Die„Schwerter Zeitung“ erscheint täglich, ausser Feiertags. Bezugspreis: Ik. 1.6s vierteljährlich, bei der Post 42 Pl. für Bestellgeld mehr. Wöchentliche Gratis-Beilage:„Iustrierter Familentreund.“ e o occccco g.e 9.0 Anzeigenpreis: Die sechsgespaltene Petitzeile oder deren naum 19 P., Anzeigen von auswärts 1S Pl., Reklamezelle 40 Pf. Erstes und ältestes des Kreises. Mlie Kreis- und Lokalpolizeilichen Verordnungen für den Rreis Hörde erlangen gemäss Bekanntmachung der Königl. Reoierung durch Veröstentlichung in der„Schwerter Teitung“ rechtsverbindliche Rraft. o cccccccooc9.. Druck u. Verlag von Carl Braus. Schwerte. Fernsprech-Auschlues Nr. 62 Ami Schwerte. Celegr.=Räresse Braus, Schwerte-Zubr. Nr. 74 Donnerstag, den 28. März 1907. 39. Ganz nervorragend ist meine Auswahl in den neuesten Anzügen für-Herren, Jungiinge Und Anaben. Beiopiollee Meurig Oind Meine Preise!! Sormard Siom, Sonwerts markt!. Frankreich in Marokko. Die Folgen des Falles Mauchamp. Wie vorauszusetzen war, will sich Frankreich diesmal nicht damit begnügen, Genugtuungsforderungen an Marokko zu stellen und erst, wenn ihre Erfüllung verweigert oder verschleppt werden sollte, Zwang anzuwenden, sondern es will sofort durch Besetzung der im Nordosten nahe der algerischen Grenze gelegenen Stadt Uschda ein Faustpfand nehmen. Die Forderungen selbst umfassen die Bestrafung der Mörder Mauchamps, eine Entschädigung seiner Familie und eine noch festzusetzende Summe, mit der ein großes französisches Wohltätigkeitsinstitut in Marokko errichtet werden soll. Diese Beschlüsse hat der Ministerrat einstimmig gefaßt. Die Note darüber fügt hinzu, daß sofort nach Leistung der Genugtuung Uschda wieder geräumt werden würde. Man kann an den guten Willen dazu glauben und doch fürchten, daß die Räumung nicht sehr rasch erfolgen wird, denn auch mit der Genugtuung wird es nicht sehr rasch gehen, da die geforderten Summen nicht gering sein werden, der Staatsdes Sultans aber eben so leer wie eine französiiche Kirchenkasse ist und außerdem der Umstand, daß Mauchamp von einem Pöbelhaufen ermordet wurde, die Bestrafung der Mörder auch bei gutem Willen des Maghzens nicht lleicht macht, zumal auch noch ältere Beschwerden Frankreichs gleich mit erledigt werden sollen. Auch die Tatsache, daß England wegen der Angriffe auf das Haus des Vizekonsuls Lennox mit Frankreich gemeinsame Sache machen will, wird nicht zur Vereinfachung der fatalen Lage beitragen, wie auch die Haltung der Pariser Presse mit ihren ebenso unwürdigen wie grundlosen Verdächtigungen Deutschlands wieder deutlich verrät, daß die chauvinistischen Kreise es der französtschen Regierung nicht leicht machen werden, Mäßigung und Besonnenheit zu betätigen. Die marokkanische Affäre in der Deputiertenkammer. Paris, 27. März. Der Deputierte Chaussier eröffnet di: Debatte über die Angelegenheit Mauchamps mit einer Rede, in der er die Mus dtat, die von der gesamten zivilisierten Welt mit Entrüstung empfunden werde, bespricht. Das stark besetzte Haus gibt an mehreren Stellen seinen Beifall zu erkennen. Es folgt Dubief, der sich den Ausführungen Chaussiers anschließt, und auf die Verdienste Mauchamps hinweist mit dem Bemerken, daß Mauchamp nie von der französischen Gesandtschaft in Schutz genömmen worden sei.(Entrüstungsrufe.) Er erzählt darauf die Begleitumstände des Mordes und betont, daß die Verantwortlichkeit ganz den Gouverneur von Marund die marokkanische Regierung treffe. Der Redner spricht die Hoffnung aus, daß Frankreich eine völlige Genugtuung zu erreichen wissen und in kunft in der Auswahl seiner Vertreter sorgfältiger sein werde. Trouin unterbricht hier den Redner mit dem Rufe: Jawohl, denn außer Revoil ist bisher keiner seiner Aufgabe gewachsen gewesen. Der Minister des Aeußern, Pichon, erwidert, daß Mauchamp niemals vonseiten der Beamten des MiniBis Ostern verkaufe große Posten bessere Schuhwaren zu ne besonders billigen Preisen. Böhmer Schwerte, Markt 6. = Teleson 227. Eigene Reparatur=Werkstatt und Maß=Anfertigung. steriums des Aeußern eine unfreundliche Aufnahme oder schlechte Behandlung erfahren habe. Er habe in Marokko nicht ganz die erforderliche Voraussicht bewiesen, er habe sich verdient gemacht und sei wohltätig gewesen. Pichon widmet Mauchamp Worte wärmster Anerkennung und spricht dessen Familie sein Beileid aus. Es sei richtig, daß der Gouverneur von Marakesch nicht die erforderlichen Maßnahmen ergrifsen habe. Das Verbrechen sei die Folge einer Reihe von Vorgängen, die Frankreich in eine demütigende Lage versetzen würden, wenn dieses Verbrechen nicht Bestrafung fände.„Unsere Stellung in Algier“, sagt der Minister,„unsere besonderen Abmachungen sind mißachtet worden". Pichon verliest die Reihe der Beschwerden Frankreichs. Am 10. Februar 1906 seien zwei Zollbeamte an der marokkanischen Grenze ermordet worden; das sei der erste Punkt dieser Liste. Auf die verschiedenen Forderungen Frankreichs habe der Machsen keine Genugtnung gegeben. Es heißt, ein ganzes System von Bürgschaften schaffen, das uns nicht verweigert werden kann und sofort angewandt werden muß. Auch die feindliche Haltung der Eingeborenen in Mauretanien muß ein Ende nehmen. Das ist die Politik der Regierung, welche die Kammer schon früher gebilligt hat. Die Besetzung Udjdas wird provisorisch sein und bis zu dem Tage dauern, wo all geforderten Leistungen erfüllt sind. Der Minister schließt mit dem Ausdruck des Wunsches, daß die Ermordung Mauchamps für die Fremden in Marokko, die dort gemeinsame Interessen vertreten, der Anlaß zur Einigung sein möge. Politische uebersicht. Von der Wilhelmshaven, 27. März. Das Kreuzergeschwader in Ostasien soll im Hochsommer eine weitere Verstärkung erhalten durch den kleinen Kreuzer„Arkona“, der von hier aus die Reise nach China antreten wird.„Arkona“ wird zu diesem Zweck aus dem Verband der heimischen Kreuzerdivision austreten und mit reduzierter Besatzung bis zur Abreise im Dienst bleiben. Die Regentschaftsfrage vor dem brannschweigischen Landtage Brannschweig, 27. März. Der Landtag beschäftigte sich heute in einer über drei Stunden dauernden Geheimsitzung mit der Regentschaftsfrage. Ueber das Resultat kursieren verschiedene Gerüchte. Den„Br. N. N.“ zufolge hat eine unverbindliche Abstimmung stattgefunden, deren Ergebnis geheim gehalten wird. Als Regenten kommen Friedrich Heinrich von Preußen und Herzog Johann Albrecht von Mecklenburg in Frage. Definitive Vorschläge hat sich der Regentschaftsrat vorbehalten. Darauf wurde der Landtag auf unbestimmte Zeit vertagt und ermächtigte auch den Regentschaftsrat, die Vertagung auf mehr als drei Monate auszudehnen. Hannover, 27. März. Der Herzog Johann Albrecht von Mecklenburg, der für die Regentschaft in Brannschweig in Aussicht genommen worden ist, wird, wie Privatmeldungen von seinem Herrensitz in Willigrad besagen, höchstwahrscheinlich eine evtl. auf ihn fallende Wahl annehmen. Vor seiner Abreise nach dem Süden hat er nämlich unter seiner Hofhaltung und Dienerschaft Umfrage gehalten, wer geneigt sei, mit ihm nach Brannschweig überzusiedeln. Das Gesetz über Majestätsbeleidigungen. Berlin, 27. März. Die Beratungen über das in der Thronrede angekündigte Gesetz über die Verfolgung der Majestätsbeleidigungen sind im Kchoße der Reichsregierung nunmehr abgeschlossen. Der Gesetzentwurf wird voraussichtlich gleich nach Ostern den Bundesrat beschäftigen, demgemäß auch während der llaufenden Session dem Reichstage zugehen. Entspre Die heutige Ausgabe umfaßt 8 Seiten chend dem Gnadenerlaß, der aus Anlaß daß Geburtstages des Kaisers für Preußen„#— der wurf die Verfolgung der Majestatsbeleidigungen sehr beträchtlichem Umfange einschränken. Der König von Spanien lungenkrank? Berlin, 27. März. Aus Madrid wird der„Z am Mittag“ gemeldet, daß König Alfons dend sei. Man spreche offen davon, daß der König lungenkrank sei, und man besctäctige der Eventualität einer Rege Beigg#.## pfange des Königs von Sachsen sei das schlechn aussehen des Königs allgemein aufgefallen. Armenische Greuel. Während die Gewaltmission des Mohammeoaniseice Lobentuig des mosdanuesdensgäger gersen eguhen, Statslibens, Bas fnd de beherrschten Balkanstaaten, s# seht man sie auch veruteilen muß, im Vergleich zu den Gewalttaten, die der Türke am christlichen Armenier beging! Eben wieder laufen die Drahtnachrichten ein, daß in den Bezirken Musch und Bitlis die Armenier von der türkischen Regierung ihres Landes beraubt und vertrieben werden. Die Türken schlerrgz., 6 den. Die Armenier haben den russischen Konsul in Erderzw im Hülse gebfungtürtischer Gruder vor weAls des Sultans jung.. Prarer vor we der 4s bören wolte, der Sutltuz, zief, geheime 9bKind eines christlichen Armeniers, ir gege 844 wird des Bruders Hoß wicht teg Gultaus Gesichts. orm nuch dem urtel.,„ ich genügt es für den krankein Gewicht. Und schlicgech, Gettntze er jut“.: Beiag geht, daß überhaupt solche Gerüchte verbreitet werden, um die orientalische Grausamkeit zu gg„ Im Schicksal der mohammedanischen A### liegt London, 27. März. Nach einem Telegraum der „Tribune“ aus Erzerum ist die Siinanon in Armenien verzweifelt. In den Bezirken Müchs und Bitlis herrscht volle Panik. Die Einwohner flüchten, die türihr Land an die Moslemiten. Die Türken schleppen witen du werden, g. ZAlI, gebeten, mon befürchtet Konsul in Erzerum um Harse gerrin man befarchi.. blntige Masaker. Aus Stadt und Umgebung. Schwerte, den 28. März. *( A u f d e n b e i d e n B a h n s t e i g e n) u n s e r e s n e u e n od ehtrzuh Füitzerhem tzi auf seVartebknke aufgestelt worden.„ut auf weischer fämtdem Bahnsteig eine Tafel aufgestellt, uu, weicher sum liche in und von Schwerte eintreffenden bezw. abfahrenden Personen= und Schnellzüge, genau nach der Tageszeit geordnet, zur Orientierung für das reisende Publikum vermerkt stehen. Damit hat unser BahnZum Charfreitag: So ruhest du, O meine Ruh, In deines Grabes Höhle, Und erweckst durch deinen Tod Wie ist es stille geworden auf Golgatha!„Vorü die Schmerzenslaute der Gekreuzigten! Voruber die Lästerungen der gaffenden Menge! Vorüber die Wunder der erbebenden Natur! Vorüber die Leiden des Verachtetsten unter den Menschen! Verklungen sieben Worte, des Herrn letztes, köstliches Vernachnis! Auch die schwersten Stunden im Leben der Menschen, auch die größten Tage im Leben der Mexschafit, Seh vorüber. Der Tod hat seinen Einzug geha.— Golgatha, darum herrscht Totenstille auf der Schadelstätte. Nur ein kleiner Kreis ist dort versammelt. Die treuen Frauen mit Johannes haben ausgeharrt. Glaube ist zu Ende, seit der Messias in die Hände der Heiden fiel; ihre Hoffnung ist erloschen, seit ihm am Kreuz das Auge brach; aber ihre„ größer als Glaube und Hoffnung und heißt sie aupharren. Zu ihnen haben sich zwei Männer gesellt. Nikodemus und Joseph von Arimathia, die zu dem lebenden Jesus nur heimlich gekommen waren, wagen es und bekennen sich offen zu dem Toten. Als sie ihn sterben sahen, qualvoll wie ein Verbrecher, aber voller Hoheit wie einen Fürsten, ergeben wie ein Lamm, aber mutig wi; einen Löwen, da brach der Bann, in dem blasse Fürch. sie gefangen hielt, und sie erkannten, daß bei niemand Wahrheit ist, denn bei Jesus allein. Was sie am Lebenden versäumt haben, wollen sie am Toten gut machen. So findet sich unter dem Kreuz ein Kreis von Menschen zusammen, die so verschiedenartig wie möglich und doch eins sind in der Liebe zu Jesus. Gemeinsam beginnen sie ihr trauriges Geschäfte. Sie nehmen den Leichnam herab vom Kreuz, ach, wie haben rohe Hände ihn so schändlich zugerichtet! Sie Haupt voll Blut und Wunden, sie strecken die müden Glieder zur sanften Ruhe. Nun hüllen sie den Leichnam in weißes Linnen, so vorsichtig, so zart, so leise, als fürchteten sie ihm wehe zu tun. Bei sinkender Sonne geht der stille Zug zum neuen Felsengrab in hof alle die Einrichtungen größter Bahnhöfe erhalten, die den Reisenden auch ohne vorheriges Befragen der jeweilig Diensttuenden und natürlich bei dem großen Betriebe nicht in jedem Moment erreichbaren Stationsbeamten in den Stand setzen, sich selbständig in allen Fragen zu informieren. Für geistige und eibliche Nahrung des Publikums ist bekantlich durch die Bahnhofsbuchhandlung und das fliegende Buffe des Herrn Willy Otlinghaus gleichfalls bestens gesorgt. KÖTUS Sehatthaus Sch WERTE Hüsing. strasse 29 liefert anerkand terweise die allerbesten Sehuhfabrikate in modernsten Formen Zu = allerbilligsten Preisen= Für Haltbarkeit eines jeden Paares wird volle Garantie geleistet. (Bahnpersonalien.) An die hieftge g#utich versetzt wurde zum 1. April Herr B1/göherer in Beu6 Krumme, ein geborener Schwerter, bisher in Nuf bei Düsseldorf stationiert.— Gleichfalls zu genanntem Termin wurden von hiesigen Beamten zu Zugführern ernannt die Herren Nockelman und Fritz. **(Neuer Pächter.) Das den Herren Falkenroth gehörende Hotel„Kaiserhof“ hierselbst, in den letzten Jahren von Herrn Krummel angepachtet, erhält, wie wir hören, in der Person eines Herrn Wedemeyer aus Dortmund einen neuen Pächter und zwar voraussichtlich schon Mitte nächsten Monats. *(Die Evangelisationsvorträge) des Predigers Dallmeyer neigen sich ihrem Ende zu. Die Themata für heute abend und morgen(s. Ins.) sind dem Charfreitage angepaßt, und dürfte allein dieser wichtigste Tag der Christenheit manchen bewegen, den Eixlatpugen zu den Vorträgen im Saale des Herrn S#####m uts Her gestern im Spiek an der Nuhr tot fundene Schulknabe) ist der 14jährige Sohn des Fabrikmeisters Gr., an der Hagenerstraße wohnaft. so schwer heimgesuchten Familie gebührt herzliche Teilnahme. Es handelt sich um einen Unglücksfall; der Josephs Garten. Noch einen Blick auf den teuren Toten, dann fassen die Männer zu, und mit dumpfem Schlag schließt der schwere Stein die Oeffnung des Grabes. Man senkt dich ein Nach vieler Pein, Du meines Lebens Leben. Dich hat jetzt ein Felsengrab, Fels des Heils, umgeben! Stille, wie sie gekommen, verlassen die Trauernden den Garben. Hinter den Bergen geht der milde Ostervollmond auf und bestrahlt mit seinem sanften Licht die einsame Stätte, an der vor kurzem noch die Sonne das schrecklichste Schauspiel beschien. Wie ist es stille geworden auf Golgatha! Knabe ist jedenfalls beim Angeln ausgeglitten und hat sich aus dem schilfbewachsenen moorigen Boden des Spiek nicht wieder befreien können. Das in der Stadt umlaufende Gerücht, Gr. sei vor einigen Tagen des Progymnasiums verwiesen worden, entspricht nicht den Tatsachen, er ist vielmehr schon vor etwa vier Wochen von seinem Vater ordnungsmäßig abgemeldet as(Justizpersonalie.) Zur Vertretung des erkrankten Herrn Amtsrichters Dellmann ist Herr Assesor Schwemann aus Arnsberg an das hiesige Amtsgericht berufen worden.— Die Geschäfte des hiesigen Amtsgerichtes haben in letzter Zeit einen ständig wachsenden Umfang angenommen, sodaß der langjährige erprobte Gerichtsdiener Herr A. Krämer trotz allen Fleißes und aller Umsicht die Obliegenheiten nicht alle bewältigen kann. In der Person des Herrn Liedtke ist nunmehr ein zweiter Gerichtsdiener angestellt wor*( E i n f r e c h e r D i e b s t a h l) i s t a m g e s t r i g e n A b e n d im Hinterhause beim Herrn Friseur Strack ausgeführt worden; es wurden eine Anzahl Strümpfe und sonstige Sachen gestohlen. Als Dieb inbetracht, der sich in letzter Zeit in verdächtiger Weise in der Kleinen Marktstraße herumtrieb. Hohensyburg, 28. März.(Militär zert.) In dem Etablissement des Herrn Wulf konzertiert am zweiten Österfesttage die Kapelle des Mün sterischen Kürassierregiment von Driesen; nach dem Konzert ist Tanzkränzchen.(S. auch Ins.) Wir weisen noch darauf hin, daß an beiden Österfesttagen nachmiktags auch die Bergbahn in Betrieb ist. Kr Garenfeld, 27. März.(Schulsache.) Die Lehrerin Frl. Wilke, welche zwei Jahre hier tätig war, ist nach Linden zum 1. April versetzt; an ihre Stelle tritt Herr Lehrer Vogt aus Korthausen im Krise Schwelm. M.„tn 25 Berchum, 27. Marz. snircheuronzert.) Zum Besten des Kindererholungsheims fand am Sonntag in dem bescheidenen, auf sonniger Höhe gelegenen Kirchlein zu Berchum ein Konzert statt, für welches Frl. Grete Lemme(Sopran) und Herr Lehrer Wagener(Violine) ihre Mitwirkung zugesagt hatten. Die gebotenen Leistungen übertrafen alle Erwartungen. Prächtige Gaben waren das Orgelpräludium, das Largo für Violine und Orgel und das„Ave verum“ Nicht minder vortrefflich waren die Vorträge der Sängerin, die mit den Arten„Ich weiß, daß mein Erlöser lebt“ und„Sei stille dem Herrn“ einen tiefen Eindruck erzielte. Prächtig hielt sich der Kinderchor, der vor allem die Chöre„Siehe, das ist Gottes Lamm“,„O Traurigkeit" und„Wiegenlied“ mit Begeisterung, Frische und schönstem Wohlklang vortrug. gabe„So nimm nun meine Hände“ bildete den Abschluß des Konzerts, das alle Besucher in dankbarer Erinnerung halten werden. Auf Golgatha. Als ein heiliges Vermächtnis Steht das Kreuz auf Golgatha; Als ein ewiges Gedächtnis Steht es ernst und schweigend da. Als ein Denkmal steht's der Sünde, Die uns fest in Banden hält, Daß es laut und lauter künde Buß' und Umkehr aller Welt. Denkmal ist's der Sündenstrafen, Zeugnis ist's vom Sündenfluch, Die auf ihn, den Heil'gen trafen, Weil er unsre Sünden trug. Denkmal ist's vom ew'gen Rate Göttlicher Barmherzigkeit, Die mit unverdienter Gnade Uns von Schuld und Tod befreit. Denkmal ist's von deinem Lieben, Treuer Heiland, Jesu Christ, Der du sterbend treu geblieben, Wie du ewig warst und bist; Und ein Denkmal alles dessen auch mir, o Herr, es sein; Alles sonst laß mich vergessen, Nur nicht deine Kreuzespein. Kreistag des Kreises Hörde, den 27. März. Heute fand im Kreishause eine von 24 Kreisvertretern besuchte Sitzung des Kreistages des Kreises Landrat Dr. Busch begrüßte die Erschienenen, insbesondere die als Ersatz für die Herren v. Lilien=Opherdicke und Kommerzienrat FleitmannSchwerte gewählten Kreistagsabgeordneten GemeindeVorsteher Büddemann aus Holzwickede und neraldirektor Baedeker aus Schwerte. Infolge eines Beschlusses des Kreistages vom 27. März 1906 referierte Herr Kammerherr Freiherr Rheinbaben über den Zustand der Kreisstrupen. dem Referat ging hervor, daß Zweifel und Bedenren gegen die Verwaltung der Kreisstraßen nicht vorlieen. Die Straßen befanden sich im allgemeinen in einem genügend guten Zustande; bei keiner Straße ist eine über das Maß der gewöhnlichen Abnutzung hin: ausgehende Benutzung festgestellt worden. Dir Reseder Kreistag möge beschließen, die hervorgetretenen Zweifel, Bedenken und Anstände als erledigt anzuHerr Bürgermeister Evers beklagte eminente Belastung der Gemeinden durch die Kreiswegekosten. Mit Rücksicht darauf stellte der Redner haben den ersten und zweiten Ausbau der Kreiswege aus eigenen Mitteln zu bestreiten. Die erste Decke kann aus Hochofenschlacke oder ähnlichem Material, nicht aber aus Kefselstein oder Sandsteinkleinschlag, bestehen. Nachdem die erste Decke abgefahren ist, muß auf diese eine Decke aus Basalt oder einem gleichfesten Material, z. E. Granit, nicht aber Basalt=Lava, aufgetragen werden. Als Bindemittel für die letzte Decke ist nur scharfer, lehmfreier Sand zu verwenden. Die Stärke der Sandlage muß 20 Zentimeter betragen.“ Herr Landrat Dr. Busch trat diesem Antrag entgegen. Herr Bürgermeister Evers spreche von dem ihm, dem Redner, allerdings ganz verständlichen Standpunkt der Stadt Hörde aus. Dieser Standpunkt könne aber nicht für die Allgemeinheit Hörde habe seine Straßen nicht an den Kreis abgetre ten und müsse zu den Kreiskosten beitragen, es demnächst, wenn es 30000 Einwohner habe, u# dem Kreise ausscheide. Schwerte sei in einer ähnlichen Lage, ohne jedoch die Aussicht zu haben, bald aus dem Kreise austreten zu können. Man möge nicht vergessen, daß die guten Wege, die der Kreis geschaffen habe, den Verkehr zu den Städten hinbrächten. Der Antrag des Herrn Bürgermeisters Evers wurde abgelehnt, derjenige des Herrn Kammerherrn v. Rheinbaben dagegen angenommen. Die Uebernahme der Wegeverbindung von nach der Kreisstraße von Rüdinghausen und gen der Gemeinden Syburg und Westhofen bräucke und Westhofen nach Syburg führend) in Kreisunterhaltung, wurde auf Antrag K Amtiches Rrebvicl fürcen-Rieis Berck. u Die„Schwerter Zeitung“, erscheint täglich, ausser Feiertags. Bezugspreis: Mk. 1.os vierteljährlich, bei der Post 42 Pf. für Besteilgeld mehr. Wöchentliche Gratis-Beilage:„Illustrierter Familientreund." o 0 O O O O O O O O O C o o Anzeigenpreis: Die sechsgespaltene Petitzeile oder deren naum 10 Pf., Anzeigen von auswärts 1s Pf., Reklamezeile 40 Pf. Erstes und ältestes Tagesorgan des Kreises Haupt=Annoncenblatt Alie Kreis- und Lokalpollzeilichen Verordnungen für den Kreis Hörde erlangen gemäss Bekanntmachung der Königl. Regierung durch Veröstentlichung in der„Schwerter Zeitung“ rechts2 verbindliche Kraft. o oooooooo eece. Druck u. Verlag von Carl Braus, Schwerte. Fernsprech-Instbluss Nr. 62 Ami Schwerte Celegr.-Aäresse Braus. Schwerte-Rubr. Nr. 74 Donnerstag, den 28. März 194•7 39. Jahrg Rumänien 0 90 100 150 Komster verürier n 0 NC Hermannstanl 0 C 02 * 44 Kronstadt### - 86 * Se. 3 5 Der Bauern=Aufstand. Wien, 27. März. Bei der Sichtung der ziemlich wirren Nachrichten über den rumänischen Bauernaufstand ergibt sich, daß die Bewegung sowohl von Norden aus der Moldau nach der großen Wallachei übergreift als auch in den südlichen Bezirken der letztern, Teleorman und Valasco, die die fruchtbare Donauniederung einnehmen, einen selbständigen Herd hat. Galatz als südlichster Punkt der Moldau, war Schauplatz eines blutigen Zusammenstoßes zwischen Bauern und Truppen, die Bauern wollten nachts in die Stadt eindringen, den Hafen zerstören und die Regierungsgebäude in Brand setzen. Das Miliätr feuerte, 25 Bauern blieben tot. Von hier überschritt die Bewegung den Grenzfluß Sereth zwischen der Moldau und der großen Wallachei und bedroht bereits Braila, wo große Getreidedocks in Gefahr sind. Im Bezirke Teleorman wüteten die Bauern fürchterlich in Alexandria, S aber auch in den Grenzstädten Turnu=Magurel und Zimnicea. Im Bezirke Valasco ist die Hauptstadt Giurgevo bedroht. In der Nähe dieser Stadt wurden die Güter des hiesigen Gesandten Lahovary verwüstet und geplündert. In diesen südlichen Bezirken treten die Bauern viel grausamer auf als in der Moldau. Die Leidtragenden sind hier vorwiegend die griechischen und bulgarischen Pächter, da Juden wenig vorhanden sind, aber auch die Großgrundbesitzer selbst. Die bulgarischen Grenzstädte Nikopoli Sistow und Rustschuk sind voll von Flüchtlingen. Vom hohen Donauufer Rustschuks sieht man die Donauniederung weithin in Flammen stehen. Folgende Einzelheiten lassen sich aus den Meldungen der hiesigen Blätter gewinnen: In der Moldau ist der nördlichste Bezirk Dorohoj halbwegs beruhigt. In Grenzbezirk Suczawa fanden auf dem Gut des Präfekten Bonaki heftige Kämpfe statt. Das Militär machte von der Waffe Gebrauch. Angeblich wurden 70 Bauern erschossen. Die Bahnstrecke Itzkany=Jassy ist militärisch besetzt, die Züge fahren unter militärischer Bedeckung. Paskany, das auf dieser Strecke liegt, ist von 2000 Mann besetzt und in Belagerungszustand erklärt. Jassy ist von 12 Mann geschützt, denen 46000 Bauern gegenüberstehen. Im Bezirk Vaslui brandschatzten organisierte Räuberbanden aus Bauern und Zigeunern Dörfer und Güter. In Bacesti kämpften 120 Soldaten gegen 3000 Bauern, die mit Gewehren und Revolvern bewaffnet waren. Die Truppe wurde umzingelt, bildete ein Viereck und streckte mit der ersten Salve 10 Tote und zahlreiche Verwundete nieder, mußte sich aber zurückziehen, um Verstärkungen abzuwarten. Die Telegraphen= und Telephondrähte wurden zerschnitten. Ein Telegraphist mußte schwerverletzt flüchten. Auch die kleine Wallachei wurde vom Aufstand bereits ergrifen. Um Crajova im Bezirk Doljiu beraubten die Bauern die Güter und verbannten die Getreidevorräte. Berlin, 27. März. Die Ernennung Averescus zum rumänischen Kriegsminister wird hier sehr beachtet, da Averescus mehrere Jahre Militärattachee in Berlin war und hier den Ruf nicht nur eines befähigten, sondern auch eines ungewöhnlich energischen Offiziers hinterlassen hat. Da der Aufstand anscheinend immer weitere Bezirke ergreift, wird dem neuen Kriegsminister nur allzureichlich Gelegenheit geboten werden, seine Tatkraft zu entfalten. Lan wirtschäftliches Anmeldetermin für Geflügel zur 21. Wanderausstellung der D. L. G. in Düsseldorf. Für die 21. Wanderausstellung der Deutschen Landwirtschafts=Gesellschaft, welche in den Tagen vom 6. bis 11. Juni ds. Is. in Düssoldorf stattfinden wird, ist der Schluß des Anmeldetermins für Geflügel auf d. 15. April festgesetzt. Dementsprechend müssen Interessenten, welche ausstellen wollen, sich sofort die Anmeldepapiere von der Hauptstelle der Deutschen Landwirtschafts=Gesellschaft Berlin SW., Dessouerstraße 14, einfordern, damit sie den ordnungsmäßigen Anmeldetermin nicht versäumen. Zur Ausstellung kommen Hühner, Enten, Gänse, Truthühner, Perlhühner, Tauben und Darstellungen von Geflügelzüchtereien sowie Einrichtungen für ländliche Geflügelhaltung. Die letzten sind mit leFür Herz und Gemüt. Zum Charfreitag. Stell dir den Heiland vor die Augen Und lern an seinem Kreuze knien, Dann wirst du süßen Honig saugen Aus manchem Kelch der bitter schien. Ergreif sein göttliches Versühnen Mit deiner ganzen Glaubenskraft, Dann wird ein Friede dir ergrünen, Der volles G'nügen dir verschafft. Von Christi Kreuz geht aus ein Schimmer, Der dir die Leidensnacht erhellt, Daß bange Furcht hinfort dich nimmer In Dunkelheiten überfällt. Dann schließest du den Dingen draußen Getrost dein Ohr und Auge zu; Und ob auch Stürme dich umbrausen, In Gott genießest du der Ruh'. Der Cllerhale. (Schluß.) Er war in seinem Feuereifer aufgesprungen. Er zeichnete mit dem Arm das Werk in die Luft. Professor Wildenstein konnte diesen einen deutlich in dem gegenüberhängende Spiegel sehen: ein hübsches, begeistertes Gesicht, braunes üppiges Gglock über einer jungen Stirn. Unvergeßlich prägten sich ihm die Züge ein. Gerade weil der Mensch nicht unbedeutend aussah, gerade weil solche sieghafte, kraftvoll: Jugend aus seinen Augen leuchtete. So jählings traf ihn diese grausame, vernichtende Kritik, so unerwartet sah er sich von dieser kommenden, nachrückenden Generation herabgestürzt von seinem Piedestal, auf dem er so fest zu stehen glaubte, daß ihn ein Schwindel überkam, daß er einen Moment ein Gefühl hatte, als müßte ihn der Schlag rühren vor Zorn. Alle die anderen, die so bitterlich über ihn gehöhnt hatten, sie blieben ihm verborgen, unbekannte Feinde fremde Gegner u. Neider. Aber er haßte sie alle in diesem Einen, den er einen Moment vor sich gesehen hatte, in diesem Richard, der im kleinen Finger mehr Talent haben sollte, als er. Mit dem Hut tief in die Stirn gedrückt, unbemerkt, war er an jenem Abend fortgewankt mit einer brennenden, bohrenden, glühenden Wunde, die nie vernarben wollte. Und kaum ein Jahr später hatte dieser selbe junge Mensch mit bittenden Augen vor ihm gestanden und hatte ihn um die Hand seiner Enkelin gebeten! In diese düstere Erinnerung versunken, ging er jetzt dahin, zwischen den grünenden Wiesen unter dem blauen Frühlingshimmel. Die Lerchen sangen über ihm und von den Türmen der Stadt klang feierliches Östergeläut. Er fühlte sich so einsam, so alt in diesem erwachenden Zauber, in dieser Feiertagsstimmung. Unwillkürlich schlug er auf dem Rückwege wieder den kleinen Pfad ein, der ihn an dem Gärtchen vorüber führte. Da war ein heller Kinderjubel. Kleine Füßchen trippelten im Gras herum, ein füßes, lachendes Geschöpfchen mit blonden Locken, bückte sich in aufgeregter Hast nach den rosigen Zuckereien, die zwischen dem Grün steckten und quiekst: vor Vergnügen, wenn die Fingerchen wieder einen Fund emporhielten. Der kleine Junge hatte ein Nestchen ventdeckt mit einem Schokoladehasen und lief zum Schwesterchen mit seinem Schatz:„Was ich'funden hab! Was ich funden hab'!“ Und die jungen Eltern lachten mit den Kindern und hatten einen Riesenspaß, die Eier, die das kleine Mädel mit wichtiger Miene ablieferte, hinter dem Rücken der Suchenden ein zweites Mal zu verstecken, um die Freude zu verlängern. Die Sonne schien so hell auf ihre schlanken Gestalten, auf ihre blühenden, fröhlichen jungen Gesichter. Dem alten Man, der zwischen den Lucken der Bretterplanke hereinspähte, wurde ganz seltsam zu Mute bei diesen österlichen Glockenklängen, bei diesem Kinderlachen, bei diesem schlichten Glück. Als würde sein Haß fortgespült von einer großen Sehnsucht, von einem unbezwinglichen Verlangen nach diesen winzigen Händchen, nach diesen klaren Aeuglein, nach dem Geschmeichel ddieser rosigen frischen Lippen. Ach, in den letzten Jahren hatte er so manches Mal gefühlt, daß die Zeit ihn leise in den Winkel drückte. Andere kamen, andere wurden gepriesen und gefeiert. Nun überkam ihn in diesem lachenven, erwachenden Leben um ihn her ein Gefühl der erhabenen Ruhe, als könnte er herabschauen auf alle eitlen, ehrgeizigen Wünsche nach Ruhm und Anerkennung, als könne er auch der grausamen Jugend verzeihen, die so stür ssch nachdrängte, als wäre er müde und stumpf geworden für alles Grollen und Zürnen. Nur einsam wollte er nicht mehr sein, nur nicht einsam ungeliebt ins Dunkel sinken.— Noch immer suchten die Kinder; sie wurden es nicht satt. Der liebe Österhas schien ihnen so unerschöpflich. Und als Mama schon sagte:„Nun kommt! Nun ist es zu Ende!“ da zog der kleine Junge sie ungläubig an der Hand fort zu einem Schlüsselblumenbüschel nahe an der Planke. Da hatten seine scharfen Augen etwas Helles schimmern sehen. Nun war sie selbst überrascht; nun glaubte sie selbst an ein Wunder: ein kleines goldenes Medaillon lag hier, eine mit Perlen besetzte Kapiel. „Richard, Richard!“ schrie sie, kaum ihrer Sinne bendem Geflügel besetzt auszustellen. Alle die genannten Ausstellungsgegenstände stehen unter bewerb. Außer Preisbewerb werden ferner zugelassen Darstellungen zur Förderung der Geflügelzucht, wie Modelle von Stallungen und von ganzen Geflügelhöfen, Brut= und Aufzuchtseinrichtungen für natürliche und künstliche Zucht oder für beides, Eiertransportbehälter, Gerätschaften sowie wissenschaftliche Darstellungen und Lehrmittel. Für Hühner, Wassergeflügel, Truthühner und Perlhühner werden Preise in vier Abstufungen verteilt, und zwar beträgt der erste Preis 12 Mark, der zweite Preis 8 Mark, der dritte Preis 6 Mark und der vierte Preis 5 Mark. Die Preise für Tauben haben die Höhe von 8 Mark für den ersten, 6 Mark für den zweiten, 4 Mark für den dritten und 3 Mark für den vierten Preis. Für die Darstellungen von Geilige züchtereien und Einrichtungen für ländliche Ge##ugelhaltung betragen die Preise bei, Stallungen mit allen Zubehör und Jungviehställen Mark als ersten, 5 Mark als zweiten, 25 Mark als dritten und 15 Mar als vierten Preis: bei Masteinrichtungen 50 Ma als ersten, 30 Mark als zweiten, 15 Mark als dritten und 10 Mark als vierten Preis. Außerdenz Sammlungspreise von 200, 100, 50 und 25 Marr zur Verteilung kommen. Westfalen und Rheinland. * Witten, 27. März.(Sammelbüchsendieb verhaftet.) Seit einiger Zeit wurden aus hiesigen Wirtschaften zahlreiche Sammelbüchsen, die von Wohltätigkeitsvereinen usw. aufgestellt waren, gestohlen, ohne daß es gelingen wollte, des Diebes habhaft zu werden. Jetzt ist dem gemeingefährlichen Menschen endlich das Handwerk gelegt worden. Die Polizei verhaftete einen Mann, der bei der ersten Vernehmung angab, Heinrich Schmidt zu heißen und aus Duisburg zu stammen. Wie sich bei der Untersuchung herausstellte, waren dies Angaben erfunden. Der Dieb heißt vielmehr Gottfried Schäfer und ist aus Dortmund. Mehrere Sammelbüchsendiebstähle sind ihm bereits nachgewiesen worden. Man nimmt an, daß man in dem Verhafteten einen„schweren Jungen“ vor sch bat.„ M 48 G 4 —0— Bochum, 27. Marz.(Fruchlseinesce= fangenen.) Aus dem hiesigen Landgerichtsgebäude entwich heute vormittag ein Gefangener, der Arbeiter Friedrich Luczack von hier, nachdem er in zwei gesonderten Verhandlungen vor der Strafkammer eine Gefängnisstrafe von zehn Monaten zudiktiert erhalten hatte. Der Transporteur hatte Luczack und noch einen anderen Gefangenen zum Landgericht gefülzack benutzte einen Augenblick, in dem der Aufseher sich diesem anderen Gefangenen widmete, lief in den Hof, erkletterte einen an der Umfassungsmauer ausgeschichteten Sandhaufen, gelangte von da auf die Mauer und sprang auf der anderen Seite ab. Bisher ist es nicht gelungen, den Flüchtigen wieder festzunehmen. * Rüthen, 27. März.(Ein recht drastisches Mittel) wenden die Gemeinden Altenrüthen und Drewer an, um Rüthen zum schleunigen Ausbau des direkten Verbindungsweges zu zwingen. Es wird einfach der allgemeine Boykott erklärt. Die Einlagen und Darlehen bei der Sparkasse Rüthen sollen gekündigt und in die Ortsdarlehnskasse ausgenommen werden. Desgleichen fängt man an, den Geschäftsleuten den Boykott fühlbar zu machen.. —0— Osterfeld, 27. März.(Nievergeschossen.) Als gestern nachmittag ein Gendarm zur Verhaftung eines steckbrieflich verfolgten Menschen schreiten wollte, wurde er von dem Arbeiter Jansen daran verhindert. Jansen wurde derart tätlich gegen den Beamten, daß dieser sich genötigt sah, zu seinem eigenen Schutze von der Schußwaffe Gebrauch zu machen. Der Schuß traf Jansen so unglücklich, daß er sofort besinnungslos niederstürzte. Man brachte den Verletzten ins Krankenhaus, wo er ohne Aussicht auf Wiederherstellung darniederliegt. —0— Jaarn, 27. März.(Sittlichkeitsverbrechen.) Die Polizei verhaftete den Tagelöhner Sch. wegen Sittlichkeitsverbechens, begangen an seiner 10jährigen Stieftochter. Wie sich erst jetzt herausgestellt hat, hatte Sch. sich in der gleichen Weise auch an einer jetzt verheirateten leiblichen Tochter vergangen. * Düsseldorf, 26. März. Diebstähl: aus Postbriefkästen.) Seit einiger Zeit wurden aus den Postbriefkästen in der Umgegend des Justizgebäudes verschiedentlich Briefe herausgeangelt. Der Dieb hatte diese Briefkästen gewählt, weil sie durch die umfangreichen Postsendungen der in der Nähe wohnenden Rechtsanwälte fast allabendlich bis oben an gefüllt waren. Er riß die Marken ab und warf die Briefe dann wieder in den Kasten. Nach verschiedenen vergeblichen Beobachtungen gelang es gestern abend einem Kriminalwachtmeister, den Spitzbuben auf frischer Tat zu verhaften. Es handelt sich um den Schreiberlehrling eines Rechtsanwaltes. Der Uebeltäter hatte bei seiner Festnahme noch für 1,80 Mark abgerissene Briefmarken in der Tasche. * Duisburg, 27. März.(Verschwundenes Ehepaar.) Großes Aufsehen erregt hier das Verschwinden des Buchhändlers Otto Ewich und dessen Gattin. Als gestern die Anverwandten die erste Mitteilung davon erhielten, glaubten sie anfangs, daß beide einen Ausflug nach Homberg unternommen hatten. Am Spätabend kam aber von der Polizei in Kaiserswerth die Nachricht, daß dort am Rheinufer Kleidungsstücke eines Herrn und einer Dame gefunden worden seien, die vermutlich Eigentum der Vermißten sind. Es liegt die größte Wahrscheinlichkeit dafür vor, daß das Ehepaar den Tod in den Wellen des Rheinstromes gesucht und gefunden hat. Die Veranlassung zu diesem Schritt wird wohl demnach unaufgeklärt bleiben. Ewich war Inhaber der größten Buchhandlung Duisburgs. —0— Duisburg, 27. März.(Schwindel beim Taubenwettflug.) Unlängst wurde aus Bochum über die exemplarische Bestrafung eines Brieftaubenzüchters aus dem Amte Eickel berichtet, der sich auf schwindelhafte Weise in den Besitz der für Brieftaubenwettflüge ausgesetzten Preise gebracht hatte. Einem ganz ähnlichen Betrug scheint man hier auf die Spur gekommen zu sein. Bei der Polizeibehörde schwebt ein Verfahren gegen zwei Vorstand smitglieder eines hiesigen Brieftaubenliebhabervereins, die das Vermögen des Vereins in mehreren Fällen nicht unerheblich geschädigt haben sollen. Bei den von dem Verein veranstalteten Wettflügen wußten die beiden Vorstandsmitglieder es so einzurichten, daß die von ihnen zur Anmeldung gebrachten Tauben gar nicht mit versandt wurden. Sie behielten die Tieer vielmehr unter Verschluß und ließen sie, wenn die Zeit der Heimkehr der besten Flieger gekommen schien, von einem benachbarten Steinbruche aus fliegen. Die Tiere kamen so allemal als erste ans Ziel und die beiden Vorstandsmitglieder erhielten Preise von 50 und 100 Mark. * Solingen, 27 März.(Sturz in den Tod.) Das zweijährige Söhnchen des Buchbinders Kottenhaus an der unteren Kaiserstraße stürzte vorgestern nachmittag aus dem Fenster des 3. Stockwerks auf den Hof und verletzte sich so schwer, daß es alsbald starb. * Köln, 27. März.(Die Wertzuwachssteuer,) die im vorigen Jahre hier eingeführt wurde, ist im Etat 1906/07 mit 20000 Mark eingesetzt worden. Man hat damals gewiß nicht geahnt, daß der Ertrag heute schon 200000 Mark übersteigt. Für das nächste Etatsjahr ist der Ertrag mit 80000 Mark eingesetzt, dürfte aber in Wirklichkeit annähernd eine halbe Million einnbringen. Vermischtes. *(Gefährlicher Witz eines Wahnsinnigen.) Dem „Bureau Reuter“ wird aus Konstantinopel nachstehendes tragikomtsches Vorkommnis mitgeteilt. Ein städtisches Hospital hat einen Seitenbau für Geisteskranke, in dem die leichteren Patienten häufig zur Verrichtung von gewöhnlichen Diensten benutzt werden. Einer dieser Hilfswärter kam bei dieser Gelegenheit in die Leichenhalle des Hospitals Er sah dort eine Leiche für den Beerdigungsdienst bereit liegen und verfiel sofort auf eine merkwürdige Idee. Er versteckte die Leiche in einem Schrank und legte sich sellbst, in täuschendster Weise einen Toten markierend, an ihre Stelle. Bald darauf betrat ein Priester den Raum, um an der Leiche Gebete zu verlesen. Während er mit diesem frommen Werke beschäftigt war, stieß die Leiche plötzlich einen gellenden Schrei aus, sprang in die Luft und stürzte sich auf den vor Schreck gelähmten Priester. Der unglückliche Priester wurde einige Stunden später in bewußtlosem Zustande in der Leichenhalle gefunden, aus der die Leiche verschwunden war. Das Auffinden der Leiche in dem Schranke hätte beinahe eine neue Panik hervorgerufen, diente aber schließlich zur Aufklärung des ganzen Vorganges. *(Als Anarchist verdächtig.) Ein Engländer namens Clarkson hat in Paris eine höchst unangenehme Erfahrung gemacht. Herr Clarkson brachte Bomben für Theaterzwecke nach Paris. In Boulogne angekommen, lließ e: diese Pseudobomben unter Aufsicht eines Eisenbahnbeamten, während er selbst eine kleine Erfrischung zu sich nehmen wollte. Dem Zollbeamten fiel die merkwürdige Gestalt des Pakets auf und er beorderte nach einem Einblick in dessen Inhalt sofort eine große Polizeitruppe. Als der Bombenimporteur ahnungslos zurückkehrte, fand er seine Bomben in einem großen Wassertank, sechs Polizisten und Geheimpolizisten stürzten sich auf ihn und nahmen ihn übel mit, ehe er überhaupt wußte, was man von ihm wolle. Als sich der Irrtum aufklärte, war man ebenso höflich, wie man vorher rauh gewesen war, aber die Bomben, wegen deren die Reise nach Frankreich unternommen worden war, waren verloren. Verantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schade, Schwerte. Für den Inseraten= und Reklameteil verantwortlich: Jac. Christ, Schwerte. mächtig.„Sieh hier,— das ist ja— das hat Großpapa immer an der Uhr getragen,— das Bild meiner Mutter ist drinnen— wie ist das möglich?" Ihr flimmerte es so vor den Augen, sie war fassungslos, so verwirrt von diesem wie aus dem blauen Himmel herabgefallenen Erinnerungszeichen, daß ihr Mann den Arm um sie schlingen mußte, um die Wankende zu stützen. 1 Der kleine Junge aver hov nun nuch noch triumphierend ein Zettelchen in die Höhe, das er gefunden. Auf dem Zettel stand: „Bring heute Nachmitag die Kinder in meinen Garten. Ich will ihnen auch Eier verstecken. Ich will ihr Lachen hören. Großpapa.“ Er soll dei Herr sein. 24. Im Wohnzimmer der Villa Agnes steht Frau von Meerholtz vor dem Spiegel und knöpft sich langsam dieg rauen Handschuhe von feinstem Leder zu. Sie sieht äußerst vornehm aus, die schöne Frau Charlotte. Der unten sehr weit ausfallende graue Rock ist so lang, daß kaum die Spitze des in eleganten grauen Lederstiefelchen steckenden Fußes sichtbar ist. Die seidenen Unterkleider rauschen bei jeder Bewegung, d. seidene Bluse ist ein wahres Kunstwerk eleganter Einfachheit, wie sie vornehme Frauen auf Reisen so sehr lieben. Die zu der Toilette gehörende weite Jacke hängt über einer Stuhllehne. Etwas seitwärts vom Tisch sitzt Hildegard in einem Sessel. Sie hat Kurtchen auf dem Schoß. Der Klein: sieht ohne Erregung der Abreise der Mutter entgegen. Er ist so froh, daß er bei seiner lieben Tante Hilde bleiben darf und ihn Mama nicht mitnimmt. Sein Köpfchen ruht so selbstverständlich an Hildegards Brust als ob es nur da und nirgends anders hingehörte. „Was wird aber Tante sagen, daß du ihre Heimkehr nicht abwartest? Ich denke, in spätestens acht Tagen werden sie hier sein. Onkel schrieb, daß sie ihren Aufenthalt abkürzen wollten, und da du so lange hier bist, könntest du schließlich diese eine Woche auch noch zugeben. Hildegard hat keine Ahnung, daß Helms zu derselben Stunde schon unterwegs sind, erst eine Depesche, welche kurze Zeit nach Charlottas Abreise eintrifft, zeigt ihr die am späten Abend erfolgende Heimkehr des Ehepaares an. So wenig ihr auch an der Konsine unwesenheit liegt, diese quälte sie unausgesetzt mit ironischen Fragen und spitzen Bemerkungen, so fühlte sie sich doch verpflichtet, ihr von dem voraussichtlichen Eintreffen ihrer Pflegeeltern Mitteilung zu machen und sie so quasi als Wirtin, zum Bleiben aufzufordern. „Noch eine Woche zugeben? Ich wäre ja hier“ die schöne Frau tippt mit der Spitze ihres Zeigefingers auf die Stirn,„wenn ich das täte! Bin blos froh, daß diese gräßlich langweiligen Wochen vorüber sind. Nun, die Reise soll mich schon entschädigen, ich werde mich amüsieren. Hat denn Anna die Rosen aus meinem Zimmer mit herunter gebracht?“ „Ja, Mama! Anna hat so schöne, schöne Rosen draußen in deinen Wagen gelegt, ich habe es gesehen, erwidert anstatt Hildegards Kurtchen mit wichtiger Miere. „So, dann ist es gut. Findest du es nicht aufmerksam von Baron von Treskow, mir diese Blumen zu senden?" „Aufmerksam, ja gewiß: antwortet Hildegard etwas zögernd. Ihr war die Frage in des Knaben Gegenwart etwas peinlich. Nach Art der Kinder, die viel mit Erwachsenen verkehren und wenig mit ihresgleichen zusammenkommen, ist Kurt etwas altklug geworden. Er sieht mit seinen großen, verständigen Augen seine Mama an und meint nachdenklich: „Herr von Treskow ist ein sehr lieber Großpapa, er hat mir eine große Düte Schokoladenplätzchen und ein schönes Bilderbuch geschenkt.“ Bei dem Woret„Großpapa“ steigt eine zornige Röte in Charlottas Gesicht. Ein böser Blick trifft den Knaben. 6 „Herr von Treskow ist kein Großpapa, vas merke dir,“ herrscht sie ihn an. Er drückt sich scheu an Hildegard. „Aber er hat doch weiße Haare,“ antwortete er kleinlaut. „Nicht alle Leute, die weiße Haare haben, sind Großpapas,“ erwidert Fräulein Doktor lächelnd und streicht liebkosend über die langen, braunen Locken. Dann wirft sie einen Blick auf den Regulator und sagt sich zu ihrer Konsine wendend:„ „Ich glaube, es wird Zeit, daß du gehst. Entschuldige, daß ich dich nicht an die Bahn begleite, aber du weißt, ich bin hier nicht entbehrlich.“ „Ja, ja, ich weiß schon,“ wehrt sie ironisch ab,„na, dann leb’ wohl! Grüße Onkel und Tante. „Danke! Leb' wohl und recht glückliche Reise.“ Die beiden Kousinen küßten sich auf die Wang: und gaben sich die Hand. Hildegard war vorher aufgestanden Jetzt nimmt sie den Knaben auf den Arm und sagt zu ihm:..W.„ „Gib der Mama ein sußes Kußchen und sage ihr Adieu!“ Kurt will tun, wie ihm geheißen, doch als er das Aermchen um der Mutter Hals legen will, tritt sie hastig zurück. „Laß das, du zerdrückst mir nur alles,“ ruft sie ärgerlich, küßt das Kind flüchtig, nimmt die Jacke von der Stuhllehne und geht rauschend und mit zurückgeworfenem Kopf hinaus. „Komm, Kurtchen, wir wollen drüben im Eßzimmer ans Fenster treten, da sehen wir Mama fortfahren“, sagte Hildegard. Sie stellte den Knaben wieder auf den Boden, faßte ihn an, und so hümpeltg langsam an ihrer Seite durch den Salon ins Eßzimmer dessen Fenster nach der Straßenseite zu liegen. Hier ist die Villa durch einen breiten Vorgarten von der Straße getrennt, durch welchen jetzt eben Frau von Meerholtz, gefolgt von der Zose, schreitet. Als sie in den vor dem Gittertor haltenden Wagen eingestiegen ist kund auch die Kammerjungfer ein bescheidenes Plätzchen zwischen den Handtaschen, Hutschachteln und Schirmhüllen gefunden hat, fängt Kurtchen, welchen welchen Hildegard äuf einen Stuhl gestellt hat, langsam an zu winken. Es ist wohl nur Zufall, Haß die Blicke der Mutter, die graziös in die seidenen Polster zurücklehnt, den Strauß köstlicher Rosen auf dem Schoß noch einmal die Fenster der Villa streifen und so auch das grüßende Kind sehen— ein lässiger Gegengruß, ein leichtes Neigen des Kopfes, und der Wagen rollt fort. Kurtchen hat das Gesichtchen an die Scheiben gepreßt, so daß die kleine Nase ganz platt gedrückt wird und starrt dem Wagen nach. Als er nichts mehr von ihm sieht, seufzt der kleine Kerl tief auf. Aber es klingt nicht wie ein schmerzlicher, sondern eher wie ein Seufzer der Erleichterung, dann sagt er leise::„Da, nun ist sie fort.“ Auch über Hildegard kommt es unwillkürlich wie ein Gefühl der Befreiung. Sie will es sich zwar nicht eingestehen, daß sie unter den Lieblosigkeiten Charlottas schwer galitten hat, aber sie fühlt es jetzt—, es ist gut, daß sie fort ist. Ihr ist es, als müßte der heutige Tag noch irgend etwas Gutes bringen. Sie fühlt sich frischer, wie seit langer Zeit nicht mehr. Ob es der wunderschöne taufrische Morgen macht, ob die Abreise ihrer Kousine? Sie weiß es selbst nicht. Sie hebt Kurtchen von dem Schemel herunter Dann drückt sie auf den Knopf der elektrischen Klingel und sagt zu som:„„ GJeblin2 „Ich lasse jetzt Anna kommen, Liebling. Du kannst spazieren fahren, es ist so schön draußen.“ „Fahren, Tante Hilde? Ach ja! Darf ich wirklich fahren?“ „Gewiß! Aber fährst du denn so gern? Ich denke du gehst lieber? Du freutest dich doch so, daß du es jetzt kannst!"(Forts. folgt. 8 Der Turn-Verein „Grüne Liche“ Bürenbruch teiert am 2. Ostertage sein diesjähriges verbunden mit Konzert, Theater und Ball beim Vereinswirt Louis Tonnis„Zur Kreuz1249 K schlenke“. Es ladet ergebenst ein Der Vorstand. Restauration„Zur Sonpe.“ Schwerte. Sonntag, 24. März u. an beiden Ostertagen: Großes Preislegeln. 1. Preis: Ein hochf. Herrenfahrrad. 2. Preis: Eine Nähmaschine. 3. Preis: Eine Waschmaschine. Außerdem kommen noch 4 wertvolle Preise zur Verteilung Die Preise sind in meinem Restaurant ausgestellt. ladet freundlichst ein: 81217 W. Möller. Meebeesereerererereeeteteretertere Damen- und Kinderhüte, Sporthüle= in modernster Ausführung Aparte Modellhüte Infolge meines sehr umfang. reichen Lagers in Formen und allen sonstigen Putzartikeln bin ieh in der Lage, sämtliche Hüte verschiedenartig au gestalten und jedem Geschmack zu entsprechen. Um gefl. Besichtigung der Frühjahrs- Ausstellung wird höflichst gebeten. M. Baumeister, Hagenerstr. 3 a. Verknard Vert, Schwerte a. d. Ruhr. Fernruf 221 Hüsingstrasse 23 Fernruf 221. : H u t-, M ü t z e n- u n d S c h i r m- F a b r i k- L a g e r. 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Belohnung sichere demjenigen zu, der mir den Täter, der in der zum Corde'schen Hofe in Rheinen gehörenden Waldung Holz entwendet hat, so angiebt, daß ich selbigen gerichtlich belangen kann. jedem ohne meine Erlaubnis obige Waldung zu betreten. Fr. Börstinghaus. 3. Z. Rheinen. " Vintontt=Susse g. Schwete, Hüsingstr. 3.„ Jugenbliche Arbeiter Aer Mitchliche. für dauerndes und lohnende Beschästigung suche Eisenindustrir=Tchwertt. Ich suche auf sofort oder 1. April ein ordentl. Mädchen für garze Tage, welches Lust hat, das Bügeln zu erlernen. 6 1236 Frau Frz. Siharsch. I## SENSATION ELLER ERFOLG Alleinverhauf Drogerie Carl Trog Die Rechnung der Kasse der den beiden Kreisen Dortmund=Land und Hörde gemeinschaftlich zugehörigen Obstbauanlage hat, wie Herr Meinberg mitteilte, folgendes Ergebnis: 2361,40 Mk. Einnahmen, 2 335.25 Mk. Ausga ben, also 26,15 Mk. Bestand. Hier wurde ebenfalls die beantragte Entlastung erteilt. Die auf Antrag des Herrn Direktors Leopold fer5 dos Gins sion; mehrere Personen wurden schwer verletzt. chen zu, erfaßte die Kleider und im Nu stand das Kind Cherbourg, 27. März. Wie nunmihr festgestellt Die auf Antrag des Herrn Direktors Leopold fer= in Flammen. Es trug schreckliche Brandwunden da-(worden ist, sind an Bord des Torpedobootes 147 zwei ner entlastete Rechnung der Kreiskommunalkasse für von, das Augenlicht ist geblendet. Nachdem ihm von 1905 schließt mit rund 484000 Mr. Einnahmen und einem Arzte die erste Hilfe zuteil geworden war, 470000 Mk. Ausgaben, also mit 14000 Mk. Bestand ab. de es ins Krankenhaus geschafft. Den Eltern kon Die beabsichtigte Beratung und Beschlußfassung da sie spazieren gegangen waren, erst spät Nachr über die Beteiligung des Krises an dem Verbands= gehen. wurkonnte, Nachricht zuüber die Beteiligung des Kreises an dem VerbandsElektrizitätswerk wurde, mangels ausreichenden Materials, bis zu einer späteren Kreistagssitzung vertagt. Es handet sich um eine Betiligung des Kreises an Kleine Chromer. und die Vorpütrse pog der von dem Rhein.=Westf. Elektrizitätswerk in Kirch Bt. Johann, 27. März. Die Burbacher Hütte teilt der Not der Bauern angekündigt wurden. Aktienkapitals Jur en i 10 bis 15 Pros. des der Malstatt=Burbacher Ztg. mit, daß sie infolge Koh Zweck soll namentlich erreicht werden durch Erl lenmangels gezwungen sei, verschiedene Walzenstra= ung der Beschaffung des Pachtgeldes, durch Reform Kleine Chronit. worden ist, sind an Bord des Torpedobootes 147 zwei Personen verbrüht, darunter eine schwer, und zwar infolge Platzens des Dampfrohres. Der Bauern=Aufstand. Bukarest, 27. März. Das amtliche Blatt veröffentlicht eine Kundgebung der Regierung, worin behufs Wiederherstellung der Ruhe, Sicherheit und des Friedens zu patriotischer Mithilfe alle aufgefordert und die Vorwürfe von Gesetzentwürfen zur Linderung Basch or ischilsten de hich plosion Geschädigten 10000 Mark. Der letzte Punkt der Tagesordnung:„Beschluß=] Illmenau, 27. März. Unter den Schülern des einem Zusamn assung über Einführung einer Kreissteuer bei dem Technikums Illmenau waren vor einiger Zeit Zwi= 300 Tote. Um Geurgio tobt heftiger Kampf Erwerbe von Grundsticken im Bezirke des Kreises st.:“ ausgehrgchan infglag denan 9 Schüler Men= Die Ansicht der deutschen Regierung. Hörde“ wurde in geheimer Sitzung beraten. Knoten betragen, Jumenau, 27. März. Unter stigkeiten ausgebrochen, infolge deren 8 Schüler Mensuren ausfochten. Die Strafkammer zu Meiningen Die Ansicht der deutschen Regierung. Berlin, 27. März. Der französische Geschäftsträgen if dem V swärtigen Aonte über Rerveruteilte sie jetzt zu ju drei Monaten und zwei Wo= machte gestern auf oem ausi#attitrn###e über Verchen Festungshaft. l anlassung und Zweck der zeitweiligen Besetzung von tigt und diesen Zeitpunkt hält Stinnes für günstig,] Bunzlau, 27. März. um dort, wo ihm durch die Straßenbahn das Recht der Stellenbesitzer Beer ein Feuer aus, Stromabgabe zusteht, durch billigere Preise Abnehmer vier Kinder und eine Magd umgeko zu suchen. Möge keiner der mit den Angeboten Be=] Hoshain 27. März. Unweit## Westfalen und Rheinland. * Hagen, 27. März.(Der Konkurrenzkamt wicd verschict Stinues Angbote auf Lietrung eletz ger in Balshausen gestern seinen besntem vserschrigen hesterite Eiatsekteitr vor Tchtrschty, daß es sich tricher Eneragte aum Einheitspreike von 20 vig, einem hunhiührven, Beil die Schädel ein. Danm ergriff um eine Angelegenhet Handsle, de zuzächt etglich Kraf und Lig, Sämtliche an das Werk„Murk, un. Pr hrz, Pvit eine.. und kunt, bis setzt noch nicht Frankreich und Maroko angehe, Frankrein, unoe den geschlosenen Gemeinden sind gegenwärtig mit der der Mörder die Flucht um—.... Fall nach Ptaßgabeseiner Interesen zu beurteiten. Ausarbeitung ihrer Tarse für Stromabgabe beschäfe festgenommen werven.„n Gehnshorf brach beim liege felbstverständlich im allgemeinen schreitungen gegenüber den Fremden in Marokko für die Zukunft vorzubeugen. Wetterbericht der deutschen Seewarte. 28. März: Wolkig mit Sonnenschein, normale Temperatur. 29. März: Teils heiter, teils bewölkt mit Strichregen, milde. 30. März: Bewölkt, teils trübe, kühl, windig, K 16 Gottesdien ste. Evangelisch=reformierte Gemeinde. Karfreitag. Vorbereitung. Pastor Terderger, heil. Abendmahl. Evangelisch=lutherische Gemeinde. Pastor Heinenberg.] Beichte. Pastor Wischnath, heil. Abendmahl. Lithurgischer Goitesdienst. Samstag 2 Uhr: Beichte. Gottesdienstordnung der kath. Pfarrkirche. 8 Uhr Frühgottesdienst Abend= Andacht. Empfehle stehen, ob bei Stinnes oder beim Kommunalen Werk: dürfte für jeden einsichtigen Geschäftsmann wohl nicht zweifelhaft sein. us, wobei die Ehefrau, umgekommen sind. Dolhain, 27. März. Unweit der Gileppe wurde Steinbruchwerkführer Polis an einer eines Lütticher wollte gerade Braut einen Besuch abzustatten. Wilhelmshaven, 27. März. Das Kriegsgericht verurteilte zwei Heizer wegen militärischen Aufruhrs zu Gel Mu sselhast sein. urteilte zwei Heizer wegen milithrischen Ali Dortmund, 27. März.(Der entlarvte fünfeinhalb bezw einen Monat Zuchthaus. AeR dem verschlosenen Geldchrank entwendet Die Ermitz Stautslozeratn, zetohprnen“ Der. Arheiter wirg das Karsteltag 9 man Die Art und Peise der Ausführung des Dieb= Geld nicht erhalten. Er hat vielmehr noch Strafe zu. Woster, bis er bricht, per fich z5 Zunzt des Gelsh= die durch die Statsanwaltschaft erfolgte Beschlagjunger Lagerist war 65, Letug, die Kunst des Geldrument, 9;, Bstnen, Lur H.sz, Lang 36500 Mgrk euswen= zem, Gesetzentwurf ablehnen. Es heißt, daß jeder Pogestell ist, dat er in der Zeit etwa Rod Mark enigen= dm Gesecgestwurf ablehnen., Ee. heibt, Las Pehr det und in liederlichen Kreisen durchgebracht hat. Der lizist 20 Dollars zu dem Fonds Ungetreue wurde festgenommen und dem Gerichtsge= 26826 ängnig, augeriyhr„ W744: 6##t * Unna, 27. März.(Eine Flasche Hektographentinte ausgetrunken) haben in einem unbewachten Augenblick die beiden Kinder eines am Nordring wohnenden Privatbeamten. Dem rasch herbeigeholten Arzte gelang es durch wiederholtes Auspumpen des Magens, die unglücklichen Kinder, de8 Uhr: 9 9% 5„ Lehle Brahrmetbungen. Verbotenes Drama. Berlin, 27. März. Ferdinands Bonns „König Ludwig II.“ ist soeben von der Berliner ZenDieer für die Ostertage Drama dickes, fettes Rindfleisch per pfd. nur 60 Pfg. Kalbsleisch.... per Pfd. nur 70 Pfg. nur 60„ nur 65„ Auspumpen des Magens, die unglücklichen Kinder, de„König Ludwig II.“ ist joehger.; Baun hatte das L#lbsleisch.... per ren eines dreiviertel Jahr, das andere zwei Jahre alt sur verboten worden. Ferdinano Bo#######in#n) Schweinefleisch durchw. per ist, vor schlimmster Gefahr zu bewahren. Sie befinden Stück der Zensur eingereicht, es in seinem(werliner) Schweineste sich jetzt den Verhältnissen nach wieder wohl. Theater aufzuführen und darin die Titelrolle zu spie= Kottelett.... per * Lünen, 27. März.(Ein gräßlicher Un=len. Der Zensor, Regierungsrat Glasenapp, teilt zu Komme auch Samstag Morgen auf den hiesigen glücksfall) ereignete sich heute abend kurz vor dem Verbot mit, Politiker und einflußreiche Persön„ uhr an der neuen Sesekenbricke vor dem Christinen= lichkeiten, die in dem Stücke. genannt werden, leben;„v. SeipPel, Lagenerstraße 20. tor. Ein fremder Arbeiter wollte kurz vor der Brucke noch. Außerdem wird die Kaiserin von Oesterreich in unverkennbarer Weise angeriffen. Solche Aufführunhr an der neuen Sesekenbrücke vor dem Christinen: tor. Ein fremder Arbeiter wollte kurz vor der Brucke das Gleise der elektrischen Straßenbahn überschreiten dem Unglücksfall treffen.„„ 86 * Wattenscheid, 27. März.(Von einem SonellBestraftes loses Mundwerk. Koburg, 27. März. Das Schöffengericht in Ko* Wattenscheid, 27. März.(Von einem Schnell= Koburg, 27. März. Das Schöffengericht in Kozug überfahren) und getötet wurde der Schüler burg verurteilte gestern den Geschäftsreisenden Eckart Johannes Schnattmann, als er auf dem Bahndamm aus Arnstadt wegen Beleidigung des preußischen der Strecke Essen=Bochum nach zwei vermißten Scha= Kriegsministeriums zu 400 Mark Geldstrafe. Der Anur sucht. trag des Anklagevertreters lautete auf sechs Monate fen suchte. * Siegen, 27. März. Auf der Tag des Anllügevettielep lautete auf sechs Monate Station Kreuztal Gefängnis. Den Strafantrag hatte der Kriegsminiwurde gestern abend ein Mann namens Born von ster von Einem gestellt. atman Rangiarzuzurgschine überfaßran und gethtet. M55 einer Rangierzugmaschin; übersahren und getbtet. Der Kopf war ihm vollständig vom Numpfe getrennt. Böse Probefahrt. Brieg, 28. März. Bei einer Probefahrt, die mit Der Kopf war ihm vollständig vom Rumpfe getrennt.! Brieg 28 März. Auf welche Weise der Unfall entstanden ist, wird wohl einem neuerbauten Motorboot veranstaltet wurde, ahr kastgastellt, werder Ehrman kam das Boot dem Wehr zu nahe und sank. Von sechs nicht genau mehr festgestellt werden können. cht genau mehr festgestellt werden können. kam das Boot dem Wehr zu nahe und. fauk. Von sechs * Elberfeld, 27.März.(Spielet nicht mit Personen, die sich auf dem Boote befanden, sind drei Feuer.) Welches Unheil das jetzt vielfach wieder ertrunken. von Kindern geübte Feueranlegn auf dem Felde verursachen kann, zeigt ein Vorfall, der sich gestern„am Ein Polenprozeß. Posen, 27. März. Die Strafkammer des hiesigen S. DelpPEL, Zagenerstroße 20. ece ceccce Achtung! Achtung! Hausfrauen nur für die Feiertage wirkl. prima Rindfleisch per Pfund 65 Pfe. wirkl. prima Schweinefleisch Pfund 65 u. 70 pfo. SI# sowie sämtlichen gekochten Schinken, prima mild gesalzenen Knochenschinken und K ar Kalbfleisch nur bei Psf. 1 à IWw. Joh. Gerling, Beckenstrasse 80. 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Eintrittspreise: Frühkonzert 30 Pfg. □ Nachmittag-Konzert 50 Pfg., —10 Karten 3 Mk. Burg Hohensybutg Am 2. Ostertage — Grosses= Militär-Konzert ausgeführt von der Kürassier-Kapelle„von Driesen“, Münster, unter persönlicher## Leitung ihres Dirigenten. 5 Nechhber:. Gelegenheitstänzchen. Entree zum Konzert 50 Pfg. Berg- und Strassenbahn im Betrieb. R. Wulff. Elegante Neuheiten in weichen und steifen Herren-Auten Cravatten, Wäsche, Hosenträgern etc. bringt in ganz vorzüglicher Auswahl u zu sehr niedrigen Preisen: Vorkhard-Storn Fernsprecher 104 SCHWERTE, Markt 7. Zum Backen[Denksprüche enpfehle sämtliche Zutaten irs prompt und billigst bekannter Güte zu den billig..„ 6 sten Preisen. eingerahmt Rodonkuchen 60 Pfa bei Landtorten 60 Pfe. Carl Braus Andr. Nolte Schwerte(Ruhr) Ostenstraße 30.1 Buchbinderei. GUNUrSUSank e. G. m. b. H. Schwerte. Scheckeinlagen verzinsen wir z. Z. mit 3½% und berechnen im Scheckverkehr keine Provision.— Unsere Spar-Abteilung vergütet z. 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Dr. Morehach, Frauenarzt Dortmund. chweizerduttir Mk. 1. Margarine von 50 bis 80 Pf. hochf. gebr. Kaffees 70—1.40 Wer probiert, kauft regelmäßig! Zugabebons. Rabattmarken. Andr. Ostenstraße 30.