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Wöchentliche Gratisbeilage:„IllustriertZamilienfreund. 18. September 1905. Der Neservemann. Die um diese Zeit stattfindende Entlassung der Reservisten aus der Armee stellt wieder Tausende von jungen Leuten vor die Entscheidung, ob sie in ihren Garnisonen verbleiben wollen, um nun im bürgerlichen Rock ihre Existenzmittel zu verdienen, oder aber ob sie für ihr ferneres Fortkommen den einstigen Aufenthaltsort wählen, an dm sie ansässig waren, bevor sie zur Fahne einberufen wurden. Sehr oft ist dieser frühere Aufenthaltsort der Geburtsort, es gilt also dann eine Heimkehr zu Vater und Mutter, ins Elternhus, wenn auch vielleicht nicht mehr für lange Jahre, so doch für die nächste Zeit. Wir verweisen mit Recht darauf, daß unsere deutsche Militärdienstzeit keinem jungen Manne zum Schaden gereicht, sie fördert nicht nur seine körperliche Ausbildung, sondern auch seine geistige Selbständigkeit, sie macht ihn aus dem Jüngling in gewissem Sinne zum Mann. So wertvoll das ist, so dürfen wir in unserem modernen Zeitalter doch nicht übersehen, daß den jungen Leuten, die vom Lande oder aus kleinen Städten in große Stadtgemeinden kommen, über manche Dinge, die sie zu Hause kaum kannten, neue Anschauungen kommen, die wohl im Stande sind, ihre Zukunft wesentlich zu beeinflussen. Die aus engen Verhältnissen herausgekommenen jungen Leute sehen in den großen Städten so vieles, was ihnen besonders reizvoll erscheint; wüßten sie, welcher Preis oft dafür gezahlt, welche Entbehrungen nicht selten dafür eingetauscht werden müssen, sie würden ihre Gedanken ändern. Aber diese Erkenntnis kommt ihnen während der aktiven Dienstzeit, in welcher ihr Unterhalt nach jeder Seite hin gesichert ist, am wenigsten. Sie sehen somit nur das Außenbild, weil sie keinen Anlaß haben, den wahren Kern zu untersuchen. Es kann nicht Wunder nehmen, wenn dies bestechende Aeußere vielfach den Wunsch für die jungen Leute entstehen und reifen läßt, in der bisherigen Garnisonstadt zu bleiben, und ihrem frischen Mut stellt sich die Zukunft mit flotter Arbeitsgelegenheit und gutem Verdienst sofort rosenrot dar. Sogenannte gute Freunde, die etwaige Bedenken im Nu zu beschwichtigen verstehen, finden sich ja immer, und alljährlich werden in dieser Weise Tausende von kräftigen jungen Männern veranlaßt, auf die frühere Heimat zu verzichten. Sie kehren dahin wohl für ein paar Wochen oder Monate wieder zurück, aber der Zauberbann der Großstadt geht mit und läßt sie nicht wieder los, sodaß sie am Ende ihr Bündel schnüren und von neuem fortwandern, einer Zukunft entgegen, die zu oft ganz anders sich gestaltet, als sie gedacht haben. Diese jungen bisherigen Soldaten glauben, während ihrer Dienstzeit den neuen Boden hinreichend kennen gelernt zu haben, aber in Wahrheit besitzen sie, wie schon oben betont, für das praktische Leben so gut wie gar keine Erfahrung. Sind sie Gewerbe=Gehilfen, so werden sie als Neulinge, die in großstädtische Arbeiterkreise nicht eingeweiht sind, für geraume Zeit immer mit den am schlechtesten bezahlten Stellen vorlieb nehmen müssen, sie haben auch alle Augenblicke mit der Gefahr einer völligen Brodlosigkeit im Falle eines Streiks zu rechnen, denn sie müssen, wenn ein Streik entsteht, mitmachen, sie mögen wollen oder nicht. Dahingegen sind die Ausgaben größer, es treten im Arbeitleben Aufwendungen an sie heran, an die sie früher nie gedacht, nie für möglich gehalten haben. So stehen sie an Stelle des einstigen sicheren Bodens in völlig schwankenden Verhältnissen, die ihnen leicht zum moralischen Verderb werden können. Und noch schlimmer kann es dem einstigen Landbewohner, der keine besonderen gewerbetechnischen Kenntnisse hat, ergehen. Es soll keinem jungen rüstigen, arbeitwilligen Menschen eine Aufbesserung seiner Lage verwehrt werden, es ist auch eine Freude, die Menschen und die Welt kennen zu lernen, aber das soll nicht Hals über Kopf, unter Zeitverhältnissen geschehen, die wenig Angenehmes in sich bergen. Die Eltern und Verwandten der jungen Leute sollten da mit aller Macht ihren Einfluß geltend machen, um jene vor unbesonnenen Schritten zurückzuhalten, die hinterher nur zu oft nicht wieder rückgängig gemacht werden können. Wer geraume Zeit großstädtisches Leben einmal geschmeckt, das Gift, welches im Schlendrian liegt, in sich aufgenommen hat, der ist für engere, aber glücklichere Zustände verloren. Unter den„Rittern von der Landstraße, deren Zahl immer anschwillt, befinden sich Tausende, die in der geschilderten Weise zu dem unstäten Leben gekommen sind. 36. Mill. Mark, wovon Politische Uebersicht. Deutschland Die Einnahme an Wechselstempelsteuer im Reiche für die Zeit April bis Ende August 5,04 Millionen Mark oder 106 733 Mark mehr als im Vorjahr. Auch hierin spiegelt sich die Besserung der wirtschaftlichen Verhältnisse. — Die Landtagswahlen in Sachsen finden nach neuester Bestimmung in den drei Abteilungen am 5., 6. und 7. Oktober statt. Die Wahl der Abgeordneten selbst geht am 22. Oktober vor sich. Die Sozialdemokraten sind schon eifrig am Werke. Bei den Reichstagswahlen eroberten sie ja in Sachsen alle Mandaten bis auf eins. Das Ende der vielgenannten Leipziger Bank ist nunmehr gekommen, zugleich mit dem Abschluß des Konkursverfahrens. Der Schlußbericht des Konkursverfahrens weist einen Kassenbestand von 12,57 Mill. Mark auf, der zur Auszahlung oder Sicherstellung verschiedener Dividenden und Forderungen verwandt wird. Die Gesamteinnahmen beliefen sich auf 59,72 die Gläubiger 50,92 Mill. erhielten. — Sozialdemokratie und Krankenkassen. Die Allgemeine Ortskrankenkasse in Leipzig hat die Geschäftsführung im Verbande der Ortskrankenkassen in Deutschland niedergelegt. Sie hatte von jeher eine führende Stellung in der Krankenkassenbewegung. Alsbald bei dem Inkrafttreten des Krankenkassengesetzes wurden die Leipziger Ortskrankenkassen zentralisiert. Es wurde dadurch eine Fülle von Kleinarbeit erspart. Vor allem aber war die Ortskrankenkasse dank der Centralisation in der Lage, größere Aufgaben zum Besten der Mitglieder auf sich zu nehmen. Sie schuf u. a. Genesungsheime und eine der ersten Walderholungsstätten. Dieser Bedeutung der Leipziger Ortskrankenkasse entspricht es lediglich, wenn sie abwechselnd mit der Berliner Central=Kommission der Krankenkassen die Geschäftsführung des Verbandes der Krankenkassen Deutschlands inne hat. Diese Stellung hat die Leipziger Kasse jetzt aufgegeben und zwar„wegen Vordringens sozialdmokratischer Tendenzen im Verbande. An Stelle Leipzigs wurde darauf Dresden gewählt. In Dresden steht an der Spitze der Ortskrankenkasse ein neugewählter sozialdemokratischer Reichstagsabgeordneter. — Aus unseren Kolonien. Aus Kamerun berichtet Oberleutnant Hirtler über die Züchtigung der unbotmäßigen Bametta. Mit drei europaischen Unteroffizieren, 63 Soldaten und einer Gebirgskanone marschierte er gegen die Eingeborenen. Die Kanone leistete vorzügliche Dienste. Die Bametta zogen sich aber in die Bergschluchten zurück und rollten Felsblöcke die Abhänge hinab. Ohne weittragende Gewehre wäre ein Vertreiben mit schweren Verlusten verbunden gewesen. In 1460 Meter Höhe wurde das Gebirge überschritten und das stark besetzte Take erstürmt. Dann ging es weiter nach Banja, das in einem von drei Seiten durch Gebirge eingeschlossenen tiefen Tale liegt. Lautes Geschrei empfing die Expedition, überall ertönten die Kriegstrommeln. Die Eingeborenen steckten in Gehöften, in Schluchten und Buschstreifen, wo sie nur durch die Gläser entdeckt wurden. Wie zahlreich Banja besetzt war, bewiesen die Scharen Eingeborener, welche durch das Geschützfeuer aus ihren Verstecken vertrieben wurden und den nördlich gelegenen Bergen zuflüchteten. Die Einnahme von Banja machte auf die Häuptlinge den erhofften Eindruck; sie baten um Frieden und unterwarfen sich. Die Verluste auf deutscher Seite waren nicht bedeutend. Oesterreich. = Kaiser Franz Josef hat Veranlassung genommen, auf einem ganz ungewöhnlichen Wege seine Willensmeinung in der Armeefrage zu bekunden. Er erließ von Merksprüche. Der hat nie das Glück empfunden, Dem das Leben gleiche Stunden Ewig in der Freude wehn, Ohne Schmerz vorübergehn. * Wie glücklich würde mancher leben wenn, er sich um anderer Sachen so wenig bekümmerte, wie um seine eigenen. * Man ist nie in größerer Gefahr, eine Dummheit zu begehen, als wenn man sich am gescheitesten dünkt. Roman von F. Arnefeld. (15. Fortsetzung.) (Nachdruck verboten) „O Mutter," wehrte das junge Mädchen,„der Vater ist bald sechs Jahre tot, aber ich habe von ihm gelernt—“ „Mir sehr viel nachzusehen, fiel die Mutter ein,„er war grenzenlos gut gegen mich; ich hätte an seiner Seite vergessen sollen, aber ich konnte nicht; zu tief, zu unheilbar ist dieses arme Herz verwundet worden.“ „Durch wen, Mutter, durch wen?“ fragte Josefine, sich an die hoch erregte Frau schmiegend. „Du kannst noch fragen? Durch Kurt Ahrweiler, durch seine Schwestern. „Du hast ihn geliebt!“ flüsterte Josefine und ein süßer Schauer durchrieselte sie. „Grenzenlos! Mehr als mein Leben!“ schluchzte Ffrau Leonhard auf.„Und er hat mich auch so geliebt. Dennoch, ja vielleicht deswegen hat er den bösen Einflüsterungen sein Ohr geliehen, ist es ihnen gelungen, uns auseinander zu reißen.“ „Aber wie ist das möglich? Weshalb taten sie das?“ fragte Josefine erstaunt. „Du sollst es erfahren, erwiderte die Mutter.„Wie ich schon gesagt, Du bist kein Kind mehr. Du bist meine einzige Freundin und Lebensgenossin, Du hast ein Recht darauf, einen Blick in meine Vergangenheit zu tun und Dir danach die Gegenwart und Zukunft zu erklären. Setze Dich hier zu mir und höre mich an.“ Sie lehnte sich in ihren Stuhl zurück und stemmte die Füße gegen das Gitter des Kamins; Josefine nahm auf einem niedrigen Stuhl an ihrer Seite Platz und nach einigen Minuten begann sie:„ „Die Ahrweilers sind eine woylhabende Familie; der Vater und Großvater sind Kaufleute gewesen und haben in allen Ehren, das muß ich hinzufügen, ein ansehnliches Stück Geld erworben. Mein Vater hat es dahin nicht gebracht; er war Gymnasial=Oberlehrer in der Provinz und konnte mir nichts geben, als eine vortreffliche Erziehung, die es mir ermöglichte, nach seinem und meiner Mutter frühen Tode mein Brot als Lehrerin zu erwerben. Kaum siebzehn Jahre alt erhielt ich eine Anstellung als Lehrerin in einer Privattöchterschule in Berlin, deren Vorsteherin meine Eltern gut gekannt hatte; ich fand in ihrem Hause einige Jahre hindurch auch Wohnung und Beköstigung.“ „Ich weiß, ich weiß,“ schaltete Josefine ein,„Du hast mir oft davon erzählt und mir das Haus in der Breitenstraße gezeigt, wo Du damals gewohnt und gearbeitet Po„„ nd 9 8. „Das have ich! verraftigte tief#tem holent die Frau Sanitätsrat,„wovon ich Dir aber nie erzählt habe, das war mein Verkehr bei Ahrweilers. Ich hatte sie sogleich nach meiner Ankunft in Berlin aufgesucht und sie hatten sich sehr freundlich und zuvorkommend gegen mich bewiesen. Bertha, die Aeltere, hatte sich kurz zuvor an den Kaufmann Ilgener verheiratet und trat mir nicht näher, aber Fanny und Amalie, die im Alter wenig von mir verschieden waren, schlossen sich mir an und nannten mich ihre liebste Freundin. Im Hause herrschte eine rege Geselligkeit, auch Karl Dornedden, der zu seiner kaufmännischen Ausbildung in Berlin war, verkehrte da, und ich verlebte sehr fröhliche Sonntage dort. Sie wurden viel bedeutsamer für mich, als der einzige sohn des Hauses, Kurt, der ein Jahr in London gewesen war, heimkehrte. Nur wenige Male waren wir zusammen gewesen und schon fühlten wir, daß wir zu einander gehörten, daß eine heiße, tiefe und reine Liebe unsere Herzen verband. Eine Aussprache folgte bald und in der Freude über das errungene Glück ging Kurt zu den Eltern, um ihnen und den Schwestern zu verkünden, daß er sich mit mir verlobt habe und mich ihnen als seine Braut vorstellen wolle. Er stieß auf den heftigsten Widerstand. Der künftige Chef des Hauses Ahrweiler und Sohn mußte eine reiche Partie aus den ebenbürtigen Kaufmannsfamilien machen, von denen man schon einige zur Auswahl für ihn in petto hatte; er durfte nicht eine arme Lehrerin heiraten. Ein wahrer Sturm der Entrüstung entfesselte sich. Verflogen war die Freundschaft, die Amalie und Fanny mir gezeigt hatten. In kränkendster Weise wurde mir vorgeworfen, ich sei eine Intrigantin, welche die mir bewiesene Güte zu eigensüchtigen Zwecken gemißbraucht und den Sohn und Bruder in ihre Netze gelockt habe. Man wies mich aus dem Hause; Kurt wurde vom Vater unter harten Drohungen verboten, mich wiederzusehen, geschweige denn an eine Verbindung mit mir zu denken. Wir hielten trotzdem treu zusammen. Meine mütterliche Freundin, die Schulvorsteherin, gestattete, daß wir uns zuweilen in ihrem Hause sehen konnten. Das wurde jedoch von den Schwestern bald ausspioniert und gab zu neuen ärgerlichen Auftritten mit den Eltern Anlaß. Des Haders müde gab Kurt endlich die Tätigkeit im väterlichen Geschäft auf und kehrte nach London zurück, wo er in dem Ohlopy aus, am Tage vor der Ankunft des deutschen Kaisers in Wien einen Armeebefehl, in dem zunächst den Truppen, die im Manöver gestanden hatten, die vollste Anerkennung des obersten Kriegsherrn ausgesprochen wird. Der Armeebefehl fährt dann fort: Je sicherer begründet mein günstiges Urteil über den militärischen Wert, die hingebungsvolle Dienstesfreudigkeit und das einmütige Zusammenwirken aller Teile meiner Gesamtwehrmacht ist, desto muß und will ich an den bestehenden und bewährten Einrichtungen festhalten. Mein Heer insbesondere, dessen gediegenes Gefüge einseitige Bestrebungen in Verkennung der hohen Aufgabe, welches dasselbe zum Wohle beider Staatsgebiete zu erfüllen hat, zu lockern geeigiet wären, möge wissen, daß ich nie der Rechte und der Befugnisse mich begebe, welche einem obersten Kriegsherrn verbürgt sind. Gemeinsam und einheitlich, wie es ist, soll mein Heer bleiben, die starke Macht zur Verteidigung der österreichisch=ungarischen Monarchie gegen jeden Feind. (Der vorstehende Erlaß schenkt nicht nur den ungarischen Oppositionsparteien darüber klaren Wein ein, daß ihre Forderungen betreffs eines Nationalheeres unerreichbar sind, er ist auch vom Standpunkte des Dreibundes, für den die Kriegstüchtigkeit der österreichisch=ungarischen Armee wichtig ist, von hoher Bedeutung. Es ist daher vielleicht auch mehr als bloßer Zufall, daß dieser Armeebefehl am Tage vor der Ankunft Kaiser Wilhelms in Wien zur Veröffentlichung gelangte.) Frankreich. = Eine Expedition nach Marokko. Der Abgeordnete Jaures schreibt in der„Petite Republique“, er wisse aus sehr guter Quelle, daß in Kreisen der Armeeleitung eine Expedition nach Marökko beschlossene Sache sei. Man studiere bereits den Plan eines Protektorats in allen Einzelheiten und befasse sich sogar mit der Wahl von Beamten. Jedenfalls hoffe die Armeeleitung, auf die Regierung einen Druck auszuüben und sie vor eine vollendete Thatsache zu stellen, und dann wäre die Gefahr in der Tat außerordentlich groß, oder die Armeeleitung bereite mit Zustimmung oder auf Befehl der Regierung einen Krieg vor, der mehrere Jahre 200 000 Mann und 100 Millionen Francs erfordern würde. Ein so folgenschwerer Entschluß hätte nicht gefaßt und ein so furchtbares Unternehmen nicht bereits begonnen werden dürfen, ohne daß das Parlament und das Land auch nur gefragt worden seien. Jaures halte es daher für seine Pflicht, Alarm zu schlagen. Serbien. auf Jahre hinaus verwüstet. Auch in den Wäldern ist großer Schaden angerichtet. Im Liesertale wurden zwei Leichen gefunden. Auf der Lieser treibt ein hölzernes Bauernhaus mit seinen Bewohnern. + Lübeck, 17. Sept. Schwere Unwetter herrschen in der Ostsee, viele Schiffe sind untergegangen; 5 norwegische und schwedische, 2 dänische und 2 englische Schiffe, sowie der Schoner„Harms", von Lübeck nach Göteborg bestimmt, sind im Kattegart und Sund untergegangen. Der Verlust zahlreicher Menschenleben ist nach einem Telegramm der„V. Ztg. zu beklagen. Wie es gemacht wurde. Eine Abrechnung mit der sozialdemokratischen„Bergarbeiterzeitung“ hält der„Bergknappe“, das Organ des christlichen Gewerkvereins der Bergleute. Hiernach hat es sich um reines Parteimanöver gehandelt, als die vielen verhetzten Massen sich nicht halten lassen, dann werden Hue und Genossen sich schon zu decken und die Verantwortung von sich abzuwälzen wissen auf die Unternehmer. Diese seien daher früh genug daran erinnert, daß es besser ist, ohne vorherige„Bewegung“ den Bergarbeitern gerecht zu werden. Es könnte für sie doch mal daneben gehen. Wir vom Gewerkvereine haben keine Lust, für sie die Kastanien aus dem Feuer zu holen. Uns läßt jede Bewegung kalt und stehen wir mit Gewehr bei Fuß und werden selbstverständlich, wenn man auf Unternehmerseite nicht anders will, auch mitmachen.— Das sind ja recht interessante Mitteilungen, die sicher Manchem die Augen öffnen werden. Lotales Be rgarbeiterversammlungen anberaumt wurden. Es wird = König Peter erklärte einem Redakteur, wenn er geahnt hätte, daß ihm seitens des Offizierkorps derartige Schwierigkeiten bei der Ausübung seines Herrscherberufes bereitet würden, so würde er sicher darauf verzichtet haben, die Geschicke Serbiens zu leiten. Dazu komme die auffallend kühle Haltung, die gewisse Kabinette ihm gegenüber einnähmen. Auf die Einwendung des Journalisten, der König sehe zu schwarz, er möge seinem Sohne die Krone abgeben, erwiderte der König:„Nie und nimmer. Wenn die, auf die ich vertraue, angesichts der zu erwartenden kriegerischen Verwicklungen nicht den inneren Frieden zu wahren wissen, so müssen siedas Land ausliefern und seine Unabhängigkeit preisgeben. Ich glaube nicht, daß nach mir, nochmals ein König von Serbien ausgerufen wird.“ u. a. ausgeführt: Es überkam uns ein Lächeln, als Hue mit den Massenversammlungen der Bergarbeiter anfing, und dachten wir schon daran, welch nette Summe Aufnahmegeld da wieder für den Verband abfiel. Als nämlich Hue mit lauttönenden Worten angab, daß so und so viele Briefe eingelaufen seien, mit dem Ersuchen, der Verbandsvorstand möge Stellung zur Lohnfrage nehmen, und als die Rufe in den„Massenversammlungen“ erschollen: „Werft die Brocken hin“, da dachten wir an bestellte Arbeit, wozu ja eine gewisse Sorte von Bergarbeitern leicht zu bekommen ist. Und die bestellte Arbeit zog über alles Erwarten. Dabei wurde im Stillen von Mund zu Mund das Wort Streik kolportiert und der baldige Ausstand an die Wand gemalt, auf den alten Verband hingewiesen, der so und so viel Streikunterstützung zahle usw. Hue und Genossen räusperten sich auf jeder Versammlung geschwollen,„wie viel Mühe die Arbeitsleiter hätten, um die Bergarbeiter vom sofortigen Ausstande abzuhalten. Endlich wurde mit Donnerstimme verkündet, daß dann und dann die„Entscheidung" fallen werde über den„fast unvermeidlichen Ausstand". Dabei wurde der„Entscheidungtag“ wohlweislich noch immer etwas in die Ferne geschoben, denn die Dummen wurden noch nicht alle, die auf den sozialdemokratischen Leim krochen und sich rasch in den Verband aufnehmen ließen. Und als sich endlich unser Gewerkverein nicht herauslocken ließ, Gewehr bei Fuß hielt und ein Vorstandsmitglied in Essen in einer Vertrauensmännerversammlung des Gewerkvereins erklärte, daß der Gewerkverein eher alle gütlichen Wege benutzte, ehe er zumAeußersten schreite und daß es ohne den Gewerkverein keine Entscheidung gebe, da war es Zeit für die Genoossen beizudrehen, und nun auf einmal war der Ausstand, mit dem man bislang gespielt hatte, das dummste, was die Bergleute machen könnten. Es war erreicht. Die Oeffentlichkeit war in der frechsten Weise in Aufregung gesetzt, die Presse hatte willkommenen Stoff in der sauren Gurkenzeit, und diejenigen der gutgläubigen Bergleute, die niemals alle werden sollen, waren mächtig an der Nase geführt und um ein nettes Sümmchen Einschreibegeld zum Verband erleichtert worden. Jetzt hat sich die„böse Bewegung“ in Wohlgefallen aufgelöst. Es werden wohl seitens der Genossen noch einige krampfhafte Schwerte, 18. September 1903. ***(Vorüber ist nun bald die schöne Manöverzeit,) die jedes Soldaten Brust mit den besten Erinnerungen an das Soldatenleben erfüllt. Heimgekehrt in ihre alten Garnisonen nehmen die Einen den regelmäßigen Dienst wieder auf, während andere Exerzieranzug mit dem Reserve=Anzuge vertauschen. Wir sehen hie und daKameraden in herzlicher Weise sich von einander verabschieden, manch kräftiger Abschiedstrunk wird getan und das Abschiedslied wird angestimmt, der Soldatensang vom„Reservemann": „Wer treu gedient hat seine Zeit, Dem sei ein volles Glas geweiht——“ Die Achselklappen aufgerollt, statt des Schwertes an der Seite den Stab in der Hand, so ziehen in den nächsten Tagen die Reservisten die Straßen entlang, der Heimat zu. Endlich ist der langersehnte Tag herbeigekommen, an dem man so recht nach Herzenslust singen kann:„Wir waren Soldaten, waren's gerne usw.“ Wie so ganz anders ist dem der Heimat und seiner alten Beschäftigung wieder zusteuernden Reservisten doch zu Mute, als dem Rekruten, der ihn ersetzt. Der eine malt sich das Soldatenleben rosig, der andere ganz schwarz aus. Jener sieht sich schon goldbetreßt und ruhmbedeckt, während dieser das Gespenst des„Kastens" nicht aus dem Sinn loszuwerden vermag. Wer weiß, wie es werden wird; gewöhnlich hat man es auch beim Militär so, wie man es sich selbst macht. Der . Reservemann hat es hinter sich, und wer das Pech Versuche gemacht, die„Bewegung“ noch etwas anhalten zu lassen, aber die Hitze ist davon und— es ist erreicht! Das Geschäftistgemachtfür den Verband; Kleine Chronik. + Klagenfurt, 17. Sept. Die gegenwärtige HochwasserKatastrophe nahm einen bisher in Kärnten unerreichten Umfang an. Fast alle Täler sind überschwemmt, Brücken und Reichsstraßen sind zerstört, zahlreiche Ortschaften sind überschwemmt, die Ernte ist vernichtet und die Felder sind jetzt wirds bald ruhig werden. O, armes betrogenes Volk! Du mußt erst ausgeschunden werden von den Genossen bis aufs Blut, dann erst wirst du erwachen! Zum Schlusse sei aber noch gesagt, daß wir nicht den Glauben haben, Hue und Genossen wollten die Bergarbeiter mit Gewalt in den Streik treiben. Die Leute spielen nur mit dem Ausstande, malen ihn an die Wand und machen beim Rommel ihr Geschaftchen für den Verband. Um anderes geht es den Genossen auch nicht. Wenns aber mit der„Bewegung“ mal fehl geht und die hatte, einmal 3 Tage nach Vater Philipp zu gehen, der ist jetzt beinahe stolz darauf, das„Bürgerrecht" erworben zu haben, wie es in der Soldatensprache heißt. Gab es auch manchmal des Dienstes und der Anstrengungen reichlich viel, heute kann man aber fragen, wen man will, wie ihm das Soldatenleben gefallen habe, die Antwort lautet bis auf ganz geringe Ausnahmen:„Ich war gerne Soldat", und wenn sich nach Jahren einmal alte Kompagniekollegen zusammenfinden, so kann man sicher sein, daß sie immer der Soldatenzeit als der schönsten Zeit ihres Lebens gedenken. Welche Fülle von Erinnerungen und Eindrücken nimmt man mit nach Hause, und wie steht man in den Auge der Verwandten und Bekannten so ganz anders da als vordem. Man ist ein Mann geworden, gestählt an Körper und Geist, und berufen, mit in die Bresche zu treten, wenn es heißt:„Vaterland in Gefahr". Dem Vaterland das Leben, dem Kaiser stets ergeben! Das, junger Reserivst, sei diene Parole, wenn du wieder den Rock der Arbeit angezogen hast. ** Als Vertreter des westfälischen Hauptvereins des Evangelischen Bundes vollzog Herr Pfarrer Landgrebe aus Langendreer die Taufe der evangelischen Kirche in Braunau(Böhmen). Einige 50 Geistliche, größtenteils aus Schlesien wohnten der Feier bei. Die Kirche ist im gotischen Stile erbaut, zeigt einen wunderschönen, in Eichenholz geschnitzten Altar und prächtiges Glasfenster, die Auferstehung Christi darstellend. Die Kirche ist bekanntlich das„Patenkind" des Westfälischen Hauptvereins, in dessen Namen Herr Pfarrer Landgrebe als„Patengeschenk“ 1000 Mark überbrachte. **(Für Jäger.) Bei Ausübung der Jagd sei daran erinnert, daß man nicht blos einen Jagdschein gelöft haben, sondern ihn auch stets bei sich führen muß, wenn man dem Bankhause, in dem er schon früher gearbeitet, eine Stellung erhielt. Eine Verbesserung derselben war ihm in nahe Aussicht gestellt, sobald sie eingetreten sein würde, sollte ich ihm folgen und wir wollten in London unser Heim gründen, bis die Verhältnisse uns gestatten würden, nach Deutschland zurückzukehren. Alles ging nach Wunsch, wenige Monate noch und wir hofften vereinigt zu sein, schon traf ich die ersten Vorbereitungen zur Uebersiedelung— da erhielt ich eine mich niederschmetternde Nachricht: Kurt hatte seine Stellung plötzlich aufgegeben und war nach Brasilien gegangen. Seine Schwester Amalie zeigte mir das in einem hohnvollen Briefe an; von ihm habe ich keine Zeile erhalten. „Aber wie konnte er!“ rief Josefine emport auffahrend. „Was hatte man zwischen Euch gebracht?“ Frau Leonhard ergriff die Hand ihrer Tochter und sagte, die Augen niederschlagend:„Ich habe unterlassen, Dir eins mitzuteilen, es wird mir noch heute schwer, es auszusprechen: Kurt war ein schwacher Charakter und Einflüsterungen zugänglich. So lange er hier in Berlin war und im Verkehr mit mir stand, ward er aufrecht gehalten durch meine Willenskraft, in London gewannen die Briefe der Schwestern wieder Macht über ihn. Sie schilderten ihm ihre und der Eltern Sehnsucht nach ihm und sie mögen ihm meinen Charakter nicht in den rosigsten Farben gemalt haben. Er hat mich sehr geliebt und lange widerstanden— zuletzt höhlt der Tropfen den Stein. Amalie und Fanny sind endlich selbst nach London gereist und haben ihm die Beweise gebracht, daß ich ihn schmählich hintergangen, daß ich ein Liebesverhältnis mit einem Leutnant habe und ihn nur heiraten wolle, um gut versorgt zu sein.“ „Und das hat er geglaubt!“ sagte Josefine, entsetzt die Hände zusammenschlagend,„daraufhin konnte er Dich ungehört verdammen!“ „Er hat ihnen geglaubt, ich sagte Dir schon, er war ein Augenblicksmensch, und sie müssen ihm recht überzeugende Beweise vorgelegt haben, wie sie sich dieselben verschafft haben, ist ihr Geheimnis geblieben; genug es ihnen gelungen, uns von einander zu reißen; was ihnen aber nicht glückte, war, ihn wieder nach Berlin zurückzubringen und ihm dort eine vermögende Braut aufzuschwatzen. Er ging von London nach Südamerika und ist dort eine Reihe von Jahren geblieben. „Arme, liebe Mutter!“ flüsterte Josefine und drückte die Hand der Sanitätsrätin an ihre Lippen,„und er ließ nichts wieder von sich hören?"„ „Doch. Alles, was ich Dir erzahlt have, weiß ich aus einem Brief, denn schon auf dem Schiffe ist ihm klar geworden, daß er mir Unrecht getan, daß er bösen Einflüsterungen nur zu willig sein Ohr geliehen habe. Er bat mich um Vergebung, er beschwor mich, mit dem nächsten Schiffe ihm zu felgenz, „Ich schrieb ihm, daß zwischen uns für immer alles aus sei und bat ihn, keinen Brief mehr an mich zu richten, da ich keinen wieder beantworten würde; und dieses Wort habe ich gehalten. Er hat noch öfter geschrieben, ich habe seine Briefe uneröffnet zurückgesandt, ich habe auch Dornedden, der in seinem Auftrage mich aufsuchte und eine Versöhnung stiften wollte, gebeten, von seinen Bemühungen abzustehen. Weil ich Kurt so grenzenlos geliebt habe, hat er mich so namenlos tief verletzt, ich konnte nich wieder von ihm hören, konnte seine Handschrift nicht Sie schwieg ein paar Minuten und blickte, den Kopf in die Hand gestützt, in die Flamme des Kamins; Josefine wagte nicht, sie zur Fortsetzung der Erzählung aufzufordern. Das leise Knurren des Hundes, der sich zwischen Mutter und Tochter gelagert hatte, weckte die erstere aus ihrer Versunkenheit; sie strich dem Tierchen mit der Hand liebkosend über den Kopf und fuhr fort: „So angenehm ich es im Hause meiner älteren Freundin hatte, war meines Bleibens in Berlin doch nicht länger, da der Aufenthalt mir verleidet war. Ich nahm eine Stelle an der Königl. Töchterschule in Posen an lernte hier Deinen Vater kennen, den ich nach kurzer Bekanntschaft geheiratet habe. „Du hattest— Ahrweiler vergessen; fragre Josefine „Nein! Nein!“ entgegnete Frau Leonhard lebhaft und drückte die Hand auf das Herz.„Ich hatte ihn nicht vergessen und nicht verschmerzt, wie ich das heute noch nicht habe, aber ich beging kein Unrecht gegen den edlen Mann, den ich zum Altar folgte, ich habe ihn nicht getäuscht.“. „Dr. Josef Leonharo war zwanzig Jahre alter als ich und befand sich in einer ähnlichen Lage. Als junger Mann hatte er eine heißgeliebte Braut durch den Tod verloren und maß sich, wohl sehr mit Unrecht, einen Teil der Schuld daran bei. Er war ein tüchtiger, hochgeschätzter Arzt mit einer großen und einer sehr einträglichen Praxis und ein hoch ehrenhafter, liebenswürdiger Mann. Er fand, daß ich Aehnlichkeit mit seiner verstorbenen Braut habe und bot mir seine Hand. Da habe ich ihm anvertraut, daß mein Herz an einer verratenen Liebe kranke und nicht genesen könne, daß ich ihm Achtung, Dankbarkeit, Freundschaft, aber keine Liebe zu bieten habs sich damit begnügt und wir haben eine sehr friebliche Eye geführt, der Du, mein Kind, auch das Glück gegeben hast; leider ist sie durch den Tod nur zu früh wieder gelöst worden.“ Die Augen von Mutter und Tochter gandten sich nach dem Sofa, über welchem das Porträt des Sanitätsrats Leonhard in einem breiten Goldrahmen hing, dann fuhr die erstere fort: „Nach Deines Vaters Tode vin ich mit Dir wieder nach Berlin gezogen; ich weiß nicht warum, vielleicht, weil ich hier so viel gelitten, war ich die Sehnsucht danach nicht losgeworden. Während meiner Ehe hatte ich von den Ahrweikers nichts erfahren, Kurts Briefe hatten gänzlich aufgehört. Hier hörte ich nun, daß Fanny und Amalie sich verheiratet hatten und daß die Regierungsrätin bereits wieder Witwe sei. Die alten Ahrweilers waren gestorben und auch Frau Bertha Ilgener, Kurt's älteste Schwester. Er selbst befand sich noch immer in Brasilien, war dort deutscher Konsul und sollte mit Import= und Exportgeschäften ein riesiges Vermögen erworben haben. Karl Dornedden, der die Fabrik seines Vaters in Landeshut übernommen und sich dort verheiratet hatte, suchte mich auf und kam von da ab regelmäßig, wenn er in Verlin war.“ (Fortsetzung folgt.) edlen Weidwerk besagen: Mit wer bei Ausübr bei sich führt, ohne den vorge ausübt. Ist de der letzgedachten der Geldstrafe bei der Zuwide werden, ohne 1 **(Der gegend) hält 5 Uhr im L versammtung such der Krieg **(Währ 19. bis einschl Elektrischen S daß Abends vom Marktpla Duisberg am ** Die haben sich we kohlen ist, der einiger Zeit e dieser Kohlenst zuge aus dem Die Beschäftig einzelne sind Anforderunger konnte, wodur * Hörde beraubt wur Täter bracht Dortmunder hinter Schlof Aus A * Hattin den wieder z sich in Welpseinem Lands wegen in St. Ohrfeige gal sein südliches versah, hatte im Halse sitz Krankenhau war zehn Z Tat flüchtet griffen werd * Wei Zwei 12j0 Schnaps ge ben, mitzut trank nun war. Die betrunken zur Anzeig * Mü ale Parteit war, wird (Ruhr) st. 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Jagd sei daran gelöst haben, venn man dem as heute noch gen den edlen ihn nicht gere älter als ich junger Mann Tod verloren inen Teil der hochgeschätzter glichen Praxis r Mann. Er orbenen Braut ich ihm anverebe kranke und , Dankbarkeit, habe. Er hat r friedliche Ehe k gegeben hast; wieder gelöst r tandten sich des Sanitätsnen hing, dann edlen Weidwerk obliegen will. Die gesetzlichen Bestimmungen besagen: Mit Geldstrafe von 1 bis 20 Mk. wird bestraft, wer bei Ausübung der Jagd seinen gelösten Jagdschein nicht bei sich führt, mit Geldstrafe von 15 bis 100 Dr., wer, ohne den vorgeschriebenen Jagdschein zu besitzen, die Jagd ausübt. Ist der Täter während der letzten fünf Jahre wegen der letzgedachten Uebertretung vorbestraft, so können neben der Geldstrafe die Jagdgeräte, sowie die Hunde, welche er bei der Zuwiderhandlung bei sich geführt hat, eingezogen werden, ohne Unterschied, ob sie ihm gehören oder nicht. *(Der Geflügelzuchtverein für Schwerte und Umgegend) hält am Sonntag, den 20. d. Mts., nachmittags 5 Uhr im Lokale des Herrn Böhmer eine Generalversammlung ab, an welche sich ein gemeinschaftlicher Besuch der Kriegsfestspiele anschließt.(N. s. Anzeige.) **(Während der Kriegefestspiele) in der Zeit vom 19. bis einschl. 27. September 1903 hat die Direktion der Elektrischen Straßenbahn in dankensweiter Weise zugesagt, daß Abends 11 Uhr noch Wagen nach allen Richtungen vom Marktplatz aus abfahreu. Anmeldungen sind im Hotel Duisberg am Markt zu machen. ** Die Absotzverhältnisse auf dem Ruhrkohlenmarkt haben sich weiter gehoben. Die Nachfrage nach Industriekohlen ist, der„Köln. Zig.“ zufolge ungemein stark. Seit einiger Zeit erfolgt auch eine stetige Steigerung im Bezuge dieser Kohlensorten mittels der regelmäßig verkehrenden ExtraBiedermann wird auch in diesem Jahre wieder die gewohnte freundliche Aufnahme finden, die er in reichem Maße verdient, denn sein Ränzlein ist wieder gespickt mit zuge aus dem Ruhrbezirke nach den Hauptplätzen Hollands. Die Beschäftigung der einzelnen Zechen ist durchaus gut, einzelne sind derart stark in Anspruch genommen, daß allen Anforderungen nicht in genügendem Maße entsprochen werden konnte, wodurch sich vielfach Kohlenmangel bemerkbar machte. * Hörde, 17. Sept. Ueberfallen und seiner Barschaft beraubt wurde der Arbeiter Wilh. Weber von hier. Die Täter brachten ihm noch mehrere Messerstiche bei. Der Dortmunder Kriminalpolizei ist es gelungen, dieselben hinter Schloß und Riegel zu bringen. Zwangsversteigerung. Im Wege der Zwangsvollstreckung sollen die in Westhosen belegenen, im Grundbuche von Westhofen Band IV Artikel 258 zur Zeit der Eintragung des Versteigerungsvermerks auf den Namen des Geometers Friedrich Landekröner in Westhofen eingetragenen Grundstücke: a) Flur 2 Nr. 80,67, 81/67, 82/67 Eberg, Holz und Wiese, groß zusammen 1 Hektar 26 Ar 3 gm. mit 2.27 Thlr. Reinertrag,.. g. 90 00 b) Flur 4 Nr. 500/5, im Reliquien, Weide, groß 20 Ar 43 qm. mit 6,40 Thlr. Reinertrag, e) Flur 4 Nr. 447/2 im Brauck, Weide, groß 20 Ar 99 gm. mit 1,64 Thlr. Reinertrag, d) Flur 5 Nr. 784/446, 785/448, Bahnhofstraße Nr. 9, Wohnhaus mit Hofraum und Wohnung(früher Scheune), groß zusammen 4 Ar 39 gur. mit 465 Mk. Nutzungswert, e) Flur 5 Nr. 542 465, am Judenkirchhof, Garten, groß 30 gm. mit 0,1 Thlr. Reinertrag, *) Flur 6 Nr. 22a/1 am oberen Berge, Acker, groß 10 Ar 65 qm. mit 0,42 Thlr. Reinertrag, g) Flur 7 Nr. 110/31, Eschenkamp, Wiese, groß 40 Ar 99 gm. mit 14,45 Thlr. Reinertrag, h) Flur 7 Nr. 84, in der Ei, Acker, groß 43 Ar 52 am. mit 6,82 Thlr. Reinertrag, am 27. November 1903, vormittags 10 Uhr, durch das unterzeichnete Gericht— an der Gerichtsstelle— Ii Fraufurt ae. B., 18. Sept ünter dem Verdachte Imigz we. te, den 10. Sptenber 1903. Königliches Amtsgericht. Standesamt Schwerte. Anmeldungen vom 1. bis 15. September. Gehurten: 1 Sohn: Bremser Josef Fricke Arbeiter Julius Maße verdient, denn sein Ränzlein st j.guu. en Jugaltg köstlichen Beitragen erzahlenden und belehrenden Inhalts, Ernstem und Heiterem in Hülle und Fülle. Auch eine Preisnovelle von Karl Weitbrecht bringt der Kaleider unter dem Titel„Herr im Hause“, eine prächtige Erzählung, volkstümlich und von echtem Kalendergeist. Die Preisrichter erklärten sie für die beste aller Einsendungen und krönten sie mit dem ausgesetzten Preise von tausend Mark. Das Kapitel„Weltbegebenheiten“ ist wieder vortrefflich gelungen und erzählt uns in echt volkstümlicher kerniger Sprache, gewürzt von köstlichem Humor, was in der Welt posiert ist. Eigener der„Schwerter Hd Elbing, 18. Sept. Die Verhaftung des Stadtkämmerers Krüger im benachbarten Stuhm erregt großes Aufsehen. Es werden ihm große Unterschlagungen zur Last gelegt. Uld Berlin, 18. Sept. Nach einer Meldung aus Chemnitz verurteilte gestern die dortige Strafkammerden Volksschullehrer Richter aus Leising wegen jahrelang an Schülerinnen begangener Sittlichkeitsverbrechen zu 4½2 Jahren Gefängnis und Aberkennung der Ehrenrechte. Westfalen und Rheinland. * H a t t i n g e n, 1 7. S e p t. E i n b l u t i g e r V o r g a n g, d u r c h den wieder zwei Familien ins Unglück geraten sind, spielte sich in Welper ab. Der Maurer Antonio Pitin war mit seinem Landsmann Antonio Mighotti eines Strickes wegen wegen in Streit geraten, in dessen Verlauf P. dem M. eine Ohrfeige gab. Das war dem letzteren denn doch zu viel; sein südliches Blut geriet in Wallung, und ehe P. es sich versah, hatte er das dolchartige Messer seines Kameraden im Halse sitzen. Der Verletzte liegt, laut der B. Ztg.“, im Krankenhause tödlich verwundet darnieder; das Messer war zehn Zentimeter tief eingedrungen. Gleich nach der Tat flüchtete Mighotti und konnte bis jetzt noch nicht ergriffen werden. * Weimar, 17. Sept.(Moderne Jugend.) Zwei 12jährige Schulknaben hatten sich einen Liter Schnaps gekauft und sie zwangen einen sechsjährigen Knaben, mitzutrinken, sonst bekäme er Haue. In seiner Angst trank nun der kleine Junge mit, so daß er nachher trunken war. Die beiden anderen Flegel lagen natürlich sinnlos betrunken im Chausseegraben. Der betrübende Fall ist zur Anzeige gebracht worden. * Mülheim,(Ruhr), 17. Sept. Der Christlich=soziale Parteitag, der im vergangenen Monat vertagt worden war, wird am Mittwoch, 23. September im Mülheim (Ruhr) stattfinden. In der geschlossenen Sitzung spricht Generalsekretär. Lic. Mumm über:„Organisation und Taktik der Partei.“ Der öffentliche Teil beginnt nachmittags 3 Uhr. Als Hauptgegenstände stehen auf der Tagesordnung:„Die politische Lage", Referent: Abg. D. Stöcker.„Die Stellung der christlich=sozialen Partei zur evangelischen Volksschule und den Volksschullehrern", Referent: Rektor Schmell aus Langerfeld,„Unsere Presse", Referent: Reichstagsabgeordneter Dr. Burckhardt aus Godesberg a. Rh. Diskussion. Für den Abend um 8½ Uhr wird eine große Volksversammlung einberufen. Abgeordneter D. Stöcker spricht über:„Die christlich=soziale Partei; eine Möglichkeit zur Ueberwindung der Sozialdemokratie.“ Lic. Weber aus M.=Gladbach:„Die Verpflichtung aller Christen, an vaterländischen Dingen mitzuarbeiten.“ Am Dienstag Abend, 22, September findet eine Begrüßungsversammlung statt. * Wermelskirchen, 16. Sept. Drei Kinder, die dem Vorbeimarsch der aus dem Manöver zurückkehrenden und durch Wermelskirchen marschierenden Truppen zusahen, stürzten aus einem Fenster des zweiten Stockwerks auf die Straße. Ein Kind war sofort tot. Die andern beiden erlitten schwere Verletzungen. * Düsseldorf, 17, September. Während der Schützenfestlichkeiten in unserm Vororte Derendorf ereigneten sich gestern zwei schwere Unfälle. Auf dem Festplatze explodierte das in einer Bretterbude aufbewahrte Pnlver, das zu Böllerschüssen Verwendung finden sollte, wobei zwei Arbeiter schwer verletzt wurden. Während der Heimfahrt des Schützenkönigspaares wurden auf der Luisenstraße die vier vor den Wagen gespannten Pferde wild; sie rannten durch mehrere Straßen und ließlich samt dem ganzen Wagen direkt in den Rhein, Dem besitzer des Wagens ist ein Schaden von 8000 Mark erwachsen. Beim Abspringen wurde der Lenker des Gefährts erheblich verletzt. 1) Rheydt, 17. Sept. In dem benachbarten Hoster spielKinder mit Zündhölzern. Dabei fingen die Kleider eines unsjährigen Mädchens Feuer und das Kind erlitt am ganzen Körper so schwere Brandwunden, daß es im Laufe des Abends koch starbn### * Köln, 27. Sept. der Brandstiftung in seinem Fabrikgebäude wurde, wie aus Offenbach berichtet wird, der Schuhfavrikant Segelhorst gestern nachmittag, als er von einer Reise zurückkehrte, verhaftet. IIa Wien, 18. Sept. Der heute veröffentlichte Armeebeiehl des Kaisers, in welchem derselbe kategorisch erklärt, Geouegen 1. Souz. V Parnd“-eiungshaslseher Whel an der Einheit der Arme nicht ritteln lasen zu wollen, Sarctsi. Zöhrnaun Dodbish, Sabegignp. Oderdauatbeig stant wird von den Blättern als eine Kundgebung des obersten Kateneper., Töeher, Iugalde Heine Aüver“ Felegraphst Eeriegshermn begeichnet, welche mit größter Feierlichtelt Frädrch Rerdnang, Fepeigrtzasher e. Zesagesk.-Versset und Entschiedenheit die Bestrebungen der ungarischen sHrheztet Burgegerizewpe, pundlanger Franz Armeesprenger zurückweist. Gleichzeitig arvener Kar Striewe Handlanger Fragz Bosse, Drabtziehzer wird der Ansicht Arnold Trappe Fabrikarbeiter Heinrich Nehm. Fabrikarveiter .. znalle Willgns“ Ferung Wihelm Sohlenkamp, Fuhrunternehmer Heinrich Rügge, FabrikAusdruck gegeben, daß diese sensationeue Wiensauber., arbeiter Heimnich Thiermann. 3ich und Siers githuer V t= Aufgebote: Arbeiter Eduard Favich und Klara Döbbeler zu Kupferdreh und Schwerte. Lagerist Gustao Liesenhoff und Martha Keßler zu Schwerte. Wirt Heinrich Schäfer und Lina Hosang zu Eheschließungen: Fabrikarbeiter Wilhelm Schilling und Lina Lindbeim zu Schwerte. Zumme gt. Kohmann&8 Man Sterbefälle: Hermann Humme gr. Koymann 8 Mon. Ludwig Schneider 4 Mon. Lydia Hunold 3 Mon. Generaldirektor dermann Berckemeyer 67 Jahre Elfriede Brenng,)9, Jahre. Wwe. Arbeiter Heinrich Hagemann Elisabeth geb. Hagrstiu.# Schreinermeister Heinrich Möller 67 Jahre. Oktilie Duyme 1 Jahr. des Monarchen einen gewaltigen Sturm in Ungarn entfesseln, aber schließlich doch zur Entwirrung der Krisiis viel beitragen werde. Hd Wien, 18. Sept. Der Armeebefehl des Kaisers, der das größte Aufsehen erregt, ist die erste Kundgebung an die Armee, in welcher der Kaiser persönlich Fragen der inneren Politik erörtert. Man nimmt an, der Armeebefehl sei erst im Hauptquartier bei den österreichischen Manövern beschlossen und im Generalrat ausgearbeitet worden. Das österreichische wie das ungarische Kabinet scheinen daran nicht beteiligt gewesen zu sein. Man erwartet in allen Garnisonen und Regimentern Kundgebungen der Offizierskorps im Sinne des Armeebefehls. Ad Budapest, 18. Sept.„Magazar Caszag“ erklärt, der Armeebefehl des Kaisers werde die größten Konflikte herbeiführen. Derselbe könne nur mit Steuerverweigerung beantwortet werden. Hd Konstantinopel, 18. Sept. Hier zirkulieren alarmierende Gerüchte über bevorstehende Dynamit=Attentate. Vorgestern nacht versuchten drei Individuen, die Gasleitung in der Nähe der französischen Botschaft in Pera zu zerstören, anscheinend um eine Explosion herbeizuführen. Die Verhaftungen und Ausweisungen von Bulgaren in Konstantinopel dauern fort. Die Polizei erklärt, sie wolle Konstantinopel gänzlich von den bulgarischen Elementen säubern. Hd Konstantinopel, 18. Sept. Man konstatiert eine zunehmende Erregung unter der muhamedanischen Bevölkerung, wozu den neuesten Anstoß die erfolgte Ankunft eines französischen Geschwaders und das schroffe Vorgehen der Amerikaner gegeben hat.— Nach Nachrichten aus Jerusalem soll es dort zu Ausschreitungen gekommen sein. Hd Belgrad, 18. Sept. Das Amtsblatt veröffentlicht ein königliches Dekret, wonach der erste Adjutant des Königs höchstens 3 Jahre, die übrigen Adjutanten und Ordonnanzoffiziere nur 1 Jahr auf ihren Posten verbleiben dürfen.— Oberstleutnant Misitsch, gegen den sich in erster Linie die Angriffe der Offiziere richten, wurde seines bisherigen Postens enthoben und zum Professor der Militärakademie ernannt. London, 18. September. Der Kolonialminister Chamberlain hat seine Demission eingereicht, die vom Könige angenommen wurde. Mit ihm legten die Minister Ritchies und Lord Hamilton ihre Aemter nieder. Man hält die Sache für einen Theaterkoup. Ud London, 18. Sept. Einer Depesche zufolge kenterte gestern während eines Sturmes in Honkong der Dampfer„Onling“ auf der Höhe von Kwangtschauwau. 100 Personen sind ertrunken. Hd Madrid, 18. Sept. Hier haben Enthüllungen über die Korruption der Polizei einen großen Skandal hervorgerufen. Es hat sich herausgestellt, daß die meisten Polizeibeamten Mitarbeiter von Verbrechern waren. Sie teilten mit den Dieben und Betrügern und fungierten als Beschützer von Dirnen, als Hehler und Besitzer von Spielhöllen und öffentlichen Häusern. Die Regierung hat den Chef der Polizei und sämtliche Beamte abgesetzt und eine Untersuchung angeordnet Standesamt Wellinghosen. Anmeldungen vom 1. bis 15. September 1903. Geburten:! Sohn: Bergmann Karl Flasche, Lücklemberg. Rangiermeister Wilhelm Wallbaum, Höchsten. Bergmann August Abramsen, Renninghausen. Beigschüler August Eckardt, Wellinghofen. Bergmann Friedrich Freitag, Brünninghausen. Friedrich Meyer, Höchsten Techniker Karl Bolk, Brücherhof. Gärtner Konrad Jütte, Brünninghausen. Beramann Ludwig Haendel, Wichlinghofen. Bergmann Aloisius Stiene, hofen. Bergmann Wilhelm Hallerberg, Brünninghausen. Bergmann Heinrich Eckardt, Lücklemberg. Bergmann Wilhlem Weber, Bittermark. 1 Tochter: Bergmann Johann Pawlicz, Brünninghausen. Bergmann Wilhelm Beste, Höchsten. Bergmann Wilhelm Lueg, Höchsten. Schneidermeister Peter Wolf, Bittermark. Bergmann Johann Schulte, Wellinghofen Fabrikarb. August Sievert, Gheschließungen: Steinrichter Robert Schorn und Anna Wied, Bittermark. Dekorateur Karl Pfeiffer und Johanna Homann, ( ter bef a ltei Klara Schweitzer, Benninghofen,1 Mon. 262g. Hermann Schäfer, Hacheney, 10 Mon 26 Tg, Ehefrau Wilhem Drögekamp geb. Janus, Wellinghofen, 26 J. 7 Won. 9 Tg. Anna Schwerdt, Benninghofen, 3 Mon. 6 Tg. Konrad Jütte, Brunninhausen, 5 Minuten. Büchertisch. (Einalterlieber Haus= und Familien= sreund) hat seine Rundreise durch die Welt wieder anbetreten, nämlich der Lahrer Hinkende Bote. Der alte Bekanntmachung. Seit dem 18. August 1901 ist die damals 6 Jahre alte Tochter Else des Kutschers Kassel hierselbst, damals Roscherstr. 6p. wohnhaft, verschwunden. Die weitgehendsten Nachforschungen nach dem Kinde, welche in der Annahme, daß es entführt und verschleppt sei. im In= und Auslande angestelllt sind, haben zu keinem Ergebnis geführt. Demjenigen, welcher Tatsachen bekundet, die zur Ermittelung d.s Verbleibes des Kindes führen, sichere ich hiermit eine Belohnung von 1000 Mark zu. Signale nent:(zur Zeit des Verschwindens) Statur: schlank, Größe: 1 m, Haare: hellblond, lockig, Augenbrauen; blond, Augen: grau, Gesicht: voll, rund, rote Backen, Zähne: gesund, Sprache: deutlich, Besondere Kennzeichen: in der linken Hand eine Warze, Kleidung: blau und weiß hellkarriertes Waschkleid mit kurzen Aermeln, blau und weißgestreifte Schürze, hellbrauner Unterrock, schwarze Strümpfe, schwarze Knopfstiefel Das Kind war sehr aufgeweckt und konnte Namen und Wohnung deutlich angeben. Hannover, den 25. Februar 1903. Der Regierungs=Präsident: gez. v. Brandenstein. Prankfurr Mesichril stets frisch Bet# 0.65 f, r. 5 stein frisch bet Gottesdilnn! #####fur Schweite Größere evangelische Gemeinde. Sonntag, 90, Septhr. 1903. Vormittags 8 Uhr: Frühgottesdienst. Pastor Heinenberg. Vormittags ½10 Uhr: Hauptgottesdienst. Pastor Graeve. bes Kindergottel Voralttlugr Nachwittoon 8 Uhr: Reformierte Kirche. walet. Somnka Gv. mierte Kirche,„ntag Tormittags ½10 Uhr: Predigt. der 90. Pastor. ar Zeinenberg. Seoiche. 1900. Ferberger. Wetterbericht. 19. Sept. Wolkig, teils sonnig, Regenfälle, rauhe, lebhafte Winde. Für den redaktionellen Teil verantwortlich Wilh. Schade. v—. Stabtmission, Schwerte, Kphiktr. 1. Soputag, 20. Oepibr. 1903. Vormittags 7% Uhe: Blautreuzgebetstunde. Nachmittags 4 Uhr: Evangelisations=Versammlung. Abends 8 Uhr: Jünglingsverein. 2=6 0 5 7 [Senntag Nach #. den 20. dm. 1 Seshefgg. 20. Sept. 1903. Vorm. 3½ Uhr: Predigtgottes Uhr: kindergottesdienst. Pastor Fallenberg. getteidtens. Freiwillige möbliertes Zimmer Versteigerung. zu vermieten. Zu erfragen in —“ der Geschäftstelle d Zig. Sonnabend, den 19.er„ Ein fein vorm. von 9 Uhr an, möbliertes Zimmer versteigere ich beim Wirt Böhmer in der Nähe des Bahnhofs zu 1 Partie Blousen. Un-vermieten. Zu erfr. i d. Exped. terröcke. Goll=Capes, gastat lesgrt oder später wezzugsKinder-Jäckchen, Toppen, holen, Burschen= von 3 oder mehr Zimmern zu und Kinder= Anzüge vermieten. Westenstraße 15. s. w. Zwei schöne große Besichtigung 2 Stunden vor] Bodenzimmer dem Verkauf. Ger. Vollz. kr. A. in Schwerte, Nahrstr. 2. ZwangsVersteigerung. Sonnabend, den 19 er Freundlich mit allen Bequemlichkeiten b. zu vermieten. Wo, sagt die Geschäftstelle d. 3tg. Eine Wohnung von 2—3 Zimmern zum 1. Oktober oder später zu vermieten. No dstruße 15. 2 anständige Leute erhalten vormittags 101, 1gzuug Kost uI. S. Eine große, helle Werkstatt mit oder ohne Wohnung auf sofort oder später zu vermieten. Zu erfragen in der Ge stelle d. 3tg. sofort gesucht. Wäsche aus dem Hause. Frau A. P#llinaheff. Kampstraße 21. Ein braves, fleißiges u prop Dienstmädchen, welches schon bei Herrschaften gedient hat, sucht sofort Frau Direktor Weiß, Marten, Beurhausstr. 26, part. 1 Nordstraße 15 Nädchen versteigere ich beim Wirt! nachstehende Gegenstände: 1 Schreibtisch, 1 Spiegel mit Unterlotz, 1 Eilch von 16.90 Jahren mit Deckr, mehrere Haushalt nach Barmen gesucht Hänte 4'eder 1 Partie Gefl. Off an Frau Architekt hauir Ktort, 1 Port. R. Fischer, Barmen, Siegesstr.76. Drell, Pinewond, Peitschen, Rahmenhölzer, Tornister. 1 Ziehkarre, 4 Vogelbauer,1 Drossel, 1 Kanarienvo#el, 2 Stühle, 2 Vervice. um 11½ Uhr in der Nähe des Schlachthauses 1 Partic Kartoffeln. Higolaistrasse 5. Müller, Ger.=Vollz. kr. A. in Schwerte, Ruhrstr. 2. Sauberes nädcht sucht sofort Frau Oberlehrer Wiebeck, Sedanstraße 1. Tüchtige Refferschmiere für dauernde Beschäftigung gesucht von Gewerkschaft Orange Gelsenkirchen=Bulmke. Makulatur=Papier zu haben bei Cail Praus Mehrere Ackergrundstücke am Dortmunderwege und Stemmesbera belegen, sind im einzeln oder im ganzen anzupachten. Näheres beim Unterzeichneten. Hohenschwert. Wegen Abbruch meines Lagers verkaufe die noch vorrätigen Dünger- und Futterartikel, Gerstenmehl, Mais, Hafer 2c. zu den billigsten Preisen. I. Egen. Sonntag den 20. Septbr., findet bei mir BALL statt, wozu freundlichst einlade. Wirt Karl Peuckmann, Villigst. S„ 6 S Nach längerer Krankheit bin ich é X soweit wieder hergestellt, um Kranke# in meiner Wohnung empfangen und E behandeln zu können. S Sanitätsrat Dr. Tütel. Evangel. Stadtmisslon Schwerte, Kuhstraße 7. Sonntag, den 20. September, nachmittags 4 Uhr beginnend, findet im Stadtmissionssaale eine Evangelisations=Versammlung statt. Hauptansprache: Herr Lehrer Trappmann, Barmen. Gesaugvorträge des Gemischten Chors. Jedermann ist freundlich eingeladen. Eintritt frei! zu haben bei Carl Braus. Warenhaus 400 Packtti 8 EonA BORTMUND. Balkenstr. 36—38. beim Bezirks-Kommando. Bekannt als reelles Verkaufshaus. Grösstes Geschäft dieser Art in Westfalen, empfiehlt zu billigen Preisen: Herren Auswahl ca. 1000 Stück und Kinder-Anzüge, Arbeiter-Garderobe, Schuhwaren, Hüte, Herren-Wäsche, Kravatten, Regenschirme. Manufakturwaren a insbesondere Kleiderstoffe- und Futtersachen zu sehr billigen Preisen. Pwehkeling weit unter DuchSm##ns Ladenpreis, Gardinen, Leinen, Halbleinen, Gebild etc., Teppiche, Läuferstoffe, Tischdecken Taschen-Uhren, Uhrketten, Silberwären, Geschenl=Arliker, Kegal. hnglkischi..h.“, Lederwaren, Reisekofler, Reisekörbe sowie sämtliche Reiseeflekten, Nähmaschinen, Kinderwagen, Fertige Betten, Federn, Daunen, Bettwaren, Schiafzimiher-Zr. und ein schöner Sofas, Olvans. Bessel, Weriene Ftraen— Eisen- und Holzbettstellen,„Matratzen, Geschäftdzieue d. Btg. Bilder, Spiegel etc. Feueranzünder sollen Sonnabend, den 19. d. Mis, vormittags 10 Uhr, im Lokale des Herrn Böhmer hier öffentlich meistbietend gegen Barzahlung verkauft werden. Kartoffelnverkauf. Samstag, den 19 Sept. 1903, nachmittags 5 Uhr, verkaufe ich nummerweise am Kommunalwege von Rheinen nach Villigst 2—3 Morgen prima Maguum bonum. Kartoffeln. Zusammenkunft an Ort und Stelle. Lohoff. Verkaufe Dienstag. 22 ds Mis. nachmittags 5 Uhr: 8 Morgen gute Kartoffeln (Magnum bonum). Zusammenkunft an Ort und Stelle. Fr. Hohenschwert, Sunge Ersseh sind eingetroffen. Carl Trog. Bekanntmachung. Für die ländlichen Volksschulen des Kreises und die Schule zu Schwert.rheidbeginnen die Herbstferien mit dem 28 September und endigen mit dem 11. Oktober d. Is. Für die Schule in Garenfeld fallen die Herbstferien aus. Hörde, den 12. Sept. 1903. Der Lavdrat. Schweine-Versicherungs. Verein Wandhofen Die Bürger von hofen und Umgegend werden hierdurch ersucht, am Samslag den 19. Sept. abends 8 Uhr, zur Gründung eines SchweineVersicherungs-Vereins bei Gast wirt Gustav Edbert sich einfinden zu wollen. Mehrere Interessenten Fur Brauttran! Die größte Auswahl in Herden und Kücheneinrichtungen finden Sie in dem Kredit- und AbschlagsZahlungsgeschäft von Carl Feit, Hüsugstraße 24. Ahr-RotweinVerkauf. Den auf dem 120 Morgen großen Weingute SaffenburgMayschoß wachsenden Ahrwein empfiehlt zum Preise von 1 Mk. bis 2,50 Mk. Proben und Preis=, liste gratis. Die Fürslich v. Arenberg'sche SrUwURNNP9s seglaheriäge, Carl Braus. Alten u. lungen Männern wird die in neuer vermehrter Auflage erschienene Schrift des Med.-Rath Dr. Müller über das töte Olesven- u. Seouat S#em sowie dessen radicale Heilung zur Belehrung empfohlen. Freie Zusendung unter Couvert für eine Mark in Briefmarken. Curt Röber Braunschweis handels-Nachrichten. Neuß, 17. Sept. Rüböl per Verwaltung. 1100 kg in Partieen von 100 Ctr. Dean Vommergue, Rentneisterliag sahweiße ohne Fab) 5000wu. für Schwerte u. Umgegend. General versammlung am Sonntag, den 20. d. M., nachmittags 5 Uhr, im Lokale des Wirts C. Böhmer zu Schwerte. Tages=Ordnung: 1. Delegiertenwahl. 2. Vortrag über Zuchtanstalten. 3. Bestellung v. Geflügelringen. 4. Aufnahme neuer Mitglieder. 5. Verschiedenes. Hiernach gemeinschaftlicher Besuch der Kriegsfestspiele. Um zahlreiches und püurtliches Erscheinen bittet Der Vorstand. Einige Theken, Reale und ein schoner schaufenster E mständehalber sofort billig zu erroztegg###rage in der gereinigtes Oel per 100 kg 3 zöher als Rüböl. Rübkuchen per 1000 kg 88. in kleineren Partieen 12 Mk Kleie 4.80 Mk. pr. 50 kg Butter per kg 2,40, Eier per 100 Stück 7.0 Mk. Weizen neuer I. 16.20, do. II. 15,20 100,00 Roggen, neuer I. 13.6 II 12 60, II 00,00, Hafer I. 12,70 II. 11,70, Raps I. 19,75 II. 18.75 Mk., alles die 100 kg Köln, 17. Sept. Fruchtmarkt Weizen 00,00, Roggen 00,00, Hafer 100.00—00,00, Heu Maschinenstroh(Roggen=) 3.00. Richtstroh(Flegeldrusch) 3,.30, crummktrob 280 Mt die 100 kg Hinweis. Der Gesamt=Auflage unserer heutigen Nummer liegt ein Prospekt die 10. WohlfahrtsLotteriebetreffend des bekannten Bankhauses Wilhelm Mull, Ks beck. Aeh. Bornt uir 108 Eine Leihe Schulbilderssere Konfirmationssprüchesesche; genehmigten Loterwarten seit langem auf dasssind daselbst zu beziehen. Aoholen. surngwantig itx uer mitaltuudin To Carl Braus, u# in ti e Einrahmungs=Geschäft und gus und Gertiag ves Gard Bund F Buchdinderei. SchwertDen Vorzug unter vielen Cognacs hat Scherer’s COGNAU ärztlich empfohlen, wohlbekömmlich. Preise auf den Etiqnetten. Flasche Mk. 2, 2,50, 3, 3,50, 4, 5. Allein-Verkauf Wilh. Heppe, Schwerte, Ostenstr.