u K Antrliches Kreisbialt targen Kreis worck. m Verbunden mit der„Schwerter Volkszeitung“ und dem„Scbwerter Volksblatt“ Die„Schwerter Zeitung“ erscheint täglich, ausser Feiertags. Bezugspreis: Ik. 1.6s vierteljährlich, bei der Post 42 Pf. für Bestellgeld mehr. Wöchentliche Gratis-Bellage:„Ilustrierter Famillentreund“. u ccccsccc c g. e.g.9 Auzeigenpreis Die sechsgespaltene Petitzeile oder deren Raum 10 M., Anzeigen von auswärts iS Pf., Reklamezeise 40 Pf. Die„Schwerter währt Ihren jeden mit Cod fa! gemäss unungen Zeitung" geAbonnenten für endenden Unseren BedingUnterstützung. Alle Kreis- und Lokalpollzeilichen Verordnungen für den Kreis Hörde erlangen gemäss Bekanntmachung der Königl. Regierung durch Ueröttentlichung in der„Schwerter Zeitung“, rechtsverbinckliche Kraft, oo ooooo o.C 0000 Druck u. Uerlag von Carl Braus, Schwerte. Nr. 62 Amt Schwerte. Celegr.-Adresse: Braus, Schwerte-Kuhr in ie Pi., Betianeudte tep Erstes und ältestes Tagesorgan des Kreises. O Haupt-Annoncenblatt. Nr. 106 Freitag den 7. Mai 1909 41. Jahrg. Erstes Blatt. Deutscher Reichstag. 254. Sitzung am 6. Mai, 2 Uhr. Auf der Tagesordnung steht der Antrag Speck, den Sschese air scheiece esicher ie aes chice mablungs=Quantum mit einer steigenden Abgabe belegt. Abg. Speck(3.), weist zur Begründung hin auf die außerordentliche Abnahme der kleinen Mühlenbetriebe noch im Laufe des letzten Dezenniums infolge der Konkurrenz der Großbetriebe. Auch die kleinen und kleinsten Betriebe seien wichtige Glieder in unserem Wirtschaftskörper, deren Unterstützung sich alle staatserhaltenden Elemente angelegen sein lassen sollten. Die Großmühlen seien auch staatlich sonst noch bevorzugt. So durch die Freiheit der Flüsse von Schifffahrtsabgaben und durch die soziale Versicherungs=Gesetzgedung, die die kleinen Betriebe relativ viel schwerer belaste, Auf Vorschlag Dr. Roesicke(2) wird ein dem Antrag Speck ähnlicher konservativer Antrag mit zur Debatte geRoesicke(I.) schließt sich den Ausführungen des Vorredners an. Die kleinen Mühlen müssen gegen den Großkapitalismus geschützt werden. Das Großkapital sucht Kosten der kleinen Mühlen zu bereichern. Die Großmühlen benutzen in der Hauptsache den billigen Wasserweg für Massenbezüge. Und dann holen sie sich das Getreide weniger vom Inlande her, als, weil ihnen das bequemer ist, aus dem Auslande. Auch unsere„Eisenbahntartfe sind den kleinen einen großen Teil meiner Freunde steht fest, daß die Müllerei sich in eine Notlage befindet, und daß ihr Hilfe zuteil werden muß, wenn sie nicht der Aufsaugung durch die Großmüllerei unterliegen soll. Wir wollen diese keineswegs in ihrer Entwicklung hemmen, aber Auswüchse müssen beschnitten werden, und Auswüchse bestehen. Bayern ist schon mit einer Steuer, pro Tonne von 6—60 Pf. aufsteigend, vorangegangen. Aber Bayern ging dabei Von der vorcy chinte fglche, Etener mag vort Reiche aus Die Großmühlen sind durch ihre Lage an den wegen bevorzugt. Das beste ist, beide vorliegende An eine Kommission zu überweisen. Der Anschauung, solche Reichssteuer ein Eingriff sein würde in die Fin der Einzelstaaten kann ich mich nicht anschließen. Es hauung, daß eine Finanzhoheit der Einzelstaaten kann ich mich nicht anschließen. Es ware jedenfalls ein großer Fehler, wollte man einen ganzen Industriezweig auf solche Weise zu Grunde gehen lassen. Ich stehe aber nicht an zu erklären, daß ein Teil meiner Freunde, für die nachher der Kollege Hausmann das Wort nehmen wird, anderer Ansicht über diese Frage ist:., uuf uus Gusr Reichsschatzamts=Direktor Kühne reir aus eine Anfrage des Vorredners mit, daß seit 1885 bis 1905 die Zahl der ganz kleinen Mühlen(bis zu 500 Tonnen Verarbeitung) um 11,8 Prozent abgenommen habe, die der Mühlen von 500-— Tonnen eine Abnahme von nur 3½ Prozent. Bei den mittleren Mühlen von 4500—30000 Tonnen sei eine Zunahme um 51 Prozent, bei den Mühlen von 30000—90000 Tonnen eine Zunahme von 119 Prozent, und endlich bei den ganz großen Mühlen von mehr als 90000 Tonnen eine Zunahme um 71 Prozent zu verzeichnen. Eine erhebliche Abnahme liegt also nur bei den ganz kleinen Mühlen vor. Weitere Erhebungen seien noch im(Gange, eine Stellungnahme der Reichsregierung zu der Frage der Mühlenumsatzsteuer habe bisher noch nicht stattBayer. Bevollmächtigter Dr. Burckhard erklärt, die bayerische Regierung stimme einer solchen Reichssteuer zu, aber unter der Voraussetzung, daß der Ertrag an die Bundesstaaten abgeführt werde, und daß nicht daraus direkt eine VermögensTAdg. Kaempf(Fc. Vp.): Meine Freunde lehnen die vorliegenden Anträge ab. Diese Anträge wollen die Fortschritte der Technik besteuern, und diesem Gedanken können wir keinesfalls beitreten. Wäre Herr Speck konsequent, so müßte er nicht nur die Großmühlen, sondern alle Großbetriebe in solcher Weise besteuern wollen. Aber dem Mittelstande, in diesem Falle der Kleinmüller, werden Sie mit solchen Mitteln ebensowenig helfen, wie Sie das mit der Warenhaussteuer vermocht beigern, mirzuwirken, beispielsweise auf dem Wege einer ander Tarifiorung. Aber dieser Weg hier führt nicht zum Wel Ale 9 Mühlen ist, eine notn Tärum ino wir mit der Einführung einer Amsatzste verstandenz tuon inn###che, voi#te ig m M# „Abg., Sttauffer(W. Vog.) witt für den untvag Speck Hierauf vertagt sich das Haus. Nächte,Supsi, Pito 3,„Fortsetung, der, heutsagn, Dreußischer Landtag. 81. Sitzung am 6. Mai. Am Ministertisch: Wever, Schwartzkopff. Präs. v. Kröcher eröffnet die Sitzung um 11 Uhr 15 Min, Die zweite Beratung des Kultusetats wird fortgesetzt bei der allgemeinen Besprechung des Kapitels „Elementar=Unterrichtswesen". Hierzu liegen die bereits mitgeteilten Anträge Cassel(Fr. 8p.) und v. Brandensteig C.) auf vermehrte Anstellung von Leyrerinnen, Schiffer(ni.) auf Heranziehung der Lehrer zum Schöffenamt und Gottschalk(nl.) betr. die gesetzliche Festlegung des schulpflichtigen Alters vor. Abg. Frhr. v. Zedlitz(st.) begrüßt, daß die Regierung eine baldige Regelung des Mittelschutwesens in Aussicht gestellt hat. Abg. Borgmann(Soz.) fragt, ob es richtig sei, daß man in Großberlin das achtklassige Schulsystem wieder beseitigen wolle und bemängelt das Verbot der Benutzung der Turnhallen durch sozialdemokratische Turnvereine. Zum Schluß polemisiert er gegen Ausführungen des Abg. Frhr. v. Zedlitz bei der Generaldebatte des Kultusetats. Abg. Dr. Schepp(Fr. Vp.): Man sollte den Lehrern den Besuch der Universitäten erleichtern. Den Religionsunterricht wollen auch wir nicht aus der Schule verbannen, weil die Volksschule auf ihn nicht verzichten kann. Die Religion ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Kultur. Falls nur die Geistlichen Religionsunterricht erteilen sollten, so wäre das eine Kapitulation des Staates vor der Kirche. In dem Kopf des Kindes würden zwei Welten nebeneinander entstehen. Was wir aber fordern, ist eine möglichst baldige Reform des Religionsunterrichts unserer Volksschulen. Die unverkürzte Bibel sollte den Kindern überhaupt nicht in die Hand gegeben werden, wegen ihrer anstößigen Kapitel. Zur Erteilung eines verständigen Religionsunterrichts in der Volksschule ist es unbedingt notwendig, daß der Religionsunterricht auch auf den Seminaren völlig reformiert wird. Die Entwicklung der Hilfsschulen liegt auf dem Lande noch sehr im argen, in den Städten steht es damit schon recht gut. Einer Vermehrung der Vorschulen kann ich nicht das Wort reden. Wir wollen die Volksschule für jedermann. (Grisatl lints)tu ig. g.n te2#i. Schulaarszamnise Abg. Stychel(Pole) tlagt, oaß die Schulversaumnisse der polnischen Kinder besonders hart geahndet werden. Von den polnischen Lehrern verlange man Spionendienste. Junge deutsche Lehrer werden zu Vorgesetzten ergrauter polnischer Lehrer gemacht. Den Negern in Afrika gestatte man den Gebrauch der Muttersprache, den polnischen Kindern nicht. Ministerialdirektor Schwartzkopff: Wenn im Osten verhältnismäßig mehr protestantische als katholische Seminare errichtet werden, so liegt das an der polnisch=katholischen Presse, die den polnischen Katholiken immer wieder abrät, ihre Kinder Lehrer werden zu lassen. Wer unsere Schulen besucht, muß sich damit abfinden, daß sie deutsche Schulen sind. Geändert wird daran nichts.(Beifall.) Der Vorwurf des Abg. Dr. Schepp, daß den Lehrern das Studium auf den Universitäten erschwert wird, trifft nicht zu. Von der Beteiligung an sozialdemokratischen Gesangvereinen müssen wir die Jugend zurückhalten, so lange diese Gesangvereine unseren schönen Chorälen klassenverhetzende Texte unterlegen. Dasselbe tun die sozialdemokratischen Turnvereine. In einem Lied heißt es: „Wer nur den lieben Gott läßt walten, Und zahlet Steuern allczeit, Dem wird er wunderbar erhalten Die Gunst der hohen Obrigkeit.“ (Pfuirufe.) Ein anderes Lied sagt von der deutschen Treue: „Das alte Lied, das dumme Lied, das Lied von der deutschen Treue."(Lebhafte Pfuirufe.) Tagegen sollten wir nicht vorgehen?(Lebh. Sehr richtig!) Gegen diese Art der Jugenderziehung wird die Unterrichtsverwaltung mit allen ihr zu Gebote skehenden Mitteln einschreiten!(Stürm. Beifall.) Abg. Ernst(Fr. Vgg.) tritt den Angriffen des Abg. Heß auf den Lehrer Tews entgegen und erklärt dann, daß Minister Holle die Sympathien des gesamten preußischen Volksschullehrerstandes genieße. Der Redner kritisiert dann das Vorgehen der Regierung gegen einige Lehrer, wie den Lehrer Kimpel und den Rektor Juds und meint, die Regierung treibe Gevv, Ministerialdirektor Schwarskopff erwidert: Der Kimpel habe sozialdemokratische Bestrebungen gefördert, indem er sich mit dem Sozialdemokraten Dr. Quarck=Frankfurt a. M. zusammengetan habe, um gegen das Schulunterhaltungsgesetz zu agitieren.(Sehr richtig! rechts.) Die Regierung müsse mit aller Entschiedenheit dagegen auftreten, daß die Leyrer sich in irgend einer Weise mit der Sozialdemokratie identifizieren. Solche Fälle müßten ganz anders behandelt werden, als wenn es sich lediglich um eine freisinnige oder liberale politische Uebererngung handle.(Beifall rechts.).6. grsturnch. Ein Schlußantrag beendet die allgemeine aussprache. Abg. Schröder=Kassel(nl.) bedauert, nicht auf den Fall Zimpel eingehen zu können, den der Ministerialdirektor nicht e Bei der Abstimmung wied der Antrag b. Brandenstzit anges, nommen. Der Antrag Cassel ist damit erledigt. Dei Antrag Gottschalk geht an die Unterrichtskommission. Das Haus vertagt sich auf abends 7½ Uhr. 1 retz iSchluß 4„Uhrn Schlus 6 Uhr. Die Pflege der Muttersprache ist eines der Gebiete, in denen mit zu wirken und zu schaffen edle Frauen ganz berufen strd. D Politische Uebersicht. Deutschland. Zur inneren Lage. Die Hoffnung, die Reichsfinanzreform werde bis Pfingsten zustande kommen, hat endgültig aufgegeben werden müssen; man wird sehr zufrieden sein können, wenn bis dahin die Kommissions=Arbeiten erledigt sind. Sicher ist auch das noch nicht, ja nicht einmal besonders wahrscheinlich. Wie fern die Beratungen der Kommission ihrem Ziele noch immer sind, erkennt man mit Grausen aus dem Umstande, daß von mehr oder minder berufener Seite noch immer in einem fort neue Steuervorschläge gemacht werden. Wir nennen nur aus den allerjüngsten Tagen: eine Gesindesteuer, Besteuerung barer Einlagen bei Banken und Sparkassen, der GrammophonPlatten, der Ansichtskarten und des Kartenspielens in öffentlichen Lokalen. Von Humor in der bitter=ernsten Lage zeugt der Vorschlag, alle über 200 Pfund wiegenden Personen mit einer Steuer zu belegen.— Sehr ungehalten über die Verhältnisse äußert sich ein Artikel der„Köln. Ztg.": Der Block schläft den Schlaf des Gerechten. Kompromißvethandlungen zwischen den Parteien oder den Parteien und der Regierung werden nicht geführt. In den parlamentarischen Kreisen herrscht dieselbe Unentschlossenheit und Natlosigkeit wie bei den Verbündeten Regierungen.— Der Reichskanzler Fürst Bülow hat in verschiedenen Danksagungen für Gratulationen zu seinem 60. Geburtstage bald leiser, bald stärker auf die Notwendigkeit des Reformwerkes hingewiesen und seiner Hoffnung auf dessen Zustandekommen Ausdruck gegeben. Ein Aenderung der Mannschaftslöhnung bei Heer und Marine war bekantlich von der Reichsregierung einem Wunsche des Reichstages entsprechend im Anschluß an die Besoldungsaufbesserungen für Beamte und Offiziere beabsichtigt. Daneben sollten auch die Kosten für Putzzeug und Reinigungsmaterjal auf die Reichskasse übernommen werden. Es war geplant, die hierfür erforderlichen Aufwendungen von rund 20 Millionen Mark durch einen Nachtragsetat vom Reichstage bewilligen zu lassen. Diese Absicht ist einstweilen mit Rücksicht auf die gänzlich ungeklärte Lage der Reichsfinanzreform aufgegeben, sodaß der Nachtragsetat einstweilen jedenfalls nicht eingebracht wird, Es war ursprünglich in Aussicht genommen, diese Erhöhung der Mannschaftslöhnung bereits durch den Etat des laufenden Jahres zu erledigen, weil eine Nachzahlung an Mannschaften, die bereits zur Entlassung gelangt sind, mit außerordentlichen Schwierigkeiten verbunden ist. Falls nun aber die Einbringung des Nachtragetats durch die Verzögerung der Reichsfinanzreform noch erheblich hinausgeschoben werden müßte, so kann es fraglich werden, ob die Löhnungserhöhung mit Rücksicht auf die Schwierigkeiten der Nachzahlung überhaupt noch für das laufende Etatsjahr durchzuführen ist. Das große Sparen, das im Reiche schon mit der Aufstellung des Etats und anderen Maßnahmen begann, und soeben erst wieder von der Regierung durch die Ablehnung der Kommissions=Beschlüsse über die Gehaltserhöhung für untere und mittlere Reichsbeamte zur Geltung gebracht wurde, wird auch in Preußen mit Eifer betrieben. Das zeigt die soeben erfolgte Einlösung des von der preußischen Regierung gegebenen Verz sprechens, die Dienstreisen der Beamten einzuschränken. Da wird also eine erhebliche Verminderung der Besuche von Ministern und hohen Regierungsbeamten eintreten. Es werden damit zugleich aber zahlreiche festliche Veranstaltungen wegfallen, die Geld unter die Leute brachten. In dieser kargen Zeit kann man es aber den Finanzleitungen des Reiches, sowie der Bundesstaaten nicht verdenken, wenn sie den Daumen fest auf ihre Kassen drücken. Lotterievergehen. Der Minister des Innern hat angeordnet, daß die Ortspolizeibehörden von jeder durch die Beamten der Staatsanwaltschaft zu ihrer Kenntnis gelangenden rechtskräftigen strafgerichtlichen Verurteilung wegen Lotterievergehens dem Königlichen Polizeipräsidenten zu Berlin eine kurze Anzeige zu erstatten haben, welche den Namen(Firma) und Wohnort des Verurteilten, Namen des erkennenden Gerichts. das Datum des Urteils und die erkannte Strafe zu erthaften h99 013 0 ch haben soll. Die höhere Mädchenschule. In der Begründung zu den Bestimmungen über die Neuordnung des höheren Mädchenschulwesens ist zu lesen, daß die höhere Mädchenschule der Ausbildung der jungen Mädchen der höheren Stände dienen soll.“ Früher war die höhere Mädchenschule durchaue, victht#rfftf, die jungen Mädchen der besseren Stände Sal“10 Ueber das Viehseuchengesetz hat die Reichotagskommission. die darüber länger denn ein Jahr beriet, jetzt die Akten ge schlossen. Die Kosten der Abwehr= und Unterdrückungsmaßregeln von Seuchen soll der Staat tragen. Die Beilegung des deutsch=schweizerischen Mehlzollkonflikter ist die Veranlassung, aus der eine Abordnung Müller nach Berlin reist, wo vom 6. Mai an die Verhandlungen zur Beilegung des Konflikts weitergeführt werden. Aus den Schutzgebieten. Die Selbstverwaltung in Deutsch=Ostafrika ist durch die Aufhebung kommuneller Verbände inhibiert worden. Das ist eine Maßnahme, die nur teilweise Billigung finden wird. Die Selbstverwaltung ist das Moment, durch das der deutsche Bürger Tüchtiges schafft. Aus dem Auslande. Italien. Rom, 6. Mai. Der italienische Militäretat schließt mit 260 Millionen Lire gegen 234 Millionen des Vorjahres im Kriegsressort. Zu den für Neubeschaffung der Feldartillerie und für Grenz= und Küstenbefestigungen bereits bewilligten 283 Millionen Lire sollen noch 125 Millionen, die bis Ende 1912 zu verausgaben wären, nachgefordert werden. Der Aktivbestand des Heeres wurde auf 225000 Mann festItalien mißtraut Oesterreich! Der Neorganisationsplan der österreichischen Marine hat in italienischen maßgebenden Kreisen Anstoß erregt. Man will ihn zum Anlaß nehmen, neun bis zehn Dreadnoughts bauen zu lassen. Wenn nur dazu das Geld langt! Italiens Bündnistreue muß eine Auffrischung Holland. Haag, 6. Mai. Vom Schiedsgericht über den Casablanca=Zwischenfall. Da sich ein Lokaltermin in Marokko als notwendig erweist, ist der Schiedsspruch in der Casablanca= Angelegenheit nicht vor dem Herbst zu erwarten. Frankreich. Paris 6. Mai. In der französischen Marine dauern die unliebsamen Vorfälle und Skandale an. Zwischen den Turbinen des Kreuzers„Salem“ wurde eine Mutterschraube gefunden; anscheinend liegt ein böswilliges Attentat vor. Der Fregattenkapitän Millaut vom„Democratie“ wurde, weil er den Leutnant Stapfer vor versammelter Mannschaft geohrfeigt hatte, seiner Funktionen enthoben und in Arrest gesetzt.— Die französischen Unterseeboote sollen sich bei einem kürzlich abgehaltenen Flottenmanöver gut bewährt haben. Doch wenigstens ein Trostl„ England. London, 6. Mai. Der neue Nuni secundus Englands hat jetzt bei Aldershot seine ersten Versuche aufgenommen. Der erste Ballon dieses Genres nahm bekanntlich ein klägliches Ende.— Die Gebrüder Wright haben mit der englischen Regierung keinen Vertrag über Ueberlassung ihrer Modelle geschlossen. Momentan machen sie Flugversuche in Aldershot auf dem Gelände des Kriegsministeriums, das ihnen überlassen worden ist. Marokko. Paris, 5. Mai., Die Lage des Sultans Muley Hafid von Marokko wird von Pariser Blättern fortgesetzt in den düstersten Farben geschildert. Es soll ihm nach dem Sprichwort ergehen: Unrecht Gut gedeihet nicht. Wie er seinen Bruder Abdul Aziz stürzte, um dessen Thron zu besteigen, soll ihm selbst in seinem jüngerne Bruder Muley Kebir ein sehr gefährlicher Nebenbuhler erstanden sein. Mulay Kebir soll eine große Anhängerschaft haben und von den Stämmen des südlichen Marokko bereits zum Sultan ausgerufen worden sein. Unter dem neuen Sultan. Einer Mitteilung des türkischen Oberzeremonienmeisters zufolge findet die Zeremonie der Schwertumgürtung am nächsten Montag statt; auch das diplomatische Korps wird der Feierlichkeit beiwohnen. Diese Zeremonie, die eigentlich erst nach mehreren Wochen stattzufinden hätte, wird beschleunigt, weil der neue Sultan Mohammed V unmittelbar nach ihr vor dem Parlament den Eid auf die Verfassung ablegen soll. Die Beschleunigung bedeutet daher einen leisen Ausdruck des Zweifels seitens der Jungtürken an der Verfassungstreue Mohammede. Die jungtürkische Hoffnung auf eine reiche Füllung des Staatsschatzes durch die Beschlagnahme kolossaler Kapitalien, die der Exsultan bei der Bank von England und großen Berliner Banken deponiert haben sollte, war eine trügerische. Die Berliner Großbanken machen zunächst sehr gewichtige Bedenken gegen die Angabe geltend, daß Abdul Hamid überhaupt über so riesige Depositen=Konten verfüge, ums andere stellen sie in Abrede, daß die gegenwärtige türkische Staatregierung das Recht besitze, die Bankguthaben des Entthronten zu kündigen und an sich zu nehmen. Staatsoberhäupter sollen sich ja hauptsächlich in renommierten Banken Geld zu dem Zweck sichern, um im Falle ihres etwaigen Sturzes nicht mittellos zu sein. Dem Exsultan Abdul Hamid steht danach zweifellos das alleinige Verfügungsrecht über seine Depositen zu. Etwas anderes ist es mit dem im türkischen Staatsgebiet belegenen Immobiliar=Besitz. Die Hinrichtungen in Konstantinopel sollen noch fortgesetzt werden; es wurden hundert Büßerhemden bestellt, mit denen die Gehenkten bekleidet sind, während sie im Galgen baumeln. Einige hervorragende Personen aus der Umgebung des früheren Sultans wurden neuerdings noch verhaftet. Für die nach Zehntausenden zählenden Opfer der Christenverfolgungen in Adana, Tarsus und anderen Orten der kleinasiatischen Türkei eröffnete der Deutsche Hilfsbund eine Sammlung. Aus Stadt und Umgebung. Schwerte, den 7. Mai. *:(Wie sind Geldsendungen zu machen?) Geschäftsschulden sind Bringeschulden; demnach hat der Schuldner, wenn Besonderes vereinbart ist, das Geld nach dem Wohnsitz des Gläubigers auf seine Gefahr und Kosten zu senden. Portoabzüge sind gesetzlich nicht zulässig, ja, der Gläubiger kann sogar die Ersetzung des Bestellgeldes verlangen, ist auch berechtigt, die Annahme einer Geldsendung mit unberechtigten Abzügen, die dann als Teilsendung zu betrachten ist, zu verweigern. Verlegt der Gläubiger sein Geschäft nach einem anderen Orte, so ist das Geld unter denselben Bedingungen an diesem Orte zahlbax, nur geht das Geld dann, wenn mit der Uebersendung eine Gefahr verbunden ist(aber auch nur in diesem Falle), auf die Gefahr des Gläubigers. Verlangt der Gläubiger, daß das Geld nach einem anderen Orte gesandt wird, dann muß er allerdings für die eventuell entstehenden Mehrkosten aufSommen. **(Zusammenstellbare Fahrscheinhefte.) Zum 1. Mai d. J. sind die Fahrscheinverzeichnisse für zusammenstellbare Fahrscheinhefte des Vereinsreiseverkehrs nebst Uebersichtskarte, sowie das Verzeichnis der deutschen Fahrscheine für Zusammenstellung von Fahrscheinheften für Reisen, die nicht zum Ausgangspunkt zurückkehren, neu herausgegeben. Der Preis des alphabetischen Verzeichnisses einschließlich Uebersichtskarte beträgt, wie bisher, 1 Mark, der Preis des Verzeichnisses der deutschen Fahrscheine 50 Pfennig Die Uebersichtskarte allein wird an das Publitum nicht abgegeben. **(Das neue 25=Pfennigstück) soll aus reinem Nickel in einer Größe von 23 Millimeter hergestellt werden. Damit er gegenüber dem Markstück deutlich unterschieden werden könne, soll es erheblich dünner werden, und außerdem soll der Rand geit kein. **(Nahrungsmitteluntersuchung und Handetskammer.) In Elberfeld ist auf Betreiben der Handelskammer die Einrichtung getroffen worden, daß vor Erhebung einer Anklage wegen Nahrungsmittelfälschung jedesmal die Untersuchungsakten der Handelskammer vorgelegt werden und alsdann eine von der Handelskammer eingesetzte Kommission prüft, ob tatsächlich eine strafbare Verfälschung oder Nachahmung zum Zwecke der Täuschung vorliegt. Dadurch sollen die Folgen einer allzuschweren oder unrichtigen Anwendung des Nahrungsmittelgesetzes und namentlich unbegründete Anklagen vermieden werden. Die Handelskammer in Elberfeld hat angeregt, diese Einrichtung in den Bezirken der vier Handelskammern des Bergischen Landes zu verallgemeinern; die weiteren Schritte sollen in einer in nächster Zeit stattfindenden Konferenz von Vertretern dieser vier Kammern beraten werden. **(Die Heringspreise) haben sich gegen das Vorjahr ganz erheblich erhöht. Neulich sollten sie ganz billig sein. Auch der alte brave Hering scheint das Opfer der Spekulationswut geworden zu sein. **(Unversorgte Fürsorgezöglinge.) Fürsorgezöglinge bleiben laut amtlicher Mitteilung nach ihrer Entlassung aus der Fürsorgeerziehung und Rückkehr in die Heimat oft wochenlang ohne Arbeit und feste Unterkunft. Sie sind dadurch mitunter in kürzester Zeit wieder gänzlicher Verwahrlosung anheimgefallen. Nach dem Fürsorgeerziehungsgesetz liegt es den Kommunalbehörden ob, für ein angemessenes Unterkommen der Zöglinge bei der Beendigung der Fürsorgeerziehung zu sorgen. Diese Fürsorge ist nötig, wenn nicht das ganze Erziehungswerk in Frage gestellt werden soll. Der Zögling hat jahrelang unter Aufsicht gestanden. Er tritt unmittelbar aus der Anstalt in das freie Leben, wo er sich selbst überlassen bleibt. Für die unerfahrenen jungen Menschen muß gerade in der ersten Zeit nach ihrer Entlassung weiter gesorgt werden. Der Minister des Innern hat deshalb die Verwaltungsbehörden angewiesen, dafür zu sorgen, daß die Kommunalverbände vor der Entlassung eines Fürsorgezöglings sich mit der Heimatbehörde und dem Fürsorger ins Benehmen setzen, um eine ordentliche Unterkunft und Beschäftigung des Zöglings herbeizuführen. Die privaten Fürsorgevereine sollen ferner ersucht werden, sich der Zöglinge nach der Entlassung aus der Fürsorgeerziehung besonders anzunehmen und deren Weiterkommen zu fördern. **(Die westfälische Turnerschaft vor dem Kaiser.) Gelegentlich der Anwesenheit des Kaisers auf der Hohensyburg werden die westfälischen Turnvereine Eisenstabübungen dem Kaiser vorturnen. Mit der Uebung hat man eifrig begonnen. Die Deutsche Turnerschaft Westfalens wird Ehre einlegen. **(Volksbibliothek.) Im Monat April wurden an 24 Tagen 627 Bände ausgeliehen. Der Tagesdurchschnitt von 26 verliehenen Bänden steht gegen den Vormonat(27,1) nur unerheblich zurück. Insgesamt sind seit der Eröffnung der Volksbibhiothek(28. Februar 1906) 18918 Bände zur Ausgabe gelangt; davon in den vier ersten Monaten des laufenden Jahres 3 105(im gleichen Zeitraum 1908: 2 865, 1907; 1828, 1906: **(Examen bestanden.) Die Prüfung mittlerer Kommunalbeamten fand unter dem Vorsitz des Herrn Regierungsrats v. Werner in Arnsberg statt. Als Verwaltungsassistenten bestanden u. a. die Verwaltungs= resp. Bureaugehilfen Ernst Externbrink=Schwerte und Amtsassistent Otto ExternbrinkWesthofen. **(Evangel. Bund.) Vor kurzem konstituierte sich in gen unter dem Vorsitze des Pfarrers Proebsting aus Lüdenscheid die Sieger= und Süderländer Gruppe des Evangelischen Bundes, zu der die Zweig= und angeschlossenen Vereine der Synoden Siegen, Iserlohn, Hagen, Lüdenscheid und Schwelm gehören. Auch der hiesige Zweigverein war durch seinen Vorsitzenden vertreten. In Westfalen bestehen außerdem schon 2 Gruppen, die Ravensberger und die Märkisch=Hellweger Gruppe. Erfahrungsgemäß haben diese Gruppen durch ihre kleineren Konferenzen und Feste viel zur Förderung und Belebung der evangel. Bundesarbeit beigetragen, und erhofft man auch von dieser neuen Gruppe viel Anregung. Es wurden die Pfarrer Proebsting=Lüdenscheid und Zur Nieden=Hagen beauftragt, der nächsten Versammlung Vorschläge über die in den Vorstand zu wählenden Personen, über die Aufbringung der Mittel und über die aufzustellenden Satzungen zu machen. Ferner machte der Vorsitzende noch Mitteilungen über die Bundesarbeit, besonders über die demnächst neu ins Leben tretenden Bundesblätter. Es soll ein gemeinsames Bundesorgan für das ganze Gebiet mit einer prinzipiellen Beilage geschaffen werden, außerdem ein besonderes Blatt für die Vereinsleiter. Zum Schluß lud Pfr. Proebsting dann noch zu dem in Schwerte am 6. und 7. Juni stattfindenden Jahresfest des Hauptvereins unter Mitteilung der Tagesordnung recht dringend ein, indem er besonders betonte, daß dasselbe als evangelisch=protestantische Jubelseier der 300jährigen Zugehörigkeit der Grafschaft Mark zu Brandenburg geplant sei. **(Vom evangel. Frauen= und Jungfrauenverein.) Aus der Geschichte dieses Vereins bringt das„Sonntagsblatt“ für die beiden evangelischen Gemeinden folgenden Schlußartikel: Am 4. Januar 1837, fand die erste zahlreich besuchte Versammlung statt, und zwar in der Schule. Da sich hier viel Bereitwilligkeit zeigte, wurde beschlossen, am 8. d. Mts. den Verein förmlich zu bilden. Der Vorsitz wurde der Frau Negierungsrätin v. Blomberg(Schwiegermutter der praktischen Arztes Dr. Lohoff) übertragen; ferner gehörten zum Vorstand Frau Pastor Schütte, Frau Lehrer vom Hövel, Frau Anna Gertrud Bockemühl, Frau Wilhelmine Beckhaus. Am 11. Jonuar teilte Frau von Blomberg bereits dem Bürgermeister Mitsdörfer die Bildung des Vereins mit, wurde jedoch am 12. Januar aufgefordert, zunächst die Statuten einzureichen und dieselben von sämtlichen zurzeit vorhandenen Mitgliedern des Vereins unterschreiben zu lassen.— Diese Namen sind: Julie v. Elverfeld, geb. v. Scheibler— Auguste Lohoff— Pastorin Haver— Sophie Haver— Julie Haver— Pastorin Siepmann— Henriette Fleitmann— Friederike Dommermühl— Luise Then Berg— Friederike Then Berg— Friederike Mietsdörffer— Angelika Doerth— Amalie vom Hövel— Henriette Schwabe— Karoline Schwabe— Ehefrau Ruhfuß— Sophie Schütte— Karoline Harthe— Frau Lohoff geb. Moorus— Frau A. Brügmann— Sopihe Brügmann— Karoline Haver— Karoline Bitterling— Johanna Althoff.— Am 17. April genehmigte die Königl. Regierung zu Arnsberg die Statuten. Sie sprach sich dahin aus, daß ihr die Nachricht vom Entstehen des Vereins sehr erfteulich gewesn sei, und fordert den Landrat Pilgrim in Dortmund auf, die Wirksamkeit des Vereins im Auge zu behalten. *e(Hauptmusterung der Pferde.) Nachdem in den Stutenschauen am Montag eine Vormusterung der Pferde stattgefunden hat, die auf die Ausstellung der Landeskultur=Gesellschaft in Preisbewerb treten sollen, wird die Hauptmusterung für die Kreise Hörde u. Dortmund auf den 7. Mai, nachmittags 4 Uhr, am Fredenbaum festgesetzt. Alle Pferdezüchter im Kreise Dortmund und Hörde, welche bei der genannten Ausstellung ihre Pferde auf Kosten der Landeskulturgesellschaft bezw. der Kreisvereine auszustellen beabsichtigen, werden gebeten, ihre Pferde zum genannten Termin noch einmal vorzuführen. Das Mitbringen von Saugfohlen ist nicht erforderlich und ebenso können Stuten, welche in Rücksicht auf das Abfohlen den Marsch nicht leisten können, im Einverständnis mit der Kommission zurückgelassen werden. Zur Ausstellung werden nur solche Pferde vorgemerkt, welche bei der Hauptschau am 7. Mai am Fredenbaum noch anwesend sind. **(Kompagnie=Appels.) Die einzelnen Kompagnien des Bürger=Schützenvereins rüsten bereits für das nach 3jähriger Pause am 12. und 13. Juni stattfindende Schützenfest. Für heute abend hat der Chef der 3. Kompagnie seine Getreuen zum Appell beim Schützenbruder Leinweber befohlen, um die Einzelheiten des schützenköniglichen Dienstes festzusetzen. Auch die erste Kompagnie wird imlaufe der nächsten Woche antreten. In allen Kreisen der Bürgerschaft macht sich ein hocherfreuliches Interesse für den ältesten Verein unserer Stadt bemerkbar. ** Verghofen, 7. Mai.(Selbstmord.) Im Schwerter Walde wurde der Bergmann Rautert von hier erhängt aufgeanden. ** Westhosen, 7. Mai.(Gesangwettstreit.) Zu einer großen Feier rüstet der Männergesangverein und mit ihm unsere ganze Stadt. Anläßlich seines 50jährigen Bestehens hat der Verein einen Gesangwettstreit veranstaltet, an dem sich 15 fremde Vereine beteiligen werden und der umso mehr das allgemeine Interesse beansprucht, als auch von Sr. Majestät ein Preis gestiftet ist. Die Festlichkeiten beginnen Samstag abend mit einem Kommers im Saale des Herrn Fritzenkötter. Sonntag morgen 11 Uhr ist Festzug und danach Begrüßung der fremden Sänger auf dem Schulplatz. Um 3 Uhr nachmittags beginnt der„Sängerkrieg" im Saale des Herrn Fritzenkötter. Ein Festball in den Lokalen Fritzenkötter und Schulte wird den Tag beschließen. Für Montag vormittag ist ein Ausflug nach Hohensyburg vorgesehen, und nachmittags 4 Uhr wird ein Konzert im Saale des Herrn Schulte stattfinden. Während der Konzertes wird auch die Preisverteilung vorgenommen. Wir wünschen dem Verein einen recht guten und allseits befriedigenden Verlauf seines Jubelfestes. ** Westhofen, 7. Mai. In der letzten Schulvorstandssitzung wurde die von der Schulaussichtsbehörde beantragte Umwandlung der Hauptlehrerstelle der hiesigen evangelischen Volksschule, welche durch den zum 1. Juni als Rektor nach Niedersprochhövel bei Hattingen versetzten Herrn Hauptlehrer Achenbach frei wird in eine Rektorstelle abgelehnt. Von einer Vermehrung der Lehrkräfte und Schaffung neuer Unterrichtsräume soll gleichfalls abgesehen werden. ** Westhosen, 7. Mai.(Vortrag über Buchführung.) Auf Veranlassung der Handwerkskammer Dortmund hielt gestern der Bureauporsteher Herkert im Lokale der Witwe Weiberg einen sehr interessanten und lehrreichen Vortrag über „Der Nutzen einer Buchführung für Handwerker und Gewerbetreibende". Leider war der Vortrag nur sehr mäßig besucht, und auch zu einem am Montag beginnenden Kursus zur Erlernung der Buchführung haben sich bis jetzt nur 17 Damen und Herren gemeldet, sodaß es fraglich ist, ob bei dieser geringen Teilnehmerzahl der Kursus überhaupt zustande kommt. Wir können diese geringe Anteilnahme unserer Handwerker einer derartig wichtigen Frage gegenüber nicht verstehen; das Honorar von 6,50 Mark ist doch so niedrig bemessen, daß keiner diese günstige Gelegenheit, sich die Kenntnisse der Buchführung anzueignen versäumen sollte. Die Handwerkskammer ist sogar bereit, unbemittelten Teilnehmern den Betrag ganz oder teilweise zu erlassen. ** Drüpplingsen, 7. Mai.(Personalie.) Herr Leh rer Schlotmann ist von seiner militärischen Uebung zurückgekehrt und hat seine Lehrtätigkeit an der hiesigen Volksschule wieder ausgenommen. Kunst und Wissenschaft. Die Bibliothek des entthronten Sultans Abdul die der Oeffentlichkeit wieder zugänglich gemacht werden soll, enthält zahlreiche sehr wertvolle alte Handschriften. Gelehrte haben sich oft um Einsicht bemüht, aber stets vergebens. Die Verständigung mit dem Mars will ein amerikanischer Professor verwirklichen Er will mit einem Ballon eine solche Höhe erreichen, daß er von dort aus elektrische Wellen bis zum Mars ausschicken kann, und erwartet von dort irgend welche Antwort. Der Mann soll nur auf unserer alten Erde bleiben, das ist sicherer und gescheidter. Große Teilbarkeit des Stoffer. Ein Pfund Baumwolle kann zu einem Faden in der Länge von 140 Milometer gesponnen werden; ein Stück Gold im Gewicht von 20 Gramm läßt sich zu einem Faden von 200 Kilometer ziehen. Die Natur freilich übertrifft die Kunst hierin bei weitem. Beim Blumenkäser hat man 25.000 Facetten an einem Auge gezählt. Die Stubenfliege hat deren 4000 an einem Auge. Die größte Teilbarkeit indessen hat man beim Geruch der Rosmarin gefunden, der sich 20 bis 30 Meilen weit über die See verbreitete Der Fußboden der Schalzimmer. Schulepldemten driigen, abgesehen von der Schädigung der Person und der Lobens, auch in pädagogischer Hinsicht schweren Schaden und verurfachen don Schulverwaltungen erhebliche Kosten. Ihre Verhütung und Eindämmung zählt somit zu den allerwichtigsten Aufgaben der Gefundheitspflege. Von welch fiefgreifendem Einfluß auf die 100 Amtüches Rreisekaf fürden Kieis Bertk. Nr. 106 Freitag den 7. Mai 1909 41. Jahrg. Zweites Blatt. Die Flottenfrage. Die Erfahrungen der letzten Monate haben bewiesen, wie n den Kriegs=Marinen noch weit mehr auf dem Papier stehen ann, wie in den Feld=Armeen. Die befremdlichen Angaben ius der großen Seeschlacht zwischen Russen und Japanern in Ostasten, in denen ein erheblicher Teil der Schiffe des Zaren ils„alte Kasten“ bezeichnet wurden, wurden doch nicht verUllgemeinert; man hütet sich, anzunehmen, daß die für die Arnierung ausgeworfenen Gelder nicht zu dem bestimmten Zwecke verwendet wurden, wie es von Seiten der Petersburger Maeine=Verwaltung geschehen ist. Die russische Wirtschaft, welche die Staatsgelder häufig in den Taschen der Angehörigen der Verwaltung verschwinden läßt, ist auch in der Tat nicht allzu oft zu finden, wohl aber mangelt es mehr, wie geglaubt wurde, an der rechten Sorgfalt und unermüdlichen Tätikeit. die alle Einzelheiten der heute so kompliziert gewordenen Marine=Ausrüstung überwacht, damit es nicht nur nicht in keinem Punkte etwas fehle, sondern Alles aufs beste im Stande sei. Die parlamentarische Marine=Kommission in Frankreich hat in den südfranzösischen Häfen namentlich, wie bekannt, Feststellungen gemacht, die mehr wie erstaunlich waren. Das starke Frankreich hätte, wenn ein plötzlicher Ernstfall gekommen wäre, nur ganz wenige Schiffe gefechtsbereit gehabt, und selbst in England haben allerlei Flüstereien stattgefunden, daß es da und dork nicht stimme. Am meisten überrascht hat die Nachricht aus NordAmerika, daß die schweren Schlachtschiffe, welche die Reise um die Erde zurückgelegt haben, derart mitgenommen seien, daß sie fast gänzlich umgebaut werden müßten. Natürlich strapaziert eine solche Fahrt, aber die Vereinigten Staaten würden bös in der Klemme sitzen, wenn es jetzt mit einem Male Krieg gäbe. Die Absicht, den Japanern die nordamerikanische Streitmacht zur See begreiflich zu machen, ist jedenfalls recht teuer bezahlt In den französischen Feststellungen ist hervorgehoben, daß verschiedentlich der Proviant und die Munition nicht ausreichend gewesen seien, daß es namentlich an Maschinen=Personal häufig gefehlt habe, und endlich daß die von dem großen Stahlwerk Schneider in Creuzot, dem französischen Krupp, gelieferten Ausrüstungen mehrfach nicht die gestellten Forderungen erfüllten. Auch in England waren vor einigen Jahren in diesem Punkte Zweifel aufgestiegen, die allerdings sorgsam vor den kritischen Augen des Auslandes verhüllt wurden. In Frankreich hat sich der Ministerpräsident Clemenceau bereitwilligst damit einverstanden erklärt, daß eine genaue Untersuchung Platz greife, und es blieb ihm nichts Weiteres übrig, nachdem die Dinge soweit gediehen waren. In jedem Falle bleibt es eine peinliche Affäre, wenn gegen das erste Industriewerk eines Landes eine solche Untersuchung eingeleitet werden muß. Ob hier der Fabrikant oder die saumselige MarineMannschaft Schuld an einer übermäßig schnellen Abnützung hat, muß sich bald zeigen. Denn daß es in der französischen Kriegs=Marine mit Disziplin und Promptheit übel bestellt ist, Es scheint als ob die hervorragende Tüchtigkeit und Genauigkeit unserer deutschen Marine=Mannschaften verhältnismäßig an bekannter Stelle im Ausland ein größeres Unbehagen erweckte, wie die eigentliche Schiffszahl. Denn je gewaltiger die Bau=Ausführung ist, um so höhere Ansprüche werden an die Mannschaften gestellt. Fahrlässigkeiten, wie in Frankreich und anderswo konnten doch nicht bei uns konstatiert werden, und was die Krupp=Fabrikate betrifft, so haben sie ihre Ueberlegenheit schon oft genug erwiesen. Eine Probe für die Schlagfertigkeit unserer Marine haben wir gehabt, als die jähe Ermordung unseres Gesandten in China, des Freiherrn von Ketteler, die sofortige Absendung eines Geschwaders erforderlich machte. Damals staunte man überall über die Schnelligkeit und Umsicht, mit welcher diese Mobilmachung sich vollzog. So denken wir: Haben wir nicht die stärkste Kriegs=M rine, so haben wir doch eine solche, bei der nichts auf dem Papier steht. Und das ist ein gutes Stück wert. Westfalen und Rheinland. * Witten, 5. Mai. Der 8 Uhr=Ladenschluß, der seit dem 1. April eingeführt ist, bringt der Märkischen Straßenbahn und der städtischen Gasanstalt Minder=Einnahnen, Bei. e. anstalt haben sich die Einnahmen im April so schleuc###strwie sonst in ungünstigen Hochsommer=Monaten. * Letmathe, 6. Mai. Dem Tode des Ertrintens entging mit knapper Not das vierjährige Töchterchen des Prokuristen Kunze. Das Kind fiel in einem unbewachten Augenblick vom Balkon der zweiten Etage in den hochgehenden Mühlengraben. Der zum Dienst gehende Heizer Emil Gräwe sprang kurz entschlossen ins Wasser und rettete mit eigener Lebensgefahr das Kind. Die Wiederbelebungsversuche waren von Erfolg. Ein Bravo dem mutigen Retter * Recklinghausen, 6. Mai. Mehrere Kinder spielten hier in der Nähe der Zeche„General Blumenthal“ mit einer beladenen Lowry, welche bei Erdarbeiten dortselbst Verwendung fand. Die Lowry geriet plötzlich ins Rollen, kippte um und begrub das vierjährige Söhnchen des Bergmanns Butlow unter sich. Die Verletzungen, die das Kind erlitt, waren derartig, daß es nach wenigen Minuten starb. Der traurige Vorgang spielte sich im Angesicht des Vaters ab, der es nicht verhüten konnte, sein Kind vor sich so grauenhaft sterben zu sehen. * Essen, 6. Mai.(Brennender Bahndamm.) Zum Anschütten der Bahndämme werden meistens Kohlenschlauen, Asche oder ähnliche Materialien verwendet. Es ist nun schon mehrfach vorgekommen, daß dieses Material sich entzündet und dadurch Bahndammbrände entstehen. Z. B. dauert bei Oberhausen ein derartiger Brand schon mehrere Jahre und es ist bisher trotz aller Anstrengungen nicht gelungen, ihn zu löschen. Neuerdings ist ein Dammbrand in unmittelbarer Nähe des hiesigen Hauptbahnhofs ausgebrochen und zwar bei dem Bahnsteig III der Strecke Essen=Steele. Der Damm bildet auf eine Länge von etwa 20 Metern eine glühende Masse. Löschversuche waren bisher erfolglos. * Gelsenkirchen, 6. Mai.(Tödlicher Unglücksfall.) Ein Unglück ereignete sich auf Zeche Karolinenglück. Ein Koksarbeiter geriet in Ausübung seines Berufes unter die Räder der Kompreßmaschine. Der Unglückliche war sofort tot. * Köln, 5. Mai. Ein Dienstmädchen verlangte von einem Geschäftsinhaber 30 Mark Lohn und Kündigungsentschädigung. Es habe die Arbeit niedergelegt, weil es gröblich beleidigt worden sei durch den Beklagten, der es„dummes Frauenzimmer“ genannt habe. Der Beklagte führte aus, daß die Klägerin, als sie gekündigt hatte, die anderen Mädchen aneinandergehetzt habe. Er sei darüber ungehalten gewesen und habe gesagt:„Was man mit dem dummen Frauenzimmer für eine Arbeit hat!“ Damit habe er aber nicht speziell die Klägerin gemeint. Der Vorsitzende bemerkte dazu, daß hierin keine grobe Beleidigung zu erblicken sei. Der Ausdruck„Frauenzimmer“ wurde nicht in der Form gebraucht, die grob beleidigend ist. Es sollte etwa so viel heißen als:„Was man mit den dummen Mädchen für Arbeit hat!“ Hierauf ließ das Mädchen die Klage auf Kündigungsentschädigung fallen, der Lohn wurde ihm zahlt. * Münster i. T., 6. Mai. Ein hübsches Stückchen wird aus einem Taunusörtchen erzählt. Dort lebt ein biederer Landbewohner, dessen Haus einen gewissen Wohlstand aufweist, und dessen Töchter immer modern gekleidet sind, nur wenn die berühmte Steuerveranlagung kam, dann war er ein„armer Mann“ der als Tagelöhner sein Brot verdienen müßte. Man hatte ihm nie recht getraut, aber beim Steuerzahlen kam er immer mit einem blauen Auge davon. Vor einigen Tagen hat der„arme Mann“, Unglück gehabt, denn er verlor ein Sparkassenbuch, das nur auf 20000 M lautete. Jetzt dürfte der gute Mann nicht mehr vom Steuerzahlen vorbeikommen. * Aachen, 6. Mai. Das Lesen von Kriminalgeschichten hat den 17jährigen Anstreichergesellen Joh. Kloth und den ebenso alten Schreinergesellen Johann Lüschen aus Eupen schon frühzeitig auf die Bahn des Verbrechens gebracht. Beide standen schon vor einiger Zeit wegen Verübung mehrerer Diebstähle vor der hiesigen Strafkammer und waren zu Gefängnisstrafen verurteilt worden. Der ihnen damals gewährte Strafaufschub vermochte jedoch nicht, ihre Neigungen zu zügeln. Die beiden gingen zu Erpressungen über. Sie schrieben an einen ihnen als ängstlich bekannten Anstreichermeister in Eupen einen Brief, der die Unterschrift„Vereinigung der schwarzen Hand" trug; in diesem Schreiben wurde der Meister aufgefordert, 5000 Mark an einer näher bezeichneten Stelle niederzulegen. Andernfalls würde er, wenn er Anzeige erstattete, niedergeschossen werden. Unter denselben Drohungen verlangten sie auch von zwei älteren Damen in Eupen 500 Mk. Sie wurden verhaftet, als sie erschienen, das Geld in Empfang zu nehmen. Die Strafkammer vertagte die Verhandlung über den an Epilepsie leidenden Kloth und überwies ihn zur Beobachtung seines Geisteszustandes einer Irrenanstalt. Lüschen wurde zu 8 Monaten Gefängnis verurteilt. Marina. Roman von Melati von Java. Aus dem Holländischen übersetzt von Leo van Heemstede. 91(Nachdruck verboten.) „Tut es Dir denn nicht leid, fortgeben zu müssen?“ „Gewiß, Madame, es tut mir sehr leid.“ „Weshalb bist Du denn so eigensinnig? Warum sagst Du sicht einfach: es ist mein Schatz und er hat redliche Absichten? du weißt, es ist hier ein anständiges Haus. wir wollen nur sette Mädchen haben, mein Mann sowohl als ich; Mädchen von er Straße können wir nicht brauchen.“ Rose=Maries Lippen zitterten und Tränen sprangen ihr in sie Augen.„Wofür halten Sie mich, Madame?“ fragte sie mit auftem Vorwurf. „Ich halte Dich nicht dafür! Nein, wirklich nicht! Ich hätte # nie von Dir erwartet, ich habe mich sehr in Dir getäuscht. Über weshalb willst Du mir kein Vertrauen schenken? Ich verde keinen Mißbrauch davon machen. Betrachte mich als Deine Mutt... als Deine ältere Schwester.“ Das Mädchen wendete den Kopf ab und preßte die Lippen fest zusammen, während sie mit den Fingern hastig ein paar Kräuen fortwischte. „Wenn Dein Verbältnis das Licht sehen darf, warum tust Du denn so heimlich? Komm, sei doch verständig! Bekenne mir alles, ich möchte Dich ganz gern behalten, aber wenn Du so eigen bist, dann kann ich es nicht, begreifst Du das?“ „Ja. Madame, ich begreife es ganz gut.“ „Und wenn Du mir nicht antwortest, so wirst Du doch jeder andern Dame, bei welcher Du vorsprichst, antworten müssen. Niemand wird Dich so ohne weiteres annehmen, wie ich es getan habe. Hast Du Dir das alles wodl überlegt?“ Sa Madame. „Nun, dann läßt sich weiter nichts machen; ich habe Geduld grang gebcht: Die Hausglocke ertönte: Rose=Marie machte eine Bewegung, als wenn sie zur Türe geben wollte. „Nein, nein!“ rief Charlotte.„Käthchen wird wohl öffnen; ich habe nicht gern, wenn mein Mädchen mit einem verweinten Gesicht an der Türe sich zeigt.“ Als wenn dieses Wort eine Schleuse geöffnet bätte, so plötzlich brachen bei Marie jetzt die Tränen hervor; mit unaufhaltsamer Macht strömten sie über die Wangen; sie schluchzte nicht, sondern drückte die Schürze vor das Gesicht, um den Strom einzudämmen, der sich so gewaltsam Bahn brach. Charlotte selbst geriet darüber in Verlegenheit. „Aber Kind, was fehlt Dir?“ „Ich kann nichts dafür, Madame“, brachte sie mit Mühe bervor, indem sie sich abwandte; sie vermochte sich kaum auf den Beinen zu halten. An den letzten Tagen hatte sie weder gegessen noch getrunken, sie fühlte sich so schwach, daß sie nicht imstande war, sich zu beherrschen. * Käthchen, die in neugieriger Spannung das Ende der Unterhaltung abwartete, hatte, als die Glocke ertönte, ihre Kartoffeln beiseite gesetzt und war zur Türe gegangen. Ein Herr, dessen Kleidung nach Käthchens Meinung sofort den Kleinstädter verriet, stand auf der Treppe und fragte ziemlich kurz, ob die Madame zu Hause sei. Käthchen bejahte. „Nun, so sagt nur, Doktor Adrichem sei da.“ Die Magd hatte diesen Namen noch nie gehört und ließ den Fremden daher im Hausgang stehen; dann klopfte sie an die Tür des Wohnzimmers, warf einen raschen Blick auf ihre noch immer fortpredigende Herrin und die weinende Marie, und meldete Herrn Adrichem an. „Wie... Onkel hier?“ rief Charlotte, vergaß all ihre haushälterischen Sorgen und lief rasch ihrem Obeim entgegen, der noch draußen stand. „Aber Onkelchen, welch eine Ueberraschung! Du bier? Welchem glücklichen Zufall habe ich die Ehre und das Vergnügen Deines Besuches zu danken?“ „Ja, Kind, das läßt sich nicht in drei Worten sagen.“ „Bitte, tritt näher. Onkel; Sandberg wird gleich erscheinen. Wie berrlich! Weiß Mama schon, daß Du in der Stadt bist“ Während Charlotte ihren Onkel so berzlich bewillkommnete. war Käthchen rasch in das Zimmer gelaufen und richtete an Marie die neugierige Frage, die ihr auf der Zunge brannte: „Na, wie steht es, mußt Du fort?“ Marie war nicht imstande, zu antworten, wenn sie es auch gewollt hätte. „Ich würde es mir an Deiner Stelle nicht so sehr zu Herzen nehmen. Er ist ja auch noch da! Er hat Dich in die Patsche gebracht und muß Dich jetzt auch herausziehen.“ Die Hausfrau erschien mit ihrem Gaste, und die beiden Mädchen entfernten sich rasch. Marie schlüpfte durch die Flügeltüre in den Salon. Käthchen tat, als hätte sie etwas am Kaffeetisch zu schaffen gehabt und ging durch die Gangtüre. „Ja“, sagte Adrichem, sich kann mir Deine Ueberraschung denken, da ich so plötzlich aus der Luft falle, was sonst meine Gewohnheit nicht ist. Ich will Dich auch nicht lange mit allerlei Dingen belästigen, die nicht zur Sache gehören, sondern kieber gleich sagen, um was es sich handelt.“ „Aber Du trinkst doch ein Täßchen Kaffee mit uns. „Ja, das kann ich wohl tnn. Mit dem Zuge um zwei Uüer zehn Minuten reise ich wieder ab.“ „Wohin? Nach Duinwiik?“ „Ja, wohin denn sonst? Ich kann nicht lange abkommen. unb grche tcht ust ucht uicht: „Aber warst Du schon in der Vonder##ruper „Nein, dazu habe ich keine Zeit!“ „Aber Onkel, was wird Mama sagen?“ „Ja, das ist mir einerlei! Ueberbringe ihr meine Grüße und sage, ich käme das nächste Mal zu ihr... wenn wir Jahre älter sind, vielleicht.“ (Fortsetzung folgt) 50. Westfälischer Provinziallandtag. Wünster 5 Mai Manster, 5. Mal. Das Haus beschäftigt sich heute zunächst mit den Anträgen des Abg. Bergrats Kleine(Dortmund) und Genossen send die Höhe der Brücken des Rhein=Herne=Kanals sowie das Schleppmonopol auf dem Dortmund=Emshäfen=Kanal. Herr Kleine stellte folgenden Antrag, der angenommen wurde: „Der Provinziallandtag beauftragt den Provinzialausdie Staatsregierung zu ersuchen, solche Maßregeln zu treffen, die eine dauernde Höhe von 5 Metern über dem Kanalwasserspiegel für die Brücken des Rhein=Herne=Kanals garantieren, damit wenigstens den heutigen 1000=Tonnenrheinschiffen die Benutzung des Kanals gesichert ist. Bezüglich des Schleppmonopols auf dem Dortmund=Emshäfen=Kanal verwies Herr Kleine auf dessen große Nachteile für die Kleinschiffahrt und für den im Aufblühen begriffenen Hafen Emden. Man beschloß, der Provinzialausschuß moge selostanoig erwägen, ob der Staatsregierung gegenüber Schritte zu tun seien wegen Befreiung des Verkehrs zwischen den Stationen des Dortmund=Emshäfen=Kanals vom staatlichen Schleppmonopol. Ueber die Einführung des Wanderarbeitsstättengesetzes vom 29. Juni 1907 referierte Abg. Bürgermeister Johansen. Nach dem neuen Wanderarbeitsstättengesetz können in Provinzen, welche das Wanderarbeitswesen ordnen wollen, Land= und Stadtkreise durch Beschluß des Provinziallandtages verpflichtet werden, Wanderarbeitsstätten einzurichten, zu unterhalten und zu verwalten. Da in Westfalen diejenigen Einrichtungen, die durch das Gesetz eingeführt werden sollen, im wesentlichen schon bestehen, so wird die Stellungnahme zu der Frage, ob man sich für die Einführung des Wanderarbeitsstättengesetzes in Westfalen aussprechen soll, abhängen von der Frage, ob die Naturalverpflegungsstationen bisher segensreich gewirkt haben. Diese Frage ist, wie der Berichterstatter ausführt, zu bejahen. Die Naturalverpflegungsstationen haben sich in vielen Gegenden der Provinz als ein wirksames Mittel gegen Betteln und Landstreicherei erwiesen. Namentlich die Bettelei auf dem Lande, die bei abgelegenen Gehöften stellenweise zu einer förmlichen Brandschatzung der Landbewohner führte, habe erheblich nachgelassen. Die Naturalverpflegungsstationen sind bei der in Westfalen geübten Handhabung auch von großer erziehlicher Bedeutung, indem sie die Wanderarmen nicht ganz von der Arbeit entwöhnt werden lassen. Es könnte sich also nur weiter fragen, ob man es in Westfalen nicht einfach bei den bestehenden Zuständen belassen und ohne das Gesetz die Naturalverpflegungsstationen halten soll. Die Erhebung dieser Frage erscheine vom Standpunkte der Provinz umso mehr berechtigt, als nach Einführung des Gesetzes die Provinz zwei Drittel der Kosten der Wanderarbeitsstätten gegenüber nur ein Drittel der bisherigen Naturalverpflegungsstationen tragen soll. Gleichwohl werde man sich für die Einführung des Gesetzes aussprechen müssen wegen der vielen Vorteile. Direkte finanzielle Vorteile für die Provinz ergäben sich daraus, daß der Staat gemäß§ 5 des Gesetzes von den Kosten der mit Wanderarbeitsstätten verbundenen Arbeitsnachweise nach Vereinbarung mit den Provinzen einen angemessenen Bruchteil übernimmt. Die Provinz muß den Kreisen bei Einführung des Gesetzes zwei Drittel der Kosten der Wanderarbeitsstätten ersetzen. Der Anteil der Provinz an den Kosten wird für das nächste Jahr in Anbetracht der schlechten wirtschaftlichen Lage auf etwa 55000 Mark geschätzt; in normalen Zeiten dürften sich die Kosten erheblich niedriger stellen. Der Antrag des Provinzialausschusses resp. der Kommission geht dahin, der Provinziallandtag wolle gemäß§ 1 Wanderarbeitsstättengesetzes vom 29. Juni 1909 beschließen, daß 29 Land=Stadtkreise in Westfalen verpflichtet sind, Wanderarbeitsstätten einzurichten, zu unterhalten und zu verwalten. (Darunter Stadt= und Landkreis Hamm, Landkreis Hörde, die Stadtkreise Dortmund, Bochum, Gelsenkirchen, Witten, Hagen, Iserlohn, die Landkreise Lippstadt, Soest); ferner den Zeitpunkt bestimmen, zu dem die einzelnen Wanderarbeitsstätten in Betrieb treten und endlich eine Ordnung über die Einrichtung, Unterhaltung und Verwaltung der Wanderarbeitsstätten zu erlassen und einen Verwaltungsausschuß zu bestellen. Der Provinziallandtag überträgt die Wahl der in diesen Verwaltungsausschuß eintretenden Mitglieder des Provinziallandtages erstmalig dem Provinzialausschuß. Den Zeitpunkt des Inkrafttretens der gesamten Neuregelung bestimmt der Provinzialausschuß. Die der Provinz erwachsenden Kosten werden für das Rechnungsjahr 1909 ganz, in Zukunft bis zum Betrage von 30000 Mark der Nachtragsdotation entnommen, darüber hinaus durch Provinzialsteuern gedeckt. Der Provinziallandtag beauftragt den Provinzialausschuß, dem nächsten Provinziallandtage eine Vorlage über die Heranziehung derjenigen Kreise zu machen, in denen keine Wanderarbeitsstätte eingerichtet wird, denen aber die von anderen Kreisen eingerichteten Wanderarbeitsstätten zugute kommen.— Der ganze Antrag fand einstimmige Annahme. Das Gesuch der Arbeiterkolonie Wilhelmsdorf um erhöhte Unterstützung wurde genehmigt und eine Beihilfe von 10000 Mark beschlossen. Ein Gesuch um Bewilligung einer Beihilfe an den Guttemplerorden wurde dem Provinzialausschuß zur Prüfung überwiesen. Kleine Chronik. Talmi. Die Kriminalpolizei in Frankfurt a. M. verhaftete zwei Schwindler, die einen schwungvollen Handel mit Talmigoldwaren betrieben, die sie als echte verkauften. Die Gegenstände wurden um das Zwanzigfache des Preises der Waren veräußert. An die Findigkeit der Berliner Polizei appelliert eine Frau Licy Hoffmann aus Kansas. Sie will als kleines Mädchen einer Berliner Familie geraubt worden sein und bittet jetzt die Berliner Polizei, ihr behilflich zu sein, zu ihrer Familie zurückzufinden. Hoffentlich glückt's. Zum Wahnsinn getrieben durch ihr trostloses Eheleben wurde die Berliner Schutzmannsfrau Oede. In der Verzweiflung hatte sie versucht, ihr fünfjähriges Söhnchen zu vergiften. Das Schwurgericht sprach die Frau natürlich frei. Vorsicht beim Pilzgenuß! Der Ingenieur Hruban in Bochnia bei Ratibor, seine Frau, seine zwei Kindet und das Dienstmädchen erkrankten nach dem Genuß von getrockneten Pilzen, die er selbst gesammelt hatte. Die Frau und ein Sohn sind bereits tot. Die übrigen schweben in Lebensgefahr. Familiendrama. Zur Verzweiflung getrieben, erschoß in Straßburg die Malersfrau Barlei ihren Mann, einen dem Trunk ergebenen Menschen. Brandkatastrophe. Wie aus Boryslaw gemeldet wird, gerieten dort durch Blitzschlag zwei Naphtaschächte in Brand. Es gelang nicht, den Brand zu lokalisieren, sodaß jetzt bereits neun Schächte in Brand stehen und ein weiteres Umsichgreifen des Feuers befürchtet wird. Explosion. Das Pulverwerk Jahn in Peggau bei Graz ist in die Luft geflogen. Ein Arbeiter wurde getötet, ein anderer schwer verletzt. Zwei deutsche Reisende in China, der Journalist Brunhuber und sein Begleiter Schmitz, sind von Eingeborenen der Provinz Yüman ermordet worden. Brunhuber machte im Auftrage des„B. T.“ eine Ostasien=Reise, die jetzt auf so tragische Weise unterbrochen wurde. Er war der Schwiegersohn des bekannten Musikschriftstellers Dr. O. Steitzel=Köln. Aus Der Reichstag bei dem Luftschiffer=Bataillon. Am Mittwoch feierten die Kommissionen des Reichstags, und das Plenum begann seine Sitzungen erst gegen einhalb vier Uhr; die Herren Volksvertreter wollten einmal höher hinaus. Sie begaben sich in der Frühe schlicht bürgerlich mit elektrischen Straßenbahnwagen, die für sie eigens bereit gestellt worden waren, nach den bei Tegel gelegenen Kasernements des Luftschiffer=Bataillons. Etwa dreihundert Abgeordnete fuhren in den sonnigen Maien=Morgen hinaus. Am Eingange zu den Kasernen wurden die Herren vom Major Groß und dem Offizierkorps zur Ballonhalle geleitet. Dort erschien auch bald danach der Kriegsminister von Einem mit mehreren Offizieren des Großen Generalstabes. Nachdem sich die Herren von der prompten Leistungsfähigkeit der Funkenspruch=Station überzeugt hatten, wohnten sie der etwa 15 Minuten währenden Füllung eines Fesselballons bei, an dessen Aufstieg sich der freisinnige Abgeordnete Spätmann beteiligte. In der neuen Ballonhalle wurden„Groß 2“ und„Parseval“ besichtigt. Ersterer versuchte einen Aufstieg, der jedoch infolge des starken Ostwindes mißglückte. Zum Schluß betonte Major Groß, daß die Luftschiff=Werft bei Tegel bereits zu klein geworden sei, und daß die Militär=Verwaltung den Reichstag demnächst um Mittel zum Bau einer größeren Werft angehen würde. Die erste Luftschiffsverkehrslinie wird jetzt zur Tatsache. Man denkt an eine Nord=Süd=Verbindung von Luzern über Friedrichshafen, Straßburg, Frankfurt, Köln nach Hamburg. Die Luftschiffe für die Betriebsgesellschaft baut die Luftschiffbau=Gesellschaft Zeppelin, G. m. b. H. Das elektrische Licht in den Eisenbahnwagen wird jetzt eingeführt werden. Allerdings wird es, weil bedeutend kostspieliger als Gas, nur in beschränktem Umfange Verwendung finden. In den Vogesen rührt man sich jetzt kräftig, um neue und bessere Bahnverbindungen, die den Fremdenbesuch erhöhen sollen, herbeizuführen. Erhebliche Gebiete sind dort noch ohne Schienenwege und daher zurückgeblieben. Eine zahlreich besuchte Sitzung von Interessenten, Behörden und Parlamentariern hat zu diesem Zweck in Berlin stattgefunden. Das Interesse für die Luftschiffahrt in England geht jetzt so weit, daß man Aviatikerschulen in Gymnasien errichtet. Jeder Knabe soll imstande sein, Flugmaschinen nach eigenen Ideen zu bauen. Für Haus und Hof. Kitt für Marmorfugen. Man schmilzt gebleichten Schellack und fügt soviel Zinkweiß hinzu, wie zur Erlangung der richtigen Farbe nötig ist. Solange der Kitt warm ist, muß er ziemlich flüssig sein; er darf erst hart werden, wenn er erkaltet. Die Ränder der Bruchstelle des Mormors werden erwärmt, mit dem Kitt mittels eines Stäbchens bestrichen und fest aufeinander gedrückt. Ueberflüssigen Kitt muß man vor dem Trocknen von der Bruchstelle entfernen. Ist Gaslicht den Zimmerpflanzen schädlich? Das Gas, welches wir im Zimmer brennen, hat an jedem Ort andere chemische Zusammensetzung, indem die Verunreinigungen, die dem Gase beigemengt sind und den Pflanzen zu schaden vermögen, bald in kleineren, bald in größeren Mengen vorhanden sind. Hierach ist es gut verständlich, daß in einem Orte Gaslicht den Pflanzen schadet und im anderen ein Schaden nicht zu verspüren ist. Ja, selbst Gas aus ein und derselben Anstalt kann je nach den Rohrleitungen, die es bis zur Verwendungsstelle durchströmt, bald mehr, bald weniger schädlich sich erweisen. Ein weiterer, bisher nicht genügend gewürdigter Umstand ist in der Menge des in einem gewissen Raume verbrannten Gases und in der natürlichen Lufterneuerung durch Fenster, Türen und poröse Mauern zu suchen. Auch die einzelnen Pflanzen sind in ihrer Empfindlichkeit gegen die Ausströmungen von Gas verschieden.—(Aus dem praktischen Ratgeber im Obst= und Gartenbau.) Die Verwendung der Steinkohlenasche. Bei der großen Ausdehnung der Industrie ist die Verwendung der Steinkohle ungemein gestiegen und die großen Rückstände von Asche werden in den Städten oft geradezu verschleudert. Dies sollte nicht geschehen, denn die gesiebte Steinkohlenasche hat sowohl für den Gartenbau als auch für den Landbau einen bedeutenden Wert. In einer Stärke von 2—3 Zoll gleich 5—7 Zentimeter auf nasses und schweres Garten= oder Ackerland ausgebracht und untergegraben oder beigepflügt, lockert sie den Boden und macht ihn fruchtbar. Eine besonders günstige Wirkung hat ein Befahren von nassen und sauren Wiesen mit 1—2 Zoll gestebter Steinkohlenasche. Schon im ersten Jahre verschwinden die Mose und die fauren Gräser und an ihre Stelle tritt reichlicher Weißklee, welcher eine dichte Narbe bildet und ein gutes und reichliches Futter liefert. Stadttheater Dortmund. Freitag, 7. Mai, 7,30 Uhr:„König Heinrich IV“ Historisches Schauspiel in 4 Aufzügen von W. Shakespeare. Sonnabend, 8. Mai, 7,03 Uhr:„Der Liebestranl“., Komische Oper in 2 Aufzügen von G. Dowizetti. Wetterbericht der Deutschen Seewarte. 8. Mai: Vielfach heiter, schön, warm. 9. Mai: Meist heiter bei Wolkenzug, windig, kühl. 10. Mai: Vielfach heiter, kühl im Schatten, windig. 11. Mai: Wolkig mit Sonnenschein, wärmer, trocken. Verantwortlich: Für Politik, Feuilleton und verwandte# Gebiete: Hans Schlinzigk; für Lokakes, Provinzielles und Inserate: Friedrich Kraas: Deuck und Verlag von Carl Braus, sämtlich zu Schwerte. Steuer= 2289 reklamationen ##ie fertigt sachgemäß an—. Liese, Hüsingstr. 23II. Gutes Wiesenheu ist zu kaufen bei 2417 Wwe. Davidis. ESASGSESE BESESESEE # 2 U BerdeaurA#. Randn,9 zu garantiert rein, direkter Im 10 In port vom französisch. Wein 10 U dauer, pr. Klaiche 9u. Mg. Wer Geld sparen will, lässt künftig sein Schuhwerk besohlen mit ßer- Eisen-Leder-Sohlen(die Sohlen der Zukunft). Kombiniert aus Leder und Metall. Fast unzerstörbar. Keine Nagelköpfe, elastisch, wasserdicht, leicht, solid. Kein Proben erforderlich, die Ansicht genügt zur Ueberzeugung. Unentbehrlich für die Schuljugend und für jedermann, der sein Schuhwerk strapaziert. Bringt dem Haushalt grosse Ersparnisse. 111 Alleinvertrieb für Schwerte: ne. H. Hitzegrad, Senningsweg 26. Mechanische Schuhmacherei. Auf eilige Arbeit kann gewartet werden. Flasche aus dem Haus mit Gius 1.00 zln., 1n iß im Ausschank pr. Glas## zu 20 Pfg. empfiehlt 1350 g0 mn.2, D.Wi Gasthof Caft-Aanin, zur Helle# WRSORSSSRSSEE Halte stets Särge und Leichenwasche auf Lager. Wilhelm Scherft, Scperd, Mollbeste. Zur Haarpflege empfehle PIxavon p. Fl. 2.00 Mk.“ Birkenwasser p. Fl. 1.75 Mk. Brennesselspiritus p. Fl. 0.75 Mk. Carl Trog, Schverte. Web. Manier(um Einwicheln u.) gibt billigst ab Maautatur=Haptre Buchdruckerei Carl Braus. Unsere betten sind die besten, weil wir nur doppelt ge# reinigte Bettfedern und 46 Daunen in den Verkauf bringen. 4# Bettfederns Mk. 0.65, 0.95, 1.25, 1.75, 2.25, 2.50, 3.00, 3.50,“ 3.90 Daunen Mk. 4.90, 6.00. Sämtl. Federn garantiert W staub- und geruchfrei. Unsere Spezialität:### Chinesische 6 * Entendaunen * 223 Beste Füllkraft. # Unsere Barchende sind### federdicht und echtrot. „ 10 Jahre Garantie für jedes Bett. 5# " debr. Steln, Schwerte. 2190## 81101... sar. rein Natürliches Stärkungsmittel f. Blutarme u. Rekonvaleszenten Von Autoritäten begutachtet. Chemisch geprüft von vereideten Handelschemikern. Diese Marken(in 3 Qualitäten) gebe in Original-Flaschen zu billigsten Preisen ab. Proben stehen gratis zur Verfügung. Alleinverkauf für Schwerte: F’. Bohlmann, Verkaufsladen der Vereinigten Deutschen Nickelwerke. Tabrardkat gefuch. Konkurrenzfähige Firma sucht possendes Ladenlokal im Mittelpunkte von Schwerte, welches sich für ein Spezial=Margarinc= und Koffee=Geschäft eiqnet auf längere Johre zu mieten. Offerten an die Expedition dieser Zeiung. 2423 Ad olf Heinrich Inh. Gerhadd Schmidt, = Schwerte, 231 Hüsingstraße 28. Reichhaltiges Lager in Zigarren, Zigaretten, Rauch=, tabeken nur erster Firmen. Erstes Spezialgeschäft am Platze. Vorteilhafteste Bezugsquelle für Wirte und Wiederverkäufer. (6= und 10-jährig) wegen Aufgabe des Fuhr=Geschäfts zu verkaufen. 2416 Fritz Tommes, Klinkenberg bei Lädenscheid. Mehrere schöne 2328 Wohnungen von 5, 3 und 2 Jimmern mit Keller, Trockenboden und Stallung sofort oder zum 1. Juli zu vermieten. Carl Dremshey, Rosenweg. 8 S* 2 S 2 9 die Pfeise aus dem Mund.„Ich war ja allerdings einmal verheiratet, komme aber sehr wohl ohne Mann aus. Denn seine Arbeit kann ich selbst besorgen“ Lars schwieg eine Weile und machte sich an dem „Wenn du aber einem anderen damit helsen kannst?“ fuhr er nach einer Weile, ohne sie anzusehen, fort. Grete blies dicke Rauchwolken in die Luft und blickte ihn nachdenklich an, was sie immer tat, wenn sie wohlwollend gestimmt war. Dann erwog sie das eine und andere, dachte über dies und jenes nach, und schließlich kam die Beschützer=Miene zum Vorschein. „Nun ja,“ sagte sie.„Wir könnten unsere Wirtschaften ja schließlich zusammenwerfen. Verstehst du dich aber auf die häuslichen Arbeiten?“ „Ja, wenn du mir nur sagst, wie ich dies und jenes machen soll.“.2246 244 „Gut, wir wollen zu Hause weiter daruber nachdenken. Ich sehe ein, daß du ohne Hilfe nicht durchkommen kannst; und es wäre unrecht, wenn man dir nicht zur Seite stehen wollte.“ Lars wurde es, wenn er etwas sagen wollte, immer schwer, die richtigen Worte zu finden, und deshalb sagte er am liebsten nichts. Er war aber davon überzeugt, daß er sich auf dem richtigen Wege befand. Grete traf man seit ihrer Hochzeit viel draußen. Gab es größere Fuhren, so war sie immer dabei. Lars sah man dagegen fast nie mehr auf der Landstraße. Er war immer zu Hause, besorgte nach Gretes Anweisung die Wirtschaft und hütete die Kinder, mit denen sie ihn beschenkte.— Ob es solche Paare auch wohl wo anders, als nur im hohen Norden gibt? SCiih re De Der Proviant der amerikanischen Flotte. Die amerikanische Kriegsflotte, die 1908 die lang angekündigte Ausreise nach dem Stillen Ozean machte, haite mit dem Eintreffen in San Franzisko einen Rekord aufgestellt, denn noch nie hat eine Flotte von solchem Umfange eine gemeinsame Fahrt unternommen, die eine Strecke von nicht weniger als 13772 Knoten bedeutet. Die Entfernung entsprach ungefähr der Reise Roschdjestwenskys, der freilich, wenn auch mit kleinerer Schiffszahl, doch größere Schwierigkeiten zu überwinden hatte, da es dem kriegführenden Rußland nicht freistand, nach Belieben jeden Hafen anzulaufen. Gewaltige Proviantmengen verschwanden in den Vorratsräumen der amerikanischen Schlachtschiffe und Kreuzer und in den drei begleitenden Proviantschiffen Die Eisräume der Flotte bargen nicht weniger als 1000000 Pfund frisches Fleisch. 8000 Bushels Kartoffeln wurden in Hampton Roads an Bord geschafft; 26000 Pfund konzentrierter Gemüse, die etwa 270000 Pfund frischen Gemüses entsprechen, 9000 Pfund getrockneter Eier, die die Nahrungskraft von 432000 frischen Eiern besitzen, und eine Reihe anderer Vorräte wurden in den Provianträumen aufgespeichert, ehe der Stab über die Vorsorge für den Appetit von 13000 Blaujacken beruhigt sein durfte. Interessant ist die Zusammenstellung der gewaltigen Artilleriekraft, die von der Ostküste Amerikas nach dem Westen geworfen wurde. Die Flotte zählte insgesamt nicht weniger als 606 leichtere Schnellfeuergeschütze, 28 Fünfzoll=, 124 Sechszoll60 Siebenzoll=, 80 Achtzoll=, 48 Zwölfzoll= und 16 von den riesigen Dreizehnzoll=Geschützen, zusammen die stattliche Zahl von 362 Feuerschlünden, die bereit sein würden, einen Feind mit Verderben zu überschütten. Bearbeitet von E. Schallopp. Aufgabe Nr. 104. Von A. Cyarlick in Adelaide. (In einem englischen Problemturnier preisgekrönt.) Schman:“ Siche. Weiß: 7 Steine. Weiß zieht an und setzt mit dem 2. Zuge matt. 48p-80L.7 ]. 1000 HX9 49p—99LL•3 47 490—99|1 ·3 490—991 3 48—1187 7oXTeS 10X99 8%XXPT geX7PA #es +90— Partie Nr. 106. Turnierpartie, gespielt zu Düsseldorf am 17. August 1908. Wiener Partie. Weiß: R. Swiderski, Leipzig. Schwarz: F. I. Marshar:, Neuyork. Weiß Schmar Dies kostet zun Werg. Schwurz. 1. e2—64 67—65 2. Sbl—63 Sg8—16 3. Lfl—04 Sb8—06 4. d2—43 Weiß hat das Spiel nicht besonders gut angelegt. T 72 L18—b4 h7—h6 Lb4Xc3+ DasxI6 47—46 5. Lol—g5 6. Lg5x16 7. b2Xc3 S. Sgl—e2 9. L04—b5 Wohl um mit einem Springer gegen einen Läufer ins Endspiel zgehen. Aber zuvor kommt nuch das Mittelspiel. 9 10. Lb5Xc6 11. 0—0 Schwarz geht sofort zum Angriff über. 12. e4X05 13. 12—14 14. 14Xe5 15. Ddl—42 16. Se2—14 17. 63—04 Le8—47 La7Xes 46—45 Le6Xd5 0—0—0 Df6Xes Th8—68 La5—66 all Daes koster gum mindesten einen Bauern; der Verlust ist allerdings nicht leicht zu erkennen. Aber was soll Weiß tun? Auf 17. Tal— el geht die Dame nach a5. 17. g7—85 18. S14—55 Le5—d4+ 19. Da2—122 Hiernach ist das Spiel sofort verloren. Auf 19. Kgl —hl geschieht einfach Dat Xc4, und Schwarz hat erst noch in einem schwierigen Endspiel den Sieg zu erringen, der ihm jetzt fost mühelos in den Schoß faut. 19. Te8—e2! Geistreich und sofort entscheidend; Weiß gab die Partie auf. Auf 20. Dt2Xd4 folgt Te2 Xg2+ 21. Kgl—h1 Tg2X 02+ 22. Khl—gl(falls 22. Dd4—e4, so LcßXe4+ 23. d3X64 T48—42, und falls 22. Dd4—05, so Tas Xd5 usw.) Te2—g2+ 23. Kgl—hi TasXd4 und gewinnt leicht. 8 ∆ Erites und älteltes Cagesorgan des Kreiles. O haupt-Hunoncenblatt. Unterhaltungs=Beilage zu Nr. 106. Freitag den 7. Mai 1909. Eiei Seltamtente. Roman von F. Stolze. (Schluß.)(Nachdruck verboten.) so stand die Sache, als einer der aus= versammelten Europäer, in deren Mitte Oberst von Leppel et Rasten die Nachricht brachte und Arnold Werner als Sonioren saßen, und vor denen gesteullen Posten die Nachlicht brachte, daß drei Baharlus eingetroffen seien, die eine Botschaft von Nur Ali Khan brächten und freies Geleit dafür verlangten. Kaum hörte Ellens Diener hiervon, als er sich plötzlich bereit erklärte, alles mitzuteilen, was er wisse, falls man ihm Straflosigkeit und so viel Geld zusichere, daß er schleunigst nach Isfahan entfliehen könne, um der Rache seiner bisherigen Herrin zu entgehen. Unter diesen Umständen schien es dringend wünschenswert, vor der Botschaft des Häuptlings die Geständnisse des Dieners zu hören. Auf die Frage, weshalb er nicht längst die Wahrheit gesagt und statt dessen gelogen habe, entgegnete er, daß das doch ganz in der Ordnung sei. Er habe unmöglich wissen können, was vorteilhafter für ihn sei, die Wahrheit oder die Unwahrheits In solchem Falle sage doch jeder vernünftige Mensch die Unwahrheit. Wenn sich dann herausstelle, daß die Wahrheit vorteilhafter sei, könne man sie immer sagen. Das Umgekehrte aber gehe nicht. Und so sage er denn jetzt die Wahrheit. Hierauf erhob sich ein Feilschen über den Preis, den er forderte. Er war unverschämt genug, zehntausend Kärans zu verlangen, worauf ihm Werner glattweg tausend Kärans bot. Er verschwor sich heilig, daß er für eine so geringe Summe sein Geheimnis nicht verraten könne, worauf ihm Werner kurz die Wahl stellte, ob er tausend Kärans nehmen und gestehen, oder aus dem Lager hinausgepeitscht sein wolle. Da entschloß er sich denn kurz und gestand, wie Ellen dem Häuptling außer Suleika auch noch Alice und Erna angeboten und deren Schönheit besonders gerühmt habe. Er beschrieb, in welcher Weise der Verrat geplant gewesen sei, und gab überhaupt in allem der Wahrheit die Ehre. Dies Bekenntnis wirkte auf die Zuhörer im ersten Augenblick geradezu niederschmetternd. Dann aber schien es so unwahrscheinlich, daß an die Stelle der Bestürzung Heiterkeit trat. Es machte den Eindruck, als hätte der Mann wirklich das Blaue vom Himmel herabgelogen, und all seinen Beteuerungen zum Trotz glaubte man ihm nicht. Man gab ihm aber das versprochene Geld und stellte ihm frei, bis nach dem Abzug der Baharlus im Lager zu bleiben. Die Abgesandten wurden nun vorgelassen. Sie traten mit der dem Orientalen eigenen Würde vor die und Arnots Werner als Senirken jAgel., und vor benen sich die drei Männer, nachdem ihr Blick schnell über alle Anwesenden geflogen war, tief verbeugten. Werner ergriff das Wort und fragte nach dem üblichen Willkomwer: „Was hat der große Häuptling der Bayarius, Nur Ali Khan, uns zu sagen?“ „Er läßt euch Gruß entbieten und fragen, ob zwischen ihm und euch Krieg oder Frieden herrschen soll?“ Werner übersetzte die Worte und erwiderte: „Auch wir senden Nur Ali Khan unsern Gruß und lassen ihm sagen, daß wir keinerlei Streit mit ihm zu haben wünschen.“ „Dann läßt er euch sagen, daß Blut zwischen uns und euch ist. Ihr habt am Westufer des BakhteganSees einen unserer Häuptlinge erschossen und müßt, wenn Ihr Frieden haben wollt, das Blutgeld bezahlen.“ „Nur Ali Khan irrt. Dieser Mann war kein Baharlu, sondern ein verräterischer Färängi, der uns das größte Unheil zugefügt und zehnmal den Tod verdient hatte.“ „Er war aber jetzt einer unserer Häuptlinge.“ „Hütet euch! Denn dann seid Ihr für alle Verbrechen verantwortlich, die er begangen hat, auch dafür, daß er noch vor seinem Tode einen der Unseren erschossen hat“.4 K4 1.5 Die drei Leute traten zurück und verieren sich teise miteinander. Werner wendete sich halblaut zu den stbrger:. 5 „Das sieht den Kerlen aynlch. Wollten uns für Jennings' Tod auch noch Blutgeld erpressen! Ich denke, ich habe es ihnen verleidet. Ich bin aber neugierig, was sie nun vorbringen werden.“ Die drei Männer traten wieder vor, und der Wortführer sagte:..... Minät rur tan T.5. „Wenn unser Hauptling wittlich vor seinem Tode einen von den Eurigen erschossen hat, gleicht sich das aus, und wir können kein Blutgeld verlangen. Nun aber sordert Nur Ali Khan etwas anderes. Du, o Sahib, hast ihm seine Tochter geraubt. Dort sitzt sie, er erwartet, daß du ihm das Kaufgeld für sie bezahlst. Er verlangt hunderttausend Kärans für sie.“ Noch ehe Werner seiner Ueberraschung Herr werden konnte, sprang Suleika auf und rief: „Sagt Nur Ali Khan, daß er lügt, wenn er sagt, daß Sahib Werner mich geraubt habe! Ich habe ihn aus schändlicher Gefangenschaft befreit, ich bin aus freien SO„# Thupe-Ne u. Misg u Weu S# er-u dee Tae#1c hing Muu M SPSA-ES K#8S E 5ER se S##ens SöPEERPE * 5 SEEE * 555EE *##E5 S 6 # 5 2 8 2 K 2 # R 5 a S 2# 5 Denkspruch. Wie groß für dich du seist, vorm Ganzen bist du nichtig; Doch als des Ganzen Glied bist du als kleinstes wichtig. Rückert. Grete. Skizze aus dem hohen Norden. Von Hjalmar Höglund. „(Nachdruck verboten.) Auf der Landstraße zog eine lange Reihe Bauernwagen mit ihrer schweren Last langsam wie ein Leichengefolge dahin. Damals gab es hier oben im Norden noch keine Eisenbahn, und die Kaufmannswaren wurden deshalb durch Bauernwagen herangeschafft. Diese Beförderung war recht umständlich und kostspielig, mancher kleine Landmann verdiente aber durch die Fuhren ein hübsches Stück Geld, und deshalb wurde die Eisenbahn auch mit geteilten Gefühlen begrüßt. Der schwerbeladene Zug befand sich auf dem Heimwege. Die Bauern gingen vorn bei den ersten Pferden und unterhielten sich, während sie von Zeit zu Zeit einen Blick auf die anderen Pferde zurückwarfen, die ihnen aus alter Gewohnheit von selbst folgten. Neben dem letzten Wagen schritt ein Bauer allein. Das Pferd sah abgemagert und elend aus, die Last war nur klein, und der Mann selbst machte einen verzagten und hilflosen Eindruck, als wisse er nicht recht, wozu er auf der Welt da sei. Deshalb hatte man ihn hinten gelassen. Dort waren er und sein Pferd niemandem im Wege. Der Wagen vor ihm wurde von einer Frau gefahren, das heißt, die Zügel lagen oben auf der Last und sie ging nebenher und rauchte eine kurze Pfeife; Pferd und Wagen waren aber ihr Eigentum. Diese Frau hatte etwas weit Männlicheres als der Bauer hinter ihr, etwas Kerniges und Urgesundes, etwas Entscheidendes in Gang und Bewegungen, in der Rede und auch in der Art, wie sie den Tabaksrauch von sich blies. Die Natur hatte einen Mißgriff begangen, als sie sie zum Weibe machte und in den weiblichen Körper einen solchen Sinn legte; denn sie zog alle männliche Arbeit der weiblichen Beschäftigung vor. Sie war auch der Flasche nicht abhold, wenngleich es unrecht wäre, wenn man von ihr behaupten wollte, daß sie trinke. Was die Pfeife betraf, so ließ sie dieselbe allerdings vom Morgen bis zum Abend nicht ausgehen. So männlich sie auch war, so hatte sie sich doch in einem schwachen Augenblick verheiratet. Jetzt war sie indessen Witwe und als solche verrichtete sie auf ihrem Hofe nicht nur die Pflichten der Hausfrau, sondern führte auch die männlichen Arbeiten aus. Eine angenehme Abwechslung boten ihr aber die Fuhren, die sie ebenso wie alle anderen Bauern übernahm. Ob es nun zufällig oder absichtlich war, mag dahingestellt bleiben. Jedenfalls war sie in der langen Reihe die vorletzte. Aus den Männern vorn an der Spitze des Zuges machte sie sich nichts. Sie blieb ruhig bei ihrem Wagen. Nun ist es ja nichts Seltenes, daß der Stärkere ein gewisses Mitleid mit dem Schwächeren empfindet. Und dies war auch wohl bei ihr der Fall. Denn sie blickte sich häufiger um. Sie fürchtete, daß der arme Mensch hinter ihr allein nicht fertig würde, und deshalb hielt sie es für ihre Pflicht, ein wachsames Auge auf ihn zu halten. So ging es vorwärts. Schritt für Schritt, Meile auf Meile, und nur bergab wurde die Gangart beschleunigt. Schnell ging es auf diese Weise nicht, und der Weg war lang und vier Tage reichten kaum zu der Fahrt. Aber während einer viertägigen Reise auf der Landstraße tritt man sich schon näher, und je weiter man kam, desto mehr prägte sich bei Grete das Bedürfnis aus, für den letzten in der Reihe sorgen zu müssen. Da ereignete es sich, daß sie, als sie zufällig von neuem einen Blick rückwärts warf, bemerkte, daß der Mann mitsamt dem Wagen weit zurückblieb. „Was mag ihm zugestoßen sein. Jedenfalls ist dort etwas nicht in Ordnung,“ dachte sie, während sie das Pferd anhielt, es an einen Baum band und zu dem letzten zurückging. Ganz recht. Da war etwas nicht in Ordnung! Der Wagen war zerbrochen, ein Teil der Waren war herabgefallen und der Mann stand so verzweifelt da, als habe er jede Hoffnung, weiterzukommen, aufgegeben. „Du bist ein Pechvogel, Lars!“ sagte sie mitleidig. „Du solltest zu Hause bleiben. Denn du weißt dir ja selbst nicht zu helfen. So, jetzt beeile dich einmal und hole meinen Hammer und das Paket mit Nägeln. Sie liegen vorn auf meinem Wagen.“ Und Lars hatte weder gegen die Hilfe noch gegen den erhaltenen Befehl etwas einzuwenden. Er gehorchte ohne Murren. Inzwischen lud sie den Wagen so weit als nötig ab, untersuchte den Schaden, und als Lars mit dem Hammer und den Nägeln kam, machte sie sich an die Arbeit, die ihr schnell von der Hand ging. Dann packte sie die Waren wieder auf den Wagen und schnürte sie fest. So etwas war nach ihrem Geschmack. Lars stand aber schweigend an ihrer Seite, blickte sie dankbar an und sagte nichts. Infolge des unfreiwilligen Aufenthalts waren sie ein ganzes Stück zurückgeblieben und hatten, die anderen aus dem Auge verloren. „Wir sind jetzt ganz allein im Walde, und es fängt schon an, dunkel zu werden,“ sagte Lars etwas ängstlich. Denn die Bauern bewegen sich auf der Landstraße am liebsten in größerer Gesellschaft. Sie blickte ihn mit einer Miene an, als sei er ein Kind. „Du bist zu bedauern, Lars,“ sagte sie mit einem Anhauch von mütterlicher Zärtlichkeit und blies ihm den Tabaksrauch ins Gesicht. Lars wußte nichts zu antworten. Deshalb schwieg er, bis sie bei ihrem Wagen angekommen waren. „Wenn nur nicht die anderen sich darüber aufhalten, daß wir beide hier allein zurückbleiben,“ sagte er ängstlich. Da blickte sie ihn noch überlegener als vorher an und brach in ein so gewaltsames Lachen aus, daß sie die Pfeife aus dem Munde nehmen mußte. „Du bist ein Narr, Lars,“ sagte sie und trieb das Pferd an. Lars sagte aber nichts mehr. Er dachte nur darüber nach, was wohl aus ihm werden sollte, wenn sie nicht da wäre. Und dasselbe dachte Grete auch Als Lars am nächsten Morgen früh im Krug aufwachte, stand Grete vor seinem Bett und brachte ihm den Kaffee. „Hier ist der Kaffee,“ sagte sie,„du kannst immer noch ein Stündchen liegen bleiben. Dein Pferd habe ich besorgt.“ Damit reichte sie ihm die Tasse. Lars warf ihr einen dankbaren Blick zu, sagte aber nichts. In seinem Innern dachte er, daß das Leben eigentlich so übel gar nicht ist, wenn man nur jemanden hat, der für einen sorgt. Und Grete stand da und wartete, bis er seinen Kaffee getrunken. Sie fühlte Mitleid mit seiner Unbehilflichkeit und sagte sich, daß ohne Stütze nicht auskommen könne. An diesem Tage stieg Lars' Selbstgefühl derartig, daß er es wagte, neben Gretes Wagen herzugehen und sich mit ihr zu unterhalten. Allerdings sprach er selbst wenig, er nahm aber ihren Rat und ihre Ermahnungen dankbar an. „Hättest du keine Lust, dich wieder zu verhtiraten?“ fragte er schließlich und blickte sie scheu an, als habe er etwas Dummes gesagt. „Wozu sollte ich das?“ antwortete Greta und nahm —— — sein Gebiete oft selbstverständlich scheinende und ganz einfache Maßnahmen sind, zeigt eine Reihe von Untersuchungen, die G. W. March in englischen Schulen bezüglich der Wirkungen der Desinsektion der Fußböden in den Schulzimmern angestellt hat. Zu diesen Versuchen wurden zwei Klassenzimmer von gleicher Größe ausgewählt, die mit der annähernd gleichen Zahl von Shulkindern besetzt waren. In dem einen Falle wurde der Fußbeden mit Wasser, im anderen mit einem Desinfektionsmittel besprengt. Sodann wurden die Zimmer, nachdem sie eine halbe Stunde leer gestanden hatten, gekehrt. Die bakteriologische Untersuchung der Staubproben, die aus beiden Räumon genommen worden waren, ergab, daß die Behandlung mit dem Desinfektionsmittel eine durchschnittliche Verminderung der Mikroorganismen um 75 bis 35 v. H. bewirkt hatte. Es wur auch nachweisbar, daß die Zahl der Keime in der Luft infolge der Desinfektion erheblich abgenommen hatte. Weitere Versuche, die ein volles Jahr lang fortgesetzt wurden, indem in 24 Unterrichtsanstalten unmittelbar nach Schulschluß eine Desinsektion der Fußböden vorgenommen wurde, ergaben durch Vergleich mit nichtdesinfizierten Schulen zugunsten der ersteren eine um 0.76 v. H. höhere Frequenzziffer. Diese Ziffer erscheint recht dürftig; doch ist bei ihrer Einschätzung zu bedenken, daß die Schwierigkeit, eine Steigerung der Frequenzziffer zu erreichen, mit der Annäherung an das Maximum ganz beträchtlich wächst. Jedenfalls ist die Fußbodeninfektion im Interesse der Gesundheit von Schülern und Lehrern von größtem Wert. tigkeit— 2 Jahre— zum Umtausch vorlegen, Jedoch dürfen nur Marken derjenigen Versicherungsanstalt verwendet werden, in deren Bezirk der Versicherte zuletzt beschäftigt war. Eine ausführliche Anleitung, herausgegeben von der Landesversicherungsanstalt Westfalen, wird das hiesige Bürgermeisteramt gern kostenlos abgeben. Zu 2: Er braucht innerhalb der 2 Jahre nicht nach Deutschland zurückzukehren, sondern kann die mit der nötigen Anzahl Marken versehene Quittungskarte durch Verwandte pp. in Deutschland umtauschen lassen. Zu 3:(Siehe Antwort auf Frage 1). Zu 4: Nein, solange er im Auslande ist, hat er keinen Anspruch auf Rente. Er muß also, wenn er Anspruch auf Renten, Heilverfahren pp. erheben will, nach Deutschland zurückkehren. mänder Humor. Westhofen. Grosser nationaler Statt besonderer Anzeige am 8., 9. und 10. Mai 1909, verbunden mit dem 50-jährigen Jubelfest des Vereins. Verblümte Zurechtweisung. Herr(in der Eisenbahn zum Mitreisenden, der sich eben, ohne zu fragen, eine Zigarre angesteckt hat):„Entschuldigen Sie, mein Herr, geniert es Sie, wenn ich huste, während Sie rauchen?“ Verschnappt. Direktor des Varietés(zum Besitzer, knapp vor der Vorstellung):„Wir sind schön in der Klemme! Das Haus ist fast ausverkauft, und unsere Glanznummer, der unverwundbare Fakir, kann nicht auftreten— er hat sich in den Warnung.„Die Hausbesitzerin da drüben hat mich eingeladen; was hältst du von der?“—„Rimm dich in Act— nichts wie Hypotheken und Töchter!"(Flieg. Br.) Letzte Drahtmeldungen. Das Kaiserpaar auf Korfn. Achilleion, 7. Mai. Beim Kaiserpaar erschienen gestern der König und die Königin von Griechenland, ferner Prinzesfsinr Andreas und Prinz Christoph. Später nuchte das Kaiserpaar einen Spaziergang. Das Wetter ist schön. Die Reise nach Wiesbaden. Beelin, 7. Mai. Die Ankunft des Kaisers in Wiesbaden ist duf den 17. Mai festgesetzt. Auf der Reise dorthin beabsichtigt der Kaiser mit der Kaiserin, wie schon Aufenthalt in Karlsruhe zu nehmen. Wie verlautet, wird Kaiser an der in diesem Monat in Donaueschingen beim Fürsten zu Fürstenberg stattfindenden Jagd nicht teilnehmen. Das Ultimatum der Pariser Postbeamten. Paris, 7. Mai. Eine Abordnung der Postbeamten unter Führung des Sekretärs der Gewerkschaft der Telegraphenarbeiter, Pauroh, begab sich gestern zum Ministerium des Innern, traf aber Clemenceau, der leidend ist, nicht an. wurde nicht empfangen. Pauron wurde vom Dienst enthoben, weil er gestern früh nicht zum Dienste angetreten ist. In einer gestern abgehaltenen geheimen Sitzung beschlossen und Telegraphenbeamten, ihre Vereinigung in eine Gewerkschaft umzuwandeln. Ein neuer Generalstreik? Paris, 7. Mai. Die Eisenbahnpostschaffner sind im Prinzip für einen neuen Generalstreik der Postbeamten. Patis, 7. Mai. In einer gestern abend abgehaltenen Versommlung, in der über 400 Post= und Telegraphenbeamte ihren Beitritt zu dem neugebildeten Syndikat anmeldeten, wur eine Exklärung angenommen, derzufolge die Versammlung in dem Streik das einzige Mittel zur Erreichung ihrer Ziele erblickt. Angriff auf Konstantinopel. Konstantinopel, 7. Mai. Ein führendes Londoner Blatt bringt die Meldung, daß das türtische vierte Lurgehorge von Erzerum gegen Konstantinopel zu marschieren beabsahige. Die Lage in der Türkei. Konstantinopel, 7. Mai. Bei den Portiers und Hauswächtern in Pera fanden gestern Haussuchungen statt, wobei zahlreiche Waffen— angeblich auch Bomben— gefunden wurden. Wie verlautet, hat der Sekretär des früheren Sultans, Djewad, vor dem Kriegsgericht zugegeben, daß die Unruhen in den Provinzen auf die Initiative Abdul Hamids zurückzuführen seien. Die Führer des Militäraufstandes in Erzerum werden hierher gebracht, um sich vor dem hiesigen Kriegsgericht zu verantwotten.— Kiamil Pascha liegt schwer krank darnieder.— Die Lage in Anatolien wird von der Agence Havas als außerordentlich besorgniserregend bezeichnet. Die Unruhen, an denen die Regierung mitschuldig sein soll, nehme eine größere Ausdehnung an. Die Truppen sollen ohne Manneszucht sein. Es verlautet, daß furchtbare Ausschreitungen vorgekommen „ 375 Der vorsichtige Ersulton. Patis, 7. Mai. Das„Journal“ meldet aus Konstantinopel, daß man in Jildis Kiook u. a. eine ganze Gruppe von Wachsfiguren gefunden hat, welche den Sültan in veschiedenen Posen darstellen, bald vor seinem Schreibtisch sitzend, bald auf dem Sofa liegend. Die Figuren hatten, wie man vermutet, den Zweck, Mörder oder sonstige Attentäter zu täuschen. Besuch König Ferdinands in Petersburg.= Petersburg, 7. Mai. König Ferdinand von Bulgarien sagte seinen offiziellen Besuch in Petersburg für Mitte Mai ell. Den äußeren Anlaß des Besucher bietet die Enthüllung des Denkmals Kaiser Alexanders III. vor dem Nikolaibahnhos. Unter Trümmern begraben. Köln, 7. Mai. Auf der Station Süfterfeld stürzte beim Bähnbau ein großes Wasserreservoir ein und begrub drei Arbetter: Zwei konnten lebend geborgen werden, der dritte war beteits tot. Gestern nacht 1¼ Uhr entschlief sanft und gottergeben nach langem, mit Geduld ertragenem Leiden, gestärkt durch die hl. Sterbesakramente, unser innigstgeliebtes Töchterchen und Schwesterchen Johanna im Alter von 10 Jahren 11 Monaten. Um stilles Beileid bittet Familie Fritz Friemauth. Schwerte, 7. Mai 1909. 2444 Die Beerdigung findet Sonntag nachmittag 8½ Uhr vom Marien-Hospital aus statt. Statt besonderer Anzeige Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, heute morgen 5¼ Uhr nach langem, schwerem Leiden unsere unvergessliche, trer sorgende Mutter, Schwiegermutter, Grossmutter, Schwiegertochter, Schwägerih und Tante Programm: Samstag den 8. Mai, abends 8 Uhr: Vorfeler im Lokale des Herrn Fritzenkötter unter Mitwirkung des M.-G.-V.„Eintracht“ und„Sangeslust“, sowie der Nepp’. schen Kapelle aus Hörde. Sonntag den 9. Mai, nachmittags punkt 3 Uhr: Beginn des Wettstreites im Lokale des Herrn Fritzenkötter mit *B nachfolgendem 8 # Ehren- und Haupt-Ehrenpreis-Singen.### Sodann: Frau Ww. Heinrich Oberste##&a Singen um den Kaiserpreis Caroline geb. Westerhoff zu sich in die Ewigkeit zu rufen. Um stille Teilnahme bitten Die trauernden Hinterbliebenen. Westhofen, den 6. Mai 1909. Die Beerdigung findet Sonntag nachmittag 4 Uhr vom Trauerhause aus statt. im Saale des Herrn Schulte. Abends: Grosser Festball. Bekanntmachung. Versendung von Paketen während der Pfingstzeit. Die Versendung mehrerer Pakete mit einer Postpaketadresse ist für die Zeit vom 23. bis einschl. 30. Mai weder im inneren deutschen Verkehr noch im Verkehr mil dem Ausland— ausgenommen Argentinien— gestattet. Nach Argentinien können auch in dieser Zeit mehrere, jedoch höchstens drei Pakete, mit einer Postpaketadresse versandt werden.., gusi##onamt, Der Staatssekretar des Reichs=Postamis. 2452 Im Auftrage: Kobelt. Montag den 10. Mai, nachm. 4 Uhr: Konzert u. Preisverteilung im Saale des Herrn Schulte. 75 Die Bewohner von Westhofen werden höfl. gebeten. durch Beflaggen und Sehmücken der Häuser zur Verschönerung des Festes beizutragen. 2491 * Der Festausschuss. Verlobte= kaufen Bettsegern und Daunen 2487 bei Gite Kark, Schwerte, Ostenstraße 20. : Allerbilligite bezugsquelle. Sämtliche Betten werden im Beisein der Räufer gefüllt. 10 W Dap Wohnung von 4 bis 5 Zimmern zum 1. Juli zu vermieten. 2411 Hottt Verlahnerstraße 8. Wöhnung von 3 Zimmern per 1. Juli zu vermieten. 2354 Senningsweg 28. Wegen Umzug verkaufe Piano, neu, 1 Grammophon mit 13 neuen Platten, Schieß=Automaten, 3 silberne Löffel ganz billig. Hörde, Langestr. 2, Etage. 10%-AB=1ßd1 2493 nen Wsraunch 3 Zimmern zum 1. Juli an ge Leute zu vermieten. Briefkasten. Ein Alepptngsraße 7 Fi0 E. 4. 24. Zu 1: Er muß jährlich 10 Marken einer beliebipen Lohnklasse verwenden und die Karte vor Ablauf der Gülfür ruhigen, besseren Haushalt zu 15. Juni gesucht,. 2406 vesuch Wilhelmstraße 241. Leere Kisten sind billig abzugeben. 2495 Jos. Küster, Bahnhofsstr. 1. Bekanntmachung. Im Anschluß an die Bekanntmachung vom 24 März cr. wird hiermit auf Grund des§ 23 der Jagdordnung vom 15. Juli 1907 (G.=S. S. 207) weiter bekannt gemacht, daß der mit den Pächkern Jagdpachivertrag —##pachtgertrag vom 30. April er. zwei Wochen lang, und zwar vom 10. bis 24. Mai cr. einschließlich in dem Dienstzimmer des Unterzeichneten öffentlich ausliegt. Jeder Jagdgenosse kann während der Auslegungsfrist bei dem Kreisausschuß in Hörde gegen den Pachtvertrag Einspruch erheben. Dieser Einspruch darf sich jedoch gegen die Art der Verpachtung und gegen die Pachtbedingungen insoweit nicht richten, als dieselben durch das im§ 21 des obengenannten Gesesetzes vorgeschriedene Verfghren, Wichlinghofen, den 30. April 1909. Der Jagd=Vorsteher: Huntermann, Gemeindevorsteher. A V.s. Tuechepht-bandin Soicht luß, Knochenbildeno u., techt 1 verdaulich, sind bestes Futter= Mittel für kleine Schweine, sletzs billigst bei O 2455 2 freundliche 2402 Bodenzimmer auf sofort o#. später zu vermieten, W. Klempt, Senningsweg 8. ge von 14 bis 16 Jahren für Hofund Gartenarbeit. 2435 Näheres Brüchstraße 5. Die Arbeiten und Lieferungen zur Herstellung eines DienstwohnGebändes für vier Unterbeamte links km 158,4 der Strecke Schwerte Holzwickede(etwa 140 gm bebaute Fläche) sollen ungeteilt vergeben 9werden. Die Verdingungsunterlagen liegen im diess. Geschäfts=Gebäude (Zimmer 3) zur Einsichtnahme aus. Angebotshefte können für 90 Pfg. solange der Vorrat reicht, abgegeben, oder gegen Einsendung dieser Betrages in bar zugesandt werden. Die Oeffnung der Angebote findet am Dienstag dem 18. Mai d. Is., vorm. 10½ Uhr statt. Juschlagsfrist 4,Wochen. s#i0 J.1, 2431 Hagen, im Mai 1909. Hgl. Eisend. Betr. Jnsp. 3. * WADAAN A• hats(Dausbranc geeignet, karrgnweise abzugeben.# Näheres beim. Portier. Freischütz Sonntag 9. Nat, morgens 7 Uhr und 11 Uhr : Grosse Früh-Konzerte.: Nachmittags 4 Uhr Grosses Konzert. Sämtliche Musik wird ausgeführt vom Italien. Philharmon. Orchester Loretto Tesones. —(20 Mann in Uniform.)— NB. Bei schlechter Witterung fallen die Früh-Konzerte aus. 2436 Frühkonzerte 30 J. nachm. 50 J. 10 Karten 3 Wapmescing zu Dortmund. Sonntag den 9. Mai er. nachmittags 3¼ Uhr. Preise ca. 35000 Mark.— 2331 esient Jagd zu pachten gesucht. Angebote unter S. L. an die Schwerter Zeitung erbeten. 2447 Bei der Dampfmühl=Schützenstraße schöne Pfähle billigst zu haben. Näheres daselbst. 2492 Empfehle nach wie vor Rindfleisch in bekannter Güte; das Pfund zu nur 50 Pf. Ia. Kalbfleisch nur 65 Pf. 2491 Billigste Bezugsquelle am hiesigen Platze. L. Seippel Hagenerstr 20. Ein junger Hahn zugelaufen; gegen Erstattung der Unkosten abzuholen in den Rosen 43/8. 2496 Es wird gelaufen G. von Romberg-Memorial Ehrenpreis und 5000 M. und Park Jagd-Rennen Ehrenpreis und 3000 M. Fr. Eier 17 stück 1.00 Mk. Casseler Eier 14 stück 1.00 Mk. Andr. Norte, Ostenstrasse 30. 2453 nn nn nn volracals de 31910 19136 n Schwerter Turnverein, Schwerte Mitglied der deutschen Turnerschaft Der Verein felert am Sonntag dem 16. Na, Beginn 3 Uhr nachmittags sein Sommerfest im Vereinslokal„Im Reiche des Wassers“ durch Konzert, Schauturnen und Ball. Die Musik wird ausgeführt vom Trompeterkorps des Husaren-Regiments Nr. 8 aus Paderborn unter persönlicher Leitung des Kgl. Musikmeisters Herrn E. Schüler. Um 2 Uhr: FESTZUG 2456— durch die Strassen der Stadt.— Karten im Vorverkauf zum Konzert 0.40 Mk., Festkarte 1.— M.; an der Kasse zum Konzert 0.50 M.; Festkarte 1.25 M.; Ballkarte 1.— M.; Festbeitrag für aktive Turner 0.30 M.; für Schüler 0.15 M.; Fest und Ballkarte eine Dame frei. Zu zahlreichem Besuch ladet ergebenst ein Der Vorstand. NB. Die Mitglieder treten um 1½ Uhr zum Festzuge an.— Kopfbedeckung: Mütze. Damen-Konfektion . ibtunmer, Sebehachaurgune Kinder-Konfektion stelle ich von heute ab die n Warenläger zum el ::!: 3: Seidenwaren I :: 3:, Baumwollwaren Vecch nas-Verhouh Die Preise sämtlicher Artikel sind ganz bedeutend herabgesetzt und bietet sich eine seltene Gelegenheit, wirklich erstklassige Qualitäten enorm billig zu erwerben. Die jetzigen Verkaufspreise sind neben den bisherigen auf den Etiketten vermerkt. Damen-Konfektion! Die elegautesten Modelle bis zur Hälfte! (000 Wert bis □)900 Wert bis D 000 Wert bis 4 000 Wert bis Jackenkleider 1erh. 3200 M. Sp OM. 5300 M. 890N. 8000 f. 401 M. 100.00 M. Die Preise meiner Backhisch- und best 49 in Wolle Blusen u. Seide 50 Wert M. 8.00 M. 50 Wert M. 16.00 M. ndd Wert EMf. 26.00 M. Autschen! Kosiüm-Röcke-4 00 Wert M. 40.00 M. 50 Wert M. 10.00 M. 75—Wert M. 18.00 M. 00— Wert M. 30.00 M. 00 Wert N. 40.00 M. Sämtliche Wasch- und Hochsommer-Artikel zu Ausverkaufs-Preisen S0nn 10 Trotz der biligen Preise gelbe ** n I Marken des Hagener Rabatt-Spar-Vereins. A N0Eau gaa Anonscist zinänt5 Volle Bücher werden mit 6 Mk. in Zahlung genommen. n Jonol ninS edorged urommür2 Jinit Ichubaf,sn gando cem Aisoro vut o####. et-s Elberfelderstr. 16 Ecke Kampstr. lodaunt c0gg fnar. 8 #e Meufmisallere tdstied rente wolron 01 chilräbi zum 19 1 ue ## red JuoidR rag etros sid dnu nodnsar