S#t Bae Aimtüches Encmurmmm r Nr. 296. Mittwoch, den 18. Dezember 1907. 39. Jahrg. 1 Steuerprojekte. Des Reiches Finanznöte lassen es begreiflich erscheinen, daß im Reichsschatzamte mit Hochdruck gearbeitet wird, um allerlei Steuerprojekte aufzustellen, mit Hilfe deren es möglich ist, das Loch im Reichssäckel endlich zu stopfen. Es lliegt auf der Hand, daß hierbei auch manche Projekte ausgearbeitet werden, die wenig Aussicht auf ihre Annahme bei der Volksvertretung haben und die man nur ausarbeitet, um im Notfall auf sie zurückzukommen. Ebenso kann man wie immer bei gleichen Gelegenheiten das Schauspiel erleben, daß zahlreiche Unberufene das Bedürfnis in sich fühlen, mit guten Ratschlägen der Reichsregierung unter die Arme zu greifen. Aus einem solchen findigen Kopf scheint auch die Idee zu stammen, die jetzt als angebliche Absicht der Regierung mitgeteilt wurde, mit der aber die Regierung wohl schwerlich hervorkommen wird, nämlich mit einer Inseraten= und Afsichensteuer. Ein derartiger Vorschlag ist bereits vor einer Reihe von Jahren gemacht, damals aber energisch abgelehnt worden und ein gleiches Schicksal dürfte ihm wohl auch diesmal beschieden sein. Wenn die Presse gegen eine derartige Besteuerung Front macht, so geschieht dies keineswegs in ihrem eigenen Interesse, sondern weil durch eine solche wie immer das Publikum getroffen würde, da naturgemäß die Blätter die Steuer auf die Inserenten abwälzen. Abgesehen davon würde eine derartige Steuer auch einen Hemmschuh für die weitere Entwicklung der Presse bilden, da die Zahl der Inserenten beträchtlich zurückgehen würde, auf welche die Zeitungen nun einmal angewiesen sind, da das Abonnement niemals die Unkosten einer Zeitung decken kann und unter solchen Umständen auch das Abonnement beträchtlich erhöht werden müßte, was weitere Verluste zur Folge haben würde. Außerdem dürfte es sehr fraglich sein, ob d. Reinertrag einer solchen Steuer für das Reich irgendwie nennenswert in Frage kommen könnte, denn sie würde einen ungeheuren Beamtenapparat zur Kontrolle erfordern, sodaß die Verwaltungskosten sehr hohe sein und kein allzu hoher Ueberschuß bleiben würde. Andererseits scheint die Reichsregierung doch gewillt zu sein, die Matrikularumlage einer Reform zu unterziehen, deren sie allerdings dringend bedürftig ist. Man will eine Ueberweisung der Matrikularbeiträge nicht mehr wie bisher nach der Kopfzahl, sondern nach den Staatseinkünften vornehmen, was eine gerechtere Verteilung bedeuten würde, ohne aber dem Reiche mehr einzubringen. Man möchte deshalb gern, daß die einzelnen Bundesstaaten, da eine Reichsvermögenssteuer verhorresziert wird, die Einkommensteuer erhöhen damit die Ueberschüsse dem Reiche in erhöhtem Maße zugute kommen. Ob dazu freilich große Geneigtheit in den Einzelstaaten vorhanden sein dürfte, kann bezweifelt werden, denn viele derselben könnten eine Steuererhöhung sehr gut für sich selbst gebrauchen. Nach alledem scheint man in der Hauptsache einen beträchtlichen Mehrertrag aus einem Silitusmonopol zu erhoffen, gegen welches aber im Parlament eine beträchtliche Opposition sich erheben Jedenfalls ist Herr von Stengel nicht zu beneiden. Politische Uebersicht. Deutschland. In Gegenwart des Kaisers und des Prinzen Ludwig von Bayern traten gestern vormittag in der Aula der Technischen Hochschule zu Charlottenburg die Gründer und Förderer dieses gemeinnützigen Institutes im Verein mit dessen Präsidium und Geschäftsleitung zu einer außerordentlichen Jahresversammlung zusamman. Prinz Ludwig und die Kanalschiffahrt. Bayerns Thronfolger Prinz Ludwig ist als Kanalfreund bekannt. Als solcher wohnt er heute abend in Berlin Das Neueste. Die mit einem" versehenen Nachrichten sind unten weiter ausgeführt. * Der Schah von Persien ist als willenloses Werkzeug der russischen Einflüsse entlarvt. ** Die Krisis im Flottenverein soll nach einer Münchener Meldung durch den Rücktritt ddes Fürsten Salm und Generalmajors Keim erledigt werden. Generalmajor Keim bestreitet das. * In der russischen Reichsbank wurden große Unverschlagungen festgestellt. * In Portugal geht der Versassungskonflikt zu Ende. einer Ausschußsitzung des Zentralverbandes zur Hebung der deutschen Fluß= und Kanalschiffahrt bei. In der Sitzung hält Oberbaurat Dr. Sympfer einen Vortrag über den Schiffsbetrieb auf deutschen Wasserstraßen. Von unserer Marine. Prinz Heinrich der Niederlande, der Gemahl der Königin Wilhelmina, ist ala suite der deutschen Marine gestellt worden. Damit ist die Zahl der außerdeutschen Fürftlichkeiten, die unsever Marine nahe stehen, wieder auf 14 gestiegen, nachdem durch den Tod des Königs Oskar von Schweden eine Verringerung eingetreten war. Unter den Fürstlichkeiten befinden sich der Zar, König Eduard, der englische Thronfolger, der König von Spanien, der König von Norwegen und zwei österreichische Erzherzöge. Ueber die Erhöhung der Silberprägung in erheblichem Umfange wird nach der„Mil.=Pol. Korr.“ dem Reichstag bald nach Ablauf der Weihnachtspause eine Regierungsvorlage zugehen. Der voraussichtlich sehr bedeutende Reingewinn aus dieser Maßnahme soll zur Deckung außerordentlicher Ausgaben des Reiches und zur Verstärkung der Betriebsmittel der Reichshauptkasse Verwendung finden.— In der Richtung dieser Vorlage bewegt sich, wie bekannt, ein konservativer Antrag, der eine Erhöhung der Silbermünzquote pro Kopf der Bevölkerung von 15 auf„vorläufig“ 25 Mark verlangt. Zur Krisis im Flottenverein wird eine Genevalversammlung Stellung nehmen, über deren Einberufung der am Mittwoch in Berlin zusammentretende Vorstand des Deutschen Flottenvereins entscheiden wird. Von den Beschlüssen der Generalversammlung wird es abhängen, ob der Vorstand im Amte bleibt oder nicht. Uebrigens ist General Keim Hesse und auch der Vorsitzende, Fürst Salm, ist kein Preuße. Die Münch. Neuest. Nachr. versichern, daß zwischen dem Prinzen Rupprecht von Bayern und dem Prinzen Heinrich von Preußen keine Meinungsverschiedenheiten in der Flottenfrage bestehen. Der Schwäb. Merkur erklärt die Meldung won dem angeblichen Beitritt des württembergischen Flottenvereins zu Bayerns Stellungnahme als eine unbegründete Vermutung. Der württembergische Landesverband hat sich überhaupt noch nicht mit der Sache besaßt. Zu dem neuen Hardenprozeß weiß der Bel. Lo.= Anz. zu berichten:„Vielleicht werden die Versuche, die beiden Gegner zu einer friedlichen Beilegung des unergnicklichen Streites zu bewegen, jetzt wieder aufgenommen. Bis tief in die Nacht zum Sonntag hinein hatte man zwischen ihnen verhandelt, um einen Ausgleich zustande zu bringen. Die Bemühungen waren schließlich an einem Verlangen überwiegend formaler Natur gescheitert, an dem der Nebenkläger festhielt. Die Schwierigkeiten dieses Punktes dürften indessen kaum unüberwindlich sein.“— Wie das Berl. Tagebl. von unterrichteter Seite erfahren haben will, sind die Vergleichsverhandlungen bis jetzt nur daran gescheitert, daß Maximilian Harden sich weigert, sein Bedauern über die gegen den Grafen Moltke aufgestellten Behauptungen auszusprechen. Im Gegensatze hierzu meldet die Nationalztg.: Wir stellen fest, daß Graf Moltke und sein Verteidiger keine Schritte getan haben, um einen Vergleich herbeizuführen; im Gegenteil: sie haben alle an sie herangetretenen Vorschläge als unannehmbar abgelehnt. Dagegen sind allerdings sowohl vonseiten des Herrn Harden wis seiner Freunde wiederholt Versuche in dieser Richtung gemacht worden. Die vorhandenen Briefe lassen darüber gar keinen Zweifel. Aus dem Auslande. Die Schweiz hat ein handelspolitisches Entgegenkommen gegenüber dem Deutschen Reiche bewiesen, indem sie ihre Patentgesetzgebung abänderte. Deutschland gewährt dafür Zollfreiheit für gewisse chemische Stoffe. Englische Auswandereragenten unter den Hereros. Englische Arbeiterwerber entfalten eine rege Tätigkeit, um Hereros zur Abwanderung nach den Minenbezirken von Transvaall zu bewegen. Nachdem wir im Jahre 1903, vor dem Ausbruch des Aufstandes, mit englischen Aubeiteragenten aus Witwaberrands böse Erfahrungen gemacht haben, ist es vielleicht angebracht, so schreibt die„Tägl. Rundsch.“, jetzt, wo im Schutzgebiet über Mangell an schwarzen Arbeitern geklagt wird, dem Treiben dieser Agenten, denen ein gewisser politischer Beigeschmack nicht abzusprechen ist, vonseiten der Regierung einen Riegel vorzuschieben. Der Kronprinz von Korea beim Mikado. Seit dem russisch=japanischen Kriege hat sich die Lage in Korea bekanntlich dermaßen geändert, daß der Kaiser Jhöng seine Abdankung erklärte, weil er erkannte, daß er in seinem Lande doch nichts mehr zu sagen habe. Japan führt dort die Regierung durch seinen früheren Ministerpräsidenten Ito. In der Begleitung des letzteren hat sich der Kronprinz von Korea nach Tokio begeben, offenbar um als eine Art Vasall dem Kaiser von Japan seine Huldigung darzubringen. In jedem Falle beweist der Besuch, daß die koreanische Dynastie sich mit der Neugestaltung der Dinge abgefunden hat. Die Amerikanische Schlachtflotte des Atlantischen Ozeans hat ihre Uebungsfahrt in dem Stillen Ozean angetreten. Unter dem Oberbefehl des Admirals Wans werden dort 19 Schlachtschiffe, 7 Panzerkreuzer, 2 geschützte Kreuzer, 7 ungeschützte Kreuzer und eine Torpedobootsflottille vereinigt sein. Seitens Japans wird die Fahrt begreiflicherweise mit argwöhnischen Blicken verfolgt. Amerika wird auch sehr auf seiner Hut sein müssen, um jedem Mißverständnis seiner maritimen Unternehmung in Tokio vorzubeugen. Daß die Beziehungen beider Länder an Freundschaftlichkeit manches zu wünschen übrig lassen, ist nicht zu leugnen, und umso bedeutungsvoller, je stärker die Rivalität beider Staaten ist, im fernen Osten eine maßgebende Stellung einzunehmen. Japan ist, wie die Abberufung seines für zu nachsichtig befundenen Botschafters Aoki in Washington beweist, über die Behandlung seiner Landsleute in Kalifornien mehr alls ungehalten. Die üble Stimmung wird noch wachsen, wenn das atlantische Geschwader Fahrten unternehmen sollte, die weitergehende Pläne Nordamerikas im fernen Osten vermuten llassen könnten. In jedem Falle wird man die Reise, die immerhin weittragende Folgen nach sich ziehen kann, mit größter Aufmerksamkeit zu verfollgen haben. und Umgebung Schwerte, den 18. Dezember. **(Dringende Bitte an unsere Inserenten.) Wir können nicht umhin, bei dem starken Andrang von Inseraten dringend darum zu bitten, uns die größeren Anzeigen am Tage vor dem Tage der Aufnahme zuzustellen. Wir sind sogar gezwungen, darauf aufmerksam zu machen, daß wir bei Nichtbeachtung dieses Er5 6 suchens für die rechtzeitige Aufnahme keine Gewähr übernehmen. Auch kleine Inserate müssen am Tage der Aufnahme bis spätestens 8 Uhr in unseren Händen sein. Es ist für jeden Inserenten ein leichtes, sich dieser Notwendigkeit zu beugen. Bei der sich Auflage unseres Blattes und bei der wachsenden Ausdehnung des Inseratenteiles werden wir, da längere Arbeitszeit die Folge ist, im Laufe der Zeit dazu übergehen müssen, nur noch am Tage vorher Inserate auzunehmen. Eine Ausnahme wird nur gemacht werden bei solchen Inseraten(Todesanzeigen etc.), die den Umständen nach nicht früher aufgegeben werden konnten. **(Der neue Führer des 7. Armeekorps„v. Bernhardi,) ist 1849 in Petersburg geboren und zeichnete sich im Feldzuge gegen Frankreich als Leutnamt im 2. hessischen Husarenregiment Nr. 14 derart aus, daß er viel im Generalstabe tätig, befand sich dienstli Griechenland und war deutscher Militärvertreter in der Schweiz. Nach seiner Tätigkeit als Abteilungschef im Großen Generalstabe kommandierte er von 1901 bis 1904 die 31. Kavalleriebrigade in Straßburg i. E. und seitdem die 7. Division in Magdeburg. Im August dieses Jahres führte er vor dem Kaiser. **(Zugunsten der Militärurlauber) haben der preußische Kriegs= und der Eisenbahnminister, mungen getroffen, die sich auf bessere Heizung, tung, Anschlüsse und kürzere Fahrtdauer beziehen. Die Sonberzüge für Urlauber sollen, soweit Tägl. Rundsch. als Vorzüge der fahrplanmäßigen Schnellzüge abgelassen werden und in Verspätungsfällen den Vorrang vor Personenzügen haben. Schnellund Eilzüge dürfen auf Militänkahrkarten zu Wrg, nachten ausnahmsweise in den Tagen vom 24. bis 27. Dezember von Kadetten, Militärzöglingen, Schutztruppen=Angehörigen und Militärpersonen benutzt werden, die wegen schwerer Erkrankung in dder Fahnilie nach der Heimat beurlaubt sind. Der Weihnachtsurlaub soll wegen des starken Verkehrs möglichst schon am 21. Dezember beginnen. ir(Auf dem sozialdemokratischen Parteitag für das westliche Westfalen,) am 14. d. Mts. in Gorgen,. stattete der Reichstagsabgeordnete Hue P### über die Landtagswahlen 1908 und die Wayrreu## wegung. In der sich anschließenden Debatte erblärte sich Herr Scheibe=Dortmund entschieden gegen ein etwaiges Zusammengehen mit Zentrum und christlichen Arbeitern, und verlangte die Aufstellung mokratischer Wahlmänner überall dort, wo diese Aufstellung angängig erscheint. Der Landesvertrauens, mann erklärte sich ebenfalls einverstanden und on. besonders auch für den Wahlkreis Hamm=Foeit. ge tatkräftige Beteiligung an dem Landtags=Ulbahlen. Einstimmig enklärte sich die Versammlung für eir energische Beteiligung an dem nächstjährtgen, tagswahlen und setzte die Landeskommission uls Ientral=Wahlkomitee für den ganzen Agitationsbezirk ein. Der Parteitag beauftragte die Landeskommission mit einer kritischen Durchsicht des Kommunal=Wahlprogramms und die ssozialdemokratiischen Gemeindevertreter, für eine Veröffentlichung der amtlichen gemeindlichen Bekanntmachungen in der Parteipresse zu sorgen. Nach Wiederwahl des Landesvertrauensmannes bestimmte die Versammlung Annen als Ort des mächsten Parteitages. 2 SAushsgigshek. (Sonderbare Werte für eine Schalbioldiher. Das Gespenst im Keller...“ Das klingt sehr gruselig, wie jeder zugeben wird. Besonders gruselig wird die Sache aber, wenn die Wort# als Titel für ein Buch gelten, das in der Schulbibliothek den Kindern zum Lesen überreicht wird. In der letzten Hagener Stadtverordnetensitzung teilte der Stadtverordnete Emmelius mit, daß einem seiner Kinder ein Buch mit vem Titel„Das Gespenst im Keller" übergeben worden ist. Er knüpfte daran die Bemerkung, daß jedenfalls die Schulbibliothek einer entsprechenden Revision unterzogen werden müßte. Auch der Stadtverordnete Breil vertrat diese Meinung und der Oberbürgermeister sagte sofort Abhilfe zu. (Hoch klingt das Lied vom oraven Mann!) Am 6. November 1906 wurden auf dem Steinkohlenbergwerk„Crone“ durch Zubruchgehen eines Ueberhauens vier Bergleute verschüttet. An den darauf folgenden Rettungsarbeiten haben sich die nachstehenden Personen Hauer, Adolf Brinkmann aus Wichlinghausen, Hauer Heinrich Niggemann aus Berghofermark, Hauer Wilhelm Sticht aus Lücklemburg, Hauer Heinrich Meyer aus Loh und Hauer Wilhelm Schwabe aus Hörde in Aufopferung und Unerschrockenheit rühmlichst beteiligt. Das Kgl. Oberbergamt spricht den Genannten durch das Regierungsamtsblatt eine öffentliche Belobigung aus. **(Bevorstehende Stadtanleihen.) Wir haben schon wiederholt darauf hingewiesen, daß zu der gegenwärtigen überaus traurigen Lage des Geldmarktes auch der Umstand nicht unwesentlich beigetragen hat, daß die Kommunen mit immer größeren Ansprüchen hervortraten, zu deren Befriedigung die Oeffentlichkeit in Anspruch genommen werden mußte, weil die regelmäßigen Einnahmen nicht ausreichten. Soweit es sich dabei um dringliche Forderungen handelt, wäre dagegen nichts einzuwenden, vielfach aber werden die Anleihen ausgenommen, um Luxusbauten aufzuführen, de sich eine Stadt nur leisten sollte, wenn sie Mittel im Ueberfluß besitzt. Eine kürzlich aufgenommene Zusammenstellung ergab, daß im laufenden Jahr an verSbrar=Kur.. Im der *— s 6 Hüsingstrasse 6. Herren-Palelefe S für Herbst und Winter (alle Modestoffe) 1950 1550 13% 11 50 Mk. * 6 0 2 1— 6 9 Herrei-Paleleie vollständiger Ersatz für Mass auch auf Seilde........ 30 AT Herren Anzuge T 175 2499 3200 0 Mk. Buckskins oder dunkle Streifen aus gemusterten Cheviot, hübsche, und Karos aus vorzüglichem sckwarzen Kammgarn oder Cheviot, sehr elegant gearbeitet englische Neuheiten in modernen grossen Karos, chike Fassons Ersatz für Mass aus allerfeinsten gemusterten Stoffen auf Rosshaar geerbeitet 50 Mk. 50 Mk. * warm gefüttert, auch Faltenfagon 500 1200 1059 800 75 Mk. 12, 1. ,0“, 65 Khaben-Paleleis 4. Jg. — IuIK 12%, 9%, 7 e — 0 2 Knaben-Anzug! 240 □ Nr 12%, 10% 9 6 5 * 700 „ 0 0 Arscher 9 7 0 0 9 — 2 9 9 Garderebe Hemden, Unterhosen, Kittel, Blousen, Arbeitsjoppen, Arbeitshosen, Westen. Strümpfe, Unterzeuge etc., Schirme, Wäsche und Cravatten zu jedem annehmbaren Preis. — 0 Sbral=Kurrit.., der 4— Schwerte, Hüsingstrasse 6. schiedenen deutschen Börsen nicht weniger als 400 Mill. Mark Stadtanleihen aufgelegt worden sind, und nur die andauernde Versteifung des Geldmarktes hat die Börsen vor einem weiteren Segen von etwa 100 Mill. Mark behütet. Wer indessen glaubt, daß der Geldbedarf der Kommunen nun befriedigt sein würde befindet sich insofern in einem erheblichen Irrtum, als schon jetzt feststeht, daß für das Jahr 1908 wieder ein Geldbedarf der Städte von 700 Mill. Mark vorliegt. diese Summen glatt aufgebracht werden, erscheint nach der augenblicklichen Lage und soweit man im Voraus die Situation beurteilen kann, ausgeschlossen.— Im Anschluß an diese Notiz dürfen wir hier in Schwerte uns eines guten Gewissens freuen. Unstre Stadtverwaltung kann wohl kaum sparsamer wirtschaften, als es geschieht, und von größeren Anleihen ist schon gar nicht die Rede, obgleich sit z. B. durch den Bau eines Stadthauses usw. von Fall zu Fall schon zu rechtfertiwären. *s(Glück mit seiner Berufung) hatte der vom hiesigen Schöfsengericht wegen gefährlicher ung zu 1 Monat Gefängnis verurteilte Arbeiter Michael R. von hier, vor der Hagener Strafkammer. Der Angeklagte ist beschuldigt, am 1. August Franz Kr. ohne jeden Grund mmit einem Eimer an den Kopf geschlagen und ihn am nächsten Tage mit einem 3 Pfund schweren Kohlenstein geworsen zu haben und zwar in hinterlistiger, heimtückischer Weise. Durch die Beweisaufnahme wurde festgestellt, daß der Angetuagte zu seiner Handlungsweise schwer gereizt worden war. Das Gericht hebt das ergangene Urteil auf und erkennt auf 30 Mark Geldstrafe. **(Das hiesige Schöffengeicht) hatte am 18 Oktover dieses Jahres den Kaufmann Griegzitch, Werteg aus Hamm wegen Umersthhageng, und Monauten Gesänonits v. Airkundenfäilschung, 1. des wiederholt wegen schwerer Urkundenfa.,„, unterschlagung und Betrug vorbestraften Merker hatte sich die Hagener Strafkammer mit der Sache zu befassen. Der Angeklagte ist beschuldigt, im August d. Is. 15 Mark, die ihm von dem Monteur Friedrich KlußHinterlegung eins Arrestbefehles Gberge ben worden waren, unterschlagen und um Zeit die Ehefrau Fritz Schreiner aus Schwerte um 20 Mark beschwindelt zu haben. Die Sache wur#r zwecks Vorladung weiterer Zeugen vertagt. plötzlich unsere Feuerwehr alarmiert. Im Schaufenster des Treuschen Warenhauses war ein Brand entstanden. Durch einen Luftzug müssen die u Spitzen und Stoffe den Gasflammen zu naheg men sein und Feuer gefangen haben. Ein die große Spiegelscheibe, trotzdem sie geborsten war, nicht zersprang, sodaß frischer Luftzug das Feuer nicht recht entfachen konnte. So war der durch Feuer und Wasser angerichtete Schuden noch nicht übergroß und ist durch Versicherung ebenfalls gedeal. *(Herr Brauereibesitzer Ostermann) hier stiftete für die Armen der Staldt einen Waggon Kohlen. Dieselben sind gestern Nachmittag auf dem hiesigen Marktplatze zur Verteilung gelangt. Dem eögn sei auch an dieser Stelle im Namen der Ar## er Stadt herzl. Dank ausgesprochen. Stede 18. Jes Am Kreitog koltet=Prrc. verordnetensitzung statt, in ihr ist der am. Hegugen teressierende Gegenstand die Vorlage zum Bahr-en ovtm u u b bbr de oruersähgezagen wurcke. Ar. weite. ung vom Magistrat zurach.... Wr. an Kr. tigten, befinden sich auf der Tagesordnung die abgeobligatorische Leichenschau und die ebenfalls abgelehnte Führung der Straßenbahn nach Wellinghofen über die Brücke. im Altenaer Lustmord. (Der des Mordes verdächtige Franz Hesse) wird im Hagener Gerichtsgefängnis— wie man uns mitteilt— außergewöhnlich scharf bewacht. In lichen Zelle befindet sich noch eine zweite Zelle,#i# welcher er sich aufhalten muß. An den Beinen hat er Ketten und zwischen den Beinen befindet sich eine senstange, die an den Handschellen befestigt ist, ein Fluchtversuch völlig ausgeschlossen ist. bung der Zelle ist während beleuchtet und wird fortgesetzt bewacht. Am Donnerstag wurde der Gärtner Langenort, der dem Molder an dem Mordabend an dem refommierten Kirchhofe zuletzt begegnet ist, dem Hesse gegenüber gesteu.. Am Freitag waren die Knechte Vollmer und Winterhoff von Altena und der Holzhändler Wilh. Rentnov=Werdohl aus denselben Gründen in Hagen. Wayrend Hess. die beiden Knechte Vollmer und Winter, die ihn beide wiedererkannten, nicht kennen wollte, gab er auf die Frage des Untersuchungsrichters Meschede zu, daß ihm der HHolzhändler Wilhelm Rentrop, für den er vor verschiedenen Jahren im Hegenscheider Siepen— in der Nähe der Mordstelle— einen Berg abgetrieben hat, bekannt sei. Wie uns zu der Mordaffäre noch mitgeteilt wird, ist an dem für GHedwig Hartmann so verhängnisvollen Abend eine Frau aus Altena Paare in einem Wagenabtetl gefahren. Prsoer tuue üer Frau von früher her bekannt. er wäre verheitatet gerwesen und hor Liehonhrichucher vergeblich nach einem Ringe an seiner Ko. Sehr verwundert war die Frau, als Hesse in Atem fürdien-Rieis Bertk! mrechrmremmmmrer her mrrrurn Die„Schwerter Zeitung“ erscheint täglich, ausser Feiertags. Bezugspreis: Mk. 1.6s vierteljährlich, bei der Post 42 Pf. für Bestellgeld mehr. Wöchentliche Gratis-Beilage:„Illustrierter Familientreund“. o 0 0 0 O O O O O O O O C 0 Auzeigenpreis: Die sechsgespaltene Petitzelle oder deren Raum 10 Pf., Anzeigen von auswärts IS Pf., Reklamezeile 40 Pf. Erstes und ältestes Tagesorgan des Kreises. Haupt-Annoncenblatt. Alle Kreis- und Lokalpollzeilichen Verordnungen für den Kreis Hörde erlangen gemäss Bekanntmachung der Königl. Regierung durch Veröffentlichung in der„Schwerter Zeitung“ rechtsverbindliche Kraft. o 0 0O OOO O·O OO O O Druck u. Verlag von Carl Braus, Schwerte. Fernsprech-Anschluss Nr. 62 Amt Schwerte. Celegr.-Raresse: Braus, Schwerte-Ruhr Mittwoch, den 18 Dezember 1907 Prinz Ludwig von Bayern in Berlin. Zur Teilnahme an der Taufe des zweiten Sohnes deutschen Kronprinzen ist in Vertretung seines aus dem Deutschen Flottenverein ausgeschieden, weil mit dessen ihm parteipolitisch erscheinenden Leitung 2r des dütschen Kronpringen it Vaters, des Regenten Luitpold, der Prinz Ludwig von Bayern nach Berlin gekommen und wird dort eine Woche verweilen, da er verschiedenen Vereinssitzungen beiwohnen und mehrere ihn interessierende Unternehmungen und Veranstaltungen in Augenschein nehmen will. Der Prinz, der künftige bayrische Regent und König, ist ein Mann von ganz ausgeprägter Eigenart und einer so klaren und bestimmten Charakter=Energie, daß er hierin ein Pendant zu unserm Kaiser selbst bildet. Wie Kaiser Wilhelm II. macht auch der älteste Sohn des Prinz=Regenten Luitwold von Bayern aus seinem Herzen keine Mördergrube, und, wie bekannt ist, hat er in verschiedenen staatsrechtlichen und politischen Reden seinen Standpunkt mit aller Deutlichkeit blargestellt. Wenn man in seinen Ausführungen mitunter eine Spitze„gegen Berlin“ hat sehen wollen, so lag dem prinzlichen Redner das ganz fern. Er ist ein Bayer, und wenn man dden Ausdruck auf ihn anwenden will, von„echtem Schrot und Korn", aber deshalb doch und zugleich ein äußerst beredter und warmherziger Versechter des Einheitsgedankens im Reich. Seine Beziehungen zu der Bevölkerung sind sehr eng; in Süddeutschland liegen ha in solcher Hinsicht die Verhältnisse etwas anders, wie nordwärts vom Main, und seine Volkstümlichkeit ist groß. In keinem Falle ist es für Deutschland von Schaden, wenn es solch geraden und kernfesten, im praktischen Leben erfahrenen Fürsten— der Prinz ist aus aufrichtiger Neigung ein ganz hervorragender Landwirt— unter den verbündeten gekrönten Häuptern zählt. Dieser Münchener Gast erscheint an der Spree nun zu einer Zeit, wo gerade von Bayern sehr viel die Rede..... 164 wia#i“st 13 der Prinz Rupprecht einzen Ludwig, nicht einverstanden war, und dem Prinzen Rupprecht sind zahlreiche andere Personen von Rang und Stand innerhalb der weißblauen Grenzpfähle gefolgt. Der Vorgang hat viel und beinahe sensationelles Aufsehen erregt, obwohl doch der Prinz Rupprecht ebenso das Recht seiner freien Ueberzeugung haben kann, wie Vorstand und Leitung des Flottenvereins. Es unterliegt keinem Zweisel, da es besser war, wenn ein solcher Zwist unterblieb, und noch weniger zweiselhaft ist es, daß er sehr wohl vermieden werden konnte. Es hat eben, wie das ja micht selten der Fall ist, an einer erfahrenen und menschenkundigen Persönlichkeit gefehlt, die vermitelnd eingriff. Die Bayern sind gewiß keine„Unmenschen“, und es läßt sich mit ein wenig Versöhnlichkeit schon zurecht kommen. Gibt der große deutsche Norden dem kleineren Süden mal einen Finger, so braucht er darum moch lange nicht zu befürchten, daß man genseits des Mains die ganze Hand nimmt. Die Anwesenheit des Prinzen Ludwig in Berlin, der selbst ein Feind aller grauen Theorie ist, dürfte nun hoffentlich dazu beitragen, die hier in den Weg gewälzten Steine wieder zu beseitigen. in Vielleicht ist auch noch etwas anderes zwischen Berlin und München ins Klare zu bringen, denn an der Isar hat man, und das ist gutes Recht, auch eigene Gedanken. Sie erblären sich ganz von selbst aus der Verschiedenartigkeit won deutschem Nord und Süd, die Bismarck mit den Worten kennzeichnete:„Der Norden ist Deutschlands Kopf, der Süden das Herz!“. Geht in der Regel der Kopf voran, so hört man doch auch gern auf das Herz, denn immer und alldieweil Gescheidtheit, sie fällt, seien wir offen, auch ein bischen auf die Nerven. Ein guter Tropfen süddeutschen Oells kann der Reichsmaschinerie nie schaden! 39. Jahrgang. Westfalen und Rheinland. * Dortmund, 17. Dez. Auf ein Haar hätte es gestern morgen gegen 8 Uhr auf dem Bahnübergang der Weißenburger Straße ein großes Unglück gegeben. Als nach dem Rangieren für das Elektrizitätswerk und der Durchfahrt eines Zuges von Courl die Schranken geöffnet und die Passanten mitten auf den Geleisen sich befanden, brauste eine Maschine in voller Fahrt vom Bahnhof heran. Nur durch die Rufe der Beamten: Halt! Zurück! entging mancher mit knapper Not einem gräßlichen Geschick. * Hagen, 16. Dez. Eigenartige Ueberraschung. Daß jemand eine quittierte Rechnung über seine eigene Grabeinfriedigung zur Zahlung vorgelegt wird, dürfte auch nicht oft vorkommen. Vor einigen Tagen passierte dies einer Dame seitens des hiesigen Friedhofsgärtners. Bei dersellben Dame sprach übrigens vor drei Jahren der Gesandte eines hiesigen Sargfabrikanten vor, um die Maße für ihren Sarg zu nehmen. (Im Nebenhause war eine Frau gleichen Namens gestorben.) Da die Dame über gesunde Nerven verfügte, faßte sie die Sache heiter auf und bedauerte, den Wünschen noch nicht stattgeben zu können, da sie noch das Vergnügen habe, lebend wor dem Ersucher zu stehen. * Iserlohn, 17. Dez. Kein Bauunternehmer findet sich hier, der den von den Stadtverordneten beschlossenen Bau eines Aussichtsturmes auf dem Tellegraphenberg ausführen will. Wie verlautet, kann die Stadt keinen Unternehmer dafür finden, dda die schwierige Materialzufuhr und die vom Bauamt veranschlagte Summe keinen anlockt. * Hohenlimburg, 16. Dez. Herr Dr. Stelling, von Beruf Chemiter und früherer Teillhaber der bekannten Firma J. C. Koch hierselbst, ist heute Morgen auf Haldener Gebiet als Leiche aus den hochgehenden Fluten der Lenne gezogen worden. Da Genannter schon seit längerer Zeit an hochgradiger Neurasthenie litt 44. verboten.) „Herr Pfarrer,“ sagte Johannes,„Sie geben einen Trost, der Gott sei Dank. nicht notwendig ist, denn das Mädchen lebt und wird leben, dafür verbürge ich mich.“ „Ach ihr,“ wimmerte die Mutter verzweiflungsvoll.„Ihr wißt alle nicht, was es ist, ein Kind zur Welt zu bringen und groß ziehen, und für's arbeiten Tag und Nacht und sich die Bissen vom Munde absparen, um's ernähren zu können und dann, wenn man's mit Not und Sorge soweit gebracht hat, daß es einem rechte Freude macht.— dann es zerquetscht und zertreten auflesen müssen, wie die Scherben von einem zerschlagenen Topf! Gott straf sie! Gott straf sie!" Mit diesen Worten eilte die Frau hinweg und der Mann stützte ihr die zitternden Arme, die ihre Last kaum mehr zu halten vermochten und sie doch nicht lassen wollten. Der Pfarrer und der Lehrer begleiteten sie. „Heda,“ rief die Worronska dem unglücklichen Paare nach, „nehmt dies einstweilen als Schadenersatz, später folgt mehr!“ Sie hielt eine schwere, gefüllte Börse hin. „Behaltet euer Geld, wir wollen's nicht,“ sagte der Mann in dumpfem Grimm und schritt, ohne die Augen von seinem Kinde zu verwenden, weiter. Die Gräfin blickte blaß und erschüttert vor sich nieder. „Der Mann tut recht, wir wollen kein Geld, wir wollen unser Recht!" tobte der Haufe und bildete einen so dichten Knäuel um den Wagen, daß Johannes nur langsam durchzudringen vermochte. Als er den Wagen erreicht, stieß er mit dem Fuß rasch die Steine weg, die den Rädern als Hemmung gedient hatten und rief der Worronska französisch zu: „Fahren Sie fort in des Himmels Namen, wollen Sie sich mit den Bauern herumstreiten?“ „Laßt sie nicht los,“ hieß es.„Spannt ihr die Pferde aus! Holt den Bürgermeister!".. P.4t un: a getähet „Wenn einer von uns in der Stadt eine Raß übetzühlt, muß er ins Loch. Die Vornehmen sollen's auch nicht besser aben.“ Einige schickten sich an, die Pferde abzuschirren, doch Johanisiger Festigkeit dazwischen, entriß der Gräfin, die wandte, die Peitsche, gab den Pferden ein und schnaubend stürmten die edlen Tiere Mauer weit auseinander sprengend, die Wer hatte. Ein wütendes Geschrei erhob sich, ein Stück weit nach, aber in wenigen Augenblicken war der Wagen verschwunden und der kleine Groom, der vergessen worden, keuchte wie ein Jagdhund allein auf der Straße hinterher. Nun lenkte sich aller Zorn auf Johannes, der mit der Peitsche in der Hand ruhig dastand. Er hatte die Fremde der gerechten Strafe entzogen, ihre Flucht befördert, er war also mit ihr im Bunde. „Ihr haltet zu ihr.— Ihr müßt uns Rede stehen!“ „Das will ich, ihr Leute,“ sagte Johannes ruhig und freundlich.„Zuerst aber laßt mich für das arme Kind sorgen, dann werde ich mit euch auf das Amt gehen— oder wohin ihr sonst wollt.“ Diese einfache Antwort entwaffnete die Schreier vollständig. „Der Herr ist recht— ich kenne ihn,“ schrie ein neu Hinzugekommener. Es war der Bauernbursche, mit welchem Johannes bei seinem ersten Besuche auf dem Wege zum Schlosse gesprochen. „Warum halft Ihr aber dem schlechten Frauenzimmer davon?“ fragten einige. „Weil ich die Sache für sie in Ordnung bringen will. Ich verspreche euch jede Genugtuung und eine bessere. als die ist, gegen eine wehrlose Dame Gewalt zu gebrauchen.“ „Das ist ein rechter Herr, ein braver Mann,“ brummten die Leute durcheinander. „Der will's auf sich nehmen— das ist rechtschaffen!“ „So kommt nun ihr Leute und führt mich zu dem Kellerschen Hause. Nachher wollen wir miteinander sprechen.“ Die Bauern nickten befriedigt.„„Ja, ja!'s ist schon gut.“ „Kommt nur, kommt!" Sie hatten nicht weit zu gehen bis zu der elenden strohgedeckten Hütte des Tagelöhners Keller. Eine hölzerne Treppe führte von außen in das schmale obere Stockwerk hinauf, denn zu ebener Erde lag der Stall und über diesem die Wohn= und Schlafstube, das heißt ein niederer Raum, in dem ein großes Familienbett, ein Kachelofen, zwei hölzerne Stühle und ein Tisch standen. An der Wand hing ein geschnitztes Kruzifix mit Totenkopf und Weihwasserkessel und darunter im Bette lag still und geduldig das kleine Käthchen, fast erdrückt von der schweren Decke und blickte mit umflorten Augen auf den Schwarm von Teilnehmenden, die die enge Stube anfüllte, um der weinenden Mutter beizustehen. „Mutterchen,“ sagte das Kind mit seiner süßen Stimme und lehnte das Köpfchen matt an die Mutter, die ihm schluchzend die bleichen Wangen streichelte.„Weine doch nicht so, es tut mir ja gar nicht weh.“ Da rang sich ein dumpfer Schrei aus der Brust der Frau hervor und sie warf das Gesicht auf die Kante des Bettes: „Kind, Kind, klage lieber, sei ungeberdig und jammere— diese Geduld bricht einem das Herz. Man meint ja, du seist schon auf dem Wege, ein verklärter Engel zu werden!“ Auf der anderen Seite des Lagers, welches mit dem Kopfende an die Wand stieß, standen zwei bisher zwei stumme Gestalten, der Vater und der Schulmeister. Der letztere blickte mit fast andächtig gefaltenen Händen auf das Kind nieder, der Vater lehnte wie zerschlagen an der Wand und hatte das Gesicht verhüllt. Jetzt hob er den Kopf und sagte tiefbewegt, aber ergeben:„Frau, fass' dich, und nimms an, wie's uns beschieden ist; wenn wir das Kind verlieren sollten, so war's zu gut für uns, und das glaub' ich auch fast.“ „Väterchen.“ bat Käthchen.„wenn Ihr so redet, dann muß ich weinen, und dann weint Ihr noch arger.“ Herr Leonhardt zupfte den Mann am Rocke und flüsterte ihm zu:„Wir sollten dem Kinde durchaus Ruhe gönnen. Nehmt euch zusammen und schafft die Weiber hinaus.“ „Ja, das sage ich auch!“ bestätigte Johannes, der schon einige Minuten unbemerkt unter der Tür gestanden hatte.„Ich bitte Euch, Ihr guten Leute, laßt uns allein. Die vielen Leute in der engen Stube beängstigen die Kleine. Eure Teilnahme ist recht dankenswert, aber zeigt sie jetzt dadurch, daß Ihr Euch entfernt.“ Die so wohlwollend Angeredeten zogen sich willig zurück. Es war ja ein gar so schöner, angenehmer Herr, der es von ihnen forderte. Auch der Pfarrer verabschiedete sich, nur der Lehrer blieb auf einen Wink Johannes'. Auf der Straße gab es viel zu fragen und zu antworten: Wie es oben stünde und wie das sonst so flinke Käthchen unter den Wagen gekommen sei. Es war ein zu braves Kind, denn man hatte endlich herausgebracht, daß es, schon in Sicherheit, noch einmal umgekehrt war, um ein kleineres Nachbarsbübchen wegzureißen, welches allein mitten auf der Straße stehen geblieben. Der Bub' kam glücklich vorbei, aber die arme kleine Retterin war von den Pferden niedergeworfen und so das Opfer geworden. und wiederholt Selbstmordgedanken geäußert haben soll, so wird allgemein angenommen, daß er sich im falle von Geistesstörung selbst das Leben genommen # Altena, 16. Dez. Zum Wiederaufbau der Burg der Bohe And vzamtägerngz 14000g Mark. 2 alten Burg zu renovieren und in ihren ursprünglichen Zustand zurückzuversetzen; die Rekonstruierung der übrigen Burgbauten wird dann später je nachdem Einlauf der mötigen Mittel ausgeführt werken. * Lünen, 16. Dez. Auf dem Vorderperron eines elektrischen Straßenbahnwagens erlitt ein Bergmann einen schweren Unfall. Als der Wagen in die Nähe eines Bierwagens kam, scheute plotztich bessen Pfeund sprang derartig mit der Wagendeichsel zur Seite, daß diese in den Vorderperron des Straßenhahnggg drang und mit voller Wucht an die Beine des Bergmannes stieß, sodaß der Mann erhiblich verletzt wurde. Durch den heftigen Anprall ist auch der elektrische Wagen beschädigt worden. * Gevelsberg, 17. Dez. Dem Konditor Albert Be. von hier wurde vorgestern abend in Pferd nebst Wagen gestohlen. Von dem Diebe fehlte jede Spur. Gestern gelang es nun der tung in Witten, den Dieb in der Person eines 22jährigen Burschen zu ermitteln. Das Fuhrwerk, welches sich noch in seinem Besitz besand, wurde dem Bestohlenen wieder zugestellt. * Soest, 17. Dez. Aus Rache wegen seinter durchaus gerechtsertigten Entlassung steckte in der vergangenen Nacht ein jugendlicher Knecht des Berghoff in Wiltrop(Amt Oestinghausen) das Anwesen desselben in Brand. Wohnhaus, Scheune und Viehstall gingen in Flammen auf. Mobiliar konnte, wie auch das Vieh, mit Ausnahme von 2 fetten Schweinen, gerettet werden. Der Brandstifter wurde verhaftet. * Elberfeld, 17. Dez. Der ehemalige Schriftsetzer Gustav Naujock von hier, der unter dem Namen Ricardo Sacco wiederholt als HHungerkünstler auftrat, wurde im hiesigen Thalia=Theater abgesaßt, wie er bei einer angekündigten 47tägigen Hungerkur sich von dem ihn beaussichtigenden Wächter der Wach= und SchließGesellschaft Bonbons zustecken ließ. Sacco wurde sofort entlassen. * Lennep, 16. Dez. Auf nicht gewöhnliche Art hat ein älterer, verheirateter Arbeiter, der auf einem hiesigen großen Werk beschäftigt ist, einen Unfall erlitten, dessen Folgen noch nicht sabzusehen sind. In sehr bedenklichem Zustande war der Mann dem Kranbenhause zugeführt worden, wo man, laut dem„R. G.= Anz.“ feststellte, daß er vier seiner künstlichen Zähne verschluckt hatte. Der Hergang ist noch nicht völlig aufgeklärt. Im Krankenhause wurde sofort eine Operation vorgenommen. Die Vaftet. * Remscheid, 16. Dez. Warnung an Fabrikanten und Arbeiter. Der„R. Z.“ wird geschrieben: Seit einigen Tagen hält sich hier ein Herr Josef Großmann, angeblich Ingenieur aus Budapest, auf, um die hiesige Fabrikation, speziell die Sägenfabrikation zu studieren sowie Meister und Arbeiter von hier mitzunehmen. Die Fab rikanten werden gewarnt, genanntem Herrn die Fabrikation zu zeigen, und die Arbeiter seien auf die horrenden WWohnungs= und Lebensmittelpreise in Budapest, wo sie außerdem die Sprache nicht verstehen, tuschictev. en mt * Solingen, 17. Dez. Als neue Wohlfahrtseinrichtung ist hier nach dem Vorbilde ähnlicher Einrichtungen in anderen Städten eine Zentvale für Jugendfürsorge ins Leben gerufen worden, die ihre regelmäßige Tätigkeit morgen beginnen wird. * Herscheid, 16. Dez. Ein beklagenswertes Unglück stieß dem 19jährigen Schlosser Ernst Sch. vorgestern auf seiner Arbeitsstelle im benachbarten Friedrichsthal zu. Beim Bearbeiten einer Matrize flog ihm ein kleines Stahlsplitterchen vom Hammer ins linke Auge, durchschlug den Augapfel und blieb tief im Glaskörper stecken. Leider suchte der Schwerverletzte erst gestern, nachdem bereits seine eiterige Entzündung ausgetreten war, die Augenklinik zu Hagen auf und ist die Hoffnung auf Erhaltung des Auges nur gering, wenngleich der Stahlsplitter mittells eines Elektromagneten balld entfernt wurde. * Köln, 16. Dez. Der Geldbriefträger Abels wurde heute früh in seinem Hause der Drususgasse von einem Menschen mit der Flasche auf den Kopf geschlagen, sodaß der Ueberfallene zu Boden stürzte. Der beabsichtigte Raub gelang jedoch nicht, da der Täter durch hinzugeeilte Personen festgehalten wurde. Die Polizei verhaftete ihn, Abels ist micht ubedenklich verletzt worden, da die Kopfwunde vernäht werden mußte. * Köln, 16. Dez. Ueber den Raubanfall auf den Geldbriefträger Abels werden noch folgende Einzelheiten gemeldet: Ein bis jetzt dem Namen nach unbekannt gebliebener junger Mensch hatte einen kleinen Laden in dem Hause Drususgasse 3 gemietet, angeblich, um dort Weihnachtsartikel zu verkaufen. Er hatte eine Postanweisung an sich selbst adressiert und schlug den Geldbriefträger Abels, als dieser das Geld au sbezahlt hatte, auf den Kopf. Abels, der noch weitere Schläge auf den Hinterkopf erhielt, setzte sich zur Wehr und rief um Hilfe. Es kamen mehrere Hausbewohner und auch ein Schutzmann herbeigeeilt, die den Briefträger niederknieend vorfanden. Der Briefträger blutete sehr stark. Der Täter setzte sich bei seiner Verhaftung eenergisch zur Wehr und verweigerte jede Auskunft über seine Persönlichkeit. * Mülheim(Ruhr), 17. Dez. Beim Versuch, das Herdfeuer durch Zugießen von Petroleum zu hellerer Kleine Chronik. Newyork, 17. Dez. Aus Birmingham im Staate Alabama wird gemelldet, daß in der Kohlengrube von Jolande 90 Arbeiter verschüttet wurden, von denen nur 14 lebend zutage gefördert wurden. 15 Leichen sind geborgen worden. Teheran, 17. Dez. Zwischen dem Schah und dem Parlamente sind Verhandlungen zur friedlichen Beilegung der Krisis eingeleitet. 6 — Berlin, 17. Dez. Sonntag ist im Hosputm der Stadt Berlin in Reinickendorf unter eigenartigen Umständen ein krasser Mord verübt worden. Der bereits im Greisenalter stehende Hospitalit Alexander Pawletta erstach einen 63jährigen Hausgenossen Erdmann Lehmann, mit dem er seit langer Zeit verfeindet war, mit einem bohrerartigen spitzem Draht. Die Tat scheint nicht in plötzlicher Aufwallung verübt worden zu sein, Pawletta begab sich viellmehr it dem Mordinstrument nach dem Zimmer seines Opfers, rannte ihm den Draht in den Leib und entfernte sich mit den Worten:„Der hat genug! Was mir bevorsteht, weiß ich ja.“ Das Instrument traf Lehmann so unglücklich, daß er nach kurzer Zeit verstarb. Der Mörder wurde verhaftet. — Frankfurt a. M, 17. Dez. In der Nacht von Sonnabend zum Sonntag kam es in Bockenheim zwischen drei Fuhrleuten und einer Anzahl junger Leute zu einem Straßenkampf, bei welchem mit Messern gestochen und mit Revolvern geschossen wurde. Der 36 Jahre alte Fuhrmann Lorberg erhielt 8 Stichwunden und liegt hoffnungslos darnieder. Auch der Fuhrmann Anvon Strauch wurde erheblich verletzt. Die Verletzten wurden ins Krankenhaus transportiert. Von den Messerhelden fehlt jede Spur." — London, 17. Dez. Die beiden Engländer, Kapitän Morris und Kapitän Beckworth, hatten sich mit je vier Mann Besatzung an Bord eines Segelschiffes eingeschifft, um die Fahrt nach Südamevika anzutreten. Die beiden Segelschiffe haben munmehr die Entsernung von Portsmouth bis Para, welsche 4500 Seemeilen beträgt, zurückgelegt. Das erste Segelschiff benötigte dazu 56 Tage, das zweite 96. — London, 17. Dez. In Lord Lonsdalos Jagdschloß wurde in der Nacht ein Einbruch verübt, wobei viele unbezahlbare Andenken von hohen Persönlichkeiten entwendet wurden. Es befinden sich darunter goldene Zigarren= und Zigarettenbehälter sowie vier andere Geschenke von Kaiser Wilhelm. Dies und das. Vom kleinen, aber klugen König. Kaiser Wilhelm ist, wie bekannt, seit Jahren bemmüht, die Speisekarte an seinem Hofe zu verdeutschem, und llegt auch Wert auf die Verwendung deutscher Küchenerzeugnisse. Aehnliches wird jetzt vom König von Itullien, dem kleinen, hierselbst infolge Explosion der Kanne gefährliche Brandwunden. Der in der Stube entstandene Brand konnte durch Eingreisen der Nachbarn gelöscht werden. aber klugen König, berichtet. Der König hat angeor net, daß die Speisenfolge ffür seine Tafel außer bei bbesonderen Gelegenheiten in italienischer Sprache abgefaßt werde und daß in seiner Küche und seinem Keller möglichst viel italienische Erzeugnisse verwendet werwenn Sie Ihren Weihnachtsbedarf in Manufakturwaren, Damen- und Herren-Garderoben Kinder-Konfektion, sowie Wollwaren, Weisswaren, Hand=chube, Korsetts. Unterzeuge etc. nur im Kautflause Gebrüder Bieis. Schwerte ,.m grhaft jader Käufer ein nur im Kaufhause Gebrüder Sieie. Schwerte. billiger wie jede Konkurrenz der Grossstadt, ausseraem schönes, praktisches Geschenk —- f erlalt„eder 's ist ein Weltskind, das Käthchen,“ sagten die Männer bedauernd, und die Weiber klagten:„Wer es jetzt in seinem Bettchen gesehen habe, der könne sich nicht darüber täuschen, daß es schon halb im Himmel sei!".. Im Himmel war es denn auch, so weir als jede reine Kinderseele es ist; denn es spannt sich ein lichter blauer Himmel so nieder über die Erde, daß nur die Kinder unter seinem Zelte wandeln können. Wir Großen sind darüber hinausgewachsen, seine Herrlichkeiten sind uns verhüllt— er liegt unter uns wie die Wolken, wenn wir auf dem Gipfel eines hohen Berges „Nun, Käthchen, wie geht es dir?“ fragte Johannes, zu „Danke, gut!“ sagte Käthchen pflichtschuldig und seiner GeEs lag etwas unbeschreiblich Rührendes in dieser kindlichen, halb unbewußten Selbstbeherrschung. Johannes wurden die Augen feucht. Er bog sich nieder und drückte einen Kuß auf „Noch einens“ bat die Kleine und schlang zürtlich, Resau verletzte Aermchen um den breiten Nacken des großen „Unser Käthchen,“ sagte der Lehrer,„ist ein beherztes Mädchen. Denken Sie, Herr Professor, sie war neulich die einzige in der ganzen Schule, die dem Fräulein von Hartwich einen Ein leichtes Rot ergoß sich über Johannes Gesicht bei Nennung dieses Namens. Er setzte sich auf den Rand des Bettes und blickte das Kind seelenvoll an.„Wirklich? Tatest du das. du Engel?“ flüsterte er und drückte den schönen Mund nochmals auf die Lippen des Kindes. Er neigte das Haupt zu dem reizenden Köpfchen nieder und versank in ein süßes Nachdenken. Er sah Ernestine mit dem Kinde im Arme vor sich, dann wurde es aber allmählich ein anderes, das ihre Züge trug! Er liebte das fremde Kind, seit er es in Beziehung zu Ernestine gebracht — wie würde er erst das ihre— das seine lieben!— Tiefe Stille herrschte in dem niederen Gemach. Die Eltern schauten schweigend auf die Gruppe. Herr Leonhardt rührte sich nicht: er allein verstand, was in Johannes vorging. Der Kleinen Brust senkte und hob sich immer ruhiger und regelmäßiger, er stützte ihr Köpfchen mit seiner weichen, warmen Hand, und sie entschlummerte unter dem milden Blick ihres Beschützers. Johannes sah nach der Uhr, die Aerzte, welche die Gräfin schicken sollte, konnten noch lange nicht hier sein. Dennoch wollte er „Mann,;“ flüsterte Frau Keller dem Gatten zu.„Nir it soeben ein ganz sonderbarer Gedanke gekommen. Als der Schulmeister vorhin sagte, Käthe habe die Hartwich geküßt, da ist mir's erst wieder eingefallen, wie das Kind damals heimkehrte und den Vorfall erzählte und sich beklagte, die anderen hätten gespottet, es werde ihm nun sicher was zustoßen, die Hartwich werde ihm etwas antun!— St, sei still, daß es der Schulmeister nicht hört,— er würde böse! Aber, ich kann mir nun einmal nicht helfen— sonderbar ist's doch!“ Der Mann sah die Frau nachdenklich an un hinter den Ohren. Nach einer kleinen Par „Man soll auf so etwas nichts geben, aber? gentümliches Zusammentreffen ist es. De. Hartwich— was braucht sie unser Kind zu kuse. bei ihr immer ein Aber.“ „Sprich doch mit dem Pfarrer darüber, was der wohl meint. Aber laß ja den Lehrer nichts merken. Geh, sag, du wolltest einen Schoppen trinken. Das Kind schläft ja jetzt.“ Der Mann schlich sich so leise er mit seinen schweren Nagelschuhen konnte, hinaus, um in diesem bedenklichen Fall den Rat des Pfarrers einzuholen. Zweites Kapitel. Volkes Stimme Gottes Stimme!? Als Keller an dem Wirtshause vorbeikam, wollte er seinen trockenen Gaumen mit einem Schluck anfeuchten und fand den geistlichen Herrn in der Gaststube, umgeben von einem Kreis der Honoratioren des Dorfes und benachbarten Ortschaften. Auch der protestantische Pfarrer war dabei; denn eine so außerordentliche Begebenheit mußte doch gemeinschaftlich durchgesprochen werden. Der Wirt trug fleißig Schoppen und Flaschen ab und zu und lobte heimlich das geschehene Unglück, weil noch nie so viel getrunken worden war, wie gerade heute. „Ah, da ist ja der arme Vater! Nun, wie geht's, wie stet's?“ tönte es dem Keller entgegen, als er eintrat. „Schlimm,“ sagte er,„das Kind wird gewiß ein Krüppel werden.“ Ein bedauerndes Gemurmel erhob sich. Keller wandte sich an den katholischen Pfarrer mit der Bitte, ihm ein Wort allein sagen zu dürfen.. Dieser lieh ihm bereitwillig sein Ohr. „Hochwürden," begann der Bauer,„die Kolumbane meint. die Hartwich hab's dem Mädchen angetan.“ Der Pfarrer schlug die Hände zusammen:„Was Ihr sagt! Woher glaubt sie das?“ Keller erzählte den Hergang der Dinge. Der Geistliche schüttelte den Kopf und sagte zu dem protestantischen Amtsgenossen mit lauter Stimme:„Ist es nicht, mein verehrter Amtsbruder, als wolle uns Gottes Finger immer mehr darauf hinweisen, daß wir uns nicht ferne genug von jener fragwürdigen Persönlichkeit halten können, welche sich leider wie ein hat?“ EKeller Kehle. „Ja, „Wem geraten?“ „Keinem, keinem!“ „Hat sie nicht den Samen ihrer lästerlichen Lehren unter Euch auszustreuen versucht, hat sie nicht an den Krankenbetten. so lange wir sie zuließen, statt der leidenden Seele himmlischen Trost zu spenden, ihr wie die Schlange des Paradieses Zweifel in das Ohr gezischelt?“,...„„ „Ja, ja— sie hat despektierlich über die Herren Geistlichen und ihr Amt geredet.“ Beide Pfarrer sahen sich mit schmerzlichen Blicken an. ]„Sie hat offenbar Rebellion gegen die Kirche gepredigt.“ rief der Vikar,„sie hat mir sogar, als ich in der Würde meines Berufes kam, um der kranken Kunigund' die letzte Oelung auf das Schloß zu bringen, die Tür gewiesen unter dem Vorwande, die Magd werde nicht sterben und die Zeremonie werde sie aufregen und kränker machen. Sie konnte den Anblick des Gekreuzigten in ihrem Hause nicht ertragen. Sie ist eine Ungläubige! Wir alle, wir empfinden den Fluch ihrer Nähe— aber wir müssen sie unter uns dulden. Der Teufel hat jetzo das Humanitätsmäntelchen angelegt, darunter er all dieses Gezücht verbirgt, daß man ihm nicht mehr beikommen kann!" „Sie ist eine Gefahr für unsere Gemeinde,“ ergänzte der protestantische Pfarrer,„und es stehet geschrieben:„Aergert dich dein Auge, so reiß es aus“,— wir aber, wir dürfen das Geschwür das uns quält, nicht ausschneiden.“ „Warum nicht,— wer soll's uns wehren?" schrien die wütenden Bauern. „Die hohe Obrigkeit.“ „Wenn die Obvigkeit Gottesleugner und Hexen beschützt.— soll sie das Donnerwetter—“ (Forts. folgt.) Mothe-Gocjulig. lomts-Rabbionung ist hiermit eröffnet. B4965 Dieselbe ist mit den ersten und schönsten Neuheiten der Saison ausgestattet und bitte ich um gütige Besichtigung. Als besonders zu Geschenken geeignet empfehle: Hochelegante Unterröcke in allen Preislagen, Damen- u. Kinder-Schürzen in hervorragenden Neuheiten, Taschentücher aller Art, l’laids, Handschuhe, Tischdecken, Tee- u. Kaffee-Decken, Blusen-Sammete, Blusen Seiden, Kostümröcke, sämtl. Damen-Wäsche, Pelze in grosser Auswahl. = Auf alle Kleiderstoffe gebe bei Barzahlung 10% Rabatt. Hochachtend Ernst Müller, Schwerte, Ostenstrasse 18 5 dei. Iy Klcer angsichen Chnangertg die uach im Keller lagern, sollen, nach der Frankf. Ztg., nur bei außerordentlichen Gelegenheiten getrunken werden. Frhr. von Lindenau vor Gericht. Am Donnerstag findet vor der Strafkammer in Karlsruhe der Prozeß gegen den Frhrn. v. Lindenau statt, der im Hauprozeß viel genannt worden ist. Der damalige Zeuge hat sich wegen Beleidigung und Erpressung an Frl. Olga Molitor zu verantworten. Ein Sechs=Tage=Radrennen hat in Newyork stattgefunden. Sieger wurde der Deutsche Rütt, der in 144 Stunden 3729 Kilometer 347 Meter zurücklegte. Einer der Fahrer ist zu Tode gestürzt. Grubenunglück in England. In der Dinas=MainKohlengrube in Süd=Glamorglanshire in England fielen sieben Bergleute einer Explosion zum Opfer. Der Reuter=Vorleser August Junkermann wurde zu seinem 70. Geburtstag zum Ehrenmitglied des Stuttgarter Hoftheaters ernannt. Schiffsunfall. Im Kieler Hafen überrannte der Dampfer„Thielen“, den Zweimaster„Frieda". Die Besatzung des sinkenden Seglers konnte gerettet werden, auch der in seiner Kajüte schlassende Kapitän. Eine Baronin als Schwindlerin. Vor dem Schwurgericht in Salzburg hatten sich die Baronin Wolf=Todenwart und ihr 21jähriger Sohn wegen Vagabundierens, Zechprellerei und sonstiger Betrügereien zu verantworten. Die Baronin wurde zu 1 Jahr 3 Mon. schweren Kerkers und ihr Sohn zu 14 Tagen Arrest verurteilt. Die Baronin ist Schnapstrinkerin.— Aus dem Schlosse des Lord Lonsdale, dem englischen Freunde des Kaisers, wurden sehr wertvolle Andenken gestohlen, darunter mehrere Geschenke Kaiser Wilhelms. Aus der sozialen Bewegung. (Arbeiter als Schöffen.) Das Kartell der christlichen Gewerkschaften in Köln hat sich an die maßgebenden Behörden gewandt und die Hinzuziehung von Arbeitern alls Schöffen und Geschworene bbeantragt. Einer Anzahl der auf der miteingereichten Vorschlagsliste bezeichneten Arbeiter ist nun die Mitteilung zugegangen, daß sie als Schöffen bezw. Hilfsschöffen bestimmt worden sind. Arbeiterschutz. Von den beteiligten preußischen Ressortministern sind unterm 17. Juli d. Is, neue Grundzüge für Polizeiverordnungen, betreffend die Arbeiterfürsorge auf Bauten, erlassen worden, die den „Wünschen der in Betracht kommenden Kreise in weit„##ndem Maße Rechnung tragen und namentlich über die Anlage und Einrichtung der Baubuden und deren Evwärmung in der kälteren Jahreszeit, die Schuffung von Gelegenheiten zum Wärmen von Speisen und Getränben, sowie auch über die Anlage und Beschaffenheit der Bedürfnisanstalten wesentlich schärfere Bestimmungen enthalten als die bisher maßgebenden„Grundzüge“ vom 7. Juli 1899. Die Provinzialbehörden sollen Sorge tragen, daß beim Erlasse neuer und der Abänderung bestehender, weniger ausführlicher Arbeiterschutzverordnungen die neuen Grundzüge nach Möglichkeit Verwertung finden. Unsere Preis=Aufgabe! Die diesjährige Preisaufgabe stellte an die Leser größere Anforderungen als im Vorjahre, ohne jedoch allzu schwierig zu sein, und daß viele mit der Lösung fertig wurden, das zeigen die zahlreich eingegangenen Antworten. Daß von diesen Antworten ein großer Sesers Der Weihnachtsmann hat in diesen Tagen alle Hände voll zu tun, und Groß und Klein nimmt er für seinen Dienst in Anspruch. So viel Zeit läßt er aber jedermann, daß er seine notwendigsten Geschäfte pünktlich besorgt. Zu diesen Geschäften gehört es, die Schwerter Zeitung sei es durch die Boten oder durch die Post, zu abonnieren. Soll für die alten Abonnenten der Bezug des Blattes keine Stockung erleiden, wollen neue Abonnenten pünktlich zum Beginn des neuen die„Schwerter Zeitung“ erhalten, um zu wissen, was in der Heimat, im Vaterlande und in der Welt vorgeht, so müssen sie in diesen Tagen bereits die„Schwerter Zeitung“ bestellen, und wer Angehörige in der Ferne hat u. ihnen eine täglich aufs neue fühlbare Weihnachtsfreude machen will, der schließe ebenfalls für diese Angehörigen ein Abonnent auf unsere Zeitung ab. Jeder treue Abonnent empfiehlt die Schwerter Zeitung zum Schlusse des Quartals überall, weil sie ihm gefällt. B85S Teil von Grund aus verkehrt war, läßt sich denken. Der übrige Teil war mehr oder minder gut. Alle Lösungen erforderten jedenfalls Ausdauer und Fleiß, die in allen Fällen anerkannt werden müssen. Unsere Fragen lauteten: Was schuldet die Schwerter Zeitung ihren Lesern? Was schulden die Leser der Schwerter Zeitung? Die Antworten lauteten: Als moderne Zeitung schuldet die Schwerter Zeitung ihren Lesern: Schnellste, sichere und wahrheitsgetreue Aufklärung über alle wichtigen Ereignisse der Politik und des öffentlichen Lebens, zuverlässige Berichterstattung aus der engen und weiteren Heimat, gute Unterhaltungslektüre für den Familienkreis, praktische Winke für Haus und Beruf, ehrlichen Rat auf allen Gebieten der Kultur und des Wissens. Die Leser schulden der Schwerter Zeitun: Treue als Abonnenten, freundliche Empfehlung in allen Kreisen und Werbung neuer Leser, rege Mitarbeit durch rasche Mitteilung aller ihnen bekanntwerdenden Ereignisse, Aufgabe ihrer Inserate jeder Art und grundsätzliche Unterstützung der Firmen und Geschäftsleute, welche in der Schwerter Zeitung annoncieren. Die ausgesetzten 12 Preise kamen wie folgt zur Verteilung: Heinr. Schulte, Schwerte, Nordw. 14(Nähmaschine); Anita Eggers, Schwerte, Dammstr. 15,(Kupferstich); Gertr. Krämer, Dortmund, Moltkestr. 4(Nähtruhe); Joseph Falke, Schwerte, Mittelstr. 6(Handschuhkasten); Werth, Hagen, Fleyerstr. 26(Prachtwerk: Berühmte Gemälde der Gegenwart); Theodor Broermann, Schwerte, Paulinenstr.(Platen, Heilmethode.) Gesche Wclick Schmerlich osceranscer Malschucch Friedrich Esser, Schwerte,(Ansichtskarten=Album); Minna Richter, Schwerte, Schützenstr.(Kaffeemühle); W. Fingerhut, Schwerte, Bahnhofstr. 45(Bild: Winterlandschaft mit Hochwild); Elfriede Staas, Schwerte, Bahnhofstr. 3(Wandbrett); Ernst Homel jun., Schwerte,(Kouriertasche.). Einige Lösungen, darunter auch gen erst nach Schluß der festgesetzten Stunde ein, sodaß sie nicht mehr Berücksichtigung finden konnten. Die Auffassung einiger Rätsellöser, daß wir noch etliche Worte zur Irreführung eingefügt hätten, ist falsch. Wahl hatten wir als kleine Erschwerung das Wort „ehrlichen" fettgedruckt, doch können wir feststellen, daß die Rätselfreunde ohne Ausnahme das Wörtchen, ehre lich“ in irgend einer Verbindung untergebrat. Wven, gleichwohl kam keiner auf den Gedanken, dem Fettdrucke Ausdruck zu geben dadurch, daß er das Wörtchen unterstrich. Den dieses Mal Unterlegenen möge folgendes Verslein über die Niederlage hinweghelfen: Beim Raten hat nicht jeder Glück, Mag er auch recht viel Fleiß entfalten; Doch keiner schrecke bang' zurück, Lass' seinen Eifer gar erkalten. Was nicht geglückt in diesem Jahr,— Die Hoffnung lasse niemand sinken,— Wird 1908 dann wahr, Wenn größ'ren Glückes Sterne winken. Wem darum jetzt ein Preis entgangen, Der denke: 1908 Wird frischen Mut's neu angefangen, Und richtiger wird's dann auch gemacht. Dortmunder Städtischer Viehhof. Aufgetrieben waren: 1140 Stück Großvieh, 2832 Schweine, 372 Kälber, 97 Schafe. Bezahlt wurde für 100 Pfund Schlachtgewicht: Ochsen: 1. vollfleischige; ausgemästete höchsten Schlachtwertes 76—78 Mk., 2. junge fleischige, nicht ausgemästete und ältere ausgemästete 72—75 Mk., 3. mäßig genährte junge, gut genährte ältere 67—71 Mk., 4. gering genährte jeden Altens 60—66 Mk.; Bullen: 1. vollfleischige ausgemästete Bullen bis 5 Jahren 73 —75 Mk., 2. vollfleischige jüngere Bullen 69—72 Mk., 3. mäßig genährte jjüngere und gut genährte ältere 63 —68 Mk., 4. gering genährte 58—62 Mk.; Rinder und Kühe: 1. vollfleischige ausgemästete Rinder höchsten Schlachtwertes 74—75 Mk., 2. vollfleischige ausgemästete Kühe höchsten Schlachtwertes bis zu 7 Jahren 70— 73 Mk., 3. ältere ausgemästete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Kühe und Rinder 65—69 Mk., 4. mäßig genährte Kühe und Rinder 55—64 Mk.; Kälber für 100 Pfund Lebendgewicht: 1. feinste Mast=(VollMast) und beste Saugkälber 55—57 Mk., 2. mittlere Mast= und gute Saugkälber 50—54 Mk., 3. geringe Saugkälber und ältere gering genährte(Fresser) 44 —49 Mk.; Schafe: 1. Mastlämmer und jüngere Masthammel 75—80 Mk., 2. älteve Massthammel 65—74 Mk.; Schweine: 1. wollsleischige der seineren Rassen und deren Kreuzungen im Alter bis zu 1¼ Jahren 58 Mk., 2. fleischige 55—57 Mk., 3. gering entwickelte sowie Sauen und Eber 50—54 Mark. Tendenz: mittel. Unverkauft blieben 22 Stück Großvieh. Verantwortl. Redakteur: Friedhelm Kemper. Für den Inseraten= und Reklameteil verantwortlich: Jac. Christ. Druck u. Verlag von Carl Braus, sämtlich zu Schwerte Für praktische, gediegene Geschenk=Artikel zum Weihnachtsfest ist die anerkannt beste und billigste Bezugsqueile das altbewährte Kaufbaus— S Hauptgeschäft; Hagen i. W. 97, 99, 101 Frankfurterstr. 97, 99, 101 Enen K, 1.U. Zu Geschenken gceigneie Artikel sind in allen Ableilungen zu 4000& Ge. begonders Borleiballen Preisen augelegt. Sortmand Kleiderstoffe. Hervorragendes Angebot. Praktische Hauskleiderstoffe per Meter 75 Pf Fantasiestoff in engl. Geschmack per Meter 95 Pf. Reinwoll. Cheviots alle Farben per Meter 95 Pf. Satintuch mod. Farben und schwarz p. Mtr. 1.95, 1.50 Seidenstoffe. Ponge-Messaline mod. Ballfarben p. Mtr. Mk. 1.50 Reinseid. Louisine-Schotten p. Ntr. Mk. 2.75 1.59 Louisine moderne Streifen per Meter Mk. 2.75, 1-95 #%2½ uni undf gemustert, in allen mod. Farben. 1##8 Velvers— per Meter 2.25, 1.65 1.35 Pelzwaren. Wir brirgen nur tadellos frische Qualitäten in den Verkauf Hermeline-Collier imit. Nk. 3.90 Nutria-Collier Mk6.75 Echt Skunks-Collier....... Nk. 16 50 Echt Hermeline-Cravatte...„Mk. 17.50 Unterröcke. Velourrock in allen Farben, m. Tresse garn. Mk. 3.75 Velourrock in a. Farben m. Sammetbandgarn. Mk. 6.00 Reinseidener Taffetrock alle Farben. Nk. 9.75 Moirette-Röcke„Letzte Neuheit.“... Mk. 11.00 Baumwollwaren. Kleidersiamosen waschecht... per Meter Schürzensiamosen 140 cm. breit per Meter Velour für Kleider und Blusen... per Meter Eiderflanelle für Unterröcke... per Meter Schirme. 50PI. 65 PI. 45P1. 60P1. Damen- u. Herrenschirm la. Gloria Damenschirm mit mod. Chinebordüre Ak. 4.75 Nk. 5.50 Strümpfe. Damenstrümpfe schwarz, gewebt, per Paar Damenstrümpfe breit geringelt, per Paar Damenstrümpfe reine Wolle.. per Paar Mk. Herrensocken reine Wolle.... per Paar Damanerhir# reinseid. Serge mit eleganten Na-7 75 Damenschirm turstöcken und Beschlagen Mk. 7: Damen- u. Herrenschirm Ia.Halbs. s. sol. Mk. 10.75 Taschentücher(im Karton) Kindertaschentücher m. buntem Rand per Dtzd. 95 Pf. Damen-Taschentücher mod.- Aust ½ Dtrd. Nr. 1.80 Damen- u. Herren-Taschentücher k, Btzd.#f 2.10 Teechantlichar engl. Leinenbatist. mit 3 2.00 Damen- laschentucher Hohlsäumen ½ Dtrd. Mk.4 Damen-Wäsche. — Anfertigung auf eigenen Ateliers.— Taghemd Hemdentuch mit Zwirnspitse. Mk. 1.45 Taghemd Hemdentuch mit Madeirapasse Mk. 2.25 Beinkleid Hemdentuch, festoniert.... Mk. 1.50 Beinkleid Croisé mit Languette.... Nk. 1.95 Herren-Wäsche. Oberhemden Perkal m. losen oder festen 3 90 Fertige Oberhemnuen Manschetten per Stück Nk. 9.80 eiee Obarbamden, Plqué-Einsätze, la Rumpf. 4 75 Weisse Obernemden ston,.. per Stück Hk. Kragen moderne Facons..... per Stück 50 Pf. Bunte Garnituren Serviteur u. Munschetten Nk. 1.65 Wäsche. cher la. Halbleinen elegante Blumendessins 105 Tischtücher 115/165...... per Stück Mk. Teegedenk mit farbigem Rand, mit 6 Servietten, 410 leegedech........ im Karton Mk. 7.10 ## elegante Jacquard-Dessins. mit 6 400 Tischgedech Servietten im Karton... Nk. 4.90 Bettuch Ia. Qualität, 150/230 per Stück.. Nk. 2.65 Schürzen. Tändelschürze weiss mit bunt...... 50 Pf. Tändelschürze weiss mit Stickerei..... 95pe. Siamosen-Hausschürze mit Latz u. Träger 95 Pf. Miederschürze gestreift Satin mod. Form Mk. 1.95 Grosse Auswahl Tischdecken, Gardinen, Dekorationen, Teppiche, Läuferstoffe, Felle, Vorlagen, Kleinmöbel. Blumenschmuck unter darf bei keiner Bescherung fehlen. Hierzu bieten die Blumen-Ausstellungen d. Firms Louis Engelke. e„Bagen, Bahnhofstrasse 42:: Elberfelderstrasse 11. W die reichste Auswahl.— Besonders empfehle ich die von mir eingeführten Immortellen- Arrangements 2 D welche in kurzer Zeit allgemein beliebt geworden und durch mich in fast allen grösseren Plätzen Verbreitung fanden. Man stele Vergleiche an und lasse sich nicht durch Nachahmungen irre führen. In frischen Blumen ist meine Auswahl herverragend! Blühende Pflanzen, Palmen, Jardinieren und langstielige Schnittblumen, letztere direkt aus den ersten Bezugsquellen der Riviera bezogen. Mein gresres Lager in Kunstblumen und — kunstgewerblichen Erzeagnissen ist ebenfalls sehr beachtenswert! S— e Perneprech-Anschlüisse Nr. 630 a-4. F# Geldene Medallle u. Ehreudiplem der Internatienalen Gartenbau-Austsellung Paris 1 Rotstern, Violetstern, wolen in allen Stärken für Hand- und Maschinenstrickerei.BR Ein hochelegantes, gebrauchtes = Pianino= ist mit 20jähriger Garantie sehr — billig zu verkaufen.— H. van Bremen Dortm:, Heiligerweg 15. Tel. 7681 Gute Fristeos: Junge Leuteerhalten kostenl. ausführl. Prospekt d. Landwirtschaftl. Lehranst. u. Lehrmolkerei Braunsch weig. Madamenweg 158-Tausen de v. S“ellung. besetezt Direktor Krause. In 15J. ü.2800 Schüler. — Alle uur Backen— empfiehlt in besten Qualitäten arnst Kleim. 9 55 WeihnachtsFeiertage bringe mein reichhaltiges Lager in Cigarren in allen Preislagen in empfehlende Erinnerung. Karl Kühl, ältestes Cigarren=Geschäft am Platze. Brückstraße 28. Putzgeschäft an verkehrsreicher Straße in Hagen(3 Schaufenster) sofort oder später brankheilshalber! billig zu verkaufen. Offerten unter K 1000 an die Expedition der Schwerter Zeitung. 55 Hochtragende 25 preiewert abgugeben Tillmann, Sommerberg. Großes, freundl., 49915 möbl. Zimmer per 1. Januar 1908 zu vermieten. Näheres in der Geschäftsstelle der Schwerter Zeitung. Eur chhre un S Gartenland ge vermieten. Ernst Steinkühler, Seilungg 19. und 1. oder 2. Elage Südlage, mit 5—6 Zimmeru und Jubehör per 1. April 1908 gesucht. Schriftliche Angehote, unter 9 500 an die Geschäftsstelle der Schwerter Jeitung erbeten. 95063 5 * mit dem Mädchen ausstieg. Sie ist dem Paare bis zur großen Brücke gefolgt. Die Fiau hat dann ihren Weg nach Hause fortgesetzt. Wie uns weiter mitgeteilt wird, soll Hesse einige Tage vor dem Mordtage in Hagen gewesen sein und dort eine junge Dame verfolgt haben. diese dann in ein Haus flüchtete und die Tür hinter sich zuschlagen wollte, hat H. sich gegen die Türe gestemmt und Drohungen ausgestoßen. Durch das Hilfegeschrei wurde Hesse verscheucht. Dieser Tage wurde H. der Dame gegenübergestellt und von dieser aufs bestimmteste wiedererkannt. Friede auf Erden. Tauig seiner Morgennebel lliegt noch ob den Kuppen und Waldhängen. Frau SSonne und Gevatter Wind sind eben bemüht, den verschlafenen Berghäupdern die zersetzten Haubenbänder zu llösen, und schon spiegelt sich blauleuchtender Himmel in allen Lachen des Weges. Pfarrer Reinhard ist auf dem Gang nach dem Filial: ein Fünfziger, mankig, gutmütig und derb. Lustige graue Aeuglein blinzeln unter finstern, krausen Brauen. Der dürftige Gehrock flattert aufgeknöpft um die starken Lenden. Am Waldeck, wo der Pfad sich in's Wiesental senkt, macht der Pfarrer Halt, d. Waldpredigt abbrechtne, die er mit tönendem Baß den Bäumen und Tieren des Weges gehalten, als wären sie seine Pfarrkinder „Wundersames Weihnachtswetter!“ murmelt er; sein Blick gleitet hinaus ins flimmernde Tal. „Die unbegreiflich hohen Werke sind gerrlich wie am ersten Tag— im heiligen Wehen des Wichnachtsfriedens weitet sich das Herz, und die Seele erschweigt in demütigem Gebet, dem Bauherrn der Welt zum Preis! Ehre sei Gott in der Höhe!“ anderer hält, kurz darauf, am Waldeck Rast, ein verfahrenes Menschenkind, das von qualvollem Irrgang reuevoll heimkehrt. Vor fünf Monden hat der Seppi in frevlem Sinn der Heimat Valet gesagt, ein jungbraves Weib nach kurzer Ehe böslich verlassend. In der Fremde hat er's zuerst getrieben wie zu Haus auch: stracks verjubelt, was mit saurem Schweiß verdient war. Von Stadt zu Stadt ist er gewandert, von Fabrik zu Fabrik; an keinem Ort hat's ihn gelitten, Frieden hat er nirgends gefunden. Dann nahte wieder die Weihnacht, da hat's ihn heimgezogen; er hat wieder gebetet und sich im Innersten gebessert. Nun steht er da, bitterlich weinend und durch Tränenschleier sieht er dort sein Dorf im Sonnnglanz, dort die Kirche mit funkelndem Gockel, dort die Spinnerei, in der er wordem geschafft und dort— Schamröt; steigt ihm zu Gesicht— dort das weißgetünchte Häuslein, darin ein armes Weib in übergroßem Harm ihn erwartet, Tag für Tag!— erwartet?.... ja, wenn sie nicht verdorben und gestorben ist vor Gram und Elend. Weh ist's dem Seppi ums Herz und doch so wohltuend dünkt ihn die heilsame Gottestraurigkeit, draus ganz leise die Weihnachtsbotschaft klingt: Unverloren, Unverloren! und die ihm nun ein inniges Gebet abpreßt, dem treuen Hüter verirrter Menschenkinder zum Lob. Ehre sei Gott in der Höhe! Der Pfarrer war nahe am Dorf, als Seppi ihn einholte und anredete. Der wackere Seelsorger sah ihn erst starr an, dann aber umkrampfte seine sehnige Faust den knorrigen Eichenknüttel, daß der andere unwillkürlich zur Seite wich. „Ha! du bist's!“ sagte er endlich,„du treuvergessener Bursche. Gehst auf und davon, siehst dir die Welt an und währenddem sitzt eine arme Seele daheim und weint sich die hellen Augen blind. Sag, wie hast du's nur übers Herz bringen können, sie so im Elend sitzen zu lassen!— Eine junge Frau, so kreuzbrav wie keine im ganzen Tal?“ „Ihr habt recht, Herr Pfarrer, ich hab' gehandelt wie ein Bube, und doch bin ich ein anderer geworden, als wie ich ging. „Das kennen wir! faule Versprechungen!... nach 8 Tagen kommt der alte Adam wieder zum Vorschein.“ „Herr Pfarrer, habt Mitleid mit einem elenden Menschen, der ein rechtschaffener Mann werden möchbe... Helft mir!.... legt ein gut Wörtlein für mich ein— bei ihr!“ „Gut Wörtlein!— helfen, helfen!— als ob man so mir nichts dir nichts flicken könnte, was ein leichtfinniger Mensch wie du so übel zugerichtet hat.“ „Ist's nicht heute Weihnachten, Herr Pfarver? und Ihr verkündet den Leuten den Frieden? Ich hätt' halt auch gern mein Teil dran— Frieden, ja— und ich muß ihn wieder haben, meinen Frieden— Frieden mit meinem Herrgott, Frieden mit meinem Weib, Frieden mit mir selber.“ Der Pfarrer durchbohrte den armen Schelm mit forschendem Blick, dann sprach er mit gemilderter Stimme: „Freilich ist das Kind Jesus in die Welt gekommen, den Frieden Gottes allen zagenden Seelen zu bringen, auch dir, Seppi; aber Ernst muß es dir sein, heiliger Ernst— um diesen Frieden— ich will hingehen und deine Frau vorbereiten, aber du versprichst mir, alles wieder gut zu machen, was du an ihr verbrochen hast. Sie muß jetzt glücklich werden, hörst du: Sie muß, und durch dich! Wehe dir, wenn du wieder treubrüchig wirst. So, nun gib mir deine Hand, Seppi! Und er zerdrückte fast des Arbeiters Rechte in seiEine Weile hernach trat der Pfarrer wieder aus dem weißen Häuschen und rief den Seppi herbei: „Kannst jetzt hinein!“ sprach er zu ihm,„es soll alles vergessen und vergeben sein... um eures Kindes willen, deines Kindes! Heut Nacht ist’s gekommen, ein rechtes Christkindl! Das gebe u. erhalte Euch Gottes Frieden!“ Dem Glöckner wurde heute der Arm ganz steif vom langen Läuten, der Organist hatte sein Vorspiel beendet, die Gemeinde alle neun Verse des Liedes „Dies ist der Tag“ gesungen. Endlich erschien auch der Pfarrer, mit neuer Wärme die alte sel'ge Botschaft zu verkünden vom Kindlein in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegend. * WinyP. Hkes Brückstraße. Ecke Hellpothstraße. Billigstes sssssssssssssssss Letzte Drahtmeldungen. Die Revolution in Persien. Teheran, 18. Dez. Es wird jetzt immer klarer, daß das Vorgehen des Schahs gegen das Parlament und das Ministerium von der russischen Gesandtschaft inspiriert ist, als dderen willemloses betrachtet werden muß. Heute wurde das Schießen auf den Straßen wieder ausgenommen mit dem Erfolge, daß einige Dutzend Leute getötet wurden. Das diplomatische Korps versammelte sich zu einer Beratung der Lage. Teheran, 18. Dez. Die Nacht ist ruhig verlaufen, aber in der Frühe kamen Bauern aus der Umgegend nach Teheran, um die Schahpartei zu verstärken. Ein Zusammenstoß von unabsehbaren Folgen ist unvermeidlich, wenn der Schah darauf besteht, die Verfassung abzuändern und ein von ihm ausgewähltes Ministerium zu berufen, was ihm von dem Kommandeur der Kosaken, der des Nachts im Palais weilbe, aufs neue nahegelegt worden ist. Alle Gesandtschaften sympathisieren mit dem Parlament, ausgenommen die Rußlands und Frankreichs. Die verhafteten Minister sind infolge Dazwischentretens der englischen Gesandtschaft in Freiheit gesetzt worden. Bis jetzt ist für die Europäer anscheinend keine Gefahr. Die Krisis in Portugal beendet. Lissabon, 18. Dez. Nachdem Franco ein Abkommen mit den Nationalisten getroffen hat, sieht man dem Ende des Verfassungskonfliktes entgegen. Die offiziöse Presse freut sich des Abkommens und stellt die Vornahme der Wahlen in Aussicht. Man schon für diese Woche ein Dekret, das den Senat reformiert, und noch vor Weihnachten ein Dekret, das die Wähler zu den Parlamentswahlen beruft. Zur Krisis im Flottenverein. München, 17. Dez. Nach einer hier an hoher Stelle eingegangenen Nachricht, die zur Kenntnis des Prinzen Rupprecht gelangte, werden sowohl General Keim wie Fürst Otto zu Salm ihre Aemter im Flottenverein heute niederlegen. Dadurch ist die Krise jedoch nur zumteil beendet. Wenn Prinz Rupprecht das Protektorat wieder übernehmen soll, ist eine Reorganisation des Deutschen Flottenvereins unter strengster Ausschaltung der Politik der Parteiinteressen und des Draufgängertums erforderlich. Nach den gestern hier eingegangenen Nachrichten steht der Kaiser diesen Wünschen sympathisch gegenüber und bedauert tief die Mißstimmung zwischen Nord und Süd im Flottenwrek. Von der russischen Reichsbank. Petersburg, 17. Dez. In der Reichsbank wurden bedeutende Unterschlagungen entdeckt, deren Höhe noch nicht genau festgestellt werden konnte, die sich aber jedenfalls auf über eine Million Rubel belaufen. Theater. Städt. Schauspielhaus Mittwoch, 18. Dez.: Geschlossen. Stadttheater Dortmund. Mittwoch, 18. Dez., 7½ Uhr:„Christrosen, ooer oie Wanderung zum Schneekönig".(Weihnachtsmärchen). Verantwortl. Redakteur: Friedhelm Kemper. Für den Inseraten= und Reklameteil verantwortlich: Jac. Christ, sämtlich zu Schwerte. Druck und Verlag von Carl Braus, Schwerte. Hinweis! Der heutigen Auflage liegt eine Beilage der Firma L. Weinberg, Schwerte bei, worauf wir unsere werten Seser besonders Buweisey, Die Geschäftsztell. Weizenmehl 000 15 Pgg. Brillantmehl allerfeinstes 18 Pfg. Backpulver mit Prämienb. 3 Pakete 20 Pfg. Eier dicke frische 14 St. 100 Pfg. Citronen 3 Stück 20 Pfg. Apfelsinen dicke 12 Stück 40 Pfg. Spekulatien Pfund 50 Haselnüsse Pfund 38 Pfg Wallnüsse Pfund 32 Pfg. anderen Artikel zu den billigsten Preisen. W5145 Stäurige Hallkf.. sind Reeses unübertroffenes 5 Pfg.-Backpulver Reeses feinschmeckendes Sparpaddingpulver Reeses preiswerter Vauilliazacker. Man sammle Prämienscheine. Reese G m. b. H., Hameln. Der s Gssangverein, Gormania“smp 8 Gelsecke-Lichtendorf feiert sein diesjähriges " Winterfest— an. II. Weihnachtstage im Saale des Wirts Eichmann durch e Gesangvorträge, Konzert, = Theater u. Ball. — Anfang 4 Uhr nachmittags.— Es ladet ergebenst ein W5125 Der Vorstand. NB. Die passiven Mitglieder werden # hiermit freundlichst eingeladen. 61l6111l1lll Ein neues 50 Gesangbuch 9 let immer ein passendes 148 „ Weihnachts-Geschenk. 4 Die grösste Auswahl in allen Preislagen bietet die Buchhandlung L * Car. Braus Senwerte. N Grosser Ausverkauf in Cheist: a. schllak!. bei 5e: zeuik es Brück-, Ecke Hellpothstr. Cigarren-Import. WeihnachtsPräsentkistchen von 95 Pf. an bis zu den feinsten Importen. Keine Ausstattung! Nur Qualität! empfiehlt Ad. Heinrich Grösstes Spezial-Geschäft am Platze. = Fahnen Reinecke, Hannover“ WI empfehle alle Artikel zum Bäcken in nur bester Qualität. Carr Frog. 1 Wetterfeste Kleidung k Palotoin, Süren Habfel Kaufhaus und Leih=Anstalt. Hörde Wetterkragen, echt Bayrische 1 Ledenn äntel u. Pelerinen epee Harelocks, Oelmäntel zu sehr und billigen Kaltermäntel, Kragen Preisen. — Nicelaistr. 5 beim Bezirks —!160icise!!* Kommando. Weihnachten im„Freischutz“ In Bichefeldstraße 43 und 56 (jetzt 2 Geschäfte). Größtes Lager und billigste Preise für prima gut gehende Uhren. Nick.=Remontoir=Uhr, graviert nur 3.50 Mk. Nick.=Remontoir=Uhr, glatt ff. nur 4.00 Mk. Remonloir=Uhr, graviert, 2 Goldränder, nur 4.50 Mk. Remontoir=Uhr, flach, sehr sein, nur 5.50 Mk. Remonloir=Uhr, altdeutsch verziert nur 5.50 Mk. Damen=Remonloir=Uhr, 2 Goldränder, nur 5.50 Mk. Echl silberne Remontoir=Uhr mit 2 Goldrändern Mk. 8.50, 9.00 und 10 Mk. bis zu den allerfeinsten Iylinder= und Anker=Uhren. Echt goldene Damen=RemontoirUhren, feines Brückenwerk, nur 15 Mk. bis zu den feinsten Qualit. Echte Doublé=Ketten für Damen und Herren von nur 3 Mk. an in riesiger Auswahl. Große Freischwinger, hochseine Uhren, von nur 16 Mk. an u. höher. Große Regulateur=Uhren prachtvolle Uhren, von nur 15 Mk. an, kleine Regulateure von 7 bis 12 Mk. Alle Uhren sind abprobiert und gehen genau. Beste Nähmaschinen, System Singer, statt zirka 110 Mk. nur 48 bis 57 Mk. Die berühmte Viktoria=Schwing= schiff„Schnellnäher“ statt zirka 120 Mk. von nur 68 Mk. an. Feuerfeste, starke Herde nur 35, 50. 65 Mk. bis zu den feinsten Aussührungen, va geichhaltigster Auswaht. Vorzüglichen energischen Klavierund e Dublon’s Hut- und Mützen-Haus finden Sie grösste Auswahl in passenden wie: 5137 An beiden Weihnachtstagen Grosse Konzerte der Solinger Waffenschmiede-Kapelle. Das Neueste auf musikalischem Gebiete. Eintritt 50 Pfg. Abonnementskarten 20 Pfg. Aufschlag. Anfang nachmittags 4 Uhr. * ue Anfang nachmittags 4 Uhr. 8 16 Uhren, Gold- und SilberwarenHandlung von Kbrar 8as Schätet Uhrmacher Schwerte, Hüsingstr. 10. Rrisrich. Oppenberg, Hagenerstr. 38. Ferner empfehle ich mich als Peregem den verehrten GesangPatas. Lindenblütengarantiert rein, das feinste, pro Glas 70 und 120 Pfg. 4926 Delikateßhaus Wahle, Hüsing= u. Mährstr.=Ecke. Zwangsverkauf. Am Donnerstag, den 19. Dezember cr., vormittags 10 Uhr werde ich zu Holzen an der Wirtschaft Amecke, früher Neuhaus, daselbst 1 Schwein gegen bar versteigern. Der Verkauf ist bestimmt. Schwerte, 17. Dezbr. 1907 5136 Morgenroth, Gerichtsvollzieher. Herren- und Knaben-Hüte Herren- und Damen— Schirmen,— Wäsche und Krawatten — Grossstädtische Auswahl.— Billigste Preise. Billigste Preise. Nur Hüsingstrasse 28. In einem Neudau in angenehmer Lage ist die sehr schöne abgeschlossene 5550 I. Etage (4 große Zimmer u. Vorratsstube) mit allen Bequemlichkeiten ausgestattet, ev. mit Mansardenzimmer, zum 1. April n. J. zu vermieten. Räh. in der Geschäftsst. di. Suchen baldigst einen zuverlässigen W5094 = Knecht: gegen hohen Lohn. Meyknecht& Niermann, Schwerte i. W. Suche per sofort oder später ein Lehrmädchen. Clara Ebbefeld, 4920 Kostülmnäherin Kirchhof 2. Empfehle zu Weihnachts-Geschenken mein grosses Lager in goldenen und silbernen Herren- u. Damen-Uhren von den billigsten bis zu den feinsten. Regulateure und Wecker sowie sehr grosse Auswahl in Gold- und Silberwaren. Ferner die schönsten Muster in = Damen- und Herren-Ketten in allen Preislagen. Garantiert für gutes Tragen. Prädringe ohne Lötfuge in allen Grössen und Breiten. Neueste Muster. Verkauf der echt Württembergischen Alfenide-Waren. Für jede Uhr mehrjährige schriftliche Garantie Alle in mein Fach einschlagende Reparaturen bekanntlich — gut und billig.— Eine grössere Parie zurückgesetzter Waren#### aus muster Rorelung und Tafelgeräte.— s Küchenaln pid biligst absegeben. Mm u Verkaufslokal in uen unteren Räumen unseres Verwaltungsgebauges.### Verkaufszeit nachmittags von 3 bis 6 Uhr. W.# g Veroingte Deuische Hickelworke n. 6. 5 RO. ua ao — jeden Systems— vor= und rückwärts nähend, mit 5jähriger Garantie kaufen Sie am besten bei Aug. Nötting, Schwerte Mährstrasse 18. Nähmaschinen-Ersatzteile. Reparaturen werden prompt und fachgemäß ausgeführt. Ferner halte ich mein Lager in bestens empfohlen.