Insertionsgebühr für lokale Anzeigen, die sechsgespaltene zeile oder deren Raum 10 Pfg., außerhalb 15, Reklame=Zeile 40 Pfg., Druck und Verlag von Carl Braus in Fernsprech=Anschluß Nr. 62. Ant Schwerte. Telegr.=Adresse rasich Schwerte=stochr Ne. 269 Politische Uebersicht. Deutschland. Die neueste Meldung des Gouverneurs von Deutsch=Südwestafrika besagt, daß Einzelheiten über die Ereignisse in Warmbad noch fehlen, daß die weißen Ansiedler aber anscheinend auf der Station in Sicherheit sind. Nach den englischen Berichten sollte die Station zerstört, sollten die Deutschen niedergemetzelt worden sein, was sich jetzt als ebenso erlogen herausstellt wie seinerzeit die Meldungen über die Vorgänge in Peking. — Neue Befestigungen sind an der unteren Weichsel und der Noga und bei Kulm und Marienburg in Westpreußen errichtet worden. Sie sichern den wichtigen Eisenbahnübergang über die Nogat bei Marienburg und die zum Uebergang und Brückenschlag über die Weichsel besonders geignete Stelle bei Kulm. — Der große Streik in der Berliner Metallindustrie, an dem über 9000 Gürtler und Medalldrücker beteiligt waren, ist beendet worden. Erreicht haben die Streikenden in dem achtwöchentlichen Lohnkampf nichts, sondern sie nehmen die Arbeit zu den früheren Bedingungen wieder auf. Der Streik war aussichtslos geworden, jeder weitere Tag hätte den Ausständigen neue Wunden geschlagen. — Entschädigungen für die Unkosten der Wahlmanner. Die Frage, ob Wahlmänner, denen besondere Unkosten durch ihre Beteiligung an der Hauptwahl entstehen, * der Partei Schadenersatz erhalten dürfen, wird Alle Kreis= und Lokalpolizeilichen Verordnungen für den Kreis Hörde erlangen gemäß Bekanntmachung der Königl. Regierung durch Veröffentlichung in der„Schwerter Zeitung" rechtsveröinidliche Krait. Schwerte, Aiontag den 16. November 1903. Mordes, 250 der Teilnahmen an den Krawalle. angekagt. Mehr als 2000 Zeugen sind zum Teil bereits verhört, zum Teil für die Verhandlung geladen. Bei den Unruhen sind seinerzeit 38 Juden und 2 Russen getötet, 433 Juden und 62 christliche Bürger, sowie 68 Polizeibeamte, darunter 2 Offiziere, verwundet worden; schwer verletzt wurden 8 Personen durch Schüsse und durch Begießen mit Blausäure. In der Stadt Kischinew haben die Tumultanten 1350 Häuser beschädigt oder gänzlich zerstört. China. = Deutsche Kolonieen. Die in Tsingtau erscheinende „Deutsch=asiatische Warte“ berichtete:„Im Kreise Kaumi, im Hinterlande von Kiautschou, wurden letzthin von diebischer Hand 50 Schrauen von den Schienen der Eisenbahn entfernt, wodurch ein großes Unglück hätte entstehen können. Zum Glück wurde die Sache rechtzeitig bemerkt: ein gerade auf der Strecke befindlicher Zug wurde sofort zum Stehen gebracht. In anbetracht, daß solche Untaten mit den schwersten Gefahren für die Sicherheit der Bahn verbunden sind, hat Hauptmann Mauwe energische Maßregeln zur Festnahme der Diebe ergriffen. Ein Gebäude in der Stadt Kaumi wurde vorübergehend militärisch besetzt und eine Abteilung nach Tselantschuang entsandt. Die Diebe wurden bald darauf von den chinesischen Behörden verhaftet. Ein Telegramm des Gouverneurs Chou=Fu, an den Zwischenbericht erstattet worden war, ordnete ihre sofortige Enthauptung an, damit ein warnendes Beispiel statuiert würde. Darauf wurde die Abteilung wieder zurückgezogen. jüngsten Landtagswahl in Breslau Die damalige Wahl wurde vom Abgeordnetenhause für ungiltig erklärt, nachdem festgestellt worden war, daß die sozialdemokratische Partei ihren Wahlmännern entsprechend vorheriger offentlicher Ankündigung nach der Wahl je 5 bis 6 Mk. ausgezahlt habe. Die Wahlprüfungskommission erklärte daraufhin, daß es nicht unstatthaft sei, den Wahlmännern ihre gehabten baren Auslagen zu ersetzen und daß dasselbe Prinzip auch bezüglich einer Entschädigung für verlorene Zeit und Verlust an Arbeitsverdienst gelten mußte; daß es aber unangängig sei, ohne jede Prüfung der gehabten Auslagen für jede im Sinne einer Partei abgegebenen Stimme eine bestimmte Zahlung zu leisten. Als Entgelt für den Ausfall an Zeit und Arbeitsverdienst dürfte man die Zahlung einer Pauschalsumme nicht passieren lassen, offenkundiges Hantieren mit Geld im Wahllokal sei schlechterdings unzulässig. Rußland. = Ein Riesen=Prozeß. Der Prozeß wegen der Unruhen in Kischinew beginnt am 19. November und wird bis 2. Januar 1904 dauern. 100 Personen wurden des Das wahre Glück ist die Genügsamkeit, Und die Genügsamkeit hat überall genug. Goethe. * Hör! wenn der Freund dich kränkt, verzeih's ihm und versteh': Es ist ihm selbst nicht wohl, sonst tät' er dir nicht 866. 86441 Kleine Chronik. + Einer der Söhne Rosanos, des durch Selbstmord geendeten italienischen Finanz=Ministers, bietet mehrere den Vater schwer kompromittierende Schriften an den Meistbietenden der Gegner Rosanos aus. An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen. + Eine derbe Abweisung hat die englische Regierung Herrn Peter von Serbien zuteil werden lassen, indem sie die Annahme des Glückwunsches der serbischen Regierung aus Anlaß des Geburtstages des Königs verweigerte. Die Zukunft der elektrischen Schnellbahnen. Zu den Mitteilungen über die bisherigen Ergebnisse der Schnellbahnfahrten erfährt das„E. T.“ von bestunterrichteter Seite: Die jetzigen Versuche, die übrigens noch weiter fortgesetzt werden sollen, bilden nur die Unterlage für die Beantwortung der Frage, welche GeschwinAbonnementspreis pro Quartal 1 Mark 65 Pfg., excl. 42 Pfg. Bestellgeld, wenn durch die Post bezogen. Erscheint an jedem Wochentage. Wöchentliche Gratisbeilage:„Illustrierter Familienfreund. 36. Jahrgang. digkeit in der Praxis zur Anwendung gelangen könnte. Und da glaubt man mit Sicherheit, eine Geschwindigkeit von 150 Kilometer(die bisherigen Schnellzüge fahren 85 Kilometer in derselben Zeit) in Anschlag bringen zu können. Keineswegs aber dürfte, wenn wir doch einen Schnellbahnverkehr im Anschluß an die Studienfahrten bekommen sollten, was nach dem bisherigen Stand der Erwägungen an maßgebender Stelle ausgeschlossen erscheint,-eine Geschwindigkeit von 200 Kilometer und mehr in der Stunde eingesetzt werden. Daß das Projekt einer Schnellbahn— hier kommt zunächst die Strecke Berlin— Hamburg in Betracht— ausführbar ist, steht außer Frage. Die bisherigen Versuche haben dargetan, daß Strom von außerordentlich hoher Spannung direkt den Wagenmotoren zugeführt werden kann. Freilich ist man sich noch nicht schlüssig, ob man den Oberbau, wie er jetzt im Gebrauch ist, wird beibehalten können. Dagegen ist man überzeugt, daß die Geleisanlagen kaum so große Umänderungen zu erfahren brauchen, daß sie sich wesentlich von den heutigen Geleisanlagen unterscheiden würden. Selbstverständlich käme zum mindesten ein so starker Geleisbau in Betracht, wie er schon heute für die Versuchsfahrten Marienfelde=Zossen notwendig sei. Auch die Abnutzung des Bahnkörpers ist keineswegs so bedeutend, daß durch sie unverhältnismäßig hohe Kosten entstehen würden. Weiter kann man von einer Untermauerung des Bahnkörpers mit Backsteinen oder Zement Abstand nehmen, wenn nur sonst, wie es auch bei den Studienfahrten der Fall ist, die Strecke besonders fest angelegt ist. Aber trotz aller dieser Tatsachen, die sich im Laufe der Versuche ergeben haben, trotzdem erwiesen ist, daß vom technischen Standpunkte aus die praktische Durchführung einer Schnellbahnanlage, sagen wir Berlin=Hamburg, möglich ist, hat es den Anschein, als ob gegenwärtig nicht im entferntesten daran gedacht wird, die Schnellbahnversuche für das Reich nutzbar zu machen. Und das ist bedauerlich, umsomehr bedauerlich, als auch hier die von Deutschen gewonnenen Erfahrungen, die große Opfer der beteiligten Kreise beansprucht haben, von staatlichen Behörden oder großen Unternehmern anderer Länder eher als von uns ausgenutzt werden würden. Diese Gefahr ist nicht von der Hand zu weisen. Ein Mann wie Empain, der belgische Eisenbahnkönig, der, wie bekannt, vor wenigen Tagen mit seinen Vertrauensleuten die gesamte Schnellbahnanlage eingehend besichtigt hat, geht mit der Absicht um, eine Schnellbahn zwischen Brüssel und Antwerpen anzulegen, die übrigens schon seit Jahren geplant ist. Der Kostenpunkt— die Anlage würde 11 Millionen Franks kosten— würde in anbetracht der kommerziellen Bedeutung dieser beiden Städte ein, wie Empain meint, nicht zu erheblicher sein. Im Novelle von E. Fahrow. (20. Fortsetzung.) Mit langen, forschen Schritten, wie er sie an sich hatte, ging er die Halle entlang, die Treppe hinab und zum Greifen hinaus. Er hatte gesagt, er ginge zur Messe. Also ging er zur Messe; denn er war pedantisch wahrheitsliebend, wie das ebenfalls eine der vielen Steineisenschen Familien Bravheiten war. Eigentlich aber wußte er nicht, was er in der Kathedrale wollte. Er ging viel lieber hin, wenn kein Gottesdienst war. Er fand, dann könne er eher Gottesdienst für seine Person abhalten. Indessen traf er es heute doch sehr günstig. Es war der Vorabend zu irgend einem katholischen Festtag, und eine gar schöne und heilige Musik ward in der alten Kirche gemacht. Das liebte nun Hans Steineisen über die Maßen. Wenn die gewaltigen Töne einer Orgel durch hohe, ehrwürdige Räume brausten und womöglich, wie eben jetzt, Posaunenklänge und Menfchenstimmen dazwischen fluteten, so wurde ihm überaus fromm und demütig zu Mut. Es kam noch ein andeers dazu,was die heilige, geheimnisvolle Stimmung vollendete, die einen guten Menschen in einer schönen Kirche überkommt. Der Mond war draußen aufgegangen und schaute wundersam durch die gemalten Fenster herein.„ 60 „Es ist doch abnehmender Mond, dachte der Professor so ganz beiläufig,„sonderbar, daß er jetzt noch am Himmel steht; man sieht aber so recht, wie früh es schon dunkel wird.— Ja, diese langen Abende!— Recht winterlich überläuft's einem schon.“ Bei diesem Gedanken blieb er stehen. Winterlich war ihm zu Mut. Er kam sich kalt vor, als fröre er.— Alles das, weil ein liebliches Mädchengesicht aus seinem augenblicklichen Gesichtskreis entschwunden war. Er wußte es, er machte sich nichts weiß.— So gut er verstanden hatte, vor Vill und selbst vor seiner Schwester seine Gefühle zu verbergen, so ehrlich gestand er diese sich selbst gegenüber ein. „Ich bin ein Esel,“ sagte er sich, mit einem mutigen Anlauf zur Selbstverspottung.„Ein hoffnungsloser, romantischer Esel.— Nicht genug daran, daß diese Erna sich überhaupt niemals in einen Professor der Philosophie verliebt hätte, war das ganz und gar unmöglich, da ein Deisen neben mir stand.— Der löscht ja doch einfach alle aus, die neben ihm auftauchen; und außerdem waren sie ja schon verliebt in einander, als ich zu ihnen steh. Er ging auf den Zehenspitzen einige Schritte in dem Gotteshaus bis an einen herrlichen, geschnitzten Altar, auf dessen Sammetdecke ein duftender Blumen reichtum lag..... g grt Suuch 8###. Hier brach sich das Monblicht durth die Fenster in violetten Garben und rieselte an der überreichen Vergoldung hin, welche die vielen Heiligenbildwerke rechts und in Guirlande von Sonnenblumen schlang sich von einer Kanzel herab in doppeltem Bogen zu zwei kleinen Weihbecken hin.„„ Sonnenblumen: dachte der Professor.„Das ist so recht ein Sinnbild für Erna. Wie eine Sonnenblume ist sie, so leuchtend und eigenartig und kraftvoll. Und dreht sich nach allem Lichten hin wie diese! Deshalb eben wandte sie sich Bill Deisen zu. Er glänzt. Er glänzt innen und außen.". 9 84.2 Bei dieser wehmütigen bewundernden Betrachtung seines Freundes ward ihm enge um's Herz, und er wandte sich mit weiser Beflissenheit wieder seinem vorigen Gesö v.„ E 100 „Mir ist also winterlich zu Mut,“ sagte er sich,„ullr ich friere. Ich werde mich in sogenannter edler Selbstlosigkeit zu wärmen versuchen, indem ich Bill ein wenig weiter bugsire auf seinem Weg zum Glück. Offenbar ist etwas zwischen den beiden nicht in Ordnung; und da ich ja doch leer ausgehe, kann ich ebenso gut im Vorbeigehen noch schnell ein bischen brav sein. Es war ihm nicht ganz klar, worin dieses Bravsein bestehen würde. Nur daß er natürlich mit Therese nach München reisen und Erna irgendwie ebenfalls„weiterbugsiren“ wolle. Es war doch ganz und gar unmöglich, daß diese beiden prächtigen Menschen so einander vorüber— und überhaupt diese ewigen Mißverständnisse im menschlichen Leben! Denn selbstverständlich war es nur ein Mißverständuis alles da. zugich but am Er ahnte selbst nicht, wie ungluc er bei au seinen heroischen Selbstlosigkeitsvorsätzen aussah. An eine vom Alter geschwärzte Sandsteinsäule gelehnt stand er und blickte mit seinen guten, blassen Augen in's Leere..9 van akan###ien u Ein anderes, blaueres Angenpaal aber sah ihn und empfand im eigenen Herzen mit schmerzlicher Betroffenheit den Widerhall seines Leids. Therese war dort, ihm gerade gegenüber, unbemerkt von ihm. Sie freilich hatte wirklich nur die Musik hören wollen; in ihrer ruhigen; abgeklärten Seele war kein Raum Lokales. Schwerte, 16 November 1903. **(Unmaßgebliche Gedanken.) Auf die Petroleumkanne schaut in diesem Herbst die Hausfrau mit ernsten Blicken. Das Petroleum ist schon seit geraumer Zeit einer Preissteigerung, oder aber einer Verminderung in der Qualität unterworfen, und es sieht nicht gerade so aus, als ob es mit der Verteuerung bald zum dauernden Abschluß kommen sollte. Der nordamerikanische Petroleum Ring will eben die Kriegskosten, die er im letzten Jahre zur Erweiterung seines Machtgebietes aufwenden mußte, wieder herausholen und noch einiges dazu. Es ist eigentlich eine infame Geschichte, daß wir uns in diesem wichtigen Bedarfsartikel immer noch widerstandslos von den amerikanischen Spekulanten, Mister Rockefeller an der Spitze, scheren lassen müssen. Von diesem Herrn Rockefeller wird behauptet, daß heute seine Petroleum=Machinationen, die dem armen Mann die Beleuchtung seines bescheidenen Heims verteuern ihm hundert Millionen Mark für jedes Jahr einbringen. Mag das etwas zu viel sein, aber die Hälfte wäre reichlich, mehr wie genug Und dieser Biedermann ließ noch dazu von sich das trübselige, zum Mitleid herausfordernde Gerücht verbreiten, er sei dermaßen magenleidend, daß er die allerschönste Aussicht habe, einmal bei lebendigem Leibe zu verhungern. Gar nichts stimmt davon. Vielleicht hat er mal ein paar Tage aus Aerger darüber, daß es mit dem Geldeinlauf nicht so fluschte, weniger essen können, aber sonst befindet er sich wohl. Es sollten doch im Interesse einer energischen Bekämpfung der nordamerikanischen Spekulanten kapitalkräftige Kreise sich zusammentuen und mit den russischen, galizischen und rumänischen Petroleum werken großartige Abschlüsse treffen, die den deutschen Konsumenten einen Sicherhalt böten, damit wir die Amerikaner gründlich zappeln lassen könnten. Noch besser wäre es freilich, die schon weit gediehenen Versuche mit den Spiritus=Lampen möchten in absehbarer Zeit so vervollkommnet werden, daß jeder kleine Mann statt der Petroleum=Lampe eine billige, einfache Spirituslampe führen kann. Gas und Elektrizität wirken ja vieles, aber der Petroleum=Konsum ist neben ihnen noch immer recht groß. Wem es gelänge, die Spirtuslampe wirklich populär zu machen, der verdiente gewiß ein Denkmal. Denn er schenkte dem deutschen Nährstande jährlich mindestens 150 Millionen Mark und machte die Verbraucher von der nordamerikanischen Petroleum=Preisschrauberei unabhängig. **(Unsere Wasserleitung) besitzt bisher an ihrem Rohrnetze vier Absperrventile, sodaß bei Rohrbrüchen und etwaigen Reparaturen stets eine Reihe von Straßen abgesperrt werden muß. Hier soll eine Verbesserung des bestehenden Zustandes dahin getroffen werden, daß soviel Absperrventile eingebaut werden, daß man jede Straße einzeln absperren kann. Mit den Arbeiten soll in nächster Zeit begonnen werden, die Hausfrauen mögen sich daher darin fügen, wenn ihnen infolge dieser Arbeiten in diesen Tagen hin und wieder das Wasser abgeschnitten wird. **(Der Milchverkauf im Umherziehen) ist nach einer neueren Verfügung des Herrn Oberpräsidenten von Westfalen auch während des Gottesdienstes gestattet! Nur muß das Läuten der Wagenglocken während dieser Zeit unterbleiben. Diese wichtige Mitteilung wurde auf dem Verbandstage des Meiereiverbandes für Westfalen, Lippe und Waldeck in Unna gemacht, über den wir unter Unna berichten. ***(Bahnpersonalie.) Wie wir hören, ist Herr Bahnmeister Erzberger, der seit langen Jahren hier stationiert ist und sich in weiten Kreisen der Bürgerschaft großer Achtung und Beliebtheit erfreut, zum 1. Dezember nach Soest versetzt worden. An seine Stelle kommt der Bahnmeister Rosenkranz=Soest. **(Auszeichnung.) Von Sr. Majestät dem Könige ist dem pensionierten Bremser Norbert Köppikus hierselbst das Allgemeine Ehrenzeichen verliehen worden. **(M.=G.=V.„Cäcilia“.) Gemütliche Stunden voll echten deutschen Frohsinns und Humors waren es die gestern die Besucher des Patronatsfestes der„Cäcilia“ verlebten, das in dem freundlichen Saale des Herrn Hufnagel gefeiert wurde. Ernste und humorgewürzte Vorträge wechselten mit Liedern, vom Verein vorgetragen, ab, und ein Tänzchen zwischendurch war der dritte im Bunde. Die prächtigen Gesangsleistungen des trefflich geschulten und geleiteten Vereins noch wieder loben zu wollen, hieße Eulen nach Athen tragen. Wir wollen uns deshalb darauf beschränken, festzustellen, daß auch dieses Fest wie schon so manches andre vorher auf das beste gelang und verlief. **(„Humor“.) Eines sehr regen Besuches erfreute sich der gestrige Theaterabend des Dilettanten=Vereins „Humor" im Saale des Herrn Quadbeck, der auch gleichzeitig wieder das darstellerische Geschick der Mitglieder ins hellste Licht stellte; Die drei aufgeführten Theaterstücke gelangen unter geschickter Regie auf das beste und die gelungenen Szenen riefen viel Heiterkeit hervor. Recht rege wurde auch das folgende Tanzkränzchen besucht und flott das Tanzbein geschwungen; das kleine nette Fest verlief in schönster Harmonie. **(Eisenindustrie Menden=Schwerte.) Die General= Versammlung, welche am Samstag hier tagte und in welcher für 588000 Mark Aktien angemeldet waren, genehmigte einstimmig die Bilanz und setzte die sofort zahlbare Dividende auf 2 Prozent fest. Ueber die Geschäftslage äußerte sich der Herr Generaldirektor Bädeker dahin, daß unverkennbar eine lebhaftere Nachfrage nach den Erzeugnisse stattfinde, die Gesellschaft sei mit Aufrägen bis Avril versehen. Auch seien die Preise etwas besser geworden, wenn auch noch viel zu wünschen übrig bleibe. Ueber die Zukunft ließe sich nichts Gewisses sagen. **(Die Bautätigkeit) war in Schwerte in diesem Jahre eine sehr rege, es sind 30 Wohnhäuser und 24 Umbauten fertiggestellt worden. Im nächsten Jah mehr für undeutliche oder fruchtlose Aufregungen. Oder vielleicht auch nur keine Veranlassung. Jedenfalls blieb, sobald ihr Hansbruder in Frage kam, jedes andere Interesse im Hintergrund. Sie stand im Schatten eines Vorbaues und beobachtete seit einigen Minuten das unbefangene Minenspiel ihres Bruders. „Großer Gott!“ dachte sie.„Jetzt hat's den auch noch! Muß der als dritter dem verteufelten süßen Mädel zum Opfer fallen! Sie ist ja allerdings auch danach! Aber Dir, mein guter, großer Hans, hätte ich doch gar zu gern diese schmerzhafte Emotion erspart.“ Therese ballte die kleinen Fäustchen, als sie in das ahnungslos arbeitende Gesicht dieses geliebten Menschen blickte. „Wenn ich mich jetzt vor Dir sehen lasse, leugnest Du ja doch mit kaltem Mute," dachte sie.„So eine Niederlage ohne vorangegangenen Wettkampf gesteht man ja woh nicht gern ein. Ich werde mich also nicht zeigen, sondern im Greifen ein Abendbrot bestellen. Nachher können wir ganz harmlos miteinander Komödie, spielen und unsere Weiterreise besprechen, als wenn uns im Grunde nur an der Pinakothek in München und gar nichts an Fräulein Ermsleben läge. Mit einem zarten Schamgefühl, als habe sie etwas vor dem Bruder zu verstecken, wandte sie sich ab und verließ die Kirche. Als der Professor nach einer halben Stunde auf dem Johannesplatz heraustrat, waren seine Züge ganz, ruhig, und er konnte sich mit einem Scherzwort an den Tisch zu Therese seten.-— Gschg uull sichtigt Herr L. Weinberg am Holzenwege 6 bis 8 Wohnhäuser zu errichten. Auch sollen, wie wir hören, an der Hüsingstraße zwei alte Häuser niedergerissen und durch moderne Neubauten ersetzt werden. Hierdurch würde das Bild dieser verkehrsreichen Straße wesentlich gewinnen. (Ueberfahren) wurde gestern vormittag das 5jährige Söhnchen des Beramanns Wittkowskn in Berghofen auf der Chausseestraße von einem Radfahrer und am Kopfe erheblich verletzt. Der Name des Täters, welcher von der Schwerterheide ist, konnte festgestellt werden. **(Güterrechtsregister.) Die Eheleute Friscur ton Nowatzki und Emma geb. Lange in Schwerte haben durch Vertrag vom 22. April 1902 vollständige Gütertrennung unter Ausschließung der Verwaltung und Nutznießung des Mannes am Vermögen der Frau vereinbart.— Für die Ehe der Eheleute Steiger Heinrich Mols und Lisette geborene Ahlbach zu Hörde ist durch Vertrag vom 4. August 1903 Gütertrennung vereinbart. Das gesamte Vermögen, welches die Ehefrau in die Ehe gebracht hat und welches derselben in Zukunft zufällt, soll Vorbehaltsgut der Ehefrau sein. **(Ein Schurkenstreich) wurde dem Landwirt Herrn Heinrich Eckey=Schwerterheide gespielt. Er hatte während der Nacht seine Abortsreinigungsmaschine in einem Hofe an der Bahnhofsstraße untergebracht. Als er am anderen Morgen dieselbe in Benutzung nehmen wollte, mußte er die Entdeckung machen, daß sämtliche Schläuche so total zerschnitten waren, daß auch nicht ein Stück mehr zu gebrauchen war. Die Schläuche hatten einen Wert von mehr denn 200 Mk. Die Tat dürfte ein Racheakt sein. (Kriegerverein.) Den Bericht über den gestrigen Familienabend des Kriegervereins Schwerte mußten wir wegen der Fülle der lokalen Nachrichten für morgen zurückstellen. **(Schulpersonalie.) Dem Lehrer Herrn Karl Otten aus Werdohl(aus Schwerte gebürtig) ist endgiltig eine Schulstelle in der hiesigen Gemeinde übertragen worden. **(Gerichtsvollzieher Müller,) welcher hier„kraft Auftrages“ seines Amtes waltete, ist mit der Versetzung von hier gleichzeitig zum etatsmäßigen Gerichtsvollzieher ernannt worden. **(Das hiesige Amtsgericht) sucht steckbrieflich laut einer Bekanntmachungim Amtsblatte der Kgl. Regierung den Arbeiter Friedrich Wilhelm Cramer aus Schwerte, 29 Jahre alt, welcher sich verborgen hält. Gegen ihn ist Untersuchungshaft wegen Beleidigung, Bedrohung und Hausfriedensbruch verhängt worden. **(Unsaubere Flaschen.) Es wird häufig beobachtet, daß in den Haushaltungen Bierflaschen zur Aufahme von Terpentin, Vetroleum, Tran, Karbolwasser 2c. ** Eichlinghofen, 14. November. Recht enttäuschte Gesichter gab es laut„Dortm. Ztg. gestern morgen bei den hiesigen und den Baroper Hausfrauen. Als dieselben aufstanden und den Morgenkaffee bereiten wollten, fanden sie, daß die Wasserleitung kein Wasser gab. Es war ein Hauptrohr bei der Schule auf der Baroperheide gesprungen und eine große Ueberschwemmung dort angerichtet. Die elektrische Straßenbahn hielt den Betrieb durch Umsteigen an der Bruchstelle aufrecht. Glücklicherweise sind hier noch einige gute Brunnen, welche auch reichlich in Anspruch genommen wurden. ** Weichlinghofen, 14. Nov. Einen schönen Reinfall erlebte ein hiesiger Wirt, der ein angebliches Ehepaar einige Wochen beherbergte. Durch das schneidige Auftreten des Herrn Försters ließ sich der Wirt verleiten, nachdem er einmal Bezahlung erhalten hatte, dem Pärchen weiter Kost und Logis auf Kredit zu gewähren. Endlich reiste die junge Gattin ab zu ihren Eltern; der Herr Gemahl blieb noch einige Tage, um dann einen Ausflug zu einem Jagdfreunde zu machen, von dem er nicht wiedergekommen ist. Zwei Jagdflinten hat er dem Wirt als Andenken zurückgelassen.—Es ist das derselbe„Förster", über dessen Schwindeleien hier in Schwerte wir kürzlich berichteten. ** Holzwickede, 14. Nov. Der hiesige katholische Kirchenbauverein hat mit Rücksicht darauf, daß die Mittel für den inneren Kirchenschmuck noch zum größten Teil fehlen, beschlossen, im Januar 1904 eine Verlosung zu veranstalten. Auf 1600 Lose sollen etwa 400 Gewinne fallen. Zur Verlosung gelangen nur wertvolle Haushaltungsgegenstände. Holzwickede, 16. Nov. Dem Lehrer Herrn Friedrich Schweer ist endgiltig eine Schulstelle an der hiesigen evang. Schule übertragen worden, ebenfalls dem Lehrer Herrn Wilhelm Flicker. nahme von Terpentin, Petroleum,„ Verwendung finden. Diejenigen Fersonen, mie Bierflaschen für derartige Zwecke verwenden, seien darauf aufmerksam gemacht, daß sie wegen Sachbeschädigung gerichtlich verantwortlich gemacht werden können. Sollte es jedoch vorkommen, daß Bierverleger solche unsaubere Flaschen zum Abfüllen benutzen, so machen sie sich nicht allein auf Grund der Regierungs=Polizei=Verordnung vom 25. November 1899 strafbar. sondern sie können sich unter Umständen eine Anklage aus§ 230 oder gar§ 232 des R.=Str.=G.=B. zuziehen. ** Sölde, 14. Nov. Auf eine 30jährige Tätigkeit konnte am Mittwoch der bei dem Rittergutsbesitzer Schulze=Dellwig zu Sölde in Diensten stehende Knecht Kaspar Klovpries zurückblicken. Aus diesem Anlaß wurde demselben vom Landwirtschaftlichen Kreisverein zu Hörde eine Prämie von 50 Mark bewilligt. ** Sölde, 16. Nov. Dem evang. Lehrer Herrn Geora Haverland zu Haßlinghausen ist endgiltig eine Schulstelle in der hiesigen Gemeinde übertragen worden. ** Hombruch, 14. Nov. Ein Opfer seines Berufes wurde hente kurz vor der Mittagsschicht Hegz, Hoggg, Harn. Siebelhoff aus Kleinholthausen auf der Zean„—.—.. Derselbe fand durch Steinfall aus dem Hagenden Tod. Der Bedauernswerte hinterläßt eine Frau und acht Kinder und stand im besten Mannesalter. Aus Westfalen und * Tortmund, 14. Nov. Der verantwortliche Redakteur der„Arbeiter=Zeitung", Wilh. Düwell wurde heute wegen Beamtenbeleidigung zu drei Monaten Gefängnis verurteilt. In der„Arbeiter=Zeitung" erschien s. Zt. ein Artikel, überschrieben„Tadellose Polizeibeamte“, der sich mit einem nächtlichen Vorgang auf der Bleichmärschstraße befaßte. In dem Artikel wurde behauptet, die Polizeibeamten Schomberg und Fahrweg seien auf ihrem Dienstgange angetrunken gewesen, über die Straße geschlenkert, hätten Leute„im Polizeiton angeflötet“ und sie„nach allen Regeln der Polizeikunst“ gestoßen. Am Schlusse hieß es:„Dann troddelten die Beamten weiter. Der Vertreter der Staatsanwaltschaft hatte eine Gefängnisstrafe von 6 Monaten beantragt, mit Rücksicht darauf, daß der Angeklagte mit dem Artikel das ganze Polizeinstitut habe treffen wollen. * Unna, 14. Nov. Im Hotel Niemeyer tagte gestern der zehnte austerordentliche Verbandstag des MeiereiVerbandes für Westfalen, Lippe und Waldeck, der von etwa 50 Personen besucht war. Die Verhandlungen, welche vormittags um 11 Uhr begannen, wurden von dem Verbands=Direktor, Herrn Reichstags= und Landtagsabgeordneten Herold, geleitet. Eingangs teilte derselbe mit, daß der Herr Oberpräsident sein Fernbleiben entschuldigt habe; als Vertreter des Herrn Regierungspräsidenten sei Herr Regierungsrat Haxler entsandt und anwesend. Der erstatteten Rechnungslage für 1902 entnehmen wir daß an Einahmen 13500 Mk. und an Ausgaben 9266 Mk. zu verzeichnen waren, somit ein Bestand von 4234 Mk. verbleibt. Auf Antrag der Revisoren wurde dem Rechnungsführer Entlastung erteilt. Der Etat für 1904 wurde in ähnlicher Weise wie der für 1903 bewilligt. Es folgte sodann ein interessanter Vortrag des Herrn Professors Dr. Kamp=Bonn über die Hebung der Milchproduktion durch stärkeren Milchkonsum. Ueber den Internationalen Milchwirtschaftlichen Kongreß zu Brüssel berichtet Herr Dr. Bömer=Münster, während das Referat über den 19. Deutschen landwirtschaftlichen Genossenschaftstag zu Bonn in den Händen des Herrn Instruktors Oeser=Münster lag. Sämtliche Referate wurden mit großem Beifall aufgenommen. Unter den Mitteilungen ist besonders ein eingegangenes Schreiben des Herrn Oberpräsidenten erwähnenswert. Nach diesem Schreiben ist eine Aenderung der Bestimmungen über die äußere Heilighaltung der Sonn= und Feiertage dahin eingetreten, daß der Milchverkauf im Umherfahren während der Zeit des Gottesdienstes gestattet ist, nur sei das Läuten der Wagenglocken untersagt.— An die Verhandlungen schloß sich ein gemeinschaftliches Mittagessen. * Herne, 13. Nov. Wie es im Zukunftsstaat sein wird, zeigt ein sprechender Vorgang, der hier im sozialdemokratischen Lager passierte. Ein Mitglied des Alten Bergarbeiterverbandes geriet, so berichtet die„Herner Ztg., vor einigen Wochen im Bommerschen Lokale mit einigen„Genossen“ in Meinungsverschiedenheiten, die auch draußen noch fortgesetzt wurden. Dabei wurde der Gedachte recht empfindlich„vermöbelt". Nun schmecken vermutlich die Schläge nicht besser, wenn sie von Genossen kommen, als wenn sie etwa von Parteigegnern ausgeteilt werden. Wer in aller Welt wollte es dem Mißhandelten verdenken, wenn er gegen denjenigen, der ihn so empfindlich verhieb, Anklage erhob! Aber bei den Sozialdemokraten ist's anders. Daß der Verhauene gegen seinen Genossen durch die Staatsgewalt wegen gefährlicher Mißhandlung einschritt, war ein schweres Verbrechen gegen Parteidisziplin! Der Geprügelte ist nämlich in einer späteren Sitzung des sozialdemokratischen Bergarbeiterverbandes, die Sonntags bei Bomm stattfand, einfach ohne Widerrede aus dieser angeblich wirtschaftliche Interessen verfolgenden„neutralen“ Gewerkschaft ausger schlossen worden. Man strafte ihn dadurch sogar recht empfindlich am Geldbeutel, denn der Mann hat nun gar keine pekuniären Ansprüche mehr an diese Gewerkschaft. Dabei war der Geprügelte nicht etwa ein„gerzöhulschen Mitglied, über das man einfach und ohne zur Tagesordnung übergehen konnte, sondern er war erst vor nicht allzu langer Zeit als Vertreter des alten Ver bades(soll wohl heißen als Vertreter der Herner Genossen) zu einer Konferenz in Linden abgeordnet worden. Also ein durchaus zielbewußter und vertrauenswürdiger Genosse. In der Ausschlußsitzung hatte keiner seiner früheren Freunde den Mut, gegen diese Vergewaltigung jedes Rechts Einspruch zu erheben. Mit dem Schlacht ruf:„Wir brauchen keine Polizei!“ warf man den Mann einfach aus einem wirtschaftlichen Verbande heraus wegen unkollegialischen Verhaltens! Man denke. Dem Mißhandelten wird unkollegialisches Verhalten vorgeworfen und der Mißhandler sitzt womöglich noch in Amt= und Parteiwürden als„Märtyrer“ wahrscheinlich! * Meinerzhagen, 15. Nov.(Eiserne Hoch zeit.) Das äußerst seltene Fest der eisernen Hochzeit konnten die Eheleute Landwirt Friedrich Reppel und Luise geb. Goseberg zu Borlinghausen in voller Rüstigkeit feiern. Ein eigenhändiges Schreiben des Kaisers, sowie die Ehejubiläumsmedaille wurden dem Jubelpaare überreicht. Die Medaille ist von echtem Golde mit der Zahl 65 auf der einen Seite und auf der anderen Seite das Bildnis des Kaiserpaares. Reppel ist im Jahre 1817 und seine Frau 1819 geboren. Das Ehepaar hat 8 Kinder und 77 Enkel. Dem Jubelpaare wurden zu dieser seltenen Feier von nah und fern zahlreiche Glückwünsche zuteil. * Düsseldorf, 14. Nov.(Die Künstlergagen) der Spezialitäten=Theiter sind denen der anderen Theater weit überlegen. Einigermaßen überraschend klingt es aber doch, wenn man hört, daß Eleonore Duse sich für drei Abende für das„Apollo=Theater" in Düsseldorf zu verpflichten im Begriff steht, dem„Conf.“ zufolge, werden ihr für den Abend 7000 Mark Einnahme garantiert, wovon sie die Hälfte erhält. Sie würde also noch mehr Gage als Yvette Guilbert erhalten, welche bei ihrem ersten Auftreten in Berlin im Apollo=Theater für 10 Abende 30000 Mark bekam. Nachher ging sie mit ihren Preisen herunter, aber man mußte ihr doch noch 2400 Mark für den Abend zahlen. Die Otero erhielt in ihren Glanzrollen 1000 Mark für den Abend. Verhältnismäßig gering wird die Kunst der Löwenbändigerin Miß Claire Heliot eingeschätzt. Sie erhält pro Monat 6000 Mark. Diese me fließt aber nicht ihr zu, sondern dem Zoologischen Garten in Leipzig, welcher Eigentümer der dressierten Löwen ist und Miß Heliot als Löwenbändigerin mit einem Monatsgehalt von 2000 Mark engagiert hat. merkwürdige Die Herstellung einer Herznaht scheint dauernd geglückt zu sein. Ein gewisser John Long, welcher in einer nordöstlichen Vorstadt Londons lebte, wurde in einem Streit von einem Unbekaunten mit einem Federmesser in das Herz gestochen. Er fühlte nach seiner Aussage keinen großen Schmerz, Er hatte die Empfinduug, als wenn ihm die Klinge des Fe dermessers etwa zwischen zwei Finger hinourchgestoßen worden wäre, ohne dieselben zu verletzen. Aber eine schreckliche Atemnot setzte bald ein und unter den Qualen derselben will er das Bewußtsein verloren haben. Der nächste Arzt des Distrikts erklärte die Wunde für absolut tötlich und meinte, der Tod müsse in spätestens einer halben Stunde eintreten. Man brachte den Verunglückten in das London=Hospital und dort kam er in die Hände des Dr. Furnival. Dieser schritt sofort zur gewagten Operation, welche dem Verletzten jetzt noch, nach vier Jahren, keine üblen Folgen hat spüren lassen. Er schnitt drei Rippen durch und sägte dann einen Teil des Brustknochens heraus. Nachdem das Herz freigelegt war, wurden drei Nadelstiche ansgeführt und das Pericardium von dem eingedrungenen Blute geleert. Die Herstellung des Operierten ging schnell vor sich und er konnte bereits nach zwei Monaten das Hospital wieder verlassen. Während der Kranke im Lazaret lag, war er natürlich der Gegenstand der Besuche zahlloser=Aerzte, welche das Herz deutlich pulsieren sehen konnten. Der Geheilte trägt zum Schutze der verletzten Teile ständig eine Art Brustkappe aus dickem Leder und Aluminium gefertigt. Wenn er dieselbe entfernt, sieht man eine sieben Zoll lange Narbe und in einer Vertiesung, in der ungefähren Mitte verselben, kann man deutlich den Pulsschlag des Herzens beobachten. Vermischtes. (Ich weiß nicht, was soll es bedeuten...) Vom Rhein wird geschrieben: Nun soll leider auch der Loreleyfelsen sein Denkmal erhalten! Ein Verein in St. Goarshausen will diesem„längst empfundenen Bedürfnisse“ abhelfen. Wir wissen nicht, was der romantischeste Fels des ganzen Rheintals verschuldet hat, daß die Denkmalswut des zwanzigsten Jahrhunderts auch ihn treffen soll. Wenn wir an dem trotzigen, stolzgetürmten Felsenbilde jetzt vorbeifahren, so blicken wir wohl hinauf, um zu schauen, ob die geheimnisvolle Fee nicht droben sitze, und unsere Phantasie beschäftigt sich, durch Heines herrliches Volkslied angeregtmit der sagenhaften Gestalt der Loreley, deren Gesang sich mit dem Gebrause der Fluten mischt. In Zukunft— wenn der abenteuerliche Plan verwirklicht werden und sich dort oben das Denkmal „aus weißem Marmor, zwölf Meter hoch“ erheben sollte — wird das anders werden. Wir hören im Geiste, wie die Rheinreisenden einander zurufen:„Haben Sie„sie gesehen?“ Und dazu noch die anmutenden Backfischausrufe:„Reizend“!„Entzückend“! Himmlisch“!„Großartig“! Von Romantik keine Spur mehr!— Zu der wird berichtet, daß sich für den zuerst im Jahre 1875 aufgetauchten Plan und Entwurf Kaiser Wilhelm I., Kronprinz Friedrich Wilhelm, der König von Bayern usw. interessiert hätten, daß aber die Errichtung des Niederwalddenkmals der Ausführung im Wege gestanden habe. Nun, das Denkmal auf dem Niederwalde ist längst fertig, man hat aber nichts davon vernommen, daß ein Loreley=Denkmal von irgend eiier Seite gewünscht würde! Wir wollen hoffen, daß wir auch weiterhin davon verschont bleiben; schließlich möchte sonst nach und nach eine ganze Allee von Marmorstatuen am Rhein empor wachsen und zu dem Ausspruche anreizen:„Ich weiß nicht, was soll es bedeuten“! t(Luftschiffer=Abenteuer.) Ein aufregendes Erlebnis hatten dieser Tage zwei Offiziere der Berliner Militarluftschifferabteilung, die mit ihrem Ballon nach neunsündiger Fahrt in der Gegend von Leobschütz in Oberschlesienzu landen beabsichtigten. Als sich der Ballon auf dem sogenannten Hutberge in Neudorf bei Leobschütz niederlassen wollte, erfaßte ein 14jähriger Knabe beherzt das herabhängende Tau. In demselben Augenblick ging der Ballon wieder in die Lüfte, riß den Jungen über eine hundert Meter breite und 16 Meter tiefe Sandgrube hin weg und ließ sich auf der anderen Seite der Grube nieder, wo der Knabe von seiner Todesangst befreit wurde. Er hat bei der Luftfahrt wider willen keinen Schaden erlitten. Die Landung selbst ging mit Hilfe herbeigeeilter Dorfbewohner glatt von statten. Der Ballon hatte eine Höhe von 7100 Metern erreicht. (Türkisches) wird aus Konstantinopel mitgeteilt: Ein hier erscheinendes Blatt, die„Nea Efinerip“, wurde kürzlich von der strengen Zensurbehörde verboten. Sein Erscheinen wurde gänzlich eingestellt. Und warum? Weil es eine Abhandlung über den— Planeten Mars veröffentlicht hatte. Es klingt lächerlich, aber es ist so, daß noch im zwanzigsten Jahrhundert ein Staat in Europa existiert, der der Presse unter vielem anderen auch untersagt, astronomische Themata zu publizieren. *(Ein artiges Geschichtchen) erzählt die Tils. Allg. Ztg.: Eine lebenslustige, in der Nähe Tilsits wohnende Witwe wollte wieder heiraten und hatte, trotzdem die Verlobung mit ihrem Erwählten bereits einmal rückgängig gemacht worden war, Einladungen ergehen lassen und die Trauung beim Standesamt bestellt. Die Gäste kamen, aber der Bräutigam nicht. Doch selbst die Braut wußte sich zu trösten und fröhlich verlief der Schmaus, ja plötzich wurde die Verlobung der Braut mit einem inzwischen aus der Gesellschaft Neuerwählten verkündet, so ward aus der Hochzeits= eine Verlobungsfeier. *(Eine amerikanische Geschichte.) Der„Daily Expreß" entnimmt einer Chicagoer Zeitung nachstehende Geschichte, um zu zeigen, was die amerikanischen Zeitungen dem Publikum als zwahre Vorkommnisse unterbreiten können:„Fünfzig Schweine, die dem William Mc. Farland von Harrisburg, Illinois gehörten, sind einem merkwürdigen Irrtum zum Opfer gefallen. Mac Farland pflegte um die Futterstunde die Schweine dadurch herbeizurufen, daß er an ein Brett klopfte. Vor einiger Zeit trieb er sie auf eine große Wiese, auf der auch eine Anzahl abgestorbener Bäume stand. Diese Bäume wurden von Spechten besucht, die ein ganz ähnliches Geräusch hervorbringen, wie das Klopfen an das Brett. Die Schweine hörten dieses Geräusch von einem Baum an einem Ende des Feldes und stürmten dorthin, in der Erwartung ihr Fressen zu finden. Ein anderer Specht, an der anderen Seite des Feldes, fing nun an zu klopfen, und die Schweine rannten dorthin. Hin und her stürzten die Tiere während eines langen heißen Tages, bis erst das eine und dann ein anderes vor Erschöpfung tot hinstürzte und Mac Farland schließlich seine ganze Herde verloren hatte. *(Nur der Vater.) Ein komischer Zwischenfall ereignete sich bei einer Taufe in einer Londoner Vorstadt. Der Geistliche war offenbar nicht ganz mit den Qualifikationen für die Würde der Patenschaft bei einem der Anwesenden zufrieden und machte seinem Mißtrauen in den nicht sehr freundlichen, aber wahrscheinlich wohlbegründeten Worten Luft: Sie sind zu jung, um Pate zu stehen,“ worauf der also angeredete Jüngling bescheiden erwiderte: „Bitte sehr, will auch gar nicht Pate stehen, ich bin nur der Vater.“ „Was machst Du denn da?“ richter Engelhardt aus Magdeburg hingerichtet Constanz, 15. Nov. Der Seidenbandweber Gottfried Brenner, welcher im Mai v. Is. seine Tochter ermordete und ihr beide Beine abgesägt hatte, wurde durch den Scharfrichter aus Freiburg mittels Fallbeils hingerichtet. Sein der Mittäterschaft beschuldigter Sohn Friedrich Brenner wurde s. Zt. zu 6 Jahren Zuchthaus verurteilt. HId Berlin, 16. Nov. Das Ergebnis der Landtagswahlen liegt noch immer nicht vollständig vor. Als gewählt sind bis jetzt bekannt: 130 Konservative, 49 Freikonservative 90 Zentrum, 77 Nationalliberale, 23 Freisinnige Volkspartei, 9 Freisinnige Vereinigung, 13 Polen, 2 Dänen und 5 Wilde, 19 Mandate sind unentschieden. HId Paris, 16. Nov. In Clermont Ferrand beschlossen alle Syndikate, sich mit den ausständigen Straßenbahn=Angestellten solidarisch zu erklären und am Donnerstag den Generalausstand zu proklamieren, falls sie bis dahin Genugtuung nicht erhalten haben. Hd Paris, 16. Nov. Hier sind 13 Frauen verhaftet worden, welche Aussagen gemacht haben, wodurch es der Polizei gelingen wird, die Mitglieder einer organisierten Bande zu verhaften, welche sich vorwiegend mit Mädchenhandel befaßt. Hd Pisa, 16. Nov. Das italienische Königspaar hat in Begleitung des Ministers des Aeußern, Tisnai und Gefolge die Reise nach England angetreten. Hd Belgrad, 16. Nov. Die serbische Regierung forderte die Königin Natalie auf, ein Verzeichnis der von ihr für das Palais angeschafften Möbel vorzulegen, weil die Finanzverwaltung den Betrag von 300000 Franks fordert, den sie seiner Zeit ebenfalls für Möbel vorgestreckt haben Wetterbericht. 17. Nov. Meist bedeckt, teils heiter, Niederschläge, ziemlich kalt. Verantwortlich für den redaktionellen Teil Wilh. Schade. Asthma öft heilbal. Die unten veröffentlichten Aussagen bestätigen die Angaben von Dr. Schiffmann, daß sein Mittel ein vorzügliches, oft wirksames Heilmittel für Asthma ist.„Ich sehe mich veranlaßt, für das mir zugesandte Asthma=Pulver meinen wärmsten Dank auszusprechen. Oft war ich schon so mißmutig und dachte: ach! brauchte ich doch überhaupt nicht mehr Atem zu holen! Jede Arbeit, ja sogar das Gehen wurde mir schwer. Gingen wir mehrere zusammen, so blieb ich immer zurück und konnte kaum mitkommen. Viele meinten, ich wäre doch noch so jung, ich müßte etwas dagegen thun. Ich ließ auch die Zeit nicht unnütz verstreichen, versuchte so mancherlei, doch nichts hatte einen so schnellen Erfolg wie Ihr Asthma=Pulver. Ich werde dasselbe nicht eingehen lassen, damit ich bei einem wiederholten Anfall gleich etwas dagegen thun kaun. Ich kann jetzt wieder mit Lust und Liebe meine Arbeit aufnehmen und denke, es giebt doch keinen größeren Reichtum als die Gesundheit. Soweit es in meinen Kräften steht, werde ich das Asthma=Pulver zu verbreiten suchen.“(Gezeichnet) Elise Retthy, Burg. Ein anderer Leidender schreibt:„Das mir zugesandte Dr. Schiffmann's Asthma=Pulver ist ein vorzügliches Mittel; es giebt nach dem Einalmen sofort Linderung. Dank dem himmlischen Arzt, der das Kraut dazu wachsen läßt, Dank dem Arzt, der Pulver daraus machte! Ich möchte sagen, daß es bis jetzt das beste Mittel gegen Asthma ist und will ich dasselbe hiermit jedem, der an dieser Krankheit leidet, dringend empfehlen.“(Gezeichnet) Johannes Kaiser, Landwirt, NiederMocknad### erhältlich in allen Apotheken. Man verlange eine Gratisprobe unter Einsendung einer 10=Pfg.=Marke für Porto von der Victoria=Apotheke, Berlin SW.9Friedrichstraße 19a. Bestandtheile: 34.90 Prosent Salpeter, 51.10 Prosent Südamerikanlscher Stech1ptel, 14 Prozent Riechender Kusslkalben. — Boshaft: Frau:„Was machst Du denn da: — Mann:„Ach, ich nähe nur dieses Knopfloch zu den abgerissenen Knopf nähst Du ja doch nicht wieder an!“ „„„„„„ Stilblüte. Die Passagiere begaben sich nach dem vorderen Teil des Schiffes. Edmund und Laura blieben jedoch auf dem Hinterteile sitzen. Statt Jeder besonderen Anzeige! Meta Hirschberg 8 Louis Mosbach Verlobte. 8 Eigener der„Schwerter Berlin, 15. Nov.. Wie aus Posen gemeldet wird, ist der Verleger der„Praca“, Martin Biedermann, gegen eine Kaution von 50000 Mark heute vormittag aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Berlin, 15. Nov. Nach einem Telegramm aus Straßburg i. E. lösten sich in einer Steingrube der Gemeinde Hochstall Steinmassen und zerschmetterten den Wegemei a Stadfoldendort Schwerte November 1903. surg i. E. lösten sich in einer Steingrube der Gemeinde sochstall Stemmassen und zerschnietterte den Wigr nrister Totsch, sowie dessen Gehilfen, beide sind tot. Berlin, 15. Nov. Der Staatssekretär des Reichsmarineamts v. Tirpitz ist vom Kaiser zum Admiral befördert worden. Berlin, 15. Nov. Auf der Eisenbahnstrecke Lichtenfels= Coburg wurden im Laufe des heutigen Vormittags an verschiedenen Stellen zwei Personen überfahren und getötet. Berlin, 15. Nov. Ein Zeichen für den guten Gesundheitszustand des Kaisers ist darin zu erblicken, daß am gestrigen Nachmittag einige Künstler vor dem Kaiser konzertieren durften. Dem Konzert wohnte auch die Kaiserin mit der kleinen Prinzessin, sowie der Reichskanzler Graf Bülow und die engere Umgebung des Kaiserpaares bei. Falkenau, 15. Nov. Der Bahnarbeiter Richard Eichler fand, als er nachts gegen 1 Uhr heimkehrte, sein jüngstes, erst einige Wochen altes Kind mit geöffneten Pulsadern tot vor, ebenso wies das 6jährige Kind eine große Wunde am Halse auf. Die Mutter wurde heute Morgen tot aus dem Mühlgraben gezogen. Stettin, 15. Nov. Im Stadtteil Unter=Bredow brachte der Schneider Nobbermin seiner Schlafwirtin, der 36jährigen Witwe Schubert heute früh auf offener Straße mit einem dolchartigen Messer fünf Stiche in den Unterleib bei. Die Frau wurde nach einem Hausflur getragen, wo sie kurz darauf verstarb. Der Täter stellte sich selbst der Polizei. Verden, a. d. Aller, 15. Nov. Der Mörder Klinkworth aus Rothenburg wurde gestern durch den ScharfStandesamt Schwerte. Anmeldungen vom 1. bis 15. November 1903. 1. Geburten: 1 Sohn: Lehrer Friedrich Westerfeld gt. Trinthammer. Fabrilarb Karl Vonhoff. Fabrikarb. Gustav Liesenhoff. Fabrikarb. Carl Lappe. Pflasterer Robert Köster. Fabrikarb. Adolf Maurer. Schlosseimeister Adolf Hübenthal. Metalldrucker Robert Kirchner. Fabrikarb. Heinr Gerhold. Fabrikarb. Johann Cibulski. 1 Tochter: Husschmied Hermann Spangenberg. Lehrer Hermann Kockelke Maschinist Eduard Sauerwein. GüterExpedient Otto Schmolke Fabrikarb Max Vogt. Fabrikarb. Johann Plath. Straßenbahnschaffner Eduard Groning 2. Aufgebote: Lagerist Carl Schniewind und Johanna Goßmann zu Schwerte und Höchsten. Fabrikarb. Friedrich Schniewind und Emma Neurath zu Schwerte. Lokomotivheizer Friedrich Bröseke und Johanra Strathoff zu Hagen und Schwerte. Kaufmann Emil Stolle und Adele Andree zu Schwerte. Bergmann Emil Scheibel und Emma Henning zu Schwerte 3 Eheschließungen: Drahtzieher Wilhelm Brouwers und Julie Heese zu Schwerte. Fabrikarb. Wilhelm Meier und Karoline Kohl zu Schwerte. Kaufmann Wilhelm Rothöft und Ella Richter zu Wetter und Schwerte. Handlanger Georg Umbach und Helene Tomaszewski zu Schwerte. Fabrikarb. Gustav Koch und Martha Bolle zu Schwerte. 4. Sterbefälle: Dienstmagd Johanna Kohlmann 19 Jahre. Ehefrau Fabrikarb Wilh. Gillkötter, Friederike geb Becker 47 Jahre. Heinrich Rettkowski 2 Mon. Ehefrau Leitungsaufseher Bernhard Kohle Theresia geb Fleische 29 Jahre. Albert Brand 6 Mon. 5 Tag- auf Proue ohne Nachnahme, ohne Vorausbezahlung, ohne Kaufzwang senden wir jedem Intcressenten franko einen Petroleum-Glüblichtbrenner „Schapirolicht“. Leuchtet wie Gasglühlicht. 1 kompletter Schapirobrenner m. Strumpf u. Zylinder Mk 750. Wiederverk. Rabatt. Modell 1904““ = Passt auf jede Petroleumlampe. Hermann Hurwitz& Co., Berlin C., Stralauerstr. 66. 5 Uhre Lendung, hat weinen gaanen lelfall und werde ich nicht verfehlen, Ihre Fabrikate in meinen Freundeskreisen angelegentlichst zu empfehlen. v. Bredow. Amtsgerichts-Sekretät Ich habe die 44Gegenstände von mexikanischem Patent-Silberbekommen undwerde Ihre Ware meinen Bekannten empfehlen. Frau Oberamtsrichter Müblenbruch. Soeben habe ich die gewünschte Sendung in trefflichem Zustande erhalten. * Prof. Dr. Eugen Wilhelm. Ich ersuche Sie, mir eine Garnitur zu senden, wie solche mein Schwiegersohn Frhr. v.Pelser Berenberg im vorigen Jahre von Ihnen erhalten hat; ich habe die Sachen gesehenu nach Wunsch befunden und hoffe, dass Sie mich ebenso gut bedienen werden; ich werde Sie dann gern weiter empfehlen. Frau Dr. Mitscherlich. Ersuche Sie höflichst, mir Nachricht zu geben, ob ich ganz dieselben Messer und Gabeln erhalten kann, wie sie Frau Generalin v. Giese zugeschickt bekommen hat. Frau Geheime Baurat Jacobl. Da Ihre heutige Sendung zu meiner Zufriedenheit ausgefallen ist, bitte ich um gefl. Uebersendung Ihrer Preisliste von Kaffee- und Theeservicen. Frau Bezirksgeometer Rehmann. Nach Empfang Ihrer Sendung theile ich Ihnen gern mit, dass dieselbe meinen Erwartungen vollkommen entsprochen hat. Paul Fischer, Referendar. Die übersandten Messer und Gabeln haben unsern Beifall gefunden. Stahl, Regierungs- u. Forstrat. * 1* für die St. 1 Ner atr#####um venn Lezice Zunpele S. 6„ Gegen Einsendung dieser Anzeige erhält Jedermann als Prämie: Ein hochelegantes Etui(innen Atlas) enthaltend: feinste„Mexiko“-Silber-Messer mit feiner Stahl-Klinge, massive„" Gabeln aus einem Stück, schwere„" Speiselöffel, 6à 6" elegante„„ Kaffeelöffel, " 6 prachtvolle„" Dessertmesser m. f. Stahl-Klinge, S• 6" massive„" Dessertgabeln aus einem Stück, 1 massiven„„ Gemüselöffel, S 1" schweren„" Suppenschöpfer, ** 6" verrsilberte Messerbänke „„ 188 m. F 44 st. zum aussergewöhnlich billigen Preise von 1S 4 — S Das weltbekannte„Mexiko“-Silber ist der beste Ersatz für — echtes Silber, da es ein durch und durch weisses Metall ist * welches immer weiss bleibt. 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PiirMansmotenns allen denen, die sich durch Ekianung oder Uebelladung des Magens, durch Genuß mangelhafter, schwer verdaulicher, zu heißer oder zu kalter Speisen oder durch unregelmäßige Libensweise ein Mogenleiden, wie Magenkatarrh, Magenkrampf. Magenschmerzen, schwere Verdauung oder Verschleimung ugezogen haben, sei hiermit ein gutes Hausmittel empfohlen, dessen vorzügliche heilsame Wirkungen schon seit vielen Jahren erprobt sind. Es ist dies das bekannte Verdauungs= u. Blutreinigungsmittel, der Hüdert Klrichschr Kräuter Wein. Dieser Kräuter-Wein ist aus vorzüglichen, heilkräftig befundenen Kräutern mit gutem Wein bereitet, und stärkt und beiebt den ganzen Verdauungsorganismus des Menschen ohne ein Abführmittel zu sein. Kräuter-Wein beseitigt alle Störungen In den Blutgefüssen, reinigt das Blut von allen verdorbenen krankmac lenden Stoffen und wirkt fördernd auf die Neubildung gesunden Blutes. Durch rechtzeitigen Gebrauch des Kräuter=Weins werden Magenübel meist schon im Keime erstickt. Man sollte also nicht säumen, seine Anwendung allen anderen scharfen, ätzenden, Gesundheit zerstörenden Mitteln vorzuziehen. Alle Symptome wie: Kopfschmerzen, Aufstossen, Sodbrennen, Blähungen, Uebelkeit mit Erbrechen, die bei chronischen(veralteten) Magenleiden um so heftiger auftreten, werden oft nach einigemal Trinken beseit g.... uugusgnehme Tolgen wie Reklam. biverRopf:= und veren unangenehme Feig.n, wie BeklemSrühlvernopfung nung, Kolikschmerzen, Herzklopfen, Schlaflosigkeit, sowie Blutanstauungen in Lever, Milz, und Pfortadersystem(Hämorrhoidalleiden) werden urch Kräuter=Wein rasch und gelind beseitigt. Kräuter=Wein behebt jedwede Unverdaulichkeit verleiht dem Verdauungssystem einen Aufschwung und entfernt durch einen leichten Stuhl alle untauglichen Stoffe aus dem Magen und Gedärmen. Hageres, bleiches Aussehen, Blutmangel, Entkräftung sind meist die Folge schlechter Verdauung, mangelhafter Blutbildung und eines krankhaften Zustandes der Liber. Bei gänzlicher Appetitlosigkeit, unter nervöser Abspannung und Gemitsverstimmung, sowie häufigen Kopfschmerzen, schlaflosen Nächten, siechen oft solche Kranke langsam dahin. ba Kräuter=Wein giebt der geschwächten Lebenskraft einen frischen Impuls. Ee Kräuter=Wein steigert den Appetit, befördert Veidauung und Ernährung, regt den#toffwechsel kräftig an, beschleunigt und verbessert die Blutbildung, beruhigt die erregten Nerven und schafft dem Kranken neue Kräfte und neues Leben. Zahlreiche Anerkennungen und Dankschreiben beweisen dies. A Gebrauchsanweisung ist jeder Flasche beigegeben. äute: Wein ist zu haben in Flaschen à Mt. 1,25 und 1,75 in: Schwerte, Thna. Königsborn, Aplerbeck, Nerdecke, Hagen, Hörde, Assein, Aunen, Leimathe, Hohenhmburg, Iserlohn, Hemer, Menden, Altena, Wilten, Camen, Verl. Lünen, Haspe, Lüdenscheld, Balve, Gevelsberg, Lungerfeld, Langendreer, Dorstfeld, Hamm, Schweim, Barmen, Elberfeld, Dortmundu. s. w. in den Apotheken. Auch versendet die Firma IIubert Ullrich, Leipzig, im Engrosverkauf 3 und mehr Flaschen Kräuter=Wein zu Originalpreisen nach allen Orten Deutschlands portound kistefrei. Mindestquanium im Engroeversand sind also 8 Flaschen. Mein Kräuter Wein ist kein Geheimmittel; seine Bestandteile sind: Mealagawein 450,0, Weinsprnt 100.0, Glyzerin 100,0, Rotwein 240,0, Ebereschensaft 150,0, Kirschsaft 320,0, Fenchel, Anis, Helenenwurzel, amerik. Krastwurzel, Enzianwurzel, Kalmuswurzel aa Vor Nachahmungen wird gewarnt! Man verlange ausdrücklich Hubert Ullrich'schen Kräuter-Wein. Nessu ch