Amtiches Krewolalt für den kreis börde Zetuer aicen dene Bezugspreis M. 1.80 oiertelwosch. dei der Post iür Bestelgeld 42 Pla. ar anschrnd Orsicheligge: Famillenfreund“ v. thgl. Unterdaltungsdlatt. Lnzeigenprets: Die Jgr deren Raum 10 Pig., Anzeigen gun aus15 Pig., Reklomezells 40 Pig Jede Radan gll als Kassarndal u. erlischt bei HonZwangsoergleichen, gerichtl. Alagen u. sesschuad ernaht.-betnetctene Westhofener Zeitung Langscheder Zeitung Schwerter Volksblau Holzwickeder Zeitung Aplerbecker Zeitung Schwerter Volkszeitung Verbunden mit! Schwerker Tageblatt O Schwerter Anzeiger Grltes und älteltes Cagesorgan des Kreiles o General-Anzeiger für den Kreis Hörde o Haupt. Annoncenblatt — Alle breis- end lohalpollzeilichen Verorbnungen für den Kreis Hörde erlangen gemäß Bekanntmachung der Königlichen Regierung durch Veröffentlichung io dei„Schwerter Zettung" rechtsoerdindliche Kraft.— Die „Schwerter Zettung“ gewährt ihren Adoanen. ten für jeden mit Tod enden###. Unsall gebagungen: 300 Mk. Anfall. Druch u. Verlag v. Corl Braus. Schwerte=Rude Serto tb.- Seien eit. Stans Shmte-er) Kr. 5b. Wie Lösung der braunschweiger Frage. Mittwoch, den 29. Oktober 1913. 45. Jahrg. 4748 sage 5373 KMNG nuummee itigkeit , Bar8 Regent Herzog Johann Albrecht von Meckl.-Schw. Herzog krnst August von Braunschweig Zum Regierungswechsel in Braunschweig. über die Zivilliste zu beginnen. Eine eigentliche Zivilliste besitzt der Herzog nicht, sein Staatseinkommen besteht vielmehr in einer landesfürstlichen Rente von 825 322 Mark, zu der ein Zuschuß von 300000 Mark gezahlt wurde. Da der neue Herzog ein sehr großes Privatvermögen besitzt, so besteht in der Kammer die Absicht, den Zuschuß hinfort wegfallen zu lassen. Ob diese Absicht verwirklicht werden wird, muß sich schon in den nächsten Tagen zeigen. Der am Freitag scheidende Herzogregent ließ dem neuen Herzogspaare durch eine Deputation, die zu dem Zweck nach Rathenow abgesandt wurde, seine Glückwünsche und durch eine zweite offiziell den Bundesratsbeschluß über die Thronfolgefrage übermitteln. 3½ bis Uhr ch e 17 I. dstücken, Verkauf rmögeng dere Erbriedigung S Mante sewiesenhafl v. 5. Die braunschweigische Thronfrage hat aufgehört eine solche zu sein, nachdem der Bundesrat einstimmig dem preußischen Antrage zugestimmt hat, daß im Hinblick auf die inzwischen eingetretene Sach= und Rechtslage die Regierung des Prinzen Ernst August in Braunschweig mit den Grundsätzen der Bündnisverträge und Reichsverfassung vereindar sei. Auch der vollzogenen Tatsache gegenüber bedauert es die deutsche Presse auf der ganzen Linie, daß von einer ausdrücklichen Verzichterklätung des künftigen Herzogs auf Hannover abgesehen wurde, obwohl ein solcher Verzicht früher stets als die Voraussetzung zur Zulassung des Hauses Cumberland zum braunschweigischen Thron bezeichnet worden war. Preußens Antrag zue braunschweigischen Tsronfolge, der vom 16. Oktober datiert ist, wird von der„Nordd. Allg. Ztg.“ im Wortlaut vereffentlicht. Es wird in dem Antrag ausgeführt, laß die preußische Regierung durch Antrag vom 1. Mai 1885 den Bundesratsbeschluß vom 2. Juli desselben Jahres anregte, worin erklärt wird, daß die Regierung des Herzogs von Cumberland in Braunschweig, da derselbe sich in einem den reichsverfassungsmäßig gewährleisteten Frieden unter Bundesfürsten widerstreitenden Verhältnis zu dem Bundesstaat Preußen befindet und im Hinblick auf die von ihm geltend gemachten Ansprüche auf Genetsteile dieses Bundesstaates, mit den Grundbrinzipien der Bündnisverträge und der Reichsverfassung nicht vereinbar sei. Im Jahre 1907 regte Staunschweig anläßlich des Todes seines ersten Aegenten, des Prinzen Albrecht von Preußen, eine Nachprüfung der Angelegenheit beim Bundesrate an, nachdem der Herzog von Cumberland am 2. Uttober 1906 erklärt hatte, daß er mit seinem mtesten(inzwischen verstorbenen) Sohne zugunsten eines jüngsten Sohnes, des Prinzen Ernst August, se den braunschweigischen Thron verzichten würde, sobald die Gewißheit bestehe, daß der RegierungsVvernahme des jüngsten Sohnes keine Hindernisse eergegenstehen. Die braunschweigische Regierung Neit damit den Weg zur Thronbesteigung durch n Prinzen Ernst August für freigelegt; der dündesrat konnte aber eine entscheidende Aendebung der Sach= und Rechtslage nicht anerkennen und hielt am 28. Februar 1907 den durch seinen Beschluß vom 2. Juli 1885 geschaffenen Rechtszustand aufrecht. Seit dieser Zeit sind durch eine Kette von Erehnissen die Beziehungen des welfischen Hauses zu Kleußen derart verändert worden, daß eine erneute Nachprüfung der Angelegenheit geboten erscheint. Durch die Vermählung des Prinzen Ernst August, der nach dem am 20. Mai 1912 erfolgten Tode seines älteren Bruders nach dem Verzicht des alten Herzogs allein in Frage kommt, mit der Prinzessin Viktoria von Preußen sind zwischen den beiden Häusern enge Familienbeziehungen geschaffen worden. Prinz Ernst August hat mit Zustimmung seines Vaters Anstellung als Offizier im preußischen Heere nachgesucht und dem Kaiser und Könige Treue und Gehorsam eidlich gelobt. Er erblickt in diesem Eide, wie er dem unterzeichneten Reichskanzler und preußischen Ministerpräsidenten schriftlich erklärte, zugleich das Versprechen, daß er nichts tun oder unterstützen werde, was darauf gerichtet sei, den derzeitigen Besitzstand Preußens zu verändern. An dieses Versprechen erachtet er sich für immer bunden, da es eine Verpflichtung enthalte, die sich für einen deutschen Bundesfürsten von selbst ergebe. Unter diesen Umständen kann nicht mehr behauptet werden, daß Prinz Ernst August und sein Haus sich zu Preußen in einem Verhältnis befinden, daß den reichsverfassungsmäßig gewährleisteten Frieden unter Bundesmitgliedern widerstreite. Hiernach ist es aber auch ausgeschlossen, daß durch die Uebernahme der Regierung Braunschweigs durch den Prinzen die Welsenpartei, die trotz aller dieser Ereignisse noch immer für das Haus Cumberland Ansprüche auf Hannover, also Gebietsteile Preußens, glaubt verfechten zu müssen, eine mit dem inneren Frieden und der Sicherheit des Reiches nicht verträgliche Unterstützung ihrer Bestrebungen erfahren würde. Die preußische Regierung ist daher der Ueberzeugung, daß die Voraussetzungen, auf denen die Beschlüsse des Bundesrates beruhen, weggefallen sind. Braunschweiger Landtag vollzog sich die Verlesung des Bundesratsbeschlusses unter völligem Stillschweigen. Dem bisherigen Regenten, dem Herzog Johann Albrecht zu Mecklenburg, der mit seiner Gemahlin am Freitag Braunschweig verläßt, wird als Spende des Landes eine in Silber getriebene Nachbildung des Brunnens mit dem Standbild Heinrich des Löwen überreicht werden, wofür vom Landtage die Bewilligung von 30 000 Mark gefordert wurde. Der Einzug des jungen Herzogspaares, das in Nathenow den Zivil= wie Militärpersonen bereits Abschiedsfeiern veranstaltete, erfolgt am Montag der neuen Woche. Der braunschweigische Landtag hielt am Dienstag keine Sitzung ab, sondern versammelt sich erst am heutigen Mittwoch wieder, um die Beratung Politische Uebersicht. Der Kaiser wohnte am Dienstag in Dahlem bei Berlin der Einweihung des neu errichteten Kaiser=Wilhelm=Instituts für experimentelle Therapie bei. Exzellenz Harnack, der Präsident der Kaiser=Wilhelm=Gesellschaft, die die vornehmste wissenschaftliche Forschungsgesellschaft Deutschlands ist, begrüßte den Kaiser mit einer kurzen Ansprache; das neue Institut soll ein starkes Bollwerk gegen Seuche und Krankheit sein. Kultusminister von Trott zu Solz dankte dem Kaiser und der Regierung für das neue Institut. Der Kaiser besichtigte dann eingehend alle Räume des Gebäudes. Die Majorität der Linken in Württemberg gesichert. Bei der Ersatzwahl zum württembergischen Landtag wurde am Sonnabend in Stuttgart=Amt der sozialdemokratische Kandidat, Redakteur Pflueger(Stuttgart) mit 5646 Stimmen gegen den nationalliberalen Stadtpfarrer Lamparter gewählt, der 4162 Stimmen erhielt. Pflueger gehört als einziger der Redakteure der„Schwäbischen Tagwacht“, der gemäßigten Richtung in der sozialdemokratischen Partei an. Die Stärke der Fraktionen in der Zweiten Kammer ist nunmehr endgültig folgende: Zentrum 25, Bund der Landwirte und Konservative 20, Volkspartei 19, Sozialdemokratie 17, Nationalliberale 11 Mitglieder. Die Rechte hat somit 45, die Linke 47 Sitze in der Zweiten Kammer. Die Verschiebung der Mehrheitsverhältnisse, wie sie durch die Gerabronner Wahl erfolgte, ist damit endgültig geworden. Das gegenwärtige Präsidium, das aus der Rechten genommen worden ist, kann sich somit nicht mehr auf eine Mehrheit stützen. Ob es daraus Folgerungen ziehen wird, steht heute noch nicht fest. Im Reichsamt des Innern hat man zu dem Streit der Aerzte und der Krankenkassen bisher nicht Stellung genommen. Man wird sich auch nicht einmischen, da das neue Krankenversicherungsgesetz selbst ein Auskunftsmittel für den Fall von Differenzen enthält. Wenn die Kasse keinen Vertrag zu angemessenen Bedingungen mit einer ausreichenden Zahl von Aerzten schließen kann, so heißt es in dem Gesetz, kann sie ermächtigt werden, statt der Krankenpflege oder sonst erforderlichen Aerztebehandlung eine bare Leistung bis zu zwei Dritteln des Durchschnittsbetrages ihres gesetzlichen Krankengeldes zu gewähren. Ein deutscher Kurienkardinal? Wie dem „Nouvelliste", dem Organ des Abgeordneten Wetterle, mitgeteilt wird, besteht in Berlin die bestimmte Absicht, einen deutschen Kurienkardinal in Rom ernennen zu lassen und mit diesem Amte den Weihbischof von Straßburg, Freiherrn Zorn von Bulach, den Bruder des elsässischen Staatssekretärs, zu betrauen.„ 66 Ein Luftrechtgesetz. Das neue Luftrechtgesetz, das die gesetzgebenden Körperschaften voraussichtlich noch in der bevorstehenden Tagung beschäftigen wird, enthält, wie die„Tgl. Adsch.“ erfährt, eine Reihe wichtiger Bestimmungen zur Regelung des Luftverkehrs und Schaffung geor###ter Rechtsverhältnisse auf dem Gebiete der Luftschiffahrt. Der„Deutsche Luftfahrerverband“ soll den Charakter einer halbamtlichen Behörde erhalten. Jedes Lustfahrzeug muß einen vom„Deutschen Luftfahrerverband“ ausgestellten„Zulassungsschein" nachweisen, ehe es sich an dem Personenverkehr beteiligen darf. Der„Zulassungsschein“ wird erst nach Prüfung des Luftfahrzeuges durch beamtete Sachverständige ausgestellt. Den vom„Deutschen Luftfahrerverband“ ausgestellten Pilotenzeugnissen für Luftschiff=, Flugzeug= und Freiballonführer soll öffentliche Gültigkeit verliehen werden. Sehr interessant sind die Bestimmungen des neuen Gesetzes über das Landen, das Führen von Lichtern(Signale), das Ausweichen in der Luft u. a. m. In einem besonderen Teil des Gesetzes finden auch die Fragen der Haftpflicht ihre Regelung. Beamtenbesoldungsreform. Gegenwärtig schweben Verhandlungen zwischen den zuständigen Reichsressorts und dem preußischen Finanzministerium über den Umfang einer Beamtenbesoldungsreform, die im Reiche und in Preußen übereinstimmend durchgeführt werden soll. Die Entscheidung wird schon in der nächsten Woche fallen, da für die preußische Besoldungsreform die erforderlichen Mittel in den Etat für 1914 eingestellt werden dürften. Der preußische Etat wird aber bekanntlich Anfang Dezember zum Abschluß gebracht, und infolgedessen werden auch bis dahin die heiten der Besoldungsreform feststehen. Für die Besoldungsreform der Reichsbeamten können die Mittel in den Reichsetat für 1914 noch nicht eingestellt werden, da Deckungsmittel nicht zur Verfügung stehen. Die Besoldungsreform wird als ein besonderes Gesetz dem Reichstag vorgelegt werden, in dem auch die Vorschläge über die Deckungsmittel enthalten sein werden. Belgien. Deutschlandreise des Königs. Der König von Belgien wird anfangs November auf einige Tage nach Deutschland kommen und das hannoversche Dragonerregiment Nr. 16 in Lüneburg, dessen Chef er ist, besichtigen. Der Besuch in Lüneburg ist auf den 5. November festgesetzt worden. Danach wird der König das Kaiserpaar in Potsdam besuchen und wahrscheinlich auch an der Hofjagd am 6. und 7. Noember in Königswusterhausen teilnehmen. Zu dieser Jagd wird auch der König von Sachsen nach Berlin kommen. Italien. Die italienischen Wahlen haben in der Kammer eine geringfügige Verschiebung nach links gebracht, im großen und ganzen deren Zusammensetzung aber unverändert gelassen trotz umfangreichen Personenwechsels. Die am 2. November stattfindenden 100 Stichwahlen bleiben vor der Beurteilung des Ergebnisses abzuwarten. Schweden. Die russische Spionage=Affäre in Schweden hat eine recht ernste Wendung genommen. Wie die „Frankf. Ztg.“ mitteilt, hat die schwedische Regierung den russischen Militärattachee in Stockholm aufgefordert, in 24 Stunden das Land zu verlassen! Das ist natürlich ein peinlicher Schlag für die russische Regierung, die aber gewiß nicht wissen konnte, daß ihr Militärattachee in Stockholm die dunklen Geschäfte der Spionage=Agenten in Schweden unterstützte. Jedenfalls muß man es der schwedischen Regierung lassen, daß sie, als sie den Militärattachee kurzerhand hinauswarf, recht energisch handelte, was in Petersburg seine Wirkung nicht verfehlen wird. Im Zusammenhang mit der Affäre reiste auch der russische Gesandte in Stockholm plötzlich ab, und es ist ausgeschlossen, daß er auf seinen Posten zurückkehren wird. Spanien. Die Klippen der Kabinettsbildung. Die Bildung eines neuen Kabinetts nach dem Rücktritt des Ministeriums Nomanones bereitet den Spaniern viel Kopsschmerzen. Jetzt hat der sozialistische Führer Iglesias in einer Versammlung erklärt, falls Maura die Bildung des Ministeriums übernähme, wolle er die Regierung nicht einen einzigen Tag in Ruhe lassen.— Es heißt, daß mehrere konservative Politiker dem Könige den Rat gegeben haben, die liberale Partei am Ruder zu belassen. Als Graf Romanones dies erfuhr, bemerkte er lächelnd:„Das ist gut, die uns gestürzt haben, sagen jetzt: So bleibt doch!“— Als die Konservativen Maura, Dato und General Azcaraga zum König gerusen wurden, sammelte sich vor dem Seite 2. Schwerter Zeitung(Amtliches Kreisblatt.) Mittwoch, den 29. Oktober 1913. Nr. 254 Schlosse eine große Volksmenge an und veranstaltete eine Kundgebung gegen Maura. In Barcelona wurde in der Stiergesechtsarena von der Polizei eine große Tafel aufgebaut, welche die Ausschrift trug:„Es lebe Spanien, nicht Maura!“ Dabei kam es zu einer großen Rauferei. Mexiko. Die Präsidentenwahl in Mexiko ist, wie zu erwarten war, ergebnislos verlaufen, da infolge der Revolution und der ganzen Unklarheit der Lage nur ein kleiner Teil der Wähler seine Stimme abgab. General Huerta bleibt infolgedessen bis auf weiteres noch provisorischer Präsident. Die Wahl verlief wohl auch hauptsächlich nur infolge der schwachen Beteiligung unblutig. Der Wirrwarr ist unverändert groß geblieben, so daß die deutsche Regierung sehr recht daran tat, zum Schutze der Reichsangehörigen außer dem bereits anwesenden Schulkreuzer„Hertha“ noch den kleinen Kreuzer „Nürnberg“ in die mexikanischen Gewässer zu entsenden. Diese Sicherheitsmaßnahme wurde direkt anscheinend dadurch veranlaßt, daß Huerta, der nun ja noch eine Zeitlang in der Macht bleibt, eine Erhöhung des mexikanischen Heeres von 80000 auf 150000 Mann dekretierte Das Parlament hat in der famosen Republik nichts zu sagen; Huerta hat es einfach nach Hause geschickt, damit es ihm bei der Ausführung seiner Pläne nicht unbequem werde. Aus Stadt und Umgebung. Der 2. Krupp=Prozeß. Eine neue Sensation! Die Dienstag=Verhandlung im Krupp=Prozeß gestaltete sich durch die Vernehmung des vielgenannten Zeugen Herrn v. Metzen recht dramatisch. Der Zeuge erklärte nämlich, daß er im Besitze von Briefen von Direktor Eccius und anderen Direktoren Krupps sei, die unzweifelhaft bewiesen, daß das gesamte Kruppsche Direktorium gewußt haben muß, daß die Art und Weise der Brandtschen Berichterstattung nicht einwandfrei war. Infolge dieser überraschenden Erklärung wurde die Verhandlung unterbrochen, im Beisein des Zeugen v. Metzen nahm man eine Haussuchung bei v. Metzen vor, bei der die wichtigen Briefe, in einem Sofa verborgen gehalten, zu Tage gefördert wurden. Herr v. Metzen war früher Artillerieoffizier. Als er Kruppscher Beamter wurde, bezog er anfänglich 4000 Mark jährliches Gehalt, stieg aber sehr schnell auf 25000 Mark. Infolge seiner reichen Sprachkenntnisse wurde er viel im Auslande verwandt. Herr v. Metzen erklärte bei seiner Vernehmung, daß, als er nach Berlin versetzt wurde, ihm Brandts Berichterstattung gleich verdächtig vorgekommen sei, und er sei fest entschlossen gewesen, dieser Art der Berichterstattung ein Ende zu bereiten. Der Zeuge gab ferner an, daß er von Anfang an von Herrn v. Schütz, dem damaligen Berliner Direktor Krupps, darauf aufmerksam gemacht worden sei, daß Brandt allerlei geheime Informationen erstatte; über die Herkunft und Beschaffung derselben hat sich Herr v. Schütz sowohl wie das gesamte Kruppsche Direktorium immer so unbestimmt geäußert, daß v. Metzen nicht recht wußte, woran er eigentlich war. Als Brandt eines Tages mit einer Liquidation über Kornwalzer im Betrage von 200 Mark gekommen sei, habe er, von Metzen, sich mit Direktor Eccius in Verbindung gesetzt. Eccius schrieb zurück, er könne sich über die Art, wie die Brandtsche Liquidation verrechnet werden sollte, aus naheliegenden Gründen nicht ausführlich äußern. Dies war der Punkt, der die Ueberraschungen im Gerichtssaal brachte. Der Vorsitzende fragte Direktor Eccius, der bekanntlich Angeklagter ist, ob er sich zu diesem Briefwechsel äußern könne. Direktor Eccius erwiderte, er könne sich der Sache nicht mehr genau erinnern, vielleicht könne er bei Vorlage der Originalbriefe nähere Auskunft geben. Daraushin gab v. Metzen an, daß die Originalbriese sich in seiner Wohnung befänden. Allgemeine Ueberraschung! Briefe, die dem ganzen Prozeß eine Wendung geben können, die das gesamte Kruppsche Direktorium zu belasten in der Lage sind! Der Staatsanwalt erhob sich und machte erregt dem Zeugen die schwersten Vorwürfe darüber, daß er diese wichtigen Schreiben nicht schon in der Voruntersuchung vorgelegt habe. Er habe die Voruntersuchung aufs schwerste geschädigt und der Gerechtigkeit Abbruch getan! Wäre dies Material nicht noch in letzter Stunde bekannt geworden,— das Gericht hätte den Angeklagten nicht Gerechtigkeit widerfahren lassen können! Der Staatsanwalt rief aus, er hege das schwerste Mißtrauen gegen den Zeugen, nachdem er wissentlich und mit Willen dem Gericht Material vorenthalten habe! Mit gleicher Erregung verteidigte sich nun von Metzen. Die Firma Krupp habe ihn bei seiner Entlassung behandelt, als ob er mit der Kasse durchgegangen wäre. Sein Verhalten in Italien (Metzen verhandelte dort mit einem Herrn wegen Uebernahme seines Postens gegen eine an v. Metzen zu zahlende Entschädigung) sei als unmoralisch bezeichnet worden,„und das", rief v. Metzen aus, „trotzdem ich während meiner zehnjährigen Tätigkeit bei Krupp in Essen Dinge erlebt habe, die hundertmal schkimmer waren“. Er habe die Briese zurückbehalten, weik er einer Beschlagnahme durch das Gericht vorbeugen wollte, denn die Briefe brauche er bei seiner Privatklage gegen die Firma Krupp. ** Schwerte, 29. Oktober. *(Das Bismarck=Nationaldenkmal.) Am 1. November nachmittags 4 Uhr findet im Bürgersaale des Berliner Nathauses eine Kundgebung zugunsten des Bismarck=Nationaldenkmals auf der Elisenhöhe bei Bingen statt, bei der Geheimrat Dr. Muthesius(Nicolassee=Berlin) und Prof. Kreis (Düsseldorf) über die endgültige Gestaltung des Kreis=Ledererschen Entwurfs sprechen werden. Wie wir aus zuverlässiger Quelle hören, wird auch der Reichskanzler, der Ehrenvorsitzender des Vereins für die Errichtung des Bismarck=Nationaldenkmals ist, der Veranstaltung beiwohnen, der um 3 Uhr nachmittags eine Sitzung des Vorstandsbeirates in demselben Saale vorangeht. Die aus Berliner Kreisen sowie aus allen Gauen Deutschlands vorliegenden Anmeldungen zu der Versammlung lassen einen außerordentlich zahlreichen Besuch erwarten. **(Rheinisch=Westfälischer Sparkassenverband.) Die am Samstag in Wittlich unter dem Vorsitz des Bürgermeisters Löcke=Arnsberg abgehaltene Vorstandssitzung des Rheinisch=Westfälischen Sparkassenverbandes hat beschlossen, den nächstjährigen Verbandstag am 6. Juni in Köln abzuhalten und eine Vorversammlung am 5. Juni. An den vom 13. bis 22. Oktober d. J. in Köln abgehaltenen Vorlesungen für Sparkassenbeamte haben 130 Herren teilgenommen. *(Verband der Haus= und Grundbesitzer=Vereine) In Hagen wurde der Verbandstag der Haus= und Grundbesitzer=Vereine der Provinz Westsalen abgehalten. Nach Erledigung innerer Verbandsangelegenheiten wurde die steuerliche Belastung des Haus= und Grundbesitzes eingehend erörtert und eine Anzahl Entschließungen angenommen, die eine Entlastung des Grundbesitzes und den Einspruch gegen jede weitere einseitige Belastung zum Gegenstande haben. Ferner wurde der Vorstand erneut beauftragt, bei dem ProvinzialLandtage die baldige Errichtung eines ProvinzialPfandbriefamtes zu beantragen. Mit einer öffentlichen Versammlung, in der ebenfalls die steuerliche Ueberlastung des Grundbesitzes besprochen wurde, schloß die Tagung. **(Konzert der Ruhrtaler.) Wie schon bereits mitgeteilt, gibt der Ruhrtaler Sängerverein am kommenden Sonntag ein großes Konzert im Freischütz. Diese Konzerte, welche gewissermaßen Höhepunkte im musikalischen Leben unserer guten Stadt sind, zeichnen sich immer durch ganz hervorragende und künstlerisch zusammengestellte Programme aus, und auch das diesmalige dürfte bei allen Musikfreunden und nicht zuletzt bei den zahlreichen Verehrern des deutschen Volksliedes lebhafte Anerkennung finden. Im ersten Teil singt der Verein außer dem bekannten Chor von Altmeister Schwarz „Junger Rhein“, eine stimmungsvolle Komposition von Krings„Im Arm der Liebe“ und die prächtigen von Schumann resp. Weber vertonten Dichtungen Theodor Körners:„Vater, ich rufe dich" und„Du Schwert an meiner Linken“. Der zweite Teil bringt einen groß angelegten Chor„Sonntagsfeier im Gebirge“ von Kahl,„Da, wo am Bach die Weiden stehn“ von Zerbka, das bekannte„Einkehr" von Zöllner und zum Schluß„Schwarz=braune Hanne“ von Müller. Eine schätzenswerte Kraft hat der Verein anscheinend in der Solistin Frau E. Dittrich=Kaiser(Sopran) aus Düsseldorf gewonnen. Aus der Fülle der uns vorliegenden Kritilen, die sich alle in Worten höchsten Lobes über die Sängerin aussprechen, sei noch folgende wiedergegeben: Wieviel die Oper an dieser Künstlerin verloren, die seit ihrer Verheiratung der Bühne entsagt hat, bewiesen die wundervoll vorgetragene Mignon=Romanze und„Elsa's Traum“ aus Lohengrin; ebensoviel aber hat das Konzertpodium gewonnen an dieser lyrischen Sopranstimme, die nicht weniger innig und herzlich, wie anmutig und neckisch zu Ohr und Herz zu sprechen vermag. Weingartners„Liebesfeier“, wie Hermanns„Wenn es schummert“ mußten jeden Hörer packen, Hildachs schelmisches„Spatz und Spätzin“ aber und dus als stürmisch verlangte Zugabe gesungene Lied vom „Küssen und Zuschauen“ waren nicht minder köstliche Gaben für jeden, dem der Sinn für gesunden Humor in so harmlos reizender Form noch nicht ganz abhanden gekommen ist.— Die beiden Solisten des Vereins, die Herren Dahlbüdding und Schäfer, stehen mit einigen Duetten auf dem Programm, welches hierdurch eine gewiß nicht zu unterschätzende Bereicherung erfährt. r.(Bestrafter Spitzbube.) Im hiesigen kath. Krankenhause stahl am 15. Juli d. J. der Former Heinr. Sieland, ohne festen Wohnsitz, der als Untersuchungsgefangener im Krankenhause lag, dem Hausdiener Mertens vom verschlossenen Zimmer aus verschlossenem Schranke ein Portemonnaie mit 12 Mark Inhalt. Die Strafkammer in Hagen verurteilte ihn deshalb heute zu fünf Monaten Gefängnis, die mit einer anderen bereits über S. verhängten Gefängnisstrase von zwei Jahren zu einer Gesamtstrase von zwei Jahren vier Monaten Gefängnis zusammengezogen wurden. S. erklärte, sich bei dem Urteil nur beruhigen zu wollen, wenn er statt Gefängnis Zuchthaus bekäme. r. Westhosen, 27. Okt.(Der falsche Polizeidiener.) Wegen Vergehens aus§ 132 des Str.=G.=B. wurde der Schießmeister und Landwirt Heinrich Wiebe aus Wickede von der Strafkammer des Landgerichts in Hagen zu 50 Mark Geldstrase verurteilt. Der Angeklagte hatte sich am 25. Mai d. J. zu der Familie Sieberg hierselbst begeben, um sich die Schlasstelle der früher bei ihm bediensteten Magd Berta S. anzusehen, und da Frau Sieberg ihm den Zutritt zu der Kammer des Mädchens weigerte, stellte er sich als Polizeidiener Hülsmann aus Hörde vor und erklärte, im Auftrage der Behörde zu kommen. Daraufhin wurde ihm die Besichtigung des Zimmers, das zum Aerger des „Polizeidieners“ neben dem der Knechte lag, gestattet, und da Frau S. versprach, demnächst dem Mädchen ein anderes Zimmer zu geben, erklärte er, die Sache sei„erledigt“. * Syburg, 29. Okt.(Ein kleiner Unfall) ereignete sich gestern nachmittag auf der Straßenbahnstrecke Westhofen=Syburg. Infolge Versagens der Bremsvorrichtung konnte ein Wagen an der Haltestelle bei Dickehage nicht rechtzeitig zum Halten gebracht werden, sodaß er einen rechts vor dem Gebäude stehenden Grenzstein anfuhr und diesen zertrümmerte. Der Wagen selbst wurde nicht beschädigt, auch sind glücklicherweise keine Personen zu Schaden gekommen. *e Hennen 27. Okt.(Schöffen und Gechworene.) Aus dem hiesigen Gemeindebezirk wurden für das Jahr 1914 als Schöffen ausgelost für die Sitzungen am 4., 11., 18. und 25. Februar: Gutspächter Fritz Schulte zu Rheinen, 15., 22. und 18. August: Rendant Heinrich Kötter zu Hennen, am 25. November, 2. und 9. Dezember: Landwirt Gustav Schulte zu Kalthof.— In die Liste der zum Geschworenenamte vorzuschlagenden Personen wurden gewählt: Bäcker Heinrich Becker zu Rheinen, Gutsbesitzer Hermann Heyng jr. zu Lekingsen, Gutsbesitzer Friedrich Nölle=Wying daselbst, Hofbesitzer Diedrich Pütter zu Hennen und Landwirt Heinrich Westhoff zu Rheinen. * Aplerbeck, 28. Okt.(Wirtschaftsstreit.) In einer hiesigen Wirtschaft suchte ein Gast Streit. Er sollte infolgedessen aus dem Lokal gewiesen werden, was ihm jedoch nicht gefiel. Ohne weiteres wurde nun der Streitsuchende von zwei Personen, die sich auch in der Wirtschaft befanden, zu Boden geworfen und mit Gläsern am Kopfe so schwer verletzt, daß die Ueberführung desselben nach Hörde ins Krankenhaus erforderlich war. Letze Drahtmeldungen Das Urteil im Braunschweig, Knabenmordprozeß. Nr. 254. Beilage Braunschweig, 29. Olt. Im G#### seweiger Anabenmorboraich, in dem bedanngne die Frau des Eisenbahnassistenten Buschhor# wegen Ermordung des achtjährigen Knaben Genig zu verantworten hatte, wurde gestern dag 1.1 gesällt. Die Geschworenen erllärten die Angetagn für schuldig des Totschlags unter Versagung u## dernder Umstände. Das Urteil lautete auf 14 Zuchthaus und 10 Jahre Ehrverlust. anwalt hatte 15 Jahre Zuchthaus beantagt. Die bayrische Königsfrage. Vom Ohmprozeß Dortmund, 28. Okt. Der Verteidiger des Angeklagten Ohm setzte heute(103. Tag) sein Plaidoyer fort, indem er auf die Ergebnisse der Beweisaufnahme zu den einzelnen Anklagepunkten des näheren einging. Der Angeklagte Maiweg ist seit gestern wieder den Verhandlungen ferngeblieben. Heute war auch der Angeklagte Laue nicht erschienen. Nach der Pause blieb auch der Angeklagte Püttmann fort, so daß nunmehr auf der Anklagebank nur noch fünf Personen sitzen. Die Verhandlung wurde um ½2 Uhr auf Mittwoch vertagt. Westfalen und Rheinland. * Hörde, 28. Okt.(Schwere Einbruchsdiebstähle) sind immer noch an der Tagesordnung trotz aller Sicherheitsvorkehrungen der Polizei. Spitzbuben drangen vergangene Nacht in die Wirtschaft Lösecker ein und raubten Tabak, Liköre, Wein, Sekt, Eier und Kartosseln in beträchtlicher Menge. Aus Aerger darüber, daß sie die schweren Schnapsfässer nicht mitzunehmen vermochten, öffneten sie die Faßhähne und ließen den Inhalt auf die Erde fließen. Nicht genug damit, veranstalteten sie am Ort ihrer unsauberen Tätigkeit noch ein großes Weingelage. Es müssen etwa 30 Mann beteiligt sein. Die Polizei fahndet eifrig nach ihnen. * Hamm, 28. Okt.(Revolver=Attentat.) In einer Wirtschaft in der Westenvorstadt feuerte heute nacht ein Arbeiter, weil en kein Bier erhielt, auf den Wirt Supe zwei Schüsse ab, durch die dieser tödlich verletzt wurde. Der Täter entfloh. München, 29. Okt. Beim Beginn der Sitzung des we Provinziatau. der in Bielefeld abgel covinzialausschusses der Prov 1.g. folgendes beschlossen: * Werdohl, 28. Okt.(Ein schweres Unglück) passierte Sonntag nachmittag im nahen Uetterlingsen. In der alten Kegelbahn des Wirts Crone spielten mehrere Kinder, als plötzlich ein etwa zwei Meter hoher Pfeiler umstürzte und den kleinen zehnjährigen Alfred Kettling unter sich begrub. Der Kleine war sofort tot. Der schwergeprüften Familie, die bereits sechs Kinder verloren hat, bringt man allgemeinste Teilnahme entgegen. wertretende Mitglied Fideikom veteer, 4#h- ft=Eysen! des verstorbenen Twickel=Ermelinghoff wurdmitglied des Provinzialrats der Freiherr von Twickel zu netenden Mitgliede gewählt. der Amtsdauer mit Ende 1913 glieder und stellvertretenden vinzialrats und der Bezirkse und Münster für die neue se vom 1. Januar 1914 wulde der Maßgabe, daß bei dem Be das bisherige Mitglied Ju stellvertretenden Mitglied un vertretende Mitglied Bürger Pocholt zum Mitglied gewäh pahl für den ausgeschiedenen tel zu Stovern blieb vorbeha Recklinghausen errichteten H Bauerntöchter in Horneburg 1913 je ein Zuschuß von 500 verein für Westfalen und Lip ner Verwaltungskosten der b von 2000 Märk für 1913, de für Westfalen zur Herausg und frühgeschichtlicher Befest für 1913 bis einschließlich 1 je 600 Mark bewilligt; ferner Kreis= und Gemeindewegebe Westfalen zusammen 634·00 Von dem Erlasse des Mit 7. August, wonach dem Verl versicherungsanstalten in De halt des Widerrufs die G in der Provinz Westfalen trieb der Lebensversicherun einer eigenen öffentlichen re rungsanstalt durch den Pr nehmen, wurde Kenntnis Die Einbringung eines Provinziallandtag, daß die Ausbau der Westfälischen 9 villigten 500 000 Mark im 2 zu tilgenden Landesbankai den, wurde genehmigt. Ferr ne der dauerenden Unterh der Lennebrücke bei Nachre nit dem Kreise Altena zu gungen und unter gleichze Beihilfe von höchstens 10 00 und den Kosten der Erbre Instandsetzung der Brücke; des Eigentums und der und Verwaltung der Kreis Borken, Werth und Bocho 1914 ab gegen eine vom### Rente von 315338 Mark un willigung einer Beihülfe v höchstens 29946 Mark zu gen Instandsetzung der ferner die Verlegung der liegenden und deshalb n nobilverkehr gefährlichen ter bis 5,0 der Arnsber vorausgesetzt, daß die ko erforderlichen Grund und Westerholl=Ghfenberg * Hattingen, 28. Okt.(Der Streit um das alte Rathaus) nimmt seinen Fortgang: Magistrat und Stadtverordnete sind für Abbruch, den Staat für Erhaltung des 400 Jahre alten Gebäudes; der Unterbau dürfte gar noch älter sein. Nun hatte das Staatsministerium verfügt, das alte Rathaus sei bis zur vollständigen Austragung der Angelegenheit von der Stadt wieder instand zu setzen bezw. zu erhalten. Diese Verfügung beantwortete das Magistratskollegium heute damit, daß es dem Bürgermeister, seinem Vorsitzenden, einstimmig die erforderlichen Mittel verweigerte. Jetzt kommt der Klageweg. Man hofft hier, daß das Oberverwaltungsgericht den Wünschen des größten Teiles der Bürgerschaft nach Beseitigung des alten Rathauses als einem erheblichen Verkehrshindernis entsprechen wird. * Siegburg, 28. Okt.(Entführung.) Ein mit mehreren Männern besetztes Auto durchfuhr den nahen Ort Buisdorf. Ein Mädchen wurde dort von den Insassen zur Mitfahrt eingeladen. Das Mädchen ging darauf ein und kehrte nicht mehr zurück. Es ist zweifellos entführt worden. Landtagssitzung gab Präsident v. Orterer den zigen Paragraphen des Gesetzentwurses über zu Aufhebung der Regentschaft bekannt und setzte Beratung des Gegenstandes auf Donnerstag s. Die Gesetzesvorlage wird auch in der Reichsrat kammer voraussichtlich schon in der am Freit stattfindenden Sitzung beraten werden. Die lamation des Prinzregenten zum König dürste ai unmittelbar nach dem Allerseelentag erfolgen. Schweres Straßenbahnunglück. Lausanne, 29 Okt. In der letzten Nacht ves sagte die Bremse an einem Straßenbahnwagen, u das Gefährt sauste zu Tal. Fünf Personen wurd lebensgefährlich verletzt, zwei von ihnen stache bald. Der Führer des Straßenbahnwagens wur vor Schreck wahnsinnig. Schon wieder! Reims, 29. Okt. Ein Artillerie=Feldwetstürzte gestern mit einem Eindecker aus 100 MeiHöhe ab und war sofort tot. Blutige Zusammenstöße. Lodz, 29. Okt. Hier kam es gestern zu blutige Zusammenstößen. Die Urheber waren Rekruten die betrunken gewesen sein sollen. Die Retrute rempelten einige vorbeigehende Juden an und ver letzten sie hinterher durch Steinwürfe. Bauern, d hinzukamen, ergriffen die Partei der Rekruten. e entspann sich ein blutiges Handgemenge, in der zwei Rekruten durch Messerstiche getötet wurden Daraufhin nahm die gesamte Bevölkerung Loy## eine drohende Haltung gegen die jüdische Ei wohnerschaft der Stadt an. In einem Stadtte wollte die wütende Menge in die Häuser ei dringen; sie bombardierte die verbarrikadierte Fenster mit Steinen und versuchte schließlich,# Häuser in Brand zu stecken. Nur dem sofortige Eingreifen der Polizei, die energisch gegen die Rute störer vorging, ist es zu verdanken, daß nicht ei allgemeines Pogrom ausbrach. 40 Rekruten wurdeinsgesamt in Haft genommen. Sasonoff über die deutsch=russisch Politik. Petersburg, 29. Okt.„Rußkoje Slam veröffentlicht heute den Inhalt einer Unterredu## mit dem Minister des Aeußern Sasonoff. A Minister sagte: Aus Frankreich zurückommen benutzte ich die Gelegenheit, Berlin zu besuchen, u mit den deutschen Staatsmännern zu sprechen. Mei Meinungsaustausch mit dem Reichskanzler He#### v Bethmann=Hollweg und dem Unterstaatssekretät Dr. Zimmermann berührte die allgemeine La## Europas und verschiedene einzelne Fragen. Dit Gespräche mit dem Reichskanzler machten einen sehz angenehmen Eindruck auf mich und gaben lichkeit, festzustellen, daß die deutsche Politit dusselbe Ziel anstrebe, wie die russische, nämlich die Erhaltung des europäischen Friedens und de# Balkanfriedens, sowie die Erhaltung des tern torialen Status quo in den asiatischen Besitzunge der Türkei. Der Berliner Meinungsaustausch er gab, daß zur Erhaltung des gesunden Status#u Deutschland und Rußland Reformen in Kleinasien für wünschenswert halten, die den örtlichen Vet# hältnissen entsprechen. Ein Dampferzusammenstoß. Aalesun.d, 29. Okt. Gestern abend 7 kollidierte im nördlichen Teile des Lepsös Dampfer„Oslo“ der Wilson=Linie mit dem dampfer„Brat“ aus Neval. Der Fischdampfer sofort. Acht Mann der Besatzung ertranken, wurden gerettet und von dem„Oslo“ nach Drow heim gebracht. Ein Eisenbahnattentat. Neuyork, 29. Okt. Es wird auch von andei! Seite berichtet, daß bei dem Anschlag, den die kanischen Insurgenten auf einen Militärzug San Salvador verübten, über hundert Mel“ schen den Tod gesunden haben. Die 34 der Schwerverletzten ist noch nicht festgestellt, aber auch ganz außerordentlich sein. prrart Drucke Schwerter Wochenmarkt ** Schwerte, 29. Okt. Kartoffeln per It 2,30—2,60 Mark, Butter per Pfd. 1,30 9 Stück 1 Mark, Rindfleisch 70 Pfg., Schweinestelt 1,10 M.k, Kalbfleisch 1 Mk., Hammelfleisch 90 F.; ger. Speck 1 Mark, Rotkohl 15—20 Pfg. Prgin Weißkohl 15—20 Pfg., Wirsing 20—25 Pfg. 00„ 15—20 Pfg., Aepfel 5 Pfd. 40 Pfg., Weintrag, 30 Pfg. pro Psd., Winter=Zwiebeln 5 Pfd. 40 Schweinemarkt. 40 6 Der heutige Schweinemarkt war mit e##oa“ Tiere beschickt. Die Preise haben sich in det## herigen Höhe gehalten. Es wurden bezah 6=Wochen=Ferkel 22—26 Mark, für 8—10 alte Tiere 30—32 Mark. Aeltere Tiere wükd“), nach Qualität bezahlt. Der Handel war ttof Kirmes recht still. grass Verantwortlich für die Redaktion Friedr. Roman von H. Es wäre jetzt si wesen, wenn Rembei gezogen und ihr zug liebst Du mich von Dir nachträglich leid geworden? Ich bin ihn, weil er Dich ein liebt, kann Dich jan Aber Rembert hi für den Rest der Fal zu hüllen und nura zu sagen:„Ich ver daß ich morgen auf Ich habe dort einige Ein Schatten h Gesicht. Jede Trei schrecklich. Sie legte fragte leise und zag bert? Darf ich sie 2 daß Dich etwas 1 siehst so aus, als o Leider hielt in vor der Freitreppe bert einer Antwort noch zu einer Aus kommen, die trotz die erlösenden Wo gegenseitiges Verh „ d a s s e e l i s c h e G l e i c h Ja, Frau Gesi Zur Hochzeitn Verwandten und Bald nach der Tra und nachdem Fra nung von ihrer? Weinkrampf glück einen matten Ver e Nr. 254. Beilage. Sitzung des westsälischen Provinzialausschusses. In der in Bielefeld abgehaltenen Sitzung der chwerter Zeitung. Mitlwoch, 29. Oktober 1913 Amtliches Kreisblatt. gestrigen er 5 iber## setzte 5 ta Freitag ie Prog rste al eldwebe blutize Zekruten Retruteh und vei tern, A ten. 4 in den wurden## ng Lo# che Ein Stadtteic iser ein kadierten# lich, bie gsortigen die Ruteg nicht ein wurden ssi Slan terredung soff. 2 Lommenis uchen, un Luch n. Die ven schg e Mig tit dasich bies nd Be ters itzungen nsch er tus einasien en Ver# u s ug er oun fiskus erfolgt und die kostenlose Entnahme des erjorderlichen Steinmaterials aus einem benachbarten fiskalischen Steinbruche gestattet wird. —* Westfalen und Rheinland. * Hohenlimburg, 28. Okt.(Verbrannt.) Der Arbeiter Vieber wurde auf seiner Arbeitsstelle von wwitel=Ermeltnohoff v. 4.. uan einer Petroleumstichslamme getroffen, die im Auveitetende Westerholt zum genblick die ganzen Kleider in Brand setzte, er wurd We e d ipzihisgltats und u. Hestin Stelg, de so schwer verbre mitglied des Provinzialtals und an bessen Stelle der Freiherr von Twickel zu Stovern zum stellvernetenden Mitgliede gewählt. Die wegen der Amtsdauer mit Ende 1913 ausscheidenden Mitvovinzialausschusses der Provinz Westfalen wurde a. folgendes beschlossen: Anstelle des verstorbenen Kammernherrn Frhr. Twickel=Ermelinghoff wurde das bisherige stellMitglied Fideikommißbesitzer Grof von altrige Bergmann Albert Lukesch, beide aus Lintorf, standen gestern vor dem Schwurgericht. Auf dem Heimwege von der Kirmes haben die beiden zwischen Repelen und Lintfort einem anderen Bergmann das Portemonnaie mit Inhalt entrissen. Sie versuchten zwar, ihre Tat als einfachen Diebstahl hinzustellen, aber die Geschworenen sprachen sie des Straßenraubes schuldig. Das Gericht verurteilte beide Angeklagte zu je 1 Jahr und 6 Monaten Gefängnis. zlieder und stellvertretenden Mitglieder des Prozinzialrats und der Bezirksausschüsse zu Minden Münster jür die neue sechsjährige Amtsdauer 1. Jaruar 1914 wurden wiedergewählt mit der Maßgabe, daß bei dem Bezirksausschuß Münster das bisherige Mitglied Justizrat Helraeth zum stellvertretenden Mitglied und das bisherige stellvertretende Mitglied Bürgermeister Wesemann in Pocholt zum Mitglied gewählt wurde. Die Ersatznahl für den ausgeschiedenen Kammerherrn v. Twiksel zu Stovern blieb vorbehalten. Der vom Kreise secklinghausen errichteten Haushaltungsschule für Bauerntöchter in Horneburg wurde für 1912 und giz je ein Zuschuß von 500 Mark, dem Fischereiverein für Westfalen und Lippe zur Bestreitung seiner Verwaltungskosten der bisherige Jahreszuschuß on 2000 Märk für 1913, der Altertumskommission für Westfalen zur Herausgabe eines Atlas vorund frühgeschichtlicher Befestigungen in Westfalen für 1913 bis einschließlich 1915 eine Beihilse von je 600 Mark bewilligt; ferner für die Förderung des Kreis= und Gemeindewegebaues in der Provinz Wesifalen zusammen 634·000 Mark. Von dem Erlasse des Ministers des Innern vom 7. August, wonach dem Verbande öffentl. Lebensversicherungsanstalten in Deutschland unter Vorbehalt des Widerrufs die Genehmigung erteilt ist, in der Provinz Westfalen den unmittelbaren Betrieb der Lebensversicherung bis zur Errichtung einer eigenen öffentlichen rechtlichen Lebensversicherungsanstalt durch den Provinzialverband aufzunehmen, wurde Kenntnis genommen. Die Einbringung eines Antrages an den 55. Provinziallandtag, daß die für den vollständigen Ausbau der Westfälischen Wilhelms=Universität bevilligten 500000 Mark im Wege einer mit 1¼ Proz. zu tilgenden Landesbankanleihe aufgebracht werden, wurde genehmigt. Ferner wurde die Uebernahne der dauerenden Unterhaltung und Verwaltung der Lennebrücke bei Nachrodt beschlossen unter den mit dem Kreise Altena zu vereinbarenden Bedingungen und unter gleichzeitiger Bewilligung einer Beihilfe von höchstens 10 000 Mark zu den Erwerbsund den Kosten der Erbreiterung und gründlichen Instandsetzung der Brücke; ebenso die Uebernahme des Eigentums und der dauernden Unterhaltung und Verwaltung der Kreisstraßen Velen=Ramsdorf= Borken, Werth und Bocholt=Dingden vom 1. April 1914 ab gegen eine vom Kreise Borken zu zahlende Rente von 315338 Mark und unter gleichzeitiger Bewilligung einer Beihülfe von ein Drittel der Kosten. höchstens 29946 Mark zur provinzialstraßenmäßigen Instandsetzung der gedachten Straßenstrecken; ferner die Verlegung der in einer scharsen Biegung liegenden und deshalb namentlich für den Automobilverkehr gefährlichen Strecken von 4,7 Kilometer bis 5,0 der Arnsberg=Soester=Provinzialstraße, vorausgesetzt, daß die kostenlose Ueberweisung des erforderlichen Grund und Bodens seitens Wrreuen #r s9 schwel detrrannt, daß er bald starb. * Arnsberg, 28. Okt.(Da werden Weiber zu Hyänen.) Als sich hier morgens drei Arbeiterinnen zum Bahnhof begaben, um den 6 Uhr 10 Minuten nach Neheim gehenden Triebwagen zu benutzen, kamen die drei Holden auf der Eisenbahnbrücke in Streit. Es ging hart her, die Zöpse— falsche und echte— flogen nur so in der Luft herum und von einer der Kämpferinnen bekam der Hut Appetit auf eine Wasserpartie. Er flog über das Brückengeländer in die Ruhr und segelte hier zur Betrübnis seiner streitsüchtigen Besitzerin die Ruhr hinab. Darüber war der Triebwagen abgefahren, ohne auf die„Schönen“ zu warten, und diese hatten dann zum Schaden auch noch den Spott der Umstehenden. Unna, 28. Okt.(Attentat auf einen Personenzug.) Sonntag abend wurde kurz vor Bahnhof Frömern auf den um 7 Uhr 44 Min. hier eintreffenden Personenzug 1341 Fröndenberg= Unna mit Steinen geworfen. Einer der letzteren traf einen Zuginsassen an die Brust. * Kamen, 28. Okts(Schrecklicher Selbstmord.) In der Nacht zum Sonntag sprang an der Schöllerstraße in Bergkamen ein angetrunkener österreichischer Arbeiter in selbstmörderischer Absicht vor einen in voller Fahrt befindlichen Straßenbahnwagen und ließ sich überfahren. Der Mann wurde auf der Stelle getötet. Soest, 28. Okt.(Flurschäden durch das Manöver.) Die aus Anlaß der diesjährigen Manöver des 7. Armoekorps ermittelten Flurschäden im Kreise Soest sind abgeschätzt und auf 22000 Mark sestgesetzt worden. Hauptsächlich beschädigt wurden die Fluren von Nuhne, Bremen, Gerlingen, Maltringen, Büderich, Schlückingen, Wiehagen, Westönnen und Lohne. Münster i. W., 28. Okt.(Schwerer Unfall.) An einem Neubau in der Abschnittsstraße stürzte das Gerüst im Treppenhaus ein, wobei vier Maurer und zwei Hilfsarbeiter zu Schaden kamen. Drei sind ziemlich schwer verletzt. * Herne, 28. Okt.(Schweres Unglück.) Auf der Straße Bochum—Herne—Kastrop fuhren 2 Radfahrer neben einem in voller Fahrt befindlichen Straßenbahnwagen, als plötzlich einer der Fahrer stürzte und direkt vor den Wagen siel, der ihn buchstäblich zermalmte. Sein Begleiter fuhr davon, ohne sich um den Ueberfahrenen zu kümmern. &* Steele, 28. Okt.(Betrogene Betrüger.) Zwei angebliche Bauunternehmer hatten sich mit zwei Unbekannten in Verbindung gesetzt, um falsche Banknoten zu erwerben. Sie ließen sich zur vorschußweisen Zahlung von 200 Mark verleiten. Mit diesem Geld verschwanden die Unbekannten. Als die Geschädigten mit einem dieser Betrüger wieder nachträglich hier zusammentrafen, ließen sie sich verleiten, zu versuchen, einen Wirt auf die gleiche Weise um 1000 Mark zu schädigen. Die Kriminalpolizei erschien rechtzeitig auf der Bildfläche und nahm die Beteiligten fest. Kleve, 28. Okt.(Zwei Straßenrauber), der 19jährige Bergmann Anton Iwel u. der gleich—— Das Diasporaseminar. Bedingungen für die Aufnahme in das Landeskirchliche Diasporaseminar in Soest. Das im Oktober des Jahres 1911 vom Evangel. Ober=Kirchenrat eingerichtete Landeskirchliche Diasporaseminar in Soest i. W. dient zur Ausbildung von Pfarrern für deutsche evangelische Gemein' den außerhalb Deutschlands, zunächst in Brasilien. Es zerfällt in eine Ober= und in eine Unterstufe. Die Oberstufe umfaßt drei Jahreskurse, die Unterstufe dient zur Ausfüllung etwaiger Lücken in der Vorbildung; ihr Stoff soll in der Regel in einem Jahre erledigt werden. Für die Aufnahme(Verheiratete Bewerber sind von der Aufnahme in das Diasporaseminar grundsätzlich ausgeschlossen) in die Oberstufe wird als Regel die Reife für Unterprima oder wenigstens Obersekunda einer 9stufigen höheren Schule und eine derartige Kenntnis der griechischen Sprache gefordert, daß einfachere Stücke des Neuen Testaments im Urtext gelesen werden können. Für die Aufnahme in die Unterstufe sind sprachliche Vorkentnisse erwünscht, aber nicht unbedingt notwendig. Doch wird bei Bewerbern, welchen sie fehlen, vorausgesetzt, daß sie die Kenntnisse und Fertigkeiten, welche die Elementarschule ihren Schülern mitgibt, in lebendiger Uebung behalten haben und ein solches Maß von geistiger Begabung mitbringen, daß sie die Lücken der Allgemeinbildung im Laufe der Zeit ausfüllen können und insbesondere imstande sind, sich innerhalb eines Jahres die Elemente der griechischen Sprache anzueignen. Ueber die Einweisung in die einzelnen Stusen entscheidet der Direktor, je nach Umständen auf Grund einer besonderen Prüfung.— Das erste Halbjahr gilt als Probezeit.— Die untere Altersgrenze für die Aufnahme ist im Allgemeinen das vollendete 18. Lebensjahr. Der Pensionspreis beträgt für das Jahr 450 Mark und ist vierteljährlich im voraus an die Seminarkasse zu entrichten. Die Kosten für Kleidung, Leibwäsche und Bücher haben die Seminaristen selbst zu tragen. Wenn ein Seminarist im Laufe eines Vierteljahres austritt, oder wegen seines Verhaltens entlassen werden muß, findet eine Rückzahlung des gezahlten Pensionsgeldes nicht statt. Während der Oster= und der Sommerferien steht den Seminaristen ein Anspruch auf Verpflegung nicht zu. Diejenigen, welche ein vor dem Lehrerkollegium des Seminars unter Vorsitz eines Kommissars des Evang. Oberkirchenrats abzulegendes Schlußexamen bestanden haben, müssen sich einem 1—2 Jahre währenden, in Rio Grande do Sul — event. auch in anderen Staaten Südamreikas— abzuleistenden praktischen Ausbildungskursus unterziehen. Den dazu auszusendenden Seminaristen wird das Reisegeld und für die Dauer des Kursus ein angemessener Unterhaltungszuschuß gewährt werden. Die Bedingungen, unter denen darnach die feste Anstellung in einem vakanten Pfarramte in Rio Grande do Sul— eotl. auch in einem anderen Gebiete Südamerikas— durch Berusung oder Bestätigung des Evang. Ober=Kirchenrats erfolgt, unterliegen der Feststellung im einzelnen Falle. Die von den einzelnen Kirchengemeinden bereitgestellen Pfarrgehälter sind von verschiedener Höhe; doch werden vom Evang. Ober=Kirchenrat, soweit erforderlich, Zuschüsse bewilligt zur Erreichung eines für einen Familienhaushalt notwendigen Einkommens. Ferner wird Ruhestands= und Hinterbliebenenversorgung gewährt. Der Eintritt in das Seminar erfolgt in der Regel zu Ostern. Meldungen sind bis zum 15. Januar jedes Jahres an den Direktor des„Landeskirchlichen Diasporaseminars“, Herrn Lic. Hymmen in Soest, Paulistr. 15, einzusenden. Beizulegen sind 1. ein selbstverfaßter eingehender Lebenslauf, 2. vorhandene Zeugnisse über die Vorbildung, bisherige Beschäftigung u. dergl. in beglaubigter Abschrift, 3. das Gesundheitsattest eines beamteten Arztes, 4. ein versiegeltes Zeugnis eines Pfarrers, 5. eotl. ein Ausweis über die Militärverhältnisse, 6. bei Minderjährigen die Erklärung des Inhabers der elterlichen Gewalt(des Vaters bezw. der Mutter) oder des Vormundes, daß er mit dem Eintritt unter den vorstehenden Bedingungen einverstanden ist und sich zur regelmäßigen Zahlung des Pensionsgeldes verpflichtet. Die Entscheidung über die Bewerbungen trifft der Evang. Ober=Kirchenrat. Wer zahlt in Leipzig? Straßenbahnen sind heute längst keine berechtigte Eigenheit der Großstädte mehr, wir finden sieauch in zahlreichen mittleren und selbst in kleinen Städten. Und wo die Geleise fehlen, da rollen doch wieder häufig Automobile, Omnibusse und andere durch Kraft betriebene Gefährte, die von Gemeinden oder Privat=Unternehmungen beschafft worden sind. Deshalb hat die Frage, wer im Falle der „Leipziger Löwenjagd“ zur Schadloshaltung verpflichtet ist, ein allgemeines Interesse. In den stattgehabten Erörterungen ist vielfach die Behauptung ausgespkochen worden, daß die Straßenbahn werde zahlen müssen. Man kann dem aber doch nicht so ohne weiteres beipflichten, denn dann würden sich für die Betriebs=Verwaltungen oder Inhaber Verhältnisse ergeben, unter welchen das an Pünktlichkeit interessierte Publikum am meisten leiden müßte. Für Verspätungen, die z. B. die Versäumung eines Eisenbahnzuges zur Folge haben, haften Straßenbahnen und andere öffentliche Verkehrsmittel in der Regel nicht. Oft steht das auch ausdrücklich noch auf den ausgegebenen Fahrkarten verwerkt. Aber damit ist noch nicht gesagt, daß es irgendwem gestattet ist, der Straßenbahn Verkehrsschwierigkeiten zu bereiten, im Gegenteil. Es braucht durchaus kein Menageriewagen mit wilden Tieren zu sein, der den öffentlichen Verkehr hemmt, auch andere Dinge könen dieselbe Wirkung haben, und es kann bei einem Zusammenstoß zu Beschädigungen von Menschen und Sachen kommen, die ersetzt werden müssen. Daß ein Kutscher, noch dazu in der Nacht, sein Vehikel in der Nähe von Schienengeleisen oder gar auf den Schienen stehen läßt, ist jedenfalls ungehörig. Ob die Löwen tot zu schießen waren, geht jedenfalls eine Verkehrs=Verwaltung nichts an. Die Polizeibeamten werden selbstverstäidlich sagen, daß sie, die für Aufrechthaltung der Sicherheit zu sorDrumkt... Roman von H. v. Schmio=Riesemann. 57 ihn weil er Dich einmal lieb gehabtun. ih, weil er, Dich einmal lieb gez#d wer Dich liebt, kann Dich ja niemals vergessen. sogen„D6 aufeizs paar Tagenach Nevalreise. Zirnen der Ich habe dort einiges Wichtiges zu erledigen.“ Ein Schatten huschte über Vemugen, erigeriche schrecklich. Sie legte ihre Hand in berks Datf ich sie Dir tragen helsens Ichvermute, ob Remvor der Freiteppe in Truberg und pieffeg,#a bert einer Antwort, sonst wäre es vt. Beizen ge, noch zu einer Aussprache zwischeg, den Beiden kommen, die trotz ihrer großen Liede zueitalte die erlösenden Worte nicht finden konnten, geoenseitiges Verhältuis klar gestelt, Haud Heiden das seelische Gleichgewicht wiedergegeben Hum. Ja, Frau Gesina seierte Arinmp hezagten. bie Zur Hochzelt waren nur die Auerrg, 7a deu. 9 Verwandten und Kichsviels1a., barng, Mgar Bald nach der Tranung fuhr vas junge u. gt, und nachdem Frau von Eller, welcher die nung von ihrer Aeltesten sehr schwer fiel, einen Weinkrampf glücklich überwunden, machte man einen matten Versuch, zu tanzen, der jedoch, eine geeignete Tanzmusik fehlte, da Frau von Eller keinen zweiten Ball wünschte, bald scheiterte. Bis zum Souper war noch eine gute Weile; um die Zeit ein wenig auszufüllen, bat Frau von Eller ihre Nichte Dodo um ein paar Lieder. Anna Senden begleitete sehr gut und korrekt, und Dodo ließ sich von Lanzau, der sie heute verliebter denn je auschmachtete, zum Flügel geleiten. Sie stellte sich so, daß sie Rembert im Auge behielt und begann dann mit ihrer, im Saal viel voller, als auf dem Wasser klingenden, wirklich schönen Stimme, welche der geradezu hinreißende Vortrag noch übertraf: Geschrieben in den Sternen Ist unser Erdenbund— Durch Dich erst konnt' ich lernen, Der Liebe tiefsten Grund. Und willst Du's mir nicht sagen, Ich schau's in Deinem Blick— Mein Herze hör' ich schlagen Verauscht von all' dem Glück. Die Seligkeit zu nennen Ist arm ein jedes Wort; Kein Schicksal darf uns trennen— Die Liebe reißt uns fort. Dein Stolz gebietet Schweigen, Doch liebst Du mich allein, Du willst es nur nicht zeigen, Daß Deine Seele mein—! Und doch mußt Du Dich fügen, Die Stunde ist nicht fern— Nur Menschenlippen lügen, Doch niemals trügt ein Stern. Während Dodo sang, schien sie sich förmlich mit ihren Blicken an Rembert festzusangen. Er war jedoch so gefühllos, gar keine, Pottz oder sein Auge suchte seine Frau, neben welcher Man bestürmte Dodo von allen Seiten mit Bitten um weitere Vorträge, allein, sie schlugerstere mit kurzen, fast unfreundlichen Worten ab. Sie hatte ja doch nur für Rembert gesungen, und ihr Lied mit seiner schmeichelnden, Herz und Sinn betörenden Melodie hatte wider ihre Erwartung gar keinen Eindruck auf ihn gemacht. Darum eben sang sie heute Abend keinen Ton mehr. In diesem Augenblick war ihr die ganze Welt so grenzenlos gleichgültig, daß sie der Untergang derselben ganz kühl gelassen hätte, vorausgesetzt, daß sie und Rembert auf irgend einer, aus dem alten Chaos erstehenden neuen Welt nachblieben. Auf Gesina hatte der Gesang eine größere Wirkung gehabt— ihr war so weich, so dankbar zu Mute, ihr ganzes Wesen war wie aufgelöst in dem Gefühl, sich als Remberts Eigentum zu wissen. Die köstliche, milde Mondnacht lockte auf die Terrasse und in den Garten. In letzterem sollte ein Feuerwerk abgebrannt werden; die Vorbereitungen zu demselben verzögerten sich, und unterdessen schwärmte die Gesellschaft in Gruppen und paarweise durch die Gänge und Alleen. Gesina hatte Bennos Arm genommen, während ihr Mann von Dodo zurückgehalten worden war, allerdings gegen seinen Willen. Die schöne, kokette Dodo war ihm geradezu lästig. Die Mondnacht löste Bennos Zunge— errang heute mit einem großen Entschluß. Gesinas Nähe war seinem Herzen noch immer gefährlich, er mußte endlich ein Ende machen, mußte mit diesen Hoffnungen, die sich jahrelang immer wiederholt, abschließen. Er bengte sich zu Gesina, um deren Haupt das Mondlicht silberne Fäden spann, so daß es wie ein Heiligenschein auf dem blonden Haar flimmerte, hinab:„Sind Sie glücklich, Frau Gesina?“— er sprach ihren Namen ganz besonders weich und zärtlich aus—„es ist sicherlich taktlos von mir, solch eine Gewissensfrage zu stellen, aber ich will es einmal von Ihren Lippen hören, daß Sie glücklich sind.“ Sie blickte voll zu ihm auf. „Lieber Freund— ich bin unsagbar glücklich— es gab eine Zeit, in der ich dachte, das Leben könne mir nichts mehr bieten, ich müßte es opfern, um eines geliebten Menschen willen, es von mir werfen, wie etwas Ueberlästiges, etwas, das mir keinen Segen mehr bringen würde— ich war im Begriff, eine große Sünde zu begehen, da gab Gott mir ein Zeichen— er bewahrte mich, wie durch ein Wunder, vor einem sündhaften Tod— er scheikte mir körperliche Genesung. Und dann kam das Glück — kam Rembert— und nach manchen Irrwegen, die meine Seele gegangen, fange ich jetzt an, zu begreifen, wo das Glück wirklich zu finden. Nicht, wie ich geglaubt— nicht von den Sternen ist es zu holen, nein, in uns selbst liegt es, in unserer Liebe zu denen, die unser Herz besitzen. Nicht nur Liebe empfangen, nein, auch selbstlose Liebe geben, nenne ich Glück.— Das ist das Höchste, das Reinste auf Erden, und dazu bedarf es keiner besonderen Vorzüge, die das Schicksal spendet.— Um im wechselseitigen Geben und Nehmen glücklich zu sein— die Gelegenheit dazu bietet das tägliche Leben. Um aber zu dieser Einsicht zu gelangen, mußte ich mich schwer durchringen, und gewiß steht mir noch mancher seelischer Kampf bevor— aber ich werde immer siegen; denn mein Bund mit Rembert ist auch, daran glaube ich fest, in den Sternen besiegelt und— wie sang Dodo vorhin —„Niemals trügt ein Stern“! „Sie soll es nie erfahren, daß ich ihr die unschuldigen Sodapulver anstatt der totbringenden gab“, dachte Benno. Seine Augen ruhten mit zärtlichem, innigem Ausdruck auf der Frau, die er niemals ganz vergessen kann und wird. Dann zieht er die Hand, die auf seinem Arm ruht, an seine Lippen:„Gott segne Sie, Frau Gesina." 207,16 In diesem Augenblick begegnen Bruno und Lolo den Beiden und schließen sich ihnen an. 2 Seite 4. Schwerter Zeitung(Tmtliches Kreisblatt) Mittwoch, den 29. Otober 1918. Nr. 254. Der dchian, nicht muten ünuen, de ih Ainr Menschen oder Tiere angefallen hat. Dann könnte z. B. auch ein Kutscher, dessen Pferd von der Bestie verletzt ist, kommen und den Wert seines Zugtieres ersetzt verlangen, weil die Polizei untätig geblieben ist. Und die Löwen lebend zu fangen, das kann nicht lange Zeit Fachleute überlassen bleiben. Aber, wie schon oben gesagt, es brauchen gar keine Löwen zu sein, auch sonst kann mancher schwere Schade entstehen, den zu verhüten die Beamten auf den Straßenbahnlinien keine Macht hatten. Es kann ein Wagen mit Schlachtvieh zertrümmert werden, das dann Schausenster einrennt, wie es auch schon wiederholt passiert ist. Es ist überhaupt schon die Beobachtung gemacht worden, daß die Straßenbahnunfälle nicht alle wirkliche Unglücksfülle sind, sondern daß auch diese als Erwerbsquellen benützt werden. Von den Aerzten wird schon seit längerer Zeit mitgeteilt, daß viele Unfalls=Rentner gar kein besonderes Interesse daran haben, durch ein geignetes Verfahren ihre Invalidität zu vermindern, ihre Erwerbsfähigkeit zu heben. Sie nehmen dafür lieber eine höhere Rente. So haben sich auch gescheite Zeitgenossen auf Straßenbahnunfälle einstudiert und versuchen es da, weil sie von lebensgefährlichem Hals= und Beinbruch auch keine Freunde sind, mit Nervenchoks und Verletzungen, die nicht so genau kontrolliert werden könen. Es ist mitgeteilt worden, daß ein Dame für einen Nervenhok 12000 Mark pro Jahr herausgeschlagen hat. Das wird ja in die em Falle begründet sein, aber solche Nerven=Renten locken sehr, recht sehr! Auch bei öffentlichen Kraftwagen ist schon viel erzielt worden. —— Bunte Chronik. )( Rückgang der Soldatenmißhandlungen. Als dunkler Fleck am blanken Ehrenschilde unserer Armee und Marine ist stets das Vorkommen von Soldatenmißhandlungen empfunden worden. Vom Kaiser und den übrigen Kontingentsherren wurden die zuständigen Stellen seit langen Jahren mit aller Entschiedenheit angewiesen, auf die Tilgung dieses Makels hinzuwirken. Sie haben die Genugtuung, daß ihre redlichen Bemühungen von wachsendem Erfolge begleitet werden. Auch im jüngsten Berichtsjahr ist wieder die Zahl der Bestrafungen wegen Mißhandlungen Untergebener zurückgegangen und zwar von 337 auf 285. Nun ist es zwar ganz richtig, daß nicht jeder Puff zur Anzeige und disziplinarischen Ahndung gelangt; die ernsteren Fälle und dauernden Uebergriffe bleiben jedoch nicht unentdeckt. Und deshalb ist der Zahlenrückgang wegen Mißhandlung Bestrafter eine hocherfreuliche Tatsache. Das Vorbild der Vorgesetzten und die eindringlichen Hinweise auf die schweren wirtschaftlichen Schädigungen, die jede Bestrafung wegen Mißhandlung für den Betroffenen zur Folge hat, werden auch weiterhin ihre Wirkung tun und dahin führen, daß Mißhandlungen aus der deutschen Armee und Marine einmal vollständig verschwinden. 1 Auch die Breslauer Ausstellung hat ein Desizit! Die Breslauer Jahrhundertausstellung, die nunmehr ihre Pforten geschlossen hat, hat aller Voraussicht nach ein Defizit von etwa 100 000 Mark zu verzeichnen. Und das trotz einer Besucherzahl von 4 625 000! Der verregnete Sommer trägt viel Schuld daran, daß der Besuch nicht die Höhe erreichte, die erforderlich war, um ein Desizit zu vermeiden. ( Unwetter. Während im größten Teil Deutschlands die letzten Tage durch sommerlich warmes Wetter ausgezeichnet waren, hat in Belgien ein schwerer Sturm, in den Hochpyrenäen ein Wolkenbruch großen Schaden angerichtet. Umfangreiche Ueberschwemmungen wurden in Lourdes angerichtet. Viel Vieh ist ertrunken. Soncbend t. Noir:; Conderonstelung der daz. mannsschule. Sonntag, 2. Novbr., nachmittags 3 Uhr:„MajolikaLustspiel in 3 Aufzügen von Stein und Heller Abends 8 Uhr:„Filmzauber“. Stadttheater Hagen. Donnerstag, 30. Okt., abends 7½ Uhr:„Götz von Berlichingen“, Schauspiel in 5 Aufzügen von W. v. Goethe. Freitag, 31. Okt., abends 8 Uhr:„Die spanische Fliege“, Schwank in 3 Akten v. Arnold und Bach. Dortmunder Stadttheater. Mittwoch, 29. Okt., abends 8 Uhr:„Festspruch. versaßt von W. Uhlmann=Bixterheide. Hieraus: „Kolberg“, historisches Schauspiel in 5 Akten von Paul Heyse. Donnerstag, 30. Okt., abends 7 Uhr:„Der fliegende Holländer“, romantische Oper in 3 Aufzügen von Richard Wagner. Freitag, 31. Okt, abends 7 Uhr:„Der Hochtourist“. Schwank in 3 Akten von Kurt Kraatz und Mar Neal. Sonnabend, 1. Novbr. abends 7 Uhr:„Die Hugenot, ten“, große Oper in 5 Akten von G. Meyerbeer. Sonntag, 2. Novbr., nachmittags 3½ Uhr: Meeres und der Liebe Wellen“, Trauerspiel in 5 Akten von Franz Grillparzer. Abends 7 Uhr:„Don Juan“, große Oper in 2 Aufzügen von W. A. Mozart. Verantwortlich füir die Redakton Friede. Kau Druck u. Verlag von Carl Braus, beide in Schwei## Ortsrrankekrasst für den autsvezirt Westhosen. Bei der Wahl der Vertreer im Ausschuß der Allgem. Ortskrankenkasse für den Amtsbezirk Westhofen am 22. Oktober d. Is. sind gewählt worden: A. Als Vertreter der Arbeitgeber: FIETET * o e t i t e S a e Die gesteigerten Ansprüche an die 24 Reinigung der Bettfüllungen haben mich □ veranlasst 5659 Bettfedern und Daunen nach einem neuen vollkommeneren Verfahren reinigen zu lassen. Alle Qualitäten, auch die billigsten sind jetzt ohne jeden Geruch und durchweg staubfrei. Ich empfehle: Bettfedern zu 1,25, 1,75, 2,25 b. 3,00 Mk. Halbdaunen zu 3,00 bis 4.50 Mk. Daunen zu 4,00 bis 6,50 Mk. Schwerte Ostenstrasse 20. 1. Friedrich Kogelheide 2. Hermaon Schieimeyer 3. Friedrich Fritzenkötter 4. Heinrich Dickehage. 5. Ullrich Hackmann 6. Max Lohmann Ersatzmänner: 1. Gustav Rincker 2. Wilhelm Marten. 3. Walter Jäger 4. August Braß 5. Heinrich Brenzel 6. Fritz Hoffmann 7. Wilhelm Hoffmann 8. Carl Hövelmann 9. Heinrich Kersebohm 10. August Michel 11. Heinrich Michel 12. August Neveling R che BettfedernDämpf- u. Reinigungs# anstalt mit elektrischem Betrieb Alle Arten B. Als Vertreter der Versicherten: 1. Albert Friederich 2. Anton Leißner 3. Josef Pick 4. H inrich Freitag 5. Gustav Weber 6. Albrecht Besch 7. Heinrich Wiemhoff 8. August Weber 9. Otto Kühn 10. Carl Bauer 11. Ernst Liesenhoff 12. Carl Klostermann OTTO MARX: 6. Wilh. Westerhoff 7. Wilh. Müller 8. Friedrich Westerhoff 9. Carl Meininghaus 10. Fritz Landskröner 11. Heinrich Goos 12. Friedrich Hunneck 13. Wilh. Kohlhauer 14. Fritz Braken 15. Heinrich Pöhler 13. Emil Schulte 17. Heinrich Colombet 18. Otto Lueg 19. Wilh. Kierspel 20. Josef Kersting 21. Gustav Stolte 22. Heinrich Schlürmann 23. Andreas Münch 24. Albert Schulte. Makulaturpapier empfiehlt billigst Carl Braus, Schwerte(Ruhr) Ersatzmänner: 1. Carl Brenne 2. Ernst Seifert 3. Josef Eickmann 4. Wilh. Kohlmeter 5. Adolf Batze Die Gültigkeit der Wahl kann innerhalb eines Monats nach der BekanntImachung des Wahlergebnisses angefochten werden. Anfechtungen sind bei uns oder * bei dem Virsicherungeamt anzubringen; das Versicherungsamt entscheidet über die Antechtungen. Westhofen, den 28. Oktober 1913. 7138 Der Vorstand. Döttlödern und Bauuen. werden nach dem neuesten Verfahren tadellos gereinigt. Alte Bettfedern werden wie neu. Die Reinigung findet täglich statt. Die Bettfedern werden franko abgeholt eventuell sofort im Beisein der werten Kundschaft gereinigt und am gleichen Tage wieder zugestellt. Wir empfehlen unser grosses Lager in Bettfedern und Daunen sowie Bettbarchend garantiert federdicht.. 625 Ruhr& Co., Schwerte Markt 1. Fernsprecher 220. Käisersweriker Ehristlicher Voltstalender 19/4 (Preis 50 Pfg.) vorrätig in der Große Marktstr. 3— —5. Hur Tonworter MrmO.s Jugend- und Volksschritten einwandfreie hektüre für Jung und Alt 5, 10, 15, 20, 25, 30 PPfg. per Band. Ganz bedeutend herabgesetzte Preise. " SarfBraue Schwerte(Ruhr), Grosse Marktstrasse 3—5. F —) —.— dante geioennet, dunh er sch Pgleigz utenichen. melden können, um site burch'.Sie fand es begreifsich, Post, bie er v ,ur Hiese Liebe hatte ihr diese endlose hatte in ihrem armen Leben Jene Minute, für welche sie nun fünf Jahre lang gelitten hatte! Schluß folgt.) Die körperlichen Merkmale der Mörder. Neue und überraschende Einzelheiten über körperliche Merkmale bei Mördern werden durch eine Abhandlung aufgedeckt, die die beiden französischen Gelehrten A. Marie und er Aulifse der Pariser Akademie der Wissenschaften v####elegt haben. Das Hauptresultat ihrer umfangreichen statistischen Untersuchungen ergibt die Tatsache, daß die französischen Mörder und Selbstmörder in der Mehrzahl groß sind und zu dem„muskulösen Typus“ gehören, d. h. einen Körpertypus darstellen, dessen charakteristische Merkmale lange und kräftige Gliedmaßen, eine mäßig entwickelte Brust und ein viereckiges oder rechteckiges Gesicht darstellen. Außerdem konnte bei der Mehrzahl der Untersuchten festgestellt werden, daß Gliedmaßen und Kopf im Verhältnis zum Körperwuchs groß sind. Von 200 untersuchten Mördern waren 105 groß, d. h. sie überschritten das Maß von 1,675 m; 49 warei mittelgroß und nur 46 klein. Bisher hatte man als ein Körpermerkmal der Mörder ihre„Breitschultrigkeit" angenommen, d. h. eine übernormale Größe des Durchmessers von einer Schulter zur anderen. Die Gelehrten konnten diese Erscheinung nur bei 87 von 200 Individuen konstatieren, bei 61 war der Durchmesser normal und bei 52 klein. Dies Merkmal, das bisher nicht erklärt werden konnte, wird von Marie und Mac Auliffe auf den allgemeinen muskulösen und massiven Körperbau der Mörder zurückgeführt. Die oberen Gliedmaßen sind bei den Mördern weniger entwickelt, als man bisher angenommen hatte, und alles, was von Anthropologen und Dichtern über die charakteristischen Formen der Mörderhand gesagt worden ist, wird durch die neuesten Statistiken in das Reich der Fabel verwiesen. Der moderne Mörder hat eine durchaus durchschnittliche und in nichts charakteristische Hand. Weder der Mittel= noch der Ringfinger weisen die geringste Eigenart auf. Das beweisen die folgenden Messungen: der Mittelfinger wurde als groß festgestellt in 76 Fällen, als mittelgroß in 46 und als klein in 78 Fällen, der Ringfinger als groß bei 67 Mördern, als mittelgroß bei 65 und als klein bei 78. Die unteren Gliedmaßen sind in der Mehrzahl der Fälle im Verhältnis zum Körperwuchs groß. Der Kopf war bei den untersuchten 200 Mördern in 86 Fällen sehr lang und 83 Fällen sehr breit. Eine Transplantation des Ellbogens. Inider gan Pischen Wodente iur Mredh)y(Trister Veriche über zuei der bekannte Pariser Chirurg Dr Setunoene Pperahonegz, hanhelt sich um eine bse den epe oen und zwar um einen einschreibdenden um einen 23jährigen ene due geit ergrisen und Das Ellbogengelenk war von Gelentsteifigkeit ergriffe ebprohnen, de de zelse eingesehzten sfenden Krochen vorunge, besoen, bop nach hreizehnmonatiger Vehandlung vreshch eung heihe hno zugande, seinen Aren zu gebrauchen. „Falt bezsecht sich auf einen 21jähr der Wveste Vo,„ubertalose zerstört worden wor. desen Eibogen burch.—. der Chtrurg die Knorpel kann ebenfalls seinen Arm wieder gebrauchen. Rebus. (Auflösung folgt in nächster Nummer.] Bumur. Ein sehr eifriger Geschäftsmann muß dersenige gewesen sein, der eines Toges rigeschgezster, Vergeeae einen Zettel an die Tür hängte mit der Insu###„Verhei mich, bin in einer Viertelstunde wieder da.“ 45. Jahrgang O Grites und dltelles Cagesorgan des Kreiles. 0 Unterhaltungs=Beilage zu Nr. 254. Mittwoch, 29. Oktober 1918. Magenae Uerter! ind Sie toll geworden?“ fragte Lohma zurück.„Eine solche Maßregel würde auch den Glückausschacht in ernste Gefahr bringen. Doch dürfen Sie ganz beruhigt sein. Der Vermißte ist lange verbrannt bis auf den letzten Rest, und niemals wird ein Mensch nach Bewältigung des Brandes die Stelle bezeichnen können, an der er vom Tode ereilt wurde. Es gas bedauerlich, aber wir können nun einmal nichls daran ändern. Es tut mir leid um Sie, daß ich in meinem Berichte an den Aufsichtsrat die Unterlassung Ihrerseite nicht verschweigen kann. Vorläufig erteile ich Ihnen hiermit einen halbjährigen Urlaub Ihrer Gesundheit.“ Ohne den völlig verdutzten Obersteiger weiter eines Blickes zu wurdigen, ging der Direktor schnellen Schrittes aus dem Zimmer, die Tur hinter sich krachend ins Schloß werfend. Dann erteilte er dem hinzueilenden Warter den Befehl, den Herrn Obersteiger allein und niemand zu ihm zu lassen, er wolle schlafen, auch scheine er sehr Der Wärter verneigte sich und begab sich hinter dem Direktor in sein Zimmer, dem Davongehenden einen bösen Blick zuwerfend, denn das, was er soeben an der Tür erlauschte, hatte das Blut des Mannes in Kaum aber hatte sich der Wärter davon überzeugt, daß der Direktor das Gebäude verlassen, als er zu dem Obersteiger eilte. Er fand ihn im Fieber liegend. Kein Wunder, sagte sich der Wärter. Das hat der Zirektor auf dem Gewissen. *** Eine unerwartete Genugtuung. Kommerzienrat Stegmaier befand sich in höchster Aufregung. Nochmals las er das Telegramm, das iym die Kunde von dem Brandunglück auf dem Morgensternschachte brachte. Das sah ja sehr bös aus, was die Direktion ihm da mitteille. Danach war die Produktion dieses Schachtes auf lange Zeit ausgeschaltet. Die natürliche Folge mußte nun auch ein Fallen der Aktienkurse an der Börse sein. Lange sann der Kommerzienrat nach, wie dem zu begegnen sei, aber es wollte ihm kein probates Mittel einfallen. Doch bei dem Sinnieren fielen ihm auch die wiederholten Bedenken ein, die Obersteiger Schwarz gegen das jetzt auf den Gruben betriebene Abbausystem in schriftlichen Eingaben gerichtgz hatte. Es war in der Tat gekommen, was Schwarz#####chtete. brennenden Schachtes kosteten der Gesellschaft unendlich höhere Summen und mußten sogar auf die Börse un günstig einwirken, um so mehr, wenn die Untersuchung jeststellte, daß die Direktion die indirekte Schuld an dem Unglücke trug durch ihre verkehrte Sparsamkeit. Es war auch für ihn eine ärgerliche Lage, wenn die Oeffentlichkeit und dadurch auch die Aktionäre davon erfuhren. Seine Stellung als Aufsichtsratsvorsitzender war dann erschiütert, denn auch rächte ee zich jetzt, daß heitige Angriffe richten. Bitter rachte er##r# daß er Lohmann in allen Stücken unbegrenztes Vertrauen entgegenbracht und alle seine Maßnahmen mit seinem Namen gedeckt hatte, da er an seinen Stern unbeuingt glaubte und dann auch, weil er die hohen Tantiemen, die Lohmann, beraugwirzroße Spgarsamteit im Bariebe Und nun drohte die auzu große Sparsamteil im Betriebe der Gruben ihm den gut dotierten Posten als Aufsichtsratsvorsitzender zu kosten. Wi44 Dem mußte beizeiten vorgebeugt werven. Nicht lange besann sich der energische Mann, dann fand er einen Ausweg aus diesem Dilemma. Zunächst berief er den Aufsichtsrat telegraphisch zu einer Sitzung nach Horst für den nächsten Tag ein, um eventueu den Direktor Lohmann als Sundenbock springen zu lassen. Wenn dann die Aktionäre erfuhren, wie energisch der Aussichtsrat eingegriffen, dann konnte ihn niemals ein Vorwurf treffen, zumal wenn er erklärte, daß er durch Lohmann selbst getäuscht worden sei. Das war glücklichste Ausweg aus dieser unerquicklichen Lage. Ganz überraschend traf am Unglückstage abends Kommerzienrat Stegmaier im Verwaltungsgebäude in Horst ein. Es war bereits Bureauschluß, aber heute waren die beiden ältesten Prokuristen noch anwesend, während Lohmann auf dem Morgensternschachte weilte. Aber nicht nach dem Direktor erkundigte sich Stegmeier, sondern nach dem Obersteiger Schwarz. diesem wollte er zunächst die Lage in aller Ruhe besprechen, um einen völligen Einblick in die Verhältnisse zu gewinnen. Erst wenn er den erhalten, konnte er den Direktor anhören und diesem zeigen, daß er von “ Was ihm von den beiden Prokuristen über das heldenmütige Eindringen des Schwarz in den bre den Schacht erzählt wurde, nötigte ihm Hochachtung vor dem Manne ab, der sein Leben mutig aufs Spiel 6 0 2 20 D S 8 setzte, um das eines Arbeiters zu retten. Das konnte er gebrauchen, hier konnte er Lohmann zuerst packen. Niemals durfte er den Obersteiger jetzt, im Angesicht der Gefahr für den Schacht, beurlauben und sich selbst die Leitung der Löschaktion anmaßen. Das Recht besaß er nicht, da er wohl der erste Beamte des Werkes, nicht aber dessen technischer Leiter war. Der Direktor machte es ihm, Stegmaier, ja sehr leicht, ihn fallen zu lassen. Leider war Schwarz anscheinend erkrankt, aber das machte nichts aus. Er würde wohl so weit zu sich gekommen sein, daß er einen kurzen Bericht geben konnte. Und dann wollte Stegmaier die Beurlaubung dieses Beamten, über den Kopf des Direktors hinweg, sofort aufheben. Nachdem er von den Prokuristen alles augenblicklich Wissenswerte erfahren, gab er Auftrag, ihm ein Fuhrwerk zu besorgen und eines der Fremdenzimmer im Verwaltungsgebäude instandzusetzen, da er nach dem Morgensternschachte hinausfahren wolle. Nach seiner Zurückkunft vom Schachte werde er hier übemnachten. Gleichzeitig bat er, von seiner Anwesenheit niemand, auch dem Herrn Direktor nicht, ein Wort zu verraten. Bedeutungsvoll sahen sich die beiden Prokuristen an, als Stegmaier sie verlassen. Das sah ja is, als ob Lohmann vollkommen in Ungnade gesa##en sei. Ihnen war das nur recht, denn seiner Schroffheit wegen erfreute sich Lohmann auch bei den kaufmännischen Beamten keiner großen Beliebtheit. In seinen Mantel gehüllt, fuhr Stegmaier bald darauf im leichten Jagdwagen in den Sommerabend hinein, dem Morgensternschachte zu. Dunkle Wolken zogen am Himmel dahin, so daß kaum der Weg erkannt werden konnte. Stegmaier war das nur recht, war er doch dadurch sicher, daß seine Ankunft ganz überraschend erfolgen wurde..... Jannt. Bicht mohr farm(ei. Der Unglucksschacht ronnte nicht meyr fern sein, als in rascher Gangart ein Fuhrwerk vorbeiraste, beinahe wäre es zu einem Zusammenstoße gekommen, da das Gefährt nicht beleuchtet war, und nur durch die Aufmerksamkeit seines Kutschers entging der Kommerzienrat, der sich im Wagen aufgerichtet und sprungbereit gemacht hatte, dieser Gefahr. „Der Wagen des Herrn Direktors,“ erklärte der Kutscher, der wußte, wen er fuhr, schadenfroh, denn er hatte die Aufregung seines Fahrgastes wohl bemerkt. „Der Herr Direktor läßt immer drauf losfahren, was die Pferde laufen können,“ setzte er hinzu. „So, so,“ brummte Stegmaier aufgebracht,„werde mir auch das merken, Herr Direktor. Das Werk kauft die Pferde doch nicht, daß sie der Herr Direktor zuschanden fährt.“ Seine mit Unmutsfalten bedeckte Stirn glättete sich aber alsbald, denn im Grunde seines Herzens war er froh, daß er den Direktor nicht mehr auf dem Schachte antraf. So konnte er einen vollen Einblick in die Verhältnisse gewinnen. Jetzt, dessen war er sicher, würde er die volle Wahrheit erfahren, die ihm die Beamten im Beisein des Direktors wohl kaum enthüllt hätten. Ueberraschend wie in Horst erfolgte auch die Ankunft des Aufsichtsratsvorsitzenden auf dem Schachte, nur daß Stegmaier hier alles beleuchtet und Beamte und Arbeiter in fieberhafter Tätigkeit antraf. Der Verwalter traute seinen Augen kaum, als dem Fuhrwerk der Kommerzienrat entstieg. Er verwünschte die Abfahrt des Direktors, da ihm nun die undankbare Aufgabe zufallen würde, dem späten Ankömmling Bericht zu erstatten. Und wer macht sich gern zum Ueberbringer einer Schreckensbotschaft. Nichtsdestoweniger empfing er Stegmaier auf das devoteste. Die Befürchtung des Verwalters, daß er Bericht erstatten solle, war indes unbegründet, denn nachdem sich Stegmaier nach dem augenblicklichen Stande der Arbeiten unter Tage erkundigt, ließ er sich den die Arbeiten leitenden Steiger rufen und fragte, als der Verwalter durch das Telephon einen entsprechenden Auftrag gegeben, nach dem Befinden des Obersteigers und dem der übrigen Erkrankten. Sie befanden sich sämtlich außer Lebensgefahr. „Und über das Schicksal Röders weiß man wohl noch immer nichts?“ fragte Stegmaier, forschend den Verwalter anblickend. „Es muß leider mit der Tatsache gerechnet werden, daß Röder bei Ausbruch der Explosion seinen Tod fand, unter den Lebenden weilt er jetzt kaum noch. Das dürfte ja auch durch das Suchen des Herrn Schwarz erwiesen sein," antwortete ernsten Tones der Verwalter. uunfang Etgz. In diesem Augenblicke betrat der gerufene Steiger den Raum und verneigte sich vor Stegmaier.„Guten Abend, Herr Rat!“, Ei. nan dam Brand=9: „Guten Abend! Was halten Sie von dem Brande?“ wandte sich der Kommerzienrat an den Steiger.„Wird es gelingen, ihn einzudämmen?“.. Praud greitt „Nein,“ entgegnete der Steiger,„oer Brand greift weiter um sich, so daß wir uns entschließen mußten, den Schacht unter Wasser zu setzen.“ „Wie ist denn die Explosion entstanden?" forschte Steymaier weiter. „Das wird wohl niemand angeben können,“ erwiderte der Steiger. „Ich bin erstaunt, daß der Brand so furchtbar schnell sich ausdehnen konnte. Wie war das möglich?“ ergänzte der Kommerzienrat seine vorige Frage. Der Steiger blickte darauf zu dem Verwalter hinüber, der in es zu Boden sah. Nach einigem Zögern antwortete der Gefragte:„In der Hauptsache dürfte die zu große Trockenheit eines großen Teiles des Schachtes und die nur mangelhafte Luftzuführung die Schuld daran tragen. Dadurch konnten sich Grubengase in größerer Menge festsetzen, die dann das Unglück herbeiführten.“ „Und ließ sich das nicht ändern?" Durchdringend blickte der Kommerzienrat den Steiger an, dem unter diesem Blicke nicht ganz wohl war, denn lieber wäre er einer Antwort aus dem Wege gegangen. Doch, so unangenehm ihm auch die Situation war, Farbe bekennen mußte er, einen anderen Ausweg gab es nicht. „Mit den vorhandenen Einrichtungen war das unmöglich. Da eine durchgreifende Aenderung große Summen verschlungen haben würde, mußten wir uns eben mit dem Vorhandenen einrichten, so gut es ging. Gefährlich war die Lage indes ja ständig, aber Abhilfe konnten wir nicht schaffen,“ entgegnete er. „Wußte die Direktion denn nichts von der Gefahr, die dadurch dem Schachte ständig drohte?“ „Herr Obersteiger Schwarz hat genügend schriftliche Eingaben abgefaßt und auch mündliche Vorstellungen erhoben,“ erwiderte der Steiger bitter,„aber stets hat er den Bescheid erhalten, daß die Sicherheitsanlagen genügten. Es sei kein Geld für unnütze Spielereien vorhanden, und nun haben wir die Bescherung! „Wie verhält es sich denn mit den übrigen Schächten“,.u., hesfar aher Lunz ungefährlich sind „Die sinv etwas besser, über gang ungefahrlich sind die Verhältnisse auch dort nicht, da die Sicherheitseinrichtungen leider überall veraltet sind.“ „Warum wird das denn nicht geändert?" „Weil kein Geld dafür vorhanden ist.“ „Wer sagt das?“ „Herr Direktor Lohmann.“ „Das muß anders werden. Ich begreife Herrn Lohmann nicht!“ Zornig stampfte Stegmaier mit dem Fuße auf, denn daß die von Schwarz verlangten Einrichtungen so dringend erforderlich waren, hätte er niemals vermutet. (Fortsetzung folgt.) ucuuge sbigymupch W„u M 8 8.9 bic B Sa S5##. 5g SS 9S Giin ###.So8e. SSa • Anenis aS 60. S m SSSSkg e90g. 5 S#SsE SEEE— 985.55 S S• 85. „ • 8% S 8853553 S##5ar 1 SSSPLES 353 S 5 8 95 T *—* S SFEE SEaT E G SSSS * GEE SU GHEEE S S 8 S G SSESE SET 05 Falsche Wortbilder. Selbst die gewissenhaftesten Redner machen sich zuweilen falscher Wortbilder schuldig. So sprach einmal ein bekannter Staatsmann von„einem leeren Theater voll unsympäthischer Zuhörer,“ und ein anderer bemerkte„wenn wir auch noch nicht aus dem Wald sind, so haben wir doch ein gutes Schiff.“ Eine schöne Stilblüte leistete sich kürzlich ein Staatsminister eines Nachbarlandes, indem er erklärte„Wiedervergeltung ist ein dorniger Gegenstand, den man zart anfassen muß, damit er einem nicht auf die Füße tritt.“ Ein Abgeordneter versicherte einst seinen Zuhörern im Landtag: „Unter den vielen unharmonischen Klängen, die in diesem Hause über militärische Verhältnisse gehört werden, muß das jetzige Thema als Oase angesehen werden.“ Ein Kollege des vorhergehenden Redners leistete sich folgendes:„Wir haben erfahren, daß durch solche Gesetzgebung das Herz des Vaterlandes bis in seine Grundfesten erschüttert worden ist.“ Das Wunderbarste in dieser Hinsicht leistete sich entschieden ein Anwalt, der sich zu folgender Rede aufschwang: „Meine Herren, an Ihnen wird es sein, darüber zu urteilen, ob der Fuß des Angeklagten es wagen darf, ohne Erröten diesen Saal zu betreten, und mit dem Deckmantel der Scheinheiligkeit im Munde ungestraft drei Stiere aus der Tasche meines Klienten zu ziehen.“ Der letzte Tag. Von A. Hottner=Grefe. (Nachdruck verboten.) Beim ersten Aufglänzen des Morgenrots hatte Helene Becker sich von ihrem Lager erhoben, einen abschiednehmenden Blick auf das schmale Eisenbett geworfen, ihr volles, schwarzes Haar in Ordnung gebracht und dann ihre Toilette beendet. Ihre Toilette? Sie lächelte, ein stilles, versonnenes Lächeln, als ihr Blick auf den Rock und die Bluse aus grobem, häßlichem Stoff fiel, welche sie nun seit mehr als fünf Jahren getragen hatte. Immer andere Einzelstücke, selbstverständlich. Aber doch alles gleich. Ewig gleich. Wie eben Sträflingskleider sind..... Aber Helene Becker war von heute an kein Sträfling mehr. Sie hatte gemeint, noch zwei lange Jahre in der Anstalt bleiben zu müssen, doch die Gnade des greisen Monarchen, dem man ihre eigenartig tragische Geschichte erzählt hatte, schenkte ihr den Rest. Und heute wurde sie frei. Frei! Sie sah mit einem sonderbar brennenden, haßerfüllten Blick auf, dieses schmachvolle Gewand, das sie nur noch einmal anlegte, um dann unten in der Kanzlei ihre eigenen Sachen ausgefolgt zu erhalten. Die Sachen, in denen sie einst hieherkam. Sie erinnerte sich noch ganz genau daran: das schwarze Kleid hatte sie damals an und die seidengefütterte Jacke. Ja— und den kleinen, unscheinbaren Hut hatte sie auf...... Merkwürdig, daß sie an alles dies in dieser Stunde denten konnte. Freilich: dieses Denken war, als wenn flüchtige Vögel durch ihr Gehirn flatterten. Gleich waren andere da, welche die ersteren verscheuchten. Dann wieder andere. Dazwischen drängten sich die Geräusche von draußen: Jetzt ging die Beschließerin über den Gang. Dann hörte sie Stimmengemurmel und erkannte das dunkle, milde Organ des Anstaltsgeistlichen, der wahrscheinlich ging, eine Schwerkranke drüben im Lazarett zu besuchen. Ganz leise klang ein Glöckchen. Aha! Sie trugen ihm das Allerheiligste voran. Also: da glühte wahrscheinlich auch für eine andere der letzte Tag zwischen diesen Mauern herauf, und dieses Morgenrot brachte noch einer Gefährtin die Freiheit. Helene Becker horchte noch einmal auf das Glöckchen, aber ihre Gedanken flogen schon wieder woanders hin. Ja, und nun waren sie dort, wo sie alle eigentlich immer hingehörten: bei dem Manne, für den sie gesündigt, gelitten, gebüßt. Bei Otto Dietrich. Aber auch jetzt ließen sie sich nicht festhalten, sondern kreisten um einzelne Begriffe.„Gesündigt?“ fragte die Frau laut vor sich hin. Nein. Sie hatte ja gar nicht gesündigt! Nicht einmal in ihren Gedanken. Denn daß sie ihn geliebt hatte, diesen scheuen, geistvollen Mann, sie, die als halbes Kind an einen schwachsinnigen, zänkischen Greis verheiratet worden war, nur um ihre Familie aus Armut und Not zu befreien—, ja, konnte das eine„Sünde“. sein? Otto Dietrich war ihr Gutsnachbar; sie sahen sich fast täglich. Und sie hätte nicht so ganz Weib sein müssen, wie sie es in Wirklichkeit war, wenn sie nicht die heiße Sprache seiner Augen, sein beredtes Mienenspiel verstanden hätte. Aber er schwieg ebenso wie sie. Nach außen hin blieb alles beim alten. Sie pflegte ihren Mann, ertrug seine Launen, erduldete seine Schmähungen und litt still seine Roheiten. Und Otto Dietrich saß geduldig neben seinem Sessel, spielte unermüdlich mit ihm Schach oder las ihm vor aus endlosen geschäftlichen Mitteilungen. Aber heimliche, feine Fäden spannen sich an, machten ihn und sie zu stillen Verbündeten— Und dann— Helene Becker seufzte tief auf. Fast war's ein Stöhnen. So greifbar deutlich durchlebte sie wieder die Stunde des Verhängnisses. Ihr Mann hatte in einem wilden Wutanfall, wie er sie häufig hatte, etwas nach ihr geworfen. Einen schweren Gegenstand. Otto Dietrich war eben hereingekommen, als ihr Gatte hinausging. Er übersah die Situation, sah die Schramme an ihrer Stirn, begriff wohl zum ersten Male ihr ganzes Unglück.... Ja, und dann brauste plötzlich ein Strom von Worten über sie dahin, ein ungeheurer Strom von Leidenschaft. Willenlos lag sie sekundenlang an seiner Brust. Da krachte ein Schuß, flog eine Kugel knapp an Dietrichs Kopf vorüber. In der offenen Tür stand Becker, und schon hielt er die Waffe wieder hoch. Was in den nächsten Minuten geschah, sie hätte es nie zu sagen vermocht. Sie hatte sich losgerissen, war auf den alten Mann zugesprungen. Ein kurzes Ringen. Sie hielt die Pistole fest umklammert. Und dann wieder ein Knall— Becker taumelte, fiel schwer zurück. Die Pistole blieb in ihrer Hand. Im selben Augenolic war ihr die ganze Situation klar. Mit verzweifelter Gewalt drängte sie Dietrich aus der Tür nach dem Garten zu. Niemand konnte ihn gesehen haben.„Sie müssen fort!“ hatte sie ihm zugeflüstert.—„Um jeden Preis! Es gilt meine Ehre, Ihren Namen! Und schweigen Sie! Schweigen Sie!“ Als sie dann, halb sinnlos, sich über den Bewußtlosen im Zimmer beugte, hielt sie noch immer die Waffe in der Hand. Sie umklammerte sie auch noch, als endlich Leute kamen, ein Arzt, Gerichtspersonen. Noch einmal kam Becker zur Besinnung. Nur für Sekunden. Da wies er auf sie.„Gewesen ist sie's.“ Nein! Sie war es doch nicht! Er hatte ja geschossen, und als sie sich auf ihn warf, um ihm die Waffe zu entwinden, entlud diese sich. So war es und nicht anders! Aber wer glaubte ihr das? Die Richter nahmen allerdings als Milderungsgrund Notwehr an. Aber da sie behauptete, ganz allein gewesen zu sein, da sie keinen Zeugen hatte, war man bloß auf ihre Aussage angewiesen. Und die schien, aus allerlei Gründen, nicht sehr glaubhaft. Helene Becker atmete auf. Das lag ja nun schon Geite Schwerter Zeitung(Amtliches Kreisblatt.) Mittwoch, den 29. Oktober 1913. Nr. 254. 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Alles das verkannte m das Zentrum nahm am letzte eine friedlichere Haltung zu daß die Regierung mit ein technen konnte, denn die Parteien stimmten zu. In saßen aber keineswegs die ftage, diese waren vielmehr wo verschiedene Aristokrater prinzip nicht abgehen wollte erklärten, daß es zwei Köni daß der eine verzichtet hab chloß man sich auch in dies Gewalt der Tatsachen, Ve Kulissen wurden eifrig gez sich dann die Aussicht, daß Zustimmung geben würde. schehen, und wenn auch die Sitzung stattgefunden hat, sicert, daß nur wenige Sti schten der Regierung erkli ein eingehender Ministerr Rodalitäten zu einigen, i lage dem Parlamente vo nach Schluß erschienen die Fraktionen, um dem Mit sultat der eigenen Beratu zünstig lautete, wird die betreffend die Verfassung zen, und es steht zu erwa Woche in der Volksver gelangt, dann steht der A durch den Prinzregenten aller Voraussicht nach u verstreichen, bis Bayerne Politische O. Kümper. 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