Die„Schwerter Zeitung“ erscheint täglich, ausser Feiertags. Bezugspreis: Ik. 1.6s vierteljährlich, bei der Post 42 Pf. für Bestellgeld mehr. Wöchentliche Gratis-Beilage:„Illustrierter Familientreund." o 0 O O O O O O O O O O O o Auzeigenpreis: Die sechsgespaltene Petitzelle oder deren Raum 10 Pf., Anzeigen von auswärts 1S Pf., Reklamezeile 40 Pf. Erstes und ältestes Tagesorgan des Kreises. Haupt=Annoncenblatt. Alie Kreis- und Lokalpolizeilichen Verordnungen für den Kreis Hörde erlangen gemäss Bekanntmachung der Königl. Regierung durch Ueröffentlichung in der„Schwerter Zeitung“ rechtsverbindliche Kraft. o 0 O O O O O O O O O O 0 0 Druck u. Uerlag von Carl Braus, Schwerte. Fernsprech-Anschluss Nr. 62 Amt Schwerte. Telegr.-Adresse Braus, Schwerte-Kuhr. o Nr. 137. Donnerstag, den 14. Juni 1906. 38. Jahrgang Wir und Dänemark. Bereits im Juli dürfte, wie nunmehr feststeht, der Oberpräsident der Provinz Sachsen Herr von Bötticher aus seinem Amte scheiden, um nach langjähriger, treuer Arbeit im Dienst des[States ein otium cum dignitate zu genießen. War Herr von Bötticher auch kein genialer Staatsmann, so ist es doch sein unbestrittenes Verdienst, an der praktischen Ausgestaltung unserer sozialen Politik in hervoragendstem Maße beteiligt gewesen zu sein; wa er auch kein an Initiativenreicher Charakter, so war er doch vor allem ein erprobter Gehilfe des Fürsten Bismarck, wenn man es ihm auch erschiedentlich verdacht hat, nach dessen Sturze noch weiter das lastenreiche Amt des Staatssekretariats des Innern geführt zu haben. Ein Spiel des Zufalls will es, daß nunmehr sein Nachfolger im Oberpräsidium aus einer Provinz kommt, an deren Spitze Herr von Bötticher vor seiner Berufung zum Staatssekretär gestanden hat. Der sjetzige Oberpräsident von Schleswig=Holstein von Wilmowski wird ihm in Magdeburg ablösen. Daß der letztgenannte seinen bisherigen Posten ausgibt, hat seine guten Gründe, denn in der Dänenpolitik hat sich in der letzten Zeit ein sehr bemerkenswerter Wechsel vollzogen, so daß Herr von Wilmowski, der noch zu einer Zeit in die Provinz gekommen war, wo es am Platze war, gegen die dänische Aspiration mit aller Schärfe worzugehen, kann heute unmöglich selber sich zum Werkzeug der neuen milderen Taktik hergeben und hat darum seine Versetzung machgesucht. So bedeutet also der Präsidentenwechsel in Schleswig Holstein das äußere Zeichen eines Umschwunges auf diesem Gebiete der deutschen Auslandspolitik. Das Jahr 1864 mit seinen Folgen hat man endlich Kopenhagen vergessen uund dank der Bemühungen Kaiser Wilhelms ist es gelungen, jene schwere Wunde zum Vernarben zu bringen. War es doch nun Christian der Achte selbst, der in seinem letzten Lebensjahren gern seine Hand zur Versöhnung gereicht hat, so daß wir es nicht mehr notwendig haben, eine„Wache nach der Eider“ auszustellen. Die Beziehungen zwischen Deutschland und Dänemark sind durchaus freundschaftliche geworden, zumal auch über wirtschaftliche Gründe ein gutes Einvernehmen mit Deutschland nur von Vorteil für Dänemark sein kann. Man erkannte auch schließlich, daß der deutschen Politik irgend welche feindseligen Absichten fern lägen und daß die an der Grenze getroffenen Maßnahmen mur devensiver Natur waren. Darum konnte man auch das System des Herrn won Köller verlassen, wenngleich noch Reibungen snicht immer wermieden worden sind. Angesichts der beiderseitigen Beziehungen ließ schließlich auch die dänische Agitation ganz bedeutend nach, und wenn sie auch noch nicht völlig verschwunden, sondern noch von einigen Chauvinisten fortbetrieben wird, so ist sie doch heute wöllig bedeutungslos geworden. Mit gutem Gewissen kann daher die deutsche Regierung eine Politik verlassen, die nicht immer allgemeinen Beifall finden konnte, da sie zuweilen von einem recht kleinlichen Geste beseelt war, der böses Blut hüben und drüben machen mußte und die beiden Volksstämme einander nicht gerade näher bringen konnte. Jedenfalls ist diese Wendung eine sehr erfreuliche, weil sie geeignet ist, auf die Dauer gute Beziehungen zu schaffen. Herrscht doch auch in Norwegen ein Sohn des dänischen Königs bei dessen bevorstehender Krönung sich Kaiser Wilhelm durch seinen Bruder lden Prinzen Heinrich ventreten lassen wird, der schon gelegentlich der Eidesleistung Königs Haakons in Christiania seine überaus warme Aufnahme fand; ebenso wird es freudig begrüßt, daß in diesem Jahre Kaiser Wilhelm wwieder Norwegen besuchen wird, bei welcher Gelegenheit eine Zusammenkunft mit dem Könige stattfinden dürfte. Welches Vertrauen man in dem nordischen Reiche uns entgegenbringt, zeigt der Umstand, daß man zur Prüfung ob die durch den Trennungsvertrag festgesetzten Bedingungen über die Schleifung der Grenzbefestigungen strükte durchgeführt sind, sich einen deutschen Ingenieuroffizier erbitten swill. Es ist dies ein kleines aber doch charakteristisches Zeichen, welches man als ein gutes Symptom für unsere Beziehungen zu den nordischen Reichen auffassen darf. Politische Uebersicht. Der Stapellauf des großen Kreuzers„C“. Der am heutigen Donnerstag auf der Werft der Aktiengesellschaft„Weser“, in Bretnen stattfindende Stapellauf des großen Kreuzers„C“ ist sowohl für die deutsche Kriegsmarine als für die Werft ein bedeutungsvolles Ereignis. Der neue Kreuzer ist das größte, bisher auf deutschen Werften erbaute Kriegsschiff, indem er nicht bloß seine Vorgänger, die großen Kreußen Kreuzer„Roon“ und„York", in allen Konstruktionsdaten sondern auch die im Bau befindlichen Linienschiffen der Länge bedeutend übertrifft. Der neue Kreuzer hat eine Länge zwischen den Loten von 137 Meter und eine größte Länge von 143,8 Meter, während dieselben Abmessungen der Kreuzer„Roon“ und „York“ 123 und 127,8 Meter und die der Linienschiffe der Braunschweig= und Detschland=Klasse 121,5 und 127,7 Meter betragen. Die größte Breite des Kreuzers „C“ ist 21,6, der Tiefgang 7,5, die Seitenhöhe 12,65 Meter und das Deplazement 11 600 Tonnen; in diesen Abmessungen übertrifft er zwar seine beiden Vorgänger, steht aber hinter den genannten Linienschiffen ein wenig zurück, indem diese 0,6Meter breiter sind, etwas größeren Tiefgang und infolge ihrer größeren Völligkeit ein um 1600 Tonnen größeres Deplazement haben. Dagegen überragt der Kreuzer„C“ durch die für ein Kriegsschiff ganz erhebliche Maschinenleistung von 26000 indiezierten Pferdestärken nicht bloß die großen Kreuzer„Roon“ und„York“" um 7000 Pferdestärken, sondern auch die Linienschiffe der genannten Klas sen um sogar 10000 Pferdestärken. Auch die Geschwindigkeit des neuen Kreuzers, welche mindestens 22,5 Knoten betragen wird, bedeutet einen wesentlichen Fortschritt, denn die Geschwindigkeit der genannten Kreuzer beträgt 21, die der genannten Linienschife 18 Knoten. Dementsprechend ist auch sein Kohlenfassungsvermögen größer nämlich 2000 Tonnen gegenüber 1600 Tonnen der Kreuzer und 1800 Tonnen der Linienschiffe. Der neue Kreuzer wird auch eine besonders starke Armierung erhalten, nämlich 8—21 Zentimeter=Geschütze, während die beiden genannten Kreuzer 4 Geschütze zu 21 Zentimeter, 10 zu 15 Zentimeter und 12 zu 8,8 Zentimeter, die Linienschife 4 zu 28 Zentimeter, 14 zu 17 Zentimeter und 22 zu 8,8 Zentimeter haben. Polnische Stadtverordnete — Kruschwitz, 13. Juni. Der in Hohensalza erscheinende,„Kujawische Bote“ berichtet aus dem Stadtparlament in Kruschwitz: In der letzten Sitzung der Stadtverondneten swurde under anderem wegen Begleichung von Kosten, die der Magistrit zum Zwecke der Silberhochzeitsfeier des Kaiserpaares werauslagt hatte, Beratung gepflogen. Das Ergebnis war die Die Schönheit von Rembrow. Roman von Bogumil von Czartorski. 64 „Sagte Fabian Ludwig niemals etwas dergleichen?“ Niemals zu mir, Euer Gnaden. Er ermahnte mich nur immer aufs neue zum Gehorsam. Er sah mich sehr ruhig gehen und hätte es wohl auch sehr ruhig mitangesehen, wenn ich als Dame heimgekehrt und zu Ihnen auf den Edelhof gekommen wäre!“ Sie wußte selbst nicht, wie bitter ihre Worte klangen. Ehrenbreit bemerkte es wohl.„Ludwig handelte so, weil es sein höchster Wunsch war, Sie glücklich zu sehen, Liska,“ sagte er. Seine Liebe ist die echteste, denn sie fordert nichts für sich selbst. Ludwig hat dabei sorgsam sein Auge über Ihnen gehalten, solange er konnte, und war kühn genug, sogar mich zurechtzuweisen, als er glaubte, ich sei gesonnen, seiner wilden Drossel ein Leid anzutun. Und Sie wissen nicht, wie Ihr Freund gelitten hat in den Tagen Ihrer schweren Krankheit. Baron von Ruck kann davon besser erzählen; denn mich hielt man ja fern. Ich will auch nichts mehr von Fabian Ludwig sagen, obsehon ich glaube, Sie haben ihm gegenüber viel gut zu machen.“ „Was mich aubetrifft, Liska, ich bin und bleibe von ganzem Herzen Ihr Freund, dessen inniger Wunsches ist, Sie glücklich zu sehen und zu Ihrem Glücke, so viel in seiner Macht steht, selbst beizutragen! Werden Sie daran glauben?“ Ich werde es! Ich danke Ihnen tausendmal für all' Ihre Güte, Herr Graf!" erwiderte die Gärtnerstochter mit einem lieblichen, aber zerstreuten Lächeln, das Ehrenbreit bewies, daß ihre Gedanken sich momentan weniger mit dem Freunde als mit dem Geliebten beschäftigten. Ich glaube, hier ist mein Werk getan, sagte er sich und stand auf, um zu gehen. Jetzt gilt es noch einen letzten Sturm auf Steinert, und dann hat Ludwig leichtes Spiel.. Leben Sie Diese Worte brachten das Mädchen erst wieder zum Bewußtsein der Gegenwart, undder sprechende Ausdruck von Dankbarkeit und liebevoller Verehrung trat wieder in die dunklen Augen.„Sie sind unbeschreiblich gütig, Herr Graf! Diese Stunde hat mir so viel Segen gebracht, und ich habe nichts, gar nichts dafür zu geben!“ rief sie beinahe leidenschaftlich. Er wandte ihr sein blasses Gesicht noch einmal freundlich zu. „Versuchen Sie, sehr schnell wieder die Schönheit von Rembrow zu werden, Liska, und ganz der sorglose, kleine Singvogel herer Tage. Das ist das wertvollste Geschenk, das Sie mir mit auf den Weg geben können.“(6an 92 „Auf den Weg. Euer Gnaden? Sie wonlen und verlassen: „Ichdenke, es wird sein müssen, liebes Kind. Aber noch nicht heute und morgen. Er lächelte ihr zu und ging. „Ich dachte nicht, daß ich es so gut ertragen würde,“ sagte sich Franz Josef auf dem Heimwege. Bedeutet die Stille in mir den Anfang eines völligen Loslösens von allen irdischen Beziehungen, oder den Anfang eines neuen Lebens? Der Obergärtner hielt nicht so hartnäckig an seinem Lieblingsplane fest, wie Ehrenbreit und Ruck gefürchtet hatten. Vermutlich hatte er alle Chancen erwogen und war zu dem Einsehen gelangt, daß es am geratesten sei, gute Miene zum bösen Spiele zu machen und sich diese gute Mieneso glänzend wie nur irgend möglich bezahlen zu lassen. Diesem Kalkul gemäß hörte er denn ohne viel Einwendungen zu machen die Anseinandersetzungen der Herren an und verpflichtete sich danach, seiner Tochter fernerhin hinsichtlich der Gestaltung ihrer Zukunft vollkommen freie Hand zu lassen.„Schließlich kann es mir ja auch wirklich gleichgültig sein, was aus Liska wird,“ sagte er in seiner rohen Manier, die jetzt freier als sonst zum Durchbruch kam,„so wie sie jetzt aussieht, wäre ja doch kein Glück mehr mit ihrem Gesicht zu machen. Ichkönnte sie also von nun an tun lassen, was ihr gefiele, und würde es auch, wenn ich genug Geld erhielte, um fortzugehen und zu leben nach meinem Gefallen. Ich hänge durchans nicht an Rembrow, und es behagt mir schon lange nicht mehr, meinen Rücken zu beugen, um jedes Grashalms willen. Wenn ich also ein freier Mann würde.. „Schon gut, Steinert. Wir verstehen uns,“ sagte der Graf. Sie sollen frei sein, sollen gehen können, wohin Sie wollen, und leben, wie es Ihnen beliebt. Mir würde es passen, wenn wir unsern Vertrag gleich zu Papier brächten. Kommen Sie in einer halben Stunde zu mir nach Ehrenbreit!“ Der Obergärtner stellte sich pünktlich ein, und als er nach einiger Zeit den Edelhof wieder verließ, so geschah es hocherhobenen Hauptes, mit einer Miene, welche deutlich sagte:„Nun bin ich ein gemachter Mann! Ein freier Mann, der vor keinem Grafen der Welt mehr zu katzebuckeln braucht!“ Genau so unternehmend und selbstgefällig schlenderte er durch die Gärten und durch den Park, während er zu sich selbst sagte:„Wer wird diese nun in Ordnung halten und dafür stehen, daß jede, auch die kleinste Pflanze ihr Recht erhält? Wer wird seinen Kopf anstrengen, um der Zeit ein Schnippchen zu schlagen und dem Verfall von Ehrenbreit entgegenzuarbeiten? Herr Steinert tut es nicht. Er nicht, soviel steht fest!“.... 6 Und als er durch das Dorf schlenderte und oie Gruße der Bauern zurückgab, hielt er die Hand in der Tasche, sie umschloß das Papier, das ihn von der Sklaverei losgekauft. Und sein hoffärtiger Sinn sagte:„Guten Abend. Guten Abend, Ihr Leute von Rembrow! Es wird nicht mehr oft geschehen, daß Herr Steinert, der leben kann, wo er will, und in feinerer Gesellschaft verkehren als bisher, seinen Hut vor Euch zieht! Vielleicht, daß er nach langer, langer Zeit einmal in elegantem Reisewagen dieses kleine Dorf um seiner„Sehenswürdigkeiten“ willen wieder aufsucht. Aber dann werdet Ihr ihn schwerlich erkennen, und er wird das auch keineswegs wünschen. Baron von Ruck hatte nach der geschäftlichen Auseinandersetzung, die er tags darauf noch allein mit dem Obergärtner gehabt, Fabian Ludwig einen Besuch abgestattet. „Graf Ehrenbreit sendet Ihnen durch mich eine Botschaft," sagte er zu dem jungen Landmann,„er hat für Sie getan, was in seinen Kräften stand, und wünscht nun, daß Sie ohne Verzug vorwärts gehen auf dem Wege, den er ebnete.“ „Sie dürfen jetzt ohne alle Besorgnis das Gärtnerhaus aufsuchen und Liska von dem Obergärtner begehren; ohne alle Besorgnis, wie ich sage; denn dieser Antrag ist nur noch eine leere Form. Steinert weiß, daß Sie der Gatte seiner Tochter werden sollen, und hat sich dazu verpflichtet, seine Einwilligung zu erteilen. Sprechen Sie dann auch gleich mit Liska ein entscheidendes Wort. Die Wahrheit zu sagen, Ludwig, wir gedenken alle nicht mehr lange in Ehrenbreit zu bleiben und sähen gern vorher unseren Liebling wohlgeborgen unter Ihrem Schutze.“ Der junge Landmann war während der kleinen Rede des Barons sehr erregt geworden.„Ich danke Ihnen von Herzen Herr Baron! Ihnen und dem so gütigen Herrn Grafen!“ sagte er hastig atmend,„aber meiner Empfindung nach darf ich denauch wenn Sie mir bei Steinert das Wort geredet und ereitwilligkeit erklärt, unter keinen Umständen un 10 er 1 eine Liska freien. 138.20 Ablehnung der Uebernahme sjener Kosten auf die Stadtkasse. Der Betrag muß also aus Privatmitteln aufgebracht werden Ferner wurde ein Unterstützungsgesuch des Vaterländischen Frauenvereins, dessen hilfreiche Tätigkeit vielen Bürgern von Krusch= witz ohne Unterschied der Nationalität und der Konfession ein großer Segen ist, abgelehnt. Die ablehnende Haltung erklärt sich trefflich aus der Bemerkung des polnischen Studtyerordneten Herrn Dr. Laskowski:„Der Vaterländische Frauenverein ist unserer Nation nicht förderlich, sondern nachteilig.“ Solange die Stadtverordneten aus zehn Polen sund zwei Deutschen bestehen, werden werständige patriotische Ziele schwerlich hier zu erreichen sein, fügt das Blatt seinem Bericht über diesen für die Zustände in unserer Ostmark charakteristischen Vorgang hinzu. Die angeblichen Mentereien in Südwestafrika, von denen der„Vorwärts“ wissen wollte, werden vom „Lokalanzeiger“ dementiert: Berlin, 13. Juni. Der L.=A. schreibt:„Von Vorkommnissen dieser Art ist an einer maßgebenden Stelle nichts bekannt, und das müßte doch unbedingt der Fall sein, wenn an dieser Schauergeschichte etwas Wahres wäre. Daß bei einer Truppe, die bereits über zwei Jahre unter den denkbar schwierigsten Verhältnissen im Felde steht, Vergehen gegen die Disziplin vorkommen, wird niemand Wunder nehmen. Doch sie stehen sehr vereinzelt da und haben mit Meutereien absolut nichts Gemeinsames. Auch die anderen Blätter halten es für höchstwahrscheinlich, daß die Meldung des„Vorwärts“ wieder einmal auf Schwindel beruht. Schwedens König ernstlich krank. Stockholm, 13. Juni. ssIm Befinden des Königs Oskar ist eine bedenkliche Verschlimmerung eingetreten. Die ernste Erkrankung besteht in rasch fortschreitender Herzschwäche und Verkalkung der Arterien. Der Zustand des Herrschers gilt als hoffnungslos. Zur Neubildung des österreichischen Ministeriums, Die Lösung der Ministerkrise durch die Bildung eines wenigstens halbparlamentavischen Ministeriums findet im allgemeinen die Zustimmung der maßgebenden Parteien. Es darf wohl als der Wunsch der weitOr. fr. Pacan Gechlich i.s-icemarrm: Heinrich Prade„ Freiherr v.Beck Deutscher Candsmann-Minen Minisferorasidenf v. Derschafta Eisenbahn " brs duemoernen krod. Lieggein braf l. Auersberg## Peintern landesmern Ren„nnergs Scharen ## e.KorgtowSAy nanz On Mareber Oerraetlehe beiger seiche rüchte, daß Pelletan Clemenceau stürzen wolle, scheinen sich nicht zu bewahrheiten. Vor dem Glückspilz weicht alle Gegnerschaft scheu zurück— so lange er der Glückspilz ist. Schon während der Wahlen, als man noch selbst in Regierungskreisen eine Minderung des Blocks befürchtete, machte sich der Ruck nach links in den Reihen der Rechten bemerkbar.Einer der strammsten Nationalisten empfahl sich in seinem ersten Maueranschlag als Major Driant, Ritter der Ehrenlegion, Laureat der Akademie. Der zweite Wahlaufruf war nur kurz unterzeichnet: Major Driant. Unter dem dritten stand zu lesen: Bürger Driant. Und als es dann zu der Stichwahl kam, war der Major außer Dienst schon heftig republikanisch geworden ließ alle Bedenken dahinten und affichierte in fußhohen Lettern: Wählt Genossen Driant! Das ist bezeichnend für die Wahl von 1906 und für das„Schweineglück“ Clemenceaus. Er hat gar keine Gegner gehabt, die würdig und zerrissen genug waren, den Kampf mit Erfolg aufzunehmen. Sie warfen zum Teil mitten während des Gefechts die Flinte ins Korn und so gab es denn die imphsante Schwenkung nach der Linken hin. Sarrien ist nominell Kabinettschef, in Wahrheit ist es Clemenceau; derselbe Clemenceau, der seit Jahrzehnten den Franzosen predigt, sie müßten mit den Engländern durch dick und dünn gehen, derselbe Clemenceau, der als Pariser Mitarbeiter so oft der Neuen Freien Presse in Wien deutschfeindliche Kuckuckseier ins Nest gelegt hat. In der nun beginnenden neuen Legislaturperiode der französischen Kammer heißt es für uns aufpassen. Ihre Demokratisierung ist nicht eine Friedensbotschaft Aus Stadt und Umgebung. Kupfer= und Nickelmünzen. Wenn man die Ausweise über die auf den deutschen Münzstätten erfolgenden Ausprägungen verfolgt so wird auffallen, daß in letzter Zeit verhältnismäßig viel Nickel= und Kupfermünzen fertig gestellt werden. Die Erweiterung der Ausprägung ist nicht bloß auf die Vermehrung der Bevölkerung zurückzuführen und auch nicht so sehr auf den Wegfall der Zwanzigpfennig=Stücke in Silber und Nickel. In erster Linie erklärt sich die Verstärkung der Nachfrage nach den in Rede stehenden Münzen durch die Entwickelung des Straßenbahnbetriebes und durch die große Ausdehnung die der Automatenbetrieb erfahren hat. Man schätzt den Betrag, der im Deutschen Reiche durch die Automaten ständig festgelegt ist, auf mehrere Millionen Mark. Bei dieser Sachlage ist leicht zu erklären, daß der Ausprägung von Nickelmünzen erhöhte Aufmerksamkeit zugewendet ist. So sind im Jahre 1905 an Nickelmünzen für 2,2 Millionen Mark zur Ausprägung gelangt. An Zwei= und Einpfennigstücken sind im gleichen Jahree für nicht weniger als 0,6 Millionen Mark ausgeprägt worden. Hier erklärt sich die Prägungssteigerung hauptsächlich daraus, daß, während früher der Bedarf an Kupfergeld nur im Süden Deutschlands auftrat, in nuerer Zeit auch der Norden darin größere Ansprüche stellt. Für das Jahr 1906 ist, wie offiziös geschrieben wird, eine weitere umfangreiche Prägung an Nickel= und Kupfermünzen in Aussicht genommen. So sollen für 2,5 Millionen Mk. Zehnpfennigsstücke, für 1,75 Millionen Mark Fünfpfennigsstücke und für 1,4 Millionen Mark Kupfergeld fertig gestellt werden. Da auch im Jahre 1907 mit den stärkeren Ausprägungen der Nickel= und Kupfermünzen fortgefahren werden soll, so ist anzunehmen, daß dem Bedarf an diesen Münzsorten tatsächlich wird genügt werden können. aus überwiegenden Mehrheit der Bevölkerung hingestellt werden, daß die neue Regierung in die Lage kommen möge, ihre Absichten durchzuführen und namentlich die österreichischen Interessen gegen Ungarn wirksam zu vertreten. Weniger gleichmäßig werden freilich die Aussichten des Ministeriums Beck beurteilt, und es fehlt nicht an Stimmen, welche die Schwierigkeiten, die zu überwinden sind, als übermächtig bezeichnen. Unser Bild bringt unsern Lesern die zwölf neuen Minister. Der Ruck nach links. Talleyrand wollte einen jungen Mann anstellen. Unter Freudentränen erklärte Reser, daß sei das erste Mal in seinem Leben, daß er wirklich Glück habe. Talleyrand schwieg betroffen und— machte die Ernennung rückgängig. Ein Politiker müsse Glück haben. Wenn man darnach urteilt, ist Clemenceau ein großer Politiker, denn sein„Dusel“ ist verblüffend. Der 1. wi ging ohne Erschütterung worüber, der 6. Mai brachte ein unerwartet starke Majorität und die am sen 12. Juni zusammengetretene Kammer sieht die Opposition als gedrücktes Häuflein. Auch die GeSchwerte, 14 Juni. ** Westfälischer Kriegerbund. Die Einladungen zum Abgeordnetentag des Westfälischen Kriegerverbandes, der am 14. Juli d. J. in Minden abgehalten wird, sind munmehr ersangen Die Verhandlungen beginnen mittags 12,30 Uhr im Saale des„Rosentals". Nach Erledigung der Verhandlungen findet nachm. 3 Uhr in der Festhalle gemeinschaftliches Festessen statt; gegen 5 Uhr wird eine gemeinschaftliche Fahrt nach der Porta Westfalia unternommen und dort das von der Provinz Westfalen errichtete Kaiser Wilchelm=Denkmal besichtigt. Gleichzeitig findet im Kaiserhof in Porta ein Gartenkonzert statt, dem sich abends 8 Uhr ein Festkommers anschließt. Am Sonntag den 15. Juli feiert der Kreis=Kriegerverband sein 25. Stiftungsfest, zu dem die Teilnehmer des Abgeordnetenhauses ebenfalls eingeladen sind. **(Die Bismärckfeier auf Hohensyburg.) Die Tagesordnung für die am Samstag den 16 d. M. auf der Hohensyburg stattfindende diesjährige Bismarckfeier wurde gestern nachmittag in einer Sitzung der Vorstandsmitglieder des Westfälischen Bismarckhundes festgesetzt. Um halb 4 Uhr beginnt das gemeinschaftliche Kaffeetrinken, um halb 5 Uhr Zug zum Denkmal und Kaiserhoch dort, ausgebracht durch den Fabrikbesitzer Emil Schultz. Darauf im Saale Bismarckfestrede, gehalten von Dr. Hugo, Rede auf das Vaterand, Rektor Schnur, und auf die Damen, Dr. Klug. Die Musik wird entweder von den 4. Kürassieren oder dem Husarenregiment ausgeführt. **(Evangelischer Arbeiter= und Bürgerverein.) In der nächsten Monatsversammlung, die nicht am kommenden Sonntag, sondern erst am 24. Juni stattfindet, wird Hern Martin aus Witten, der einen sozialen Ausbildungskursus besucht hat, über das Thema:„Arbeitersekretariat und Volksbureau“ sprechen. Außerdem steht die Wahl eines ersten Schriftführers auf der Tagesordnung. Schon jetzt werden die Mitglieder gebeten, die mächste Monatsversammlung in großer Zahl zu besuchen. (Historisches Festspiel aus[Westfalens Vergangenheit.) Der Dortmunder Lehrerverein wird am 17., 18., 20. und 24 Juni unter Mitwirkung des„Konkordia=Kränzchens“ des Konservatoriumschores uund Philharmonischen Orchesters im Stadttheater zu Dortmund einen Zyklus historischer Bilder aus Westfalens Vergangenheit zur Darstellung bringen. Die Dichtung dieses Festspiels, dessen Bilder von dem städtischen Museumsdirektor Baum entworfen sind und gestellt werden, ist von dem heimischen Dichter Karl Prümer der vor kurzem seinen Wohnsitz von Dortmund nach Münster verlegt hat. Die einzelnen Bilder zeigen uns das Leben und Treiben der Völkex aus der vorgeschichtlichen und aus der römischen Zeit. Wir sehen den Einfall der Römer in die Lippe=Gegend und die Heimkehr Hermanns aus der siegreichen Varusschlacht. Die folgenden Bilder führen uns die erste christliche Zeit der Sachsen, in der Wittekind die Taufe empfängt, das Kreuz zu Leveringhausen errichtet und der Dom zu Paderborn erbaut wird. Der zweite Teil des Festspiels zeigt uns den unvergeßlichen Kaiser Rotbart auf einen Dortmunden Reichsversammlung; ferner macht er uns bekannt mit der Soester Fehde, zeigt uns die Wiedertäufer, den Dortmunder Fürstentag 1609 und das Ende des unheilvollen dreißigjähriKrieges in dem Bilde„Westfälischer Friede zu Münster“. Der letzte Teil läßt die Zeit unter Friedrichd em Großen und des Befreiungskrieges an unserem Auge vorüberziehen; macht uns mit dem Volksleben des vorigen Jahrhunderts(Spinnstube, Hochzeits= und Erntezug) bekannt und zeigt uns in verschiedenen charakteristischen Bildern den Eintritt von Bergbau und Industrie in unser Heimatland. De Apotheose, wird auf drei Bühnen dargestellt. Dem historischen Festspiel wird seitens der Bürgerschaft und der Behörde das höchste Intereesse entgegengebracht; zweite Mal, daß die Mitglieder des Dortmunder Lehrervereins den Bewohnern auf roter Erde ein derartiges Festspiel bieten. * Die Landwirtschaftskammer für die Provinz Westfalen zu Münster sist durch eine Stiftung in den Stand gesetzt, für Söhne unbemittelter Landwirte Beihülfen zum Besuch einer landwirtschaftlichen Winterschule zu gewähren. Sie gibt in den einzelnen Fällen 50 bis 100 Mark. Junge Leute, welche von dieser Vergünstigung Gebrauch machen wollen, müssen sich unter Vorlage ihres Schulzeugnisses, sowie eines amtlichen Zeugnisses über Würdigkeit und Bedürftigkeit bis zum 15. August bei den Herren Direktoren der Winterschulen melden. der Syburg, 13. Juni.(Straßenraub.) Als am vergangenen Sonntag Abend ein Herr aus dem benachbarten Hagen in ziemlich langetrunkenem Zustande zu Fuß nach dem Westhofener Bahnhof sich begeben wollte, gesellte sich unterwegs ein Paar(Dame und Herr) zu ihm. Diese wersuchten ihn zu überreden, doch mit nach Schwerte, und von dort nach Hagen zu fahren. Sie mochten sich nach und nach wohl von dem Zustandde ihres Gefährten genügend informiert haben, denn dieser erhielt plötzlich einen Schlag an den Kopf, sodaß er bewußtlos wurde und zusammenbrach. Als er später wieder zu sich kam, hatte man außer seiner Barschaft von 8 Mark auch noch Kette sowie seinen Spazierstock mitgehen heißen. Von den Tätern, nach denen eifrigst geforscht wird, fehlt bis jetzt jede Spur. Unser juristischer Beirat. 88 Nichtige Verträge. Ein aus eine unmögliche Leistung gerichteter Vertrag ist nichtig. En Vertrag, durch den sich der eine Teil verpflichtet, sein künftiges Vermögen oder einen Bruchteil seines künftigen Vermögens zu übertragen oder mit einem Nießbrauche zu belasten, ist nichtig. Ein Vertrag über den Nachlaß eines noch lebenden Dritten ist nichtig. Das gleiche gilt von einem Vertrag üüber den Pflichtteil oder ein Vermächtnis aus dem Nachlaß eines noch lebenden Dritten. Diese Vorschriften finden keine Anwendung auf einen Vertrag, der unter künftigen gesetzlichen Erben über den gesetzlichen Erbteil oder Pflichtteil eines von ihnen geschlossen wird. Ein solcher Vertrag bedarf der gerichtlichen oder notariellen Beurkundung. Westfalen und Rheinland. * Hagen, 13. Juni. Die Einweihung der von der Volmetalsperlrengenossenschaft errichteten Glörtalsperre bei Dahlerbrück und der Juchbachtalsperre bei Volme ist unter der Teilnahme des Regierungspräsidenten von Arnsberg, Freiherrn von Coels, der beteiligten Städte, Kreise und Gemeinden sund Industriellen vorgenommen worden. Der Vorsitzende der Genossenschaft, Fabrikant(Theodor Steinmender in Hagen, wurde mit dem Roten Adler=Orden 4. Klasse, der Fabrikbesitzer Engstfeld in Bollwerk und der Bauleiter Regierungsvat Bock in Essen mit dem Kronenorden 4. Klasse, der Aufseher Karl Hein mit dem allgemeinen Ehrenzeichen sund der Aufseher Schnippering mit der Medaille zum Kronenorden ausgezeichnet. 0 Hagen, 13 Juni.(Durch Ueberfahren getötet.) Der jugendliche Hemmschuhleger Huckelheim geriet gestern im hiesigen Rangierbahnhof unter einen Güterzug, wobei ihm beide Beine und ein Arm abgefahren wurden. Der Verunglückte starb bei seiner Einlieferung in das St. Josephs=Hospital. * Hamm, 13. Juni.(To dessturz.) Eine aus Dortmund stammende Frau Namens Bade, der im Krankenhause ein Bein abgenommen worden war und die am Samstag als geheilt entlassen wurde, stürzte sich in einem unbeobachteten Augenblick aus dem Fenster des dritten Stockwerkes auf die Straße, wo sie mit zerschmettertem Schädel tot liegen blieb. * Bochum, 13. Juni.(Durch eine Explosision getötet.) Als der Schichtmeister Wilhelm Heitfeld aus Westenfeld, der auf Zeche„Engelsburg“ arbeitet, sich heute mittag auf dem Heimwege befand, explodierten die in einem Protzkasten befindlichen, übrig gebliebenen Patronen auf bisher unaufgeklärte Weise. Der Mann wurde zerrissen. * Wattenscheid, 13. Juni.(Ein ganz verwegener Diebstahl) wurde sbei dem Kaufmann Schlüter an der Hochstraße hierselbst verübt. Schl. hatte mit seiner Familie eine Reise unternommen. Als er zurückkehrte, fand er seine Wohnung erbrochen herr von der Goltz gerichteten Schreiben die christlichen Apenrade flüchtig geworden. Er entkam unter falFrauen zur Mitarbeit aufgerufen. Das Schreiben lau= schem Namen nach Amerika und ließ sich in Chicago tet:„Die Frauenhilfe des Evang. Kirchl. Hilfsverein nieder. Sein dortiger Aufenthalt wurde vor einiger blickt auf eine 15jährige gesegnete Tätigkeit zurück. Zeit durch von ihm an Bekannte gerichtete Briefe beAufgebaut und wirkend auf dem Grunde des Evangeli= skannt und auf Requisition der Heimatsbehörden erums nd in der Nachfolge unseres Herrn nd Heilandes, folgte Mitte Mai in Chikago seine Verhaftung. Geihre Hauptaufgabe in persönlicher Betätigung der stern traf der ausgelieferte Defraudant an Bord des Nächstonliebe und in der persönlichen Hingabe erken=Dampfers„Bulgaria“ sin Hamburg ein, von wo er nend, hat sie ein Arbeitsgebiet eröffnet und betreten, durch Kriminalbeamte nach Apenrade befördert wurde. von welchem, je weitere Kreise zur Mitarbeit herangezogen werden, um so größerer Segen zur Linderung Frankfurt a. M., 13. Juni. Wegen Wechselfälschder leiblichen und geüstigen Notstände, Liebe und Ver= ung wurde der hier geborene 36 Jahre alte Fahrsöhnung ausgehen kann und soll. Trotzdem bereits bursche Ulrich verhaftet. Er hat Wechsel auf bekannte Vieles nd Großes geleistet worden ist, besonders durch hiefige Baufirmen ausgestellt und mehr als 32000 Mk. die vermehrte, segensreiche Arbeit unserer Diakonissen, erzielt durch seine Schwindelei. so bleibt bei der Not und dem Elend in den Kreisen Genmtachen#. unserer arbeitenden Bevölkerung noch ein weites Feld der Tätigkeit, bei welcher immer wieder der Nachdruck Berlin, 13. Juni. Dev Massenmörder guf das persönliche Eintreten unserer Frauen und der heute in Berlin eingeliefert wurde, hat bis jetzt Jungfrauen zu legen ist. Durch das persönliche Be= neun Lustmorde eingeräumt. Ein Viertel von ihnen Neunfacher Lustmörder. Berlin, 13. Juni. Dev Massenmörder Dietrich, sneun Lustmorde eingeraumt. Ein Viertel von ihnen hat er in Oesterreich verubt. Er bestreitet jede Absicht kanntwerden mit der Not lernt man erst ihren Um= gat er in Oesterreich verübt. Er bestreitet jede Absicht vor. Die Einbrecher hatten sämtliche Behältnisse er=lfang kennen. Das Helfen wird zu einer Pflicht täti= des Mordes. Er beruft sich trotz seiner angeblichen brochen und eine große„Summe Bargeld gestohlen. ger versöhnender Liebe, welche, mehr als alles andere Geisteskrankheit auf Paragvaph 178 St.=G.=B., der für Auch der Inhalt der Ladenkasse fiel ihnen in die Hände. Von den Einbrechern fehlt bis jetzt jede Spur. * Essen, 12. Juni.(Der Bierkonflikt.)„Wie scharf der Konflikt zwischen Bierbrauereien und Gastwirten wegen der angekündigten Erhöhung des Bierpreises schon geworden ist, läßt auch die Haltung des Essener Wirtevereins gegenüber den Dortmunder Brauereien erkennen, die dem Verein Beiträge zu den Kosten des Deutschn Gastwirtzverbandstages angeboden hatten, der in diesem Monat hier stattfindet. Der Verein hat das Angebot der Brausreien nämlich rundweg abgelehnt. In Wirtekreisen ist man won dem Zustandekommen einer Genossenschaftsbrauerei, für die schon erhebliches Kapital zugessagt ist, überzeugt, da die Brauereien jedenfalls an der angekündigten Bierpreisephöhung festhalten werdn. * Alstaden, 13. Juni. Beim Baden in der Ruhr entrank der Bergmann Schmitz von hier. * Rheydt, 13. Juni(Ein schweres Unglück.) ereignete sich heute vormittag auf der Pongserstraße. Mehrere Schulkinder waren auf ein dort stehendes Rollfuhvwerk gestiegen. Als dieses sich plötzlich in Bewegung setzte, stürzten zwei Knaben und ein Mädchen herunter. Der Knabe Heinrich Reuen von Ihrend dor zamdare Heinrich ger versöhnender Liebe, welche mehr als alles andere Geisteskrankheit auf Paragpaph 178 St.=G.=B., der zum Ausgleiche der sozialen Notstände wirksam bei= den Fall des Sittlichkeitsverbrechens, bei dem der tragen kann. Ich weise dabei noch besonders auf das Tod durch Verletzungen verursacht wurde, den Täter Gebiet der Heimarbeit hin, wo die Hilfe im weitesten nicht unter zehn Jahren oder lebenslänglichem ZuchtUmfange geboten ist, und wo die Frauenhilfe, den haus bedroht. Er behauptet, er habe beim Anblick der höchsten und schönsten Beruf der Frau erfüllend, durch Frauen blindlings um sich gestoßen. Ohne die Abpersönliches, wahrhaft opferwilliges Eintreten mannig sicht der Tötung zu haben, hat er die Frauen Gräßfache Not lindern, umfassende Hilfe bringen, wahrhaf= nich nd Schurmann ermordet. Nach seinen ten Trost und reiche Hilfe spenden kann. Homburg v. und den Feststellungen der Kriminalpolizei d. Höhe, den 4. Mai 1906. Auguste Viktoria. ses nicht mehr bezweifelt werden Er ist Angaben Feststellungen der Kriminalpolizei kann dieses nicht meyr bezweifelt werden. Er ist auch einer der gefährlichsten Einbrecher. In Dresden hat er bereits 46 Einbruchsdiebstähle verübt, darunter einen, bei Kleine Chronik. dem er einen Wächter über den Haufen schoß und für Berlin, 12. Juni. Aus unglücklicher Liebe ver=hunderttausend Mark bares Geld und Brillanten ergiftete sich in der vergangenen Nacht das 15 Jahre al= beutete. Er wird zunächst in einer Irrenanstalt beote Dienstmädchen Frieda R. in der Wohnung ihrer bachtet werden. Nach vorläufigen Beobachtungen von Herrschaft. Man brachte sie bewußtlos ins Kranken=[Aerzten ist er zurechnungsfähig. a(=Cerh warstarg Russisches. Petersburg, 13. Juni. Oberst Solomke des Koslow= Soldavortrug, haus, wo sie alsbald verstarb. Altona, 13. Juni. Der unter dem Verdacht des Mordes an dem Dienstmädchen Burmeister in Altona vor ist jetzt rdes an dem Dienstmädchen Burmeister in Altona regiments, der in Kursk meuterte, schlug einen zwei Monaten verhaftete Eeisenhobler Breitholtz: zhm die Forderungen der Meuterer ni. etzt aus der Haft entlassen worden. Die Untersu, der iym die Forverungen de ist jetzt aus der Haft entlassen worden. Die Untersu-sten, der ihm die Folvelungen* I chung ergab, daß die in der Hand der Ermordeten auf= nieder. Darauf griffen die Kameraden den Oberst gefundenen Haare mit denen des Breitholtz nicht über= an, prügelten ihn durch und lachten ihn aus als er den (Gesehl erleille, die Wassen meverzulegen. Artillerie einstimmten. Besehl erteilte, die Waffen niederzulegen. Artille chen herunter. Der Knabe Heinrich Reuen von Pongs Halberstadt, 13. Juni. Die 23jährigen Burschen und Kosaken weigerten sich, gegen die Meuterer vormar sofort tot, während der andere, Heinrich Schmitz,[Kraatz und Schöndube hatten viermal alleingehenden zugehen. Die Behörden haben inzwischen einige ForRad über den Kopf ging, nach Damen die Handtasche entrissen und zusammen 15 M.] derungen der Leute bewilligt. Auch die Don=Kosaken Mädchen wurde ein Fuß über= erbeutet. Vom Schwurgericht wurde Kraatz zu sechs haben sich den Meuterern angeschlossen. Jahren Zuchthaus und Schöndube zu zwei Jahren Ge=r Aufstand in Not=“ aus Pongs, dem ein Rtad üb kurzer Zeit starb. Dem fahren. ren.(Hahten Gachchuus und Schonrkr. ge geer. FahrenE.- Der Aufstand in Natal. Auf dem Kirchhof im Vor= fängnis verurteilt. Durbau, 12. Juni. Der Häuptling Sigananda Wersten sind 69 Gräber und Grabsteine zerstört Kaiserslautern, 13 Juni. Die Pfälzische Presse wurde mit seinem ältesten Sohne in Rkandhla gefanDie Täter sinb nicht bekannt. In demselben meldet aus Frankenthal(Pfalz): Wegen Weinfälsch=gen und heute in das englische Lager eingeliefert. eee zwölfjähriges Mädchen von einem ung wurde der Meinkändler Schneider in Paustadt Orte wurde ein zworflugtiger„wähdchen von einem Arstemobt Aberschren uwd vr, Dag Berhans jung wbürbe der Weinhandler Schneider in Neustadt a. H. zu fünf Monaten Gefängnis und 300 Mark Geld* M.=Gladbach, 13. Juni. anzgsge hält in strafe und sein Buchhalter Schober zu zwei Monaten deutschers Rosinsreunde.) gepen Ver= Gefängnis und 15 00Mark Geldstrafe verurteilt. Die f(Eine Episode Sanstag ah mi wechen eine uich bichichte gezen iun Vetuach, bonenten Woaw eiter Bein wutensoe ast ievt Seilant. verbunden sein Wird, Pleichprits Hetieh eingezogen. ofiazier I, sich den tagen der Verein der Handelsgarrner Deutsuy.1 Straßhn Vermischtes. von der Herkomer=Konkurrenz, bekannt wird, ereignete sich gelegentlich der Abfahrt vom Frankfurter Startplatz. Ein Unterdeutschen legt worden. * Koblenz, 13. Juni. Die Strafkammer hat Kaufmann Valentin Schweitzer wegen Bewucherung escschecece lbe dace Keisce eerce elscette ai. “ Nacher, u3. Juni, zus Srhiglilergrcht ester sen oger Gesesschat, eite au Sroße Rol Opernsängen wartin spöfler wegen Zechprellereien und Unterschlagung zweier Fahrräder zum Nachteil einer Berliner Firma zu ssechs Wochen Gefängnis verurteilt. Vom sozialen Felde. ael ceceshege dier S. ie eche Prinz Heinrich ist? Er soll hier herum wo stehen.“ i Geseuschaft. Der Gefragte wandte sich lächelnd um und erwiderte: In Ruse hg 2 hnza munse„Da brauchen Sie nicht weit zu suchen, der Prinz HeinGleiwitz, 13. Juni. In Ruda bei Zavrze wurde rich bin ich selbst.“— Im selben Momens war der der Viktualienhändler Czajor von dem Hausbesitzer schneidige Korporal etwa um einen halben Meter geSchlossarek und dessen Sohn totgeprügelt, weil er eine wachsen und nahm mit zusammengeklappten Hacken Mietserhöhung nicht zahlen wolte..#is, Statur einer Bildsäule an. (zwt erfage g stramm linksum kehrt und trat ab. Sein Wunsch war stellte bei Rechtsarwätten, Rotaren usio. erzucen in erfüllt, er hatte Prinz Heinrich gesehen. : Eine Iuternationale, Vereinigung gegen den seiner, Pettion die Reichsregieking und den Reichs=serstilz er hatte Prinz Mißbrauch geistiger Getränke wurde vor kurzem im ltag, erneut Erhebungen über ihre Berufsverhältnisse Verantwortlicher Redakteur: Wilb, Schade, Schwerte. Landeshaus der Provinz Brandenburg zu Berlin ber zu veranstalten und dabei auch die Arbeitnehmer zu Sottu 113222 gründet. Die Internationale Vereinigung will zu all= hören. gemeiner Förberung öffentlicher und privater Maß= Bozen, 13. Juni. Auf der Ilmenspitz im Ultennahmen gegen den Mißbrauch geistiger Getränke Or=thale stürzte Dr. Heinrich Lempel aus Königsberg ganisationen(Verbände, Vereine, Korporationen) und Preußen, ab, indem er auf einer vereisten Feldplatte Einzelpersonen verschiedener Staaten zu gemeinsa=lausglitt. Er wurde bedeutend verletzt, aber von seimem Wirben vereinigen. Diesen Zweck sucht sie zu er=nen Begleitern gerettet. peichen: 1. durch Gewinnung von Mitgliedern und! Riva, 13. Juni. In den westlichen GardaseeberBildung von Landesvereinigungen; 2. durch fortlau= gen wurde Bartolomäus Sotto aus Bergamo, der seit fenden Austausch den die Alkoholfrage betreffenden Pfingsten vermißt wird, endlich in einer Felsspalte Veröffentlichngen ihrer Mitglieder; 3. durch gegensei= tot aufgefunden. Er war ein geschickter Bergsteiger. tige Mitteilung der auf diese Frage bezüglichenGesetze.] Verordnungen und Maßnahmen des Staates und seiner Selbstverwaltungskörper; 4. durch Eingaben an gesetzgebende Körperschaften und an Verwaltungsbehörden; 5. durch Verteilung einschlägiger Schriften; 6. FFEIFFER&DIL.LERS in Desen. De bhmste kaemmannl Aud bcchten end u D. ####. üassheft praktüschen Pochungen erhiftchh: : KRFFEEESSENL Briefkasten. nentbengich füir amie K ternationalen Antialkoholkongressen; 8. durch Schaf= gesetzes erzwingen wollen, so teilen wir Ihnen mit, fung einer neutralen Arbeits= und Auskuftsstelle mit daß Ihre Berichtigung den Anforderungen des Preßwissenschaftlichem Charakter in Gestalt eines interna= gesetzes in keiner Weise entspricht. Also in Zukunft tionalen Antialkoholamts. Zum Vorsitzenden der nicht mit Paragraphen prunken, deren Inhalt Sie Vereinigung wurde Senatspräsident Dr. von Strauß gar nicht kennen. und Torney=Berlin gewählt. :: Die Kaiserin und die Heimarbeit. Unsere Kaiferin, deren warmes Interesse für die Heimarbeiterinnen sich aus der Heimarbeitsausstellung im Anfang dieses Jahres öffentlich zeigte, shat erneut die Aufmerksambeit der Oeffentlichkeit auf die Not der Heimarbeiterinnen gerichtet und in einem an den VorsitzenLetzte Drahtmeldungen. Nach der Heimat zurück. 9. Frei= Mark war im Apul v. J. der Kaufmann Schmist aus, □ Fabrhafias elgitniges Beheh.hslse der Flrms: nietene Ar-3e1ar K Aucein iegn eich eiher er irmn AUNDERBERCAUBRENE Hofisferant Seiner Maisstäit des Kaisers und Könige Wihein uI. am Ratthausein RHEINBERG am Miderchein. Gegr. 1## 1946. Anerkannt bester Bitterlikör! ## c. 24 Preis-Medallen! , Underberg-Boonekang. VOrAte BoUUShr doppelt gereinigte staubfreie Trorin. soll man nur in einem reellen Geschäft kaufen, welches seit Jahren diesem Artikel gans besondere Sorgfalt zuwendet. Verkaufe unter langjähriger Garantie jedem Bettes: Bolsäniges 1½, schlüisges Ober oder Unterbett viz,; Bfund gereinuigten Feder gesilt Wr.„7,00 u. 3.00 **"„„„ 1 0„„„„„ 1 5. 5 0 *„„„„10„„ Halbdannen„„ 17.50 Den Pfühl 0. 3½„„ Federn„„ 4.00 Kissen mit 2 bis 3 Pfund gereinigten Federn gefällt Ml. 1.75, 2.10, 2,50 und 3,00 * Fertige 2schläsige Strohsäcke Ml. 1,70 bis M. 2,20. Bessere 1½ und 2schläfige vollständige Betten von Mk. 50,— bis 120 Mk. 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Die saatenreichen Fluren, die grünenden Auen, die russigen Stätten emsigen Schaffens, wo der Ambos dröhnt oder des Bergmanns Gruß erschallt, sie alle entsenden in alter Liebe und Dankbarkeit ihre Getreuen an diesem Tage, der dem Gedächtnis des großen Kanzlers geweiht ist. Wir leben in einem sonnigen Vaterlande. Ein langer Frieden hat seinen reichen Segen über uns ausgebreitet. Der Traum unserer Väter von des Reiches Herrlichkeit ist glänzend in Erfüllung gegangen. Mächtig erhebt sich der Einheitsbau des Deutschen Reiches, sturmsicher gegen die Feinde nach Außen, herrlich in seiner Pracht im Innern, Schutz und Sicherheit gewährleistend seinen Bürgern. Und wenn wir, die Söhne und Töchter dieser Generation uns der Wohlfahrt bewußt werden, unter der wir heute leben, so steigt vor unserem Auge jene Zeit der Reichsgeburt auf, die allein die Vorbedingungen für Deutschlands glänzende Entwickelung schuf, jeue Zeit, die erfüllt ist mit den märchenhaften Taten und Erfolgen unseres Bismarcks. Wir Märker wissen, was wir diesen Genius zu danken haben und werden des immer treu eingedenk bleiben. So führe uns denn der Geist der Vaterlandsliebe, die bei Bismarck Wurzel aller Kraft war, am Sonnabend, den 16. Juni auf der Hohensyburg zusammen, allwo Westfalen auf luftiger Bergeshöhe dem großen Deutschen ihren Dankestribut zollen und den Treuschwur erneuern. Die Eiche mag zersplittern Und Fels und Stein verwittern: Dein Name leuchtet herrlich allezeit Umstrahlt von Sternen der Unsterblichkeit! Strömt herbei Westfalen, die ihr von der Wahrheit dieses Dichterwortes durchdrungen seid: Auf zur Hohensyburg! Der Ausschuß des Westfälischen Bismarckbundes. Historisches Festspiel 8 aus Westfalens Vergaugenbeit in 19 Hauptbildern Im Stadttheater zu Dortmund am 17., 18., 20. und 24. Juni. Beginn abends 7½ Uhr. Schluss 10½ Uhr. Mitwirkende ca. 700 Personen. Veranstalter: Dortmunder Lehrer-Ver ein. Musik: Philharm. Orchester. Gesang: Frauen- u Knabenchor. Preise. Parkett 1: 3.50 Mk. 11: 8 Mk 1II: 2.50 Mk. Balkon: Fremdenloge 5 Mk. Loge 4 Mk. Mitte 3.50—4 Mk. Rang 1: Mitte 2 Mk. Seite 1 50 Mk. II: 1 Mk. III: 0.50 Mk. Karten nur an der Theaterkas e, sind auch brieflich oder telphonisch dort zu bestellen. Provinzialin Schwerte. Am Mittwoch, 27. Juni, mittags punkt 1 Uhr: Festessen im Lokale von Schulze=Selmig. Preis des Gedecks 2 Mark ohne Weinzwang. Teilnahme der Damen erwünscht. Listen zum Einzeichnen liegen offen in den Wirtschaften: Schulze=Selmig, Wilhelm und Heinrich Quadbeck, Kaiserhof, Balster, Eckmann und Rath. Schwerte, im Juni 1906. (0 ais Die Tisch-Kommission. Regngee K WE hervorrageng bewährt bei Prrnkege Brechaureh 13 f1-3128 E WE Soppeh Schlongauren) verfeinert im Geschmack und sehr bekömmlich Inges. gesch. grüner Packung von 10, 15, 25 u. 50 Pfg., mit Oratisbeigaben v. wertvollen Rezepten, niemals lose. Zu haben in den meisten Geschäften Spezialität der Firma Arnold Holste Wwe., Bielefeld. 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Regierung durch Ueröftentlichung in der„Schwerter Zeitung“ rechtsverbincliche Kraft, o o o o oooooooo o o Druck u. Verlag von Carl Braus, Schwerte. Fernsprech-Anschluss Dr. 62 Amt Schwerte. Telegr.-Aäresse Braus, Schwerte-Kuhr. o 38. Rom. (Von unserm Berliner Bureau.) Dem Dreibund ssteckt ein Dorn im Fleisch, auch durch den neuesten Depeschenwechsel nicht entfemnt worden ist, und der heißt: Rom! Die Stetigegt der allgemeinen politischen Verhältnsse ist worden, aber— alles Wenden und Drehen hilft nichts — es wird vom italienischen Könige sehr bitter empfunden, daß er bisher mit dem Kaiser Franz Joseph keine persönliche Zusammenkunft haben konnte. Bar geht aus der Form seines Telegrams ganz geneu, hexvor. So bepeschiert man einem hochgeschätzten######, den man nicht persönlich kennt, den man auch aus allerlei Gründen vor der Hand micht persönlich kennen lernen kann. Wer in dieser Beziehung Zweifel übt, der braucht nur nach Italien zu fahren; wer kann da in sehr burzer Zeit die Volksmeinung kennen lernen und viel, viel mehr hören, als er für möglich hält. Und Italien ist eins von denjenigen Ländern, in welchen die Worte auf der Straße die Politik des Staates in außerordentlich hohem Maße beeinfluffen. Wäre es anders, so hätte Italien nicht alle paar Monate ein anderes Ministerium. Hier hilft keine Selbsttäuchung und kein Mundspitzen, es muß gepfiffen sein. Und viele Italiener— wermeilden wir wieder die Selbsttäuschung, pfeifen auf den Dreibund, Oesterreichs weDer Italiener ist kein Idealpolitiker, er ist Kaufmann,richtiger Händler, auch in der Politik Das war selbst der größte sitalienische Staatsmann, Cavour, und ihm ist seine Handhabung der Politik ohne Weiteres verziehen, weil er sie zu rechter Zeit betrieb, also den ungeschmälerten Erfolg für sich hatte. Und, wir wollen aufrichtig sein, diese Form der italienischen Politik ist erklärlich; das Land war reich heute ist es mit Schulden schwer belastet, und trotz aller Aufbesserung der Staatsfinanzen, weit mehr, als gut ist. Die Finanzlage der italienischen Gemeinden, Städte, wie Dörfer, ist lirekt schlecht, uund wenn der italienische Finanzminister aus Ersparnis=Rücksichten eine Minderung der Staatsschulden=Verzinsung anstrebt, so ist die die wieder begrefflich, uber nicht durch derz g.. wirtschaftlichen Lage gerechtfertigt. Und si fich es auch in Anderem, so steht es namentlich im Hauptpunkt Die Schönheit von Remörow. Roman von Bogumil von Czartorskt. „Sie ist Ihre Verwandte, sie steht unter Ihrer Obhut, ich bin jedoch nichts mehr als der unbemittelte, einfache Ackerbauer von vordem, der außer diesem dörfischen Häuschen, einigen Hufen Landes und seinen beiden arbeitsgewohnten Händen keinen „Auch dartn teren Sie, leber Lubdvig 2 shne, guige gug. Ruck mit einem kurzen, Auflachen, während er eine ziemlich umfangreiche Papierrolle aus seinem Mantel zog. „Ich habe noch eine Viertelstunde Zeit und möchte, daß Sie. diese Lektüre sogleich vornehmen und mir sodann sagen, ob sie nicht noch ein wenig interessanter ist als Ihr Lieblingsautor Birgil.“ Baron Ruck machte es sich in dem am Fenster stehenden Lehnstuhl bequem und schaute einigen Sperlingen zu, die um einen Strohhalm ranften. Ueberall Krieg, überall Streit in der Welt, dachte er. Aber es wird uns voraussichtlich gelingen, den Strohhalm unserer kleinen Schönheit und ihres getreuen Fabian vor den menschlichen Spatzen von Rembrow(der alte Steinert ist ein Ober=Spatz!) in Sicherheit zu bringen. Und das ist alles, was ich zunächst wünsche. Der Strohhalm Ehrenbreits nun, der scheint mir durch meine gute, kluge Gräfin Heloise bereits genugam gesichert! Gott gebe seinen Segen dazu!“ Indessen studierte Fabian Ludwig das Dokument mit Aufmerksamkeit. Die ihm bewilligte Viertelstunde war bereits überschritten, als er den Akt mit einem tiefen Atemzuge zusammenfaltete und sich erhob, um zu dem Baron aus Fenster zu treken. der Dreibund=Verhältnisse, im Zeichen: Rom! Hier heißt es: Verwirklichung der bisher unterbliebenen Begegnung zwischen Kaiser Franz Joseph und König Viktor Emanuel 3. in Rom! Alle schönen Worte der Diplomaten kommen um den Kern der Sachlage nicht herum. Unser Kaiser hat vermitteln und helfen wollen, aber gelungen ist es ihm nicht. Das ist ganz selbstverständlich nie offziell erwähnt worden, aber eben deshalb ist es eine Tatsache. Der deutsch=französische Krieg hat Italien die Möglichkeit gegeben, sich der einstigen Papst=Residenz Rom zu bemächtigen, und dieses Faktum, das unter dem vater und Vater des heutigen Königs von Italien noch ziemlich millde behandelt ist, wird heute in Rom mit Nachdruck hervorgehoben. König Vikor Emanuel von Italien ist von Figur ein kleiner Herr, aber sein persönlicher Stolz ist sehr bedeutend, viel, viel hoher, als ein Alltagsmensch glaubt, und so bereitwillig er, persönlich liebenswürdig, ist, in Wien einen ersten Besuch abzustatten, so besteht er unbedingt darauf, daß Kaiser Franz Joseph nach Rom kommt. Und hierin geben ihm die Italiener Recht, diesen Punkt verwischt kein Telegramm! Diplomatie heißt Anwendung der Lebensverhältnisse im höheren Stil! Nun, auch dem simpelsten Menschen ist es klar, daß eine Freundschaft doch sehr „dünn“ ist, wenn es den Freunden verwehrt ist, sich Zwischen dem Vatikan und Frankreich sind infolge der neuen französischen Kirchengesetzgebung die Dinge recht ins Arge geraten, und man sollte meinen, daß gerade deshalb in Rom zwischen dem päpstlichen Stuhle und der italienischen Regierung der Gedanke einer Verständigung als zeitgemäß und für beide Teile von Vorteil empfunden werden sollte. Mit gespreizten Großmachts Schritten ohne den erforderlichen wirtschaftlichen und finanziellen Rückgrat hinzuschreiten, hat für Italien so lange wenig Wert, als die nationale Aufopferungsfähigkeit noch gering ist. Prächtige, herzlich=gute Leute sind die Italiener, aber— gerade wie die Ungarn— sie lassen gern andere für sich bezahlen und nehmen bei Gelegenheit, was sie bekommen können. Wir wünschen jedenfalls allen die beste Einsicht! 60 — Sielanka, und zwar unter der Bedingung, daß sie Frau Ludwig wird! Und wir beiden glücklichen Menschenlinlen fernerhts dort hausen, ohne daß uns jemand beune daß uns jemand beunetwas einreden vurs: Lieber Gott, das wäre ja *#in wie im Paradiese! So etwas kommt wohl in den sitztums Fabian der sollen, an Belche viederum hitzköpfigen Volke, wie es die Ittlien sind. Da steht der Dorn im Fleisch: Rom.: Ruch der ganzen Sachlage, besonders bei der Rücksichtnahme, die vom Vatikan bei dem„sogenannten Selbstmorde“ des Kronprinzen Rudolf von Oesterreich genommen wurde, kann Kaiser Franz Joseph nicht nach Rom kommen, wenn er die damals getroffenen Vereinbarungen mit dem päpstlichen Stuhle nicht hinfällig machen will, und sein Ntchfolger, der Erzherzog Franz Ferdinand, wird diese Angelegenheit überhaupt nicht berühren lassen. So stehen die Dinge. Schon Fürst Bismarck hat hier einen Ausgleich vergeblich angestrebt. Man kann heute herüber noch fortgehen, aber vorauszusehen ist, daß, wenn keine Vermittlung gefunden wird, der Dreibund einst scheitern wird an dem Worte: Rom! Es erklärt schon die englisch=französische=italienische Extratour. schönen Geschichten vor, die ich gelesen habe, aber in Wirklichkeit.. „Auch manchmal, wenn man ein so braver Bursche ist, wie Sie! Und wenn man das Glück hat, von einer kleinen Romanprinzessin, wie Ihre Liska es ist, geliebt zu werden. Nun muß ich fort und lege das weitere in Ihre Hände. Es ist nicht mehr Unterdessen hatte Heloise mit Liska ein gleichermaßen vorbereitendes Gespräch gehabt. Die Gärtnerstochter konnte den Gedanken an eine Trennung von der Freundin nicht fassen und sich ebensowenig ein Bild von ihrer Zukunft machen. Sie beunruhigte sich auch darüber, daß Fabian unsichtbar blieb, und der Vater ihr kleines Zimmerniemals betrat.„Meinst Du nicht, daß wieder etwas vorgeht, Heloise?“ fragte sie ängstlich,„daß man eine neue Plage für mich ersinnt?“ „Nein, Lieoling,“ antwortete die Gefragte mit ruhigem Lä„Du solltest dergleichen jetzt auch garnicht mehr fürchten, nach dem Graf Ehrenbreit Dir Frieden und Freiheit versprag, will ich Dir einmal einen Vorschlag machen. Ich(und virs### Morgen einige sehr hübsche, ländliche Gewänder in jenem alten Nußbaumschranke und dachte, Du hättest sie vielleiche vor der Uebersiedelung nach Berlin getragen. Ist das so?“ „Ich glaube, ja. Ich glaube, es werden meine alten Kleider sein. Möchtest Du mir eins von ihnen bringen, Heloise? Die junge Aristokratin erinnerte sich der Beschreibung, die ihr Oskar purbing von der Schönheit von Rembrow gegeben hatte; von jener unentdeckten Schönheit in ihrem einfachen, braunen Kleidchen und den Puritanerscheiteln. „Ich glaube, dieses haselnußfarbige ist das hübscheste,“ sagte sie, das Kleid vor Liska ausbreitend.„Und meinst Du nicht, daß es ein fröhlicher, kleiner Spaß wäre, wenn Du es heute einnal anlegtest? Wenn Du versuchtest, wieder ganz die Schön. heit von Rembrow zu sein, wenn auch nur für eine Stunde?“ Liska antwortete nicht sogleich. Der Anblick ihres braunen Gewandes hatte eine lichte Vergangenheit vor ihrem Geiste erstehen lassen, hatte Gefühle geweckt, die mächtig genug waren, ihren Augen Tränen zu entlocken und sie ganz und gar der Gegenwart zu entrücken. Aus der Sozialdemokratie. Wo bleibt die Verelendungstheorie? „Genosse“ Calver schreibt in seinem neuesten wirtschaftlichen Jahresbericht über den Arbeitsmarkt von 95. Man kann ohne weiteres aunehmen, daß die für das Baugewerbe tätigen Arbeiter gut und gern mehr als 10 Prozent mehr als wie im Jahre1904 verdient haben. Ebenso haben die Arbeiter im Textilgewerbe, in der Eisenindustrie, in den Metallbranchen, im Maschinen= und Elektrizitätsgewerbe, ferner in der Holzindustrie, in der chemischen Industrie durch weichliche Arbsitsgelegenheit zum Teil auch durch höhere Lohnsätze ihr Elnkommen im Jahre 1905 um mehr als 10 Prozent steigern können. Auch die ungelernten Arbeiter haben wesentlich besser verdient als 1904. Für die ungelennten Arbeiter zeigte sich im Jahre 1905 eine recht günstige Verschiebung, indem in der höchsten Lohngruppe bedeutend mehr Arbeiter seingestellt wurden, als im Vorjahre. Entsprechend dieser SSteigerlung nahm die Zahl der Einstellungen in den anderen Lohngruppen ab.“ Diese Feststellung ist die beste Widerlegung der Verelendungstheorie, die won der Sozialdemokratit noch immer hartnäckig aufrechterhalten swird. So wird eine der Theorien nach der anderen, auf denen „Nun, 61 Herzchen? 4, Heloise. I War mein Vorschlag sehr ungeschickt?“ Ich will sofort dieses liebe, alte Kleid anlegen, obschon es eigentlich in den Sommer hineingehört. In Zimmer ist es ja warm,“ entgegnete die Gärtnerstochter sanft und begann schon die Schleifen an dem feinwollenen burgunderroten Morgenkleide zu lösen, das sie kürzlich von dem in Aufmerksamkeiten unermüdlichen Oheim erhalten hatte. Als sie dann nach kurzer Zeit in der altgewohnten, zierlichen Tracht vor dem Spiegel stand, ergriffen die Schauer der Erinnerung sie dergestalt, daß sie alle Fassung verlor und in ein heftiges Schluchzen ausbrach. Heloise ward durch diesen Gefühlsausbruch auf das heftigste erschreckt.„Ich bereue nun ernstlich, Dir zu dieser kleinen Komödie geraten zu haben,“ sagte sie bekümmert.„Du wirst wieder krank werden, und dann trifft mich allein die Schuld! Sei unbesorgt," erwiderte Liska, ihre Tränen trocknend, „das mußte kommen und tut mir gut. Ich fühle, daß mein Herz frei zu werden beginnt.“ „Du beruhigst mich. Aber versuche nun, Dich zu fassen, damit Deine Augen keine roten Ränder erhalten und das allerliebste, weiße Brusttuch nicht noch mehr zerdrückt wird. Ich sehe nämlich Deinen Freund Fabian an der Gartenpforte. Vermutlich gilt sein Besuch Dir. Nun, es war auch hohe Zeit!“ In das Antlitz der Gärtnerstochter stieg eine liebliche Röte. Laß' sehen, Heloise," sagte sie und trat gleichfalls aus Feuster. Beide Mädchen gewahrten in diesem Augenblick den Obergärtner, der soeben die Haustür öffnete, und hörten die Männer bald darauf in das Wohnzimmer eintreten. „Er wollte zum Vater! Wie es scheint, nur zu ihm,“ sagte Liska mit einem Seufzer, welcher sowohl Enttäuschung, wie Besorgnis verriet.„Was können sie mit einander zu verhandeln haben?“ „Du darfst ohne alle Sorge sein. Ich weiß bestimmt, daß Fabian binnen kurzem bei uns anpocht, würde aber Euer Zusammensein lieber verhindern, wenn ich annehmen müßte, Du wolltest ihn ähnlich wie in Berlin behandeln. „Erinnere mich nicht an jene Zeit, Heloise! Sie liegt wie ein böser Traum hinter mir. Fabian kann ruhig kommen.“ „Nun wohl. Mir scheint, da ist er schon.“ Die Unterredung zwischen dem Obergärtner und seinem künfen Eidam war eine äußerst kurze und geschäftsmäßige gewe138.20 tigen sen * 4 * 1 seine Wissenschaft begründet, hinfällig, bis das ganze sozialdemokratische Lehrgebäude zusammenstür zen wird. Sozialdemokratische Parteigrößen. Gelegentlich des spurlosen Verschwindens des früheren, sozialdemokratischen Reichstagsabgeordneten Bueb möge an eine Episode aus der noch gar nicht fern liegenden Zeit erinnert sein, wo Bueb als Parteigröße in Elsaß=Lothringen eine tonangebende Rolle spielte. Bueb war 1904 in den Kreistag gewählt worden. Als die neuen Abgeordneten in den Kreistag eingeführt wurden, weigerten sich Bueb und ein Parteigenosse von ihm, die Eidesformel:„Ich schwöre Gehorsam dem Kaiser und Treue der Verfassung" nachzusprechen. Diese Eidesverweigerung war als großartiger Sensationsstreich angelegt gewesen und sollte wohl möglichst viel Aufsehen erregen. Das gelang auch in der Folge, aber nicht in der Art, wie es die Sozialdemokraten gewünscht hatten. Denn die beiden mutigen Eidesverweigerer hatten das eine nicht bedacht, daß sie durch die Eidesverweigerung nach der in Elsaß=Lothringen giltigen Landesverordnung ihr Mandat verloren. Nun kehrte sich der Zorn der Parteigenossen, die zuerst die große„Tat“ bejubelt hatten, gegen den verunglückten Mannesmut und seine beiden reklamesüchtigen Inhaber, und diese beeilten sich zu erklären, daß sie bei einer Neuwahl den„taktischen Verstoß“ wieder gut machen und den Eid leisten würden. Die bürgerliche Staatsordnung muß sich also sehr plötzlich in den Augen der beiden Eidesverweigerer verbessert haben, daß sie so schnell mit ihrem Gewissen vereinbaren konnten den Eid auf Kaiser und Verfassung zu leisten. Sie blieben aber vor weiteren Konflikten zwischen Partei moral sund Privatmoral bewahrt. Denn, und das war der pikante Abschluß der mannesmutigen Eidesverweigerung, bei der Nachwahl fielen beide durch. Bueb, der sich bald darauf als Schweinemäster und Vorstadtbudicker ins Privatleben zurückzog, wurde dann als oberelsässischer„Parteiherzog“ ersetzt durch den Württemberger Emmel, der seit seinem Eintritt in die große Oeffentlichkeit in fortwährenden Prozessen mit seiner Familie liegt, die ihn der Unterschlagung bezichtigt. damit die überflüssig vorgenommenen Operationen etwas sehr häufiges oder mindestens nichts seltenes wären. Wäre diese Meinung richtig, so würde dadurch den Patienten der Entschluß, eine vom Arzte angeratene Blinddarm=Operation bei sich vornehmen zu lassen, bedeutend eerschwert werden; die vizlleicht dringliche Operation würde dadurch oftmals einen Aufschub erleiden und aus einer meist ungefährlichen eine recht gefährliche Operation werden. Glücklicherweise ist der Arzt imstande, sich bei der Operation selbst in jedem einzelnen Falle zu überzeugen, ob die vorher gestellte Diagnose richtig und ob damit der Eingriff notwendig war. Auf Grund dieser Kontrolle läßt sich nun mit voller Sicherheit behaupten, daß Fehldiagnosen in dem von dem französischen Chirurgen behaupteten Sinne nach vorausgegangener sorgfältiger Untersuchung zu den großen Seltenheiten gehören. Bleibt aber einem zur Operation drängenden Falle vor dem Bauchschnitt ein nicht zu beseitigender diagnostischer Zweisel. hestehen, so ist— einen zuverlässigen Operar Snemztsgesetzt— für den Patienten die Vornahme de. P#elation bei der entwickelten chirurgischen Technik der Jetztzeit in der Regel mit wesentlich geringedie Unterlassung des wissenschaftlichen Beobachtungen, sowie die im Herbst ashandelt, Bosentagd werden ebenfalls ringehend wechreund sschebe für Forstudtschaft, Gischeret, BeWehr=mind Schie ßrunde sind ständige Rubriken eingerichtet, welche die momentan brennenden Fragen behandeln. Der Unterhaltungsstoff steht ja durch seine fesselnden sagdlichen und Wilddiebs=Novellen sowie, durch die Rubrik„Lustige Jagd" und das„Jägerheim“(speziell fur Jagerfrauen bestimmt) bekanntermaßen einzig da im„St. Hubertus".— Alle AnfraJagd und Sport. Gesundheitspflege. (::)(Blinddarmentzündung.) Herr Professor Dr med. Päßler in Dresden schreibt den„Dresdener Nachrichten":„Durch die Zeitungen geht augenblicklich die Aeußerung eines bekannten französischen Chirurgen, die geeignet ist, unter Umständen schweren Schaden anzurichten. Der französische Gelehrte weist darauf hin, daß es Krankheitsbilder gibt, welche der echten Blinddarmentzündung(Appendicstis) soähnlich sind, daß sie zu den Irrungen in der Diagnose u. infolgedessen zu unnötigen Operationen Veranlassung geben könnten. Im Publikum muß demnach die falsche Meinung aufkommen, als ob solche Fehldiggnosen und Der für den Jäger an jagdlichen Reizen so wertvolle Hochsommer mit seinen heißen Tagen, lauen Nächten und taufrischen Morgen steht vor der Tür. Dies ist die einzige Zeit, in welcher der Kundige so manchen kapitalen, sonst heimlichen Bock, welchem ihm das hohe Getreide und die störende Heumahd entzog, durch Nachalmung der vom weiblichen Rehwild ausgestoßenen Locktöne vors Rohr bekommt.— Der Hirsch schlägt sein Geweih und tritt in die Feistzeit. Da heißt es denn, beizeiten abspüren und bestätigen und mit allen Raffinements Zeiten und Wechsel ausmachen. Die unzähligen Winke, Ratschläge und Erinnerungen zu den worerwähnten Anstand= und Pürschmethoden auf das Rehwild, besonders aber auf unser mit so scharfen Sinnen begabtes Edelwild bringt die illustrierte Wochenschrift„St. Hubertus“, CöthenAnhalt, in anschaulichen, interessanten Darlegungen in Wort und Bild. Das Blatt unterscheidet sich durch vielseitige und sorgfältige Behandlung gerade der aktuellen Stoffe der in Betracht kommenden Jagdsaison ganz auffallend von anderen jagdlichen Fachblättern. Die praktischen Ratschläge darrin, die interessanten Abhandlungen, die fesselnden, instruktiven Bilder über jede zurzeit in Betracht kommende Frage bieten dem Weidmann stets zur richtigen Zeit die nötigen Erinnerungen und Winke. Die Hühner=, Enten= und Bekassinenjagd, die Raubzeugvelstilgung im Sommer und Herbst, die ornithologischen und sonstigen naturInteressen finden für die Abonnenten schnelle, fachliche und kostenlose Erledigung. Die eleSantg ehsitattung des„St. Hubertus“ mit seinen viedenselben sänast u senstigem Bilderschmuck haben enthehrliches Bade de ue geren Dägerkreise als undemecum eingeführt und sollte daher niemand den diese weiten Gebiete interessieren Abonnement schnellmöglichst bei dem nächsten Postamt Wetterbericht der deutschen Geewarte. 14. Juni. Warm, bewölkt, strichweise Regen. 15. Teils heiter, teils bedeckt, vegendrohend, schwül, warm, Gewtter. 16. Juni. Warm, wolkig mit Sonnenschein, Gewitter, windig. Verantwortlicher Redakteur: Wilh. Schade, Schwerte. AE für Kinden, Kranke, Genesende. Verhütet ubeseitigk. Diarrhge, Brechdurchfall, Darmkatarch. Ein gutes Würzmittel hat vornehmlich zwei Bedingungen zu genügen. Einerseits muß es so konzentriert sein, daß es schon in kleiner Gabe volle Würzkraft entfaltet; in dieser Ausgiebigkeit lliegt sein wirtschaftlicher Nutzen. Andererseits dars es nun eine milde, keine reizende Wirkung auf den Organismus ausüben. Beide Forderungen erfüllt Maggi's Würze in idealer Weise, wie aus den Gutachten erster Fachleute und aus den zahlreichen Untersuchungen wissenschaftlicher Autoritätem ethellt. Ein solches Anrege ungs= oder Genußmittel ist nach den Lehren der neueren Forschung für unsere Ernährung ebenso wichtig, s die eigentlichen Nährstoffe, denn es macht diese durch seine günstige Wirkung auf Vendauung und Nervensystem dem Körper erst nutzbar. Veranntmachung. Das diesjährige Invalidenprüfungsgeschäft im Landwehrbezirk II Dortmund findet wie folgt statt: für den Kreis Hörde am 27., 28. und 80. Juni 1906 im Berg mannschen Saale, Hörde, Langestraße; für den Londkreis Dortmurd am 18., 19, 20. und 21. Jui 1906 im Saale des Reinoldushoses zu Dortmund, Wißstraße. Königliches Bezirks=Kommando 2193 II Dortmund. Evang. Stadtmission zu Schwerte. Sonntag, den 17. Juni 1906 * nachmittags 3 Uhr beginnend im Stadtmissionssaale, hier, Kuhstr. 7. Die Feier besteht in Ansprachen, gemeinschaftl. Gesängen und ChorVorträgen und ist mit gemeinschaftl Kaffeetrinken verbunden. Festredner: Herr P. Schmidt, Dortmund, Herr Buchhändl. Emil Müller, Barmen u. a. Eintritt frei! Jedermann ist freundl. eingeladen. Der Vorstand. 2178 8 8 Meine anerkannt feinste C..Prarhtne uite. 1,25 Mk. p. Pfand empfiehlt Cart Trog. 2112 Niederlage: „Weinhandlung Kaiserhof.“ STTIIeieII Mauterarbeiten von 2 Neubauten in Holzen sind in Akkord zu vergeben. Näheres durch 3102 21s2 P Thomaschek, Hagen. Dr. med. H.Duck, Dortmunnd, Königswall 80. Arzt für Hautkrankheiten. Von der Reise zuruck! Sprechstunden 9—12 und 2—4, Sonntags nur vormittags. EES UE Ruh. Familie, 1 Kind, sucht zum 1. Okt. 3teil. Wohnung. Schriftl. Angebote mit Preis unt. S. R. 2195 an die Schwerter Zeitung. Der allgemein beliebte in Taschenformat erscheinende Westfälisch=Rheinische P alirpian Sommer=Ausgabe 1906 120 Seiten stark ist wieder zu dem niedrigen Preis von 10 Pfennig in meiner Buchhandlung zu haben. Carl Braus Gr. Marktstr. 3—5. 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