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Alle Kreis= und Lokalpolizeilichen Verordnungen für den Kreis Hörde erlangen gemäß Bekanntmachung der Königl. Regierung durch Veröffentlichung in der„Schwerter Zeitung" verbindliche Kraft. Abonnementspreis pro Quartal 1 Mark 65 g., exel. 42 Pfg. Bestellgeld, wenn durch die Post bezogen. Erscheint an jedem Wochentage. Wöchentliche Gratisbeilage:„IllustrierteFamilienfreund.“ 36. Jahrgang. Der Neichs=Invalioenfonos. Die Verhältnisse des Reichsinvalidenfonds werden, wie der neue Staatssekretär des Reichsschatzamts Freiherr v. Stengel geäußert hat, demnächst Erwägungen vom finanziellen Standpunkte aus unterworfen werden. Es ist also möglich, daß sich der Etat dieses Fonds schon bald in einer anderen Gestalt zeigen wird, als bisherangenommen werden mußte. Bislang mußte man damit rechnen, daß es auch für die Folge nötig werden würde, etwa 40 Millionen Mk. aus dem Bestande zu entnehmen, um zusammen mit den Zinsen die auf den Fonds angewiesenen Ausgaben decken zu können. Es ist mit der Natur des aus der französischen Kriegskostenentschädigung mit 561 Millionen Mark dotierten Fonds gegeben, daß die aus ihm fließenden Zinsen immer kleiner und die ihm jährlich entnommenen Kapitalbeträge immer größer werden. Der Fonds sollte ja auch nach der Absicht der Stifter aufgesehrt sein, wenn die Notwendigkeit der Zahlung der auf ihn angewiesenen Ausgaben aufgehört hätte. Früher ging die bezeichnete Entwickelung so von Statten, daß mit der Erreichung des gesteckten Zieles gerechnet werden konnte. Von den 561 Millionen Mk. waren bis Ende März 1892 insgesamt 102,2 Millionen Mk. aufgezehrt. Im Jahre 1892 betrug die dem Kapital entnommene Summe 5,6 Millionen, 1894: 9,7, 1896: 11,6, 1898: 13,2 und 1900: 15,4 Millionen Mk. Von da ab greift infolge der Erhöhung der Bezüge der Kriegsinvaliden und„Hinterbliebenen eine andere Entwickelung Platz. Für 1901 betrug die Kapitalentnahme 31,3 Millionen Mk., für 19 Millionen Mk. und für 1903 wird sie voraussichtlich 38,9 Millionen Mk. ausmachen. Ende März 1902 war der Bestand des Fonds auf 335,5 Millionen zusammengeschrumpft. In den ersten 20 Jahren hatte die Fondsverkleinerung 102,2 Millionen Mk., also jährlich weit mehr als das Doppelte. Ende März 1904 wird der Fonds voraussichtlich nur noch einen Bestand von 264 ½ Mill. Mk. aufzuweisen haben. Wenn die Kapitalminderung in der bisherigen Weise anhalten würde, würde die Zeit, in der der Fonds verschwunden sein würde, nicht mehr fern sein, zumal die Zinsen von 1892 auf 10 Millionen Mark im Jahre 1903 zurückgegangen sind und selbstverständlich noch weiter sinken werden. Ob der Fonds besteht oder nicht, die auf ihn angewiesenen Ausgaben werden natürlich vom Reiche gezahlt werden, aber daß sich die Absicht regt, einer Entwicklung Einhalt zu tun, die in dieser Weise in die Erscheinung tritt, ist wohl verständlich. Politische Uebersicht. Deutschland. — Parade des Gardekorps. Nun hat das preußische Gardekorps doch vor dem Kaiser in Parade gestanden. Bismarck. Erst verspottet, dann befehdet, Viel geschmäht in allen Landen, Hat er dennoch hohen Mutes Aufrecht stets und festgestanden. Dann gehaßt und dann gefürchtet Dann verehrt, geliebt bewundert., Also steht er— eine Säule, Ueberragend das Jahrhundert. Am Montag war die Parade verregnet, am Dienstag aber blaute der Himmel, herrschte echtes Kaiserwetter, so daß das militärische Schauspiel stattfinden konnte. Dadurch, daß der Kaiser seine Abreise nach Dresden um einige Stunden hinausschob, den Besuch der deutschen Städteausstellung aufgab und den Kronprinzen Wilhelm mit seiner Stellvertretung dort beauftragte, machte er es möglich, die Parade über die Gardetruppen doch noch abzunehmen. Mit klingendem Spiel waren die Regimenter hinausgezogen nach dem Tempelhofer Felde und kaum war die Aufstellung beendet, nahte der oberste Kriegsherr, einen Braunen reitend, in der Uniform des 1. Garderegiments, den Marschallstab in der Rechten. Ihm zur Seite ritt der junge Herzog Karl Eduard von Koburg=Gotha. Die Kaiserin, die ein kremefarbenes Kleid mit rosafarbiger Garnierung trug, folgte m Sechsspänner. Während die Truppen präsentierten, die Feldzeichen sich senkten und die Musik spielte, ritt der Kaiser die Fronten ab, jedem Bataillon„Guten Morgen!" zurufend. Dann marschierten die Truppen zweimal vorbei; der Kaiser führte beidemal das 1. Garderegiment z. F. seiner Gemahlin vor. Nach der Kritik führte Seine Majestät die Fahnenkompagnie, bei der Prinz Eitel=Friedrich eingetreten war, in die Stadt zurück, auf dem ganzen Wege von einem zahlreichen Publikum und besonders von der Schuljugend, die dem Kaiser wieder einen freien Tag verdankte, stürmisch begrüßt. = Der Kaiser in Dresden. Der Kaiser ist Dienstag nachmittag in Dresden angekommen und am Bahnhof vom König Georg, dem Kronprinzen Friedrich August und den übrigen sächsischen Prinzen empfangen worden. Die Begrüßung zwischen den beiden Fürsten trug einen herzlichen Charakter. Unter großen Huldigungen des Publikums, das sich bei dem prachtvollen Wetter sehr zahlreich in den festlich geschmückten Straßen eingefunden hatte, erfolgte die Fahrt nach dem Residenzschloß, wo Tafel stattfand. Für den Abend war eine Galavorstellung im Opernhause mit anschließendem großen Zapfenstreich auf dem Theaterplatz befohlen. Am heutigen Mittwoch nehmen der Kaiser und König Georg die Parade über das 12. Armeekorps bei Zaithin ab. Außer dem Kaiser sind Kronprinz Wilhelm, das Großherzogpaar von Weimar, Prinz Rupprecht von Bayern und viele andere Fürstlichkeiten in Dresden eingetroffen. — Kronprinz Wilhelm besuchte am Dienstag in Vertretung seiner kaiserlichen Vaters die deutsche Städteausstellung in Dresden. Oberbürgermeister Beutler hatte aus Berlin folgende Anzeige erhalten. Es ist dem Kaiser besonders schmerzlich, auf den Besuch der Städteausstellung verzichten zu müssen. Er will aber dem besonderen Interesse für alle dort zur Geltung kommenden hochherzigen humanitären und sanitären Bestrebungen durch Entsendung des Kronprinzen Ausdruck geben. Beutler sank darauf nieder und es währte ein paar Minuten, ehe sein vom schnellsten Laufen stark angestrengter Atem sich so weit beruhigt hatte, daß er dem Kreisphysikus mitteilen konnte, man habe ihn vor kurzem nach der Uhlandstraße gerufen, wo an einem dort wohnenden Rentier naments Ahrweiler ein Mord verübt sei, und die Leiche sei ins Schauhaus zur Obduktion geschafft worden. „Die ich vornehmen muß!“ seufzte der alte Physikus. Die Stelle des Gerichtsarztes wird mir recht lästig, ich — Kavallerievermehrung? Man hatte jüngst der Vermutung Ausdruck gegeben, daß die neue Heeresvorlage eine starkere Vermehrung der Kavallerie bringen werde. Diese Vermutung wird hier und da bestätigt, und zwar, wie man hervorhebt, von wohlinformierter Seite. Man will erfahren haben, daß nicht nur eine Vermehrung der Kavallerie, sondern auch die Bildung einer Anzahl von Kavalleriedivisionen für den Friedensstand bei den verschiedenen Armeekorps vorgesehen sei. Eine mäßige Vermehrung der Kavallerie mag wünschenswert und vielleicht notwendig eerscheinen; ob das aber für die Bildung von Kavalleriedivisionen zutreffe, wird sich erst dann entscheiden lassen, wenn man die eventuelle Begründung der Forderung kennen gelernt haben wird. Diese ganze Frage liegt noch so im Dunkeln, daß es geraten ist, auf kritische Erörterungen, denen die Grundlage fehlen müßte, zu verzichten. — Die Nationalsozialen haben auf ihrem Parteitage in Göttingen nicht ohne einigen Schmerz und verschiedene bittere Worte einstimmig beschlossen, die bisherige Organisation des Hauptvereins aufzulösen. 111 von etwa 200 Delegierten erklärten sich weiter für den Anschluß an die Freisinnige Vereinigung. Die Fortdauer des Ortsvereins und der Landesorganisation, sowie ihr politischer Anschluß soll von ihrer eigenen Entschließung abhängen. Es wurde mitgeteilt, daß ein besonderer Verband südd. Nationalsazialer gegründet worden sei, da in Baiern und Würtemberg der Anschluß an die Freisinnigen von den meisten Ortsverbänden abgelehnt worden sei. Der bisherige Parteisekretär und der Redakteur des Parteiorgans wolle zur Sozialdemokratie übergehen und hoffe, dieser nationalen Geist einzuimpfen. Die bisherige Partei ist also in drei Teile auseinander gefallen. Daß der Rest, der den Anschluß an die frersinnige Vereinigung ablehnt, noch weniger leben kann, als die Partei bisher konnte, ist klar. Der Zuwachs, den die Freisinnige Vereinigung erhält, ist nicht dazu angetan, dieser schwindsüchtigen Partei neues Leben einzuflößen, geschweige denn dem Liberalismus überhaupt auf die Beine zu helfen. Ob Naumann u. Gen. an der Partei des Dr. Barth, die doch nur die Partei der Börse und des Großkapitals ist, viele Freude haben und lange bei ihr ausharren werden, bezweifeln wir sehr. Amerika. Roman von F. Arnefeld. (8. Fortsetzung.) (Nachdruck verboten). 7. Kapitel. „Jetzt haben wir einen Fall, Kollege, wo Sie endlich Ihr Versprechen einlösen und mir den Gefallen tun können!“ redete Dr. Beutler den Gerichtsarzt Dr. Müller an, nach dessen Wohnung in der Berlinerstraße er sich eiligst begeben, nachdem er den Schauplatz des Mordes in der Uhlandstraße verlassen hatte. Der schon ziemlich bejahrte Arzt, der lesend im Lehnstuhl neben seinem Schreibtisch saß, richtete sich bei Beutlers hastigem Eintritt aus seiner bequemen Lage auf, blickte ihn verwundert und nicht eben freundlich an und fragte mit dem mürrischen Tone eines aus seiner Ruhe aufgestörten Mannes: „Welches Versprechen? Wovon reden Sie eigentlich, Kollege? Sie sind ja ganz außer Fassung. Setzen Sie sich und erholen Sie sich nur erst. Die Gutmütigkeit des reundlichen alten Herrn hatte schon wieder die Oberhand gewonnen und ohne aufzustehen schob er einen im Bereiche seines Armes befindlichen Lehnstuhl etwas näher. werde nächstens beantragen, daß man mich davon entbindet. Da Sie ohnehin schon mit dem Fall zu tun gehabt haben, so bitte ich, daß Sie mir dabei assistieren.“ „Gern, gern!“ versicherte Beutler eifrig,„das ist ja gerade, was ich wünsche, und dann wird es uns nicht schwer fallen, ganz unbemerkt ein Auge für etliche Stunden zu entfernen.,„as.. 97 „Ein Auge!“ wiederholte Muller und zog die Augenbrauen in die Höhe.„Ein Auge des Toten! Aber was wollen Sie denn damit?“„ „Ich will es photographieren: rie Beutter und schüttelte ganz entrüstet über die Vergeßlichkeit des alten Herrn den Kopf. Wie konnte man etwas vergessen, was sich auf die Kunst des Photographierens bezog und geeignet erschien, dieser nach einer bisher wenig beachteten Seite eine große Bedeutung zu verschaffen! Dr. Beutler war ein sehr eifriger Amateur=Photograph, so eifrig, daß er sogar im Verdacht stand, seinen Beruf der Liebhaberei nachzusetzen. Daran dachte jetzt der Physikus und sagte mit leisem Lächeln: „Ach, es handelt sich um Photographie.“ „Gewiß, darum handelt es sich,“ erwiderte Beutler mit Nachdruck,„und zwar um eine Anwendung derselben, die, wenn sie gelingt, berufen ist, in der gerichtlichen Praxis eine große Rolle zu spielen, eine völlige Umwälzung darin hervorzubringen. Ich habe Ihnen das doch früher schon ausemnandergesetzt.“ = Ein Lob der deutschen Manneszucht. Aus Halifax wird gemeldet: Die hiesigen Blätter widmen dem deutschen Geschwader bei seiner Abfahrt längere Artikel, in denen betont wird, daß besonders die Polizei sich anerkennend über das Betragen der deutschen Matrosen äußere. Nie habe diese so gut disziplinierte Seelente gesehen, wie die Besatzungen der Schiffe„Vineta",„Gazelle" und„Panther". Während des Aufenthaltes der Schiffe in den Gewässern Kanadas sei kein Fall von Bestrafung wegen Ausschreitung vorgekommen. Dr. Müller nickte:„Ich erinnere mich jetzt. Es handelt sich um den Versuch, das Bild, welches das Auge eines Verstorbenen im letzten Augenblicke aufgefangen hat, mit Hilfe der Photographie zu fixieren. „So ist es, so ich es, Kollege!“ rief Beutler erfreut, ward aber sehr mißgestimmt, als der Physikus etwas von oben herunter hinzufügte: „Ach lieber Freund, das ist ja Humbug!“ Dr. Beutler sprang so heftig auf, daß der schwere tuhl hinter ihm ein Stück zurückfuhr, trat dem Physikus ein paar Schritte näher und entgegnete mit erhobener Stimme:„Sagen Sie das nicht, lieber Kollege. Es ist ein Experiment, das gebe ich zu, aber lassen Sie sich erklären, auf welchen Gesetzen es beruht." Dr. Müller seufzte. Er wäre weit lieber zu seiner Zeitschrift zurückgekehrt, hätte auch vielleicht gern nach angestrengter Vormittagsarbeit ein Schläfchen gemacht, aber er kannte Beutler, wenn der etwas wissenschaftlich erklären wollte, ließ er sich so leicht nicht abweisen, und so sagte er denn:„.6 Si. 48 Jkur 6 „Na, meinetwegen. Schießen Sie los, über jsetzen Sie sich wieder.“ Dr. Beutler folgte der zwiefachen Aufforderung und begann in lehrhaftem Ton: „Eine Photographie des Auges ist vermittelst geeigneter Apparate dergestalt zu vergrößern, daß sie ein deutliches Bild desjenigen Gegenstandes wiedergibt, der sich zuletzt auf dem Auge abgespiegelt hat. Im Leben währt eine solche Spiegelung auf dem Auge allerdings nur ganz kurze Zeit und wird, wie der Sprachgebrauch es sehr richtig bezeichnet, im Augenblick von einem andern in den Gesichtskreis tretenden Gegenstand verdrängt; immerhin ist die Dauer des Bildes auf dem Augennetze durch verschiedene Ursachen bedingt. Richtet das Auge sich auf einen sehr hell beleuchteten Gegenstand, so ist der dadurch auf das Augennetz hervorgebrachte Eindruck ein so starker, 0 □ n e Nue Ver Alester n # * B U Inisches Hengge Enere Aun Pund Flr-H. #r □ ants Stenai: aharimzsräigt..71e Phüppere OStru Wmmahe K. Ste CEEE Monaster 38%8 se *∆ R eeuu ae ee eeece ** S“ Imnihe d djGsädsbe d Prst Leriach Pharselas Ruimüncsr h Vras: Samobbrat 1. KleinFAsien Kart lnst Beseke Berl) Die Belken-Waloinset • Garnison-Orte. Eisenbchner Fürst Ferdinand hat es also doch gewagt, nach Sofia zurückzugehen. Sicher fühlt er sich nicht. Er will nun die europäischen Regierungen um Untrestützung angehen. Sie sollen ihm helfen, die Ruhe auf dem Balkan wiederherzustellen. Fürst Ferdinand hat schon viel an die Mächte appelliert. Bisher meistenteils erfolglos. Er wird auch jetzt nicht glücklicher sein.— Die Lage auf dem Balkan ist unverändert kritisch. Ein Mitglied des mazedonischen Komitees, ein intimer Freund des Führers der Bewegung Sarafow, befndet sich in Rußland, um bei panslavistischen Gesellschaften auf ausgiebigere Unterstützung des Aufstandes hinzuwirken, namentlich aber die Entsendung russischer Freiwilliger, wie 1878, zu erlangen. Weiter wird von neuen blutigen Kämpfen und Einäscherungen zahlreicher Ortschaften gemeldet. Wir geben unseren Lesern heute eine genaue kartographische Skizze des Aufstandsgebietes mit dem Hauptherd der Revolution, Saloniki, in welcher Stadt anscheinend alle Fäden der Verschwörung zusammenlaufen. Einzelnachrichten s. unter Depeschen. Afrika. Neues vom tollen Mullah. Den Engländern ist es runmehr gelungen, die Herkunft der dem tollen Mullah gelieferten Waffen und Munition festzustellen. Die meisten Sendungen stammen aus England selbst sowie aus Frankreich. Die Vermittlung geschah durch Agenten in Manchester, Arcar und Tibutti. Es wurden bei einer Londoner Firma Papiere beschlagnahmt, aus denen hervorgeht, daß diese bereits seit Jahren Waffen und Munition an den Mullah lieferte. Das erinnert an die Vorgänge während des südafrikanischen Krieges. Kleine Chronik. + Mailand, 1. Sept. Der Herzog von Aosta ist nach Berlin zu Teilnahme an den deutschen Manövern abgereist. Nach Beendigung der Manöver wird der Herzog sich nach Münster in Westfalen begeben, um das dortige Kürrassierregiment, dessen Chef der Herzog ist, zu besichtigen. Der Herzog überbringt dem Regiment drei mit reichen Ciselier= arbeiten versehene silberne Becher. daß das blendende Bild darauf noch sichtbar bleibt, wenn der Blick auf etwas anderes fällt, namentlich aber, wenn r sich auf eine helle, farbige Oberfläche richtet; statt jedoch hell zu erscheinen, stellt sich das Bild nun dunkel dar, als ob es der Schatten des zuerst ausgenommenen Gegenstandes wäre. Die Dauer des Eindrucks ist ferner abhängig von den im Auge enthaltenen Säften, und hierauf beruht hauptsächlich das Verfahren, vom Augenspiegel eines Ermordeten das letzte Bild, was er aufgefangen, also das des Mörders, mit Hilfe der Photographie zu gewinnen. Den meisten Erfolg verspricht ein solches Verfahren, wenn der Tod augenblicklich eingetreten ist, da alsdann eine flüssige Absonderung sich über das Auge verbreitet, welche nicht wieder vergeht, sondern nach dem Entfliehen der Lebenskraft sozusagen gerinnt und sich verhärtet. In dieser Masse bleibt das Bild ganz ebenso zurück wie dasjenige, welches das Licht mit den zartesten Abstufungen auf die Platte des Photographen prägt. Daß der Tod augenblicklich eingetreten ist, hat mich die oberflächlichste Untersuchung gelehrt,“ fügte er hinzu,„die scharfe Spitze des Dolches ist in's Herz gedrungen. Dr. Müller hatte sehr aufmerksam zugehört, wider seinen Willen begann ihn die Sache zu interessieren; er machte indes noch manche Einwände. So wies er darauf hin, daß es nach der Schilderung, die Beutler ihm gemacht, in dem Zimmer dunkel gewesen, als man den Verstorbenen aufgefunden, daß aber der Eindruck ein besonders starker sein solle, wenn das Auge sich auf einen hell beleuchteten Gegenstand gerichtet habe. „Womit noch keineswegs gesagt ist, daß es, wenn dies nicht der Fall ist, garnicht erscheint,“ fiel Beutler ein, und außerdem ist noch durchaus nicht festgestellt, daß das Zimmer nicht hell gewesen und erst nachträglich durch den Mörder verdunkelt worden ist. Ahrweiler soll, wie die Portiersleute erzählen, nie im Dunkeln geblieben sein und würde schwerlich einen Fremden bei sich eingelassen haben, ohne es hell zu machen.... 661428 „Besitzen Sie denn Apparate, wie sie für ein solches Experiment erforderlich sind?“ erkundigte sich der Physikus, nachdem Dr. Beutler alle seine Zweifel mit großer Schlagfertigkeit widerlegt hatte. Und dieser versicherte: „Gewiß. Ich habe sie schon lange angeschafft und auf eine Gelegenheit für ihre Anwendung gewartet; eine solche, wie diese, kommt so leicht nicht wieder, lassen Sie sie nicht ungenützt verstreichen. Sie sind das wrklich der Wissenschaft schuldig. (Fortsetzung folgt.) Die Deutschen in Brasilien. Während der große Strom der deutschen Auswanderer, der sich unaufhorlich nach Nordamerika ergießt, mehr oder minder schnell im angelsächsischen Element verläuft, erhält sich in Südamerika deutsches Wesen um so besser, namentlich in Brasilien, das längst ein Hauptsitz des Deutschtums im Auslande ist. Wie die„Köln. Ztg. mitteilt, gibt es im Staate Santa Catharina gegen 100000 Deutsche, die in dem unter dem Namen Hansa bekannten Gebiet leben, das seinezeit von einer Hamburger Kolonialgesellschaft erworben wurde und mit dem man auch zwei bereits vorher bestehende deutsche Kolonien, Dona Franziska und Blumenau, vereinigte. Schulen, Kirchen und Theater sind deutsch und selbstverständlich fehlt es nicht an Vereinigungen aller Art, besonders Turn=und Gesangvereinen. Noch bedeutender ist die Zahl der Deutschen in Rio Grande do Sul, von dessen 1 Million Einwohner ungefähr der vierte Teil aus Deutschen besteht, und in Parana umfaßt die Bevölkerung ebenfalls eine Menge Deutscher. In den verschiedensten Teilen Brasiliens ist deutsches Kapital an Eisenbahnen, Bergwerken, Elektrizitätsgesellschaften und sonstigen Unternehmungen beteiligt. Etwa zwei Drittel der ausländischen Schuld Brasiliens befinden sich in deutschen Händen. Das südliche Brasilien ist somit besonders eng mit Deutschland verknüpft und allgemein betrachtet, hat Brasilien mehr Beziehungen zu Europa als zu Nordamerika. Lokales. ** Schwerte, 2. September 1903. **(Der September.) Wir begrüßen freudig den September, Karls des Großen Herbstmonat. Der Höhestand der Sonne neigt sich, der Tagbogen ihres Umlaufs tiefer und ist darum kürzer; die Hitze, die elektrische Hochspannung in den höheren, wie in den tieferen Luftschichten läßt nach. Man atmet leichter auf; Leber= und Gallenleidende sind des Druckes lediger als sonst. Die Luft wird rein, die Aussichten sind klarer. Der September stellt sich als ein wohlmeinender Lebemann vor, welcher uns in lachenden Körben Früchte aller Art, Birnen und Aepfel, Pflaumen und Trauben, Pilze und Brombeeren, Reineclauden und Spillinge, Melonen und Kürbisse, Gurken und Tomaten usw. bietet und der den Leckermäulchen eine verlockende Aussicht auf Teichfischereien, Erntefeste, Gänseschmäuse und Kirmessen eröffnet; dazu bekränzt er sich bunt, und was er nicht mit Blüten ermöglichen kann, sucht er durch bunte Blätterpracht zu ersetzen. Die Birke hat„goldene Llatter gewollt, und sie erhält sie. In üppigen rotglühenden Ranken schlingen sich die Jungfernrebe oder Ampelobsis und der wilde Wein um Mauern, Altane und Lauben und färben wie mit Abendröte ihre Nachbarschaft, indes Ebereschen, Weißdorn oder Mehlfäßchen, Heckenrose und Pfaffenhütchen ihre farbenreichen Früchte aus grünem Laube hervorstrecken. Gegen Ende des Monats kommt auch das Nüsseschlagen an die Reihe; nur hüte man sich, später hellweiße Nüsse zu kaufen. Sie sind nicht auf längerem und natürlicherem Wege In der Sonne, sondern mit der tadelnswerten, raschen Chlorbleiche gebleicht worden, sind innen noch feucht und schimmeln darum regelmäßig. Unter den Gartenblumen herrschen Astern, Gottesaugen, Terbenen, Blumenrohre, Georginen, vor allem auch Meerstrandastern und Phloxe vor; draußen aber auf in ihrer Nachbarschaft die kümmel, Euphorbier, Dorant und am Flußufer der britisch, Alont, Finkensamen und Hederrettich. *(Der September) soll uns nach Falbs Prophezeiung bedeutende Niederschläge, und in der zweiten Woche des Monats zahlreiche Gewitter bringen. Den 7. bezeichnet Falh als einen kritischen Termin 2., den 21. als einen solchen 1. Ordnung, der noch durch eine Sonnenfinsternis verstärkt wird Auch dem 100jährigen Kalender nach dürfte der September ziemlich feucht werden. Vom 1.—10 soll es unsreundlich und trübe sein, vom 11.—14, schön, vom 15.—17. regnerisch vom 18.—20. wieder schön, vom 21.—25 regnerisch und dann schön bis zum 30. *(Zur Behandlung Wurmkranker) Der Vorstand des Knappschaftsvereins in Bochum ließ den Krankenhäusern im Oberbergamtsbezirk die Mitteilung zugehen, daß er beschlossen habe, die seither gezahlte besondere Vergütung von 50 Pfg. für die Behandlung von Wurmkranken künftig nicht mehr zu zahlen. Der Krankenhäuser=Verband berief darauf eine Versammlung der Krankenhausvorstände nach Bochum. und es wurde beschlossen, dem Vorstande des Allgemeinen Knappschaftsvereins übereinstimmend folgendes zu erklären. „daß die Krankenhäuser die ihnen seit dem 20. d. Mts. überwiesenen und in Zukunft zu überweisenden Wurmkranken zwar nach wie vor aufnehmen, Extraleistungen für dieselben aber nicht mehr übernehmen, sondern sie wie die übrigen Kranken behandeln werden. Sie überlassen es also ihren Oberärzten, wie viele Kotproben sie etwa untersuchen wollen. und werden besondere Bescheinigungen oder gutachtliche Atteste bei der Entlassung dieser Kranken nicht mehr ausstellen“. Zum Schluß sagen die Krankenhäuser:„Wir bedauern es sehr, daß Ihr Vorgehen uns zwingt, aus demselben die im vorstehenden niedergelegten Konsequenzen zu ziehen, und müssen die Verantwortung für die Folgen ihres Vorgehens hinsichtlich der ganzen Frage der Bekämpfung der Wurmseuche sowie hinsichtlich der unseren Bergleuten erwachsenden wirtschaftlichen Nachteile ausschließlich Ihnen zuschieben. **(Steuererklärung). Wie wenig ernst in gewissen Dingen von vielen das Manneswort genommen wird, hat die diesjährige Steuerveranlagung in Solingen ergeben. Dem„Hannoverschen Kurier“ wird darüber in einer Korrespondenz vom Niederrhein geschrieben: Daß die Steuererklärungen seitens der Zensiten oft nur geringen Wert haben, ist schon wiederholt betont worden. Ein besonders treffendes Beispiel für die Rchtigkeit dieser Behauptung bildet die diesjährige Steuerveranlagung in Solingen. Von sämtlichen freiwilligen Erklärungen wurden 81 Prozent mit Erfolg beanstandet. Und wie sich dieser Erfolg ziffernmäßig darstellt, ist aus folgendem zu ersehen: das in den beanstandeten Steuererklärungen angegebene Jahreseinkommen stellte sich auf 1574353 Mark, die Steuerpflichtigen, deren Erklärungen berichtigt oder beanstandet wurden, sind aber veranlagt zu 2143382 Mark. In zahlreichen Fällen beträgt der Unterschied zwischen Selbsteinschätzung und Veranlagung mehr als das Doppelte. **(Der Verein Schwerte) für staatliche PensionsVersicherung der Privat=Angestellten hält morgen(Donnerstag) abend im„Westf. Hof“, eine Versammlung ab, zu der nicht nur die Mitglieder gebeten werden, vollzählig zu erscheinen, sondern auch Freunde der vom Verein verfochtenen Sache herzlich willkommen sind. Die Tagesordnung umfaßt zwei Punkte. 1. Wahl eines Delegierten für den Delegiertentag in Düsseldorf. 2. Mitteilung des Herrn Redakteur Arens=Hagen über den Gang der Bewegung und über die am 15. Oktober stattfindende allgemeine Erhebung. **k(Von einer Lokomotive überfahren) wurde gestern abend 10 Uhr zwischen Bude 3 und 4 auf der Strecke chwerte=Geisecke der Bergmann Meinard. Er ist jedenfalls der Strecke nachgegangen. M. wurde von der Maschine bei Seite geschleudert und blieb bewußtlos liegen. Besonders anzuerkennen ist das Verhalten des Lokomotivführers, der sofort hielt und den Verunglückten in dem angehängten Packwagen bettete. Er wurde dann vom Bahnhof Schwerte ins Krankenhaus transportiert, wo er, wie wir hören, seinen schweren, besonders inneren, Verletzungen bereits erlegen sein soll. Meinard wohnte bei dem Gutsbesitzer Rutenborn=Geisecke und hinterläßt Frau und 5 Kinder. Nähere Einzelheiten über den betrübenden Unglücksfall fehlen noch. **(Schwerte im Dustern.) und es begab sich, vaß der Mond sein silbernes Licht scheinen ließ über schlechte und gute Menschen, daß die Sterne am Himmel funkelten, daß aber in den Straßen und Lokalen unserer Stadt gestern abend eine Art ägyptischer Finsternis herrschte, alldieweil und sintemalen die Gasanstalt versagte und ihre lichtspendende Tätigkeit einstellte. Wohl war das Gas, welches die Stadt Schwerte in letzter Zeit lieferte, nicht entsprechend des hohen Preises, so es kostete, und männiglich hörte man klagen Wirte und Geschäftsleute über die schlechte Beschaffenheit, über die Unreinheit des Gases. Aber dennoch zeigete es sich gestern an der Hand der Tatsachen, daß schlechtes Gas immer noch besser ist, als gar kein Gas, und hervorgesuchet ward alles mögliche, was ersetzen sollte die Tätigkeit des Gases. Alle ausrangierte Petroleumlampen, alias„Oelfunzeln“, sowie Kerzen mußten Licht spenden der durstenden und kaufenden Menschheit in den Lokalen und Läden, während die Straßen sich begnügten mit dem traulichen Schein des Mondes und dem Funkeln der Sternlein, so oben am Firmament standen. Betrübten Herzens zogen die Dortmunder Künstler, welche frohe Stunden mit ihrer Kunst bereiten wollten den Einwohnern unserer Stadt, von dannen, überall erzählend in Dortmund die unglaubliche Mähr der Schwerter Finsternis. Und die Preise stiegen für Talglichter in ungemessene Höhen und ausverkauft ward hiervon der ganze Vorrat in manchen Geschäften, sodaß sich freuete deren Inhaber ob des unerwarteten Verdienstes. gesuchet waren auch gestern besonders in den Wirtschaften die Gäste, welche waren im Besitze kahler Platten, da sie ersetzeten dem Wirte eine Lampe oder Kerze in dem Teile des Lokales, allwo sie saßen. Es sahe traurig aus in der Stadt, und überall hörete man die Bürgersleut' schimpfen und räsonnieren ob des Mißgeschicks der Gasanstalt, sitzen ließe die ganze Stadt im Dustern; und man erwog eifrig, was wohl eingetreten sein mochten für Umstände, um still zu stellen den Betrieb des Werkes, doch glaubete fer der s Prophezeiung en Woche des bezeichnet Falb s einen solchen s verstärkt wird. der September es unsreundlich —17. regnerisch, regnerisch und Der Vorstand Krankenhäusern sen, daß er beVergütung von ten künftig nicht d berief darauf e nach Bochum, des Allgemeinen es zu erklären, n 20. d. Mts. en Wurmkranken zen für dieselben vie die übrigen es also ihren tersuchen wollen, utachtliche Atteste ehr ausstellen“. ir bedauern es demselben die im zu ziehen, und ihres Vorgehens ung der Wurmten erwachsenden zuschieben. enst in gewissen nmen wird, hat olingen ergeben. r in einer Korredaß die Steuerngen Wert haben, sonders treffendes stung bildet die Von sämtlichen zent mit Erfolg iffernmäßig darn den beanstaneinkommen stellte igen, deren Eren, sind aber verin Fällen beträgt und Veranlagung atliche Pensionst morgen(Donersammlung ab, werden, vollder vom Verein ind. Die Tageseines Delegierten Mitteilung des Gang der Beittfindende allgen) wurde gestern auf der Strecke d. 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Sehr den Wirtschaften er Platten, da sie erze in dem Teile raurig aus in der ersleut' schimpfen r Gasanstalt, so und man erwog n für Umstände, kes, doch glaubete man nicht, daß böse Menschen hätten gestohlen die ganze Gasleitung, wie es soll vorgekommen sein seiner Zeit in Barmen mit der Wasserleitung, da wir dafür haben zu zahlreiche Polizeimannschaft auf den Beinen, als daß ausgeführet könne werden so ein Diebstahl. Andere meineten, der große Kessel habe ein Leck bekommen und sei leer gelaufen, andere, zwei Arbeiter seien in den Kessel gefallen und müßten herausgefischet werden, wieder andere, Ratten hätten das Hauptrohr verstopfet. Solches und ähnliches hörte man männiglich, doch entsprach es nicht den Tatsachen, die vielmehr in der Aehnlichkeit der Gasleitung mit der Bierleitung zu suchen sind. Denn wie eine Bierleitung nur gibt ein edles Getränke, so sie oftmalen wird gereinigt, also ist es auch mit der Gasleitung. Und da kürzlich man viel hatte gespottet des schlechten Lichtes in Schwerte, so beschloß die löbl. Administration des Erleuchtung spendenden Werkes, zu reinigen die Leitung von Naphta und allen Unreinigkeiten, so sich angesetzt hatten im Innern der Rohre im Lauf der Zeiten. Dies Werk ist nun vortrefflich gelungen, und heute abend werden die Glühstrümpfe, so man allgemein auf die Gaslampen tuet, in doppelter Helle strahlen, zum Segen der Bürger, zum Wohle und Ruhme der Stadt Schwerte, die sich dann nicht mehr braucht gefallen zu lassen übele Nachrede wegen der schlechten Beschaffenheit des Gases, sondern nur noch wegen der unangenehmen Höhe des Preises dieses städtischen Produktes. W. Sch. ***(Der Magistrat) teilt uns mit: In der Hauptrohrleitung des Gaswerks hatten sich Naphtalinverstopfungen, wie diese bei Gaswerken leicht vorkommen können, gebildet. Zur Entfernung derselben wurde gestern eine Reinigung des Rohrnetzes vorgenommen und mußte infolgedessen die Gaszufuhr abgesperrt werden. Die Beseitigung derartiger Verstopfungen muß sofort erfolgen, und war die Verwaltung zu einem kurzen, entschlossenen Handeln gezwungen, sodaß eine vorherige Benachrichtigung der Bürgerschaft leider nicht mehr erfolgen konnte. **(Wagengestellung im Ruhrgebiet) Im Ruhrgebiet erreichte am Sonnabend, den 29. August, die Wagengestellung für Kohlen, Koks und Briketts die hohe Anzahl von 20078 Doppelwagen zu 10 Tonnen. Hiermit ist die Wagengestellung zum erstenmal in das dritte Zehntausend eingetreten. Die ersten Zehntausend wurden am 7. Dezember 1887 erreicht, Elftausend am 7. Dezember 1888, Zwölftausend am 23. Dezember 1892, Dreizehntausend am 19. November 1895, Vierzehntausend am 19. Dezember 1896, Fünfzehntausend am 22. November 1397, Sechszehntausend am 22. Juni 1899, Siebenzehntausend am 23. März 1900, Achtzehntausend am 17. Oktober 1902 und Neunzehntausend am 9. Juli 1903. Außerdem wurden am 29. d. Mts. 4010 offene Wagen für andere Güter als Kohlen, Koks und Briketts, sowie 2752 gedeckte und Spezialwagen gestellt, sodaß sich die Gesamtgestellung an diesem Tage auf 26850 Wagen beläuft. ** Schwer verletzt hat sich gestern abend auf der Hagenerstraße ein Radfahrer von auswärts, der auf gen. Straße mit seinem Rade stürzte. *(Schwerter Turnverein.) In der am Samstag abend im„Reiche des Wassers" abgehaltenen General=Versammlung de's Schwerter Turnveriens erstattete zunächst der erste Turnwart, Herr O. Schöttler, einen eingehenden Bericht über den Verlauf des deutschen Turnfestes in Nürnberg. Zur Teilnahme an dem Spielfest in Hamm am 13. September haben sich die Mitglieder Rösener und Kaiser gemeldet. Des weiteren wurde noch beschlossen, zu Ehren der zum Militär einberufenen Turngenossen am Samstag, den 5. d. Mts. im Vereinslokal einen Kommers mit nachfolgendem Tanzkränzchen zu veranstalten. *(Theater in Schwerte.) Das Dortmunder Ensemble teilt uns mit: Die für gestern abend angekündigte Vorstellung mußte in Anbetracht der Lichtverhältnisse ausfallen und findet dieselbe bestimmt am Donnerstag, den 4. cr. statt. Die bereits gelösten Billets behalten ihre volle Giltigkeit und bitten wir deshalb, da wir mit ganz bedeutenden Kosten zu rechnen haben, um recht zahlreichen Besuch. **(Eine häßliche Szene) konnte man gestern nachmittag gegen 4 Uhr an der Ruhrbrücke beobachten. Einige Arbeiter waren damit beschäftigt, einem etwa 11jährigen Knaben Schnaps einzutrichtern, bis er vollständig betrunken dalag. Dann freuten sie sich ihrer Heldentat nicht wenig, statt sich ob ihres wenig mannhaften Beginnens zu schämen. Pfui! **(Eine Schattenseite des preußischen Volksschulwesens) ist die an den meisten Orten noch immer zu starke Besetzung der Schulklassen, wenn es auch nur ausnahmsweise damit so schlimm bestellt ist, wie in dem nachfolgend beleuchteten Falle. Ein Lehrer aus Altenderne in Westfalen sollte in einer Schwurgerichtsverhandlung zu Dortmund über die Hauptzeugin, eine zu Ostern 1903 entlassenen Schülerin, ein Leumundszeugnis abgeben. Er erklärte jedoch laut Boch. Ztg., sich über den Charakter des Mädchens nicht äußern zu können, da er damals— 205 Schülerinnen gehabt und sich über die Individualität der einzelnen nicht habe orientieren können. die Diphteritis, Scharlach und die Halsbräune bösartig auf. Mehrere Kinder sind an dieser Krankheit gestorben und es ist daher beim Ausbruch einer solchen Krankheit nur anzuraten, sofort ärztliche Hülfe in Anspruch zu nehmen. ** Aplerbeck, 1. September.(Hochzeit in einer Gastwirtschaft.) In unserem Amte wie bei einigen Verwaltungen in der Nachbarschaft werden die Hochzeitsfestlichkeiten, die in einem Wirtshause abgehalten werden, versteuert. Seitens der betroffenen Wirte, die ja in der Mehrzahl die Abgabe zu tragen haben und die teilweise erheblich hoch bis zu 15 Mark bemessen ist, wird schon lange laute Klage geführt und behauptet, diese Steuer sei ungerechtfertigt und rechtlich unzulässig. Wenig tröstlich für Wirte ist eine jüngst ergangene Entscheidung des Oberverwaltungsgerichtes in einem Streitverfahren, wonach die Erhebung einer Lustbarkeitsgebühr für Hochzeiten, die in Wirtschaften veranstaltet werden, gerechtfertigt ist. Den Wirten bleibt nur noch übrig, die Abgabe von dem Veranstalter der Hochzeit selbst zahlen zu lassen und nur unter dieser Bedingung ihr Lokal zur Verfügung zu stellen. * Holzwickede, 1. Sept.(Krankheiten.) Am hies. Orte und in den benachbarten Ortschaften tritt bei den Kindern Aus Westfalen und Rheinland. * Hagen, 31. August.(Erschossen.) Die RevolverSpielerei und der blaue Montag haben hier wieder einmal ein Menschenleben gefordert. In der Thöne'schen Wirtschaft, unweit vom Bahnhof, hatten der Schwager des Wirtes, Budde, und ein daselbst logierender junger Mann einen scherzhaften Streit gehabt, bei dem der letztere auch einen Revolver gezeigt hatte. Was sich weiter abspielte, ist noch nicht genau festgestellt. Als die beiden Leute in einem über die Wirtschaft gelegenen Zimmer allein waren, ertönte plötzlich ein Schuß und Budde wurde als Leiche, durch das Herz geschossen, aufgefunden. Während nach der einen Lesart nur ein in der Trunkenheit geschehener Unfall vorliegt, soll die Sache wesentlich schlimmer nach der anderen Version sein; der Revolverbesitzer soll den B. zum Verlassen des Zimmers aufgefordert und erklärt haben, wenn dies bei der dritten Aufforderung nicht geschehe, so schieße er. Der Täter ist verhaftet. * Letmathe, 31. August. Die gewaltsame Ausführung eines Richterspruches mußte gestern in der Untergrüne vorgenommen werden. Die Firma Gebr. Tillmann hatte auf ihrem Grundstück ohne behördliche Genehmigung eine Ufermauer am Grünenbach errichtet und Aufschüttungen vorgenommen, wodurch der Abfluß des Hochwassers behindert wurde. Gegen die Behörde, die den Abbruch der Mauer auf Grund der Regierungsverordnung betr. die Flußregulierung 2c. forderte, wurde die Firma klagbar, bis das Oberverwaltungsgericht als letzte Instanz der Behörde beitrot. Trotzdem verweigerte die Firma den Abbruch. Die Ortspolizeibehörde von Grüne ordnete nun den Abbruch von Amtswegen auf Kosten der Firma an. Gestern Morgen rückte ein Polizeibeamter mit einer Arbeiter=Kolonne aus, um die Arbeit vorzunehmen. An dem Fabrikgrundstück hatten jedoch die Firmeninhaber mit ihren Arbeitern Aufstellung genommen und verboten das Betreten des Grundstück. Um untiebsame Auftritte zu verhindern, zog der Beamte mit den Arbeitern ab, während die Firma ihre Arbeiter als Wache aufstellte. Gestern Nachmittag erschienen dann der Amtmann Schnitzler, der Stadtbaumeister, 4 Gendarmen unter Führung eines Oberwachtmeisters, 3 Polizeibeamten und eine Kolonne Arbeiter. Nun gaben die Firmeninhaber ihren Widerstand auf und unter dem Schutze der bewaffneten Macht begannen die Abbruchsarbeiten. Die Beamten werden an Ort und Stelle bleiben, bis die Arbeiten beendigt sind. * Herscheid, 31. August.(Preißelbeerernte.) In diesem Jahre war auch hierorts die Preißelbeerernte eine sehr ergiebige. Ganze Scharen suchender Frauen und Kinder füllten beständig die betr. Waldstellen und sind allein von verschiedenen Händlern ca. 20000 Pfund Beeren angekauft und per Pfund mit 12—65 Pfg. bezahlt worden, sodaß hierfür allein 2500—3000 Mk. eingekommen sind. Außerdem sind aber eine ganze Menge direkt in die benachbarten Städte gebracht, sodaß mit der Himbeer= und Waldbeerernte, die auch reichen Ertrag lieferten, eine schöne Summe Geldes hierdurch in die Gemeinde gekommen ist. * Hattingen, 31. Aug. Der Bureaubeamte Fuhrmann, der bis vor kurzem Fußgendarm und als solcher hier bei Hattingen stationiert war, ist unter dem Verdachte an einem Einbruchsdiebstahle beteiligt gewesen zu sein, verhaftet und nach Essen in Untersuchungshaft abgeführt worden. Es handelt sich um die Beraubung eines Geldschrankes auf dem Eisen= und Stahlwerk„Henrichshütte", wobei den Spitzbuben 3000 Mark in die Hände fielen. * Herten, 1. Sept. An Pilzvergiftung erkrankte hierselbst eine ganze österreichische Familie. Zwei Kinder sind gestorben, während die übrigen Familenmitglieder nach Aussage des Arztesmit dem Leben davonkommen werden. Noch vor 5 Jahren starb hierselbst ebenfalls eine ganze österreichische Familie, Mann Frau, und 3 Kinder an vergiftung. Es kann nicht dringend genug geraten werden, sowohl beim Sammeln, als auch vor der Zubereitung, sich jeden Pilz genau anzusehen. * Borbeck, 1. Sept. Am Samstag gegen Abend stürzte das vierjährige Söhnchen des Bergmanns Wagowski in einen Brunnen, den die Mutter kurz vorher benutzt und nicht zugedeckt hatte. Das Kind fiel auf einen im Brunnen hängenden Eimer und zog sich eine Schädelbruch zu. * Recklinghausen, 1. Sept. An Blutvergiftung starb hier binnen einiger Tage nach furchtbaren Schmerzen der Bautechniker M., verheiratet und Vater mehrerer Kinder. Er kratzte sich mit dem Fingernagel ein unscheinbares Gesichtspickelchen auf, welche kleine Ursache so furchtbare Wirkung hatte. * Duisburg, 1. Sept. Daß auch die Hotels in Indien einen großen Aufschwung nehmen und mancher Großstadt des„alten Europa“ noch über sein dürften, beweist eine Bestellung, welche das Duisburger Kabelwerk von dort bekommen hat. Das Werk muß für ein indisches Hotel 38 Kilometer Kabel liefern. Es sollen 150 Kellner indem Riesenhotel ihres Amtes walten. * Emmerich, 1. Sept.(Schmuggler.) Ein Kondukteur der Straßenbahn Zütphen=Emmerich hatte in der Weise Schmuggel getrieben, daß er Waren in der Erwärmungsröhre eines Wagens verbarg, um sie unverzollt nach Deutschland zu bringen. Die Grenz=Zollbehörde erlangte durch Verrat Kenntnis davon und leitete den inzwischen aus dem Dienst entlassenen Beamten das Verfahren wegen Zollhinterziehung ein. Dann eine Posse aus Mütterchens Heim, Dann ein Lispeln, ein Blinzen und Necken Als spielte Liebe mit Liebe Verstecken. Plaudernd wandeln wir manches Ding, Wie Allmächtige, groß und gering, Lachen und weinen auf einem Sitz, Spielen wie Narren mit Donner und Blitz, Schelten Gelobte und loben Verknurrte, Küssen den Mund, der am grimmsten murrte. Und so reicht eine Stunde der andern Warm sich und wärmer die Hände im Wandern. Doch mir deuchte, je länger man sprach, Daß es an hellen Stimmen gebrach, Deren Weise wie Schmetterlinge Ueber den Baß des Lebens sich schwinge. Da gewahrt' ich von ungefähr Hoch an der Tafel ein Sesselchen leer... Das für ein Kind wohl bemessen war Mit echtlenzegem Schüttelhaar Und mit Augen, echtlenzigen, blauen, Die vom Himmel zu Himmel schauen. So ein Morgenwunder mit Lippen, Die nur Milch und Unschuld nippen, Wo der Stirne helles Blatt Nur die Liebe beschreiben hat, Dem die Wolken Honig regnen, Daß nur Segen kennt und Segen... Und mir dunklete es wie Abend, Und mir war kein Glas mehr labend, Alle Lust verblüht und verdorrt, Graues Haar an jedem Wort, Und mich brannt' es, ein Kind zu laben, Daß es heile den großen Schaden. Daß es säße in unserer Mitte, Und wenn einer grollte und stritte, Dann das Fingerchen höbe geschwinde Und ihn zupfte am Bart gelinde Und uns lehrte durch seine blauen Heiligen Augen ins Leben zu schauen. F. Heinrich. Schillers Humor und Satyre. §(Mißverstanden.) Onkel: Was machst du denn da an meinen Abreißkalender?— Kleiner Neffe: Ich will ihn in Ordnung bringen, Onkel... Papa sagte doch, du hättest noch vier Wochen abzureißen! §(Redeblüten.) Ein Festredner sprach seine Zuhörer mit den folgenden Worten an:„Ihr Eltern, ihr mögt nun Kinder haben, oder wenn das nicht, es mögen eure Töchter Kinder haben" u. s. w., und schloß seine Rede:„Es findet sich gewiß kein Mann, keine Frau, kein Kind, wenigstens von denen, die das fünfzigste Lebensjahr erreicht haben, welche nicht den Donnerton dieser mächtigen Wahrheiten jahrhundertelang in ihrem Innern nachhallen hörten. *(Eine zeitgemäße Umdichtung) von „Glocke" veröffentlicht die„Jugend": Die Frau muß hinweg Von Kochtopf und Nadeln, Muß rauchen und radeln, Muß fechten, studieren Und politisieren. Muß mitreden immer Und zu Haus bleiben nimmer. Doch innen waltet Der züchtige Hausherr, Der Vater der Kinder, Und schaffet leise Im häuslichen Kreise, Und ehret die Mädchen, Und prügelt die Knaben, Steht unterm Pantoffel Und schält die Kartoffel Mit stillem Behagen— Und hat nichts zu sagen!— Eigener Depeschendienst der„Schwerter Zeitung. Hd. Sosia, 2. Sept. Das Strumitza=Gebiet befindet sich nunmehr ebenfalls in vollem Aufruhr. Hierdurch wird die Situation für Bulgarien kritisch. Hd. Budapest, 2. Sept. Bei dem Anbau des Königstheaters stürzte ein Gerüst ein. Mehrere Arbeiter wurden Hd. Budapest, 2. Sept.„Magyar Orszatz“ bringt folgende Meldung: In der 31. Infanterie=Division, die in Budapest garnisoniert, herrsche große Erregung über die Kabinettsordre, wonach die Mannschaften des dritten Jahrganges erst Ende Dezember zur Reserve entlassen werden sollen. Deswegen sei Befehl ergangen, daß die Division welche an den Manövern teilnehmen sollte in Budapest zu verbleiben habe. Wetterbericht. 3. Sept: Meist heiter bei Wolkenzug, warm, kühler Wind. Bei Tische. Als ich über mein Gläschen sah, Fand ich alles Geliebte da, Gute Menschen und guten Wein, Und eine Schale mit Veilchen darein. Hätt' noch einer die Geige gestrichen, Schwur ich, daß wir den Göttern glichen. Gab es ein Rätsel, das Köpfe zerbricht, Dann von Keller ein golden Gedicht, Dann vom errötenden Wirt einen Reim, Für den redaktionellen Teil verantwortlich Wilh. Schade. Achtung! Noch nicht dagewesen! Nur jetzt ist die Gelegenheit, soweit der Vorrat reicht, einen hochfeinen italienischen aus der besten Weingegend von Oberitalien(direkt vom Produzenten) zu haben. Derselbe ist lieblich und feinschmeckend und jedem Kranken zu empfehlen. — Das Liter nur 90 Pfg.— Angele Martinelli aus Italien, Schwerte, Moltkestrasse 38. 0 Vorstands=Sitzung Samstag, den 5. Sept., nachmittags 3 Uhr. Institut für Zahnleidende von F. Uhrig, Dentist, Schwerte, Grosse Marktstr. 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BrucVE“ Der zweite Grasschnitt in den Wiesen des Fürstlichen Gutes Rotehaus wird Freitag, den 4. September cr., vormittags 10½ Uhr, öffentlich meistbietend verkauft. Coesfeld, den 26. August 1903. Fürstlich Salm=Horstmar'sche Rentei. Aross. RR Eine schöne Wohnung von 3 Zimmern an ruhige Familie zu vermieten. Bahnhofstraße 23. Verziehungshalber eine Wohnung von 2—3 Zimmern pr. 1. Oktbr. oder 1. Novbr. zu vermieten. Näheres Kuhstraße 13. in Gager. Allen denen, die sich durch Erkältung oder Ueberlavung der mugens, durch Genuß mangelhafter, schwer verdaulicher, zu heißer oder zu kalter Speisen oder durch unregelmäßige Libensweise ein Magenleiden, wie Ragenkatarrb, Magenkramp), schwere Verdauung oder Verschleimung haben, sei hiermit ein gutes Hausmittel empfohlen, dessen vorzügliche heilsame Verdanungs= u. Blutreinigungsmittel, Hadrrt Kürichsche Krauter Wein. Dieser Kräuter-Wein Ist ans vorzügliehggeheung g##fn denen Kräutern mit ganzen Verdanungsorganlemu. vo. h. guzrungen g, dem Blutgerässen. reinigt das Blut von allen verdorbenen krankmachenden Stoffen und carfen, äbenden, Oelunbbeit sojbrengen, Biähungen, Uebelkelt mit Erbrechen, um so heftiger auftreten, werden oft nach einigemal Trinken beseitg., und deren unangenehme Folgen, wie BeklemStuhlverstopfung nung, Kolikschmerzen, Herzklopfen, Schlafeidken) Perden und Aobture gerseiz den Verdaungzstem eigen Buaschung und enHageres, bleiches Aussehen, Blutmangel, Aftung s Augeb„ungehanetr eindolsung und emns tansind meißt die Folge schlechter Verbauue,ppetitlosigkelt, unter nerröser Abspanbasten Zustandes der Lober, Pei güyzjies häusigen Kopfschmerzen, schlaflosen Nächnuns und Gemüteverstimmuns, von Hahin. var Kräuter=Wein giebt der geschwächten ten, siechen ost solche Kranke lanelan, Kräuter.=Wein steigert den Appetit, befördert esdouugg un Eberuhige die eregten Nerven und schafft dem Kranken neue Krätte und nenes beben. Jahteicde Anertennun jeper glasche beigegeben. 220 da Gebraugsanweistug ist„aschen a Mi. 1.25 und 1.75 im:— Krauter=wein ist zu gaven im v..u.., Herdecke, Hagen, Körde, Schwerte, Unna, Königeborn, Aplerbeer,„„gxlohn, Nemer, Menden, Altena, Bargen, Aiberteid, Vordinu, gadzer, Vistich, lespzie, in Siggosetautf sumn Flaspten,„indesguanium im Engrosversand sind also 8 Faschen. vi“ Mein Kräuter=Wein ist kein Geheimmittel; seine Bestandteile sind: Malaggwesn Man Einmach,„ schützt sicher vor dem Verderben mein = Salicyl-Kräuteressig. Alle anderen Einmachartikel bekannt gut und preiswürdig bei Ernst Klein, Hüsngstraße 15. , Neuß, 100 kg n Taschenfahrpläne — à 30 Pfg.— vorrätig bei Carl Praus. Rechnungs=Formulare zu haben bei Carl Braus. handels-Nachrichten. 1. Sept. Rüböl per „ in Partieen von 100 Ctr. (ohne Faß) 48,50, Rüböl per 100 kg faßweiße(ohne Faß) 50,00 Mk. gereinigtes Oel per 100 kg 3 Mk. höher als Rüböl. Rübkuchen per 1000 kg 88, in kleineren Partieen 92 Mk. Kleie 4,80 Mk. pr. 50 kg Butter per kg 2,40, Eier per 100 Stück 7,50 Mk. Weizen, neuer I. 16,00, do. II. 15,00 I. 00,00. Roggen, neuer I. 13.40. II. 12,40, III. 00,00, Hafer I. 13,10. II. 12,10, Raps I. 19,75, II. 18.75 Mk., alles die 100 kg. Köln, 1. Sept Fruchtmarkt. Weizen 00,00, Roggen 00,00, Hafer 00,00—00,00, Heu 5,20—680. Maschinenstroh(Roggen=) 2,90, Richtstroh(Flegeldrusch) 3,00, Krummstroh 2.70 Mk. die 100 kg. Verantwortlich für den redaktionellen TeiWilh. Schade, für den Anzeigenteil: Julius Humme in Schwerte. Druck und Verlag von Carl Braus in Schwerte. Geschaft 3 1 möbliertes Zimmer für 2 anständige junge Leute zu vermieten. Näheres in der Geschäftsstelle dieser Zeitung. Makulatur=Papier zu haben bei Carl Praus. Schimmel wird bei eingemachten Früchten verhindert durch Dr. Oetker’s Salicyk à 10 4 genügt für 10. Pfd. Früchte. Rezepte gratis von den Firmen, welche führen Dr. Oetker's Backpalver. „Wer reiche Heirat“ünscht, sich vertr. an Reform, F. Gombert, Berlin S. 14. 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S 4) geringere Saugkälber e) alteres gering genährtes Jungvieh(Fresser) a) Mastlämmer und jüngere Masthammel. d) ältere Masthammel e) mäßig genährte Hammel und 4) Holsteiner Niederungsschafe u Schafe(Märzschafe) ungsschafe und Lämmer... lassen u. Kreuzungen bis zu 1¼ J. 9 a) voufleischige der Ra F b) Käser K c) fleischige E d) gering entwickelte Kälber= und Schafnotiz vom 28. Aug, Vorstehende Preise verstehen sich für 100 Me 48—45 35—37 30—31 25—28 40—42 33—34 23—30 31—32 29 24—25 21—23 51—52 42—46 32—34 24—27 36—87 82—33 25—27 30—36 54 Mi. 43—44 36—37 31—33 27—29 34—40 28—30 23—25 38—39 84—35 31—32 25—27 48—52 44—47 40—48 35—87 59—60 51—53 47—50 47—50 55—56 58—54 58. Mi. 44 89—40 34—35 30 42 87 31—32 32—33 26—28 68 54 48—49 35—37 35—87 40 84—35 28—29 57 58 54—55 51—53 —58 Mek. 48 38—39 38—39 38—34 27—28 40 35—36 81—32 24—26 64 48—50 45—46 38—40 36 29—90 57 53—56 48—50 48—50 Lebendgenscht.