#es S#sS 9 S 833 0 85 5 . S S. 5 SPE S S—3 S S 8 890 S#g 88 0 S S 88 ∆ 5 5 5 3 G 8 5 85 9 5S =SES S S 9 iS 1005 5 Sgön S 6 855 Set Amriichses Rreisbialt teir den Kreis wöreie Die„Schperten Zetung“ erscheimt üglch. außer Feiertags. Bezugspreis M. 1.80 vierteljährlich, bei der Post für Bestellgeld 42 Pfg. mehr. Wöchentl. Gralisbeilage:„Illustrierter Familienfreund" u. tägl. Unterhaltungsblalt. Anzeigenpreis: Die siebengespaltene Petitzeile oder deren Raum 10 Pfg., Anzeigen von auswärts 15 Pfg., Reklamezeile 40 Pfg. Jeder Rabalt gilt als Kassarabalt u. erlischt bei Konkursen. Zwangsvergleichen, gerichtl. Klagen u. Nichtbeachtungd gemacht. Jahlungsbedingung. Westhofener Zeitung Langscheder Zeitung Schwerter Volksblatt Holzwickeder Zeitung Aplerbecker Zeitung Schwerter Volkszeitung Verbunden mit: Schwerter Tageblatt S Schwerter Anzeiger Grstes und älteltes Tagesorgan des Kreises o General-Anzeiger für den Kreis Hörde o Haupt-Annoncenblatt ause breis, und lohalpolizelichen Derord. nungen für den Kreis Hörde erlangen gemaß Bekanntmachung der Königlichen Regierung durch Veröffentlichung in dei„Schwerter Zeitung", rechtsverbindliche Kraft.— Die „Schwerter Zeitung“ gewährt ihren Abonnenten für jeden mit Tod endenden Unfall gebiagungen“: 300 Mk. Unfall. Druck u. Verlag o. Carl Braus. Schwerte=Ruhr Fernsp. 62. Telegr.= Adr. Braus Schwerte=Ruh## Nr. 206. Samstag, den 26. Sepiember 46. Jahrgang Errf., kbie Soul. 4 460 728900 Mark Kriegsanleihe. WTB Berlin, 26. Sept.(Amtlich.) Durch rechtzeitig abgesandte, aber verspätet eingegangene Zeichnungen auf die Kriegsanleihen hat sich das Resultat noch um rund 70 Millionen Mark erhöht. Es sind also gezeichnet: Reichsanleihen: 3 121 001 300 Mk., darunter mit Schuldbucheintragungen und Sperre bis 15. April 1915 1 190 987 700 Mark; Reichsschatzanweisungen: 1339 727600 Mk., zusammen 4 460 728 900 Mk. Unter den Zeichnungen aus Schatzmnwessungen befinden sich 582,9 Millionen Mark Wahlzeichnungen, deren Zeichner für den Fall der Ueberzeichnung der Schatzanweisungen erklärt haben, daß sie bereit seien, sich statt derselben auch Reichsanleihe zuteilen zu lassen. Die Zeichnung ist nunmehr geschlossen; es sind vorstehends Zisssern daher als endgültig zu betrachten. Deutschland will einen ehrenvollen Frieden. Berlin, 26. Sept. Der„Täglichen Rundschau“ wird von hier gemeldet: Der„Nieuwe Rotterdamsche Courant“ vom 12, September bringt folgende Berliner Meldung: Anläßlich der unwahven Berichte über die Geneigtheit Deutschlands, Friedensunterhandlungen anzuknüpfen, kann mit. geteilt werden, daß der Reichskanzler am 6. September einem Reichstagsabgeordneten schrieb: Unter diesen Umständen müssen wir durchhalten, bis die Sischerheit Deutschlands in der Zukunft ganz verbürgt ist.— Der Chef des Generalstabs von Moltke schrieb am 7. September an dieselbe Adresse: Am Ende des Kvieges muß waser Vaterland einen Frieden erworben haben, der mit den beispiellosen Opfern in Uebereinstimmung steht, die das Volk in seltener Einmütigkeit auf sich genommen hat. Ein Friede, der auf unabsehbare Zeit von keinem Feinde mehr gestört werden kann. —— Die Verluste der englischen Floise. Der schwere Verlust, welchen die englissche Flotte durch den Uebersall des„U 9“ erlitten hat, veranlaßt dazu, die Verluste zu vergleichen, welche die englische und die deutsche Flotte seit Beginn des Krioges erlitten haben.„U 9“ hat den Engländern eine tüchtige Gegenrechnung für die „Magdeburg" und„Ariadne“ präsentiert, und zwar eine Rechnung, die unsere Verluste reichlich wett macht. Die„Magdeburg“ und die„Ariadne“ waren kleine Schisse von 4450 bezw. nur 2650 Tonnen, während die untergegangene„Hela“ 2040 Tonnen hatte. Die„Möve“ mit ihren 650 Tonnen ist in diesem Zusammenhang gar nicht mitzurechnen. Demgegenüber hatten die drei englischen Panzerkreuzer„Aboukir",„Hogue" und„Cressy“ je 12 200 Tonnen. Außer den oben angegebenen vier kleinen deutschen Schifssen, die verloren sind, werden noch die kleinen Kreuzer„Köln" und „Mainz“ vermißt, während von unseren größeren Schisen noch beimes in Mitleidenschaft gezogen ist. Auf englischer Seite hingegen sieht es anders aus, um so mehr, als die vernichteten englisschen Schisse neueren Datums, während unsere zum Teil schon ganz veraltet waren. Die englische Presse bucht als verloren: Die geschützten Kreuzer„Arethusa“(1913), „Gloucester“(1909),„Fearlese“(1912),„PathhinVol Westlichen Eirlegsschauptah! Großes Hauptquartier, 25. Sept. Die Fortsetzung der Operationen hat auf unserem äußersten rechten Flügel zu neuen Kämpfen geführt, in denen eine Entscheidung bisher nicht gefallen ist. In der Mitte der Schlachtfront ist heute, abgesehen von einigen Vorstößer beider Parteien, nichts geschehen. Als erstes der Sverrsorts südlich Verdun ist heute Camp des Romains bei der Stadt St. Mihiel gesallen. Das bayerische Regiment v. d. Tann hat auf dem Fort die deutsche Fahne gehißt und unsere Truppen haben dort die Maas überschritten. Im übrigen weder im Osten noch im Westen irgendwelche Veränderung. Unsere Brummer haben gestern wieder gute Arbeit getan. Sie haben Bresche in den Sperrsortgürtel gelegt, der Verdun mit Toul verbindet. Das Fort Camp des Romains ist gefallen. Damit ist eine hochbedeutsame Stellung des Feindes in unsere Hände gekommen. Ein Durchgang durch den stärksten französischen Festungsgürtel ist gebrochen und Teile der Armee des Kronprinzen von Bayern könnem jetzt gegen den rechten französischen Flügel angesetzt werden. Wenn das auch noch nicht das für die Deutschen siegreische Ende der nun ast 14 Tags andauernden Schlacht an der Aisne bisdeutet, so ist doch damit der Anfang des Endes gemacht. Das ist die für uns so erfreuliche Bedeutung des Falles des a. Jour X. ui. bagnz Pest-ecker. u ra sperrfort Camp Romains. Werse e des. s 2 57 Pro#s Saarburg Prgang Wg StNikglas Bblanon““ C#. Naucchfseurs Ker Wr- Sein s Se h Montiers *% sondreccurt Bäggan 2PPP Favieres Bese ger-ie Dneufchateaus Rämbervillersh #. 8 Tlerecount., e F R A-hsR PEICN 1· SEPNeL, Agg P Pg Weg 2 e: e S Remiren #e# dar OpaE Maßstat 0 40 20 30 WVesoul ire** Montbeliand) HlamaferE 4. L4 19„III Die franzosische Sperrfortlinie zw. Verdun und belfor“ der“(1904) und„Empere“(1911), mit einer Wasserverdrängung von 3000—4900 Tonnen, jerner die Torpedobootszerstörer„Druid“(1912).„Laertes“(1913),„Phönit“(1912), mit einer Wasserverdrängung von 770—950 Tonnen, sowie das Torpedoboot„Speedy“(1899) und ein Unterseeboot. Diose Liste der englischen Presse erfährt noch eine erfreuliche Bereicherung durch das Schlachtschi]]„Fisgard 2“, welches„gescheitert“, ferner durch den Hilfskreuzer„Jakara", der vermißt wird, und den Panserkreuzer„Glasgow“, der 1909 erbaut ist, mit einer Wasserverorängung von 4900 Tonnen und der angeblich von einem deutschen Kreuzer in den Grund gebohrt ist. Ebenso ist endlich das australische Unterseeboot„A. E. 1“ gesunken. Hierzu kommt der englische kleine Kreuzer „Pegasus“, der vor allem kampfunjähig und unbrauchbar gemacht worden ist. Ebenso ist der Artillerieverlust aus englischer Seite ungleich schwerer, alls der aus deutscher. Schon deshalb, weil die kleinen Schisse nur mit leichter Artillerie ausgestattet sind, während die jetzt vernichteten englischen Panzerkreuzer u. a. mit 6 Geschützen von 23,4 Zentimeter, 36 Geschützen von 15,2 Zentimeter, 36 Geschützen von 7,6 Zentimeter und 9 Geschützen von 4,7 Zentimeter ausgerüstet waren, wozu noch die Torpedorohre und die Maschinengewehre kommen. Eroberung von Maubeuge. Schilderung eines österreichischen Artillerie= offiziers. Der österreichische Festungsartilberieleutnant Dr. Hans Stieglandt, in seinem bürgerlichen Beruf Advokat in Wien, war einer der Tapseren, die vor Maubeuge die österreichischen Mörser richteten. Er richtete jetzt an seine Wiener Angehörigen einen Brief, den das„Neue Wiener Tagblatt“ verössentlicht und dem folgende interessanten Stellen zu entnehmen sind:„Ergreisend war der Augenblick, als sich die ersten deutschen Truppen nach Abzug der französischen Garnison in Maubeuge in Bewegung setzten und die deutsche Militärmusik den Radetzky=Marsch uns zu Ehren hinausschmetterte. Mir schossen für einen Moment die Tränen in die Augen, aber nicht mir allein! Zum erstenmal nach langer Zeit wieder österreichische Musik und noch dazu diese Musik und in diesem herrlichen Augenblick!“ Stieglandt erzählt dann:„Am 5. September gegen 4 Uhr nachmittags kam ein französisches Automobil mit weißer Fahne in das deutsche Hauptquartier und fragte den Oberstkommandierenden, einen prachtvollen alten Haudegen, ob er unter gewissen Bedingungen die Uebergabe der Festung annehmen würde. Da schlug aber der deutsche Bessehlshaber mit der Faust auf den Tisch und rief:„Was Bedingungen! Bedingungslos bis 6 Uhr abands, oder ich schieße die ganze Bude in Grund und Boden!" In begreiflicher Erschütterung ist daraushin der Franzose abgezogen. Nun hat man nicht gewußt, ob der Oberstkommandierende 6 Uhr nach französischer oder deutscher Zeit gemeint hatte. Als es nach deutscher Zeit 6 Uhr war, wurde es jedoch klar, welche Zeit der Kommandeur gemeint hatte, denn er besahl die Fortsetzung der Beschießung. Kaum hatte diese aber eingesetzt, als auch schon in rasender Fahrt das Auto mit der weißen Fahne aus Maubeuge herauskam. Der Kommandant nahm den Brief, den der Parlamentär überbrachte, entgegen und sagte nichts weiter als„Schießen einstellen!“, und damit war die bedingungslose Uebergabe von Maubeuge angenommen.“ Stieglandt schildert dann die durch die Beschießung hervorgerufene Zerstörung und den Abzug der Besatzung.„Als die Engländer vorüberzogen,“ schreibt er,„schrieen wir alle auf vor Wut, denn wie soll nicht alles wahren Haß gegen die Engländer, diese insamen Verräter am Germanentum und an der weißen Rasse, empfinden.“ Die Beuteverteilung die den Balkanstaaten verhängnisvoll wurde, hat bereits eine bemerkenswerte Spannung unter unseren Feinden herbeigeführt, die sich heute schon den Sieg zuschreiben, obwohl sie ihn nie erringen und also auch niemals in die Verlegenheit kommen werden, Siegesbeute unter einander zu verteilen. Ein durch seine Deutschseindlichkeit ausgezeichnetes Petersburger Blatt macht dem Auswärtigen Amte Englands bittere Vorwürfe, daß es nicht die ganze Kraft bis zur restlosen Vernichtung der deutschen Militärmacht einsetze. Aus dem Streite geht hervor, daß Rußland und Frankreich eine Beherrschung Europas anstreben, während England zur Erhaltung des seinen Interessen sörderlichen kontinentalen Gleichgewichts der Mächte in der Erhaltung des Deutschen Reiches ein nützliches Gegengewicht gegen seine jetzigen Verbündeten, insbesondere gegen Rußland, erblickt. Ein russischer Beuteverteilungsplan, der laut„Voss. Ztg.“ in Bukarest bekannt geworden ist, Aeist Rußland den Löwenanteil zu. Es erhält ganz Galizien, die nichtrumänischen Teile der Bukowina, die Moldau mit den Donaumün1 M M M A A dungen, die ganze europäische Türkei und Nordpersien. England bekommt Palästina und Arabien sowie sämtliche deutschen Kolonken. Frankreich wird mit Elsaß=Lothringen und der Tatsache der Zerstörung der deutschen Flotte abgefunden. Serbien und Montenegro teilen sich in Dalmatien und Albanien, und Rumänien wird für die an Rußland abgatretenen Gebietsteile an der Donaumündung durch Siebenbürgen und südungarische Territorien entschädigt. Japan erhält sreie Hand in China und eine Anleihe von 200 Millionen. England räumt den Russen gegen deren Zusicherung, im Osten nicht weiter vorzudringen, die unbedingte Vorherrschaft in der ganzen Ostsee ein. Die in Bukarest gehegte Befürchtung, daß Rumänien durch die geplante Umgestaltung der Landkarte vernichtet werde, ist grundlos; die finsteren Petersburger Pläne werden nun und nimmer zur Verwirklichung gelangen. Der Klieg hegen Viiglen. Ein interessanter Telegrammwechsel. London, 26. Sept. Dem„Berliner Börsenkurier" wird von hier gemeldet: Der König der Belgier hat sich gewogen gefühlt, dem Versechter der Neutralität Belgiens folgendes Telegramm zu senden: An Seine Majestät den König, London. Ich erlaube mir, Ihnen herzlichst für die glänzende Betätigung der britischen Truppen in der Schlacht an der Marne zu gratulieren. Im Namen der gesamten belgischen Nation drücke ich Ihnen unsere tiesste Bewunderung für den unbeugsamen Mut der Offiziere und Soldaten Ihrer Armee aus. Gott wird sicherlich unseren Heeren beistehen um die Abscheulichkeiten zu rächen, die gegen friedliche Bürger begangen und gegen ein Land, dessen einziges Verbrechen darin bestand, daß es sich weigerte, seinen Verpflichtungen untreu zu werden. Der König von England erwiderte: An Seine Majestät den König der Belgier. Ich danke Ihnen aufrichtig für Ihr freundliches Telegramm und für die Anerkennung der Dienste meiner Truppen, und ich vertraue fest darauf, daß den gemeinsamen Operationen der alliierten Truppen in Gemeinschaft mit Ihrer bravon Armee, deren heldenhafte Taten über jedes Lob erhaben sind, fortdauernde Erfolge beschieden seien und Ihr vielgeprüftes Land von den Eindringlingen befreit wird. Georg V: Tätigkeit unserer Zeppeline. WTB London, 26 Sept.(Nicht amtlich.) Nach einer Reutermeldung aus Ostende von gestern überslog ein Zeppelinluftschilff die Stadt um 11 Uhr abends und warf drei Bomben, die wenig Schaden anrichteten und niemand töteten. Das Luftchiff kam von Thielt über Thorhout und kehrte in der Richtung nach Thielt zurück. Eine Bombe siel in das Bois de Boulogne, die zweite auf den Fisschmarkt und die dritte in einen. Bassin. WTB Amsterdam, 26. Sept. Das Reuterbureau meldet aus Antwerpen: Ein Zeppelinlust. schiff wurde in der Nacht vom Dienstag zum Mitt. woch längs der ersten Verteidigungslinie der befestigten Stellung von Antwerpen in der Richtung Moll=Liewe signalisiert. Wegen der starken Schein werfer kehrte das Luftschiff um. Der Brüsseler Bürgermeister Max erzählt jetzt öffentlich den Hergang seiner Verhaftung, die man von deutscher maßgebender Seite aus Rücksicht auf Max nicht veröfsentlichen wollte. Max hat für seine heraussordernde Haltung Abbitte getan und Besserung versprochen. Er wurde diesmal noch vor der Verschickung nach Deutschland bewahrt. Verhaftung von deutschen Nonnen. WTB Antwerpen, 25 Sept.(Nicht amtlich.) Belgische Gendarmen sind in das deutsche Nonnenkloster in Borsbeeck eingedrungen und haben vierzig Nonnen verhaftet, die über die Grenze gebracht worden sollen. Als Grund dieser Maßregel wird angegeben, daß eine Nonne einen Arbeiter aufgefordert habe, für den deutsschen Kaiser zu beten, anstatt für den König der Belgier. ner von Kummer, Adjutant eines Generallom= mandos, und das bekannte Mitglied des Königlichen Schauspielhauses Karl Clewing, der die beiden Offiziere als Meldereiter begleitete. Es heißt, die drei Gesangenen wären noch obendrein gezwungen worden, nach Paris zu marschieren. Zuverlässige Nachrichten über ihr Schicksal sind trotz aller Bemühungen bisher nicht zu erhalten. Eine Krankentranspottabteilung von Franktireurs überfallen. WTB Berlin, 26. Sept.(Amtlich.) Nach einer dem Chef des Feldsanitätswesens vorliegenden Meldung ist im Etappengebiet eine Krankentransportabteilung, die mit der Aufnahme von verwundeten Franzosen beauftragt war, am 23. September vormittags von französischen Franktireurs überfallen worden. Sie verlor dabei an Verwundeten und Toten einen Oberstabsarzt und sieben freiwillige Krankenpfleger. Jetzt erst? Eine Note des französischen Kriegsministers bringt die Verpflichtung, den deutschen Verwundeten sorgfältige Pflege angedeihen zu lassen, in Erinnerung. Es sei dies eine gebieterische Pflicht, die durch die internationole Gesetzgebung, die Bestimmungen der Genser Konvention und insbesondere durch das Gesühl der Menschenfreundlichkeit festgelegt sei. Man müsse im Interesse der in Deutschland gefangenen Franzosen wünschen, daß dieses Gesühl auf Gegenseitigkeit beruht Der Minister erklärt, überzeugt zu sein, daß Aerzte und Sanitätspersonal den deutschen Verwundeten gegenüber ihre Pflicht mit wünschenswerter Hingabe ersüllen. Er werde unverzüglich diejenigen ihres Amtes entheben, die Verwundeten und Gesangenen gegenüber gegen die von der Genfer Konvention festgesetzten Regeln der Menschlichkeit verstießen. Es ist doch seltsam, daß man in Frankreich eine solche Verfügung für nötig hält. Es müssen also doch zahlreiche Fälle vorgekommen sein, die ein Einschreiten nötig gemacht haben. Der Krieg gegen Flannreinh. Der kleinlaute Joffre. Turin, 26. Sept. Sehr bezeichnend ist die lakonische Kürze des jüngsten amtlichen französisischen Kommuniques über die Kämpje im Westen: „Auf dem linken Flügel eine weitere Entwickelung, auf dem rechten Flügel scheinen die Angriffe der Deutschen unterbrochen. Die deutsche Artillerie. Rotterdam, 26. Sept. Das englische Hauptquartier veröffentlicht einen Bericht über die Kämpfe bis zum 20. September. In demselben heißt es: Der Aufmarsch vollzog sich langsam, die Entscheidung wird noch einige Tage hinausgeschoben. Die Deutschen sind stark in bezug auf ihre Artillerie; ihre schweren Haubitzen richten viel Schaden an und wurden ausgezeichnet bedient. Französischer Schurkenstreich. Berlin, 26. Sept. Die„Berliner Neuesten Nachrichten“ melden: Unter gröblicher Mißachtung der weißen Flagge haben die Franzosen drei deutsche Parlamentäre, die sich im Automobil einer Stadt näherten, um sie zur Uebergabe aufzufordern, gesangen genommen. Es handelt sich um drei in Berlin wohlbekannte Persönlichkeiten, nämlich um den Major Arnim von einem Negiment der Gardekavallerie, den Rittmeiste# Wer. auf den„Pegasus“ und setzte dieses bei 6000 Mtr. Entsernung fort. Die eine Breitseite des„Pegasus" stand unter der Feuerwirkung und wunde in 15 Minuten zum Schweigen gebracht. Nach einer Kampspause von fünz Minuten eröffnete die„Königsberg“ von neuem das Feuer, das eine Viertelstunde währte.„Pegasus“ war nicht in der Lage, das Feuer zu erwidern. Beinahe alle Verluste der Engländer traten bei den Geschützen und auf dem oberen Deck ein. Das Schisss, das mehrere Tressser in der Wasserlinie erhalten hatte, legte sich stark auf die Seite. Die britische Flagge wurde zweimal heruntergeschossen, aber von britischen Matrosen mit der Hand hochgehalten Die„Königsberg“ hat anscheinend keine oder nur geringe Beschädigung erlitten. Wieder eins! Haag, 26. Sept. Der Hiliskreuzer„Kronprinz Wilhelm“ hat das englische Schiff„Indian Prince“ aus der Fahrt nach Newyork, in den Grund gebohrt. Dei Kries gegen Englund. Englisch=französische Konferenz. Mailand, 25. Sept. Alle in Bordeaux erscheinenden französischen Blätter bringen überein stimmend die Meldung, daß Präsident Poincare, der Ministerpräsident Viviani und der aus Paris zurückgekehrte Briand sich am 20. September nach London begaben, um mit den englischen maßgebenden Personen Rücksprache zu nehmen. Die englische Flotte will in ihrer bisherigen Aktionsweise verharren. Rom, 26. Sept. Der Marineattachpe der englischen Botschaft in Rom erklärte, die englische Flotte werde bei ihrer bisherigen Aktionsweise verharren. Wir können die deutsche Flette leider nicht zur Schlacht zwingen, sagte er, wenn sie ihre schwächliche Untätigkeit nicht selbst aufgeben will. Jede Aktion bei Helgoland würde die deutsche Flotte veranlassen, sich durch den Kaiser=Wilhelm Kanal nach Kiel zu begeben. Keine indischen Truppen. London, 25. Sept. Die Truppen, die aus Indien für Aegypten versprochen waren, sind wegen Cholera nicht eingetroffen. Weitere englische Stimmen. London, 25. Sept. Der marinetechnische Mitarbeiter der„Times“ schreibt zur Vernichtung der drei Panzerkreuzer: Es ist das ernsthafteste Unglück, das die britische Flotte seit Beginn des Krieges betroffen hat. Es enthält eine Lehre für die Flotte und die Nation.— Der„Daily Chroniele“ bemerkt in einem Leitartikel: Gegenüber dem Verlust der vortrelfflichen Mannschaft unserer Flotte ist bein deutscher Verlust zu verzeichnen. Wir werden schwerlich ohne viele besondere Vorsichtsmaßregeln unsere Dreadnoughts in solche Gewässer bringen, wenn nicht die Deutschen dasselbe tun.— Der fachmännische Mitarbeiter des „Chroniole“ bemerkt: Uns wird versichert, der Hydroplan werde es als Beobachter ermöglichen, die Anwessenheit von Unterseebooten zu entdecken aber wie, wenn dies um 7 Uhr 30 Min. früh an einem Herbstmorgen erforderlich ist oder wenn der Gebrauch eines Hydroplanes nicht rätlich erscheint, weil er die Nähe der angreifenden Seemacht verrät?— Der„Daily Telegraph“, sagt: Es muß zugegeben werden, daß der Angrüsf mit vollständigem Erfolge ausgeführt wurde. Der Glaube erschüttert. Aus Rom wird dem„Lokalanzeiger" telegraphiert: Wenn auch die Vernichtung der drei englischen Kreuzer durch ein einziges deutsches Unterseeboot von den Morgenblättern noch nicht ihrer Bedeutung und ihrem vollen Umsang nach gewürdigt wird so ist der Eindruck dieser helden haften Tat, wie man aus privaten Gesprächen entnehmen kann, ungewöhnlich. Der Glaube an die Unüberwindlichleit der englischen Flotte ist erschüttert. Die Tätigkeit der„Königsberg“. Kapstadt, 25. Sept.(W. T. B.) Folgende weitere Einzelheiten über das Gessecht zwischen dem engbischen Kreuzer„Pogasus“ und der„Königsberg“ bei Sansibar werden amtlich bekannt gegeben: Die„Königsberg“ näherte sich am Sonntag früh 5 Uhr mit hoher Geschwindigkeit und machte ein britisches Wachtboot durch drei Schüsse kampfunsähig. Dann eröffnete aus etwa 8000 Meter die„Königsberg“ ein wohlgezieltes Feuer Der Ktieg gegen Außland. Heldentat eines Lokomotivführers. WTB, Berlin, 26. Sept.(Amtlich.) Die oberste Heeresleitung teilt mit: Bei einer Erkundungsfahrt auf einer Lokomotive nach Russisch=Polen hinein, bei der der auf der Lokomotive stehonde Hauptmann Bader den Heldentod sand, hat sich Lokomotivführer Beck aus Tarnowitz vortrefflich benommen. Beck erhielt, neben Hauptmann Bader stehend, außer Verletzungen durch Eisensplitter einen Schuß durch die Lunge. Trotz aller Schmerzen hat Beck noch vier Stunden auf seinem Posten ausgehalten und die Lokomotive glücklich zur Abfahrtsstation zurückgeführt, wo er dann zusammenbrach. Während der Fahrt hat er auch noch die Lokomotive reparieren und dichten müssen, weil sie durch seindliche Schüsse beschädigt war. Seine Majestät der Kaiser hat seine Pflichttreue, Tapserkeit und Selbstbeherrschung mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse belohnt. Seine Majestät der König von Ost= und Westpreußen ließ sich der russische Oberbefehlshaber Großfürst Nikollai Nikolajewitsch titulieren in den kurzen Tagen, während deren die Russen in den beiden preußischen Provinzen hausten. Von seinen Regierungsfähigkeiten gab der Großfürst während der acht Tage seiner Herrschaft in Ost= und Westpreußen sehr üble Proben Noch schlimmer steht es mit seinem Feldherrntalent. Der russische Kriegsminister Suchomlinow verließ seinen Posten, weil er öffentlich den Großfürsten für die Nicderlagen bei Tannenberg verantwortlich gemacht und sich im Militärkasino dahim geäußert hatte, daß der Großfürst der deutschen Armee immer ausweiche, wo er nur könne. Mit sollchen Feldherren könne man nicht siegen, dunn hätte man besser getan, den Zaren, das Reich und das Volk nicht erst in den Krieg zu hetzen. Russischer Flieger gefangen. Landsberg a. d. Warthe, 25. Sept. Aus der Feldmark Piecewo b. Goslarshausen ist ein mit einem Hauptmann besetztes russisches Flugzeug wegen Benzin=Mangel niedergegangen. Der Hauptmann wurde in Gefangenschaft abgeführt, Wie Hötzendorf die Nachricht vom Tod seines Sohnes erhielt. Der Chef des österreichischen Generalstabes Cohrad von Hötzendorf hat die Nachricht vom Tode seines vor dem Feinde gesallenen Sohnes Herbert in folgender Weise erhalten: Der Heerführer arbeitete gerade mit mehreren hohen Stabsoffizieren im Hauptquartier, als ein Major gemeldet wurde, der in streng dienstlicher Form dem Generalstabschef die Meldung vom Tode seines Sohnes machte. Der General war einen Moment wie versteinert und flüsterte mit tonloser Stimme: Mein Herbert! Im nächsten Augenblick hatte er aber wieder seine Fassung gewonnen. Er bedankte sich bei dem Major, der die Nachricht überbracht hatte und wandte sich dann an die Herren des Generalstabes:„Meine Herren! Wir arbeiten weiter! Wo sind wir stehen geblieben?“ General Martos garnicht in Halle. Berlin, 25. Sept.(Amtlich.) In der deutschen Presse ist die Nachricht verbreitet worden, der kriegsgesangene russische General Martos sei gesesselt in Halle eingebracht worden. Dies trisft nicht zu. General Martos befindet sich in Neiße. Im übrigen wird selbstverständlich das gerichtliche Ermittelungsverfahren gegen alle jene kriegsgeangenen Osssiziere eingeleitet, die im Verdacht stehen, Greueltaten und Vergehen gegen das Völkerrecht geduldet oder gar gofördert zu haben. Numänien bleibt neutral! Bukarest, 26. Sept. Der gestrige Ministerrat beschloß nach langer Beratung, an der bisher beobachteten Neutralität sestzuhalten. WTB Wien, 26. Sept.(Nicht amtlich.) Die „Südslavische Korrespondenz“ meldet aus Sosia: Die bulgarischen Blätter berichten aus Nisch, daß die Ereignisse auf dem österreichisch=serbischen Kriegsschauplatz in allen serbischen Kreisen die unverhüllteste Bestürzung hervorrufen. Der vollständige Mißersolg der serbischen Ossensive gegen die Monarchie habe alle noch gehegten Hof'nungen für den Ausgang des Krieges zunichte gemacht.— „Kambana“, sagt: Nach der Vernichtung der Timolkivision habe jetzt die Schumadiadivision, die man den Oesterreichern entgegenwarf, die surchtbarsten Verluste erlitten. Der serbiche Größenwahn ertrinke in einem wahren Blutstrom. —— Amerika soll aufgeklätt werden Berlin, 26. Sept Das auswärtige Amt entsandte den Prosessor der Philosophie an der Breslauer Universität Eugen Kühnemann, der als Austauschprofessor in Amerika wiederholt sehr geseiert worden ist, nach den Vereinigten Staaten zur Aufklärung der öffentlichen Meinung. Prosessor Kühnemann ist nach der„Breslauer Zeitung“ auf einem holländischen Schiff bereits in Amerika eingetroffen. Der Krieg gegen Gerbien. Das niedergebrochene Serbien. Wien, 25. Sept. Der Zeitung„Budapesta“. wird aus Regierungskreisen mitgeteilt, daß die bisherigen serbischen Verluste an Toten, Verwun deten und Cholera=Kranken über 60 000 Mann beAntworttelegramm des Erzbischofs von Posen und Gnesen an den Reichskanzler. WTB Berlin, 25. Sept.(Amtlich.) Auf das gestrige Glückwunschtelegramm des Reichslanzlers an den Erzbischoss Dr. Likowski=Posen ist folgende telegraphische Antwort eingegangen: Ew. Expellenz spreche ich für die gnädigen mir übersandten Glückwünsche meinen ergebensten und verbindlichsten Dank aus. Ich bin mir voll bewußt des ernsten Augenblickes, in dem ich das hohe Amt übernehme und der großen Verantwortlichkeit, die mit demselben verbunden ist. Unter Gottes Beistand werde ich mich bemühen, dem in mich gesetzten allerhöchsten Vertrauen würdig zu entsprechen. gez. Erzbischof Likowski. Aus Stadt und Umgebung. ** Schwerte, den 26. September. **(Frachtfreie Besörderung von Liebesgaben nach Ostpreußen.) Sendungen von freiwillig gespendeten Gaben jeder Art, zum Beispiel von Lebensmitteln, Kleidern, Decken, Betten, Hausgeräten, Brennstosssen, Kartosselln, Heu, Stroh, Rüben, Saatgut, Düngemitteln usw., die zur Limderung des durch den Krieg in Ostpreußen eingetretenen Notstandes an Behörden, gemeinnützige össeatliche Ausschüsse(Komitees) und Sammelstellen zur unentgeltlichen Verteilung abbgegeben oder von solchen Behörden usw zu gleichem Zweck aus sreiwillig gespendeten Geldern angeschasfst und bezogen sind, werden bis aus weiteres auf den preuhisch=hessischen Staatsbahnen frachtfrei besördert. **(In den Dienst der Wohltätigkeit) haben sich für den morgigen Sonntag zwei Vereine gestellt, um Mittel für diejenigen unterstützungsbedürktign Familien unserer Stadt zu schafsen, deren Ernährer im Felde stehen. So veranstaltet die Marian, Jünglings=Sodalität, einen Theaterabend im„Reiche des Wassers“ Zur Ausführung gelengt das vaterländische Schauspiel „Försters Sturmlied“, eiin prächtiges Werk aus der Zeit der Besreiungskriege, eine Zeit, die derjenigen gleicht, die wir jetzt durchleben. Auf die Einstudierung des Werkes hat der Verein große Sorgsalt verwendet, so daß den Besuchern recht gemußreiche Stunden bevorstehen.— Am Freischütz gibt der Quartett=Verein„Ha'rmonie“ Holzen unter Mitwirkung von Frl. Martha Michel(Klavier) ein großes Konzert. Der Leiter des Vereins, Herr W. Peters, hat ein hübsches abwechselungsressches Programm ausgestellt, welches neben prächtigen Liedern im Volkston eine Anzahl größerer Chorwerke bringt. Hossentlich erfreuen sich beide Veranstaltungen eines recht guten Besuches, damit für die edlen Zwecke ein recht hübsches Sümmchen übrig bleibt. **(Eine Zwangsinnung) für Klempner, Kupserschmiede und Installateure ist für den Stadtund Landkreis Hörde gegründet worden. Obermeister ist der Klempnermeister Köddermann=Hörde. Dem Vorstand gehört auch der Klempnermeister H. Böcker=Schwerte an. **(Die Feldpost.) Zu den Beschwerden über die Feldpost erjährt der„Berliner Lokalanzeiger“, daß am 16. September vom Kriegsministerium dem Generalquartiermeister neue Vorschläge unterbreitet worden sind, die auf eine erheblich beschleunigtere Beförderung der Feldpost hinzielen und auch sonstige wesentliche Verbesserungen erhofsen lassen. *(Metropol=Theater.) Auch das MetropolTheater(Müller) hat seine Vorstellungen wieder aussgenommen und für heute und morgen ein ganz horvorragendes Programm aufgestellt. Aus der Spielsolge dürsten vor allem die Films„Zeppelin über Lüttich" und„Der Untergang des englischen Kreuzers„Amphion“ interessieren.(Siehe auch Inserat.) **(Vaterländischer Frauenverein.) Alle Mitgllieder des Vaterländischen Frauenvereins werden gebeten, sich Montags nachmittags 4 Uhr in der Ausa dre Töchterschule zusammen zu sinden, um dort mit den Mitgliedern des Schwerter Frauenverbandes gemeinsam für das Rete Kreuz zu arbeiten. Nr. 226. Beilage. Samstag, 26. September 1914. s Amtliches Kreisblatt. Im Zeichen des Eisens. Das war ein gesegnetes, köstliches Jahr, Das jäh uns die Feinde verdarben, Es boten manch Bild, manch bezauberndes dar Des Sommers helleuchtende Farben. Wie ists mit der Ernte gar herrlich bestellt, So hörten wir danken und preisen, Und friedlichen Sinns schwang der Schnitter im Das Eisen. Feld: Brot, loht, Wohl sichert die Ernte das tägliche Doch meidet man Erntefesttänze. Die Sturmglocke schallt und die Brandfackel Einbrecher umschlellchen die Grenze. Hinaus aus dem Hause, schallt's zornig und weit, Wir werden die Wege Euch weisen, Nun schärfen die Schnitter zum blutigen Streit: Das Eisen. Die Frevler, wohl sind sie einander sich wert! So herr'che der Krieg denn, der grause; Wir wollen sie schlagen mit wuchtigem Schwert, Wer bliebe da gerne zu Hause? Mit Donnergewalt dröhnt das Mörsergeschoß, Dem Feinde die Macht zu beweisen. In rauchende Trümmer legt Burgen und Schloß: Das Eisen. Nun ran an die Feinde! Und donnerts u. dräuts Auch drüben von teuflischen Tücken, Es gilt zu erringen das eiserne Kreuz, Bald wird es manch Tapseren schmücken. Und schmerzen die Wunden den wackeren Mann, Es bannt selbst den Seuszer, den leisen. Mit strahlendem Auge blickt selig er an: Das Eisen. Das war ein gesegnetes, köstliches Jahr, Das jäh uns die Feinde verdarben, Doch nein, ein gesegnetes bleibt es fürwahr, Hell leuchten Germanias Farben. Der Opsermut war schon der Vorfahren Zier, Wir wollen wie sie uns erweisen, Sic op)erten Gold und sie nahmen dafür: Das Eisen. A. I. —— Unsere finanzielle Rüstung. Eine ganz dicke Lüge von den im Auslande gegen uns verbreiteten Unwahrheiten isst die, daß Deutschland ein Moratorium erlassen und neuerdings verlängert habe. Die Wahrheit ist, daß sämtliche gegen uns Krieg führenden Staaten, auch England, und England zuerst, und außerdem eine Reiche neutraler Länder Moratorien erlassen haben, wir dagegen nicht. Deutschlands stinanzielle Krat und Vorbereitung haben dies überflüssig gemacht. Es wurde nur bestimmt, daß gegen alle vor dem 31. Juli entstandenen Schulden an das Ausland, auch die wechselmäßigen, gerichtlich nicht eingeschritten werden darf, weib sonst Deutschland durch die ausländischen Moratorien geschädigt würde. Ferner kann jeder deutsche Kaufmann für inländische Schulden, die vor dem 31. Juli entstanden sind, unter Stellung von Sicherhoiten im geordneten Gerichtsverfahren einen Auschub von 3 Monaten erhalten. Alle anderen Zahlungen werden in Deutschland regelmäßig geleiste:. Dagegen hat im Ausland der Erlaß von Moratorien dazu geführt, daß die Einlagen bei den Sparkassen und die Depositen der Banken nicht Auslande erlitt. Die sittliche Kraft des Deutschen Reiches wird von seinem Feinde ignoriert, und doch ist sie es, die aus allen Siegen hervorlodert. Jetzt kann man in Paris und London eine Ahnung vom Reichtum Deutschlands bekommen.“ Der afrikanische Kolonialbesitz der Großmächte. Oesterreich=Ungarn Bewunderung vor der Opferzurückgezahlt werden. alle Banken und Sparka deponierten Gelder auf Wunsch Pfennig sofort zurückgezahlt. In issen bis In 3. August wurden z. B. Provinz West alen zur Der Schatzgräber. Roman von Erich Ebenstein. mehr vollständig Deutschland haben die bei ihnen auf den letzten der Zeit vom 27. Juli bis von der Landesbank der Rückzahlung solcher Gelder 24 Millionen Mark ausgegeben. Bis zum 17. August waren davon bereits 18,2 Millionen Mark wieder an die Bank zurückgesslossen. In Frankreich zahlen die Sparkassen nur je 50 Franken mit 14tägiger Kündigung zurück. Die französischen Banken zahlen nur je 250 Franken, zuzüglich 5 Prozent vom Rest der Guthaben, an die Depositengläubiger aus. Nun endlich die erste Zeichnung aus die vom Reichstag einstimmig, auch von den Sozialdemokraten, Elsässern und Polen, bewilligten Kriegskredite. Sie ergab einen Betrag von nahezu 4½ Milliarden Mark. Dieser Betrag steht der Reichskasse in bar zur Verfügung. Das ist ein beispielloser Ersolg, der das vor einigen Wochen von dem Direktor der Deutschen Bank Helfferich geäußerte Urteil bestätigt: Deutschland ist auch finanziell und wirtschaftlich den gewaltigen Anssorderungen der Zeit besser gewachsen als irgend ein anderes Land! Stimmen zu dem Erfolge unserer Kriegsanleihe. Der glänzende Erfolg der deutschen Kriegsanleihe hat allenthalben tiesen Eindruck gemacht und besonders in unserm verbündeten Nachbarreiche Ksne et sreudigkeit und der finanziellen Kraft des deutschen Volkes hervorgerusen. So schreibt die„Neue Freie Presse":„Die Kriegsgeschichte der Völker berichtete bisher niemals über Ereignisse wie das der Zeichnung von 4,2 Milliarden auf die bellden Formen der deutschen Kriegsanleihen. Die Reichsanleihe wird nicht eingelöst, und gerade diese beständige Anleihe, deren Wert von allen Zufälligkeiten des Krieges abhängig ist, hat das Publikum vorgezogen. Diese Tatsache ist gewiß das beste Zeugnis für das Vertrauen in die militärische, politische und wirtschaftliche Krasst des Deut'chen Reiches. Während die große Schlacht in Frankreich geliefert wird, zeichnet das Volk über 4 Milliarden auf die Anleihen. Diese Zisser äst ein Spiegel, in dem die Stimmung, die Kapitalkraft und die Summe der verfügbaren Mittel im Deutschen Neich zu sehen sind.“— Die„Montagsrevue“ serner läßt sich also vernehmen:„Das Deutsche Reich führt mit einem bewunderungswürdigen Heere und einer tadeblosen, auf unerschütterlichen Grundlagen ruhenden blühanden Wirtschaft gleich kraftvoll den Krieg. Dom glänzenden Siegen aus den Schlachtfeldern ist nun ein ebenso überwältigender Triumpf keiner Kapitalskraft zuteil geworden, noch dazu in demselben Augenblicke, in dem die Regierung des reichen Frankreichs mit drei nacheinander versuchten Anleihen ebensoviel Niederlaggen daheim, wie im Die Vernichtung der zweiten englischen Kavalleriebrigade In der„Daily Mail“ schildert der Kriegsberichterstatter dieses Blattes George Curock den Untergang der zweiten englischen Kavalleriebrigade am 24. August bei Thulin, halbwegs zwischen Mons und Valenciennes. Der Bericht lautet: „Am Montag früh um 4 Uhr eröffnete die deutsche Artillerie wiederum das Feuer. Sochsundeinhalbe Stunde lang wartete die englische Kavallerie auf das Zeichen zur Attacke gegen die deutschen Schützen. Das Gelände war flach und nur vom einigen Gräben durchzogen und die Gelegenheit für eine Kavallerieattacke schien ideal zu sein. Unsere Leute murrten schon über den Aufchub und baten, man möge ihnen den Angröff erlauben. Um 10 Uhr 30 Minuten morgens war der Besehl ergangen und die ganze Brigade wurde auf die Schützen des Feindes losgelassen. Die 9. Lanciers gingen ins Gesecht, singend und schreiend wie Schulknaben. Sie behandelten die tacke wie ein spaßiges Ereignis. Eine Zeitlang schien alles gut. Das deutsche Artilleriefeuer leerte nur wenige Sättel, und schon schienen die Schützen in greifbarer Nähe zu sein. Plötzlich kam die Tragödie. Direkt in das Antlitz der heranstürmenden britischen Kavallerie eröffneten die Deutschen ein mörderisches Feuer. Wenigstens 20 Maschinengewehre waren verborgen worden; es regnete den Tod auf unsere Neiter auf eine Entsernung von nur 150 Meter. Niemand hatte eine Ahnung von diesen Maschinengewehren gehabt Das Ergobnis war vernichtend. Auf die 9. Lanciers prasselte die volle Gewalt des Sturmes. Der Vicomte de Vaumineur, ein Franzose, der als Dolmetscher mit der Brigade ritt, wurde sofort getötet, ein tapferer Ofsizier, dessen Tod viele in England beklagen werden. Kapitän Letonrey, der französische Lehrer einer englischen Schule in Devonshire, der bei der britischen Kavallerie an der Seite de Vaumieux' ritt, entging dem Tode wie durch ein Wunder. Das Pferd wurde unter ihm weggeschossen, er fing ein anderes, das reiberlos umherirrte„und ritt unverletzt davon. Kapitän Porter wurde verwundet, aber er entkam; andere Osssiziere sielen. Während das Gros der Brigade nach rechts abschwenkte und das Feuer der Maschinengewehre aus 100 Meter zu schmecken bekam, ritten einige geradeaus gegen den Feind, aber nur wenige Meter. Die Falle, die das nicht ernstgemeinte Feuer der schweren Artillerie verdeckt hatte, war vollkomen. Ein Gewirr von Stacheldraht war 30 Meter vor den Maschinengewehren im Gras verborgen. Unsere Leute, die in voller Karriere hineinritten, sielen und wurden gefangen. Drei der besten Kavallerie-Regimenter des britischen Heeres haben diese Attacke geritten. Von den 9. Lanciers versammelten sich am Abend nicht mehr als 40 im Dorse Rusmes. andere kamen am nächsten Tage, und nun ergab ein Appell des ganzen Regiments, daß im ganzen nur 220 Mann übriggeblieben waren. Die 18. Husaren und die 4. Dragoner hatten ebenfalls schwer gelitten, aber nicht so stark wie die 9. Lanciers. tin. 46 „An Morgen, als der alte Paur starb, war sie sogar drüben in der Villa— lange— über eine Stunde." In Inas Gesicht kam langsam ein Lächeln und ihre Augen blinzelten plötzlich sehr vergnügt zu ihrem Begleiter hinüber. Dann rief sie lebhaft: „Aber Sie lassen uns ja verhungern, Frau Rosenauerin! Geschwind, geschwind, bringen Sie uns Kaffee und etwas von Ihrem ausgezeichneten Hausbrot mit Butter und Hönig!“ Die Rosenauerin war plötzlich wieder nur Wir, sie erhob sich rasch und eilte ins Haus. Ina rieb sich lächelnd die Hände.„Ich habe es gewußt, daß er Konstanze liebt— nun soll er aber einen tüchtigen Schreck als Strafe bekommen, weil er selbst gegen mich so hinterhaltig war darüber.“ „Was willst Du denn tun, Schatz?“ „Ganz ernsthaft will ich vor ihn hintreten und mein Recht als Braut reklamieren.“ „Du! Unterstehe Dich!“ drohte er. „Ach geh— sei doch nicht immer eifersüchtig. Du— siehst doch, wie lieb ich Dich habe— gäb' ich denn sonst meine Freiheit so leicht hin? Es soll ja nur ein Scherz sein, Sascha.“ Sie wies plötzlich erregt nach der Straße hin: „Da— sieh nur, sie kommen zurück. Nun will ich gleich hinüber.“ Sie nestelte ihre Frisur zurecht und schob den Hut etwas nach vorn. „So— seh ich nett aus?“ „Entzückend!“ Und ehe sie sich dessen versah, hatte er einen Kuß auf ihre Lippen gedrückt. „Addio!“ Ina ging rasch auf die Paursche Villa zu, in die wenige Augenblicke zuvor Haus und Barbara verschwunden waren. Hans erschrak sehr, als sieplötzlich vor ihm stand. Die ersten Minuten gingen hin in verlegenen Worten. Sie sprach ihm ihr Bedauern aus über den Verlust des Vaters, er erwiderte verwirrt dankend. Dann sagte Ina:„Ich habe Deinem Vater mein Kommen angezeigt. Den Tag konnte ich nicht genau bestimmen, denn ich mußte zuvor nach Deutsch„Ja, ich weiß, er sagte mir, daß Du kommen wolltest.“ „Und— aber mir scheint, Du freust Dich gar nicht, mich zu sehen?" „Doch, Ina— aber—“ „Ja, und nun wollen wir gleich den Hochzeitstag bestimmen, darum kam ich nämlich her. Mit meiner Opernsängerei ist es ja doch nichts, und so denke ich, wenn es Dir recht ist— in vierzehn Tagen. Hans machte ein so bestürztes Gesicht bei diesen Worten, daß Ina Landi plötzlich in Lachen ausbrach und ihm auf die Schulter klopfte:„Na, fürchte Dich nur nicht, Hans, ich wollte Dich blos ein bischen strafen, weil Du so gar nicht aufrichtig gegen Deinen Kameraden gewesen bist!“ „Ja, ja, tu nur nicht so! Als ob ich es nicht längst wüßte, daß Du in Konstanze Herzog verliebt bist! Laß nur den Kopf nicht mehr hängen, es ist ja alles gut, und ich wünsche Dir von ganzem He rzen Glück!“ en gedrückt.] Er atmete tief auf, wie befreit von schwerer „Um Gotteswillen, Sascha—“ riessie erschrok= Last. „wir sind doch in Winkel! Wo alles Augen:„Und Du?“ fragte er dann noch ein wenig un„O,ich!“ Ina warf sich in die Brust.„Ich bin seit vorgestern wohlbestellte Opernsängerin in Berlin. Habe Probe gesungen— war ein herrlicher 79 ken, hat „Mir ganzegal! Geh also jetzt in Gottesnamen, aber mache es kurz mit diesem blonden Hünen, sonst komme ich Dich holen, hörst Du?“.... Erfolg. Dann habe ich mich gleich mit Alexander Herder verlobt— weißt Du, von dem ich Dir einmal schrieb— er ist am selben Theater wie ich als Kapellmeister engagiert. Ich sage Dir, Haus— der Himmel hängt uns voller Geigen!“ „Du bist verlobt?“ Haus betrachtete sie sehr erstannt.„Ja wirklich, Du siehst ganz fremd aus.“ „Eine höchst geistreiche Bemerkung,“ lachte sie, „aber es kann schon sein. Weißt Du, ich habe all meinen Pessimismus in den Rauchfang gehängt und will mich nun ganz aufs Glücklichsein verle„Und hinter meinem Rücken hast Du Dich verlobt?“ „Genau wie Du!“ Sie blickten sich an und lachten plötzlich beide. Dann sagte Ina:„Ja, richtig, ich soll mich ja beeilen, Sascha sitzt drüben im„Hl. Florian", und eigentlich bin ich nur hergekommen, um ihn Dir vorzustellen. Willst Du ein wenig mit herüberkommen?“ Natürlich wollte er. Und bald waren die beiden Männer gute Freunde, worüber die Rosenauerin, die alles von weitem mit neugierigen Blicken beobachtete, gar nicht aus dem Staunen kommen Immerlänger wurden die Schatten der Bäume in dem kleinen Gärtchen, immer stärker dufteten die Nelken und Rosen ringsum, während der tiefblaue Himmel leise eine immer lichtere Färbung annahm und die Spitze des Karlhochsteins rosig zu erglühen begann. Haus saß schweigend neben dem jungen Paar und dachte an jenen Abend, da er nach langer Abwesenheit aus der Fremde heimkam. Wieviel war seitdem an ihm vorübergezogen, und wie oft hatte er sich fortgesehnt in unruhiger Verzweiflung. Heute war alles anders. Die Stürme waren verrauscht und das Glück wartete seiner. Eine neue Zeit hatte sich herangeschlichen bis an den Frauzosenstein, der seine zackige Krone über Winkel erhob. Vor ihnen aber lag die Zukunft klar und still, wie der Abend nun über dem lag. Eine Zukunft voll Frieden, Liebe und Segen. — Ende.— Auch ein Grund. A.:„..Was? Sie sind Mitglied geworden vom Bürger=Sängerkranz? Sind Sie denn so musikalisch?"— B.: „Das weniger— aber wissen S'. nach dem Singen kriegt ma' immer so an' schöna Durscht!" Der Eingeschüchterte. Frau:„Was sprichst Du denn im Schlafe so laut?“— Mann: „Ach, Frauchen, nimm es nur nicht übel. Ich hatte Dir widersprochen, versichere aber, daß es im Traum geschehen ist.“ Aus dem Himmel gefallen. Dame: „Was kostet der Meter von diesem Stoff?“— Prinzipalssohn:„Einen Kuß!“— Dame:„Dann bitte ich um drei Meter— meine Großmama wird es bezahlen!" Genügsam. Hans:„Mutter, der Großvater kratzt sich so viel am Kopp!“— Großvater: „O, laß mich doch, Haus,— des is ja's einzige Vergnüge, was ich noch auf der Welt hab'.“ 2e Unpraktisch.„Hast Du gehört,] daß Iim zehn Jahre bekommen hat, weil er ein Pferd stohlen hat?“—„Geschieht ihm ganz recht. Warum hat er das Pferd nicht gekauft und es dann nicht bezahlt, wie es andere Gentlemen auch macherz!“ Aufmerksam. Beamter(zu einem Verurteilten):„Sie kommen wieder in dieselbe Strafanstalt, in der Sie zuletzt waren!“— Verurteilter:„O, ich danke for die kleene Uffmerksamkeit!“ 216,16 Begründeter Stolz.„Selbst ist der Mann, das ist mein Wahlspruch. Die 30000 Mark Vermögen, die ich besitze, habe ich mir nicht etwa schenken lassen oder sie geerbt— nein, die habe ich selbst— in der Lotterie gewonzen.“ Von einer Fahrt in das Gouvernement Suwalki berichtet der zum östlichen Kriogsschauplatz entsandte Sonderkorrespondent des„Berl. Tagebl.“: Die Fahrt ging von Insterburg nach Gumbinnen. Die Felder und Aecker, die die Chaussee begrenzten, waren der Schauplatz heftiger Kämpfe am Ausgang der vorletzten Woche. Die Stadt Gumbinnen selbst hat nur wenig gelitten, zwischen Gumbinnen und Stallupönen liegen alle Häuser in Trümmer. Nichts ist erhalten geblieben. Stallupönen ist aber nicht so arg mitgenommen, wie es ansangs hieß. Eydkuhnen, das 6000 Einwohner zählte, besteht nicht mehr. Ruinea, nur selten ein lebendes Wesen. Gleich dem deutschen Teil Eydkuhnens steht das russische Kibarty nicht mehr; ebenfalls nur Ruinen. Bloß der Bahnhof war rerschont. Mit Kibarty und Wirballen beginnt Nußland. Auf entsetzlichen Wegen, so daß unsere Autos plötzlich Sprünge wie Akrobaten machten. Wir ziehen die Wanderung zu Fuß vor. Weite Felder rechts und links. Hier muß der Rückzug zur vollständigen Flucht ausgeartet sein. Tote Pferde in Massen, hunderte von Karren, Protzkästen, Bauernwagen, ganze Hausen von unbenutzten Geschossen, Gejährte für Scheinwerfer und andere für Telegraphie, sortgeworfene Stiesal und Geschirr, hier und da Hügel, unter denen die Kämpfer ruhen. Man hatte nicht die Zeit ein Kreuz darauf zu setzen. Zur Mittagsstunde ist Wilkowischty, das städtische Haupt des gleichnamigen Kreises erreicht. Halbasien empfängt uns. Vom belgischen Kriegsschauplatz. Das Leben in Pekersburg. Ein deutscher Buchhändler, der vor acht Tagen Petersburg verlassen hatte, und nur kurze Zeit in Berlin weilte, machte einem Mitarbeiter des Berliner Tageblattes einige Mitteilungen über die Zustände in Petersburg. Im ganzen, so sagte er, tut die russische Regierung zusammen im Verein mit den Behörden sehr viel, um das Leben und Eigentum der Ausländer, auch der Deutschen zu schützen. Die Ruhe ist aber nur äußerlich. In Wirklichkeit herrscht eine tiefe Wut gegen Deutschland und besonders gogen Preußen. Diese Wut ist erzeugt und wird weiter geschürt durch die Zeitungen. Alle Blätter veranstalten täglich Extraausgaben über Siege der Russen und Franzosen im Kampfe gegen die Deutschen, die vor den Russen angeblich schon bis Berlin zurückgewichen seien. Da fremde Blätter mit strengster Sorghalt von ganz Rußland serngehalten werden und auch die zahlreichen aus den Gesechten zurückbehrenden Verwundeten von fast jedem Verkehr mit ihren Angehörigen und dem sonstigen Publikum abgeschnitten bleiben, wiegt die Bevölberung sich im Vorstehend bringen wir ein interessantes Bild vom belgischen Kriegsschauplatz. Ein deutscher Posten am Bahnübergang der Linie Brüssel=Antwerpen. Die Belgier hatten durch hinübergeworfene Schienen, Schwellen und Baumstämmen die Strecke gesperrt. großen, und ganzen in dem Glauben, die rusische Apue dringe überall siegreich vor und werde bald in Berlin sein. Vom General Rennenkampf besteht die festgeglaubte Mär, er habe geschworen, er werde sich, wenn er nicht Berlin erobere, die rechte Hand abhacken. Man hegt daher die seste Zuversicht, daß der Ceneral nicht nachlasse, bis er in Berlin einmarschiert sei. Wahre Nachrichten kommen um so schwerer nach Petersburg, als fast keine Fremden„vorhanden sind und die Hotels fast leer stehen. Der Zar ist mit seiner Familie seit der Neise nach Moskau noch in seinem Schlosse in Peterhof und kommt nie in die Stadt. Auch die Zarin=Witwe sieht man nie. Sie ist verseindet mit der jetzigen Zarin und verläßt ihren Ausenthalt aus den Nevainseln niemals. Da aber, vom Hohe niemand nach Petersburg kommt, sieht man auch selten jemand von der Hofgesellschaft, zumak die ersten Familien Trauer haben, denn sast alle haben bei den Kämpfen in Ostpreußen, wo die Elitetruppen geschlagen wurden, Verwandte als Offiziere verloren. Verlustlisten werden nur über die Oftiziere ausgegeben. Wer etwas über die gesallenen Soldaten und Unterosiziere wissen will, muß Auskunft darüber in den Ministerien erbitten. Auf diese Weise hat die Regierung es bisher sertig gebracht, den ungeheuren Umfang der russischen Verluste zu verheimlichen. Aber es wächst von Tag zu Tag das allgemeine dumpfe Gefühl, daß die Gerüchte von den Niederlagen begründet sind. #∆ 05 Hurerinff., und schneit über die Kriegsereignisse unterrichtet zu werden, ist jetzt der Wunsch jeder deutschen Familie. Diesem berechtigten Wunsche möglichst voll zu entsprechen, betrachtet die„Schwerter Zeitung“ zurzeit als wichtigste Aufgabe. Ihr Nachrichtendienst ist auss beste ausgestaltet; außer den ossiziellen Telegrammen, die zudem noch durch besondere Extrablätter verbreitet werden, bringt die„Schwerter Zeitung“ interessante Schilderungen von den Kriegsschauplätzen, politische Betrachtungen über die Weltlage, Karten und Pläne, und vergißt neben diesem allen auch die sorglame Pflege und Ausgestaltung des lokalen Teiles nicht. Dem Unterhaltungsbedürfnis an den jetzt kommenden langen Winterabenden ist durch die Verössentlichung sorgsam ausgewählter Romane und Novellen reichlich Rechnung getragen, Neubestellungen auf die„Schwerter Zeitung", deren Bezugspreis monatlich nur 60 Pfg. beträgt, werden jederzeit von unseren Boten, in der Geschäftsstelle(Gr. Marktstraße) und bei Herrn Ad. Neumann(Hüsincstr.) entgegen genommen. Stadttheater Dortmund. Sonntag, 27. Sept. 1914, abends 7½—11¼ Uhr: „Lohengcin“. Nomantische Oper in 3 Aufzügen von Richard Wagner. Montag, 28. Sept. 1914, abends 7½—10½ Uhr: „Prinz Friedrich von Homburg". Schauspiel in 5 Akten von Heinrich von Kleist. Dienstag, 29. Sept. 1914, abends 7½—10 Uhr: Patriotischer Abend unter Mitwirkung des gesamten Solo= und Chorpersonals, sowie des Philharmonischen Orchesters. Mittwoch, 30. Sept, 1914, abends 7½—10 Uhr: „Kolberg". Histovisches Schauspiel in 5 Akten von Paul Heyse. Donnerstag, 1. Okt. 1914, abends 6½—10 Uhr: „Tristan und Isolde“. Handlung in 3 Aufzügen von Richand Wagner. Wetterbericht der Deutschen Seewarte. 27. September: Nebel, später heiter, warm. 28. Septemler: Wollig mit Sonnenschein, warm. 29. Schön, heiter, warm. Strichweisse Gewitter. 30. Bewölkt mit Regen, teils heiter, Wind. 1. Oktober: Kühler, veränderlich, lebhafste Winde. 2. Oktober: Abwechselnd, milde Luft, starker Wind. Verantwortlich für die Redaktion Friedr. Kraus. Druck u. Verlag von Carl Braus, beide in PeuulaSOCKeil Antiseptisch inzrägniert. Bestes Mittel gegen Schweissfuss! Ohne schädlichen Einfluss! Verhindern Brennen, schlechten Geruch und wunde Füsse. Aerztlich erprobt und empfohlen. Alleinverkauf: OttO MarA Schwerte, Ostenstr. 20. Orig. garantiert rein, # pro Flache aus d. Haus 1.10 Mh., im Ausschank per Glas 20 Pfg. Franz. Cognac, Reines Weindestillat, pro 8l 10.— und 8 Mk. empfiehlt Carl Hainn, Gasthof zu Helle. Teleson 251 Herren- Anzüge Damen-JackenKleider 8 Röcke u. Mäntel Anfertigung auf eigener Werkstätte. 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Anträge auf Berichtigung dieses Verzeichnisses sind binnen einer Frist von 4 Wochen nach Ausgabe dieses Blattes bei dem Kreisausschusse anzubringen. Hörde, den 21. September 1914. Der Kreisausschuß des Landkreises Namens desselben der Vorsitzende. I. V. gez. Burchard. Verzeichnis der zum Wahlverbande der größeren Grundbesitzer gehörenden Grundbesitzer, Gewerbetreibenden und Bergwerksbesitzer im Landkreise Hörde. A. Grundbesitzer. 1 Herzog v. Arenberg1 Rittergutsbesitzer Recklinghausen 10 18 19 20 21 23 von Basse Gräfin Berghe von Trips Brandhoff. Heinr. Caroline, Gewerkschaft Deutsch=Luxemburgische Bergwerks= und Hütten=Aktien=Gesellschaft, Bochum Dortmund Stadt Dortmunder Gartenstadt Gesellschaft m. b. H. Graf von Fürstenberg=Herdringen Herrmann, Wilhelm Hoerde, Kreis Junge, Diedrich Freiherr in und zu Knyphausen Overweg, Adolf Portmanngt. Tönnis Heinrich Poth, Gustav Freiherr von Rheinbaben, Kgl. Kammerherr Freiherr von Romberg, Clemens, Kgl. Kammerherr Schulze=Dellwig Theodor Schulze=Sölde Ludwig Schulze=Vellinghausen Schulze=Vellinghausen u. Düren=Natorp Freiherr von Vinke Major a. D. und Rittergutsbesitzer Rittergutsbesitzerin Gutsbesitzer Rittergutsbesitzerin Gutsbesitzerin Rittergutsbesitzer Rittergutsbesitzer Gutsbesitzer Brennereibesitzer Rittergutsbesitzer Gutsbesitzer Rittergutsbesitzer Haus Husen Gemeinde Syburg Horrem bei Köln Menglinghausen Haus Dudenroth, Gem. Holzwickede Bochum Dortmund Essen Herdringen Groß=Holthausen Gem. Kirchhörde Hörde Barop Bodelschwingh Reichsmark Gr. Holthausen Dorstseld Haus Ruhr Brünninghausen Sölde Stockum Stockum u. Natorp Gem. Holzwickede Ostenwalde Fortsetzung zweite Spalte. * * 6196 11 Stück 100 Pfg. L. Weinberg. Zur Grundsteuer mit dem Betrage von mindestens 225 Mk. von dem gesamten auf dem platten Lande innerhalb des Kreises belegenen Grundeigentum veranlagt. Wohnort Grundsteuer Mi. 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Das Wegbringen von Klauenvieh aus dem Bezirke der Gemeinde Wellinghofen— und das Ducchtreiben von solchem Vieh sowie das Fahren mit angespannten fremden Wiederkäuern— isi verbolen...5611 g.L.x anicssentelt Diese vorläufige Anordnung trist sofort außer Wirksamkeit, wenn der beamtete Tierarzt feitstellt, daß Maul= und seuche nicht vorliegt und daß auch der Verdacht dieser Seuche nicht begründet ist. 6177 Wellinghofen, den 25. September 1914. Modellhut. * Die Polizeiverwaltung: Hartung, Amtmann. Bekanntmachung. Für die Gemeinde Wandhofen, welche bisher zum Trichinenschaubezirk I Westhosen gehörte, ist ein eigener Trichinenschaubezirk gebildet worden. Jum Trichinenschauer für diesen Bezirk wird der Wirt Ferdinand Schulle zu Wandhofen bestellt. Hörde, den 21 September 1914. 6175 Der Landrak. I. V. Burchard, Regierungs=Assessor. Wirtschalts-Uebernahme! Den geehrten Bewohnern von Schwerte und Umgegend, sowie allen meinen Freunden und Bekannten zur gefl. Nachricht, dass ich mit dem heutigen Tage die Führung der Gastwuirischaft Zum Adler“ Hagenerstrasse 14 übernommen habe, und bitte ich um geneigten Zuspruch. Hochachtungsvoll Kaspar Filthaut. Ausstellung. Heute eröffne meine neue Putz-Abteilung Eingang Haselackstr. Sie finden die neuesten deutschen Modelle in reichhaltichster Auswahl. Jos. Kustol, Schwerto, Modenhaus. Fernruf 287. Hüsingstr. 30. Sanmaamn= 5 6182 ummmmmmn für die Angehorigen im Feide: Wer den Gatten, den Sohn, den Bruder, den Bräutigam im Felde erfreuen will, der lasse ihm durch die Feldpost eine illustrierte Zeitung mit den neuesten Bildern vom Kriegsschauplatz zugehen. Adenschen ür die Aitehischener der im Kriege Gefallenen. 6189 Feldneallgacten Aufruf. Ein gewaltiger Krieg ist über Deutschland hereingebrochen. Millionen deutscher Männer bieten ihre Brust dem Feinde dar Viele von ihnen werden nicht zurückkehren. Unsere Pflicht ist es. für die Hinterbliebenen der Tapferen zu sorgen. Des Staales Aufgabe ist, hier zu helfen, aber er kann es nicht allein. diese Hilfe muß ergänzt werden. Deutsche Männer. Deutsche Frauen gedt! Gedt schnell! Auch die kleinste Gabe ist willkommen! Das Buieau befindet sich Berlin N. W. 40, Alsenstraße 11. Das Präsidium. v. Loebell. Staatsminister und Minister des Innern Die Westdeutsche Illustrierte Zeitung „WELT-TELEGRAPH“ „ unterrichtet durch Wort und Bild über die neuesten Ereignisse auf den Schlachtfeldern. Ich übernehme von hier aus die freie Zustellung durch Feldpostbrief nach dem Standort des Empfängers. Carl Braus. Schwerte(Ruhr). Der vorslehende Aufruf wird hiermit veröffentlicht. In den Rat= und Amishäusern werden Spenden entgegengenommen. Iserlohn, den 2?. September 1914. 6190 Der Königliche Landrat Der I. Bürgermeister Nauck Hölzerkopf. mit Bibelsprüchen vorrätig in der Buchhandlung Carl Braus, Schwerte Gr-Warktstr 9—5. Pastor Feike Heilweise Augendlagnose, Homöopathle, Naturhellweise (keine körperliche Untersuchung) 3411 Dr. phll. Mayus, Hagen I. W, Elberfelderstrasse 27. kinziger beglaubigter Vertreter am Platze. Sprechzeit: Sonntag 10— 1 Uhr. Dienstag. Mittwoch, Freitag ! und Samstag 10—1 Uhr und 2—5 Uhr, Bestellung. Ich bestelle die nächsten 4 Nummern von der Westdeutschen Illustrierten Zeitung „WELT-IELEGRAPH“ An Herrn Carl Braus Buchhandlung Schwerte (Ruhr). (Im offenen Brief für 3 Pig) und ersuche, jede Nummer stets nach Erscheinen als Feldpostbrief zu senden an Rgt. Nr. -Armeekorps,—Divis.,— —Bataillon—Komp.— Eskadron-Batterie. Der Betrag von 40 Pfennig folgt anbei in Briefmarken als Posianweisung. Name und Stand Adresse= *(Lieb ausigestellte ist gestern alle Erwart Körbe voll vetten, Blei Bargeld in Liebesgaben Herrn Dr. Sammelstell dung an di *e(Rei mittag 5 1 617 im„Reiche mit Biwak *:(Fest Die„Deuts konservative tretenden H Handelsmin preisen für vorstellig ge ::(Jub konnte“ der straße aufe des Nickel ehrte den lichen Gesch Glückwunsch *:(Best strafte Arbe Mai d. Is. Taschenuhr für 40 Pfg. einem ange Das Schösse 1 Monat G ihm eingele kammer ver *: Lichte fürs Va serer Geme der am 10. schon Erbei West : Jage Falltür graphenbau graphenamt zwecks Hers phonleitung welches die verlassen he eine Falltü verletzt wor sellschaft w die für gu willigen 2 Uni Herzagl. Erschtet 1331 Lommernute de. T einen Pos übergeben An da Für die Herr Eremplare sc Obige—. bezahlt ansuen 1 Felde! im Felde erfreuen g mit den neuesten leitung reignisse auf den Zustellung durch arl Braus. Nummern von der rten Zeitung RAPH“ s nach Erscheinen —kgt. Nr.— adron-Batterie. sig folgt anbei in **(Liebesgabenkasten.) Der vom Roten Kreuz ausgestellte Liebergabenkasten am Kriegerdenkmal ist gestern entleert worden. Der Inhalt überstieg alle Erwartungen, denn es waren zwei große Körbe voll Liebesgaben(Tabak, Zigarrea, Zigaretten, Bleistifte, Notizbücher und ebenso 14,29 Mk. Bargeld in dem Kasten enthalten. Sämtliche Liebesgaben werden jetzt mittelst Auto durch Herrn Dr. med. M. Goccke zu der EtappenSammelstelle in Köln bofördert zwecks Weitersendung an die im Felde stehenden Truppen. *(Rekrutenfürsorge.) Heute(Samstag) nachmittag 5 Uhr treten die Teilnehmer am Kursus im„Reiche des Wassers" zur Nachtfelddienstübung mit Biwak an. Gewehr und Munition mitbringen. **(Festsetzung von Höchstpreisen für Getreide.) Die„Deutsche Tageszeitung“ meldet: Vertreter der konservativen Partei sind heute bei dem stellvertretenden Herrn Reichskanzler und dem Herrn Handelsminister für eine Festsetzung von Höchstpreisen für alles Getreide und Müllereiprodukte vorstellig geworden. *(Jubilar der Arbeit.) Am gestrigen Tage konntes der Dreher Karl Fischer, Haselackstraße auf eine 25jährige Tätigkeit in den Diensten # des Nickelwalzwerkes zurückblicken. Das Werk ehrte den Jubilar durch Ueberreichung des üblichen Geschenkes. Wir sprechen ihm unseren besten Glückwunsch aus! **(Bestrafter Hehler.) Der vielsach vorbestrafte Arbeiter Karl Oe. von hier kaufte am 23. Mai d. Is. von dem Arbeiter K. eine silberne Taschenuhr für 1.50 Mk. und einen goldenen Ring für 40 Pfg., obschon er wußte, daß die Sachen einem angetrunkenen Arbeiter gestohlen waren. Das Schössengericht hatte Oe. wegen Hehlerei zu 1 Monat Gafängnis verurteilt und wurde die von ihm eingelegte Berufung von der Hagener Straskammer verworsen. ** Lichtendorf, 26. Sept(Den Heldentod fürs Vaterlland) erlitt als erster aus unserer Gemeinde der Bergmann L. Pampus, der am 10. September im Kampfe gegen den wolschen Erbseind fiel. Ehre seinem Andenken! Westfalen und Rheinland. ** Hagen, 25. Sept.(Die steindlichen Falltüren.) Ober=Telegraphenassistent(Telegraphenbauführer) Höfinghossi vom hiesigen Telegraphenamt, welcher nach Lüttich versetzt war zwecks Herstellung von Telegraphen- und Telephonleitungen, ist dort in einem besseren Hausse. welches die Bewohner wahrscheinlich in der Flucht verlassen hatten, beim Absuchen des Hauses durch eine Falltür in den Keller gestürzt und schwer verletzt worden. Nur dem Umstand, daß er in Gesellschafft war, kann er sein Leben verdanken, er wäre sonst in dem Keller, da er sich infolge von Beinbrüchen nicht sortbewegen konnte, elendig umgekommen. H. wurde wieder in seine Heimat nach hier gebracht. * Essen, 25, Sept(Schwere Explosion.) Gestern vormittag ereignete sich auf dem Spillenburger Werk der deutschen Oxhydic=G. m. b. H. eine schwere Explosion. Die drei Arbeiter Berger, Lewejohann und van Geldo wurden sofort getötet. Alle drei sind verheiratet, der erste Vater von 7 Kindern. Sämtliche Fensterscheiben der Fabrik wurden zertrümmert. Teile der Eisenssassung wurden weit sortgeschleudert. Ein Mann der Wache, der im Wachtraum faß, wurde durch Glassplitter verletzt. Größeres Unglück wurde dadurch vermieden, daß die übrigen Arbeiter gerade mit Verladen von Glasflaschen außerhalb des Raumes beschäftügt waren Die Ursache der Explosion ist unbekannt. Die übrigen Räume der Fabrik haben nicht gelitten. Der Betrieb bleibt ungestört. * Münster, 25. Sept.(Opferwillige Dienstboten.) Ein praktisches Dienstmädchen schreibt einer hiesigen Zeitung: Vor kurzem hörte ich, daß ein Dienstmädchen am Rhein alle seine Ersparnisse der Ortsbehörde für vaterländische Zwecke zur Versügung gestellt habe. Diese opferwillige Tat kann nur zur Nacheiserung empsohlen werden, und ich möchte auch nach meinen bescheidenen Krälten in dieser schweren Zeit etwas beitragen zum allgemeinen Wohl. Da isch überzeugt bin, daß alle Angehörigen meines Standes den gleichen Wunsch hegen, so möchte ich folgenden Vorschlag machen: Jedes Dienstmädchen in Münster erklärt sich bereit, 10—20 Psg. von seinem Monatsgehalt in eine Kasse zu legen, deren Inhalt unseren Mitschwestern zugute kommen soll. Die Mädchen in gesicherter Stellung, bei guter Verpflegung und warmer Wohnung würden gewiß gerne dazu beitragen, die Notlage vieler Frauen und Mädchen zu lindern. —— Wie die Engländer lügen. Das Tollste alles bieher Cebotenen bringt die sozialdemokratische„Volkssiülimme“ aus der Neuyorker Volkszeitung. Ueber die Ursachen des Krieges wurde nämlich der„Neuyorker Volkszeitung“ unter der Angabe„Berlin, 8. August“ folgende ungeheuerliche Darstellung vom englischen Kabel übermittelt: „Während Kaiser Wilhelm sich auf seiner Nordlandreisse befand hatte der Kronprinz verschiedene Konserenzen mit der Kriegspartei. Die Hetzereien dieser Gesellschaft brachten es sertig, daß der Kronprinz mit Rußland anband und es zum Aeußersten trieb. Als der Kaiser nach Berlin zurückkam, sah er, daß es zu spät war, um zurückzutreten und der Krieg mußte erklärt werden. In seiner Wut über das steche Gebaren seines Sprößlings und dessen Militärclique soll er nun den Kronprinzen geohrselgt und verschiedene Malle zu Boden geworsen haben. Es heißt, daß der Kronprinz schuld an dem unglücklichen Kriege kei.“ Ein Staat, der zu sollchen Mitteln grelst, um seinen Feind ins Unrecht zu setzen, kann unmöglich von Vertrauen auf die eigene Stärke erfüllt sein. Das angelogene Volk aber, dem die Wahrheit nicht dauernd zu verbergen isst, muß sich schließlich voll Ekel von dem englischen Lügempeter abwenden. Wie dies in den Vereinigten Staaten schon begonnen hat, so werden bald auch die übrigen Völker erkennen, in welchem Grade sie von England hintergangen sind. Was dann aus den Sympalhien wird, die Großbritannien bisher genoß, darüber sollten sich einsichtige Engländer schon jetzt klar sein. Der Rückgang des englüchen Handels wird mit der Verscherzung der Sympathien am Ende gleichen Schritt halten. Gottesdienste. Evang. ref. Gemeinde. Sonntag 9½ Uhr: Pastor Terberger Erang. luth. Gemeinde. Sonntag, 8 Uhr: Pastor Ohlig. 9½ Uhr: Pastor Nell. 11 Uhr: Kindergottesdienst. Gemeinde Westhofen. Sonnteg 9½ Uhr: Pastor Klinker. 10¾ Uhr: Kindergottesdienst. Mittwoch: Kriegsandacht in Westhofen. Donnerstag: Kriegsandacht in Garenseld. Katholische Pfarrkirche, Schwerte. Sonntag, 27. Sept. 17. Sonntag nach Pfingsten. 6¼ Uhr: Stille hl. Messe. Kaplan Röselser. 7½ Uhr: Frühmesse mit Predigt. Gemein. hl. Kommunion der Jung rauen=Kongregation und der schulpflichtigen Kommunikantünnen. 8¾ Uhr: Schulmesse mit Predigt. Pfr Schnurbus. 10 Uhr: Hochamt mit Predigt. P. Sczimarovski. Filiale Lichtendorf. 7½ Uhr: Frühmesse mit Predigt. Gemein. hl. Kommunion der Jungfrauen und der schulpflichtigen Kommunikantinnen 10 Uhr: Hochamt mit Predigt. Nachm. 2 Uhr: Andacht zum hl. Erzenge! Michael. Verantwortlich für die Redaktion Friedr. Kraao. Drucku Verlag non Carl Braus. beide in Schwerta Am 25. August starb den Heldentod fürs Vaterland unser guter Sohn, Bruder, Schwager, Onkel und Bräutigam Musketier im Alter von 25 Jahren. In tiefer Trauer: Familie Dudda Minna Zimmat. Am 10. September starb den Heldentod auf französischer Erde mein innigstgeliebter und unvergesslicher Mann, unser treusorgender Vater, Sohn, Bruder, Schwiegersohn und Schwager, der Füsilier im Alter von 29 Jahren. In tiefer Trauer 6184 Familie Ludwig Pampus Lichtendorf, Sölderholz. Wickede, Dortmund und Elberfeld, den 26. Sept. 1914. liefert schnell und sauber an unsere ## die für guten Lesestoff zur Verkürzung der unfrei#willigen Wartezeit herzlich dankbar sind, eignet sich Reclams Universal=Eirtir.. Preis Band 20 Pfg. welche stets vorrätig ist in der Bachhandlung eur. Braus Schlr Kirtrlaht. Große Marktstraße 3—5. Ein Stamm junger 90 (ca. 10—12 Sick. dss. Brut) zu kausen gesucht. 4972 Von wem sagt die Exped. dieser Zeitung. Marhserungstannchen in Kartons à 80 St. in 8 Sorten Zur Markierung der Truppenstellung auf Landkarten. Vorrätig in der Buchhandlung Carl Braus Schwerke. Gr Marktstr. 3—5. S „Ich mußte mich vor 2 Jahren am Hals wegen einer Am 22. August starb den Heldentod fürs Vaterland mein innigs geliebter Mann, un-er guter Sohn, Schwiegersohn, Bruder, Schwager und Onkel Gefreiter der Reserve Wilhelm Imberg im blühenden Alter von 27 Jahren. In tiefster Trauer: Frau Imberg, Familie Imberg 6170 und Familie Ebbefeld. Herzagl. Braunschw. Bargewerkschire Holzuin#en. B3°, Hochbau Vrgiager riefbau Pr. Bairsam /Driss Lemmerumerricht 2. Aprll. Reifeprüfung. Wintarunterricht 15. Oktober. — Gleichberechtigt mit den Königl. Preuß. Bar####werkschulen.— der. Dieser Bestellzettel kann ausgefüllt unfrankiert in einen Postbriefkasten geworfen oder dem Briefträger übergeben werden. An das Kaiserliche Postaml zu. Für die Monale 1914 bestellt r in anschwellung operieren lassen. Die Wunde ist längst vernarbt, trotzdem waren die Drüsen im Januar wieder stark angeschwollen. Auf ärztl. Rat trank ich Altbuchhorster Marksprudel Starkquelle(JodEisen=Mangan=Kochsalzquelle) Der Erfolg war überraschend. 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Luny schießt einen Bock. Die Tigerhaße. 6137 um Mitler8 Akte. Der Schuß Folgen einer Zigarre. " Tie großen schweizerischen Manöver. Würzns iee un in um een! Sonntag, den 27. August, nach„ mittags 4 Uhr: WohltätigkeitsKonzert " des duariellbereins„Harmonle Holzen“ 5(Dirigent Herr W. Peters.) Mitwirkende Frl. Martha Michel(Klavier) ausgebildet am Konservatorium Hagen.„ gere gemtenanzr 0 □∆ 16 Armekarps #4 Schmate., 108 Verein ehem. Kameraden des 16. Armeehorps. Sonnlag, den 27. Sept. 1914, morgens 11 Uhr, im Vereinslohal Karl Klempt (Sängerheim) Generalversammlung. 1. Zahlung der Beiträge. 2. Aufnahme neuer Mitglieder, 3 Anmeldung derjenigen Kameraden, welche zur Fahne einberufen sind, 1. Verschiedenes. Die Angehörigen der zum Beere einberufenen Kameraden werden gebeten, dem Vorstande die genaue Adresse umgehend mitzuteilen. 6163 Der Vorstand. Sterbekasse Schwerie. Sonntag. den 4. Oktober 1914. nachmittags 4½ Uhr, im Lokale des Herrn G. Winkelmann Außerordentliche Alg. versammlung Tagesordnung: I. Erhöhung d. Sterbegeldes Aenderung des Statuts. Verschiedenes. Um zohlreiches Erscheinen wird gebeten. 6172 Der Vorstand K Neueste Muser Eintritt 50 Pfg. Eintritt 50 Pfg. Abonnementskarten haben Gültigkeit. 5 5 6150 ondansenssssennssssnnenangen Billigste Preise. Verlangen Sie meine Musterkarte Am Sonntag, 4. Oktober 1914, nachmittags 4 Uhr beginnend, findet im Freischütz 6188 ein * veranstaltet vom Ruhrtaler Sängerverein(Chorleiter Herr Paul Neuhaus) unter Mitwirkung von Fräulein Mertens, Pianistin; Fräulein M. Lecking, Ali; Herr Dahlbüdding, Tenor; Herr Schäfer □ Bariton. □ Der Ertrag des Konzerts ist ganz für Zwecke des Roten Kreuzes In Schwerte bestimmt, d h. für die verwundeten und erkrankten Krieger in der Stadt Schwerte, ferner für hiesige Angehörige der zur m. Fahne einberufenen oder im Felde gebllebenen Krieger, sowie auch für Liebesgaben für die Im Felde stehenden Krieger. □ Eiotrittskarten zu 50 Pfg. im Vorverkauf □ sind zu haben bei den Mitgliedern des Ruhrtaler□ Sängervereins und den Ausschussmitgliedern □ des Roten Kreuzes in Schwerte. An der Kasse □ kosten die Eintrittskarten 60 Pfg. In Anbetracht des guten Zweckes bitten wir die Bürgerschaft um zahlreichen Besuch. □ Schwerte, den 24. September 1914. □ □ Namens des Ausschusses □ des Zweigvereins vom Roten Kreuz: □ gez Rohrmann, Bürgermeister. □ Gudaanaccnonnnnanna Neuheiten in Kriegspostkarten eingetroffen. Buchhandlung Carl Braus, Schwerte Gr. Marktstr. 3—5. Landwirtschattliche Winterschule Dortmund. Beginn des nächsten Wintersemesters Dienstag, d. 3. Nov. vormittags 10 Uhr. Anmeldungen nimmt entgegen und Auskunft erteilt Der Direktor Dr. Müller, Sonnenstrasse 100. Meialbeilen ∆ 5 0 □ 7 9 8 . 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