L S Antrisches KreisSlalt ##h. Zm1 uzzhrmmruchnmmmmeen reit den Kreis Ierck. Mmmmmmmeren Verbunden mit der„Schwerter Volkszeitung“ und dem„Schwerter Volksblatt“ Die„Schwerter Zeitung“ erscheint täglich, ausser Feiertags. Bezugspreis: Mk. 1.6s vierteljährlich, bei der Post 42 Pf. für Bestellgeld mehr. Wöchentliche Gratis-Beilage:„Illustrierter Familientreund“. o 0 0 0 0 C 0 9 0 0 o o o o Anzeigenpreis Die sechsgespaltene Petitzeile oder deren Raum 10 P., Anzeigen von auswärts IS Pf., Reklamezeile 40 Pf. Die„Schwerter währt ihren jeden mit Cod fal] gemäss unungen Zeitung" geAbonnenten für endenden Unseren BedingUnterstützung. Ale Kreis- und Lokalpoltzeilichen Verordnungen für den Kreis Hörde erlangen gemäss Bekanntmachung der-Königl. Regierung durch Verostemtlichung in der„Schwerter Zeitung“, rechtsverbindliche Kraft, o o 0 0 C C CC C0 C 0 Druck u. Verlag von Carl Braus, Schwerte Fernsprech-Anschluss Nr. 62 Ami Schwerte. Celegr.-Adresse: Braus, Schwerte-Ruhr Erstes und ältestes Tagesorgan des Kreises. S Haupt-Annoncenblatt. Dienstag, den 2. März 1909. Erstes Blatt. Deutscher Keichstag. 216. Sitzung, Montag, den 1. März. Am Tische des Bundesrats: Dernburg, v Schuckmann. Präsident Graf Stolberg eröffnet die Sitzung um 2 Uhr. Der Kolonialetat. (Dritter Tag.) Abg. Werner(Dt. Reformp.): Die südwestafrikanische Diamantenherrlichkeit darf nicht dem internationalen Börsenpiel ausgeliefert werden. Schaffen Sie Verkehrswege in den Kolonien, denn werden sie bald rentabel sein. Erfreulich ist, daß der Staatssekretär nicht vom grünen Tische aus die Schutzgebiete verwaltet, daß er hinausgeht nach dem schwarzen Erdteil, um praktische Erfahrungen zu sammeln. Wir hoffen, daß er in dieser Weise noch lange sein Amt ausfüllen wird. Abg. Ablaß(Fr. Vp.) bespricht den schon in der Budgetkommission erörterten Fall Rabe=Fehlandt. Es handelt sich dabei um eine angeblich nicht ordnungsmäßige Behandlung des Distriktskommissars Rabe durch den Assessor Fehlandt in Südwestafrika. Es müsse überhaupt die Frage prinzipiell entschieden werden, ob die Beamten, die der Staatssekretär nach den Kolonten schickt, und die meist nur kommissarische Hilfsarbeiter sind, überhaupt berechtigt sind, richterliche Funktionen auszuüben. Ein ordnungsmäßiger Instanzenweg ist überhaupt nicht vorhanden. Man denkt unwillkürlich an das biblische Verfahren, man schickt die Leute von Pontius zu Pilatus. Diese Handhabung der Gesetze in Südwestafrika verstößt gegen das Recht. Abg. Lans Edler zu Putlitz(k.): Ich habe mich zum Wort gemeldet, um nicht den Anschein zu erwecken, als ob meine politischen Freunde der Entwicklung der Kolonien teilnahmlos gegenüberständen. Soweit die Sozialdemokratie sich von der Einmütigkeit in der Würdigung des guten Fortscheitts noch ausschließt, wird auch sie durch die Tatsachen eines besseren belehrt werden. Was den Konflikt zwischen Gouvernement und Farmern anlangt, so nehme ich zur Schuldfrage leine Stellung: wir sind dem Staatssekretär dankbar, wenn er zum Ausgleich wirken will. Die guten Erfolge kann man nicht leviglich auf Rechnung der Verwaltung setzen; man darf dabei die Männer, die früher dort gewirkt haben, nicht einfach beiseite Abg. Noske(Soz.): Einen gewissen Umschwung in der Richtung unserer Anschauungen kann man doch nicht leugnen. Ich stehe nicht im geringsten an, in das Lob ohne weiteres einzustimmen über die finanzielle Entwicklung und Verminderung der Reichszuschüsse. Taß die Dernburgschen Sanierungsversuche etwas gewaltsamer Natur sind, darüber rege ich mich nicht auf. Ich will gern hoffen, daß es dem Staatssekretär gelingt, die Kolonien zuschußfrei zu machen; aber an den Zinsen für die Kolonialschulden und an den Invalidenpensionen werden wir noch viele Jahre zu tragen haben. Man sagt, wir wagen es nicht mehr, den Wert der Kolonien zu bestreiten. Natürlich geben wir zu, daß erhebliche Werte darin stecken; aber wenn wir Sozialdemokraten von Wert und Unwert sprechen, so meinen wir: für die große Masse des Volkes, für die Arbeiter. Ostafrika muß ein Negerland bleiben. Ein Millionenheer von besitz= und landlosen Negern wäre die größte Gefahr. Taher darf der Zuzug von Plantagenfarmern nicht gefördert werden. Sehr nachdrücklich wende ich mich gegen die Aufforderung Erzbergers, die Bekehrungsarbeit der Missionen staatlicherseits zu unterstützen. Für den Kulturzustand der Neger paßt das Christentum nicht, und überdies muß Religion Privatsache sein. Ter Redner kommt auf die Kriegsführung des Hauptmann Tominik in Kamerun zurück, erhebt Beschwerden über die Rechtsprechung in den Kolonien und schließt: Wir sind alles in allem noch sehr weit von einer Kolonialpolitik entfernt, wie wir sie für richtig halten; wir werden nach wie vor daran mitarbeiten, daß sie aufhört, eine Ausbeutungsund Unterdrückungspolitik zu sein. Staatssekretär Ternburg: Die sozialdemokratischen Redner haben aus den Tenkschriften eine Reihe von Bemängelungen herausgezogen, die die Verwaltung selbst gemacht hat. Sie haben aber die ganzen Verhältnisse durch die dunkle Brille gesehen, die ihnen durch ihre Parteistellung ausgenötigt wird. Sie haben alle Momente fortgelassen, die den Schluß zulassen, daß es sich nur um vorübergehende Erscheinungen handelt. Die Herren sollten sich vor allem vor Uebertreibungen hüten. Jede Kolonialpolitik geht durch verschiedene Phasen. Es gibt zunächst eine Phase der Eroberung, in der die Schwarzen zunächst den Weißen kriegerisch gegenüberstehen. Da gibt es kein anderes Mittel, als ihnen das Uebergewicht der Weißen zu zeigen. In einer solchen Zeit wirkten Herr v. Liebert und auch der Hauptmann Tominik, der durchaus seine Pflicht erfüllt hat. Hoffentlich legt der Reichstag kein Gewicht auf eine Beschränkung in der Ausgabe von Denkschriften, sonst könnten die Sozialdemokraten nicht mehr ihre schönen Reden halten.(Heiterkeit rechts.) Die Herren gehen ganz einseitig vor und prüfen das Material nur oberflächlich, so daß ihnen mancher Schwubber unterläuft. Sie machen sich eine Argumentation zurecht, die ihnen so in den Kram paßt. sie: Die Kolonien sind wertlos! Weiter aber heißt es: Es ist höchstens eine halbe Milliarde Diamanten drin! Wenn Sie eine halbe Milliarde gleich wertlos setzen, dann kann ich Ihnen natürlich keine Kolonien bringen, die Sie befriedigen werden. Trittens behaupten Sie, die deutsche Industrie habe nichts von den Kolonien, fügen aber hinzu, daß die Großkapitalisten draußen reich werden. Denkschriften über die Entwicklung der Kolonien halte ich für wertvoll. Die Bedenken gegen den Koprazoll sind hinfällig. Dr. Arning hat sich bei seinen Zahlen um einige Nullen verrechnet, wie ja Nullen hier schon öfter eine Rolle gespielt haben.(Heiterkeit.) In der Inderfrage bleiben wir auf dem Standpunkt stehen, daß alle Auswüchse beseitigt werden müssen, ob sie nun von Weißen, Indern oder Schwarzen kommen. Den Weißen gleichstellen können wir die Inder nicht. Eine weitere Ausgestaltung des Gouvernementsrates ist auch mir sympathisch. Ein großer Widerspruch zwischen mir und den Abgg. Dr. Arendt und v. Liebert besteht nicht. Wenn unsere Kolonialpolitik Fortschritte gemacht hat, so ist das nicht den Sozialdemokraten zu verdanken und ihrer Kritik, sondern den Parteien, die 20 Jahre und länger an der deutschen Kolonialpolitik festgehalten haben. Kolonialpolitisch ist keine Parteisache. In den wesentlichen Punkten sind alle bürgerlichen Parteien einig, und das ist die Hauptsache. Die Regierung wird weiterhin ein nationales, kulturelles und kommerzielles Kolonialprogramm fördern.(Beifall.) Abg. Storz(Dt. Vp.): Bedauerlich ist, daß die einzelnen Missionen sich gegenseitig in nicht schöner Weise Konkurrenz machen. Herr Rechenberg ist zweifellos eine tüchtige Persönlichkeit, aber sein Verhalten macht ihn konfessioneller Beziehungen nicht ganz unverdächtig. Auch wir wollen eine Politik des Wohlwollens und der Gerechtigkeit, die aber auch den berechtigten Interessen der Weißen entgegenkommt. Ein starker Stamm von deutschen Ansiedlern wäre für die Kolonien sehr vorteilhaft. Im ganzen haben wir allen Anlaß, mit der gegenwärtigen Kolonialpolitik zufrieden zu sein. Dem Staatssekretär haben alle Parteien ihr Vertrauen ausgesprochen, ihn kann das Schicksal des Blockes kalt lassen. Die allgemeine Aussprache schließt damit. Das Gehalt des Staatssekretärs wird bewilligt. Eine Petition der deuischen Kolonialgesellschaft um schleunigen Weiterbau der Usambarabahn bis Gruscha wird zur Berücksichtigung überFür Anwerbung farbigen Personals außerhalb der Schutzgebiete werden 25000 A gefordert. Die Budgetkommission beantragt Streichung dieses Postens. Abg. Dr. Arning(nl.): Wir haben nur Bedenken gegen die Einführung von Eingeborenen aus einer deutschen Kolonie in eine andere. Gegen Leute aus einer nicht deutschen Kolonie haben wir nichts einzuwenden. z7. Wi, Liesem Vorbekalt Der Staatssekretär Dernburg int mir diesem Vorbehalt einverstanden. Die Summe wird bewilligt, ebenso der ganze S%e frika=Etat. Weiterberatung: Dienstag, 2 Uhr. Schluß 6½ Uhr. 41. Jahrg. Dreußischer Landtag. 42. Sitzung. Montag, 1. März. Am Ministertisch: Frhr. v. Rheinbaben, v. Moltke. Präsident v. Kröcher eröffnet die Sitzung um 11¼ Uhr. Rechnungsgeldzuschußgesetz. Auf der Tagesordnung steht zunächst die zweite Beratung der Novelle zum Wohnungsgeldzuschußgesetz und das MantelDittrich(Z.) beantragt Zurückverweisung der Vorlagen in die Kommission, da noch mehrere Anträge eingegangen Präsident v. Kröcher: Es sind nicht weniger als 20 neue Anträge eingegangen.(Heiterkeit.) Beide Vorlagen gehen an die Kommission zurück. Etat des Ministeriums des Innern. (Zweiter, Tag.) Die zweite Beratung des Etats des Ministeriums des Innern wird fortgesetzt beim Ausgabetitel„Ministerium des Innern“ und n Abg, Lussen steoy(nl.) bespricht dann den Fall Schücking. sei richtig, daß parlamentarische Einflüsse sich auf Beamte nicht geltend machen dürfen. Die höheren Beamten könnten jedoch die ganze politische Lage nicht außer acht lassen, da sie eben die Politik der Regierung decken sollen. Das Vorgehen des Regierungspräsidenten im Falle Schücking wäre einerseits nicht so gewesen, daß man davon groß Aufhebens machen soll, aber auch andererseits nicht besonders geschickt.(Beifall.) Abg. Frhr. v. Zedlitz(k.): In Rixdorf standen alle kürgerlichen Parteien zusammen, als die Sozialdemokratie die Stadtverordnetenversammlung majorisieren wollte. Wenn anderswo das Feuer unter den Nägeln brennt, werden die bürgerlichen Parteien das gleiche tun. Da können auch die Freisinnigen ich Minister v. Moltke erwidert auf die Ausführungen des Abg. Hirsch vom Sonnabend. Sind Wahlrechtsdemonstrationen auf der Straße eines der geistigen Mittel der Sozialdemokratie? Hat Herr Bebel nicht in Rürnberg gesagt, daß es in Preußen noch zu Kämpfen kommen werde, die weit über die jevigen Mit Glück und mit Verwegenheit Läßt manches sich Das Ruder der Gelegenheit, Das laß dir nicht entgleiten. Dr.=Manfr. hinausgehen, daß aber die Klugheit gebiete, nicht mehr zu sagen? Sagte er nicht, es werde eines Tages Kopf und Kragen daran gesetzt werden müssen?(Hört! Hört!) Die Polizei hat die Ordnung aufrechtzuerhalten. Wenn sie bei Zusammenrottungen sich der Geheimpolizisten bedient, so steht sie nicht vor der Frage: Ist das schön oder nicht? Sie steht vielmehr vor der Frage: Ist das notwendig oder nicht?(Lebhafte Zustimmung.) Wenn die Sozialdemokratie aufhört mit ihren Umtrieben, dann werden auch die ihr unangenehmen Geheimpolizisten verschwinden. Zur Aufrechterhaltung der Ordnung ist die Polizei da. Sie ist mit Machtmitteln ausgestattet, und sie ist bewaffnet. Wenn sie davon Gebrauch macht, so dürfen Sie von der Sozialdemokratie nicht über Brutalität schreien. Brutal ist es, daß Sie Ihre Gefolgschaft den Waffen aussetzen.(Lebhafte Zustimmung.) Aber darin liegt Ihre ganze Taktik: Erst verhetzen und dann nachher über Gewalt schreien!(Lebhafter, anhaltender Beifall bei den bürgerlichen Parteien.) P#riznt### mi. Abg. Fischbeck(Fr. Vp.): Die Autorität des Ministers wird von nachgeordneten Organen desavouiert.(Sehr richtig! links.) Den Fall Schücking wollten wir nicht behandeln, weil das Verfahren noch schwebt. Herr v. Heydebrandt irrt aber, wenn er meint, wir Liberalen hätten auf die Maßregelung des Regierungspräsidenten gedrängt. Wir meinen, daß keinem Beamten seine politische Gesinnung nachgetragen werden darf. Aber gerade deshalb mußten wir das Verfahren gegen Schücking als eine Brüskierung, als einen Angriff gegen unsere politische Reputation ansehen. Der Redner bespricht dann das bekannte Verfahren des Naumburger Landrats gegen den Kösener Bürgermeister. Und wie kam der Regierungspräsident dazu, den Bürgermeister auf den Bahnhof zu bestellen und ihn vor allem Publikum anzuherrschen? Der Minister sollte dafür sorgen, daß derartige Skandale nicht mehr vorkommen!(BeiAbg. v. Jazdzewski(Pole) beschwert sich über mißbräuchliche Anwendung des Sprachenparagraphen. Abg. Dr. Pachnicke(Fr. Vgg.): Im Fall Schückung mußten wir nach der ganzen mise en scène der Verfolgung Schückings annehmen, sie geschehe wegen seiner politischen Gesinnung. Von einer freisinnigen Nebenregierung in dieser Affäre ist ganz und gar nicht die Rede. Selbstverständlich könnten wir nicht mit einer Regierung gehen, die unsere politischen Gesinnungsgenossen wegen ihrer Anschauungen verfolgt. Minister b. Moltke: Tas Vereinsgesetz muß sich erst allmählich einbürgern. Die Einsichtnahme und das Abschreiben der Wählerlisten soll nicht erschwert werden. Eine Vorlage wegen der Eingemeindungen wird dem Hause demnächst Abg. Stroßer(1): Die Polemik des. Abg, Fischbeck in Sachen Schücking war doch recht seltsam. Er ist doch der gleichen Anschauung wie Herr v. Heydebrandt. Ich glaube, die freisinnige Volkspartei wird es aufs entschiedenste ablehnen, die Schiiningschen Anschauungen zu den ihrigen zu machen. Die Sotialdemokraten klagen zu Unrecht über die Polizeispitzel. Haben sie nicht selbst gespitzelt im Reichsverband?(Sehr richtig rechts.) Ich kann die Regierung nur auffordern, der Sozialdemokratie gegenüber fest zu bleiben.(Zustimmung rechts.) Abg. Itschert(Z.) polemisiert gegen den Abg. Fischbeu, der kein Recht habe, dem Zentrum gegenüber den Lehrmeister (in Schlußantrag wird angenommen, das Gehalt dr Ministers gegen die Stimmen der Sozialdemokraten b#e### gt. Der sozialdemokratische Antrag wegen Einführung des gemeinen Wahlrechts in den Kommunen wird abgelehnt Die anderen Anträge gehen an die betr. Kommissionen. Das Haus vertagt sich auf Tienstag, 11 Uhr: Fortsetzung. Politische Uebersicht. Deutschland. Die Kaiserin im Hochwassergebiet. Nach einer auf dem Landratsamt in Osterburg eingegangenen Mitteilung des Oberpräsidenten von Hegel wird am heutigen Dienstag die Kaiserin in Osterburg eintreffen. Sie will sich als Protektorin des Vereins vom Roten Kreuz von der Hilfstätigkeit des Unterstützungskomitees persönlich überzeugen. Um der Kaiserin von dem Umfang der Ueberschwemmung ein genaues Bild zu geben, ist eine größere Wagenfahrt geplant. Die staatliche Hilfe anläßlich der Hochwasserkatastrophen wird sich im gleichen Rahmen bewegen wie bei früheren Katastrophen. Staat und Provinzen werden zinslose Darlehen unter Verzicht auf Rückzahlung gewisser Prozente des Darlehnsbetrages an die einzelnen Kreise geben, die ihnen als alleinige Schuldner haftbar bleiben. Die Kreisverbände, die die örtlichen und persönlichen Verhältnisse am besten zu übersehen imstande sind, sollen ihrerseits Darlehen an die einzelnen Petrofsenen geben. In dringenden Fällen werden bedrängten Gemeinden auch vorschußweise direkt vom Staate Mittel überwiesen werden, in einem Falle ist dies bereits geschehen. Dse private Hilfstätigkeit läßt bis jetzt zu wünschen übrig. An meisten gelitten hat die Altmark. Zur Reichofinanzreform. Die Beratung des ViermännerKollegiums über das Steuer=Kompromiß müssen in dieser M 144 Woche fortgesetzt werden, da sie in der vergangenen zu einem positiven Ergebnis nicht geführt haben. Die vier Auserwählten hatten den Auftrag, zu versuchen, bis Montag Mittag zu einer Verständigung zu gelangen. Alsdann wollten die Blockparteien zu Fraktions=Sitzungen zusammentreten, und wenn sie 1907 in verkleinerter Form unter dem Namen„Union(früher Politik)“„reformiert". Da auch dieser Versuch fehlschlug, versuchten die Prager alttschechischen Stadträte zunächst dem Blatt durch eine Aktiengesellschaft aufzuhelfen; allein die tschechischen Kapitalisten waren nicht„patriotisch“ genug, ihr Geld in die sich mit den Beschlüssen ihrer Vertreter einverstanden erklären, faule Sache zu stecken, wenn auch die Hetztätigkeit des Blattes soll das Block=Kompromiß als gemeinsamer Antrag in der gegen alles Deutsche dankbar anerkannt wurde. Somit schien Steuer=Kommission am Dienstag eingebracht werden. Die süddeutschen Regierungen stehen dem Plane irgend einer Reichseinkommens= oder Reichsvermögenssteuer noch immer durchaus ablehnend gegenüber. Sie hoffen noch immer, daß es den liberalen Parteien mit Hilfe eines Teiles der Konservativen und nötigenfalls auch des Zentrums gelingen wird, die Nachlaßsteuer im Reichstage durchzusetzen. Die Auszahlung der neuen Beamtengehälter zum 1. April wird sich nicht durchführen lassen. Die preußischen Gesetze werden kaum, die Reichsgesetze sicher nicht vor dem 1. April verabschiedet werden. Es dürften daher am 1. April noch die alten Gehalts= und Wohnungsgeldzuschüsse gezahlt werden und Differenzen erst später zur Anweisung gelangen. Die Hinterbliebenenversicherung. Ueber die Hinterbliebenenversicherung, die nach dem Zolltarifgesetz am 1. Januar 1910 in Kraft treten soll, und worüber der Staatssekretär von Bethmann=Hollweg neulich dem Reichstage bereits Mitteilungen gemacht hat, weiß das„B. T.“ zu melden, daß sie an die Altersversicherung angelehnt werden soll. Das Reich zahlt, wie bei letzterer, zu den Rentenzuschüssen, und zwar zu jeder Witwenrente 50 Mark und zu jeder Waisenrente 30 Mark, wobei Vorsorge getrossen ist, daß die Rentenbezüge der Hinterbliebenen, ähnlich wie bei den Reliktengeldern der Beamten, eine bestimmte Höchstgrenze nicht überschreiten. Die Hauptkosten werden durch Beiträge der Arbeitgeber und Arbeiter aufgebracht und von beiden je zur Hälfte getragen. Die Beiträge werden mit den Invalidenbeiträgen zusammen erhoben, so daß hier die Marken um 30 bis 40 Prozent erhöht werden. Die Uebungen mit dem Reichsmilitärluftschiff„Zeppelin 1“ beginnen bei dem gegenwärtigen zwar kalten, aber ruhigen Wetter am heutigen Dienstag. Oberleutnant Mantius übt schon längere Zeit mit 21 Mann Militärluftschiffern an dem Mechanismus des Luftschiffes. Zu diesen Mannschaften gesellen sich jetzt 66 Mann mit 3 Offizieren, die bereits in Friedrichshafen eingetroffen sind. Während demnächst das Reichsmilitärluftschiff„Zeppelin I“ zum ersten Male mit militärischer Besatzung übt, schreiten die Arbeiten auf dem neuen Areal der Luftschiffbaugesellschaft Zeppelin rüstig voran. Das über 600 000 Quadratmeter große Gelände ist nahezu geebnet, so daß am 1. März mit dem Bau der neuen Luftschaffhalle begonnen werden kann. Die Bekämpfung der Schundliteratur. Auf einer jüngst im Elberfelder Rathaus veranstalteten Konferenz der rheinischwestfälischen Polizei=Inspektoren ist die Frage der Bekämpfung der Schundliteratur eingehend besprochen worden. Von allen Teilnehmern der Konferenz wurde festgestellt, daß die Verbreirung der Schundliteratur einen ganz bedenklichen Umfang angenommen habe. Die Polizei=Inspektoren konnten aus ihrer Berufstätigteit zahlreiche Fälle anführen, in denen Verbrechen auf die Lektüre von Schundromanen zurückzuführen waren. Es wurde aber auch festgestellt, daß das Einschreiten der Polizeibehörden gegen die Verbreitung der Schundliteratur fast zwecklos sei, da eine brauchbare gesetzliche Handhabe fehle. Schließlich wurde ein Antrag angenommen, daß alle Polizeiverwaltungen gleichlautende Eingaben an ihre vorgesetzten Dienstbehörden richten möchten, damit die Regierung eine zweckmäßige Gesetzesvorlage zur Bekämpfung der Schundliteratur einbringe. Knabenturnen in Volksschulen. Der Kultusminister hat eine Anleitung für das Knabenturnen in Volksschulen ohne Turnhallen herausgegeben. In dem diese Anleitung empfehlenden Erlasse an die Provinzialschulkollegien heißt es: Soll der Turnunterricht die ihm obliegende bedeutsame Mitarbeit an der leiblichen und sittlichen Ertüchtigung der Jugend überall mit Erfolg leisten, so muß er in noch höherem Maße als bisher der Eigenart der Schulen und dem Uebungsbedürfnis der Schüler sowie dem Uevungswerte der einzelnen Turnstoffe Rechnung tragen. Für die Schärfung von Auge und Ohr sowie für die Erziehung zur Selbständigkeit des Entschlusses wird der Lehrer Wettspiele, freies Ueben an Geräten, volkstümliche Uebungen und Wanderungen nutzbar machen. Alle ausgewählten Uebungen werden auch dem Heeresdienst zugute kommen; mit besonderer Rücksicht auf ihn sind bestimmte Gewandtheitsübungen— z. B. schnelles Niederfallen und Aufspringen— der männlichen Jugend möglichst unverlierbar anzueignen. Auch das Schwimmen sollte durch Einführung der Trockenschwimmübungen vorbereiten helfen. Insonderheit erwarte ich, daß nicht blos die Turnlehrer, sondern auch die Klassenlehrer und in erster Linie die Direktoren, Rektoren, Hauptlehrer usw. sich werden angelegen sein lassen, die Jugend über die lehrplanmäßigen Stunden hinaus, außerhalb der Pflichtstunden und nach der Schulentlassung Antrieb und Gelegenheit zum Turnen zu geben. Eine Anleitung hierüber ist nach Maßgabe des Vorstehenden unverzüglich in Gebrauch zu nehmen. Deutsch=englische Besuche wird auch dies Jahr anscheinend genug bringen. Wie bekannt, hat der Lordmayor von London den Berliner Magistrat nach der Themse eingeladen, und die englischen Arbeiter=Abgeordneten wollen zu Pfingsten eine Rundreise durch Deutschland machen. Alle politischen SonderAbsichten sind hierbei ausgeschlossen. Aus den Schutzgebieten. Südwestafrika. Den Eingeborenen in Deutsch=Südwestafrika wird das Reich den Branntwein und das Bier brauen und keine private Konkurrenz zulassen. Ein Gesetzentwurf, der dem Reiche das Monopol sichern soll, ist in Vorbereitung. Wenn nach diesem Gesetz zugleich Vorkehrungen getroffen werden sollen, um die Eingeborenen vor dem Mißbrauch der alkoholischen Getränke zu bewahren, so braucht man nicht anzunehmen, daß das vom Reiche produzierte Bier so teuer oder so schlecht sein soll, daß den Eingeborenen der Appetit darauf von selbst vergeht; nein, es sollen ein gutes Bier und ein richtiger „Minschenschnaps“, wie der Hamburger sagt, hergestellt werden, aber die gute Qualität soll nur in kleinen Quanten zum Ausschant gelangen. Aus dem Auslande. der Zusammenbruch unaufhaltsam. Jetzt aber kommt der Prager Stadtrat als Retter: man beschloß, dem Blatte eine jährliche Unterstützung von 10000 Kronen aus städtischen Mitteln zu bewilligen. Da hierzu die Deutschen Prags das Beste beitragen, so haben sie das Vergnügen, aus ihren Taschen ein Organ unterhalten zu müssen, das unter Mißbrauch der deutschen Sprache ihre eigene Existenz zu untergraben sucht. Rußland. Petersburg, 1. März. Die befriedigte Duma. Der russische Reichstag ist von den Erklärungen des Premierministers Stolypin, daß in der geheimen Staatspolizei alles tadellos steht, befriedigt. Das ließ sich voraussehen. Wenn nur blos keine unliebsame Enthüllung nachkommt. England. London, 1. März. Kriegsminister Haldane in London ist sehr zuversichtlich über die Leistungen seines neugegründeten britischen Landsturmes. Kann der Minister auch. sintemal kein Feind kommt.— Der englische Flottenverein will sich gewaltig ausdehnen, um den Umfang des deutschen zu erreichen. Leider wird immer noch viel zu geringe Teilnahme konstatiert. Türkei. Konstantinopel, 1. März. Ueber Ort und Zeit der abzuhaltenden Balkan=Konferenz steht noch nichts fest. von Obstbäumen nur dann gewährt werden, wenn es sich um die Schaffung von Anlagen handelt, die nach Art, Umfang und Bedeutung geeignet erscheinen, als Muster und anregendes, belehrendes Beispiel für weitere Kreise zu dienen. Die Bewilligung von Beihilfen erfolgt nur für neu anzulegende, nicht für bereits fertiggestellte bezw. vorhandene Obstpflanzungen. Die Beantragung der Unterstützung hat demgemäß stets vor Inangriffnahme der Pflanzung zu erfolgen. In der Regel sollen Beihilfen nur an Gemeinden und Kreise oder an Korporationen(Vereine, Interessenten, Körperschaften) zur planmäßigen Bepflanzung geeigneter Wege oder zur Anlage von mustergültigen Obstpflanzungen gegeben werden. Ausnahmsweise können Anträge Privater Berücksichtigung finden, wenn deren Persönlichkeit, besondere Kenntnisse und Neigung für Obstzucht, oder die begleitenden Umstände eine Gewähr dafür bieten, daß eine besonders anregende und vorbildlich wirkende Musteranlage geschaffen wird. Voraussetzung für die Gewährung einer Unterstützung ist selbstverständlich die Würdigkeit und Bedürftigkeit des Antragstellers, welche in jedem Falle nachzuweisen sind. *(Stellen für Militär=Anwärter) im Bezirk des 7. Armeekorps. Die ausgeschriebenen Stellen sind nur für solche Personen bestimmt, die den Zivilversorgungsschein besitzen.— Alpen, Bürgermeister zu Alpen, Kr. Mörs: Polizeisergeant, 1100 bis 1500 Mark Gehalt.— Annen, Amt: Polizeisergeant, 1200 bis 1800 Mark Gehalt.— Bielefeld, Magistrat: 10 Polizeisergeanten für den Tages= und Nachtdienst, 1300 bis 1800 Mark Gehalt.— Bielefeld, Magistrat: 10 Schutzleute für den Es hat auch mit der Konferenz reichlich Zeit, bis alle strittigen Tages= und Nachtdienst, 1150 bis 1450 Mark Gehalt.— BorFragen definitiv beigelegt und die Verträge, wie es bei dem österreichisch=türkischen ja schon geschehen ist, offiziell unterzeichnet sind.— Diese unterzeichnete Abmachung besagt, daß Oesterreich=Ungarn auf alle Rechte im Sandschak Novibazar zugunsten gentreich, Kr. Warburg, Amtsverwaltung des Amtes Borgholz: Amtssekretär, 1200 bis 1560 Mark Gehalt.— Dorsten, Königl. Lehrer=Seminar: Schuldiener, 900 bis 1200 Mark Gehalt. Hochemmerich, Bürgermeisteramt: Gemeindesekretär, 1800 bis der Türkei verzichtet, und daß diese die beiden Provinzen Bos= 3000 Mark Gehalt.— Im Bezirk der Krefelder Eisenbahn: nien und die Herzegowina als Besitz Oesterreichs anerkennt. Oesterreich verpflichtet sich ferner, imlaufe einer gewissen Zeit einen Handelsvertrag mit der Türkei abzuschließen, sowie seine im Gebiet des türkischen Reiches gelegenen Postämter aufzuheben. Außerdem zahlt Oesterreich binnen 15 Tagen nach Retifizierung des Protokolls an die Türkei einen Betrag von rund 50 Millionen Francs. Endlich gestattet es den in den beiden Provinzen lebenden Muhammedanern freie Religionsausübung und den in der Türkei lebenden Bosniern die Annahme der osmanischen Nationalität. Serbien. Belgrad, 1. März. Man will Krieg! Ueber den bevorstehenden Schritt der Großmächte herrscht in Skupschtinakreisen große Erregung. Der Präsident des radikalen Klubs, Djuric, erklärte, daß die serbische Regierung unter keinen Umständen irgend welche Versprechungen bezüglich der Abrüstung geben dürfe. Auch das geplante Memorandum an die Mächte müsse abgesandt werden, und zwar noch bevor der Schritt der Großmächte erfolgt. Er habe die Absicht, in der Skupschtina eine diesbezügliche Interpellation einzubringen, um so nochmals eine Kriegsdebatte zu provozieren. Diese Erklärungen sind umso bemerkenswerter, als Djuric die rechte Hand des Ministers Pasitsch ist. Persien. Rescht, 1. März. Die Revolutionäre errichteten auf der russischen Chaussee Barikaden u. legten Minen an, um die Annäherung der russischen Truppen zu verhindern. Der Güter= und Personenverkehr ist fast völlig eingestellt. In der Hauptstadt verbreitete Proklamationen kündigen für die nächsten Tage eine Bewerfung der Stadt mit Bomben an. Volkswirtschaft. Der Arbeitsmarkt im Januar hat für eine Reihe von Groß=Industrien weitere Abschwächungen gebracht, so auf dem Ruhrkohlenmarkt, den Braunkohlen=Revieren und in der Metall= und Maschinenindustrie; auch in der Textil=Industrie war die Lage nach wie vor ungünstig. In den wichtigsten Zweigen der elektrischen Industrie ist ein weiters Abflauen eingetreten. Im Brauerei=Gewerbe war die Zahl der Arbeitslosen so groß, daß sich mit Ausnahme der süddeutschen Brauereien, deren Geschäftsgang nach wie vor ein guter war, in den meisten Gegenden eine Abschwächung gegen den Vormonat zeigte. Die reichen Naturschätze Marokkos sollen durch ein internationales Syndikat deutscher, englischer und französischer Unternehmer gehoben werden. Es handelt sich zunächst um den Gewinn von Eisenerzen. Es wäre im hohen Maße erfreulich, wenn unter den Beteiligten eine Einigung über die wirtschaftliche Erschließung des Landes tatsächlich erzielt worden wäre, wie es nach einer Zeitungsmeldung geschehen sein soll. 2 Anwärter für den Zugbegleitungsdienst, 810 bis 1050 Mark Gehalt.— Lippstadt, Direktion der Westfälischen LandesEisenbahn: Bureau=Assistent, 1200 bis 1950 Mark Gehalt.— Wird bei der Einberufung bestimmt, Lippstadt, Direktion der Westfälischen Landes=Eisenbahn: Stationsassistenten und Fahrdienstleiter auf Bahnhöfen: 1200 bis 1950 Mark Gehalt.— Lüttringhausen, Königl. Gefängnis: 2 Hilfsaufseher, 90 Mark monatlich.— Osterfeld i. W., Polizeiverwaltung: 2 Polizeisergeanten, 1200 bis 1800 Mark Gehalt.— Recklinghausen, Kgl. Bergwerksdirektion: Bureaugehilfe, 1320 bis 1500 Mark Gehalt. — Warendorf, Bürgermeisteramt: Nachtwächter, 440 Mark Gehalt.— Werden, Königl. Strafanstalt: Lohnschreiber, 75 bis 100 Mark Gehalt monatlich. **(Eisenbahn Schwerte=Iserlohn.) Am Samstag Nachmittag fand bei der Königl. Eisenbahn=Bauinspektion in Iserlohn die Eröffnung der Angebote auf Tischler= und Schlosser=, sowie Glaser= und Anstreicherarbeiten für die Empfangsgebäude mit angebautem Güterschuppen, sowie Stall= und Abortgebäude auf den Bahnöfen Kalthof, Hennen und Ergste der Neubaulinie Schwerte=Iserlohn stat. Er forderten u. a. für Tischer= und Schlosserarbeiten: Heinr. Franke und Engelhardt=Schwerte 13080,25 Mk. Griese=Schwerte 13080,25 W. Haumann=Iserlohn 12 814,53 August Müller=Schwerte 11 933,99 Josef Pothmann=Letmathe 11 691,95 H. Schulte=Letmathe 11 409,11 Für Glaser= und Anstreicherarbeiten forderten u. a.: Aus Stadt und Umgebung. Schwerte, 2. März. **(Die Witterung im März) soll uns dem hundertjährigen Kalender zufolge, der allerdings auf Zuverlässigkeit keinen rechten Anspruch erheben kann, in den ersten vier Tagen Wind und Schnee bescheren. Am 5. und 6. dürfte er dann sonnig und warm, vom 7. bis 12. aber unbeständig werden. Schönes Wetter steht für den 13. und 14. in Aussicht; die zweite Hälfte des Monats aber wird sich launisch und wechselvoll gestalten. Die auf Grund langjähriger meteorologischer Studien basierende Wettervorhersage Bruno Bürgels, eines Nachfolgers von Rud. Falb, stellt für die ersten Märztage kühles, veränderliches Wetter bei bewölktem Himmel mit zeitweiligen Niederschlägen in Aussicht. Vom 7. an soll es sich dann aufhellen, ruhig, klar und trocken werden und so auch bis zur Mitte des Monats bleiben. Mit dem 15. dürfte jedoch wieder ein Umschwung eintreten und bei zunehmender Bewölkung und steigender Temperatur im großen und ganzen feuchte Witterung vorherrschen. Vom 19. März ab hätten wir uns auf Schneestürme, heftige Regen= und Hagelfälle, ja sogar in einigen Gegenden auf Wintergewitter gefaßt zu machen, und erst vom 23. ab soll sich das Wetter wieder aufbessern, anfangs aber noch unbeständig bleiben bis zum 26., von welchem Zeitpunkte an uns bis Monatsschluß sonnige, wenn auch etwas windige Tage beschieden sein dürften. Bürgel erblickt in dem 21. März den stärksten Termin des ganzen ersten Halbjahres, der sich, wie alle starken Aus dem Auslande..; Termin des ganzen ersten Halbjahres, der sich, Oesterreich=Ungarn. Prag, 28. Fedr. Tschechische Deut= kritischen Tage jedenfalls schon zwei bis drei Tage zuvor beschenhetze mit deutschem Geld. Wieder liegt ein besonders drastischer Fall für die Ungeniertheit vor, mit der die Tschechen die Gelder deutscher Steuerzahler für ihre deutschfeindlichen Absichten verwenden. In den 60er Jahren des 19. Jahrhunderts mexkbar machen und möglicherweise Grubenkatastrophen. Erdbehen und Vulkanausbrüche mit sich bringen wird. *“(Staatliche Beihülfen zur Aupflanzung von Obstbäumen.) Der Landwirtschaftsminister hat zur Herbeiführung eines einwurde in Prag von einem tschechischen Journalisten ein tsche= heitlichen Verfahrens bei der Beantragung und Gewährung chisches Hetzblatt unter dem Namen„Politik“ in deutscher von Beihilfen zur Anpflanzung von Obstbäumen Grundsätze Sprache gegründet. Nach langjährigem Niedergange wurde er aufgestellt. Danach können Staatsbeihilfen zur Anpflanzung Der Zuschlag erfolgt innerhalb 14 Tagen. **(Millionen=Erbin?) Es ist gar nicht selten der Fall, daß das aufmerksame Lesen der„Schwerter Zeitung“ von vorne bis hinten oder, wie so mancher unserer Leser es auch wohl macht, von hinten bis vorne, dem Einen oder Anderen einen namhaften Vorteil bringt. Dabei denken wir nicht an die günstigen Einkäufe, Tauschgeschäfte, Mieten, Verkäufe, Wahrnehmung von Terminen etc., wie sie unser Inseratenteil täglich vermittelt. Vielmehr handelt es sich schon um den Gewinn ganzer Vermögen oder auch deren— Verlust. So strengte jene Hausbesitzerin erfoglos einen Prozeß an, in dem es sich um einige Zehntausend handelte. Sie hatte eben die infrage kommende landrätliche Veröffentlichung, wie sie die„Schwerter Zeitung" als alleiniges amtliches Kreisblatt vollständig bringt. „übersehen". Am Samstag Nachmittag nun kam eine alte Leserin zu uns und stellte sich als geborene Loose, aus Sprockhövel stammend, vor. Sie hatte unsere 125 Millionen Gulden=Erbschafts=Notiz vom Donnerstag unter Hattingen gelesen und will begreiflicherweise„etwas mithaben“. Damit unsere werte Alte nicht zu früh in ihren Millionen schwelgt, sei es geklagt, daß auch wir einmal einen Amerika=Millionen=Onkel— Onkel Ferdinand hieß er— zu beerben gedachten, und es ward nichts daraus. Na, diesmal wird es hoffentlich nicht zu Essig, und wir wollen für unsere Leserin einige Millionen mit erhoffen, die wir ihr gern gönnen, kann doch unsere gute Stadt noch einige kräftige Steuerzahler, auch=Zahlerinnen, gebrauchen. **(Hirsch=Dunckerscher Gewerkverein.) Am Sonntag hatte der Gewerkverein H.=D. im Lokale des Herrn Schäfer auf der Schwerterheide eine öffentliche Versammlung einberufen, welche recht zahlreich besucht war. Gegen 5 Uhr eröffnete Herr Weide, Vorsitzender der Ortsgruppe Westhofen des Deutschen Maschinenbauer= und Metallarbeiterverbandes, die Versammlung und erteilte Herrn Gewerkschaftssekretär Zöllner=Hagen, der als Redner für die Versammlung gewonnen war, das Wort. Redner schilderte in ca. 1½ stündigen Ausführungen in scharfen Zügen die angeblichen wirtschaftlichen und sanitären Mißstände in den größeren Fabrikbetrieben und beleuchtete dann eingehend die mißliche Lage der gesamten Arbeiterschaft. An seine (zumteil unterbrochenen) Darlegungen schloß der Redner einen markigen Appell zur Organisation, denn nur Einigkeit und Zusammenschluß größerer Verbände könnten etwas Gedeihliches im Interesse der Arbeiterschaft bewirken. Lauter Beifall sohnte Dienstag, den 2. März 1909. bezeichneten Stelle bis 8,30 Uhr abends niederzulegen, andernfalls sein Haus und seine Wirtschaftsgebäude in Flammen aufgehen würden. Nach Benachrichtigung der Polizei legte der Bedrohte zu der bestimmten Zeit an die bestimmte Stelle zwei gekennzeichnete Geldstücke in Papier eingewickelt, nieder. Gegen 8 Uhr erschien denn auch tatsächlich eine Person im Dunkeln, hob das Geld auf und verschwand damit. Zwei im Hinterhalt liegende Polizeibeamte nahmen darauf direkt die Verfolgung der Person auf. Zwar gelang es den Beamten nicht, den Verbrecher zu stellen, dieser war jedoch zwei Frauen begegnet, die in ihm den Maurergesellen R. von hier erkannt hatten. Die Polizeibeamten trafen den Verdächtigen bereits in seiner Wohnung an und beschlagnahmten den Inhalt seiner Taschen, u. a. einige Kupfergeldstücke und ein Stückchen zusammengepreßtes Papier, die sich als die von dem Gutsbesitzer niedergelegten erwiesen. Inzwischen hatte der Erpresser es jedoch vorgezogen die Flucht zu ergreifen. Er konnte bisher noch nicht ermittelt werden. * Hamm, 1. März.(Die Kronprinzensammlung für Radbod.) Das vom Kronprinzenpaar gesammelte Geld für die Hinterbliebenen der auf Zeche Radbod verunglückten Bergleute und die durch das Unglück Geschädigten(Arbeitslosen) in Höhe von 300000 Mark ist am Samstag Nachmittag bei der hiesigen städtischen Sparkasse eingetroffen.— Auf Zeche Radbod sind jetzt die Aufräumungsarbeiten in vollem Gange. Ende voriger Woche hat man vier Pferdeleichen zutage gefördert und vergraben. Insgesamt befinden sich 28 Pferde in der Grube. * Ohligs, 28. Febr.(Eine Bluttat) spielte sich gestern Nacht gegen 12 Uhr in Wiesdorf in der Wohnung des Arbeiters Majewski ab. Die Frau des M. hatte mit dem Arbeiter Abele ein Verhältnis. Sie war desselben überdrüssig geworden und fuhr deshalb zu ihren Verwandten nach Eschweiler, um dem Abele aus dem Wege zu gehen. Letzterer wußte dieses anscheinend nicht, denn er versuchte heute Nacht in die Wohnung des M. einzudringen, indem er zuerst eine Fensterscheibe zertrümmerte und dann eine Türe eintrat. A. und M. gerieten in ein Handgemenge in dessen Verlauf M. sich ein Beil holte und dem A. den Schädel zertrümmerte. Abele starb alsbald. während M. verhaftet wurde. * Köln, 1. März. Durch ein furchtbares Getöse wurden dieser Tage früh morgens gegen 4 Uhr die Bewohner eines Hauses am Turnmarkt jäh aus dem Schlafe geweckt. Alle flogen aus dem Bett und vom panischen Schrecken erfüllt, öffneten leichenbleiche Männer, Frauen und Kinder im tiefsten Neglige die Schlafzimmertüren, um sich nach der Ursache des donnerähnlichen Geräusches zu erkundigen; niemand traute sich jedoch aus dem Zimmer. Die Bewohner des Unterhauses, der ersten und zweiten Etage riefen sich fragend zu, was passiert sein könnte. Man sprach von einem Erdbeben und teilweisen Hauseinsturz als plötzlich auf der Treppe zum Mansardenzimmer eine schwankende Gestalt auftauchte, die den Hausbewohnern zurief:„Brängk Uech nitt öm, ich hann ming Trumm falle looße.“ Auf einem Speicherzimmer jenes Hauses wohnt ein Musiker, der am Abend vorher bei einer Kapelle die dicke Trommel gespielt hatte. Nach der musikalischen Veranstaltung hatte unser Musikant etwas viel getrunken, und so fiel es ihm Tod eines braven Kameraden, Friedrich Meyer, zu beklagen. Auch ihm wird ein ehrendes Andenken bei allen, die ihn kannten, gewahrt bleiben. Im Nassauischen endlich ging der Kommandant der freiwillgen Feuerwehr in Langendernbach beim Rettungswerke zu Grunde. Verloren haben die Feuerwehren einige treffliche Mitglieder. Die dankbare Nachwelt wird ihrer nicht vergessen. Sie wird ihre Grabstätte am Totensonntag besuchen und ein grünes Kränzlein darauf legen, denn es bleibt ihr unvergeßlich, daß die, welche der Rasen deckt, im Leben mit allen ihren Fasern in dem Dienste der Nächstenliebe standen und keine Mühe, kein Opfer in dem schweren Berufe gescheut haben.- Das Kränzlein aber und die geweihten Tränen der Hinterbliebenen, sie mehr wert als Lorbeerkränze, als Gold und Edelgestein. Die traurigen Ereignisse der Feuerwehren keineswegs abhalten, freudigkeit ihrer Tätigkeit zu obliegen und mit geisterung der Pflicht gegen den A Mit„vereinten Kräften" Werden, erlahmen. werden nie es ganz Noch eins wasser manchem denen er sich erst garnicht erholt. 2 Wasser verschont gebliebenen Zel Stadtteil beizuspringen. Die Liebe machen, det wurden. und 8 Kind. Art und Weise lassen wa Hweltes Wlatt. Die letzte Hochwasser= Katastrophe letzten Tage werden die fürder mit derselben Opfer1 derselben Ben den Mitmenschen nachzukommen. werden sie weiter arbeiten und nie in der Erfüllung der oft recht schweren Pflichten. Sie das hehre Ziel aus den Augen verlieren, sondern und voll zu erreichen suchen. Der ohnehin teure Winter hat mit seinem HochFamiliensäckel tiefe Wunden geschlagen, von nach langer, langer Zeit, unter Umständen Wir bitten da die„oberen“ und deshalb vom isend, dem„unteren“ d da schnell ausfindig wo der fleißigen Hausfrau die Keller=Vorräte vernichoder der Hausvater mit 80 Mark monatlich Weib er ernähren muß. Die Liebe wird auch die rechte des Gebens finden und die Linke nicht wissen die Rechte tut. den retten zu wollen. Und mit Schaudern werden die wackeren Wehrmänner nach Ablauf des Wassers die zerfressene Chaussee und gar die eingefallene Brücke im Gedanken an ihr Vorhaben betrachtet haben. Nur die Nachricht, daß jener Mann bereits von jenseits gerettet sei, rettete auch unsere Feuerwehrleute. Uns aber gilt ihr Opfer als vollauf gebracht. Ihren Beruf vernachlässigend, standen unsere Freiwilligen tags über im Dienst. überall helfend und beispringend, nachts über Sicherheits=Patrouillen stellend. Der schöne, erhabene Beruf des Feuerwehrmannes besteht nach der Devise:„Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr!" darin, reinste Menschenliebe zu üben, in den Zeiten der Not dem Nächsten nicht bloß willig beizustehen, sondern für ihn sogar, wenn erforderlich, das eigene Leben einzusetzen und es gern und freudig hinzugeben. Das Bewußtsein, edel und hilfreich gehandelt zu haben, gewährt ihm nach vollbrachter Tat die höchste Befriedigung und den schönsten Lohn, den ihm niemand rauben noch streitig machen kann. Diesen freiwillig und selbstlos übernommenen Pflichten sind die freiwilligen Feuerwehren auch anderwärts, in allen Gauen Deutschlands nachgekommen, die bei den letzten Hochwasserkatastrophen in irgend einer Weise gefährdet wurden. Mit dem Aufgebot ihrer ganzen Kraft haben sie sich an dem Rettungswerke beteiligt. Sie haben ihr eigenes Leben für die Rettung anderer in die Schanze geschlagen, und dabei haben leider auch einige brave Wehrmänner den Tod gefunden. So sind bei Hausen der Brandmeister Heinz und der Wehrmann Rockenfeller der Feuerwehr Neuwied II ums Leben gekommen. Fünf andere Wehrmänner aber waren dem Ertrinken nahe und konnten nur schwer gerettet werden. Die wackeren Wehrmänner sind auf dem Felde der Ehre gefallen, und es wird ihnen infolge einer gegebenen Anregung an der Unglücksstelle ein Denkmal errichtet werden. Die Feuerwehr in Wanne hat gleichfalls den Westfalen und Rheinland. Hohenlimburg, 1. März.(Deserteur.) Einem Schutzmann fiel die ungemein derangierte Kleidung eines Musketiers vom 55. Infanterieregiment in Detmold auf. Er konnte alebald feststellen, daß er den Musketier Ernstelhöfer von der II. Kompagnie des genannten Regiments vor sich hatte, der allerdings zunächst einen falschen Namen angegeben hatte. Das Weitere wurde beim Truppenteil veranlaßt. * Löttringhausen, 1. März.(Ein ganz verwegener Diebstahl) wurde bei dem Kaufmann Adolf Eversberg ausgeführt. Ein Dieb ist durch ein zu ebener Erde belegenes Fenster eingestiegen und hat die Schränke im Zimmer geöffnet. In einem der Schränke hat der Dieb eine Geldkassette gefunden, in der sich ca. 600 A bares Geld, sowie drei Wechsel befanden. Die Wechsel lauteten auf 2000, 237,70 und 200 Mark. Die Familie Eversberg hat sich nebenan im Zimmer aufgehalten und von der unterzeichnete Schriftstück, zerriß es Deine ganze Zukunft handelt, daß D 3 Feuer. nichts über den Gegenstand unserer urus gestatten kannst, muß ich mich s ich wohl nicht nötig, Dir erst zu empf *]„Ich trage kein so lebhaftes Verla bedeutungsen bin, und wir zum letz Dir„ n, seufzte Rovert, in seier sich in der furchtbaren erhoben hatte. Mädchen wirklich " b e m e r k t e P a n l k ü h l. ger lieben, wäre sie in der Tat Seit ihrekindliche Stimme zuerst durch ob sie die fremden Gesichter, die sich in dem das kleine Wesen an meiner n Mitleid anrufen wollte, ist sie mir saft ans Herz gewachsen. Wir nannir erzogen und liebten sie als solche bis zur Stunde ihre ungewisse Herit Euer Geheimnis und früher oder erfahren, in welchem Verhältnis sie Schmerz von ihr abwenden kann, den blicken von seinem Bri und schleuderte die Papierschnitzel in „Wenn Du Dir diesen Enzurg wohl jugen,“ höhnte Paul achselzuckend. „Ich weiß, daß ich mit der Vernichtung des vollen Blattes zum Bettler geworde###. ten Mal als Brüder beisammen sitzen,## nen Sessel niedergleitend, von dem e.## Erregung, die ihn durchzitterte, „Sollte man nicht denken, daß dieses Dein Fleisch und Blutist: bemert „Ich könnte Dora nicht innige. meine leibliche Tochter. Seit Einblick in die Seele zu gewähren, der kaum ihre Achtung vor zu erhöhen vermöchte." Die jungen Leute sangen und planderten noch immer in den Gesellschaftszimmern, die Paul durchschreiten mußte. Mit heiterem Lächeln verabschiedete er sich von der fröhlichen Gruppe. „Nach Hause,“ gebot er, in seinen Wagen steigend, dem Kutscher, der nicht bemerkte, daß eine sehr schlicht gekleidete Frau sich auf den Dienersitz geschwungen hatte. Paul war im Begriff, das Tor seines Hauses zu öffnen, als er eine leichte Hand auf seiner Schulter fühlte, und er sich umwendend eine schmächtige Frauengestalt mit bleichem Gesicht und Augen, die im Lichte der Straßenlaternen wie glühende Kohlen funkelten, vor sich erblickte. „Wer, wer sind Sie?“ stammelte er. „Betrachte mich genau, Paul, ehe Du mir sagst, Du habest mich vergessen. „Du bist.. Du kannst nicht Ella.. Ella... Ja, ich bin in der Tat, Ella, Ella Bergner, Deine Frau. Glaubtest Du wirklich, ich sei für immer aus Deinem Bannkreise verschwunden? Ich bin jetzt wieder hier und gedenke hier zu bleiben. Aber es ist kalt hier draußen," seufzte sie zähneklapPerno. einam Dimmer„lats „Komm mit mir, und taß uns in meinem Zillmer Plaudern,“ sagte Paul, das Tor aufschließend. ** * Paul Helm war entschlossen, alles aufzubieten, die Achtung und das Vertrauen seiner Vorgesetzten zu gewinnen, und seine Bescheidenheit, sein unermüdlicher Fleiß und sein sanftes zuvorkommendes Wesen verschaffte ihm auch sehr bald die Gunst des alten Röders und seines Sohnes. Die Abende verlebte er in seinem kleinen Zimmer über dem Schnapsladen, mit Otto Michels, der sich stets nach den Arbeitsstunden bei ihm einstellte, gemeinschaftlich lesend und studierend, ein Genuß, dem sich die Freunde mit nie versiegendem Eifer hinga„Wenn Du sie mir vorstrecken willst, bin ich bereit, Dir jede mögliche Sicherheit zu bieten und die Angelegenheit streng geschäftsmäßig zu erledigen. 6 i ei. „Gut, so beginnen wir sorgfaltig zu verechnen und zu prnDie Brüder setzten sich an den Tisch und nachdem sie lange und sorgfältige Rechnungen aufgestellt hatten, kamen sie über ein, daß Robert alles, was er besaß, als Sicherheit für das von Paul zu gewährende Darlehn verschreiben sollte. Die Arbeit war eine anstrengende gewesen und beide Männer versanken für einige Minuten in nachdenkliches Schweigen. Paul zeichnete mit dem Bleistift, den er noch in der Hand hielt, Karrikaturen.„Hast Du Dir meinen andern Vorschlag überlegt, Robert?“ fragte er plötzlich. „Welchen anderen Vorschlag?“ „Meine Bewerbung um Doras Hand. Du kannst unsere Unterredung am Abend ihres Geburtstages schwerlich vergessen „Ich habe sie nicht nur nicht vergessen, sondern seither beständig daran gedacht.“ „Und zu welchem Schlusse bist Du gekommen? Noch zu keinem.“.. Wstuichgw tesprochen s. „Hast Du mit Dorg von meinen Wunschen gesprochen?“ „Nein. Wie könnte ich dem Kinde mit solch' einer Zumutung unter die Augen treten? Mattest „Wenn Du selbst so zaghaft bist, weshals gestallest Du mir nicht, mit dem Mädchen zu sprechen?“ Nie und ninmer.“..... uhp gin mos irhen „Wenn Du in der Lage zu sein glaubst, Nir Wiverstand zu bieten, habe ich nichts dagegen, aber ich mache Dich darauf schwer, sein Instrument, die Trommel, heraufzutragen, bis er es, oben angekommen, fallen ließ und dies auf jeder Treppenstufe mächtig aufschlagend bis in den Hausflur kollerte. * Aachen, 1. März.(Kleine Ursache, große Wirkung.) Große Aufregung gab es in der vorgestrigen Nacht um 1 Uhr im hiesigen Münster bezw. in seiner Umgebung, als plötzlich eine Glocke geläutet wurde. Es stellte sich heraus daß der Domwächter sie gezogen hatte, weil er einen Einbrecher bemerkte, der auf seinen Anruf nicht antwortete, sondern sich durch ein Fenster entfernte. Der Wächter setzte die Alarmglocke zur Küsterwohnung in Bewegung, und als ihm darauf nicht gleich Hülfe wurde, eine Glocke des Domgeläutes. Mit den herbeigeeilten Personen wurde dann das Gotteshaus und besonders die Umgebung der Schatzkammer durchsucht, aber ohne Erfolg. Am andern Morgen verständigte man die Kriminalpolizei sofort, die schließlich den Vorgang dahin aufklären konnte, daß ein an den Restaurierungsarbeiten beschäftigter Mann sich nachmittags einen Rausch angetrunken und dann im Münster eingeschlafen war. Er erwachte erst nach Mittemacht und wurde auf seinem„Rückzug“ vom Domwächter bemerkt. Durch ein Fenster gelangte er auf ein Gerüst und von dort mittels Leiter zur Erde. Er hatte sich entfernt, bevor der Wächter Hilfe bekam. Kleine Chronik. Die Ueberschwemmung in der Altmark. Das Wasser fällt, seitdem es gelungen ist, einen Durchbruch des gesammelten Eises herbeizuführen, in der überschwemmten Niederung, aber es wird immer noch mehrere Wochen andauern, bis alles abgelaufen ist. Die Besitzer der überfluteten Häuser kehren zahlreich dorthin zurück, obwohl es oft nicht ratsam erscheint, zwischen den nassen Wänden oder auf dem Boden zu hausen. Aber der Landmann bleibt nun einmal seinem Anwesen nicht länger als nötig fern, um nach dem Rechten sehen zu können. In den Häusern hatte sich verschiedentlich Wild angesammelt, wie Hasen, Fasanen, Rebhühner, die in den Ställen nach Nahrung suchten.— Auch in der Weichsel=Niederung befürchtet man Hochwasser; hoffentlich geht alles dort gut ab. Von einer umfallenden Arbeits=Lokomotive zerquetscht wurde in dem Berliner Vorort Mariendorf ein Streckenarbeiter. Den Wahrsagerinnen will die Berliner Polizei zu Leibe gehen. Not tut es, denn dieser Schwindel hat in der Stadt der„Intelligenz“ eine unglaubliche Ausdehnung nicht allein erfahren, sondern nährt auch„seine Frau“ glänzend. Elegante Wohnungen haben die meisten dieser Damen. Schwerer Rodelunfall. Auf der Rodelbahn in Darmstadt stürzte ein mit 5 Offizieren besetzter Bobsleigh um und wurde gegen einen Baum geschleudert. Leutnant von Trott zu Solz vom 25. Artillerieregiment war sofort tot. Die übrigen Offiziere von demselben Regiment sind schwer verletzt. Allerlei in die Luft gesprengt. Durch Explosion der Acerylen=Gasanstalt in Neu=Stettin ist ein Mann getötet, einer verletzt; durch Explosion desselben Gases sind in einem Gasthofe in Schwaderbach in Böhmen zwei Personen getötet, sechs verwundet. Die Zerstörung des Pulver=Magazins in Herrenthals in Antwerpen brachte zwei Tote, die Explosion von Jagdpulver zerstörte in Saint=Geniey in Frankreich einen Laden und tötete drei Männer. Die Blutrache ist in Italien noch nicht ausgestorben. In Capua erstach ein junger Mensch den Geliebten seiner verheirateten Schwester, um die Familienehre wieder herzustellen. In Noccamana bei Palermo erschossen städtische Oppositionsmänner den Bürgermeister und einen Stadtrat. In Süd=Italien dauern die Erderschütterungen noch Tag für Tag an. Mit dem Wieder=Aufbau der Häuser geht es doch noch recht langsam im allgemeinen vonstatten. Der Frühling muß erst kommen. Acht Millionen hat eine internationale Einbrecherbande in West=Europa zusammengeraubt, bis ihr jetzt in Lyon das Handwerk gelegt und sie verhaftet ist. Aus Zeit und Welt. Ein neuer Flug=Apparat ist dem Kaiser auf einem Hofe des Berliner Schlosses vorgeführt. Er soll sich recht gut bewährt haben. Der Konstrukteur ist ein Düsseldorfer Ingenieur. Armeekreise interessieren sich sehr dafür. Wenn's nicht ein Professor gesagt hätte! Ueber das, was alles in einem Menschen=Magen sich findet, also verschluckt worden ist, wurde in der letzten Sitzung der medizinischen Gesellschaft in Berlin berichtet, und ganz erstaunliche kaum zu glaubende Dinge wurden da erzählt. Bei einem Mädchen ist eine Nadel sogar in der großen Herzschlag=Ader gefunden worden, ohne daß sie derselben im mindesten Belästigungen zugezogen hatte. Aber das ist alles noch nichts gegen die weitere Tatsache, das im Magen eines Mädchens, das sich vergiftet hatte, über 700 Radeln, Nägel usw. ermittelt wurden. Wie gesagt, wenn das nicht ein Herr Professor mitgeteilt hätte, kein Mensch würde es für möglich halten! Eine Lincolnbriefmarke. Der hundertste Todestag Lincolns, der am 12. Februar bekanntlich mit großen Feierlichkeiten in Amerika begangen worden ist, soll auch den Briefmarkenfreunden eine Ueberraschung bringen. Die amerikanische Regierung hat nämlich Lincoln zu Ehren die Ausgabe einer Freimarke beschlossen, die das mit einem Lorbeerkranze geschmückte Porträt des großen Mannes tragen soll. Der Wert der Marke beträgt 2 Cents, und sie wird in einer Auflage von 100000 Stück erscheinen. Der Telephonbetrieb der Newyorker Wolkenkratzer. Man schreibt der„Frankf. Ztg.“ aus Newyork: Hier gibt es ein Warenhaus, das, wie es in seinen Inseraten verkündet, eine Stadt in sich selbst ist. Mit noch mehr Recht kann man das aber von den„Wolkenkratzern“, den Niesengebäuden der nordamerikanischen Metropole, sagen. Die Bevölkerung dieser Bauwerke findet alles, was sie gebraucht, in ihrem Hause. Der Umfang der Bauten ist am besten aus ihren Fernsprechleitungen ersichtlich. Das Haus der bekannten Nähmaschinenfabrik Singer hat 400 Km. Leitungen mit 1600 Anschlüssen. Und so gibt es noch eine ganze Reihe. Alle übertroffen hat aber das neue Hudson Terminal Building mit 1000 Kilometer(!!!) Leitungen und 3000 Anschlüssen. Ein ausgezeichneter Weinkenner war nach Mainzer Blätdern der verstorbene Großfürst Wladimir von Rußland. Er entsprach einmal von Homburg aus der Einladung einer Mainzer Weinftrma, die es denn auch an allerlei guten Tropken nicht sehlen ließ. Der Großfürst bevorzugte eine Marke zu 20 Mark, während sonst eine teuerere Sorte zu 30 Mark als die beste gepriesen wurde. er besteute auch davon. als ubrr dieser Auftrag ausgeführt ward, sah man im Kontor, daß die 20 Mark=Flaschen falsch etikettiert worden, dies waren die zu 30 Mark, die mit 30 Mark verzeichneten aber die zu 20 Mark. Außer dem Großfürsten hatte niemand sonst die Qualität herausgeschmeckt. Die Zahl der Taubstummen in Preußen hat, nach einer vom Geh. Medizinalrat Dr. Guttstadt ausgearbeiteten Statistik, imlaufe des letzten Vierteljahrhunderts in erfreulichem Maße abgenommen. Die absolute Zahl ist in den 25 Jahren zwar von 27794 auf 33 567, also um ca. 20 pCt., gestiegen, jedoch ist dabei zu berücksichtigen, daß in der gleichen Zeit die Bevölkerung um mehr als 10 Millionen(das sind nahezu 37 pCt.) zugenommen hat. Kamen früher auf 10000 Einwohner etwa 10, so kommen jetzt auf die gleiche Zahl nur noch 9 Taubstumme. Vermehrt hat sich die Zahl dieser Unglücklichen in den Provinzen Ostpreußen, Posen und im Stadtkreise Berlin. Es kommen dort 19, bezw. 16, bezw. 8 Taubstumme auf je 10 000 Einwohner, während es früher nur 18, 15 und 6,5 waren. Der Anteil der Kinder an der Gesamtzahl ist von 30 auf 20 pCt. herabgegangen. Interessant ist es, daß die Mehrzahl der Taubstummen sich auf das Schneiderhandwerk und die Landwirtschaft verlegt, und zwar bezieht sich das auf beide Geschlechter. Von den männlichen Taubstummen waren in diesen Berufen 3818 bezw. 3381 beschäftigt. Finnland. Die nordischen Völker führen einen sehr energischen Kampf gegen den Alkohol. In Grönland ist kürzlich durch Volksabstimmung ein Gesetz entstanden, nach welchem auf der ganzen Insel keine alkoholischen Getränke mehr verkauft werden dürfen. Keine anderen Länder haben eine solche Abstinenzbewegung wie Dänemark, Norwegen, Schweden und Finnland. Höchstens kann man die Vereinigten Staaten von Nordamerika ausnehmen. In Finnland hat schon vor längerer Zeit die Volksvextretung ein ähnliches Gesetz beschlossen, wie es in Grönland angenommen ist, aber der russische Kaiser, der auch zugleich Großfürst von Finnland ist, hat es bis zur Stunde noch nicht genehmigt. Frédéric Chopin. Am 1. März dieses Jahres jährte sich zum 100. Male der Tag, an dem der große Virtuose Chopin, der Klaviermensch par excellenzo zu Zallazowo Wola bei Warschau das Licht der Welt erblickte. Er war nicht der Virtuose-dessen Streben dahin geht, der Welt zu zeigen, was sein Instrument vermag, sondern ein Tondichter, der kein anderes Mittel sich auszusprechen kennt, als das Klavier. Das Klavier war ihm Alles, Auge und Ohr, Herz und Mund. Die ganze Welt spiegelt sich ihm im Klavierton, in dem er allein lebt, und durch den er mit der Welt spricht. Leider ist er nur 40 Jahre alt geworden. Seine Mutter war eine Polin, sein Vater ein eingewandeter Franzose. Den ersten f nes n6d- Gch 100 Chopin Musikunterricht erhielt er in Warschau. Als er dann 1830 die Heimat verließ, die ihm zu Eng geworden war, um über Wien nach Paris zu gehen, war seine Individualität bereits vollständig ausgeprägt. Er besaß eine krankhaft sensitive Natur, und war ein Träumer und Schwärmer, der kaum in die Welt paßte. Glücklicherweise sand er in Paris die gleichgesinnten Freunde wie Berlioz, Liszt, Heine, Balzac, George Sand. Sein kurzer knapp 18 Jahre währender Aufenthalt in Paris war eine fortgesetzte eigene Dichtung, die in 74 kleine Nummern zerfällt. Er starb an einem Lungenleiden. Charity begins at home! Triumphieren darf man heute, Täglich fühlen wir auf's neu': Ja, wir sind die besten Leute, Und wir haben Geld wie Heu! Sechs, ja sieben Millionen Flossen lachend südenwärts, Wo die Italiener wohnen: Ach, wie schwillt uns da das Herz! Stehlen sie auch bestialisch, Was wir sandten liebevoll,— Wir sind nobel und moralisch, Wie ein guter Mensch das soll! Jeder Brave freut sich dessen, Was„Humanität“ gebot,— Und inzwischen wird vergessen Unsre eigne Wassersnot!— Klatderadaticht. Dies und das. Einen nicht üblen Witz, der an die berühmte Szene der treuen Weiber von Weinsberg erinnert, erlaubten sich mehrere Schüler der höheren Klassen des Gymnasiums in Meppen. Im benachbarten Bockeloh ist vor einigen Jahren statt der früheren Fähre über die Hase eine Brücke erbaut. Nach dem Tarise hat jeder Fußgänger, der die Brücke passiert, 5 Pfg. Brückengeld zu entrichten. Gelegentlich eines Spazierganges wollten sich die betreffenden Schüler das Brückengeld ersparen. Einer der kräftigsten begibt sich also zum Brückengelderheber und fragt ihn, ob Gepäck frei sei. Der Brückengelderheber bejaht dies. Hierauf löst sich der Schüler eine Karte und trägt dann die sämtlichen Schüler, einen nach dem anderen, herüber. Die Folgen blieben nicht aus. Der Brückengelderheber bringt, da der Tarif umgangen war, die Angelegenheit zur Anzeige, eines Tages hört man in der Klasse die Stimme des Lehrers:„Die jenigen, die noch Brückengeld zu entrichten haben, mögen dies recht bald erledigen!“ Büchertisch. Alle unter dieser Rubrik besprochenen Bücher sind in der Carl Braus'schen Buchhandlung zu haben. Die Vereinigung zur Förderung der Reichsfinanzrejorm hat soeben den 1. Band eines Führers unter dem Titel„Die Reichsfinanzreform“ herausgegeben, der in dem stattlichen Umfange von 15 Bogen im Verlage von Hermann Hillger in Ber lin W. 9, zu dem außerordentlich billigen Preise von 60 Pfg. erscheint und wohl das beste und übersichtlichste Aufklärungsmaterial darstellt, das zum Verständnis der großen Reformfrage geliefert werden könnte. Als ein besonders günstiges Zeichen möchten wir es betrachten, daß sich unter den Mitarbeitern neben den führenden Gelehrten vom Namen eines Lamprecht und von Mayer Vertreter aller Blockparteien befinden Der 1. Band setzt einleitend die Notwendigkeit der Reichsfinanzreform auseinander, beleuchtet weiter die Finanznot und ihre Entstehung und schließlich Deutschlands Steuerbedarf und seine finanzielle Leistungsfähigkeit. Im 2. Band, der nächster Tage gleichfalls zur Ausgabe gelangen wird, sollen dann die einzelnen ins Auge zu fassenden Steuerarten behandelt, zugleich auch Vergleiche mit der Finanzpolitik des Auslandes gegeben werden. Die einzelnen Abschnitte ergeben ein Gesamtbild von so zwingender Beweiskraft, daß kein aufmerksamer Leser sich seinem Eindruck wird entziehen können.— Möge das Werk als willkommenes Rüstzeug im Kampfe für die Lösung der großen nationalen Aufgabe lebhafte und erfolgreiche Benutzung finden. Dr. Friedrich Erdmann Petri's Handbuch der Fremdwörter. Verlag von C. Grumbach in Leipzig. Preis 6 Mark Die Hunderttausende von Exemplaren, die seit dem Erscheinen der ersten Auflage dieses unentbehrlichen Hilfsbuches abgesetzt wurden, sprechen am besten für die Vorzüge dieses verbreiteten Fremdwörterbuches, von dem nunmehr die 27. Ausgabe in elegantem Glanzleinenbande vorliegt. Dieselbe weist gegenüber den früheren Auflagen des Buches eine wesentliche Bereicherung des Wörtervorrats auf. Ueber 100000 Wörtererklärungen— welch großer Fremdwörterschatz! Und aus wie vielen verschiedenen Sprachen stammen sie nicht alle. Da ist wirklich selbst für den sprachbewanderten Leser die bei Petri überall beigefügte genaue Aussprachebezeichnung eine Wohltat So bildet das bald 100 Jahre alte Werk auch in seiner neuen Gestalt mit geradezu lückenloser Vollständigkeit des Inhalts einen glänzenden Beleg deutscher Wissenschaftlichkeit und Gründlichkeit. Theater=Spielplan. Stadttheater Dortmund. Dienstag, 2. März, 7,30 Uhr:„Tiefland“, Musikdrama in 1 Vorspiel und 2 Aufzügen von Eugen d'Albert. Mittwoch, 3. März, 7,30 Uhr:„Hamlet, Prinz von Dänemark“ Trauerspiel in 5 Aufzügen von W. Shakespeare. Städt. Schauspielhaus, Hagen. Dienstag, 2. März, 8 Uhr:„Fra Diavolo“, Komische Oper in 3 Aufzügen von D. F. E. Auber. Mittwoch, 3. März: Keine Vorstellung. Stadttheater Barmen. Dienstag, 2. März, 8 Uhr:„Onkel Bräsig", Lebensbild in fünf Akten nach dem Roman„Ut mine Stromtid“ von Fr. Reuter Mittwoch, 3. März, 8 Uhr:„Elektra". Musikdrama von Rich Strauß. Wetterbericht der Deutschen Seewarte. 2. März: Wolkig, windig, Temperatur nahe Null, strichweise Niederschlag. 3. März: Bewölkt, Temperatur um Null herum, windig, Niederschläge. 4. März: Bewölkt, Temperatur nahe Null, strichweise Niederschläge. 5. März: Meist bedeckt, trübe, windig, feuchtkalt, Nieder schläge. 6. März: Vielfach bedeckt, windig, feuchtkalt, Niederschlag Verantwortlich: Für Politik, Feuilleton und verwandte Gebiete: Hans Schlinzigk; für Lokales, Provinzielles und Inserate: Friedrich Kraas; Druck und Verlag von Carl Braus, sämtlich zu Schwerte. Weiße Bohnen mit magerem Speck. 6 Personen, 2 Stunden Man kocht ¾ Kilo weiße, gut verlesene Bohnen langsam weich gießt sie durch ein Sieb und läßt das Wasser vollständig ablan fen. Dann verkocht man einige Löffel Mehl mit etwas von der Brühe, in der man den mageren Speck garkochte, gibt ein bis zwei feingehackte und in Butter weichgedünstete Zwiebeln etwas feingehackte Petersilie, etwas Salz, Pfeffer und Majoran dazu und verkocht alles zu einer seimigen Sauce, schwenkt die gut abgetropften Bohnen gehörig darin um und läßt sie auf dem Feuer kochend heiß werden, tut ein Stückchen Butter dazu, das man gut verrührt, schmeckt mit etwas Maggi=Würze ab, streut zuletzt etwas gehackte grüne Petersilie darauf und gibt dieses wohlschmeckende und kräftige Gericht mit dem Speck zu Sehtoses Gechte. KI übertreffen alle deutschen undtremden Fabrikate durch saubere Herstellung und appetitliches Trockenverfahren, welche hohen Wohlgeschmack und schönstes Aussehen gewährleisten. Jedes Paket enthält 1 Gutschein für Knorr-Sos. — * S 3ET a.S Se b# —* Zng“ 9 9 G % 5 ** B 2 —* S— 8 3 25 Und der Lärm verstummte, die Gläser wurden auf den Tisch gestellt und alles eilte an die Fenster, um zu sehen, was draußen los sei. Der große Magnus hatte Kenntnis von der stattgefundenen Jagd erhalten und war der Gesellschaft zu Fuß gefolgt. Jetzt stand er mitten auf dem Hofe, lang wie ein Riese, breitschulterig und stark und mit unheilverkündender Miene. Als er die Gesichter an den Fenstern, unter ihnen das Antlitz des Großbauern, erblickte, ballte sich seine gewaltige Faust und er hielt sie ihm drohend entgegen. „Du sollst nicht stehlen!“ rief er mit Stentorstimme.„Den Bären habe ich eingekreist!“ Und damit spannte er sich vor den Schlitten, auf dem der Bär lag, und zog in Gegenwart aller mit dem Schlitten und Bären davon, ohne daß jemand Einspruch erhob oder eine Hand sich gerührt hätte, ihn zurückzuhalten. So kam es, daß der große Magnus seine Bärenjagd auf dem Hofplatze des Großbauern abhielt und daß die hohen Herren und der Großvauer sich mehr vor dem großen Magnus, als vor dem Bären fürchteten. Ich hätte ja natürlich nicht gewagt, den Herrn Marquis auszuhalten, ich lege mich Euei Durchlaucht ergebenst zu Füßen.“ Ein bekannter Sportsmann fuhr in rasendem Tempo auf der Straße nach Brighton, als er plötzlich in der Entfernung zwei Polizisten bemerkte, die eilenden Laufes ein Feld durchquerten, um ihm den Weg abzuschneiden. Um der unliebsamen Begegnung auszuweichen, erhöhte er die Schnelligkeit seiner Fahrt noch nach Möglichkeit, und als seine Versolger die Hecke überklettert hatten, die sie von der Landstraße trennte, war es ihm gerade gelungen, vorbeizuflitzen. In wahnsinniger Eile erreichte er die Stadt und fuhr direkt zu einem Automobilhändler, wo er seinen Wagen in einen verschließbaren Raum bringen ließ. Kaum hatte er das Gebäude verlassen, da erschien ein berittener Schutzmann und erkundigte sich, ob ein Automobil hier eingestellt worden sei. Natürlich wußte niemand etwas davon, und die Brightoner Polizei wundert sich heute noch, was aus dem Automobil geworden, das so plötzlich verschwunden, als ob es die Erde verschlungen habe. Austiges vom Automobilsport. Eine amüsante Geschichte wird in österreichischen Theaterkreisen von einer bekannten ungarischen Primadonna erzählt. die zu den begeistertsten Anhängerinnen des Automobilsports gehört, trotzdem es nicht zu den Seltenheiten zählt, daß sie nach ihren Ausflügen nicht unbedeutende Rechnungen für unzeitig vom Leben zum Tode beförderte Hunde und dito Geflügel zu begleichen hat. Die letzte Schandtat der jungen Dame war, daß sie bei einer Tour in einem Dorf in der Nähe von Budapest mitten in eine Gänseherde hineinfuhr. Sie setzte ihre Fahrt fort, ohne sich im geringsten um den angerichteten Schaden zu kümmern, aber die aufgebrachten Dorfbewohner, die wußten, daß sie denselben Weg zurückkommen mußte, verbarrikadierten die Landstraße. Als die Sängerin wieder an der Unglücksstätte erschien, konnte sie nicht durch, und die wackeren Dörfler präsentierten ihr 140 tote Gänse, für die sie mit 4 Mark pro Stück Schadenersatz leisten sollte, denn sie seien alle durch ihre Schuld verunglückt. Lächelnd bezahlte die junge Dame und ließ dann die Gänse auf ihren Wagen laden. Hierauf fuhr sie mit der eigenartigen„Strecke“ davon, begleitet von den Hochrufen der Bauern, die ihre Gänse noch nie auf so vorteilhafte Weise losgeworden waren.——— An der spanischen Grenze wurde vor kurzem ein englischer Automobilist von zwei Polizisten angehalten und nach seinem Paß gefragt. Ehe er das Schriftstück aus den Tiefen seiner Taschen ans Licht befördern konnte, schleppten ihn die beiden trotz seines Protestes nach einer 15 Kilometer entsernten Polizeistation, wo er von dem Beamten sofort mit Schimpfwörtern traktiert wurde, ehe dieser überhaupt wußte, um was es sich handelte. Nachdem er seinen ganzen Wortschatz erschöpft hatte, ließ er sich endlich herbei, einen Blick in den Paß zu werfen. Als er die ersten Worte des Dokumentes las:„Wir, Talbot, Gascoyne, Cecil, Marquis von Salisbury“, änderte sich sein Benehmen mit einem Schlag, und er war plötzlich von der ausgesuchtesten Höflichkeit. Offenbar bildete er sich ein, der große englische Staatsmann beehre Spanien mit seinem Besuch, denn er wollte durchaus zu Ehren seiner Durchlaucht die Wache heraustreten lassen. Unter tausend Bücklingen und Entschuldigungen erklärte er:„Ich habe ja nicht geahnt, daß der Herr Marquis in Spanien reiste. lelt und De Liebhaber von Fräulein Goulds Millionen. Fräulein Helene Gould hat erklärt, wenn sie alle die Anforderungen befriedigen wolle, die an ihre Wohltätigkeit gestellt werden: so müsse sie ein jährliches Einkommen von 500 Millionen Mark haben. Im Laufe der Woche treffen durchschnittlich 300 Bittgesuche ein, in denen sie um alle möglichen und unmöglichen Dinge gebeten wird, von künstlichen Zähnen, Brautausstattungen und Fahrrädern bis zu Rittergütern. Nach einer von ihr veröffentlichten statistischen Liste baten im Lauf einer Woche elf Personen um Flügel und vier um goldene Uhren. Andere wünschten Nähmaschinen, während verschiedene junge Damen zu glauben schienen, Fräulein Gould werde sich ein Vergnügen daraus machen, ihnen eine Mitgift zu schenken und ihre Aussteuer zu besorgen. Ein liebender Sohn bat um 2000 Mark, um seinem verstorbenen Vater ein Monument setzen zu lassen, aber das merkwürdigste Verlangen stellte ein Menschenfreund, der um eine bescheidene Gabe von sage und schreibe 4 Millionen Mark bat, um eine Kolonie in Kuba zu gründen. Humor. Es gibt nur zwei Arten. Frau Putzer:„Ich bin wirklich begierig was für eine Hutmode diesen Sommer die herrschende sein wi d!“ Herr Putzer:„Du solltest doch wissen, liebes Kind, daß diesen wie jeden Sommer zwei Hutmoden vorherrschen werden. In Damenhüten gibt es überhaupt nur diese beiden Arten, nämlich die eine, die euch nicht gefällt, und die andere, die unsere Vermögensverhältnisse übersteigt!“ Wieso?„Warum wollen Sie mir denn Ihre Tochter nicht zur Frau geben?“ „Weil Sie sie nicht so ernähren können, wie sie es gewöhnt ist.“ „Wieso? Ich kann doch mit Milch und Zwieback anfangen, genau wie Sie auch.“ 13 „Musunc! S p 9 85 SSirs. 0 Amtliches Kreisblatt für gen Kreis börde. Unterhaltungs=Beilage zu Nr. 51. Dienstag, den 2. März 1909. S Steize Herzen. 2.9 Von Alfred Sassen. (Schluß.) (Dachdrusk verboten.) ie Komtesse schloß sie schwesterlich tröstend in die Arme, zugleich wendete sie sich an Lotte, die soeben eingetreten war, und sagte zu ihr: „Liebe Lotte, Fräulein Lucie möchte gern—“ „Ich weiß, fiel die Angeredete ein.„Die Frau Gräfin hat bis jetzt am Lager des Toten gebetet. Ich habe sie ehen zurück in ihr Zimmer geleitet.“ Wie es die Komtesse getan, legte auch sie einfach den Arm um Luciens Schulter und sagte in weichem Mitleid:„Kommen Sie, armes Kind—“ „Ich— danke— Ihnen,“ flüsterte Lucie erstickt. Im Vorüberschreiten warf Lotte einen bang fragenden Blick auf Heinz, der es jedoch vermied, sie anzusehen, dann schaute sie rasch über die Schulter zur Komtesse zurück, die ihr aber auch mit den Augen auswich. Lottens Fuß stockte, sie hatte sichtlich eine Frage auf den Lippen, dann ging sie doch stumm hinaus, mit einem leichten Kopfschütteln der Selbstberuhigung... Heinz machte Mine, den beiden Hinausgegangenen zu folgen. Noch einmal stellte sich Klementine ihm entgegen. Voll unbeschreiblicher Innigkeit sagte sie:„Die arme Lucie weiß, daß er nicht aufwacht, aber sie sagt ihm doch noch einmal all die süßen Schmeichelnamen, die er so gern hörte... Sie spricht mit ihrem gestorbenen Glück... Es ist ihr letzter Trost. Ich kann es mir denken. So zu fragen——: Heinz, denkst du denn gar nicht mehr an die Zeit, die vor den letzten häßlichen Jahren lag—?“ Der junge Mann biß die Zähne aufeinander. Sie wartete, aber er antwortete nicht. Ihre Stimme sank zu einem zaghaften Flehen herab:„Hast du so ganz unsere Kindheit vergessen? Weht auch nicht ein leiser Hauch von Wiesen= und Waldduft mehr zu dir her? Nur noch einmal denk' an jenen Sommernachmittag im Park— die Luft war so voll Rosenduft— oder an den stürmischen Abend auf dem Friedhof— unsere Herzen waren traurig, aber doch von einem großen, unendlichen Glück erfüllt—“ Heinz raffte sich auf.„Leben Sie wohl! Und lachen Sie mich nur immerhin aus!“ Allein es war, als sei das Flehen der Komtesse mit einer unsichtbaren Macht verbündet, die den jungen Mann auch diesmal in dem Zimmer festhielt. Auf der Schwelle taumelte ihm sein alter Vater ent„Ah— da bist du! Ich hörte ja, daß dir nichts geschehen sei... Aber weil du gar nicht kamst, machte ich mich auf, dich zu suchen. Ich mußte dich sehen— dich an meine Brust drücken!... Du weißt ja gar nicht, was für eine Todesangst ich ausgestanden habe. War das entsetzlich!... Ach, Heinz— mein— mein Junge!“ Heinz schloß den alten Mann einen Augenblick lang innig in seine Arme. Dann aber bat er leise: „Lieber Vater— wir sind nicht allein—“ Der Lehrer blickte auf und gewahrte mit einem seligen Lächeln die Komtesse. „O, das gnädige Fräulein darf meine Freude schon sehen. Sie gehört ja zu uns. Ich werde es nie vergessen, wie sie mir vorhin, als wir vom Ausgang noch nichts wußten, im Schulhaus zugeschworen hat, dir das demütigste, selbstloseste Weib zu sein—“ Die innigen Worte des Vaters unterbrach ein rauher, fast wilder Laut von den Lippen des Sohnes. „Komm, Vater!“ rief Heinz und zog den alten Lehrer unaufhaltsam mit sich fort— und diesmal fiel die Tür hinter ihm zu. Kein neues Hindernis stellte sich ihm in den Weg, er entfloh... In dem einsamen Zimmer brach die Komtesse da zusammen, wo sie gerade stand, als Heinz nun doch unversöhnt schied. 15. Kapitel. Es war einige Stunden später. Heinz hielt an seinem Entschluß fest, noch am Nachmittag abzureisen und sich der Behörde zu stellen. Er hatte in der Zwischenzeit seinen Koffer gepackt und mehrere Briefe geschrieben. Der alte Lehrer wagte nicht, seinen Sohn um einen Aufschub der Reise bis morgen zu bitten, so sehr ihn auch der Gedanke quälte, daß sein Liebling am zweiten Weihnachtsfeiertag hingehen und sich seinem dunklen Schicksal überantworten wollte. Ach, Heinz dachte gar nicht daran, daß heute Festtag war. Für ihn war es ja auch keiner, sondern der verhangnisvollste Tag seines Lebens, an dem er um Sein oder Nichtsein gewürfelt hatte. Der alte Lehrer fand in seiner von der Erregung ausgetrockneten Kehle auch nicht ein armes Wort der Bitte, den Sohn noch ein paar Stunden, noch eine Nacht für sich zu fordern. In seinen Augen war Heinz im Verlauf der ganzen schrecklichen Angelegenheit so riesengroß über ihn emporgewachsen, daß er neben all der überquellenden Freude, ihn noch am Leben zu sehen, doch auch etwas wie eine Scheu vor ihm empfand. den Red genden Herr 37 Versamn geschloste Regiern ckerhoffHerren ernann nerstag aus Me deutung zur den Schuei hier üb des Mi die Ger vollend stern u. streng wußte Wenn trages dem er graphie wenn literat Streifl auch V Eintrit lung v Sitzun Feuer send, jubeln geprüf einen stand Verm wird stimm Schrei Feuer wurd abzuh samm derse! Mitg erstat ein4 Jahr Mitg der beste! Ster Hint und Ster Der ihre bis gebi Ver eine kon appi grof der den Redner für seine Darbietungen. Da sich in der nun solgenden Diskussion kein Redner zum Wort meldete, so erhielt Herr Zöllner die Aufforderung zum Schlußwort, worauf die Versammlung mit einem Hoch auf den Metallarbeiter=Verband geschlossen wurde. **(Zu Beisitzern für die Anerbenkommission) wurden im Regierungsbezirk Arnsberg u. a. die Herren Gutsbesitzer Dieckerhoff=Lichtendorf und Eickhoff=Sölde und Stellvertreter die Herren Hohenschwert=Lichtendorf und Buddemann=Holzwickede ernannt **(Populär=wissenschaftlicher Vortrag.) Am nächsten Donnerstag. abends 8,15 Uhr, wird Herr Archivdirektor Dr. Winter aus Magdeburg im Hotel Ostermann über die„Nationale Bedeutung Friedrichs des Großen, insbesondere sein Verhältnis zur deutschen Nationalliteratur“ sprechen. Der Redner steht in Schwein: in gutem Angedenken. Er sprach vor zwei Jahren hier über„Wirtschaftliche und soziale Verhältnisse am Ausgang des Mittelalters und in der Neuzeit", und wußte damals durch die Gediegenheit und Tiefe seiner Ausführungen und durch die vollender: Art seiner Vortragsweise sein: Zuhörer zu begeistern und für sich einzunehmen. Für jeden verständlich und doch streng wissenschaftlich behandelte er damals den Stoff und wußte ihn in lebendige Beziehungen zur Gegenwart zu setzen. Wenn er sich jetzt Friedrich den Großen als Thema seines Vortrages gewählt hat, so hat er damit einen Stoff ausgesucht, in dem er wie nur wenige bewandert ist. Hat er doch eine Biographie dieses bedeutendsten aller Preußenkönige verfaßt, die in der Sammlung deutscher Geisteshelden erschienen ist. Und wenn er insbesondere dessen Verhältnis zur deutschen Nationalliteratur behandeln will, so werden dabei sicher interessante Streiflichter auf gar manche unserer großen Dichter fallen und auch Vergleiche für die Gegenwart wohl nicht fehlen. Es sei daher auf den Vortrag an dieser Stelle dringend hingewiesen. Eintrittskarten zu 1 Mark, Schüler 50 Pfg. in der Buchhandlung von Braus und abends an der Kasse. **(Feuerwehr=Gau=Verband.) Am Sonntag hielt der Ruhr=Lenne=Emscher= Feuerwehr=Gauverband seine erste diesjährige Verbandssitzung in Hombruch ab. Der Verbandsvorsitzende, Oberbrandmeister Tillmann=Schwerte, eröffnete die Sitzung mit einer längeren Ansprache auf den Wahlspruch der Feuerwehren„Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr“ hinweisend, und brachte schließlich auf Se. Majestät den Kaiser ein jubelnd ausgenommenes Hoch aus. Nach der vorgelegten und geprüften Jahresrechnung hatte der Verband im Vorjahre einen Ueberschuß von 202 25 Mk., hierzu kommt ein Kassenbestand von 470,17 Mark, so daß der Verband zurzeit über ein Vermögen von 672,67 Mk. verfügt. Das diesjährige Gaufest wird in Schüren voraussichtlich im August gefeiert, ein bestimmter Termin ist noch nicht festgesetzt. Nachdem noch ein Schreiben betr. Verleihung von Dienstauszeichnungen an aktive Feuerwehrleute zur Kenntnis der Versammlung gebracht war, wurde noch beschlossen, den nächsten Gautag im Mai in Sölde abzuhalten. **(Der Verein ehem. Kameraden des 16. Armeekorps) hielt am Sonntag in seinem Vereinslokal eine Generalversammlung unter dem Vorsitze des Kameraden Wolf ab. In derselben wurden dem Verein wieder 5 Kameraden als neue Mitglieder zugeführt. Der Jahresbericht, den Kamerad Wolf erstattete, veranschaulichte deutlich, in welchem Maße der Verein als Mitgliederzahl zunimmt. Als der Verein im vorigen Jahre die behördliche Bestätigung erhielt, zählte er rund 100 Mitglieder, im Dezember vor. Is. konnte er schon 121 Mitglieder zum Preuß. Landes=Kriegerverband anmelden, und heute besteht der Verein aus 136 Mitgliedern, die sämtlich der Sterbe=Unterstützungskasse der„Vereinigung der Kriegervereine des 16. Armeekorps“ angehören, die im Falle eines Todes den Hinterbliebenen eines Kameraden 150 Mark Sterbegeld zahlt und außerdem vom 1. April d. Is. ab den Kameraden beim Sterbefalle der Ehefrau 50 Mark Unterstützung zahlen will. Der Verein, der im vorigen Jahre eine Anzahl Kameraden, die ihren Woynsitz von hier verlegten, als Mitglieder verlor, hat Krankheitsfällen wurden 30 und in Sterbefällen 150 Mark bezahlt. Der Herr Vorsitzende ging dann auf die Verhältnisse der Verbandssterbekasse des näheren ein und riet den Mitgliedern dringend, sich dieser Kasse anzuschließen. Die hierauf durch Stimmzettel getätigte Vorstandswahlen zeitigten folgendes Ergebnis: Wiedergewählt wurden Herr Hüsecken als 1. Vors., Herr Schröder als Kassierer, die Herren Terberger, Wischnath, Lecking, Fund sen. und Jonas als Beisitzer. Anstelle des Beisitzers Herrn Wilh. Klempt, der eine Wiederwahl abgelehnt hatte, wurde Herr Karl Klempt gewählt. Herr Lehrer Otten teilte hierauf mit, daß am 21. oder 28. März der Gewerkschaftssekretär Herr Oberbossel aus Oberhausen einen informierenden Vortrag über christl. Gewerkschaften halten werde. Zum Schluß wurde noch angeregt, ein Sommerfest zu veranstalten, und es wurde beschlossen, diesen Punkt auf die Tagesordnung der nächsten Versammlung zu setzen. **(Das Konzert,) welches Herr Fr. Schäfer, der bekanntlich zum Opernsänger ausgebildet werden soll, am„Freischütz" veranstaltet, findet am Sonntag, den 14. März statt. Außer dem „Ruhrtaler Sängerverein" sind bereits namhafte Solisten für das Konzert gewonnen, so daß dem kunstliebenden Publikum ein großer Genuß in Aussicht steht. Auf das Programm werden wir noch zurückkommen. **(Durch einen Schneeball,) der das Auge traf, erlitt gestern auf der Ostenstr. ein hiesiger Fuhrmann eine erhebl. Verletzung und mußte sich in ärztliche Behandlung begeben.— Bei dieser Gelegenheit möchten wir Eltern und Lehrer dringend bitten, der Jugend das Werfen mit Schneebällen in den Straßen der Stadt streng zu untersagen. Wir sind sicher die Letzten, die der Jugend die Freuden einer lustigen Schneeballschlacht nicht von Herzen gönnen, aber wenn man sieht, wie Straßenpassanten, besonders Damen und ältere Personen von halbwüchsigen Burschen belästigt werden, dann muß man doch gegen derartige Auswüchse der Winterfreuden energisch Front machen. Draußen, auf den Schulplätzen usw., ist Platz genügend zum Austollen vorhanden. ** Diebstahl.) Gestern Nachmittag hat ein„fremder Reisender" dem Geschäft der Frau Grobbel am Markt einen Besuc abgestattet. Die Geschäftsinhaberin hatte sich auf einen Augenblick aus dem Laden entfernt, und da die Ladenschelle nicht richtig funktionierte, hatte der Spitzbube leichte Arbeit. Ein Teil der Tageskasse, sowie verschiedene Waren sind ihm in die Hände gefallen. Leider ist der Dieb mit seiner Beute unerkannt entkommen. **(Eine wenig geeignete Ruhestätte) hatte sich gestern Vormittag ein Arbeiter ausgesucht, der anscheinend sehr tief ins Glas geschaut hatte, nämlich direkt neben dem Gleise der Straßenbahn an der Hüsingstraße. Lange blieben die Versuche der Straßenpassanten, den Mann wieder auf die Beine zu bringen, erfolglos; schließlich nahm sich die Polizei liebevoll seiner an und verschaffte ihm ein Quartier auf der Polizeiwache. **(Krankheits=Statistik.) In der letzten Berichtswoche gelangten im Regierungsbezirk Arnsberg folgende Fälle von ansteckenden Krankheiten zur Anmeldung: Unterleibstyphus 8, Kindbettfieber 11(1 Hörde), Scharlach 182(3 Schwerte, 3 Hörde. 2 Aplerbeck, 1 Sölde, 1 Annen), Diphterie 80(4 Hörde 2 Aplerbeck, 1 Schüren, 1 Annen, 1 Barop), Genickstarre 4, Granulose 4.— Es starben: 46 Personen an Krämpfen(2 Berghosen), Magen= und Darmentzündung 37(1 Berghofen, 1 Hörde), Krebs 22. Gehirnleiden 15, Lungenentzündung 60(1 Hörde, 1 Barop, 1 Annen), Tuberkulose 34. An anderen Krankheiten starben in der Berichtswoche 417 Personen. 2 März(Turnerisches) Am Sdert hatte, diese Zeit tie'ster Demütigung, in der König Friedrich Wilhelm der Dritte das Kriegsministerium ins Leben rief, fuhr er fort:„Es gereicht mir zur wahren Genugtuung, dem Ministerium mit freudigem Stolze bezeugen zu können, daß es das Vertrauen der Könige Preußens stets gerechtfertigt hat. Denn in unverbrüchlicher Treue und Hingebung, rastlos und ohne Ermattung schaffend, hat es dem Heere die Rüstung bereitet und gestählt, durch welche dies befähigt wurde, des Vaterlandes Hort und Schirm zu sein und zu bleiben. Dafür sage ich ihm tief bewegt meinen kaiserlichen Dank. Vor allem richtet sich mein Blick auf die beiden größten unter den Kriegsministern, Scharnhorst und Noon, die Waffenschmiede, jener der Befreiung Preußens, dieser der Einigung Deutschlands. Ihnen gebührt nie verlöschender Dank. Möchte es uns nie an Männern fehlen, die diesen beiden nacheifern. Möchte die ernste Zeit, in der das Kriegsministerium gegründet wurde, immer eine Mahnung bleiben, nie still zu stehen, nie zu. rasten in der Arbeit für das Vaterland. Dann wird Deutschland alle Stürme, die der Ratschluß der Vorsehung heraufführen mag, siegreich überstehen. Das walte Gott!" Kriegsminister von Einem sprach den Dank für die kaiserliche Huld aus und schloß mit einem Hoch auf den Allerhöchsten Kriegsherrn. Der Minister erhielt den Schwarzen Adlerorden, der frühere Kriegsminister Verdy du Vernois den Verdienstorden der preußischen Krone Außerdem erhielten noch zahlreiche Offiziere Auszeichnungen. Der Kaiser unterhielt sich noch lange mit den anwesenden Herren. Reise des Kaisers nach Wilhelmshaven. Berlin, 2. März. Der Kaiser ist gestern abend 11 Uhr 30 Minuten vom Lehrter Bahnhof zur Rekrutenvereidigung nach Wilhelmshaven abgereist. Der Krieg unvermeidlich? Rom, 2. März. Ein aus Cettinje nach Bari zurückgekehrter Redakteur des„Corriere delle Puglie" berichtet, Fürst Nikolaus habe Donnerstag in einer Ratsversammlung der Alten Männer mit bewegter Stimme erklärt, der Krieg sei nahezu unvermeidlich und werde bis aufs Messer geführt werden; die kräftigeren unter den Frauen würden in Männerkleidern am heiligen Kampfe teilnehmen müssen; die slawischen Völker würden Montenegro nicht allein lassen, Rußland werde zum Schutze der Küsten Schiffe senden; es gelte zu siegen oder zu sterben. Serbien mobilisiert. Belgrad, 2. März. Alle auf Urlaub befindlichen Offiziere und Mannschaften erhielten Befehl, sofort einzurücken. Der Landsturm wurde für einen Tag zur Ueberprüfung der vor einigen Tagen an ihn erteilten Waffen einberufen. Vom Kriegsminister wird die Wiedereinstellung mehrerer pensionierter höherer Offiziere vorbereitet. Belgrad, 2. März. Die gerüchtweise verbreiteten Meldungen von geheimer Mobilisierung scheinen sich zu bestätigen. Danach wären in die Mobilisierungsaktion drei Divisionen einbezogen, nämlich die Donau=, die Sumadia= und die DrinaDivision. Die Truppenkorps sollen ins innere Territorium des Landes dirigiert werden. Im Kriegsfalle werden außer Belgrad alle größeren Städte und Ortschaften längs dem Saveund dem Donauufer aufgegeben. Die Regierung dementiert jedoch, trotzdem bereits zwei Infanteriebataillone des 18. und 7. Infanterieregiments von Belgrad abmarschiert sind, die Absicht einer Mobilisierung. ** Westhofen, 2. Murz.(Turnrrisches.)] um Sonnabend feierte im Fritzenköter'schen Saale der Turnverein„Teutonia“ Westhofen sein diesjähriges Karnevalskränzchen. Der gute Ruf des Vereins bewährte sich auch bei dieser Gelegenheit wieder, denn von Nah und Fern waren Freunde des edlen Turnsportes der Einladung gefolgt und zwar in solcher Anzahl, daß der ziemlich geräumige Saal in kurzer Zeit überfüllt war und viele Besucher kaum noch Platz fanden. Es wurden recht Serbien verlangt nichts Großes! Paris, 2. März. König Peter von Serbien empfing den Belgrader Spezialkorrespondenten des„Matin“ und äußerte sich folgendermaßen: Serbien verlangt nichts Großes, sondern nur, was alle Welt zu verlangen das Recht hat: ein bischen Luft, ein kleines Plätzchen an der Sonne. Serbien erstickt und bedarf dringend eines Ausweges zum Meere, es wäre daher ein großes Unrecht, wenn man ihm diesen Ausweg verweigern wollte. ihren Rohrsitz von dier verligten, als Mingleder verlor, bot..„geistungen geboten und verdient besonders d. bis jetzt seit seinem Bestehen durch Tod noch kein Mitglied ein=1 gute turnerische Leistungen geboten und verbient besonvers der bis jetzt seit seinem Bestehen durch To...„.. I Keulenreigen der Jugendabteilung, sowie das Turnen am Pferd gebüßt. Die durch die Revisoren geprüfte Verwaltung der Vereinskasse hat ergeben, daß die Kasse des Vorjahres mit einem Bestande von 83 Mark abschloß. Unter„Verschiedenes“ konnte die Mitteilung gemacht werden, daß an dem Korpsappell 1910 deutsch=amerikanische Krieger, die zu der Zeit in großer Zahl unter ihrem Präsidenten Müller eine Reise nach der deutschen Heimat machen wollen, teilnehmen werden. **(Evang. Männer= und Jünglings=Verein.) Im hiesigen evangelischen Männer= und Jünglings=Verein referierte am Sonntag abend Herr Pastor Beyer=Hagen über das sehr aktuelle Thema:„Gibt es einen Gott?“. Daß das Thema wirklich sehr aktuell ist, geht schon daraus hervor, daß zurzeit nicht nur christliche, sondern auch viele wissenschaftliche Vereinigungen sich mit dieser Frage beschäftigen. In eingehender Weise entledigte sich Referent in ca. 1stündigem Vortrage seiner Aufgabe, u. a. hervorhebend, daß leider der Radikalismus sich immer mehr und mehr breit zu machen versuche. Im Gegensatze hierzu führte er aus, daß Vernunft zu Gdtt hinführen müsse, hierzu an Hand von statistisch gesammelten Zahlen nachweisend, daß sogar 92 der bekanntesten Naturforscher Vertreter der christlichen Weltanschauung waren. Zum Schluß legte er klar dar, daß es einen Gott gibt und geben muß, der die Geschicke der Völker leitet. Der Vorsitzende, Herr Oberhansberg, welcher die Versammlung leitete erstattete dem Redner den Dank der Versammlung für den interessanten und anregenden Vortrag. Nach einer kurzen Diskussion wurde die Versammlung in üblicher Weise geschlossen. **(Die Generalversammlung des evgl. Arbeiter= und Bürgervereins) im Vereinslokal Rath. welche sich eines ziemlich guten Besuches zu erfreuen hatte, wurde durch den 1. Vorsitzen. den. Herrn Hüsecken, eröffnet und geleitet. Nach Aufnahme zweier neuer Mitglieder erstattete der Kassierer, Herr Schröder, den Kassenbericht. Danach hatte die Kasse am 1. Jan. 1908 einen Bestand von 68,22 Mk., an Eintrittsgeld und Beiträgen lamen ein 1022,80 Mk., an Zinsen 108,93 Mk., die Gesamteinnahme einschließlich Kassenbestand betrug 1455 Mk. An Unterstützungen wurden gezahlt 180 Mark, für die Gesangabteilung 40 und für den Posaunenchor 207,92 Mk., für Haupt=, Kreisverband und Verbandssekretär 204,50 Mk. Die Gesamtausgabe betrug 1207,02 Mark, der Kassenbestand am Jahresschluß 247.98 Mark. Das Sparkassenguthaben beläuft sich auf ca. 2750 Mk. Aus dem vom Vorsitzenden erstatteten Jahresbericht ist nachstehendes noch besonders erwähnenswert: Im abgelaufenen 17. Vereinsjahr fanden statt: 2 General= und 10 Monatsversammlungen. Der Mitgliederbestand betrug am 1. Januar 1908 365, nen eingetreten 20, ausgetreten 30, gestorden 7, mithin Bestand am 1. Januar 1909 368. Für Unterstützungen in Keulenreigen der Jugendabteilung, sowie das Turnen am Pferd woran auch auswärtige Turner teilnahmen, hervorgehoben zu werden. Auch die Humoristika kam auf ihre Kosten, so daß der Abwechselung genug geboten wurde. Zwischendurch wurde das Tanzbein geschwungen, welches Vergnügen durch zu große Teilnahme etwas beeinträchtigt wurde. Bis zum frühen Morgen blieben die Besucher in bester Harmonie zusammen, so daß der Turnverein mit dem Erfolg der Feier zufrieden sein kann. Im Sommer findet auch in Westhofen das alljährliche Bezirkswetturnen des 2. Bezirks Märkischen Turngaues statt, womit der Verein zugleich die offizielle Frier des 25jährigen Bestehens verbindet. ** Westhosen, 2. März.(Gesangwettstreit.) Bekanntlich findet im Mai d. Is. aus Anlaß des 50jährigen Bestehens des„Männergesangvereins Westhofen“ ein großer nationaler Gesangwettstreit statt. Heute können wir nun mitteilen, daß der in Aussicht gestellte Kaiserpreis nunmehr bestimmt gegeben wird. Der Kaiser hat zu diesem Wettstreit die silberne Königsmedaille gestiftet, und ist solche bereits beim Amt Westhofen eingetroffen. Die Teilnahme am Gesangwettstreit wird durch diesen Umstand wohl noch größer werden. ** Westhofen, 2. März.(Unfall.) Auf der Brauerei „Wittekind“ geriet gestern der Bierkutscher Wilhelm Kramer so unglücklich zwischen die Fässer, daß er eine schwere Verletzung erlitt und längere Zeit arbeitsunfähig sein dürfte. ** Garenfeld, 2. März.(Bestandenes Examen.) Am Lehrerinnen=Seminar bestand u. a. auch Frl Emma Vogt von hier die Abgangsprüfung und erwarb die Lehrbefähigung für Volksschulen. (—) Ergste, 1. März.(Verhaftet) und dem Amtsgericht Hohenlimburg zugeführt wurde vorgestern der Arbeiter Schnitker wegen Bettelei und Landstreicherei. ** Aplerbeck, 2. März.(Feierschicht.) Wegen Mangel an Absatz mußte gestern die ganze Belegschaft der Zeche Schürbank und Charlottenburg feiern. Unter Schneelawinen. Innsbruck, 2. März. Der Gratz=Triester Eilzug wurde bei Mariaelend von einer Schneelawine verschüttet. Man brauchte 6 Stunden, um den Zug herauszuschaufeln. Zwischen Rusenbach und Faak haben Schneelawinen jeden Verkehr unmöglich gemacht. Die echten Pocken in Berlin. Berlin, 2. März. Wegen echter Pocken wurde ein Arbeiter in die Königliche Charitee eingeliefert. Es handelt sich um einen ungarischen Staatsangehörigen, der sich schon seit einigen Jahren in Berlin aufhält. Er wurde unter üblichen Vorsichtsmaßregeln in einer Einzelbaracke untergebracht. Feuer im Telegraphenamt. Neapel, 2. März. Im Zentralbureau des Telegraphenamtes brach gestern infolge Kurzschluß Feuer aus, wodurch der Umschaltesaal ausbrannte und die Leitungsdrähte zerstört wurden. Die Rauchentwicklung war vor dem Gebäude und den angrenzenden Straßen sehr groß. Die telegraphische und telephonische Verbindung ist unterbrochen. Verurteilter Attentäter. Paris, 2. März. Das Zuchtpolizei=Gericht verurteilte den Kellner Matthis, der, wie seinerzeit berichtet, am 25. Dezember v. Is. ein Attentat auf den Präsidenten Fallières unternommen hatte, zu vier Jahren Gefängnis und 5 Jahren Aufenthaltsverbot. Handel. Letzte Drahtmeldungen. Die Jubelfeier des Kriegsministeriums. Berlin, 2. März. Der Kaiser begab sich gestern vormittag nach dem Kriegsministerium zur Teilnahme an dem Festakt der Hundertjahrfeier. Im Verlause der Feier hielt der Kaiser eine Ansprache, in der er einen Ueberblick über die Entwicklung des Ministeriums gab und die Hoffnung aussprach, daß es nie an rastlosen und opferwilligen Männern fehlen werde, die bereit seien, dem Vaterland zu dienen. Nachdem der Monarch die schwere Zeit zu Beginn des vorigen Jahrhunderts geschilEssen, 1. März. Weizen, inl. 2300—23,50 Mk., dto. fremder 24,50—26,00 Mk., Roggen, inl. 17,25—17,75 Mk., dto. fremder 21,00—22,00 Mk., Hafer, fremder 16.75—2000 Mk., Buchweizen 21,00 Mk., Futtergerste 14,00—15,00 Mk., Mais 16,5019,00 Mk., Weizenvorschuß 31,00—31,50 Mk., Roggenvorschuß 25,50—26.00 Mk., Weizenkleie(mit Sack) 10,75—00,00 Mk. Alles per 100 Klgr. frachtparität Essen ohne Sack bei Abnahme von Doppelladungen mit Ausnahme von Kleie, die mit Sack gehandelt wird. Neuß. 1. März. Fruchtmarkt. Weizen neuer lIa. 23,00, IIla. 21.00 Mk. Roggen neuer la 17,10, fla. 16,10 Mh. Hafer la. 15,70. Ua. 14.20. Illa. 12.70 Mk. für 100 kg Kartoffeln 3.00 bis 3.20 Mk. Heu 3.20—3,60, Luzerner Heu 4.00 Mk. für 50 kg. Krummstroh 16,00, Breitdruschstroh 18.00 Mk. für 500 kg. Kleie 6.00 Mk. für 50 kg. Verantwortlich: Für Politik, Feuilleton und verwandte Gebiete: Hans Schlinzigk; für Lokales. Prooinzielles und Inserate: Friedrsch Krase; und Verlag von Carl Braus, sämtlich zu Schwerte. Ein ordentliches 900 Dienstmädchen geicht. D. Mayer, Oftenstr. 12. Tüchliges Mädchen auf sofort oder später gesucht. 1007 Frau H. Lenzen. Ein Mädchen für halbe Tage gesucht. Frau Rektor Honsalek Hörderstr. 54. 1038 Eine Wohnung von 3 kleinen Zimmern zum 1. April oder später zu vermieten. 1041 Kleppingstraße 7. Wohnung von 3 Zimmern mit Wasserleitung umständehalber sofort zu vermieten. 1081 Jägerstraße 6. Ruh, anst. Person sucht per sofort unmöbl. Zimmer mielen. 1080 Zu erfragen in der Geschaftsstelle der Schwerter Zeitung. 2 Unter-Wohnungen sind sofort oder später zu vermieten. Zu erfragen 981 Rosen 43/25 bei Muhs. Woßnung von 3 Zimmern per 1. vermielen. Näheres 1006 Otto Bartels, Hum Morkaner“, Hagenerstr. Bei der teuren Zeit, welche zum Rechnen zwingt, verteilen einsichtsvolle Eltern die Ausgaben für die Konfirmation ihres Kindes auf eine grössere Spanne Zeit und sehen sich jetzt schon nach einem hübschen und preiswerten Gesangbuch um Verschiedene Vorteile bieten sich solch rechtzeitigem Einkauf: Die Auswahl ist jetzt noch bedeutend grösser als 8 Tage vor der Konfirmation; der Namen-Aufdruck kann in Ruhe vorgenommen werden, eventl. Umtausch ist noch möglich; allerlei Wünsche können berücksichtigt werden usw. Grosses Lager in Gesangbüchern aller Preislagen hält vorrätig Carl Braus Gr. Marktstrasse 3—5. Die Amtssparkasse zu Letmatde (Reichsbankgirokonto Iserlohn) 10 verzinst Spareinlagen bei täglicher Verzinsung mit =4% Königliche Fachschule für die Eisen= und StahlIndustrie des Siegener Landes zu Siegen. Das neue Schuljahr beginnt am 22. April 1909. Die Anstatt bietet befähigten jungen Leuten Gelegenheit, in den reich ausgestatteten Lehrwerkstätten eine sorgfältige und vielseitige praktische Ausbildung in der Eisen- und Stahlverarbeitung— Schlossern, Drehen. Schmieden. Formen— sowie auch in der Holzdreherei, Modelltischlerei und Klempnerei und in der Bedienung der Dampfmaschine und des „Kessels zu erlangen. Außerdem wird durch einen geordneten Unterricht Gelegenheit geboten, sich diejenigen zeichnerischen und fachtheoretischen Kenntnisse zu erwerben, welche für bevorzugtere Stellen in der Metallindustrie unbedingt erforderlich sind. Aufnahmefähig sind junge Leute mit guter Volksschulbildung nach erfüllter Schulpflicht. Vorherige praktische Tätigkeit ist erwünscht, aber nicht Bedingung. Das Schulgeld beträgt für Schüler preußischer Staatsangehörigkeil 60 Mark jährlich. Minder bemittelten und würdigen Schülern können Stipendien gewährt werden Die Kursusdauer beträgt 2 Jahre Die bestandene Reifeprüfung gilt laut Erlaß des Herrn Ministers für Handel und Gewerbe als Ersatz für die Gesellenprüfung der Schlosser und Schmiede. Nähere Auskunft gibt das Programm der Anstalt, welches auf Verlangen von dem Unterzeichneten kostenfrei zugesandt wird Die Direktion der Königlichen Fachschule für die Eisen= u. Stahlindustrie des Siegener Landes zu Siegen 563 Lindner, Königlicher Fachschuldirektor. Iinweis? Wohnung von 2 Zimmern in anständigem Hause zum 1. April zu miesen gesucht Von wem sagt die Expedition der Schwerter Zeitung. 951 Empfehle" 984 Sössrahm-Tafelbutter per Pfd. 1.25 Mk. Chr. Kemper. Mährstrasse 13. Zwangs versteigerung Am 3. d. Mts., vormittags 10 Uhr, werde ich bei dem Wirt Rath folgende Gegenstände: 1 Nähmaschine öffentlich meistbietend gegen bar versteigern. Schwerte, 2. März 1909. 1040 Grothaus, Gerichtsvollzieher. Inbitut Boltz 1036 Ilmenau i. Thür. Eini= Fähnr.-Abitur.-(Ex.) Schnell, sicher. Pr. frei. Zwangsverkauf. Städtischer Viehhof, Dortmund. Zum heutigen Schlachtviehmarkte waren aufgetrieben 976 Stück Großvieh, 1927 Schweine, 418 Kälber, 53 Schafe Dortmund, den 1. März 1909 Bezahlt für 100 Pfund Schlachtgewicht: Ochsen: a) vollfleischige, ausgemästete höchsten Schlachtwertes höchstens 7 Jahre alt.... b) junge fleischige, nicht ausgemästete und ältere ausgemästete... c) mäßig genährte junge, gut genährte ältere d) gering genährte jeden Alters Bullen: a) vollfleischige ausgemäsiete Bullen bis zu 5 Jahren b) vollfleischige jüngere Bullen. c) mäßig genährte jüngere und gut genährte ältere d) gering genährte. Rinder und Kuhe: a) vollfleischige, ausgemästete Rinder höchsten Schlachtwertes b) vollfleischige ausgemästete Kühe höchsten Schlachtwertes bis zu 7 Jahren... c) ältere ausgemästete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Kühe und Rinder..... d) mäßig genährte Kühe und Rinder..... Kälber: (für 100 Pfund Lebendgewicht.) a) feinste Mast=(Voll=Mast) und beste Saugkälber b) mittlere Mast= und gute Saugkälber c) geringe Saugkälber und ältere gering genährte (Freher) Schafe: a) Mastlämmer und jüngere Masthammel... b) ältere Masthammel...... c) mäßig genährte Hammel und Schafe(Merzschuse) Schweine: a) vollfleischige der feineren Rassen und deren Kreuzungen im Alter bis zu 1½ Jahren... b) fleischige c) gering entwickelte, sowie Sauen und Eber Tendenz: Großvieh langsam, sonst mittel. 69—71 64—68 58—63 50—57 64—66 60—63 55—59 48—54 66—68 61—.65 55—60 48—54 in allen Preislagen. Anf. auch von ausgekämmt. Haar. 86 F. L. Strack, Wilhelmstraße. Damenkopfwäsche. Floopton Piechten Einem Teil der heutigen Ausgabe unseres Blattes ist ein Prospekt betr die Frauen=Zeitung„FrauenReich“ beigelegt. Wir empfehlen diesen Prospekt geneigter Beachtung und bemerken noch, daß Probenummern dieser Zeitschrift gratis in unserer Buchhandlung Große Marktstraße 3—5, zu haben sind; auch werden dort Abonnements entgegen genommen. 1032 Die Geschäftsstelle. un skraf d trockene Ser Ekzema, Hantusoifene Füsse Beinser äden Reingeschwüre, bem, böse Finger alte Wunden sind oft sehr hartnäckin; wer bisher vergeblich hofte geheilt zu werden, mache noch einen Versncch mnt der bestens bewährten Rino-Salbe gift- u. sänreftei. Dose Mk. 1. Ihu 2.25 Dankschreiben gehen täglich ein. Nur cecht in Originalpackung weiss- grün-rot und mit Firma Schubert& Co., Weinböhla-Dresden. Fälschungen weise man zurück Zu haben in den Apotheken. Pörktlicher Z ossahler sucht gegen 5—6% Zinsen 2000 Mk. gegen sichere Hypothek von Selbstdarleiher. Näheres in der Geschäftsstelle. 1014 Visitenkarten, Verlobungskarten u.-Briefe, Hochzeitseinladungen, Hochzeitszeitungen in bester Ausführung, Menukarten, Geburtsanzeigen, Trauerbriefe, Trauerkarten etc. werden gut und schnell geliefert. 48—50 43—47 ## K 948 Grosse Musterauswahl Sorgfältige Ausführung Carl Braus, Schwerte Buchdruckerei— Zeitungverlag Fernruf Nr. 62= Gr. Marktstr. 3—5 38—42 65—74 68 65—67 56—64 Crocken “ schnitzeln * bester Ersaßz für Runkeln empfiehlt C. Tethaus. 943 Am Mittwoch, den 3. März er., vormittags 10 Uhr. werde ich im Pfandlokale beim Wirt Rath hierselbst 2 Glasschränke, 1 Ladenregal, 2 Theken, 1 Spiegel, 1* Sofa, 6 Stühle, 1 Fahrrad, 2 Kleiderschränke usw. gegen bar versteigern. 1039 Schwerte, 2. März 1909. Morgenroth, Gerichtsvollzieher. Zwonas-Versteigerung. Mittwoch,5 den 3. März cr., vormittags 10 Uhr werde ich im Bfandlokol Rath? 1•Hund(schwarzer Spitz) geer Borsahlung derfheigern Hammeke, 1087 Vollziehungs=Beamter. Halbin. und nüchtern,„uchl leichte Arbeit.“[Offertenk Verdeten unter SIN. 988 ans die Exped. d. Bl. Lungen= und Astbi 1 d anger un Aatasecherg, Aneiogenstengere „eite her ggege, ercheler Z, aie, soden gene ucten. uir u und billige Wei Lugenleden gehgalser, purde. NB. 64 Hanbetzfbg alet kostspieligen Appuret. Alb. Nöbeling, Lehe.. Jul Gutes Briefpapler : in Mäppchen von 18 Pfg. an empfiehlt Sarf Braus, * Bildbubsch macht ein zartes, reines Gesicht, rosiges, jugendfrisches Aussehen, weiße, sammetweiche Haut und blendend schöner Teint. Alles dies erzeugt die allein echte Steckerpfe d-Lilier milchC ife v. Bergmann& Co., Ra1IU debeul a Sick 50 Pfg bei In Schwerte: Adler=Apotheke, Neue Apotheke. In Westhofen: Wilh. Engel. 891 Bekanntmachung. In der Zusammenlegungssache von Holzwickede I1 649 ist die neue Gemarkungsurkarte zwecks Uebernahme der Zusammenlegungsergebnisse zum Grundsteuerkataster an die Königliche Regierung zu Arnsberg abgegeben. Auf Antrag der Beteiligten kann nunmehr die vorläufige Berichtigung des Grundbuchs auf Grund eines Planüberweisungsattestes nach dem Gesetze vom 26. Juni 1875 (G. S. S. 325) stattfinden, sodaß anstelle der alten Parzellen die für sie ausgewiesenen Abfindungen mit ihren neuen Katasterbezeichnungen in das Grundbuch eingetragen werden. Bei Grundstücksveräußerungen können dann die neuen Katasterparzellen aufgelassen werden. Die Fortschreibung der neuen Katasterparzellen geschiehr künftig durch das zuständige Katasteramt. Anträge auf vorläufige Berichtigung des Grundbuchs sind bei mir zu stellen. Dortmund, den 25. Februar 1909. Der Königliche Spezialkommissar: 1020 Melchior, Regierungsrat. Schwerte-Ruhr Grosse Marktstrasse 3—5. 896 Unter Bezugnahme aufn diesbezügl. Inserat in Nr. mein 44 dieser Jeitung erkläre ich, daß ich den Knaben Erich Emil Becker nicht von seiner Mutter gekauft, sondern daß derselbe von mir an Kindesstatt angenommen ist. Wilhelm Schmidt, : Hengeri zu Dröschede, Kr. Iserlohn. 1033 Große chem. Fabrik sucht für alle Städte Rhld. u. Wests. rührige Vertreter zum Vertriebe eines leicht verkäufl. Erfrasfache“ (Kraftbier) reich an Exträrigehal. 6¾%, arm an Alkohol 1%, sowie Reichsmärker Kornbranntwein empfiehlt Gart Käffin Gasthof„Jur Helle“. Schlachshef. m. Ref. u. Of. A. 607 an Rudolf Mosse, Düsseldorf. 1035 Mittwoch, den 3. ds. Mis., nur vormittags 9 Uhr soll auf der Freibank das Fleisch eines Schweines und eines Kaldes verhauft werden. 1034 Die SchlachthofVerwaltung. leun * brogerie Carl Trog. Feinste Leberthran-Emulsion empfichlt Beianntmachung. Das Kurmärkische Dragoner=Regiment Nr. 14 in Colmar i. Elsaß teilt mit, daß bis zum August d. Is. Freiwillige angenommen werden. Junge Leute, welche bereit und im Besitze eines Meldescheines zum dreijährig=freiwilligen Dienst sind, wollen denselben an das Regiment einsenden. Handwerker, insbesondere Schuhmacher, Schneider, Sattler. Schmiede, Schreiber pp. haben den Vorzug. 956 Hörde, don 22. Februar 1909. Der Körigliche Landeat.