lü. den Rieis-Norch. Aimriches Rreseicht Die„Schwerter Zeitung“ erscheint täglich, ausser Feiertags. Bezugspreis: Mk. 1.6s vierteljährlich, bei der Post 42 Pf. für Bestellgeld mehr. Wöchentliche Gratis-Beilage:„Illusirierter Familientreund." o o 0 O O O O O O O O C o 0 Anzeigenpreis: Die sechsgespaltene Petitzeile oder deren naum 10 PI., Anzeigen von auswärts 1S Pf., Reklamezeile 40 Pf. und ältestes Tagesorgan des Kreises. Haupt=Annoncenblatt. Alie Kreis- und Lokalpollzeilichen Verordnungen für den Kreis Hörde erlangen gemäss Bekanntmachung der Königl. Regierung durch Ueröftentlichung in der„Schwerter Zeitung“ rechteverbincliche Kraft. o 0 0 0O O O SO CCOSe Druck u. Verlag von Carl Braus, Schwerte. Fernsprech-Anstblnes Nr. 62 Amt Schwerte. Celegr.-Aäresse Braus, Schwerte-Rubr. Nr. 32 Dienstag, den 9. April 1907. 39. Dwereeresn Deutscher und französischer Unterricht. Jules Huret behandelt in einem seiner letzten Reiseartikel aus Deutschland die deutsche Schule. Seine Ausführungen, die natürlich im Rahmen eines Zeitungsaufsatzes nur einzelne Hauptpunkte streifen können, scheinen uns sehr zutreffend, namentlich auss seine Vergleiche mit französischen Verhältnissen. Zusamenfassen läßt sich sein Urteil dahin: Der kleine Franzose wird darauf gedrillt, daß er viel zä wissen scheint, der Deutsche, daß er alles notwendige grün weiß. Bei dem ersten ist die Fassade reicher, das Haus selbst aber unsolid fundamentiert, das Wissensgebäude des zweiten ist scheinloser, aber die Manern sind fest und sicher.„Unsere Ausbildung“, sagt Huret,„ist eine Papagesen=Ausbildung. Sie verursacht freilich weniger Mühe und birtet dem Schüler und infolgedessen auch dem Lehrer Gelegenheit, zu glänzen, aber sie zeitigt auch am wenigsten wirkliche Erfolge. Bei uns haben die Lehrer lange Zeit angenommen, daß ihre Aufgabe darin bestehe, auswendig lernen und Buchstellen, Formeln, Tatsachen hersagen zu lassen.“ An einer anderen Stelle heißt es:„Bei einer oberflächlichen Prüfung schneiden unsere Schüler glänzender ab, sie scheinen mehr zu wissen und ich bin sogar überzeugt, daß sie tatsächlich intelligenter sind als die der schwerfälligeren germanischen und angelsächsischen Länder. Aber ich bin ebenso sicher, daß die kleinen Deutschen das was sie wissen, besser wissen; unsere pharisäischen Methoden fördern in nichts die natürlichen Anlagen der Rasse, sie unterbinden und verschütten sie wie eine schöne Pflanze, die ein toller Gärtner mit Steinen umgibt, statt ihr nahrhafte Erde zukommen zu lassen und ihr Luft zuzuführen. Huret gibt dafür einige Beispiele. Nach der Mitteilung eines französischen Schulinspektors wußte ein Schüler einer höheren Klasse, der alle Fragen über Flächenmaße geläufig beantwortet und die verwickelsten Rechenaufgaben richtig gelöst hatte, nichts anzufangen, als man ihm ein Mevermaß in die Hand gab und ihn anwies, die Fläche des Schulzimmers zu bestimmen. Ein anderer Schüler, der über die Politik Mazarins befragt wurde, hielt einen runden hübschen Vortrag über dieses Thema und setzte auseinander, daß es das Hauptbestreben diefes Staatsmannes gewesmm sei, dem Hause Oesterreich Abbruch zu tun. Der Examinator fragt::„War denn das Haus Oesterreich sehr hoch?“—„O ja.“—„Wieviel Stockwerke hatte es denn?“—„Drei Stockwerke“, kautete die zuversichtliche Antwort. Solche Erzählungen klingen, als seien sie der lustigen Ecke einer Zeitung entnommen; wer mit dem tranzösischen Schulwesen einige Bekanntschaft gemacht hat, bringt ihnen weniger Zweifel entgegen. So können wir uns folgendes Geschichtchen verbürgen. Ein kleines Mädchen, das noch kaum über die Geheimnisse des ABC hinaus gediehen war, sagte seinem Vater, einem Schriftsteller, wissensstolz die in der Schule auswendig gelernte Begriffsbestimung des Artikels her. Der skeptisch=kluge Vater fragte sie darauf noch einmal eindringlicher:„Nun sag mir einmal, was verstehst du denn eigentlich unter einem Artikel?" Das urme Kind das auf eine genaue bestimmte Frage eine genaue bestimmte Antwort herzuschnurren gewohnt war, antwortete frank und frei:„Ein Artikel— das ist das, was du für die Zeitungen schreibst.“— Schon die Schulbücher sind häufig auf dieses System zugeschnitten. So beginnt eine Geographiebuch für Anfänger damit:„Was ist Geographie? Geographie ist die Beschreibung der Oberfläche der Erde. Welche Form hat die Erde? Die Erde ist rund wie eine Kugel. Worauf ruht die Erde? Die Erde ruht auf nichts, sie rollt im Weltenraum.“ In der Weise gehen die Fragen weiter. Die Kinder, die keine Ahnung von Raumverhältnissen haben, denen der einfache Plan eines Hauses, einer Straße ein böhmisches Dorf wäre, leiern, alle in gleichem Tonfall, die Antworten herunter, wenn der Lehrende die im Buch enthaltenden Fragen stellt; sind die Fragen etwas geändert, so versagen sie. Es wäre gar nicht wunderbar, wenn ein Kind auf die etwas umgeänderte Frage, worauf die Erde ruhe, antwortete:„Auf dem Holzstiel unter dem Globus“, Manche Lehrer begnügen sich damit, die Kinder eine Spalte solcher Fragen und Antworten auswendig lernen zu lassen; wer sie wörtlich hersagt, bekommt 10 Points und am Ende der Woche vielleicht das Ehrenkreuz; ein Stocken in der hingeplapperten Antwort aber, das so natürlich wäre und unter Umständen gerade von tieferem Nachdenken zeugte, wird als Zeichen von Unfleiß gerügt. Ehe die Kinder noch einen geographischen Begriff von ihrer Heimatstadt und der nächsten Umgebung haben, werden sie damit gequält, die Departements und ihre hauptsächlichen Städte auswendig zu lernen. Sie rasseln sie herunter wie ein Phonograph; greift man aber eine einzelnen Stadt heraus, so haben sie keine Ahnung, wo sie liegt; sie müssen, um dies festzustellen, die ganze Litanei hersagen. Sie lernen gelehrte Definitionen auswendig, ehe sie richtig addieren und subtrahieren können; sie rechnen mit Dezimalbrüchen und wissen nur nicht, was das vertrackte Komma zwischen den Ziffern eigentlich bedeutet. In der Geschichte sagen sie die einfachsten Anekdoten in derselben Art her, wie die wichtigsten Ereignisse; es wird ihnen keinerlei Anregung zu selbständigem Nachdenken und zu eigenem Urteil gegeben. In der Poesie, die für das jugendliche Gemüt so wichtig ist, liefert außer einigen Kinderreimen zuerst Lafontaine fast ausschließlich den Lernstoff. Die Fabeln Lafontaines sind entzückende Kunstwerke von einer Sicherheit und knappen Eleganz der Zeichnung, die kaum jemals erreicht worden sind. Aber als fast alleinige Kost genügen sie für Kinder nicht. Das Kind schätzt nicht die Kunstform, es verlangt einen Gemütsinhalt. Die Fabeln Lafontaines aber wenden sich mehr an den Verstand, sie sind trotz ihres Humors für ein Kind zu kalt, oft zu engherzig und philisterhaft. Die Trockenheit wird noch durch die Ueberladung mit sehrhaften und moralisierenden Anmerkungen verstärkt; sie erzeugt leicht bei Kindern eine gewisse Altklugheit, zuweilen auch so etwas wie säische Schadenfreude. Die Fabeln sehren kleine, irtische Tugenden, Sparsamkeit, Vermeidung lä vlicher Eitelkeit, die Kunst „das Gesicht zu wahren“; von Edellmut und Hochherzigkeit, von kräftigem Idealismus enthalten sie recht wenig. Niemals wird ein Kinderherz stürmisch klopsen, werden Kinderaugen heller leuchten, wenn der Lehrer eine Lafontainesche Fabel vorträgt. Vielleicht ist die unter lebhaftem Temperament versteckte nüchterne Schwunglosigkeit vieler Franzosen zum kleinen Teil auf die Ueberfütterung mit Lafontaine zurückzuführen. In dasselbe Horn blasen, beiläufig bemerkt, die zahlreichen französischen Kinderzeitungen. Si: bringen zwar auch, um die Kinderwelt anzulocken, manchmal von Opfermut, Hochsinn und Blut triefende, wirr phantastische Abenteurergeschichten und sehr läppische Anekdoten, aber ihr Grundzug ist doch die flache Gesellschaftsmoral; schon den Kindern wird eingeimpft, was„man“ tut, was„man“ vermeidet, und die ämgstliche Scheu davor, was„man“ dazu sagen wird. Die Illustrationen dieser Blätter, die meist zu jedem Satz einer Geschichte ein Bild bringen und dadurch in sehr bequemer Weise die Bogen füllen, sind von einer gevadezu unbegreiflichen Geschmacklosigkeit und Roheit. Unsere Bemerkungen über französische Schulen richten sich gegen den Durchschnitt, gegen das noch vorherrschende System; es ist andererseits anzuerkennen, daß die zweckdienlichere Ausbildung nach deutschem Muster an Boden gewinnt und daß manche Lehrer sich mit Erfolg von den veralteten Methoden zu befreien suchen. Frankreich vor einem Riesenstreik. Paris, 8. April. Der Ausschuß des nationalen Verbandes der Arbeiter der Nahrungsmittelbranche hielt heute eine nicht öffentliche Sitzung ab, in der ein enddgiltiger Beschluß inbetreff des Zeitpunktes des Gesamtausstandes gefaßt wurde. Der Generalsekretär des Verbandes erklärte einem Berichterstatter gegenüber, daß der Generalausstand sich nicht auf Paris beschränken, sondern gleichzeitig in allen Gegenden, in welchen der Verband Gruppen besitze, proklamiert werde. Er setzte hinzu, obgleich der für den Gesamtausstand bestimmte Tag geheim gehallten werde, dürfe man annehmen, daß hierfür der 11. April festgesetzt wurde. Der Streikbefehl werde allen Leitern aller Gruppen gleichzeitig mittels einer vereinbarten Depesche„Schicket Waren“ übermittelt werden.— Die Müllergehilfen und Getreideverlader hielten heute nachmittag in der Arbeiterbörse eine Versammlung ab, in der sie beschlossen, sich dem Streike der Arbeiter der Nahrungsmittelbranche anzuschließen. Die Bäckergehilfen verlangen Lohnerhöhung und genaue Einhaltung von wöchentlichen Ruhetagen. Die Müllergehilfen fordern Begrenzung von Arbeitsstunden. Eduard und Alfonso. Madrid, 8. April. Der König von Spanien, die Königin=Mutter, der Infant Ferdinand, der Minister des Aeußeren Maura, fuhren gestern mit Gefolge nach Cartagena ab, wo sie heute eintrefsen und sich sofort an Bord der„Giralda“ begeben werden, um die Ankunft des englischen Königspaares zu erwarten. Cartagena ist prächtig geschmückt, eine große Illumination ist vorbereitet, es herrscht großer Menschenandrang. Ein Sonderzug ist für den Fall bereitgestellt, daß der Zustand der Königin die sofortige Rückkehr des Königs nach Madrid notwendig machen sollte. Die Blätter ergehen sich in überschwenglichen Aeußerungen, einige sprechen vom Beginn einer neum Aera, von einem Bund der Westmächte mit der Spitze gegen Deutschland, dessen kriegerische, von allerhand Launen abhängige Politik lahm gelegt werden müsse. Der„Globbo“ bringt die Begegnung in Verbindung mit der angeblichen Absicht Englands, das kriegslüsterne Deutschland au der Haager Konferenz durch die Erörterung der Abrüstungsfrage entlarven zu wollen. Keine ruthenische Universität. Wien, 8. April. Der Unterrichtsminister und der Ministerpräsident ompfingen eine Deputation der ruthenischen Professoren, die Memoranden betr. die Einrichtung einer selbständigen nuthenischen Universität in Lemberg überreichten. Der Unterichtsminister sprach seine Mißbilligung über die vorgekommenen Gewalttätigkeiten aus und richtete an die ruthmischen Professoren die Aufforderung, beruhigend auf die Jugend einzuwirken. Betr. die Frage einer ruthenischen Universität in Lemberge slärte der Unterichtsminister, diese Frage nur im Zusa menhange mit anderen Wünschen nach neuen Hochschulen regeln zu können. Uebrigens fei die Regierung gewillt, die Förderung aller kulturellen und wissenschaftlichen Bestrebungen auch des Ruthenenvolkes mit Nachdruck und Eifer sich angelegen sein zu lassen.— Den Tschechen hat mman Universitäten bewilligt. Warum den Ruthenen nicht? Weil die edlen Polen es nicht wünschen. Die Auflösung der sozialistischen Partei in Japan. Die japanische sozialistische Partei ist vom Minister des Innern aufgelöst worden mit der Begründung, daß sie„für die Erhaltung des Friedens im Lande gefährlich sei“. Der„Vorwärts“, fügt an diese für ihn traurige Mitteilung folgende Bemerkungen: „Schon zu wiederholten Malen haben unseve japanischen Genossen die schwere Faust der Reaktion zu fühlen bekommen. Was sie mühsam aufbauten, wurde stets von neuem zertrümmert. Gerade in der letzten Zeit glaubten sie, bald etwas freier aufatmen zu könen, und jetzt stehen sie wieder da, wo sie etwa während des Krieges mit Rußland standen. Daß die Brutalitäten der Regierung den Mut und die Energie unserer japanischen Genossen nicht zu beugen vermögen, dürfen wir mach den bisherigen Erfahrungen ohne weiteres annehmen. Der Vormarsch des Sozialismus kann wohl verzögert, nicht aber aufgehalten werden.“ Es wird der japanischen Regierung verzweifelt gleichgültig sein, ob das führende Orgen der deutschen Sozialdemokraten von der schweren Farist der Reaktion und den Brutalitäten der Regierung spricht. Die Japaner, für die wir sonst nicht allzuviel übrig haben. sind durchaus reale Politiker, die sich durch den Dunst der Phrase nicht blenden lassen. Sie haben mit Recht erkannt, daß die Sozialdemokratie den Frieden im Staate gefährdet; deshalb haben sie sich nicht nur für berechtigt, sondern für verpflichtet erichtet, die soztalistische PPartei aufzulösen. Es wird viole Leute in Deutschland geben, die das japanische Volk um diese Möglichkeit und Entschließung beneiden. Aus Stadt und Umgebung. Schwerte, den 9. April. **(Säet, wenn ihr geerntet habt!) Unter dieser Ueberschrift lesen wir im Kunstwart:„Der Naturfreund— früher fahndete er auf den ersten Schmetterling, vermerkte die Ankunft der Stare, und legte sei ner Redaktion den ersten Maikäfer auf den Tisch. Er benahm sich der Natur gegenüber wie ein bevorzugter Gast, wie ein intimer Hausfreund, und das Volk der Laien sah auf ihn mit unverkennbarem Respekt. Aber er ist stark am Aussterben. Die Freundschaft mit der Natur hat ihren aristokratischen Nimbus eingebüßt, ist volkstümlich geworden, derb und gewaltsam dabei, die Jahreszeit spielt kein: Rolle mehr. Winters wie mers drängt das Stadtvolk in schwarzen Schwärmen aus dem Tor und weithin übers Land hinaus. Gut und schön. Und die Kehrseite? Kein Sturm und auch kein Regen schützt, die Blume auf der Wiese vor dem Ausgerauftwerden mit Stumpf und Stiel, schützt den vor der Beraubung in wüst abgerissenen Zweigen, vor der Schmückung durch Stullenpapiere, Eierschalen und Flaschenscherben. Es sind regelrechte Raubzüge, diese freundnachbarlichen Besuche der städtischen Herrschaften bei der Mutter Natur, die in unendlicher Langmut immer wieder ergänzt, verjüngt, und den Tisch mit ihren holden Gaben Jahr um Jahr aufs neue bestellt und schmückt. Aber unerschöpflich am Ende keine lebendige Kraft auf dieser Erde, und so wird auch der grüne Wald und die blühende Wiese karger gerade an den schönsten und daher begehrtesten Gaven. Die Natur seufzt mit Recht: ihr nehmt mir, aber ihr gebt mir nichts. Ihr verwundet, aber ihr heilt nicht. Und doch könnte und sollte jeder Zaungast tun, wir der verstorbene Heinrich Seidel tat, der, ein stillerer Naturfreund alten Schlages, ein Schächtelchen mit Samen seiner rankenden Lieblingsblume auf flügen stets bei sich führte und an altem Gemäner entlang still vergnügt seine heimliche Aussaat betrieb. Kam er dann übers Jahr des Weges vorbei, so hatte er seine ganz besondere Freude an der erblühten Pracht! Hundert andere, die vorüber kamen, freuten sich mit. Der Narurfreund hatte als Menschenfreund gehandelt. Wenn nun jeder dritte, jeder zehnte Ausflügler ähnlich verführe, an heimlichen Waldwinkeln und beschaulichen Philosophenwegen, wo die Sonne lagert und die Vögel singen— wär', da die Welt nicht noch schöner?„Und ein Garten das Land!“ singt Schumann, (Betrifft Schulpflicht.) Durch Verfügung der Kögl. Regierung zu Arnsberg ist der Antrag der hiesigen Schul=Deputation, von der Durchführung der Oberpräsidial=Verfügung betr. die Regelung der Schulpflicht Abstand zu nehmm für Schwerte, nicht genehmigt worden. Es werden also jetzt zum Se ginn alle diejenigen Linder schulpflichtig, welche bis zum 30. September ds. Is. das sechste Lebensjahr vollenden.(S. auch Inserat.) **(Lehrermangel.) Trotzdem der Lehrermangel auch in Westfalen und speziell im Regierungsbezirk Arnsberg sich recht fühlbar macht, ist der Zuorang#### Lehrerberufe in sterem Abnehmen begriffen. In ten wirtschaftlicher Hochkonjunktur können. eben die jungen Leute in anderen Berufen mehr verdienen und besonders viel eher zum Brot kommen. Die Seminarien können daher kaum ihre Klassen füllen, während früher bei jeder Aufnahme sich wohl i#ber hundert junge Leute meldeten. So hatten sich, bei der letzten Aufnahmeprüfung in Soest nur 55 Bewerber gemeldet, von denen 33 aufgmengmten wurden. Auch zur Aufnahme in die wit, vem Lehrerseminar verbundene Privat=Präpe gggen=Anstalt hatten sich nur so viel S0tläße eingefunden, daß die Unterklasse knapp be18# W2 den konnte. An ein Aussuchen ist dabei natürUmständen wird auch die Gründung von neuen narien in Unna und Paderborn wenig zur Beseitigung des Lehrermangels beitragen... Lonners **(Wissenschaftliche Ballon=Aufstiege.) Donne tag, den 11. April, sind in den Morgenstunden internationale wissenschaftliche Ballonaufstiege. Es steigel Drachen, bemannte oder unbemannte Ballons in ven meisten Hauptstädten Europas auf. Der Finver eines jeden unbemannten Ballons erhält eine wenn er der jedem Ballon beigegebenen Instruktion gemäß den Ballon und die Instrumente sorgfältig Biechriche sendei... ss telegrapbisch *(Kriegerverein Schwerte.)[Ausführlicher Bericht.] Am vergangenen Sonntag, den 7. ds. Mts., fand die leider nur schlecht besuchte Generalversammlung des Kriegervereins statt im Vereinslokal des Wassers"). Neuaufgenommen wurden drei Mitgileder. Leider mußte der Vorstand die Mitteilung machen, daß ein Mitglied wegen Betätigung sozialdemokratischer Gesinnung bei der letzten Reichstagswahl auf Grund von§ 13 a der Statuten aus dem Verein ausgeschlossen ist. Die Einladung des Kriegervereins Geisecke=Lichtendorf zur Feier seines 25jährigen Stiftungsfestes wurde einstimmig angenommen. Von d Mitnahme einer Musikkapelle wurde abgesehen, zumal, da der festgebende Verein auf einen Festzug verzichtet hat.— Für das Kaiser Wilhelm=Denkmal in Straßburg i. E. wurde einstimmig ein Betrag von 20 Mark bewilligt. Längere Zeit nahm die Beratung über Abhaltung eines Sommerfestes in Anspruch. Es wurde schließlich beschlossen, am 17. und 18. August, zur Erinnerung an die glorreichen Kämpfe um Metz, ein größeFest zu feiern, mit dem gleichzeitig die Sedanfeier verbunden werden soll. Mit großer Majorität beschloß man, eine ganze Militärkapelle zu engagieren, und zwar ist die Kapelle des 138. Infanterie=Regiments in Dieuze bei Metz in Aussicht genommen, die das vorteilhafteste Angebot gemacht hat und die von früher her bei unsern Schwerter Mitbürgern in lebhafter Erinnnerung steht. Als Festlokal wurde der Schützenhof gewählt, weil leider das Vereinslokal bei dem zu erwartenden Menschenandrange sich als zu klein erweisen dürfte. Die gesamt: Bürgerschaft ist zu diesem Fest freundlichst eingeladen, und bei der lebhaften Sympathie, deren sich der Verein stets bei der Bürgerschaft erseut hat, und auf die er mit Recht stolz ist, dürfen wir eine zahlreiche Teilnahme seitens der Bürgerschaft erwarten. Am Vorabend des Festes soll ein Zapfenstreich stattfinden, dem durch Vorantritt der gesamten Regimentsmusik nebst Spiellenten ein besonderer Glanz verliehen wird. Es ist zu hoffeu, daß sich die Kameraden möglichst vollzählig beteiligen. Zur Ort nach Lüdenscheid. Drei Kinder machten, unbemerkt von dem Fuhrmann, auf der Deichsel des zweiten Wagens Tumübungen. Nur zweien geriet das Abspringen, der dritte, ein kleiner, etwa drei Jahre alter Junge des Fabrikarbeiters Hermer von hier, kam zu Falle und die Räder des hinteren Wagens gingen dem bedauernswerten Geschöpf über den Kopf. Ein Schrei, und das Leben war entflohen. Laut sein Mißgeschick beklagend, hob der Fuhrmann das Kind auf und trug es zum Hause, wo weder Vater noch Mutter anwesend Deckung der sehr erheblichen Unkosten muß leider auch waren, da beide zur Arbeit waren. von den teilnehmenden Mitgliedern ein Beitrag von 50 Pfg. erhoben werden. Gewiß wird gerne dieses Scherflein zum Gelingen des Festes beitragen. Männliche Angehörige der Vereinsmitglieder sind, soweit sie das 20. Lebensjahr noch nicht erreicht haben, von der Zahlung des Eintrittsgeldes befreit, desgleichen sämtliche Damen.— Nach Erledigung der übrigen Tagesordnung hielt Kamerad Sieberg einen von warmer Begeisterung getragenen und mit lebyaftem Beifall ausgenommenen Vortrag über Kaiser Wilhelm den Großen und seinen„treuen Diener“, wie er sich selbst nennt, den Fürsten Bismarck. Am Schlusse seiner zu Herzen gehenden Ausführungen weihte er dem Andenken des unvergeßlichen Heldenkaisers und des ersten Reichskanzlers ein stilles Glas. (Bismarckfeier.) Nach dem nationalen Aufschwung, den die diesjährigen Reichstagswahlen mit sich gebracht haben, ist in unserer Stadt allgemein der Wunsch laut geworden, wieder regelmäßig, wenigstens alle zwei Jahre, den Gedenktag unseres großen Altreichskanzlers, des Fürsten Bismarck, festlich zu begehen. Die Feier soll nicht etwa blos eine Festlichkeit in kleinem Kreise werden, sie soll vielmehr ein nationales Volksfest im besten Sinne des Wortes sein. Es ist daher geplant, im großen Schulze=Selmig'schen Saale einen Bismarck=Kommers, auf dem Reden, Vorträge und Lieder abwechseln, abzuhaften. Jeder nationale Mann ist an diesem Kommersabend herzlich willkommen. Keiner darf fehlen! Da der 1. April des Österfestes wegen nicht in Frage kam, ist Sonnabend, der 20. April, dafür bestimmt worden. (Zum Geheimrat ernannt) wurde Ende voriger Woche Herr Regierungs= und Baurat Berthold, Vorsteher der Königl. Eisenbahninspektion Hagen 3, wellcher bekanntlich der Bahnhof Schwerte mit all seinen Beamten und Einrichtungen unterstellt ist. Diese Mitteilung wird die hiesigen Eisenbahner, welche ihren Chef durchweg persönlich kennen— hat er doch schon wiederholt an den Festen des hiesigen Eisenbahnvereins teilgenommen sicherlich interessieren. [Oeffentlicher Wetternachrichtendienst.) Der im letzten Sommer zum ersten Male durchgeführte öffentliche Wetterdienst, der durch Ausgabe von Wettervorhersagen und rasche Verbreitung von Witterungsnachrichten in erster Linie den Landwirten Gelegenheit geben soll, dos jeweils bevorstehende Wetter bei ihren Arbeiten Besser berücksichtigen zu können als bisher, wird IP. laufenden Jahre mit dem 1. Mai wieder eingerichtet werden. **(Heiraten.) Nach den nunmehr vorliegenden amtlichen Berichten wurden im Deutschen Reiche im Jahre 1905 insgesamt 485 9906 Ehen, also über 8000 Ehen mehr als im Jahre 1904 geschlossen. Das Alter der Heiratenden war bei den Männern in 43,9 v. H. der Fälle 25 bis 30 Jahre, bei den weiblichen Personen u 56,1 v. H. der Fälle unter 25 Jahren. Abweichend von der Regel, waren heiratende Männer bei 97643 Eheschließungen oder 20,3 v. H. ihrer Gesamtzahl jünger als die Frauen. Ledige Männer mit ledigen Frauen heirateten in 419743 Fällen. Witwer mit Witwen in 11441 Fällen und Geschiedene mit Geschiedenen in 65 Fällen. Etwas über neun nen Ehen waren religiös ungemischte; die Eheleute waren in 289353 Fällen evangelisch, in 147647 Fälle katholisch und in 3905 Fällen israelitisch. Mischehen wurden 44 302 oder 9,1 v. H. eingegangen, davon waren 42 161 Ehen zwischen Evangelischen und KathoV. Ziehung 4. Klasse 216. Kgl. Preuß. Klassenlotterie. Berlin, 8. April. In der heute vormittag begonneuen Ziehung der Kgl. Preußischen Klassenlotterie fielen 40000 Mk. auf Nr. 99130, 10000 Mk. auf Nr. 273 844, 5000 Mk. auf Nr. 48939, 3000 Mk. auf Nr. 25 229, 69 347, 115 949, 125 486, 174 820, 222 656. Berlin, 8. April. In der heute nachmittag fortgesetzten Ziehung der Kgl. Preußischen Klassenlotterie fielen:50000 Mk. auf Nr. 246 414, 15000 Mk. auf Nr. 580, 257 835, 10000 Mk. auf Nr. 145 734, 146 325, 5000 Mk. auf Nr. 34 438, 140 918, 3000 Mk. auf Nr. 27 896, 57916, 139 411, 148 250, 180 545, 255 098, 277 370. * Siegen, 8. April.(Ein schwerer Unglücksjeder Kameradlfall) ereignete sich auf der Grube Wildermann. Ein 18jähriger Bergmann aus Hünsborn, der die Haken, die den Förderkorb auf der 75 Metersohle festhielten, wegnehmen wollte, stürzte beim Wegnehmen des zweiten Hakens in den Förderschacht, der von da noch etwa 60 Meter tief ist, hinab. Er erlitt so schwere Verletzungen, daß er kurz darauf starb. * Essen, 8. April.(Ein schwerer Unglücksfall) ereignete sich in der Nacht zum Sonntag im Hauptschacht der Gewerkschaft Langenbrahm Schnabel ins Osten in Rellinghausen. Bei den Reparaturarbeiten im Hauptschacht, wo, wie gemeldet, durch das F. setzen des Förderkorbes eine Anzahl Spurlatten fortgerissen waren, stürzte der Arbeiter Wehmer von der ersten zur zweiten Sohle. Der Verunglückte konnte nur tot geborgen werden. * S o l i n g e n, 8. A p r i l.( E i e r n u d e l n.) T r o t z freisprechender Urteile anderer Gerichte in ähnlichen Fällen bleibt das hiesige Schöfsengericht auf dem Standpunkte stehen, daß Nudeln, die als Eiernudeln verkauft werden, dann als gefälscht anzusehen sind, wenn sie nicht mindestens 2 Eier auf 1 Pfund Mehl enthalten. Der Händler Hauberg von hier hatte„Hallers Hausmacher=Eiernudeln“ verkauft, die nur einhalb Ei per Pfund Mehl aufwiesen, während die schöne eigelbe Farbe der Nudeln auf Färbung zurückzuführen war. Der Farbzusatz war allerdings in kleiner Schrift auf den Paketen angegeben, das Gericht hielt aber diese Deklaration und, wie gesagt, den Eigehalt nicht für ausreichend und veruteilte Cl. wegen fahrlässigen Verkaufes gefälschter Nahrungsmittel zu eier Geldstrafe. * Köln, 9. April. An der demnächst in Köln stattfindenden Generalversammlung des Deutschen tenvereins wird als Vertreter des Protektors entweder der Kronprinz oder Prinz Eitel Friedrich teilnehWarnung 00 Gs für Gad buzgehieir. d Sölde, 8. April.(Eine recht lobenswerte Einrichtung) hat die Verwaltung der Zech:„Margarethe“ getroffen. Für sämtliche Arbeiter über Tage, einschließlich der Schachthauer und Grubenschlosser tritt eine Prämie mit folgender Art in Kraft. Vom ds. Mts. erhalten die betreffenden Arbeiter, sofern dieselben in einem Monat keine Schicht gefeiert haben, eine Prämie von 5 Mark. Bei vorhandener Gefahr für das Leben der Arbeiter oder für die Sicherheit und ungestörte Unterhaltung des Betriebes ist jedoch jeder Arbeiter gehalten, auch Sonntags zu arbeiten. Den jugendlichen Arbeitern ist eine Prämie von 2,50 Mark ausgesetzt. Westfalen und Rheinland. ** Altena, 8. April.(Mit den Vorarbeiten für den neuen Burgbau) hat man bereits begonnen. Seit 14 Tagen ist ein Beamter der Meßbildungsanstalt in Berlin damit beschäftigt, photogrammetrische Aufnahmen zu machen. Dersellbe hat auch diese Arbeiten für die Hohkönigsburg und Saalburg * Mühlenrahmede, 8. April.(Tötlicher Unfall.) Ein Gespann mit zwei aneinandergehängten leeren Ziegelwagen fuhr heute vormittag durch unseren Die Geradezu beispiellosen Erfolge, die wir mit unserem aus den Blättern und Blüten der Galeopsis ochroleuca Johannistee der Erkrankungen Hustev, ahron. Heiserkeit, Verschleimuug. Ah ma Atemnot, Luftröhrenkatarrb, katarrh, Rachenkatareh, offektionen etc. zu verzeichnen hatten, haben, wie dies vorauszusehen war, die Entstehung zahlreicher minderwertiger Nachahmungen zur Folge gehabt. Teils wird eine Fälschung dadurch begangen, daß man einen beliebigen Galeopsistee als„genau so gut aber billiger“ anpreist, teils werden sogar in der schamlosesten Weise unsere Inserate, Drucksachen, Packungen, ja sogar der Name nachgeahmt, um durchaus min erwertige Falsifikate an den Mann zu bringen. Einige Fälscher scheuen sich sogar nicht, unsere Anerkennungsschreiben nachzudrucken und dann zu behaupten, sie allein führten den„echten" Johannistee! Es ist selbstverständlich, daß wir gegen alle derartige gewissenlose Betrugsversuche auf das Schärfste vorgehen und jeden einzelnen zu unserer Kenntnis gelangenden Fall der Staatsanwaltschaft zur Verfolgung übergeben. Wir tun dies nicht nur in unserem eigenen Interesse, sondern auch in dem des Publikums, welches gegen solche unlautere Manipulationen geschützt werden muß. Wir warnen aber auch vor dem Bezuge dieser minderwertigen Nachahmungen. Unser, auch unter dem Namen„Brockhaustee“ gesetzlich geschützter und berühmt gewordener Brusttee ist in unserm ebenfalls gesetzlich geschützten, mit unserer Schutzmarke versehenen Packungen ausschließlich nur von uns direkt von den in unserer Broschüre speziell namhaft gemachten Vertretren zu beziehen. Dieser direkte Bezug bietet neben dem Renommee unserer Firma, den Kranken die besten Gewähr dafür, denjenigen Johannistee zu erhalten, dem Tausende ihre Gesundheit verdanken. In unserer Broschüre, die wir neven einer Probe des Johannistees gegen Einsendung von 20 Pfg. für Porto 2c. jedem Interessenten bereitwilligst kostenlos zur Verfügung jedem Interessenten bereitwilligst.„een gue eicht. stellen, wird ausdrücklich darauf hingewiesen, vas nicht jede (aleopsis heilkräftig ist. Nicht einmal jede Galeopsis ochroleuca ist heilkräftig. Klima und Bodenbeschaffenheit verleihen vielmehr genau bei dem Wein, dem Taback, der Zuckerrübe rc. dieser eigen artigen Heilpflanze, diejenigen heilkräftigen Stoffe deren Vorhandensein tausend und aberausende Hals= und Lungenleidende aus allen Ständen uns unaufgefordert bestätigt haben. Wenn man auch die äußere Form unserer Packungen 2c. nachäffen kann, die Wirtung des Johannistees ist nicht nachahmbar. Man lasse sich also durch billigere Angebote nicht irre führen und sich nichts als„genau so gut aber billiger“ aufreden. Derjenige, der unsern Tee noch nicht kennt, lasse sich unsere Broschüre und eine Probe, die wir, wie gesagt, kostenlos verabfolgen, kommen. Er wird den kleinen Versuch, der ihm noch dazu kostenlos angeboten wird, nie bereuen. Brockhaus& Co., Berlin-Halensee. den und einem lishrigen Kuaben. Beide, wurden Alrseit, a Vorit. dlie Anzehl dez,7een teure in der holäindischm Arme beitzrage, aher Die städtischen Behörden beabsichtigen, ein Sese Mge e, e, ene rch ich euae Ahengengeng und ur gzieae Vische, sches escher aise Resem Grunde babe eperthzusched vute woar se iun Ver ius Frese gelguge, Verschlosenen Auegangstüiren Rolen gegenfeitig uu vernuggen,„ztante.. Kassel, 8. Aoril.(Telegr.) Herabstürzende GeVersayr Lstiagtgs unnr an, d. deren Schicksal bis zum 1. Jsaz. d8. Js., Bschi, Hergzut bezw. deren Wohnort unberangtz snzig Rollen gegenzeutig zu vertauschen. et Tat. Der echte Zinny wurde aus dem Arrehgatenzimmer hereingeholt und bestätigte die Richtigke. vor Angaben Nowakowskis. Tagegen behaupteten der Staatsanwaltsgehülfe, ein Richter und der Gerichtsdiener, die bei der Urteilsbegründung in Sachen Nowakowskis zugegen waren, daß der Spruch tatsächl dem auf der Anklagebank sitzenden Nowakowski, nicht aber Zinny verkündet wurde, woraus also hervorgeht, daß alle drei Hüter des Rechtes schon zum zweiten Mal Nowakowski sahen, ohne es zu bemerken. Die Situation wurde immer verwickelter. Man ließ schließlich den Gefängnisaufseher kommen, und dieser stellte fest, daß in der Tat Nowakowski und nicht Zinny auf der Anklagebank saß. Dabei ist zu bemerken, Laß zwischen Stärte der bellinZtgzentzige es sind en. Wog igg kein allzu großer Prozentsatz„wenigstens nicht ein Caobtenz, 8 Aprit.(Der persor u#t# Cho. dertmarkschein.) Eine Frau verlor in der ChlodPapierbagen in der Hand trug. Aochz,osez, nhetuger den Schein gesunden und in Unkenntnis in ganz klein: Fetzen zerrissen. Dir Fetzen warfen sie auf den Bahndamm. Von den Ueberresten hat sich nichts mehr auf8 Erser, 8. Aprik. Bei Satzven wütet ein großer Eifelwaldbrand. 600 Morgen Wald, die dem Grafen Dietrich=Wolff=Metzernich, gehören, sielen drm Brand zum Ooser. Kleine Chronik. Bremen, 8. April.(Drahtb.) Der auf der SchiDanauf der Wester eiungetrosefn. An Vord befanden sich u Erzellenz von Braunschweig, der Oberpräsisent von, dex Deutschen=Gedächtnis=Stistung erfreut sich bsonmeister von Danzsa, Ehlert, vod der Kommandeur dess Lienigßte großze, 0 zur eine verhältKassel, 8. April.(Telegr.) Herabstürzende steinsmassen verschütteten in dem Kalischacht der Gewerkschaft Neubleicherode fünf Bergleute. Drei von ihnen sind schwer vertept.(Talagr.) Dig, hiesige Landau(Pfalz), 8. April.(T.1%6, Die hiesige Strafkammer hat den Weinhändler Kerth von Birkweiler wegen Weinfälschung zu sechs Monten Gefängnis und 1500 Mark Geldstrafe, den Kaufmann Steinhauer von Edenkoben wegen Beihülfe zu vier Monaen Gefängais und 1500 Mark Geldstrafe und den Kaufmann Schwarzschild von Kaiserslautern zu einem Monat Gefängnis und 500 Mark Geldstrafe verurteilt. Aus Rußland. opr)., 2 Grisisch=Zentratasten ist im bemerten, Lot owscheu), Verziuzgefreihzist in Runmchezentrntgen ist den beiden nicht die geringste Spur einer Achnlichteit) Vende Be1 gusgehoben worden. Um in dem genaunzu finden war. Schließtlich wurde Die ganze Angelz.] Pohre 10, geiszen zu Eönnen, bedürfen Ausländer eigenheit dem Untersuchungsrichter üiberwiesen, der die ten. Oebiet zig Ziplomztische Vertritung ihres Landes Person Ziungs identisizieren sol. Man kann sich aber tev.I1 P,tersburg ausgestellten Erlaubnisscheins. Eindruck die Ertlärung des Mon=) In,—.gadeburg, 8 Aprik. Der Korrespondent der vorstellen, welchen Eindruck die Erklärung des Mannes auf der Anklagebank auf die Zeugen machte, die nlötzlich in die Gefahr versetzt waren, sich eines Meinrides schuldig gemacht zu haben. Büchertisch. Seegeschichten. Hausbücherei Band buch Band 4. 179 Seiten. Verlag der deutschen DichterGedächtnis=Stiftung in Hamburg=Großborstel. 2. Auflage. Preis gebunden 1 Mark Der Band„Seegeschichten“ in der Hausbücherei meister von De zu Konanandeur Les Probefahrt verlief außerordencisch günstig. pfer„Kleist“is in Schwesterschiff des neue nnd hat einen Ranminhalt Der Damenen Dampfers ma###nüd hat einen Ranminhalt von 9000 BruttoRegistertons. Paris, 8. April. Im Speisewagen des Köln=Pariser Expreßzuges brach gestern während der Fahrt in der Nähe von Lille Feuer aus. Ein Kellner namens Paux aus Paris stieg auf das Dach, um den Brand zu löschen. Bei der Einfahrt in einen Tunnel wurde ihm der Kopf zerschmettert. Kopenhagen, 8. April. Die Akademie der Wissensebensbeschreibung des Verteidt= Frankreich und Spanien einerseits und der marokkaniES alten Joachim Rettelbeg, der schin Regierung andererseits ist ein Abkommen über nismaßig große Zahl von Erzählungen— es sind in gesamt sechs sondern diese beleuchten auch das Seeleben nach so verschiedenen Seiten, daß das Buch sehr abwechselungsreich ist. Es beginnt mit einem Abschnitt der eigenen Lebensbeschreihung„des Vexteidigers Kolbergs, unseres alten Joachim Nettelbeck, der seinen Schiffbruch im Kattegatt erzählt. Haufs„Gespensterschiff“ führt uns in den Sagenkreis orientalischen Seelebens. Hans Hoffmanns„Unversicherte Brigg" erzählt in lanniger Weise eine komische Geschichte aus einem norddeutschen Hafen. Wilhelm Jensen führt darauf den Leser in einer prachtvollen Eree“ in die Kämpfe um Stralsund Magdeburg, 8. April. Der Korrespondent der drahtet aus Petersburg: Ministerpräsident Stolypin erklärte dem Vorsitzenden der Kadettenpartei gegenüber, die Regierung werde die Duma nur auflösen, falls sie das Budget verwerfe. Die gilt als sehr unsicher, da zwar keine Verwerfung, jeNovellen= doch eine erhebliche Abänderung des Budgets durch die Duma zu erwarten ist. 80 Bomben zur Begrüßung König Eduards. Barcelona, 9. April. Bei dem Palais Boquerea ei explodierte gestern eine Bombe. Vier Personen wur1 den verletzt, darunter drei schwer. Wie der„Heraldo“ rhält= meldet, wurde unter der Tribüne für den Festzug eine es sind ins= weitere Bombe gefunden, die aller Wahrscheinlichkeit nach großes Unheil angerichtet häte, wenn sie unentdaß das Buch sehr deckt geblieben wäre. baß das Blich sehr Eine wirstchaftliche Verständigung in Marokko. Tanger, 8. April. Zwischen Deutschland, England, openhagen, 8. April. Die Akademie der Wissen= zählung„An der Seer in die Kämpfe schaften ernannte zu auswärtigen Mitgliedern den im dreißigjährigen Kriege, während wir Wilhelm Professor von Amira, an der Münchener Universität, Ppock in seiner plattdeutschen Erzählung„DeutschProfesor Peuck an der Berliner Universität und Pro=4 Hzunfucten g5n d# genfgutze: dia jüng Professor Peuck an der Berliner, Universitht fessor Noether an der Erlanger Universität. Kopenhagen, 8. April.(Drahtb.) Ein deutscher Luftballon ist Sonntag morgen 8 Uhr in der Nähe von Odense gelandet. Die Insaßen des Ballons, der Samstag nacht 1 Uhr in Berlin aufgeflogen war, 1 Offizier und 2 Zivilpersonen, sind wohlbehalren. Der Ballon wurde bereits gestern nachmittag per Bahn nach Berlin zurückgesandt. 9 Ae um M London, 8. April.(Drahtb.) Aus Devoeport wird gemeldet, daß das englische Schlachtschiff Trafalgar, von Plymouth komend, bei Devils Point auf einen Felsen gerannt ist. Schleppdampfer sind zur Hülfeleistung abgegangen. Newyork, 8. April. Heute früh wurde die Kraftstation der städtischen Straßenbahn durch Feuer zerstört. Sieben Feuerwehrlente wurden durch einstürzende Mauern erschlagen Blaujacken vör d. Takuforts“, in die jüngste Vergangenheit, in die chinesische Wirren des Jahres 1900, begleiten. schen Regierung andererseits ist ein Abkommen über die Errichtung einer Station für drahtlose Telegraphie in Magador getroffen worden. Die Station wird als gemeinschaftliche angesehen. Der Sultan wird am Gewinn beteiligt sein und wird die Station unentgeltlich benutzen. Großfeuer. Charbin, 9. April. Während eines heftigen Unwetters, das in der vergangenen Nacht herrschte, brach zum dritten Male in der Vorstadt Fudiatam Feuer aus, das den 9eLgtatzerg, Kiscoheterteier iß, einer Umgein die chinefische Wirren des Jahres 1900, be= Huß, o, zwei Lnadratkilometer zerstorte. Tausende Den Beschlüß des Bandes bildet eine Humo= suzegodachlos. reske von Johannes Wilda,„Kapitän Karpfs Abenteirer in Haiti“, die den bekannten Typus des zur Ruhe gesetzten aufschneiderischen Kapitäns mit Provianiamt Mürster hat seinen HaferHumor schildert. Alles in allem ein prachtvolles Buch, Weizen wird gekauft, wenn er sich nicht mehr als G'oteurer wie Freunde erwerben wird zumal es ebenso Roggen stelt.„„54 wegen vorher angemeldet Humor schildert. Aues in auem ein prüchtvones Tngag#n ger das sich viese grreuno: ertwortortz oito, Jumee u“ Stroß muß des Ineppen Platzes wegen vorher angemeldet Dichtar=Gedschtnis=Stif= werden. 231378 Hörde, den 27. März 1907.„ Der Landrat. wie die übrigen Bücher der Dichter=Geoachrnis=Stiftung trotz bester Ausstattung gebunden nur 1 Mark kostet. Wir empfehlen das gemeinnützig: Unternehmen der genannten Stiftung auch bei dieser Gelegenheit auf das wärmste. Letzte Drahtmeldungen. Jagd und Sport. (4) Berlin, 8. April. Der Kronprinz wohnte gestern dem Fußball=Städte=Wettkampf Wien=Berlin aufder dem Sportplatz des Vorortes Mariendorf bei. Die B###### Wiener Mannschaft(vom öesterreichischen Fußballverband) siegte mit 2:1. Der Kronprinz ließ sich die Wiener Mannschaft vorstellen, sprach ihr seine Anerkennung aus und überreichte ihnen den von ihm gestifteten Ehrenpreis, einen kostbaren Pokal. Aus dem Bundesrat. Verlin, 6. Aprik, Auch der Bundesrat wird in laitung der Grund= und Gebenbesteuer mit 190 Proz. dieser Woche seine Tätigkeit wieder aufnehmen und staatlich veranlagter Gewerbesteuer mit 190 Proz, Bedürfte am Donnerstag seine erste Plenarsitzung nach trießzstener mit 100 Proz., Einkommensteuer mit dem Oiterfeste abhalten. Wie verlautet, liegt dem 1o0 Proz., fingierten Einkommenstenersätzen von Bekanntmachung. Gemäß 865 des Kommunalabgabengesetzes vom 14. Juli 1893 wird hiermit bekannt gemacht, daß für das Rechnungsjahr 1907 zur Deckung des Gemeindekassenfehlbetrages als Gemeindesteuer folgende Zuschläge erhoben werden: 1. In der Gemeinde Hacheney: Unter der Be*(Der vertauschte Angeklagte.) Daß Zeugenaussagen, selbst wenn sie durch den Eid bekräftigt werden, und wenn auch jede bewußte falsche Angabe ausgeschlossen ist, nicht immer zutreffend zu sein brauchen, ist in letzter Zeit sowohl durch wissenschaftliche Experimente wie durch besonders auffallende Fälle aus der Praxis häufig gezeigt worden. Ein seltsames Vorkommni's, das diese Erfahrung von neuem bestätigt, wird nun von Dr. M. Urstein im„Archiv für die gesamte Psychologie“ mitgeteilt. Die erste Zivilkammer des Bezirksgerichts in Warschau verhandelte gegen den siebzehnjährigen Lucyan Zinny, der angeklagt war, aus einer Wohnung einige Sachen gestohlen zu haben. Durch fünf Zeugen sollte die Gegenstände hatte und nach einem mißglückten Fl haftet wurde, nachdem er jedoch die gestohlenen Gegenstände unterwegs fortgevorfen hatte. Im Zeugenverhör gab eine Portierfrau ganz kategorisch ihre belasbende Aussage ab; sie fixierte den auf der Anklagebank Sitzenden und erklärte, daß er es gewesen wäre, der auf der Straße angehalten wurde sie habe ihn sorr.. erkannz.„Nur ist Zinny vorher etwas voller gewesen,“ fügte sie hinzu. Auch zwei andere Zeugen behaupteten in dem Angeklagten mit völliger Sicherheit jenen Mann wiederzuerkennen, der die Sachen aus dem Tor hinausgetragen hatte. Als nun das Zeugenverhör zu Ende war und der Gerichtsvorsitzende den Angeklagten fragte, was er zu seiner Rechtfertigung noch vorzubringen hätte, erklärte dieser mit größter Seelenruhe, ihn ginge die ganze Geschichte gar nichts an, denn — er wäre gar nicht Zinny, sondern Franz Nowakows= ki. Man habe ihn zusammen mit Zinny aus dem Bundesrat jetzt eine Ergänzung zum Reichshaushaltsetat 1907•08 vor, durch den eine Summe zur Erweiterung des Kaiser Wilhelm=Kanals(Nord=Ostsee=Kanal) gefordert wird. Der Vorlage ist eine Den mit verschiedenen Erweiterungsplänen des beigelegt. Die Vorlage dürfte dem Reichstage noch imlaufe dieser Woche zugehen. Der Streik im Hamburger Hafen. Hamburg, 8. April. Infolge tätlicher Angriffe der Schauerleute auf die Arbeitswilligen weigern sich die letzteren, soweit sie in Hamburg Privatlogis haben, ihre Wohnungen aufzusuchen. Infolgedessen sollen noch zwei Logierschiffe in Stand gesetzt werden. Am Amerikakai wurden Sonnabend wieder drei Arbeitswillige von einer Anzahl Ausständigen überfallen und mit Gummischläuchen brutal mißhandelt. Ein anderer Arbeitswilliger mußte sich vor seinen Peinigern durch den Gebrauch eines Revolvers retten. Die Zahl der im Hafen liegenden Schiffe ist weiter im Abnehmen begriffen. Die Zahl der Dampfer ist auf 275, die der Segelschiffe auf 53 gesunken. 190 Proz., fingierten Einkommensteuersätzen 2,40 Mt. und 4 Mk. mit 190 Proz. ord=Ostsee=Ka=I 2. In der Gemeinde Lücklemberg: In gleicher eine Denkschift Reihenfolge, der Steuerarten 220 Proz., 220 Proz., 100 des Kanal's Proz., 220 Proz. und 220 Prozent. des Kandts 3. In der Gemeind: Niederhofen: In gleicher Reihenfolge 240 Proz., 240 Proz., 100 Proz., 240 Proz., und 240 Prozent. 4. In der Gemeinde Wellinghofen: In gleicher Reihenfolge 280 Proz., 280 Proz., 100 Proz., 280 Proz. und 280 Prozent. 5. In der Gemeinde Wichlinghofn: In gleicher Reihenfolge 200 Proz., 200 Proz., 100 Proz., 250 Proz. und 250 Prozent. Wellinghofen, den 20. März 1907. DerAmtmann: Hartung. nung einige Sachen gestohlen zu haben. Hamburg, 9. April. Die Lage im Hafen ist ziemgen sollte festgestellt werden, daß Zinny lich unverändert. Die Zahl der im Hafen gebliebenen aus der Wohnung herausgetragen Schiffe beträgt 289 Dampfer und 52 Segelschiffe. Aus einem mißglückten Fluchtversuch ver-England sind 430, aus dem Ruhrgebiet 250 Arbeitswillige eingetroffen. An Bord der Kasernenschiffe befanden sich gestern 4430 Mann, von denen 3826 zur Arbeit gingen. Ungefähr 400 verweigerten die Arbeit, die anderen sind krank. Die Arbeiter, welche die Arbeit verweigern, werden sobald wie möglich nach England 0/0r: zurückgeschickt. Schon am Sonnabend sind 303 Arbeiter zurückgeschickt worden. Verschiedene Meldungen. Fleusburg, 9. April. Das Automobil des Konsuls Raben überfuhr bei Oversee den 19jährigen Dienstknecht Tacke aus Tarp, der sofort getötet wurde. Lübeck, 9. April. In Burg Staaken fiel ein Sohn des Schiffers Luthie in den Teich, die Mutter sprang ihm nach, um ihn zu retten. Beide ertranken. Straßburg i. E., 9. April. Der Dentist Drefuß in Sennheim erschoß die junge Frau des BuchdruckereiIa verzinkte vier- u. sechseckige Geflechte, Verzinkte Drähte in allen Stärken, Verzinkter Stacheldraht und Krampen, sowie sämtliche Frühjahrsgeräte empfehlen in großer Auswahl zu billigsten brader Hader, Tchwerke. — Stundenplan= Melaaeeg, euge rs. uu Ver„„ 10 Uhr, weroe sch zu Schwerte. Mittwoch, den 10. d. Mts., vormittags 1. M beim Wirt Otto) Rath in Schwerte PVertikow öffentlich meistbietend gegen Barzahlung verkaufen. Krägeloh Gerichtsvollzieher, Schwerte. Zurüggereht! Dr. Morsbach, Dortmund. Frauenklinik Olpestraße 15 (Straßenbahn Stadthaus.) — Große— Geld=Lotterie Zithung I. un I. Klasse Deutsch Rchnen Zeichnen am 16., 17. u. 18. April 1907 Preis des Loses 3 Mk. Nur Geldgewinne ohne Abzug zahlbarer Gewinne zu 60000 50 000, 40 000, 30 000, 20000, 10000 usw. zu haben bei Adolf Heinrich, Cigarren Import Es sind nur wnge Lose vorhanden und bitte be. Bedarf, denselben rechtzeitig zu decken. D. O. 7—9 oder 11—1 Uhr vorIitlags 7—8 Uhr abends 8—9 Uhr abends 7—8 Uhr abends 8—9 Uhr abents Waschen Sie Stroh-und Basthüte nur mit SHUNZA Gesetzlich geschützt Preis 25 Pfennig. Der Hut wird in wenigen Minuten vollkommen sauber, trockr et schnell und erscheint wie neu. Strobin greitt das Gewebe des Hutes nicht an u macht es nicht hart Giftfrei. Ein Versuch überzeugt Unschädlich. Man kann dem Hut nach dem Waschen jede gewünschte Form geben. Zu haben: Drogerie Carl Trog. Fernsprecher 234. . aeud 4 Spd unsam 2 Uerik 1odt vrtsfantichten Vorstherder Stundenplon witd berdur 9 ve n.-10 Mäz 1904 bekannt gemach. De dum ger 1g, Abel akends P uhse in der 1.Kabenlas de Schale an der Kutstrate Spezialität: Nicht klebende Oel- u. Lackfarben in allen Farbtönen. Malz= Ertract= Vier s 10 dur Veoki=Gheaste a. fide Khache dier soie ie eiten und Vornlaobe woiche schahilse. Pe=ch). iea aen, walstet Carl Raffin, Hastchei„etur Helle! Lapsian! Tapiton! Tapeion! Grosses Lager in nur neuesten und modernsten Dessins empfiehlt Wilhelm Heppe, Nachtig. Welopap N. 98 Telefon 218 Filiale. Kanarieu=P. und la. Zuchtweibchen preiswert abzugeben. Ostenstraße 9. Täglich dreimal 1384 frische RRilch per Liter zu 16 Pf. hat abzugeben Fr Bö stinghaus, Bohlgarten I. stische gibt stets ab 1380 Emil Duhue, Jägerstr. 13. Die an Stelle der Zeichenhefte bei den hiesigen Volksschulen neu eingeführten Leichennerts und BSURS sind soeben eingetroffen. Carl Braus, Schwerte-Ruhr. Eine Karre guten Dünger abzugeben= Märkischestraße 15. ie Sc e... u aungenachen chrph. Btrons, nutsaschliee,„0c nicht angemeldeten offene Füsse Per sofort oder 1. Mai wird ein erfahrenes, ehrliches Teleron Nr. 28 Hauptgeschäft Eine große Sendung Frechtunge... Trahtgesrecht der verschiedensten Drahtstärken und Maschenweiten Klammern etc. etc. ist angekommen und wird zu billigsten Preisen 851 abgegeben. R. Landmann, Schwwerte. Beahschlden, Beingerchegir g o# beise, böse Finger, alte Wonden eind oft sehr hartnäckig: wer bisher vergeblich hoffte gebeilt uu worden, meche noch einen Versuch mit der bestens bewährten Rino-Salbe krei v. Gift u. Säure. Dose Mk. 1.—. Dankschreiben gehen täglich ein Nur echt in Originalpackung weiss grün- rot und mit Firma R. Schubert& Co., Weinböhla. Fälschungen weise Ze haben in den meisten Apotheken. Diezenitgen uow uud.—. zer d. 36. Mädchen Kinder, welche bis zum 30. September v. J.. s2 K Dc das sechste Lebensjahr vollenden, sind in den Schulen an der Kuhstraße auzumelden. Der Ortsschulinsperkor Terberger. 1460 Vorzüglich im Gesehmack sind: mit besten Zeugnissen, bei gutem Lohne gesucht. Zu erfragen in der Geschäftsstelle d. Bl. 1407 K In und oberhalb der sowie in Dortmunder Wege und auf den Haferkamp habe ich noch#:: Gärten zulverpachten. 1488 Hohenschwert, Schwerte. Siegen 6n lämmer kauft zu Lehmann 1419 Kleine Marktstr. Nr. 5. Haus Stallung u. Garten bei kleiner Anzahlung billig zu verkaufen. 4. 150 an die Geschäftstelle zu senden. 1491 3 schöne Bodenzimmer in besserem Hause, an ruhige Familie sofort zu vermieten. Näheres 1949 Carl Schumacher, Häsingstraße 16. zu vermieten. Westenort 12. Guten 2 Pc zu. haute 8 heinrich Gräwe, Westenort 2. In beiserem Hause Rn ene schöne Wohnung von 3 Räumen, per 1. Juli oder früher an ruhige Familte 2r, geg De ses u. Seschhrhech. b-sPh),## n Schwerter Zeitung.“ 2/1MPMET Wohnung„echaszumer sürrahgen Harn von 3 Zimmer auf sofortz„auf sofort gesucht. Off. unter späer zu vermieten. 1841/8 15 Sohwerte postlagend err. Ein Urtschaute ig A#entoer belen. auf 1. Juli zu vermielen. Mähsernds fan der Gpreblig.e Schwerter Zeitung. 261905 Junger Werkbeamter sucht per 1486 sofort oder später möbl. Zimmer mit voller Oferten u K. 1462 an die xpedition dieses Blattes. Dracentor delegen, kann angepachtet werden. Schulte, Auktionator. Duue Mädchen erhalten sofort bessere Stellung. Lohn monatlich 25 Mark. Wwe. Stütner 1487 Stellenvermittelg„ Hagenerstr. 15. Ein 81495 gutes Mädchen per sofort oder 1. Mai gegen hohen Lohn gesucht. Gefl. Anfragen an die Erpedtion der Schwerter Ztz. Die seit dem 1. April erforderlichen neuen grünen Zoll-InhaltsErklärungen sowie sämtliche sonstigen im Verkehrsleben erforderlichen Formulare = hält vorrätig und empfiehlt die Buch- u. Kunstdruckerei Türt Braus. in Würfeln zu 10 Pfg. für 2 Teller Suppe. Durch viele Serten wie Tapieks-Jalienne, Grünkern. Erbs, Reis, Riebele, Sage usw. reiche Abwechslung. Nur mit Wasser in kürzester Zeit herzustellen. In stets frischer Ware bestens empfohlen von Carl Trog, Drogen, Mat- und Farbwaren, Hagenerstr. 9. Aus der Schule entlassene = Jungen die Lust haben ein Handwerk als Löffel=Schleifer, Stahlund Stempelgraveure, Gürtler (Silberarbeiter usw.) zu eilernen, ferner: — Maochen die in Silberpolieren(Handpolieren) ausgebildet werden wollen, werden als Lehrlinge, bezw Lehrmädchen sengekommes. 81949 Nickelwerke. TAT Amtliches Krevo### A Ru tnlach Werch. Die„Schwerter Zeitung“ erscheint täglich, ausser Feiertags. echäiseie eiche. Gieralscseklesche. lasiene Anzelgenpreis: Die sechigespalene Peli- Zegzanezege.# 10 Pf., Anzeigen von auswärts 18 P1., zenanler.. 9 Pf. Erstes und ältestes Tagesorgan des Kreises. Haupt=Annoneenblatt. Aie Kreis- und Lokalpolizeilichen Verordnungen für den Nreie Hörde erlangen gemäs: Bekanntmachung der Königl. Regierung Veröffentlich durch Verostenichung in der„Schwerter Teitung“. verbindliche Kraft. o c OOOOOOOSSSS· Druck u. Verlag von Larl Braus, Schwerte. Fernsprech-Anschluss Dr. 62 Ami Schwerte. Celegr.-Adresse Braus. Schwerte-Nubr. e Nr. 92. Dienstag, den 9. April 1907. Bod. IbrcFür Herz und Gemüt. Wie schön ist, wandernd nach dem Ziele streben, Erreicht es haben, ist noch schöner eben. Gestorben sein, ist wohl das allerschönste, Indessen doch, wie ist es schön zu leben! Indesen Fr. Rückert. Ringe viel mehr zu sein, als zu haben, Ein Augenblick raubt dir oft, was du hast; Was du bist, nimmt dir die Ewigkeit nicht. Er soll dein Herr sein. 32. * Ihr jammervoller Ausruf von vorhin hat ihm zu Mit welcher Gewatt muß doch die Liebe das Gleichgewicht ihrer Seele untergraben haben, daß eine solche entsetzliche Nervenerschütterung stattfinden konnte. Aber vielleicht war es nicht die Liebe allein, auch andere Ereignisse schienen mitgewirkt zu hatte vorhin Richards Rumen genannt. emggrrg gsie ihn in solch angstvoll flehenden Ton von halten versucht,— er verstand das nicht. Hier sah er sich wiederum vor einem Rätsel, dessen Lösung er jeduch balb zu ergründen bofte.—. Miagum am Lager So denkt und sinnt der einsame des jungen Mädchens. Als ungefähr zwei Stunven vergangen sind und ihre ruhigen, gleichmäßigen Atemzüge ihm verkünden, daß nichts mehr zu befürchten ist, stehter auf und reckt die steif gewordenen Glieder. Er öffnet die Verbin=[Ihre J dungsturen zwischen den drei Zimmern, setzt sich in jeie war es ihr ein tccer nem Arbeitskabinett beguem in den groven zux Gang(gründen. ein nei sessel und nimmt das blaue Heftchen wieder zur Ian###### Die Nacht vergeht ihm bei dem Lesen, bei allerhand Notizen, die er sich macht und seinen schweren Gedanben so rasch, daß er erstannt die Morgendämmerung bemerkt, die anfangs schüchtern, dann aber immer sieghafter, mit einzelnen Strahlen der aufgehenden Morgensonne vermischt ins Gemach dringt. Er drehte das Licht aus, öffnet die Balkontür und tritt hinaus. Die Morgenröte schimmert goldig rot zwischen den Wipseln der hohen, alten Bäume hindurch. Ueber dem kurzgeschorenen Rasen liegen noch die Nebel und gen hin und her in seltsamen Gebilden, phantastischen lephantengestalten in langen, schleppenden Gewändern ähnlich. Dem Geheimrat kommt das Gescheynes der Nacht fast wie ein böser Traum vor, er streicht sich mit der Hand über Stirn und Augen, aber er kann die Erinnerung nicht fortwischen, sie bleibt und mit ihr die bange Sorge um Hilde. Er geht zurück und leise, ganz leise m ihr Schlafgemach. Er findet sie wach, mit großen verwunderten erst ihn, dann die Unordnung im Zimmer betrachtend. Sie stützt den Ellenbogen auf das Kissen llegt das Köpfchen in die Hand und fragt schämig: „Onkelchen, du so früh hier? Und was ist denn das, wie siehts hier denn aus?“ Sie zeigt mit der Hand auf die herumliegenden KKleidungsstücke. „Na ja, du scheinst mir eine schöne Jungfer Liederlich zu sein! Willst wohl gar den alten Onkel noch dafür verantwortlich machen?" Hinter schorzhafter Rede verbirgt er seinen Kummer und setzt sich dabei wieder an ihr Bett. Doch Hilde kennt ihren Onkel doch zu gut, sie merkt gleich, daß er nicht aufrichtig ist. Außerdem ist ihr auch so gar nicht scherzhaft zu Mute, sie fühlt sich matt und angegriffen, ihr Kopf ist so schwer. Sie läßt sich wieder in die Kissen niedergleiten und schließt die Augen. Er beugt sich besorgt über sie, da öfffnet sie dieselben wieder, schlingt einen Arm um seinen Hals und bettet ihr Köpfchen an seine Brust. Da ist gut sein, da ist si: geborgen vor allem Leid! Und wie von der schönen Seele dieses Mannes seiner hohen, sittlichen Reinheit, seinem gütigen Herzen, das ihr stets ein offenes Buch gewesen, so soll es auch ferner sein— sie beichtet ihm wie ein Kind der Mutter— erzählt ihm von ihrer bitteren Herzensnot. Es erschüttert ihn tief, als er diese stockenden, schüchternen Worte hört und das erglühende junge Mädchen mit den großen, matten Augen betrachtet, die heute so tief in ihren Höhlen liegen und von dunkben Schatten umgeben sind. Wie verändert war sie! Sonst das ruhige, selbstbewußte Weib, dessen kühle Sicherheit ihn oft verblüfft hat, dessen edlen Zügen di Stempel angestrengter Geistesarbeit aufgedrückt war und nun setzt?.... icht ia6mm 5 „Sieh Onkel, ich darf fa nicht uirden, vu weißt wenn der Vater frei kommt— ich gehöre zu ihm sie würgt an den Worten. Ja Kind! Ich weiß!“ mur melt er dumpf.„Mein Gott, mein Gott, das ist ent„Und er muß es wissen, daß ich ihn nicht erhörzn darf— er muß es wissen— Onkel! O Gott, was soll lich denn nun machen?“ schreit sie fast heraus. Ihr Ton erschüttert ihn so tief, daß er sich erst eine Weile sammeln muß, ehe er erwidert: „Beruhige dich doch, Liebling! Du bist jetzt angegriffen, du mußt dich erst erholen, darfst nicht arbeiten, also auch nicht hinüber,“ er deutet mit der Hand nach der Richtung, wo die Anstalt liegt. „Aber was soll der Doktor denken, er ist doch noch krank— wenn ich nicht komme—“ unterbricht sie ihn. „Ich werde ihm sagen, daß du leidend bist! Ueberlaß das nur mir,“ sagt er sanft. „Auch sagen das— das mit dem Vater? O Gott, mein Leben ist verdorben und ich bin noch so jung so jung— es liegt doch moch vor mir!“ Stoßzweise, unter heftige Schluchzen ringen sich die Worte von ihren Lippen. Sie sind so echt menschlich und doch tommen sie dem Geheimrat unerwartet. Denn er hätte nie gedacht, aus diesem Munde eine solche Klage zu vernehmen. Ihre Jugend hatte Hildegard nie beachtet und bisher lieber Gedanke gewesen, ihrem tiefgeues trautes Heim in Amerika zu Feinlcen. (Forts. folgt.) verwaltung eines eigenen„Grundstückserwerbsfonds“ erreicht werden. Welche Bedeutung man heutzutage einem solchen Fonds zuschreibt und welche Kraft man ihm zutraut, erkmnt man am besten daraus, daß man sich nicht scheut, seine Begründung so zu bewerkstelligen, wie etwa die Begründung eines neuen gewinnversprechenden Gaswerks oder einer Straßenbahn, nämlich durch Anleihe. So will die Stadt Barmen einen neu zu errichtenden Grundstückserwerbsfonds in Höhe von 3¼ Millionen Mark aus Anleihemitteln tieren. Vor zwanzig Jahren hätte man über solch ein Beginnen den Kopf geschüttelt. Heute stimmt man derartigen Magistratsanträgen ohne weiteres durch energisches Kopfnicken zu, denn man weiß ganz genau, daß man mit solch einem staatlichen Fonds der künftigen Stadtentwicklung ein unvergleichliches Rückgrat verschafft und sich kostspielige Verlegenheiten erspart. Ein Grundstückserwerbsfonds erhält außer den flüssiigen Kaufgeldern sämtlichen noch freien Grundbesitz der Kommune zugeschrieben. Alle Grundstücke, die ihm zu Gemeindezwecken entnommen werden, müssen ihm rechnerisch auf Heller und Pfennig erstattet werden, und zwar so, daß den einstmaligen Auflassungskosten bezw. den ursprüngilchen Selbstkosten die Wertsteigerung durch Verzinsung und Amortisation zugerechnet wird. Auf diese Weise trägt der Fonds sich selbst und kann sogar neue Ueberschüsse erzielen, die er wieder in Bodenflächen nutzbringend anlegt. In Barmen hat man der Schaffung des neuen Fonds mit einhelliger Freude zugestimmt und nur bedauert, daß das nicht 20 Jahre früher geschehen ist. Vielleicht liegt in diesem Bedauern für andere Städte ein Wink mit dem Zaunpfahl, damit sie nicht ebenso eine Sache auf die lange Bank schieben, die gar nicht früh genug in Gang gebracht werden kann. sozialen Grunderwerbsfonds. Die Berliner„Ministerreise“ des Frankfurter Oberbürgermeisters Adickes gab der Tagespresse Veranlassung, u. a. auf Adickes Verdienste als kommunaler„Bodenreformer" hinzuweisen. Er hat die bodenreformerischen Möglichkeiten und ihren engen Zusammenhang mit den Wohlfahrtsverhältnissen der Gemeinden bereits zu einem Zeitpunkte durchdacht, als man in dem größten Teil der übrigen größeren Kommunen nur ein Achselzucken und bestenfalls ein Lächeln dafür übrig hatte. Wenn in Frankfurt am Main auch nicht allen vodenpolitischen Bestrebungen Adicke's Erfüllung vergönnt war, so hat sein Wirken doch das eine Gute gehabt, daß gerade einige viel umstrittene Grundfragen(u. a. die Besteuerung des unverdienten Bodenwertzuwachses) in Frankfurt praktisch verwirklicht wurden und wenigstens einer sachlichen Diskussion an anderen Plätzen die Wege ebneten. Was Grund und Boden für eine Gemeind: bedeuten, das hat kaum jemand so scharf erkannt wie Adickes. Noch vor zehn Jahren lebten die meisten deutschen Gemeinden mit Bezug auf kommunalen Bodenwert sozusagen aus der Hand in den Mund. Es wurde eine kostspielige Augenblicks= und Verlegenheitspolitik betrieben, bei der die Spekulation die ungesündesten Geschäfte machte. Erst dann, wenn Grundstücke für eine neue Schule oder ein neues Amtsgebäude oder eine Feuerwache nötig wurden, kauft: man und zahlte gezwungener Weise den Preis, den die Spekulanten diktierten. Wenn Geldnot kam wurden kommunale Grundstücke einfach verIkauft. Heute sind uns die Augen über eine solche Bodenwirtschaft gründlich geöffnet. Man kann den Verwaltungswert einer Kommune ganz gut an ihrer Grundstückspolitik abmessen. Am zielbewußtesten und imponierendsten erscheinen uns die Städte, die mit hausväterlicher Fürsorge jahraus jahrein den städtischen Grund und Boden mehren. Wenn manchmal die Zweckbestimmung dieses oder jenes neuerworbenen Grundstückes noch nicht genau feststeht, so tut das der Güte der vorwärtsschauenden Bodenpolitik keinen Abbruch. Durch Austausch und Tuuschverkäufe werden etwaige Unstimmigkeiten dereinst leicht zu beseitigen sein. Die Hauptsache bleibt die planmäßige und regelmäßige Bodenbesitzvermehrung. Diese kann— das hat die Praxis längst gelehrt— in gründlicher und ersprießlicher Weise nur durch Schaffung und SonderKriegervereine und In dem Jahresbericht des Kreis=Kriegerverbandes Quedlinburg für das Jahr 1906 wird es mit Recht als eine der Hauptaufgaben der Kriegervereine bezeichnet, alles das niederzudrücken, was gegen Kaiser und Reich, gegen König und Vaterland und gegen die bestehende Staats= und Gesellschaftsordnung ankämpft. Dann heißt es weiter: Es wird den Kriegervereinen vorgeworfen, daß sie mit dem Kampf gegen die Sozialdemokratie Politik treiben, die zu betätigen ihnen verboten sei. Diese Behauptung ist vollständig unrichtig, und sie entspringt den falschen Vorstellungen, die manche Kreise von dem Kriegervereinswesen haben oder zu haben vorgeben. Die Grundlage, auf der die Kriegervereine aufgebaut sind, ist die Liebe und Treue zu Kaiser und Reich, zu König und Vaterland. Wer an dieser Grundlag: rütteln will, ist naturgemäß ein Feind der Kriegerverein:, der von ihnen aufs heftigste bekämpft werden muß. Die Sozialdemokratie arbeitet auf den Umsturz hin, sie will vernichten, was uns hoch und heilig ist. Die Mitglieder der Kriegervereine haben aals Soldaten ihrem Könige den Treueid geleistet, und der Fahneneid hat Gültigkeit über die Dienstzeit hinaus, auch im bürgerlichen Leben. Er hat umso mehr Giltigkeit für die Kriegervereinsmitglieder, als diese sich auch im Bürgerrock freiwillig in den Dienst ihres Königs gestellt haben. Darum ist es ihre Pflicht, mit allem Nachdruck die Umsturzpartei, als die gefährlichste Feindin des Vaterlandes, zu bekämpfen. Der Geschäftsbericht ersucht im Anschluß daran die Vereine unnd namentlich auch deren Vorsitzende dringend, die Kameraden über die Ziele der Sozialdemokratie aufzuklären und ihnen ans Herz zu legen, auch in ihren bürgerlichen Berufen mit allen Kräften gegen die Sozialdemokratie zu wirken und die Gemeingefährlichkeit ihrer Tätigkeit klarzulegen. Sie treiben damit keine Politik, deren Betätigung außerhalb des Vereinslebens ihnen ja überhaupt niemand untersagen kann, sondern sie handeln damit im Sinne der Satzungen der Kriegervereine und im Sinne ihres Kaiserlichen Herrn. Sie erfüllen damit ihre patriotische Pflicht, die ihnen die Richtschnur bei all ihrem Tun sein muß. Vermischtes. *(Dr. Swen Hedin) hatte, wie die„Voss. Ztg.“ erzählt, auf seiner jüngst beendeten Forschungsreise durch Tibet einige gefährliche Abenteuer zu bestehen. 9 4 sich Hedin, der gewöhnlich seine Karawane vorauswandern ließ, eines Tages mit zweien seiner Begleiter dem bereits aufgeschlagenen Lager näherte, war dort ein mächtiger wilder Yak aufgetaucht, der vom Lager aus beschossen wurde und eine Kugel in den Rumpf erhielt. Das Tier geberdete sich wie rasend, wandte sich aber nicht gegen seine Angreifer, sondern gegen die drei Ankömmlinge. Mit gesenktem Horn und rollenden feuerroten Augen raste es auf diese zu. Hedin und der eine Begleiter, der Hindu Robert, befanden sich zu Pferde, der dritte, Rehim Ali, war zu Fuß. Nun hieß es, so schnell die müden Pferde lausen konnten, das Lager zu erreichen. Rehim Ali hielt sich an dem Pferde Roberts fest. Als der Yak nur noch 10 Meter von Hedin entfernt war, bereitete sich dieser vor, dem Tier einen Pelz über den Kopf zu werfen, um es zu blenden. In diesem Augenblick stolperte Rehim Ali und fiel zu Boden, worauf sich der Yat gegen ihn wandte. Man glaubte, er würde den am Boden liegenden Mann aufspießen, doch begnügte er ihn mit den Hufen zu bearbeiten, worauf er langsam davontrollte. Rehim Ali war eine zeitlang wie gelähmt und konnte mehrere Tage hindurch kaum sprechen, aber schließlich erholte er sich wieder. Einen noch gefährlicheren Anstrich hatte die Bootfahrt, die Dr. Hedin in Gemeinschaft mit Rehim Ali auf dem See Lighten unternahm, der 5070 Meter über dem Meere liegt. Er wollte vom nördlichen Strand bis zu dem anscheinend nicht sehr entfernten südlichen Strand fahren und ließ die Karawane am Ufer entlang wandern. Bei günstigem Wetter segelten sie nachmittags 3 Uhr ab. See lag wir ein Spiegel. Nach einer Stunde setzte indes ein frischer Wind ein, der bald zum Sturm überging und den See in eine schäumende Masse verwanSchließlich erreichte das Boot eine Landzunge, aber als man um diese herumfuhr, zeigtesich, daß erst des Sees begann. Nun ging die Sonne unter. Die Schneeberge rings herum glühten wie Feuer. Bald wurde es, nachdem auch die Mondbenschwarz: Nacht, Rehim Ali lag zusammengekauert wie halbtot im Boot. Das Fahrzeug ging in rasender Fahrt über die schäumenden Wogen. Hedin, der keinen Augenblick das Steuer losließ, konnte kaum einige Schritte weit sehen. Fünf Stunden dauerte bereits die wilde Fahrt. Dabei war schneidend kalt, und die Reisenden hatten weder Proviant noch warme Kleidung. Plötzlich hörte Hedin ein: Brandung. Er rief Rehim Ali zu, sich bereit zu lten, und im selben Angenblick stieg das Boot auch schon gegen den Strand, wobei sich das Fahrzeug halb mit Wasser füllte. Zum Glück bestand der Strand aus Sand. Man zog nun das Boot ans Ufer, wo sich die völlig durchnäßten Reisenden vorbereiteten, die Nacht hindurch zu kampieren. Indessen um Mitternacht hörten sie Pferdegetrampel. Einige Mann der Kargwane waren erschienen und brachten Hedin n ach dem eine Stunde entfernten Lager. Während der Reise Tiber hatte Hedin 1000 Seiten Aufzeichnungen geschrieben, 632 Panoramen und 180 Blatt Karten gezeichnet, vier Seen gelotet, ein ausfürliches meteorologisches Jvurnal gtführt, melt Gesteinsproben gesamWetterbericht der deutschen Seewarte. 0. April: Wolkig, ziemlich kühl, Strichregen, teils heiter. Verantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schade, Schwerte. Für den Inseraten= und Reklameteil verantwortlich: Jac. Christ, Schwerte. Polizeiverordnung betreffend die Hilfeleistung bei auswärtigen Bränden. Auf Grund des Gesetzes betreffend die Befugnis der Polizeibehörden zum Erlasse von Polizeiverordnungen über die Verpflichtung zur Hilfeleistung bee Bränden vom 21. Dezember 1904, sowie der§§ 143 und 144 des Gesetzes über die allgemeine Landesverwaltung vom 30. Juli 1883 und der§§ 5 und 6 des Polizeigesetzes vom 11. März 1850 wird nach Beratung mit dem Gemeindevorstande der Gemeinde HacheneyBenninghofen für den Bezirk der Gemeinde HacheneyBenninghofen folgendes verordnet: S 1.„ Im Falle eines innerhalb des Bezirks der Gemeinde Lücklemberg, Niederhofen, Wellinghofen und Wichlinghofen, sämtlich zum Amtsbezirk Wellinghofen gehörig, ausbrechenden sogenannten Großfeuers ist, auch wenn Löschhilfe nicht nachgesucht wird, sofort mindestens eine Spritze mit den erforderlichen Bedienungsmannschaften zur Hülfe abzusenden. Wird die Löschhilfe von dem Brandort nachgesucht, so muß sie auch außerhalb des Bezirks der eingangs erwähnten Gemeinden geleistet werden, wenn das Ersuchen von dem Ortspolizeiverwalter, dessen Stellvertreter oder dem Gemeindevorsteher ausgeht. Die Absendung der Hülfe kann unterbleiben, wenn dringende Gefahr für den eigenen Bezirk vorhanden „ 5 Aes, h#ug de 93sc Verantwortlich für die Absendung des Löschzuges ist der Brandmeister bezw. sein Stellvertreter. Die Führer des abgesandten Löschzuges haben sich am Brandorte bei dem besehligenden Ortspolizeiverwalter oder Brandmeister zu melden und seine Anordnungen zu befolgen. S 2. Zuwiderhandlungen gegen die Vorschriften des§ 1 werden mit Geldstrafe bis zu 30 Mark oder mit entsprechender Haft bestraft. Wellinghofen(Kr. Hörde), den 26. Januar 1907. Die Polizeiverwaltung: (L. S.) gez. Hartung, Amtmann. Zu der in vorstehender Polizeiverordnung vorgesehenen Strafbestimmung erteile ich gemäß§ 144 des Gesetzes über die allgemeine Landesverwaltung hierdurch meine Genehmigung. Arnsberg, den 16. März 1907. Der Regierungs=Präsident: I. V.: gez. Seydel. Eine gleichlautend: Polizeiverordnung ist erlassen für die Gemeinden: Lücklemberg, am 26. Januar 1907. Niederhofen, am 26. Januar 1907. Wellinghofen, am 26. Januar 1907. Wichlinghofen, am 26. Januar 1907. Wellinghofen, den 30. März 1907. Die Polizeiverwaltung: gez. Hartung, Amtmann. Auch diese Polizeiverordnungen haben, gleichlautend wie vorstehende, die Genehmigung des Herrn Regierungspräsidenten erhalten. Vorstehendes bringe ich hierdurch zur öffentlichen Kenntnis. Wellinghofen, den 30. März 1907 Der Amtmann: Hartung. Torimunder Kicdtichenter. Dienstag, den 9. April: Serie B, Nr. 47. Blaue Karten. Anfang 7,30 Uhr.„Gespenster". Drama in drei Aufzügen von Henrik Ibsen. Mittwoch, den 10. April: Serie C, Nr. 47. Gelbe Karten. Anfang 7 Uhr.„Lohengrin". Romatische Oper in drei Aufzügen von Richard Wagner. Donnerstag, den 11. April: Serie A, Nr. 47. Rote Karten. Anfang 7,30 Uhr. Wallenstein 1. Teil. Wallensteins Lager.„Die Piccolomini“. Dramalisches Gedicht in fünf Aufzügen von Friedrich von Schiller. Freitag, den 12. April: Serie C, Nr. 48. Gelbe Karten. Anfang 7,30 Uhr. Wallenstein 2. Teil.„Wallensteins Tod". Trauerspiel in fünf Aufzügen von Friedrich von Schiller. Sonnabend, den 13. April: Serie B, Nr. 48. Blaue Karten. Anfang 7,30 Uhr. Zweites Gastspiel der Operntragödin The Dorré.„Aida“. Große Oper mit Ballet in vier Aufzügen von Guiseppe Verdi. Amneris— Mad. Thea Dorré. Sonntag, den 14. April: Vormittags 11 Uhr 7. und letzte literarische Matinee.„Catharina, Gräfin von Armagnac und ihre beiden Liebhaber". Drama in drei Aufzügen von Vollmoeller. Nachmittags 3 Uhr: Bei gänzlich aufgehobenem Abonnement Volksvorstellung zu ganz kleinen Preisen. Abschieds= und letzte Schauspielvorstellung.„Kabale und Liebe". Trauerspiel in fünf Aufzügen von Friedrich von Schiller. Abends 7,30 Uhr: Bei aufgehobenem Abonwement(Jahreskarten gültig). Zum 25. und letzten Male„Die Geisha“. Eine japanische Teehausgeschichte in drei Aufzügen. Text von Owen Hall, Musik von Sidney Jones. Montag, den 15. April: Serie A, Nr. 48. Rote Karten. Abschieds= und letzte Opernvorstellung. Anfang 7 Uhr.„Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg". Handlung in drei Aufzügen von Richard Wagner. Schluß der letzten Spielzeit unter d. jetzigen Direktion. el len — 15 vei Cnei AohmeT für das Progymnasium, die höhere Plädchenschule, sowie die Volksschulen der Stadt und Umgebung 920 20 90 sind vorrätig in der 9 6 9 Schl Bredese Grosse Marktstrasse 3-5. Li W te a c e