1 Amtiches Kreisekaf ich den Kreis Norch. ura Insertionsgebühr für lokale Anzeigen, die sechsgespaltene Petitzeile oder deren Raum 10 Pfg., außerhalb 15, Reklame=Zeile 40 Pfg., Druck und Verlag von Carl Braus in Schwerte, Fernsprech=—„ Nr. 62. Amt Schwerte. Telegr.=Adresse ernberech Aunichng grang Schrtehahe Alle Kreis= und Lokalpolizeilichen Verordnungen für den Kreis Hörde erlangen gemäß Bekanntmachung der Königl. Regierung durch Veröffentlichung in der„Schwerter Zeitung" rechtsverbindliche Kratt. Nr. 212. Schwerte, Donnerstag den 10. September 1903., Ein eminent wichtiger Gesetzentwurf. Gemäß den Beschlüssen des preußischen Landtags vom Juni 1902 zu den auf die Bekämpfung des Alkoholismus gerichteten Anträgen des Abg. von Douglas, wurden zwischen der Kommission und den preußischen Ministerien, sowie Vertretern des Reichsjustizamts und des Reichsamis des des Innern Vorschläge auf Abänderung der Gewerbeordnung vereinbart, die nunmehr seitens der preußischen Regierung in Form einer Novelle zur Gewerbeordnung der Reichsverwaltung vorgelegt wurden. Die in Mainz erscheinende„Deutsche Weinzeitung“ ist in der Lage, den seither von der Regierung noch nicht veröffentlichten Gesetzentwurf der Bestimmungen mit Begründung zu publizieren, der eine Reihe wichtiger und interessanter Bestimmungen, z. B. die obligatorische Bedürfnisfrage für Wirtschaften, fakultatieve Vorschriften zur Förderung alkoholfreier Getränke, Ausschluß weiblicher Bedienung, Verbot des Borgs, härtere Strafbestimmungen, eventl. Verlust der Konzession, Im Einzelnen wird u. a. bestimmt: Die Landesregierungen sind befugt zu bestimmen, daß den Schankwirten durch die Konzessionsbehörden auferlegt werden kann, bestimmte kalte Speisen und bestimmte nichtgeistige Getränke zur Verabfolgung an die Gäste bereit zu halten. Ferner sind die Landesregierungen befugt, zu bestimmen, daß die Erlaubnis zum Betriebe der Schankwirtschaft unter Bedingungen erteilt werden kann, welche die Annahme von weiblichen Arbeits= und Hilfskräften beschränkt oder aufhebt. Die Schankwirte dürfen den Gästen Getränke, von Notfällen abgesehen, zum Genuß auf der Stelle nicht auf Borg verabreichen. Die Forderungen für Getränke, welche den vorstehenden Bestimmungen zuwider verabfolgt worden sind, können weder eingeklagt, noch in sonstiger Weise geltend gemacht werden. 1.8 461„„ Wer vorsätzlich ohne die vorschriftsmaßige Geneymtgung zum Betriebe der Gastwirtschaft, der Schankwirtschaft, oder des Kleinhandels mit Branntwein oder Spirituosen, diese unternommen oder fortgesetzt hat, wird mit Strafen von 50 bis 1000 Mark, oder mit Haft oder Gefängnis bis zu 3 Monaten bestraft. Der Verlust der Konzession zum Betriebe der Gastwirtschaft 2c. kann auch eintreten, wenn der Inhaber, ohne Vorwissen von der Uebertretung des Stellvertreters, bei der unter den Verhältnissen möglichen eigenen Beaussichtigung des Betriebes, oder bei Auswahl oder der Beaussichtigung der Vertretung es an der nötigen Sorgfalt hat fehlen lassen. Aus der Begründung ist zu entnehmen: Der Schwerpunkt der im Kampse gegen den Alkoholismus zu ergreifenden Maßnahmen liegt unseres Erachtens auf dem Gebiete der Gewerbeordnung. Insbesondere wird durch eine strengere Handhabung des Konzessionswesens und eine Verschärfung der Vorschriften über den Bedürfnisnachweis für eine Erschwerung der Gelegenheit zum Alkoholgenuß Sorge getragen werden müssen. Auch wird in Frage kommen, ob nicht eine Verschärfung der Vorschriften über Bestrafung von hierher gehörigen Uebertretungen im Wiederholungsfalle für angezeigt zu erachten sein wird. Uebersicht. Die Kaisermanöver in der Provinz Sachsen nahmen bisher einen ungestörten Verlauf. Das Wetter ist kühl und stürmisch geworden, was für die Truppen aber besser ist als die drückende Hitze. Gehörte der Erfolg des ersten Tages den Sachsen(der blauen Armee), so gipfelte der zweite Manövertag in der unter Führung des Kaisers gerittenen großen Kavallerie=Attacke bei Roßbach, welche die Entscheidung zu Gunsten der roten Armee Preußen) brachte. Ueber diese Attacke schreibt Richard Schott u. a.:„Plötzlich stürzten sich Teile des Kavalleriekorps auf die weiter unten am Hügel feuerne sächsische Artillerie. Diese wendete nun zwar sofort die Geschütze und konnte noch gegen die anstürmenden Reitermassen feuern. Aber der Ansturm der Uebermacht war zu groß und die Batterien wurden überritten. Inzwischen war das Gros des Kavalleriekorps etwas nach Norden eingeschwenkt. Die Regimenter, die eben attakiert hatten, sammelten sich wieder. Voran sah man die Standarte des Kaisers flattern, der die Uniform der Leibkürassiere trug. Und nun stürzten sich alle 12 Regimenter auf die bei Roßbach stehende Infanterie von Blau, während von der Höhe aus die vier reitenden Batterien und die beiden Maschinengewehr=Abteilungen den gewaltigen Angriff unterstützten. Erst nach längerer Pause wurde der Attacke Infanteriefeuer entgegengesandt, nun allerdings sehr wirkungsvoll durch das ganze 177. Regiment bei vollkommen freiem Schußfelde. Ein Teil des Kavalleriekorps, von dem man schließlich vor der gewaltigen Staubwolke, die das ganze Tal erfüllte, kaum noch etwas sehen konnte, schwenkte nun abermals nach Norden, um eine Artilleriestellung zu attackieren. Gleich darauf aber wurde die Uebung abgebrochen. Derselbe Berichterstatter meldet, daß sich über die Leistungen der Rohrrücklaufgeschütze vorläufig noch nichts sagen lasse.— Vom dritten Manövertage wird berichtet, daß die rote Armeeabteilung Befehl hatte, die rechte Flanke der blos gedachten Westarmee, die weiter zurückgehen mußte, zu decken. Der Führer von Rot beschloß daher, auf Camburg und Sulza an der Saale zu marschieren. Die blaue Partei war der Verfolger und schob sich nach heftigen Kämpfen südlich von Naumburg vor Abonnementspreis pro Quartal 1 Mark 65 g., 42 Pfg. Bestellgeld, wenn durch die Post bezogen. Erscheint an jedem Wochentage. Wöchentliche Gratisbeilage:„Illustrierte## Familienfreund.“ 36. Jahrgang. das Marschziel des zur roten Armee gehörigen 11.Armeekorps. In letzter Stunde aber kam das 4. Korps heran nd brachte das Vorgehen von Blau zum Stehen. Nachher hatte die rote Partei freie Bahn. Der Kaiser, der ebenso wie König Georg von Sachsen und die anderen Fürstlichkeiten diesem Kampfe beigewohnt hatte, kehrte Nachmittags nach Merseburg zurück. —Unser Kaiser trifft am 18. d. M., nachmittags, von Ungarn kommend, über Wiener Neustadt in Wien ein. In Wiener Neustadt wird der kaiserliche Gast von den zum Ehrendienste kommandierten Offizieren begrüßt werden. In Wien werden Kaiser Franz Josef und die Erzherzogin zum Empfange auf dem Bahnhofe anwesend sein. — Evangelischer Oberkirchenrat. Der infolge Heimganges des Präsidenten des evangelischen Oberkirchenrates, Wirklichen Geheimen Rats D. Dr. Barkhausen vom Urlaub zurückgekehrte geistliche Vizepräsident dieser Behörde, Wirklicher Oberkonsistorialrat D. Freiherr v. d. Goltz, hat die einstweilige Führung der Präsidentengeschäfte des evangelischen Oberkirchenrats übernomven. Unsere Manöverflotte, die jetzt ihre Schießübungen in der Ostsee abhält, hat leider einige kleine Unfälle zu verzeichnen. Zwei Matrosen wurden nach der T. R. durch Sturzseen schwer verletzt, zwei andere von einer Sturzsee über Bord gespült; diese beiden ertranken. — Die sozialpolitische Stellung des Kardinals scher, Erzbischofs von Köln, lernt man aus einer Berichtigung kennen, die er der Straßb. Post zugehen läßt. Es heißt darin: Nach Ihrem Bericht soll ich bei einer Arbeiterversammlung gesagt haben,„nur die katholische Kirche könne den Arbeitern wirkliche und durchgreifende Hilfe und Aufbesserung ihrer Lage bringen. Sie wollen mir gestatten, zu bemerken, daß ich weder öffentlich noch privatim diesen Standpunkt vertrete. Ich habe ihn auch nicht in der betreffenden Versammlung vertreten. Wohl betone ich mit aller Entschiedenheit die Notwendigkeit des religiösen Einflusses behufs Lösung der sozialen Frage. Allein erstens bin ich nicht so engherzig, daß ich nicht auch den von nichtkatholischer, aber positiv=christlicher Seite kommenden religiösen Einfluß gelten lasse, ich begrüße ihn vielmehr freudig. Zweitens bin ich auch nicht so unklug, daß ich den hervorragend wirtschaftlichen Charakter der sozialen Frage verkennen soll und nicht die Notwendigkeit des Eingreifens anderer Faktoren und zumal auch des Staates anerkenne und fordere. Oesterreich. Die Erledigung der ungarischen Ministerkrise ist bis auf Weiteres vertagt worden, nachdem auch der VorMerksprüche. „Zwei Seiten hat ein jedes Ding. Du führst den Spruch im Munde, Doch achtest Du ihn oft gering Gerad' in ernster Stunde. * Mancher glaubt vollkommen zu sein, während er nur unverbesserlich ist. verhaugutsvolle Eryschaft. Roman von F. Arnefeld. (11. Fortsetzung.) (Nachdruck verboten) „Ja; ich konnte aber an dem Tage nicht nach Charlottenburg hinausgelangen. Ich war am Morgen angekommen, wollte mit dem Nachtzug wieder abreisen und war sehr gehetzt.“ „Sie wollten in Berlin Geld aufnehmen?“ „Ja.“ „Und das gelang Ihnen nicht?“ „Nur zum geringen Teil.“ „Warum wandten Sie sich denn nicht an Ihren reichen Freund?“ „Das wäre ganz aussichtslos gewesen, er würde es mir nie gegeben haben.“ „Er besaß doch Millionen und hatte Sie zum Erben eingesetzt.“ „Weil er mich ebenfalls für einen reichen oder recht wohlhabenden Mann hielt.“ „Nach dem Grundsatz: Wer hat, dem wird gegeben!“ lachelte der Amtsrichter, wurde aber schnell wieder ernst und fügte hinzu:„Es ist doch aber sonderbar,; daß Sie Ihren Freund nie um ein Darlehen gebeten haben wollen.“ „Das würde Ihnen nicht sonderbar erscheinen, wenn Sie Ahrweiler gekannt hätten, wie ich. Er ging von dem Grundsatz aus, Freunde dürften einander weder leihen, noch schenken." „Aber einander zum Erben einsetzen, spottete der Amtsrichter. Da Dornedden darau schwieg, setzte er hinzu:„Sie haben in Ihrer großen Verlegenheit die Bitte doch an ihn gerichtet, und er hat sie Ihnen abgeschlagen. „Nein, Herr Amtsricher, nein!“ rief Dornedden, aber sein ohnehin bleiches Gesicht spielte jetzt ins Grüniche und große Schweißtropfen standen ihm auf der Der Amtsrichter bemerkte mit Genugtuung den Eindruck, den seine Worte gemacht hatten und fügte schnell, um den andern gar nicht zur Besinnung kommen zu lassen, hinzu:„Sie sind an jenem verhängnisvollen Vormittag zu ihm gekommen, er hat Ihnen Ihre Bitte abgeschlagen, Sie sind mit ihm in Streit geraten, haben den Dolch von der Wand herabgerissen—“ „Halten Sie ein, Herr Amtsrichter, ich bitte Sie um Gotteswillen, halten Sie ein!“ schrie Dornedden und schlug die Hände vor das Gesicht. 4166 „Es verhielt sich so, ich habe dasRrichtige gerroffen. „Nein, o nein, ich bin an jenem Tage garnicht in der Uhlandstraße gewesen! Aber— aber—“ „O fragen Sie mich nicht! Ich kann es nicht hören! Ich kann Ihnen nicht antworten!“ Er brach in ein krampfhaftes Schluchzen aus und der Amtsrichter sah ein, daß er nicht weiter in ihn dringen dürfe. Wozu auch? Dornedden hatte ja seine Schuld so gut wie eingestanden, alles Nähere konnte er ruhig der folgenden Untersuchung überlassen. Kilian nahm Müseler bei Seite und sprach eifrig auf ihn ein, der Kriminalkommissar zog aber eine bedenkliche Miene und antwortete durch Kopfschütteln und Achselzucken, der erstere blieb jedoch Sieger. „Es mag nicht ganz richtg sein, so tue ich es au meine Gefahr, murmelte er,„ich darf dem Manne nicht die Möglichkeit lassen, die Flucht zu ergreifen. Wieder zu Dornedden tretend, redete er diesen an:„Ich muß Sie Der Fabrikbesitzer fuhr auf wie aus einem wüsten Traum..„ „Mich verhaften: Warum: „Unter dem Verdacht, den Rentier Ahrweiler ermordet zu haben. „Schrecklich!“ Schrecklich!“ murmelte Dornedden, dann hob er die Hände empor und flehte verzweifelt: „Tun Sie das nicht, Herr Amtsrichter, lassen Sie mich fort, ich bin zu Hause gar zu notwendig! Ich verspreche Ihnen, mich Ihnen zu stellen, sobald Sie mich dazu au Kilian mußte über diese Naivität unwillkürlich „Das geht nicht an,“ sagte er weniger streng wie vorher,„die Verhaftung soll aber mit aller Schonung ausgeführt werden. Die dort im Zimmer versammelten Herrschaften sollen nichts davon merken, Herr Kommissar Müseler wird Sie in einer Droschke nach dem Unter suchungsgefängnis bringen. Schicken Sie sich darein, Herr Tornedden, redete ihm dieser zu,„es bleibt Ihnen nichts anderes übrig. Wenn Sie sich unschuldig wissen, brauchen Sie ja nicht Dornedden antwortete nur durch einen tiefen Seufzer und fragte dann:„Darf ich nicht vorher meinen In meiner Gegenwart?“ fragte der Amtsrichter. „In Ihrer Gegenwart,“ erklärte Dornedden, und Müseler ging, um Willibald herbeizurufen. bieher immer noch enschlosen, und iu Sachen der Hertiet ist scheitern alle Bemühungen betreffs. Ucht ist, scheuten uur Eemühungen betreffs der Neubildung des Kabinetts. Graf Khuen Hedervary wird also einstweilen noch weiter fortwursteln. Frankreich. — Das Schicksal Elsaß=Lothringens, die alte Sorge Kaiser Wilhelms früherer Man schreibt der„Schlesischen Zeitung": Anknüpfend an die Worte des Kaisers,„daß ernsthafte, unablässige Vorbereitungen ihn in den Studien auf dem Gymnasium und unter Leitung des Geheimrats Hinzpeter befähigt haben, Arbeitslast auf die Schultern zu nehmen“, und vaß„schon damals die Lehrer, überzeugt von der hohen Aufgabe, die ihnen übergeben war, alles daran setzten, jede Stunde un jiede Minute auszunutzen“, wird es für manchen geuen### Interesse sein, einmal einen Einblick in das Eirrn des damaligen Prizen Wbujgr, 6ie=grf, aum. Vor mie liegt ein Stundenplan, am 12. Oktober 1874 beginnend, der besser als alle Worte beweist, wie zutreffend die Aeußerung des Kaisers über das„Ausnützen von Stunden und Minuten ist, und daß er wohl berechtigt war, die Zeit als„schwer zu empfinden. Wie wenige Knaben kennen solche schwere Arbeitstage! Schon um 5 Uhr begann der Tag mit g## englischem Muster gründlicher Toilette, d. y. einem dem dann ein leichtes englisches Frühstück mit Thee folgte. Die 6. Morgenstunde fand den Prinzen Witzek, aog u Arbeitstische, wo er im ernsten Studium täglig, eir###nt langen, verbunden war, so ging auch keine Zeit auf Schulwege verloren. Der Prinz nahm von 8 bis 9 u 50 Minuten an dem Unterricht im Ghmnasium teil. Dann trat eine Frühstückspause von 20 Minuten ein, die der Prinz 12 Uhr am Unterricht teilzunehmen. Run folgteg,# bis 1¼ Uhr dauerte. Daran schloß sich ein gegolisches vo der Wiederholung gewidmet. Damit war end2% 95 G555 AOC .* Die Kaiserin nimmt bekanntlich stets lebhaftes Interesse an allen humanitären, sozialpolitischen Erscheinungen, und so hat sie auch dem in Münden errichteten ersten Heim für Lokomotivführer ihren Besuch zugedacht. Unsere Leser erhalten beistehend eine Abbildung desselben, nach welcher es sich als ein sehr stattlicher Bau repräsentiert. Derselbe liegt auf dem Kattenbühl bei HannöverschMünden, sein Bau wurde von dem Staatsminister von sselen mit geehen Loterche gesotett. Der Eatuut. waren. Wenn nicht ein Besuch des nahegelegenen Königl. Theaters das tägliche Einerlei unterbrach, lag schon um 9 Uhr das„Fürstenhaus“ in Dunkelheit gehüllt. und Landwirtschaft. * liggen auch aus Renaissance, die hier in einer eigenartigen Weise zum Ausdruck gelangen und durch reizvolle Gruppierung u. interessante Ausgestaltung im Detail zu einem wohlgelungenen Gesamtbild sich vereinigen. Die Fachwerkgiebel, der Turm, die Erker und Balkone, das alles trägt dazu bei, dem Heim einen behaglichen Charakter zu verleihen. Der junge Mann war sehr bleich und verstört, denn er hatte soeben einen überaus häßlichen Auftritt durchlebt, einen Auftritt, der einschneidend für ein ganzes eben wve Zöhne und ihre Tochter hatten, ohne von Vater des Mordes an durch die Schwestern des Verstorbenen in Schutz genommen und unterstützt worden. In seiner tiefen Seelenangst hatte er sich zu Charlotte Kunze, der Tochter der Regierungsrätin, gewendet und in herzzerreißendem !! Grünfütterung. Es negen auch aus diesem Sommer recht eindringliche Erfahrungen vor, aus denen hervorgeht, wie ein Uebermaß in der Grünfütterung keinen Vorteil zu bringen vermag, weder dem Landwirte, noch dem Milchvie# selbst. Bei starker Kleefütterung z. B. erfährt ja allerdings die Milchproduktion eine ganz gewaltige Steigerung nach beiden Seiten hin, allein die im Futter enthaltenen Eiweißstoffe werden im tierischen Körper nicht mehr verdaut, und sie verlassen, ohne jedweden Nutzen zu stiften, den Darm. Der bekannte Professor Or. G. Kühn in Möckern hat nach dieser Richtung hin Versuche mit Milchkühen gemacht und bewiesen, wie bei ausschließlicher Fütterung mit jungem Klee eine große Futterverschwendung getrieben wird. Die Kühe erhielten pro Tag und Stück 56 Kilogramm Grünklee ohne Nebenfutter und dann zur Probe nur 38 Kilogramm in entsprechender Mischung mrt Gerstenstroh. Die Menge und Beschaffenheit der Milch blieb bei beiden Futterarten dieselbe. Daraus geht hervor, wie nicht die Menge des guten Futters den besten Erfolg zeitigt, sondern das, was verdaut und vom Futter verbraucht wird. Allerdings ist das Grünfutter nicht immer so nährstoffhaltig. Wenn es in vorgerückter Entwickelung in voller Blüte der Pflanze geschnitten wird, ist eine Beimischung von minderwertigem Futter nicht notwendig, weil vielmehr oft das Futter alsdann wegen zu großer Menge und geringer Verdaulichkeit ohnedies ungenügend sein und eine rasche Abnahme in der Milchproduktion eintreten kann. Es ist deshalb eine wichtige Aufgabe des Landwirts, durch passende Mischung, auch von Grünfutter untereinander, z. B. von Gras, Grünroggen oder Grünmais mit Klee, Luzerne oder Futterwicke, sowie durch Anbau von bestimmten Futterarten und Futtermischungen, soweit möglich, während der ganzen Dauer der Sommer=Stallfütterung den Tieren ein dem jedesmaligen Fütterungszweck nach Nährstoffgehalt und Nährstoffverhältnis entsprechendes Futter vorzulegen. Landsmann eine Wirtschaft in Oberbergheim besucht, in der ein Bild des Kaisers an der Wand hing. Er hatte mit Bezug auf das Bild unflätige Aeußerungen gegen den Kaiser ausgestoßen und war deshalb verhaftet worden. Im Gefängnis machte er dann einen Fluchtversuch, der ihm aber nicht gelang. Die Strafkammer verurteilte ihn zu vier Monaten Gefängnis. Lokales. ** Schwerte, 10. September 1903. **(Bergarbeiterbewegung.) Auch am letzten Sonntage wurden im Ruhrkohlenrevier mehrere öffentliche Bergarbeiterversammlungen abgehalten, in welchen die Lage des Bergarbeiterstandes besprochen wurde. Wesentlich neues boten sie nicht. Auch hat ihre Zahl abgenommen. Die anfänglich hochgradige Mißstimmung unter den Bergarbeitern des Ruhrkohlenreviers hat sich erheblich gemildert. Eifrig wird in Bergarbeiterkreisen die durch die sozialdemokratischen Aeltesten im Sonderausschusse zur Bekämpfung der Wurmkrankheit geschaffene Lage bezw. die Behandlung der Wurmkranken kritisiert. Man wünscht, daß der allgemeine Knappschaftsverein den früheren Beschluß wieder aufhebe und den Krankenhäusern den Zuschuß für Wurmkranke wieder gewähre. Dieser Punkt steht bereits auf der Tagesordnung der nächsten Knappschaftsvorstandssitzung.(S. weiter unten.) ***(Schutzverein für Handel und Gewerbe.) In den Räumen des Herrn Wilkes an der Bahnhofstraße hielt der immer mehr aufblühende Schutzverein für Handel und Gewerbe eine gut besuchte Generalversammlung ab. Man will in nächster Zeit einen Redner gewinnen, der über ein noch bekannt zu gebendes Thema einen Vortrag halten soll. Auch der von Dortmund aus in letzter Zeit so vielgenannte„Mann mit der Mütze", wenn auch nicht in der Form, sondern dem Wesen nach wird in Schwerte seinen Einzug halten. Der Verein hat nämlich die Anstellung eines Mahnboten in Aussicht genommen, welcher die Aufgabe bekommt, die auf der„schwarzen Liste" stehenden faulen Kunden von Vereinswegen zu mahnen. Die nähere Erörterung der letzteren Angelegenheit wurde jedoch bis zur nächsten Versammlung verschoben. Gharlotte, reden Sie doch ein Wort zu meinen Gunsten! Können Sie das von dem Vater des Mannes Mit einem heftigen Ruck hatte sie ihre Hände, die er Geld zugewendet hat und zum Dank dafür hat er ihn abgeschlachtet, um früher in den Besitz der Erbschaft z „Eharlotte, das können Sie mir sagen, mirl Haben „Rein, ich muß zu meiner Schande daran denken!“ Ich bedaure jedes freundliche Wort, das ich zu IhSie fnd für mich vevst zeostespenn Shr Pater nicht der Mörder meines Onkels wäre. Seine Erbschleicherei hat schon eine unübersteigliche Schranke zwischen uns aufgeseve(Forisetzung folgt.) Aus dem Ruhrkohlenrevier schreibt man der„K. Vztg.“: Vor etwa 14 Tagen fand in Witten eine von sozialdemokratischer Seite einberufene sammlung statt, in der ein bekannter sozialistischer Wortführer gegen das auf der Zeche„Franziska Tiefbau“ gehandhabte System des Wagennullens kräftig zu Felde zog. Anstatt anzuerkennen, daß auf der genannten Zeche das Nullen nur in sehr beschränktem Maße und nur bei tatsächlicher Unbrauchbarkeit der Kohle zur Anwendung kommt, griff der Redner die Verwaltung der genannten Zeche an. Letztere hatte hiervon Kenntnis erhalten und ließ den Worthelden eines Tages aus der Grube holen. Kurz und bündig wurde ihm die Kontrolle über die aus der Grube kommenden Kohlen anvertraut. Das Verlangen, einen Arbeitervertreter bei dem Wagennullen heranzuziehen, war nun erfüllt, indes hatte das Exempel nur den Erfolg, daß die Sozialdemokratie um eine Blamage reicher wurde. Nach beendeter Schicht nämlich die von dem Arbeitervertreter genullten Wagen gezählt, und was ergab sich? Während bisher ohne Beaufsichtigung durchschnittlich 60 Wagen als minderwertig bezeichnet wurden, deren Werte aber bei dem auf Franziska“ herrschenden System den Arbeitern gutgeschrieben werden abzüglich eines kleinen Prozentsatzes hatte der neue Herr Kontrolleur nicht weniger, wie 112 Wagen, also beinahe das doppelte Kohlenquanium aussetzen lassen. Ueber diese„Arbeiterfreundlichkeit“ ihres „Vertreters“, sollen die Bergleute sehr ungehauten geweer ken. **(Aufführung der Kriegsfestspiele.) Wie uns mitgeteilt wird, ist das für die Aufführung der Werningschen Kriegsfestspiele vom Kriegerverein eingesetzte Komitee unter dem Vorsitze des Herrn Postdirektor Dicke mitee unter dem Vorsitze des Herrn Postdirektor Diecke eifrig damit beschäftigt, alle Vorarbeiten auf das Sorgfältigste zu erledigen. Die Beteiligung an den Festspielen wird eine sehr rege sein und unter den mitwirken# Damen und Herren herrscht große Begeisterung. Das is natürlich die beste Gewähr für ein gutes Gelingen von Herrn Werning persönlich geleiteten Festspiele. Wir wünschen dem„Schwerter Kriegerverein", daß seine emsigen Bemühungen zur Aufführung dieses groß angelegten patriotischen Werkes durch rege Unterstützung der Bewohner von Stadt und Land belohnt werden. Kleine Chronik. Colmar,7. Sept. Ein Franzose stand nach der „Straßb. Post“ wegen Majestätsbeleidigung letzter Tage vor der hiesigen Strafkammer. Ende Juli hatte er mit einem **(Ferien=Strafkammer Hagen.) Sitzung vom 7. September. Zur Zeit der Reichstagswahl im Jahres gingen auch in unserem Schwerte die Wogen. politischen Erregung recht hoch. Die Wahl. un, hatte, wie wir seinerzeit berichteten, einigen hiesig. 1 gen Leuten den Kopf besonders heiß gemacht. In de Nacht zum 19. Juni zogen sie angetrunken durch die Straßen der im Schlummer liegenden Stadt, machten nen gewaltigen Lärm und ließen ihren Bömelburg u unterbrochen hochleben. Die Krakehler waren die Draht zieher Otto Schl., Friedrich D., Klemens H. und der brikarbeiter Heinrich M., sämtlich aus Schwerte. der Bahnhofstraße trat den nachtlichen Radauhelden Polizei entgegen und versuchte die beiden erstgenaxiten Angeklagten festzunehmen, besonders weil der erste Namen nicht angeben wollte. Die sich der Verhaftung auf das heftigste, und der Beamte## riet in eine so bedrängte Lage, daß er seinen Revolver 306 und drei Schüsse auf die rohen Burschen abgab, die ie, doch niemand verletzten. Einige der Angeklag dn noch in derselben Nacht, andere des Morgens festc die Wucht des Anpralles antgenehmen., cheme gz. Sage, stehen ihnen bevor. Und zu ahm er scheu seinen Ei=lau den naturlichen Gefahren kommen noch, besonders jenschleunigst nach Hause. seits der Alpen, die Nachstellungen der Vogelfänger, deren ter den Kopf getroffen traurigem Handwerk selbst internationale Abkommen noch hätte, hätte der Unfall dem Kleinen leicht das Leben ko- nicht habenein Ende bereiten können. Nur höchst ungern sten können. Deshalb, ihr Eltern, schickt eure Kinder und mit aufrichtiger Trauer sehen wir die geflügelten nicht aus zu so gefährlichem Tun, bei welchem sie nach Segler der Lüfte von uns scheiden, gehören doch zu den unserer Meinung auch mehr Schuhzeug und Kleider zer- Zugvögeln die besten Sänger in Wald und Feld, deren reißen, als die ganze Sache einbringt. anheimelnden Produktionen wir in den Frühliungs= und **(Mit dem Revolver schoß) ein Mann darüber, weil man ihm ganz vernünftigerweise hiesigen Wirtschaft, da er schon geni war, kein Getränk mehr verabfolgen Laufe des hierüber sich entspinnenden hand vor die Tür setzte. Er feuerte dr ab, die die Anwohner der betreffenden Straße in hegreifliche Aufregung versetzten, zumal es zur Nachtzeit war. Als die schnell herbeieilende Polizei sich den mutigen in Hannover, n der deutschen Zeise zum Auserung u. interdohlgelungenen erkgiebel, der trägt dazu bei, erleihen. eim besucht, in : Er hatte mit en gegen den haftet worden. chtversuch, der verurteilte ihn nber 1903. letzten Sonntage che BergarbeiterLage des Bergh neues boten sie Die anfänglich beitern des RuhrEifrig wird in ratischen Aeltesten zurmkrankheit genkranken kritisiert. schaftsverein den Krankenhäusern re. Dieser Punkt nächsten KnappGewerbe.) In c Bahnhofstraße zverein für Haneralversammlung edner gewinnen, hema einen Vornd aus in letzter ütze", wenn auch sen nach wird in erein hat nämlich ssicht genommen, f der„schwarzen Vereinswegen zu letzteren Angeleersammlung veriele.) Wie uns ung der Werningin eingesetzte Kosostdirektor Zicke sostdirektor Diecke in auf das Sorg= an den Festspieden mitwirkenden eisterung. Das ist utes Gelingen der en Festspiele. Wir in“, daß seine emeses groß angelegterstützung der BeDie Anmüchlerg der Knabe sich auf halber Höhe des Bahndammes Zugvögel mit ihrer Uebersiedelung in ein wärmeres Klima befand, so fiel er diesen durch die Wucht des Anpralles unternehmen, schwexe Tage stehen ihnen bevor. Und herab. Ganz blaß aussrgte, zgehm Wenn der Stein statt der Schulter den Kopf getroffen tragrigem Handwerk selbst internationale Abkommen noch u05 esh sh e Möglichkeit hinweghilft. Die in Berlin zur Schau gestellen beiden böhmischen Zwillingsschwestern Rosa und Josefa Blazek, die wir unsern Lesern beistehend im Bilde vorführen, erfahren in der wissenschaftlichen Berliner Wochenschrift eine eingehende wissenschaftlich=kritische Besprechung durch den PrivatDozenten Dr. Henneberg und Fräulein Dr. Stelzuer. Obwohl die beiden Mädchen unzertrennbar aneinander gekettet sind, und obwohl ihnen ihr Zusammensein etwas ganz Selbstverständliches ist, fühlen sie sich doch als zwei Schützen einmal bei Lichte besehen wollte, fand sie niemand mehr vor. Der gute Mann hatte Lunte gerochen und sich rechtzeitig seitwärts in die Büsche geschlagen. **(Schlecht erging es) dem Fabrikarbeiter H. Sch. von hier, wenn auch größtenteils durch eigenes Verschulden. Sch. hatte seine Löhnung im Betrage von 60 Mk. erhalten und dann, nachdem er mit einem anderen Arbeiter gezecht hatte, sich im Walde zum Schlafen niedergelegt. Als er wieder wach wurde, mußte er die Entdeckung machen, daß ihm sein ganzes Geld bis auf den letzten Heller gestohlen worden war. Der Tat soll besonders der vorherige Zeckkumpan des Sch. sein. Wäre Sch. mit seinem Lohn direkt nach Hause gegangen, wie es ein ordentlicher Arbeiter selbstverständlich tut, so wär ihm nichts dergleichen passiert und seine Familie brauchte jetzt nicht für seinen Leichtsinn zu büßen. Humor und Satyre. ?(Ein Theaterzettel) im Braunschweiger Stadtmuseum, der aus dem Jahre 1743 stammt, enthält nachstehende wörtliche Schlußbemerkung:„B. B. Bekwemlichkeit des Publikumss ist angeorden tas die erste Reihe sich hinterlegt, die zweude Reihe knieht, die drüdde sützt, die vührde steht, könnens alle sehen. Das Lachen ist Verboten, weils ein Drauerspiel ist.“ völlig selbstständige Persönlichkeiten. Dem entspricht auch die durchaus verschiedene geistige Veranlagung. Josefa ist von phlegmatischem Temparament, geistig wenig regsam, Rosa dagegen lebhaft, etwas nervös, weit beweglicher und intelligenter. In allen Unternehmungen ist Rosa die führende und aktivere. Ihre Kleidungsstücke, d. h. richtiger die halben Stücke, sind mit verschiedenen Buchstaben gezeichnet. Der Gedanke, durch eine Operation getrennt zu werden, ist ihnen durchaus nicht unsympathisch; doch sind sie von der Unmöglichkeit eines solchen chirurgischen Eingriffes überzeugt. Die Zwillinge, die gegenwärtig 25 Jahre alt sind, geben übrigens an, daß sie erst im 6. Lebenjahre Verständnis für ihre Situation bekommen hätten. Am seltamsten ist es, wenn sie gehen, sie empfinden wohl ein Ziehen und Zerren in der Verbindungsstelle, zumeist aber gehen in gleichem Takt seitlich vorwärts und können stundenlang in Bewegung sein. est. Sest dent 10. Jaust heiaden sch die der Ur geklagten sämtlich in Untersuchungshaft. Ihre Bömelburg=Begeisterung, die, wie sich aus Vorstehendem ergibt, recht gefährliche Formen angenommen hatte, kommt ihnen recht teuer zu stehen. Schl. wurde zu 5 Monaten Gefängnis und 1 Woche Haft, H. zu drei Monaten Gefängnis und 1 Woche Haft und D. und M. zu je 2 Monaten Gefängnis und 1 Woche Haft verurteilt. Die Untersuchungshaft wurde sämtlichen Angeklagten angerechnet. ** Wandhofen, 9. Sept. Die Königliche Regierung zu Arnsberg hat die von der hiesigen Schulvertretung beantragte Erhöhung der Dienstalterszulage für die Lehrer von 160 Mark auf 200 Mark genehmigt. Somit ist auch Wandhofen in die Reihe derjenigen Gemeinden getreten, die ihren Lehrern den Alterszulagesatz von 200 Mark gewähren. Im Amte Westhofen beziehen die Lehrer der Gemeinden Westhofen, Syburg und Wandhofen 200 Mark, die Lehrer in den Gemeinden Garenfeld, Holzen, Geisecke, Lichtendorf und in der Schulgemeinde Höchsten 180 Mark Alterszulage. Eigener der Hd Berlin, 10. Sept. Wie der„Berl. Ztg.“ aus Merseburg gemeldet wird, sind beim Kaisermanöver infolge eines Unglücksfalles auf der Chaussee nach Groß=Kagna 2 Militär=Automobilfahrer(Unteroffiziere) vom 36. Infanterieregiment getötet worden. Hd. Berlin, 10. Sept. Zur Spionageaffaire in Ars wird gemeldet, daß der geständige Zeugsergeant von der Spandauer Munitionsfabrik kam und erst seit 2 Monaten auf der Feste„Kronprinz" beschäftigt war. Für 2 an Frankreich ausgelieferte Granaten erhielt er angeblich 4000 Frcs. Hd. Magdeburg, 10. Sept. Hier wurde der frühere [Kellner Emil Wulfert, der in der Uniform eines Hauptmanns der Garde=Landwehr beim Einkauf in verschiedenen Goldwarengeschäften Betrügereien verübt hatte, festgenommen. Da bei ihm auch Rechnungen auswärtiger Geschäfte und er Hörde, 9. Sept.(In Notwehr.) Der Hand=Hotels vorgefunden wurden, welche aus den Namen eines langer Gottlieb Winter aus Dortmund, der am 29. v. M.]Hauptmanns Wulfert lauteten, ist anzunehmen, daß er auch auf der neuen Brücke von dem Polier Gustav Kreß mitl anderwärts ähnliche Schwindeleien verübt hat. Wulfert einer eisernen Hacke geschlagen worden und deswegen in ein ist bereits im Jahre 1887 wegen gleicher Vergehen vorbeKrankenhans aufgenommen werden mußte, ist gestern vor= straft. mitag in Krankerhause Vethganten an Sechrertzinbung ve), gb. Guag, 10. Sept. Lebaud hat gestern in seiner storben. Gegen K. wird keine Anklage erhoben werden, 99 Eigenschaft„als Kaiser der Sahara“ an den Komandanten er in Notwehr gehandelt hat. des französischen Kreuzers„Galilee“ ein Telegramm gelrichtet, worin er den Befehlshaber und die Besatzung im Gesundheitspflege. Namen der Zivilisation wegen ihrer Haltung gegenüber den zu dem marrokkanischen Behörden auf Kap Juby beglückwünscht und !:(Schleigder hore, Perfonen bei geschlossenen Fenstern sein Bedauern ausspricht, daß die französische Regierung so die Nacht verbringen, ist am Morgen mit Kohlensäure ge= lange gezögert habt, seinem vor zwei Monaten gestellten schwängert— es wundern sich so manche Leute, daß sie Verlangen nachzukommen. morgens mit„eingenommenem Kopfe aufwachen, und merken Lic Marseille, 10. Sept. Hier ist die Beulenpest aus. nicht, daß das von dem Schlafen in ungenügend erneuerter gebrochen. Von 11 Fällen haben 7 tötlich geendet. Die Luft kommt— nun denke man sich gar ein Zimmer, in dem Pest soll, wie man glaubt, durch eine am Sonnabend in eine ganze Familie wohnt, urzrit Pinter wpegen der Wärme, Marseille aus Konstantinopel eingetroffene Lumpensendung möglich noch 9ekan der Hitze und der Fliegen bei geschlossenen eingeschleppt worden sein, die an einen Pappenfabrikanten Iv. Somyeg, ose räührt es ,. großen zeil, daß die Frauenzgericgtetz waxz unter dessen Arheiterg, fanden die Erkrankungen r ptersten Stönde so schnell verblühen, und nach der we= statt. Die beiden letzten, zodesfälle ereigneten sichggestern. (Es hat geholfen!) nämlich daß die Presse den Beschluß des Vorstandes des Knappschaftsvereins, den Krankenhäusern für die Behandlung Wurmkranker nicht Fenstern!, Daher ruget es zum großen Teil, daß die Fragen gei mehr 50 Pfennig Sonderbeitrag für Tag und Arbeiter Her untersten Stände so schnell verblühen, und nach der Ge=sstatt. Die beiden itir auf das Schärfste rügte. Aus burt von einem oder zwei Finoern schon wie alte Frazeg Die Bürgermeister von Marseiue uno meyrere andere peronen dn gewagren, emnmunig uug u, S#laussehen, noch dazu bleich und abgezehrtz ihre Männer ssn, wurden mit Pestserum geimpft, um bei einem eventuelen Bochum wird gemeldet: Der Vorstand des allgemeinen wenigstens den Tag über in anderer Luft, sie, aber haltez. Ie Besuch verseuchter Häuser geschützt zu sein. Knappschaftsvereins beschloß, den früheren auf Antrag mit geringen Unterbrechznägt pese gezeichnen kann, als mit Licd. Rom, 10. Sept. Der„Italie“ zufolge soll der des sozialdemotratischen Knappschaftsältesten gefaßten urm=uishruck: Schleichendes Gist! Ein altes Sprichwort sagt Papst entschlossen sein, entgegen den bisherigen GepflogenBeschluß, den Krankenhäusern für die Behandlung nicht umsonst: Oeffnet die Fenster in eurem Haus, so fliegen heiten seinen drei Schwestern nicht den Adelstitel zu verleihen. Wurmkranker nicht mehr 50 Pfg. Sonderbeitrag für den Apotheker und Arzt hinaus!“ Hd. Budapest, 10. Sept. Der Kaiser ist gestern nachLag und Arbeiter zu bewillgen, aufzuheben. Die Kran= gap, Jay,&a schelbung in der Frise erfolgt wäre welche Entim, ohne gesät und gepflanzt zu haben zu ertappen oder licherweise bemerkte heute morgen der Heier ,#be, Perz,. e. Gegenmaßregeln treffen. kranken 2,50 Mark. # ren, Dhnle gesat und gepflanzt zu haben, zu exlappen, Vert haß das Unglück verhütet wurde.— Da diese rohen„Versuche, zu ermitteln. So wurden, um nur einen der größeren die Fabrikanten in gemeingefährlicher Weise zu schädigen, Hd. Konstantinopel, 10. September. Die Unruhen in Diebstähle herauszugreifen, dem Landmann Kalthoss sich wiederholen, so wird man nicht fehlgehen, wenn man diese Beirut zwischen Christen und Muselmännern, wobei 20 Perauf dem früher Harmannschen Hof in Holzen vor einigen zerstörungslustigen Burschen unter den Unzufriedenen ver= sonen getötet wurden, sind durch das Erscheinen des amerinächtlicherweile fast zwei Zentner Stangenbohnen mutet, die auf diese verwerfliche Art und Weisgsfgche zu rz, kanischen Geschwaders veranlaßt worden. Die Amerikaner einend sind es imen suchen. Dis ussetzung, einer größeren, Selohnung fur wollten bei Ausbruch der Unruhen Truppen landen, der se 2 Garmen, 8. September. Ein schönes Beispiel von Ehr. Balit ließ sie jedoch wissen, daß er für nichts einstehe, falls Masesce d elh elcle eiäcste Kechscheseite Aistalsche schescässiesesce uis sechtlie KAlashech chelse blohgeleoten Telen der Halbe suchen nun befach binder Hiähse geworter worden ser. Lelbtücks als Ainsen in besetad Bung Paisgeronihs Werietge stacken völge. Da ucltAus Flur und Waior, ??(Für die Zugpögel) ist jett eine bewegte Zeit sangen sofortige Entfernung des Bali, dem sie die ganze gekommenzz nun heißt es, die große Reise nach dem Süden Schuld beimessen, und seine Ersetzung durch den Vali von zu unnerneymen, um den unbilden des ronizärgern ZPinters Damaskus Nazim Pascha. Gleiazeuig wurde der am erinutzlos, obgleich das Betreten der Arbeitsstätte dort vo. burch mehrmongagecg eugenthalt eueggäeg Vesubeg kanische Konsul um energischen Schutz der Fremdenkolonie Tagen nächtucherspelle gust zwei Zeiner Stangenbohnen mutet, gestohlen. Von den Tätern, denn anscheinenu sind esmen suchen. mehrere gewesen, fehlt jede Spur. **(Zum Bahnhofsbau.) Die den Rosen vorgelagerte Schlackenhalde des Nickelwalzwerkes wird zu den aus den umliegenden Wohnhäusern nach Schroben. Wir möchten an dieser Stelle doch die Eltern dringend davor warnen, ihre Lieblinge an die Halde zu lassen. Diese ist nämlich an mehreren Stellen unerwühlt, und wie leicht verscheuncden, dach ist es auf de Dauers t. Unerneyzgngzlschen utenthgals piren Gesiaßen Dangshzs Nazim Pascha, Gleichzeltg die Aue ue en e e haun ue bueg nehenengere Verstaizer Vegsee Vee gnliche Kautil im grhzishen, Shns ee ee e, ehe, Talausuwpelcgen, Mauage der brstgerstan geszhger i mexauf derselbe 50 Mann anden tätte dort vo. durch mehrnongzichen Arfenthalt an vongzäste haben uns kansche Konsu um ereizischen. Schug der Fremdenkolonie Ii jt. Hier müssen eben die Eltern selbst auszuweichen., Manche der grsieuerten Gäste Aüven u.—Versucht worauf derselbe 500 Mann landen ließ. Aus Smyrna Supreien und ipgeschehenes Unglick sie dazu veranlaßt, die Einflise der Witerung sind, halten sich wohl noch find ebenfals Schutmessen abgeladen werden Laum leicht emn Unfallschon das Resefsecber an. Sie tm sich Ister zu. größeren Sopurtmansen apgeiaget wergen, Iony.., H Mszz—, Gosellschaften zusammen, wayrscheinich, um über das vorkommen, da noch immer größere Steine sich zwischen).g der Fahrt zu beraten und zu beschließen; dem Anschittungsmaterial hefinden und dann mit grober vieleicht werden auch der jungen Generation, die zum Lewalt den Abhung des Bahndammes berunter-Eern. eriten Male die anstrengende Tour unternimmt, hierbei Se scden vie eriten nochmuiteg wie ein grode, Gu., die liczten Ernachungen und freudishn, Ausfmnter—uh. iun Tel vernetwgerlch Bil. Schehte. denr an dem Korfe enes efrig, buchegder, Kenoben bez, ungen gegeben. Fürwahr, es ist nichts einfages, was die Für den redaktionetten Zeu verantwortlich Milh. niedersauste und ion recht unsanft an der Schulter traf. ungen gegeben. Fürwahr, es ist z#rt andt au Wetterbericht. 11. Sept. Kühler, windig, wolkig mit Regen, teils heiter. 12. Sept. Wolkig, windig, kühler, teils Regen, teils sonnig. Garde= und Landwehr=Verein Zur Beerdigung unseres Vereinsmitgliedes des Leutnants a. D. und KriegsVeteranen Herrn General=Direktors " Berckemeyer (Ritter des roten Adlerordens IV. Klasse) tritt der Verein am Freitag, den 11. Septbr., vormitt. 9 Uhr im Vereinslokale an, um den Leichenzug bis zum hiesigen Friedhof zu begleiten. Vorstand. Kachrul. In der verflossenen Nacht sind wir durch den Tod unseres es Prn zeinen grosen Gerechügkeitzsinn und sein sich die Erde über irdischen Hülle geSchwerte, den 8. September 1903. Die Arbeiter der Aktien-Gesellschaft Eisen-Industrie zu Menden und Schwerte. Viehseuchen. Rotlauf. Amt Westhofen. Kreis Hörde. Unter dem Schweine=Bestande des Stellmachers Johann Stuhlmann zu Westhofen. Westhofen, den 7. Septbr. 1903. Die Polizei=Verwaltung. Viehsen Anl. Festgestelt: Rotlauf. Amt Westhofen. Kreis Hörde. Unter dem Schweine=Bestande des Arbeiters Josef Sonntag zu Westhofen, den 5. Sept. 1903. Die Poliz Neue Trührringk pr. Dtd. 47 Pfg., nieues Sauerkraut pr. Pfd. 8 Pfg., varantiert Schmalz pr. Pfd. 51 Pfg., feinste Transparentseife pr. Pfd. 16 Pfg., Silberseife pr. Pfd. 17 Pfg., Vulkanhölzer 3 Packete 16 Pfg. empfiehlt Adolf Kalsbach, Brückstraße 10. Am 7. d. Mts. verschied in Schwerte unser Vorstandsmitglied Herr General-Direktor Der Verstorbene hat unseren Verein mitbegründen helfen und seit der Gründung dem Vorstande angehört. Stets war er bereit, seine reichen Erfahrungen in tätiger Mitarbeit zum Besten des Vereins zu verwenden. Sein Andenken wird bei uns fortleben. Opattn9?Dortmund. Benal S Tehrma fen gesucht von Adolf Kalsbach, Brückstraße 10. Ein junges Mädchen sucht Morgensteire. 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