95 Si eü er e chee Oohr. Wöchentl. Gratis weilage:„Iüustrierter Samilienfreund" u. 1ögl. Unterbaltungsblott. Angeigenpreis: Die bedengespaltene Petttzeile ober deren Roum 10 Pig. Anzeigen von auswürts 15 Pig., Reklamezelle 40 Pig. Jeder Rabatt gilt eis Rasfarnbal u. erlischt bei NeuAnssen, Iwangsbergleichen, gerichtl. Gingen a. Amtliches Kreisblatt Welthofener Zeitung Langscheder Zeitung Sorrten Telbolten Verbunden mit: für den Kreis börde Holzwickeder Zeitung Aplerbecker Zeitung Schwerter Volkszeitung Riechssttund emst. s Schwerter Tageblatt O Schwerter Anzeiger Geltes und 3lteltes Cagesorgan des Krelles c General-Anzeiger für den Kreis Görde& Haupt-Annoncenblatt unn dute und ichnlenlegnlien nungen für den Kreis Hörde erlonerBedanntmachung der Römiglichen durch Verösentlichung in der Schwrran Zeitung" rechtsverdindliche Kraft.— Dio „Schwerter Jeitung“ gewährl ihren Abonner ten für jeden mit Tod endenden Unsol gebugungen: 300 Mb: Unsall. Druck u. Verlago Cor! Braus. Schwerte. Fernsp. 62. Telegr.= Adr. Braus Schwerto. Nut#e Wessn. 10. Freitag, den 2. August 1912. 4. Jahrg. Erstes Blatt. Die europäische Lage Das Wolffsche Bureau verbreitet folgende halbamtliche Auslassungen: Militärisch hat die Türkei, das steht zweisellos fest, mit allen Ehren abgeschnitten; auf dem eigentlichen Kriegsschauplatz in Afrika wie auch in den heimischen Gewässern sind die türkischen StreitTäfte ihrer Aufgabe in jeder Weise gerecht geworden und haben ihren alten Ruf als ausgezeichnete Soldaten aufs Neue bewährt. Somit wäre es durchaus begreiflich, wenn man innerhalb des türkischen Heeres auf baldige Herbeiführung des Friedenszustandes keinen allzu großen Wert legte, aber die Diplomaten und Staatsmänner würden sich in Konstantinopek zu fragen haben, ob die militärische Lage in Afrika und im Aegäischen Meer so ist, daß die Weiterführung des Krieges erfolgreich und für das Land von Nutzen sein würde. Es ist Grund zu der Annahme vorhanden, daß die heutigen Staatsmänner der Wiederherstellung des Friedens nicht von vornherein ablehnend gegenüberstehen, keinesfalls ablehnender als die letzten ihrer Vorgänger jungtürkischen Ursprunges, die den Standpunkt des unbedingten Nichtverhandelns längst geräumt hatten. Man erinnert sich, daß namentlich hinsichtlich der Politik Rußlands früher mehrsach Stimmen laut wurden, die für die Türkei weitere Schwierigkeiten, zumal in der Dardanellenfrage, befürchteten. Damit steht aber nicht nur die bisherige Politik der russischen Regierung in Widerspruch, sondern auch das, was über ihre Absichten aus zuverlässiger Quelle bekannt ist, welch letztere sich vielmehr entschieden gegen jede, sich nicht unmittelbar aus dem Kriege etwa ergebende Schwächung der Türkei richten dürften. Auch ist zu erwarten, daß die Haltung der kleineren Balkanstaaten dank dem Einfluß Rußlands und Oesterreich=Ungarns zu irgendwelchen Verwicklungen keinen Anlaß geben wird, wie andeverseits Oesterreich=Ungarn niemals einen Zweifel daran gelassen hat, daß es an der Erhaltung einer starken europäischen Türkei das allergrößte Interesse besitzt. Was besonders noch den letzten Gegner der Türkei im Felde, Griechenland, betrifft, so kann die großhellenische Bewegung heute wohl nirgends mehr außerhalb eines engen örtlichen Bezirks auf Förderung rechnen. Hat doch selbst Italien, das, nunmehr im Besitz einiger Inseln des Archipels, die großhellenische Bewegung als türkenseindliche Macht am ehesten auszunutzen berufen wäre, deutlich genug zu verstehen gegeben, daß es jede Betätigung in dieser Richtung unterlassen zu sehen wünscht. Auch die Politik Englands und Frankreichs beruht ersichtlich auf dem Gedanken, daß der Türkei weitergehende Verwicklungen möglichst erspart werden müßten, und von Deutschland dasselbe zu sagen, erübrigt sich unter Hinweis auf unsere stets in die Tat umgesetzten freundschaftlichen Gesinnungen für das türkische Reich. Am aber bei diesen erfreulichen Erscheinungen der Gegenwart noch einen Augenblick zu verweilen, müssen wir als unbeteiligte Beobachter noch einen kurzen Blick auf das heutige Italien werfen, das schon heute als Gewinnposten dieses Krieges ein kaum noch weiter entwicklungsfähiges Anschwellen des Nationalbewußtseins buchen kann. Das Heer ist es auch hier in erster Linie, dem die Begeisterung aller Volksschichten zugute kommt, und es ist überflüssig, zu sagen, daß das militärische Mißgeschick früherer Zeiten im Bewußtsein der italienischen Nation längst vergessen ist, wie es ja auch in Wirklichkeit durch die Ereignisse dieses Feldzuges längst ausgeglichen worden ist. Erfreulich nannten auch wir, von unserm Standpunkt des Ausländers aus, diese Betätigung nationalen Geistes in Italien, weil es die uns täglich entgegengeschleuderten Phrasen vom Zeitalter des Internationalismus glänzend Lügen straft; weil das italienische Volk trotz seiner Sozialisten und zum Teil mit ihnen allen Theorien zum Trotz die unaufhaltsame Gewalt vaterländischen Empfindens nachdrücklichst zum Ausdruck bringt. Politische Uebersicht. Die Rückkehr des Kaisers von der Nordlandreise erfolgt am morgigen Sonnabend, an dem gegen Abend die Jacht„Hohenzollern“ in Swinemünde erwartet wird, wohin sich bereits ein Teil unserer z. Z. in der Ostsee manöverierenden Hochseeflotte begeben hat. Da der Kaiser einige Tage eher heimkehrt, als ursprünglich beabsichtigt war, wird der Monarch noch ein paar Tage an Bord der „Hohenzollern“ vor Swinemünde verbleiben und von dort auch den Bauplatz des von ihm gestifteten Berliner Kinderheims in Ahlbeck besuchen, wobei die künftige Vorsteherin Frl. Mathilde Kirschner, die Tochter des früheren Oberbürgermeisters von Berlin, ihn geleiten wird. Am 7. August begibt sich der Kaiser nach Villa Hügel bei Essen zur Teilnahme an der Jahrhundertfeier der Kruppwerke, bei der auch eine Reihe Fürstlichkeiten und Staatsmänner zugegen sein wird. Von Essen begibt sich der Monarch zu einem mehrwöchigen Besuch der Kaiserin auf Schloß Wilhelmshöhe bei Kassel. Die Nordlandsgäste verabschieden sich am Sonntag in Swinemünde vom Kaiser; ihnen wird die Teilnahme an der Nordlandreise stets eine liebe Erinnerung bleiben, wenn sie auch in diesem Jahre nicht vom Wetter begünstigt war. Besonders bei den Festlichkeiten an Land, so beim Prof. Hans Dahl in Balestrand, war der Kaiser sehr lebhaft und bester Laune. Der deutsche Kaiser zum Tode des Kaisers von Japan. Wie aus Tokio gemeldet wird, befindet sich unter den dort eingetroffenen Beileidsdepeschen auch ein aus Balestrand abgegangenes herzliches Beileidstelegramm von Kaiser Wilhelm an den Kaiser Yoshihito. Für den Besuch des Kaisers in der Schweiz bestimmte der Schweizer Bundesrat zum Ehrendienst den Chef des Generalstabes, Oberstkorpskommandanten v. Sprecher v. Bernegg, den Oberst und Kommandanten der 4. Division Uudeond und den Oberstleutnant und Regimentskommandanten Wieland. Der neue Gouverneur von Togo, Herzog Adolf Friedrich zu Mecklenburg, tritt am 9. dieses Monats von Hamburg aus die„Ausreise in das Schutzgebiet zun Aebernahme seines neuen Postens an. Von einem angeblichen Kaiserwort gegen den badischen Minister von Bodmann ist wiederholt die Rede gewesen. Die„Mannheimer Volksstimme“ nennt jetzt den Rechtsanwalt Schmidt=Bretten, den konservativ=bündlerischen Vertreter des 53. badischen Landtagswahlkreises, als den ganz rechtssitzenden Herrn, der am 17. Juli einem Mitgliede der sozialdemokratischen Kammerfraktion, ohne daß er darum gefragt, ja sogar ohne daß über diese Sache vorher überhaupt auch nur ein Wort gesprochen worden wäre, das angebliche gegen Minister von Bodmann gerichtete Wort des Kaisers in einer Fassung mitteilte, die wegen ihrer Form jede Kritik ausschließe. Sticheleien gegen Deutschland leisten sich Londoner Blätter in der Flottenfrage, um damit den Staub, den die Ministerreden über die Marinevorlage im Parlament aufgewirbelt hatten, wieder aufzurühren und dem englischen Volbe die deutsche Flottenpolitik als unehrlich darzustellen. Die betreffenden Blätter erzählen, daß Krupp in der letzten Zeit mit der Fabrikation von Geschützen und Munition für ein neues deutsches Geschwader von neun Schlachtschiffen beschäftigt sei. Die Winkeleisen und Platten beziehe Krupp seit drei Wochen aus England. Dies sollte die Antwort auf die Rede sein, die Churchill zur Zeit seiner Amtsübernahme als Marineminister hielt. Auf Grund dieser neuesten Erfindung veröffentlichen die Blätter eine Gegenüberstellung der Schlachtschiffe beider Länder, aus der hervorgehen soll, daß im Jahre 1914 Deutschland eventuell 38, England mindestens 33 und höchstens 41 Linienschiffe haben werde. Ein Dementi sind diese Albernheiten nicht wert. Im bayerischen Reichsrat gab es entgegen der dort herrschenden Gepflogenheit am Mittwoch eine recht lebhafte Auseinandersetzung, die sich um den Jesuitenerlaß der Regierung drehte. Graf Törring. ein Verwandter des Königshauses, nannte diesen Erlaß einen schweren taktischen Fehler und eine Blamage für Bayern, dessen Bevölkerung in ihrer überwiegenden Mehrheit nichts von der Rückkehr der Jesuiten wissen wolle. Man müsse jetzt gegen die Jesuiten die Hilfe des Reiches anrufen, die Bayern versagt habe. Ministerpräsident Frhr. v. Hertling suchte die Darlegungen des Vorredners als grundlos zu erweisen. Prinz Georg von Bayern, ein Enkel des Negenten Luitpold und des Kaisers Franz Josef, sprach sich für die Zulassung der Jesuiten und gegen die Hilfeleistung des Reiches aus. In der weiteren Debatte, in der Stimmen für wie gegen den bayerischen Jesuitenerlaß laut wurden, erklärte Erzbischof Bettinger die Behauptung des Grafen Törring, die katholische Geistlichkeit wünsche die Aufhebung des Jesuitengesetzes nicht einmal, für irrig. Der Ministerpräsident betonte zum Schluß, daß die Ausführung des Erlasses nicht gegen den konsessionellen Frieden verstoßen werde. Die staatliche Fürsorge für das Handwerk ist eine Angelegenheit, der nach dem weitgehenden Ausbau der Arbeiter=Wohlfahrtseinrichtungen die erste Stelle gebührt. Das Handwerk hat fortdauernd mit schweren Sorgen zu kämpfen, obwohl es das Rückgrat des staatserhaltenden Mittelstandes bildet. Es ist daher im Interesse des Gesamtwohls jeder Schritt zu begrüßen, der einem der noch recht zahlreichen berechtigten Wünsche des Handwerks in Erfüllung setzt. Einen solchen Schritt hat soeben der Stadtrat von Karlsruhe getan, indem er die Hinzuziehung von Sachverständigen, also von Handwerksmeistern, bei der Vergebung von städtischen Arbeiten beschloß. Es ist zu hoffen und zu wünschen, daß dem Karlsruher Beispiel von recht vielen anderen Kommunen sowie von den deutschen Bundesstaaten nachgefolgt wird. Die Zukunft Deutsch=Südwestafrikas schildert Kolonialstaatssekretär Dr. Solf im rosigen Lichte. Wie er das schon auf verschiedenen Festmählern während seiner einmonatigen Reise durch Deutsch=Südwestafrika mehrfach getan hat, hob er auch jetzt auf einem Bankett in Johannesburg die Entwickelungsmöglichkeiten dieser Kolonie hervor, indem er betonte, daß er in Britisch=Südafrika gesehen habe, was die Zukunft Deutsch=Südwestafrikas sein werde. Der Anfang ist sicherlich gemacht, aber es werden wohl noch lange Jahre vergehen, ehe alle Werte, die Deutsch=Südwest zweifellos in sich birgt, in dem Maße ausgenützt werden können, wie in BritischSüdafrika. Daß Dr. Solf in Johannesburg ausdrücklich den Wert harmonischer Beziehungen zwischen der deutschen Kolonie und der füdafrikanischen Union betonte, ist dort mit großer Befriedigung aufgenommen worden. Oesterreich= Ungarn. Eine österr.=engl. Flotten=Verständigung? Der „Pester Lloyd“ schlägt in einem Artikel ein Flottenabkommen zwischen Oesterreich=Ungarn und England vor. England solle Oesterreich=Ungarn die Versicherung geben, daß es Oesterreich=Ungarn im Falle eines englisch=deutschen Krieges nicht angreisen werde, dann werde Oesterreich bereit sein, seine Flottenrüstungen einzustellen. In Wiener zuständigen Kreisen wird erklärt, daß diese Auslassungen in keiner Weise die Ansicht der maßgebenden Kreise Oesterreich=Ungarns wiedergeben. Oesterreich=Ungarn könne in keinem Falle auf den Bau seiner bescheidenen Flotte verzichten, die nur Verteidigengemeten ddene. Frankreich. Die französtsch=spanischen Verhandlungen. Das „Echo de Paris“ schreibt über die noch immer fortdauernden Verhandlungen zwischen Frankreich und Spanien: Man hat es pessimistisch gefunden, daß wir vor ungefähr zwei Wochen eine noch lange Dauer der Verhandlungen zwischen Frankreich und Spanien in Aussicht stellten. Unglücklicherweise scheint unsere Prophezeihung aber nicht übertrieben gewesen zu sein. Es herrscht noch bein Einverständnis über die Frage der Franziskaner, über die Frage des Kalisats und über die Frage der Grenze am Mulujafluß. Endlich ist auch das künftige internationale Statut für Tanger noch nicht fertig. Unter diesen Umständen scheint es schwierig, das alles, wie man gewünscht hat, beendet sein werde, bevor Ministerpräsident Poincaree sich nach Petersburg begibt. Während seiner Abwesenheit werden die Verhandlungen unter der Leitung seines Stellvertreters dauernd fortgesetzt. England. Bezüglich der englischen Flottenmanöver machen sich gewisse Umstände geltend, die der öffentlichen Aufmerksamkeit nicht entgehen. Berichterstatter der Presse wurden während der Flottenmanöver an Bord der Schiffe nicht zugelassen. Offenbar verfolgte die Admiralität den Zweck, das Kriegsgeheimnis zu wahren. Gewisse Tatsachen sind aber durchgesickert. Die Tagespresse hat viel davon veröffentlicht, die Fachpresse sogar mehr. Der erste bemerkenswerte Umstand bezieht sich darauf, daß die Verteidigungsflotte, die blaue Flotte, Schwierigkeiten mit der Kohlenversorgung hatte. So kam es, daß sich die blaue Flotte unvorhergesehener Weise nach Kohlenstationen begeben mußte. Der Admiral der Verteidigungsflotte, Prinz Ludwig von Battenberg, war durch Mangel an Kohlen in seinen Operationen behindert. Ferner besaß die blaue Flotte keine hinreichende Anzahl an Kreuzern. Von einschneidender Wichtigkeit ist aber der Umstand, der in der Oeffentlichkeit nicht nur nicht bekannt, sondern vollständig entstellt wurde, da gegenteilige Berichte vorlagen; der roten Angriffsflotte gelang es nämlich, 30000 Mann feindliche Truppen an den Gestaden Englands zu landen, bevor die Verteidigungsflotte der Landung Einhalt gebieten konnte. Als wahrheitsgemäßes Resultat der Flottenmanöver ergibt sich demnach die Tatsache— wenigstens die konservative Presse vertritt diesen Standpunkt sehr nachdrücklich— daß die Landung feindlicher Truppen möglich war und daß nur eine stattliche Menge von stets auf der Wacht befindlichen Küstenkreuzern als Vorbeugung der Landung dienen könnte. Spanien. Spannung zwischen Spanien und Portugal. Der„Temps“ meldet aus Madrid: Man spricht hier von dem Abbruch der diplomatischen Beziehungen zwischen Spanien und Portugal. Obwohl diese äußerste Maßnahme für den Augenblick noch nicht in Betracht kommt, so ist doch nicht weniger gewiß, daß die Beziehungen sehr gespannt sind. Vereinigte Staaten. Die Nevolution in Mexiko und die Vereinigten Staaten. Wie aus Washington berichtet wird, hat Staatssekretär Knox dem Führer der mexikanischen Nebellen General Orozco mitteilen lassen, daß die Ueberfälle und Angriffe auf Amerikaner und amerikanisches Eigentum in Nordmexiko sofort aufhören müßten, oder die Vereinigten Staaten würden vorbeugende Maßregeln ergreifen. Präsident Madero erklärte, er habe bereits Truppen nach dem Norden Mexikos abgesandt, um die Unruhen zu unterdrücken.— Aus Mexiko wird weiter berichtet: Seit drei Tagen findet zwischen den Regierungstruppen und den Aufständischen 45 Meilen von der Hauptstadt ein Kampf statt. Die Verluste der Regierungstruppen sollen 50—150 Mann betragen. Zum Tode des Kardinals Fischer. Das Beileid des Kaisers. Der Kaiser sandte folgende Drahtung an den Domprobst Dr. Berlage in Köln: Die Nachricht von dem Ableben des Kardinals Fischer hat mich mit Betrübnis erfüllt. Ich spreche dem Domkapitel mein herzlichstes Beileid zu dem schweren Verluste aus, den es erlitten hat. Dem verstorbenen Kirchenfürsten, der ein königstreuer und vaterlandsliebender Mann war, werde ich stets ein gutes Andenken bewahren. Wilhelm I. R. Weitere Beileidokundgebungen. )=( Köln, 1. Aug. Im Laufe des Tages sind beim Metropolitankapitel Beileidstelegramme eingelaufen, so von Ihrer Majestät der Kaiserin: Schloß Wilhelmshöhe, Ihre Majestät, die Kaiserin und Königin, haben mich beauftragt, dem Domkapitel allerhöchst Ihr herzlichstes Beileid anläßlich des Hinscheidens des Kardinals Erzbischof Fischer auszudrücken. gez.: Kadinettorat Freiherr von Spitzenberg Nr. 180. —— Aus Rom traf ein Telegramm ein, das in deutscher Uebersetzung lautet: Der Hl. Vater drückt sein innigstes Beileid aus zu dem schweren Verlust, den die Erzdiözese erlitten hat durch den Tod des geliebten Kardinals Fischer und bittet den Herrn, ihn reichlich zu belohnen für seine Leistungen und seine Verdienste. gez.: Merry del Val. Der Kronprinz sandte folgendes Telegramm: Zum Tode des von mir so hoch verehrten Kardinals Fischer spreche ich mein größtes Beileid aus, was ich bitte, auch den Anverwandten auszudrücken. Gott helfe ihnen in so schweren Stunden. Ferner folgte ein Telegramm des Königs Friedrich August von Sachsen aus Iuist: K Waniar Ihnen und dem Domkapitel sage ich mein herzlichstes Beileid zum Ableben Ihres hochverdienten Oberhirten. gez.: Friedrich August. Weitere Telegramme liefen ein von der Großherzogin von Luxemburg, vom Großherzog von Baden, von der Landgräfin von Hessen, von dem Nuntius Frühwirth aus München, vom Reichskanzler aus Hohenfinow, vom Minister von Dallwitz aus Berlin und dem Kardinal Ferrari aus Rom. Der Bistums=Verweser. Köln, 1. Aug. In der heutigen Sitzung des Domkapitels wurde der Generalvikar Dr. Kreuzwald zum Kapitularvikar gewählt. Die Krise in der Türkei. Truppen vor der türkischen Kammer Konstantinopel, 1. Aug. Zu Beginn der Dammersitzung verlangte ein Abgeordneter von der Regierung Aufklärung über den Wechsel im Personal der Polizei und der Kammerwache und über die Aufstellung der Truppen vor dem KammerGebäude. Wenn, sagte er, dies bezwecken soll, uns zu beschützen, so sind unsere Beschützer Gott und die Nation, wenn die Regierung uns einschüchtern will, so fürchten wir niemand als Gott. Der Minister des Innern erwiderte, die Ersetzung des Polizeipersonals und der Kammerwache durch andere Leute sei für notwendig erachtet worden. Der Präsident Halil erklärt, der Großwesir sagte ihm, die Regierung verzichte auf die Auswechselung der Kammerwache. Die Kammer ging sodann zur Tagesordnung über. Die Forderungen der Arnauten. Saloniki, 1. Aug. Die Vertreter von vier albanesischen Sandschaks und von 24 Nahijes, insgesamt 250 Delegierte, darunter vier Offiziere, trugen unter Führung Mehmed Paschas aus Kalkandelen offiziell der Kommission in Prischtina die Forderungen der Arnauten des Vilajets Kossowo vor. Sie stellten dem Kabinett eine Frist von 48 Stunden für die Auflösung der Kammer. Mehmed Pascha erklärte, falls die Kammer innerhalb dieser Frist nicht aufgelöst werde, würden die Delegierten die nötigen Scheitte einleiten, um den Forderungen Nachdruck zu geben. Bezüglich der übrigen Forderungen drückten die Delegierten die Ueberzeugung aus, daß ein Einvernehmen nicht schwer zu erzielen sei. Die Kommission erwartet eine Instruktion aus Konstantinopel und die Ankunft Ibrahim Kapaszidas mit weiteren Vollmachten. Der Vali von Aesküb ersuchte um Instruktionen, da im Falle der Nichterfüllung der Forderung der Vormarsch der Arnauten aus Aesküb zu erwarten sei. —— Aus Stadt und Umgebung. * Schwerte, 2. August 1912. **(Vom Monat August.) Der 31 Tage umfassende August hieß bei den alten Römern einst Sextilis, d. h. sechster Monat. Da man aber den Quinxilis zu Ehren Julius Cäsars in Julius umgetauft hatte, benannte man nun den Sextilis nach dem Kaiser Augustus. Bis dahin hatte dieser Monat nur 30 Tage, doch damit ein„Augustus“ nicht weniger wert sei als ein„Julius“, wurde noch ein Tag angefügt. Der August wird auch Erntemonat genannt, weil zu dieser Zeit das Getreide in die Scheunen gebracht wird. Die goldgelben Kornfelder sind zu öden Stoppelfeldern geworden und die ersten Papierdrachen segeln durch die Lüfte. Langsam geht nun der Sommer seinem Ende zu. (Liederabend der Ruhrtaler.) Auf den heute im Garten des Hotel Jungesblut stattfindenden Liederabend machen wir auch an dieser Stelle nochmals besonders aufmerksam. Herr Musikdirektor Haselhoff, der langjährige Leiter der kleinen Sängerschar, hat ein sehr interessantes und abwechselungsreiches Programm aufgestellt, sodaß den Konzertbesuchern ein recht genußreicher Abend in Aussicht steht **(Sonderzüge nach dem Sauerland.) Während die Sonderzüge von Schwerte=Wennemen nach Fredeburg und Schmallenberg und Schwerte=Fröndenberg nach Neuenrade in den vergangenen Monaten mit geringen Ausnahmen nur am ersten Sonntage eines jeden Monats verkehrten, fahren dieselben zur Zeit der Schulferien häufiger und zwar am 4., 14., 18. und 25. August. Diejenigen, welche beabsichtigen, während der Ferienzeit Ausflüge in das Sauerland zu machen, werden gebeten, diese Tage sich zu merken und zu den Ausflügen die Sonderzüge, deren genaue Fahrpläne auf den Bahnhöfen aushängen, zu benutzen, einmal regen der damit verbundenen 40prozentigen Fahrpreisermäßigung und andererseits aus dem Grunde, weil die Hoffnung besteht, daß, wenn diese Züge gut besetzt sind, sie dann im nächsten Jahre an jedem Sonntage verkehren. Besonders wird auf den Sonderzug nach Fredeburg=Schmallenberg verwiesen, welcher die günstigste Gelegenheit bietet, in den schönen Teilen des Sauerlandes um Fredeburg herum Tagestouren zu machen; auch kann mit diesem Zuge von der Station Neheim=Hüsten aus die Möhnetalsperre besucht werden. **(Evangelischer Arbeiter= und Bürgerverein.) In der gestrigen Vorstandssitzung wurde der Familienausflug des Vereins, welcher die„Ludwigslust" bei Berghofen zum Ziel hat, endgültig auf Sonntag, den 18. August festgesetzt. Der Abmarsch erfolgt nachmittags zwei Uhr vom Vereinslokal Quadbeck aus. Der Verbandssekretär, Herr Jacsbi, ist vom heutigen Tage bis zum 2. September zwecks Teilnahme an einem Kursus in Bethel bei Bielefeld beurlaubt. Während dieser Zeit sind schriftliche Anfragen betreffend Rechtsauskunft an das Verbandssekretariat in Iserlohn, Kluse 41, ganz eilige Sachen jedoch an das evangelische Volksbüro in Hagen zu richten. Die erste Abendversammlung des Vereins wird am 22. September stattfinden; Herr Pastor Ohlig wird einen Vortrag über seine Erfahrungen als Gefängnisgeistlicher in Dortmund halten. *e(Verein ehem. Kameraden des 16. Armeekorps.) Wie den Mitgliedern schon zu Anfang vorigen Monats durch Rundschreiben mitgeteilt wurde, nimmt der Verein sowohl am Samstag abend, als auch am Sonntag an dem Feste des hiesigen Artillerie=Vereins teil und zwar wird der Festbeitrag, was auch schon durch obiges Schreiben bekannt gegeben wurde, aus der Vereinskasse gezahlt. Da der Verein ferner, wie durchs Los bestimmt wurde, im Festzuge an erster Stelle rangiert, so ist zu hoffen, daß die Kameraden in stattlicher Zahl antreten und sich vor allem rechtzeitig zu den im heutigen Inserat angegebenen Zeitpunkten im Vereinslokale(C. Klempt) einfinden. (Eisenbahnpersonalie.) Mit dem gestrigen Tage wurde der Eisenbahnassistent Hesse, bisher in Unna tätig, an die hiesige Eisenbahnstation versetzt. (Ein Amzug mit Hindernissen.) Die Neupflasterungsarbeiten der Hüsingstraße sind gestern kurz vor Mittag einem mit Möbeln beladenen Wagen sehr verhängnisvoll geworden. Infolge der Arbeiten konnte für den Wagenverkehr nur eine schmale Fahrbahn an der Seite der Straßenbahngleise freigehalten werden. Als nun das Fuhrwerk auf die andere Seite der Straße fahren wollte, blieb ein Nad im Gleise hängen, das Rad brach und der Wagen neigte sich bedenklich zur Seite. Die Möbel waren jedoch so gut verpackt, daß sie nicht vom Wagen herunterstürzten und auf ein anderes Fuhrwerk überbracht werden konnten. Der Vorfall hatte eine ziemliche Verkehrsstörung zur Folge; die Straßenbahn konnte ihren Betrieb längere Zeit nur durch Umsteigen aufrecht erhalten. **(Männergesangverein.) Ein Konzert(italienische Nacht) veranstaltet der Männergesangverein(Direktion Klempt) am Samstag, 17. August, abends 8 Uhr beginend, im„Reiche des Wassers“ (Jockenhöfer). Zur Mitwirkung ist ein gutes MusikQuartett gewonnen, sodaß neben den Gesangvorträgen auch die Instrumental=Musik zu ihrem Rechte kommt und das Programm daher ein recht abwechselungsreiches wird. Näheres wird noch durch Inserat mitgeteilt. ** Westhofen, 1. Aug.(Die Steuerhebetermine) für das 2. Vierteljahr für die Gemeinden des diesseitigen Amtsbezirks finden wie folgt statt: Für Villigst am 7. August, nachmittags von 3½ bis 4 Uhr, in der Wirtschaft Grave an der Ruhrbrücke, für Westhofen am 8. August, vormittags von 9 bis 12 Uhr, im Kassenlokal, für Garenfeld, Syburg und Wandhofen am 9. August, vormittags von 9 bis 12 Uhr, im Kassenlokal, für Holzen am 10. August in der Wirtschaft Prein auf dem Höchsten, vormittags von 9¾ bis 11 Uhr, in der Wirtschaft Eisenberg auf dem Sommerberg nachmittags von 12½ bis 1½ Uhr und in der Wirtschaft Schneider in den Rosen nachmittags von 2½ bis 3½ Uhr, für Lichtendorf am 12. August in der Wirtschaft Hauske auf dem Eichholz vormittags von 9½ bis 11½ Uhr und für Geisecke in der Wirtschaft Schulte=Höppe nachmittags von 1 bis 2 Uhr. * Hohenlimburg, 1. Aug.(Fund einer Kindesleiche.) Am Elseyer Lenneufer konnte eine weibliche Kindesleiche, die in Zeitungspapier eingewickelt war, geborgen werden. Ob das Kind bei der Geburt gelebt und wer das arme Wesen ausgesetzt hat, muß erst die Untersuchung ergeben. — Folgenschwere Katastrophe. 22 Tote, 76 Verletzte. Nürnberg, 2. Aug. Heute früh um 7¾ Uhr ist ein Gerüst in der Maschinenhalle der neuen Kraftstation eingestürzt. Zahlreiche Arbeiter sind unter den Trümmern begraben. Bis jetzt sind 22 Tote und 70 Schwerverletzte geborgen. — Gruben=Katastrophe. Fünf Vergleute verunglückt. l Oberhausen, 1. Aug. Gestern früh waren auf Zeche„Oberhausen" Leute der Unternehmerfirma Stork& Pohle aus Herne auf der sechsten Sohle damit beschäftigt, einen Querschlag auszuführen. Sie haben dabei einen wahrscheinlich von det Mittagschicht steckengebliebenen Schuß angebohrt. Zwei Mann wurden getötet, zwei schwer, einer leicht verletzt. ste Drahtmeldungen. Das schuellste Zeppelin=Luftschiff. Friedrichshafen, 2. August. Der neue Zeppelin„Hansa“ erzielte bei seiner gestrigen Probefahrt eine Geschwindigkeit von 21 Sekundenmetern. Der Kreuzer wird heute die Fernfahrt nach Hamburg antreten. Eine Familie an Vergiftung erkrankt. Genthin, 2. August. Nach dem Genuß verdorbener Speise erkrankte die ganze Familie des Majors a. D. Freiherrn v. Arnim=Brandenstein bei Genthin unter Vergiftungserscheinungen. Bei sämtlichen Familienmitgliedern und der Wirtschafterin trat heftiges Erbrechen und starker Durchfall ein. Der 61jährige Major v. Arnim wurde durch die Aufälle derart geschwächt, daß er verstarb. Auf der Spur des Defraudanten. Berlin, 2. August. Die Polizei verfolgt die neue Spur des Defraudanten Bruning weiter. Gestern erhielt die Direktion der Dresdener Bank einen zweiten Brief, der auf gleichem Papier und mit derselben Schreibmaschine geschrieben war, wie der erste. Darin wurde mitgeteilt, wenn der Dresdener Bank überhaupt daran gelegen sei, Bruning hinter Schloß und Riegel zu bringen, dann sollte sie unverzüglich eine Antwort zukommen lassen. Die Bank könne fest davon überzeugt sein, daß er sich über den Aufenthaltsort Brunings nicht eher Außern werde, ehe er nicht eine positive Antwort gelesen habe. Weiter werden von der Polizei noch einige Spuren des Flüchtigen verfolgt. Es hat sich immer noch nicht mit Sicherheit feststellen lassen, ob Bruning sich noch in Berlin aufhält oder ob er bereits das Ausland erreicht hat. Peincarees Reise nach Nußzland. Paris, 2. August. Ministerpräsident Poincaree wird die Reise nach Rußland am Montag, 5. August an Bord des Panzerschiffes„Condee" von Dünkirchen aus antreten. Der Minister wird von seinen Generalräten begleitet sein. Am 9. August trifft der„Condee“ in Kronstadt ein und von dort wird eine Jacht der russischen Marine den Ministerpräsidenten abholen und nach Petersburg beingen. Poincaree wird im Palast der französischen Botschaft absteigen. Am 11. August wird Zar Nikolaus den Ministerpräsidenten in Peterhof empfangen. Poincaree wird dann mit der kaiserlichen Familie dejeunieren und am Nachmittag wird er einer ihm zu Ehren veranstalteten Truppenrevue beiwohnen. Abends fährt er nach Petersburg zurück und wird am folgenden Tage mit den Ministern Kokowzew und Sasanow konferieren. Geschenk für den deutschen Kaiser. Mailand, 2. August. Gestern übersandte die Stadtgemeinde Mailand an den italienischen Botschafter in Berlin ein als Geschenk für den dentschen Kaiser bestimmtes Album mit künstlevisch ausgeführten Aquarellen, die Ansichtew der Stadt und Bildnisse der Dichter Carducci, Annunzio, Giacossa und Pascoli darstellen. Der Anlaß für diese Aufmerksamkeit gab der vorjährige Besuch deutscher Studenten in Mailand, durch den eine Studienreise italienischer Studenten nach Deutschland erwidert wurde. Die Stellung des Vatikans zum Tode des Mikado. Rom, 2. August. Wie dem Korrespondenten des„B. T.“ eine Person im Vatikan versichert, wird in ven leitenden Kreisen der Kurie, vor allem vom Papste selber, der Tod des Mikado auf das lebhafteste bedauert. Nachdem Papst Pius mit dem kado wiederholt in warmen Worten gehaltene Briefe gewechselt hatte, hoffte man im Vatikan auf das Zustandekommen gegenseitiger diplomatischer Beziehungen. Man fragt sich nun voll Sorge, ob auch der neue Mikado sich so freundlich zum Vatikan stellen wird. Bombenwerfer. Konstantinopel, 2. August. Amtliche Depeschen aus Monastir besagen, daß vorgestern nacht in Ochrida in den Gärten hinter dem Regierungskonak eine Bombe explodiert sei. Einige Fensterscheiben wurden zertrümmert; sonst ist kein Schaden angerichtet worden. Der Täter verwundete auf der Flucht einen bulgarischen Müller. Gerüchtweise verlautet, daß in Kotschana, Bilajet Kossomo; zwei Bomben explodiert sind, wodurch etwa 30 Personen verlezt worter seien. Verantwortlich für die Redaktion: Friedr. Kraas. Truc u. Verlag von Carl Braus, beide in Schwerte. in Racht. W. Karnou, jetzt: Elberfelder Strasse Ecke Körner-Strasse. Fernruf 2102. Total Ausverkauf wegen Umzug zu Verlustpreisen Ab September 1912: Elberfelder Strasse 4 und Körner-Strasse 3 in Herrenwäsche. Unterzeugen, Krawatten, Handschuhen, Damentaschen, Gürteln, Regenschirmen, Spazierstöcken. 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Denn wenn es an nicht fehlt, die den Patienten schon zu Tode kurieren möchten, so täuscht sich doch niemand darüber, daß der letzte Kampf der Türkei ein schwerer u. solche Folgen haben kann, daß ganz Europa auf das stärkste erschüttert würde. Tatsache ist, daß kein christlicher Staat auf der Balkanhalbinsel die türkische Erbschaft allein zu übernehmen befähigt ist, wenigstens heute noch nicht. Bei einer Teilung wäre sofort ein Zankapfel gegeben, und ein praktisches Eingreifen der Großmächte würde das europäische Gleichgewicht erschüttern. Beginnt ein Angriff auf Konstantinopel, so würden, das ist das Bedenkliche, alle Muselmanen auf der Erde zu den Waffen greifen, und Ströme von Blut würde die Unterdrückung kosten, Handel und Wandel müß ten auf das schwerste erschüttert werden. Der Sultan besitzt bei jedem Bekenner Allahs die größte Autorität, aber sie geht leicht verloren, wenn die orientalische Mißwirtschaft die Bevölkerung in Zorn versetzt. Und diese Gefahr ist gewachsen, seitdem die Offiziere die politische Partei ergriffen haben, seitdem dieselben in der Provinz sich eifersüchtig gegen ihre Kameraden in der Hauptstadt wenden. Die Lage des Militärs außerhalb der Sultans=Residenz, das doch den schwersten Dienst zu leisten hat, ist trotz aller gegenteiligen Versicherungen oft genug jammervoll und es besteht, das ist eine bittere Wahrheit, keinerlei Aussicht, wie ein Wechsel herbeigeführt werden soll. Der Sultan Mohammed 5. soll durch seinen Neffen Jussuf Izzeddin ersetzt werden, so hieß ja, was Mohammed, sein vielgerühmter Kriegsminister Mahmud Schewket nicht zwingen konnten, wird auch Jussuf Izzeddin nicht, dazu gehört ein Staatsmann, der, das darf ruhig ausgesprochen werden, vor blutigster Strenge nicht zurückschrecken kann. Wo ist ein solcher Mann? Die heutigen alten Excellenzen von achtzig und über achtzig taugen dazu nicht. Aber trotzdem wird der„kranke Mann“ seine Augen nicht sobald schließen, denn wird es ernst, dann kommt auch der Fanatismus zur Geltung. der bis zur Stunde sehr hinter der Beachtung der materiellen Vorteile zurückstand. Eher wird die Türkei doch noch mit Italien Frieden schließen, als sich den kleinen Raubstaaten, die aus ihrem früheren Besitz entstanden sind und die sich trotz aller Proteste als lachende Erben fühlen, fügen. Der Stolz, der den echten Türken gegenüber dem Nichtmuselmann, dem Giaur, beseelt, ist wohl noch größer, wie der Glaubensfanatismus, er ist die Triebfeder mancher sonst schwer erklärlichen Strömungen. Dieser Stolz ist es zum wesentlichsten Teil, welcher den„kranken Mann“ nicht sterben läßt, von dem man nun hundert Jahre als einem unheilbaren Patienten spricht. Und am Ende ist auch mancher Gegner der Türken krank. Amtlitzes Kreisblatt. Westfalen und Rheinland. * Dortmund, 1. Aug.(Ein Opfer der Straßenbahn) wurde gestern abend auf der Bornstraße der 13jährige Karl Ringeleit. Trot der Warnungszeichen des herrannahenden Straßenbahnwagens versuchte er das Straßenbahngeleise zu überschreiten. Er wurde jedoch vom Wagen erfaßt und überfahren. Der sofort herbeigeellte Arzt Dr. Schunck ordnete die sofortige Ueberführung in das Brüderkrankenhaus an. Auf dem Wege dorthin starb der Knabe. * Brüninghausen, 1 Aug.(Unselige Fo gen einer Spielerei.) Vorgestern nachmittag vergnügten sich die 12 und 14 Jahre alten Knaben Sieweke und Schaarmann von hier damit, daß sie sich in einem nahegelegenen Busche eine Schaukel herstellten. Auf einmal bekam der Sieweke de Einfall, sich im Spaß aufzuhängen. Zu diesem Zwecke warf er den Strick über einen Ast, machte eine Schlinge und steckte den Kopf hinein. andere Knabe mußte plötzlich zu seinem Schrecken wahrnehmen, daß der Sieweke in die Knie sank und die Schlinge sich fest anzog. Die auf das Rufen des Schaarmann herbeigeeilten Personen konnten zwar den Knaben noch lebend befreien, jedoch ist er trotz sofort hinzugezogener ärztlicher Hilfe an den Folgen gestern nachmittag im Krankenhause zu Mengede gestorben. Die Eltern werden allgemein bedauert. * Hamm, 1. Aug.(Ein schwerer Unfall) ereignete sich gestern abend beim Spielen der Kinder in einem Garten an der Werler Straße. Die Knaben hatten in dem Garten eine große Grube ausgeworfen, sie mit Brettern zugedeckt und dann den Sand wieder darüber geworfen. Der Sohn eines Hausbewohners kroch durch eine kleine Oeffnung, die die Knaben als Eingang gelassen hatten, in die Höhle, um einen„Notausgang“ zu machen; als er sich im Innern der Höhle an den Wänden zu schaffen machte, stürzten die Bretter mit dem schweren Sand auf den bedauernswerten Knaben, der erst nach vieler Mühe zwar noch lebend, aber mit schweren inneren Verletzungen geborgen werden konnte. * Bielefeld, 1. Aug.(Der 12. Handwerkskammertag für Westfalen und Lippe) wurde heute hier im Beisein von Vertretern der Regierungen von Minden und Münster abgehalten. Den Verhandlungen wohnten etwa 350 Handwerksmeister bei. Es wurde eine Entschließung angenommen, die wünscht, daß die sonntägliche Verkaufszeit für Back= und Konditorwaren auf acht Stunden und für Fleischwaren und Blumen auf fünf Stunden festgesetzt wird. Amtsgerichtsrät Heß=Berlin hielt einen längeren Vortrag über die Konsumvereinsfrage, wobei er die dem Handwerk und Mittelstand durch die Konsumvereine und deren fortschreitende Eigenproduktion drohenden Gefahren schilderte. Seinen Ausführungen legte der Vortragende 15 Leitsätze zu Grunde. * Wattenscheid, 1. Aug.(Ein ganzer Laden ausgeraubt.) Das Kolonial= und Delikatessengeschäft H. Huismann hier ist nachts von Einbrechern vollständig ausgeraubt worden. Den Spitzbuben sind für mehrere tausend Mark Waren zur Beute gefallen, die sie auf einem mitgebrachten Wagen fortgeschafft haben. Bisher sind die Nachforschungen der Polizeibehörden nach den Verübern des dreisten Diebstahls ohne Ergebnis gewesen. * H a t t i n g e n, 1. A u g u s t.( E i n e n f u r c h t baren Tod) erlitt der auf der Henrichshütte äitige Walzmeister Joseoph Rietsch. der Arbeit von einem sogenannten Riffeldrücker am rechten Bein erfaßt und auf glühendes Blech gedrückt. Dabei erlitt er so schwere Brandwunden, daß er bald nachher starb. * Köln, 1. Aug.(Spuren von der Kaiserkette.) Ein auf der Hohestraße wohnender Zahntechniker wurde von der Kriminalpolizei ver haftet, weil er im Verdacht steht, die seinerzeit gestohlene Kaiserkette im Besitz zu habegz. haftete ist ein Vetter des unter dem Verdacht des Diebstahls der Kaiserkette verhafteten Verbrechers Hochgeschurz. Teile der Kette wurden bei dem Zahntechniker gefunden. Außerdem wurde einem Stockschirm mehrere Edelsteine, die vermutlich aus der Kaiserkette stammen, gefunden. * Köln, 1. Aug.(Ein eigenartiges Versteck) hatte sich ein Einbrecher zur Unterbringung seiner Beute ausgesucht, die ihm bei einem Einbruch in der Neustadt gegenüber der Eigelsteintorburg in Gestalt von drei Sparkassen büchern über 8000 Mark, Versicherungspapieren und Wertsachen von über 500 Mark zugefallen war. Im Laufe des Montags wurden die Sparkassenbücher, die gesperrt waren, und die Papiere i# einer Kirche unter der Bank aufgefunden. Die Gold= und Wertsachen hatte der Einbrecher mi genommen, um sie zu verkaufen. —— Wie der Kaiser auf Seereisen regiert. Anläßlich der Nordlandreise des Kaisers ist es von Interesse zu erfahren, wie der Kaiser über die laufenden Staatsgeschäfte unterrichtet wird. Denn selbst auf Erholungsreisen kann sich der Monar# nicht völlig den Staatsgeschäften entziehen, da ständig seine Entscheidungen und seine Unterschrift verlangt werden. Der Kaiser will auch gar nicht völlig„procul negitis“ sein, sondern hat stets das Bedürfnis, über die politische Lage auf das genaueste Kenntnis zu erhalten. Bei Reisen zu Lande lassen sich die notwendigen Benachrichtigun und ohne Aufschub an den Kaiser zustellen. Auf allen den Stationen, auf denen de: Kaiser kürzeren oder längeren Aufenthalt nimmt, werden Post= und Telegraphenämter eingerichtet, von denen aus dem Kaiser alle Schriftstücke un Telegramme, die inzwischen eingelaufen sind, sofort übergeben werden. Die Bestellung der wichtigen Aktenstücke durch Feldjägeroffiziere ist bekannt. schwieriger ist es schon, den Kaiser auf Seereisen zu unterrichten. Durch die Einrichtung der draht losen Telegraphie ist der Dienst naturgemäß sehr erleichtert, da alle wichtigen Depeschen auf diesem Wege dem Kaiser übermittelt werden. Zu bemer ken ist, daß sie meist chiffriert gehalten sind. Zu diesem Zwecke befindet sich in der Umgebung des Kaisers stets ein Uebersetzer. Die größeren Aktenstücke und Briefschaften werden an denjenigen Hafen geleitet, der die nächste Landungsstelle des Kaisers bildet. Die Schriftstücke liegen in einer Leder tasche, zu der der Kaiser den Schlüssel besitzt. In wichtigen Fällen wird die verschlossene Tasche von dem Kurier dem Kaiser selbst übergeben, in anderen dem Flügeladjutanten vom Dienst. Die Entscheidungen trifft der Kaiser sofort oder nach den Vorträgen, worauf sie ohne Zeitverlust wieder nach Berlin zurückgehen. In gleichem Maße, wie die Post an den Kaiser, wird die Post vom Kaiser befördert. Entweder benutzt der Monarch den drahtlosen Telegraphenapparat zur schnellen Erledigung wichtiger Dinge, oder es werden die Telegramme an der nächsten Freitag, 2. August 1912. andungsstelle dem Telegraphen übergeben. Die Telegramme des Kaisers werden auf besonderen Formularen geschrieben, die in zwei Größen vorliegen, nämlich im kleinen Folioformat und im Quartformat. Sie tragen gedruckt die Aufschrift: „Telegramm Sr. Majestät des Kaisers". Auch sie werden in verschlossenen Mappen an das betr. Postamt; gebracht und ausgeliefert. Ueber die Telegramme wird genau Buch geführt, an welchem Tage und zu welcher Stunde sie abgesandt wurden, wer der Empfänger war und wie lang das Telegramm war. Diese Maßnahmen sind erforderlich, da früher nicht selten die Telegramme, die der Kaiser selbst geschrieben hatte, von amerikanischen und englischen Sammlern als Autogramme des deutschen Kaisers für teures Geld gekauft wurden. Dieser Autographenhandel soll natürlich unter allen Umständen unterbunden werden. Jedes Telegramm, das der Kaiser absendet, muß, auch wenn er es seinem Sekretär diktiert hat, ein eigenhändiges Zeichen des Kaisers als Unterschrift tragen, ehe es als Telegramm des Keisers abgeschickt wird. Vom Schiff aus verkehrt der Kaiser wenig brieflich. Falls aber Briese geschrieben sind, so werden sie je nach Bedeutung des Briefes oder des Empfängers entweder mit der Post oder mit dem an der Landungsstelle wartenden Kurier auf direktem Wege an den Adressaten befördert. Der gesamte Nachrichtendienst des Kaisers auf Seereisen ist in jeder Beziehung streng geregelt, so daß er nur wenig Zeit in Anspruch nimmt. Am meisten beschäftigen den Monarchen die politischen Fragen, sowohl innerpolitische wie außerpolitische. Er wird jedoch auch von allen Angelegenheiten gesellschaftlichen Charakters und den wichtigeren Dingen z. B. auf sportlichem Gebiete und ähnlichen Fragen unterrichtet. An allen Landungsplätzen werden die wichtigsten Zeitungen zugleich mit der Post des Kaisers an ihn übergeben. Der Kaiser bleibt also während seiner ganzen Reise stets„auf dem laufenden". Kosen und Dornen. Roman von Arthur Zapp. 33 Dein Geheimnis? So sage mal, Mädel, was ist plötzlich in Dich gefahren? Du hast doch keine Dummheiten vor? Willst Du etwa mir oder Tante Eugenie eine Ueberraschung bereiten? Für tausend Mark? Weißt Du, das laß lieber. Oder Else Genrich unterbrach ihren Vater. "„ D u i r r s t, P a p a. E s i s t w e d e r w a s f ü r 2 noch für Tante Eugenie. Es ist“— die Röte auf ihren Wangen glühte noch intensiver, und ein stilles Leuchten brach aus ihren Aggen, und strohite verklärend über das lieblich= gizerhigg ab m. doch mein Geheimnis, Papa. Sie schmiegte sich schmeichlerisch an seine Schulter und legte zugleich ihren Arm um seine andere kannst ganz ruhig sein, Papa. Es dessen ich mich zu schämen hätte; es ist etwas Schönes, etwas Herrliches, etwas wirklich ganz Unbedenkliches, was ich vorhabe, und Du wirst Dich selbst darüber freuen, wenn ich es Dir später einDer alte Herr kraute sich bedenklich hinter dem Ohr, und seine Mienen drückten nichts weniger als sagte er unschlüssig. Else lächelte und lehnte ihre weiche Wange an die von stacheliger Bartfräse bedeckte Wange ihres „Rein, darauf kommst Du im Leben nicht gon selbst, Papa, und wenn Du ein ganzes Ilbgene Über nachdenken würdest. Aber ich weiß gung„rkau, daß Du mir nicht darüber zürnen würdest, wüßtest Du es. Und nun, Papa, sei gut, quäle mich nicht länger. Und das Geld, das gibst Du mie— nicht Der alte Herr zuckte mit den Achseln, und halb brummig, halb scherzend erwiderte er:„Meinetwegen! Wenn Du Dich denn durchaus um zweitausend Mark erleichtern willst. Schließlich ist es doch Dein Geld. Ich habe ja keinen Schaden davon, höchstens Dein Mann, der einmal zweitausend Mark weniger Mitgift kriegen wird. 13. Kapitel. Wieder einmal klopfte es schon in aller Frühe an Arno Zöllers Tür. Der Dichter saß bereits an der Arbeit und fuhr unwirsch von seinem Stuhle „Zum Donnerwetter, was gibt es denn schon meldete Frau skript zurück, denn er hatte die Gewohnheit, sich beim Arbeiten einzuriegeln. Aber kerbriefträgers der überallgerngesechene form habe plötzlich den Verstand verloren. Aber der Beamte entledigte sich ruhig, mit Ichregg gan messenen Bewegungen, als verrichte er etwul gunz Alltägliches, Selbstverständliches, seiner amtlichen Funktion, indem er den inhaltsschweren, mit fünf Siegeln versehenen Brief auf den Schreibtisch des Dichters legte. Dann zog er ein Quittungsform lar hervor und legte es neben den Geldbrief. „Bitte, Herr Doktor, wollen Sie unterschreiAber Arno Zöller trat mit einer heftigen Bewegung einen Schritt zurück und hob abwehrend die Hand, als mute man ihm etwas ganz Unmögliches, Undenkbares zu. „Das ist wohl ein Irrtum,“ sagte er kühl, ärDer Beamte ließ sich nicht einen Augenblick in seiner Ruhe und Sicherheit beirren. Er beugte sich über den Brief und las mit lauter, geschäftsmäßiger Stimme:„Herrn Arno Zöller, Adresse Frau Kübler. Das sind Sie doch, Herr Doktor— nicht?“ — allerdings!“., Kt. Der Dichter trat mit raschen Schiinen an den Tisch und las mit starren Augen. Allerdings, die Adresse war richtig, und er hatte keinen Grund, die Annahme zu verweigern und der Briefträger mit dem Finger wies, zu unterschreiben. Wie im Traum tat er es und mechanisch, wie ein Automat zog er sein Portemonnaie, um dem Beamten den üblichen Nickel als Trinkgeld Ais der Geldbriefträger das Zimmer verlassen Inliegend zweitausend Mark. Mit einem hestigen Griff riß er das Kuvert an sich und mit zitternden Fingern öffnete er. Fiebernde, angstvole Spop humzmirtg gerz den uch Die Enthüllungen im Neuyorker Polizeiskanvul werden durch die soeben erfolgte Verhaftung des Polizeileutnants Becker unter der Anklage des Mordes an dem Spielhöllenbesitzer Rosenthal im höchsten Maße sensationell. Nach dem Geständnis des berüchtigten Spielers Jack Rose yatte dieser auf Befehl Beckers und nach Zusicherung polizeilichen Schutzes vier Bowery=Apachen gedungen, die unter dem Schutze der Polizisten entkamen. Bisher ist noch keiner von den Mordbuben verhaftet. Die Furcht vor den Apachen ist in Neuyork so groß, daß mehrere Spieler vor dem Staatsanwalt auf die Knie fielen mit der Bitte, er möge sie vor der Nache der Apachen schützen. Drei verhaftete Spieler hatten gegen Zahlung von 40 000 Mark den berühmten Anwalt Max Steuer zum Verteidiger gewonnen, dessen erste Handlung es war, seine Mandanten zum Geständnis zu bewegen, auf Grund dessen Becker verhaftet wurde.— Das Schreckensregiment der Apachen in Neuyork dauert fort. In der Nähe der Bowery versuchte ein berüchtigter Apache, zwei Geschäfte zu berauben. In beiden Fällen schoß er die Ladeninhaber nieder, weil sie ihm Widerstand leisteten, und verletzte sie tödlich. Nach längerer aufregender Jagd durch die Straßen konnte er verhaftet werden. Bei der Feststellung seiner Persönlichkeit stellte sich heraus, daß es ein Individuum ist, das in Mogoten wagen dies an den Kesthstate esse für Ihr Talent, damit Sie sich, unbeirrt von materiellen Sorgen, Ihrer Arbeit mit ganzer, freier Seele, mit ungeteiltem Geiste hingeben können. Dann werden auch die Erfolge, literarische, wie materielle, nicht ausbleiben, und es wird Ihnen ein leichtes sein, die Kleinigkeit zurückzuzahlen. Aber machen Sie sich keine Sorgen darum! Das Bewußtsein, einem ehrlich strebenden, begabten Menschen einen kleinen Dienst erwiesen zu haben und kostbaren Früchten der Dichtkunst zur Reife zu verhelfen, ist mir mehr als hinreichender Lohn. Und nun noch eine Bitte. Spüren Sie mir nicht nach. Sie würden mich dadurch nur kränken und erzürnen. Glauben Sie mir, Sie dürfen meine Hilfe annehmen, ohne daß sich Ihr fühl verletzt fühlen darf. En haben die Pflicht, Ihrem Genius zu leben und nur nach dem Höchsten zu streben. Sie dürfen Ihr Talent nicht in trivialen Dutzendarbeiten verzetteln. Das wäre eine Sünde. Darum werfen Sie alles, was Sie hindert, dem Fluge Ihres Geistes zu folgen, beiseite! Hören Sie auf nichts als auf die Eingebungen Ihres Genius! Denken Sie an nichts sonst! Sorgen Sie sich vor allem nicht um nebensächliche, unwichtige Dinge! Das ist der innigste Wunsch Ihres verehrungspoll gebenen N. N.. Der Dichter starrte bald auf die ihm ganz unhriftzuge, bald auf die beiden großen einer seiner Bekannten mit ihm erlaubte. Wie konnte seinen Händen, die zwiter Herr! Gestatten Sie einem Freunde, Ihnen von der herr! Prstan. Ihnen von seinem Ueberfluß den beifolgenden Betrag zu: Verfügung zu stellen. Es geschieht aus reinem Interbraunen Scheine, und wußte nicht, wie ihm geschah. Wieder sah er sich verstört, fragend um, ob er denn wirklich nicht träume. Ja, es geschahen noch Wunder. Das war ja wie ein Märchen. Eine gütige Fee war ihm zu Hilfe gekommen und bescherte ihm das, wonach er sich inbrünstigen Herzens gesehnt hatte: Muße, Sorglosigkeit, Freiheit. Nun konnte er aufatmen, konnte das nichtige, triviale Zeug, das er des Broterwerbes wegen kalt, ohne innerliche Anteilnahme zusammengeschmiert hatte, in den Ofen stecken und konnte in Ruhe, mit ganz ungeteilter Seele sein Drama vollenden. Welch ein Glück, welch ein ungeheures Glück. 195,16 : Nr. 190. Seite 6. Schwerter Zeitung.(Amtölhes Koctobtatt.) Freitag, den 2. Augusi 1912. der Wihelmn Mesenitz in Booollon Raubmordes gesucht wird. buongnen Bunte Chronik. M Ein heroisches Rettungswerk. Der 35 Jahre alte Ingenieur van Goeten, ein Belgier, und seine 22jährige Schwester bestiegen gestern einen Berg der Pelveauxgruppe in der Dauphine. Auf dem Rückwege überschritten sie den Gletscher Donnemon. Das Fräulein glitt aus und wäre in den Abgrund gestürzt, wenn es ihrem Bruder nicht gelungen wäre, sie im letzten Augenblick an den Röcken zu fassen und festzuhalten. Ein Herr, der die beiden begleitete, lief, um Hilfe zu holen. Diese kam aber erst um 10 Uhr abends. Bis dahin, also acht Stunden, hielt der Ingenieur seine Schwester über dem Abgrund fest. Diese war bewußtlos geworden. Als man endlich van Goeten von keiner Last befreien konnte, drach er ohnmächtig zusammen. Das Fräulein wurde ins Hospital gebracht, wo es bewußtlos darniederliegt, man befürchtet, daß es beim Sturze einen Schädelbruch erlitten hat. ) Der Bericht über die öffentliche Untersuchung des Unterganges der„Titanie“ am 15. April d. Is., der soeben in London erschienen ist, besagt, daß die Katastrophe erfolgte, weil der Dampfer infolge übermäßiger Geschwindigkeit an einem Eisberg scheiterte und überdies die Vorkehrungen in Bezug auf Rettungsmittel, insbesondere die Anzahl sowie die Bemannung und die Flottmachung von Rettungsbooten unzureichend waren. Danach sind also die schweren Anschuldigungen gegen die White Star Linie gleich nach dem Unglück nicht grundlos gewesen. Die Nachwirkungen der Katastrophe machen sich im Geschäftsgang der White Star Linie noch immer bemerkbar, denn die Benntzung ihrer Dampfer hat erheblich nachgelassen. )( Ein Juwelenschmuck im Werte von 2 nen Mark wurde der Fürstin Schachowskoi auf ihrem Gute in der Nähe von Moskau gestohlen. Trotzdem das Gut von 200 Tscherkessen bewacht wird war der Diebstahl möglich, doch wurde ein Teil des Schmuckes beim Hausgefinde wieder gefunden. Allein der größte und wertvollste Teil sehlt noch, darunter der berühmte Rosa=Brillant, der von der ersten Frau Peter des Großen, die eine Ahnfrau der Fürstin Schachowskoi ist, stammt. )( Einen Kieselsteinregen erlebten die Bewohner der italienischen Stadt Pisa. Die Steine waren durch eine Wasserhose nach Pisa hineingetragen worden. )( Das Relsonschiff„Victoria“, auf der der berühmte englische Seeheld Admiral Nelson im Jahre 1805 in der Seeschlacht bei Trasalgar den Tod fand, hat soeben der technische Inspektor am Tuchernech=Miütenm in Peain Paol dreijähriger Arbeit vollendet. Das kunstgewerbliche Meisterstück wurde bereits vom Prinzen rich besichtigt. N 41 509 Mark für die Ergreisung brechern sind gegenwärtig laut Anschlag am zen Brett im Berliner Polizeipräsidium zu verdienen Die Bichte Sunme— Ben,gengueg hat die Wiener Polizeidirektion für Mauk erhält dersenige, welcher den Aufenthalt des„großen“ Defraudanten Bruning, der der Dres290000 Mark unterlhgeg,#gtz##r geben kann. Obwohl täglich viele druere bei der Berliner Polizei eingehen, die sich mit Bruning beschäftigen, konnte dieser bisher nicht dingfest gemacht werden. Verantwortlich für die Redaktion: Friedr. Kraao. Druck u. Verlag von Carl Braus, beide in Schwerte. Einmachfrüchte— schützt sicher vor dem Verderben mein Saricht Eeräuttkessig. Alle anderen Einmachartikel bekannt gut und preiswürdig bei 5246 Erns Krein, Bustägstr. 19. Gewerbebank Sommerfest * G. m. b. H. li- llieber milldär###her Vereine der Siadt e. G. H. U. I., Schwerte. 378 Reichsbank-Giro-Konto, Pernspr. 18. Postscheckkto. 1765 Kölp. Kassenstunden: 9 b. 12 Uhr vorm, 3.30 b. 5.30 Uhr nachm. Wir vergüten z. Zt. auf Spareinlagen: Bei 1-monatl. Kündigung u. tägl. Verzinsung 4% 3.„„„„„ 4¾% „ Rechtshandbuch ür Raufeute und Gewerbetebendesg von Hermann Zeitschel und Paul Schwartz, Rechtsanwälten in Berlin. Zweite, vermehrte und verbesserte Auflage. In elegantem Original=Leinenband 15 Mark. 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Daran anschließend: Grosser Festkommers in den Anlagen des Schützenhofes unter gütiger Mitwirkung des Männer=GesangVereins Schwerke. August Weihe der Fahne durch den Kommandeur des Bezirkskommandos Dortmund II Herrn Königl. Oberst Diepenbrock. Darauf: Abmarsch zum Freischütz. Von 4 Uhr ab: Grosses K— Salicyl- Frucht- Essig bleibt alles schimmelfrei u. tadellos in Aussehen u. Geschmack.— Liter 30 Pig.— nur Drogerie W., Heppe Nacht. 5280 Max Mehlhose. Kleine Inserate auch von auswärtigen Inserenten können wir nur aufnehmen wenn solche:: gleich bei der Aufgabe bezahlt werden. ausgeführt von der ganzen Kapelle des 2. Westfälischen Feld=Artillerie=Regiments Nr. 22 unter persönlicher Leitung des Königl. Obermusikmeisters Herrn O. Krüger aus Münster und der Kapelle des 3. Unterelsäßischen Infanterie=Regiments Nr. 138. Zum Schluß: Deutschlands Erinnerungen an die Kriegsjahre 1870=71. Großes Schlachten-Potpourri. Abends 8 Uhr: Grosser Pestsun. Illumination der Freischützanlagen. Montag, den 5. August 1912: Ausflug zur Nach Ankunft: Besichtigung des Kaiser=Wilhelm=Dentmals und der Burgen. (Bei genügender Veleiligung.) Geschäftstelle Schwerter Zeitung! Sonntag, den 4. August 1912, vormittags 6 Uhr: Kanonendonner als Morgengruß an die Kameraden. Grosses Wecken. Von 10 Uhr ab: Empfang der auswärtigen Vereine. Von 11—1 Uhr: Militär=Frei=Konzert in den Gartenanlagen„Westfälischer Hof" (Kordeck) und„Central Hotel"(Jungesblut). Nachmittags 2 Uhr:. Antreten der Vereine am Bahnhofsplatz. Abmarsch zum Kriegerdenkmal. Paradeausstellung der Vereine und des Pfadfinderkorps. Ansprachen. Einirittspreise: 1. Festkarten für Mitglieder der militärischen Vereine für beide Festtage 0.50 ves gonge,k und Ball 1.35 Ma; Bal 1.— Ma, für beide Festage 1 50 Md. Eine Dane der am Fesie (Jede weitere Dame für beide Festtage 0.25 Mt.) Die der de Mlgsiche dur Gleshenten elihen Genden uns die Peihaten un unr Aenrghenten Ge. ben aun Aiader under ie Jahrea haben zum Val beinen Jatik. Unsere Mitbürger werden freundlichst gedeten, durch Beflaggen der Häuser und Ausschmüchen der Straßzen das Fest verschönern zu helfen. beue.- Aud v. Bag Botsland u. d ber Rucksäcke in allen Preislagen. Trinkbecher sowie sämtliche Lederwaren u. Sportartikel liefert billigst Oltlo Schriewer Spezial-Geschäft feinerer Lederwaren. Telefon 258. Weingutsbesitzer offeriert seine sebstgekelterten Natur-Ahrburgunder Rotweine von Nk. 0.80 per Liter an. Vertreter werden an allen Plätzen gegen gute Provision gesucht. Gefl. Off. unter No. 4221 an die Bxp. d. Ztg. # Unser 784# [Schafstramp! „Eisenstark“ Wdoppelte Persen, Knie 1# u. Spitzen, in braun ae und schwarz Weer sehr billig G Gebr. Stein Schwerter Brotfabrik — Telefon Nr. 74.— Haferzwieback Kinderbisquitt Makronen- Zwieback Sand-Gebäck Sämtl. Backwaren In den meisten ColonialwarenFessre. Jungegend tägl. frisch u. durch eigene Buhre direkt ins Haus. 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Wieder saß ein Kunde in dem bequemen Stuhl und ließ sich einseifen nach Strich und Faden, und wieder bot der Meister seine Billetts an. „Ja, geben Sie nur her,“ sagte der Eingeseifte. „Ich selbst habe zwar keine Zeit, aber es kommt sicher heute noch einer oder der andere, der sie dankbar annimmt.“ „Gott sei Dank,“ murmelte der Verschönerungsrat in sich hinein. Fünf Minuten später stand der Gast glatt rasiert draußen auf der Straße und sah sich die Billetts an, die ihm der Barbier in die Hand gedrückt hatte. Richtig, da war der kleine Knick und da das Fleckchen— der Drucker, Verleger und Redakteur des „Bezirksanzeigers“ hatte seine Freibilletts wieder. Aufgabe Nr. 270. Endspielstudie von J. de Villeneuve=Esclapon in Paris. („La Stratégies.) Schwarz: 8 Steine. Der Vater der modernen Kurzschrift. Ueber Dr. Thimothy Bright, den Erfinder der modernen Stenographie, sind wenig biographische Daten bekannt. Nach dem Antiquary soll er in Cambridge geboren sein, wo er auch Mai 1561 immatrikuliert wurde und 1567 graduierte. Zum Zweck medizinischer Studien in Paris weilend, fand er während der Bartholomäusnacht im Hause des englischen Gesandten Schutz. 1578 wurde er als Doktor der Medizin bei der Universität in Cambridge aufgenommen. Seine medizinischen Werke zeigen ihn noch ganz auf dem mittelalterlichen Standpunkt, hier hat er also nicht im Sinne des Fortschritts gewirkt. Sein Treatise of Melancholy war Shakespeare wohlbekannt. Von seiner Erfindung einer Kurzschrift hören wir zuerst in einem Briefe seines alten Lehrers Vincent Skinner aus dem Jahre 1586 an Hicks, den Privatsekretär Lord Burghleys, für den die neue Kunst besonderes Interesse haben mußte. Zwei Jahre später trat Bright mit seiner Erfindung an die Oeffentlichkeit. Anfänglich rein alphabetisch, wurde die Brightsche Stenographie in ihrer weiteren Entwicklung willkürlich und unübersichtlich und hat sich deshalb nicht zu behaupten vermocht. Humor. Kein Hinderungsgrund. Freier:„Ich komme, mein Herr, Sie um die Hand Ihrer Tochter zu bitten.“ Vater:„Ach, sie ist mein einziges Kind, ich bin alt, und ihre Mutter ist tot—.“ Freier:„O bitte, das ist kein Hinderungsgrund!“ Auflösung des Rebus aus voriger Nummer: Wer besitzt, der lerne verlieren. abe d„ f g h Weiß: 7 Steine. Weiß zieht an und erzwingt Remisschluß. u8XP AXTOS 0 80—99.L·S CI10—70 40—4PL ·7 b%X99J 70—90TT Partie Nr. 272. Turnierpartie, gespielt zu Karlsbad am 4. September 1911. Spanische Partie. Weiß: E. Cohn, Berlin.— Schwarz: A. Burn, Liverpool. Weiß: 1. 62—04 2. Sgl—13 3. Lf1—55 4. Lb5—a4 5. 0—0 6. TII—el 7. La4—b3 8. c2—c3 9. Lb3—c2 10. 42—43 11. Sbl—42 12. S02—f1 13. S11—83 Schwarz: 67—65 Sb8—c6 a7—46 S88—16 L18—e7 b7—b5 47—46 Sc6—a5 c7—05 0—0 Sa5—c6 T/8—68 Le7—18 Die Eröffnung hat sich in der hergebrachten Weise vollzogen. In den nächsten Zügen aber gewinnt Weiß, wenn auch langsam, so doch zusehends an Boden und baut sich allmählich eine Angriffsstellung auf dem Königsflügel auf. 14. 43—44 D38—c7 15. 44—45 Sc6—b8 16. a2—24 Ta8—a7 17. Ddl—e2 Ta7-b7 18. a4X55 a6Xb5 19. h2—53 g7—66 20. Lcl—e3 L18—67 21. S13—52 S16—07 22. De2—42 Sd7—b6 23. b2—53 Sb6—47 24. Tel—f1 b5—b4 25. c3—04 Sd7—18 26. Sh2—g4 De7-e7 27. Le3—h6 Nun hätte Schwarz wohl am besten Lcsxg4, Lg7x h6 und 17—16 gezogen. geschah aber 27..... Lg7—h8 und nun nahm die Partie folgenden lebhaften Verlauf: 28. Lh6—65-f7—f6 29. Sg4—h6+ Kg8—67 30. Lg5—h4 De7-08 31. 12—141 Kg7Xh6 32. f4Xe5+ g6—g5 33. e5—eß Kh6—67 34. TfIXf6! g5Xh4 35. Dd2—g5+ S18—66 36. e4—65 37. Sg3—h5 38. Tal—f1 39. Lc2xg6 40. Dg5Xg6 41. T16—17 42. TIIX17 Kg7—68 Lb8—g7 d6Xe5 h7X86 LesXeß TbTXTT Aufgegeben. (Nach dem „Deutschen Wochenschach“.) Für diese Partie wurde dem Führer der weißen Steine ein Schönheitspreis von 100 Kronen zuteil. 8 * uie aan ver se e Shun 212 p“ S SSre 9„„ 0 S 9 An * TF gE" S#tFIS 6 S 3 Sattalt. Roman von Heinz E'Monts. (60. Fortsetzung.) er jetzige Lord Holday soll Hab und Gut samt Titel und Würden einem entfernten Vetter, oder vielmehr dessen Sohn übertragen haben und lebt einsam und von aller Welt zurückgezogen auf Waterhill Castle, dem # alten Stammschloß der Familie. Er soll in jungen Jahren ein großes Unrecht begangen haben. Man spricht von Erbschleicherei, von Kindesunterschiebung und ähnlichem. Höchstwahrscheinlich ist das alles nur Klatsch. Jedenfalls brach Sir Henry allen gesellschaftlichen Verkehr aus dem einfachen Grunde ab, weil Lady Holday gelegentlich einer Expedition in das Nordmeer beide Beine verlor und obendrein infolge des Schreckens halb verblödete.“ Ein pfeifender Windstoß, der über die Themse fegte und eine Wolke von Dunst und Wasserstaub vor sich hertrieb, mahnte, den ungeschützten Söller wieder zu verlassen,„ 3 5 Wi. aust „Der Marz hat Launen dieses Jahr, wie sonst nur der April,“ sagte während des Abstieges der Kastellan. Er fühlte sich schier veranlaßt, die schöne und gewiß sehr vornehme Dame um Entschuldigung zu bitten ob dieses völlig unbegründeten Verhaltens dieses unverschämten Gesellen. „Sehen Sie, Mylady,“ setzte er, an einem der Turmfenster stehen bleibend, hinzu,„da drüben über Holday House zieht es schon herauf wie Gottes Wetter.“ Francis folgte seiner ausgestreckten Rechten. Jawohl, über dem hohen First des stolzen Hauses braute sich etwas zusammen. Eine tiefdunkle, zottige Masse zog herauf in rasender Eile gleich einem finsteren Ungetüm. Groschengroße Regentropfen begannen niederzurauschen, trommelten an den buntverglasten Fenstern und auf den tiefer gelegenen, bleigedeckten Dächern. Zugleich knatterte und fauchte der Wind um die steifen Zinnen und weckte Töne, die wie schrille Verzweiflungsschreie klangen. Es war irgend etwas gesprungen in der Seele des Mädchens; ein Gefühl durchwallte es, über welches sie sich im Augenblick noch keine Rechenschaft zu geben vermochte.„„— Den Worten des Kastellans nach zu urreilen, existierten mehrere Holdays. Wie, wenn der Vater des Geliebten und jener meineidige Holday doch nicht ein und dieselbe Person wären. Sie stand in einer der mächtigen Finsternischen des gewölbten Rittersaales und blickte sinnend in das über die Umgebung des Tower niederprasselnde Hagelwetter. (Dachdruck verboten.) Die Scheiben klirrten, die zersetzten und Seidenfahnen raschelten leise unter dem Luftzug, durch, irgendeine vsäathent zesgenstisch auf ihren hohen Die Geharnischten saßen gespe###### auf ihren hohe ausgestopften Pfferden, die gestickten Wargeggngen prunkten und prahlten, das Rüstzeug blintr,garz., mar, Wenn doch nur das Unwetter erst vordei wäre! Sie wollte, sie mußte stehenden Fußes hinüber nach diesem Hause, dessen Schwelle zu Uberrzugenz.g. Ge ein wenn auch nur moralisch 9gewißheit haben, sich besaß. Sie wollte, sie mußte Gewißhen.#####, sich über die Familienverhältnisse der Holdays unbevingt Klarheit verschaffen. Endlich begannen die silberblinkenden Strome des Himmels zu versiegen; eizgharcz, o gagene z. gergoschete irrten über St. James Church, daß das v.#### Dit Verige Zact raiste ihe Tledersgun hleppte durch den einte Droschte zu nehmen, oder doch eoaune energisch in Bewegung vor, das Haus, diese Perle gotischer Baukugst besichztig zu dürfen. Sie sei vom Tower aus auf dur Geoaut aufmerksam geworden und seine reinen Linien hätten si Site brach miten in Sate ab. De, oghergener gesprochene kleine Lüge trieb ihr Fchznen Lugen suchten Röte durch die Wangen und ihre schön.##en sucht verwirrt den bunten Mosaitboden der Daur, amezeng Wirkung nicht, und der Zerberus von Holday House „en se meigen Aisene be=zsesg. and K reis Nan schrit Francks langsam durch Räume. Ein Duft nach Moder und Vergänglichkeit saß allenthalben in den Ecken, das Tageslicht siel nur matt: Fenster und erzeugte durch die verhüllten mächtigen Der alte Bedienstete, außer seinem Weibe der einzige Bewohner des Riesenbaues, war unermüdlich im Er„Hier, Moady, Ane e4p,ogs hoißz gahmt von den Trünmem eines Voni Ziesz, Pronze stammt aus den geleistete gute Dienste beim Abschluß des Opiumtrieges lang in einem verschanzen Gartenpapilon gegen eine on sinaushsrlich rannen die Worte des Alten während noch der einie, asten Rannes, der die von mit welchem seine ganze Person auf das engste Sie traten in das Arbeiszimmer Sir Zaltgez, einem erst von dem letzten Lord völlig neu a Vorträt vop, Krshroten Lippen. bernieder wut v.)u, v. Holdags, flüsterte der alte „Die Gattin Sir Henry Holday,####— her alte gräßliches Unglück zu, das obendrein noch ihren Homise daum größen Teil in eim Heim für Kranie und t u n d l e b t v ö l l i g d e n Sessel niedergelassen. Der Augenblick beherrschte sie Seele. Haß, Mitleid, Genugtuung über das schwere das diesen Mann betroffen, Bitterkeit, eine geausgucken wie unter einer schmerzhaften Verübrung. und hatte sich geweidet an der berückenden Schönheit seines Weibes, während drüben in Deutschland eine junge Menschenblüte vielleicht dem grimmen Schnit Fast feindselig streifte sie die meisterhaft wiedergegebenen Züge der schönen Frau, deren Flammenauge so seltsame und geheimnisvolle Dinge anzudeuten schien. Eine milde Regung stahl sich wieder durch ihre Brust. Wer in diese zwingenden Augen sah, das fühl sie als Weib, der vermochte ihnen nicht zu widerstehen. Ja, so mußte es gekommen sein. Sir Holday war der Umgarnte gewesen, der den Künsten dieser Kirke he verfallen müssen. Es konnte gar nicht anders sein. Ihr ganzes Ich bäumte sich dagegen auf, diesen Mann verdammen zu müssen. Sie fühlte, der Augenblick war gekommen, in welchem sie die Wahrheit in ihrer ganzen Unerbittlichkeit ersahren würde.. ict um Chn „Besitzt diese— diese schöne Frau nicht einen Sohn, der den alten Glanz dieses Hauses einmal neu beDer alte Diener schüttelte den weißen Kopf. „Die Ehe Sir Holdays ist kinderlos geblieben.“ „Schade um diese alte Familie und ihre durch Jahrhunderte reichenden Ueberlieferungen. Die ganze Herrschaft fällt nun wohl an die Krone zurück?“ Der Diener maß die junge Sängerin mit forschendem Blick. Wollte die irgend etwas auskundschaften? Er und nimmer erlaubt, etwas Ehrenrühriges über die Francis zwang sich mit ungeheurer Anstrenguing, in der Breimer Geselschaft die Rede, daß sener Holday — wie hieß er doch noch—... Wieder äugte der alte Mann scharf auf oas stattAugen über den feingestrichenen Estrich. Mühe hielt Francis sich aufrecht. Eine einzige Frage noch, eine einzige Frage: Seltsame Geschicke, die über hauchte sie.„Uebrigens, warum hat der ältere Vetter Sir Holdays die Erbschaft ausgeschlagen?“ Der Diener klopfte umständlich ein Stäubchen von seine Gründe dazu gehabt haben. Vielleicht tat ers aus Liebe zu seinem Seemannsberuf, vielleicht mit Rücscht, auf, Dumpf siel die Tür hinter Francis ins Schloß. Tower: ein breiter Ctezwpinghurcgen Lichtunwggigrgze Auch in Francis war es licht geworden, und si Sie Healte üur Gebernagich geäese Bas eir In maßlosem Rachehatte im stillen Herzenschrein die abenteuerlichsten Pläne geschmiebezundr dar war unbernerct iechnt aut ewie du ver der eiommen, und der auf die Holdays gerichtete Pfeil trafsie selbst, durchbohrteihrzigeren Ferz. flammten Augen; sie senkte das Haupt sterben zu mussen vor Weh. (Fortsetzung folgt.) SStu 0 Denkspruch. Dies über alles: sei dir selber treu, Und daraus folgt, so wie die Nacht dem Cage. Du kannst nicht falsch sein gegen irgend wen. Shakespeare. * Die Freibilletts. Humoreske von A. W. Erlepp. (Nachdruck verboten.) „Haben Sie morgen abend Zeit?“ fragte der Drucker, Verleger und Redakteur des„Bezirksanzeigers“ seinen einzigen Mitarbeiter, den Magistratsvere„Morgen? Nein, da habe ich Aussicht in der Lesehalle,; gab dieser guffalend schnell egänte wort; er fürchtete, als Gast zu irgendeiner Verenssitzung eingeladen zu werden. „Ich habe hier nämlich zwei Freibilletts für morgen und übermorgen. Paßt es Ihnen vielleicht übermorgen?“ „Dann bitte! Hermann Zänker spielt in der beone Magstratsekretäir nahm die beiden Larter in Empfang, dankte und empfahl sich balo darauf. Er war weder ein großer Musikliebhaber, noch ein Freund von langen Abendunterhaltungen; er„band“ sich nicht gern, sondern richtete seine freien Abende am liebsten nach seiner jeweiligen Laune ein.„S# waren ihm denn die Billetts eigentlich mehr eine Lust, als eine Freude. Da er sie indes hatle, so fühlte er sich auch verpflichtet, Linzugehen. m Zänter=Abend in „Uebermorgen gehen wir zum Zanker=Abend in der Brauerei Storm,“ begrüßte er daher seine Frau beim Nachhausekommen.. M. zitzmacherv. „Zu Zänker, dem seichten Musirmacher: „Seicht? Na, das möchte ich nicht sagen! In die Tiefe geht er allerdings nicht, und den Ernst des Lebens vermutet er auch nur, indem er sich sagt, daß seiner eigenen Lebenslustigkeit doch auch ein Gegenstück gegenüberstehen müsse; aber er hat doch immerhin recht viele einschmeichelnde Lieder geschrieben.“ Sicher! Das weiß jedes Dienstmädchen; die singt jede Köchin; die pfeift jeder Schusterjunge, und jeder Leierkasten spielt sie. Ueberhaupt: ich habe übermorgen „Das genügt,“ seufzte der Gatte. „Vielleicht geht Steinbach mit, wenn du absolut „Wer sagt, daß ich gern hinmöchte? Aber ich habe von Hildebrand zwei Freibilletts#ekommen, so, zusagen mein erstes Honorar für meine Mitarbeit, und möchte ich denn auch gern etwas davon haben.“ „Wenn weiter nichts ist, drehe sie zum Fidibus und bvo, Selatach=Tagte der Sate siunend.„er dut auch selten was, der arme Kerl! Ich glaube, er würde „Hat selten etwas? Der hat genug, sage ich dir. Wenn nur jeder so viel hätte! Doch die Hauptsache ist in diesem Fall, daß du sie wieder los wirst.“ Der Magistratssekretär ging zu seinem Freunde, dem Ober=Postassistenten Steinbach, erzählte vom Wetter, von der Wäsche, von der allgemeinen Bildung und von der musikalischen, und war schließlich bei Zänker und den Freibilletts angelangt.u Steinbach fuhr auf, als hätte ihn ein Huno in die Jahre noch, Wiederziiektzv, mehr geben. Rein, da sollte es keine Freibatlen, nuche groin. Nein, da könntest du mir noch drei Mark zugeben, ich ginge Ladewig sah ihn verständnislos an.„Was hat denn das Deutsche Reich mit meinen Freibilletts zu „Sehr viel! Vierzig Jahre nach Wiederaufrichtung des Deutschen Reiches sollte keiner mehr Freibilletts kennen: anstg. „Nun, deutsch sollte er sein, deutsch bis auf die Knochen und„Gratis=Einlaßkarten“ drucken.“ Im ersten Augenblick war Ladewig ärgerlich; dann lachte er, daß es schien, als wollte ihm die Luft knapp s werden, um endlich, nachdem er sich beruhigt hatte,# zu sagen:„Du hast recht— aber ich glaube, es werden im Januar erst vierzig.“ Der Besuch war also vergeblich gewesen. „Dann gehst du zu Dauter,“ sagte seine Frau. „Der geht vielleicht mit seiner Frau hin.“ „Meinst du?“ fragte der Gatte zweifelnd; er war ein wenig Pesimist geworden nach seinem ersten Versuch. Der Magistratssekretär machte sich also auf den Weg, um seinen Freund Dauter mit einem Geschenk zu beglücken. Nach einer längeren Einleitung rückte er auch hier mit seinem Anerbieten heraus. *„Ich würde gern selbst gehen; denn ein Konzerr unter Zänkers persönlicher Leitung ist ein seltener und ganz besonderer Genutz.“ „Glaube ich, glaube ich gern! Aber man muß sich auch Genüsse versagen können. Ich mache das häufiger. Zuerst wurmt's einen etwas; aber nachher freut man „Bei deiner geselschaftlichen Stellung“ entgegnete Ladewig ein wenig scharf,„kannst du nicht grundsätzlich allen solchen Veranstaltungen fernbleiben.“ „Grundsätzlich nicht, aber prinzipiell,“ sagte Dauter 1 Ladewig wiegte bedenklich den Kopf hin und her. Da wurde auch Dauter unsicher und sagte zögernd: „Zeig' mal die Karten her. Preis eine Mark— hm. — Was ist denn das?“ Sein Auge fiel auf einen mit roter Stempelfarbe gedruckten Vermerk;„Gültig — ohne jede Nachzahlung— am 22. und 25. aptil“. —„Freibilletts?“ sagte er gedehnt.„Nein, deren Benutzung würde meine geselschaftliche, Stellung, rug bere abdrücken. Der Stempel beweist, dup es di#le solcher Karten gibt. Da könnte ich denn mit Gevatter Handschuhmacher und Schneider an einem Tische sitzen und das Volk würde denken:„Der hat auch kein Geld.“ Nein, ich kann meine Karten noch bezahlen.“ „Dann bezahle sie,“ antwortete Ladewig wurend. Lieber, das würde ja die Sache nicht verbessern.“ Aim stcsen häite er die Krten in Ferz. herise aber dagegen. Es war ein Geschenk, und mußte man in Ehren halten. „Wem kann ich sie nur geben?“ fragte er sich vun Richtig, da war ja sein Varbier. Der würde sich nicht weigern; der würde site vegunden geben gehen oder sie einem musikliebenden Kunden g2##### Während er sich einseifen ließ, rückte er mit seinem „Gewiß, gewiß,“ erwiderte der Barbier.„Zänker, Er trällerte eins der bekanntesten Zänkerschen „Zänker! Ich selbst kann leider nicht hingehen, aber ich will sie schon unterbringen. Menschen, die für nichts gute Musik hören möchten, gibt es genug. Nr. 199. Seite 3. Schwerter Zeitung.(Amtliches Kreisblatt.) Freitag, den 2. August 1912. Während meines Saison-Ausverkaufs gewähre ich bei Einkäufen von 5.00 Mk. an auf nicht sämtliche herabgesetzte Manufakturwaren einschliesslich Schuhe eine Extra-Vergülung IOPrOZenC ausserdem das Eintragen in die beliebten : S p a r b ü c h e r Prche 5298 von Aupigeschäf: HIAGEN/v. Frankturterst M## A Artillerie=Verein Schwerte. Samstag. den 3. August abends 7.15 Uhr: Antreten zum Zapfenstreich im Vereinslekal Kiempt. Sonntag, den 4. August, nachm. 1.30 Uhr: Antreten zur Fahnenweihe im Vereinslokal. Jahlreiches und pünktliches Erscheinen erwartet 5259 Der Vorstand. Garde- u. Landwebr- Verein Schwerte. Jum diesjährigen Sommerfest und zur Fahnenweihe des Artillerie=Vereins Schwerte, Sonnabend, den 3. Aug. er., abends 7 Uhr Antreten i. Vereinslokal zwecks Teilnahme am Zapfenstreich. Sonntag, d. 4. Aug., nachmittags 1¼ Uhr: Antreten im Vereinslokal zur Parade. Dunkler Anzug. Vereinsabzeichen anlegen. Festkarlen und Vereinsabzeichen sind beim Antreten zu haden. Es wird um rege Beteiligung gebeten. 5277 Der Vorstand. Enleignung von Grünbeigratum. Zur Feltstellung der Entschädigung für das zum Ausbau des Lehnertweges in Barop zu enteignende in der Gemeinde Barop belegene, nachstehend bezeichnete Grundeigentum habe ich Termin auf den 5. August 1912, nachmittags 3 Uhr amnschenider dis 1. Laul Pie d Se Se oaei) autgshniant, inre Resle u. vegen Auszachlung oder Huterlegung der Enischa; Guid gud fesgestelt und Zwangs= igerung. Am 3. ds. Mts. vorm. 10 Uhr werde ich im Restaurant zum alten Rathause 1 Pultschrank, 1 Schreibtisch, 1 Ruhesofa, 104 versch. Damenhüte und 3 kleine Regole öffentlich gegen bar versteigern. Grothaus, 5811 Gerichtsvollzieher. Keiner. Zwecks wichtiger Besprechung Sonntag morgen 8½ Uhr Versommlung beim Wirt zum Schwan, HüsingSshihenr eichen euhen. 5290 Mehrere Kollegen. Zwangsverkauf. gür Somntag den 4. Auguk er. Katastermäßige Bezeichnung des Grundstücks Ge=[Karten Par25 markung Gemeinde Barop 3 KriegerSchwerte a. d. Kuhr. (Mitglied des Preußischen Landes=Kriegerverbandes) Zur Teilnahme an der Feier der Fahnenweihe des Artillerie-Vereins, verbunden mit dem gemeinschaftlichen Sommerfeste der hiesigen militärischen Vereine, treten die Mitglieder im Vereinslokale (Jockenhöfer) an: Sonnabend, den 3. August, abends 7 Uhr, zum Zapfenstreich Abmarsch punkt 7.15 Uhr. Sonntag, den 4. August, nachmittags 1.15 Uhr, zur Fahnenweihe und Parade Abmarsch punkt 1.45 Uhr. Laut Beschluß der Generalversammlung wird der Festbeitrag von 50 Pf.(eine Dame frei) aus der Kasse gezahlt, jedoch nur für die Mitglieder, welche Sonntag mittag antreten. Orden und Ehrenzeichen sind anzulegen. Um allseitige Beteiligung bittet 5288 Der Vorstand. Schwerte, den 2. August 1912. 905 (aus 138) zu 1802 3 83 zu 1802 Zur Teilnahme an dem Feste des hiesigen Artillerie=Vereins treten die Kameraden am Samstag, den 3. August, abends 7,15 Uhr, Sonntag, den 4. August, mittags 1.30 Uhr im Vereinslokal(C. Klempt an. 5003 Der Vorstand. Neueste Muster Billigste Preise. zu 1802 Eigentümer (Name, Stand und Wohnort) Boß, Wilhelm, Landwirt in Barop Wirsbowsky, Diedrich, Bergmann zu Barop Das Grundstück ist verzeichnet im Grundbuch von B5 8#. Barop 5 Wirtschaftsart und Lage Größe der zu enteignenden Grundfläche ha ar am Derselbe 84 zu 1802 Grasakamp, Heinrich, Witwe Witt zu Barop Gerseibe 50 Wiese am Lehnertweg Acker Lehnertweg Am Samstag, den 3 August er., vormittags 9.80 Uhr, werde ich im Pfandlokale beim Wirt Müller, zum alten Rathaus, hierselbst 5310 1 Verlikow, 1 Sopha u. 1 Spiegel m. Konsole gegen bar vorsteigern Schwerte, den 2. August 1912. Morgenroth, Geichlenoltjeher D Prima dickes, fertes mehrere Kabhltse kr. u. u gesucht. Restaurant z. Freischütz. Dogge enklaufen! Wiederbringer erhält Belohn. Vor Ankauf wird gewarnt. Schmalenbach, 5301 Schlachthof. 450 597 von einer prima Ruhrweidenkuh zu bekannt billigsten Preisen, sowie sämtliche Wurstwaren in prima Qualität zu billigsten Preisen. Schwerter Fleischhalle Kl. Marktstraße Nr. 4. 84 zu 1802 Turnerbund Schwerte Samstag, den 3. Aug., Abends 8 Uhr: Vorntands=Sitzung mit nachfolgender außerordentl. General= Versammlung Tagesordnung daselbst. N. B. Jahlreiches und pünktl Erscheinen wird erwartet. 5297 Der Vorstand. Schöning's besiozeh Trchsstichanden Dertnsund, Belhenstraße 19 Peer bördem emdtter ab Bruch, Phrgenz, zu 180 C. Weinbegg. 84 zu 1802 Derselbe 57 5/97 84 zu 1802 Lindenbaum S. und Söhne, Handlung zu Witten Bergmann, Ernst, Wirt zu Barop 171 Derselbe 35 zu verkausen,. 5287 Sedanstr. 25. Ein gebrauchter, aber gut erhaltener Elektro=Motor 12 PS. zum Anschluß an„Mark“ zu kaufen gesucht 5201 Näheres in der Geschäftsstelle der Schwerter Zeitung goldener Ring mit Stein gefunden. Gegen Belohnung abzugeben. Bruchstraße 20. KAT Roggen u. Weizen kauft zum höch# sten Tagespreis## # C. Lethaus# Favorit-Modenalbum (60 Pfg.) Pavorit-Schnittmuster Allein-Verkauf für Schwerte Kaufhaus OTTO MARX. Ostenstrasse 20. ERRRRRRRN aur u htan 5 ge einen zuverlässigen * JFuhrkuccht 8 & C. Lethaus, 2 Schwerte. RRRURNNN Schlachthof. Samstag, den 3 August er. vorm. 8 Uhr, soll auf der Geei, dank 5300 —Le. minderwertig verkauft werden. Arnsberg, den 29. Juli 1912. E. 658 Reiselektüre Der Enteignungskommissar: Frhr. Quadi, Regierungsrat. in grosser Auswahl vorrätig in der Rucbbandlung Carl Braus Inkarnattlee empfiehlt billigst Heute 50 Kleinsteisch hochsein 5 Pfd. nur 1.30 Mn. Schwerter Kl. Markistr Nr. 4. Schliesshölzer Hemmklötze, F kelle. Räucherstöcke für Metzger. Will. Streck, Bonn. Umeonst reichhelt Nusterser s. Fiase: ve, Fensterscherstöcke etzger. 500 Bände KETSE• ILEKTURE Band 25 50 953 F 7• Reileführer Kursbücher Landkarten Dr* für die Reile. BUZ Altgesr. za billigen Preisell iel aie Verionreiseht Wir bitten um gefällige sorgfältige Durchsicht des Inserats. Sie werden darin vieles finden, an welches Sie vielleicht vor der Abreise nicht gedacht hätten.:::: *::: Lederwaren Bahnkoffer: Coupékoffer: Handtaschen: Reise- Necessaires Hutkoffer: Rucksäcke: Waldkocher: Aluminium-Gegenstände Kragen-Beutel: Plaid-Hüllen: Japan-Koffer: Isola-Gefäße Gamaschen: Plaid-Riemen: Reise=Rollen: Schirm-Hüllen. Wir bitten das Schaufenster an der Mittelstraße zu beachten.— Reise-Artikel Bade-Wäsche in großer Auswahl Bade-Anzüge für Damen, aus gestreiftem Kattun, mit weissem Besatz 2.25 Bade-Anzüge für Damnen, aus rotem Kattun, mit buntem Besatz 2.75 Bade-Anzug aus blauem Köper, mit weissen Besätzen und abknöpfbarem Rock 8.50 Bade-Trikots für Kinder, in gestreift....... 1.65 Bade-Trikots für Damen, in blau und schwarz 2.50 Bade-Trikots für Herren, in gestreift.... 2.50 Bade-Hauben für Kinder 0.35 Bade-Hauben für Damen 0.75 Badelaken, Frottier-Handtücher in grosser Auswahl. Parfümerie und Toilefte-Artikel Schwammbentel, von 0.48 an Schwammdosen aus Celluloid.„ 0.40, 0.30, 0.25, 0.20 Reise-Flacons in Nickel und Celluloid Serviettenbehälter in Celluloid und Pappe Zahnbürsten-Köcher in Glas und Celluloid s Kamm-Etuis Seifendosen, Celluloid. 0.75, 0.50, 0.45, 0 35, 0.25, 0.20 Seifendosen in Nickel und Aluminium Zahnpulver-Dosen: Puder-Dosen: Haarnadel-Dosen Haarnadel-Schalen: Taschenzerstäuber: Taschenflacons Nagel-Scheren: NagelzZangen: Nagel-Polierer Nagel-Pollerstift: Nagel-Crême: Nageistein und Nagelwasser: Manicures in grosser Auswahl. 8 117 Shaufhalter für Kopfshawis. Rasier-Apparate v. 0.95 an. 2.00, 2.25, 2.50, 4.00, 6.50 b. 20.00 Original Eau de Cologne, gegenüber dem jülichsplatz u. 4711. Johanna Maria Carl und Frütz Ferina 1.00, 0.50 und 0.30 Eau de Cologne 1648 1.00, 0.50 und 0.10 Wasch-Eau de Cologne ½ Lt. 3.50, ½ Lt. 1.90, ½ Lt. 1.00 Seifen aller Art: Bürsten und Kämme. Alle Artikel zur Haut-, Haar- und Mundpflege. 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