Politische nebersicht. Deutschland. — Der Drahtzaun am Mausoleum Bismarcks. Dieene Blater: Vesacher von Friedrchsruh hitzesientziete einen Stacheldrahtzaun in weitem Umkreisn abgesperrt gefiunden. Es5 el ihnen zudem erbtfutestauhen gestalte en halt, lediglich den lGegaugbiet sein!“, hat der Alte bei Lebzeiten oft erklärt; die Durchzur Beisetzung in Friedrichsruh eintraf. Es ist schließlich botich eine Aun untzugnglich ist. Die Aösperrung durch der Tägl. Rundschau ein guter Bekannter des Fürsten Auf dem sozialdemokratischen Parteitag in Dresden führt Bebel das große Wort, den eims Filen sge Hachtpumung. dafür fliegen einige Revisionisten hinaus, die groß Alle Kreis= und Lokalpolizeilichen Verordnungen für den Kreis Hörde erlangen gemäß Bekanntmachung der Königl. Regierung durch Veröffentlichung in der„Schwerter Zeitung" rechtsverbimdtliche Kratt. Vonnerstag den 17. Septenber das Sozialistengesetz erlassen sei. Knirschend und triumphierend zugleich ist dieses Jubiläumstages gedacht worden. Das Sozialistengesetz trat am 21. Oktober 1078 in Kraft, es war eine Folge der Attentate Hödels und Nobilings; am 30. September 1889 lief die Dauer der Giltigkeit dieses Gesetzes ab, ohne daß es gelungen war, seme Verlängerung durchzusetzen. epgehiersch, besauptet die Sozialdemokratie, das Sozialistrng. groß gemacht; je schärfer derDruck, desto größer sei die werbende Kraft der Partei. Dagegen lassen sich zahlenmäßige Beweise anführen. Im Jahre 1887, also 2 Jahre vor dem Ablauf des Sozialistengesetzes, war die Zahl der sozialdemokratischen Reichstagsmandate auf 10 herabgesunken, die Wahlen des Jahres 1890 brachten den Genossen 3, die des Jahres 1893 44 und die von 1898 sogar 58 ReichstagsSitze. In diesem Jahre erhöhte sich die Zahl der sozialdemokratischen Mandate sogar auf 81. Das Sozialistengesetz hat also doch eine Wirkung ausgeübt und noch dazu eine wesentlich andere als die der diesjährigen Abänderung des Wahlreglements. — Die teilweise Entfestigung Thorns in Westpreußen zur Durchführung zweier Straßen ist nach einer Meldung von dort vom Kriegminister v. Einem genehmigt worden. Auch die Frage der Entfestigung des rechtsrheinischen Kölner Stadtteils soll gelöst worden sein. Abonnementspreis pro Quartal 1 Mark 65 g., exel. 42 Pfg. Bestellgeld, wenn durch die Post bezogen. Erscheint an jedem Wochentage. Wöchentliche Gratisbeilage:„IllustrierteFamilienfreund.“ 36. Jahrgang. biese de emporung, los gehrochen sei. Wenn die Führer nicht gleichgültig sind, enun von pohlweislich.— Auf dem Dresdene. Spätsommer. Spätsommer taucht in Glanz und Duft Noch einmal rings die Flur, Doch mit der Rosen letztem Kranz Verweht auch seine Spur. Schon künden kühl're Lüfte an Des Herbstes Regiment,— Und matter färbt sich schon das Blau Am weiten Firmament. Geborgen ist, was Sonnenglut Geschaffen und gereift; Es häuft sich Segen überall, Wohin das Auge schweift. Wie hat des Schöpfers güt'ge Hand Doch alles wohlbestellt!— O, Menschenkind! blick dankbar auf Zu seinem Sternenzelt! — Berlinerisches. Uebr eine sonderbare Rücksichtnahme der Berliner Stadtverwaltung auf die Sozialdemokraten berichten Verliner Blätter: Die Sizung der (Berliner) Stadtverordnetenversammlung am tag dieser Woche fällt aus. Die Sozialdemokraten haben nämlich„keine Zeit“ sie zu besuchen, weil ihr Parteitag in resden tagt, und sie wünschen doch, in der nachsten sitzung ihren hetzerischen Antrag wegen der auf Anordnung des Kaisers schulfrei gegebenen Paradetage gründlichst verhandelt zu sehen. Um ihnen dies zu ermöglichen, läßt man in dieser Woche die Sitzung ausfallen. Die Sozialdemokraten haben, wie gemeldet, am Sonntag eine Massenverbreitung von Flugblättern zu den Landtagswahlen in und bei Berlin vorgenommen. den sechs Berliner Wahlkreisen kamen im ganzen 632 000 her gewohnten Polizeischerereien fehlten bei der diesmaligen Flugblatt=Verbreitung gänzlich; wenigstens ist uns über solche Eingriffe keine Mitteilung zugegangen. Was es heißt, in Groß=Berlin eine Tätigkeit wie die vorgestrige zu entfalten, mögen einige Zahlen dartun. In den sechs Berlner Wahlkreisen kamen im ganzen 632 000 Exemplare des Flugblattes zur Verteilung, im Wahlkreise Teltow=Beeskow=Charlottenburg 173 350 und in NiederBarnim 98 500. Das sind in ganzen 903 850 Exemplare. Wer macht uns das nach?“ — Proviantämter. Zur Förderung des Ankaufs von Naturalien von den Produzenten ist seitens des preußischen Kriegsministeriums eine weitere Maßnahme getroffen worden. Die Korpsintendanturen wurden nach Berliner Blättern ermächtigt, künftig Reisen von ProviantBeamten zur Abnahme der von Produzenten angebotenen Naturalien zu genehmigen. Oesterreich. = Deutschenhaß auch im Unglück. Kürzlich ist ein großer Teil des Ortes Travnik in Bosnien durch Feuer zerstört worden. Der Landesoberste General Baron Appel sandte den Notleidenden einen Eisenbahnwagen voll Brot. Der Wagen wurde jedoch mit der Bemerkung zurückgeschickt, daß man von einem„Schwaben“ nichts annehme. Serbien. = Ein neues Blutvergießen hätte in der Nacht vom letzten Sonnabend auf Sonntag in Belgrad stattfinden sollen und zwar seitens der Gegenverschwörer unter Anführung des früheren Hofmarschalls Oberst Nikolajewitsch. Angeblich sei geplant gewesen, daß Nikolajewitsch mit seinen Gesinnungsgenossen von Ungarn aus über, dig Rogag in die untere Belgrader Festung eindringen, rgne g. sie erwartenden Gegenverschworers Oberst„.“, die dortige Kaserne einnehmen, die dort sitzenden Offiziere der Nischer Verschwörung befreien und sämtliche Offiziere vom 11. Juni umgebracht wurden. Angeblich sei man zufällig durch Auftreiben eines Briefes des Hofmarschalls Nikolajewitsch an einen ehemaligen Kriegsminister unter König Alexander diesem Plan auf die Spur gekommen. Auch seien längs der Donau verdoppelte Wachen aufgestellt worden und gehörig instruiert worden. Bulgarien. Die bulgarische Mobilmachung. Die bulgarische Regierung scheint tatsächlich zu einem Kriege gegen die Türkei entschlossen zu sein. Sie hat ihre Ankündigung betreffs der Einziehung der Reserven bereits zur Wahrheit gemacht und den Mächten in einem Zirkular mitgeteilt, die Notwendigkeit gebiete der bulgarischen Regierung die Mobilmachung. Die Türkei habe gewaltig gerüstet, die Folge dieser Rüstungen sei die Vermehrung der Grenzkonflikte und der Greueltaten in Mazedonien. Bulgarien men greifen. Des Fürsten Ferdinands nicht, daß ein Kriegstanz mit der Türkei losgey., der Fürst ermißt sehr wohl, wie viel für seine werte Persönlichkeit dabei auf dem Spiele steht. Den plötzlichen Ueberraschungen wenigstens entrückt zu sein, hat der Fürst, wie die „Post“ mitteilen kann, in aller Stille Vorbereitungen zu einer neuen Auslandsreise getroffen. Roman von F. Arnefeld. (14. Fortsetzung.) (Nachdruck verboten) Frau Sanitätsrat Leonhard, die Witwe eines vielbeschäftigten Arztes, war nach dem Tode ihres Gatten mit ihrer er aus Posen, wo erseinen Wohnsitz gehabt, wieder nach Berlin o bosen, ve ev)e„rem Manne ein Vermnigen gerbt, das Sparsamkeitsrücksichten zurückgeführt werden. etwa in der Mitte der vierzig stehenden Frau atmete us n auf trübe Erfahrungen schleßen, welche sie vielleicht vor langer Zeit gemacht, die aber ihre Furchen tief in ihre Seele gezogen hatten. Ihr Mann, der viel älter gewesen war, als sie, und zu dmi sie in einem beinahe töchterlichen Verhältnis gestanden hatte, war stets sehr zart und rücksichtsvoll mit ihr umgegangen., gewesen war, hatte dieses Verhalten von ihm angenommen. sehr selten ließ sie, wie dies soeben geschehen war, in Gegenwark der Mutter ihrer natürlichen Lebhaftigkeit die Zügel schießen, und hatte sie es getan, so suchte sie durch besonderes stilles, gesetztes Wesen den dadurch hervorgerufenen Eindruck zu verwischen. Während sie den Thee bereitete, die Tassen füllte und für die Mutter leckere Brödchen zurecht machte, erzählte sie vom heutigen Nachmittag, an welchem sie sich dem Vergnügen des Eissports auf dem Neuen See hingegeben hatte. Sie schilderte aber meyr die anmutig Szenerie der schneebelasteten Bäume und der sonnenbeschienenen Eisfläche, als die fröhliche Menge, die bei den Klängen der Musik sich dort getummelt hatte; bis Frau Leonhard, die bemerkend, durch ihre Fragen sie zu einer eingehenderen Darstellung der Vorgänge brachte. „Du sagtest, Du habest Gesellschaft auf dem Heimwege gehabt!“ fragte sie endlich.„Wer ging mit Dir?“ Ueber Josefinens schmales und sehr weißes, zartes Gesicht flog ein zartes höheres Rot. Ihr Auge haftete flüchtig auf dem Teller, dann schaute sie auf und sagte:„Fanny Krüger und Mathllde Die Strin der alten Dame zog sich n Falten, ihre Hand spielte nervös mit der Gabel und sie sagte mit einem leisen Koofschütteln:„Du weißt, daß ich diesen Verkehr nicht gern sehe, „Das weiß ich, liebe Mutter, und ich ihn so viel zu vermeiden,“ erwiderte die Tochter, heute konnte ich aber nicht anders. Mathilde kam so freundlich auf mich zu und fragte, nicht zusammen gehen wollten. Sie ist wirklich ein liebes gutes Mädchen. Mag sein, aber—“ „Und sie ist doch unsere Verwandte,“ fügte Josefine hinzu, da die Mutter den Satz unvollendet ließ; die Frau Sanitätsrat lachte aber leise auf: „Verwandte!“ wiederholte sie.„Sehr, sehr weitläufig; meine Mutter und die der Frau Ahrweiler sind Kusinen gewesen, und ihr Verhalten gegen mich war nichts weniger als verwandtschaftlich.“ Die letzteren Worte verloren sich in ein undeutliches Murmeln, sie waren nicht für das Ohr der Tochter bestimmt; der Frau Sanitätsrat schien aber bei der Unterhaltung der Appetit vergangen zu sein. Sie setzte die Tasche auf den Tisch zurück und legte Messer und Gabel auf den Teller. „Bist Du schon fertig, Mütterchen?“ fragte Josefine. Frau Leonhard bejahte, fügte aber hinzu:„Laß Dich nicht stören, Du wirst Dir bei Deinem Eislauf Appetit geholt haben.“ Josefine versicherte jedoch, sie esse auch nicht mehr und drückte auf den elektrischen Knopf, um die Dienerin zum Abräumen herbeizurufen. Dann kehrte sie mit der Mutter ins Vorzimmer zurück. Hier umschlang sie sie und sagte halblaut: „Ich habe Dich durch meine Erwähnung mit Ahrweilers nun wieder um Stimmung und Appetit gebracht. Verzeihe mir, es war so ungeschickt von mir.“ Frau Leonhard ergriff das Schüreisen und störte damit die sinkende Glut des Kamins auf, sodaß sie wieder hoch aufsprühte. „Es ist meine Schuld,“ entgegnete sie,„warum kann ich nach so vielen Jahren nicht vergessen! Und jetzt besonders nach dem Tode des unglücklichen Mannes ist alles, alles wieder lebendig in mir „Er hat so sehr gewünscht, Dich wiederzusehen,“ sagte die Tochter, die der Mutter gegenüber am Kamin Platz genommen hatte. Letztere fuhr auf und streckte abwehrnd die Hände aus: „Nie! Nie! Es wäre mein Tod gewesen!“ murmelte sie. „Und doch fuhren wir in Wind und Wetter nach dem Luisenkirchhof in Charlottenburg hinaus und wohnten dem Begräbnie beit fuhr Josetue Fort. 1., P2.22 W.m, Senders „Das mußte ich, das mußte ich., flustern Frau Leonhalt Afrika. — Aus Marokko sind Pachrichten in Madrid einge, mag es die Hausfrau anregen., Die Venutzung des Birnentroffen, die für den Sultan Abdul kgiz nicht ungüßteig und Pflaumenmußes ist in vieten Gegenden unseres Vaterlauten. Darnach soll eine marokkanische, Fruppenabtel- landes noch keine so allgemeine als es im Volksinteresse lung von 600 Mann, die unter dem Befehle Venzurris.1hrif, gen fpäre) ee# Feit des Thronprätendenten Bo: Hamara ten wird auch ein Teller Kompott verlangt. Wo das Be= Hörderstraße eine Kuh des Oekonomen Linneweber mittels dürfnis ausnahmsweise nicht vorhanden sein sollte, vassemes Revolvers. e— I f r a n a n r e g e n. D i e B e n u t z u n g d e s B i r n e n= I 8 H ö r d e, 1 6. S e p t., I n d e n R e u e r r ä u m e n d e s P r o. unseres Vater=(gymnasiums ist eine Küche mit Aufzug eingerichtet, welcher Volksinteresse pach der Aula führt. Die neue Einrichtung wird hei Gelauten. Darnach soll eine maroktanf sef, hle Venjuris landes noch keine so augemeine als es im Volksinteresse nach der Aula führt. Die neue Einrichtung wird bei Gelung von 600 Maun, die unter dem Vesenx Oeptuzrg zu wunschen ware. zu rreinen Haushaltungen spiegt die legenheit des Festmahls, welches bei der Anwesenheit des stand, von Leuten des Toronptatetgritet Bu Homarg Schmalzstulle vielfsach noch eine viel zu bedezugme, Rolle. Regierungspräsidenten stattfindet, in Tätigkeit treten. Die volständie aufgeriehen und auch der Sutan selbist beinabe Samgalz besitzt fast gar keinen Nährwert und ist überdies Einrichtung ist in geheimer Sitzung der Stadtverordneten n die Hand seiner Heimde gesaten sen. 1schwer verdaulich: es sollte daher keindern so wenig wie beschlossen worden und aucg die ertra 3000 Mark betragen. Schnaiz besitzt fast gar keinen Nährwert und ist uverdies Einrichtung ist in geheimer Sitzung der Stadtverordneten schwer verdaulich; es sollte daher seingern so werig wie heschlossen worden und auch vie extra 3000 Mark betragenmöglich gereicht werden. Eine Mußstulle ist den Kleinen, den Kosten bewilligt. Das Kollegium hat sich zur Eindie doch mehr oder minder alle Leckermäuler sind, zehnmal richtung einer Küche im Progymnasium zweifellos deshalb dienlicher. Alles in Allem können wir daher nur eindring= bereit finden lassen, weil in der Aula fortan stets größere eescete Sp z. ldienlicher. Als in Alen Lönnen wir daher nur endbring=(bereit finden lases, wel in der Aula fortan steis größere * Eine Erbschasft für Bebel von 10000 Fres, ur u— lichst mahnen, der Obstverwendung im Haushalt einen städtische Feftlichteiten abgehalten werden sollen, ein an. den letten Tagen nach dem Pariser Blat„Lag, Prese in möglichst breiten Raum zu gewähren, Obst ist als Nah] derer würdiger Repräsentationsraum der Stadt indessen Der enemalige Straß, rungs., Genuß= und Heilmittel für runge und alte Leute, nicht zur Verfügung steht. den leiten Tagen nach dem Parise, Vlatt„La Presse“ in mözichst breiten Raum zu gepähren, Obst ist a15 ,Zeux'] derer wirdiger Repräsentg Straßburg ausgezahlt worden. Der ehr.—-# Hahel lrungs=, Genuß= und Heulmiter für huzigg, und uud erutet nicht zur Verfugung stehr. burgex. Bantier Stähling, hatte diese 10000 isr. Bever namentlich aber für Kinder von unersetzlichem Werte. ettwvillg vermacht, weil Zebel zurzeit des deutschfroauzs..(Der Brovinzialausschuß) für die Provinz WestBug Maßtt asau. sischen Krieges energisch gegen die Einverleibung ElsaßLothringens durch Deutschland Einspruch erhoben hatte. Woihringens durch Deutschland Einspruch erhoben hatte. * Saarbrücken, 15. Sept. Von der hiesigen Strafkammer wurde heute früh der Kaufmann Walzinger aus Ottweiler wegen Steuerhinterziehungen im Betrage von 3262 Mark zu einer auf den achtfachen Betrag hiervon lautenden Geldstrafe von 26·092 Mark verurteilt. Unter als nicht verjährt die letzten 6 ientlich aber für Kinder von unersetzlichem Werte.„ (Der Provinziatapet##: rhiter zu einer ekus Westsaten und Rheinland. slen trit omn Mitwvoh, 28. Ortoder un. Buner u. u.. Durtmnt, 16. Sept. Am 7., 8. und 9, Otober. Ssunge Sppch„piele) nehmen nunmehr am wird von dem evangelischen Verein für innere Mission der **(Die Kriegshevtetee) gptch, Allgemein wahr= Grafschaft Mark in Bürgerhause zu Dortmund ein FerienSamstag abend iyren LAunfang, ose gelben zu tein woh, kursus für christliche Religzionswissenschaft veranstaltet. nehmen kann, ist das Intexese Für diesezpen in der Bevö:,(Vorträge werden von den Professoren kronig, Ecke und ein recht reges. Die VrePrandwache übernom: Sachse aus Bonn gehalten. Lehrer, welche diesen Kursus 8202 Nark zu einer auf den achtfachen Verag d.; Frskerung em recht reges. Die Freiw. Pruangerfz,hat für(Gache aus Vonn gehalten. Lehrer, weiche desen Kursis Leoutenden Geldtrafe von 29 002 Aar beruvte, Jahre sämtliche Auführungsabende die zregewach, bizenden auf ihre Kosten besuchen wollen, werden für die 2age von Strotantg voren 0.,4ziuger hatte.. Pre men, die von jie zwei sich Abend für Abend abigenven her Bzniglichen Regierung beurlaubt. enbezggen worden. Lazuger, aute regeimnöbe de Feuerwehrleuten ausgeist wied. Ker 42.—... guszeichnung) aem dentend zu wenig deklariert, die Seteuer wurde dann steis„4(8ren bösen unkall) zog sich der Metgerlehrling.. Unna, 16., Sep.(auszeichnugge.). Den deutend zu wenig deklariert, die Steuer wurde dann stets auf das Doppelte des deklarierten Einkommens bemessen, ohne daß W. hiergegen Einspruch erhob. Für das Jahr 1903 z. B. hatte er sein Einkommen auf 8288 Mark angegeben; als danach das Strafverfahren wegen Steuerhinterziehung gegen ihn eingeleitet wurde, erhöhte er freiwillig seine Angabe auf 22 638 Mark. Als strafverschärfend bewertete das Gericht den Umstand, daß W. verschie H####i#. dene Ehrenämter in seiner Gemeinde bekleidete; u. a. war! Rippenbrüche er auch stellvertretendes Mitglied der Einkommensteuer= geschafft. Einschätzungs=Kommission. Feuerwehrlenten ausgeibt wird.„ M.eigg: Unna, 16. Sept.(Auszeichnung.) Den —(einen vosen unsau) oot Kleinpieh Buchdrucker Wilhelm Schmidt, welcher über 30 Jahre bei Heinr, 6, herselbiypZu. Er hate Gfgeaz hanist nach den der Firma Rubens herselbft tätig st, wurde heute nachvom Vormunder markte gehol und fuge damit nach dem der Firma Rubens Hierselbst, täitiezi der Firma Rubens hierselbst tätig ist, wurde heute nachmittag von Herrn Bürgermeister Koch im Beisein seines Chefs und seiner Kollegen das von allerhöchster Stelle verliehene allgemeine Ehrenzeichen überreicht. Der Dekorierte ist von seiner Jugend an bei der Firma Rubens beschäftigt und hat sich stets als ein treuer und fleißiger Angestellter gezeigt. Ebenso ist er auch bei seinen Kollegen sehr beliebt. Schmidt hat in dem Krieg 1870/71 tapfer gekämpft und **(Lobende Anerkennung.) Auf der Ausstellung erlitt hierbei eine schwere Verwundung. Er ist seit Jahren munder Markte geholt und fuhr damit nach dem hiesigen Schlachthofe, als in der Westenstraße das Pferd scheu wurde und durchging. H. fiel vornüber aus dem Wagen und geriet erst unter die Hufe des Zferdes, dann gingen die Wagenräder über ihn hinweg. Er hat mehrere davongetragen und wurde nach Hause 1 Licht aus Fäkalien. Eines der allergrößten Wunder unserer Zeit ist unstreitig die Hervorbringung hellstrahenden, unübertrefflich reinen und geruchlosen Lichtes aus den Abfallstoffen der städtischen Kloaken. Seit einigen Monaten funktioniert zu London eine mit der schon früher errichtet gewesenen Fäkalien=Destruktionsanstalt kombinierte elektrische Station, welche der ausgedehnten Vorstadt Fulham ihr Licht spendet. Es ist, gleich den neuen Londoner elektrischen Untergrundbahnen, eine Gründung amerikanischer Unternehmer. Die ganze Installation hat 540 000 Dollars gekostet und kann 30 000 Glühlampen von acht Kerzen speisen. Lokales. Schwerte, 17. September 1903. **(Etwas vom Obst.) Ist das Spätobst, Birnen, Pflaumen und Aepfel, in diesem Jahre wegen der Wetterunst auch qualitativ nicht gerade hervorragend, so ist Pflaumen und Aepfel, in diesem Jahre wegen der Aortrtz,:=(Die Kaisermanöver 1904.) Hipsichtlich, der ungutgt, aulch uchtu gng beh bezuu, getyottapeng io, it nächsten Jahre stattfindenden,„Igasserngandort„Splt. so großen Mengen vorhanden, daß sich auch der„Hann. Anz.“ von seinem milttärischen Mitarbeiter folg ungulcst, auch huaktirrag nicht gerabe herer#r#grntgsr. es doch in so großen Mengen vorhanden, daß sich auch der kleine Mann den Obstgenuß in ausgiebigem Maße gestatten kann. Wie gesagt, die Früchte sind in diesem Jahre nicht so süß und saftig geworden als in anderen, in denen die Sonne besser ihre Schuldigkeit tat. Aber nachdem die Zuckerpreise in so erfreulicher Weise herabgegangen sind, hat die Herbigkeit des Obstes den größten Teil ihres **(Lobende Auerkennung.) Auf der Ausstellung erlitt hierbei eine schwere Verwundung anläßlich des Jahresfestes des landwirtschaftlichen Fereis= Vorstandsmitglied des Krieger= und Landwehrvereins Vereins Hamm zu Kamen erhielt die Maschinenfabrik Lud= hierselbst. Im übrigen erfreut er sich allgemeiner Achtung wig Post zu Holzen für ausgestellte Maschinen eine lo= und Beliebtheit in der Bürgerschaft, von welcher Schmidt bende Anerkennung. zu seiner Auszeichnung herzlichst beglückwünscht wird. **(Die Ehejubiläums=Medaille) wurde vom Kaiser= Unna, 16. Sept. Für die am kommenden Samstag den Eheleuten Metzgermeister Karl Lennings, die am Mon= und Sonntag hierselbst stattsindende General=Versammlung tag das Fest ihrer goldenen Hochzeit feierten, verliehen. westfälischer Imker hat der Regierungspräsident von Arnsansaltet am Sonntog, ziegenaustellung, An Prämien find Anneldungen für die mit der Genteralbersamnlung vrv den 100 Mark verteilt, außerden sind mehrere Ehren= bundene Ausstellung in großer, Zahl eingelaufen, so daß ein werden 1ch war berzgeit, auftistet. gd webergand hält sunfassendes Buüd von dem sengen Stange der Vienernzucht preise für die besten Zierz geltistet, der Vervaud boh, unserer Proving gegeben, perden kanm. Der Besuicher wid auch eine Generalversammlung ab. Gelegenheit haben, das Leben der Bienen, ihre Feinde, ihre **(Das Fleisch wird teurer.) Für Rind=, Kalb, Wohnungen, die verschiedenen Arten westfälischen Honigs und und Hammelfleisch ist, wie die„Anlgemgige Pierzsefteiger, allerhand Kunsterzeugnisse aus Honig und Wachs— Honigmeldet, in der nachsten Zeit eine beträchtuche zereisstritzet= bier, Met, mit Honig angesetzter Fruchtwein, in Honig eingemachte Früchte, Honigbackwaren aller Art rc.— durch eigene Anschauung kennen zu lernen. * Hüsten, 16. Sept. Ein entsetzliches Verbrechen hat ein Mensch namens R. aus Sundern begangen, der hier einen Bekannten besuchen wollte; er traf nur das zwölfjährige Kind desselben zu Hause und verging sich an ihm. und Hammelfleisch ist, wie die„Allgemeine Fleischerzt meider, in der nächsten Heil eine Verrachtliche Preissteiger ung zu erwarten! *(Die Kaisermanöver 1904.) Hinsichtlich der im „Hann. Anz.“ von seinem militärischen Mitarbeiter folgende Zuschrift: Ich erfahre von durchaus unterrichteter Seite, daß die Kaisermanöver im südwestlichen Teile Westfalens abgehalten und sichz, su Tell bs in die. Aistergicg in den Er wurde verhaftet. trecten werden. In der Houpfahe vergihgese, 2,spisen, 2 Bohum, 16. Sept. Der Redakteur der„BergarSacterprie, a eterzichter Wesie bernterggeg u.,[Ortich Munden. Poben-bopeu, sehenten, achen, sehznten beiterzelung, Leimpeiers, wurcdenegen Zeuignisgerwpeige bar die Herbigkeit des Obstes den größten Tel ihres lund zuar uner Beteilgung des hobentegz., Angezarps zulung zu 20 Mark Geldstrafe und sechs Wochen Hoft verSchreckens verloren. Müsen vir auch auf den Genub des und achtzehnten Amerkops;, daß das este uuuetut, zensurteit. Der Regierungsprifident wil unter allen UmnBachkes suroben Zutondeversichten, sakönnen pir S uns(den Kasemanigern. bes). g an hers Awvungeroge, Kaser ftänden den Namen des Veunten wisen, von dem die se. oder gedort um so beser schmecken lasen, sso, in unrichig, da es ja gn den gesjährigen, Kaser, K.3.— ev. Vergarbeiterzeitungs den Bericht des voObstes iunrodten Autondeverzichen, othugen, vi, fasen, lan zltergazsten bes Müchen Bodo= Hegzituigen guserz sänden denr Nanen des Veanten wisen, von dem die Vl. voch gechnort ader ebdrz um so beger gungen zlezssou, ur unicgitg, da 65 sa an den Vv.. u4g, daßzf dation der„Vergarbeiterzeitung den Vericht des vo. denotrendee Zuterzutg edigt sasectei mnanzenes mansbemn sch, voteiy, btachsähigen Kasermanöder den litischen Kommisars Kropn an die Rtegierungergaten hat. Obter ue dr, bos ein bog u eun wogere, Heingende Natider Hoser geigehurcz ud Leimnald einen Beluch aobsaten]. E Bochum, 16. Sept. Ein Resenderwurde mit seinen reißt. und weil dem so ist, kann nur der dringende vazsHöfen von Bücevurg und Deimold einen Besuch abstaten] Wtei mitnehmen wolte van be„lichteit Obst zu schmoren und auflwird, Wo das kaiserliche Hauptguartier aufgeschlagen werden erteilt werden, nach Moglichkeit Obst zu schmoren und auf den Tisch zu bringen, Pflaumen= und Birnenmuß zu kosten, und recht viel Obst zur Verwendung im Winter zu dörren. Obst, roh, sowie in seinen mannigfachen Zubereitungen genossen, besitzt nicht nur als schmackhaftes und bekömmliches Nahrungsmittel einen hohen Wert, es werden ihm neuerdings vielmehr auch die Gesundheit und das allgemeine Wohlbefinden fördernde Wirkungen zugeschrieben. Seitens der Aerzte wird namentlich Kindern der reichliche Genuß von Obst verordnet, da dieses auf die Blutbildung von wohltätigstem Einflusse ist. Es ist eine unbestrittene Tatsache, daß der Geschmack des deutschen Volkes eine kräftige und derbe Speise Süßigkeiten vorzieht. Bezüglich des Obstes ist jedoch eine Ausnahme festzustellen. Auch die Freunde eines vollen Glases sind keine Verächter guter Aepfel und Birnen und lassen sich auch die faftige Pflaume wohlschmecken. Zu einem guten Braund bedeckte mit der Hand die Augen.„Du verstehst mich nicht, kannst mich nicht verstehen! Ach, daß er so enden, daß sein bester, nein, sein einziger Freund sein Mörder werden mußte!" „Glaubst Du das wirklich, Mutter?“ fragte Josefine lebhaft und erhob sich halb von ihrem Sitz;„ich nicht.“ Die Sanitätsrätin zuckte matt die Schultern.„Wer vermag zu sagen, welche Abgründe das Menschenherz birgt!" „Nein, Dornedden ist es nicht gewesen!“ entgegnete Josefine mit Zuversicht.„Man brauchte dem Mann nur in die Augen zu sehen, um zu wissen, daß er kein Verbrecher ist. Und wie warm, wie innig hat er immer für den Freund gesprochen!" „So warm, daß ich es nicht mehr hören mochte,“ sagte Frau wird. Wo das kaiserliche Hauptquartier aufgeschlagen werden soll, ist bis jetzt noch nicht festgestellt. **(Warnung an Auswanderer.) Dem Vernehmen nach versucht die Lopez and Ducate Oyster, Schrimp and Truid Packing Co. zu Bilori, Mississippe, Leute für Arbeit anzulocken. Da angenommen werden muß, daß diese Beschäftigung nicht besser, höchstwahrscheinlich aber noch schlechter ist als die berüchtigte Arbeit auf den Austerbooten in Baltimore usw. und daß, wenn dieselbe irgend an* Bochum, 16. Sept. Ein Reisender wurde mit seinem Reisetorb, den er in das Avteil mitnehmen wollte, von dem Schaffner zurückgewiesen. Er sollte ihn als Gepäckstück aufgeben und einen hohen Betrag dafür bezahlen. Der Reisende nahm nun den Korb zurück nach der Halle, ließ ihn stehen und fuhr fort. Tags darauf ersuchte er die Verwaltung, den„vergessenen“ Korb ihm nachzusenden, und kostete das 50 Pfg., denn„Fundsachen“ werden ohne Unterschied des Gewichts befördert. Sterkrade, 14. Sept.(Ein Glückspilz.) an sn Kaltenaer oshe and och den Pelke ueid aur gue degatgase ulung eauen au eten, Lai ean ie genesen bescht wirde, die genamnte Iitrma im eigenen)on, weischer auf der„Gutehofnungsgute beschäftigt Lande genug Arbeiter zu erhalten in verzehgagzrüte, koun)beigr hrei hintereinanderfolgenden Monaten gerbt. Im vor der Auswanderung nach Amerika bezus Annahme)lt, u Monat erbte er von einer Tante aus dem Oberlande einer solchen Beschäftigung nicht eindringlich genug ge 8000 Mark, im zweiten Falle von einem Vetter 800 Mark varmt werden. und jet bekam der sunge Mann, laut„Esener Boltsztg, * Sölde, 16. Sept. Die Schulkommission hierset. hat beschlosen zur Besetzung der an der Schue u Gläckes,meiut ere sich min eine Frau suchen zu dürfen. 9. Sopt, Dem tert kundenken stehenden gierung um recht baldige Wiederbesetzung derselben ersucht — Schuren, 16. Seopt.(Verhaftet) und denschern Frank geleitet wirh, gichit, Shrich.0g Amtsgericht in Hörde zugeführt wurde der Bergmann * Borbeck, 16. Sept. Gestern spielte in der Kampstraße der 18jährige v. d. Meulen mit einem scharf geladenen Revolver. In dem Augenblicke, als ein gleichalteriger junger Mann zu Meulen trat, entlud sich ein Schuß und das Projektil drang ersterem durch die Brust in die Aplerbeck, 16. Sept.(Dv..“. B.,waßf§“„giz. Lunge. Der Getroffene, ein Freund Meulens, schwebt in ratssitzung) hierselbst wurde die Neuwagt der 2. Lebensgefahr. glieder der Einrommen steuer=Voreinschätzungs=Kommission Vevegsgefahr. Gemeinde Avlerbeck für die Jahre 1904, 1905 und“ Wipperft Amtsgericht in Hörde zugeführt wirde der Hermann G. von hier, der auf dem Berghofer Schützenfest den Bergmann B. aus Berghofen mittels Messers schwer verletzt haben soll. * Aplerbeck, 16. Sept.(In der GemeindeLeonhard und ihre Stirn zog sich finster zusammen. fratssitzung) hierselb an dot dir seine Veltache wiederdat vrieten endich lrsaltever der Gingrgug., Pi. Li., Jahr: 30d4 1905 und), 8 Wöipperfütrtz, 16. Sept.(Ein kurrierter Taub. e ese üiche us un Bute ud ude, Aehe eue#e#u##a zen ehäste cd as Mitskummer, Sesten Rtad unde in euer Beigen aus; boche Röte, die nicht von der Wärme des Kamius berrüihrt, war 1906 pgrgenommen, Es wurden, Geigan.,.„nannsschaft Stroner arretiert, der sich seit einiger veu segtend 1006 vorgenommen, ars wurden gergahlt:2)/att in ihr liebliches Gesicht gestiegen, mit dem Finger zerdrückte sie glieder die Herren Grubenverwalter Sp eine Träne in der Wimper. 1 Grügelsiepe, Bautechniker Knebel, Landwirt Pälke, Wirt Mehrere Minuten herrschte im Zimmer ein tiefes Schweigen, Demandt und Landwirt H. Linneweber; b) als Stellverman vernahm nichts als das leise Summen der Gasfammen und treter die Herren Betriebführer Trappmann, Schreinerdas gedämpft heraufklingende Getöse des Straßenverkehrs. End= meister Flunkert, Landwirt Stamm, Landwirt Linniglich erhob sich Frau Leonhard aus ihrer halb liegenden Stellung, mann, Kaufmann Steinlein und Landwirt Göckmer. Die ergriff die Hand, die Josefine schlaff im Schoß herabhängen hatte, und sagte: „Josefine, Du bist kein Kind mehr und hast Verstand und Arteilskraft; es ist natürlich, daß Du über mein Verhalten nachdenkst, daß es Dir wunderlich, widerspruchsvoll vorkommt.“ (Fortsetzung folgt.) 155 übrigen Mitglieder der Kommission werden auf Vorschlag des Amtes von der Königlichen Regierung ernannt. * Aplerbeck, 16. Sept. Der Männer=Gesangverein „Fortua" beschloß in seiner letzten Gesangstunde, im nächsten Frühjahr einen Gesangwettstreit zu veranstalten. Am vergangenen Sonntag schossen mehrere Jungen der stummer.) Gestern Abend wurde in einer hiesigen schaft ein Stromer arretiert, der sich feit einiger Heit sechtend im Bergischen und in der Mark herumgetrieben und als anscheinend taubstummer Unglücklicher nicht vergebens auf das Mitleid der menschenfreundlichen Bergmärker spekuliert hatte. Hier in der Stadt waren ihm die Gaben so reichlich geflossen, daß der Aermste sich entschloß, statt in der Herberge in ein besseres Gasthaus einzukehren und sich„Einen“ zu leisten. Aus dem einen wurden viele und da geschah Wunder. Der Alkohol hatte das Zungenband des Taubstummen gelöst und zum höchsten Erstaunen der Anwesenden begann er im reinsten Donnerkielsdialekt von seinen Abg., zu erzählen. Da aber ereilte ihn das Verhängnis. Mmien im schönsten Redeflusse saß ihm die Faust der heiligen Hermandad im Nacken. Beinahe wäre der Geheilte vor Schreck wieder sprachlos geworden, dann fügte er sich mit einem„schade!“ ins Unvermeidliche. Ob die Heilung seines Leidens radikal ist, bleibt der Zukunft überlassen; immerhin hat der Alkohol hier mal den Beweis geliefert, daß ihm auch heilsame Kräfte innewohnen. Im übrigen sei vor taubstummen Landstreichern bestens gewarnt. * Boun, 16. Sept.(Eine dramatische Szene) spielte sich am Mittwoch an der hiesigen Strafkammer ab. Ein Dienstmädchen aus Königswinter war vom Schöffengericht mit drei Tagen Gefängnis bestraft worden, weil es seiner hier wohnenden Herrin ein Korsett und noch einige andere Kleinigkeiten entwendet hatte. Gegen das Urteil des Schöffengerichts legte die Angeklagte Berufung ein, u zwar mit der Begründung, daß sie eine Zeugin bringen werde, die zugegen gewesen wäre, als die Herrschaft ihr die Sachen schenkte. Die Zeugin, ein Dienstmädchen, bekundete dies auch am Mittiooch an der Strafkammer unter Eid. Als der Vorsitzende der Zeugin nochmals zuredete, nur ja die Wahrheit zu sagen, geriet sie in hochgradige Aufregung, — wurde leichenblaß und zitterte am ganzen Leibe.„Es ist nicht wahr, ich habe nichts gesehen, stieß sie mühsam hervor und fiel, ehe man es verhindern konnte, lautlos zu Boden. Als das Mädchen nach kurzer Zeit wieder zu sich kam, gab es auf Befragen an, daß die Angeklagte sie zu dieser Aussage verleitet habe. Das Gericht mußte die Angeklagte freisprechen, weil die Herrschaft den Strafantrag gegen sie zu spät gestellt hatte; sie wird sich jedoch nächstens vor den Geschworenen wegen Verleitung zum Meineid zu verantworten haben. Die Zeugin hat sich dadurch, daß sie ihre falsche Aussage sofort widerrufen, vor Strafe bewahrt. Deipe gestätten. „Tannpiene eß ne böise Pine; de sall'n Düwel uthollen,“ sagg Krischohn Schulte un mok sick van sinem Kuotten am Kalwes op 'n Wiäg no Baukem. He sochte do'n Schnutenfiäger op, de an sine Husdhr'n Schild stohn hadde met de Opschrift: „Hier werden Zähne schmerzlos gezogen.“ Na, dat waß also guat. Use Krischohn gong rop un worde von den schmerzlosen Tanndokter in t Ateljeh genöidgiet. He mok sick in so’n grauten Stauhl setten un de Mann kräig fortens’ne Tange bi de Hand, üm den verflixten huollen Tann bi de Kdooune te packen. Ower't waß all so'n ganz fulen un allemol, wann de Tanndokter taukniepen wull, denn flutschede jähm dat Isen af. Op de gewüennlicke Ort waß do nix te maken, dat sog de Heildiener in. De Sake moch op’ne annere Wiese te Enne gebracht wer'n. Un richtig— he hadde'n guaden Infall.„Met de Tange flutscht et nich, Schulte,“ sagg he tu usem Kalwes=Buer,„do meih vi wuoll'n Piäckdroht te Hülpe niämmen.“ Domet gong he in de annere Stuowe, kom met'm langen End Piäckdroht trügge, knübbede dat faste üm den huollen Tann un mok dat annere Enne van dem Band an de Dührklinke fast. Un eh dat sick Schulten Krischohn me ümkiken konn, knäip jähm de Tanndokter met siene Knieptange so däftig in de Bollen, dat he vör luter Piene houg op danzede un as so'n halfdullen Indianer in de Stuowe rümsprong. Bie düese Geliägenheit bläif natürlick de huolle Tann an dem Piäckdroht hangen un de Tannpiene wassen vörbi. De Kalwes=Buer waß frouh as'n Schnäikünnig. Hei leit sick den Tann in'n Döisken inpacken un betallte sine Schülligkeit. As he ower van dem Babutzen Afschäid nohm, meinde he, indiäm he sick met de Hand öwer sin Aechterviädel schuerte: Dat Oos hiät mi jo verdorig vüell Piene gemakt, awer dat de Wortel so deipe gesiätten hädde, dat ha''k mi warraftig nich dröimen loten.“ (Märk. Sprecher.) nahme des Führers begaben sich zum Zweck des Anhängens nach hinten und warteten, bis der Zug rückwärts gefahren, um den Wagen ankuppeln zu können. Es war bereits zum zweiten Male der Signalpfiff zum Rückwärtsfahren vom Schaffner abgegeben— doch umsonst. Man rannte also nach vorn. Welch' ein Bid bot sich hier! Das Zügle war hurtig weitergefahren, denn es hatte geglaubt, daß der Signalpfiff ihm gegolten habe. Ohne Schaffner, ohne Bremser, nur mit dem Führer und den zahlreichen Passagieren erreichte es die Station Bichl und hielt. Kein Ausrufen der Station, kein Türschlagen war hörbar. Die Beamten in Bichl rannten höchst erstaunt hinterher und suchten vergebens nach dem Schaffner und dem sonstigen Personal. Endlich erfuhren sie von den Passagieren unter großer Heiterkeit den Sachverhalt. Da keine Zeit zu verlieren war, rollte der Zug weiter. Er erreichte endlich Kochel, wo das Staunen der Bahnbeamten und das Lachen der Fahrgäste von vorn anfing. Sofort wurde nun die Lokomotive nach Schönmühl dirigiert, von wo sie bald die Verlassenen nebst dem Bierwagen nach Kochel brachte. Eigener Depeschendienst der Hd Berlin, 17. Sept. Nach beträchtlichen Unterschlagungen ist der Buchhalter des Vieh=Kommissionsgeschäfts von Steinborn& Cie. auf dem Viehhofe zu Friedrichsfelde durchgebrannt.— Der Geschäftsführer eines Vergnügungsund Versammlungslokals in Rixdorf ist wegen Unterschlagung verhaftet worden. Hd Paris, 17. Sept. In der Vorstadt Pontia erschoß ein 24 jähriger Mechaniker seine 30jährige Geliebte aus Eifersucht, sowie einen zur Hilfe herbeigeeilten 19jährigen jungen Mann. Hierauf beging der Täter Selbstmord. Hd Lourdes, 17. Sept. Im Laufe des Tages treffen hier 25 Pilgerzüge mit etwa 25000 Pilgern ein, zu denen sich noch mehrere tausend englische und italienische Pilger gesellen. IId Konstantinopel, 17. Sept. Infolge des Verdachtes, gegen den Sultan eine Verschwörung angezettelt zu haben, nahm die Polizei unter Mitwirkung des persönlichen Adjutanten des Sultans, Mohamed Pascha, eine Haussuchung bei dem Großreferendar vor. Die Angelegenheit wird geheim gehalten. Hd Konstantinopel, 17. Sept. Berichte aus Exinograd besagen, Fürst Ferdinand habe geäußert, der jetzige Zustand sei nicht mehr lange zu erhalten.— Im Vilajetokonastir dauern die furchtbaren Gräuel fort, die Baschibozuks und aktive Truppen begehen. Nach dem Protokoll des Berliner Kongresses ist der Türkei die Verwendung von Baschibozuks untersagt; trotzdem kleiden die Kommandos von Monastir täglich Hunderte ein, welche sich freiwillig zu den Fahnen melden.— Ein englischer Offizier, der in der vorigen Woche einen Ritt von Ochrida nach Monastir unternahm, meldete hierher, daß diese sonst so belebte Handelsstraße total ausgestorben sei und nur eine große Menge abgeschnittener Menschenköpfe gebe eine Vorstellung von der grausamen Verwüstung und dem barbarischen Fanatismus. Die Konsule können nur unter starker militärischer Eskorte ihre Konsulate verlassen. Trotzdem die offiziöse türkische Berichterstattung von der Vernichtung der Insurgenten zu melden weiß, haben dieselben in den letzten Tagen neue Lebenszeichen gegeben. Bei Kaimaktschalan wurden 300 Mann regulärer Truppen von den Insurgenten vernichtet und zwischen Starawina und Witolista lockten die Insurgenten zwei Bataillone in einen Hinterhalt und rieben dieselben vollständig auf. 18. Sept. Winde. Wetterbericht. Wenig verändert, starke bis stürmische Für den redaktionellen Teil verantwortlich Wilh. Schade. Die beliebten Wohlfahrtslose à Mk. 3.30 zu Zwecken der Deutschen Schutzgebiete sind laut Bekanntmachung noch durch das Bankgeschäft Ad. Müller& Co. in Darmstadt, Rheinstraße 14 und in Hamburg, große Johannisstraße 21, zu beziehen und es ist schnellste Bestellung zu empfehlen, denn die Gewinnziehung beginnt bereits am 28. September. Sämtliche 16870 Geldgewinne, worunter die Haupttreffer von 100 000 Mk., 50 000 Mk., 25 000 Mk., 15 000 Mk., 10000 Mk. u. s. w., gelangen bekanntlich ohne Abzug zur Auszahlung. Das Kaiserliche Gesundheits=Amt und der Kaffee. Der ungeheure Import von Bohnenkaffee in Deutschland beweist, wie verbreitet dieses Genußmittel bei uns ist und wie wenig man sich in den weitesten Kreisen der Bevölkerung die Gefahren und Schädlichkeiten klar macht, die der regelmäßige Genuß von starkem Kaffee mit sich bringt. Allen denen, welche sich von der nachteiligen Wirkung des Kaffees auf den menschlichen Organismus, namentlich auf Nerven, Herz und Magen bis jetzt nicht überzeugen ließen, möge eine soeben vom Deutschen Reichs=Gesundheits=Amt herausgegebene Spezial-Broschüre „Der Kaffee“ zur Belehrung und Aufklärung dienen und zwar in ihrem eigensten Interesse. In dieser Broschüre warnt das Kaiserliche Gesundheits=Amt, in dessen Namen hier die größten wissenschaftlichen Autoritäten, ernst und eindringlich vor dem regelmäßigen und übermäßigen Genusse von Bohnenkaffee. Auf Grund zahlreicher, eingehend geschilderter Fälle und Beobachtungen kommt das Kaiserliche Gesundheits=Amt zu dem Schluß:„Ein Getränk, welches bei Verwendung kleiner Mengen doch schon die Anfänge der geschilderten VergiftungsWirkungen in sich trägt, eignet sich nicht zum Genuß für Kinder, nervöse und herzkranke Personen.“— Es ist daher von größter Wichtigkeit, ein gutes Ersatzmittel für den Bohnenkaffee ausfindig zu machen. Unter den Produkten, welche bisher in den Handel kamen, dürfte nach dem übereinstimmenden Urteil aller Autoritäten, die sich darüber geäußert haben(v. Pettenkofer, v. Ziemssen, Virchow, Eulenburg, Tobold 2c.), Kath= reiners Malzkaffee als vollkommenster Kaffee=Ersatz zu betrachten sein, weil er den Anforderungen der Hygiene, des Wohlgeschmackes und der Haushaltung glechmäßig entspricht. Vermischtes. (Ein entmenschter Vater.) In Schmitzau bei Bodenstadt wurde durch die dorthin zu den Manövern abgerückten Truppen des 93. Infanterieregiments ein bestialisches Verbrechen aufgedeckt. Der eigene Vater hatte seine etwa 25jährige Tochter durch 3 Jahre in einem Holzverschlage unter der Krippe im Kuhstall gefangen gehalten, so daß sie verkrüppelte und verblödete. Ihre ganze Nahrung bestand während dieser drei Jahre aus Wasser u. Brot, und dies erhielt sie in derartig geringen Mengen, daß sie bis zum Skelett abmagerte. Das Verbrechen kam auf folgende Weise an den Tag. Ein Infanterist, welcher beim Bauern Paul einquartiert war, erzählte dem Korporal Nejeschleba, daß er im Stalle Jammern und Stöhnen gehört, das von Menschen zu kommen scheine. Der Korporal untersuchte darauf den Stall und sah zu seinem Entsetzen im Winkel unter dem Futtertroge in dem Verschlage ein einem Menschen absolut nicht ähnelndes Wesen mit verwildertem, abgemagertem Gesicht. Es war dies die Tochter des Bauern. Als der Vater zur Rede gestellt wurde, suchte er erst das Mäbchen als geistesgestört hinzustellen, dann bat er mit aufgehobenen Händen ihn nicht zu verraten, damit er keine Scherereien habe. Es ist wahrscheinlich, daß der entmenschte Vater das Mädchen aus dem Grunde gefangen hielt, um ihren beiden Brüdern ihr Erbteil zukommen zu lassen. Paul wurde dem Gerichte überliefert. ?(Ein Mustergatte.) In einer Versammlung für die Rechte der Frauen hielt eine Rednerin einen feurigen Vortrag, und im Laufe desselben rief sie, zu den anwesenden Männern zewendet, vorwurfsvoll:„Ist hier wohl ein einziger Manu anwesend, der es sich je hat einfallen lassen, seiner Gattin die auf ihren Schultern ruhende Last zu erleichtern? Der jemals des morgens vor Tag aufgestanden ist, um Feuer zu machen, Kaffee zu kochen, die Stuben auszufegen und aufzuwischen, für die ganze Familie die Löcher in den Strümpfen zu stopfen, den Jungens die abgerissenen Knöpfe anzunähen, Töpfe und Teller aufzuwaschen, das Blechzeug zu scheuern, die Kartoffeln zu schälen, die Lampen zu putzen, und all die tausend kleinen Dinge in der Hauswirtschaft zu tun, ohne sich jemals zu beklagen? Ich frage“, setzte sie mit Nachdruck hinzu, indem sie die Arme unterschlug und herausfordernd über die Anwesenden hinwegsah,„ist hier ein Mann, ein einziger, der so etwas von sich rühmen kann?“— Da erhob sich im Hinkergrunde des Saales ein sanft aussehender Mann mit einer Todes-Anzeige. Heute nacht 2 Uhr entschlief sanft unser liebes Töchterchen Ottilie im Alter von 13½ Monaten. Ev. Matthäi 19 V. 14. Um stille Teilnahme bitten Emil Duhme und Frau geb. Nettmann. Schwerte, 16. Sept. 1903. Die Beerdigung dndet Samstag, 19. Septbr. 1903, vorm. 10 Uhr vom Sterbehause(Jägerstrasse) aus statt. Bekanntmachung. Für die ländlichen Volksschulen des Kreises und die Schule zu Schwerterheide beginnen die Herbstferien mit dem 28 September und endigen mit dem 11. Oktober d. Is. Für die Schule in Garenfeld fallen die Herbstferien aus. Hörde, den 12. Sept. 1903. Der Jandrat. Bekanntmachung. Die Liste der stimmfähigen Bürger der Stadt Schwerte liegt vom 15. bis 30. Sept. 1903 im Stadthause(im Steuerbureau) zur Einsicht der Beteiligten offen und können Einwendungen gegen die Richtigkeit der Liste gemäß§ 20 der Städteordnung für die Provinz Westfalen nur während großen Brille auf der Nase und blickte mit demütigen Geberden dieser Zeit erhoben werden. nach der Sprecherin hin. Es war der Gatte der mutigen] Schwerte, 12. Sept. 19 e Wre„„„„ Streiterin, und alles lachte im Saale. f(Von einem köstlichen Eisenbahnidyll) berichtet man dem„Fränk. Kurier“ aus Kochel in Oberbayern: An dem von München hier eintreffenden Abendzug sollte auf Station Schönmühl ein Bierwagen angehängt werden. Der Schaffner und das übrige Zugpersonal, mit AusSihwrn, 12. Sept. 1903. Magssteat. Fleitmann. Makniatur=Popser zu haben bei Cark Praus. KartoffelnVerkäufe Vienstag, den 22. September, und zwar nachmittags 5 für Herrn Duhme: 2 Morgen im Speckebruch, unterhalb der Arnsberger Bahn; nachmittags 6 Uhr für Herrn Färder 2½ Morgen in der Schmiedesheide, gleich hinter dem Schützenhof, nummerweise meistbietend an Ort und Stelle. Hohenschwert. Zwei schöne große Bodenzimmer mit allen Bequemlichkeiten b. zu vermieten. Wo, sagt die Geschäftsstelle d. Zig. Zwei schöne Wohnungen sofort oder später zu vermieten. Hörderstraße 72. Eine Wohnung von 2—3 Zimmern zum 1. Oktober oder später zu vermieten. Nordstraße 15. Eine Wohnung von 2 oder 3 Zimmern ist zum 1. Nov. zu verm. Beckestr. 92. Eine Wohnung von 3 Zimmern(1. Etage) zum 1. November zu vermieten. 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