Aachmmmrrrmmrrn Amtliches Kreisein! mmmmmmrmmmmrrmmrmhmmmmmmmrer lärgen kreis Korch! Insertionsgebühr für lokale Anzeigen, die sechsgespgitgan zeile oder deren Raum 10 Pfg., außerhalb 15, Neng#.... 40 Pfg., Druck und Verlag von Cari Braus in Schwettc, Fernsprech=Anschluß Nr. 62. Amt Schwerte. Telegr.=Adresse Praus, Schwperteskochr. Nr. 282 Alle Kreis= und Lokalpolizeilichen Verordnungen für den Kreis Hörde erlangen gemäß Bekanntmachung der Königl. Regierung durch Veröffentlichung in der„Schwerter Zeitung" rechtsverbindtliche Krait. Schwerte, Mittwoch den 2. Dezember 1905. Abonnementspreis pro Quartal 1 Mark 65 Pfg., exel. 42 Pfg. Bestellgeld, wenn durch die Post bezogen. Erscheint an jedem Wochentage. Wöchentliche Gratisbeilage:„Illustrierter Familienfreund.“ 36. Jahrgang Die Reichsfinanzen. Der Reichstag wird am Donnerstag eröffnet werden. Unter den Vorlagen, die ihm gleich bei seinem Zusammentritt unterbreitet werden sollen, befindet sich der Reichshaushaltsetat für 1904. Nach diesem läßt sich die gegenwärtige Finanzlage des Reiches ziemlich gut übersehen. Besser geworden ist sie nicht. Die Einnahmen haben zwar in einzelnen Teilen eine Steigerung aufzuweisen. So ist die Einnahme die von den Zöllen auf das Jahr 1904 erwartet wird, um eine ganze Anzahl von Millionen höher angesetzt. Aber leider hat die Mehrzahl der Verbrauchssteuern, so namentlich die Zuckersteuer, die ja am 1. September d. J. herabgesetzt ist, niedriger normiert werden müssen, sodaß die für die Reichsfinanzen als eine der hauptsächlichsten Einnahmequellen anzusehende Kategorie der Zölle und Verbrauchssteuern mit einem Gesamtmehr von etwas über 1 Million abschließt. Die Einnahmen, die aus den Betriebsverwaltungen erwartet werden, konnten etwas, aber auch nicht viel höher in Ansatz gebracht werden. Diesen recht winzigen Einnahmesteigerungen stehen ganz beträchtliche Mehrausgaben gegenüber. Die Marineverwaltung allein, die übrigens durchaus im Rahmen des Flottengesetzes geblieben ist, braucht 12 Millionen Mark mehr, für den Zuschuß zur Invalidenversicherung sind nahezu 5 Millionen Mark mehr eingestellt, der Pensionsfonds erfordert über 1 Million Mark mehr. Dazu kommen Erhöhungen der Ausgaben im Militäretat, bei der Reichsschuld usw. Der Etat für 1904 weist insofern gegenüber seinen Vorgängern eine Besserung auf, als er den Kapitalbestand des Reichsinvalidenfonds nicht mehr so stark in Anspruch nimmt. Die Anzahl von Millionen aber, um die dies weniger geschieht, muß aus den allgemeinen Mitteln aufgebracht werden, und um diese verschlechtert sich auch die Finanzlage. Kurz, die Mehrausgaaben sind größer als die Mehreinnahmen. Folglich werden die Matrikularumlagen erhöht werden müssen. An und für sich ist eine solche Eventualität nicht schon ungünstig für die Einzestaaten. Wenn die Ueberweisungssteuern sich entsprechend erhöhen, können die Einzelstaaten alles zurückerhalten, was sie an das Reich zahlen. Nun werden die Ueberweisungssteuern dank der Einnahmerhöhung bei den Zöllen sich für 1904 etatsmäßig um 12 Millionen Mark steigern, aber diese Steigerung genügt bei weitem nicht, um das zu erwartende Mehr an Matrikularumlagen auszugleichen. Im Gegenteil, die letzteren werden voraussichtlich wieder so hoch sein, daß sie an die weiteste Belastungsgrenze herangehen. Die Einzelstaaten haben in den letzten Jahren etwa 24 Millionen Mark mehr aufgebürdet erhalten, als ihnen vom Reiche an Ueberweisung in Aussicht gestellt werden konnten. Aehnlich wird sich die Sache auch für 1904 stellen. Das finanzielle Verhältnis der Einzelstaaten zum Reiche ist demgemäß besser nicht geworden. Aber auch die Reichskasse kommt nicht besser fort. Und so entrollt sich denn an der Hand des neuesten Etats wieder ein Bild von der Reichsfinanzlage, das wirklich nicht als schön zu bezeichnen ist. Immer mehr muß sich die Ueberzeugung aufdrängen, daß mit einer solchen Finanzwirtschaft auf die Dauer nichts auszukommen ist. An eine Reichsfinanzreform muß durchaus gedacht werden, und je eher mit ihr begonnen wird, um so besser für das Reich und die Einzelstaaten. Die Finanzen bilden das Rückgrat der Staaten. Sind sie schwach, leiden die Gemeinwesen. Deshalb wird auch eine der Hauptaufgaben des am Donnerstag zusammentretenden Reichstags sein, die Finanzlage eingehend zu erörtern und die Mittel zur Abhilfe der Kalamität ins Auge zu fassen. Politische Uebersicht. Was fliehst du eilend vor der Welt, Sie bleibt dir doch zur Seite! Drum sein ein Christ und sei ein Held, Und stell' dich ihr zum Streite! J. Sturm. Der Eisenbahngaul. Von Georg Paulsen. (Nachdruck verboten.) Heute, wo die Elektrizität dazu geführt hat, einen Eisenbahnzug auf die Entfernung von 210 Kilometer in der Stunde, freilich erst im Versuchs=Verfahren, zu bringen, ist die gewöhnliche Fahrgeschwindigkeit beinahe eine Bagatelle geworden. Die brave Lokomotive, die einen Personenzug 50—60 Kilometer in der Stunde fort schleppt, wird schon über die Achsel angesehen, und erst recht geschieht das anderen Gefährten. Aber es lassen sich doch von dem Einstmals, das noch gar nicht weit zurückliegt, mancherlei Dinge erzählen, die dartuen, daß man nicht blos die 210=Kilometer=Schnelligkeit zu loben hat, sondern auch Anderes, und dies Andere kann selbst ein„unvernünftiges Vieh“ sein, ein armer EisenbahnDie Eisenbahn kann nicht immer aus dem Vollen wirtschaften, wenn es nicht lohnt, und so gibt es, auch heute noch, auf manchen Bahnhöfen, wo eine eigene RangierMaschine zu halten nicht lohnt, aber doch ganz hübsch zu tuen ist, vierbeinige Arbeiter, Pferde, die die Güterwagen nach den verschiedenen Geleisen zu ziehen haben. Station ein Pferdekopf! Und wer solch einen, von einem Privat=Unternehmer gestellten und schon lange im Dienst befindlichen Eisenbahngaul einmal beobachtet hat, der wird zugeben, daß das Wort vom„unvernünftigen Vieh nicht immer stimmt. Die Tiere bilden sich in der Praxis zu wahren Rangiermeistern aus und leisten zwischen den Teutschland. — Der Militäretat für 1904. Der von der„Nordd. Allg. Ztg. veröffentlichte Militäretat enthält keine Ueberraschungen. Der Etat für das preußische Militär=Kontingent und die in die preußische Verwaltung übernommenen Kontingente weist an Einnahmen für die Bundesstaaten mit Ausnahme Bayerns 6691975 Mk.(weniger 4753007 Mk.), für alle Bundesstaaten 725504 Mk. (weniger 141362 Mk.) auf. An außerordentlichen Dekkungsmitteln(Erlöse aus dem Verkauf von Festungsgrundstücken und Baulichkeiten) 4821930 Mk.(mehr 255971 Mk.). Die fortdauernden Ausgaben betragen 451180814 Mk.(mehr 3440572 Mk.). An Neuerungen sind zu nennen: Die Oberleutnants sollen künftig ein auf 7200 Mk. erhöhtes Gehalt beziehen. Eine besondere Denkschrift begründet diese Forderung. Eine zweite Denkschrift betrifft die in Aussicht genommene Besserstellung und Vermehrung der Unteroffiziere. Es sollen 765 neue Stellen für die außerhalb ihrer Truppenteile als Registratoren, etatmäßige Schreiber oder Zeichner verwendeten Unteroffiziere errichtet werden. Gewissen Unteroffiziergruppen sollen die Gebührnisse der Vizefeldwebel gewährt werden. Der vierte Teil der Sergeanten soll eine jährliche Zulage von 72 Mk. erhalten. — Zu deutschfreundlich? Der plötzliche Tod des Bischofs Anzer scheint, wie der Frkf. Ztgoprivatim aus Rom mitgeteilt wird, durch plötzliche Gemütsbewegung entstanden zu sein, wenigstens versichern so Geistliche des deutschen„Heiligen Feldes":„Anzer, der schon lange unter gewissen Verfolgungen zu leiden hatte, wahrscheinlich, weil er zu deutschfreundlich war, suchte sich vergebens Unterstützung beim Vatikan, wo man seinen Plan, eine deutsche höhere Schule in seinem Bistum zu gründen, nicht gern sah. Als ihm aber der Kardinalstaatssekretär Eisenbahnschienen nicht weniger an Fassungskraft als ein berühmtes Schulpferd in der Cirkus=Manege. Also der Eisenbahngaul hieß Peter, aber trotz dieses simplen Namens hatte er eine ruhmreiche Vergangenheit hinter sich. In einem bekannten Kürassier=Regiment war er vom Stabstrompeter geritten, bis sich seine Untauglichkeit im Dienste des Kriegsgottes ergab. Peter ward mit anderen Alters=Genossen verauktioniert, und aus dem stolzen Kriegsroß ward ein geduldiges Tier für den Frachtwagen. Nicht ganz leicht war das ihm zur Gewohnheit geworden, er hatte gelernt, wie die Peitsche schmeckt, doch dann hatte er sich in das Unvermeidliche gefunden. Nur wenn der Peter Militär=Musik hörte, kam es ihm in die Beine. Aber doch nicht zu lange. Der schwere Frachtwagen mit seinen vielen Zentnern bändigte ihn bald das Stolzieren. Und vom Frachtwagen, mit dem er schon oft genug zur Eisenbahn gekommen war, ward der Peter selbst Eisenbahngaul. Erst mußte er aushilfsweise seinen verunglückten Vorgänger vertreten, dann ging er definitiv zu dieser Karrière über. Dann, während der Mittags= oder der Vesperpause, wo auch für ihn Freiezeit war, ließ er sich willig die ganze Bahnhofs=Jugend auf den Rücken heben, und schritt so bedachtsam vorwärts, daß man ihm ordentlich das Bemühen anmerkte, keinen von den kleinen Reitern herabrutschen zu lassen. Damit ward der Peter ein Allerwelts=Freund, dem aber auch der Lohn nicht fehlte. Jedes Stück Brod, das übrig war, bekam er, die Kinder verfutterten sogar das halbe Vesperbrod an ihn. Dafür ritten sie dann Abends auf seinem Rücken ein Stück in die Stadt hinein. M. 6 5. Da kam denneines Tages dei Bescheib, daß bei dem wachsenden Verkehr eine Rangier=Maschine in acht Tagen ständig stationiert werden sollte, der Peter mußte also seine Eisenbahn=Karrière aufgeben; er, der so viel in den Jahren rangieren geholfen hatte, wurde nun ausrangiert. Merry de Val sehr kühl aufnahm und ihm rundweg erklärte, daß er nie mehr zu seinem Posten zurückkehren werde, traf ihn das zu hart.— Die Verantwortung für diese Meldung müssen wir der„Frankf. Ztg. überlassen. Oesterreich. = Dem Grafen Tisza mit„der starken Hand“ scheint es doch gelingen zu sollen, die widerspenstigen Magyaren zu meistern. Er erklärte einer Deputation seiner Wähler, daß die Lösung der Militärfrage, die er vorschlage, tatsächlich die Gemuter beruhige und daß nur ein kleiner Teil widerstrebe. Sehr bedauern würde er es, wenn die Liberalen unter Apponyi sich der Obstruktion anschließen sollten; aber auch das könnte ihn nicht hindern, auf dem einmal betretenen Wege der scharfen Taktik unbeirrt vorwärts zu schreiten. Frankreich. = Zur Dreyfusaffäre. Am heutigen Mittwoch tritt die Revisionskommission des Justizministeriums in Paris zur Prüfung der Dreyfusakten zusammen, sie wird aller Voraussicht nach bereits Ende dieser Woche ihre Ansicht über die Wiederaufnahme des Verfahrens aussprechen können. In der gesamten französischen Presse, einschließlich der nationalistischen, die an ihrem Dogma von der Schuld des Exkapitäns Dreyfus festhält, wird einhellig die Ueberzeugung ausgesprochen, daß der Kassationshof das Urteil des Kriegsgerichts von Rennes kassieren und die Unschuld Dreyfus verkündigen werde, ohne ihn vor ein neues Kriegsgericht zu stellen. Holland. = In Holland soll zur Sonntagsheiligung übergegangen werden, während jetzt nicht einmal Sonntagsruhe herrscht, vielmehr die Kaufläden den ganzen Sonntag über geöffnet sind, ja selbst die Fabriken arbeiten dürfen. Den Kammern und dem Staatsrat soll nun ein sogenanntes Sonntagsgesetz vorgelegt werden, das die Schließung der Kaufläden vorschreibt, Theatervorstellungen und Musikaufführungen verbietet. Kleine Chronik. + Berlin, 30. Nov. Am 5. Dezember findet im Abgeordnetenhause unter dem Vorsitz des Handelsministers eine Konferenz der leitenden Knappschaftsärzte aus dem Ruhrrevier betr. die Wurmkrankheit statt. Aus dem Ruhrrevier nehmen der Oberknappschaftsarzt Tenholt, Professor Loebker, Knappschaftsdirektor Gersteim, Dr. Bruns=Gelsenkirchen, Dr Müller=Baukau, Dr. PermerCastrop und Dr. Diemeier=Merklinde teil. + Paris, 30. Nov. Der Untergrundbahnbrand wiederholte sich heute vormittag genau in derselben Weise wie das vorige Mal. Es entstand durch Kurzschluß in Aber das durfte nicht ohne Feier abgehen, so viel war man seinem treuen Dienst schuldig. Man ließ ihm einen Kranz zurecht machen am letzten Tage, den er über den Hals bekam und mit dem er nun doch ganz stolz zwischen den Gleisen auf= und ab trabte. Er konnt's ja nicht verstehen, daß es heute abend mit der Eisenbahn=Karrière vorbei war, aber daß etwas Besonderes in Aussicht stand, merkte er an dem Kranze, an den Extra-Brodschnitten zum Vesper. Und da strengte er sich denn auch ganz besonders an, bis mit einem Mal eine Wagenreihe ins Rutschen kam. Gerade auf ihn zu. Der Peter stapfte wacker vorwärts— aber da lag er, mit zerquetschten Vorderfüßen. Alles stand still, und das arme Tier wieherte jammervoll. Da schoß man ihn tot. Mit seinem Kranz lag der Eisenbahngaul da. — Ende.— Die vier Murillos. In einem spanischen Trappistenkloster wurden rend des Einfalls der Franzosen im Jahre 1810 vier Division des Generals Turgot gehörende Soldaten, die sich in brutalster Weise aufgeführt, von den erbitterten Mönchen erschlagen. Der General ließ alsbald das Kloster besetzen, sämtliche Insassen gefangen nehmen und sich dann den Prior vorführen. Ihr habt vier meiner Grenadiere getötet," brüllte er ihn an,„dafür sollt ihr und eure sämtlichen Untergebenen füsiliert werden!“ Der Prior bat flehentlich um Gnade. Die Soldaten hätten die Mönche in unerhörter Weise mißhandelt; daß letztere sich der Peiniger in geschehener Weise entledigt, sei nur ein Akt der Verzweiflung gewesen. Er, der Prior, erklärte sich zu jeder moglichen Entschädigung bereit. Nun war der General ein leidenschaftlicher GemäldeLiebhaber und hatte zufällig in Erfahrung gebracht, daß trecke ist unterbrochen.. 514 8 + Neue Fünfzigpfennigstücke werden gepragt. Sie sollen etwas kleiner, aber dicker als die bisherigen wer= einer Geldstrafe bis zu 150 Mark verurteilt sammenfassende Zarstelung, Halten sol)=gegenterichts=1Sn. Während vitr ber, b=Z,komotiv= und Wagons der esens in allen Zweigen en euesch.,. hundert) Fvorm haben, zeigen sich Lotomnontve und Wxppezr der ** Oic g Klang, sind aus Mitteldeutschland einlaufenden Züge mit Eis und Peitautvene, enzmzueg eennen von großem Krlaug, 1n9 Schnee bedeckt. Seitens der Eisenbahn werden au, Linien, wesens in auen Zweigengenthalten Mitarbeiter, durchweg Namen von an dem Unternehnen beteiigt,(gautet eine Geburtsan*„Nur ein Mädchen...“ lauler eine Geburtsanzeige in einem kölnischen Blatte. Diesen Schlag gegen das weibliche Geschlecht pariert eine behördliche Kundgefentlich belobt, weil sie ein Kind aus Lebensgefahr rettete. ein Mädchen.“ Kaiser Wilhelm II. und Bismarck. In der von Peter Rosegger geleiteten Monatsschrift„Heimgarten“ veröffentlicht Wilhelm Schwaner Berlin einen Aufsatz„Der deutsche Kaiser", worin er u. er eine bisher nicht bekaunt getpegberzeisten gismarg er tärpflichtige, die sich der Gestellung ent Vorgängen hei der Entlassung des Bou..—., Veransgt, obusteuungen, ue Setmmammiger jahlt. Es ist bekannt, daß die unmittelbare#.—.—, 1trennung und 28 Viechseuchen. sung zu dem Bruch zwischen dem Kaiser und dem Alt=]“. u(Pferdeschlachtstatistik.) Reichskanzler die Verhandlungen Bismarcks mit Windt(gen in Preußen haben, wie in der horst boten, über welche dem Kaiser vorder tehrgchfiefgse legzen wieder erheblich zugen ung gemacht worden war. Der Kaiser begab sich selbst#### 18 Mitteldeutschland einlaufenden, Züge.v. aue g.1 schnee bedeckt. Seitens der Eisenbahn werven auf Einsen, auf denen infolge der Verspatungen der Anschluß nicht mehr erreicht werden kann, Extrazüge eingelegt. **(Kalender 1904.) Vorsicht beim Kalenderkauf ist dringend geboten. Während sonst dadurch Betrügereien verübt wurden, daß alte Kalender zum Verkauf gestellt waren(namentlich von Hausierern), liegt diesmal lediglich ein Versehen vor. Wie sich bereits ergeben hat, haben einige Kalenderfabriken übersehen, daß das Jahr 1904 ein Schaltjahr ist, der Februar also 29. Tage hat. Viele Serien Kalender 1904 weisen nur einen 28tägigen Februar auf, so daß vom 1. März an die Kalender nicht stimmen. Der Ersparnis halber wird nun versucht, auch diese Kalender an den Mann bezw. die Frau zu bringen; daher Vorsicht.,.1. Musgahes des Nutählat. *(Statistik.) Die neueste Ausgabe des Amtsblattes der königl. Regierung zu Arnsberg(vom 29. November) enthält 180 Steckbriefe, 239 Vorladungen an Militärpflichtige, die sich der Gestellung entzogen, 21 Zwangsvollstreckungen 24 Rokanntmachungen betreffen Guterhervorragende Personen. Allen gab sie ein Zirkular des Inhalts mit, daß sie imstande sei, alle Krankheiten zu heuten. Als Spezialität behandelte sie Nieren=, Gallen=, Maund Leberkrankheiten. Dabei kam es nun des öfterLeute die an die Kuryfuscherei der Frau nicht zu Bismarck und stellte ihn zur Rede. Ueber die nun folgenden Auseinandersetzungen berichtet Schwaner: Es kam zu erregten Auseinandersetzungen, derart, daß es unmöglich erscheinen mußte, Bismarck ferner in der Regierung zu behalten. Hatte er sich doah hinreißen lassen, das Tintenglas im Zorn gegen seinen Herrn zu erheben! Wenn Maximilian Harden in seinen Intimitäten aus den kritischen Tagen von damals nichts erzählt und auch Bismarck in seinen„Denkwürdigkeiten" davon schweigt, so hat doch der Kaiser selbst seinem Freunde, dem König Albert von Sachsen, darüber berichtet, der seinerseits unseren Moritz von Egidy einweihte, von dem ich es einst in einer vertrauten Winterabendstunde erfahren habe. Ich sage das hiermit zum ersten Male öffentlich, um die Legenden über die„ungerechtfertigte und undankbare“. Behandlung des Reichsschmiedes endlich einmal ins rechte Licht zu rücken, und nenne dazu die Namen, um allen Zu an der Echtheit dieser Scene von vornherein die Spitze esktechen. 6 de uiche uud an Nach dieser so bestimmten Angave wird wohl eine authentische Auskunft zu erwarten sein, welche die Sache klarstellt und einen etwaigen Irrtum richtigstellt. Lokales. Schwerte, 2 Dezember 1903. **(Ersatzpflicht) eines Meisters für einen ungenünahm an, daß die Schuld nicht am Lehrling, sondern am Meister lag, da dieser seine Pflicht vernachlässigt hatte, auf Kosten seines pflichtvergessenen früheren Meisters eiShulbige Mester. Die Pferdeschlachtunen Vorjahren, so auch im letzten wieder erheblich zugenommen. Die Pferdeschlachtungen betrugen nach der„Aulgemeinen FleischerZeitung" in Preußen im Jahre 1899: 63.801, im Jahre 1900: 67024, im Jahre 1901: 79 841 Stück und sind im letzten Jahre auf 85 820 Stück, also abermals um 6000 Stück gestiegen. In Berlin wurden im Jahre 1899: 10 037, im Jahre 1900: 10 260, im Jahre 1901: 11 und im letzten Jahre wieder gegen 1000 Perde mehr, nämlich 12 703, geschlachtet. Es unterliegt für niemand, der mit den Verhältnissen vertraut ist, auch nur dem geringsten Zweifel, daß diese ungeheure Masse Pferdefleisch nicht als solches zum Verkauf und Verzehr kommt, sondern an einem großen Teil zu Wurst verarbeitet, die dann unter falscher Flagge verkauft wird. *(Die Magdeburger Kasse.) Nach einem Rundschreiben des Polizeipräsidenten zu Magdeburg ist die Allgemeine Magdeburger Kranken= und Begräbniskasse für ganz Deutschland(E. H. Nr. 90) endgiltig geschlossen worden. Mit der Abwickelung der Geschäfte ist der Kaufmann und Bücherrevisor Franz Luche zu Magdeburg Schachbrüder 3 beauftragt. Die Mitglieder— deren es im hiesigen Kreise sehr viele gibt— werden aufgefordert ihre Ansprüche bis zum 20. Dezember d. J. bei Vermeiddung der Nichtberücksichtigung schriftlich geltend zu (Gehalt der Landbriefträger.) Wie die postoffiziöse Dtsch. Verkehrsztg. erfährt, bringt der neue Etat eine Erhöhung des Anfangsgehaltes der Landbriefträger von 700 Mark auf 800 Mark. ** Opherdicke, 1. Dez.(Kirchenraub.) In der Nacht von Sonntag auf Montag drangen Diebe in die evangelische Kirche hierselbst und entwendeten 5 silberne Kerzenhalter, welche einen ziemlich hohen Wert haben. Von den Dieben fehlt bis jetzt jegiche Spur. ** Hörde, 1. Dez. Am Sonnabend abend erlitt ein Bäckermeister aus dem Loh dadurch einen Unfall, daß die Achse an seinem Wagen brach und er kopfüber vom Wagen auf das Pflaster stürzte und das mit 2 Pferden bespannte, vollbeladene Gefährt über ihzheigprege Gestern mittag verunglückte in einem hiesigen Betriebe der Hilfsmaschinist H. Schlauck von hier. Außer eine Schädelverletzung wurde ihm der rechte Arm in Ihrem Kloster befindlichen Murillos dafür, und darauf im Hüttenhospital vorgenommen. ** Hörde, 2. Dez. Die Einwohnerzahl unserer Stadt ist nach der Personenstands=Aufnahme vom 1. November ds. 38. auf 26737 gestiegen. Zag, Ztscheg, Zeit des Jahre eine Zunahme um 1218 Personen statt. Vorjahres betrug die Einwohnerza,## 10. es fand also Turgot zur um gesten Zutzek eue Zurugr am 1218 Personen stat. NapoAus Westfalen und Rheinlano. Zi. Heer, gage beichäfigte , 1. Dez. Ein greller Fall von sozialdemo= Dem Lithographen Sch., der bei dem Dri errorismus ist nun auch hier iu verzefträge, hierselbst etwa ein halbes Jahr vesatnzstigt Bochen traten die Maurer und Steinträger 2. November d. J. die Steuung 6.rutten. albschen Neubauten in der Mitestraße Iu, unden Freitag im„Druckerete.zzeiger n d weis die Lohnzahlung nicht wahreno ver) 9.—. T.Men angeboten wurden, eroat den Ausstano, weil Arbeitse###, sondern wirkt worden war. alde Stande eine Vergstzgg ud ais bese oborzugl ben uazuch, bei der Lohzechlrvs nzu. danst nicht uscte wurde, leoten Die Leute de Arvot giehge, und vein aug bauhe 2ag uze. ehcht Sch. uite wune ug ee. e en, in u. sahdeboe iue Generschaschein beruach s Gsczhästgerichen Gesheache Dem Prior blieb keine Wahl, und die vier Murillos wanderten in die Gemälde=Gallerie des Generals nach Nach beendigtem Feldzuge kehrte auch on Bes einer Musterung winkte ihn der Kaiser „General, wie ich erfahr, Kesten Sie vier wunder bon= Partsoft gihr Echagse mir dieselben vielleicht ab, Vor'schaige, uag =Selbstredend erklärte Turgot seine Vereitwoilligkeit an den Gillrathsche und schon am folgenden Tage befanden sich be(Irbeitzest, sondern 1, Vergebens harte aber der Genersig bese herfge gestellten Gegenleistung nicht säumen. Turgot verbeugte sich glänzenden Antlitzes; er sah en g epziere meiner Garde aus und laß sie in die 2.u sten Grenabicke meiner Gurde aus und laß sie ene ud eudt Sun un Aug en abenbralen Ar dan an uih ie Masfenihe gen= und Leberkrankheiten, en vor, daß Lellle, die an die Kurpfüscherei der Frau glaubten, sie auf die Probe stellten und grundlich hereinfallen ließen. Frau Liepe ließ heute ein ganzes Heer von Leuten heranmarschieren, die von der wohltätigen Wirkung ihres Heilmittels erzählen sollten. Der Gerichtshof verurteilte die Angeklagte auf Grund des Gesetzes über den unlauteren Wettbewerb, und zwar zu einer Geldstrafe von 75 Mark, während der Staatsanwalt eine Bestrafung wegen Betruges zu 3 Monaten Gefängnis und 300 Mark Geldstrafe beantragt hatte. * Bochum, 1. Dez. Bochumer Geläute auf der Weltausstellung zu St. Louis 1904. Für das Repräsentationshaus des deutschen Reiches auf der Weltausstellung in St. Louis wurde dieser Tage ein in der Glockengießerei des Bochumer Vereins für Bergbau und Gußstahlfabrikation gegossenes Gußstahlgeläute abgesandt, welches in dem Turme des Hauses aufgehängt werden soll, in ähnlicher Weise, wie es mit einem Bochumer Gelckute im Jahre 1893 in Chicago geschah. Letzteres machte derzeit einen üerwältigenden Endruck, besondersauf gingfngphente Europäer, denen dieser aus der Heimat ggsposhzute unge lange entbehrte Feierklang, wie damalige Berc sprachen,„das tiefste Herz erbeben machte und Tränen in die Augen trieb.“ Hunderte von hastenden Menschen standen still, waren wie gebannt, wenn der eherne Mund in kraftvollen Tönen seine Stimme erschallen ließ. Aber auch Amerikaner, Asiaten usw. vermochten sich dem Zauber nicht zu entziehen, auch wenn sie, wie die Chinesen, den Glockenklang von daheim kannten. Das für St. Louis bestimmte Geläute wurde vor der Vollendung im Auftrage des Reichskommissars durch den königlichen Musikdirektor Theodor Krause einer eingehenven Prüfung unterworfen, deren Ergebnis folgendermaßen lautet: 1. Der Klang jeder der drei Glocken ist ein gesunder, musikalisch befriedigender; 2. der Guß hat, demnach als vollkommen gelungen zu gelten; 3. die gesorverten Tör b—des—r sind vorhanden; 4. das Konzert der drei Gle ken ist rein, voll und schön, der Bochumer Gießhütte s Grüne, 1. Dezbr. Gestern nachmittag wurde die Frau des Kettenschmiedes Pfeffer von der Saat vor der Heierhoffschen Wirtschaft hierselbst von einem Straßenbahnwagen überfahren. Wie Augenzeugen bekunden, hat die Frau einem Frachtwagen ausweichen wollen und ist dabei vor den anfahrenden Wagen der Elektrischen gesprungen. Die Bedauernswerte erlitt einen komplizierten Beinbruch, eine gefährliche Fleischwunde am Oherschenkel und eine schwere Kopfverletzung. Die erste Hilst keist der Verunglückten eine hinzugerufene barmherzige Schwester. Die Schwerverwundete wurde nach dem ElisabethHospital in Iserlohn gebracht, woselbst sie zur Zeit in Fieberfantasien liegt, ihr Zustand ist besorgniserregend. Elberfeld, 1. Dez. 100000 Mark schenkte die Firma Schlieper und Baum, Kattundruckerei, aus Anlaß ihres 75jährigen Bestehens ihren Beamten und Arbeitern. * Düsseldorf, 28. Nov.(Merkwürdige Freisprechung.) Daß eine Angeklagte vor Gericht trotz ihres Geständnisses freigesprochen wird, dürfte wohl zu den größten Seltenheiten in der Rechtspflege zählen. Eine hier wohnende Ehefrau hatte aus einem Einlagebuch der Sammelsparkasse mit anfangs 68 Mark Einlage mehrere Blätter, auf welchen die später stattgehabten Auszahlungen verzeichnet waren, herausgerissen und das Buch alsdann einem Gläubiger zu dessen Sicherheit und um eine Herausschiebung der Zahlung zu erlangen, in Verwahr gegeben. Wegen gewinnsüchtiger Urkundenfälschung uo Betrug unter Anklage gesteut, lautete in der heutigen handlung vor dem Schwurgerichte das Vervu#r der Geschworenen auf Nichtschuldig, was die Freisprechung geständigen Angeklagten zur Folge hatte. * S o l i n g e n, 2 8. N o v.( W a s i s t e i n e„ v e r * Jahr beschäftigt war, wurde am getundigt. Als am folbesten u der, V.. 5 der sgenden Freitag im„Druckereiegerger, grehzgege eee se bogege aende ereuen ugeagen ee sich aeg, en 2 Stunde nach deren Schlut, be, Higte einen halben zag urlaub, um sich in Elberzeid und die Maurer etc, verlangten für diese Köln persönlich um die Stellen zu bewerben. Er erhielt 10 als diese abgelehu. den Urlaub, bei der Lohnzahlung wurde ihm aber der eder, und wenn un., halb nicht mitbezahlt. Sch. wat dumt nie e ue uien, Be uue unde undu u ane ehhcheies enahge unr de uer. Aiu Stachec und uu un u#. un uun aschen Bententung eegrechete er e Personmiüung ot, un der aucd be, nicht ohne besige gütung nicht dadurch veruntg, gecke, g ese beiche, eae, bobde bede u—, uie Zuhsher sener verhziltzsmäße nihztgriatz oseie Perschauten an on, oude Hachen uit Beatzaiger ad Aeichutungr sich Seiähäihe dait auschen. 4. rde auf der Polizeiwache dürch Hertn wurve gerhagek. Dann wandte er dem aus allen sürzten den Rücken.# auf. Der von den schreclichen Blutverlust volständig er(einen, Schsdestzuch erlik und bald darauf starb. * Rheinhausen, 1. Dez. Heute morgen stießen hier zwei Güterzüge zusammen. Etwa 20 Wagen wurden zertrümmert. Der Materialschaden ist beträchtlich.(Vergl. die untenstehende amtliche Meldung.) * Krefeld, 1. Dez. Amtlich wird gemeldet: Heute morgen gegen 7 Uhr fuhr der von Hochfeld in den Güterbahnhof Rheinhausen einfahrende Güterzug Nr. 6306 im Gleis 3 auf den in diesem Gleis stehenden verspäteten Güterzug Nr. 6240 auf. Durch den Anstoß wurden 27 Güterwagen beschädigt und zum Teil zertrümmert. Zwei Bremser wurden getötet und einer mäßig verletzt. Lokomotivführer und Heizer blieben unverletzt, ebenso der Zugführer. Obgleich 3 Gleise unfahrbar sind, wurde der Betrieb aufrecht erhalten. Der Unfall ist durch unrichtige Befehlserteilung seitens des diensttuenden Stationsbeamten herbeigeführt worden. ? In der Sommerfrische.„Was machen denn Ihre Kinder, Frau Semmelmeier?"—„Was den sie machen! Der Otto photographiert die ganze Gegend ab, die Fried'rike malt sie ab und der Egon dichtet sie ab!“ Vermischtes. F(Ein Ueberfall im Kaukasus.) Aus Petersburg wird über einen Angriff von Räubern auf einen Engländer in Chassaw=Jurt im Kaukasus berichtet: Der Englander Mr. Williamson, der Geschäftsvorsteher einer englischen Firma, die einen großen Handel durch Süßholzexport unterhält, war an dem Tage, wo der Ueberfall auf ihn gemacht wurde, mit seiner Schwester und mit einer Summe von 100000 M. von Inlisawetpol zurückgekommen. Gegen 7 Uhr abends brachen sechs Räuber plötzlich in sein Zimmer ein. Da der Angegriffene ganz benommen vor Ueberraschung war, war er nicht imstande, sich zu verteidigen und seine Angreifer brachten ihm mit ihren Dolchen eine Anzahl schwerer Wunden bei und forderten ihn unter Drohungen auf, das Geld auszuliefern, das in seinem Besitz war. Mit einem Schrei, der. seige, Schwefter warnen sollte,„Rette Dich, wir sind überfauen,— stel Williamson zu Boden, ergriff beim Fallen aber noch einen ungeladenen Revolver. Als die Räuber ihr Opfer jetzt mit einer Waffe in der Hand sahen, wichen sie in einen Seitenraum zurück, da sie fürchteten, daß er feuern und dadurch Alarm schlagen würde. Mit Aufbietung der letzten Kräfte verschloß Williamson die Tur des Zimers, in das die Räuber sich zurückgezogen hatten, und es gelang ihm, durch das Fenster zu entkommen. Vor dem Hause eine Bite, Hife vorzubringen, dann brach er, aus achtzehn Wunden stark blutend, zusammen. Die Offiziere eilten sofort zu der Schwester, um sie zu retten, und sie verjagten die Räuber, die jedoch schon die beiden Diener des Hauses ermorver hatten. Trotz der schweren Verwundung wird Williamson nochu genesen, Seine Haltung lwird sehr bewundert, da die 9#— Kaukasus meist auf keinen Widerstand stoßen. Viele wohlhabende Bewohner zahlen ihnen sogar große Summen, um vor Ueberfällen sicher zu sein. ? Schwieriger Fall. Regisseur:„Es ist kein anderer Ausweg— die Here njgh, zhre, agau ger bel. spielen!“— Direktor:„Ja, wer soll ihr bus aber bringen? Eigener Depeschendienst IId Berlin, 2. Dez. In Köpenick hat gestern die Frau des Arbeiters Biester in einem Anfall von Irrsinn ihr dreijähriges Töchterchen durch Messerstiche in den Hals getötet und dann einen Selbstmordversuch verübt. wurde schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht. IId Berlin, 2. Dez. Die badische Thronrede kündigt die Einführung des allgemeinen gleichen und geheimen Wahlrechts für den Landtag an. Hd Dresden, 2. Dez. In Plauen wurde gestern abend die Rentiere Dannenberg von ihrer abends heimkehrenden Tochter mit zerschmettertem Schädel in ihrer Wohnung tot aufgefunden. Ein Einbrecher, welcher anscheinend überrascht wurde, hat die alte Frau mit einem stumpfen Gegenstand niedergeschlagen, dann die Wohnung durchsucht und teilweise ausgeplündert. Der Täter ist unbekannt. Prozeß veranlaßten Haussuchung bei einem hiesigen Großkaufmann wurden 50 Kisten mit Juwelen und anderen Wertsachen entdeckt. Die Behörden nehmen an, daß diese Sachen aus der Jesuitenkapelle stammen, und vor der Untersuchung des Visitators hier in Sicherheit gebracht worden sind. Infolge dieser Entdeckung sind die gerichtlichen Siegel außer an die vorgefundenen Wertsachen auch an zwei Privatkapellen, in welchen man gleichfalls derartige Schätze vermutet, angelegt worden. Hd London, 2. Dez. Der„Daily Mail“ wird aus Tokio gemeldet: General Ma erhielt von der Regierung in Peking Befehl, 20 Bataillone zur Verteidigung der Mongolei und Mandschurei gegen Rußland auszuheben. Der General soll erklärt haben, im Kriegsfalle wurde China mit Japan zusammengehen. HId Rom, 2. Dez. Das Ministerium stellte sich gestern der Kammer mit einem reichhaltigen Programm vor, das von Giolitti vorgetragen wurde und ziemlich starken Beifall fand. Nach anderen enthält es Erleichterungen für Süditalien, Vorbereitung der großen Konversionen und eine Vorlage für den Eisenbahnstaatsbetrieb. Von Interesse war eine Stelle der Rede über die Handelsverträge, in welcher die Regierung verspricht, alles zu tun, um die Ausfuhr der Landesprodukte zu erleichtern und sich auch bereit erklärt, die industriellen Schutzzölle soweit wie möglich zu mildern. Hd Marseille, 2. Dez. Gelegentlich einer durch einen Wetterbericht. 3. Dez.: Abwechselnd, kühler, Nebel, teils sonnig. 4. Dez.: Meist bedeckt, milder, feucht, windig. 5. Dez.: Bedeckt, milde, Niederschläge, windig. Von Asthma kurirt nach langjährigem Leiden. Asthmatiche Leser verden voge Hrr Schifmann enidect wurde. Daß das Mitel Prcs„ saik sezeils halter Seri. P,Seshr- N. 2ch.2u Hlsder don de. S4ls. brcke de ehzelseherel. sieg Dde Sestr=, schelr glise eich be Secisr weine trautpet gep der sch länger als 30 Jahre von diesem entsezlichen Leiden heimKautl Alen Leidenigenosen v. apf i. 15 Prosent Riechender Kugelhelben 2. Dezbr. 4½ Uhr: Bibelstunde des Predigers Dannert in der reformierten Kirche: Heute abend 8½ Uhr: 8½ Uhr: Evangelisation(Prediger Dannert) in der großen evangel. Kirche. Thema: Bratseldle! * Weihnachts-Ausstellung von Schuhwaren von der renomm. mech. Schuhfabrik Max Täck in Strausberg für den Winter ist eröffnet und bietet sich Ihnen eine ganz besonders günstige Gelegenheit, ein erstklassiges Schuhwerk enorm billig zu erstehen. Empfiehlt Schuhwaren wie Herren=Hausschuh von 0,68 an Zugstiefel Arbeiterschuh sthrt hoch, sehr stark 29 Filzholzschuh„„ 3,90„ 3,50„ 3,90„ 3.90„ 6.00 2.50 9 Hamen=hauschah vnx 0.58an „ Knöpf= u. 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In Gemäßheit des§ 27 der Städte=Ordnung für die Provinz Westfalen machen wir hiermit bekannt, daß bei der am 30. 1903 stattgefundenen Wahl von der I. Abteilung für die periode bis zum 31. Dezember 1904 der Fabrik=Direktor Wilhelm Terbrüggen als Stadtverordneter gewählt ist. Gegen die Gültigkeit der Wahlen kann von jedem stimmfähigen Bürger innerhalb 2 Wochen nach der Bekanntmachung des Wahlergebnisses bei dem unterzeichneten Magistrat Einspruch erhoben werden. Schwerte, den 30. Novbr. 1903. Der Magistrat: Rohrmann. Standesamt Schwerte. Anmeldungen vom 15. Novbr. bis 1. Dezbr. 1903. Geburten: 1 Sohn: Fa rikarb. Peter Melles. Hülfsbahnwärter Wilhelm Gosebruch. Bergmann Wilhelm Caspari. Schleifer Wilhelm Stuhlmann. Fabrikarbeiter Gustav Jörke Bierverleger Heinrich Sartor. Fabrikarb. Oswald Kümper. Fabrikarb. Anton Buschmeier. Metzgermeister Paul Meister. Fabrikarb. Simon Seidenzahl. 1 Tochter: Fabrikarb. Johann Ehrenberg. Fabrikarb. Karl Sohlenkamp. Fabrikarb. August Hußmann. Fahstarbeiter Morkian Krassowsky. Fuhrmann Karl Holsiepe Schmidt. Friseur Anton Nowatzki. Zimmermann Oskar Dörre. Oberlehrer Johannes Wiebeck. Lokomotivführer Friedrich Humme. Fabrikarb. Heinrich Henze. Brennmeister Eduard Blum. Fabrikarb. Louis Marks. Bahnarb. Wilh. Kranefeld. Aufgebote: Packer Gustav Neidert und Minna Lindzuhn Eheschließungen: Fabrikarbeiter Friedrich Arnold und Justina Piotrowski zu Schwerte. Dreher Richard Dreibholz und Klara Schmerbeck zu Schwerte. Fabrikarbeiter August Timm und Mina Heese zu Schwerte. Lagerist Karl Schniewind und Johanna Goßmann zu Schwerte und Höchsten. Fabr.karb. Friedr. Schniewind und Anna Neurath zu Schwerte. Teuis. Sterbefälle: Ehefrau Bergmann Heinrich Schmior, Elisabeth geb. Hohmann, 30 J. Friedr. Kaufhold arbeiter Heinrich Schulte 36 J. Maurer Josef Großmann 55 J. Witwe Bergmann Friedrich Baumöller, Bernardine geb. Gerres, 85 J. Anstreichermeister Wilhelm Jungesbluth 74 J. Landwirt Heinrich Börsting 54 J. Ehefrau Gleisreiniger Gottlieb Vorowsli, Barbara geb Oberpichler, 61 J. Gastwirt Friedr. Andree 44 J. Walter Kawohl 1 J. Witwe Tagelöhner Reinhard Luttrop, Christine geb. Gerrold, 64 J. Elsa König 3 J. Rudolf Duckert 8 De Anion Herting 1. J. „Eure Lindigkeit lasset kund werden allen Menschen“ soklingt es abermals freundl. in die liebe Weihnachtszeit hinein! Jedermann hat wohl Gelegenheit genug, solche Lindigkeit seinen eigenen Hausgenossen und den Armen und Kleinen seiner nächsten Umgebung kund werden zu lassen. Aber die Liebe hat in Weihnachten, Gott Lob, weitsichtige Augen und lange Arme, und so bitten wir getrost die Freunde, unserer großen und kleinen Fallsüchtigen, Geisteskranken, Arbeitslosen, Heimatlosen verlassenen Waisen hier und im fernen seitabliegenden Moor auch in diesem Jahre nicht ganz zu vergessen und ein Brosämlein für sie von ihrem Die Zahl unserer Pfleglinge hat sich wiederum nicht unbedeutend vermehrt. In nahezu 100 verschiedenen Häusern warten in unseren verschiedenen Anstalten über 4000 liebe Gäste auf ein kleines Liebeszeichen, im Namen des Kindleins von Bethlehem Jede kleinste Gabe in Natura, in Briefmarken, oder in klingender Münze nimmt für dieselben mit fröhlichem Dank entgegen Bethel bei Vielefeld, im Nov. 1908. g. v. Bodelschwing##, gestek. Bekanntmachung. i Zugelaufen ist ein hellbraunes • Pferd. Desgleichen wurde ein Packet Plockwurst als gefunden abgeliefert. Die Eigentümer wollen sich binnen 8 Tagen hier melden. Hörde, 30 Novbr. 1903. S9th 1* Samstag, den 12. Dezember, vormittags 10 Uhr, werde ich für den Gutsbesitzer Herrn Finkhaus zu Hösen b. Ergste auf seinem Hofe 70 Rummern V e% i Fernsprecher Nr. 29. Fernsprecher Nr. 29. Grosser mige Eichen von 2—2½ Fuß Durchmesser, zu Bau=, Brettern und Geschierholz geeignet, meistbietend verkaufen. Zusammenkunft auf dem Hofe. W. 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Der Vorstand.# Hellweger Erziehungshaus in hat ungefähr 100 Insassen den Weihnachtstisch zu richten und möchte gern dodurch einen Strahl der großen Gottesliebe bringen in Herzen, die früher meist so wenig i dische Liebe erfahren haben. Ihr lieben Freunde und Wohltäter unserer Kinder, helft uns bei diesem schönen Werke durch Darreichung fröhlicher Festgaben, welche entweder an den Hausvater, Lehrer Finger, oder an den Unterzeichneten zu senden sind.„.. Inkerdigh, Strathmann, Pfarrer in Opheroicke, Präses des Kuratoriums. K Airstaurant„Bum Koter Schwerte, Hagenerstr. 14. Täglich 1osss Konzorts des Damen=Terzetts„Harmonie". 3 Damen, 1 Herr. Kunstschein des Kgl. Konservatoriums Köln. Dezente Gesänge. Familienprogramm. Anfang an Wochentagen Abends 8 Uhr. An Sonn= und Festtagen von 11—1 Uhr: Matinée. Anfang Nachm. 4 Uhr. 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Da, die Klänge waren eben verrauscht, und Thereses Augen schweiften noch einmal über die glänzenden Reihen, blieb ihr Blick an einer Loge haften, in der neben einer alten Dame und umgeben von Kavalieren ein junges Mädchen saß— ein Frauenbild, schön und licht wie der Frühling, in den lebhaften Zügen den Schimmer der Freude, des Glücks! „Eugenie!“ flüsterte Therese erstaunt. Ja, das war Eugenie, sie erkannte die fröhlichen Augen wieder und das kindliche Lächeln um die Lippen. Therese blickte starr empor, ihr Herz pochte in mächtiger Empfindung. So sah sie Eugenie wieder, die Gespielin ihrer Kindheit. Wo mochte Marie sein? Die junge Dame oben lachte und plauderte, hob den Strauß Maiblümchen höher und blickte dann durch die Lorgnette neugierig im Hause umher. Sie ahnte nicht, wie aufmerksam sie betrachtet wurde. Der Vorhang rollte auf, dämmeriges Dunkel herrschte im Hause. Therese konnte ihre Blicke, ihre Gedanken nicht von dem glückumflossenen Wesen dort wenden.. Sie sah freilich nur mehr das lichte Kleid, ab und zu das Aufleuchten der Diamanten im blonden Haar und wie durch einen Schleier das schöne Antlitz. „Sehen Sie, hörte die staunende Therese die Nachbarin zu einer zweiten Frau flüstern,„die dort, die Choristin mit dem rabenschwarzen Haar und der goldgelben Schärpe, das ist die Bellnar Marie! Kennen Sie sie noch?“ Therese fuhr jäh herum. Bellnar Marie? Hatte sie recht verstanden? Sollte sie heute die beiden einstigen Jugendfreundinnen wiedersehen? „Ja, so weit ist's jetzt gekommen! Wer hätt's gedacht! Damals, als die Bellnars noch bei uns wohnten... Ein mehrfaches„Pst“ machte den Worten der geschwätzigen Frau ein Ende. Die Bellnars! Also wirklich! Therese entlehnte mit freundlicher Bitte von der Nachbarin das Opernglas und suchte auf der Bühne die Choristin mit dem rabenschwarzen Haar und der goldgelben Schärpe. Die Gesuchte stand unter ihren Kolleginnen, die dunklen Augen geradeaus gerichtet. Wie mechanisch bewegten sich die Lippen beim Gesange, und nur selten hob die schlanke Gestalt zu irgend einer vorgeschriebenen Geste die entblößten Arme. Das— Marie? Therese schauderte zusammen. Wäre nicht das Wort der geschwätzigen Frau gewesen, sie sie hätte nie und nimmer in diesem Wesen, das eine unheimliche, totenhafte Ruhe zeigte, die einstige Freundin gesucht. Und doch, die Farbe der Haare, der Augen, die Form des Gesichtes erinnerte nur zu sehr an die Schulgefährtin. Thereses Herz füllte sich mächtig mit tiefem Mitleid; es war ihr, als habe sie vohin in die Augen des Glücks und jetzt in die des Unglücks gesehen. Der Flitter und Schimmer, der die junge Gestalt mit dem schönen, traurigen Gesicht ugab, täuschte sie nicht. Leid und Weh sprach aus diesen starr blickenden Augen, Leid und Weh aus den automatenhaften, müden Bewegungen. Therese gab das Glas zurück und lehnte sich erregt in ihren Stuhl. Die Melodieen rauschten ungehört an ihrem Ohr vorüber, die Frauengestalten mit den phantastischen Gewändern, die herrlichen Bilder und Scenerien sahen ihre Blicke nicht, sie schaute nur immer das glückstrahlende Antlitz Eugenies mit dem immerfrohen Lächeln, die Dame, gehüllt in Seide und Blüten und Schleier, und daneben die flitterbehangene Choristin, das Gesicht Maries, das stumme, stille, qualgezeichnete... Als der Akt zu Ende war, erkundigte sich Therese schüchtern bei dem Saaldiener nach der Adresse der Choristin Marie Bellnar. Der Mann bedauerte, es nicht zu wissen. Aber er Alle Kreis= und Lokalpolizeilichen Verordnungen für den Kreis Hörde erlangen gemäß Bekanntmachung der Königl. Regierung durch Veröffentlichung in der„Schwerter Zeitung" rechtsverbindliche Kraft. wolle nachfragen, meinte er dienstgefällig, und Therese begab sich auf ihren Platz zurück. Ihre Augen suchten Eugenie, die wie eine Königin bewundert und umschwärmt in der Loge saß, und ihr Herz dachte an Marie, an ihr überschminktes, starres Gesicht.„„ Als die Vorsteuung zu Ende war, sagte der Saaldiener Therese die Adresse der Marie Bellnar:„W. Straße 10, fünf Treppen. „Fünf Treppen! Arme Marie!" dachte das Mädchen und blickte durch Tränen auf die hinausflutende Menge. Während Therese durch vie bunkten Straßen nach Hause eilte, Kopf und Herz voll lebhafter Gedanken, voll Mitleid und wehmütigen Erinnerns, ging es in dem Garderobenzimmer des weiblichen Chorpersonals laut her. Die jungen und jung sein wollenden Mädchen legten unter Lachen und Plaudern die phantastischen Zigeunerkostüme ab und schlüpften in ihre gewöhnlichen Kleider, kehrten zurück aus der schimmernden Flitterwelt in ihr trauriges, verfehltes Dasein. Sie alle kümmerten sich wenig um die schwarzhaarige Kollegin, die in einer Ecke des Gemaches auf der verblaßten Ottomane saß, und noch weniger um den jungen, vornehmen, schönen Mann, der vor ihr auf den Knieen lag. Sämtliche Balletratten und Chormäuse wußten schon längst, daß Baron Bral ein leidenschaftlicher Anbeter der schwarzen Marie sei. Marie?— Ja, es war Marie Bellnar, die mit den unergründlichen Augen regungslos auf den Mann zu ihren Füßen sah. „Rie", flüsterten die tiefroten Männerlippen,„Sie müssen der Qual ein Ende machen! Ich ertrage das tantalische Sehnen, die tiefe Folter nicht weiter mehr!" Die Augen des Barons senkten sich verzehrend in das starre Gesicht Mariens. Diese blickte geradeaus, über die plaudernden Mädchen hinüber an die Wand. Ihre Augen hatten etwas seltsam Unheimliches, es war, als sähen sie durch die Mauern hindurch, viel, viel weiter.... Marie dachte zurück— zurück an die sonnige Kindheit, sie sah das heitere Antlitz ihrer Spielgenossin wieder, das Antlitz, das sie heute strahlend in Frohsinn und Glück in der Loge des Theatersaales aufs neue geschaut hatte, sie dachte weiter an die freud= und liebevolle Zeit im Elternhause. Der Vater war ein durch Fleiß und Streben emporgekommener Beamter gewesen; er hatte moderne Ansichten und hielt viel auf standesgemäßes Leben und Sichzeigen. Seine Einnahme war ziemlich bedeutend, sie reichte leicht zur Bestreitung der hübschen Wohnung in der Mitte der Großstadt und der täglichen Bedürfnisse. Doch die Kinder wuchsen heran; der Knabe mußte studieren, die beiden Mädchen brauchten elegante Kleider, erhielten Klavier= und Sprachunterricht und besuchten mit den Eltern Tanzkränzchen, Bälle und Gesellschaften. Das kostete Ged, viel Geld. Aber es ging nicht anders. Man mußte standesgemäß leben und auftreten. (Fortsetzung folgt. Büchertisch. „Neue Christoterpe“ begründet von Rudolf Kögel, Emil Frommel und Wilhelm Baur, Ein christliches Jahrbuch, herausgegeben von Reinhard Mumm, ist im Verlage von C. Ed. Müller's Verlagsbuchhandlung, Halle a. S. und Bremen, erschienen. Der vorliegende Band bildet den 25. Jahrgang und ist als Jubiläumsausgabe besonders gediegen und reichhaltig; zu beziehen durch die C. Braus'sche Buchhandlung in Schwerte. Preis brosch. Mk. 4.—, geb. Mk. 5.—. Es bietet sich hier eine außerordentliche Gelegenheit für Familien, sowie für Schul= Vereins= undVolksbibliotheken, ihrem Bücherschatz eine in Form und Inhalt vornehme und edle christliche, nie veraltende Geistesnahrung zuzuführen. * „Trost im Leid“. Anthologie für Trauernde von Karl Julius. Verlag von L. Frobeen, Berlin S. W., Blücherstraße. Preis in schlichtem, aber gediegenem Einband Mk. 2.—. Trost im Leid will das Buch spenden. Dem fragenden Herzen, das traurig vor seinem Gott steht mit dem Vorwurf: O, Herr, warum hast Du mir das getan?“ will es Antwort geben. Trost will es geben aus dem Worte dessen, dessen Wege immerdar zum Besten führen. Das Büchlein ist zu empfehlen. Vermischtes. (Zum Lurlei=Denkmal.) Wie wir schon kurz meldeten, hat man in St. Goarshausen den ganz ungeheuerlichen Plan erwogen, der Lurlei auf dem nach ihr benannten Felsen ein Denkmal zu setzen. Die einmütige EntAbonnementspreis pro Quartal 1 Mark 65 Pfg., excl. 42 Pfg. Bestellgeld, wenn durch die Post bezogen. Erscheint an jedem Wochentage. Wöchentliche Gratisbeilage:„Illustrierter Familienfreund.“ rüstung, die sich in der Presse und im Publikum ob dieser bisher denn doch noch nicht erreichten Geschmacksroheit Luft gemacht hat, wird es zweifellos glücklicherweise nicht dahin kommen lassen. Aber daß ein solches Projekt überhaupt ins Auge gefaßt werden konnte, ist wieder einmal ein betrübendes Zeichen für den Mangel an jeder künstlerischen Kultur unseres viel gepriesenen Zeitalters. Der„Hann. Cour.“ druckt zu dieser Angelegenheit folgendes hübsche Gedicht ab: Die bronzene Loreley. Was soll das nur wieder bedeuten? Noch will es mir nicht in den Sinn, Jetzt soll sogar auf den Felsen Der Lurlei ein Denkmal hin. O Geschmack, wie wärst du verdunkelt Wenn übers Jahr am Rhein Die Abendsonne funkelt' Auf einem Eberlein; Eine Bronzepuppe säße Dort oben— wunderbar. Mit goldenem Kamme kämmte Ihr goldenes Bronzehaar. Vielleicht, daß ein edler Stifter Auf dem Sockel mit Ehrfurcht genannt, Es eignete dazu sich herrlich Ein Haarmittelfabrikant. Schon naht es im kleinen Schiffe, Schaut prüfenden Blickes zur Höh'; Doch es ist kein einsamer Jüngling, — Ein Denkmalskomitee. O möchten die Wellen verschlingen, Doch Komitee und Kahn! Sie hätten dem deutschen Volke Einen guten Dienst getan! Heloise von Beaulieu. 1(In gefährlicher Lage.) Während der Schlacht von Eylau am 7. Februar 1807 begann sich die Situation für die Franzosen plötzlich bedenklich zu gestalten; Kaiser Napoleon sprengte daher unter dem Schutze eines Kavallerie=Regiments zur Stadt, um sich dort von dem Turm der Kirche den Stand des Kampfes genauer anzusehen. Der Küster wurde geholt, um die Tür zu öffnen, worauf der Kaiser ohne Bedeckung die schmale Treppe zum Turm hinaufstieg. Währenddessen drängten Preußen und Russen immer näher, flüchtige Franzosen jagten vorüber, und kaum gewahrte das die Wache des Kaisers, als sie ohne Rücksicht auf den letzteren ebenfalls das Hasenpanier ergriff. Napoleon erkannte oben sogleich seine bedenkliche Lage und schritt eilends wieder hinab, wo er aber niemand mehr zu seinem Schutze vorfand. Nur der Küster stand noch da und hielt ihm das Pferd, auf das sich nun der Kaiser warf, um Hals über Kopf ebenfalls davon zu galoppieren. Hätte der Küster nach der Flucht der Bedeckung die Geistesgegenwart besessen, die Kirchentür zu schließen, so wäre Napoleon gefangen gewesen, und die Weltgeschichte hätte seit 1807 einen anderen Verlauf genommen. 1(Ein Opfer der Gutgläubigkeit.) Eine Frau S. in Berlin hatte eine Freundin, die über ein Kapital von 10000 Mk. verfügte, aber nicht recht wußte, wie sie das Geld nutzbringend anlegen sollte, da sie in solchen Dingen zu unerfahren ist. Sie bewog sie, ihr das Geld zu geben, da sie Verbindung mit einem„guten Bankhause“ habe, bei dem das Kapital schöne Zinsen tragen werde. Die gute Frau gab ihr ganzes Vermögen her und verließ sich auf die Ehrlichkeit der Freundin. Erst als sie nach längerer Zeit keinen Beleg über die Einzahlung bekommen konnte, wurde sie mißtrauisch, obwohl Frau S. ihr die Zinsen pünktlich gebracht hatte. Sie wandte sich an die Polizei, und diese ermittelte, daß das Geld gar keiner Bank übergeben war. Frau S. hatte die Zinsen jedesmal vom Kapital genommen und im übrigen auf Kosten ihrer Freundin gute Tage verlebt. Sie hatte sich eine Wirtschaft gekauft und wieder verkauft, eine Vergnügungsreise nach Amerika gemacht und so weiter. Von dem Gelde wollte die Ungetreue, die verhaftet und in das Untersuchungsgefängnis gebracht wurde, nichts mehr besitzen. In ihrer Wäsche im Spind fand man aber noch 2000 Mark. Das ist alles, was man der vertrauensseligen Frau retten konnte. Vor dem Duell. Erster Sekundant:„Die Gegner sind absolut nicht zu versöhnen. Einer soll durchaus auf dem Platze bleiben!"— Zweiter Sekundant:„Das glaube ich nicht, denn sie haben beide Retourbillets genommen!“— Der Arzt:„Außerdem haben die Duellanten hier ein Frühstück bei der Rückkunft für uns fünf Personen bestelt!“. Verantwortlich für den redaktionellen Teil Wilh. Schade. Schwerte PHOOgregiSce Krmstemerelt E. Münker Bahnhofstr. Atelier für Tages= und Kunstlichtaufnahmen. Ses Täglich geöffnet bis abends 9 Uhr. 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Westdeutschlands grösstes Modewaren-Etablissoment Ross Ses., Dertiund. Kleiderstoffe, Seidenwaren, Leinen, Baumwollwaren, Tisch-, Leib- und Bettwäsche Aussteuer-Artikel. Damen-, Herren- und Kinder-Konfektion. Anfertigung nach Mass. Proben nach auswärts franko. Allen denen die sich durch Erkältung oder Ueberladung des Magens, durch Genuß mangelhafter, schwer verdaulicher, zu heißer oder zu kalter Speisen oder durch unregelmäßige L bensweise ein Magenleiden, wie Magenkatarrh, Magenkrampf, Magenschmirzen, schweie Verdauung oder ugezogen haben, sei hiermit ein gutes Hausmittel empfohlen, dessen vorzügliche heilsame Wirkungen schon seit vielen Jahren erprobt sind. Es ist dies das bekannte Verdauungs= u. Blutreinigungsmittel, der Hadert Knrich schr Kranter=Wein. Dieser Kränter-Wein ist aus vorzüglichen, hellkräftig befundenen Kräutern mit gutem Wein bereitet, und stärkt und briebt den ganzen Verdauungsorganismus des Menschen ohne ein Abführmittel zu sein. Kräuter-Wein beseitigt alle Störungen in den Blutgefässen, reinigt das Blut von allen verdorbenen krankmachenden Stoffen und wirkt fördernd auf die Neubildung gesunden Blutes. Durch rechtzeitigen Gebrauch des Kräuter=Weins werden Magenübel meist schon im Keime erstickt. Man sollte also nicht säumen, seine Anwendung allen anderen scharfen, ätzenden, Gesundheit zerstörenden Mitteln vorzuzieben. Alle Symptome wie: rschmerzen, Aufstossen, Sodbrennen, Blähungen, Uebelkeit mit Erbrechen, die bei chronischen(veralteten) Magenleiden um so heftiger auftreten, werden oft nach einigemal Trinken beseitgs.„...„ hme&a Caen wi: BabiStuhlverRoytnn und deren unangenehme Foigen, wie BeklemSrühtverstopfung mung, Kolikschmerzen, Herzklopfen, Schlaflosigkelt, sowie Blutanstauungen in Leber, Milz, und Pfortadersystem(Hämorrholdalleiden) werden urch Kräuter=Wein rasch und gelind beseitigt. Kräuter=Wein behebt jedwede Unverdaulichkeit, verleiht dem Verdauungssystem einen Aufschwung und entfernt durch einen leichten Stuhl alle untauglichen Stoffe aus dem Magen und Gedärmen. Hageres, bleiches Aussehen, Blutmangel, Entkräftung sind meist die Folge schlechter Verdauung, mangelhafter Blutbildung und eines krankhaften Zustandes der Leber. Bei gänzlicher Appetitlosigkeit, unter nervöser Abspaunung und Gemültsverstimmung, sowie häufigen Kopfschmerzen, schlaflosen Nächten, siechen oft solche Kranke langsam dahin. H Kläuter=Wein giebt der geschwächten Lebenskraft einen frischen Impuls. e# Kräuter=Wein steigert den Appetit, befördert Verdauung und Ernährung, regt den-#offwechsel kräftig an, beschleunigt und verbessert die Blutbildung, beruhigt die eiregten Nerven und schafft dem Kranken neue Kräfte und neues Leben. Zahlreiche Anerkennungen und Dautschreiben beweisen dies. de Gebrauchsanweisung ist jeder Flasche beigegeben. Kräuter=Wein ist zu haben in Flaschen à Mk. 1,25 und 1,75 in: Schwerte, Unna, Könlgsborn, Aplerbeck, Herdecke, Hagen, Hörde, Asseln, Annen, Letmathe, Hohenlimburg, Iserlohn, Hemer, Menden, Altena, Wilten, Camen, Werl, Lünen, Haspe, Lüdenscheld, Balve, Gevelsberg, Langerfeld, Langendreer, Dorstfeld, Hamm, Schwelm, Barmen, Elberfeld, Dortmundu. s. w. in den Apotheken. Auch versendet die Firma Uubert Ullrich, Leipzig, im Engrosverkauf 8 und mehr Flaschen Kräuter=Wein zu Originalpreisen nach allen Orten Deutschlands portound kistefrei. Mindestquanium im Engrosversand sind also 8 Flaschen. Mein Kräuter=Wein ist kein Geheimmittel; seine Bestandteile sind: Malagaweis# 450,0, Weinsprit 100 0, Glyzerin 100,0, Rotwein 240,0, Ebereschensast 150,0, Kirschsaft 32„0, Fenchel, Anis, Helenenwurzel, amerik. Kraftwurzel, Enzianwurzel, Kalmuswurzel aa 10,0. Vor Nachahmungen wird gewarnt! Man verlange ausdrücklich Hubert Ullrich'schen Kräuter-Wein. bei Ernst Klein. 1 schobe Wognurg zu vermieten. 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