tchden Kieis Berck. rchrureerrerur eerruten Insertionsgebühr für lokale Anzeigen, die sechsgespaltgge, Petif, zeile oder deren Raum 10 Pfg., außerhalb 15, Re 40 Pfg., Druck und Verlag von Carl Braus in Schwerte, Fernsprech=Anschluß Nr. 62. Amt Schwerte. Telegr.=Adresse Braus, Schwerte=Ruhr. Die dentiüge Ausgabe aushglt 1 PBhali. dazu das achtseitige illustrierte Sonntagsblatt, zusammen 2. Seiten. Lokales. „Alle Kreis= und Lokalpolizeilichen Verordnungen für den Kreis Hörde erlangen gemäß Bekanntmachung der Königl. Regierung durch Veröffentlichung in der„Schwerter Zeitung" rechtsveriiatiche Krch. ** Schwerte, 5. Dezbr. 1903. **(Evangelisation.) Es ist doch etwas Merkwürdiges um die Evangelisation in unserer Stadt. Während sonst Versammlungen und Veranstaltungen, welche tagtäglich in demselben Charakter sich wiederholen, in ihrer Wirkung nachlassen oder gar ganz in dieser Beziehung versagen, wächst das Interesse für die Evangelisation und so wird denn auch in der kommenden Woche noch Prediger Dannert in gleicher Weise und zur gleicher Zeit loie bisher, nachmittags in der reform. Kirche, abends in der großen evang. Kirche, reden. Wir empfehlen den Lesern, welche abends einen günstigen Platz haben wollen, rechtzeitig zu erscheinen und machen darauf aufmerksam, daß Sonntag(morgen) nachmittag die Bibelstunde ausfällt; es findet um 5 Uhr der regelmäßige Abendgottesdienst statt. Prediger Dannert, übrigens ein ganz moderner und auch im praktischen Leben brauchbarer Mann, behandelt heute abend ein durchaus modernes Thema. Er spricht über:„Krankenheilungen durch **(Freie Fahrt für beurlaubte Sotoaten.) Der Reichstagsabgeordnete für den Wahlkreis Duisburg— Mülheim und Ruhrort—Oberhausen, Dr. Beumer, hat mit Unterstützung der gesamten nationalliberalen Fraktion folgenden Initiativantrag im Reichstag eingebracht: den 5. Dezember 1903. re5 im Fale der Urhoufüir eine entsprehzende Rückrese in eiie Ergste, 4. Dez. Wie erzielt man viele und gute Thena wird am Sonntag, den 13. ds. Mis, nachmitags 4 Uhr, Herr Direktor Schultz aus Soest einen Vortrag im Lokale der Wive, Kage=ecknann halten. g Hochzeit.— Unsern besten Glückwunsch! e 4.28z, Anser Sich der Veiseshgange trag jahr 1904 bewilligt.“ * Dortmund, 4. Dez. Vom Schnellzuge 38 erfaßt und zermalmt wurden heute nachmittag gegen 4 Uhr auf dem Bahnhof Rauxel drei Personen, die einen aus der entgegengesetzten Richtung kommenden Personenzug besteigen wollten. Die Getöteten gehören dem Anschein nach dem Arbeiterstande an. Von amtlicher Seite kommt über das Unglück noch folgende Meldung: Heute nachmittag 4 Uhr wurden auf Bahnhof Rauxel die Bergleute Franz Heinrichs, Friedrich Schlenz und Heinrich Göbert aus Achonnementshreis dra Gartal 1 Matl 66 42 Pfg. Bestellgeld, wenn durch die Post bezogen. jedem Wochentage. Wöchentliche Gratisbeilage:„Illustrierter Familienfreund.“ Mengede durch den durchfahrenden Schnellzug mund nach Herne überfahren uno sofort getötet. Die drei Bergleute wollten mit dem Personenzug, welcher von der anderen Richtung kam, nach Mengede fahren. Die Getöteten versuchten trotz Warnung von seiten des Stationsbeamten den Mittelbahnsteig durch Ueberschreiten des Gleises, auf dem der Schnellzug durchfuhr, vor diesem Zuge zu erreichen. Eigener Depeschendienst der„Schwerter Zeitung Berlin, 5. Dez. Der Reichstag wählte gestern das Präsidium. Präsident wurde Graf Ballestrem mit 250 Stimmen, 1. Vizepräsident Graf Stolberg(kons.), 2. Vizepräsident Dr. Paasche(natl.). Auf Singer fielen 68 Posen, 5. Dez. Der Dziennick Poznanski meldet aus Warschau, die russische Regierung schloß die Warschauer Universität auf unbestimmte Zeit wegen der dortigen Studenten=Kundgebung. Brünn, 5. Dez. In Botenwald wurden drei junge Mädchen von 17, 12 und 10 Jahren in ihrer Wohnung ermordet aufgefunden. Nachforschungen nach den Tätern blieben bisher erfolglos. Lüttich, 5. Dez. In der vergangenen Nacht riß in einem Kohlenbergwerk in Montégnée das Seil des Förderkorbes, worin 12 Grubenarbeiter sich befanden. Der Korb fiel aus etwa 245 Meter Höhe bis auf den Boden des Förderschachtes. Sämtliche Arbeiter wurden zerschmettert und in entstelltem Zustande aufgefunden. Generalbersaunlug Der Schwerter Haushaltung Mar Hüsingstraße 8 bietet die Husingstraße 8 am elatze grösste Auswahl Spielwaron, Vormoteln, Cenundsrhen, Rand und Reisstuschon. Enormes Lager in Kinderstühlen, Schlafstühlen, Kinder- und Puppen-Spertwagen. B e a c h t e n. S i e d i e A u s s t e l l u n g d e r S c h a u f e n s t e r, * SHE HH C E H L HEM AH H AAAH MAA EA AAAAAE Wwe. Waltenberg Hageneru. Mähr=Straßen=Ecke. Todes-Anzeige. Gestern abend 11 Uhr starb nach langem, schwerem, mit grosser Geduld ertragenem Leiden, im festen Glauben an seinen Erlöser unser lieber Sohn, Bruder, Schwager und Onkel Diedrich Baumeister im Alter von beinahe 27 Jahren. Um stllle Teilnahme bitten Familie Baumeister. Schwerte, Bönen, Soest, den 4. Dezbr. 1903. Die Beerdigung Andet Montag, den 7. Dezember, nachmittags 3 Uhr vom Sterbehause, Liethi Liethstrasse 24, aus statt. Kriegelverin Stweite Die Mitgliedet werden gebeten, sich zu Teinahme an der Beerd gung des ver storberen Kameraden Diedr. Banmeis#er Dezember, Uhr, im Vereins otal fndn Der Vornn-. Weihnachts-Ausstellung ) fertigen Sandarbeiten sowie sonstigen in argefangenen und ferrigen Hanourveiten, sowie sonstigen be Geschenkartikeln. TAHMBAAASFRLANAEATEN SERWM CMTMM E M: MMM MMMM oe ur Nachmittag u w Der heutigen Ausgabe liegt eine Beilage der Firma M. bei, worauf wir hiermit em pfehlend hinweisen. sch uu. Aeuch onserven mit aut dem Geblese der Conserv.-Industrie. Unentbehrhen für Militairs, Jäger, Touristen, Radfahrer, Segler, Jung. gesellen etc.— Erwärmung des Dosen-Inhalts zu jeder 24.— Zeit. an jedem Orte und unter allen Witterungsverhältn. in wenig. Min. Fabrikate in allen Preisl. empfichlt: Conserv.-Fabrik Albert Rehse Sohn, as- auge. eg er be. Pateate in 14 Staateo. 4 des für Schwerte u. Umgegend Sonntag, den 6. nachmittags 4 Uhr, im Saale des Wirts Eichmann in Geisecke. Tagesordnung: 1. Bericht über den Verbandstag in Haspe. 2. Vorführung eines automatischen Auslaufs für Geflügel. 3. Vortrag:„Der verderbliche Kehlkopfwurm beim Geflügel.“(Ref. Lehrer Siethoff, Lichtendorf. 4. Gemeinschaftl. Bezug von Bedarfsartikeln. 5. Aufnahme neuer Mitglieder. 6. Verschiedenes. Anfang: bestimmt 4 Uhr Zu zahlreichem Besuch ladet ergebenst ein Der Vorstand. Vereinigte Gesellen=Ausiage, eingeschriebene Hülfskasse, werte. Montag, den 14. Bezember, abends 8½ Uhr, im Vereinslokale ordentliche Ghenern. Tages=Oronung: 1. Vorstandswahl. 2. Wahl der Kassenärzte. 3. Wahl der Revisoren. 4. Verschiedenes. Der Vorstand. Magenleidenden teile ich aus Dankbarkeit gern und unentgeltlich mit, was mir von jahrelangen, qualvollen Magen= u. Verdauungsbeschwerden geholfen hat. A. Hbeck. Lehrerin, Sachsenhausen d. Frantfurt a. M. Peima Molkereibutter, pr. Pfd. Mr. 1,30, empfiehlt D. Hövelmann. A Ssoosrslsbens * N. Meseing& Ce. Ss /8S R#. K Mösiagstrasse 25 SCHIVERTE Hösiogsrasse 25 Billigstes u. grösstes Sortimentsgeschäft am Platze# empfehlen als Geschenke zum Weihnächtsseste. 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Dezember, nachmitt. 5 Uhr statt. Der Vorstand. Gasthof„Pestsäl. Hof“ (Inh. W. Quadbeck.) Sonntag, den 6. Rehbraten mit Compot. Roastbeef mit Remoladensauce. Hasenbraten. Kalbsfrikando. Sebenserrtt Kattoffetn, Heu, ferner: schweren Hafer per 100 ko 15 A Grobe Weizen=Kleie u p Ztr. 5 5.80 3.25 790 8 35 8.25 Hamburgerhof. Empfehle frische Rinderwurst. Gans in Gelee. Kalbsleber mit Kartoffelsalat u. s. w. Italienischen Salat. G. Bress. Trockene Biertreber Melasse(Torf) Baumwollsaatmehl„ Erdnußkuchen(weiße), Erdnußkuchenmehl„ Malzkeime(helle)„ Thomasschlackenmehl(garantirt 16% Gesamt=Phosphorsäure) per 100 ko 3,50+ Kainit„ 100„ 250„ Ammoniak=Superphosphat 7X9 pr. Ztr. 6,90 Gersteumehl pr. Sack, 150 Pfd., garantiert rein, 11,00 A Guano 2c 2c alles zum billigsten Tagespreis empfiehlt Lehmhaus. wrmmrer feir den Kieis Kereht. 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April 1896 ab die Versteuerung der schriftlichen Pacht= und Mietverträge(Afterpacht und Aftermietsverträge, sowie antichretischen Verträge) über unbewegliche Sachen dem Verpächter und Vermieter(Afterpächter, Aftervermieter, antichretischen Verpächter) obliegt und daß nur gegen diese Personen, nicht aber auch gegen die Pächter, Mieter pp., die Strafen, welche die Zuwiderhandlungen gegen die betreffenden Vorschriften nach sich ziehen, festzusetzen sind. Die Versteuerung erfolgt lediglich mittelst eines von dem Verpächter, Vermieter pp. aufzustellenden Verzeichnisses. In dieses Verzeichnis sind die während der Dauer des Kalenderjahres in Geltung gewesenen Pacht= und Miet pp.=Verträge, sofern der nach der Dauer eines Jahres zu berechnende Pacht= oder Mietzins mehr als 300 Mk. beträgt, einzutragen. Das Verzeichnis muß ferner enthalten: die Bezeichnung des Grundstücks, den Namen der Pächter, Mieter pp., die Dauer des Vertragsverhältnisses während des betreffenden Kalenderjahres, den Zins und den erforderlichen Stempelbetrag(1/10 vom Hundert des Pacht=, Miet= pp. Zinses).„ Der Verpächter, Vermieter pp. hat dieses Verzeichnis mit der Versicherung, daß er andere unter die Tarifstelle 48 Buchstabe a des Stempelsteuergesetzes vom 31. Juli 1895 fallende Verträge nicht abgeschlossen habe, zu versehen und die Versteuerung bis spätestens zum Ablauf des Januar des auf das betreffende Kalenderjahr folgenden Jahres bei einer Steuerstelle zu bewirken. Bemerkt wird noch, daß den schriftlichen Pachi= und Miet= pp Verträgen die durch Briefwechsel zu Stande gekommenen Pacht und Miet= pp. Abschlüsse gleichstehen und daß auch diese, sowie die auf Grund einer in einem Vertrage enthaltenen Verlängerung in Geltung gewesenen Pacht= und Miet= pp. Verhältnisse in das Verzeichnis aufWenn in Verträgen der vorgedachten Art noch andere besonders stempelpflichtige Rechtsgeschäfte, wie z. B. Abreden über Verkaufsrecht, Schiedsgerichte u. s. w. beurkundet sind, so muß dieserhalb der erforderliche Stempel zu den Verträgen selbst entwertet werden. Die näheren Bestimmungen des Stempelsteuergesetzes und Tarifs vom 31. Juli 1895 hierüber finden sich in der Gesetzsammlung für 1896 S. 413 ff., die Ausführungsbestimmungen des Herrn Finanzministers zu denselben in der Bekanntmachung von 13. Februar 1896 (Reichs= und Staatsanzeiger 1896 Nr. 44) abgedruckt, auf welche verwiesen wird. Dieselben sind auch den Formularen zu den Pacht:(Miet=Antichrese.,) Verzeschnissen, welche unentgeltlich von allen zustandigen und K Steuerstellen, sowie von den Stempelverteilern, verabZugleich wird das Publikum aufgefordert, die zu ver steuernden Pacht= pp. Verzeichnisse nicht in den letzten Tagen des Monats Januar, sondern bereits zu Anfang desselben zur Versteuerung vorzulegen um einen zu Andrang der Steuerpflichtigen und eine Stockung des schchover Horigen Jahre benutzten Formulare sind, soweit dieselben noch Platz bieten, auch noch fernerhin weiter zu benutzen. Lokales. Schwerte, 4 Dezember 1903. **(Unmaßgebliche Gedanken.) Während der Sankt Nikolastag nahe bevorsteht, hat sich auch der Winter darauf besonnen, daß er den guten Dr. Falb zum letzten Ma dementieren müsse. Der verstorbene Wetterkundige hatte als seine letzte Voraussage die für den gegenwärtigen Monat Dezember verfaßt, und zwar dahin lautend, daß in seinem ersten Drittel der Weihnachts=Monat recht naß und regnerisch sein würde. Nach dem bisherigen HerbstVerlauf konnte das ja stimmen, aber der Dezember scheint doch so etwas, wie ein Rühren mit Wollenwaren= und Pelzhändlern, auch mit den kleinen Schulmädeln, die Pulswärmer und wollene Strümpfe stricken, erpfunden zu haben, er hat mit einem Mal ein paar Grad Kaue fur einen größeren Bezirk des Flachlandes aufmarschieren lassen und diese Temperatur scheint sich feuer aur dehnen zu wollen. In gebirgigen Gegenden bestand schon früher Frost, freilich unter zeitwei Tauwetter=Ergüssen. Im uorigen hat sich, wie die Meldungen von großen Schneewehen und eingeschneiten Zügen aus Spanien beweisen, wieder einmal gezeigt, was wir nun schon seit Eintritt des verhältnismäßig oder ganz u. gar milden Winters in Deutschland beobachten, daß südlichere Länder zur Winterszeit oft schlimmer dran sind, können für uns nur wünschen, daß eine normale Weihnachts=Temperatur bleibt, damit die einfalllustige Influenza sich rückwärts konzentriert. Nikolastag, der 6. Dezember, ist so eine Artgporg selben, die bärbeißigen und doch grundgutmütigen, kinderieben Gestalten sollen unserer Jugend auch herzlich vervut bleiben, lo Hamik egralich gemacht wird. Diese in den Weihnachtskreis, sie bilden den Rest des alten frohen Mumenscherzes, an den auch der in Niederdeutschland noch allgemein übliche„Julklapp erinnert. Sankt Nikolaus bringt den artigen und fleißi36. gen Kindern da und dort schon eine Vorfreude, und in Frankreich setzen die Kleinen am Abend vor dem Schlafengehen die Schuhe vor die Tür, damit sie der Nikolaus über Nacht mit Geschenken und kleinen Näschereien fülle. In Paris gilt für die Kinder der Nikolaustag höher als Weihnachten, Frankreich hat nur einen einzigen Weihnachtsfeiertag, während der Deutsche gern an drei denkt, und die eigentliche Festbescherung der Kinder kommt dort zu Neujahr erst, wenngleich schon in nicht wenigen Familien nach deutscher Sitte zu Weihnachten ein Christbaum aufgestellt wird. *8(Eine Aufstellung) über den Reichspost= und Telegraphen=Verkehr wird dem Reichstag zugehen. Beginn dieses Jahres gab es 32542 Post= und 22292 Telegraphen=Anstalten, ferner 16 292 Fernsprechanstalten, 106074 Postbriefkästen. Beamte usw. waren 209 906 tätig. Befördert wurden 5515 Millionen Sendungen und 42 Millionen Telegramme. Briefe waren 5321 Millionen. Die Zahl der unbestellbaren Sendungen ist erfreulicherweise weiter gesunken. Ferngespräche sind 757 Millionen vermittelt worden. Die Wert= und Geldsendungen beliefen sich auf 26,2 Milliarden Mark. Der Ueberschuß ist von 20 Millionen im Jahre 1901 auf 42,2 Millionen Mk. gestiegen, ein selten glänzendes Ergebnis. Br.(Schöffengericht.) Sitzung vom 4. Dezember. Beim Pflaumenbaumplündern wurde der jugendliche Fabrikarbeiter H. B. aus den Rosen von dem Polizeisergeanten Wald am 8. September d. Is. abgefaßt. 3 Mk. muß er für seine Tat zahlen.— Ein ungeratener Sohn betrat hierauf in der Person des Handelsmanns Gustav M. jr. aus Westhofen die Anklagebank. In der Nacht vom 30. August d. Is. zog der Angeklagte vor die Wohnung seines Vaters, mit dem er in Unfrieden lebte, brachte demselben ein Ständchen und zertrümmerte mehrere Fensterscheiben 15 Mk. Geldstrafe bekam er für sein freventliches Tun.— Sodann wurde gegen den Gärtnergehilfen Eugen V., früher hier, jetzt Coelem a. d. Mosel und dem Schreinergesellen Friedrich Sch. hier verhandelt. Dieselben standen unter der Anklage: 1. beide gemeinschaftlich den Schreinergesellen Hermann I. mißhandelt; 2. soll Sch. dem I. mit einem Hammer geworfen haben. Angeklagte, die sonst mit dem J. in gutem Einvernehmen gelebt hatten, waren durch das Geschwätz guter Freunde zu ihrem Handeln veranlaßt worden und wurde dieses bei der Straffestsetzung auch berücksichtigt. V. als der am Meistbeteiligte muß 12 Mark zahlen, Sch. kam mit einer Geldstrafe von 4 Mark davon. (Ev. Verein für innere Mission in der Grafschaft Mark.) Ueber die Kinderheilanstalt Sassendorf berichtet der dortige Pastor, daß nach dem Erweiterungsbau alljährlich 1500 Kinder aufgenommen werden können. Eine und Gemüt. Nimmer ist ein solches Unheil wie das Geld Der Welt erwachsen. Städte kehrt's verwüstend um Und treibt die Menschen flüchtig fort von Haus und Herd; Betörend überreckt Geld der Edlen Sinn, Daß sie zu schmachvoll bösem Handeln sich versteh'n, Zu jeder Arglist leitet Geld die Menschen an Und weiht sie ein in jedes gottvergess gepggleg, * Die Tugend, sie ist kein leerer SchallDer Mensch kann sie üben im Leben, Und soll't er auch straucheln überall, Er kann nach der göttlichen Und was kein Verstand der Verständigen sieht, Das übet in Einfalt ein kindlich Gemüt Große Samen. Von Leopold Sturm. Als im Berliner Schwurgerichtssaal vier Wochen u. eine halbe der Prozeß gegen die„polnische Gräfin" verhandelt wurde, ward in allen dortigen Zeitungen mit mehr oder minder leistender Ironie die Tatsache besprochen, wie nicht wenige elegante Damen Tag für Tag mit gespannter Aufmerksamkeit demgerade nicht immer erbaulichen Zeugenverhör folgten, und es ward auch an solchen Stellen, wo in der Regel für das„moderne Frauen=Zeitalter“ geschwärmt wird, die Frage aufgeworfen, ob diese Damen denn wirklich überall sein müß—, Diese Frauen=Erscheinungen, die sonst eigentlich nur dem Pariser Boden entsprossen, haben sich auf geignetem Boden in den letzten Jahren auch in Deutschland„ reichlich entwickelt. Sie behandeln ihre Tages=Einteilung nach dem Prinzip des Zeit=Vertreibs, dem auch Dinge unterstellt werden, die sich mit klingenden Namen schmükken. Es gibt so mancherlei Veranstaltungen, die mit Recht von zarten Frauenhänden geleitet werden sollen, bei denen die Sache Nebenwirk wird, die Arrangeurinnen indessen im Brillantfeuer stolzer, Rehmes glänzen, gin sie gehen leicht von einem zum anderen über: Um(un Uhr nachmittags wird mit ernster Stirne, doch in großer Toilette über irgend eine gute Idee beraten und abends um 3 wird mit Amusement einem Pariser Sitten=Drama im Theater gelauscht. Dazwischen verscheucht der Klatsch etwa gar etwas eintönig werdende Viertelstunden.... An der Seine, wo man für alles Weibliche recht viel übrig hat, wo es unter jeder Staatsform die eigentliche Herrin der französischen Hauptstadt war, hat man diese Frauen=Gattung stets gefeiert, die vort als eine wesen liche Reprasentation des entzückenden Pariser Charme galt. Der Deutsche will dem weiblichen Geschlecht gegenüber ebensowenig unhöflich werden, wie der Franzose, aber mit dem Respekt ist’s bei ihm entschieden aus, wenn er merkt, wie diese modernen Damen keinen anderen und besseren Lebenszweck zu haben scheinen, als den, das Alter so lange wie möglich fern zu halten und vorher vom Amusement zur Sensation und von der Sensation zum Amusement zu schwärmen und in de kurzen Zwischenräumen der Göttin Mode den Tyihut. zu zollen. Die Herrin des Hauses wird von ihrem Pram tenkreis gefeiert in allen Tonarten, aber die heranwachsenden Kinder müssen sich mitunter besinnen, wann sie zum letzten Male die Mutter gesehen haben. Sie sind beim Vergnügen eine Last. einem großen Hause geht es nicht anders! Man sollte meinen, ein vornehmeres Haus, als das des der schen Kaisers, gäbe es in Deutschland nicht, aber wer kenn die charakteristischen Worte des Kaisers nicht, uis er einmal heiter von seinem Familienleben daheim erzählte: „Meine Frau hat es mit den Jungens nicht leicht, einer hängt immer an ihren Rockschößen!“ Eine große moderne Dame, sechs Jungen und davon immer einen an den Rockschößen? Es wäre kein Thema für diese gefeierten Tagesgrößen, denen ganz andere Dinge im Sinn stehen. Die Geldfrage ist dabei natürlich Nebensache. Ein preußischer Minister bezieht 36000 Mark, die Staatssekretär des Innern und Aeußeren im Reiche haben 50 000, der Reichskanzler hat 100000 Mark Gehalt. Fürst Bismarck hatte mit 60000 Mark auszukommen. Ja, es will ein solcher Posten für den Hausstand solcher übersättigter moderner Damen bedeuten? Eine viertel Million und darüber, notabene, wenn sie da sind, werden ohne viel Duschelen verwirtschaftet, und wenn sie nicht da sind? Nun, es gibt Mittel und Wege und Geheimnisse, von welchen ein gewöhnlicher Sterblicher sich nichts träumen läßt.„„. 6e Und was dabei das Schuimmste ist, am Ende verjagr der Effekt doch! Diese künstliche Aufspielerei als Juno, Minerva und Venus in einer Person hat nur bis zu einem gewissen Moment Erfolg, dann ist's damit vorbei, es fällt die Maske ab, und die gähnende Oede kommt zum Vorschein. Und dann beginnt erst recht die Leidenszeit für die Angehörigen. Das Wort von der„großen Dame“ beherrscht auch bei uns die Zeit. Aber— das wird vergessen — niemand wird das, der es nicht schon ist. Takt muß angeboren sen. De Klawäierhändler Quinting stonn ärgerlick in sinem Pianoforte=Laden. Dat Geschäft gang in düesen Titen men„piano“ un de Lü, de sick wuoll mangs no jähm verleipen, gongen fortens„forte" wann se de hougen Prise hörten, de se für so'n Klimperkasten betahlen sollen. erößere Ausdehnung der Freistelen sei wirjarentnetz, sichen Forschung zu benachtigen und sein neuestes Auserscohende zu betiteln. Hiergegen zählt, die größte Entwicklung haben diese Bestrebungen in der Grafschaft Mark gefunden. Herr Pastor von EndtLangenberg(Rheinland) sprach sodann über:„Wie kann unsere weibliche Diakonie durch anderweitige Kräfte eine Ergänzung finden.....(dams; ** Hengsen, 4. Dez. In der jungsten Gemeinderatswahl wurde in der ersten Abteilung anstelle des Landwirts Friedrich Kissing Herr Landwirt Wilhelm König gewählt. Herr Landwirt Wilhelm Schroer wurde wieDe Holzwickede, 4. Dez. Auf Anordnung der königl. Amtsgerichts Unna wurden von dem Rottenarbeiter A. 8 Kinder im Alter von 1—12 Jahren abgeholt und in die Erziehungsanstalt nach Lünen gebracht. ist bereits Einspruch erhoben worden. Wie berechtigt dieser ist, zeigt der Inhalt des Stücks. Man wird Jahrtausende zurückversetzt, sieht den Zug der Israeliten durch die Wüste, das Paradies, wobei Kalauer über die Feigenblattträger gemacht werden, dem Turmbau von Babel usw.„Balletratten“ schwingen das Tanzbein, im „Schwarzen Walfisch zu Askalon“ wird wacker gezecht. Das Stück mag ja ganz nett sein, aber der Titel muß abgeändert werden. Seit einigen Jahren versucht in Berlin ein Zirkusdirektor den anderen zu überbieten. Läßt der eine zehn Löwen zeigen, flugs kommt der andere mit zwanzig, und ein Ausstattungsstück soll immre prächtiger sein, als das andere. Die Zirkusse sind fast jeden Abend gedrückt voll, dabei klagen die Leute über schlechte Zeiten. Der Berliner ist jedoch nicht nur vergnügungssüchtig, er „macht“ auch eifrig in Politik. Von Oktober 1992 bis jetzt fanden beinahe 5900 öffentliche Versammlungen statt, umschließt, wenn wir mit freudiger Rührung dem letzten in Friede und Feierabend ausklingenden Akte des Dramas beiwohnen.— Will ein Brautigam seiner Braut, ein Mann seiner Frau, ein Vater seinem Sekundaner oder seiner Tochter mit einem guten Buche ein Geschenk machen, so greife er zu diesem Buche. Es ist so recht für das deutsche Haus, wie selten eins, zumal auch die Ausstattung eine vornehme und gediegene ist. Es ist eine Freude für jeden Bücherliebhaber, den gehefteten Band in seinem neugerrr#en. Gewand zu sehen. Die Form ist groß und Briefkasten. jetzt fanden beinahe 5900 öffentliche Versammlunger Frau Marie K. in Sch. Durch Testament meines wovon allerdings viele Wahlversammtungen waren. Ehemannes bin ich zu seiner Universalerbin eingesetzt, unsere Kinder sollen erst nach meinem Tode erben, was Kleine dann noch übrig ist. Im Testament ist ferner bestimmt,. Breimen, 4. Dez. Die große Ladung Aepfel, die daß ich von jeder Aufscht und Kontrolle des Gerichts gat jemals von Newyork verschifft wurde, überbringt der genüber meinen Leindern befreit bin. Das Gericht„bot gestern in Bremerhaven eingetroffene Dampfer„Main“ Nachlaßverzeichnisses verlangt und bleibt bei dem Ver= des Norddeutschen Lloyds. Sie besteht aus 22929 Fäslangen, trotzdem ich auf das Testament hingewiesen habe. sern und 1540 Kisten Aepfel. Bin ich zur Einreichung verpflichtet? Meine Kinder 4 Chemnitz, 4. Dez. Gestern abend stürzte sich die 46jährige Ehefrau eines Bureaudieners und zwei Töchter Nach im Alter von 5 und 11 Jahren in den Chemnitzer Fluß. Din ich zur Einreichung verpfrichter sind sämtlich noch minderjahrig. Sie sind zur„Einreichung verpflichtet. — Sie sind zur„Einreichung, verpflichtet. Nach im Alter von 5 und 11 Jahren,. Chemnitzer § 1640 B. G.=B. haben Vater oder Mutter beim Tode des Beide Kinder wurden gerettet, die Frau ertrank. anderen Teils das ihrer Verwaltung unterliegende) Wien, 4. Dez. Als Hochstapler wurde hier Kindesvermögen zu verzeichnen und das Verzeichnis, mit 31jähriger Kaufmann namens Karl Neuber aus Mi der Versicherung und Volständigkeit versehen, dem Vor= heim verhaftet. Obwohl verheiratet mundschaftsgericht einzureichen. Nach einer Entscheidung rotts verfolgt, hatte er in einem Sang des Kammergerichts muß auch bei dem von Ihnen ange= zwei reiche Damen durch Heiratsverst sog. Berliner Testament, nach dem die Kinder nur Keronen beschwindelt. Der einen, ein ein Pfrüichtei zu wohlen, exzeschnis eraben. slichen Universtät wurde gestern durch Feuer zerstört. 300 dem eingereichten Veriovugu, chevey. Harin befindliche Personen entrannen der Gesahr, 2 Prie, 424.314 ster, ein Student und 4 Aufwärterinnen erlitten Verletzund Landwirtschaft. Ans Code wrr.y.„. ungen, als sie sich durch einen Sprung aus dem Fenster (Unsere Hühner im Winter.) Bei kalter Witterung, retteten. vor allen Dingen natürlich bei Frostwetter, gebe man den Washington, 4. Dez. Wieder wurden zwei GeistesHühnern das Weichfutter gewärmt und das Trinkwasser gestört im Weißen Hause verhaftet. Der eine gab an, er stets lauwarm. Dem Körnerfutter kann man im Vinter wollte Roosevelt hypnotisieren, der andere trug ein groMais, Sonnenblumensamen etc. beifügen.— Bekanntlich ßes Messer. Die Wachen im Weißen Hause wurden verist den Hühnern das Grünfutter für ihr Wohlbefinden doppelt auf die Nachricht, daß ein Insasse eines Irrenunentbehrlich. Während der Vinterszeit, wo alles im hauses ausgebrochen sei und die Absicht ausgesprochen Frost erstarrt liegt, und dieselben kein Gras mehr finden, habe, bei Roosevelt einzudringen. verabfolge man ihnen Weißkohl oder Rüben, die man im Stalle aufhängt oder in einer Raufe unterbringtz beides„N3zichant wird von den Tieren gern angenommen.— Auch im „Winter muß den Hühnern Gelegenheit geboten werden, sich im Sand baden zu können.— Die Ställe, die im Herbst gut gereinigt wurden, sind gut nachzusehen. Man verstopfe notigenfalls alle Ritzen, damit die Kälte nich eindringe. Den Boden der Ställe bestreue man dick mit Torfmutz, VveiosSchne eintrikt ist derseilbe alsbald aus muß. Sobald Schnee eintritt, ist derselbe alsbalo aus den Laufräumen zu entfernen. Bei naßkalter oder sehr kalter Witterung lasse man die Hühner im Staue, wenn ein trockener Laufraum nicht zur Verfugung steht. In letzteren streue man Laub oder Stroh= und Heuabfälle u. s. w., unter welche man eine Handvoll Körner wirft. Die Hühner finden dann immer Gelegenheit zum Scharren und Picken. Es hat dieses Verfahren den Vorteil, die Tioro immer Bewegung haben, ihre ursprungliche Johannes Dose,„Frau Treue", brosch. 5 Mk., Prachtband 6 Mk., Buchschmuck und Einband nach Entwürfen von Prof. Seyffert, imit. Bütten, neudeutsche Lettern, mit Bild des Herzogshauses von Hadersleben. 2. Auflage. Leipzig, Sächsischer Volksschriftenverlag. Dose ist der bekannte von„Ein Stephanus in deutschen Landen",„Der Kirchherr zu Westerwohld",„Magister Vogelius",„Der Trommler zu Düppel“,„Des Kreuzes Kampf uns Dannewirke",„Die Kosakenbraut" u. a.— Wenig Striche nur genügen oft dem Künstler, und seine Figuren springen scharf und schön umrissen, lebensvoll in die Augen, wie er denn überhaupt ein Meister des Stils ist und mit seltener Meisterschaft die Sprache handhabt. Ein kerniges, festes Deutsch ist's, voll Wirkung und ten und Pularen. 98 zut wuse, Weigee.. g Eein ns, festes, Deutsch daß die Tiere inier Bewbetzunz huven, iyre u. prh grte Eigenart, das seine Personen Körperngarme, nicht verlieren und dann das Legen g7, dax Ige ehmmtere, der setzen. Die kunstliche Erwärmung der Ställe hat sich Teufel der Auslauverei verfall nicht bewährt. Dunne Bretterhauschen sind außen mit Packtuch zu umgeben und der Raum zwischen Packtuch und Stallwand ist mit Stroh, Torfmull oder dergl. ausscch. sprechen, wenn sie nicht, wie as köstliche Logaumodell, der alamodische Schriever, dem Teufel der An'l'nderei verfallen sind. Ein wunderbarer Hauch von Wehmut, den wahren Dichter verratend, verklärt die Landschaft, haftet an den in ihr sich abspielenden großen Ereignissen und zittert nach in dem Seelenleben, das von den Mauern des„Hauses von 1559“ umschlossen wird, jenes Herzogshauses, das in den Schicksalen seiner Bewohner eine so tief eingreifende Rolle spielt, das in wunderbarer Weise der Erzählung die Einheit des Schauplatzes wahrt und das uns demgemäß auch wieder neuzeitlichen Gewand zu breit, das Papier ist kernig und vornehm breitrandig. Der Druck ist eine Kunstleitung für sich. Ein besonderer Schmuck sind die jeden Abschnitt einleitenden Kopfleisten. Da ist nichts zu finden von den häßlichen Alltagsverzierungen, die über ein Engelchen, ein Vögelchen, ein Blümchen, alles in den abgetragensten Formen, nicht hinauskommen. Das sind vielmehr wahre Stimmungsbilder, die aus den Tiefen der Erzählung geschöpft sind. Die Dezember=Nummer des Sauerl. Gebirgsboten, die in den nächsten Tagen verteilt werden wird, enthält unter dem Titel:„Wanderbilder aus Berg und Mark“ eine interessante Schilderung des Lennegebiets, der Iserlohner Gegend, des Hönnetals und der Hohensyburg; ferner sei erwähnt: eine Reiseschilderung(von Arnsberg ins Siegerland von H. F.), ein Aufsatz über die Holzverkohlung im Sauerland(von Dr. Otto Senst), eine geschichtliche Abhandlung über die Bilstein=Fredeburger Freigrafen(von Dr. Aug. Meininghaus), eine kleine Humoreske„Im Regenwetter“.(von E. H. von Jagory) u. s. w. Der Detektive in der Gesellschaft. Detektives, die Leute in der guten Gesellschaft überwachen, werden in London sehr gesucht. Tatsächlich hat sich diese Klasse der Detektives in der letzten Zeit stark vermehrt. Einer der bekanntesten Londoner Detektives, der sich in Scotland Yard einen Namen gemacht hat, besucht jetzt berufsmäßig die allerbesten Gesellschaften, in denen auserlesene Juwelen, kostbares Geschirr und schöne Raritäten umherliegen und infolgedessen gefährdet sind. Mit seiner guten Menschenkenntnis, seinem feinen natürlichen Benehmen und dem gut geschnittenen, sogar schönen Gesicht ist er bei Tisch ein willkommener„Gast" und besonders beliebt im Rauchzimmer, wo er den vornehmsten Herren nach dem Diner lustige Geschichten erzählt. Der Detektive der Gutsituier. ten findet jedoch seine interessantesten„Jagdgründe“ in den großen Warenhäusern. Er muß gut gekleidete Damen aus dem West=End beobachten, die zu irgend einem Ladentisch wandern, auf dem teure Gegenstände liegen, ein Paar von den begehrten Schätzen nehmen und davongehen. Oft ist die Betreffende eine gute Kundin, die zu kränken unklug wäre.„Entschuldigen Sie,“ bemerkt dann der Detektive ehrerbietig, wenn die wohlhabende Ladendiebin gehen will,„ich glaube, dies ist ein kleiner Irrtum, Sie wollten diesen Gegenstand wohl nicht wählen.“„Nein, ganz recht, ich habe mich geirrt und danke Ihnen,“ lautet die Antwort, die Waren werden ruhig zurückgegeben, eine „Szene“ vermieden, und die Kundin geht, um noch oft wiederkommen und viel Geld auszugeben.„Manchmal wird die Kundin, wenn sie bekannt ist, auch einfach bewacht, die Waren werden mit in Rechnung gestellt und ohne Fragen oder Beschwerden bezahlt,“ sagte der Leiter eines großen Warenhauses. Eine bekannte Firma führt ein„schwarzes Buch“, in dem die Namen der Ladendiebinnen eingetragen werden; seine Veröffentlichung würde manche Leute erschrecken,..,. M.ampars wird k. *(Neues von der Patti.) Aus Newyorr wird berichtet: Adelina Patti war von Weber und Fields engagiert worden, in einem Konzert im„West End Theatre“ am 27. November für 20,000 Mark zu singen. Eine Stunde vor dem Konzert erfuhr sie, daß nur 12000 Mk. im Hause wären. Darauf weigerte sie sich, zu singen, bevor sie im voraus den vollen Betrag erhalten hatte. Infolgedessen mußten Weber und Fields die 8000 Mk. aufzutreiben suchen, und nunmehr sang Madame Patti vier Lieder. Man schätzt, daß diese vier Lieder Weber und Fields, wenn man alle Ausgaben zusammenrechnet, 16000 Mk. in zwei Stunden oder 8000 Mk. in der Stunde kosteten. Pause un Quambusch hadde't Wort: „Nix for unguott“, fong he en bettken linksch an,„nix für unguott, leiwe Här, ower git sin villicht so fründ„Kwiß, kanz kwiß, mein Keehrtester, kanz kwiß. Nehmen's nur Platz,“ schnäit jähm Quinting't Wort af, eus uic bick eausest, Buer hutz vous 1 hu sel hactn ud ant Kopen.. u en Biano, wann k kenn Broud im Schepp hewwe, sags u.„Brautmarsch aus Lohenkriehn, zuue ur sagz. vör sich hen un gaff sick wier asgradeeggsiuschlj chinen Quambusch verstonn dat twor nich so recht un wull wat Fis=Nouten=Molen, He hadge grau, boter v. v. u, dotiägen seggen, ower Quinting waß all te Gange un leit Krengel, rund un fett as ne Brotworst, torecht gedreigt,„Lohenkriehn“ un de Hochtiedsgesellschop op Quambusch as de Dür noven gong un en Buersmann im biouen lostrecken. Dem Buern flot de Schwät öwer Kopp un Kiäddel rinkom. Buten ob de Strohte fung et met der Riggen, denn he meinde nich anners, as dat de KlawäierWile wier an te plästern; er goß wet Diu, op,m Trot. verköiper rappelköppsch geworin wörz so begeistert schlang Rliägendrouggchte as Huest, dahl un boppsten oe v.—., de Mann op de Tasten. Na, dat gong denn nu ower or Sachsar seag de Ram im bloun Büdte Por s. Eene wasßz, Kustiag tüit sic segesterast in „Gerich bautshzige Hhaobhen, kantz eusche eiasch„Dir sür ungatr, el Odanbasch wier in. ader avier psehns eit vigeig Pester, nur keine Umstände bend dn Vbdn= Hahe san beoben en., zuishzlfrguacht aun seite Untänge Misehz K oiene ihe Schön mein Peter, Habe krad ne kanz unk wehnlich teg, Pfaliges hören. Solln Se nleich haben: D lu. große Auswahl auf Lager. Kstatten wohl, daß ch Vhnen) füigen Beiper von Windsörör.: Domet sat he or all wier de dnitrumente mal im einzelnen vorführe:: gorn=( för im annern Klimperkassen un— tididum, tididum De bverimenp— e zndächtig taugehört(gang dat wier op un dahl, Quini Wiewer“ folgede de„Trubadur“ un op den en Stücksken van Beethoven un denn wier vat van Wagner. Ower wan Wagner an de Riege waß, dann hauede Quinting am dullsten drop los. Na, alles hiät en Enne. So ok hier. De Klawäierhändler hadde alle Musik=Kommoden, de im Laden stonnen, afsolwäiert un waß nu met de leßte feddig gewor'n. Quambusch hadde allemol, wann äin Stück utgespialt waß, sine Anre:„Nix für ungoutt“ van niggem angefangen, ower nich en enzigmol op sin Thema kommen vonnen, willen dat jähm Quinting allemol't Wort afgeschnien un en nigget Stück opgedreiht hadde. Nu endlick waß he am Küren. Quinting schlaug noch twäimol ganz däftig op't Klawäier, üm, wu dat bi düese Art van Musikanten Moude eß, dat Enne vam Kunzert antekünnigen; dann schmäit he sick stolt trügge, sträik sick met de langen Spinatfinger dür sin kuseligget Hor un sagg:„Nu—hn! Was sagen's nu—hn, Keehrtester?—“ 11 „Wat eck seggen wull? Ja, nix för ungue Quambusch schmait en Blick dür't Finster un krasseoe nia wat verliägen ächter der Ohren—„nix für unguott. Eck hadde Ink frogen wellen, oft Git lange Unnerstand te giäwen, bis dat sick dat SauWiär vertrocknen hädde. Ower eck seih, de Riägen eß nu all vörbi. Nix för unguott, leiwe Här, nix för ur Domet stapsede Quambusch fründlick blinzend rut un sichte, as wann de seggen(Märk. Spr.) rable Völker.... W„ er Kuche-Madal 9 2 erzielt die Hausfrau % Suppen- u. SpeisenWürze. Man verlange ausdrücklich MAGGI’s Würze! Sehr ausgiebig!! Nicht zuviel nehmen! Warine Wilrtermeidung Für Herren: von Mk. 8 an bis Nk. 55 von Mk. 4 au bis Mk. 27 von Mk. 16 an bis Nk 50 von Mk. 10#an bis Nk 55 von Mk. 2“ an bis Nk. 18 Paletots Lodenjoppen Pelerinen Mäntel Anzüge Hosen Für Knaben- u. Jünglinge: von Mk. 3“ an bis Nk. 36 von Mk 2 an bis Mk. 12 von Mk. 3 an bis Mk. 27 von Mk. 3 an bis Nk. 36 von Mk. 1 an bis Mk. 12 Joppen, Paletots und Mäntel auf Pelz, Pelz-Imitation oder Lama gefültert. Schlafröcke und Morgenjoppen, aparte reichhallige Auswahl, von Mu. S an bis zu den elegantesten Genres. Fernsprecher 1203. D. Pischer Westfalen's größtes und billigstes Spezial=Geschäft. Dortmund, Ostenhellweg 8/29. 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K5 Alle Kreis= und Lokalpolizeilichen Verordnungen für den Kreis Hörde erlangen gemäß Bekanntmachung der Königl. Regierung durch Veröffentlichung in der„Schwerter Zeitung" rechtsi pertstabliche Kret. den Abonnementspreis pro Quartal 1 Mark 65 Pfg., excl. 42 Pfg. Bestellgeld, wenn durch die Post bezogen. Erscheint an jedem Wochentage. Wöchentliche Gratisbeilage:„Illustrierter Kamilienfreund. Oezember 1903. Jahrgang Der meist besonders gut informierte respondent des„Manchester Guardian“ kor einmal auf die Kriegsaussichten in Ostasteg,ötz pgecheg Er meint, im Falle eines Krieges zwischen Rupzuand und Sovon weide ee uerter Aunte doraut antdument, a, Aerzte und Krantenkagsen. besomnenen Füihrern in beiden Lagern, die entstandenen Diese Truppen seien die Ueberreste der Arme, I.Hig.(Tage mehr. Die wirschaftliche Rot, in weilche ein sehr Streitigkeiten zu verhundern. worden ist, und dieselbe it mit moperer gufe Goggg an. A., Exr gzinezitgeraoten Ist hat die bisber gtomisserr gesiger. Aus Westfalen und Rheinland. ütet. De Scht deter Sothgten berge, ug vo u vu, goun Zuduen nach und nach zu Organsationen unge, 2 Dortnund, 4. Dez.(Grubenunglück) Aus oeben aber wpeng diese Arme von Japanern Es hat sich bei diesen Kopfarbeitern ein Klassen, der Zeche„Schleswigs bei Brackel hat sich gestern wiebder werdte, dann müise se anbedingt von großen Eiafluß beboütziäag ferausgebidet, das ungenein bedentezgeigk ein schperes Unglick ereignet. Der Forderkorcb sete ie. werden. Der Korreivondent erklärt daun, dahin infor für die wirschaftiche Entwicklung begdertihheung wper, denfalls durch Unachtsamkeit des Maschinenfugers, zu wiert du sen, daiß teiertei Zuesel muchr ebwaten kömne schakt und somt auch für deren soziae Wsthähz, zuzsenr, Ferise auf, wobei 16 Vergleute mehr oder minder schper esbs benz es un btge bonngen, ont, Liese gerähnlten den kom. De deusche jichschonr eizn behzenlsanes Moneni verlet wurden. Der größte Tel der Unglücklichen muißte worden sind. Man kann bereits mit vollem Fug von Zeit der Koresbondent er hobe beikimumte Ioriormatonen dar sainer denschen Aerziebewegung reden und es st mit gro, zeuchungen und Knachenbrichen beschen zu leiden hapern fremndlich gesinzt.s g., Die, beiden Stitg, diegz wittschaftlichen Konfliten Zesscherg, segteier Hod.g. ,, Westermann aus Gahmen und Fr. Weber aus Lünen ihPartei seien die beiden Vizekönige Tschang=Tschiy und auf den äußeren Umfang des eingerei#eren#campfes zu Auen=Shi=Kai, es sei denselben gelungen, die Kaiserin für sich zu gewinnen, als die Russen Mukden wieder besetzten, ein Akt, der den chinesischen Hof auf das höchste empört habe. Die beiden Vizekönige hätten diese Politt. 1; seit Jahren gepredigt, aber was sie nicht erreichen konnten, das habe der russische Statthalter im fernen Osten selbst durch seine letzte Politik erreicht. Als Ursache, warum Admiral Alexeioff Mukden wieder besetzte, gibr der Korrespondent an, daß er nur über die Veröffentlichung des Vertrages zwischen China und den Vereinigten Staaten so empört war, daß er beschloß, den Chinesen zu zeigen, daß er nicht daran denke, sich um die Verträge zu kümmern, die sie mit anderen Ländern abschlossen. Der Kor Presse nunmehr erkläre, daß man sich nicht auf weiteres Warten mehr einlassen könne; wenn keine definitive A wort zu erhalten sei, dann sei Japan eben gezwungen, andere Schritte zu ergreifen. Selbst in Handelskreisen vertrete man dieselbe Ansicht, und die politischen Parteien seien sich in dem Punkte durchaus einig. So sehe die Situation schlimmer aus als zu irgend einer Zeit bevor, und lediglich wegen des übermütigen Schweigens seitens der Kussen.— Den Engländer wäre es natirlich schon Für Herz und Gemüt. Wenn plötzlich in dein Lebenslicht Die finsterfte der Nächte bricht, Du nicht begreifst, woher sie kommt, Du nicht begreift, zu was sie frogrnt, Dich tiefer Gram macht sprachtos stumm, Tröst' dich der Spruch: Gott weiß, warum. Mestermann aus Gahmen und Fr. Veber aus, Länen ih. ren Tod fanden. Das Bergmannslos ist traurig! Inniges Mitleid mit den Familien, die das Weihnachtsfest unter Trauer und Wehmut feiern müssen. * Unna, 4. Dez. Der auf der Station Unna=Königsborn am Fahrkartenschalter beschäftigte Billeteur Vonnemann ist seit gestern morgen vreschwunden. Am frühen Morgen verrichtete er noch seinen Dienst und als dann gegen 9 Uhr plötzlich ein Kontrolleur zur Revision eintraf, ist V. unter dem Vorwande, er müsse erst einmal nach Hause zum Kaffeetrinken, verschwunden. Wie es heißt, soll die Reviston Unrichtgierfte de einge lesteter urtersuche Orten und Kreisen, vornehmlich im Resten, Südvesten inwieweit des Prtgfrt,zHnigckte uperheireteter Mann, Rt und in Mitteldeutschland, mehr oder weniger schwere Kon= ung ergeben. vs., ein junger unverhe flikte zwischen den betreffenden Aerztevereinigungen und bisher noch nicht ermittelt. en bonde nvorh in gach Hadenshod d Phsuasanz. Minherz, za P5, Lsfegor Kawpoes in einer Veschließen. Nach einer Angabe der ärztlichen Verband korrespondenz dürften mit dem Beginne des neuen Jahres mindestens 3000 Aerzte einen ernsten Kampf um ihre wirtschaftlichen Interessen zu führen genötigt sein. Zu Gunsten der Aerzte sind die Streitfälle in Braunschweig, Düsseldorf, Eberhardzell, Langenbielau, Mühlhausen (Türingen), München, Rheydt, Saalfeld, Stralsund und Stuttgart erledigt. An vielen Orten, so zum Beispiel in Landau, in Leipzig, Rathenow, Schweinfurt, schwehen Verhandlungen zwischen den Parteien, um die entstandenen Schwierigkeiten auszugleichen. Dagegen sind in 50 uipd Kreisen vornehmlich in den„senvorkänden gachgegeneg, Von Königsberg Münster, 4. Dez. Zur„Affäre Kat in Ostpreußen bis hn nach Bagen=Bagen und Vrmngjecgze(Profesor Adickes gar den Profenor gruppes im einer Probreitet sich dieses sonderhare,Lampfgebiet aus. Noch rech, schüre des Plagiats beschuldigt), verlautet nen die Kassen, nachdem die Kündigungen erfolgt sind, au) Professor Dr. Adickes eine zweite Auflage seiner ausve Aergteersatz. Allein die Beschaffung der dringend bend. Lauften Kampfbroschüre vorbereitet. In dieser Auflage icten äsztlichen Arkeituchmer.— wie der scdöne Aus, wirh Wbiäkes den Vorwvurf zurückreisen, aebh epberz. druck lautet— dürfte kein leichtes Stück Arbeit werden, men seines Gegners zu einem unziemzuigen Verband“ steht hilfreich und gerüstet hin. mißbraucht habe. Die Meinung vieler, daß ge Das lustige Kleeblatt. Von S. Barinkay. (4. Fortsetzung.) „Du willst, Rie?" stieß er hervor. Sein Antlitz war dem ihren nun so nahe, daß sich Zügen. Der heiße Atem seines Mundes flog ihr betäubend ins Gesicht, ein pachnerduftend, wie er eben nur leidenschaftlichen Naturen eigen zu sein pflegt. „Willst du, Rie?“ klang es nochmals ziternd, kaum es, ie eine fata morgana zogen noch einmal die letzsähsle auf und wpondte dach Haugt zur Seste.. Ste tonlos über ihren Als Therese in der Mittagsstunde des nächsten TaDe base. Keick Keistand Lcheald e. Kecher die Frage Thereses. Zucgeragen!“ „Ja, heute erst.“ „Ja, das weiß ich nicht. Sie hat überhaupt alles dagelassen, für die rückständige Miete, wissen Sie!" Ein häßliches Lachen lag um die Lippen der Frau, Therese schritt kopfschüttelnd den Weg zurück. Sie konnte keine Aufklärung für dieses seltsame rasche Scheiden Maries finden. Ihr reines Herz hatte keine Ahnung von jenen Abgründen, an deren Rand die Menschheit wandelt, und in die Tausende und Tausende rettungslos Aimn Abend desselben Tages stieg der Mond in voller Pracht am Nachthimmel empor und warf seinen friedlichen Schein über die Großstadt. Seine Strahlen glitten leicht und mühelos in das Zimmer Thereses, die beim Lampenlichte noch nähte. Um ihre Lippen lag ein ernster Zug, und die Augen fagten, daß die Gedanken hinter der Stirne keine so ruhigen, stillen seien, wie bisher. Sie konnte die Erinnerung an den starren, traurigen Blick Maries nicht los werden, nicht vergessen.## Die Mondstrahlen glitten weiter durch die tahlen Aeste, über den Schneebedeckten Garten, drängten und schmiegten sich durch die Ritze einer nachlässig herabgeeiner Verdioper wiedergab, vermischten fnia git hrg icht. Und wieder huschten sie weiter, die süberhelen Stah, len des Nachtkönigs, über Dächer und Straßen, über da Heim glücklicher Wesen und kranker kummervoller Me schen, bis zu den Fenstern eines Ballsaales. Eine geschmückte, schöne Dame schlug eben schk on die Schelben. Das Mondicht übersiot hel de Gestalt, spielte mit den Blüten im blonden Haar und entlockte den Edelsteinen, die den weißen Hals umgaben, „Ah, Fräulein Dolwven, Sie solieren sich. es Ihnen in den Räumen hier nicht?“ Die Dame wandte sich zu den Fragenden, „O doch! Ich habe nur meine Heimatstadt im MondSie trat einen Schritt in den Saal zurück, aber die Schleppe ihres Kleides schob die lange Gardine zur Seite, und das Mondlicht zauberte neue Reflexe auf ihr nun er„Sie haben ja ihre Heimatstadt sehr lange nicht mehr gesehen, mein Fräulein?“ fragte der ältliche Herr vit venn seher lange nicht, seit meinem dreizehnten Jahre. Selbst als Papa so Flößlihen 2o. s„ 5o, sol So frühe haben Sie die Heimat verlassen, a's ein Kind noch? Und nun sind Sie wiedergekehrt wie en Verbühte Rose, deren Duft und Schönheit jeden entzückt. Sie sind ein schönes Mädchen geworden, Eugenie, das habe ich kaum geahnt, als ich Sie vor fünfzehn Jahren zum letzten Male auf meinem Schoße hielt.“ Die Dame errötete mehr noch unter seinem Blick, als eien ort Eie, Baron Pral unter den Anwesenden hier nicht bemerkt?“ fragte sie, um dem Gespräche eine andere Dr. Studt die Plagiat=Affäre, um weiter peinliches Aufsehen zu vermeiden, einfach versumpfen lassen werde, im Falle Mauthner, wird demnächst gründliche Wider ung erfahren. Die Disziplinar=Untersuchung ist ber eingeleitet, und der Stein ist somit im Rollen. Freu des angegriffenen Professors Dr. Kappes kündigen zwar an, daß Kappes zu Weihnachten die Welt mit einer kampffreudigen Gegenbroschüre überraschen werde, Botschaft findet keinen Glauben, weil der Fall Kappes eben auf keine Weise zu retten ist. * Minden, 4. Dez. Hier wurde ein Zimmermann verhaftet, weil er falsche Fünfmarkstücke verausgabt hatte. Da er sich über den Erwerb nicht ausweisen konnte, wurde in seiner Wohnung eine Durchsuchung vorgenommen, wobei, in einem Ofenrohr versteckt, noch sieben falsche Fünfwarkftückg und Material zu ihrer Zeller ein gestohlenes wurde. Außerdem fand man im Keuer em gestr, äuser gingen bei dem Zwangsverkauf für 33000.“ hauser gingen eir erm Frru 9.# 13000 Mark in die Hände des Fräulein Lina Woldering über. Da bekanntlich auch die vor kurzem verkauften Besitzungen an die Tochter des Oberleutnants W., Fräulein Käthe Woldering, übergegangen sind, ist somit alles der Familie 2e6.(Ein Veoamt=Zotop war. Der Eisenbahnlademeisterdiätar Röver aus Lelllet ar seit dem 1. November 1898 bei der Eisenbahn=Verwaltung hierselbst angestellt und hat in dieser Stellung dem Eisenbahnfiskus Zigarren, Leder, Schuhe, Kolonialware Wäsche, Wein und 6 Anzüge gestohlen. Er hat sich deshalb vor Gericht zu verantworten. Die Beweiserhebung ergab, daß er sich in verschiedenen Fällen Frachtgüter angeionet hat, die auf den Bohuhof,Zailen handest es sich Station ankamen. tionator Waldemar Kronenberg zu Düsseldorf in Verk#dung, der ihm die gestohlenen Sachen abkaufte. Röver sandte die Güter nach Düsseldorf mit einem Frachtbrief, der auf fingierte Namen des Absenders und Empfängers nis und 5 Jahren Ehrverlust. Seine wegen Hehlerei mitangeklagte Frau wurde freigesprochen. Der Auktionator in Düsseldorf ist bereits abgeurteilt. Zeitgemäße Reime. „In der Adventszeit.“ Ob die Sonne auch in Permanenz Sich umhüllt mit einem Nebelschleier, Lichtvoll sind die Tage des Advents, Denn sie führen uns zur schönsten Feier, Wenn des Jahres letter Mond begiunt, Rüstet rastlos sich das Menschenkind, Ueberall ein frohbewegtes Treiben Und nicht Eines möchte müßig bleiben! Tätig ist manch zarte Hand noch, wenn's Auch vom Turme zehn Uhr schon geschlagen, In den schönen Tagen des Advents Darf der gute Hausherr alles wagen, Wenn er abends„aus dem Häuschen“ ist Und am Stammtisch seine Zeitung liest, Wird die teure Gattin ihn nicht schelten, Zur Adventszeit läßt sie alles gelten! In den frohen Tagen des Advents Mißt man gern die finanziellen Kräfte; Einer macht dem Andern Konkurrenz, Aber trotzdem blühen die Geschäfte. Wenn der Käufer wählt, was ihm gefaut. Was die Firma ihm zur Wahl gestellt, Denkt der Chef mit freudiger Erregung: Dieses ist die schönste„Wahl=Bewegung“! In den frohen Tagen des Advents Haben wir manch löbliches Bestreben Jeder sucht in edler Konsequenz Möglichst seine Gelder auszugeben. Annuliert wird selbst die Sonntagsruh, Nur des Nachts schließt man die Läden zu, Und ein kurzes schweigt die große Klage Ueber schlechte Zeit und stille Tage. * Rosig ist der Weihnachtszeit Tendenz Durch die Allgewalt der Nächstenliebe, In den holden Tagen des Advents Fühlt der ärgste Brummbär edle Triebe, Greift zum Zeitungsblatte er in Eil', Dann studiert er den Annoncenteil, Dieser absorbiert jetzt sein Intresse Mehr als alle Sensationsprozesse! Lebhaft sind die Tage des Advents, Auch die Politik will nicht mehr schweigen, Und der Reichstag will mit Eloquenz Sich vor Jahresschluß noch rüstig zeigen; Wieder gibt es manchen harten Strauß ib u Gi h gun Doch nicht lang— bald wird auch ihnen werden Die Verkündung: Friede sei auf Erden! Lichtvoll sind die Tage des Advents, Denn sie bringen freudige Erregung, Auch für jene, die mit Vehemenz Kämpfen in parteilicher Bewegung, Wenn ein Mensch dem Andern Liebes tut, Sieht man klar: die Menschheit ist doch gut, Manch verbiss'ner sturmerprobter Streiter Zur Adventszeit wieder sanft! Ernst Heiter. oc ,„ Baron Prals Er ist ein schöner Mamn. Kennen und bei einigen Besichen getroffen, aber noch sehr wenig „Uund warum vermuten Sie, er könnte heute hier sein? Er verkehrt meines Wissens nur in adeligen Krei„Ja, ich habe geglaubt— ich habe gehört— ich Der feste Blick des Fragenden verwirrte sie immer „Sie hegen ein tieferes Interesse, Fräulein, für bedie Fafung, vorherige gengame „Bah, tieferes Interesse! Was soll das sagen? Sie wissen, wir Frauen sind seltsam: Das, was unserem Blicke fern steht und uns selten vor unsere Augen tritt, hat deutend höheren Reiz und Wert für uns, als das, was uns jeden Tag in den Weg kommt, jede Stunde uns geboten wird. Ich hasse das Alltägliche und liebe das e de Veon zahe iheas für eir Uuagick gethalten, Enichten kenue, krit bos(agen zu Lommen, Fräulein Dolwen, um nicht zum„Alltäglichen“ geworfen zu werEin leises Lachen von ihr, ein graziöses Verneigen, das Kleid rauschte, und die Gardinen fielen zusammen. Der Mondstrahl wandte weige, He hoße, Feriehgage wuchs, und flüsterte leise die Kunde von den Schicksalen Therese hatte durch das seltsame Wiedersehen der einstigen Schulfreundinnen ihren Herzensfrieden gänzlich verloren. Sie dachte die ersten Wochen nach jenem Theaterabend an nichts, als an die glückumwobens. und an das starre, stumme Gesicht Marie.. Doch, welch' Ereignis wäre groß und machtig genug, um nicht durch das täglich wiederkehrende Einerlei an lebhafter d Cimpt( gerziegzung felgt. 6. Dez.: Wenig verändert, feucht, windig. 7. Dez.: Meist bedeckt, teils klar, nahe Null, Strichweise Niederschläge. 8. Dez.: Nebel, meist bedeckt, Niederschlage, frostig. Verantwortlich für den redaktionellen Teil Wilh. Schade. Als willkommenes Weihnachtsgeschenk sei auf die von der Firma Louis Krauß in Schwarzenberg(Sa.) in den Handel gebrachte neueste Waschmaschine System„Krauß Jeder Ehemann wird schon öfters gesehen haber, welche Arbeit das Reinigen der Wäsche auch in dem kleinsten Haushalt mit sich bringt Zur Erleichterung werden fortwährend neue Maschinen „ erfunden und immer größer sind die Vorteile die dieselben bieten. Obengenanntes System unterscheidet sich von ihren Schwestern durch ihre ganz besondere Konstruktion. Sie ist eine Kombination vom Wäschekochkessel und Wäschereinigungsopparat dadurch, daß unter dem Kessel der Krauß'schen Waschmaschine eine Feuerung angebracht ist, wodurch die Wäsche #elie Tun? Und wollt ihr ihnen nicht diese Lust gönnen, ihr Verlangen darin unterstützen? Eine Wandtafel, meine ich, eine schwarze Wandtasel für die Kinderstube. Und wo sie noch nicht vorhanden ist, da schenkt sie eueren Kindern zu Weihnachten; ihr werdet ihnen dadurch ein großes Glück bereiten. Frei noch etwas dazu: ein Kästchen bunter und weißer Kreide; aber dann sind auch die Mittel gegeben, um den Kindern täglich neue, Jn Amerig, A-ien uuch Ginderzim nicht allein Kindergutten, nucy minbergiumer sind an den Wäuiden ringsumher mit Schiefer= oder Holzplatten zum Zeichnen soweit des Kindes Arm reicht. Die dieses neue Prinzip unseres Zeitalters, brachte Entwürfe für stilvolle Kinderzimmer mit praktischen, mehr oder weniger geschmackvollen Möbelstücken hervor— eine Wandtafel sah ich in keinem dieser Gntwürfe.— Aber ich meine, das Kind des 2. Jahrhunderts soll Kunst nicht nur auf sich wirken lassen, es soll bald selbst künstlerisch schaffend tätig sein, erst dann wird es Interesse am Betrachten von anderer Leute Kunstwerke gewinnen; laßt und auch hierin dem Fröbelschen Tätigkeitsprinzip folgen! Nur so „Das Kind als Künstler“, an dieses Schlagwort der Kunsterziehungsbestrebung wollen wir uns halten, auch weno es gilt, für die Kinder Weihnachtsgeschenke auszusuchen Und dazu, meine ich, soll uns die Wandtafel in der Kinderstube verhelfen. Allerdings gehört noch etwas außer der Tafel und der Kreide dazu— nämlich die Mutter, welche diesen Schaffenstrieb des Kindes durch ihr eigenes„Künstlerisches Schaffen“ anregt. Erschreckt nicht, ihr Mütter, es soll von euch nicht mehr verlangt werden, als ihr mit dem mütterlichen guten Willen leisten könnt, auch wenn ihr keine Künstlerinnen seid.— Also hört zu, wie ich es meine: Ihr habt euern Kindern soeben von Rotkäpochen erzählt. Die Kinder hängen noch an euren Lippen, denn es gelang euch, so zu erzählen, daß die Kinder das Gehörte vor sich sehen, sie erschauen den Wald, Großmutters Haus. Ihr habt geendet, aber die Kinder sind noch nicht sertig damit, sie möchten noch in dem soeben Erlebten weiterleben. Da tretet ihr an die Wandtafel. Mit wenigen grünen Strichen— zeichnet ohne Perspektive, ohne Schutierung feht da der Wald vor den Augen der Kinder, das role Dach von Großmutters Haus schimmert hindurch. im Grase locken zum Pflücken, und alles wartet, daß Rotkäppchen nun wirklich erscheint auch der Wolf, der sich noch hinter den Bäumen versteckt hält. Die Kinder staunen, gerade so haben sie es sich auch gedacht; oder, wenn sie etwas nicht ganz verstanden hatten, nun sehen sie es vor sich, und ihre Begriffe erklären sich, Aber was ihnen ihre Phantasie etwa schöner ausgemalt hatte, als es eure schwache Kunst vermag? Nun, das Glück über das wirtlich Sichtbare, läßt sie das Mangelhafte eurer Kunst völlig übersehen, und ihre Phantasie vermag ja das Fehlerhafte zu verbessern— Eines dürft ihr dabei nicht vergessen: zeichnet dramatisch, d. h laßt langsam die Handlung vor den Augen der Kinder entwickeln und das Gemälde so allmählich entstehen. Das ist der Vorzug der schwächsten Zeichnung vor dem noch so künstlerischen sertigen Bilde: Die Kinder sehen das fertige Bild und ubersehen oder mißverstehen vieles darin; jeden Strich aber, den ihr vor den Augen getan habt, verstehen und behalten sie— hier das vom Herbst gelb gemalte Blatt am Baum, dort das Schlüsselloch an Noch hundert Beispiele könnte ich dir, liebe Mutter, nennen, noch hundert ansprechende Bilder jetzt vor deinen Augen entwersen — genug, ich möchte lieber, daß du sie in den Weihnachtstagen vor den Augen deiner Kinder an der Wandtafel entwirfst! „Ja, aber dazu muß man zeichnen können, und das kann ich nicht“, sagst du Nun, so mach es eben, so gut du kannst, und benütze gute Vorbilder. Dein Kind wird von deiner Kunst jedenfalls befriedigt sein Also zeichne und male ihm getrost die ganze Welt an die Wandtafel, solange— bis es dir die Kreide aus der Hand nimmt und selber malt, und dann hat dein Veihnachtsgeschenk seinen sohen Zweck erfüllt.“ Der in vorstehendem Artikel v. Gertrud Pappenheim, der Herausgeberin der verdienstvollen Zeitschrift „Der Kindergarten“(Berlin, L Oehmigkes Verlag vierteljährlich 1 Mark angeregte Gedanke ist einer der glücklichsten und gesündesten, die seit langem auf dem Gebiete der Kindererziehung aufgetaucht sind und er verdient, daß jede Mutter, die Interesse an dem Geistesleben ihrer Kinder nimmt, ihn in ihrem Hause verwirklicht. Dem stand bishei allerdings der hohe Preis der Wandtaseln, die sich größtenteils auch nicht für das Kinderbezw. Familienzimmer eigneten, entgegen. Dieses Hindernis ist jetzt aber beseitigt durch K. F.Koehlers Kinder=Wandtafel, die in dem handlichen Format von 75;50 cm in dauerhaftem Für Küche und Haschhaus. während des Waschens auch zuu tutruur un ia gleich gekocht wird. Sie egfährt also zu gleicher Zeit ihre Reinigung auf zweierlei Weise. die 3 schlangenförmigen Mitnehmer stürzt die Wäsche in 15 Min. ca. 1300 mal durcheinander. Durch das Stürzen der Schw re reidl sich die kochende Wäsche in sich selbst. Di Maschine kann man auch auf dem Küchenherd verwenden. Der größte Vorteil ist, daß das Drehen der Maschine ein Kind von 8 Jahren verrichten kann Man erspart dadurch eing Waschsau und wird bei größter Schonung der Wäsche in der hulren Gelt fertig. Beweis: Wenn man sich schmutzige Hände in waschen könnte, so würde der Schmutz ebenfalls mit weiniger Seife in der halben Zeit entfernt werden. Wer die Absicht hat in der Familie mit einem praktischen Geschenk sich eine wirkliche Erleichterung zu verschaffen, der verlange die Broschüre, welche auch 169 Zeugnisse enthält von Louis Krauß, Schwarzenberg(S.) garatis und franko. Ein ungewöhnliches Weihnachtsgeschent. „Ein Weihnachtsgeschenk für die Kinderstube, das eine Fülle von Kinderglück in sich birgt, ein Zaubermittel von nie erlahmender Wirkung, ein Schatz der sich täglich vergrößert und das Kind in ungeahnter Weise bereichert— ihr Mütter, ihr kennt es nicht! In eurer Kinderstube fehlt es!— In den Schausenstern— wer nennt sie alle, die bunten Herrlichkeiten, die jetzt zur Weihnachtszeit eurer Kinder Herzen höher schlagen lassen— das, was ich meine, lockt euch nicht in den Schaufenstern zum Kauf. Unterm Weihnachtsbaum— die Brautpuppe, der Luftballon und die Hochbahn mit Uhrwerk sind da(wer wollte die Mutter darum schelten, daß sie die sehnlichsten Wünsche des Kindes erfüllt), aber das eine fehlt und hat wohl kaum jemals auf einem Weihnachtstisch gelegen. Ihr kennt es ja nicht und eure Kinder bekommen es nicht—— die Gassenjungen, ja, die glücklichen, die haben es, oder besser, die suchen es sich und finden es und gebrauchen es, uns zum Aergernis. Aber eure Kinder, die wohlerzogenen, tun es nicht, bereiten euch nicht ben Aerger— sich nicht die Freude.— Kennt ihr die Zäune auf der Straße, die„Narrenhände“ beschmiert haben? Kennt ihr auch die Lust der Kinder an diesem Holzrahmen durch jede Buchhandlung zum Preise von nur K. F. Koehlers Kinder=Wandtafel ist unzerbrechlich, also weder aus Holz noch aus Schiefer fabricirt, sie springt nicht im warmen Zimmer wie die gewöhnlichen Holztafeln, ist daher von jedem Kinde zu handhaben, auf beiden Seiten tiefschwarz und gut verschiefert und zum Aufhängen eingerichtet. K. F. Koehlers Kinder=Wandtafel trägt in der linken oberen Ecke das Warenzeichen. Andere Tafeln, die dieses Zeicheno: Miöge die hier gegebene Anregung recht viele Eltern veranlassen, ihren Kindern dieses unvergleichliche Vergnügen zu verschaffen, sie werden finden, daß, wenn alle anderen schönen Sachen längst wieder den Reiz der Neuheit verloren haben und unbeachtet bei Seite liegen, die Wandtafel jahrelang unvermindert ihren legensreichen Einslus behalten wird. Geurt'sche Spielwerte anerkannt die vollkommensten der Welt, sind stetsfort eines der passendsten und beliebtesten Festgeschenke. Es wird mit denselben die Musik in die ganze Welt getragen, auf daß sie überall die Freude der Glücklichen erhöhe, die Unglücklichen tröste und allen Fernweilenden durch ihre Melodien Grüße aus der Heimat sende. In Hotels, Restaurationen u. s. w. ersetzen sie ein Orchester und erweisen sich als bestes Zugmittel, besonders die automatischen Werke, die beim Einwerfen eines Geldstückes spielen, wodurch die Ausgabe in kurzer Zeit gedeckt wird. Die Repertoirs sind mit großem Verständnis stellt und enthalten die beliebtesten# elodien auf dem Gebiete der Opern=, Operetten und Tanzmusik, der Lieder und Choräle. r Fabrikant wurde auf allen Ausstellungen mit ersten Preisen ausgezeichnet, ist Lieferant aller europäischen Höfe und gehen ihm jährlich Tausende von Anerkennungsschreiben zu. Als willkommene Ueberraschung dietet die Favrir ioren Ab nehmern auf bevorstehende Weihnachten eine bedeutende Preisermäßigung, so daß sich nun jedermann in den Besitz eines ächt Heller'schen Werkes setzen kann. 8 Man wende sich direkt nach Bern, selost bei kleinen Aufträgen, da die Fabrik keine Riederlagen hat. Reparsguregun solche von fremden Werken, werden aufs beste besorgt.#.—# werden Teilzahlungen bewilligt und illustrierte Preislisten franko zugesandt. Ss reine Pflanzenbutter als durchaus vollwertiger Ersatz der doppelt so teueren Kochbutter jahrelang bewährt. Dringende Warnung Man fordere ausdrücklich Palmin! Nachahmungen sind meist schlecht und ranzig Frisch eingetrossen bei WIlh. Kühnholz. Beachtenswer:! Billig! Rückensperk, gesalzen 56 P'g. geräuchert 63 Pfg. Kleinfleisch, Ohren, Psoten, Rippen,Schnauzen, Kopfstücke 2c. 25 Pfg. Schwein#köpfe mit Backen, gesalzen, 32 Pfg versendet stets in bester Ware ab Lager Julius Werner. Neumünster i. Holst. 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Alle Kreis= und Lokalpolizeilichen Verordnungen für den Kreis Hörde erlangen gemäß Bekanntmachung der Königl. Regierung durch Veröffentlichung in der„Schwerter Zeitung" rech verbindliche Kraft. Pesiesceststchcie echen 42 Pfg. Bestellgeld, wenn durch die Post bezogen. jedem Wochentage. Wöchentliche Gratisbeilage:„Illustrierte: Familienfreund.“ 36. Jahrgang. Der Segen des mohllen Kapitats. auf die sechn des der Gegenpgartet sein wi,ga öboeh haushaletg eoson un Hastangs Huch bern v. Setiger. Ke. u. vo e enun, ze gegen Hhr aussagten, seien von den Aus Westfalen und Rheinland. Bönen, 4. Dez.(Ein schwerer Unglückslfall) ereignete sich gestern vormittag auf dem hiesigen Schachte. Die Bergleute Friedrich Zuschlag und Heinrich Spangenberg wurden bei der Arbeit von hereinbrechendem Gestein verschüttet. Obgleich sofort Hilfe zur Stelle war, hatten die beiden doch schwere Verletzungen für komwmisarsch, Der Staatsanwalt bezeich, davongetragen. Herr Dr. Vogt leistete die erste Hife, Höße gehoben, wie(gg hat auch die Lebenshaltung des nete die Behauptung von Zeugenbeinflussung als uner- dann wurden die Verletten in das Krankenhaus nach Seicd eur un bertg bcthie. gsden becdu ud bue un, egise, euten ur st ugen der Vogzäage belsas ait S eaisentshesen. Gsäilser eai. Vhate nic denit die Gristenz der Arbeiterschaft weit schererlberalen, doß sie Glesasseweit das zurift, wied ja wohl des hesigen Oherlandesgericzts den, Megzug, eiter, größe. ren Zahl von Beamten von hier bedeuten. Seitens unserer städtischen Vertretung sind, daher sofort die geeignet erscheinenden Schritte eingeleitet worden, um im Interesse der Stadt eine befriedigende Lösung herbeizuführen. Bocholt, 4. Dez. Ein eigenartiger Nebenerwerb kommt seit einiger Zeit bei der hiesigen Arbeiterschaft immer mehr in Aufnahme. Schon in früheren Jahren war es Gepflogenheit bei den meisten ansässigen Arbeitern, alljährlich ein Schwein zu mästen, das dann zu Beginn des Winters für den Hausgebrauch geschlachtet wurde. über deren empörendes Unternehmer zeitwese auch ohne Ruten arbeitet und wurde, beschudigen übrigens die Verszygtenfeigenomuch damt die Ezie griege vermisadert, indem as Fiel beralen, daß He, uahfapsz, deun L.trifte“. Kig wohi schaft der Völker vermehrte; indem es zugleich eine weit furchtbarere Bewaffnung und weit kostspieligere Friedenshere ermöglichte.“ Wir sind nicht Gegner des Kapitals und des Kapitalismus überhaupt. Trotzdem aber halten wir diese rühmende Schilderung für stark übertrieben. Insbesondere ist der Grundgedanke, daß das„mobile Kapital“ die geschilderten Verdienste habe, durchaus verkehrt. Nur das durch die Arbeit befruchtete Kapital wirkt wohltätig. Das andere ist entweder tot oder eine Last. Daß der Nationalwohlstand in den letzten 25 Jahren gewachsen sei, mag richtig sein, es ist aber ebenso richtig, daß die Verarmung der Mittelstandsschichten bedenkliche Fortschritte gemacht hat. Und das ist die dunkle Kehrseite der Mevaiue: Gerade der Mittelstand stellt in sich die Versöhnung von mehr als Wahllokale benutzt werden. — Die Militärtauglichkeit. Der Reichskanzler hat dem Deutschen Landwistschaftsrat eine Denkschrift ül Lande und überrifft begxtcgusichtentenden Miltärpflich, geborenen die aus der Stadt stammenrrizg igen: 58 gegen 53 vom Hundert. Von je 100 (insgesamt 293 955) waren 63 vom Lande, rene Städter. Jtalien. Paris hat sich, wie de 3678 gebo,(püithin 10 Ffg, biliger, wie in den Meigereigeschäften) verkauft wird. In den letzten Wochen wurden durchschnitt sich pro Woche fünfzig, von den Arbeitern gemästete Kehrseite der mevaiue: Ge. Eine berechtigte Frage. In Paris ho Sein Schwinden und sein mitgeteit, ein frankostalensches Komite gebihet, un, für obile Kapitg der LchzulbeP,senr oher Hiebfgzisgl stgs Num hat die„Tribuna“ in Rom aus ihremn Leserkreise ein en Hauptteit der Sczuto, wvenn aber die„Köln Zta.“ gobile Kaxitgl an sich, wohl aber der Großkapitalisnus Nun hat die„Tribuna“ in Rom aus ihr en Hauptteit der Sajgp, Wenn aber bir nbtuz, Btez, Schreiben erhalten, das bei dem ausschuß anfragt, got daß das mobile Kapital durch die algemeine Hierx,) halb er ganz eines Landes vergaß, das noch den Preis haben, der de Erzengungstkoten Mlöt best, enschen Tsazio; Schr gut = Die Eifersucht auf Rußland scheint Ursache der Politische Uebersicht. Deutschland. — Ueber den Luxus im Heere äußert sich der komjandierende General des 1. Armeekorps Frhr. v. d. Goltz der„Dtsch. Revue". Er schreibt u. a.: Ganz allgemein voranzustellen, daß der Offizier in seinen lusgaben, seien es auch die kleinsten, anfangen soll, zu einem Ve ichnen— rechnen, nicht knausern. Es ist sehr wohltuend,ser fand ihn. iu Oiser Glüchigse gauge, Der Erpedtion freise, reist ie hpber gieit, Seze 1. 5. 4407. g„ Bibelstunde des Predigers Dannort in der reformierten Kirche. Nen batß e füir den Kadalter keine Schande st, wemn nal de Tihekaner schlcht bewafnet fnd, J8tach, ogn einmal erklären muß, das Geld für eine Ausgabe er leicht üble Erfahrungen machen, wie zum ht zu haben. Es ist nicht leicht, von gemeinsamen Ver= seinem Vorgehen gegen den„tollen Mullah“ staltungen sch ausschleßen. Wer sich aber klar macht,) iß namentlich der junge Offizier den größten Teil des— eldes, das er ausgibt, nicht selbst erwirbt, sondern von nen Eltern oder Verwandten erhält, der wird auch zu kommen, das Eingeständnis der Armut nicht zu euen. Unehrenwert ist es, auf anderer Leute Kosten bel zu sein. Das ist des Hochstaplers Geschäft; ihm illen wir es auch lassen. Der Wohlhabende aber soll ennen, welches Unrecht es in den meisten Fällen ist, den Kameraden, der sich ausschließt, die Achseln zu — Der sogen. Trakehner=Prozeß beschäftigte am eitag nochmals die Berliner Strafkammer, nachdem das le, auf Geldstrafe lautende Urteil vom Reichsgericht Rechtsgründen aufgehoben worden ist. Der Beleisung des Landstallmeisters v. Oettingen angeklagt ist nur der Lehrer Nickel, Sanitätsrat Paalzow ist inschen gestorben. Der Staatsanwalt vertrat die Andaß gemeinschaftliche Beleidigung vorliege und daß dem Artikelschreiber(Paalzow, während Nickel das sterial lieferte— nicht darauf angekommen sei, den BeIs für die Richtigkeit der Beschuldigungen zu führen, dern nur eine Blütenlese zu geben. Dann sei aber eine lich pro Woche fünfzig, von den Arbeitern gemästete Schweine geschlachtet und das Fleisch zu einem erheblichen Teile verkauft, was für die betreffenden fünfzig Familien je eine Nebeneinnahme von 80—100 Mark ergeben haben Kiche.„ * Emmerich, 4. Dez. So arm an„Sehenswürdigkeiten unser ehrwürdiges Städtchen auch erscheinen mag, Besucher, die über ein wenig Sinn für unfreiwilligen Humor verfügen, werden hier immerhin auf ihre Rechnung kommen, wenn sie z. B. folgende Straßenbenennungen auf den amtlichen Schildern finden: hinter der alten Kirche, hinter dem halben Mond, hinter dem Schinken....., großer Löwe, kleiner Löwe, Hühnerstraße, Eierstraße, Gerstmarkt, Pesthof... Eine weitere Eigentümlichkeit, die sich tiger Fremden entzieht, ist das„unterirdische Denkmal". Am 9. Februar 1897 hat das Stadtverordneten=Kollegium beschlossen, in dankbarer Erinnerung an die in den letten Kriegen, gefalengetzen obgen Phrpärz hesselben Geburt in I., wurde unter große, Feigrlichte has gegen Eiber zu unternchnen, und Gegenwart der Spiten säntlicher Vehorben der GrundDie Libetaner sollen es abgelehnt Hiegg stein gelegt. Ein Denkmal hat sich bis jetzt auf dem Grundmit England anzuknüpfen. Vieses stein nicht erhoben, der daher im Volksnunde die Bezeichnung:„Das„unterirdische Denkmal“ führt.“ (Unter Freundinnen.) Anna:„Gestern war mein Geburtstag, und ein Karl beschenkte mich mit einer reizenden Kette von Perlen; herrlich, für jedes Jahr eine Perle!“— Paula:„Wie nobel, eine so lange Kette!“ 5. Dezbr. Heute abend 8½ Uhr: (Prediger Dannert) in der großen evangel. Kirche. Frankenhenunger nurch Gebel. Nur: Samstag, Sonntag, Montag, Dienstag. em Zu erstaunlich billigen Preisen. Prince 0f wei Torino welcher Hut Meine bekannte Hutmarrke, la. Filz mit seidenem Futter, eleg. 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