondine, und ihre Augen sprühten zornig,„mir scheint, hier hat der Raub der Sabinerinnen“ eine Wiederholung in modernster Form gesunden. Ist man denn selbst in des Waldes tiefsten Gründen nicht mehr vor Amateurphotographen sicher? Ich wünschte, sie führen mit allen vorhandenen Automobilen ins Land, wo der Pfeffer wächst.“ (Fortsetzung folgt.) SE S 8885SSgE Segen ag VOESS S2 Denkspruch. Ohne Vergrößerungssucht, ohne Uebermut, ruhig und siill abgeschlosten, reizen sie kein fremckes Volk zum Kriege und bedrängen auch keins mit Plünderung und Raub. Und das gerade ist der höchste Beweis ihrer Ciefflichkeit und Macht, daß sie ihr Uebergewicht nicht der Gewaltiat verdanken. Doch sind alle schlagferüg, und wenn es nottut, so steht das Heer bereit, Roß und Wann in bedeutender Zahl; und auch im Friedeu bleibt ihr Name groß. Cacitus über die Deutschen. Coljas Schwester. Erzählung von Brentano Bauck. (Fortsetzung.)(Nachdruck verboten.) Doch ein Tag nach dem andern verging, ohne daß Linien. Ernste, kluge Augen blickten dem Beschouer entgegen, von stumpfem Glanz und sonverbur verschleiert. „Er sieht einem Asleten gleich!“ entschlüpste es Colja Petronowitsch. Frau Ruskowska nickte. Coln dachte bei sich, daß Sonetschla zu seiner Freude dem Vater nicht gliche. Und doch sprach ihn dies gefurchte Gesicht merkwürdig an. Dieser Mann muß vieler Treuc und starker Entsagung fähig gewesen sein— eine eigene Geschichte haben. Schon wollte er sich von dem trät abwenden, da fiel sein Blick auf ein paar Schriftzüge, die unter demselben standen:„Für Ludowika,“ stand da, von harter, sicherer Hand geschrieben. Colja fühlte einen Stich im Herzen.— Ludowika! — Das Kind einer Ludowika zu suchen war er ausgezogen— wie lange sollte der Auftrag seines Vaters unerfüllt bleiben? Denn Ruskowska jetzt zu verlassen zart, der Hilfe bedürftig—, wie er ihr als Helfer, nicht mehr imstande. Auf der Reise nach dem Süden war ein liebes Bild sein Geleit gewesen— das Bild er das geringste Lebenszeichen von Kowalsky gebracht der Schwester, wie seine Phantasie es erschaffen hatte. hätte, und Colja mußte sich gestehen, daß er sich auch] Er hatte nie so ein Geschöpfchen besessen, mit dem kaum noch bemühte, ihn aufzufinden. Ein kleines, dunk= er als Kind hätte gemeinsam spielen, seine kleinen les Gazellenköpfchen trug daran die Schuld— Sonetschkas! Diese begleitete ihn überall hin, planderte, lachte, scherzte unaufhörlich, und unbemerkt wob sich so ein Band aus Rosenketten zwischen ihren jungen Herzen. Colja freilich ahnte, daß es die Liebe war, was ihn an den Boden Ruskowskos fesselte— Sonetschka aber wußte nichts davon und gab sich ihm ganz wie sie war— ehrlich— offen und treu. Dann aber war plötzlich die Bäuerin viel kränker geworden, und Sonetschka weilte oft stundenlang bei ihr im Dorf, da waren denn Colja und Frau Ruskowska allein aufeinander angewiesen. So auch heute. Die Dame des Hauses saß vor ihrem Nähtischchen am Fenster, die Arbeit im Schoß— ihre Hände ruhten; der Kopf mit dem früh ergrauten Haar war in das Kissen des Lehnstuhls zurückgeneigt, und die sanften, traurigen Augen, groß aufgeschlagen, waren auf ein Bild geheftet, welches ihr gegenüberhing. Dieses Bild hatte keinen Platz, der ins Auge fiel. Colja hatte es bisher kaum bemerkt; freilich pflegte Frau Ruskowska gerade an dem Nähtisch ihre freie Zeit zuzubringen. Der Rahmen war aus Elchenholz geschnitzt — darin zeigte sich das Bruststück eines männlichen Porträts. Colja hätte demselben auch jetzt kaum besondere Beachtung geschenkt, wäre nicht der Ausdruck der Frau Ruskowska aufgefallen, ihr Blick, erfüllt von einem eigentümlichen, verständnisvollen, unauslöschlichen Mitleid. Und dann— ohne daß sie den Eintretenden gewahrt hätte, irrte dieser Blick ab e, irrte dieser Blick ab— von dem Bilde unstet zur Seite— zurück. und darüber hin gut ging. Da mußten neue Mittel erwogen— Arz— suchend, als müßte statt seiner ein anderes Bild#neien hervorgesucht werden. So fand Colja, der bei dort zu finden sein— eines, dem sie nun in ihrem Soujas Erscheinen seine glückliche Stimmung wiederInnern nachzuforschen schien, bis es deutlicher und zufinden gehofft hatte, sich völlig getäuscht. Alles war immer deutlicher hervortrat und das dort hängende voll Unruhe und ohne Behaglichkeit. vor ihren Augen verdrängte— und dann füllten sich(Fortsetzung folgt.) diese traurigen Augen mit Tränen. „Gnädige Frau,“ sagte Colja beunruhigt herantretend. Die Einsamé schreckte auf, starrte ihn an, es war, als wüchse etwas aus ihrer Seele heraus und trete lebend vor sie hin— ein Schauer flog durch ihren Körper. Hierauf erbebend— und sich besinnend— fuhr sie mit der Hand über die Stirn. „Da haben Sie es,“ sprach sie langsam, mit bedrücktem Ton,„so geht es, wenn man Erinnerungen nachgeht! Aber je älter man wird, desto mehr Macht gewinnen sie über einen.“ Da sie ihn zu dem Bild gewendet sah, setzte sie kurz hinzu:„Mein Mann.“ Colja betrachtete den Kopf mit Interesse. Er war von länglichem Oval, dunklem Teint und scharfen Der arme Doktor. Ein Landarzt fuhr durch ein Dorf und sah eine große Menge Leute um einen Mann versammelt, der seinen Hund allerlei Kunststücke machen ließ. Der Doktor hielt an und sagte zu dem Hundebesitzer:„Sagen Sie mir, lieber Mann, wie haben Sie es fertiggebracht, Ihrem Hund all diese Kunststücke beizubringen? Mir ist es noch nicht gelungen, meinem auch nur das geringste zu lehren.“ Der Mann sah den Doktor an und versetzte:„Jo, sehe Se, Herr Dokter, sell isch so, Se misset ebe mehr wisse als wie der Hund, sonscht kennet Se ehm nix beibringe.“ Wünsche und Schmerzen teilen können, für das er— selbständig geworden— sich verpflichtet gewußt hätte, zu denken und zu sorgen. Eine Frau— die nimmt man erst! Es gehen gewöhnlich Mühen, Leiden, Kämpfe, mit sich und anderen— Ungewißheiten, Grübeleien, ach, wieviel vorher! Geschwister sind da, von Gott gegeben, man besitzt sie, ohne sie erwerben zu müssen. So hatte er sich ausgemalt, wie er sie finden würde, seine kleine Schwester— er dachte sie sich immer klein, zart, der Hilfe bedürftig—, wie er ihr als Helfer, als Schützer erscheinen, sie in sein Haus führen, sie hegen und liebkosen würde— o, er liebte sie, ohne sie nur zu kennen. Alles das, ehe Kowalsky ihn im Stich gelassen und ihn der Zufall auf ganz andere Wege führte.— Jetzt aber?— Wo war sein der Wirklichkeit vorausgeeiltes, brüderliches Empfinden? Vorbei! Alles vorbei. Ein kleines, zartes, schwaches Wesen, das war jetzt da, und es erfüllte all sein Sinnen und Denken — aber es war nicht seine Schwester, und das Suchen nach dieser war nur noch eine Pflicht für ihn. Seltsam! Es ärgerte ihn fast! Er fühlte, daß es zunächst hier kein ungetrübtes Genießen mehr für ihn gab. Ehe er das auf ihn Wartende erledigt hatte. Aber fort jetzt von hier? Vor einer Entscheidung? Um keinen Preis! Als Sonetschka aus dem Dorf zurückkehrte, fand sie den Gast zerstreut und unruhig. Sie hätte das noch viel mehr empfunden, wäre nicht in betreff ihres Schützlings Feodorowna zu reden gewesen, der es nicht Am 22. Dezember fiel im Gefecht bei OtrochniaStara in Russisch Polen unser Geschäftsführer und Mitinhaber Pritz Schmalchberg Leutnant der Reserve und Kompagnieführer Ritter des eisernen Kreuzes. Während seiner elfjährigen Tätigkeit in unserer Firma war der allzufrüh dahin Geschiedene stets unermüdlich für unsere Interessen tätig und verlieren wir in ihm nicht nur einen lieben Mitarbeiter, sondern auch Uhr von aus auf tzung findet am Freitag, den 8. Januar nachm. 3½ enhalle des reuen Krankenhauses in Menden i. W. dem evangelischen Friedhof daselbst statt. Trauerfeier in der Leichenhalle ½ Stunde vorher. Aus unserem Verein fanden die Turngenossen äger Karl Stamm Reservist Ernst Weide Kriegsfreiwilliger auf Ettling den Heldentod für das Vaterland. Wir werden ihrer steis in treuer Turnerart gedenken. Turn- und Ballsszlel-Verein, Schwerte. Auf dem östlichen Kriegsschauplatz hat der Wehrmann Willl. Westerneit den Heldentod für das Vaterland gefunden. Wir werden diesem getreuen Mitarbeiter, der seit dem Jahre 1908 als Zuschläger bei uns beschäftigt gewesen ist, ein dauerndes Andenken bewahren. Stahlwerke Brüninghaus Abteilung Eisenwerk Westhofen Westhofen i. W. * Petrolcum 2 muss gespart werden! Zür Frurbeleuchtung empfehle Glalaus Hachlichte und ger. Oel. Carl Trog. per Pfd. 22 Pfg. empfiehlt Ganshaus far TebenAmer Brückstraße 23. Viehseuchenpolizeiliche Anordnung. Jum Schutze gegen die Maul= und Klauenseuche wird auf Grund des§ 18 fl. des Viehseuchengesetzes vom 26. Juni 19 9 Bi. Seite 519) mit Ermächtigung des Herrn Regierungso Nachdem nach amistierärztlicher Feststellung die Maul= und Klauenseuche unter dem Rindviehbestande des Landwirts Trappmann zu Schwerterheide abgeheilt und eine Neuerkrankung nichtoorgekommen, die Desinsekztion vorschriftsmäßig ausgeführ! und durch den Kreistierarzt abgenommen ist, gilt die Seuche auf erwähnten Gehöft als erloschen. Die in meinen viehseuchenpolizeilichen Anordnungen vom 23. November bezw. 21. Oktober 1914 angeordneten Schutzmaßregeln hebe ich daher hiermit aus. 102 Hörde, den 4. Januar 1915. ** Der Landrak. : I. V. Dr Burchard. Am 22. Dezember 1914 flel in dem Gefecht bei Otrognia-Stara(Russland), an der Spitze seiner Kompagnie, die er führte, mein innigstgeliebter Mann, mein einziger Bruder, unser guter, lieber Schwager, Neffe, Onkel und Schwiegersohn PrltsSciiinalehberg Leutnant der Reserve im Infanterie-Regiment No. 16 Freiherr v. Sparr, kommandiert zum Landwehr-InfanterieRegiment No. 99 Ritter des eisernen Kreuzes II. Klasse im Alter von 32 Jahren. Schwerte-Ruhr, Essen, Langschede, Düsseldorf. In tiefer Trauer: Frau Lore Schmalenberg geb. Hartmann. A. Timmers und Frau Adele geb. Schmalenberg. August Thüner, Langschede. Familie Erast Hartmann, Düsseldorf. 109 Die Leiche ist vom Kriegsschauplatz geholt und findet die Beisetzung Freitag, den 8. Januar, nachmittags 3½ Uhr, von der Leichenhalle des neuen Krankenhauses in Menden Bez. Arnsberg aus auf den evangelischen Friedhof daselbst statt. Trauerfeler ½ Sti gebeten, von Beileidsbesuchen Abstand zu nehmen Technikum Binge Ssiemsblibes, Grbekenbar Direktien: Pref. Aoinereibaner 1 Pid. 165 Pfg bei Ernst Klein.“ Nachruf. In den Kämpfen in Russisch Polen fand am 22. Dezember den Heldentod für das Vaterland unser Geschäftsführer Herr Fritz Schmalenbeig Leutnant der Reserve, Ritter des eisernen Kreuzes. Er war uns ein pflichtgetreuer, gerechter und stets wohlwollender Vorgesetzter, der wegen seines offenen und geraden Charakters bei uns allen beliebt war und uns unvergesslich sein wird. Schwerte, Langschede-Ruhr, Januar 1915. Die Arbeiter der Firma Schwarzelühr& Thüner Nachruf! Als zweiter aus unserer Mitte starb nach harten Kämpfen in Feindesland inlolge einer tückischen Krankheit am 23. Dezember 1914, Im Lazarett in Courtrai(Belgien) unser Torngenosse Erich Michel Füsllier im Kalser Franz-Garde-GrenadlerRegiment No. 2, 12. Komp. Der Verstorbene war uns ein lieber Freund und vermissen wir seinen Verlust auf das Schmerzlichste. Wir werden demselben stets ein ehrendes Andenken bewahren. 90 Westhofen, den 4. Januar 1915. Turnverein„Teutonia“ e. V. Städtischer Viehhof, Dorimund, den 4. Januar 1915. Zu dem heutigen Schlachtviehmarkt waren aufgetrieden 599 Stück Großvieh. 428 Kölder, 7 Schase, 3101 Schweine. Bez. f. 100 Pfd 1. Rinder. 55 88 Ochsen a)vollfleischige, ausgemasiete hoch#g sten Schlachtwertes, die noch 00 nicht gezogen haben(ungejocht) 51—55 91—98 b) vollfleischige, ausgemästete, im Alter von 4—7 Jahren.. 43—48 82—90 c) junge, fleischige, nicht ausgemästete und ältere ausgemästete...—— d) mäßig genährte junge, gut genährte ältere Bullen: a) vollfleischige, ausgewachs. höchsten Schlachtwertes... 46—50 80—86 b)vollfleischige, jüngere. 40—43 75—81 c) mäßig genährte junge und gut genährte ältere. 32—36 66—74 Färsen u. a) vollfleischige, ausgemästete FärKühe: sen höchsten Schlachtwertes.. 50—51 89—96 b vollfleischige ausgemastete Kühe höchsten Schlachtwertes bis zu 7 Jahren........ 46-49 87—94 c)ältere, ausgemästete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Kühe und Färsen... 38—43 76—86 d) mäßig genährte Kühe u. Färsen 31—34 71—76 e) gering genährte Kühe u. Färsen 25—29 60—69 Gering genährtes Jungvieh(Fresser)— 2. Kälber a) Doppelender, feinste Mast..— b) feinste Mastkälber. 58—62 92—98 c) mittlere Mast= und deste Saugkälber 52—55 85—90 d) geringe Mast- und gute Saugkälber###g:..... 44—49 71—83 e)geringe Saugkulder 3 Schafe, Ju6ur: angst. Stallmast= a) Mastlämmer und jungere Mastschafe: hammel b) ältere Masthammel, geringere Mastlämmer und gut genahrte junge Schase c) mäßig genährte Hammel und Schafe(Merzschafe) Weide= a) Mastlämmer.......— mastschafe: b) geringe Lämmer und Schafe 4 Schweine. a) Fettschweine, über 150 kg. 8 Jentner Lebendgewicht.. 62—65 78—82 b) vollfleischige Schweine von 120—150 kg(240—300 Pfd.) Lebendgewicht 62—65 78—82 c) vollfleischige Schweine von 100—120 Kg(200-240 Plo.) g1.—63 76768 Lebendgewicht 61—99 704 d) vollfleischige Schweine von 80—100 kg(160—200 Pfd.) Lebendgewicht 59—63 73—70 e) vollfleischige Schweine unter 80 kg.(160 Pfd.) Lebendgewicht 56—60 71—75 1) Sate:.. 58 62 72—78 Mehrere kräftige ArVeiret gesucht. Zu erfragen in der Geschäftsstelle dieses Blattes. K 30—40 geübte finden sofort Beschäftigung bei Wilb. Vorggräfe G. m. b. H. Westhofen. 94 Für unsere Pumpstation in Westhosen suchen wir einen Meldungen haben daselb zu erfolgen. Schwerler Turnverein. Mitglied der Deutschen Turnerschaft. Die Turnübungen der Dämenabteilung werden Donnerstag, den 7, Januar. abends 8¾ Uhr, im Progymnasium wieder aufgenommen. Um rege Beteiligung diltel 103 Der Korsband Handtasche. ersc. 1. d. Gesch. d. Jig. A Muurr 4 Mentag, den Die Eröffnung unseres Neubaues erfolgt am vormittags 10 Uhr Langjährige Erfahrungen— niedrige Verkaufspreise für nur unbedingt erstklassige Waren— # beueutende Umsätze in allen Abteilungen und eine treue Kundschaft— sicherten uns bislang den Ertolg unseres Unternchmens. Heren grandsalzen=Konen Wit in unzerein neben Vape. In Geiren unse M Kause Trotz der uns nun zur Verfügung stehenden enorm grossen Räumlichkeiten haben wir von der Autnahme neuer Artikel abgesehen, um so mehr aber Wert darauf gelegt, die und Paiunichteiten Sämticher Abtelungen teis um das 4 und Stache zu vergrisern. 8— Mit der Eröffnung unseres neuen Hauses beginnt zugleich unser bekannt Grosser 9. Warten Sie mit lüren Einkäufen! * 2 Pemhund — —