I % Tee Die„Schwerten Zeitung“ erscheint täglich. außer Feiertags. Bezugspreis M. 1.80 oierteljährltch, bei der Post für Bestellgeld 42 Pfg. mehr. Wöchentl. Gratisbeilage:„Illustrierter Familienfreund"“ u. tägl. Unterhaltungsblatt. Anzeigenpreis: Die siebengespaltene Petitzelle oder deren Raum 10 Pfg., Anzeigen von aus. wars 15 Pfg., Reklamezeile 40 Pfg. Jeder Radast gill als Kussarabatt u. erlischt bei Kon1##ursen. Zwangsvergleichen, gerichtl. Klagen u. 1 Nichtbe#chtung d. gemacht. Zahlungsbedingung. M9 untrtlelses Krew Stcht Weithotehler Lentung Länigscheder Bentung □ Schwerter Uolksblatt Verbunden mit: Schwerter Tageblatt S Schwerter Anzeiger Gestes und 3ltelies Cagesorgan des Kreises 0 idr men. nlel. Holzwickener Zenung Kvielbrcker Zenung —— Schwerter Volkszeitung Genera.-Ar2 eiger für den Kreis Eörde o Haupt-Annancenblatt Alle breis= and lokalpollzetlichen Verord. nungen für den Kreis Hörde erlangen gemöß Bekanntmachung der Röniglichen Regierung durch Verössentlichung in de:„Schwerter Zettung" rechtsverbindliche Kraft.— Die „Schwerter Zeitung“ gewährt ihren Abonnen. len fü: jeden mit Tod endenden Untoll ge300 MksUnfau. din##n„„„ Druch 1 Verlag o. Cari Braus. Schwerie. Rugl Sonli.(2. Teluu. Ade. Zom Schrarne= 7=6. Nr. 108. Samstag, den 9. Mai 1914. 49. Bählgung Erstes Blatt. Die heutige Ausgabe umsaßt mit dem„Illustr. Sonntagsblatt“. 20 Seiten! Venescher Keichbrag. " Berlin, 8. Mai.(Tel.) Eingegangen ist die Vorlage eines Gesetzentwurfes auf Aufbesserung der Bezüge der Altpensionäre und der Althinterbliebenen. Auf der Tagesordnung stehen zunächst Anfragen. Abg. Dr. Müller=Meiningen(Fortschr. Vpt.) fragt: Ist es richtig, daß zur Verhutung von Ehen von christlichen Negermädchen Jerr Reichskanzler zu tun, um diesen Mißständen Direktor im Reichskolonialamt Dr. Gleim: dieher ostafrikanischen Zeitungsnachrichten,rartigg Prügel. e allerdtngs eine Betzetur golzagen esae lcde bete Aunsgergzket, cheiene eereue Verstiöße gegen gesetzliche Bestimmungen vorgebeugt Reichskanzler bekannt, daß bei einer im Eispalast veranstalteten theatralischen Aufführung des Hilfsbundes gegen die Iremdenlegion, die in Frankreich große Mißstimmung erregt hat, aktive Angehörige des deutschen Heeres in Uniform mitgewirkt haben und was denkt er zu tun, um solchen Vorkommnissen in Zukunft vorzubeugen? Direktor im Reichsamt des Innern Dr. Lewald: Nach den vorläufigen amtlichen Erkundigungen hat der Hilfsbund gegen die Fremdenlegion, am 30. April 1914 im Eispalast in der Lutherst#####e ein Wohltätigkeitsfest veranstaltet, bei dem unter Nummer 5 des Programms ein vaterländisches Ausstattungsstück„Die Wacht am Rhein“ in der Uniform lebender Bilder dargestellt wurde. Entsprechend den bestehenden militärischen Grundsätzen haben die zuden sich dagu freiwilig meldenden näherer Inbalt nicht bekannt war, mitzwirken. kenlegion in Zusammenhang..— Aiturm der stellte des Eispalastes in einer der unfbem der Fremdenlegion ähnlichen Uniform aufgetreten. Die Reichsleitung hat bereits in der Vergangenheit darauf hingewirkt, daß bei öffentlichen Aufführungen die Verwendung derartiger, zu bedauerlichen Mißverständen Anlaß gebenden Uniformen, unterbleibt. Sie wird aus Anlaß des vorliegenden Falles erneut und allgemein sich angelegen sein lassen, soweit die gesetzlichen Bestimmungen eine Handhabe dazu bieten, entsprechend zu verfahren. Die französische Regierung hat analoge Maßnahmen hinsichtlich der Verwendung von deutschen Uniformen bei Aufführungen in Frankreich getroffen.(Beifall.) Abg. Mumm(Wirtsch. Vag.) zieht seinen Antrag betreffend Altpensionar=Fürsorge mit Rücksicht auf das heute eingegangene Geser Hierauf wird das Aufwandsentschädigungsgesetz, Unpfändbarkeit der Familienentschädigung, ohne Debatte in dritter Lesung angenommen. Die zweite Lesung des Militäretals wird fortgesetzt. Abg. Gothein(Fortschr. Vpt.): Dem Sanitats= offiziermangel kann man nur dadurch beikommen, daß man den Aerzten die Studienzeit oder einen Teil derselben auf die Pensionsfähigkeit anrechnet. Das Presse=Referat müssen wir bewilligen, wenn auch einmal Mißbräuche vorkommen mögen, das kann uns von der Zustimmung nicht abhaltgre,6 7er preußische Kriegsminister sollte auch die. Verfassung kennen und wissen, daß Beamtenernennungen und auch Offiziersernennungen von dem gustandigen Minister gegengezeichnet werden müssen. Hier tritt das Militarkabinett dazwischen, das keinerlei verfassungsmäßige Grundlage hat. Dagegen müssen wir entschiedenen Protest einlegen. Warum gibt man keine Statistik über jüdische Reserveosfiziere? Weil sie blamabel wäre. Die Verfassung wird seit 1885 systematisch verletzt. Wo ist in einem Reichsamt noch ein Herr, der seinem Bekenntnis nach Jude ist? Ich erhebe die Anklage, daß diese Stellen die Verfassung dauernd verletzen.—(Glocke. Vizepräsident Dobe: Ich bitte Sie, sich zu mäßigen. werde ich mir doch Mühe geben. Jüdische Offiziere und sie e, u herfasungsmäßgen Recht auszu: selben Standvunit Wir verlangen, Verfassung Akg. Graf v. Westarv(Kons.): Der Abg. Dr. Liebknecht will in seiner antimilitaristischen nicht gegen das Militär, sondern gegen den militaristischen Geist vgzgrhg. Zahsszhinterschetzugg müdlogik. Die Sozialdemokratte wil das seßende Damit will sie auch die Ggoise-ehiglig ein Spiel ganda wird von der offspeistesie sich dadurch schwer strafbar machen würde und auch unsere milde und (Lebhaftes Hört, Hört bei den Soz.) Sie wolle den Rekruten bei seinem Eintritt das ganze Militär verekeln und damit den militärischen Geist zersetzen und zex: mürben. Unsere Wünsche gehen dahin, raß nicht nur für die Mannschaften, sondern auch für die übertreffen. Cruste, Aus=pozitiber Fürsorge alles zu Armee fernzuhalten. Das Heer muß frei hleiben von der Sozialdemokratie, da muß mit Starte und Entschiedenheit vorgegangen werden. Abg. Dr. v. Trampczynski(Pole): Wir eroligen in der Verfolgung der polnischen Sprache Akte der nationzlitischen, LOpglitäitteit, ierne anerkennen, anminister, dessen Loyalitat wir gerne anerkennen, anheim, auch vierin Wandel zu schaffen. Abg. Rupp=Marburg(Wirtsch. Vag.): Schon wiederholt ist hier für Manöverschäden und teiligt. Bei der Beurlaubung der Soldaten müssen teiligt. Bei der Beurlaubung der Soldaten müssen Ungerechtigkeiten und Harten vermieden werden. Wünschenswert ist auch, daß die Kontrollversammlungen nur einmal jährlich stattfinden. Generalmajor v. Schöler: Die bgzergespgunen schädigung prüfen. Flurschädeg,solggg### gommöglich abgeschätzt werden. Die„Hahl der mission ist aber naturlich beschrankt. Hinsichtlich der Beziehungen zwischen Militär und Handwerker bestehen immer noch die vom Kriegsminister von Heeringen ausgestellten Grundsätze, daß die Interessen des Handwerks beachtet werden.(Bravo.) Abg. Frhr. v. Scheele(Welfe) bringt verschiedene Beschwerden vor über schlechte Behandlung eines althannoverschen Kriegervereins aus Anlaß der Beerdigung eines seiner Kameraden, aus dem banigentgigeniominen e= Piitärberwal. Altvensionäre müßten mehr berücksichtigt werden als bisher. Um den Mißhandlungen vorzubeugen, sollte daß man die Unteroffiziere auch zu Unterleutnants abancieren läßt. Kriegsminzisig, v. Falkenbarzz, 36h bgtir da# Einwirkung auf Herr Trampczunski sprach von polnischen Soldaten. Die gibt es nicht, sondern nur deutsche Soldaten. Von den Sozialdemokraten wird empfohlen, unser Heer zu einem Milizsystem auszubauen. Unser Heer beruht im wesentlichen auf der Srundlage des Milizsystems darauf, daß jeder wannenIdeal nicht erreicht wird, s9 Hget, liebergang aus Lemt Arserteihgt eimn Beilesken beneianer dis bei mit einem Konflikt zu rechnen haben werden. phischen, politischen und auch wirtschaftlichen Lage unbedingt gezwungen, mit Blitzesschnelle die Offensive ergreifen und muß demnach Truppen haben, die Rückschläge vertragen durch pas Reilizshstent sind für zielle, Erreichterungen durch das###em sind für uns in Deutschland nicht zu erhoffen, im Gegenteil, es sind Erschwerungen zu erwarten. Ein solches Experiment würde für Deutschland unheilvoll sein. (Sehr richtig.) Aus militärischen Gründen kann dies nicht empfohlen werden. auch nicht aus volitischen, denn diese haben das Ganze des Vaterlandes im Auge. Es geschieht lediglich aus Parteirücksichten, um den Einfluß der Parteien zu heben, versucht man. die Stütze des Staates zu erschüttern. Deshalb legt man die Axt an die Wurzel der Macht des Reiches.(Sehr wahr rechts, Unruhe bei den Soz.) Ein solches Begingen ist verwerflichz,ugigee Nachbarn verlängern die Vr,weize riehr verstärt als unbegreiflich nennen.(Zurufe.) Theoretiker und Fanatiter vertreten ja manchmal unbegreifliche Dinge.(Sehr, richtig rechts.„Fronische" A. bet den Soz.) Unser gesundes Von wird sich auf die Dauer nicht in den Bann dieser Anschauungen spannen lassen. Der Tag wird schon anbrechen, wo es sich keine Phantastereien und Hirngespinste mehr vormachen lassen wird. Was die Nichtbeförderung von Israeliten anlangt, so bätte der Aba. Gothein auch die Aeußerung des Herrn v. Einem zitieren sollen, daß der Zustand, daß schon seit langen Jahren kein israelitischer Soldat, auch wenn er sonst tüchtig ist, zum Unteronfizier befördert wurde. gegen die allerhöchste Bestimmung verstößt Daß der gegenwärtige Zustand im Reiche von den Israeliten beklagt wird. wird jeder begreifen. Auch ich beklage ihn.(Hört. hört!) Indessen handelt es sich um einen tatsächlichen Zustand. Daß er verfassungswidrig ist, muß ich zugeben, nicht aber, daß er durch irgendwelche verfassungswidrigen Maßnahmen veranlaßt und aufrecht erhalten wird, das be#teneich. Es kann kein Zweifel bestehen, daß ein Israclit, sobald er die für alle Reserveoffizieraspiranten ganz gleichmäßig vorgeschriebenen Bedingungen erfüllt, anstandslos zum Offizier befördert werden würde. (Lachen bei den Soz.) Was die Jugendbewegung anlangt, so hat von sozialdemokratischer Seite ein Abgeordneter darüber gesprochen, der im vorigen Jahre sagte:„Es wäre beporgegswesen, perstehe 100 Jahre früher geboren worden.: Ich verner# den Wunsch.(Heiterkeit.) Auch ich wunschte es. Ich hätte beute lieber zu Füßen Fichte's gesessen und dessen von glühender Vaterlandsliebe getragenen Reden hören mögen, als jetzt Reden anhören zu müssen, denen diese Eigenschaft fehlt, um sie schmackhaft zu machen. Ich wäre lieber mit Friesen und Körner hinausgezogen zum offenen Kampf gegen den Dämon, der damals das Vaterland erdrosseln wollte, als heute Redeübungen halten zu üssen. Das kann keinem unangenehmer, sein als müssen. Das kann keinem unangenehmer, seig mir selbst.(Große allgemeine Heitertei.) Wenn etwas trösten kann so ist es der Blick auf die Jugendbewegung. Sie hat das Gefühl, daß wieder ein Dämnon an der Arbeit ist. das Vaterland zu unterwühlen; sie ist nicht gewillt, die Ideale. die seit Jahrhunderten die deutschen Herzen### von Hämischen in den Staub ziehen zu anen. der Dämon des verschwommenen Weltbürgerirme, des unklaren Internationalismus und Materialisus. Die Ihre=Zaturrecht geltend an der Freude sie gohört zur Armee und die Armee zu in#. nie hehor: gur Armee und die Armee zu ihr. Generalmajor Wild v. Hohenborn: Der Kriegerdulden. Da der Sohn des Versterhengu einverstanden war, den Kranz hinlerher=tragen# lassen, kam es leider dazu, daß der Kriegerverein Generatnater Schr. v. Langermnan z., gandet. lamp: Die Veterangnfürsorge ist Sachgpger behörde, also des Leinisteriums bes Azchzeint nicht dem Kriegsministering au wwaßz ggge zx hr. v. zweckmaßig zu sein.„Tamit man sich Frhr. v. Schele an eine andere Adresse wenden. Abg. Schöpflin(Soz.): Mit unserem Streven, das Heerwesen zu ändern, wollen wir nicht, wie der Kriegsminister meinte, die Art an die Wurzel der Macht des Reiches legen. Im Gegenteil, bei Befolgung unserer Absichten wurde die Macht des Reiches, des deutschen Volkes wachsen. Die Konservativen sollten doch nicht so schroff gegen die Juden vorgehen. Wollen Sie denn berausten, oaß in alten adeligen Familien rein arisches Blut fließt? Wie würde es manchmal in degenerierten adeligen Familien aussehen, wenn nicht ein kräftiger Leibzager im Hause ware.(Lebhafte Pfui=Rufe rechts.) Scharnhorst und die anderen Helden traten ebenso gegen die Junker auf, wie wir es tun. Abg. Dr. Müller=Meiningen(Fortschr. Vpt.): Gegensatz jüdisches und deutsches Volk, der erst vom Abg. Rupp hier konstruiert worden in, muß ich zurückweisen. Daraut. was getan wird, um den aspiranten, aber nicht für den Frieden, in dem eine gesellschaftliche Gleichstellung erfolgen könnte. Abg. Gröber(Ztr.): Daß überhaupt keine Juden fähig wären, eine Reserveorfizierstelle einzunehmen, kann doch kein Mensch mit Ernst behaupten. Wir müssen verlangen, daß das Duellgesetz noch vor Schluß der Session erledigt wird. Kriegsminister v. Falkenhayn: Wenn auch nicht ausführlich, so habe ich doch in meinen Ausführungen über die Befugnisse des Militärkabinetts und des Kriegsministeriums rechtliche Gesichtspunkte legt. In Preußen muß der Zustand maßgebend sein, wie er bei Einführung der Reichsverfassung den hat. Damals bestand keine Gegenzeichnung des Kriegsministers und so wird es auch jetzt gebandbabt..„ r.). 9— Abg. Frhr. v. Schele(Welses. Der Herzog von Cumberland hat den Kranz einem ehemaligen Regimentskameraden gestiftet. Von einem politischen Akt konnte keine Rede sein. Die Generaldebatte ist damit geschlossen. Titel 1 der Ausgaben,(Gehalt des, Kriegsminzsters,irih genommen benso eine Resolution der Wirtschaftlichen Vereinigung auf Nachprufung und Ervoyung der Vergütungssätze für Vorspgnnleistunggn. Fhr, die bewaffnete Facht, ferner eine Rezolution ver beiden konservativen Parteien, die neue Verhandlungen mit den verbündeten Regierungen über die gleichmäßige Ausdehnung der Heer= und Marinedienstzeit der Militäranwärter auf das Besoldungsdienstalter in allen Bundesstaaten wünscht. Ferner ersucht die Resolution, dahin zu wirken, daß die Vorschriften hierüber bei den Kommunal= und sonstigen Verwaltungen recht bald gesetzlich eingeführt werden. Beim Titel„Offiziere des Kriegsministeriums“ hat die Kommission mehrere Offiziere gestrichen, darunter die für das Pressereferat in Aussicht genommenen Personen. Abg. Dr. Oertel(Kons.) begründet einen Antrag seiner Partei, der die Regierungsvorlage wieder herstellen will.„. gI, maslen, daß Bie Abg. Schiffer(Ratl.): Auch Wir vvo grm anieresse Presse gut und schnell informiert wird. Im esse der Presse ist die Annahme der Regierungsvorlage Abg. Stücklen(Soz.): Wir haben uns gegen die Auskunftsstelle als solche nicht gewandt, sondern nur gegen die vom Kriegsminister geforderte Vermehrung, zumal eine Beeinflussung der Presse durch e g5g. Liesching(Fortschr. Vot.): Wenn wir auch gegen das Pressereferat als solches nichts einzuwenden haben, so wünschen wir doch, daß es nicht zu politischen Zwecken gemißbraucht wird. Kriegsminister v. Falkenhayn: Ich werde dafür sorgen, daß die Auskunftsstelle nicht zu Parteizwecken „Hie Tebatte schließt. Die Abstimmung wird Bei Eitel“ Pensionierte Offiziere usw.“ hat die Kommission Abstriche vorgenommen. Ein Antrag Bassermann(Natl.) will die Regierungsvorlage wieder herstellen. Der Antrag wird abgelehnt und der Titel in der Kommissionsfassung angenommen. Damit ist die im Interesse der Zivilversorgung der Offiziere zu errichtende Auskunftsstelle abgelehnt. Bei der hierauf folgenden Abstimmung über den Titel„Offiziere des Kriegsministeriums“ wurden sämtliche. zfassung ehnt und.., vom de sämtliche Anträge abgelehnt uno der Ti der Kommissionsfassung angenommen.. Dus vom Kriegsministerium veantragte Pressereferat ist somit abgelehnt. Dafür stimmen die Konservativen, die Freisinnigen, ein Teil der Nationalliberalen und einige Mitglieger des Zentrums. Eine Reihe weiterer Titel wird entsprechend den Kommissionsbeschlüssen erledigt.. 8 x wirs Nach Erledigung einiger weiterer Ravilet wird vertagt: Nächste Sitzung Samstag 12 Uhr. Schluß ½8 Uhr. Preußischer Landtag. 75. Sitzung vom 8. Mai. Die Beratung des Kultusetats wird beim Ka pitel„Elementarunterrichtswesen“ fortgesetzt. Ein Antrag Künzer(nl.) verlangt einen Gesetzentwurf zur Regelung der Volksschulunterhaltungspflicht in der Provinz Posen, ein Antrag Ernst(Vp.) verlangt dasselbe für Westpreußen. Abg. Mallee(ks.): Notwendig ist eine andere Abgrenzung der Schulverbände. Wir wünschen nicht kostspielige, aber zweckmäßige Schulgebäude. Um der Not der alten Lehrer, die häufig 50 Jahre lang dem Volke gedient haben, zu steuern, bitte ich den Minister, sich dieser Altpensionäre anzunehmen. Abg. Kesternich(Ztr.): Der Ueberfluß an Lehrerinnen legt die Gefahr eines Lehrerinnenproletariats nahe. Abg. Ernst(Vp.): Der Minister sagt, die Einheitsschule sei unmöglich. Sobald er nur will, kann sie in einem Jahre eingeführt werden, denn er ist ja die irdische Vorsehung in unserem Volksschulwesen. Abg. Styczynoki(Pole): Auch wir wünschen die Uebernahme der Schullasten durch die Kommunen. Der Redner griff verschiedentlich die Unterrichtsverwaltung scharf an. Kultusminister von Trott zu Solz weist diese Angriffe zurück. Nach unwesentlicher weiterer Debatte wurde die Weiterberatung auf Sonnabend 11 Uhr vertagt. Politische Uebersicht. Die Tauffeierlichkeiten in Braunschweig. Der Kaiser und die Kaiserin sind gestern abend 10.45 Uhr nach Braunschweig zur Teilnahme an den Tauffeierlichkeiten abgereist. Als letzte Gäste des gestrigen Tages trasen kurz vor 11 Uhr das Kronprinzenpaar, das Prinzenpaar August Wilhelm, Prinz Eitel Friedrich und Prinz Oskar in Braunschweig ein. Das Herzogspaar mit Gefolge empfing seine Gäste persönlich am Bahnhof. Der Kronprinz und der Herzog schüttelten sich lange die Hände, ebenso begrüßte der Herzog die andern kaiserlichen Prinzen. Eine ungeheure Menschenmenge hatte sich eingefunden, die vor allem den Kronprinzen durch Zurufe und Tücherschwenken begrüßte. Zur Eheaffäre des Exkönigs Manuel. Der Fürst von Hohenzollern wird in den nächsten Tagen seine Tochter, die Gattin des Exkönigs Manuel, besuchen und wahrscheinlich mit ihr zurückkehren. Ob ihr Aufenthalt im Elternhause von längerer Dauer sein wird und ob die junge Frau von ihrem Gatten begleitet wird, steht noch nicht fest. Der deutsche Kronprinz als Offizier ausländischer Regimenter. Hoch aufgenommen haben es die Engländer, daß der deutsche Kronprinz dem großbritannischen 11. Husaren=Regiment, dessen Chef er ist, sein Oel=Porträt geschenkt hat. Kronprinz Wilhelm ist noch Hauptmann a la suite des Kaiserlich russischen St. Petersburger Leib=Garde=Regiments „König Friedrich Wilhelm 3.“ und des klein=russischen Dragoner=Regiments Nr. 13, Hauptmann des Kgl. Spanischen Dragoner=Regiments Numantia und des 11. Spanischen Kavallerie=Regiments. Das Herrenhaus des preußischen Landtags nimmt seine Verhandlungen am Dienstag nächster Woche wieder auf. Das Parlament hofft, bis zum 20. Mai den ihm vorliegenden Beratungsstoff aufgearbeitet zu haben, sodaß es sich wahrscheinlich dann gleich bis zum Herbst vertagen wird. Die Vertagung ist umso wahrscheinlicher, als der Wechsel im Ministerium die Umarbeitung bestimmter Vorlagen ersorderlich macht. Ein Dankerlaß des deutschen Kronprinzen. Der „Reichsanzeiger“ veröffentlicht folgende von dem Hosmarschall des deutschen Kronprinzen unterzeichnete Bekanntmachung:„Auch in diesem Jahre sind Seiner Kaiserlichen und Königlichen Hoheit dem Kronprinzen zum Geburtstage wieder aus allen Teilen des Reiches und auch vielfach aus dem Auslande so überaus zahlreiche Glückwünsche zugegangen, daß es Höchstdemselben leider nicht möglich ist, jeden einzelnen zu beantworten. Seine Kaiserliche und Königliche Hoheit beauftragte das unterzeichnete Hofmarschallamt daher, allen denen, die seiner am 6. Mai in so freundlicher Weise gedachten, hierdurch Höchstseinen besten Dank zu übermitteln.“ Die reichsländischen Rekruten. Entgegen anders lautenden Meldungen ist amtlich erklärt worden, daß in bezug auf die Einstellung der elsaß=lothringischen Rekruten zunächst alles beim alten bleiben soll. Es wird also nach wie vor ein Viertel der jungen Elsässer in reichsländische und drei Viertel in altpreußische Regimenter eingereiht werden. Die elsaß=lothringischen Regimenter werden, gleichfalls wie bisher, zu etwa 7 Prozent aus Einheimischen bestehen. Das Petroleummonopol scheint endgültig gescheitert zu sein, nachdem die Leuchtölkommission des Reichstags soeben beschlossen hat, vor Pfingsten überhaupt nicht mehr zu tagen. Bis zum Fest ist die Session aber vertagt oder, was noch wahrscheinlicher ist, geschlossen; dann wäre also das ganze Leuchtölgesetz unter den Tisch gefallen. Im Oktober 1912 wurde der Inhalt des neuen Leuchtölgesetzes zum ersten Male amtlich veröffentlicht. Das Monovol wurde mit der Forderung des Petroleumhandels begründet, das Reich möge durch sein Eingreisen die Gefahr einer Beherrschung des deutschen Petroleummarktes durch die amerikanische Standard Oil Co. und deren Tochtergesellschaften abwenden. Es war in der Vorlage der Regierung dann ausdrücklich betont worden, daß das Monopol in erster Linie einen billigen Petroleumpreis für den Verbraucher erzielen, nicht aber eine neue Einnahmequelle für das Reich durch Belastung des Verbrauchers schassen solle. Etwaige Reichseinnahmen sollten nicht zur Verbesserung der allgemeinen Finanzlage, sondern zur Ersüllung sozialpolitischer Aufgaben verwendet werden, die bisher aus finanziellen Gründen hätten zurückgestellt werden müssen. Frankreich. Die Manöver der französischen Mittelmeerflotte. Die„France militaire“ berichtet, daß den bevorstehenden Manövern der französischen Mittelmeerflotte zwei Themen zu Grunde liegen: Das eine bestehe darin, eine seindliche Flotte, welche Marseille, Toulon und Philippeville bedrohe, zu zerstören, das andere bestehe in der Aufgabe, eine Vereinigung der italienischen und österreichischen Flotte zu verhindern, um eine dieser Flotten mit überlegenen Kräften angreisen und vernichten zu können. Italien. Oesterreichfeindliche Kundgebungen. Infolge der Vorfälle, die sich am 1. Mai in Triest abspielten, und wobei es zu blutigen Zusammenstößen zwischen italienischen und slowenischen Arbeitern kam, veranstalteten die Studenten von Mailand, Turin, Padua und Venedig Protestversammlungen und Straßendemonstrationen. Die Polizei verhinderte allenthalben die Züge zu den österreichischen Konsulaten. Dabei ging es nicht ohne einige Verwundete und Verhaftungen ab. In Turin dauerten die Tumulte bis zum späten Abend, in Padua bis 3 Uhr morgens. In Turin mußte die Kavallerie einschreiten. Rußland. Sympathiestreik. Vorgestern abend brach in Petersburg als Ausdruck der Sympathie für die aus der Reichsduma ausgeschlossenen Mitglieder ein Streik aus. Gestern vormittag umsaßte der Streik 78 Betriebe mit etwa 50000 Arbeitern, Versuche, in den Arbeitervierteln Kundgebungen zu veranstalten, wurden von der Polizei unterdrückt. Dänemark. Besuch des dänischen Königspaares in England. König Christian von Dänemark und Königin Alexandrine, geb. Herzogin von Mecklenburg, haben sich nach London zur Antrittsvisite beim englischen Hofe begeben. Von dort reist das Königspaar nach Paris, dem Haag und Brüssel, um auch dort Antrittsbesuche abzustatten. König Christian solgte am 15. Mai 1912 seinem auf einer Reise in Hamburg plötzlich verstorbenen Vater, dem König Friedrich England. Großbritannien und der Bukarester Vertrag. Im Unterhause fragte der Unionist Aubrey Herbett an, ob Großbritannien bereits seine Zustimmung zum Friedensvertrag von Bukarest erklärt habe. Wenn dies der Fall wäre, welches die Bedingungen seien, unter denen eine Zustimmung gegeben wurde Erey erwiderte, daß über die Angelegenheit Verhandlungen mit den Mächten im Gange seien. Von den Mächten würden verschiedene Ansichten über die Frage vertreten, ob die ausdrückliche Anerkennung dieser Gebietsveränderungen nötig sei. Falls dies zutrefse, in welcher Form die Bedingungen gegeben würden. Griechenland. Saloniki auf keinen Fall freie Stadt. Der Ministerpräsident Veniselos empfing eine Abordnung der Kaufleute, die Wünsche über die wirtschaftliche Zukunft Salonikis vortrug. Als die Abordnung auf den Plan der Erhebung Salonikis zu einer freien Stadt zurückkam, erklärte Venisoles kurz und bündig, daß der Plan undurchführbar sei, da die Regierung die Schaffung einer freien Zone beschlossen habe, dem Prasidenten und den anberen einflußreichen Persönlichkeiten der Republik Mexiko mitgeteilt würden. In dem Telegramm heißt es weiter, Mexiko habe jederzeit seine unabänderliche Achtung vor dem Oberhaupte der katholischen Kirche bewiesen. Der Papst bitte den Erzbischof, seinen Wunsch mit allem Nachdruck bei dem General Huerta und allen einflußreichen Persönlichkeiten Mexikos zu unterstützen. Dem Roten Kreuz! Der Waffenstillsland in Meriko. Es vergeht kein Tag, an dem nicht aus Mexiko von immer neuen Scharen von europäischen und amerikanischen Flüchlingen berichtet wird, die das Land in größter Eile verlassen. Von Stunde zu Stunde wachsen die Gefahren, die den Fremden durch die bevorstehenden neuen Kämpfe unter den mexikanischen Parteien drohen, und besonders um das Schicksal der immer noch zahlreichen Amerikaner, denen sich bisher keine Gelegenheit zur Flucht geboten hat, oder die zum Teil auch von den Mexikanern gesangen gehalten werden, ist man in Washington lebhaft besorgt. Es scheint, daß man sogar die Möglichkeit eines Vorstoßes von Veracruz gegen die Hauptstadt zur Befreiung der unglücklichen Landsleute ernstlich in Erwägung zieht, doch dürften sich der Ausführung eines solchen Planes doch wohl recht große Schwierigkeiten in den Weg stellen. Bereitstellung des amerikanischen Generalstabs. Daß man in Washington bereits ernstlich die Wiederaufnahme der Feindseligkeiten in Erwägung zieht, geht aus folgender Meldung heivor: Der Kriegssekretär Garrison empsing am Donnerstag eine lange chiffrierte Depesche von General Funston und berief daraufhin den gesamten Generalstab zu sich, mit dem er eine Beratung abhielt, die bis Mitternacht andauerte. Garrison erklärte, General Funston habe ihm Mitteilungen von Flüchtlingen über die Lage in der Stadt Mexiko übermittelt. Die Flüchtlinge erklären, der Zusammenbruch der Herrschaft Huertas könne jeden Augenblick erwartet werden; dann würde die Anarchie eintreten. Ein amerikanischer Vorstoß gegen die Hauptstadt? Obwohl der Plan eines amerikanischen Vorstoßes gegen die Hauptstadt Mexiko recht abenteuerlich und gewagt erscheinen muß, sind von leitenden amerikanischen Heeresstellen doch bereits Vorbereitungen getrossen worden, die nur im Sinne eines solchen Marsches in das Innere des Landes gedeutet werden können. Wie nämlich in Washington bekannt wird, ist das amerikanische Kriegsamt darauf bedacht, in Veracruz oder auf Transportschiffen in dessen Nähe 50.000 bis 60 000 Mann Truppen aufzustellen, welche erforderlichenfalls nach der Hauptstadt vorrücken sollen. Der Papst und die Friedensvermittlung in Mexiko. Der chilenische Gesandte beim päpstlichen Stuhl hatte mit dem Kardinal Merry del Val über die Lage in Mexiko eine Unterredung, sowie über die Mediation zugunsten des Friedens. Der Kardinal sandte an den Erzbischof von Mexiko ein Telegramm folgenden Inhalts: Der Papst gibt seinem Wunsche für das hochherzige Eintreten der drei südamerikanischen Republiken zugunsten des Friedens Ausdruck, welches eine wirksame Förderung für die Bemühungen zur Wiederherstellung der Ruhe und des Wohlstandes in Mexiko darstellt. Der Papst würde sich freuen, wenn dieser Wunsch und diese Gefühle Jahre goldner Jubelkranz, Nun schmückt Dich, Rotes Kreuz auf weißem Grunde, Der fünszig Und danibar blickt der Völker weite Runde Auf Deiner Segensspuren milden Glanz. Was Dunant einst im Geiste, gramverloren, Ob Solferinos Wahlstatt sehnend sah, In Genf zu edler Schafsenskraft geboren, Besselt's ein halb Jahrhundert sern und nah Von Nächstenliebe hell entfachte Herzen: Ein Hort der Hilfe in der Welt der Schmerzen! Wie könnte je Germania Dein vergessen, Du Rotes Kreuz, und Deiner Retterschar; Der Samaritertreue, unermessen, In Krieg und Frieden, volle fünfzig Jahr“!— Hörst du in Lüften seines Glockensingen? Mein deutsches Volk! Heut ist der zehnte Mai! Der Friedenstag, an dem nach blut'gem Ringen Das Vaterland ward einig einst und frei! Da durften nach dem Früchtekranz, dem reisen, Die Ritter auch vom Roten Kreuze greisen! Der zehnte Mai! Was will er heut uns sagen? Germania blieb auf hoher Friedenswacht. Doch, für den Frieden Höchstes auch zu wagen, Hat Opfer sie um Opser dargebracht. Die Zeit ist ernst! Wenn je, was Gott verhüte, Rauh die Trompete bläst den Kriegsalarm, So steht im Felde unsres Volkes Blüte, Umtost von der Gefahren wirrem Schwarm! Weh! flattern dann im grausen Schlachtreviere Nicht trostreich auch die Roten Kreuz=Paniere! Schon schmückt das Rote Kreuz auf weißem Grunde Der fünfzig Jahre goldner Jubelkranz! Mein deutsches Volk, zeig' würdig dich der Stunde: Es will nicht Ruhmesred', noch Festesglanz, Es will dein Herz, will deine offnen Hände Für dich! Heut ist der zehnte Mai! Durchs Land geht Werberuf zur Segensspende Für's Rote Kreuz: Wer wäre nicht dabei, Wenns Liebe gilt um höh'rer Liebe willen, Die nimmer rastet, Menschenweh zu stillen! tenfänger von Hameln“ wiedererstehen und fühlt gleichzeitig in seinem Innern den Sangeshauberer, der gleich tum sagenhaften nordischen„Nöck“ mit Singen kann lachen und auch wieder weinen machen. (Näheres im Anzeigenteile.) (1914 ein reiches Obstjahr.) Unter der im April überraschend gekommenen Wärme hat sich die Blüte wie unter einem Zauberstab aufgetan. Nach dem übereinstimmenden Urteil aller Obstbaumzüchter dürsen wir in diesem Jahre einer reichen Obsternte entgegensehen. Es gilt dies nach den Berichten von allen Obstarten ohne jede Ausnahme. Mancherorts ist der Fruchtansatz so reich, daß die Bäume die Früchte später unmöglich tragen können. Während in Frankreich die Baumblüte durch im März aufgetretenen Frost ziemlich gelitten hat, lebt man in Deutschland der festen Hoffnung, daß das Frühobst kaum noch unter den Nachtfrösten zu leiden haben wird, da es sehr kräftig entwickelt ist.(Hofsen wir das beste! Red.) **(Ein seltenes Jubiläum.) Am morgigen Sonntag feiert die Schwester Maria Juli= ana(geb. Elisabeth Lenze) aus Soest i. W., die frühere langjährige Oberin des hiesigen katholischen Krankenhauses, ihr 50jähriges Ordensjubiläum. Die Jubilarin hat als Krankenschwester an den Feldzügen 1866 und 1870/71 teilgenommen. Für ihre unermüdliche Tätigkeit im Dienste der Nächstenliebe und für ihre Unerschrockenheit im Herbeitragen der Verwundeten aus der Feuerlinie wurde ihr von dem damaligen Kronprinzen, dem späteren Kaiser Friedrich III., das Eiserme Kreuz unter herzlichen Worten der Anerkennung persönlich überreicht. Nach dem Feldzuge kam sie als Oberin nach Schwerte, um in einem alten bausälligen Hause ihre Kranken zu pflegen. Dieses für die Krankenpflegee so ungeeignete Haus hat sie jedoch bald verlassen, denn vom ersten Tage an war sie unermüdlich darauf bedacht, die Mittel zu sammeln, um den Grundstein für das Nr. 108. B erste katholische Krankenhaus in Schwerte zu legen. Sie hatte aber auch die Freude, noch lange Jahre nach Vollendung des schönen Hauses darin wirken zu können. Zur Zeit ist sie Oberin im katholischen Krankenhause zu Ferdinand Katsch. * Aus Stadt und Umgebung Der gute Name. Ein guter Name ist ein großes Gut. Wohl dem, der ihn besitzt! Wohl dem, der ihn schon als Mitgift von den Eltern her hat! Er öffnet uns überall die Türen, er erleichtert unsere Arbeit und verschafft ihr Erfolg. Er nimmt alle Hindernisse vom Lebensweg hinweg; und doch darf diese äußere Ehre vor den Menschen nie das Ziel unseres Strebens sein. Wir sind stolz auf das Wort Bismarcks:„Wir Deutsche fürchten Gott, aber sonst nichts in der Welt". Entspricht auch unser Tun diesem Wort? Finden wir nicht überall weichliche Rücksichtsnahme auf andeere? Hören wir nicht immer wieder zum Fenster hinaus nach dem, was die Leute von uns sagen? Handeln wir so, dann liegt der Wert nicht in uns, sondern außer uns in den Reden der Leute. Würden wir die größten Reden der Welt genießen und von Tausenden umschmeichelt und gepriesen, hätten aber die Achtung vor uns selbst verloren, dann sind wir arme Menschen. Wenn aber umgekehrt die ganze Welt mich haßt und verfolgt, ich aber selbst mit meinem Gewissen eins bin und mich als rechtes Gotteskind fühle, dann bin ich reich und stark, frei und froh. Die Volksgunst zu besitzen, ist etwas Zweifelhaftes. Sie ist kein Fels, auf dem man sicher steht, sondern ein auf= und niederwogendes Meer. Heute trägt sie Opfer hoch empor, morgen reist sie sie grausam in die Tiese. Heute ruft die Masse„Hosianna", morgen„Kreuzige, kreuzige". Fels kann nur sein unsere Charakterstärke, unsere Laukerkeit, unser Heldenmut, unser Gottvertrauen, unser Gewissen. ** Lustiger Lauten=Sing=Abend des Barden Dr. Kristel.) Der für den morgigen Sonntag, abends 6 Uhr, im„Reiche des Wassers“ seitens des Jugendpflege=Ausschusses angekündigte„Lauten=Abend“ will uns, wie wir den vorliegenden Zeitungsberichten entnehmen, mit einem großen Sänger bekannt machen, welcher, jetzt einzig in seiner Art, nach altem deutschen Brauche mit seiner Laute die deutschen Lande durchwandernd und überall den begeisterten Beifall seiner Zuhörer und die Allerhöchste Anerkennung deutscher Fürstlichkeiten und Majestäten erntend, in seiner äußeren Erscheinung wie in seinem künstlerischen Auftreten an die volkstümlich sten Gestalten der deutschen Vergangenheit erinnert und mit deren poetischem Zauber die nüchterne Gegenwart verklärt. Wer ihn singen hört, sieht vor seinem geistigen Auge bald den stimmgewaltigen Barden der deutschen Urzeit, den begeisterten und begeisternden Vaterlands= und Heldensänger, bald den süß säufelnden Minnesänger, bald den schelmisch scherzenden Spielmann, bald den abenteuerlich fahrenden Gesellen, bald auch den schalkhaft schnurrigen „Till Eulenspiegel“ und den verführerischen„RatLangenberg bei Lippstadt. Ihr Jubelfest feiert sie in stiller Zurückgezogenheit im Mutterhause zu Salzkotten. Möge 2s ihr vergönnt sein, noch viele Jahre in Gesundheit und Rüstigkeit sich ihrem geliebten Beruse widmen zu können. **(Maiglöckchengift.) Zur jetzigen Zeit der Maiglöckchen sei darauf hingewiesen, daß die Maiblume in Blüte und Stengel einen Giststoff, das sogenannte Colchicin, birgt. Eine Unsitte mancher Menschen ist es, Blumen zwischen den Lippen zu tragen. Der Giststoff des Maiglöckchens würde bei dem geringsten Riß in der Lippe diese unförmlich ausschwellen lassen. *e(Personalie.) Herr Vikar Heinenberg, ein Sohn unserer Stadt, bisher in Elsey bei Hohenlimburg tätig, ist als Hilfsprediger nach Dorsten berufen worden. **(Bauernregeln.) Maikäserjahr bringt Gutes dar.— Kühler Mai, ist’ne alte Regel, beschert viel Arbeit für Keller und Flegel.— Nasser Mai, wenig Heu.— Kühler Mai und naß dabei, gibt viel und gutes Heu.— Mai kühl und naß, füllt Scheuer und Faß.— Der Mai ist selten so gut, er bringt dem Zaunspfahl noch einen Hut.— Auf nassen Mai kommt trockner Juni herbei.— Maientau macht grün die Au.— Maienregen auf die Saaten, dann regnet es Dukaten.— Kühle und Abendtau im Mai, bringen Wein, Korn und Heu.— Ein Bienenschwarm im Mai ist wert ein Fuder Heu.— Wenn im Mai die Bienen schwärmen, so soll man vor Freuden lärmen.— Maienfröste sind unnütze Gäste. — Mailuft bringt die Toten aus der Gruft.(Die Pflanzen erblühen.)— Viel Gewitter im Mai, schreit der Bauer Juchhei.— Weht im Mai der Wind aus Süden, ist uns Regen bald beschieden.— Im Mai ein warmer Regen, Ledeutet Früchtesegen. — Wenn an Philippi grünt der Wald, Jakobi der Schnitter Lied erschallt.— Auf Philippi Regen folgt reicher Erntesegen.— Florian noch einen Schneehut setzen kann. **(Konzert im„Freischütz.") Der älteste Gesangverein unserer Nachbarstadt Hörde, der im Jahre 1847 gegründete Hörder Männergesangverein veranstaltet am morgigen Sonntag im „Freischütz“ unter Mitwirkung namhafter Solisten: Konzertsängerin Fräulein Else Herms(Sopran) und Konzertsänger Herr Müermann (Bariton) ein großes Vokalkongert. Der Chorle#ter des aus einer stattlichen Sängerzahl bestehenden Vereins, Herr F. Rummeld, hat ein reichhaltiges Liederpregramm ausgearbeitet, das mit zwei patriotischen Gesängen, dem„Deutschen Lied“ von Kalliwoda und dem markigen„Segenswunsch“ von Weinzierl beginnt. Im Mittelpunkte der Chordarb#etungen stehen zwei größere Kompositionen, der stimmungsvolle„Sonntag auf dem Meere“ von Heinze und der seltener gehörte launige Chor„Blücher am Rhein“ von Reissiger. Unter den Kompositionen in Liedform verdienen die klassische„Nacht“ von Schubbert, das schöne„Abendständchen“ von Härtel und das neckische Lied„Der Käser und die Blume“ von Veit besonderer Erwähnung. Die Darbietungen der Solisten fügen sich in angemessener Abwechslung dem Chorprogramm ein. Beide Solisten werden vielen Konzertbesuchern keine Fremdlinge sein; sicherlich werden sie mit ihren prachtvoll geschulten Stimmen und ihrem künstlerischen Vortrage verständnisvolle Zuhörer entzücken. Fräulein Herms hat sich als Vortragsnummern die mächtige„Ozean=Arie“ aus „Oberon“ von Weber,„Zuschaun“ von Bohm und ein Lied des Schwerter Komponisten Haselhoff„Wie Du noch jung“ gewählt. Herrn Müersmanns DarDer Kriegs Mit der zweiten ministers von Falk lungen aufs entschie rung der Kabinettso Militärkabinett als kaiserlicher Bestimmt sozialdemokratischen abrechnete, beschäftig gehenden Artikeln. volle Zustimmung zu aus. Die konservative mütige und gewinne Falkenhayn das lei handlungen besprach in denen er im Hink den Waffengebrauch und die Verantwo und in denen er fern Stellung zum Wehr keit gegenüber den Die„Deutsch des Bundes der La groß angelegt, sorgf mit frischer Leben eindrucksvoll war gelegentlich des jü Kommandierenden darauf hingewiesen ziere sei, dahin zu handlungen völlig Die nationallib merkt: Herr von Stunde, und wenn wirkungsvoll war, Wendungen. Man die einem jeden schauungen hinaus anderen Volkskreis# ist, alle Fragen ge prüfen. Die fortschr sich nur zu einige ministers zustimme Minister mit der handlungen ernst daß jeder Offizier lungen vorkämen, Weitere Ausstellun über die Komman! gemacht. Die sozial endlich äußern sich den Ton der krieg: ganz und gar den Erfurt im Reichst 2 Wenn im( Mild das 9 Wenn, bera Sich betäti Wenn die Wogen wie Wenn in a Nachtigalle Wenn wir Wandern i Der Ka Rom (9 Mit rauh sen hatte der Regiment wä schon bald sie wenn auch d Bäume siche der Sommer In dem hinter der I lag, erginge ihrer Wärter obachtenden bald zu diese freundliche Es war mann stand pflegungspr ner Patient sten Gesellsc dern wurder dende zugest Beliebt Bezug auf! Neid und A ner Ehreuh keine Verai amtlichen stattfanden Gesetz oder ihn kompre Mit der langsam di Samstag, 9. Mai 1914. 13 Nr. 108. Beilage. WSree etee Amtliches Kreisblatt. Der Kriegsminister und die Presse. Mit der zweiten Reichstagsrede des Kriegsministers von Falkenhayn, die Soldatenmißhandlungen aufs entschiedenste verurteilte, die Aenderung der Kabinettsorder von 1820 begründete, das Militärkabinett als ein Organ zur Ausführung kaiserlicher Bestimmungen bezeichnete und mit der sozialdemokratischen Hetze gegen das Heer entschieden abrechnete, beschäftigten sich die Blätter in eingehenden Artikeln. Die große Mehrzahl drückt ihre volle Zustimmung zu den ministeriellen Darlegungen aus. Die konservative„Kreuz=Ztg.“ hebt die freimütige und gewinnende Art hervor, in der Herr von Falkenhayn das leidige Thema der Soldatenmißhandlungen besprach, und nicht minder die Worte, in denen er im Hinblick auf die Bestimmungen über den Waffengebrauch das Verantwortlichkeitsgefühl und die Verantwortungsfreudigkeit der Offiziere, und in denen er ferner, unter Bezugnahme auf seine Stellung zum Wehrverein, die Treue und Dankbarkeit gegenüber den alten Kameraden betonte. Die„Deutsche Tagesztg.“ das Organ des Bundes der Landwirte, sagt: Die Rede war groß angelegt, sorgfältig durchgearbeitet und wurde mit frischer Lebendigkeit vorgetragen. Besonders eindrucksvoll war die Mitteilung, daß der Kaiser gelegentlich des jüngsten Neujahrsempfanges die Kommandierenden Generale mit besonderem Ernste darauf hingewiesen habe, daß es die Pflicht der Offiziere sei, dahin zu wirken, daß die Soldatenmißhandlungen völlig verschwinden. Die nationalliberale„Magdeb. Ztg.“ bemerkt: Herr von Falkenhayn sprach über eine Stunde, und wenn die Rede auch nicht gleichmäßig wirkungsvoll war, so brachte sie doch viele gute Wendungen. Man glaubt ihm gern, daß er über die einem jeden Offizier selbstverständlichen Anschauungen hinaus Fühlung mit dem Empfinden der anderen Volkskreise sucht und eindringlich bemüht ist, alle Fragen gründlich und nach allen Seiten zu prüfen. Die fortschrittlichen Blätter äußern sich nur zu einigen Punkten der Rede des Kriegsministers zustimmend. Sie meinen, wenn es dem Minister mit der Bekämpfung der Soldatenmißhandlungen ernst sei, dann müßte er dafür sorgen, daß jeder Offizier, in dessen Abteilung Mißhandlungen vorkämen, aus dem Heere entsernt würde. Weitere Ausstellungen werden an den Darlegungen über die Kommandogewalt und das Militärkabinett gemacht. Die sozialdemokratischen Organe endlich äußern sich entrüstet über den Inhalt und den Ton der kriegsministeriellen Rede und vertreten ganz und gar den Standpunkt, den der Abg. SchulzErfurt im Reichstag darlegte. ——— Blumentag! Wenn im Glanz der Maiensonne Mild das Maienlüfterl weht, Wenn, berauscht von Maienwonne, Sich betätigt der Poet, Wenn die Sträucher, doldenschwer, Wogen wie ein Blütenmeer, Wenn in allen Parkanlagen Nachtigallen lieblich schlagen, Wenn wir wieder in die Weite Wandern über Feld und Flur, Er besichtigte die neugegründete Gartenstadt des Beamten=Wohnungsvereins Soest im Beisein des Vorstandes und Aussichtsrates. Nach Inaugenscheinnahme einiger Wohnungen sprach sich der Regierungsrat sehr wohlwollend über das Gesehene aus. * Hamm, 8. Mai.(Ertrunken) infolge eines boshaften Dummenjungenstreichs ist gestern nachmittag in der Lippe der zwölfjährige Sohn der Eheleute Borowicz. Der bedauernswerte Sohn war unter Drohungen von mehreren halbwüchsigen Burschen gezwungen worden, ins Wasser zu gehen. Der eingeschüchterte Knabe sprang hinein u. konnte sich nicht mehr ans Ufer retten. Die Leiche ist noch nicht geborgen. Die Polizei hat sich des traurigen Falles angenommen. * Bochum, 8. Mai.(Zwei Arbeiter tödlich verunglückt.) Ein schwerer Unglücksfall, der zwei Arbeitern das Leben kostete, hat sich gestern nachmittag in dem Betriebe des Bochumer Gußstahlvereins zugetragen. Die Arbeiter Buchholz und Reinmöller waren damit beschäftigt, eine Eisenkonstruktion anzustreichen. Plötzlich brach eine Gerüststange, und die Arbeiter stürzten ungeführ fünfzehn Meter in die Tiefe. Buchholz war sofort tot, Reinmöller hatte schwere innere Verletzungen erlitten, denen er schon auf dem Wege ins Augusta=Krankenhaus erlag. Reinmöller war verheiratet, Buchholz ledig. * Bochum, 8. Mai.(40 Mal vorbestraft.) Eine nicht weniger als vierzig Mal vorbestrafte Angeklagte stand heute vor den Schranken der hiesigen Strajkammer. Es war die unter dem Spitznamen „Die lange Stina“ bekannte jetzt 50 Jahre alte Arbeiterin Christine Liebeck von hier, die für Bochum wohl den„Ruhm“ der meistbestraftesten Person in Anspruch nehmen kann. Geholfen haben die vielen Vorstrafen bitter wenig.„Stina“ soll im März eine Uhr sowie einen Rock entwendet haben. Sie hatte ihre Täterschaft aber bisher bestritten, da die in Betracht kommenden Belastungszeugen nicht aufzusinden waren. Da die Leute heute zur Stelle waren, konnte die Angeklagte einwandfrei überführt werden und das Gericht diktierte ihr als 41. Strafe ein Jahr Gesängnis zu. * Minden, 8. Mai.(Schutz der Natur.) Von der Regierung wird eine Schonung der Pflanzenwelt angestrebt. Alle Schulleiter, Lehrer und Lehrerinnen sollen ihre Schüler und Schülerinnen belehren und ermahnen, daß sie bei ihren Wanderungen durch Feld und Wald jedes unnütze Abreißen von Blüten und Blütenzweigen, das Ausreißen ganzer Pflanzen und jede Beschädigung der Baumrinde vermeiden. Auch soll das Fortwerfen von Papier und Speisenresten, leeren und zerbrochenen Gläsern an Ruheplätzen im Walde vermieden werden. * Langendreer, 8. Mai.(Aus dem Fenster gestürzt.) Der siebenjährige Schüler Franz Matylla aus Werne lehnte sich soweit aus dem Fenster seiner elterlichen Wohnung, daß er das Gleichgewicht verlor und in die Tiefe stürzte. Der Junge erlitt schwere Bein= und Armbrüche und mußte ins Krankenhaus gebracht werden. Dann zeigt von der besten Seite Sich die herrliche Natur; Dann wird uns in Flur und Hag Jeder Tag zum Blumentag, Und ein Leuchten, Schimmern, Blühen, Lohnt das mannigsache Mühen. Lieblich sind die Blumentage In dem Wonnemonat Mai, Doch auch sonst ist ohne Frage Noch ein guter Zweck dabei. Wer die Wohlfahrt fördern mag, Sei bereit am Blumentag, Jedermann soll sich beeilen, Wohlzutun und mitzuteilen. Einem solchen großen Ziele Dient nun auch der zehnte Mai, Auf den Posten ruft er viele, Die mit Leib und Seel dabei. Fördern will man allerseits Das bedürft'ge„Rote Kreuz“, Das im Kriege, wie im Frieden Kranken hilft und Invaliden. Als auf Solforinos Fluren Einst das rote Kreuz erstand, Das des Krieges Schreckensspuren Folgte treu und unverwandt, Wies die Menschheit der Kultur Eines neuen Weges Spur; Gangbar hat er sich erwiesen, Henri Dunant sei gepriesen! Helser hat er nun gesunden Ueberall in Dorf und Stadt, Schneller heilen nun die Wunden, Die der Krieg geschlagen hat; Wenn sie schonend der Verband Hütet vor dem Schmutz und Brand, Wenn als Retter in der Runde Naht das Kreuz zur rechten Stunde. Durch solch unermüdlich Walten Treuer Opserfreudigkeit, Werden Tausende erhalten Und von böser Qual befreit. Doch, wie alles auf der Welt, Kostet diese Hilfe Geld, Und der Blumentag solls bringen, Hofsen wir auf gut Gelingen! Fleißig mögen sich betät'gen Menschenfreund und Patriot, Wenn die hübschen jungen Mädchen Nahn mit ihrem Angebot, Mög' auch diesem Blumentag Blühn in reichlicher Ertrag; Werde weiter hilfsbereiter; Was der Menschheit dient! Ernst Heiter. Westfalen und Rheinland. * Dortmund, 8. Mai.(Raubanfall.) Der Händler Ernst Kampmann aus Horstmar wurde unter dem Verdacht verhaftet, gemeinsam mit einem Pferdemetzger den 18jährigen Sohn des Fuhrunternehmers Bogt aus Dortmund überfallen, zu Boden! Gewerbe=Ausstellung Hagen geschlagen und seiner Barschaft von 360 Mark, die den Erlös aus einem Pferdekauf darstellten, beraubt zu haben. Kampmann hatte das Pferd selbst gekauft. * Soest, 8 Mai.(Zur Untersuchung der Soester Wohnungsverhältnisse) war gestern Regierungsrat von Zischewitz aus dem Ministerium der öffentlichen Arbeiten hier anwesend. feier zur Erinnerung an die Wiedervereinigung von Rheinland und Westsalen mit Preußen durch den Pariser Frieden am 30. Mai 1814 nebst dem Jubiläumsfest zug bilden. Zu diesem Feste werden die entsprechenden Vorkehrungen bereits getrofsen, da mit einem Menschenzustrom von 100000 Personen gerechnet wird. Der Festzug mit seinen historischen Kostümen und charakteristischen Darstellungen wird die Hauptstraßen der Stadt durchziehen u. in der Ausstellung endigen. Auf dem Emilienplatz, auf dem Tribünen errichtet werden, wird von dem Oberpräsidenten als dem Vertreter der Staatsgewalt die große Huldigungsfeier der Stände bezw. der Mark an Preußens Krone stattfinden. Neben dem selbstverständlichen Postkartenverkauf wird es auch Erinnerungs=Ringe (Gold gab ich für Eisen) geben; Spiele, Tänze aus verschiedenen Zeitepochen, große Reiterkalvalkade etc. sind vorgesehen. Ein genaues Festprogramm für die Veranstaltung, für welche der 3. Psingsttag in Aussicht genommen ist, soll noch veröffentlicht werden. Insbesondere beachtens= und nachahmenswert aber ist die Einrichtung der Ausstellungsleitung, daß für den geringen Betrag von 50 Pfg. der Zutritt zu allen Lokalen, in denen die Festlichkeiten Aufführungen, Tanz etc. stattfinden, gestattet ist; es soll eben ein allgemeines Volks= und Jubelsest werden, zu dem übrigens alle, aber auch alle vorhandenen Säle und Sälchen im Weichbilde der Stadt mit Beschlag belegt werden. Trotz der hohen Kosten, die der Ausstellung durch diese Veranstaltung erwachsen, hat die Stadt keinen Zuschuß zu leisten. Mit dem Feste wird eine Sammlung für das Note Kreuz rerbunden werden, indes wird zu den freiwilligen Spenden in keiner Weise genötigt werden.— Auch die Eröffnungsseier der Ausstellung soll sich in etwas originellerem Rahmen vollziehen, als sonst üblich ist; neben den obligaten reden und Festessen soll es lebende Bilder, Sängerchöre u. a. letztere sich aus allen Vereinen bandes zusammensetzen. Prolog, Festspiel, m. geben, welche des Bezirks=VerWr. Wetterbericht der Deutschen Seewarte. 10. Mai: Bewölkt mit Sonnenschein, ziemlich warm. 11. Mai: Wärmer, vielsach heiter. 12. Mai: Windig, kühl, strichweise Regen. 13, Mai: Bewölkt, Regenfälle, ziemlich kühl. 898 Wenn schon die Jubiläums=GewerbeAusstellung Hagen 1914 bekanntlich auf einen Vergnügungspark völlig verzichtet, so wird es dennoch nicht gänzlich an vergnüglichen und abwechselungsreichen Darbietungen fehlen. Den Mitelpunkt der in Verbindung mit der Ausstellung stattfindenden Festlichkeiten dürften die Jubiläums' Die neue vorzügliche rette Der Kampf um das Mazorat. Roman von Ewald Aug. König. 1 (Nachdruck nicht gestattet.) 1. Kapitel. Mit rauhen Stürmen und schweren Regengüssen hatte der Herbst begonnen, aber sein strenges Regiment währte nicht lange, die Sonne drang schon bald siegreich durch das finstere Gewölk, und wenn auch die Blumen verblüht waren, und die Bäume sich entlaubten, so schien es doch, als ob der Sommer noch einmal zurückkehren wolle. In dem großen, sorgsam gepflegten Gecten, der hinter der Irrenanstalt des Doktors Graumann lag, ergingen die Kranken sich unter der Obhut ihrer Wärter; der Doktor selbst, der mit scharf beobachtenden Blicken die Oberaufsicht führte, trat bald zu diesem, bald zu jenem Patienten, um einige freundliche Worte mit ihm zu wechseln. Es war eine Privatanstalt, und Doktor Graumann stand in dem Rufe, daß er sich hohe Verpflegungspreise zahlen lasse, die größere Zahl seiner Patienten gehörte den besseren und vornehmsten Gesellschaftskreisen an; selbst aus fremden Ländern wurden ihm Gemütskranke und Nervenleidende zugeschickt. Beliebt war der Doktor gerade nicht, aber in Bezug auf die Leitung seiner Anstalt konnten auch Neid und Mißgunst ihm nichts anhaben; an seiner Ehrenhaftigkeit zu zweifeln, dazu hatte ernoch keine Veranlassung geboten, noch nie hatten die amtlichen Revisionen, die zu bestimmten Zeiten stattfanden, irgend etwas ergeben, was vor dem Gesetz oder vor den Augen der leichtgläubigen Welt ihn kompromittieren konnte. Mit den Händen auf dem Rücken wanderte er langsam durch die schattigen Laubgänge, eine holde, schlanke Dame kam ihm entgegen. „Die tolle Baronin!“ murmelte er leise, und es schien fast, als ob ein Zug von Verlegenheit über sein vorhin noch so heiteres Gesicht glitt. Sie war nicht mehr jung, aber noch immer eine schöne Erscheinung, ihre Toilette dunkel und einfach, aber elegant und geschmackvoll. Ein schwarzes Spitzentuch, das sie, gleich einer spanischen Mantilla, um den Kopf geschlagen hatte, umrahmte das ernste, blasse Antlitz, die dunklen Augen blitzten lebhafter, als ihr Blick auf den Arzt fiel, der mit einer leichten Verbeugung sie grüßte. „Noch immer keine Nachricht?“ fragte sie, und das leise Beben ihrer Stimme bekundete die innere Erregung. „Keine, die Ihnen angenehm sein könnte, gnädige Frau," erwiderte er in bedauerndem Tone. „Sie wünschten, daß ich deshalb noch einmal bei Ihrem Herrn Schwager aufragen möge, ich habe es getan, der Herr von Darboren antwortet mir, er habe von Ihrem Sohne nichts mehr gehört.“ „So lassen Sie mich endlich hinaus, damit ich selbst Nachforschungen anstellen kann," sagte sie zornig.„Was berechtigt Sie, mich hier gefangen zu halten? Nichts, als nur der Wille meines Schwa„Gnädige Frau, ich muß Sie dringend bitten, dieses Thema nicht weiter zu erörtern," unterbrach ersie ernst.„Ihre Voraussetzungen sind grundfalsch, ich würde Sie längst entlassen haben, wenn die Pflichten des Arztes es mir gestatteten. Sie waren zur Zeit Ihrer Aufnahme ernstlich krank, Sie sind es noch heute, wenn ich auch zugeben will, daß Ihr Zustand sich bedeutend gebessert hat.“ „Ich bin an Geist und Körper vollständig gesund!“ schnitt sie in rauhem Tone ihm nun das Wort ab. ug 2e bsse. 5. „Sie glauben das, ich aber muß es besser beurteilen können,“ fuhr er fort, indem er eine kleine, goldene Tabaksdose aus der Tasche holte, aus der er mit Behagen eine Brise nahm.„Und dann frage ich Sie, gnädige Frau, was wollen Sie beginnen, wenn ich Sie entlasse? Sie können Ihren Herrn Schwagerzwingen, Ihnen eine Jahresrente zu zahVete aübder weden Sie sich daut denzügent Sicher nicht, der alte Kampf wird wieder beginnen, und dieser Kampf um die Herrschaft reibt Sie auf.“ „Und wenn dies der Fall wäre, welchen Nachteil hätten Sie davon, Herr Doktor?“ fragte sie, das Haupt trotzig erhebend.„Als Mann von Ehre müßten Sie in diesem Kampfe auf meiner Seite stehen, denn ich fordere nur meine Rechte, die mir vorenthalten werden; ich fordere sie in meinem Namen und im Namen meines Kindes.“ Der Doktor wiegte bedenklich das graue Haupt und klopfte mit dem Zeigefinger auf den Deckel seiner Dose; sein Blick war gedankenvoll auf das Haus gerichtet, auf das sie langsam zuschritten. „Mich kümmern Ihre Familienangelegenheiten nicht," erwiderte er achselzuckend,„in meiner Absicht lag es nur, daß die Rücksicht auf Ihr geistiges und leibliches Wohl Ihnen selbst die Entlassung nicht wünschenswert machen kann. Ich bin für Sie verantwortlich, und diese Verantwortung verbietet mir, Sie zu entlassen, Sie entschuldigen wohl, wenn ich die Unterredung jetzt abbreche, es scheint Besuch angekommen zu sein, ich werde gerufen.“ Er nahm mit einer Verbeugung Abschied und ging dem Wärter entgegen, der eben aus dem Haus getreten war. „Sie suchen mich?“ fragte er. Der Wärter nickte schweigend und überreichte ihm eine Karte.... g L4geumalt „Doktor Hermann Steinfelder, Rechisanwalt, las der Arzt.„Wo ist der Herr?“ „In Ihrem Kabinett.“ Der Doktor trat jetzt in das Haus; sein Kabinett lag im oberen Stockwerk, im Erdgeschoß befanden sich die Baderäume und Wirtschaftszimmer. „Die tolle Baronin wird unbequem,“ murmelte er, während er die Treppen hinaufstieg,„ich würde eine Patientin verlieren, die gut bezahlt, indessen, Sämn, imeeruch. rey, hald wieder Ersatz. Gewaltguten Ruf meines Hauses gefährden will, und ich sehe schon die Zeit kommen, in der sie laut und ungestüm ihre Entlassung fordern wird. Zwar bin ich berechtigt, solchem Verlangen eines Patienten energisch entgegenzutreten; aber bei dieser Dame möchte ich doch nicht meine Zuflucht zu solchem Mittel nehmen, man kann ja nicht voraus wissen, wie die Verhältnisse in Zukunft sich gestalten werEr blieb vor der Tür seines Kabinetts stehen und fuhr mit der Hand einigemal ordnend durch das dichte, graue Haar; dann trat er ein. Prüfend ruhte sein Blick auf der hohen Gestalt des Rechtsanwalts, auf dem ernsten, jugendlich frischen Gesicht, dessen Oberlippe ein schwarzer Schnure bart schmückte, mit demselben prüfenden Blickruhten auch auf ihm die dunklen Augen, die hinter den Gläsern der goldenen Brille blitzten. „Was verschafft mir die Ehre?“ fragte der Arzt nach einem höflichen, aber kühlen Gruß. „Sollten Sie es nicht erraten haben, als Sie meinen Namen auf der Karte lasen?" erwiderte der Rechtsanwalt. „Ich bitte um Entschuldigung, Ihr Name ist mir unbekannt.“ „Meine Schwester weilt schon lange als Patientin in dieser Anstalt.“ „Das muß ein Irtum sein, ich erinnere mich nicht—“ „Frau Baronin Adelgunde von Darboren ist meine Schwester; wußten Sie nicht, daß ihr Vater der General Steinfelder war?" Das Antlitz des Arztes war plötzlich blaß geworden, aber er verlor seine Fassung nicht, mit einer leichten Verneigung deutete er auf einen Sese sel, dann nahm er vor seinem Schreibtisch Platz. „Nein, das wußte ich nicht,“ sagte er.„Sie haben sich früher weder schriftlich noch mündlich nach dem Befinden Ihrer Frau Schwester erkundigt, da dafür finde ich wohl bald wieder lam dart ich nicht einschreiten, wenn ich nicht den muß es mich natürlich überraschen—. Eine neue Militärvorlage? Abermals wird von dem Nahen einer neuen Militärvorlage gesprochen. Anlaß dazu haben die jüngsten Auslassungen des Kriegsministers gegeben. Es ist ausgefallen, daß der Minister nur davon gesprochen hat, es werde keine neue Militärvorlage ausgearbeitet Daraus wird gefolgert, daß die Vorlage bereits fertig sei und nur ihrer Einbringung im Reichstage harre. Ausgefallen ist serner der Nachdruck, mit dem der Kriegsminister darauf hinwies, daß 38000 durchaus brauchbare Leute nicht ingestellt worden seien. Auch daraus will man uf. bevorstehende weitere Heeresverstärkungen chließen. Zu diesen Vermutungen können wir Folgendes mitteilen: Daß weitere Heeresverstärkungen erfolgen werden, ist ohne weiteres anzunehmen. Es ist auch anzunehmen, daß in dieser Hinsicht schon Vorarbeiten getrosfen sind. Als sicher darf aber gelten, daß im Lause dieses Jahres keine i t gg —— Schule und Heimalschutz. Der Unterrichtsminister hat die nachgeordneten Behörden darauf hingewiesen, daß bei Beratung des Ausgrabungsgesetzes vom 26. März 1914 in beiden Häusern des Landtages die Bedeutung hervorgehoben sei, die für den Schutz der Bodenaltertümer wie für den Heimatschutz überhaupt der Mitarbeit der Schule zukommt, und daß in der Begründung des Gesetzentwurfes in Aussicht genommen ist, den Fragen eines solches Schutzes im Unterricht der Schulen und Lehrerbildungsanstalten gecigneten Raum zu geben. Die Unterrichtsverwaltung führt m Anschluß hieran aus, daß das Streben, die überlieferten Kulturwerke und die Eigenart und Schönheit der Natur gegen achtlose und böswillige Behandlung zu schützen, in neuester Zeit erfreulich an Boden gewonnen hat. In weiten Knisen belebt sich gaulg e ruc maler, der überlieferten Bauten und Geräte, an der „Srhaltung und Wiederbelebung vererbter Lieder und Gebräuche, nicht weniger aber an dem Schutze der Natur, sei es der Pflanzenwelt, der Tierwelt oder der Landschaft als Ganzes. Anderseits kann es, so führte der Erlaß aus, nicht wohl zwei elhaft sein, aß durch die wirtschaftliche Entwicklung und das [Wachstum der Bevölkerung diese Werte zunehmend #gefährdet werden. Eine erfolgreiche Tätigkeit, insbesondere ein billiger Ausgleich der sich gegenüberMstehenden Interessen, kann nur dann erhofft werden, wenn die Ueberzeugung von der Notwendigkeit #ines geregelten, auf sittlichen, wissenschaftlichen und künstlerischen Grundlagen beruhenden Schutzes Allen Schichten unseres Volkes immer mehr zu hauerndem Bewußtsein gebracht wird. Nach dem Der Prinz Heinrich=Flug 1914. -Wilhe 905 „* 6 öremerhaver 19 tinden 1 7 9 Mec-e Hamburg Sncherbe Kaliebe. Mgb Sälzwedel S i0shahr“-Pinden-aa-euh Vradgschweig Zielefeid##### 8 656 7/ Leicborn##. F 13881, Ciefela 3 2 85 7 Sortmnund 19 0“ Hasse#### gMühlhausen .# kemscheid J“ 8n Sugen PMarburg onche.— n VaS3C #%schen Göttingen * Gotha -• 9 Pasurt Eisenach Prturt Netzlare * 68 Wiestau Ffulds Berg O. Kreuznach Irier rurt ne NF K8 Cobucg 6 Schechößer Bamberg 25 Metz Ssarb Srse sechn e Worms Ludnigshafer PMannheim öchen######ei hrom Im Stuslgart Zeichenerklärung: des Zuverlassig keits: luges 1e. subung Taltische Aufkiarungsubung 0 20 an 60 80 100 kn Am 17. d. Mts. beginnt in Darmstadt der diesjährige Prinz Heinrich=Flug. Der Flug der ersten Zuverlässigkeitsstrecke führt von Darmstadt über Straßburg nach Frankfurt und am 2. Tage über Köln nach Franksurt zurück. Die dritte Etappe führt über Marburg, Kassel und Braunschweig nach Hamburg, während die vierte Etappe über Hannover Minden, Herford, Bielefeld, Münster, Osnabrück und Bremen nach Hamburg zurück führt. Bekanntlich ist seit dem 2. Zuverlässigkeitsflug am Oberrhein grundsätzlich mit dem Prinz Heinrich=Flügen eine Ausklärungsübung verbunden, für die der Chef des Generalstabes der Armee die Ausgaben stellt. Willen der Unterrichtsverwaltung soll hier die Schule mitwirken. Keineswegs sell ein neues Lehrach eingeführt werden. Es wird vielmehr darauf ankommen, bei den bestehenden Unterrichtssächern in der Auswahl und Darbietung des Stosses den Gesichtspunkt des Heimatschutzes in jeweils geeigneder Weise zur Geltung zu bringen. Namentlich kommt hier der Unterricht im Deutschen, in der Heimatkunde, der Erschichte, der Kunstgeschichte, der Naturkunde, der Erdkunde und im Zeichnen in Betracht. —— De mischtes. =„Die älteste Frau Deutschlands“ soll, nach einem kürzlich von einem oberschlesischen Blatt veröffentlichten illustrierten Artikel, eine angeblich am Juli 1796 in Jeschona geborere Frau Anna Schydlo sein, die jetzt in Schimischow, Kreis GroßStrelitz, wohnt. Dieses weltabgelegene oberschlesische Dorf wurde nun infolge dieses Artikels das Ziel zahlreicher Neugieriger, die von nah und fern herbeigeströmt waren, um mit eigenen Augen das Weltwunder, die 117 Jahre alte Dame anzustaunen. Der Amtsvorsteher von Schimischow, der von Ansang an nicht an das Methusalemalter seiner Dorfeingesessenen geglaubt hat, erhlelt nun vom katholischen Pfarramt in Jeschona die amtliche Bescheinkgung, daß die Frau am 18. Juni 1815 in Oberwitz, Kreis Groß=Strelitz, geboren, und am folgenden Tage in der Psarrkirche zu Jeschona, Kreis GroßStrelitz, getauft ist. Sie zählt mithin 99 Jahre; immerhin ein ganz ansehnliches Alter. Ob sie aber damit die älteste Frau Deutschlands ist, dürfte allerdings noch fraglich sein. = Wie lernt man die Menschen kennen? Sie sind dreist aus Feinheit, höflich aus Ueberdruß, galant aus Kälte, verbindlich aus Eigensucht, et#el aus Halsucht. Jeder hat seine Lieblingsworte; der eine sagt stets:„Mit Erlaubnis!“, der andere„Frei gesagt!“, der dritte:„Ohne Eitelkeit!“, der vierte: „Endlich“ und der fünfte:„Unter allen Beziehungen“, ein sechster:„Kurz“. Der erste ist unaufhörlich dreist, der zweite surchtsam, der dritte eitel, der vierte kommt nie zu Ende, der fünfte ist höchst oberflächlich, der sechste ein langweiliger Schwätzer; kurz das Wort, was der Mensch am liebsten im Munde trägt, ist alleemal der Deckmantel eines Fehlers, dessen er sich bewußt geworden. Stadttheater Dortmund. Sonntag, den 10. Mai, abends 7½—10½ Uhr: „Carmen“. Große Oper mit Ballett in 4 Auszügen von Georges Bizet. Montag, den 11. Mai, abends 7½—10¼ Uhr:„Onkel Bräsig". Lebensbild in 5 Aufzügen nach dem Noman„Ut mine Stromtid“ von Fritz Reuter. Onkel Bräsig: Hofschauspieler August Junkermann. Dienstag, den 12. Mai, abends 7½—10¼ Uhr:„Der Barbier von Bagdad“. Komische Oper in 2 Auszügen von Peter Cornelius. Hierauf: Zum zwten Male:„Mit der Troika durch die Welt“. Mittwoch, den 13. Mai, abends 7½—10¼ Uhr: „Onkel Bräsig“. Donnerstag, den 14, Mai, albends 7½—10¼ Uhr: „Lohengrin“., Romantische Oper in 3 Aufzügen von Richard Wagner Freitag, den 15. Mai, abends 7½—10 Uhr:„Die Wildente". Schauspiel in 5 Akten von Henrik Iben. Schluß der Spielzeit. 26. Verantwortlich für die Redaktion Friedr. Krage. Druck u. Verlag von Carl Braus, beide in Schwerte Königs Kochbuch für die bürgerliche Küche. Mit folgendem Anhang: Getränke.— Die Behandlung der Wäsche.— Nützliche Winke für den Haushalt.— Hausapotheke.— Die Einmachezeit. 279 Seiten stark in Leinen gebunden.= Preis nur 50 Pfg. Vorrätig in der Buchhändlung Carl Braus Schwerte-Ruhr 3—5 Grosse Marktstrasse 3—5. ustis baen aGeeomm aunsu aD — billig und gut! Brautleute, ehe Sie Nöbel kaufen, besichtigen Sie ohne Kaufzwang meine grosse Auswahl, vergleichen Sie Preise hind Qualität. Eine Sehenswürdigkeit ist meine grosse Auswahl in: Schlafzimmern, Bchen, Mlldtratzen, Soias, nuchen, Wonn-, Speiss- u. Herrenzimmern. Schlafzimmer mit Spiegelschrank von 195 Mk. an, echt Ziche von 325 Mk. an, 3türig von 375, 425 Mk. an bis zu ien elegantesten schweren Modellen, Mahagoni, Birke usw Gestr. Küchen von 95, 148 Mk., Carolina-pine von 120 48 Mk. an bis zu den schwersten modernen Modellen am Lager. Speisezimmer, dunkelbraun gebeizt, bochfeine Ausführung. Sofas von den einfachsten bis zu den elegantesten Klubsolas am Lager. Einzelne Möbel, Schränse. Tische, Stühle, Betten, Flurgarderoben, Büfetts, Vertikows, Trumeaux usw., äusserst billige Preise. Auf Wunsch werder auch Sachen nach Zeichnung angefertigt la. Herde Mk. 45, 60, 75. „Seit Jahren war ich müde und malt, hatte häusig wahnsionige Kopfschmerzen u jede Lust zum Arbeiten und zum Leben verloren. Der Arzt sagte. es sei ein veralteies[3927 Nieren Rlasenleiden, daneben Darmträgheit infolge sitzender Lebensweise. Auf ärztl. Rat trank ich Allbuchhorster Marksprudel Slarkquelle(Jod= Eisen=Wangan=Kochsalzquelle). Schon nach einigen Flaschen fühlte ich mich als ganz anderer Mensch. Die Urinabsonderung wurde lebhaft und schmerzlos und blieb es seitdem. Ich trinke den Marksprudel jetz läglich, habe mich nie so wohl und gesund gefühlt wie heute. H. B.“ Aerzil warm empf Flasche 65 Pig. bei Max Mehlhose. Drogerie. Der Althosche Holen auf dem Buchholze in den GeSchwerter meinden Westhofen und Holzen Fräuenverband liegend, soll im Ganzen oder geteilt verkauft werden. 3147 Näheres zu erfahren bei H. Br ß. Kückshausen, b Westhofen. Aogeschr. Tohnung von 5 Zimmern, mit Gas und elektr. Licht, an ruhige Familie zu vermiesen 3277 Zu erfragen in der Geschäftsstelle dieser Zeitung. Anmeldung für Haus= und Wochenpflege bei: Frau A. Quadbeck. Habe Kampstraße 29 zum 1. Juli oder später eine Woh Der hervorragend Schuhputz Meine Hauser Friedrich Straße 9. Hagener Straße 91 u. 93 sowie Hagener Straße 23! in Wandhofen beabsichtige ich (2 Etage) bestehend aus 4 Zim=zu verkaufer, bezw. letzteres mern und Diete an ruhige auf längere Jahre zu vermielen. Familie zu veimielen. Elektr. Licht und Gas vorhunden. L Hagemann. Grösstes Erigegennschnten auf Wunsch auch in der Zahlungsweise. — Bitte um Besichtigung!— Nebor- Rasstollung Larl Schlierkamp, Dortmund " Burgwail 3, direkt em Olympis. ½3 n8ülig und gut! Auf Wunsch Gerantieschein Lieferung überallhin frei! 6 E 1W Rehen besten amtt uu N D schüilzt man sich ter Hulten. Heilerkeit. Wbert-Tab und Kalarrh drch a labler ten* Lrhältlich in dlten Apd theken und Urperten- Neu der Originalschachtel IMark Kgr. Sachs echnikum Mittweida Direktor: Professor Holzt. Höheres techn. Institut f. Elektro- u. Maschinentechnik. Sonderabteilungen f. Ingenieure, Tochniker u. Werkmeister. Elektr. u. Masch.-Laboratorien Lehrfabrik-Werkstätten. u. besuchteste Anstalt, Programmete. gun 6et-21. Suche zum 15. Mai resp. später junges, sauderes 3278 ..9 Haushalt von 2 Peisonen. Frau Architekt Gropler. Dorimund, Markgrasenste. 51. millen in der Stadt mit ca. 10 Zimmer per sototl oder später zu mielen gesucht. Gefällige Offerten unter F. 3213 an die Geschäftsstelle der Schwerter Zeitung erbeten. v 4—5 Zimmern von 2 Damen gesucht. Offerten unler F. 3201 an die Expedition dieser Zeitung. Suche sofort ein tüchtiges mit guten Zeugnissen. 3200 Frau Streibigg. Metzgerei, Hagen, Schillstr. 1. Nähere Auskunft bei: Frau Bracht, Hüsingstraße. Näheres Horn. durch Architekt 3280 5-AimmerWohnung an ruhige Leute sofort oder zum 1. Juli zu vermielen. 3270 Königstraße 9. Freundliche 3 Zimmer, Keller, Stall und Gactenland, sofort o. zum 1. Juni zu vermieten Holzener Dampfziegelei, Ostermann& Co., =971 Holzen. Wohnungen cermieten Sie schnell durch ein Inserat in der Schwert. Zeitung Wer. kauft billig( Möbel odier Teilzahlung gut reell. Zahlungseinteilung nach Wunsch. Meld. an Postlagerharte Nr. 220, Dortmund, erbelen. Diskretion zugesichert. vortätig in der Buchhandlung Carl Braus, Schwerte, Gr Marktktr. 3—5. Kattckur-Köhtrel. Nassen Schreibkassen von 25 Mk. an. Scheck- und Kontrolistreifendrucker von 220 Mk. an. Gebrauchte Kassen mit Garantie " zu sehr niedrigen Preisen. Bequeme monatl. Zahlungen. Musterlager: Schwberte Ckuhr), Bahnholstr. 12 Vertreter: Julius Schürmann. 9898 Zum Schutze gegen die Maul= und Klauenseuche pird auf Grund des§ 13 ff. des Viehseuchengesetzes ##vom 26. Juni 1909(Reichsgesetzblatt S. 519) mit Vermächtigung des Herrn Regierungspräsidenten Volgendes bestimmt: Die Maul= und Klauenseuche herrscht zurzeit in ###er Gemeinde Hohenlimburg unter dem Rindvieh#bestande des Händlers Moritz Mayberg. I. Sperrbezirk. Als Sperrbezirk werden die von Mayberg be#utzten Weiden von Ribbert und Böckelühr an der #renne, das Gehöft des Mayberg und die Zufuhrgnege dahin bestimmt. Für diesen Sperrbe,irk gelten folgende BestimTnungen: S 1. 1. An den Haupteingängen des Sperrbezirkes ind Tafeln mit der deutlichen und haltbaren Aufschrift„Maul= und Klauenseuche= Sperrbezirk, #Einfuhr und Durchtreiben von Klauenvieh, sowie Durchfahren mit Wiederkäuergespann verboten“ #leicht sichtbar anzubringen. S 2. 1. Die verseuchten Gehöfte sind gegen #den Verkehr mit Tieren und mit solchen Gegen##tänden, die Träger des Ansteckungsstoffes sein Annen, in folgender Weise abzusperren: I.) Ueber die Ställe oder sonstigen Standorte, wo Klauenvieh steht, ist die Sperre zu verhängen(§ 22 Abs. 1, 4 des Gesetzes), Befindet sich das Vieh auf der Weide, so ist die Aufstallung vorzunehmen. In besonderen Ausnahmefällen kann beim Vorliegen eines zwingenden wirtschaftlichen Bedürfnisses die Entsernung der abgesperrten Tiere aus dem Stalle (Standort) zum Zwecke der sofortigen Schlachtung gestattet werden. Ueber die Erteilung der Genehmigung entscheidet, wenn die Schlachtung im Seuchenort erfolgen soll, der Landrat. Im übrigen finden auf die Schlachtung die Vorschriften des§ 160 V.=A.=V.=G.(Viehseuchenpolizeiliche Anordnung des Ministers für Landwirtschaft, zugleich Ausführungsanweisung zum Viehseuchengesetze) Anwendung. Jedoch kann von der amtstierärztlichen Leitung der Schlachtung(§ 160 Abs. 1) Abstand genommen werden. Die Bestimmungen des§ 160 Abs. 3 bis 5 sind auch dann zu beachten, wenn von dem Besitzer Vieh im Stalle(Standorte) geschlachtet worden ist(Notschlachtung). ) Die Verwendung der auf dem Gehöfte befindlichen Perde und sonstigen Einhufer außerhalb des gesperrten Gehösts ist gestattet, jedoch, insoweit diese Tiere in gesperrten Ställen untergebracht sind, nur unter der Bedingung, daß ihre Hufe vor dem Verlassen des Gehöfts desinsszert werden *0) Geflügel ist so zu verwahren, daß es das Gehöft nicht verlassen kann. Für Tauben gilt dies insoweit, als die örtlichen Verhältnisse die Verwahrung ermöglichen. 0 Fremdes Klauenvieh ist von dem Ge9 höfte fernzuhalten. ) Das Weggeben von Milch aus dem Gehöft ist verboten. Die Abgabe ist zulässig, wenn eine vorherige Abkochung oder eine andere ausreichende Erhitzung(§ 28 Abs. 3) V.=A.=V.=G. stattgesunden hat. Für die Abgabe von Milch an Sammelmolbereien, in denen eine wirksame Erhitzung der gesamten Milch gewährleistet ist, können von dem Regierungs=Präsidenten Ausnahmen zugelassen werden. ) Die Entfernung des Düngers aus den verseuchten Ställen und die Abfuhr von Dünger und Jauche von Klauenvieh aus dem verseuchten Gehöste dürfen nur nach den Vorschriften des§ 19 Abs. 3,4 Anlage A zu V.= A.=V.=G. für das Desinfektionsverfahren erfoigen.„n 7 •) Futter= und Streuvorrate dursen für die Dauer der Seuche nur mit Erlaubnis des Landrats, und nur insoweit aus dem Gehöft ausgeführt werden, als sie nachweislich nach dem Orte ihrer Lagerung und der Art des Transportes Träger des Ansteckungsstoffs nicht sein können. l) Gerätschaften, Fahrzeuge, Behältnisse und sonstige Gegenstände müssen, soweit sie mit den kranken oder verdächtigen Tieren oder deren Abgängen in Berührung gekommen sind, desinfiziert werden, bevor sie aus dem Gehöfte herausgebracht werden. Milchtransportgrsäße sind nach ihrer Entleerung zu desinfiu zieren(§ 154 Abs. 1 c, 8168 Abs. 1 e V.=A.=V.=G.) ! Wolle darf nur in festen Säcken verpackt aus dem Gehöft ausge* führt verden. !) Von gefallenen seuchenkranken oder der Seuche verdächtigen Tieren sind die veränderten Teile einschließlich der Untersüße samt Haut bis zum Fesselgelenke, des Schlundes, Magens und Darmkanals samt Inhalt sowie des Kopfes und der Zunge unschädlich zu beseitigen. Häute und Hörner sind nach § 160 Abs. 4 V.=A.=V.=G. zu behandeln. * Erleichterungen von diesen Vorschriften sind nur aus zwingenden wirtschaftlichen Gründen und nur mit Genehmigung des MiniIsters zulässig. 2. Die Stallgänge der verseuchten Ställe des Gehöftes, die Plätze vor den Türen dieser Ställe und vor den Eingängen des Gehöftes die Wege an der Ställen und in den zugehörigen Hofräumen sowie die etwaigen Abläufe aus der Dungstätte oder dem Jauchebehälter sind täglich mindestens einmal mit dünner Kalkmilch zu übergießen. Bei Frostwetter kann an Stelle des Uebergießens mit Kalkmilch Bestreuung mit gepulvertem frisch gelöschten Kalk erfolgen. 3. Die gesperrten Ställe(Standorte) dürfen, abgesehen von Notfällen, ohne ortspolizeiliche Genehmigung nur von den im§ 154 Abs. 1 a V.=A.=V.=G. bezeichneten Personen betreten werden. Personen die in abgesperrten Ställen verkehrt haben, dürsen erst nach vorschriftsmäßiger Desinfektion das Seuchengehöft verlassen. 4. Zur Wartung des Klauenviehs in dem Gehöfte dürsen Personen nicht verwendet werden, die mit fremden Klauenvieh in Berührung kommen. Das Abhalten von Veranstaltungen in dem Seuchengehöfte, die eine Ansammlung einer größeren Zahl von Personen im Gefolge haben, ist vor erfolgter Schlußdesinsektion (§ 175 V.=A.=V.=G. verboten. 6. Auf den an dem Seuchengehöfte vorbeiführenden Straßen kann der Landrat, Beschränkungen des Transports und der Benutzung von Tieren jeder Art anordnen. § 3. 1. Sämtliches Klauenvieh nicht verseuchter Gehöfte des Sperrbezirks unterliegt der Absonderung im Stalle(§ 19 Abs. 1, 4 des Cesetzes.) Jedoch darf das abgesonderte Klauenvieh zur sofortigen Schlachtung entfernt werden, sofern unmittelbar vor der Ausführung der Tiere zur Schlachtstätte durch amtstierärztliche Untersuchung festgestellt wird, daß der gesamte Klauenviehbestand des Gehöstes noch seuchenfrei ist. Ueber die Erteilung der Genehmigung entscheidet, wenn die Schlachtung im Seuchenort erfolgen soll, der Landrat, andernfalls ist die Entscheidung des Regierungs=Präsidenten elnzuholen. Auf die Schlachtung finden die Vorschriften des§ 160 V.=A=V.=G. mit der Maßgabe Anwendung, daß von der amtstierärztlichen Leitung und von den im§ 160 Abs. 4, 5 V.=A.=V.=G. vorgesehenen Desinfektionsmaßnahmen abgesehen werden darf. Sollen die Tiere mit der Eisenbahn besördert werden, so ist von der Erteilung der Ausfuhrgenehmigung die Eisenbahnstation, auf der die Verladung erfolgen soll, unverzüglich in Kenntnis zu setzen. Die für die Beförderung benutzten Eisenbahnwagen sind durch gelbe Zettel mit der Aufschrift „Sperrvieh“ zu kennzeichnen. Ein gleicher Vermerk ist aus den für die Versendung benutzten Frachtbriefen anzubringen. Dem Frachtbrief ist ferner die Erlaubnis des Regierungs=Präsidenten beizuhesten. Klauenvieh, daß in den so gekennzeichneten Eisenbahnwagen befördert wird, darf nur nach der auf dem Frachtbrief angegebenen Eisenbahnstation verbracht werden. Ein Entladen oder Umladen ist nur insoweit zulässig, als es zur reichung des auf dem Frachtbrief bezeichneten Bestimmungsorts notwendig ist. Die Ortspolizeibehörde des Schlachtorts ist von dem bevorstehenden Eintrefsen der Tiere rechtzeitig telegraphisch oder telesonisch zu benachrichtigen. Sie hat auf das Eintrefsen zu achten und gegebenenfalls über denVerbleib weitcre Ermittelungen anzustellen. 2. Sofern dringende wirtschaftliche Gründe die Aufstellung oder die uneingeschränkte Durchführung der Absonderung des Klauenviehs der nicht ver,euchten Gehöfte untunlich erscheinen lassen, können mit Genehmigung des Ministers Erleichterungen zugelassen werden. 3. In diesem Falle dürsen, um die Verwendung der Tiere zur Feldarbeit oder ihren Auftrieb auf die Wei de zu ermöglichen oder zu erleichtern, von den Tieren zu benutzende öffenliche Wege vorübergehend gegen den Verkehr auch von Personen gesperrt werden. 4. Die Absonderung der Tiere ist so lange aufrecht zu erhalten, bis aus allen Seuchengehöften sämtliches Klauenvieh beseitigt worden oder die Scuche abgeheilt und in allen Fällen die vorschriftsmäßige Desinfektion(§ 175 V.=A.=V.=G.) bewirkt ist. Ausnahmen sind mit Genehmigung des Ministers zulässig. § 4. Für den ganzen Bereich des Sperrbezirks gelten solgende Beschränkungen: a) Sämtliche Hunde sind festzulegen. Der Festlegung ist das Führen an der Leine und bei Ziehhunden die feste Anschirrung gleich zu erachten. Die Verwendung von Hirtenhunden zur Begleitung von Herden und von Jagdhunden bei der Jagd ohne Leine wird jedoch gestattet. b) Schlächtern, Viehkastrierern, sowie Händlern und anderen Personen, die gewerbsmüßig in Ställen verkehren, ferner Personen, die ein Gewerbe im Umherziehen ausüben, ist das Betreten aller Ställe und sonstiger Standorte von Klauenvieh im Sperrbezirke, desgleichen der Eintritt in die Seuchengehöfte verboten. In besonders dringlichen Fällen kann die Ortspolizeibehörde Ausnahmen zulassen. c) Dünger und Jauche von Klauenvieh, serner Gerätschaften und Gegenstände aller Art, die mit solchem Vieh in Berührung gekommen sind, dürfen aus dem Sperrbezirke nur mit ortspolizeilicher Erlaubnis unter den polizeilich anzuordnenden Vorsichtsmaßregeln ausgeführt werden. d) Die Einfuhr von Klauenvieh in den Sperrbezirk, sowie das Durchtreiben von solchem Vieh durch den Bezirk ist verboten. Dem Durchtreiben von Klauenvieh ist das Durchfahren mit Wiederkäuergespannen gleichzustellen. Die Einsuhr von Klauenvieh zur sofortigen Schlachtung kann von dem Landrat unter der Bedingung gestattet werden, daß die Einfuhr zu Wagen erfolgt. Die Einfuhr von Klauenvieh zu Nutzoder Zuchtzwecken ist nur im Falle eines besonders dringenden wirtschaftlichen Bedürfnisses mit Genehmigung des Regierungs=Präsidenten zulässig. Im Seuchengehöfte darf die Einfuhr von Klauenvieh auch ausnahmsweise nicht stattfinden. e) Die Ver= und Entladung von Klauenvieh auf den Eisenbahn= und Schiffsstationen im Sperrbezirk ist verboten. Ausnahmen hiervon können von dem Regierungs=Präsidenten zugelassen werden. Die Vorstände der vom Verbote betrofsenen Stationen sind von den Ortspolizeibehörden zu benachrichtigen. II. Beobachtungsgebiet. Um den Sperrbezirk wird folgendes Beobachtungsgebiet gebildet: Der Stadtbezirk Hohenlimburg mit Ausnahme des Stadtteiles Schälk. § 5. 1. Aus dem Beobachtungsgebiete darf Klauenvieh, abgesehen von den Fällen der Abs. 2, 3 nicht entfernt werden. Auch sind das Durchtrei ben von Klauenvieh und das Durchfahren mit fremden Wieder käuergespannen durch das Beobachtungsgebiet, sowie der Auftrieb von Klauenvieh aus dem Beobachtungsgebiet auf Märkte verboten. 2. Die Ausfuhr von Klauenvieh zum Zwecke der Schlachtung ist, wenn die frühestens am Tage vor dem Abgange der Tiere vorzunehmende t#erärztliche Untersuchung ergibt, daß der gesamte Viehbestand des Gehöfts noch seuchenfrei ist, von dem Landrat, in Stadtkreisen von der Ortspolizeibehörde zu gestatten, und zwar: a) nach Schlachtstätten in der Nähe liegender Orte. b) nach in der Nähe liegenden Eisenbahnstationen zur Weiterbeförderung nach Schlachtviehhösen oder öffentlichen Schlachr= häusern, vorausgesetzt, daß diesen die Tiere auf der Eisenbahn oder mit dem Schifse unmittelbar oder von der Entladestation aus zu Wagen zugeführt werden. Für den Transport nach in der Nähe liegenden Orben, Eisenbahnstationen wird angeordnet, daß er zu Wagen oder auf solchen Wegen erfolgt, die von anderem Klauenvieh nicht betreten werden. Durch Vereinbarung mit der Eisenbahn= oder sonstigen Betriebsrerwaltung und, soweit nötig, durch polizeiliche Begleitung ist dafür Sorge zu tragen, daß eine Berührung mit anderem Klauenvieh, sosern dies nicht gleichfalls aus einem Beobachtungsgebiet stammt, auf dem Transporte nicht stattfinden kann. Zu diesem Zwecke ist von jeder Erteilung der Ausfuhrerlaubnis die Eisenbahnstation, auf der die Verladung erfolgen soll, unverzüglich in Kenntnis zu setzen. Die für die Beförderung benutzten Eisenbahnwagen sind durch gelbe Zettel mit der Aufschrift„Beobachtungsvieh“ zu kennzeichnen. Ein gleicher Vermerk ist auf dem für die Versendung benutzten Frachtbrief anzubringen. Dem Frachtbrief ist ferner die Ausfuhrerlaubnis der zuständigen Behörde beizuhesten. Klauenvieh, das in den so gekennzeichneten Eisenbahnwagen befördert wird, darf nur nach der auf dem Frachtbrief angegebenen Eisenbahnstation verbracht werden. Ein Entladen oder Umladen unterwegs ist nur insoweit zulässig, als es zur Erreichung des auf dem Frachtbriefe bezeichneten Bestimmungsortes notwendig ist. Die Ortspolizeibehörde des Schlachtorts ist von dem bevorstehenden Eintreffen der Tiere rechtzeitig telegraphisch oder telephonisch zu benachrichtigen. Sie hat auf das Eintrefsen zu achten und gegebenenfalls über den Verbleib weitere Ermittlungen anzustellen. 3. Die Ausfuhr von Klauenvieh zu Nutzoder Zuchtzwecken darf nur mit Genehmigung des Regierungs=Präsidenten erfolgen. Diese Genehmigung darf nur unter der Bedingung erteilt werden, daß eine frühestens 24 Stunden vor dem Abgange der Tiere vorzunehmende amtstierärzt= liche Untersuchung die Seuchen reiheit des gesamten. Viehbestandes des Gehöfts ergibt und daß sich die Ortspolizeibehörde des Bestimmungserts mit der Einfuhr einrerstanden erklärt hat. Am Bestimmungsorte sind die Tiere auf die Dauer von zwei Wochen der polizeilichen Beobachtung(§ 19 Abs.1, 4 des Viehseuchengesetzes) zu unterstellen. Auf den Transport und die Anweldung der Tiere finden die Bestimmunzen des Abs. 2 sinngemäße Anwendung. S 6. Im ganzen Bereiche des Beobachtungsgebiets kann der gemeinschaftliche Weidegang von Klauenvieh aus den Beständen verschiedener Besitzer, die gemeinschaftliche Benutzung von Brunnen, Tränken und Schwemmen für Klauenvieh und das Treiben von Klauenvieh aus öffentlichen Straßen verboten werden. In besonders gefährdeten Teilen des Beobachtungsgebiets kann die Festlogung der Hunde in der im § 164 V.=A.V.=G. Abs. 1 a angegebenen Weise von den Landräten angeordnet werden. III. Allgemeines. S 7. 1. Im Seuchenort und im Beobachtungsgebiet wird verboten: a) Die Abhaltung von Klauenviehmärkten, mit Ausnahme der Schlachtviehmärkte in Schlachtvielchösen, sowie der Auftrieb von Klauenvieh auf Jahr= und Wochenmärkten. Dieses Verbot hat sich auch auf marktähnliche Veranstaltungen zu erstrecken. b) Der Handel mit Klauenvieh, erforderlichenfalls auch derjenige mit Geflügel, der ohne vorgängige Bestellung entweder außerhalb des Gemeindebezirkes der gewerblichen Niederlassung des Händlers oder ohne Begründung einer solchen stattfindet. Als Handel im Sinne dieser Vorschrift gilt auch das Aussuchen von Bestellungen durch Händler ohne Mitführen von Tieren und das Auflaufen von Tieren durch Händler. c) Die Veranstaltung von Versteigerungen von Klauenvieh. Das Verbot findet keine Anwendung aus Viehversteigerungen auf dem eigenen nicht gesperrten Gehöfte des Besitzers, wenn nur Tiere zum Verkaufe kommen, die sich mindestens drei Monate im Besitze des Versteigerers befinden. d) Die Abhaltung von öffentlichen Tierschauen mit Klauenvieh. e) Das Weggeben von nicht ausreichend erhitzter Milch(§ 23 Abs. 3 V.=A.=V.=G.) aus Sammelmolkereien an landwirtschaftliche Betriebe, in denen Klauenvieh gehalten wird, sowie die Verwertung solcher Milch in den eigenen Viehbeständen der Mollerei, ferner die Entfernung der zur Anlieferung der Milch und zur Ablieferung der Milchrückstände benutzten Gesäße aus der Molkerei, bevor sie desinfiziert sind.(Vergl.§ 11 Abs. 1 Nr. 9, 10 der Anweisung für das Desinfektionsverfahren, Anlage A zu V.=A.=V.=G.) 2. Ausnahmen von den Verboten des Absatzes 1 können in besonderen dringenden Fällen zugelassen werden. Etwaige Anträge sind durch den Landrat an den Regierungs=Präsidenten zu richten. IV. Desinjektion. S 8. 1. Die Ställe oder sonstigen Standorte der kranken oder verdächtigen Tiere sind zu desinfizieren, die Ausrüstungs=, Gebrauchs= sowie sonstigen Gegenstände, von denen anzunehmen ist, daß sie den Ansteckungsstoff enthalten(§ 19 Abs. 4—6 der Anweisung für das Desinsektionsverfahren) zu desinsizieren oder unschädlich zu beseitigen. Ferner ist ein Desinfektion der durchgesuchten und sonstigen Tiere, die im Seuchenstall untergebracht waren, vorzunehmen. Der beamtete Tierarzt hat die Desinsektion abzunehmen. 2. Auch die Personen, die mit dem kranken oder verdächtigen Tieren in Berührung gekommen sind, haben sich zu desinfizieren. 3. Von der Desinsektion kann abgesehen werden, a) wenn es sich nur um der Ansteckung verdächtiges Klauenvieh in seuchenfreien Gehöften handelt; b) für Ställe in Seuchengehösten, in denen nur der Ansteckung verdächtiges Klauenvieh gestanden hat, sofern dieses nach Ablauf der im§ 176 unter b V.=A.=V.=G. angegeberen Frist seuchenfrei befunden worden ist. V. Aufhebung der Schutzmaßregeln. § 9. Die Seuche gilt als erloschen und die angeordneten Schutzmaßregeln sind aufzuheben, wenn a) sämtliches Klauenvieh des Seuchengehöfts gesallen, getötet oder entsernt worden ist, oder b) binnen drei Wochen nach Beseitigung der kranken oder seuchenverdächtigen Tiere oder nach amtstierärztlicher Feststellung der Abheilung der Krankheit eine Neuerkrankung nicht vorgekommen, und c) in beiden Fällen die Desinsektion vorschriftsmäßig ausgeführt und durch den beamteten Tierarzt abgenommen ist. 2. Das Erlöschen der Seuche ist in gleicher Weise wie der Ausbruch öffentlich b.kannt zu machen. VI. Schlußbestimmung. § 10. Diese Verordnung tritt sofort mit ihrer Veröffentlichung in Kraft. VII. Strafbestimmungen. S 11. Zuwiderhandlungen gegen die vorstehenden Bestimmungen werden gemäß§ 74—77 einschließlich des Reichsviehseuchengesetzes vom 26. Juni 1909 (R=G.=Bl. S. 519 ff.) bestraft. Iserlohn, den 5. Maz 1914. Der Landrat. gez: Nauck, Geheimer Regierungsrat. * P R. S4 8 Se. e ke *— OPRStaurReta- W Schwerte, Ostenstrasse 5. Stäncig#rcoses Lager in garnierten = Damen- und Rinder-Rüten. Sanama-Ollte, defein=Mlode in groser Guswahl. Säglich Singang von SCenheiten. ongros-Sager: Brünstrasse 1. Cellestes und grösstes Seschäft am Slatze. Keine Gjahl! in der Git von Franz Kull. Inhalts=Verzeichnis: 1. Die französische Fremdenlegion; 2. Abschied von der Helmat; 3. Anwerbung zur Fremdenlegion; 4. Ankunft in Afrika; 5. Eintreffen beim Regiment; 6. Uebungsmärsche und Streifzüge; 7. Ausmarsch von Saida; 8. Das Nationalfest der Franzosen in der Legion; 9. Streifzüge gegen die Araber; 10. Strafexpedition nach Madagaskar; 11. Die Schrecken des Todes; 12. Auf Kommando im Militär=Gefängnis; 13. Auf der Flucht; 14. Expedition nach Tonkin; 15. Streifzug gegen die Kabylen ne. mit 47 Illustrationen. Preis nur 80 Pfg. vorrätig in der Buchhandlung enti Braus, Schwerie(Tiühl) Große Marktstraße 3—5. empfehle Jeder Kenner fragt nach Opel- Fahrrädern und Kaiser- Nähmaschinen Alleinverkauf nur Hüsingstrasse 24 Spezial-Fahrräder auf eigener Werkstatt zusammengebaut von Mk. 50.— an. Helieste u. Grösste Spezial-Reparaturwerkstat für Fahrräder u. Nähmaschinen Nur Nüsingstr, 24. 1 1 Nur Hüslngstr. 20. Ich führe: erhält bei mir jedermann. wie Anzüge, Paletots, Ulster, Costüme, Jacketts, Mäntel, Blusen, Röcke. Anzahlungnurder 4.Tell, Abzahlung 1 Mk. pro Woche pro 100 Mk. Kaufsumme. Veranntmachung. Der Architekt Friedrich Brauchmann zu Aplerbeck beabsichtigt auf seinem Grundstücke Flur 2 Parzelle Nr. 20 47/163 der Steuergemeinde Schüren ein Schlachthaus zu errichten. Auf Grund der§§ 17 und 18 der Reichsgewerbeordnung in der Fassung vom 30. Juni 1900 und derNr. 19 und 20 der ministeri llen Ausführungsanweisung: vom 1. Mai 1904 wird dieses Vorhaben mit der Aufforderung bekannt gemacht, Einwendungen gegen dasselbe binnen 14 Tagen bei dem Amte zu Aplerbeck schriftlich in zwei Exemplaren oder zu Protokoll anzubringen Beschreibungen und Zeichnungen liegen auf dem genannten Amte zur Einsicht aus. Die Einspruchsfrist nimmt ihren Anfang mit dem Ablauf des Tages, an welchem das diese Bekannimachung enthaltende Kreisblatt ausgegeben worden und ist für alle Einwendungen präklusivisch. Nach Ablauf der Frist können Einwendungen in cem Verfahren nicht mehr angebracht werden. Zur mündlichen Erörterung der rechtzeitig erhobenen Einwendungen wird gemäß Ziffer 19e der vorbezeichneten Anweisung Termin auf Mittwoch, den 27. Mai d. Is., vormitlags 10 Uhr, auf dem Amtsbüro zu Aplerbeck anberaumt und wird besonders darauf hingewiesen, daß im Falle des Ausbleibens des Unternehmers oder der Widersprechenden gleichwohl mit der Erörterung der Einwendungen wird vorgegangen werden. Als Kommissar des Kreisausschusses ist Herr Amtmann Leonhard tätig. Namens des I. V. 3279 gez. v. Borries. Waagen— Gewichte— Maasse in extra starker Ausführung. Waagen jeder Art werden eichtäbig repariert. Hagener Waagenfabrik Paul Thedinga Hagen i. W. Telephon 2604. ece 32834 empfiehlt billigst #I. Weinberg. 1 Z. 98-f. Anz. 10.## 2„150„„ 15„ 3„200„„ 20„ 4,,300„„ 30„ bis zu 3000 Mk. Einzelne Möbelstücke von 5 Mark Anzahlung an. Abzahlung 1 Mk. pro Woche für je 100 Mk, Kaufsumme. Beste Bezugsquelle für Brautleute. Jed. Kunde ist bis zu 1000 Mk. gegen Unfall mittödlichem Ausgang bei mir versichert.— Für Beamte u. Brautleute PeddiaSOCKeI Anlisepticch inpräguiert. Bestes Mittel gegen Schweissfuss! Ohne schädlichen Einfluss! Verhindern Brennen, schlechten Geruch und wunde Füsse. Aerztlich erprobt und empfohlen. Alleinverkauf: OttO MarA Schwerte, Ostenstr. 20. Orig. franz. Vordeaux= garantiert rein, pro Flasche aus d. Haus 1,10 Mk., im Ausschank per Glas 20 Pfg. Franz. Cognac, Reines Weindestillat, pro Fl. 10.— und 8 Mh. empsiehlt Carl Rainn, Gasthof zu Helle. Telefon 251 Trachtvelle Iücken. frühe u. fleissge Sierleger beibulliger Fullleruung erzielen Sierurmt Miskator Jrochen- lesschins##hller hür füuchen. L. Weinberg, Schwerke, Hüsingstraße 26. Elegante Wohn- Küche mit Linoleum und hochmodernes Schlatzimmer 3 Nür. m. Spiegelschr. f. Wäsche u Kl. ediemmes Mk. 375.Möbel-Schneider, Mönchenwordt2, part. a. d. Propsteikirche in Dortmund(kein Ladent. Kücken 9993 Bruteier rebhf. Ital. weiß. Wyand. gelb. Orpingt. O. Meyer. Westhosen i. W. Eier 20 Z Kücken 80.8 Geflügel=Hof. präm. von der Landw.=Kammer Westfalen. Kopiläuse beseitig radikal „Haarelement“, Entfernt die lästigen Schuppen Belördert vortreffl. d. Haarwuchs, 4 Fl. 50 Pfg. Nur bei Max Mehlhose. MedlzinalDrogerie, Ostenstrasse. A Hederichvertilgangsmittel empfiehlt 3283 L. Weinberg. K □ Insitut Boltz Piul- Päbur rim. Abitur. Corset „Hammonia“ verleiht jeder starken Dame eine gute Figur und sitzt bequem, auch in sehr weiten Nummern vorrätig. Otto Marx Schwerte, Ostenstr. 20. Versuchen Sie unsere Qualitäten „Strickwolle“ 10 Lot 38 48, 55, 65, 75, 95 Pf. Ein Versuch führt zur dauernder Kundschaft. Gebr. Stein, Schwerte. Radfahrer ∆# 0 Prima neue Fahrräder, neueste Modelle von M. 45.— an, 65.—, 80.— bis 100.—M 2bis 5 Jahre Garantie. Zubehörteile zu staunend billigen Preisen. Alte. gebrauchte Räder werden z.höchsten Preisen in Zahlung genommen. Gut erhaltene Fahrräder stets auf Lager. Vertreter erhalten hohe Prooision. Spezialität: Leichte Rennmaschinen von M.75.— an I. Niese, Hagen, 2546 Frankfurterstr. 60. Haben Sie Bedarf in 1 sceh Linkrusta, echt und imitiert, so verlangen Sie kostenfrei Pracht-Katalog Durch direkten Bezug bis zu dur 50 Prozen! Ersparnis! Ringfreie Tapelen= Zentrale Köln 135 Postfach 48. Agenten an allen gesucht. 2996 Eine wenig gebrauchte gul erhaltene Schreibmaschine zur Hälfle des Preises zu verkaufen Zu erfragen in der Geschäftsstelle dieser Zeilung. Warnung. Gegen Kühneraugen Hornhaut-Warzen empfichlt Radikal- Wittel Drogenhandlung Max Mehlhose. Umegau 1. Thür. Proso fre. Warne hiermit jeden, seine Hühner in meinen Garten zu lassen, da ich Gift lege. J. Franke, Holzea Krezzstraße. 3275 Kopfsalat Schnittsalat Stielmus und Melde sowie kräftige Kappuspflanzen empfiehlt 3281 Enten hat abzugeben 3273 Otto Frahne, Holzen. Ein bei An- und Verkäufen Vermietungen Stellen Stellenangeboten ist die kleine Anzeige in der „Schwerier Henung weil dieses Blatt in Stadt und Land fast in jedem Hause gelesen wird und Inserate in der„Schwerter Zeitung" stets von nachweislich bestem Erfolge begleitet sind. Pianos Flüge. mit Klangsleg O R. 6. M. 4584.03 Kgl. Preuss. Stestsmedeille direkt an Private ucb argeg franko zur Probe (Johresverheu Uber 1000 Jgst) Sie gretis Tebrsk dtsesifel Fochs Junius #lef Piano- u. Hlogel- Febr. Nogen Febritz: Unser neues Bett hocht. rot, dicht Daunen-Cüper. 1 1/3 8chlal., Oberbett, Unterbett u. 2 Kissen m. 20 Pld. neuen Halbdaunen gefüllt, das Gebeit Mk. 99.—. Dasselbe Geben mit Daunendeckbeit Mk. 35.—. Herrschalfl. Daunenbett Mk. 40.—. Zschlaf. jed. Ocbett Mk.6.— mehr. Bettied., bill. Katal, frei. 15000 Kund. bietungen werden in schen Lieder„An die! sellenlied von Wolf un schel bestchen. Besonde Vortrage zweier Duet gegenbringen. Die Be den Händen des Cho ter sich auch solistisch stehen also den Konze Stunden bevor.(Sieh**(Besichtigung.) gliedrige Kommission, tungs= und einem Ba zirksausschußmitgliede mark, Bürgermeister meister Bierbach von Stadt zwecks Informat erhaltungswürdigen G begrifsene neue Rathat straße wurde gleichsall**(Der Meineid Schwurgericht Hagen Mai seinen Ansang. so lange schwebende A schluß gebracht. **(Metropol=Thea ragenden Spielplan, d. teil der heutigen Nun tropol=Theater auf. tungen steht ein großer Klub“, welches sicherli Von heute ab wird Theater tätig sein u Thraterleitung hat h leten Wünschen entspr. **(„Der Kampf u unser neuer Roman, heutiger Nummer beg schriftsteller Ewald 2 Werk einen Familien: bau, spannende Handl überall lebhaften Bei **(Die Straßenb blicklich auf der Stre sämtlichen Schienen, mehrter Feuchtigkeit, gelitten haben und reißen und durch br setzen. Ebenso erhalte und Schwellen Der 2 paraturarbeiten durch **(Schonung de der Wildkatze soll je greifen. Die einheimi gemäß immer seltener einen vermehrten 6 Schon im vorigen Ja zum Schutze des Bau# sämtliche Kgl. Regier Schutz auf die Wildke **(Unfall.) Vor wurde gestern das Fabrikarbeiters B. Die Kleine stürzte Straße so unglücklich einen Bruch des linke davontrug. **(Die telegraf karten) auf der Ei wenig bekannt ist, Dies ist besonders di Fahrkarten nach dem sind. In der Budget geordnetenhauses bek bahnminister, daß 1 hältnismäßig wenig wohl darin seinen G senden, denon diee keine Ahnung davon **(Eine Eisenba tätskolonnen) findet Siegbahn statt. Die von einem Ausschuß rungsrat Cludius=M limburg, Sanitätsra meister Müller=Dort bürgermeister Spor Uebung bezweckt, d den Sanitätsmanns heiten auf dem Ee wesens, dem die M die größte Bedeutu Hilfslazarettzug wir gestellt und nach A sung der Leistungen über das autogene der Sanitätskolonn Sauerstoffs im Ret Prüsung der Trai bildern gezeigt. A vom Roten Kreuz! mäßigte Fahrpreis Uebung zugestanden Bitter& Co., 15brs. Jeuzst bietungen werden in dem Vortrage der Schubertschen Lieder„An die Musik“,„Allmacht“, dem Gesellenlied von Wolf und einem Trinkliete von Peuschel bestchen. Besonderes Interesse dürste man dem Vortrage zweier Duette der beiden So#isten entgegenbringen. Die Begleitung der Lieder liegt in den Händen des Chorleiters, Herrn F. Rummeld, ter sich auch solistisch am Flügel betätigen wird. Es stehen also den Konzertbesuchern recht genußreiche Stunden bevor.(Siehe auch Inserat.) **(Besichtigung.) Gestern sand durch eine fünfgliedrige Kommission, bestehend aus einem Regietungs= und einem Baurat aus Arnsberg, dem Bezirksausschußzmitgliede Overweg von Haus Reichsmark, Bürgermeister Rohrmann und Stadtbaumeister Bierbach von hier eine Besichtigung der Stadt zwecks Information über die öffentlichen und erhaltungswürdigen Gebäude statt. Das im Bau begrifsene neue Rathaus an der Hörder und Goethestraße wurde gleichsalls besichtigt. **(Der Meineidsprozeß Grüber) vor dem Schwurgericht Hagen nimmt am Dienstag den 26. Mai seinen Ansang. Hoffentlich wird die nun schon so lange schwebende Angelegenheit endlich zum Abschluß gebracht. **(Metropol=Theater.) Mit einem ganz hervorragenden Spielplan, den unsere Leser im Inseratenteil der heutigen Nummer finden, wartet das Metropol=Theater auf. Im Mittelpunkt der Darbietungen steht ein großes Drama„Der geheimnisvolle Klub“, welches sicherlich vielen Beifall finden wird. Von heute ab wird auch wieder ein Rezitator im Theater tätig sein und die Bilder erklären. Die Thraterleitung hat hierdurch vielen an sie gerichliten Wünschen entsprochen. **(„Der Kampf um das Majorat") betitelt sich unser neuer Roman, mit dessen Abdruck wir in heutiger Nummer beginnen. Der bekannte Romanschriftsteller Ewald Aug. König bietet mit diesem Werk einen Familienroman, dessen glänzender Aufbau, spannende Handlung und edle Sprache sicherlich überall lebhaften Beifall finden wird. **( D i e S t r a ß e n b a h n v e r w a l t u n g) l ä ß t a u g e n blicklich auf der Strecke„Freischütz" bis Nathe die sämtlichen Schienen, welche im Walde unter vermehrter Feuchtigkeit, mehr als bei offenen Strecken, gelitten haben und total ausgeleiert sind, heraus reißen und durch breitere, krästigere Schienen ersetzen. Ebenso erhalten die Gleise neue Einbettung und Schwellen Der Verkehr wird während der Reparaturarbeiten durch Umsteigen aufrecht erhalten. **(Schonung der Wildkatze.) Eine Schonung der Wildkatze soll jetzt in den Staatsforsten Platz greifen. Die einheimischen Raubtiere werden naturgemäß immer seltener. Man hat deshalb mit Recht einen vermehrten Schutz dieser Tiere verlangt. “ Schon im vorigen Jahre sind deshalb Anordnungen zum Schutze des Baummarders ergangen. Jetzt sind sämtliche Kgl. Regierungen ermächtigt worden, den Schutz auf die Wildkatze auszudehnen. **(Unfall.) Von einem bedauerlichen Unfall wurde gestern das siebenjährige Töchterchen der Fabrikarbeiters B. an der Beckestraße betroffen. Die Kleine stürzte beim fröhlichen Spiel auf der Straße so unglücklich über einen Gummiball, daß sie einen Bruch des linken Fußes oberhalb des Knöchels davontrug. **(Die telegraphische Bestellung von Fahrkarten) auf der Eisenbahn kann man, was noch wenig bekannt ist, für 25 Pfennig bewerkstelligen. Dies ist besonders dort von Wichtigkeit, wo direkte Fahrkarten nach dem Ziel der Reise nicht zu haben sind. In der Budgetkommission des preußischen Abgeordnetenhauses beklagte es dieser Tage der Eisenbahnminister, daß von dieser Vergünstigung verhältnismäßig wenig Gebrauch gemacht werde, was wohl darin seinen Grund hat, daß die meisten Reisenden, denen die Vergünstigung zustatten käme, keine Ahnung davon haben. **(Eine Eisenbahnübung der westsälischen Sanitätskolonnen) findet am 21. Mai 1914 auf der RuhrSiegbahn statt. Die vorbereitenden Schritte werden von einem Ausschuß geleitet, dem u. a. Geh. Regierungsrat Cludius=Münster, Dr. Hunsdieker=Hohenlimburg, Sanitätsrat Dr. Kolbe=Bommern, Brandmeister Müller=Dortmund, Dr. Trebs=Hagen, Oberbürgermeister Sporleder=Herne angehören. Die Uebung bezweckt, die bewährten Transportsysteme den Sanitätsmannschaften vorzuführen und Neuheiten auf dem Gebiete des Eisenbahntransport= wesens, dem die Militär= und Eisenbahnbehörden die größte Bedeutung beimessen, zu erproben. Der Hilfslazarettzug wird in Hohenlimburg zusammengestellt und nach Altenhundem geleitet. Nach Prüsung der Leistungen werden hier Vorträge gehalten über das autogene Schneideverfahren im Dienste der Sanitätskolonnen und die Verwendung des Sauerstoffs im Rettungswesen. Die Ergebnisse der Prüsung der Transportsysteme werden in Lichtbildern gezeigt. Auf Veranlassung der Behörden vom Roten Kreuz hat die Eisenbahnverwaltung ermäßigte Fahrpreise für die Teilnehmer an der Uebung zugestanden. *: Holzen, 9. Mai.(Bautätigkeit.) Herr Landwirt Gössing läßt durch die Baufirma Stelbrink und Frage in Verbindung mit dem Wohngebäude einen neuen Stall und eine Scheune errichten; die Gebäude sind im Rohbau bereits sertiggestellt. Vom falschen Bürgermeister Thormann, Die Angelegenheit des falschen Bürgermeisters Thormann wird sich vermutlich noch längere Zeit hinziehen, ehr es zur Verhandlung kommt. Infolge der Ablehnung sämtlicher Kösliner Richter kann die Voruntersuchung materiell nicht geführt werden. Der Magistrat zu Köslin hat jetzt gegen seinen ehemaligen zweiten Bürgermeister einen Zahlungsbefehl in Höhe von 800 Mark beantragt, mit der Behauptung, Thormann habe diesen Betrag in amtlicher Eigenschaft einem Architekten Johannsen zur Zahlung bei der Stadtkasse angewiesen, aber selbst behalten, indem er fälschlich eine Quittung anfertigte. Das Amtsgericht Köslin hat den Zahlungsbefehl erhalten. Thormann hat Widerspruch erheben lassen. Es soll sich um die Bezahlung eines Projektes für das Kösliner Jugendheim handeln, welches im Jubiläumsjahr 1916 fertiggestellt werden sollte. In,wischen hat die Ehefrau Thormann die Ansechtungsklage gegen die Eheschließung angestrengt. Die Zivilkammer des Landgerichts Köslin hat einen Beschluß erlassen, der dem Thormann die Verfügung über das Vermögen der Ehefrau untersagt und ihm die Nutznießung entzieht. Westfalen und Rheinland * Hagen i. W., 8. Mai.(Hagen, der zweitgrößte Bahnhof des Westens.) Nach dem am 1. Mai in Krast getretenen Sommerfahrplan werden auf dem hiesigen Hauptbahnhof täglich 425 Personenzüge abgefertigt, und zwar 216 abgehend und 209 ankommend. An Sonn= und Festtagen kommen weitere 33 Züge hinzu. Im Kölner Hauptbahnhof gelangen nach der neuesten Statistik täglich 457 Personenzüge zur Abfertigung, davon 230 abgehend und 227 ankommend. Hinzu treten hier an Sonnund Festtagen 57 Züge. Der Hagener Bahnhos hat demnach den zweitgrößten Verkehr des Westens, da in Dortmund, welcher Bahnhof noch in Betracht käme, nur 388 Personenzüge der Abfertigung harren, wozu noch 16 Sonntagszüge kommen. * Hohenlimburg, 8. Mai.(Ein hartnäckiger Selbstmordkandidat) hat endlich den gesuchten Tod gesunden. Es handelt sich um einen Logisgänger, der in eine Jamilientragödie verwickelt worden ist, die kürzlich ebensalls mit dem Selbstmord einer Person abschloß. Der Betreffende hat zunächst versucht, sich in seinem Logis in der Nahmer aufzuknüpsen. Bei diesem Vorhaben wurde er gestört. Einen zweiten Selbstmordversuch unternahm er im Mühlendorf, wo ihn sein neuer Logisgeber eben alls rechtzeitig abschnitt. Dienstag abend hat sich der hartnäckige Selbstmordkandidat dann unter falscher Angabe Eingang in die Telephonzelle eines hiesigen Gasthofes verschafft, wo er später erhängt ausgesunden wurde. * Altengeseke, 8 Mai.(Die Mordversuchangelegenheit) wird immer verwickelter. Am Dienstag sind die unter dem Verdacht der Mittäterschaft verhastete Frau Schroer und deren jüngster Sohn wieder freigelassen worden. Dagegen ist der Verwalter Kreß noch in Haft. Verwunderlich ist es, daß der wachsame Hofhund am Tage nach dem Ueberfall in einem Kleiderschrank auf dem Zimmer der Frau Schroer aufgefunden wurde. Schroer selbst liegt noch im Krankenhause. Er hatte direkt nach dem Ueberfall Kreß auf das Bestimmteste als den Täter bezeichnet. * Horstmar, 8. Mai.(Roher Mensch.) Die in der Kolonie wohnende Ehefrau Johann Olias wurde in der letzten Zeit durch ähren Ehemann wiederholt in äußerst roher Weise mißhandelt. Trotzdem die arme Frau ihrer Niederkunft bald entgegensieht, schreckte der Unhold nicht davor zurück, sie mit einem dicken Stock zu mißhandeln. An den Folgen liegt die Frau im hiesigen Krankenhause schwer krank darnieder. * Hilchenbach, 8. Mai.(Einen tollen Sreich) verübte gestern abend ein Mann aus Herzhausen. Er stellte sich in Haarhausen dem zu Tal kommenden Eilzug mitten im Gleis, mit gesenktem Kopse, gleichwie ein„Bülles“ entgegen. Schon glaubte man im nächsten Augenblick eine zerstückelte Leiche vor sich zu sehen, aber der Lokomotivführer hatte acht gegeben, und im entscheidenden Augenblick hielt der Zug. Zu gleicher Zeit, als das hinzueilende Zugpersonal sich mit dem Störenfried und seinem zuschauenden Kollegen näher befassen wollte, kam der Herr Wachtmeister des Weges, der den Eisenbahnbeamten diese Arbeit abnahm. Ein gehöriger Denkzettel dürfte das Ende der Heldentat sein. * Mulheim(Ruhr), 8. Mai.(Das Treppengeländer.) Ein schwerer Unglückssall ereignete sich hier gestern nachmittag im evangelischen Vereinshause. Das achljährige Töchterchen des Verwalters rutschte in einem unbewachten Augenblick das Treppengeländer hinunter. Hierbei stürzte das Kind von der zweiten Etage auf das Asphaltpflaster, wo es mit dem Kopf ausschlug. Es trug bei dem Sturz einen doppelten Schädelbruch davon und blieb tödlich verletzt liegen. * Düsseldorf, 8. Mai.(Die Kafseekanne.) Das eineinhalbjährige Kind einer auf der Lindemannstraße wohnenden Familie hatte in einem unbewachten Augenblicke aus einer Kanne heißen Kaffee getrunken und sich innerlich so schwer verbrannt, daß es im Krankenhause gestorben ist. Letzte Drahtmeldungen. Aufklärung des Attentats auf das Kaiser Friedrich=Denkmal. Berlin, 9. Mai. Das Attentat auf das Kaiser Friedrich=Denkmal in Charlottenburg, das in der Nacht zum 11. März verübt worden war, hat jetzt seine Aufklärung gefunden. Die wochenlangen Ermittlungen haben das Komplott aufgedeckt, das in einer Gastwirtschaft in der Sitkingenstraße 39 gegen das Denkmal geschmiedet worden war. Die Gastwirtschaft gehört dem Schankwirt Paul Nauh, und von ihm ist der Plan der Denkmalsschändung ausgegangen. Die vier übrigen Beteiligten sind Gäste, die in dem Lokal verkehrten, und zwar der Fabrikarbeiter Rudolf Linke, der Schlosser Hugo Gipfert, der Schlosser Friedrich Schrinzer und der Fabrikarbeiter Ruhls. Alle fünf Personen waren an dem Attentat beteiligt und haben bereits die Tat eingestanden. Entsetzliches Familiendrama. Dresden, 9. Mai. Der 29jährige Lagerist Max Schenk durchschnitt seiner um drei Jahre jüngeren Frau die Kehle und tötete sich selbst. Das Ehepaar war bereits tot, als man es gestern vormittag auffand. Man fand einen Zettel vor mit den Worten:„In Liebe vereint. Versorgt unsern Heinz gut.“ Offenbar ist die Tat in gegenseitigem Einverständnis vollbracht worden, da die Frau am Tage vorher ihren Sohn zu ihrer Mutter gebracht hatte. Furchtbare Tat eines Geisteskranken. Beuthen, 9. Mai. Der frühere Polizeikommissar Selle aus Myslowitz, der wegen Bestechung in einem Obernicker Sanatorium verhaftet wurde, ist gestern abend aus dem Untersuchungsgefängnis wegen Geisteskrankheit entlassen worden. Er begab sich zu dem Bauführer Langer in Beuthen, der ihm Unterkunft gewährte. Heute früh brachte Selle sich 15 Stiche in den Unterleib und mehrere Stiche in die Herzgegend bei, außerdem öffnete er sich beide Pulsadern. Selle wurde sofort ins Krankenhaus gebracht, doch dürfte er infolge des großen Blutverlustes kaum mit dem Leben davonkommen. Selbstmord auf einem Autobus. Wien, 9. Mai. Eine aufregende Szene spielte sich gestern auf einem Automobilomnibus ab, der den Verkehr zwischen dem Stephansplatz und dem Nordbahnhof vermittelt. Während der Fahrt ertönten plötzlich Revolverschüsse von der Plattform her. Der Passagiere bemächtigte sich große Aufregung. Ein Mann feuerte 20 Schüsse ab, ohne jedoch einen Passanten zu treffen. Der Schütze richtete darauf die Waffe gegen sich selbst und war auf der Stelle tot. In dem Toten wurde der 23jährige Joseph Reichenauer festgestellt, der wahrscheinlich plötzlich von einem Tobsuchtsanfall befallen war. Suffragettenskandal vor Gericht. London, 9. Mai. Wüste Auftritte spielten sich vor dem Schwurgericht in Leeds bei der Verhandlung gegen die Suffragette Lilian Lentone ab, die wegen Einbruchs in ein Haus und Brandstistung vor Gericht stand. Die Angeklagte nannte den Vorsitzenden einen Flegel und redete ununterbrochen, so daß weder der Richter noch der Staatsanwalt zu Worte kommen konnten. Die Angeklagte wurde schließlich zu zwölf Monaten Gefängnis verurteilt. Bei der Urteilsverkündung brach ein Suffragettenskandal auf der Galerie aus. Der Gerichtshof wurde mit allerlei Gegenständen beworsen und die Gerichtsdiener von einer großen Anzahl Wahlweiber überwältigt. Erst als polizeiliche Verstärkungen kamen, konnte die Ruhe wieder hergestellt werden. Zwei Brüder ertrunken. Rom, 9. Mai. Die Brüder Mascangni, die den Flügen des italienischen Fliegers Manisseros auf dem Flugplatz bei Ferrava beigewohnt hatten, wollten mit einem Motorrade nach Ferrara zurückkehren. Als sie mit höchster Geschwindigkeit über die Panora=Brücke fuhren, stürzten sie mit dem Rade über das Brückengeländer und ertranken in dem reizenden Strom. Die Erde bebl! Erdbebenkatastrophe auf Sizilien. Mailand, 9. Mai. Gestern ist die Provinz Catania abermals der Schauplatz einer surchtbare: Erdbeben=Katastrophe gewesen. Gestern abend zwischen 8 und 9 Uhr wurden im Bezirk Acireale drei Erdstöße wahrgenommen. Mehrere Ortschaften sind zerstört, das Dorf Liani ist dem Erdboden vollständig gleich gemacht worden. Der größte Teil der Bewohner liegt unter den Trümmern begraben. Niedergemetzelte Rekruten. Sofia, 9. Mai. Nach hier eingetroffenen Meldungen sind kürzlich in Ristovac achtzehn mazedonische Rekruten, die den Fahneneid verweigerten, bei einer aus diesem Anlaß entstandenen Schlägerei getötet worden. Ferner ist eine Kompagnie Rekruten aus Istip, die ebenfalls den Fahneneid verweigert hatte, nach Kragujevac gebracht und von serbischen Soldaten niedergemetzelt worden. Die Meldungen haben hier große Erregung hervorgern#en. Der Wassenstillstand von den Epiroten abgelehnt. Durazzo, 9. Mai. Der Wassenstillstand wurde von den Epiroten nicht angenommen. Gestern sind 209 Griechen, Ossiziere und Mannschaften, in Santi Quaranta gelandet. Die Ossiziere nahmen vor der Landung die griechische Kokarde ab. Gestern ging der erste Sanitätszug von hier ab. —— Büchertisch. Alle unter dieser Rubrik besprochenen Bücher sind in der Carl Braus'schen Buchhandlung zu haben. Mexiko, das wunderseltsame Land, um das die Leidenschaft der Menschen seit Jahrhunderten streitet und über dessen Flur vom brennenden Seegestade bis zu den Schneegipfeln ewiger Berge Sage und Geschichte ein dichtmaschiges Märchennetz gesponnen haben, ist durch die aufregenden Ereignisse der letzten Zeit wieder in den Brennpunkt des öffentlichen Interesses gerückt. Die von Paul Keller im Bergstadtverlag Breslau herauszegebene Monatsschrift„Die Bergstadt“ bringt in ihrem eben erschienenen Maihet aus der Feder der in Mexiko lebenden bekannten deutschen Dichterin Anna Nitsche einen glänzend geschriebenen Artikel über das stemde Wunderland, der noch durch 22 Originalabbildungen erläutert wird. Auch das neue Heft rechtfertigt die Empfehlung dieser vornehm gehaltenen, so vielseitigen und dabei so billigen Zeitschrift. Das Abonnement kostet vierteljährlich nur 2.50 Mark. Gottesdienste. Evang. ref. Gemeinde. Sonntag 9½ Uhr: Pastor Tenberger. Evang. luth. Gemeinde. Sonntag 8 Uhr: Pastor Ohlig. 9 Uhr: Beichte. 9½ Uhr: Pastor Nell, hl. Abendmahl. 11 Uhr: Kindergottesdienst. Westhofen. Sonntag 10 Uhr: Pastor Ohlig. Kath. Pfarrkirche. 6¼ Uhr: Stille hl. Messe. Pfarrer Schnurbus. 7½ Uhr: Frühmesse mit Predigt. Pater Zeus. 8 ¾ Uhr: Schulmesse mit Rosenkranzgrbet Kaplan Röseler. 10 Uhr: Hochamt mit Predigt, Segen und Prozession.— Kollekte für Holerhausen, Horstmar und Langensalza. Nachm. 2½ Uhr: Maiandacht. Filiale Lichtendorf. 7½ Uhr: Frühmesse mit Predigt. 10 Uhr: Hochamt mit Predigt. Nachm. 2 Uhr: Andacht. Verantwortlich für die Redaktion Friedr. Kraas. Druck u. Verlag von Carl Braus, beide in Schwerte. FIOTORWAGEN Fahrrad-Vertreter: Karl Feit. Ein Versuch überzeugt Wenn Säuglinge und Kinder im ersten Lebensalter trotz sorgfälligster und liebevollster Pflege nicht recht in der Ernährung vorwirts kommen, so empfiehlt sich unter allen Umnänden ein Versuch mit Nestle's Kindermehl. Bei Magenund Darmstörungen, die infolge Verabreichung schwer verdaulicher Kuhmilch oder nicht geeigneter Nährmittel entstanden sind, wirkt Restle häufig in kürzester Zeit geradezu Wunder. Für einen Versuch sendet eine Prodedose gratis und franko Restle's Kindermehl G. m. d. H., Berlin W 57. 6232 Demm Rachraff Kreuzstern achte man darauf, dass die Würze aus Maggi’s grosser Originalflasche gefüllt wird; denn in diesen Flaschen darf gesetzlich nichts anderes als MAGGl: Würze feilgehalten werden. Klddlt gstic mseums 10chr + Spezial-Behaudlung es von Magen-, Darm-, Leber Blasen-, Nieren-, Ilerz Haut- u. Gallensteinl iden, Flechten jeder Art, Bettnässen, Veitstanz, Epilersie, nervösen Kopf- uMagenkrampf. Gicht, Ischias, Rheumatismus Jeder Art, Beinleiden, Lupus, tressende Flechten etc. Glänzende Erfolge in fast 2 jähriger Praxis. Spezial-Institut für ausscheidende Hellweite Hacen i. W., Karlstr. 36, Teleion 1663. Sprechzeit täglich 2—3 Uhr. Sonntags 8—12 Uhr. Montags keine. *I empfiehlt Magnum bonum C. Lethaus. Vornehmstes und größtes Lichlspiellhealer in Schwerke. D 3090 S Fernruf Kn 153 G Grückstr. 20 Zigarren und Zigareten- Verteich erstes u. ältestes Geschäft dieser Art am Platze. Mattheus Müller„Extra“, Gilka, Steinhäger-Urquell, Doppeikorn, " Underberg. Boonekamp. Rum Arak, Kognak etc. ctc. Für Wiederverkhäufer Fabrikpreise. 4— Programm für den 9. u. 10. Mai. Alleinaufführungsrecht für Schwerke: VIMem Pelr oder „Die Befreiung der Einzelne Szenen aus dem Inhalt: Werner Stauffacher am Kaiserhofe zu Rheinfelden. Geßler läßl Staufsachers Haus in Brand stecken. Arnold von Melchthal's Streit mit Geßlers Söldnern und seine Flucht. Geßler will sich an Melchthals Vater rächen. Stauffacher. Walter Fürst und der junge Melchthal schwören, die Schweiz zu befreien. Tell will dem Bunde nicht beitreten, weil er in der Freiheit auf den Bergen wohnt. Geßler läßt in Altdorf seinen Hut aufrichten, vor dem jedr sich neigen soll. Tells Apfelschuß. Geßler mit seinem Gefolge auf dem Vierwaldstätter See. Tells Flucht. Geßler läßt Melchthals Vater blenden. Der Schwur der Schweizer auf dem Rükti. Geßler und Tell in der hohlen Gasse zu Küßnach. Geßlers Tod. Die Schweizer befreien ihr Vaterland. Dieser grandiose Film ist ein Kunstwerk ersten Ranges, bearbeitet nach den ällesten Quellen und in der Schweiz an den historischen Stätten ausgenommen. Von der Presse sehr günstig beurteilt, von hervorragenden Pädagogen wärmstens empsohlen, ist dieses Bild überall mit außergewöhnlichem Veifall aufgenommen worden. 90 Außerdem das reichhaltige Programm. 5 Akte. AUTEEA bekämpft von einer einzigen Flasche von Akker’s Abteisirup. Frau E. Trippert, Caub(Rheinland), Bücherstrasse 161, teilt uns mit: Mein Mann litt während geraumer Zeit an Asthma. Immer klagte er über Schmerzen in der Brust und im Rücken. Der Schleim war wie festgemauert, was ihm starke Beklemmung verursachte, sodass er nach Atem ringen und fortgesetzt husten masste. Nichts half, bis ich eine Flasche Akker’'s Abteisirup für meinen Mann kaufte. Sofort löste sich dann eine ganze Menge veralteten Schleimes. Von Tag zu Tag erheite sich mein Mann mehr und mehr und als die Flasche Akker’s Abteisirup aufgebraucht war, war mein Mann besser und gesunder wie je zuvor. Akker’s Abteisirup hat sich als ein bewährtes Mittel erwiesen zur Erleichterung und Verhinderung schlimmerer Erkrankungen der Atmungswege bei Asthma, Bronchialkatarrh, Intluenza, Keuchhusten, gegen den hartnäckigsten Husten und die schwersten Erkältungen. Man verlange als Zeichen der Echtheit den roten Streifen mit Unterschrift des Generalagenten L. I. Akker. Preis per Flasche von 230 Gramm Mk. 2.— " 5•0" Mk. 4.— „ 1000" Mk. 6.50 Also je grösser die Flasche, je vorteilhafter der Einkauf. 3265 Engros-Vertrieb Handelsgesellschaft„Noris“, Zahn& Co., Köln. Zu haben in allen Apotheken. JuniAbler Straße 14. Sonnlag, den 10 Mai: Große H. Möller's Burlesken= und Komödien=Ensemöle. H. Möller der unverwüssliche Komiker Morgens 11—1 Uhr: Kr Matinee. Nachmittags Ansang 4 Uhr. K Hörder Männer-Gesang Gegründet 1847 Chormeister Fr. Rummeld. KUnzere im Freischütz am Sonntag, den 10 Mai 1914 Beginn nachmittags Punkt 4 Uhr. — Mitwirkende: Destandtelle: 20 Ko. merik. Honlg, 48 Ko. Zucker, 400 Gr. Nuseblatter oxtr., 200 Gr. Soimisbstein, 580 Gr. Gorstensirup tschnfache Stärko), 130 Gr. Extr. v. spanl#ehem Sait, 200 Gr. Jestilliertee Wasser, 5 Gr. belmialgeiet, 92 L. Fencholwasnor, 31., Warnt# iet Molo. 201 Gr. Selleylehure, 1•0 fr. Acelyl-halierlsauro, 18 Gr. Zimmtöl, 45 Gr. Er#ronruof mit Fuchelol. 30 r. Anist-Opien und 3 Gr. Ventiliseh Guramee 4 1 Konzertsängerin Fräu'ein Else Herms (Sopran) Konzertsänger Herr Fr. Müermann (Bass). Eintrittspreis 50 Pfennig. 8— Der Frurich- Konzertflügel wird von der Firma o g Schulze zur Wisch& Co., Dortmund, 8 Krüger-Passage, gestellt. se. Erhalte Dienstag eine graße Sendung W. Brauchmann Bahnhofftr. 16. A Anllgemeine Vilsmamtendasse Schwerte(Linyr). am Sonnabend, den 16. Mai 1914, abends 8½ Uhr, im Lokale des Wirtes Wilh. Kordeck, Bahnhofstraße 34. Tagesordnung: Wahl des Ausschußvorsitzenden. Abnahme der Jahresrechnung pro 1918 und Entlastung des Rendanten. Aufstellung der Krankenordnung. Verschiedenes. Schwerte, den 8. Mai 1914. 3271 Franz Stelbrink. CoEDGUnHG|naaaabbbGba Mipuratar u. Aufbuger=Austalt Wilh. Niebaum, Hageuerstr. 1 Arpienrich, Curstaudrn u. Kufbagern von Herren= und Damengarderoben prompt und billig. Auf Wunsch werden die Sachen abgeholt und zugestellt. Nächster Hver= Fl 1 findet bestimmt Mittwoch, den 13. Mai statt Die Magerviehhof=Verwalsung. 63 mit Wollrand sitzen fest und rutschen nicht. In vielen Mustern vorrätig. 2728 Alleinverkauf OttUMaTK, Schwerte Ostenstrasse 20. ! Bei vorkommendem Trauerfall mache ich auf mein zeu eingerichtetes Uatglager in Eichen=, Pitsch pin und Tannen=Särgen aufmerk in allen Größen und so huster Ausstattung zu billigen Preisen. Tillmann 6714 Wilhelmstraße 26 Kindersärge UrUns. Tapeten! Neturell-Teptten von 10 Pf. an Gold-Tapeten von 20 Pf. an inden schönsten u. neuesten Mustern. Man verlange kostenfrei Musterbuch Nr. 276. Gebrüder Ziegler, Lünsburg. Brückstr. 12 Direkt am Markt. Brückstr. 12 „Zum alten Rathaus! Samstag, den 9. Mai und Sonntag, den 10. Mai 1914: Der geheimpisvolle Klub. Aufsehenerregendes Sensationsdrama in 3 Akten. Das geheimnisvolle Treiben des Klubs der Lebensmüden.— Jeden Freitag wird um das Dasein gespielt.— Wer Pique As zicht, muss sich selbst“ erschiessen, nachdem er zuvor sein Leben zugunsten des Klubs versichert hat. Riesig aufregend und nervenanspannend In Not und Gefahr. Acusserst spannender Zweiakter. des Lebens. Ergreifendes Drama aus dem Leben in 2 Akten. Ferner das übrige reichhaltige Programm Achtung. Einem verehrlichen Publikum von Schwerte und Umgegend die ergebene Mitteilung, dass es uns gelungen ist Herrn Rezitator(Erkläret) Paul Jakobsen. Hagen Schüler des Herrn Meister Rezitators Arthur Hahn, für das Metropol-Theater zu engagieren. Herr Jakobsen beginnt heute den 9. Mai. Klavier und Harmonium(kein elektrisches Klavier). 86 □ □ □ □ □ □ □ □ □ □ □ □ □ □ □ □ □ □ □ □ □ □ □ □ Ortsäusschuss für Jugendpflege in Schwerte. Sonntag, d. 10. d. Mts., nachm. 6 Uhr „Im Reiche des Wassers“ des Barden Dr. med. Krisiel. Eintritt für Jugendliche frei, für Erwachsene Karten im Vorverkauf im Hotel Kaiserhof, in der Brausschen Buchhandlung und in der Schöttlerschen Zigarrenhandlung zu 1,50 Mark und 1,00 Mark, Schülerkarten 50 Pfg. 3267 Der Ortsausschuss. □ □ □ □ □ □ □ □ □ □ □ □ □ □ □ □ □ □ □ □ □ □ □ Sounaunoaabanannn Zentral-Hotel Sternberg. Sonntag, den 10. Mai 1914, nachmittags 5 Uhr TSHLUFC. Musik: Iserlohner Solo-Quartett. Eintritt frei! Eintritt frei! Es ladet freundlichst ein 3269 C. Jungesblut. Zum Ausschank kommt Kronen-Pilsener Bier Verwaltungen von Häusern u. Grundstücken, Beschaffung von Hypotheken, An- u. Verkauf von Grundstücken, Regelung aller vermögensrechtlichen Angelegenheiten, insbesondere Erbschaftsregelungen, vergleichsweise Erledigung streitiger Rechtsangelegenheiten, v. sonstige Vermittlungsaufträge, sowie Inkassomandate evtl. gegen Kautionsstellung, übernimmt bei gewitsenhaft Ausführung Otto Schmidt, Hohenzollernstr. 5. Vernichiunzdpuser. empfiehlt C. Lethaus. i— ge W Wt i W un n gi at gun umn gii 1 sg uuc uh i an Micih uct 10 flaut m Wpi M M u d. „ M ug ihane u i ohog“— u dou 13 316l— Mc u u Wh u. uniug u u Mt W c D a M ug 21— 110— soc g uhensbuvun u W t uin Wug S M i su utuee gun ui M a u ue ue n u r gui Wtunc Ui e uce i u ud Spisqusbnzz Siuig Do u d M S t t M M u gu W g Wn„udt hi urmt uat— Misgt uoguneneu bnlig Juelt ucn i Wcng in geifsgurf W cit M i igig uu Wttt ct socg“ u i u Mn u ung 83 S Mt uuc Mncc ips uune .. nucn D nig e u oc s ii scpcpe“ —— S e uopnie u im u P n uu Mninunc i u M M ui cien M iig un i e i sung „bnn Lubb— Wubat oi S ut Wt u Hi uti soc“ Prin iig u in spsc) pr W u i tet M ln W in#i gun Mat W Sii ud u uc 1 I guisgunctsg hoihni M Mpi ch Wc M 3— i Mut ct bat iu bupsl 89 „ Mtt ou b uu uung bnlig ugg unsatag U t uun„at pi uncugl — M cin.— Win c pl pi t uch ig honiz i uung u Wchh u o Pint hilb ulhllcb dig sn Mugng h nc Wah Veigub#1cc pnane M u Mu Wtun i sn bc „ WM sc cc. hni t ugng ec cg Mt n ut i un 1 ne Lcuccet „ inne— Fwusicnaz u Wt uu gun M u ui M u u i sei n unc haag fnucß#1. 130 Ur Su u uu Ws Win uet## hiuug W S it i uui unguc M bin u u c n tg Wnt uun gnn usuinnlug sog un i u W uuuc„uug W Wu e ig n iee Nul. W t uiie und buic i hog unc“ t u lli Uu unt Mch un n unn M M Moi ct n u at#hocol S ln ucln M piig e uhg u t u u i Mee W n Wgiagg nbug W M cpn gun= h uur nng u M i tt i Prkucch M W tuch M ung uscpiol ul in 500 Munn s tuic bii Wclt t mg i— ini schhn WM M M i gun Wnt un 10 hung Wng uag iu Wn d i##1 uueg bihni ne n M Wu nug Huie 1 t uscuscpnane uu sc ui wu gun Si M pug“ i M Ht wu ui pr n un Mpnic uct tcusubog M gu We tt Su 1 Mc hn uun si iene sg Mt gu in t Wn W hign un n Wiic W W 319gu5 Sojpla u0 un ii ttt unhun W u uit s ulgunchp un t un ic Priu P n Su W W Mpt M i u u Mnic (-Junsss##L 6) uei Wie=unc Pun-n S S Sp sbes Sgg pon s 31sn 8 bureneg 9 — ii t in ihut Me ng Puschon 16— 311 gun i P u ausu gun gn ur M Mct Wt n uc Wt M M Na sc 1 12; bigusal Ne 1 e Mchi u hbeb fhnips uund ii l#t r Wttuu gun ung rn b Guu uuoh Hu spnt Wpht wut zimt varko(pou U gun t Wg nom Inm a W a Wee Votnellpun f ul u n fhiln gun Aunn e W e upin M Wt M i Wu W un M usiu e M ii Mi M W tt iei iic g ut N uge Mi Wel zun P gn h t#c i# p uuid ui umne uuc ta ushbag mele gu n U u e gun owpjuen ang a a cip M goe i upcit uun##(pfig##il ur uguni r3 gun d M c hnttt uc W u uhng utt lungs u Wun scict hihung hnng##i cu Wop Pn uh sog Gu sig Wnt ffe Wchl molbunf Lunb Sulnc tag un spogobnt U n W wmt iccl i u Wr nti ahnhng uelunb tg fim uung gun n um t i un dgie tt Wit i M iit Whalogind e un ucl laof Weue ua Whng gnnn . M lln w W n n gun uwtn ig uhnc Pt n i uzct gun guni cial Wbucg ig pngppg fim Anmi U lin c Wnn ubg giii unig Mhung sg uml (pog gun uuauts uheusbuvun aol Sig a# usganal W Wt uhhad Wt c fig(uui) M u unn i ii W cu ig ut i ut W S han un cl nospmt ing tt##g(ond Sval uuh Mi W buhnzgg 1 bintah n uni Mhi buhg Wi c W M Wt uce= Wh n n Sbungunc Wo t##ic hii nut fgl u ou Uu ug uuig ui t Sui W iinsg u ln fc itpati 100 Wee iic saute W tung Wt e Wl ii une S g Wuut Wulte Splig muag inv bnucb gt Mcu##un iinib ug lnit ict ig Whzun W M WW i ciunc M u W ce 1g hnik W it W n Mig u ud ucs tt uh g W n W Nuu gun qucgn 53 11 ng W W M i W M u n ung 120 W c imhisec pn pnd udct uunh ii Wet entu Suuch Sfeat gun 9ocb os vi 1 n i n h giic Prui M W unhohn sso Mi Wpriun Mt gun W an W cun Sog it a W iu Mig M n atun Wiu uuisoh Wiig W e tiic iun guvch 13g hno 1bay sbupscus Gusz V., ggg M 1 ucul ushusng mn shm no ia ei hn c og ol So uci u Wn c M g uunn i 6 u M i hu u S elnfugsig me uspacl ne uhr u Met Wtung uquzung Wl u t sl in ahign ung uuee ueg Wu W uit c t umt u t uic ig ute Wiishi Pr W i Wu uiluebeg mn bunpt Doh a uc un i ui and— Uage — i W i ii cuihzu A t fuc i i hg gun wh te pog pug dd um u Munt im g. cnn au icuht M it u Msi W dc. Wir gu Wpr Mtt i Weihndsb hin in bunt Wtg uuc zu hol vb gui— W W Wn in ct cl n W Mcig hu pmt suzi u Mt Wt g au n gin guniit hao Wout hiat(pou gun(pvu uhr umt g.. udt 61 gu und in uug bunl zzuvsbb St W i titt c Wehzung W Mt icgt unsupin ph Wct i i u Wit g Sin uni g gun Mit g anb zfniß uobunt S ii e Hin 1 ss cltuung gum gubl ppifmnm M ct W gng jusig gun e at iunig h bucn gun *** u i s M Mpi W n iii c M „. u Wit Wt uui unt 10#hl##al M t t 11ct 1s so gun:Hc M Wc u i Svat ee## iun uht Wu aii Ppigus tpii 13 sin u t gun uhn Lur tpd il uu gu nn g ndn Jum uuind u Wi ut Mi iunnig gin Wtt M guhl gun M M u uuh ut ull M fi hini uucne# I t— M Mu W M ec u u un Pinik Sute Mun uis uom sso gun 19 216 agund... 6310 12 gun MM t al uct Wehiu Dan W ir ochl gun u ui g in Wut uhbn 12:10a i unr unig c „Miu n fn s gun n uit ie i ut gichilue te un i u W du Wg Wu ui M Mnu ut Wet M t Wii hn ui ne u tiu t 4 0 35 9— 9 9 " 653 Et 28 E S S.5GESERSG Sa#es# #r. L.aCiS# ES— u W t gu uhag s# uunc Mn hu uag Sos u uc Whtiallug n ig uns ur i t D ngig dLubb sbg— uobniz Wct c ium ig n „ Wi h siu#i udct u Wtte deisb W r Mu W Mi c„ hen ii c in eu truecpe t i Wt Wn Wu 1 at Wec i cu Mini en hob ii ue uunc — sc.. Meci u uu M an uite cc.„uuce u ug u S i u M— We W Weie Wu u u guihl Su hlig. i M i 1 sganat unze We noa Sh nn c Wt Mn u „A W an gun Mt pi Nin uuc— ui ul uslbluscl Mh uuc uuuh dugg i et n— Wt unu ue usluenb u ib utt u Sats h ui uu n un t Wit ub i uohog“ M e f M M Uu u n g pisqusbnge uou— z We u M S Mnn„u n S hnsb cs“ i n gu e unc 1 udr Mt u i Wc i Wit un#..1 clgguc Mtt gun Mte u u 1 uuih# Sat i 1oho W M Mc „Aahsb urug Ind u u— Mun u inch hnd Uohacplob si sog M utu g iit sobigpub M ubag Soppinn Svaucc ae n pin uhn in u erhng sig H M in u uh gu W„uhag baachz“ Wioe ei u pg! uueg Micuh t uti hn N M M Wn iuc at plang gun bun n ng gubl 1 uuuc bunilgunaag Mn un pii M i uu i hpl 19 u u Set Wt r ac“ gun u ne um Mu Mlt fim aho tt ur c Wohhnige Sobun u un uogu Aun u ct Whu i u Wiute 13 sin t e u r ct— Winc n W gun ph ui uut uunch M W npu aeci u Prikuch uh uzog gun u uti 1 Weug t nu 1 uu t u i ihe ub gun it bunt ue iu u i asi Muuc S W M h ih Wig M Mn Wt Wutt ut msgu „ii e 16 sbunt socch“ t gn t gsb ini cl 1 Ms lti M i Wit#“ Moun W i ue Mutu ip uic unne u uu unine anb 1d#bg iu i M i icue 1 sin in Munte Wt t uht ct uc c u i n ate un uh uu ule g uchlag nd##nal 13 u it un iguiun i W si ud Gpou an gun Su Wt Wn u Wat uht ur söni U uini six t ain i W uhe etem Sgen.. 1156 i h Wn i c t un b hn gun— M ien i un 1 ig um W Mge Wi ci p u W tecci u M# buvick unn gun M un W t umt ut u uci 1c hisggia uhl iung v du W el uh i Wage zuie M cun n hut uh 10 siv dagv Uu u hoc br uct ats uuh zin u ee ut W t n cpune t Wnnn M Pruni M si W tcn Wuuc ficl o e nngk.bel wog u bih Wit in g gun Wuht 8 n tut hi suenbiineg ann 13 u i iuu uunct uospomt Sip en uuig ute gi sog thoal sgnvsb pi gun u Sppatog uobnosnba zm Him S t ct e Wun uet ab#st Juuc##i Wite i pup u M uuung iii c WWen hiuung uag uc unt M M uuic ut un unWg fln uscpipns uute u tt iunu uh#“ Mutt W du M Juiest sog 13 boe biaoibnau h gg ce n sitpng sag te gucc 1g env Gu Mle gun ud 1 si fuog gun pnpne uht un ui 1 cah un csleb apc unc pi Wct uug gnn Wsl bohrathpllnn W un M hn ii i eeef ei##i0 ugt W u Mlt hin ulng r ucuhtng inb unng u ucg D iing We ictgng f fun un t b ti 130 ud dlee D ii ttn u Wue put 1 Miagi ut i u gog gun g M unn iin i ucp Gili ic i sui 1 a e iunen###na 1 i g i g i 1 iat piicuh W Milg uubunng gun Win Wut Mit tt s 1 t u g hi u M ui p g hinc uc 10 fiu hil ahn gu u i uichn Wu M t Wuch 1 u M un ue uune oc ( uien f uu piu i M n We pisggsck ol wpi sio gun uct uh ng. W . Ppatp Him zh n— Mn gn uhogiie uu W uc Weschn M M ct int wor □ 2 S 2 S 8 * 6 C0 K 00 6— 8• — s ** 6 S S S 8 * 6 u Wh Manuc p sg i uie ucb uopnze uug fm i d n Wu i nt cnee Ws a u uu t Wt u in hiueni sh un uogof a—fkom gu. a 1r enad gn in n ipe Lehhl 1 szionb un uu ubn i Wuc Wohian daute iui u u a Whun uß Wii bi pn c Me g ud uuer Sp Mi pnte Wt Wn guic sig pnane n Mu uh n Wpe u Hict aunlug M gil ich ol gun uil ne Wu dn Wpu tnd W M ur untun i uhnng u ut it Wut hnl dc sig vg Sn u Stg nig uach iittun i une Wu c un uc uer S We g ct un#1d ii sullg ui W ie uoc#0 gun guihe ue Wepite th h#b giog wl c i t s ucel(pim gunn zurucpe u i i u c inng butn uh fu un a ur pac Muc ic "„ u e z n g u n m n o uhi n ug wtt s Jin Mp u e W uug gun „„„pzu S9 B116 0 — Wr h s bnaf gun ni— n St g ag W ris in u i Gungelog 219 ur e. zu gog pu Stpu gu Wpe uind luur tt Wah Pic i laat vc Wu utng cping uuin n W n n uue r iini uin uclb Mu u at e Gn aui sohnzgg dlgh ne W hihte Licpe NLuvß S ng uunc in Muunne uc hincl Pach r cusuh n he Ne iptche M u un nc ue n uc n hpbu vl zuunz ng:unau ng vnal vus fusgune juug eg lgchuan. tt uun#— u uuenc „u i Me scpptg— unde in s W###lng.0 Uu 16 Sal. Wun„ccW W s ice uago u Mn— Wu Wucee We W u u 1 sin 1100— ue gnn dgieng ei e u t n wi#sch uu„u hog“ uzm“— M gun pone wut u u unan 100— 0|1— ign sicl c e W i s“ —cc. ue paun f Juiu nd sh ug uc zim uh uug W M unh ind— v“. iciemm 1 t, u i i ti h#g. u in gun— umt at un M Sur Wc uunnc pig fi un sig iinen S gu r st i g sin uni n Wu Wh atts Sicg gutcling Sg S tse Mpi i i cn Wd— ui ne Uo nn 11 uuhhg“ i„gung g 1" ic upne e uu uc gogsg gun— ahn uhll an wall gun — W uc iie uhsob uh Wue W uihh ucze Wt t chi u ucg le uuh S uit gu atte e Wl##n ug gno n t u c es nm e ui We Ncun u W p i W#ud uum 1piu uu g pin u icin nn hoch uue n inh i unee uunig nhn i bucb ud 1 buck####l gun uc hnict uezuhhcleb muag Inv bigingobun### t M Wn M u unpc M M u i ic fuhpal gun u u i whtdal M n uue pog sginal Sppzg Lubb## W ie p u ust n ndulg e ppc#hp uug umne i ne c h gu e iht dc aun be 1 uunk uc Wiuh Popuh u uud pg at— b p uiugie 168 Scu e Hud W W M et gu umhen i u! Mc oh inct Wopbllno z u ge e ihunn Sp it Mehit dtsi t ut ah! W t hh# an u utun M m Pihihl— gun ullg a A n Mc Mcn n oi Uu r u ginct uion u gun M W u i uihuncg un 6— De M Wgti h uug— unn alln P t gu Wuc M#i n oe Mi W in c uic scin ibb ai ur t fehgg gun S 2 Wu g Wt u guhit ntotz ne Wi in pie u ii uc cie hnze hn u i lh uhunt Wuee Weute M i Woi Whn sn M d t e hinM Mus wval ite ter ia Sne ——— 102 r Wn it l use### MWi i cun M h i ui Vecc i c Aei W We n U gu u 1 S tn ehng hoch „ Mun M schlunh Mplal“ M W e ue ao Mict S u i i e n un iihii M uo Mne Wciihhng daute anu ionb suho sof Pr D i hn tuipig i fue i iid g Hinsducg* „* Prui Mun S M Wuig M fn#g##### 1oa uom spal gun Mlug ut aar M u uu cu ut c Ma g in uh nobun Si ue i c hog uohpoit ne aiin lice u ihu bu— uit uns anv##ho e uid uhng vg—. u satts cuht uunee ic „M W Weh M tu t i oe uincucß H uhoct uut Wwin Gou ut gun sctziun g S ut u Wie hu n Sscpiu 1bb M Min. Mc„uun“ u i itt uuat Wscpil l W W hat 1 ungs zzuizut Piosck ubb sctn sunte uun iat uuen ug u..„ n280 u n Mpei Me c#i Mue usbung 8 ut i at uu at umug gun uen at Wepn nn u ui g 2