Eroje T#nd, für den Rieis Börca. marrren Pen- ue Atcd trre gte Sariet Gesiter 11 bnd eg ee#at# ie#ee baich derzenlane e he apeite Sestasgt ag,#anr Aashealger Gnmaene, undatag: Juschaen. 40 Pig., Druck und Verlag von Cazl Nr. 62. Amt Schwer Braus, Schwert#=Ruhr Teienr.=Adresse verhindliche Kraft. Wöchentliche Gratisbeilage: Familienfreund.“ Nre. 183. Lne Oernseet mesmen 1... 8 mret Ca ## Tocl 36. Jahraung als enteshlie e ie. ech sc sche ee i Gegenüber dem„Simplizisimus“, schreibt der Er bringt ein Bild mit der leberscheift: Ein gräßlcher Fund in der Spree; das Bild zeigt einen Fischer dar, den Rumpf der ermordeten Frau Radatus aufgefischt, aus dem Wasser emporhebt; zur Seite stehen Kinder, welche andere blutenden Gliedermaßen tragen, und daneben stehen Gestalten mit stupiden, rohen Gesichtern, von denen die eine zu einer anderen sagt:„Ein Frauenzimmer ohne Kopp? Det muß de Germania sind!“ Auf welcher Stufe von Roheit und des Mangels an allem nationalen Ehrgefühl müssen Menschen stehen, die so etwas leistn können und frech genug sind, es dem deutschen Volke in einem Blatte darzubieten. Wie muß das Blatt aber auch seine Leser einschätzen, daß es ihnen so etwas bieten kann. — Zu den Einzugsfeierlichkeiten des jungen mecklenburgischen Großherzogpaares in Schwerin wird schon fleißig gerüstet. Ganze Waggonladungen voll Tannenund Eichengrün, das zu großen Ehrenpforten und Straßenschmuck verwendet wird, treffen täglich ein. Die mecklenburaischen Krieger=Vereine bilden Spalier. Mit dem dritten und vierten Schif Platz zur Durchfahrt frei gieh. 3. Mai versuchten die Japaner die gebliebene Lücke zu schließen. Sie schickten in der Nacht 12 Sperrschiffe gegen die Einfahrt. Der größte Teil derselben wurde vor der Erreichung ihres Zieles durch Geschosse, Torpedos oder Minen in Grund gebohrt. Zwei indessen, der Mikawa Marn und Totomi Maru erreichten die HafenGiebt es Dentsch=Amerikaner: Zu den Gästen der 50jährigen Jubelfeier der Wisconsiner Staatsuniversität in Madison gehörte auch der deutsche Reichskomminar für die Weltausstellung, Geh. Ober=Reg.=Rat Dr. Lewald, der während der Festtage (9. Juni) von dem Vorsteher der„Germania“, Milwaukee, über seine Ansichten betreffs des Deutschamerikaner= tums interviewt wurde; Dr. Lewald sagte:„Von Deutschtümelei der Deutschamerikaner, wie solche hin und wieder von unverständigen Leuten versucht wird, will ich nichts wissen. Ich kenne nur Amerikaner. Und wenn solche, die von Deutschland stammen, es sich angelegen sein lassen, im besten Interesse für die Vereinigten Staaten und Deutschland zu wirken, Handel und Wandel zwischen beiden Ländern zu hegen und zu pflegen, und auf dem Feld von Kunst und Wissenschaft sich im friedlichen Wettstreit zu üben, dann tun sie für ihr Adoptivvaterland und die politisch verlorene alte Heimat das beste. Die aus Deutschland Eingewanderten müssen Amerikaner sein, denn Deutsche können sie nicht bleiben, das ist ein Unding.“— Dr. Lewald ist wiederholt in den Vereinigten Staaten gewesen, da sollte er doch beobachtet haben, daß es allerdings Deutschamerikaner gibt, so gut wie Angloamerikaner. Wer die politische wie wirtschaftliche Geschichte der Union kennt, weiß, was gerade die Deutschamerikaner für die Union getan haben und welchen hohen sittlichen Wert gerade das Deutschtum für die Entwicklung der Union gehabt hat und noch hat. Dr. Lewald scheint,wohl von der Existenz eines gedas Kanonenboot Gasdamak“ und der Torpedobootszerstörer„Gromaschtschi“, beide durch Auflaufen auf feindliche Minen. Bürger deutscher Abkunft, welche seit 20 bis 50 Jahren hier leben„die Land und Leue gründlich kennen lernten, wissen jedenfalls besser, wie sie sich verhalten müssen, als Herr Lewald es ihnen sagen kann.— Als der angelsächsische Schwindel seinen Höhepunkt erreicht hatte und der damalige deutsche Botschafter von Holleben nicht einmal imstande war, die Bestrafung eines Offiziers durchzusetzen, welcher den deutschen Kaiser öffentlich beleidigt hatte, donnerten vor Samoa bereits amerikanische und britische Kanonen gegen deutsche Interessen. Die vielen hiesigen Deutsch=Amerikaner erkannten, daß die Vereinigten Staaten in Gemeinschaft mit Großbritannien in einen Krieg gegen unser altes Vaterland getrieben werden sollten. Da sie einen solchen Krieg verdammten, so„deutschtümmelten“ sie, indem sie als Bürger deutscher Abkunft eine Volksversammlung beriefen, in welcher nur Deutsch gesprochen wurde und in welcher sie mit der deutsch=amerikanischen Stimmenmacht jeden Politiker bedrohten, der dem angelsächsischen Schwindel fernerhin dienstbar sein würde. Die Präsidentenwahl stand bevor, Herr Mc. Kinley wollte wiedergewählt werden, er erwog die Tragweite des deutschamerikanischen Votums und die Kriegstreibereien fanden ein sofortiges Ende. Politische tenburgischen ferieger=Vereine bilben Spalier#mn, der deutschen Kronprinzen werden u. a. Königin Wilhelmine der Niederlande, Großherzog und Großherzogin von Oldenburg und andere Fürstlichkeiten anwesend sein. Das Hochzeitsgeschenk der Frauen Mecklenburgs besteht aus 150 Tellern aus massivem Silber und stark ver88868. A t umn te ae Heereslasten. In Italien hat man sich dieser Tage über die allgemeinen Kriegslasten der verschiedenen Staaten wieder sehr lebhaft unterhalten Die Unterschiede in den Heeresausgaben sind allerdings recht bedeutend. Italien gibt für seine Waffenrüstung jährlich 400 Millionen aus, England 1200, Frankreich 1100, Deutschland 950 und Oesterreich=Ungarn 400 Millionen. In England sind die hohen Ausgaben durch die hohen Flotten=Ausgaben bedingt, in den anderen Staaten erklärt sich Höhe und Tiefe der Ausgaben von selbst, aber Oesterreich=Ungarn nimmt mit seinem mäßigen Satz noch immer Wunder. Die Ursache liegt hier, wie bei so manchem anderen an den Magyaren. Sie rechnen viel, viel auf die persönliche Tapferkeit. Dieser Glaube ist gewiß viel Wert in einem Feldzuge, aber er ist nur zu sehr abhängig von der Vollkommenheit der eigenen Ausrüstung und von der Nichtvollkommenheit des Gegners. Daß man im letzten Punkte sich täuschen, arg täuschen kann, hat Rußland im laufenden Kriege zu sehr erfahren. Gewiß wünscht Deutschland seinem treusten Verbündeten das Allerbeste, aber wer nicht in Schaden kommen will hat sich vorzusehen, das ist auch eine alte Geschichte, die schon mancher erprobt hat. Frankreich. Die französischen Zeitungen bringen noch immer spaltenlange Schilderungen von dem Automobil=Besuder Franzosen in Deutschland, in denen die Persönlichkeit Kaiser Wilhelm's den breitesten Raum beansprucht. ganze Erscheinung des Kaisers, seine flotte, gewandte Art, sich zu bewegen, die geistvolle Beherrschung der frau zösischen Sprache hat unseren Nachbarn jenseits der gesen außerordentlich gefallen. Es war immer schon bekannt, daß die französischen Offiziere den deutschen ser wegen seines soldatischen Wesens seines warmen bekannt, daß ser wegen seines soldatischen Wesens, seines warmen Eintretens für die Armee hochschätzen, und daß schon nehr als einmal der Ausruf gefallen ist:„Einen Mann lvie Kaiser Wilhelm II., müßten wir an der Spitze der zösischen Armee haben.“ Diesmal haben sich auch die französischen Damen unseren Kaiser ganz genau a. hen, und die Zeitungskorrespondenten haben hat. Dr. Lewald scheint.wohl gon der Existenz eines ge„— Der Besuch des Königs von Englark.. Ia# schmeichelhafte Neußerung über ihn gehört: Kaise wissen Deutsch=amerikanischen Nationalbundes und tau= burg am kommenden Dienstag wird nur vor tutzet##n helm II. hat Französinnen und Franzosen gefallen, de sender deutscher Vereine in der Union nichts zu wissen? er sein. Es kommen in Betracht Alsterfahrt, Besuch der ist das Urteil, welches überall wiederkehrt. Jedenfal Deutschen amerikanische Bür Börser, Hafenrundfahrt und Frühstück Ho. Pathar“gza ßie wird heute in den Pariser Journalen am meisten deutschen Kaiser geschrieben. Der Besuch des Königs von England in Hamner. Und der Deutsche sollte dies Mit amerikanischer Deutlichkeit schreibt hierzu „Illinois Staatszeitung": „Es ist uns nicht bekannt, wodurch sich der Herr Lewald zu solchen Vorschriften über das„korrekte“ der Deutsch=Amerikaner veranlaßt Fabrikation der Gesebe in zu Tage tritt, macht sich mit Recht die kons.„Kreuzztg.“ lustig, indem sie schreibt: Was ist die deutsche Sprache doch für eine schwere Sprache, daß nicht einmal Deutsche mit ihr umzugehen wissen! Im deutschen Reichstage Preußisches Abgeordnetenk Das Haus nahm am Montag nach der Rück Minister aus Kiel seine während der letzten halbe ausgesetzten Arbeiten wieder auf. Die Vorlage Erhöhung des Kapitals der Seehandlung wir kurzer Erörterung in dritter Lesung angenomm nach Der Aufstand der Hereros. Ueber Deutsch=Süd=Westafrika sind der„Kölnischen Zeitung“ einige besondere Mitteilungen zugegangen. Es heißt darin: Das Ausbrechen der bei Waterberg versammelten Hauptmacht der Herero na ch Osten in das britische Gebiet scheint durch die Beobachtung des Feindes von Okomantagara und Okasondusu aus verhindert zu sein. Dagegen erfahren wir durch einen Privatbrief, daß mehrere Kapitäne der Herero von Waterberg aus sich zu den Ovambo durchgeschlagen haben. Die Kriegsleitung begnügt sich deshalb nicht, den Feind im Norden von Otawi aus beobachten zu lassen, sondern hält für dessen Einschließung von Norden her das neu ankommende Regiment bereit. Nach allen bisherigen Annahmen müßten diese Vorkehrungen genügen, und wäre im nächsten Monat vielleicht schon der vor einigen Wochen erwartete entscheidende Schlag möglich. Trifft diese Annahme jedoch nicht zu, so wäre eine Aufklärung über die tatsächlichen Verhältnisse auch aus diesem Grunde dringend notwendig. Ein allzulanger Aufschub muß umsomehr Befremden erregen, als die Wasser=Verhältnisse nach den reichlichen Regengüssen dieses Sommers weit günstiger sind, als in sonstigen Jahren, und die Bewegungen der Truppen also dadurch erleichtert werden. Je länger die Operationen aufgeschoben werden, umsomehr wird auch die Zahl der Typhuskranken anwachsen, nachdem man einmal versäumt hat, die Truppen gegen diese Krankheit zu immunisieren.“ Das klingt gerade nicht erfreulich, aber eine solche Aussprache war zu erwarten. Industrie und Handel. §§ Großstadt=Reklame. Der scheußliche Mord an der kleinen Lucie Berlin in Berlin, die ohne Arme, Beine und Kopf in der Spree gefunden wurde, hat einen Sarghändler im Norden der Stadt angeregt, seiner Teilnahme dadurch Ausdruck zu geben, daß er den unglücklichen Eltern einen weißen Sarg mit einem vergoldeten Kreuz schenkte, damit sie darin ihr Kind zur letzten Ruhe bestatteten. Diese Handlung wäre lobenswert, wenn sie keine Nebenabsichten offenbarte. Der scheinbar hochherzige Mann aber hat, nach der„Germania“, den Sarg in seinem Schaufenster ausgestellt. Er lockt damit Hunderte von Neugierigen an und macht so Reklame für sein Geschäft. Man ist ja an vieles gewöhnt, aber so etwas ist doch wohl kaum für möglich gehalten. 8§ Amerikanische Industrie=Spionage. Gegenwärtig bereist, der„Nat.=Ztg.“ zufolge, ein Mr. Burgeß Europa und sucht im Interesse der keramischen Industrie der Vereinigten Staaten von Nord=Amerika bei den europäischen Porzellan= und Steingut=Fabrikanten Informationen zu sammeln. Sehr verwunderlich erscheint es, daß dieser von einem Vize=Konsul der Vereinigten Staaten begleitet ist, der durch seinen offiziellen Charakter die zweifelhafte Tätigkeit des Industrie=Vertreters erleichtern soll. Es ist ohne weiteres klar, daß die ganze Tätigkeit des Herrn Burgeß darauf hinausläuft, die deutsche Industrie zu schädigen zum Vorteil der amerikanischen Konkurrenz. Es solten sich deshalb alle deutsche Fabrikanten, zu denen die Herren kommen, wohlweislich hüten, irgendwelche Angaben zu machen und sich auch durch den offiziellen Charakter des einen der beiden Herren hierzu in keiner Weise verleiten lassen. folgt die zweite Beratung des Ansiedlungsgesetzes, welche zu einer sehr scharfen Debatte Anlaß gibt. Abg. von Dziembowski(Pole) beantragte Rückverweisung an die Kommission, damit die Regierung in derselben eine bessere Begründung gebe. Abg. Friedler(natlib.) protestiert entschieden. Der polnische Antrag wird nach heftiger Rede und Gegenrede abgelehnt. Abg. Rören(Ztr.) bezeichnet das Gesetz als unannehmbar, weil es seinen Zweck nicht erfüllen, den Haß der Polen gegen die Deutschen nur steigern werde. Selbst in gutdeutschen Kreisen errege die Ansiedlungs=Politik Bedenken. Das Gesetz widerspreche auch dem Reichsrecht und Landesrecht, es sei ein Verfassungsbruch. Abg. Gletzel(natlib.) stellt das in Abrede. Die einzigen Leute, welche durch die Bestimmungen geschädigt würden, seien die polnischen Landparzellierungsbanken, und diese vom Eindringen in deutschs Gebiet abzuhalten, sei gerade Gesetzeszweck. Von einem Verfassungsbruch könne keine Rede sein, das neue bürgerlich Gesetzbuch lasse ausdrücklich diese Gesetzgebung zu. Die Deutschen in den polnischen Gebieten müßten geschützt werden, und Redner hofft, die Regierung werde hierin nicht erlahmen. Abg. von Dziambowski(Pole) bezeichnet die Vorlage als ein Kampfgesetz, das Haß säe und Haß ernten werde. Die Polen wurden dadurch entrechtlicht. Niemals würden sie sich mit dieser Politik befreunden, die allen Grundsätzen von Billigkeit widerspreche. Redner nennt die Vorlage ebenfalls einen Verfassungsbruch. Abg. Freiherr v. Zedlitz(Freikons.) bemerkt, gerade der Vorredner habe bewiesen, wie nötig die Durchberatung dieser Vorlage jetzt sei, die von den Polen entschleppt werden soll. Abg. Träger(freis.) erklärt sich gegen die Vorlage. Minister v. Hammerstein spricht energisch für dieselbe, die zur Bekämpfung der polnischen Sonderbestrebungen unbedingt erforderlich sei. Ebenso Justizminister Schönstedt und Abg. Pallaske(kons.), worauf die Weiterberatung auf Dienstag vertagt wird. (Kleine Vorlagen.) Schwerte, 28 Juni. 1904. **(Ansteckende Krankheiten) kamen in der Woche von 12.—18. Juni im Kreise Hörde folgende vor: Windpocken 1, Unterleibstyphus 1, Masern 2, Diphtherie 4, Kindbettfieber 2, kontagiöse Augenentzündung 8. **(Für Lotteriespieler!) Das neue preußische strenge Lotteriegesetz tritt vier Wochen nach seiner Verkündigung in Geltung. Es seien folgende Bestimmungen hervorgehoben:§ 1. Wer(in Preußen natürlich) in außerpreußischen Lotterien, die nicht im Königreich Preußen zugelassen sind, spielt, wird mit Geldstrafe bis zu 600 Mark bestraft.§ 6. Wer Gewinnergebnisse der in § 1 bezeichneten Lotterieen in einer in Preußen erscheinenden Zeitung veröffentlicht oder durch öffentliches Auslegen, Ausstellen oder Aushängen bekanntgibt, wird mit Geldstrafe bis zu 50 Mark oder Haft bestraft.§ 7. Den außerpreußischen Lotterien sind alle außerhalb Preußen's veranstalteten Ausspielungen beweglicher oder unbeweglicher Gegenstände gleichzuachten. Hiernach fallen unter das Spielverbot: 1) vorweg alle außerpreußischen Staatslotterien, als die sächsische, hessenthüringische, braunschweigisch=lüneburgische, mecklenburgschwerinsche, Hamburger und Lübecker Staatslotterie, sowie ferner die ungarische und jede andere Auslandslotterie; 2) alle Privatlotterien deutscher Bundesstaaten oder des Auslandes, die im Königreich Preußen oder einem Teil der preußischen Monarchie nicht ausdrücklich zugelassen sind.“ **(Erhöhte Fleischpreise.) Die hiesigen Metzgermeister haben in der verflossenen Woche in einer Versammlung eine einheitliche Erhöhung der Fleischpreise beschlossen; diese Erhöhung soll mit dem ersten Juli inkraft treten, der Preis für Rindfleisch wird dann 70 Pfg., der für Schweinefleisch 80 Pfg. pro Pfund betragen. Für jede Uebertretung ist durch notariellen Vertrag eine Konventionalstrafe festgesetzt worden. Man schreibt: Mit ernster Sorge sehen russische Pa=**(Falsches Geld.) Bei der hiesigen Polizei sind trioten der Getreideernte des kommenden Herbstes entge= in letzter Zeit mehrere falsche Einmarkstucke abgegeben ve*. Iu#tnarhreiteten Mißwachs worden, die hier kursieren. Die Stücke sind sehr sauber gearbeitet, auch das gewöhnliche Merkmal falschen Silbergeldes, das fettige Anfühlen, ist hier kaum wahrnehmbar. Die Unechtheit der Geldstücke läßt sich aber durch den leichten Einschnitt mit dem Messer sofort erkennen. **(Bürgerschützen=Verein.) Nachdem wir am Samstag in einem energischen Mahnruf das laue Gewissen manches Bürgerschützen wachgerüttelt hatten, zeigte sich am Sonntag nachmittag der Erfolg dieses„Gerütteltwerdens“, in einer überaus zahlreichen Beteiligung an der„Vor=Fest=Uebung“ des Schützenbataillons. Von allen Seiten rückten die wackeren Schützen herbei, und bald stand das Bataillon in voller Kriegsstärke auf dem Marktplatze versammelt, doch hier zeigte sich die schädliche Wirkung des vielen Schwänzens der Uebungen, denn die Front sah aus wie eine Schlangenlinie. Aber die „Mütter der einzelnen Kompagnien“ traten in Funktion und stellten ihre„Kerls“ in eine so grade Reihe, wie man sie beim Kartoffelpflanzen mittelst der üblichen Schnur nicht besser herstellen kann. Daß einzelne der Feldwebel vor dem Einschwenken in Sektionen jedem einzelnen der Bürgerkrieger im Vertrauen erst kund und zu wissen getan haben, welches der linke Fuß sei, mit dem anzutreten sei, glauben wir nicht, sondern halten es, obgleich es uns von„angeblich gut unterrichteter“. Seite mitgeteilt wurde, für eine böswillige Erfindung, die nur das militärische Können der Bürgerschützen herabsetzen soll, und die wir deshalb hiermit niedriger hängen. Unter dem Vorantritt klingender Klänge ging's dann hinaus nach der festen Schützenburg, allwo der Herr Major, der in „kleiner Uniform“(Schützenmütze) erschienen war, das Bataillon eingehend inspizierte. Wie zartfühlend dieser Offizier seine Aufgabe erledigte, zeigte sich darin, daß er, wenn er schlecht geputzte Knöpfe sah, nicht ein fürchterliches Geschimpfe begann, sondern dem betreffenden Schützen ohne viel Wortvergendung mit einem scharfen Blick eine— Schachtel Putzpomade überreichte. Im übrigen fand der Kommandierende an der tadellosen Haltung der Kompagnien nichts auszusetzen. Er gab seine Freude hierüber kund und betonte, daß noch zum bevorstehenden Feste das Bataillon mit einem ganz neuen zeitgemäßen Gewehrmodell ausgerüstet werde, Modell Der Krieg in Ostasten. Rußlands Getreideernte und der Krieg. gen. Nicht, als ob sie einen weitverbreiteten Mißwachs befürchteten, sondern weil infolge des Krieges für den Transport des geernteten Getreides aller Wahrscheinlichkeit nach das rollende Material fehlen wird. Letzteres hat die sibirische Bahn in einem Umfange in Anspruch genommen der befürchten läßt, daß auf den Eisenbahnen ungeheure Stockungen bei der Verfrachtung des Getreides eintreten werden. Namentlich blickt Fürst Meschtscherski düster in die nächste Zukunft; und wenn man bedenkt, daß unter Umständen die Existenz der gesamten russischen Landwirtschaft von der Transportfähigkeit der russischen Eisenbahnen abhängt, so kann man seine dringende Mahnung, bis zum Herbst für die Bereitstellung des nötigen rollenden Materials zu sorgen, wohl begreifen. Fürst Meschtscherski will damit zugleich den rusischen Fabriken aufhelfen, die nach seiner Behauptung infolge des Fehlens von Bestellungen am Rande des Bankerotts stehen. Der weiteren Entwickelung dieser Verhältnisse wird man mit dem größten Interesse entgegengesehen. Die japanischen Geschütze. Die Vossische Ztg. schreibt: Die Japaner geben offenkundig ihrer Ueberzeugung Ausdruck, daß ihre Geschütze besser seien, wie die russischen. Sie behaupten, ihre Kanonen ähnelten den deutschen, die der Russen den französischen, die zu wenig dauerhaft seien.— Die Russen haben bekanntlich alle 29 Geschütze und einen großen Teil der über tausend Gewehre, die sie am Yalu verloren, vorher unbrauchbar gemacht. Sie nehmen die Rohrverschlüsse und die Gewehrschlösser heraus, schleppten die schweren Verschlüsse eine Strecke weit mit und warfen sie dann fort, während sie die Schlösser einsteckten und mitnahmen. Deshalb war mit den Gewehren nicht viel anzufangen, während die Geschütze zum größten Teil wieder gebrauchsfähig sind. Es sind von den Japanern Belohnungen für das Wiederauffinden der Verschlüsse ausgesetzt, und die Chinesen, die wohl ganz genau wußten, wohin dieselben geworfen waren, haben sie schleunigst wiedergebracht. „Schießumdieeck", Kaliber 20,5 Millimeter. Hierüber herrscht im ganzen Schützenkorps große Freude, da die Gefechtskraft des Bataillons durch die neue Bewaffnung sehr erhöht wird. Mit den jetzigen Flinten, die an die Tschungusen verkauft werden sollen, konnte man bekanntlich weder sich etwas vor, noch einen Feind mit einem Schusse niederstrecken, da die Dinger garnicht losgingen. Wenn man nun diese Waffen den mongolischen Raubrittern verkauft, so glaubt man damit zur Hebung der Sicherheit und dadurch natürlich auch zur Hebung der Kultur in jenen Gegenden nicht unwesentlich beitragen zu können. Auch die Schützenmajestät, welche etwas an Napoleon III., als er noch in den kraftvollen Jahren sich befand, erinnert, sprach sich lobend über die Haltung der Truppen aus, und ein allerhöchster Ukas, der verlesen wurde, erließ den Kompagnien den angesetzten Parademarsch. Die Begründung für diese Gnadenbezeugung war allerdings eine bittere, wenn sie auch für die scharfe Beobachtungsgabe Sr. Majestät sprach: Weil die„Schwerter Zeitung" in recht indiskreter Weise schon die in Aussicht stehende„Königliche Belohnung“ vorher an de große Glocke gehängt hätte, würden sich die Truppen beim Parademarsch ja doch brillant halten, um eben dieser Belohnung nicht verlustig zu gehen. Dann wurde die Belohnung verteilt. Jeder Mann erhielt 10 Mark(Biermarken natürlich); die Unteroffiziere nur 7, die Offiziere nur 5, da sie den Mannschaften auch inbezug auf Mäßigkeit mit gutem Beispiel vorangehen sollen. Mit einem dreifachen begeisterten Hurrah nahm das Bataillon diesen neuen Königlichen Huldbeweis auf, doch die Stimme der Unteroffiziere(man konnte sie deutlich heraushören) war nur zu sieben Zehntel, die der Offiziere nur zu fünf Zehntel so stark wie die der Mannschaften. Ueber die Ursachen dieser eigenartigen StimmenUnterschiede haben wir uns bisher vergeblich den Kopf zerbrochen. Ein schönes Konzert beschloß die Uebung unseres Bürgerschützenkorps.— Se. Majestät mag es uns nun verzeihen, wenn wir auch heute wieder indiskret sind und aus den Königl. Geheimerlassen, die erst am Schützenfesttage veröffentlicht werden sollten, schon jetzt einiges Interessante mitteilen. Der kommandierende Major des Schützenkorps wird zum aktiven Oberstleutnant befördert, desgleichen der Feldwebel Hofmeister zum aktiven Feldwebel=Leutnant mit doppelter Pensionsberechtigung von wegen der großen Verdienste, die er sich um den Humor des Bataillons erworben hat. In seinem Zivilverhältnis wird dieser erprobte Schütze außerdem zum„Ganz außergewöhnlich Geheimen Ober=Hofrestaurateur mit Gasbeleuchtung“ allerhöchst ernannt werden, ferner werden die Hauptleute Böhmer und Kordes zu Hauptleuten 1. Klasse ernannt. Der Kastellan Sender erhält seine Ernennung zum„Geheimen Oberaufsichtsrat der Schützenburg". Außerdem wird es Orden und Ehrenzeichen nur so regnen. Man darf sich also zum Schützenfeste auf große Ueberraschungen gefaßt machen. W. Sch. **(Der Schwerter Turnverein) Mitglied der deutschen Turnerschaft, hielt am Samstag„im Reiche des Wassers“, eine gutbesuchte Generalversammlung ab. Als erster Punkt stand die Anmeldung zu dem am 15, und 16. Juli in Lüdenscheid stattfindenden Kreisturnfest auf der Tagesordnung. Der Festbeitrag wurde für Turner auf 1,50 Mark, für Damen und Zöglinge auf 80 Pfg. festgesetzt. Der Verein beschloß dann am 14. Juli ein Sommerfest, verbunden mit turnerischen Vorführungen zu veranstalten. **(Der M.=G.=V.„Cäcilia“) hielt am Sonntag abend eine außerordentliche gut besuchte Generalversammlung ab, in der aus der großen Zahl der Bewerber für den Dirigentenposten Herr Musidirektor Hanemann jr. in Iserlohn probeweise bis zum 1. Januar gewählt wurde. Durch einen Familienabend am 31. Juli wird der Verein gleichzeitig die Feier senes 35jährigen Bestehens und die Abschiedsfeier des bisherigen verdienten Dirigenten Mattenklodt, der einstimmig zum Ehrendirigenten ernannt wurde, begehen. Ferner wurde ein Paragraph der Statuten, welcher bestimmt, daß aktive Mitglieder anderer Vereine nicht dem Verein beitreten können, als nicht mehr zeitgemäß aufgehoben. **(Statistik.) Die letzte Ausgabe des Amtsblattes der Königl. Regierung zu Arnsberg enthält u. a. an Bekanntmachungen: 81 Steckbriefe, 28 Zwangsvollstreckungen, 21 Konkurse, 3 Ehesechidungen, 37 Vorladungen an Militärpflichtige, die sich der Gestellung entzogen, 21 Bernnntmachungen betreffen Gütertrennung. ** Berghofen, 27. Juni.(Pfarrhausbau.) In der letzten Sitzung des katholischen Kirchenvorstandes wurde einem Antrage der Gemeindevertretung gemäß beschlossen, bei der neuen Kirche ein Pfarrhaus zu bauen. Herr Architekt Jöhren ist beauftragt, Plan und Kostenanschlag zu entwerfen. Mit dem Bau soll möglichst bald begonnen werden. * Aplerbeck, 27. Juni.(Ein unvertrög licher Ehemann) scheint der Bergmann B. aus der Schützenstraße zu sein. Im trunkenen Zustande nach Hause zurückkehrend, bedrohte er mit einem Brotmesser seine Frau und Kinder. Nachbarn holten einen Polizeibeamten herbei, der den Mann festnahm und für die Nacht hinter Schloß und Riegel setzte. Es ist dies innerhalb einer Woche die zweite Anzeige, die gegen B. erstattet ist. Am letzten Sonntag hat er nämlich auf dem Turnfest in der Aplerbeckermark eines seiner Kinder erfaßt, um seinen Gegner damit zu schlagen. ** Holzwickede, 27. Juni. Vor dem Dortmunder Schwurgericht hatte sich heute die 33 Jahre alte Ehefrau des 61jährigen Invaliden Heinrich Köster von hier unter der Beschuldigung zu verantworten, ihr 1½jähriges Kind derart vernachlässigt zu haben, daß es in Siechtum verfiel und schließlich starb. Die Abwesenheit ihres Mannes, der längere Zeit im Krankenhause lag, benutzte das Weib dazu, ihr Kind umkommen zu lassen. Das Kind bekam keine genügende Nahrung und verkam, mit eiternden Geschwüren bedeckt, in seinem Bett. Der fachverständige Arzt bezeichnet es als ein Wunder, daß das Kind bei der völligen Vernachlässigung noch längere Zeit leben konnte; dies bewies, daß es außerordentlich kräftig und widerstandsfähig gewesen sei. Die Geschworenen verneinten die auf Körperverletzung lautende Schuldfrage und sprachen die Angeklagte der fahrlässigen Tötung schuldig. Der Gerichtshof erkannte auf zwei Jahre sechs Monate Gefängnis. Aus Westfalen und Rheinland. * Unna, 27. Juni. Bei einem Gewitter am gestrigen Nachmittag fuhr der Blitz in einen Neubau an der Vaersthauserstraße und tötete den im Keller, mit beschäftigten jugendlichen Maurer Wiedemann. Die in dem gleichen Raum beschäftigten anderen Arbeiter blieben unverletzt. * Volmarstein, 27. Juni. Am 2. August dieses Jahres findet die Eröffnung des Krüppelheims(JohannaHelenen=Heim) zu Volmarstein statt. Die Pflegekosten betragen für minderbemittelte Krüppel bis zum 14. Lebensjahre 1,30 Mark, über 14 Jahre 1,80 Mark für den Tag, für besser bemittelte Krüppel 3,50 Mark für den Tag. Die letztgenannten haben außerdem die Kosten der Operation zu tragen. * Hemer, 27. Juni. Ein schauderhaftes Verbrechen ist hier anscheinend heute vormittag vollführt worden. Man fand den 35jährigen Fabrikarbeiter Uhlmann zu Niederhemer an seinem Bette erhängt. Da er mit seinem jüngeren Bruder, einem arbeitsscheuen, dem Branntwein sehr ergebenen Menschen ständig im Streite lag, trat bald die Vermutung auf, dieser habe ihn im Streite erdrosselt und dann, um den Schein eines Selbstmordes zu erwekken, am Bette aufgehängt. Vor kurzem hatte er ihm bereits mit einem Brotmesser den halben Hals durchschnitten, so daß er mehrere Tage in Todesgefahr schwebte. Auch wird berichtet, daß die beiden heute früh wieder einen heftigen Auftritt gehabt hätten. Die eingeleitete Untersuchung wird hoffentlich bald in die schauerliche Tat Licht bringen. * Arusberg, 27. Juni. Unter dem in den umliegenden Waldungen befindlichen Rehwild ist eine bösartige Halskrankheit ausgebrochen, welche sehr stark unter den Tieren aufzuräumen droht. So fand man in dem Stemelsschutz=Revier 11 Stück, in dem Wenningloher Gebiete 9 und im Arnsberger Walde 2 verendete Tiere. * Lüdenscheid, 27. Juni. In dem hiesigen Schlachthause wurde ein Versuch mit dem Emmerichschen Konservierungsmittel für frisch geschlachtetes Fleisch gemacht. Dieser Versuch ist, wie man der„Rh.=Westf. Zta.“ berichtet, vollständig fehlgeschlagen. Das konservierte Rinderviertel hatte einen Verlust durch Eintrocknen von 15 Prozent innerhalb 17 Tagen. Auch war das Fleisch äußerlich im höchsten Grade unansehnlich geworden. Trotzdem die Konservierung auf 21 Tage berechnet war, trat am 17. Tage Fäulnis auf, so daß das Fleisch amtlich verworfen werden mußte. * Essen, 27. Juni. Durch den plötzlichen Tod des hier in Untersuchungshaft befindlichen Hollmann sen. hat die Angelegenheit der Borbecker Kredit= und Spargesellschaft eine unerwartete Wendung genommen. Hollmann war aus dem Untersuchungsgefängnis in das katholische Krankenhaus geschafft vorden. Gegen 7 Uhr abends trat ein Blutsturz ein, wodurch der Kranke das Bewußtsein verlor und es bis zu seinem nach Mittemnacht erfolgten Tode nicht wieder gewann. Aussagen über die Veruntreuungen konnte er daher nicht machen; sein Sohn Direktor Hollmann, ist flüchtig und bis jetzt unauffindbar. Es besteht auch eine geringe Hoffnung, ihn festzunehmen. Er hat über 200000 Mark in bar bei sich und ist ein ganz geriebener Mensch. dürfen. Als der Gerichtspräsident die Frage stellte, ob die Braut anwesend sei, meldeten sich gleich drei weibliche Personen, welche die Bezeichnung für sich in Anspruch nahmen. Der Angeklagte war darüber so ärgerlich, daß er darauf verzichtete, überhaupt mit irgend einer Braut Rücksprache zu nehmen. ? Selbsterkenntnis. Lehrer:„Nun habt ihr mir alle möglichen Haustiere genannt, Pferd, Ochs, besteht, fern zu halten, mit Geldras Schaf, Hund, Katze usw. Kommt ihr denn nicht auf das Haft nicht unter 1 Woche, bestraft werden kann eine: es hat struppige Haar, ist schmutzig, wälzt sich im e"„.#.# den 99 Juni Schmutz, treibt sich um Nachbars Hof herum? Nun Fritzchen?— Fritz(verschämt):„Das bin ich!“ Meuerdings ist festgestellt worden, daß der ansteckende Scheiden D# katarrh unter dem Rindvieh in verschiedenen Gemeinden des hiefigen Kreises wieder zum Ausbruch gekommen ist. Zur Vermeidung einer Weiterverbreitung der Seuche ordne ich hiermit an, daß aus den verseuchten Beständen überhaupt kein Stück Rindvieh auf der Tierschau am 9. Juli d. I. ausgestellt werden dars..4fuchonssset auf. Ich mache dacei auf§ 65 des Reichsviehfeuchengesetzer aufmerksam, wonach derjenige der es unterläßt, die verdächtigen Tiere von Orten, an welchen die Gefahr der Ansteckung fremder Tiere Gos###., fern zu halten, mit Geldrafe bis zu 160 Mk. oder mit AusVon Düffeldorfer Ausstellung 1904. Die große Rosenausstellung ist am Sonntag im Ausstellungsgebäude eröffnet worden. In den prächtigsten Farben und Arten entzückten 70.000 rheinische Rosen die Besucher. Die für die Rosen ausschließlich zur Verfügung gestellten Hallen weisen eine Fülle von Schnittblumen auf, wie sie wohl kaum je gezeigt wurde. Von den größten Formen bis zu den kleinsten, von den sorgsam erzielten Farbentönen bis zu den bescheidensten Heckenröschen sind hier wohl alle Sorten vertreten. Das Amt der Preisrichter wird nicht leicht sein. Außer den Rasen sind augenblicklich noch verschiedene andere Blumensorten in schönster Blüte, u. a. auch eine besondere Sehenswürdigkeit, der alpine Felsengarten in der Nähe des Hauptrestaurants. Depeschendienst der„Schwerter Zeitung". Schweres Unglück. Hd Genua, 28. Juni. Gestern stürzte bei der besserung eines Brunnens ein Arbeiter ins Wasser. sechs Leuten, welche ihm Hilfe bringen wollten, konnte die Feuerwehr nur einen lebend herausziehen, die übrigen fünf waren infolge in dem Brunnen angesammelter Stickgase umgekommen. Deutsch=französisches Vorgehen. IId Berlin, 28. Juni. Zu dem Konflikt auf Haiti erfährt die„Nationalzeitung" von unterrichteter Seite, daß Deutschland eine identische Aktion mit Frankreich unternimmt und ebenso wie dieses ein Kriegsschiff nach Port au Prince abzusenden gedenkt, um Genugtuung zu erlangen. Wie das Blatt weiter erfährt, werden Deutschland und Frankreich einander auf dem Laufenden über alle in dieser Hinsicht zu unternehmenden Schritte halten. Der Sport des Genickbrechens. Hd Rouen, 28. Juni. Bei den gestrigen Pferderennen kamen zahlreiche Unfälle vor. In dem Militärrennen stürzten 3 Offiziere und wurden schwer verwundet. In der großen Steapelchase stürzten zwei Jockeys, welche tötlich verletzt wurden. Vorboten der a. D.=Stellung? Hd Rom, 28. Juni. Der Papst stellte dem ruhebedürftigen Staatssekretär Merry del Val das päpstliche Schloß Casle Candolvo zur Verfügung, wohin sich der Staatssekretär auf einen Monat zurückziehen wird. Nicht im Bauplan vorgesehen. IId München, 28. Juni. Gestern nachmittag 2½ Uhr senkte sich der zweite Pfeiler der im Bau befindlichen neuen Marimiliansbrücke um 40 Zentimeter und wurden die vier Teile dieses Bogens von dem Hauptquaderteil losgelöst, sodaß dieser Teil vollkommen freihängt. Die Brücke muß abgetragen und neu aufgeführt werden. Das Vorkommnis wird auf ein Erdbeben zurückgeführt, welches zu gleicher Zeit zwischen Bogenhausen und der Ludwigsbrücke bemerkt wurde; mehrere Beamte des Volksbades wurden durch einen Stoß von ihren Sitzen geschleudert. Krieg in Der russische Vormarsch. Hd Petersburg, 28. Juni. General Kuropatkin ist am Sonnabend in Taschitschao(an der Eisenbahn zwischen Port Arthur und Liaojang) eingetroffen, wo größere Truppenkörper konzentriert werden sollen. Es scheint, als wenn nächster Tage der russische Vormarsch beginnen wird und die Japaner angegriffen werden, bevor die Vereinigung Kurokis und Okus vollständig erfolgt ist. 29. Juni: Wolkig mit Sonnenschein, warm, meist trocken. Für den redaktionellen Teil verantwortlich: Wilh. Schade. Magnum bonum garantiert weiß kochend, empfiehlt zu Tagespreis D. Hesse. Hagenerstraße 13. Jagd und Sport. — Paris, 27. Juni. Bei dem gestrigen großen Radrennen wurde Mayer(Deutschland) erster, Rütt (Deutschland) zweiter. Die Niederlage Jacquelius durch Mayer rief unter einem Teil der Zuschauer Mißvergnügen hervor. Sie veranstalteten Kundgebungen gegen Mayer und warfen ihm Sand vor das Rad. Vermischtes. 1(Wie die Zeit vergeht!) Am 12. Juli sind es bereits dreißig Jahre, daß der größte deutsche Humorist der Neuzeit, Fritz Reuter, in seiner schönen Villa am Fuße der Wartburg in Eisenach verstarb, wo er von der Mitte der sechziger Jahre an gewohnt hat. Die Villa dient heute, nachdem sie von Frau Louise Reuter testamentarisch der Stadt Eisenach vermacht ist, als Museum. Reuters zLowiesing: ruht nun auch schon manches Jahr im Grabe, und Kinder sind dem sonst in der glücklichsten Ehe lebenden Paar nicht beschieden gewesen. Nachdem Fritz Reuter nun dreißig Jahre tot ist, werden auch seine Werke, die für immer einen Edelstein deutscher Dichtung bilden werden, frei. An neuen Ausgaben wird es nicht fehlen.„ 1(Entspekter Brästg mit seinen drei Brautens) 4 Unzugsheer, aboecht hat in Berlin ein Pendant gefunden, allerdings ein sehr! Llage unrühmliches. Ein arbeitsscheuer Mensch ward trotz allen von 5 Räumen nebst 2 Mansarden Leugnens von der Strafkammer wegen Diebstahls verur Zimmer sofort teilt; er nahm dann die Strafe an, und bat nur noch, mit seiner im Zuhörer=Raum anwesenden Braut sprechen zu Rindviehzucht-Verein im Kreise bö de zu Schwerte. Am Mittwoch, d 29. d M. nachmittags 5 Uhr, findet im Wintergarten des Herrn Raffin in Schwerte eine General versammlung statt, wozu die Mitglieder hiermit eingeladen werden. Tagesordnung: 1. Ergänzungswahl des Vorstandes und der Kommission. 2. Beschluß über Ankauf ostfriesischer Zuchtbullen, hierzu Antrag auf Beihülfe aus den Westfonds 3. Rechnungslage. 4. Verschiedenes. Lichtendorf, 25. Juni 1904. Der Vorstand. J. A.: Diecker hoff. Tarlehn erhält jedermann auf Schuldschein oder Wechsel, bei Abschluß einer Lebensversicherung. Richard Thielmann, Dortmund, Goethestr. 8, Telephon 954. eine 4 Stellen-Anzeiger. Ein ehrliches properes gesucht. Ostenstraße 5. Suche auf sofort ein tüchtiges Mädchen für halbe Tage. Zu erfragen bei Frau W. Otlinghaus, Schwerte, Bahnhofstraße. 2 Wohnungen von mehreren Zimmern mit Zubehör per 1. November in Wandhofen zu vermieten. G. Waldmann. Iserloyn, ven 25. Juni 1904. Der Königliche Landrat Nauck. Ordnung für die Erhebung einer Gemeindesteuer bei der Uebertragung von Grundeigentum, sowie Bergwerkseigentum im Bezirke der Gemeinde Hacheney. Auf Grund der§§ 13, 18, 69, 70 und 82 des Kommunalabgabengesetzes vom 14. Juli 1893 und des Beschlusses der Gemeindevertretung Hacheney vom 29. April 1904 wird für die Gemeinde Hacheney nachstehende SteuerOrdnung erlassen. § 1. Jedes den Uebergang von im Gemeindebezirk belegenen Grundeigentum, Gebäuden, gewerblichen Anlagen sowie von Bergwerkseigentum, soweit es über oder unter der Erde innerhalb des Gemeindebezirks belegen ist, bezweckende oder bewirkende Rechtsgeschäft unter Lebenden unterliegt, auch wenn eine Umschreibung im Grundbuche nicht erfolgt, bei Werten bis zu 100000 Mk. einer Umsatzsteuer von Einem vom Hundert, bei Werten von über 100000 Mk. einer Umsatzsteuer von Zwei vom Hundert des Wertes des übergegangenen oder zu übertragenden Eigentums. Wird ein Eigentum der vorbezeichneten Art im Zwangsversteigerungsverfahren erworben, so ist ohne Rücksicht auf die Höhe des Wertes eine Umsatzsteuer nach der vorstehenden Abstufung von dem Betrage des Meistgebots, zu welchem der Zuschlag erteilt wird, unter Hinzurechnung des Wertes der von dem Ersteher übernommenen Leistungen zu entrichten. Uebertragungen der Rechte der Erwerber aus dem im ersten Absatz bezeichneten Rechtsgeschäften, sowie nachträgliche Erklärungen der aus demselben berechtigten Erwerber, die Rechte für einen Dritten erworben oder die Pflichten für einen Dritten übernommen zu haben, werden betreffs der Steuerpflichtigkeit wie die Rechtsgeschäfte selbst behandelt. Hat jedoch ein Erwerber das Rechtsgeschäft nachweislich aufgrund eines Vollmachtsauftrages oder einer Geschäftsführung ohne Auftrag für einen Dritten abgeschlossen, so unterliegt die Uebertragung der Rechte des Erwerbers an den Dritten nicht der Umsatzsteuer. Für die Steuer sind der jeweilige Veräußerer und Erwerber als Gesamtschuldner haftbar. Steht einem derselben nach den landesstempelgesetzlichen Vorschriften ein Anspruch auf Befreiung von der Abgabe zu(§ 6 nachstehend), so ist von dem anderen Teile die Hälfte der Steuer zu entrichten. Bei Erwerbungen im Zwangsversteigerungsverfahren ist die Steuer von dem zu entrichten, welchem der Zuschlag erteilt ist. Ist dieser ein Hypotheken= oder Grundschuldgläubiger des betreffenden Grundstücks oder eine von der Zahlung des Stempels befreite Person(§ 6), so wird eine Steuer nicht erhoben. Für gemeinnützige Baugesellschaften und Baugenossenschaften ermäßigt sich die Steuer auf ½ vom Hundert des Grundstückswerts. § 2. Erfolgt der Eigentumserwerb auf Grund einer Schenkung unter Lebenden, insbesondere auch einer remuneratorischen oder mit einer Auflage belasteten Schenkung, so ist d’e Abgabe nach dem Betrage, um welchen der Beschenkte durch den Erwerb des Grundstücks reicher wird, zu entrichten. Für die Feststellung dieses Betrages haben die Vorschriften der§§ 14 bis 19 des Gesetzes, betreffend die Erbschaftssteuer vom 30. Mai 1873(Gesetz=Sammlung für 1873, Seite 332 und 333), 19. Mai 1891(Gesetz=Sammlung für 1891, Seite 78) und des Artikels 1 Nummer 2 des Gesetzes, betreffend die Erbschaftssteuer vom 31. Juli 1895(GesetzSammlung für 1895 S. 412) sinngemäße Anwendung zu finden. § 3. Die Steuer wir nicht erhoben, wenn ein Grundstück von einem Veräußerer auf einen Abkömmling auf Grund eines lästigen Vertrages übertragen wird, oder durch letzwillige erfügung auf Descendenten, Geschwister oder Ehegatten übergeht, oder wenn Einer oder Mehrere von den Teilnehmern an einer Erbschaft das Eigentum eines zu dem gemeinsamen Nachlasse gehörigen Grundstückes erwerben. Zu den Teilnehmern an einer Erbschaft wird auch der überlebende Ehegatte gerechnet, welcher mit den Erben des verstorbenen Ehegatten gütergemeinschaftliches Vermögen zu teilen hat. S 4. Bei Eigentumserwerbungen, die zum Zweck der Teilung der von den Miteigentümern gemeinschaftlich besessenen Grundstücke außer dem Falle der Erbgemeinschaft(vergl.§ 3) erfolgen, kommt die Steuer nur insoweit zur Erhebung, als der Wert des dem bisherigen Miteigentümer zum alleinigen Eigentum übertragenen Grundstückes mehr beträgt, als der Wert des bisherigen ideellen Anteils dieses Miteigentümers an der ganzen zur Teilung gelangten gemeinschaftlichen Vermögensmasse. oder später zu Inmmer sofort vermieten. H. Kleingarn Kleppingstraße 3 P.„ear per Bogen 10 Pfg. Salon=Fliegenfänger äußerst reinlich) Sick. 10 Pfg. vorrätig bei C. Braus, Schwerte. § 5. Erfolgt der Grundstückserwerb auf Grund von Tauschverträgen, so berechnet sich die Steuer nach dem Werte der von Einem der Vertragschließenden in Tausch gegebenen Grundstücke und zwar nach denjenigen, welche den höheren Wert haben, bei dem Tausche im Gemeindebezirke belegener Grundstücke gegen außerhalb desselben belegene nach dem Werte des ersteren. § 6. Wegen der sachlichen und persönlichen Steuerbefreiungen, insoweit sie nicht durch die vorangegangenen Bestimmungen geregelt worden sind, finden nur die Bestimmungen der§§ 4 und 5 des Stempelsteuergesetzes vom 31. Juli 1895 entsprechende Anwendung. S 7. Die Wertermittelung ist in denjenigen Fällen, in welchen die Steuer von dem Werte des Grundstücks zu berechnen ist, auf den gemeinen Wert des Gegenstandes zur Zeit des Eigentumswechsels zu richten. In keinem Falle darf ein geringerer Wert versteuert werden, als der zwischen dem Veräußerer und dem Erwerber bedungene Preis mit Einschluß der vom Erwerber übernommenen Lasten und Leistungen und unter Zurechnung der vorbehaltenen Nutzungen Die auf dem Gegenstand haftenden gemeinen Lasten werden hierbei nicht mit berechnet: Renten und andere zu gewissen Zeiten wiederkehrende Leistungen werden nach den Vorschriften des Gesetzes, betreffend die Erbschaftssteuer vom 30. Mai 1873 88 15 bis 19 und vom 31. Juli 1895 Ar19. Mai 1891 38 tikel 1 Nummer 2 kapitalisiert. Die Veranlagung der Steuer geschieht durch die Gemeindevertretung. § 9. Die zur Entrichtung der Steuer Verpflichteten haben innerhalb zweier Wochen nach dem Erwerbe dem Gemeindevorsteher hiervon, sowie von allen sonstigen für die Festsetzung der Steuer in Betracht kommenden Verhältnissen schriftliche Mitteilung zu machen, auch die die Steuerpflichtigkeit betreffenden Urkunden vorzulegen. Auf Verlangen der Gemeinde=Vertretung sind die Steuerpflichtigen verbunden, über bestimmte, für die Veranlagung der Steuer erhebliche Tatsachen innerhalb einer ihnen zu bestimmenden Frist schriftlich oder zu Protokoll Auskunft zu erteilen. § 10. Die Gemeindevertretung ist bei der Veranlagung der Steuer an die Angaben der Steuerpflichtigen nicht gebunden. Wird die erteilte Auskunft beanstandet, so sind dem Steuerpflichtigen vor der Veranlagung die Gründe der Beanstandung mit dem Anheimstellen mitzuteilen, hierüber binnen einer angemessenen Frist eine weitere Erklärung abzugeben(vergl.§ 63 des Kommunalabgabengesetzes). Findet eine Einigung mit dem Steuerpflichtigen nicht statt, so kann die Gemeindevertretung die zu entrichtende Steuer, nötigenfalls nach dem Gutachten Sachverständiger festsetzen. § 11. Nach beendeter Prüfung erfolgt die Veranlagung der Steuer durch die Gemeindevertretung, worüber dem Steuerpflichtigen ein schriftlicher Bescheid zuzustellen ist. Die Steuer ist innerhalb sechs Wochen an die Gemeindekasse zu entrichten. Nach vergeblicher Aufforderung zur Zahlung erfolgt die Einziehung der Steuer im Verwaltungszwangsverfahren. S 12. Der Einspruch gegen die Veranlagung ist binnen einer Frist von vier Wochen nach Zustellung des Veranlagungsbescheides beim Gemeindevorstande schriftlich anzubringen. Ueber den Einspruch beschließt der Gemeindevorstand. Gegen dessen Beschluß steht dem Steuerpflichtigen binnen einer, mit dem ersten Tage nach erfolgter Zustellung beginnenden Frist von zwei Wochen die Klage im Verwaltungsstreitverfahren an den Kreisausschuß zu Hörde offen. Wer eine ihm nach§ 9 dieser Ordnung obliegende Anzeige oder Auskunft nicht rechtzeitig oder nicht in der vorgeschriebenen Form erstattet, wird, insofern nicht nach den bestehenden Gesetzen eine höhere Strafe verwirkt ist, mit einer Geldstrafe von einer bis dreißig Mark belegt. § 14. Diese Ordnung tritt mit dem Tage ihrer Verkündigung in Kraft. Mit diesem Tage tritt die Orduung vom 25. Juli 1898 außer Kraft. „Wellinghofen, den 29. April 1904. Präunigshkausen„ Gemeindevorstech Der Amtmann. Der gez. Hartung. gez. Cosack. Zu vorstehender Steuerordnung erteilen wir in Gemäßheit des§ 77 des Kommunalabgabengesetzes vom 14. Juli 1893 unsere Genehmigung. Hörde, den 3. Mai 1904. (L. S.) Namens des Der Vorsitzende. I. V.: gez. Luckhaus, Regierungsassessor. 1. Nr. 4146 Zu der vorstehend ausgesprochenen Genehmigung erteile ich meine Zustimmung. Arnsberg, den 24. Mai 1904. (L. S.) Der A. IV 3435. In Vertretung: gez. Gisevins. Eine gleichlautende Ordnung für die Erhebung einer Gemeindesteuer bei dem Erwerbe von Grundstücken haben erlassen die Gemeinden Lücklemberg, am 29. April 1904. Niederhofen am 29. April 1904. Wellinghofen, am 29. April 1904. Wichlinghofen, am 29. April 1904. Amtmann: Die Gemeindevorsteher: gez. Hartung. gez. Schulte, Gemeindevorsteher„ Stellvertreter. gez. Stratmann, gez. Vohwinkel, gez. Huntermann. Auch diese Steuerordnungen haben, gleichlautend wie vorstehend, die Genehmigung des Kreisausschusses und Zustimmung des Herrn Regierungspräsidenten erhalten. Vorstehendes bringe ich hierdurch zur öffentlichen Kenntnis. inghofen, den 24. Juni 1904. J. Rechl Kachl. Inhaber: N. Rosenberg. Schwerte, Ostenstrasse 20. KUST von Kleiderstoffen, Kattunen, Siamosen, Hemdenbiber, Kleiderbiber, Unterrockstoffen, Leinen und Halbleinen etc. werden, soweit der Vorrat reicht, zu aussergewöhnlich billigen Preisen abgegeben. J. Hecht Nachf. Inhaber: N. Rosenberg. Schwerte, Ostenstrasse 20. CSeSs K M und Bau-Verein Schiverte. Gungetragene Genslenichelt mit beichränüter Haltung. Bilanz am 31. Dezember 1903. Aktiva. 1. Rückständige Einzahlungen(noch nicht fällige Geschäftsanteile) 2. Kassa=Konto 3. Grundstücks=Konto 4. Gebäude=Konto 5. Materialien=Konto 6. Sparkassen=Guthaben.... 8 2219,44 Mk. 736,70„ 29 800,—„ 165 334,99„ 180.—„ 455,64„ 198 726 77 Mi. Passiva. 1. Geschäftsanteile der Mitglieder 2. Zinsen der Anteilseigner für 1903 3. Anleihe bei der Landes=Versicherungsanstalt Westfalen.... 4. Guthaben der Mitglieder.. 5. Guthaben der Unternehmer 6. Reservefonds=Konto 7. Hülfsreservefonds=Konto 9000,— Mk. 271,22" 18 2731,40„ 616,89„ 4928,92„ 462,27„ 716,07 Sa. 198 126,77 Ml. asgerntenr 5 Migicher inr Jais nunr Gesil.e. Mie a.s C öchis be. Die Haftsumme betrug: am 1. Januar 1903: 9000 Mk., am 31. Dezbr. 1903: 9000 Mk. Scwerte, dn 27. Jumi 1901. Der Vorsland; Hohenschwert, Hövelmann, Brehr. Kleitmann, Röber, Komel, Keßler, Wingenfeld. Aselmann. m(röffnete in der elterlichen Wohnung(Schneider“# g meister Luttropp, Kampstraße 12) eine# *" 1 K Fleitmann, R. Damen u. Herren welche noch die engl. oder franz. Sprache nach meiner Methode in 3Monaten erlernen wollen, werden freundl. gebeten, ihre Adresse in der Geschäftsstelle d. Blattes einzureichen. Preis für den ganzen Kursus jeder Sprache 30 Mk. Mr. Smith aus London ehem. Lehrer bei d. Kaiserl. Marine Wilhelmshaven u. Kiel. Von der Ostenstraße bis Stamm Reichskrone eine Damenuhr verloren. Der ehrlichen Fiuder wird gebeten dieselbe gegen Berohnung in der Expedition abzugeben 4 Gammu reinigt Glas Gamma reinigt Leder Durch mehrjährige Tätigkeit in nur feineren Ateliers größerer Städte bin ich in der Lage chice## Arbeit zu liefern und halte mich den geehrten Damen bestens empfohlen. Hochachtungsvoll 2 K N K N Ida Luttropp. K S Gamma reinigt Metall a Gamma reinigt Spitzen Gamma reinigt Gold S Gamma reinigt Schuhe * Gamma reinigt Email S Gamma reinigt Teppiche — Gamma reinigt Fenster * Gamma reinigt Stoffe a Gamma reinigt Marmor 2 Gamma reinigt Bilder Gamma reinigt Politur & Gamma überall käuflich □ Gamma kostet die Dose nur 25 Pig. Verkäufer werden aufgestellt durch J. Pausch II, Kronach. Am Mittwoch soll im hiesigen Schlachthause das Fleisch einer 336688 K „ jetten Kuh als minderwertig verkauft werden. J. Rocht Ku Inhaber: N. 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Das Wladiwostokgeschwader ist von seiner ordentlich kühnen Streife, welche es bis dicht Arthur führte, heil und ohne irg litten zu haben, in den Bericht des Admirals Geschwader drei große „Hitschi Maru" und„Izui anton aufgebracht und nach Wlsetzggstok geshigpt at, umserer Karte wo das Prisengericht über sein Schicksal entscheiden soll. Für Herz und Gemüt Wenig von dir weiß, Wer dich nur im Fleih. g.6.1638.s. Hat belauscht und in der Arbeitsfrist; Sag' mir, was du tust, Wenn du ruhst, Und ich will Dir sagen, wer du bist. Wer denkend eine Welt umkreist, Verzichtet auf den Schein; Nur selten hat ein reicher Geist Die Zeit zum Geistreichsein. Elisabeth Holberg. Original=Roman von A. E. Lindner. 3. Fortsetzung.) escistestistr e chaset scer ecen 42 Pfg. Bestellgeld, wenn durch die Post bezogen. Erschein!# jedem Wochentage. Wöchentliche Gratisbeilage:„IllustriertSamientrernt. Nerven wie wohlüberlegte Rücksichtlosigkeit. In Berlin hatte man so nicht mit ihr gesprochen. Sie war eben die arme, bezahlte Gouvernante, der gegenüber man sich nicht genieren brauchte. Sich sen! Ja, wahrhaftig, das würde sie. Jede Viertelstunde brachte etwas Neues und Unangenehmes. Bezug aug Frau Anna stellte jetzt einige Fragen in P###### ihre Reise, und das Gespräch schleppte sich ein Weilchen etwas matt dahin, dann rief der Amtsrichter:„Ja, liebe Anna, wo sind denn nur unsere Sprößlinge, es ist doch das Wichtigste, daß Fräulein Holberg sobald wie möglich die ungeschliffenen Diamanten zu sehen bekommt, uan denen sie ihre Kunst erproben soll. Ich wette, sir utzen am Kaninchenstau und haben sich bis über die Ohren „Es würde mir sehr lieb sein, meine Schüler kennen „Na, na, ich bitte dringend, auch hier auf alles gefaßt zu sein. Der Junge, liebes Verpzähchenst rigr mie Sesca. Soaliche das oüie Seie he. wenigstens einen Sündenbock haben, dem wir alle Schuld an ihren Ungezogenheiten in die Schuhe schieben können. Bisher kam immer alles auf mein und meiner Gattin Konto,“ sagte der Vater und warf Frau Anna einen schelmischen Blick zu. Sie schüttelte lächelnd den 03 „Unverbesserlicher, dein Verdienst ist es nicht, wenn Fräulein Holberg nicht schon von vornherein alles Zutrauen verliert. Wenn man di chreden hört, sollte man doch meinen, wir hätten die ungezogensten Rangen von der Welt“„„ 8 „I bewahre, sie sind dir nur ähnlich. Du warst gerade solch Sausewind, als ich dich kennen lernte. Ich habe sie aber schon nett gezähmt,“ setzte er, zu Elisabeth gewandt, lachend hinzu.— In diesem Augenblick hörte man leichte Tritte vor der Tür und das Geflüster von Kinderstimmen„.7 42.2 g St i „Na herein, ihr Aeffchen,“ rief der Varer so laut, isabeth usammenzuckte. Auf der Schwelle stand ein halb schönsten sentiert maer hübsch folgsam, sonst wird sie sehr böse.“.. Tund nach dam. Aen, Elisabeth streckte die Hand nach dem Kleinen aus, um sie zum Näherkommen zu bewegen, aber es sei, daß Fräulein Holberg Bezestzung, daß ich sie erst jsetzt bei sie nicht ezig Zut zoer, mit Beistrigenung eingeichsel. 6. grüße. Meine Frau erzählte mir schon von dem ungemüt= daß diese sich durch die fremde eerschein liche: Fmpfang, den Sie hier gehabt haben, aber lassen fühlten, genug, Georg und Meta, mie dern zu verkehren, sei es, Erscheinung eingeschuchtert srüßhe Meize Grz erzächtgzete bgn„. aun aheur lalsen Tfüchten, genug, Georg und weta machten schleunigt nicht abschrecken, Wir wollen versuchen, skehrt und verschtganden, de###grridor entlang, so eitig das Versehen durch dappelte Liebenwürdigkeit wiederl wie ein paar en Sie sich dadurch nicht abschrecken. Wir wollen versuchen, kehrt und verschwanden den Korridor Versehen burch boppelle Llevenwürdigkeit wieder wie ein paar entdeare Spchhugen., gut zu machen,“ setzte er lachend hinzu."„Nun aber! Elisabeth ließ entrauscht die Hai nehmen Sie Platz und genießen Sie das so ließ enttäuscht die Hand sinken.„Wenn is Gute des Lan= die Kinder auch gar noch ungezogen waren, so konnten des. Liebe Anna, ich glaube, du hast zu Ehren von das nette Verhältnisse werden. Sie fühlte ihren letzten Fräulein Holbtergs Ankuft eine Kafterbohne wiechr. 96.) re), Jeie pizseitierean sich ig heute von ihrer liebens. Lebhaftigkeit war das vollendete Gegenftück seiner zuh= lich micht gu den Verkehr mit Gposgähtern gemebut, dos Gesicht, Zlus köngte, man ebenfalls als Mitverungsgrund gelten schwer kond, ein Vgerzihte sie wigst angenehmn, und siel Lioderhällen bewegten. ch der Tür erschien das güge Gescht der Hausftau, entgecgiete ueserwviert.„Siesind auch sonst nicht so 415de, ich weisz. ud aen riaches, sauberes Hauskleid übergeworean mahin, neinetnegen Untände enggn Vur I, machen nite anteugt, so ligt da gletditas uach als in Argen. die sch inzwpschen aus dem Schlachtbabt herausgeschält.„Ich würde 65 insedauerz,giggztl gzise, Krau Ge os,Pagsi sg., ueizgte der Nutsrichter, unds ud en emagen, wuters Haukled Abergehorten uohhunszenzzage der Amtsrichter,„uie nagen nüre gntgzgst, solizstda alersigs uach alls in Frgen. wollte Sie dach selbft zun, Kosig eholeiz, egen ese userer nunzngen wugen. Ja. so, Sie, werden, sa Paugen daunzestz uigautez Pepsien sagen u, Pnen, Hause noch nicht recht Bescheid wissen. erzsihenu wenn ich Sie lange warten ließ, ich wollte unten gerne erst die letzten Spuren der Unordnung beseitigen. Bitte — hier herein.“ Das Eßzimmer, das sie betraten, zeigte dieselbe Einfachheit wie das übrige Haus, es gab da keine geschnitzten Möbel, kein Buffet im Renaissancestil, keine Delfter Krüge. Behaglich und sauber war es zwar, aber Elisabeth schienen heute an allen Dingen nur die Mängel und Schattenseiten aufzufallen. Bei ihrem Eintritt erhob sich ein stattlicher, etwas korpulenter Herr von dem Fensterplatz, wo er wartend gesessen hatte. „Mein Mann," begann Frau Harlow, aber der Amtsrichter unterbrach sogleich ihre Vorstellung, indem er lebhaft auf Elisabeth zukam, und rief:„Unsere neue Hausgenosfin, nicht wahr? Willkommen in Altenhagen, unserer natürlichen Wildheit.„Ig. bei uns an vieles gewöhnen müssen," mischem Ernst. meinte er mit ko„In der Tat? Ich bin darauf gefaßt," antwortete sie mit kaum unterdrücktem Seufzer. „Sieh, das lobe ich,“ neckte der Amtsrichter.„Sie tun sehr wohl daran, sich in meinem Hause auf alles gefaßt zu halten. Ich muß Ihnen nämlich gleich sagen, daß ich ein greulicher Haustyrann bin, meine Frau weiß davon ein Lied zu singen.„ „Aber, lieber Arnold! Was muß Fräulein Holberg mein Mann sagt. Er neckt gern, und freutlschwer vorkommt. Fassen Sie Mut, und glauben Sie, echunden bot, und, heimnisch zu sachen, Hoffautlich wird es Ihnen dann Eisabeth verbengte sich stumm und erzwang müh, auch gelingen, sich in den freuden Verhältpissen. webihusam ein Lächeln. Wie ungemütlich das alles war, das fühlen, so daß unser Zusammenwirren ein ersprießliches joviale Wesen ihres Prinzipals erschien ihren gereizten twird. Fortsetzung folgt. die sie zum Glück offenund Wahrheitsliebend sind, zwei Eigenschaften, die schon für den Mangel von manchen anderen entschädigen können."„ 6.s# „Ich werde mich gewiß bemühen, nach besten Kräften meine Pflicht zu tun,“ sagte Elisabeth, konnte aber nicht verhindern, daß ihre Stimme matt und freudlos Klang. st D. sich uun gut „Fürs erste leben Sie sich nur hübsch bei uns ein, liebes Fräulein“ sagte Frau Anna herzlich.„Sie sind zum erstenmal in die Welt hinausgegangen, und ich kann mir denken, daß Ihnen da manches recht ungewohnt und Bekanntmachung. Am Sennabend den 2. Juli er findet auf den Scheibenständen hinter dem Schützenpsatze hierselbst Scheibenschießen und auf dem östlichen Teile nach Geiscke stat. Die südich von der Schützenstraße in der Schußrichtung liegenden Wege, Felder(insbesondere im Gänsewinkel, Obergünne, im hintersten Bruch Schmiedesheide usw.) und ebenso die in der Schußrichtung liegenden Weiden, werdeu für diesen Taa gespeirt. Schwerte, den 27. Juni 1904. Rohmann. (Sburger Tenak Fleggtreggnar Verein Hühneraugen Eingetragener verein, Hautverhärtungen und eingewachsene oder verkrüppelte Nägel entferne ich nach weiner b=Mäinuten unäbertroßien, Wiester v. bone un ven bin Zelunsze Reserenzen und derziche Haneteatahshung, Hehalen die uis beätgals der Vostaute schassen wollen, gebe ich Unterricht in meiner für Jeden eichtfablichen Aueivode..4 ich baldigst. Jch bemerte ausviun Haßz sch oben erwähnte Fußübel als Spezialität behandle. Freitag, den 1. Juli: Ankündigung des Festes durch Kanonendouner. Abends 8½ Uhr: Großer Zapfenstreich morgens 5½ Uhr: bies.((C Weckruf u. Kanonendonner. 0 ] zu dem am — bim am und S. Juli 1ssstattfindenden Ernst Klein. S0ch Nonl. *4 gut und schnell trocknend, Cin sämtl. Lacke, Farben und Pinsel, Fenster- und Spiegelglas, Drahiglas, Mouselin-, CatbedralMalt- und Rob-Glas emfiehlt billigst Carl Trog, Schwerte. Fernsprecher 32. 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Sonntag, den 2. Juli: vormittags 11 Uhr: Große Wacht=Parade bei Hotel Sternberg. 3 Uhr: Antreten der Kompagnien bei ihren Hauptleuten. 3½ Uhr: Abholen des neuen Königspaares. durch die Stadt zum Schützenhofe. Nach Eintreffen des Festzuges: Grosses Konzert. Volksbelustigungen. Abends 8½ Uhr: Fest-Ball. D Bei eintretender Dunkelheit: Große Illumination) ** des ganzen. eante rker Se6 Die Musik wird von der ganzen Kapelle des Schlesw.=Holst. Ulanen=Regiments Nr. 15, Saarburg i. Lothzr. unter versönlicher Leitung des Kayelmeisters, He=Pifga.g, Post 1 50Pppz,.- Konzert und Be 75 Di. Fellarte(gültg für des ganze Fer,) 30 Mi. Danen Konmen zum Lal ie engeiähet Vorübergehend, in Schverte wohnende Versonen zahlen die EintrshergrFege,(gonzert und Bal) Einheimsche üver 18 Jopetgliehzer heg! Vereig gag, eonnen zu. eingeführt, mit Ausnahme der über 18 Jahre## n esce alce ie Sohen Aüichtan den Sak aiche Alschen. M Die Miglieds, und Elntriütskarten siad schtbar auf der Brust zu tragen. 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