Insertionsgebühr für lokale Anzeigen, die sechsgespaltene zeile oder deren Raum 10 Pfg., außerhalb 15, 40 Pfg., Druck und Verlag von Carl Braus in Schwerte, Fernsprech=Anschluß Nr. 62. Amt Schwerte. Telegr.=Adresse Braish Schwerte=sttohr. 281 Alle Kreis= und Lokalpolizeilichen Verordnungen für den Kreis Hörde erlangen gemäß Bekanntmachung der Königl. Regierung durch Veröffentlichung in der„Schwerter Zeitung" rechtsverbindliche Kraft. Abonnementspreis pro Quartal 1 Mark 65 Pfg., excl. 42 Pfg. Bestellgeld, wenn durch die Post bezogen. Erscheint an jedem Wochentage. Wöchentliche Gratisbeilage:„Illustrierter Familienfreund. Der Kriegsminister von Einem, als Wortführer der Reichsregierung in allen militärischen Fragen, wird derjenige Minister sein, der in den Reichstags=Verhandlungen der nächsten Zeit am reichlichsten Anlaß haben dürfte, die Ausdauer seiner Lungen zu erproben. Es ist schon aus dem Ton der sozialdemokratischen Blätter zu erkennen, wie man sich auf der äußersten linken Seite der deutschen Volksvertretung zu einem gewaltigen Vorstoß auf unsere Armee rüstet, und die vereinzelten unerfreulichen Vorkommnisse, die in bekannten Gerichtsverhandlungen konstatiert sind, werden Anlaß bieten, mit weiteren Behauptungen zu kommen. Man ist in diesen Kreisen sehr siegesgewiß, dürfte aber doch die Rechnung ohne den Kriegsminister gemacht haben, der, im Sommer auf seinr„yen# gen Male im * D i e d a u t s c h e A r m a s v o r h e i m neu hohen Posten berufen, jetzt zum ers Reichstage erscheinen wird. Die deutsche Armer verheim licht bei der weit ausgedehnten Oeffentlichkeit der militärischen Gerichts=Verhandlungen nichts vor dem großen Publikum; schon diese Tatsache sollte hindern, daß Einzelheiten über die Gebühr verallgemeinert wreden. In allen Ländern mit großen Armeen hüten auch die Vertreter der radikalen Parteien sich, mit etwaigen Anklagen über das Ziel hinauszuschießen, nur bei uns wird von dieser Seite gern etwas behauptet, was häufig den Tatsachen nicht entspricht. Diese Feststellung ist im Reichstage mehr als einmal gemacht, man muß daran denken, wenn auf die Urteilslosigkeit und die Vergeßlichkeit weiter Kreise spekuliert wird. Die Armee ist das deutsche Volk in Waffen; wir meinen, sie wird in dem Kriegsminister von Einem einen beredten Verteidiger ihrer Ehre haben, welcher in jeder Richtung hin der Wahrheit zum Siege zu verhelfen geeignet ist. Niemanden erfreuen leidige Vorkommnisse; aber darüber sollen auch die Lichtseiten, die viel, viel reichlicher vertreten sind, nicht außer Acht gelassen werden. Als die Volksvertretungen geschaffen wurden, geschah es unter stolzen Hoffnungen, und als Fürst Bismarck s. Zt. das allgemeine, gleiche und geheime direkte Wahlrecht für die deutsche Nation durchsetzte, geschah es in der natürlichen Voraussetzung, daß der so gewählte Reichstag nicht allein über die Rechte, sondern auch über Ehre und Würde des ganzen Volkes wachen würde. Es sind aber auch dem Reichstage Sitzungen nicht erspart geblieben, in welchen an diese Ehre und Würde viel weniger, als selbstverständlich war, gedacht wurde, über die in der Bevölkerung ein tiefer und berechtigter Mißmut herrschte. Wir brauchen in dieser Beziehung nur an. die Sturmszenen zu erinnern, die gerade jetzt vor einem Jahre sich in dem stolzen Hause am Berliner Königsplatz abspielten, als es sich um die Erledigung des neuen Zolltarifes handelte. Wir Deutsche hatten uns so lange über Advent. Sei uns gegrüßt von Herzensgrunde, Du süße, freudenreiche Zeit! Du bringst uns neue frohe Kunde Von ihm, dem Herrn der Herrlichkeit, Der nun zu unserm Trost erscheint Und liebend sich mit uns vereint. Wie die Propheten ihn verheißen, So kehrt er segnend bei uns ein, Uns allem Elend zu entreißen, Uns Meister, Heiland, Freund zu sein. Er kommt, von seinem Licht erhellt Wird neu das Leben, neu die Welt. Komm heil'ger Gottessohn und zeige Im Geist auch uns dein Angesicht, Daß jedes Herz zu dir sich neige Und huld'ge deinem seligen Licht. Bereit uns selbst, dich zu empfahn, Und still anbetend dir zu nahn. 8. Schwerte, Dienstag den 1. Dezember 1903. die unerquicklichen Vorgänge in verschiedenen ausländischen Parlamenten erhaben gedünkt, bis wir voller gemischter Empfindung erkannten, wie auch bei uns mancherlei möglich sei. Der Autorität der Reichsregierung dem Auslande gegenüber kann in Wirklichkeit durch solches Treiben kein Abbruch getan werden, man weiß in allen europäischen Hauptstädten, daß das Ruder des Reichs=Regimentes in sehr festen energischen Händen liegt, wohl aber die Würde der politischen Kreise erschüttert werden. Der deutsche Bürger findet, wohin er auch in die Fremde geht, eine gute oder eine sichere Position vor. Das könnte sich ändern, wenn ein Teil der deutschen Volksvertretung es darauf anlegt, den dem Reichstag gebührenden Respekt zu verwischen. Die Kritik ist bei uns riesengroß geworden, aber leider kann man nicht sagen, daß in gleichem Maße ihre strenge Sachlichkeit und Gerechtigkeit gewachsen ist, und vor allem wird vermißt eine klare Angabe darüber, wie das Getadelte besser zu machen sei. Viel wird verlangt; der Wille zur Mithilfe entspricht den Forderungen leider bei Weitem nicht, obwohl er selbstverständlich sein sollte. Uebersicht. Deutschland Aus unseren Kolonien. Dem Telegraphenbureau Reuter sind Nachrichten eingelaufen, wonach ein deutscher Offizier und Farmer der Kapkolonien, am Oranjefluß wohnhaft, die Mitteilung machte, daß die Deutschen das Land der Bondelzwarts annektiert hätten und ihren Namen als Volk nicht länger anerkennen würden. Die Uebergabe der Bondelzwarts sei zu erwarten. Bei dem letzten Gefecht in der Nähe von Sandfontein wurden die Hottentotten geschlagen, sie flüchteten in die Berge. Der Kampf wird fortgesetzt. — Zwei politische Prozesse von größerer allgemeiner Bedeutung werden die deutschen Gerichte am heutigen Dienstag, 1. Dezember cr. beschäftigen. Der eine, ein Strafprozeß gegen einen sozialdemokratischen Reichstagsabgeordneten wegen Wahlfälschung, gelangt vor der Strafkammer des Berliner Landgerichts I zur Verhandlung, der andere betrifft eine Zivilklage, in der vor dem Landgericht in Trier Termin ansteht. Hierbei handelt es sich um die viererörterte Frage der Jesuitenmoral („Der Zweck heiligt die Mittel"), uum den gerichtlichen Austrag der Preßfehde zwischen dem zum Protestantismus übergetretenen früheren Jesuiten Graf von Hoensbroech(Berlin) und dem Reichs= und Landtagsabgeordneten Kaplan Dasbach(Trier). Die in dem neuen Marinevoranschlag geforderten beiden Linienschiffe sollen den 34. und 35. Linienschiffsneubau in unserer Flotte bilden. Da das Flottengesetz den 36 Jahrgang. Sollbestand an Linienschiffen auf 38 festgesetzt hat, bleiben bis zur Ausführung des Gesetzes— außer den Ersatzbauten— jetzt nur noch drei Neubauten zu fordern. Der in den Etat eingestellte Panzerkreuzer ist der dreizehnte, während vierzehn vorgesehen sind. Die Zahl der kleinen Kreuzer erhöht sich durch den in den Etat eingestellten Neubau auf 35; in Aussicht genommen sind 38, so daß nur noch drei fehlen. Italien. = Papst Pius sagte dieser Tage, wie das Wiener „Vaterland“ berichtet, zu deutschen Altertumsforschern über seine Wohnung:„Ich habe nicht begreifen können, wie Leo XIII. sich über 25 Jahre hindurch mit seiner bescheidenen Wohnung begnügen konnte. Er schlief, speiste und arbeite in einem kleinen Zimmer. Ich brauche dagegen eine luftige, geräumige Wohnung. Auch kann ich nicht, wie Leo, des Nachts allein schlafen. Ich muß einen Priester in meiner unmittelbaren Nähe wissen, der für alle Fälle bereit ist, sonst würde ich nicht ruhig schlafen können. Vor allem muß ich Luft haben. Als Hofrat Pastor=Wien einwarf, dies sei besonders nötig für jemand, der an den Vatikan gebunden sei, antwortete der Papst: Was das Spazierengehen betrifft, so bin ich sehr zufrie den. Der Vatikan bietet die größten Promenaden und sein Garten ist endlos. Auch bekommt mir die Luft sehr gut!“ Kleine Chronik. + Kronprinz Wilhelm, der jüngst als Herrenreiter in den Sattel stieg, will sich im nächsten Jehre auch am Segelsport beteiligen. Er läßt ein Boot bauen, das er während er Kieler Woche selbst steuern wird. Fahrendes Volk. Wie es mit dem Schulbesuch der Kinder von umherziehenden„Künstlern" bestellt ist, zeigte sich dieser Tage in Koberg in Hannover. Die drei Kinder, die sich bei einer dort eingezogenen Truppe befanden, haben seit vier Jahren nicht weniger als 148 verschiedene Schulen besucht. + Von weittragender Bedeutung ist ein Beschluß, den die Ortsbürgergemeinde von Sankt Gallen in der Schweiz faßte. Sie beschloß, versuchsweise die Lebensund Altersversicherung für sämtliche Gemeindebürger einzuführen. 8.5 + Ein tollkühnes Wagnis fuhrten zwei Belliner Jungen aus. Sie sind an dem Leitergerüst, das zur Zeit an den beiden Türmen der Petrikirche errichtet ist, in die Höhe geklettert und haben dort in die neuvergoldete Kugel ihren Namen eingekritzelt. + Berlin, 29. Nov. Vom Berliner Schwurgericht worde geter der Seemann Wülbeimn Allartbith. ge= Köthe. Das küstige Ktteebralt. Von S. Barinkay. „Das lustige Kleeblatt“, sprach einmal die Lehrerin zu ihren Kolleginnen und wies lächelnd aus dem offenen Fenster hinaus auf den Schulhof auf drei Mädchen, die Hand in Hand gereiht, wie toll um eine in der Erde steckende Gerte sprangen. Die Zöpfe der Uebermütigen flogen, die Augen glänzten in Jugendlust, und schallendes Lachen drang in das nun verödete Schulzimmer, als eine der Fröhlichen die Rute in der Erde mit dem Kleide umgerissen hatte. Die Lehrerin wandte kopfschüttelnd ihre Augen von der kleinen Gruppe, die offenbar die lebhaftesten ihrer Schützlinge präsentierte. Ein paar neckische Kovolde in Gestalt von kleinen, mutwilligen Schülerinnen hatten die kurze Rede der Lehrerin erlauscht, und nun ging sie weiter von Mund zu Mund— ein geflügeltes Wort:„Das lustige Kleeblatt!" Die drei allerliebsten Mädchen, welche in zärtlichster Freundschaft aneinanderhingen, Leid und Freude und alle heimlichen süßen Genüsse der Jugend teilten, wurden fortan nicht anders genannt, als:„Das lustige Kleeblatt!“ Die Jahre verflossen, die Schulzeit ging zu Ende, und es nahte das Scheiden. Das lustige Kleeblatt schwur sich gegenseitig Treue und Liebe, ewiges Gedenken, und eine versprach der andern Hilfe und Beistand in ferneren Tagen. Durch Tränen, die ersten, die wirklichem Schmerze entsprossen, sahen sie sich an dem Tage des Schulschlusses, reichten sich die Hände und fanden keine Worte vor tiefem, tiefem Weh. Aber plötzlich tönte klingendes Lachen von einer Lippe, ein zweites, ein drittes folgte, und die nassen Augen bekamen schelmischen Glanz. „Lebt wohl, wir sehen uns ja wieder, die Welt ist weit und das Leben lang!“ zwitscherten die jungen Menschenkinder voll neuerwachter Fröhlichkeit. Die blütenfrischen Lippen schmiegten sich zum letzten Male aneinander ein heftiges Pressen der kleinen Hände folgte, ein letztes „Lebewohl“ erklang, die weißen Tücher flatterten in der warmen Sommerluft— dann war der Abschied des „lustigen Kleeblatts“, die kindlich innige Freundschaft von drei hoffnungsreichen Mädchenknospen zu Ende. Eugenie Dolwen, ein entzückender Blondkopf mit cyanenfarbenen Augen, war schon die letzten Tage im Trauerkleide in der Schule erschienen. Eine Erbtante war gestorben. Die bisher in guten, einfach bürgerlichen Verhältnissen lebenden Eltern begannen ein anderes, freudenvolleres Dasein, und ihre Einzige sollte in einem ausländischen Pensionat eine kostspielige, ihrem Reichtum und dem Rufe einer künftigen Erbin angemessene Erziehung Bellnar, die jüngste Tochter eines Beamten, zog mit ihren Eltern in em entfernt gelegenes Stadtviertel, und Therese blieb bei ihrer Mutter, einer Willde, die mit Mühe und Sorge sich ehrlich durch das Leben brachte Sie bewohnte zwei Stübchen in einem Hinterhause, dessen Fenster auf einen weiten, verwilderten Garten gingen. Da saß nun Therese stundenlang ihrer Mutter gegenüber, die Nadel in der Hand und Stoffe auf ihrem Schoße. Sie mußte nähen lernen. Sehnsüchtig gedachte sie da oft der Schulzeit; vor ihren Blicken tauchten plötzlich die munteren Gesichtchen der beiden Freundinnen auf, ihr Lachen glaubte sie zu hören, sie fuhr empor und ließ die Arbeit sinken, ein erstaunender Blick der Mutter traf sie und schweigend griff sie wieder zur Nadel. Aus ihren Augen schwand bald der süße, frohe Glanz, und auf ihren Wangen erschien zarte Blässe. Voll Verlangen sah hinaus durch das niedere Fenster auf die grasbewachsene Wege des Gartens und das mit welkem Laub gesu Ein trübes Bild! Aber nein— ihr Blick ter, empor an der weißen Villa, die einsam und still inmitten der kleinen Wildnis lag, über die dichtverhangenen Fenster bis hinauf zu der goldenen Wetterfahne, die im Tagesschein glänzte und funkelte, umflattert vonspielenden Schwalben. Ja, da oben gab es noch Sonnenglanz, Lust und Freiheit, Dinge, von denen die Seele des jungenMädchens voll heimlichen Verlangens träumte Sechs Jahre waren vergangen. Therese hatte ihre Mutter zu Grabe tragen sehen, nun stand sie allein in der Welt mit der Aufgabe, sich selbst ehrlich und recht durch Sie wanderten jeden Morgen durch die Straßen, die kleine Nähmaschine in der Hand, trat in die men Häuser und fertigte den schönen prachtlibenden Da4 **(Zum Stadtverordneten) wurde gestern von der 1. Abteilung anstelle des Herrn Hüseken der Herr Fabrikdirektor Wilhelm Terbrüggen gewählt und zwar für die Wahlperiode bis zum 31. Dezember 1904. **(Der Vaterländische Frauenverein) für den Kreis Hörde hält am Freitag, den 11. Dezbr. im Kreishause zu Hörde eine Generalversammlung ab mit folgender Tagesordnung: 1. Rechenschaftsbericht, 2. Prüfung und Abnahme der Jahresrechnung für 1902, 3. Ergänzungswahl des Vorstandes, 4. Beitragssammlung für 1903, 5. Weihnachtsbescherung für 1903, 6. Haushaltungswesen, 7. Sonstiges. **(Die Evangelisation,) welche hierselbst durch den Prediger Dannert in beiden evang. Gemeinden begonnen wurde, gewinnt immer weitere Kreise. So war am gestrigen Abende trotz der arbeitsreichen Zeit vor Weihnachten und des Werktages die Zuhörerzahl in der großen evang. Kirche schon eine weit größere, als am Abende vorher, und sie wird, des sind wir sicher, noch größer werden, denn in dem Worte, wie es Prediger Dannert verkündigt, liegt eine große werbende Kraft. Der Vortragende sprach gestern über„Lässige Hände“ und wird heute im Anschluß hieran das Thema erörtern:„Kraft den Müden". Die große Kirche ist abends gut geheizt und gewährt bei der schönen Beleuchtung einen erhebenden Anblick. Die Evangelisationsversammlung beginnt pünktlich um 8½ Uhr und währt eine Stunde; sie ist also so gelegt, daß es bei einigem guten Willen schließlich jedem möglich ist, zu **(Böses Wetter) hat Falb für den Dezember kommen. Eines regen Besuches erfreuen sich auch die vorausgesagt: In den ersten Tagen sollen ausgebreitete Bibelstunden in der reformierten Kirche, welche nachund stellenweise recht ergibige Regen, dann auch ausge- mittags 4½ Uhr beginnen und in sich einen abgeschlossedehnte Schneefälle eintreten, während die Temperatur nen Cyklus bilden. nahe der normalen liegt. Vom 10. Dezember an nehmen.(Zum letzen Male) sah unsere Bürgerschaft die die Regen ab, aber die Schneefälle werden sehr zahlreich Paket=Hand=Postkarren zur Bestellung der Pakete in den und verbreitet, wobei es sehr kalt wird. Nach dem 19. Traßen der Stadt, denn gestern war es das letzte Mal, Dezember verschwinden Regen und Schnefälle fast ganz; daß diese Karren hier ihren regelmäßigen Dienst verrichdie Temperatur ist schwankend, sie normal und sinkt nachher bedeutend. Vom 24. Dezemher Hie Stadt und die an stellen sich wieder Regen ein, ebenso sind Schrigrfgag packten Karren durch die mehr oder minder schlechten ziemlich zahlreich; die Temperatur steigt und liegt in den Straßen schleppen mußten, sind dieser schweren Arbeit letzten Tagen hoch über den normalen. Als kritischer enthoben, die manchmal bei dem Publikum Mitleid erTag 1. Ordnung wird der 4. Dezember und als kritscher regte, wie folgender Vorfall zeigt, der aber auch zugleich Tag 3. Ordnung der 18. Dezember bezeichnet.— Regen Hie Nächstenliebe eines vor kurzem plötzlich verstorbenen zu Weihnachten ist eine schlimme Sache. Hoffen wir, daß angesehenen Mitbürgers kennzeichnet. Eines Tages Falb in dieser seiner letzten Voraussage vorbeigeraten guälte sich ein Postbeamter ab, seinen Karren durch die Nat, so woie vorher., Gumm in#####t## ziuer län= damals in einem sehr miserablen Zustande befindliche **(„Das lustige Kleblatt“) ist der Litet einex tan=]Backestraße fortzubewegen. Er brachte es aber nicht fergeren, prächtig geschriehenen Erzählung aus der geders pckestraße, fortzhewegen. bekannten Novellisten S. Barinkay, mit dem wir heute beginnen. Sie zeigt uns die Lebensschicksale dreier Schulgespielinnen und wird sicher allen unsern verehrten Leserinnen und Lesern gefallen. **(Wahlen zum Kreistage.) Bei der am Samstag ständig war, im Tiergarten aus Eifersucht auf seine ehemalige Braut und deren neuen Bräutigam geschossen zu haben, wobei das Mädchen zwei Schußwunden bekam, von denen es noch nicht wieder hergestellt ist, zur allgemeinen Ueberraschung freigesprochen. Der Staatsanwalt hatte in erster Linie für schuldig des zweifachen Mordversuchs, in zweiter Linie für versuchte Tötung, der Verteidiger für mildernde Umstände plädiert, da die Tat im Zustande höchst seelischer Erregung begangen sei. + Kiel, 28. Nov. Die aktive Schlachtflotte hat ihre erste Uebungsfahrt in der Ostsee beendet. Die Kreuzerflotte ist soeben in den Kriegshafen eingelaufen, die Linienschiffe folgen morgen. Die gesamte Flotte tritt am Montag die Reise in die Nordsee um Skagen an. Frankfurt a. M., 29. Nov. Infolge des schlechten Geschäftsganges hat die Zuckerfabrik in Hattersheim sämtlichen Arbeitern gekündigt.. Lokales. Schwerte, 1. Dezember 1903. **(Gedenket der darbenden Vöglein!) Der in der letzten Nacht gefallene Neuschnee hat unseren armen gefiederten Freunden die letzte Möglichkeit genommen, sich selbst draußen ihre Nahrung zu suchen. Richtet ihnen Futterplätze ein, und füttert sie regelmäßig. Gar bald gewöhnen sie sich daran und jeder wird selbst Freude haben an den kleinen Gesellen! tig, denn die Räder blieben im Drecke stecken. Da kam der verstorbene Herr des Weges.„Na, Stephansjünger, können Sie nicht weiterkommen?“, redete er denselben an und gleichzeitig legte er Hand an den Karren und half dem Beamten, sein Vehickel auf festeren Boden zu bringen. 9 16 aßj Als dies geschehen, drückt er dem Jünger Stephans mit nachmittag im Kreishause zu pörde stattgefundenen Way, den Worten:„Hier, da trinken Sie sich einen für,“ ein von Kreistagsabgeordneten aus dem Wahlverbande der größeren Grundbesitzer wurde an Stelle der ausgeschiedenen Herren Gutsbesitzer Natorp und Geheimen Kommerzienrat Tull die Herren Gutsbesitzer L. Schulze=Sölde zu Sölde und Fabrikbesitzer Wilhelm Utermann in Annen für den Rest der Wahlperiode gewählt. **(Kreisausschuß=Sitzung.) Unter dem Vorsitze des Herrn Landrats von Starck findet aam 4. Dezember ds. Is. eine Sitzung des Kreisausschuß statt. **(Postpersonalie.) Zum 1. Januar ist der Telegraphenrevisor Herr Schwarz an das Postamt in Siegen versetzt worden. T.w6tg ua. **(Ein Erdrutsch) entstand am Samstag nachmittag in der Moltkestraße dadurch, daß ein Defekt in der Wasserleitung entzstanden war.„Das Sinken des„Erd= grnzwerte Mädchen am Erdboden reiches nahm recht bedeutende Dimensionen on. Es ge= Zustande vor; sie mußte sogleich nach Schwerte in's hörten mehrere Karren Asche dazu, um den Schaden wie= Krankenhaus gebracht werden, wo sie besinnungslos der auszubessern, was sofort in der Nacht noch geschah. darniederliegt, men die eleganten Toiletten. Von ihren einstigen Ju 2# Westhofen; 30. Nov. Am gestrigen Nachmittage Geldstück in die Hand. Wie erstaunte derselbe aber, als er sah, daß der vermeintliche Nickel sich in ein— Zwanzigmarkstück— verwandelt hatte. H—n. Lichtendorf, 1. Dezbr. Ein recht betrübender Unglücksfall, der sehr schlimme Folgen hatte, ereignete sich in unserm stillen Dörfchen. Das bei dem Landwirt Herrn Heinrich Grube hierselbst in Diensten stehende Dienstmädchen Alwine Brune war mit dem Füttern der Tiere beschäftigt. Sie hatte sich zum Boden begeben, um das nötige Streumaterial herbeizuschaffen und muß nun wohl ausgeglitten und durch die Lucke gefallen sein. Wie das Unglück überhaupt entstanden ist, konnten wir bis jetzt noch nicht in Erfahrung bringen; man fand das bedauernswerte Mädchen am Erdboden liegend in sprechlichem Pesthofen, 30. Nov. Am gestrigen Nachn Lokae der Wirtin Wwe. Weiberg eine Generalmen die, gleganteg, zolletten, Bog,Phgezegelnugr. Bie gendgespielinnen haute sie reine wieder geseyen, wever die fand im Lorge der Wirtin Wwe. Weihe blondhaarige Eugenie mit den immer lächelnden Lippen, Versammlung des hiesigen Krieger= und Landwehrvereins ae Sev. dam ustag duklan Augeungar statt. Es wurde beschlossen, den Geburtstag Sr. Maje, stät des Kaisers am 23. Januar 1904 im Vereinslokale durch Veranstaltung eines Pfefferphotastessens festlich zu begehen. *** Westhofen, 30. Nov. Der hiesige Männergesangverein hielt am gestrigen Abende im Lokale der Wirtin noch Marie mit dem ernsten, dunklen Augenpaar. So vergingen Therese die Tage, friedlich und einförmig— geteilt in Arbeit und Gebet. Und ihr Herz, das seit der ersten Stunde, da es zum eigentlichen Leben erwacht, an Entsagen und Verzichten sich gewöhnt, hatte wenig Sehnsucht nach den lauten Freuden der Welt.— Allmählig senkte sich dann in die Seele des Mädchens stille Zufriedenheit, die letzten Träume und Wonne zerstoben in dem täglich nerlei, und schließlich fühlte sich Therese selig in dem Ge=Mark, die Ausgaben auf 140.35 Mk., sodaß noch ein Bedanken, ein kleines Heim zu besitzen und ohne große Sor= stand von 189,87 Mark vorhanden ist. Dieser wird auf ge und Not leben zu können. Ihre Erholung von der Ar= das nächste Jahr übertragen. An Stelle des mit Ende beit der langen Woche war am Sonntage der Gang zur dieses Jahres ausscheidenden und eine Wiederwahl ablehKirche und zum Grabe der Mutter, ihre größte Freude, nenden Vorsitzenden, Herrn Werkmeister Schulz wurde wenn es sich traf, daß die Damen es wünschten, sie möch: Herr Carl Klostermann und als Kassierer Herr Julius te dies oder jenes zu Hause fertigen. Da saß sie dann m Dickehage gewählt. Zu Beisitzern wurden gewählt die ihrer einfachen Stube, schnitt und nähte und sang auch Herren: W. Klostermann, Carl Mann und G. Klosterwohl manchmal ein kurzes Liedchen.., gartm hoff.— Zum Schluß wurde noch beschlossen, an einem Und nun war es Vinter geworden. Der Gutren, noch näher festzusetzenden Tage zwischen Ostern und vor Theresens Fenster lag öde und schneebedeckt, die Pfingsten nächsten Jahres ein Kränzchen zu feiern. Villa mitten darin ebenso, nur hungrige Raben lieben)“ ui Wellinghofen, 30. Nov.(Besteuerung der Hochsch krächgend auf den kahlen Bäumen ieder.„herese mis zeiten.) In den Gemeinden unseres Antsbezirks wurden An einem trüben Dezemberabend verließ Tyerse v., bieher von privaten Lustbarkeiten(Hochzeiten) keine Lustglänzenden Augen ihr Heim und schritt nach dem Opern= barkestzsteuer erhoben. Es sei hiermit darauf hingewiesen, Eine liebenswürdige Dame, für ten pflegte, hatte ihr die Karte hierzu als Geschenk gege= lich anzumelden sir Empfindungen wach gerufen. In die Oper! Welch ein Aus Westfalen und Zauberwort! Sie sollte prächtige Räume, geputzte Men= Dag Thmurgericht den, Poegz ud Neiodten boi beriche, euide benzeh, heute ein schmercs Verbrechen mit hohen Strsen. De, Debe, weiche de Filung, der Aadgtsg, gusgeichrites esd be.. Therese zwischen Maurer bezw. Arbeiter Augut Kitel, sowie sein Braders hatten, entwendeten fur rund 20000 Mark Uhren die ete, egen g# aer Varel Wihelm Litel und Augus. Hilscher haiten in der nustzechnugsachen, Sie nahnen nur Erzenguis von Gold ensc ausehende Houen buge ie Aalsie ume Nase der Seche Kasertuact, zmit eg, Ssrd ia ie igen, Dan vermnuen, deh * Dortmund, 29. Nov. Am 4. Dezember findet eine Versammlung der Mitglieder der Haupt=Ein= und Verkaufsgenossenschaft statt, über die bekanntlich kürzlich der Konkurs eröffnet worden ist. In dieser Versammlung werden die Mitglieder über den Stand der Sache etwas näheres hören und auch jedenfalls unterrichtet werden, in welcher Höhe sie zu dem Ausfall noch herangezogen werden können. Im übrigen hat die Königl. Staatsanwaltschaft die Bücher der Genossenschaft zur Prüfung vorliegen. Es ist nicht ausgeschlossen, daß die Angelegenheit der Genossenschaft, deren Verhältnisse mit dem letzthin viel genannten Bankhaus Hermann Wulff eng verbunden waren, ein gerichtliches Nachspiel haben wird. * Wetter a. d. Ruhr, 30. Nov. In der Nacht zum Sonntag machte der 22jährige Handlungsgehilfe Fritz Sonnenschein von hier durch Ertränken in der Ruhr seinem Leben ein Ende, weil ihm auf einer Tanzfeierlichkeit ein junges Mädchen einen Tanz abgeschlagen hatte. Die Leiche ist bisher noch nicht gefunden worden. * Wattenscheid, 29. Okt. Beigeordneter Bauunternehmer Wilhelm Ecke stürzte gestern abend so unglücklich in den Keller, daß er noch in der Nacht starb. * Bochum, 30. Nov. Der Rechnungsführer Schellenberg von Zeche Constantin der Große I/II wurde in letzter Nacht in Hofstede unweit der Gantenberg'schen Wirtschaft ermordet. Kirchengänger fanden gestern morgen die Leiche in einem Graben, der Uhr nebst Kette, des Portemonnais und des Ueberziehers beraubt. Die Leiche wies 10 Messerstiche auf. Allem Anscheine liegt ein Raubmord vor. Den Täter hat man bisher nicht ermittelt.— Gestern morgen wurde am Bahnhof Bochum Süd ein Hilfsarbeiter beim Ausladen von Milchkannen überfahren und getötet. Der Kopf und der rechte Arm waren vom Rumpfe getrennt. Der Verunglückte heißt Dahm und stammt von hier. * Euskirchen, 29. Nov. Ein hiesiger Fabrikant verlor vor kurzem seine Geldbörse mit 500 Mark. Da sich auch ein auf den Namen des Herrn lautender Jagdschein darin befand, so wäre die Rückgabe für den Finder sehr einfach gewesen. Statt dessen zog dieser vor, das Geld für sich zu behalten und das Portemonnaie mit einem Zettel versehen, auf dem das Wort„Danke“ stand, vor die Haustüre des Eigentümers niederzulegen. * Bruch, 28. Nov. Bei den Ende voriger Woche in Bruch abgehaltenen Kirchenwahlen sind die Polen mit 600 gegen 900 Stimmen den Deutschkatholiken unterlegen. Gegen die Giltigkeit dieser Wahlen soll Einspruch eingeleg# werden, zu welchem Zwecke am nächsten Sonntag in Bruch eine Polenversammlung von Frauen und Männern einberufen ist. Hier soll gegen die Vergewaltigung, die das Zentrum sich hat zu schulden kommen lassen, protestiert werden. So sei der Tag der Wahlen erst 2 Tage, statt 2 Wochen vorher, bekanntgegeben worden. Sodann wäre die Vorlage der Steuerzettel verlangt worden, die aber in den Zechenbureaus sich befanden, was dem Zentrum bekannt gewesen. Die polnischen Wähler, die alle Bergleute waren, konnten die Steuerzettel auf einmal so schnell nicht herausbekommen. Zechenbeamte und Polizeibeamte hätten im Wahlbureau Platz genommen, um die Wähler zu kontrollieren. Ueber diese Machinationen erbost, macht der Wiarus dem Zentrum die bittersten Vorwürfe, indem er ihnen vorhält, daß dieselben Zentrumsleute, die sich über Wahlbeeinflussungen der Liberalen in Beuthen beklagen, da, wo sie selbst die Macht in den Händen besitzen, viel schmutziger handelten. Nur für sich beanspruche das Zentrum Freiheit, die Freiheit der Polen aber trete es in schamloser Weise mit Füßen. Nicht ein einziger Pole wäre in das Wahlbureau gewählt worden. Das Zentrum sei ein viel schlimmerer Feind als die Liberalen und Protestanten, diese bekämpfen die Polen offen, jene aber hinterlistig. * Köln, 28. Nov.(Kleine Ursache— große [Wirkung.) In einem hiesigen Hotel warb der Hausknecht um die Gunst des Zimmermädchens, doch die Spröde ließ den Liebeglühenden beharrlich abblitzen. Darüber war dieser höllisch erbost, und aus der Liebe wurde glühender Haß: wo er nur konnte, kränkte und drangsalierte er das Mädchen, selbst an Püffen und Schlägen ließ er es gelegentlich nicht fehlen. Eines Tages saß das Dienstpersonal in der Küche beim Mittagskaffee und da muß der„Friedrich“ wieder recht bitterbös gewesen sein. Den Schrubberstiel, den das Mädchen als Verteidigungswaffe benutzte, entriß ihr der Hausknecht, die Hartbedrängte ergriff eine Kaffeetasse und warf sie dem Angreifer mit solcher Wucht an den Kopf, daß an der Stirne eine klaffende Wunde entstand. Diese verklebte der Verletzte mit Heftpflaster, und der Krankenkassenarzt fand den Zustand des Mannes für unbedenklich, aber es kam anders. Die Wunde entzündete sich, die Stirn schwoll an und„Friedrich“ mußte ins Hospital geschafft werden, wo ihm der Schädel trepaniert wurde, und nach einigen Tagen starb der junge Mann. Das Mädchen wurde verhaftet und stand gestern vor den Geschworenen unter der Anklage der Körperverletzung mit Todeserfolg. Die ärztlichen Sachverständigen gaben ihr Gutachten dahin ab, daß zwischen dem Wurf mit der Tasse, der Verletzung und dem Tode ein ursächlicher Zusammenhang bestehe, das Mädchen aber sei hysterisch und bei Verübung der Tat nicht voll bei Sinnen gewesen, doch sei sein Geisteszustand nicht derartig zu beurteilen, daß es für die Straftat nicht verantwortlich gemacht werden könne; wohl seien ihm mildernde Umstände zuzubilligen. Die Geschworenen konnten sich von einer Schuld der Angeklagten nicht überzeugen, sie wurde freigesprochen und der Haftbefehl aufgehoben.„ 14 * Bonn, 30. Nov. Gestern nacht wurde in einen laden neben dem Universitätsgebäude eingebrochen. Die Diebe, welche die Frliurg.„He, Hgger gö. Kuhren und du den beiten Fledern lot vun. u. a u. Su=(Mshzalm Bitel und August Höscher haten in der Nagt; Schmuchachen, Sie nahnen nur Erzenguisse den Pe oen oeneus das Hrz packe und Kopse,. Jun d. J in der Zage der Zehe„asenug, fmit sch. euter isthgn sie ienerz, Zieeeise. in Imeren zum erten Rale set ihrer Kudheit weder ich nloch gerauth“ Dder eriste wurde zu 7 Jahren Zucht.“ dre Terser 1. Der. ein eot epo durch den t„hellen Raum, siel haus, die beiden anderen zu 3 Jahren 6 Monaten Zucht, Die Owertüre hont, veit ofenen Zugen den zauber haus begw. Jahren Gefängnuis verurteilt. Allnz die Ehrenrechte auf die Dauer von sechs Jahströmte das junoe Blut durch die Adern.(Forts. folgt.) ren aberkannt. Hd Trier, 1. Bez. Der Hoensbroech gegen den Reichs= und Landtagsahgeond. neten Kaplan Dasbach in Trier vor dem Landgerichr Trier führt und der auf den 1. Dezember festgesetzt war, ist vertagt worden, da der Beklagte, Kaplan Dasbach, Frist zur Beantwortung der Klageschrift verlangt hat.(S. unter Deutschland.) Wetterbericht. 2. Dez.: Feuchtkalt, veränderlich, teils heiter, Nachtfrost, Nebel. Eigener der„Schwerter Zeitung“. Hd Berlin, 1. Dez. Wie die„Kreuz.=Ztg.“ vernimmt, hat der Kaiser seine Absicht aufgegeben, an den Hofjagden in Letzlingen teilzunehmen.„.. g. 4 K.richtet 8.8 IId Berlin, 1. Dez. Der„Lor.=Anz. berichtet aus Danzig: In Zoppot wurden gestern 7 Personen, darunter 4 Kinder, von einem tollen Hund gebissen. Es ist noch nicht gelungen, den Hund unschädlich zu machen. Die Verletzten gehen heute noch nach Berlin. Strenge Hundesperre wurde unverzüglich verhängt. Hd Rom, 1. Dez. Wie aus Toggia berichtet wird, hat die Gensdarmerie in San Ferdinando 71 Personen verhaftet, die der geheimen Gesellschaft Mala=Vita angehören. Eine Anzahl Schuldiger konnten sich der Verhaftung durch die Flucht entziehen. Die Gensdarmerie beschlagnahmte eine Menge Dolche, Revolver etc., sowie das Archiv der Gesellschaft. Die Vereinigung war gut organisiert und hatte den Zweck, Diebstähle und Erpressungen auszuführen, sowie Minderjährige zu verführen. Hd London, 1. Dez. Den letzten Nachrichten aus Simla zufolge, wird die englische Expedition, welche nach Tibet entsandt werden soll, aus 2800 Mann indischer Truppen und 70 englischen Offizieren bestehen. Hd Mailand, 1. Dez. In Castergato fand eine Petroleumexplosion statt, wobei der Pächter Tommassoni, dessen Schwägerin und zwei Töchter getötet wurden. Drei Söhne des T. erlitten Verletzungen. Verantwortlich für den redaktionellen Teil Wilh. Schade. 1. Dezbr. — Hrale nachmittag 1. Dezbr. 4½ Uhr: Bibelstunde des Predigers Dannert in der reformierten Kirche. Heute abend 8½ Uhr: Evangelisation(Prediger Dannert) in der großen evangel. Kirche. Thema: Krafe den Maden! Schwerte Kunstanstalt U. Münker Bahnhofstr Atelier für Tages= und Kunstlichtaufnahmen. Täglich geöffnet bis abends 9 Uhr. Weihnachts=Aufträge erbitte frühzeitig, zwecks rechtzeitiger Lieferung. Empfehle besonders Portraits und Vergrößerungen in künstlerischer Ausführung auf allen modernen Papieren.(Kohle, Platin). Großes Lager moderner Rahmen. Bekanntmachung. In Gemäßheit des§ 27 der Städte=Ordnung für die Provinz Westfalen machen wir hiermt bekannt, daß bei der am 3 19c3 stattgefundenen Wahl von der I. Abteilung für die Wahlveriode bis zum 31. Dezember 1904 der Fabrik Direktor Wilhelm Terbrüggen als Stadtverordneter gewählt ist Gegen die Gültigkeit der Wahlen kann von jedem stimmfähigen Bürger innerhalb 2 Wochen nach der Bekanntmachung des Wahlergebnisses bei dem unterzeichneten Magistrat Einspruch erhoben werden. Schwerte, den 30. Novbr. 1903. Der Manistrat: Rohrmann. Konkursverfahren. In dem Konkursverfahren über das Vermögen des Kaufmanns Fricdrich Liese zu Schwerte ist infolge eines von dem Gemeinschuldner gemachten Vorschlags zu einem Zwangsvergleiche Vergleichstermin auf den 17. Dezember 1903, vormittags 10 vor dem Königlichen Amtsgericht in Schwerte— Zimmer Nr. 1— anberaumt..,.. Trichtsschreiheres: Der Vergleichsvorschlag ist auf der Gerichtsschreiberei des Konkursgerichts— Zimmer Nr. 14— zur Einsicht der Beteiligten niedergelegt. Schwerte, den 27. November 1903. Königliches Amtsgericht. In dem Konkurse über den Nachlaß des verstorbenen X Holzhändlers Ernst Röltger hier soll die Schlußverteilung erfolgen. Dazu sind 2600 Mk. 39 Pfg. verfügbar. Zu berücksichtigen sind Forderungen im Betrage von 54 267,84 Mk., darunter keine bevorrechtigte. Das Schlußverzeichnis liegt auf der Gerichtsschreiberei des hiesigen Amtsgerichts zur Einsicht aus. Schwerte, den 30. November 1903. Der Konkursverwalter: Backhausen, Rechtsanwalt. Eine bessere W0öhnung von 6 Zimmern, auch geteilt, und eine schöne MansardenHohnun. von 3 groß. freundlichen Zimmern sind auf sofort oder später zu vermieten. Zu erfr. in der Geschäftsstelle d. Zig. Junger Mann sucht ab 15 Dez. gut möbliertes Wohnzimmer mitSchlafzimmer. Offerten mit Preisong. unter N. W. 6 an die Geschäftsstelle d. Ztg. Die Ein= u. Verkaufsgenossenschaft empfiehlt sämtliche Futterartikel, als: Erdnutzmehl u. Kuchen, Baumwollsaatmehl, Leinmehl, Trockentreber, Rübenschnitzel, Malzkeime, Melasse, Kleie 2c. Sämtliche Futterfabrikate sind seitens der Versuchsstation Münster auf Gehalt untersucht und liegen Analysen zur Einsicht aus. Moikereisufter (anerkannt feine Qualität) per Pfd. 1,30 Mk. Zwei einfach möblierte Zimmer zu vermieten. Kagenerstraße 11. Ordentliches Dienstmädchen zum baldigen Eintritt gesucht. Frau Ernst Klein. Flechtenkranke. Auch solche, die nirgend Heilung fanden, verlangen Prospekte gratis. (Kein Medizinhandel!) Rolle, Altona a. Elbe, Gr. Bergstraße 158. Belnleiden aller Art, auch veraltete, werden gewissenh.behandelt nachbewährter „Ozel-Meth Dr. med. Strahl“ im Institut Dortmund, Lange Straße 47, Straßenbahnhalte stelle„Wallhalla“. W. Niewels, Naturheilkundiger. Il=irat Rerrch u. Danen jed. Gund Hthrati u. Alters—.s ohne Verm.— erh. sof über 600 Partien m 1000 bis 200000 M. Verm., sow. Bild s. Auswahl Auskanft ert. F. Gombert Berlin S. 14. Ziehung v. 2.— 9. Januar 1904. elhhe Vorteilhaft u. billig sind Lose der Düsseldorfer St. Rochuskirche Nur 160.000 Lose 15379 Gewinne im Gesamtwerte von 120000 M. Die Gold- u. Silbergew. sind mit 90 Proe, des angesetsten Wertes sofort verkäuflich Rob. Sppillaltk, Schwerte, I, 1 Brückstrasse 1. Größtes und billigstes Spezialhaus für Hüte und Mützen, Wäsche, Kravatten und Regenschirme für Herren, Damen und Kinder. Colliers, Kragen und Muffen in Skunks, Nerz, IItis, Biber, Marder, Seal u. Elektribisam. Murmel, Kanin etc. Velzwaren kauft man am besten beim Fachmann. Größte Auswahl am Platze, sehr billige Preise. Repuraturen und Umarbeiten von Pelzsachen, sowie Ueberziehen und jede Reparatur auch an bei mir nicht gekauften Schirmen auf eigener Werkstatt schnell und billig. Apferbecht Am Mittwoch, den 2. Dezbr. d. Is., abends 4¼ Uhr findet im Lokale des Herrn Schulte(Hotel zur Post) eine öffentliche Volns Oersammiun, Dr. Burkdardt aus Godesberg über dos Thena: „Was wollen die Christlich=Sozialen Jedermann ist eingeladen. 3500 Eintrit frei. gegen BarGeld 6 X 10* 10 X 20* 30 2 100* 200* 1500* 13 500 zus. Hauptgew.: 30000 Mk. 10000" 5000" 1500= 9000 M. = 7500 0= 2000„ 0= 2000„ 0= 1500„ = 3000„ 0= 2000„ 5= 7500„ =40 500„ Lose 2 Mk. 1. 8 Porto u. Liste 30 Pig. versendet K e Kolngnigen 15 Aufruf! Appell! Schwerte u. Umgegend. Kameraden des I. Hannov. Drag.=Rgt. Nr. 9 in Metz Chef: Se. Majestät König Karl l. von Rumänien. Es liegt bei unserem Kameraden Fritz Jacger, Schwerte, Wilhelmsplatz, vom Central=Büreau der 9. Dragoner, Dortmund und Umgegend, eine Liste zum Einzeichnen aus, betreffs 100 jähr. Jubelfeier des Regiments! Näheres besagt die Liste. Es wollen sämtliche Kameraden sich bis zum 6. Dezbr. bei obigem Kameraden melden, da die Liste dann geschlossen wird. Das Central=Büreau für Dortmund und Umgegend der 9. Dragoner. Kamerad Carl Tobien, Wirt, Dortmund, Brüderweg. J. A. Kamerad Fritz Jaeger, Schwerte, Wilhelmsplatz. Ke Restaurant„Dum Aoter Schwerte, Hagenerstr. 14. Täglich Grosse Konzerte des Damen=Terzetts„Harmonie“. 3 Damen, 1 Herr. Kunstschein des Kgl. Konservatoriums Köln. Gesänge.. Familienprogramm. Anfang an Wochentagen Abends 8 Uhr. An Sonn= und Festtagen von 11—1 Uhr: Matinée. Anfang Nachm. 4 Uhr. Zu zahlreichem Besuche ladet ergebenst ein Max Eichhorn. Rechanoe berachenr zu haben bei Carl Praus. Technikum Strelitz zu Strellts in Mechlenburg Ingenieur-, Techniker- u. Meisterkarse. Maschinen= und Elektrotechnik. Hoch= u. Liefbau, Eisenkonstr. raglicher Eintritt. Abgekürzt. Studium. Gust.-Ad.-Frauenverein Dienstag, den 1. Dezember, abends ½8 Uhr. — Schalisch-Thäriagisches STechnikum Rudolstadt I. Höhere Fachschule für: Architekten u. Bau-Ingenieure. 2. Mitiere Fachschule für: Hoch- u. Tiefbau-Techniker. 3.Fachschule f.: Bau- u. Möbel-Tischle,## Sasistummieer Staal Rodountune Eng Gurkbllestien bes: Landels-Nachrichten. Essen, 30. Novbr. Produktenbörse.(Nicht amtlich.) Weizen inl. 16,25—16.75, do. fremder 16,75—17,75, Roggen, inl. 13.25 13,75, do. fremder 14,50—15,50 Hafer, inl. 00,00—00,00, do. fremd 13,50—14,50, Buchweizen 14,00 15,00, Futtergerste 11,25—12,75 Mais 12,00—14,50, Weizenvorsch 21,50—22,25, Roggenvorsch. 19,50 20,00, Weizenkleie(mit Sack) 9,60 b. 10,00. Alles per 100 kg. fracht parität Essen exkl. Sack bei Ab nahme von Doppelladungen, mit Ausnahme von Kleie, die mit Sas gehandelt wird. Neuß, 30. Novbr. Rüböl per 100 kg in Partien von 100 Ztr. (ohne Faß) 49.75, do. faßweisel (ohne Faß) 51,25#, gereinigtes Oel per 100 kg 8 4 höher als Rüböl. Rübkuchen per 1000 kg 92 M, in kleineren Partien 96## — Butter per 1 kg 2,50 4 Eier per 100 Stück 12,00 M Weizen, neuer, I. 16,40, do. II. 15,40, Roggen, neuer, I. 18,40. do. II. 12,40. Hafer, neuer, I. 12,40, do. II. 11,40# per 100 kg. Kleie 4,80 J per 50 kg. Köln, 80. Nov. Weizen 00,00, Roggen 00,00, Hafer 12,70—00,00, Heu 5,80—7,20, Maschinenstroh (Roggen) 8,10. Richtstroh(Flegeldrusch) 8,80, Krummstroh 2,80 M die 100 kg. Hinweis. Der Gesamt=Auflage unserer heutigen Nummer liegt ein Prospekt, die Freiburger Geldlotterie betreffend, der bekannten LotterieKollekte von Adolf Kölle, Hamburg, bei, worauf wir unsere Leser besonders aufmerksam machen. Lose dieser beliebten Lotterie uind daselbst zu beziehen. semmmartute füir den nbellomamn 2an Ds den Anpeigenhatl: Julius gummt in Schwerks. von Gesi Seant tomer im Wonmas gg# Die Preise verstehen sich für 6 Mtr. doppelter Breite. rein eine Wolle. zum Aus gn Dessios, gen 180 Pfe neues% Siamos- 375 Pfg. II. 215 Mtr., Nitr., Sano und ael„ a phantasle„ 195—85— 275, 220—— pr. P Iik. aus Kieoid 2 Mk. aus Kleia 4%% Mk. das Kleid U Mk. aus Kleia P Mik. aas Kleia F Mk. aas Kleia MR. uas Rreia in verschiedenen halbwollenen Stoffen in glatten oder gemusterten Tuchstoffen in ganzwollenen CheviotStoffen, schwarz u. farbig in engl. Neuheiten, in divers. modernen Stellungen in ganzwollen. KammgarnStoffen, in Satin od. RipsBindung, schwarz u. farbig in neuen Zibelin- od. SatinTuchen in elegantesten Costumstoffen in überraschenden Sortiments sen, zum de Pae elcnc haher. Ueber 1000 Stück Kleiderstoffe zu bedeutend herabgesetzten Preisen. GoUraert-Tohmrechhhl Berthandl Westenhellweg 44 u. 46. Gründung des Stammhauses 1827. Westenhellweg 44 u. 46. Aelteste und bestrenommierte Firma der Provinz. 7TA Ur. 2 Ostenstrasse 20. Inhaber: N. Rosenberg. 20 Prozent Rabatt! Günstige Gelegenheit zum Einkauf von M Weihnachts-Geschenken. Zwecks möglichster Räumung meines grossen WarenlagersTgebe ich bis zum 25. Dezember dieses Jahres bei Bar-Einkäufen obigen Rabatt.#25 Vorron ungsschlossen nd uut= Hlonler Kuchen-bustige.= Ein grosser Posten fertiger Herren- und Knaben-Anzüge, Mäntel, Paletots, Joppen und Hosen bedeutend unter Preis. Anfertigung nach Maass von Costum 2s, Anzügen, Paletots ete., vom einfachsten“ bis zum feinsten Genre, unter Garantie für sauberste Verarbeitung und vilchonn 8) K Peregegenennegegeen geeeegegeneererreere9 „ 9 In Hierdurch erlaube ich mir die ergebene Mit#s 5 teilung zu machen, dass ich meine diesjährige f0 Weihnachtsausstellung bereits eröffnet habe und lade zum Besuch derselben freundichst ein.„ 9 5 Achtungsvoll 5 6 Aug. Köhle jun., 0 Konditorei& Café. 80 „ E E G S S S E G Dagagasegesegesas Oesesesesesesessssn 5 Geschäftsübernahme. 5 O Mit dem heutigen Tage habe ich das Sattler= und#### O Polsterergeschäft des Herrn A. Schlüter, hier, über= □ ( nommen. Ich bitte um geneigten Zuspruch. □ , Höchsten, den I. Dezember 1903. □) O. Ortmann. 8 5 Molkerelbuttel der Molkerei Westheim 135 Pfg., ostfriesische 120 Pfg. p. Pfd. bei Ernst Klein. Parochial= Lehrer=Konferenz. den 2. Dezember. Vortrag: Etwas über die Heranziehung patriotischer Gedichte im Geschichtsunterrichte. 1 schöne Wohnung zu vermieten. Wahusefstraße 25. Sastrlschosäne — à 30 Pfg.— vorrätig bei Carl Praus. Das mir entgegengebrachte Vertrauen bitte ich auf b meinen Nachtelger zu übertnagen. 9. E. Schläter. 0 OOOOOOO OSESEBESEBEBEDEBEDE OBEBEBESEBEREBESED Achtung! Jahn-Institut IV. Hoflmanns Ostenstr. 7. Schwerte. Ostenstr. 7. Garantiere für absolut schmerzloses Zahnziehen, und dass meine künstlichen Gebisse tadellos sitzen, sowie sprech- und kaufähig sind. 9-10 Uhr für Unbemittalte Zahr Horgens von 9.—10 Uhr für Unbemittelte Zahnziehen frei, schmerzlos 1 Mark. Langjährige Erfahrungen. Billige Preise. Semegneeeenansgennengnengunnene