Holzwickeder Zeitung Aplerbecker Zeitung Aig dunte, und ahelmntgrüichn nungen fur den Kreis Horde erlangee gamte Bekanntmachung der Honglichen Regterung Schwerter Volkszeitung Verbunden mit: Schwerter Cageblatt G Schwerter Anzeiger Erites und älteltes Cagesorgan des Krelles Betanntmochung durch Verosentlichung in der Schwerte# Zeitung rechtsverbendliche Kraft.— Die Schwerter Zeitung" gewohrt ihren Abognenten für jeden mit Tod endenden Untall gemehibren De. 300 Mk: Unfall. Druchu Verlagr Cor! Braus Schwerte=Nuto Vernp 62 Telegr., Adr. IrousSagerne. 341) Nr. 151 Samstag, den 29. Juni 1912. 44. Jahrg. Tüftschiff„Schwaben Verbrankk. „ de 1 andsetzen, Drähte und Gestänge liegen bunt Die heutige Ausgabe umsaßt mit dem Sonntagsblatt“ 24 Seiten! 25 Jahre Kreis Hörde. Ein Viertehjahrhundert war am 21. Februar dieses Jahres seit dem Tage dahingegangen, als durch Allerhöchste Kabinettsordre der Kreis Hörde von dem Landkreise Dortmund abgezweigt wurde; am 1. April 3887 trat diese Kreisteilung in Kraft. Welche Wandlungen unser Heimatskreis in diesen langen Jahren durchgemacht hat, besagt der prächtig ausgestattete Jubiläumsbericht, den der Kreisausschuß zusammen mit dem Verwaltungsbericht für das Jahr 1911 herausgegeben hat. Als Einleitung geht dem.160 Seiten starken Bericht ein historischer Rückblick über die Entwickelung des Kreises voraus. Bei seiner Gründung umfaßte der Kreis einen Flächeninhalt von 16 743 ha und nach der Personenstandsaufnahme vom November 1887 eine Bevölkerungszahl von 75781 Personen. Die Volkszählung 1910 ergab eine Seelenzahl von 140 903 Personen, sodaß in dieser Zeit eine Zunahme von 65 122 Personen zu verzeichnen ist. Der Kreis Hörde wird im Norden vom Stadtkreise Dortmund begrenzt, im Nordwesten und Nordosten vom Landkreise Dortmund, im Osten vom Kreise Hamm, im Südosten und Süden vom Kreise Iserlohn, im Süden und Südwesten vom Kreife Hagen und im Westen vom Kreise Bochum. Während dem Kreis im Nordosten die Emscher in ihrem Oberlause durchzieht und gegen den Stadtkreis Dortmund die Grenze bildet, erstreckt der Kreis sich im Süden bis zum Ruhrtal und geht mit den Gemeinden Villigst und Garenfeld noch über das Tal dieses Flusses hinaus. Bei der Gründung war der Kreis in secht Verwaltungsbezirke eingeteilt, welche von zwei Bürgermeistern und vier Amtmännern verwaltet wurden: die Städte Hörde und Schwerte und die Aemter Annen, Aplerbeck, Barop und Westhofen. Schon im ersten Jahre machte sich die Schwierigkeit der Verwaltung des umjangreichen Amtes Barop mit den zugehörigen 12 Gemeinden geltend; es wurden deshalb durch ministeriellen Erlaß vom 14. Mai 1888 die Teil=Aemter Barop, Kirchhörde und Wellinghofen gebildet. 1896 wurde ein Teil der Gemeinde Wambel der Stadtgemeinde Hörde angegliedert und am 1. Juni 1911 erfolgte die Auskreisung der Stadt Hörde aus dem Kreisverbande. Weitere Grenz= und Gebietsveränderungen hat der Kreis in den 25 Jahren nicht erfahren. An die Spitze des neugebildeten Kreises wurde 1887 der Königliche Landrat Spring berufen, welcher bis zur seiner am 25. Mai 1900 erfolgten Ernennung zum Oberregierungsrat in Trier die Geschäfte des Kreises leitete. Oberregierungsrat Spring, dessen Verdienste um den Kreis durch mehrere Stiftungen geehrt wurden, starb 1910 in Osnabrück.— Vom 1. Juli 1900 ab wurde die Verwaltung des Landratsamts dem im Reichsamt des Innern beschäftigten Reg.=Assessor von Stark zunächst kommissarisch übertragen. Die definitive Ernennung zum Landrat erfolgte am 19. Januar 1901. Fünf Jahre leitete er mit großer Sachkenntnis die Geschäfte des Kreises. Mitte Juni 1905 wurde er zum Polizeidirektor nach Potsdam versetzt, wo er noch heute als Polizeipräsident tätig ist.— An seine Stelle trat der als Staatskommissar bei der Berliner Börse tätige Reg.=Assessor Dr. Busch, welcher am 13. Dezember 1905 zum Landrat des Kreises Hörde ernannt wurde. Bis zum 11. Dezember 1907 blieb dieser an der Spitze des Kreises, dann wurde er ins Finanzministerium berusen, wo er bis zum Jahre 1911 tätig war, um dann unter Ernennung zum Geh. Oberregierungsrat die Verwaltung des Landratsamts Nieder=Barnin zu übernehmen.— Als Nachfolger trat der bereits früher vom 20. Januar 1902 bis Ende November 1905 hier tätig gewesene Reg.=Assessor Dr. Luckhaus ein, welcher durch Allerhöchste Kabinettsordte vom 24. Juni 1908 zum Landrat ernannt wurde und noch heute mit großer Umsicht In den überschäumenden Becher der Freuoe, die jeden Deutschen erfüllt ob der glänzenden Leistungen der Zeppelin=Luftschiffe der letzten Zeit und namentlich seit der mit Spannung erwarteten, glänzend verlaufenen Ueberseefahrt der„Viktoria Luise" am Donnerstag, ist ein bitterer Tropfen gefallen. Das Schwesterschiff der stolzen„Viktoria Luise", das Luftschiff„Schwaben“, ist Freitag vormittag, nachdem es eine schneidige Fahrt von Frankfurt nach Düsseldorf gemacht hatte, vor der Düsseldorfer Halle vom Winde entzwei gebrochen und durch Explosion der Gaszellen in Brand gesetzt, so daß es völlig vernichtet wurde. Leider hat diese neueste Zeppelinkatastrophe im Gegensatz zu ihren Vorgängern— Echterdingen, Weilburg, Wellendorf, Düsseldorf und Baden=Oos— Menschenleben in Gefahr gebracht, wenn auch die erste Nachricht, daß bereits eine Person getötet sei, nicht zutrifft. Dieser neue Unfall beweist aufs neue die unglückliche Anlage der Düsseldorfer Halle, die damals den Untergang des Luftschiffes„Ersatz Deutschland“ verschuldete und häufig nachher, sobald der Wind ungünstig zur Halle stand(u. a. Pfingstmontag zur Fahrt nach Lippstadt), Aufstiege unmöglich machte. Ueber die Katastrophe, welche wir bereits gestern nachmittag durch Extrablatt mitgeteilt haben, liegende folgende Meldungen vor: + Düsseldorf, 28. Juni. Das Luftschiff„Schwaben“ ist verbrannt; 45 Personen wurden, soweit bis jetzt festgestellt ist, verwundet; niemand ist tot. Als das Luftschiff um 10,50 Uhr landete, konnte es wegen des starken Windes nicht in die Halle gebracht werden. Ueber Mittag wurde das Luftschiff von einer Böe erfaßt und entzweigebrochen. Die Gaszellen entleerten sich und während das Luftschiff in die Höhe gerissen wurde, entzündete sich das Gas. Das Luitschiff verbrannte. Wie das Unglück geschah. Der eine der Führer, Ingenieur Simon, teilte folgendes mit: Wieder war es die Halle! Ein kräftiger böiger Wind wehte gegen die westliche Seite der Halle und verhinderte so das Einbringen des Luftschiffes. Als es gegen 10 Uhr von Frankfurt hier gelandet war, mußte es deshalb neben der Halle verankert werden. Der Wind wurde immer böiger und stärker. Er kam bald von rechts, bald von links und stieß das Luftschiff, das mit der Spitze verankert war, von einer Seite zur anderen. Gegen 2 Uhr kam plötzlich ein salch starker Windstoß von der südwestlichen Seite, daß die zahlreichen Mannschaften und Soldaten das Luftschiff nicht halten konnten. Es wurde mit einem kräftigen Ruck umgeschlagen und brach dann in der Mitte entzwei. Die Beteiligten hatten im ersten Augenblick das Gefühl, als wenn die hintere Hälfte des Luftschifses auf und davonfliegen würde. Aber es kam anders. Plötzlich, niemand weiß wie es geschah, bildete das Luftschiff im Augenblick ein riesiges Flammenmeer. Die Mannschaften waren noch teilweise in der Gondel und der Luftschiffkellner war in der Kabine. Alle dachten natürlich nur noch an ihre Rettung und suchten sich aus der Nähe des Flammenmeeres zu bringen. Im Augenblick waren alle brennbaren Teile des Luftschiffs vernichtet. Nur die Motoren sind noch ziemlich unversehrt und können wahrscheinlich wieder benutzt werden. Sonst bildet der stolze Luftkreuzer einen wüsten Trümmerhaufen. Verbogene Metallstücke, Leiwanbsegen, Brahlt und Gestänge liegen bunt durcheinander. Die Kabine ist im Innern vollständig ausgebrannt. Nichts ist mehr zu erkennen. Außen hängt das Aluminiumblech angeschmolzen an der Gondel herab. Unter dem Luftschiff haben sich durch den ausgelaufenen Wasserbalast, das Oel und das Benzin große Pfützen gebildet. Die Spitze des Luftschiffes liegt zu dem übrigen Teil in einen Winkel nach Norden. Die Verankerung ist noch unbeschädigt und noch mit dem Luftschiff verbunden. An dem Trümmerhaufen wird vorläufig nichts geändert. Die Aufräumungsarbeiten werden nicht eher in Angriff genommen, als bis Graf Zeppelin, der morgen im Laufe des Tages hier erwartet wird, die Unglücksstätte besichtigt hat. Die Verletzten. Die Verletzten befinden sich zum großen Teil im Marienhospital. Es wurden dort eingeliefert 20 bis 24 Soldaten, die leichtere Verletzungen erlitten haben. Schwer verbrannt sind etwa 12 Personen, aber auch von diesen konnten fünf nach Anlegung eines Verbandes wieder entlassen werden. Eine eigentliche schwere Verletzung hat nur der Monteur Kiefer erlitten, der an einer Gehirnerschütterung darniederliegt. Weiter ist noch verletzt der Luftschiffkellner Kobis, der sich im Augenblick der Katastrophe in der Gondel befunden hat. Der Führer des Schiffes, Ingenieur Dürr, wurde auch leicht verletzt, hat sich aber noch bis gegen fünf Uhr aufrecht erhalten. Durch die Aufregung erlitt er aber einen Nervenchok und wurde dann in sein Hotel gebracht. Weiter wurde von dem leitenden Personal noch leicht verletzt der Betriebsingenieur Schuh. Lebensgefahr besteht bei keinem der Verletzten. Die Entschädigungsfrage. X Frankfurt a. M., 28. Juni. Die Deutsche Luftschiffahrtsaktiengesellschaft in Frankfurt a. teilt mit, daß das Luftschiff„Schwaben“ mit 650 000 Mark gegen Explosionsgefahr versichert ist. Die Zahl der Unfälle der Zeppelin=Luftschiffe ist durch die Zerstörung der„Schwaben" um eine weitere betrübende Katastrophe vermehrt worden. Das erste Z.=Luftschiff„Z. 1“ versank mit der schwimmenden Halle im Bodensee und wurde stark beschädigt. Die plötzliche völlige Zerstörung des „Z. 2“ zur Echterdingen im Sommer 1908 ist noch in aller Erinnerung, sie gab bekanntlich Anlaß zu der sechs Millionen=Spende an den aller Mittel bar gewordenen Grafen Zeppelin. Aus der Spende wurde der„Z. 1“ wieder hergestellt und dem Reiche geliefert; er lagert heute noch in Metz. Ersatz„Z. 2“ wurde ebenfalls dem Reiche geliefert, wurde aber später bei Limburg a. d. Lahn durch einen Sturm den Händen der Soldaten entrissen und bei Weilburg zerstört. Das dafür erbaute Ersatz=Luftschiff ist heute in Köln stationiert. Das Luftschiff „3“ wurde vom Reiche nicht abgenommen; es erhielt den Namen„Z. 6“ und verbrannte später in der Luftschiffhalle in Baden=Oos. Das hervorragende Luftschiff„Deutschland“ geriet auf einer Journalistenfahrt im Münsterlande in einen heftigen Sturm und wurde im Teutoburger Walde gänzlich vernichtet. Vor etlichen Tagen wurde auch das glänzend bewährte Luftschiff„Z. 3“ in Friedrichshafen durch eine Explosion beschädigt, doch kann es demnächst seine Fahrten wieder aufGeflügelzucht sehr anregend und vorbildlich tätig sind, gibt Uebersichten über die Entwickelung des Kreisstraßennetzes, das gegenwärtig eine Länge von 89 284 Kilometer hat, über das Volksschulwesen, bringt Verzeichnisse der Kreistags=Abgeordneten, der Deputierten, der Kreisausschußmitglieder und gibt dann ein umfassendes Bild von den Kreisfinanzen, denen ein besonderes Kapitel gewidmet ist Der Haushaltsplan pro 1887 schloß ab in nahme und Ausgabe mit 20 094,68 Mark; die Summen stiegen von Jahr zu Jahr, erst langsamer, dann schneller. Im Jahre 1912 erreichten die Endziffern des Haushaltsplanes die respektable Höhe von 764 633,99 Mark. In den Jahren 1887 bis 1893 wurden Kreisabgaben nicht erhoben, da bis dahin die Kreisbedürfnisse aus den Ueberweisungen aus den landwirtschaftlichen Zöllen gedeckt werden konnten. 1894 mußten erhoben werden 134 462,28 Mark, 1911 335 298,25 Mark. Die Steuersätze stiegen von 20 Prozent(1896) auf 22 Prozent(1897 bis 1902), hierauf auf 30 Prozent, 36 Prozent und 38 Prozent(1906), fielen vorübergehend auf 37 Prozent(1907) und beziffern sich seit 1908 auf 39 Prozent. An Provinzabgaben zahlte der Kreis im Jahre 1887 nichts, 1888 9818,87 Mark langsam steigend und gelegentlich fallend auf schließlich 159 262,39 Mark im Jahre 1911. Es folgen dann Verzeichnisse der Bürgermeister und Magistratsmitglieder, der Amtmänner, Amtsbeigeordneten, Gemeindevorsteher usw. Uebersichten über die Entwickelungsgänge der Sparkassen, der Kreisbibliothek, der Spar= und Bauvereine zu Hörde, Schwerte, Holzwickede, Hombruch=Barop, Nachweise über die Entwickelung des Wasserwerks für die hochgelegenen Gemeinden und den derzeitigen Stand des Kreiswasserwerks schließen sich an. Einen breiten Raum nehmen Polizeiverordnungen des Kreises, Steuer=Ordnungen usw. ein. Möge der jetzige Landkreis Hörde auch in der Zukunft einer gedeihlichen Weiterentwickelung entgegen gehen. und Sachkenntnis die Geschicke des Kaisers leitet. Die wohlgetroffenen Portraits dieser 4 Männer schmücken den Bericht. Infolge der sich ständig mehrenden Geschäfte der Kreisverwaltung, so heißt es in dem Bericht weiter, wurde eine Vergrößerung der Diensträume zu einem dringenden Bedürfnis. In der Sitzung vom 25. Juli 1891 wurde der Bau eines eigenen Kreishauses beschlossen, für den Ankauf des Baugrundstücks(der kath. Pfarrei Linden gehörend) der Betrag von 24000 Mark und für den Bau des Gebäudes die Mittel in Höhe von 240000 Mark bewilligt. Im Jahre 169 konne das neue Kreishaus in Benutzung genommen werden. Es enthält eine Wohnung für den Landrat, die Büros des Landratsamtes, des Kreisausschusses, der Kreisbauverwaltung, der Kreisvolksbibliothek, sowie Wohnräume für den Kreisboten und den Kastellan. Selbstredend wurden auch entsprechende Sitzungsräume für den Kreistag und den Kreisausschuß geschaffen. Der Verwaltungsbericht enthält ferner genaue Berichte über die zahlreichen Institute des Kreises mit besonderer Berücksichtigung der Tätigkeit des Aus Stadt und Umgebung ** Schwerte, 29. Juni. **(Saison=Ausverkäufe.) Wir machen darauf aufmerksam, daß Inventur=Ausverkäufe oder Saison=Ausverkäufe nur vom 1. Juli bis 15. August stattfinden dürfen. Andere Bezeichnungen, wie Sommerwarenverkauf, Räumungsverkauf usw. sind verboten. Saison= und Inventur=Ausverkärfe dürsen die Zeitdauer von drei Wochen nicht überschreiten. *(Die Veröffentlichung der Geburten und Eheschließungen) durch die Zeitungen auf Grund der Nachrichten der Standesämter ist von einer gewissen Art von Händlern vielfach dazu benutzt worden, an die betreffenden Familien Broschüren und sonstige Angebote über die Verhütung von Kindersegen zu versenden. Der Regierungspräsident Dr. Kruse hat deshalb die Standesämter des Regierungsbezirks Düsseldorf und deren Aufsichtsbehörden angewiesen, dafür zu sorgen, daß die Veröffentlichung der Geburten und Eheschließungen durch die Zeitungen sowie etwaige Auskünfte in der Folge unterbleiben, wie das anderwärts auch schon mit Gefolg durchgeführt worden sei. *e(Konzessionserteilung.) Der Witwe Wilhelm Sieberg an der Bahnhofstraße hierselbst wurde seitens der Stadt die bereits von dem verstorbenen Ehemann nachgesuchte Konzession zur Errichtung und Betrieb einer Wirtschaft für einen an der Hörder= und Hohenzollernstraßen=Ecke zu errichtenden Neubau erteilt. Diese wird also dem Neubau des Rathauses benachbart sein und wäre es wünschenswert, wenn die bauliche Ausführung der Wirtschaft diesem Umstande tunlichst Rechnung tragen würde. *(Scheuende Pferde) haben gestern an der Hörderstraße den Kutscher eines auswärtigen Fuhrwerks in große Gefahr gebracht. Unterhalb des „Freischütz" verlor der Mann die Herrschaft über die Tiere, dieselben gingen durch und kamen in einem Graben zu Fall, wobei der Kutscher in hohem Bogen vom Wagen herabgeschleudert wurde. GlückLandpirilchastlichen Krivrein, und der Lisan scherwasse kam., iguten Verletzungen am gelzuchtstationen, die auf dem Gebiete der heimist.. WSEE — Seite 2. * Kopf davon und nachdem auch die Pferde wieder auf die Beine gebracht waren, konnte die Fahrt (Gewerkschaftsfest.) Das Gewerkschaftskartell von Schwerte und Umgegend feiert am morgigen Sonntag sein diesjähriges Gewerkschaftsfest wie in Vorjahre am„Schützenhof“, durch Konzert, vorträge, turnerische Aufführungen und Tanz. Die Festrede gegen 5 Uhr wird Reichstagsabgeordneter Erdmann halten. Der Festzug nimmt um Uhr von der„Reichskrone“ aus seinen Anfang. (Näheres siehe Inserat.) **(Unfall.) Einen schweren Unfall erlitt gestern der Fabrikarbeiter Balkartat. Derselbe kam mit der linken Hand so unglücklich unter die Blechscheere, daß ihm drei Finger der Hand fast vollständig abgeschnitten wurden. Der Verunglückte fand Aufnahme im kath. Krankenhause. **(Gefundene Diebesbeute.) Gestern nachmittag fanden Kinder hinter dem Scheibenstand auf dem„Schützenhof" verschiedene Gegenstände, die augenscheinlich von dem Diebstahl in der Duesbergschen Wirtschaft am Ostentor herrühren, nämlich ein Lotterielos, Zigarrenkisten usw. Von den Spitzbuben hat man noch keine Spur. §§(Schöffengericht.) Vorsitzender: Assessor Sasse, Schöffen: Landwirt Hövinghoff=Hohensyburg und Landwirt Schröer=Garenfeld.— Der Erdarbeiter Aug. B. war am 10. Juli widerrechtlich in die eingefriedigte Besitzung des Landwirts Heinrich E. auf der Schwerterheide eingedrungen. Das Gericht verurteilte den B. zu 8 Tagen Gefängnis, welche durch die erlittene Untersuchungshaft als verbüßt erachtet wurde.— Der Arbeiter Ferd. Sch. hat am 15. Juni in Westhofen gebettelt und muß dieses mit 2 Mochen Gefängnis büßen.— Zu der gleichen Strafe wurde auch der Metzger K. W. verurteilt, der ebenfalls gebettelt hatte.— Eine gegen den Lokomotivführer Str. anstehende Sache wegen Beleidigung wurde zwecks Ladung weiterer se Holzen, 29. Juni(Konzert) Am morgigen Sonntag veranstaltet der M.=G.=V.„Lyra“Sommerberg ein Konzert im Saale des Herrn Holsiepe hier. In anbetracht der bekannten Leistungsfähigkeit des Vereins kann ein Besuch nur empfohlen werden.(Siehe Inserat.) Letzte Drahtmeldungen. Zur Explosion der„Schwaben.“ Düsseldorf, 29. Juni. Bei dem gestrigen Untergang der„Schwaben" wurden im ganzen 42 Personen verletzt und zwar 32 Soldaten und 10 Angestellte der„Delag". Lebensgefährlich ist niemand verletzt. Es war vorgestern gerade ein Jahr seit dem ersten Aufstieg der„Schwaben“ vergangen. In diesem Jahre hat das Luftschiff=229 Fahrten unternommen und im ganzen 20 Tage, 13 Stunden und 37 Minuten in der Luft zugebracht. Bei diesen Fahrten hat es 27569 Kilometer; zurückgelegt und 4515 Personen befördert. Graf Zeppelin erhielt die Nachricht von dem Untergang des Luftschiffes im Reichsamt des Innern in Berlin, wo er einer Sitzung des Vereins zur Errichtung einer deutschen Versuchsanstalt für Luftschiffahrt beiwohnte. Der Kaiser in Travemünde. Travemünde, 29. Juni. Gestern abend trafen hier die ersten Dachten ein, darunter die „Germania“, später auch„Meteor". Die„Hohekzollern“ war schon früher hier angekommen, ebenso die Dacht„Lensahn“ mit dem Großherzog von Oldenburg an Bord. Der Kaiser gedenkt sich von hier um 10 Uhr 10 Minuten zu einem kurzen Besuch bei der Kaiserin nach Wildpark zu begeben. Am 2. Juli wird der Kaiser die Leibhusaren in Danzig besichtigen und sich von da nach den finnischen SchäSamstag, den 29. Juni 1912. ren begeben. Der Kaiser verblieb an Bord der „Meteor", die um 10 Uhr in den Hafen eingeschleppt wurde, wo sie an ihrem alten Liegeplatz festmachte. Der Kaiser reiste um 10 Uhr 10 Min. mittelst Sonderzuges nach Wildpark ab, wo die Ankunft heute früh 6 Uhr erfolgte. Hohenzollern und Cumberland. Berlin, 29. Juni. Die„Tägl. Rundsch." verzeichnet ein Gerücht aus Gmunden, wonach sich die deutsche Kaisertochter mit dem Prinzen Ernst August von Cumberland und Prinzessin Olga mit einem preußischen Prinzen verloben werde. Teerexplosion. Hamborn, 29. Juni. Auf der Gewerkschaft „Deutscher Kaiser“ ereignete sich gestern eine explosion, bei der ein Ingenieur und ein Arbeiter schwer verletzt wurden. Der Arbeiter ist bereits an den schweren Brandwunden im Krankenhause gestorben. Verheerendes Großfeuer. Kassel, 29. Juni. In der alten Feste Spangenberg vernichtete ein durch Selbstentzündung entstandenes Feuer in kurzer Zeit einen ganzen Häuserkomplex. Insgesamt sind 12 Häuser eingeäschert. Die Apotheke konnte geschützt werden. Der Schaden ist sehr bedeutend. Drei Bahnarbeiter vom Zuge zermalmt. Weimar, 29. Juni. In der Nähe von Weimar fuhr der D=Zug Eisenach=Eger in eine Gruppe Streckenarbeiter hinein. Zwei Mann wurden sofort getötet, einer tödlich verletzt. Eine Verkäuferin ermordet. Metz, 29. Juni. Die Verkäuferin Stein wurde gestern blutüberströmt auf der Straße bei Armaville aufgefunden. Die ärztliche Untersuchung ergab, daß das Mädchen drei Messerstiche in der Kehle hatte, die seinen sofortigen Tod herbeigeführt hatten. Der Täter ist der 45jährige Onkel der Ermordeten, Paul Stein, Metalldreher aus Borsigwalde bei Berlin. Er ist flüchtig. Einitalienischer Sieg. Rom, 29. Juni. Ministerpräsident Giolitti verlas unter stürmischem Beifall in der gestrigen Sitzung des Senats folgende Depesche des Generals Garrioni: Heute vormittag 8 Uhr wurde unsere militärische Fahne auf der Höhe von Sidi Sai aufgepflanzt, das wir dem dort verschanzten stat ken Gegner nach heftigem Kampf abgenommen haben. An dem Kampfe nahmen alle unter meinem Befehl stehenden Truppen teil. Einzelheiten werde ich noch telegraphieren. Bestien in Menschengestalt. Hondervillers(Departement Seine et Marne), 29. Juni. Hier wurde ein Arbeiter einer 18jährigen Frau verhaftet, welche ihr 3 Monate nach der Verheiratung geborenes Kind in bestialischer Weise zu Tode gebracht haben, es zuerst zu erdrosseln versuchten. Als das Kind noch nicht starb, schlug die Mutter es mit dem Kopf so lange auf die Steinfließen des Zimmers, bis der Tod eintrat. Brandunglück. Sosnewiee, 29. Juni. Inselge eineg, Sen in einer chemischen Brandschaden Arbeiter sind in den Flammen Vierter liegt hoffnungelos darnieder.„ Der Führer der kubanischen enfs.=n: dischen gefallen. Neuyork, 29. Juni. Der Führer der kubaben Au un ee eiuem Kanose bei Mieatat Anhänger gestern in einem Kampfe bei Micar 89. Verantwortlich für die Redaktion: Friedr. Araas. Druck u. Verlag von Carl Braus, beide in finden Sie in unserem Saison-Ausverkauf. Der heutigen Zeitungs-Nr. P ein eee Petr„bus Huage&4m; Verpmann, Haerichn Statt Karten. Die Verlobung unserer Tochter Hertha mit Herrn Ingenieur Gustav Pulfrich beehren wir unsanzuzeigen. Wilhelm Heinke u. Frau Wilhelmine geb. Klug Essen-Ruhr, im Juni 1912. Seine Verlobung mit Fräulein Hertha Heinke zeigt ergebenst an Gustav Pulfrich. Essen-Ruhr, Schützenbahn 4. Vatitelr eid Rothneute Wen Versverri Technikumg S Hcch Raschinen auf Helzeracht Beinn Endk-“ige. Lein00 l. C Nehmen Sie nur halb soviel, wie von anderen Kaffee- Ersatzmitteln— und gar keinen Zusatz. Kaffeeähnlichkeit und Billigkeit sind verblüffend. Arbeiter, ält. u. jugendl. f. leicht. Arbeit b. hoh. Lohn f. dauer. Arb. ges. A. A. Ursell. Blechwarenfabr., Altendorn. 170 D. ,blicht Kroriikt gesucht. 4466 Nietenfabrik Ludwig Möhling. Originalmarke„Schwapp“ Sauertraut per Pfd. 30 Pfg. 3 St. 20 Pf., 10 St. 60 Pf. Schönes Ladenlokal mit oder ohne Wohnung per sofort preiswert zu vermieten. Offerten unter W. 4566 an die Geschäftsstelle dieses Blattes erbeten. Drogerie Wilb. Engels, I per Pfd. 22 Pfg. 4578 1 Schaltlöbhnea I/ per Pfd. 28 Pfg. — Hiesigen fett und mager, 5 Pfd. nur 375 Pfg. ich vermale nursechnere nustebe Gerten ur A zue gertische Eig nehme für jeden Sack die Garantie der Reinheit. 14 Stück 100 Pfg. 1558 Gerstenmehl billiger! were russische Gerste u übe. k die Garantie der Reinh L. Weinberg. Eine schöne Vier-ZimmerWohnung, 1. Etage, abgeschlossen, mit Balkon und Zubehör zum 1. Oktober zu vermieten. Aug. Müller, 4564 Haselackstraße 3. Gar. reinen Himbeersyrup! Citronensaft Lemon- Quahs empfiehlt billigst lose und in Flaschen Drogerie Wilh. Engels Westhofen. 4574 Muroner 4 Herzogl. Baugewerkschule Holzminden. Hochbau Veggages- Tiefbau c. Päarmann Sommerunterricht 2. Rorll. Relfepräsung. Winierunterricht 1s. Oktobgr. Die Herzogl. Baugewerkschwie ist m. d. Kgl. Preuß. Schulen gleichgesten.. Kaufhaus für Lebensmittel Brückstr. 23. 4554 Ein geräumige Wohnung möglichst abgeschlossen, Bahnhofsnähe, zum 1. Oktober zu mieten gesucht. Gefl. Angebote erbeten unter F. K. 4571 an die Geschäftsstelle dieser Zeitung. Schwerter Vororse — Telefon Nr. 74.— Haferzwieback Kinderbisquitt Nakronen- Zwieback Sand-Geback Sämtl. Backwaren in den meisten Colonialwarengeschäften von Schwerte und Umgegend tägl. frisch u. durch eigene Fuhre direkt ins Haus Dungt zum Flaschenspülen gesucht. Brauerei Wittekind, 4448 Westhofen. — zu Termatht 8073 (Reichsbankgirokonto Iserlohn) (Postscheckkonto Cöln Nr. 8093) verzinst Spareinlagen bei täglicher Verzinsung mit 0 600 Mark auf Hypothekenbrief von 8000 Mark bis 1. Januar 1913 zu leihen gesucht. Off. u. B. 4490 an die Gechäftsstelle ds. Blattes erbeten. Brauchen Sie Geld? Auch ohne Bürg. Ratenzhlg. Schreib. Siesof. a. F. Schubert. Berlin C 2 Bürohaus Börse, Burgstr. 30. 821 Grasztat’s„Rattitot“ schon 86 Ralten in einer Nach! getöte!! Unschädl. f. Menschen u. Haustiere. Zu hab.: Drogerie Max Mehlhose, Schwerke(3677 A Pickel, Mitesser, Blüten verschwinden sehr schnell, wenn man abds. den Schaum v. Zucker’s Patent-Medizinal-Seife, à St. 50 Pf.(15proz.) u. 1.50 M. (35prozentig, stärkste Form) eintrocknen läßt. Schaum erst morgens abwaschen und mit Zuckooh Creme(à 50 Pf., 75 Pf. 2c.) nachstreichen Großartige Wirkung, von Tausenden Hühnerfufter gemischt, so lange Vorrat 4577 10O Pfd. 8.50 empfiehlt I. Weinberg. 1 serca Taulende# Raucher WP amgsechl. nen gorant. ungeschwefelt., deshalb sehr bekemml. v. gesungg. abeh# Tabokspife um lonit zu 8 Pjd. meiner berühmten Taboße## kranko gegen Dochn. P Bille anzugeben, ob nebenliehende Gelundheltspfelle oder eine reichgeschnibte Helzpfelfe oder eine * O l u n g e P l. u m b e l c d t. K We Oth Forstertabol m. M. 425 8 ###. Tehe gauagt 4.— A8: Jok. Lanaster r. 159 1°„Franss. Kanaster„ 10.— ##s., Laiserbsätter„ 13.50 E. Köller, Bruchsal Fabrik. Weltruf.(Baden). Wegen Krankheit des jetzigen suche ich ein jüngeres, ordentl Mädchen nicht unter 15 Jahren. 4553 Frau Reifenberg, Schwerte, Kötterbachstr. Gerstenmehi garantiert rein, empfiehlt billigst Börstinghaus. 4511 Empfehle meine Autogene Schweißanlagen zum Schweißen von allen Eisen- und Gusstellen. Jos. Cloidt, Schmiedemeister 1845 Hörderstraße 26. Junger Mann (23 Jahre) Bekanntschaft einer Dame zwecks späterer Offert. unt. G. G. 4552 an die Geschäftsst. d. Itg. Politische Wochenschau. Das erste halbe Jahr von 1912 ist herum. „Uff!“ kann der Deutsche sagen, denn unter den verflossenen Monaten war keiner, an dem nicht mancherlei auszusetzen gewesen wäre, und wir wollen uns hüten, zu betonen, daß wir mit allem, was hinter uns liegt, glatte Rechnung gemacht hätten. Das trifft weder auf die inländischen, noch auf die ausländischen Angelegenheiten zu. Aber wir sind doch bis zu einem gewissen Teilresultat gelangt und haben nicht die brennenden Sorgen auf dem Nacken, die die meisten europäischen Großstaaten heute bedrücken. Große Streitigkeiten im Arbeitsleben bestehen zur Stunde nicht, die Ernteaussichten haben sich gebessert, die allerdings bestehende Geldversteifung mahnt zur Sparsamkeit, und die Parteigegensätze sind bis zum Herbst gemildert. Darum ist die Reichstagsersatzwahl im mecklenburgischen Wahlkreise Hagenow ruhiger erörtert, als es sonst wohl der Fall gewesen wäre. Auch die Reklame, welche die Franzosen fortwährend mit ihren neuen Flugapparaten betreiben, konnte die Sommerruhe nicht erschüttern. Dieser Zustand könnte als ein unsicherer angesehen werden; aber nach den Aeußerungen, die unser Kaiser während der Kieler Wassertage über die Sportkameradschaft mit England getan hat, ist über Nacht kein jähes Sinken des politischen Barometers zu erwarten. Damit würde eine auzerordentlich schwere Bedrängnis der internationalen Geldmarktlage herbeigeführt werden, von der das Kaufmannsvolk der Engländer am wenigsten etwas wissen will. Selbstverständlich erwarten wir nicht, daß unser neuer Botschafter in London sofort Friede und Versöhnung uns ankündigt, aber wie die Ernte auf dem Felde in Ruhe reift, so mag es ihm gelingen, das Unkraut langsam auszujäten, das dem Gedeihen des politischen Erntesegens im Wege steht. Gewinnbecher aus den Sportkämpfen sind angenehm, aber für Völkerbeziehungen sind sie noch nicht entscheidend. Da muß mehr kommen. Ebensowenig macht die Zaren=Konferenz, zu welcher unser Kaiser nach Rußland sich begibt, die Zukunftsaussichten frei. Sie besagt vorwiegend, daß mehr als ein Staat den Mangel an Ellbogen freiheit empfindet, der durch den italienisch=türkischen Waffengang heraufbeschworen ist; eine Umänderung der Landkarte ist im Wege, wie weit sie sich erstrecken soll und wird, ist schwer zu berechnen. Vielleicht sind durch den großen sommerlichen Diplomatenwechsel, der soeben stattgehabt hat, Staatsmänner in den Vordergrund gerückt, denen Europa noch einmal dankbar sein wird. Denn an wirklich führenden Genies auf dem Gebiete einer segensreichen internationalen Politik war doch recht großer Mangel. Die Franzosen haben sich über die Kaiserbegegnung etwas erregt; es war ein unnützes Echaufsement, denn so leicht löst man in Petersburg das Bündnis nicht. Bei unserem Freunde Oesterreich=Ungarn sind die inneren Schwierigkeiten immer noch ungelöst; nicht einmal die Verbitterung hat sich gemindert, und die Austragung der heftigen Gegensätze zum Herbst wird noch viel Sturm kosten. Wir sehen aber doch wenigstens, daß der Weg, auf dem der Karren der Politik dahinrollt, ein solides Pflaster aufweist. Der italienische Premierminister Giolitti hat bei der Vertagung der Kammern derselben Ueberzeugung Ausdruck gegeben, aber es will doch scheinen, als ob er zu sehr Optimist ist. Keine der geheimnisvoll bisher angedeuteten und dann zur Verwirklichung gelangten Kriegsaktionen ist im Stande gewesen, den Widerstand der Türkei gegen den Friedensschluß zu bessern, u. wir müssen zweifeln, ob die neuesten Voraussagungen einen anderen Effekt erzielen werden. Es hängt davon ab, ob die römische Regierung die Reihe der begrenzten Möglichkeiten zu erweitern wissen wird. Die französische Regierung hat mit neuen marokkanischen Maßnahmen, Streiks, der heimischen Brotteuerung und der schwierigen Wahlreform fortwährend sich zu sorgen und in London stößt ddie Regierungsmaschine auch auf ununterbrochene Hemmnisse. Der Sommerfriede erblüht dort lange nicht so wie in Deutschland. Daß die Menschen sich schließlich an alles gewöhnen, beweisen die Amerikaner durch ihr Verhalten gegenüber der Aufregung, von der der Kampf um die Aufstellung der Kandidaten für die nächste Präsidentenwahl begleitet war. Sie haben wohl gedacht, daß es in der eigentlichen Wahlagitation noch ganz anders zugehen wird, und daß es deshalb voreilig ist, schon heute sich aufzuregen. Wenn Theodor Roosevelt im Anfang des Ringens um den ersten Posten in der großen Republik nicht allzu viel Glück gehabt hat, so dürfte das für den schließlichen Ausgang nicht zuviel beweisen. Er ist ein Draufgänger, der mit fortreißt, u. einem solchen kann in den letzten Wochen gelingen. was in vielen Monaten nicht hat kommen wollen. Wie die großen Staaten haben auch die kleineren, Spanien, Portugal, die Raubstaaten auf der Balkanhalbinsel mancherlei Wirren. Friedliche Arbeitsmonate tun ihnen noch nötiger wie den anderen. —— Rosige Tage. Labend wirkt auf Herz und Sinn Reicher Sommersegen, Und die Blumenkönigin Blüht an grünen Wegen. Mahnend klingt's: Genieß die Zeit, Die nur knapp bemessen, Rosen auf den Pfad gestreut, Und des Harms vergessen! Selige Vergessenheit Soll den Sinn umfangen In der schönen Sommerzeit, Da die Rosen prangen. Wenn du weltabseits genießt Die Erholungstage, Dann vergiß, was dich verdrießt, Alle Müh' und Plage. Drücken Sorgen dich und Leid. Oder gar die Schuhe, Findest du Vergessenheit In des Waldes Ruhe; Findest du die Einsamkeit, Was bisher dir fehlte, Und vergißt zur Rosenzeit, Was daheim dich quälte. Dort vergißt die Steuerlast Und sogar die Schulden, Wenn du einen Gläub'ger hast, Wird er sich gedulden; Zeig dich später zahlbereit Für die Schuld von früher. Urlaub hat zur Rosenzeit Der Gerichtsvollzieher. Rosen auf den Weg gestreut, Und des Harms vergessen, Das sei die Parole heut, Banne die Int'ressen. Schweigen sollen Haß und Zwist Jetzt im Weltgetriebe, Denn die holde Rose ist Das Symbol der Liebe. Also steht die schöne Welt In der Liebe Zeichen, Nur wo Streit= und Kriegslärm gellt Muß dies Zeichen weichen. Liebe, wenn nicht offiziell, Herrscht auch im Geheimen, Und sie offenbart sich schnell Oft in zarten Reimen. Darum wandeln inniglich In den Abendstunden Viele, deren Herzen sich Liebevoll gefunden. Und manch holdes Röslein rot Fragt den Trautgesellen: Wollen wir das Aufgebot Morgen gleich bestellen? Und der Jüngling, froh bewegt, Freut sich schon auf morgen, Daß sein Röslein Dornen trägt Blieb ihm noch verborgen; Und von allen Zweifeln frei Steht's ihm außer Frage, Daß nun komme eine Reih' Schöner, ros'ger Tage. Rosen blühen weit und breit In der Gärten Prangen, An dem lichten Sommerkleid, Auf der Jugend Wangen. Selbst das Alter ist erfteut Und zieht fröhlich weiter. Rosen auf den Weg gestreut Sind ihm auch! Westfalen und Rheinland * Iserlohn, 28. Juni.(Landwirtschaftlicher Kreisverein.) Gestern war der Vorstand zu einer Sitzung versammelt, um die letzten Vorbereitungen für das Tierschaufest, das am Sonnabend, den 13. Juli, im Buchenwäldchen zu Wermingsen gefeiert werden soll, zu beraten. Das Programm wurde festgestellt, ein größerer Festaus schuß gewählt und bestimmt, daß der Eintritt zum Ausstellungs= und Festplatze für die Vereinsmitglieder und deren Angehörigen frei sein soll. Die Schau beginnt Vormittags 8 Uhr, das Vieh muß bis dahin aufgetrieben sein. Zehn Zuchtbullen bester Abstammung, die durch eine Kommission in Jeverland gekauft sind. kommen zur Versteigerung. auch findet die übliche, vom Herrn Oberpräsidenten genehmigte Verlosung statt, wozu 2600 Lose zu 1 Mark ausgegeben werden. Von der Einlegung eines Sonderzuges von Iserlohn nach Schwerte hat der hohen Kosten wegen Abstand genommen werden müssen. Es ist aber erwirkt, daß der letzte Personenzug(9.51) auch in Kalthoff und Hennen zum Aussteigen der Festteilnehmer anhält. Hamm, 27. Juni.(Interessante Funde.) Bei den Baggerarbeiten zum Lippeseitenkanal fand man in der Nähe von Bad Hamm in einer Tiefe von 6 Metern zwei guterhaltene Mammutzähne von 2.50 Metern Länge. Weitere Reste des vorweltlichen Riesentieres wurden nicht gefunden. Vor einiger Zeit wurde am Nordentor durch den Bagger ein großes Hirschgeweih zutage gefördert, es lag in einer Tiefe von etwa 4 Metern. Interessant ist, daß der erste Mammutfund in Westfalen vor etwa 90 Jahren ebenfalls bei Hamm gemacht worden ist. Man fand damals in der Lippe einen mächtigen Mammutzahn, der jetzt noch in Bonn aufbewahrt wird. * Neheim, 28. Juni.(Bürgermeister gegen Stadtbaumeister.) In der gestrigen Stadtverordnetenversammlung kam es zu einem heftigen Zusammenstoß zwischen dem Bürgermeister Dicke und dem Stadtbaumeister Dapper. Auf die Anfrage eines Stadtverordneten, warum der Stadtbaumeister bei der Auswahl eines Projektes für den Neubau des Realgymnasiums nicht gehört worden sei, obwohl es sich doch um ein Viertelmillionenprojekt handele, entgegnete der Bürgermeister, daß der Stadtbaumeister in diesem Falle ausscheiden müsse, da andere städtische Angelegenheiten seine Arbeitskraft genügend in Anspruch nähmen. Dapper erklärte darauf, er könne sich mit den Bemerkungen des Bürgermeisters nicht einverstanden erklären, fasse vielmehr seine Nichthinzuziehung als beleidigende Zurücksetzung auf. Bürgermeister Dicke meinte darauf in sehr erregtem Tone, es sei seine Sache, die Arbeiten zu verteilen. Es habe sich da niemand hineinzumischen. Er verbitte sich die Kritik des Stadtbaumeisters. Der Bürgermeister wies hierauf den Stadtbaumeister aus dem Sitzungssaale. Die Stadtverordneten wählten schließlich einen Ausschuß, der die Angelegenheit weiter verfolgen soll. * Soest, 28. Juni.(Erstickt.) Im benachbarten Orte Schwefe wollte die 21 Jahre alte Tochter des Ackerers Frölecke über das Tor eines Weidekampzaunes klettern. Hierbei gab das Tor nach, das Mädchen kam zu Fall und geriet unter das Tor, wobei es durch dessen Schwere erstickt wurde. Als den Vater das lange Ausbleiben seiner Tochter beunruhigte und er sich auf die Suche machte, sand man das junge Mädchen bereits als Leiche vor. * Soest, 28. Juni.(Früher Erntebeginn.) In der Feldflur des benachbarten Dorfes Paradiese hat man mit dem Mähen der Gerste beErnst Heiter. gonnen. Es wird dies wohl der früheste Termin sein, der zu verzeichnen ist. * Münster, 28. Juni.(Die Zweijahrhundertfeier) der Geburt Friedrichs des Großen begingen die ehemaligen Angehörigen des Kürassierregiments v. Driesen(westf. Nr. 4) hier durch eine dreitägige festliche Veranstaltung. Das Kürassierregiment zählt zu den ältesten Kavallerieregimentern des preußischen Heeres und blickt auf eine lange, ruhmreiche Geschichte zurück. Es gehört zu den Truppenteilen, mit denen der große König gegen halb Europa zu Felde zog und mit denen er Preußens Ruhm begründete. Die Stammtruppe des Regiments wurde schon am 1. Mai 1717 gebildet. Der Einladung zu der jetzigen Feier waren allein von auswärts über 2000 ehemalige Träger des weißen Kollers mit roter Borde, darunter sehr viele aus dem rheinisch=westfälischen Industriegebiet, gefolgt, um alte Erinnerungen an die schöne Soldatenzeit aufzufrischen und die Kameradschaft neu zu beleben. Unter den Festteilnehmern befanden sich zahlreiche, die damals aus den Feldzügen 1864. 1866. 1870/71 siegreich in die Hauptstadt Westfalens eingezogen waren. * Bochum, 27. Juni.(Für 46000 Mark Wechsel gefälscht.) Die Strafkammer verhandelte gestern gegen den Kaufmann Alex Söding von hier wegen Urkundenfälschung. S., der sich der Staatsanwaltschaft selbst gestellt hat, hatte Wechsel im Gesamtbetrage von mehr als 46000 Mark gefälscht. Das Urteil lautete auf 14 Monate Gefängnis, wovon drei Monate auf die erlittene Untersuchungshaft angerechnet werden sollen. * Duisburg, 27. Juni.(Ein Kind unter der Sense.) Gestern wurde die Familie des Schreiners Lösewitz von einem beklagenswerten Mißgeschick betroffen. Der Mann war gerade damit beschäftigt, auf einer Wiese Gras zu mähen, als ihm plötzlich ein 4jähriges Kind, das bisher an der Seite gespielt hatte, unter die Sense lief. Das Kind wurde sehr schwer verletzt, am linken Fuße wurde die Ferse und am rechten die Wade bis auf den Knochen durchschnitten. * Duisburg, 28. Juni.(Kesselexplosion.) Gestern nachmittag 6 Uhr explodierte in der Dachrappenfabrik von Julius Carstanjen in der Pappenstraße ein Kessel, wobei drei Arbeiter schwer verletzt wurden. * Velbert, 28. Juni.(An seinem Geburtstageerhängte sich) der 18 Jahre alte Alfred Merks von hier. Der Tat waren AuseinEin Taler. Kriminal=Roman von Adolph Streckfuß. 52(Nachdruck verboten.) „Ihr Ehrenwort?“ rief der Baron höhnisch.—„Was ist wohl das Ehrenwort eines Menschen wert, der eben erklärt hat, dag er einen Ehrenschein nicht einlösen, also sein Ehrenwort nicht halten kann?" Dieser neuen Beleidigung war die Geouto des Grafen nicht gewachsen, zornig erwiderte er:„Sie werden mir für dies Port Genugtu„Genugtnung Ihnen? Heute morgen noch sätte ich sie Ihnen gegeben, jetzt aber, Zuachdem Sie mir erklärt haben, daß Sie Ihre Ehrenschein nicht einlösen können, daß Sie alo ein Ehrloser sind, nicht. Burschen Ihres Belichters schlägt man, aber man schlägt sich die Reitpeitsche und er würde sie gebraucht haben, aber der Graf trat einen Schritt zurück; in wildem Jähzorn über die Beleidigung riß er die Büchse in die Höhe, und im nächsten Augenblick sank der Baron, durchs Herz geschossen, zu seinen Füßen nieder. Die Tat war vollbracht!— Er beugte sich dem Baron herab„das brechende Auge sagse ihm, daß der Tod augenblicklich erfolgt sei. Sinnend stand der Graf an der Leiche; er bereute die Tat nicht, hatte er doch nur den zntehrenden Schlag abgewehrt, aber was sollje er tun?— Sollte er fliehen? Er hatte kein Beld, alleseine Lebenshoffnungen waren auf sie Vermählung mit Elwine von Streit gezaut, er war verloten, wenn dieselbe nicht zu Stande kam. Sollte er sie jetzt plötzlich selbst aufgeben durch feige Flucht?— Seine Tat hatte keine Zeugen gehabt, wer also sollte Ankläger gegen ihn auftreten?— Nein, er war entschlossen, nicht zu fliehen.— Da aber fiel ihm plötzlich ein, daß der Baron in seiner Brieftasche den Ehrenwortschein trug, daß dieser bei ihm gefunden werden würde.— Er war entehrt, wenn dies geschah, denn einzulösen vermochte er den Schein nicht!— Er dachte nicht länger nach, fast instinktiv zog er aus der Brusttasche des Toten die Brieftasche, er öffnete sie, da lag sein Schein und neben demselben eine hohe Geldsumme in Banknoten und Kassenanweisungen, eine Summe, so groß wie er sie etwa bedurfte, um seinen hartherzigsten Gläubiger zu befriedigen.— Die Verführung war zu groß, er konnte nicht widerstehen; er nahm das Geld und seinen Schein aus der Brieftasche und indem er es tat, stieg ihm plötzlich ein leuchtender Gedanke auf. Die r Raub sollte seine Rettung vor jedem werden. Wenn die Leiche gesunden werde und beraubt sei, dann werde sicherlich nie mand auf den Gedanken kommen, daß Graf Sarentin der Mörder sei. Als eine Pflicht der Selbsterhaltung erschien ihm der Diebaber er durfte dann auch nicht bei der Brieftasche stehen bleiben, auch die Geldbörse mußte er sich aneignen. Er tat es, den Inhalt derselben schüttete er sich, ohne ihn anzusehen, in die Tasche, dann nahm er die geleerte Börse und Brieftasche und versteckte sie in einem Brombeergestrüpp; daran, daß ein Raubmörder auch Uhr und Ringe nicht verschonen würde, dachte er nic, wen# aber daran,Soaß die abgeschossene Büchse ihn im Schloß verraten könne, deshalb ging er etwas abseits vom Wege, hinter einem Haselbusch lud er die Büchse.— Da fiel ihm ein, daß doch vielleicht ein Verdacht auf ihn fallen, daß eine Haussuchung bei ihm stattfinden könne. Das ewesen woxperdenz er zetrig ihn in ganz elei hen ließ, während er schnell in der nach Schloß Kabelwitz ging. Noch hatte er den Ausgang des Waldes nicht erreicht, als er sich erinerte, daß es gefährlich sein könne, wenn man ihn von Kabelwitz her kommen sehe, er machte deshalb einen weiten Umweg, und von einer anderen Seite her betrat er den SchloßEr Flaubte sich jetzt sicher, trotzdem aber war erdoch nicht Herr seiner Aufregung, diese übermannte ihn mehrmals während seines Gesprächs mit dem Major, und erst nach mehreren Stunden war er so weit gesaßt, daß er sicher war, sich nicht zu verraten. Am nächsten Morgen hörte er, der Mörder des Barons, ein berüchtigter Wilddieb, sei gefangen ins Schloß gebracht worden; da regte sich sein Gewissen, aber die Selbstsucht beschwichtigte es.— Er konnte jetzt, wo der Verdacht einen Anderen traf, der offenbar die Leiche gefunden und sie beraubt hatte, ganz sicher vor der Entdeckung sein.— Wenn Wildmichel unschuldig im Verdacht des Mordes stand, so hatte er doch den Raub begangen u. sonst manches vielleicht unentdeckte Verbrechen. Mit diesem Scheingrund beruhigte er sich, er tat seinem Gewissen nur dadurch Génüge, daß er Wildmichels Frau und Kinder Die ganze Schwere seiner Tat wurde ihm erst in dem Augenblicke klar, als er als Raupmörder bei dem Fest in Schloß Kabelwitz verhaftet wurde; durch hartnäckiges Leugnen hoft Beweisstück ihm vorgelegt, als der Tag für die Schwurgerichts=Sitzung angesetzt und sein Verteidiger sell####m sagte, daß keine Hoffnung für ihn habe, da brach seine Zuversicht zusammen, da entschloß er sich, ein Geständnis zu machen und sich dann den „Es ist geschehen,— so schloß per Polizeirat seine Erzählung— gehen Sie mit glücklichen nicht zu strenge ins Gericht; ich wenigstens freue mich, daß seiner Familie die Schmach, ihn in dem Zuchthaus enden zu sehen, erspart worden ist. Er wäre gewiß als Raubmörder verurteilt worden, weder Richter noch Geschworene würden ihm geglaubt haben, und doch ist sein letztes Geständnis wor.. Schluß.— Der Polizeihund und das schlechteGewissen. In Kehl in Baden wurden einem Landwirt mehrere Körbe voll Rüben gestohlen, und der Bauer batte sogleich Verdacht auf jemanden, aber keine Boweise. Ta erzählte er verschiedenen Leuten, er lasse den kommen, und am andern Morgen standen die Rüben wieder dort, und sie gestohlen worden waren. Seite 2. andersetzungen mit seinen Eltern voraufgegangen. Kurz danach fand man ihn in seinem Schlafzimmer, am Fensterhalen hängend, tot vor * Köln, 27. Juni.(Zu der Verhaftung) des Einbrechers Beyer, eines Teilnehmers an dem Diebstahl der Kölner Kaiserkette, teilt die Kölner Kriminalpolizei mit, daß dessen Verhaftung dadurch erfolgen konnte, daß Beyer ein defekt gewordenes Motorrad in eine Reparaturwerkstatt gebracht hatte. Die Werkstatt wurde von mehreren Kriminalbeamten bewacht. Als Beyer gestern nachmittag in der Werkstatt erschien, um sein Rad abzuholen, sprang ihm ein Kriminalbeamter mit einem Revolver entgegen. Beyer riß schnell einen geladenen Revolver aus der Tasche und versuchte zu schießen. Hinzueilende Beamte rissen ihm jedoch den Revolver aus der Hand. Beyer ist als ein gefährlicher Patron bekannt, da er bereits früher auf einen Schutzmann ein Attentat verübt hat. * Aachen, 28. Juni.(Meineid.) Das Schwurgericht verurteilte den 32jährigen Bergmann Ludw. Stahl aus Heidelberg wegen Meineides zu 2 Jahren Zuchthaus und 5 Jahren Ehrverlust. Stahl hatte im Mai vorigen Jahres vor dem Aachener Amtsgericht in einem Ehescheidungsprozeß unter Eid wissentlich die Unwahrheit gesagt. * Ahrweiler, 28. Juni.(Verbot für Kraftwagen.) An Sonntagen und Feiertagen ist jetzt die Provinzialstraße von Hemmessen bis Altenahr für Kraftwagen gesperrt. Sie müssen den Weg über Ringen nehmen. Der sehr starke Kraftwagenverkehr hat diese Maßnahme im Interesse der übrigen zahlreichen Ahrtalbesucher notwendig gemacht. Schwerter Zeitung.(Amtliches Kreisblatt.) Samstag, den 29. Juni 1912. Trier, 27. Juni.,(Beim Baden in der Mosel ertranken) der Präparandenschüler W. Wilbert aus Münstermaifeld und der 14 Jahre alte Sohn des Gemeindevorstehers Stephan Ehlen in Lösnich. Trier, 27. Juni.(Vergiftungserscheinungen.) Sechs Personen einer Familie in Dusemund erkrankten unter Vergiftungserscheinungen. Vermutlich sind die Erkrankungen auf den Genuß von verdorbenen Konserven zurückzuführen. Büchertisch. Alle unter dieser Rubrik besprochenen Bücher sind in der Carl Braus'schen Buchhandlung zu haben. Langes Leben, Gesundheit und Familienglück. Wie man lange leben, gesunde Kinder großziehen, Nerven und Lungen kräftig erhalten kann, weist überzeugend Professor Baumgart nach in der Aufklärungsschrift: Die Quelle der Gesundheit im Einfamilienhause. Für jede Familie eine Stätte des Glückes und Wohlbefindens. Mit zahlreichen Hausbeispielen, Ansichten, Grundrissen und Perspektiven. 10. Tausend. Preis 1,10 Mark portofrei. Westdeutsche Verlagsgesellschaft, Wiesbaden. Bad Königsborn bei Unna. Am Sonntag, 30. Juni, wird im Kurgarten das von den Vorjahren her bekannte Deutsche Männer=Doppel= Quartett unter Führung des Herrn M. Luipold singen. Das Quartett, welches aus Opernsolisten zusammengesetzt ist, ist durch seine vorzüglichen Leistungen in den Vorjahren noch in aller Erinnerung, und stehen den Konzertbesuchern an diesem Nachmittage einige genußreiche Stunden bevor.— Wie beliebt die Sänger auch an anderen Orten sind, dafür nur ein Beispiel: Straßburger Neueste Nachrichten:„Das gestrige Konzert bot außer den vom Orchester vorgetragenen Musikstücken noch einen besonderen Genuß durch die Mitwirkung des Deutschen Männer=Doppel=Quartetts, bestehend aus Opernsängern erster deutscher Bühnen. Die einzelnen Stimmen sind von großem Schmelz, und bei deren ausgezeichneter Ausbildung war der Zusammenklang ein überaus harmonischer. Rauschender Beifall lohnte denn auch die trefflichen Sänger für ihre Gaben, die sie zwischen der großen Pause und am Schluß reichlich und gern spendeten.“ Alle Gesangsfreunde machen wir daher an dieser Stelle noch einmal besonders auf das Auftreten des Quartetts aufmerksam. Fürsorge=Vereine für Mädchen, Frauen und Kinder lassen ihre Hilfe tausenden Anglücklichen aus allen Himmelsgegenden zu Teil werden und retten viele vor dem völligen Untergang. Wenn auch die Königl. Staatsregierung den Vereinen ihre Unterstützung zubilligt, so hat doch mancher Verein noch große Sorge, wie er die Mittel aufbringt, die das große Werk mildtätiger Liebe und Fürsorge erfordert. Dem Elberfelder Verein ist von der Königl. Regierung eine Lotterie von 100 000 Losen mit 4557 Gewinnen im Werte von 100000 Mark, Hauptgewinn Mark 50 000, genehmigt worden, deren Ziehung am 19. und 20. Juli unwiderruflich stattfindet. Der Kauf der Lose à 3 Mark ist des guten Zweckes wegen sehr zu empfehlen. Nr. 151. Evang.=res. Gemeinde. Sonntag 9½ Uhr: Pastor Terbergex. Versammlung der Konfirmierten. Evang.=luth. Gemeinde. Sonntag 8 Uhr: Pastor Terberger. 9½ Uhr: Pastor Ohlig 11 Uhr: Kindergottesdienst. 2 Uhr: Predigt zu Höchsten. Vereine und Versammlungen Dienstag 8 Uhr: Jungfrauenverein. Freitag 8¼ Uhr: Vorbereitungsstunde. Evangelische Stadtmission Schwerte, Kuhstraße 7. Sonntag vorm. 8 Uhr: Blaukreuzstunde. Nachmittags 4 Uhr: Bibelstunde, Möntag 3 Uhr: Frauen= und JungfrauenmissionsKkunde. Dienstag 8½ Uhr: Gemischter Chor. Evangel. Männer= und Jünglingsverein Schwerte. Sonntag vorm. 6 Uhr: Ausflug. Mittwoch 8½ Uhr: Gebetsstunde. Freitag 8½ Uhr: Bibelbesprechstunde. Samstag 8½ Uhr: Turnen in der städtischen Turnhalle. Evangelischer Jugendverein. Sonntag 6 Uhr: Ausflug. Samstag 8¼ Uhr: Turnen. Westhofen. Sonntag vorm. 9½ Uhr: Gottesdienst. Nachmittags 2 Uhr: Kindergottesdienst. Kath. Pfarrkirche Schwerte. Sonntag, den 30. Juni. 6¼ Uhr: Stille hl. Messe. 7½ Uhr: Frühmesse. 8¾ Uhr: Schulmesse mit Predigt. 10 Uhr: Hochamt mit Predigt. Nachmittags 2½ Uhr: Andacht. Filiale Lichtendorf. 7½ Uhr: Frühmesse. 10 Uhr: Hochamt mit Predigt. Nachmittags 2 Uhr: Andacht. Das ist die richtige Adresse Dortmunder Möbelhaus J. Wreschuer Prinzenstrasse 11. Eingang Balkenstrasse, — Nähe Stadthaus— für gediegene bürgerliche Möbel. Schlafzimmer und Karolina-pineKüche moderne Ausführung 390 Mark. Kur vinsch Telzahlung Schlafzimmer mit 180 cm breitem Spiegel-Schrank u. Karolina-pineKüche 450 Mark Lieferung auswärts frei. EichenSchlafzimmer mit 180 cm breitem Spiegel-Schrank und Karolina-pineKüche 575 Mark. Lotonts Sommer# SE S Herren-Anzüge Herren-Paletots Touristen-Anzüge Strand-Anzüge Reise- u. Staubmäntel Knaben-Wasch-Anzüge Knaben-Wasch-Blusen Knaben-Sport-Hosen Original Kieler-Anzüge Weisse Parade-Anzüge ARET" Hagen i. W. Lüdenscheid. s E i n P o s t e n W a s c h a n z ü g e v o n v o r i g e r S a i s o n i n d e n G r ö s s e n v o n werden zu jedem annehmbaren Preis verkauft, um damit zu räumen. Veriansen de Ktule. Schlafzimmer Wohnzimmer und Küche Karolina-pine 725 Mark. Speisezimmer Schlafzimmer echt Eiche Küche Karolina-pine 950 Mark. Auf Wunsch Teilzahlung * Schla GummiSchläuche, Schelben, Platten und Ringe sowie 3712 für Maschinen etc techverpackungen u. Putzwolle Wringmaschinenwalzen nischen Artikel liefert billigst ab Lager Herm. Duhme) Hagenerstrasse 18 Fürbrautleuter Empfehle mein grosses Lager in Herdel (ca. 25 Stück) und komplette 3805 KüchenEinrichtungen unter günstigen Zahlungsbedingungen(Ratenzahlungen) Carl Felt, Hüsingstr 24. Gesegem,enen Da ich am 1. Oktober d. I. meine Wirtschaft selbst wieder übernehme, beabsichtige ich, meinen WeißbierVertrieb mit der Fabrikation von alkoholfreien Getränken zu verkaufen. Das Geschäft ist sehr lohnend und kann der Wert, sowie der Gewinn nachgewiesen werden. Auch kann das Geschäft unverändert am Platze bleiben.— Reflektanten wollen sich bald melden, weil die Haupt=Saison beginnt. 4408 Heinr. Walter. Hagener Straße 38. Preiselbeeren per Pfd. 40 Pfg., 10 Pfd- Eimerchen Mk. 3 50 ApTelringe per Pfd. 45 Pfg. Carl Trog. wirkt ein zartes, reines Gesicht, rosiges, jugendfrisches Aussehen. weiße, sammetweiche Haut und ein schöner Teint 2601 Alles dies erzeugt die allein echte Steckenpferd=Lilienmilch=Seife à Si. 50 Pf., fern. macht der Dada=Cream rote u. rissige Haut in einer Nachl weiß und sammetweich. Tube 50 Pf. in Schwerke: Adler=Apotheke. sowie Neue Apotheke. in Aplerbeck: Käthe Schulte. in Westhofen: Wilhelm Engels. Jos. Ehrhard, Weingutsbesitzer Die Rüdesheim a. Rhein S## empfiehlt seine zum W grössten Tell selbstgezogenen 2067 G Weine 0 Man verlange Preisliste. 2926 M Sanans Für S chneldelnren. Sämtliche Kurzwaren = Besütze= Tülle in allen modernen Farben, enorm billig. Taffetseide in allen Farben auch schwarz. 712 Garantieware p. Ultr. 1.88.A Gebr. Stein Limnmer-Turareik uAcH ber einer sormalen Ling von versteilber, ad Harhglens peiener Suahl. Preia zük 3.45, mit ve wickeit-; Ji. 1.99 frate geges dache R. Getelung brten uis de kechten. Torstiaungen und cie Breste der Türtastters astugeben und ewar von T#raaschiag bis ser Audessete .: des Turtotters gemesses Gühelm westerheide, Nauchtvesfakch La#f. oüssatoonr, eim ir 11 Rechnungsformolare empflehlt billigst Carl Braus Schwerte-Ruhr Grosse Marktstrasse 3—5. Atriekmaschinen mit Mark 30—30 Anzählung. Illustr. Katalog gratis. 3817 V. Krisch, Braunschweig. Orig. franz. Rotwein garantier! rein n#o Flasche aus d Haus 110 Mk., im Ausschank per Glas 20 Pig Franz. Cognac, Reines Weindestillat. pro Lite. 14,00 Mk. empfiehlt Carl Rallin, Gasthof zu Helle. Telefon 251. Aeltestes und größtes und Rähmaschinen Geschäft — am Platze.— Allein=Verkauf der weltberühmten Opel=Fahrrader und Kaiser-Nähmaschinen. auf eigener Werkstatt zusammengebaut von 55 Mk. an. Carl Feit, Hüsingstraße 24. Spezial=Reparatur-Werkslatt für Fahrräder u. Nähmaschinen. Großes Lager in Fahrrad= und NähmaschinenErsatzleilen. 3860 Zur Erfrischung! ff. GebirgsHimbeersaft. Zitronen- 4495 Limonaden-Saft. Natur-Zitronensaft garantiert rein, für Kurzwecke u. Hausgebrauch statt Essig Fl. à 95 Pf. und 1.80 Mk. Drogerie Max Merlhose Wilh. Heppe Nacht Otto Marx’s 3 Mark-Korsett ist das beste. Hamburger Engros-Lager. Schwerte, Ostenstrasse 30. eichenwäsche in großer Auswahl stete 6597 vortätig Ernst Müller, Schwerte, Ostenstr. 18. Tapeten. Naturell-Tapeten von 10 Pfg. Gold-Tapeten von 20 Pfg. an in den schönsten und neuesten Mustern. Man verlange kostenfrei Musterbuch Nr. 396 Gebrüder Ziegler, Slpoburg. Pange u. Flüsel hervorragend in Tond:alität und Prei.würdigkeit, viellach prämüert prämüiert, hefern wir Klten von rimstich 20 MNack Eine Zinzen Gireht Tabrild mn Sosrn gur Ge beseitigt radikal„Haat element“. Eutfernt d. lästigen Schuppen Befördert vortreffl d. Haarwuchs. à Fl 5O Pf. Nur bei Wilh. Heppe. Nacht. Medizinal-Drogerte. 401 er etuchu# en 18. Ni. Sr P## BehGrariko nm Pro#. Losteverkeuf aberg Iym) butrn mente. Iettaio:e Roth& Juni: 853 2 Febrik: Berlin Higf 1 Naaen i# laus labrik Naß: N i. M## besuchen. Seiten wird sich für weisse Waren eine so günstige Einkaufs-Gelegenheit bieten. 4486 Hautgeschäft: HIAA GENNZN. Frankdtudersr. Wor Bis Mittwoch, den 3. Juli Extra- Vergulung: gewähre ich auf sämtliche nicht extra ausgelegte * R e p a r a t u r e n an Regenschirmen in eigener Werkstatt sauch an solchen, welche nicht von mir gekauft sind = prompt und billig. Auf jede Reparatur kann gewartet werden. Bernhard Feit 455 Fernruf 221. Prima sucht zu kaufen Nickelwerk, 4372 Schwerte. Königl. preuss. süddeutsche Klassen-Lotterie. I. Ziehung 10. Juli. Los 10 Los 5 zu haben bei A. Saatmann, Brückstr. 2 Nach Auswärts unter Nachnahme. 4393 pas Sagewerk nebst Prescherei (Schwerter Dampfmühle) wird vom 1. Juli ab wieder in Betrieb gesetzt. 4417 Heinr. Auferodt. Sägemeister Wo gehen wir morgen Die hohe Auflage und weiteste Verbreitung der„Schwerter Zeitung“ verbürgen den Erfolg. Appstadt ! 1912 1 Schwerterheide. Restaurant„Zu den drei Linden: 3 Minuten vom„Freischütz“ Haltestelle der Strassenbahn Schwerte-Hörde. Saal, Kegelbahn, Gartenanlagen, Planino. Separate Zimmer. Guter Kaffee mit selbstgebackenem Bauernstuten und selbsbereitteter Butter. Täglich frische Milch. ff. Biere. Vereine und grössere Gesellschaften werden um vorherige Anmeldung gebeten. sse Heinr. Schäfer. Gasthaus„Zum Jägerheim“ 5 Besitzer: Heinrich Holslepe 3412 □ Telephon 141. Holzen. Telephon 141. Gesellschaftszimmer, Saal mit Plano, schattiger □ Garten, angenehmer Aufenthalt für Vereine □ — und Famillen.„ 9 Ergste. Gastbof„Zur Linde“. Wilhelm Schneider, früher Kappenstein. Aitbelannter Gasthof, vollständig neu renoviert, hält sich Ausklüglern. Vereinen, Gesellschaften bestens empfohlen. Kaffee mit Bauernstuten. Gute Küche. ff. Biere. Weine nur erster Firmen.— Verrliche Gartenanlagen mit Regelbahn.— mit Pianino. Celefon: Amt Schwerte Nr. 138. 55— sietr. Albrecht, Hennen Geräumiger Saal. Vorzügl. Kaffee:: Dortmunder Löwenbräu:: Reine Weine und Branntweine. — Eigene Liqueure.— 3251 Ker Sehrdierartenl E Guter Kaffee. Gute Weine. fI. Biere JLUGLGLGGGGbGgabbaGn Restaurant Andreas Zebelein früher Werdelmann 3361 = Aplerbeckerheide. Beliebter Ausflugsort für Vereine. Familien und Gesellschaften. Schattige Gartenanlagen mit Kegelbahn. Grosser Saal mit Pianino. Guter Kaffee mit Bauernstuten. Vorzügliche Speisen und Getränke zu mässigen Preisen. * Reckenhöhle. n 2 Minuten vom Bahnhof Binolen der Strecke Pröndenberg-Heuenrade. " U e b e r a u s r e i c h h a l t i g e, r e i n e, einzig in ihrer Art dastehen. de Gebilde, die erste Sehens.„ würdigkeit des Hönnetales. 3855## Verbunden mit.::::: Rlen e Restauration„Waldeslust“. Inh: Heinr. Schünadel. 8 Minuten unterhalb der Station Klusenstein(Asbeckerweg). Beliebter Ausflugsort.— Neu eingerichteter Saal mit Pianino und Orchestrion— Separate = Fremdenzimmer.— Tropfstein-Sammlung. Gute Speisen und Getränke. Grössere Vereine und Gesellschaften werden um vorherige Anmeldung gebeten 3255 □ Hotel Kissing: Balve i. W. — Inhaber: H. Kohne— prächtig gelegen, in der Nähe des Hönnetals, Besleingerichteles Hotel am Platze für Vereine, Gesellschaften, Touristen und Sommerfrischler. Vorzügliche Küche.:: Eigene Forellenfischerei. — Gegenüber der Kirche.— 3252 Fernsprecher 8.— Fernsprecher 8. Bad henkbausen d. Lennetals, Bahnstation Hohenlimburg. 20 Minuten v. d. Strassenbahnhaltestelle. Salson von Mitte Mai bis Anfang Oktober. Natürliche eisenhaltige, seit 1816 zu Heilzwecken benutzte Mineralquelle.— Bäder zu jeder Tageszeit. Schattige Gartenanlagen, ausgedehnte Waldwege. Angenehmer stiller Sommeraufenthalt. Pensionspreis 3.50 Mk. Vereinen und grösseren Gesellschaften stelle ich, wenn möglich, auf vorhergehende Bestellung meinen Saal zur alleinigen Verfügung. 3250 Der Besitzer: Fr. Bläse. Pernoprechter 8o7. Ant Robenlnbus.) ## * R e s t a u r a n t u n d g r o s s e m G a r t e n. KET Restaurant„Zum eisernen Kreuz“ # Tel. 604, Ernst Klempt, Grüne Tel. 60t ## Ausschank von hellen u. dunklen Bieren:: fr. Weine### Hergliche Gartenanlage mit elektrischer Beleuchtung. RERRRN R ERR AARRN Daftinchofen rächster Füe des Felsenmeers. Deilingnoten Bahnstation Hemer-Westig. Hönnetalbahn Klusenstein. Gasthof Sonneborn Platthaus. Besitzer: Heinr. Sonneborn. Der Neuzeit eutsprechend renoviert. 2 Säle mit Plano, Gesellschaftsräume. Grosser Garten mit Veranda. Garantiert gute Speisen und Getränke. Dortmunder GermaniaBier. Weine erster Firmen. Elekt. Licht. Angenehmer Aufenthalt für Sommerfrischler. Pension nach Uebereinkunft. Auf Wunsch Wagen am Bahnhof Hemer und Hönnetal sowie zu Ausflügen. 3253 Grössere Gesellschaften und Vereine werden um vorherige Anmeldung gebeten. Telefon Amt Sundwig No. 22. Reslauration auf dem Schälk. nh.: Joh. Michels. Bekannt beliebter Ausflugsort.. Schöne ausgedehnte Waldwege mit Aussichtsturm. Schattige Gartenanlagen.. Angenehmer Aufenthalt mit Pension.. Schön angelegte Kegelund Rutschbahn. Gut gepflegte Weine und Biere. Eigene Brennerei. Guter Kaffee mit Bauernstuten. Grössere Gesellschaften und Vereine werden um vorherige Anmeldung gebeten. 3254 Hotel-Restaurant„Sanssouci“ b. Balve. Inhaber: Cl. Vogtmann. Bekannt angenehmer Aufenthalt für Sommerfrischler und Touristen. Direkt am Hochwald gelegen. Schöne Gartenanlagen. Grosser Saal für Vereine. Vorzügl. Küche. If. Dortmunder Biere. Eigene Forellenfischerei.:::::: Mässige Preise. Grössere Gesellschaften, Vereine, Schulen etc. werden um vorherige Anmeldung gebeten. 8249 — Fernsprecher Nr. 11 Amt Balve. * überwältigende Auswahl biete ich in jeder Art Sommer-Kleidung. Nelien dem feiner Herren-Hochsommer-Kleidung finden Sie den eintach gediegenen Genre ganz brsonders vertreten. Hoher Wert wird auf die Wasch- u. Lichtechtheit der Stoffe gelegt, die trotz ihrer Feinheit eine große Haltbarkeit gewährleisten „ 94 meiner Knaben-Waschkleidung ist stadtbekannt. Die vorzüglichen Die auffällende Billigkert Soffqualitäten die dauerhafte Verarbeitung erverben mir taisl neue Kunden. i kugen Kuut“ Fiolan 9gech-Anzüge aus blau-weiss Kadett- und uni Stoffen, die 9 00 Kieter Waseh-Anzuge auf ihre Waschechtheit erprobt sind. v. Mk. 9.00 Jede weitere Grösse 25 Pf. mehr. Kiolar Waeoh Rlucon aus blau-weiss Kadett und uni Stoffen, die 1 75 Kieler wasch-Biusen auf ihre Waschechtheit erprobt sind, von Mk. I.10 Jede weitere Grösse 25 Pf. mehr. Eintache Wasch-Blusen-Anzüge streitten Waschstofen von 90 Einfache Wasch-Blusen Waschstoken..“ P##rctreiven 40 Pf. an Pf. Einzelne Wasch-Höschen Waschstokea und gestreiten Satin-, von 40 Pe. Pr. Einzelne Wasch-Sweater.................von 40 Leichte Sweater-Anzüge in allen Preislagen Liemd- und Gürtel-Blusen in größter Auswahl stol.Diucon-Anzüge bestehend aus Sporthemd u. blauer Chevlot- 4 00 Gürtel-Blusen-Allzuge oder Satinhose............. von Wasch-Russenkittel mit Höschen. Weisse Blusen, Tennis-Blusen, Weisse Blusen- Anzüge. Weisse Jacken- Anzüge. Einzelne Leibchon-Hosen. Einzelne Knie-Hosen. Einzelne Sport-Hosen. Kout!, aus prima Waschstoffen Wasch-Jacken-Anzüge.. 5. 6. 7.: 8.- 10.- 12.- 14 uni-creme Stoffe, imit. Rohseide jed. Preisl. Mk. 0. Wasch-Jacken-Anzüge 4. 5.: B. B. 9. 10. 12.-8, 8. farb, klein gemust. Stoffe, teils mit Noppen Mk. Wasch-Jacken-Anzüge„ 175 2.25 3. 4., 5., 7.= 9.-5|4 Blasweis gedtreite Salin und Drell... Nr. 1.75 2.25 3-. 4-. J. 7. Wasch-Jacken-Anzüge„ 3., 4.: 5. B. 7.- 9.-0 6. sehr moderne Genres, in allen Stoffarten. Mk. ∆. Gi K9618 Für Jünglinge in jedem Alter Leichte Stoflanzüge, leichte Stof- u. I.üsterjoppen, Waschanzüge, Waschjoppen, Waschhosen. 77 Herren Senn Leichte Stefk-Koser, Wasck-Kosen, Wasch-Westen Praitizehe Spori-Anzüge Kauchger, Gr ds 19. 55 al„Aleidapg sowie sämtliche Kleidung für den Fahr-, Reit-, Ar=Kleidung Kasen= Lust- und Wassersport, rü Herren-Hochsommer-Anzüge„. 12.: u 93.— Leinan oder Lüster....“......... von Mk. Jue bis Nk. Ja.“ aus creme Leinen oder Lüster.. Herren-Hochsommer-Anzüge v u 15. 70. aus imitierter und echter Rohseide von Herren-Tennis-Anzüge vollesv greme mit biauen 24„„ A5 Streiten, Hase mit UImbug.............. von Mk. O T. bis Hk VG. B.- u. u. 13. Steiten, Rose muit Unbig Harron Tonnie-Uncon aus weissem und hellgestreiften Herren-Tennis-Husen Flanell......... von Mk. Herren-Strand-Anzüge eignet Joppe aus blauem Flanell, Hose weit, mit Umbug aus weiß. Flauell v. Mk. auch für jeden Wassesport ge- D%∆ eignetz Joppe 2reih. ohne Koter Zö.- g. u. 5U.Ketunutd! Regencapes, Staatmäutel, einz. SpartJoggen und Baser. Herren-Wasch-Anzüge. 10 59. aus Leinen und farbigen Baumwolistonen von Mk. 1O. bis Mk. Leichte Stoff-Anzüge au, foinlädigen deutschen und 2.5„.„ H1 englischen Geweben, sehr feine Verarbeitung..... von Mk 800 bis hn U13.“ Elaue Flanell-Joppen is f.#ster 169 u. Cheviot.. Blaue zweireihige Lüster-Joppen und allen Nodefarben. Für jede, auch die Korpnlenteste Figur, neuau passende Grössen. Meine Auswahl und Preiswürdigkeit wird Von keiner Seite erreicht. Auswahlsendungen in Sommer-Garderoben können infolge meiner billigen Preise und wegen der deffizilen Farben nicht gemacht werden. Dafür haben Sie aber in meinen grossen, luftigen und kühlen Räumen angenehme Kaufgelegenheit und finden immer das Richtige in ganz kolossaler Auswahl zu billigsten Preisen. Sehmhiteir Seite 2. Schwerter Zeitung.(Amtliches Kreisblatt.) Samstag, den 29. Juni 1912. Nr. 151. Mein„„ SaisonwarJnaasvorkach Sämtliche Sommerwaren sollen Art beginnt Montag, den 1. Juli. vollständig geräumt werden und verkaufe ich dieselben zum Teil zu und unter Von Sonnabend, den 29. Juni ab, gelangen grosse Posten Wäsche und Weisswaren aller I ad er Alise Keralt, dau de aile Venalatugen ven reihen Vecdien edtesgeleze.. escden de uadne iue Gerzdl-chnene und Butigen u. d.„., Hidllagstr. S 1 und 27. aechien Sie udhoc 10 Soecihahl-Schastendter vn.. 5190 Mu48r. Preu Ndehn, Sehwerle 4557 Neue Kartoffeln (lange Mäuse) 10 Pfund 70 Pfg. L. Weinberg. ktspielhaus Reichskrone. * Programm für den 29. u. 30. Juni 1912: Neueste Kister Billigte Preise. Felwirtiger Im Auftrage der Firma Kersting u. Kruse in den Rosen, Gemeinde Holzen werde ich am Mittwoch, den 3. Juli d. Is., im Geschäftslokal der genannten Firma folgende Sachen gegen bar versteigern: Mehrere komplekte Schlafzimmer= und mehrere komzlette Küchen=Einrichtungen, feiner Vertikos, Spiegel, Stühle, Tische, Flurgarderoben und sonstige Sachen. Der Verkauf beginnt um 11 Uhr vormittags. Die Besichtigung der gen. Sachen ist 2 Stunden vor dem Verkauf gestattet. Holzen, den 27. Juni 1912. D. Jacobs. Steis die billigsten Preise. " Nur beste Qualitäten. Weizenmehl 000 13. weiss und hochbackend, bei 10 Pfund IO Pfg. Feinstes Kaisermehl Pfund 10 pcg Stampfzucker Ptund 24 2. Rosinen ohne Steine Pland 5 3 pig Korinthen 2 gereinigt und entstielt Pfund OO Pig. Backpulver 10 Pakete 42 pg. Backpulver„ 20 mit Prämienbons O; Pakete am-U Pfg. Himbeersaft gar. rein, Pfund5 0 Pig. Puddingpulver 10 Pakete 42 Pg. Puddingpulver„ 4560) mit Prämienbons O Pak. 20 Pfg. Zugabebons auf Kaffee u. Margarine. L. Weinberg. I. Pathé-Journal. Neues aus aller Welt. 2. Das Chamäleon. Eine wissenschaftliche Aufnahme aus dem Tierreich. # 3. Hauptmann Brand's Frau. Drama aus dem Süden Amerikas. 4. Beastrix d' Este.(1295) Historisches Drama, Drama, bearbeitet von Augusto Genina. 5. Du sollst ein Mann sein. Ergreifendes Drama aus dem Leben. Zwei ganz besonders hervorragende Schlager. Die Perle des Programms. 6. Mashierte Liebe. Lebensbild in 3 Akten. In der Hauptrolle: Fräulein Henny Porten, die unübertroffene Künstlerin. So stand es geschrieben. Drama in 2 Akten, 8 Der Film gehört zu den besten u. interessantesten. die bis jetzt geschaffen worden sind und wird zweifelsohne überall grossen Erfolg haben. Humoristischer Schlager: 8. Max und sein Hund. Posse von Max Linder. 9. Tapezierer Meyers Bühnenlaufbahn. Komisch. M NB. Der Saal ist vollständig neu A renoviert und bietet infolge Anlage neuer Ventilatoren auch bei der heissen Witterung kühlen, angenehmen Auf-A a von an. Rolle 10 Pf. Beranntinachung. Die Abstimmungsliste über die Errichtung einer Zwangs=Innung für das Pflasterer-Handwerk im Bezirk der Handwerks= Kammer Dortmund, umfassend die Stadt= und Landkreise Bochum. Dortmund, Hörde, Hamm, Gelsenlirchen und Hagen, die Stadttreise, Beirge und Witten, die Kreise Hattingen, Schwelm, Lippstadt und Soest liegt vom 3. Juli 1912 bis 17. Juli 1912 von vormitt igs 9 bis. 1 Uhr und von nachmittags 3 bis 5 Uhr auf dem Zimmer 26 des städtischen Verwaltungsgebäudes, Viktoriastraße 6, in Bochum zur Einsichtnahme und Erhebung etwaiger Einsprüche der Beteiligten offen. Nach Ablauf dieser Frist angebrachte Einsprüche bleiben unberücksichtegt. 4565 Bochum, den 25. Juni 1912. Der Kommissar: gez. Graff, Oberbügermeister. I. Weinberg 4561 Pabfikreste Kattun, Satin, Musselin Kleiderstoffe, Seidenbänder, Blusenstoffe Neu eingetroffen! :: Spottbillig!:: 45•6 I I. Doll, „Beharrlichkeit führt zum Ziel“! — Modell 1911 „Stets bereit— Hände — frei“— das Produkt 7 jähriger Versuche und Erfahrung, leistet in jedem Haushalt, in jedem Beruf vortreffliche Dienste. Kein Massenartikel, kein Leuchten in der Tasche, keine Marktware, daher auch kein Verdrussartikel. Preis 4 bis 20 Mark, Brenndauer 5—100 Std. Versand gegen Nachnahme, bei Vorausbezahlung Porto und Packung frei. Batterie-Abonnement frei Haus. Wiederverkäufer sucht Gustav Remus-ArmeeLaterne, Halle a. S. 7. Zeugniss: R. A. L. leistet bei Versehgängen zu Kranken vorzügliche Dienste. Auf die Brust im Knopfloch eingehakt, beleuchtet sie hell den Weg, erleichtert Lesen und Schreiben beim Kranken.“ 3485 Rabensburg Niederöstereich, 14. III. 1911. Pfarramt gez: Ibl. Pfarrer. Geslügelhof Wessfalen, EiserfeldSieg liefert seit 25 Jahren gut u. billig Zucht= u. LegeTausende Anerkenn. alts. Lassen Sie Nichtt es sich mal sagen (welche von Herren besserer Stände stammen) und elegante neue Horvonbektetaung kaufen Sie sehr vorteilhaft nur Königswall Dortmund gestügel. Preisbuch graii: 3918 am Hauptbahnhof Wir unterhalten stets grosse Läger und haben für jede Figur passende Bekleidung. Unsere Preise sind 12, 15, 18 22 Wk. u. höher. Wir verleihen Gehrock- und andere Gesellschafts-Anzüge. Sie teile finden Vor in Die grössten Peche „„O WPEEAOS 4562 Seite 4. Steater Zeitung.(Antliches Kreisblatt.) Samstag, den 29. Juni Nr. 161. Unser diesjähriger Sommer-MasPer! beginnt Montag, den 1. Juli und wird ein GUS NTG Reine Dame versäume diese ungewöhnlich vorteilhafte Gelegenheit zum billigen Einkauf von Balllen-Kenlehlien. 4547 Gebrader-Rucc!. Restenhellweg 41 KampfgenossenVerein, Schwerte. Sonntag, den 30. ds. Mts., abends 6 Uhr: General= Versammlung im Vereinslokal. Beratung über wichtige Angelegenheiten; zahlreiches Erscheinen erwartet 4551 Der Vorstand. Zweigverein Aplerbeck des ersten deutschen Polizeihunde=Vereins. Sonntag, den 30. Juni in den Anlagen des Wirts Glück in Berghofen: Prüfung von Polizeihunden. Beginn: 2½ Uhr nachmittags. Preisverteilung 8 Uhr abends. Eintrittspreis 50 Pig. Feinstes Salatöl Klose und in Flaschen 4575 Drogerie Wilh. Engels, Westhofen. Habe auf der Sohle (Schwerterheide) 4 Morgen Jutterbau zu verkaufen. 4488 Karl Sohlenkamp, Dortmund, Münsterstr. 192 2 Dieerkannte Person, die gestern Abend zwischen 7½ u. 7% Uhr auf der Bahnhofstraße das Portemonnaie mit Inhalt aufgenommen hat, wird hierdurch aufgefordert, dasselbe innerhalb 3 Tagen in der Spezialhaus für Damen-Moden. Ecke Heberstrasse 5 ausserordentlich billige Artikel Damen ChromiSchnürstiefe Derby, Lackkappe. —a Brauner Damen90 Schnürstiefel Derby, Lackkappe ChromiederHerren=Stiefe! Derby, Lackkappe. Neue deutsche Heringe per Dutzd. 80 Pl. L. Weinberg Männer-Gesang-# Verein„Lyra“ se Sommerberg. Am Sonntag, den 30. uni 1912 veranstaltet der Verein im Lokale des Herrn Holsiepe in Holzen ein Konzert mit anschliessendem Böhmers ReklameGarantie-Stiefel Herren-Derby-Stiefel Modernste Formen. Mitwirkende: Herr Karl Schneider. Hörde, Bariton. Karten im Vorverkauf 50 Pf., an der Kasse 60 Pf. à Person, zum Ball eine Dame frei. Die Herren passiven Mitglieder sind freundlichst eingeladen. 4570. Der Vorstand. DamenHalbschuh m. Lackkappe. Mod. Form. Neisse Furnstielel 250 m. Asbesteinl., best. Fabr., kosten bis zum 9. Juli, Grösse 36—43 290 Braune DamenHalbschuhe mit Lackk. Beliebt. Schuh. Alexanderhöbe Iserlohn. Sonntag, den 30. Juni. nachm. von 4½ Uhr ab: Garten=Konzert Programm für Militärmusik. Eintritt 25 Pfg. 9867 Sandalen Lederkappe, Leder-Brandsohle, in allen Grössen u. versch. Ausführungen von C. W. Böhmer Telefon 227. Hüsingstr. 30. Rioene Leoontan Plechstaft. 4549 Eler. Eler. Extrafeine frische Landeier 14 suck 100 rg. Feinste dicke Trinkeier 17 suck 100 rg. L. Weinberg. 4556 — Nr. 151. 2. Beilage. SchwerterHenn...., Samstag, 29. Juni 19 Antliches Kreisblatt. Die ganze Ain(richt ba..!. nur Sie wissen noch nicht, um was es sich handelt, weil Sie nicht auf die „Schwerter Zeitung“ abonniert sind, die schnell und zuverlässig über alle Tagesfragen, mit ganz besonderer Berücksichtigung der lokalen Ereignisse, unterrichtet Bestellungen auf die„Schwerter Zeitung“ (amtl. Kreisblatt für den Kreis Hörde), die monatlich nur 60 Pfg. kostet, werden jederzeit von unseren Boten, in der Geschäftsstelle(Gr. Marktstraße 3—5) und bei Herrn A. Neumann, Hüsingstraße, entgegengenommen. als oberster Leitsatz die Wahrung des Gleichge wichts, sowohl des rechnerischen als auch des wirtschaftlichen, aufgestellt wird. Bei der Notwendigkeit neuer Ausgaben soll auch für neue Deckung gesorgt sein. Der Voranschlag soll mit der größten Vorsicht aufgestellt werden, sodaß ein kleiner Ueberschuß stets wahrscheinlich ist. Die Anleihen sollen nur offen bleiben für werbende Ausgaben im kaufmännischen Sinne. Großen Nachdruck legt der ehemalige Reichsschatzsekretär auf die Unterdrückung des Reizes zu neuem Schuldenmachen und auf die Schuldentilgung. Mit der Aufstellung von Finanzgrundsätzen, so gesund sie auch sein mögen, wird jedoch noch nichts erreicht, denn„grau ist alle Theorie. Die Hauptsache ist, daß sie fleißig beachtet werden, und davon könnte nicht nur das Reich, sondern sogar jeder Geschäftsmann und Familienvater profitieren. 57 Ctcee Politische Uebersicht Die Zusammenkunft des Kaisers mit dem russischen Zaren. Der Kaiser wird, wie aus Petersburg gemeldet wird, am 4. Juli vor Reval eintreffen und am 5. Juli zurückkehren. Voraussichtlich werden die beiden Kaiser in Baltischport an Land gehen und das Leibregiment Wyborg besichtigen. Nicht unwahrscheinlich ist, daß neben der Versicherung gutnachbarlicher Beziehungen von deutscher Seite anerkannt werden wird, daß das Streben Sassonows und seiner Gesinnungsgenossen nach einer stetigen Politik und ihre Stellung zum italienisch=türkischen Krieg, die die Erhaltung des gegenwärtigen Zustandes bezweckt, mit den deutschen Anschauungen zusammentrifft. Der neuernannte Berliner russische Botschafter Swerbejew wird den Minister des Aeußeren bei der Kaiserbegegnung in den finnischen Schären begleiten. Von besonderer Seite wird der„Wiener Allgemeinen Zeitung“ aus Berlin gedrahtet:„Wie hier in sehr gut informierten Kreisen bekannt wird, hat der Kaiser sich während der Kieler Woche wiederholt sehr optimistisch über die internationale Lage ausgesprochen und den Frieden für ungefährdet erklärt.“ In der bayerischen Abgeordnetenkammer sprach sich der Minister des Innern v. Soden gegen die Einführung der Feuerbestattung aus, die dem religiösen Empfinden zuwiderlaufe. Jedem zielbewußten Sozialdemokraten, so erklärte der Minister weiter, werde die Regierung fortan die Bestätigung für ein Gemeindeamt versagen. Zur Frage des Jesuitenerlasses lehnte der Minister jede Auskunft ab, so daß man nicht weiß, ob der Erlaß bis zur Beschlußfassung des Bundesrats darüber aufgehoben ist oder fortbesteht. Die Reise für den Einjährigen=Dienst können nach einer neuen Verfügung des Kaisers künftig Schüler von neunstufigen Mittelschulen, wenn sie bis zum Schluß auch am Unterricht in einer zweiten Fremdsprache teilgenommen haben, vor einer Kommission jederzeit, ohne Rücksicht des Alters, erlangen. Nach den bisherigen Bestimmungen der Wehrordnung durfte die Prüfung für den Einjährig=Freiwilligen Dienst vor der Militärprüfungskommission nicht vor vollendetem 17. Lebensjahre abgelegt werden. Ausnahmen wurden nur gestattet, wenn die Examinanden ganz kurz vor ihrem 17. Geburtstage standen. Das Jagdtagebuch des deutschen Kronprinzen hat nicht nur in der deutschen, sondern auch in der englischen Presse eine freundliche Kritik gefunden. Besonders hervorgehoben wird, daß es den ehrlichen, offenen Charakter des Schreibers zeigt und daß es taktvoll jeden Ausdruck politischer Neigungen oder Abneigungen aufs peinlichste vermeidet. Zu der Spionage=Affäre des russischen Hauptmanns Kostevitsch erklärt die Berliner russische Botschaft, daß Kostevitsch im offiziellen Auftrage der russischen Regierung nach Deutschland gekommen sei, um hier eine mehrmonatige Reise durch die Staaten Mitteleuropas anzutreten. Diese Reise sollte den Zweck haben, die Privatfabriken, die Kriegs= und Artilleriematerial liefern, zu besichtigen. Kostevitsch, der bis vor einem Jahre in der Front gestanden hat, ist für einen Posten im Artilleriedepardement ausersehen; ihm sollte die Bestellung von Artilleriematerial zugeteilt werden. Die Reise Kostevitschs sollte also nur informatorischen Charakters sein und der deutschen Industrie Vorteile bringen, die sich auch seinen Wünschen hinsichtlich der Besichtigung großer Etablissements im großen und ganzen freundlich gegenübergestellt hat. Es wird russischerseits behauptet, daß Kostevitsch vorschriftsmäßig seine Anwesenheit in Deutschland und den Zweck seiner Reise den zuständigen preußischen Behörden gemeldet habe. Seine Verbindung mit dem in Düsseldorf verhafteten Oberleutnant a. D. Nikolski wird als rein freundschaftlich und harmlos bezeichnet. Das Problem der Reichsfinanzen erfährt durch den früheren Reichsschatzsekretär und neuen Oberbürgermeister von Berlin Wermuth in der„Deutschen Nevue“ eine interessante Beleuchtung, wobei Oesterreich= Ungarn. Vertagung des ungarischen Parlaments. Die Verlesung des königlichen Reskripts auf Vertagung des Parlaments bis zum 17. September vollzog sich im ungarischen Reichstage in voller Ruhe. Die Opposition war im Hause nicht erschienen, trotzdem für die meisten Abgeordneten die Ausschließungsfrist abgelaufen ist; ihre Mitglieder beschränkten sich auf erneute und verschärfte Proteste gegen die Umstellung des Parlamentsgebäudes. Die Regierung beantwortete diese Proteste mit der Anordnung, daß künftighin 400 Gendarmen zu Fuß und 80 berittene Gendarmen der Budapester Staatspolizei ständig zugeteilt werden; bisher durfte die Gendarmerie nur in der Provinz zur Verwendung gelangen. Diese Verstärkung der hauptstädtischen Gendarmerie gilt ausschließlich der Bewachung des Reichstags, in dem die Ordnung fortan also nicht mehr in so greulicher Weise durchbrochen werden dürfte, wie in der verflossenen Session, die mit Hochrufen auf Tisza geschlossen wurde. Frankreich. Die Explosion auf dem französischen Panzerkreuzer„Jules Michelet“ in den Gewässern bei Toulon ist die Wiederholung einer ähnlichen Katastrophe an Bord des Panzerkreuzers Gloire im Herbst vorigen Jahres. Während damals 5 Matrosen getötet und 9 schwer verletzt wurden, blieb diesmal einer tot und 22 erlitten meist schwere, schreckliche Wunden. Die französischen Blätter kritisieren lebhaft den schlechten Zustand des Pulvers, wodurch die vorzeitigen Explosionen herbeigeführt wurden, denn zu gleicher Zeit explodierte auch an Bord des Panzers„Viktor Hugo“ ein Geschoß, wobei ein Soldat getötet wurde. Das schlechte Pulver hat der französischen Admiralität schon viel Sorge bereitet und bekanntlich u. a. die Explosion und Zerstörung des Panzerschiffes Jena herbeigeführt. Erst kürzlich noch wurden in Cherbourg große Vorräte schlechten Pulvers von den Schlachtschiffen ausgeschifft. Belgien. In dem Konflikt, der wegen des Nachlasses König Leopolds von Belgien zwischen Sachsen=Koburg und dem belgischen Staate ausgebrochen sein soll, soll es sich, wie die belgische„Gazetta“ meldet, um drei Millionen Mark handeln, der König Leopold dem Staate und der Stadt Koburg vermacht hatte. Das Blatt will auch wissen, daß der Vergleich, der seiner Zeit zwischen dem Verwaltungsrat der Niederfüllbacher Stiftung und dem belgischen Staatsministerium abgeschlossen wurde, ohne die Zustim: mung aller Mitglieder des Verwaltungsrates die ser Stiftung stattgefunden habe. Sonach könnte man sich auf Ueberraschungen gefaßt machen, wenn Ende November der Prozeß der Prinzessin Louise gegen den belgischen Staat in der Revisionsinstanz zur Verhandlung kommt. Rußland. Der kleine russische Thronfolger Alexis ist gesund und leidet nicht, wie es neulich hieß, an Knochentuberkulose. Diese Richtigstellung wurde soeben von der„Darmstädter Zeitung", also einem Blatte, das durch den großherzoglich hessischen Hof informiert werden konnte, veröffentlicht und findet im deutschen Volke eine ebenso freudige Begrüßung, wie die Betrübnis tief und aufrichtig war, als die Kunde von der unheilbaren Krankheit des einzigen Sohnes des Zarenpaares durch die Blätter ging. Bulgarien. König Ferdinand von Bulgarien wird im August dieses Jahres das in Torgau liegende Inf.= man mit Schrecken erkannt, wie gering der wirkliche Bestand des englischen Heeres sei!— In ner Rede ging Lord Roberts auch auf die Entblößung des Mittelmeers ein und bedauerte es tief, daß England die Wacht in diesem Meere aufge geben habe, das das äußere Zeichen der Macht Englands war, und deren Abberufung das englische Ansehen namentlich in Indien und Aegypten schädigen müßte. Bei dem gegenwärtigen Mangel an Mannschaften müßten aber anderswo Schwächungen eintreten, wenn die Garnisonen von Malta und Aegypten verstärkt werden sollten. Da her sei die allgemeine Wehrpflicht unerläßlich. Türkei. Die Albanier gegen die türkische Regierungsmehrheit. Nach den letzten Meldungen aus Monastir soll die Zahl der fahnenflüchtigen albanischen Soldaten 200 überschreiten. Die Deserteure, die angeblich einige Maschinengewehre in ihrem Besitz haben, sollen sich im Gebirgsgebiet befinden. Hauptmann Tajar Bei hat ein Schreiben an den Kommandanten von Monastir hinterlassen, worin er erklärt, die Bewegung sei nicht gegen das Va terland, sondern gegen die Herrschaft des jungtürkischen Komitees gerichtet. Zwei Bataillone sind zur Beobachtung der Deserteure, mit denen die Alttürken sympathiesieren sollen, abgesandt worden. Vereinigte Staaten. Die beiden unterlegenen Präsidentschaftskandidaten Roosevelt und Bryan werden einen Pakt miteinander abschließen, der dem ersteren wahr scheinlich am Tage der endgültigen Wahl zum Siege verhelfen wird; zu einem definitiven Abschluß haben die von Roosevelt eingeleiteten Verhandlungen zur Stunde zwar noch nicht geführt, man zweifelt aber nicht daran, daß Bryan gegen irgendwelche Versprechungen sich und seinen Anhang in den Dienst der Roosevelt=Kandidatur stellen wird. Um Bryans Abfall an die nationale Fortschrittspartei oder die Elchpartei, wie sie auch genannt wird, möglichst zu verhindern, kommen die Wähler des demokratischen Parker Herrn Bryan soweit wie möglich entgegen und hatten daher auch für den von Bryan vorgeschlagenen fortschrittlichen Senator James zum Vorsitzenden des demokratischen Konvents in Baltimore gestimmt. Auch die von Bryan gewünschte Umgestaltung der Geschäftsordnung wurde angenommen. China. Die große Anleihe Chinas, über die sich nun wenigstens die Sechsmächte in Paris einig gewor den sind, gibt zu den widersprechendsten Meldungen Anlaß. In Washington wollte man wissen, daß China die Anleihe zurückgewiesen habe. Dem wi derspricht man von Peking aus. Es wird von dort festgestellt, daß die Verhandlungen weder abge schlossen noch abgebrochen worden sind. Die chinesische Regierung bemüht sich anscheinend weiter, günstige Bedingungen zu erhalten. Der chinesische Finanzminister schlug kürzlich, augenscheinlich versuchsweise, den Abschluß einer weit größeren Anleihe vor, als ursprünglich geplant war, und erkundigte sich nach den Bedingungen. Diese entsprachen den ursprünglichen Abmachungen mit Tangtschaoyi, wonach die Salzsteuer unter eine ausländische Kontrolle gestellt werden und die Bankengruppe Finanzagenten in China anstellen soll. Der Finanzminister erhob Vorstellungen gegen die Bedingungen und erklärte, er wolle nur eine Anleihe von 10 Millionen Pfund Sterling. Die Bankengruppe erwiderte, daß sie nicht den Wunsch hätte, China eine größere Anleihe aufzudrängen und ihr hiesiger Vertreter hat den Vorschlag von fünfmonatlichen Vorschüssen von je 6 Millionen Taels, die von der großen Anleihe gedeckt werden sollen, nach Europa übermittelt. Das ist der augenblickl. Stand der Dinge. Regt. Nr. 72 besuchen, zu dessem Chef er aus Anlaß seines Besuches beim deutsch. Kaiserpaar ernannt wurde. Das Regiment erhielt den Namenszug des Königs mit der bulgarischen Zarenkrone. England. Mangel an Soldaten. Englands größter Stratege, der Feldmarschall Lord Roberts beklagte sich in einer Rede vor dem Heeresverein, der in England neben dem Flottenverein besteht, über den Mangel an Mannschaften im Landheere, genau so wie es einen Tag vorher Admiral Lord Beresford in Bezug auf die Marine getan hatte. Der Feldmarschall wiederholte seine alte Forderung auf Einführung der allgemeinen Dienstpflicht in England aufs dringlichste, da das englische Reich, das durch das Schwert erworben worden sei, nur weiterbestehen könne, wenn es stets für den Krieg vorbereitet sei. Als im vorigen Sommer Wetterwolken am politischen Horizont aufgestiegen seien, habe Aus Stadt und Umgebung. Mutter und Kind. Heißer Sonnenschein liegt in der staubigen Straße. Zum Stadttor herein tritt ein junger Mann, der jahrelang draußen in der fremden Welt gewesen ist. Er ist inzwischen ein anderer geworden, groß, braun und stark. Nun jubelt sein Herz, er ist ja wieder daheim bei all den Lieben. Wer wird ihn zuerst wiedererkennen? Da steht am Tor sein Freund, der Zöllner. Wird der nicht freudig ihm entgegeneilen? Allein er grüßt ihn nur, wie er all die Fremden grüßt, die durch das Stadttor schreiten. Weiter oben in der Stadt, da trifft es sich gut, da schaut sein Schätzel zum Fenster her aus. Sie wird ihm sicher, wenn sie ihn sieht, ent gegeneilen. Doch wie betrübend, auch sie kennt ihn nicht wieder. Doch sieh, da kommt jemand vom Kirchhof daher, die erkennt ihn sofort von weitem. „Wie sehr auch die Sonne sein Antlitz verbrannt, Das Mutteraug hat ihn doch gleich erkannt.“ Ja, so ist es, Mutter und Kind gehören zusammen; mag das Kind noch so groß und noch so alt sein, mag die Zeit der Trennung noch so lang sein, sie gehören zusammen. Diese beiden sind von Gott für immer zusammengefügt, die soll der Mensch nicht scheiden. In ganz besonderer Weise gilt das vom kleinen Kind, das noch ganz besonders die Liebe der Mutter braucht. Wenn die heutige Form des Erwerbslebens es mit sich gebracht hat, daß die Mutter Hause arbeiten muß, sodaß die Pl=ibleiben oder in den Kindergarten gebracht###„ den, so darf man nicht müde werden, das imi#### wieder als große soziale Not hinzustellen und a## Wege der Abhilfe bedacht sein.— Wenn die Genu## sucht in den höheren Kreisen dahinführt, daß y Mutter infolge gesellschaftlicher Verpflichtungen vo# Kinde getrennt wird, so ist es ein bitteres Unrech, das gar nicht scharf genug immer und immer wie## der gegeißelt werden kann. Mutter und Kind#g hören zusammen im Palast wie in der Hütte.„Mut und Kind“, das ist die große heilige Symphoni die die Menschheitsgeschichte vom Anfang bis zu Ende durchklungen hat und durchklingen wir „Mutter und Kind“, das ist wohl auch der tiefst Sinn des Mutter Gottes=Kultus. Eine Inschri am Mutter Gottes=Bild zu St. Jürgen bei Be zen lautet: „Steh still, mein liebes Kind— Weißt D denn nicht, daß ich deine Mutter bin? Wer sorgt denn mehr für dich, als ich?— So steh den still und grüße mich.“ **(Obst als Heilmittel.) In den reifen Frü ten des Obstes ist ein großer Schatz an Arzneie aufgespeichert. Blaue Weintrauben wirken blu reinigend. Auch Pfirsiche sind, nüchtern genosse sehr gesund. Eine täglich nüchtern gegessene Apfe sine ist ein vorzügliches Mittel gegen schlechte Vei dauung. Der Saft der Tomaten ist ausgezeichn bei Leber= und Darmbeschwerden, der Saft de Wassermelone bei Fieber und Nierenleiden wer voll Er kann in beliebiger Menge genossen wet den und sollte nur bei Choleraneigung fortgelasset werden, wo man ja überhaupt jedes Obst zu meide pflegt. Der Saft einer Zitrone in einer Tasst heißen Kaffees ist ein gutes Mittel gegen Kopfschmerzen. Ueberhaupt sind alle Fruchtsäfte al Beigabe zum Wasser in der Krankenstube sehr z empfehlen. Saft aus Brombeeren, mit Zucker ei gekocht, ist ein vorzügliches Beruhigungsmittel## Husten. Waldbeersaft ist namentlich bei Durchfa sowohl bei Kindern wie bei Erwachsenen, sehr z empfehlen, da er eine beruhigende und heilend Wirkung auf die Magen= und Darmschleimhäu ausübt. *(Der westsälische Sanitätskolonnentag) i Gelsenkirchen vom 29. Juni bis 1. Juli verspricht ein vortreffliches Bild von der Tätigkeit der Männer vom Roten Kreuz zu entfalten. Es ist dahe nicht zu verwundern, daß bis jetzt schon über 180 auswärtige Kolonnenmitglieder angemeldet sin die sich in ihrer Erwartung, etwas zu erleben, wi über den gewöhnlichen Rahmen eines alljährlie wiederkehrenden Provinzial=Kolonnentages hinauz geht, nicht getäuscht sehen werden. Die damit ver bundene Ausstellung wird in reichster Weise höch vielseitig beschickt, so daß die Preisrichter ein schwere Arbeit haben werden, um die würdigsten Bewerber um eine Prämie herauszufinden. Die Protektorin der Vereine vom Roten Kreuz, die Kaiserin Auguste Viktoria, hat zwei silberne und fünf bronzene Medaillen ausgesetzt, die mit ihrem vorzüglich gelungenen Bilde in Hochrelief geschmückt sind. Außerdem sind 5 goldene Medaillen zu erstreiten, unter denen zwei von dem Protektor des diesjährigen Kolonnentages, dem Kgl. Oberpräsidenten der Provinz Westfalen, dem Prinzen Karl von Ratibor und Corvey, gewidmet sind. Dazu kommen noch 7 silberne und 20 bronzene Medaillen. Die Medizinalabteilung des preuß. Kriegsministeriums stellt außer zahlreichen anderen, höchst lehrreichen Gegenständen einen vollständig kriegsmäßig ausgerüsteten Wagen eines Lazarettzuges zur Verfügung, während das Zentralkomitee der preußischen Landesvereine vom Roten Kreuz ungefähr 50 Modelle vor Augen führen läßt. *(Verband Deutscher Gemüsezüchter.) In der im Februar nach Berlin einberufenen Versammlung, in der die Gründung des Verbandes Deutscher Gemüsezüchter beschlossen wurde, hob der Referent als wichtige Aufgaben des Verbandes hervor: Zollfragen; Konkurrenz des Auslandes; Beschaffung praktischer Bodenbearbeitungsgeräte und Maschinen; Sortenwahl; gemeinsamer Bezug von Düngemitteln und Saatgut; wissenschaftliche Aufklärung; Erhebung von Statistiken; Regelung der### Verhältnisse zwischen Anbauer und Abnehmer; derung der Verbrauchs= und der Absatzgelegenheiten; Verkaufsgenossenschaften; Tarifwesen. Zu einer Besprechung dieser und auch noch weiterer Aufgaben des Verbandes ladet der vorbereitende Ausschuß zu einer Versammlung in der Gartenbauwoche in Bonn ein. Die Versammlung, zu der alle deutschen Gemüsezüchter dringend eingeladen sind, soll am 6. Juli stattfinden. Beitrittsanmeldungen zum Verbande werden vom Geschäftsamt des Deutschen Pomologen=Vereins angenommen, das auch weitere Auskunft erteilt. **(Der Verband der Kommunalbeamten) für Westfalen hält seine 16. ordentliche Generalversammlung am Sonnabend, 13. und Sonntag, 14. Juli, in Dortmund ab. Auf der 14 Punkte umfassenden Tagesordnung stehen u. a.: Vortrag über „Die Aus= und Fortbildung der Gemeindebeamten“, Gewährung eines Sterbegeldes, Vortrag über „Das Kommunalbeamtengesetz, seine Entstehung, jetzige Gestalt und sein erwünschter Ausbau“. An die Beratung des Sonnabends schließt sich eine Festfeier des Dartmunder Vereins an der Kronenwahrend auch für Sonntag und Montg“. Veranstaltungen geselliger Art vorgesehen sind. e — 1 Uinige Weisse Wuren-Tuge beginnen heute. bene ene en Aus der Fale der Augebote Aund endstebend elngesnsetrhrege. kommt nur Qualitätsware z.Verkauf. Die Billigkeit liegt in der Güte der Quantaten begrundet. VVy Manufakturwaren. Hemdentuch 70 cm breit, gritäge Ware 18 pf. Hemdentuch s0 cm breit, bes, vorteilk. 29 Hemdentuch feinfädig, 30 cm breit 38 Pr. à jour Stoffe weiss, aparte Dessins 35 pr. Modewaren. Weisse Gürtel 45, 40, 35, 30 P. Feston- u. Spachtel-Kragen 55, 45, 35 pl. abots 2“, 1%, 75, 50, 15 p. Weiss Halbleinen, Damast, Nessel, Piqué, Gebl. Bieber, Handtuchgebild ganz bedeutend unter Preis. Weisse Besätze Spitzen u. Festons 20% Rabatt. trotz billigen Preisen. Grosse Enterpreis Ponten in Herren: Wäsche. 16 Pr. Gardinen besonders billig. Kragen 4fach, moderne Fassons Kinder-Kleidchen, Damen-Blousen, Schürzen, Knaben-Anzüge, Sweaters, jäckchen, Mäntelchen, Federn, Bettwaren, Handschuhe, Strümpfe. Wasche. Damen-Hemden 200 110 12: 95 mit breiten solid. Pestons 4mp; Beinkleider alle Nacharten 1“ 1“ 95 P4, Festonröcke 3“ 1“ 1“ 95 P. Mädchen-Hemden Schulterschluss I. Qualität mit Barmer Bogen oder Spitze Grösse 35 40 45 50 55 60 65 70 75 33 38 43 48 53 58 64 70 76 82 88 Pl. Grosse Posten ganz besonders billig. Bettücher, Tischtücher, Küchentücher Kissenbezüge, Teegedecke. Günstige Kaufgelegenheit für Aussteuern. 4540 Medehnaus S. Kusfer Fernruf 287. Hüsingstrasse 30a Hervorragend billiges Angebot! Von heute ab verkaufe ich: Damen-Batistblusen, Kattunblusen, Mousselineblusen bastiarbige Kostümröcke zu herabgesetzten, fabelhaft billigen Pereisen. Kaufhaus Otto Marx, Schwerte Hamburger Engros-Lager Ostenstrasse 20 Grössel Scmfer Waren-Verkauf Auf sämtliche Sommerwaren geben wir vom 1. Juli ab 20 Prozent Rabatt, welche an der Kasse in bar in Abzug gebracht werden. Geiegeikt Zurückgesetzte Blusen, Kostumröcke, Jackenkleider, Staubmäntel und Kinderkleider werden zu jedem annehmbaren Preise ausverkauft. Geschwister Becker, Schwerte. 4337 * 80 empflelt die Sommertahrplalte Bachndingt C. Braus 3 langsam an und blickte immer nach der Schmiede hinüber:„Es ist, daß man mal davon spricht— dem Krauskopf da hatt' ich die Schlosserei zugedacht, wenn ich mal nicht mehr bin— ich hab's auch aufgeschrieben oben liegt's in unserm Gebetbuch— man nennt so was wohl Testament machen— es ist dir doch recht, Gewiß, Alterchen! Ich muß auch immer an unser Gottliebchen denken, wenn ich den Krauskopf ansehe ja! ja! Fritz, und dann weißt du auch, ist er ein armes Waisenkind, da wollen wir denken, daß wir für „Recht so, Emilchen, ich dachte das auch— wir haben doch niemand sonst.——— Da tönten wieder von dem Kirchturm laute, eherne Schläge herüber, und das Hämmern und Klopfen in der Schmiede verstummte jetzt. ergug btigt, Die Gesellen tamen nacheinanver heraus, grußten nach der Fliederlaube hin, und entfernten sich dann über den Hof nach der Straße zu. Zuletzt kam auch der Krauskopf, aver er vog nicht gleich ab, wie die andern, sondern ging nach Hgx,. Laupg; n Abend, Meister, schön guten Abend, Fraz., u# sogtg gi in seiner fröhlichen Weise:„Hier sinc aur, die „Schön, versetzte der Meister,„es ist gut so, mein Sohn,“ und er beugte sich vor und sah dem jungen Burschen in sein hübsches, offenes, lachendes Gesicht. Da legte die alte Frau leise ihre Hand auf den Arm des Gesellen:„Wie heißen Sie doch?“ fragte sie leise. Er sah sich verwundert nach ihr um:„Fritze,“ sagte er dann lachend.„Und wie dann weiter?“ Ja, du lieber Himmel, Sie wissen ja, Frau Meisterin, daß ich einer bin aus dem Waisenhaus da nimmt man's nicht so genau damit, wie mich's deucht. Meine Papiere lauten Herrwig, Fritz Herrwig, ob's aber mein Name ist, das kann ich nicht sagen!“ Sprach's, zog sich seine Ledertasche, die sein Handwerkszeug enthielt, über die Achseln, schwenkte grüßend seinen Schlapphut, und trottete pfeifend über den Hof, den andern Gesellen nach.——. gat und mur Jetzt war es still auf dem weiten Hof, und würde allgemach dunkel, die beiden Alten aber saßen noch immer „Nun ist Feierabend,“ sagte die Meisterin sinnend. „Ja, Emilchen.“. „Schläfst du, Alter?“ fragte sie nach einer Weile. „Nein— o nein— man denkt nur so— dies Run schwiegen sie beide. Ueber ihren Häuptern in den Fliederzweigen rauschte es leise. Es war der Abendwind, der darin flüsterte. Er erzählte allerlei märchen— Jugendträume— auch vom„Seil und Haben“ wußte er was— vom„Lieben und Leiden“ und doch waren es nur Alltagsgeschichten, aber die Fliederblüten dufteten hinein, und der Mond schien über sie hin— daß sie schimmerten, wie lauterer Lichterglanz. Und der Wind flüsterte weiter und weiter, und der Flieder duftete immer weicher und süßer— die beiden Alten darunter aber saßen gar still, Hand in Hand geschmiegt, und regten sich nicht— und als der Mond höher am Himmel emporstieg und neugierig in die Fliederlaube schaute— sah er in zwei freundliche— stille Gesichter.——— Aus unserm Kochbuch. Denkspruch. Verscherzte Jugend ist ein Schmerz Und einer ewgen Sehnsucht Hort, Nach seinem lenze sucht das Herz In einem fort, in einem tont! Meyer, Von Laura Uincent. Allerlei Fleischgerichte. Bobati(ein indisches Gericht). Zwei mittelgroße Zwiebeln werden in Scheiben geschnitten und in etwas Butter gebraten. Eine Scheibe Weißbrot oder zwei Schrippen werden in Milch eingeweicht, sechs süße Mandeln werden gerieben, zwei Eier mit Milch verrührt und dies alles mit einem Pfund feingehacktem Braten oder Geflügel, einem eigroßen Stück Butter und einem Eßlöffel voll Currypulver vermischt. Nun schmiert man eine feuerfeste Schüssel mit Butter ein, gibt den Saft einer Zitrone hinein, füllt die Schüssel mit der Masse und bäckt in nicht zu heißem Ofen eine halbe Stunde. In Salzwasser körnig gekochter Reis wird extra dazu serviert. Sehr schmackhaft. Kalbs=Curry am Spieß. Ein Pfund Aepfel und ebensoviel Zwiebeln von möglichst derselben Größe schneidet man in Scheiben, ein Pfund Kalbfleisch ohne Knochen wird ebenfalls in fingerdicke runde Stücke geschnitten und mit Salz und Pfeffer eingerieben. Nun steckt man je vier Fleisch=, vier Aepfel= und vier Zwiebelscheiben abwechselnd auf kleine Spieße, legt diese in eine Bratpfanne mit einem Viertelpfund Butter, bestreut sie mit Currypulver und brät sie rasch von allen Seiten. Man serviert sie mit den Kaninchen im Topf. Zwei Kaninchen werden gehäutet und in passende Stücke geschnitten. Diese werden mit einem Pfund Rinderhesse in Butter braun angebraten, ebenso brät man in Scheiben geschnittene Zwiebeln, Sellerie, Mohrrüben und weiße Rüben. Letztere nimmt man aus dem Fett, gibt sie mit dem Fleisch in einen hohen Topf und würzt mit Salz, Pfeffer, Muskatnuß, einem Lorbeerblatt, zwei Nelken und einem Sträußchen Petersilie und Thymian. Nun gibt man genug Wasser darüber, daß das Fleisch bedeckt ist und fügt einen Eßlöffel Schwammessenz oder Soja hinzu. Der Topf wird dann fest mit Pergamentpapier überbunden und in eine Kasserolle mit siedendem Wasser gestellt, wo man das Kaninchen 2—3 Stunden kochen läßt. Jetzt legt man das Fleisch in eine tiefe Schüssel, macht die Sauce mit etwas Kartoffelmehl seimig, läßt sie noch fünf Minuten kochen und gibt sie über das Fleisch, das man mit Fleischklößchen und gebratenen Speckscheiben garniert. Weiße Bohnen schmecken sehr gut dazu, doch kann man auch Salzkartoffeln dazu reichen. Pökelrinderbrust mit pikanter Sauce. Man kocht das Fleisch kurz ein, und wenn es halb gar ist, gibt man folgende gut gemischte Ingredienzien in die Brühe: Einen Eßlöffel Essig, einen Eßlössel Worcestersauce, einen Eßlöffel Braunbier, einen Teelöffel Seufmehl, einen Eßlöffel Syrup und zwei Nelken. Dies läßt man mitkochen, bis das Fleisch gar ist und serviert die Brühe als Sauce. 6 Bumor. Kein Wunder. Ein Mann arbeitet in seinem Garten mit einem sehr kleinen Spaten.„Mensch,“ sagt sein Nachbar,„der Spaten ist ja furchtbar klein. haben größere Suppenlössel.“ „Das wundert mich nicht,“ versetzt der Angeredete,„wenn ich mir den Mund ihres Vaters ansehe.“ keine Jungen 1 42. Jahrgang O Griles und ibeltes Cagesorgan des Kreiles. O haupl-Annoncenblat Unterhaltungs=Beilage zu Nr. 151. Samstag, 29. Juni 41912. ld England berühmten „Britannia“, der Siegerin in zweiundzwanzig Races. Amerika war mit seinem„Defender“ auf dem Plan erschienen, der seit zwei Jahren in seinem Heimatlande den Sieg an den leichtbeschwingten Bug heftete. der Fürst von Monako hatte seinen erst im Fruhzahe vom Stapel gelaufenen„Aldebaran“, gleich in vie Races eintragen lassen; seinen„Aldebaran“, von dem Fachleute ganz Außerordentliches erwarteten und von dessen Probefahrten man sich Wunderdinge erzählte. Das Hauptinteresse jedoch vereinigte sich auf Mayslower“. Mit ihrem fünfunddreißig Größten unter den Orsefpz, eine„Pertannig. deg Herzogs von Connaught zur unbedeutenden Nußschale sommen) Eie gewiß, daß die Lady noch rechtzeitg eintreifen wird, um der Szpper HerestMapsower, an den die grauweiße Reede mit dem Kicker absuchenden Lord Holday. be seie Hunchaisßt seit zod Pegasege umn der Saison ungenützt An der Rag der iegent die hekannten sprechenempor und züngelten lustig in der auflandigen Vormittag=brise,undum ging es ei bück wie ineinemau gniant zärte das Küren berd Steamer mit dem I der Pulverdampf gleich einem Schleier auf kurze Zeit Konan von heinz Emont.(Gagung enhnlen) würde starten mit seiner um das lachende Bild und erfüllte die salzige mit einem eigenartigen Beigeschmack wie von vei brannter Wole. Jwei schärfter Fahgr auf die Rede, die„Auguste Vittoria“ in schärft,glagge Hamburgs mit im Vortopp heute die blugrgrren u Seun Sae u, Hhasonuere un dach ailt starten wird. Den ersen Prpz,zitg „Defender“ holt heute den Pokal, oder ich will mich der, als vermöge auch be eschönen Jacht auch nur man als Besitzerin einer so schollr Jacht nun, nur drein. Er ahnte, was in dessen Seele vorging und wußte den Mißmut Mr. Juxons voll und gang zu Indessen, so war sie nun einmat, seine Blegche, bezaubernd, gleich der die Auen wachtüsenden MorgenRetzansch und von deiner Hamol hrniner auf Stern einer heranschießenden Dopessenuge wallte in dem leichten Ost, ihr Taschentuch Mit selten 9ezeigte ,„er Zuxon zurch einen freunden Gosten, vers prichtete Fragen nach Wohlbefnden und Wohlergehen an die ihr bekannten Leute „Isch fürchtete bereitzs, den lachte se, im Riedergang dur Pepesenpe PHgtppgg und das wäre doch schrecklich gewe, An Deck stiegen unterdesen die kolosalen Segel A 5 85 S S 983u a E 8 S 55 8 E 5 klirrend an den Stagen hoch, um im Moment des Absegelns keine Minute zu versäumen. Sorgfältig wurden sie backgeholt, und man gab dem herankommenden Schlepper die Tautrosse, um sich nach dem Startplatz Es war ein herrlicher Anblick, diese in einer Linie liegenden Meeresvögel, die da in der ersten Klasse um die Palme des Sieges ringen sollten, und Tausende von Gläsern waren auf diese flüchtigen Gazellen gerichtet, begierig und ungeduldig des Augenblicks harrend, wo sie ihre Schnelligkeit entfalten würden. Die Lady war selbst an das Steuerrad getreten. Sie sah entzückend aus in dem dunkelblauen Jachtingdreß; selbst aus den Reihen der wetterharten, grobkantigen Seeleute trafen sie bewundernde Blicke, und man fand, die stolze Herrin sei doch ein ganz verteufelt schmuckes Fahrzeug. Vom Startdampfer her verkündete der Stander Z. und ein gehißter Ball, daß man sich zum Ablegen bereit halten möge. An Bord der„Mayflower“ und all der andern Jachten stand jedermann auf seinem Posten. Alle trugen nun hohe Gummistiefel, Oelzeug und Südwester. Jetzt fiel auf dem Dampfer der Ball, und ein Kanonenschuß grollte über die silbergekrönte Flut. „Heißauf überall; sierweg Großschot!"„ Lady Holday trompetete es über das glanzendpolierte Deck hinweg; scharf und durchdringend wie Möwenschrei und in einem Kommandoton, der selbst einem Fregattenkapitän alle Ehre gemacht hätte. Eine minutenlange Bewegung entstand an Bord. Das Segelwerk waberte hin und her, und die„Mayflower“, legte sich auf die Seite, als wolle sie sich der stürmischen Umarmung des Windes entziehen. Dann aber füllte die Leinwand sich rauschend und stand steif wie ein Brett. ∆ Es ging wie ein Zittern durch oas Schiff. Der scharfgeschnittene Bug hob sich hoch empor, um in der nächsten Sekunde mit schwerem, dumpfen Krachen in das Wasser niederzuprallen. Entsetzt sprangen Frau Ranes Töchter, die blauglasigen Wellen, zur Seite, während die Erzürnte selbst einen weißflockigen Wasserschwall auf das Deck schleuderte, der alles in einen feinen Sprühregen hüllte und gleich pfeifenden Schneewehen die Bordwände entlang fegte. Lady Holday lachte. „Ein schöner Willkommengruß,“ wandte sie sich an Mr. Juron.„Aber ich glaube, allzu schlimm wird die Sache nicht“ gp 8 menEinmal, zweimal, dreimal hatte die„Maystower das neckische Spiel mit den schimmernden Wogen wiederholt, dann schoß sie wie ein von der Sehne geschnellter Pfeil hinaus auf die mit Schaumflocken übersäte Flut. Sie lag bei dem seitwärts einfallenden Winde schwer auf Backbord. Das Leeschanzkleid wurde völlig von der See überspült, und der Großbaum klätschte fortwährend auf das Wasser. Die Leute, die in einer Reihe von achtzehn Mann das Großschot in den nervigen Fäusten hielten, wurden bis an die Brust durchnäßt.4 A grade Für den Laien mochte der Anblick ein geradezu beängstigender und herzbeklemmender sein. Doch in den Augen der Seeleute zeigte sich keine Furcht. Sie wußten, dem gewaltigen Druck, den der Wind auf die rietige Segelfläche ausübte, stemmte sich unter Wasser das ungeheure Gewicht des Bleikiels entgegen, der einer jeden Segeljacht die nötige Stabilität zu verleihen Zudem stand auf dem Achterdeck Bill Juxon, der erfahrenste Jachtmann Großbritanniens. Scharf ragte seine klobige Silhouette in die blanke Seeluft, mit Häheraugen überwachte er jede Bewegung der das Nuder handhabenden Lady, bereit, im Notfall selbst in die Speichen zu greifen. In Abständen von fünf Minuten waren die Yachten gestartet und flogen nun mit geweiteten Fittichen und schimmerndem Gefieder im Kielwasser der„Mayflower“ durch die weißgrüne, leichte Dünung. Wie kolossale Schwäne wiegten sie sich in der unter den Kielen hinweglaufenden See, wie edle Renner bäumten sie sich empor, wenn eine besonders kecke Woge sich ihnen mit ausgebreiteten Armen in den Weg warf. Die Sonne spreizte sich am wolkenlosen Himmel und weckte tausend Flimmerfarben in dem die Flanken umsprühenden Wasserstaub. Die Spieren knarrten, die Segel sangen, die Wimpel leckten im Wind mit langer, scharfer Zunge. Auf dem Achterdeck seiner zierlichen„Loreley“, die gleich einem Dutzend anderer Dampf= und Segeljachten dem stolzen Geschwader eine Strecke weit das Geleit gab, stand Kapitän Holday mit einigen Hamburger Herren und folgte gespannt der sich vor ihm entwickelnden Kiellinie. Durch seine Hünengestalt zitterte die Aufregung des Kampfes, seine sieghaften Augen schnellten von einer der Jachten zur andern. Nun, habe ich zu viel gesagt," wandte er sich lächelnd an einen rheinischen Industriellen, den er kürzlich an Bord des„Prinz Heinrich“ kennen lernte und zu der Regatta eingeladen hatte,„habe ich zu viel gesagt, als ich Ihnen eine Segelwettfahrt als das schönste schilderte, was sich nur denken läßt?“ Der Eisenmagnat verbeugte sich leicht.„ „Sie haben mich außerordentlich verbunden.“ „Sehen Sie nur,“ warf ein mit an Bord befindlicher Aktionär der Hapag ein,„der„Aldebaran“ scheint licher Aktionär der Havag ein,„der„Aldehgranzi nach ihrer Frau Cousine die meisten Auz, iu haben. Er macht gute Fortschritte und har seinen Vordermann schon bald überholt. Und dort der „Defender", wie dessen blankpolierter Eichenrumpf im Sonnenlicht funkelt.“....(eutische Mieng auf Kapitän Holday setzte eine steptische Miene auf. „Jawohl, er strahlt wie der metallene Ruhm seines Besitzers. Trotzdem will ich in einer Deckwaschbalje dreimal Kap Horn umsegeln, wenn Mr. Astor in diesem Race einen Preis davonträgt, wenn er seinen„Defender" überhaupt mit heilen Fittichen nach Hause steuert.“ Der Aktionär sah ungläubig drein. „Meinen Sie? Er rast doch nur so dahin, und nun setzen sie noch sogar das große Raa=Toppsegel.“ „Eben deshalb. Ich verwette meine„Lor#eley“ gegen einen Heuschober, daß schon bei der nächsten Wendung auf dem„Defender“ drüben die SteuerbordParduns zum Teufel gehen und die Stenge samt Gaffel von oben rasselt.“ Auch an Bord der das gewagte Manöver Wind war zwar Rag=Toppsegel kayflower“ schüttelte g und M Juron über die Köpfe. Der noch mehr abgeflaut; allein das große setzen— die Blicke von Lady Holday trafen sich, und um beider Lippen spielte Lächeln. „Einen gröberen Gefallen hätte uns der Di mensch nicht tun können,“ rief Lord Holday gutgelaunt. Er brachte den sportlichen Liebhabereien seiner Frau gerade kein übergroßes Interesse entgegen; allein hier, wo es sich vor allem um Siegen oder Unterliegen der englischen Flagge handelte, erwachte sein Nationalgefühl und der Stolz des eingesteischten Briger gajite binah, zugehen und warf, schon in der Treppenkappe noch einen Blick auf die buntbelebte Weite. Die grünen Wälle von Kuxhaven wollten bereits untertauchen hinter die Kimme des leichtflockenden Meeres. In längst stark verschobenen Abständen lagen die Konkurrenten im grüngläsernen Kielwasser; allen vorauf der„Aldebaran". Hinter ihm brauste mit schäumendem Bug, gleich einem rotgoldgleißenden Komet, der„Defender“, die Sterne und Streifen Amerikas im Winde blähend.„Britannia" und„Hamburg“ hefteten sich an seine Flanken, besonders letztere in Gischt und Spritzwasser schier verschwindend. (Fortsetzung folgt.) 8 Bassss E S 55 * 8 65 S S 2 S SEE — 885 E 6 8 G E — S S5OS 865 e•* 4— ∆ 90 n * S Pr In der Fliederlaube. Von E. B. (Schlaß.)(Nachdruck verdoten. „Gewiß doch, Emilchen, wie ich dich erst so im Arm hatte, da—“ „Oh, geküßt hast du mich nicht, Alterchen,“ wehrte sie sinnend. „Aber, liebes Emilchen— ein Küßchen in Ehren—“ „Freilich wohl, aber weißt du, eigentlich sollte man euch gar nicht trauen, du weißt doch, wie es dem Jettchen von Schneiders ergangen ist!“ „Geh', daran war bloß der rote Peter schuld der hat eben nichts getaugt, weißt du!“ „Na ja, aber du hast was getangt, mein lieber Alter! Und ein forscher Geselle warst du—“ „Nicht wahr, Emilchen, der Fritze hat's in sich gehabt?! Wenn ich's auch nicht richtig herausgebracht hab', wie lieb ich dich hatte, verstanden hast du mich doch, und daß ich— nun ich Geselle war— auch ans hochzeitern denken konnt.“ „Na, das versteht ein Mädel schon, Alterchen! Auf dem Ohr sind sie alle scharf, und Vatern war's ja auch recht, denn er hatte ja keinen Sohn, und wie oft hat er nicht vordem, wenn er nach Feierabend hier mit mir in der Laube saß und sich ine Pfeife stopfte, gesagt: Der Fritz ist mir recht wie ein Sohn!“ „Ja— ja—“ nickte der Mann nachdenklich und streichelte ihre welke Hand:„Unsertwegen hätt's dann gleich losgehen können, aber da kam erst noch die Militärzeit— mußte des Königs Rock tragen— drei Jahre lang:'s ist’ne schöne Spanne Zeit, Emilchen, und sie gefiel mir sonst nicht übel— doch treu ist die Soldatenliebe, nicht wahr, Emilchen? Ich kam dir wieder!“ Sie nickte und versuchte die Melodie la—la—lala— la—la—la—la—la, sang sie leise mit ihrer müden, gebrochenen Stimme. Der alte Mann lauschte bewegt:„Du kannst immer noch so schön singen—!“ meinte er glücklich. „Ach nein, so recht will's doch nicht mehr,“ entgegnete sie kopfschüttelnd. Er lächelte— in freundliche Erinnerung versunken —„und dann haben wir geheiratet, Emilchen— es war im: Mai—“ „Ja— und der Flieder blühte. Lein Vater gab uns die hübsche Wohnung neben der Schmiede—“ „Vir sind ja noch drin, Alterchen!“ „Dann wurde uns unser Mariechen geboren—“ er seufzte:„Es war so ein hübsches, kleines sagte er leise:„Aber es blieb nicht lange sie seuszt Mädchen bei uns.“ „Nein— und das Gottliebchen auch nicht— sie starben beide.“ Sie fuhr sich mit dem Schürzenzipfel über die Augen, ihre Lippen zitterten. Er sah stumm vor sich nieder.„ 8enm 75, — Weißt du noch,“ fuyr sie dann leise fort:„Wie wir dann zum erstenmal wieder in die Kirchen gingen, als die Kinder tot waren, wie dann das Glockenspiel anfing zu spielen: Es ist bestimmt in Gottes Rat—?“ 6 „Ja,“ sagte er ebenso leise und nahm sein Kappchen ab, wie in stummer Andacht. Da tönte in lauten, ehernen Schlägen, vom nahen Kirchturm die sechste Abendstunde: die beiden Alten sahen hinüber, wie er sich riesenhaft und leuchtend über die Millionenstadt hob. Der Himmel war rot vom Abendschein, nur schräg flimmerten noch ein paar glänzende Streifen goldenen Sonnenlichts und spielten blinkend auf Kuppeln und Zinnen. „Abendrot,“ sagte Frau da fiel das und drückte ihre Hand. enspiel, und aus der laute Hämmern und den wieder Bewegung. g ihre Haube zurecht Kleides. fuhr sie dann wieder Glockenspiel ein. Hell und klingend zog es zu der Fliederlaube hinüber:„Es ist bestimmt in Gottes Rat.“ Dem alten Manne wurde es weich ums Herz „Emilchen,“ sagte er dann leise,„Emilchen!“ „Was denn, Alterchen?“ Sie beugte sich zu ihm hinüber und sah ihn an— und verstand ihn— und dann saßen sie beide ganz still mit gefalteten Händen da und lauschten dem Glockenspiel.— So viel hatten sie mitsammen getragen und waren doch immer froh geworden— wie nun aber— wenn sie voneinander gehen sollten—? „Wenn Menschen voneinander gehn, so sagen sie „auf Wiedersehn!“, sprach die Frau leise mit versagender Stimme. „Amen,“ vollendete der Al: Nun verstummte das Glo Schlosserei klang wieder das Klopfen. Da kam auch in die be Die alte Frau strich sich haf und glättete an den Falten des „Weißt du noch, Alterchen“ lächelnd fort:„Wie stolz du warst, als du dann Meister wurdest? Und ein Jahr drauf stard schon der Varer, und du übernahmst dann die Schlosserei.“ „Gewiß, Emilchen, das weiß ich alles noch, als ob es heute geschehen,“ erktärte er freundlich.„Wie lange habe ich da drinnen wohl bei dem Feuer gestanden— Tag ein— Tag aus?“ 6 i mm. „Lieber Himmel! Alterchen, das rii ja ein Menschenleben, das kann ich wirklich nicht sagen, du weißt ja — Kopfrechnen schwach— das sagte schon immer der „Ja— ja, Emilchen— und die silberne Hochzeit haben wir nun auch schon hinter uns— vielleicht erleben wir nun auch noch die goldene!“ Er hatte eine Fliederdolde von den blühenden Zweigen gebrochen, die durch das Laubengitter drängten, und sog den Duft ein. Da fiel ein Strahl der untergehenden Sonne auf sie nieder und vergoldete sie.„Siehst du, Emilchen,“ sagte er leise, und sie griff danach und küßte lächelnd die Dolde. „Wir wollen es als gute Vorbedeutung nehmen,“ sagte sie dann leise und gedankenvoll. Er nickte und blickte sie freundlich an. Kling! Klang! tönte es von der Schmiede herüber: Kling, klang, und die beiden Alten sahen durch das große Bogenfenster hinein auf den hübschen, trausköpfigen Burschen, der da in seiner blauen Bluse stand, und eifrig hantierte. Das Schmiedefeuer hatte sein Gesicht erhitzt.— Die Muskeln seiner kräftigen Arme spannten sich, und die junge, wohlgebaute Gestalt hob sich in weichen Linien von dem roten Schein des Hintergrundes ab. Der Alte seufzte:„Wenn man so einen Sohn hätte— nicht wahr, Emilchen?“ Ihre Augen wurden feucht:„Ja, wenn Gottliebchen noch lebte,“ meinte sie leise.„Ach Fritz—“ „Ja doch, Emilchen, ja, das Gottliebchen, wenn wir's hätten behalten können, das wäre nun längst schon ein strammer Bursche— auch so ein Kraustopf wie der da! Und das Mariechen, mit deinen blauen Augen und blonden Haaren, und das Näschen „Nein, Alterchen, die Nase hatte es von dir! * 111 * Emischen? beide dieselbe Nase!“ Nun— dann haben wir wohl Sie lachte:„Wenn du meinst," gestand sie ihm dann bereitwillig zu. Er drückte leise ihre Hand:„Ja, das wäre schön, Emilchen, wenn wir unsere Kinder noch hätten,“ fuhr er dann fort,„aber es sollte wohl nicht sein— es ist nun einmal „Nein— es ist nun einmal nicht,“ stimmte sie seie be. i e Nun schwiegen sie wieder eine Weile— es dunkelte allmählich, und der Fliederduft um sie her wurde süßer — berarschender.—— Weißt du, der Alte dann wieder Seite 11. Schwerter Zeitung.(Amtliches Kreisblatt.) Samstag, den 29. Juni 1912. Nr. 151. D„ beginnt heute mein AOcc rasWSrarara zu ganz bedeutend herabgesetzten Preisen. Besonders empfehle: Herren-, Damen- und Kinderwäsche, Blusen und Schürzen eigener Anfertigung. Krawatten in grosser Auswahl. OCIOTUTATT AE Markt 7. 4539 Suchen Sie Käufer oder" Tellhaber 8 f. Fabrik., Geschäfte, Gasth., Landwirtschaft, Grundstück., VIll. etc.(3328 so finden Sie solche durch die solide fachmänn. Firma E. Kommen Nacht. (Inh. Conrad Otto) Köln alR. Dresden, Leipzig, Hamburg, Berlin, Nürnberg, Stuttgart, Breslau. Ca. 3000 kaptlkr. Reflekt. stets a. d Hand, fortlauf meld sich neue. Abschlüsse schon innerh. kurzer Zeit erzielt. Verl. Sie kostfr Besuch z. Rückspr. Hausvirrauf. Neuerbautes Haus von 8 Zimmern, 4 Mansarden, Garten, unter günstigen Bedingungen zu verkaufen. Näheres in der Exped. der Schw. Itg. 4174 Bahnhofstr. 12 ist. 4457 Zlage von 6 großen Räumen nebst Mansarde, Keller und Garten zum 1. Oktober zu vermieten. Näheres Beckestr. 14. Herrschaftliche Wohnung, Einzelhaus oder Etage, 8 Räume, Badeeinrichtung und Zubehör, möglichst mit kleinem Garten, zu mieten gesucht. Off. sub. H. 4504 an die Exped. dieser Zeitung erbeten. Wohnung von 2 od. 3 schönen Zimmern mit Jubehör nebst Stall und Garten per 1. Juli oder später zu vermieten. 4458 Westhellweg 20. Eue Hdge Wohnung von 5 Zimmern, abgeschlossene Etage, per sofort oder später zu vermieten. 4480 Ostenstr. 3. I. Etage. Eint von 2 oder 3 Zimmern mit Stall und Gartenland zum 1. Oktoder zu vermieten. 4312 Begemann, Dammstr. Wohnuug von 3 Zimmern per sofort oder später zu vermieten. 4517 Sedanstr. 15. Sleiue Pohung per sofort oder später zu verm. F. Breucker, Wandhofen. Eine Wohnung von 4 Zimmern mit Gartenland per 1. Okt. zu vermieten. E. Steinkühler, 4521 Osthellweg 28. Ken9 von 3 oder 4 Zimmern an ruhige kinderlose Familie zum 1. Oktober oder später zu vermieten. Zu erfragen in der Geschäftstelle dfr. Iig. 4388 In Westhofen am Wannenweg in dem Zweifamilien=Haus ist per sof. eine schön eingericht. Vier-ZimmerWohnung mit Jubehör, Garken etc, zu vermieten. Näheres daselbst I Erage. 4460 Hert a9 zu vermieten. Daselbst prima Lanarienhähne (Seifert) billig zu verkaufen. 4476 Hagenerstrr. 26. Wöohnane von 2 Zimmern, part., abgeschl. mit Garten und Stallung sofort zu vermieten. 4541 Näheres beim Kastellan des Progymnasiums. 3 ZimmerWohnung in besserem Hause von 2 Personen zum 1. oder 15. August zu mielen gesucht. Angebote unter A. K. 4546 an die Geschäftsstelle ds. Bl. Brautpaar sucht zum 1. August 2 schöse Zinner. Näh. in der Geschäftsstelle dieses Bauur. Adeue micheche Parterrezimmer zu vermieten. 4509 Näheres in der Geschäftsstelle dieser Zeitung zu erfahlen. Modl. Zimmer mit Morgenkaffee an besseren Herrn zu vermieten. 4463: Kampstraße 20. Kost und KOgINS! Kampstraße 11. Seite 12. gFS Schwerter Zeitung.(Amtliches Kreisblatt.) Samstag, den 29. Juni 1912. FI Nr. 151 Resc O. Dortmund Unser Sulseh-Kusverkauf „ beginnt Montag, den 1. Juli. Um unsere Läger vollständig zu räumen, sind in allen Abteilungen Grosse Posten Sommerwaren Kleiderstoffe, Seidenwaren, Waschstoffe, Weisswaren, Wäsche, Blusen, Unterröcke, Strümpfe, Sonnenschirme, Damen- und Kinder-Konfektion Im Preise bedeutend, teils bis 50 Proz., herabgesetzt. den 1., den 2., 1, den 3.JJulila## farbige Kleiderstoff-Reste Mussel.- u. Waschstoff-Reste Serie 1 Serie 11 Serie 111 Serie 1V Aurchwer per Meter 75 P. Serie A per Meter durchner 1.00 Serie B Aurchner 1.25 per Meter 1.25 Serie C Aurchner per Aeter 1.50 Serie 0 Serie V Aurchmer per Meter 1.75 Serie E durchwer per Neter 25 P. per Meter“ durchner 45 Pf. per Meter Aurchneg 65 Pf. per Meter Aurchner 75 P. per Meter durchuee 95 Pf. Reste in Seide, Weiss- u. Baumwollwaren, Betten, Gardinen etc. * Gewerkschaftskartell8 Schwerte und Umgegend. Sonntag, den 30. Juni 1912 im Schützenhof: Haben Sie Bedarf in Gewerkschaftsfest ansterg Festzug, Konzerr, turn. Aufführungen, Gesangsvortragen u. Reigenrahren. schalten vom Reichstagsabge.## Festrede erineten Dr. Aug. Erdmann. 8°ch:: Grosser Festball.### Kinderunt. 16 Jahren haben zum Ballkeinen Zutritt. □# Karten im Vorverkauf 50 Pfg. an der Kasse 60 Pig, ½0 #4—.—, eine Dame frei. 4.9 — Beginn des Festzuges punkt 3 Uhr.—# Die Musik wird ausgeführt von der Witzel'schen#### Kapelle ans Sölde. Im Garten Volksbelustigugg, Karussell, Verkzugg, 480 Central- Hotel Sternberg. Sonntag, den 30. cr.: Grosses Garten- Konzert. Eintritt frei. ner Anfang 4 Uhr. Eintritt frei. Vormittags von 11—1 Uhr: Frühschoppen- Konzert. Bei ungünstiger Witterung findet das Konzert im Saale statt. Es ladet ergebenst ein 4535 C. Jungesblut. Padt Kischasden det luon. Sonntag, den 30. Juni 1912: so dient Ihnen das Partiewarenhaus vis-à-vis Weinberg Hüsingstr. 25 vis-à-vis Weinberg als billigste Einkaufsquelle. 4536 Ein Versuch überzeugt, dass 926 Achtung! Achtung! Samstag, Sonntag u. Montag findet in meinem Lokale statt, wozu freundlichst einladet Franz Schulz, 4537 Restaurant zum Schwan. K in Würteln zu 10 Pfg. Ifür“/2—8 Teller Suppe von unerreichter Güte und Wohlgeschmack sind. Nur mit Wasser in kurzer Zeit zuzubereiten. Bestens empfohlen von Adolf Kalsbach, Inh. Helar. HIII, Brückstrasse 3. Blumenafäcbe Gartenpfähle, Anhängeschilder, Erdbeerstützen WIlh. Streck, Bonn. Umsonst reichhalt. Muster3416 buch Nr. 10. Wir weisen auf den der heutigen Auflage beigefügten Prospekt der Firma Sinn u. Co., Hagen i. W. betreffend 95 Pfg.=Woche hin. 4538 Die Geschäftsstelle. Lose der Königl. preuse. Klassen-Lotterie zu haben bei 4514 Gustav Haver, Schwerte, Brückstr. 26. ausgeführt von der Kurkapelle unter Leitung des Herrn Musikdirektors F. Guth, und„ dem Deutschen Männer-Doppel-Quartett(M. Lulpold). Beginn des Konzertes 4 Uhr nachmittags, Ende gegen 8.30 Uhr. Vormittags von 11.30 bis 12.30 Uhr: Matinée. Eintrittskarten zur Matinee und zum Nachmittags-Konzert gültig, à Person 75 Pfg. 4528 Die Badeverwaltung. Feines Briefpapier, grosses Format, bequem, praktisch und sparsam im Gebrauch, auf Blocks à Blatt mit Löschkarton zu nur 80 Pfg. empfiehlt Buchhandlung Carl Braus, Schwerte- Ruhr.