Insertionsgebühr für lokale Anzeigen, die sechsgespaltene Petitzeile oder deren Raum 10 Pfg., außerhalb 15, Reklame=Zeile 40 Pfg., Druck und Verlag von Carl Braus in Schwerte, Fernsprech=Anschluß Nr. 62. Amt Schwerte. Telegr.=Adresse Braus, Schwerte=Ruhr. Alle Kreis= und Lokalpolizeilichen Verordnungen für den Kreis Abonnementspreis pro Quartal 1 Mark 65 Pfg., exel. Hörde erlangen gemäß Bekanntmachung der Königl. Regierung 42 Pfg. Bestellgeld, wenn durch die Post bezogen. durch Veröffentlichung in der„Schwerter Zeitung" rechts= jedem Wochentage. Wöchentliche Gratisbeilage: verbindliche Kraft. Familienfreund.“ Erscheint an „Illustrierter Die heutige Ausgabe umfaßt 4 Blatt und das Zseitige illustrierte Sonntagsblatt. Deutscher Sitzung vom 11. Dezbr. Die fortgesetzte Etatsberatung gewann am Freitag besonderes Interesse durch eine Rede des preußischen Kriegsministers v. Einem. Vor ihm sprach Abg. Sattler(ntl.) Er dankt für die prompten Veröffentlichungen über den Zustand des Kaisers und hebt die Vorteile der Finanzreformlage heraus, hoffend, daß in der Kommission etwas Ersprießliches zustande kommen werde. Die Mißstände im Heere beklage auch seine Partei, auffallend sei ferner der Luxus im Offizierkorps. Den großpolnischen Bestrebungen sei entgegenzutreten, die Ostmarkenzulagen seien notwendig. Redner fordert endliche Reform der Börsengesetzgebung, weitere Fortschritte auf dem Gebiet der Sozialpolitik und Anwesenheitsgelder für die Reichstagsmitglieder. Dann wendet er sich gegen die Minister v. Einem ging sofort auf den Fall Forbach ein. Jene Leute, um die es sich dort handelte, seien keine wahren Offiziere. Strafversetzungen zum Train kämen nicht vor, auch unter den an Verfehlungen beteiligten Forbacher Offizieren befinde sich kein strafversetzter. Der Kommandeur habe dort nicht hingepaßt, er war ein Schwächling. Auch die Offiziersfrauen, die sich in Forbach vergingen, dürfen nicht mit all' den anderen ehrbaren Damen verglichen werden. Die Mißhandlungen sind zurückgegangen. 68 vom Hundert wurden durch Meldung bekannt. Das Beschwerderecht bewährt sich also. Im Fau Breidenbach habe der Hauptmann seine Ueberwachungspflicht nicht ernst geeommen, sonst hätte er diewaßhandlungen sehen müssen. Der Kaiser habe über solche Vorkommnisse seine ernste Mißbilligung ausgesprochen. Der Minister nennt zum Schluß die Bewaffung unseres Heeres eine vorzügliche, sie sei besser, als die der Franzosen. Abg. Richter(frs. Pp.) übt Kritik an der Finanzvorlage, die hierauf vom Reichsschatzsekretär von Stengel verteidigt wird. Nachdem Abg. v. Kardorff(frkons.) schärfste Maßnahmen gegen die Sozialdemokratie verlangt hat, erfolgt Vertagung. Sonnabend: Handelsprovisorium mit England. Aus Westfalen und Rheinland. ** Hörde, 11. Dez. Als die Ehefrau des Hochofenarbeiters Wilh. Weber von dem Leichenbegängnis des verunglückten Heinr. Schäfer zurückkehrte, trug man ihren eigenen Mann verunglückt ins Haus. W. war mit paraturarbeiten an der Drahtseilbahn beschäftigt. Dabei rich ein Förderseil, der Vorswoggpietr o tnue hrerten. genge wenn er nicht soviel Geistesgegenwart besessen hätte, sich durch Festhalten davor zu bewahren. * Dortmund, 11. Dez.(Gewerbegerichtswahlen.) Bei den gestrigen Gewerbegerichtswahlen haben die sozialdemokratischen Gewerschaften mit der knappen, von 60 Stimmen gesiegt. Es wurden abgegeben 2388 Stimmen auf Seiten der Arbeitnehmer von 4500 eingetragenen wahlberechtigten Arbeitnehmern. Also nur 50 Prozent boben 1f. Hez. Die Einwohnerzahl unserer Stadt beträgt nach der Personenstandsaufnahme vom 5. November d. J. 70 136. Im vorigen Jahre betrug sie 68 100. Also eine Vermehrung von 2021.. g66# * Neheim, 11. Dez. Von einem tieftraurigen Geschick wurde die Familie des Herrn Lampen=Fabrikanten Aug. Lipperheide hier betroffen. In einem unbewachten Augenblicke trank das vierjährige Söhnchen des Herrn L. von einer Nickelbeize, welche sich in einem Bierkruge befand. Noch ehe ärztliche Hilfe herbeigeholt wurde, starb das Kind unter schrecklichen Schmerzen. * Witten, 11. Dez. In eine ungewohnte Situation brachte sich ein liebebedürftiger Jüngling, der zwar das Herz einer holden Maid gewonnen hatte, nicht aber die Zustimmung der Eltern, die ihm grausam die Tur wiesen. Da aber Liebesnot erfinderisch macht und die verschiedensten Romanwerke Auskunft erteilen, wie man sich in solchen Herzensnöten zu verhalten hat, verfiel unser Jüngling auf den Gedanken, in süddeutscher Manier zu „fensterln". Er verschaffte sich eine Leiter, die er an das Haus, das sein Kleinod barg, anlehnte, worauf er kühnen Mutes den Weg auf das Dach und von dort durch das offenstehende Mansardenfenster suchte, aus dem ihm schon öfters die Geliebte ihre Grüße zugewinkt hatte. Leider war aber die holde Maid nicht anwesend, so daß er schweren Herzens sich entschließen mußte, ohne süßen Liebestrost den gefährlichen Rückweg anzutreten. Aber, o Graus! Die Leiter war vom Sturm umgeweht worden, und nun saß er oben auf dem Dach, wie der Seegreis beim Hochwasser in der großen Seestadt Leipzig. Zurück mußte er in das vom Flur aus verschlossene Zimmer, das auch in der Nacht von der Geliebten nicht betreten wurde, weil diese in einem anderen Zimmer schlief, nicht ahnend die grausige Not des Geliebten, der ja keinen Radau machen, kein Zeichen der Anwesenheit geben durfte. Erst der folgende Morgen brachte dem Gefangenen die„Erlösung", wenn man dieses Wort hier anwenden darf. Nicht die Geliebte war es nämlich, die dem Gefangenen die Zelle erschloß, wie das in Romanen zu geschehen pflegt, sondern ein rustiger Hausbewohner, der von dem Besuch sehr überrascht und erfreut war. Letzteres deshalb, weil in besagtem Hause in letzter Zeit mehrfast Diebstähle vorgekommen waren und der vermeintliche Spitzbube jetzt gefangen war. Der Zusammenstoß war ein harter, der liebebedürftige Jüngling leider der unterliegende Teil. Er soll geschworen haben, künftig nur noch zu ebener Erde oder im Keller zu lieben, weil es viel schwerer sein soll, die Treppe hinauf= als hinuntergeworfen zu werden. * Gelsenkirchen, 11. Dez. Die Mitglieder des Hausund Grunbesitzervereins, welche sich durch die Typhusepidemie des Jahres 1901 geschädigt fühlen, haben in einer am Mittwoch abgehaltenen Sitzung beschlossen, den Klageweg gegen das Wasserwerk zu beschreiten und ihre Rechte an den Vorsitzenden des Vereins zu zedieren. Der letztere wurde gleichzeitig bevollmächtigt, in dem im Monat Februar zu gewärtigenden Strafprozeß gegen das Wasserwerk als Nebenkläger aufzutreten. Die beim Vorsitzenden des Haus= und Grundbesitzervereins angesammelten Forderungen sollen sich nach der„G. Ztg.“ auf über 100000 Mark belaufen. * Lüdenscheid, 11. Dez.(Badeanstalt.) Die städtische Vertretung beschloß einstimmig den Bau einer Badeanstalt. Der Kostenanschlag beläuft sich, vom Bauplatz abgesehen, auf 184 500 Mark. An freiwilligen Beiträgen sind aus allen Kreisen der Bürgerschaft schon stber 180000 Mark gezeichnet. * Viersen, 11. Dez. Den Tod infolge Verbrühens erlitt in einer hiesigen Familie ein Kind. Die Mutter einen Kessel mit kochendem Wasser vom Ofen abgesetzt. Während sie den Ofen zudeckte, lief ihr Kind rücklings gegen den Kessel und fiel in den heißen Inhalt; es verbrühte sich so schrecklich, daß der Tod nach kurzem qualvollen Leiden eintrat. * Neuß, 11. Dez. Auf der Strecke Neuß=Oberkassel fuhr gestern ein Güterzug in eine Schafherde, die eben das Geleise passierte. Fünf Schafe verendeten auf der Stelle, ein Anzahl wurde schwer verletzt. * Solingen, 11. Dez. Die Vertragskommission des Aerztevereins für den Kreis Solingen hat mit 14 Betriebskrankenkassen und 7 freien Hilfskrankenkassen Verträge abgeschlossen, die am 1. Januar 1904 in Kraft treten. Die Verträge enthalten unter andern die Bestimmungen: freie Aerztewahl und Honorierung der Einzelleistung nach der Mindesttaxe mit 10 Prozent Rabatt, sie entsprechen also den Forderungen der Kassenärzte. Bei den gestern vorgenommenen Ergänzungswahlen zum hiesigen Gewerbegericht wurden in allen 5 Wahlbezirken(Solingen, Hohscheid, Wald, Gräfrath und Ohligs) die Kandidaten der„freien"(soziald.) Gewerkschaften zu Arbeiterbeisitzern gewählt. Für Nichtsozialdemokraten wurden vereinzelt Stimmen abgegeben, von eigentlichen Gegenkandidaten kann nicht die Rede sein. * Köln, 11. Gelegentlich der vorgestrigen Gebureau, sodaß der Wahlakt geschlossen wurde und ein neuer Termin festgesetzt werden mußte. Die Sicherheitsorgane waren dem Treiben gegenüber machtlos. Mehrere Personen trugen Verletzungen davon. Auch in anderen Wahllokalen kam es zu ähnlichen stürmischen Szenen. 36. Jahrgang. kauischen Markt erscheint. Wie die Polizei feststellen konnte, besteht diese Fabrik schon seit vielen Jahren und hat den Grundstein zum Reichtum des Industriellen gelegt. Die Bewohner Moskäus sind durch die Feststellung dieser Tatsachen derart erregt, daß die Wursthandlungen fast gar keine Geschäfte mehr machen. Den Behörden ist die strengste Untersuchung des ganzen Falles aufgetragen. *(Ein neuer Doktor Eisenbart.) Bei den französischen Bauern stehen die Wunderdoktoren in womöglich noch höherem Ansehen als anderswo. Dieser Tage hat sich aber in de Belley(Aine) ein Fall ereignet, der doch alles Dagewesene in den Schatten stellen dürfte und der die französische Regierung endlich auf Abstellung derartiger Mißstände sinnen läßt. Der ganze Vorgang klingt wie eine Schauergeschichte aus den Tagen der Inquisition. In der Nähe von Belley lebte auf einem kleinen Landgute eine Frau, die durch Alter und Arbeit ihre schlanke Gestalt bereits eingebüßt hatte und krumm und bucklig geworden war. Sie wendete sich an einen Quacksalber, einen Hexenmeister, der schon früher wahre Wunder vollbracht hatte. Der„Naturarzt“ kam, besah sich die bucklige Frau und versprach ihr, sie wieder vollständig herzustellen und für die Arbeit gebrauchsfähig zu machen. Dann ließ er sich zwei starke Bretter geben und einige starke Nachbarn kommen, legte die Frau gerade so wie sie war, zwischen die Bohlen und spannte sie mittels starker Seile wie in einen Schraubstock. Man hörte das Knacken der Muskeln, das Quetschen des Fleisches, das Wimmern und Stöhnen der Frau. Es half nichts; die„Patientin“ mußte zwei Stunden in ihrer Lage verharren— bis sie vollständig gerade war. Dann holte man sie hervor. Die arme Frau war in einem bedauernswerten Zustande; die Leibadern und die Rückenmuskeln waren vollständig platt gedrückt; eine andere Körperpartie bildete nur mehr eine blutende Wundfläche. Dann wurde in die Stadt geschickt und ein Doktor geholt. Er kam, aber er konnte nicht mehr helfen; schon nach einigen Stunden wurde die arme Alte von ihren Schmerzen erlöst. Depeschendienst der„Schwerter Zeitung.“ Hd Berlin, 12. Dez. Im Reichstage haben sich die Christlich=Sozialen und die ihnen nahestehenden Gruppen zu einer wirtschaftlichen Vereinigung zusammengeschlossen und sich damit dem Hause gegenüber die Rechte einer Fraktion gewahrt. Der wirtschaftlichen Vereinigung gehören die 3 Gruppen: Reformer, Deutsch=Soziale und Christlich=Soziale, sowie die bayerischen und württembergischen Bauernbündler an. Hd Halle a. S., 12. Dez. Wie die„Saaleztg.“ berichtet, scheiterte die geplante Verlobung des russischen Großfürsten Kyrill mit der geschiedenen Großherzogin Viktoria Miletta von Hessen in dem Veto des Zaren, der Gründe der Religion und der Verwandtschaft geltend machte. Hd Gmunden, 12. Dez. Der Großherzog von Mecklenburg=Schwerin ist gestern nachmittag wieder abgereift. Hd Arad, 12. Dez. Zwischen den streikenden und den neu engagierten Arbeitern in der hiesigen Maschinenfabrik kam es zu einem blutigen Zusammenstoße, wobei einer der streikenden Arbeiter durch einen Revolverschuß verwundet wurde. Hd Lyon, 12. Dez. Gestern abend begannen in der Präfektur die Verhandlungen zwischen den Delegierten der Arbeitgeber und Arbeiter über die Wiederaufnahme der Arbeit. Hd London, 12.„Pall Mall Gazette“ spricht offen von dem Ausbruch eines Bürgerkrieges in Südafrika, infolge der Einführung von chinesischen Arbeitern. IId Neapel, 12. Dez. In dem Dorfe Oboli tötete eine Bäuerin ihre 20jährige Tochter, welche sich mit einem *(Eine sonderbare Fabrik.) Wie eine Petersburger Zeitung schreibt, erhielt die Moskauer Polizei vor einiger Zeit die Nachricht, daß hinter der KrestowskiPforte eine Fabrik besteht, die einem bedeutenden Industriellen gehört und sich ausschließlich mit dem Ankauf gefallener Tiere befaßt. Das Fett dieser Kadaver wird zur Erzeugung von Margarine verwendet, während Fleisch als Füllung für geräucherte Würste auf dem Mosjungen Manne eingelassen hatte, durch 28 Messerstiche. Hd Rom, 12. Dez. In einer Papierfabrik zu Isola fanden Arbeiter den Kopf eines Knaben. Die eingeleitete Untersuchung ergab, daß es sich um einen Mord handelt, der vor 10 Tagen verübt wurde. IId Belgrad, 12. Dez. Wie verlautet, erhoben der türkische und der österreichische Gesandte bei der Regierung ernsten Einspruch gegen die erfolgte Bildung eines Geheimkomitees zum Zwecke der Vorbereitung eines serbischen aktiven Eingreifens in die mazedonische Bewegung im kommenden Frühjahr. Diesem Komitee gehören aktive serbische Staatsbeamte und Offiziere an. In den letzten Tagen wurden bereits 4000 Gewehre nebst Munition in Altserbien eingeschmuggelt und in Nisch und Leskovac ein Dynamitlager für den Aufstand errichtet. 0 ANesslg ie Co. T Schwerte, Hüsingstrasse 25. 9 Billigstes und grösstes Sortiments-Geschäft am Platze. Empfehlen in grösster Auswahl zu den billigsten Preisen: Tornister Wandbilder Schultaschen Vasen Federkasten 00 0 Kinderstühle 0 Geschichtsbücher Christbaumschmi 0 Nan 83 1 Auerkannt bestes und billigstes Kaufhaus für gebiegene, Prättische Weihnachtsgeschente Hermam-Kornbillin, Anger I. W. (Srcht am Mock!! 97, 99, 101. Frankfurter-Strasse 97, 99, 101. 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Bürger=Verein, Schwerte. Monatsversammlung Sonntag, den 13. Pezember, nachmittags 5 Uhr, im Saale des Herrn L. Hagemann. Tages=Ordnung: 1. Zahlung der Beiträge, sowie zur Sterbefasse. 2. Einführung neuer Mitglieder. 3. Vortrag. 4. Verschiedenes. 1 Gasthof„Mestfäl. Hof“.! (Inh. W. Quadbeck.) 1 Sonntag, den 13 Dezör. I Puterbraten.: ! Garn. Filet. asenptetter. Zur Helle, Gänsebraten. Gänsepfeffer Lummerbraten. Sauerbraten. Algäuer Käse. Sülze. Harzkäse. Warmes Frühstüick 40 Pfg. Abendplatte 40 Pfo Carl Raffin. Zu Weihnachten bringe ich mein K, an m großes Lager in Wen In WeHl, sowie sämtlichen Küchen- und Haushaltungsartikeln in empfehlende Erinnerung. Heinr. Röhrscheidt, Schwerte, Hörderstraße 14. R Beachtenswert: Billig! Rückenspeck, gesalzen 56 Pfg. geräuchert 63 Pfg. Kleinfleisch, Ohren, Pfoten, Rippen,Schnauzen, Kopfstücke 2c. 25 Pfg. 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Auch seine vorgestrige Rede war zumeist ein Konglomerat von Nörgeleien und Schimpfereien über alles und jedes, ohne auch nur irgendwie positive Maßnahmen zur Besserung anzudeuten. Nun kam hinzu, daß ihm der Dresdener Parteitag alleweil noch in den Gliedern lag, sodaß er sich augenscheinlich Mühe geben mußte, einigermaßen parlamentarisch angängige Ausdrücke zu finden. Es war gut, daß der Reichskanzler nicht schon, wie er wohl beabsichtigt hatte, am Tage vorher gleich nach der Etatsrede des Zentrumsabgeordneten Schädler gesprochen hatte, denn dann wäre man wohl um den Geuß seiner Antwortrede auf Bebels Tiraden gekommen. Wir sagen„Genuß“, denn aus dem Munde des höchsten Reichsbeamten haben die Sozialdemokraten seit langer Zeit wohl noch keine so schlagfertige, witzsprühende und sachlich auf Einzelheiten eingehende Abfuhr erlebt. Graf Bülow hatte seinen guten Tag, nur hätte man vielleicht wünschen können, daß er den Umfang seiner Ausführungen etwas eingeschränkt hätte, wodurch die Rede an Wirksamkeit noch gewonnen hätte. Natürlich unterbrachen ihn die Herren von der roten Seite in ihrer spezial=parlamentarischen Art fort und fort, aber Graf Bülow ließ sich nicht aus dem Gleichgewicht bringen, vielmehr gab ihm das Gelegenheit zu manchem neuen humorvollen Seitenhiebe. Zuvörderst beschäftigte sich der Kanzler mit Bebels Kritik an dem deutschen Heereswesen und betonte unter lebhaftem Beifall, daß Herr Bebel und seine Freunde stets die Ausnahme zur Regel stempeln; sie tadeln nicht, um zu bessern, sondern lediglich um Parteiagitation zu treiben. Es wird überall gesündigt, sogar unter den Sozialdemokraten, meinte er unter Heiterkeit und Beifall. Alsdann ging er mit Bebel scharf ins Gericht wegen dessen merkwürdiger Ansichten über die auswärtige Politik. Auf der einen Seite will er das Heer abschaffen, auf der anderen Seite hetzt er gegen andere Staaten und will sich in alle möglichen politischen Angelegenheiten mischen, die uns nichts angehen. Wenn man den Wünschen Bebels Folge leisten wolle, so müßten wir und müßte der sozialdemokratische Zukunftsstaat ein noch viel größeres Heer haben als wir es jetzt besitzen. Hier nahm der Kanzler gleichzeitig Veranlassung, das gute Verhältnis zu Rußland in warmen Worten zu betonen und Herrn Bebel entgegenzuhalten, daß er mit seinen Ausführungen über die neuen Zolltarife den deutschen Vertretern die Verhandlungen über den Abschluß neuer Handelsverträge gewaltig erschwere. Gleichzeitig flocht der Redner die Mitteilung ein, daß dem Bundesrat keine Anträge über die etwaige Einführung von Abgaben auf den Wasserstraßen vorliegen, sodaß sich langatmige Erörterungen dieser theoretischen Frage erübrigten. Alsdann ging der Reichskanzler auf die politischen Ziele der Sozialdemokratie über. Stürmische Heiterkeit und lange anhaltenden Beifall weckte er durch die Bemerkung, daß der Vorwurf des Byzantinismus im Munde eines Bebel gerade absolut lächerlich sei. Es gäbe nicht nur Hofschranzen, sondern auch Volksschranzen, welche dem Byzantinismus nach unten fröhnen, und dieser Byzantinismus, welcher den Beifall der großen urteilslosen Masse durch Schmeichelei und Kriecherei anstrebe, sei sicherlich der schlimmere. Beifall und Heiterkeit erweckten auch die verschiedenen Hinweise auf den„berühmten“ Dresdener Parteitag und die„Freiheit" und„Brüderlichkeit", welche von den Sozialdemokraten immer als Wahlspruch ins Feld geführt werde. Die sozialdemokratische Freiheit und Brüderlichkeit lasse sich in den Vers zusammenfassen:„Willst du nicht mein Bruder sein, schlag ich dir den Schädel ein! Eine gute Stunde sprach so der Reichskanzler, und es ist schade, daß die Rede nicht von allen deutschen Sozialdemokraten gehört werden konnte, daß sie vielmehr erst nach den„gekürzten“ Berichten der sozialdemokratischen Zeikungen ihnen vorgesetzt wird. Recht vielen wären sonst vielleicht die Augen geöffnet worden. Uebersicht. Deutsch — Aus dem Reichstage. Bei der letzten Wahl Bureaus im Reichstage ist nicht nur der Anspruch der Sozialdemokraten auf Vertretung im Präsidium und unter den Schriftführern glatt abgelehnt worden, sondern die anderen bürgerlichen Parteien haben sich auch entschieden gegen die Wiederbesetzung einer der Schriftführerstellen durch ein Mitglied der freisinnigen Vereinigung ausgesprochen. Man hält eben zutreffender Weise diejenigen Parteien, welche im vorigen Jahre sich an dem Versuch der Obstruktion gegen den Zolltarif beteiligt haben, nicht für geeignet, bei der Leitung der Verhandlungen des Reichstages mitzuwirken. Durch diese Stellung der Mehrheit des Reichstages wird zugleich anerkannt, daß die Regel, nach der die Stärke der Fraktion für den Anspruch auf Beteiligung an der Besetzung des Präsidiums und de Stellung der Schriftführer maßgebend sein soll, doch unter besonderen Umständen Ausnahmen gestattet. Der Ausschluß der freisinnigen Vereinigung vom Schriftführer Amt läßt ferner deutlich erkennen, daß die Mehrheit diese Partei als der Teilnahme an der Obstruktion für schuldig erachtet, und daß die entgegengesetzten Behauptungen des Abgeordneten Gothein im preußischen Abgeordnetenhause für unrichtig erachtet werden.— Ganz in diesem Sinne hat ja auch die Wählerschaft für das Abgeordnetenhaus sich ausgesprochen Denn die Führer der freifinnigen Vereinigung in jenem Obstruktionskampfe im Reichstage, Dr. Barth und Gothein, müssen dem Abgeordnetenhause fern bleiben! — Die Schwurgerichte. Der in weiten Kreisen als namhafter Jurist bekannte Landgerichtsdirektor Dr. Bekker am Landgericht zu Dresden kam in seiner Abschiedsrede an die Geschworenenen bei der letzten diesjährigen Schwurgerichtssession auf jene Worte zurück, die der Staatsanwalt Müller im Berliner Kwieleckiprozeß in seiner Rede an die Geschworenen richtete und die allerorten das größte Aufsehen hervorgerufen haben. Dr. Becker wies in deiner Rede darauf hin, daß vor kurzem bei einem auswärtigen Schwurgericht(Berlin) von einem Beamten des Gerichts die Behauptung aufgestellt worden sei, daß die heutigen Schwurgerichte der Rechtsprechung das Grab graben. Er, Dr. Becker, widerspreche die Auffassung, daß die Geschworenen an einen bestimmten Spruch gebunden seien. Eine andere Frage sei es freilich, ob das jetzige Verfahren einer Aenderung bedürfe. Unseres heutiges Recht sei zum größten Teile dem französischen Recht entnommen und lehnte sich zum großen Teile an altgermanische Rechtsauffassung an. Vielleicht fände die Strafprozeßreform=Kommission eine andere Form, um eine größere Fühlung und Verbindung der Geschworenenbank mit dem Gerichtshofe herbeizuführen. Der Führer der Sozialdemokraten in Schleswig, Blumstock, der die letzten Reichs= und Landtagswahlen leitete, ist nach Verübung zahlreicher Schwindeleien verschwunden. Schon vor einigen Jahren trat ein Vorkommnis ein, das die Stellung Blumstocks erschütterte: bei einem in seiner Wohnung ausgebrochenem Feuer sollen nach seiner Angabe 600 Mark, die dem Lederarbeiterverband gehörten, verbrannt sein. Der redegewandte Agitator erwarb sich indes das Vertrauen der Genossen wieder und die Parteileitung stützte ihn. Der Verschwundene hat seine Vertrauensstellung arg mißbraucht. Unter dem Vorgeben, daß die Parteikasse der Sozialdemokraten kein Geld mehr habe, brandschatzte er bürgerliche Geschäftsleute, die eine starke Arbeiterkundschaft hatten, und erpreßte ihnen ansehnliche Summen. Kurz vor seiner Flucht verschaffte sich Blumstock im Namen der Partei 800 Mark; seine geringen Habseligkeiten wurden beschlagnahmt.— Ob die sozialdemokratische Presse auch wohl diesen Fall breittreten und verallgemeinern wird, wie es sonst ihre Methode ist? Serbien. = Die Königsmörder sollen entfernt werden? Von unterrichteten Kreisen wird gemeldet, daß die diensttuen den Offiziere am Hofe des Königs Peter, die als Teilnehmer an dem Komplott gegen König Alexander bekannt sind, in nächster Zeit von ihrem Dienst enthoben werden. Um Aufsehen zu vermeiden, geschieht dies auf Grund des Hofreglements, welches besagt, daß alle Personen nach 6 Monaten gewechselt werden könnten.— Weiter wird uns berichtet: Die Entfernung der kompromittierten Offiziere soll sich nicht nur auf diejenigen des Hofdienstes, sondern auch auf die der Armee erstrecken, was von Oesterreich=Ungarn verlangt würde.— Abwarten! Amerika. = Die Regierung der nordamerikanischen Union führt ein strammes Regiment auf dem Isthmus und sorgt mit Eifer dafür, daß ihr Einfluß in der neuen Republik Panama erhalten und die junge Republik vor Angriffen Kolumbiens bewahrt bleibe. Der Chef des Generalstabs der Union, General Young, gab die Erklärung ab, das Kriegsdepartement sei bereit, Truppen nach dem Isthmus zu entsenden, sobald deren Anwesenheit durch die Politik des Marinedepartements, die auf die Verhütung von Konflikten gerichtet sei, als erforderlich bezeichnet werde. Panama könne versichert sein, daß die Truppen Kolumbiens in genügend weiter Entfernung von den Punkten des Isthmus gehalten werden würden, wo Zusammenstöße mit den Panama=Truppen erfolgen könnten. Ostasien. = Friede in Ostasien. Die englischen Bemühungen, im fernen Osten die Kriegsfackel zu entzünden, dürfen jetzt wohl als endgiltig gescheitert angesehen werden. Seit Tagen wissen bereits Newyorker Blätter zu melden, daß zwischen Rußland und Japan eine Verständigung in naher Aussicht stehe. Diese Friedensbotschaften finden nunmher ihre Bestätigung durch die Thronrede, mit welcher der Mikado, d. h. der Kaiser von Japan, das Parlament in Tokio eröffnet hat. In Bezug auf die anzubahnende Verständigung heißt es darin: Meine Minister führen zur Zeit mit Klugheit und Umsicht wichtige internationale Verhandlungen zur Erhaltung des Friedens in Ostasien. Durch diese von berufenster Stelle ergangene Feststellung erhellt, daß alle Londoner Angaben über ein Scheitern der Verhandlungen bezw. deren Aussichtslosigkeit erfunden waren. Kleine Chronik. - Berlin, 10. Dez. Der König von England spendete 1000 Mark für das in Stolp in Pommern zu errichtende Blücherdenkmal. Der König ist Chef des dortigen Husarenregiments Fürst Blücher von Wahlstatt. + Graudenz, 10. Dez. Gestern nachmittag 4½ Uhr wurde auf dem Chausseeüberwege bei Stolno vom gemischten Zuge 635 vom Culm ein Fuhrwerk überfahren. Von den Insassen wurde der Besitzer Frakiewicz aus Papan(Kreis Culm) und dessen Vater leicht, die Mutter des Frakiewiez dagegen schwer verletzt. Die Verletzten sind im Krankenhause zu Culm untergebracht worden. + München, 9. Dez. Der Reichs= und Landtagsabgeordnete v. Vollmar ist gestern abend nach Verona abgereist. Die Verschlechterung seines Befindens zeigt sich darin, daß er, während er vor kurzer Zeit noch gehen konnte, jetzt den Rollstuhl benutzen muß. * Bremen, 11. Dez. Das hiesige Vollschiff„August", das am 1. August von Newyork nach Liverpool abgegangen ist, ist mit 22 Mann Besatzung verschollen. * Rom, 11. Dez. Am Montag abend befand sich ein reicher Mailänder namens Beretta in der Villa des Sportsmanns Becchio. Plötzlich wurde er von Bechio und dessen Diener Marpelli gefesselt, geknebelt und unter Bedrohung mit dem Revolver gezwungen, Briefe an Verwandte zu schreiben, worin er mitteilte, daß er sich infolge eines amerikanischen Duells das Leben nehme. Ferner mußte er drei Wechsel auf 10 000 Lire zugunsten Becchios unterschreiben und sein Testament aufsetzen, worin er Vecchio ein Drittel seines Vermögens vermachte. Vecchio verließ dann seine Villa, nachdem er Mapelli befohlen hatte, Beretta in der Badewanne zu ertränken und die Leiche zu verbergen. Mapelli ließ aber aus Mitleid Beretta frei. Mapelli wurde verhaftet. Vecchio soll über Genua nach Amerika entflohen sein. + London, 11. Dez. Wie die„Zentral News“ meldet, entging Königin Alexandra, die gegenwärtig in Sandringham weilt, in der Nacht einer großen Lebensgefahr. Ihre Hofdame, Miß Knollys, erwachte infolge dichten Qualmes in ihrem Schlafzimmer. Sie eilte sofort zur Königin, die im Zimmer neben ihr schlief und weckte sie. Beide Damen eilten in Schlafgewändern aus dem Zimmer. 2 Minuten darnach stürzte der Fußboden ein, wo das Bett der Königin stand. Die Feuerwehr des Schlosses wurde des Feuers bald Herr. Die Ursache des Feuers ist auf die elektrische Leitung zurückzuführen. König Eduard, der in Eleveden bei Lord Jveagh weilt, wurde durch einen Eilboten von den Geschehnissen benachrichtigt. + Paris, 11. Dez. Der deutsche Automobilist Georg Moder, Angestellter einer Frankfurter Automobilfirma, überfuhr gestern auf dem Boulevard Diterot 3 Kinder, ein Knabe wurde getötet, ein anderer schwerverletzt. + Eine Vielseitige. In einem Berliner Wochenblatte findet sich folgendes Inserat:„Lehrerin a. D., auch Handelslehrerin, aus höherer Beamtenfamilie, in mittleren Jahren, musikalisch, mit sehr guten Referenzen. Schreib=, Sprech= und Sing=Medium, periodisch hellsehend, welche die englische, französische und spanische Sprache im Auslande erlernt hat, sucht Stellung. Reime. „Wunschzettel!“ Auf's neue kam die schöne Zeit In welcher Mägdlein und Knaben Im ganzen Lande weit und breit Viel Wünsche zu schreiben haben! Doch nicht allein der kleine Mann, Bringt seinen Wunsch bescheiden an, An Wünschen reich sind nicht nur Kinder, Auch Große hegen sie nicht minder! So schreibt in dieser Tage Lauf Ein Jeder seine Wünsche auf, Das Wünschen ist ja äußerst billig Und das Papier natürlich willig! Die Wünsche sind gar mannigfalt, Zum Wünschen ist kein Mann zu alt, Wem längst auch floß der goldne Segen, Um Wünsche ist niemand verlegen! Ja, Wünsche gibt es tadellos Bei Jung und Alt, bei Klein und Groß, Die Kleinen sind meist sehr bescheiden, Man möchte sie darum beneiden! Was wünscht manch Kleiner, gut und brav? Ein kleines Pferdchen, kleines Schaf, Er hat und das ist gut gewesen, Vom Oberschaf noch nichts gelesen! Frau von Kwilecki's kleiner Sohn, Jüngst Gegenstand des Sensation, Der wurde sehr bekannt geschwinde Mit einem Weichenstellerkinde! Drum wird auch er sich wünschend nahn: Ich möchte eine Eisenbahn Mit richt'gen„Weichen“ möcht ich spielen Und nie des Lebens Härten fühlen! Es herrscht ein Wünschen allgemein, Wer möchte jetzt wohl wunschlos sein? Die Herren, die das„Volk" vertreten Im Reichstag, wünschen sich Diäten! Herr Singer, einst so heiß entflammt, Für's Reden, wünscht ein Schreiber=Amt, Die Gegner, die nicht aufgerieben, Sind mindestens dann aufgeschrieben! Wunschzettel schreibt man allerhand In jedem Stand, in jedem Land, Von der französischen Regierung Wünscht Dreyfus Rehabilitierung! Manch trübes Bild enthüllt er schon Aus einer„großen“ Garnison, Es geht bei weiterer Enthüllung L Sein Wunsch auch endlich in Erfüllung! Im Ungarland wird viel geschrien, Es wird der Wunsch laut: Los von Wien, John Bull jedoch, der Insulaner, Wünscht großen Kriegsruhm dem Japaner! Er selbst verzichtet ganz und gar Auf Krieg und jegliche Gefahr, Er tritt nicht auf als grimmer Streiter Und scheert sein Schäfchen doch! Ernst Heiter. ? Der Emporkömmling. Schnorrer(sentimental):„Herr Kommerzienrat, Sie waren mal mei' bester Freund!“— Bankier(würdevoll):„Hier haben einen Taler— suchen Sie mich zu vergessen!" ? Vorsichtig. A.:„... Die beiden Fräulein Wildber aber singen stets nur Duette. Warum eigentlich? — B.: Wahrschemlich will nicht eine allein die Verantwortung übernehmen!" ? Beim Raseur. Herr:„Aber nehmen Sie sich ein bißchen in acht, daß Sie mich nicht schneiden.— Ei, da haben Sie mich schon geschnitten!“— Raseurgehilfe (entschuldigend):„Ja, wenn es der Herr nur einen Augenblick eher gesagt hätte!“ Verantwortlich für den redaktionellen Teil Wilh. Schade. Ostenstrasse 20. Inhaber: N. Rosenberg. 20 Prozent Rabatt! Weihnachts-Geschenken. Zwecks möglichster Räumung meines grossen Warenlagers gebe ich bis zum 25. Dezember dieses Jahres bei Bar-Einkäufen obigen Rabatt. Hiervon ausgeschlossen und nur= Bleyles Knaben-Anzüge.= Ein grosser Posten fertiger Herren- und Knaben-Anzüge, Mäntel, Paletots, Joppen und Hosen bedeutend unter Preis. Anferiigung nach Maass von Costumer, Ansügen, Paletots etc., vom einfachsten bis zum feinsten Genre, unter Garantie für sauberste Verarbeitung und tstellosen Sin).8 Garde= und Landwehrverein Schwerte. Sonntag, den 13 Dezember, abends 8 Uhr, im Vereinslokale Honeral-Vernammlung. Tagesordnung: 1. Zahlung der Beiträge 2. Aufnahme neuer Mitglieder. 3. Ergänzungswahl des Vorstandes. 4. Verschiedenes. Der Vorstand. Reservisten, sdie dem Verein vor dem 1. Januar 1904 beitreten wollen, sind vom Eintrittsgeld beftett. Bereinigte Gesellen=Auftage, eingeschricbene Hütfskasse, Schwerte. Montag, den 14. Pezember, abends 8½ Uhr, im Vereinslokale ordentliche General-Versammlung. Tages=Ordnung: 1. Vorstandswahl. 2. Wahl der Kassenärzte. 3. Wahl der Revisoren. 4. Verschiedenes. Der Vorstand. 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Am besten umgebe man den Messer mit einem Holzkasten und fülle die Zwischenräume mit Sägemehl aus, sodaß der Messer von allen Seiten mit einer 10 cm starken Schicht umgeben ist, jedoch muß das Ablesen jederzeit möglich sein. Die durch Frostschäden entstehenden häusig nicht unbeträchtlichen Ausbesserungskosten fallen ausschließlich dem Benutzer des Wassermessers zur Last. Verwaltung des Gas. und Wasserwerks. Auf sofort oder später ein Ladenlohal mit Einrichtung nebst Wohnung zu vermieten; auch ist daselbst eine Werkstatt mit zu übernehmen, selbige eignet sich für jedes Geschäft. Zu erfragen in der Geschäftsstelle d. Ztg. 1 schöne Wohnung von 4 Zimmern und ein kleines Häuschen mit Stallung u. Gartenland zum 1. Jan. 1904 zu verm. Schulte=Nähring, Wandhofen. Institut für Zahnleidende von F. Uhrig, Dentist, Schwerte, Grosse Marktstr. Nr. 1, gegenüber der reformierten Kirche. Resasichnrche Wilh. 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Dezenber gegen diese Strafverfügung eingelegte Berufung hatte einen Erfolg, es blieb bei der seitens der Polizeiverwaltung über ihn verhängten Strafe.— Stadtbekannte Perönlichkeiten hatten sich darauf in den Personen der Arbeiter Franz Caspar W. und Wilhelm N. hier zu verantworten. Dieselben waren beschuldigt, die Eheleute Humbeck beleidigt und den Humbeck geschlagen und recht derbe mißhandelt zu haben. Dem W. konnte nichts nachgewiesen werden und wurde deshalb auf Freisprechung erkannt. N. dagegen, der all der Straftaten überführt wurde, bekam 2 Monate Gefängnis. N. wird sich überdies noch in den nächsten Wochen wegen der Messerstechereien, die sich im Sommer auf der Bahnhofsstraße abspielten, zu verantworten haben und hat dann voraussichtlich noch eine längere Zeit der unfreiwilligen Alkoholenthaltung vor sich.— Ein Brüderpaar betrat darauf in den Personen der Stiefgeschwister Schuhmachermeister Friedrich N. und Heinrich Sch., beide zu Geiseke, die Anklagebank. Sie waren beschuldigt, ihren Vater, den Wegewärter Heinrich Schulte, mißhandelt zu haben. Die Verächter des vierten Gebotes mußten freigesprochen werden, da der mißhandelte Vater sein Zeugnis verweigerte.— Aepfel gestohlen hatten die Bergleute Otto Sch., Heinrich J. und Diedrich I., sämtlich zu Aplerbeck, dem Gutspächter Viktor Sommer. Da die Sache milde lag, kamen die Angeklagten mit einer kleinen Geldstrafe davon. Ein an der Sache durch Bedrohung und Beleidigung beteiligter Soldat, der frühere Bergmann Heinr. Haak, war eigens aus seiner Garnison Metz der Vorladung nach hier gefolgt. Da er jedoch den Militargesetzen unterstand, konnte die Verhandlung seiner Angelegenheit nicht erfolgen, sondern mußte die Aburteilung der Sache dem Militärgericht überwiesen werden.— Zum Schluß hatte sich der Schneidermeister Friedrich T. zu Westhofen wegen Diebstahls zu verantworten. Er war beschuldigt, am 25. Mai d. J. der Ehefrau Fabrikarbeiter Heinrich Neveling ein Portemonnaie mit 14 Mark Inhalt gemaust zu haben. Da jedoch eigentliche Beweismittel nicht gebracht werden konnten und die ganze Anklage sich nur auf Mutmaßungen stützte, wurde auf Freisprechung erkannt. **(Bahnhofsumbau.) Die Arbeiten fur eine Eisenbahnunterführung in Wandhofen erhielt Herr Bauunternehmer Dietrich hierselbst. Er hatte 26000 Mk. gefordert; die Höchstforderung betrug 45000 Mark. Wer von den beiden hat sich nun wohl verrechnet? **(Die Schiffsjungen=Division) wünscht eine größere Anzahl von Anmeldungen behufs Eintritts als Geeignete junge Leute im Alter von 14½ Insertionsgebühr für lokale Anzeigen, zeile oder deren Raum 10 Pfg., au 40 Pfg., Druck und Verlag von Ca Fernsprech=Anschluß Familienfreund. 36. Jahrgang. Dienstmädchen auswohnen. Die Braut selbst aber hatte nichts Eiligeres zu tun, als in der Sparkasse die vom Lohn sauer erübrigten Ersparnisse abzuheben, um an Ort und Stelle dafür das Brautbett kaufen und mit in die Ehe bringen zu können. Leider erwies sich ihr Portemonnaie als zu klein, um das Sparkassengeld, es waren 164 Mark, aufnehmen zu können; sie gab es deshalb dem zukünftigen Ehemann. Das Pärchen besuchte nun in der Stadt verschiedene Wirtschaften, suchte sich bei einem Hausierer in einer Wirtschaft einen Teppich für 20 Mark aus und dann trat man andern Tages, es war im Oktober v. I., die Reise nach der zukünftigen Heimat und dem eigenen Herd an. Man fuhr mit der Eisenbahn nach Köln, von Köln nach Koblenz, wo man übernachtete und kam am folgenden Tage nach Trier und Herzrath. Von hier aus mußte man nach Angabe des Brautigams den Weg zu Fuß fortsetzen. Wenn der liebevolle Schatz vorher schon mit Ausgaben für Speise und Trank geknausert hatte, so kam es jetzt noch besser. Es gab eine weite Wanderung ohne Nahrung und schließlich kam man in Bernkastel an, das Mädchen vollständig erschöpft und der Bräutigam, nachdem er vorher in einer Wirtschaft sich auf die Habseligkeiten der Begleiterin sich hatte 6 Mk. geben lassen und eine Uhr, die er in Schwerte für 25 Mk. gekauft, für 10 Mark wieder an den Mann brachte. In einem Wirtshaus nahm man Quartier, der Bräutigam begab sich in die Stadt und ließ die hungrige Braut zurück. Zwei Tage wartete sie auf die Rückkehr desselben und als er dann nicht kam, meldete sie sich der Polizei, die den ungetreuen Liebhaber erst vor kurzem in Kiel ausfindig machte, so daß er jetzt den Lohn für seine Untreue empfangen kann. Die Strafkammer verurteilte den mehrmals vorbestraften, ehemaligen Bräutigam, der bei der Abreise von Schwerte s. Zt. zu seiner Braut, die ihn an die bestellten Ringe und den Teppich erinnerte, meinte, diese Sachen könne man ja nachschicken lassen, zu 1 Jahre 3 Monaten Zuchthaus, 150 Mark Geldstrafe, oder für je 15 Mark 1 Tag Zuchthaus und zu 3 Jahren Ehrverlust. Hannover ihre freundliche Aufmerksamkeit schenken. Man hofft, daß dadurch der Standard=Oil=Company des Herrn Rockefeller etwas die Krallen gestutzt werden könnten, wie man denn auch stets das russische Petroleum gegen die Amerikaner auszuspielen sich bemüht hat. Es ist aber mit ziemlicher Sicherheit anzunehmen, daß die Verbraucher des Petroleums keinen Vorteil von dieser Beteiligung des deutschen Großkapitals an der Petroleumgewinnung und=Bearbeitung haben werden, denn es sind Bestrebungen im Gange, ein internationales Petroleumkartell zu gründen. Wie berichtet wird, finden Vorbesprechungen für dieses Kartell in Berlin statt, zunächst unter Beteiligung der amerikanischen und österreichischen Interessenten, während die Russen erst in einem späteren Stadium hinzutreten werden. Daß es nicht leicht sein wird, diese verschiedenen Gruppen zu einigen, ist klar, aber das gemeinsame Interesse, die Petroleumpreise möglichst hochzuhalten und einen Unterbieungskrieg zu vermeiden, wipe, hrgischlarhasch zZusammenführen, und die Petroleum verbrauchenden Bevölkerungen der Welt werden die Zeche bezahlen müssen. Schiffsjunge. Beeignete junge Leute im Alter v bis 18 Jahren, welche gewillt sind, in die Schiff Division einzutreten, haben sich bei dem kö Bezirkskommando II in Dortmund, Zimmer 26, die Bedingungen eingesehen werden können, zu Die Bedingungen können auch bei den Aemtern ei werden. r Jumg **(Ein Opfer) hat wieder eimat die un mit Steinen gefordert. Durch einen S Mitschülers wurde der Knabe F. so heftig gehen zahlen.— In letzter Zeit sind häufig Bestrafungen wegen obigen Vergehens erfolgt. Die Herren Fuhrwerksbesitzer sollten doch um ihrem eigenen Interesse daran achten, daß ihre Fuhrwerke nur bis zur gesetzlichen Grenze belastet werden. Die durch das Uebergewicht erzielten Mehreinnahme steht doch sicher in keinem Verhältnis zu der dafür festgesetzten Strafe. Darum Vorsicht, Fuhrwerksbesitzer!— Alsdann betratt eine freche Diebin in der Person der Ehefrau Emil St. von hier die Anklagebank. Am Weihnachtsabend vorigen Jahres kam die Angeklagte bettelnd zu einer hiesigen Herrschaft und wurde auch reichlich bedacht. Anstatt sich nun damit zufrieden zu geben, stahl sie von dem Flur eine Nickellampe, so die Großmut der Geber mit dem schwärzsten Undank lohnend. Eine Woche Gefängnis bekam sie für ihre niedrige Handlungsweise.— Unter der Anklage am 20, Oktober d. J. den Straßenbahnschaffner Friedrich Miche mißhandelt zu haben, stand der Bergmann Paul Grübal aus Berghofen. Am 20. Oktober war Angeklagter mit einem jüngeren Kollegen von Berghofen nach hier gekommen, um die Kriegsfestspiele zu sehen. Während der Dauer der Vorführung hatte sich der Begleiter des AnWerfens t eines Mitschülers.. 2 Kopf getroffen, daß eine Geyirnerschutterung die Foige . S E 8(Die Auslosung der Geschworenen) für die nachste Schwurgerichtsperiode, die am Montag, den 11. Januar 1904 unter dem Vorsitze des Herrn Oberlandesgerichtsrat Schmölder aus Hamm ihren Anfang nimmt, fand gestern mittag im Landgericht zu Hagen.... Aus hiesiger Gegend ging nur einer aus der Urne als Geschworener herHerr Maurermeister H. Janas in Dem Wirt Hufnagel an der Wilhelmschnaps mit 130 Liter Inhalt von der Türe weg gestohlen worden. Den Dieben des„edlen“ Nasses ist man auf der Spur. Hoffentlich haben sie das ganze Faß noch nicht leergetrunken, ehe sie erwischt werden; es besteht die Gefahr, daß sie sonst nicht in„vernehmungsfähigem“ Zustande sein dürften. **(Ein Heiratsschwindler,) der im vergangenen Jahre einem hiesigen, leichtgläubigen Dienstmädchen seine Spargroschen abschwindelte, stand gestern in der Person des Metzgergesellen Hermann Schankat vor der Strafkammer. Auf einer Festlichkeit lernte er im vergangenen Jahre dge Dienstmagd Amalie Heinen hierselbst, die jetzt 1904 unter dem Vorsitze des uns Gamm., statt. Aus hiesiger Geaus der Urne als Geschworener hervor und zwar Herr Mäulermeister H. Jonas m Hennen. **(Diebstahl.) straße ist ein Faße Leben, Taten und Meinung einer geistlichen und vaterländischen Ausgabe! 291 Seiten 8° Preis bro geb. Mk. 2,50. Solch ein Buch ist be Denkmal in Erz und Stein. Hier letugenden so klar und hell dem Leser des fähigen Schriftstellers entgegen, packt wird. Solche Bilder bilden. Buch von dem deutschen Manne vor a der deutschen Jünglinge. 13. Dez.: Meist bedeckt, teils klar, feucht kalt, strichweise Schnee. 14. Dez.: Kalt, wolkig, teils heiter, strichweise NiederVerantwortlich für den redaktionellen Teil Wilh. Schade. b 8 Miedalle W Weltausst. Paris eidenstoffe Muster portofrei. 4 Deutechlands grösetes Speclalgeschäft MIGAELS& Cie BERLIN sw. 19 Leipzigerstrasse No. 43, Beke Mark AFure GUr Westenbellweg 18/20 PeTCH Ais Fest Geschr fö- Domen? fü Kinder: für Horran: für Dähllen. Blusen, Röcke, = Pelze Wollene u. Plüsch-Tücher, Hlandschuhe, Kragen, Schleiten, Jabots, Seidene Zier- u. 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Amktiiches Rreweiali ter eien Rieis kertk. rr 40 Pfg., Druck und Verlag von Carl Braus in Schwerte, Alle Kreis= und Lokalpolizeilichen Verordnungen für den Kreis Hörde erlangen gemäß Bekanntmachung der Königl. Regierung durch Veröffentlichung in der„Schwerter Zeitung" rechtsverbindliche Kraft. Abonnementspreis pro Quartal 1 Mark 65 Pfg., exel. 42 Pfg. Bestellgeld, wenn durch die Post bezogen. Erscheint an jedem Wochentage. Wöchentliche Gratisbeilage:„Illustrierten Familienfreund.“ Nr. 291. Samstag den 12. Dezember 36. Jahrgang Bauern=Fidettommiße. Das Zentrum und die Konservativen haben im Reichstage einen Gesetzentwurf eingebracht, dessen Hauptbestimmungen lauten:... 4Ean Beiches Gat § 1. Jeder Angehorige des Deutschen Reiches hat nach dem vollendeten 24. Lebensjahr das Recht zur Errichtung einer Heimstätte. Die Errichtung erfolgt durch Eintragung eines nach Maßgabe dieses Gesetzes geeigneten Grundstückes in das Heimstättenbuch. § 2. Die Größe einer Heimstätte darf die eines Bauernhofes nicht übersteigen. Sie muß wenigstens einer Familie Wohnung gewähren und die Erzeugung landwirtschaftlicher Produkte ermöglichen. § 3. Der zur Heimstätte festzulegende Besitz darf bis zur Hälfte des Wertes, und zwar nur mit Renten oder mit Annuitäten verschuldet sein. Die Renten oder die Annuitäten müssen durch Amortisationen getilgt werden. § 4. Die Heimstätte unterliegt der Zwangsvollstreckung nur in folgenden Fällen: 1. wenn die Forderungen aus der Zeit vor Errichtung der Heimstätte stammen und nicht drei Jahre nach Veröffentlichung der Heimstätteeigenschaft verflossen sind, 2. auch nach Errichtung wegen rechtskraftiger., aus Lieferungen und Leistungen, die zur Einrichtung und zum Ausbau der Heimstätte verbraucht sind, 3. wegen rückständiger Renten oder Annuitäten, 4. wegen gesetzlicher Verpflichtungen, 5. wegen Verpflichtungen aus unerlaubten Handlungen. § 5. Die Heimstätte ist unteilbar und— vorbehaltlich des Nießbrauchrechts des überlebenden Ehegatten— durch Erbgang, im Falle des Vorhandenseins mehrerer Erben, nur auf einen derselben(Anerben) übertragbar. § 6. Die Veräußerungen der Heimstätte unter Lebenden ist nur mit Genehmigung des Ehegatten und nur an Angehörige des Deutschen Reiches zulässig. § 8. Der landesrechtlichen Ordnung bleiben alle näheren Bestimmungen überlassen und speziell: 1. die stimmungen der Maximal= und Minimalgröße der Heimstätten innerhalb der in§ 2 angegebenen Grenzen, 2. die nchung der Heinsähtg, aäsielbgrnzung eir Steter stättenerbrechts. „Zuckersuße“ Geschaftsleute. Unter der Ueberschrift„Zuckersüße Geschäftsleute lesen wir in dem„Graudenser Geselligen": Die Saccharin=Fabrik Aktiengesellschaft in Salbke a dr Sbr. ul Herz und Gemüt. Was der Mensch der Unschuld gewesen, Kann Jeder sich aus seiner Kindheit lesen. Bewahre dir Gott deinen Kindersinn So weißt du immer woher? und wohin? Und schaust aus verworrenem Erdenschmerz Stets fröhlichen Blickes himmelwärts. Wer erst in saure Aepfel biß Und dann in einen süßen, Der wird den süßen ganz gewiß Dann doppelt froh genießen. Doch wer in süße Aepfel biß Und dann in einen herben, Dem wird der herbe ganz gewiß Die ganze Lust verderben. Firmenzusatz prangt„Alleinige staatlich konzessionierte Süßstoff=Fabrik", versendet an ostdeutsche Apothekenbesitzer ein Schriftstück, in dem es heißt:„Wir erlauben uns, Ihnen höflichst mitzuteilen, daß wir für den Osten Deutschlands ein Flugbläkt in polnischer Sprache(je zwei Flugblätter in polnischer liegen bei) laut Einlage haben herstellen lassen, und stellen Ihnen davon jedes erforderliche Quantum völlig postfrei und kostenlos zur Verfügung. Gleichzeitig erklären wir uns bereit, Ihnen das Flugblatt auf Wunsch mit dem Aufdruck Ihrer werten Firma als Bezugsquelle versehen zu liefern, so daß Sie in der Lage sind, durch Verteilung dieses Reklamematerials die Kundschaft in recht wirksamer Weise darauf aufmerksam zu machen, daß sie bei Ihnen das erforderliche Saccharin... auch jetzt noch ohne jede Schwierigkeit beziehen kann. Wir... empfehlen uns Ihnen, in der Erwartung Ihrer gefl. Rückäußerung über obige Flugblätter usw. Der„Gesellige“ fügt dieser Mitteilung hinzu: Hoffentlich gibt es noch einige Apothekenbesitzer in den Ostprovinzen des preußischen Staates, die jener „Fabrika Saccharyny Tom. Akcyjne“ eine kräftige deutsche„Rückäußerung“ zuteil werden lassen. Der Gesellige führt dies Beispiel von der Förderung des Polentums hiermit vor als charakteristisch für den Geschäftsbetrieb vieler großer westdeutschen Firmen, die nicht bloß ein für Deutsche unwürdiges, sondern auch nach der Lage der Sache ganz unnötiges Entgegenkommen zeigen.„ Bevölkerung im Osten versteht genug Deutsa, um Bestellungen machen zu können, aber sehr viele Deutsche im Deutschen Reich fühlen und empfinden nicht genügend deutsch. Wenn in irgend einem ostdeutschen Grenznestchen der Krämer Zugeständnisse an seine polnische Kunden macht, mag das ebenfalls verzeihlich sein, aber dieser stematischen, zuweilen auch wohl gedankenlosen Förderung der Ausbreitung der polnischen Sprache und damit polnischen Wesens und polnischer Machtansprüche an das öffentliche Leben durch große Firmen, die nicht um ein Stückchen Brot ringen, muß endlich das Handwerk gelegt werden. Wir empfehlen den Ortsgruppen der Ostmarkenvereine im Westen, auf solche zuckersüße Geschäftsleute enregisch in deutschem Sinne einzuwirken und dafür zu sorgen, daß der Unfug mit Reklame usw. in polnischer Sprache endlich unterbleibt. Was die„alleinige staatliche konzessionierte Süßstoff=Fabrik" anbelangt, so würde wohl die Regierung in der Lage sein, mit ihr ein deutsches Wort zu reden. Rechtspflege. Reinick. Das lustige Kleeblatt. Von S. Barinkay. (9. Fortsetzung.) „Therese!“ rief Eugenie, als sie sah, daß diese nicht Das Mädchen kam mit bleichen Mienen heran. Aber Dolf war bereits auf die Bank gestiegen und legte, ohne mit einem Blick aufzusehen, die Früchte auf das Gesims. Therese hatte einen Moment die Hände ausgestreckt, um sonst. Der junge Mann sprang bereits von der Bank und schritt nach hoflichem Gruße zum Hause zurück. Eugenie war mit Roland beschäftigt und hatte den Vorgang nicht bemerkt, aber als sie sich wandte, sah sie Therese, die wie erstarrt am Fenster stand, mit tiefroten Wangen und Tränen in den Augen. !! Verbot des Läutens der Kirchenglocken. Diese eigentümlich klingende Frage beschäftigte den 5. Zivil„Was ist es, Therese?“ fragte sie erstaunt. Und da kam es. In aufwallendem Schmerze schlug Therese die Hände vors Gesicht und sank auf den Stuhl Aufs höchste überrascht nahm Eugenie den Knaben bei der Hand, umschritt mit ihm das Haus und den Garten und trat in das kleine Zimmer. Sie legte die Arme um den Hals der Weinenden und tröstete sie, und der mächtige Sturm, der in dem Herzen Thereses tohte, drängte die Offenbarung des lang verschwiegenen Geheimnisses auf ihre Lippen. Bebend vor Erregung begann sie zu erzählen von dem Tage, da sie Marie in der Oper gesehen, daß sie vergebens sie aufgesucht in ihrer dürftigen Dachkammer und sie wiedergesehen als vornehme Dame in der Equipage. Und dann sprach sie weiter von den Worten, die in schlummerloser Nacht von dem Garten herein zu ihr gedrungen— sie sah nicht die Blässe, die angstvollen Augen Eugeniens— sie sprach weiter, wie sie Glück und Liebe gefundeg. bei. Dolf, wie sie nach Jahren Marie wiedergesehen, ge„ in Lei und Geist, von der Krankheit, die sie hier in dem kleinen Stübchen überstanden, von ihrem Briefe und heimlichen Scheiden, von dem Mitleid, daß ihr Herz Herz— bei dem Anblicke des reizenden, schuldlosen Kindes erfüllt, von der Verachtung und dem Unglauben, die alle ihr entgegengebracht, nachdem sie das Kind in Obhut genommen— alle— auch Dolf—— Therese war zu Ende, erleichtert atmete sie auf, sie stand wenigstens vor einem Menschen schuldlos und rein. Eugenie saß auf dem Sofa, bleich und starr wie die Wand hinter ihr, der Knabe spielte zu ihren Füßen. „Roland, Mariens Kind— sein Kind!“ flüsterte sie leise und beugte sich hinab zu dem Kleinen. Sie sah das braunlockige Haar, die goldenen Augen und das zarte noble Gesichtchen; heiß und seltsam zog es durch ihr Herz, und aus ihren Augen flossen Tränen und fielen nieder senat des Reichgerichts. In einem kleinen Orte(kaum 1000 Einwohner) auf der Höhe des Thüringer Waldes hatte die Kirchengemeinde im Jahre 1900 für ihre 3 Glocken ein hölzernes Glockenhaus erbaut, welches 4,50 Meter von dem Wohnhause des Kaufmanns M. entfernt ist. M. fühlte sich nun durch das Läuten belästigt und strengte eine Klage beim Landgericht Meiningen an, dahingehend, das Läuten zu unterlassen. Das Landgericht wies die Klage ab, doch auf die vom Kläger eingelegte Berufung hat das Oberlandesgericht Jena erkannt: „Die Beklagte wird verurteilt, das Läuten mit den beiden größeren Glocken in ihrem im Juni 1901 neu errichteten Glockenhause gänzlich zu unterlassen, und das Läuten mit der kleinsten Glocke in diesem Glockenhause, solange das nach dem Hause des Klägers gelegene Schallloch nicht geschlossen ist, nicht vorzunehmen. Gegen dieses Urteil legte die Kirchengemeinde Revision beim Reichsgericht ein, welche sich darauf stützte, daß in dem vorliegenden Falle der Rechtsweg unzulässig sei. Diese Frage ist in den Vorinstanzen von niemand angeregt. Das Reichsgericht hat die Revision für begründet angesehen, indem es in seinem Urteil ausführt, daß es keinem Zweifel unterliegen kann, daß das Recht, mit Glocken zu läuten, den Kirchen zum allgemeinen Wohle ihrer Angehörigen und damit zugleich zum Wohle des Gesamtstaates eingeräumt ist. Nach den Grundsätzen des allgemeinen protestantischen Kirchenrechts ergibt sich die Unzulässigkeit des Rechtsweges in der gegenwartigen Sache, es fragt sich nur ob in dem betreffenden Staate(Sachsen Meiningen) durch etwa bestehende Sonderbestimmungen und Umständen die Zuständigkeit der Gerichte für Sache dieser Art begründet ist. Zur Prüfung dieser Frage ist die Sache zur nochmaligen Verhandlung an das Oberlandesgericht Jena zurückzuweisen. Aus Westfalen und Rheinland. * Iserlohn, 11. Dez. Bittere Vorwürfe macht„Der deutsche Metallarbeiter“ unserer Arbeiterschaft. Von den 3000„Freien“, welche zur Streikzeit aus den Fleischtöpfen der Verbandskasse schöpften, sind nur 500 treu geblieben und von den 450 Mitgliedern der„Christlichen" nur 180. Das genannte Organ bedankt sich für solches Kassenmardertum.— Es soll sich bei der sozialdemokratischen Streikund Parteileitung Iserlohns bedanken. * Herbede a. d. Ruhr, 11. Dez. Einen recht günstigen Kauf hat nach der„Rh.=westf. Ztg.“ die Stadt Bochum gemacht, indem sie zum Preise von 117·000 Mk. das unweit des benachbarten alten Rittersitzes„Habs Kemmade" gelegene Wiesenterrain für ihre Wasserleitung erwarb, auf welchem gute Wassergewinnungsanlagen hergestellt werden können. Da für den wirklichen Wert dieses WiesenDie Dämmerung sank zur Erde— schweigend saßen noch immer die beiden und sahen dem Spiele Rolands zu. Da pochte es an der Türe. Auf das leise„herein trat eine einfach gekleidete Frau in das Zimmer. Therese ah im Abendschein die schönen, ernsten Züge Mariens vor „Marie!“ rief sie aus, halb staunend, halb freudig. „Marie!“ sprachen leise die Lippen Eugenies. Es war ein seltsames Wiedersehen— das Wiederse hen des„lustigen Kleblatts!“.„„. 4. 0 „Ich weiß, welch edles Werk Du getan, meinte— rie nach herzlicher Umarmung der Freundinnen, auf Roland, der scheu in der Ecke stand, zugehend. Sie nahm den Knaben vom Boden auf und preßte ihn unter Tränen an die Brust.„Als ich von Dir ging, Therese", begann sie dann,„verließ ich die Stadt. Mein Leib war gesund, mein Geist noch nicht. Trostlos, verzweifelt irrte ich weiter, von Ort zu Ort. Hundertmal trat mir der Gedanke wieder nahe, dennoch aus der Welt zu scheiden, aber es hielt mich die Erinnerung an Dich und Deine Worte und— Roland. So kam ich zu Leuten, fern im Gebirge dort, wo es noch gute, fromme Menschen gibt, die wenig von der Welt und ihren Sünden wissen; sie nahmen mich auf und— ich fing an zu arbeiten. Schwer und mühsam war mein Tageslauf, das Leben einer Magd war das meinige, meine Hände bekamen Schwielen, mein Gesicht ward rauh und braun. Aber, o Segen der mühevollen Arbeit, ich wurde gesünder von Tag zu Tag, mein Geist wurde frischer und lebendig, mein Mut erstarkte, und meine Seele genas. Aus der Stadtdame ward ein einfach Weib— ich danke Gott tausendmal, daß er mir die Gnade und die Kraft hierzu gab, denn schwer ist's, vom Wohlleben zu lassen, schwer, harte, rauhe Arbeit zu tun, wenn man sie nicht gewöhnt ist! O, ich hätte nie geahnt, welch ein Segen, welch Arbeit der Hände! Und nun...“ zartes Rot überzog durch eine kleine Oeffnung, wie einem Tier, in seinem Käfig zuschoben, daß er sonst mit niemandem in der ßenwelt in Verbindung gekommen sei. Die Gerichtsherven vesiuns fganden diesen in einem besanmernswerten Büchertisch. In A. F. Schöffel's Verlag, Leipzig, erschien soeben: „Wie gewinne ich neue Lebensfreude, [Selbstvertrauen und Energie?“ Untrügliche Methoden zur Selbstheilung der Gemütspression, Schwermut, Zerfahrenheit, Schüchternheit, Gedächtnischwäche, und Selbsterziehung zur Wissenskraft und imsoeben erschien die wesentlich erweiterte und veralte Le gehen bei brauste und den ihm vom Rumpfe getrennt, eine Hand abgefahr der Kopf eingedrückt. Der Tod war sofort eingetreten. Die Leiche wurde in die Wohnung des Verunglickten ge, die„Presi“psorgenztg.“ Kenntnis. Ein thiringisch schafft. Er hintersäßt zwei noch unmündige Kinder. Amtsgericht korrespondiert mit einer anderen Behörde Kön, 11. Dez.(200 Mt. verschluckt.) Ein wegen der Beschäftigung von Strafgefangenen mit Holzwegen Wildieberei und Diebstahts verhaftezung lizwvgr spalten. Die letztere Behörde antwortet:„Auf die auher Mann verschluckte im Gefängnis 20 votz Hachen, I1. Detz, Estlausters gefährlcher und rase sen, daß die ersetigen Gesangnen auf den dieszitgen Aebenswose vez,. 3e h izg hsie eice ise Sie nes en enen ehehen, Shace acelie elchd de Gasch ie Ascgelch, ece e echenge a. he Sehmehr Ju. Auungnge, ugeh##et hrach ee ve) Maßtrige und niehrete Viergläser uit. ..“ Zindenthal bei Köln überwiesen. Dort zur Beobachtung seines Geisteszustandes der Dorfe bei Holzikirchen an dem Kopfe eine uisd euen en uog u Odwoht er die ihn auf dem zerschniten und schwere Schädelerletungen, zugefüigt. in Waffengeschäft in den Besitz festgehalten mehrerer Revolver setzte. Lbwoyr er die ihn auf dem zerschnitten und Adalbertsteinweg stellenden Beamten mit geladenem Revolver bedrohte, gelang doch seine Festnahme. Jahren in ihren streng logischen Iden unsge,pgtg tigen wunderbaren Heilerfolgen bereits so sehr Hervgetzer# ist: Ein einfaches naturgemäßes Bad, menschl. Heilklaste, die rechte rationellere u. gründliche Anwendung von Licht und Luft, die von dem Verfasser eingeführten Erd= bezw. Lehnaunendungen(Erdkraft), eipäzie luns deg ggieg, ßere Diät(die große Heilkraft! Und der Mann konnte 14 Tage nach der Rauferei als geheilt aus dem Krankenhause entlassen werden. Das nennt man einen Schädel! (Die Reklame auf der Bühne.) Im Residenztheaz seit einigen Abenden das Baudeville rde ihm dabei eine Arterie Hie rachten naturgemäßeren Kleider, Betten, Schädelveriechiggey, zugefücgt)ose Landwirtschaft, naturgemäße Tier Die guten als begehrtes sind angebrochen. Dieses Suchen sollte in vielen, Fällen ernsthafter genommen werden, denn viele, seyr viele Charaktereigenschaften des Kindes, die uns plötzlich auffallen, finden ihre Erklärung in dem Inhalt der Bücher, die man ihm darreicht. Die Phantasie verlangt in den Werdejahren nach Nahrung, und je nach der Art dieser Nahrung ist der Charakteraufbau, der sich daraus entseren..f... gicht haß die O,=Ktürg für unsare mende Deshalb genügt es nicht, daß die Lektüre für unsere Kinder in moralischer und reitglseshztverständsiches, Ruch am P Arbeiten, Landwirtschaft, naturgemäße Tierheilmethode, ein neuer naturgemäßer Obstbau, das rechte Geistes= und Seelenleben, wahres Christentum, insbesondere in der gewaltigen Bedeutung bei der Heilung von Krankheiten u. s. w. u. s. w. Herm. Petrich, Deutsche Frauen. Zwölf Erzählungen für jung und alt im lieben deutschen Vaterland. 8 und 192 Seiten 8° mit zahlreichen Abbildungegen. Preis brosch. Mk. 1,50, eleg. geb. Mk. 2,50. Dieselben Lebensbilder sind auch in einzelnen Heftchen à 10 Pfg., 100 Hefte Mk. 8.—, erschienen. Die Buchausgabe eignet sich vorzüglich als Festgeschenk; dagegen empfiehlt Verantwortlich für den redaktionellen Teil Schade. eschchch bes e Für Kinder, und ganz besonders für heranwachsende junge Mädchen in bescheidenen Verhältnissen, ist es geradezu schädlich, wenn sie nur solche Erzählungen lesen, die sich in einem übervornehmen Milieu bewegen— einem Milieu, welches die Verfasserig„mitunter um so metzgermeister.“ Diesen Musterproben wird man ohne Mühe noch einige Dutzend hinzufügen können. *(Die rätselhafte Rummer.) In seiner Studienzeit hatte der bekannte Humorist Sophier sich einst genotigt den Bekanntmachung. Einkommensteuerveranlagung für das Steuerjahr 1904. Auf Grund des§ 24 des Einkommensteuergesetzes beste de, Perozgesenr gleider zu bbter uch eing, porsscher bereits mite ungetiscke ein und reste sein. Ale de Rlater un diessonent, nie die Steursgzeiczueg, Hoeraishe, iehersit e erstount, Ach, Niehderack damals iun der Gar, Die oben bezeichneten Steuerpflächtigen sind zur ne e e ee se as a e. (Bedenkliche Bestellung.) Soirz=Zel, ner, zunächst bringen Sie mir alse ze Figye gad, u. ein paar Kalbsohren, wie der Herr ou vrnven# ?( M e r k w ü r d i g e s T e s t a m e n t.) E i n a l arbeitet. Vermischtes. f(Seit 21 Jahren eiggenguert)„Aus ZAmgsg,] 2(Merkwürdiges Testamen dorf, Kreis Ostpriegnitz wird geschrieben: Iu voriger kest, ter. todkranker Farmer machte sein Testament, und ditnen due bu ueaee ee, ag ge gase ae ee e zustellen, ob das langer Zei uizihergchciv, J. 51 Jahra lars Renten.“—„Und was soll gestsshen, menn Pgeiee Wissentlich lgrähtige, wver undeu in der e buer Vechthe Chenue hen, So egage ee geher e ade asetnge Verichuegung nn Gideunen. u. Seenadert beten aus Potriket berndt, De GeuichgI, Lam falsie aud, Lolars echgalten:—„Wie, dssetatereiätung fnd in 4 cr des Sinkonnensener konision ach sch enen übter u0 Johr aiten Aounue und(Dopestez.—„Alrdiags, der Mann, der den Mit hot gesetes mit Stafe bebreskt. ihr 46 Jahre alter Sohn seit lange Jeit wold szei uud maine Frau zu heiraten, wird es gebrauchen könne Jännersmänner des Kreises kostenlos verabfolgt. Die Einsendung schriftlicher Erklärungen durch die Post ist zulässig, geschieht aber auf Gefahr des Abse ders und deshalb zweckmäßig mittelst Einschreibebriefes. Mündliche Erklärungen werden an den Wochentageg pggmittags von 10 bis 12 Uhr in meiner Amtsstube(Kreishaus) zu Protokoll entgegen genommen.#.16# 20 Die Versäumung der obigen Frist hat gemaß§ 30 Abs. 1 des Einkommensteuergesetzes den Verlust de setlichen Rechtsmittel gegen die Einschätung für das lbs. 1 des Einkommensteuergesetzes, den Verlust, der 65 n„Meier Trau, zmache ich 10 Dalt. Ltlizriahtr eur guet, gegen die Enschäzung für Geie den Noior:, Aeue Aun bere zeseldae Sirighegrich alsze ebue besheueu beg er later Fel waitse uodzueng, Poziu bestar ge ade 3i4hoge hean de Gutel, Hörde, 1. Dgenber 1a. Sltadantüste, Steahdkaten e e eha ase Ferige haltsechie Zeiten seshtigasge berzsies Komusn. die Bangen der Spehenden, Auuy ir ein Gusc mi, zalsperdent, uad zwuar züi der Herstellung ainer neien Brie. 2.Juuue teil geworden, ein brover, wonn ja hin seint ehrlich Weih ketsorte mit dem Aufdruck:„Bankdirektor“. Der neuen peworden und nun—(agilggt mit mir nehmen.“1=gihgerzit hintersesehut, daß sie„gut durchbrennt, ohne gesetzes mit Strafe bedroht. Horde, 1. Dezember 1903. 4 bereitet jeder durch Verwendung unserer weltberühmten Besonders beliebte Geschenke sind unsere warm gefütterten Pantoffeln, Hausschuhe und Straßenstiefelu. Lpezialität: Filzschnallenstiefel für Herren, Damen und Kinder. Auszug aus unserer Preisliste Herren=Zugstiefel, glatt, Ia. Wichsleder Mk. 4,50 Herren=Schnürstiefel, bestes Wildroßleder Mk. 3,70 Herren=Schuallenstiefel, elegant. 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Die Auszahlung der Jagdpachtgelder für die Rechnungsjahre 1896, 1897, 1898, 1899, 1900 und 1901 erfolgt in der Zeit vom 15. bis 31. ber er. auf dem Meldeamte(altes Rathaus, Zimmer Nr. 2). Schwerte, den 8. Dezbr. 1903. Magistrat: Rohrwann. Schwerte empfiehlt sämtliche Futterartikel, als: Erdnutzmehl und=Kuchen, Baumwollsaatmehl, Leinmehl, Trockentreber, Rübenschnitzel, Malzkeime, Melasse, Kleie 2c. Sämtliche Futterfabrikate find seitens der Versuchsstation Münster auf Gehalt untersucht und liegen Analysen zur Einsicht aus. Am Donnerstag, den 17. ds. nachm. 2½ Uhr, werden die zum Gute Wandhofen gehörenden sogen. Molkererbutter der Molkerei Westheim 135 Pfg., ostfriesische 120 Pfg. p. Pfd. bei Klein. in dem Gasthof Hagemann (Im Reiche des Wassers) in ehwerte sshtentlich wellsblekend auf 6 Jahre zur Verpachtung ausgesetzt. Haus Altendorf, den 7. Dezember 1903. Gräflich von Fürstenberg'sche Renteiverwaltung. Ein Mittel zum Sparen ist WIIIS u. Seisen. 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