Insertionsgebühr für lokale Anzeigen, die sechsgespaltene Petitzeile oder deren Raum 10 Pfg., außerhalb 15, Reklame=Zeile 40 Pfg., Druck und Verlag von Carl Braus in Schwerte, Fernsprech=Anschluß Nr. 62. Amt Schwerte. Telegr.=Adresse Braus, Schwerte=Ruhr. ssersu Abnnemenkspreis pro Quartal 1 Mark 65 Pfg., excl. 42 Pfg. Bestellgeld, wenn durch die Post bezogen. Erscheint an jedem Wochentage. Wöchentliche Gratisbeilage:„Illustrierter Familienfreund.“ Erstes und ältestes Tages-Organ des Keises hörde. Ein österreichisch=serbischer Waffengang? Haus Habsburg die zweifelhafte Treue Ungarns und seiner Honvedtruppen darstellt, könnte das Eingreifen Bulgariens und seiner sehr tüchtigen Armee bringen. Kisten mit Revolvern entdeckt, en Herkunft Die gespannte Beziehungen zwischen den Wiener und Belgrader Kabinetten und die schroffe Haltung Serbiens lassen einen bewaffneten Konflikt zwischen den beidenL ändern immerhin möglich erscheinen. Wir lassen daher aus der Federeines höheren österreichischen Offiziers eine Zusammenstellung einschlägiger, interessanter Daten folgen.4 Wruse 865 Im Gegensatz zu der buntscheaigen Armee der Kaiserstaates zeigt das Heerwesen Serbiens den einen großen Vorteil, daß es, wie die Bevölkerung des Landes, der Abstammung und der Religion nach ein vollkommen einheitliches Ganzes bildet. Die ersten Anfänge der allgemeinen Wehrpflicht reichen erst bis zum Jahre 1862 zurück. Nicht unähnlich der Heeresorganisation der früheren südafrikanischen Burenstaaten wurde damals ein Volksheer mit einem geringen Stamm stehender Truppen geschaffen. Wiederholte Reorganisationen haben niemals die Mängel einer straffen Ordnung, vor allem im Offiziers= und Unteroffiziersleben, beseitigen können, die im serbisch=bulgarischen Kriege besonders stark in Erscheinung traten und bis zum heutigen Tage noch unbehoben sind. Das jetzige serbische Heer gliedert sich in das Volksheer zu drei Aufgeboten, von denen das erstere die Friedenskadres billdet, und den Landsturm. Die Wehrpflicht dauert vom 21. bis zum 45. Lebensjahre, die aktive Dienstzeit nominell zwei Jahre, doch gibt es viele Ausnahmen und Erleichterungen. Das jährliche Rekrutenkontingent beträgt 14000 Mann. Die Friedensstärk ist auf 33000 Mann festgesetzt. Diese Zahl wird jedoch tatsächlich nie erreicht. Oberster Kriegsherr ist der König, dem der Kriegsminister als ausübendes Organ zur Seite steht. Der mobile Gefechtsstand der gesamten serbischen Armee dürfte sich auf 150 000 Gewehre, 6000 Pferde, 264 Feldund 42 Gebirgsgeschütze, 22 Haubitzen und rund 100 Belagerungsgeschütze belaufen. Die nach der österreichisch=ungarischen Front zu gelegenen serbischen festen Plätze an der Donau, Belgrad, Semendria, Kladovo, sind alte, wenig gut gehaltene Festungen mit ungedecktem Mauerwerk. Im Innern des Landes befinden sich einzelne bessere Befestigungen wie Zajecär, Nis, Pirot, die zwar nur feldmäßig angelegt, aber mit modernen schweren Geschützen deutscher und französischer Konstruktion armiert sind. Trotz der natürlichen, durch die Donau gebildeten Sperre gegen Oesterreich=Ungarn hin, liegen die Verteidigungsverhältnisse wegen der großen Ausdehnung der Nordgrenze schon deshalb ungünstig, weil für plötzliche Truppenverschiebungen die Eisenbahn fehlt, außerdem der serbische Verteidiger von Nordwesten her leichtumfaßt werden kann. Für einen Einmarsch der Oesterreicher nach Serbien würde in erster Linie das untere Banat in Frage kommen. Bei dieser, wie bei den anderen Aufmarsch= und Invasionslinien weiter nach dem Westen, würde es sich freilich immer zunächst um die Ueberwindung des mächtigen Flußhindernisses der Donau und der Save handeln. Die Maßnahmen Serbiens dürften sich auf die Verteidigung beschränken. Eine Offensive käme vielleicht gegen Sarajewo— unter gleichzeitiger Beobachtung der Donauübergänge— in Betracht. Ob Serbiens militärische Macht zu einem solchen Vorstoße genügt, erscheint ebenso fraglich, wie man bei der Minderwertigkeit des vom politischen Parteihader zerrissenen Offizierkorps, diesem nicht die Befähigung zur Durchführung großer strategischer Gedanken zutrauen kann. Freilich wäre der Einmarsch in Bosnien und die Besitzergreifung der Hauptstadt schon darum für Serbien verlockend, als dadurch das österreichische Ansehen in dem den Serben stammesverwandten Gebirgslande schwer geschädigt würde. Sich selbst überlassen, wird jedoch Serbien es kaum wagen, den Forderungen und Wünschen Oesterreich=Ungarns kriegerischen Widerstand zu leisten, es sei denn, daß die Schwäche des Wiener Kabinetts die Selbstüberhebung des kleinen Balkanstaates allzusehr stärken sollte. Eine Verschärfung in der serbischen Frage, deren wundester Punkt für das Uebersicht. Deutschland. Preußische Kriegerstiftung Wilhelm II. Zur Zweihundertjahrfeier des Königreichs Preußen. am 18. Januar 1901, hatte der Preußische Landes=Zeriegergerband aus kleinen Beiträgen seiner Kameraden ein Rupital von 120 000 Mark gesammelt, das am Jubiläumstage dem Kaiser und König, als dem Allerhöchsten Prozwischen auf 161 000 Mark angewachsen. Aus den Zinsen sollen nach Allerhöchster Bestimmung bedürftigen preußischen Kriegsteilnehmern, die dem Landes=Kriegerverbande angehören, und Hinterbliebenen von solchen jährlich am 18. Januar Unterstützungen bewilligt werden. In diesem Jahre wurden an 438 Kriesveteranen und Hinterbliebene von solchen 10 800 Mark verteilt. Darunter sind 144 Kriegsinvaliden von 1848=49, denen eine jährliche Unterstützung von 30 oder 40 Mk. zugedacht ist. Seit 1901 sind im ganzen 38 680 Mark aus der Preußischen Kriegerstiftung Wilhelm II. an Unterstützungen bezahlt worden. — Kein Handelsprovisorium mit den Vereinigten Staaten. Auch die„Nat. Korr.“ berichtet:„Wenn neuerdings in amerikanischen Depeschen die Rede davon ist, Deutschland werde sich mit den Vereinigten Staaten auf ein Handelsprovisorium von sechs Monaten einlassen, so können wir demgegenüber positiv versichern, daß im Bundesrat die Meinung stark überwiegt, es sei besser, es auf einen Zollkrieg mit den Vereinigten Staaten ankommen zu lassen, als auf eine Abschlagszahlung von einer Minderwertigkeit einzugehen, die nicht wohl unterboten werden könnte.“— Ganz richtig! Im übrigen lenkt Onkel Sam jetzt endlich ein. Die sozialdemokratische Fraktion hat im Reichstag folgende Interpellation der Abg. Albrecht u. Gen. eingebracht: Ist dem Herrn Reichskanzler bekannt, daß am 10. Juli 1905 auf der Kohlenzeche„Borussia“ bei Dortmund infolge eines Schachtbrandes 39 Arbeiter getötet worden sind? Ist dem Herrn Reichskanzler bekannt, weshalb die Ursachen des furchtbaren Unglücks noch immer nicht amtlich bekannt gemacht und die schuldigen Personen zur Verantwortung gezogen worden sind? Ist dem Herrn Reichskanzler bekannt, daß die „Bornssia"=Katastrophe durch Außerachtlassung der allernotwendigsten Arbeiterschutzbestimmungen herbeigeführt wurde? Was gedenkt der Herr Reichskanzler zu tun, damit ähnlichen Grubenunglücken vorgebeugt wird? Aus dem Auslande. = Die ungarische Krise. In dem Vorschlag, den Andrassy im Namen der Koalition dem König überreichte, war u. a. zur Bedingung der Uebernahme der Kabinettsbildung gemacht, daß der Handelsvertrag mit Deutschland als ein mit Ungarn gesondert geschlossener Vertrag ratifiziert und vom Abgeordnetenhause genehmigt werde. Ferner war die Bedingung gestellt, daß einerseits keine militärischen Reformen eingeführt, ans dererseits keine Erhöhung der militärischen Bewilligung gefordert werde, die Entscheidung dieser Fragen vielmehr dem neuen, auf Grund eines neuen Wahlgestzes gewählten Abgeordnetenhauses vorbehalten bleiben soll. Außerdem wird verlangt, daß eine selbständige Notenbank errichtet und die vom Kabinettt Fejervary abgesetzten Beamten wieder in ihre Stellung eingesetzt werden. Diese Bedingung lehnte der König ab. = Brüssel, 5. Febr. In Gent erregt die Entdeckung von geheimen Waffenlagern Aufsehen. In einem Bau, den der sozialistische Gewerkverein der Maurer aufführt, wurden 210 Mausergewehre neuesten Modells und 20000 Patronen aufgefunden und beschlagnahmt. Man verliert sich in allerlei Vermutungen über den Absender und den Empfänger, weil alle Zettel, die den einen oder andern erkennen lassen könnten, weggerissen sind. In einem andern Hause wurde eine Anzahl und Bestimmung sich auch nichts sagen läßt. Vielleicht handelt es sich nur um Hehlerei. Die Patronen sollen aus der Schweiz kommen. In den französischen Geschwadern werden zurumfassende Versuche mit Telemetern japanischen Systeme, das sich bei Tsuschima so glänzend bewährt hat, angestellt. Der„Charlemägne“ ist bereits mit den betreffenden Apparaten versehen.— Ferner finden augenblicklich in Cherbourg Experimente mit einem Mikrophon=Anzeiger statt, der den von den Hafenkapitänen gebrauchten Apparaten sehr ähnlich ist. Eine größere Anzahl solcher Mikrophone ist bereits außerhalb des Deiches und der Zufahrtsstraßen versenkt. Das Geräusch der Schrauben der Torpedoboote, das von diesen Mikrophonen ausgenommen und verstärkt wurde, hat ihr Herannahen auf mehrere Seemeilen von der Küste erkennen lassen. In diesen Mikrophonen erkennen die Marine=Autoritäten die beste Verteidigung gegen nächtliche Ueberraschungen und gegen Angriffe von Unterseebooten. Die Rückwirkung der russischen Ereignisse auf Persien. Man schreibt uns: Die russische Revolution hat auch bis nach Persien ihre Schatten geworfen, vor allem die seit einem Jahre andauernden schrecklichen Zustände in Baku. 150 flüchtige persische Untertanen sind während dieser Zeit in Persien gelandet worden und viele Hunderte von persischen Arbeitern sind bei den Metzeleien in Baku ums Leben gekommen. Trotzdem mehrfach tartarische Emissäre in den Küstenstädten des Kaspischen Meeres versucht haben, die Bevölkerung aufzuwiegeln, ist ihnen dieses doch nicht gelungen, und alles ist ruhig geblieben in Persien, wenn es sich auch nicht leugnen läßt, daß eine gesteigerte Animosität gegen die Armenier zu bemerken ist, deren Zahl sich hier seit den Bakuer Ereignissen auffällig vermehrt hat. Seit der Rückkehr des Schahs aus Europa ist von seiten der Regierung nicht das geringste geschehen, um die traurige Lage des Landes zu verbessern, die finanzielle Bedrängnis ist größer denn je und mit Ungeduld erwartet man die Beendigung der Anarchie in Rußland, um in Petersburg eine neue Anleihe abschließen zu können. Sollte sich dies nicht ermöglichen lassen, so ist es nicht ersichtlich, wie sich die Lage gestalten wird. Durch den russisch=sapanischen Krieg und die darauf folgenden traurigen Zustände in Rußland, die jeglichen Handel unterbinden und deren Ende noch gar nicht abzusehen ist, haben sich die Zölle, die die Haupt=Einnahmequelle der Regierung darstellen, in so erschreckender Weise vermindert, daß ohne Hülfe von außen der Staatshaushalt für immer aus dem Gleichgewicht kommen muß. Man scheint sich dieser Anleihe schon ganz sicher glauben, denn anders lassen sich die großen Einkäufe, die der Schah in Frankreich gemacht hat und die Berufung von sechs französischen Professoren für die hiesige polytechnische Schule nicht verstehen. Besonders hervorzuheben ist der Ankauf von 20000 Lebel=Gewehren und von sechs Batterien Creuzot=Feldgeschützen, als ob die Musterkarte der hier in den Magazinen verrostenden Waffen nicht schon bunt genug wäre. Die Männer der Regierung aber befinden sich in einem verhängnisvollen Wahn, wenn sie glauben, daß der arme persische Staat auf die Dauer diese unsinnige, stets wachsende Vermehrung der Ausgaben ertragen kann, ohne dabei zu Grunde zu gehen. Reichstag. Auch am Montag wurde der Etat des Reichsamts des Innern weiter beraten. Abg. v. Kardorff(freikons.) fuhrte aus, vie Sozialpolitik sei einstweilen nicht fortzusetzen, sondern erst einmal nachzuprüfen. Die Verleihung der Rechtsfähigkeit an die Berufsvereine werde nur der Sozialdemokratie zugute kommen. Abg. Erzberger(Ztr.) hielt dagegen die Rechtsfähigkeit für erfoderlich, weil dadurch erst der Weg frei werde für Arbeitskammern. Die Witwen= und Waisenversicherung sei schneller zu fördern, umso mehr, als 4 * 1 4 4 schon moderne Raubritter, er meine den Flottenverein, auf den Schatz lauerten, den die neuen Zölle für die Hinterbliebenenversicherung bringen sollten. Dieser Verein äußere sich geradezu gehässig über den Wert unserer Flotte und beleidige den Reichstag. Abg. Stücklen(Soz.) trat für besseren Bergarbeiterschutz ein, ebenso für schärfere Gewerbeaufsicht. Redner sprach weiter gegen den russischen Absolutismus, an dessen Sturz seine Freunde arbeiten würden, weil Deutschland ein Interesse daran habe, daß an seiner Grenze kein Barbarenstaat bestehe. Weiterberatung am Dienstag. Haus der Abgeordneten. Am Montag begann die Beratung des Etats des Ministeriums des Innern recht lebhaft. Ein Antrag des Abg. v. Zedlitz(freikons.) auf beschleunigte Beschlußfassung der Regierung über den Antrag betreffend die Schaffung eines Landeswohlfahrtsamtes wurde der Kommission überwiesen, nachdem Minister v. Bethmann die Ausgestaltung der Zentralstelle für Arbeiterwohlfahrtpflege als ausreichend bezeichnet hatte. Abg. Brömel(freis. Vg.) trat für Wahlrechtsreform ein, die eine politische, soziale und sittliche Notwendigs keit sei. Abg. Strosser(kons.) forderte Bekämpfung der Automobilplage, der Schundliteratur und der Prostitution. Abg. v. Zedlitz(freikons.) wünscht vor allem Reform der Krankenversicherung und des Gemeindeabgabengesetzes. Minister v. Bethmann erklärte sich für einen warmen Freund der Selbstverwaltung. Aus Stadt und Umgebung. Schwerte,den 6. Februar. k*(Der Westfälische Provinzialverband) katholischer Lehrer beabsichtigt, aus Anlaß der Silbernen Hochzeit des Kaiserpaares eine Kaiser Wilhelm=AugusteViktoria=Stiftung ins Leben zu rufen, aus deren Erträgnissen den Söhnen dürftiger Lehrer, besonders den Söhnen von Lehrerwitwen, Stipendien verliehen werden sollen. **(Schwerter Turnverein.) In der Generalversammlung des Schwerter Turnvereins wurde von dem Vorsitzenden Herrn Nake der Jahresbericht erstattet. Die Mitgliederzahl beträgt 231 gegen 219 des Vorjahres. Einschließlich des Kassenbestandes von 151,11 Mk. verfügt der Verein über ein Vermögen von 1234,38 Mark. Die Herren Koch, Kaiser und Wagner wurden als Vorstandsmitglieder gewählt. **(Der evang. Männer= und Jünglingsverein) hielt am Sonntag abend eine frohe und doch von weihevollem Ernst durchwehte Kaisergeburtstagsfeier ab, die derartig gut besucht war, daß sich der Saal der Stadtmission, wie schon bei so manchen festlichen Gelegenheiten so auch diesmal, als zu klein erwies. Nach einen gemeinschaftlich gesungenen Liede wurde die Feier durch Schriftverlesung und Gebet(Herr Stadtmissionar Oberhansberg) eingeleitet. Stimmungsvolle Deklamationen, zuweilen ins politische Gebiet übergehend, wechselten ab mit Vorträgen der Gesangchöre. Die Festrede hielt Herr Pastor Terberger über das Thema:„Fürchtet Gott“. Der Vizepräses des Vereins Herr Fritz Brune sprach über die Fortsetzung dieser Schriftstelle: „Ehret den König“ und Herr Oberhansberg über den Schluß derselben:„Habt die Brüder lieb.“ Die Schlußansprache hielt wieder Herr Pastor Terberger. Nach mehr als zweistündiger Dauer schloß die schöne anregende Feier. (Steckbrief gegen Anstreichermeister Brune.) Die Königliche Staatsanwaltschaft in Hagen erläßt folgenden Steckbrief: Gegen den nachstehend beschriebenen Anstreichermeister Wilhelm Brune, zuletzt in Schwerte, geboren am 27. Juli 1873 zu Schwerte, welcher sich verborgen hält, ist die Untersuchungshaft wegen Betruges verhängt worden. Es wird ersucht, ihn festzunehmen in das nächste Gerichts=Gefängnis abzuliefern und zu den hiesigen Akten 3 J. 1102—05 sofort Mitteilung zu Böche8. 88(Güterrechtsregister.) In Guterrichts=Rigister Amtsgerichts Schwerte ist eingetragen worden, daß die Eheleute Metzgermeister Friedrich Wilhelm Nehring und Elise geb. Sommerlatt zu Schwerte durch Vertrag vom 20. Januar 1906 Gütertrennung gemäß §§ 1426 bis 1431 B. G.=B. vereinbart haben. §8(Das hiesige Amtsgericht) erläßt folgenden Steckbrief: Gegen den Schreiner Gustav Bunte, geboren am 20. April 1880 zu Schwelm, evangelisch, ledig, früher zu Hagen wohnhaft, welcher sich verborgen hält, ist die Untersuchungshaft wegen Betrugs verhängt. Es wird ersucht, denselben zu verhaften und in das nächste Gerichts=Gefängnis abzuliefern sowie zu den hiesigen Akten D. Nr. 23=05 sofort Mitteilung zu machen. Signalement kann nicht angegeben werden. *(Rasch tritt der Tod den Menschen an.) In der Blüte seines Lebens wurde der Landwirt Anton Niggemeier am Samstag nachmittag in seiner Wohnung von einem Herzschlage betroffen, an dessen Folgen er kurze Zeit nachher verstarb. Der Verstorbene hinterläßt eine Frau und sieben unmündige Kinder. §§(Zwei gleichgesinnte Seelen.) Eines Abends im November vorigen Jahres hatte der Pflasterer H. hierselbst sich nach des Tages Last und Arbeit einen über den Durst getrunken. Da er sich nicht mehr recht sicher auf den Füßen fühlte, waren ihm die Arbeiter Herm. Kracht und Peter Demgen, beide liebenswürdige junge Leute, die trotz ihrer Jugend schon wiederholt mit den Strafgesetzen in Konflikt gerieten, behilflich, den Weg von der Kr.'schen Wirtschaft nach Hause zurückzulegen. Sie taten das aber nicht aus Nächstenliebe, sondern aus anderen Motiven. Während nämlich Demgend en Betrunkenen zärtlich umfaßte, stahl ihm Kracht auf Anraten des Demgen das Portemonnaie aus der Tasche. Den Inhalt von 20 Mark teilten sie sich derart, daß D. den Löwenanteil bekam, während Kracht sich mit 7,50 Mark begnügen mußte. Dieser Tat wegen standen die beiden sauberen Patrone. vor der Hagener Strafkammer. Kracht war geständig, während sein Kumpan sich aufs Leugnen legte, aber ohne Erfolg. Mit Rücksicht auf die vielen Vorstrafen diktierte das Gericht dem Kracht eine Gefängnisstrafe von neun Monaten und seinem Freunde Demgen eine solche von vier Monaten. Aplerbeck, 5. Febr.(Genickstarre.) Die vor einigen Tagen erkrankte 16jährige Tochter des Fabrikarbeiters Th. aus Aplerbeck ist gestern im Hörder Krankenhause an Genickstarre verstorben. ** Eichlinghofen, 5. Febr.(Richtigstellung.) Hier sollte nach einer Mitteilung der„Dortm. Ztg. eine christlich=soziale Versammlung nicht nur erfolglos geblieben, sondern auch polizeilich aufgelöst worden sein, wei lder Anmeldeschein nicht vorgelegt werden konnte. Die Sache stimmt nicht ganz. Wohl ist die Versammlung aus genanntem Grunde aufgelöst worden, aber erst, nachdem der Referent, Parteisekretär Rüffer=Hagen, fast eine Stunde gesprochen hatte. Weiter ist dieVersammlung nicht erfolglos gewesen, sondern sie hatte die Gründung einer christlich=sozialen Ortsgruppe im Gefolge. Außerdem wurden innerhalb der letzten 14 Tage in Schüren und Lünen neue christlich=soziale Ortsgruppen gegründet. * Eichlinghofen, 5. Febr.(Verunglückt.) Auf Zeche„Dorstfeld“, Schacht 2, erlitt heute morgen in Flöz F der Hauer Otto Franke von hier durch abstürziende Steine eine Schädelbruch. Westfalen und Rheinland. * Dortmund, 5. Febr.(Mord.) Auf dem Wartenberg bei Annen gab gestern der Bergmann Julius Heiermann vor dem Hause des 70jährigen Berginvaliden Leonhard Schallenberg einige Revolverschüsse ab. Als Schallenberg und ddessen Sohn aus der Türe traten, feuerte Heiermann auf den jungen Mann zwei Schüsse ab, die ihn leicht verletzten. Alsdann gab er auf den Vater auch auf eine Entfernung von etwa 2 Meter einen Revolverschuß ab. Der alte Mann stürzte zu Tode getroffen zu Boden. Der Mörder entkam. * Herne, 5. Febr.(Unglücksfälle.) Durch herabfallendes Gestein wurde am Samstag in der Grube der Zeche„Friedrich der Große“ der Hauer Jac= kowski von Hosthausen getötet. Der Bedauernswerte stand im besten Mannesalter und hinterläßt eine Witwe mit sieben unmündigen Kindern.— Auf derselben Zeche fand am Sonntag morgen 4 Uhr der 52jährige Schachthauer Heinrich Funke dadurch seinen Tod, daß er infolge Fehltritts in einen etwa 500 Meter tiefen Schacht stürzte. * Bochum, 5. Febr.(Deutschrussische Flüchtlinge.) Auf dem hiesigen Hauptbahnhofe trafen 34 deutsche Flüchtlinge aus Rußland mit ihren Familien ein. Es soll versucht werden, den durch die Revolution Vertriebenen ein Unterkommen in der heimischen Industrie zu verschaffen. Die Leute wurden vorläufig im Kost= und Logierhause des Bochumer Vereins untergebracht. * Langendreer, 5. Febr.(Für den neuen Hauptbahnhof,) der 12 Millionen Mark kosten wird, ist der Bau der neuen Wittener Strecke in Angriff genommen. Die neue Strecke läuft bei der Blockstation Langendreerholz wieder in die bisherige Strecke Witten=Langendreer(B.=M.) ein. *; Silschede, 5. Febr.(Tötlicher Unfall.) Diesen Morgen gegen 10 Uhr verunglückte auf der Zeche Ver. Trappe hierselbst der Bergmann August Hochstrate von Silschede. Ein schwerer Stein schlug dem Unglücklichen auf die Brust und zerquetschte diese derartig, daß der Tod sofort eintrat. Dieser Unglücksfall ist besonders traurig, da der Verunglückte erst seit 2 Monaten verheiratet ist. * Barmen, 5. Febr.(Todessturz.) Heute mittag stürzte in Neubaugerüst an der Barmerstraße teilweise ein. Ein Maurer wurde mit in die Tiefe gerissen und ssofort getötet. Der Verunglückte ist Vater mehrerer Kinder. § Düsseldorf, 5. Febr.(Beleidigungsprozeß.) Der Redakteur der„Düsseldorfer Handelsztg.“ Thalheimer, hatte in seinem Blatte die Erteilung einer Wirtschaftskonzession an den hiesigen BeamtenBauverein bezw. an dessen Bevollmächtigten, den Volksschullehrer Morian, einer Besprechung unterzogen und kritisiert, daß sich des Letztgenannten Tätigkeit als Wirt schwer mit seinem erzieherischen Berufe in Einklang bringen lasse. Der Lehrer stellte Strafantrag wegen öffentlicher Beleidigung. Th. wurde heute von der Strafkammer zu 300 Mk. Gekdstrafe verurteilt. Der Staatsanwalt hatte 2 Monate Gefängnis beantragt. * Bielefeld, 5. Febr.(Vom Baumerschlagen.) Der 29jährige Schneider A. Diekötter in Pabenstadt kletterte auf einen zu fällenden Baum, um einen Strick festzubinden. Der Baum war jedoch schon sehr weit abgehauen, und wurde vom Winde umgeweht. Der niederfallende Baum traf Diekötter so unglücklich, daß ihm der Schädel gespalten wurde. Der Verunglückte starb auf dem Transport nach dem Krankenhause. * Duisburg, 5. Febr.(Genickstarre.) In Schmidthorst ist heute wieder ein neuer Fall von Genickstarre amtlich festgestellt worden. Das erkrankte Kind wurde ins Krankenhaus gebracht. * Duisburg=Ruhrort, 5. Febr.(Unglück.) Von dem Schlackenberg eines benachbarten Bergwerks stürRoman von Elwin Starck. 33 Da ging die Tür und im Korridor wurden elastische Schritte vernehmbar. Das war Karl, und gleich darauf stand er mitten im Zimmer und eine frische Stimme ertönte:„Guten Abend, Vater, so allein und im Dunkeln! Sollich Licht bringen?“ „Gewiß, mein Junge, laß die Lampe bringen, das heißt nur, wenn Du sie wünscht. Ich brauche kein Licht, ich war mit meinen Gedanken beschäftigt. Hm," Karl legte dem alten Herrn die Hand auf die Schulter,„hm, das Begräbnis hat Dich trübe gestimmt. Du hättest nicht hingehen sollen, ich habe Dir gleich abgeraten. Er, ich meine den Kommerzienrat, hatte ohnehin Gefolge geuug. Ich habe bereits unterwegs in der Bahn von der großartigen Beisetzung gehört. Ganze Wagen voll Kränze und Palmen und Deputationen von allen nur möglichen Vereinen. Vier Redner haben gesprochen und die Verdieuste des Verstorbenen in allen nur möglichen Tonarten gelobt. Ja, ja, man kennt dergleichen. Und Du hast Dich nur unnütz ermüdet.“ Unnütz?“ fragte der alte Herr gekränkt.„Sage mal, weißt Du nicht, daß mir Herr Elsner befreundet und daß es mir daher ein Herzensbedürfnis war, seinem Sarge zu folgen?“ „Ich weiß, Vater, Du hast immer große Stücke auf ihn gehalten, und er," hier zuckte Karl die Schultern,„hat es warhaftig nicht um Dich verdient.“ Karl, tue mir den Gefallen und schweige! Von den Toten soll man nichts Schlechtes sprechen.“.. 6ex5aft Surich, „Ich kenne das Wort, Du hast es schon oft wieberhont. Sprach. man jedoch Schlechtes, wenn man die Wahrheit sagt?“ Der alte Herr wurde ungeduldig.„Du hast Elsner nie gewürdigt, lassen wir also das Gespräch ruhen, sagte er.„Hast Du vielleicht gehört, was mit der Fabrik werden wird?“ fragte er nach einer kleinen Pause. Karl machte sich an seinem Schreibtisch zu tun.„Es war der Wunsch des Verstorbenen, das Etablissement in vollem Umfange zu erhalten. Die Erben kenne ich nicht, ob sie nicht doch etwa die Absicht haben, die Sache zu verkaufen. Vorläufig bleibt natürlich alles beim alten; wie ich gehört, hat Kleinau die Leitung der Fabrik übernommen.“ Damit setzte er sich an den Tisch, ließ Licht kommen und begann zu schreiben.„Entschuldige mich bitte für wenige Minuten," bat er, indemer sich an den Vater wandte,„es handelt sich um einen Eilbrief, der noch heute bestellt werden muß." „Wohl an Herrn Möller gerichtet: fragte der Renoant auf das Schreiben deutend. Nein, aber er hängt mit der Angelegenheit zusammen,“ antwortete der junge Ingenieur, ruhig mit der Arbeit fortfahrend. „So, so. Nun Karl, was ich von Möller gehört habe, kann mir nicht sonderlich gefallen,„2. T.Zerstrick, getan ftr s Der junge Mann hatte den letzten Feverstruh getan, strich das blonde Haar aus der Stirn und legte die kraftvolle Gestalt in den Sessel zurück.„„ „Nun, Vater, was hast Du von ihm gehört! fTagle er tachelnd.„Was fürchtest Du eigentlich?“ M „Ich fürchte, Möller gehört zu jener Sorte Menschen, die ohne Mühe verdienen wollen und können.“ Karl nickte.„Da hast Du recht, Vater, aber es muß auch solche Menschen geben Wer wagt, gewinnt.“ „Nicht immer, Karl, nicht immer. Dieser Möller, der mit der Arbeit anderer Leute spekuliert, gefällt mir nicht. Seine Art macht mich unsicher und verwirrt mich. Du hättest Dich nicht mit ihm einlassen sollen. „Warum nicht? Ein feiner Kopf, Vater. Sieyst Du, jeder muß arbeiten, wie er kann, ist's nicht mit der Faust, so ist's mit dem Kopf. Glaube mir, spekulieren ist eine Kunst die gelernt sein will, und Möller versteht sie. Er sagt nicht umsonst: Jeder ist sich selbst der Nächste. „Ein schlechter Grundsatz, Karl.“ „Aber erlaube, Vater..“„ „So ein neumodischer,“ fuhr der Vater unveirrt fort,„den die Sucht nach Verdienst und Genuß in die Welt gesetzt hat. Früher wußte man nichts von solchen Grundsätzen.“ Meinst Du?“ fragte Karl, während ein eigentümliches Lächeln seine Lippen umspielte,„meinst Du wirklich, daß diese Worte eine Erfindung der Neuzeit sind? Handelt nicht jeder danach? Blicke Dich auf Deinem Lebenswege um, Du wirst die gleichen Erscheinungen finden, Vater.“ „Du übertreibst, Karl. Daß der Selbstunterhaltungstrieb im Menschen steckt und eine gewisse Berechtigung hat, leugne ich nicht. Den Schiffbrüchigen, der in Todesangst nach der rettenden Planke greift, ob er sie gleich seinem Bruder entzieht, kann ich begreisen. Aber erst die Neuzeit hat das Wort zum Gebot erhoben.“ Karl schüttelte den Kopf. „Nein, Vater, Du irrst. Warum glaubst Du mir nicht? Du bist empört über Möller, allein ich kann Dir beweisen, daß es früher genau so war, wie es heute ist. Der Rendant setzte sich in den Lehnstuhl und blickte den Sohn nachdenklich an.„Aber doch nicht in dem Maße, Karl," sagte er nach einer kleinen Pause. „Genau so, Vater, ich erinnere Dich nur an Elsner.“ „An den Kommerzienrat?“ fuhr Geißler auf.„Was weißt Du von ihm?“ „Genug, Vater, übergenug, um an der Ueberzeugung festzuhalten, daß er sich uns gegenüberschlecht betragen hat. Du hast ihn immer zu Deinen Freunden gezählt, ihn als unseren Wohltäter betrachtet, aber daß er, sagen wir, die moralische Verpflichtung fühlte, sich seiner Schuld nur ein klein wenig zu entlasten, das ahnst Du nicht. Vater, weißt Du nicht, daß er Deine unglückliche Schwester in den Tod getrieben hat?“ „Karl!“ Geißler senior war aufgesprungen und stand totenbleich, zitternd vor seinem Sohne.„Karl, das ist nicht wahr,“ röchelte er.„Elsner, meine Schwester.. das ist nicht wahr. Du lügst, bist belogen worden, meine“ „Ich weiß, Vater, daß es schwer halten wird, Dich zu überzeugen, sagte Karl ernst und drückte den alten Herrn wieder in den Sessel.„Errege Dich nicht,“ fuhr er fort, seinen Stuhl dicht an den des Vaters rückend,„sieh, ich wünsche nur, daß Du nicht länger in Deinen alten Vorurteilen verharrst. Ich hätte längst versucht, Dich aufzuklären, allein ich hatte nie Glück mit meinen Mitteilungen Vielleicht ist mir der heutige Tag günstiger. Bitte, höre mir unbefangen zu und versuche wenigstens in meine Worte keinen Zweifel zu setzen. Versprichst Du mir das?“ So feierlich, Karl?" rief der Rendant, durch die Vorrede verwirrt.„Wo soll das hinaus?“ „Ich will für meine vorige Behauptung nur Beweise bringen, sagte Karl,„bitte, gib mir Gehör. Elsner hat als junger Mann viel im Hause Deiner Eltern verkehrt, und ist dabei auch Deiner Schwester näher getreten. Das gibst Du zu, nicht wahr?“ „Das ist richtig, Karl," bestätigte Geißler, der den Worten des Sohnes aufmerksam gefolgt war,„Elsuer hat bei uns verkehrt und ist viel mit Ottilie in Berührung gekommen.“ 135.20 ten heute vormittag einige mit Kotsasche beladene Wagen in die Tiefe. Zwei Koks sammelnde Frauen gerieten unter die Wagentrümmer und wurden schwer verletzt. Die eine der Frauen ist ihren Verletzungen erlegen, die andere trug Arm= und Beinbrüche davon. Köln, 5. Febr.(Ein schwerer Unglücksfall) ereignete sich gestern abend gegen 7 Uhr auf einer Baustelle an der Aegidiusstraße in Sülz. Bei Ausschachtungsarbeiten rutschte ein Teil des Erdreiches nach und begrub zwei Arbeiter unter sich. Einer der Verschütteten konnte noch lebend hervorgeholt und nach dem Augustahospital gebracht werden, während der andere tot von der Stelle getragen werden mußte. * Vallendar, 5. Febr.(Mißstände.) In Verfolg der dieser Tage aufgedeckten Mißstände in der hiesigen Stadtvertretung haben nunmehr auch die Gemeinderatsmitglieder der zur Landbürgermeisterei Vallendar gehörenden Gemeinden Niederwerth und Weitersburg ihre Aemter niedergelegt, weil geheime Schulden beständen, für die Belege nicht vorhanden sind. Die Eingabe betreffend die Auflösung der Stadtvertretung ist gestern an das Staatsministerium abgesandt. Landwirtschaftliches. Kleine Chronik Görlitz, 5. Febr. Die Strafkammer hat den Schuhmacher Schöne in Weißwasser wegen einer Majestätsbeleidigung zu vier Jahren Gefängnis verurteilt. Schöne ist damit zum viertenmale wegen Majestät= beleidigung bestraft worden. Leipzig, 5. Febr. Es ist jetzt festgestellt, die der Versicherungsbeamte Hartmann am 16. Januar 1904 in Leipzig in einer Wohnung der Talstraße ermordet wurde, in der Hoffmann und der später in ein Irrenhaus gebracht Franz Blecha sich eingemietet hatten. Die Leiche brachte ein Dienstmann in einem Koffer nach dem Bahnhofe. Mannheim, 5. Febr. Einbrecher stahlen in der letzten Nacht in der Sammlung des Mannheimer Altertumsvereins, die im großherzoglichen Schloß untergebracht ist, ein große Anzahl wertvoller alter Münzen. Diez, 5. Febr. In einer hier gestern abgehaltenen Sitzung des Kriegsgerichts wurde ein Musketier des hiesigen 1. Bataillons Infant.=Regts. 160, der zu Ende vergangenen Jahres an dem Wege nach Oranienstein mit seinem Seitegewehr eine Anzahl junger Bäumchen beschädigte und zum Teil ganz abhieb, laut„Ems. Ztg.“, zu neun Monaten Festung verurteilt. London, 5. Febr.„Daily Telegraph“ meldet aus daß die älteste Tochter des Königs derverband wurden heute ausgenommen. Vizeadmiral Graf Baudissin trat eine Uebungsfahrt mit dem 1. Geschwader innerhalb des westlichen Ostseegebietes an. Unterschlagung von Verbandsgeldern. Stuttgart, 5. Febr.(Drahtber.) Der Geschäftsführer des hiesigen Verbandes der deutschen Metallarbeiter, Hieber, ist wegen Unterschlagung von Verbandsgeldern verhaftet worden. Zwei Lehrer wegen Mitßhandlung verurteit. in deu besethen, Mährend der Darmstadt, 5. Febr.(Tel.) Wegen Mißhandlung reichlicher zu vemegen.„Stäfereien, in denen neben der Winterweioe, bee„ben Fällen wurden die Lehrer die sa mitunter wohl zemisch ergiedig, aber immer doch dem Zutzel von Schutindern in beven Guut, o, e„unger zu untermotsen Ist, mus Stech geseben wird, faich liatereconer Toke. Kaffenberger und Bernheim von der Straftunz:: 0“ immer seltener geworden, indem man in soch futterarmen VirtMark Geldstrafe verurteilt. schaften die Schafhaltung überhaupt aufgegeben hat. Das Stroh d a..4 ahg### is bei der heutigen Art des Dreschens der Negel nach arm an NähBeim Weitfahren das Genic georoeyen. soffen, namentlich dassenige der Getreidearten, weiches infolge der Hanan 5 Febr.(Tel.) In Oberreichenbach Kreis Hrilltultur nur wenig Untraut enthält. Es füllt zwar den Magen . dar Wüirgermeister und ein und vermindert das Gefühl des Hungers, aber Schafe, die als Wi. Gelnhausen unternahmen vs.. Einspännern sterfutter nur Stroh erhaten, kommen zumeist in einem entkräfteten Milchhändler eine Wettfahrt mit ihren Einpun.... Zustande aus dem Winter und ergeben nur einen geringen, WollHierbei stürzte der Milchhändter aus dem Wagen und(grtag. Die seinwoligen Schafe würzg,peßzi,igg, eesesffehz brach sch das Genick, Er war sofort tot. Cstog he, Häiserftüchte und Kuppelei=Prozeb.„30 guppelei diese Pflanzen dann gemäht wurden, als ihr Blattwerk noch zum ißburg, 5. Fohr(Tel.) Wegen Kuptele!, Teil grün war. Es kann, namentlich in futterarmen Jahren, im Setcpamm der bestaurateut Anfange der Winterfütterung, wenn die Tiere von der Weive per wunde heute von der Straftnnn.:: er e) Gefäng= noch in gutem Zustande uind, anstatt Heu gereicht werden. Der Köhler vom Restaurant Valentin 8u1 WochHextellne, Regel nach aber soll das Winterfutter der Schafe in Heu und Fütterung der Schafe im Winter. Sobald im Spätherbst die Schafe auf der Weide hinreichende Nahrung nicht mehr finden, muß die Winterfütterung einsetzen. Ihre Dauer richtet sich nach dem Klima und den verschiedenen Rassen des Schafes und beträgt 150—200 Tage. Die pro Kopf und Tag nötige Futtermenge ist abhängig von dem Lebendgewicht des Tieres und der Beschaffenheit des Futters. Im allgemeinen rechnet man auf ein ausgewachsenes Schaf je nach seiner Größe 14—2 Kilo Trockenfutter; dasselbe kann zur Hälfte in Stroh und zur Hälfte in Heu bestehen. Während der Säugezeit ist die Heugabe bemessen. Schäfereien, in denen neben der Winterweide, 1000 Mark Geldstrafe und der Lorttrune: besiehen, und zwar sollte man für die Schafe nur gutes Wiesenheu Setdet zu 6 Bogen ethgn gie Pustantst Sichist, dant krontri, Kehtemneie, eghelt Gattenmord=Prozeß. minderwertiges Heu zur Schaffütterung venugen. Stich vetvorTohr.(Tel.) Vor dem Schwurgericht benes Heu wird nicht nur von den Tieren ungern aufgenommen, Brüssek, b. Geot. 441)„„xhandelt sonrdern ist auch ihrer Gesindheit geradezu nachteilsigz es verursacht ist in diesen Tagen ein Vatermord=Prozeß bot2u.—.:. Lungenkrantheiten, Wassersucht, Verlammen, Lähme der Lämmer worden, der viel Aufsehen erregt hat. Unter Anklag“ und andere Uebel. Das beste Heu erhalten die Mutterschafe und standen die 50jährige Fr au Bauwens und ihre Sohne Lämmer, während Hammel, die zur Mast bestimmt sind, auch mit Töchter Zustine und Luise wa= sauerem, von feuchten, Wiesen gegonnenem Heu vorlieb nehmen. Karl und Leo. Jore 49.#: Mu. g“,(Ehe, Ein sehr nahrhaftes Schaffuter jefern die verschiedenen Futterren wegen Schwachsinns außer Klage gestellt. L## gemenge, wie Wicken, Erbsen und Hafer und Lupinen und andere. leute Bauwens, Pächter in Herinnes, Brabant, hatten Diese Gemenge werden zweckmäßig dann gemäht, wenn sie mit dem 14 Kinder; das Familienleben war sehr weil Bauwens Frau und Kinder unmenschlich tyran= pergewichzts sondern auch die Erzengung von Molle eine erebiche berte und bonde Mann zu IHten. Die Tak sührte Setisctag, Pixhels Zeiseh scherwietes worden s. ücher benr der älteste Sohn Karl, der Soldat ist, aus. m Stuetr Grundsätze der rationellen Landwirtschaftz,. gasres# stück) interessante Versuche aus Hohenheim und Möckern vor. Danach ist das Mahrazwicht an ungemaschener und auf gewöhnlichem soon Lemilie vor der Geiche für das See Uungen von Brosesor Dr. Thaer Lashpstsgestrnsgeste Precht Monde betete die Famitie vor ver Leuche ut. vn.—. Fz Grundsätze, der rationellen Landwirtschaft, sechster Lauptlenheil des Toten. Die Witwe Bauwens und ihr älte zic) interessante Versuche aus Hohenheim und Peöckern vor. Daster Sohn wurden zum Tode verurteilt; den 15jährigen nag ist oas Mehrgerwicht an ungehglerensg, unz e e segöblsichenr berwies das Gericht den koutichen Voepor, Angersziad zur geriag, wean nan de Woll genz,. Pistist. u 2 i. den, die ihn bis zum 22. Jahre in eine Besserungsan= eine Wolsubstanz in Bergleich bringt. Eine oesonders starle Fütstalt unterbringen werden. schschschelch e e. Kopenhagen, daß die älteste Tochter des Königs von Dänemark, Prinzessin Luise, Gemahlin des Prinzen sie ihr Quartier aufschlage Friedrich zu Schaumburg=Lippe, an Genickstarr schwer Diner zu 600 Gedecken statt. Unter den ei erkrankt ist. Die Prinzessin befindet sich in Oldenburg, Delegierten befinden sich auch mehrere ner wo sie zum Besuch des großherzoglichen Paares einge=######rale Abgeordnete. troffen war. Ihr Zustand ist höchst kritisch. douer Geneindberate und deute Abuw) um d woe, um, Varsatzshen iel cde eien Bsceikeshageseche it Nordbahnhof eingetroffen. Sie wurden am Bahnhof jogenanntes Krafifutter bekommen die von Mitgliedern des Pariser Gemeinderats empfangen namentlich Gerste und Hafer. Diese werden bei Heumangel,und und in 50 Wagen nach dem Grand=Hotel gebracht, wo hesenders ag e iu euzster aufschligen, Heute abend iundez. gen tern ist unter anderen zuch bstalb nick speinißie, reä. etzure. ttstch etcge leicht Verstopfungen entstehen. Es muß dem Ermessen per Landwirte neu gewählte überlassen bleiben, ob unter den zeweingen verhältnissen die KörTehn Trahlmerdungen. Dementi. Berlin, 5. Febr.(Tel.) Die Nordd. Allg. Ztg. schreibt: Eine Zeitungskorrespondenz hat sich angeblich aus Gmunden melden lassen, das deutsche Kaiserpaar habe nach dem Ableben des Königs von Dänemark der Königin Marie von Hannover zwei besonders herzlich gehaltene Telegramme gesandt. Wir stellen fest, daß diese Meldung unbegründet ist. 700 Mann, 57 Offiziere nach Südwestafrika. Hamburg, 5. Jan.(Tel.) Hier sind 57 Offiziere und höhere Mitilärbeamte sowie 700 Unteroffiziere und Mannschaften mit 800 Pferden eingetroffen, die auf den Postdampfern Gertrud Woermann und Lulu Bohlen nach Deutsch=Südwestafrika eingeschifft werden sollen. Die Verabschiedung des Transportes erfolgte um 4 Uhr durch General v. d. Gröben. Die Abfahrt findet heute nacht um 12 Uhr statt. Das Wahlgesetz vom Reichsrat angenommen. München, 5. Febr.(Tel.) Der Reichsrat nahm nach halbstündiger Einzelberatung das Wahlgesetz einstimmig an, wie vorauszusehen war. Bei den einzelnen Artikeln hatten zwölf oder dreizehn Mitglieder für die absolute und gegen die relative Mehrheit gestimmt. Lehrer Nickel freigesprochen. Berlin, 5. Febr.(Drahtber.) Vor der 7. StrafAverate Abgebroneke. Bestrafte Kirchen=Demonstranten. Paris, 6. Febr. Wegen Beteiligung an den Ruheleicht Verstopfungen entstehen, 5s Fuhzligen Versältnissen die Köruverlassen bleiven, ob unter den„zeweizigen Berhäunissen die Körnerfütterung wirtschaftlich angezeigt erscheint oder nicht. Der zeitweilige Preisstand des Getreides ist dabei natürlich in Betracht zu ziehen. Vortreffliche Futtermittel für Schafe sind auch chrztei vie Bohnen, Erbsen, Lupinen usw. Sie werderptigieg au; Paris, 6. Fehr. Begen Beteiligung an den Ruye= fohv, Poer iu heigzem Wasser eingeweicht. Lupinen migen aun störungen in der Clotildenkirche wurden gestern vom all. Fäll zuerst gedämpft werden und sind überhaupt vorschtig zu Zuchtpolizeigerichte die Angeklagten de la Chevalier zu verwenden, da sie sonst wegen ihres Iktrogengehaltes eine gelbsucht: drei und de roeuevile au vier Miogaten Gesäygnis, Etagf, in shiunsen Fale einehen. Duch Dinosen pied das beide mit Strafanschub, verurteilt. zitgen gnsfernt. Auch die Hüsenfrüchte, namentlich Ersen und Bohnen, sind kein wohlfeiles Futter für Schafe, so daß man unter Umständen von ihnen absehen, wird. Sehr vorteilhaft erweist sich Ungeheurer Waldbrand. Mailand, 5. Febr.(Tel.) In Norditalien, der Gotthardbahn entlang, wütet ein heftiger Waldbrand, der durch einen Funken von einer vorbeifahrenden Lokomotive verursacht wurde. Der Brand hat eine dehnung von dreißig Kilometern. Viele Gebäude sind niedergebrannt, darunter einige Kirchen. Die Bevölkerung flüchtet. Schneestürme in Spanien. Madrid, 5. Febr.(Tel.) Meldungen von großen Schneestürmen ein. Die Verbindungen zwischen den einzelnen Provinzen sind unterbrochen. Es herrscht ungewöhnliche Kälte. Russische Wahl=„Freiheit.“ Die betreffenden Bauerngemeinden wurden durch Administration gezwungen, Regierungskandidaten wählen. Serbische Hoffnungen. Belgrad, 6. Febr.(Tel.) Die Nachricht über en von ihnen absehen wird. Sehr vorteilhaft erweist si# in der Schafhaltung die Verfütterung der verschiedenen Hack= oder Wurzelfrüchte. Die Erfahrung hat gelehrt, daß alle gewöhnlichen Wurzelgewächse den Schafen sehr zuträglich sind und daß Fütterung während der Milchzeit vor der Trockenfütterung den Vorzug verdient. Wenn man aber durch die Wurzelgewachse das Heu ganz ersetzen will, so ist das zu weit gegangen; höchstens bei Verfütterung von Erbsen=, Wicken und Linsenstroh, das vor dem völligen Dürrwerden gemäht und gut getrocknet wurde, könnte von einem solchen Ersatz die Rede sein. Neben Heu und Stroh aber lei* Soanten. sten die Hackfrüchte vorzügliche Dienste, indem sie leicht verdaulich Aus der Provizg lzisen, diese Gewächse von auter Beschaffens inssesondere solln flikt mit dem Königl. Oberstallmeister von bekannt geworden ist. Die Affäre Nickel hat mehrfach das Reichsgericht beschäftigt. Heute wurde der Angeklagte von der Strafkammer freigesprochen. Auf den Toleranz=Antrag verzichtet. Berlin, 6. Febr.(Tel.) Einer Parlamentskorrespondenz zufolge hat die Zentrumsfraktion beschlossen, den Toleranzantrag fallen zu lassen und dafür die Resolution Stöcker anzunehmen. Frühzeitige Flottenübungen. Kiel, 5. Febr.(Tel.) Die diesjährigen Uebungen der Linienschiffe der aktiven Schlachtflotte im Geschwasind und auch die Milchabsonderung,. sehe, hefescherz. Shetzorlich, wrässen biese Gewachse von guter Beschaftenheil feighensbesogpere, sourn keine angefaulten oder gefrorenen Rüben an Schafe verfüttert werden. Vor dem Lammen sollen die Kartoffeln nur in geringeren Mengen und überhaupt mit Vorsicht gegeben werden. Dasselbe gilt für die erste Zeit unmittelbar nach dem Lammen. Daß die Hackfrüchte vor der Fütterung gereinigt und geschnitten werden müssen, b e. versieht sch wohl voen selbst. Eicheln und Roßtastanien, die früher Petersburg, 6. Febr.(Drahtmeld.) Im Gouverne= pielfach zur Schaffütterung dienten, werden heute zu diesem Zwecke ment Twer sind gegen 100 bürgerliche Wahlkandidaten weniger mehr benutztz ebensz, i Vor, Kogchgeze mmiehoe#, Fien ge mit demokratischen Wahlmandaten verhaftet worden, bröuchlicherper-Gchafte mugz ezn bestimmtes Verhältnis bestehen zwi. Regierungskandidaten zu v=Schlipffieße Handbuch der Landwirtschaft) empfiehl Zusammensetzung(auf 1000 Kilogramm Lebendgewicht): 1. 15 Kilogramm Gerstenstroh 9„ Weizenspreu 13„ Kartoffeln 3„ Rapskuchen 2. 19 Kilogramm Gerstenstroh 5„ Kleehen 40„ Runkeln 1„ Rapskuchen 3. 22 Kilogramm Erbsenstroh 4„ Wiesenheu 11„ Kartoffeln 4. 15 Kilogramm Wiesenheu 3.5„ Kleeheu 12„ Haferstroh 5. 12 Kilogramm Grummet 10„ Erbsenstroh 7,5„. Weizenstroh Selbstverständlich sollen in diesen Beispielen nur Anhaltspunkte, (Tel.) Die Hoffnungen auf die nicht aber bestimmte Futternormen gegeben werden. (Tete) Die Hoistene#. Die Oeltuchen werden am besten in trockenem und gebrochenem rt. Auch Abfälle von Zuckerfabriken sowie Branntdie abermals gestörte Lösung der ungarischen Krise benutzt Politika um Herauf hinzuweisen richtiger Berlin, 5. Febr.(Drahtber.) Vor der 7. Straf= abermals gestörte, kammer des hiesigen Landgerichts hatte sich heute der die Zeitung Polik##a, um varauf hiuguwenen,## Lehrer Nickel zu verantworten, der durch seinen Kon=gesagt, um die Behauptung aufzustellen, für S#rveen flikt mit dem Königl. Oberstallmeister von Oettingen sei es besser, wenn zwischen den Magyaren und Oesterreich keine Verständigung erreicht wird. Die Magyaren könnten nur, wenn sie getrennt von Oesterreich sind, Serbiens Freunde sein. Ein unabhängiges Ungarn könne niemals aus Sympathie oder politischer Rechnung ein Feind dder Balkanvölker werden.— Die Grenzsperre ist bis jetzt nicht aufgehoben. Riesenstreik in Aussicht. 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Kälte einige Zeit vorher in den Stall gebracht werden muß, damit es Die bungerondi in Jupun..76a, sich etwas erwärme. Die Schafe übernehmen sch dabeti nicht leicht, London, 5. Febr.(Tel.) Daily Telegraph mevoet, vorausgesetzt, daß man sie nicht zu sehr hat Durst leiden lassen. K. A. aus Tokio, daß die Hungernot in Japan immer mehr wöhnlich kalt, sio daß die: isterung Hoppelt sei Verantwortlicher Redakteur: Wilh. Schade, Schwerte. Wöhntich kalt, so buß dir urme Bevölkerung Loppelt keis det. Die Sterblichkeit ist sehr groß. Die Leiden der Landbevölkerung sind kaum zu beschreiben. Mein bedeutend vergrössertes Geschäft befindet sich jetzt Nir Nosbus-Nasingetrasse. Preu Nuen, Schwerte Mannfaktur odewaren. Confektion. Bitte auf meine Firma zu achten. 2 der Plan über die Erri tung einer oberirdischen Tlegrasenlinie in Aplerbeck liegt bei dem Kaise lichen Postamte base bst aus Dortmund, den 80 Ja uar 1906. Kaiserliche OberBekanntmachung. Der Herr Minister für Han el und Gewerbe hat dem Ingenieu Hammer vom Dampf essel Ueberwin ungsverein zu Dort mund unter Vorb halt jederzeitigen Pid#rrufs die Berechtigung zur Vornahme der Abnahmeprü ung festft hender und Dampfso iffskessel an allen der Vereinsau sicht urmitte bar oder im staatlichen Austrage unterstellten Dampfkesseln verliehen. Arnsberg, den 14. Januar 1906. Der Regi rungs=Päsident. I V.: Sasse. A III b 217 Das Haus Hüsingstraße Nr. 25 Ladenlokal nebst Wohnung ist anderweitig unter günstigen Bedingungen zu vermieten. L. Weinberg. — Bekanntmachung. Die Hufb schlagprüfingen vor der staatlichen Prüsungskommission finde; am Mittwoch, den 11 Acril am Mittwich, den 11. Juli und am Mittwoch, den 10. Oktober 1906, in der K. Schnettler'schen Schmiede zu Hüsten, Kreis Arnsberg, statt Von denjenigen, welche zu der Prüfung zugelessen werden wollen, ist dr Nachweis zu erbringen, daß sie das 19. Lebensjahr voll ndet haben und mndestens die letzten 3 Monate vor der Meldung zur Pr fung im Bezirk der Prüfung=kommission sich aufgehalten haben. Pr flinge welche die Prüfung nicht bestat den haben, dürfen erst nach Ablauf von 6 Monaten zu einer neuen Prüfung zugelassen weid n. Die Meldungen sind an den Vorsitzenden der Kommission, Herrn Veterinärrat Blome=Arnsberg, mindestens 4 Wochen vor der P äfung unter Bei ügung der Prüfungsgebühr und etwaiger Zeugnisse über die erlangte technische Ausbildung zu richten. Gleichzeitig ist die Erklärung abzugeben, daß sich der Meldende innerhalb der letzten 6 Monate nicht erfolglos einer Hufbeschlagprüfung unterzogen hat Der Vorsitzende entscheidet über die Zulassung zur Prüfung und beluft die Prüflinge zur Püfung ein. Die Plüfungsgebohr beträgt 10 Mark und ist verfallen, wenn der Prü ling ohne genügende Entschuldigung im Termine nicht erscheint und die Prüfung nicht be eht. Bei nachgewiesener Bedücftigkeit darf bie Gebühr ganz oder teilweise erlassen werden. Zur Prüfung hat der Prüfling ein Rinnenmesser und einen Unterhauer mitzubringen. Das übrige Handwer'szeug die Schmiedeeinrichtungen“ und die nötigen Pferde werden von der Kommission zur Verfügung gestellt. Arnberg, den 15 Januar 1906. Der Regierungspräsident. In Vertreturg: gez. Sasse. Jödelra 4 Pch i c # M K 9P MR 98, ist jetzt der patentamtlich geschützte Name für den weit und breit bekannten, bei Arzt und Publikum gleich beliebten Lahusen s Jod-Eisen-Lebertran Der beste, vollkommenste u. wirksamste Lebertran. Unübertroffen in seinen Erfolgen bei Drüsen, Skrofeln, engl. Krankheit, Hautausschlag, Gicht, Rheumatismus. Hals und Lungenkrankheiten, Erkältungen, Husten, Stickhusten, zur Stärknng und Kräftigung von blutarmen, schwächlichen, blaßaussehenden Kindern. 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Jahrgang. üe tche.s 95 K Amtrüches Rrebenht ichden iders werch. 133 K Wle Kreit, und Lekalzaligelichen Verordnungen Für ven. sereis burch Veckstentlichng in der„Schwerter Zeitung rechztsDentschland im spiegel kranzösischer Schilderung. bn ben Aun n un e e#e ee saens Aahige, Psteusehe, esecilenr: achene: Fernsprech=Anschluß Nr.. Schperte. Telegr.=Adresse Braus, Schwerte=Ruhr. die Iy der evue beo Letzr he, Bogile die Eindrücke söische Atademiter Bicou., Zurch Rorddeutschland wieder, die er auf eine Zeugzerungen unterscheiden sich ewpbungen bot, Seiwne A.„herlegenheit des urteils durch urchertegthest, und bev zichen Verichten frendganz wesentlich von denen vopisZage zwischen Hotel, ländischer Reisenden, die einigez, Deutschland verlehRestaurant und Singiviecthalzgrändigen Erfahrungen ten und auf Grund bieser v=erichte in die Welt senden. Her de Logie dat auf Wesentliches Bz. 916 eehuen und v-Zricher Zeilaung ershtenege Suuue seiner Ciwndrintezg.-Heutschland verändert die men:„Man hat mir mein Venlschläne Verändert, die ausgemausert:„Aus der alten Kaserne der Soldaist eine fleißige und friodliche Werkstätte geworden.“ Uebereinen Feierabend in Köln schreibt Gift habe ich in Norddeutschland gesehen. Statstiken ertlären“ Im Kölner Dom imponiert ihn ein, eine Prchfgepstent shaben einen mitärischen Buschutz, ein, Sichoohezphlzieren, Sorgjältige Kleikeine Ziererei in ihren Manieren. Eergfältige Kleidung; männlicher Ernst auf den jungen Gesichtern. Sie marschieren in raschem, entschiedenem Schritze Wären icht ihre Soutanen, man würde sie für P techniker halten... Vielleicht verdanken sie das de Nachbarschaft der Protestanten, den Reaktionen der Kirchen auf einander, der Notwendigkeit, ritterlich gegen ihre Brüder der realisierenden Konfession zu kämpfen und sie mit der eigenen Waffe zu besiegen; mit Vernunft, Wissenschaft, Moralität.“ Im Ruhrgebiet staunt er über die Entwickelung der Industrie:„NirVogüee„sein altes Deutschland“ wieder. Die Stadt Sogutt gem utes Deutschland“, wie, gggug menerscheint ihm unverändert, die Straßen.mzug schenleer wie vor etlichen Jahren. Auf der Promen. begegnet er dem Bischof mit zwei Domherren:„Das oen sebendig wie Hamburg, das fast fünfmal so Lloydschiffes„Kaiser Wilhelm 2.“ das er bewundert, macht er folgende Wahrnehmung:„Unter den Scha ren der Auswanderer sind keine Deutschen, während sie früher vorherrschten. Das industrielle Deutschland bietet heute allen Händen Arbeit, all seinen Söhnen Brot; der Deutsche wandert nicht mehr aus. merkenswerte Tatsache, folgenschwer für die alte Welt und für die neue.“ Großen Eindruck macht es auf Vogüee, als sein Führer, einer der Bremer### herren, sich wegen seiner raschen Gangart mir dem Wort entschuldigt:„Das ist der Kaiserschritt". Dieses Wort in dem französischen Beobachter der Schlüssel zu allem, was er sieht.„Ja, diese Männer teeten in die Fußstapfen eines Generaldirektors, der alle ihre Unohmon anregt.“ Indem ich der tanfere wole man unter Chiffre. B 24 richten Bl.“— Bei allen derartigen Anzeigen ist die betreffende ate ronhgen Offerten) abzugeben in der Exp“, so bote(Melbungen, Osserten) abzugeben in der Exp.“, so lich in welchem dann die in dem Inserate angegebene Chiffre geber bei dessen Vorfrage in der Expedition ein, oder sofern derselbe auswärts wohnt, sendet sie dieselden selbstverständlich ungeöffnet ab. Da der Inseratenaufgeber in sehr vielen Fällen der betreffenden Zeitungsexpedition nicht bekannt ist, ist es von Wichtigkeit, den Offerten niemals Zeugnis oder Papiere von irgendwelchem Werte in Original beizulegen, sondern stets nur Abschriften. ternehmen anregl.„Indem ich der tapferen kleinen Weser Lebewohl sage, denke ich an die weiten Flußmündungen unserer schönen Flüsse, Loire und die Gironde. Die gütige Natur hat aus ihnen bevorzugte Auswege Europas nach dem Atlantischen Ozean gemacht.... So viel belohnte Tätigkeit bei den Flußbewohnern dieser entlegenen Küsten, die die Natur als Stiefmutter behandelte! So viel Schlaffheit bei den verwöhnten Kindern eines überreich bedachten Bodens!“ Aus Stadt und Umgebung **(Zur Beachtung.) In breiten Schichten des Publikums herrscht vielfach Unblarheit darüber, was man zu tun hat, wenn man sich auf Zeitungsgesuche melden will, in denen es heißt,„Offerten(oder Angebote, oder Meldungen) abzugeben unter Chiffre in der Expedition d. Bl.“ z. B.„Gesucht wird ein zuWestfalen und Rheinland. 5. Febr.(Austritt aus dem KrieMilspe, 9. Vu.z— stattgehabten Vergerverbande) In der oeitering wurde die gue. sommlung des hiesigen Kriegerve, wi, 00 gegen 10 Stimmen abgelehnt. Hienmit scheibet der Verein aus quelleh ist in Bad Depuhausen nach einjähriger bei einer Teufe von 610 Metern über 1000 Siter, Sole n 31,7 Grad Celsius in der Minute aus. Durch Ao. verrung der Authebenv prubelsz mit Leichtigkeit auf Teufe der alten Strudel, ca. 700 Meter, hinabgetrieben hausener Sprudel als das tiefste Falsche Fr. Roman von Elwin Starck. 32 Die Seide knisterte und rauschte, Te öphzl prnainterschwpeße, so wechselnder Laune?“ dachte er, ihr nachblickend. Direktor Möller saß vor seinem Schreibtisch liebevoll die Spitzen seines dunklen, stark ins Graue schattierten bortesburch bie Singerzjiäckte er auf.„Ab, ba sind Sie sa, liebnoch manches mit Ihnen zu bereden. Vor allen Dingen, wie nbih nncghes mit Ihnen zu bereden. Vor allen Dingen, wie weit sind Sie mit Ihrer neuen Erfindung in Betren der He vur Pael gsäcte Die Arbeit noch nicht bendet?“ fragte Möller erstaunt. Karl fuhr sich mit der Hon, erphiherte, ert, gur, und gut, Können die Papiere nicht finden?“ echote Möler.„Mein Himmel, wie ist das möglich! Sie werden sie Das Hheiat mie understzage he der Beik ale 4c5 die entschieden, Laß ich sie verleg. 29g. Vv., I aifen gestehe, etwas Elsnersche Fabrik verlies, war ich, wie lcy-1“:. Ehezt zwischen erregt, und in diesem Zustande muß ich meine Ahe, Zzegleiche Bücher und Papiere, Gott weiß wohin, gepackt haben. E.neicht finde ich sie wieder, vienleicht auch nicht,. 741, ge von neuem „Unter diesen Umständen hielt ich es für richtig, vre uung meit, zu beginnen. Sie können sich denken, wie mühselig und weitläufig das alles ist, an ein Fertigstellen ist vorläufig nicht zu „Das ist schade, schade.“ sagte Möller, bedauerlich den Kopf strafen lassern, unente berwpeisen 348 schaft der Dokomeite beweisen?“ „Nun?“ fragte der Direktor,„warum so stumm? Haben Sie Ich glaube nicht, entgegnete Karl zurückhaltend,„doch ich verstehe nicht recht Ihr Interesse an diesem angenommenen „Sie sind ein unpraktischer Mensch,“ rief Möller,„nun zu Seselscesesheshse Hundueshnren, Porfe hosgonrteil.Lonmerseren Goter s. ohne eine Antwolk abzuwarten.„Kommtiglkkrat er kot Fe rief Geißler überrascht.„Vor den erst erfuhr ich, daß er krank sei, und schon weilt er nicht mehr unter den Lebenden Hater lang= 9= hericktgt, der Diref. wir in den letzten Jahren bedeutende Einnahmen hatten. Auf Echauffieren Sie sich nicht, meinte Möller ruhig,„Wenn die Elsnersche Fabrik in Konkurs kommt, kann es uns doch recht sein. Nicht wahr, Geißler?“ Wie? Dummes Zeug, ich wollte nur sagen, daß wir dann Fund ich meine, daß ein guter Kaufnanm die Koskurenz „Papperlapapp, freilich, scheue ich auch nicht. Aber sicher ih icher und deser söcter Seklommen von Madaunt Die Kark trug die Bedenken, die er schon einmal geäußert hate Möller widersprach.„Sie sind ein Verschwender, hielt er ihm vor.„Bedenken Sie, was mir die Sache kostet! Im Herbst wird die Fabrik in ein Aktienunternehmen verwandelt. „Weil Sie dan keine Veranwvortzsgrese. 56e5g. eutch habe lde, stg pis Werschenleben eingeben: will kein Ristao mir wienschenteven erngzeyen. bte vogos seder tun und lassen kann, was er wil.:“ zu die Errungenschaftznungen das Lebenschwermachen Wena diese Leute in Bezug auf meinen. Bau keine Bedenken haben, so können Sie wirklich ganz verühig sein.“ Der Abend dämmerte. Es war ein schöner, sonniger Tag gewesen, ein Tag, an dem man schon ein wenig von Frühjahr träumen konnte. Zum Träumen aber hatten die meisten Mentro befand sich wieder einmal auf der Jagd nach dem Glücke. des Sochues und biorhzes Honngerzseneaid Liner geionmnen. Karl hatte in Waldau zu tun gehabt und darum keine Zeit gerektors Möller gessek ihm tros der Großartigkeit und der Anlage gar nicht. Nach seinem Gefühl hätte Karl besser getan, seine Kräfte weiterhin der Elsnerschen Fabrik zu widmen, statt sich in unsichere Spekulation einzulassen. Das Begräbnis hatte den Rendanten überdies erregt und angegriffen, er war dabei zu sehr an alte Zeiten erinnert worden. 135.20 5 als welches es auch Alexander von Humboldt nem„Kosmos" noch mehrfach erwähnt. in seiAllerlei. Der Affen=Lehrer. Prosessor Garner hat sich in neuerer Zeit darauf verlegt, den Affen Schulbildung beizubringen. Die Ausbildung dieser uns so nahe verwandten Tiergattung ist seiner Ansicht nach zu Unrecht arg vernachlässigt worden. Da die Schimpansen, auf die er es in erster Reihe abgesehen hat, nicht zu ihm nach London kamen, um sich von ihm unterweisen zu lassen, hat er ihnen eine Schule im Urwald errichtet. Jetzt erzählt er in der„North American Review“ ausführlich über die erzielten Ergebnisse. Einen Schimpansen brachte er dazu, das französische Wort für„Feuer“ zu erlernen, d. h. diesen Begriff mit dem Worte„keu“ zu verbinden. Einem Weibchen lehrte er mit vieler Mühe die Unterschiede zwischen Kreisen, Vierecken und Dreiecken. Dies gelang ihm dadurch, daß er der Schülerin verschiedene ihrer Lieblingsnahrungsmittel gab, je nachdem sie die verschieden gestalteten Holzstückchen aufhob. Weit schwieriger fand er es, ihr den Unterschied zwischen einer Raute und den übrigen Formen beizubringen. Auch die Farben=Unterschiede eignete sie sich mittels verschiedener Nahrungsmittel an. In all diesen Dingen erreichte sie verhältnismäßig bald eine große Meisterschaft. Die allererste Schülerin bekam er im September 1904; als sie jedoch bereits schöne Fortschritte gemacht hatte, lief sie ihm auf Nimmerwiedersehen davon. Er erteilt den Unterricht auf einer Lichtung des Urwaldes von etwa 40 Ar, die er im Urwalde aushauen ließ und auf der er sich aus Bambuis und Palmen ein leidlich bequemes Wohnhäuschen erbaute ungefähr 2 Grad südlich vom Aequator in einer Entfernung von 70 Kilometer Luftlinie von der Küste, rund 165 Kilometer südöstlich vom Kap Loper. In dem betreffenden Forst gibt es meilenweit keine Straßen oder Pfade und keine Spur menschlicher Ansiedelung. Dort führt der Professor, fern der Zivilisation, ein interessantes Einsiedlerleben. Ein alter Veteran. Kürzlich ist im Londoner Zoologischen Garten eine vierhundertjährige Schildkröte gestorben, die ettoa zu der Zeit, als die Galapagos=Inseln von den Spaniern mutdeckt wurden, dort das Licht der Welt erblickt hatte. In seinen besten Tagen fraß das Tier so viel Grünfutter, wie etwa eine Kuh durchschnittlich bekommt. Auf der Schale war das Alter mit 350 Jahren angegeben; aber man nahm an, daß es noch fünfzig Jahre älter war. Frauenmord in Chicago. Abermals hat ein aufsehenerregender Mord und zwar an der allgemein als schön bekannten Mrs. Bessie Hollister in Chicago stattgefunden. Die Dame war vom Begräbnis einer Freundin nicht mehr nach Hause zurückgekehrt. Man suchte sie ununterbrochen, fand sie aber nicht. Um nächsten Tage stürzte ein junger Mann namens Ivens in das Bureau seines Vaters mit der Nachricht, im Garten läge die Leiche einer jungen Frau. Die sofort herbeigerufene Polizei unterwarf Ivens einem scharfen Verhör, in dessen Verlauf er gestand, Mrs. Hollister nach einem gescheiterten Notzuchtversuche erdrosselt zu haben. Der Schwager der Ermordeten versuchte im Gerichtssaal, den Mörder zu erschießen, wurde aber rechtzeitig entwaffnet. Die Polizei ist absolut ohnmächtig, diese unglaublichen Zustände zu beseitigen. Neuerdings veröffentlicht sie eine Bekanntmachung, die folgendermaßen lautet:„Frauen von Chicago, bleibt zu Hause! Seid ihr jedoch gezwungen, so versichert euch starken männlichen Schutzes! Traget auf den Straßen keine Juwelen. Gebt schön acht auf eure Umgebung, wo immer ihr euch befindet!“ Obst- und Gartenbau. * Frostbeschädigung der Obstbäume. Beobachtungen und Untersuchungen von Obstgärten nach strengen Wintern haben mancherlei Unregelmäßigkeiten in Bezug auf die Ausdehnung und die Größe der Frostbeschädigungen an den Bäumen, die in verschiedener Lage stehen und auch verschieden behandelt wurden, zur Kenntnis gebracht. Wir verdanken den Amerikanern— wenngleich ihr Obst nicht so fein ist, wie das unsrige— manchen Fortschritt im Obstbau. So hat auch die Ohio=Versuchsstation sich mit dieser Sache in der letzten Zeit ziemlich eingehend beschäftigt. In dem kalten Winter 1903/4 hatten die Pfirsichbauer am Eriesee entlang ziemlich starke Verluste an Bäumen zu verzeichnen. Einige Pfirsichgärten waren total vernichtet, andere waren dagegen gar nicht beschädigt.— Es zeigte sich ein sehr merklicher Unterschied bei einem Versuch in Bezug auf das Bloßliegenlassen(das heißt in reiner Bearbeitung) und das Bedecken des Bodens auf irgend welche Art über Winter, in Hinsicht der Frostgefahr und Winterbeschädigungen. Der freiliegende Boden fror zu einer größeren Tiefe und der Frostschaden an den Bäumen war viel größer, als dort, wo die Oberfläche mit einem Material bedeckt war. Wo die Grasnarbe entfernt wurde, fror der Boden bis zu einer Tiefe von 18 Zoll über Winter, während unter der dünnen Grasnarbe mil der leichten Bedeckung des abgeschnittenen Grases der Boden nur 8 Zoll tief fror. Die Bäume in dem bloßgelegenen Boden kamen im nächsten Frühjahr nur sehr langsam ins Wachsen, alle waren ernstlich durch Frost beschädigt, viel größere Zweige starben ab und ein Baum machte nur einige Nottriebe und starb gänzlich ab. Die Bäume erholten sich wohl wieder, zeigten aber nur wenig Lebenstraft. schwaches Wachstum und der Fruchtertrag war äußerst gering. Die Bäume dagegen in dem Rasen hatten nicht im geringsten durch die Kälte gelitten, waren gesund und wuchsen kräftig.— Der Wert einer alljährlichen Bodendeckfrucht, verglichen mit einer reinen Kultur, ließ sich in einem 18 Jahre alten Obstgarten feststellen, von dem die Hälfte während des Frühjahrs und bis Juni hindurch bearbeitet und dann mit Inkarnattlee eingesäet wurde, der über Winter als Deckfrucht auf dem Lande blieb und dann im Frühjahr eingepflügt wurde während die andere Hälfte nur immer klar bearbeitet und kultiviert wurde. Auf diesem letzteren Teil des Obstgartens war ein viel größerer Prozentsatz an Beschädigungen durch die Winterkälte zu beobachten, als an den Bäumen des mit Klee eingesäeten Teiles.— Es würde zu weit führen, wollten wir die bei diesem Versuch gemachten Beobachtungen hier alle aufzählen. Jedenfalls haben die Beobachtungen für Obstzüchter so viel wert, daß sie zu Versuchen mit den erwähnten Methoden des Winterschutzes der Bäume gegen Erfrieren anregen. Diese sind kurz wiederholt: Die Erhaltung der Bäume zu allen Zeiten in einem gesunden, wachstumskräftigen Zustande; genügende Pflanzennahrung und Humusstoffe im Boden durch Zufuhr von Stalldünger und Anbau von Deckfrüchten. Gründliche und unausgesetzte Bekämpfung von Insektenplagen und Pilzkrankheiten, vorzugsweise durch wirksames Bespritzen, um Schwächung der Bäume zu verhindern. Bäume, die in feuchtem oder undurchlässigem, auf zu weichem und auch auf zu armem, sandigen Boden stehen oder die durch übermäßiges Fruchttragen oder durch Rindenund Holzbohrwürmer geschwächt sind, sind alle stets sehr zum Erfrieren geneigt. Bedeckung des Bodens, irgend welcher Art, ver hindert das tiefe Eindringen des Frostes und daraus resultierend Frostbeschädigungen. Grasnarbe erfüllt denselben Zweck. Das Umpacken des Wurzelhalses der Bäume mit einigen Schaufeln voll Dünger oder humoser Erde scheint eine sehr günstige Einwirkung gegen das Erfrieren zu haben. Wien, 5. Febr. Hier wurden heute die beiden Mörderinnen verhaftet, die in voriger Woche ein drittes Mädchen im Raxenthaler Bezirk unweit Mürzzuschlag umbtuchten, und die bishur wargeblich gesucht wurden. sind zwei Schwestern, namens Zeiler, ihres GewerKell ierinnen. Die ermordete angebliche Marie tause hieß Marie Mayer und war eine stellenlose in. s liegt tatsächlich ein Raubmord vor. Die forde hatte kürzlich 10000 Kronen geerbt. M Di twol halb cesch Ball iners Zun spiel itag, Abeder gen nab Flet han intag nen berg örste A Poss Rar ein! Stadttheater Dortmund. den 7. Februar. Erhöhte Preise. Anfang Uhr. Letztes Gastspiel der Siegnora Franna Prevosti.„Carmen.“ Große Oper mti t in vier Aufzügen von Georges Bizet. 1g, den 8. Februar. Anfang halb 8 Uhr. ersten Male.„Die Condottieri.“ Schaun drei Aufzügen von Rudolf Herzog. en 9. Februar. Anfang halb 8 Uhr. Vierter im Shakespeare=Zyklus.„König Heinrich ierte.“(1. Teil.) Schauspiel in fünf Aufzüon W. Shakespeare. d, den 10. Februar. Anfang 8 Uhr.„Die rmaus.“ Operette in drei Aufzügen von JoStrauß. den 11. Februar. Volksvorstellung zu kleiPreisen. Anfang halb 4 Uhr.„Alt=HeidelSchauspiel in fünf Aufzügen von W. Meyerang halb 8 Uhr.„Robert und Bertram.“ mit Gesang in vier Abteilungen von Gustav er. Im dritten Aufzuge: Konzert und Balletgen. Stadttheater Hagen. ttwo Keine Vorstellung. itag,). Februar. Abens halb 8 Uhr. Außer Abonnen nt. Benefiz Karl Millies.„Zar und Zimmer kann.“ Komische Oper in drei Aufzügen. Dichtun und Musik von Albert Lörtzing. inta, 11. Februar. Nachmittags halb 4 Uhr. Zu kleiten Preisen. Letzte Aufführung von„Frühling luft.“ 9 ends halb 8 Uhr. Außer Abonnement. „Ca men.“ Große Oper in vier Akten. Musik von George Bizet. Vetterbericht der deutschen Seewarte. 6.; br. Frost, wolkig mit Sonnenschein, strichise Senee. 7. 5 br. Vielfach heiter, Frost, Tags milde. rant ortlicher Redakteur: Wilh. Schade, Schwerte. hervorragend. bewährt bei # Darmkatarrh. Dlarrhoe, Brechdurchfall etc. Hlüsingstrasse 25 SC Unser Geschäft bleibt Umzugshalber Hüsingstrasse 25 Lonnerstag abend 6 Uhr Eromllung antseres-Kieden-Lokalss KushzBerasse P. Bitte beachten Sie unser Angebot in der Mittwoch-Ausgabe. 00000000 500000 Ein Juwel Hochfein parfümiert. CO#sA,Brauns Stoffarben zum Selbstfärben. Gardinencrôme u. Holzbeizen per Paket 10 und 25 Pfg. zu haben Drogerie Carl Trog. 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