18 ider, etc. g wird in dienicht herausegeben AY undbesitzer.Berein schwwerte. 215 Mitglieder.— er Mitgliedschaft: Müllabfuhr(Durchis 10 Pfg. pro Woche) egelglas=Versicherung itstehung begriffen) na der Abortreini= jühren um 20%(nur ieder) tversicherg.(50000 M.) g. Abschluß: Jahresk. 1,80(keine Stempelicegebühren) nungs- u. Grundstücksin den hiesigen Lokal10% Rabatt. von Mietsverträgen (Ladenpreis 10 Pfg.) laffin, hier.) in allen juristischenu. Haus= u Grundbesitz den Fragen. ig der Interessen des nd Grundbesitzers und zung aller auf Hebung lstädt. Verkehrs gerichaßnahmen. beitrag 1.50 Mk. sen nimmt gernentgegen Der Vorstand. klassig, divon der u. Händler prima Mäntel von Itschläuche such an fremdem ind billigst. franko. radfabrik kl.-Ges. Umerogt. 1896. 614 Amtliches Kreisblatt für den kreis börde. rn Gomagr mmmmmit mmmmunchmmern Mmmrrrrrn Prchermmmerermrmmern Abonnementspreis pro Quartal 1 Mark 65 Pfg., extra, Alle Kreis= und Lokalpolizeilichen Verordnungen für den Kreis Insertionsgebühr für lokale Anzeigen, die sechsgesp 42 Pfg. Bestellgeld, wenn durch die Post bezogen. Erscheint an Hörd erlangen gemäß Bekanntmachung der Königl. Regierung zeile oder deren Raum 10 Pfg., außerhalb 15, Reklame=Zeite jedem Wochentage. Wöchentliche Gratisbeilage:„Illustrierter durch Veröffentlichung in der„Schwerter Zeitung" recht= 40 Pfg., Druck und Verlag von Carl Braus in Schwerke Familienfreund.“ verbindliche Kraft. Fernsprech=Anschluß Nr. 62. Amt Schwerte. S S Ss Nr. 76. Schwerte, Donnerstag, den 3o. März Ioos 37. Jahrgang. Zum Heeres=Etat. sorgl jetzt Es will gar wunderlich bedünken, wen gluicher„Austzerksankeit der Verhanklunger der Reichstag über die Fragen unseres wenn man mit Verhandlungen folgt, die jetzt der Reichstag über die Fragen unseres Heerwesens füht, und wenn man dann zurückblattert in den Akten der Vergangenheit: Durch Jahr und Tag hat König Wilhelm mit der Volksvertretung gerungen, um die ArmeeReform durchzusetzen, es ist zu Konflikten gekommen, in denen das Vertrauen selbst des Altpreußentums zur Krone und zu iyrem Träger erschüttert wurde, und erst die Schärfe des Schwertes, das Blut und die Knochen der pommerschen Grenadiere konnten die letzte Entscheidung zu Gunsten des Monarchen fällen. Treu und stark stand Albrecht von Roon an der Seite seines Königs, ein einsamer Felsen in dem wogenden Meere des Zweifels, der Unzufriedenheit und des Widerstandes. Draußen in der Ferne, bereit zur äußersten Hilfe in der Not, weilte Otto von Bismarck, den sein König erst rief, als er den letzten wagemutigen Schritt um das Erbe der Hohenzollern galt. Die beiden Männer und der hochgesinnte Greis, der sescsäe bere Herrn Eugen Richter der Vertreter von Sagan. tätern und Mißhandelten erscheint. Seltsam, es sprachen zum Heeresetat so viele Redner und nur so wenige hatten etwas zu sagen. Man folgt darin der Mahnung des Grafen Platen:„Nur stets zu sprechen, ohne was zu sagen, das war von jeher der Redner größte Gabe". Die Tiefe durch Weitschweifigkeit zu ersetzen ist die einzige Kunst, die man im deutschen Reichstag von Grund aus gelernt hat. Und freudig übt man sie an den Bazillen des Herrn MüllerSagan und anderen Kleinigkeiten. und Tebevour“ gerceren nur kümmerlich Herr Müller, de Ledeuungsieiutetnat uncd die von den Verhältnissen Heute der Neachtung wvert hund„esgasen bcmpsfanhens bate, die souft ive Hochijetz, Herr Miller=Sagan von enwvorschchumen.b, vre Ganzenjähnchen der Ulanen kleden Bazilen, die an ben, u.,Agristisch für die Art, mit ben, Diese, Eyfiode t uumu ztag die Mücke zum Eleder man wichtigtuertich iu Vesernschaste und bedeutsame euten wocht, wohrzife Piot.t der ersten Jugend behanThemen mit der Zeschferngkeit deit. Mon hat auch wver die zHter jundihser- Gieferung Semonten, über De Koutingrähutenten gesprochen, gut von Verteidetäcten an aller Rieder hichete mit den Vo9 ober den derzpüller die leidige Frage der Soldatenbten des Hermn i1 der die Redner der Linken mit dem Behagen herumwühlten, das die Made im Speck empfineecgrunde chpimnnt, Zur weile er, erie dzer er saie Erbschaft von 800000 Mor, Släfte dez Lasters und alle oberedt die Koserne vuip dse Teaie zu schicdern wußte, Voroesesten uis wenschiut, den Zekruten zwicken und e vus Wonne und Zeige, Stelle ist Her Gradnauer, ist vichely, Aber an bes,,5 genau wie sonst erklinge die ber Ledevou, geteten,(Einzelfal verallgeneinert, jsedes Vergehen ei Patrons als typisch hingestell für ergegez, eines rHben, stschen Aune lebendig ist. Hier den Geist, der in der deutagen Aumee lebendro gie st mon der demagogichen hier mach, man die Mitter kiret won an de Gemütghote gräzichen Moloch des Herebellisch, deren res als berlagenswerte Opser inichen schrift dann Nachen geichleundert werden. Dder mit elegischer Miene vohl de Stimme ewes.gner jgaines Voltes williütrlich darüber klagt, daß die Soyne heu guch das ubt seine und ungerecht behandelt wernden grt hinten in den polWirkung, und venn won Verhanslungen im Reichstage nichen Dorern von beigten der Mielezinkh, Cxranopsliest und von den Heldenty, A gziläingeg,). Korfanty und E und Shlopowefzpder, Ebie Aluigen mit Trinen des der Poen hch, von den Abven ring. 6 hummergz und ver.Wut, und gxense, Daß die Zahr eise:„Noch ist Polen nicht vertogerung der Truppender Mißhandlungen grotz der Steigrung dun ubg besäah der gheisen Hehischen, wie G ucht der„wissenschaftlichen Bedeutung“ der Sozialdemokratie in möglichst öden Phrasen vorreden lassen will, der kauft sich für einen Groschen die Schillernummer des„Vorwärts". Internationale Ehrlichkeit. (Von unserem Berliner Bureau.) Wir stehen jetzt vor dem ersten April. Wenn ein guter Freund sich mit einem andern einen kleinen Scherz erlaubt, so ist das nicht so schlimm, und der Scherz wird nicht gerade auf der Goldwage gewogen, aber es gibt doch Dinge, in welchen solche kleine Schelmereien aufhören müssen, wo nur die reine Ehrlichkeit zu gelten hat. Frankreich und England wollten sich mit uns in Sachen Marokko's auch solchen Spaß erlauben, der aber schon mehr ein„über das Ohr hauen" war, und der ganze Aerger, der in Pariser und Londoner Zeitungen zum Ausdruck kam, entsprang eigentlich am meisten der Beschämung darüber, daß die Geschichte vor aller Welt klar gestellt ist. Gerade Franzosen und Engländer Dentischland. ase csce echchce e he e e on de Eltemn gerichtet Zoben. Freiet. Pewegung einerde auderhalb der Ziuzschreitungen führte, Ost wolle echuu, aber„ Verein vor den andern sich in dem e Schns goder und der Gestaltung von Festlichteiten ewvortun, Den„igen Hrstreinengünften Schüler ande bei den ocseugziens, Abiturientnekommerse, rer Anstalten duzuogey:„ amen als Zuschanerinnen bei denen jetzt manchmal auch Don,gzaß ingus, und für nicht sehlen, gchen wot ungersälmnismäßige Mittel verSeuz ereien voitg, Zen die zeitlschen Grenzen, die für vondt. Deodu wver v bestechen sollen, in vielen Fällen soiche Verguigungegz.setzungskneiben der Untersekunnicht inneghalten, erget zwerden. Der Schule siehen, daner sollen vicht ochu,„u., geringe Mitel zu Gebote, Sumat iur der Orobityd,eisame durchzuführen. Von der um das für die Zugend Heisterzeung muß auf diesem gemeinsamen Aufsobe der vrd Zeit auf sich nehmen, eintreten." Ganz wie's trefft! Eine interessante Abweichung edobd be“, iun Wlesten ausgehelt. Dacbea ritz gunz bode zgeschsher zu hashen, Der Vezickeihhe obsdt,„ähgegeben. In bieser Nuner,. den verschiedensten, ,r,=gag,. Schifer als der„Beweis“ gefugrt, zach:„Schiller aien Potirggge der bürgerlichen Revotution in der heutigen keine Stätte hat, sodaß auch),jftef Dieseg Fglat ist direkt bis lostolhtiche, Vr=Gerasen mit der schwieligen Faust für die eigentlichen Oeissenschaftlichen“ Kreise der Parbestimmt. Hyu, die, wingenschaftliches“ Blatt heraus, tei aibt won vug ein, und diese urteilt über Schiller, bis ür de ene Oeseger ein„Großer“ st, in folgender der für die Vowürtzxg.—..8 Zirum=cLarum über die Veise:„Nan braucht sich nu, seinem Ziede von der Selbschefreiung der Vöster u. henztschen Philisters im Glacke diesem Hereisig bes bu,2 zar zu sein, daß Geste bergegenwartigen, um bhüirgerlsichen RevolutionSchiller nicht der Dchter der„isrseine pießbürgerliche gewesen st, sondern, sowot er v. dautschen Kleinbürgerburfassung huigen verzchton er. seinen gerüittelten tum einzuimpfen verstonden 5autschland hat: Nun Enteil an hrem Scheitemn Der dem Schiller der sogar ablig wor, uuf Prursiähe gt,fähtr zutrant, Herstaulse sich für 25 Pfg. die„Neue Zeit“, wer sich gern was von r, daß die Geschichte vor aller Mest Gerade Franzosen und Engländer brüsten sich immer mit ihrer politischen Ehrlichkeit und behaupten, daß Deutschland sich überall heimlich einzuLande„lles so bleibt, wie es heute in völkerrechtlicher bunpe ou iger guf diesen Ehrlchkeitspunkt nutß kannten, aber gar nicht so sehr berthstzen zir Leonchoner Vertrag abgelch igren osthr iu wcrotro freie Hand ließ, sbenung en, ischer Seite gubegztisch aber bis heute ut, wie von.zierumg von fesitgessellt worden ist, der, Reichsregtern. ZZzwoßt man in Konvention keine Mitteilung gemacht, aß in Marokko bue vor piel woeriger bedeutet hätte, als dem deutschen Unabhängigkeit des Sptlagreran volen, Aber wen, auch dieses afrikanischen Landes wegen und was die Unabhängigkeit der orientalfchenritz zeben bedeutet, das kanmn mon in Aogxezserereir aber die Eng. wo der Khechive vesp, dexz miachen, was sie wollen. Das uder veip, die Vroparguf jäßt sich alles Mögliche schreiPopvter it ve Fatsachen sechen hinterher ganz anders aus. geniert heraus, Fhrzische cheschäfte guz genehe aber wenn sie verdienen wollen, missen, ise, gisch, ehelt französisch=engSblord wchtzpraghel uher den= Pegenuna Häil es micht Interessen gevprochzen, uvezZeutschland von einem Abin Geringsten für notgachen, an dem es ein nicht kleikommen Mitteiuyp Frau einer dem englischen Fuchsl 1e 6 (!)(!)(Hörder Kreisbahnen.) Die mit dem 1. April en au u aua ee se ee atese e Plan. Die Abgg. (frtons. Reichst eine Perlangen vir osene Lhr, Geche zan Eushen in lasten Bahnhgoszgelbäude wid am Fritag Atend eau a es e Genenaberirtenung geichiasen Iun der Eineleretzag beite onit fütr Schpete eien Marktein in der CritSes u u u un an a a ag. wpertoven ewüchtijehr fpäten Ostertermines bereits zu Haus der Abgeordneten. sontag Has gnuchgen gu asen, Eie Altengahe über Osterferien noch auch frühere Bilhdung, der nenen nämlich im getan. wurden bereits verschiel Fortsetzung am Donnerstag. !!(Der Lokalverein) für Landwirtschaft und werbe hielt gestern nachmittag 6 Uhr im Saale sie Stillegung von Zechen beraten. Minister Möller klassen beabsichtigt die Königt. Rezuerung nuicht. begründete ihn und betonte, daß er stets das kunzgz werden. Die Abag. Dinslage(Ztr.), Teissgemelsen eev.„(frs. Verg.) waren im augentnen trat in seiner ür die Vorkogrechwbese für die Verggesetnovellen ein. vo Schmieding(ntlib.) hielt Verbesserungen für notwendig. Dann wurde Kommissionsberatung beschlossen. Es folgte die erste Lesung der Sekundärbahnvorlage. Genachmittag 6 Uhr im Saale des Herrn Bohmer eine Generalversammlung ab, in wel Herr Tierarzt Bischofswerder einen Vortrag hielt über Sodann referierte Herr Lehrer SiethoffSchwerte, den 30. März 1905. §s(Allgemeine Kriegervereine und mtwickelt. In den letzten 10 Jayren ist die Zahl stellung von Sämereien und Saatkartoffeln. **(Eine Generalversammlung) des Geflügelzuchtvereins für De Hel Von den auf der Tagesordnung stehenden P bie. v. 24#e in Müniter und Soest, Rechnungslage. zuchtstationen schriftführers. den 2. April, nachmittags 5 Uhr, im Lokale des Wirts Narz 1900. wie wichtigsten nachstehend. Spezialvereine.) die Verbandslage in Munster und Soest. Reck hat sich erfreu=Vortrag über die Wirksamkeit dergge ist die Zahl der im Kreise Hörde und Wahl eines 2. Schrist#u Das Kriegervereinswesen in Deutschland eied du ihrer Mäitgleder auf dos dovbelte Hentgsef, 85(Rasch krit der Tod den Menschen an.) In den sie wächst inmner nehr. So erreulich bieser Aus. Rosen, Gerneiade Hosen, wucde der schon beschte eie die so kaumt er üie dus hude Hotog,zuger che Fahrkerkseter Fr. Athof fr. gesterzerugen von einen en genigte, idsen sch auis bershichgferscerste ene epe isser stelten fest das ein Herschen Dr. Smrernan Zeg ziglwaffenvereine bilden,sich, der bisher einzige Verein Mannes ein jähes Ziel geset hatte. wird in seiner ruhigen Enrwickelung gehemmt. Es liegt!(*)(Unfall.) Die 12jährige Schülerin Julie Weiauf der Hand, daß kleine Vereine nicht so leistungsfähig hert von der Bahnhofstraße holte gestern abend in Verwaltungskosten einem Geschäft auf der Husingstraße eine Partie Stopfmaldaln Alurf dam A##chhasemage hhatto#s 91. § Hennen, 30. März.(Amtshaus=Neubau.) Wie wir erfahren, wird Herr Amtmann Overbeck, nachdem die Einführung und Verpflichtung durch den Herrn Landrat erfolgt ist, am 1. April die Amtsgeschäfte des Amtes Ergste übernehmen. An diesem Tage werden auch die Bureau=Utensilien von Rheinen nach Ergste und zwar in die Villa des verstorbenen Amtmannes Wiesner überführt. Vielleicht empfinden bei diesem Umzuge auch die verstaubtesten Aktenschwänze ein menschliches Rühren. Kommen sie doch nach 40jähriger ruheloser Wanderschaft in dieselben Räume zurück, in denen sie einst in ihrer jetzigen Eigenschaft das Licht der Welt erblickten. Nach der Amtsniederlegung des Amtmanns Wiesner wurden die Geschäftsräume unter dem Amtmann Wiel erst nach dem Holzrichterschen, dann nach dem Groveschen Hause verlegt. Von hier aus wanderten die Aktenschränke später in die Wohnung der Frau Kage=Beckmann, darauf unter Amtmann v. Bothmer und seinem zeitweiligen Stellvertreter v. Marée nach dem Brenneschen Hause und demnächst unter Ehrenamtmann Bormann nach dem an der Gemeindegrenze belegenen Gute Beckhausen. Von Gut Beckhausen aus übersprang das ehrwürdige Inventar in einem für Ergste recht schmerzlichen Salto nicht allein die Gemeindegrenze, sondern auch den Keil, den das Amt Westhofen in das Amt Ergste treibt, um 9 Jahre lang in Rheinen, Gemeinde Hennen, zu domizilieren. Sicherem Vernehmen nach hat nun die meinde Ergste ein größeres Grundstück zum Bau Amtshauses, der von den Gesammtgemeinden beschlossen ist, neben der Besitzung des Rentiers SchulzeNoelle an der Provinzialstraße, in der Nähe von Kirche, schule und Pfarrhaus erworben. Mit der Errichtung des wird in nächster Zeit begonnen und damit Amt und Amtmann ein bleibendes, dauerndes (Nachdr. verb.) (Schadenfeuer.) Ein Raub der Flammen wurde das Wohnhaus auf der sicherung gedeckt. ** Honnen 30 März.(Hauptversammbennueu,. D# z. Aprik Abends 6 Uhr Ortsvereins Hennen, stotg,. 9, des Herrn Direktor Ortsvereins Hennen statt. Auf der Tage Schulz über„Landwirtschaftliche Betrachtungen bei einer fen werden. Ergste, 29. März. auf der Hand, daß kleine Vereine nicht, so. lestungsfähi sind wie große, und daß sie unnotige Verwaltungskosten verursachen, die natürlich die einzelnen Mitglieder zu tragen haben. Noch ein anderer Umstand fällt schwer ins Gewicht. Wer das Kriegervereinswesen kennt, der weiß, wie schwierig es ist, Vorstandsmitglieder zu finden, die den an sie herantretenden Aufgaben nach jeder Richtung hin gewachsen sind. Je größer die Zahl der Vereine ist, desto größer ist die Gefahr, daß in den Vorstand Kameraden gewählt werden, die ihre Aufgabe nicht so erfüllen können, wie es im Interesse des Vereins und seiner Mitglieder zu wünschen wäre. Die an einen Kriegervereins=Vorstand gestellten Anforderungen sind nicht zu unterschätzen. Er soll nicht blos Festordner sein, sondern er soll auch,— das ist seine Hauptaufgabe— auf die Erreichung der großen vaterländischen Ziele der Kriegervereine hinwirken. Dies alleine sollte davon abhalten, in kleineren Orten mehrere Vereine zu gründen und dadurch eine Zersplitterung herbeizuführen. In vielen Fällen beschränken sich die Vereine nicht mal auf einen Ort. Sie suchen in ganzen Gebietsteilen die Mitglioder zusammen, um Vereine von 20—30 Mitgleidern zu bilden. Die Begründer des Kriegervereinswesens haben dieser aus dem alten deutschen Fehler der Sonderbündelei entsprungenen Erscheinung mit Sorge zugesehen, und der Kyffhäuserbund der Deutschen Landes=Kriegerverbände hat im Jahre 1900 Leitsätze aufgestellt, wonach die einzelnen Landeskriegerverbände einheitlich vorgehen wollen, um der drohenden Zersplitterung entgegenzutreten. Grundsätzlich wird es hier als wünschenswert bezeichnet, daß in jedem kleineren Orte nur ein einziger Verein, ein allgemeiner Kriegerverein besteht, der alle ehemaligen Angehörigen der Armee und Marine umfaßt. Das Bestehen mehrerer allgemeinen Kriegervereine in größeren Städten und Orten widerspricht den Interessen des Deutschen Kriegervereinswesens nicht. Indes— so heißt es in den Leitsätzen ausdrücklich— ist die Bildung besonderer Regimentsvereine, welche die engere Kameradschaft und die Anhänglichkeit an das frühere Regiment zusammenführt, nur in größeren Städten zu empfehlen, wo die Bildung derartiger größeren Vereine möglich ist. Diese Gesichtspunkte, welche die Vertreterversammlung einstimmig angenommen hat, sind lediglich aus dem Gedanken entstanden, die Gesamtinteressen des deutschen Kriegervereinswesens zu fördern. Es wird durchaus nicht beabsichtigt, die Bildung von Regiments= und Spezialwaffenvereinen unmöglich zu machen; das geht aus den Leitsätzen klar hervor. Vielmehr soll nur dem schädlichen Uebermaß an Vereinen gesteuert werden. Durch Beschlüsse und Maßnahmen der Kriegerverbände ist dies nicht möglich, da die Vereine aus freiwilliger Entschließung der ehemaligen Soldaten entstehen Es sollten also die Mitglieder der Kriegervereine die nötige Selbstzucht üben, um den Schaden zu verhüten, den eine unzweckmäßige Zersplitterung nach sich zieht. einem Geschäft auf der Husingstraße eine naveln. auf demn Neachhäusewege hatte das Mädchen das Unglück, auszugleiten und zu fallen; eine der Nadeln drang derart tief in den Unterschenkel ein, daß das Kind zu Herrn Dr. Goecke getragen werden mußte, der die Nadel entfernte. =(Hausfriedensbruch.) Der Fuhrunternehmer H. von der Schwerterheide hatte die Anfuhr von Steinen aus dem Vogt'schen Steinbruch in Ostberge für einen hiesigen Neubau übernommen. Nachdem H. mehrere Tage gefahren und das Geld für die Steine an ihn abgeliefert wurde, teilte ihm gestern morgen der Bruchmeister Riedel mit, daß er keine neue Steine bekomme, bevor er nicht für die vorhergegangenen Fuhren das erhaltene Geld abliefere. Hierdurch kam es zu Streitigkeiten zwischen den beiden und schließlich zu einer Schlägerei, da H. der Aufforderung zum Verlassen des Steinbruchs nicht nachkam. H. erhielt ziemlich erhebliche Verletzungen; auch wurde Strafantrag gegen ihn gestellt. (Förderung des Wohnungswesens.) Die Tätigkeit der gemeinnützigen Baugenossenschaften und Bauvereine soll sich nach heute allgemein, gültiger Anschauung nicht darauf beschränken, nur durch Errichtung von Wohnungen dem Wohnungsmangel zu steuern, sie sollen daneben auch dahin streben, nur gute mustergültige Baupläne zur Ausführung zu bringen, um auf die private Bautätigkeit anregend und befruchtend einzuwirken. Wird dieser letztere Zweck, nur wirklich gute Pläne zur Ausführung zu bringen, dauernd aus dem Auge gelassen, so laufen die Genossenschaften Gefahr, bei den stetig steigenden Ansprüchen, die an die Wohnungen auch in Arbeiterkreisen gestellt werden, ihre Wohnungen nicht mehr oder doch nur mit Verlust vermieten zu können. Doch nicht nur auf die innere Einrichtung ist dabei Bedacht zu nehmen, auch die gefällige Ausgestaltung der äußeren Ansicht der Häuser ist im Auge zu behalten.. Das gebietet schon das öffentliche Interesse, das den sogen. „Mietskasernenstil“ mit Recht verurteilt. Der westfälische Verein zur Förderung des Kleinwohnungswesens hat nun auf seiner letzten Mitglieder=Versammlung einen Beschluß gefaßt, der in dieser Beziehung von hervorragender Bedeutung ist. Er hat nämlich für das Jahr 1905 den Betrag von 3·000 Mark zur Verfügung gestellt„zu Beihülfen bei der Beschaffung von Bauplänen usw.“. Es sollen aus diesem Betrage den westf. Baugenossenschaften und Vereinen usw., in erster Linie, soweit sie Mitglieder des westf. Wohnungsvereins sind, Beihülfen zu den Kosten der Beschaffung mustergültiger Baupläne gewährt werden. Anträge auf Gewährung solcher Beihülfen sind an den geschäftsführenden Ausschuß des westfäl. Vereins zur Förderung des Kleinwohnungswesens, Münster i. W., Bispinchhof Nr.3 zu richten. ** Hennen, 30. März.(Milzbrand.) Dem Gutsbesitzer Friedr. Schulte Kalthoff ist am vergangenen Sonnabend eine Kuh unter milzbrandverdächtigen Erscheinungen gefallen. Die von dem Königlichen Kreistierarzt Herrn Goldstein aus Iserlohn vorgenommene Obduktion des Tieres hat Milzbrand ergeben. Ueber das Gehöft ist die Sperre verhängt. Westfalen und Rheinland. * Bochum, 28. März.(Konkurrenzklausel.) Vom hiesigen Landgericht wurde der Ingenieur T. aus Münstereifel zur Zahlung von 10 000 Mark Konventionalstrafe verurteilt. Er war bei der Firma H. in Witten acht Monate in Stellung zu einem Salair von 250 Mk. monatlich. Er hatte sich beim Eintritt verpflichtet, innerhalb von zwei Jahren nach seinem Austritt weder in einem Konkurrenzgeschäft eine ähnliche Stellung zu bekleiden, noch sich selbständig zu machen innerhalb ganz Deutschlands. Anfang Mai 1904 hat der Ingenieur unter Einhaltung der Kündigungsfrist gekündigt, am 6. Juni ist er jedoch von der Firma ohne Küundigung entlassen worden. Klägerin behauptet, daß der Beklagte am 31. Oktober 1904 an ein Werk in Dortmund eine Offerte gerichtet habe. Durch dieselbe habe er gegen die Konkurrenzklausel verstoßen und somit die Konventionalstrafe von 10 000 Mark verwirkt. Beklagter führte aus, daß die Konkurrenzklausel ihm sein Fortkommen in jeder Beziehung unbillig erschwere und daher unverbindlich sei. Ferner behauptet er, daß die Klägerin keinen Anspruch machen könne, da man ihn ohne einen erheblichen Anlaß zu Unrecht entlassen habe.— Das Gericht erkannte im Sinne des Klageantrages. * Herne, 29. März.(Ein Opferjugendlichen Leichtsinns) wurde nahe beim Bahnübergange an der Bochumer Chaussee in Riemke ein 12jähriger Knabe. Er wollte auf die in Fahrt befindliche Lokomotive eines von der Zeche„Konstantin" kommenden Köhlenzuges springen, fiel zur Erde und kam zu Tode, da ihm beide Beine abgefahren wurden. * Borbeck, 29. März.(Ein gräßlicher Unglücksfall) ereignete sich vorgestern abend auf der Straßenbahnlinie Borbeck=Bottrop. Der Bergmann Karl Plute aus der Lehmkuhle bei Bottrop wurde von einem von Bottrop kommenden Straßenbahnwagen erfaßt und überfahren. Beide Beine wurden dem Unglücklichen nahezu abgetrennt; außerdem trug er einen Schädelbruch davon. Mit dem Straßenbahnwagen wurde der Ueberfahrene nach dem katholischen Krankenhaus„Philippusstift“ in Borbeck gebracht, woselbst ihm die Beine sofort abgenommen werden mußten. Heute morgen gegen 5 Uhr verschied der Verletzte. * Münster, 29. März.(Ein Unglück kommt selten allein.) Eine ganze Reihe Unglücksfälle ist von hier zu melden: In der Nähe des Schlachthauses sand man in der Aa die Leiche eines Infanteristen. Der 8=Neubau.) Overbeck, nachirch den Herrn itsgeschäfte des ge werden auch irgste und zwar Wiesner übermzuge auch die iches Rühren. loser Wandernen sie einst in Welt erblickten. janns Wiesner Amtmann Wiel ach dem Groveerten die AktenKage=Beckmann, nd seinem zeitem Brenneschen nann Bormann enen Gute Beckprang das ehrecht schmerzlichen sondern auch den mt Ergste treibt, e Hennen, zu dohat nun die Gezum Bau eines itgemeinden Rentiers SchulzeNähe von Kirche, it der Errichtung sonnen und damit bendes, dauerndes achdr. verb.) infeuer.) Ein haus auf der Behierselbst. Dem : P r o m p t h e i t e r es, die NebengeT. durch VeruptversammI Abends 6 Uhr ietrich Albrecht zu landwirtschaftlichen Tagesordnung steHerrn Direktor achtungen bei einer zbrand.) Dem ist am vergangenen ndverdächtigen Erköniglichen KreisIhn vorgenommene d ergeben. Ueber Ertrunkene dürfte identisch sein mit dem seit 14 Tagen verschollenen Musketier Letschert aus Hargarten(Lothr.) — Während der Aufführung des Volksstückes„Usse Dolfken" im Zoologischen Garten war ein KürassierUnteroffizier, um besser sehen zu können, auf einen Stuhl gestiegen. Der Stuhl schlug um und der Unteroffizier zertrümmerte im Fallen ein Bierglas. Durch die Scherben wurden ihm 3 Finger der rechten Hand fast vollständig abgeschnitten.— Am Bispiekopf waren drei Arbeiter mit dem Aufgraben einer undichten Stelle in der Gasleitung beschäftigt. Durch eine herabstürzende Lampe entzündete sich das in den Schacht ausströmende Gas und verbrannte die Arbeiter an Gesicht und Händen erheblich, sodaß sie zum Hospital geschafft werden mußten.— Vom Zuge zermalmt wurde an der Eilgutrampe des hiesigen Bahnhofes ein Bahnbeamter. § Düsseldorf, 29. März.(Das Oberkriegsgericht) des 7. Armeekorps verwarf die Berufung des Unteroffiziers Heinrich Meißner von der 1. Kompagnie des Infanterie=Regiments Nr. 39 hierselbst gegen das Urteil des hiesigen Kriegsgerichtes, das gegen den Chargierten auf 2 Jahre Gefängnis lautete. M. war auf einem Militär=Bureau sals Schreiber beschäftigt gewesen und hatte sich in dieser Eigenschaft wiederholte Unterschlagung von Geldbeträgen und Urkundenfälschungen zu Schulden kommen lassen. ! Düren, 29. März.(Einem Uhrenschwindler) wurde gestern abend in Norddüren durch die polizeiliche Festnahme das Handwerk gelegt. Mit ganz minderwertigen Uhren, die durch ihre Auftakelung bei nicht sachverständigem Zusehen den Eindruck einer wertvollen Uhr machen, dabei höchstens 3,50 Mark wert sind, ließ sich der Schwindler bei einer Reihe von Leuten Anzahlungen in Höhe von 5, 10 bis 15 Mark geben unter der Vorspiegelung, daß er aus Not die Uhr um den geringen Betrag abgeben müsse bezw. daß er den Restbetrag in einigen Tagen abholen werde. Für Artikel unter dieser Rubrik übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keine Verantwortung Elektrizität in Schwerte. inland renzklausel.) Ingenieur T. aus Mark Konventioirma H. in Witten lair von 250 Mk. itt verpflichtet, inAustritt weder in Stellung zu ben innerhalb ganz at der Ingenieur t gekündigt, am 6. Kündigung entlasß der Beklagte am mund eine Offerte er gegen die Konsie Konventionalklagter führte aus, rtkommen in jeder her unverbindlich lägerin keinen Ane einen erheblichen das Gericht erkannjugendlichen Bahnübergange an 12jähriger Knabe. Lokomotive eines den Köhlenzuges ode, da ihm beide räßlicher Unern abend auf der Der Bergmann Jottrop wurde von ßenbahnwagen errden dem Unglückug er einen Schänwagen wurde der erankenhaus„Phibst ihm die Beine Heute morgen genglück kommt e Unglücksfälle ist es Schlachthauses Infanteristen. Der Als die Schwerter Zeitung zu Beginn des Jahres gelegentlich einer Begrüßung der neuen Stadtverordneten auf die Wichtigkeit der Steuerfrage hinwies und mit einer Art Vorahnung auf die Möglichkeit aufmerksam machte, daß unsere städtischen Steuern einen Aufschwung nehmen könnten, der von allen„Aufschwüngen“ der unerwünschteste ist, da haben außer den völlig Eingeweihten wohl wenige von unseren Mitbürgern es für möglich gehalten, daß dieser Aufschwung uns so nahe bevorstand und in einem so außerordentlich ergiebigen Ausmaß erfolgen würde, wie nachher geschehen. Auch der Hinweis auf die Wirkung der Steuererhöhung, daß sie die Herren Steuerzahler munter machen würde, munterer als die Sommersonne einen gut bevölkerten Bienenstamm macht, hat sich als richtig erwiesen. Demgegenüber gewährt für den unbeteiligten Beobachter einen hohen Reiz, diese ieberhafte Unruhe in Vergleich zu stellen mit der geradezu klassischen Ruhe, die in der für unsere Kommune denn doch hochwichtigen Sitzung herrschte, in der unsere verordneten Stadtväter uns mit dem netten Aufschwung von 50%, sage und schreibe fünfzig Prozent, Steuererhöhung beglückten. Alles wurde bewilligt, denn der Versuch, den verschiedenen Umdrehungen der Steuerschraube durch eine Kapitalanleihe nochmals entgehen zu können, war wohl nicht ernst zu nehmen. Es ware zu mett, gewe, sen, laufende Ausgaben durch einen niedlichen mnp decken zu können, 1905 mit 50000 Mark Anleihe, 1906 mit 60000 Mark usw. in steigender Skala, bis es nicht mehr weiter ging. Also, unsere Stadtverordneten bewilligten mit großer Gelassenheit den Steugraufschwgng, und sie werden das auch in Zukunft tun, denn ein Aostieg von der Steuerhöhe ist nach unserer unmaßgeblichen Schätzung so leicht und so bald nicht zu erwarten. Wir wollen uns glücklich schätzen, wenn es nicht noch schlimner wich, viel schlimmer als bisher;„Das ist ja die hervorstechende Signatur der Industr######r wozu sich Schwerte immer mehr entwickelt. Die Industrie bringt wohl durch die Löhne Geld in den Ort, sie bringt aber auch Amenlasten und Sezuereingang von der entsprechender oon der Masse der Arbeiterschaft nicht gegenübersteht. Und wenn dann die Werke als solche in folge schlechten Geschäftsganges nur wenige oder gar keine Steuern zahlen, dann müssen die Herren Bürger den Steuersack lappen. Gut, daß sie es von Eepzep. gerg. tin und daß sie es können. Unse pesenten. gaß 915 Brz. neten möchten wir aber bitten, zu TEn, raß 210 4rh. Zuschlag zur Einkommensteuer und die übrigen Steue denn doch kein Pappenstiel sind in einer Stadt, große Ausgaben für die Kanalisation usw. noch 9crrtstehen. Steuererhöhungen sind unvermerdlich, diese Schickfal teilen wir mit fast allen Industriehtshtenz gleich 50 Prozent, das ist denn doch ungem####..... nußz etwas nicht in Orbnunp versigen gahren 1904 und gerzeig bieten die Fehlbeträge aus den Jählen Toer me 1903, die bekanntlich mit Genehmigung der Regierung durch Anleihe von rund 72000 Mark gedeckt worven sind. Wenn die Eingänge an Steuern schon 1903 um rund 30000 Mark hinter dem Anschlag oder Steuersol zurückgeblieben waren, und 1904 noch rund 40000. dazu kommen, so hätte man schon ftrüher einge. Siern# erhöhung eintreten lassen missen. Aber es geelag allerseits eine Hoffnung auf Besserung der Steu. bestanden, welch e sich als trühgerischer Lptrintenr wiesen hat. Leider 50 Prozent Zuschlag auf eun:## ist zuviel. Das durfte nicht kommen. Aber was hat denn das alles mit der Elektrizitätstroge au kums Eien Angenbic!.„ewperter Zetung“ liche Bericht in Nummer 78 der„Sry., Grumphesitzer über die Versammlung des Haus= und Eem#### Vereins mit der Erörterung über die Frage, ob Elektrizität in Schwerte eingeführt, richtiger zugelassen werden soll, läßt erkennen, wie interessant die Versammlung verlaufen ist. Herr Stoephasius bekannte sich als Geschäftsmann, der seine Elektrizität als Ware, als Fabrikat betrachtet, der den Schwerter Bürgern seine Ware nicht schenken, sondern sie bezahlt haben will. Gut, das ist verständlich und erklärlich! Und wenn er nur die nackten Produktionskosten uns als seine Preise vorführte, das drum und dran der Unkosten aber verschwieg, nun, das macht wohl jeder Geschäftsreisende so und zwar so lange, bis er seinen Kunden zur Abnahme beredet hat oder dieser fragt. Daß die elektrische Beleuchtung angenehm, sicher, sauber, vornehm, aber auch teuer ist und nebenbei auch ihre Schattenseite hat, erzählen uns unsere Nachbarn in Westhofen, mit denen wir so hin und wieder in Berührung kommen. Der Herr Bürgermeister hatte seinerseits einen guten Tag und mit dem, was er sagte, hatte er eine gute Position, er zeigte sich als geschickter Debatter. Aber gerade ein Punkt, den er zur Verteidigung der Stellungnahme des Magistrats in seinen Auseinandersetzungen vorführte, hat diese Betrachtungen hervorgerufen. Das war die Aufmachung der Rechnung, wonach die Stadt bei der Liaison mit der Hörder Kreisbahn kein Geschäft machen, keinen Nutzen haben, ja sogar noch als Risico zu übernehmen haben würde, ob sich das von der herzustellende Leitungsnetz— in calculo 26000 Mk. überhaupt verzinsen würde. Gewiß soll die Stadt keine unproduktiven Anlagen schaffen, soll einzelnen Bürgern nicht schenken. Darf diese Kalkulation aber dazu führen, die Einführung der Elektrizität zu gewerblichen Anlagen überhaupt zu verhindern und einzelne Interessenten zu zwingen, teure Anlagen auf eigene Kosten herzustellen, die nicht nötig sein würden, wenn die Stromabnahme von der Straßenbahn möglich gemacht wird? Ist denn die Verzinsung von 26·000 Mark so schwerwiegend, daß unser städtisches Budget dadurch gefährlich alteriert worden wäre? Und weiter, war es denn so totsicher, daß sich die Zahl der Abnehmer verringern und nicht vergrößern würde gegenüber den zustimmenden Antworten auf die erste und zweite Anfrage? Angebot ruft Bedarf hervor. Und schließlich, sind den der Freischütz und das Progymnasium produktive Anlagen, die einen Gewinn für den Stadtsäckel abwerfen? Daruber grollt noch mancher, namentlich angesichts der Steuererhöhungen von 50 Prozent. Es hatte überhaupt den Anschein, als wenn die Steuerfrage und alle die besonderen Erscheinungen auf kommunalem Gebiete aus der letzten Zeit die eigentliche Ursache für das Auftauchen und das schnelle Wachstum des Haus= und Grundbesitzer=Vereins, sowie für den zahlreichen Besuch der hier besprochenen Versammlung dargeboten hätten. Denn nach Beendigung der Diskussion über die Frage der Elektrizität tauchten noch so manche Klagen und Wünsche auf, die sämtlich auf dieser Grundlage zu beruhen schienen. Der bewegliche Aufruf eines Mitgliedes zur Stärkung des Einflusses der Bürgerschaft im Stadtverordnetenkollegium und im Magistrat war ebenfalls auf diesen Grundton gestimmt. Ob's Erfolg haben wird? (Wir geben die vorstehenden Ausführungen wieder, ohne unsererseits vorläufig Stellung dazu zu nehmen, und bemerken dazu, daß uns ähnliche Artikel schon mehrfach aus der Bürgerschaft zugegangen sind, sodaß wir zu der Annahme berechtigt sind, der obige Artikel spiegele die Stimmung weiter Kreise der Bürgerschaft wieder. Wenn wir ihn also trotz einiger darin enthaltenen Schärfen veröffentlichen, so erfüllen wir lediglich eine ganz selbstverständliche journalistische Anstandspflicht. Red.) *(Ein Goldfund) ist im Erzgebirge gemacht worden, worüber der„Stollberger Anzeiger“ berichtet: 1600 Mark in blanken 20=Markstücken fanden Kinder in den hiesigen Steinbruchanlagen. Die Kinder spielten in den Anlagen. Bei dieser Gelegenheit rutschte ein Junge, um einem den Berg herabfallenden Gegenstand zu folgen, den steilen Abhang herab und stemmte sich mit den Absätzen ein. Hierbei stieß er einen Stein fort, der die steile Höhe herabrollte, und siehe da— nach dem wurde ein von diesem verdeckt gewesenes Kistchen sichtbar, das ebenfalls den Berg herabfiel und, unten angekommen, aufbrach. Nun zeigte sich dem erstaunten jungen Volk ein diesem gewiß sehr seltener Anblick: aus dem zerbrochenen Kistchen fielen glänzende Goldstücke heraus. Der Fund wurde der Poizei übergeben. Es ist ein Rätsel, wie das Geld an jene Stelle gekommen ist. Aller Wahrscheinlichkeit nach ist das Kistchen mit seinem wertvollen Inhlat schon den ganzen Winter über dort verborgen gewesen, denn es war vollständig von Nässe durchzogen. *(Ein„wildes Tier“) wurde dieser Tage zum Ergötzen der Besucher des Schöffengerichts in Halle a. d. Saale an einer schweren eisernen Kette als Beweisstück in den Gerichtssaal geführt. Der Mechaniker S. war, so erzählt die„Leipz. Volksztg.“, wegen Hundepolizeiübertretung angeklagt, weil er nach der Angabe der Polizei seinen Hund nicht zur Steuer angemeldet hatte. S. behauptete, sein Vieh gehöre nicht zu der Gattung der Hunde, sondern zu den Schakalen. Das Tier sei sehr wild und nehme es mit jedem großen Neufundländer auf. Richter und Ankläger hatten das Bedürfnis, das merkwürdige Tier, das einen Wolfsschwanz haben sollte, kennen zu lernen, und man beauftragte den Angeklagten, das Vieh sofort zur Stelle zu schaffen. Der Amtsanwalt erteilte den Rat, dem Tier möglichst zwei Maulkörbe umzutun. Nach einem Weilchen erschien der Angeklagte wieder und zerrte an einer langen Kette einen kleinen Stubenhund in den Gerichtssaal. S. soll aber für den Spaß nur 3 Mk. bezahlen, da er sich in dem Glauben befunden, sein Vieh sei ein„Schakal". 44 Kleine Chronik. + Mannheim, 29. März. Zwischen Arbeitswilligen und den noch immer Streikenden der rheinischen Gasmotorenfabrik Benz u. Co. kam es gestern abend zu einem Zusammenstoß vor der Fabrik. Die Polizei mußte mit blanker Waffe einschreiten und verletzte mehrere Demonstranten. Frauen und Kinder der Streikenden beteiligten sich an den höhnischen Zurufen gegen die Arbeitswilligen. Der Straßenverkehr war längere Zeit unterbrochen. + Frankfurt, 29. März. Der verstorbene Geologe Baron Rainach schenkte testamentarisch der Stadt Frankfurt sein Palais in den Taunusanlagen zur jeweiligen Residenz des ersten Bürgermeisters. + Berlin, 29. März. Der Bau eines Straßenbahntunnels Unter den Linden ist der Stadt Berlin genehmigt worden. + Leipzig, 29. März. Die Ehefrau des heute aus dem Dienst entlassenen Gerichtsdieners Nowak sprang aus Furcht vor Nahrungssorgen, ihr dreijähriges Kind im Arme haltend, aus einem Fenster des vierten Stockes in den Hof. Beide wurden schwer verletzt und, nur noch schwache Lebenszeichen gebend, aufgehoben. Nowak ist spurlos verschwunden. Eigener der„Schwerter Zeitung Letzte Nachrichten. Hd Berlin, 29. März. Aus den Gefechten bei Kosis, Geibanes und Aub am 10. und 11. ds. Mts, waren bisher nur die Namen der gefallenen Offiziere des Hauptmanns Kirchner und des Leutnants Fürbringer bekannt geworden. Jetzt meldet ein Telegramm aus Windhuk eine Verlustliste, welche die Namen von 11 Gefallenen, zehn Schwer= und 11 Leichtverwundeten enthält. (:) Breslau, 30. März.(Privattel.) Nach den amtlichen Berichten sind in Königshütte in der Zeit vom 21. bis 28. März an Genickstarre 1 Erwachsener und 17 Kinder gestorben. Seit Beginn der Epidemie am 19. November 1904 sind von 304 Erkrankten 165 gestorben. Hd Lissabon, 29. März. Die Abordnungen der deutschen Kolonie von Lissabon und Oporto wurden gestern abend im Palast Belem durch den Generalkonsul Daehnhardt dem Kaiser vorgestellt. Der Empfang dauerte eine halbe Stunde. Der Kaiser unterhielt sich lebhaft mit den einzelnen Herren und nahm die Adressen der Kolonien entgegen. Der Besuch des Kaisers im deutschen Klub fällt wegen Zeitmangels aus. Gestern abend fand ein Bankett von 40 Gedecken in der deutschen Gesandschaft statt, an dem der portugisische Minister und die Spitzen der deutschen Kolonie geladen waren. Das Wetter ist andauernd herrlich. Vermischtes. *(Leere Gefängnisse.) Eine bisher noch nicht dagewesene Erscheinug ist die vollkommene Verödung einiger Gefängisse in der Altmark. So wird aus Bismarck gemeldet, daß das dortige Amtsgerichtsgefängnis in der letzten Zeit gänzlich leer war; erst in voriger Woche wurde wieder ein Handwerksburche eingeliefert, de „angesprochen“ hatte, und dabei betroffen worden war. Auch in anderen Gefängnissen jener Gegend ist ein auffälliger Rückgang der Häftlinge eingetreten. fängnisverwaltung in Bismarck hatte sich um Uebellasfung von Sträflingen an andere Anstalten gewandt, aber abschlägig beschieden werden, weil nirgends ein Ueberfluß daran vorhanden war. Hd Tanger, 29. März. Ein von der spanischen Kolonie geplantes Manifest, in dem die Spanier aufgefordert werden, den Kaiser als Schützer der Unabhängigkeit Marokkos und der Gleichheit aller Ausländer zu begrüßen, wurde von spanischen Gesandten verboten. Hd Madrid, 29. März. Der radikale„Pais“ veröffentlicht einen Leitartikel, in dem er konstatiert, durch den Kaiserbesuch in Tanger würden nicht nur die Rechte Marokkos, sondern auch Europas verteidigt. Die deutsche Forderung der„offenen Tür“ dauernd in Marokko aufrecht zu erhalten, komme allen Ländern zugute. Besonders Spanien habe das größte Interesse, daß das gerechte Verlangen durchdringe, und Marokko keine französische Provinz werde. Hd Petersburg, 29. März. Aus Guntschulin wird gemeldet: Die Russen haben vorgestern die Station Schuanmiautsi geräumt. Die Japaner dringen weiter vor. (!) Helsingfors, 30. März.(Privattel.) Wie man in unterrichteten Kreisen wissen will, hat die Petition des Landtages um Wieder=Einführung gesetzlicher Zustände dem Kaiser vorgelegen und zur Folge gehabt, daß die Unabsetzbarkeit der Richter verfügt wurde und die Rekruten=Aushebung nicht mehr nach dem verfaßten System von 1901 stattfinden soll. Dortmunder Stadttheater. Freitag, den 31. März. Anfang 7½ Uhr. Altz=Heidelberg. Schauspiel in 5 Aufzügen von Withel Meyer=Förster. der deutschen Seewarte. Raucher Wetterbericht 31. März. Meist heiter, strichweise Regen, Wind. 1. April. Wärmer, windig, Regenfälle. Verantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schade, Schwerte. Von Samstag, den 1. April bis Samstag, den 8. 1003 Verkauf von ca. 90 O Fenster Ciaramen April W 9 0 0 unter Preis. • 0 4* 18 Beranntmachung. Ja Gemäßheit des§ 65 des Kommunal=Abgabengesetzes vom 14. Juli 1393 wird hiermit bekannt gemacht, daß für das Rechnungsjahr 1905 1. in der Gemeinde Barop..... 300% der Einkommen=, Grund= Gebäude= und Gewerbesteuer, sowie der fingierten Einkommensteuersätze von 2,40 Mk. u. 4 Mk. 100% der Betriebssteuer. L. in der Gemeinde Eichlinghofen 820% der Einkommensteuer und der fingierten Einkommensteuer. sätze von 2,40 Mk. und 4 Mk. 210% der Grund= Gebäudeund Gewerbesteuer, 100% Betriebssteuer. 8. in der Gemeinde Menglinghausen 270% der Einkommen=, Grurd=, Gebäude= und Gewerbesteuer, sowie der singierten Einkommensteuersätze 4 Mk. 100% Betriebssteuer. 4. in der Gemeinde Persebeck 300% der Einkommen= Grund=, Gebäudesowie der fiagierten Einkommensteuersätze 4 Mk. 100% Betriebssteuer. 5. in der Gemeinde Salingen.4—t Eins. 810% der Einkommen“, steuer und der fingierten Einkommensteuersätze von 2,40 Mk. bis 4 Mk. 250% der Grund=, Gehäude= und Gewerbesteuer als Gemeindesteuer zur Deckung des Gemeindekassenfehlbetrages erhoben werden. von 2,40 Mk. und und Gewerbesteuer, von 2,40 Mk und Barop, 23. März 1905. Der Amtmann Freitag 989 977 Se bck s etefapeche Die hiesige befindet sich vom heutigen Tage an Schwerte, gegenüber der alten Apotheke. D’Thampsor’'s Seftenpante. Cacks Schwan st sparsamen HaulsFrauen Unentbehrlich.: Bekanntmachung. Der Gewerbe=Assessor Albrecht aus Halberstadt ist vom 1 April d. Is. ab mit Wahrnehmung der Geschäfte eines Hilfsarbeiters bei der Königlichen Gewerbeinspektion in Dortmund beauftragt worden. Arnsberg, 11. März 1905. Der Sesings eris Zeitungswesen Eigentum und Verlag des Vereins Deutscher Zeitungsverleger Hannover. Leitartikel über prinzipielle und praktische Fragen des Zeitungswesens. Aus der Praxis für die Praxis Rechtspflege, Maßregelungen usw. Vereinswesen und Versammlungen, Oründungen, Veränderungen, Personallen usw. Vermischtes. Sprechsaal Abwehr von Mißbräuchen, Papierkorb-Offerten usw. Stellen-Angebote u.-Gesuche Gewerbl. Anzeigen über Bezugsquellen jeder Art.... Nur Postbestellungen! Vierteljährlich 2.50 Mk. AnzeigenZeilenpreis 30 Pig., bei Stellen-Oesuchen 15 Pig. Wichtige Lektüre und Auskunftsstelle für jeden Fachmann, sei er Verleger oder Zeitungsbeamter, Redakteur oder Mitarbeiter Probenummers umsonst. Dn„„ 1 am Restaurant„Zum Freischutz&am B bei Schwerte(Ruhr). E 9 (Inh. Heinr. Straetmanns.)= 0„— 00 □ 4 Sonntag, d. 2. Aprll, nachm, 3½ Uhr C0 9 Militär-Konzert 8 4 ausgeführt vom Trompeterkorps des# m Husaren-Regiments □ m Kaiser Nikolaus II. von Russland# m E(1. Westf.) Nr. 8, Paderborn 00 5 unter persönlicher Leitung des Stabstrompeters( Herra Schüler. 0 Entree 50 Pfg. □ □ Harten Im Vorverkauf zu 40 Pfg. 0 Ein Im Vorverkauf zu 40 Pfg. sind in den Zigarrenhandlungen Dittrich, Kleingarn, und Heinrich 8 K zu Schwerte, sowie in der Zigarrenhandlung Goch zu Hörde und im„Freischütz“ zu haben. 998(7) gce KRRKRRRRKKKKKRRKKN K odermnurngaur Bestonchite, 3 K ist ein za tes, reinesGesicht, rosiges jugendfrisches Aussehen, weiße sammetweiche Haut und blendend schöner Teint. Alles dies wird erreicht durch: Steckenpferd=Lilienmilch-Seife v. Bergmann& Co., Radebenl mit Schutzmarke: Steckeupferd. à St. 50 Pfg. bei Carl Braus und in der Wigginghaus'schen Apotheke. 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Jugendschuld. Roman von Freifrau G. v. Schlippenbach. Schwerte, Donnerstag, den 3o. März 1hos 37. Jahrgang. Der blonde Kopf Edwinas beugte sich unter der welken Greisenhand, die wie segnend auf dem Scheitel der Enkelin ruhte.„ vst 263 „Ich werde gewiß ganz glücklich mit Thörner werden, Großmama“, sagte sie ruhig,„wir stimmen in vielen Dingen überein, ich denke, das ist die Hauptsache. Als Nachbarskinder kennen wir uns lange, und seit Jahren habe ich mich an den Gedanken gewöhnt, und Franz ist wirklich ein guter Mensch!“ Unzufrieden schüttelte die alte Dame das Haupt. „Gott leite dich auf deinen Wegen!“ sagte sie innig. Es war Edwinas Wunsch, noch einmal allein den Trollhätta zu besuchen, den Eindruck des großartigen Naturwunders andächtig in sich aufzunehmen, nicht wie das erstemal in lärmender, zahlreicher Gesellschaft die Fälle zu bewundern. So machte sie sich denn am vorletzten Tage auf, und war eigentlich froh, daß Fräulein Munck, die sie zuerst begleiten sollte, durch ein kleines Unwohlsein in Sörenholm zurückzubleiben gezwungen war. Kam angekommen, nachdem sie die Eisenbahnfahrt zrückgelegt, wurde Edwina von einer Schar barfüßiger Knaben umringt, die sich als Wegweiser gab ihnen einige Oere und dankte für ihr Geleit, denn sie kannte ja den Weg von ihrem ersten Ausfluge her. Der Gullö=Fall ist der erste; hier braust das wilde Element jahraus, jahrein in seiner ewigen Kraft und Schönheit, in seiner unendlichen Großartigkeit. Obgleich dieser Fall 28 Fuß Höhe hat, wirkt er sehr pittoresk, weil er mit seinen schäumenden Armen eine kleine grüne Insel umfängt. Es schien Edwina, als erzittere der ganze Felsen, auf dem sie stand, tobend stürzte das Wasser zwischen den Felsenblöcken in den tief ausgehöhlten Abgrund. Friedlich und dunkel lag der Wald an beiden Ufern da, die Bergwände mit seinem Grün schmückend. Fast mißtönend erklang der Pfiff der kommenden und gehenden Dampfer, die immer wieder die Besucher des Trollhätta landeten. Richtig, da kam abermals solch eine bunte, lustige Gesellschaft, den roten Bädeker in der Hand, in großkarrierten Touristenanzügen, diesesmal. hauptsächlich Engländer. Doch nein! Edwina sah schärfer hin, ihr Bekannter von der Seereise war auch dabei; es war John Field, der soeben mit einem tollkühnen Satze elastisch von dem hohen Felsblock zur Erde sprang. Nun steht er vor der Komtesse und sie sehen sich verwundert an. „Sie hier?“ sagte Field, und es zitterte ein großes, schwer zu verbergendes Glück durch seine Stimme. „Ja, wie Sie sehen,.“ lautet ihre Entgegnung, die kalt sein soll und doch fügte sie hinzu:„Ich freue mich, daß wir uns gerade hier treffen, Mr. Field!“ Ich bin kein Ekgländer,“ entgegnet er schnell und obwehrend., umt#r Mume ich „Nicht?“ fragt sie erstaunt.„Der Name ließ es nich vermutten)“ 6. 1.7 äu isch an aushiaftes „Welcher Nationalität gehöre ich an, gnädigstes Fräulein?“ fragt John Field lachend. „Das ist schwer zu sagen, Sie haben von allen etwas,“ meint Edwina nachdenklich. „Nun, ich. bin ebenso gut ein Deutscher, wie Sie, Komtesse! Sie sehen verwundert aus!=Ja, ja, wenn man lange fern von der Heimat unter verschiedenen Zonen gelebt hat, dann paßt man oft nicht mehr in den engen Rahmen europäischer Verhältnisse hinein. So fürchte auch ich, daß es mir gehen könnte." Piteege Sie waren im Gespräch bis an den Soppöfall gekommen, aus welchem ein kleiner runder Felsen gleich dem Kopfe eines Tritons hervorragt. Dieses ist der größte Fall, da er 44 Fuß hoch ist; es führt eine Brücke darüber, unwillkürlich schaudert man beim Betreten dersolhen; der kochende Abgrund läßt das schwache Werk aus Woschecthathen echseben. Weit voraus war die laut sprechende und gestikulierende englische Gesellschaft verschwunden; John Field und Edwina sind allein. Ueber die eiserne Brüstung der Brücke gelehnt, blicken beide in den alles verschungenoen Abgrund. Lange sprechen sie nicht und lassen die erhabene Schönhet der Umgshung guf, sch, ist ihr Wunsch erfüllt, an ihrer Seite leynt der Mann, der die Einsamkeit ihre Seele versteht, zu dem es sie magisch hinzog von der ersten Stunde an. Sie wehrt sich gegen diesen Gedanken, sie will ihm nicht Raum geben, und doch— und doch—. g „Sie kennen wohl nicht das Gefühl, daß sie gern das Leben wie ein wertloses Gut von sich werfen möchten?“ fragt John Field unvermittelt, während sein Gesicht tief umdüstert erscheint. „Nein," versetzt Edwina ruhig,„wie sollte ich so etwas kennen? Ich liebe keinerlei Aufregungen, und die Schattenseiten des Lebens blieben mir fern.“ Eine so eisige Kälte und sprödes Zurückziehen in sich selbst wehten durch diese Worte, daß John Field schnell sagte:„Verzeihen Sie, ich war unüberlegt!“ Es tat ihr leid, ihn verletzt zu haben, und sie bat: „Zürnen Sie mir nicht ob meines Mangels an Verständnis! Es ist nicht Teilnahmslosigkeit. Wenn ich auch selbst immer in sorgsam umfriedeten Bahnen gewandelt bin, so glaube ich doch, daß es sturmgeprüfte„Menschen gibt, und daß Sie zu ihnen zählen, habe ich gleich gedacht. Sagen Sie mir, warum ist uns eine so grundverschiedene Laufbahn auf der Erde beschieden?" „Das frage ich mich auch oft, ohne die Antwort zu finden,“ entgegnete John Field nachdenklich.„Als ich Deutschland verließ, war ich kaum mehr als ein Knabe, ich habe eim. Niaggrg gestanden, und es zog mich mächtig Stunde wieder ein beim Anblick des Trollhätta. Sie sehen, ich habe weiter gelebt“, er lachte bitter,„und ich lann sogar sagen, daß ich es wieder gern tue. Mein Haar ist durch ein böses Fieber weiß geworden, ich bekam die tückische Krankheit auf einem Streifzuge durch Afrika, wo ich bei einer Negerfamilie liebevolle Aufnahme fand; die schwarzen Kerls waren selbst arme Teufel, aber die Heiden sind besser als die Christen, die jeden Sonntag zur Kirche gehen,“„ u... 655 „Sie müssen nicht so verbittert sprechen!“ sogte Edwina erschreckt, und legte, fast ohne es selbst zu wissen, die weiße, schlanke Hand auf den Samtärmel Fields. Er zuckte unter der leichten Berührung zusammen, und wie ein Sonnenstrahl glitt es über sein Gesicht. „Ich nehme die Frauen aus, die edel und mild wie ein Engel durch das Leben schreiten,“ sagte er mit ritterlicher Huldigung, indem er seine Lippen flüchtig auf die Hand der Komtesse drückte;„es ist eben nicht allen Männern beschieden, ihnen zu begegnen.“ die verließen die Brücke und betraten eine in den liches Herz klopfte bereits in Liebe zu dem schönen Mann, sie wechselten die Ringe und verlobten sich, den Treuschwur tauschend. Felsen gehauene Treppe, die zu einer Grotte führte, wo früher Räuber gehaust. Field erzählte Edwing, davon, daß der Räuberhauptmann ein Bauernmädchen geraubt, das ihn später verraten habe: zur Strafe stürzte der erzünte Geliebte dasselbe in den Strudel. „Sie scheinen Schweden gut zu kennen," sagte Edwina zu ihrem Begleiter,„die Sagen dieses Landes sind Ihnen geläufig. Ich höre so gern davon, kennen Sie e ein gnödigstes Fräulein, ich war vor vielen Johren bei einem Freunde am Wetternsee, demselben, den ich jetzt besuchte und von dem ich heute komme. Auch ich forsche gern nach solch poetischen Klängen, aus aller Herren Länder möchte ich sie sammeln. Oft wundere ich mich, daß ich bei dem bewegten Leben, das ich führte, noch Sinn dafür habe, man verachtet heute meist alles, was an das Reich der Ideale und der Poesie erinnert.“ „Leider,“ entgegnete Edwing, und sie dachte an Thörner, an seine trockene, jeden Schwunges bare„Art, die sie unangenehm empfand.„Ich, finde es für Schande, eine Ausnahme zu machen,“ fugte sie hinzum einer leisen Ungeduld im Ton,„der Vorwurf, unmodern In kelbhaften Gedauckenaustusch schriten sie an den Fällen hinauf bis zur Mühle, wo sie längere Zeit blieben. John Field erzählte hier die Sage vom Trollhätta:„Ein junges, schönes Mädchen, Oge Alsafoster, wax von den Elfen der Trollhätta erzogen. Sie war eine Waise und von vornehmer Abkunft. Einst saß sie auf dem Gullöfelsen und strählte ihr langes goldblondes Haar. Da sah sie ein Ritter, der zur Fehde auzsog. Er schickte seine Mannen voraus und stieg von seinem Schlachtroß, um die schöne Maid zu begrüßen, die sich erschreakt zur Flucht bereit machte. Lange plauderten sie miteinander, und der Ritter Stöckadder fragte Oge, ob sie ihm wohl, nachdem er von der Fehde heimgekehrt, als seine Gemahlin auf seine Burg am Wetternsee folgen wolle. Oges jungfräuFlotten=Bauten. (Von unserem Berliner Bureau.) Die Eisen=, Stahl= und Waffen=Industvie wird auf der ganzen Welt zu tun bekommen, denn die Aussichten für den Flottenbau sind derartige, daß alle hierfür in Betracht kommenden Werke Arbeit in Hülle und Fülle erhalten werden. Die Zeit und die Verhältnisse bringen es mit sich daß für die Erhöhung der maritimen Wehrkraft in allen Staaten, für welche See=Chancen bestehen, außerordentliche Mittel aufgeboten werden müssen, die Kriege zwischen den Vereinigten Staaten von Nord=Amerika und Spanien und zwischen Rußland=Japan haben gezeigt, daß die zwischen zwei politischen Konkurrenten liegende räumliche Entfernung noch lange keine Sicherheit gegen jeden Krieg bietet. Noch 1809 hätte kein Mensch in ganz Europa die beiden Kriege, von welchen hier die Rede ist, für möglich gehalten, und beide haben sie stattgefunden, haben sie in die Reihe der alten Großmächte neue und aufstrebende Faktoren gebracht, mit in Europa die Bestimmung des Schicksals der in den anderen Erdteilen befindlichen Länder liege; und Rußland haben bereits erfahren, daß dem nicht mehr so ist, und wer weiß, was alles noch im dunklen Schoß Exzentrische Gemüter und französische Chauvinisten haben sich zu der Behauptung verstiegen, daß Deutschlands Flottenbau bedenklich sei. Im Dezember brachten Londoner Zeitungen sogar die Meldung, daß die britische Regierung in einer weiteren Vermehrung der deutschen Kriegsschiffe eine Gefahr sehen müsse. Gesunder Menschenverstand kann solche Meldungen nicht veröffentlichen, es muß also eine gehässige Nebenabsicht dabei untergelegen haben, und das war in der Tat der Fall, die englische Volksstimmung sollte mit Deutschland sich in Ruhe wiegen können. Deutschlands Flottenverstärkung entspricht nur unserem so enorm gewachsenen internationalen Handel. unserer gewaltigen Kauffahrteiflotte, dem Milliardenwert unserer großen Küsten=Handelsplätze. Wenn sich im Reichstage(Meinungsverschiedenheiten darüber erheben, ob nu gerade ein Schiff mehr oder weniger erforderlich sei, so können wir diese Auffassung ruhig passieren lassen, über das Prinzip, daß Deutschland zur See zu schwach war und deshalb eine Erhöhung seiner Streitkraft auf dem Meere erfahren mußte, ist bei der großen Mehrheit der deutschen Volksvertretung kein Zweifel mehr voryanden. Franzosen und Engländer, siehe Admiralitäts-Bord See in London, tuen gar zu gern, als zwinge sie Deutschlands Wachstum zur See auch ihrerseits erheßliche Anstrengungen zu machen. Die wenig ehrlichen Leute vergessen ganz, daß sie Jahrzehnte hindurch weit stärker als Deutschland waren, daß Deutschland sich gar nicht rührte, um einem etwaigen See=Angriff erfolgreich zuvorkommen können. Die deutsche Marine hat alle Zeit Angriffs=Schiffe gehabt, aber ihrem ganzen Charakter nach war und ist die Reichs=Flotte eine VerteidigungsFlotte und keine Angriffs=Flotte. Das leere Gerede von Weltherrschafts=Plänen, die sich an Waffengewalt anknüpfen, ist ja soeben erst von unserem Kaiser in so glänzender Weise zurückgewiesen. Den besten Beweis für die Notwendigkeit einer genügenden Seemacht bietet die freie, große Republik jenseits des Wassers, die Vereinigten Staaten von NordAmerika. Wer kann wohl sagen, daß Amerika mit einem Krioge zu rechnen hat, wenn es keinen haben will? Das muß eigentlich als ausgeschlossen gelten. Aber ein Kampf Spanien war da und ein anderer kann nachkommen, und darum siecht man sich in Washington denn überall gebaut, und wenn die verwendeten Millionen zu beachten sind, so ist doch auch nicht zu vergessen, daß das Geld zum allergrößten Teile in die Taschen der arbeitenden Bevölkerung zurückfließt. Die größten Marine=Ausgaben werden demnächst Rußland pan haben. Rußland hat eine neue Flotte zu bauen, Japan hat die seinige seiner in Ostasien gewonnenen Vorherrschaft gemäß einzurichten. Fi. Lion& Tonp. Warenhaus Nicolaistrasse 5 Dortmnund Balkenstr. 36-38, beim Bezirks-Kommando. Zu bekannt billigen Preisen empfehlen wir Horronktstauna aussergewöhnlich billig eine Tärtis Korven Inntzuge, Khaben-Anzuge, Konfirmanden-Anzüge, Kinder-Anzüge, Wäsche, Krawatten, Hüle, Stiefel, Schirme, Schlachte heute 2 prima fette Kühe und verkaufe das 44— Fleisch a Pfd. 50 u. 55 Pfe sow. prima Kalbfleisch zu 55 und 60 Pfg. L. Seippel, 980 Hagenerstr. 20. Ein hellen emwendet st. verwender stets Dr. Oetker’'s Backpulver Vanillin-Zucker Pudding-Pulver à 10 Pfg. Fructin bester Ersatz für Honig. Millionenfach bewährte Rezepte gratie zun den bedten Geschttet. Gut erhaltene 973 Brutmaschine für 50 Eier billig zu verkaufen Wo, zu erfr. in der Geschäftsst. Manataktardaren sehr billige Kleiderstolle. 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