SS 224 Amtlches Rrescialt 5 er A — Ensertionsgebühr für lotale Anzeigen, die sechsgespaltene Petitzeile oder deren Raum 10 Pfg., außerhalb 15, Reklame=Zeile 10 Pfg., Druck und Verlag von Carl Braus in Schwerte, Fernsprech=Anschluß Nr. 62. Amt Schwerte Telegr.=Adresse Braus. Schwerte=Nuhr. Nr. 241 Alle Kreis= und Lokalpolizeilichen Verordnungen für den Kreis Hörde erlangen gemäß Bekanntmachung der Königl. Regierung durch Veröffentlichung in der„Schwerter Zeitung" rechtsperistadliche Kraift. Schwerte Mittwoch den 14. Oktober schenr e cenemenu a. eecneeen Abonnementsptere vrn Qugrtal 1 Mar: 60 42 Pfg. Benellgeld wenn durch die Post bezogen Ersche jedem Wachentage Pöchentlich Gratisbeilaue:„Illustrie: 36. Jaurgang Casiro's neueste Heldentat. Der venezolanische Harlekin treibt im Schatten des großen Bruder in Monroe munter seine Eulenspiegeleien fort. Jetzt hat er Spanien derartig brüskirt, daß es den diplomatischen Verkehr mit ihm aufgiebt. Ein Telegramm aus Caracas meldet: Caracas, 12. Okt. Der spanische Gesandte verläßt am 18. Oktober Caracas. Er war in einem Streit zwischen Venezuela und Mexiko wegen Forderungen eines Mexikaners in Höhe von 2000000 Mark an die venczolanische Regierung zum Schiedsrichter berufen worden und beging das Verbrechen, Venezuela zur Zahlung des Betrages zu verurteilen. Darauf wurde er von der Preßklique des Herrn Castro unausgesetzt in derartig unflätiger Weise angegriffen und verdächtigt, daß er jetzt sein Amt niederlegt.. 6 Von seinem Gaunerstandpuntte hat übrigens Castro garnnicht so unrecht mit seiner Methode, denn sie rentiert sich vorzüglich. Er bezahlt seine Schulden einfach nicht, und wenn ihm gedroht wird, lacht er. Die bekannte Blokade hat ihn in seiner Methode noch bestärken müssen, denn deren Ergebnisse werden allen Mächten zeigen, daß sie gegen Herrn Castro machtlos sind. Wie kläglich diese Aktion geendet hat, zeigt folgendes Telegramm: Newyork, 12. Okt. Der Schiedsrichter Duffield teilte dem Staatssekretär mit, daß von den deutschen Ansprüchen gegen Venezuela in Höhe von 6049000 nur 1 670000 Mark anerkannt wurden. Politische Uebersicht. Deutschland. — Das Kaiserpaar kehrt in diesen Tagen aus Hubertusstock nach Potsdam zurück. Der Kaiser und Prinz Adalbert jagten mit gutem Erfolge, die Kaiserin photographierte viel. Am Sonntag findet die Einsegnung der Prinzen August Wilhelm und Oskar statt. — Aus Posen wird gemeldet:„Wiebkopolamin“ meldet, auf Verlangen der Regierung bestimmte Erzbischof Stablewski, daß die Kleriker des Posener Priesterseminars deutsche Geschichte und Litteratur an der neuen Posener Akademie hören müssen. Dem Erzbischofe soll andernfalls die Sistierung des Seminars angrdroht worden sein.— Der letzte Teil der Meldung erscheint uns bei der heutigen Richtung des innerpolitischen Kurses sehr unwahrscheinlich. Nordamerikanische Schuhwarengeschäfte werden gegenwärtig in rascher Folge in zahlreichen deutschen Städten errichtet. Für die nordamerikanischen AusfuhrInteressenten ist es nicht schwer, bemerkt die Krzztg. dazu, ihre Erzeugnisse in Massen auf den deutschen Markt zu werfen, da die Sätze des deutschen Zolltarifs im großen und ganzen viel zu niedrig sind, um der fremden Einfuhr, namentlich bei Massenerzeugnissen, eine fühlbare Schranke zu ziehen. Dagegen ist es der deutschen Industrie in vielen Fällen sogut wie unmöglich, ihre Fabrikate auf den nordamerikanischen Markt zu bringen, weil die dortigen Zollschranken nahezu unübersteiglich sind. Die ungleichen Zollverhältnisse erklären die bedauerliche Tatsache, daß deutsche Erzeugnisse immer mehr vom nordamerikanischen Markte verschwinden, nordamerikanische dagegen immer mehr auf dem deutschen Markte emporkommen. Gerade gegenüber der nordamerikanischen Konkurrenz ist es daher wünschenswert, daß der neue deutsche Zolltarif möglichst bald in Kraft tritt. — Beteiligung an der Bodenwertsteigerung. Wie gemeldet wird, hat die Zentrumsfraktion in der bayrischen Abgeordnetenkammer den Antrag eingebracht, dem Landtag noch in dieser Session einen Gesetzentwurf vorzulegen, welcher in den Großstädten und in allen Gemeinden, deren Volkszuwachs innerhalb der letzten Zählungsperiode den Landesdurchschnitt um das fünffache überschritten hat, eine Beteiligung von Staat und Gemeinde an der festzustellenden Steigerung des Bodenvertes in der Weise einführt, daß beide Teile je 10 Prozent von diesem Wertzuwachs erhalten. Italien. = Der Mullah rückt vor. Das römische Blatt „Patria“ meldet, die Avantgarde des Mullah sei dabei, in das italienische Somaligebiet einzufallen. Die Regierung bereite alles für eine eventuelle Entsendung von Truppen nach Erythräa vor. Die Kriegsschiffe„Volturno" und„Colombo“ würden gegen den 26. Oktober nach Obbia in See gehen.—„Giornale d'Italia“ schreibt, wenn der Mullah sich wirklich 6 Meilen von Obbia befinde, so deute dies nur seine Absicht an, die Stadt zu plündern.— Dem„Messagero" zufolge soll die Lage in Benadir gefährlich sein. = Gegen den Mullah. Der Kommandant des Schiffes„Colombo“, Kapitän Birio, ist in Genua eingetroffen.„Colombo“ und„Volturno“ gehen unverzüglich nach Aden ab, um den Umtrieben des„tollen Mullahs“ begrüßen zu können. Der Jubel, der in Paris herrscht, gleicht zwar nicht dem Paroxismus, in den die„grrrande nation" beim Besuch des russischen Admirals Avellan und beim ersten Zarenbesuch verfallen war, hat al eine recht schätzenswerte Höhe erreicht. Die Camelots ent falten wieder eine fabelhafte Geschäftigkeit, um die tausend Spielereien, die aus Anlaß des italienischen Königsbesuches erfunden und hergestellt worden sind, unter ohrenbetäubenden Anpreisungen an den Mann zu brinen. Da sind Fähnchen und Nippesfiguren und unbeschreiblicher Kleinkram. Die Hauptrolle spielen die Ansichtspostkarten, auf denen König Victor Emanuel mit dem Präsdenten Loubet in alen visgtfskeingrze zrige säuberlich auf Schüsseln aufgetan, bald als Regen erscheibemächtigt und lichen Melodie des deutschen„Komm Karlineken, komm, wir woll'n nach Pankow gehn“ in ihrer originellen Weis gedichtet hat, braucht als selbstverständlich kaum erwähnt zu werden. Südafrika. := Hungersnot in Sicht? Dem„Standard“ unterm 2. Oktober aus Kapstadt zugehengegzglsietburgerzge# die Zustände in der Kapkolonie kläglach. Infbige ver Trockenheit kamen tausende Schafe und Ziegen um; es gebe keine Ochsen mehr. Milch sei nicht vorhanden, das Hammelfleisch sei tatsächlich ungenießbar. Sollten nicht bald Regenfälle eintreten, so sei eine Hungersnot zu befürchten. Ostasien. — Vierzehn deutsche Secoffiziere traten Sonntag die Heimreise aus Ostasien an. Sie kehren nicht auf dem Seewege zurück, sondern zum ersten Male auf dem Landweg durch Sibirien. im Somalilande Einhalt zu gebieten. Das Kanonenboot„Galila“ ist bereits nach Aden und der kleine Kreuzer„Coatit“ nach Obbia unterwegs. Sobald die„Colombo“ in Aden eintrifft, wird Birio den Oberbefehl über die ganze dort befindliche italienische Flotte übernehmen. Das italienische Königspaar trifft am heutigen Mittwoch zu viertägigem Besuche in Paris ein. Die Hauptstadt der Republik hat sich zu Ehren des hohen Besuchs in ein glänzendes Festkleid geworfen. Die strengen Kleine Chronik. Kiel, 12. Okt. Selten hat ein Unwetter soviel Unglück herbeigeführt wie der letzte Oktobersturm. Im Ost= und Nordseegebiete sind gegen 20 Schiffe gestrandet oder gesunken; viele Menschen fanden den Tod in den Fluten oder werden vermißt. Vom gestrandeten holländischen Dreimaster„Albion“ ertranken der Kapitän, der Steuermann und zwei Matrosen. Das Meer schleuderte drei Mann lebend auf den Strand; ein vierter, der im Maste festgebunden war, ist anscheinend mit dem versinMerksprüche. Ein Gemüt, froh und zufrieden, Ein Leib, dem Gesundheit beschieden, Eine Arbeit, die nützt, Und vor Not Dich schützt, Ein Herz, Dir treu in Freud' und Weh, Das ist der rechte Vierblätterklee. Geist und Stoff. Du hast mit vielem Geist verfaßt Ein neues Buch, doch glaub ich fast, Du bringst die Kosten kaum herein: Drum bau nicht auf den Wissensdurst, Erfinde eine neue Wurst, Und man rennt Dir die Türen ein! Roman von F. Arnefeld. (53. Fortsetzung (Nachdruck verboten) „Elisabeth, Du willst damit sagen, was ich schon durch Willibald erfahren habe?" stammelte Dornedden, „meine— unsere Angelegenheiten„ „Haben in den letzten Wochen eine entschiedene Wendung zum besseren genommen, wenn wir auch noch ernstlich zu kämpfen haben,“ fiel Willibald fröhlich ein. „Unser Kredit hat sich befestigt, wir sind reichlich mit Aufträgen versehen, unser Fabrikat ist untadelhaft, wir—.“ „Die Mutter und Du, Ihr habt geleistet, sobald Ihr die Arme frei hattet!“ unterbrach ihn der Vater und aus seinem Ton sprach wehmutsvolle Entsagung.„Ich bin seither ein Hemmschuh für Euch gewesen, aber glaubt mir, mein Wille war gut. Die Leitung bleibt fortan in Euren Händen, ich will nur Euer Mitarbeiter sein.“ Kraft und Stärke gesammelt, Do.“„ u um m sohn“ dabei bleibt es tatsächlich, Vater,“ sagte Willidabei bleibt es tatsächlich, Lgter,“ sagte. Wi bald und legte ihm den Arm um den Nacken; seine Frau ergriff seine Hand und fügte hinzu: „Und wer weiß, wie bald wir beide uns ganz zurückziehen und Wohnung in unserem hübschen Gartenhause nehmen, um den jungen Leuten Platz zu machen. Kraft und Stärke gesammelt, dann will ich nach Berlin ruckkehren; und Willibald soll mich begleiten, um mir beizustehen, die Erbschaft, welche Ahrweiler mir übere geymen, um den jungen Leuten Platz zu machen.“ mit Frau und Sohn. vrscher und Arbeiter den wieder„Ist auch in dieser Richtung in meiner Abwesenheit vegrußten die Angesteuten etwas geschehen?“ fragte Dornedden erfreut aufhorchend. gekehrten Herrn. Villsbald schittelte den Kopf aber seine Muter Vorach zim Puhikum hatte man sich auf eine recht sensatinit diversichtichem Zächen:. u Vorte anste. Verkandlung gefaßt genacht, wenn der Fal Wer lebt, wird sechen.“ Einem sich an desem Zzgte onene Voty zien vor die Geschworenen kommen würde. knüpfenden Gedankengange folgend, gestand sie:„Vuli, nedden=Ahrweitr.„De Gutäuschung, als bekannt ward, bald hat die Frau Sanitätsrätin Leonhard davon in Es erregte daher großt. v. Zetlggten an den Tag gekomKenntuis gesetzt, daß Du nur der vorgeschobene Erbe) baoh bse Haßemang ihn guis der Haft entlassen und an seiner bist und Ahrweiterz,Reichtum ihrer Tochtegz gebört., Dr Etesle den wirklichen bereits geständigen Mörder festharfte, durch dese„attelung bei Gericht deie Schuld= Stcht, ven haße, Iher dies Gertagthulng über diesen losiaket beweisen zu konnen; man glaubte ihm aber Jusgang sugr doch weit, weit überwiegend. Ein paar „Sie war schon in anderer Meise dargeton, Ltentz ze geston, etgandellen sie in Roizen und Leitatikeln, Dornedden.„Ich werde nun aber keinen leichten Stand vir Jetrung Vonunv(Erazniffe an ihre Stelle und bald bei der Sanitätsrätn haben. Wie ich sie kennen gelernt, dann tratezepergefsene“Der wirkliche Mörder, Alkonso wird sie von den Ahrweilerschen Reschtimern nichts für genzo wox, Föfte nur ein untergeordnetes Interese ein. ch gultnid es wäre dach nicht recht das Geld Juders verhiellen sich P zim Kreise derer, die viel Gutes stiften kann, den habsüch= in irgend welcher Verbindung mit dem Morde und der tigen, engherzigen Verwandten zu überlassen, logte) Ahrgingächt schlug in der Famisie Köhne die Neuigkeit helfen, sie zu überreden? Willst wie eine Vombe ein, Dornedden sei schuldlos und Alsfgnso „Nicht heute! Heute will ich mit Euch in die Heimat mittelung ein paar mal bei ind erzogen sind, einige Tage zu rasten Vorwurf, auch um den so übel abgelaufenen Besuch am hörigen, Bräuten und Freunden und Bekannten, in Scharen zum Bahnhof wandern, um sich an ihren Bestimmungsort zu begeben. Manches Gesicht war hell und freudig, manches aber auch sorgenvoll und niedergeSop z.ohu Flak.„Augelias und der betr Madorenfabik enpsehlen sole. Her Röper schlagen, Num, wenn um die Perizuachzest, szaugn die fühlen, welches in Des sad oie scher ahsihe Keade. daon nod di Co, Stirne verschwunden. kenden Schiffe untergegangen. An unserer Küste strandete der holländische Segler„Gritje“ und ging unter. Die Besatzung wurde gerettet. Mehrfach spülten Sturzseen Leute über Bord; so verschwand nachts unbemerkt der der Steward Lönnesen vom Flensburger Dampfer „Louise“. Außer der Sonderburger„Themis“, sanken die Segler„St. Klemens",„Albert",„Gerda" und „Helene". Die neuen Hafenanlagen bei Gjedser sind nicht Freitag geze mmerheblich, heschädigt. Die Damp'shgse ehriehgsh Franz IV.“ stieß gegen die mittlere Moie, beren, Vonlwerk brach und deren Steinböschung sich auf eine Strecke verschob. Der„Friedrich Franz IV.“ blieb trotz des heftigen Anpralls unbeschädigt. Zwei schwarze Theologen. Zwei schwarze Studenten sind soeben an der Berliner Universität immatrikuliert worden. Die beiden jungen Reger sind Amerikaner und haben sich bei der theologischen Fakultät einschreiben lassen. Der eine, Richard R. Wright, der Sohn des Prästücksvermittler und die vorausgezahlte Provision von dem Vertreter der Gasmotorenfabrik. Diese letztere Summe ist doch offensichtlich gezahlt worden in der Erwartung, daß Herr Röper als Kammer=Vorsitzender die Fabrikate scheint das Unschickliche gar nicht zu,reie##n dieser Handlungsweise liegt. Die Mitglieder der Dortmunder Handwerkskammer haben durch ihre Wahl am Freitag gezeigt, daß sie über den Fall anders denken, als genfalten von der Herr Röper. Dieser erhielt trotz aller Selbstempfehlung und Agitation bei der Neuwahl nur eine einzige Stimme. Das sagt genug.“ Vom sozialen Felde. Berlin, 13. Okt. Das warmherzige Interesse, das der verstorbene Abgeordnete Richard Roesicke zeit seines Lebens allen auf die Wohlfahrt der Arbeiter geeine, Richard R. Wright, der Sohn des Prä-richteten Bestrebungen entgegengebracht hat, werden die Staatskollegs zu Cuthbert in Georgia, ist Arbeiter in seinem eigenen großen Betriebe auch nach Se zudanz Ehamas seinem Tode mit Danfharkeit anerkennen. In seinem seinem Tode mit Dankbarkeit anerkennen. In seinem Testament hat Roesicke, wie die„Volksztg.“ mitteilt, die Bestimmung getroffen, daß an die zur Zeit seines Todes in seinen privaten Diensten angestellten Personen, die fünf Jahre für ihn tätig gewesen sind, und an sämtliche zur Zeit seines Todes in den Betrieben der Schultheißbrauerei beschäftigten Arbeiter, die zehn Jahre lang in dem Unternehmen beschäftigt gewesen sind, die Summe Teilen zur Verteilung gesidenten des bereits Vaccalaurens der Theologie, der andere, Thomas B. Lillard aus Maryville(Tennessee), hat zuletzt das Hartford Theological Seminary besucht. Ein gewinnbringendes Geschäft, das nichts weniger bezweckt, als den Vertrieb„heiliger Erde“ aus Jerusalem, hat sich nach dem„Leipz. Tabl.“ in Chemnitz in Sachsen aufgetan. Ein findiger Kopf läßt sich Erde aus Jerusalem kommen, die er sich vorsichtigerweise als aus Jerusalem stammend vom deutschen Konsul daselbst bescheinigen läßt, und bringt sie dann in kleinen Säckchen in den Handel. * Der Rennsport hatte am Sonntag einen schwarzen Sonntag zu verzeichnen. Bei dem 100 Kilometer=Radrennen stürzte der Berliner Radfahrer Görnemann und brach das Genick. Der Tod trat bald darauf ein. Aus Hannover wird berichtet, daß bei den dortigen 100=Kilometerrennen ein Motorführer gegen die Schranke fuhr und einen Unterschenkelbruch, sowie Verletzungen am stellen. In Deutschland kommen auf je 104 Kopfe erlitt. Ferner wurden drei Zuschauer leicht verletzt, ner 64 Hektar Land, die mit Kartoffeln bebFünf Tage Gefängnis erhielt ein Tischler in diese Zahl ist das Fünffache von dem, was Mainz, weil er die Kirche während des Gottesdienstes mit einigten Staaten von Amerika, also in dem brennender Zigarre betreten hatte.[dam dig Gartoffel stamme angepflanzt wir Von der Handwerkskammer in Dortmund. Zum Fall Röper schreiben die leitenden Herren der Handwerkskammer:„Der frühere Vorsitzende der Handwerkskammer, Herr Röper, hat durch ein„Eingesandt“ in mehreren Hammer Zeitungen Vorgänge, die angeblich zu seinem Rücktritt geführt haben, der öffentlichen Kritik unterbreitet. Der Leserkreis der in Betracht kommenden Blätter wird erwarten, daß die Handwerkskammer den Ausführungen des Herrn Röper öffentlich näher tritt. Die Kammer dürfte jedoch keine Veranlassung haben, die von Herrn Röper berührten internen Vorgänge in der breiten Oeffentlichkeit weiter zu erörtern, nachdem dieselben in drei Sitzungen der Handwerkskammer, zu denen Herr Röper eingeladen, aber absichtlich nicht erschienen war, ihre ordnungsmäßige amtliche Erledigung gefunden haben. Auf die in dem„Eingesandt“ des Herrn Röper enthaltenen Unrichtigkeiten und Ungenauigkeiten gehen wir schon deshalb nicht näher ein, weil wir der Stellungnahme des in den nächsten Tagen zusammentretenden Gesamtvorstandes nicht vorgreifen wollen. Aus demselben Grunde sind auch die in dem „Eingesandt“ namhaft gemachten leitenden Persönlichkeiten der Handwerkskammer, da sie in vorliegender Angelegenheit nicht als Privatpersonen, sondern in ihrer amtlichen Eigenschaft in Frage kommen, einstweilen nicht von 100000 Mark zu gleichen langen soll. Haus= und (Unser Kartoffelverbrauch.) Deutschland ist dasjenige Land der Erde, wo die meisten Kartoffeln verbraucht werden; diese Tatsache ist bekannt, aber wie groß der Abstand zwischen Deutschland und den anderen Ländern in dieser Beziehung ist, dürfte sich nicht jeder richtig vorIn Deutschland kommen auf je 10000 Einwohebaut sind, und in den Vereinigten Staaten von Amerika, also in dem Lande, aus dem die Kartoffel stammt, angepflanzt wird. In den Vereinigten Staaten nämlich kommen auf je 10 000 Einwohner nur 13 und in Großbritannien und Irland nur 12 Hekar Kartoffelland. Für ein in England erscheinendes technisches Organ wie den Londoner„Engineer“ liegt das Urteil nahe, daß die Kartoffelproduktion Deutschlands in Zukunft eine größere Bedeutung erwarten darf infolge des zunehmenden Verbrauchs von Kartoffelspiritus für den Betrieb von Motorwagen. Lotales Schwerte, 14 Oktober 1903. (Landwirtschaftliche Winterschule zu Dortmund.) Die Landwirte hiesiger Gegend, welche ihre Söhne in diesem Winter zur landwirtschaftlichen Winterschule nach Dortmund schicken, werden es für sich und ihre Söhne als eine große Wohltat empfinden, daß die Verkehrsgelegenheiten nach Dortmund sich in letzter Zeit sehr gebessert haben. In der Zeit von 7 ¾4 bis 8 ¼4 kommen die Züge aus allen Richtungen in Dortmund an, sodaß der Unterricht, der um 8 1 Uhr beginnt, von allen Schülern regelmäßig besucht werden kann. Da der Unterricht nur bis 1 Uhr *** Wandhofen, 13. Okt. In einer von dem hiesigen Schulvorstande unter dem Vorsitze des Herrn Amtmanns Grafen von Haslingen abgehaltenen Sitzung, wurde die vom Rendanten Fleer in Westhofen gelegte SchulkassenRechnung des Rechnungsjahres 1902 revidiert. Die Einnahmen im genannten Jahre haben betragen 2686,78 Mk., die Ausgaben 2686,78 Mk., an Bestand verbleibt mithin 58,09 Mark.—— Gegen die Rechnungslegung fand sich nichts zu erinnern. Holzen, 10. Okt. Im Lokale des Herrn Gastwirts Hüsemann auf dem Höchsten fand am vergangenen Mittwoch eine, Sitzung der hiesigen Gemeinde=Vertretung statt. Den Vorsitz hierin hatte der mit der Vertretung des erkrankten Herrn Gemeindevorstehers beauftragte Gutspächter Herr Jacobs übernommen. Es wurde der Ankauf verschiedener Wegesplißteile beschlossen, wie solche andererseits auch an verschiedene Grundstückseigentümer abgetreten werden sollen. Zum Schiedsmann für die Periode 1904006 wurde Herr Landwirt Ludwig Post und zu dessen Stellvertreter Herr Landwirt H. Hohenschwert gewählt. Für die Beschaffung einer neuen Turmuhr in der Berghofermark wurde ein Beitrag von 25 Mark bewilligt. Die Geschäftsanweisung des Kreislandmessers wurde zur Kenntnis mitgeteilt. Die Kosten für den Ausbau des alten Hellweges sollen durch eine Anleihe gedeckt werden. Das bereits früher vorgelegte und angenommene Ortsstatut über Anlegung, Bebauung und Veränderung von Straßen in der Gemeinde Holzen ist von dem Herrn Landrat in Hörde nicht genehmigt worden. Es soll indes erneut zur Sache Stellung genommen und der Herr Landrat nochmals gebeten werden, unter den von der Gemeinde=Vertretung vorgebrachten Gründen, die Genehmigung zu erteilen. Westhofen, 14. Okt. Die Gemeinde=Vertretungen, Schulvorstände und Repräsentanten von Westhofen, Wandhofen, Garenfeld und Syburg haben die Umwandlung der bisherigen Societätsschulen in Anstalten der politischen Gemeinden beschlossen. Die neue Einrichtung soll, vorbehaltlich der Bestätigung durch die Königliche Regierung, mit dem 1. April 1904 vor sich gehen. * Hohensyburg, 13. Okt. Tot aufgefunden wurde in dem hiesigen Steinbruche der betagte Landwirt und Bergmann Neuhaus hierselbst. Die Obduktion der Leiche durch Herrn Kreisarzt Dr. Schulte aus Hörde ergab keine Anhaltspunkte für ein Verbrechen. Es ist anzunehmen, daß der alte Mann in der Dunkelheit abgestürzt ist und so den Tod gefunden hat. ** Hohensyburg, 10. Okt. In der hier unter dem Vorsitze des Herrn Gemeindevorstehers Grieb abgehaltenen Sitzung der hiesigen Gemeinde=Vertretung wurde beschlossen, die Sparkassen=Zins=Ueberschüsse aus dem Jahre 1902, welche unsere Gemeinde anteilig erhält, zu außeretatsmäßigen Wegebauten und zur Verzinsung und Amortisierung von Wegebauschulden zu verwenden. Zum Schiedsmann wurde Herr Gastwirt Wulff und zu dessen suicht werden kann. Da der Uinterricht nur bis I 1 Stellvertreter Herr Lehrer Kaiser auf eine dreijährige dr mittags dauert, können die Schiler fast ohne Aus, Amitsdauer wiedergewählt. Die von Westhofen nach hue ichr zeitig wicher zu Hause sein. Bei dieser Gele,) der Vitbräute führende Straße, sowie der von Sybur von Syburg in das Eigennahne sehr zeitig wieder zu Hozse sein. Bei disser, Gele= Lu, Bizthräute führende Straße, sowie der genheit Lei, noch darauf aufmerksam gemacht, doß tain, nach der Reichsmark führende Weg souen in selien Fällen sich eine Monatskarte biligr stellezjengen, tum des Kreises Hörde, vorbehaltlich dessen Genehmigung, als eine Schilerzeitkarte und geben die betrensengen, ütbergehen. Lem Herrn Gastwirt Dickehage und der Wwe. Dienstitcllen darüber nähere Auskuuft. Anmeldugez, Etark. purde wiederuflich gegen eine alljährlich zu zahVolksfr.“ führt zu dem Röper'schen Eingesandt aus: „Nach meiner Meinung gibt er(Röper) durch seine Rechtfertigung selbst zu, daß er wenig geeignet war zum Vorsitzenden der Handwerkskammer. Er bestätigt ja alles, was ihm von seinen Kollegen im Vorstande zum Vorwurf gemacht wurde: die Provisionszahlung von dem Grund, Früh mit dem Koffer an mit nachfolgendem Balle zu veranstalten. hierfür eine Militärkapelle zu engagieren. (Die Rekruten) aus wurde wiederruflich gegen eine alljährlich zu zahognitionsgebühr das Legen eines Wasserleitungsres durch den Kommunalweg gestattet. Garenfeld, 11. Okt. Herr Amtmann Graf von hielt hierselbst im Lokale des Gastwirts SoeSitzung des Schulvorstandes ab. In dieser denkt wurde die Schulkassen=Rechnung pro 1902 vorrevidiert, wobei nichts zu erinnern gefunden wurde. Nach der Rechnung waren vereinnahmt 3483,99 Mk. und verausRechnung waren vereinnahmt 3483,99 aus unserer Stadt sah man heute, gabt 3419,20 Mk., sodaß also noch ein Bestand von 64,79 der Hand, begleitet von Ange- Mark verblieb. Dieser wird für 1903 vorgetragen. ue irde 13 Ot(Tod durch Verwech Hadgesen un un u adhr ucd hls ue Sihgzegeächenr gaegz sehlehebhe dad seinsh Selbitverständich vor sie auch sehr sczeht auf den Vrog, Zie Eiatsanwalischaft köne doch nocg Veranlassung den.) Die Ehef one„ebracht haute, An arnsten erbister zeigte se uchnen, de Autage wegen Meieids gegen v6, 35, S, Verisenshste sich aber gegen dern, olizkompissar Müseler, der sch heben.„Sie wurde erst wieder ruhig, als dieser ber be uen V-sden, be ir enseiguagen, ur iur vonerngangen or. iun dschante aeir Aritelk sich aber gegen den Polizeikommissar Müseler, der sich wie ein Fuchs in Schafsliewern bei ihr eingeschlichen, ihr und ihrem Manne Freundschaft geheuchelt hatte, um zu kundschaften und zu spionieren und sie alle ins Unglück Den höchsten Grad erreichte ihr Zorn, als nun gar eine Vorladung zu einer erneuten Vernehmung vor dem Untersuchungsrichter kam und sie Marie ganz fassungslos vor Angst sah, was ihrer dort geschehen könne. Sie mußte sich aber bezwingen, denn Müseler zeigte sich jetzt Benninghofen, 13. Okt.(Tot aufgefunDie Ehefrau Bergmann Symann hier wurde nachmittag in ihrer Wohnung tot aufgefunden, iuor vorgergegangen war e g ue bieser beeg un zur Frtgit genesen wor. Der sofort herbeigeholte. 17. Auch da Fonseca kam mit einer geringen Gegungnis# ronnte aus der Besichtigung der Leiche die Todesursa#e strafe davon, da sein geschickter Anwalt den Geschwore= nicht feststellen, sodaß eine genauerellntersuchung dersel nen Ahrweilers Tötung als einen Akt der Notwehr dar= notwendig wird. Gerüchten zufolge soll die Tote sich in gestellt hatte. Sein Vater war nach Eurova geit, um pitg„Le hoglizeiläche interfuichung auch hierüber Auftlärden so arg auf Abwege geratenen Sohn nach Verbüßung seiner Strafe mit in die Heimat zurückzunehmen. Sie werden nicht allein reisen, Marie Köhne wird sie begleiten. Da Fonseca der ältere erblickte in der Heiob), Marie bekannte darauf, daß sie ein Liebesverhältnis Marie übers Mer zjehen zu lasen. mit dem Brasilianer gehabt, der ihr das Versprechen gegeben, sie zu heiraten. Sie habe ihm ein paar mal den wirs die polizeitiche Unterfüchung auch hieraber Auftiar“ ung geben. Aus Westfalen und Rheinland. Dortmund, 18. Okt.(Traurig, aber, wahr, In einer Wirtschaft im nördlichen Stadtteile holte sich gestern ein Arbeiter in der Flasche einen Schoppen Branntwein. Als er diesen bereits eingesteckt, hatte er angeblich sein Geld vergessen und legte zur Sicherstellung n. in Schan Bestimmhell und niedergeherum die s Rock bei le Gesichter, nd die Sorim hiesigen Amtmanns wurde die Schulkassent. Die Einen 2686,78 d verbleibt legung fand errn Gastvergangenen e-Vertretung rtretung des tragte Gutse der Ankauf solche andeitümer abge: d i e P e r i o d e und zu desnschwert germuhr in der Mark bewilslandmessers für den Ausnleihe gedeckt nd angenomund Veränlzen ist von tigt worden. nommen und i, unter den ten Gründen, Vertretungen, Westhofen, die UmwandInstalten der e Einrichtung die Königliche ehen. funden wurde andwirt und tion der Leiche Hörde ergab s ist anzunehabgestürzt ist r unter dem eb abgehalteung wurde bee aus dem ilig erhält, zu serzinsung und rwenden. Zum und zu dessen ie dreijährige sesthofen nach r von Syburg in das EigenGenehmigung, und der Wwe. ährlich zu zahWasserleitungsinn Graf von Hastwirts Soeab. In dieser vorrevidiert, de. Nach der . und veraustand von 64,79 rgetragen. Verwechser Michael Rabeschäftigt war in letzter Zeit Gestern mittag Er vergriff sich eine solche mit en dieser Verharfe Flüssigkeit h erbrechen und Seine Kollegen hn in das nahe m Wege dorthin aufgefunn hier wurde st aufgefunden. rgangenen Nacht rbeigeholte Arzt die Todesursache uchung derselben die Tote sich in igen haben und sierüber Aufklärheinland. aber wahr!) tteile holte sich einen Schoppen gesteckt, hatte er ür Sicherstellung Mondschein. Das Volk sammelte sich in Prozessionen und Stamm, wie der Augenschein zeige, gesund, glücklich und jammerte in den Straßen:„Madonna sanktissima! Mi- zufrieden auf seiner Insel. Befragt, wo er denn die Mitserikordia!“ Die Leute sanken vor allen Kirchen in die##tel her habe, womit er dies alles zu stande gebracht, antKniee und warfen sich zu Boden, so oft der Vulkan knistern begann und ein brüllendes Geräusch aus der Tiefe der Erde zu vernehmen war. Mir aber schien dieses schreckliche Getöse die reine Sphären=Musir. Und als ich das erste Telegramm aufsetzen wollte, hatten die Freude, das Entzücken, der Erfolg,— jawohl, der Erwar, zusammenhängende Worte zu finden und glaubte, meine Bauten, Anlagen uswv. nötig hatte. Man sieht, ich müis schluchzend auf den Tisch nichderiuten. Jal Eignor Püro3. Bi die in Napel gekauften Varen, .„ Hilsmittel für seine Bauten, Verkzeuge usw. nach Galite Vermischtes. gebracht? Dann erhebt sich noch eine Nationalitätsfrage: 1(Die Kunst geht nach Brot.) Im Berliner Kunst='d'Arco behauptet, er und seine Leute seien Italiener, die wurde die Versteigerung des Nach=] Franzosen nehmen alles, Land und Leute, für sich in lasses des Prinzen Georg von Preußen beendet. Unter Anspruch. Wie auch die Frage entschieden werden mag, den zum Verkaufe gekommenen Gegenständen befanden ein Krieg wird zwischen Italien und Frankreich wegen sich Selgemälde, Bronzen, eine ungewöhnlich große Men= Galite und seiner neu entdeckten Bewohner wohl kaum wortete er:„Alsbald nach meiner Ankunft hat mich mein guter Stern auf der Insel eine verborgene Höhle entdecken lassen, da fand ich einen Schatz mit seltenen alten Münzen, spanischen und anderen, wahrscheinlich war der Schatz von alten Küstenpiraten hier versteckt worden. Ich habe die Münzen in Neapel verwertet. Für das Geld kaufte ich Dinge, die ich auf der Insel für des Wirtes den Trauring seiner Ehefrau auf das Zahlbrett der Theke mit der Erklärung, daß er den Ring sofort wieder einlösen werde. Die Einlösung ist jedoch nicht erfolgt. * Unna, 12. Okt. Am Samstag abend war der zu einer Uebung nach der Senne einberufene Bergmann C. Hesse von hier auf einen Tag nach Hause beurlaubt. In der Nähe von Geseke stürzte H. aus dem Zuge und wurde von einem gerade vorbeifahrenden Güterzuge schwer verletzt. Hesse, der Familienvater ist, wurde in das Krankenhaus in Geseke verbracht. * Grundschöttel, 12. Okt.(Die falsche Nichte.) Vor ungefähr drei Wochen kam zu der hier wohnenden Witwe Bangert eine Dame und stellte sich als die Nichte des verstorbenen Mannes vor. Sie wurde, obwohl der Frau unbekannt, freundlich aufgenommen und verblieb volle drei Wochen, um dann wieder abzureisen. Nachdem die Person fort war, entdeckte die Witwe Vangert, daß gleichzeitig nü der Dane 40 Nark verschwinden waren. sich Leigemälde, Pronzen, eine ungewöhnlich, große Nieu. Gali * Plettenberg, 12. Okt. Ein Unglücksfall ereignete ge von Photographien, darunter viele sellene von Eiara, entbrennen. sich heute morgen im benachbarten Holthausen. Der bei Ziegler und der Rachel, ein interessantes Bild des Königs e id tzaf ueug beischietz, Hachdecter, NanlLudug II. von Bayern mit seiner Praut an rm aus), Gesundheitspflege. (Zsendonym des Prinzen,).„.Rährgud eig on# Akkumulatorenhäuschenz beschäftigt und kam dabei mit, von Louis K V I. 3500 Mark, ein Ranoelaver 2o#s.) v,Inichztegetzigsettie zut eggätung und eizizeung des ues Hals und Nacken der elcktrischen Hochspannung so nahe, 1880 Mark, eine Grenadiermütze aus der Zeit,„Zesshtishs angewandt werden Von ärztlichen Autoritäten wird in daß er sofort vom elektrischen Strom getötet wurde. des Großen 1450 Mark, brachte, wurden die Lichtlzngen folchen Fällen das Trinken des Wassers aus dem Lamscheider des Prinzen, wie„Phädra“,„Lleppatra“,„Die Mat“, Llahlbzunngn empogen, weil dastelbe in hobem Grade eisenguise von Brinvilliert“,„Alexandra um 9— sage nemn haltig, leichtverdaulich und gut bekömmlich ist. Tas Wasser Mark an den Mann gebracht. Das hat der fürstliche kann ohne Aenderung der Lebensweise von Kindern im Alter Dichter gewiß nicht verdient. (Mord aus religiösem Wahnsinn.) Ein entsetzliches Verbrechen aus religiösem Fanatismus, beging sich heute morgen im benachbarten Holthausen. Der der Firma Kirchhoff jun. beschäftigte Dachdecker Karl Müller aus Neuenrade war mit der Dachbekleidung des in der Nähe der Surresschen Wirtschaft neu errichteten daß er sofort vom elektrischen Strom getötet wurde. * Köln, 13. Okt.(Eine eigentümliche Szene) spielte sich gestern abend am Kaiser Friedrich= Ufer ab. Ein etwa 18jähriger junger Mann eilte unterhalb der festen Rheinbrücke dem Strom zu: am Uferrand zog er den Rock aus und warf ihn von sich, anscheinend, um sich dann in den Rhein zu stürzen. Ein älterer breitsolchen Fällen das Trinken des Wassers aus dem Lamscheider pfohlen, weil desselbe in hohem Grade eise lich ist. Tas Was von Kindern im All von 5 Jahren zu jeder Ibhreszeit genommen werden. Bei Blutarmut, Nervenschwäche, Magenbeschwerden bewährt sich das Wasser nach vorliegenden Anerkennungen und ärztlichen zu ftürzen. Ein dlterer breit= liches Verbrechzen aus religiösezu Fonatiszuu, begizg Ureilen aufs Bste. Die Vergaltung der Lanschelder Staht„Lebensmüden“, gefolgt; er der Bauer Johann Petsmann auf dem Gute Orreny9# brunnens in Boppard 1 g. Rh erteilt kostenfrei jede gewunschte Ehn übare nie zed verah= in(Fsek'and.(r ermard#e seine alte Mutter und der Auskunft. schultriger Herr war dem„Lebensmüden“, gefolgt; er der Bauer Johann Petsma. 1 faßte ihn beim Kragen, legte iyn ubers Kmie und verab i Esthiand. Er ermordete seine alte Mutter und verfolgte ihm eine Anzahl äußerst kräftiger Hiebe auf den brannte sie darauf. Anfangs wollte er in seinem Wahn unteren Rückenteil. Dann ließ er ihn los und schrie:„So,s sich selbst opfern lassen, doch gab sich niemand dazu her. jetzt springst Du mir sofort in den Rhein und ersäufst Weir seine Mutter Eva hieß, und Eva die erste Sünderin Briefkasten. Dich, aber jetzt gleich!“ Der junge Mann schien hierauf war, fiel seine Wahl auf die Mutter. Diese floh zu einem Zwei Wettende. 1. Die Tochter Ihrer Schwester ist nicht eingehen zu wollen; er rieb sich heulend die Stelle, andern Sohne. Trotz scharfer Bewachung entkam er den eine Richte von Ihnen: Sie sind also der Onkel des wo er die Schläge bekommen hatte, und als der Herr mit Wächtern und gelangte zur Mutter, der er den Schädel Mädchens, 2. Geschwister=Kinder untereinander dem Ruf:„Wenn Du nicht sofort hineinspringst, werf ich zertrümmerte. Dann bedeckte er die Leiche mit seinem Bettern und Basen, oder wie man sonst auch Dich hinein!“ auf ihn zukam, ergriff er seinen Stock und Rock, den er anzündete. Die Tote verbrannte fast gans. Kousins und Kousinen. Besten Gruß, rannte mit Riesenschritten davon. Mehrere Personen Der Wahnsinnige erzählte dies alles gleichmütig, bevor* anten kovschiütelnd diesemn fonderbaren Lenchmen des man ihn in Haft nahn. Sigener Bepetsind sagt, hatten kopfschüttelnd diesem sonderbaren Benehmen des Herrn zugesehen, der nun langsam von dannen ging. Schreiber dieses machte sich schüchtern an den muskulösen perrn heran und bat ihn, er moge ihm freunotncgn sagen, wesh junge man ihn in Haft nahm. *(Humor aus der Schule.) Als Lehrer an einer Gemeindeschule im Osten Berlins, wo die Kinderscele von dieses machte sich schichtern oxr hndlithzsft jachen Gemeindeschule im Osten Verlins, derrn heran und bat ihn, er woge uom, reu, Hagejichen, der Ueberkultur unserer zeit noch nicht angekränkelt ist, s14 Berlin, eshathz er so entschiedten verlangt, habe, daß sich der gate ich.— so erjähit em beser der„Tägl, Rumoschz., Die von Kostanstugpel sunge Mann das Leben nehnen solte. Nachdem ich ihm mehrfach Gelegenheit, den unfreiwilligen, Humor unserer erklärt, weshalb mich dieser Fall besonders interessicre, Berliner Jungen kennen zu lernen.— Bei der Behand= wid auf erzählte mir der Herr in liebenswürdigster Weise:„Der lung des Höltyschen Gedichtes:„Ueb immer Treu' und pian fesigelegten zürkisch Mann wohnt mit seinen Eltern bei mir im Hause, Nedlichkeit!“ fragte ich: Wie nennt man jene Leute, von Griechenland die 5 14. Okt. Aus Kiel wird gemeldet: Konstanstmopel abberufene Schulfregatte„Moltke“ Kaisers sämtliche ursprünglich im Reiseschen Häfen des Orients meiden und Heimreise antreten. dkt. Wie nus Breslau telegraphiert Straße von Oberlangenbielau nach er, braven Budikerssohn prompt als Autwort:„Det sind„engzualdau die schrecklich verstümmelle Leiche eines gut gen oder erträuten. Die Eitgzn schrien„Zomu: AAbe,(Gauners.“— Von der richtigen Vertschätung der eine Preiosturur er igugt ae umt ucet 8. Heinchen, tu uns das nicht an!“, und der Wuunsch) des un zelnen Rangstufen der Polizei seitens unserer Jungen gelleideten Mannes aufgerungen. Die Versönlichkeit des getreuen Sohnes wird erfüllt. Heute wollte er sich wiede: zeugt zweifellos folgender Vorfall. Zwei meiner Schüler Toten st noch nicht festgestellt. Scunat ertränten, Vn den Louo), I—„Selbstmordkar= solten wegen Straßenhandels von der Polizei fesigenont 1id Riza, 14. Okt. Das Autonobil des BürgerSeinderingend dastehzenden Sitern, den jiefschisignt saz nen werden, hatten aber schleunigst das Hasenpanier er messers von Sozpal, in weichem sich dieser mit drei bdoten ruhig genüigen hoslen unez, ue iu vu ach gassen und waren ig dem drogenden Vertzängnis nach gesters von, uteie, Bodrstentreche u. und habe ihn unter Drohuungen und Prugeln wicht ein, einmal entronnen. Dabei hatten sie freilich dem Be Freunden befand, sturzte infolge Radreifenbruchs um. mal bewegen können, sich die Futze naß zu machen. Bitt, amten einige für ihn nicht gerade schmeichelhafte Aus= Die Insassen wurden herausgeschleudert, wobei zwei dergehen Sie mit zu den Eitern und bestätigen wit dos, drücke zugernfen. Die Polizei, welche die liebeltäter selben, darunter der Bürgermeister, tstlich verietzt wurdet wich der soviale Hor. Sch kounte on die Vute vicg, spater dach noch aufgeiff, ersuchte us darum, die Kua= den; auch die beiden anderen Personen erliten schwere ebschlagen aber überzeugt habe auch ich die Eitern vichr, ben zu ermahnen bezp. schudszibplinarisch zu bestaftel. Verimndhungen B e i d e m V e r h ö r d e r b e i d e n B ö s e w i c h t e e n t s t a n d z w i s c h e n# e r w u n d u n g e n. Wetterprophet ihnen ein Streit, ob der beleidigte und sie verfolgende IId Konstantinopel, 14. Okt. Gestern vormittag erPerstoroette u...(Reante ein Nachtmester oder ein Leutnant genesen seit schien Zehin Fascha, der Chef der Spionagenbteilung Rudolf Falb Der Fall spurde aber sehr schnell durch den für den er= und der geheinen Erekutive im Zildiz, mit seinen Leuten Etablissement Peras, dem Café Tokatden dort anwesenden russischen Untertan gewaltsam ergreifen und in den Hausflur gen Wochen der Aetua ausbrechen werde, Er fragte, ob diesem Haltzsahr nur nach das Gedicht„Ein Lied hiuternschleppen. In dem Cafs eustand eine Kanik, und Laddie Riedation winsche, daß er dem Blate über dies Osen zu sugen zu lernen. Da meidet sich einer der Rau= gikon, der mit Fehim Paschas Leuen in Kortidor gang, bedeutsane Ereignis berichte. Dies geschah, inz, Juli gen und sagt, er habe, Hoch eininatt tege schzn porzutra. flehte laut um sein Leben. Andere Gäste des Lokals eil874. Den Ausbruch prophezeite er für den 27. August, Vorderte, un, bgzist tezuem Erust und einem Pathos, die ten hinzu, und num ließen die Bedränger von Ladgikon die Riedation nahn seint Anerbieten au. Sp vog„ulis Hes gescieristen Tragöden würdig gewesen wären:„Hin= sab. Dieser reichte schnel seine Gold= und Versachen einen der Umstehenden, protestierte laut als Russe gegen Fehim Paschas Vorgehen und verlangte, zu der russischen Botschaft gebracht zu werden. Obwohl Ladgikow, der den besseren Gesellschaftsklassen angehört, alsRusse bekannt ist, nahm ihn Fehim Pascha gewaltsam in einem Wagen nach Yildiz mit. Die russische Botschaft wurde sofort durch Augenzeugen von der Verhaftung benachrichtigt, die wohl zweifellos dem Sultan neue große Unannehmlichkeiten bereiten wird. mir nicht mehr unbekannten Vorhaben des Aerigt paisiannater-Zis Zurch seinten Sohn folgendes zu sprechen begann, lachte mir jedermann ins Gesicht. Selbst Silvestri, der berühmte Gelehrte und der gründliche Kenner der Eruptionen des Actna, hielt meine Erwartung für lächerlich.„Es kann gar nicht die Rede davon sein, daß er vor zwei bis drei Jahren unruhig zu werden beginne“, sagte er. Der 15. August war auch schon da, und es war noch keinerlei Rauch zu sehen. Gleichviel! Ich hatte Vertrauen zu meiner Berechnung. Am folgenden Tage sah ich zu meiner großen Befriedigung den Aetna einen Anlauf nehmen, als wollte er sich eine Pfeife anzünden. Rasch eilte ich zum Krater hinauf und drang bis zum Rande der Oeffnung vor; allein, am folgenden Tage blieb der Rauch aus. Und fortan neckte mich der Vulkan Tag für Tag. Bald ermutigte er mich, bald wieder brachte er mich zur Verzweiflung. Ich ging nach Syrakus, dann wieder nach Mino, um die ersten Anzeichen auch von einer anderen Seite zu beobachten. Meine Nächte verbrachte ich schlaflos; bei Tage ging ich wie ein Träumer umher. Die Eruption, vor der die ganze Gegend zitterte, war ein Gegenstand meiner Wünsche, ja meine Gebete!... Der 27. August war auch schon da— keinerlei Anzeichen. Dann kam der 28. August. Die Erde bewegte sich noch immer nicht. In einem an Wahnsinn grenzenden Zustande der Erregtheit ging ich zu Bette; aber um 5 Uhr morgens war ich wieder wach. Da stürzte der Diener herein:„Una eruptione grandissima, Signore!“, rief er erschrocken. Bis wir auf unseren Eseln zur Eisenbahn und von da nach Randozza kamen, hatte schon ein furchtbares Erdbeben das Volk aufgeschreckt. Von 11 Uhr vormittags bis 3 Uhr morgens zählten wir 280 Stöße. Nachts notierte ich sie beim milienvater, der durch seinen Sohn folgendes Gesuch an uns gelangen ließ: Indem das ich vier schulflüchtige Kinder und noch andere habe, kann ich die ville Bicher für meinen Sohn August nicht kaufen. Bitte darum den Herrn Lehrer, ihn selbige zu Schenken. Mit freundlichen Gruß usw. Eine Insel der Glücklichen Eine merkwürdige Robinsonade aus unseren Tagen, die ein wenig an Jokais„Goldmensch“ erinnert, wird der „Frkf. Ztg.“ aus Sori bei Genua berichtet: Im Mittelmeer liegt, ungefähr 80 Kilometer nordwestlich von Biserta, die kleine Insel Galite. Sie galt seit unvordenklichen Zeiten als unbewohnt; keine Regierung kümmerte sich um sie. Da fiel es unlängst der französischen Regierung ein, der Insel— sie hat etwa die Größe des durch Damus'„Der Graf von Montechristo“ berühmt gewordenen, südlich von Elba gelegenen Eilands— einen Besuch abzustatten. Vertreter der französischen Regierung landeten auf der Insel und haben dort— italienische und französische Blätter berichten darüber— eine merkwürdige Entdeckung gemacht: Auf dem bisher für menschenleer gehaltenen Inselchen leben 50 Menschen, darunter ihr Ur= und alleiniger Stammvater. Er nennt sich d'Arco und ist italienischer Herkunft. Er erzählt, er habe bereits im Jahre 1850 sein Vaterland verlassen wegen einer kleinen Messerstecherei. Da habe er sich mit einem Mädchen auf die Insel Galite geflüchtet, habe geheiratet, Familienzuwachs bekommen, Häuser gebaut, das Land kultiviert und befinde sich nun mit seinem Wetterbericht 15. Okt. Wolkig, windig, milde, Nebel, feuchte Luft, Strichregen. 16. Okt. Wechselnd wolkig, bedeckt, milde, Nebel, Windig Regen. 17. Okt. Wolkig mit Sonnenschein, normal, auffrischender Wind, Sturmwind. Verantwortlich für den redaktionellen Teil Wilh. Schade. Vekanntmachung. Nachdem die Handwerkskammer in Dortmund ihr Einvernehmen erklärt hat, wird hiermit die Gesellen=Prüfungs Ordnung für das Photographen Handwerk gemäß§ 131 h der ReichsgewerbeOrdnung für das Gebiet dieser Kammer erlassen Die Prüfungs=Ordnung wird im Druck erscheinen, bei den Innungsaufsichtsbehörden zu jedermanns Einsicht aufgelegt werden und bei der Handwerks Kammer käuflich zu haben sein. Arnsberg, den 21. September 1903. Der Regierungs=Präsisent. In Vertr.: von Rostit Todes-Anzeige. 4 Nach Gottes unerforsch g lichem Ratschlusse ent# schlief heute morgen 11 6 Uhr nach kurzem, schwe8 ren Leiden unser liebes Söhnchen " Kürt im zarten Alter von 6 Monaten, welches wir hiermit allen Freunden und Bekannten mit der Bitte um stille Teilnahme mitteilen. Die trauernden Eltern: Ed. Rudermacher und Frau. Laura geb. Hülsberg. Schwerte, 13. Okt. 1903. Die Beerdigung findet Freitag morgen 11 Uhr von Bismarckstrasse 16 h aus Statt. 8 Die Verlobung Eingang 1. Kampstr. Eingang Weberstr. unserer Tochter Margarete mit Herrn AWfred Althaus beehren wir uns hierdurch anzuzeigen. * Schwerte, im Oktober 1903. Carl Münkel u. Frau 9 Margarete Münkel Alfred Althaus 68 Verlobte. 6E schwerte Mechernich(Rhld.) ES # 9 Oktober 1903. 3 Bekanntmachung. In unser Handels=Register ist heute bei der Firma Duhme junior zu Schwerte die Witwe Kaufwanns Hermann Duhme. Wilhelmine geb. Steinseifer zu Schwerte als alleinige Inhaberin eingetragen worden. Schwerte, 9. Oktbr. 1903. 2 Wer einen wirklich guten Korntrinken will, trinke Munsterländer Peppeiern von F. Dreesbeimdieke, Bielefeld Drei Kornbranstwein- u. 1 Steinhägerbrennerei. Viehseuchen. Festgestellt: Rotlauf. Amt Westhofen. Kreis Hörde. Unter dem Schweine=Bestande des Fabrikarb. Carl Mann zu Westhofen und der Wwe. Neveling Westhofen, 10. Oktober 1903. Verräuf! Sonnabend, den 17. Oktbr., vormittags 10 Uhr, verkaufe ich im Lokale des Herrn Böhmer hier für die Weinhandlung Bergmann& Comp. in Berlin Palast. öffentlich meistbietend gegen Barzahlung. Voll=Heringe 35 Sardinen, Fäßch. 127„ Bratheringe, Dose 245 Pfg. Schellfisch Pf. 12 Pfg. dto. geräuchert Pfd. 20;g. Wilh. Hutenuth, Schwerte, Hagenerstr. 1. 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