Su u uung Peite füie Bride und Belslhelesichen Bratungen Der den 8rso! benge oend, Me.po., We e gauherhalb de Helame Zeile Höcde erlangen genäß Velamntnachung der Königl. Regerung durch Veröffentlichung in der„Schwerter Zeitung" rechtsverbindliche Kraitt. geile over deren Raum 10 Pg., auperguto 15,“. Scmerte 10 Pfg., Druck und Verlag von Carl Braus in Fernsprech=Anschluß Nr. 62. Amt Schwerte. Telegr.=Adresse Sestsecb-uichb uund c Nr. 217. Schwerte, Mitwoch den 16. September 1905. Zu den Christenmorden in Beirut. In Beirut haben neuerdings ernste Unruhen stattgefunden, bei denen Christen ermordet wurden. Wenn auch die anfänglichen Nachrichten an Uebertreibung litten, so sind doch ein Soldat und 7 Einwohner getötet und 15 Personen verwundet worden. Unsere beistehende Karte gibt unseren Lesern einen Plan der Stadt sowie eine Uebersichtsskizze ihrer Lage in Syrien. Migzte i. Sprinm Beirut ist die Hauptstadt eines Vilajers in Syrien und in neuerer Zeit die wichtigste Seestadt dieser Provinz. Es wurde schon im Altertum als der Hafen von Damaskus bezeichnet, mit dem es jetzt durch eine Eisenbahn(145 Kilometer) in Verbindung steht. Die Befürchtung, daß eine christenfeindliche Bewegung von Beirut sehr leicht nach Damaskus übergreifen könne, ist also durchaus berechtigt. Eine weitere Eisenbahnlinie von Beirut nach aleppo und Biredschik am Euphrat ist in Vorbereitung. Keine türki., sche Ortschaft hat in letzter Zeit einen ähnlichen Aufschwung genommen wie Beirut, das seit 1888 Gasbeleuchtung hat, von 4300 Europäern bewohnt wird, eine Quarantäne, Zollamt, deutsche, englische, französische, russische, österreichische und türkische Postanstalten, europäische Aerzte, eine Apotheke nach deutschem Muster, ein deutsches Waisenhaus mit Pensionat und protestantischer Kapelle, amerikanische Missionsanstalten, eine Hochschule mit medizinischer Fakultät, sechs Spitäler und Schulen aller Konfessionen besitzt. Die Einfuhr Beiruts betragt rund 1,4 Millionen, die Ausfuhr 724000 Pfund. ist klar, daß an einem Orte von solcher wirtschaftlichen Bedeutung Unruhen größeren Umfanges nicht nur die Interessen der Türkei, sondern auch die der im Mittelmeer Handel treibenden Nationen recht empfindlich zu Ptätger vertiche. Russisches Bauernelend. Aus St. Petersburg wird der„Täglichen Rundschau" geschrieben: Die jenigen, welche in der Ernennung Wittes zum VorWoten ded Wtottetontuast dor Rangetishtung scheh. vete. Roman von F. Arnefeld. (13. Fortsetzung.) (Nachdruck verboten.) ,O Mutter, Mutter, Dein Glaube kann Berge versetzen!“ rief Willibald aufspringend und die Mutter um„Es ist nicht der Glaube, der aus mir spricht, sondern die Liebe,“ erwiderte Frau Dornedden mit einem Lächeln, das wie verklärend über ihr bleiches Gesicht ging,„ohne Glauben, ohne Vertrauen auch keine Liebe. Willibald, ich, Deine Mutter, bürge Dir für Deinen Vater.“ „Und ich nehme diese Bürgschaft an!“ sagte er mit Inbrunst und küßte ihr die Hände.„Geliebte Mutter, Du weißt nicht, was Du mir gibst! An Deiner Liebe richtet sich mein tief erschütterter Glaube an Frauenwert Er vertraute ihr, was ihm durch Charlotte Kunze geschehen war.... J5m 8i Mitleidig streichette sie iym die Wangen.„Mein armer Junge! Und Du hast sie geliebt?“ 6o, „Ich glaube es; aber die Liebe starb in jenem grauenvollen Augenblick, ich fühle nichts als eine grenzenlose Oede und Leere, wenn ich an sie denke.“...., Kunn grisehath. „Die war's nicht, der's geschah!" zitierte Frau Elisabeth: „oder vielmehr: die war’s nicht, der's geschehen konnte. Du wirst diesen Schmerz überwindenund ein reicheres Glück wird Dir die Zukunst bringen:. 6 st 2—6 Lastans„Ach, Mutter, was habe ich von der Zukunft zub hoffen!“ seufzte er. „Viel! Viell antwortete Frau Elisabeth sich aufrichtend.„Mut, Mut, mein Sohn, in unseren Händen ruht viel, wir haben vieles zu vollbringen. Wir müssen daran arbeiten, daß die böse Anklage bald von deinem Vater genommen und seine Schuldlosigkeit anerkannt werde. Wir müssen aber auch bemüht sein, ihm das natürlich einen mit seinem Rücktritt verbundenen Wechsel des Finanzsystems nicht zugeben, weil nach ihrer Ansicht der jetzige Leiter des Finanzressorts nichts weiter sein wird, als der Ausscher der Bläne seines mächtiger gewordenen Vorgzängers. Dese) unterlegen, mit einer geriagen Veigabe von Auffasung wird sich aber sehr bald als grundfalsch herausstellen. Absud von Wasser mit eiuer gecrunn.— Abonnementspreis pro Quartal 1 Mark 65 g., exet 42 Pfg. Bestellgeld, wenn durch die Post bezogen. Erscheint an jedem Wochentage. Wöchentliche Gratisbeilage:„Illustrierten Komilbentreund: Ber dier ecie e esctc teschac seüichte hate so gern leugnen möchten; es hilft nichts: der Minister ist in den Stall für ausrangierte Pferde gebracht, wie der russische Satiriker Schtschedrin einst den Reichsrat genannt hat und wie man, ohne noch despektierlicher zu werden, auch das Ministerkomitee und den eben diesem bestehenden Ministerrat bezeichnen kann. Diese beiden letzteren staatlichen Einrichtungen sind bisher den Beweis erheblicherer Leistungsfähigkeit schuldig geblieben. Macht und Initiative liegen in den Händen der aktiven Minister. Die„Moskowsk. Wjedom.“, das einstige Leibblatt Katkows, hatte zuerst rundweg erklärt, daß ein Wechsel in der Wirtschaftspolitik eintreten werde, daß man der vorwaltenden Begünstigung der Industrie ein Ende machen und der heruntergekommenen Landwirtschaft wieder gründlich beispringen und ihr von neuem Saft und Kraft einflößen müsse. Adel und Bauerntum, die ehemaligen wichtigen Stände des Agrarstaates Rußland, sind in völligem Verfall, und ihnen muß die schleunigste Hife gebracht werden, soweit das überhaupt noch möglich ist. Was in dieser Hinsicht unter Witte geschehen ist, hat sich als ganz unzulänglich erwiesen, trotzdem der Minister als Leiter der„Besonderen Konferenz über die Bedürfnisse der Landwirtschaft" bestellt war. Diese Konferenz hat wenig oder nichts geleistet, keineswegs aber den Niedergang der Landwirtschaft aufzuhalten vermocht. 81554 Der Verfall des Adels hat mit der Aufhebung der Leibeigenschaft begonnen und so reißende Fortschritte gemacht, daß seine Bedeutung als Stand auf einen ganz niedrigen Grad gesunken ist. An die Stelle der wesentlich durch eigene Schuld verkommenen Geschlechter wird sich indessen eine andere Klasse schieben, deren Entwicklung noch aussteht. Viel schlimmer sieht es mit dem Bauernstand aus. Er treibt nach allen Seiten auseinander; für ihn findet sich kein Ersatz und weite Strecken vormals fruchtbaren Landes gehen mit ihm zu Grunde. Bauer des heutigen Rußlands ist ein Bild des Jammers und Elends. Lange Jahre hindurch hat man die bäuerlichen Zustände zu vertuschen gesucht, und es galt als Vaterlandsverrat, wenn sich jemand erkühnte, in das Elend hineinzuleuchten. Graf Leo Tolstoi war einer der ersten, die mit rücksichtslosem Mut auf den Untergang des Standes hinwiesen, und seither ist in der russischen Presse manch offenes Wort darüber gesprochen. Im Frühjahr dieses Jahres hat ein langjähriger Landschaftsbeamter, der zuletzt Adelsmarschall war und die Verhältnisse aus eigener Anschauung genau kennen gelernt hat, eine Schrift veröffentlicht, in der er das Leben der Bauern in trostlosen Farben schildert. Das Bild des zeitgenössischen Bauernhofes in den zentralen Gouvernements Rußlands, so heißt es in dem Buche, ist folgendes: „Eine kleine, meist verfallene Hütte, in der die infolge schlechter und nicht ausreichender Nahrung degenerierte Bauernfamilie nicht lebt, sondern vegetiert, gehüllt in schlechte Zitzkleider; ein Halbpelz und ein Paar Filzstiefel müssen der ganzen Familie genügen. Als Bettstelle dient eine nackte Bank, das Kopfkissen ersetzt ein zusammengerollter Rock oder eine Zitzjacke, eine Decke, die man sich unterlegen oder mit der man sich zudecken könnte, fehlt. Ein Sauerkohl, KarHaus und Hof und Geschäft zu erhalten. „Ja, Mutter, das wollen wir!“ rief er tief ergriffen.„Ich habe schon bedacht, daß ich heimkehren und während des Vaters Abwesenheit die Leitung der Geschäfte übernehmen will.“ „Gott segne dich für dieses Vorhaben, mein Sohn.“ „Ich fahre morgen mit den Schwägern nach Berlin und komme sehr bald wieder.“ „Urd dann sind wir nicht nur Mutter und Sohn, sondern treue Arbeitsgefährten und Verbündete“, sagte sie ihm die Stirn küssend.„Gute Nachl, mein Sohn! Schlafe ruhig im Vertrauen auf unsere gerechte Sache.“ Am nächsten Morgen mit dem: Frühzuge fuhren Herzog, Verggold und Willibald Dernedden nach Berin. Die beiden Frauen blieben in Landeshut zurück, um dort zu rwarten, was ihre Gatten in Sachen ihres Vaters ausrichten würden. 12. Kapitel. Es war beinahe vier Wochen nach Neujahr und der Winter hatte noch einmal mit ganzer Schärfe eingesetzt. Im Vorderzimmer einer ganz behaglichen Hochparterrewohnung in der Nettelbeckstraße in Berlin waren die Läden geschlossen und zwei Flammen der von der Decke herabhängenden Gaskrone angezündet. Im Kamin brannte ein helles Feuer und daneben saß in einem Lehnstuhl eine nicht mehr junge, schlanke Frau mit leicht ergrautem Haar, einnehmendem Gesicht und einem Leidenszug um den feingeschnittenen blassen Mund. Das Buch, in dem sie gelesen hatte, war ihr in den Schoß gesunken, ihre Mienen trugen eine gespannten, lauschenden Ausdruck, als ob sie etwas erwarte. e 5 Jetzt kreischte in der Flurtür der Schlüssel. Der weiße Terrier, der schlummernd neben seiner Herrin auf dem Teppich gelegen hatte, fuhr auf und sprang mit lautem, freudigem Gebell einem jungen Mädchen entgegen, das soeben die Türe geöffnet hatte und, einen Stoß frischer, kalter Luft mit sich bringend, mit hastigen. Schritten eintrat. Sie hatte sich nicht die Zeit genommen, die Ueberkleider draußen abzulegen und trug noch die blaue pelzverbrämte Tuchjacke über dem Kleid aus gleichfarbigem Stoff, das kleine blaue Barett mit dem Federstutz und dem Halbschleier auf dem Kopf und die Schlittschuhe über dem Arm. „Scheckchen! Mein liebes Scheckchen!“ grüßte sie und wehrte dem an ihr in die Höhe springenden Hunde, dessen laute Freudenbezeugungen sie verhinderten, sich der Mutter zu nähern. An sie herantretend und ihr die Hand ergreifend, fragte sie: „Du hast wohl schon lange auf mich gewartet, liebe Mutter?" „Es ist recht spät geworden, Josefine," antwortete diese und richtete das Auge auf die arf dem Kamin stehende Uhr. Wirklich schon halb acht!“ rief das junge Mädchen, dessen Blicke denen der Mutter gefolgt waren, erschrocken. „Das hätte ich nicht gedacht. Ach, es war gar zu köstlich auf dem Eise, die Stunden sind wie Minuten verflogen.“ „Ich habe es nicht gern, wenn Du so spät ausbleibst,“ sagte die blasse Frau mit leisem Vorwurf, aber die Tochter entgegnete: „Ich habe Gesellschaft auf dem Heimwege gehabt und bin zudem eine Strecke mit der Pferdebahn gefahren. Schilt nicht, liebe Mutter, es war eine gar zu große Lust, in dem kalten, klaren Wetter auf dem spiegelblanken Eise dahinzufliegen.“ Die von dunklen Brauen und Wimpern eingefaßten, nicht sehr großen, aber ausdrucksvollen hellblauen Augen strahlten dabei in heller Lebensfreude. Der kleine rosige Mund öffnete sich halb, als sauge er die Luft noch einmal ein, und das zierliche, sehr ebenmäßig gebaute Figürchen vollführte noch einige der Schwenkungen, die sie beim Schlittschuhlaufen gemacht, was den Hund veranlaßte, von neuem laut und fröhlich zu bellen und an ihr emporzuspringen. Das brachte sie auf andere Gedanken. „Ich will sogleich dafür sorgen, daß wir Thee bekommen," sagte sie und wollte aus dem Zimmer eilen, noch im Gehen das Barett von dem silberblonden, hochaufgesteckten und tief in die klare Stirn gekämmten Haar nehmend, aber die Mutter erwiderte lächelnd: „Es steht schon alles bereit. Henriette hat den Tisch gedeckt, lege nur Deine Sachen ab und klingele, dann können wir unsere Mahlzei einnehmen.“ Josefine gehorchte und nach Verlauf einer Viertelstunde saßen toffeln, Hirsebrei und Schwarzbrot bildet die gewöhnliche Nahrung der Bauern in den zentralen Gouvernements. Zum Trinken dient eine weißliche unappetitliche Einsäuerung von Roggenmehl in Wasser, angeblich ein Schutzmittel gegen Skorbut. im Jahre an großen Feiertagen denken. Abends brennt in der Hütte eine Petroleumlampe meist ohne Zylinder: Das Hausgerät ist äußerst dürftig, das Inventar in der Hütte bis auf einen verschwindenden Bruchteil zusammengeschmolzen. Kein Wunder, wenn die Bevölkerung unter solchen Umständen degeneriert und wenn die statistischen Feststellungen des Kriegsministeriums über die Erfolge der Rekrutenaushebungen immer weniger erfreulich werden.“ Am grünen Tische hat man sich so viel mit der Bauernfrage beschäftigt, daß man nachgerade wissen müßte, wie die Dinge stehen. Hier und da hat man am Bauernstande herumzukurieren versucht, einige verständige Anläufe zu Reformen genommen, ungeheuer viel Papier verschwendet und den Verfall doch nirgends aufgehalten. Auch jetzt würde man sich mit der Frage weiter hingeschleppt haben, hätten die Bauernkrawalle nicht in erschreckender Deutlichkeit auf die politische Gefahr hingewiesen, die dem Staat von einer ländlichen, sonst gutgearteten Bevölkerung droht, die am Rande der Verzweiflung steht. Hält der revolutionäre Geist, der die Intelligenz und die Arbeitermassen durchströmt, seinen Einzug aufs platte Land, dann können Ereignisse von unabsehbarer Tragweite eintreten. Der neue Finanzminister, der jetzt dem so weit vorgeschrittenen Uebel steuern soll, wird zu ganz großen Mittelt greifen müssen, will er nur einen Schimmer von Erfolg sehen. Ob Rußland diese Mittel besitzt oder aufzubringen vermag, ist sehr fraglich. Es wird da Hunderte von Millionen zurückersehnen, die es zur Hebung des Nimbus seiner äußeren Macht opferte, indessen seine besten Landeskinder am Hungertuche nagten. einsame Sache lwenn sie zu früh zugelassen werden; und ihre Nachzucht muß dasselbe würde mit den Demonstranten gemen.u., Sunyev.— Lleiner und schwächlicher werden. Man solle die Schweine machen. Gendarmerie mußte einschreiten, und das Volk nicht vor dem 10. Monat zur Zucht verwenden, dann wird zerstreuen. In Belgrad verlangte der pensionierte General man schöne Ferkel erzielen und die Zucht wird nicht zurückMagdalenowitsch eine Audienz, um dem König die Wahr= gehen. heit zu sagen,„die Mörder“ hintertreiben den Empfang, worauf der alte General sagt, gut, so werde ich die Meinung des Landes veröffentlichen. Lokales. Schwerte, 15. September 1903. gen Politische Uebersicht. -Herzog Ernst von Sachsen=Altenburg, der vor weniWochen **(Zum Eisenbahnprojekt Iserlohn=Schwerte) wird „Westd. Volksztg.“ geschrieben:„Es ist allgemein gefühltes Bedürfnis, Iserlohn mit Schwerte durch eine Bahn verbunden Zu Hien. Zsersohn nach, Schperte — Das neue Kanonenboot„Eber“ wurde am Diens, Hagen, Zserlohnr und Schverte=Dortmund herstellen. Aber tag au Liel in Dienst gestellt.(zweimal schon ist der Termin zum Anfang der Anlage — Zur Verhütung von Hochwasserkatastrophen sollen verstrichen. Unseres Erachtens ist s-Cgg lu, Die Sntagen, der in Bestale Grig, fe. Wie soll das enden? -Belgrad, 14. Sept. Bekanntlich stammt der Familienname des gegenwärtigen Königs der Serben von Kara Georg, dem schwarzen Georg. Den Beinamen der Schwarze hat sich der Großvater Peters durch seine Grausamkeit erworben, die ihn selbst zum Vatermörder werden ließ. Den jetzigen König nennt man aber bereits in weiten Kreisen des serbischen Volkes: Kara Pera, den schwarzen Peter. Das Haus Karageorgewitsch genießt nicht die geringste Sympathie; man spricht davon, daß der Thron Serbiens der weiblichen Linie des Hauses Obrenowitsch zufallen sollte, zu gehören die in Ungarn lebenden Familien der Barone Nikolitsch, Baitsch und Constantinowitsch. Nach der Verhaftung der 38 Offiziere in Nisch, die den besten Familien des Landes angehören und zu deren Gesinnungsgenossen man mindestens 1000 der 1400 Offiziere der serbischen Armee zählen muß, sitzt König Peter mit seinem Throne auf einem Pulverfaß. Er fürchtet sich auch sehr und läßt die Wachtposten vor der Burg und auf den Gängen bei Nacht verdoppeln und mit scharfen Patronen versehen. Vor dem Eingange zu den königlichen Gemächern stehen 12 riesige Schweizer in der Uniform der kgl. Leibgarde. Die Schweizer hat sich König Peter in ihrer Heimat angeworben, da er der„Treue und Anhänglichkeit“ der„serbischen Falken“ für seine Dynastie, die er in seinen Proklamationen betonte, doch nicht so recht traute. Zwei Schweizer müssen in der Nacht im Schlafzimmer weilen und den Schlaf des Serbenkönigs bewachen. Ein elektrischer Alarmapparat in der in nächster Nähe befindlichen Kaserne der Leibgarde kann vom Schlafzimmer des Königs aus in Tätigkeit gesetzt werden. Eine Strickleiter ist am Fenster angebracht und ein kgl. Kahn liegt in der Save bereit, um den König Peter rasch auf österreichisches Gebiet zu bringen. Man sieht, der König Peter von Serbien steht sozusagen fortwährend auf dem Sprung und genießt einen recht unruhigen Schlaf in der Mitte„seines treuen serbischen Volkes". Der arme Peter befindet sich aber auch in einem schrecklichen Dilemma. Die Macher seines Königstums kann er nicht bestrafen, diese Leute halten ihn in der Hand und er fürchtet sie; die anderen Offiziere wollen wieder nicht dulden, daß Eidbrüchige und Mörder die Armee und das Land beherrschen; da wäscht König Peter seine Hände in Unschuld und sagt:„Ich bin ein konstitutioneller König, darüber entscheiden meine Minister!" Die Minister, in deren Mitte einige der Mordgesellen sitzen! Ist das nicht ein reizendes slavisches Idyll? Bezeichnend für die aufs äußerste gespannte Lage ist ein Vorfall, der sich am 9. September bei der Truppenparade im Lager von Banjitza abspielte. Als König Peter die Front der Truppen abschritt, trat Oberleutnant Dragoljub Melimiropitsch vom Stabe des 7. Infanterie=Regiments— das früher König Alexanders Namen trug und jetzt König Peter I. heißt— aus der Front, senkte den Säbel und rief dem König zu:„Majestät, das Blut unseres gemordeten Königs schreit gen Himmel um Rache, unsere unschuldigen Kameraden sitzen im Kerker, die Mörder sind frei!“... König Peter wurde leichenblaß und sah sich mit schreckentstelltem Antlitz und furchtsamem Blick nach seinem Gefolge um. Zwei Adjutanten verhafteten den kühnen Offizier und er ließ sich willig abführen. In Nisch revoltierte ein Teil der Bevölkerung und verlangte die Freilassung der 38 Offiziere. Man traute sich nicht Militär entgegenzustellen, da man befürchten mußte, zu veranschlagen. — Eine Erhöhung der Beamtenpension in Preußen mit voraussichtlich rückwirkender Kraft ist jüngst angekündigt worden. Nach der„Post“ trifft diese Nachricht nicht zu, es findet keine Erhöhung statt. — Der Verbandstag des Alldeutschen Verbandes begann in Leipzig am Samstag unter großer Beteiligung aus verschiedenen Teilen des Deutschen Reichs, aus Oesterreich und aus den überseeischen Landen mit den Beratungen des geschäftsführenden Ausschusses und des Vorstandes. In beiden Sitzungen wurde eine Reihe von vertrauIn beiden Sitzungen wurde eine Reihe von vertrau= Mit der Anlage derselben fiele natürlich das Proje lichen und geschäftlichen Angelegenheiten verhandelt. Von! Vollbahn über die Höhe, wo keine Verlagsbuchhändler Lehmann=München wurde ein Aufruf Hoffentlich werden die Abgeordneten des Zem## angeregt, der— mit mehr als 50 Unterschriften ver- der konservativen Partei, die doch beide auch der sehen— bei der Hauptversammjiez ie ssutghchnget stag wirtschaft auf die Beine hefen wollen, dieses Projekt vorgelegt syerden sollte, in dem sich die Unterzeichuez, yete befurworten, wenn die Sache im Landtage zur S pflichten, ½ v. H. ihres Einkommens 1 v. H. von ihnen kommt. Weit dessen Auszunn zufallenden Erbschaften und nach Sefinden 1 v. H. ihres wohl die Anlage einer Loudam Nachlasses einem besonderen alldeutschen Wehrschatz Zu= Schwerte, die ein Segen fur vir zuwenden. Aus ihm soll das um seinen nationalen Be= und für den Kenner der Geger kämpfende Deutschtum in und außerhalb des Reiches versteht“ sand rareure Veschtumn in und außerhalbd des Reiches unterstutzt werden. An die Beratungen schloß sich abends ein Begrüßungsabend in der Zentrathalle, der einen überaus angeregten Verlauf nahm. — Der Reichskanzler und das Deutschtum in Oberschlesien. Der in Gleiwitz tagende erste oberschlesische Gautag des Deutschen Ostmarken=Vereins übermittelte dem Reichskanzler einen Gruß und sprach zugleich das Vertrauen aus, daß auch in Oberschlesien den im Kampfe gegen das vordringende Polentum stehenden Deutscher die mächtigen Hilfsmittel des Staates nicht versagt bieiben werden. Graf Bülow dankte und versicherte,„daß die Pflege unseres Volkstums in Oberschlesien mir nicht minder am Herzen liegt, wie in Westpreußen und Posen. Ich bin überzeugt, daß der Oberpräsident Graf Zedlitz mit bewährter Sachkenntnis die richtigepelscheggz eizezigsie m muß nur den großen Verkehr auzcert tagen, wie Sonntagen, der im Baartale herrscht, berrachten, um zur Ueberzeugung zu gelangen, daß diese Lahn viel benutzt würde. Industrie und Landwirtschaft habe ein gleichmäßiges Interesse daran, daß dieselbe gebaut wird. Erstere, um im Baartale neue Anlagen zu schaffen und sich so weiter auszudehnen, letztere, um ihre Produkte leichter nach Iserlohn zu schaffen. Nach unserem Dafürhalten genügt die Anlage von zwei Bahnhöfen, einer in Köbbingien für Barendorf, Leckingsen, Kalthof und sümmern, der zweite in der Nähe von Hennen für diesen Ort, sowie Rheinen, Refflingsen und Drüpplingsen. Diese Bahn könnte in Geisecke leicht die Ruhrtalbahn erreichen. derselben fiele entrums und Landwirtschaft auf die Beine hefen wollen, dieses Projekt warm befurworten, wenn die Sache im Landtage zur Sprache sführung vertragt sich dann sehr ollbahn von Letmathe direkt nach für die ganze Provinz sein würde Gegend sich gleichsam von selbst Verstehr. (Der Reservemann.) Am 19. d. Mts. werden die ersten Reservisten des 16. Armeekorps, etwa 8000 Mann, in die Heimat entlassen. Es sind die Rheinländer und Westfalen, die mittels Extrazügen in die Heimat befördert werden. Am 21. sollen die Entlassungen beendet sein. (Invalidenkarten sind amtliche Urkunden.) In Düsseldorf hat ein Kantinenverwalter die InvalidenQuittungskarte eines Arbeiters, der ihm mit der Kostschuld durchgebrannt war, zerrissen. Wegen Vernichtung einer amtlichen Urkunde wurde er von der dortigen Strafkammer mit 3 Tagen Gefängnis bestraft. Das Kammergericht hat P Mutter und Tochter an dem einfach, aber gut gedeckten und appetitlich besetzten Tisch in dem Hinterzimmer der Wohnung, dessen Einrichtung wie die der beiden Vorderzimmer von gutem Geschmack und angenehmen Verhältnissen der Bewohnerinnen Zeugnis gaben. (Fortsetzung folgt.) ie Feuersicherheit in Berliner Warenhäusern 2x(Herbstferien.) Für die ländlichen Volksschulen scheint doch keine so große zu sein, wie sie nach dem des Kreises und die Schule zu Schwerterhei furchtbaren Warenhausbrand in Budapest mehrfach hin= ginnen die Herbstferien mit dem 28. Sep gestellt wurde. Denn jetzt lesen wir in den Zeitungen endigen mit dem 11. Oktober ds. Is. Für die Schule in der Reichshauptstadt, daß in mehr als tausend Häusern Garenfeld fallen die Herbstferien aus. Verlins, in denen sich Warenhäuser oder ähnliche Geschäfte! M5(Des Kindes Engel.) Aus dem Fenster des befinden, von der städtischen Bauinspertzgu hauliche Ver Stockwerkes eines hiesigen Hauses stürzte gestern änderungen zum Zweck der Verhutung von zzeuersgefahr morgen ein kleiner Knabe. Das Kind erlitt außer einigen angeordnet wurden. Es werde auch verlangt, daß lich Hautabschürfungen im Gesicht keinen Schaden. der denr aun de Voreuthuter verzuichten Bbunen, behe) bo, ze.(Barung) Iu lester Zeit werden von Veriner aes Kaig alch Die Schntat Lauteander uan MeuschersKtruack, Helsähste dan Seie eingen au e zd en. eder techterigr ain benge Beg und wangelhgste Vorraitdergößernungen zu noch, ihe und Landwirtschaft. Erloses an Krüppelkinder abzufihten. Diese in einem autsähe an den Man zu beingen,Vigeln. Zuchtiere geliefert.— Wenn trotzdem nicht überall, günstige der Firmen den Kunden vor, ein zerugpelheim zu verErfolge mit der Schweinezucht erzielt werden, so liget der treten; in diesem wurden die Arbeiten von den KruppelPrund meist nichzt an dem gelieferten Zuchtmot der Schweiste,) kindern angefertigt und käme letzteren auch der Erlös zu der beoe an de der Beschaffenheit der Stallungen ganzs gute. Vor diesen sogenannten Kunstanstalten und ihren Schchliche Schpresteguecte hercen weden koum. Ader ders a.(Dortmunder Neunen.) Füre die an 2. ud werden am Start erscheinen. An Preisen Scheingsucht ae in der Fitenge, I2 Josher.„Ven Adhmts sad 150 Mi und 4 Ehrenprse im Merte von 120 dem englischen Schweine nach, daß es sich so leicgtfüttere und Maxk ausgesetzt. Außer den Vollblut=Rennen wird zum vei dasselbe totüchich ein eiu hen Fehser und giebt den Amüsement des Publikums noch ein Pony=Flach=Renne ov“ Schweinen nicht die erforderlichen Nährstoffe, um eine über 1000 Meter gelaufen. Der Eintrittspreis für ven kräftige Entwicklung der Knochen und Muskeln zu ermöglichen. Zuschauerraum=Platz beträgt 50 S. und wenn dann die Schweine klein bleiben, debt man de 2:(Kommers chem. VSer.) Zur Erinnerung an Schuld den vetogenen ZZunge Schweine müssen kräftig ernährt die Kapitulation von Metz haben die im Stadt= und Landen ohne daß das Futter mastig ist. Also viel Eiweiß kreise Dortmund ansässigen ehem. Angehörigen des Ind Sehsbdnroute. Dodter vor=Gestensgheot, Bohzen, fanterte=VZeige zai beschlosen, einen Zegpez F Magermilch, die daher mit Hafer= und Verstenschrot, Sohnen,(halten. Derselbe soll am Sonntag, 25. Lutover o. 3, Srbsen und Weitenlaite das oreigneite Guter hur u,gafugz, Dortmund statfinden. Da es,.85, Foshezen, iresche baßz die Tiere nicht zur volen Entwäklung kommen Bunen unserer Väter zu beschigen, welche diese 1870 innehatten, Wozu also die Anstrengung?“ Schreiher dieses stand neben den beiden plaudernden Herren und kann sich für die Echtheit des Ausspruches verbürgen. Eine Bürgschaft, die freilich dringend erforderlich scheint, wenn man den heutigen Stand der Wagnerwerke im allgemeinen und des„Nibelungenringes" im besonderen neben diese wunderliche Prophezeiung stellt! Der Ernst der Lage auf der Balkanhalbinsel spitzt sich immer mehr zu, so daß kaum noch Hoffnung auf einen friedlichen Ausgang zu hegen ist. Die Insurgenten sind planmäßig und ihre Gewalttätigkeiten, Eisenbahn= und Bautensprengungen; werden nach Anweisung ihrer Führer nach ganz bestimmtem System diese ausgeführt. Diese Führer, von denen wir unsern Lesern beistehend ein Gruppenbild geben, spielen eine große und treibende Rolle. Vorsitzender der Revolutionskomitees ist Georg Daldjew, Vorsitzender des Komitees für Bulgarien ist Atchew, Schatzmeister Georg Petrow, stellvertretender Vorsitzender ist Dawidow, außerdem zählt zu den Führern noch Voris Sarafow, der organisiert die Seele des Ganzen sein soll, und General Nikolajew. Sarafow I sollte in einem der letzten Gefechte angeblich gefallen sein, jedoch ist Nachricht unbestätigt. Das planmäßige, nach strategischen Rücksichten großen Stils geleitete Vorgehen der Aufstandskomitees zwar die eigentlich richtet sich immer deutlicher gegen die Bahnverbindungen westlich von Konstantinopel. Eigener Bepeschendienn der„Schwerter Zeitung.““ II 1 Berlin, 16. Sept. Von der zu Spanien gehörenden Insel Fernando Po wird eine kannibalische Untat, deren Ovfer ein Deutscher ist, gemeldet. Der Dampfer„San Francisco“, der gestern von der Insel kommend in Cadix eingetroffen ist, bringt folgend. Darstellung des Vorfalls: Am 2. August ist in der Hauptstadt der Insel Fernando Po, Bata, bekannt geworden, daß der deutsche Kommandore Kaufmann beim Tauschhandel mit den Eingeborenen angegriffen, verwundet, dann furchtbar gemartert und schließlich aufgefressen wurde. Aus Bata ist eine Abteilung von 40 Mann Marineinfanterie zur Bestrafung des schuldigen stammes abgegangen. Hd Aussee, 16. Sept. Infolge Wettersturzes beginnt essselbst im Tale zu schneien. Id Meran, 16 Sept. Heute nacht trat Regen und ein heftiger Wettersturz ein. Die Temperatur beträgt 70 Celsius. Der neue Schnee im Hochgebirge reicht bis 1100 m herab. Hd Wien, 16. Sept. Ein offizielles Communiqué bezeichnet die Blättermeldungen von angeblichen Demonstraionen beim 60. Infanterieregiment, von der Auflehnung von Mannschaften des 46. Infanterieregiments und der angeblichen Meuterei beim Kronstaedter Divisions=Artillerieregiment für erfunden. Hd Triest, 16. Sept. Der„Piccolo“ meldet aus Pola, daß Sonnabend nachts unerwartet die telegraphische Ordre aus Wien angelangt sei, die Kriegsschiffe„Habsburg",„Wien", „Arpad“ und„Scigetvar“ sogleich auszurüsten. Dem Befehl wurde sofort Folge geleistet, das Geschwader ist zum Auslaufen bereit. Hd Rom, 16. Sept. Das gestern überreichte Memowird es wohl allen ehem. 98er eine Freude sein, an dem:. Kommers teilzunehmen und im Kreise alter Kameraden gime einige frohe Stunden zu verleben. Der Preis für die Eintrittskarte(einschl. Familie) ist auf 1 Mt. festgesetzt Bitz gefroffen: und Anmeldungen sind baldigst an den Vorsitzenden des######tmt. Komitees, Kamerad Rienermann, Dortmund, Heiligegartenstraße zu richten. Die nächste Versammlung findet am 20. Sept., nachmittags 3 Uhr im oberen Saale des Restaurants Kipper, Heiligegartenstraße, statt.— Da auch zahlreiche hiesige 98er an der genannten Feier teilnehmen, so dürfte vorstehendes auch für unsere Leser von Interesse sein. (randum Bulgariens an die Großmächte, worin die Regierung droht, eventuell selbst in Mazedonien einzugreifen, gilt hier E. Sot. GHcag in etn# Gestern nachmitag bald nach 1 Uhr wurden als unmittelbarer Vorläufer offener Feindseligkeiten. auf dem Manöverterrain zwischen Weißweiler und Duerwiß] Hd Velgrad, 16. Sept. Wie aus Nisch gemeldet wird, Soldaten des 92. Infanterie=Regiments aus getötet, 6 verletzt, einer wurde getötet, 6 echreut betäubte, erholten sich bald nach der Einlieferung im Krankenhaus. Trier vom haben bei der Abfahrt der gefangenen Offiziere 80 andere 3, die der Offiziere ihren Gefinnungsgenossen lebhafte Ovationen bereitet. 17. Sept. Meist bedeckt, Regen, kühl, starke Winde. ** Berghofen, 15. Sept. Der Würgengel der Kinderr, die Diphtheritis, fordert hier und in der Nachbarschaft wieder seine Opfer. Besonders schwer ist die Familie Gerke betroffen, die den Verlust zweier Kinder innerhalb weniger Tage zu beklagen hat. Nachdem erst in voriger Woche die 12jährige Tochter der unheimlichen Krankheit letztere nun auch den einzigen Sohn im Alter von 8 Jahren dahingerafft. Dieses herbe Geschick findet in der ganzen Einwohnerschaft die herzlichste Teilnahme. Auch in anderen Familien in der Nachbarschaft sind Kinder an Diphtheritis erkrankt und gestorben.— In der Berghofermark ist in der Familie des Bergmanns Friedrich Schmidt Typhus ausgebrochen; und drei Personen sind von dieser Krankheit befallen. Die Erkrankten befinden sich jedoch auf dem Wege der Besserung. ** Bittermark, 15. Sept. Bubenhände haben zum zweiten Male versucht, die Kaisereiche zu vernichten und derselben erhebliche Beschädigungen zugefügt. Der hiesige Krieger= und Landwehrverein setzt auf die Ergreifung der Täter eine Belohnung aus. Eine kühne Prophezeiung. Es war im Anfang der achtziger Jahre, als Angelo Neumann mit einer auserlesenen Künstlerschar in dem damaligen Viktoria=Theater den„Nibelungenring“ aufführte und hierdurch den Berlinern die erste Bekanntschaft mit dem Kunstwerke vermittelte. Nach dem Gastspiel fand in Berlin bekanntlich die„musikalische Kaiser=Begegnung" statt;„Wagner, sitzend zur rechten oricher Woche die 65, wo der Herausgeber der Fzuchscheit#ie M kheit erlegen, hat der anwesenden Erzellenz Hülsen„sanfte Vorwi ter von 8 Jahren über machte, daß die Berliner den„Nibelu Hand Bülows und zur linken Hand Liszts“, wurde gebührend gefeiert, und bei einer dieser Festlichkeiten war Jachschrift„Die Musikwelt“ vrwbürfe“ darlibelungenring“ durch die Vorführung Fremder kennen lernen mussen, während das königliche Opernhaus tatenlos zuschaue. Da klopfte die Exzellenz dem Sprecher auf die Schulter und sagte:„Mein lieber Doktor, der General=Intendant der königlichen Schauspiele hat mehr zu tun und zu bedenken, als nur in der Gegenwart unterhaltlich zu sein! Er hat auch die Interessen der Zukunft abzuwägen, insbesondere bei Wagner=Wagnissen, die so ungeheure KostenAufwendungen beanspruchen! Denn ich gebe Ihnen die Versicherung, daß nach weiteren 10 bis 15 Jahren kein Mensch mehr von dem„Nibelungenring“ sprechen wird. Aus Westfalen und Rheinland. * Dortmund, 15. Sept. In dem benachbarten Orte Brakel versuchte am Sonntag abend ein Bergmann seiner Frau den Hals zu durchschneiden. Er wurde jedoch daran von einem Nachbar, der auf die Hülferufe der Frau herbeigeeilt war und die Tür gewaltsam geöffnet hatte, gehindert. Der Mann flüchtete zum Fenster hinaus. Frau trug schwere an den Händen, die sie zur Abwehr ausgestreckt hatte, Schnitt= und Bißwunden davon. * Blankenstein a. d. Ruhr, 15. Sept. Dem Landwirt Rudolf Haarmann zu Buchholz wurden vier Sparkassenbücher über 9000 M. gestohlen. Ein bei Haarmann beschäftigter Tagelöhner, der flüchtig ist, wird mit dem Diebstahl in Verbindung gebracht. * Neheim, 15. Sept. Von einem kaum glaublichen aber dennoch wahren Vorkommnis wird aus dem benachbarten Holzen berichtet. Am Mittwoch abend brannte die Besitzung des Bäckermeisters Hellmann nieder. Das Wohngebäude sowohl, als auch der vor einigen Jahren neuerbaute„Kaisersaal“, in dem man eine Gastwirtschaft betrieb, wurden bis auf die Grundmauern ein Raub der Flammen. Das wunderliche dabei ist nun, daß es niemanden einfiel, zu löschen, oder irgend eine Feuerwehr in der Nähe um Hilfe anzurufen. Die Feuerwehrspritze des Ortes konnte auch nicht in Funktion treten, da sie auf Reisen ist. Gerade als ob die Leute angesichts des Brandes den Kopf verloren hätten, standen sie ratlos da und sahen zu, wie die Flammen ihr Opfer langsam aufzehrten. Duisburg, 15. Sept. Der gestern aus dem Gefängnis in Ruhrort entlassene Arbeiter Wilhelm Pesch wurde heute vormittag auf der Hochfelder Rheinbrücke von einer Skemotiyve erfaßt und gegen das Brückengeländer geschleudert. Tavei ernir er einen Schädelbruch und starb nach kurzer Zeit. Für den redaktionellen Teil verantwortlich Wilh. Schade. Ich nehme Veranlassung, auf die im§ 14 des Invalidenversicherungsgesetzes vorgesehene Vergünstigung der freiwilligen Versicherung, von der bisher nur selten Gebrauch gemacht worden l= ist, mit dem Bemerken hinzuweisen, daß insbesondere folgende drei= Personen freiwillig in die Versicherung einzutreten befugt sind, solange sie das vierz gste Lebensjahr nicht vollendet haben: 1. Betriebsbeamte, Werkmeister, Techniker, Handlungsgehülfen und sonstige Angestellte, deren dienstliche Beschäftigung ihren Hauptberuf bildet, ferner Lehrer und Erzieher, sowie Schiffsführer, sämtlich sofern ihr regelmäßiger Jahresarbeitsverdienst an Lohn oder Gehalt mehr als 2000 Mk., aber nicht über 3000 Mk. beträgt. 2. Gewerbetreibende und sonstige Betriebsunternehmer(Handwerker), welche nichtregelmäßig mehr als zwei versicherungspflichtige Lohnarbeiter beschäftigen sowie Hausgewerbetreibende. Ungünstigen wirtschaftlichen Verhältnissen wird vielfach durch rechtzeitige Beteiligung an der freiwilligen Versicherung begegnet werden können Hörde, den 9. Mai 1903. Der Landrat. V. Mathis. Warum sollte jede Hausfrau Junlight Seit zu ihrer Haushaltungswäsche bevorzugen? Weil sie die Wäsche nicht angreift, denn Junlicht Geie macht den schädlichen Sodazusatz überflüssig erleichtert die Arbeit u. macht das Kochen der besseren HaushaltungsSchlachtviehpreise nach Lebendgewicht auf Grund amtlicher Marktberichte zusammengestellt und nach eigenen telegraphischen Berichten bearbeitet von der Centralstelle für Viehverwertung der Preußischen Landwirtschaftskammern Berlin W., Köthenerstraße 39. Neuheit! Patentplisséstreifen, reizende Zierde für Küchen. bäuke, Schränke 2c., bedeutend dauerhafter wie gewöhnliche Schrankspitze, empfiehlt Carl Braus. Auftrieb: Rinder Kälber Schafe Schweine Rinder Kälber Schafe Schweine s a) vollfleischige, ausgemästete höchst. Schlachtwertes s b) junge fleischige, nicht ausgemäst. u. ältere ausgemäst. I c) mäßig genährte junge und gut genährte ältere “ d) gering genährte jeden Alters a) vollfleischige, ausgemästete bis zu 5 Jahren.. b) vollfleischige jüngere...... c) mäßig genährte jüngere und gut genährte altere: 4) gering genährte.; 56u Pt,# a) vollfleisch., ausgemäst. Färsen höchst. Schlachtw. b) vollfleisch., ausgemäst. Kühe, höchst. Schlachtw. c) ältere ausgemästete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Kühe und Färsen d) mäßig genährte Kühe und Färsen.. e) gering genährte Kühe und Färsen...... 5 a) Doppellender........ b) feinste Mast=(Vollmitchmast) und beste Saugralber c) mittlere Mastkälber und gute Saugkälber 0) geringere Saugkälbgr, e) älteres gering genährtes Jungviey(Fresser) a) Mastlämmer und jüngere Masthammel.... E d) ältere Masthammel.....:.8 S e) mäßig genährte Hammel und Schafe(Marzschafe) 9 d) Holsteiner Niederungsschafe und Lämmer s a) vollfleischige der Rassen u. Kreuzungen bis zu 1¼ J. S b) Käser a c) fleischige G d) gering entwickelte.. 0 e) Sauen *) Kälber= und Schafnotiz vom 11. Sept. Vorstehende Preis Schlacht prozente 61 54 50 46 60 53 48 43 56 52 50 44 42 65 60 54 44 50 48 42 se verstehen sich für 100 Pfd. Leben dgewicht. F Bekanntmachung. die ländlichen Volksschulen des Kreises und die Schule zu Schwert=rheide beginnen die Herbstferien mit dem 28 September und endigen mit dem 11. Oktober d. Für die Schule in Garenfeld fallen die Herbstferien Hörde, den 12. Sept. 1903. Der Landrat. Bekanntmachung. Die Liste der stimmfähige: Bürger der Stadt Schwerte liegt vom 15. bis 30. 1903 im Stadthause(im Steuerbureau) zur Einsicht der Beteiligten offen und können Einwendungen gegen die Richtigkeit der Liste gemäß§ 20 der Städteordnung für die Provinz Westfalen nur während dieser Zeit erhoben werden. Schwerte, 12. Sept. 1903. Der Magistrat. Sleitwann. Vier, g Rott Amt Wellinghofen. Kreis Hörde. Unter dem Schweine=Bestande des Berginvaliden Wilh Möller zu Wellinghoferheide und der Witwe Geldmacher daselbst. Wellinghofen, 12. Sept. 1903. Die Polizei=Verwaltung. Hartung. Magnum bonum sowie Luzernklee hat nummerweise abzugeben Carl Raffin, Helle. WohnEincpp Haus be mit Ladenlokal, Viktalien= Kohlen= 2c. Geschäft Den Empfang der neuesten Jacketts für Herbst u. Winter, Gols Gaper dte. Kragtn dte. Mindrt-Jucketts dte. in großartiger Auswahl beehre mich ergebenst anzuzeigen. Mit Hochachtung Grossartiger Brfolg! Jubelnder Beifal!! Werning'sche uingzum Besten hülfsbedürftiger Kameraden und Wohltätigkeitsanstalten. In den Sälen„Im Reiche des Wassers“(Inh. Ludw. Hagemann) zu Schwerte vom 19. bis 27. September 1903. Aufführung des Festspiels: ** 0 gur on. mit Zeigerregulirung D. R. G. M. Zind unübertroffen! Weit über Im Gebrauch. Preislisten u. Prospecte gratis. Junker& Ruh, Eisengiesserei, Karlsruhe I. B. Alleinverkauf: R. Landmann, Schwerte. von 1840/01 mit verbindender Dichtung und Musik von Th. 30 Lebende Bilder in 3 Abteilungen. Dargestellt von ca. 100 Personen (Damen, Herren und Kinder). Dauer des Festspiels 2½ Stunden. Glänze Ausstattung. Historisch getreue Kostüme und Waffen. Textbücher zu 20 Pfg. und Programme zu 10 Pfg werden an den Saaleingängen verkauft. Zeit der Aufführung: Samstag, den 19. Septbr. er., nachmittags 3 Uhr und abends 8 Uhr Vorstellung. Sonntag, den 20. Septbr. er., nachmittags 3 Uhr und abends 8 Uhr Vorstellung. Montag. den 21. Septbr. er., abends 8 Uhr Vorstellung. Mittwoch, den 28. Septbr. er., abends 8 Uhr Vorstellung. Donnerstag, den 24. Sept. er., abends 8 Uhr Vorstellung. Samstag, den 26. Septbr. er., nachmittags 3 Uhr und abends 8 Uhr Vorstellung. Sonntag, den 27. Septbr. er., nachmittags 3 Uhr und abends 8 Uhr Vorstellung. Scheune, Hofraum, für Spezeresz, Mein Geschäftslokal befindet sich nicht mehr uv zoll anderweitig zum 1.] Muahrstraße Nr. 4, sondern Zanuar vermietet werzer, Ferger vom 15. September er. ab Wohnung[Ecke Hagener= und Mähr=Straße. peüler zr vernisten. Vfert Gr WVwe. WValtenberg. Schulte, Auktionator, Schwerte. Besere Wohnung von 4 Zimmern per 15. November zu vermieten. Zu erfr. in der Geschäftsstelle d. Ztg. 1 hübsche Wohnung von 2 Zimmern, Keller und Bobenraum pr. I. Stt. zue vern.) Daselbst findet auch ein properes sind eingello#sen. Dienstmädchen pr. 1. Novbr. Stellung. Zu erfr. Brückstr. 24. CATT Eine Wohnung ven 3 Siumern d. Gige) vumi..enkleien.. per Ztr. 4.20 Mi. 1. November zu vermieten. WelzenKrers 9„ Heinrich Möller,[Melasse......„„ 3,20„ Scmge Herstenmehl, gar. rein, per Sack, 150 Pfd. 11,00, Eine schöne Wohnung 169, Thomasschlatkenmehl, per 100 Kilo 4.15„ St“ er 1 Banhr zu vermieten### Ammoniak, Superphosphate, Kainit, Guano ett. zum billigsten Tagespreis.— Ferner: Hafer, Kartoffeln, Heu, Stroh, Erdnußkuchen und dergl. empfiehlt billigst W. Lehmhaus, Schwerte. Censervon diebjan„ Erheo! Sunge-Ereseh Preise für die Vorstellungen: Vorverkauf: Sperrsitz 1,25 Mk., 1. Platz 75 Pfg., 2. 50 Pfg, Stehplätze 30 Pfg. An Zgegglge 30 Fersit 1.50 Mi., 1. Platz 1,00 Mk., 2. Platz 60 Pfg., Steyplate#o PspEintrittspreis für Schüler 20 Pfg. Vorverkauf:„Im Reiche Des Wgen“ Zgarrenhandlungen von Kleingarn und Heinrichs und bei den Mitgliedern des Festausschußes.— Schulen, Vereine, Korp####tionen wollen sich gefl. 2 bis ooe bord)e Der geschäftsführende Fest=Ausschußz der Werning'schen Kriegsfestspiele zu Usselmannn, Dicke, Schulte, Fleer, Rath, Meißner, Weber. Tüchtige KTaurer sofort gesucht Bahnhofsumbau Schwerte. Johann Wösthoff, Bauunternehmer. von 3 Zimmern nebst Keller Stau per 1. Novor. zu vermieten. Näheres Märkischestr. 23, früher 1. Speckebruch. schöne Wohnungen sofort oder später zu vermieten. Hörderstraße Eine Wohnung von 2 oder 3 Zimmern ist zum 1. Nov. zu verm. Beckestr. 92. Wlorg. H sofort gesucht. Wasche aus dem Kamstaobe 21. Sauberes Mädchen sucht sofort Frau Oberlehrer Wiebeck, Sedanstraße 1. Einige Theken, Reale und ein schöner Schaufenster-Glaskasten umständehalber sofort billig zu verkaufen. Zu erfragen in der Geschäftsstelle d. Ztg. Schimmel wird bei eingemachten Früchten verhindert durch Dr. Oetker’s Salicyl à 10 4 genügt für 10. Pfd. Früchte. Rezepte gratis von den Firmen, welche führen Dr. Oetker's Backpulver. Taschenfahrpläne — à 30 Pfg.— vorrätig bei Carl Praus. Auf sofort ein ordentliches Dienstmäd bei gutem Lohn gesucht. Frau W. Ortmann, Beckestraße 80. Suche per sofort oder später ein ordentliches Kindermädchen. Frau W. Brauckmann. Elnmachfrüchte schützt sicher vor dem Verderben mein = Salicyl-Kräuteressig. Alle anderen Einmachartikel bekannt gut und preiswürdig bei Ernst Klein, Hüsingstraße 15. A Schiler der Mittel= und Hochschulen, die sich ein kleines Einkommen verschaffen wollen, senden ihre Adresse unter W. 125 an Hausenstein& Vogler, A.-G., Köln Rh. aus der besten Weingegend v. Obertalten. direkt vom Produzenten bezogen, lieblich und feinschmeckend, jedem Kranken zu empfehlen, pr. Liter nur 90 pfg. Zu haben bei Angelo Martinelli, ital. Weingroßhandlung, Schwerte, Moltkestraße 38. Agent ges.t Verk ms. Sgar. H. Jürgensen& Co., Hamburg. n„ sof. Befreiung garant. Aerztl. Zeugn. Prospekt Hellnussen u. verschl. Zimmermann& Co., Heidelberg(Bad.) Baumschulen-Grossenglis Hoch- und Halbhochstämmen in Kern= u. Institut für Zahnleidende von F. Uhrig, Dentist, Schwerte, Grosse Marktstr. Nr. 1, gegenüber der reformierten Kirche. Alten u. Jungen Männern wird die in neuer vermehrter Auflage erschienene Schrift des Med.-Rath Dr. Müller über das Ofeiuen- u. Seouat. Gazetem sowie dessen radicale Heilung zur Belehrung empfohlen. Freie Zusendung unter Couvert für eine Mark in Briefmarken. Curt Rübber, Vraumschmeig. Kandeis=Lachrichten. Schwerte, den 16. Septbr. 1903 50 Kg= 100 Pfd. Makulatur=Papier zu haben bei Cark Praus. Werlet Nebeneinkommen für Herren und Damen aller Stände durch Schreibarbeiten, häusliche Tätigkeit, Handarbeiten aller Art, Adressennachweis, Vertretung und Vertrieb von patent. Artikeln bei tägl. Barverdienst von A 10 bis K 50. Ueber 200 Angebote(Anfr. m. Rückp.) verm. d. Nebenverdienst=Zentrale in Pelimnenbert. 1660 Rheumatismusund Gicht=Kranken teilt unentgeltlich mit, was ihrer lieben Mutter nach jahrelangen gräßlichen Schmerzen sofort Linderung und nach kurzer Zeit vollständige Heilung brachte. Marie Grünauer, München, Pilgersheimerstraße 26 a/II. 3—s250 —.—— 110 Kartoffeln 50Kilo Brot 5 Kilo Butter per Pfd. Eier 18 Stück Neuß, 15. Sept. Rübör per 100 kg in Partieen von 100 Ctr. (ohne Faß) 48.50, Rüböl Foggg kg faßweiße(ohne Faß) 50,, gereinigtes Oel per 100 kg 3— höher als Rüböl. Rübkuchen p#00 kg 88, in kleineren Partieen 92 Mk. Kleie 4,80 Mk. pr. 50 bg Butter per kg 2,40, Eier pe 100 Stück 7,50 Mk. neuer I. 16,20, do. II. 15,2//60. 00,00. Roggen, neuer 1. II. 12,60, III. 00,00, Hafer I. 12,70, II. 11,70, Raps I. 19,75, II. 18,06 Mk., alles die 100 kg. 4marh Köln, 15. Sept. Fruch. gz Weizen 00,00, Roggen% g, 0 0000—0000, Hen.—) 800, Maschinenstroh,(Roggen=, 370, Richtstroh(Fiegeldrusch)o## Krummstroh 2,80 Mk. die 100—.