Amtliches Kreisblatt — Siphartte.— Pommrrmmrn Abonnementspreis pro Quartal 1 Mark 65 Pfg. extra 42 Pfg. Bestellgeld, wenn durch die Post bezogen. Erscheint an jedem Wochentage. Wöchentliche Gratisbeilage:„Illustrierter Familienfreund.“ Hörde erlangen gemäß Velanntnachung der Röngl. Reoierung deite ode, Drug unz Versag von Cari Braus in Schwerte. durch Veröffentlichung in der„Schwerter Zeitung" verbindliche Kraft. rechtFernsprech=Anschluß Nr. 62. Amt Schwerte. Nr. 109. mittwoch, den 10. Mai 1hos. 37. Jahrgang. essh Sansin P * * 0 11 Raa-e bei dem vorigen Kaiserbesuch die Studentenschaft, als sie den ihr für die Spalierbildung zugeteilten Platz am Schlosse eingenommen hatte, von einem wachhabenden Offizier zurückgewiesen wurde und der Zusammenstoß den Abzug der Studentenschaft zur Folge hatte. Da die Angelegenheit nach Ansicht der Studentenschaft nicht genügend beigelegt wurde, so verzichtet sie darauf, sich wieder an einer Spalierbildung zu beteiligen. — Warnung vor sozialdemokratischen Turnvereinen und Jugendbünden. Koblenz, 9. Mai. Die Regierung zu Koblenz lenkt die Aufmerksamkeit der rheinischen Polizeibehörden erneut auf die Tatsache, daß sozialdemokratische Agitatoren in zahlreichen Städten des Rheinlandes neuerdings wieder unter der Maske von Turnvereinen oder Jugendbünden Vereinigungen gründen, in denen die jugendlichen Mitglieder nach allen Regeln sozialdemokratischer Agitationskunst bearbeitet und für sozialdemokratische Anschauungen gewonnen werden. Der Gründung solcher Vereine soll möglichst entgegengearbeitet werden. — Wünsche der Handlungsgehülfen. Der vierte sächsische Handlungsgehilfentag in Freiberg beschloß Eingaben an die Regierung in Dresden, im Bundesrat gesetzliche Bestimmungen zu erwirken betreffs völliger Sonntagsruhe, 9stündiger Arbeitszeit, Achtuhrladenschluß, Errichtung von Kaufmannsgerichten auch in kleineren Orten, Ausschließung von Ausländern an der Handelshochschule zu Leipzig. Der Krieg in Ostasien. Nach dem wochenlangen schweren, fast übermenschlichen Ringen ist nun die für die beiderseitiger Kämpfer so notwendige Ruhe eingetreten. Viele Kritiker sind schon aufgetreten, welche das Aufgeben der Verfolgung als einen groben Fehler des japanischen Oberbefehlshabers, Marchalls Oyama, tadeln. Nun, man sollte meinen, das japanische Heer hat mit diesem Siege wiederum glänzende Lorbeeren errungen. Daß das russische Heer auch dies Mal der gänzlichen Vernichtung entronnen ist, hat es nach Ansicht eines Augenzeugen seltsamerweise der geringen Anzahl der vorhandenen Straßen zu verdanken— trotz anscheinenden Widerspruches sehr erklärlich—. Nachdem der Rückzug begonnen hatte, waren starke Arrieregarden— wenn auch mit großen Verlusten, im Stande, den schneidig und rücksichtslos nachdrängenden Japanern an jedem Uebergang, an jeder Bergkette einen Aufenthalt zu bereiten, welcher der zurückflutenden Masse die Möglichkeit bot, kurze Ruhepausen zu machen. Wären Parallelstraßen vorhanden gewesen, so hätten die Japaner ihre Ueberflügelungstaktik auch hier angewendet. Sprach man doch schon in russischen Offizierskreisen die Ansicht aus, daß der japanische rechte Flügel Kirin umfasse, der linke Flügel, Nogi, westwärts umgreifend auf Charbin marschiere. Das Erscheinen der Baltischen Flotte im Südchinesischen Meere dürfte kaum dazu beigetragen haben, daß Oyama die Verfolgung eingestellt hat; vielmehr ist dieses Nachlassen in erster Linie den schlechten Wegeverhältnissen zuzuschreiben, welche infolge des russichen Rückzuges schon sehr gelitten und an vielen Politische Uebersicht. Deutschland. — Der Kaiser über das Christentum. Die„Evangelische Kirchenzeitung“ gibt in ihrer letzten Nummer die Rede des Kaisers bei der Rekrutenvereioigung in Wilhelmshaven weit ausführlicher wieder, als sie bisher bekannt geworden ist. Das Blatt entnimmt einem Briefe aus Wilhelmshaven darüber:„In der vergangenen Woche hatten wir den Kaiser einige Tage hier. Bei der Rekrutenvereidigung sprach er vorzüglich. Er spielte auf die Heldentaten der Japaner an und führte aus, daß sie geboren seien aus der japanischen Vaterlandsliebe und Kindesliebe, die wieder eine herrliche Manneszucht zur Folge hätten in Heer und Marine. Man dürfe aber aus den japanischen Siegen— den Siegen des heidnischen über ein christliches Volk— nicht den Schluß ziehen, daß Buddha unserm Herrn Christus über sei. Wenn Rußland geschlagen würde, Stellen sogar absichtlich unterbrochen worden sind. So hat die Sprengung der Eisenbahnbrücke über den Hunho südlich Mukden den Japanern große Verlegenheiten bereitet; man bedenke, daß der Soldat seinen eisernen Mundvorrat bald aufgegessen hatte und nun im siegreichen Vorwärsdringen von rückwärts verpflegt werden mußte; und nun gar diese Massen auf einen sehr engen Raum. Nachdem nun„das Ganze halt!“ geblasen war, haben sich beide Parteien an das Ordnen und die Ergänzung ihrer Verbände gemacht. Die Japaner sollen nun durch einen Weiterbau der Bahn über Sin=min=ting nach Mukden, diese Hauptstadt der Mandschurei, bereits mit den Kornkammern Chinas verbunden haben; auch soll von Dalni bis Mukden ein zweites Geleise im Bau bis Liaujang schon fertig gestellt sein. Oyama wird wohl damir rechnen können, daß das russische Heer frühestens im Herbst komplettiert sein kann; er wird daher seinen Truppen die nötige und wohlverdiente Erholung gönnen, ehe er wieder zu einem neuen Schlage ausholt. Die allgemeine Stellung, in welcher sich die beiden Gegner zur Zeit befinden, ist aus der nebenstehenden Skizze zu ersehen. Die russischen Korps stehen in der Linie vorwärts der Städte Kirin und Tschantschun, woselbst wieder starke Befestigungsanlagen errichtet werden. Es sind zur Deckung dieser Arbeiten starke Kräfte südwärts vorgeschoben. Schon beginnen wieder die partiellen Vorwärtsschiebungen der japanischen Vortruppen, die ersten Anzeichen, daß die Japaner ihre rückwärtigen Verbindungen ausgebaut haben und wieder mit der Offensive beginnen können. so liege das zum großen Teile seiner Ansicht nach daran, daß es mit dem russischen Christentum sehr traurig bestellt sein müsse, die Japaner aber viele christlichen Tugenden aufzuweisen hätten. Ein guter Christ, ein guter Soldat! Aber auch im deutschen Volke sei es schlimm bestellt mit dem Christentum, und er der Kaiser— bezweifle, ob wir Deutsche im Falle eines Krieges überhaupt noch das Recht hätten, Gott um den Sieg zu bitten, ihm denselben im Gebet abzuringen wie Jakob im Sieg mit dem Engel. Die Japaner wären eine Gottesgeißel wie einst Attila und Napoleon. An uns sei es, dafür zu sorgen, daß Gott uns nicht einmal auch mit einer solchen Geißel züchtigen müsse usw. Der Kaiser sprach sehr ernst und vor allem sehr eindringlich und einfach, für alle verständlich.“ — Die Studenten und der Kaiserbesuch in Karlsruhe. Es ist aufgefallen, daß die Karlsruher Studentenschaft sich geweigert hat, an der Spalierbildung bei dem Einzug des Kaiserpaares teilzunehmen. Wie mitgeteilt wird, geht diese Weigerung darauf zurück, daß Streiks kosten. Unser Berliner Korrespondent schreibt: Jeder verständige Politiker steht selbstverständlich auf dem Standpunkte, daß es so wie jedem stande auch der Arbeiterschaft unbenommen bleiben muß, nach Aufbesserung ihrer wirtschaftlichen Lage zu streben, natürlich soweit die Rücksicht auf das Gedeihen unserer industriellen Produktion und auf das Gesamtwohl des Staates eine Erhöhung der Löhne überhaupt zuläßt. Eine andere Frage aber ist, ob ein an sich erstrebenswertes Ziel gerade durch Streiks erreicht werden kann, wie sie in leider nur allzuvielen Fäällen von seiten sozialdemokratischer Agitatoren angezettelt werden, um die Arbeiterschaft forgesetzt in Bewegung zu halten und durch Erregung von Unzufriedenheit in die sozialdemokratische Parteiorganisation zu treiben. So hat kürzlich ein mehrwöchentlicher Streik der schuharbeiter die Stadt Weißenfels in Thüringen beunruhigt. Der Streik hat mit einem vollem Mißerfolge für die Streikenden soeben sein Ende gefunden, und ein großer Teil der dortigen Schuharbeiter, vor allem deren Familien werden wohl erst zu der Erkenntnis kommen, wie töricht es war, sich in diesen Lohnkampf hineinzusetzen zu lassen. Nach der jetzt bekannt werdenden Uebersicht hat nämlich der Streik der Weißenfelser Schuharbeiter den Beteiligten über 200 000 Mark gekostet, von denen der sozialdemokratische Schuhmacherverband 150 000, den Rest der Hirsch=Dunckersche Gewerkverein tragen muß. Aber damit noch nicht genug: von den Streikenden sind über 700 nicht wieder eingestellt worden, sie sind also durchden angezettelten Streik um Lohn und Brot gekommen und sind nun mit ihren Familien auf die Unterstützung durch ihre Berufsgenossen angewiesen, wenn sie nicht gar der öffentlichen Mildtätigkeit anheim fallen. Solche trüben Erfahrungen sollten allen nichtsozialdemokratischen Arbeitern doch endlich die Augen öffnen: der Sozialdemokratie ist es ganz gleichgiltig, ob die von ihr irre geleitete Arbeiterschaft in wirtschaftlichen Kämpfen siegt oder unterliegt, hat doch ein sozialdemokratischer Agitator in einem unbewachten Augenblick einmal öffentlich in einer Versammlung es ausgesprochen, daß bei einem Streik, mag er günstig verlaufen oder mit einer Niederlage endigen, die Sozialdemokratie selbst immer gewinnt! Die deutschen Arbeiter sollten sich darum für zu gut halten, um sich von der Sozialdemokratie zu politischen Machtproben, die nur im Interesse der behaglich lebenden sozialdemokratischen Führer liegen, mißbrauchen zu lassen, und eine scharfe Scheidegrenze zwischen sich und der Sozialdemokratie ziehen. 4 55 Lokales. Schwerte, den 10 Mai 1905. **(Ein nasser Sommer) ist in Sicht, wenn sich eine alte Bauernregel bewahrheitet, die lautet: „Treibt die Eiche vor der Esche, hält der Sommer große Wäsche, treibt die Esche vor der Eiche, hält der Sommer große Bleiche.“ In diesem Jahre sind die Eichen im Trieb den Eschen voraus, und da im vorigen Jahre das Gegenteil der Fall war, kann man diesmal die Probe aufs Exempel machen. Hoffentlich fällt sie negativ aus. *(Eine beachtenswerte Lehrplanreform für Volksschulen) wird mit Beginn des neuen Schuljahres in München ausgeführt. Der gesamte Schreibund Lese=Unterricht des ersten Schuljahres hat eine bedeutsame Verschiebung erfahren. In Zukunft wird mit dem Lesen und Schreiben erst im Dezember begonnen. In der Zwischenzeit soll vor allem die Sprache und der Vorstellungskreis des Kindes eine möglichst reiche Ausbildung erfahren durch ausgedehnten Sprechunterricht und Beobachtungsunterricht, ferner durch Zeichenunterricht. Man glaubt überzeugt zu sein, daß trotz dieser Verschiebung des Schreib= u. Lese=Unterrichts das Gesamtniveau des Unterrichts der beiden unteren Klassen nicht nur nicht tiefer, sondern sogar erhöht werden wird. Diese Anschauung der Münchener Schulbehörde und Lehrerschaft, die sich in ihrer überwiegenden Mehrheit für die Reform ausgesprochen hat, wird auch von einem großen Teile der preußischen Lehrerschaft geteilt. Pädagogen und Aerzte haben sich wiederholt im Interesse der Gesundheit der Schüler für die Verbannung des Lesens und Schreibens aus dem ersten Schuljahr ausgesprochen. dr(Schillerfeier.) In den Schulen unserer Stadt fanden aus Anlaß des hundertjährigen Todestages unseres großen Nationaldichters einfache, würdige Festfeiern statt, in denen neben Deklamationen Schillerscher Gedichte der Jugend das Lebensbild und die Bedeutung des Dichters vor die Seele geführt wurde. Bei der Feier im Progymnasium hielt Herr Dr. Gehring die Gedächtnisrede. Die höhere Mädchenschule, die ihre offizielle Schillerfeier bereits am Schlusse des verflossenen Schuljahres im Gasthof Östermann beging, machte gestern nachmittag einen Ausflug in den Schwerter Wald und zum Freischütz. **(Sterbekasse.) Die Gesellschaft zur gegenseitigen Hilfeleistung bei Sterbefällen hielt am Sonntag ihre Jahresversammlung ab, in welcher der Geschäftsbericht erstattet wurde Im abgelaufenen Geschäftsjahre betrug die Einnahme einschließlich eines Bestandes von 549,32 Maik 1850,67 Mark, der eine Ausgabe von 1306,30 Mark gegenübersteht, sodaß 544,37 Mark aufs neue Jahr vorgetragen werden können. Zu Beginn des Jahres 1904/05 betrug die Einlage in der Sparkasse 11565,18 Mark. Das gesamte Vermögen beträgt heute einschließlich des Kassenbestandes 12714,33 Mark. Dem Rendanten des Vereins, Herrn Lehrer Schulte, wurde Entlastung erteilt. ::(Unfall.) Augenblicklich wird das Dreieck zwischen den beiden Bahnen an der Hörderstraße in seiner hinteren Hälfte angeschüttet. Der 6jährige Knabe des Fuhrmanns L. aus der Märkischen Straße, der daselbst Kohlen las, aber trotz der wiederholten Mahnungen der abladenden Arbeiter nicht wegging, wurde von einem größeren Stein derart an den Kopf getroffen, daß er eine klaffende Wunde davontrug. :):)( A u s g e r ü c k t) i s t g e s t e r n e i n e m i n d e r B e c k e straße wohnenden Kolonialwarenhändler seine Frau. Während sie ihr Kind zurückgelassen hat, nahm sie 200 Mark Bargeld und Kleidung und dergleichen mit. (:)(Der Kinder Unverstand.) In dem Hofraum des Kaufmanns H. auf der Hüsingstraße vergnügten sich gestern nachmittag mehrere Kinder mit Herstellen eines Zeltlagers aus Brettern und Decken. Eins der Kinder hielt ein brennendes Streichholz daran, und bald ging das Ganze in Flammen auf. Glücklicherweise wurde das Feuer von dem Ladeninhaber noch rechtzeitig bemerkt, und einige Eimer Wasser verhüteten größeres Unglück. ::(Ein widerliches Straßenbild) bot sich gestern den Passanten der Hörderstraße. Unter der neuen Holzwickeder Unterführung lag ein noch junger Mann wie leblos vor Betrunkenheit. Selbst mehrere Männer waren nicht imstande, den so tief im Banne des Königs Alkohol Liegenden zu ermuntern. ** Freischütz b.i Schweet=. 9. Mai. Am 28. dieses Monats findet hier am Freischütz das Bezirks=Wettturnen des Hellweg=Märkischen Turnergaues statt, zu dem die Vorbereitungen von dem Schweiter Turnverein getroffen werden. (—) Ergste, 9. Mai.(Gesangwettstreit.) Am 28. d. M. findet in Menden ein größerer Gesangwettstreit statt, an welchem u. a. auch der hiesige Männergesangverein„Eintracht“ unter der tüchtigen Leitung seines Dirigenten Herrn Lehrer Schulte teilnehmen wird. Der Verein singt in der 1. Klasse mit 33 Sängern. Wir wünschen ihm einen guten Erfolg. (—) Ergste, 9. Mai.(Treueundlangjährige Arbeiter) beschäftigt die Firma Gebr. Heimann hierselbst. Dieses sind die Kettenschmiede Wilh. Uhlenbrauch hierselbst, Heinr. Selve=Bürenbruch, Gustav Edelhoff=Drüpplingsen und Heinr. Schrage=Bürenbruch. Uhlenbrauck ist 45 Jahre, Selve 43 Jahre, Edlhoff und Schrage 33 Jahre im Dienste der Firma Gebr. Heimann beschäftigt. Wie verlautet, ist für dieselben die Verleihung des allgemeinen Ehrenzeichens beantragt worden. Sämtliche Arbeiter sind von der Firma mit reichlichen Geldgeschenken bedacht worden. Mit der Verleihung des allgemeinen Ehrenzeichens soll eine größere Feier veranstaltet werden. (—) Ergste, 9. Mai.(Die Impfung) für den Amtsbezirk Ergste mit Ausschluß der Gemeinde Berchum findet am 30. Mai, die Nachschau am 6. Juni statt; die der Gemeinde Berchum am 4. Juli, die Nachschau am 11. Juli. i Westhofen, 9. Mai.(Leichenlandung.) Gestern morgen wurde in der Nähe von Halden eine Leiche aus der Lenne herausgeholt. Die Leiche konnte, da sie schon stark verwest war, nicht reskognosziert werden. )=( Garenfeld, 10. Mai.(Neue Lehrstelle.) Für die am 1. April aus dem Schuldienst entlassene Lehrerin Fräulein Schumann ist seit vorgestern Fräulein Wilke aus Hagen mit der Verwaltung der zweiten Stelle an der hiesigen evangelischen Volksschule vorläufig betraut worden; später soll die Stelle durch einen Lehrer besetzt werden.„Diese Besetzung konnte aber infolge des Lehrermangels noch nicht erfolgen. =)=) Hohensyburg, 9. Mai.(Die Schillerfeier) des Hagener Realgymnasiums und Gymnasiums, welche hier heute stattfand, nahm einen schönen Verlauf. Mittags 1,49 Uhr lief der Sonderzug, der die Schüler mit ihren Lehrern und zahlreichen Angehörigen brachte, in Westhofen ein. Zu Fuß oder mit der Clektrischen ging es dann bergan. Die Feier am Denkmal begann um 3 Uhr mit dem Liede: Stimmt an mit hellem hohen Klang. Nach dem Epilog Goethe's zu Schillers Glocke sprach sodann der Leiter der Schule die Festrede. Hierauf wurde die Wacht am „Rhein gesungen. Dann formierte sich der Zug und zmarschierte zum Saale, wo ein gemeinschaftliches Kaffeeirinken stattfand. Nach demselben kamen mehdrere Chöre zum Vortrag, so u. a.:„Bundeslied“ von Mozart, das„Reiterlied“ von Zahn und„Die Hoffung“ von Reichardt. Jubelnden Beifall rief die Aufführung der Rütli=Szene aus Schillers„Wilhelm Tell“(im kleinen Saale) hervor. Den Schluß bildeen turnerische Vorführungen. Um 6 Uhr wurde der Rücmarsch nach Westhofen angetreten und um 7,12 Uhr abends brachte der Sonderzug die Schiller=Verehrer nach Hagen zurück, wo in geschlossenem Zuge zum Schulhofe marschiert wurde. Nach dem Hoch auf das Vaterland und dem gemeinsamen Liede„Deutschland, Deutschland, über alles“ löste sich die frohe Schar auf und jeder steuerte den heimatlichen Penaten zu. *):) B e r g h o s e n, 9. M a i.( S c h u l e i n w e i h u n g.) Heute morgen wurde die im Bickefeld errichtete neue Volkschule eingeweiht und bezogen. Die Korporationen hatten zu der Feier Vertreter entsandt. Die neue Schule erhält die Bezeichnung„Schillerschule“. An die Feier sch'oß sich ein kleiner Frühschoppen im Gastwirt Ortmannschen Lokale an. (:) Aplerbeck, 9. Mai.(An Brechruhr) war am 21. Januar d. J. die 13jährige Stieftochter der Ww. Schmedthenke von hier plötzlich gestorben. Der hinzugezogene Arzt Herr Dr. Schulte hielt die Krankheitserscheinungen für solche, die durch Giftgenuß entstanden waren und äußerte dies auch, wobei er natürlich in keiner Weise von der Schuld eines Dritten sprach. Der Bruder der Verstorbenen, Bäckergeselle Heinrich Schmedthenke, der auf seine Stiefmutter nicht gut zu sprechen war, witterte aber sofort ein Verschulden derselben und erstattete bei der Polizei Anzeige. Er ließ sich aber auch hinreißen, Verdächtigungen öffentlich auszusprechen, die geeignet waren, die Stiefmutter in der öffentlichen Meinung herabzusetzen. So behauptet die Anklage, die heute vor dem Schöffengericht in Hörde zur Verhandlung stand, er habe geäußert,„seine Mutter solle nicht sagen, sie hätte kein Gift im Hause, denn sie habe ja früher seinem Vater Gift in den Schnaps gemischt.“ Dieses vermeintliche Gift stellt ein Mittel gegen Trunksucht dar, das von dem Herrn Dr. Dittmar in Schwerte verschrieben worden und nach dem Gutachten des Herrn Dr. Schulte von hier sonst harmloser Natur ist. Daß an dem Gerücht, die Stieftochter der Wwe. Schmedthenke sei infolge Vergiftung gestorben, nichts Wahres war, ergibt sich aus der Tatsache, daß die beantragte Obduktion der Leiche nicht stattfand und auf Grund des ärztlichen Gutachtens auch keine Anklage erhoben wurde. Aus der Beweisaufnahme ergab sich die Absicht der Beleidigung des Stiefsohnes seiner Stiefmutter gegenüber und erkannte das Gericht auf eine Geldstrafe von 40 Mk. Ein Vergleichsversuch scheiterte an der Weigerung des Angeklagten, die Kosten zu übernehmen. ** Sölde, 9. Mai.(In Betrieb genommen) soll nunmehr am 15. ds. Mts. der hiesige neuerbaute Güterbahnhof werden. Von dem Tage an erhalten die Einwohner ihre Güter von hier aus zugestellt und brauchen dieselben nicht mehr wie bisher per Achse von Holzwickede zu holen. •)=) Hörde, 9. Mai.(Bedenkliche Transaktionen) waren es, die der frühere Wirt Bernhard Hahn in Kirchderne vorgenommen hat und infolge deren er vom Dortmunder Landgerichte am 84 September v. J. wegen Betruges zu zwei Monaten Gefängnis verurteilt worden ist. Er besaß in Hörde ein Restaurationsgrundstück, geriet in Zahlungsschwierigkeiten und wurde von einer Hypothekengläubigerin verklagt. Er wurde dann auch verurteilt und das Grundstück kam zur Zwangsversteigerung. Dennoch verpachtete Hahn die Wirtschaft für jährlich 4000 Mk. und ließ sich 2000 Mk. Pacht vorausbezahlen. Er verschwieg dem Pächter die Sachlage und sagte nur, er hoffe den Prozeß, der längst entschieden war, zu gewinnen. Schließlich verkaufte er sogar das Grundstück an den Mann und ließ sich 700 Mk. auf den Kaufpreis anzahlen. Der Käufer mußte natürlich später das Grundstück wieder räumen.— Die von Hahn eingelegte Revision wurde gestern vom Reichsgerichte verworfen. ** Hörde, 9. Mai.(2 Einbruchsdiebstähle.) Erbrochen wurde in verflossener Nacht der Hühnerstall der Eheleute Wilhelm Reinert, Dortmunderstraße 2 wohnhaft. Die Diebe haben 4 Hühner an Ort und Stelle abgeschlachtet Der Lotteriekönig. Roman von F. Wüstefeld. 38 „Wie wäre das möglich?“ fragte er durch ihre gänzlich geknickte Haltung unwillkürlich zum Mitleid bewogen. Sie griff sich mit der Hand an die Stirn und sagte, mit den sroßen, schwarzen Augen in die Ferne starrend:„Ehe ich mit ser Tante nach Amerika reiste, war ich mehrere Wochen krank, und als ich genas, hatte ich das Gedächtnis dessen, was mit mir geschehen, ganzlich verloren. In der fremden Umgebung, in die ich versetzt ward, konnte ich meine Erinnerungen auch nicht auffrischen, und wenn ich später den Onkel oder die Tante fragte, so erhielt ich von dem ersteren scherzhafte, von der letzteren unwirsche Antworten, die immer darauf hinausliefen, ich wolle Dinge wissen, die sich gar nicht zugetragen hätten. Meine Kindheit sei einförmig und ohne besondere Ereignisse verlaufen. Deine Erzählung hat wie ein Blitz das Dunkel erhellt, doch nein, das ist nicht recht ausgedrückt. Ich weiß nur, daß ich der Waisenknabe gewesen bin, der die Nummern gezogen hat. Auf anderes, was damit im Zusammenhange steht, vermag ich mich auch jetzt nicht mehr zu besinnen.“ „Es ist die Hauptsache!“ stöhnte er. „Es ist das Scheidewort, das zwischen uns gesprochen wird! O Paul, Paul, vergieb mir! Ich hätte der inneren warnenden Stimme folgen, ich hätte Deine Braut nicht werden sollen! Ich war so schwach, weil ich Dich so grenzenlos liebte!“ Sie sank zu seinen Füßen nieder, streifte den Ring, den er ihr gegeben hatte, vom Finger, und reichte ihm denselben hin. Ein namenloses Weh erfüllte ihn, als er das schöne, stolze Mädchen so ganz geknickt zu seinen Füßen liegen sah. „Stehe auf, Angela, bat er, und wollte ihr die Hand reichen, um sie aufzuheben. Sie weigerte sich.„Nicht eher, als bis Du mir sagst, daß Du mir glaubst, daß Du mir verzeihen willst.“ Er antwortete nicht sogleich, heftig arbeitete seine Brust; endlich sagte er:„Ich glaube Dir! Es kann ja nicht sein, daß das Mädchen, das ich so abgöttisch geliebt habe und noch liebe, mich so grausam getäuscht haben kann! Aber wie konnte Dein Onkel pas tun? Wie konnte er hierher kommen mit einer solchen Vergangenheit!“ „Er woute nicht!“ sagte Angela, sich erhebend,„er hat sich sehr lange gesträubt, aber die Tante ließ ihm keine Ruhe. Sie wollte nach Europa, wollte hier mit ihrem Reichtum glänzen, und er hat ihr endlich den Willen getan. Er hoffte wohl, die Geschichte sei vergessen.“ „Der Verräter schläft nicht!“ seufzte Düskow,„Mrs. Farlow mußte doch aber um das Vorleben ihres Mannes wissen.“ „Gewiß, sie muß in alles eingeweiht sein.“ „Und sie trieb den Mann aus der angesehenen Stellung, die er sich in Chicago erworben, nach Europa! Sie drängte sich in die erste Gesellschaft! Ehrbare Leute, wie Schoberts, waren ihr nicht gut genug. Sie rümpfte die Nase über die Verlobung ihrer Nichte mit einem bürgerlichen Offizier! O, das ist ein bodenloser Leichtsinn, nein, es ist ein Verbrechen!" „Paul!“ sagte Angela tief erschüttert. „Es ist ein Verbrechen, das sie an ihrem Gatten, das sie an sich selbst und an uns beiden begangen hat!“ „Sie meinte wohl, alles sei vergessen, versuchte Angela zu entschuldigen. Aber dadurch noch mehr gereizt, sagte Düskow schroff:„Sie hat meine ehrenvolle Laufbahn vernichtet, ich kann nicht länger Offizier bleiben!“ „Nein, Paul, nein! Sage das nicht! Ich werde mein schuldlos schuldiges Haupt weit, weit von Dir an einem entlegenen Orte verbergen. Der Schatten meines Lebens soll nie, nie wieder in das Deinige fallen! Du wirst vergessen, daß es je eine Angela gegeben hat, Du wirst wieder glücklich werden! Man kann Dich unmöglich dafür strafen, daß Du getäuscht worden bist!“ „Du weißt nicht, was Offiziersehre bedeutet!" seufzte er. Sie wollte antworten, verstummte aber, draußen wurden Stimmen und Schritte laut.„Onkel und Tante!“ murmelte sie. „Ich dachte ihm heute aus dem Wege zu gehen,“ sagte Düskow mit gefurchter Stirn.„Es soll nicht sein; so mag die Abrechnung sogleich erfolgen. Mr. Farlow und seine, wie immer sehr stark aufgeputzte Gemählin waren in sehr aufgeregter Stimmung. „Da ist ja unser Hauptmann!“ rief Farlow, mit ausgestreckter Hand auf Düskow zugehend,„das trifft sich ganz herrlich. So können Sie sogleich erfahren, daß ich eine der schönsten Villen der hiesigen Umgegend für Sie und Angela gekauft habe. Wir wollen heute nachmittag beim Notar zusammentreffen und den Kaufkontrakt unterschreiben. Oder wollen Sie mit Angela zuvor hinaus und sich die Villa erst ansehen?“ „Ich glaube kaum, daß wir sie gebrauchen können, Onkel," sagte Angela, während der Hauptmann stocksteif stand, und die Hand, die ihm Farlow noch immer hinhielt, nicht zu sehen schien. „Nicht gebrauchen werden!“ lachte er.„Seht sie nur erst an! Eine prachtvolle Villa mit sechzehn heizbaren Zimmern, einem Wintergarten, drei Baltons, einem großen Vor- und Hintergarten, Wagenremisen und Stallung für sechs Pferde. Das Grundstück kostet die Kleinigkei von vierhundertfünfzigtausend Mark. Bin ich nicht ein prächtiger Schwiegeronkel?" „Ich danke,“ sagte Düskow,„ich kann keinen Gebrauch der Villa machen. „Was soll das heißen?“ fuhr Farlow auf, ebenso sehr von den Worten betroffen wie von der Art und Weise, mit der sie gesprochen wurden.„Was wollen Sie damit sagen? „Daß ich von Herrn Farkas kein Geschenk annehme!“ antwortete Düskow, indem er dem Amerikaner ganz nahe trat und ihm unverwandt ins Auge schaute. Farlow wurde blaß, seine Frau schrie auf und machte eine Bewegung, als wolle sie umsinken, hielt sich aber infolge eines zornigen Blickes, den ihr Gatte ihr zuschleuderte, aufrecht. „Farkas? Farkas? Wer ist das? Welcher Farkas will Ihnen ein Geschenk machen?" fragte Angelas Onkel. „Spielen Sie nicht den Unwissenden!" gebot Düskow kurz und finster,„das würde Ihnen wenig helfen. Bei meinem Obersten ist die Anzeige eingelaufen, Mr. Farlow sei identisch mit einem gewissen Farkas, der vor zwanzig Jahren in Budapest einen großen Lotteriegewinn gemacht hat. „O diese Schlechtigkeit!“ rief Mrs. Farlow, die sich ins Sofa geworfen hatte, und schlug die Hände zusammen, daß ihre zahlreichen Ringe und Armbänder klirrten.„Diese Schlechtigkeit! Mein Mann ist stets so ehrenhaft gewesen, und jetzt sagt man ihm nach, er soll betrogen und gestohlen haben!“ „Wersagt ihm das nach?“ fragte Düskow gelassen. „Sie! Sie sagen, er sei Farkas!“ Sie scheinen dessen Geschichte recht gut zu kennen,“ sagte der Hauptmann verächtlich. 116.20 und mitgenommen. Von den Dieben fehlt jede Spur. Ein Einbruchsdiebstahl wurde in vergangener Nacht bei dem Schuhmachermeister Krämer, Bickefeld 15 verübt. Den Einbrechern fielen ca. 70 Mark in bar, 1 Stück Sohlleder und 4 Paar neubesohlte Stiefel zur Beute. *r Schüren, 8. Mai.(Ermittelt.) In letzter Zeit wurden verschiedentlich die Isolatoren an den der Zechenbahn Hörde—Schleswig entlang stehenden Telegraphenstangen zerstört, ohne daß es gelingen wollte, die Schuldigen ausfindig zu machen. Den unausgesetzten Nachforschungen des Gendarmen Voß gelang es jetzt die Täter zu ermitteln. :):) Kirchhörde, 9. Mai.(Ueberfall.) Vor einigen Abenden wurde der Invalide H. Klingelhöfer zu Kirchhörde auf dem Wege von der Schanze nach seiner Wohnung in der Nähe der Zeche„Gottessegen“ von 2 jungen Bergleuten überfallen und am Kopfe mit Steinen und Stöcken schwer verletzt. Wie sich herausgestellt hat, ist K. mit einem Bergmann, welcher während der Streikzeit gearbeitet hat, verwechselt worden und hat dieser die Hiebe haben sollen. Die Täter sind erkannt und zur Anzeige gebracht. Westfalen und Rheinland =) Hagen, 9. Mai.(Geistesgestört.) Vor einigen Monaten wurde die Dienstmagd Anna L. aus Haspe wegen Einbruchsdiebstahls bei ihrer Herrschaft von der Strafkammer Hagen zu 8 Monaten Gefängnis verurteilt. Seit dieser Zeit befand sich die L. im hiesiegen Landgerichisgefängnis. Gestern mußte sie in eine Irrenanstalt überführt werden, weil sich bei ihr Spuren von Geistesstörung zeigten. !! Menden, 9. Mai.(Verhaftet) wurde der Fabrikarbeiter Schäfer, Sohn des Handelsmann Sch., unter dem dringenden Verdachte, an dem Morde des Kindes seiner Geliebten B. Malsch beteiligt zu sein. Die in Hagen in Untersuchungshaft befindliche Malsch hatte diesbezügliche Angaben gemacht. ! Lüdenscheid, 9. Mai.(Rückwärts=Entwicklung.) Der soeben erschienene Geschäftsbericht des Arbeitersekretariats für die Kreise Altena=Iserlohn konstatiert einen erheblichen Rückgang der in sozialdemokratischen Gewerkschaften organisierten Arbeiter. In dem Bericht heißt es: Das Bild über die gewerkschaftliche Bewegung ist leider wenig erfreulich, denn die Zahl der gewerkschaftlich organisierten Arbeiter ist im Jahre 1904 von 2904 auf 1438 zurückgegangen. In Iserlohn ist die Mitgliederzahl des MetallarbeiterVerbandes von 1836 auf 546 gesunken und in Lüdenscheid ist die Mitgliederzahl von 622 auf 273 zurückgegangen. Der Metallarbeiterverband hat demnach in den beiden Kreisen nahezu zwei Drittel verloren. * Heißen(Ruhr), 9. Mai.(Verwegener Diebstahl.) In der vergangenen Nacht wurden an der Bahnhofstraße entlang bis nach Frohnhausen die Leitungsdrähte der oberirdischen elektrischen Straßenbeleuchtung auf mehrere 100 Meter weit abgeschnitten und gestohlen. Die Täter müssen unbedingt Fachleute sein und haben den wertvollen Kupferdraht, der auch während der Nachtzeit mit elektrischer Kraft in Hochspannung versehen ist, anscheinend mittelst Zangen mit Holzgriff von Mast zu Mast abgeschnitten. * Büren, 9. Mai.(Um der Krähenplage) im Kreise Büren zu steuern, hat der Kreisausschuß beschlossen, für die Vertilgung der Krähen Prämien zu gewähren und zwar für eine Flugkrähe 15 Pfg. und für eine Nestkrähe 10 Pfg. Die Fänge sind bei den Aemtern bezw. Bürgermeisterämtern abzuliefern, woselbst auch die Auszahlung der Prämien durch die Amts= bezw. Stadtkasse veranlaßt wird. * Bocholt, 9. Mai.(Ihren Verletzungen erlegen) ist die gestern morgen durch einen Revolverschuß schwer verwundete Frau. Der Unglückliche, der durch seine Fahrlässigkeit einen so schweren Unfall herbeigeführt hat, stellte sich sofort der Polizei. 1f Barmen, 9. Mai.(Auszeichnung.) Rud. Ibach Sohn erhielt eine erneute ehrenvolle Auszeichnung durch die soeben erfolgte Ernennung zum HofPianoforte=Fabrikanten des Königs Oskar II. von Schweden und Norwegen. * Vom Rhein, 9. Mai.(Wie groß zur Zeit der Mangel an Elementarlehrern) ist, geht am besten daraus hervor, daß jetzt zu Östern allein im Regierungsbezirke Düsseldorf etwa 70 kath. Lehrerstellen nicht besetzt werden konnten. * Köln, 9. Mai.(Infolge Genuß von zu kaltem Wasser) am vergangenen Dienstag erkrankte plötzlich der 21 Jahre alte Spoden aus Montenau, welcher als Angestellter bei der Kölner Viehverwertungsgenossenschaft auf dem Viehmarkte in Weismes Großvieh kaufen sollte. Man brachte ihn in ein Hotel, wo er heute nachmittag starb. * Köln, 9. Mai.(Vom elektrischen Strom erschlagen) wurde heute vormittag im städtischen Elektrizitätswerk am Zugweg der Schalterwärter Klein. Wie die sofort eingeleitete Untersuchung ergab, war die Anlage in bester Lrdnung und der Mann muß durch Unvorsichtigkeit der Leitung zu nahe gekommen sein. Ter so früh aus dem Leben Geschiedene war 40 Jahre alt und Valer von drei noch unversorgten Kindern. worauf der 24jährige, bei der Mutter wohnende Sohn mit einem Revolver auf seinen Vater schoß und ihn schwer verwundete. Hannover, 9. Mai. Der herzoglich Cumberländische Hof teilt den welfischen Parteiblättern mit, daß, entgegen Berliner Blättermeldungen, keine Fürstlichkeit des Gmunder Hofes an den Vermählungsfeierlichkeiten des Kronprinzen und der Herzogin Cäcilie teilnehmen werde. Der Cumberlandsche Hof wird trotz naher Verschwägerung mit der Herzogin Cäcilie der Hochzeitsfeier geschlossen fernbleiben. Moskau, 9. Mai. Die gesamte Mannschaft des hiesigen Bezirkskommandos, darunter die Obersten von Staden und Ostruchow, mehrere Kapitäne und Unterleutnants, ist gestern verhaftet und auf die Hauptwache abgeführt worden. Grund zu dieser Aufsehen erregenden Maßnahme ist die gegen die Offiziere und ihre Unterbeamten erhobene Anklage, daß durch ihre Vermittelung eine Reihe wohlhabender Bürgersöhne vom Militärdienst befreit worden sind. Die Verhafteten werden sich vor dem Kriegsgericht wegen Bestechlichkeit zu verantworten haben. Madrid, 9. Mai. In dem Städtchen Villamaurique spielte eine Schar von 20 Mädchen Prozession, als ihnen in einem Hohlwege acht Stiere, die sich von einer größeren Herde getrennt hatten, entgegenkamen. Die Tiere stürmten auf die Kinder los und verletzten neun Kinder tötlich und sechs schwer. Kansas City, 9. Mai.(Tel.) Ein Tornado hat ein hauptsächlich aus Privathäusern bestehendes Stadtviertel von Marquette(Kansas) zerstört. Man schätzt die Zahl der Getöteten auf zwanzig. Die schwedisch=lutherische und die methodistiche Kirche sowie das Theater mit den angrenzenden Gebäuden liegen in Trümmern. die Fluten allen Mutterboden fortgeschwemmt haben. In den Häusern stand das Wasser meterhoch. 1Id Essegg, 9. Mai. Infolge der gestrigen Sprengung des Streiklagers der Tischler ist hier der Generalstreik ausgebrochen. Da Unruhen befürchtet werden, ist das Militär konsigniert. Eine Kompagnie Militär sowie 40 Gendarmen patrouillieren durch die Straßen. (=) Esseg, 10. Mai.(Privattel.) Gestern kam es hier zu argen Ruhestörungen, wobei mehrere Personen, darunter drei Polizisten, schwer verletzt wurden. Abends trieb das Militär die Menge auseinander. Versammlungen der Ausständigen sind nicht gestattet. IId Rom, 10. Mai. Der Marquis von Cotonzoro tötete durch drei Revolverschüsse seinen Hausarzt, der ein Verhältnis mit seiner Frau unterhalten hatte. (:) Rom, 9. Mai.(Wolff=Meld.) Die Agenzia Stefani meldet: Die zum italienischen Reservegeschwader gehörigen Schiffe Sardegna und Giovinna Bausan werden morgen infolge der Lage auf der Insel Kreta von Tarent nach Suda in See gehen, um zu dem in den kretischen Gewässern, wo sich auch bereits Kriegsschiffe anderer Nationen befinden, stationierten italinischen Kanonenboot Minerva zu stoßen. (=) Bombay, 10. Mai. Die Ortschaft BunderAbbas wurde von einem Erdbeben heimgesucht. Der nahe der Stadt belegene Kuthando=Berg fiel in sich zusammen, ebenfalls viele Häuser. 50 Personen wurden durch den Erdrutsch des Kuthando=Berges erschlagen. Unfälle auf dem Wasser. Neuzattum, 9. Mai. Zwei Knaben, die sich gestern auf einem Teich mit Kahnfahren vergnügten, schlugen der„Posener Ztg.“ zufolge mit dem Fahrzeug um und ertranken, ohne daß Hilfe zur Stelle war. Ein weiteres Bootsunglück mit noch schlimmerem Ausgange wird aus Ungarn gemeldet: Ofenpest, 9. Mai.(Tel.) In der Nähe der Stadt Szatmar=Nemeti kippte beim Uebersetzen über den Szamosfluß ein Boot um; elf Mädchen ertranken. Ein zweites Telegramm besagt: Budapest, 9. Mai. Bei der Stadt Szatzmar=Nemeti wollten zehn Bauernmädchen in einem Kahn über den Feuketeich, einen toten Arm des Szamosflusses, setzen. In der Mitte des Teiches schlug der Kahn um und alle stürzten ins Wasser. 10 Mädchen und die Frau des einen Kahnfahrers ertranken, während 2 Männer und die andere Frau sich retten konnten. Bis zum Nachmittag waren 7 Leichen geborgen. Vermischtes. * Metz, 9. Mai. Sowohl in der Stadt als aus den Bergwerksbezirken der Umgegend werden immer neue Erkrankungen an den schwarzen Pocken gemeldet. Hier sind augenblicklich, einschließlich eines gestern eingebrachten Italieners, neun Pockenkranke in der Isolierbaracke auf der Friedhofsinsel. Zwei Kranke, eine Italienerin und ein vierjähriges Kind, sind bereits früher gestorben. Am zahlreichsten kommen hier in der Stadt die Fälle in der Grabenstraße und am Zeughausstaden vor. Letzterer ist für das Militär schon seit längerer Zeit gesperrt. Die Wohnungsverhältnisse der Arbeiter sind dort geradezu entsetzlich, daß bereits früher einzelne Häuser polizeilich geräumt werden mußten. Der gestern angekommene Kranke soll mit einem an den Pocken verstorbenen italienischen Arbeiter zusammen in Ueckingen gewohnt haben. Dort und in den umliegenden Ortschaften sollen die Wohnungsverhältnisse noch trostloser sein als hier in der Stadt. Newyork, 3. Mai. Fünf Räuber überfielen dem „Daily Telgraph“ zufolge am Mittwoch morgen die Lokalbank in Gilbertsville im Staate Newyork. Sie sprengten sie in die Luft, verursachten dadurch eine Panik unter der Bevölkerung und entkamen mit dem Barbestande von 24000 Mark. Die Bevölkerung, die 1500 Köpfe zählt, wurde durch die Explosion aus dem Schlafe aufgeschreckt. Diejenigen, die sich auf die Straße wagten, sahen das Bankgebäude zertrümmert und wurden durch fünf maskierte Männer mit Revolvern in die Häuser zurückgetrieben. Nur ein Bürger, namens Daniels, wagte Widerstand zu leisten und es gelang ihm, mehrere Mitbürger zum Angriff auf die Räuber zu bewegen. Diese entkamen jedoch auf gestohlenen Pferden, nachdem sie sämtliche Telephonund Telegraphendrähte zerschnitten hatten. Bei ihrer Verfolgung entspann sich ein regelrechter Straßenkampf. Kleine Chronik. Berlin, 9. Mai. Heute früh schoß der 52jährige Teppicharbeiter Weigel auf seine von ihm geschiedene Frau in der Absicht, sie zu ermorden, und verletzte sie an der Schulter. Eine zweite Kugel drang dem ihm Eigener Depeschendienst der„Schwerter Zeitung“. Letzte nachrichten. Hd Breslau, 10. Mai. Das Dorf Biersdorf wurde von einer großen Ueberschwemmung heimgesucht. Ein kleiner Gebirgsbach schwoll zu reißendem Strom an. Unruhen in (*) Petersburg, 9. Mai.(Privattel.) Ueber die Städte Melitopol, Wilna, Grodno und Smorgoni ist der verstärkte Schutz verhängt worden. IId Warschau, 9. Mai. In Ssitomorisch, der Hauptstadt von Woelhynien, kam es gestern zu heftigen Kravallen und Straßenmetzeleien. Bewaffnete Juden verteidigten sich gegen Angriffe, wobei es sehr viele Tote und Verwundete gab. Hd Warschau, 9. Mai. Ueber die Warschau=Wiener Bahn wurde der Belagerungszustand verhängt. Dem Generaldirektor dieser Bahn wurde Vollmacht erteilt, über die Angestellten auch Arreststrafen zu verhängen. (=) Petersburg, 9. Mai.(Privattel.) Die Abendnummer der Birschewija Wjedomosti meldet, daß am 7. d. Mts. in Schitomir eine Judenhetze ausgebrochen ist. Läden und Magazine wurden zerstört. Die Juden leisteten bewaffneten Widerstand. Am folgenden Tage zählte man 12 Tote und 50 Verwundete, obwohl seitens der Ortsbehörden Maßnahmen zur Unterdrückung der Unruhen ergriffen waren. Hd Petersburg, 10. Mai. Eine Kontroll= kommission entdeckte gewaltige Unterschleife in der Kriegsintendantur. Die Verhaftung zahlreicher hoher Offiziere ist angeordnet worden. Der Krieg in Ostasten. Hd Petersburg, 10. Mai. Die Abberufung Kuropatkins wird jetzt amtlich bestätigt. H4 Petersburg, 10. Mai. Vom Kriegsschauplatz in der Mandschurei wird gemeldet:„Alle Vorbereitungen zur Räumung Charbins sind getroffen. Die Armee geht auf Tchita zurück. (—) Petersburg, 9. Mai. Der Petersburger Telegraphen=Agentur wird aus Sytiasa vom 8. ds. gemeldet: Auf dem linken Flügel der Russen begegnete eine Kolonne am 5. Mai im Ingolingpaß etwa zwei japanischen Bataillonen mit sechs Geschützen, wobei Schüsse gewechselt wurden. Auf der russischen rechten Flanke sollen bedeutende japanische Streitkräfte bemerkt worden sein. Der Wachtdienst der Japaner ist derartig verstärkt, daß unsere Kavalleriepatrouillen unmöglich die Vorpostenlinien durchbrechen können. Hd Tokio, 10. Mai. Die Russen bereiten eine Invasion in Korea vor. Zahlreiche Truppen haben zu diesem Behufe Wladiwostok verlassen. (—) Pekersburg, 9. Mai.(Meldung der Petersburger Telgraphen=Agentur.) General Lenewitsch meldet dem Kaiser am 7. Mai: Kapitän Baron Raden verbrannte auf einer Aufklärungsfahrt mit Torpedobooten an den japanischen Küsten in einer Entfernung von 2 Meilen vom Kap Lutsuki einen japanischen Schooner, dessen Besatzung an Land gesetzt wurde. 15 Meilen von der japanischen Küste nahm er einen zweiten japanischen Schooner weg, nahm dessen neun Mann starke Besatzung an Bord und lieferte die Prise nach Wladwostok ein. )1 Hongkong, 9. Mai.(Meldung des Reuterschen Bureaus.) Der hier eingetroffene deutsche Dampfer Neumühlen berichtet, am Freitag in der Nähe der Kamranh=Bucht 45 Schiffe gesehen zu haben, von denen 20 Kriegsschiffe waren. Der Dampfer Haimun sichtete an demselben Tage einen japanischen Kreuzer auf der Höhe von Amoy. an der Schulter. Eine zweite Kugel drang dem ihm kleiner Gebirgsbach schwoll vu. entgegengetretenen Schulburschen in den Oberschenkel, Alle Felder sind auf Jahre hinaus unorauchvar, da Verantwortlicher Redakteur: Wilh. Schade=Schwerte. W WE „ AltbewährteNabrung für Kinder, Kranke, Genesende. Verhütet ubeseitigt: Diarrhoe, Brechdurchfall, Darmkatarch 0 9 9 4 Bekanntmachung. Nach Vorschrikt des§ 65 des Kommunalabgabengesetz:s vom gei beiann: Hegxrvezehaitz tieskognsdenssenet eunschl der dn Impfplan für den Amtsbezirk Westhofen für das Jahr 1905. Lfd. No. 215 260 260 260 100 der Staats Einkommermemen geinschl. ie dr Kals veielisen Geicheiter, der staatlich veranlagten Gewerbesteuer und der Betriebssteuer entrichvon voh gei der besgen Stadlasse ei zuahieg, Wiert. genfalls die nicht zur Einzahlung gelangten Berräge im Wege öffentlichung dieser Bekantmachung an gerechnet, bei uns Schwerte, den 6. Mai 1905. 1542 e Der Magistrat, Rohrgann Geschrug. Das Verfahren zum Zwecke der Zwangsversteigerung des in Schwerte belegenen, im Grundbuche von Schwoerte Band VIII Artikel 490 auf den Namen ge Tigspzen, bierbändier: Leopel,ine 7“ go,. 947270 pird einst. Stadt= bezw Amtsbezirk Amt Westhosen Impfbezirk Bezirk! Bezirk II Impflokal Otschaft Schule Garenseld Schule Syburg Schu'e Westhosen Schule Holzen Schule Wandhosen Wirtschaft Herberholz, Villigst Schule Geisecke Schule Eichhol; Tag und Stunde der Impfung 24 Mai 1905. Erstimpflinge Nachm 2 Uhr Wieder„„ 2½„ 24 Mai 1905. Erstimpflinge Nachm. 4 Uhr Wieder„„ 4½„ 26 Mai 1905. Erstimpflinge Nachm. 4¼ und 4½ Uhr Wieder„„ 5„ 20 Mai 1905. Erstimpflinge Nachm. 2 und 2½ Uhr Wieder„„ 8„ 20 Mai 1905. Erstimpflinge Nachm 3½ Uhr Wiedee„„ 4„ 20 Mai 1905 Erstimpflinge Nachm. 4½ Uhr Wieder„„ 43„ 7. Juni 1905 Erstimpflinge Nachm. 2 Uhr Wieder„„ 2½„ 7. Juni 1905. Erstimpflinge Nachm. 3½ und 3¾ Uhr Wieder„„ 4 Tag und Stunde der Nachschau 81. Mai 1905. Erstimpflinge Nachm 2 Uhr Wieder„„ 2½„ 31 Mai 1905. Erstimpflinge Nachm. 4 Uhr Wieder„"„ 4½„ 2. Juni 1905 Erstimpflinge Nachm. 4¼ und 4½ Uhr Wieder„"“ 5„ 27 Mai 1905. Erstimpflinge Nachm 2 und 2½ Uhr Wieder„„ 8„ 27. Mai 1905. Erstimpflinze Nachm. 3½ Uhr Wieder„„ 4„ 27. Mai 1905. Erstimpflinge Nachm. 4½ Uhr Wi der„„ 4¾„ 14. Juni 1905. Erstimpflinge Nachm. 2 Uhr Wieder„„ 2½„ 14. Juni 1905. Erstimpflinge Nachm. 3½ und 8¼ Wieder„„ 4 Uhr usd Viun buge e bung Salpei, gpaähesien Laoseniden us beigel. Miähaescheien u. deu Lanaig, Pid, Wen, gietlige Grlücde Keue aicht uer. wusten spoestel, de de Gläutsigerin de Frligu., g.e ontenshosten I, woeikr lage 0 Uit der mit bat 9s u 8 Logen u.., Lu z. amtmene. uen Arieh,gee Adg ie Aug e, e uauauau an Termins um 6 Monate beantragt hat. Der auf den 6. Juni 1905 bestimmte Termin fällt weg. Schwerte, den 8. Mai 1905. 1513° Schlüsselbund Königliches Amtsgericht von L. Boecker bis Berkenkopf an ethacglichtr Emiphericht: der Häfiggftr, verloren. verloren. 1544 Gegen Belohnung abzugeben in der Geschäftstele der Schw. Ztg. Wie schützt man sich vor Magenleiden?! Solche Leiden, mit denen die Menschen der Jetztzeit vielfach behaftet sin), erfolgreich vorzuheugen und energisch entgegenzutreten, enpfiehlt sich der rechtzeitige Gebrauch des Dr. Engel’schen Nectar. Denn ein Kräftiger Magen u. eine gute Verdauung bilden die Fundamente eines gesunden Kö pers Wer also seine Gesundheit bis in sein spätestes Lebinsalter erhalten will, gebrauche den durch seine ausgezeichneten Erfolge rühmlchst bekannten Dr. Engel schen Neciar. Dieser Nectar, aus erprobten und vorzüglich befundenen Kräutersäften mit gutem Wein bereitet, übt infolge seiner eigenartigen und sorgfältigen Zasammensetzung auf das Verdauungseystem äusser twohltätige Wirkungen aus ähnlich einem guten Magenlikör, beziehungswelse Magenwein, un 1 hat absolut keine schädlichen Folgen. Gesunde und Kranke können Nectar also unbeschadet Ihrer Gesundheit genlesen. Nectar wirkt bei vernünftigem Gebrauche förderlich auf die Verdauung und anregend auf die Säftebildung. Deshalb empfiehl sich der Genuß des Dr. Engel’schen Nectar für alle, welche sich einen guten Magen erhalten Nectar ist ein vorzügliches Vorben ze-Mittel gegen Magenkatarrh, Magenkrampf, Magenschmerzen, schwere Verdanung oder Verschleimung Ebenso läßt Nektar g wöhnlich weder Stuhlverstopfung noch Beklemmung noch Kolikschmerzen noch Herzklopfen aufkowmen, erhält vielmehr guren Schlaf und regen Appetit und verhütet also Schlaflosigkeit, Gemütsverstörung Kopfschmerzen und nervöse Abspannung. In weiten Kreisen des Volkes durch seine Wirkung geschätzt, erhält Nectar Frohsinn und Lebens„.#### in Tlaschen au ap 195 und Nectar ist zu haben in Flaschen zu K 1.25 und 1.75 in Schwerte, Unna, Königsborn, Aplerbeck, Herdecke, Hagen, Hörde, Asseln, Annen, Letmatbe, Hohenlimburg, Iserlohn, Hemer, Menden, Altena, Witten, Camen, Werl, Lünen, Haspe, Lüdenscheid, Balve. Gevelsberg, Langerfeld, Langendreer. Dorstfeld, Hamm, Schwelm, Barmen, Elberfeld, Dortmund usw. in den Avothekev. naem bi.## Auch versendet auf Verlangen die Firma Hubert Ullrich, Leipzig im Enaros-Verkauf Nectar gegen Nachnahme oder Voreinsendung des entfallenden Betrages zu Originalpreisen nach allen Orten Deutschlands porto= und kistefrei Vor Nachahmungen wird gewarnt! Man verlange ausdrücklich 747 Dr. Engel’schen Nectar. Mein Retar ist kein Gebeimmittel, seine Bestandteille üind Samos 200.0, Malagawein 200.0, Weinsprit 50.0, Rotwein 100.0, Ebereschensaft 100.0, Kirschsaft 200.0, Schafaarbenblüte 30.0, Wachho derbeeren 30,0, Wermuthkraut 30.0, Feuchel, Anis. Helenenwurzel. Enzianwurzel, Kalmuswurzel, Kamitlen à 10,0. Diese bestandteile mische man! Versuchen Sie bitte Weinbergs selbsgerösteten Kaffee per Pfund Mk. 1.— verlangen Sie gabebous. Zu L. Weinberg Schwerte. Kusten? Wer daran leidet, gebrauche die alleinbewähr##ten hustenstillenden und wahlschmeckenden Kaiser's Fian= Ehrumtnen (Malz=Extract in fester 5 Form) got. beglaubigte Zeugn. beweisen a e! Husten, Heiserkeit, Katarrh und Ver# schleimung. Packet 25 Niederlage bei Aug Hartmann in Schwerte, Bahnhofstraße 22. Ebaug. Manner= und Jungllags=Hereta hwerte. Sonntag, den 14. Mai 1905(Jubilate). XIll. Jaßresfest. = F e s t= G o t t e s d i e n s t= vormittags ½10 Uhr in der reformierten Kirche. Festprediger Herr Pastor Tiesmeyer, Bad Oeynhausen. =: Fest=Versammlung:= nachmittags 3 Uhr ohne, Kaffetrinken im Saale des „Westsäl. Hofes“ W. Quadbeck, Bahnhofstraße Ansprachen seitens des Herrn Festpredigers, sowie hiesiger und auswärtiger Redner, Deklamationen, musikal. Vorträge, und Chor=Gesänge werden einander abwechseln. Sytriyt ooen Progr,Zehernan st freundlch eingeladen. Vorstand. Bark Nonigerern bei Unna. Eröffnung der Saison am 15 Mai. * Ehemalige 56er. Zusammenkunft Donnerstag, den 11. Mai er., abends 8½ Uhr, zur Besprechung wegen der Teilnahme am Regt.= Appell in Dortmund bein Kam. C. Wilkes, Bahnhofstraße. gelten bis zum 15. 80 für die Dauer der Für Einheimische Juni und für Passanten 886en ermässigte Bäderpreise. 1 Soolbad Mark 1.— statt Mark 1.30, 1 Thermalbad Mark 1,20 statt Mark 1,50. Beginn der regelmässigen Kurkonzerte am Sonnabend, den 20. Mai. 1433 Die Bade-Verwaltung. er Stellung sucht verlange die„Deutsche Vakanzen=Post“ Eßlingen a. N. Bedeutende FeuerversicherungsGesellschaft sucht für Schwerte und Umgegend rührigen kautionsfähigen Vertreter, dem bestehendes Inkasso übertragen werden kann. Angebote u L. G, 1530 an die Geschäftsstelle der„Schwerter Zeitung" Mädchen für nachmittags gesucht. 1540 Zu erfragen in der Geschäftsstelle der„Schwerter Zeitung.“ Ein properes fleißiges für alle Hausarbeit sofort gesucht. 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Deutsche Evangelische Schulkongreß wird treterversammlung des Verbandes deutscher Tbemg sprechen:, Herr Hauptlehrer Rheinen von bergepangellum 22 ie Peten Phr ur hehzeinertv von Lehrer Sydow von Hamburg über den Stand der eehtr Scgtut, ven Wr—„über den Stgg,#e Volks= und Jugendschriften=Angelegenkriz, gr.,### mata aufgestellt:„Wer war JesusPe(Reserent: Proz. rent: Rektor S. Bruye; Her ggezwart es Burchaus den bi der=Zugendbilbung eine einheitliche Weltsein?"(Referent: Gymnasialdirektor Dr. Windel vi Herford). Am Begrüßungsabend(13. Juni) wird u. a. Herr Realgymnasialdirektor Prof. Dr. Zange von Erfurt über„Die Stellung des Kongresses zum kompromiß" reden. Am Volks= und Familienabend (14. Juni) werden Pfarrer Potz von Rheydt(Rheinland), Seminarrektor Schulrat Dr. Frohnmeyer vor Nagold(Württemberg) und Hofprediger Keßler von Potsdam Ansprachen halten. Der erstere wird übe das Thema reden:„Die Familie als unerläßliche Grundlage des Volks= und Staatswohls"; Schulrat Dr. Frohnmeyer über das Thema:„Der Mensch als Glied der Familie und in den ihm als Familienglied obliegenden Verpflichtungen.“ Im Anschluß daran wird Hofprediger Keßler an aus dem Leben gegriffenen Beispielen den segensreichen„erziehlichen Einfluß frommer Väter und Mütter" nachweisen. Für den letzten Abend des Kongresses(15. Juni) sind Mitteilungen über das evangelische Schulwesen in Oesterreich(Katech. Syn. Fischer von Außig) und über das Schulwesen in Palästina(Rektor Eberhard von Zarrentin) in Aussicht gestellt. Eine gemeinsame Fahrt auf den Brocken soll nach Schluß des Kongresses am 16. Juni folgen. Bei der hohen Bedeutung evangelischmittwoch, den 10. Mai 19os. 37. Jahrgang. # * 2 □% as ∆ 4 485 ∆ 4 8 4 88 4 Mütiuus= 5 „eccn S—. Schachig Sürstengrutt in e E unser heutiges Bild den Lesern Schillers Wohnhaus Weimar, in der die Gebeine des Dichterfürsten rußen. in Weimar, in welchem der Dichter so manches unchristlicher Jugenderziehung und bei der Fülle des zur Verhandlung bezw. Darbietung gelangenden Stoffes' darf gewiß auf eine zahlreiche Beteiligung gerechnet werden. Landwirtschaftliches. * Aus dem Sauerlande 9. Mai(Gevessenschaftsschlächtereien.) Von allen Gründuugen auf dem Gebiete des landwirtschaftlichen Genossenschaftswesens hat sich wenigstens im Sauerlande und in der Umgegend, keine Der Lotteriekönig. 39 sol Roman von F. Wüstefeld. „Was fällt Dir ein," fuhr Farlow seine Frau an,„Dich in olche Dinge zu mischen? Schweige, wo Du nicht gefragt bist!“ Zu Düskow gewendet, fuhr er fort:„Was hat man Ihnen von farlas erzählt?“ als Waisenknabe verkleidet, falsche Nummern wortete der Hauptmann, ohne sich zu besinnen. „Der Farkas sollen Sie, der Waisenknabe soll Angela gewe„Ich bin es gewesen! Ich weiß es jetzt ganz genau, daß ich es war!“ schluchzte Angela dazwischerz, 6.44, „Kommst Du auch noch?“ schnob sie Farlow an und setzte in noch heftigerem Tone zu seiner Frau gewendet, hinzu:„Da hast Du nun die Bescherung! Wer hat in mich gedrungen, nach Europa zu gehen? Wer hat mich, als ich mich wehrte, gepeinigt und nicht nachgelassen, bis ich nachgab? Du, Du und abermals Du! Wer hat hier einen Aufwand getrieben, der auffallen mußte? Wer hat sich in die vornehmsten Kreise gedrängt? Du, nur Du! Wer hat nicht hören wollen, als ich darauf drang, die Residenz und Deutschland zu verlassen? Ich habe es kommen sehen.“ „Was denn?" fragte Mrs. Farlow schnippisch. Sie hatte den Vorwürfen ihres Mannes zuerst wie niedergedonnert zugehört und alles über sich ergehen lassen, sich aber bald wieder gefaßt.„Wer kann Dir etwas tun?“ 8 „Tun!“ wiederholte ihr Gatte gedehnt.„Es kommt darauf an, was Du darunter verstehst.“ Sie wurde eifriger und redete auf ihn ein:„Du hast Deine Strafe abgesessen und bist wieder ein ehrlicher Mann. Man kann Dich nicht wieder einsperren, wenn Du...“ Ein schneidendes Lachen Düskows unterbrach sie. „Es ist also wahr! Sie gestehen es unumwunden ein!“ „Was?“ fragte sie ganz naiv. „Daß Mr. Farlow oder Farkas ein Sträfling, ein Zuchthäusler gewesen ist!“ keuchte Düskow. „Ich dachte, Sie wüßten das. Weshalb sollten Sie sonst einen solchen Lärm über die alte Geschichte machen?“ entgegnete sie. teln. Mr. Farlow sagte aber:„Bei Deiner Schwatzhaftigkeit ist es mir ganz unbegreiflich, daß Du damals nicht den Ort verraten hast, wo wir das Geld verborgen hatten!“ „O, ich kann schon schweigen, wo es mir notwendig erscheint!“ erwiderte sie selbstgefällig.„ Mr. Farlow antwortete nicht darauf, sondern sah sie nur schweigend und kopfschüttelnd an, dann wandte er sich zu Düskow und sagte mit einer Art von Galgenhumor:„Da Sie so viel wissen, hätte es keinen Sinn, wenn ich noch länger leugnen wollte. Ich werde Ihnen jetzt die Wahrheit erzählen über mich und über Angela.“ „Die volle Wahrheit?“ fragte das junge Mädchen. „Die volle Wahrheit, sei unbesorgt. Du und der Herr Hauptmann sollt erfahren, wer Du bist und woher Du stammst! Aber setzen Sie sich, meine Herrschaften, die Erzählung könnte etwas ausführlich und angreifend für Ihre Nerven werden.“ Weniger infolge dieser sarkastischen Aufforderung, als weil sie in der Tat den Boden unter ihren Füßen wanken fühlten, nahmen Angela und Düskow auf den ihnen zunächst stehenden Stühlen Platz. Farlow warf sich in einen Sessel, schlug die Beine kreuzweis übereinander, verschränkte die Arme und begann nach einigem Zögern:„Ich habe dem Herrn Hauptmann bei der Gelegenheit, als er um Dich bei mir anhielt, bereits einen Abriß meines Lebens erzählt und dabei Dichtung und Wahrheit etwas stark ineinander verwoben. Jetzt sollen Sie Wahrheit, nur Wahrheit hören, und um damit zu beginnen, schicke ich voraus: Angela ist weder meine Nichte, noch die meiner Frau, sie ist gar nicht mit uns verwandt!“ Düskow stieß einen Ruf aus, der freudige Ueberraschung zu Weinten eben. Wester Riauer Gnsfnand Angela schlang aber die seinen, weißen Finger ineinander und sagte mit bebender Stimme:„Nicht Deine Nichte! Nicht mit Dir verwandt? Wer bin ich denn? Wie heiße ich oenn?“ Farlow zuckte die Achseln und sagte, sich zu ihr wendend in humoristischem Tone:„Darüber, mein Liebchen, kann ich Dir keine Auskunft geben. Was ich von Deiner Herkunft weiß, wirst Du im Laufe meiner Erzählung zu hören bekommen, und je Kategorie so wenig kenctit vie die dei Gerrssenschafts schlächtereien. Vor 12 bis 15 Jahren wurde an verschiedenen Orten eire Anzohl solcher eingerichtet, aber eine nach der anderen girg inzwischen ein. Nunmehr hat auch die Genessenschaftsschläckterei in Eslehe, Kreis Meschede die sich ausschließlich mit der Verwertung von Schweinefleischfabrikaten besaßte, ihren Betrieb eingestellt und die Liquidation beschlossen, so daß fernerhin unseres Wissens nur noch die Genossenschaftsschlächterei in. Elsre,“ welche unter der Leitung des dortigen Direktors der landwirtschaflichen Winterschule, Ockonomierat Alzer, seht und,'wenn auch keine weniger Du mich unterbrichst, desto eher wirst Du es erfahren.“ Wieder zu Düskow sprechend, fuhr er fort:„Mein Name ist Farkas, und ich bin, wie ich Ihnen gesagt habe, Bulgare von Geburt; auch ist es richtig, daß ich mich viel und unstät in der Welt umhergetrieben, mich lange, ohne auf einen grünen Zweig zu kommen, in Amerika in allerlei Künsten versucht und dort auch meine Frau kennen gelernt und geheiratet habe. Meine vielgeliebte Lebensgefährtin hat auch eine bewegte und interessante Vergangenheit, ich will Sie mit deren Einzelheiten jedoch nicht aufhalten, sie gehören nicht zur Sache.“ Er nickte seiner Frau zu, als habe er ihr soeben eine große Schmeichelei gesagt, und setzte seine Erzählung fort, als betreffe sie nicht ihn, sondern einen Dritten. „In Nord= wie in Südamerika hatten wir uns, wie gesagt, ohne Glück versucht und es erschien uns angemessen, von dort für einige Zeit zu verschwinden. Wir kehrten nach Europa und in unsere alte Heimat zurück; ich erwarb oder gewann, wie Sie es nennen wollen, an den Spieltischen in den Kaffeehäusern so viel, daß wir unser Leben ganz behaglich fristen konnten, es ging aber doch immer nur aus der Hand in den Mund. Dabei kam mir ein genialer Gedanke. Ich wollte einen großen Gewinn im Lotteriespiel machen, aber nicht warten, bis Frau Fortuna die Güte haben würde, ihn mir zuzuführen, sondern ich wollte das Glück zwingen, sich mir gefällig zu erweisen. Ich entwarf meinen Plan,“ er lächelte selbstgefällig,„er war nicht schlecht, ich bedurfte aber zu seiner Ausführung eines Kindes. Unsere erste Sorge mußte sein, uns ein solches zu verschaffen, und zwar ein solches, das keinerlei Angehörige hatte. Wir durchforschten die Findelhäuser.“ Angela stieß einen halblauten Ausruf des Entsetzens aus. „Willst Du etwas, mein Liebchen?“ lächelte Farlow.„In Agram im Findelhause fanden wir endlich, was wir suchten. Ein hübsches, intelligentes, kleines Mädchen. Man machte keine Schwierigkeiten, es uns zu überlassen, da wir erklärten, wir wären kinderlos und wollten es an Kindesstatt annehmen. Es stand nicht zu erwarten, daß es jemals reklamiert werden würde; es war ohne jedes Erkennungszeichen, in dürftiges Leinenzeug eingewickelt worden.“ Angela stieß einen Schmerzensschrei aus und bedeckte ihr Gesicht wie schamhaft mit dem Taschentuch. 116,20 2 ##friedigende Ergebnisse aufweist, im #rhanden ist. Die Ursache des schlechten GeRnges der meisten dieser Institute sind teils spezielter, teils allgemeiner Natur. Sie erfordern eine äußerst sorgfältige, bis ins einzelne gehende Aufsicht; hierfür geeignete Kräfte sind schwer zu beschaffen, und wenn sie vorhanden sind, können sie eine Bezahlung fordern, die den Genossenschaften meist zu hoch erscheinen, so daß diese sich mit minder geschultem Beamtenmaterial begnügen, schließlich zu ihrem dauernden Schaden. Sodann sind die Anlagekosten für die Schlachthäuser ziemlich hoch, deshalb eine bedeutende Zinsenlast die Folge. Die meisten Genossenschaftsschlächtereien leiden ferner unter dem Mißstande, daß sie, wenn sie ihren Genossenschaftern, was ja ein Hauptzweck ist, gute Preise für ihre Schweine zahlen, große Schwierigkeit haben, den Speck günstig abzusetzen, dafür ist die Konkurrenz des Inlandes wie des Auslandes zu mächtig u. drückt die Preise zu sehr herun er. Nur wo der entsprechende, nicht mit direktem Verlust arbeitende Absatz des Specks gesichert ist, kann im allgemeinen die Gründung einer solchen Genossenschaft angeraten werden, und dann ist in der Regel auf eine hohe Rentabilität nicht zu rechnen. Seit vielen Jahren sind daher auch in unsrer Gegend keine Neugründungen solcher Genossenschaften mehr zu verzeichnen. Russische Geschichten. Zur Charakteristik russischer Zustände schreibt ein Petersburger Freund den„Grenzboten": Einer der Direktoren eines großen hiesigen Fabrikunternehmens (ein deutscher Staatsangehöriger) wurde in den letzten Tagen zum Generalgouverneur zitiert. Dieser empfing den Herrn sehr ungnädig und begann, ohne ihn zum Sitzen aufzufordern:„Ihre Fabriken arbeiten nicht!" Der Direktor:„So ist es, Exzellenz.“ Gouverneur:„Ich wünsche, daß man die Arbeit wieder aufnimmt.“ Direktor:„Leider ist es unter den herrschenden Umständen ausgeschlossen, Exzellenz.“ Gouverneur:„Sie hören, daß ich es wünsche!" Direktor:„Der Verein Petersburger Fabrikdirektoren hat den Beschluß gefaßt, die Fabriken bis auf weiteres zu schließen, Exzellenz. Gouverneur:(schärfer):„Kennen Sie ein Gouvernement Archangelsk?"(Es ist das nördlichste Rußlands.) Direktor:„Ich habe nicht das Vergnügen, Exzellenz, aber vielleicht wird mein Botschafter, Graf Alvensleben, es kennen.“ Gouverneur (in verändertem Tone, sehr höflich):„Bitte, wollen Sie nicht Platz nehmen? Ich bin weit enfernt davon, Ihnen Vorschriften zu machen" usw. Der Einsender schließt:„Was aber wäre geschehen, wenn der Mann russischer Untertan gewesen wäre?“ Man kann es sich leicht denken. Der verkleidete Gonverneur. Der Petersburger Berichterstatter der Berliner Zeitung weiß aus Kutais im Kaukasus folgende Geschichte zu erzählen: In ein Wirtshaus, wo Kosaken zechten, kam ein einfach gekleideter Mann und verlangte eine Flasche Wein. Als Kart.-Inst. Benlin Kaum ist die große Weltausstellung der neuen Welt; in St. Louis geschlossen, so öffnet bereits eine neue ihre Pforten; in diesem Jahre ist es das kleine, aber industriereiche Königreich Belgien, welches alle Völker zu einem industriellen Wettkampf in die reizend gelegene Stadt Lüttich eingeladen hat. Die Ausstellung, welche bereits eröffnet und schon recht fleißig besucht wird, hat einen Flächeninhalt von über 750000 Quadratmeter, auf welchem sich 98 einihm diese gebracht wurde, zog der Unbekannte seine Brieftasche und gab dem Wirte einen Hundertrubelschein. Die Kosaken warfen den Mann zu Boden und und wollten ihn ausplündern. Da warf der Fremde seinen Mantel ab und die erschreckten Kosaken erkannten den Gouverneur von Kutais Fürsten Dschambakurian. Auf Befehl des Fürsten wurde Polizei herbeigerufen, die die Kosaken verhaftete. Beim Gouverneur waren Beschwerden über deren Roheit eingegangen. Um sich von ihrer Wahrheit zu überzeugen, hatte er in Verkleidung das Wirtshaus besucht. *(Ein„Seifensee") ist der Nejapa=See in Nicaragua, dessen Wasser, wie einem englischen Konsularbericht zu entnehmen ist, eine starke Lösung von doppelkohlensaurem Kali, doppelkohlensaurem Natron und schwefelsaurer Natron und schwefelsaurer Magnesia enthält.„Wenn ein fettiger Gegenstand mit Wasser gerieben wird, so bildet sich sofort Seifenzelne Gebäude in den verschiedensten Baustilen erheben und mit den üblichen Außendekorationen und Beflaggungen ein recht anmutiges, buntes Bild abgeben. Unsere Illustration führt uns das Hauptportal der Hallen für Industrie und Handel vor Augen, welches in seinem eigenartigen, leicht und elegant entworfenen Stil einer der Glanzpunkte der Monumentalbauten der Ausstellung genannt werden darf. schaum.“ Das Wasser wird zum Haarwaschen gebraucht und für innere und äußere Leiden angewandt. ? V o r s i c h t i g.„ I c h d e n k e, H e r r P r o f e s s o r h a t t e n vor, einen öffentlichen Vortrag gegen die Schleppe zu halten?“—„Jetzt noch nicht... diesen Sommer, wenn meine Frau verreist ist!“ Wetterbericht der Deutsch. Seewarte. 11. Mai. Wolkig mit Sonnenschein, meist trocken, normale Temperatur. 12. Mai. Wolkig, windig, etwas wärmer, nachts kühl. bewährteste Nahrung für gesunde U. magendarmkranke n d e r. Stadtverordneten=Wahl. Für den von hier verzogenen Stadtverordneten Adolf Müller ist seitens der 3. Abteilung eine Ersatzwahl vorzunehmen und zwar für die Wahlperiode 1905—1910. Außerdem hat seitens der 1. Abteilung eine Ersatzwahl für den zum Magistratsmitgliede gewählten Di ektor Ludwig Emmerich für den Rest der Wahlperiode 1901—1906 zu erfolgen Termin zur Wahl wird hierdurch auberaumt: a) für die 3. Abteilung auf: Dieustag, den 30. Mai dfs. Is., von 9 Uhr vormittags bis 6 Uhr nachmittags im Saale des Wirts Karl Raffin „Zur Helle" hierselbst. b) für die 1. Abteilung auf: Mittwoch, den 31. Mai dss. Is. von 12 bis 1 Uhr mittags im Stadtverordneten=Sitzungssaale hierselbst. Wir laden zur Wahl hierdurch mit dem Bemerken ein, daß die Wähler ihre Stimmen dem Wahlvorstande mündlich zu Protokoll zu geben haben. Schwerte, den 5. Mai 1905. Der Magistrat: Rohrmann. Bekanntmachung. Bei dem städtischen Eichamt hierselbst ist die Stelle des Eichmeisters zu besetzen. Die Uebertragung derselben erfolgt unter dem Vorbehalt des jederzeitigen Widerrufs. Geeignete Bewerber werden ersucht, ihre Meldungen spätestens bis zum 20 d. Mts. schriftlich bei uns einzureichen. Schwerte, den 6. Mai 1905. 1525 Der Magistrat. Rohrmann. H Zahn-Institut X X X X von AihenmSverdceh A vormals Hoffmanna Osten-Str. 7 Schwerte Osten-Str. 7. Atelier für nur fl. Arbeiten in Gold, Porzellan und Kautschuk, Kronen- u. Brückengebisse, Plomben. Specialltät: Schmerzlose Zahnoperation. 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