Die„Schwerter Zeitung“ erscheint täglich, ausser Feiertags. Bezugspreis: Mk. 1.6s vierteljährlich, bei der Post 42 Pf. für Bestellgeld mehr. Wöchentliche Gratis-Beilage:„Illustrierter Familientreund." o o 0 O 0 0 O O O O O o o o Anzeigenpreis: Die sechsgespaltene Petitzeile oder deren Raum 10 Pf., Anzeigen von auswärts 1s Pf., Reklamezeile 40 Pf. Erstes und ältestes Tagesorgan Kreises. Haupt=Annoncenblatt. Alle Kreis- und Lokalpolizeilichen Verordnungen für den Kreis Hörde erlangen gemäss Bekanntmachung der Königl. Regierung durch Veröffentlichung in der„Schwerter Zeitung“ rechtsverbinckliche Kraft. o o O O O O O O O O O o o o Druck u. Verlag von Carl Braus, Schwerte. Fernsprech-Anschluss Nr. 62 Amt Schwerte. Celegr.-Adresse Braus. Schwerte-Kuhr. o Nr. 124. Deutscher Reichstag. Am Montag war die letzte Sitzung bis zur Vertagung am 13. November. Abg. Gröber(Ztr.) beantragte, die Kolonialabteilung in der bisherigen Gestalt, also nur mit einem Kolonialdirektor an der Spitze, wiederherzustellen. 6 Abg. Bassermann(ntliv.) belonte die Rotwenoig= keit eines besonderen Kolonialamtes mit einem Staatssekretär als Leiter und lehnte deshalb den Antrag Gröber ab. Abg. Spahn(Ztr.) gab zu erwagen, daß der Antrag die Fortzahlung des Gehaltes der Kolonialbeam= ten ermöglichen solle. Ein neuer Antrag auf Einsetzung eines Kolonialstaatssekretärs dürfe jetzt und auch in der nächsten Tagung nicht gestellt werden, man müsse sich das nicht zu billigende Auftreten des Obersten v. Deimling erinnern. StaatssekretärGraf Posadowsky erklärte, Oberst v. Deimling sei lediglich der Ansicht gewesen, daß gerade durch den Bahnbau in Südwestafrika Ersparnisse gemacht werden könnten und zwar hinsichtlich der Truppenverpflegung. Man möge bedenken, daß der Oberst kein Politiker sei. Die verbündeten Regierungen müßben nach wie vor ein besonderes Kolonialamt fordern und hielten sich für berechtigt, diese Forderung im nächsten Etat zu wiederholen. Die Abgg. v. Richthofen(kons.) und v. Tiedemann (frkons.) waren gegen, die Abgg. Müller=Sagan(frs. Volksp.) und Hausmann(Südd. Volksp.) für den Antrag, der darauf bei 91 Stimmenthaltumgen mit 117 gegen 64 sozialdemokratische Stimmen angenommen wurde. Nach der Gesamtabstimmung über den Reichshaushalt erfolgte die Vertagung. Mit einem Hoch auf den Kaiser trennte man sich. Dienstag, den 29. Mai 1906. sehr große Anzahl von Torpedo=, Untersee= und Hochseebooten erbauen müßte, sondern es sei für Frankreich auch eine Lebensfrage, auch eine Flotte von Panzerschiffen zu besitzen. Man verlange von dem Lande bis zum Jahre 1919 ein Durchschnittsmarinebudget von 350 Millionen Francs, um die Flotte Frankreichs auf derselben Höhe wie die Deutschlands zu erhalten und den Sold der Offiziere und Mannschaften für Unterseeboote und Artilleristen zu verbessern. Geheimes Bischofs=Konzilium. = Paris, 28. Mai. Aus Rom wird berichtet, der Papst habe die Weisung erteilt, daß die Verhandlungen der Versammlung der französischen Bischöfe streng geheim gehalten werden, und dem Erzbischof Richard den Auftrag erteilt, sofort nach Beendigung der Versammlung durch eine besondere Verrauensperson dem Papst das Ergebnis der Versammlung zu unterbreiten. Truppenbesichtigung mit Bombenwürfen. Sewastopol, 28. Mai. Bei der Truppenschau, die heute aus Anlaß des Jahrestages der Krönung des Kaisers und der Kaiserin abgehalten wurde, wurden mehrere Bomben geschleudert. 3 Personen wurden getötet, sehr viele verwundet. Zwei von den Bombenwerfern wurden verhaftet. Tiflis, 28. Mai. Gegen den hiesigen Generalgouverneur, der mit dem Polizeimeister in einem Wagen fuhr, ist heute ein Bombenanschlag verübt worden. Der Generalgouvereur und der Polizeimeister blieben unverletzt, ein Kosak wurde getötet. 38. Jahrg. Politische Uebersicht. Ein neues Friedenspfand. Danzig, 28. Mai. In Gegenwart des Kaisers fand heute vormittag auf der Schiffsbauwerft der Stapellauf des Linienschiffes„R.“ statt, das den Namen„Schlesien“ erhielt. Die kriegsgemüße Farbe der Schiffe. — Kiel, 25. Mai. Der für den Ernstfall sehr wichtige Außenbordsanstrich der Kriegsschiffe ist lange Jahre der Gegenstand von Erörterungen gewesen, ohne daß eine Uebereinstimmung erzielt wurde. Deutschland war lange Zeit die einzige Seemacht, die für die Schiffe in den heimischen Gewässern den hellgrauen Anstrich wählte. Dieser graue Anstrich findet im Auslande mehr und mehr Anerkennung. Rußland, das bisher dem Schiffsrumpf einen schwarzen, den Schloten einen gelben Anstrich gab, hat sich jetzt für den grauen Anstrich entschieden. Es ist erwiesen, daß das Aeußere der russischen Schiffe die Sichtbarkeit in der Seeschlacht bei Tsuschima wesentlich erhöhte, während die grauen japanischen Schiffe weit schlechter sichtbar waren. Das vielgerühmte amerikanische Fleisch. Infolge von Enthüllungen über Unreinlichkeiten bei Herstellung von für den ausländischen Konsum bestimmten Fleischkonserven nahm der amerikanische Senat eine strenge Inspektionsbill an. Die Enthüllungen zeigten, daß erkrankte Tiere im Geheimen geschlachtet und verarbeitet wurden, die Arbeiter höchst unreinlich und manche schwindsüchtig waren, sowie daß tausende von Ratten, von denen viele in die Maschinerie gerieten, mit in die Konserven verarbeitet wurden. Delcassee als Botschafter. = Paris, 28. Mai. Der französische Botschafter in Konstantinopel, Constans, verläßt wegen seines hohen Alters seinen Posten, der Delcassee angeboten werden soll. Frankreichs Flotte. = Paris, 28. Mai. Anläßlich der Angriffe des Senators Destournelles de Constance gegen das Wachsen der Flotte schreibt im„Matin“ der Marineminister Thomson u. a. folgendes: Der Etatsrat ist einstimmig der Meinung, daß Frankreich nicht nur eine Neue schwere Gefechte in Südwestafrika. Einer der gefährlichsten Gegner unserer braven Truppen in Südwestafrika, Morenga, ist nun zwar glücklicherweise unschädlich gemacht worden, aber schlimm ist die Lage im südwestafrikanischen AufstandsGebiet trotzdem noch immer. Das lehren die heute vorliegenden Berichte über die schweren und leider auch sehr verlustreichen Gefechte der letzten Tage. Berlin, 28. Mai.(Drahtm.] Wie ein Telegramm aus Windhuk bereits berichtete, hatte sich jene Hottentottenbande, die Anfang Mai aus den kleinen KarrasBergen ausgebrochen war, zunächst nach dem großen Fischflusse gezogen. Die sie verfolgenden Truppen hattem festgestellt, daß am 10. Mai der Kapitän der Bondelzwarts, Johannes Christian, Morris und ein dritter Führer, namens Vielding, ihre Leute bei Rosinbusch vereinigt hatten. Die Hottantotten verfügten über etwa 300 Gewehre; dennoch entzogen sie sich dem Angriff unserer Truppen. Am 15. Mai verließ der Gegner das Fischflußgebiet in östlicher Richtung und wurde am 19. Mai bei Gais von Leutnant Engler, früher im sächsischen Infanterie=Regiment Nr. 179, der mit wenigen Reitern seiner Spur gefolgt war, angegriffen. Hierbei fielen Leutnant Engler und ein Reiter. Die Hottentotten zogen nach dem Gefecht weiter nach Osten ab und kreuzten am 20. Mai nördlich Kalkfontein. Am 21. Mai wurde unweit Kalkfontein ein Reiter erschossen. Oberstleutnant won Milezcwski, früher im GrenadierRegiment Nr. 9, der mit seiner Funkenstation unterwegs war, hörte Gewehrfeuer und eilte herbei. Er stellte bei Kubub eine starke Hottentottenbande fest und griff sie an. Im Gefecht fielen drei Reiter. Noch am selbigen Abend gelang es M., eine Lichtverbindung mit der Abteilung des Majors Rentel aufzunehmen, den er bei Neibis vermuten konnte. Die Verständigung glückte und Rentel trat sogleich den Vormarsch an. Er hole den Gegner nach beschwerlichen Märschen am 28. Mai ein. Nach heftigem Widerstand änderte der Feind seine Stellung und zog nachts nach Süden ab, anscheinend in der Richtung auf Tasanab. Unsere Versuste sind: 1 Offizer, 15 Reiter verwundet, 4 Reiter gefallen. Rentel setzte am 24. Mai die Verfolgung fort. Von den in jener Gegend verfügbaren Truppen sind die Wasserstellen von Ukanas, Nababis, Blydeverwacht, Jerusalem und Odermaitje besetzt, um dem Gegner das Ausbrechen nach der Ostgrenze oden nach dem Oranje zu verwehren. Ueber weitere ernste verlustreiche Kämpfe meldet ein amtliches Telegramm folgendes: Berlin, 28. Mai.(Amtlich.] Wie gemeldet, hat Major Rentel nach dem Gefecht zwischen Amas und Scringpüps die Verfolgung am 24. Mai nach dem Süden fortgesetzt. Major Sieber, der in der Gegend von Hudab steht, war auf den Kanonendonner losmarschiert und erreichte am 24. Mai nachmittags die Abteilung Rentel, unweit Gröndoown. Beide setzten vereint den Vormarsch nach dem Süden fort. Am 25. Mai früh wurde in Tsanab Leutnant Fürbringer, früher beim Husarenregiment Nr. s5, und acht Reiter erschossen aufgefunden. Sie müssen anscheinend bei der Herstellung der Signallinie Kubub=Uckermark am 24. Mai, abends überwältigt worden sein. Am 25. Mai nachmittags erreichte Masor Sieber gemeinsam mit der Abteilung Rentel den abziehenden Gegner bei Nukais im Glan=Revier und hatten ein erfolgreiches Gefecht bis zur Dunkelheit. Der Gegner zog nach Osten ab. Der Leutnant Hollenkopf, fvüher beim sächsischen Fußartillerieregiment Nr. 12, und vier Reiter wurden verwundet. Die Verfolgung wurde am folgenden Tage fortgesetzt. Die Gesamtverluste in den Gefechten vom 21. bis 25. Mai betragen sonach 4 Offiziere und 36 Reiter, darunter 2 Offiziere und 17 Reiter tot. Der gefallene Leutnant Fürbringer hatte sich in einem Gefecht im Jannar 1905 durch schneidige Patrouillenritte besonders hervorgetan und war nach kurzem Heimaturlaub am 30. November 1905 von neuem ausgereist. Wieder einmal: Ministerkrisis in Oesterreich Wien, 28. Mai. Die Neue Freie Presse meldet: Der Ministerpräsident Prinz Hohenlohe hat heute dem Kaiser seine Entlassung überreicht, weil die Entscheidung in der Zolltariffrage zugunsten des ungarischen Ministerpräsidenten Wekerle gegen seinen Standpunkt ausgefallen ist. Der Rücktritt des Kabinetts Hohenlohe in der rage der östereichischsungarischen Zolltrennung bedeutet einen weiteren verhängnisvollen Schritt auf der abschüssigen Bahn der Nachgiebigkeit des Kaisers gegenüber Ungarn. Der Eindruck dieses neuen Sieges des Kossuthismus unter Wekerle ist denn auch, wie unser Berichterstatter meldet, außerordentlich: Wien, 28. Mai. Der Rücktritt Hohenlohes erregt in parlamentarischen Kreisen das größte Aufsehen. Der Standpunkt Hohenlohes in der ungarischen Frage wird allgemein gebilligt, wodurch sich die Schwierigkeit ergiebt, einen Nachfolger zu finden. Er würde nur als ein willfähriges Wrekzeug Ungarns angesehen werden. Man erwartet daher die Vertagung des Reichsrates und die Berufung eines Beamten=Ministeriums, welches wieder mit dem berüchtigten Paragraphen 14 regieren würde. Als Nachfolger wird bereits der Statthalter von Böhmen, Graf Coudenhove, genannt. Wien, 28. Mai.(Drahtber.) Wie in parlamentarischen Kreisen verlautet, überreichte das gesamte Kabinett dem Kaiser seine Demission, die auch angenomme wurde. 9 A 1 0 Aus Stadt und Umgebung. Schwerte, den 29. Mai. 88 Eine für Vermieter und Mieter gleich wichtige Schadenersatzklage wurde dieser Tage von der fünften Zivilkammer des Landgerichts Hannover in Uebereinstimung mit dem Amtsgericht zum Austrag gebracht. Rentier G. klagte gegen senen früheren Mieter, Oberingenieur W. auf Zahlung von 250 Mark Mietsentschädigung. W., der zum 1. Oktober v. J. seine Wohnung gekündigt hatte sund vertragsmäßig verpflichtet war, die Wohnung zwecks Neuvermietung besichtigen zu lassen, verreiste mit seiner Frau vom 5. bis 20. August v. J. nach der Schweiz und gab die Schlüssel der in der ersten Etage wohnenden Frau B. Hiervon benachrichtigte er aber nicht seinen Vermieter G. Währand der angegebenen Zeitim August haben sich 11 Mietreflektanten gemeldet, denen G. die Wohnung nicht zeigen konnte, darunter nachweislich eine Reflektantin, die die Wohnung gemietet haben würde, wenn sie sie hätte besehen können. G. hat den Beklagten brieflich aufgefordert, die Schlüssel herauszugeben. Die Briefe sind mit dem Postvermerk:„Adressat nach der Schweiz verzogen“ zurückgekommen. G. hat für die Zeit vom 1. Oktober bis 1. Januar einen Mietausfall von 250 Mark gehabt und verlangte von W. den Ersatz dieses Ausfalles. Auf Grund der Beweisaufnahme traf die erste Instanz folgende Entscheidung: Die Klage stützt sich darauf, daß Beklagter bei seiner Abreise es unterlassen habe, dem Kläger die Schlüssel zu übergeben. Nach§ 254 des B. G.=B. hängt die Verpflichtung zum Ersatze des Schadens sowie der Umfang des zu leistenden Ersatzes von den Umständen, insbesondere davon ab, inwieweit der Schaden vorwiegend von dem einen oder anderen Teille werursacht worden ist. Dies gilt auch dann, wenn sich das Verschulden des Beschädigten ddarauf beschränkt, daß er unterlassen hat, den Schaden abzuwenden oder zu mindern. Der Kläger ha nun im vorliegenden Falle nicht dasjenige Maß von Sorgfalt und Aufmerksamkeit betätigt, das geboten war. Kläger mußte im vorliegenden Falle bei der Bewohnerin der ersten Etage anfragen, ob sie nicht gestatte, daß Mietreflektanten die erste Etage statt der Parterewohnung gezeigt werde. Wenn Frau B. dies tatsächlich nicht gestattet hätte, so war der Kläger verflichtet, den Reflektanten wenigstens seine eigene Wohnung in der zweiten Etage vorzuzeigen. Ein ferneres Verschulden des Klägers liegt auch darin, daß er es unterlassen hat, Nachschlüssel zu der Wohnung des Beklagten sich anzuschaffen. Der im vorliegenden Falle entstandene Schaden ist somit auf ein Verschulden des Klägers selber zurückzuführen uund die Klage auf Zahlung von 250 Mark Mietsentschädigung war darnach abzuweisen.— Die Zivilkammer schloß sich als Berufungsinstanz diesen Ausführungen voll und ganz an und führte noch aus, Kläger habe sich sagen müssen, daß die mit dem Vemerk:„nach der Schweiz verzogen“ zurückgekommenen Briefe keine zutreffende Ausbunft faben. Er hätte bei der Fabrik, bei der Beklagter angestellt war, anfragen können, wo dieser sich aufhielt. Kläger habe hier die im täglichen Leben von einem verständigen Manne zu verlangende Sorgfalt, drohenden Schaden von sich abzuwenden, außer acht gelassen und deshalb den Schaden selbst verschuldet. Die Berufung des Klägers wurde kostenpflichtig zurückgewiesen. *r(Gesangübung für das Provinzial=Gustav=Adolf= Fest.) Den Mitgliedern der Parochial=Lehrer=Konferenz für Schwerte und Umgegend zur gefl. Mitteilung, daß am morgigen Mittwoch nachm. 4 Uhr, im Östermannschen Saale eine weiere Gesangübung stattfindot. 00 In der Eisenbahn=Angelegenheit IserlohnSchwerte) hat die Stadt Iserlohn nunmehr, wie der „Iserl. Kreisanz.“ schreibt, doch das erreicht, was sie nach Lage der Sache erreichen konnte. Das Ministerium hat nunmehr mitgeteilt, daß eine neue Linie entworfen worden sei, die eine Verkürzung der Strecke auf 19 Kilometer, sowie eine günstigere Steigung(1: 70) in sich schließe, die einen Schnellzugsverkehr zuläßt. Außerdem fällt der vierte Bahnhof fort. Die neue jetzt Millionen Mark vor, die im Laufe der nächsten drei zugestandene Strecke ist gegen die frühere auch grader Jahre aufgenommen werden soll. Es werden gebraucht ausgezogen, was allein schon ein schnelleres Fahren für die Erweiterung des Wasserwerks 7, des Elektrizizuläßt. Selbstverständlich sind kleine durch die Boden=#tätswerks 5, für den Bahnhofsumbau 3 Millionen, zuläßt verhältnisse bedingte Aenderungen vorbehalten worden. ür Syburg, 29. Mai.(Kirchensteuern.) Nach den Beschlüssen des hiesigen Presbyteriums und der größeren Repräsentation der hiesigen evangelischen Kirchengemeinde, sollen im laufenden Rechnungsjahre 35 Prozent Zuschläge zur Einkommen= und der halben Grund= und Gebäudesteuer als Kirchensteuer erhoben werden. M4 9 er Hohensyburg, 29. Mai.(Gereisshuvor.) Auf unserer Höhe tagt heute die Kreissynode Iserlohn unter dem Vorsitz des Herrn Superintendenten Pickert aus Iserlohn. Den Verhandlungen ging ein Gottesdienst vorauf. :: Buchholz bei Westhofen, 28. Mai.(Schlägerei.) Auf dem Nachhausewege von einer Hochzeit in Sypurg verspürten einige hier zum Teil ansässige und arbeitende Steinbrucharbeiter nicht üble Lust zur Rauferei. Nach einigen„einleitenden“ Worten ging es frisch ans Werk, bis die„Liebkosungen“ in Tätlichkeiten ausarteten, wobei Steine, Stöcke und dergleichen eine„ausschlaggebende" Rolle spielten, sodaß es verschiedentlich erheblich was absetzte. Gegen 5 Uhr morgens wurde schließlich die„heilige Hermandad“ requiriert, jedoch hatten die Streitenden es kurz vor deren Erscheinen auf dem Kampfplatze vorgezogen, sich seitwärts in die Büsche zu schlagen. Das dicke Ende kommt allerdings wohl noch nach, da die Sache zur Anzeige gebracht sein soll. :: Garenfeld, 29. Mai.(Hohes Alter.) Herr Rentner Söding hierselbst feierte in verhältnismäßig körperlicher und geistiger Frische seinen 98. Geburtstag und ist damit micht allein der älteste in der Gemeinde, sondern voraussichtlich im ganzen Amte Westhofen. Wir wollen dem alten Herrn wünschen, daß er ein ganzes Jahrhundert erleben möche. **k Berghofen, 28. Mai.(Revolverheld.) Am Samstag Nachmittag kam es in der Wirtschaft der Wwe. Haude am Damm zwischen mehreren jungen Leuten wegen einer Geringfügigkeit zu einem Wortwechsel. In der Aufregung lief der Bergmann F. Arens, welcher des Morgens zur Musterung gewesen war, nach Hause und kehrte mit einem geladenen Revolver zurück. In der Nähe der Wirtschaft feuerte Ahrens mehrere Schüsse ab, wovon zwei Kugeln einem aus der Berghofermark gebürtigen Dickerhoff in Arm und Hand drangen. Der Täter ist inzwischen von einem Gendarm verhaftet worden. ur Aplerbeck, 28. Mai.(Der neugewählte Polizei=Kommissar) unseres Amtsbezirks, Herr Magistrats=Bureau=Assistent Meuler aus Dortmund, tritt seien hiesigen Dienst am nächsten Freitag, den 1. Juni, an. ** Barop, 28. Mai.(Arg verbrannt) hat sich die Tochter des Bergmanns W. von hier. Sie wollte ihre Handschuhe mit Benzin reinigen und hatte dieselben zu diesem Zwecke angezogen. Unvorsichtigerweise kam sie dem Lichte zu nahe und stand augenblicklich in Flammen. Durch das beherzte Eingreifen der Mitbewohner wurde ein größeres Unglück verhütet. ** Barop, 28. Mai.(Austritt aus der Landeskirche.) Nachdem in dem benachbarten Eichlinghofen vor kurzem mehrere Personen aus der Landeskirche ausgetreten sind, haben nun auch zehn Familien aus hiesiger Gemeinde den Austritt beim Amtsgericht angemeldet. Westfalen und Rheinland. ** Dortmund, 28. Mai.(Millionen=Anleihe.) Die Stadt bereitet eine Anleihe von 25 bis 30 für Erweiterung des Hafens 1 100000 Mark, für die Kanalisation 1600000 Mark, für Schulbauten 1100 000 Mark, außerdem muß der Kaufpreis für die Straßenbahn mit mehr alls 6 Millionen beschafft werden. Die Schulden der Stadt steigen damit auf etwa 80 Millionen Mark, von denen mehr als zwei Drittel in gewinnbringenden Betrieben untergebracht sind. * Dortmund, 28. Mai.(Im Hüger=Prozeß) ist am Mittwoch seitens des Vorsitzenden des Gerichtshofes, Herrn Landgerichtsdirektor Seyffarth, die Anregung gegeben worden, am Himmelfahrtstage zu verhandeln, und Herr Erster Staatsanwalt Dr. Schulze=Sölde hat seinerseits bemerkt:„Ich stehe zur Verfügung", während auf eine ablehnende Erklärung des Angeklagten Obersten a. D. Hüger won einer Verhandlung an einem der höchsten christlichen Feiertage Abstand genommen ist. Die Angellegenheit wird in der Bürgerschaft sehr lebhaft kommentiert und zwar nicht zu Gunsten der Gerichtsbehörden. Es ist unverständlich, wie der Herr Vorsitzende des Gerichtshofes auf die Idee kommen konnte, an einem allgemeinen christlichen Feiertage eine solche Gerichtsverhandlung ansetzen zu wollen. Es ist bedauerlich, daß der Vertreter der Staatsanwaltschaft nicht sofort gegen ein solches Ansinnen Verwahrung einlegte. * Alstadten, 28. Mai.(Erstickt.) Gestern Nachmittag fiel das 2jährige Söhnchen des Landwirts Gesorg Rohland in ein mit Schweinefutter gefülltes Faß und erstickte, ehe Hilfe zur Stelle war. * Ahlen, 28. Mai.(Der Tisch als Regenschirm.) Der Wirt des Gertrudenhofes, der vorgestern großes Konzert hatte, bemerkte gestern morgen, daß ihm einer seiner Gartentische fehlte. Er geriet darüber in einen gerechten Zorn und hatte bereits eine Meldung an die Polizeibehörde fertig geschrieben, als das Telephon rief und Herr N. N., ein Kontorbeamter, sich entschuldigend, miteilte, daß er in der Nacht bei dem strömenden Regen den(18 Kilo schweren) Tisch als Regenschirm auf dem Nachhausewege benutzt hätte, und das Möbelstück per Wagen zurücksenden werde. * Elberfeld, 28. Ma.(Ueberschuß.) Zu sten des Stadttheaters war vom 12. bis 14. Januar d. Is. in der Stadthalle ein Bazar abgehalten worden, der, wie in der gestern abend abgehaltene n Schlußsitzung des Komitees mitgeteilt wurde, einen Ueberschuß von 41 823 Mark ergeben hat. Die Einnahmen beliefen sich auf 65 558 Mark. * r D ü s s e l d o r f, 2 7. M a i.( D a t v e r s t o h t I h r net!) Dem, Düsseldorfer Generalanzeiger“ wird in Bezug auf eine Zuschrift der Fleischerinnung über die Fleischnot von einer Hausfrau geschrieben: Der in Frage stehende Metzgermeister behauptet, der Preis für monatelange Dauerware könne nicht sofort herabgesetzt werden, weil das hierfür verarbeitete Fleisch zu den höchsten Preisen eingekauft worden sei. Hierbei übersieht er aber, daß dem Steigen der Schweinepreise die Erhöhung der Fleischpreise sofort auf dem Fuße folgte, sich aber nicht auf frische Ware beschränkte, sondern auf die Dauerware erstreckte. Das für die Dauerware verarbeitete Fleisch war aber wesentlich billiger eingekauft worden; trotzdem wurde der Preisaufschlag auf diese wesentlich billiger erstandene Ware ausgedehnt. Wie reimt sich das denn zusammen? Ich habe nun den Artikel meinem Metzger vorgelesen und um Lösung des Widerspruches gebeten. Der Mann meinte treuherzig: „Das bißchen Dauerware habe ich in wenigen Tagen verkauft.“—„Gut“, sagte ich,„wenn das zutrifft, dann können Sie Ihre Dauerware on der nächsten Woche ab billiger werkaufen, denn die ist ja schon aus billigem Fleische verarbeitet.“—„Fräuken, dat verstoht Ihr net“, meinte er und verschwand im Nebenraum. * Düsseldorf, 28. Mai.(Das Kriegsgericht) der 14. Division verurteilte den Unteroffizier Wilhelm Die Schönheit von Remörow. Roman von Bogumil von Czartorski. 39 Professor. Isensee schien die letzte Bemerkung als eine persönliche Beleidigung aufzufassen; er langte nach seinen Büchern und verließ mit einer flüchtigen, an den Ofen adressierten Verbeugung das Zimmer, ohne ein weiteres Wort oder auch nur einen Blick an Liska und die Französin verschwendet zu haben. „Stellen. Sie nun diese läkerliche Weinen ein, Liska, und geben Sie mir Ihrefranzösische Exercice! Vite, Vite! Wir müssen endlich einmal fortkommen über die Commencement! Nächste Monat wir aben große, öffentliche Prüfung, und ik fürchten, Sie werden mir maken Kummer!“ Das klang wieder recht unfreundlich, kaum gemildert durch das drollige Radebrechen der Französin. Liska fühlte sich außer stande, weitere Angriffe zu ertragen. Unfähig zu irgend einer Antwort, erhob sie das schwere, schmerzende Haupt und richtete die verweinten Augen auf das kalte Antlitz der Lehrecin. Der erschreckten Mademoiselle blieb die nun eben genommene aromatische Pille buchstäblich im Halse stecken; sie hustete, und die Feder entglitt ihren Händen.„Was maken Sie für grauenhafte Augen auf mir? Man könnte meinen, Sie wollen maken eine Mord auf Monsieur Professeur und Fanchon Lavalette.“ Das sollte ein Scherz sein, aber aus den Blicken der Französin sprach deutlich die Furcht, sie habe es mit einer Irrsinnigen zu tun. „Mein Kopf schmerzt heftig, Mademoiselle; ich glaube, es wird mir unmöglich sein, heute etwas zu arbeiten. Wollen Sie mir daher gestatten, auf mein Zimmer zu gehen?“ „Legen Sie sik ßu Bett, das wird sein die beste Mittel," sagte sie leidlich wohlwollend.„Ik werden spreken ßu Madame, oaß Sie müssen Ruhe aben, morgen und die andere Tagen. Sie müssen aberr ßerr fleißig sein, oder es wird dann natürlich nehmen eine schlekte Ende mit Ihnen.“ Die letzten Worte der Französin tönten gleich einem Orakelspruche in Liska nach, als sie auf ihrem Bett lag und sich abmühte, den schmerzenden Kopf zu klarem Denken zu zwingen. „Sonst nimmt es ein schlechtes Ende mit Ihnen!" Ja, das würde 22, wenn es, wenn sie blieb. Sie konnte nicht bleiben, dessen war ne sich klar bewußt. Es mußte etwas geschehen, was diesem S erträglichen Zustande ein Ende machte und zwar bald. Sie sah nirgends einen Hoffnungsstrahl, aber sie sagte sich immer von neuem:„Ich muß fort!“ und ging dann mit krankhafter Eilfertigkeit daran, ihre Sachen zu packen. Ihr Kopf schmerzte zum Zerspringen und sie stand unsicher auf den Füßen, wie eine Berauschte, aber das durfte dem Fortschreiten ihres Werkes keinen Eintrag tun. Madame, deren Zimmer, wie schon erwähnt, an Liskas Stübchen grenzten, vernahm mit Befremden, wie lebhaft ihre als krank gemeldete Pensionärin sich untherbewegte.„Augenscheinlich werden da Schübe auf= und zugeschoben, Möbel gerückt, und dergleichen sonderbare Sachen mehr,“ sagte sie zu ihrer Beraterin, Miß Redburn.„Was meinen Sie, Beste, ob ich vielleicht einmal hinübergehe?“ „Zu der kleinen Romauprinzessin? Ich denke, nein. Ich denke, es ist richtiger, sie ungestört zu lassen," erwiderte die Gefragte.„Vielleicht ist ein neuer Geist über die niysteriöse kleine Person gekommen, vielleicht ist dieses„Aufräumen“ der Beweis, daß ihr ein besseres Verständnis ihrer Pflichten aufgegangen ist, und der Anfang einer erfreulichen Wandlung.“ So blieben die beiden bei ihren Teetassen und intimen Herzensergüssen. Mit der hereinbrechenden Dunkelheit verstummte übrigens jedes Geräusch in Liskas Zimmer; der Mond aber, der bald darauf in seiner blassen Pracht am klaren Winterhimmel aufstieg, wußte allein, daß die Romauprinzessin es verlassen hatte. Und er lächelte das alte schmerzlich satirische Lächeln, mit dem er von jeher auf die wunderlichen Bewohner herabgeschaut, und zog dann einen Wolkenschleier über sein Antlitz. Es verstimmte ihn doch ein wenig, daß er heute keine flimmernden Strahlenkränze flechten durfte für das liebliche Mädchenhaupt, das vordem allabendlich am Feuster erschienen war, kein tröstliches Licht senden in die großen Augen, die feucht zu ihm aufgeblickt hatten; träumerisch, sehnsuchtsvoll, bestrickender in ihrer Trauer, als irgend ein Augenpaar, das in dieser verschwiegenen Abendstunde trostsuchend aufwärts schaute, in das stille wandellos geduldige Mondgesicht. In Rembrow hatte sich während dieser Zeit wenig Neues ereignet, einen sonderbaren Vorfall abgerechnet, der den Leuten zu denken gab, ohne daß sie ihn zu ergründen vermochten. Der Rittmeister von Sebold war eines Tages in seltsamer Verfassung von einer längeren„Vergnügungsreise" zurückgekehrt, lahmgehend, mit malerischen schwarzen Querpflästern auf Hals und Antlitz, die auf einen geheimnisvollen Feldzug hindeutenden. Er erzählte dem Grafen wie jedem anderen teilnehmenden Frager zwar sehr bereitwillig und ausführlich, wie er noch vor Ankunft am Ziel seiner Reise auf einsamem Waldwege von einem wütenden Hunde überfallen und so übel zugerichtet worden sei, daß er sich gezwungen gesehen habe, im ersten besten Dorfwirtshause Zuflucht zu suchen und unter den Händen eines Dorfbarbiers das heftige Wundfieber zu überstehen; daß ihm danach natürlich alle Lust zu dem projektierten Besuche bei einem Freunde vergangen sei und er sich sofort nach Rembrow zurückbegeben habe, aber jedermann fühlte, daß diese trügerische Geschichte nicht der Wahrheit oder doch nur halb der Wahrheit entspreche. Trotzdem gab man sich damit zufrieden und vergaß schließlich, an das Warum der äußeren Veränderung zu denken, die den Rittmeister nun in verstärktem Maße wie einen Mephisto erscheinen ließ. Der Maler wurde in diesem Fall, ganz gegen Sebolds sonstige Gepflogenheit auch noch ins Vertrauen gezogen und empfand bei dieser Wahrnehmung fast ein Gefühl der Erleichterung. Graf Ehrenbreit, dessen Gesundheitszustand sich nur sehr langsam, fast unmerklich besserte, trug schwer an der Wartezeit, die der Verwirklichung seines Glückstraumes vorangehen mußte. Er hätte über alles gern an Liska geschrieben und ab und zu ein Briefchen von ihr empfangen, um zwischen den Zeilen zu lesen, daß sie seiner gedenke, und um ihrem Vorwärtskommen und ihrer geistigen Entwicklung, Schritt auf Schritt folgen zu können. Aber alles das hatte Baron von Ruck mit Entschiedenheit zurück gewiesen.„In dieser Zwischenzeit dürfen keine Liebesfäden hinüber= und herübergesponnen werden," hatte er sehr energisch gesagt.„Liska muß sich unbeirrt und unbeeinflußt entwickeln können. Aus meiner Hand sollen Sie das Mädchen in Empfang nehmen, nachdem es für den Platz an Ihrer Seite herangereift ist.“ „Machen Sie mir kein Modebild, keine Salonpuppe aus meinem kleinen Landmädchen, Ruck," hatte der Graf erwidert.„Nur so viel, wie die äußerste Notwendigkeit gebietet, soll man ihm nehmen und geben da draußen." 138.20 „Wenn der Stein ins Rollen gebracht ist, hilft kein Einhaltgebieten. Das Landmädchen soll die Gräfin von Ehrenbreit werden. Wohlan! So muß die Metamorphose eine vollständige sein. K Heidtmann von der 1. Komp. des Infanterieregiments Nr. 16 in Mülheim(Rhein) zu 2 Jahren Gefängnis und Degradation. Der Chargierte hatte sich in schwer betrunkenem Zustande an einem Hauptmann vergangen, einen Feldwebel geohrfeigt und vor den Unterleib getreten. * Düsseldorf, 29. Mai. In der Umgegend von Neuß fuhr ein aus Duisburg kommendes Automobil in eine Prozession. Eine Dame aus Köln wurde getötet, mehrere Personen verletzt * Mülheim, 28. Mai. Die beiden Großindustriellen Josef und August Thyssen schenkten der Stadt 250000 Mark Aktien des Rheinisch=Westfälischen Elektrizitätswerkes und 100000 Mark Aktien des Mülheimer Bergwerksvereins. Diese Aktien stellen einen Betrag von 570000 Mark dar, der zur Errichtung einer Badeananstalt und zu Schulzwecken Verwendung finden soll. Kleine Chronik. Hohensalza, 28. Mai. Auf dem Golopsee bei Kruschwitz ertranken beim Baden zwei junge Leute, ein dritter, der sich retten wollte, ertrank ebenfalls. Danzig, 28. Mai. Das Oberkriegsgericht des 17. Armeeborps(weruneilte den Kriegsgerichtsrat Koch aus Graudenz wegen Dienstvergehens und Beiseiteschaffung von Urkunden zu zwei Monaten Gefängnis. In der ersten Instanz war Freispruch erfolgt.u#### Veranlassung des Kriegsministers hatte der Gerichesherr Berufung eingelegt. Magdeburg, 28. Mai. Die Strafkammer des Landgerichts verurteilte die gefürchteten Bandendiebe des Harzgebirges Renkwe, Bonsetratzen ponr 10rj) Zahren setzter Bandendiebstähle zu Strafen von 10—12 Führen Zuchthaus, zehnjährigem Ehrverlust und Stellung unter Polizeiaussicht. Cöthen, 28. Mai. Zwei hiesige nahmen auf der Saale dem Wehr zu nahe und kippte um. Dabei ertrank der Assistent Rademacher vom hiesigen Polytechnikum. Stuttgart, 28. Mai. Erfroren ist bei der Kälte und dem Schneewetter in der wergangenen Woche der Schreinermeister Josef Maurus von Österzell auf dem Wege zwischen Salabrunn und Österzell. Verviers, 28. Mai. In dem Vorort Andrimp hat dder Pächterssohn Lamberts seine Mutter, seinen Bruder und sich selbst erschossen. Lamberts war ein berüchtigter Wilderer. Paris, 28. Mai. Gestern nachmittag kam es zwischen arbeitenden Erdarbeitern undausständigen Maurern, die die Erdarbeiter von der Arbeit abhalten wollten, im 16. Arrondissement zu einem Handgemenge. Ein Polizeizeioffizier, ein Polizeiwachtmeister und eir Dragoner sowie mehrere Arbeiter erlitten leichte Verletzungn. Gegen 100 Verhaftungen wurden vorgenomWerenientententene Vermischtes. hat man bei vielen Völktern dem Toten das mitgegeGeisterwelt gebrauchen konnte. Der Brauch ist stellenweise auch noch in Rußland sehr im Schwunge. Imn asiatischen Rußland werden dem Verstorbenen je nach seinen Verhältnissen kleinere oder größere Summen baren Geldes mit auf die Reise ins Schattenreich gegener Alp oberhalb Flülen wurde eine ganze Schar Pferde von 170 Stück in den Abgrund gerissen. Monatelang vergebens gestreikt. Halle a. S., 28. Mai Auf sämtlichen Gruben des Weißenfels=Zeitzer Reviers fuhren heute die Belegschaften vollzählig an, obwohl keine neuen Zugeständnisse als die bei dem Streikbeginn zugesagte Neunstundenschicht und 20 Pfg. Erhöhung des Schichtlohnes gemacht wurden. Panik in der Kirche. Rom, 29. Mai. Während die Menge in der Kirche von Campo=Felice bei Palermo andächtig betete, schrie plötzlich jemand:„Das Dach stürzt ein, rette sich wer kann!“ Bei dem entstehenden Gedränge wurden zwei Frauen tot gequetscht und 20 Personen mehr oder minder schwer verletzt. Eisenbahn=Unglück in Amerika. Louisville(Kentucky), 29. Mai. Auf dem Rangier= bahnhofe der Louisville= and Nashville=Eisenbahn kamen durch Entgleifung eines in den Rangierbahnhof rückwärts einlaufenden Personenzuges 12 Personen ums Leben; 15 wurden verletzt. Schlafend auf Posten. Mainz, 29. Mai. Ein Soldat des 117. Regiments wurde als Posten vor dem Pulvermagazin schlafend angetroffen. Er nahm sich die Verfehlung so zu Herzen, daß er sich sofort erschoß. Kriegsgericht. Dresden, 29. Mai. Vom Kriegsgericht ist der Arbeitssoldat Kunath wegen Majestätsbeleidigung in drei Fällen, Diebstahls im Rückfall und Fahnenflucht zu 9 Jahren Zuchthaus verurteilt worden. Ungarn als Sieger. Pest, 28. Mai. Die Regierung läßt halbamtlich ankündigen, daß der wegen des Zolltarifs zwischen Oesterreich und Ungarn ausgebriochene Streit zugunsten Ungarns entschieden ist und der Zolltavif als selbständiger ungarischer Zolltarif in das Gesetz eingefügt werden wird Diese Nachricht hat in den ungarischen politischen Kreisen allgemeine Befriedgiung erregt. Man erblickt darin um so mehr einen glänzenden Sieg Wekerles, als gleichzeitig Prinz Hohenlohe zurücktritt. Fünffache Giftmörderin. Hirschberg, 28. Mai. Die uner dem Verdachte des Giftmordes an der Schneidersfrau Brüstner verhaftete Straßenwärtersfrau Weicha ist verdächtig, vier Personen, darunter ihre Schwester und ihre Stiefmutter, ermordet zu haben. Ursache war Erbschleicherei. Der Massenmörder Dittrich. Dresden, 28. Mai. Der Lederarbeiter Dittrich hat eingestanden, am 12. August 1902 in der Jungfernheide die 8jährige Elisabeth Baake uund im Sommer 1904 im Grunewald die Krankenpflegerin Helene Schweichel ermordet zu haben. In beiden Fällen liegt Lustmord vor. Mord und Selbstmord. Berlin, 28. Mai Ein erschütterndes Familiendrama rief gestern abend im Hause Christburgerstraße 35 große Aufregung hervor. Die 30jährige Ehefrau des Tischlers Paul Lindenau hatte in Abwesenheit ihres Mannes ihre beiden Kinder im Alter von 2 Jahren und eins von einigen Wochen sund dann sich selbst erhängt. Veranlassung zu dieser Tat ist in einem unheilbaren Leiden der unglücklichen Frau zu suchen. Neue Patrone erfunden. Göttingen, 28. Mai. Der Büchsenmacher Schrader erfand eine neue Gewehrpatrone von bedeutenderer Durchschlagskraft als die des jetzigen Militärgewehrs. Der Kriegsminister ordnete Versuche damit an. „Liebliches“ aus Russisch=Polen. Warschau, 28. Mai. Die Geldräubereien auf dem Lande dauern fort. Im Gouvernement Lublin überfielen 40 Bewaffnete den Kassierer der Zuckerfabrik Keutschkowitze und zwangen ihm 7000 Rubel ab. Wähwend der Plünderung gab der Gutsbesitzerssohn Klemieski 4 Gewehrschüsse ab und verletzte 6 Räuber. Einer wurde verhaftet. Auf der Chaussee zwischen Plotzk und Gostynin überfielen fünf Bewaffnete die Geldpost. Sie erschossen den Postillon und einen Deckungssoldaten, einen zweiten verletzten sie. Die Soldaten schossen zurück und vetteten das Postgeld.— In Warschau wurde heute ein Oberschutzmann erschossen. In unser Genossenschaftsregister ist heute bei dem I Allgemeinen Konsum=Verein zu Schwerte und Umgegend, eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht eingetragen worden, daß an Stelle des aus dem Vorstande ausgetretenen Fabrikarbeiters Christian Reddie der Packmeister Carl Grebe zu Schwerte in den Vorstand gewählt worden ist. Schwerte, den 25. Mai 1906. Beranntmachung. Das Preußische Staatsschuldbuch ist auch in dem abgelaufenen Geschäfte jahr i steigendem Umfange in Anspruch genommen worden Während Ende März 19•5 die Simme der in das Staatsschuldbuch eingetragenen Schuldverschreibungen der 3½ und 3% tigen konsolidierten Anleihe sich auf 1781 172 750 Mark bezifferte, war dieselbe Ende März 1906 auf 1 839 932750 Maik gestiegen, welche sich auf 83 977 Konten verteilten. Von letzteren waren 12 123, d. i. 85.7% mit einem Kapitalbetrage bis zu 4000 Mark gebucht; 7224, d. i. 21,2% mit einem solchen von 4000 bis 10000 Mark, 9671, d. i. 28,5% mit einem Karitalbetrage von 10000 bis 50000 Malk während der Rest mit 4959 oder 14,6% auf Kaxitalforderungen von über 50·000 Mark entfiel Für physische Personen standen E de März 1906: 20 623 Kont n über 825 058 250 Mark, für juristiche Personen 6053 Konten über 701 685 800 Mark und für Vermögensmassen ohre juristische Peisönlichkeit, 6491 Konten über 202 086 500 Mak offen. Der Rest verteilt sich auf andere Vermögensmassen, Handelsfirmen, eingetragene Genossenschaften und eingeschriebene Hilfskassen. Die Zahl der Konten für Bevormundete oder in Pflegschaft Stehende betrug 1674. Von den Gsäubigern der einzelnen Konten halten 29 205 ihr Domizil in Preußen, in anderen deutschen Staaten 4385, in den übrigen Staaten Europas 294, in Asien 21, Afrika 14, Amerika 55 und in Australien 8 Das Staats chuldbuch ist allen Besitzern von Schuldverschreibungen der konsolidierten Anleihe zu empfehlen, welche Kapital und Zinsen gegen den Schaden unbedingt sichern wollen, der ihnen durch Diebstahl, Verbrennen oder sonstiges Abhandenkommen der Haupturkunden, Zinsscheine oder Erneuerungsscheine nicht selten entsteht. Die Eintragung der Staatsschuldverschreibungen in das Schuldbuch geschieht gebührenfrei, auch werden laufende Verwaltungskosten von den Konteninhabern nicht erhoben. Wird die Forderung von den Gläubigern zurückgezogen, so wird für ihre Löschung und für de Ausfertigung neuer Schuldverschreibungen eine Gebühr von 75 Pfg. für 1000 Mark(mindestens 2 Mark) erhoben. Formulare zu Eintragungsanträgen werden vom Staatsschuldbuchbureau in Berlin, Oranienstraße 92/94, sowie von den Regierungs=Hauptkassen, K.eiskassen 2c und Reichsbankanstalten unentgeltlich verabfolgt. Berlin, den 14. April 1906. Hauptverwaltung der Staatsschulden. Sras=Verrauf. Dienstag, den 5. Juni d. Is., 6 Uhr soll das Gras in den Flurpöten bei Lichtendorf nummerweise meistbietend verkauft werden. Zusammenkunft an Ort und Stelle. Haus Ruhr b. Schwerte, den 26. Mai 1906. Freiherrlich von Rheinbabensche Rentei. 1984 ben. In einer reichen Familie war nun dem verstotbenen Hausherrn seine Pfeise, Tabak, ein Becher nebst hundert Rubel ins Grab gelegt worden. Ein Schlauberger gruben die Erde wieder auf, spengten den Sargdeckel, nahmen das Geldan sich, uund, um sich einen Spaß zu machen und die abergläubischen Angehörigen des Toten zu verhöhnen, brachten sie diesen in eine sitlegten in die eine Hand mehrere Spielkarten, füllten den Becher mit Branntwein, steckten der Leiche die Pfeise mit Tabak gefüllt in den Mund und verschlossen das Grab wieder. Bald hieß es im Orte, mit dem Grabe sei es nicht geheuer, der Totengräber öffnete es und fand die Leiche— kartenspielend und den Branntwein neben sich. Die Verwandten kamen her=— bei und flehten den Toten auf den Knien an, vom Verantwortlicher Redakteur: Wilh. Schade, Schwerte. Trinken und Spielen zu lassen— legten abermals hundert Rubel in den Sarg und begruben ihn von neuem. Die Gauner wiederholten das Spiel, steckten das Geld ein und wieder kamen die Angehörigen. Nun aber überzeugt, daß der Verstorbene vom Spielteufel besessen sei und sein Reisegeld seiner Leidenschaft opfere, gaben sie kein Geld mehr, nahmen ihm die Karten ab, füllten ihm aber den Becher mit Branntwein. Da dem Toten nun das nötige Kleingeld fehlte, mußte er wohl oder übel so die Reise antreten. bewährteste Nahrung für SP Sesundee r Konzert-Etabliss.„Im Reiche des Wassers“, Inb. Schulze-Selnig. Bei jeder Witterung, Garten oder Saal. Sonntag, den 3. Juni, 1. Pfingsttag, nachm. 4 Uhr und abends 8 Uhr: 2 grosss Zigeuner-Konzerte mit Solo- u. Chorgesängen, gegeben vom Oesterreich-Ungarischen Damen- u. Herren-Orchester„Rakoczi“ in versch. Landestrachten. Grossartige Geigen- u. Zimbal-Virtuosen. Aufführung des an Licht und Farbenpracht einzig dastehenden „Ein Traum von Licht und 1993 Schönheit“ mit wundervollen hier noch nie gezeigten weltstädtschen Lichteffekten and Verwandlungen&a la Loi Fuller, mit 3 Scheinwerfer eigener Anlage. U. a.: Phantasie, la reine du bal, Windsbraut, Meeressturm, Feuersäule, Feuer- u. Flammentanz dargest. v. Müle. Biereut. Entree 50 Pf. Ein Familienbillet für 3 Perconen 1.20 Mlc. gesunde u. magendarmkranke Kinder. Dehn Trährmetbungen. Die Primaner und der Kaiser. Danzig, 29. Mai. Wie dem„Lokalanzeiger mitgetelit wird, haben sich Oberprimaner des Kgl. Gymnasiums zu Danzig einen patriotischen Scherz erlaubt. Sie telegraphierten, nach dem ihnen vom Direkor eine abschlägliche Antwort erteilt worden war, direkt an den Kaiser nach Pröckelwitz, ob die Schüler zum Stapellauf des Linienschiffes„Schlesien“ frei haben könnten. Eine bejahende Antwort traf umgehend durch den Oberpräsidenten ein. 170 Pferde von der Lawine getötet. Zürich, 29. Mai. In den letzten Tagen sind zahlreiche Lawinen in den Bergen niedergegangen. Auf eivelsteiner Sprude,## Geroilt Prude#####ssanannammer A IB1 i Präzisionsarbeit ersten Ranges! G 2 und 5 Johre schriftliche GerSchutzMarke. Tafelwaller I. Ranges. Herztlicherleits empfohlen als vorzügliches(ittel gegen Halsübel,(agen-, Blasen- und Dierenleiden. Hauptniederlage: W. Pferdekämper, Schwerte, Restauratear. Fernsprecher 117. Jat u. bleibt das beris deuterhe P-hrrud 1 Präzisionsarbeit ersten Rangeei daher z und 5 Janre schriftliche Garantie. Ik Fahrräder von Mk. 51.— an. Pnletumaslsenliantel hüile 33h. lulschluche 220, Lceysenlstemen 1.60 Glocken 0.15. Ketten 1.40. Pedal 1.00. Luttpumpen 0.35. Sättel 1,75. Nähmaschinen 22.—. Sonstige Haushaltungsmaschinen sowie Jagdgewehre, Scheibenbüichsen, Teschins, Luftgewehre, Pistolen und Revolver unerreicht billig. — Verkauf direkt an Private, ohne Zirischenhandel.— Auf Wunsch Ansichtssendung. Hauptkatalog senden an Jedermann gratis und franke die Deutsche Watten- und Fahrradtabriken in Kreiensen(Harz) No. 866 Meine niben dem Schützenhof belegene Weide ist zu verpachten. Daselbst ist auch eine Partie Gras billig zu verkaufen. C. Rentrop, 12004 Schwerte, Kampftraße 13. 1 schöne Söhnung mit zieml Gartenland beim Haus und Stall zu vermiet. Zu erfrag. i. d. Geschäftsst. d. Schw. Z. 2006 Für Ihre empfehlen wir Ihnen das älteste und bestrenommierteste Warenhaus Dortmunds SLEPEIOMPS. LUERLOEETSSEEL, Ektra-billige Wreise-Tür aas Wingstiest. Grosse Harenmassen in hellen übersichtlichen Räumen. Bekannt und beliebt durch strenge Reellität. Zwungsverkauf. Am Mittwoch, d. 30. Mai cr., vormittags 9 Uhr anfangend, werde ich im Pfandlokal beim Wirt Böhmer hierselbst 1 Partie Spezereiwaren, bestehend aus Nudeln, Mehl Grütze, Graupen usw. in kleinen Partien gegen bar versteigern. Der Verkauf findet bestimmt statt. Schwerte, d. 29. Mai 1906. Morgenroth, 2009 Gerichtsvollzieher. Verkauf. Sonnabend, den 2. Juni, vorm. 9 Uhr anfangend wird der Mobilarnachlaß des verstorbenen C. Beckmann, als Schränke, Tische, Stühle, Betten, Uhren, etc. etc. in seiner bisherigen Wohnung, Beckenkamp,Nr. 1, öffentl. meistb. gegen Barzahl verkauft. Schwerte, d. 29. Mai 1906. Der Vormund. 2012 Ph. Henze. Vergessen Sie Mene die Auslagen meiner beiden Schaufenster zu besichtigen. Unter neueren der Zeit entsprechenden Büchern habe ich auch eine ganze Anzahl wirkl. guter. im Preise bedeutend herabgesetzter Werke sämtlich mit Preisauszeichnungen versehen, ausgestellt: CARL BRAUS Buch-, Kunst- und Schreibwarenhandlung Gr. Marktstrasse 3—5. Fur die Reisezeit halte ich mich zur Lieferung be zw Besorgung sämtlicher Reiseführer Verkehrsbücher und bestens empfohlen Carl Braus, Buch=, Kunst= u. SchreibwarenHindlung, Gr. Marktstr 3—5. ste e 5 A Lederlofa billig zu verkaufen. Zu erfragen in der Geschäftsstelle der Schwerter Ztg. 2005 Zwei noch neue 2008 Fenster je 2X2 Mtr. zu kaufen in der Apotheke, Westhosen. Schützenbund, Schwerte. Zur Teilnahme an der Beerdigung des verstorbenen Vorstandsmitgliedes endw. Schöttler eren die Mitglieder Mittwoch, den 30. Mai, nachm. 2¼ Uhr im Vereinslokal Hufnagel an. Zahlreiches Erscheinen wird erwartet. Der Verstand. Garde= u. LandwehrVerein #0 Schwerte. O— Zur Teilnahme an der Beerdigung des Kameraden Ludw. Schöttler treten die Kameraden am Mittwoch, den 30. Mai, nachmitt. 2¼ Uhr im Vereinslokal an. Der Vorstand Einen Teil unserer heutigen Rummer liegt ein Prospekt über Dr. A. Oetkers Rezepte für Küche und Haus bei, auf welchen wir unsere werten Leserinnen besonders aufmerksam machen. Maschinensteller füe Drahtstiftmaschinen, fleißig und nüchtern, für dauernde Arbeit bei gutem Akkordlohn per sofort od. später gesucht. Angebote zu richten un'er D. 7596 an die Annoncen=Expedition Emil Griebsch, Hamm i. 29. 2014 Ein 2002 Dienstmädchen sucht Frau Rektor Honsalek. Sofort ein properes 1995 gesucht. Zu erfragen Hüsingstraße 24. Für A. Haushalt ein jüngeres Dienstmädchen wärts gef Näheres zu erfragen 2000 Hörder Straße 28, Parterre. Ein 1966 Kindermädchen für Nachmittags zu einem Kinde gesucht. Zu erfragen in der Geschäftsstelle der Schwerter Zeitung. Krästiges properes 1951 der Dienstmädchen für alle Hausarbeit gegen hohen Lohn zum 1. Juli gesucht. Frau Apotheker Wirth, Drackwede. Auslunst erteilt Frau Ludwig Möhling, Schwete. ssnschsfene Gian, im besseren Hause zu vermieten. Zu erfragen 2011 Hagener Str. 18. Abgeschlossne 1969 I. Etage mit Veranda zum 1. Juli zu vermieten. Höeder Straße 45. 1 Wohung von 2 Zimmern auf sofort zu mieten gesucht. Ang. u. F. B. 1976 a. d. Exp. d. Bl. Ein und zwei bestmöblierte Zimmer mit voller Pension zu vermieten. Zu erfragen in d. Geschäftsstelle der Schw. Ztg. 1968 T anständige Leute erhalt. gutel Schlafstellen auf Wunsch mit Pension. 1818 Wülhelmstr. 9 1. Reparaturen an Uhren u. Goldwaren werden gut und billig unter Garantie ausgeführt. Andreas Schaefer Uhrmacher Schwerte, Hüsingstr. 10 im Hause des Herrn 1345 Wilh Kett. Färberei, Chem. Reinigung Spezialität: Gardinenwäscherei. Um Irrtümer zu vermeiden, erklären wir, daß unsere Vertre. tung für Schwerte u. Umgegend nur beim Schneidermstr. Herrn Ortmann ist, der die gleichen Knnahmestele uuserer anderen unnggmestellen und Wagen führt und bitten wir also, die Sachen Schwerter= = Turnverein (Mitgl. d. deutsch. Turnersch.) Mittwoch, den 30. Mai cr., abends nach dem Turnen: Generalversammig. im Vereinslokal. Tagesordnung: 1. Kreisvorturnerturnen. 2. Sommerfest. 3. Verschiedenes. 2001 Der Vorstand. Habe noch umzugshalber spottbillig abzugeben 1 Diwan=Cotelin 38.00 1 mod. Taschensofa mit Plüscheinfassung und abklappbaren Seitenlehnen 49.00 1 nußbaum polierter Herrenschreibtisch 69.50 1 zweitür. nußb. vol. Kleiderschrank 69.00 ca. 30 Stück Stühle ½ Dtd. 23.00 Gallerieleisten 2015 gstigst dort abgeben zu wollen zum Aussuchen, Stück 1.00 Kleiggnosrücke, zam Schparofär)“. Hatomatn## ben zur Trauersalse in kugeste Schwerte, wstenstr. 9. Frist. 1613 H. a. W. Lindackers, Wetter(Ruhr). Auf Vorstehendes mend bemerke ich, daß Bezagneh sämtlich mend bemerke ich, daß sär Sachen auf Wunsch abgeholt und wieder zugestellt werden. W. Ortmann, Schneidermstr Schwerte, Westentor. isgenleldkendten teile ich aus Dankbarkeit gern und nnentgeltlich mit, was mir von jahrelangen qualvoll. Magen= u. Verdanungsbeschwerden geholsen hat. A Hoeck. Lehrerin, Maienfest ohne Kuchen und Pudding ist öde! Man verwende nur Reeses 5 Pfv.-Backpusl ver für 1 1½ Mehl Bei Ressee 10 Pfo-Spar-Paddingpulver spart man den Zescher und erhält delikaten Pflagstpudding. Resses Vontlinsucher ist beliebter Vanille-Ersats. Nr. 124. Dienstag, den 29. Mai 1906. 38. Eine Utopie. Die Abrüstungsfrage ist wieder einmal Gegenstat von Verhandlungen im englischen Parlament gewese und zwar zur Abwechselung diesmal im Oberhaus wo Lord Avebury, der bekannte Förderer der auf eir Besserung der deutsch=englischen Beziehungen abzi lenden Bestrobungen, an jene Aufsehen erregende klärung Campbell=Bannermans über die Einschrän kung der Rüstungen anknüpfte und den Zeitpunkt al günstig erklärte, nach dieser Richtung hin etwas zu tur Hierbei berührte er auch das Verhältnis zu Deutschlan und fügte hinzu, daß man speziell in Handelskreise beider Länder dem Gedanken Ausdruck gebe, daß di beiderseitigen Interessen meist dieselben seien, un daß Friede für beide Teile das wichtigste wäre. Dil Anwort des Unterstaatssekretärs des Auswärtigen doppelte Anzahl derjenigen Deutschlands. Frankreich hat nach einem eben ausgegebenen englischen Weißbuche nur 29, Rußland sogar nur 12 und Italien 16. An Kreuzern besitzt England nicht weniger als 114, Frankreich 57 und Deutschland 47. Gewaltig ist auch der Unterschied in Bezug auf Torpedobote,deren England 251, Deutschland nur 128 besitzt. Die Uebermacht Englands zur See ist so wahrscheinlich, daß man sich eines gelinden Lächelns nicht erwehren kann, wenn man die englischen Friedensphantasien hört, die gut reden haben. Viel Erfolg mit derartigen utopistischen Gedanken dürfte die englische Regierung kaum haben, sie müßte denn selber den Anfang machen, namentlich nach der Richtung hin, daß sie eine völlig aufrichtige und klare, durchsichtige in jeder Beziehung friedensfreundliche Politik treibt, welche auf die übrigen Mäche so überzeugend wirkt, daß auch diese ihrerseits den gleichen Lord Fitzmaurice, war im allgemeinen ziemlich objek: Weg einschlagen. Im nächsten Jahre findet ja wieder tiv gehalten, indem er die Anschauung vertrat, daß dis eine große Friedenskonferenz in Haag statt und dort großen Rüstungen Deutschlands geschichtlich und volli wird man England zurufen können:„Hic Rhodus, hic tisch erklärlich seien, indessen wolle er der Anschauung salta!“ War es doch auf der ersten Konferenz gerade entgegentreten, als ob derartige Rüstungen im Hin=Albion, welches bei jeder Gelegenheit den Hemmschuh blick auf England notwendig seien, da der britischen bildete und vor allem eine Ausdehnung der VölkerPolitik agressive Tendenzen völlig fern. Indessen konn= rechtsbestimmungen auf das Seekriegsrecht nicht wollte auch der sonst so gemäßigte Lord Fitzmaurice den ze. Vielleicht wird England jetzt dort eine andere HalEngländer in sich doch nicht ganz unterdrücken, indem ung einnehmen, aber man wird die Folgezeit abwarer behauptete, England müsse Einspruch erheben gegen en müssen, ob die Besserung eine wirklich aufrichtige jede Vermehrung von Flottenrüstungen, welche als st. Was aber die Abrüstungsfrage anbetrifft, so gilt Gegenmaßregel gegen angeblich geplante Flottenan= ür England der volkstümliche Spruch:„Hannemann, griffe seitens Englands gedacht seien. Das ist eine Anmaßung, welche auf das entschiedenste zurückgewiesen werden muß, denn jede Macht kann seine Wehrkraft so verstärken, wie sie es im Interesse des Landesschutzes für notwendig erachtet. England kann sehr wohl den Rat erteilen, mit den Flottenrüstungen aufzuhören, denn seine Kriegsmarine ist so stark, daß eine weitere Vermehrung nicht erforderlich erscheint. Hat doch England nicht weniger wie 61 Linienschiffe, das heißt die eh' du voran, du hast die größten Stiebel an“. Vom sozialen Felde. (::) Hardt bei M.=Gladbach, 28. Mai. Die Waldile, welche seitens der Stadt M.=Gladbach hier bei Walderholungsstätte für erholungsbedürftige Kinim Blockhausstile erbaut wurde, soll am 1. Juni (nit 30 Kindern eröffnet werden. Die Kinder werden täglich mit der elektrischen Straßenbahn M.=Gladbach—Hardt hin= und zurückbefördert und haben 2—3 Stunden Unterricht; die übrige freie Zeit wird mit Spaziergängen und Spielen ausgefüllt. Beköstigung erhalten die Kinder in der Walderholungsstätte. (::) Emden, 28. Mai. Die städtischen Behörden haben jetzt eine Rechtsauskunftsstelle eingerichtet, in der hier wohnhaften Minderbemittelten beiderlei Geschlechts unentgeltlich Auskunft(mündlich) über Fragen aus den Gebieten der Kranken=, Unfall=, Invaliden= und Altersversicherung, Verwaltungs=, Militärdienst= und(Staatsangehörigkeit=Angelegenheiten, Unterstützungs=, Wohnsitz= und Armensachen, Angelegenheiten des Gewerberechts=, Gesindedienst= und Arbeitervertrags=, Miets=, Ehe=, Vormundschaft=, Erbsachen und Testamentssachen erteilt wird. Westfalen und Rheinland Hagen, 28. Mai.(Eine Schmerzenskunde) erhielt am Samstag der Bäckermeister H. Romberg hier. Vom Oberkommando der Schutztruppen ging ihm die telegraphische Meldung zu, daß sein Sohn Alfred, der als Reiter in Südwestafrika kämpfte, am 21. Mai zwischen Kubub und Amkois durch einen Herzschuß gefallen ist Den schwer betroffenzn Eltern, deren Sohn den Heldentod fürs Vaterland gestorben ist, dürfte die volle Teilnahme ihrer Mitbürger sicher sein. * Oelde, 28. Mai.(Schweinepech.) Wie auf Schweineglück Schweinepech folgen kann, mußte ein hiesiger Züchter vorgestern erfahren. Eine seiner Sauen hatte vor sechs Wochen 16 Ferkel geworfen, wovon nur eins eingegangen ist. Als Verkaufspreis forderte der Züchter von hiesigen Liebhabern für das Stück 27 Mk.; da man ihm aber nur 24 geben wollte, fuhr er mit seinen Viechern zum Ostenfelder Markt. Hier boten ihm die Schweinehändler 23 Mark für das Stück. Als dieses Gebot abgelehnt wurde, machten ihm schließlich die Händler den Vorschlag, die Ferkel nach Gewicht zu kaufen, und zwar wollten sie ihm für jedes Pfund 1,10 Mark zahlen. Auf diesen Handel ging denn auch, so schreibt die„Gl.“, unser Schlaumeier ein. Aber o weh! Die neun Ferkel wogen zusammen 126 Pfund, sie brachDie Schönheit von Remörow. Roman von Bogumil von Czartorski. 40 Erwarten Sie nicht die Zitherspielerin aus dem Gärtnerhause wiederzuerhalten, Ehrenbreit, sonst könnte Ihnen der Moment bittere Enttäuschung bereiten, wo Fräulein von Ruck erscheint, um den Platz derselben einzunehmen. Mit resigniertem Aufseufzen hatte sich der Graf endlich zufrieden gegeben, und dann war„Ahasver“ wieder auf unbestimmte Zeit aus Rembrow verschwunden, ohne seine Adresse zurückgelassen zu haben.„. 4ue, anelug s Krcharte. 81. Was Herrn Steinert, den Obergärtner, unging, so äußerte dieser nicht die geringste Ungeduld, sein Kind wiederzusehen oder auch nur zu vernehmen, wie es ihm in der Fremde ging. Sie machen eine Dame aus ihr. Das will seine Zeit haben. Und bevor sie fertig ist, darf ihre Heimkehr nicht erfolgen,“ sagte er zu der alten Rosalie, während einer ihrer gemeinschaftlichen Mittagsmahlzeiten. Fabian Ludwig endlich, der lebte sein stilles Leben fort, nur war es noch um vieles lichtloser und einförmiger geworden, seit die Natur im Winterschlafe lag und der junge Landmann jene wohltätigen Beschäftigungen in freier Luft fast ganz entbehren mußte, die zu anderer Zeit seine Tage ausgefüllt und ihm den traumlosen Schlaf gesunder Ermüdung gebracht hatten. Er war auch jetzt immerbeschäftigt, aber die Arbeiten, die er innerhalb seiner vier Wände vornahm, ja selbst die Studien, denen er sich jetzt mit doppeltem Eifer hingab und bei denen ihm Pan Biatzeck mit klugem Rate zur Seite stand, vermochten es nicht zu verhindern, daß seine Gedanken urplötzlich eigene Wege gingen, Wege, die allesamt ein Ziel hatten: Liska! Oft erfaßte ihn ein unwiderstehliches Verlangen, seinen Liebling, aller Vernunft, allen Rücksichten zum Trotz, aufzusuchen! In stürmischen Nächten glaubte er Liskas Stimme zu vernehmen, und seine Träume zeigten ihm ihr liebliches Antlitz von Tränen überströmt. Dann sagte er sich: Ich will sie suchen gehen! um sich im nächsten Moment einen Narren zu schelten und schnell nach einem fesselnden Buch zu greifen, um seine Gedanken von der gefährlichen Bahn abzulenken. 1.... Jg, Ganhmann ins.25.. Oskar Hurbing beobachtete den jungen Lanomann insgeheim recht aufmerksam, so oft sich Gelegenheit dazu bot. Er las die traurige Geschichle der Liebe und des Schmerzes von dem ehrAie Kalich Sohlant od Boche und ennd das innige Mitgefühl. Sein neuestes Bild„Passionsbir führte auch seine Gedanken naturgemäß immer wieder aussen Weg. Es war ein Nachtbild, und zeigte im Vordergriden Westhügel von Rembrow, zu dessen Füßen das malerischorf lag, mit seinen vielen kleinen abendlichen Lichtern zu denren Sternenhimmel aufblickend. Mittelpunkt des Gemäldes bildete eine einsame, den auf Hügel befindlichen Ruheplatz einnehmende Frauengestalt, leuchtender Mondstrahl floß silbern über ihr schleppendes ares Gewand hin und ließ die Perlen ihres Geschmeides auffunkeln, gleich Tränen; zärtlich erhellte er das wundersa blasse Antlitz, die schmerzvoll geschlossenen Lippen, die gr#sunklen in starrer Träumerei auf das schweigende Frievensgerabblickenden Augen der einsamen Frau. Doird erraten, daß dieses Bild seine besondere Geschichte hat, d der junge Maler, während er eines Tages sein vollendetterk einer letzten kritischen Musterung unterzog. Aber man Die„Schönheit von Rembrow“ nicht herauserkennen, die wer Personen abgerechnet, die in diese„besondere Geschichterflochten sind. Der Ausdruck, den ich ihren Zügen gab, verandiese vollkommen. Arme, kleine Taube! Wird meine Befürc eintreffen? Wirst Du in verschwiegener Nacht von einer sen, kalten„Höhe“ herab auf die Lichter Deines verloreien Ihparadieses niederschauen, sehnsüchtig bereuend, trostwie? Hoffentlich nicht. Es wäre eine zu harte Strafe für DickDu nicht weißt, was Du tust.. Wer klopft da?“ Bevirbing im stande war, das verhüllende Tuch wieder über hild zu ziehen, war die Tür geöffnet und Graf Ehrenbreit tra „Ichi mir die Freiheit, zu klopfen, Bester! Mich verese besonders danach, einmal wieder einen Blick in Ihre Wez zu tun, besonders da Sie in den letzten Tagen fleißiger vher malten und mir nicht einmal das Sujet res Bildezunt ist.“ Im eAugenblick überkam den Maler ein Gefühl des Erschreckeinn aber sagte er sich: Dieser Moment mußte einmal komntid ich wollte es ja! Mein Bild soll an sein Herz pochen, sohm sprechen, wie keines Menschen Mund es darf und vernasnn ist meine Mission erfüllt und es mag meinetwegen Zuertod oder durch Ehrenbreits Messer sterben. Kurz entschlossen nahm er den Schleier von der auf einem Seitentische stehenden Lampe und trat, sie hochhaltend, vor die Staffelei. „Hier ist das Bild, Ehrenbreit: ein altes Sujet. Es gehört eine Geschichte dazu. Daß ich meiner„Passionsblume“ halb unbewußt eine schwache Aehnlichkeit mit der Schönheit von Rembrow gab und das kleine Dorf gleichfalls verwandte, werden Sie mir sicher nicht übel nehmen; meine Anlehnungen sind zu diskreter Natur, als daß sie irgend einen Beschauer auf die rechte Spur leiten könnten." Ehrenbreit war schweigend vor das Gemäldegetreten; er ließ Hurbings Worte ohne Erwiderung. Seine großen durch das Leiden vergeistigten Augen hafteten unverwandt auf dem blassen Antlitz der„Passionsblume". Hurbing, der ihn mit einer gewissen Besorgnis beobachtete, sah eine leise Röte in das farblose Antlitz steigen und suchte zu ergründen, ob diese der Rührung oder dem Zorn entspringe. Vorderhand sollte es unentschieden bleiben. Der Graf wandte sich plötzlich von dem Bilde und verließ ohne ein Wort oder einen Blick für den Maler das Zimmer, zu unerwartet, als daß der aufs äußerste überraschte Hurbing es vermocht hätte, ihn zu rechter Zeit zurückzuhalten. Einige Sekunden stand er noch so, die Lampe in der erhobenen Rechten, wie angewurzelt vor seinem Bilde, dann kehrte sein alter Gleichmut zurück. Er zog das Tuch vor die Staffelei und trat ans Fenster. Die frühe Winterdämmerung ließ den Nachmittag bereits als Abend erscheinen, obschon es erst vier Uhr geschlagen hatte. Hurbing fühlte sich einsam, auch ein wenig verstimmt, wie es ihm eigentlich hier noch nie geschehen war. Kurz entschlossen, griff er nach Hut und Reitgerte, um sich noch einige Bewegung in freier Luft zu machen. Nicht zum erstenmal und ganz zufällig schlug sein Pferd den Weg nach Ulmenau ein. Er war in jüngster Zeit wiederholt mit Frau von Stablewski zusammengekommen, und diese Begegnungen hatten Bedeutung für ihn gewonnen.„ 138,20 Die ruhige Harmonie dieser Frau in ihrem Denken, Reden und Tun, ihre unbestechliche Wahrheitsliebe, schließlich nicht zum mindesten ihre absolute Unabhängigkeit von dem Urteil der Welt und dieser Welt selbst, gaben jedermann, der in ihre Nähe kam, ein wohltuendes Gefühl von Frieden und Behagen, das Hurbing in seiner Künstlernervosität besonders zu schätzen wußte den also 138,60 Mark oder 15,40 Mark das einem langen Gesicht sund einer Erfahrung reicher s. unser Züchter dann nach Muttern zurückgepilgert sein. *e Essen, 28. Mai.(Ein sonderbarer Kauz. In der Restauration Bögel in der neben dem katholischen Gesellenhause, wollte am Mitt wochabend ein Spaßvogel seinen würden. E8 kund lch vutjängerer Dehate hierfür 25 Mark über hatte. Nach,#rr-datte de wohnenden Friseur uumit, slatrasertem Gesicht und dem Lokal zu erscheinen mit glattichtetten Wesicht un burzgeschorenem Kopfhaar; die 2 Mark wurden bald in Ber umgesebt. 8410 * Düsseldorf, 28. Mai.(Die hiesige kammer) hatte am 13. September v. J. den Schlossermeister Heinrich Krens wegen Betrugs und Unkundenfälschung zu 15 Monaten Gefängnis wevurteilt. Vom Reichsgericht als Revisionsinstanz war dieses, AUrteil aufgehoben und erzielte in der wiederhonen Verhandlung seine Freisprechung. Gesundheitspflege. Mieter Nerish ur bue beber fsgerzeul u. boch dem besoenschwerverdächtigten Galle wird die: übrigens dung mit der Leber immer unfreundliche edeutet werden. Am bekanntesten ist wohl die Reein datz semand eine Laus über die Leber gelauseg des Volks im Sprachgebrauch fähig ist. Es braucht wohl kaum gesagt zu werden, daß die Leber freilich unsern Charakter oder unsere Stimmung divekt nicht zu beeinflussen vermag. Dagegen macht sich ihre mittelbare Wirkung durch die mit einem Leberleiden verbundenen Verdaungsstönungen und zen der menschlichen Psyche außerordenlich bemerkbar. Die Parallele, die der Volksmund zwischen Leber wicht bis zu vier Pfund erneichen kann. Dies ming## lüssigkeit, die in der Gallenblase aufgespeicher. Wilo,h#t die Bestimmung, zusammen mit der Ausscheidung der Bauchspeicheldrüse in den Darm zu fließen. Wird si burch enanthafte zi trit sterungen Gidemn der Leber zuran verhindert, so tritt sie in die##dern der Leber zurück und gelangt in den Blutstrom, wodurch die Haut Ich habe mich in Dortmund, Silberstr. 24 als Spezialarzt für Frauenkrankheiten und Geburtsbulte niedergelassen. Sprechstunden: Wochentags von 11—12 und 3—5 Uhr. Professor Dr. Hans Schröder Privatdozent an der Universität Bonn. Telephon Nr. 2895. 1813 des Menschen die bekannte Färbung erhält, die als Gelbsucht bezeichnet wird. Es ist dann den Nieren vorbehalten, dieser Vergiftung des Blutes durch die Galle entgegenzuarbeiten. Bei ihrem normalen Turchgang durch den Darm hat die Galle, von der täglich erwa 800 Gramm erzeugt werden, die Aufgabe, die worzeitige Fäulnis der Eiweißkörper im Speisebrei zu verhindern und die Fettstoffe zur Verdauung zu Kucher den Gallenauscheibung dat die Leber iher ch anderen höchst wichigen Anforderungen zu genüwechsel führt, namentlich mit Rücksicht auf die Verarbeitung des Zuckers, von dem das Blut nur eine bestimmte Menge zu lösen vermag. Der Rest wird zun Teil durch die Nieren entfernt, zum großen Teil aber durch die Leber aufgespeichert, von wo aus der Zuckr im Zeiten schlechtererErnährung demKörper wieder 3 gute gebracht werden kann. So sorgt die Leber für des Allgemeinbefinden des Menschen und für die Aufrecherhaltung seiner Gesundheit. Dr. Beerwald vergleic sie in den Blättern für Volksgesundheitspflege mit enem sparsamen Hausmütterchen, das die Mi#cel zu Unterhaltung und Ernayrung in Zeiten der Füle sorgsam zurücklegt, damit ihre Pflegebefohlenen wäend solcher des Mangels nicht darben. Der Mensch muß nun aber umgekehrt auch für sine Leber sorgen, und dies Gebot wird leider von vilen mißachtet. Beide Geschlechter sündigen dagega in gleichem Maße, wenn auch auf verschnhrzegung Die Männer setzen ihrer Leber durch das Wi######### ben zu, die Frauen durch ihre Hingabe an die Sklaven der Mode. Die Leberentzündung ist die Krankheit, af die ein Alkoholist am sichersten rechnen kann, und zwe sowohl bei der Völlerei in Schnaps und Wein wie au bei übermäßigem Biergenuß. Das Leiden äußert H zunächst in schweren Verdauungsstörungen, geht alr schließlich in die unsagbaren Qualen der Bauchwasssucht über. Uebrigens wirken auch andere Gifte, e in verbrecherischer Absicht genommen werden, z. B. ksenik und Phosphor, auf die Leber. Bei den Fram ist es vorzugsweise das Einschnüren der Taille, das ie Lebet in ihrer gesundem Tätigkeit und schließlich n ihrem Bestande bedroht, und manche Modedame hatizuverlässiger Quelle gemeldet wird, daß einer der Schützen zum Schuß anlegte, ohne das Vesier, dem Befehle gemäß, sorgfälig eingestellt zu haben. Da tönt es plötzlich neben ihm aus dem Munde seines Allerhöchsten Kriegsherrn:„Du, das kostet mindestens drei Tage wenn's einanderer sieht!“ Nürnbrg, 28. Mai. Eine böse Stiefmutter ist die 34 Jahre alte Monteursfrau Frieda Dobel von hier. Das von ihrem Manne aus erster Ehe mitgebrachte 4 Jahre alté Bübchen mißhandelte sie fortgesetzt und ließ es hungern. Am 17. März wurde es von der Stiefmutter an der Wasserleitung kalt gewaschen, dann mit einem Lineal auf den nackten Körper jämmerlich geschlagen und nach vollzogener Prügelung im kalten Zimmer stundenlang ans geöffnete Fenster gestellt, allein gelassen sund später nochmals geprügelt. Anderntags starb der Knabe infolge Blutergusses ins Gehirn. Die Megäre wurde wegen Körperverletzung mit Todeserfolg zu vier Jahren Gefängnis verurteilt. Mark Twain und der junge Dichter. Ein junger Dichter, der dem bekannten amerikanischen Humoristen Mark Twain ein Gedicht mit dem Ersuchen zugesandt hatte, ihm seine Ansicht darüber zu äußern, erhielt von diesem folgende Antwort:„Sehr verehrter Herr! Der große Gelehrte Agassir empfiehlt den Schiftstellern, Fische zu essen, weil der starke Phosphorgehalt des Fischfleisches einen günstigen Einfluß auf das Gehirn ausübt. Wie viel Fisch Sie essen müssen, kann ich Ihnen nicht sagen, wenigstens nicht mit absoluter Sicherheit. Aber wenn das mir übersandte Probegedicht Ihre gewöhnliche Durschnittsleistung darstellt, so würde ich der Ansicht sein, daß ein paar Walfische täglich das Quantum wären, das Sie benötigen. Es brauchen keine von der größten Sorte zu sein, gute mittelgroße Walfische.“ * Ein vortrefflicher Schütze Sriulichen sondern einfach * Ein vortraiklicher Schütze. In der„guten alten it“ stand einmal ein Rekrut des Nachts Schildwacht an der königlichen Sternwarte in Berlin und sah gedankenlos zum Turme und zum gesternten Himmel himauf Da erschien jemand oben auf der Warte, nach der Meinung des Rekruten, mit einer langen Flinte und zielte damit aufwärts in die Nacht hinein.„Aber ihrem Bestande bedroht, und manche? ne chronische Leberkrankheit durch die Verwirklichig ihrer Vorstellungen von Körperschönheit erworben. Vermischtes. * Der Kaiser in der Schützenlinie. Maße sich der Kaiser auch mit den kleinsten Detailser militärischen Einzelausbildung befaßt, bewies der tonarch, wie nachträglich bekannt wird, gelegentlicher Gefechtsübung des Königs=Regiments auf dem grei Exerzierplatz Frescaty unweit Metz. Der Kaisergte sich hinter die auf dem Boden liegenden Schützenlien und sah nach, ob die Mannschaften die Visiere richt gestellt hatten. Hierbei bemerkte der Monarch, wirus der Meinung des Rekynren, mit einer langen und zielte damit aufwärts in die Nacht hinein.„Aber das möcht' ich doch wissen“, murmelte der Rekrut den Bart,„was der Mann bei der Nacht dort schieße will,“ und dabei folgte er mit den Augen der Richtung die das Fernrohr des Beobachters auf der Sternwarte bezeichnete Plötzlich fiel ein Sternschnuppe hernieder. Dem verdutzten Rerkuten sant kas Gelreht vor Elstaunen aus. 95 rief: Pun möcht' oj. Rekruten sank das Gewehr stunen aus dem Arme und er rief:„Nun nem doch der Schnee verbrennen!! vor Er„Nun möchr eiEr hat'n getroffen!“ Wetterbericht der deutschen Seewarte. 31. Mai. Heiter bei Wokenzug, angenehm warm, meist trocken. 1. Juni. Sonnig, warm, schwül, strichweise GewitVerantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schade, Schwerte. W Heuesle Pfingstkarten wirklich gediegene Arzeugmiege in allen Preislagen. Carl Braus Buch-, Kunst- und Schreibwaren-Handlung Gr. Marktstrasse 3—5. Rob. EppHenr Brückstrasse 1, Schwert, Brückstrasse 1. Grösstes ur feinstes Spezialgescift am Platz Niedrigste Preisel Jeste Fabrikate! Hüte, Mützen, Schirme Herren-Wäsche und Cravzen. — Fabrikation!=„ Schüler-, Vereins- un deamten-Mützen 8; in eigener Wetatt. Peru-Guano (Füllhornmarke) Trink'n wir noch ein Tröpfchen, s dem kleinen Henkeltöpchen neuester humoristischer Rheir gre 1.30 opier 060 Me. Mariechen saß weinend im Garten, im Grase lchlummernd ihr Kind. Walzer mit Text für Klavier 1 Mk. für Orchester mit 50 Texteg. Borfpzelggg 1.20 Mereswoggge ege,# Onde) Erfolgreschr gapiers/g. 4.30 Mi. Soreh, z Greiek Ponischer Biarsg, Reizende G95=Tanz=Gavotte für Klavier 1.50 Mi. Tanze lievder wettet, kanz wein Fotter, Maxz: I. oier mit Tert 1.50 Me. sott unds dos Leven)ve ez Gorrent. Für hohes tiefe Stimme mit Klavierbegleitung 1.20 Mi Sei vegrüßt Du moin s9)vu., Die neuesten komt Vorträge für Karl Fritzsche, Mufienhandlung, Leipzig 28. Hochfein parfümiert. 1902 empflehlt 1286 L. Weinberg. Meine anerkannt seinste Tupt.. 1.25 Mk. p. Pfand empfiehlt Carl Trog. Sershnos für Herren Knaben Kinder. Enorme Auswahl. peilligste Preise. F. Reinee Schwerte, Hüsingasse 14. Zu hab in all. einschl. Geschäften. Wer Stellung sucht, verlange die„Deutsche Vakanzen. pos“, 343, Eßlingen. jede Hausfrau versuche Vorbaums Waschpulver „Eureka!“ Dasselve verhütet das unliebsame Abfärben u. Einlaufen d. Wäsche, erhält die wollene Wäsche wunderbar weichmacht die weiße blitzschnel! blendend weiß und gibt derselben einen höchst angenehmen, frischen Geruch.„Eureka“ w. v den bedeu Hausfr.=Ztgn. 2c. als bestes Gaschm. der Gegenw. empf. u. sollte dah. in kein Haush fehl„Eureka“ kostet pro Paket 15 Pf. u. ist in allen besseren Ge schäften zu haben. 1256 berant Für den Inseratentetl ntwortl: A. Pfau, Schu Schwerte.