Amtliches Kreisblatt 8 Insertionsgebühr für lokale Anzeigen, die sechsgespaltene Petitzeile oder deren Raum 10 Pfg., außerhalb 15, Retlame=Zeile 40 Pfg., Druck und Verlag von Carl Braus in Schwerte, Fernsprech=Anschluß Nr. 62. Amt Schwerte. Telegr.=Adresse Braus, Schwerte=Ruhr. Alle Kreis= und Lokalpolizeilichen Verordnungen für den streis Hörde erlangen gemäß Bekanntmachung der Königl. Regierung durch Veröffentlichung in der„Schwerter Zeitung" rechtsverbindliche Kraft. Nr. 261. Schwerte, Freitag den 6. November 1903. vosemmueeme einentsverhältnisse. knaustausches zuschen dem Grasen Lansdorf und den Die Abanermenirrerhatt..“: Grafen v. Bülow in der Richtung geltend machen wird, Die neueste Dienstaltersliste der preußischen Armeci den Frieden unseres Weltteils vor Erschütterungen zu beund des württembergischen(13.) Armeckorps gibt einen wahren und etwaigen tuf die Störung des Friedens. gezuverlässigen lieberblick über die Altersverhältnuisse im richteten Entwicklungen entgegenzurifseg, gzter dise Heere, die als besonders günstig nicht bezeichnet werden digung ist festzustellen, daß auch runt##e Stner diese können. In der Generalitat und auch schon bei den Stabsoffizieren gestalten sich diese Verhältnisse zwar günstiger; es ist dies aber für die allgemeine Beurteilung um so weniger von Belang, als bei der Beförderung zum Stabsoffizier das Springen der zum Generalstab und Kriegsministerium und zur höheren Adjutantur kommandierten Offiziere einsetzt. Die Beförderung der Offiziere aus dem reinen Frontdienst in die höheren Stellungen läßt recht viel zu wünschen übrig. In einigermaßen gesicherter Lebensstellung ist der Offizier eigentlich erst mit seinem Aufrücken in die Stellung als Regimentskommandeur und auch in dieser Beziehung ist die Infanterie als Hauptwaffe am schlechtesten gestellt. Majors als Regimentskommandeure gibt es bei der Infanterie, den Ingenieuren und dem Train überhaupt nicht, dagegen bei der Feldartillerie 22. Vor der Beförderung zum Stabsoffizier stehen die Hauptleute bei der Fußartillerie und den technischen Instituten mit Leutnantspatent von 1881, bei den Verkehrstruppen von 1880, bei der Infanterie aber erst von 1878. Hierbei ist aber zu berücksichtigen, daß bei allen Waffen das Aufrücken zum Major sofort die Gebührnisse eines Bataillonskommandeurs zur Folge hat, nur bei der Infanterie muß sich der neuernannte Major noch mehrere Jahre mit dem Gehalt eines Hauptmanns begnügen— Generalstab und Kriegsministerium dabei ausgeschlossen. Auch zum Hauptmann und Oberleutnant steht die Infanterie um ein bis zwei Jahre schlechter als die übrigen Waffen und wer keine Aussicht hat, durch bevorzugte Stellung im Generalstab oder anderwärts rascher vorwärts zu kommen, für den eröffnen sich nur wenig vorteilhafte Aussichten im militärischen Beruf. Die „Köln. Ztg.“ meint, diesem Umstand dürfte hauptsächlich der Mangel an Offizierersatz bei der Infanterie zuzuschreiben sein. Politische — Zur Zweikaiserbegegnung in Wiesbaden schrieb die„Nordd. Allg. Ztg.“ im Auftrage der Regierung: Die Zusammenkunft ist eine neue erfreuliche Bekräftigung des engen freundschaftlichen Verhältnisses der beiden Monarchen zu einander, wie es sich in Danzig und in Reval digung ist festzustellen, daß auch russische? Bedeutung der Zusammenkunft in Wiesvaden warm hervorgehoben haben. Wir schließen uns ihnen mit dem Wunsche und der Hoffnung an, daß aus der erneuten Betätigung der persönlichen Freundschaft die die Herrscher der beiden starken Nachbarreiche verknüpft, segensreiche Folgen für die Wohlfahrt der Völker hervorgehen mochten, deren Förderung und Pflege das erhabene Ziel beider Majestäten bilden. — Der erste nicht sozialdemokratische Arbeiterkongreß, der jüngst in Frankfurt a. M. stattgefunden hat, gibt der dortigen sozialdemokratischen„Volksstimme“ zu denken. Das Blatt schreibt, man werde einen bestimmten Grad freimütiger Anerkennung den Veranstaltern des Kongres=, ses nicht versagen können. Es wäre ein schwerer Fehler; der Parteipresse, der von verhängnisvoller Kurzsichtigkeit zeugte, wenn man diese nationale Arbeiterbewegung von oben herab behandeln oder hochmütig billige Kritik üben wollte. Im Gegenteil scheint es hoch an der Zeit, daß die sozialdemokratische Parteipresse auch den Vorgängen in jenem Lager sich anders gegenüberstelle, als bisher vielfach geschehen. Es beginnt also doch in immer weiteren Kreisen zu dämmern, daß sich die revolutionäre Sozialdemokratie in vielen, wirklich aber auch in sehr vielen Fragen auf dem Holzwege befindet. Wir hoffen, daß die Donnerstag kommender Woche stattfindenden preußischen Landstagswahlen bereits einige Kübel des kalten Wassers in das revolutionäre Parteifeuer ausschütten werden.— Der seit dem Dresdener Parteitage innerhalb der Sozialdemokratie entbrannte Parteistreit wird mit den bekannten nobelen Waffen noch immer fortgesetzt: Dabei ist jedoch zu bemerken, das Bebel persönlich die Krallen in bemerkenswerter Weise eingezogen hat und nur noch mit Sammetpfötchen hantiert. Er will den Genossen jetzt sogar die Mitarbeit an anständigen bürgerlichen Blättern gestatten. Auch ein Zeichen der Zeit, wobei es gleichgiltig ist, daß sich die anständigen bürgerlichen Blätter die Mitarbeit der Umstürzler wohl verbitten dürften. — Der Streit im sozialdemokratischen Lager hat durch eine neue Wendung eine weitere Verschärfung erfahren, deren Konsequenzen noch garnicht abzusehen sind. Die„Vorwärts"=Redakteure Eisner und Stampfer haben gegen Mehring und Jaeckh, die Redakteure der„Leipz. Volksztg.“, die Anschuldigung der„Verleumdung" und „ehrlosen Handlung“ im Sinne des§ 2 des Organisationsstatuts der Partei erhoben. Diese Anklage involviert Abonnementspreis pro Quartal 1 Mark 65 Pfg., excl. 42 Pfg. Bestellgeld, wenn durch die Post bezogen. Erscheint an jedem Wochentage. Wöchentliche Gratisbeilage:„Illustrierter Familienfreund.“ brgang. schluß aus der Partei. Die„Vorwärts"=Redakteure haben also den Spieß umgedreht und zitieren ihre Gegner vor das Obertribunal der Partei. — Der Streit um das Bismarck=Denkmal in Posen geht weiter. Wie mitgeteilt, ist das Denkmal in der Posener Stadtverordneten=Versammlung von polnischer Seite ein„Geßlerhut“ genannt worden. Jetzt erklärt der Stadtverordnete Dr. Chlapowski im Pos. Tgbl., daß der frühere Posener Oberbürgermeister Witting ihm am 5. Oktober 1901 in Bromberg sein Ehrenwort gab, daß das Bismarck=Denkmal auf kein städtisches Grundstück komme, denn das müßte eine direkte Herausforderung der polnischen Bevölkerung sein. Man muß der Antwort des Geheimrats Witting, der ein hohes preußisches Staatsamt erhalten sollte und jetzt Bankdirektor ist, mit Spannung entgegensehen. Frankreich. Ueber das französische Heer sagt der deutsche narchen zu einander, wie es sich in Danzig#### mit besonderer Wärme kundgetan hat. Die gesänne Wirksamkeit der beiden Monarchen ist eine lebendige Bürgschaft dafür, daß sich die politische Tragweite auch.. Lem Organisationsstatut den Antrag auf Ausbres gegenwärigen, Resiammenicis und des Gecdanesnan i. = Sinnsprüche. Der Frühling des Jahres, Wie glänzt er im Mai! Doch wenige Wochen, So flog er vorbei. Der Frühling der Jugend, Wie blüht er so schön! Doch wenige Jahre, So muß er verweh'n. Der Frühling des Herzens, Ein schönes Gemüt, O lieblichste Gabe, Die nimmer verblüht. Gerok. Weißt du, welcher im Leben sein eigener Freund ist? Der ist es, der wie ein Feind wacker sich selber bekämpft. Hamerling. * Wer den guten Namen mir entwendet, der raubt mir das, was ihn nicht reicher macht, mich aber bettelarm. Shakespeare Novelle von E. Fahrow. (12. Fortsetzung.) (Nachdruck verboten) „Guten Morgen,“ sagte Erna kurz. Es war ihr doch noch etwas verworren zu Mute. „Da ich Sie nun sehe,“ fuhr Therese fort,„brauche ich nach Ihrem Ergehen kaum noch zu fragen; Sie sehen ausgezeichnet aus.“ „Ich sehe ausgezeichnet aus. So!“ „Springe einmal hinüber, lieber Hans, und hilf mir auch über das Wasser, bitte. Nachher kannst Du dann nach Hause gehen, wo Herr von Deisen Dich um elf Uhr erwartet.“.. 2, faat; har Rrskesfe „Ich soll hinüberspringen: sagte der Professor ratlos.„Meinst Du, ich war ja in der Schule immer ein guter Springer— aber zehn Fuß— oder es mögen auch zwölf sein——“.... Therese drehte ihn sanft ein wenig nach rechts. „Dort!“ sagte sie,„Fünf Schritt weiter— siehst Du die schmale Stelle? Da komme ich auch ohne Dich hinüber, glaube ich.... Mit ihrer leichten Geschwindigteit war sie an dem Wasser entlang geeilt, wo dasselbe sich plötzlich stark verengte und vertiefte. Ein breiter, platter Stein lag zum Ueberfluß dort auch noch in der Mitte, mit ein paar hurtigen Schritten war Therese drüben und eilte auf Erna zu, während sie dem Bruder zurief: „Geh nur heim, Hanserl, wir finden nun schon, allein nach Haus. Und sei brav. Und grüße Deisen von mir.“ g M3herls 9ar0h; „Und komm nicht unter die Rader!" parodirte er sie in komischem Zorn,„und fall' nicht übers Geländer!“ — Ich bin ja wohl nicht mehr zehn Jahr alt! Und hab' mich den ganzen Morgen gefreut, mit dem Fräulein plaudern zu können, und soll nun hungrig nach Hause gehen?“ Er stand jenseits und Therese diesseits, und es schien, als wolle er in plötzlich aufwallender Selbständigkeit ihr folgen und gegen ihr Verbot mit Erna plauPlötzlich aber sahen selbst seine kurzsichtigen Augen, daß in diesem weißen Gesicht etwas nicht in Ornung war, daß in den sonst klaren, heiteren Augen eine Verstörung flimmerte, die ihm in die Seele schnitt. Ohne noch ein Wort zu verlieren oder eine Antwort abzuwarten, lüftete er grüßend seinen Hut und trollte sich den Weg zurück, den er gekommen. Oberstleutnant Hübner, der den desjährigen französischen Herbstübungen beiwohnte, im Milit.=Wochbl.“, man habe es verstanden, den Grad der Manneszucht zu erreichen, den die Felddienstordnung in klassischer Kürze als den „Grundpfeiler der Armee, als die Vorbedingung für den Erfolg" bezeichnet. Das stolze Wort, das der französische General Donop im Vorjahre aussprach:„Wir haben eine Kavallerie, welche keiner anderen nachsteht, seien wir stolz auf sie und haben wir Vertrauen zu unserer Waffe,“ sei ein berechtigtes und könne wohl auch auf die Schwestertruppen bezogen werden. China. = Die Totprügelung des chinesischen Reformators Schen auf Geheiß der Kaiserin=Witwe soll laut Pekinger Times nun auch auf die Damen der Gesandtschaften einen solchen Eindruck gemacht haben, daß viele von ihnen erklären, sie könnten mit der Kaiserin nicht mehr in der bisherigen freundschaftlichen Weise verkehren. Der unmittelbare Anlaß zu der Schreckenstat soll der Umstand gewesen sein, daß Schen den letzten chinesisch=russischen Geheimvertrag veröffentlichte. Südafrika. = Es geht Delarey recht schlecht. Mit Frau und acht Kindern lebt er in einer kleinen elenden Wohnung, aller Mittel bar. Die Engländer haben seinen schönen Hof verwüstet und seine Habe gestohlen und trotzdem wird ihm kein Penny Schadenersatz bewilligt. Das ist wohl der Gipfel der Unverfrorenheit. Und wenn England Delarey, einen der bekanntesten Buren, so zu behandeln wagt, wie mag es dann den anderen ergehen! Die Not der Buren übersteigt nunmehr alle Begriffe. Sprachen die Berichte schon länger von Seltenheit aller Lebensmittel, jetzt wird eine wirkliche Hungersnot gemeldet. lächelnd schob Therese ihren Arm in den Ernas und zog sie mit sich.... f4t fl. 112 dm E. „Er gehorcht wenigstens, sagte sie zufrieben.„Er gibt mir immer wieder das angenehme Gefühl, daß ich pädagogische Talente habe, denn sonst würde meine Erziehung bei ihm nicht so schön anschlagen.“ „Er ist ein guter Mensch,“ sagte Erna,„nicht nur ein höflicher, wie Sie es von sich behaupten. Als ob Sie nicht ebenso herzensgut wären wie er! Und Sie alle beide nicht bemerkt hätten, daß etwas passiert ist, und mir darum in feiner Art beisprängen!“...... „Also gut,“ nickte Therese friedliebeno,„wir sind vortreffliche Menschen; und das ist nun abgemacht, und wir können von Ihnen reden. Bin ich aufdringlich, Liebe, wenn ich Sie frage, was schon wieder passirt ist?“ Haben Sie wieder Schatten gesehen?". „Schatten!“ schrie Erna mit einer mühsam gedampften, schmerzlichen Wildheit,„ach, Schatten! Ich will— ich kann— oh Gott— Gott— Gott!“ Sie flog am ganzen Körper. Therese sprach nicht viel. Sie streichelte nur fortwährend die Hand, die sie erreichen konnte, und murmelte dazu liebkosend:„Nun, nun, arme Kleine! Sehen Sie, hier kommen wir an einen verlorenen kleinen Weg, wo eine prächtige Bank steht, dort setzen wir uns ein Weilchen hin, und dann erzählen Sie mir alles. Beim Aussprechen wird es nicht blos kleinmütigen, beschränkten Geistern leichter, sondern auch noch ganz anderen Leuten, Männer sluchen manchmal in solchen Fällen, Frauen pflegen zu weinen,— aber es geht auch ohne beides ab.— Ich zum Beispiel habe mich umbringen wollen, und nachdem ich mich ausgeweint hatte, schauderte ich vor mir selbst. Ja, ja, man kann manchmal zu dumm sein!“ „Dumm? Meinen Sie, das Schaudern nachher war dumm? Oder der Gedanke an den Selbstmord?" Viele Buren essen Mäuse und Meerkatzen, sie, die früher sogar Schweinefleisch verschmähten. Ganze Familien leben seit Wochen nur von Mieliesbrei. Es muß eine Schmach für das reiche England genannt werden, daß es seine neuen Bürger geradezu verhungern läßt— durch seine Schuld. Kleine Chronik. Liegnitz, 4. Nov. Ein Wohltäter, der nicht genannt sein will, hat dem Regierungspräsidenten Freiherrn v. Seherr=Thoß für den Bau einer Kaiser Friedrich=Gedächtniskirche in Liegnitz den Betrag von fünfzigtausend Mark zur Verfügung gestellt.„„ + Christiania, 4. Nov. Bei einer Hochzeit in Sjongsfjorelen explodierte gestern ein Paket Dynamit. Elf Personen wurden verwundet, davon vier tötlich. Das Hochzeitshaus wurde teilweise zerstört. * Belgrad, 4. Nov. Hier wird eine Sammlung zur Errichtung eines Denkmals für die beim Königsmorde umgekommenen Offiziere veranstaltet. Die Sammlung wird von dem Hauptverschwörer Mischisch geleitet. Dezentralisation der Städte und elektrische Schnellbahnen Durch die jetzigen Versuche auf der Militärbahn bei Berlin, bei denen es gelungen ist, eine Schnelligkeit von 210 Kilometern in der Stunde zu erreichen, ist die Frage der Einrichtung von elektrisch betriebenen Schnell= und Vollbahnen von neuem wieder aktuell geworden. Wenn auch die Studien noch nicht abgeschlossen sind, so haben sie doch heute schon Ergebnisse gezeitigt, wonach man die Einrichtung von Schnellbahnen mit elektrischem Kraftbetrieb nur noch als eine Frage der Zeit ansehen muß. Damit aber wurden sicherlich Folgen eintreten, die für unsere sozialen Verhältnisse von tief einschneidender Bedeutung sein müßten. Selbst wenn die elektrischen Schnellbahnen nur das Dreifache der Schnelligkeit unerer Personenzüge erreichen, so daß man dann eine Entfernung, die man jetzt im Eisenbahnwagen in einer halben Stunde erreicht, in 10 Minuten durcheilt, so wäre das für die Bevölkerung unserer Großstädte ein immenser Vorteil in Bezug aus die Regelung des Wohnungsbedürfnisses. In weitem Umkreise könnte das Land zu Wohnungszwecken nutzbar gemacht werden, an die jetzigen Vororte würden sich weitausgedehnte Wohnungskolonien anschließen und das Elend der Mietskasernenwohnungen könnte zu einem großen Teile aufgehoben werden. Vielleicht wird die Einrichtung von elektrischen Schnellbahnen noch einmal das Mittel, um dem riesigen Wachstum unserer Großstädte Einhalt zu tun, um eine Dezentralisation anzubahnen, die dem Lande und den kleinen Städten nicht nur Menschen aus der nahe belegenen Großstadt zuführt sondern auch neue Industrien und neue Erwerbsmöglichkeiten. Dazu sind die elektrischen Schnellbahnen nicht nur im stande wegen ihrer großen Schnelligkeit, die die Entfernungen immer mehr aufhebt, sondern auch weil eine elektrische Schnellbahn leichter dirigierbares Material besitzt. Wo eine Dampfbahnverwaltung stets längere Züge zusammenstellen muß, um die Kraft der Lokomotiven auszunützen, können auf der elektrischen Bahn die Züge oder einzelne Wagen nach Bedarf abgelassen werden. Außerdem aber kommt in Betracht, daß durch die größere Schnelligkeit auf der zelektrischen Schnellbahn jährlich riesige Summen an weniger verbrauchter Zeit für die Reisenden gespart würden. Man muß deshalb die Entwickelung des elektrischen Bahnwesens mit gespannter Aufmerksamkeit verfolgen. Kreisvereins Hörde. —gt. Hörde, 4. November 1903. Heute nachmittag 3½ Uhr fand im Hotel Müller eine Generalversammlung des Landwirtschaftlichen Kreisvereins statt, welche, da der Herr Vorsitzende sowohl wie der Stellvertreter am Erscheinen verhindert waren, von Herrn Regierungsassessor Mathis eröffnet und geleitet wurde. Derselbe hieß die Erschienenen herzlich willkommen und erteilte zunachst dem Herrn Schlachthausinspektor Clausnitzer=Dortmund zu einem Vortrage über„Hufbeschlag" das Wort. In eingehender Behandlung des Gegenstandes führte derselbe folgendes aus: Der Hufbeschlag ist für die Leistungsfahigkeit des Pferdes von ganz hervorragender Bedeutung, da einerseits nur bei einem richtigen Hufbeschlag eine vollständige Entwickelung und Ausnutzung der Pferdekraft erreicht wird, während andrerseits nur eine unnütze Kraftverschwendung stattfindet. Der Huf unterliegt fortwährend der Abnutzung, welche bei Weidegang oder in solchen Fällen, in welcher eine Kraftentwickelung nicht verlangt wird, auf einem bestimmten status quo erhalten bleibt; andernfalls würde jedoch eine vorzeitige Abnutzung stattfinden; derselben vorzubeugen, ist Zweck des Hufbeschlages. Obwohl durch diesen eine Beschränkung des Wachstums verursacht wird, so ist er doch unentbehrlich und bezeichnete ihn Redner als ein sogenanntes notwendiges Uebel. Die ersten Anfänge des Hufbeschlages datieren in die Zeit der Völkerwanderung zurück und hat sich derselbe mit der Zeit zur heutigen Vervollkommnung entwickelt. Zur Behandlung des Hufbeschlages hält Redner einige anatomische Kenntnisse des Hufes für erforderlich, insbesondere welchen Zweck und Bedeutung die einzelnen Teile des Hufes beim Gebrauch haben. Auch muß die richtige Stellung des Hufes zu einzelnen Gliedmaßen bekannt sein, da ein solcher Maßstab für einen Normalhuf zu Grunde gelegt wird. Die Hufe sollen eine Neigung von 45 Grad haben. Der Kern des Hufbeschlages liegt in der Beschneidekunst, und wird seitens der Hufschmiede dahin vielfach gesündigt, daß das Eisen nicht der Form des Hufes angepaßt, sondern der Huf der Form des Eisens zugeschnitten wird; es führe dieses vielsach zu fehlerhaften und abnor men Bildungen des Hufes, auch würde insbesondere viel fach der Strahl und die Eckstreben unrichtig behandelt, und dadurch ihrer natürlichen Bestimmung entzogen. Nicht immer sind jedoch die Hufschmiede an einer fehlerhaften Bildung des Hufes schuld, sondern auch seitens der Pferdebesitzer selbst wird vielfach hiergegen gesündigt, indem nicht die Erneuerung des Beschlages immer rechtzeitig veranlaßt oder kontrolliert und auch selbst zeitweise nicht die erforderliche Zeit darauf verwendet werde. Dem Redner wurde für den interessanten Vortrag der Dank der Versammlung ausgesprochen und in der sich hieran schließenden Diskussion führt Herr Dr. Müller aus, daß sich in anbetracht der Bedeutung und Wichtigkeit des Hufbeschlages die Kreisvereine Hörde und Dortmund veranlaßt gesehen haben, zur Ausbildung von Hufschmie den besondere Kurse einzurichten. Habe die frühere Einrichtung der Kurse fast nur einen theoretischen Charakter gehabt, so habe man bei den gegenwärtigen Kursen durch Errichtung einer Lehrschmiede mehr der praktischen Seite Rechnung getragen. Die Lehrschmiede befindet sich in Dortmund und wird die praktische Seite durch Fach=Vorträge theoretisch ergänzt. Der Kursus dauert acht Wochen und wird ein solcher abgehalten, sobald drei Meldungen erfolgt sind, mehr wie vier können jedoch an einem Kursus nicht teilnehmen. Nachdem der Herr Vorsitzende noch der Hoffnung Ausdruck gegeben hatte, daß die Ausführungen auf einen fruchtbaren Boden fallen möchten, wurde durch die Wahl Herr Eickhoff=Sölde zum Vorstandsmitgliede der zweite Punkt der Tagesordnung erledigt, ebenso durch Wiederwahl die Punkte 3 und 4. Es wurde mitgeteilt, die Sonderausstellung für Geflügel am Freischütz habe gezeigt, daß die Geflügelzucht im hiesigen Kreise noch sehr besserungsbedürstig sei. Es sind dieserhalb durch Verlosung anläßlich des Festes am Freischütz eine Anzahl Stämme von rebhuhnfarbigen Italienern und Wyandottes über den Kreis verteilt worden und neuerdings ist auch die Errichtung von 4 Geflügelzuchtstationen als Musterzuchtanstalten erfolgt. Dann wurden einige Bekanntmachungen und Mit teilungen zur Kenntnisnahme der Versammlung gebracht. Lotales. Schwerte, 6 November 1903. **(Haus= und Grundbesitzerverein.) Es wird unsg geschrieben: Man geht in hiesiger Stadt mit dem Gen# danken um, einen Haus= und Grundbesitzer=Verein gründen. Hoffentlich findet dieser Gedanke in den betei. ligten Kreisen lebhaften Anklang und die nötige Unter, stützung. Sämtliche Schwerte benachbarten Städte, wie Hörde, Unna, Iserlohn, Dortmund, Hagen, Witten und Herdecke haben bereits derartige Vereine, so daß es gewiß angebracht ist, auch hierorts einen solchen Vereinins Leben zu rufen. Gerade die Gegenwart mit ihren immer größer werdenden Ansprüchen an den Haus= und Grundbesitz erfordert den engen Zusammenschluß aller Haus= und Grundbesitzenden. Die Hauptaufgaben städtischer Haus= und Grundbesitzer=Vereine kann man in folgendem zusammenfassen: 1. Erörterung und Besprechung aller Vorgänge in Gesetzgebung und Verwaltung, die irgendwie den städtischen Haus= und Grundbesitzer berühren. Vertretung der Standesinteressen gegenüber den Reichs=, Staats= und Kommunalbehörden durch Abfassung zweckdienlicher Eingaben, Gutachten und Vorstellungen. 2. Stellungnahme zu allen kommunalen Angelegenheiten und tätige Einwirkung auf dieselben u. s. f. In nächster Zeit wird durch die hiesigen Lokal=Zeitungen eine Einladung zu einer Versammlung ergehen, ii welcher die Gründung des Vereins beschlossen werden soll. Hoffentlich folgt jeder Haus= und Grundbesitzer dieser Einladung. s(Der nationale Wahlverein) für Schwerte und Umgegend hat nunmehr ebenfalls mit der Arbeit zu den in wenigen Tagen stattfindenden Landtagswahlen begonnen. Er beruft auf heute abend 8 Uhr seine Getreuen zu einer Vertrauensmännerversammlung im Saale des Herrn Böhmer zusammen. Einführung von Parteifreunden ist erwünscht. (Ter Mahnbote) des hiesigen Schutzvereins für Handel und Gewerbe ist nunmehr beschlossene Sache. Als erste Mahnung wird säumigen und boswilligen Schuld. nern ein mit der Unterschrift des Schutzvereins versehenes Mahnformular zugestellt. Zieht das nicht, dann tritt der besagte Vereinsbote in die Erscheinung und überbringt ein zweites, schärfer gehaltenes Schreiben. Nützt auch das nicht, dann erfolgt die Eintragung des betreffenden Schuldners in die schwarze Lists##und mit seiner Kreditfähigkeit ist es am Ende. Es ist dies ein Gebiet, auf dem nur durch Einigkeit der Geschäftsleute etwas zu ist, und deswegen sollten auch die wenigen dem Verein noch fernstehenden Geschäftsleute demselben beitreten. (Ein Einbruchsdiebstahl) wurde am Mittwoch vormittag in dem Einwohnerhause bei der Fabrik des Herrn Möhling ausgeführt, und zwar hatte der D eine Zeit ausgesucht, in der niemand im Hause war, da die Frau zum Wochenmarkte gegangen und der Mann auf Arbeit war. 16 Mark und eine Hose fielen dem Spitzbuben, der ein Fenster zertrümmert und sich Eingang verschafft hatte, in die Hände. Von dem frechen Diebe fehlt jede Spur. (Pensions=Versicherung für Privat=Angestellte.) Die Zahl der von Schwerte zur Ablieferung gekommenen Fragebogen stellt sich auf rund 200, hiervon allein ca. 115 Stück von nichtkorporierten Privatbeamten, deren Fragebogen von dem hiesigen Verein für stagtliche, Pensions Versicherung der Privatangestellten eingesammelt sind. Der Rest wurde zusammengebracht von den Mitglieder der hier bestehenden Zweigvereine des Deutschen, Gezisen, und Fabrikbeamten=Verbandes und des Deutschen meister=Verbandes. (Zirkus Althoff.) Die gestrige Eröffnungs=Vorstellung des ZirkusAlthofftwar recht gut besucht und über die Darbietungen der tufflich geschultgn, Ferzätlerige des Heren tichoft uit lhren brittant wreistet. „Natürlich das letztere. Therese hatte sehr wohl bemerkt, mit welchem Auffahren Erna soeben ihre Frage gestellt hatte. Hier war etwas ernstlich nicht in Ordnung, sonst würde ein Mädchen wie dieses nicht an Selbstmord gedacht haben. Denn natürlich hatte sie daran gedacht, das war ja klar. Und Therese ahnte nun auch schon den Zusammenhang; sie hatte vor einer Viertelstunde den Baumeister Winter getroffen, den sie kannte. Die Bank war jetzt erreicht, und Erna überzeugte sich mit einem angstvollen Umherblicken, daß Lauscher nicht in die Nähe kommen konnten. Aufblickend und den guten blauen Augen Thereses begegnend, die mit einem unverkennbaren Ausdruck liebevoller Sorge auf ihr ruhten, verlor sie den Rest ihrer Fassung. Sie schlug die Hande vor vas Gesicht und sank mit einem jammervollen Aufschluchzen auf die Bank. Therese umfing sie mit beiden Armen und setzte sich neben sie.„Nun ist's ja gut“, sagte sie tröstend. Wenn die Thränen erst wieder kommen, ist der Bann gebröchen. Ich will Ihnen auch sagen— vielleicht erleichtert Ihnen das das Sprechen,— daß ich vorhin den Baumeister Winter aus Berlin gesehen habe. Den kenn' ich nämlich. Verwundert erhob Erna fihr thränenüberströmtes Gescht.„ 2 I.O wusßten daß 846— „Sie kennen ihn“ und wußlen, vaß— baß— Er einmal still verlobt war, ja. Das wissen namlich noch mehr Menschen, weil seine angeheiratete Familie nicht gerade zu den Zart=Diskreten gehört. Seine Frau hat z. B. zu mir gesagt, daß ihr Mann sie nur deshalb vernachlässige, weil er seine einstmalige Braut nicht vergessen könne.“ Erna richtete sich ganz steif auf. mm. I, Marsinse „So bin ich also in aller Leute Muno i Berim! (Fortsetzung folgt.) Die Dicke Aus Gustav von Mosers Leben plaudert in einem amüsanten Feuilleton der Neuen Freien Presse sein alter Freund und Kollege Paul Lindau. Folgende kleine Geschichte, die sicherlich den Vorzug der Wahrheit hat, sei dem künftigen Direktor des Deutschen Theaters hier nacherzählt: Mosers Beruf brachte es mit sich, daß er namentlich durch seine Beteiligung an den Proben mit vielen hübschen Mädchen und Frauen zusammentraf; er verliebte sich in alle, und er machte allen den Hof, nicht mit wälscher Ungebühr, nein, ehrlich und harmlos— wie Hermann seine Thusnelda minnt: „So was ein Deutscher lieben nennt.“ „Mit Ehrfurcht und mit Sehnsucht, wie ich Dich! Aber seine liebenswürdige Frau machte ihm wegen dieser„flirtations“ doch manchmal eine kleine häusliche Szene, und der gute Moser wurde gelegentlich, wenn er sich nicht genau besinnen konnte, ob er die Grenzlinie der angestrebten Schuld überschritten hatte oder nicht, in drangvoll fürchterliche Enge gekeilt. Eines Tages saß er in Görlitz mit seiner Frau gemütlich bei Tisch, als das Mädchen ihm eine Depesche überbrachte. Er las sie, errötete und steckte sie eilends in die Brusttasche seines Rocks. „Wer depeschiert dir denn?" fragte teilnahmsvoll seine Frau. „n Direktor oder rielmeyt ein Regisseur oder vielmehr eine Besetzungsfrage. Du, du! Wenn's so was gleichgültiges ist, weswegen wirst du denn rot? Weswegen versteckst du das Telegramm? Zeige es doch einmal her, wenn du die Wahrheit sagst!“ Moser warf seine Serviette über die linke Schulter wie den Zipfel einer römischen Toga und sprach feierlich: „Glaubst du deinem angetrauten Gatten nicht Genügt dir nicht das Vort eines deutschen Mannes? Ich könnte dir die Depesche jeden Augenblick zeigen, brauchte nur in die Tasche Zu gichfrügtl, Das wirde Tisch zu legen! Aber das tue ich m,. Tar lan. mich in meinen eigenen Augen herghietzen., Nur auf Boden gegenseitigen gefestigten Tettrauens kann Ehe glücklich sein. Du hast mich tief gekränkt, du he mir den Appetit verdorben! Leb' wohl!" Er erhob sich, nachdem er einen flüchtigen Blick auf die Wanduhr geworfen hatte, und eilte in sichtlicher, rüstung von dannen. Die Wärme und Biederr... würdigen Verwahrung hatte auf Frau v. Moser„ wohl nicht ganz den gewünschten Eindruck gemacht; setzte sich schnell den Hut auf und folgte den Spuren dedritter Klasse und sah durch die Scheiben, wie Gustab offenbar in der Erwartung des Zuges auf dem P auf und nieder ging. Und richtig da kam er schon herau gesa.und hielt. Moser schritt spähend die Da entstieg einem Kupee ein sehr gemütlich sehender, behaglicher Herr mit schwarzem Vollbart, Moser freundlich die Hand entgegenstreckte und untergefaßt vor dem Wogsg au p. Moser wohl schlenderte. Der Herr war v..„ 9i der Intendant des Dessauer Hoftheaters, Ferdinau dicke. Der Zug hielt sechs, sieben Minuten, abermaliger Händedruck, Herr Diedicke stieg wieder ein und fuh Moser ging arglos seiner Wohnung zu.... Sist Unterwegs wurde er von der reuigen Gattin haben bei allen Besuchern lebhaft befriedigt. Die schwierigen Reiterkunststücke der hohen Schule wurden mit Schneid und Sicherheit vollführt, lebhaften Beifall errang auch das Auftreten der jugendlichen Drahtseilkünstlerin Alma Althoff, nicht zu vergessen der prächtigen Figur des Dummen August mit dem dressierten(vierbeinigen) Esel Julu. Es würde uns zu weit führen, auf all die einzelnen Programmnummern näher einzugehen, wir können aber den Besuch des Zirkus allen Liebhabern derartiger Veranstaltungen mit gutem Gewissen empfehlen, die Leistungen des Althoff'schen Ensembles sind wirklich sehr oute. M4L6a59 *(Unnötige Kosten) hat sich der Geschirthändter Kaspar Schr. von hier gemacht. Von dem Schöffengericht in Hohenlimburg ist er wegen Hausfriedensbruchs, begangen im November v. J. in der Hengstenberg'schen Wirtschaft in Ergste, zu 30 Mark Geldstrafe verurteilt worden. Gegen das Urteil legte er Berufung ein und fand gestern vor der Hagener Strafkammer Verhandlung statt. Während eine große Zahl Zeugen anwesend war, war Schr. nicht erschienen, sondern hatte im letzten Augenblick no einen Antrag auf Vertagung eingebracht. Darauf ließ sich das Gericht aber nicht ein, denn seine Berusung wurde auf seine Kosten verworfen. Ergste, 6. Nov. Am kommenden Sonntag, den 8. ds. Mts., feiern die Eheleute Karl Lappe hierselbst das Fest der silbernen Hochzeit. Wir sprechen dem Jubelpaare hiermit unsern herzlichsten Glückwunsch aus. * Westhofen, 5.Növ. Die Angelegenheit der Brücken=Ueberführung an der Bahnhofstraße, welche fü die Gemeinde Ergste und Kabel von großer Wichtigkeit ist, ist jetzt nachs einem zweiten abgehaltenen Lokglterizin zu Gunsten der Stadt Westhofen ausgefallen. Ei betenmehrmals berichtet, wollte die Eisenbahnverwaltung den jetzt bestehenden Bahnübergang am hiesigen Bahnhof an einer anderen Stelle durch eine Ueberführung ersetzen, wogegen die Gemeindevertretung, sowie die gesamte Bürgerschaft protestirte. Die Regierung hat sich dem Proteste angeschlossen. Die oben genannten Orte waren ebenfalls mit dem Projekt unzufzjeden. #3 Aplerbeck, 6..ov.(Eine empfinvliche Strafe) erhielt der jugendliche Bergmann Emil Hilsmann von hier, der wegen schweren Diebstahls auf der Anklagebank vor der Dortmunder Strafkammer erschien. Der Bursche hatte in der Zeit vom 26. Oktober und anm ihm selbstverständlich auf die Vriefmaxken er ablöste oder für sich verwandte und die Briesschaften verbrannte. Hilsmann war in vollem Umfange geständig, er bat nur, man möge ihn nicht zu hart bestrafen. D Vertreter der Anklage brachte 5 Monate Gefängnis in Antrag. Der Gerichtshof hielt mit Rücksicht auf die Gefährlichkeit des Treibens im öffentlichen Interesse unte Annahme mildernder Umstände eine Gefängnisstrafe von 6 Monaten für angerechnet. Die Strafe wäre noch höher ausgefallen, wenn der Gerichtshof zu Gunsten des 9 geklagten nicht eine fortgesetzte strafbare Handlung ange** Drüpplingsen, 6. Nov. Die Holzarbeiter Wilhelm Kipper sen. und Wilhelm Kipper jun. von hier wurden im August d. J. von dem Schöffengericht in Iserlohn weger Körperverletzung, der Vater zu 2 Monaten, der Sohn zi 2 Monaten 5 Tagen, verurteilt. Die Kippers waren dem Tagelöhner Wilhelm Bord seit einiger Zeit wenig wohlwollend gesinnt, angeblich weil er ihnen eine Gabel weggenommen haben sollte. Am Abend des 7. Februar hatte nun B. sich in Hennen, wo tags vorher ein großes Schad feuer ausgebrochen war, sich die Brandstätte angesehen. Auf dem Heimwege schloß sich ihm Kipper jun. a benutzte die Gelegenheit, dem B. mit seinem Stocke ein paar kräftige Hiebe zu versetzen. Obwohl dieser etliche Tage dadurch arbeitsunfähig war, machte er doch keine Anzeige, um es mit den Kipper's nicht zu verderben. er ferner am Abende des 21. März den beidez. K. gu de Wege nach Rernrsersck, mit einer Lutherfeier ab. Als Festredner ist Pfarrer Lic. theol. Everling aus Krefeld gewonnen worden, der über: „Die Angst vor Luther und die Freude an Luther“ sprechen wird. Nur Evangelische haben Zutritt. Der Eintritt ist frei. Wir machen auf die Veranstaltung hiermit aufmerksam. * Grevel, 5. Nov. Als der Landwirt Herr Mertin hierselbst gestern abend aus seiner Weide, die am Wege vom Stuckenrodt nach Brackel gelegen ist, drei dort weldende Rinder nach Hause holen wollte, traf er nur zwei an. Nach längerem Suchen fand er das dritte abgeschlachtet im angrenzenden Busch vor. Die beiden Hinterviertel waren mitgenommen, das andere hat man liegen lassen. Aller Wahrscheinlichkeit nach ist diese Tat schon am Samstag begangen, da vorübergehende Personen von diesem Tage an nur zwei Rinder gesehen haben. Im vergangenen Jahre am heiligen Abend ist einem hiesigen Landwirte sogar eine Kuh aus dem Stalle geholt und außerhalb des Dorfes abgeschlachtet worden. * Arusberg, 5. Nov. Viel belacht wurde kürzlich ein Vorkommnis, welches den Vorzug hat, wahr zu sein: Der sorgsame Hausvater hatte für wenig Geld einige Dutzende Heringe erstanden. Um dieselben für eine bestimmte Zeit zu konservieren, brachte er vom Winkelier 1 Liter Essig, und um den üblichen Bedarf für seine Person zu decken, 1 Liter„Korn“ mit nach Hause. In folge der Verwechslung der Flaschen kamen die Heringe in den edlen Korn zu liegen, während der Mann bei dem Heruntergießen des ersten„Pinnekens“ ein Gesicht machte, wie ein Affe, wenns blitzt, und in die Worte ausbrach:„Duiwel no maol,— wat is dat förn Tuig?!— Nach Klarstellung der Sachlage wurde der Essig seiner Bestimmung übergeben. Ob der durch die Heringe präparierte„Korn" ebenfalls seine Bestimmung erreicht hat, hat der Betroffene nicht verraten. * Essen, 5. Nov. Nach dreitägiger Verhandlung wurde der frühere Bureaugehilfe, jetzige Fabrikarbeiter, Friedrich Hoenscheid aus Gelsenkirchen wegen Kindestötung zu zehn Jahren Zuchthaus verurteilt. Der Angeklagte hatte gegen Ende März 1900 sein sieben Monate altes Kind auf freiem Felde, nur mit einem Hemdchen bekleidet, ausgesetzt, wo es nach zwei Tagen erfroren aufgefunden wurde. Die Verhandlung entrollte ein grelles Bild sittlicher Verkommenheit. Düsseldorf, 5. Nov. Zur Stiftung von Ehrenpreisen für die Internationale Kunst= und große Gartenbauausstellung in Düsseldorf 1904 wurde vom Provinzialausschuß Westfalens ein Betrag von 5000 Mark bewilligt mit der Maßgabe, daß der Betrag zurückgezahlt vird, falls die Ausstellung entsprechende Ueberschüsse erzielt. Gevelsberg, 5. Nov.(Sozialdemokratisches.) Die hiesigen Sozialdemokraten haben mit ihren vor 2 Jahren gewählten Stadtverordneten Pech. Heukeroth, der sich im Stadtparlament sehr bemerkbar machte, hat als Kassirer des Konsumvereins„Hoffnung“ sich nach dem„Schw. Tagebl.“ 1600 Mark angeeignet; Genosse Ellinghaus, der im Gegensatz sehr schweigsam war, hat Reichstagswahlgelder im Betrage von 270 Mark angeblich unterschlagen. Rennen an der Hürde im kleinen Wäldchen so unglücklich zu Fall, daß er sich einen Rippenbruch und wahrscheinlich eine Zerreißung des einen Lungenflügels zuzog. Id Wiesbaden, 6. Nov. Der Kaiser ist mit dem Grafen Bülow und den übrigen Herren des Gefolges unter ebhaften Abschiedskundgebungen der Bevölkerung gestern vormittag 11 Uhr 25 Minuten mittels Sonderzuges nach Schloß Wolfsgarten abgereist, zur Erwiderung des Besuches des Id Wiesbaden 6. Nov. Der internationale Hoteldieb Samson, welcher wegen 14 vollendeter und eines versuchten Diebstahls angeklagt war. wurde zu sieben Jahren Gefängnis unter Anrechnung von einem Jahr Untersuchungshaft verurteilt. Der Staatsanwalt hatte 12 Jahre Zuchthaus beantragt, während die Verteidigung auf Freisprechung plaidierte, wegen Geisteskran.heit. 5 Fälle der Anklage wurden zur weiteren Aufklärung zurückgestellt. Hd Wiesbaden, 6. Nov. Der Zar verlieh dem Regierungspräsid nten Hengstenberg den Annenorden II. Klasse mit Brillanten, dem Polizeipräsidenten v. Schenk den Annenorden II. Klasse und dem Generalinsendenten v. Hülsen das Grißkrenz des Sianislausordens. Hd Mainz, 6. Nov. In der letzten Nacht verstarb hier der Bischof Dr. Bruneck Er litt seit einigen Tagen an den Folgeir einer Jufluenza, trotzdem versah er bis gestern abend 10 Uhr seine Funktionen. Gegen 10 Uhr stellte sich plötzlich Unwohlsein ein; das Leiden verschlimmerte sich rasch, sodaß um 12 Uhr der Oberarzt vom RochusHospital geholt wurde, der aber bei seiner Ankunft nur noch den inzwischen eingetretenen Tod des Bischofs konstatieren konnte. Der Verstorbene hatte den bischöflichen Stuhl vier Jahre inne. Die Aufbarung der Leiche im bischöflichen Palais findet Sonnabend und Sonntag, die Beisetzung im Dome Montag vormittag statt. Hd Antwerpen, 6. Nov. In der Wohnung einer Frau Dens wurden von Dieben für 50 000 Francs Schuldverschreibungen der Stadt Brüssel und Antwerpen gestohlen. 5 412 Hd Budapest, 6. Nov. Die gestrige Sitzung des Abgeordnetenhauses nahm einen ruhigen Verlauf. Trotz des Einspruchs der Volkspartei wurde das königliche Handschreiben betr. die Ernennung des Ministeriums Tisza mit großer Majorität zur Kenntnis genommen. Id Sofia, 6. Nov. Alle Reserveoffiziere die sich im Kriegsfalle mit Intendanz und Verpflegungsdienst zu befassen haben, wurden zu einer Uebung von 10 Tagen einberufen. Ha Washington, 6. Nov. Ein Schneider, Lewis Bronstein aus Brooklyn, der den Präsidenten Roosevelt zu sprechen wünschte, wurde hier verhaftet. Bronstein trug einen Revolver bei sich. Vermischtes. Als 111 Wege nach Hennen begegnete, wurde er von vemben gemeinschaftlich mit Stocken geschlagen, daß grHaige, gnfäge Zahl Verletzungen davontrug und 8 Tage war. Gegen das schöffengerichtliche Urten haben die Angeklagten Berufung eingelegt. In dem ersten Falle will der Sohn in Notwehr gehandelt haben und zweiten Schlägerei wollen sie die Täter garnicht sein. Nach längerer Verhandlung kommt das Gericht aber zur Verwerfung der Berufung, so daß es bei der erkannten Sverbleibt. Westfalen und * Hagen, 5. Nov. Der evangelische Bund— Zweigverein Hagen hält am Sonntag, 8. November, abends 8 Uhr, im großen Saale des evg. Vereinshauses in der Weststraße eine öffentliche Volksversammlung verbunden „Aber, Gustau, weswegen hast du mich denn so aufsitzen lassen? Weswegen hast du dir und mir den Aer„Was? Du bist mir nachgeschlichen? Du hast gesehen, wen ich erwartet habe? Umso besser! Dann ist die Strafe, die ich über dein Mißtrauen hatte verhängen wollen, vollkommen. Aber siehst du nun ein, wie schweres „Ja doch! Aber komm nur, wir wollen weiter essen ich habe den Braten warm stellen lassen. In der heiteren Stimmung der vollen Versöhnung nahm das Mahl sein Ende; Moser war großmütig und gar nicht nachtragend. Zu seiner milden Beurteilung des Falles mag vielleicht ein Moment der Telegraphenbeamte hatte namlich die Unterschrift Diedicke“ in zwei Wörter geteilt, und das Telegramm das Moser seiner Frau vorenthalten hatte, laute nun wörtlich so:„Komme heute 2,30 Uhr nachmittags durch wirde mich herzlich erfreuen. Dihatte Moser„dacht An alle möglichen Personen hatte Birser gevau., nur nicht an den richtigen Absender. *(Der Tank eines Landtagskandidaten.) Der Wanderlehrer Krug in Obermaßfeld, welcher als Landtagskandidat im 4. Meininger Wahlkreis aufgestellt, aber in der Stichwahl unterlegen war, erläßt jetzt in der„Dorfzeitung“ folgendes Inserat:„Tank und Bitte! Allen denen, die mich trotz Lüge und Verleumdung am 5. und 20. Oktober gewählt haben, sage ich herzlichsten Dank. Alle diejenigen, die noch etwas auf ihre Ehre halten, bitte ich dringend, niemals eine Kandidatur anzunehmen. Wer nicht von Lügnern, Ehrabschneidern durch den Kot geschleppt sein will, der bleibe in sicherer VerLorgenheit“ + Hameln, 3. Nov. Ein lustiger Zwischenfall ereignete sich jüngst auf der Eisenbahnstrecke Hameln Löhne. Der um 9.15 Uhr auf der Station Veltheim fällige Personenzug fuhr ungeachtet des dort vorgesehenen Aufenthaltes in schnellster Fahrt durch die Station und ließ die verblüfft oreinschauenden Passagiere stehen. Kopfschüttelud sahen die Stationsbeamten dem flüchtigen Dampfroß nach: so etwas war noch nicht dagewesen. Als der Zug auf der nächsten Station Möllbergen, eingelaufen wir, riefen die Shiffner im bekannten Tone Station Veltheim!— Station Veltheim!„Mann,“ sagte der diensttuende Beamte,„Sie sind schon in Möllbergen. Darob Erstaunen des Zugpersonals, aber ein Blick auf das Stations= schild, auf dem mit großen Buchstaben das Wort„Möllbergen“ prangt, löste sie aus schwerem Irrtum. Inzwischen war auch schon eine telegraphische Anfrage aus Veltheim bezüglich der unvorschriftsmäßigen Durchfahrt eingelausen.„Zurück, zurück die Fahrt“ und flugs ging's wieder zurück nach Veltheim, um um die der Weiterbeförderung harrenden Passagiere abzuholen. Mit Volldampf voraus wurde dann die übrige Fahrstreckbis Löhne zurückgelegt, um die durch die Komödie der Irrun gen entstandene Verspätung möglichst wieder auszugleichen. Zar und Schutzmann. Als der Zar in Begleitung seiner Gemahlin, des Prinzenpaares Heinrich von Preußen und des Großherzogs von Hessen dieser Tage Frankfurt per Automobil auf dem Wege nach der Saalburg passierte, streifte sein Gefährt in Bockenheim ein Haus. Das Automobil blieb unbeschädigt und seine Insassen nahmen keinerlei Schaden. Ein Schutzmann, der den Vorfall bemerkt hatte, trat an das Automobil heran und frug in„amtlichem“ Tone nach dem Namen des Unheilstifters, worauf er die Antwort bekam:„Ich bin der Kaiser von Rußland.“ Unter lautem Gelächter der fürstlichen Herrschaften setzten sich die Automobile wieder in Bewegung und ließen den vor Schreck sprachlos gewordenen Schutzmann stehen, der es doch vorgezogen hatte, den Selbstherrscher aller Reußen nicht in seinem Notitzbuch zu verewigen.— Wir finden an dieser Geschichte bloß das „Gelächter“, merkwürdig. Denn der Schutzmann hat schließlich doch nicht mehr als seine Pflicht getan. Eigener Depescheudienst Hd Berlin, 6. Nov Der bekannte jugendliche Herrenreiter Leutnant v. Auer kam bei dem gestiigen Karlshorster Wetterbericht. 7. Nov.: Veränderlich, milde, windig, feucht. 8. Nov. Wolkig, bedeckt, kühl, meist trocken, Nachtfrost. 9. Nov. Wenig verändert, Nachtfrost. 10. Nov. Nebel, meist bedeckt, Niederschläge, kühl, Reif, Nebel. 11. Nov. Teils sonnig, wolkig, feuchtkalt, NachtK Für den redaktionellen Teil verantwortlich Wilh. Schade. Kali, der wichtigste Nährstoff für die Wiesenpflanzen. Häufig beschränkt sich der Landwirt bei einer Mineraldüngung auf die alleinige Anwindung von phosphorsäurehaltigen Düngemitteln, wie Thomasmehl oder Superphosphat, während die Kalisalze noch am wenigsten beachtet werden, die aber gerade für die Düngung der Wiesen in erster Linie in Betracht kommt, wie die Resultate verschiedener in unserer Provinz angestellter Versuche ergeben haben. Einige Resultate von Versuchen, welche unter Aussicht der Königl. Generalkommission für die Provinz Westfalen zu Münster in der Gemeinde Wünneberg durchgeführt werden, mögen nachstehend wiedergegeben werden. Von 4 unter sich gleichen Versuchsflächen blieb die erste ungedüngt, während die zweite 10 Ctr. Thomasmehl, die dritte 18 Ctr. Kainit und die vierte 10 Ctr. Thomasmehl und 18 Ctr. Kainit auf ein Hektar erhielt. Das Ernteresultat war nun folgendes. Parzelle 2 lieferte infolge der Thomasmehldüngung nur 7 Ctr. Heu mehr als Parzelle 1. Die Kaligabe auf Parzelle 3 aber hatte einen Mehrertrag gegen 1 um 19 Ctr, Heu bewirkt, während auf Parzelle 4 das Thomasmehl überhaupt keine Wirkung geäußert hatte; der Ertrag derselben war gleich demjenigen von Parzelle 3. Hieraus sieht man, daß unter Umständen, namentlich wenn einseitige Phosphatdüngung voraufgegangen ist, eine Kaligabe allein genügen kann. Ist der Boden mit Phosphorsäure jedoch noch noch nicht angereichert, so sollte auch diese neben der Kalidüngung stets verwandt werden. Bei einem andern Versuche in derselben Gemeinde bewirkte die alleinige Thomasmehldüngung nämlich eine bessere Ertragssteigerung gegen ungedüngt und zwar um 19 Ctr Heu, infolge einer Beigabe von Kainit jedoch zu dem Thomasmehl stieg der Mehrertrag gegen ungedüngt anf 35 Ctr. Heu pro Hektar, wodurch ein höherer Reingewinn von 48 Mk. gegenüber nur 27 Mk. bei alleiniger Verwendung von Thomasmehl erzielt wurde. Aus diesen Beispielen geht also klar hervor, daß gerade die Kalisalze als spezifische Wiesendüngemittel anzusprechen sind und niemals fehlen sollten. Gottesdienn Schwerte. Größere evang Gemeinde. Sonntag, 8. Novbr. 1903. Vormittags ½10 Uhr: Hauptgottesdienst. Pastor Heinenberg. (Abendmahl.) Nachmittags 2 Uhr: Kindergottesdienst Pastor Wischnath. Nachmittags 5 Uhr: Abendgottesdienst. Pastor Graeve. Reformierte Kirche. Sonntag, den 8. Novbr. 1903 Vormittags ½10 Uhr: Predigtgottesdienst. Pastor Terberger. Ev. Stadtmission, Schwerte, Kuhstr 7. Sonntag, 8. Novbr. 1903. Vormittags 7¾ Uhr: Blaukreuzgebetstunde. Nachmittags fallen Bibelstunde, Uebung des Gemischlen Chors und Abends Jünglingsverein aus wegen des Jahresfestes des Jünglingsvereins.(Siehe Anzeige) Wendosen. Sonntag, den 8. Novbr 1903. Vorm. 9½ Uhr: Predigtgottesdienst. Nachm. 2 Uhr Kindergottesdienst. Pastor Fal enberg. In Gemäßheit des§ 7 des Gesetzes vom 2. Juli 1875 liegt der Fluchtlinienplan der Mährstraße vom 6. November ds. Is. ab vier Wochen auf dem Stadtbauamt hierselbst zu Jedermanns Einsicht offen. Einwendungen gegen denselben sind zur Vermeidung des Ausschlusses bis zum 4. Dezember d. Is. bei dem Stadtbauamt schriftlich oder zu Protokoll anzubringen. Schwerte, 31. Oktbr. 1903. Der Magistrat. Aestaurun„Tam Koirr (gef v. Max Elchhor Schwerte, Hagenerstrasse 14. den 7. Novbr. und folgeude Case: Auftreten der grössten Attraktion des 20. Jahrhunderts: Der Minsch bynr Grfühl. De Losgl getsähzlog: 9 Vot, Teig gesihzn. Der Fakir ist das größte meoizinische Rätsel der Gegenwart für alle Aerzte des In= und Auslandes. hieb, slich und kugelsicher. Keine optische Cäuschung. Lebend! des Noch nie gesehen! Leeens Von seinen Leitzengen sind besongez gpet gnger e. Die durchstoßene Brust mit einem 25 cm tungen Dolch. er Der lebende Blumenstrauß, Fihmeg, Die durchstoßene Hand mit dem silbernen 2isch. Die 4 Wunderknöpfe am Körper angensspzz zzuchen. 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Um pünktliches und zahlreiches Erscheinen bittet Der Vorstand. Freiw. Feuerwehr, Schwerte. Sonntag, den 8. November, nachmittags 3 Uhr, findet die diesjährige Schluß=Ardung statt verbunden mit Verleilung der Auszeichnung für fünfjährige Dienstzeit. Nachdem: zweier Delegierten für den techn. Jeuerwehrtag am 15. d. M. in Dortmund. Der Vorstand. Fr( Terta“, Montag, den 9. November cr., vormittags 10 Uhr, läßt der Gutsbesitzer Herr Lohoff gt. Westhoff in Rheinen in seiner Hofeswaldung 70—80 Nummern zum Teil fire Büchen, zu Brettern. Gishirr-, Nutzund Brandholz geeignet, meistbietend verkaufen. Zusammenkunft an Ort und Stelle. Kalthof. W. Brinckmann. 63 Schwerte Schwerte Grosser Kurkreinn, * wegen Umbau. Wegen Umbau u. Vergrößerung bringen wir unser gesamtes Warenlager zum Ausverkauf. Der Verkauf beginnt Samstag, den 7. November. Wir haben die Preise so billig gestellt, daß dieselben von keiner anderen Seite annähernd geboten# werden können. 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