numrmmmerr Im Alle Kreis- und Lokalpolizeilichen Verordnungen für den Kreis Hörde erlangen gemäss Bekanntmachung der Königl. Regierung durch Veröffentlichung in der„Schwerter Zeitung“ rechtsverbinckliche Kraft. o 0 C O O O O o o o o o 0 0 Druck u. Verlag von Carl Braus, Schwerte. Fernsprech-Anschluss Nr. 62 Amt Schwerte. Celegr.-Adresse Braus. Schwerte-Kuhr. o und ältestes Tagesorgan des Kreises. Haupt=Annoncenblatt. Die heutige Ausgabe umfaßt 8 Seiten. Ich sag' es j dem, daß er lebt Und auferstanden ist: Daß er in unsrer Mitte schwebt Und ewig bei uns ist. Ich sag' es jedem, jeder sag Es seinem Freunde gleich, Daß bald an allen Orten tagt Das neue Himmelreich. bald darauf starb. Dieses Opfer des roten Terrorismus hinterläßt, wie erwähnt, eine Witwe mit vier unmündigen Kindern. Schamlos war nun die Halrung der Genossen, als sie den Tod ihres Opfers vernahmen. Durch Maueranschläge gaben sie bekannt, daß„Genosse“ Chentin“ als Opfer seiner Pflicht fiel, indem er den Heroismus besaß, im entscheidenden Moment nicht an seine Familie zu denken und mit seinem Tod für eine heilige Sache eintrat. Und um ihn zu feiern, werden die Genossen demonstrativ an seinem Leichenbegängnis teilnehmen. Sie denken aber nicht an dessen darbende Familie. Für diese wird jetzt in bürgerlichen Kreisen gesammelt. Aus Stadt und Umgebung. Schwerte, den 23. Mai. Jetzt scheint die Welt dem neuen Sinn Erst wie ein Daterland, Ein neues Leben nimmit man hin Entzückt aus seiner Hand. Hinunter in das tiefe Meer Versank des Todes Grau'n, Und jeder kann nun leicht und hehr In seine Zukunft schau'n. Der dunkle Weg, den er betrat, Geht in den Himmel auf, Und wer nur hört auf seinen Rat, Rommt auch in Daters Haus. Nun weint auch keiner mehr allhier, Wenn eins die Augen schließt, Von Wiedersehn spät oder früh, Wird dieser Schmerz versüßt. Es kann zu jeder guten Tat Ein jeder frischer glühn, Denn herrlich wird ihm diese Saat In schönern Fluren blühn. Er lebt und wird nun bei uns sein, Wenn alles uns verläßt, Und so soll dieser Tag uns sein, Ein Welt=Vergnügungs=Fest. Opfer eines Paris, 21. Mai. Inmitten der revolutionären Bewegung, deren Unter den Aufständigen befand sich auch der 30 Jahre Unter den aufstant„ unls sich auch der 30 J alte Schlosser Cheutin. Kindern, stand er seit 7 Jahren in der Fabrik in Ar beit. Unwillig hatte er sie am 7. Mai verlassen, aber die Sotiburtcg, v eFrzipgtggße, duß auch er eine Eheutin wakreuzte. Die Ersparni,, der Familie des Ih###urin waren indes bald aufgezehrt, und was die Unterstützungen aus der Streikkasse anbelangt, blieb es bei dem bloße Versprechen. Vor einigen Tagen machte nun die Frau des Cheutin ihrem Gatten die Eröffnung, daß kein Bis sen Brot mehr zu Hause sei. Mit 150 Kameraden, welche die Aussichtslosigkeit eines willkürlich inszenierten Streikes eingesehen hatten, begab sich Cheutin wieder in die Fabrik, uum die Seinen vor dem Hungertode zu schützen. Als er aber am Abend die Arbeit verließ, wurde er von den roten Genossen als Streikbrecher behandelt, das heißt, man verhöhnte und mißhandelte den Armen als einen Verräter an der guten Sache. Cheutin sah ein, daß es für ihn unmöglich sei, am folgenden der Fabrik zu die Acht seitens seiner Berufsgenossen. Aber zu Hause schrien seine Kinder mach Brot! Aus Verzweiflung über seine Lage, für die er keinen Ausweg sah, begab er sich in einen Anstandsort, um sich hier Stemmeisen 12 Stiche in die Brust beizuhringen. überströmt schleppte er sich dann in die polizeistur,n er noch das Motiv seines Selbstmordes bekannt gab und (Weitere lokale Nachrichten s. im andern Blatt.) (Provinzial=Gustav, Adolf=Fest in Schwerte.) Gestern abend fand unter Vorsitz des Herrn Pastor Heinenberg im Saale des Herrn Eckmann eine Versammlung derjenigen Herren statt, welche das Amt eines Sammlers übernommen haben. Bekanntlich ist es Sitte, daß die Stadt, in welcher der Provinz=Verein sein ahresfest feiert, ihm eine größere Festgabe überreicht. Mit warmer, begeisterter Beredsamkeit schilderte Herr Pastor Heinenberg die treue AArbeit des GustavAdolfVereins zur Stärkung der evangelischen Kirche in der Diaspora und bezeichnete es als Pflicht eines jeden evangelischen Mannes, hier einmal zu zeigen, daß er für seinen evangelischen Glauben auch etwas tiefer in den Beutel greisen könne, damit eine stattliche Festgabe zusammenkomme, deren sich die beiden evangelischen Gemeinden der Stadt Schwerte nicht zu schämen brauchen. Auch wir wollen die nun beginnende Einsammlung der Festgabe noch mit einem Worte herzlicher Empfehlung begleiten. Es darf daran erinnert werden, daß es sich um eine Ehrengabe handelt, die dargereicht werden soll, je beträchtlicher, desto ehrenvoller, und daß es daher auch eine Ehrensache für jeden Evangelischen sein muß, bei diesem Anlaß über das gewöhnliche Maß hinauszugehen und einmal etwas Besonderes zu tun.— In sder Versammlung wurde weiter das genaue Programm für die beiden Festtage bekannt gegeben, wie wir es schon in der Nummer vom Montag in der Hauptsache veröffentlicht haben; weiter soll an die hiesigen Werke mit der Bitte herangetreten werden, sie möchten doch allen Arbeitern, die darum nachsuchen, den Nachmittag des Hauptfesttages frei geben und der frohen Hoffnung Ausdruck gegeben, daß man hier sicher keine Fehlbitte tun werde. Größere Geldmittel sind der Ausschmückungs=Kommission zugewiesen, und man darf wohl erwarten, daß alle evangelischen Bürger das Ihrige tun werden, damit die Häuser und Straßen im schönsten Festesgewande prangen, so den lieben Gästen schon zeigend, daß sie herzlich willkommen sind in unserer Stadt. **(Zehnjähriges Stiftungsfest des Kavallerie=Vereins.) Am kommenden Samstag und Sonntag feiert der hiesige Kavallerie=Verein sein 10jähriges Stiftungsfest unter Teilnahme der sämtlichen militärischen Vereine unserer Stadt. Das Fest verspricht in großem Rahmen auf das schönste zu werden, da der festgebende Verein alles ausgeboten hat, um den Teilnehmern die Tage so angenehm wie möglich zu gestalten. Als FestMusik ist die ganze Kapelle der 9er Dragoner in Metz während der Festtage hier anwesend. Das Programm ist in heutiger Nummer der„Schwerter Zeitung" veröffentlicht und kommen wir auf dasselbe noch zurück *r(Spiegelglasscheiben=Verein e. G. m. b. H.) Wir machen Interessenten darauf aufmerksam, daß heute abend die Hauptversammlung der Genossenschaft bei Herrn Leinweber stattfindet. Wie wir hören, entwikkelt, sich die Genossonschaft in erfreulicher Weise. Die Mitgliederzahl, die bei Gründung der Genossenschaft 36 betrug, hat sich inzwischen auf 53 erhöht. Wir wünschen der Genossenschaft eine weiter günstige Entwicklung. (Verbandsfest.) Wie schon gemeldet, wird am Sonntag, den 27. Mai, in unserer Stadt das Verbandsfest der Marianischen Jünglingssodalitäten der Dekanate Dortmund, Hörde und Castrop gefeiert. Wenn nicht alle Anzeichen trügen, wird sich das Fest zu einem glänzenden gestalten. Das Festlokal, der Schützenhof, ist mit seinen geräumigen Hallen wie für das Fest geschaffen und wird den zahlreichen Festteilnehmern es sind bis jetzt schon über 1200 angemeldet— ein benmes Unterkommen bieten. Als Festredner ist der bekannte Dominikaner Pater Stuhlweißenburg gewonnen. Für die gemütliche Unterhaltung werden die Gesangvorträge verschiedener Gesangabteilungen der Sodalitäten und eine 30 Mann starke Musikkapelle sorgen. Wenn das Wetter günstig ist, wird auch der Fest zug der 26 Sodalitäten ein großartiger. Die Mitglieder der hiesigen Sodalität sind fleißig an der Arbeit, um den Festteilnehmern einen schönen Empfang zu bereiten. *(Patenterteilung.) Dem Schreinermeister Herrn Waslowski hierselbst ist ein Putent erteilt worden auf einen sehr praktischen Oberlichthalter„Fortschritt“, mit dessen Herstellung eine größere Hagener Fabrik bereits seit einiger Zeit begonnen hat. (Konzerte im„Freischütz“.) Am HimmelfahrtsTage, morgens von 7 Uhr ab konzertiert bei günstigem Wetter im Walde, die Ruhrtaler Sänger=Vereinigung. Dirigent Herr Musikdirektor Haselhoff, im„Freischütz". Die wackere Sängerschar ist noch ob ihres letzten Kon zertes in bester Erinnerung, ihre meisterhaften Vorträge fanden stürmischen Beifall. Nachmittags ist Militär=Konzert, ausgeführt vom Trompeterkorps der Paderborner Husaren. e(Warnung.) In mehreren Zeitungen wird in letzter Zeit von der Firma„Coza Institut 62 Chanery Pane, London W. C.“ Coza=Pulver angeboten, es soll die Wirkung haben, daß durch seinen Zusatz zu den Getränken dem Trinker die Spirituosen widrig vorkommen, und er deshalb das Trinken unterläßt. Das Mittel besteht im wesentlichen aus verunreingten doppelkohlensaurem Natron und besitzt keineswegs die ihm beigelegten Eigenschaften. Da es für 10 bis 20 Mark abgegeben wird, obwohl der wahre Wert des Mittels nur wenige Pfennige beträgt, so wird vor einem Bezuge durch das Cozainstitut dringend gewarnt. :: Holzen, 19. Mai.(Schulangelegenheiten). Am gestrigen Tage faßten die beteiligten Schulvertretungen von Höchsten sund Holzen, die unter dem Vorsitze des Herrn Amtmanns Edler von Daniels im Lokale des Gastwirts von Aeckeren hierselbst tagten, einen für die fernere Entwicklung und Gestaltung des Schulwesens in unserer Gemeinde höchst wichtigen Beschluß. Danach soll vom 11. April 1907 ab die bisherige Schulsozietät Höchsten, die sich aus Teilen der Gemeinden Holzen des Amtes Westhofen und Niederhofen Wellinghofen und Renninghofen, Amtes Wellinghofen, zusammensetzt, aufgelöst sund geteilt werden, in der Weise, daß die Grenzen nach denjenigen der Amtsbezirke gebildet werden. Der Aufteilung geht eine Vermögensauseinandersetzung voraus, die nach Maßgabe des Steuersolls erfölgt uund demzufolge an die einzelnen Gemeinden die Gebäude und Grundstücke umgeschrieben werden.— Die Schul= und Gemeinde=Vertretung Holzen genehmigte diese Auseinandersetzung sund war im ferneren damit einverstanden, daß unter Aufhebung der Schulvertretungen vom nächsten Rechnungsjahre ab, die Schulanstalten als solche der politischen Gemeinde Holzen umgewandelt werden. eer Holzen, 22. Mai.(Gemeinderatssitzung.) Unter dem Vorsitze des Herrn Gemeindevorstehers Jakobs ffand am Sonnabend in der Wirtschaft Holsiepe hier eine Sitzung der hiesigen Gemeindevertretung statt. Es wurde beschlossen, verschiedene durch den Ausbau des alten Hellwegs entbehrlich gewordenen Wegesplißteile ean die anliegenden Grundstücksbesitzer abzutreten. Der auf dem Sommerberge liegende Interessentenweg soll auf Antrag der Beteiligten erbreitert und ausgebaut werden, wenn, wie das bei den wohnenden Eheleuten Krämer kam es wiederholt zu erregten Aubemnanb.rggunzen, die manchmal zu Tätlichkeiten ausarteten. Als sich heute abend zwischen dem Ehepaar wiederum ein Streit entspann, ergriff der 18jährige Sohn, der Lagerist Krämer, die Partei lder Mutter und feuerte drei Revolverschüsse auf seinen Vater ab, die diesen in die Brust trafen und ihn tötlich verletzten, sodaß seine Ueberführung ins Krankenhaus nötig war. Der jugendliche Revolverheld wurde verhaftet. * Düsseldorf, 22. Mai.(Veteranin.) Im 81. übrigen dort instand gesetzten Wegen größtenteils geschehen, der benötigte Grund und Boden unentgeltlich abgetreten wird. Andernfalls will man die Sache auf sich beruhen lassen, weil die Gemeinde keinerlei ernstliche Verpflichtungen zur Erfüllung der Forderungen hat. An dem gesunden Sinn der Gemeindebesitzer liegt es hier also, daß ihre Wünsche verwirklicht werden. haben umso größeren Anlaß auf das jedenfalls sehr anständige Entgegenkommen der Gemeinde einzugehen, wenn man bedenkt, daß neben den sonstigen Annehmlichkeiten, die gute Wege mit sich bringen, doch auch eine wesentliche erhöhte Wertsteigerung der angrenzenden Grundstücke eintritt. *r Hennen, 22. Mai.(Parzellierung der „Eichelberger Heide".) Dieser Tage war SchlußTermin in dem Parzellierungsverfahren der sogen. Eichelberger Heide bei Hennen, früher zum Hause Gerkendahl, jetzt dem Freiehrrn von Lilien zu Opherdicke gehörend. In Betracht kamen Restparzellen in einer Größe von 80 Morgen. Erzielt wurden im Durchschnitt 500 Mark pro Morgen, was für den Verkäufer gewiß kein schlechtes Geschäft bedeutet, da er früher beim Ankauf für den Morgen etwa 105 Mark gezahlt hat. Der Zuschlag wurde denn auch bereits erteilt. Ankäufer waren zum größten Teile die angrenzenden kleineren Landwirte. Industrie und Handel. (::)(Steigerung des wirtschaftlichen Verkehrs.) Im Ruhrkohlen=Revier ist bereits wieder großer Kohlen= und Kokswagen eingetreten. Zur wirksamen Beseitigung desselben werden von der EisenbahnVerwaltung die umfassendsten Maßregeln getroffen und zu diesem Zweck alle nur eben entbehrliche und für den Transport von Kohlen sund Koks geeignete Wagen em Ruhrrevier dirigiert. Am vergangenen Sonntag wurde schon wieder die erst vor kurzem eingerichtete Sonntagsruhe im Güterzugdienste unterbrochen und eine große Anzahl von Güterzügen im Bezirk den früheregz, Jahren herrschte um diese Jahreszeit stets eine gewisse Fraue im Verkehr, wenigstens hatte die Erienhahnvergal nicht mit einem Wagenmangel zu kämpfen. Der schon auftretende Wagenmangel, trotz der vielen Neubeschaffungen im Wagenpark, zeigt zur Genüge, daß im wirtschaftlichen Leben und Verkehr von einem etwaigen augenblicklichen Stillstand durchaus nicht die Rede sein kann, sondern fortgesetzt eine erfreuliche Steigerung wie nie zuvor in unserem Industriekreise zu verzeichnen ist. Westfalen und Rheinland. rer Sachen wurden 720 Mark in 10 und 20 Maxk=StüDienscherrschaft entwendet hat Außerdem murden im e br=pennag und der im vorigen Sommer im Sauwurde erst vor einigen Tagen ebenfalls wege stahls zu einer Gefängnisstrafe verurteilt. * Meschede, 22. Mai.(Bestrafter Vo Hier faßte ein junger Anstreicher wie es heißt mutwilligerweise an die Drähte der elektrischen Leitung. Sein ganzer Körper krümmte sich zusammen, so daß er den Handwerkslehre im Sprüchwort. Die Handwerkslehre ist eine uralte Einrichtung, weit älter als die Zünfte. Der Landbau bedunfte der„Lehre“ nicht, in diesen wuchs man hinein wie der Baum ins Erdreich. Spinnen, Weben, Nähen, Bauen und Schniten erbten fosgeschleigt in der Famiste fort. Die VeGeschlecht auf Geschlicht in der Fumine fvin. Die B meisterung der Metalle: das Ausschmelzen der Erze, das Gießen der Bronze, das Schmieden des Eisens, das Treiben des Goldes, Silber und Kupfers aber wollte erlernt, das heißt gelehrt sein. Hier versagt der enge Kreis des Hauses und Dorfes; wer diese Künste üben wollte, mußte fremde Meister, deren es anfangs wenige gab, aufsuchen, ihnen lange dienen und noch Geld und Gut für Unterweisung bieten. Daher entwickelte sich in der Metallverarbeitung zuerst das Gewerbe, die Arbeit im Auftrag sund für den Markt. Gewebt, geflochten, gebaut wurde für den eigenen Bedarf; geschnitzt zum Zeitvertreib und zur Ausschmückung des eigenen Heeims. Gegossen, geschmiedet, getrieben für Fremde, für Häuptlinge und für den Tauschhandel. Hier ward die Handarbeit Beruf, also Handwerk.„— Wie die Lehre in Volksmärchen, Erzählungen und Schwänben, zum Beispiel in denen Till Eulenspiegels, uns entgegentritt, kann hier nicht ausgeführt werden. Nur wie der Volksmund die Lehre und die gewerbliche Meisterschaft im Sprichwort beurteilt, mag noch gezeigt werden. Die Plage der Lehre wird unumwunden anerkannt in den Reimsprüchen: Lehrjahre— Schwerjahre. Lehrjahre— Schährfahre. Lärjare sind Pärsare. Lernjahre sind keine Herrnjahre. beim Anreiten auf eine höher gelegene Stelle tem Pferde gestürzt. An ein Anhalten war nicht Hilfe zuteil geworden war, brachte man ihn zu seinen Franken. Eltern. Halle, 22. Mai. In Streckau schlug der Blitz in die * Essen, 22. Mai.(Ein blutiges Famili=elektrische Leitung der Grube„Emma“, an der verschieendrama) spielke sich heute abend gegen 6 Uhr in dene Arbeiter beschäftigt waren. Den Arbeitern wurden einem Hause der Limbeckerstraße ab. Zwischen den dort die Augen ausgebrannt. wohnenden Eheleuten Krämer kam es wiederholt zu ten Auseinandersetzungen, die manchmal zu Tät„„ * Hamborn, 22. Mai.(Schüler=Selbstmord.) Gestern nachmittag gegen 6,30 Uhr hat sich der Schüler Heinrich Busche an der Türklinke der elterlichen Wohnung in der Molknerstraße erhängt. Was den Jungen zu der unseligen Tat getrieben hat, ist noch nicht aufgeklärt. * Mülheim=Rhein, 22. Mai.(Schrecklicher Tod.) Der 7jährige Sohn eines hiesigen Bäckermeisters kam der Tranmission zu nahe so daß er gefaßt und mehrmals herumgeschleudert wurde. Der Tod trat innerhalb dreier Stunden ein. Kleine Chronik. Posen, 21. Mai. In der Nähe von Schokken hat der Schmiedemeister Przikucki den Bautechniker Urban erschlagen. Urban lauerte nachts auf der Landstraße dem Przikucki auf, um ihn zu ermorden, und gab einen Schuß auf ihn ab, der Przikucki am Kopfe streifte. In dem darauf folgenden Handgemenge wurde Urban getötet. Przikucki hat sich der Behörde gestellt und gibt an, in Notwehr gehandelt zu haben. Bei dem Erschlagenen wurde ein langes Küchenmesser gefunden. Oldenburg, 22. Mai. Der Zahntechniker Morisse ist nach Vollführung von Wechselfälschungen, wodurch die Filiale der Oldenburgischen Spar= und Leihbank um etwa 11000 Mark geschädigt nurde, entflohen; er lieh sich außerdem noch vorher von Personen seines Verkehrs etwa 30000 Mark zusammen. Der Staatsanwalt erließ einen Steckbrief und das Gericht verhängte den Konkurs über sein Vermögen. Bühlerthal, 22. Mai. sternnicht vier, Nai. Wie sich herausstellt, sind gegrennicht vier, sondern sechs Kinder ertrunken. Das): Arheiter wurde getötet, einer verwundek. Unglück ereignete sich dadurch, daß die Kinder sich an das sein? Geländer lehnten des plätzlich nachgah und in die hoch Nene Lehle Brahrmetbungen. Großstadtbild. Berlin, 22. Mai. Das Schwurgericht verhandelte seit gestern gegen den Mechaniker Charlet, der angeklagt ist, zusammen mit seiner Ehefrau das vierjährige Töchterchen ermordet, dann die Ehefrau nach Verabrezechnung einer zu sierverlust rklärte, die Strafe anzutreten. Vorzeitige Explosion. König.hütte, 22. Mai. Auf einem Querschlag des Ostfeldes der Königsgrube wurden heute durch vorzeitige Explosion einer Sprengladung ein Bergmann getötet und drei andere wurden schwer verletzt. Todes=Urteil. Dresden, 22. Mak. Der Handlungsgehilfe Arno Hoffmann ist heute abend 6 Uhr vom Schwurgericht wegen Mondes an dem Versicherungsagenten Paul Hart; mann und schweren Rückfalldiebstahls zum Tooc, zu: Jahren Zuchthaus, lebenslänglichem Ehrverlust uno Stellung unter Polizeiaussicht verurteilt worden. Der Konflikt zwischen Oesterreich und Ungarn. Prag, 22. Mai. Das„Prager Tagebl.“ meldet, daß die Ministerpräsidenten Weberle sund Hohenlohe in ihrer gemeinsamen Audienz beim Kaiser am letzten Sonnabend die Kabinettsfrage gestellt hatten. Wekerle habe erklärt, daß er infolge der geänderten Verhältnisse auf dem selbständigen ungarischen autonomen Zolltat# bestehen müsse, während Hohenlohe daran festhielt, daß der gemeinsame Zolltarif unter keinen Umständen als eigener ungarischer Zolltarif durchgeführt werden dürfe. Die Situation gelte als kritisch. Blutige Krawalle in Italien. Cagliari, 22. Mai. Gestern abend begannen in Gennesa bei Iglasias etwa 300 Streikende die Läden zu plündern, wurden aber durch Karabinieri daran gehindert. Als dann die Karabinieri die Menschenansammlung auseinander treiben wollten, wurden sie mit Steinen beworfen und auf sie geschossen. Die Karabinieri erwiderten das Feuer, wobei 13 wurden, davon einer tötlich. Auch in Nebida steckten die Arbeiter das Octroi=Häuschen in Brand und griffen die Karabinieri an, die genötigt wurden zu schießen. Unglück ereignete sich dadurch, daß die Kinder sich an das Gelander leynten, das plotztich machgab mnd in die hochangeschwollene Bühlott stürzten. Die Kinder, sämtlich Mädchen, verschwanden in den Fluten. Bis jetzt sind drei Leichen geborgen. Zwei Kinder gehören dem Malermeister Trenkle, vier dem Flachnermeister Weck. Mainz, 22. Mai. An dem Rheinufer wurden einem Tagelöhner durch Ueberfahren durch ein Automobil beide Beine zerquetscht. Heidelberg, 22. Mai. Beim Legen den Wasserleitung im Bahnhofsgebiet wurden 14 menschliche Skelette zu Tage gefördert. Stark oxydiertes Messing=HalsKettchen und glasierte Tongefäßscherben weisen auf das Mittelalter hin. Landau(Pfalz), 22. Mai. Tödlich verunglückte gestern beim Geschützexerzieren der Kanonier Oeffler der 2. reitenden Batterie des 5. Feldartillerie=Regiments dadurch, daß ihm ein Geschütz über die Brust fuhr. LeffNeue Erdstöße. Newyork, 23. Mai. Am 21. d. Mts. nachmittags wurde das Kohlenrevier im südlichen Illinois durch einen heftigen Erdstoß erschüttert, der die Wasserleitung an der Baltimoer Ohiobahn zerstörte. Kessel=Explosion. Newyork, 22. Mai. In der Zuckerfabrik in Shadyside(New Jersy) explodierte ein Kessel, wodurch sechs Personen getötet und mehrere verletzt wurden. Wetterbericht der deutschen Seewarte. 24. Mai. Veränderlich. Regenfälle, etwas wärmer. 25. Mai. Wolkig, bedeckt mit Regen. Nomal kühl. 26. Mai. Wolkig mit Sonnenschein, windig, kühl, Strichregen, Gewitter. e d6s 5. Geltartilechtesegungvutz Verantwortlicher Redakteur: Wilh. Schade, Schwerte. Geschütz über die Brust fuhr. Leff= Verannborticcher nirnrteur: Wilh. Sche Das Los der Lehrlinge schildert auch folgender Vers: Was der Meister tut, ist wohlgetan, Was der Gefelle macht, geht auch noch an, Der Lehrjunge aber muß Prügel ha'n. Dafür gewähren die nächsten Sprüche dem Lehrburschen enen Trost: Noch nie ein Meister geboren ward, Er mußte in der Jugend lernen hart. Es fällt kein Meister vom Himmel. Die Redensart: Wer zu früh beim Lehrmeister ist ausgetreten, Der ist auf einen Wagen zu kurz, auf einen Karren 33 lang, ist eine Mahnung zum Aushalten in Mühsal. Ein anderer behandelt die Methode, der sich der Lehrling befleißigen soll, damit er hinter Griff und Kniff seines Handwerks kommt, denn Meister und Geselle sind gemeinhin wortkarge Leute ihm gegenüber. Dieser Reimspruch heißt: Stiehl' mit den Augen, Nicht mit der Hand, Dann wirst du was taugen, Und kommst nicht in Schand'! Das Selbstvertrauen der Superklugen wird gedämpft durch die Worte: Wer sich selbst zum Meister nimmt, Hat einen Narren zum Schüler. Vor dem Erlernen und Treiben von Vielerlei warnt das Sprichwort: Wer neun Handwerke erlernt, Dem lohnt das Betteln am besten. Ja, auch das gründliche vielseitige Können, meint der zur Trägheit neigende Geselle, habe seine Gefahren, denn die Erfahrung beweise, daß Wer viel lernt, von dem wird viel verlangt, Aber selten wird ihm dafür gedankt. Wer sein Lehrgeld bezahlt hat, ist Geselle— list eine Redensart, aus der hervorgeht, daß es manchem Meister und mancher Zunft überhaupt weniger aufs Lehren als aufs Einstreichen des Geldes ankam. Die eigentliche Lehre beginnt mit den Wanderjahren des jungen Gesellen, denn Wer wandert in der Jugend, Lernt Weisheit, Kunst und Tugend. Die„Lehre“ hört aber eigentlich das ganze Leben nicht auf: denn: Kein Meister so gut, der nichts zuzulernen hat. Dem ungeschickten, aufgeblasenen Meister hängt das Sprichwort auch gern einen Tadel an. Es sagt von solchem: Mancher will Meister sein Und ist kein Lehrjunge gewesen, oder meink kopfschüttelnd: Wohl gehämmert und übel gemacht, Ist'ne halbe Meisterschaft. Dem Handwerker, der stets die Schuld an seinem unvollkommenen Werk aufs Gandwerkszeug schiebt, ui gez Meisters Hand st das beste Werkzeug. Aber freilich, das Werkzeug will gebildet werden, baher behält auch der Spruch recht, der da sagt: Handwerk hat goldenen Boden nur dann, Wenn der Lehrling was rechts lernen kann!! Am sinnigsten aber wird das ganze Wesen des Handwerks und auch des Geisteswerks charakterisiert durch den Spruch, den wir aks letzten anführen: Meister— wer was ersann, Geselle— wer was kann, Lehrling— jedermann. Wiiig 2 Amtiicher-Rreisbialt * fül den Rreis Norch! Die„Schwerter Zeitung“ erscheint täglich, ausser Feiertags. Bezugspreis: Mk. 1.6s vierteljährlich, bei der Post 42 Pf. für Bestellgeld mehr. Wöchentliche Gratis-Beilage:„Illustrierter Familientreund." o 0 0 O O O O O O O O O 0 o Anzeigenpreis: Die sechsgespaltene Petitzelle oder deren Kaum 10 Pf., Anzeigen von auswärts 1s Pf., Reklamezeise 40 Pf. Erstes und ältestes Tagesorgan des Kreises. Alle Kreis- und Lokalpolizeilichen Verordnungen für den Kreis Hörde erlangen gemäss Bekanntmachung der Königl. Regierung durch Ueröffentlichung in der„Schwerter Zeitung“ rechtsverbinckliche Kraft. o 0 0 O O O O O C o o o 0 o Druck u. Uerlag von Carl Braus, Schwerte. Fernsprech-Anschluss Nr. 62 Amt Schwerte. Telegr.-Aäresse Braus, Schwerte-Kuhr. o Nr. 120. Mittwoch, den 23. Mai 1906. 38. Jahrg. Auzuviel Freundschaft. (Von unserm Berliner Bureau.) Der erste deutsche Reichskanzler wurde mit Recht „der ehrliche Makler“ genannt. Gedankt ist ihm seine Ehrlichkeit in der Vermittlung zwischen anderen Nationen nicht immer, und man hat es dem Fürsten Bismarck nicht verargen können, wenn er einstmals vor versammeltem deutschen Parlament mit mehr Laune als Unmut sagte:„Wir laufen Niemanden nach!“ Bismarck hängte damals dem Russentum die Bewertung seiner Staatspapiere am deutschen Geldmarkt höher, Fürst Bülow hat neulich die Zeichnungsbogen für die letzte Russen=Anleihe in Deutschland bei Seite geschoben. Aus Peterburg hat man drauf jubiliert:„Es geht auch so!" Aber es fragt sich bloß, wie lange? Gewiß, wir wollen es dem Zarenreiche nicht wünschen, aber die inneren Verhältnisse könnten doch recht bald wieder derartig werden, daß es sich freuen kann, daß es an seiner wichigsten Grenze den deutschen Nachbar hat, der wirklich ein„guter Kerl“ ist. Fürst Bismarck ward der„ehrliche Makler“ genannt. Seit seinem Rücktritt hat das Maklertum kein europäischer Staatsmann mehr mit rechtem Erfolg versuchen können; unser Kaiser hat es an Liebenswürdigkeit gegenüber manchem fremden Staat nicht fehlen lassen, er hat die Feuerprobe in kritischer Stunde gemacht, z. B. mit seiner Reise nach England, als die britischen Generale von den Buren in Südafrika noch rechtschaffen geschlagen wurden, und ein Pariser Journal das berüchtigte Bild von Ohm Krüger und der Königin Viktoria brachte, das die Unterschrift trug:„Und das nennt sich Viktoria!“ Auch Kaiser Wilhelm hat mehr als einmal Verkennen und Vorurteil geerntet, wo er rechten Dank verdient hätte. Nun scheint man König len und können„der glückliche Makler". Denn, wie bekannz sieht man in London das Zustandekommen eines asiatischen Ausgleichs mit Rußland als sicher an. England setzt sich mit dem russischen Bären auseinander, braucht also gar nicht mal mehr die japanische Hilfe=Zusicherung. Die englischen Minister hhatten in solchen Dingen weder die erforderliche Ehrlichkeit, noch die glückliche Hand. Doch König Edward Beides! Seitdem man mit Frankreich, Italien und Spanien(vide Alfonsos Braut Ena) und Novwegen(König Haakons Gemahlin) so erfolgreich wirkte, hat auch der konstitutionellste Engländer nichts mehr dagegen, daß sein König die Reichspolitik macht. Riesengroß ist die„Freundschaft der Staaten untereinander“ geworden, fast könnte man sagen, allzuviel ists der Intimität. Wenn alles ein Herz und eine Seele ist, wo bleibt der Eine oder der Andere, über den man, um seinen Herzen Luft zu machen, etwas herziehen kann? Denn das Letztere ist nun mal menschliche Schwäche, und die fehlt auch in der hohen und in der ganz hohen Politik nicht. Zum Glück steckt ja aber Deutschland in der großen Umärmelung noch nicht drin, wir können also immer noch ein kritisches Objekt für die übrigen Herrschaften darstellen. Wir tuen das ja auch, wie allbekannt! Ist es nun ein Glück oder ein Unglück, daß wir außerhalb dieses Freundschaftsringes stehen, dem durch die Einverleibung Rußlands das letzte Siegel aufgedrückt werden soll? Nehmen wir die Dinge mal ganz ernst: Deutschland treibt keine Weltmachts=Politik, das hat es selbst in der Marokkofrage bewiesen. Was wir verteidigen und mit allen Nachdruck wahren, das sind unsere wirtschaftlichen Beziehungen. Darüber sind wir nicht hinausgegangen und werden das auch bünftig nicht tun. Von Seiten des Reichskanzlers ist in der letzten Reichstagssession versichert, das ostasiatische Kiautschau soll für uns keine Fessel werden, und so denken wir von allen. In anderen Staaten— England immer feste voran war man weniger uneigennützig, und entspringt daraus König Edwards Bemühen nach all diesen Freundschaftsschlüssen, gut, wir haben nichts einzuwenden. Aber, aber..., die Zukunft wirds zeigen: die„zusammengeredeten“, Partien taugen im bürgerlichen Leben nichts, und die„allzuvielen allzudicken“ Freundschaften in der Politik auch nicht. Warten wir ab, bis all die guten Freunde sich auf sich selbst, das heißt auf ihre heute doch etwas gar zu sehr über den Kamm geschorenen Spezial=Interessen besinnen. Es kommt alles nach, was vorher mangelte, denn das bißchen Empfindlichkeit, das man bisher gegen Deutschland hegte, baut allein keinen Eintrachts=Panzerturm für künftig. Freilich, es fehlt nicht an Leuten, die dieser DampfFreundschafts=Aktion noch einen weniger harmlosen Beweggrund unterlegen, nämlich den, daß man von London aus diese internationale Freundschaft in Reinkulturen für den Fall züchte, daß sich einmal eine britisch=deutsche Auseinandersetzung ergäbe. Aber die Leute, die so etwas reden, sind natürlich nur„böse Leute“ und bleiben das hoffentlich auch! Lolitische Uebersicht. Flottenmanöver bei Helgoland. — Helgoland, 22. Mai. Die gepanzerte Flote hat heute morgen Helgoland verlassen und manöverierte nördlich von der Insel. Gegen Mittag setzten alle Schlachtschiffe und Kreuzer den Kurs nach der Elbe zu; nur zwei Aviso sind hier zurückgeblieben. Die Manöverflotte kohrte gegen 5 Uhr nachmittags nachHelgoland zurück. Von 2 Uhr ab vernahm man auf der Insel in der Richtung nach der Elbe starken Kanonendonner, ein Zeichen, daß sich die Flotte in einem Gefecht befand. Kurz danach sah man die Flotte in zwei Kolonnen kämpfend auf Helgoland zurückkehren, dicht gefolgt vom Turbinendampfer„Kaiser“ mit den Herren des deutschen Flottenvereins an Bord. Um 3 Uhr war das Gefecht beendet. Der Turbinendampfer„Kaiser“ drehte dicht hinter der Düne um und kehrte nach der Elbe zurück. Graf von Reventlow F. Wiesbaden, 22. Mai. Der Reichstagsabgeordnete Graf Reventlow ist in der letzten Nacht im hiesigen städtischen Krankenhause gestorben. Der in Wiesbaden verstorbene Reichsagsavgeoronete Graf Ludwig zu Reventlow hat nur ein Alter von 42 Jahren erreicht. Er gehörte dem Reichstag seit den letzten Neuwahlen vom Juni 1903 an und zwar als Vertreter des Wahlkreises Rinteln=Hofgeismar=Wolfhagen, wo er in der Stichwahl mit 9500 Stimmen gegen einen Sozialdemokraten siegte, der 4000 Stimmen erhielt. Gras Reventlow schloß sich im Reichstage der Wirtschaftlichen Vereinigung an, zu deren bedeutendsten Mitgliedern er gehörte. Seine mit derbem und großer Schlagfertigkeit ausgerüstete Beredsamkeit erschaffte ihm bald allgemeine Beachtung und auch den besonderen Haß der„Genossen“, die mit seinem Spott am wenigsten verschonte. Als Vorsitzender der schleswig=holsteinischen Gruppe des Bundes der Landwirte trat er namentlich auch für die Interessen des bäuerlichen Grundbesitzes ein, sowie für alle Fragen des Mittelstandes. Die Schönheit von Rembrow. Roman von Bogumil von Czartorski. 80 Ich habe es nicht nötig, Dir zu solcher Zeit die Tür zu öffnen. Es brennt auch kein Licht bei mir. Der Mond muß Dich „Geleiche über ich nußz Dch denuoch biten, u. lassen, so gut Du den fremden Herrn einließest, desse#em Zimmer ich soeben einen Besuch abstattete „Welchen Herrn? Redest Du im Traume?“ Keineswegs. Und wenn Du noch zögerst, den Riegel zur Seite zu schieben, so werde ich Dir beweisen, wie wach ich bin Ihr sollt beide sehen, was es bedeutet, mich überlisten zu wollen!“ Ich bin sicher, er schlägt die Tür ein," flüsterte Wanda dem Rittmeister zu,„auf diesem Wege können Sie ihm nicht entrinnen.“ „Was meinen Sie, was ich tun soll?“ fragte er. Es gibt nur einen Weg, den durch das Fenster, erwiderte das Mädchen.„Der Sprung ist nicht hoch und der Gartenboden nicht hart. Wollen Sie so? Oder erscheint es Ihnen leichter, dem Wütenden entgegenzutreten?“ Vielleicht würde der alte Soldat unter anderen Umständen das letztere vorgezogen haben, wie die Verhältnisse lagen, mußte es indessen sein ernstestes Bestreben sein, dieses Haus, in dem er ein so glänzendes Fiasko gemacht und so viel Verwirrung angerichtet, zu verlassen, bevor man hinter seinen Namen gekomDer alte Habicht sollte, durste niemals dahinterkommen, wer lich hinter dem geheimnisvollen Gaste dieser Nacht verborgen. Eilen Sie!“ flehte Wanda angstvoll.„Was sollen wir tun?“ Der Rittmeister erwiderte nichts. Er tappte zum Feuster und öffnete es leise. Im glelchen Moment trat ein dröhnendgr, Schigg, omeien Flintenkolben des Fürsters herrührend, die folgte.. und noch einer. Dann sprang sie auf und der angenehme Herr Nikolaus erschien auf der Schwelle, hinter ihm di# schreckensbleiche Frau Zacher, in faltigem, weißen Nachtgewande Ihren Blicken zeigte sich Wanda, allerdings votlig angelleidet, aber allein. Das Mädchen stand mit gefalteten Händen in der Nahe des offenen Fensters, durch das die Nachtluft kühl hereinstrich. Der Forster erriet in einer Sekunde den Vorgang, der seinem gewaltsamen Eindringen vorangegangen war.„Also hier hinaus?“ sagte er mit seinem kalten, grausamen Lächeln. „Nun, Minko, da gibt es Arbeit für Dich.“ Die Dogge blickte ernsthaft in das Antlitz ihres Herrn; ihre Lippen öffneten sich ein wenig und sie zeigte die seuchte Zunge. Der Förster wies auf das Feuster und sagte nur:„Minko, ein Wilddieb!“ Er sprach die beiden letzten Worte sehr langsam in einem veränderten eigentümlichen Tone, den das Tier zu kennen schien, denn es flog mit einem gewaltigen Satze an seinem empor und war in der nächsten Sekunde verschwunden, ohne daß einer der Anwesenden recht zu sagen gewußt hätte, auf Frau Zacher und ihre Nichte standen während dieses Vorganges zitternd und sprachlos nebeneinander. Der Förster wandte ihnen jetzt sein noch immer lächelndes Antlitz zu, indem er gelassen sagte:„Nun schließe Teiu, Feugher, Wanda. Es kommt kühl herein für die Nacht. Was zulr Du? Minko wird ihm nicht mehr tun, als er verdient! Glaubst Du, daß Minko ihn in der Tat angreifen wird, Nikolaus?“ sagte Frau Zacher verzweiflungsvoll die Hände ringend.„Und Du läßt es zu? Diese Sache kann Dir Deine Stelle „Seikeine Pute, Mutter Minko undich kennen unsere Pflicht. Uns ist ein Wilddieb wie der andere, ich glaube aber, die Zähne meiner Dogge haben sich niemals an einem durchtriebeneren verIch bitte Dich, Nikolaus, was wird daraus werden?“ Nichts. Diese Sache ist abgetan. Der vornehme Herr wird alle Ursache haben, reinen Mund zu halten. Mich verlangt auch nicht danach, über die Erfahrungen zu sprechen, die wir Deiner leibeigenen Schwestertochter danken. Aber den nächsten Freund des Barons, Wanda, wenn es noch einer wagen sollle, unsere Gastfreundschaft in Anspruch zu nehmen, den werden wir noch ganz anders heimsenden, Minko und ich!.. Geht nun schlafen, Ihr Frauen!" Ja, sa, eine geheimnisvolle Geschichte!“ sagte Vrstze. giuz. he. heid von Plattwitz, gedankenvoll mit ihrer Lorgnei ielene. „Eine Geschichte, wie sie nicht selten in den Stammhäusern unserer edelsten Familien geboren werden und niemals oder erst damn aus Tageslicht kommen, wenn bereits lange Gras darüber gewachsen ist. Ich erlebe dergleichen während meiner Laufbahn als Erzieherin mehrfach und verstehe mich darauf. Nehmen Sie noch eine Tasse Tee, liebe Emilie?" Besten Dank! Abends regt er mich zu sehr auf. Was nun das schöne Landmädchen angeht, so bin ich ganz ihrer Meinung, Madame. Die Kleine sieht aus, wie die Heldin eines Leihbibliothekbandes, eines jener düsteren, rätselvollen Dramen, die englische Federn so meisterhaft nachzumalen verstehen, aussehen muß Und ich denke, es wird sich eines Tages herausstellen, wen wir uns verpflichteten, indem wir das reizende Kind in unsere ganz besondere Obhut nahmen.“ Das erwarte ich Baron Ruck deutete auch dergleichen an. Was unsere Damen angeht, so sind sie gleichfalls sanit und sonders gern bereit, die in der Verborgenheit eines ländlichen Eilaudes aufgewachsene Nichte des Barons als Romauheldin anzusehen, und das entspricht ganz meinen Wünschen; denn sie würden das Mädchen unter anderen Umständen nicht unter sich dulden wollen, und ich würde es ihnen nicht zugesellen dürfen. So aber, da etwas wie eine unsichtbare Krone über dem blonden Haupte der Kleinen schwebt, wagt man ihr nicht anders als mit Rücksicht zu begegnen; daß sich in diese eine leise Scheu mischt, vermag ich nicht zu ändern. Es gibt eben keine Anknüpfungspunkte zwischen unseren jungen Damen und dem Waldblümchen. Die Zeit und unsere Bemühungen müssen hier das Dieses Gespräch fand an einem rauhen Novembertage zwischen der Pensionsvorsteherin Fräulein Adelheid von Plattwitz und deren Freundin und Beraterin der englischen Lehrerin Miß Redburn statt. Fräulein von Plattwitz hatte im denden, nun verstorbenen Schwester des Barogs.. u# hindurch als Gesellschafterin und Pflegerin eine Berrranenosterlung eingenommen und stand nun, gleichfalls seit Jahren, dem in Westend befindlichenaristokratischen Pensionatevor, das einen Baron Ruck hatte Fräulein von Plattwitz wahrheitsgetren mitgeteilt, daß seine Nichte infolge eigenartiger Familienverhält. nisse einsam auf dem Lande, nahezu ohne jede Erziehung aufgewachsen sei, und er es zur ernstesten Aufgabe seines Lebens gemacht habe, sie an einen ihrer würdigen Platz zu stellen. * ∆ — Der projektierte Friedenspalast im Haag Der neue Haager Friedenspalast. Andrew Carnegie, dieser amerikanischen Kunstmäzen und Krösus, hat bekanntlich für die Sitzungen des Haager Schiedsgerichtes ein eigenes Heim ins Auge gefaßt. Er hat den Bauplatz geschenkt und einen Wettbewerb für einzureichende Bauentwürfe ausgeschrieben. In der Frist, die vom 15. August vorigen Jahres bis zum 15. April dieses Jahres lief, sind dem Preisrichterkollegium von 217 Bewerbern 303 Entwürfe übermittelt worden. Als Preisrichter fungierten neben Herrn Carnegie Sachverständige für Architektur aus allen zivilisierten Ländern. Für Deutschland der Geheime Baurat Ihne=Berlin, für Oesterreich Professor König=Wien. Mit dem ersten Preis(20000 Mark) wurde der Entwurf des Baumeisters Cordonnier ausgezeichnet, der auch zur Ausführung erworben wurde. Den zweiten Preis(15000 Mark) erhielt gleichfalls ein Franzose, Herr Marcel=Paris, den dritten Preis(10000 Mark) der Charlottenburger Architekt Franz Wendt, den vierten Preis(8000 Mark) der Baumeister Otto Wagner, Wien, den fünften Preis(5000 Mark) der Amerikaner Howard Grenley und den sechsten Preis(5000 Mark) der Amerikaner Olin. Der zur Ausführung angenommene Entwurf Cordonniers lehnt sich in seinem Stil an die altfranzösischen Schlösser an. Den Hauptbau im Innern nimmt die große Sitzungshalle ein, zu der man über eine gewaltige Marmortreppe gelangt. Zudem sind Räume für eine kolossale Bibliothek und Zimmer für die einzelnen Richter und ihre Kommissare, sowie für die Kommissionsberatungen vorgesehen. Herr Cordonnier, der Sieger im Wettbewerb, ist zur Zeit 52 Jahre alt, er entstammt einer alten Architektenfamilie. Er hat die Kunstschule in Paris besucht und sich 1881 in Lille niedergelassen. Zunächst lenkte er durch hübsche Kirchenbauten die Aufmerksamkeit auf sich. Hierdurch ermutigt beteiligte er sich 1885 an einem Wettbewerb um den Neubau der Amstersamer Fondsbörse. Unter 170 Bewerbern erhielt er den ersten Preis. Seine Leistungen wurden von jetzt an anerkannt, so erhielt er auf den Weltausstellungen in Chicago, Brüssel und Paris den großen Preis, sowie auf kleineren Ausstellungen Medaillen und andere Auszeichnungen. Einen Weltruf aber verschaffte ihm das Pariser Pasteure=Denkmal sowie das neue Rathaus von Dünkirchen. Aus Stadt und Umgebung. Schwerte, 23. Mai. Die Sehkraft bei den Schulkindern. Bei einer Versammlung der Leiter der Elementarschulen in Wien hat Prof. Schnabel, der Chefarzt der dortigen ersten Augenklinik, einen Vortrag über die Kurzsichtigkeit bei Schulkindern gehalten und wieder darauf hingewiesen, daß dies Leiden bei der jetzt aufwach senden Generation äußerst häufig ist. Er hat die Augen von mehr als 4000 Kindern beiderlei Geschlechts im Alter zwischen 6 sund 14 Jahren geprüft, außerdem 1450 Augen von Knaben und Mädchen im Alter zwischen 14 und 19 Jahren. Der Fachmann ist der bestimmten Ansicht, daß die Schularbeiten an sich nicht für eine Kurzsichtigkeit von verhältnismäßig hohem Grade verantwortlich gemacht werden könnem Im allgemeinen sei das Uebel angeboren, meist hervorgerufen durch eine übermäßige Krümmung der Linse. Die Verhältniszahl der Kurzsichtigen im Alter von 6 bis 14 Jahren ist beinahe feststehend. In den höheren Schulen ist sie etwas häufiger, aber doch nur um einen geringen Betrag. Ihr Vorkommen bei jungen Leuten höheren Alters beruht teilweise auf erblichen Einflüssen und zum andern Teil allerdings auch auf der Ausführung seiner Arbeiten, wie Nähen, Radieren, Uhrmachen usw. Sehr selten, wenn überhaupt, kommt es vor, daß schwere geistige Anstrengung, wie bei der Vorbereitung zu den Prüfungen, oder anhaltendes Lesen, gute Beleuchtung vorausgesetzt, zu einem Verlust der Elastizität der Linse führt. Auch wenn das Lesen bei ungenügender Beleuchtung geschieht, kann es zwar dem Auge gefährlich werden, aber doch ohne eine Kurzsichtigkeit zu veranlassen. Uebersichtigkeit ist auch bei verhältnißmäßig vielen Kindern zu finden, und diese Tatsache wird von Schnabel als besonders wichtig bezeichnet, da die meisten dieser Kinder, wenn sie nicht eigens von einem Augenarzt untrsucht werden, gewöhnlich einfach für kurzsichtig gelten, weil sie die Gewohnheit haben, ihre eAugen beim Lesen oder Schreiben sehr (Weitere lokale Nachrichten s. im anderen Blatt.) **(Zum Himmelfahrtstage.) Auf den 40. Tag nach Ostern fällt das Himmelfahrtsfest, der Vorläufer des lieblichen Pfingsten. In erster Linie ein kirchlicher Feiertag, der uns an Christi Himmelfahrt, an das wunderbare Ereignis erinnert, das den Erdenwandel des Gottessohnes abschloß, ist der Himmelfahrtstag aber auch ein Fest, das uns die heutlichen Wunder des jungen Lenzes in ihrer vollsten Entfaltung zeigt und uns mit Allgewalt hinauszieht in den Tempel der Natur, des allgütigen Schöpfers Allmacht zu preisen, hier des Herzens Sehnsucht nach Licht und Schönheit und nach reinem Gottesfrieden zu stillen uund uns an die ewige Heimat, an die himmlische Freube und Schönheit, mahnen zu lassen. Kein Wunder alsso, daß Himmelfahrt auch ein Tag des frohen Wanderns geworden ist durch Wald und Hain und Wiesen und Feld, wo das Grünen und Blühen just kein Ende nehmen will. Da wird die bedrückte Brust weit, voll Dank gegen Gott und in das bekümmerte Herz zieht neue Freude und neues Hoffen ein, da fallen die hemmenden Fesseln trüber Gedanken und Stimmungen und ein froher, frischer Mut zu weiterem Schaffen tritt an ihre Stelle, das Gemüt wrd empfänglicher für alles Gute und Schöne und das gibt uns Trost und Kraft. So klingt die frohe Kunde vom Feste Christi Himmelfahrt über Täler und Höhen, Stadt und Land, durch das Duften und Blühen und die jubelnde Frühlingspracht, uns zugleich daran erinnernd, daß wir in dieser Welt, die jetzt so schön, keine bleibende Stätte haben, daß sie nur ein Abglanz der ewigen Heimat ist, zu der des Meisters Himmelfahrt uns den Weg weist. **(Von der Bahnhofserweiterung Schwerte.) Augenblicklich bietet unser Bahnhof wieder das Bild regster Betriebsamkeit. An beiden Bahnsteigen ist eine Menge Arbeiter beschäftigt, den Kies und ausgefüllten Boden in Tiefe von reichlich einem Fuß auszuheben und zu verladen. Beide Bahnsteige sollen nämlich, nachdem sich das Erdreich in den 13 Monaten seit der Inbetriebnahme des neuen Empfangsgebäudes genügend gesetzt hat, mit Beton ausgefüllt werden. Auf den Beton werden alsdann Zementplatten von 50 Zentimeter Seitenlänge verlegt werden. Auf dem zweiten Bahnsteige wird außerdem augenblicklich aus Eisenkonstruktion ein Aufenthalts= und Dienstraum für den geweilig diensttuenden Beamten neu gebaut; in diesem Raum werden künftig bei Gelegenheit starken Verkehrs Fahrkarten zur Ausgabe gelangen. Der von den Bahnsteigen ausgehobene Boden wird auf Arbeitswagen in die freigelassene Lücke zwischen den Schienensträngen auf Wandhofener Gebiet bis Block Steinhausen geschafft. Zur Planierung derselben sind 14000 Kubikmeter Boden erforderlich. Auf diese Anschüttung werden später die Personengeleise der Strecke Schwerte=Hagen verlegt werden, wenn für die Iserlohner Strecke die erforderliche Brücke eingebaut wird. Später, nach Vollendung der Iserlohner Srecke, wird der mittlere Strang für Züge dieser Linie bestimmt sein; alsdann wird auch der bereits vorgesehene dritte Bahnsteig an unserem Bahnhof ausgebaut werden. So lange wird es auch voraussichtlich dauern, bis die im mittleren Teile der großartigen Unterführung am Holzenerweg noch fehlenden Eisenkonstruktionen gebaut werden, da diese Anlage aus dem Fond der Strecke IserlohnSchwerte bestritten wird. An genannter Unterführung werden augenblicklich an dem neu erbauten nördlichen Teile zwei Paar eiserne Brücken neb stden zugehörigen Pfeilern montiert. Von den vier neuen Stellwerken ist Die Schönheit von Roman von Bogumil von Czartorski. 31 Er unterließ es auch nicht anzudeuten, daß das Mädchen beZimmt set, dereinst eine Stellung von Rang in der Gesellschaft einzunehmen. Fräulein von Plattwitz, im Pensionat kurzweg Madame gegannt, versprach, ihrerseits Liska in ihre besondere Obhut nehmen zu wollen und dafür zu sorgen, daß des Mädchens ländliche Manieren nicht Veranlassung zu Spötteleten seitens der anderen Pensionärinnen gäben. So befand sich denn das Wohl Liskas vorläufig in guten Händen, und Ruck konnte seine übrige Zeit gun ernstlich den geschäftlichen Arrangements widmen, die für e Adoptierung und Sicherstellung seiner Nichte erforderlich waren. *„Was Liska selbst anbetraf, so schien sich diese nicht gerade behaglich zu fühlen, als ihr väterlicher Beschützer sie in das mächtig große, neumodische Pensionshaus führte, als dessen Pforten sich dröhnend zwischen ihr und der sonnenbeglänzten Straße schlossen, und sie nun in einen engen, modischen Reiseanzug, wogan die langen dänischen Handschuhe nicht das am wenigsten Zubequeme waren, gepreßt, in einem eleganten Empfangszimmer stand, bis Madame geruhen würde, zu erscheinen. Dieser Raum war hervorstechend modern eingerichtet und der darin herrschende künstliche Wohlgeruch erweckte, im Verein mit den fremden, blendenden Farben und Gegenständen ringsumher, ein Gefühl der Beklemmung in Liska. Jedes Bild, jede Statue hier schien dazu angetan, ste zu erschrecken und einzuschüchtern. Madame selbst wirkte mit ihrer hohen, stattlichen Geun, ihrer ausgesucht geschmackvollen Kleidung und ihren tadellos vornehmen Manieren sehr ahnlich auf das Mädchen. Liska verriet indessen so wenig wie möglich davon und machte einen außerordentlich günstigen Eindruck auf die Vorsteherin. Fräulein von Plattwig meinte es diesem sanft erscheinenden, hinreißend schönen Kinde gegenüber, das mit gesenkten Augen und einem lieblich bescheidenen Lächeln auf den Lippen vor ihr stand, sehr leicht mit dem Lehren und Erziehen zu haben. „Wis werden gut miteinander auskommen, dessen bin ich gewiß,“ sagte sie in ihrer liebenswürdigen Manier mit der kühten gepflegten Hand leicht Liskas Wange berührend.„Es soll Sie in Erstaunen versetzen, was wir aus Fräulein von Ruck machen, verehrter Baron. Lernten Sie bereits tanzen, liebes Kind?“ „Mein Himmel, nein!“ entgegnete die Angeredete mit so erstauntem Anblick, als habe man sie über ihre Kunstfertigkeit auf dem Seile befragt Madame ließ ein wohlklingendes Lachen ertönen.„Um so besser! Dann haben wir nichts zu korrigieren. Ihre Nichte wird ein Wunder von Grazie werden, Baron, ich verspreche es Ihnen!“ sagte sie.„Wollen wir jetzt das Zimmer der jungen Dame in Augenschein nehmen? Es liegt nahe dem meinigen, und ich wünsche zu erfahren, ob alles darin Ihren Wünschen entspricht. Für die erste Zeit beabsichtige ich meine neue Pflegebefohlene ein wenig isoliert zu halten; sie muß erst in Formen und Gebräuche dieses Hauses hineinwachsen. „Ich hoffe, daß es bald geschieht. Ich hoffe, daß meine kleine Liska Ihnen wie mir Ehre machen wird," erwiderte der Baron, liebevoll seine Hand auf das gesenkte Haupt des Mädchens legend. „Sie werden Ihre Nichte in wenigen Wochen nicht wiedererkennen!“ Diese von einer charakteristischen Handbewegung begleiteten Worte der erfolgssicheren Dame veranlaßten Liska, sich strammer aufzurichten und ihre zehn gespreizten Finger in eine etwas gefälligere Form zu bringen, während sie verstohlen seufzend dachte:„Wenn sich alle Pflichten meines neuen Lebens o einengend wie diese Handschuhe erweisen, dann werde ich es wahrscheinlich niemals erkennen, eine Dame nach dem Sinne meines Herrn und Gebieters zu werden!" Nachdem Baron Ruck die notwendigen geschäftlichen Angelegenheiten in der Hauptstadt erledigt hatte, griff er zufriedenen Gemütes wieder zum Wanderstabe. Liska schien ihn ohne besondere Unruhe scheiden zu sehen, obschon sie eine große Zuneigung und Anhänglichkeit für ihn an den Tag legte in ihrer wortkargen und dennoch beredten Sprache, wobei Augen- und Mienenspiel das meiste tun mußten. Sie hatte den festen Vorsatz gefaßt, das Heimweh in sich nicht aufkommen zu lassen, sich stark und fest zu zeigen während dieser notwendigen Lehrzeit, niemals und niemand zu verraten, wie angstvoll hr vereinsamtes junges Herz in der Fremde pochte Aber schon während der ersten Woche nach des liebevollen Oheims Entfernung, nachdem die erste Erregung sich gelegt hatte und der Anblick des vielen Neuen und Fremdartigen in ihrer Umgebung ihre Sinne und Gedanken nicht mehr völlig in Anspruch nahm, trat eine trostlose innere Leere ein, ein Gefühl der Verlassenheit des Heimverlangens, so intensiv, so mächtig, daß sie kaum seiner Herr zu werden vermochte. Allabendlich versammelten sich die zwölf Schülerinnen des Instituts in dem großen Arbeitssaal zu ebener Erde, um unter Aufsicht einer Lehrerin ihre Aufgaben zu erledigen. Liska hatte in dieser ersten Zeit viel zu tun, da sie sich noch mit dem ABG alles Lernens abquälen mußte, und so benutzte sie gut die Hälfte der festgesetzten Arbeitszeit dazu, ihre Gefährtinnen einer verstohlenen Musterung zu unterziehen, vergeblich bemüht, in einem oder dem anderen Antlitz etwas wie Güte und Teilnahme, einen einzigen warmen, weichen Zug zu entdecken. „Wenn sie nur wüßten, wer ich einmal sein werde!“ sagte sie sich;„es ist nicht anzunehmen, daß viele unter diesen Mädchen einen ähnlich vornehmen Freier im Hintergrund haben wie ich. Und keine von ihnen ist auch nur zur Hälfte so schön wie Liska Steinert! Während derartige Gedanken ihren Sinn durchkreuzten, erhob Liska unwillkürlich das reizende Haupt. Ihre schwarzen Augen glühten auf, mit halb verachtungsvollem, stolzen Blick die halbe Reihe gesenkter Mädchenköpfe streifend. Da begegnete ihr Blick einem still auf sie gerichteten Augenpaar, das einen Ausdruck trug, der ihr das Blut in die Wangen trieb. Diese Augen mußten in den Seelen zu lesen verstehen. Die Besitzerin derselben hatte ihr Haupt, es war ein vornehmes, dunkelhaariges Haupt, in eine schmale, von wertvollen, alten Spitzen umsäumte Hand gestützt und schien über der Beobachtung Liskas ihr Pensum vergessen zu haben. Jetzt, als sie wahrnahm, daß das Mädchen verwirrt wurde, kehrte ihre Aufmerksamkeit zu dem vor ihr liegenden Buch zurück, und Liska erhielt dadurch Gelegenheit, nun ihrerseits die interessaute Erscheinung in allen Einzelheiten zu prüfen. Sie wußte, daß die Besitzerin der sprechenden Augen von besonders vornehmer Abkunft war, und hatte sie immer sehr bewundert, obschon kalt gefunden. Diesen Abend lag ein Schein von Güte wie Mondlicht über dem blassen, stolzgeschnittenen Mädchengesicht, und Liska drang es bei dieser Wahrnehmung warm zum Herzen. 138.20 R eines bereits mit elektrischem Antriebe versehen; die beiden im Raigen des Bahnhofes gelegenen Stellwerke, von denen das der Egen'schen Fabrk gegenüberliegende mit dem Abkumulatorenraum zur Aufspeicherung elektrischer Energie verbunden ist, werden in nächster Zeit ausgerüstet werden. Für eine notwendig werdende rbreiterung der Gütergeleise hat die Eisenbahn westlich vom neuen Uebernachtungsgebäude auf Wandhofener Gebiet Grunderwerbsverhandlungen gepflogen bezw. schon zum Abschluß gebracht. **(Aus der katholischen Gemeinde.) Am Montag Abend hielten die kirchlichen Organe eine Sitzung ab, in welcher eine zwölf Punkte umfassende Tagesordnung vorlag. Von Interesse sind folgende Sachen: An den Kohlenhändler H. Fischer wurde ein Teil des früheren Pastoratsgartens an der Kampstraße— zirka 25 Ruten — zum Preise von 250 Mark fün die Rute verkauft. Ein Angebot auf Kauf des alten Pastoratgebäudes nebst dem übrigen Teil des Gartens für den Preis von 18000 Mark wurde abgelehnt, da nur eine ganz geringe Anzahlung geleistet werden könnte und der Verkauf gegen Bar erfolgen soll. Um unnötige weitere Reparaturen zu vermeiden und Unglücksfälle zu verhüten, sollen die Schiefer an der alten Kirche abgedeckt und die Kirche selbst durch Herrn Rechtsanwalt Thoholte auf Abbruch verkauft werden. Am Hauptportal der neuen Kirche soll ein Windfang angebracht und die Kirche mit Blitzableitern versehen werden. Die Arbeiten werden ausgeschrieben. Ein Antrag auf Ankauf eines Grundstückes zur Vergrößerung des Pastoratgartens, sowie der Antrag auf Erhöhung des Gehaltes für den Herrn Kaplan wurden vertagt, um erst festzustellen, welcher Steuerbetrag zur Verfügung steht. ** Westhofen, 22. Mai.(Ausflug.) Der hiesige Kriegerverein unternimmt am Himmelsfahrtstage den seit alters her gebräuchlichen Ausflug nach Stehm's Wiese, wo Freibier usw. an die Mitglieder verabreicht wird. Hoffentlich hat der Wettergott einen guten Tag, daß er nicht seine„fließenden Bächlein“ von oben herab gießt. * Berghofen, 21. Mai.(Das Fest der goldenen Hochzeit) begehen am Mittwoch den 23. d. M. die Eheleute Berginvalide Lud. Harde, Obermarkstraße wohnhaft. Das Jubelpaar erfreut sich noch großer körperlicher Frische und geistiger Regsamkeit. Eduard Peter von hier betroffen. In einem unbewachten Augenblick— der Ehemann befand sich auf Schacht und die Frau hing Wäsche auf— stürzte das einzige, 20 Monat alte Töchterchen Elisabeth in einem mit Wasser gefüllten Waschkessel und ertrank. * Hamm, 22, Mai.(Ertrunken.) Beim Spielen stürzte der etwa 8 Jahre alte Sohn des Arbeiters Pinnekemper, Mittelstraße, heute nachmittag in den Mühlenkolk am Nordentor und ertrank. Nach seiner Leiche sucht man noch. Münster, 22. Mai.(Vier Hochzeiten in einer Familie.) Gestern begingen hier die Eheleute Bureauvorsteher Laumer das Fest der silbernen Hochzeit. Mit ihnen feierten die Eltern des Jubilars die goldene und ihre zwei Töchter die grüne Hochzeit. Eine gewiß seltene Feier. * Plettenberg, 22. Mai.(18000 Mark unterschlagen) hat der Buchhalter Walter Selle bei der Firman Wallach in Plettenberg. Er hat den Betrag, der ihm im Januar übergeben worden war, für sich verwendet und den betreffenden Brief mit Papierschnitzeln gefüllt. Selle war ins Ausland geflüchtet sund in Brüssel verhaftet worden. Die Strafkammer verurteilte ihn zu 1 Jahr 6 Monaten Gefängnis. Von dem gestohlenen Geld wurden noch 16980 Mk. bei ihm gesunden, welche der Firma zurückgegeben worden sind. Bielefeld, 21. Mai.(Heimlichentfernt) haben sich plötzlich aus der Wohnung der Eltern die 16jährige Emma Peters und die 13jährige Schülerin Anna Kipp von hier. Die erstere hat die Ersparnisse ihrer Mutter im Betrage von 212 Mk., sowie eine lange goldene Damenhalsbette und zwei Granatbroschen im Gesamtwerte von etwa 70 Mark mitgenommen. Da die Emma Peters schon mehrmals bei Theateraufführungen mitgewirkt hat, wird angenommen, daß sie mit dem vorgestern von hier verzogenen Theaterpersonal, unter Mitnahme der Anna Kipp, abgereist ist. Westfalen und Rheinland *Lütgendortmund, 22. Mai.((Genickstarre.) Die beiden Knder Anna und Lisbeth des Bergmanns Bödecke, Amtstraße 55, fünf und drei Jahre alt, wurden von der Genickstarre befallen. Im katholischen Krankenhause, wohin man die Kinder gebracht hatte, ist die jüngre gestorben. **Herne, 21. Mai.(Von einem betrübenden Unglücksfall) wurden die Eheleute Bergmann Freischütz. Am Himmelfahrtstage, morgens von 7 Uhr ab Früh-Konzert im Walde der Ruhrtaler Sängervereinigung Schwerte. Dirigent Herr Musikdirektor Haselhoff. Entree inkl. Programm 30 Pf. Nachmittags 4 Uhr: Kiniär-Könzert ausgeführt vom Trompeterkorps des Husarenregiments Kaiser Nikolaus II. von Rußland, Westfäl. Nr. 8 aus Paderborn unter persönlicher Leitung des Königl. Stabstrompeters Herrn Schüler. Eintritt einschl. Programm Vorverkauf 40 Pf. Vermischtes. F(Ein vogtländischer„Vulkan".) Daß sich einst mitten in Sachsen, im Vogtlande, ein feuerspeiender Berg befunden hat, der noch jetzt in seiner Kratermulde Asche und Lava aus der Zeit seiner Tätigkeit birgt, ist weniger bekannt. Es ist dies der zwischen Bad Elster und Franzensbad gelegene Kammerbühl, den Goethe im Zusammenhange mit den heißen Sprudelquellen von Karlsbad bringen wollte. Im Vogtlande rumoren auch jetzt noch die unterirdischen Geister jahrein, fahraus. Seit 1875 hat man nicht weniger als 25 Erdbeben beobachtet, die aber wohl nicht vulkanischer Natur gewesen sind. *(Großbrauerei=Nebeneinnahmen. Wie hoch sich das in großen Restaurationsbetrieben Berlins(und wohl auch anderer Großstädte) angelegte Kapital verzinsen kann und wie beträchtliche Nebeneinnahmen die 50 Großbrauereien daraus ziehen, dafür liefern die GeDr. Crato's Backpulver, Puddingpulver, Vanillezucker mit Prämien-Bon empfiehlt Cart Trog. Wer 50 ausgeschnittene Prämien-Bons einsendet, erhält gratis und franko 1 Dose fl. Bieletelder Biscaits. schäftsergebnisse der Aktiengesellschaft„Zum Prälaten“ ein Beispiel. Sämtliche Akien(117000 Mark) dieser Gesellschaft gehören, wie der„Vorwärts“ mitkeilt, zum Besitzstande der Großbrauerei Schöneberg. Im Vorjahre wurden 35 Prozent Dividende erzielt und im letzten Jahre der Fleischteuerung sogar 39 Prozent! Der Mehrverdienst scheint durch den Bierausschank erzielt worden sein. Die Brauerei selbst zahlt 12 Prozent Dividende. *(Ueber einen rauflustigen Steuerpflichtigen) berichten schweizerische Blätter: Ein Mann in Bären im Kanton Bern, der von der Steuerkommission höher eingeschätzt wurde, mißhandelte den Präsidenten der Kommission so, daß sich dieser ärztlich behandeln lassen mußte. Die Folgen dieses Gewaltaktes dürften den Mehrbetrag der Steuer erheblich überschreiten. *(Strafe muß sein.) Ein Offizier sandte mehrmals Dienstbriese von Kassel nach Erfurt und schrieb auf die mit Dienststempel versehenen Umschläge„Heeres=Sache". Wie die Zeitschrift des Deutschen Sprachvereins mitteilt, hat die Post vom Empfänger trotz der Dienststempel Strafe erhoben, weil anstatt des Fremdwortes „Militaria“ auf dem Umschlage links unten„HeeresSache“ stand. Denn die deutsche Post erachtet dieses gute deutsche Wort für ungebräuchlich. *(Atmende Brunnen.) In der Nähe von Genf gibt es Brunnen, die bei niedrigem Barometerstande „ausatmen“, d. h. es entströmt ihnen Luft, die wahrscheinlich aus unterirdischen Räumen herrührt. Ed. Sarasin hat die Luft, die hierbei entweicht, untersucht und gefunden, daß sie im Vergleich zu normaler atmosphärischer Luft eine besonders hohe elektrische Leitfähigkeit aufweist, was darauf hinzudeuten scheint, daß sie im Innern der Erde der Wirkung radioaktiver Stoffe ausgesetzt gewesen ist Revanche. A:„Haben Sie schon gehört: der Bankier Pechmeier hat sein ganzes Vermögen verloren und will jetzt Schriftsteller werden!?" B.:„Das finde ich ganz in der Ordnung; erst haben ihn die Papiere ruiniert, jetzt rächt er sich und ruinert Papiere!“ Gut gegeben! Er:„Weshalb legst du denn das Armband nie an, das ich dir chenkte?“ Sie:„Weil du zu wenig dafür angelegt hast!“ Nüchtern. Dame:„Herr Medizinalrat, was sagen Sie zur Frauenbewegung?“ Medizinalrat:„Was ich immer gesagt habe. Gnädigste: daß sich die Frauen im ganzen viel zu wenig Bewegung machen!“ Standesgmäß. Kanzlist.„Der Herr Geheime OberRegierungsrat beabsichtigen nach Italien zu reisen; werden der ehrr Geheimrat Unter=Italien beehren?“ Geheimrat:„Selbstverständlich Oberitalien.!“ Ratlos. Emmy:„Gib mir einen Rat, Anny,: Ich werde von drei Männeren verehrt; welchen soll ich erhören?“ Anny:„Welcher ist der vermögendste?" Emmy:„Ja, wenn ich das wüßte, brauchte ich deinen Rat nicht.“ Häsingstrasse 8 Hüsingstrasse 8 Tapotel. in grösster Auswahl. 8 Streichfertige Oelfarben u. Lacke garantiert gut und schnell trocknend kaufen Sie am billigsten im Schwerter Haushaltungs= Bazar. Di Thompsons Calrenparte. spart Arbeit Zeit Geld. Ueber den Aufenthalt des Kellners Hermann Friedr. Klaus, geboren am 6. Dezember 1881 in Hombruch, wird Auskunft begehit. Frankfurt a. M. den 12. Mai 1906. Königl. Staatsanwaltschaft. Die auf der Dortwunder Kunstausstellung empfohlenen Werke und Schriften sind vorrätig bezw. schnellstens erhältlich in der Buch-, Kunst- und Schreibwarenhandlung Carl Braus, Grosse Marktstrasse 8—5. Sussralttheutte! der Mölkerei Westheim 189 PIg. bei Ernst Klein. Wichtig für Alle ist, dass Reeses 5 Pf.-Backpulver in Güte unübertroffen ist und nur die Hälfte kostet. Bei Reeses deltkeatem 10 Pf.-Spar-Puddingpulver wird der Zucker gespart. Resses Vanilinzucker ist billiger und im Gebrauch bequemer als Vanilli. Alles mit Prämienscheinen. Pinweis. Unserer heutigen Nummer liegt ein Prospekt der bekannten Firma H. Hettlage, Hagen, Elberfelder Str. 53, bei, auf den wir unsere Leser besonders aufmerksam machen. Die Geschäftsstelle. Fradt A-Tet mit rostfreien Doppeluhrfedern, leichter als Fischbein. Eleg. bequemer Sitz. Erstklassiges Fabrikat Zu haben bei Geschw.Einit Hannovera. Schwerte. PFEIFFER& PILLERS Kaffee-Essenz in Desen. EE IEHE TELE MH KRFFEE-ESSENZ VOURS BOTTSAT doppelt gereinigte staubfreie Federn. soll man nur in einem reellen Geschäft kaufen, welches seit Jahren diesem Artikel gins besondere Sorgfalt zuwendet. Verkaufe unter langjähriger Garantie Jedem Bettes: Vollständiges 1½ schläsiges Ober= oder Unterbett mit 7 Pfund gereinigten Federn gefüllt Mk. 7,00 u. 9,00 Großes 2 2 2 2 9 0 10 " 10 " 10 3½ 00 00 90 00 Halbdaunen Federn starken federdichten Barchent. „ 10,00„ 12.50 „ 15.50 „ 17,50 Der pfähl Da..„„ 927.—„" 4.00 Kissen uit 2 bie 3 Blaud geretuigten Federn 9eszg, uie ui. 8.20,.#. u 3.00 #* Fertige 2schlüäsige Strohsäcke Mi. 1, 8300 bis Ml. 2,20. Bessere 1½ und 2schläfige vollständige Betten von Mk. 50,— bis 120 Mk. Auf Wunsch Füllung der Betten im Beisein der Käufer. Betten mit weniger Inhalt entsprechend billiger. Wilhelm Basse. 1906 Schwerte, Hüsingstraße 3. Nehmen Sie bei Einkäufen das eigene Interesse wahr! Kaufen Sie dort, wo Sie gute Waren am billigsten kaufen. Zu alten Preisen! Bekanntlich haben sämtliche Uhrenfabriken ihre Preise bedeutend erhöht. Unsere Kundschaft soll den Aufschlag nicht tragen. Silberne und goldene Herren= und Damen=Uhren, Regulateure, Frischvinger, Standuhren, empfehlen wir zu den alten, billigen Preisen. Herren= und Damen=Uhrketten sind in echtem Golde 585/1000 und 333/1000 in grosser Auswahl am Lager, in Doublé-Uhrketten, Silber- und Tala-Ketten, Talmi- und NickelKetten haben wir ein Lager, wie anders wohl kaum gehalten wird. Unsere Preise sind die billigsten!— ROSCAOROO 90 Die Nedneiten in hocheleganten Goldwaren- und Schmuckfachen sind in sehr grosser Auswahl vorrätig. Damen= und Herren=Ringe, Broschen, Ohrringe, Nadeln, Armbänder, Anhänger, Medaulons, Kreuze, Halsketten, Kolliers usw. zu bekannt billigsten Preisen. Gättol=Siddel. sind in grosser Auswahl eingetroffen. Ernst Mühler! Schwerte, Ostenstr. 18. M 7 9) Rob. Lippmann, Brückstrasse 1, Brückstrasse 1. Ferren Ung..g. I, Hosch, Westen, 1A Knaben- und Kinder-Anzüge, haben wir in sehr grossen Partien angekauft und bieten darin bedeutende Vorteile. Unser Betten= und Federn=Lager ist bedeutend. Mit Vertrauen kann Jedermann diesen Artikel bei uns einkaufen, wir führen nur das Beste sowohl in doppeltgereinigten Federn und Daunen, wie in federdichten Inlets. Jeder Auftrag wird von uns auf das gewissenhafteste zur grössten Zutriedenheit unserer Kundschaft ausgeführt. Unsere Preise sind unübertroffen billig. Nähmaschinen und Fahrräder Schwerte, Grösstes und feinstes Spezialgeschäft am Platze. Niedrigste Preise! Beste Fabrikate! Hüte, Mützen, Schirme, Herren-Wäsche und Cravatten. = Fabrikation von Schüler-, Vereins- und Beamten-Mützen 8p in eigener Werkstatt. Sie Duros, Preunc 0e Unsere sind im ganzen Indurtriegebiet als sehr gut und billig bekannt. A. EIeR&aCO Nicolaistrasse 5. Warenhaus DORTHUND. beim Bezirkskommando. Balkenstrasse 86—88. 1070 Relanstenschene. Die Anträge auf Beurlaubung von Mannschaften, welche bei der Marine, Kavallerie oder reitenden Artillerie dienen, nach zweijähriger Dienstzeit, werden am Montag, den 11. Juni ds. Jo., vormittags von 9—12 Uhr im hiesigen Amtsbureau— Zimmer Nr. 6— entgegen genommen. Wellinghofen, den 17. Mai 1906. Der 8: Hertung. Musikunterricht für Klavier und Geige erteilt, auch schon vorgeschrittenen Schülern Willy Weber, konserv. gebild. Lehrer der Mueik Kuhstrasse 2. 1906 ∆ 25 ∆ 905 ∆ □ Febnrädan erstklassig, direkt Fanflauel, von der Fabrik an Private u. Händler von Mk. 65 an. Zubehörtelle, Sa. Pak 2a.; Taufr. schläuche von Mk. 280 an. auch an fremdem Fabrikat prompt Rd blige Wer sich auf diese Zeitung bezieht und einen Auftrag von mindestens Mk. 10 erteilt, erhält eine höchst praktische GratisZugabe. Katalog gratis und franko. Duisburger Fahrradfabrik „Schwalbe“ Akt.-Ges. Dulsburg-Wanhelmerort. Gegründet 1896. 1540 PRdeumalles u. Gicbtkranken teilt umsonst mit, was ihrer Mutter v# ee e Küatzer, Buger veren S## Marte# Für den Inseratenten verantwotl: A. Bfau, Schwerte. Kleeverpochtung. Herr Möller, Ostberge läßt Freitag, den 25. Mai, nachm. 5 Uhr 2 Morgen gut bestandenen Rotklee auf der Sohle am Dortmunderwege nummerweise an Ort und Stelle verpachten. Hohenschwert Schwerte. Grasverkauf. Der diesjährige Grasverkauf in der zum Gockel'schen Gute zu Overberge gehörenden „Kellerwiese“ findet am Samstag, 26. d Mis, nachmittags 5 Uhr statt. Schulte 1921 Auktionator. Kleeverpachtung Herr Göckmann, hier, läßt Montag, den 28. Mai und zwar nachmittags 5 Uhr 1 Morgen oberhalb des eval Totenhofes und um 5½ Uhr 1½ Morgen am Brunsiepen in der Nähe von Wwe. Körner nummerweise an Ort und Stelle verpachten. Hohenschwert 1919 Schwerte. Schönen Rotklee hat unter der Hand nummerweise abzugeben. Fritz Wortmann 1930 Lichtendorf. Feinste Braunschweiger Zervelatwurst 1.60 Mk. feinste Leberwurst ohne Mehl 90 Pfg. feinste Notwurst ohne Mehl 80 Pg. feinste 1.30 und 1,10 Mr. seinste westf. Mettwurst 1,05 und 0,90 Mk. feinsten westf. 0.95 Mk. „ Molkereibutter 1,30 Mk. 90 Pg. „ holl. Käse fett 80 Pfg. „ Limb. Käse 6. frische Eier 17 S#e Dere Schwerke feiert am 26. u. 27. Mai 1906 in den Sälen u. Gartenaulagen des Herrn Schulze-Selmig (Im Reiche des Wassers) sein TChärig. P Samstag, den 26. Mai, abends 7 Uhr: Antreten im Vereinskokal C. Böhmer zum Zapfenstreich. Niederlegung eines Kranzes am Kriegerdenkmal. Abends 8 Uhr: Kommers mit Konzert im Lokale Schulze=Selmig. Hi rzt sind de Kameraden bi siger Vereine eingeladen. : M ü t z e, O c e n, E h r e n z e i c h e s i n d a n z u l e g e n. E n t r e e f r e i. Sonntag, den 27. Mai, morgens 5½ Uhr: Reveilleblaten(Wicken) v. 2 Trompetern. 10½ Uhr:„## 2 Gähmer Früh=Konzert im Vereinslokal beim Wirt C. Bohller am Markt.— Abholen der auswärtigen Vereine. Nachm. 1½ Uhr: Antreten zur Abholung der Standarte im Verinslokal C. Böhmer. 2 Uhr:, TE. E. ui. Paradeaufstellung a. d. Festwiese bei Schulze=Seinig 3 Uhr: Festzug. 4½ Uhr: Konzert. 8 Uhr: Großes Schlachten=Feuerwerk darstellend die Schlacht von Mars la Tour 1870. Nachdem die Große Kavallerie=Retraite geblasen vom ganzen Trompeterkorps der 9. Dragoner Polenaise zum Festlokal. 9 Uhr: Ball. Montag, den 28. Mai, nachm 2 Uhr: Antreten im Vereinslokal C. Böhmer, Aöbolen der Staudarte, marsch zum Festlokal(Schulze-Selmig). Daselbst 4 Uhr Großes Militär-Konzert. Abends 8 Uhr: Pall. Die Musik wird ausgeführt vom Hannov. Dregoner=Regts. Nr.9 aus Metz(Chef: Se. Maj. König Carl I. von Rumänien) unter persönlicher Leitung des Königl Musik=Dirigenten Herrn Gehrmann(25 Musiker). heor. Kassee(V. B. Die geehrten Bürger der Stadt Schwerte werden höfl. geder Breislage von 0.90 bis beien, besonders zu Ehren der ausgärtigen Vereine die Häuser zu bekränzen und zu flaggen. Einladung zur der Stadtverordneten am Freitag, den 25. Mai 1906, nachmittags 5 Uhr, im Rathaussaale hier. Tagesordnung: I. Oeffentliche Sitzung. 1. Verkauf einer städtischen Parzelle. 2. Genehmigung der Abänderung der Fluchtlinien der Kaiser= und Königstraße. 3. Festsetzung des Tilgungssatzes für ein bereits bewilligtes Darlehn...sichtzn der Stahtlast 4. Vorlage von Kassenubersichten der Stabllasse. 5. Mitteilungen. II. Geheime Sitzung. Schwerte, den 21. Mai 1906. Der Stadtverordneten-Vorsteher. Terbrüggen. in dir Prell.ng. 1.60 Mr. Margarine und sämtl. Kolonialwaren in nur prima Qualitäten Drogen Taback und Zigarren empfiehlt 1876 Hub. Hennecke, Teichstraße 3. Eigenes Rabattsystem. Für die Reisezeit halte ich mich zur Lieferung bezw. Besorgung sämtlicher Reiseführer und Begekarten destens ungsohlen Carl Braus, Buch=, Kunst= u. SchreibwarenHandlung. Gr. Marktstr. 3—5. Azene 15 T Freikarten werden während der Parade=Aufstellung an die Kameraden der einzelnen Vereine ausgegeben. Es ladet zu recht zahlreichem Besuch ein 1928 Der Vorstand. B cece für Kinder Kranke, Genesende. Verhütet Wssostlicht-erchen Beechtirchtal aeniteatuch! Bekanntmachung. Auf dem städtischen Grundstücke(Dollenkamp) an der Ruhr ist eine Badestelle eingerichtet. 1931 Die Benutzung derselven ist gegen Zahlung der seither üblichen Gebühren gestattet. Zutrittskarten können bei der Stadtkasse hierselbst gelöst werden. Schwerte, den 23. Mai 1906. Der Magistrat: Rohrmann. Auf nach Ergste! Volksbelustigung am Himmelfahrtstage Karussell, Schiessbuden usw. 51 B P I ersparen Sie bei Verbrauch von 10 Pfund Delikatess-Margarine S0L0 in Carten gegenüber dem gleichen Quantum teurer Butter. Deshalb zögern Sie nicht länger, diesen vorzüglichen Butter-Ersatz gleich hunderttausenden anderen Hausfrauen zu verwenden und fordern Sie gleich jetzt bei Ihrem Kaufmann SOLO in Carter Der durch seine Ausführlichkeit und Zuverlässigkeit rühmlichst bekannte durch das Sauerland von Dr. Kneebusch, unter Mitwirkung der Sauerländischen Gebirgsvereine, neubearbeitet und mit zwei Karten ausgestattet, ist zum Preise von Mk. 2.— stets vorrätig. Carl Braus Buch=, Kunst=, und Schreibwaren=Handlung Gr. Marktstraße 3— 5. Empfehle mein Grosses Lager in allen Sorten HerrenDamen- u. Kinderstiefel. Anfertigung nach Hass. Heinr. Wallrabe, Schuhmachermeister und Fachmann, Schwerte, Brückstrasse 3. 1349 Großen Posten hochfeine Zigarren und Zigaretten in jeder Preislage: ff. Nordhäuser Kautabal von G. A. Hanewacker. In 5 Pfd.=Kistchen zu Originalpreisen. Beste Bezugsquelle für Wiederverkäufer. Adolf Heinrich, 474 Hüsingstraße 28. HAUSPUTZ OO Wasch-Extrakt Leistungssäh. Brauerei sucht für Schwerte und Umgegend eine geeignete Persönlichkeit zur Errichtung eines Bierverlages. Bei genügender Sicherheit wird das Inventar gestellt. Bewerber, welche schon in einem Biergeschäft tätig gewesen sind und die Kundschaft kennen, erhalten den Vorzug. Angeb. unter N. P. 1915 an diesGeschäftsst. der Schw. Zeitung. Suche eine Wohnung mit Schmiede (drei Feuerstellen) in der Nähe der Stadt zum 1. November d. Is. zu mieten. Angebote unter K. B. 1858 an die Geschäftsst. der Schw. Zeitung. Mehrere Togis frei, mit und ohne Kost. 1928 Hagenerstr. 11. Rottannen, schöne lange Ware empfiehlt billigst 1929 Th. Greve. Em prop. Morgenmädchen auf sofort gesucht. Frau Heiur. Leuzen, Osenstr. 13. Suche zum 1. oder 15. Juli ein braves, treues 1908 Dienstmädchen im Alter von 16—18 Jahren. Frau Gust. Sichelschmidt Gevelsberg, Mittelstraße 179. Vereist af 14 Tage Dr. med. Wildfang Spezialarzt für Haut= und Geschlechtskrankheiten. HAGEN 1. W. Der allgemein beliebte in Taschenformat erscheinende Westfälisch=Rheinische Fahrplan Sommer=Ausgabe 1906 120 Seiten stark ist wieder zu dem niedrigen Preis von 10 Pfeunig in meiner Buchhandlung zu haben. Carl Braus Gr. Marktstr. 3—5. auf der Hengstenberg'schen Wiese. Grund. Täglich feinstes frisches =Oost. heutige Preise für frische Kirschen Pfd. 50 Pf. „ Erdbeeren„ 90„ „ Aprikosen Sick. 5„ " Birnen Pfd. 65„ Aepfel 85„ „ Weintrauben„ 160„ ferner Salat Kpf. 4 Pf. frische Gurken 25 Pf. 1932.6 K etc. etc.? Dilikateßhauss Wahle. KI Bei Kauf 8 Beteiligung gteste Vorsicht! Patentanwalt Sondermann, Elberfelt mestel. Hagen 1. w. Bahnhofstr. 43. Fernsprecher 611. Bchlieh welle Ungeime prolnniche biesiger u. auswärtiger Gesebäfte, GewerdeBetriebe, Zins-, Geschäfts-, Fabrikgrundstücke. Güter. Villen etc. und Ceilbabergeenede jecer Ant sinden Sie in meiner reichhaltigen Otlertenliete, die jedermann bei näberer Angabe des Wunsches vellsommen besteules zusende. Bin Bein Agent, nehme ven keiner Seite Previsten. E. Kommen nscbf. Reusgasse 8. I. Schirme! Größte Auswahl, billigste Preise. Reparaturen werden schnell 215 und billig besorgt. Friedrich Reineke, Büstagstraße 16. Unstreitig grösstes Spezial-Haus für Herren- u. Knaben-Konfektion züg aus solidem Cheviot und Burkin 225 19• 16 Mark. Hosen neuestes Stoffe 9%, 8, 7, 6, 4, 250 Arbeitshosen 4, 3%, 3, 2%, 2 113 S*•** 0 beste Verarbeitung, aus den neuesten Modestoffen 34“ 29° 25 50/43, 44, 39, 35 und und Ersatz für Maß aus den feinsten Stoffen in Chrviot und Kammgarn in englischem Geschmack zu Mark. Mark. Tustersoppen, Tobensoppen, Waschsoppen 410 75%, 6,4, 3, 2, 1 Pe! Hüte in schwarz und farbig 3, 260 220, 160 Stroh-Hüte — 20, 1%%, 80, 30 v. u. Krawatten unerreicht grösste Auswahl Chori-Bling. dton uum F Schwerte, HusingStrasse C. Vergessen Die nicht die Auslagen meiner beiden Schaufenster zu besichtigen. Unter neueren der Zeit entsprechenden Büchern habe ich auch eine ganze Anzahl wirklich guter, im Preise bedeutend herabgesetzter Werke, sämtlich mit Preisauszeichnungen versehen, ausgestellt. CARL BRAUS Buch-, Kunst- und Schreibwarenhandlung, Gr. Marktstrasse 3—5. Trink'n wir noch ein Tröpfchen, aus dem kleinen Henkeltöpchen neuester humoristischer Rheinländer für Klavier 0.60 Mk. Komm liebes Schatzerl. Beliebter Tarzwalzer für Klavier 1.20 Mi Mariechen saß weinend im Garten, im Grase lag schlummernd ihr Kind. Walzer mit Text für Klavier 1 Mk. für Orchester mit 50 Texten 1.50 Mk. Mereswogen(sur 1 Onde) Erfolgreichstes Klavier=Salon=Vorspielstück 1.20 Mk. Sorella. Neuester spanischer Marsch für Klavier 1.80 Mk. Tanze liebes Gretel, tanz mein Mädel Reizende Gesangs=Tanz=Gavotte für Klavier 1.50 Mk. Laßt uns das Leben genießen. Flotter Marsch für Klavier mit Text 1.50 Mk. Sei gegrüßt Du mein schönes Sorrent. Für hohe odr tiefe Stimme mit Klavierbegleitung 1.20 Mi Peeeee Die neuesten komischen Vorträge für Gesangvereine, Vergnügungsvereine, Turnvereine, Feuerwehren usw. usw. für eine, zwei, drei, vier und mehrere Stimmen füe Herren und Damen. Männer=, Frauen= und gemischte Chöre in großer Auswahl. Jeder findet passendes und sollte sich bei Bedarf einen Katalog über die Klasse der Musik, welche er braucht kostenlos kommen lassen. Für große Chor=Vereine empfehle ich auch antiqunrisch das gesamte Aufführungsmaterial inel Orchester, vieler großer Tonwerke, Oratorien 2c. Verzeichnis kostenlos. Karl Fritzsche, Musikalienhandlung, Leipzig 28. TO Haarausfall! Haarspalte! Immer und immer wieder * greift man zu dem einfachsten, unschädlichsten alt= und viel erprobten Häusner's Brennesselspiruus per Flasche## S 9.75 und+ 1.50, ächt mit dem Wendelsteiner Kircherl. Kräftigt den Haarboden, reinigt von Schuppen, verhütet den Haarausfall, befördert bei täglichem Gebrauche ungemein das Wachstum der Haare. Alpina-Seife à 50 Pfg., Alpina-Mlich à Mk. 1,50. Zu haben in Apotheken, Droguerien und Parfümerien. 3d. Heppe, C. Klein, Gark Prog, I. Weinberg Neue Matjesheringe empfiehlt Carl Trog. 1922 Japanischer Balkonschmuck,— Blitzmischung.— Nach besonderem Verfahren ingerhalb 4 Tagen aufgehend. Anweisung liegt bei. Um Fenster. Balkon, Lauben, kahle Wände rasch mit anmutigem Grün und Blumen zu bekleiden, beziehe man ein Samen-Sortiment japanischen Balkonschmuck von blühenden Kletter und S###b Pr. Schlingpflanzen etc., Blitzmischung das ganze Soxtiment Samen Ein Doppel-Sortiment Mk. 1.95— 4 Sortimente Mk. 3 85= 10 Sortimente Mk. Das Sortiment enthält zauberhaft rasch wachsende, alles über und über mit anmutigem Grün schmückende Klettorpflanzen etc., die ein farbenprächtig blumiges Kleid schnell über alles Unansehnliche am Haus und im Garten werfen, Wohlgeruch über die Umgebung ausbreiten. Alte Blumentöpfe, Kästen, Kübel, freies Land, auch schlechter Boden ist verwendbar: nach wenigen Tagen gehen die Samen auf: man hat später nichts weiter zu tan, als die Zweige hoch zu binden, und dann rankt es und blüht es den ganzen Sommer hindurch bis tief in den Herbst hinein. Die Aufträge sind zu richten an die Gärtnereien Peterseim Brfurt, welche Firma den VerKauf und den Versand vornimnt. Zum Kavallerie=Fest werden noch 10 Kellner gesucht. Aameldung Himmelfahrt morgen. Schulze-Selmig. An Himmelfahrtstage findet bei mir statt, wozu freundl. einladet Carl Peukmann Villigst. Gottesdienste. Schwerte. Donnerstag, den 24. Mai, Himmelfahrtsfest. Evangeltsch=reformierte Gemeinde. Donnerstag 9½ Uhr: Pastor Terberger Evangelisch=lutherische Gemeinde. Donnerstag 8 Uhr: P. Heinenberg „ 9½ Uhr: P Graeve. " 2 Uhr: Kindergottesdienst. Gottesdienstordnung der kath. Pfarrkirche. Himmelfahrt. Vormittags ½7 Uhr: Stille heilige Messe „ 8„ Stille heilige Messe mit Predigt. „ 10„ Hochamt mit Missionspredigt und Segen. Nachmittags ½ 8 Uhr: Schluß der Missionserneuerung und MaiAndacht. Lichtendorf. Vorm. 8 Uhr: Stille heilige Messe. „ 10„ Hochamt mit Predigt Nachm. 2„ Andacht. Füle den Inseratenteil verantwortlich: A. Pfau, Schurrte