er 19. Nachung. ahl von WahlZahl von Abden preußischen ellten erlisten idt liegen am 12 Oktober n S t a d t h a u s e au) zur Eindrei genannten je steht es jedem n frei, gegen nd Vollständigbei der unterrde seine Einriftlich anzuu Protokoll zu Oktbr. 1903. agistrat: rmann mn angenommen. & Cie., ilberter MePforzheim. Mädchen für kl. Haushalt ildigst gesucht. lüthgemann, festkotterstr. 31. gnum bonum. offeln pr. Zentner 2,60 billiger, empfiehlt lehmhaus, chwerte. zrum de Hausfrau Kac0 Echt Haushaltungsbevorzugen? Veil Wäsche nicht eift, denn nlicht en schädlichen atz überflüssig ert die Arbeit u. las Kochen der Haushaltungsentbehrlich. g6=Formulare Carl Braus. )ktbr. Rüböl per tieen von 100 Ctr. 00, Rüböl per hne Faß) 50,002. per 100 kg 3 Ml. öl. Rübkuchen per kleineren Partieen 4,80 Mk. pr. 50 kg § 2,50, Eier per ,00 Mk. Weizen, do. I. 1521680 “, neuer I..970, 1,00, Hafer I. 14/10. I. 19,75, II. 18.75 Sr. ktbr. Fruchem Roggen 00,00, HaseHeu 5,80—309 h(Roggen=) 5.20 Flegeldrusech) g## 80 Mk. die 100—. Amtlches Krebeialt itu dent ideis Norck. B Kmsuuh Insertionsgebühr für ensb rec Anichn, grung Schprte-Rahr. Alle Kreis= und Lokalpolizeilichen Verordnungen für den Kreis Hörde erlangen gemäß Bekanntmachung der Königl. Regierung durch Veröffentlichung in der„Schwerter Zeitung“ verbindliche Kratt. Abonnementspreis pro Quartal 1 Mart 65 g., 42 Pfg. Bestellgeld, wenn durch die Post bezogen. Erscheint### jedem Wochentage. Wöchentliche Gratisbeilage:„Illustrier##### Kamilienfreund.“ Nr. 238 Sstuche. 36. Jahrgang. Die heutige Nr. umfast 8 Seiten. Politische Uebersicht. Deutschland. — Zwecks Einführung einer Pensions= und Reliktenversicherung der Privatangestellten auf staatlicher Grundlage hat das Reichsamt des Innern eine allgemeine Erhebung angeordnet. Den Privatangestellten in Deutschland sind Fragebogen zugestellt ausgefüllt am 15. Oktober an das Reichsaml des Innern einzuschicken sind. Die Fragebogen sind in ein Kuvert verschließen, das erst im genannten Reichsamte geöffnet wird. Die betreffenden Privatangestellten können also, ohne Indiskretion befürchten zu müssen, über alle in dem Bogen aufgestellten Fragen wahrheitsgetreuen Aufschluß geben. Der preußische Minister des Innern von Hammerstein hat in einer zu Erfurt gehaltenen Tischrede### legenheit genommen, die Verhandlungen des sozialbemokratischen Parteitages in Dresden zu streifen. Er wendete sich gegen die der Regierung gemachten Vorwürfe, daß sie gegenüber den den revolutionären Charakter der Partei klar zum Ausdruck bringenden Beschlüssen nicht sofort(mit bestimmten Gegenmaßnahmen geantwortet hätte. Die Regierung habe die Ueberzeugung, daß durch diese Verhandlungen jedem patriotischen Deutschen die Augen geöffnet sein müßten, und sie hoffe bestimmt, daß es der deutschen Bürgerschaft gelingen werde, solche Elemente aus freier Kraft von sich abzuschütteln. Sollten wirklich revolutionäre Bestrebungen zum Ausdruc kommen, so habe die Staatsregierung genügende Machtmittel in Händen, um dergleichen sofort zu unterdrücken. — Das ist jedenfalls der denkbar bequemste Standpunkt. — Entschädigung unschuldig verhafteter Personen. Die hessische Regierung hat dem Bundesrat einen Gesetzentwurf vorgelegt, betreffend die Entschädigung unschuldig verhafteter Personen. Der Bundesrat wird voraussichtlich in allernächster Zeit zu dem Entwurf Ste ung nehmen, zumal der Reichstag in wiederholten Entschließungen eine Regeglung dieser Frage verlangt und als dringend bezeichnet hat. England. = Chamberlains Siegeszug.„Seht der Held, der Sieger kommt," so ertönte die Orgel in der Halle zu Greencock, als Mr. Chamberlain, das unvermeidliche Monocle im Auge und die ebenso unvermeidliche Orchidee im Knopfloch, mit siegesbewußtem Lächeln zur Rednertribüne schritt., Der Organist war ozagzZpeifel gerigtang, der seine Zeit versteht, und das Gefuhl der Menge in Töne zu fassen weiß. Mr. Chamberlain hat auf seinem Siegeszuge die zweite Station passiert, wiederum haben ihm alle Anwesenden zugejubelt,— der eigentliche Zweck ihrer Anwesenheit wurde ja damit erfüllt— und wiederum hielt er stundenlang eine nach Tangezarngerlain i Zuhörerschaft in atmenloser Spannung. Chamcerinn. das muß man zugeben, bis jetzt unbesiegt, aber das ist schließlich auch gar kein so großes Kunststück, wie es auf den ersten Anblick hin erscheinen mag, denn es stellt sich ihm naturgemäß in den Versammlungen Heig chsgnrez gegenüber. Das wäre ein gar gefährlicheseenn die Anhanger Chamberlains sind dafur verannt, daß sie rasch und gern ihre Neigungen und Grundsätze in Taten umsetzen und mit ihren Fäusten das zu ergänzen pflegen, was ihren Argumenten etwa abgeht. Debatten sind nach bei den Versammlungen, in welchen der ehemalig Kolonialsekretär spricht, ausgeschlossen. Und die Begeisterung in Greencock stand hinter der der Glasgower Versammlung nicht zurück. Minutenlang durchbrausten donnernde Hurrahrufe den Saal, ehe der gefeierte Gast zu Worte kam, und nach dem bei solchen Gelegenheiten üb lichen Liede(„For he's a jolly good fallow“) machte sich der Patriotismus der Anwesenden noch in dem Vaterlandsliede„Rule Britannia“ Luft. Die Truppen=Standorte auf der na. ##n d. e h Aomgeh Taphelt#. eri e e KConste esemngs 24r =mhn Jultanize Balikerrt gom6 Truppen-Dislokation auf der Balkan-Halbinsel 3908. Die drohenden Kriegsereignisse auf der Balkanhalbinsel lassen es angezeigt erschienen, einen Blick auf die Dislokation der Truppen der verschiedenen Balkanstaaten zu werfen. Zuverlässiges hierüber läßt sich naturgemäß nur an der Hand der Friedens=Garnisonierung der Truppenteile geben, die wir deshalb unsern Lesern in obenstehender Karte vorführen. Während des jetzt drohenden Kriegsausbruchs haben natürlich mannigfache Verschiebungen der Aufstellung stattfinden müssen, und namentlich sind die Grenzgarnisonen in den einzelnen Staaten verstärkt, sowie fast überall durch Einberufung der Reserven die Truppen auf Kriegsfuß gebracht. etwas früher ein, ebenso das Wiederauftauchen am dun len rechten Rande des abnehmenden Mondes, das für Berlin auf 10 Uhr 12,2 Minuten berechnet ist. Aus der Plötzlichkeit, womit der Ein= und Austritt von Fixster nen am Mondrande zu geschehen pflegt, schließt man bekanntlich auf das Fehlen einer lichtbrechenden Lufthülle auf unserem Erdbegleiter. Auch im November, Dezember und Februar wird Aldebaran hinter dem Monde verschwinden; am 6. November jedoch nur für einen Teil des Gebietes, während zum Beispiel für Berlin der Stern in äußerst kurzem Abstand am südlichen Mondrande vorbeigeht. Lokales. Schwerte, 10. Oktober 1903. **(Bedeckung eines hellen Fixsternes durch den Mond.) Der Mond bedeckt am 10. Oktober für kurze Zeit den hellen roten Fixsternes„Aldebaran“ im Stier. Die Erscheinung wird bei günstigem Wetter in Deutschlaid recht gut beobachtet werden können. Der Mond rück von rechts her auf den Stern zu, und dieser verschwindet für Berlin um 9 Uhr 16,6 Minuten abends hinter dem hellen linken Mondrande. Für Köln und Umgegend tritt das Verschwinden nach der„Köln. Volksztg. schon br.(Schöffengericht.) Sitzung vom 9. Oktober. In der heutigen Sitzung, in welcher Herr Amtsrichter Teitge den Vorsitz führte, und die Herren Neveling und Halstenbach als Schöffen fungierten, wurde in folgenden Sachen verhandelt: Die Schülerinen Paula M. Lina St. von hier, beide 12 Jahre alt, hatten sich zu vi antworten, weil sie im August d. I. der Speisekammer des Herrn Wirts Engels wiederholt Besuche abgestattet und hierbei allerlei genießbare Sachen mitgenommen hatten. Auf Befragen des Herrn Vorsitzenden, wie sie dazu gekommen wären, Herrn Engels zu bestehlen, gab Paula M. an, sie sei von der St. welche dort schon ofter gestohlen hätte, verführt worden, während diese wieder erklärte, von ihrer Schwägerin dazu angehalten worden zu sein. Da die Angekagten die zur Begehung einer Straftat erforderliche Einsicht noch nicht besaßen, kamen sie mit einem Verweise davon, außerdem wurde die St. der Fürsorgeerziehung überwiesen, da festgestellt wurde. daß den Eltern derselben die nötige Qualifikation zur Kindererziehung vollständig fehle, der Vater selbst is schon häufig vorbestraft, darunter auch wegen Diebstahls. Für die Schwägerin der St. dürfte die Sache noch ein unängenehmes Nachspiel haben.— Sodann betrat ein vielversprechendes Schülers Heinrich S. von hier die Anklagebank. DerIn unserem Kartenbild sind die verschiedenen Truppengattungen durch verschiedenartige Signaturen dargestellt. So sind die Quadrate, welche Infanteriebataillone darstellen, schwarz, die Reserveformationen schraffiert, die Kavallerietruppe schräg schwarz=weiß geteilt, die Alnu#rie ist durch schwarze Kreise, Pioniere durch schwarze Dreiecke, die Telegraphentruppen durch Räder, und die Gensdarmerie=Bataillone durch ein G bezeichnet. Hiernach kann der Leser sich an der Hand der Karte eine eingehende Vorstellung von den zur Zeit so wichtigen Truppecno#slo##tionen in den Staaten der Balkan=Halbinsel machen. selbe war beschuldigt, während der letzten 3 Monate die Keller seiner Hausgenossen in ganz frecher Weise beraubt zu haben, indem er die Türen mit einem Brecheisen gewaltsam geöffnet und fortgeschleppt, was nur einigermaßen für ihn genießbar war. Dem einen stahl er Preißelbeeren, dem andern Wein und Eier und einem dritten sogar Gurken. Da Angeklagter ein offenes Bekenntnis ablegte und auch wahre Reue zeigte, ließen die Herren am grünen Tisch Milde walten und erkannten auf nur 20 Mark Geldstrafe. Beantragt war Fürsorgeerziehung, doch wurde in Anbetracht der Unbescholtenheit seiner Eltern noch einmal davon abgesehen.— Wei er am 7. August d. Is. ein Pferd in ärgerniserregender Weise durch Fußtritte und Peitschenhiebe mißhandelt hatte, war der Fuhrmann Heinrich W. von. der hiesigen Polizeiverwaltung in eine Geldstrafe von 5 Mark genommen worden, doch hatte er hiergegen Berzfung eingelegt. Heute kam nun die Sache zur Verhanelung, doch brachte dieselbe für ihn nichts Entlastendes zu Tage. Die Strafe wurde im Gegenteil auf 9 Mart erhoht. rachte dieselbe für ihn nichts Die Strafe wurde im Gegenteil auf 9 Malt erte“ Wie leicht es manche Leute mit der Ehre ihrer Nachsten nehmen, zeigte so recht deutlich die heutige Verhandlung gegen den Berginvaliden Franz R. zu Syburg. Derselbe war angeklagt der Ww. Julie Behle daselbst am 18. März 12 Bohnenstangen gestohlen zu haben, doch stellte sich bald die völlige Schuldlosigkeit des Angeklagten heraus. Die Anzeige war seitens der Behle auch wohl nur aus Rachsucht erfolgt, da R. die Behle kurz vorher wegen Beleidigung verklagt hatte. Es wäre ganz richtig, gewesen, wenn die Kosten der heutigen Verhandlung die Klägerin zu tragen hätte. Wir sind fest davon überzeugt, daß sie dann in Zukunft mit der Ehre ihrer Mitmenschen wohl vorsichtiger umgehen würde.— Zum Schluß eine belanglose Privatklage, auf die hier einzugehen uns der Raum zu schade ist. **(Rittershaus=Konzert.) Der von uns angekündigte Opern= und Lieder=Abend des berühmten Teno risten Kgl. Hofopernsängers Alfred Rittershaus aus Berlin unter Mitwirkung einer Klavier=Virtuosin ersten Ranges, Fräulein Marie Kleinhanns aus Hannover, findet am Sonnabend, den 31. Oktober, abends 8 Uhr, im Hotel Ostermann statt. Das Programm des Konzerts finden unsere Leser im Inseratenteile des Blattes. Aus dem Leben des Künstlers dürfte folgende Episode von Interesse sein: In Nizza wäre Alfred Rittershaus fast das Opfer eines chauvinistischen Komplotts geworden. Ein dortiges Blatt„L'Eclaireur de Nice“ zeigte das Gastspiel mit folgenden Worten an: „Heute abend singt ein preußischer Offizier an der Oper." (Alfred Rittershaus war aktiver Artillerie=Offizier.) Etwa 30 mit Trillerpfeifen versehene„Patrioten“ waren im Hause verteilt. Die Polizei hatte von diesen Veranstaltungen erfahren und dem Künstler den Rat gegeben, nicht aufzutreten. Aber Rittershaus, der wie Jung=Siegfried das„Fürchten nicht gelernt hat," bestand nun erst recht auf dem Gastspiel. Es wurde Leoncavallos„Bajazzo“ unter Leitung des Komponisten gegeben. Rittershaus erscheint in der Rolle des„Canio" auf der Szene und wird mit minutenlangem Zischen und Pfeifen empfangen. Endlich legt sich der Lärm. Manchmal unterbricht ein gellender Pfiff oder ein höhnischer Zuruf den Künstler; er kann aber doch seine Partie zu Ende führen. Nun kommt das große Finale des ersten Aktes mit dem berühmten Arioso„Lache Bajazzo, mit dem Tode im Herzen," und nach dieser glänzend gesungenen und erschütternd gespielten Szene bricht das Publikum in nicht endenwollenden Jubel aus und— selbst die bezahlten Pfeifer katschen mit.— Zweimal mußte der Künstler die ganze Szene wiederholen, und als sich im Parkett ein Redakteur des„Eclaireur" erhob und„Nieder mit dem Preußen“ schrie, rief man von allen Seiten„à la porte“(Hinaus!), und der Störenfried wurde unsanft an die Luft befördert.— Ein neuer Beweis von der „Macht des Gesanges!“ **(Freiw. Feuerwehr.) Die anfangs dieser Woche angekündigte Nachtübung der Freiwilligen Feuerwehr fand in der verflossenen Nacht 2 Uhr statt und verlief zur vollsten Zufriedenheit der Kommandierenden. **(Die Ruhr) ist durch das andauernde Regenwetter sehr gestiegen, sie führt Hochwasser und droht die weiten Niederungen zu überschwemmen. Hofffentlich ändert sich das Wetter bald, sonst dürfte der angerichtete Schaden ein beträchtlicher sein. **(Vom boykottirten Kronenbier) soll der Reichstagsabgeordnete„Genosse“ Hue getrunken haben. Man denke sich diese Schlechtigkeit! Er leugnet zwar hartnäckig den Trunk, aber der„Genosse“. Wohlsein aus Essen erklärt sich bereit, nachzuweisen, daß er ein Glas Bier in einem Lokal getrunken, das wegen des Ausschanks von Kronenbier boykottiert sei und das ist geradeso strafwürdig, wie wenn er wirkliches„Kronenbier“ getrunken hätte. Man siehr, der Spionagedienst und das Denunziantentum ist bei den„Genossen“ gut ausgebildet; kaum läßt sich einer in einem Lokale sehen, wo Kronenbier verzapft wird, schon hat man ihn am Kragen. Es ist doch eine eigene Art von Freiheit, für welche diese Weltverbesserer schwärmen; andere Leute trinken das Bier, welches ihnen behagt, wagt es aber mal ein„Genosse“, ein Glas Bier zu trinken, das von den Obergenossen nicht zum Genusse freigegeben ist, oder gar nur ein Lokal zu betreten, wo verfehmtes Bier verzapft wird, dann ist er in Acht und Bann. So wird man im Zukunftsstaat in erster Linie nicht mehr denken dürfen, was man will, aber auch nicht mehr essen und trinken, was einem beliebt, denn ebenso wie eine Brauerei, können auch einmal sämtliche Kartoffelhändler boykottiert werden, wenn es hochmögenden Herren in den Sinn kommt. Das nennt sich dann„völkerbefreiende“ Sozialdemokratie. Ein schlimmerer Zwang und schärfere Kontrolle über das Tun und Lassen eines Jeden, wie es im„Zukunftsstaat“ vorgesehen ist, herrscht in keinem „Zuchthause“ des modernen Klassenstaates. **(Die Zusammenstellung von Rekrutentransporten) anläßlich der Gestellung zum Frontdienst wird auch in diesem Jahre nicht erfolgen. Wie in den letzten beiden Jahren haben sich die Rekruten=Aspiranten von ihrer Heimat aus direkt zu dem Truppenteil zu begeben, für welchen sie ausgehoben worden sind. Der Gestellungsbefehl enthält Angaben darüber, von welchem Bahnhof aus und zu welcher Zeit die Abfahrt zur Truppe zu geschehen hat. Gegen Vorzeigung des Befehls erhalten die Beorderten an den Schaltern die Fahrkarten ausgehändigt. Diese Einzelstellung hat sich bisher durchaus bewährt. ** Sölde, 9. Okt. Auf Zeche„Margarethe“ hierselbst verunglückte gestern morgen der Grubenarbeiter Herm. Schlink aus Aplerbeck. Er erlitt außer inneren Verletzungen noch einen Bruch des rechten Beines. Seine Ueberführung ins Hörder Krankenhaus wurde angeordnet. ** Aplerbeck. 9. Okt. In Kriegervereinskreisen ist der Wunsch zum Ausdruck gekommen, daß auch im hiesigen Verein die so beliebt gewordenen Kriegsfestspiele zur Aufführung gelangen möchten. Die guten Erfolge, die mit diesen Veranstaltungen in Hörde, Schwerte, Camen 2c. erzielt worden sind, berechtigen wohl zu der Hoffnung, daß die Festspiele, sollten sie hier zur Aufführung kommen, Die elektrischen Schnellfahrten auf der Strecke Berlin=Zossen. 9 ∆ 205 LILAFEA LAE A 90 Das erstaunliche Resultat einer Geschwindigkeit von mehr denn 200 Kilometer in der Stunde, welches die Siemens'schen Wagen auf der Militärbahn Berlin=Zossen bei 14000 Volt Spannung erreicht haben, hat in der ganzen Welt Sensation hervorgerufen. Wir haben in einem ausSiis führlichen Artikel über das Ereignis, auf das deutscher Geist und deutsche Technik mit Recht stolz sein können, berichtet und zeigen heute unseren Lesern einen der Siemensschen Motorwagen im Bilde. in unserm Orte ebenfalls Anklang und allgemeine Unterstützung finden, zumal der Krieger= und Landwehr=Verein von Aplerbeck und Umgegend über eine stattliche Mitgliederzahl verfügt, die 800 noch übersteigen dürfte. Auch an geeignete Personen zur Darstellung unserer Nationalhelden fehlt es bei uns nicht, und wo es sich einen solch' guten patriotischen Zweck handelt, ist gewiß jeder gern bereit, seine Kraft in den Dienst der guten Sache zu stellen. Charakterköpfe, wie Kaiser Wilhelm I. mit seinen drei Paladinen Bismarck, Moltke und Roon sind mit Leichtigkeit in den Kreisen der Vereinsmitglieder zu finden, sodaß man nicht einmal darauf angewiesen ist, diese Personen unter besonderen Aufwendungen von auswärts zu beziehen. * Schüren, 9. Okt. Ein blühender Birnbaum im Oktober gehört gewiß nicht zu den Alltäglichkeiten. Diese Naturseltenheit ist im Garten des Restaurateurs Meyer hierselbst zu beobachten. Jetzt, wo in der Natur das große Sterben anhebt, Blatt um Blatt sich von den Zweigen löst und raschelnd zu Boden flattert nud viele Bäume sogar schon ganz entlaubt dastehen, hat dieser Virnbaum noch Frühlingstriebe entwickelt. Zwar langt seine Kraft nicht mehr aus, seine kahlen Aeste mit frischem Grün zu schmücken, dafür treibt er aber noch einige Blütenbüschel, die sich seltsam genug in der entlaubten Umgebung ausnehmen. Westfalen und Rheinland. * Witten, 9. Okt. Daß sich ein Lachs in die Ruhr verirrt, gehört schon zu den Seltenheiten. Gestern früh wurde ein solcher in der Nähe unserer Stadt gefangen; derselbe wies das respektable Gewicht von 12 Pfund auf. * Iserlohn, 9. Okt. Ein heiteres Mißverständnis, aber kein unangenehmes, ist hier der Kammersängerin Sigrid Arnoldsohn passiert. Sie wohnte am Morgen nach ihrem hiesigen Konzertabend im Gasthof Sander, wo auch die Ausschußmitglieder des Westfälischen Feuerwehr=Verbandes wohnten. Diesen wurde nun am Morgen von der Feuerwehrkapelle ein Ständchen gebracht, daß die Sängerin auf sich bezog. Sie fühlte sich durch diese Aufmerksamkeit angenehm überrascht und spendete der Kapelle ihren Dank in klingender Münze, der gern in Empfang genommen und passend angelegt wurde. * Hattenheim, 9. Okt. Gestern nachmittag wurde bei der hiesigen Station ein Telegraphenaufseher von der Lokomotive des durchfahrenden D=Zuges erfaßt und zur Seite geschleudert. Die Lokomotive hatte den Aufseher am Kopf derart getroffen, daß der Tod sofort eintrat. * Lüdenscheid, 9. Okt. In große Lebensgefahr gerieten hier zwei kleine Kinder, die man für kurze Zeit allein im Zimmer gelassen hatte. Während dieser Zeit hatten sie sich über eine Streichholzdose hergemacht und den Inhalt einer Kommode in Brand gesteckt. Zum Glück wurde das Feuer noch rechtzeitig bemerkt, als das Zimmer schon mit dichtem Rauch angefüllt war, so daß die Kleinen vor de sicheren Erstickungstode gerettet wurden. * Rheine, 8. Okt. Ein eigenartiges Mißgeschick erlitt die Familie eines Arbeiter. Sie wollte sich gerade vom Mittagsmahl erheben, als sie mit dem Boden in die Tiefe des Kellers versank, dessen Wasserstand zur Zeit ein halb Meter mißt. Die unangenehme Ueberraschung hat für die Betroffenen keine üblen Folgen gezeitigt. * Essen, 9. Okt. Der chinesische Gesandte in Berlin war zur Besichtigung des Krupp'schen Werkes in Essen anwesend. Sein Besuch darf damit in Verbindung gebracht werden, daß von dem chinesischen Reiche wieder Bestellungen auf Kriegsmaterial bei der Firma Krupp in Aussicht stehen. Bekanntlich ist das durch die Mächte gestellte Waffeneinfuhrverbot für China abgelaufen. China war vor den Wirren zeitweise bedeutender Abnehmer der Firma Krupp in Kriegsmaterial. * Solingen, 9. Okt. Einen großartigen Anblick gewährt jetzt die Solinger Talsperre im stillen Sengbachtale, die durch die letzten Regengüsse nicht nur ihre volle Füllung mit 3 Millionen Kubikmetern Wasser erreicht hat, sondern auch zum Ueberlaufen gebracht worden ist. Der Ueberfluß ergießt sich als 34 Meter hoher Wasserfall in einem mehrere Meter breiten, treppenförmig gemauerten Bette zum Tale hinab; schäumend und brausend stürzt die Flut als weißer Gischt zur Tiefe hinab, weithin kann man das Rauschen des schäumenden Wassers hören. HinWaler: fläche in grünlicher, aber dursichtig kristallklarer Färbung, vom Winde wellig gekräuselt, und an den Rändern sieht man bereits gravitätischen Schrittes die Fischreiher einherstelzen. Die Umgebung der Talsperre ist mit ihren stillen Tälern und bewaldeten Anhöhen, wo man jetzt noch den Segen der blauschimmernden Waldbeeren und der rotleuchtenden Preißelbeeren pflücken kann, überaus reizvoll, sie wird daher von Touristen sehr lebhaft besucht. Im Sengbachtale, auf Glüden zu, läßt die Stadt Solingen jetzt Rieselwiesen anlegen, die von der Talsperre bewässert werden und das Wasser vor dem Gebrauch gehörig filtrieren. Die gesamte Talsperrenanlage ist in mustergiltiger Weise eingerichtet und gwährleistet der Stadt Solingen auf viele Jahre hinaus die Versorgung mit gutem und reichlichem Trink= und Gebrauchswasser. * Köln, 9. Okt. Eine sechsköpfige Diebesbande wurde von der Kriminalpolizei verhaftet, als sie versuchten, eine Kiste mit Wertsachen wie Uhren, Ketten, Ringe usw. bei einem Goldarbeiter in der Rheinaustraße zu veräußern. Dem Goldarbeiter kam die Sache etwas dunkel vor, er ging deshalb scheinbar auf den Handel ein und bestellte die Bande zum Abholen des Geldes auf eine spätere Zeit wieder, als sie kam, wurde sie verhaftet. Später wurden noch drei in die Angelegenheit verwickelte Leute verhaftet. * Kleve, 9. Okt. Das Eisenbahnunglück, dem der Weinhändler Obhauß von hier mit seiner Frau und zwei Töchtern in der Nacht zum 22. vor. Monats dadurch zum Opfer gefallen ist, daß der Wagen, in dem die Familie Obhauß in der Nähe des hiesigen Bahnhofs einen Eisenbahnübergang passierte, von einem Zuge erfaßt und mit den vier Insassen überfahren wurde, hat schon heute die gerichtliche Sühne gefunden. Der Bahnwärter Kehring, dem die Schuld an dem Unglück insofern beizumessen ist, als er hinterlassen hat, die Schranken zu schließen, hatte sich wegen fahrlässiger Tötung zu verantworten. Er entschuldigte sich damit, daß er am Vormittage des Unglückstages in der Rotte gearbeitet habe und vor Uebermüdung eingeschlafen sei. Demgegenüber stellte das Gericht fest, daß dem Angeklagten den Nachmittag über ausreichende Ruhezeit zur Verfügung gestanden habe und verurteilte ihn unter Annahme mildernder Umstände zu einem Jahr Gefängnis. Der Staatsanwalt hatte 1 ½ Jahre beantragt. Eigener Depeschendienst der„Scbwerter Hd Berlin, 10. Okt. Wie aus Paris gemeldet wird, liegen dort Nachrichten aus Oran vor, wonach die marokkanischen Banden bei ihren letzten Angriffen gegen die französischen Grenztruppen auf Anregung des Sultans gehandelt hätten und von einem Verwandten des Sultans befehligt worden seien. Trotzdem diese Nachricht höchst unwahrscheinlich klingt, wird behauptet, die französische Regierung habe bereits beschlossen, vom Sultan Aufklärung zu verlangen.— Ein ganz hübscher Vorwand zum Anbändeln. Hd Berlin, 10. Okt. Nach einer Meldung aus Schanghai, wurde der deutsche Missionar Homeyer, der sich mit seiner Familie auf dem Rückwege von einer in Kanton stattgehabten Missionskonferenz befand, von südchinesischen Piraten angegriffen und durch Schüsse schwer verwundet. Außer dem Missionar wurde auch der Kapitän des Schiffes und eine Dienerin verwundet. Die Piraten raubten sämtliche Reisende aus und flüchteten alsdann. Die Reisenden kehrten nach Kanton zurück und wandten sich an den deutschen Konsul, der sich der Sache energisch annahm. Eingana 1. Kampstr. Eingang Weberstr. Keine Vorspiegelungen gandern Wahrheit. Kavallerie=Vereins Scwerte. Sonntag, den II. Oktober, abends 8 Uhr: Generalversammlung im Vereinslokale. Tages=Ordnung: 1. Zahlung der Beiträge. 2. Aufnahme neuer Mitglieder. 3. Karabiner=Angelegenheit. 4. Verschiedenes. Diejenigen Reservisten, welche dem Verein vor dem 1. Jan. 1904 beitreten, sind vom Eintrittsgeld entbunden. Pünktliches und zahlreiches Erscheinen erwartet Der Vorstand. e 5 Auf Teilzahlung. Bettstellen, 2schläf., m Matr., 49,— Federbetten 22,— Kommoden Vertikows Spiegel mit Konsole Herd. weiß emailliert Anrichten Küchenbüffets Pultschränke Sofas 38.— Compl. Schlafz=Einrichtung 295.— „ Küchen=Einrichtung: 154,— Gegen Bar. Bettstellen m. Matr., 2 schläf, 44,— Federbetten 19.50 Kommoden 29.— Vertikows 43— Spiegel mit Konsole 23.50 Herd, weiß emailliert... 50,— Anrichten 28.— Küchenbüffets 41,— Pultschränke 70.— Sofas 34.— Compl. Schlafz.=Einrichtung 265.— „ Küchen=Einrichtung 139,— Ansicht meiner Läger ohne Kaufzwang gern gestattet. Masthon& Co. Dortmund, es 1. Kampstr. 46. WeI Payne's Illustrirter Familien-Kalender für 180## ist erschienen! Wir machen darauf aufmerksam, dass derselbe wie alljährlich bei uns zum Preise von nur 50 1Pf. erhältlich ist und auf Wunsch durch unsere Boten liei ins Haus getragen wird. Der Kalender enthält 7 längere, reich mit Bildern geschmückte Erzählungen, ein Kartoffeldtama: Davit und Goliath, und ein Gesells haftsspiel:„Lustiges Bilderdomino“ für den unterhaltungsbedürftigen Familienkreis. Zu diesem belustigenden Inhalt kommt noch als Beigaben ein Wand-Kalender, ein Portemonnaie-Kalender, 2 Separatbilder und einen Titelkunstdruck. 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Kiautschau) sowie ferner 18 Volkstypen aus den deutschen Kolonien und bildet damit eine ebenso interessante wie belehrende Aebersicht unseres ausgedehnten Kolonialbesitzes. Nur wenigen unserer Leser wird bis jetzt Gelegenheit geboten gewesen sein, sich einen auch nur annähernden Begriff von der Ausdehnung dieses Besitzes, sowie von Land und Leuten zu machen und es gereicht uns deshalb zu ganz besonderem Vergnügen, sie durch die Darbietung dieser Karte in das große Gebiet deutschen Eigentums einführen und mit ihm bekannt machen zu können. Es handelt sich um ein durchaus eigenartiges Werk von bleibendem Wert, das einen in allen Einzelheiten fesselnden Ueberblick über den Ausdehnungsdrang unsres Volkes und die Ausbreitung unsres großen Vaterlandes über die ganze Erde gewährt und das ein Quell reicher Belehrung für jedermann sein wird. 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Vertret siliens wohn gungstelegra sammlung d Die Gesamte Vereinen ur Mark, die stützungen den einzeln 1902 1025 samtleistung gen im Jah gaten fielen Mark zu k nach den Außerdem mächtnis v Rom=Bewe bekannt geDeutsch=Oe sind in der sind gebaut meinden 1 Orte mit Bethäuser, digt=Gottes 4 Bethäus und 8 Bet Austritte gegen 40( Kirche. T Haml größere L samtbetrag die deutsc gentinien; — Als 4 wurde He Auf lung des folgende Se Hauptv Sie ers für d Se. M Jug heutzuta Die moderne Hay Musik g Eine richter und da zimmer Mienen wurde. De Glieder halten; war vr geschlag machte druck u folgen barsche Wahrh seine M geknick waren eis pro Quartal 1 Mark 65 g. venn durch die Post bezogen. Ersche Wöchentliche Gratisbeilage:„Illust Lokalpolizeilichen Verordnungen für den Kreis gemäß Bekanntmachung der Königl. Regierung hung in der„Schwerter Zeitung" verhimdliche Ktraft. Samstag den 10. Oktober 1903. Ne uch demer nit Aslectsecht dgnn se begleiten und wünschen der Tätigkeit der chen Segen. Auf allerhöchsten Befehl. Insertionsgebühr für lokale Anzeigen, zeile oder deren Raum 10 Pfg., an 10 Pfg., Druck und Verlag von Ca Pernsprech=Anschlup Fraug, Schwerte Familienfreund. 36. Jahrgang. Die heutige Nr. umfaßt 8 Seiten Der Gustav Adolf=Verein durch aus, daß selbst im Winter bei fast vollkommener Windstille die heiteren Tage überwiegen; gerade die langandauernde Besonnung wie überhaupt die stetige Witterung gehören zu den Hauptvorzügen dieses kam, als Erzherzog Albrecht der Sieger von Custoza, eidenbestandenen Bergeslehne inmitten Villa des Erzyerzogs. so zog sich von dem südlichen Städtchens aus weskwärts nach dem Orte der in 20 Minuten erreicht wird, eine Villenvor etwa zehn Jahren inmitten eines OliVilla Garda erbaut wurde, von deren wunderbare Aussicht auf den Gardasee und die ihn östlich und westlich: u#t, zu 2 gch er öffnet. Auch sonst gewahrt der Palr, der die Villa umgir. anr ven gut gehaltenen Promenaden durchschnitten ist, mannigfache schone Ausbliae. Warum sind unsere Gefängnisse so überfullt! Diese Frage beantwortet in eigenartiger der tatsächlichen Verhältnissen vielfach entsprechender Weise Herr Sendke=Bagemühl in der„Prenzlauer Zeitung Unser Gewährsmann ist eine von jenen Existenzen, die die Landstraße und das Gefängnis als ihre eigentliche Heimat, die Arbeit aber als ein vielleicht manchmar notwendiges Uebel betrachten. Er hatte sich während der vergangenen Woche etwas an der arbeit des toffelaushebens beteiligt, und bei dieser Gelegenheit entspann sich zwischen ihm und seinem Arbeitgeber folgendes Zwiegespräch: A.(Der Grundherr): Nun sagen Sie einmal, altes Haus, warum verbringen Sie denn eigentlich die meiste Zeit Ihres Lebens im Gefängnis? Wäre es #lnicht besser, wenn Sie als ordentlicher Mensch in Freiheit lebten?— B.(Der Landstreicher): Herr A., wenn Sie unsere Verhältnisse näher durchschauten, so könnten Sie so nicht fragen. Wo kann man es denn besser haben, als im Gefängnis? Sehen Sie, wenn man auf der Landstraße abgerissen ist, vielleicht auch bissige Gesellschaft(sog. Krammetsvögel—Läuse) auf dem merkt, so stiehlt man ein bißchen oder schlägt irgendwo die Fensterscheiben ein, damit man sich im Gefängnisse oeben im Hamburg Frantreichs und Braließ für ein Huldidanken. Auf der Hauptver=G surde mitgeteilt: se an Beiträgen von Gevern betrug 537 942,70 Zentralkasse für UnterAußerdem wurden von für Unterstützungen im Jahre u W. Io,t###ark direkt versandt, so daß die GeVereine für UnterstützunJahre 1902 1 591 589,26 Mark betrug. An Legaten fielen ihm 112 006,61 Mark zu, wovon 110 508,71 Mark zu kapitalisieren waren, während 1497,82 Mark nach den Vorschriften der Testaten verwandt wurden. Außerdem fiel dem Verein die Anwartschaft auf ein Vermächtnis von 58285.52 Mark au, befglgenge, Zahlen Von-Bcusung inr Sctercich) vor heg ggn d Sashien ur 2 bekannt gegeben; Es wurden in dete ler. u....# Deutsch=Oesterreich 11 Pfarrgemeinden gegründet, 13 pesben, An bue- Hue, belschen G. K sind gebaut. In Böhmen waren unter den####ntschen Gemeinden 1898: 23 Kirchen, 28 Pfarrer und Vikare, Orte mit Predigt=Gottesdienst; 1902: 45 Kirchen und Bethäuser, 60 Pfarrer und Litare, 128 Orte mit Predigt=Gottesdienst; in Steiermark 1898: 8 Kircheg. 1 Belhauser, 8 Pfarrer und Bkare, 1992: 1, e balgg und 8 Bethäuser, 21 Pfarrer und Vikare. Die Hah###., Austritte aus der katholischen Kirche betrug bis jetzt gegen 40 000, davon etwa drei Viertel zur evangelischen Kirche. Das seien Zahlen, hinter denen Leben stehe. Hamburg, 9. Okt. Die Wahl für die diesmalige größere Liebesgabe des Gustav Adolf=Vereins im samtbetrage von 22 805 Mark fiel mit 97 Stimmen auf die deutschevangelische Gemeinde zu Espegggig in gentinien; Czerks in Westpreußen erhielt 96 Summen., Als Ort der nächstjahrigen Hauptversammlung wurde Heidelberg bestimmt. Auf das Fuldigungstelegramm der Hauptversammlung des Gustav Adolf=Vereins an den Kaiser ging nach folgende Antwort des Kaisers ein:„ eg 8 Se. Majestät haben den Huloigungsgeug der Hauptversammlung gern entgegengenommen und lassen: Sie ersuchen, der Versammlung allerhochst ihren Dank für die freundlichen Segenswünsche Se. Mchsict werten die traue flcbett der ssss Jugend hatte auch ehedem„keine Tugend", aber heutzutage hat sie weder Tugend noch— Jugend. Die Pflicht der Persönlichkeit schuf Originale, das moderne„Recht der Persönlichkeit“ schafft Karikaturen. Haydn und Mozart haben Sonnenstrahlen in ihre geflochten, die Modernen nehmen dafür Kaketen. halt seine 56, Hauptversgelgieug grauf ab. Vertreter Italiens, 6 siliens wohnten ihr bei. Der Kaiser gungstelegramm bestens sammlung des Gustav Adolf=Vereins wi Die Gesamteinnahme der Zentralka Vereinen und verschiedenen Gebern Mark, die Gesamtausgabe der stützungen 565 887,57 Mark. den einzelnen Vereinen 1902 1 025 710 69 Ma samtleistung der Gustav Adolf=Vereine gen im Fähre Nes Peoröccher Mar. Winterresidenz zu wählen. hob sich an der olive eines Parkes die stattliche Nicht lange dauerte es, Ende des Chiarano, ousen, Kleider mes h billig. straße, an der vr#- 6venhains die Viun Terrase eine wunderbore Ausftftenden Vergzüge sich er die ihn östlich und westlich begleitenden#gzuge er„„„„" Ee die Dian un aibt und von g inkspruch aus. Wie geben unseren Lesern e Abbildung der Villa, welche dem deutZt. von Herrn Wilhelm Hildebrandt gewar. Der Kaiser hat dann die Villa als n der Armee gewidmet. Es sind daselbst Stellen für Offiziere und Sanitätsoffiziere Dienststandes eingerichtet, die später auf KHA de auch keinen Emmehr von ihm erf lin gegangen sei, um Musik zu studigren; die Mutter hätte gemeint, Ahrweiler würde iym roch nichts nützen, es lohne sich nicht, ihn erst aufzusuchen. Sie sind aber doch zu ihm gegangen!“ warf hier der Amtsrichter ein, Alfonso entgegnete aber:„Anfänglich nicht!“ und fuhr in seiner Erzählung fort. Sein Vater hatte ihm einen ganz ansehnlichen Wechsel bewilligt; er studierte in der Hochschule und nahm außerdem Privatstunden bei einzelnen Profeslaogen,„die ihm zu finden. Auf des Richters Fra schuldigt, den Rentier Ahrweiler am 1 in seiner Wohnung in der Uhlandstre beraubt zu haben; was haben Sie fragte er: „Ich habe ihn nicht ermorden w. richter! Ich habe mich nur meiner§ Kilian konnte einen Ruf der Ue zurückhalten, er vermochte sich gar z Vorstellung losreißen, daß Dornedder Einen schnellen Blick mit Müseler n „Sie gestehen also die Tat ein?“ Der Brasilianer schluchzte noch hab's getan, aber ich konnte mir nich ihn nicht niedergestochen, dann hätt' „Woher kannten Sie den Rentier Sie oft bei ihm gewesen? Erzählen führlich. Sie mögen sich dabei setzen, richter und wies auf einen Stuhl, de junge Mensch nicht mehr zu stehen v Nachrichten. tbr. Rüböl per leen von 100 Ctr. 0, Rüböl per 100 ne Faß) 50/g0 M. per 100 kg 3 l. Rübkuchen per kleineren Partieen 80 Mk. pr. 50 kg 2,50, Eier per 00 Mk. Weizen, do. II. 15,20, III neuer l. 1330, 00, Hafer I. I. I. 19,75, II. 18,10 100 kg. tbr. Fruchtmarkt koggen 00,00, HaseHeu 5,80—700 (Roggen=) 3.20, 890 WR. Bie 100 ke. Roman von F. Arnefeld. (58. Fortsetzung.) (Nachdruck verboten) in anderes Glockenzeichen hatte der Amtsschen seinen Protokollführer herbeigerufen, eca fand bei seinem Eintritt in das Gerichtsbeiden Herren mit sehr ernsten, feierlichen er der Schranke sitzen, vor die er geführt rgeführte war ein wahres Jammerbild; die tterten, er vermochte sich kaum aufrecht zu Keckheit, die er sonst zur Schau getragen, m gewichen und hatte der tiefsten Nieder den redetttonellen 7. viell: Julius Humme an beid Gont Brnd k Schwerte. wieder als Mensch fühlt. Die Amtsrichter sind meistens wohlwollende Herren und schnauzen selten einen an. Man wird gewaschen, gebadet, gekleidet, erhält eine leid liche Kost und geht spazieren. Die Arbeit ist Spielerei. Kurz, es lebt sich gut dort. Da saß z. B. kürzlich ein junger Mensch aus G..... mit mir zusammen, der hatte einem Bauern den Schäferhund totgeschlagen und war bei seiner Ankunft ziemlich ängstlich. Als er entlassen wurde, hatten sich seine Ansichten geklärt, und ich bin überzeugt, daß er in nächster Zeit einen zweiten Hund totschlägt, damit er wieder sitzen kann. Ja, wenn uns beim Zu= und Abgange je 25 aus der„Armenkasse" aufgezählt würden, so wäre die Sache mißlicher, und man würde sich in Acht nehmen; aber so wie die Verhältnisse heute liegen, halte ich jeden für einen Dummkopf, der sich für seinen Lebensunterhalt abarbeitet.— A.: So, aber wie ist's denn mit dem Nachtlager? Pritschen und Dielen sind doch verfl... hart.— B.: Einbildung! Ein gut Gewissen hat ein sanftes Ruhekissen. Außerdem kommt hier die Gewohnheit in Betracht. Wir ruhen uns auf der Pritsche besser aus, als Sie in Ihren Feder bergen.— A.: Aber bedenken Sie doch, wieviel besser es wäre, wenn Sie sich ordentlich hielten und etwas verdienten, damit Sie sich gelegentlich auch einen höheren Genuß verschaffen könnten!— B.: Wenn Sie meinen, die höheren Genüsse seien uns nicht zugänglich, so sind Sie sehr im Irrtum. Wer Verlangen nach ihnen hat, der machts wie ich im vorigen Jahre und geht zur Ernte nach Holstein. In Neumunster und Itzehoe sind Arbeitermärkte, da kommt der Bauer und sagt:„Kerl, komm mit, ich gebe für'n Tag'n Taler. Da geht man mit und arbeitet, bis man seine 80 bis 90 Mark in der Tasche hat, dann gehts nach der ersten Großstadt, die„höhere Genüsse" bietet. Ist das Geld verwichst, so hat man gewöhnlich ein Loch im Bein oder im Kopf, oder man leidet an einem Anfall von Gelenkrheumatius und läßt sich ins Krankenhaus aufnehmen. Da wird man wieder gewaschen, gebadet und verpflegt, und die barmherzigen Schwestern sind so freundliche, gute Wesen, daß man es geraume Zeit dort aushält. Bei der Entlassung bekommt man gewöhnlich noch neue Sohlen unter die Stiefeln, damit man auf der Chaussee wieder dreist zutreten kann. Ist das nicht schön?— A.: Ja, aber wie stehts mit der Ehre?— B.: Ehre? Was ist das? Das Ding kenne ich nicht.— Nach dieser Eröffnung trat A. den Rückzug an. Ich schließe diese Darstellung, die keine Flause ist, sondern die nackte Tatsache berichtet, mit der Frage: Wann werden unsere Gesetzgeber einsehen, was dieser Strolch einsieht: daß der Besuch der Gefängnisse sich„mißlicher“ für das arbeitsscheue Gesindel gestalten würde, wenn jedem beim Zu= und Abgange 25 aus der„Armenkasse" aufgezählt würden? Und wann wird man, so frage ich weiter, erkennen lernen, daß es eine Milde gegen das Verbrechertum gibt, die zur Geißel für das Menschentum wird? Und wann endlich wird man sich zu der Erkenntnis hindurchringen, daß man dem keine„Ehre“ totschlagen kann, der keine hat? Bagemühl. Sendke.“ Wir gehen nicht so weit in unseren Forderungen wie der Schreiber der vorstehenden interessanten Ausführungen. Aber darin stimmen mir mit Herrn Sendke überein, daß die Humanitätsduselei, welche den Strolchen aller Art das Gefängnis zu einem Eldorado macht und diese daher wie mit einem Zauberstabe ins Ungemessene vermehrt, eine Torheit des Staates ist. Sprechsaal. Für diese Rubrik übernimmt die Redaktion nur die preßgesetzliche Verantwortung. Allen Lesern der Schwerter Zeitung ist in letzter Zeit häufiger Gelegenheit geboten, im Sprechsaal meines Erachtens berechtigte Klagen hiesiger Bürger über einige unhaltbare Zustände zu vernehmen, offenbar in der Absicht, eine Aenderung derselben hierdurch zu erzielen. Da wir diese Absicht sehr begreiflich finden und überzeugt sind, daß die Väter der Stadt auch den Wünschen ihrer Mitbürger gern gerecht werden, so wollen wir noch auf eine weitere Aufgabe hinweisen, die ebenfalls dringend der Erledigung bedarf. Es ist wohl niemand in Schwerte, der nicht einmal mit besonderer Genugthuung den herrlichen Zustand der Sedanstraße, wenigsteis ihres Hauptteiles bei schlechtem zugänglich gefunden. Zweimal hatte er ihm eine ganz ansehnliche Summe gegeben, ihm freilich beim zweitenmale erklärt, er habe nichts mehr von ihm zu erwarten und solle nicht wiederkommen. Marie hatte ihm auch gesagt, Herr Ahrweiler hätte ihr streng verboten, ihn wieder einzulassen und ihrer Mutter erklärt, wenn je wieder jemand gegen seinen Willen zu ihm geracht würde, so ziehe er am nächsten Tag aus der Wohnung. Er sei doch wieder gekommen, das Messer hätte ihm zu scharf an der Kehle gesessen, aber er hätte sich gehütet, sich diesmal an das Mädchen zu wenden, wußte er doch nun den Weg allein zu finden. Am 18. Dezemer sei er ums Haus geschlichen und habe wahrgenommen, daß Frau Köhne auf dem Hofe beschäftigt und Marie ausgegangen. Dann, als einer von den anderen Mietern die Haustür geöffnet, sei er mit hineingeschlüpft, habe sich an der Portierwohnung vorbeigeschlichen und an Ahrweilers Tür mehrmals geschellt. Letzterer sei endlich herausgekommen, habe sehr ungehalten gefragt, wer ihn störe, und ihm die Türe vor der Nase zuschlagen wollen. Er habe sie ihm jedoch aus der Hand gerissen, sei ihm in seine Wohnung uns bis in das Schlafzimmer gefolgt und habe ihn hier fußfällig gebeten, ihn doch nur noch ein einziges mal aus seiner Verlegenheit zu beAhrweiler habe das sehr schroff abgelehnt, ihn gehen heißen und ihn mit so häßlichen Namen belegt, daß sein heißes südliches Blut nun auch übergeschäumt sei. Er habe ihm die Beleidigungen mit Zinsen zurückgegeben und müsse dabei etwas gesagt haben, was den andern in sinnlosen Zorn versetzte. Er hatte einen Dolch von Jur Hochzeit in Darmstadt. Soeben hat in Darmstadt die Hochzeit der Prinzessin Alice von Battenberg mit dem Prinzen Andreas von 1und r F ü r s t l i c h k e i t e n. D i e V e r l o b u n g w a r a m 1 2. M a i bekannt gegeben worden. Wir geben unsern Lesern beistehend die Porträts des jungen Paares. Die Prinzessin ist eine Urenkelin der verstorbenen Königin Viktoria von England, deren ganz besonderer Liebling sie war. Ihre Wetter bewundert hat. Wir glauben nicht zu übertreiben, wenn wir behaupten, daß sich diese Straße als durchaus ebenbürtig mit der Goethe= und Hellwegstraße in einen Wettkampf einlassen kann darüber, welche von ihnen die tiefsten Löcher, die gefährlichsten Sümpfe und die halsbrecherischten Partien hat. Sollte sie aus die sem Wettkampf nicht ohne weiteres als Siegerin hervor gehen, so hat sie immer noch einen Umstand in die Wagschale zu werfen, der ihr sicherlich die Anerkennung als schönste Straße erringen uß. Das ist ihre außerordent liche Breite. Während den Passanten der erstgenannten Straßen es bei einem Unfalle noch vergönnt ist, sich in den weichen Morast zu legen, wobei nur ihr äußerer Adam leidet, kann man sich in der Sedanstraße bei einiger Geschicklichkeit noch an den Häusermauern festhalten. Doch sollte es einmal nicht gelingen, mit den Händen die rettende Mauer zu ergreifen, so ist es auch sehr gut möglich, daß sich der Tollkühne, der es wagt, den Sumpf zu passieren, eine ordentliche Dülle oder ein Loch im Kopfe zuzieht, wie es noch vor einigen Tagen dor einer Dame passiert ist. Es ist sicherlich sehr erhebend für den Schwerter, wenn er sich einmal den Ausbau der neuen Straßen, Hohenzollernstraße usw. ansieht, und er wird sich auch freuen, daß dadurch der Eindruck der Stadt auf den Fremden bedeutend verbessert wird, aber er wird sich auch sagen müssen, daß es ebenso notwendig ist, auch die älteren, wichtigeren Straßen der Stadt in eine würdige Verfassung zu bringen. Kommt man die Bahnhofsstraße herunter und sieht mit Genugthuung, wie vorteilhaft die Straße sich verändert hat, wie die Neubauten daselbst einen patenten Eindruck machen, so wird man die Aussicht vom Kriegerdenkmal aus auf das gegenüberliegende Haus und die Sedanstraße zum Mindesten abstoßend hierzu finden. Bahnhofstraße, Hüsingstraße, Hörderstraße, sie alle glänzen mit einem tadellosen Trottoir von so und so viel Metern Breite; der Eingang der stark benutzten Sedanstraße gleicht einem Sumpfe. Sollte es nicht wirklich bald an der Zeit sein, auch diesen Teil auszubauen und zu verbessern, zumal die Straße schon größtenteis chaussiert, kanalisiiert und passierbar gemacht ist? Sollte sich nicht die Besitzerin des störenden Grundstückes endlich bereit finden lassen, auch ein kleines Opfer im Interesse der Allgemeinheit darzubringen und ihr liebgewordenes, aber veraltetes Heim gegen angemessenes, mäßiges Entgelt hinzugeben, damit es durch einen modernen Neubau ersetzt werden kann. Das würde das Bild daselbst sehr verschönern, einem dringenden, allgemeinem Uebelstande abhelfen und zu Nutz und Frommen der ganzen Stadt sein. drei Tanten sind die Prinzessin Heinrich von Preußen, die Großfürstin Sergius und die Kaiserin von Rußland. Die Prinzessin hat sich durch ihre Yachtfahrten den Beinamen „Maid of the Sea“ erworben. Der Prinz ist 21 Jahre alt und griechischer Kavallerie=Offizier und war auf ein Jahr in die deutsche Armee eingetreten. In Darmstadt hat auch die Mutter der Braut, bekanntlich eine Schwester des Großherzogs von Hessen, gewöhnlich ihren Wohnsitz, während der Vater, Prinz Ludwig, als britischer Schiffskapitän sich meist an Bord aufhält. K Kleine Chronik. + Koburg, 9. Okt. Die Reichsregierung billigte den Sonneberger Spielwarenindustriellen, welche auf der Weltausstellung in St. Louis ausstellen, 13000 Mk., die meiningische Staatsregierung 3000 Mk. Unterstützung zu. Zürich, 9. Okt. Die Statistik der Unglücksfälle im Alpengebiete, des Jura, im Schwarzwald und Riesengebirge 1903 ergab insgesamt 148 Katastrophen, wobei 196 Menschen beteiligt waren. Hiervon wurden 136 tot aufgefunden, 60 verletzt. Außerdem werden 10 vermißt. + Breslau, 9. Okt. Für die durch Hochwasser Geschädigten sind gestern beim Schlesischen Bankverein 165000 Mk. vom Berliner Reichskomitee eingegangen. Die Gesamtsumme der bisher beim Bankverein eingegangenen Beträge beläuft sich auf 992000 Mk. * Washington, 9. Okt. Der gestern beim Eindringen in das Weiße Haus festgenommene John Decker wurde einer Irrenanstalt überwiesen. Bezeichnend für seinen Geisteszustand ist, daß er in einem bei ihm vorgefundenen Brief an den Präsidenten erklärte, er brauche 750000 Dollar, um den Teufel der Indianer zu überwinden. + Montevideo, 9. Okt. Auf dem Kanonenboot „Uruguay“ explodierte die Pulverkammer. Der Kommandant und ein großer Teil der Besatzung wurde geötet. Das Schiff ist gesunken. Jeitgemaße Betrachtungen. „Der Tanz beginnt!“ Nun kam der Maler Herbst in's Land Um Wald und Fluren bunt zu färben; Des Sommers holde Pracht entschwand, Sie muß versinken und verderben. Nun fällt das Laub,— der Tanz beginnt, mit welken Blättern spielt der Wind, Er wirbelt wild sie auf und nieder, Ein sichtbar Zeichen: Herbst ist's wieder! * Es ist der Herbst kein Freund von Ruh', Er ist nichts weniger als leise, Drum geht es jetzt recht lebhaft zu, Der Tanz beginnt in jeder Weise. Weht über Stoppeln kuhl der Wind, Dann tanzt auch gern das Menschenkind und vorgesehn für solche Fälle Sind Kranzchen, thee Danfants und Bälle! der Wand gerissen und war damit auf ihn eingedrungen mit der Drohnung, er dürfe nicht lebend von der Stelle kommen. Das würde auch unfehlbar geschehen sein, wenn seine Jugend und Behendigkeit ihm nicht ein Uebergewicht über den älteren Mann gegeben hätten. Blitzschnell hatte er sich eines zweiten der an der Wand hängenden Dolche bemächtigt und mit der ihm eigenen Kraft und Gewandtheit einen Stoß nach Ahrweilers Brust geführt, der nur zu gut getroffen. Mit einem einzigen Schrei war er zu Boden gestürzt, langsam war Obgleich die Tötung Ahrweilers durchaus nicht in seiner Absicht gelegen, hatte da Fonseca angesichts der Tatsache doch seine Kaltblütigkeit bewahrt. Er hatte den Dolch, welcher der Hand des Sterbenden entfallen war, wieder an seinen Platz gehängt und den blutbefleckten neben ihn gelegt, um dem Vorfall den Charalter des Selbstmordes zu geben. Dann hatte er nach den Schlüsseln zum eisernen Geldschrank gesucht, sie aber nicht finden können und statt dessen eine Anzah Goldstücke, die auf dem Schreibtische aufgezählt gelegen, eingesteckt. Im Zimmer umherblickend war ihm ein kleines Bild aufgefallen, dessen Rahmen er bei Ahrweilers Reichtum für eine große Kostbarkeit gehalten und er hatte es an sich genommen und unter seinem Mantel verborgen. Nachdem er das Gas, das in beiden Zimmern brannte, wieder ausgelöscht hatte, war er vorsichtig aus der Wohnung, die er hinter sich zugeschlagen, gegangen und unbemerkt auf die Straße gelangt. Weder Frau Köhne noch deren Tochter waren inzwischen zurückgekehrt. (Fortsetzung folgt.) „Saison"— o inhaltschweres Wort! Du bringst gesellschaftliche Pflichten Und leider muß sich immerfort Der Eine nach dem Andern richten, zumal, wo recht viel Töchter sind, Da heißt es jetzt: der Tanz beginnt; Man muß mit in die Hochflut treiben, Sonst könnten sie ja sitzen bleiben! * Der Tanz beginnt,— und nach Musik Dreht froh die Jugend sich im Reigen, Indes sich in der Politik Die Alten höchst gesprächig zeigen. Und man erörtert nach Gebühr: Die Landtagswahl steht vor der Tür, Der Tanz beginnt— denn aufgeboten Wird diesmal selbst die Schar der„Roten!“ Es blüht die Kannegießerei, Es raisonniert der Bierphilister, Auch England kommt mit an die Reih, Man spricht vom Abgang der Minister, Nicht nur verblaßte Joe's Glanz, Es kam ein großer Abschiedstanz Und in der Presse nennt man diese Begebenheit: Ministerkrise! 7 Auch der Veränderung=Prozeß, Gehört mit zu des Herbstes Taten; Am meisten aber„kriselt“ es Dort unten in den Balkanstaaten; Der Türke sitzt in Kriegsgefahr, Denn arg bedroht ihn der Bulgar, ist zwar kühn ein solches Sinnen, Trotzdem wird wohl der Tanz beginnen! Der Herbst bringt Stürme in das Land, Doch liebt er reizvoll es zu färben, Des Sommers holde Pracht entschwand, Sie muß versinken und verderben. Verblassen muß der schönste Kranz. Es treibt der Zeiten wilder Tanz Auch uns in flottem Tempo weiter, Des Lebens Herbst kommt schnell! Ernst Heiter. *(Eine mißlungene Feuerprobe) veranstaltete der Inhaber eines französischen Warenhauses. Er berichtet darüber in einem Fachblatte wie folgt: Wir haben in unserem Geschäft eine sehr zweckmäßige Feuerschutzeinrichtung, mit deren Handhabung ich die betreffenden Angestellten(Damen), die diesen Apparaten am, nächsten sind, vertraut gemacht habe. Da ich mich nun überzeugen wollte, was mein Personal und besonders die über die Schutzapparate unterrichteten Angestellten bei Feuerlärm machen würde, ließ ich eines Abends, als die Kundschaft bereits den Laden verlassen hatte und das Personal auf das Glockenzeichen zum Nachhausegehen wartete,„Feuer“ schreien. Die Wirkung war eine unerwartete; denn das ganze Personal, bis auf einige Damen, die ohnmächtig umfielen, flüchtete sofort unter lautem Schreien in den Hof und niemand von denen, die mir wiederholt erklärt hatten, genau zu wissen, was sie bei einem vorkommenden Feuer zu tun hätten, hielt auf dem Platze aus. Was wäre nun wohl im Ernstfalle mit den Angestellten geschehen, die ohnmächtig wurden? *(Wie amerikanische Millionäre) zu Geld kommen, lehrt eine eidliche Aussage, die nach dem„B. L.=A.“ ein Newyorker Finanzmann in einer den verkrachten Schiffsbauring betreffenden Gerichtsverhandlung abgegeben hat. Daraus geht hervor, daß Morgan seine industriellen Verschmelzungen nicht nur leichtfertig spekulierend vollzog, sondern auch mit der Absicht, sich an den ihm für seine Unternehmungen anvertrauten Geldern zu bereichern und dann die Beute in Sicherheit zu bringen, während andere ihren Besitz verloren. Morgan und Schwab verstanden, Aktien anderer, die verkauft werden sollten, zurückzuhalten, bis sie erst ihre eigenen günstig verkauft hatten. f(An den Nachlaß) des ermordeten serbischen Königspaares erheben zahlreiche Wiener Firmen Ansprüche in Höhe von mehreren hundertausend Kronen. Eine der Hauptgläubigerinnen ist eine Verlagsfirma, die für die Königliche Bibliothek in Belgrad Bücher im Werte von 36000 Kronen lieferte. Der größte Gläubiger überhaupt ist eine russische Bank, die seinerzeit zur Tilgung der Schulden Milans 2½2 Millionen Fr. hergab. Das im Auslande untergebrachte Privatvermögen Alexanders betrug 1901 etwa 800 000 Fr. und lag zuletzt in einer Wiener Bank auf Dragas Namen. Es soll nach dem N. Wiener Tabl. von einer nahen Verwandten der Königin in Empfang genommen worden sein. *(Sein kleines Kind) verhungern ließ nach dem Brandenb. Anz. der Militärinvalide Eiserbeck in Brandenburg a. Havel, ein dem Trunk ergebener Mensch, der sich, nachdem seine Frau verreist war, aus seiner Wohnung entfernte und darin seine beiden Kinder im Alter von einem Monat und zwei Jahren einschloß. E. kehrte nicht in die Wohnung zurück, sondern kneipte hintereinander fort, bis er abends schwer betrunken verhaftet wurde, weil er Lärm gemacht hatte. Als ein Polizeibeamter nun in die Wohnung eilte, fand er das jüngste Kind an Entkräftung gestorben, während das zweijährige ganz erschöpft nach dem Krankenhaus gebracht wurde. *(Der Menschenfreund.) Ueber eine hübsche Szene in der Potsdamer Straße zu Berlin berichtet die„Nordd. Allg. Ztg.“: Ein Droschkenkutscher hatte das Unglück, mit seinem Gefahrt gegen einen Korb mit Blumentöpfen, der gerade verladen werden sollte, anzuahren, wobei die Pfanzen größtenteils beschädigt wurden. Der Eigentümer der Pflanzen verlangte Ersatz und der Droschkenkutscher war genötigt, die sämtlichen Blumen zu kaufen. Da trat ein älterer Herr, der den Vorfall beobachtet hatte, heran, nahm einen der Blumentöpfe in die Hand und bot ihn zum Verkauf aus. Eine Dame erwarb die Pflanze. Das Publikum drängte sich heran und innerhalb weniger Minuten war der gesamte Vorrat geräumt. Der Verkauf hatte sogar noch einen Ueberschuß ergeben und der Kutscher fuhr vergnügt von dannen. (Typhus.) Nach einer Meldung der„Pfälzischen Presse“ sind in Odenbach bei Lauterecken 50 Personen infolge des Genusses schlechten Trinkwassers an Typhus erkrankt. Briefkasten. E. R. W. Der Zölibat oder die Ehelosigkeit ist keine Vorschrift des neuen Testaments. In den ersten Jahrhunderten der christlichen Kirche war auch den Geistlichen die einmalige Ehe gestattet, nicht jedoch eine zweite Ehe, aber die Ehelosigkeit galt für heiliger. Selbst den Bischöfen war die Heirat nicht verboten. Das Konzil von Nicäa, 325, lehnte das beantragte Verbot der Priesterehe ab und bestimmte nur, daß unverheiratet in den Dienst der Kirche tretende Geistliche der drei oberen Grade nicht mehr heiraten sollten. Im Jahre 355 wurde von der Synode zu Gangra der Fluch über jeden ausgesprochen, der sich weigere, am Gottesdienste eines verheirateten Priesters teilzunehmen. Allmählich wurde die Ehelosigkeit unter den Geistlichen üblich u. die Päpste Innozenz I. (404—405) und Leo I.(446—448) forderten die Ehelosigkeit. Seit dem 8. Jahrhundert wurde die Ehelosigkeit der Priester von den Konzilen immer schärfer gefordert, doch lebten damals die meisten Priester in Deutschland und selbst Bischöfe in regelmäßiger Ehe. In Erneuerung der Verordnungen seiner Vorgänger verbot Papst Gregor VII. 1078 dem verheirateten Priester, das Meßopfer darzubringen und belegte jeden Widerstand mit dem Bannfluch. Trotz starken Widerstandes des Klerus wurde die Ehelosigkeit allmählich Sitte und im 12. Jahrhundert war die Priesterehe in der katholischen Kirche verschwunden. Wetterbericht. 10. Okt.: Windig, Neigung zu Niederschlägen. 11. Okt.: Wolkig, windig, Regenfälle, milde, teils heiter. 12. Okt.: Wolkig, früh Nebel, kühler Wind, feucht, Sturmwarnung. 13. Okt.: Wolkig mit Sonnenschein, kühler, starker Wind, Strichregen. 14. Okt.: Wolkig, teils sonnig, frischer Wind, milde, Verantwortlich für den redaktionellen Teil Wilh. Schade. Kinderfreund. Es gibt immer noch Eltern, die es für richtig halten, ihren Kindern erhitzeude, aufregende Getränke zu geben(wie Kaffee, Tee u. s. w.). Solche Getränke tragen nach ärztlicher Ansicht nicht nur eine Gefahr für das körperliche und geistige Wohl der noch in der Entwicklung begriffenen kleinen Wesen in sich, sondern sie sind auch von nachteiligster Wirkung auf das Aussehen der jugendlichen Gesichter und Gestalten. Es kann daher nicht oft genug gesagt werden, daß wir in Kathreiners Malzkaffee ein vollkommenes, in jeder Hinsicht einwandfreies Kindergetränk besitzen, das durch seine Milde und Wohlbekömmlichkeit den günstigsten Einfluß auf die Gesundheit und die Entwicklung des kindlichen Organismus ausübt, deshalb auch von den Aerzten empfohlen wird. Kathreiners Malzkaffee, der für die Kinder am besten in Milch gekocht wird, ist überaus wohlschmeckend und wird von den Kleinen dauernd gern genommen, während reine Milch oft bald widersteht und in vielen Fällen überhaupt nicht gut vertragen wird. Gewinnziehung schon 21. und 22. Oktober und sofort Bargeld für Gewinue! Dadurch erfreuten die Berliner 1 Mark=Lose bisher sich stets eines sehr flotten Absatzes und werden auch diesmal wieder vor Ziehung ausverkauft sein. Die Pferdegewinne von 10000 Mark, 6000 Mark, 5000 Mark, 4000 Mark, 2 mal 3000 Mark, 5 mal 2000 Mark, 6 mal 1500 Mark sind mit 70 Prozent und die 6002 Silbergewinne sind sogar mit 90 Prozent des angegebenen Wertes sofort nach der Ziehung in Bargeld umzusetzen. Bei diesem großen Gewinnplane ist der Lospreis von nur 1 Mark(11 Lose 10 Mark) sehr niedrig. Man möge daher sich beeilen, noch zum amtlichen Preise Lose bei den hiesigen Verkaufsstellen oder bei dem General=Debit Ludw. Müller u. 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