War Anertielses Kresoltkt Die„Schwerter Zeitung“ erscheint täglich. außer Feiertags. Bezugspreis M. 1.80 vierteljährlich, bei der Post für Bestellgeld 42 Pig. mehr. Wöchentl. Gralisbeilage:„Illustrierter Familienfreund" u. tägl. Unterhaltungsblatt. Anzeigenpreis: Die slebengespaltene Petitzeile oder deren Raum 10 Psg., Anzeigen von auswärts 15 Pfg., Rehlamezeile 40 Pfg. Jeder Rovalt gilt als Kassarabakt u. erlischt bei Konursen. Zwangsvergleichen, gerichtl. Klagen u. Nichtbeachteng d. gemacht. Jahlungsbedingung. Westhotener Zeitung“ Längscheder Zentung Schwerter Volksblatt Schwerter Tageblatt □ Grltes und älteltes Cagesorgan des Kreises 0 Krden-Kreis worene Polzwickeller Zeitung Apielbecker Zenung Verbunden mit: Schwerter Volkszeitung Schwerter Anzeiger zeiger für den Kreis Börde o Haupt-Annancenbiat: Alle kreis- und lohalpollzeilichen Verord. nungen für den Kreis Hörde erlangen gemäß Bekanntmachung dei Königlichen Regierung durch Verossentlichung in dei„Schwerte: Zeitung" rechtsverbindliche Kraft.— Die „Schwerter Zeitung“ gewährt ihren Abonnenten fü: jeden mit Tod endenden Unfall ge300 Mks-Unsall. ru Veriag o. 62. Telegr. Car! Braus. Schwerte. Ruhr . Adr. Braus Schwerte=Ruhr Nr. 101. Freitag, den 1. Aai 1914. 46. Bählgung. — Bratt. Benrscher Keichslag. Berlin, 30. April.(Tel.) Am Bundesratstische: Staatssekretäre Dr. Delbrück und Krätke, Dr. Lewald, Wahnschaffe, Jonquieres und bayrischer Gesandter Graf Lerchenfeld. Vizepräsident Dr. Paasche eröffnet die Sitzung 220 Uhr.„ 115 Eingegangen ist das Rennweltge#es. Die Verfassung für Mecklenburg. Erster Gegenstand der Tagesordnung ist eine Interpellation der Sozialdemokraten, betreffend Vorlegung eines Verfassungsentwurfes für die mecklenburgischen Großherzogtümer. Auf eine Anfrage des Präsidenten erklärt sich Staatssekretär Dr. Delbrück zur sofortigen Beantwortung der Interpellation bereit.„ Abg. Dr. Herzfeld(Soz.) begründet die Interpellation: Die mecklenburgischen Staatsbürger haben keine verfassungsmäßige Möglichkeit, auf die Gestaltung ihrer Grundsätze Einfluß auszuüben, deshalb ist es Pflicht der Reichsgesetzgetzugg, hier konstitutionelle Maßnahmen zu treffen. Wahrend alle Staaten in Europa im Laufe der Zeit sich eine Verfassung geschaffen haben, bestehen in Mecklenburg noch immer die allen Zustände und auch die verflossenen Verhandlungen, die von 1908 bis 1913 wiederum im Gange gewesen sind, sind ergebnislos verlaufen, und dudurch ist der alte Zustand in Mecklenburg erhalten gerlieben. Die Reichsgewalt müßte sich hinter die Großberzöge stellen und mit ihnen den Ständen die Versassung aufoktroieren. Das will aber die Reichsgewalt nicht, sie will den alten Zustand bestehen lassen. Das Reich muß endlich eingreifen und dem Lande einen Landtag geben mit dem allgemeinen gleichen und direkten Wahlrecht. De gegenwärtigen Zustände, sind bedentt#, auch hinsichtlich der iinanzienen Verhältnisse des Landes. Die Eisenbahnverhältnisse in Mecklenburg sind die rückständigsten in ganz Deutschland, ebenso wie die Schulverhältnisse und die Arbeiterlöhne. Gemeinden gibt es in den Ritterschaften nicht. Der Rittergutsbentzer hat die Polizeigewalt in der Hand. Er kann bis auf sechs Wochen Haft erkennen. Daß unter solchen Umständen die sozialen Einrichtungen büchst rückständig sind, ist selbstverständlich.(Sehr wahr bei den Soz.) Nach allem Vorhergegangenem tann man wohl erwarten, daß die Liveralen in diesem Hause unsere Forderung unterstützen. Es ist nicht richtig, daß, wenn Mecklenburg auf Grund des allgemeinen geheimen und direkten Wahlrechtes von Reichs wegen eine Verfassung erhält, der föderativi Charakter des Reichs erschüttert wird. Das beweisen die süddeutschen Staaten. Ich bitte, stimmen Sie unserer Interpellation zu. Staatssekretär Dr. Delbrück: Der Standpunkt der verbündeten Regierungen zur mecklenburgischen sanungsfrage ist in diesem hohen Hause wiederholt dargelegt worden. Ich selbst habe Anfang 1910 und Ende des Jahres 1912 die Ehre gehabt, darüber Ausführungen zu machen. Der Standpunkt der verbündelen Regierungen hal sich seitde m nicht geändert. Der Reichskanzler ist daher in voller Uebereinstimmung mit den Befugnissen der verbündeten Regierungen nicht in der Lage, der in der Interpellation gegebenen Anregung zu entsprechen. Mecklenburgischer Gesandter Frhr. von Brandenstein: Ich habe mich dieser Erklärung nur anzuschließen. Ich habe festzustellen, daß die großherzoglichen Regierungen noch heute auf dem Standpunkt stehen, daß ein Eingreifen des Reiches in die Verfassung eines Einzelstaates nicht erwünscht ist. Abg. Dr. Herzfeld hat die Situation vielfach unrichtig wiedergegeben. Die Steuerreform in Mecklenburg hat eine Regelung gebracht, die der preußischen Einkommen= und Erganzungssteuer gleicht. Das ist ein Fortschritt und kein Rückschritt. Die dortigen Eisenbahnverhältnisse sind voll auf der Höhe. Was das Vorkommnis des Landrats von Maltzahn mit dem Gerichtsschreiber anlangt, so ist die Justiayer; altung durchaus forrekt verfahre.(Lachen unr. Das ist meine Meinung.(Rufe: Echt mecklenburgisch!) Der Chef der Justizverwaltung ist von der Ansicht ausgegangen, daß er recht tue.(Heiterkeit.) Wenn daruber geklagt wird, daß in den Ritterschaften keine Fortbildungsschulen bestehen, so ist es in Preußen auch nicht anders. Dort haben die Rittergüter auch keine Fortbildungsschulen. In den kleinsten Flecken Mecklenburgs haben wir diese Fortbildungsschulen längst. Darauf kann ich mich beAuf Antrag des Abg. Haase(Soz.) Besprechung der Interpellation. Abg. Dr. Spodn Junz erforserlich, daß Meclen, nicht geeignet, den Wünsch Mecklenburgs zu einer nicht in der Lage, in eine nähere Diskussion ül nächst einen dieselbe Sache betreffenden Antrag eine 9 Dr. Wendorff(Fortschr. Vpt.): Die Mitburg eine Verfassung bekommt. Es gehött aber nicht die Initiative zu den Befugnisse zu ergreifen. bel ud=Lücke(Natl.): Meine Parteifreunde Abg, Rolano:. u... die Aufmerksamkeit des doben den lebhaften Wunsch, shen Zustande zu tenSteiches auf die meclesinterszuzung des Reichstages en un event v Ziaeser Zustände zu erbittern Der Inhalt der Intervellation in aber unseres Erachtens vellation anders gegezutergellstsen ii und baß Recht nicht mehr erhalten kann innerhalb des Rahmens des eigenen Landes. Es ist tatsächlich eine heilige Pflicht, alles zu tun, um Mecklenburg sein Recht erringen A5g: Gräse= Güistrow(Konf.): Wir stimmen den Verbündeten Regierungen zu, daß bei dem gegenwärtigen Zustand der Reichskompetenzen ein Eigreifen des Reiches dem föderativen Grundsatz des Reiches nicht entsprechen wird., Zutepellatzon, lig die Einbringung dieser Inltreuate Flegt meiner Meinung nach in dem Bruderzwist zwischen der demokratischen und der Partei in Mecklenburg. Eine will deggaßseren d#s Wasser abgraben hinsichtlich der###i Blätter haben recht, wenn sie meinen, der Reichstag würde zu einer Schwatzbude werden. Man hätte die Angelegenheit in Form einer kleinen Anfrage erledigen sollen. nicht aber durch eine Abg. Dr. Sivkovich(Fortschr. Vpt.): Wir müssen praktische Politik treiben und andere Form wählen, als diese Intervellation. (Sehr richtig!) Die Erklärung Dr. Spahns bedauere ich, da er das Vorgehen der Regierungen ab. warten will. Der Reichstag ist doch ein gleichberech. tiater Faktor. Die Kompetenz des Reichs kann ernstlich nicht bestritten werden. Wir werden nicht ruhen, in unserer mecklenburgischen Heimat verfassungsmäßige Zustände zu schaffen, ohne die sie auf die Dauer keine wirtschaftlichen und kulturellen FortAbg. Dr. Herzfeld(Soz.): Die Haltung des Zentrums, das die Rechte des Reichstags preisgibt, ist zu bedauern. Das Reich tut nichts. und die Großherzöge sind machtlos. Da ist es keine Erniedrigung, wenn wir uns einmischen. Es gibt für das mecklenburgische Volk keine Rettung ohne durch die Sozialdemokratie. Die Liberalen versagen vollständig. Reichstag ist kein Faktor der Macht mehr. Tatsächlich ist der Reichslag nichts als eine Schwatzbude. (Vizepräsident Dr. Paasche: Sie dürfen nicht sagen, der Reichstag sei eine Schwatzbude. Ich rufe Sie zur Ordnung.) Wir müssen dafür sorgen, daß endlich in Mecklenburg etwas geschieht. Damit schließt die Debatte.— Zwei Rechnungssachen gehen ohne Debatte an die Rechnungskommition. 9.. eings Gesches he. Es folgt die erste Lesung eines Gesehzes detreffend Postdampfschiffverbindungen. Staatssekretär Dr. Delbrück: Diese Vorlage will den Reichskanzler ermächtigen, in erster Linie dem Norddeutschen Lloyd eine Beihilfe für die Südseelinien bis zu 1300000 Mark aus Reichsmitteln zu bewilligen. Die Hamburg=AmerikaLinie erklärte sich bei den gepflogenen Verbandlungen ohne Subvention bereit, regelmäßige Fahrten nach Ostasien zu unternehmen. Die ausländischen Linien sind hoch subventioniert. Der wirtschaftliche Verkehr hat sich auf diesen Linien außerordentlich gehoben, so daß der Verzicht glaubhaft erscheint. Es muß deshalb versucht werden, ob auch ohne Subrention den Bedürfninen und der Würde des Reiches entsprechend der Verkehr sich fortsetzen und entwickeln läßt. Anders liegt es bei dem Verkehr miAustralien. Sieben Frachtdampferlinien vermitteln diese Verbindung, die auf Subventionen angewiesen sind, wenn sie aufrecht erhalten werden soll. Alle anderen Linien lehnten die Uebernahme einer derartigen subventionierten Linie ab. Auch der Lloyd erklarte sich nur sehr schwer eventneu dazu bereit. Die Regierungen haben sich deshalb entschlossen, auch die Subventionen fallen zu lassen. Die Bgfärchtung. daß das Ansehen Deutschlands durch das Herr den der deutschen Flange in den australischen Gewassern Schaden erleide, ist unberechtigt, denn unsere Handelsmarine übt einen immer umfangreicheren Dienst aus, daß das relativ seltene Erscheinen der Lloyddampfer nicht schwer vermißt werden wird. Aber für die Seitenlinie von Hongkong nach den Karolinen und Neu=Guinea, die vom Lloyd bedient wird, haben wir uns entschlossen, diese Subvention zu gewähren in der Voraussetzung, daß der Verkehr ständig gehoben wird, wie es den wirtschaftlichen Interessen und dem Ansehen des Reiches entAuf Antrag des Abg. Dr. Spahn wird die Vorlage ohne weitere Debatte an die Budgetkommission Es folgt die erste Lesung des internationalen Vertrages zum Schutz des menschlichen Lebens auf See. („Titanic"=Vertrag.) Staatssekretär Dr. Delbrück: Der erschütternde Unglücksfall der„Titanie“ hat erfreulicher Weise die Folge gehabt, daß die seefahrenden Nationen in eine Prufung ihrer technischen Hilfsmittel eingetreten sind. Wichticke Erwagungen sind im Laufe der Verhandlungen hervorgetreten. In der internat. Regelung der Frage liegt ein Fortschritt gegenüber dem bisherigen Zustand. So gelang es auch, eine Reihe von Schwierigkeiten zu beheren, die unseren Schiffen von der ausländischen Gesetzgevung bereitet werden. Der Vertrag will die an die Sicherheit der Passagierschiffe zu stellenden Auforderungen, sowie die im Interesse der Sicherheit der Passagierbeförderung über See sonst noch zu treffenden Maßnahmen international festlegen. Die Vorschriften des Vertrage: beziehen sich auf die Konstruktion der Schiffe, auf die Sicherung der Seefahrt und nicht zum mindesten auf die Rettungsmittel. Für alle an Bord befindlichen Personen muß in den Rettungsbooten oder Rettungsflößen Platz vorhanden sein. Jedes Schiff muß durch amtliche Besichtigung geprüft werden. ob es die Bestimmungen des Vertrages erfüllt, worauf dann ein Sicherheitszertisikat ausgestellt wird. Ich hoffe, daß die Arbeiten der Londoner Konferenz für die Zukunft derartige Katastrophen, wie bei der„Titanic“, nach menschlichem Ermessen unmöglich machen. Ich bitte, der Vorlage zuzustimmen. Abg. Schumann=Forst(Soz.): Zweifellos bedeutet der vorliegende Vertrag einen Schritt vorwärts auf dem Weg internationaler Verstandigung. Mit den Schutzbestimmungen liegt es bei uns in Deutschland noch sehr im Argen. Wir fordern deshalb ein Reichsschiffahrtsamt. Hierauf wird vertagt...v. Tigung a Der Präsident schlägt vor. die nachste Siung abzuhalten Freitag, den 1. Mai, 2 Uhr pünktlich: Kurze Anfragen, Fortsetzung der heutigen Beratung mit Ausnahme des Etats für das Auswärtige umt. Zur Geschäftsordnung beantragt: Abg. Scheidemann(Soz.): Morgen die Sitzung mit Rücksicht auf die Maifeier ausfallen zu lassen. (Unruhe und Heiterkeit.) Abg. Graf Westarv(Kons.), Bassermann(Natl.) widersprechen.„uing 562 g6a 6.... Nach einer Entgegnung des Abg. Haase(Soz.) wird der Antrag Scheidemann gegen die Stimmen der Sozialdemokraten abgelehnt. Sodann beantragt der Abg. Scheidemann, die morgige Sitzung um 1 Uhr beginnen zu lassen. Abg. Graf Westarp widerspricht mit Rücksicht auf die Verhandlungen der Budgetkommission. Die Abstimmung ergibt, daß die morgige Sitzung um 1 Uhr pünktlich leginnt. Schluß nach ¼7 Uhr. Landtag. 68. Sitzung vom 30 April. Die Beratung des Kultusetats wird fortgesetzt. Abg. Adolf Hoffmann(Soz.): Die katholische Kirche bedarf keiner Unterstützung. Fürstbischof Kopp hat allein sieben Millionen hinterlassen. (Lebh. Witerspruch im Zentrum.) Abg. Glattfelter(Ztr.): Noch nicht eine Million hat Fürstbischof Kopp hinterlassen, und dieses Geld hat er wohltätigen Stiftungen vermacht. Abg. Styczynski(Pole) kommt nochmals auf die Moabiter Krawalle zu sprechen, Kultusminister von Trott zu Solz stellt verschiedene geiner Erklärungen richtig. Abg. Haenisch(Soz.): Noch immer wird den Geistlichen, zumal den katholischen, die politische Betätigung gestattet Katholischen Arbeitern ist die Absolution verweigert worden, weil sie sich gewerkschaftlich organisiert haben. Abg. Bell(Ztr.): Sie benutzen ja die Religion in ihrer Kirchenaustrittspropaganda selbst zu politischen Zwecken! Abg. Eickhoff(Vp.) tritt für größere Freiheit der Neligionslehrer ein unter spezieller Behandlung der Affäre des Oberlehrers Dr. Mugla in Siegen, dem das veligiöse Lehramt entzogen wurde, Kultusminister von Trott zu Solz erklärt, daß damit keine Maßregelung des Oberlehrers verbunden gewesen sei. Abg. Traub(Vp.): Der Ausschluß vom Religionsunterricht wirkte wie ein Di ziplinarverfahren. Abg. Heckenroth(ks.): An der Beunruhigung in Siegen trug Herr Mugla selbst die Schuld, er hat sich selbst an die Spitze der Bewegung „Freunde der evangelischen Freiheit“ gestellt. Abg. Friedberg(nl.): Ganz unprotestantisch ist, Grenzen der Lehrfreiheit bestimmen zu wollen. Kultusminister von Trott zu Solz: Ein Ober lehrer ist auf alle Fälle verpflichtet, Zurückhaltung zu üben. Dieser Grundsatz muß aufrecht erhalten bleiben. Abg. Wildermann(Ztr.) zählt eine Reihe von Büchern auf, die für den Unterricht in der Schule und für Förderung der Jugendbewegung ungseignet seien. Kultusminister von Trott zu Solz: Ich habe zu unserer Jugend das Zutrauen, daß sie einsieht, daß das, was die radikalen Elemente ihr vorschwatzen wollen, alles dummes Zeug ist. Beim Kapital„Universitäten“ liegen Anträge vor auf Errichtung eines Lehrstuhls für Trophenpathologie, auf Schaffung eines Ordinariats für prähistorische Forschung und auf Errichtung eines Lehrstuhls für osteuropäische Geschichte und Landeskunde. Abg. v. d. Osten(ks.) geißelt die brüske Art, in der die liberale Kausmannschaft Berlins dem Rektor Jastrow gekündigt hat und spricht gegen den# Kathedersozialismus. Abg. Faßbender(Ztr.) schließt sich an. Abg. Lohmann(nl.) spricht für Besserung des studentischen Wohnungswesens.— Freitag 11 Uhr: Weiterberatung. Eine Zusammenkunft des Kaisers mit dem Zaren? Aus Petersburg wurde gemeldet, daß der deutsche Kaiser auch in diesem Jahre wieder mit dem Jaren in den Finnischen Schären eine Zusammenkunft haben werde. An Berliner unterrichteter Stelle ist darüber nichts bekannt, auch hält man dort eine solche Begegnung in diesem Jahre für nicht### währscheinlich. P Eine kaiserliche Kabmnettsorore an Großaomiral von Köster. Der Kaiser richtete anläßlich des heutigen 70. Geburtstages. des Großadmirals von Köster an diesen eine Kabinettsordre, in der er# ihm seinen herzlichsten Glückwunsch ausspricht, seiner hohen Verdienste um die Marine sowie seiner opferwilligen und geschickten Leitung des Flottenvereins gedachte und ihm das Kreuz der Großkomture des Hausordens von Hohenzollern verleiht.— Auch der Kronprinz drückte dem Großadmiral telegraphisch seinen wärmsten Glückwunsch aus.— Die Stadt Kiel ernannte den Großadmiral zum Ehrenbürger, Zur Kaiserbrief=Affäre. Im Preußischen Abgeordnetenhause hat der Kultusminister mit Bezug auf den Fälscher des Kaiserbrleses gesagt, daß man von den Brunnenvergiftern dieser Art aufs entschiedenste abrücken müsse. Es muß sich nun in den nächsten Tagen entscheiden, ob gegen den Urheber und die Verbreiter der Fälschung Klage auf Grund des Verleumdungsparagraphen erhoben werden wird. Ein großer Teil der Blätter fordert dies gerichtliche Vorgehen mit aller Entschiedenheit. Die Beamtenbesoldungs=Novelle wird in der von der Reichsregierung festgesetzten Abgrenzung Gesetz werden, nachdem die Führer der bürgerlichen Parteinn in einer Beratung mit dem Schatzsekretär erklärten, sie würden auf die von der Kommission beschlossenen weiter gehenden Gehaltsverbesserungen verzichten, um nicht das ganze Gesetz in Frage zu stellen. Das Gesetz über die Altpensionäre ist damit gleichfalls gesichert. An der Verabschiedung des Rennwettgesetzes, aus dessen Einnahmen die durch die Gehalts= und Pensionsaufbesserungen entstehenden Mehraufwendungen gedeckt werden sollen, ist nicht zu zweiseln. Der Seniorenkonvent des Reichstags beschloß, die Verhandlungen bis Himmelfahrt zum Abschluß zu bringen Nach Erledigung kleinerer Vorlagen will man noch in dieser Woche mit der dritten Leiung des Etats beginnen. Verabschiedet sollen noch werden: Die Besoldungsvorlage, die Konkurrenzklausel, die Gebührenordnung für Zeugen= und Sachverständige, die Novelle zum Militärstrafgesetzbuch, das Altpensionär= und das Rennwettgesetz. Dem Reichstage soll noch ein Gesetzentwurf über die Besteuerung ausländischer Weine zugehen, durch den eine gleiche Behandlung der in= und ausländischen Weine für die staatliche und kommunale Besteuerung ermöglicht wird. 4 4 Rußland. Zusammentritt der Reichsduma. Am Dienstag trat die Reichsduma zusammen, um mit der Budgetberatung zu beginnen. Die Duma wird etwa bis Ende Juni tagen. Die Polizeireform dürfte nicht zur Beratung gelangen, dagegen die Reform des Senats, der Gesetzentwurf über die Verantwortung der Beamten, sowie der Gesetzentwurf, in dem die Kredite zur Durchführung des großen Militärprogramms verlangt werden. Die Bewilligung dieser Kredite erscheint gesichert. Albanien. Unterstützung der verdrängten Albanesen. Wie verlautet, wird die albanische Regierung don von den Serben verdrängten Albanesen aus Kossowo fün Millionen Franken zuwenden, mit denen Häuser, Vieh und Wirtschaftsgeräte für die Flüchtigen erworben und vielen eine gesicherte Existen; geschassen werden soll. Die Räumung von Epirus. Der griechische Gesandte Koromilas teilte dem italienischen Mnister des Acußern di San Giuliano in einer Verbalnote mit, daß die Räumung des Albanien zugewiesenen Teiles von Epirus durch die griechischen Truppen am 28. April beendet worden sei. Der Gesandte machte serner Mitteilung von der Aufhebung der Blockade von Santi Quaranta. —— Die Lage in Mexiko. Trügen nicht alle Anzeichen, so erwerben die nordamerikanischen Spekulanten sehr bald zu bil ligen Preisen die reichen mexika nischen Petroleumfelder, wobei die Rebellenführer Carranza und Villa natürlich ein glänzendes Geschäft machen werden. Villa und namentlich Carranza, der letztere ist der Anständigere von den beiden, scheinen von der Union gewonnen zu sein, den Präsidenten Huerta, der die Interessen Mexikos den Vereinigten Staaten gegenüber im Sinne des alten Porjirio Diaz vertritt, zu beseitigen und dafür von Washington klingenden Lohn einzustreichen. Von Nordamerika unterstützt, gehen die Rebellen unter Carranza, wie es scheint, zum entscheidenden Angriff gegen Huerta vor und schicken sich an, die Hauptstadt Mexiko im Sturm zu nehmen. Die Ausständischen sollen sich der Hauptstadt mit bemerkenswerter Schnelligkeit nähern. Carranza würde dann mit oder ohne Vermittlung der südamerikanischen Staaten mit der Union sich ins Einvernehmen setzen. Ein amerikanisches Bombardement des Freihafens Salina Cruz, an der Endstrecke der Tehuantepekbahn am Stillen Ozean, wird von Mexiko aus gemeldet. Ferner heißt es in der Meldung, 6000 Mann Kavallerie seien nach der Besetzung des Ortes gelandet und zögen unter General Gamboa in das Innere. Die Nachricht klingt so unwahrscheinlich wie möglich. Aus Stadt und Umgebung ** Schwerte, 1. Mai. *(Wegendgroßen Andranges) von Inseraten in letzter Stunde mußten wir ausnahmsweise die heutige Fortsetzung unseres Romans„Ueber alles die Ehre", sowie eine Reihe Notizen für morgen zurückstellen. *e(Vom Wonnemonat Mai.) Der April, der in diesem Jahre alle jene Lügen strafte, die da ihn als einen launigen Gesellen verleumden, nahm gestern seinen Abschied. Hatte er uns so manche sonnige Tage geschenkt und draußen die Natur jung und frisch gekleidet, gestern wandelte er zeitweilig sein heiteres Antlitz in ein tränenfeuchtes um. Mehr als einmal öffneten sich gestern die Schleufen da oben, und ein ersrischender Regen tränkte die durstige Erde. Dumpfes Donnergrollen scho Wolken herab. Die letzten Grüße des April. Nun ist der viel besungene Mai ins Land gezogen, der hoffentlich in diesem Jahre seinem Namen„Wonnemonat“ Ehre macht. **(Der westfälische Städtetag) findet voraussichtllch am 3. und 4. Juli in Bochum statt. Als Hauptvortragsgegenstände sind in Aussicht genommen: Oeffentliche Straßenbeleuchtung, die Tuberkulosenfürsorge einer Mittelstadt, der Straßenbau, seine Entwicklung und Bedeutung. *(Ein Fest der Eisenbahner.) Am Sonntag den 3. Mai feiert der Verband der Eisenbahn=Handwerker und=Arbeiter sein 5. Stiftungsfest im KorI deckschen Lokal. Die Feier ist aufs beste vorbereitet und sieht Konzert, theatralische Aufführungen und Tanz vor.(Siehe auch Inserat.) *(Ruhrtaler=Konzert.) Wie schon kurz gemeldet, gibt der Ruhrtaler Sängerverein am kommenden Sonntag wieder eines seiner beliebten Konzerte im„Freischütz“, für welches Musiklehrer Neuhaus, der Leiter der Sängerschar, ein ganz hervorragend schönes Programm ausgestellt hat. Aus der Fülle des Gebotenen erwähnen wir den prächtigen Chor„Die Allmacht“ von Lachner,„Am Steinkreuz“, das erste Opus des Vereinsdirigenten, den großen, ganz neuen Chor„Fata Morgana“ von Wittberger, ein plattdeutsches Volkslied„Hannes und Greitken“ von Wildt usw. Sämtliche Chöre hat der Verein für das Konzert neu einstudiert, und darf man bei der bekannten Leistungsfähigkeit der Sänger sicherlich eine einwandsfreie Wiedergabe erwarten, sodaß allen Freunden des Männer= gesangts ein Besuch des Konzerts nur bestens empsohlen werden kann. Als Solisten sind Frl. Steinhauer=Hagen(Flügel) und Konzertmeister MeißnerHagen(Cello) gewonnen; auch die Herren Dahlbüdding und Schäser werden durch einige Solis zur Bereicherung des Programms beitragen, (Die Maul= und Klauenseuche) hat jetzt auch auf die hiesigen Ruhrweiden übergegrissen; gestern sind die Bestände der Viehhändler Gebr. Abrah, und Emil Sternberg von der Seuche befallen worden. Auch aus Geisecke werden mehrere Verdachtsfälle gemeldet. Außer der Stadt Schwerte sind auch die Gemeinden Wandhofen, Ergste und Villigst und die angrenzenden Ruhrweiden als Sperr= bezw. Beorachtungsgebiet bestimmt worden. Hoffentlich wird es recht bald gelingen, die gejährliche Seuche wirksam zu bekämpfen. Eine Anzahl der von der Seuche de allenen Tiere sind bereits auf Anordnung der Behörde gelötet worden; das Fleisch dieser Tiere ist ämtlich nach Dortmund verkauft worden. **(Eisenbahnpersonalien.) Der Eisenbahnpraktikant Rose mann ist zum 1. Mai an die Station Haspe versetzt worden, der Eisenbahnaspirant orns hat die Prüfung zum Assistenten bestanden. **(Inhaber des Eisernen Kreuzes.) Nach den von der General=Ordenskommission geführten Listen leben zurzeit noch 309 Ritter des Eisernen Kreuzes 1. Klasse und 29 567 Inhaber der 2. Klasse. **(Dienstjubiläum.) Der Polizeiwachtmeister Heinrich Witte kann am heutigen Tage auf eine 45jährige Tätigkeit als Polizeibeamter im Dienste der Stadt Schwerte zurückblicken. Wahrlich ein seltenes Jubiläum in dem aufreibenden Dienste der Polizei, zumal wenn man bedenkt, daß der Jubilar im Feldzuge 1866 verwundet wurde und mit dieser Wunde— die heute noch verbunden werden muß— treu und gewissenhaft, soweit seine Kraft reichte, seine dienstlichen Obliegenheiten so lange Zeit ersüllte. Der Herr Bürgermeister hat namens des Magistrats Herrn Witte zu seinem Ehrentage die besten Glückwünsche übermittelt; wir chließen uns diesen Wünschen gern an und wünschen Herrn Witte, der am 1. Juli d. J. in den Ruhestand treten will, einen recht langen und glücklichen Lebensabend. ** Westhosen, 30. April.(Ueberfallen) und schwer mißhandelt wurde der Steinhauer Gustav Nother von hier in der Nähe des hiesigen Bahnhofs. Nother mußte das katholische Krankenhaus in Schwerte aufsuchen. Die Täter sind ermittelt und ur Anzeige gebracht. ** Westhofen, 30 April.(Unfall.) Auf der Jabrik Borggräfe kam der Fabrikarbeiter Karl Schmidt von Ergste mit dem Zeigefinger zwischen Eisenteile. Der Finger wurde fast vollständig abgequetscht. Dr. med. Emmerich leistete ihm die erste Hilse. Westhofen, 30. April.(Verkehrs wünsche.) Bekanntlich hatte vor einiger Zeit die hiesige Stadtvertretung in einer längeren Eingabe an die Eisenbahndirektion, die auch vom Landeshauptmann unterstützt wurde, auf die mit Rücksicht auf die zahlreichen Hohensyburg=Besucher unzulängliche Eisenbahnverbindung von Hagen nach hier in den Nachmittagsstunden hingewiesen und beantragt, rerschiedene jetzt durchgehende Eil- und Schnellzüge auf der hiesigen Station halten zu lassen. Diesem Antrage ist leider nicht stattgegeben worden, angeblich mit Rücksicht auf höhere Verkehrsinteressen, jedoch will die Eisenbahndirektion den geäußerten Wünschen insoweit entgegenkommen, daß der bisherige Sonntagszug 2,35 Uhr ab Hagen, 2,48 Uhr hier, in Zukunft auch Mittwochs und Samstags gefahren werden soll. Wenigsten ein kleiner Erfolg! Zweckmäßiger wäre es vielleicht gewesen, den Schnellzug 2,46 Uhr ab Hagen, der 3,02 Uhr in Schwerte ausläuft, hier Aufenthalt nehmen zu lassen. Hoffentlich wird die Eisenbahnverwaltung bei Aufstellung des nächsten Fahrplanes den Bedürfnissen unseres ausblühenden Gemeinwesens und seiner Bedeutung als Ausflugsort mehr Rechnung tragen. ** Kalthof, 30. April.(Brandstiftung?) Gestern abend kurz nach 11 Uhr standen in Wulfringsen plötzlich zweei etwa 40 bis 50 Meter auseinanderliegende Scheunen des Pächters Mohnicke in hellen Flammen. Dieselben waren reichlich mit Stroh gesüllt, auch befanden sich in denselben landwirtschaftliche Maschinen und Geräte. Von den schnell herbeieilenden Nachbarn wurden zwei eingestallte Fohlen gerettet, jedoch hatten die Tiere bereits einige Brandwunden erlitten. Bis auf einen Wagen, der ins Freie gezogen werden konnte, wurde der ganze Inhalt der Scheunen ein Naub der Flammen, die an den Strohvorräten üleraus reichliche Nahrung fanden. Die Feuerspritzen von Sümmern und Kalthof waren bald zur Stelle, doch war ein Eingreifen nicht mehr möglich. Als die Anwesenden sich ron ihrem ersten Schrecken erholt hatten, gewahrten sie an der etwas entsernt liegenden Wohnung des Pächters Mohnicke eine bis zum oberen Stockwerke reichende Leiter und stellte sich beim Nachsehen heraus, daß jemand in das Zimmer eingedrungen war und aus der Kommode die zweite Schublade mitgenommen hatte. Die erste Schublade, die Geld und sonstige Wertsachen enthielt, hatte die Pächtersfrau bei Ausbruch des Feuers in den Scheunen in Sicherheit gebracht. Die Schublade wurde heute früh auf dem Felde gefunden. Alles deutet darauf hin, daß hier Brandstiftung vorliegt und daß#es die Diebe darauf abgesehen hatten, bei der allgemeinen Verwirrung und in der Annahme, daß die wenigen Bewohner zur Brandstelle eilen würden, sich in den Besitz des Geldes usw. des Pächters zu setzen. Es sind denn auch in der Richtung auf Kalthof zu gestern abend vier Personen bemerkt worden, die über die bebauten Aecker liesen. Die Nachforschungen nach den Tätern werden mit dem größten Eiser betrieben. ** Langschede, 30. April.(Die Einlagen) bei der hiesigen Sparkasse stiegen im abgelaufenen Rechnungsjahre auf 7 394 910.66 Mark, der Reserresonds auf 498 966.86 Mark. Die Kasse zahlt bereits im siebenten Jahre vier Prozent bei täglicher Verzinsung und ist wohl hierauf die stetige Zunahme zurückzuführen. Letzte Drahtmeldungen. Das Befinden Kaiser Franz Josefs. Wien, 1. Mai. Der Kaiser nahm gestern abend bei bestem Appetit das Abendessen ein. Nach 7 Uhr erschienen die Leibärzte zur Abendvisite, die das Befinden ganz vorzüglich fanden. Der tägliche Aufenthalt bei offenem Fenster hat auch gestern stattgefunden. Eine furchtbare Familientragödie. Zürich, 1. Mai. In Leissingen am Thuner See spielte sich gestern morgen ein schreckliches Familiendrama ab. Der Landwirt Poerter griff plötzlich zur Axt und schlug seine Frau nieder. Darauf tötete er seinen sechsjährigen Sohn und seine zweijährige Tochter durch mehrere Beilhiebe. Poerter verrkoch sich dann in einem Heustall und brachte sich schwere Schnittwunden am Halse bei. Er wurde besinnungslos aufgefunden. Die Aerzte halten seine Verletzungen nicht für unbedingt tödlich. Poerter hatte vor einem Monat das Gut übernommen und hielt es für zu teuer. Aus Gram darüber verfiel er in Wahnsinn. Verschwörung in Albanien. Paris, 1. Mai. Der ehemalige Präsident der provisorischen Regierung in Albanien, Kemal Bey, steht, wie das„Echo de Paris“ meldet, an der Spitze einer Verschwörung, die auf Umwandlung der Monarchie in einen Bundesstaat Albanien hinzielt. Die Durazzoer Regierung kennt die Verzweigung des Komplotts. Mehrere Verhaftungen stehen bevor. Der gegenwärtige Aufenthalt Kemal Beys ist unbelanni. Das Blutbad in Kolorado. Paris, 1. Mai. Das Pariser„Journal“ erfährt aus Neuyork: In dem Rockesellerschen Bureau KA K kam es gestern zu einer überaus erregten Szene zwischen dem bekannten Schriftsteller Apton Sinclair und den Rockesellerschen Direktoren. Sinclair macht: den Millionär verantwortlich für das im Bergwerksgebiet von Kolorado begangene Blutvergießen. Durch die von der Rockesellerschen Grubenverwaltung bei den Militärbehörden verlangten Maschinengewehre seien allein in Ludlow 22 Männer, 2 Frauen und 11 Kinder, die friedlich unter einem Zelt saßen, hinweggemäht worden.— Der Kampf zwischen den Ausständigen und den Minenwächtern in Walsenburg ist beendet. Gestern abend streckten 650 Ausständige die Waffen. Schwerer Unfall. Toulon, 1. Mai. Bei der Einfahrt des Panzergeschwaders in den hiesigen Hafen ereignete sich ein schwerer Unfall. Von einem Kreuzer sollte eine mit fünf Mann besetzte Schaluppe zu Wasser gelassen werden, als plötzlich das Tau riß und die Schaluppe ins Meer stürzte. Drei Mann der Besatzung ertranken, die beiden anderen konnten gerettet werden. Zur Grubenkatastrophe in Virginia. London, 1. Mai. Nach den letzten Nachrichten über das große Grubenunglück in Westvirginia ist nunmehr jede Hoffnung aufgegeben, daß von den 266 Mann, die in der Grube eingeschlossen sind, auch nur ein einziger mit dem Leben davonkommen wird. Sechzehn Schwerverwundete wurden am Dienstag abend an die Erdoberfläche gebracht Aus den Berichten dieser Schwerverletzten geht hervor, daß das Feuer in den Gruben stundenlang gewütet hal. Erzbischof v. Bettinger in Rom. Rom, 1. Mai. Der Erzbischof von München Dr. v. Bettinger ist hier eingetroffen, wo er bis zum Konsistorium bleiben wird. Der Bischof wird also nicht aus den Händen des bayerischen Königs das Zuchctto und den Kardinalshut erhalten, wie die sterreichischen und spanischen Kardinäle sie von ihren Souveränen erhalten, sondern wird wie die italienischen Kardinäle behandelt, denen der Papst in Person den Kardinalshut verleiht. Uebersicdlung Huertas nach Berlin? Neuyork, 1. Mai. Hier kursieren phantastische Gerüchte, daß Huerta angeblich mit einigen Anhängern nach Berlin ziehen wolle, wo er durch Vertrauensagenten drei Millionen Dollars sicher untergebracht haben soll. Veracruz steht wieder unter Zivilverwaltung nach amerikanischen Gesetzen. Die Zivilverwaltung bleibt zunächst den Kriegsgesetzen unterwerfen. Vermittlung der Südstaaten zwischen Huerta und Carranza. Neuyork, 1. Mai. Die südamerikanischen Diplomaten haben jetzt ihre Vermittlungsvorschläge dahin erweitert, daß sie auch zwischen Huerta und Carranza einen Ausgleich anbahnen wollen. Das ist der erste Versuch, einen Waffenstillstand zwischen den Konstitutionalisten und der Regierung Huertas herbeizuführen. Carranza hat den Vorschlag bereits mit Dank angenommen. Neue Untaten des„Weißen Wolses“ Peking, 1. Mai. Die Regierung steht vor schweren politischen Verwicklungen. Sie hat zuverlässige Meldungen erhalten, daß die Mächte bereit sind, Maßnahmen bezüglich der von der Bande des „Weisen Wolfes“ den Fremden zugefügten Verluste zu ergreifen. Jetzt kamen wieder Ausschreitungen gegen die Fremden in Chai=Tschou vor. Die Regirrung erweist sich für die Bändigung der Räuber als machtlos. Dr. Octkers„Hellkopf“ ist die Schutzmarke für das echte„Backin"=Backpulver und die übrigen Fabrikate„Dr. Oetkers“ die wohl in jeder Küche Verwendung finden. Unserer heutigen Nummer liegt eine Beilage mit Back= und Einmacherezepten bei, auf deren erster Seite unten auch zwei helle Köpfe abgebildet sind, deren Namen oft genannt werden. Wer die Namen dieser beiden hellen Köpfe aus einer Postkarte der Firma Dr. A. Oetker in Bielesald mitteilt, erhält postfrei Dr. Oetkers Schulkochbuch— ein praktisches bürgerliches Kochbuch mit über 200 Rezepten— zugesandt. Schutzenbund — Schwerte.— 1. Kompagnie. Sonntag, nachmiktags 5 Uhr Appell im Vereinslokal Kordeck. Allseitiges und pünktliches Erscheinen erwartet. 4048 Der Oberleutnank. Auegekümmte 2703 Oaut. hauft nach Gewicht Emit Schäfer Friseur, Ostenstraße 9. und gleichzeitig innigsten Dank für die mir zuteil gewordene Unterstützung. 3047 Fritz Nehring. S des Iserlohner Kreisverbandes der evangelischen Frauenvereine findet Dienstag, den 12. nachm. 3 Uhr im evangelischen Gemeindehause zu Schwerte statt. Kaffeekarten zu 50 Pfg. sind bis Freilag, den 8 Mai zu haben bei: Fr. Past. Heinenberg, Frl. Uflacker, Fr. Morgenroth, Fr. W. Schröder, Fr. Lehrer Vieler, bei den Gemeindeschwestern und Fr. Past. Terberger. 3050 Favorit Modenalbum 60 S Favorit Handarbtsalb. 60 L Alleinverkauf für Schwerte Fovortt Jugenkalbum 60 J. ! Favorit Schnittmuster!!# 1838 Kaufbaus Otto Marz Ostenstratze 20. Der Verband deutscher Eisenbahn-Handwerker und- Arbeiter (Sitz Berlin) Ortsverein Schwerte feiert Sonntag, d. 3. Mai, im„Westf. Hof“ sein J. Unltangerk.. durch Konzert, Theater und Ball.# De Anfang 4½ Uhr. Eintrittskarten im Vorverkauf 50, an### der Kasse 60 Pfg, zum Ball 75 Pfg. M Zu zahlreichem Besuch ladet ein M S soss Der Vorstand. A Leietereten bteietete?? (volkstandliche zur Vorbereitung der Berliner Olympiade 1916 am 3. Mai 1914 nachmittags 2 Uhr auf dem„Schützenhof“ in Schwerte. Laufen über 100, 200, 400, 800, 1500 und 7500 m. Kugelstossen, Diskuswerfen, Speerwerfen. Weitspringen, Hochspringen, Stabhochspringen. Stafetten-Laufen üb. 400 m(4 Mann). 100 m Hürden-Laufen über 6 Hürden. Schleuderball-Werfen. Dreikampf(100 m-Lauf, Weitspring., Kugelstossen). Eintrittspreise: Für Erwachsene 20, für Schüler 10 Pfg. Nr. 101. Beilage. Schwerter=Heilung. Freitag, 1. Mai 1914. Amtliches Kreisblatt. den Ereignissen auf dem Welttheater, wird auch deutsche Reichstag gehört sein wollen, und an! Krankenhaus geschafft. Darlegungen des!* Daiebu= 29 An pusss Zur parlamentarischen Lage. en erst ist der Reichstag nach der Österpause wieder zusammengetreten und schon wird davon gesprochen, daß man nicht zu spät Schluß machen Das heißt, die Session soll, wie ungefähr feststeht, vertagt werden, um nicht gar zu viel in Argriff genommene Gesetzesvorlagen unter den Tisch fallen zu lassen. Allerdings wird man intensiv arbeiten müssen, wenn man auch nur ein verhältnismäßig kleines Pensum erledigen will, insbesondere wird der Etat noch eine ganze Reihe von Sitzungen in Anspruch nehmen, zumal die Aussprache über die auswärtige Politik noch aussteht. Bei den Ereignissen auf dem Welttheater, wird auch die zu erwartenden ausfuhrlichen Tarlegungen des Herrn von Bethmann=Hollweg über die internationale Lage dürfte sich eine recht rege Erörterung anknüpfen. Einen kleinen Vorgeschmack gab die erste Sitzung der Budgetkommission nach den Ferien, in eine eingehende Aussprache über verschiedene Tagesfragen statthand. Der Reichskanzler nahm an dieser Sitzung nicht teil, indem er erklären ließ, daß er sich seine Darlegungen für das Plenum vorbehalte, wie das seit Jahren Brauch sei. Die Ausführungen, die Staatssekretär von Jagow an seiner Stelle in der Budgetkommission machte, waren vertraulicher Natur, sie sollen jedoch nichts wesentlich Neues ergeben haben. Dagegen ist zu begrüßen, daß die weitere Oeffentlichkeit von dem in Kenntnis gesetzt wird, was Ministerialdirektor Kriege über Deutschlands Haltung zur Schiedsgerichtsfrage dort gesagt hat. Man weiß, daß Deutschland so gern als Störenfried hingestellt wird, hier wird aber auf das allereindringlichste nachgewiesen, daß gerade Deutschland eine Reihe wichtiger Schiedsverträge geschlossen hat, so mit England und mit Frankreich, und wenn mit den Vereinigten Staaten der Vertrag nicht zustande kam, so lag die Schuld hier an dem Widerstande des Washingtoner Senats. Auch die Errichtung eines internationalen Prisenhoses sei deutscher Anregung zuzuschreiben, wie auch in einer Reihe neuer Handelsverträge die Schiedsgerichtsklausel ausgenommen worden sei. Des weiteren wird man dem Regierungsvertreter allgemein durchaus zustimmen, wenn er sich gegen unklare Schiedsverträge wandte und hervorhob, daß aus diesem Grunde Deutschland einem Weltschiedsvertrag, wie er auf der letzten Friedenskonferenz aufgestellt worden war, nicht zustimmen könnte. Auch sonst spielt sich allerlei hinter den Kulissen ab, was nicht ohne Bedeutung ist, so hat gleich am ersten Tage eine Besprechung des Schatzsekretärs Kühn mit den Führern sämlicher bürgerlichen Parteien stattgefunden, um eine Einigung über die strittige Besoldungsfrage herbeizuführen. Man wird es nur billigen können, wenn derartige Bemühungen im Gange sind, denn es wäre im hohen Maße bedauerlich, wenn bei den heutigen schweren wirtschaftlichen Verhältnissen die Beamten im Nachteil bleiben sollten. Klüter, der in der Nähe der Elsterstraße von einem in voller Fahrt befindlichen Straßenbahnwagen gegen eine Straßenlaterne stieß, daß deren Kuppel in Trümmer ging. Erst schien er besinnungslos zusammenzustürzen, dann stand er aber wieder auf und ging, als wenn nichts passiert wäre, nach Hause. * Hattingen, 30. April.(Eine ungeheure Bestürzung) entstand heute im Hochosenbetriebe der Hütte, als plötzlich sechs Arbeiter zusammenbrachen und wie leblos liegen blieben. Die Ursache war eine Gasvergiftung. Wiederbelebungsversuche mit Sauerstoffapparaten durch Aerzte und geschultes Hilfspersonal waren bei mehreren sofort erfolgreich. Die anderen kamen erst nach langer Zeit wieder zum Bewußtsein. Alle wurden ins Prof. Dr. Eduard Sueß+. Westfalen und Rheinland * Hagen, 29. April.(Tödlich verunglückt.) Der bei einer hiesigen Weingroßhandlung in Diensten stehende Kutscher Franz Rascheid ist heute abend in der Nähe des Eugen RichterTurmes tödlich verunglückt. Passanten fanden ihn lot unter dem umgestürzten Wagen. * Langendreer, 30. April.(Einen harten Schädel) hat anscheinend der Ziegeleiarbeiter Bulrburg, 29. April.(Versetzung eines Hauses.) Ein dreieinhalbstöckiges Wohngebäude an der Parallelstraße, das zu Beginn des Jahres „Eigentum des Eisenbahnfiskus geworden ist, ist am Samstag um fünszehn Meter verschoben worden. Das Gebäude sollte zunächst wegen der Bahnerweiterungen niedergelegt werden, doch kam der Fiskus schließlich zu dem Entschluß, eine Verschiebung vorzunehmen, um das nötige Baugelände zu gewinnen. Die Vorarbeiten für die Verschiebung begannen bereits im Februar. Man begegnete insosern Schwierigkeiten, als das Haus erst eineinhalb Jahre steht und das Mauerwerk noch nicht genügend ausgetrocknet war. Am Freitag wurde zunächst eine Probe gemacht und das Haus mittels vier schwerer Kabel vorerst etwa 40 Zentimeter verschoben. Am Samstag erfolgte die Hauptarbeit, die von zwölf Arbeitern geleistet wurde. In 2¼ Stunden stand der Koloß, ohne nennenswerte Beschädigungen erlitten zu haben, an seinem neuen Standort. Eine der drei das Haus bewohnenden Familien hat den eigenartigen Umzug mitgemacht. * Duisburg, 30. April.(27000 Schachteln Streichhölzer eingeschmuggelt.) 27.000 Schachteln Streichhölzer, die aus Holland unter Benutzung eines Automobils nach Deutschland eingeschmuggelt worden waren, sind gestern in Duisburg von der Kriminalpolizei beschlagnahmt worden. Der Schmuggler, ein in der Heinrichstraße wohnender Kaufmann, sowie ein hiesiger Friseur wurden verhaftet, ebenso der Chauffeur des Automobils. * Lützenkirchen, 30. April.(Der Schieß prügel.) Der Rottenarbeiter Ernst Thelen aus Bergisch=Hamberg, der Spatzen schießen wollte, hatte das geladene Gewehr vor sich auf die Erde gestellt, ohne es zu sichern. Anscheinend kam er mit dem Abzug in Berührung, denn das Gewehr entlud sich plötzlich; die ganze Schrotladung drang dem Manne in den Kopf, so daß der Tod nach kurzer Zeit eintrat. * Ohligs, 29. April.(Die Wohnungsnot) ist hier so groß, daß kinderreiche Familien, obwohl sie einen erhöhten Mietspreis bezahlen, keine Unterkunft finden können. Inzwischen hat die Stadtverwaltung die Uebernahme einer Bürgschaft von 100 000 Mark zur Erbauung von Arbeiterwohnungen beschlossen Insgesamt sind 900000 Mark für diesen Zweck bewilligt worden. * Mülheim=Speldorf, 30. April.(Schweres Verbrechen an einem Kinde.) Ein schwerer Uebersall auf ein vierzehnjähriges Mädchen wurde gestern nachmittag ausgeführt. Ein Radfahrer schleppte das Kind in den Wald und beging ein schwert#err##chen an ihm. Das Mädchen hat wurden. Die Geschworenen hatten 81 Schuldfragen zu beantworten, sanden aber nur zwei Rädelsführer für schuldig, die sechs und drei Monate Gefängnis erhielten. * Aachen, 30. April.(Doppel=Hinrich= tung.) Die wegen Ermordung ihres Mannes, des Ackerers Kochs in Blaustein, zum Tode verurteilte 39jährige Witwe Maria Kochs und der 27jährige Knecht Martin Stegers sind heute früh mittels Fallbeils durch den Scharfrichter Gröpler hingerichtei worden. Am Sonntag, den 26 April starb in Wien der bekannte Geologe und frühere Präsident der Akademie der Wissenschaften, Prosessor Dr. Eduard Sueß im Alter von 83 Jahren. Der verstorbene Gelehrte war am 20. August 1831 in London geboren, studierte in Prag und Wien, wurde 1852 Assistent im Hosmineralienkabinett in Wien und fünf Jahre später Professor der Geologie. 1897 wurd: Sueß, einer der bekanntesten und populärsten Geologen, zum Präsidenten der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften in Wien ernannt. ein schweres Verbrechen den Unhold, der unerkannt entkam, heftig in den * Bergheim a. d. Erst, 29. April.(Brandstifter.) In dem Dorse Thorr hatte es in letzter Zeit hintereinander achtmal gebrannt. Die Besitzer der Anwesen hatten meist vorher Drohbriese erhalten. Der Kölner Kriminalpolizei, der die Untersuchung übertragen wurde, gelang es, einen Maurer als den Schreiber der Drohbriefe und den mutmaßlichen Brandstifter bei den meisten Bränden sestzunehmen, außerdem aber auch noch einen Ackerer und seine 22jährige Tochter, die allem Anschein nach ihr Anwesen selbst angezündet hatten, um die hohe Versicherungssumme herauszuschlagen. * Köln, 29. April.(Einen Mordversuch an seiner Braut) machte ein 24 Jahre alter Mann in der Glasstraße in Köln=Ehrenfeld. Er drang mit einem mit sechs Kugeln geladenen Revolver in die Wohnung der Braut, mit der er seit einigen Tagen in Streit lebte, und gab hintereinander drei Schüsse auf das Mädchen ab, wovon jedoch nur einer traf und die Braut schwer, aber nicht lebensgefährlich verletzte. Der Vater des Mädchens konnte den Wüterich von hinten sassen und ihm die Wasse entreißen. Der Täter wurde verhaftet. * Köln, 29. April.(Grabschändung.) Die Friedhöfe von Köln und Umgegend sind in den letzten Nächten von einer ruchlosen Diebesbande heimgesucht worden. In Melaten, in Deutz, aber auch in Liblar, Brühl usw. haben die Diebe gehaust, Bronzeketten abgerissen, Gedenktafeln aus Grabsteinen gemeißelt und gestohlen. Auf dem Judenkirchhof in Deutz wurden bereits zum dritten Male diese Grabschändungen nachts verübt, ohne daß es bisher gelingen wollte, die Diebe zu ermitteln. * Aachen, 29. April.(Wegen Landfriedens bruchs) verhandelte das Schwurgericht an zwei Tagen gegen vierzehn Angeklagte aus Scherpenseel, die bei einer Kirmes das Haus des unbeliebten Jagdaufsehers Kreuters mit Steinwürsen und 30 Schüssen bestürmten und so schwer beschädigten, daß die Bruchsteine in Körben fortgeschafft Evangelischer Bund. Der Westfälische Hauptverein des Evangelischen Bundes lädt seine Mitglieder und Vereine auf den 24. und 25. Mai zur diesjährigen(27.) Provinzialversammlung ein, und zwar nach Hattingen im schönen Ruhrtal. Die Tagung wird am Sonntag vormittag durch sechs Festgottesdienste in den Kirchen von Hattingen, Blankenstein, Dahlhausen, Linden und Niederwengern eingeleltet. Am Nachmittag veranstalten die erangelischen Vereine von Stadt, Synode und Nachbargebieten einen Festzug nach dem evangelischen Gemeindehause, wo um 4 Uhr eine festliche Volksversammlung stattfindet. Die Themata der beiden Hauptansprachen sind durch die unerfreulichen Gegenwartserscheinungen des Geburtenrückganges und der Austrittsbewegung mit veranlaßt: „Die evangelische Kirche und die deutsche Volks(Psarrer Lic. Schnapp=Dortmund) und„Die evangelische Kirche und die deutsche Treue“(Pfarrer Dr. Hans Ceorg Schmidt=Gelsenkirchen=Bismarck). Abends 8¼ Uhr: Zwanglose Versammlung der Mitglieder und Freunde mit Begrüßungen und Ansprachen, unter Mitwirkung des Seminar=Orchesters und Seminar=Gesangchors. Der Schwerpunkt der Tagung liegt naturgemäß in der Versammlung der Abgeordneten und Mitglieder am Montag den 25. Mai, vormittags 9 Uhr. Hier stehen im Mittelpunkt die Besprechung des vom 1. Vorsitzenden, Pfarrer Proebsting, verfaßten Jahresberichts und ein Vortrag des geschäftsführenden Vorsitzenden Direktors Lic. Everling=Berlin:„Weshalb ist die Arbeit des Erangelischen Bundes wahrhaft positiv?“ Zum Schluß findet, nach dem gemeinsamen Mittagessen, ein Ausslug nach Burg Blankenstein statt. Iausfrauen prüfet! HIIIMTgP WD ich Trotz der üllngsten Preise nur beste Qualltaten! Welzenmehl o0s Stamptzucker N Würieizucher Galfals wroiss, obne Krusten Puddingpuiber Nackpulber Pfd 14 Pf. Pfd-Dose 2 neutral 10 Pakete Pissinggalder K. 25 m. Prämienbons 3 Pakete Schniltbohnen2 Brechöchnen 2 Prd-Dose Wachsbehnen 2 Pfd. Dose Perlbchnen 2 Pid.-Dose Grosse Bohnen 2 Pfd.-Dose 33 Pc. 00„ 48 46 KE TO, Grünkoll 2 Pld.-Dose 35 2 Pfd Dose Rote Grütze m. Prrgieakege 25 HlinbeerSalt gar. reio Pfd. 55 Ziironen Dtz. 60 Pilaumen Pid. von 26 Pl. an Fr. Holländer Häse pra. 68 pe. FF. Edamer Käse Pr. 85 u.100 L. 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Sie stürzte zu Boden und war wenige Augenblicke später tot. 1( Der alte Bademeister. In Bad Ems starb im Alter von 88 Jahren der Bademeister Franz Bommersheim. Er war Psleger Kaiser Wilhelms I., des damaligen Kronprinzen Friedrich, des Kaisers von Rußland, des Königs Albert von Sachsen und vieler anderer Fürstlichkeiten. )( Aufgehobene deutsche Turnvereine in Rußland. Der Warschauer Gouverneur verfügte die Schließung der drei deutschen Turnvereine in Lodz, „Eiche",„Kraft“ und des„Deutschen Sportgymnastischen Vereins“. Die Vereine, die sich politisch streng neutral verhielten, hatten jahrelang bestanden. Weshalb die Auflösung verfügt worden ist, ist nicht bekannt. 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Stundenlang irrte ich umher, unzurieden mit mir, van ich auf solchen Schwindel hineingejallen. Vor meinen Freunden müßte ich das Ereignis geheim halten, wollte ich nicht zur Zielscheibe ihrer Witze werden.„76. emas 5. Längst war die Sonne untergegangen, als un elwas beruhigler meine Schritte nach dem Schloßgarten lenkte, zu sel was aus meiner Begleiterin geworden.... der Nähe des Tores gewahrte ich den Marquis, ver, eine Dame am Aim, den Garten verließ. Ihm nicht zu begegnen, stellte ich mich in den Schaiten eines Baumes. Die beiden lachten und scheizten. Als sie ganz nahe an mir vorüberlamen, klangen die Worte an mein Ohr:„So eln Es war meine Bekanntschaft des heutigen Tages, die sich dieser burschikosen Redewendung bedient halte. Wer mit dem„dummen Jungen“ gemeint war?— ich hegte darüber niemals Zweifel. — dem Leben— für das Tei ven. so zu sagen pflegt, das Herz misse oder wictige Schwätzer in der Gesellschaft. Viele Menschen haben, wie man so zu sagen pflegt, das Herz auf der Zunge— man hite sich, ihnen Geheimn.— oder michtige Sachen anzuvertrauen, der Erfolg würde nur zu bald offenbar meinen es nicht löse, nur können sie nichts bei sich behalten, welches Unheil aber aus dem Wiedersagen erwächst, werden schon die meisten der werten Leserinnen und Leser erfahren haben.„Schweigen ist Gold". Dieses soll man namentlich dann beherzigen, wenn man voraussieht, daß durch ein offenherziges Plaudern seinen Mitmenschen Argeinis erwachsen Es gibt harmlose und absichtliche Schwätzer. Der harmlose Schwätzer plaudert aus reiner Angewohnheit, aus seinem Munde sprudelt. einem inneren Drange zufolge, das Gehörte heraus, wie das Wasser aus dem Brunnen. Der absichtliche Schwätzer spricht, um zu schaden, er ist mehr ein Intrigant. Wie manche Entlobung hat diese Gattung von Schwätzern schon bewerkstelligt, weil viel eheliches Glück untergraben, rechtliche Menschen aus ihren Stellungen verdrängt und derIhr sruchtbarstes Terrain sind die Kassee=Gesellschaften und die Teezirkel. Mit scheinbarer Harmlosigkeit tramen sie dort ihre Neuigkeiten aus, natürlich unter dem Siegel der Verschwiegenheit, wohl wissend, daß sich Gesinnungsgenossen sinden, die nur darauf brennen, das Ersahrene in tausenderlei Variationen weiter zu befördern, bis es an die gewünschte Adresse gelangt. Daß man in Gegenwart der Kinder voppelt vorsichtig mit Mitteilungen über andere sein muß, beweisen unzählige Beispiele. Ganz reglos sitzt Kleinchen bei seinem Spielzeug und erfaßt doch dieses und jenes von der Eltern Gespräche, das ihm nur teilweise verständlich, aber um so eher geeignet ist, unangenehme Szenen und allerhand Verlegenheiten zu bereiten. Also auch hier ist„Schweigen Gold“. die Arzte Zur Entstehung der Epilepsie— volkstümlich auch Krämpfe genannt— teilt ein alter Fachmann eine Beobachtung mit, die das allgemeine öffentliche Interesse beansprucht. Es handelt sich hier um einen Fall von Spät=Epilepsie bei einer KaffeebohnenEsserin. Das beachtenswerte Ergebnis der Untersuchung lautet: es muß zum mindesten wahrscheinlich erscheinen, daß der Kaffee in unserem Falie die„direkte Ursache“ der Epilepsie ist, die dann in die Reihe der durch Gifte hervorgerufenen gestellt werden würde.“— Es ist bemerkenswert, Faß diese Feststellung mit den neuen Beobachtungen mehrerer anderer Arzte vollsommen übereinsiimmt. Diese wichtige Entdeckung eines gewissen Zusammenhanges zwischen Kafseegenuß und Epilepsie ist eine ernste und eindringliche Mahnung, mit dem Genusse des losseinhaltigen Bohnenkaffees äußerst vorsichtig zu sein und vor allem den Kindern den Kaffee ganz vorzuenthalten. Soll man nach Tisch schlufen? Das Mühigkeitsgefühl nach dem Essen ist oit nur eine Folge einer raschen und reichlichen Sättigung. Bei Kopfarbeitern ist eine gewisse Müdigkeit ohnedies schon vorhanden und deshalb der ¼ bis ½ stündige Mittagsse von Vorteil. Ein ausgedehnter Schlaf hat gewöhnlich Mißstimmung und Unbehagen zur Folge, weil die Verdauung dadurch gestört wird. Wer es ermöglichen kann, sollte sich nach dem Esten in einen bequemen Stuhl setzen oder mit erhöhlem Kopf auf ein Otiomane liegen und dabei eine leichte Lektüre lesen. Nur geistig angestrengt Arbeitende sollen schlafen, ebenso blutarme, schwache oder kräntliche Personen. Dagegen sollen Personen mit Herzfehlern, Adervenraltung, Blutandrang nach dem Kopf. Fettleibige die Ruhe nach Tisch meiden. Für sie ist die Ruhe vor dem Essen außerordentlich gut. Viersilben=Rätse!. Seid uns gegrüßt, Ihr ersten Zwei! Die dunkle Nacht is: nun vorbei, Die Vögel auf den Zweigen singen, Die Menschen Dank dem Schöpfer bringen, Weil er sie wieder eine Nacht So väterlich, so treu bewacht. Die letzten, der. Gefundheit Zeichen, Laß nie von deinen Wangen weichen! Das Ganze, schön, in Purpurglut, Entsteigt des Veeres blauer Flut, Und Jubel tönet-überall. Man wartet auf den Feuerball, Der dann zu vielen tausend Malen Im Tau abspiegelt seine Strahlen. (Auflösung folgt in nächster Nummer.) (Auflöfung aus voriger Nummer) Kreuzer. Ratgeber für die Küche. Gerwachone, gesczälte Kpsel werden in dünne Scheilen geschnitten. Nun wird ein etwas fester Teig von geriebener Semmel, Mehl, Eiern und Milch gemacht, gut durchgearbeitet und dann mit geriebenen Mandeln und Apselscheiven nochmals durchgeknetet. Die Klöße sticht man dann mit einem nicht zu großen Eßlöffel ab, gibt sie in kochendes Wasser und läßt sie 15 Minuten langsam kochen. Wenn die Klöße obenauf schwimmen, werden sie mit dem Schaumlöffel behutsam herauszenommen. Um sicher zu sein, ob die Klöße auch innen gar gelocht sind, könnle der erste geprobt werden. Die Apfelklöße werden auf einer flachen Schüssel erhöht angerichtet und in Butter geröstete, ceriebene Semmel darüber gegeben. Mengenverhältnis: 1 Kito Apsel, 3 Semmeln, 20 Gramm Mehl, 4 Eier, 3., Liter Milch, 25. Gramm Mandeln. Zum liberschmelzen Vutter und Seimel nach Belieben. Heringssalat. Man legt 2—3 schöne abgewaschene Salzheringe für2: Stunden in Miich, trocknet sie dann ab, häutet sie, nimmt alle Gräten sorzfältig fort und schneidet sie in Würsel. Zwoi mttelgroße, in der Schale gekochte Kartoffeln werden abgezogen, acht säuerliche Ansel 2 Salzgurken und eine Pfefsergurke geschält und alles in Würfer geschnitten. Wenn man den Zwiebelgeschmack liebt, kann ei ganz kleine geschälte, feingehackte weiße Zwiebel dazugefügt und alles gemischt werden. Die Milch der Heringe wird mit ctwas Eisig verqutrlt. Von 1—2 hart gekochten Eidottern, die zu einem seinen Brei zerquetscht werden, rührt man mit Salz, Ol, Essia, Pfesser, dem Heringsmilch=Essig und etwas Zucker eine seimige Sauce und schwenkt alles gut durch. Der Salat muß ein paar Stunden durchsechen. Allerlei Interessanzies. Die Pariser Universität ist die größte der Erde, dann komm! Wien und dann an dritter Stelle Berlin.— Die Londoner Theaterdirekloren nehmen jährlich etwa 300.030 Mark durch die Anzeigen ein, die auf die Programme gedruckt werden.— Im Jahre war der Dampfer„Asia“ mit 11 Knoten stündlich das Schiff und blieb es bis 1856, in welchem Jahre die schnellere „Persia“ vom Stapel lief:— Das Honorar eines chinesischen Doktors schwankt zwischen 15 Pfg. und 49 Pfg. nach unserm Gelo. — Auf den Sandwichs=Inseln werden den Witwen die Namen ihrer verstordenen Ehemänner auf die Zunge tätowiert. — Der DNachdruck des Inhalls biefer! Unterhaltungs=Beilage zu Nr. 101. Freitag, 1. Mai 1914. Der Ehestand ist die Grundlage der Sitte, er nährt und erhält sie, weckt und erleichtert die Tugend. Unzählige Opfer der Selbstsucht, an die der hagestolz haum denkt und die er sich nicht zumutet, werden von dem hausvater mit Freudigkeit betrachtet, um Frau und kinder willen. Mit versiegelten Orders. Otiginal=Roman von Oscar T. Schweriner. (2. Fortsetzung.) „Das wissen wir noch nicht,“ antworlete einer der Männer.„Wir haben sie seit Tagen nicht gesehen; es nicht gewagt. Aber, ihre Zeugnisse sind echt und gut, der Sohn, — der Fähnrich George— hat ihr von der Stellung in Tokio erzählt, und sie hat sich erboten, sich bei seinem Valer darum zu bewerben. Auf diese Weise ist anscheinend auf die natürlichste Weise von der Welt zugegangen.“ „Und wie weit ihr das Unternehmen geglückt ist—?“ „Wissen wir noch nicht. Jetzt müssen wir warten, bis sie Und damit war vorläufig die Besprechung beendet. Die Männer entzündeten neue Zigaretten und starrlen hinein in die trübe, rauchende Lampe. Einer beugle sich hinüber und drehte das Licht etwas herab. Dadurch hörte zwar das „Blaken“ auf, die Beleuchtung ringsherum wurde aber noch unsicherer, gespensterhafter,.. n Shinsse E5em i. Und so verging eine Vierleinunde. Der Chmese oden in seinem Laden war drauf und dran, dem Schlaf zum Opfer zu fallen, als eine stark vermummte Gestalt seine Kneipe betrat. Ob Mann oder Weib, hätte man im ersten Augenblick nicht sagen können. Die Gestalt machte ein Zeichen, der Wirt sprang aus das Faß zu und rollte es zur Seite. Eine Minute später saß er wieder auf seinem alten Platz.— „Vater!"„„„„ 11 Jung m! Die Gestalt halte den sie veryuuenden umyang mit der Kapotte abgeworsen, jetzt beugte sie sich tief über die Hand des Mannes, den sie mit Vater angesprochen hatte, und küßte sie. Dann richtete sie sich hoch empor, so hoch, wie ihre kleine Frauengestalt es ihr gestattete. Die Männer aber blieben ruhig auf ihren Plätzen, nur der Valer hatte sich „Meine Tochter,— Graf Akito“, stellte er nach europäDer Graf erhob sich und blickte der jungen Dame ein Weilchen schweigend ins Gesicht. Einer der Männer ging, um einen Stuhl heranzurgien, Eimahr Ihr haht racht „Also das ist eure Tochtel: Furwühl— Ihr habt recht!“ sagle schließlich der Graf, sich setzend. Dann fuhr er sort:.6444 M „Ihr Vater hat mich unterrichtet, mein Fraulein. Heute nacht noch kehre ich nach Tokio zurück,— um zwölf Uhr muß ich schon unterwegs sein,— ich habe nur gewartet, um von Ihnen das Ergebnis Ihrer Bemühungen zu hären. Also— haben Sie uns gute Botschaft mit auf den Weg zu „Ich habe Sie erwartet, Herr Graf“ anlwortete das Mädchen,„und— ja, ich habe gute Botschaft!“ Die Männer beugten sich weit über den Tisch, um das Gesicht der Sprecherin deutlicher sehen zu können. „Sie können sagen,“ suhr die Sprecherin fort,„daß ich meinen Auftrag erfüllen werde!" „Ja— aber—“ meinte der Graf elwas betroffen,„wie?" „Die Art und Weise kann ich Ihnen deshalb nicht klarlegen, weil sie von den Umständen abhängt.“ „Sehr richtig, das kann ich verstehen,“ meinte Graf Akito,„aber in die gefaßten Pläne können Sie uns doch ein weihen. Was haben Sie bisher Bestimmtes erreicht?"„ „Nur, daß ich mit Hilfe dritter Personen in die Familie des amerikanischen Gesandten in Tolio gelangen werde!“ Der Graf schwieg; er schien nicht ganz befriedigt. 1 „Wann reisen Sie denn?“ fragte er schließlich. „Morgen! „Ah— mit welchem Schin?“ Eine Pause folgte. Alle blickten verwundert auf das junge Mädchen, das so lange überlegte, ehe es eine scheinbar so einfache Frage beantwortete. Und die Verwunderung stieg zur Bestürzung, als die Antwort endlich kam.. „Herr Graf, das— möchte ich Ihnen lieber nicht sagen: Selbst die starren Gesichtszüge der Japaner konnten Erstaunen und Bestürzung nicht verbergen. Am ruhigsten blieb noch der Graf. 52 „Und warum nicht, wenn ich fragen barf?!“ Da erhob sich das Mädchen. „Ich stehe im Begriff. mein Leben für mein Vaterland zu opfern,“ sagte sie ruhig.„Ich tue es mit tausend Freuden. denn nichts ist mir so lieb, als mein Vaterland. Nichts!!“ wiederholte sie noch einmal mit fast drohender Stimme, als hätte ihr jemand— oder etwas— widersprochen.„Nichts! Aber— ich will es allein sein! Ich will die ganze Verantwortung tragen, ich will keinerlei Hilfe und keinerlei Ratschläge. Der Auftrag, den mir mein Vaterland stellt, lautet: Erkunde die geheimen Absichten der Amerikaner. Ich wiederhole: Ich werde den Auftrag erfüllen. Aber mehr— mehr verlangt nicht von mir!" Hochaufgerichtet stand sie da. Und alle diese Männer— kluge Menschen ein jeder von ihnen— hatten das Empfinden. daß hinter den Worten des Mädchens viel mehr versteckt liege, als die Hörer auch nur ahnen konnten; daß ein ganz besonderer Grund vorliegen mußte für die Handlungsweise der Sprecherin. Aber auch keinem einzigen kan der Gedankt an Verrat. Daß dieses Mädchen dort bereit sei, für Japan jederzeit das Leben zu lassen, davon waren alle felsenfest überzeugt. Und aus diesem Gefühl heraus lautete auch die Antwort des Grasen.„. 7. Mn Ers. „Wir müssen Ihre Wunsche achten, mein Fraulein. Zweisellos haben Sie Ihre guten Gründe: obwohl ich sie nicht recht entdecken kann. Wir alten Leute hätten Ihnen vielleicht mit einem guten Rat zur Seite stehen können. Aber, wie dem sei, Ihre Wünsche sollen geachtet werden. Er erhob sich.„Ich werde zu Hause berichten, welch brave Landsmännin ich kennen gelernt habe, und Japan wird sich freuen und dankbar sein. Adieu! Haben Sie nog irgend etwas mitzuteilen?“ „Jawohl— ich muß Sie bitten, noch zu verweilen, Herr Graf. Es paßt in meinen Plan, daß wir eine Verständigungsart vereinbaren.. I—64— 3. Jut. „Sie meinen. eine Geheimschrift veravreden“ fragte der Graf, sich wieder auf seinen Stuhl niederlassend.„Werden Sie uns denn Ihre Entdeckungen nicht in Tokio personing überbringen?. 2 T,K. Tmmmmi. 2e. „Vielleicht werde ich nie nach Tono kommen!“ meinte die Dame bedeutungsvoll. — Planmäßiges Annoncieren in der bestverbreiteten „Schwerter Zeitung“ führt zu geschäftlichem Erfolg. W? Unsere Auswahl in fertiger Herren- u. Knaben-Kleidung ist in Iserionn die Allergrönte. 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Kapitel: Gegensätze von einst. 2. Kapitel: Das Recht der Zukunft. 3. Kapitel: Selbstporträt. 4. Kapitel: Fronde. 5. Kapitel: Miszellen. 6. Kapitel: Gegenwart und Zukunft. Vorrätig in der Bucbhandlung Carl Braus —— Große Marktstraße 3—5.— Versammlung 3 4####am Sannlag, den 3 Mai 1914 Berten soll man nur in einem reellen Geschäft kaufen, welches seit Jahren diesem Artikel ganz besondere Sorgfalt zuwendet. Doppeltgereinigtestaubfreie Federn. Starker federdichter Barchent. Verkaufe unter langjähriger Garantie jedes Bettes: Vollständiges 1½ schläfiges Ober- oder Unterbett Foig 7. Ei%g% gereinigten Federn gefüllt..... 1,00 und 9,00 Mk. Vollständiges 2schlafiges Ober- oder Unterbett mit 10 Pfund gereinigten Federn gefüllt........... 12,50 Mk. Vollständiges 2schläfiges Ober= oder Unterbett mit 10 Pfund gereinigten Federn gefüllt 15,50 Mk. Vollständiges 2schläfiges Ober- oder Unterbett mit 10 Pfund gereinigten Halbdaunen gefüllt 17,50 Mk. 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