183 Die„Schwerter Zeitung“ erscheint täglich, ausser Feiertags. Bezugspreis: Mk. 1.6s vierteljährlich, bei der Post 42 Pf. für Bestellgeld mehr. Wöchentliche Gratis-Beilage:„Iilustrierter Famillentreund." o 0 0 C O O O O O O O 0 0 0 Anzeigenpreis: Die sechsgespaltene Petitzeile oder deren Raum 10 Pf., Anzeigen von auswärts 1S Pf., Reklamezeile 40 Pf. Erstes und ältestes Tagesorgan Kreises. Haupt=Annoncenblatt. Alle Kreis- und Lokalpolizeilichen Verordnungen für den Kreis Hörde erlangen gemäss Bekanntmachung der Konigl. Regierung durch Veröffentlichung in der„Schwerter Zeitung“ rechtsverbindliche Kraft. o o 0 0 0 O O O O O O 0 0 0 Druck u. Uerlag von Carl Braus, Schwerte Fernsprech-Auschluss Dr. 62 Amt Schwerte. Celegr.-Aäresse Braus, Schwerte-Ruh: c Nr. 5 Kleine politische Nachrichten. Die Kaisermanöver 1907. Berlin, 5. Jan. In der militärischen Neujahrsansprache an die kommandierenden Generäle hat der Kaiser befohlen, daß die diesjährigen Kaisermanöver, wie von uns schon früher gemeldet, in den Tagen vom 9. bis 13. September zwischen dem 7.(westfälischen) und 10.(hannoverschen) Armeekorps in der Gegend östlich von Münster i. W. stattfinden. Beide Korps werden durch Truppenteile des 4., 8., 9. unnd 11. und des Gardekorps auf drei kriegsstarke Divisionen mit se einer selbständigen Kavalleriedivision gebracht werden. De Kaiserparade des 7. Korps soll voraussichtlich am. September unweit Münster i. W. abgehalten werken. Schießereien in Marokko. Tangr, 5. Jan. Die nach Arzila abgegangenen Truppen sollen die Stadt nach ihrer Einnahme besetzen, wihrend ein anderer Teil mach Zina weiter marschiern soll. Die Tore von Arzila sind auf Befehl Raisulis vermauert worden. Der Dampfer „Saidi“ is mit 150 Mann und einem Kruppschen Geschütz abgyangen, um die Stadt zu beschießen. 6000 Mann berttene Truppen umstehen die Stadt. Tange, 5. Jan. Die Stadt Zinat wird seit heute morgen vu den kaiserlichen Truppen beschossen. Die Stadt wirkon drei Abtteilungen belagert. Eine vierte Abteilung inter dem Befehl des Oheims des Sultans in Stärbe un 8000 Mann wird aus Fez erwartet. Einzelheiten üer die Operation fehlen noch. " Tange 5. Jan. Die Aktion gegen Zinat begann heute frut Man sieht dichten Rauch über dem Ort, der infolgeder Beschießung in Brand geraten sein soll. Man hörtehente Vormittag die Kanonade von Tanger aus. Stadt und Umgebung Schwerte, den 7. Januar. ür(Eköhung der Nebengelder der Zug= und Lokomotivpermale.) Infolge der allgemeinen Teuerung hat desMinister der öffentlichen Arbeiten verfügt, daß dem Zugbegleit= und Lokomotivpersonal vom 1. Januar 1907 ab erhöhte Stundengelder gewährt werden. Es erhalten jetzt für den Zugdienst und den Rangierdienst auf fremden Stationen die Lokomotiv= führer, Zugführer und Packmeister 12 Pfg. statt bisher 10 Pfg., die Heizer und Wegewärter 9 Pfg. statt bisher 8 Pfg. und die Schaffner und Bremser 8 Pfg. statt bisher 7 Pfg. dr(Statistisches.) Die hiesige Herberge zur Heimat, verbunden mit Verpflegungsstation, wurde im vergangenen Jahre im ganzen von 6291 Personen besucht, welche 9779 Nächte logierten. Darunter waren 3822 Durchreisende, welche 6343 Nächte logierten, 48 am Platze Arbeitende in 995 Nächten und 2441 gegen Arbeitsleistung Verpflegte an 2441 Tagen und Nächten. Die Verpflegungskosten für diese betrugen 2205,90 Mk., also 90 Pfg. pro Tag.— Der Arbeitsnachweis der Herberge zur Heimat wurde von 2526 Personen in Anspruch genommen, von denen 941 in passende Stellen gebracht werden konnten.— Wir ma, c h e n a u f d i e B e n u t z u n g d i e s e s A r b e i t s n a c h w e i s e s d i e Arbeitgeber und=Nehmer in Stadt und Land wiederholt aufmerksam. Der Arbeitsnachweis hat TelefonAnschluß. r(Schöffengericht.) Vorsitzender Herr Amtsrichter Dellmann, Schöffen die Herren Kaufmann Jos. Niermann und Uhrmacher Friedr. Kayser von hier.— Von Glück kann die Ehefrau Fabrikarbeiter Gustav H. von hier nachsagen. Schon mehrmals vorbestraft, hat sie ihre letzte Strafe wegen Diebstahls noch nicht abgesessen, weshalb sie nicht wegen Rückfalls=Diebstahl vor die Strafkammer kam, sondern vor das Schöffengericht. Diesmal hat die Angeklagte ihren Hausgenossen Holz und Kohlen gestohlen, sowie einen Schlüssel zur Küchentür. Das Urteil lautete auf 10 Tage Gefängnis. — Eine„lustige" Verlobung fand vor kurzem auf der Schwerterheide statt. Der Bahnarbeiter Ernst G. von hier fand seine Tätigkeit bei der Schutztruppe in Südwestafrika bei den übrigen Gästen nicht richtig gewürdigt und geriet deshalb in Streitigkeiten, wobei er von seinem Bruder, dem Weichensteller Wilhelm G unterstützt wurde. Wegen Bedrohung, Sachbeschädigung und Ge brauchs von Ziegelsteinen als Waffe wurden beide Angeklagte zu je 35 Mark Geldstrafe verurteilt. Eine ungetreue Dienstmagd hatte der Zigarrenesu. für Herz und Gemüt Wohl esser ist's, ohn' Anerkennung leben Und dun Verdienst des Höchsten wert zu sein, Als unwdient zum Höchsten sich erheben, Groß voider Welt und vor sich selber klein. Fr. v. Bodenstedt. Achlenschadel Roman von der roten Erde von Alther Schulte vom Brühl. 30. In diesemlugenblick vernahm man Pferdegetrappel.„Kieksiek, es sind von die Lanciers, die in Hamm stehen,“ gte der Bursche mit lebhaftem Interesse. Da skamene Soldaten näher heran: ein stolz breinschauender sergeant und ein Gemeiner. Die Herbstsonne spie in ihren Waffen und Litzen, und „. Pferde schubten weißliche Atemwolken in die frische Luft hine. Drei ledige Gäule führten sie noch Hinter sich her. „'s sind Remten, die sie auf den Dörfern geholt haben,“ sagte Haes und blickte zu den Kavalleristen hin, wie sie sich, her reitend, in prächtigen Silhouetden gegen den büblauen Himmel sabhoben. Jetzt waven sie den beidenahe und zügelten die Pferde. Der schnauzbärtige Szeant nahm seinen Pfeifenstummel aus dem Munde,machte die Bewegung des Stopfens gegen nrich gewandt:„Hat sik kein Tabak Möcht sik gern wien der Nas mit Piepe.“ „Peard hewwvi kreagen, ower Tubak was nich käupen,“ sagter andere. sik deverr zu verkäupen Piep Tobak?“ r S D reret fragte der Sergeant. „Nicht zu verkaufen, aber an einen Sergeanten des Kaisers sehr gerne zu verschenken,“ antwortete der junge Bauer und reichte dem Reiter seinen Tabakbeutel hin, während Hannes den anderen bediente. Er klopfte die Remontepferde auf den Hals und meinte. oh die nun nächstens auch mit nach Rußland ziehen würden. „Woll moeglik, wenn's was wird mit de Russens,“ sagte der Soldat. „Gute Soldatenpferde werden sie„edenfalls, wenn erst ein paar gute Kerle ldarauf kommen.“ oui, gute Kerls brauchen der große Empereur,“ stimmte der Sergeant bei und musterte Henrichs schlanke, kräftige Gestalt mit wohlgefälligen Blicken, indem er sich die Pfeife stopfte.„Aber fahr 1 die beste Kerl zu ause Mist, wo sie könnt olen glorie größte Generale tmut dienen „Junge, Junge, dei Kähl hätt nich unrecht," wandte sich Hannes an seinen jungen Herrn.„Rutsmeten hett sei di in Lüttgenschiedeck und in Mentrup, en Fautfall wos du nich maken. Junge, Junge, mie dücht, düse drei ledige Peare hätten wat tau bedüden.“ „Hahaha,“ lachte der Soldat,„wenn wie tau dei Peare auch twei Reiters mitbrochten, do würd oewer use Major'ne Fraide hebben.“ „Von meins wegen könnt er die Freude schon h.= leich dabe: 5. Henrich, wenn du mitmachst, ich grenh babei. Hier ist nich llange zu überlegen. Der Sergeant spitzte die Ohren.„Der Tabak war sik gut für Sergeant sein Piep,“ sagte er.„Und Ker! wie er, wär sik gut für brave Soldat, wär sik gut pour le grand Empercur. Hahaha, kann er reiten zu Pferd. Paysan?"er Heinrich kämpfte einen kurzen, heftigen Kampf. 39. Jahrg. händler Heinrich in der Person der noch nicht 15jährigen Martha W. von Syburg. Das Mädchen verkaufte Waren und steckte das Geld in die Tasche. Auch entwendete sie verschiedene Gegenstände, wovon sie einem anderen Mädchen, das sich zurzeit in Luxemburg aufhält und demnächst wegen Hehlerei zur Verantwortung gezogen wird, Geschenke machte. Die Angeblagte wurde wegen Diebstahls und Unterschlagung zu fünf „#a Gefängnis verurteilt, soll jedoch auf die StrafTagen au schubeit verurtilt, soll jedoch auf die Strafe##e ggesetzt und zur Begnadigung empfohlen. werven.— Der Verginvalide Fritz R. von Eichholz eine Uhr unterschlagen zu haben. Es wurde jedoch auf Freisprechung erkannt.— Einen Automaten mit 12 Mark Inhalt hat der Fabrikarbeiter Walter Schm. von hier beim Wirt Schreier gestohlen. Der Automat wurde auf dem Hofe des Herrn op den Winkel ungeöffnet wiedergefunden. Schm. kam daher mit einer Gefängnisstrafe von drei Tagen davon.— Der Gelegenheitsarbeiter August W. von hier, ein Gamten„vorbsstrafter Mann, versuchte, aus einem Garken eine Pferdedecke zu stehlen, wurde aber dabei ertappt und muß diesen Versuch mit drei Wochen Gejängnis büßen.— Unter der Anschuldigung, bei der Son 10.30 Me gestohse und Kupfer im Werte ter Philipo B. und der Latrin von hier. Zpeck= weitzu, enreiziger Hermann Nr. murde die P##tie weltter Zeugenvernehmungen (eha.— Fage vertagt.— Wegen Beleidigung der ariearheiten an deiter Konrad Haas wurde der Fanerurteit. Jeinr. H. von hier zu 75 Mark Gelstrafe w„(Falsche Goldstücke) sind wiederum in Umlauf. vermantten bereits kürzlich darüber, daß man in habe, gei Zumasds Zwanzigmarkstüick angehalten Kovfe stand. Di: Kälscher schen 1 dem paßt zu haben. er ausgeMünzen it alls in Gude den sebt beichlagnahurten sind von den echtu uuu Die gefälschten Stücke ben Lentichten kaum zu unterscheiden. Es handelt sich um Kupfermünzen, die stark vergoldet sind. Slane zie bische Klassenlotterie.) Die Zichung der planmäriner preubischen Klassenlotterie wird nach Alaumägiger Gestimmung am 10. ds. Mts. früh 8 Uhr ihren Anfang nehmen. Das Einzählen der 288.000 r Ferne sah er Brüggemanns Hof zwischen den Eichen, und jenseit der Hügelwelle, dort lag der väterEs war ihm, als hielten ihn unsichtbare Bande fest an der Heimat. Er seufzte schwer. An alldas durfte er ja nicht mehr denken. Die Heimat wollte nen uund g. öslich e neue Zukunst mußte er sich bah nen Anl####h kam ihm die Szene wieder in den Sinn, da er das störrige Pferd vor den Wagen des Kaisers zwang. Und in Gedanken erblickte er das bronzene, großzügige, schöne Antlitz des Kaisers und hörte, wie er sagts:„Du hast eine eiserne Sohn, und einen stählernen Blick. Es würde mich freuen, wenn ich dir wieder einmal begegnete.“ Da kam es wie ein Rausch über ihn.„Ich habe daheim nichts mehr zu suchen, Herr Sergeant,“ sagte er zu dem ersten der Kavalleristen.„So nehmt mich denn in Gottes Namen mit, daß ich dem großen Kaier als ein ordentlicher Reiter diene.“ Und zu dem Knecht gewendet, rief er befehlend:„Nu man tau, Samm 2 fir, fix! Nu man opft Peard, wi rid mit no Er schwang sich auf den stärksten der Gäule und trabte mit dem schmunzelnden Sergeanten voran, während auch Hannes auf eins der ledigen Pferde turnte.„Nun sind wir unser vier Mann und fir Peard, sagte er zu dem Soldaten. Dat send nah miner Berechnung neagen Stück. Wenn wi in Hamm sind, tält wir bewer tean Kreaturens.“ „Wat, lesen wir unnerweges noch'nen niejen Rekruten op?“ meinte der Mann. „Nee,“ lachte Hannes,„et is man en ollen Wolf, dei sik noch instellt. Ik kenn mi. Ik hew mir den rieden, eh wi in Lünen'nen Lüttken Münsterländer nehmen. Oewer et makt nix. Mien junge Bur is jo Berht:„ (Forts folgt.) he de E Losnummern ubest den 8000 Gewinnzetteln gedachter 1. Klasse wird schon am 9. ds. Mts., nachmittags 1,30 durch die Königlichen Ziehungskommissarien öffentlich im Ziehungssaale des Lotteriegebäudes stattfinden. zahlreiche Katholiken nicht Zentrumswähler sind. Bei nes handelt. Seine Eltern sollen von den Türken erder bevorstehenden Wahl handle es sich nicht um ka= smordet worden sein. Im Besitze des Verhafteten betholisch oder evangelisch, sondern um die Ehre des fand sich ein vom Bischof von Standesamt Ergste. Monat Dezember 1906. Geburten. 1 Sohn: Fabrikarbeiter Heinrich Filthaus zu Ergste, Anstreichermeister Friedrich Karl Sieberg zu Ergste, Wasserwerksarbeiter Heinrich Friedrich Wilhelm Hellmann zu Ergste, Lagerarbeiter Karl Klosterhoff zu Ergste. 1 Tochter: Kettenschmied Okto Heinrich Schäfer zu Steinberg, Landwirt Hermann Finkhaus zu Höfen. Aufgebote: Kettenschmied Karl Johann Becker zu Schwerte und Witwe Bahnarbeiter Friedrich Sander Sophie geb. Senft zu Ergste, Fabrikarbeiter Friedrich Wilhelm Borgmann zu Garenfeld und geschäftslose Sophie Lisette Kramer z u Ergste, Maschinist Heinrich Hermann Meister Zu Ergste und Dienstmagd Lisette Kappenstern zu Höfen, Gemeinde Ergste. Sterbefälle: Erna Tillmann zu Stienberg, 1 J., Heinrich Lueg zu Steinberg, 6 Wochen, Heinrich Finkhaus zu Ergste, 3 Monat. Reiches und darum, ob die verantwortliche Regierung oder Spahn und Erzberger über das zu zwei Drittel evangelische Deutschland regieren sollten. Mit eiTage an Zur Wah bewegung. An die Wahlsäumigen! Es liegt auf der Hand, daß das Wahlergebnis ein salsches oder doch nicht ganz richtiges Bild von der Volksstimmung geben kann, wenn ein erheblicher Teil der Wähler der Wahlurne fernbleibt. Deshalb hat man vielfach erwogen, ab es nicht ein Mittel gebe, die Wahlsäumigen an ihre Pflicht zu erinnern und an die Urne zu bringen. Wir wollen jetzt auf die verschiedenen Vorschläge nicht zurückkommen, weil sie für diese Wahl nicht mehr in Betracht kommen können. Für diesmal steht noch kein anderes Mittel zur Verfügung, alls der möglichst energische Appell an das Herz und Gewissen der Wähler. Unseres Erachtens sollte eigentlich dieser Appell ganz unnötig sein. Der tiefe Ernst der Zeit sollte an sich schon jeden mahnen, seine erste und bedeutsamste Bürgerpflicht zu erfüllen. Gerade bei diesen Wahlen wird es in vielen Wahlkreisen, auch in unserem, auf jede einzelne Stimme ankommen. Die Entschuldigung, daß die Stimme des Einzelnen nicht ausschlaggebend sei, ist lendenlahm und eine Ausflucht der Feigheit oder der Faulheit. Darum möge jeder Wähler die in seinem Wahlrechte liegende Wahlpflicht ausüben zum Wohle des Vaterlandes. Nationale Wählerversammlung in Schwerte. Schwerte, 6. Januar. Gestern Abend fand„Im Reiche des Wassers" eine vom hiesigen nationalen Wahlverein einberufene Wählerversammlung statt, welche sehr gut besucht war, auch Mitglieder anderer Parteien, so manche Mitglieder des Zentrums, waren anwesend. Herr Justizrat Backhausen eröffnete und leitete die Versammlung, die mit einem brausend ausgenommenen Kaiserhoch eröffnet wurde, und bemerkte in seinen einleitenden Worten, daß unser Wahlkreis unter allen Umständen einen durchaus nationalen Mann in den Reichstag senden müsse, einen Mann, der dem Reiche gebe, was des Reiches sei, damit das deutsche Volk nicht vor sich selbst und vor dem Auslande blosgestellt werde, wie das geschehen sei. Dann erteilte der Herr Vorsitzende das Wort dem Redner des Abends, Herrn Rechtanwalt Dr. Cremer, Hagen, welcher in mehr als einstündiger, fesselnder Rede die politische Lage beleuchtete und mehr als einmal die natinalen Zuhörer zur begeisterten Zustimmung hinriß. Die Auflösung des Reichstages sei nach 17 Jahren schwächlicher Haltung der Regierung eine Tat, ein geschichtliches Moment gewesen. Er beleuchtete dann den versuchten Eingriff des Zentrums in die Kommandogewalt und wies energisch die Versuche der kleinen Zentrumspresse zurück, den Kampf auf das konfessionelbe Gebiet hinüberzuspielen, niemand denke daran, die Katholiken oder die katholische Kirche zu bekämpsen, von der noch Kardinal Fischer in Köln anerkannt habe, daß sie in keinem anderen Staat so frei und unangetastet dastehe, wie in dem zu zwei Drittel evangelischen Deutschland. Nur dem Ultramontanismus gelte der Kampf und der von dem Zentrum installierten Nebenregierung. Aber hierüber suche das Zentrum im Wahlkampf hinwegzugehen. Er erinnert dann an die kraftvolle Haltung Dernburgs, an die in Südwest ermordeten 136 deutschen Farmer, an die Ablehnung des Bahnbaues Keetmannshoop=Kubub und wies in längeren, überzeugenden Ausführungen die Zukunft unserer Kolonien nach, die uns befähigen würden, im Bezuge von zahlreichen Rohprodukten vom Auslande unabhängig zu werden. Ausführl. ging Redner sodann auf die Forderungen der nationalliberalen Partei ein, und hier erwähnte er u. a.: Krätigung des Handwerker= und Mittelstandes, Fürsorge für die Privatbeamten, Rechtsfähigkeit der Berufsvereine, Verhandlungen der Arbeiter=Organisationen mit denen der Arbeiter auf gleicher Grundlage, doch dürften die wirtschaftlichen Organisationen nicht der Politik dienstbar gemacht werden. Zusammenfassung der sozialen Verwaltungen in einen einigen großen Bau, Ausbau der Sozialpolitik usw. Das Zenrum habe übrigens, so bemerkte Redner weiter, keine Ursache, sich so zu gerieren, als sei es die Vertretung des katholischen Volksteils schlechthin, ein einfaches Rechenexempel widerlege das. Das deutsche Reich habe 12000000 Reichstagswähler, davon betrug 1903 die Partei der zu Hause Gebliebenen 3 Millionen, das Zentrum hätte also, wenn es das katholische Drittel der Bevölkerung voll vertreten wolle, 3 Millionen Stimmen auf sich veveinigen müssen es habe aber nur 1800000 Stimmen erhalten, ein Beweis dafür, daß Eröffne mit dem heutigen hiesigen Station meine Danbheis-Bucht Die werten Kunden hierauf aufmerksam machend, teile ich auch dem in der Nähe des Bahnhofs wohnenden Publikum mit. dass ich nach Möglichkeit sämtliche Artikel meines Hauptgeschäftes am Bahnhof auf Lager halten oder dort durch die Bahnhofsbuchhandlung besorgen werde. Gern etwaigen Wünschen nach Möglichkeit Rechnung tragend, empfehle ich mein neues Unternehmen dem Wohlwollen den Reisenden und Anwohner des Bahnhofs. Hochachtungsvoll! Carl Braus. Kollektenbuch zu Sammlungen für Armenier. Während seines zehneinhalbmonatigen Aufenthalts in Deutschland hat J. von Pastoren, Fabrikbeamten und Geschäftsleuten in Birmen, Essen, Witten, Bonn, Frankfur a. M. und Hagen nach vielen Hunderten Marken zählende Spenden erhalten, nach Armenien hat er nie einen Pfennig gesandt. In seinem Besitze fand man noch 280 Mark. J. wurde in Untersuchungshaft genommen. Menden, 5. Jan. In den Kalkwerken im Hönnetal wurde der Lehrer Wihl. Frohwein durch herabfallende Steine, die sich infolge des Tauwetters sellbst gelöst hatten, schwer verletzt. Dern Verletzt= starb einige Stunden nach Einlieferung in das hiesige Krankenhaus. * Gevelsberg, 5. Jan.(Liebestragödie.) In der vergangenen Nacht feuerte ein früherer Oberkellner im Hotel„Zum Hause“, als das Buffetfräulein ihr Schlafzimmer betrat, drei Revolverschüsse auf das Mädchen ab. Der Attentäter hatte einen Anbau erstiegen und eine Fensterscheibe eingedrückt, worauf er die Tat ausführte. Das Fräulein blieb glücklicherweise unvenletzt und ergriff die Flucht. Der junge Mann richtete dann die Waffe gegen sich selbst und schoß sich oberhalb der Lunge in die Brust, sodaß er in das Krankenhaus gefahren werden mußte. Verschmähte Liebe soll der Grund gewesen sein. Oelde, 5. Jan. Ein seltenes„Wild“. An einem schönen Junitag, so erzählt die„Gl.“, war es, alls der Pächter Sunderkemper auf Flaskamps, Kspl. Stromberg, seine sechs Kälber auf die Weide brachte. Am folgenden Tage stieg ein schweres Gewitter auf, das starken Regen brachte. Um die noch jungen Kälblein vor dem Unwetter zu schützen, suchte S. sie wieder in den schützneden Stall zu bringen. Es gelang ihm dies auch bis auf ein Kalb, das in die angrenzenden Wäldie Wähler Mit dem Hoch auf das die Versammlung geschlossen. **(Die Zentrumspartei) hielt gestern hier im Saale des Herrn Kopp eine sehr stark besuchte B Versammlung ab, in der die Herren Re dat Effert und Verleger Lensing sprachen. Bericht über die wir für die morgige Nummer zurückstellen. (:) Essen,(Ruhr), 6. Jan. Die Nationalliberalen Vaterland wurde Wildes angenommen hatte, z. B. nur des Nachts zur Aesung aus seinem schützenden Versteck einer dichen Eichen= und Tannenschonung heraustrat, dauerse es noch einige Zeit, ehe es gesehen und dadurch erst unzweifelhaft festgestellt wurde, daß es noch lebte. Als das Laub von den Bäumen ging, bekam man es schon häufiger zu Gesicht und als die Nahrung in Feld und Wald anfangs November knapper wurde, kan es nachts auch schon auf den Wormsbergschen Hof. Leider gelang es trotz aller Bemühungen nicht, des instellten im Wahlkreis Recklinghausen=Botten den zwischen zu einem stattlichen Rind herangewichsene Bergmann Zieback aus Harpen als Reichstagskand'= Tier einzufangen. Bei dem geringsten Gräusch daten auf. einzufangen. Bei dem geringsten Gräusch ging es wie Hochwild in hohen Sätzen auf und davon. So blieb zum Schlusse, da es immen wintrlicher wurde, und der Besitzer die Befürchtung hegte, durch Kälte und Entbehrung könne das Tier zu Grube gehen, nichts anderes übrig, als dieses seltene Hchwild weidgerecht zur Strecke zu bringen, was denn sich 2 großen Nimroden vor dem Herrn gelang. Alleitiges so schreibt die Erstaunen rief bei den Jägern, Treibern und besonder? hei dam früheren Herrn des iers das bullante Stärke des Waldrindes hervor. Beim Aufbrechen bezw. bei di ZerWestfalen und Rheinland. die Robnritfabrik auch andeve stellt, die vielleicht die Explosion verursachten? Witten, 5. Jon., Wir Zuschrift die Abschrift stces bei dem ftugheten Geten ves 21e1 „Rhein.=Westf. Ztg“, in einer pheeg zie Rohurit= Aussehen, die Schönheit Größe und St des Wortlautes eines Patentes, welches bie derrn:# rinves hervor. Beim Aufbrechen bezw. bei di Zerfabrik in Witten im Jahre 1905 angenommen hat. Aus legung fanden sich alle inneren Organe kerizesund dem Wortlaut des parentierten Verfahrens, so jagt vor, an Schönheit und Schwere übertraf es die Fleichgoht unzweifelhaft hervor, daß die Ge= alterigen Tiere des Besitzers, die immer bei Uwetter der Einsender, gryt#—.9.—. Jtuff herzustellen, der in den schützenden Stall und Ende Oktober is das seln erforderlich werden. Ob und inwieweit das Bekanntwerden dieses Patents zur Aufklärung in der= Köln, 5. Jan. Ein hiesiger Metzgermeist wurch schwebenden Untersuchung der Unglücksaffäre bei= de in einer der letzten Nächte von einem bedetenden noch fchzirccenrr.. andtiachp.„ich, Schaden betroffen. Ein großer Metzgerhund kang in tragen kann, steht dahin. Es ist ja nicht recht enich## Schafft, eim umnd trieh Hie geängstigten SSafe guf lich, welches Interesse die mit unserer Kohlenindustrie arbeitende und auf deren technische Erfordemnisse angewiesen: Firma haben sollte, einen derartig leicht entzündbaren Sprengstoff herzustellen. Das Patent ist nach Mittcilung des Einsenders unter der Nummer 177 687 im April 1905 von der Roburitfabrik Witten den Schaffig em und rriev die grungstigten Safe auf einen Haufen eng zusammen, wodurch 52 Tier erstickten. Die Mörder des Gutsbesitzers Reick gefuten. Wattenscheid, 5. Jan. Bekanntlich wur am 5. 177687 im April 1905 von der Roburitfa.—— Dezember 1905 in Günigfeld der Gutsbesitzerleick bei a. d. Ruhr, G. m. b. H., angemeldet worden und legt einem nächtlichen Einbruch erschossen. Die Pherigen dar: Die Perchlorate, insbesondere Kaliumperchlorate, Ermittelungen verliefen, trotzdem auf die egreifun sind an sich allein, selbst unter Anwendung starker der Täter hohe Belohnungen ausgesetzt wurn, resulZündkapseln, nicht vollkommen zu zerlegen, und rea=tatlos. Verschiedene als des Mordes verdätg inhafgieren auf die Flamme der Zündschnur, d. h. ohne die tierte Personen mußten wieder freigelassen erden, do Anwendung der Zündkapfel, überhaupt nicht. Um eine sich nach kurzer Zeit ihre Unschuld herausste. NunZerlegbarkeit der Perchlorate und insbesondere des mehr hat der im Zuchthaus zu Waldhein(Sachsen) Kaliumperchlorats zu erzielen und dadurch einen sitzende Schreiner Franz Köhler der StasanwaltSprengstoff zu erhalten, der allein durch die Flamme schaft in Bochum angezeigt, daß er in Gemeschaft mit der Zündschnur zur Explosion gebracht wird, werden dem zu vier Jahren Zuchthaus verurteile Pferdeden Perchloraten, besonders den Kaliumperchloraten, händler Adolf Otzen den Reick ermordet t. Köhler gemäß Erfindung Salze der Ferro= oder Ferricyan= ist bekanntlich wegen Totschlags eines Poribeamten Wasserstoffsäuren bez. Gemischen dieser Salze zugesetzt. Die Nachschwaden der nach dem genannten Verfahren hochgestellten Sprengstoffe sind nicht gesundheitsschädlich und ermöglichen demnach stets ein flottes Wiederaufnehmen der Arbeit vor Ort nach Abtun der Schüsse. und vieler Einbrüche zu lebenslänglichersuchthausstrafe verurteilt worden. Ob diese Selbstizeige auf Wahrheit beruht, muß die eingeleitete versuchung ergeben. Kleine Chronik. * Hagen, 5. Jan.(Ein gefährlicher] London, 5. Jan. Der deutsche Schoon Schwindler) ist heute nachmittag der hiesigen Kri= der mit Oelkuchen nach Berwick bestim war, erminalpolizei in die Hände gefallen. In einem hiesigen schien vor Berwick am Weihnachtsabend, sonnte aber Gasthofe helt sich seit längerer Zeit ein junger Mann wegen stürmischen Wetters nicht in den isen laufen. auf, der angab, ein in Bonn studierender Aegypter zu Auch der Schleppdampfer des Hafens mie den Versein. Sein auffallend flottes Auftreten veranlaßte die such aufgeben, die„Mizpah“ einzubringe Das Schif# Polizei zu seiner Festnahme. Nun stellte sich heraus, ist seitdem wreschwunden. Man befürch, daß der daß es sich um den 30jährigen Armenier Ilias Johan= Schooner mit Mannschaft untergegangeist. Ein Schiff mit 190 Menschen untergegangen. So, wie das alte Jahr entschwunden ist, setzt das neue Jahr ein, reich an schweren Unglücksfällen. Nach den sich häufenden Eisenbahnkatastrophen der letzten Woche, der folgenschwere Zusammenbruch der Erdmassen beim Bahnbau bei Boppard. Und nun sogleich auch wieder eine Nachricht von jenseits des Meeres. Ein Personendampfer von San Franzisko nach Panama ist mit 100 Menschen untergegangen, so wird aus einem Ort gemeldet, dessen Lage sich nach den Karten nicht genau bestimmen läßt, der entweder aber an der mexikanischen oder an der Vereinigten Staatenküste von Kalifornien gelegen ist. Die Meldung lautet: London, 5. Jan. Nach einem Telegramm aus Pascadero bei St. Franzisko ist der Passagierdampfer der Pacific=Mail=Steamship=Company„Citi of Pana= ma“ mit 70 Passagieren und 30 Mann Besatzung bei Wardellbeach unterhalb Pescadero gescheitert. Schiffstrümmer und mehrere Flöße mit dem Namen des Schiffes sind an Land geschwemmt. Das gescheiterte Schiff ist ein Doppelschraubendampfer und fuhr am 31. Dezember nach Panama. Unter den Passagieren befinden sich 15 Salon= und 25 Zwischendeckpassagiere. Die übrigen waren Chinesen. Vermischtes. * Eine in mancher Hinsicht merkwürdige Stadt ist Friedrichstadt in Schleswig=Holstein. Sie zählt 2 400 Einwohner und ist im Jahre 1621 von den vertriebenen holländischen Remonstranten gegründet worden. In diesem Städtchen wohnen fünf Religionsgemeinschaften, nämlich Lutheraner, Remonstranten, Mennoniten, Katholiken und Israeliten. Die merkwürdigste unter diesen Gemeinden ist die reichlich 100 Mitglieder zählende remonstrantisch=reformierte, die einzige derartige im Deutschen Reich. Durch verschiedene Vermächtnisse ist sie in den Besitz mehrerer größerer Gebiete des Marschländes gelangt die jährlich eine so bedeutende Pachtsumme einbringen, daß aus ihr nicht nur alle Kirchen= und Schullasten der Gemeinde gedeckt und sämtliche Staats= und Gemeindeabgaben der einzelnen Mitglieder bezahlt werden, sondern außerdem noch ein großen Ueberschuß verbleibt, der dann unter die erwachsenen Mitglieder verteilt wird, Diese Verteilung, die in der Regel einige Tage vor Weihnachten vorgenommen wird, und nicht selten 80—100 A für die Person ergibt, erstreckt sich über sämtliche in Friedrichstadt anwesenden erwachsenen und über die außerhalb bei ihren Truppenteilen zur Ableistung hrer Militärdienstpflicht weilenden Gemeindemitglieder. Wenn man erwägt, daß in manchen Häusern noch einige konfirmierte Kinder anwesend sind, so ergibt sich daraus unter Umständen für die Familien ein recht ansehnliches Weihnachtsgeschenk. Eine Anzahl unserer verehrten Abonnenten nimmt die Vorteile, welche ihnen der Bezug der„Schwerter Zeitung“ bietet, garnicht oder doch nur in einem viel zu geringen Grade wahr. Neben dem vielseitigen textlichen Inhalte, den unsere Zeitung ihren Lesern täglich darbringt, sind es vor allem die =„Kleinen Anzeigen“ Stellen-Ausschreibungen, Stellen-Gesuche, WohnungsAngebote, Wohnungs-Gesuche, An- und Verkäufe, KapitalienAusleihungen und-Gesuche, Anzeigen über gefundene und verlorene Gegenstände etc. deren Bedeutung allgemein unterschätzt wird. Viele Hausfrauen haben in der Rumpelkammer mancherlei Gegenstände, die dem eigenen Gebrauch nicht mehr zu dienen vermögen,— manches Ehepaar will oder kann die Kosten für Neuanschaffung jedweder Art nicht tragen und möchte etwas„Gebrauchtes“ für billigeres Geld erstehen. viele Hausbesitzer haben leerstehende oder leerwerdende Wohnungen— die Mieter möchten Angebote passender Logis— Personal aller Berufsarten, Lehrlinge etc. werden gesucht und was dergleichen Anlässe mehr sind, etwas zu veräussern, etwas zu verwerten, die Mieter oder die Wohnungen, die Stellen oder die Stelleninhaber zu wechseln. Für ganz geringe Kosten sind solcherlei kleine Wechselfälle des täglichen Lebens rasch, sicher und in unauffälliger Weise herbeizuführen. Eine 4-, 5-, 6- oder mehrzeilige kleine Annonce in der„Schwerter Zeitung“ sorgt für sofortige Abhülfe, verschafft Adressen passender Interessenten. Um unsere werten Leser an der Hand der Paxis über den Wert und die Bedeutung sogenannter„kleiner Anzeigen“ aufzuklären, werden wir an dieser Stelle von jetzt ab geeignete Veröffentlichungen ergehen lassen, auf die wir die Aufmerksamkeit zu richten bitten. Möchten die verehrten Leser der„Schwerter Zeitung“ aus diesen Anregungen mannigfachen Nutzen ziehen! Büchertisch. Runa(Elisabeth Beskow):„Ein tönendes Erz“. Eine Erzählung aus dem Schwedischen, übersetzt von L. F. 365 Seiten. Brosch. K 3.—, eleg. geb. K 4.—. Verlag: Agentur des Rauhen Hauses, Hamburg. Wieder einn neues Werk von„Runa“. In diesem Jahre lüftet nun auch die Verfasserin ihr Psendonym wir erfahren daß sich hinter demselben die Tochter des bekannten schwedischen Hofpredigers G. E. BeskowStockholm verbirgt. Elisabeth Besbow=Runa ist eine Schriftstellerin von hervorragender Bedeutung, ausgezeichnet durch Tiefe des Gemüts, Schwung der Phantasie, Blick in die Wirklichkeit der Dinge und durch eine gedankenvolle, gesund=herbe Art, die erquickt und erfreut. Wir finden bei ihr, was wir an Schilderungen christlichen Lebens so oft vermissen müssen: Verständnis für die Zartheit der seelischen Probleme und für die Mannigfaltigkeit der Wege zu ihrer Lösung. Es ist wunderbar, wie diese Nordländerin es versteht, ein mit Christo in Gott verborgenes Leben auseinnanderzufalten, so daß es anzieht und nicht abstößt. Da ist keine Spur von unechter Ueberschwenglichkeit, von mystischem Halbdunkel, von Fanatismus, von Engherzigkeit; alles ist nüchtern, herb und wahr. Wiederum ist es ein interessanter Blick, den uns die Verfasserin in das volle Menschenleben mit seinen oft so verschlungenen Wegen mit seinen Kämpfen und Siegen vergönnt hat.— Die Handlung ist ungemein spannend, die Sprache, auch in der Uebersetzung, edel, prägnant und prachtvoll, wie wir das an den nordischen Dichtern schätzen. Uns liegt Ausgabe 1907 von Webers Deutschem Bergwerks=Kalender(Verlag von Th. Otto Weber, Hamm i. W., elegantes Brieftaschenformat mit 1 a Faberbleistift, Emailledruckknopf; Preis 2,60 Mk.) vor. Das muß man Redaktion und Verlag lassen, mit diesem Taschenkalender wird der deutschen Berg= und Hüttenindustrie ein völlig konkurrenzloses Nachschlagebuch geliefert. Was der etwa 14 Bogen a 32 Seiten Inhalt bietende Kalender enthält, verdient besonders hervorgehoben zu werden. Der Deutsche Bergwerkskalen der gibt von etwa 900 deutschen Berg= und Hütten=Aktien=Gesellschaften, Gesellschaften m. b. H., Gewerkschaften usw. in knapper Form Aufschluß über Aktienkapital, Dividenden, Ausbeute, Zubuße, Gründungsjahr, Leitung, Besitz bezw. Gevechtsame. Er veröffentlicht die Bergbeamtenpersonalien nicht nur etwa von Preußen, sondern auch von Sachsen, Bayern, Württemberg. Baden, Hessen, Elsaß=Lothringen, Weimar, Eisenach, Koburg=Gotha usw. und daß die Redaktion mit der Veröffentlichung dieser gesamten Personalien das Richtige getroffen hat, beweist der bereits gemachte Versuch anderer ähnlicher Kalender, ihre Angaben von jetzt ab zumteil allerdings nur auch auf diese Länder auszudehnen. Der Deutsche BergwerksVerlag der„Schwerter Zeitung.“ Kalender 1907 wird aber von keinem, selbst nicht von Nachschlagebüchern größeren Formates in der Anzahl seiner Aufnahme auch nur annähernd erreicht. völliger Neubearbeitung, d. h. in der durch das Abänberungsgesetz bedingten Fassung, fand das Berggesetz für die preußischen Staten, u. a. mehr, Aufnahme, Alle diese Angaben werden in geschickter Weise ergänzt durch technische Berechnungstabellen, Gehaltstafeln, statistische Angaben, einen umfangreichen Notizkalender usw. Es ist in der Tat ein Taschenkalender in idedler Ausarbeitung, für jeden Berg= und Hüttenbeamten und jeden Berg= und Hütten=Industriellen. Das Todesfahrzeug. Paris, 6. Jan. In der Nähe von Vienne(Departement Isere) verunglückte gestern ein Automobil, wobei drei Personen getötet wurden. Oeffentlicher Wetterdienst. Schwache westliche Winde, abnehmende Bewölbung, meist trocken, etwas wärmer. Lehn Trührmetbungen. Die Katastrophe bei Boppard. Boppard, 7. Jan. Die beiden letzten Leichen sind geborgen. Im ganzen sind elf Arbeiter tot, darunter drei Familienväter, weiter ein Schulknabe 18jähriges Mädchen. 12 Personen Modern! Berlin, 7. Jan. Am Teufelssee im Grunewald erschossen aufgefunden wurde der 23jährige beamte Karl Rehfeld aus Rixdorf und seine Geliebte, die 31jährige Näherin Gertrud Pannasch. Der junge Mann bildete sich ein, unheilbar krank zu sein. Seine schwärmerische Braut gab sich keine Mühe, ihm das auszureden, sondern wollte lieber mit ihm in den Tod gehen. Seit Neujahr nachmittag war das Paar verschwunden. Jetzt fand man beide am Teufelssee, der durch Selbstmorde und Verbrechen bekannt ist, tot auf. Der junge Mann hatte eine Schußwunde in der rechten, das junge Mädchen in der linken Schläfe. Die Kämpfe in Marokko. Tanger, 7. Jan. Bei der Beschießung Zinats, dos durch die Sultanstruppen gestürmt ist, erlirren diese folgende Verluste: 20 Tote und etwa 40 Verwundete. Raisuli ist entkommen und wird bei den umwohnenden Stämmen gesucht. Schiffbruch. Ancona, 6 Jan. Im hiesigen Hafen wurde anfolge heftigen Sturmes ein Schiff, dessen Herkunft unbekannt ist, an einen Felsen geworfen und ist gescheitert. Wie es heißt, sind 12 Personen ertrunken. Bisher wurde nur eine Leiche geborgen. Nette„Gäste“, die aus Rußland. London, 6. Jan. Aus Newyork wird hierher telegraphiert: Ein unbekannter Russe warf gestern in der Nationalbank in der vierten Straße von Philadelphia eine Bombe vor den Schreibtisch des Kassierers. Der Täter und der Kassierer wurden getötet, an 20 Personen verletzt und das Gebäude schwer beschädigt. Es heißt, der Russe sei in das Kontor des Bankdirektors Rushton gedrungen und habe ein Darlehen von 5000 Dollar verlangt. Als er hineingeführt wurde, warf er die Bombe, die sofort explodierte. „Erbauliches“ aus Rußland. Warschau, 6. Jan. Gestern wurden hier drei zum Tode verurteilte Banditen aufgehängt. Das Kriegsgericht verurteilte nachmittags neun weitere Revolntionäre zum Tode. Ans Lodz wird hierher berichtet, daß die Straßenkämpfe der Arbeiter fortdauern. In den drei letzten Tigen wurden menchlings 15 nen getötet oder verwundet. Wetterbericht der deutschen Seewarte. 7. Jan.: Vielfach heiter mit Nebel, Temperatur nahe Null. 8. Jan.: Heiter mit Nebel, normal kalt, strichweise bedeckt, feucht. 9. Jan.: Wärmer, trübe, milde Niederschläge, windig. Verantwortlicher Redakteur: Wilh. Schade, Schworte. den Inseratenteil verantwortlich: Jac. Christ, Schwerte. Hinweis. Der heutigen Auflage liegt eine Beilage der Firma Albert Eichmann, Hagen i. W. Elberfelderstraße 34 bei, worauf wir unsere werten Leser besonders aufmerksam machen. Die Geschäftsstelle. Einladung zur Sitzung der Stadtverordneten am Donnerstag, den 10. Januar 1907, nachmittags 5 Uhr im Rathaussaale hier. Tagesordnung: I. Oeffentliche Sitzung. 1. Beschlußfassung über die Gültigkeit der im November vor. Is. stattgefundenen Stadtverordneten=Wahlen. 2. Einführung und Verpflichtung der neugewählten Stadtverordneten. 3. Wahl des Vorstehers, des Stellvertreters, des Protokollführers und des Stellvertreters für 1907. 4. Neuwahl der Kommissionen etc. für das Jahr 5. Genehmigung des Vertrages mit dem Kgl. Pr. Eisenbahfiskus betr. die Erbreiterung der Eisenbahnunterführung an der Hörderstraße. 6. Bewilligung der Mittel für die Pflasterung eines Teiles der Dammstraße 7. Festsetzung der Armenkassen=Rechnung für 1905 und Entlastung des Rendanten. 8. Zulassung der Oldenburger=Feuer=Vers.=Ges. bei der Sparkasse. 9. Neuwahl eines Schiedsmannes. 10. Niederschlagung unbeibringlicher Communalsteuer pro 1906. 11. Bewilligung von Mitteln für Heiz=Anlagen am Freischütz. 12. Erhöhung des Zinsfußes für Einlagen der Sparkasse K Schwerte. II. Geheime Sitzung. Schwerte, den 4. Januar 1907. Der Stadtverordneten=Vorsteher: Tetbrüggen. de W sic de se A 7 Januar EEETUGDE d Der moderne Charakter unseres Geschäfts macht eine möglichst Retats-Kaunung am Ende einer Saison zur Bedingung. Um dies zu erreichen, haben wir nach beendeter Lager-Aufnahme grosse Warenmengen ausgelegt, welche zu AAruAgenonntton Aurgei. Proisen Beginn unseres Arroikat-Rusvorkaufs. die z. T. den Herstellungswert nicht decken, ausverkauft werden. Unser alljährlich nur einmal stattfindender Inventur-Ausverkauf bietet Onten&a Se C. m. e b. H hervorragende Vorteile! HAGEN, Mittelstrasse 18 und Passage. * Heute Morgen 10 Uhr entschlief sanft, nach kurzem, schwerem Leiden unser innigst geliebtes Töchterchen. Schwesterchen und Enkeichen Wilhelmine im Alter von 1 Jahr und 4 Monaten. Dies zeigen tiefbetrübt an, mit der Bitte um stille Teilnahme Lichtendorf b Schwerte, 5. Januar 1907 Familie Heinr. Rasche. Die Beerdigung findet Dienstag. d.8.Jan. Morgens 9 Uhr vom Trauerhause aus statt. Eine freu. diche ruhige 11 = Wohnung= von 3 Zimmern mit Keller u. Stall, arf 1. Februn od soäter zu vermieten. Näb. Exp. d. Zig. Eine " JnnJ 2 Zimmer nebst Stall und Gartenland, 1 zu vermieten. 44 Steinkühler, Hüsingheide 42. Meinen werten Kunden zur gefl. Nachricht, dass „ m e i n G e s c h ä f t, d a s e i n z i g e a m P l a t z e, n a c h nusingstr; 37(bei Herrn Dr. Göcke) verlegt habe, Lieferzeit auf Wunsch binnen 24 Stunden. ebentalls abholen und zusende. Da ich mein GeRohnung 2 Zimmer u. Mausarde in ruhigem Hause sofort oder später gesucht. Offerten mit genauer Angabe unter F W. 41 an die Exped d. Bl erbet n. 41 Zur gefl. Pedentung. M W K M Eine bessere P. Shnung abgeschlossene Etage von 5 Zimmern mit Zubehör per 1. April zu vermieten. 39 Firma H. Duhme jr., Hagenerstraße 18. Als Beginn unserei er rusehdeh. Da fei Menr Geschäft bedeutend vergrössert habe, bin ich in der Lage, nun prompt und schneil zu liefern. 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Ein Die Erde dev Erde fingen in die sich z fast alle dem aus dem phen wal deutendst schweren die den: begrenzte suv in d Alpen be das Jahl aller Art französise Opfer so raden he erregt di und Wit Selttischen die Erde allerding tritts d Podbiels tors Der Gründen von eine land kan allein di schickte, bedrohen länder st four und Bannern ehrgeizig Sarrien nisterinn sterreichter seine es gab a samtstant nung ist cherlei U1 kleinen: derungen H Die dungen mal wai Kunst zi gerade i anderma zu kapei ausplaul Sensatio würdigke auf Best daß die fähige haupt so bei ihr genierte, lich gese kale Ve Frau vi „Aber „Aber Kaviar beleidigt Hypnot Amtllches Kreisblall für cen Kieis-Borcke. mm Die„Schwerter Zeitung“ erscheint täglich, ausser Feiertags. Vezugspreis: Mk. 1.6s vierteljährlich, bei der Post 42 Pf. für Besteilgeid mehr. Wöchentliche Gratis-Beilage:„Illustrierter Familientreund.“ o 0 O O O O O O O O O O 0 o Auzeigenpreis: Die sechsgespaltene Petitzeile oder deren Raum 10 Pf., Anzeigen von auswärts is Pf., Reklamezeile 40 Pf. und ältestes Tagesorgan des Kreises. Haupt=Annoncenblatt. Alie Kreis- und Lokalpolizeilichen Verordnungen für den Kreis Hörde erlangen gemäss Bekanntmachung der Konigl. Regierung durch Veröffentlichung in der„Schwerter Zeitung“ rechtsverbinckliche Kraft. o o 0 O O O O O O O O C C 0 Druck u. Verlag von Carl Braus, Schwerte. Fernsprech=Anschlus: Dr. 62 Amt Schwerte. Celegr.-Aäresse Braus, Schwerte-Ruhr. e Nr. 5 Montag, den 7. Januar 1907. 39. Wochenschan. Ein eigemartiges Jahr liegt mit 1906 hinter uns. Die Erde kam wenig zur Ruhe, und den Menschen auf dev Erde ging es nicht anders. Zeitig im Frühling fingen in Süd=Italien die vulkanischen Ausbrüche an, die sich zu heftigem Erdbeben erweiterten, von denen fast alle Kontinente betroffen wurden. Erst kurz vor dem Jahreswechsel wurde noch eine schwere Störung aus dem fernen Osten gemeldet. Unter den Katastrophen war die Zerstörung von San Franzisko die bedeutendste; am mächsten standen uns Deutschen die schweren Verheerungen in der Umgebung von Neapel, die den Reisen vieller frühlingsfrohen Touristen ein begrenztes Ziel setzten. Der Aschenstaub, den der Vesuv in die Lüfte schleuderte, ward sogar diesseits der Alpen bemerkt. Neben diesen Natur=Ereignissen war das Jahr auch außerordentlich reich an Unglücksfällen aller Art; das fürchterlichste war die Explosion in dem französischen Bergwerk Courières, das an tausend Opfer forderte, bei deren Rettung sich deutsche Kameraden hervorragend beteiligten. Deutschland wurde erregt durch die Roburit=Explosion zwischen Annen und Witten an der Ruhr. Selten ist ein Jahr auch so reich gewesen an politischen Wirren und Kämpfen, und so wenig fest, wie die Erde, standen die Minister. In Deutschland ist allerdings mit Ausnahme des vielbesprochenen Rücktritts des preußischen Landwirtschastsministers von Podbielski und des Amtsantritts des Kolonialdirek= tors Dernburg kein Ministerwechsel aus politischen Gründen erfolgt, aber im Auslande blieb kein Staat von einer oder mehreren Krisen verschont. In Rußland kam es vom Grafen Witte zu Stlypin, der nicht allein die große Reichsduma kurzer Hand nach Hause schickte, sondern auch wiederholt von ihn persönlich bedrohenden Attentaten betroffen wurde; die Engländer stürzten das konservative Ministerium Balfour und erhoben das liberale Kabinett Campbell= Bannermann auf den Schild; ein Paris drängte der ehrgeizige Clemenceau seinen gutmütigen Kollegen Sarrien von der Bühne und in Rom löste das Ministerium Giolitti seinen Vorgänger Forts ab. Oesterreich=Ungarn bekam nicht allein einen neuen Leiter seiner auswärtigen und Dreibund=Politik, sondern es gab außerdem noch wiederholten Wechsel im Gesamtstande der Regierung und die eingeleitete Versöhnung ist keine so felsenfeste, daß nicht noch mit mancherlei Ueberraschungen zu rechnen wäre. In den kleinen Raubstaaten ging es mit den Ministerveränderungen, wie beim Kämmerchen=Verwechsel=Spielen, Gesellschaftliche Satyre. Humoreske von Karl Ettlinger(München) Die Baronin von Reidten verstand es, ihren Einladungen stets besondere Anziehungspunkte zu verleihen. Einmal war es ein bedeutendet Klaviervirtouse, der bei ihr seine Kunst zum Besten gab, ein andermal las der Dichter, der gerade in Mode war, sein neuestes Drama vor, wieder ein andermal war es ihr gelungen, einen Erfinder für ihre Soiree zu kapern, der die Entstehungsgeschichte seiner Erfindung ausplaudern mußte. Heute aber hatte sie ganz besondere Sensation ergattert, einen Hypnotiseur. Die Baronin empfing ihre Gäste mit gewohnter Liebenswürdigkeit. Die alte Gräfin von Fink hatte ihren Vetter, der auf Besuch bei ihr weilte, mitgebracht, denn es war bekannt, daß die freundliche Gastgeberin es liebte, wenn junge, heiratsfähige Herren in ihren Salon eingeführt wurden. Ueberhaupt sah es die Frau des Hauses gerne, daß es zwanglos bei ihr zuging, daß man sich nicht bei Essen und Trinken genierte, daß man es tat, als ob man zu Hause wäre. Essen war zu Ende. Es hatte den Geladenentrefflich geschmeckt, und sie hatten ihrer Zufriedenheit durch radikale Vernichtung aller eßbaren Stoffe Ausdruck verliehen. Frau von Reidten hatte beständig zum Zugreifen animiert. „Aber liebste Gräfin, nur noch ein kleines Häppchen!“— „Aber, Herr Atachee, Sie verschmähen ja heute meinen Kaviar so hartnäckig!“—„Fräulein Hedwig, ich bin wirklich beleidigt, wenn sie nicht eifriger zugreisen.“ Die Gesellschaft begab sich in den Musiksaal, wo der Hypnotiseur sein Können zeigen sollte. Gerne leisteten die und auch jenseits der Ozeane, in Nord=Amerika und Japan, fehlte die Stetigkeit. Die Päckchen eigener Sorgen, die man zu tragen hat, sind nirgendwo geringer geworden. Von allgemeiner Friedseligkeit und hoher Selbstlosigkeit war nicht allzuviel unter den verschiedenen Staaten zu spüren, dafür wird die Marokko=Konferenz von Algeciras ein beredtes Beispiel bleiben. Es war reichlich, was da alles versucht ist, dem Deutschen Reiche ein Bein zu stellen, und hieran ändert es garnichts, daß all' die Herren nachher recht harmlose Gesichter machten. Imlaufe der Monate hat sich denn ja vieles erfreulicher gestaltet, wie auch der Reichskanzler vor versammeltem Reichstage konstatieren konnte, aber ganz aufgehört haben die Sticheleien nie. Weder der Besuch der deutschen Zeitungsmänner in England, noch die Begegnung zwischen König Eduard und unserm Kaiser hat an der Themse für Deutschland das volle Verständnis aufgehen lassen, und an der Seine tut man es den Freunden jenseits des Kanals nach. Selbst im Dreibunde gab es nach der itallienischen Extratour von Algeciras etwas zu flicken, und wir wollen meinen, diese Reparatur wird halten. So liegt alle internationale Freundschaft mehr in Worten, denn in Taten; mit dieser Tatsache wird sich die Welt aber begenügen müssen, weil keine andere herzustellen ist. Zum Glück ist bei dieser politischen Konstellation der Sinn für Humor nicht verloren gegangen, wie es das Gelächter über das Auftreten des falschen„Hauptmanns von Köpenick" bewies. Unser Kaiserpaar konnte seine silberne Hochzeit feiern; das Jahr gab ihnen den ersten Enkel, die zweite Schwiegertochter und die Braut eines weiteren Sohnes. Von den Mitgliedern des Hohenzollernhauses schied dahin der Regent von Braunschweig, Prinz Al brecht von Preußen; die gewünschte endgiltige Erledigung der brannschweigischen Thronfolgefrage hat sich nicht verwirklichen lassen, weil der bisher behinderte Thronerbe, der Sohn des letzten Königs von Hannover, Herzog Ernst August von Cumbreland, den als Voraussetzung geltenden Verzicht auf Hannover nicht aussprechen will. Im Großherzogtum Baden wurde das hochverehrte Großherzogspaar durch die Geburt eines Groß=Neffen erfreut, der der Stammhalter der Herrscherfamilie sein wird. Auch dem Großherzog von Hessen wurde ein Kronprinz geboren. Zahlreiche Reisen führten unsern Kaiser in alle Teile des Reichs, und wiederholt knüpfen sich daran bedeutsame Reden, sowie in das Ausland. Besonders herzlich ward er in Wien empfangen, sowie auf der gewohnten Sommerreise in Norwegen. Herren der Aufforderung, sich der Zigarren zu bedienen, Folge. Die Kunst des Hypnotiseurs war wirklich verblüffend. Nach einem kleinen, belehrenden Vortrag führte er eine Reihe köstlicher Experimente vor. Einige Medien lieferten im Traumzustand eine Schneeballenschlacht, beschrieben eine Reise. die sie scheinbar im Lustballon ausführten, produzierten sich mit Spazierstöcken als Kunstschützen und gaben eine vollständige Varietee=Vorstellung. Man amüsirte sich vortrefflich, allein wie stets zweifelten einige Skeptiker an der Hypnose und meinten, das Ganze sei ein verabredeter Schwindel. Nun erbot sich der Hypnotiseur, mit einigen der anwesenden Herren einen Versuch zu machen. Der junge Vetter der Gräfin von Fink wurde in hypnotischen Schlaf versetzt und machte zur großen Heiterkeit der Gesellschaft einem Ofenschirm eine glühende Liebeserklärung. Als ihn der Hypnotiseur wieder weckte, konnte er sich an nichts mehr erinnern, was die Heiterkeit noch steigerte. Aber immer noch gab es Zweifler. Und so ertlärte sich denn die Frau des Hauses bereit, ihre eigene Fähigkeit zum Medium prüfen zu lassen. Es dauerte nur wenige Sekunden und Frau von Reidten lag im tiefsten Schlaf. „Sie befinden sich in ihrem Salon!“ sagte der Hypnotiseur.„Sie haben eine Gesellschaft gegeben und soeben den letzten Gast verabschiedet.... Sie sind müde, und wollen sich zur Ruhe begeben.... Nicht wahr, sie sind sehr müde?“ „Ich bin.... entsetzlich müde," bestätigte Frau von Reidten.„ Ich kann kaum mehr stehen!“ Bitte, setzeen sie sich!“ Die Baronin sank in einen Stuhl. „Sie klingeln nun ihre Zose!... Da ist sie schon!... Unsere Zeit hat auch eine zweifellose Neigung für aparte Dinge, die allerdings wenig Notwendig keit voraussetzen. Zu der großen Automobil=Jagd auf Luftballons, die im Herbst von Berlin aus veran staltet wurde, hat mancher den Kopf geschüttelt, und auch sonst zeigen sich im Tagesleben Dinge, die weniger der Nützlichkeit oder doch einem bahnbrechenden Bestreben dienen, als dem Bemühen, Aufsehen zu erregen und von sich veden zu machen. Erfreulich ist, daß durch solche und andere Extravaganzen das deutsche Arbeitsleben sich nicht hat verwirren lassen und sich eine strenge Solidität im großen und ganzen bewahrt hat. Der Aufschwung auf vielen Gebieten der Industrie ist ein gewaltiger, und was das Beste ist, er bedeutet noch keinen Umschwung in der Konjunktur. Allerdings ist der sehr hoch gestiegene Geldpreis auch ein: Mahnung, sich vor der übergroßen Anspannung des Kredits in acht zu nehmen, und eine Warnung ist angebracht auch für das private Publikum, ihre Spargelder nicht unüberlegt Spekulations=Gründungen in der Erwartung anzuvertrauen, daß reiche Zinsen daraus erwachsen. Es kann auch anders kommen! Ueber die Fleischpreise ist viel geklagt worden, aber trotzdem ist kaum eine wirkliche Minderung in der äußeren Lebenshaltung eingetreten, die nicht billig genannt werden kann. Wir müssen uns heute damit abfinden, daß wir in neue Lebens=Vrehältnisse eingetreten sind, daß es mit dem Einst vorbei ist. Politische Uebersicht Diasporanot in der Ostmark. Der Graudenzer„Gesellige“ brachte am 28. 12. 1906 in seinem Anzeigenteile folgenden Aufruf: Polnische Nächstenliebe. Eine deutsch=evangelische Witwe, Ortsarme mit fünf Kindern, allein unter katholischen Polen auf einem Gut. Seit Martini hat sie an rechtmäßigem Brennmaterial und Deputat noch nichts erhalten. Innenwände mit Eis überzogen. Kortoffeln erfrieren in Stube, Kinder fast in Betten. Polnische Leute lachen; poln. Inspektor spottet:„Haha, Sie haben es kalt; Sie müssen besser heizen.“ Die Frau ist der Verzweiflung nahe. Ich appelliere an die evangelische Nächstenliebe um Hilfe! Freistadt, Weihnacht 1906. Zollenkopf, Pfarrer. Joder Zusatz ist über flüssig! Geben Sie ihr ihre Befehle.“ Frau von Reidten richtete sich ein wenig auf, reckte schlaftrunken die Arme und sagte: „Sophie— na, Gott sei Dank, daß die Blate wieder fort ist!... Ich atme immer auf, wenn die langweilige Gesellschaft wieder draußen ist!... Wahrhaftig, wenn ich es nicht anstandshalber tun müßte... ich lüde mir diese Sippschaft nicht auf den Pelz!“: Mann begann leise zu kichern, einige Damen bissen auf ihre Taschentücher, aber die Baronin ließ sich nicht stören:„So ein Abend kommt mich immer auf 300 bis 400 Mark! Rein hinausgeworfenes Geld!... Hab ich nicht recht, Sophie? „Gnädige Frau sollten schlafen gehen!“ versuchte der Hypnotiseur das Thema zu ändern. Doch eine gnädige Frau läßt sich von ihrer Zofe keine Vorschriften machen! Erregt fuhr die Baronin fort:„Bis auf den letzten Fetzen haben sie wieder alles aufgegessen, die Schmarotzer! Als ob sie zu Hause nicht satt zu essen bekämen! Nicht einmal ein paar Scheibchen Schinken für morgen früh zum Frühstück sind übrig geblieben! .. Und dazu soll man noch ein freundliches Gesicht machen! Die Gäste sahen sich verdutzt an, dann aber hielten sie es für das Beste, die Sache von der heiteren Seite zu nehmen und zu lachen. „Oh, wie langstielig und öde dieser Geheimrat wieder war!... Und, hast Du gesehen, was seine Frau für gräßliches Kleid anhatte? Natürlich fand ich es ein reizend, aber ich habe in meinem Leben noch nichts Abgeschmackteres gesehen!... Und dann diese Fink, die alte Klatschliese! Bringt einfach ihren Fadian von Vetter Der Vatikan und Frankreich. Rom, 5. Jan.„Osservatore Romano“ veröffentNote: Wie es heißt, will die französische Regierung einen Teile der in dem Gobäude der Nunam 11. Dezember beschlagnahmten Schriftstücke, und zwar änbetreff bekannter Persönlichkeiten, veröffentlichen. Der heilig: Stuhl erklärt vierzu, daß, er schon jetzt, jede Verantwortlichkeit für ###. Verdientlichung ablehnt und er es denjenigen Perjonlichteiten, die sich dadurch verletzt fühlen, überläßt, geeignete Schritte zur Wahrung ihrer Rechaß bei der Feservatore Romano= weist d arauf bin, beschlggnobur schlagnahme keine Zuventarisation der innumunen Schmiftstücke stattgefunden habe. Ein„Fortschritt“ der„Kultur“. London, 5. Jan. Ein australischer Beamter namues Austin hat eine Erfindung für schwer Geschütz: gemacht, die augenblicklich im Kriegsministerium untersucht wird. Der Erfinder selbst befindet sich auf iner Reise nach London. Man sagt, daß die Erfindung geeignet sei, eine vollständige Umwälzung in der moren Kriegführung herbeizuführen. Es soll mögdaß schwere Geschitze bis auf 90 Kilometer Saugscheid wie Stadtheater enngangw, Seargarethe Pies glaubte, daß ihr BrudersMontag, den 7. unter den Trümmern des ersten Schuchteinsturzes sich] Male. Jonnar. Anfang 8 Uhr: Zum vierten besinden würde und lief zu dem Stollen. Sie wurdes Lustspinarensicher: auch verschütet. Tot sind laut„Köln. Volksztg“ der Dienstag, den 8.burg— Stawonuch, Zaumilienvater Jos. Ritt aus Langscheid, welcher eines singer von Halruur Vutung 7 Uhr: Die Maisterterläßt ferner drei tunges von Pichars nurüberg“ Große Oper in Frau und sieben guge nuse neher Pinder Bintezet, Keuter drei funge Sei ii Alter von 18 bis 27 Jahren, mit Rammn Geuroth. der ii d Drt 50it wamem Liuzige, 20 JJahre alte Sohn einer Witwe mit Numen Peter Karlbach aus Florath, ein Familienvater, der sechs Kinder hinterläßt mit Namen Klein drei Akten Haben Sie bei Beginn des neuen Jahres Bedarf in Die Einsturz=Katastrophe in Boppard. Es lliegen noch folgende Meldungen vor: * Boppard, 5. Jan. 8,12 Uhr morgens. Bis jetzt sind 10 Tote und 15 Verwundete aus den Erdmassen geborgen worden, darunter drei Kinder. Es sollen noch 15 20 Personen unter den Erdmassen liegen. Unter den Verschütteten sollen sich auch Zuschauer befinden, die auf einem aus morschen Felsblöckne und faulen Schiefersteinen bestehenden Hügel stehend, den Rattungsarbeiten zusahen. Dieser hat wahrschinlich den Druck so wvieler auf ihm stehennicht aushalten können, zumal es noch Nachts gefroren hatte und das Gestein infolge des war, Der Higel vielem Wasen stark unterwaschen Der Hngel stürzte plötzlich zusammen und begrub sämtliche Zuschauer. Boppard, 5. Jan. 10,05 Uhr. Heute vormittag weitere Tote ausgegraben. Man schätzt die Zahl der noch Verschütteten auf 10—18, meist Di. Mett. scaee Die Renungvurbeiten gestalten sich äußerst schwierig, und man Nachrutschungen befürchtet. Jan. Ueber das Bauunglück bei der Hunsrückbahn wird weiter gemeldet: Der zu durchschneidende Berg ist etwa 150 Meter lang. In der Mitte des Durchstichs hat sich die östliche Seitenwand wahrscheinlich infolge des Tanwetters losgelöst und Die Netuaggarheiten sest, daß das Unglick mutz geforden hat Am Nachmittag 2.30 uhr meister von Boppard auf der schitstunge 3 Pote uind aus der ErdverComptoir-Utensilien? etc. etc. Dann empfehle ich Ihnen: Geschäftsbücher aller Art, Briefordner(versch. Systeme), Bibloraptes mit Einlagen, Kopierpressen, Kopierbücher von Ruhurd Wagner. Mittwoch, den 9. Januar. Nachm. 3 Uhr. Kleine Opernpreise. Märchendichtung: Uraufführung„Traum und Wahrheit“. In fünf Aufzügen von G. Wenkstern. Abends 8 Uhr. Zum letzten Male:„König RiBs. Shatespare. G=schichtliches Schauspzick von 10. Januar. Anfang 8 Uhr:„Die HuFreitag, den 11. Januar. Anfang 8 Uhr. Zum fünsten Male. In meuer Ausstattung:„Husarensieber". Lustspiel von Kadelburg und Skrowonneck. Samstag, den 12. Januar. Nachm 3 Uhr Kleine Opernpreise.„Prinz Dumrian". Weihnachtsmärchen von Ferdinand Ahnellt. Uhr:„Wallensteins Tod“. Dramatisches Gedicht von Fried. Schiller. Sonntag, den 13. Januar Nachm. 3 Uhr Kleine Opernpreise.„Die Fledermaus". Operette in drei Akten von Joh. Strauß. Abends 7 Uhr:„Der Trompeter von Säckingen". Oper in einem Vorspiel und drei Akten von Vietor E. Naßler. Buch- u. Kopier-Tinten Schreibzeuge einfacher und : A u s f ü h r u n g, feiner Lineale, Federhalter, Blei- und Tintenstifte etc. etc., in unerreicht grosser Auswahl. = Comptoir-Möbel etc. guten, soliden Qualitäten zu mässigen Preisen. Redaktions=Briefkasten. Alter Leser. Sie als Vater dürfen allerdings eine solche Beschuldigung nicht geduldig hinnehmen. Verklagen sie den Mann. Wenn er ihrer Tochter die Unehrlichkeit nicht nachweisen kann, ist er zum Auszahlung des Lohnes wir Ausstellung des Zeugnisses verpflichtet. Sollte Ihre Tochter durch die Verzögerung keine Stelle erhalten, so können sie ihn schadenersatzpflichtig machen. = Carl Braus= Buch-, Kunst- und Schreibwarenhandlung. # Belanntmachung. Unter Bezugnahme auf§ 25 der Wehrordnung vom 22. Juli 1901 wird hierdurch zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß alle Militärpflichtigen, welche sich im hiesigen Verwaltnugsbezirke aufhalten, sich in der Zeit vom 15. Januar bis 1. Februar ds. Is. während der gewöhnlichen Bureaustunden in der Amtsstube des unterzeichneten Amtmanns behufs Eidtragung ihrer Namen in die Stammrolle zu melden haben. Hierhin gehören: a) Militärpflichtige Personen, welche im Jahre 1887 im hiesigen Bezirke geboren sind; au sat Hiesigen Bezirke geboren sind; b) Milmarpflichtige Personen, welche im Jahre 1887 in an, cren Bezirken geboren sind, hier inderen Bezirken ge aver ihren Aufenthalt haben. mann, der Jahre alte mann und S— nit!:5 Verstchtlich ganz von selbst, daß ich diesen Monsteur auch noch ubfuttern muß! Drei von den guten Importen hat der freche Mensch geraucht!... Kriegt zu Hause gegrschiglich nur Sechser=Zigarren!... Ist Vergebens bemühte sich der Hypnotiseur, Frau von Reidten zu unterbrechen; sie war einmal im Zuge, und wenn eine Frau einmal beim Schwatzen in Zug gekommen ist, dann bringt sie reine Macht der Erde vorzeitig zum Stillstehen. „Das Schönste bei diesen Gesellschaftsabenden,“ räsöSchießmeister der Firma Wittmann, der 20 Sohn einer Witwe mit Namen Jos. Malein junger Mann mit Namen Adam Maus, ae aus Florath. Schwerverletzt wurde der Geschäftsführer der Firma Wittmann, Lücke, der bis zum Halse in die Erdmasse geriet, und der Zahlmeister der gleichen Firma mit Namen Jos. Wilms. Man ist noch andauernd mit Aufräumungsarbeiten beschäftigt, welche sicher noch einen ganzen Tag in Anspruch nehmen. Sämtliche Aerzte aus den Orten der Umgebung sind an der Unglücksstätte tätig. Nachdem das furchtbare lnglück geschehen war, wurden in gen Dorfkirchen der Umgegend die Glocken geläutet. Unter den Vermißsich noch fünf Arbeiter. Die Unglücksstätte liegt erwa 15 Kilometer von Boppand entfernt. Vir zu rem ungluu soll die Tatfache beigetragen haben, daß man während des dichten Schneegestöbers die Sachlage nicht habe sofort klar übersehen können. Weitere Meldungen siehe Depeschen. c) Militärpflichtige, welche noch keine endgültige der Entscheidung über ihre Dienstverpflichtung durch die Ersatzbehörden erhalten haben. Die unter b und e gedachten Personen müssen bei Anmeldung ein von dem Standesamte des Geburtsortes ausgestelltes Geburtszeugnis vorlegen. Bei Wiederholung der Anmeldung zur Stammrolle ist der im ersten Militärpflichtjahre erhaltene Losungsschein vorzulegen. Außerdem sind etwa eingetretene Veränderungen in betreff des Wohnsitzes, des Gewerbes, des Standes usw. dabei anzuzeigen. Sind die Militärpflichtigen von dem Orte ihres zeitig abwesend, so haben ihre Eltern, Vormünder, Lehr=, Brod= oder Fabrikherren die Verpflichtung, sie innerhalb des obengenannten Zeitraumes zur Stammroe anzumelden. volle oder zur Verichtigung derse mit Gelder..—. zaneden unde äßt, wird mir Geustrafe bis zu 30 Mars oder mit Haft bis zu bestraft. Ist diese Versäumnis durch UmBilen des Meicdepjlichtigen ein Van dar ahteczriggn 19, so kritt kein Strafnierte die Baronin weiter,„ist, daß ich selber allemal hungrig belländig mit der iutzch gud d Vergnüigen, dese Frebäcke beständig mir der sußenen Miene zum Zugreifen zu nötigen, aber ich selbst komme dazu, einen Bissen zu neh Und immer muß ich ein freundliches Gesicht aufsetzen! Als mir neulich der Tölpel von Atachee eins von meinen teuren grünen Weingläsern zerbrach, durfte ich kein Wort sagen! Am liebsten wäre ich ihm in die Haare gefahren! 9 e 10 Stadtheater Dortmund. sein. Van der Wieserggn tein StruafMontag, den 7. Januar: Serie A, Nr. 27 Rote Karten.(Stammrolle sind nup diesenigen Mifuh dit Anfang 730 Uhr.„Die Hochzeit des Figaro“, Ko=(freit, welche für einen bestimmte Zeitraum von der mische Oper in vier Aufzügen von W. A. Mozart.] Ersatzbehörde ausdrücklich bie Dienstag, den 8. Januar: Serie B, Nr. 27 Blau Kar= fübre das laufende Jahr# enndumen oder ten. Ansang 730 Uhr.„Die Hochzeit von Valeni“.] Jeder Mtlitärpflicht:eut werden. Schauspiel in vier Aufzügen von Ludwig Gang=hörigen berecht seine Angehofer und Marco Brociner. Befreiung s Auträge auf Zurüchtellung oder ttwoch, den 9 Tanuar: Terie E Nr 9r Gelke Har, Ltag ch=rechtzei eu stellen. Es mus Ja, so eine Einladung ist eine Strafe Gottes!... Und hat man etwa Dank dafür?— Ja, Kuchen! Erst schlagen sie sich bei mir den Magen voll, und kanm find sie draußen, dann fangen sie zu kritisieren an.... Dies war nicht recht, und das war nicht Fschigen aean diesen blasirten Gecken und flatschalle der Tensteenn uderhaupt necht machen thamte! Hol site Eechängnispollen Redefluß zu dämmern. Schnllweckte er die liches Licheln erschen,steich wieder ein verbiad„Aber, mein lieber Atachee. Sie nehmen doch noch ein Gläschen Bowle, nicht wahr!“ bat sie in schmeichelndem Tone. „Und Sie lieber Herr von Fink, stecken Sie sich doch eine frische Zigarre an.... Vielleicht wollen sich die Herren in das Spielzimmer zurückziehen?... Ach, was ich noch sagen wollte, liebste Frau Geheimrätin Sie müssen mir unbedingt die Adresse Ihrer Schneiderin verraten, h eizach entzickend 3s Bien „Die Baronin von Reidten zerbricht sich heute noch den Mblagen erbie Mittruag, vent v. Jaltar. Serte E., Kel. 2: Srtive aute dies jedgs von der Ausgevung, du steilen. E8 muß ten. Anfang 730 Uhr.„Der Troubadour“. Oper( Früsahr stotfindende Paterung, also der im in vier Aufzugen von G. Verdi. Hierauf:„Fein=Iständigeny telung bei dem zugen ammann oder in Städten bekm Bürgerballet“ Donnerstag, den 10. Januar: Serie A, Nr. 28 Rote „Es lebe das Leben“. von Hermann SuderAnfang 7,30 Uhr. in fünf Aufzügen Karten. Drama mann Freitag, den 11. Januar: Serie C, Nr. 28 Gelbe Karten. Anfang 7,30 Uhr. Zum ersten Male Presver spiel in drei Aufzigen von Sonnabend, den 12. Januar: Bei aufgehobenem Abonnement(Jahreskarten gültig) Anfang 7,30 Uhr. Alma Saccur: Zum ersten Male„Die Geisha“ Eine japanische Teehausgeschite in zwei Aufzügen Musik von Sidney Jones. zu ermäßig gn:##obenem meister geschehen. Ausnahmsweise kann ein Antrag auch noch im Musterungstermine selbst gestellt werNach dem Musterungstermine eingehende Anträge werden unbedingt abgewiesen und nur dann berücksichtigt, wenn die Veranlassung zu dem Antrage, B. der Tod des Vaters, erst nach dem Musterungsle:„Nacht=]R:— der Tod des Vaters, erst nach dem Musterungsvon Rudol#####ermine eingetreten ist. Das Gesuch ist alsdann sofort an den Amtmann oder in Städten an den BürgerVen meicher zu rchter uch ean ucdh ur.— deun Bütge) meister zu richten und ramn auch nur ausnahmsweise noch im Aushebungstermine, also der zweiten im Sommer stattfindenden Vorstsellung angebracht werden. Ist ein Militärpflichtiger im Aushebungstermine ausgehoben und zur Einstellung in einen Truppenutag, den 13. Janura: Bei gänzlich aufgehobenem Hefrelung“ such im Zurüchtelng oder Abonnement zu. eumupegten Preisemn. Anfang 3.30/ Falle noch gestattel Uhr.„Der Waffenschmied“, Komische Oper in drei dem Aushebungstermin 0 an zugen von Albert Lortzing.##ngpk rum eingetrein ist. War die Veranlassung bereits vor dem Aushebungstermin vorhanden, so ist das Gesuch ohne jede Aussicht auf Erfolg. Wellinghofen, dem 2. Januar 1907. Amtmann. . Hartung. „15. Der Waffenschmied“. Kovon Albert Lortzing. aufgehobenem Abonnement(Jahreskarten gültig) Zum zweiten Male. Alma Saccur:„Die Geisha“. Eine japanische Teean Reeg 1 ügen Musik von Sid