46. Jahrgang. Freitag, den 2. Januar 19/4. ode Scheuntmn Jeiner ucen dnd ander Feiertags. Bezugspreis M. 1.80 oierteljährsich, dei der Post für Bestellgeld 42 Pto. mehr. Wöchentl. Gralisbeilage:„Ikustrierter Famillensreund" u. tägl. Unterdaltungsblatt. Unzeigenpreis: Die siedengespaltene Petitzeile oder deren Raum 10 Pig., Anzeigen ge guswärts 15 Pig., Reklomezelle 40 Pl. Rabatt gilt als Kassarabalt u. ertischt— ionkursen, Zwangsvergleichen, gerichtl. Klagen a. t. gemacht. Jahlungssedinome Amtliches Kreisblatt Westhofener Zeitung Langscheder Zeitung Schwerter Volksblas für den kreis börde Holzwickeder Zeitung Aplerbecker Zeitung Schwerter Volkszeitung Verbunden mit! Schwerker Tageblatt S Schwerker Anzeiger Grltes und 3es Cagesorgan des Kreiles o General-Anzeiger für den Kreis Hörde o Haupe Annoncenblan udd dute und ich dedtgichen Durrd nungen für den Aretz Hörde erlangen grmeh Bedanntmochung dei Walglichen Regierung durch Verössentlichug# in de:„Schwerter Zeitung" rechtsverdindliche Keoft.— Die „Schwerter Zeitung“ gewährt ihreo Adonnenten für jeden mit Tod endent# Unsast gebagunges: 300 Mk. Anfall. Drua u. Verisgo, Coi Brauz, Schwerte= RobFernsp. 62. Telegr.=Afr. Braus Schwerte. Rure Nr. 1. Erstes Blatt. Zum neuen Jahre. m läuteten die Glocken von fern und nah, Jahr ist vorüber, ein neues ist da as mag es uns bringen— Freud' oder Leid? zölf Monde uns näher der Ewigkeit! npf dröhnten die Glocken beim letzten Neujahr * Trommelwirbel— wie Kriegsgefahr— ch Gottes allgütige Vaterhand s segenbringend auf friedlichem Land. er Frühling jauchzte mit Brausen daher, unt plangte der Sommer im Blütenmeer. zwersschwankte der Erntewagen herein, kun nag es im Winter stürmen und schnein. ag'sstürmen und dräuen, wir fürchten uns nicht, ill gänze ##nzet der Hoffnung goldenes Licht! sgne uns heute und immerdar, Gück auch und Frieden im neuen Jahr! Politische Uebersicht. Aezer den Kaiser und die Kriegervereine verpnticht der Präsident des derztgg## ####des Gee V.##u„nm *F eine Erklärung, in der er sagt: Der hat im Laufe des Herbstes wiederholt seine enheit und Freude zu erkennen gegeben über strefflichen Eindruck, den die Kriegervereine in Orten hervorriefen, die er in verschiedenen des Vaterlandes besuchte. In großer Mehrtschienen, hätten die Mittzsieder durch strafse g, durch Erscheinung und Ausb###c— k Ordensschmuck— erkennen lassen, ß der soldatengeist in ihnen weiter lebe. Das Kaiser wohlgetan. ie Beisetzungs=Feierlichkeiten in Sigmaringen. sgen Sonnabend findet in dem feierlichen Erserschmuck tragenden Sigmaringen die Bestatng der Fürstin Leopold von Hohenzollern ( stat An der Seite des Fürsten Wilhelm von Hohizollern schreiten der Kaiser, dann folgen die Btür des Fürsten, der Thronfolger von Rumänien und Prinz Karl von Hohenzollern. An den Trauerfeienchkeiten nehmen ferner teil: die GroßherzoginWitye von Baden, Exkönig Manuel von Portugal und Hemahlin, der König von Belgien, der Großherzo) von Oldenburg, Herzog Robert von Württemberg als Vertreter des Königs von Württemberg, der König von Sachsen mit seiner Schwester Prinzessin Mathilde von Sachsen und die Prinzessin Therese von Bayorn. Die Bestattung findet von det Erlöserkirche zu Hechingen aus statt. Das Abschiedsmahl der Stadt Danzig für den Ksonprinzen. Das Kronprinzenpaar folgte einer Enladung der städtischen Körperschaften zu einem Alschiedsmahl im Artushof. Während des Mahles überreichte Oberbürgermeister Scholtz dem Kronprinzenpaar als Abschiedsgeschenke der Stadt einige Danziger Radierungen und Geschichtswerke. Der Kropeinz gab im Gespräch mit den Mitgliedern der Stadtverwaltung wiederholt seinem Bedauern Aushuck, daß er von Danzig scheiden müsse. Die nächste Katholikentag. In der in Franksurt sattgchabten Wintersitzung des Zentralkomitees der katholiken Deutschlands wurde, wie die„Kölnische kolkszutung“ hört, beschlossen, gemäß dem Antrage es Münsterer Katholikenkomitees, dei dieses in er Generalversammlung in Metz eitbrachte, die Generalrersammlung 1914 der deusschen Kathoken in Münster abzuhalten, und zwat voraussichth in der zweiten Hälfte des Monets August. Dreibund und die Inselfrag. Die„Köl“ Zettungs meldet aus Berlin:ie aus LonAngaben, nach dene die Antwort zeh Sueue bush 8.* nahme des Londoner Berichterstatters der„Tribuna“, daß die Antwort auf Einzelheiten der Inselfrage nicht eingeht, dürfte zutreffen. Die deutsch= türkischen Verhandlungen. Der deutsche Botschafter in Konstantinopel, Frhr. v. Wangenheim, wird mit mehrwöchigem Heimaturlaub in der zweiten Januarhälfte in Berlin erwartet. Bei dieser Gelegenheit dürfte die endgültige Paragraphierung des deutsch=türkischen General=Abkommens über die Eisenbahnen und sonstigen Konzessionen in Kleinasien erfolgen. Die Konzessionserteilung zum Ausbau des Hafens von Mersina, über die man lange zu keinem Ergebnis kommen konnte, auf die Deutschland jedoch besonderen Wert gelegt hat, ist jetzt in günstigem Sinne entschieden.— Mersina ist durch eine in deutschem Besitz befindliche, 67 Kilometer lange Bahn mit Adana, einer wichtigen Station der Bagdadbahn, verbunden, Bassermann über die Kanzlerkrise. Der Abgeordnete Bassermann hat dem ihm nahestehenden „Mannheimer Generalanzeiger“ zu den Meldungen über eine Kanzlerkrise erklärt, kundige Beurteiler der Menschen und Dinge nähmen an, daß eine schwere politische Krise heraufziehe. Die Konservative Partei ist im Aufruhr gegen die Regierung, weil diese es zugelassen hat, daß Leutnant Forstner sotzliche—“ erhaltg, Jagow, der übrigens bei Hofe sehr belrebt ist ein sehr wichtiges Moment— hat mit seinem Briefe an die„Kreuzzeitung" die Führung des Ansturmes der Konservativen gegen den Reichskanzler übernommen. Dieser befindet sich in einer überaus peinlichen Situation. Die Art der jüngsten Betrachtung der„Nordd. Allg. Ztg.“ mit der vielleicht Eindruck gemacht werden soll, wird vom gesamten Liberalismus abgelehnt. Der Reichskanzler stehe in offener Feindseligkeit zu den Konservativen, ohne keinen Versuch zu machen, die verlorenen Sympades liberalen Bürgertums wiederzugewinnen. Reichskanzler in dem politischen Duell mit Jagod unterliegen, so würde sein Fall vom liberalen Bürd tum recht kühl aufgenommen werden; so schmerzl###g## ein neuer Triumph des altpreußischen Konservatiddug L#rühren müßte. Hierzu schreibt die„Nig. Ztg.“:„Möge der tapseke Idealismus, der die Signatur dieser Tagung bildete, fort und fort überall in den Provinzen als leuchtendes Beispiel fortwirken und immer tiesere Erkenntnis dafür wecken, was wir an unseren Landesschulen besitzen!“ China. Unterdri7 Meuterei in Südwest=China. In Talifu(Prov Jünnan) haben drei Regimenter gemeutert, ihre Offiziere niedergeschossen, die Wafsenlager und eine höhere Schule überfallen, schließlich einen Lehrer sowie mehrere Studenten getötet. Sie haben im Namen Sunyatsens die Unabhängigkeit erklärt. Die Meuterer führten in den umliegenden Distrikten eine Schreckensherrschaft ein. Auch viele Personen wurden getötet oder verwundet, die Fremden aber geschützt. Vierzehn Tage später wurde Talifu von einer Abteilung loyaler Truppen wieder gewonnen. Eine starke Truppenmacht ist jetzt von Jünnanfu auf dem Marsche nach Talifu, um dort die Ordnung wieder herzustellen. — Sturmflut und Schnee. Die Wetterlage im Reiche. Frankreich. Finanzminister Caillaux gegen sremde Anleihen. Der Senat setzte die Beratung der Gesetzesvorlage über die zwei Budgetzwilftel fort. Der Finanzminister erklärte, er werde vor dem Zustandekommen der verzögerten französischen Anleihe nur solche Anleihen des Auslandes zulasen, die ein nationales Interesse darstellten und für den Geldmarkt keine gefährliche Höhe erreichten. Ferner hat der Senat dem von der Kammer schon genehmigten Gesetzentwurf über einen Vorschuß von 10 000 Franks für Albanien zugestimmt. Der Setat hat schließlich die zwei Budgetzwölftel einstimmig angenommen und ebenso einen Gesetzentwunf über die Kredite für eine neu zu errichtende Abteilung für Luftschifffahrt im Kriegsministerium. Aufbesserung des Soldes der Offiziere und Unteroffiziere. Die Kammer beschäftigte sich wiederum mit dem Gesetzentwurf über die Erhöhung des Soldes der Offiziere und Unteroffiziere, da der Senat im Widerspruch mit der Mehrheit der Kammer auch die Bezüge der Generale erhöht hate, Nach kurzer Debatte wurde der Gesetzentwurf der vom Senat abgeänderter Fassung mit 483 geen 22 Stimmen angenommey' Rattiand rer Pflege des deutschen Schulwesens in Farland. Ein erfreulicher Lichtzunkt in dem Praurigen Niedergange des balt sten Deutschkumg list die tatkräftige Pflege des d ischen Schulwesas durch den kurländischen Adel. 1 von Rigae=Zeitungen gmeldet wird, Hor Vesherlicht Kor' Kurländischenc## W— u Reihe weiteret Berichte vor. In Hamburg herrschte vorgestern abend bei scharfem Nordostwind starkes Schneetreiben. In der Nacht ist kein neuer Schnee gefallen. In Hannover trat nach teilweisem reichlichen Schneefall Frost ein. In München ließ das gestrige Schneetreiben in der Nacht nach, es trat leichter Frost ein. Heute herrscht schwacher Schneefall. In den Bergen schneit es allenthalben. Besondere Verkehrsstörungen sind bisher nicht zu verzeichnen. In Breslau herrscht trockenes Wetter; nur wenig Schnee bedeckt die Straßen. In Görlitz setzte das gestrige Schneetreiben in der Nacht von neuem ein und dauert noch in verstärktem Maße an. Zahlreiche Verkehrsstörungen sind die Folge. In den Städten der Niederlausitz sind bis jetzt keine nennenswerten Verkehr=stsrungen vorgekommen, selbst die Juge der Spueewaldbahn langten heute früh wohlbehalten an den Enden der Kopfstationen an. In Königsberg herrscht seit gestern mit kurzen Unterbrechungen anhaltendes Schneegestöber, sowohl in der Stadt wie in der Provinz sind durch die Schneemassen Verkehrsstörung eingetreten. Die Züge erleiden Verspätungen. Berlin im Schnee! Auch Mittwoch hat es dn ganzen Vormittag geschneit. Die Störungen im Straßenbahnverkehr waren erheblich. Der Doschkenverkehr ist fast ganz eingestellt. Besser komnen die Autobusse porwärts. An vielen Stellen ligt der Schnee bereits über einen halben Meter hoch. Schnerpflüge und ein Heer von Arbeitslosck, von denen 8000 allein von der Stadt angeworen sind, sind mit der Beseitzigung der Schneemagen beschäftigt. Trotzdem will es nicht gelingen der immer wieder eintretenden Verkehrsstörunge Herr zu werden, so daß viele Arbeiter und Anestellte weite Wege zu Fuß zurücklegen müssen, im zur Arbeitsstätte oder nach Hause A gelangen. Di Sturmflut an der Ostseeküste. Die errtesten Nachrichten kommen von d seeküste. setzt hat es den Anschein, als ob walt des Sturmes gebrochen sei, eber furchtb die Veyeerungen, die angerichtet worden sin Universtätsstadt Grei#swald stand Wasser] Die und Neuse Itraot dem Sturm vollständig weggischwemmt wor Das Familienbad ist weggeschwemmt. Der für Rettungsstation so überaus wichtige Signalmast von der Gewalt des Sturmes geknickt. Im Rostocker Hafen lagen die Schiffe beinahe in gleicher Höhe mit dem Ufer. Vekschiedene Holzstapel auf den Holzlagern wurden, weggeschwemmt. Einige Parterrewohnungen, in die das Wasser eindrang, mußten geräumt werden. In Stralsund mußte der Fährbetrieb eingestellt werden. In Warnemünde wurde durch den hohen Seegang die Strandpromenade, der sognannte Dünenkamp, über die Hälftt durchbrochen. Man versucht, den Schaden durch Sandsäch auszubessern, und hat zur Hilfeleistung Militär von Rostock requiriert. Infolge hoher See konnte die fahrplanmäßige Fähre, die mittags nach Dänsmark abgeht, nicht in See gehen.— In Wismar wurde in manchen Straßen der Verkehr durch Fischerkähne vermittelt. Weite Strecken Ackerlandes sind überschwemmt, die Saaten sind ruiniert, Ahnliche Meldungen liegen von Kie,-Elenzburg und Lübeck vor. Am meisten hat die Stunnflut an der besamten ostpreußischen, pommerschen## mecklenburgischen Küste die Strandbefestigungen mitgenommen. Die Dünen, die natürlichen####lle des Meeres, si.) er. Wee beeet u#. e das Meer hat seine Fluten weit ins Land g: schleudert. Die Tannen= und Fichtenwaldunge hinten den Dünen sind durch die Gewalt des Sturmes niedergebrochen worden. Sämtliche Kleinbahnen in Vorpom mern mußten ihren Betrieb einstellen. Zahlreich Züge blieben überhaupt im Schnee stecken. Auf de: Strecke Greifswald—Grimmen blieben hinterein. ander zwei Personenzüge im Schnee stecken. Die Küste der Insel Rügen ist schwer heimgesucht worden. Alle Badeorte der Küste haben großen Schaden genommen. In Binz selbst ist das netze Luftbad, das erst in diesem Jahre errichtet worden ist, völlig fortgerissen worden. Die Landungsbrücke hat auch starke Beschädigungen erlitten. Die Brücke ist in der Mitte gebrochen, und auch vom Brückenkopf sind zahlreiche Pfeiler und Bretter losgerissen und an den Strand geworfen worden. Wie groß die Beschädigungen der Brücke sind, wird sich erst feststellen lassen, wenn das Wasser wiede ganz zurückgetreten ist. Die Strandpromenad# ist an mehreren Stellen unterspült worden. Auch in Saßnitz und Sellin sind die Promenaden stark mitgenommen worden. In Sellin ist das Herrenb###d verschwunden. In Thiessow ist die Landungsbrücke vollständig zerstört worden. Im steckengebliebenen Zug. Die Passagiere der im Schnee steckengebliebenen Züge halfen sich so gut es gehen konnte. Der Humor ließ auch hier die einigermaßen ungemütliche Situation ertragen. Zuerst versuchten starke Männer, die Schneemassen vor den schinen wegzuschaufeln, aber das! rei Bemühungen ausschtes man Zug Tot. 76 G slatinfunde im auerlande. beträchtliche Platinfunde in sur nde und über die Bildung e### sbeutung der Platinlager brachten eit eine kurze Notiz. Auf genaue e#die„Westd. Volksztg.“ eingees#### völlig zuverlässiger Seite gende Mitteilungen zu: Sowohl e im Kreise Meschede bei Remblatin im Tonschieser festgestellt ting=halt des Tonschiesergesteins stellt sich auf 18 bis 30 Gramm 9 als ein sehr hoher anzusehen, Tral nur 5 bis 7 Gramm Gehalt leutung der Platinkager in der linghausen hat sich eine Firma ldet, die den Antrag auf Verin Düsseldorf gebi ngsrechtes auf Gold und Silber leihung des Muty# das Mutungsrecht auf Platin beantragt hat, de#r bei Verleihung des Mutungsnicht verliehen, abe re edle Metalle mitgewonnen rechtes auf ande Verfahren über diesen Antrag werden kann. Däßiigens liegen zurzeit bereits dreischwebt noch. Dfür Mutungen im Sauerlande vor, zehn Ant=ögenig Aussicht auf Genehmigung haben, die wie Bergbehörde den für Mutung auf ein #nderes edles Metall gestellten Antrag unter der Begründung ablehnen kann, daß das Vorkommen einen lohnenden Abbau nicht gewährleiste. Da, wie schon angedeutet, Mutung auf Platin nicht verliehen werden kazn, das Recht, dasselbe zu gewinnen, vielmehr dem Grundeigentümer zusteht, bleibt für einer„Unternehmer nur der Ausweg, Grund und Boden im Sauerlande zu erwerben. So soll sich, wie gemeldet wird, eine Düsseldorfer Gesellschaft bei Remblinghausen das Vorkaufsrecht für mehrere tausend Morgen Land gesichert haben. Ueber nicht un westlichen Sauerla Gesellschaft zur Auwir vor einiger 3. Erkundigungen, di zogen hat, gehen inhaltlich noch sol im Kreise Olpe## linghausen P worden. Der im Kreise pro Tonne,## alf da die Sunde uig. zeigen. Zur Gegend von Remk Aus Stadt und Umgebung. Zum neuen Jahr! Wiederum ist ein Jahr hinabgerauscht ins ewige Meer der Zeit. Ein Jahr! Wie leicht sich diese zwei Silben aussprechen, die eine so große Summe von Freud und Leid, von Arbeit und Mühsal, vor#t ei Hoffnung und Enttäuschung einschließen. Ein Jah ver eilt schnell vorüber für den Glücklichen, dem es nur Freude beschert, dem es alles gelingen läßt, was # bringt, ein Jahr schleicht im trägen Schneckengande für den Armen dahin, dem es Leiden bringt, der Hoffnungen scheitern sieht. Wenn das alte Jahr zu Grabe getragen ist und die Glocken vas neue 4 Jahr eingeläutet haben werden, läßt wohl ein jeder die vergangenen Tage an seinem Geiste vorüberziehen. Dann siehtider Geschicklichste daß er sich doch wider Erwarten oft getäuscht, der Unerfahrenste, daß ihm wanches geglückt ist, der Glück, Seh ruich Manhent Misßeelets nncher sonnenstrahl des Glückes gefallen ist. Alle seine Wünsche sind wohl keinem erfüllt, alle Hoffnungen #her auch wohl keinem fehlgeschlagen. Ein dichter schleier liegt über den zukünftigen Tagen, den eines Menschen Geist zu lüften vermag, und wohl uns, daß sich die Zukunft nicht offen vor unseren Augen ausbreitet, denn das Glück kommt immer gelegen und das Unglück allezeit ungelegen. So pflanzt der Mensch am Beginne des neuen Jahres die sonnige, lachende Hoffnung in seinem Herzen auf, die ihn kühn in das wogende Nebelmeer des neuen Jahres hinaussegeln läßt. Unsern verehrten Lesern, Mitarbeitern und Freunden wünschen wir, ouß ihnen das neue Jahr nur glückliche und sohe Tage bringen möge! (Himmelserscheinungen im Janugr 1914.) Nachdem die Sonne im letzten Drittel des Dezembers ihren südlichsten Stand erreicht hat, beindet sie sich, wenn man so sagen darf, bereits auf von Rückblick auf das Jahr 1913. Bemerkenswerte Ereignisse Schwerte und Umgegend. Lanuas. Der Bäcker Christof wird wegen Brandstiftung (Haversches Haus an der Brückstraße) zu einem Jahr und dkei Mgnaten Zuchthaus verurteilt. 17. Für den Nathaus=Neubau sind 206 Entwürfe eingelaufen, die im Progymnasium ausgestellt s eshen ue ahsehersechen ie eun. sabrik ist totalan Pst. #. nie. Semch äcber ben, tats * ihrer Wandetung nach Norden. Schon nehmen die Tage, wenn auch zunächst nur langsam, zu. Die Tageslänge beträgt am 1. Januar 7 Stunden 52 Minuten, am 31. Januar 9 Stunden 2 Minuten; die Zecahme beträgt mithin 1 Stunde 10 Minuten. um 20. Januar abends 10 Uhr tritt die Sonne aus dem Zeichen des Steinbocks in das des Wassermanns. Die Auf= und Untergangszeiten der Sonne sind nach mitteleuropäischer Zeit am 1. Januar 8 Uhr 7 Minuten und 8 Uhr 59 Minuten, am 31. Januar 7 Uhr 43 Minuten und 4 Uhr 45 Minuten. — Zu Beginn des Januar sehen wir den Mond als zunehmende Sichel. Am 4. nachmittags 2 Uhr erreicht unser Trabant das erste Viertel, und am 12. morgens 6 Uhr haben wir Vollmond. Am 19. morgens 1 Uhr steht der Mond im letzten Viertel, und am 26. vormittags 8 Uhr ist er als Naumond vollständig verschwunden, um in den letzten Januartagen wieder als schmale, zunehmende Sichel zu erscheinen. In Erdferne steht der Mond am 3., in Erdnähe am 15. Januar. *(Die Silvesternacht) ist im großen und ganzen recht still und friedlich verlaufen. Um die Jahreswende gab es zwar etwas Leben auf den Straßen. aber die grimmige Kälte trieb die wenigen Passanten schnell wieder ins geheizte Zimmer, wo es bei Punsch und Pfannkuchen auch viel gemütlicher war. Auch die unsinnige Neujahrsschießerei hat gegen früher bedeutend nachgelassen, was nur mit Freuden zu begrüßen ist. **(Der Rodelsport) steht jetzt in voller Blüte. An allen Ecken und Enden, wo nur die kleinste Anhöhe ist, sausen die Schlitten zu Tal. Ganz besonders großer Betrieb herrschte gestern den ganzen Tag über bis in die späten Abendstunden am „Freischütz", wo sich Hunderte alter und junger Sportsfreunde eingefunden hatten und sich der prächtigen glatten Bahn auf der Hörder Straße freuten. Ob auch die Passanten und die Fuhrwerksbesitzer über die spiegelglatte Straßeerselben Ansicht sind, ist allerdings eine andere Frage. Da in der letzten Nacht wieder bedeutende Schneemengen niedergegangen sind, sind die Aussichten für die Anhänger des Rodelsports vorläufig noch sehr günstig. — Ein gestern abend in der ganzen Stadt mit großer Bestimmtheit auftretendes Gerücht über schweren Unfall der Frau Kaufhold hat sich glück nicht bestätigt. (Gedenket der hungernden Vöglein.) Nun bedeckt Schnee die Erde. Da denkt der tierliebende Mensch an die kleinen gefiederten Sänger, denen die Suche nach Futter durch des Winters Strenge so sehr erschwert wird. Gar leicht findet das Vöglein den Tod, wenn die belebende Nahrung nur wenige Stunden ausbleibt. Nun heißt es, den hungeknden Tierchen durch Ausstreuen von Futter in der Not beizustehen. Ueberall läßt sich leicht ein geeignetes Futterplätzchen herstellen: auf der Veranda, unter dem Schuppendach, in der GartenMan gobe#####acht, daß das ausgestieute Fütter vor Schnee und Nässe gesichert ist. Zum Füttorn eignen sich trockene Brosamen und Fruchtsämereien, vor allem Hanf, auch Fleisch. stückchen. Der Hanf muß aber zur Hälfte gequetscht gestreut werden, weil nicht alle Vögel die Fruchthülle zerbeißen können. Nasses Futter darf nicht enzengt und so den Tierchen erzeugt und so den Tierchen den Tod bringt. Freien Rone Verhandlungen satgesfaunden. Die Angeregenheit fand, wie nach einem der„K Volkszeitung“ zugehenden Bericht gemeldet wird, keine günstige Aufnahme. Um eine fast zweitausendjährige Ueberlieferung in der Kirche umzustoßen, bedürke, es stärkerer Motive als die aus dem Kaufmuntunde hervorgegangenen Vbet die aus Rücksicht auf die Schuljugend geäußerten Wünsche, mögen diese auch an und für sich durchaus berechtigt sein. Wie die Dinge jetzt ständen, sei im allerKngaee 14. Der Entwurf des Architekten Schmitz=Köln für den Rathaus=Neibau wird mit dem 1. Preise Bauausführung beund zur ausgezeichnet stimmt. 26. Diebstahl bei dem Piegemeister Gras Bismarckstraße. günstigsten Falle vielleicht zu hoffen, daß die Kirche sich entschließen werde, den Östertag etwa auf den ersten oder zweiten Sonntag im April festzulegen. Immerhin dürfte die Ausführung des Entschlusses noch in weiter Ferne liegen. *(Einen bösen Unfall) erlitt am Mittwoch nachmittag Frau Knierim aus der Sedanstraße. Die in den fünfziger Jahren stehende Frau, welche sich auf einer Geschäftstour befand, stürzte, unterhalb des Stadtwaldes so unglücklich vom Wagen, daß sie eine recht erhebliche Verletzung im Gesicht erlitt. Die Verunglückte wurde in die Breuckersche Wirtschaft gebracht, wo ihr die erste Hilfe zuteil wurde. *(Statistisches aus den beiden hiesigen evangelischen Gemeinden.) In der größeren evangelischen Gemeinde wurden im vergangenen Jahre 239 Kinder getauft; die Ziffer ist damit gegen das Jahr 1911 mit 273 Taufen um insgesamt 44 zurückgeblieben. Es starben 118 Personen, 1912 starben 135 Personen. Das Wachstum der Gemeinde im verflossenen Jahre betrug also bei Berücksichtigung der Geburts= und Sterbeziffern 121 Seelen gegen 138 des Jahres 1912. In den Konfirmationsterminen sämtlicher drei Pfarrbezirke wurden 1913 insgesamt 265 Kinder, nämlich 132 Knaben und 133 Mädchen konfirmiert gegen 125 Knaben und 97 Mädchen des Jahres 1912. Den Bund fürs Leben schlossen 116 Paare, eine Zahl, wie sie die Gemeinde seit ihrem Bestehen nicht annähernd zu verzeichnen hatte, im Jahre 1912 fanden 77 kirchliche Trauungen statt. Die Zahl der Abendmahlsteilnehmer belief sich auf 2375 Personen; dazu kommen noch 54 Hausausteilungen des Sakramentes. Im Jahre 1912 waren 2374 zu verzeichnen. Das Jahr 1913 hat auch darin ein Mehr von 55 zu verzeichnen.— In der reformierten Gemeinde wurden im vergangenen Jahre 79 Kinder getauft gegen 90 Kinder des Jahres 1912; der Rückgang der Geburtenziffer beträgt also 11. Es stalben 42 Personen; die Todesziffer stimmt genau mit der des Jahres 1912 überein. Der Gemeindezuwachs beträgt also aus Geburts= und Sterbeziffern 37 gegen 48 des Jahres 1912. Getraut wurden 23 Paare und damit 8 Paare wenigen als 1912. Konfirmiert wurden am Palmsonntag 69 Kinder; das Jahr 1912 hatte 72 Konfirmanden. Die Zahl der Uebertritte betrug im Jahre 1913 vier und deckt sich mit der Ziffer des Jahres 1912. Am heiligen Abendmahle nahmen teil 715 Personen gegen 737 Teilnehmer des Jahres 1912. **(Am„Freischütz") herrschte am gestrigen Neujahrstage ein gewaltiges Leben und Treiben. In Verbindung mit dem Trompeterkorps der KönigsUlanen gab dort der bekannte M.=G.=V.„Lyra“Sommerberg ein Konzert, welches den großen Saal bis auf den letzten Platz gefüllt hatte. Unter der energischen Stabführung des Herrn Hauptlehrer Steltmann hat sich der strebsame Verein in den letzten Jahren zu einem Gesangskörper entwickelt, der selbst weitgehenden Ansprüchen genügen kann Dar P mmn 7 a: Rogea und brachte Volkslieder und größere Chöre, Vier, mit einem Verscanonis zum Vortrag gebracht, lebder Geonese hah ase #= sin ais sehr gute zu bezeichnen. Nach ves Konzerts konnten die zahlreichen Besucher noch einige Stunden der Tanzmuse huldigen. aus der katholischen Gemeinde.) Versinhe 1 Kinder getauft gegen 167 im Jahre urh os wegonen u.(75) wurden zur letzten Ruhe be statter. Die Zahl der Erstkommunikanten stellt auf 238(134 Knaben, 104 Mädchen), währ 33 000 hl. Kommunionen(28.000) ausgeteil urden. Die eingeklammerten Ziffern beziehe sich auf das Jahr 1912. menden Sonntag, den 4. Januar, im Lokale d Herrn Sonneborn in Deilinghosen statt. Hei Hauptlehrer Busch von Iserlohn wird das ein leitende Reserat über den 4. Teil des Soziale Programms des deutschen Gesamtverbandes halten Zur Anteilnahme an der belehrenden Veranstaltung, deren bisherige Unterrichtsabende stets eine lebhafte Diskussion im Gefolge hatten, sind nicht nur alle Mitglieder der Verbandsvereine, sondern auch alle evangelischen Mitbürger herzlich willkommen, welche sich durch eigene Anschauung ein Bild der zielbewußten Vereins= und Verbandsarbeit bilden wollen. Der Kursus beginnt pünktlich um 4 Uhn. Der Eintritt ist für jedermann kostenfrei. **(Von einem schweren Unfall) wurde der Arbeiter Walter von hier betrossen. Er geriet mit der rechten Hand so unglücklich in die Polietwalze, daß ihm sämtliche Finger der Hand schwer gequetscht wurden. Er wurde nach Anlegung eines Notverbandes dem evangelischen Krankenhause überwiesen, es mußen ihm einige Finger amputiert werden. **(Einführung.) Am gestrigen Neujahrstage wurden in der hiesigen größeren evangelischen Gemeinde die an Stelle der mit gestern ausgeschiedenen Mitglieder des Presbyteriums Direktor Waltenberg von hier und Landwirt Spaemann von Geisecke für eine achtjährige Amtszeit gewählten Presbyter Lehrer Vieler von hier und Landwitt Exsternbrink von Geisecke am Schlusse des Hauptgottesdienstes durch Herrn Pastor Ohlig in ihr neues Amt eingeführt. *(Konzert des Hagener Doppel=Quartetts.) Am kommenden Sonntag, 4. Januar, veranstaltet Musikdirektor Haselhoff mit dem von ihm geleiteten Hagener Doppel= Quartett am„Freischütz“ ein Konzert. Bekanntlich konnte diese kleine Sängerschar auf dem drei Wochen dauernden internationalen Gesangwettstreit in Amsterdam(1912) einen 1. Preis erringen. Auch wir haben seinerzeit über diesen einzig dastehenden Erfolg berichtet. In Sängerkreisen hielt man es anfangs gar nicht für möglich, daß die acht Hagener Sänger gegen eine zehnsach stärkere Konkurrenz aus Holland, Belgien, Frankreich usw. würden bestehen können. Der einzige in dieser Gruppe mitkonkurrierende deutsche Verein„Liedertafel"=Düsseldorf(68 Sänger) erzielte nur den 4. Preis. Die Sänger des Doppel=Quartetts erkannten, wie seinerzeit aus Hagen geschrieben wurde, neidlos an, daß sie den selbst nicht erwarteten großen Erfolg in erster Linie ihrem Dirigenten zu verdanken hätten, der den Chor in der bei ihm stets gewohnten genialen Auffassung zur Aufführung brachte und hierdurch den grandiosen Erfolg erzielte. Immer und immer wieder mußte der Dirigent vor die Rampe kommen, und erst nach längerer Zeit konnten die Vorträge fortgesetzt werden. Die„Hagener Zeitung“ schrieb nach einem Konzert des Doppel=Quartetts: Es war das Beste, was uns auf diesem Gebiete in dieser *“ de badeute# hasser, wie das Koschat=Quintett.— Auf das Peögramm d zerts werden wir noch zurückkommen. ZonWesthosen, 2. Jan. Rodelunfälle) ereigneten sich gestern der Straße Reichsmark=Syburg. Der Schüler Zoß von dier erlikt onen doppelten Veinbruch, nend der Kaufn Thomas so haes, shwere inere Verletzungen erik — in der 7. Die Gebrüder Grübet und der Werkneister Nödel aus der Märkischn Straße werden vereihe.. dagen in Unterschungshast 9. Jahrhundertseier der Tunvereine auf der Hohensyburg. 14. Tödlicher Unfall des Walze; August Afflerbach auf der Eisen=Industrie. Bootsunglück auf der Lenne beihohenlimburg: bei einem Schulausfluge ertrink 4 Mädchen. 21. Tödlicher Unfall der Frau Griestzbeck an der Holzener Unterführung. April. ubetriebnahme des Wasserwerks fürden Kreis irde. plan Leiß## von der katholischen meinde rd nach Bodefeld versetzt; als sein Napfolger Kaplon Röseler nach hier versetzt n uf der de. 8(Sozialer Aushivungskursus.) Der 4. Unterrichtsabend des vom Kreisverbande evangelisch Arbeiter= und Männervereine der Synode Iserl#n Cozialen Kursus findet am Im14. Der Bergmann Petvol von Sölde m0 unter dem Verdacht, zwei Scheunen des Gisbesitzers Schulze=Dellwig in Brand gestech#su haben, verhaftet. 18. Verbandsfest der hiesigen kath#schen Vereine bei Jockenhöfer. 20. Die älteste Einwehnerin undr Stadt, Witwe Hegemann an der Hörder Kabe, feierte ihren 95. Geburtstag. 20. Brand des Hintergebi marckstraße 9, Herrn 25. Jubelseier der Ger des Regierungssubl Brand des gferschen Geisecke. Juni Hellweger ErzlehungsUnglück; der Milchhändler itere hrch einen rend Herschlaggetoffen. brennt Hörde und ries in der allrgrößte Ausfegung hervor Hause an der Selante einen Bis30. 4. 's des Hauses gehörend. Lichtendorf anläßlich des Kaisers. Wohnhauses in Goldenes I. hauses zu Große: Marqui eines Grcßfeu der Geise“e. 17. Großersthadenseuer# in Westhofen und odlopnes en in den großen Sale uternden eut dies verdäichtig schien, benachriche wohner des Kreishausen. Vein waren gerade einige Heren Sitrester setern wollern, und uu e e den Schecensruf sofort in den Hier war der Chistbaum, an welchen Tages die Kerzen gebrannt hatten, in Fla aufgegangen, und das Feuer hatte infala: des Baumes die Holztäfe Brand gesetzt. Man begann versuchen, aber der Wasserdruck im nicht und das Feuer fand Let sich zu fresen. Daduch belan.. eisg die Flauns enpor, sh u verbreitend urz darauf an, ebense date dlamiet und elt Hilse in Feuersnot verlangt. Wehr ungüicklicherwesse gerade d Vortutnd zwei Stelln alarmiert wardg: 1 Dortmundw. gegen 31 Uhr an Oet ier hatte sich inzwischen ne Stelle in Särh Seschasge eit ier Spzunghele erbeitet und sein Zersh gesetzt. Die Wehren hatten energisch die ihnen ist es das Feuer sch nicht weiter saal ist ausgbrannt, Baltenaese t den woe u gase Turnisat warte geitenuu in der Wohntag des R eur ans oich hen Masente. An der Wehthhg enuon dei e#h## haus P-* 6 * Nr. 1. Beilage Schwerter Zeitung Amtliches Kreisblatt Freitag, 2. Januar Russische Augenblickspolitik. Die russische Politik befindet sich wieder einmal. trotzdem unverkennbare panslawistische Strömungen nach wie vor andauern, im Stadium einer gewissen Konzentration, die fast einen allgemeinen Charakter hat. Dazu trägt bei, daß die Zersplitterung der Oktobristen, die auf die Reichsduma eine starke vermittelnde Einwirkung hatten, auch das Bild der inneren Zerrissenheit beeinträchtigte. Man versucht zwar die Neugestaltung der Verhältnisse der Reichsduma zu überwachen, aber man hält es nicht für geboten, mit einiger Reserve dem Kommenden entgegenzusehen. So hat man zum Beispiel für den polnischen Anteil Rußlands eine gewisse Selbstverwaltung und das Recht einer polnischen Amtssprache innerhalb derselben durchsetzen wollen, ein Plan, der ziemlich ungeschickt war und auch bald endgültig erledigt sein dürfte. Während es in Finnland nach wie vor unruhig ist und eine weit verzweigte politische Erregtheit sich in Livland und Kurland zeigt, während in der Mongolei die von Rußland mit vieler Mühe gekaperten Mongolenfürsten aufs neue sich zu einem losen Zusammengehen mit China einrichten, während schließlich die ganze Balkan= und die russische Kleinasienpolitik sich nach dem Dreibund hin orientiert, macht sich die panslawische Tendenz doch nach wie vor in dem Grundgedanken der russischen Augenblickspolitik breit. Dazu gehört vor allem die nach wie vor mit großer Ungeniertheit betriebene Spionage Rußlands an seinen Grenzen, wie sie aus den großen österreichischen Affären ja zur Genüge bekannt ist, ferner die verzweifelle Arbeit, überall wo slawische Zunge klingt, zugleich russophile Herrschaftszonen zu schafsen. Dann ist Rußland stets bemüht, sich selbst von anderen Mächten streng abzusondern, während es andererseits von diesen wieder weitgehendes Entgegenkommen verlangt. Es ist klar, daß eine derartige Politik auf eine Reihe von Erfolgen, ja auf Erfolge überhaupt, nicht rechnen kann. In diesen Tagen schweben nun auch zwischen Deutschland und Rußland Verhandlungen, die unter diesem Gesichtswinkel fallen, da Rußland unablässig für die Erlaubnis des Fluges Wassiliews über Deutschland arbeitet, ohne daß es den deutschen Fliegern und Lrftfahrzeugen ähnliche Vergünstigungen gestatten gill; es wird auf deutsche Luftfahrzeuge nach wie ir von den Grenzkosaken scharf geschossen. Gleichzeitig wird mit mehr interner Zähigkeit die Ausinandersetzung der kleinasiatischen Frage betrieben. Rußland ließ gegen die Wirksamkeit der deutschen Militärmission in Stambul alle Minen springen, #und sucht nun offenbar, da ihm die Lösung des ürkischen Problems nicht von statten ging, Deutschjano in eine versteckte scheinbare Aufteilungspolitik ineinzuziehen, um den Einkreisungsgedanken aufs jeue zu beleben. Dies dürfte schwerlich gelingen, senn man gerade im gegenwärtigen Augenblick in deutschland gegen Sonderwünsche Rußlands kaltherzig bleibt. Westfalen und Rheinland * Löttringhausen, 31. Dez.(Ueber die Ursachen des Eisenbahnunglücks) im hiesigen Bahnhof ist amtlich folgendes festgestellt worden: Die letzte Achse der Tendermaschine des Personenzuges Langendreer=Löttringhausen ist beim Umsetzen von Gleis 3 in Gleis 2 in der Weiche 5 entgleist und hat beim Entgleisen die linke Weichenzunge nach rechts verschoben, wobei der Drehstuhl abbrach. Infolgedessen kletterte die Vorderachse der Maschine vor dem Herzstück der Weiche über die rechte Fahrschiene des Gleises 2, sodaß sie mit den rechten Rädern in der Verbindung zwischen Gleis 2 und Gleis 1 stand und mit den linken Rädern in Gleis 2. Insolgedessen kam die Maschine dem Gleis 2 zu nahe und wurde von der Maschine des Einfahrzuges 913 von Hagen gesaßt und nach links geschoben, während die Maschine des Personenzuges von Hagen nach rechts geworfen wurde und sich überschlug. Der nachfolgende Packwagen und der Personenwagen 4. Klasse sielen hierbei nach links, sodaß die Leute aus den Fenstern klettern mußten. Die Entgleisung ist anscheinend darauf zurückzuführen, daß das zuerst entgleiste hintere Rad scharf gewesen ist, wodurch das Auflausen des Rades begünstigt wurde und der Drehstuhl abgebrochen ist. Der Heizer der entgleisten Tendermaschine, der abgesprungen war, erklärt, daß das Hinterrad, über dem er stand, zuerst entgleist ist. Von der Essenbahnverwaltung werden noch Messungen und Untersuchungen an den Maschinenrädern in der Hauptwerkstätte in Huckarde vorgenommen, um die Ursache der Entgleisung genau festzustellen. Der Stellwerkswärter hat das eigentümliche Geräusch der entgleisenden Tendermaschine vernommen und dem von Hagen einfahrenden Zug das Haltesignal vergebens gegeben. Auch hat der Lokomotivführer dieser Maschine Notsignale gegeben. Die scharfe Kurve, die der einfahrende Personenzug kurz vor der Unglücksstelle zu machen hat, verhinderte jedoch ein rechtzeitiges Erkennen der Signale. * Lünen, 31. Dez.(Gefaßte Wilderer.) In den v. Rüxlebenschen Waldungen wurden vier Wilderer aus Hamm durch den Förster Bergmann abgesaßt. Der pflichttreue Beamte hat während seiner sechsjährigen Tätigkeit am hiesigen Platze bis jetzt insgesamt 114 Personen beim Wildern ergriffen. * Löhne, 31. Dez.(Gefährlicher Fund.) Beim Mittagessentragen fand der neun Jahre alte Sohn einer hiesigen Familie eine Sprengpatrone. Zu Hause hielt der Junge die Patrone an das Osenfeuer, wobei sie explodierte und dem Knaben die rechte Hand zerschmetterte. Drei Finger wurden abgerissen. Das Kind wurde ins Herdorfer Krankenhaus gebracht. * Herdorf, 31. Dez.(Wüste Ausschreitungen.) Vorgestern kam es in einer hiesigen Gastwirtschaft gelegentlich einer Tanzmusik zu einer Schlägerei, in deren Verlauf etwa 60 Biergläser und sechs Stühle zertrümmert wurden; auch wurden fast sämtliche Fenster der Räume eingeschlagen. Als die Polizei einschreiten wollte, wurde diese mit einem Hagel von Biergläsern empsangen. Der Gendarmeriewachtmeister Platzlaff von hier wurde von einem Glassplitter derart am Kopfe verletzt, daß ärztliche Behandlung notwendig wurde. Der Soldat Erner, der zur Zeit hier in Urlaub verweilt, wurde verhaftet, da derselbe dringend verdächtig ist, an dem Tumult teilgenommen zu haben. Der Verhaftete ist jedoch noch in derselben Nacht aus dem Arrestlokal ausgebrochen. Bis zur Stunde hat der Ausreißer noch nicht festgenommen werden können. * Paderborn, 31. Dez.(Stiftung.) Der von hier gebürtige Kommerzienrat Emil Paderstein in Berlin hat der von seinem Vater begründeten Padersteinstiftung 13.000 Mark geschenkt. Die Erträgnisse der Stiftung werden alljährlich durch die hiesige Stadtverwaltung an die hiesigen Armen verteilt. * Scherjede(Kreis Warburg), 31. Dez.(Schadenfeuer.) Das Lager der hiesigen Wollfabrik ist heute nachmittag aus bisher nicht festgestellter Ursache vollständig rerbrannt. Der Schaden beträgt über 100000 Mark. * Gelsenkirchen, 31. Dez.(Von einem Auto mobil überfahren) wurde gestern an der Ecke Ueckendorfer und Bochumer Straßé die Ehefrau des Gärtners Kränkel von der Bochumer Straße. Sie befand sich auf dem Heimwege von einer Beerdigung und wurde, als sie einen Straßenbahnwagen besteigen wollte, von einem Kraftwagen erfaßt. Man brachte die Schwerverletzte ins Kranken' haus, wo sie aber kurz nach der Einlieferung starb. * Duisburg, 31. Dez.(Verbrüht.) Auf schreckliche Weise ums Leben gekommen ist hier das ein Jahre alte Söhnchen des Kaufmanns Schultz aus der Erlenstraße. Das Kind wollte in einem unbewachten Augenblick eine Kanne mit heißem Kaffee vom Tisch ziehen. Dort kippte dieselbe um und der Inhalt ergoß sich über den Körper des Kindes. An den schweren Brandwunden ist es bald darauf gestorben. * Solingen, 31. Dez.(Plötzlicher Tod.) Beim Frühstücken blieb dem neunjährigen Söhnchen einer hiesigen Familie ein Stück Wurstschale im Halse stecken. Das Kind erstickte, ehe ihm ärztliche Hilfe gebracht werden konnte. * Krefeld, 31. Dez.(Ermittelte Einbrecher.) Ein Landwirt in Vorst wurde vor einigen Monaten in seinem einsam gelegenen Besitztum überfallen und von zwei vermummten Männern festgebunden und geknebelt, worauf die beiden ihm sein bares Geld und ein Sparkassenbuch über 3700 Mark raubten. An dem Raub waren der Arbeiter Holbaum und der Klempnergeselle Inderdohnen beteiligt. Holbaum war bald nach der Tat verhaftet worden, während Inderdohnen die Flucht ergriffen hatte. Inderdohnen, auf dessen Ergreifung eine Belohnung ausgesetzt worden war, ist jetzt in Antwerpen verhaftet worden. * Düren, 31. Dez.(Unglück beim Rodeln.) Heute nachmittag fuhren mehrere Kinder, die die Bismardstraße hineinrodelten, in einen aus einer Seitenstraße in die Bismarckstraße einbiegenden Sandkarren. Zwei Kinder im Alter von sechs und sieben Jahren wurden getötet, zwei andere schwer verletzt. Köln, 31. Dez.(Ein schwerer Unglücksfall) ereignete sich heute nachmittag in einem Hause an der Straße Untersachenhausen. Der dort wohnende Rechtsanwalt Dr. Strauß wollte vom ersten Stockwerk aus den Fahrstuhl benutzen, zu dem er selbst den Schlüssel hatte. Nicht ahnend, daß sich der Fahrstuhl noch im zweiten Stock befand, trat der Rechtsanwalt ein. Er stürzte in den Kellerraum hinab, wo er schwer verletzt liegen blieb und bald darauf im Bürgerhospital starb. Der Dank des Kaisers. Der deutsche Kaiser hat in Anerkennung der ausgezeichneten und hingebungsvollen ärztlichen Pflege, sowie der lebhaften Sympathien, die dem Militärattachee Oberstleutnant Freiherrn v. Wintekfeld zuteil geworden sind, eine Reihe Auszeichnungen und Ehrengaben verliehen. Der deutche Botschafter, Freiherr von Schoen, überreichte dem früheren Kriegsminister Etienne, als dieser noch im Amte war, ein Bildnis des Kaisers. Auszeichnungen erhielten General Graziani, Oberstleutnant Dupont, mehrere andere Offiziere des General= stabes. Dinisionegenerall Militärkrankenhauses von Toulouse, Collinet, Präfekt und der Generalsekretär des Depar### Tarn=et=Garonne, Prosessor der Chirurgie mann in Paris, die behandelnden Aerzte Dr. und Dr. Voivenel, sowie andere MilitärZivilärzte, ferner der Bürgermeister von Grisc Massot, der Oberstleutnant v. Winterfeld sein: zur Verfügung gestellt hatte, dann der Kra# wärter und mehrere Gemeindebeamte. Der I ließ ferner Herrn und Frau Massot, Dr. Noy, Dr. Voivenel, dem Ordonnanzoffizler 2# mehreren Postbeamten, Ordonnanzen und ar Personen Andenken zukommen. Außerdem sp der Kaiser 6000 Franks für die Wohltätigks stalten in Grisolles. — Bunte Chronik )( Ein schwerer Sports=Unglücksfall, dur. die albanische Staatsverwaltung recht empfindli getroffen wird, ereignete sich auf dem bayerischei Winteksportplatz Bad Toelz. Der Reorganisator des albanischen Steuerwesens Dr. Amur Schl### Smidep Effendi, ein gebürtiger Schweizer, der###c in Toelz mit seiner Gemahlin zur Winterkur at hielt, stürzte auf einer Skitour so unglücklich, d er das Genick brach und sofort tot war. Sei Gattin geriet in so große Verzweiflung, daß sie im Hotel erschoß. ) Josef Giampietro f. Der bekannte Sch. spieler Josef Giampietro, neben dem Komike Guido Thielscher die beste Stütze des„Metropo! theaters“ in Berlin, dessen leichte Kunst einen Ru im ganzen Reich hat, ist im Alter von 47 Jahrer an einem Herzschlag ganz plötzlich gestorben. An Sonntag hatte der Künstler noch zwei Rollen gespielt, er war bei bestem Wohlbefinden, war auch bis zu seinem letzten Augenblick gesund und munter. Für das„Metropoltheater“ ist der Tod Giampietros ein sehr schwerer Verlust. Er war ein vorzüglicher Charakterdarsteller, dessen elegante Lebemänner= und amüsanten Offizierstypen geladezu vorbildlich in der Schauspielkunst waren. Seine Komik, so drastisch sie manchmal sein mochte, wirkte dabei nie verletzend. )( Von einem Panther lebensgefährlich verletzt. Um seiner Menagerie größeren Zuspruch zu verschaffen, hatte ein Budenbesitzer auf dem Weihnachtsmarkt in Paris einen Panther am Eingang an einem Pflock gebunden. Durch die Neckereien gereizt, erfaßte das Tier einen Knaben und verletzte ihn lebensgefährlich. )( Eine Hungersnot ist in den japanischen Provinzen Aomori und Hokkaido ausgebrochen. Sie ist auf den durch die Trockenheit des verflossenen Sommers entstandenen Ernteausfall zurückzuführen. Ebenso entstand in den Flüssen der beiden Provinzen ein großes Fischsterben. Die japanische Regierung hat fünf Millionen Den zur Linderung der Not in den heimgesuchten Provinzen ausgeworfen. Die Bewohner der beiden genannten Provinzen wandern in Massen aus. verleibt ein zartes reines Gesicht, rosiges. jugendfrisches Aussehen und ein blendend schöner Teint.- Alles dies erzeugt die echte SECKenpferdbeife (die beste Lilienmilchseife), von Bergmann& Co., Radebeul,# Stück 50 Pig. Ferner macht der Cream „Dada“(Lilienmilch-Cream) rote und epröde Haut wein und sammetweich. 3: s: s: Tube 50 Pig. Aus großer Leit. Roman von O. Elster. 55 Die feindlichen Kartätschen schmettern in den Generalstab und zerreißen den neben Wellington stehenden Adjutanten, dem der Herzog soeben einen Befehl erteilt. Ruhig wendet sich der Feldherr an einen anderen Offizier:„Ordonnanzen auf die Straße nach Wavre, ob die preußischen Spitzen noch nicht sichtbar sind.“ „Eine Staubwolke macht sich auf der Straße bemerkbar. Euer Lordschaft,“ meldet ein heranpreschender Adjutant. Lord Wellingtons ernstes Auge belebt sich einen Moment; er atmet wie erleichtert auf. Dann gibt er Befehl, alle verfügbaren Truppen im Zentrum zu sammeln. Es gilt dem entscheidenden Stoß Napoleons zu begegnen. Die Offiziere fliegen voran. Einen Augenblick scheint das Kampfgetöse nachzulassen, einen Augenblick herrscht Stille im Vergleich zu dem furchtbaren Schlachtenlärm der letzten Stunden, doch nur einen Augenblick Napoleon sammelt die Kräfte zu dem entscheidenden Schlage. Schon tönen die ersten preußischen Flügelhörner vom linken Flügel bei Planchenoit herüber, schon zeigen sich die ersten Husaren und Plänkler vom Korps des Generals Zieten— es ist keine Minute mehr zu verlieren, die Engländer und Deutschen müssen in das Defilee von Waterloo zurückgeworfen werden, ehe die Preußen im Rücken des französischen Heeres erscheinen. Noch eine gewaltige Anstrengung gilt es, Napoleon setzt seine ganze Kraft ein, um bei La Haye sainte das Zentrum zu durchbrechen, ein heroischer Entschluß, dem Genie eines Napoleon würdig. Massen von Truppen wirft der Herzog Wellington hier den verzweifelten Angriffen der ältesten und tapfersten Krieger der französischen Armee sentgegen. Auch das braunschweigische Korps wird zur Verteidigung herangezogen und trifft gerade auf der Anhöhehinter La Haye sainte ein, als die frauzösischen Tirailleurs die steile Böschung erklimmen. Einige Augenblicke stutzen die Bataillone bei dem unerwarteten Angriff. Aber ein Bataillon unter Major von Normann wirft sich entschlossen dem Feinde entgegen und hält dessen weiteres Vordringen auf. Die anderen Bataillone formieren sich und im Verein mit der belgischen Reserve gehen sie zum Angriff über. Oberstleutnant von Heinemann fällt! Major von Wolffradt und Kapitän von Schwarz= koppen wurden schwer verwundet. Die alte Garde des Kaisers rückt zum letzten Angriff vor. Gewehr im Arm, ohne einen Schuß zu tun, ersteigen die. Grenadiere die steile Höhe von La Haye sainte und werden reihenweise niedergeschmettert von dem Kartätschenfeuer der englischen Geschütze.„Die alte Garde stirbt, doch sie ergibt sich nicht.“— Das ist die Grabschrift der letzten Elitetruppe des napoleonischen Kaisertums. Da liegen sie, nach der blutigen Entscheidung hingestreckt, reihenweise, die alten Grenadiere in den Bärenmützen, mit den finsteren, narbendurchfurchten Gesichtern, in denen nur ein Ausdruck lebt, der der Tapferkeit und unerschütterlichen Soldatentreue bis zum Tode! Und über sie hinwegbraust der Angriff der englischen Reiterei unter Lord Uybridge und ertönt der Jubelruf:„Die Preußen sind da!“ Und schmettern die Trompeten und jubeln die Hörner und rasseln die Trommeln. Auf allen Punkten geht die Armeejetzt zum Angriff über. Wellington selbst setzt sich an die Spitze seiner Reiterei, Blücher an die Spitze seiner Jäger, seiner tapferen preußischen Landwehr, langsam weicht der Feind zurück, doch bald artet der Rückzug in regellose Flucht aus, der Stern Napoleons erlosch in dunkler Nacht und auf der Anhöhe zum schönen Bunde reichen sich der greise, jugendfrische Marschall Vorwärts und der eiserne Herzog, Lord Wellington, die Hände, sie haben Eitropa, sie haben die Welt von dem Dämon des Krieges befreit. 24. Kapitel. Die Nacht sinkt nieder, eine dunkle, schwüle, regenfeuchte Sommernacht. Ringsum lohen die Wachtfeuer der siegreichen Armee, ferner und ferner ertönen die Trompeten und Flügelhörner der rastlos verfolgenden Preußen und wie das dumpfe Grollen eines abziehenden Wetters schallt der Lärm der geschlagenen, fliehenden Armee des gewaltigen Schlachten=Kaisers herüber, dessen trotziges Genie an englisch=deutscher Standhaftigkeit und preußischem Ungestüm zerschellt war. Die Samariterarbeit der Aerzte, der Krankenträger und der Krankenpflegerinnen beginnt. Zwanzigtausend Tote und Verwundete bedecken das Schlachtfeld! Tausend Hände regen sich, um den Verwundeten Hilfe und Labsal zu schaffen, um den Sterbenden den letzten Trost zu spenden. Aus Brüssel trafen noch in der Nacht lange Wagenkolonnen ein, um die Verwundeten nach der Stadt zurückzuführen. Das Dörfchen Waterloo gleicht einem großen Lazarett— in der zerschossenen Kirche liegen die blutigen, zerrissenen Körper in langen Reihen. Freund und Feind, Franzosen, Deutsche und Englander nebeneinander gebettet auf blutigem Stroh. Gesine hatte mit mehreren Krankenpflegerinnen den Auftrag erhalten, nach dem Schlachtfelde zu eilen und dort den Aerzten hilfreich zur Hand zu gehen. In Spanien hatte sie manches Schlachtfeld gesehen, aber ein solches Leichenfeld, wie sich hier zwischen Waterloo und Belle=Alliance ausbreitete, hat ihr Auge noch nie erblickt und sie schauderte unwillkürlich zusammen, als sie mit den Krankenpflegern, geführt von einem älteren Truppenarzt, durch das blutgetränkte Feld schreitet, das jetzt der aus den Wolken getreteue Mond hell und grell erleuchtet. Der Bach, welcher den Talgrund durchfließt, ist blutig rot; die Dörfer und die Gehöfte auf einige Meilen im Umkreis stehen in Flammen und werfen rotglühende Reflexe auf das dunkle Feld. Viele der Häuser sind nur noch Trümmerhaufen, alle von zahllosen Geschossen durchlöchert. Kein Weg, kein Steg, nur Leichenhaufen und wimmernde Verwundete, über welche man fortklettern muß. Welche verzerrten Gestalten, welche entsetzlichen Verstümmelungen! Hier liegt zu einem blutigen Knäuel von Menschen und Pferdeleibern zusammengeballt die Bespannung eines Geschützes, die Kartätschensaat niedergeschmettert, dort liegen in langen Reihen die bärtigen Grenadiere der alten Garde, die vergeblich versucht haben, den von Bajonetten starrenden Wall der englisch=deutschen Armee zu durchbrechen. Hier wälzen sich die zum Tode getroffenen Rosse der diesen Morgen noch stolzen französischen Reitergeschwader in dem blutigen Morast, dort hinken herrenlose Pferde umher, an den blutigen Grashalmen zwischen den Leichen schnuppernd. Es stöhnt und wimmert und röchelt unter den blutigen Bergen hervor, es schreit um Hilfe, um Wasser, es fleht um Erlösung von den Schmerzen, um den Gnadenschuß, es flucht und klagt den Himmel an, ein furchtbares Chaos von zuckenden, blutigen, zerrissenen Menschenleibern. Die Aerzte und Kraukenträger wissen kaum, wo sie beginnen sollen mit ihrer Hilfe. Tausende und abertausende hilfreiche Hände reichen nicht aus, das Elend zu mildern, viele der Verwundeten sterben hilflos und verschmachten. Man kann den Kampf Schritt auf Schritt verfolgen. Hier auf der Anhöhe von La Haye sainte die rotröckigen Engländer, die in ihre Nationaltracht gskleideten Schotten, die Hannoveraner, die schwarzuniforpierten Braunschweiger, drunten am Abhang am Rand des Baches die alten französischen Grenadiere und drüben bei Planchenoit die preubischen Jäger mit dem Rkonden Haar, welche ihr gunges Leben hier gelassen, kalt und starr, zu Bergen aufgetürmt. 2 Der + Die Seeschlacht dei Vortum und Gergbrant! Don einem deutschen Marine=Offizier. 192 Seiten Text mit 90 Abbildungen nach Originalzeichnungen Photographien und 3 farbigen großen Illustrationsbeilagen. Heute morgen 1½ Uhr entschlief## sanft und unerwartet unsere liebe Mutter, Schwiegermutter, Grossmutter und Tante geb. Jütte im Alter von 66 Jahren 8 Monaten. Dieses zeigen tiefbetrübt an Die trauernden Hinterbliebenen Aanice Kareh Graingne Schwerte, Herne. Westhofen und Ergste, den 31. Dezember 1913. Die Beerdigung flodet Sonntag, den 4 Januar 1914, nachmittags 8¾ Uhr vom Sterbehause, LichtenGott dem Allmächtigen hat es gefallen. Mittwoch morgen 9½ Uhr, meinen lieben Mann, unsern M guten Vater. Grossvater, Schwiegervater, Bruder. Schwager und Onkel den Invaliden Friedr. Salinus nach langem, schwerem Leiden, wohl vorbereitet ## durch den Empfing der hl. Sterbesakramente der ##romisch-katholischen Kirche im Alter von 65 Jahren #### Monaten zu sich in die Ewigkeit zu nehmen. Dieses zeigen an, mit dr Bitte um stille Tellnahme. □ Die trauernden Hinterbliebenen. Schwerte, Hordeln, Eikel. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 4 Januar nachmittags 3 Uhr vom kath Krankenhause aus statt. □ Sollte Jemand aus Verschen keine Nachricht erhalten haben, so diene diese als solche. 1.—120. Tausend! Inhaltsverzeichnis; 1. Die Kriegserklärung. 2. Ein englisches Unterseebot legt den deutschen Panzerkreuzer„Gneisenau“ auf den Grund der chinesischen See. 3. Eine gefährliche Erkundungsfahrt des deutschen Schlachtkreuzers„Göben“. 4. Gekavert. 5. Ein Triumpf englischer Unterseeboole Das kühne Zerstörungswerkenglischer Flieger. 7. Im Garnisonlazarett zu Kiel. 8. Deutsche Kreuzer bringen seindliche Handelsschifse, auf. 9. Der Todeskampf auf dem Meeresgrund. 10. Die Schlacht zwischen Borkum und Helgoland 11. Deutsche Unterseeboote gehen zum Angriff oot 12. Die Vergellung. 13. Marineluftschiffe als Reiter des Vaterlandes 14. Das Resultat. Dies aus der Feder eines der bekanntesten deutschen Marineoffi ziere stammende Kriegsbuch wird im In= und Auslande berech igtes Aussehen erregen! Der Verfasser besitzt die heutzutage selten gewordene Kunst, eine Handlung so zu erzählen, daß der Leser alemlos, pochenden Herzens folgen muß. Schon auf den ersten Seiten mit der meisterhaften Schilderung der aufregenden Szenen bei Bekanntwerden der Kriegserklärung packt einem die Spannung und läßt bis zum Schluß nicht wieder los. Preis nur Mk. 1.— Vorrätig in der Eine 4=Zimmer= Wohnung mit Stall. Trockendoden und Zartenland zum 1. April zu vermieten. Näheres 1 Westenhellweg 43. Familie von 3 Personen! sucht eine Für unsere Pumpsialion Westhofen i. W. wird ein 40 Arbeiter für dauernde Beschäftigung gesucht. Meldungen dortselbst. Kreiswasserwerk Hörde. 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Aber Helmfried wollte das heute nicht sehen. Und er wollte nicht sehen, daß Mimi alt und unsein und häßlich war. Denn für ihn war sie im Moment uund wohl auch für die Zukunft die einzige Das Katherinenkloster auf dem Sinai. Prinz Johann Georg von.„Faten Wochenschrift“ einiger Zeit in Dex oerung von dem Katherinenkloster eine intergat, das er besucht hat. Das Kloster wurde vöm Kaiser Justinian erbaut, um den bis dahin einzeln lebenden Mönchen einen Schutz gegen die Ueberfälle räuberischer Stämme zu gewähren. Die Kirche stammt noch zu einem beträchtlichen Teile aus dieser Zeit; die hinter der Apsis liegende Kapelle des brennenden Dornbusches ist sogar noch ein bis zwei Jahrhunderte älter. Hier finden sich einige schöne, bisher noch nirgend veröffentlichte Mosaiken. Außer der Hauptkirche sind noch in dem Kloster eine kleinere Kirche St. Stephan und sieben Kapellen, in denen manch interessante Ikonen, Schnitzereien und Mosaikfußböden auffallen. Von den Kunstschätzen des Klosters ist außer den Mosaiken in der Apsis der Hauptkirche und der Dornbuschiapelle, drei Ikonen, den Türen und einigen Manuskripten der Bibliothek nichts älter als das 16. Jahrhundert. sonders fallen zwei Kunstwerke auf, ein katalanisches Bild des 15. Jahrhunderts, das im nördlichen Seitenschiff der Kirche hängt, und ein Bronzekandelaber, der 1710 in Nürnberg gegossen wurde. An der Spitze der Klostergemeinde steht ein selbständiger Erzbischof, der aber nur einmal im Jahre nach dem Sinai kommt A und seit langem ständig in dem Kloster der Gemeinde 7!] in Kairo lebt. Der gegenwärtige Erzbischof ist ein Dr. phil. Cantab, den Prinz Johann Georg besucht hat, wobei sich herausstellte, daß sie beide zusammen in Leipzig zwei Semester lang Vorlesungen bei Prof. Wundt gehört hatten. Unter dem Namen Porphyrios II. beherrscht er, von sämtlichen Mönchen schriftlich dazu erwählt, die Klostergemeinde des Basilianerordens, zu der auch das Kloster auf dem Sinai gehört. Von den Mönchen des Sinaiklosters sind nur drei Priester; die übrigen sind Laienbrüder, die verschiedene Handwerke betreiben. Interessant ist das Verhältnis des Klosters zu den Beduinen auf der Halbinsel. Ursprünglich Hörige des Klosters, waren die Mitglieder des Diebelijastammes, die von Justinian zum Schutz des Klosters als Christen angesiedet wurden, sich aber dann vom Kloster völlig frei gemacht haben und schon seit Jahrhunderten ganz zu Mohammedanern und Arabern geworden sind. Sie gehören aber gewissermaßen noch zum Kloster, das alle drei Scheichs des Stammes ernennt, hübem dort freien Eintritt und stellen auch die Diener. Von den drei anderen Araberstämmen der Halbinsel wird nur ein Scheich vom Kloster ernannt, und ihre Angehörigen dürfen das Kloster nicht betreten. Fälls Sie hereingelassen werden, so werden sie mit verbundenen Augen durchgeführt. Das höchste Urteil in allen wichtigeren Streitigkeiten der Beduknen steht dem Erzbischof zu, dessen Entscheidung dann von der türkischen Regierung pro korma bestätigt wird. Humor. Im Kleiderladen. Kunde:„Sie garantieren also, daß diese Beinkleider ganz aus Wolle sind?“ Verkäufer:„Nun, gnädiger Herr, ich will Se nicht betriegen, de Knöpfe sind Se aus Messing!“ Merter Wie die Seise in Mode kam. Mit Stolz rühmen sich die Engländer und die Amerikaner, die Nationen zu sein, die den größten Seifenverbrauch der Welt aufzuweisen haben, und leiten von dieser Tatsache bescheiden die Ueberzeugung her, daß alle Völker mit einem geringeren Seifenverbrauch tief unter den Höhen britisch=amerikanischer Kultur ihr Dasein fristen. Aber die englische Ueberlegenheit über den Seifenverbrauch aller anderen Kulturnationen ist eine verhältnismäßig sehr junge Errungenschaft, und hat eine lustige Geschichte, von der Chambers Journal erzählt. Die leidenschaftliche Begeisterung für Seife ist über Nacht über Großbritannien hereingebrochen. Noch vor 50 Jahren zählte man in London unter hundert Häusern nur ein einziges, das eine Badeeinrichtung besaß, und in gewissen Provinzen des Vereinigten Königreichs war die Sitte des Badens überhaupt so gut wie unbekannt. Die plötzlich entdeckte Vorliebe für Seife geht auf eine Bemerkung eines populären englischen Geistlichen zurück. Kleine Ursachen, große Wirkungen. Der Rev. Beecher erklärte eines Tages während seiner Predigt auf der Kanzel mit Emphase, daß ohne Reinheit des Körpers Reinheit der Seele nie zu erlangen sei. Durch einen Zufall kam dieser Satz auch in die Zeitungsberichte, die Behauptung des Geistlichen erregte bei allen frommen Gemütern Englands großes Aufsehen, denn die Reinheit des Körpers war damals noch nicht das erste Lebensgesetz des britischen Gentleman; es gab Erwiderungen, Polemiken entstanden, von der englischen Presse ging der Meinungsstreit in die amerikanische über, und die leidenschaftlichen Erörterungen entfesselten die öffentliche Meinung, so daß Regierung und Stadtverwaltungen sich dazu entschließen mußten, in großem Maßstabe öffentliche Bäder einzurichten, um die körperliche Reinlichkeit der Staatsbürger zu ermöglichen. Anschließend an diese Bewegung kam dann eine berühmte Seisenfabrik noch auf den Gedanken, Millets berühmtes Bild„Seifenblasen" zur Reklame zu verwenden. Die Fabrik kaufte in der Stille das Gemälde und begann es nun auf all ihren Prospekten, Katalogen, Annoncen und Seisenpaleten in vielen Millionen von Exemplaren zu reproduzieren. Entrüstet protestierte der berühmte Maler gegen diese sonderbare Ausnutzung seines Werkes, aber das Unglück war geschehen. Damit wurde aber auch das Meisterwerk eines Künstlers das Signal zu einer völligen Umwälzung im Reklamewesen. Der einen Seisenfabrik folgte die andere, suchte die Rivalin noch durch gewaltigere Reklame zu überbieten, bei einem Prozesse erfuhr man dann, daß schon Mitte der siebziger Jahre eine große englische Seisenfabrik jährlich gegen drei Millionen für Reklame ausgab, eine Summe, die damals noch Staunen erregte. Aber der Erfolg blieb auch nicht aus, der Seifenverbrauch in England stieg mit Riesenschritten. Heute entfallen auf jeden englischen Bürger im Jahre nicht weniger als 11 Pfund Seise, die verbraucht werden, gegenüber den 750 Gramm, die jährlich auf jeden Russen entfallen. Aber Rußland verbraucht von allen europäischen Nationen verhältnismäßig am wenigsten Seife, bei den anderen Ländern schwankt der Durchschnittskonsum zwischen 2 und 10 Pfund pro Kopf der Bevölkerung. M Bonwerken Amlliches Kreisblatt### che erh 45. Jadegang O Grikes uns Aelles Cagesergan des Kreilen. O haup’-Sunosenblan Unterhaltungs=Beilage Freitag 2. Januar 1914. 2—— Verricher Gent. Roman von W. Maquax. (28. Fortsetzung.) eit zwei Tagen hatte Herbert wegen allerlei dringender Arbeiten das Haus kaum verlassen, und er wußte deshalb noch nichts von dem, was sich ereignet hatte. Aber er hatte heute morgen einen Brief mit allerlei für ihn ganz unverständlichen Andeutungen erhalten, der aufregte und verdrießlicher machte. Er fühlte, daß etwas hinter seinem Rücken vorging, das ihn in seinem Ruf und in seiner gesellschaftlichen Stellung gefährdete; und da er nicht einmal ahnte, um was es sich handeln könnte, mußte er von um so größerer Besorgnis ersüllt sein. Er hatte sich nie sonderlich um die Angelegenheiten seiner Schwestern gekümmert, und die Vermutung, daß es sich um sie handeln könnte, lag ihm ganz fern. Er selbst war so korrekt in seinem Tun und Lassen, hielt es für etwas so Selbstverständliches, daß man keinen Schritt vom Hergebrachten abwich, daß er das gleiche ohne weiteres auch von Sabine und Herta annahm. Ganz und gar Schablonenmensch, ohne jede Tiefe und ohne die Fähigkeit, sich in die Empfindungen anderer Menschen hineinzudenken, einem starken Gefühl überhaupt nicht zugänglich, mußte er seinen anders gearteten Schwestern notwendig ohne jedes Verständnis und auch ohne wirkliche Liebe gegenüberstehen. Hertas Erkrankung hatte ihn wohl mit Besorgnis erfüllt; nun aber ihr Benehmen den Anschein einer Besserung erweckte, begnügte er sich damit und bemühte sich nicht, den Ursachen ihres Leidens nachzuforschen. Von Sabines Verhältnis zu Cedersksöld wußte ei natürlich ebensowenig etwas, wie er von Doktor Kurt Breunings Werbung um seine Schwester Kenntnis erhalten hatte. Er hatte sich vielleicht gewundert, warum Breuning seine Besuche bei ihm eingestellt hatte; und er hatte ihn natürlich daraufhin sehr kühl behandelt. Aber auf die Wahrheit kam er nicht. (Nachdruck verboten.) den jungen Burschen, den sie aus Italien mitgenommen hatte, mit bleichem Gesicht vor sich stehen. „Was wollen Sie?“ fragte sie erstaunt. Der Diener senkte demütig den Kopf. „Gnädige Gräfin verzeihen,“ sagte er leise.„Es ist sehr ungezogen. Aber ich wollte gnädige Gräfin fragen, wie es gnädiger Komteß geht.“ Die Angst stand ihm so deutlich in den Augen geschrieben, daß Sabine es nicht über sich brachte, ihm ein unfreundliches Wort zu sagen. „Besser, Antonio! Sie wird nun bald gesund werden. Sie können das auch den anderen sagen.“ Sie nickte ihm freundlich zu und ging hinaus. Als sie die Tür hinter sich zugezogen hatte, hörte sie ihn drinnen schluchzen wie ein Kind.———„ So verging den Geschwistern der Tag in unerträglicher Langsamkeit. Gegen Abend erhielt Sabine ein kurzes Billett von Cedersksöld, in dem er sich sehr förmlich von ihr verabschiedete und erklärte, daß er auf dringendes Zureden seines Patienten noch etwa zwei Wochen bleiben müsse, um dann nach München zurückzukehren. Als Sabine den Brief gelesen hatte, wußte sie, daß sie nichts mehr von ihm zu fürchten hatte. Mit zärtlichem Kuß wünschte sie am Abend eine gute Nacht, um sich in ihr Zimmer hinaufzubegeben. Als sie das Vorzimmer durchschritt, sah sie Antonio, Schweigsam, in gedrückter Stimmung hatten Sabine und Herbert das Dejeuner eingenommen. Der Abgeordnete erhob sich nach beendeter Mahlzeit sogleich, um sich in die Sitzung des Reichstags zu begeben. Sabine aber trat ans Fenster und starrte brennenden Auges in den trüben Tag hinaus. Jetzt mußte sich ihr Geschick entschieden haben! Wer, wer war aus dem Zweikampf als Sieger hervorgegangen? Wie war die düstere Tragödie verlaufen, die sich irgendwo unter dem düstern abgespielt hatte? Wann— und wie würde sie Rudolf Herter wiedersehen? Erst, als zum zweiten Male an die Tür gepocht wurde, schrak sie auf. Hastig rief sie:„Herein!“ Und sie riß die Karte beinahe von der silbernen Schale, die ihr der Diener präsentierte. Für einen Augenblick drohte ihr Herzschlag zu stocken.„Doktor Kurt Breuning" las sie da, war das die Antwort auf ihre Fragen?„ „Führen Sie den Herrn in den Saion sagte sie und vermochte nicht zu verhindern, daß ihre Stimme bebte. Sie folgte dem Mann beinahe auf dem Fuße; und fast gleichzeitig mit Doktor Kurt Breuning betrat de das Genoch. e. Se 194 Sie wartete es taum ab, bis sich die Tür dem Diener geschlossen. Dicht trat sie vor den Besucher hin und herrschte ihn an: „Reden Sie! Er ist tot, Sie haben ihn ermordet. Breuning wich überrascht um einen Schritt zurück. „Wie—? Sie wissen?— Aber Sie haben keine Veranlassung, sich zu beunruhigen, meine Gnädigste! Ihr Herr Bräutigam wird vermutlich schon in einigen S a Sss S S 2 8• S* S.55 E a— 8 Hr K Tagen wieder in der glücklichen Lage sein, Ihnen seine uehne au, bosh enuithselen Her Botorsagte sie schneidend.„Und ich denke, Ihre Mission Beleidigender hätten ihre Worte gzrnen,“,ohle, Abis aie Gah, der gecg iscele nur dlichnütg und astel Um cngem-orehaus nicht bierber. Ait IHyntent= üder vas Legauven Pardern 99—.— Verlobten Bericht zu erstatten. Sondern, um— nun, un wich von Donen Ertrüstung fühlte Sabine einen orou er Heisete ie sch wost, hm ewas von diesen brnschp e ihrer bloßen Anwesenheit liegt eine so Wäihe gebe, auf Ihre letzen Worte ui gohen u. Wenn Ode wirgich gzein zur fagen Putelen Juven, 4e 9a Jage id ochals Keuih aus Mluner. eschen en. een, asteue gen, eicht ve, Hein ungüchich machen, Sabnek, Se65 Fechecdter Konsdant seine Mäßhen macht Gäogen nicht Er zitterte in leidenschaftlicher Eregung. Sabine zog sich soweit als möglich von ihm zuruck und lächelte „Deswegen also dieser schmeichelhafte Besuch?“ : zsam hart. Sie nannten meinen Verlobten einen leidlich geschickten Komödianten— nun so ist er doch immer ein besserer Schauspieler als Sie, mein Herr Doktor! Ihr Spiel ist etwas gar sich mit der Hand über die Stirn, recte sich aus seiner ein wenig vorgeneigratzident Lusedrug an, sein Gescht nohm wieder einen vutg, war lediglich die Sorge um Wos wich berrve., Lis weiter! Vielleicht lernen Iur Geschig, Sahine— Hutze.—.— ich woil mich niche Sie noch emmal daran staubeig, habe mich zu rächen ) ese, wand ich half wocker, die Gerüchte üder Boho e) Winterfelds Tod unter die Leute zu bringen. — Heute aber kam ich lediglich, Sie in Verent gigegiten Interesse zu warnen. Mag es mir denn mißglückt sein! Es war am Ende auch das eine Narrheit. Leben 7 " bov ihr eine tiefe Verbeugung und ging. belustigtes Lachen hinter sich dreinklingen. 18. Kapitel. Man hatte den verwundeten Aggegrdneten in seine Bohnung gefahren, Zuge, die noch in der Schulter on e eeniternen. Dobel erwies sch deVerpunhug paar kleine Knochenspliter ließen sich so leicht befetigen Detor Gladter e ie de PbegHerter konnte wahrscheinlich schon in Arzt zusammen guzgerzumn, sich zu seinem wagte man es iu ouyrich erpartet schon ganz gern kleine Festungshaft, die mach erwatttt, schon 321g 9.. Doktor Glaser zündete sich eine Havanna an und „Ich wünschte, ich würde auch dazu verknaxt! Das gäbe einmot einen, ander ihn die beiden verlassen, in schon wieder so gekräftigt, di.3 er das Lager verließ, sich vom Diener antleiden be v. Zeine Leisgen bestelter, mußte zu Saep o(zite es sich entscheider, ob es noch bine! Heute nog,.—. S sch erfsäkriher,## Wenn eine Zutunft— vo, vo, Bezun guch setzt nicht empfing sie ihn abwies— wenn he Dn, sehr bequemen Weg, sich allen Sorgen und Unannehmlichkeiten zu entErst, als der Wagen schon vor Zes.=paghischezalse n Haheim treffen würde. Jetzt war es ein Uhr, ear nicht dahem u.—.— Zahin machten die Komum ver dinierte man; bio V—., Sg hrennend ihn die bnge buld gudt, mupte ge ließ er wieder ausspannen und ordnete an, daß der Wagen um fünf Uhr bereitDen Diener, der ihm den Lunch servieren wollte, setzt käten Bissen zu genießen vermocht. Mit Büiseren, verzwefelten Gedanien. In bunten, wechselvolen Bildern zoger gegheinnel b be bbe u, uis Auige uer Geichseger den. treten hatte, und darzg, gisge lange Kette von danken? Rein.— und er Hiese gergfoige zuguschreiben fühlte er sich dessen, ganz.sicher; und die hatte er bereits gemacht. (Fortsetzung folgt.) ∆— G Denkspruch. eden; zeirrr##., Menschen gleichen solchen, die in Staubwolken Sehen, seus: ven## haft um ihn fliege der dünnste Staud oder gar keiner, nur urm wrske.—.— Erügrnung van ihm lei er dicht und erlickend; und diele denben Wi. Fr., u.. 82 An der Grenze. Von A. Hottner=Grefe. (Schluß.)(Nachdruck Gott sei Dank! Draußen waren sie. Die Gräfin #e# C Gar keine Manier hat vri Erzellenzherr!“ „Nur bei uns!“ schaltete Helmfried ein.„Bei anderen Leuten weiß er schon, was sich gehört.“ Er saß im Speisezimmer und aß. Mißtrauisch er auf de ve ga,, sagte die Gräfin nach einer Pause—„Ich hab' immer gemeint, für dich interessiert sie sich!“ „Hat sie auch!“ warf er ein. Er sehnte den Kopf müde an die Polster. Die Mutter beobachtete ihn scharf. Wie alt er gussah: Die alten Namen! Das war sein Kapital— n0 den ve o Mama;“ sagte er dann,„das Kapital ist eben schwach. Mit der Schönheit ist's nimmer weit her. Das Leben, wie ich es führe, schlägt mir nicht an. Und der alte Name? Andere haben auch einen ured, raz noch irgendwas anderes, eine aussichrstriF gie Mäheln von heut' sin. gar nimmer se—mm wie früher, l auch der Titel„Grafin“ blendet sie noch nicht. ueberdies: die Nädeln aus unseren Kreisen hahrggalg, aft selber nicht viel. Die angeln, so wie ich, na-, Getb. „Aver die Ada,“ warf die Mama ein. Er lächelte b 3ch gömn sie den Poldi! Die in an Pt, ögrig, unv früher hat sie keiner angeschaut. Jetzt macht sir die Riesenerbschaft, ganz unvermutet, und gleich e#####nt „Ich wollte, du wärst Sieger geblieben! Aber du setzt dich nie ordentlich ein! Du bisi nicht fesch, nicht WBein I„Also, jetzt schau' dich um die Mimi um! Die ist und nicht schön, aber Geld ist da!“ Es läutete, und das kleine Stubenmädchen brachte „Friebrich Türk, bürgerlicher Hanbschurhmachgkezigs Helmfried laut. Eine tiefe Rote stieg in sein Gesicht. ünd dann saß er drinnen, einem alten, kleinen „IRetoas mit— mit Fräulein Lisbeihg- brache Helmfried stockend hervor. Sie war seit einigen Tagen Rein. Es war nichts mit ihr. Oder Hoc, wenig, stens bloß was Gutes. Ein Onkel war gesto. Jnd hatte sie zur Erbin eingesetzt. Kein großes Kapital. O nein. Aber hinreichend für eine einfach anständige Existenz. Und eine sehr gutgehende kleine Maschinenfabrik in einer Provinzstadt gehörte zum Erbe. Nun, von Maschinen verstand Lisbeth ja nichts. Aber oir Bu— wallte sie führen. Und der jetzige Direktor wäre noch für zwei Ju#### kantraktlich verpflichtet. Dann könnte ein Wechsel stattfinden. Na — und kurz und gut: die Lisbeth habe eine Idee: ob der Herr Graf nicht doch noch irgendeine Privatschule für technisch= Lenntnisse benutzen wollte? Dann ein Jahr neben dem seyiy Pirektor um sich einzuarbeiten. Ja. Und dann: die Stelle 4.——uzgen.—. Der alte Mann sprach fort, und Helmfried fag— 1 stumm gegenüber. Blieb auch stumm, als der Besuch endlich schwieg. Was war das, was sich da vor ihm auftat? Ein Weg zur Freiheit, zur Selbständigkeit Und: ein Weg zu Lieppth, gzegr hatte sie in letzterer Zeit oft heimbegleitet, war ossen und warm geworden. Sie mußte glauben, daß sie ihm lieb war. Ja. Sie wußte es. Der alte Mann da vor ihm sprach es aus, schlicht, ohne jede Geziertheit. „Und noch eins, Herr Graf. Unsere Lisbeth hat es uns nicht gesagt, aber wir wissen's doch, ich, daß Sie ihr viel sind. Wir haben's ihr auf der Panteh seo de. uct Lei, Wiager seienr Mse. 45 das Mädel kränkt sich. Und einmal hat sie gesagt: „Traurig, wenn man jemand gern hat und er einen, und man kann doch nie zusammen, wegen dem dummen Geld!" Das hat uns sehr weh getan. Und letzthin, gleich wie sie das von der Fabrik hört, sprudelt sie ihre Idee heraus. Hat mir strengstens was zu sagen. Aber schließlich: wie sollen Sie denn eine Ahnung kriegen, Herr Graf? Was? Und, genn Sie die Lisbeth liebhaben, so ist's doch ein Weg er Paute austandh, wurcde beikend. Sägianse Aber BpichZorfeflung en bein, agentl Wie wüche der Ertellengherr lächeln die Leute sagen! Wie wulh der Ezzrneng„n und der Leutnant! Und Mama?“ Mit Mama konnte man derartiges überhaupt nicht besprechen! I g 4 Er war sehr unsicher, als er sagre.. Ich— ich weiß wirklich nicht— ju ich hal Ihre Tochter sehr lieb— Aber bedenken Sie: die Verschiedenheit der Verhältnisse—“ alen Mannes. Der wurde blaßh und tastete nach errücktheit, und daß keine Ahnung bot von weine,„ie Lommt nicht mehr ich übrigens genau. Die sind mehr als zrazriggen zehen immer auf der Grenze zwischen zwei A###n, und in keine gehören Sie. Das muß aufreivend sein!“ Helmfried hob die Hand. Aber da war der alte Munn schon fort. Es Eim Abend saz Helufrich von Vent Fim, ong Baronesse Mimi Tarock. Aber da war noch ein Kiebitz, 2 ##ntliche Bureautäume befinden, ist höchstens durch #s durchfließende Wasser etwas Schaden angerichtet serden. Von den vielen Räumen im Kreishause st nur der große Kreis=Sitzungssaal an der West#te ausgebrannt samt seinem Dachstuhl, ferner ist der Dachstuhl über der Wohnung des Kreisbotey ihgebrannt, und die Wohnung selbst ist samt ihrem Inventar durch Feuer und Wasser arg beschädigt worden. Die Wohnung des Herrn Landrats ist so gut wie unversehrt, ebenso hat kein Burcausaum durch Feuer Schaden gelitten, was in Anbetracht der Heftigkeit des Brandes als ein großes Glück enzusehen ist. Ebenso war auch der Ostwind günstig; hei Westwind hätte sich das Feuer leicht auch über ie Landkatswohnung ausdehnen können. Gestern war die Brandstätte das Ziel vieler Landerer, ebenso wie auch beim Brande selbst halb Hörde auf den Beinen war, da der Ruf„Feuer“ durch die ganze Stadt erklungen war. Die Straßenbahn hatte eine Zeitlang den Betrieb einstellen müssen. Das schöne Kreistagsgebäude, welches Mitte der neunziger Jahre erbaut wurde, bildet jetzt in seiner Westfront einen trostlosen Anblick. Letzte Drahtmeldungen. Neujahrsfeier am kaiserlichen Hofe. Berlin, 2. Jan. Die Neujahrsfeier am kaiserlichen Hofe wurden um 8 Uhr mit dem großen Wecken eingeleitet. Um 9 Uhr trafen im Automobil der Kaiser, die Kaiserin mit den Söhnen und dem Prinzen Heinrich ein. Um 10 Uhr nahmen die Majestäten die Glückwünsche des königlichen Hause: und des Hofstaates entgegen. Um halb 11 Uhr war in der Schloßkapelle Gottesdienst, an welchem der Kaiser mit seiner Familie und sonstige hohe Würdenträger teilnahmen. An den Gottesdienst schloß sich eine Gratulationscou an. Der Kaiser schüttelte dabei dem Reichskanzlee kräftig die Hand. Die Präsidenten der Parlamente sprachen dem Kaiser die Glückwünsche der beiden Häuser aus. Um halb 12 Uhr empfing der Kaiser die Botschafter, das Staatsministerium, die Kommandierenden Generäle und Admiräle und die neu ernannten türkischen Militärattachees. Um halb 1 Uhr begab sich der Kaiser, gefolgt von seinen Söhnen, zu Fuß nach dem Zeughaus, wo die Nagelung von 26 neuen Truppenfeldzeichen der neu errichteten Truppenteile stattfand. Die dann ausgegebene Parole lautete wie immer:„Königsberg=Berlin". Den Schluß bildete ein Vorbeimarsch der Ehrenkompagnie mit den neuen Feldzeichen. Um 1¾ Uhr kehrte der Kaiser nach dem Schloß zurück. Nachmittags fuhr der Kaiser bei den Botschaftern vor. Um 7 Uhr abende war bei den Majestäten Tafel für die Kommandierenden Generäle, an die sich für die letzteren eine Besprechung des Kaisermanövers von 1913 bei Gr. Majestät anschloß. Zabern. Straßburg(Elsaß), 2. burger Post“ zufolge einigten Jan. Der„Straßsich die Fraktionen der Zweiten Kammer über die Behandlung des Zaberner Falles dahin, daß die Interpellationen erst in der Woche nach der Eröffnung des Landtages besprochen werden sollen. Man wird am Eröffnungstage nur die Bildung der Bureaus vornehmen. Am darauffolgenden Mittwoch soll die Ctatsdebatte ohne Berührung der Zaberner Vorfi'lle beginnen. An dem darauffolgenden Dienstag den 15. Januar sollen dann die Interpellationen über Zabern auf die Tagesordnung gesetzt werden. Die Begründung wird im Auftrage aller Fraktionen A bgeordneter und Bürgermeister Knöpfler(Elfässer Zentrum) von Zabern übernehmen. Auf diese Weise wird es ermöglicht, vor Beginn der parlamentarischen Debatte das Urteil im Prozeß gegen den Oberst v. Reutter abzuwarten. Veränderungen in hohen Kommando. stellen. Kassel, 2. Jan. Als Nachfolger des Kommandierenden Generals Freiherrn von SchefferBoyadel ist Generalleutnant von Plueskow, bisher Kommandeur der 25. Division in Darmstadt, mit der Führung des 11. Armeekorps beauftragt worden. Generalmajor von Kluge, der hiesige Brigadekommandeur, ist unter Ernennung zum Generalleutnant zum Führer der 18. Division in Flensburg ernannt worden. Drei Matrosen ertrunken. aris, 2. Jan. Wie aus Nochefort gemeldet wird, kenterte eine Dampfbarkasse des Kreuzers „Cosmao“, wobei drei Matrosen ertranken. Betzweislungstet, einer Mutter. Prag, 2. Jan. In der Vorstadt Viewnow tötete die Arbeiterwitwe Neck in der Neujahrsnacht mit einem Nastermesser ihre beiden Knaben im Alter von sieben und acht Jahren und erhängte sich dann, weil sie und die Kinder dem Hungertode nahe waren. In der Wohnung war nur ein Strohbündel, in das die Leichen gehüllt waren. Depeschen wechsel. Rom, 2. Jan. Anläßlich des Jahreswechsele fand zwischen dem Reichskanzler v. Bethmann=Hollweg, dem Grafen Berchtold und dem Marquis di San Giuliano ein herzlicher Depeschenwechsel statt. 200 Insurgenten getötet. Neuyork, 2. Jan. Aus Laredo wird gemeldet: Die Insurgenten unternahmen gestern morgen einen furchtbaren Sturm auf Nueva Laxedo. Dabei wurden 200 der Insurgenten getötet. Auf beiden Seiten traten Maschinengewehre in Tätigkeit. Auch die Bundestruppen hatten schwere Verluste. Eine Kompagnie wurde durch das Artilleriefeuer der Insurgenten vollständig aufgerieben. Um 9 Uhr zogen sich die Angreiser zurück; es wird jedoch die Wiederaufnahme des Sturmes erwartet. Verantwortlich für die Redaktion Feiedr. Kraas. Druck u. Verlag von Carl Braus, beide in Schwerte Eleg. Wohnungs-Einrichtungen, einzelne Speise-, Schlafzimmer, Herrenzimmer, vor nehme Klubzimmer, Klubsessel, Teppiche sowie einzelne Stücke liefert in modernster, gediegenster Ausführung unter strengster Diskretion leistungsfähige, grosse Berliner Spezial-Möbel-Firma an Private zu Katalogpreisen gegen Venzällung. 5637 Kein Inkasso durch Boten, Kataloge werden nicht versandt. Langjährige Garantie. Da unsere Vertreter ständig ganz Deutschland bereisen, erbitten#gesl Nachricht, wann der unverbindliche Besuch behufs Vorlegung von Mustern und Zeichnungen erwünscht ist, unter Chiffre K. 1000 durch Rudolf Mosse, Berlin, Königstrasse 56/57. Aurrert Automalischer Schnellhefter. Preis nur 25 Pfg. vorrätig in der Buchhandl. 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Verschiedenes. Zu zahlreichem und pünktlichem Besuche ladet ein Der Vorstand. Einkäufe in anderen Abteilungen bitten wir auf andere Tage zu verlegen, da unser gesamtes Personal für den — Verkauf von Konfektion und Putz verwandt wird.— Krieger=Verein Schwerte a. d. R. General= Versammlung am Sonntag den 4. Jon. 1914 abends 8½ Uhr, im Vereinslokale„Im Reiche d. Wassers“. (Jochenhöfer) Tagesordnung. 1. Zahlung der Beiträge. 2. Aufnahme neuer Mitglieder. 3. Jahresbericht. 4. Verschiedenes. Die Kameraden werden höfl. gebeten, möglichst pünktlich und zahlreich zu erscheinen. Schwerte, den 2. Jan. 1914. Der Vorstand. □ S Voraszeige: Dienstag, den 13. Januar beginnend: Ausverkauf in Baumwollwaren, Leinenwaren. Warten Sie mit ihren Einkäufen in diesen Artikeln, bis deren Angebot erscheint. Es lohnt sich, denn die Preiswürdigkeit unserer bewährten Qualitäten wird in Iserlohn einzig dastehen. 10 Verein der Hundefreunde. Eingekragener Verein. Freitag. den 9. Januar 1914. abende 8 Uhr, im Balsterschen Lokale General= Versammlung Tagel 1. Aulnchme 26? 2. Rechnungsko####. 3. Vorst#ndswahl. 4. Lokalfrage: S. Austelegs 19103 8 6 Die Augenkrankheiten den Hundes. un Wolcher: und Elektrische befördern am Montag, den 5. Januar u. folgende Tage viele Tausend Personen nach lserlohn, Weiche ullserei einzig dastellenden Salseil-Ausverkauf Besuehen. Einl ausfüllrliches Salseh-Ausverkaufe ver zeichnis liegt der nächsten Nummer dieser Zeitung bei. A Orer Trotz der Ausverkaufspreise bekannte Fahrtvergütung bei Einkäufen von 20.— Mark an. ISerieln. Mober. a — billig und gut!— Brautleute, ehe Sie Möbel kaufen, besichtigen Sie ohne Kaufzwang meine grosse Auswahl, vergleichen Sie Preise und Qialität. Eine Sehenswürdigkeit ist meine grosse Auswahl in: Schlatzimmern, Betten, Matratzen, Solas, Mlsen. Aase, Beie A. berenianen. 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Binnen einer wetteren Frist von 2 Wochen kann der Betriebsunternehmer, unbeschadet der Verpflichtung zur vorläufigen Zahlung gegen die Beitragsberechnung bei dem Sektionsvorstande in Hörde Einspruch erheben. Schwerte, den 27. Dezember 1913. 2112 Ia. er et esreche en Buchhandig. Carl Braus Bei der zur Allgemeinen Ortskrankenkasse ausgestalteten Ortskrankenkasse für den Stadtbezirk Schwerte sind die Vertreter im Ausschuß(§ 832 der Reichsversicherungs-Ordnung), erstmalig zu wählen. W.=6—8 aur 8.6.. Die Wahl ist durch den Vorstand gen. Kasse auf Mittwoch, den 28. Januar 1914 von nachmiklags 3 Uhr an im Westsälischen Hof(Kordech) anberaumt. An dieser Wahl können nicht nur die bisherigen Kassenangehörigen(Arbeitgeber und Arbeitnehmer) teilnehmen, sondern auch alle volljährigen Personen beiderlei Geschlechts, welche mit dem 1. Januar 1914 neu in die Versicherung eintreten. Dasselbe gilt auch für deren Arbeitgeber. Nur sind nach§ 457 R. B. O die Arbeitgeber unständig Beschäftigter als solche, sowie unständig Beschäftigte, die nach§ 455 keine Beitragsteile zahlen, weder wählbar noch wahlberechtigt. Es kommen hier in Belracht: 1. Land= und Forstwirtschaftliche Arbeiter. sofern diese nicht schon jetzt nach dem Orlsstalut versicherungspflichtig waren 2. Das Gesinde(Dienstboten pp.) in vollem Umfange(nicht nur die gewerblich Beschäftigten), 3. Unständig Beschäftigte. 4. Die Wandergewerbetreibenden. 5 Die Hausgewerbetreibenden. 6. Die Bühnen= und Orchestermitglieder, 7. Die Gehilfen und Lehrlinge in Apotheken.(S 165 R. B O. Gemäß Bekanntmachung des Herrn Reichskanzlers vom 11. Juli 1913,(R. G. Bl. S 577) fordere ich die Wahlberechtigken hierdurch auf, sich zur Eintragung in die hier aufzustellenden Wählerlisten im alten Rathause, Zimmer Nr. 3. zu melden. Die Anmeldung kann mündlich und auch schriftlich geschehen, sie muß spätestens bis zum 20. Januar 1914 erfolgt sein. Durch diese Meldung wird die Aufnahme in die Wählerliste der Allgemeinen Ortskrankenkasse für den Stadtbezirk Schwerte bewirckt... 164 z1. amstsat, aufa Wahlberechtigte, die nicht in die Wählerliste aufgenommen sind, können zur Wahl nur, dann zugelassen werden, wenn sie in einer alle Mitglieder des Wahlausschusses überzeugenden Weise ihre Wahlberechtigung nachweisen. Diese Bekanntmachung gilt nur für die durch die Reichsversicherung neu in die Krankenversicherung einbezogenen obengenannten Mitglieder der ausgestalteten Allgemeinen Ortskrankenkasse für dn Stadtbezirk Schwerte und für die Arbeitgeder dieser Müglieder#.#ach Im Uebrigen nehme ich auf die Bekanntmachung des Vorstandes der Ortskrankenkasse für den Stadlbezirk Schwerte in Nr. 299 der Schwerler Zeitung vom 22. Dezember 1913 Bezug und mache insbesondere auf die rechtzeitige Einreichung der Wahlvorschläge aufmerksam. Schwerke, den 23. Dezember 1913. Das Versicherungsamt Der Vorsitzende, Rohrmann. 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Iu erfragen in der Geschäftsstelle Hörde, den 29. Dezember 1913. Königliches Versicherungsamt des Landkreises Hörde: Der Vorsitzende, gez. Dr. Luckhaus. 8575 erfüllt alle Wünsche. Machen Sie deshalb keine Versuche mehr mit Schuhputzmitteln zweifelhafter Güte, deren es so viele gibt. Favorit Modenalbum 60 J, Fovorit Jugendalbum 60 Jf ! Favorit Handarbtsalb 60 J, I! Favorit Schnittmuster! 1I g Alleinverkauf für Schwerte KIosstepeipfer1333 pro Rolle 12 Pig. Kautbe ga. e, Mars gachhandlung Gart Bras, Schuert Guhr)