Insertionsgebühr für lokale Anzeigen, die sechsgespaltene zeile oder deren Raum 10 Pfg., außerhalb 15, 40 Pfg., Druck und Verlag von Carl Braus in Schwerte. Fernsprecher=Anschluß Nr. 62. Amt Schwerte. Telegr.=Adresse Braus, Schwerte=Ruhr. Nr. 300 1. Blatt. Die Ordenssucht in Frankreich. Paris, den 19. Dezember. Das Ministerium Combes hat gestern allen seinen Prinzipien zuwidergehandelt: es hat die Orden in Schutz genommen wider jene, die auf ihre Es klingt unglaublich, es ist aber wahr. Nur handelt sich nicht um die geistlichen Orden, deren Austreibung das Kabinett mit Eifer fortsetzt, sondern um die Ordensund Ehrenzeichen, die die großen Demokraten der französischen Republik brauchen, damit auch die Gleich selbst äußerlich nicht durchführbar sei, wo die Freiheit nur in den offiziellen Reden und die Brüdrelichkeit so wenig in den öffentlichen Taten vorkommt. Der Abgeordnete Mirman, hatte kurzerhand beantragt, die Ordensverleihungen innerhalb der blau=weiß=roten Grenzpfähle einzustellen und das Tragen von Abzeichen jeder Art unumgeschränkt zu gestatten, er hatte also die Aufhebung der Ehrenlegion und der vielen anderen Dekoratioven verlangt, um die sich die Republik seit dem,ngeg#. voleon bereichert hat. Der Min. energisch dagegen auf. Der Ministerpräsident Nicht daß er als tanirater Vollblutdemokrat ein theoretischer Anhänger des Ordensunwesens ist, sondern weil er ebensowenig wie seine Vorgänger und Nachfolger dieses glänzende Regieruggsn tel entbehren kann. Die Kammermehrheit ,.. Unrecht gegeben. Wiederum nicht weil die Mehrheit der Deputierten der Ehrenlegion feindlich gesinnt sei, sondern, weil sie nicht in den Verdacht kommen will, mit den Orden Schacher, sei es nur Wohlschuchrs, gan, fürzlich erst die Kammermehrheit stets feige ist, wie gung die Einsetzung des Humbert=Ausschusses gezeigt hat. Man hat also trotz Combes den Vorschlag Mirman als dringend“ angenommen, selbstverständlich in der löblichen Absicht, das Projekt nun im Schoße einer Kommissii sanft einschlafen zu lassen, und im äußersten Falle im Vertrauen auf den Senat, der so ein nützliches wicht für den Uebereifer der Kammer bildet und su. die Orden vor dem Untergange retten würde. Wo kam es hin, wenn der Senat nicht ware? Die Kannner wäre manchmal imstande,wider ihren Willen über das Ziel hin auszuschießen. Und was würden dieselben gäbe! Mancher von denen die eben gegen die Ehrenlegion gestimmt haben, ist sicherlich heute im Vorzimmer eines Ministers, um für seine Schützlinge das verfehmte Kreuz zu erbitten, zu fordern. Denn gerade eben naht die große Zeit der„Promotions“ und der„Distributions", da Fur Herz und Gemüt. Wie glücklich würde mancher leben, wen er sich um andere Leute Sachen so wenig kümmerte, wie um seine eigenen. * Still trägt, wer viel trägt! Wankelmütig sein im Leben Heißt dem Unglück in die Arme streben. Mancher spart am Zündholz, der die Zigarre verschwendet. Das Raubtier zeigt seine Natur, wenn es Blut, Der Mensch, wenn er Geld sieht. Hilde. Eine Weihnachtserzählung von Wilhelm Nachdruck verboten. (Schluß.) „Soll ich Ihnen ein wenig helfen, Schwester Hilde? Baben wie hn an Vo=Zuntwork garnicht erst ab, sondern hing gleich ein Dutzend Gegenstände „Aber lassen Sie doch nur, Herr Kapitän, gi in der Minute fertig damit, Sie stören mir ja vie#####0 Spinmetrie. Alle Kreis= und Lokalpolizeilichen Verordnungen für den Kreis Hörde erlangen gemäß Bekanntmachung der Königl. Regierung durch Veröffentlichung in der„Schwerter Zeitung" rechtsverbindliche Kraft. Bacid Frangsten dolen die ogenmnten„gladenschen. Palmen“, die gleich en gros verteilt werden, erbeten haben, und viele Tausend andere machen seit Monaten u. Runde bei allen einflußreichen Bekannten, um in die edlere Schar der Ehrenlegionsritter ausgenommen zu werden. Der Abgeordnete Mirman hat nur die Leute hinter sich, die keine Aussicht auf eine Auszeichnung haben.— Denn wer in Frankreich, der einiges Recht oder einige Protektion hat, bewirbt sich nicht um ein Ordensband, das er dann zeitlebens in sämtlichen überzähligen Knopflöchern tragen darf. Denn das ist es, was die fran sche Ordenssucht von der monarchischer Staaten unterscheidet: man trägt hier das Abzeichen jahraus, jahrein, nicht nur bei feierlichen Gelegenheiten, sondern tagtäglich. Es ist eine dauernde Auszeichnung, es richtiger Ersatz für den abgeschafften Adel. Der Adel ist in Wirklichkeit auch nicht abgeschafft; die Republick kann zwar nicht gut Barone und Grafen ernennen, aber die alten Adelsfamilien haben hier nich minder Anrecht auf ihre Titel wie sonstwo und werden hier nicht minder als höhere Wesen angesehen, wenn auch man spottet darüber, aber man ist nicht darüber erhaben, erzjählt sich die Hönsen ereäigen siuns fercste solche einteilen kann, die die Ehrenlegion haben und solre, wie ein Minister dem gestand, keine Verdienste nennen zu können, antwortete: Desto besser! Dann kann man nicht darüber diskutieren, und dein Gesuch wird glatt genehmigt. Der Forge ordnete Mirman hat Recht: man sollte alle5 schaffen oder, wie einst der bissige Rochefort sagte, als er noch Esprit hatte, man sollte jedem Franzosen in der Wiege das Ritterkreuz der Ehrenlegion anheften, wie Ordensdurst zu wecken. Der Abgeordnete Mirman hat Recht, er müßte nur auch gleich die Abschaffung, der putiertenschärpe beantragen, die er selb), rig, um b. und einen heiligen Eid leisten, daß er sich nicht un die Ehrenlegion bewerben wird, sobald er dazu im sein, sobald er aus der Kammer ausscheiden sollte. Was ihm leicht bevorstehen könnte, da er Toxepzenggeiger und alle Ordensinhaber in spe, d. h. seine gesamte Wählerschaft. 42 Pfg. Bestellgeld, wenn durch die Post bezogen. Erscheint an Abonnementspreis pro Quartal 1 Mark 65 Pfg., exct. jedem Wochentage. Wöchentliche Gratisbeilage:„Illustrierter Familienfreund.“ Jahrgang. Polit'sche Uebersicht. Deutschland. — Nach Schluß der militärischen Jubelfestlichkeiten in Hannover ist der Kaiser nach dem Neuen Palais bei Potsdam zurückgekehrt, wo die kaiserliche Familie die Weihnachtsfeier in gewohnter Weise begehen wird. In einer militärischen Order an die drei ter würdigt der Kaiser ebenfalls ihre historischen Taten und sagt dann:„Den Geist der Hingebung und Treue pflanzten die Männer der Legion der neuen hannoverschen Armee ein, deren Kern sie wurden; ihn bewährten die Söhne an dem blutigen Tage, der— Gott gebe es zum letzten Male Deutschen gegen Deutsche die Waffen in die Hand drückte und abermals den Untergang ihrer Regimenter herbeiführte; ihn betätigten sie in dem ruhmvollen Kriege, der die endliche Erneuerung Deutschlands besiegelt! Der Ruhm der Väter ist der Söhne Ch### er unerschöpfliche Jungbrunnen, aus dem sie fort und fort Kraft schöpfen, es diesen gleich zu tun, der Hort der eigenen Ehre in sturmbewegter Zeit.“ Eine ganz besondere Erinnerungsgabe zum biläum für alle an der Feier in Hannover uune ggre den ehemaligen Angehörigen der Regimenter und ihrr tiven Mannschaften hat der Kaiser gestifter, und zwar in Form eines Buches, bei bei der Parade zur Verteilung kam. Es bringt die Geschichte der hannoverschen Truppen von 1803 bis heute und enthält zahlreiche Abbildungen von Schlachtenszenen, von Uniformen, von hervorragenden Führern, sowie den König Ernst August, Georg V., Wilhelm I. und ein Bild Kaiser Wilhelm II., das ihn an der Spitze seiner Königsulanen in der Attacke Eine merkwürdige Nebenerscheinung des Krimmitschauer Textilarbeiterstreiks ist in dem Massenaustritt der Streikenden aus der Landeskirche zu erblicken. einer aus Leipzig kommenden Meldung erfährt die Leipziger Volkszeitung“ aus Krimmitschau, daß die Zahl der wegen des behördlichen Weihnachtsverbots aus der Kirche ausgetretenen streikenden Textilarbeiter auf tausend gestiegen ist.— Da zeigt sich die Frucht##z#atdemokratischer Verhetzung in schönstem Lichte. — Jaurès contra Bebel. Der französische Sozialistenführer Jaurès ist sehr aufgebracht über Beveis fortüibren gilerand. Die deuischen Sozalisten“, schreibt minister Miuerand.„Die deutschen#..... schreibt er in der„Petit Republique",„wurden vielleicht gut tun, sich verlegenen und spitzfindigen Wortgezänkes über demo kratische Beteiligung an der Regierung zu enthalten. Die Frage ist nicht, ob Bebel ein Millerand sein möchte oder Graf Bstlow ein Millerand zu sein imstande wäre. Die einzige Frage ist, ob die deutschen Sozialisten fabig sind, Das hatte er nicht bedacht, mußte ihr aber recht geCentimeter=Geschützen besser Bescheid Sctpursder bide, Eezgtanger elichih, Heraet haihte doch so traurig anblickend,„ich stehe, seit wesse, u ihrem Glück und mit dem, der da gesagt hat„Ich bin die Liebe!“ Unterdessen stand Fred vor dem Senator. Mit ernsten, schlichten Worten hatte er dem Vater das Vorgefalme erzählt und wenn er geglaubt hatte, der alte Herr würde Schwierigkeiten machen, sah er sich angenehm enttäuscht.4 Ich billige Deine Wahl von ganzem Hexzen, ia. mit Tränen in den Augen,„gheleich tief auf,„ich will nicht noch einmal zwischen zwei Menschenherzen treten, denn was Gott zusammengefügt, das darf der Mensch nicht trennen; es rächt sich bitter. Er strich mit der Hand über die Stirn, als wolle er dunkle Schatten wegscheuchen— er dachte an seine TochDann raffte er sich auf.„Fred, gestatte mir, ich will Schwester Hilde selbst benachrichtigen, will sie selbst in Deine Arme führen, zünde inzwischen die Kerzen am Weihnachtsbaume an. Licht soll es sein— auch ste er leite Bugu.. g.. Hildes Zimmer bläeber Vor der halboffenen Zur d. Zichtschein flutete auf betroffen stehen. Ein wohltuender.........— den Korridor und vor dem Tische seitwarts von der veree fuir Gibe ud Piz Aunie abeh Sae e5 Sie behalten darf, denn ich habe Sie lieb gewonnen, wie mein eigen Fleisch und Blut.“ Mit den Worten trat er neben sie. Sie hatte sich aufgerichtet und das Blid, vor dem sie Lampe nunmehr auf das kleine Oelgemälde, das eine an5 der e derartige Frage die der Weihnachtszauber wieder jung gemacht, so daß eine Regierung au schaffen, in der eize b.x.8. V.—], sekaum noch die Stunde erwarten können, an welüberhaupt aufgeworsen werden könnte. Vüir werden aunc die Puppen und Schaukelpferde und die anderen Radas Prodlem mit hnen erörtern, wenn 65 für sie besehen cder b= aetr zix die sie sonst im ganzen langen Jahre vird. Einweisen aber wägen se uns mit einen undub.) rüchen u., Zic übrig haben, unter den strahlenden samen Dognatsmus und schrof absprechenden Vortch.(Chrsthaum von der jubelnden Schar in Empang genomgen verschonen, die in Deutschland doch erst Schuler, men werden. Die Kinder aber, die das Zimmer, in dem Wbüngen vud.„„ der Ehristbaum seiner Ausschmückung harrt, in Setchteet.. 660 großen und die kleinen Weihnachtsgaben aufgespeichert König Peter I. von Serbien soll bei seinen 2 sind, nicht mehr beitreten dürfen, mühungen, die Königsmörder zum freiwilligen Rücktritt an dem ganzen Feste. Sie vergehen fast vor Ungeduld, aus ihren einflußreichen Stellen zu veranlassen, einige sie zählen die Stunden, die sie noch von der Bescherung ürheber des Blutades in Konak, sol sich den Vortel, nachtsfeste nicht in Jutezngnigriger zud gerbrechen ich des serbischen die Köpfe über das Geheimnis den Stunden Flügel, indem sie die alten lieben Weihnachtslieder anstimmen.„Morgen, Kinder, wird's was geben, morgen werden wir uns freu'n“..., das verste hen auch die Kleinsten unter ihnen und fallen freudig in den Chorus ein; mit oder ohne Harmonie, das tut nichts, eine Freude stes boch. der hiesigen kath. Geallerdings mehr Glück, als man hätte, erwarten sollen.] 25(Die Gemeindevertretung) der hiengen Sind die Verschworenen einmal aus Belgrad verdrängt, meinde wählte in ihrer letzten Sitzung als Ersatzmann für danm wird es dem Könige bei einiger Wachsamkeit auch ein ausgespiedenes Miütglied des Kirchenporstandes. möglich sein, sie dauernd von der Haupttadt fern zu hal, Krostmann=Billgst, zon de Gemel. zicheunn wiehies ten. Allerdings muß man daran denken, daß die Ver den für letzteren und ein weiteres ausge sgiedenes Mitglied hältnisse in Serbien gegenwärtig mit den in der Odysse die Herren Berginvalide Hoffmann=Lichtendarf und MuErcfich permie Gisg, esiten: Wer dies ler-=Westhosen gewählt, Ferner watoc vi. urt g. eines Skylla vermied, geriet in die Charybdis. Grundstückes für den Bau einer Filialkirche in LihtenZwecke regelmäßige Theeabende, zu deren jeden er einen der Mitgeschworenen einlädt, den er denn nach allen Regeln der Kunst bearbeitet. König Peter hoffe, daß er bald der Königsmörder ledig sein und die Gunst der europäischen Höfe wieder gewinnen wird. Das wäre dann allerdings mehr Glück, als man hätte, erwarten sollen. Kleine Chronik. Grundstückes für den Bau einer dorf=Eichholz genehmigt.„.. 8 (Unfall.) Der Baynarbenter Justus gerier auf dem hiesigen Güterbahnhofe beim Nachsehen der Wagen zwischen zwei Puffer und erlitt eine ernste Quetschung der Schulter. Justus ist bei sämtlichen Kollegen sehr beliebt; er ist ein ganz vorzüglicher Rezitator plattdeutscher Sachen und hat hiervon noch vor kurzem anläßlich der Jubiläumsfeier des Herrn Bahnschlossers Schlüter prächtige **(Der Dampfschreinerei) des Herrn Aug. Müller hierselbst ist die Lieferung von Fensterrahmen für die neuen Beamtenwohnhäuser in Dortmund im Betrage von 7000 Mark übertragen worden, ein Beweis, daß auch der Handwerker der Kleinstadt, wenn er sich die Errungenschaften der Neuzeit(Motoren usw.) zu nutze macht, mir der Großstadt konkurrieren kann. tust *(Uebernahme.) Der Gutsbesitzer Schulle=Selmig zu Horst, welcher die weit bekannte Wirtschaft„Im Reiche des Wassers" hierselbst käuflich erworben hat, übernimmt dieselbe am 1. Februar nächsten Jahres. *** Apterbeck, 22. Dez. reisenden Tagelöhner wurde d Eine Herder=Gesellschaft hat sich anläßlich des hundertsten Todestages Herders in Berlin unter dem Präsidium des Kultusministers Dr. Studt gebildet. Die Gesellschaft stellt es sich zur Aufgabe, Arbeiten und Unternehmungen im Sinne Herders anzuregen und zu fördern. Die Herder=Gesellschaft will sich der GoetheGesellschaft angliedern und hat dies letzterer durch ein Telegramm witgetellt. 90 S., Rag. bis lin a. + Dresden, 20. Dez. Daß in vielen Kreisen, namentlich in Dresden, die ehemalige Kronprinzessin Luise von Sachsen, die jetzige Gräfin Montignoso, sich noch großer Popularität erfreut, beweist der Umstand, daß eine größere Anzahl Dresdener Frauen und Mädchen der Prinzessin ein prächtiges Weihnachtsangebinde in Gestalt einer schön geschnitzten Truhe mit Ansichten aus Dresden, der Sächsischen Schweiz und anderen Punkten, die die frühere Kronprinzessin gern besuchte, übersandte. Auch die kleine Prizesin wurde mit Spielzeug reich bedacht. Ders un Guserbek, 22. Dez.(Debstahl.) Einem durchsberge, Au de Boher von siger Staktion das Portenomate nebst 8. Mi. Iuhast ge. der Nähe von Neufundignd, AVern,gsäsce perhherg., Aau sergebnissos aufgenommenen Rechergen verliefen Fahrgäste strömten auf Deu, vetutzuger, wourven auz ven 1. u., Aplerbeck, 22. Dez. Eine böse Krankheit, der Bera gerchtet und da seigte es sich nach der Tgl. Absch, Tpphus, hiest bei der Familie Fabrikarbeiter J. hierselbst, kaum geneder EheBera gerichtet, und da zeigte 45 sich nach der Tgl. Rösch, i.st bes der Famisie Fahrikarbeiter J. dat auf dem Eie einige Eisbaren hiu und her liesen und Schperterstraße, ihren Enzug. Die grau zut ka. arFounte man die sechs Bären mit freiem Auge sehen. sen und jett sind die vier 12.„2jährigen Knaben Sie waren affenbar dem Tode geweiht. Der südlich trei=sleute erkrankt. Die drei ältesten Knaben wurdel Sie waren bfsehrut dem Tode geweiht. Der südlich treibende Eisberg ist jedenfalls in den Golfstrom geraten und geschmolzen. Lokales. Schwerte, 23. Dezember 1903. **(Unmaßgebliche Gedanken.) So wie Weihnachten ergreift kein anderes der großen christlichen Feste die Herzen, so jubelnd wird kein andres begrüßt. Es ruht ein Zauber auf diesen Tagen, der unbeschreiblich ist, unbeschreiblich wie die Liebe selbst, die ihn gewoben. Wenn Christentum Liebe ist, dann ist Weihnachten das christlichste aller Feste; nie und nirgends offenbart sich die heilige Kraft der Liebe schöner als zu ihm. Nie treibt es die Menschen so unwiderstehlich, Glück und Freude zu verbreiten, nie drängt es sie machtvoller, auch an den Stätten der Armut und des Elends eine beglückende Festgabe niederzulegen, als zu dieser Weihnachtszeit.— Am schönsten und reichsten aber entfaltet sich die Liebe im trauten Familienkreis.„Und ob es draußen stürmt und schneit, im Stübchen drin ist Frieden.“ Da ist es heimisch und traut, da denkt kei drin ist Frieden.“ Da ist es heimisch und traut, da denkt kein Mensch an sich, sondern ein jeder nur an den andern.— Freude bereiten, Liebe beweisen, so lautet da das Leitmotiv.„Daß wenig vieles sei, schafft erst die Lust herbei!“ Mit welchem emsigen Eifer wurden die kleinen Handarbeiten hergestellt, die Jungen und Mädchen zurleberraschung der Eltern und Verwandten zurechtgestümpert haben, und die nun im tiefsten Winkel verborgen des Weihnachtsabends harren. Und wie beglückt sind Vater und Mutter, die vier 12—2jährigen Knaben d. leute erkrankt. Die drei altesten Knaven wurden gestern dem Krankenhause Hörde zugefuhrtg. gzagr Guch piligte ** Auf dem Schnee, 22. Dez. Der Valler Eu Pflügle mit seinem Pferde auf dem Felde hinter dem Hause. Dort befand sich ein, mit einer eisernen Platte zugedeckter Brunnen. Das Pferd trat darauf, die verrostete Platte gab nach, infolgedessen das Tier in den Brunnen stürzte. Stundenlang war man bemüht, das Pferd wieder herauszuziehen. Ein angebrachter Flaschenzug erwies sich als nicht stark genug, denn als das Pferd beinahe oben war, riß derselbe, wodurch dieses wieder in die Tiefe fiel. Nach vielen Qualen und Schmerzen verendete das Tier. Hierdurch erleidet der Eigentümer einen Schaden von 600 Mark. Westfalen und Rheinland. * Witten, 22. Dez. Der Eisenbahnminister genehmigte zur vollständigen Freilegung des Bahnhofs WittenWest den Bau von vier Straßenunterführungen, von denen zwei auf die Strecke Witten=Langendreer und je eine die Strecken Witten=Annen und Witten=Wetter kommen, sowie den Bau der Kronenstraßenüberführung bei der Haupteisenbahnwerkstatt. Die Baukosten, in Höhe von rund 150000 Mk. können gedeckt werden aus dem 500000 Mk.=Ueberschuß, der beim Bahnhofsumbau eri. Altenhunden, 22. Dez. Innerhalb des hiesigen Bahnhofes ereignete sich in der Nacht von Freitag auf Samstag ein schwerer Unglücksfall. Ein Arbeiter, der ausnahmsweise im Rangierdienst tätig war, soulle mittelst Hemmschuh die in die verschiedenen Geleise abgestoßenen Wagen aufhalten. Hierbei kam er zu Fall und mit dem Körper über eine Schiene zu liegen. Ehe er sich erheben konnte, fuhren eine Anzahl Wagen über seinen Körper hinweg und trennten den Kopf vollständig vom Rumpfe. * Bochum, 22. Dez. Der evangelische Arbeiterbund hielt gestern nachmittagunter dem Vorsitze des Fabrikanten Hermann Franken=Schalke im evangelischen Vereinshause hierselbst eine Verbandssitzung ab. Bezüglich des Vereinsorgans wurde beschlossen, es in der bisherigen Weise weiter erscheinen zu lassen. Sodann wurde ein Haftpflichtvertrag für den ganzen Verband mit der Frankfurter Transport=, Unfall= und Glasversicherungsgesellschaft zu Frankfurt a. M. abgeschlossen. Die Versicherung ist für alle Mitglieder obligatorisch und tritt am 1. Januar 1904 in Kraft.„ * Bochum, 22. Dez. Heute fruh gegen 5 Uhr wurden hier und im benachbarten Grumme mehrere Erdstöße verspürt. In der Nähe der Kaiseraue waren die Erderschütterungen so stark, daß die Leute erschreckt aus den Betten u5 Euskirchen, 22. Dez. Krankenkassen und Aerzte. Die hiesigen Aerzte haben sich der allgemeinen Bewegung gegen die Krankenkassen angeschlossen. Der bisherige trag, wonach pro Kopf 2,50 Mk. bezahlt wurde, wurde gekündigt und pro Mitglied 3,50 Mk. gefordert. Diesem Vorschlage hat die Krankenkasse in einer am letzten Sonntag abgehaltenen Versammlung vorläufig auf ein Jahr Folge gegeben, um Zeit zu gewinnen, entweder dee Aerzie# zu veranlassen, auf diesen Satz bestehen zu bleiben, oder, wenn dieses nicht der Fall ist, neue Kassenärzte zu en2 Neuß, 22. Dez.(Angeschossen.) Bei einer zwischen hier und Krefeld abgehaltenen Treibjagd wurden 76 Hasen, 65 Kaninchen, 12 Fasanen und 1 Zuchs zur Strecke gebracht. Angeschossen wurden laut„N. Ztg.“ 1 Gendarm, 1 Polizeidiener und 4 Treiber. Zu den Kunstschützen sollen namentlich Düsseldorfer Nimrode geyoren. * Oberhausen, 22. Dez. In Sterkrade wurde der 44 Jahre alte Bergmann Paul Fischer von einem holländischen Arbeiter ohne jeden Grund durch einen Messerstich ins Herz getötet. Der Mörder wurde bald nach der TatMeiderich, 21. Dez. Heute vormittag entgleisten auf der Strecke Duisberg=Oberhausen=West ein mit zwei Lokomotiven bespannter Güterzug. Die Maschine stürzte um, ein Bremser blieb tot, mehrere Beamte wurden verletzt. Der Zug geriet in Brand. Die Meidericher Feuerwehr ist zurzeit mit Löscharbeiten beschäftigt. Beide bteis, Frefeld, 22. Dez. Gestern abend wurde das Ergebnis der am Samstag abend beendeten Gewerbege, richtswahlen der Arbeitnehmer der Textilbranche verannt gegeben. Die Wahlen endeten mit dem Sieg der Kandidaten der sozialdemokratischen Gewerkschaften, die 141 Stimmen erhielten. Die christlichen Gegenkandidaten vereinigten 521 Stimmen auf sich... Guue sc Mainz, 22. Dez. Eine Kugel in den sopf geschosfen. hat sich hier ein 18jähriger Silberarbeiter, der mit einem Ladenmädchen ein Liebesverhaltnis unterhielt. Als si das Mädchen von ihm zurückziehen wollte, drohte er, sie zi ermorden, weshalb seine Verhaftung vorgenommen werden sollte. Um seiner Festnahme zu entgehen, beging er dann Selbstmord. mutige Frauengestalt mitte der zwanziger Jahre zeigte, Unwillkürlich blickte auch der Senator auf das Bild; wie ein Schlag ging es durch seinen Körper, Hilde bemerkt plötzlich, daß er am ganzen Körper zitterte wie Espenlaub. Eine Stütze suchend griff er mit beiden Händen nach der Stullehne. „Hilde! Allmächtiger Gott, Schwester Hilde, wen, wen stellt das Bild dar?“ rang es sich keuchend aus seiner Brust und fast flehend hingen seine Augen an ihren Lippen. Sollte auch er an seinem Lebensabend wieder Frieden haben, Frieden in sich?..8176 „Das ist mein totes Mütterlein, antwortete H#lde erstaunt und eingeschüchtert durch das seltsame Gebayren des alten Mannes.„„„. „Heißt Du Klinger: Hilde Klinger: und war Deine Mutter eine geborene Hansen?“ fragte er hastig, o se der antwortete Hilde, der plötzlich, sie wußte nicht er, die Erkenntnis kam.„Ueber ihre Jugend und Familie weiß ich nichts, doch hat sie mir versiegelte woher. Briefschaften gegeben, die ich öffnen sollte, wenn ich mich verlobte oder vorher schon, wenn ich in Not geriete, sonst an dem Tage, an dem ich das 21. Lebensjahr vollende.“ „Laß' sie mich sehen, Hilde, schnell, schnell,“ drängte der Senator und Hilde entnahm einer kleinen eisernen Kassette einen Pack Briefe und gab sie dem vor dem Biloe in die Knie gesunkenen Manne. ung uum Fhan in den Zitternd löste er die Verschnürung, um schon in den ersten Blättern die Gewißheit zu haben, die er suchte. Bewegter Seele faltete er die Hände und ein brünstiges Dankgebet stieg zum Himmel empor.„Herr Gott! Hab' Dank für deine Güte, meine Tochter hat mir verziehen und in ihrem Kinde schenkst du sie mir wieder!“ „Hilde, mein Enkelkind!“— Großvater! Lieber armer Großvater!“. Und dann herrschte heiliges Schweigen und ein Engel rauschte durch den Raum. Unter dem Christbaum standen an diesem Abende in dem alten Patrizierhause drei glückliche Menschenkinder und als vom nahen Kirchturme der eherne Mund der Glocken die heilige Christnacht einläutete, reichte der Senator den beiden Kindern die Hände und„Ehre sei Gott in der Höhe!“ sagte er; und wie ein Gelübde klang's durch den Raum. En de.— (Berliner Leben.) Wegen versuchten Mordes hatte sich der Kellner Scheffler vor dem Berliner Schwurgericht zu verantworten. Sch. wurde nach seiner Heirat arbeitsscheu und ließ seine Frau den Lebensunterhalt verdienen. Das arme Weib wurde von dem Manne aber auch geprügelt und mit Totschlag bedroht. Die Folge war die Entscheidungsklage, und vrochser,gerahg, Fut iszhreuregeuder. Nun schrieb ihr Sch. die zärtlichsten nahm an, die Frau sei von ihrem Bruder beredet worden, schisfe ab, von Musiker, kann auch jetzt noch nicht den einen Arm wieder richtig bewegen. Nach ärztlichem Gutachten ist der Angeklagte ein beschränkter Mensch, der leicht in Jähzorn verfällt, wenn er Spirituosen getrunken hat. Da das Gericht die Unterfrage betreffend Körperverletzung mit einer Waffe zuließ, kam er mit vier Jahren Gefängnis davon. *(Die Handschrift bracht es an den Tag.) Vor der ter der Anschuldigung, und seines griffen. Der Angeklagte mußte ein mend befunden, und der ungerceneern mend bekz.deide Hawdsthingetreue erhiel. 9 Monate 4 Kassel, 19. Dez. Ein fetter Konkurs hat nunmehr sein Ende erreicht. Die Gläubiger sind nicht, ständig befriedigt worden, sondern er hat: richtkosten, Verwaltungsgebühren 2c. sogar noch einen bscht resbertabelepährscheinlich noch Zinsen für Konkursgläubiger, wayrst,, 7.4 J sehrsten vorkomForderungen ergatten, sicherich estagt, sparde in dem mit mender Fall. Dieses güstige Resul, zu, Treßertrocknung dem Konkurse der Aktiengesellschaft zurtzperfahren über im Zusammenhange, stehenden Ponrz Hebrüder Sumpf das Vermögen der Loschschen Braugchlußtermin vor Gein Kassel erzielt. In dem gestrigen Rechtsanwalt Dr. richt erstatete der Konkursverwalfglgendes hervorzuhe. 2085731 Mr, de Ausgaben 1054502 Mr., Vorhanden Bekanntmachung. senbestand werden noch etwa 125000 Mk. zur Deckung der Restforderungen der Konkursgläubiger, Gerichtskosten, Honorare für Konkursverwalter und Mitglieder des] Im Laufe der Zeit sind in unsern Straßenbaynwagen Gläubigerausschusses nötig sein. Der hierauf verbleiben= Gegenstände der verschiedensten Art, darunter auch Bargeld, de Massebestand von etwa 227000 Mk. wird— da mit von Fahrgästen zurückgelassen worden. Beendigung des Konkurses die Gesellschaft„Loschsche) Wir haben diese Gegenstände stets in Aufbewahrung Brauerei Gebrüder Sumpf“, in das Liquidationsstadium genommen, und einen großen Teil derselben an die Emtritt— der Konkursverwalter an die gesetzlichen Liqui= pfangsberechtigten bereits wieder aushändigen können. datoren der offenen Handelsgesellschaft, nämlich die Kon=)“ Bei einem Teil aber ist dies nicht möglich gew Rehe Hasen Puter Für die Feiertage empfehle ich billigst: Dilikatess-Räse Caviar nachs sowie sämtliche die Dauer des Konkurses zukommen. Was schließlich übrig bleibt, fällt in die persönlichen Konkursmassen. Briefkasten. Zu unserer kürzlich nach Ergste gerichteten Briefkastenmeldung wird uns von anderer Seite mitgeteilt, daß die betr. Kosten beim Notar keineswegs höher seien, als beim Gericht; außerdem aber könne man beim Notar jederzeit kommen, während das Gericht nur wenige Stunden wöchentlich für Erledigung derartiger Sachen angesetzt habe. dern, dieselben bei der unterzeichneten Verwaltung innerhe vier Wochen vom Tage dieser Bekanntmachung an gerechnet, anzumelden. Hörde, den 22. Dezember 1903. Allgemeine Lokal- u. Straßenbahn-Gesellschaft, — Berlin.— Betriebsverwaltung der Hörder Kreisbahnen. junge Hähnchen Hühner etc. etc. Delikatessen und Früchte etc. etc. J. A. Haape, Schwerte, Poststraße. Standesamt Wellinghofen. Aumddungen vom 1. bo ub. Dgenbr 1990. K * X #* * X * X X beEigener Depeschendienst der„Schwerter Zeitung“. Hd Berlin, 23. Dez, Zum Ausstand der Droschkenkutscher wird gemeldet: Bis heute früh wurden bei der Streik=Kommission 90 Fuhrhöfe mit ca. 2500 Kutschern gemeldet, denen zu morgen die Aussperrung angekündigt worden ist.„„ Hd Berlin, 23. Dez. Wie der„Germania“ aus Rom gemeldet wird, hat der Papst die Blättermeldung von der Uebergabe von 40 Millionen Lire und sonstigen in der Privatbibliothek Leos XIII. aufgefundenen Geldsäcken an Pius X. selbst als Erfindung bezeichnet.(??) Hd Berlin, 23. Dez. Nach Unterschlagung von 30.000 Mark ist der 25jährige Bankbuchhalter Linsener flüchtig Hd Wien, 23. Dez. Wie die„N. F. P.“ meldet, sind die hiesigen diplomatischen Kreise überzeugt, daß die russisch= japanischen Differenzen ohne Blutvergießen beigelegt werden. Hd Asch in Böhmen, 23. Dez. Gestern nachmittag und heute nacht erfolgten hier und in ganz Westböhmen mehrere starke Erdstöße; stellenweise wurden Häuser beschädigt. Im Erzgebirge wurden mehrere Erdrisse bemerkt. Wetterbericht. 24. Dez.: Meist bedeckt, feucht kalt, windig, strichweise Schnee, Nebel. 25. Dez.: Wenig verändert, frostig, Neigung zu Schnee. 26. Dez.: Meist trübe, kalt, vielfach Schneefall, Nebel. Verantwortlich für den redaktionellen Teil Wilh. Schade. ottesdienste Schwerte. Größere evang. Gemeinde. I. hl. Chrifttag. Freitag, den 25. Dezember 1903. Vormittags 8 Uhr: Frühgottesdienst. Pastor Heinenberg. Vormittags ½10 Uhr: Hauptgottesdienst. Pastor Wischnath. Nachmittags 5 Uhr: Liturg. Christfeier. Pastor Graeve. II. hl. Christtag. Sonnabend, den 26. Dezember 1903. Vormittags ½10 Uhr: Hauptgottesdienst. Pastor Heinenberg. Nachmittags 2 Uhr: Kindergottesdienst. Pastor Wischnath. Nachmittags 5 Uhr: Abendgottesdienst. Pastor Graeve. Sonntag, den 27. Dezember 1903. Vormittags ½10 Uhr: Hauptgottesdienst. Pastor Graeve. Nachmittags 2 Uhr: Kindergottesdienst. Pastor Heinenberg. Nachmittags 5 Uhr: Abendgottesdienst. Pastor Wischnaty. Reformierte Kirche. I. Weihnachtstag. Freitag, den 25. Dezember 1903. 9 Uhr: Vorbereitung zum hl. Abendmahl. Vormittags ½10 Uhr: Predigtgottesdienst. Pastor Terberger. (hl. Abendmahl.) II. Weihnachtstag. Samstag, den 26. Dezember 1903. Vormittags ½10 Uhr: Predigtgottesdienst. Pastor Terberger. Sonntag, den 27. Dezember 1903. Vormittags ½10 Uhr: Predigtgottesdienst. Pastor Terberger. Ev. Stadtmission, Schwerte, Kuhstr. 7. II. Weihnachtstag. Sonnabend, den 26. Dezember 1903. Nachmittags 4½ Uhr: Weihnachtsfeier der Sonntagsschule. Sonntag, den 27. Dezember 1903. Vormittags 7¾ Uhr: Blaukreuzgebetstunde. Abends 6 Uhr: Weihnachtsfeier des Männer= u. JünglingsVereins. Gottesdienstordnung der kath. Pfarrkirche. Freitag, den 25. Dezember 1903.(Hochheil. Weihnachtsfest.) Vormittags: 5 Uhr: Christnacht: Levitenhochamt mit Predigt und Segen. (Gemeinschaftl. hl. Kommunion des Josephs= u. Cäcilien=Vereins.) 6 1/2, 7, 7½ Uhr: Stille hl. Messe. 8½, 9 Uhr: Stille hl. Messe. 10 Uhr: Levitenhochamt mit Predigt und Segen. Kranken hauskapelle. 7½, 8 Uhr: Stille hl. Messe. Nachmittags 2 Uhr: Vesper. Samstag, den 26. Dezbr. Fest des hl. Erzmärtyrers Stephanus. Vormittags: Der Dilettanten=Verein„Niegedacht“. Wandhofen feiert am 2. Weihnachtstage im Lokale der Frau Ww. Deitert seine übliche Welnnachtsleier bestehend in * Konzert, Theater und Ball. K Anfang Punkt 5 Uhr. Kassen=Eröffnung 4 Uhr. K Zur Aufführung gelangt:„Der Bucklige oder die Macht der Arbeit“, Original=Schauspiel in 4 Akten. Da in diesem Schauspiel so recht klar die täglichen Ereignisse im menschlichen Leben dargestellt werden und die Rollen sich in sehr guten Händen befinden, so möge es keiner versäumen, da der Reinertrag für einen guten Zweck verwandt werden soll, das Fest zu besuchen. Kassenpreis 60 und 50 Pfg. Der Ball findet geschlossen statt, jedoch können Nichtmitglieder durch Mitglieder eingeführt werden. Um zahlreiches Erscheinen bittet Der Vorstand. * K X Anmeldungen vom 1. bis 15. Dezember Geburten: 1 Sohn: Bergmann Ernst Geße Bittermark, Lehrer Joseph Berghoff Brünninghausen, Fabrikarbeiter Johann Orf Benninghofen, Fabrikarbeiter Johann Exnowitz Brünninghausen, Steinrichter Robert Schorn. 1 Tochter: Bergmann Karl Schneider Bittermark, Zechenschmied Heinrich Jacobi Hacheney, Bergmann Gustav Hörsterey Bittermark, Maschinist Thomas Chwilkowski Lücklemberg. Aufgebote: Bergmann Friedrich Schürmann und Ida Schürmann Kirchhörde und Bittermark, Monteur August Fleige und Johanna Schmuck Dortmund und Höchsten. Eheschließungen: Bergmann Heinrich Stüwe und Elise Humburg Lücklemberg, Schreinergeselle Gustav Loose und Wilhelmine Korte Höchsten, Modellschreiner Wilhelm Schlickmann und Ida Schwabe Altenessen und Höchsten, Metzgermeister Wilhelm Pötter und Pauline Reiser Hörde und Wellinghofen, Bergmann August Goege und Dina Paschedag Bittermark. Sterbefälle: Wilhelmine Osthoff geb. Schneider Holtbrügge 75 Jahre 11 Mon. 23 Tage, schmied Wilhelm Rininsland Benninghofen 25 Jahre 10 Mon 18 Tage, Friederike Wallrabe geb. Rost Holtbrügge 77 Jahre 8 Mon. 10 Tage, Bureaugehülfe Wilhelm Henrici Benninghofen 18 Jahre 1 Mon. 6 Tage. Techliung. Cerail zu haben bei Carl Braus, Buchhandung. Haus-Argi Gestes und nötzliches Geburtl Geschäfts-Empfehrung. 9 6½ Uhr: 7½ Uhr: Stille hl. Messe. Stille hl Messe. Gemeinschaftl. hl. Kommunion des Stephanus=Vereins. 9¾ Uhr: Stille hl. Messe. 10 Uhr: Hochamt mit Predigt. Nachmittags 2 Uhr: Vesper. Sonntag, den 27. Dezember 1903. Vormittags: 6½ Uhr: Stille hl. Messe. 7½ Uhr: Stille hl. Messe. 8¾ Uhr: Stille hl. Messe mit Predigt. 10 Uhr: Hochamt mit Predigt. Nachmittags 2 Uhr: Andacht. Westhofen. I. Weihnachtstag. Freitag, den 25. Dezember 1903. Vormittags 9½ Uhr: Beichte. Vormittags 10 Uhr: Predigtgottesdienst, nachher hl. Abendmahl. Nachmittags 2 Uhr: Kindergottesdienst. Abends 5 Uhr: Liturgische Christandacht. Pastor Falkenberg. II. Weihnachtstag. Sonnabend, den 26. Dezember 1903. Vorm. 10 Uhr: Predigtgottesdienst. Past. Schüler aus Iserlohn. Sonntag, den 27. Dezbr. 1903. Vorm. 10 Uhr: Predigtgottesdst. Nachm. 2 Uhr: Kindergottesdienst. Pastor Falkenberg. Sanitäts-Bazar Pr. K. Adamkiewicz, Dortmund, Westenhellweg 126. Sämtliche Artikel zur Krankenpflege: Krankenmöbel, gerüchlose Zimmerklosetts, chirurg. Instrumente und Bandagen. künstliche Glieder, orthopädische Apparate. Anfertigung in eigenen Ateliers. Reparaturen prompt und billig. Damen weibliche Bedienung „ehenereiter Geburtstags-„Retter In der Not“ und der tes und nötzlienste..„ genkbar nützlichste Gegensten4 und Weihnachtsgeschenk. Do j. Hause ist f. jedermann eine konel. Haus-Apotheke. Dies. caub. ausgestatt. Schrank#, z. Hinstellen u. Anhängen geeignet. in heiler od. dunkler Farbe, enthaft ca. 50 unentbehrl., notwendige Hausmittel, aufserdem Watte, Spritze, Nentholstiftotc., gena# alphab. Gebrauchsenweis. eic. Preis, erkl. Porto, inkl. Verpackung geg. 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Nr. 9 habe ich neben meiner Bäckerei eine feine Konditorei 10 Die letzte Nummer vor dem Weihnachtsfeste erscheint am Für diese Ausgabe bestimmte Inserate erbitten wir bis spätestens Mittwoch abend 6 Uhr, da die DonnerstagsNummer wesentlich früher als gewöhnlich zur Ausgabe gelangt. Die Expedition. Zum Feste empfehle Wall- und Hasel-Nüsse, Tafelfeigen auch in 1 Pfd.Kistchen, feinste Muskatdatteln, lose gewogen und in 1 Pfd.-Schachteln, Almoria-Traubeu, Traubenrosinen, Prinzessmandeln, ächte Nürnberger Lebkuchen, ächte Aachener Kräuter-, Prinzess- u. Schokolade-Printen, Pfeffernüsse, Pflastersteine, feinsten Speculatlus. Schwerte. Ernet Klein. eröffnet und halte mich zum bevorstehenden Weihnachts feste sowie bei vorkommenden Festlichkeiten bestens empfohlen und bitte die geehrten Bewohner von Schwerte und Umgegend zur gefl. Unterstützung meines neuen Unternehmens. Alle Aufträge werden aufs sorgfältigste ausgeführt. Wilhelm Ries. Mächaschche Potel-Sottorialt Weinkeltereien: Bingen a. 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Viele Wege auch durchs Leben gehen, Mußt immer den Dir ausersehn, Ob mancher auch sonst Dich locken möchte, Von dem das Herz sagt: Das ist der rechte. * Hüt' Dich und rett' Dich vor„wär ich" und„hätt' ich.“ * An echte Schmerzen ranken Himmelwärts sich die Gedanken. Anser Einziger. Von Th. Schmidt. (6. Fortsetzung.) Sag's dem Vater nicht, Mutter, sag's auch Fritz nicht, bitte, bitte, sonst gehe ich noch heute Abend ins Wasser. Vergib mir, ich will Dir auch nie mehr widersprechen, liebste Mutter,— ich— ich— ach ich war ja gar nicht bei Sinnen! Ich bin keine Diebin! O Gott, die Erinnerung an die Szene vorhin im Laden wird mich noch toten!. L., M.itu schrast von Und nach einer Weile, als die Mutter erschreut von solchen Worten, sie zu beruhigen suchte, rief sie: „Sterben, nicht mehr an die schreckliche Stunde denken zu müssen, ach, wie wohl mir das tun würde. Ich gehe nicht mit nach Hause. Ich mag jetzt nicht mehr leben, es ist mir alles gleich. Am liebsten würfe ich mich vor den Wagen dort auf die Schienen, dann wäre ich der schrecklichen Angst vor dem Gericht überhoben. Und wieder nach einer Pause fuhr sie auf: „Morgen wird's in der Zeitung stehen! O, nur das nicht, das nicht!“„. 8 9. Sie riß sich wie eine Verzweiseinde vom Arm der Mutter los, drehte sich um und faßte mit beiden Händen nach dem Kopfe. „Und dann liest er es und auch sie,“ setzte sie ihre verzweifelnde Selbstanklage halblaut fort.„Das ertrage ich nicht! Lieber tot sein!“ Mit sausendem Heulen und kreischendem Geräusch fuhr in diesem Augenblicke hinter ihnen ein elektrischer Straßenwagen in scharfer Kurve um die Ecke der Straße. Da drehte sich Lotte blitzschnell um, rannte dem Wagen entgegen und warf sich auf die Schienen. Aber ein lauter Schrei der Mutter und das Niederfallen der Lebensmüden auf die Schienen machten den Führer des Wagens auf die Gefahr aufmerksam, in der das junge Mädchen schwebte. Sofort bremste der Mann, daß die Räder schleiften, und kaum einen Schritt vor Lotte brachte er den Wagen zum Stehen, gerade in dem Augenblick, als die Frau Konsul die Wahnwitzige erreicht und sie von den Schienen herunterzuzerren begann. „Oho, was ist denn das?“ rief der Führer. Die Frau Konsul verlor die Geistesgegenwart nicht. „Es ist nichts, meine Tochter ist bei der Glätte des Pflasters ausgeglitten und gestürzt,“ rief sie dem Manne auf dem Perron des Wagens zu; dann richtete sie mit übermenschlicher Kraft die starr wie tot Daliegende auf und hielt sie fest.. 4ufand Saus gi. „Bitte fahren Sie nur weiter; rausend Danr für Ihr schnelles Halten!“ rief sie dem Fahrer zu, der seinen Wagen wieder in Bewegung setzte, noch ehe die Fahrgäste im Innern des Wagens den Vorfall bemerkt hatten. Willenlos ließ sich Lotte auf den Bürgersteig zurückführen, jetzt krampfhaft festgehalten von der Mutter, der ein tötlicher Schreck in die Glieder gefahren war. Zum Glück war niemand in der Nähe, der das wahnsinnige Vorhaben der Lebensmüden bemerkt hatte. Die Mutter sagte nichts, der Schreck lähmte ihr noch die Zunge. Die Hand Lottens fest umspannend, zog sie die stumm, wie geistesabwesend neben ihr her Schwankende mit sich fort. Auch Lotte schwieg, nur einmal öffnete sie ehe sie ihr Haus ereichten, tiefseufzend den Mund. „Warum ließest Du mich nicht gewähren, Mutter? Jetzt wäre alles vorüber gewesen.“ „Glaubst Du das wirklich, Törin? Danke Gott, daß er das Furchtbare noch rechtzeitig abwendete und daß niemand von Deinem Selbstmordversuch erfuhr, denn sonst hätte man mit Recht morgen sagen können: Seht, sie war doch eine gemeine Diebin und das Schuldbewußtsein trieb sie in den Tod. O, o, hätte ich Dich nicht mitgenommen zu den Einkäufen in der Stadt. Tränen erstickten jetzt ihre Stimme. Was würde sie jetzt noch erleben müssen, denn daß dies noch nicht der letzte Schlag eines auf ihrer Familie schwer lastenden Verhängnisses war, das fühlte Frau Amalie in dieSchwerte, Alittwoch den 23. Dezember 1903. sem Augenblicke deutlich. Oder war es kein Verhängnis, daß ihr großer, stattlicher und kräftiger Gatte drüben in Santos plötzlich an zu kränkeln fing, so daß die Aerzte zur schleunigen Uebersiedelung nach Europa rieten? Daß sie kurz nach der Uebersiedelung in die deutsche Heimat durch Mißernten und politische Unruhen in Brasilien den größten Teil ihres Vermögens verloren. Und zu all diesem Unglück heute diese furchtbare Entdeckung an ihrem Kinde, an ihrer einzigen Tochter! Ja, es mußte wirklich ein düstres Verhängnis über ihrer Familie walten, denn seit einer Reihe von Jahren schlugen alle Hoffnungen, die sie auf der Rückkehr ihrer Familie nach Deutschland gesetzt hatte, fehl. Tief niedergeschlagen betrat Frau Amalie heute ihr stattliches villenartiges Haus. Lotte suchte auf Geheiß der Mutter sofort ihr Zimmer auf und kam an diesem Abend nicht mehr zum Vorschein.„Wenn Dein Vater nach Dir frägt, werde ich ihm sagen, daß Du unpäßlich wärest und gleich zu Bette gegangen seist,“ bedeutete sie die Mutter. M. 58 Als Frau Amalie gleich darauf zu ihrem Manne ins Zimmer trat, saß dieser im Schlafrock an seinem Arbeitstische und schrieb. u Hasum Der Konsul Reuter war ein großer hagerer Mann mit scharf ausgeprägten Zügen. In jüngeren Jahren und vor seiner Erkrankung mußte er ein schöner stattlicher Mann gewesen sein. Jetzt war nur noch ein Schatten von alledem. Sein zwar noch volles Haar war bereits stark ergraut, die Augen lagen ihm tief in den Höhlen, die Gesichtshaut war gelb und zusammengeschrumpft, und ein bitterer, vergrämter Zug in dem hageren Antlitz ließ erkennen, daß ein schleichendes Leiden an seinem Lebensmarke zehrte. „Hochgradiger Rückenmarker“ hatte der ihn behandelnde Arzt einem Kollegen im Bade Oeynhausen im letzten Sommer geschrieben, als er Reuter nach dort zur Kur schickte. Nur der sorgsamsten Pflege seiner Frau war es zu verdanken, daß die gefährliche Krankhet seinen Körper nur langsam der sicheren Erlösung entgegentrieb. „Sie sind die beste und geschickteste Krankenpflegerin, die je habe kennen lernen,“ hatte noch heute morgen der Arzt zu Frau Amalie geäußert.„Ich bewunderc sich stets gleichbleibende Ruhe und Geduld mit unserm schwer zu behandelnden Patienten.“ „Herr Doktor, es ist mein Mann, den ich pflege, und ich kenne meine Pflicht!“ hatte sie darauf schlicht geantwortet. Der galante Arzt hatte ihr nur stumm die Hand geküßt, gleich darauf aber draußen zu dem ihm begleitenden jüngeren Kollegen die begeisterten Worte gesprochen: „Haben Sie sich diese noch jetzt hübsche und anmutige Frau und Mutter einen bildhübschen Tochter näher angesehen? Das ist mal eine Perle unter den Frauen. Leider weiß das der Mann nicht zu würdigen, sonst würde er sein Leiden mit mehr Geduld und Ergebung tragen und freundlicher mit seiner Frau sein." „Du bist aber lange fortgeblieben,“ wandte sich der Konsul im Tone des Vorwurfs an seine eintretende Frau.„Ich konnte das Liegen nicht länger aushalten und bin aufgestanden, um die beiden Schreiben aus Santos zu erledigen, die Du mir versprachst zu beantworten. 9 Iänger gls m. „Verzeihe, Georg, ich wurde langer als mir lieb war, in der Stadt aufgehalten. Du hättest nur ruhig liegen bleiben sollen, wie Dir der Azrt empfohlen hat, die Briefe wollte ich noch heute schreiben.“ „Ihr Frauen„wollt“ immer alles,“ stieß der Konsul vergrämt und heftig aus„aber nachher vergeßt ihr natürlich immer alles. Die Briefe vertrugen absolut keinen Aufschub.“...„. 2i uns Frau Amalie schwieg auf diese nVorwurf. Sie wußte, daß ihr Gatte sich nur unnötigerweise aufregte, wenn man ihm widersprach. Da er sich in diesem Augenblicke mühsam erhob, so stützte sie ihn und geleitete ihn zu seinem Ruhelager auf einer Chaiselongue. Das Mädchen erschien mit dem Tee und deckte den Abendtisch. (Fortsetzung folgt.) „Die alte Ursel" und„Die Jungen von der Waldwiese", die nur in der ersten, wenig beachteten Auflage der Schlichten Leute" enthalten waren. Die Erzählungen wenden sich in erster Linie an jene Kreise, die aus den früheren Bändchen Vorzüge wie auch Grenzen von Grimmes Erzählungsart kennen gelernt haben. Vielleicht wird man sie und andere, die an ihnen ihr Gefallen finden, als altmodische Menschen bezeichnen; denn die moderne Novellistik erstrebt teilweise andere Ziele und verwendet andere Mittel, als Grimm es tut. Dennoch mag das Büchlein seinen Weg nehmen. Dürfte es doch vielleicht zu manchen nervös=krankhaften Erzeugnissen der Tagesliteratur ein liebenswürdiges Gegengewicht abgeben. Es schlägt einige Saiten im Menschenherzen an, die andere kunstreichen Erzählungen weniger treffen. Vermischtes. Büchertisch. „Grimme Auf heimischer Scholle.“ Verlag von Ferdinand Schöningh in Paderborn 1904. Das soeben erschienene Bändchen vereinigt eine Anzahl wenig bekannter Erzählungen Fr. W. Grimms, Kinder verschiedener Zeiten und von verschiedenem Wert: „Schnee und Eis";„Poesic und Prosa“ und„Der Nationenberg", die noch nicht in Buchform erschienen sind; *(Märchenhafte Geschichten,) die aber wahr sein sollen, erzählen böhmische Blätter von der Revision in der verkrachten Prager Wenzel=Vorschußkasse, deren Leiter zu hohen Strafen verurteilt wurden. In der Pfandleihanstalt sind Juwelen vorgefunden worden, aus denen die echten Steine herausgebrochen und durch falsche ersetzt waren. Im Schreibtisch des Direktors habe eine Zigarrenkiste gestanden, in der unter alten Spitzen eine große Anzahl von 100= und 50 Kronen=Banknoten lagen. In zwei Bücher seien Hundertkronennoten als„Lesezeichen" eingelegt gewesen. An den Beinen eines Tisches waren Fetzen angebunden, um ihn in die richtige Stellung zu bringen. Diese Fetzen sollen Banknoten enthalten haben. *(Sprichwörter der Oberlausitzer Wenden.) Die Tür zum Rechte ist für den Armen zu eng.— Willst Du zern gelobt sein, brauchst Du nur zu sterben.— Den Sünden der Vornehmen werden vornehme Namen gegeben.— Eine versprochene Henne legt Dir noch keine Eier.— Die erste Liebe hat die längste Wurzel.— Die Zusage hat nur Beine, erst die Gabe hat Hande.— Wenn Du gegen den Wind spuckst, fliegt Dir der Speichel ins Gesicht.— Der Gans ist es einerlei, wer sie brät und ißt. — Jeder Ziegenbock rühmt seinen Bart.— Je älter der Ochs, um so härter das Horn.— Was zu einer Geige nicht tangt, gibt vielleicht gute Stiele zum Arbeitsgerat. — Wenn die Stößer(Habichte) Landtag halten, wird es im das kleine Gevögel bald geschehen sein. *(Ueber Geschenkfreude in Berlin) schreibt man: „Bei der Geburtstagsfeier einer jungen Dame wurde ich unbemerkt und unabsichtlich Ohrenzeuge, wie das Geburtstagskind zu einer vertrauten Freundin beim Betrachten der Geschenke sagte: Sieh mal, dies Stück sieht doch aus, als wäre es etwas ganz besonderes und kostet doch bei Wertheim nur 2 Mk. und dies Stück, prachtvoll, kostet oloß 1,70 Mk. Diese schönen Gläser bekommt man bei Lietz für 2,70 Mk. das halbe Dutzend!“— und so ging es fort, bis alle Geschenke nach den Warenhauspreisen taxiert waren. Wie mag nun einem Gratulanten zu Mute sein, der sein Geschenk nicht in einem Warenhaus gekauft hat, sondern in einem kleinen Geschäft, vielleicht 5 Mk. für eine Sache ausgegeben hat, wenn er mit anhören müßte, daß das Geschenk in den Augen des Geburtsragskindes nur einen Warenhauswert von vielleicht 2,70 Rk. hat? Ich frage, hat nun heutzutage ein Geschenk noch denselben idealen und materiellen Wert wie früher?" Das paßt auch für anderswo. * Wien, 19. Dez. Vor fünf Jahren ist in Mattighofen bei Linz an der Krämersfrau Therese Kranzinger ein Raubmord verübt worden. Als der Tat verdächtig wurden der Landwirt Karl Harter und die Frau Therese Gießinger vor das Schwurgericht gestellt und zu Kerker verurteilt. Harter starb im Kerker. Fünf Jahre hat die Gießinger verbüßt, als sich kürzlich herausstellte, daß ein Justizirrtum vorgekommen war. Ein gewisser Mathias Kaufmann wurde von Frau und Tochter im Streit als Mörder der Kranzinger bezeichnet, Untersuchung wurde eingeleitet und tatsächlich bekannte sich Kaufmann der Tat. Dei seelisch und körperlich gebrochene Gießinger, heute eine lungenkranke Frau von 43 Jahren, wurde dieser Tage in Freiheit gesetzt und ist in ihrem Heimatsorte wieder eingetroffen... Tehimst. ? L i e b e J u g e n d! I n d e r p r e u ß i s c h e n F e l d o i e n s t ordnung wird der Tagesbedarf eines Bataillons auf zwei Ochsen usw. angegeben. Der Kommandeur eines China=Bataillons hatte jedoch pro Tag eine größere Anzahl Vieh requiriert. Auf die aus der Heimat eingehende Anfrage einer hohen Rechnungsbehörde„Warum das KBataillon einen größeren Tagesbedarf für nötig erachtet habe?— kam die Antwort:„Sintemalen hierzulande die Ochsen nicht so groß sind, als in K.“ Die Lande: den und? Christen des Hern erfüllt du zum Him ßeren phischen nen woll und über fen,— nisvollen ziehen. un seit zwei nen Stra Empfindt falls Gel des Höch Und Treiben, moderne politischer den, die Streit in im Streit Kämpfer gefanger geöffnet. das Fen gehren, len Rau brennt SOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOc stäbe ur wandt Beleucht