1.— 0.90 0.85 0.80 0 70 0.65 50 d. Pfd. 178 las Pfund e 5, 40 Pfg. estaurateurs Feltmann, Apotheke A her 19. etts tS. 22 Mk. Cades Mt. U. Mk. an nichts von u man sic 3. * homöop. &am S Zusitat, id. Wißstr. 20. aller Krankt ankheiten, sowie und Ausschläge nach langjähriger Sohrung. fluenza rh, Verschleimung, hlaflosigkeit trine si“.„Opsi" bestecht reinem e sich vor wertligg : Backet I gth versendet Arr, ge 9, Dessan I. Ant, -Uschrichte für den kreis Insertionsgebühr für lokale Anzeigen, die sechsgespaltene Petit= Alle Kreis= und Lotalpolizeilichen Verordnungen für den Kreis seile.„ görde erlangen gemäß Bekanntmachung der Königl. Regierung bo i Seztozege durch Veröffentlichung in der„Schwerter Zeitung“ rechtsverbindliche seraft. veile oder deren Raum 10 Pfg., außerhalb 15. Reklame=Zeile Hör Lig., Druck und Verlag von Carl Braus in Schwerte, zernsprech=Anschluß Nr. 62. Amt Schwerte. Telegr.=Adren dur Braus, Schwerte=Ruthr. Abonnementspreis pro Quartal 1 Mark 65 g., esc 42 Pfg. Bestellgeid, wenn durch die Post bezogen. Erscheint u# jedein Woctzentage Wochentliche Gratisbeilage:„Illustrierter Satstsct ttttäcb. Nr. 244 Schwerte. Samstag den 17. Oktober 1905. Ein Vaterländischer Arbeiterkongreß. Schon erheben sich Stimmen, die die Weiterführung einer maßvollen Sozialpolitik lediglich als Förderung der Sozialdemokratie beurteilen. Andererseits nimmt die Sozialdemokratie ausschließlich das Recht in Anspruch, die Arbeiterinteressen zu vertreten, und sucht deshalb den am 25. und 26. Oktober in Frankfurt a. M. zusammentretenden deutschen Arbeiterkongreß von vornherein nach Kräften zu diskreditieren. Das kann ihr um so weniger gelingen, als der sozialdemokratische Parteitag in Dresden die eigentlichen Arbeiterinteressen kaum gestreift, sondern sich nur im widerlichsten persönlichen und Parteigezänk bewegt hat. Aus den Reihen der sozialdemokratischen Arbeiterschaft tönt deshalb der bittere und berechtigte Unmut: der Dresdener Parteitag hat den Genossen im Lande statt Brot Steine geboten. Die nicht=sozialdemokratischen Arbeiter, die durch Delegierte— es werden nur Arbeiter oder Beamte von organisierten Berufsvereinen vertreten sein— den deutschen Arbeiter=Kongreß beschicken, wollen wirklich praktische Sozialpolitik auf dem Boden des Kaiserlichen Erlasses vom 4. Februar 1890 treiben. Der Kongreß stellt sein Streben auf Selbsthilfe und verlangt 1. die ungehinderte Ausübung des Koalitionsrechtes innerhalb der Schranken des christlichen Sittengesetzes, des gemeinen Rechts und der öffentlichen Wohlfahrt; 2. den weiteren Ausbau des Koalitionsrechts, die Verleihung der Rechtsfähigkeit an die Berufsvereine und möglichst baldige Einführung der Arbeitskammern. Mit Recht wird daran erinnert, daß die Berechtigung dieser Ansprüche auch vom Reichskanzler Grafen Bülow im Reichstage im Januar dieses Jahres anerkannt ist. Graf Bülow sagte damals: „Es ist die Ansicht Sr. Majestät und die Ansicht der verbündeten Regierungen, daß die Aufgabe unseres Jahrhunderts der Ausbau der sozialen Gesetzgebung ist. Se. Majestät der Kaiser ist auch davon durchdrungen, daß die Arbeiter gleichberechtigt sein sollen mit anderen Ständen und Klassen und daß diese Gleichberechtigung ihren gesetzgeberischen Ausdruck finden soll.“ „In diesen Worten kann und muß," führt die„Soziale Praxis“ aus,„der vaterländische Arbeiter=Kongreß zu Frankfurt a. M. eine Gewähr für die Erfüllung seiner Hoffnungen und Forderungen erblicken, wie andererseits auch die Regierung in dieser Kundgebung, die aus dem freien, eigenen Willen treu zu Kaiser und Reich stehender Arbeiter hervorgeht, eine Mahnung finden möge, endlich ans Werk zu gehen und die Gleichberechtigung der Arbeiter zur Tat zu machen. In diesem Sinne kann der Frankfurter Kongreß für die gesamte Arbeiterbewegung, die trotz aller Schlacken und Auswüchse eine der gewaltigsten Kulturerscheinungen der Weltgeschichte ist, von großer Bedeutung werden, wenn er versteht, in geschlossener Einheit und im richtigen Tone seine Fordeungen vorzubringen.“ Auch wir wollen wünschen, daß der„Deutsche Arbeiterkongreß", auf dem 500 000—600000 deutsche national gesinnte Arbeiter vertreten sein werden, den Kristallisationskern bilden möge, der die Werbekraft besitzt, andere Scharen von Arbeitern zur Förderung wirklicher Arbeiterinteressen unter Abstoßung des verhetzenden Prinzips des Klassenhasses und Kampfes an sich zu ziehen. Die bürgerlichen Parteien müssen diesen Bestrebungen vertrauensvoll entgegen zu kommen suchen und dürfen nicht durch ihr Mißtrauen den Arbeiterkongreß auf eine schiefe Ebene drängen. Politische Uebersicht. Deutschland. — Der Kaiser ist am Donnerstag von Hubertusstock nach Potsdam zurückgekehrt.— Zur Enthüllung der Denkmäler vor dem Brandenburger Tor in Berlin am Sonntag hat der Kaiser den Philosophen Eduard v. Zeller in Stuttgart, dessen Brüste an dem Denkmal der Kaiserin Friedrich angebracht ist, eingeladen. Professor v. Zeller kann aber seines hohen Alters wegen an der Feier nicht teilnehmen und läßt sich durch seinen Sohn vertreten. Die Kinder des verstorbenen Kaiserpaares werden vollzählig anwesend sein. — Von der Marine. Das auf der Germaniawerft erbaute, schon des öfteren genannte Unterseeboot ist jetzt, wie man nach bestimmten Gerüchten aus Berlin berichtet, von dem Erfinder, einem spanischen Ingenieur, an die Germaniawerft verkauft werden, nachdem die Brauchbarkeit des Bootes festgestellt worden ist. Die Ausnutzung der Erfindung steht nur der Werft zu. Das Boot wird mit Hilfe eines elektrischen Motors getrieben und bieter Innern Raum für drei Personen, für die ein Vorrat lag ließ Kaiser Nikolaus warten, und als nun endlich Tag und Stunde des Besuches festgesetzt und eine Menge Empfangsvorbereitungen in Angriff genommen waren, ließ er sagen, er könne nicht kommen. Die Generalsynode der evangelischen Landeskirche der älteren Provinzen Preußens trat Donnerstag in Berlin zusammen. Es wurde ein wichtiger kaiserlicher Erlaß verlesen; er bestimmt, daß der nächste Staatshaushaltsvoranschlag 850000 Mk. Beihilfe für den Pfarrim Innern vignm e 9ret gerseren an frischer Luft voryanden, der für 24 Stunden ausreichen soll. Es heißt jetzt, die mit diesem Boote gewonnenen Erfahrungen sollen in einem zweiten, neu zu erbauenden Voor praktisch ausgenutzt werden u. im nächsten Frühjahr würden die Versuche von neuem beginnen. Die Germaniawerft betreibt die Angelegenheit ganz im stillen und gestattet nicht die Besichtigung des Bootes. Es ist daher ausgeschlossen, genaue Angaben über Bäu und Einrichtung zu machen und ein Urteil über den Wert abzugeben. Offenbar wird die Werft, der es an großen Mitteln für umfangreiche Experimente nicht fehlt, mit dem Unterseeboot erst dann an die Marineverwaltung herantreten, wenn sie auf nennenswerte Erfolge hinweisen kann. Das Stadium der ersten Versuche scheint noch nicht überwunden zu sein. — Aus Metz wird gemeldet: Die lothringischen Infanterie=Regimenter, die bisher ihren Ersatz größtenteils aus Rheinland=Westfalen bezogen, stellen in diesem Herbste zum ersten Male lothringische Landeskinder ein, die bisher noch nach„Norden geschickt“ wurden, wie man hier sagt. Dem Vernehmen nach sollen pro Regiment etwa 500 Mann aus Lothringen hierher gezogen sein, für die nun wieder ebensoviel Rheinländer und Westfalen in der Heimat verbleiben. — Ein Erfolg deutscher Industrie. Die„Chugai Shogyo Schimpo“, ein bedeutendes Handelsblatt in Tokio, wirft aus Anlaß des Kaufs deutscher Lokomotiven von Seiten der japanischen Eisenbahnverwaltung einen Rückblick auf die Entwicklung des japanischen Eisenbahnwesens. Im Anfang habe man nur Maschinen von England bezogen; dann sei Amerika an dessen Stelle getreten. Jetzt brächte Deutschland Maschinen zu einem Preise auf den Markt, mit dem Amerika nicht konkurrieren könne. Wenn die deutschen Maschinen zu den billigen Preisen sich bewähren würden, so würde in Japan ein großer Umschwung bezüglich Lokomotiven und Maschinen in die Erscheinung treten.— Englische und amerikanische Blätter besprechen den Artikel hämisch und mit unverhohlenem Aerger. — Ein bemerkenswertes sozialdemokratisches Einverständnis. In der sozialdemokratischen„Chemnitzer Volksstimme“, die dem Abgeordneten Schippel nahe steht, lesen wir in einem Artikel, der die bezeichnende Ueberschrift führt:„Aussprechen, was ist,“ folgende neue„Ketzereien“:„Man muß sich politisch auf den Boden der Tatsachen stellen, wie man sich wirtschaftlich längst auf den Boden der Tatsachen gestellt hat. Die Tatsache ist, daß wir nicht gegen den Willen der bürgerlichen Gesellschaft, sondern nur mit ihrer Zustimmung das durchsetzen können, was wir im Interesse der Arbeiter für notwendig halten.“ Frankreich. = Schnelle Justiz hat in Nordfrankreich gewaltet. 53 ausständige Spanner und Weber wurden wegen Teilnahme an den wüsten Ausschreitungen zu einem bis sechs Monaten Gefängnis verurteilt. Die Ausschreitungen haben sich übrigens erneuert. Zwei Priester wurden durch Messerstiche verletzt. Die konservatven Pariser Blätter führen Beschwerde darüber, daß im Armentières gegen 10000 Ausständige eine Straße plündern und ein Haus anzünden konnten, ohne daß auch nur einer festgenommen wurde, obwohl dort 4000 Soldaten sich befinden. Italien. = Die Absage des Zarenbesuches in Rom erfüllt die dortigen politischen Kreise in fortdauernder Erregung. Als ausgemacht darf es heute schon gelten, daß der Ministerpräsident Zanardelli unmittelbar nach der Rückkehr des Königs aus Paris sein Amt niederlegen wird. Es werden in selbstquälerischer Absicht auch wieder alte Geschichten ausgegeben. So wird daran erinnert, daß der Zar Nicolaus II. wohl den Souvereinen Oesterreich=Ungarns, Deutschlands und Englands einen Antrittsbesuch abstattete, Rom dagegen schnitt. König Humbert soll Kleine Chronik. + Brüssel, 16. Okt. Auf Veranlassung des Eisenbahnministers wurden zwei belgische Ingenieure zur Information über die Resultate der Schnellbahn Marienfelde=Zossen entsandt, da der Bau einer Schnellbahn von Antwerpen nach Brüssel erwogen werde. - Die Villa Krupp auf Capri ist nach neapolitanischen Blättern in den Besitz Professor v. Behrings=Marburg, den Entdecker des Diphtherie=Heilserums, übergegangen. Er will dort angeblich eine Anstalt für Serumkunde gründen. * Eine Begegnung mit Störchen hatte jüngst der Bremer Lloyddampfer„Darmstadt“ im Golf von Suez. Der Zug war nach dem Bericht eines Fahrgastes mindestens 50 Kilometer lang und die Zahl der Störche belief sich auf Hunderttausende. Es soll ein großartiges und seltenes Schauspiel gewesen sein, das auch von den Seeleuten noch keiner erlebt hatte. * Berlin, 15. Okt. Die ersten Sendungen sibirischen Fleisches treffen, wie die„Allg. Fl.=Ztg.“ meldet, anfangs nächster Woche hier ein. Es sind dies drei Wagenladungen aus Kurgan, die gepökeltes Ochsenfleisch(von Tieren im Gewicht von 6 bis 7 Zentnern) in ganzen Vierteln, knochenfrei, ferner Lebern, Zungen, Herzen usw., entsprechend der gesetzlichen Vorschrift, enthalten. + Königsberg, 16. Okt. Nach zweitägigem Frost, der bei minus 6 Grad Celsius alles stehende Gewässer unter Eis brachte, ist in der vorletzten Nacht anhaltender Schneefall eingetreten. Zuckerrüben und Kartoffeln sind noch in großen Mengen draußen. Eindrücke auf der elektr. Schnellbahn. Eines Tages trafen zwei smarte Amerikaner zusammen, die um die ganze Welt gereist waren und nun gegenseitig ihre Eindrücke austauschten. Sie sprachen von Rekordfahren auf der Eisenbahn.„Weißt Du,“ sagte der eine,„ich bin einmal so schnell gefahren, daß ich vom Fenster meines Speisewagens aus glaubte, die Telegraphenstangen draußen sind Staketenzäune.“„Ach, dasist noch garnichts,“ lächelte spöttisch der zweite.„Ich fuhr einmal im Blitzzug, und als ich zum Fenster hinaussehe, da blick' ich auf lauter Leichensteine. Ich wundere mich, daß sie gar kein Ende nehmen. Ich lasse mir den Schaffner kommen und frage ihn:„Sagen Sie mal, Schaffner, das muß doch ein kolossaler Kirchhof sein, an dem wir vorbeirasen.“„O, nein“, antworte er gelassen,„das sind nur Kilometersteine, mein Herr!" Diese hübsche Geschichte ist lange entstanden, ehe es möglich geworden ist, auf einem elektrischen Wagen vor den Toren Berlins die märchenhafte Geschwindigkeit von mehr als 200 Kilometer in der Stunde zu erreichen. Heute ist die Wirklichkeit diesem Witz sehr nahe gekommen, schreibt ein Berichterstatter des„Berl. Tgbl.“ Wir mußten jedenfalls unwillkürlich an ihn denken, als wir gestern ein halbes Stündchen bei dem Steuermann der elektrischen Schnellfahrten verplauderten.— Was dieses elektrische Dahinfliegen auf der netten Marienfelde—Zossener Militärbahn doch die Phantasie der Massen belebt hat! Donnerwetter, in einer Stunde vom Askanischen Platz aus in Dresden sein zu können, in drei Stunden am Kölner Dom usw. usw. Ein Stoß von Briefen liegt vor uns, aus denen wir den Wunsch sehen, einmal so eine Schnellversuchsfahrt mitmachen zu können. Vergebliche Hoffnung bis auf absehbare Zeit. Unsere freundlichen Leser und Leserinnen müssen sich geduldig und, statt selber zu fahren, hören, welche Eindrücke der wichtigste Mann bei diesen Schnellfahrten, der Herr am Steuer, Dr. Reichel, von seinen Eindrücken zu erzählen wußte: „Ob es beängstigend ist, so dahinzujagen? Nein, keineswegs. Ich stehe aufmerksam am Steuer, neben 79 mir der Lokomotivführer, der die Brese bedient. Der n Wagen läuft ganz ruhig. Es kommt mir vor, als befinde ich mich in einem abgefederten D=Wagen. Ich höre!! deutlich das Klingen der Telegraphendrähte, die am Auge vorüberflitzen. Aber von den Masten und der Leitung ist nicht viel zu sehen. Die Kilometersteine abzulesen, hält sehr schwer, die Zehntel lassen sich lesen, nur hin und wieder die vollen Kilometer. Aber auch die Steine, die rechts neben dem Geleise liegen, die erkenne ich nicht mehr. Die Signale sind gut zu sehen, aber nur bei klarem Wetter. Dann läßt sich die Strecke auch ganz gut anderthalb Kilometer weit überschauen Denken Sie sich, was mir neulich passiert ist. Wir fahren in schnellstem Tempo. Ich sehe vor mir, 800 Meter entfernt, zwei Lebewesen auf dem Gleise— ob Mensch oder Tier, weiß ich nicht— aber ich sehe sie deutlich, ein Pfiff, und bei dreihundert Meter Entfernung verschwinden sie vom Bahnkörper, über den wir im nächsten Moment ist wie beim Automobilfahren. Auch bei zweihundert Kilometer geht es einem noch nicht schnell genug. Es kommt mir vor, als wollte der Wagen die Strecke förmlich auffressen. Das sind so meine äußeren Eindrücke. Man kann beim Steuern aber nicht allzuviel Wert auf solche Beobachtung legen. Vorläufig hat der Steuermann noch genug zu achten auf Strom, Spannung, Bügel und derlei.“ gistIu p. Si. Die Schnellfahrten, deren Anreger Withelm r. Siemens war, sind nun aus dem Stadium des Strebens nach der Höchstgeschwindigkeit von 200 Kilometer in der Stunde heraus. Für die Praxis— sie liegt ja noch i weitem Felde— rechnet man allerdings„nur“ mit 160 Kilometern. Die folgenden Fahrten werden den Messungen aller Art gelten: Kraftübertragung, Luftwiderstand, Bremswege, Reibungswiderstand und wichtiges mehr. Was aber die Zukunft von den ausgezeichneten Resultaten der Schnellfahrtversuche verwirklichen wird, das wissen die Götter und der Herr Eisenbahnminister Aus dem Gerichtssaal.. Br. Schwerte, 17. Oktbr. 1903. **(Schöffengericht.) Sitzung vom 16. Oktober. In der heutigen Sitzung in welcher Herr Amtsrichter Teitge den Vorsitz führte und die Herren Stricker und Post als Schöffen fungierten, wurde in folgenden Sachen verhandelt: Der Fuhrenunternehmer Ludwig R., Schwerterheide, war auf Anzeige des Wegewärters Schoppoll von der Polizeiverwaltung zu Westhofen zu einer Geldstrafe von 30 Mark verurteilt worden weil er am 16. Dezember v. J. mit einem überladenen Wagen gefahren habe. Hiergegen hatte R. Berufung eingelegt und stellte es sich heute auch heraus, daß R. den betreffenden Wagen gar nicht gefahren hatte. Er wurde kostenlos freigesprochen.— 3 Mark sollte der Lehrling C. W. zahlen, weil er in Gemeinschaft mit einigen anderen jungen Leuten, sich das Vergnügen gemacht hatte, Feuerwerkskörper auf der Straße abzubrennen. Die gegen die Strafverfügung eingelegte Berufung hatte insoweit Erfolg, daß die Geldstrafe auf 1 Mark ermäßigt wurde.— Sodann betrat der Arbeiter Heinrich Sch. aus Menden die Anklagebank, derselbe war beschuldigt, seiner früheren Kostwirtin der Frau Wehen mit einer Kostschuld von 11 Mark durchgebrannt zu sein. Angeklagter war geständig, doch behauptete er, es habe eigentlich gar nicht in seiner Absicht gelegen, die Frau Wehen zu betrügen. Am Lohntage sei er von seinem Logiskollegen(—derselbe sollte sich heute auch verantworten, doch war er nicht erschienen. Es wurde zwangsweise Vorführung beschlossen—) dazu animiert worden, mit nach Menden zu fahren und dort sei ihm das Geld alle geworden.— Er habe allerdings hier noch 3 Schichte gut gehabt, doch hätte der dafür erhaltene Schichtlohn nicht zur Deckung der Schuld gereicht und so sei das Bezahlen unterblieben. Anstatt wenigstens einen Teil der Kostschuld zu bezahlen, hat der leichtsinnige Mensch das Geld einfach verjubelt; Sicher hat er nicht bedacht, daß er sich dadurch strafbar mache, sonst würde er wohl nicht so gehandelt haben. Da er seine Handlungsweise bereute, auch versprach, die Frau Wehen bezahlen zu wollen, wurde von einer Gefängnisstrafe noch einmal abgesehen und nur auf eine Geldstrafe von 15 Mark erkannt.— wiederum, wie alle seine Vorgänger, eines regen Besuches erfreuen dürfte. **(Die Mobilmachung) der Bataillone des Schützenbundes ist vom Höchstkommandierenden, ralmajor Exzellenz Knülle, im Vereine mit dem Eye, Generalstabes, Oberst Steinweg, und den übrigen Generalstabsoffizieren ummehr angeordnet worden. Nachdem man sich die vielfachen Uebergriffe und Grenzverletzungen des benachbarten kleinen Raubstaates Holzen lange genug stillschweigend hat gefallen lassen, ist nun doch endlich der Geduldsfaden gerissen und morgen nach mittag treten vom Vereinslokal aus die tapferen kampferprobten Kolonnen des Schützenbundes den strategischen Vormarsch gegen Holzen an. Furcht und Angst vor dem herannahenden Feind, der in dem schlimmen Rufe steht, alles erbarmungslos zu vertilgen, was eß= und trinkbar ist, herrscht jetzt schon in Holzen, und eiligst arbeitet man an dem Ausbau der Hauptfestung des Landes, des mit Wällen, Bastionen und Gräben umgebenen Steinhausen, das schon so manchem Sturm getrotzt hat. Dennoch fürchtet man sehr den Angriff der Schützentruppent, von deren vorzüglicher Artillerie die Bastionen von dem letzten Kampf vor zwei Jahren noch Spuren aufzuweisen habe Wir sind neugierig, wie morgen die Entscheidung ausfällt und werden über das Gefecht ausführlich berichten, wir vom Generalstabe bereitwilligst Passierkarten als Kriegsberichterstatter erhalten haben und als getreue Chronisten selbst auf die Gefahr des Totgeschossenwerdens hin vom Feldherrnhügel aus den Gang der Schlacht verfolgen werden. („So etwas lebt nicht!“) ist man versucht, auszurufen, wenn man sieht, daß heute vormittag ein geflügelter brauner Geselle, ein Maikäfer, ganz lustig auf unserem Pulte umherkriecht. Er hatte seine Reise von der linken Pultecke aus begonnen, blieb aber rechts plötztich : Grund gesehen mir nnn ganz tiefsinnig wie angewurzelt stehen— und davon: er hatte auf unserem Redaktionskalend daß schon der 17. Oktober war. Was sollen mit dem Burschen aufangen? Wenn's noch ein wäre! **(Das Konzert,) welches der Bürgerschüt ein am 25. ds. Mts. im Schützenhofe veranstatten m ist mit Rücksicht auf das große Konzert des uartett“ auf den l. November=Somitag verlegt den. (Bei Ausübung seines Beruses) zog sich ge abend der Dachdeckermeister Scherz einen schweren Unfall zu. Er stürzte von dem Dache eines am Klusenweg im Bark befindlichen Hauses der Baugenossenschaft ab und zog sich schwere äußere und innere Verletzungen zu, sodaß er im Tragkorbe hereinbefördert werden mußte. Es soll aber Hoffnung vorhanden sein, daß Herr Scherz den Seinen erhalten bleibt. (Für Dienstboten und Herrschaften) von gleichem Interesse dürfte ein Prozeß sein, mit dem sich dieser Tage, wie dortige Blätter schreiben, das Amtsgericht Elberfeld zu beschäftigen hatte. Die Dienstmagd H. hatte ihren Dienst beim Wirt W. ohne weiteres verlassen und war deshalb in eine Strafe von 6 Mark genommen worden. Sie erhob hiergegen aber Einspruch und verlangte eine gerichtliche Entscheidung. Das Amtsgericht erkannte dahin, daß die Herrschaften gegen die Villkür ihrer Angestellten geschützt werden müßten, und erhöhte die Strafe auf 30 Mk. Dazu kommen nun noch die Gerichtskosten. 16. Okt.(Güter=Abfertig u der am 14. ds. Mts. stattgefundedin Anlag Sölde, ungsstelle.) I. nen Sitzung der Gemeindevertretung wurde vin Anlag der * Neheim, 16. Okt. Die Gartendiebstähle nehmen in letzter Zeit immer mehr zu. In der vergangenen Woche hatten Diebeshände in dem am Wiedenberge belegenen Garten des Herrn Lehrers Hockelmann arge Verwüstungen angerichtet, und nun haben die Diebe, offenbar dieselben Personen, dieser Tage aus einem Garten am Toenberge am hellen Mittage die dort in Säcken zum Abholen bereitstehenden Kartoffeln, welche vormittags ausgemacht waren, ebenfalls gestohlen. Man fahndet eifrig nach den Dieben, welche sich voraussichtlich nicht mehr lange der„goldenen Freiheit“ erfreuen dürften. * Aus dem Sauerlande, 16. Okt. Der Wildreichtum ist in diesem Jahre ein beispiellos großer. Die Hühnerjagd hat sich als ausgiebig erwiesen; man findet recht starke volkreiche Ketten, da die Brutzeit der Hühner vom Wetter sehr begünstigt gewesen. Geradezu massenhaft vorhanden sind die Hasen, die fast auf Schritt und Tritt dem Mäher vor die Sense liefen. Auch der Rehbestand ist besonders im höheren Sauerlande ein sehr erfreulicher; man trifft oft genug Rudel von 5 bis 10 Stück an. Ueber die Wildschweine, die sich sehr stark ebenfalls vermehrt haben, herrscht in Folge ihrer Wühlereien große Klage. Die in einzelnen Bezirken ausgesetzten Fasanen haben sich recht günstig vermehrt und verspricht die Fasanenzucht recht lohnend zu werden. Von Fuchs und Dachs hört man nicht viel, was nur angenehm ist. * Ruhrort, 16. Okt. Ein Tobsüchtiger. Der Kaufmann M. Kr. aus Eberswalde feuerte in einem Tobsuchtsanfall auf einen bei ihm beschäftiglen Arbeiter mehrere Revolverschüsse ab, ohne jedoch zu treffen. Es gelang der Polizei nicht, sich des Rasenden, der sich in ein Zimmer eingeschlossen hatte, zu bemächtigen. Nach etwa einer Stunde sprang K. plötzlich aus einem Fenster des in der zweiten Etage gelegenen Zimmers auf die Straße, verletzte sich jedoch sonderbarer Weise nur ganz unerheblich. Rinmehr wurde er gebändigt und per Troschke ins Krankenhaus geschafft. Eigener Depeschendienst Zeitung.“ I1d Paris, 17. Okt. Die Polizei in Armentières hat 36 neue Haftbefehle gegen Personen, die an den vorgestrigen Unruhen teilgenommen hatten, erlassen. In Armentières und Umgegend stehen gegenwärtig 8000 Mann Truppen unter den Waffen. Der bisher durch den Streik entstandene Schaden wird auf 200000 Frks. geschätzt.— Das Streikkomitee, welches sich mit der Organisation des Referendums über die Wiederaufnahme der Arbeit beschäftigt, hat beschlossen, daß die Abstimmung eine geheime sei und nur mit Ja oder Nein erfolgen olle. Belgische Arbeiter werden dabei nicht zugelassen, benso Arbeiter und Arbeiterinnen unter 20 Jahren. IId London, 17. Okt. Wie die Blätter aus Peking melden, soll am Dienstag abend gegen die dortige englische Gesandtschaft ein geheimnisvolles Attentat verübt worden sein. Man soll den Versuch gemacht haben, das Arsenal der Gesandtschaft, in welchem Explosivstoffe und Munition aufgespeichert sind, in die Luft zu sprengen. In der Eingeborenenstadt habe man einen unterirdischen Leitungsdraht entdeckt, welcher mit einer unter dem Arsenal angebrachten elektrischen Batterie in Verbindung stand. Außerdem sollen auch einige Zubehörteile von Geschützen aus dem Arsenal entwendet worden sein, welche jedoch an einem versteckten Orte wieder aufgefunden Pultgenn Für den redaktionellen Teil verantwortlich Wilh. Schade. Oktober 1903. Schwerte, 17. **(Die Stadtfernsprechauschlüsse) können für die Uebermittelung von Telegrammen an die Teilnehmer der Stadt=Fernsprecheinrichtung und für die Aufnahme von solchen benutzt werden. Die Gebühr für das Zusprechen eines angekommenen Telegramms an den Teilnehmer beträgt ohne Rücksicht auf die Wortzahl 10 Pfennig. Die Uebermittelung durch den Fernsprecher erfolgt nur auf Antrag des Teilnehmers. Bei abzusendenden Telegrammen beträgt die Aufnahmegebühr 1 Pfennig für das Wort, mindestens 20 Pfg., überschießende Beträge werden auf die nächsthöhere durch 10 teilbare Summe abgerundet. Außerdem werden die tarifmäßigen Telegrammgebühren erhoben. Diese Einrichtung trägt erheblich zur Beschleunigung in der Bestellung bezw. Beförderung der Telegramme bei. **(Veränderungen in der Stadtvertretung.) In diesem Herbste noch findet die Ersatzwahl für den nach Holzen verzogenen Stadtverordneten Herrn Werkmeister Hüseken statt. Die Wählerliste hat Ende September offen gelegen. Herr Hüseken war von der dritten Abteilung gewählt. Außerdem hat das Stadtverordnetenkolle gium für den verstorbenen Generaldirektor Herrn Berckemeyer ein neues Magistratsmitglied zu wählen. Falls dieses aus den Stadtverordneten gewählt wird, muß auch hierfür ein neuer Stadtverordneter gewählt werden. *(Der„Sängerbund“) feiert morgen, abends 6 Uhr beginnend, einen Familien=Abend im Saale des Herrn Engel(Ostermann.) Das uns vorliegende Programm ist sehr hübsch und sorgfältig zusammengestellt und verspricht einige genußreiche Stunden im Kreise der frohen Sangesbrüder. Konzertstücke, Lieder und humoristische Sachen wechseln in bunter Reihenfolge ab und mit einem Tanzkränzchen schließt der Abend, der sich nen Sitzung der Gemeindevertretung wurde r der schon seit einigen Jahren geplanten Guterabfertigung verhandelt. Die Vertreter der Eisenbahndirektion Essen waren zu dem Termin erschienen. Die Güterabfertigung soll zwischen der Ost= und der Weststraße angelegt werden. Die Gemeinde Sölde gibt zu diesem Zweck den erforderlichen Grundkomplex unentgeltlich her. Außerdem zahlt die Gemeinde zu den Herstellungskosten 25 000 Mark. Der Privatweg der Eisenbahn wird bei der Anlage der Abfertigung in Verlängerung der Wilhelmstraße zur Oststraße führen. Diese Vereinbarung zwischen der Gemeinde und der Eisenbahn wird von den Eingesessenen von Sölde freudig begrüßt, da die Güter sämtlich nur bis Holzwickede oder Aplerbeck per Bahn transvortiert werden konnten.„„. Jahm est * Wellinghofen, 16. Okt. Tas 3 1/2 Fahle alle Mädchen des Schuhmachermeisters Krämer wurde gestern nachmittag von der elektrischen Straßenbahn überfahren und anscheinend schwer verletzt. Ob dem Führer des Wagens eine Schuld beizumessen ist, weiß man nicht. Aus Westsaten und * Langendreer, 16. Okt. Die Arbeit eingestellt haben heute auf den westf. Drahtwerken 90 Drahtzieher nach Ablauf ihrer Kündigung. Die Veranlassung zu diesem Vorgehen bildete die Kündigung eines Verbandsgenossen. Herten, 16. Okt.(Wieder ein Ungluck durch offene Schranke.) Durch das ent schlossene Vorgehen eines Bahnbeamten wurde in Reck linghausen=Bruch ein großes Unglück verhütet. Ein Brotwagen, auf welchem sich zwei Personen befanden, fuhr, da der Bahnwärter die Barriere nicht geschlossen hatte, über die Geleise, als ein Zug heranbrauste. Der Lokomotivführer gab sofort Gegendampf und Notsignal, konnte aber nicht mehr verhindern, daß das Gefährt und das Pferd vom Zuge erfaßt und zermalmt wurde. Da der Zug bedeutend langsamer fuhr, gelang es den beiden Personen, noch rechtzeitig abzuspringen. * Bochum, 16. Okt.(Heiteres aus dem Gerichtssaal.) In der gestrigen Strafkammersitzung tat ein Verteidiger im Eifer des Gefechts den unüberlegten Ausruf:„Eigentlich gehörte nicht der Angeklagte, sondern der Verletzte auf die Anklagebank und ins Gefängnis.“ Unter stillem Lächeln klärte ihn der Vorsitzende aber darüber auf, daß das nicht gut möglich sei, weil der Verletzte leider infolge der erlittenen Wunden— gestorben sei. Zum Wachstum der Kinder. Es kann allen Eltern und Erziehern nicht oft genug vorgehalten werder, daß starke, erregende Getränke nicht nur auf das Nervensystem der Kinder von nachteiligster Wirkung sind, sondern daß sie auch das Wachstum der kleinen hindern. Die meisten Eltern sind nun zwar so vernünftig, ihren Kindern Wein und Bier gänzlich vorzuenthalten, dabei geben sie ihnen aber ruhig Bohnenkaffee und Tee zu trinken, die doch, wie wissenschaftlich festgestellt ist, g rade auf den zarten, noch in der Entwicklung begriffenen Körver schädlich einwirken. Es ist dagegen darauf hinzuweisen, daß wir in Kathreiners Malzkaffee ein sehr zweckmäßiges Ersatzmittel für Bohnenkuffee und Tie besitzen, das den Kindern ausgezeichnet schmeckt und bekommt. Bei Kathreiners Malzkaffee, mit Milch geköckt, gedeihen auch die jüngsten Sprossen ganz vorzuglich. Silb. Medaille Vetausst. Paris Zeidenstoffe Muster portofrei. Deutschlands grösstes Speolalgeschäft MICHELS& Cie BERLIN sw. 19 Leipzigerstrasse No. 43, Ecke Markgrafenstrasse Eigene Tabrik in Orefeld Hoerder Gewerbebank in Hoerde. C. G. m. 6. Wank für Handwerker und Gewerbetreibende. Geschäftslokgl; Girgpggr g Chausseestr. 55. bei der Reicheon Geöffnet von 9—12½ Uhr mittags. Spareinlagen werden bis zu 4% verzinst. Konto=Korrent und Check=Verkehr. Gewährung von Bauvorschüssen. Kiedit=Gewährung in lauf. Rechnung. Diskontierung, Domizilierung und Inkasso v Wechseln Anmeldung zur Mitgliedschaft werden täglich während der Bureaustunden entgegengenommen. Der Vorstand. Haushallungs. seinh per Kalfer gewischte Perlsorten; Pfd. 1.00 Mk. TTOK. Carl auf We Brkanntmachung. Die Bedingungen über die Ausig nehme in Unte####ssizier und Un? 1#### geroffitiervorechulen dem hiesigen Amtsbureau, Zin Nr. 2, zu Jedermanns Eir auf was hiermit zur Kenntnie der Gemeindeeingesessenen gebracht Aplerbeck, den 15. Oktober 190 5, Dr Ammann: Leonhard. Binige Pmehl eoo rpfg Würfelzucker 24 Stampfzucker 23.— Bl. Candis 33„ Volks=Bisquilts 30 m. 5n„ Pflaumen von 23„a. Apfelringe prima 7„ 6 ler. u rlüßl Ufd. 25 2 Pfd=Dosen 350„ 2 Pfd.=Töpfe 60„ 3 Pfd.=Töpfe 99„ 5 Pfd.=Töpfe 135„ Raffinade=Honig Pfd. 45„ Schweizertäse, echt 98„ zimburgerkäse 39„ Edamerkäse 80 Bauerunntter 100) Tüßrahmbutter Pckt 125„ Fetten Speck 62„ Geräuch. 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Einladung zur der Stadtverordneten den 22. Oktober 1903. am Donnerstag nachmittags 5 Uhr. im Rathaussaale hier. Tages-Ordnung: I. Oeffentliche Sitzung. 1) Förmliche Feststellung des Fluchtlinien= und Höhenplanes sowie des dazu gehörigen Vermessungsregisters der Mährstraße. 2) Desgl des Bebauungsplans für den nordwestlichen Teil des Stadtbezirks von Schwerte. 3) Bewilligung von Kosten für Baumpflanzungen an der Hohen 4) Anstellung einer weiteren Lehrkraft an der höheren Mädchen5) Abnahme der Armenkassen Rechnung für das Rechnungsjahr 1902 und Entlastung des Rendanten. 6) Bewilligung der Mittel für die zum städtischen Archiv notwendigen Reale. 7) Wahl eines Magstratsmitgliedes.„ru zux bi. im B. 8) Wahl von 2 Beisitzern und 2 Stellvernetern für oie im vember d. Is. stattfindende Stodtverordneten=Ersatzwahl. 9) Wahl von 5 Mitgliedern und 5 Stellvertretern der EinHalte stets Leichenwäsche Kränze Dortmuna D- Die größte Auswahl in Waschsässeen, Einmach= fässern Flichofsrn finden Sie in der Küferei von Konnd Häbersein, Ostenstraße 32. Golf=Capes, modernen Stoffarten 11,50, 9,75, 5,75 M. Jacketts, Imit breitem Kragen 9,75, 8,75, 6,25„ Mädchen=Kragen, allen Farben 4,25, 3,75, 2,90„ Kinder=Jacketts, schönem Besatz 3,60, 3,10, 2,75, Lampenbälle, Tischläufer, Crêppapier in großer Auswahl eingetrossen. Carl Braus, Buchhaudlg, Gr. Marktstraße 3. Größtes und billigstes Lbocolade AUS REINER ALPENTINDH. In Qualltäl unerreicht. „Auf zur Helle“: Sonntag, den 18. d. Mts.: Grosse bestehend in Karussel, Schaukel, Schau= u. Schießbuden. Größtes Vergnügen für Jung und Alt. Ee loden ergebenft en. Die Besitzer. Hamburger Hof. Krammetsvögel. Gans in Gelee, Rinderwürste. Salat usw. BERGER, POESSNECK Zu haben bei Ernst Klein, Schwerte. Hüsingstraße 15. 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Bötticher. feinem großen Chore„Herbststurm“ stellt Herr Haselhoff seinen Sängern die schwerste Aufgabe, wird sind aber überzeugt, daß der Verein, welcher in letzter Zeit anRoman von F. Arnefeld. (57. Fortsetzung.) (Nachbruck verboten) Willibald Dornedden fühlte sich durch die Unverfrorenheit dieser Anrede so verblüfft, daß er zuerst garnicht zu antworten vermochte, dann beabsichtigte er eine scharfe Erwiderung, aber er unterdrückte sie; er war zu glücklich, um sie aussprechen zu können, und kam ihm sein Vater zu Hilfe. Nachdem er einen fragenden Blick aufl ab. die Sanitätsrätin geworfen und von dieser als Antwort „Bitte fragen Sie.“ 8 144. 3 „Wie sind Sie darauf gekommen, gerade mich für diesen Posten auszuwählen?" „Sie sind mir als worden, entgeguete Wilitald, konnte sich einer leichten) Lugrteite das ndige Zuteresse eutge Verlegenheit aber doch vicht eringhrt.z, gräfte dasssche Männergesang hat durch seine ihm innewohnende E8 gibt, vick tüchzfschistelnd, veiauetere, r, giegg lehege Kraft bewirtt, daßz man in allen Schichten der für; sagte Wöühelig kopfichut, Eige, vuud getzxhen Hor Bewölkerung ihm meut als je die regten, Sympatzien nur ehrlich, Herr Lomedden, Ste.wurden uu, v., Eie entgegenbringt und das in den honen zurnentrensen die schlag nicht gengcht haben, wenn Sie nicht glaubtenz, Siezentgegenhrzgt, Bza, e rna henz, hobenz Kürste wären mir zu Tank verpflichtet und ehr geeignet dafür empfohlen strengend geübt hat, auch diese Klippe umsteuern wird. ch nicht erwehren.„Quartett“ bsche e,, Kräste da= sche Mämnergesang hat duch seine ihm inewohnende lebendige Kraft bewirtt, daß man in allen Schichten der Bevoirerzung ihm mehr als je die regtenzgeanggath entgegenbringt und daß in den hohen Furstenkreisen die fcd lErkenntnis sich Bayn gebrochen, welch gewaltiger Fattor wäten wir zu Tank vervrlchtet ung un Muzsz, derselbe in der Förderuung deutscher Sitte und deutschen und wenn dem so wäre!“ unterbrath, von, Mu, Rezen gezgten ist. Turch seine traftvollen Volksge. bald lebhaft.„Sie hahen meinem Vater, Sie haben uz sänge haf der Leuisiche sein Vaterland vom verhasten serer ganzen Familie einen Dienst erwieien, dex lich vuiegz] fteinden Joche befteien und viel haben die Männerihe. vergelten,. aht, der vung II,zgtue;, uu, trey,—odu goge)sang.Vereine dazu beigettigen, die Gemiter für glühende wacht., patten Sie das vortrait wicht gesuzhen, Vo.,(Pigtzrandsliete z cutsitammen und die deutschen Schubald serer Der M10 weiß, was aus meinem Vater geworden ware.“ „Es war ein Zufall!“ lehnte Wilhelm bescheiden „Die Entdeckung des Bildes war ein solcher," stimm ein leises Nicken enpfangen hatte, hogte ezu Rätin, und vutckt. Pseshzscht der Ge“, Leig Ss, Hahe Sie kommen zur guten Stunde, Frau Nalin, und fhuzh en umugg, der eiser,#e#nn ar inwigen Nutail nahman haben, ist garzuht hoch gezug anzuschlagen, ocerlandsnere zu entslammen und die deutschen Stämme zum einigen Deutschland zu verbrüdern. Alles tönt im deutschen Liede wieder, und wirkt der Gesang so auf das Gemüt und das Selenleben der Sänger und Zurer veredeind ein. A. II. werden an unserer Freude sicher innigen Auteil nehnen. Soeben hat sich Fräulein Josefine mit meinem Sohn verobr. Tteri Frau Kunze, die sich neben der Sanitätsrätin auf dem Sofa niedergelassen hatte, fuhr bei dieser Mitteilung so heftig in die Höhe, daß sie sich in der Tischdecke verwickelte und beinahe die darauf stehende Visitenkartenschale heruntergerissen hätte. Erst auf einen zurechtwes(Rbyngeise hgueiseh un eim al senden Blick ihres Sohnes, der sich inzwischen Josefine mich Ihnen dankbar zu erweis genähert hatte und von der Nachricht ebenso überrascht dafür in Ihrem, wie in unserem Intere ward, seine Haltung aber besser zu wahren verstand, faß= druck gewählt habe.“ A#ug amgntue te sie sich so weit, um ihren Glückwunsch darzubringenz, Wilhelm Röhne auterzhgg ud as Füilihag aber beide vermochten ihre Mißstiunung doch micht gauz) und zöngag zeizg ee ageien burcgh#e# „Und deshalb wollen Sie mir „Ich müßte doch ein recht schle sein, wenn ich es nur deshalb tä lachend.„Cinen unbranchbaren Wen an den für uns so wichtigen Platz nicht, Sie dort gut, sehr gut brauet Köhne, so hätte ich auf eine andere den besten Ausstand auf länger stören,“ sagte die unterbrach sein Schloeigen durch keine Bemertung mehrere Minuten herrschte tiefe Stille im Zimmer. zu verbergen. „Wir möchten heute nicht Nätin nach, einigen Minuten wit gezwungenen, Pezah, gtzn utanngee acerr Vorichden. 15 Di. und erhob sich.„Wir sehen uns hoffentlich recht balo wie= einem lieren Atemzuge:„Herr Tornedden, der.“. 1mir zu Rate gegangen; werden Sie es nichti Lächeln lich blieb der erstere vor Williald stehen und sagte mil Von der Sanitätsrätin bis zur Tür begleitet, entsernte sich Mutter und Sohn, und Willibald rief ihnen lachend nach:..6 P „Man merkt die Absicht und ist nicht verstimmt!“ 21. Kapitel. „Ich habe sie bitten lassen, mich zu besuchen, Herr Köhne, weil ich Ihnen einen Vorschlag machen möchte," redete Willibald Dornedden den jungen Maschinenbauer an. der in gut bürgerlicher Kleidung und bescheidener Hal*(Goldene Hochzeit im Armenhause.) Als ich, so erzählt man der„Tgl. Rosch.“, an der hübschen Pankower Kirche vorüberging, drängten sich am Eingang Schultinder und müßige Weiber:„Jetzt kommen unsere Joldenen gleich aus der Kirche! Gleich wird die Eklipage se wieder holen kommen!“ Wirklich bot ein Paar stattlicher Schimholen kommen!“ Wirklich bog ein Paar stattlicher Schimdenen“?—„Na, Grau's auss's Armenhaus, die feiern heut' ihre Joldene!"—„Was sind die Leute gewesen?“ „Er wrar Schäfer. Tet is aber schon lange her, un nu leben se von ihr bisken Alltersreute un was se de Stadt so jiebt. Er is 78 und sie 79. Er is aber'n janzet Teil wackliger als wie sie. Sie hat doch jestern ihre Treppe noch so schön jeschauert! in bei'n Kaufmann einholen tut je ooch noch selber, un nach de Betstunden kommt se immer janz pünktlich. Aber er kann nich mehr so recht mit. Nanchmal, wenn se ihm zu lange fort is un er alleene mil's Anziehen fertig wird, na, denn jeht er ihr ja wohl'n Endeken uf de Straße entjesen; un wenn se denn wieder heede flücklich nach ihr Stübchen kommen, denn können Se se janze Stunden still ans Fenster sehen; un janz zunoch een sinnig halten, wenn ich Ihnen schon jetzt sage, ich hoffe dem Posten gewachsen zu sein, wenn Sie mir Zeit zum Einarbeiten lassen wollen.“ „Durchaus nicht!“ rief Willibald sichtlich erfreut, Sie im nichts ahne reifliche Neberlegzuigz zinzfreue wich ge se sanze Stunden still aus Genan a# aufrichtig über Ihre Entscheidung. Sie sind also der frieden smo se, wenn ihnen de liebe Iv## bloß nsere, schlagen Sie ein.“. 1Weilchen so stilleken zusammen sitzen läßt!...“ Ich Er hielt ihm die Hand hin, aber Wilhelm trat einen##rat in die Kirche. Das goldene Paar ward eben vom zurück:„Verzeihung, Herr Dornedden, aber da lcheistlichen eingesegnet. Nun erhoben sie sich. Aelterchen knopfloch. So sämtliche e der u u Hätten kann sch nicht sogleich: die Entscheidung liegt nicht alleint gab seiner Frau die Hand. Jeder von beiden tug zu. ihm„ius Hotetzimmer getreten,war.„60ten 1 /u4 mirt, uicht sogleichi vo.(glsden Zueigten, sie au der Haube, er in Knoufl Siet wohl ein Stündthen Zeit fur wich! Bitte, lassen Sie)“., Millibald schaute befrendet auf.„Bei wem denus beliebt sind die Leutchen im Arnenhause, daß i8 Talas nehmen., 41 f.„ sanst noch? Bei Ihren Eltern?“ Mitinsassen zusammensteuern wollten zu einen uns Platz neymer...„„„„ f 418 f: 5 Ohne überflüssige umstande zu machen, setzte sich sonst Wilhelm Köhne Willibald gegenüber auf den ihm gebotenen Stuhl und antwortete:„Ich habe mich für zwei Stunden frei gemacht, obwohl ich nicht recht einzusehen vermag, was Sie mir vorzuschlagen haben könnten, Herr Dornedden." „Sie werden es sogleich hören,“ erwiderte Willibald und setzte ihm auseinander, sein Vater und er planten große Veränderungen und Erweiterungen in ihrer Spinnerei und beabsichtigten auch eine mechanische Weberei damit zu verbinden. Sie würden zu diesem Zwecke große Baulichkeiten mit elektrischem Licht aufführen und die allerbesten Maschinen anschaffen. Zu deren Aufstellung, besonders aber zur Ueberwachung und Leitung des maschinellen Betriebes möchten sie eine Kraft dauernd mit festem Gehalt und mit Tantième anstellen, und er frage Bei Ihren Eitern: versetzte Wilhelm und schüttelte den Kopf, „meine Eltern kann ich in diesem Falle nicht zu Rate ziehen; es gibt aber sonst jemand—“ Er stockte und wurde rot. Willibald verstand ihn sogleich und sagte freudg:.. 6 ggutg richtig aus9, Sie sind „Lege ich mir Ihre Worte richtig aus? Sie sind nit nach LandesMitinsassen zusammensteuern wollten zu einem Kranze für Mutter Grau. Sie aber hatte das Opfer abgelehnt: „I bewahre, ein kleiner Zweig tut janz dasselbe; zur Silber=Hochzeit hatte kein Mensch dran jedacht, mich auszuputzen. Wenn ich man nachmittags— wenn unsere Tochter und de Enkel aus Berlin bei uns auf Besuch kommen— eenen Napfkuchen aufschneide, denn is das vor uns„Fest jeuug!“ Die Gemeinde Pankow aber dachte verlobt und würden eine junge Frau, mir nacy Landes= uns„Fest jeung!“ Die Gemeinde P. hut bringen; das ist ja sehr schön. Ich hoffe, sie wird anders. Sie schickte nicht nur schöne, neue Hochzeitseinverstanden sein und soll es nicht bereuen. Sie bei schuhe und dergleichen, sondern mittags einen Gäusekommen eine schöne geräumige Wohnung, und da ich mit braten mit Zubehör und ein Vargeschenk von 50 Ihnen in der gleichen Lage bin und demnächst auch eine! Die Kutsche hatte Fuhrherr Selmke unentgeltlich gestellt. junge Frau heimzuführen gedenke—“— So fuhren die alten Leute feierlich zur Kirche und „Sie schließen etwas zu schnell,“ unterbrach Willmittags gab es ein fröhliches Mahl im Armenhause. D. Corez., esehael asre sae, Kae ais i. Khase Pgeg die Cianids lüge, unzpis sheniet egt ei heu scheate un im Namen, eines Vaters und in einem eigcenen, ob)pznig ges Gultes und un füirchte, sie dund nicht leicht zuId6 Herr Köhne vielleicht geneigt sein würde, diese anzunehmen. Wilhelm Köhne war der Auseinandersetzung mit einer Aufmerksamkeit und einem Interesse gefolgt, wie es nur der haben konnte, der im Besitz ganz genauer Fachkenntnisse war. Als Willibald geendet, sagte er:„Der Posten eines solchen Betriebsleiters dürfte sehr verantwortlich sein, Herr Dornedden.“ „Deshalb biete ich ihn Ihnen an,“ erwiderte Willibald liebenswürdig. „Mir, dem einfachen Arbeiter! der Fes estat ausgelegt: erlangen sein.“ (Fortsetzung folgt.) KLE- ESEEESRREE nur die Sprechsagl Für diese Rubrik übernimmt die Redaktion preßgesetzliche Verantwortung. (M.=G.=V. Quarteit.) Herrliche Chöre sind es, die der Verein in seinem diesjährigen Konzert zu Gehör bringt. Zuerst das herzinnige Lied:„Unterm Linden „Ich habe mich nach Ihnen erkundigt, Sie sind weit baum“ von Sturm, mit seinem wunde mehr als ein einfacher Arbeiter und werden, wenn Sie]„Die Liebe, sie war nur ein Fraum.“ Dayn solst. be# sich erst mit dem Betrieb vertraut gemacht haben, den größere Chor:„Verrauscht Aeeeg# Blatz recht wohl ausfüllen können,“ erwiderte Willibald, welcher allerdings manche Sctziuteteete =lleberlegen Sie sich die Sache, Sie brauchen sich heute den liebergängen zu den cinzetzet en ei Aniwort täefen Eindruck. Die markantesten Stellen.3 Du LichBühelm schwieg ein paar Minuten und sagte dann, und Treu,— und„wie ist 6s so eupct, Pgich. dem andern klar und offen ins Auge sehend;„Darf icht meiner.„Hggch, die alten Gehgn rarzug“ Ta Pg. mr eine Frage erlauben, Herr Dornedden?“see" und„winnelied“ sind sogenannte Schlager. In sschuß Blätter folgenden Inhalts Vierhundert Plätze zu belegen, war uns zu schwer, um dessentwegen muß sich mit seinem Platz bequemen ein jeder und's nicht übel nehmen, wenn er nicht grad' das Plätzchen fand, auf das er paßt nach Rang und Stand. Wo in dem Blut der deutschen Reben Bescheid sich deutsche Männer geben und bis zum Rand die Becher schenken, um ihres Bismarcks zu gedenken, da ist,— trinkt aus nd füllet frisch allüberall ein Ehrentisch! .: Teils heiter, teils wolkig, milde, starke Winde, Sturmwarnung. Veränderlich, stürmisch, kühl. Verantwortlich für den redaktionellen Teil Wilh. Schade. Kufeke's Kindermehl empfiehlt stets frisch Julius Boecker, 8 hagenerstraße 3. S 0— ARS 24 Tierdurch bringe lich mein Montag, den 9. November d. Jo.,128 vormittags 10 Uhr, sollen in der Waldung des Guts Lappenhausen, Forstsort Krümmde: pi Krämmbe: 86 80 90 ca. 70 Nummern schwere, hoch g., Das Hauptlager befindel sich in Eichen 128 straß; gegenüber dem Hause des Met ämmige. 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