Wurerrurc Ommmmmrmrrrmereitge Ammerrn Abonnementspreis pro Quartal 1 Mark 65 42 Pfg. Bestellgeld, wenn durch die Post bezogen. Erschei jedem Wochentage. Wöchentliche Gratisbeilage:„Illust polizeilichen Verordnungen für den Kreis ß Bekanntmachung der Königl. Regierung! in der„Schwerter Zeitung" rechtsverbindliche stratt. erstag den 26. November 1903. Bier, Wein, Branntwein nochmals steuer, Luitungssteuer, Wagensteuer bahnen wiederspegelt, un blonrzgber Hem Frangsen geht Deutschen weit über, es stect ihm im Verkehr mit eigenen Kräft. ozialdemokratische Arbeiter leicht ande= weise Hergabe von Betri Familienfreund. 36. Jahrgang. Schwperte=skschr. Braus. Der erfreuliche Aufschwung im Verkehr, welcher den Mehreinnahmen der preußischen Staatseisen“ zeigt sich naturgemäß auch im Infolge der ungunstigen FinanzReichs konnte die Reichseisenbahnen mit und namentlich mit Betriebsmitdaß sie den steigenden ten zu bewältigen in der Lage taatsbahnen haben durch leihiebsmitteln aushelfen müssen n konnen. Hierin ist in Folge des rasch steigenden Verkehrs auf den preußischen Staatsbahnen insofern eine Aenderung eingetreten, als diese letzteren nicht nur ihren ganzen Fuhrpark zur Bewältigung des eigenen Verkehrs bedürfen, sondern es dürfte auch eine sehr beträchtliche Vermehrung desselben und eine dementsprechende Forderung in dem nächstjährigen Staatshaushaltsetat geboten erscheinen. Es muß daher mit einer größeren Vermehrung der Betriebsmittel de Reichseisenbahnen vorgegangen und soll demgemäß im Reichshaushaltsetat pro 1904 ein Betrag von über 4 Millionen Mark, mehr als das Doppelte des für 1903 eingestellten Betrages, zu diesem Zwecke gefordert werden. Nach der feststehenden Uebung wird dieser Betrag nicht aus Anleihen, sondern aus den eigenen Ueberschüssen der Reichseisenbahnen gedeckt, wodurch sich diese letzteren naturgemäß entsprechend vermindern. Dank der Zunahme der Verkehrseinnahmen infolge der Verkehrssteigerung dürfte sich indessen dieser Ueberschuß auf der Höhe des im laufenden Etat eingestellten halten. — Die Begründung von Volksbibliotheken ist gegenwärtig in allen Teilen des deutschen Reiches in stetigem Ein Unterschied. dor einstige Chef der ReichskanzGeheimrat von Rellenburg, zur Bekämzialdemotratie den Vorschlag gemacht, auf der breiten Bevölkerungsöffentlichen Vorträgen, wie inden, die Grundbeding= Arbeitslebens überhaupt seiner Rede hat der einge lei in Berlin, Geheimrat von Rott pfung der Soz.u# die Steigerung der Bildung klassen hinzuwirken, ihnen in sie in Frankreich vielfach stattft. meinte, wie in leicht erklärlichen Gründen sehr gewandt hinwegzugedas brennende Paris nach wenigen Monaten jah. tei mit Vorliebe betont. Die revolutionär gesinnten Franzosen bleiben doch immer Franzosen, und von dem hinreichend bekannten Chauvinismus, der Abneigung gegen Deutschland, haben gerade sie eine ste so viel gewerblich=industrielle Arbeiter d mung aus Paris und Frankreich haben,a sen, wen schen Kollegen! Dort# nalen Arbeiter=Verbrüderung, gurl# ken, allerhöchstens ein bischen vol ner in London stehen die Dinge nicht. Die radikalen franzosischen A in der Pariser Volksvertretung bis ganz vereinze ze Ausnahmen reg und Marine= Ausgaben,st zosen für ganz selbstper denken gewisse ders, gut De zosen. Sie rekten E schland. ten Ein auf diesen hat, verschwind. franzosischen indirekten Steu auch die Tausende von Veler ren, wissen, eine sehr lästige höhere Brotkornsteuer von S eine städtische Accise, die all Reichstag wird durch eine kaiserliche Dezember einberufen. Wie vor it man auch diesmal mit der EinberufDamals wartete man die von seiner Jerusalemfahrt ab; diesErkrankung des Kaisers die Verzögerung n. Allerdings wird der Kaiser auch am ember noch nicht in der Lage sein, wenn er selbst den Person eröffnen sollte, die Thronrede zu veritimmbänder schonen muß. Die Sessisferien kann bei der vorgerückten Im wesentlichen dürfte sich der Reichst und die Erledigung des Handelsiums mir England beschränken. Mit der Ehescheidungsbewegung in Preußen beche Statist. Korr. Die Zahl der nachdem sie in den beiden ersten des Bürgerlichen Gesetzist von einer praktischen internatio“ g u t w i e n i c h t s z u b e m e r a einer theoretischen, und #ch anders. seordneten stimmen auf einige wenige, elte Ausnahmen regelmäßig für alle Militarausgaben, sie erachten das fur einen Franselbstverstandlich. Bei uns in Deutschlanr Kreise über viesen Punkt bekanntlich anobwohl die betreffenden Abgeordneten genau so seutsche sind, wie ihre französischen Kollegen Franstimmen so, obwohl in Frankreich die indisteuern erheblich höher sind, wie bei uns in DeutAllerdings zahlt man in Frankreich keine direkm Einkommensteuern, aber der nicht hohe „ S t e u e r f e l d e e i n d e u t s c h e r A r b e i t e r z u z a h l e n t vollkommen gegenüber der Hohe der F“ de van Natoranen, die 1870/71 dort waVerordnung auf den 3. fünf Jahren, so ha, man a ung des Reichstages gezögert. Rückkehr des Kaisers mal dürfte die Er beeinflußt haber. 3. Dezemerr Reichstag in lesen, da er seine on vor den Weihnachtsferie. Zeit nur kurz sein. In.sr tag dabei auf den Etar provisol mit Engl — 9 schäftigt sich die amtlich Scheidungen ist gestiegen, Jahren seit dem Inkrafttreten buchs zurückgegangen war. Sie 4675, 1902: 5278. Auf 1000 Jahre 8,5 Ehescheidungen. Ai Ziffer mit 29,4 in Berlin, dan Holstein. Richsung, nchn Güchk, Zu wecht ie nuicht, düie dchr ih deoc un5 wieder rahte Mund auf Mund, und die jungen Selen flossen ineinander. Plötzlich fuhr ein gewaltiger Windstoß daher.— Ohne jeden Uebergang heulte und sauste es. Zugleich prasselte ein dicktropfiger Regen hernieder, und das Blitzen und Sinnsprüche Dem, der ihn liebt und Ach komm, ach komm, o Sonne! Und hol'’ uns allzumal Zum ew'gen Licht und Wonne In deinen Freudersag!! Paul Gerhardt. * Wer nicht gelitten, hat nur halb gelebt; Wer nicht gefehlt, hat wohl auch nicht gestrebt Wer nie geweint, hat auch nur halb gelacht; Wer nie gezweifelt, hat wohl kaum gedacht! gern in diesem Unwetter allein lassen. chend fort: „Schnell, schnell! Ich fürchte mich n Viel größer ist mein Scheu davor, mein „Aber ich könnte ja vielleicht hier mi nachläßt?“ „Es läßt aber nicht nach: Sieh doch, Bitte, bitte, geh jetzt!" Es war nicht der Moment zum Tändel er ihr lieblich bittendes Gesichtchen noch ihr noch ein Scherzwort zu und stürzte Toben der Elemente hinaus. Erna blieb chelnd und den Hut in der einen Hand, w ren das Haar von der Stirne strich. Sie hatte die Wahrheit gesagt, ein gleichgiltig. Sie blickte gedankenvoll in aus, welche von den elektrischen Lampen worfen wurde und in der Laube zu ei durch die nahe Laterne überfloß. Imm Haar von den Schläfen zurück mit einer „Wenn er jetzt käme, der Andere!" de Im Sturm. Novelle von E. Fahrow. (27. Fortsetzung.) „Ein Gewitter!“ sagte sie erschreckt. gehen. „Ach, es kommt ja noch nicht so nah, er an sich ziehend.„Bleibe nur hier. druck finden mühter., Tea.iI,LAur= hpzi Schnefall der ais ein Barhote des sehr unangenehme Sitte oder Un=[Schneefall, der als ein Vorbote des nahenden Weinnachtsillen möglichen und unmöglichen soge=]festes anzusehen ist, gar sehr. Wenn wir uns das Weihbndg aue eede Marchars ate Taute wuosdtes Schupgerv, I, falftaushesgzäe zias ensenarbeiten, durch de uach, woncher Fauilenngter nnächst ommt Oberst Marchung mich gekümmert hat, um den Hats faur und abküßt, blos nach Afrika zu gehen. Es 6e= weil ich jetzt mit ihr verwandt bin? Und nun erst die Kin offenbar besser, und darum ge der! Ich bleibe auf der Straße stehen, weil mir als Kin vieder die Gerüchte von der De= derfreund das gute Aussehen eines kleinen wohlgenähr von Geistlichen und Lehrern liegt, seit einer Reihe. p# Jahren von den Kreisausschüssen erheblich unterstützt. Frankreich. = Oberst Marschands Leiden. Der durch seine berühmte Durchquerung Afrikas bis Faschoda bekannt gewordene französische Hauptmann und jetzt bereits Oberstleutnant Marchand hat die üble Gewohnheit, von Zeit zu seine Demission einzureichen, um einen höheren Grad oder eine erwünschte Versetzung zu erreichen. Die Nationalistenblätter, die dem Heros stets zu Diensten stehen und aus seiner Demissionsdrohung jedesmal Kapital schlagen, sorgen für die nötige Publizität und beklagen das Unglück das damit der Armee zustoßen würde. Der Kriegsminister gibt nach, um den Skandal zu vermeiden, und der Streich ist geglückt. Demnächst kommt Overst Marchand wieder an die Reihe, um fällt ihm aber in Europa offe hen seit einigen Tagen wieder die mission des„Helden von Faschoda“ durch die Nationalistenpresse. Der Kriegsminister scheint den Scherz jedoch endlich zu töricht gefunden und die Demission angenommen zu haben. Daraufhin beeilte sich Marchand, sie zurückzuziehen und läßt nun, wie in Paris üblich, durch einen„intimen Freund“ erklären, daß er ein gehorsamer Soldat sei, der jedem Befehle nachkommen werde, daß er nie an Demission gedacht habe usw. Und so wird er wohl endlich geheilt sein und aufhören, von seinem„Ruhme“ zu zehren. Dänemark. = Skandalöse Geldangelegenheiten des früheren dänischen Kriegsministers Bahnson kamen im Kopenhagener Abgeordnetenhause zur Sprache. Es wurde mitgeteilt, daß dieser Minister seinerzeit von einem staatlichen Invalidenfonds 140 000 Kronen geliehen und in seinem privaten Landbesitz angelegt hat. Die Hälfte ist inzwischen zurückerstattet worden. Ein Sozialist beschuldigte Bahnson, daß er auch von dem durch öffentliche Beiträge gestifteten Fonds zur Wiederaufführung des Schlosses Christiansborg 50 000 Kr. entnommen hat. Die Bestätigung liegt noch nicht vor. Von der neuen Republik Panama. Unter dem starken Schutze der Vereinigten Staaten gedeiht die junge Republik sichtlich. Die größte Mehrzahl der europäischen Mächte hat sich schon zur Anerkennung der neuen Republick bereit erklärt u., wenn die vorliegenden Nachrichten nicht erfunden sind, sucht sogar das böswillig verlassene Kolumbien wieder freundschaftliche Beziehungen mit Panama anzuknüpfen, nachdem jede Aussicht, es mit Zwangsmitteln, in die mütterliche Obhut zurückzuführen, geschwunden ist. Der kolumbische Gesandte Reyes, welcher sich soeben nach Washington begeben hat, sprach die Hoffnung aus, daß es ihm gelingen werde zu den Komissaren Panamas in freundschaftliche Beziehungen zu treten. Parzs iais Kt In Washington glaubt man, Reyes werde außer dem Vorschlage, daß Panama einen Teil der kolumbischen Schuld übernehme, auch noch den Vorschlag machen, daß die Hauptstadt Kolumbiens nach der Stadt Panama verlegt werde, was eine Einverleibung Kolumbiens in Panama bedeuten würde. In amtlichen Kreisen Washingtons ist man jedoch der Ansicht, daß Panama einen solchen schmeichelhaften Vorschlag zurückweisen werde, weil die Kolumbier durch das Uebergewicht ihrer Anzahl bald die Kontrolle in der vereinigten Republick fehlen würden und die Lage dieselbe werden würde, wie vor der Revolution. Man sieht, daß die Vereinigten Staaten ihren ganzen Einfluß aufwenden werden, um eine wie immer gedachte Aussöhnung Kolumbiens mit Panama zu verhindern, weil sich andernfalls die Kanalschwierigkeiten von neuem erheben würden. ](Vom Küssen.) In der Halbmonatsschrift für Kinderpflege und Erziehung„Unser Kind“(Wien I, Wall•d dnungsmäßige Ver= nerstraße 15) schreibt Primarius Dr. Gustav Riether, übergegangen, schwarz ist der Himmel und beim hellen die sachgemäße Turicztung und eronng tereichischen Landes=Findelanstalt in Schein der elektrischen Lampen arbeitet man in unserer woltung der Volksbibliotheken zu erleichtern, hat die Ge Leiter der wiederoseotueuguie piel auf dieser Velt unnd.(Druckerei, dabei st es 10 Uhr vormittags vorbei. So ck. elschast eine Prochire„Die grindet und leitet mon)Wien; oo V wpichft,ir polen von der Ansicht aus=was ist demn doch nach nicht dagewesen in diesen, Hröste, udüche otopihzigt gergugegeben..,, eine Veide gehen, aß der Kußz ein Zeichen überwältigender Liebes=[Seit heute früh 5 Uhr witet das Unweter nun sgon mit pratzischer Formulare herausgegebeg, Iun Preuber, bvir) gefühle sei, welche uns zwingen, ihnen ustande einer kurzen Unterbrechung und wir kommen noch gnädig die Begründung und Erweiterung der ländlichen Volksbblioatheken, deren Venvaltung zumeist in den Hönden Zahnen paße der Zuß der Liebe auch im weiteren Sinnes sieht, davon bekommt man einen Vegrif, wenn man u. den Leiseenge zlusdruck, finden, vanötgr., Selisf. Zure bei Schintefgaste her g iars, sechlieblich, die, Frende übere den erziteg. uns besteyende für viele sehr unan wird. KinKinverfteund das gute Aussehen eines kleinen wohlgenährten, wenn auch etwas schmutzigen Bengelchens auffällt, dessen Nase nicht tadellos geputzt ist, und sage:„Das ist aber ein herziger, dicker Kerl!“. Und gleich meldet sich die erfreute Mutter und preist mir die Vorzüge ihres Kindes vor allen anderen.„Und so gescheit ist er schon! Da schau Peperl, das ist ein braver Herr, geh, gib ihm ein gu—#i werden Außenarbesten, durch die noch, marcher. ia Brot und Verdienst hat, allzu jäh unterbrochen müssen. (Neues Schulgebäude.) In der letzten Sitzung der Schuldeputation wurde der Bau einer neuen achtklassigen Volksschule beschlossen. Sie soll an der Sedanstraße, dem Ausgange der Bismarckstraße gegenüber erbaut werden. Das Projekt wird demnächst dem Stadtverordnetenkollegium unterbreitet werden. Bussik: weanr genauger Rot ziehe ich mich aus der,„Fhling, schziedenen Seiten, soll seitens“ der Ttadt übernommen und schiebe etwas eung weiter mit den Worten: Na, ug, schiedenen, Seiten, sel. laß nur gut sein, du bist schon so auch ein braves Bubi!“ Und umgekehrt wieder geht ein Mädchen mit dem hübschen Jungen des Herrn. spazieren, und eine menschenfreundliche alte Dame oder eine kinderliebende reifere Jungfrau bleibt stehen, bewundert den Kleinen, und ehe sich der arme Kerl dessen versieht, hat sie ihn beim Kopfe und findet:„Nein, der Junge ist zu süß, ich muß ihm einen Kuß geben!“ Und schwapp! schwappl ist es auch schon geschehen. Daß der dicke Onkel mit den schlechten Zähnen, die blasse Kusine, welche oft so trocken hüstelt, der lustige Schwager, der im vergangenen Jahre an einer Krankheit behandelt worden ist, die Kinder küssen, wenn sie zu Besuch kommen, scheint ihnen natürlich und sie wären beleidigt, wollte man es ihnen wehren. Im Ernste, die Sache ist für die Kleinen gefährlich! Niemand weiß, ob er nicht Ansteckungsstoffe in sich trägt, die auf das Kind übergehen können, und darum ist die grobe Unsitte, andere als die eigenen Kinder zu küssen, nicht genug zu verdammen! Gewiß, der Kuß ist gut gemeint, aber ob er für das Kind und seine Eltern appetitlich ist, das ist eine andere Frage! Und wenn ich daher den Kuß des Kindes abwehre und ihm sage:„Nein, küssen sollst du mich nicht, man küßt nur die Eltern, aber weil du ein so starkes Kind bist, so gibst du mir einen recht kräftigen Handschlag!“ so wird niemand gekränkt sein, und sich die Sache in Wohlgefallen auflösen. Auch wenn ich von meinem Kinde den Kuß des fremden oder verwandten Erwachsenen abwehre, so kann dies nur in einer nicht beleidigenden Form geschehen, wenn das Kind nicht schon überhaupt daran gewöhnt ist, andere Leute nicht zu küssen oder sich nicht küssen zu lassen. In anderen Ländern hat man vielfach schon die Gefährlichkeit dieser scheinbar harmlosen Sache eingesehen. So sollen in England viele Kindern auf ihren Hutbändern die Aufschrift tragen: „Bitte mich nicht zu küssen!" Bei uns ist die besprochene Unsitte noch sehr verbreitet, und doch kann man nur wiederholen:„Fremde Kinder nicht küssen und die eigenen nicht von jederman küssen lassen, das ist eine goldene Regel!“ Schwerte, 26 November 1903. **(Die Weihnachtszeit.) Am heutigen Donnerstag über vier Wochen ist Weihnachts=Heiliger=Abend, dieser Sonntag ist der erste Advents=Sonntag. Die Zeit ist dahin gerauscht, nun ist es so weit, wir haben und halten die frohe, die schöne, die selige Weihnachtszeit. Es ist noch eine Reihe von Tagen hin, bis es gilt, die fertigen Geschenke zu rüsten, aber wer zeitig wählt, der erspart sich spätere Sorgen, ob nun alles zur rechten Zeit in Ordnung ist. Wenn nur das Wählen nicht wäre! Nun, das ist nicht so ängstlich, und je früher man damit beginnt, um so leichter macht es sich, denn man braucht dann nicht zu beeitens der Stadt übernommen werden. Bereits in der nächsten Stadtverordnetensitzung soll eine diesbezügliche Vorlage eingebracht werden.— Abwarten!— **(Einigkeit macht stark!) Die Wahrheit dieses Wortes erfuhr in seiner gestrigen Versammlung in schönster Weise der M.=G.=V.„Quartett". Als der Vorsitzende den Rechnungsabschluß des letzten, so glänzend verlaufenen Konzertes vorlegte und sich ein kleines Defizit ergab, erklärten sich zahlreiche Mitglieber sofort zur Deckung der fehlenden Summe bereit. Das Resultat der Sammlung war die Summe von 95,50 Mk., sodaß nicht nur das Defizit glänzend gedeckt wurde, sondern auch noch ein ganz hübscher Rest an die Vereinskasse abgeführt werden konnte. Wahnsinnig?“ rief er.„Ja, ja, das bin ich! Sch Firchten, daß gerade das ausverkauft ist, was wir gern will nichts mehr wissen von Vernunft und Achtung, und“v)s, muöchten. Und für das Wählen geben uns““ erwerben mochten. Und für das Wählen geben uns die Weihnachts=Ankündigungen in der Zeitung einen wertvollen Anhalt. Jede Weihnachtszeit bringt Neues, die nimmermünde und nach immer besserem suchende deutsche Industrie hat auch in diesem Jahre reiche Gaben für den Weihnachtsmann zugerüstet, mit welchen uns die Zeitungs=Ankündigung bekannt macht. Der Geschäftsmann und der Gewerbetreibende unterbreiten in ihr dem Puwie sonst alle die schönen, glatten Begriffe heißen. Abschütteln will ich die Ketten, die mich fesselten, und ich will Dir folgen, wie ein Hund— wenn ich nur in Deiner Nähe sein darf. Erna! Wie ein Hund! Hier liege ich und bettele, treibe mich nicht von Dir, erbarine Dich meiner!“ Er hatte den Hut zu Boden geworfen und lag jetzt draußen im strömenden Regen auf den Knieen. Die Arme hatte er flehend nach ihr ausgestreckt und das schöne, wilde Antlitz in einem Paroxismus von Erna erschanertez, Wer nicht mehr in undg vor 10) eine interesantert, stoher machende Lecktire als wie der selbst oder Unscherheit. Der Sturm der Leidenschaft, der Waihnachts=Anzeigen, bei deren Studium so manches von diesem Mann ausging, berührte sie nicht mehr;, es herzlichsiebevolle Bild aus der Vergangenheit, aufsteigr. war, als häten Bils Lüsse ie gFeHe, Minute konnte Bill Unsere Geschäftswelt hat sich vollauf für die WeihnichtsNur was tun, was tun? Jede Minutg vonute Vuu Kampagne gerüstet, und sie hält darauf, ihren Kunden zurückkommen,— es war schrecklich— nur Spott konnte strect und dos shöve,)vy, eine sachgemäße Einladung, die von praktischen von Schmers durüch, Rutzen ist, wenn sie aufmerksam beachtet wird. Und daß in Angst vor sich sie das wird, ist außer Zweifel, denn es gibt nicht leicht mehr in Angst vor suh.„ gtere, froher machende Lecktüre, als wie der vielleicht helfen. Und in aller Angst, allem Zittern vor dem, was kommen konnte, rief sie in schrillem Hohn: „Welche prachtvolle Theaterszene! Sie hatten immer Talent zum Schauspieler, Herr Winter, und Sie liegen da ordentlich bühnengerecht! Aber stehen Sie nur auf, bitte. Sie bemühen sich ganz vergeblich. Und Sie könnten sich Rheumatismus in den Knieen holen.“ Seltsamer Weise sprang er nicht auf, wütend, wie sie es erwartet hatte. Wohl zuckte er zusammen, aber er streckte die Arme nur noch demütiger aus. (Fortsetzung folgt.) die Besichtigung zu erleichtern, welche einen zufriedenstellenden Erwerb verbürgt. Nach der Zeitung ist eine allgemeine Wahl zu treffen, in dem Anschauen der Weih25jähriges Amtsjubiläum des Gemeindevorstehers Lichtendorf. Lichtendorf, 26. Nov. Ein schönes und seltenes Fest wurde am gestrigen Tage in dem Lokale des Gastwirts Herrn Hauske zu Eichholz gefeiert, nämlich der Gedenktag der 25jährigen Tätigkeit des Herrn GemeindeVorstehers Dieckerhoff hierselbst. Zahlreiche Freunde des Gefeierten hatten sich aus nah und fern eingefunden, um dem verdienstvollen Manne ihre Huldigungen darzubringen.. 2u5 Jren Nuk ua 1.8 Die Feier nahm gegen 4 Uhr ihren Anfang und wurde von der Kugel'schen Kapelle durch Musikstücke eingeleitet.— Nach dem ersten Gange des sehr ansprechenden Mahles nahm Herr Amtmann Graf von Haslingen Westhofen das Wort und führte etwa folgendes aus: Hochverehrte Festgäste! Wir sind am heutigen Tage in diesem gastlichen Hause erschienen, um die langjährigen Verdienste des Herrn Gemeinde=Vorstehers Dieckerhoff zu Lichtendorf in gebührender Weise zu feiern. Wie sehr sich der Jubilar der allgemeinen Sympathie und Achtung erfreute, zeigt die große Zahl der heute von nah und fern erschienenen Festteilnehmer, auf die man umsomehr mit Bewunderung blicken müsse, als keiner die schlechten Witterungsverhältnisse der letzten und des heutigen Tages gescheut habe, sondern alle hierher geeilt seien, um dem Jubilar ihre Glückwünsche darzubringen, und das Fest zu einem würdigen und schönen zu gestalten. Wenn wir, so führte der Herr Redner ungefähr weiter aus, uns in dieser echten Feststimmung die wahren Verdienste unseres Jubilars vor Augen führen, so wollen wir andererseits, einer alten Sitte gemäß, zuerst des ersten, großen Gemeinde=Vorstehers unseres Staates, Sr. Majestät unseres deutschen Kaisers gedenken. Er, der sich den Wahlspruch des Königs Friedrich des Großen:„Ich bin der erste Diener meines Staates“ zu eigen gemacht hätte, wäre ja im gewissen Sinne auch ein Gemeindevorsteher.„I. gaut einam wreit gräße Freilich nehme das hohe Amt einen weit größeren Umfang an als dasjenige unseres Jubilars. Und so wie Se. Majestät der erste Diener des Staates sei, so sei der Gemeindevorsteher der erste Diener der Gemeinde.— Und das fänden wir auch so recht in unserem heutigen Jubilar.— Wir alle wußten die große Friedensliebe unseres Kaisers zu würdigen und zu schätzen, er sei ein Mann von großer Energie und Tatkraft, der mit weiser Voraussicht und mit sicherer sein Staatsschiff durch die hochgehenden Wogen des politischen Weltmeeres führe. Und deshalb wollen wir unseren Dank ihm darbringen und der Versicherung unverbrüchlicher Treue Ausdruck geben, indem wir rufen: Se. Majestät hurrah, hurrah, hurrah! Mächtig wurde von der Festversammlung in den Ruf eingestimmt und stehend das„Heil dir im Siegerkranz“ gesungen. Nachdem die letzten Klänge verstummt waren, erhob sich kurz darauf der stellvertretends. Oe, t voralen das, wos man erwarh nichts anderes, Hes Johzilars zu fesern Hosenschwert, um de Verdienste als man es sich gedacht hat. Die das Auswählen hebt an, mag ein recht flottes Kaufgeo zte(Ein bise Weter) hat uns der heuige der uns den ersten kräftigen Schneefall brachte, beschert. In trüben Regen ist das erst so lustige Schneegewirbel Hachperchrter Her Zublarl. Doz. Fenizge spe wir heute feiern, gehört nicht zu den gewohnlichen, ein jährlich oder ein von Zeit zu Zeit wiederkehrender Gedenktag, diese Feier ist veranlaßt durch den langen Zeitraum von 25 Jahren, einem halben Menschenalter. während dessen der Gefeierte sein Amt versah!“ Vor 25 Jahren zählte die Gemeinde Lichtendorf noch keine 380 Einwohner, während jetzt sich die Seelenzahl um mehr wie das Dreifache erhöht hat. Früher genügte eine einklassige Schule, während wir heute schon drei besitzen und im nächsten Jahre noch eine zweiklassige bauen müssen. Mit der steigenden Einwohnerzahl haben sich auch die Anzahl der Gebäude um mehr wie das Doppelte vermehrt. Infolge dieses Aufschwunges genügten auch die Verkehrswege, die sich zum größten Teil noch in ihrem Naturzustande befanden, den Bedürfnissen nicht mehr, es mußten große Wegeumbauten und Ausbauten vorgenommen werden, die selbstverständlich unsern Gemeindeetat bedeutend vergrößerten. Wer kannte vor 28 Jahren alle die neuen sozialen Einrichtungen, wie Kranken=, Invaliden=, Anfallversicherungen, Alters= und Armenfürsorgegesetze und dergleichen; alle diese Neuerungen haben die Amtsgeschäfte des Vorstehers vermehrt und erschwert. Diese Wandlungen in der Gemeinde hat nun unser verehrter Jubilar mit durchgemacht und ausführen müssen, und daß er das zur Zufriedenheit der ganzen Gemeinde vollbracht hat, dafür ist der beste Beweis, seine langjährige, ununterbrochene Wirksamkeit. Zuvorkommend gegen jedermann aus der Gemeinde, der ein Anliegen vorzubringen hatte, und stets bei der Hand, das Wohl der Gemeinde nach außen hin zu vertreten, hat er es auch verstanden, sich das Zutrauen und die Achtung seiner vorgesetzten Behörde zu erwerben, um somit seine Tätigkeit erst recht wirksam gestalten zu können für seine Gemeinde. Möge es unserm verehrten Jubilar vergönnt sein, noch recht lange in steter Gesundheit zum Wohle und zur Zufriedenheit der Gemeinde seines Amtes zu walten. Diesen Wunsch, verehrte Anwesende, lassen Sie uns zusammenfassen in dem Trinkspruch: Unser verehrter Jubilar, Herr Fr. Dieckerhoff soll leben hoch! Die versammelten Festteilnehmer stimmten freudig ein. Jeder wird die Wünsche des Herrn Redners wohl vollauf geteilt haben.... ge Kenst aslen mit Der Jubilar Herr Dieckerhoff banlle auen mit bewegten Worten, er betonte, daß er stets nur die Interessen seiner Gemeinde im Auge gehabt und sein Möglichstes zur pekuniären Besserstellung der Gemeindeangelegenheiten getan habe. Und so werde er auch fernerhin eingedenk des Wahlspruches:„Tue Recht und scheue Niemand!“ seine Pflicht tuen und allezeit die Interessen seiner Gemeinde nach innen und außen hin vertreten. Herr Dieckerhoff schloß mit den Worten, daß die Gemeinde Lichtendorf auch fernerhin wachsen, blühen und gedeihen möge und leerte daraufhin und auf das Wohl der Gemeinde=Eingesessenen, sowie der anwesenden Festteilnehmer sein Glas. Manch würzige und gediegene Neve wurde noch geschwungen, so wurde der Jubilar von dem GemeindeVorsteher Westerhoff=Westhofen als ein treuer und liebevoller Kollege und von Herrn Dr. med. Klug=Westhofen als Mitglied der Amtsversammlung und Beigertenerrdes Amtes Westhofen, sowie als früheres Mitglied des Kreis= und Provinziallandtages gefeiert. Herr. Vollziehungsbeamter Lecking und Herr Schneidermeiste.... eierten den Jubilar durch köstliche, sehr ansprechende dichte, während Herr Gemeindeverordneter Schäfer der Ehrengäste gedachte; sein Hoch galt Herrn Amtmann Graf von Haslingen. Dieser dankte und gedachte in anerkennenden Worten des leider am Erscheinen verhinderten Ehrengastes Herrn Landrat von Starck=Hörde, dem sein Hoch galt. Noch recht lange wurde in dieser fröhlichen, Festesstimmung weiter geredet und da war es vor allem Herr Lehrer Beckmann=Geisecke, der in einer längeren schönen Rede der Familie des Jubilars gedachte. Mit Freude und Stolz aber können die Lichtenvorser auf ihr Fest zurückblicken und allen Teilnehmern wird es gewiß eine ihrer schönsten Erinnerngen sein und bleiben. Wir aber wollen an dieser Stelle nicht versäumen, dem Jubilar nochmals Glück zu wünschen, und daß ihm noch ein recht langer Lebensabend im Kreise seiner Angehörigen beschieden sein möchte. Aus Westfalen und Rheinland. * Dortmund, 25. Nov.(Ein geplagter Mieter) schreibt der„Dortm. Ztg.“: Ich habe in den letzten 12 Jahren 25 mal die Wohnung wechseln müssen. Auch jetzt wieder ist mir die Wohnung gekündigt und zwar, weil ich Vater von sechs unmündigen Kindern bin. Den digungsbrief setze ich direkt bei. Er lautet: Geehrter Herr N.! Nach reiflicher Ueberlegung bin ich doch zu dem Entschlusse gekommen, Ihnen die Wohnung zu kündigen, Ruhe wird im Hause gewünscht und Kinder können, und wenn sie noch so artig sind, nicht die Ruhe bieten, die anderweitig verlangt wird, mir selbst tut dies recht leid, aber wie ich gestern abend schon bemerkt habe, bin ich nicht gänzlich Herr meines Willens. Also trennen wir uns zum 1. Januar 1904. Hochachtungsvoll! N. ist es mir immer gegangen; will ich meimne Kigdeg nicht totschlagen, so finde ich in Dortmund keine Woy# mehr, außer bei dem Beamtenwohnungsverein und weil ich eine ruhige Wohnung haben will, die mir nicht gekündigt wird, so bin ich dem Verein beigetreten, und freue mich unendlich, daß für mich am 1. Juli liche Zeit der ewigen Umherzieherei aufyort und sage des. halb: Gott beschütze die Wohnungsvereine. * Iserlohn, 25. November. Der Sparkassenrendant Rietsel zu Berleburg wurde vor einigen Tagen wegen Veruntreuungen verhaftet. Gestern Morgen fand man ihn im Gefängnisse erhängt. übersteigen, soweit sie bis heute aufgedeckt worden sind, reits 100000 Mark. * Iserlohn, 25. Nov. Eine Gasexptosion fano Bart= und Kopfhaar versengt wurden und eine große Spiegelscheibe in Trümmer ging. Durch letztere wurden 2 Kinder verletzt, die von Herrn Dr. Torley in ärztliche Behandlung genommen werden mußten. * Hamm, 25. Nov. Eine Vision hat der hiesige Berichterstatter der in Dortmund erscheinenden„ArbeiterZeitung" gehabt. Er schreibt diesem seinem Blatte aus Hamm:„Als am Freitag nachmittag das Resultat der Landtagswahl bekannt war, zogen die Nationalliberalen mit Musik durch die Stadt, um nachher den Sieg zu feiern.“ Der Schlaue hat einen Militär=Verein für„siegfeiernde Natioualliberale“ angesehen! * Brilon, 25. Nov. Gestern nachmittag fiel auf dem freien Felde unweit Brilon ein großer Luftballon, der sich infolge des heftigen Sturmes und regnerischen Wetters nicht mehr in der Höhe zu halten vermochte, da er defekt geworden war. Bei der Landung des Ballons brach einer der drei Insassen den rechten Arm und mußte schwer verletzt in das Krankenhaus überführt werden. * Grevenstein, 25. Nov. Am verflossenen Donnerstag wurde der 28 Jahre alte Berg von hier von einem Bochumer Herrn auf der Treibjagd durch zwei Schüsse schwer verletzt. Nicht weniger als 58 Schrotkörner wurden durch den Arzt ausgegraben. Behufs weiterer Behandlung mußte B. die Klinik aufsuchen. B., welcher als Treiber bei der Jagd beschäftigt war, war von dem Schützen für ein Stück Rehwild gehalten worden. * Velbert, 25. Nov.(Eine verschärfte Geschäftsordnung.) Durch die Handlungsweise des sozialdemokratischen Stadtverordneten Herrn Müller, Angelegenheiten der geheimen Sitzung zum Gegenstande einer Besprechung in einer öffentlichen sozialdemokratischen Versammlung gemacht zu haben, veranlaßt, wurde ein Zusatz der Geschäftsordnung für die Stadtverordneten=Versammlungen eingebracht, welcher, da Stimmen, gleichheit war, durch die ausschlaggebende Stimme des Vorsitzenden angenommen wurde. Der Zusatz lautet: „Wenn ein Mitglied durch mehrmals wiederholte Zuwiderhandlungen gegen die zur Aufrechterhaltung der Ordnung gegebenen Vorschriften die Verhandlungen persönnung gegebenen Vorschriften die Teilnehmer persönlich beleidigt oder die in geheimer Sitzung stattgehabten Debatten gegen den Willen des Kollegiums ins Publikum bringt, so hat die Stadtverordneten=Versammlung das Recht, dasselbe auf eine gewisse Zeit oder für die Dauer der Wahlperiode aus der Versammlung auszuschließen. Ein derartiger Beschluß hat jedoch nur Giltigkeit, wenn er von mindestens zwei Dritteln der anwesenden Mitglieder gefaßt ist.“ Eigener Depeschendienst der Hd. Berlin, 26. Nov. Ueber das Befinden des Kaisers ist das nachfolgende Bulletin ausgegeben worden: Die Operationswunde an der linken Stimmlippe ist seit dem 19. d. Mts. vernarbt. Der Kaiser bedarf noch einige Zeit der Stimmschonung, bis die Narbe hinreichende Festigkeit gewonnen hat. Er braucht jetzt eine Massagekur des Kehlkopfes, verbunden mit Stimmübungen. Voraussichtlich wird innerhalb einiger Wochen die Stimme wieder völlig gebrauchsfähig werden.— Der Kaiser hörte gestern vormittag von 11 Uhr ab den Vortrag des Chefs des Civilkabinets Lucanns und empfing später den Geheimen Oberhofbaurat Ihne.— Wie die„Nat.=Ztg. erfährt, hat der Kaiser den Geheimen Medizinalrat Professor Moritz Schmidt zum Wirkl. Geheimrat mit dem Prädikat Excellenz ernannt. Diese hohe Auszeichnung, so bemerkt das genannte Blatt hierzu, darf als ein weiterer Beweis fur die gelungene Operation beim Kaiser und für die fortschreitendende Besserung in seinem Befinden angesehen werden. Die„Nat.=Ztg. erklärt noch gegenüber allen ungünstigen Gerüchten, daß nach besonderen von ihr eingezogenen Informationen kein Grund zu irgend welchen Besorgnissen vorliegt.— Es ist nicht ausgeschlossen, daß der Kaiser wie bisher regelmäßig bei Beginn einer Legislaturperiode, den Reichstag am 3. Dezember eröffnet und die Thronrede verliest. Hd Berlin, 26. Nov. In dem Kindesunter schiebungsprozeß gegen die Gräfin Kwilecka wurde gestern abend das Urteil gesprochen. Der Spruch der Geschworenen lautet auf:„Nichtschuldig!“ Sämtliche Angeklagten wurden freigesprochen. Die Berliner Morgenblätter besprechen sämtlich das Urteil in günstigem Sinne; es entspreche dem Rechtsgefühl des Volkes. Hd Berlin, 26. Nov. Ein grauenhafter Mord und Selbstmord wurde hier gestern abend verübt. Der Schneidermeister Markowitz warf sich auf der Vorortsstation Rummelsburg mit seinen beiden Kindern, einem Knaben und einem Mädchen, vor einen einfahrenden Personenzug. Vater und Sohn wurden sofort getötet und konnten nur als gräßlich verstümmelte Leichen unter den Rädern der Lokomotive hervorgezogen werden. Dem Mädchen wurden beide Veine abgefahren. Hd. Wien, 26. Nov. Wie verlautet, wird Ministerpräsident von Körber, falls die Czechen die Obstruktion nicht aufgeben, den Reichsrat vom 10. Dezember bis Mitte Januar vertagen. Hd St. Petersburg, 26. Nov. Ein schreckliches Unwetter ist gestern abend über die Stadt hereingebrochen. Der furchtbare Sturm zerstörte sämtliche Telegraphenund Telephonleitungen; die Newa ging über die Ufer und überschwemmte die niederen Stadtteile, in deren Straßen das Wasser 4—5 Fuß hoch steht. Die Straßenbahn mußte den Betrieb einstellen und zu allem Unglück versagte auch das elektrische Licht. Viele Häuser sind stark beschädigt, auf den Friedhöfen wurden Leichen ausgespült und fortgetrieben. Annähernd 50000 Menschen sind obdachlos, da die unteren Stockwerke der überschwemmten Häuser völlig unbewohnbar sind. Der Schaden wird auf viele Millionen Rubel geschätzt. Das Unwetter wütet noch fort. Hd. Belgrad, 26. Nov. General Magdalenitsch wurde einer Charge für verlustig erkärt, weil er als geistiger Urheber und Leiter der Nischer Verschwörung gilt. lld 26. Calais, 26. Nov. Im Kanal wütet ein furchtbarer Orkan. Man befürchtet zahreiche Schiffsunfälle, da jede Welle Trümmer und Schiffsteile aus Land wirft. Hd. Lyon, 26. Nov. Ausständige Tüllarbeiter warfen gestern Abend in dem Fabrikgebäude der Firma Charlier sämtliche Fensterscheiben ein. Hierbei wurde eine Arbeiterin und ein Heizer schwer verletzt. Hd. London, 26. Nov. Der Direktor und Teilhaber dei Firma Wickers Sons and Maxim Sons, eine der größten englischen Fabriken zur Herstellung von Panzertürmen, Geschützen und Werften, Herr Siegmund Loewe, ein Bruder des Berliner Großindustriellen Loewe, ist bei einer Automobilfahrt bei London tötlich verunglückt. Er hatte sich aus dem Automobil herausgebeugt, verlor das Gleichgewicht und stürzte auf das Pflaster. Infolge der erlittenen Gehirnerschütterung verstarb Herr Loewe heute früh. Wetterbericht. 27.. Nov.: Rauh, starker Wind, Niederschläge, nahe Null. 28. Nov.: Wolkig, Niederschläge, windig, kalt. Verantwortlich für den redaktionellen Teil Wilh. Schade. „Shuc Linde's Kaffee=Essenz schmeckt mir kein Kaffee mehr!“ sagen alle, bei denen Linde's Kaffee=Essenz regelmäßig verwendet wurde. .— Kathreiners Malzkaffee Patzkänfte Duron die„Moderne kaufmännische Bibliothek“ Die besten Werke zur Ausbild. u. Fortbild. d. Kaufm. Ansichtsendungen ohne Kaufverbindlichkeit Hrausgegeben, verlegt und zu beziehen Durch Dr. iur. Ludwig Huberti, Leipzig, Johannispl. 3 Das Lieblingsblatt von 100,000 deutschen Hausfrauen ist Polichs 1400 viertelschrlich Erscheint am 1. und 15. jedes Monats Zu beziehen durch alle Buchhandlungen und Postanstalten. Ss Man verlange per Postkarte gratis eine Probenummer Geschäfsstelle der Denteschen Rioden Jetung in Loltpne Wer sein Geld ausgiebt für Schuhfett, der kaufe Gutes, Tranolin, macht und erhält das Leder weich, dicht und dauerhaft. Gentner's Wichse in sroten Dosen erzeugt auch auf eingefettetem Leder wieder schönen Glanz. 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Schermeng=Schwerte: „Die Zwecke und Ziele städtischer, Haus= und Grundbesitzer=Vereine unter besonderer Berucsichtigung der neueren Steuergesetzgebung.“ neueren Steuergesetgebunp. Schlachtviehpreise nach Lebendgewicht 2 Pechussohung der de Grnoung be venzhug un, aulthoitel bel der Ceatealsele sie Bleisgerseigug der egischen Lausduosrschesistanuen W Wk Nuc Katzenfallen zum geräuschlosen, humanen Wegfangen von Katzen, Marder, Iltis 2c. 2c, der unberechenbaren Feinde der Geflügelzucht im Park und Garten, automatisch fangend. Preis Me. 7,50. Unwiderstehliche Witterung, die auf das Fano= oder Laufbrett gestreut wird, garantiert aus weite Entfernungen heranlockt und durch diesen Köder todessicher fängt, per Musterbeutel Mk. 1,50 geg. Nachn. Emil Koch, Belle=vue b. Hohenlimburg i. Westf. eventl. Wayl des Vorstandes. 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