Alle Kreis= und Lokalpolizeilichen Verordnungen für den Kreis Hörde erl###en gemäß Bekanntmachung der Königl. Regierung durch Veröffentlichung in der„Schwerter Zeitung" rechtsverbindliche Kraft. Insertionsgebühr für lokale Anzeigen, die sechsgespaltene Petitzeile oder deren Raum 10 Pfg., außerhalb 15, Reklame=Zeile 40 Pfg., Druck und Verlag von Carl Braus in Schwerte, Fernsprech=Anschluß Nr. 62. Amt Schwerte. Telegr.=Adresse Braus, Schwerte=Ruhr. Erstes und ältestes Tages-Organ des Kreises Hörde. Reichstag. Bei fast leeren Bänken wurde am Sonnabend die Beratung des Reichsjustizetats fortgesetzt. Abg. Dove(fr. Verg.) erklärte sich gegen Sondergerichte, die einer Aufteilung der Rechtspflege gleichkämen, und für einen Antrag(fr. die Zuständigkeit der Schwurgerichte in Prozeßsachen auf das ganze Reich auszudehnen. Die bisherigen Maßnahmen zur Entlastung des Reichsgerichts hätten noch nichts geholfen. Staatssekretär Nieberding führte aus, nehme das Haus den Antrag an, so werde er den verbündeten Regierungen empfehlen, lieber von einer Revision des Strafprozesses abzusehen. Es müsse genügen, wenn die Strafkammer in ihren jetzigen Form abgeschafft würden und an ihre Stelle große Schöffengerichte träten, so daß künftig an der Beurteilung der Preßsachen auch Laien mitwirken würden. Eine Vorlage über die Sicherstellung der Bauhandwerker=Forderungen werde in absehbarer Zeit kommen. Abg. Stadthagen(Soz.) sprach unter Bezugnahme auf Prozesse gegen sozialdemokratische Blätter von Klassenjustiz. Seine Kraftausdrücke trugen ihm zwei Ordnungsrufe ein. Staatssekretär Nieberding trat dem Vorredner entgegen nd betonte, daß auf die Richter keinerlei Einfluß, auch von hoher Stelle nicht, ausgeübt werde. Weiterberatung erst Mittwoch. Abg. Dr. Campe(ntlb.) stellt fest, daß die von Ordensgesellschaften, Ordensmitgliedern und deren Hintermännern eingeschlagene Wege, um die Rechtsfähigkeit zu erlangen, zum mindestens eine Abweichung von der mathematisch geraden Linie darstellen.(Unruhe im Ztr.) Minister Dr. Studt bestreitet gegenüber dem Abg. Eickhoff, daß die Lehrervereine je halbamtlich angegriffen worden seien. Allerdings seien manchmal recht bedenkliche Aeußerungen auf Lehrertagen gefallen. Der Verlauf des letzten Lehrertages hat es nicht gereuen lass sen, daß ich keinen Vertreter dazu entsandt habe. Der Minister tritt dann dem Abg. Stychel entgegen. Abg. Glowatzki(Ztr.) bezeichnet es als ungehörig, daß die polnische Sprache sogar aus dem Religionsunterricht ausgeschlossen werde. Dadurch bekämpfe man die großpolnische Bewegung nicht, im Gegenteil! Minister Studt erklärt Nachgiebigkeit in der Schulfrage für unmöglich. Gegen die großpolnische Bewegung gilt es Kampf bis auf das Messer. Wenn die Regierung sich veranlaßt sieht, einzelne Geistliche in ihrem politischen Gebahren zu überwachen, so bedeutet das noch nicht, daß sschwarze Listen geführt werden. Weiterberatung am Mittwoch. Haus der Abgeordneten. Am Sonnabend begann die Beratung des Kultusetats. Mart sur Abg. Dr. Porsch(Ztr.) degte ein Wort für die marianischen Kongregationen ein. Minister Dr. Studt teilte mit, daß neue Gesuche um Zulassng vorgelegen hätten, aber abgelehnt worden seien. Die Abgg. Ernst(fr. Verg.) und Eickhoff(fr. Vlk.) nahmen sich auch der Lehrervereine an und forderten freie Bahn für den Bildungsdrang der Lehrer. Abg. Dr. Friedberg(ntl.) verlangte schnellste Vorlegung eines Lehrerbesoldungsgesetzes, Abg. Stychel (Pole) Freiheit für die polnische Muttersprache. Abg. Tourneau(Ztr.) wünscht ein Gesetz, das den geistlichen Genossenschaften die Rechtsfähigkeit verleihe. ben wie bisher, nämlich 10 10,5 Ctm.= und 10 3,7 CtmGeschütze, sowie 2 Unterwasser=Torpedolancierrohre. Während der eine Kreuzer Kolbenmaschinen erhält, wird der zweite mit Turbinenmaschinen ausgerüstet, und zwar mit denen des Systems der Allgemeinen Elektrizitätsgesellschaft, das Aehnlichkeit mit der amerikanischen Curtis=Turbine hat, nur daß die deutsche Turbine, um Platz in der Höhe zu sparen, als liegende Maschine konstruiert ist. Bekanntlich hat die Allgemeine Elektrizitätsgesellschaft zur Vornahme von Versuchen mit dieser Turbine den Dampfer Kaiser gebaut, den der Kaiser auf einer Probefahrt von der Flensburger Bucht aus besichtigte. Die sehr guten Ergebnisse dieser Fahrt und das große Interesse, das der Kaiser persönlich an diesem ersten, deutschen System nimmt, haben den Anlaß gegeben, daß es auf dem Kreuzer eingebaut und eingehend erprobt werden wird. Man darf sehr gespannt sein, welche Ergebnisse gegenüber der Parsons=Turbine, sie haben wird, da sie bisher noch keine Verwendung gefunden hat. Politische Uebersicht. = London, 24. Febr. Der König empfing heute vor ihrer Abreise nach Berlin Visconnt Escher General Swayne, die mit der Ueberbringung von Geschenken für den Kaiser, die Kaiserin und den Prinzen Eitel Friedrich beauftragt sind. — Neubauten für die Flotte. Im Jahre 1906 sollen etatsmäßig 2 kleine, geschützte Kreuzer, Ersatz Pfeil und Ersatz Komet, in Bau gegeben werden, die wiederum einen vergrößerten Typ gegenüber den letzten Neubauten Danzig und Leipzig darstellen. Die Länge dieser Ersatzbauten wird 118 Meter betragen(bisher 104), die B reite 15,5 Meter(bisher 13,2), der Tiefgang dagegen nur 4,7 Meter(bisher 5,0) trotz einer größern Wasserverdrängung von rund 3500 Tonnen (bisher 3250.) Den geringeren Tiefgang erreicht man durch die größere Breite und die dadurch veränderte Schiffsform. Die Höchstgeschwindigkeit ist auf 24 Seemeilen festgesetzt, während bisher nur 23 Seemeilen verlangt wurden. Die Armierung wird dieselbe bleiAus Stadt und Umgebung. Schwerte, den:. Februar. *r*(Der Westfälische Provinziallandtag) ist am Mittwoch in Münster geschlossen worden. Aus dem Haushaltsplan für 1906—7 sei folgendes hervorgehoben: Das Ordinarium schließt ab in Einnahme und für 1906 mit 9107 800—(d. i. mehr gegen 1905 754.000 Mk.). Dieser Mehrbedarf wird an erster Stelle moti„ viert mit der nbetriebnahme der neuen großen Heilanstalt Warstein und der Hebammenlehranstalt Bochum, die beide allein ein Mehr von 342 300 Mark erfordern. Der Schulden= und Tilgungsdienst beansprucht 193356 Mark mehr. Außerordentliche Armenpflege 53600 Mk. mehr und Fürsorgeerziehung Minderjähriger 71 821 M. mehr. Außerdem ergibt sich aus der allgemeinen Teuerung der Lebensverhältnisse eine Steigerung auf fast allen Gebieten, bei sämtlichen Anstalten und Anlagen. Dem Mehrbedarf steht allerdings auch eine Mehreinnahme auf manchen Gebieten gegenüber, so aus dem Gewinn der Landesbank 84 617 Mark, aus dem Provinzialkapitaltenfondes 64 197 Mark, sowie einige sonstige kleinere Summen, so daß durch Provinzialumlage lediglich mehr gegen 1905 aufzubringen sind: 470 100 Mk. In Ketten der Liebe. Roman von Seta v. Starkenstein. 18 „Ihn selbst kenne ich nicht näher, er war so viel abwesend. Seine Schwägerin aber ist meine besondere Freundin, und nach allem, was ich von Richard Desmond höre, finde ich es ewig schade, daß er nicht als ältester Sohn auf die Welt gekommen; es geschieht so häufig, daß gerade jener von zwei Brüdern, der keine Aussicht hat, dasMajorat zu erhalten, der Bedeutendere ist.“ „Ist Friedrich Desmond seinem Bruder ähnlich?" forschte Wally. „Ganz und gar nicht; er ist nicht hübsch und kein junger Mensch, aber Richard ist eine auffallende Schönheit und dabei ein Mann von geradezu seltenem, sprühenden Geiste; er hat nur seinen Gehalt und die verhältnismäßig geringe Zulage, welche der ältere Bruder verpflichtet ist, dem jüngeren auszuzahlen. Peal wird gewiß noch Kinder bekommen, denn sie zählt kaum dreißig Jahre, und so hat denn Richard keine Aussicht, jemals das Majorat zu erlangen und muß eine Geldheirat schließen.“ Diese letzte Behauptung wurde ausgesprochen, als ob es sich um etwas ganz Selbstverständliches handle. Frau Root war eine Weltdame vom Scheitel bis zur Sohle, und sie vergaß im Augenblick, daß sie in ihrer Nichte eine noch unverdorbene Waldblume vor sich habe. Picharh Hezmach iemase im a. 8 „Ich glaube nicht, daß Richals Desmond jemals im stande wäre, um des Geldes willen eine Ehe einzugehen!“ rief das junge Mädchen lebhaft.„p.in gind Bichard 9. Die Tante aber lachte nur. Wein Rind, Richurd Desmond i ein Mann von Welt; glaubst Du, daß, weil er wie ein Ritter uyard aussieht, er auch gleich diesem romanhaft unpraktische Ansichten haben müsse?“ „Nein, aber er steht nicht danach aus, als ob er ein Mann wäre, der im stande sei, großen Wert auf das Geld zu legen. „Liebes Kind, ich weiß nicht, wie Du an einem Ballabend aberhaupt Schlüsse ziehen willst auf den Charakter eines Mannes. Weim Du erst eine zeitlang in der Welt gelebt haben wirst, ner egyptischen Heldentaten sich gewiß niemals die Torheit zu schulden kommen lassen, ein vermögensloses Mädchen zu heiraten, nur weil er dasselbe liebt.“ „Aber, Tante Konradine, es muß doch auch Menschen geben, welche nicht immer einzig und allein nur auf den pekuniären Vorteil bedacht sind.“ „Das sind zumeist Mädchen, welche aufwuchsen gleich Dir, mein Kind, und diese bereuen es späterhin bitter, eine mittellose Heirat geschlossen zu haben; ältere Leute sind klüger; ich heiratete nicht aus Liebe, war aber trotzdem sehr glücklich.“ „Ich würde das nimmer sein können," versicherte Wally mit Emphase. „Du bist siebzehn Jahre, mein Kind; übrigens," fügte sie diplomatisch hinzu,„brauchen Liebe und Reichtum einander ja nicht antagonistisch gegenüber zu stehen.“ Wally dachte an Maufred und schwieg errötend still. Sollte sie ihrer Tante von ihrer Verlobung Mitteilung machen oder wußte dieselbe bereits darum? E.,wirst Du zu der Ueberzeugung gelangen, daß romantische inschauungen in derselben nicht an der Tagesordnung sind.“ „Die Herren des Schlachtfeldes können im gewöhnlichen Leben urendlich prosatsch sein und Richard Desmond wied trotz all seiSie hatte bis jetzt derselben mit keiner Silbe Erwähnung getan, aber zwei Briefe von Manfred waren schon für sie gekommen und ihre Tante hatte dieselben gesehen, obzwar sie diesbezüglich keinerlei Fragen an das junge Mädchen gestellt. Frau Root sah Wally an und als errate sie deren Gedanken, sprach sie in leichtem Tone, indem sie behaglich ihren Tee schlürfte:„Dein Onkel sagte mir, Wally, daß Du Dich mit einem Jugenfreunde, mit Manfred Lister, verlobt habest.“ Das junge Mädchen errötete.„ Die ältere Dame aber fuhr fort:„Natürlich har Herr Gerhard diese Verlobung nicht als bindend angesehen und ebenso wenig könnte mir das einfallen.“ „Aber ich betrachte sie als bindend!“ rief das junge Mädchen lebhaft, wenn auch mehr aus Pflichtgefühl denn aus warmer Herzensüberzeugung. „Du hast einen sehr stark ausgeprägten Willen, Wally," entgegnete die Tante ruhig,„und ich will nur hoffen, daß derselbe Dich nicht dazu verleiten wird, Torheiten zu begehen. Ich will nicht hart gegen Dich sein, denn ich weiß, daß Du Dich dann entweber mir energisch widersetzen oder mich hintergehen dest, wahrscheinlich ersteres. Herr Lister hat Dir wahrscheinlich schon geschrieben, antworte Du ihm, so oft Du Lust hast, natürlich aber kann ich nicht offiziell eine Verlobung anerkennen, von der Dein Onkel nichts wissen will und die ich selbst, das gestehe ich Dir offen, ausnehmend töricht finde.“ Es würde schwer sein, zu schildern, was Wally bei den Worten ihrer Tante empfand; zum Teil war es Erleichterung, zum Teil eine Scheu, über die sie sich selbst keine Rechenschaft abzulegen im stande gewesen wäre. War sie wirklich unglücklich darüber, daß die kluge Frau ihr gestattete, mit Maufred zu korrespondieren, gleichzeitig aber, diesem den Zutritt in ihrem Hause nicht gewährte? Oder empfand sie es als eine Erleichterung, daß sie nur hier und da, wie zufällig, Gelegenheit haben solle, ihn zu sehen? Sie wußte es selbst nicht recht. Nach einer Weile stammelte sie verwirrt:„Liebe Tante Konradine, ich weiß ja, daß es ja jetzt, daß es einige Jahre hindurch ganz unmöglich sein wird, uns zu heiraten, selbst wenn der Onha kel damit einverstanden wäre.“ „Dann, mein Kind, sprechen wir also fürs erste gar nicht weiter über die Angelegenheit, ich will Dir nicht wehe tun, aber ich sah mich bemüßigt, einmal rückhaltlos zu bemerken, daß ich nicht für diese Sache bin; es ist dadurch ein= für allemal jedem Mißverständnis vorgebeugt.“ „Willst Du damit sagen, daß ich Manfred gar nicht sehen soll?“ Eine kurze Pause entstand, dann entgegnete Frau Root: Es wäre mir allerdings lieber gewesen, jeden persönlichen Verkehr für die Dauer einiger Jahre aufgegeben zu wissen; da aber Herr Lister ein Jugendfreund und Spielgenosse gewesen, so würde dies vielleicht hart erscheinen; ich werde ihn somit hier und da einladen, aber nicht oft; mehr kannst Du doch wohl nicht von wir erwarten! „Nein, ich weiß Deine Güte, oaß Du mir so weir nachgibst. sehr zu schätzen.“ Frau Root umarmte die Nichte herzlich und dachte bei sich, sie wolle es nimmer zugeben, daß das junge Mädchen sich an einent keiten Leamten wegwerfe. einem kleinen B In diesem Augenblick ging die Tür auf und der Diener meldete den Besuch der Gräfin Peal Desmond. 128,20 Eine kleine, blonde, sehr zart aussehende Frau von beiläufig achtundzwanzig Jahren war es, die, ganz in Pelz gehüllt, eintrat und der Dame des Hauses beide Hände entgegenstreckte. 40 **(Die Gesellschaft„Casino") feierte am Samstag abend im Ostermannschen Saale ein Vereinsfest, in welchem die Hagener Theatergesellschaft des Herrn Bastineller für diverse Aufführungen engagiert war. **(Unsere höhere Mädchenschule,) deren hübsche Schillerfoier vom vorigen Jahr noch in frischer Erinnerung steht, veranstaltet anläßlich der Silberhochzeit unseres verehrten Kaiserpaares am Dienstag nachmittag eine Feier in größerem Rahmen im Saale des Herrn Eckmann. *r(Jahresfest des Gustav=Adolf=Frauenvereines.) Das gestrige schöne Jahresfest des hiesigen GustavAdolf=Frauenvereines kann als eine wohlgelungene Vorfeier für das große Provinzialfest im Juni d. J. gelten. Wenn das bevorstehende große Fest nach dem Maße des erwarteten Umfanges und nach dem Stande meinden mit reichen Erwartungen Festtage entgegengehen. Im Hauptgottesdienste des Vormittags legte Herr Pastor Niemöller aus Elberfeld vor zahlreich versammelter Gemeinde ein warm=herziges beredtes Zeugnis ab von der Herrlichkeit der evangelischen Kirche, und zwar von dem festen Grunde, darauf sie sich gründet, von dem starken Schutz, dessen sie sich erfreut, und von dem herrlichen Schatz, den sie besitzt. Dabei wußter er in überaus geschickter und fesselnder Weise die patriotischen Empfindungen einzuflechten, die aus Anlaß der morgigen Doppelfeier in unserem Kaiserhause die Herzen der Vaterlandsfreunde erfüllen. Man muß sagen, beide Seiten der Festfeier kamen zu ihrem vollen Recht. Die Nachversammlung Dir torale Teil der„Schwerter Zeitung“ ist es, dem wir besonders Sorgfalt zuwenden und der an Reichhaltigkeit, Schnelligkeit und Zuverlässigkeit nicht überboten werden kann. Er ist ein Vorzug „Schwerker Heitung auf den sie mit Recht stolz ist. Daß unsere prompte Berichterstattung aus Stadt und Land auch bei den Lesern Anerkennung findet, beweist am besten die stets steigende Abonnentenzahl. Wie die„Schwerter Zeitung“ auf diesem Gebiete unnvertrossen ist, so ist sie gleichfalls auf der Höhe der Zeit mit ihrem ausgezeichnet funktionierenden Depeschendienst, der vom ersten März ab nochmals wieder eine Erweiterung erfährt. Wir haben nur diese beiden Punkte herausgegriffen, um zu zeigen, daß die„Schwerter Zeitung“ den weitestgehenden Ansprüchen, die man an eine Tageszeitung stellen kann, genügt. Man prüfe den lokalen Teil der heutigen Nummer, er ist reichhaltig und kesenswirt. sand von 3 Uhr nachmittags ab in gewohnter Weise im!., Packeuunaziahres betrug 17404 Lokale der Kleinkinderschule statt. Außer dem Jahres= Steuersoll des vorigen Rechnungszühles Verrug 17 #Mk., welches sich aus 13853,65 Mk. Einkommen„„Lailungn zu2 dan Gaschichte berichte und sonstigen Mitteilungen aus der Geschichte und Arbeit des Vereins hielt Herr Pastor Schütte von Oestrich den Hauptvortrag im Anschluß an 1 Petr. 1, 28„Des Herrn Worte bleiben in Ewigkeit" und zwar den Feinden zum Trutz, den Freunden zum Schutz, Gott zur Ehr. Auch das finanzielle Ergebnis kann als ein überaus befriedigendes bezeichnet werden. Die Kirchenkollekten in beiden Kirchen betrugen 88,25 Mk., (große Kirche 85 Mk., kleine Kirche 13 Mk.). Die Kollekte bei der Nachversammlung betrug 103,75 Mk., dazu der Ueberschuß vom Kaffeetrinken mit 24 Mk., ergibt 216 Mark, der als Grundstock für die von dem Frauenverein der Provinzialversammlung zu überreichende 3 368,75 Mk. Gebäude= und 18160 Mk. Grundsteuer zusammensetzt. Von dieser Summe sind 2000 Mk. ausgefallen und zwar ist dieser Ausfall auf Bewohner des Amtes Westhofen, vorwiegend Ausländer, zurückzuführen. Dieser Ausfall wird für die Folge verschwünden, da die Steuern im Amte Westhofen vom 1. April ab durch den Kommunalkassen=Rendanten Fleer in Westhofen erhoben werden. Anstelle des verstorbenen Mitgliedes der Gemeindevertretung Niggemeier wurde Herr Schuhmachermeister Wilhelm KaiserWesthofen gewählt. (Im Silberkranze.) Das Fest der silbernen HochFestgabe zurückgelegt wird. Außerdem sammelten die zeit begingen am gestrigen Sonntag die Eheleute RanKinder im Kindergottesdienst 20 Mark als Beisteuer(gierer Theodor Brinker zu Schwerterheide im Kreise zur Gustav=Adolf=Küindergabe für den Kirchbau der armen evangelischen Gemeinde zu Kesselsdorf in Schlesien. So brachte das gestrige Fest der Ermutigung gar viel. Nochmals herzlichen Dank. *r(Personalie.) Mit der Vertretung des erkrankten Postsekretärs Langenbach ist Herr Postassistent Pfeiffer beauftragt. dr(Seemännische und patriotische Aufführungen. Am gestrigen Sonntag gab der Marine=Verein Schwerte im Saale des Herrn Schulze=Selmig ein patriotisches Fest; das seinen glänzenden Verlauf nahm und einen neuen Ruhmeskranz in der Geschichte der Schwerter„Blauen Jungen“ bildet. Der ganze Saal war gedrängt besetzt und doch herrschte überall die freudigste Stimmung und über dem Ganzen lag ein Hauch echt patriotischen Geistes. Für den kameradschaftlichen Geist iin den hiesigen militärischen Vereinen spricht es, daß alle übrigen Vereine vertreten waren; Herr Sanitätsrat Dr. Tütel stattete im Namen aller den der Freunde und Verwandten. Den vielen Glückwünschen schließen wir uns an. **(Der evangelische Arbeiter= und Bürgerverein hielt gestern im Böhmerschen Saale seine Monatsversammlung ab. Als Gast wohnte derselben zum ersten Male der Vorsitzende des Kreisverbandes Iserlohn, Herr Pastor Schütte=Oestrich bei, welcher dem Verein Worte herzlicher Begrüßung widmete. Nach Zahlung der Beiträge gelangten 7 neue Mitglieder zur Aufnahme. Der Vorsitzende, Herr Werkmeister Hüseken, gedachte dann des bevorstehenden Festes im Herrscherhause und brachte ein begeistertes Hoch auf das Kaiserpaar aus. Darauf erstattete der Vereinskassierer Herr schröder die Rechnungslage, über welche Herr Oberpostassistent Jonas als Rechnungsführer berichtete. Die Gesamteinnahmen im Jahre 1905 betrugen 2110,92 Mark, welcher Summe eine Ausgabe von 1288,50 Mark und 676,01 Mark an Rechnungen aus dem Jahre 1904 gegenüberstand. Dem Kassierer wurde Dank für die Einladung uid für das schöne Fest, dem Entlastung erteilt. An der heute Abend in Lethmathe die Kameraden beiwohnen durften, ab. Die Festrede hielt Herr Leutnant zur See d. R. Bettermann aus Hagen. Liebe zum Väterlande, glühende Begeisterung für das Hohenzollernhaus und besonders auch zur deutschen Flotte sprachen aus seinen Worten. Wir hatten die Absicht, die Rede im Wortlaut zu bringen, müssen aber leider wegen des überaus starken Stoffdranges heute darauf verzichten. Nun ein kurzes Wort zu den Aufführngen,— und da gebührt dem Marineverein für das gestern von ihm Geleistete die uneingeschränkteste Anerkennung. Die gesamten Darbietungen machten großen Eindruck und fanden viel Beifall; es klappte alles wie am Schnürchen. Ergreifend war das militärische Festspiel aus dem deutsch=französischen Kriege„Die Fahne der 61er bei Dijon". Da sahen wir, daß nicht nur Knaben und Mädchen die hellen Tränen in den Augen standen, auch mancher alte Krieger wischte sich verstohlen über die Augen,— natürlich nur des Tabakqualms halber, wie dann gesagt wurde. Prächtig gespielt wurde auch der Treiakter,„Ueberfall und Wiedersehen an der Küste von Marokko“, womit nun beileibe nicht gesagt sein soll, daß die hier nicht einzeln genannten Darstellungen nicht so gut gesielen; es war alles aufs beste vorbereitet. Viel Freude hat uns auch die brillante Konzertmusik der Branscheidtschen Kapelle gemacht, die sich immer mehr zu einem künstlerisch ernst zu nehmenden Musikkörper vervollkommnet. Wir können dem Marine=Verein nur empfehlen, die gestrigen patriotischen Aufführungen für die Jugend noch einmal zu wiederholen. * Aus der kath. Gemeinde.) Unter dem Vorsitze des Herrn Mertens hielt am Freitag Abend die Gemeindevertretung eine Sitzung ab, in welcher der Haushaltsplan für das Geschäftsjahr 1906—07 festgesetzt wurde. Das Defizit, welches 11 395,32 Mk.(gegen 11 722,14 Mk. im Vorjahre) beträgt, soll durch 65 Prostattfindenden Kreisvorstandssitzung wurden für den hiesigen Verein die Herren Pastor Terberger und Obermeister Michel teilnehmen. In der nächsten Versammlung, die am 18. März stattfindet, wird Herr Droop=Dortmund den zweiten Vortrag über die Alters=, Invalivats= und Unfallversicherung halten. *r(Versammlung des hiesigen Zweigvereins des evangelischen Bundes.) Im Anschluß an die vorstehende Monatsversammlung des Arbeitervereins hielt der Zweigverein des evangelischen Bundes eine sehr gut besuchte Versammlung ab. Nach einem von einem Schüler gesprochenen Prolog wurde ein gemeinschaftliches Festlied aus Anlaß der Silberhochzeit gesungen. der Vorsitzende, Herr Pastor Terberger, begrüßte die Versammlung mit dem Hinweis darauf, daß es für den evangelischen Bund selbstverständlich sei, an dem Jubelfeste im Herrscherhause freudigsten Anteil zu nehmen; deshalb bewege sich auch der heutige Vortrag auf einschlägigem Gebiete. Vor dem Vortrage machte der Herr Vorsitzende dann nachfolgende geschäftliche Mitteilungen: Der Verein zeigt erfreulicherweise Wachstum; die Mitgliederzahl ist im Jahre 1905 auf 294 gestiegen. In Hohensyburg und Hennen sind kleinere Ortsgruppen mit zusammen 24 Mitgliedern gegründet. Die Jahreseinnahme betrug insgesamt 426,70 Mark, die Gesamtausgabe 370,40 Mark. Die Sammlung bei der Reformationsfeier ergab für die„Los von Rom"=Bewegung in Oesterreich die Summe von 58,70 Mark; ferner wurde dem Verein anläßlich des 250jährigen Bestehens der hiesigen reformierten Gemeinde ein Dankopfer in Höhe von 30 Mark überreichen. 80 Mark führte der Verein als Liebesgabe für die Kirche. in Turn in Böhmen ab. Der zeitige Restbestand des Vereines in Höhe die Stellung der einzelnen Hohenzollern zur Reformation bis zur Erhebung Preußens zum Königreiche und stellte eine Forts. des Vortrages bis zur Gegenwart in dankenswerter Weise für eine der nächsten Versammlungen in Aussicht. Der hochinteressante Vortrag schloß mit einem Hoch auf die Majestäten, in welches die aus Vertretern aller Stände bestehende Versammlung freudig einstimmt. Nachdem Herr Direktor Dr. Renz, der Schriftführer des Vereins, der für den inzwischen amtlich in Anspruch genommenen Vorsitzenden den Vorsitz übernommen hatte, dem Herrn Redner den Tank der Versammlung ausgesprochen hatte, wurden die Verhandlungen geschlossen. + Rasch tritt der Tod den Menschen an.) Gesund und munter war am Samstag abend der im besten Mannesalter stehende Obermaschinist Herr Kogelheide, Fleitmannstr. wohnhaft, aus dem Nickelwalzwerk nach Hause gekommen. Gegen 9 Uhr fühlte er Unmzohlsein, besonders Beklemmungen in der Herzgegend und legte sich zu Bett, stand aber bald wieder auf. Um 11 Uhr wiederholte sich das Unwohlsein und kurz darauf trat der Tod ein. Ein Herzschlag hatte dem Leben des arbeitsamen, sorgenden und bei Mitarbeitern und Vorgesetzten geachteten und beliebten Mannes ein Ziel gesetzt. *r(Volksversammlung.) Am Sonntag, den 18. März er., veranstaltet die hiesige Ortsgruppe des Volksvereins für das kath. Deutschland im Saale des Herrn Hufnagel eine große öffentliche Volksversammlung, in welcher Herr Dr. Lorenz Pieper=M.= Gladbach über das Thema„Unsere Aufgaben gegenüber der Sozialdemokratie“ reden wird. (:)(Unfälle.) Am Samstag geriet der Bierkutscher Oleff von der Östermannschen Brauerei auf der Schwerterheide infolge Scheuwerdens der Pferde unter den Bierwagen und trug derartige Verletzungen an beiden Beinen davon, daß er ins kath. Krankenhaus überführt werden mußte.— Ein weiterer Unglücksfall ereignete sich gleichfalls in den Nachmittagsstunden des Samstag auf der Bahn. Der Streckenarbeiter Finke aus der Sedanstr., ein junger unverheirateter Mann, geriet auf bisher nicht aufgeklärte Weise unter einen Zug in der Richtung mach Westhofen zu. Das linke Bein wurde unterhalb des Knies derartig verletzt, daß voraussichtlich im evangelischen Krankenhause, in welches der Verunglückte gebracht wurde, die Amputation nötig werden wird. **(Das gestrige Militärkonzert im„Freischütz") erfreute sich eines sehr guten Besuches. Lebhaft wurden die flotten Konzertstücke der schneidigen Dragonerkapelle applaudiert, die bekanntlich ein durchweg humoristisches Programm aufgestellt hatte. Froheste Stimmung herrschte während des ganzen Konzerkes. *(Das Petroleum) hat wieder einmal ein Unglück angerichtet. Eine in den mittlenen Jahren stehende Frau eines Arbeiters wollte das schlecht brennende Feuer wieder anfachen, indem sie Petroleum auf die glimmenden Kohlen goß. Eine große Flamme schlug plötzlich aus dem Ofen heraus und die Frau wurde im Gesicht und besonders an den Händen nicht unerheblich verbrannt. Können denn alle Warnungen lin dieser Angelegenheit nicht fruchten? *r*(Der Schwindel mit elektrischen Gürteln.) Ein angeblicher Doktor in Paris versendet, vermutlich an der Hand von Adreßbüchern, große Prospekte an bessere Familien, in denen sog. galvanische Gürtel zu Heilzwecken empfohlen werden. Unter Aufführung von allerlei Attesten werden wahre Wundergeschichten über die angebliche Heilkraft dieser Gürtel aufgetischt. Als eine weitere Lockspeise ist diesem Prospekt ein Bon angehängt, der die Aufschrift trägt:„Bei Einsendung von 20 Mark in bar erhält der Einsender einen galvanischen Heilgürtel im Werte von 200 Mark. Ein Kaufmann wollte für seine an Gicht schwer erkrankte Schwester einen solchen Heilgürtel kommen lassen und sandte Bon und 20 Mark an die Adresse in Paris ein. Nach einiger Zeit wurde ihm der Empfang des Bons und des Geldes bestätigt; anstatt des verlangten Gürtels kam aber die Aufforderung, umgehend noch 300 Mark einzusenden, da die eigentliche Heilkraft nur den galvanischen Gürteln in dieser Preislage innewohne. Der Kaufmann hat darauf sofort d ie Uebersendung des gekauften Gürtels im Preise von 200 Mk. oder Rücksendung des Geldes verlangt. Er wartet jetzt bereits seit über einem Monat und wird sicher noch länger vergeblich auf irgend ein Lebenszeichen des Pariser Doktors mit seinen galvanischen Heilgürteln warten. Wie viele, auch gebildete Leute mögen wohl schon auf diesen Schwindel hereingefallen sein? **(Nachsendungen von Briefschaften.) Es ist noch nicht hinlänglich bekannt, daß der Absender einer Postsache durch einen Vermerk in der Aufschrift die Nachsendung ausschließen kann. Bekanntlich werden Drucksachen, Geschäftspapiere und Warenproben, die nach der Ortstaxe frankiert sind, allgemein nur auf ausdrücklichen Wunsch des Absenders oder Empfängers in den Fernverkehr nachgesandt, aber auch bei Bviefen und Postkarten haben Geschäftsleute oft ein Interesse daran, daß die Sendungen nicht mit Porto belastet in die Hände der etwa verzogenen Empfänger gelangen. Dann ist es zweckmäßig, auf der Sendung einen kurzen Vermerk anzubringen, die Sendung möge, falls der Empfänger verzogen sein sollte, mit Angabe der neuen Adresse zurückgesandt werden. Die Postanstalten sind verpflichtet, einem solchen Verlangen zu entsprechen. von 90 Mark soll dem im Juni ds. Is. in unseren Mauern stattfindenden Provinyial= Gustav=Adolf= Gebäudesteuer gedeckt werden. Im Vorjahre betrugenlung ergah iie Summe nan die Steuersätze 75 und 9. die Sumir un ein kleiner Rückgang zu nonzeichnan in 8.....#|0 Herr Oberlehrer Rommel einen Vortuag über das Sumue von 26,80 Mark. Sodann hielt ein kleiner Rückgang zu verzeichnen ist. Zur Deckunge Herr oberlehrer Rommel einen Vontiag über das der Restschulden soll bei der Landesbank in Mi..... Hohenzollern und der Protestantismus“. eine Anleihe von 19000 Woe a emache wers Meüniter In mehr als einstündigen Ausführungen verbreitete Ene Antoige von 12000 Wit. g emacht werven. Das sich der Herr Redner in überaus lichtvoller Weise über (-) Westhofen, 26. Febr.( St. Petri=Stuhlfeier.) Eine schöne, Jahrhunderte alte Feier wird in unserer Stadt veranstaltet, nämlich die St. PetersSchichte, welche sich von den Nachbarschaftsessen unserer Nachbarschaft Schwerte dadurch unterscheiden, daß sämtliche Schichte— es sind deren drei, das östliche, mittlere und westliche— an einem Abend tagen. ** Hörde, 24. Febr.(Vereinsmeserei.) Um einem„dringenden Bedürfnis“ abzuhelfen, sucht ein hiesiger Wirt alle Männer und Jünglinge der Stadt, die den schönen Namen„Wilhelm“ führen, in einem Verein zusammenschließen. Wenn die Sache sich durchführen läßt, werden vielleicht noch andere Wirte dem schönen Beispiele folgen und die Josef, Heinrich, Hermann, Dietrich usw. je zu einem Verein zusammenschließen. Weitfalen und Rheinland. 8 Hagen i. W., 24. Febr.(Sittlichkeitsverbrecher.) Der noch unbestrafte Schuhmacher Johann B. hierselbst hat sich vor der hiesigen Strafkammer wegen Sittlichkeitsverbrechen und tätlicher Beleidigung, begangen an mehreren Schülerinnen zu verantworten. Die Verhandlung fand unter Ausschluß der Oeffentlichkeit statt und wird B. ein schon alter Mann, zu 1 Jahr 3 Monaten Gefängnis und 3 Jahren Ehrverlust verurteilt. * Werdohl, 24. Febr.(Ballonlandung.) Gestern nachmittag 3 Uhr landete auf dem Gute Lengelsen bei Werdohl ein mit drei Offizieren und einer Zivilperson bemannter Luftballon glücklich. Nachdem der Ballon geborgen und nach hier befördert war, konnten die Herren die Heimreise nach Düsseldorf am nächsten Tage wieder antreten. * Herne, 24. Febr.(Nachspiele zum Briefprozeß.) Im Amtshause zu Bankau wurde heute nachmittag dem Amtmann Dr. La Roche seitens der Gemeindevertretung von Baukan eine Vertrauenskundgebung dargebracht. Die unter Vorsitz des Gemeindevorstehers Sassenhoff tagende Gemeindetertretung nahm mit lebhaftem Bedauern Kenntnis von den Verhandlungen des Bochumer Landgerichts, sie sprach dem Amtmann Dr. La Roche und seiner schwererkrankten Gemahlin das innigste Mitgefühl aus. Die Vertretung versicherte ausdrücklich den Amtmann ihrer fortgesetzten Hochachtung und ihres vollen Vertrauens. Am Dienstag abend findet in Baukau eine Volksversammlung statt, die sich mit dem anonymen Briefprozeß befassen wird. Für Herne ist gleichfalls eine Versammlung geplant. * Minden, 24. Febr.(Hochherzige Stiftung.) Die Inhaber d er Zigarvenfabrik Fritz Leonhardi haben aus Anlaß der silbernen Hochzeit des Kaiserpaares 250000 Mark gestiftet. Die Zinsen dieser Summe sollen jährlich aufgebraucht werden, um schwächlichen und kranken Arbeiterkindern den Aufenthalt an der See und in anderen Kurorten zu ermöglichen. * Essen, 24. Febr.(Beim hiesigen Stadttheater) wird höchstwahrscheinlich ein Direktionswechsel stattfinden. Die Theaterkommission hat nämlich einen auf den Erfahrungen der letzten Jahre gegrünters ausgearbeitet, der von dem jetzigen Direktor Gelling nicht angenommen worden ist. Die städtische Finanzkommission hat dem Vertrage ebenfalls ihre Zustimmung gegeben, der nunmehr an die Stadtverordneten=Versammlung geht. Der Vertrag sieht vor, daß ein den Verdienst von 20000 Mk. übersteigender Betrag zwischen Direktor und Stadt geteilt wird; erreicht der Verdienst des Direktors nicht die Summe von 20 000 Mk., so zahlt die Stadt bis zu 6000 Mark hinzu, so daß also indirekt ein Verdienst von 20000 Mark garankiert wird. Das Theater wird in nächster Zeit ausgeschrieben. * Bruckhausen, 24. Febr.(Schrecklicher Tod.) Beim Schmieren einer Maschine kam hier ein Arbeiter der Verkuppelung zu nahe. Der Kopf wurde ihm vom Rumpfe gerissen. * Köln, 24. Febr.(Einbrecher verhaftet.) Während der Nacht wurde in einem Automaten=Restaurant an der Hochstraße verdächtiges Geräusch vernommen. Mehere Polizeibeamte drangen in das Restaurant und fanden zwei Männer, die die Apparate aufzubrechen vers uchten. Einer trat mit den Worten: „Ich schieße Sie nieder!“ einem Beamten entgegen. Beide wurden verhaftet. Einer der Einbrecher ist ein 50 Jahre alter verheirateter Hauseigentümer, der früher in dem Hause drei Jahre als Maschinist tätig war; der andere ist ein 30jähriger verheirateter Heizer von hier. * Dülmen, 23. Febr.(Tötlicher Stoß.) Der 18jährige Handlungsgehilfe Jos. Trabant stieß am 22. November v. Is. nach einem Streit mit dem 16jährigen Lehrling Lendenbach diesem mit dem Schirm so heftig ins Auge, daß die Schirmspitze bis ins Gehirn drang und eine Eiterung hervorrief, der der Verletzte nach einigen Tagen erlag. Die Strafkammer zu Münster verurteilte T. heute wegen Körperverletzung mit Todeserfolg unter Zubilligung mildernder Umstände er war von seinem Gegner maßlos gereizt worden zu 6 Monaten Gefängnis. silbernen Hochzeit des Kaiserpaares beschlossen die hiesigen Stadtverordneten in ihrer gestrigen Sitzung, das Kapital der hier bestehenden Friedensstiftung von 60000 Mark auf 250000 Mark zu erhöhen. Dresden, 24. Febr. Der Gemeindekassierer Toerffer in Voigtsdorf ist mit bedeutenden Kassengeldern in die Schweiz geflüchtet. Seine Familie ließ er mittellos zurück. Posen, 24. Febr. Wegen Sittlichkeitverbrechen in 96 Fällen und zwar mit Kindern unter 14 Jahren wurde der bei dem hiesigen Landgericht beschäftigte Referendar Dr. Lehmann zu einer Gefängnisstrafe von zwei Jahren verurteilt. München, 24. Febr. In dem seit mehr als einer Woche dauernden Prozesse gegen Schellas und Frau, wegen Ermordung des Rentiers Cramm in Passing sollten vormittags die Plaidoyers beginnen. Zu Beginn der Sitzung wurde jedoch mitgeteilt, daß die Angeklagte Frau Schellhaas sich in vergangener Nacht die Pulsader geöffnet häbe. Da deren Wiederherstellung bis Dienstag zu erwarten ist, wurde die Verhandlung auf Dienstag vertagt. Konstanz, 24. Febr. In Lustenau in Vorarlberg ist der Bäckermeister an den schwarzen Blattern gestorben. Außerdem sind 15 Erkrankungen festgestellt. Kleine Chronik. Osnabrück, 24. Febr. Im hiesigen Dürerbunde wurde ein Antrag auf Bewilligung einer Summe für das geplante Heinedenkmal zurückgewiesen, nachdem erklärt worden war, Heine habe doch zu Osnabrück keiner Beziehung gestanden. Anderseits wurde bemerkt, daß die Errichtung eines Heinedenkmals immerhin eine gewisse, wenn auch berechtigte Demonstration darstelle und zudem den Dürerbund keine Ursache habe, die herrschende Denkmalsmanie zu unterstützen. Lübeck, 24. Febr. Der 84jährige Schlächtermeister Struve wurde in Meldorf ermordet aufgefunden. Sein Sohn ist unter dem dringenden Verdacht der Täterschaft verhaftet worden. Die Leiche wurde aufgehängt, um eiErdbeben auf den kleinen Antillen. Newyork 25. Februar.(Drahtb.) Der Newyorker Herald meldet aus Barbados vom 23. Februar: Wie ein hier eingetroffener Schooner berichtet, ist der Mont Pelee auf Martinique wieder in Tätigkeit. Die Bewohner der Insel sind von Schrecken ergriffen. Fünf Personen wurden durch niederfallende Steine verletzt ins Hospital gebracht. In Fort de France sind durch das Erdbeben viele Häuser zerstört. Der Vulkan La Souffriere auf Saint Vincent, Guadeloupe, Santa Lucia und Dominica sind stärker als die vor vier Jahren. Die Bewohner der Städte flüchten aufs Land, weil sie fürchten, daß die Mauern in den Städten umfallen. Die Türken müssen in Jemen zurück. Perim, 26. Februar.(Meldung des Reuterschen Bureaus.) Hier verlautet, daß die Türken sich von Sana nach Tais zurückgezogen haben und die Araber ihnen folgen. Das Land befindet sich in großer Unruhe, da ungewöhnlich starke Regenfälle die Umgebung von Mokka und Dubab überschwemmt hätten. Neueren Nachrichten zufolge ist Amran von den Arabern eingeschlossen und Jebeldoran und Maaber von ihnen in Besitz genommen. Das arabische Hauptquartier befindet sich jetzt in Khonirh; die Kämpfe bei Tais dauern noch fort. Verantwortlicher Redakteur: Wilh. Schade, Schwerte. Bürger=Schützen=Verein, Schwerte. Schützen, welche am Fackelzug teilnehmen, werden ersucht, am Dienstag, den 27. Februar, abends 7¾ Uhr, im Gasthof„Zur Helle“ sich einzufinden. Empfangnahme der Fackeln. Punkt 8 Uhr Abmarsch zum Markt. Fastnachtskuchen backe man nur mit Reese’s 5 J-Backpulver, ausreichend für 1—1½ Pfd. Mehl, well es unübertroffen ist und nur die Hälfte anderer Reklamefabrikate kostet, Reese’s Vanillinsucker ist ein vollkommener Ersats für Vanille. Alles mit Prämienscheinen. Rsese, G. m. b. H., Mameln. zu Iserlohn. Staatsanstalt mit Lehrwerkstätten. Versuchsstation für Legierungen und Metallfärbung. Beginn des neuen Schuljahres am 3. April 1906. Abteilungen: A. Modelleure, Ziseleure und Graveure. B. Kunstschmiede, Werkzeugschlosser, Dreher und Drücker. J. Galvanoplastiker, Galvaniseure, Metallfärber, Former und Metallgeeßer. Dauer des Unterrichtskursus für jede Abteilung 3 Jahre. lufnahmebedingungen: Ausreichende Volksschulbildung und Alter von mindestens 14 Jahren. Schulzeld: Für ordentliche Schüler 60 Mark jährlich; für mit mehr als 20 Wochenstunden 60 Mark jährlich; inten mit weniger a's 20 Wochenstunden 30 Mark jährlich; für Ausländer 300 Mark jährlich. Programm kostenfrei durch den Direktor. gez. Geier Bürger=SchützenVerein Schwerterheide. Diejenigen Mitglieder, welhe sich an dem ius Anlaß der Silberhochzeit des Kaiserpaares beteiligen wollen, werden ersucht, sich um 7 Uhr abends im Gasthof Zur Helle“ einzufinden. Verteilung der Fackeln findet dortselbst statt. Vorstand. Brauchen Sie Geld?( v. 100 bis 1000 M.) auf Wechsel, Schuldsch 2c. schreiben Sie an C. A. Winkler, Berlin=W. 57, Mannsteinstr. 10. Keine Adr. Rell. u. coul. Erl. Rückp. Galer Kochherd u. krischer Esen umzugshalber preiswert zu verkaufen. 717 Nachzufragen in der Geschäftsstelle der Schwerter Zeitung. Wegen Krankheit sofort ein Vienstmädchen gesucht von 718 Frau W. Scherft Moltkestraße. Suche per 1. Bün dier frlle eine Stellung als Morgenmädchen. Näheres durch die Geschäftsstelle der Schweiter Zeitung. Theater-Malerei Franz Reineke, Hannover. werden gesucht 3 Küchenmädchen Lohn 30 bis 35 Mk. Haus, Zweiten=Dritsowie 8 Landmädchen und Knechte. Frau H. Duisdicker, Gesindevermieterin, Moltkestraße 15. 649 Wohnung von 3 bis 4 Zimmern mit Stallung und Gartenland sofort oder später zu vermieten. Klusenwig 39. 25 Liter Rot- ca. Weistwein für 1)k 12 80 Faß leihw. nur 11IR. 12.90 fr. retour. 20 Fl. Weiß= od. Rotwein 12.50 10„„„„„„ 6.50 mit Glas u. Kiste(Nachn.) Weißwein&à Lit. 40, 50, 60 Pfg. 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April 1906 ab nicht mehr giltigen Kriegsbeorderungen(auf gelbem Papier) und Paßnotizen sind an diesem Tage, aber keinesfalls früher, durch die Mannschaften selbst zu vernichten. Dortmund, den 21. Februar 1006. Königl. Bezirkskommando II. Dortmund. für Sm. Sämtliche Artikel sind übersichtlich in unserem P’arterrelokal auf Tischen ausgelegt. dr aran.. J1 en lung mit Buila ger Süer 95 Rsbers chen Damen=Chisson Hemd 118 110 cm lang mit gestickter Herzpasse, per Stuck Weiße Lisenbezuge ue guhns uin eheagen 45 Halbleinene Herpietten.. ung 90 Weiße Kommodendecken 8 00 Weite Zierschurzen ueglachen bunt un Gealns 18. Siamosen=Reform=Schurzen 1.36 a6 u6 T6. Kaßseroechen 1010 grans un Sieht Te Kinderlätzchen 6 Pig. Pfg. Pig. Pig. Ptg. Stuck Siamosen-Haus-Schürzen u. un 78 voll, breit und lang, frische Muster Ungebleichter Biber Gebleichter Biber griffige Ware, Meter schwere Qualität, Meter Pfg. Pfg. Baumwoll. 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Aug. 1904 bringe ich diesen Antrag mit dem Bemerken zur öffentlichen Kenntnis, daß gegen denselben von den Eigentümern, Nutzungs=, Gebrauchsberechtigten und Pächtern der benachbarten Grundstücke innerhalb einer Ausschlußfrist von 21 Tagen bei dem Kreisausschuß zu Hörde Einspruch erhoben werden kann, wenn der Einspruch sich auf Tatsachen begründen läßt, welche die Annahme rechtfertigen, die Ansiedlung den Schutz der Nutzungen benachbarter Srundstücke aus der Land= oder Forstwirtschaft, aus dem Gartenbau, der Jacht oder Fischerei gefährden werde. Hacheney, den 24. Februar 1906. Cosack. Bekanntmachung. Aus Anlaß der Silberhochzeit des Kaiserpaares sind die städtischen Bureaus und Kassen am 27. dfs. Mis. geschlossen. Schwerte, den 26. Februar 1906. Der Magistrat. Bekanntmachung. Der Herr Kapitänleutenant der Reserve von Veltheim wird am Donnerstag, den 1. März ds. Is., abends 8 Uhr im Saale des Gastwirts Herrn Bergmann hier einen Vortrag über die Notwendigkeit der Verstärkung unserer Auslandsflotte verbunden mit Kinematographischen Vorführungen des Flotten=Vereins halten, wozu der Unterzeichnete ergebenst einladet. Mitglieder des Flotten=Vereins zahlen 20 Pfg. Nichtmitglieder„„ 30 Pfg. Eintrittsgeld.=Reservierter Platz 50 Pfg. Verkaufsstelle für Billetts bei May u. Co., Heinrich Goch und Karl Hölter Hörde. Kassenöffnung 7½ Uhr. Hörde, den 22. Februar 1906. Für den Vorsitzenden der Geschäftsstelle des Deutschen-Flottenvereins v. Wedel, Regierungs=Assessor. Sammerstelle für unsere Truppen in[Südwestafrika. 183 Run naht die schdns Zuobaleter, Nun klingt es froh beim Festesglanz: „O Kaiserpaar“, so lieb und teuer, Gott segne Dich im Silberkranz!“ Aus Anlaß der Silber=Hochzeit unseres geliebten Kaiserpaares richte ich an alle Vereine, Gesellschaften und Einzelpersonen in Stadt und Land die höfliche Bitte, zur Erinnerung an die schöne Festfeier doch auch an unsere verwundeten und kämpfenden Krieger in Südwestafrika gütigst gedenken zu wollen und für die tapferen Helden im fernen Lande ein kleines Opfer zu bringen. Schon sind bis jetzt über 1800 Mark bei mir eingegangen und wird über die einzelnen Beträge in den Zeitungen Voraus für jede Liebesgabe herzlich dankend, zeichnet hochachtungsvoll Dortmund, Karl Trachte. Riemengasse 9. Nr. 48. Montag, den 26. Februar 1906. 38. Jadrgang. Gei 488 A ∆ Amtuches-Rressunt für den kreis börde. alle Kreis= und Lokalpolizeilichen Verordnungen für den Kreis hörde erligen gemäß Bekanntmachung der Königl. Regierung durch Veröffentlichung in der„Schwerter Zeitung" rechtsverbindliche Kraft. Insertionsgebühr für lokale Anzeigen, die sechsgespaltene Petitzeile oder deren Raum 10 Pfg., außerhalb 15, Reklame=Zeile 40 Pfg., Druck und Verlag von Carl Braus in Schwerte, Fernsprech=Anschluß Nr. 62. Amt Schwerte. Telegr.=Adresse Braus, Schwerte=Ruhr. K Abnnemenkspreis pro Quartal 1 Mark 65 Pfg., 42 Pfg. Bestellgeld, wenn durch die Post bezogen. Erscheint ajedem Wochentage. Wöchentliche Gratisbeilage:„Illustriert## Familienfreund.“ Erstes und ältestes Tages-Organ des Kreises Hörde. Hermann v. Wissmann. Ueber„Hermann von Wissmann und seine Bedeutung in der vaterländischen Geschichte“, sprach letzter Tage der ehemalige Mitkämpfer des ersten## Kolonialhelden, Major Rochus Schmidt, im Horscat# des Völkermuseums zu Berlin. Der Vortrag fand auf Veranlassung des Wissmann=Denkmalausschusses und zum Besten des geplanten Denkmals für Hermann von Der Vortragende führt aus, er beabsichtige nicht, den ganzen Lebensgang von Wissmann und seine Taten im einzelnen zu schildern, sondern nur in großen Zügen darzutun, was derselbe als Forscher, als Soldat und als Kolonialpolitiker geleistet habe. Major Schmidt zeigte dann, welche große Tat Hermann von Wissmann schon durch seine erste Afrikareise, die er anfangs in Gemeinschaft mit demAfrikaforscher Logge unternahm, vollbracht habe. Diese Reise, die vom November 1879 bis Ende 1881 dauerte, stellte die erste Durchuerung des äquatorialen Afrika von West nach Ost dar. Noch wenige Jahre vorher hatte man diese„Tour“ für unmöglich erklärt. Di eReise machte den jungen Leutnant Wissmann mit einem Schlage berühmt und stellte ihn in die erste Reihe der Afrikaforscher. Seine Leistung war um so bedeutender, als er sie mit einer sehr kleinen Truppe und mit sehr geringen Mitteln ausgeführt hatte.„ 18 mischan 64. Der Vortragende zog einen Vergreich zwischen vieser Leistung Wissmanns und der Stanleys, der sehr zugunsten des ersteren ausfiel. Wissmann hatte wenig Begleiter, Stanley zog mit Hunderten von Bewaffneten aus; die Reise Wissmanns kostete ganze 30000 Mark, Stanley brauchte das Zehnfache. Während Stanley zunächst betretene Wege ging und dann zumeist den bequemeren Wasserweg wählte, lernte Wissmann weit besser Land und Leute kennen, da er zumeist zu Lande reist und gänzlich unbekannte Gegenden durchforschte. Der größte Gegensatz zwischen diesen beiden Afrikareisenden bestand aber in der Methode der Behandlung der Eingeborenen. Wissmann durchquerte Afrika, ohne einen einzigen Schuß g egen die Eingeborenen abgegeben zu haben. Stanleys Weg dagegen wurde fortgesetzt durch Gewalttaten und Konflikte mit den Eingeborenen bezeichnet. Während Wissmann immer Rücksicht nahm auf etwa Nachfolgende, Missionare oder Forscher, Roman von Seta v. Starkenstein. 19 „Liebe Freundin,“ rief sie lebhaft,„verzeihen Sie, daß ich so spät komme, es war wirklich in meiner Absicht, viel früher zu kommen.“„ E. K. am bsc. „Ich bin Ihnen sehr dantvar, daß Sie bei diesem aoscheulichen Wetter überhaupt gekommen sind; erlauben Sie, daß ich Ihnen meine Nichte Wally vorstelle; wenn Sie meine Schwester gekannt, würden Sie die sprechende Aehnlichkeit der beiden sehen.“ Die Gräfin begrüßte das Mädchen, welches herzugeeilt kam, um ihr den Mantel abzunehmen, herzlich und entgegnete auf Frau Roots Frage nach ihrem Manne, daß derselbe am Lande geblieben sei.„Sie wissen ja, wie sehr er das Landleben liebt; er ist ja so ganz wie mein Schwager Richard; übrigens erhielten wir gestern Kunde von ihm. Wallys Herz pochte, aber sie regte sich nicht. „Hoffentlich recht gute Nachrichten,“ meinte Frau Root. „Keine Aussicht, daß er zurückkehrt, aber im übrigen gut. Ein ganz kurzer Brief, den er im Felde schrieb, einen neuen Ausfall erwartend. Er befindet sich wohl, das Klima stört ihn niemals; wenn er zur diesjährigen Saison nach Hause käme, würde man zweifelsohne sehr viel Aufhebens mit ihm machen; ich denke, er wird avancieren.“ „Hoffentlich kommt Feodore diesen Winter zu Ihnen.“ „Vielleicht, aber mein Vater hat es nicht gerne, wenn sie lange fort ist, und natürlich besteht doch ihre erste Pflicht darin, nach Hause zu denken.“ „Gewiß," stimmte Frau Root bei, die sehr genau wußte, daß man die schöne Feodore nur fern halte von Richard Desmond, damit er sich nicht etwa in sie verliebe und dadurch dem schönen Mädchen eine reichere Partie verderbe. Nach einer Weile wandte sich Peal an Wally mit der Frage, ob der Ball in Donnington ihr erster gewesen sei, und das Mädchen bejahte es. „Sie feierten große Triumphe, ich habe davon gehört.“ „Von Kapitän Desmond?“ fragte Frau Root. „Onein, er schiffte sich ja schon am nächsten Tage nach Egypten ein und erwähnte in seinen Briefen nichts von dem Ball, aber mehrere Herren von anderen Regimentern waren dabei, kannte Stanley nur das eine Ziel, seinen Zweck unter allen Umständen, auch mit Gewalt zu erreichen, kümmert um die Folgen seines Vorgehens. Als Mensch wie als Forscher war Wissmann der Größere, und seiner Methode, die Eingeborenen zu behandeln, ist er allezel# treu geblieben; ihr verdankte er das Vertrauen, das er bei der eingeborenen Bevölkerung genoß, ihr verdankte er nicht zum wenigsten seine Erfolze. In gleich trefflicher Weise, wie die erste Aufgabe, die er sich selbst gestellt hatte, vollbrachte Wissmann dann auftrug, nämlich die Erforschung des Kassai=Gebietes. Bezeichnend für den patriotischen Sinn Wissmanns war es, daß er sich ausbedang, nicht nur unter deutscher Flagge reisen zu dürfen, sondern auch alle seine Sammlungen von der Expediition nach Deutschland überfühzu dürfen. Sie bilden bekanntlich einen wertvollen Schatz unseres Völkermuseums. Die wissenschaftlichen Ergebnisse der Kassai=Expedition waren ungemein reich sie erhöhten den Ruhm des jungen deutschen ForSeine drite Expedition begann im Südkongo dund hatte die Erforschung des Sklavenhandels zum Gegenstande. Sie führte Wissmann nach Nyangwe in die „Gastfreundschaft“ der Araber. Es bedurfte der ganzen Klugheit Wissmanns, um sich aus dieser Situation zu befreien und zur Ostküste zu gelangen. Einen schönen Zug im Charakterbilde des deutschen Forschers bildete die Sorge, mit der er vorher die Rückkehr seiner eingeborenen Begleiter in die Heimat durchsetzte. Nach seiner dritten Expedition trat der schon ruhmbedeckte Forscher in die Dienste der Kolonialpolitik des Reiches. Er ging als Reichskommissar nach Ostafrika, um mit eiserner Faust den Araberaufstand niederzuschlagen. Hier bewährte er sich ebenso als glänzender Organisator wie als tüchtiger Führer. Major Schmidt, der selbst unter Wissmann gekämpft hat, zeigte, wie trefflich derselbe es verstand, den rechten Mann an die rechte Stelle zu bringen. Mit Begeisterung sprach der Vortragende von der Selbstlosigkeit und der treuen Kameradschaft, die Wissmann zeigte, aber er lobte auch das System, das er inaugurierte, indem er starke Truppen in einzelne befestigte Plätze legte und dabei eine stets schlagfertige starke Reserve zur Hand behielt. Wissmanns ganze Bedeutung zeigte sich aber erst in der Ausnutzung seiner Siege, in der Gewinnung der BevölDie ershiten wir dadont der but der Schobost docdratet ch ja rasch. Wally empfand dadurch einige Befriedigung, daß der Kapitän dieser Frau gegenüber ihren Namen nicht genannt, sie sagte sich, es sei nicht denkbar, daß er derselben besonders zugetan sei. Als Gräfin Peal sich erhob, um sich zu entfernen, empfand das junge Mädchen wesentliche Erleichterung; sie mußte sich an das leere Geschwätz der großen Welt erst nach und nach gewöhDie Abendpost brachte ihr wieder einen Brief von Manfred und es regten sich Gewissensbisse in ihr, als sie seine Schrift sah; hatte sie doch sein erstes Schreiben nicht beantwortet. Erst als sie sich abends zu Bett legte, schickte sie sich an, den Brief zu lesen. „Liebste Wally!“ stand da in der klaren, festen Schrift des jungen Mannes; aber ach, die Gedanken des jungen Mädchens schweiften nur zu bald von diesem Schreiben ab und befaßten sich mit einem Manne, der im fernen Egypten weilte und ihrer vielleicht nicht einen einzigen Augenblick mehr gedachte. Wann wird er heimkehren, und wird er sich freuen, sie wiederzusehen? Das wären die Fragen, welche sie beschäftigten, und dieser er, welcher ihr so viel zu denken gab, war entschieden nicht Manfred Lister. „Das sagt mir nicht zu,“ sprach Frau Root einige Tage später zu sich selbst;„dieser Lister schreibt zu oft und Wally antwortet ihm vermutlich ebenso oft, ich muß der Sache Einhalt tun; nach Weihnachten, wenn der Ball vorüber, den ich dem Mädchen zu Ehren gebe, wollen wir verreisen, den Winter in Italien bleiben und erst zu Beginn der Saison wiederkehren. Wally wird auf diesem Balle ungeheure Erfolge feiern, dann plötzlich verschwinden und dadurch der Phantasie der Leute erst recht Stoff geben, sich mit ihr zu befassen; kehrt sie zurück, so macht man ihr von allen Seiten den Hof, und bis dahin ist sie gewiß gleich mir der Ansicht, daß eine mittellose Heirat ein Unsinn sei.“ Wally war natürlich entzückt über die Vorschläge ihrer Tante, nach Italien zu reisen, verhehlte sich aber durchaus nicht, daß diese zu allen Anstrengungen sich nur bequeme, um dem jungen Mädchen ein Vergessen Manfreds zu erleichtern. Auf dem Balle erntete Wally wärmste Anerkennung; Frau Root war stolz auf ihre Nichte und sagte dieser so oft vor, Haupt-Annoncenblatt. kerung für die deutsche Herrschaft. Sein Ziel war n icht der Augenblickserfolg, sondern die Sicherung der kulturellen Hebung des Landes. Waren seine militärischen Erfolge groß, so waren die Erfolge seiner Politik gegenüber den Eingeborenen noch größer. Wissmanns Selbstlosigkeit vermochte ihn auch dazu, sich als Reichskommissar einem Gouverneur unterzuordnen. In dieser Stellung vollbrachte er die Aufgabe, den ersten deutschen Dampfer nach dem zu schaffen. Dann trat er als Gouverneur an die Spitze der Kolonie. Als solcher war er unermüdlich tätig für die wirtschaftliche Hebung Deutsch=Ostafrikas; er legte den Grund für die künftigen Verwaltungseinrichtungen. Leider war seine Kraft aber im Dienste terlandes aufgezehrt; er nahm seinen Absa., Nachdrücklich trat der Vortragende der Annahme entgegen, daß der Rücktritt Wissmanns vom Gouverneurposten aus politischen G ründen erfolgt sei; er war lediglich das Resultat eines aus Rücksichten auf seine zerüttete Gesundheit gefaßten freiwilligen Entschlusses An Ehren hat des dem kühnen Kolonialpolitiker nicht gefehlt. Sein Glück aber suchte und fand er an der Seite einer liebenden Gattin und im Kreise der Seinen. Ein Jagdunfall hat ihn uns leider zu früh entrissen. Mit aller Entschiedenheit trat Major Schmidt der Annahme entgegen, daß Hermann von Wissmann nicht einem Unfalle erlegen sei, einem Unfalle, der zweifellos durch seine oft getadelte Unvorsichtigkeit bei der Ausübung der Jagd herbeigeführt wurde. Mit einem warmen Appell zur Unterstützung des Denkmalgedankens, der nur eine verdiente Ehrung des als Mensch und Forscher gleich großen Toten ins Auge fasse, schloß der mit mit lebhaftem Beifall ausgenommene Vortrag. Westfalen und Rheinland. (::) Schüren, 23. Febr.(Diebstahl.) In der vorletzten Nacht wurden dem Dreschmaschinenbesitzer P. in der Erlenbach etwa 600 Mark aus einem verschlossenen Schrank, der in einem Wohnzimmer stand, entwendet. Die Diebe sind durch die Fenster eingestiegen und augenscheinlich mit der Oertlichkeit vertraut gewesen. Der Bestohlene merkte den Diebstahl gestern morgen früh, benachrichtigte die Polizei, welche darauf sofort bei einer benachbarten eine Durchsuchung vornahm. Das Ergebwelch sellene Schönheit sie set, baß das sunge Mädchen denn doch ein klein wenig befriedigte Eitelkeit empfand. „Weshalb räumt mir die Schönheit eigentlich eine Macht ein?“ fragte sie sich unwillkürlich; weshalb, ja, sie wußte es nicht; daß aber dem so sei, war nicht in Abrede zu stellen. „Macht, was ist mir an Macht gelegen,“ flüsterte sie dann leise vor sich hin;„ich sehne mich nur danach, ihn wieder zu sehen, ach, was soll ich tun, denke ich ja doch unaufhörlich nur an ihn.“ Es pochte leise an ihre Tür und auf Wallys Hereinraf trat ihr französisches Kammermädchen ein. „O, Mirjam, Sie hätten nicht auf mich zu warten brauchen, ich würde mich heute des Ballstaates schon allein entledigt haben.“ „Ich kenne meine Pflicht, gnädigstes Fräulein,“ entgegnete die Französin, und während sie Blumen und Schmuck entfernte, gab sie in beredten Worten ihrer Bewunderung über die Schönheit des Fräuleins Ausdruck. Wally aber achtete ihrer Worte kaum, die ewigen Schmeicheleien ermüdeten sie und sie war froh, daß Mirjams Pflichten absolviert und sie sich wieder allein sah. Endlich schlief sie, aber es war ein ruheloser Schlaf, ohne daß ihre Träume sich mit dem gestrigen Balle befaßt hätten. Der Ball in Donnington war es vielmehr, mit welchem sie sich beschäftigte, sie sah Richard Desmond vor sich; er aber wollte sie nicht sehen, nicht mit ihr reden, sondern hatte sich zornig abgewandt. „Was hab' ich getan, was hab' ich getan?“ eief sie angstvol im Traume, aber er entschwand ihren Blicken, ohne ihr Bescheid geben zu wollen, und, in Tränen aufgelbst, erwachte die Träumerin. Gott sei Dank, es war nur ein Traum gewesen, ja, nur ein Traum. Instinktiv griff sie nach dem kleinen Täschchen, das sie an ihrem Herzen trug, als berge es einen Talisman, welcher im stande sei, sie vor allem Bösen zu hüten. ** In den fashionablen Tagesblättern las man eine lange Liste der Gäste, welche bei Frau Roots Ballfest anwesend waren; man sprach auch von Wallys großartiger Schönheit und von dem Aufsehen, das dieselbe hervorgerufen. 128,20 Manfred las dies mit einem bangen Empfinden, fühlte er doch immer mehr und mehr, daß ein Abgrund zwischen ihm und dem Mädchen sich auftue, der sich durch nichts überbrücken lasse K H 0 9 nis dieser ist noch unbekannt. Der Fabrikarbeiter K. wurde unter dem Verdacht, den Diebstahl ausgeführt zu haben, festgenommen. Hoffentlich gelingt es, dem Bestohlenen noch einen Teil des gestohlenen Geldbetrages zu retten. * Bochum, 24. Febr.(Der Apotheke in Röhlinghausen) statteten in der vergangenen Nacht Diebe einen erfolgreichen Besuch ab. Sie erlangten durch Zudrücken der Fensterscheiben Eingang in das Innere des Hauses und stahlen neben anderen wertvollen Gegenständen eine Geldkassette mit bedeutendem Inhalt. Leider ist es noch nicht gelungen, die frechen Diebe zu fassen. * Witten, 24. Febr.(Hotel Voß.) In der letzten Stadtverordnetensitzung hat die Mehrheit der Stadtverordneten sich im Prinzip für den Ankauf der Voßschen Besitzung, soweit sie von der Ruhr=, Schiller=, und Gerichtsstraße begrenzt wird, zum Preise von 480000 Mk. ausgesprochen. Den Magistrat hat die Offerte des Herrn Voß, welche nur bis zum 17. Febr. bestand, dagegen abgelehnt. Das Projekt wird, laut dem„Witt, Tabl.“, jedoch in verkürzter Form wiederkehren, indem nur ein Teil der Besitzung der Stadt zum Kaufe angeboten wird, welcher als Bauplatz für den Bau des neuen Rathauses reichen würde. amite * Welver, 24. Febr.(Unfall.) Gestern nachm. tag ereignete sich zwischen hier und Borgeln ein schwerer Unglücksfall. Der Rottenarbeiter Fr. Wilms aus Meyerich wurde von einer Eisenstange, die aus einem Güterzuge herausragte, derartig unglücklich vor den Leib geschlagen, daß er bewußtlos zusammenbrach. Der Verunglückte wurde in das hiesige katholische Krankenhaus gebracht. Anscheinend hat W. schwere innere Verletzungen erlitten. Vermischtes. * Aus Westpreußen, 24. Febr. Ein verwegener Geldschrankdiebstahl wurde auf dem Kleinbahnhof Marese bei Märkenwerder verübt. Die Täter drangen während der Nachtzeit in das Dienstzimmer des Bahnverwalters, nachdem sie die vorher mit Syrup chene Fensterscheibe zertrümmert und den Riegel zurückgeschoben hatten. Sie entzündeten nun das elektrische Licht, entfernten in aller Gemütsruhe den etwa dreieinhalb Zentner schweren oberen Teil des eisernen Geldschrankes von seinem Untergestell und stürzten ihn dann zum Fenster hinaus. Hierauf luden sie den Schrank auf einen mitgebrachten Handwagen und brachten ihre Beute unangefochten in Sicherheit. In dem Geldschrank befanden sich außer Büchern und dienstlichen Papieren ein Barbetrag von 1030 Mark und ein Kassenbuch über 4500 Mark. Von den Einbrechern fehlt bis jetzt jede Spur. Bern, 24. Febr.(Verleitung der Kinder zu Ausgaben und Näschereien.) In der Schweizevischen Presse lesen wir: Eine eigenantige Reklame unter der Schuljugend betreibt die Schokoladenfabrik T. in Bern. Die Fabrik verkauft zu 10 Rappen kleine Pakete Schokolade, von denen jedes mit einem kolorierten Bilde versehen ist. Dazu werden besondere Albums verkauft. Für ein vollständiges Album mit der ganzen Bilderserie zahlt dann die Fabrik zehn Franken zurück, jedoch nicht in bar, sondern in Schokolade, nach dem Beispiel der Kartoffelbrenner im Kanton Bern, die seinerzeit vor dem Inkrafttreten des eidgenössigen Alkoholgesetzes ihre Kartoffellieferanten nicht in Geld, sondern in Schnaps auszahlten. Einzelne dieser ausgegebenen Bilder sind selten und werden daher im Preise heraufgetrieben. Der Handel mit solchen Schokoladebildchen, die von der Firma massenhaft an die Schuljugend verkauft werden, hat nun in einigen Schulen einen derartigen Umfang angenommen und ist so zum Unfug geworden, daß die Schulbehörden sich damit befassen mußten. Nach ziemlich zuverlässigen Schätzungen sind in einer Elementarschule innerhalb kurzer Frist 5000 Fr. und in der Mädchenmittelschule 4800 Fr. für solche Schokoladenpakete ausgegeben worden. Die Schulkommission hat laut„Bund“ nun beschlossen, alle erhältlichen, unter den Schulkindern zirkulierenden derartigen Bildchen zu konfiszieren, in einem Zirkular die Eltern auf den Unfug aufmerksam zu machen und an den Verwaltungsrat der Schokoladefabrik eine Eingabe zu richten, es möchte diese Art von Reklame unter der Schuljugend eingestellt werden. In ihrer letzten Sitzung hat sich auch die ZentralSchulkommission mit der Angelegenheit befaßt und beschlossen, diese Eingabe ihrerseits zu unterstützen. Die städtische Schuldirektion wurde überdies beauftragt, eventuell Schritte bei den oberen Behörden zu tun, damit Abhilfe geschofft werde. *(Gipfel der Frechheit.) In einem der besuchtesten Juwelierläden Newyorks saß eine Dame in reichster Toilette, ließ eine gut gespickte Börse durch die Finger gleiten und betrachtete mehrere funkelnde Kolliers, welche die dienstfertigen Kommis vor ihr ausbreiteten. Plötzlich drängte sich ein Gentleman von feinster Allure durch die Menge der Besucher, welche das Lokal füllten, schritt mit zornfunkelnden Augen auf die erwähnte Käuferin los, pflanzte sich dicht vor ihr auf, und mit sichtlich verhaltenem Groll brach er in die Worte aus:„Hier also vergeuden Sie meine sauer erworbenen Goldstücke, Madame! Hatte ich Ihnen nicht oft genug anbefohlen, dieser verderblichen Leidenschaft ein Ziel zu setzen! Meine Geduld ist zu Ende. Wer nicht hören will, muß fühlen!“ Eine schallende Ohrfeige fiel auf das erbleichende Gesicht der Dame nieder. Gleichzeitig entriß der gestrenge Herr die goldgefüllte Börse der Hand des schwachen Wesens und schritt zur Tür hinaus. Die zarte Lady sank in eine tiefe Ohnmacht. Als sie wieder zu sich gekommen war, brach sie in Tränen aus und bat einen Kommis, er möge sie doch zum Wagen geleiten.„Wo ist meine Börse?“ fragte sie, als dieser ihr bereitwilligst den Arm bot. „Ihr Herr Gemahl hat sie an sich genommen," lispelte der galante Handlungsbeflissene.„Mein Gemahl!?“ rief die Dame entrüstet aus. Ich bin unverheiratet und kenne den rohen Menschen gar nicht.“ Der angebliche Gemahl war ein Dieb. Saarbrücken, 24. Febr. In Eppelborn ist bei dem Füllen der Karbidbehälter eines Acitylenapparates explodiert., Einem 16jährigen Schlosserlehrling wurde der Schädel zerschmettert, er war sofort tot. Stadtheater Dortmund. Montag, den 26. Febr. Anfang 7,30 Uhr: Gastspiel des s Herrn Wilh. Reichenberg vom Stadttheater in Term Frenchenberg vom Stadttheater in Bern.„Der Trompeter von Säckingen.“ Oper mit Ballet in 1 Vorspiel und 3 Aufzügen von V. E. Neßler. den 27. Febr. Volksvorstellung zu kleinen Preisen. Anfang 7,30 Uhr.„Robert und Bertram“ oder:„Die lustigen Vagabonden.“ Posse mit Gesang in 4 Abteilungen von Gustav Raeder. Mittwoch, den 28. Ferb. Anfang 7,30 Uhr: Gastspiel des Herrn Wilh. Reichenberg vom Stadttheater in Bern.„Zar und Zimmermann.“ Komische Oper in 3 Aufzügen von Albert Lortzing. Hierauf: „Phantasien im Bremer Ratskeller.“ Phantastisches Tanzbild frei nach W. Hauff von Emil Graeb. Donnerstag, den 1. März. Anfang 7,30 Uhr„Das Glas Wasser". Lustspiel in 5 Aufzügen von Seribe. Freitag, den 2. März. Anfang 7,30 Uhr:„Die Condottiere". Schauspiel in 3 Aufzügen von Rudolf Herzog. Sonnabend, den 3. März. Anfang 7,30 Uhr:„Die schwarze Kaschka.“ Oper in vier Aufzügen von GeSonntag, den 4. März, Vormittags 11 Uhr. Fünfte literarische Matinee.„Agnete". Drama in 3 Aufzügen von Amalie Skram. Anfang 7,30 Uhr: Erhöhte Preise.„Das Rheingold“. Vorabend zu dem Bühnenfestspiel„Der Ring der Nibelungen". Handlung in 2 Aufzügen von Richard Wagner. Wetter=Aussichten der Deutschen Seewarte. 28. Februar: Wolkig mit Sonnenschein, kalt, meist trocken. Verantwortlicher Redakteur: Wilh. Schade, Schwerte. — Die Kinder gedeihen vorzüglich dabei a leiden nicht an VerdauungsSterung KLI Hervorragend bewährt bei Brechdurchfall, Darmkatarrh, Diarrhoe etc. Schlachtviehpreise nach Lebendgewicht Auf Grund amtlicher Marktberichte zusammengestellt und nach gearbeitet von der Centralstelle für Viehverwertung der Preußischen Landwirtschaftskammern Auftrieb: Aüber Schafe.. Schweine Tendenz: Küber:. Schafe. Schweine a) vollfleischige, ausgemästete höchsten Schlachtwertes b) junge fleischige, nicht ausgemäst. u. ält. ausgemäst. o) mäßig genährte junge und gut genährte ältere d) gering genährte jeden Alters. a) vollfleischige, ausgemästete bis zu 5 Jahren b) vollfleischige jüngere..... o) mäßig genährte jüngere und gut genahrte ältere 0) gering genährte.#.i### Schlactn a) vollfleisch., ausgemast. Farsen hochst. Schlachrw. b) vollfleisch, ausgenushe, höchst. Schlachtw. 9) ältere ausgemastete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Kühe und Färsen d) mäßig genährte Kühe und Färsen..... e) gering genährte Kühe und Färsen..... ) Doppellender b) feinste Mast=(Voumischmast) u. beste Saugtälber c) mittlere Mastkälber und gute Saugkälber d) geringere Saugkälber e) alteres gering genährtes Jungvieh(Fresser) a) Mastlämmer und jüngere Masthammel. d) ältere Masthammel e) mäßig genährte Hammel und Schafe(Märzschafe) d) Holsteiner Niederungsschafe und Lämmer a) vollfleischige der Rassen u. Kreuzungen bis zu 1. J. b)*Käser c) fleischige? d) gering entwickelte 9) Sauen.....:.. Magenleidenden teile ich aus Dankbarkeit gern und nneutgeltlich mit, was mir von jahrelangen qualvoll. Magen= u. Verdauungsbeschwerden geholsen hat. A Hoeck, Lehrerin, Sachsenhausen b. Frankfurt a. M. Sämtliche Reparaturen und Neuanlagen von Haustelephonen und Klingelleitungen besorgt schnell und billigs H. Miebach Schwerte, Mühlenstr. 6, 1. Oeeeen Zum großen Fackelzug empfehle Feuerwerk. Für Vreine empfehle besonders Wachs= und Pechfackeln von 1 bis 3 Stunden Brenndauer. Frühzeitige Bestellung unbedingt notwendig. Drogerie Carll Trog, Schwerte, Fernsprecher 32. Meiner verehrten Kundschaft zur richt, daß die Frühjahr= und Sommerstosfe eingetroffen sind. Mache ganz besonders darauf aufmerksam, daß sich nur gute und moderne Ware führe. Halte mich bei Bedarf bestens empfohlen. Fr. FiCZ, Schneidermstr. 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