Insertionsgebühr für lokale Anzeigen, die sechsgespaltene Petitzeile oder deren Raum 10 Pfg., außerhalb 15, Reklame=Zeile 10 Pfg., Druck und Verlag von Carl Braus in Schwerte, Fernsprech=Anschluß Nr. 62. Amt Schwerte. Telegr.=Adresse Braus, Schwerte=Ruhr. Alle Kreis= und Lokalpolizeilichen Verordnungen für den Kreis Hörde erlangen gemäß Bekanntmachung der Königl. Regierung durch Veröffentlichung in der„Schwerter Zeitung" rechtsverbindliche Kraitt. Abonnementspreis pro Quartal 1 Mark 65 g., exel. 42 Pfg. Bestellgeld, wenn durch die Post bezogen. Erscheint an jedem Wochentage. Wöchentliche Gratisbeilage:„Illustrierter Komilbentreunh! 36. Jahrgang. Die HandelsvertragsVerhandlungen mit Rußland abgebrochen: Rußland will Deutschland nur einen Roggenzoll von unter 5 Mark zugestehen, daher sind die deutsch=russischen Handelsvertrags=Verhandlungen vorläufig bis zum Herbst vertagt worden. Was man im Zarenreiche über die Bedingungen für die deutsche Eiseneinfuhr nach Rußland gesagt hat, ist bis zur Stunde nicht bekannt. Allzu günstig wird es aber auch wohl nicht gerade gewesen sein. Ueber die ganze Sachlage kann die„Berl. Staatsbürgerztg.“ noch folgendes mitteilen: Während der bisher stattgehabten Verhandlungen stellte sich heraus, daß Rußland mit einem Weizenzoll in der Höhe des im deutschen Tarifgesetz festgelegten Mindestzolles von 5 ½ Mk. einverstanden sei. Dagegen wurde russischerseits auf eine Herabsetzung des Roggenzolls unter den Minimalzoll von 5 Mk. auf das Entschiedenste gedrungen. Geltend wurde hierbei gemacht, daß Rußland ein hohes Interesse an einer nicht gehemmten Roggen=Ausfuhr nach Deutschland habe und daß bei dem Festhalten an dem Fünfmarkzoll ein Handelsvertrag für Rußland kein Interesse habe. Die deutschen Unterhändler erklärten, ein bindendes Versprechen nicht abgeben zu können. Bezüglich der Viehzolle hätten sie aber freie Hand und könnten den von russischer Seite ausgesprochenen Wünschen eher entgegen kommen. So waren die Verhandlungen schon am dritten Tage auf dem toten Strang angelangt. Das ist der wahreGrund für den derzeitigen Abbruch der Verhandlungen. Die Russen werden sich besinnen, denn sie können nicht verlangen, daß wir uns ihnen von vornherein mit gebundenen Händen ausliefern. Wenn der Finanzminister Witte etwas mehr Ordnung in die russische Verwaltung schaffen wollte, so wäre die Erlegung des deutschen Zolles für die russischen Produzenten überhaupt keine Schwierigkeit. Im übrigen wird darauf hingewiesen, daß die russische Finanzverwaltung wieder einmal sehr stark anleihebedürftig ist, und sehnsüchtig nach dem deutschen Geldmarkt hinüberschielt, seitdem die Franzosen nicht mehr recht zahlen wollen. Nun, das werden wir uns auch überlegen. Erst die Ware— der Vertrag, dann das Weitere! Politische Uebersicht. Deutschland — Unser Kaiser ist am Montag vormittag zur Besichtigung der Garnison von Schloß Wilhelmshöhe bei Cassel in Mainz eingetroffen und von dem Großherzog von Hessen, der Prinzessin Friedrich Karl von Hessen, seiner Schwester, und deren Gemahl empfangen worden. der Kaiser ließ ein größeres Gefechts=Exerzieren abhalten und nahm zum Schluß die Parade über die Garnison ab. Der Kaiser führte dabei das 116., der Großherzog von Hessen das 115. Regiment. Nach Schluß militärischen Schauspiels hielten der Kaiser und der Großherzog an der Spitze ihren Einzug in das festlich geschmückte Mainz unter dem Geläut aller Glocken und dem Jubel der Bevölkerung. Auf der Rückreise von Mainz nach Wilhlemshöhe begab sich der Kaiser nach Homburg v. d. Höhe, um auf der Saalburg die Fortschritte der dortigen Bauten in Augenschein zu nehmen. — Aus Anlaß der Ernennung des Freiherrn von Stengel zum Reichsschatzsekretär depeschierte Prinz=Regent Luitpold von Bayern an den Kaiser, er freue sich über diese Ernennung und hoffe, daß es Stengel's bewährter Tüchtigkeit gelingen werde, sich an dieser Stelle den großen Aufgaben gewachsen zu erweisen, welche für das fernere Gedeihen des Reiches, wie der Einzelstaaten heute von hervorragender Wichtigkeit sind. Der Kaiser sprach in seiner Antwort seinen Dank aus, daß der Regent seinen tüchtigen Beamten so bereitwillig dem Reiche zur Verfügung gestellt habe, in der Erwartung, daß diese Ernennung allen deutschen Bundesstaaten zum Segen gereichen werde.— Freiherr von Stengel hat Rang und Titel eines bayerischen Staatsrates behalten und den MichaelsOrden erster Klasse verliehen erhalten. Er wird sein Amt schon in nächster Zeit antreten. — Jesuiten=Geschichten. Man schreibt der Tagl. Rundschau: Schon neulich hoben wir die Dreistigkeit hervor, mit der ein seit Langem schon in Berlin verweilender Jesuit Brors zur ungestörteren Ausübung seiner OrdensTätigkeit sich ungesetzlicher Weise öffentlich den ProfessorTitel beilegt, aber jetzt wird diese Sache noch ärger betrieben. Auf dem Katholikentage der Mark Brandenburg am 16. September zu Freienwalde a. d. Oder wird u. a. auch ein Professor Zorell sprechen. Dieser„Professor" Zorell ist Jesuit und hat ebenso wenig ein Recht, den Professor=Titel zu führen, wie sein Ordensbruder Brors. Wir meinen, daß Jesuiten öffentlich in Berlin und Umgegend ihre Ordenstätigkeit ausüben können, ist gerade genug; daß sie sich aber unbefugterweise staatliche Titel beilegen, wegen deren widerrechtlicher Führung jeder andere Sterbliche bestraft wird, ist zu viel. — Auswanderung nach den Vereinigten Staaten. Die am Auswandererverkehr vom europäischen Kontinent nach den Vereinigten Staaten von Amerika hauptsächlich beteiligten Schiffahrtsgesellschaften, Hamburg=Amerika Linie, Holland=Amerika Linie, Norddeutscher Lloyd u. Red Star Linie, haben in der Zeit vom 1. Jan. bis 15. Aug. ds. Is. insgesamt 258 534 Zwischendeckspassagiere befördert, gegen 212 877 in demselben Zeitraum des Vorjahres und 151 635 im Jahre 1901. Von der genannten Zahl fielen dem Norddeutschen Lloyd 106 433 zu, der Hamburg=Amerika Linie 81 124, der Red Star Linie 42037 und der Holland=Amerika Linie 28 940. — Die Kosten der sozialdemokratischen Wahlen. Leipzig, 24. Aug. Was die sozialdemokratischen Wahlen kosten, geht aus einer Bemerkung hervor, die kürzlich in einer sozialdemokratischen Parteiversammlung gemacht wurde. Danach haben die Wahlen in vier sächsischen Kreisen, von denen einer für die Sozialdemokraten bombensicher ist, 45000 Mk. gekostet. Man kann sich daraus ein Bild machen, was die Sozialdemokratie bei den diesmaligen Reichstagswahlen aufgewandt hat: Amerika. = Präsident Castro ließ nach der„Frkf. Ztg., deutsche, französische und italienische Kaufleute in Ciudad Bolivar verhaften, weil sie die Zahlung von Steuern verweigerten, welche schon einmal den Revolutionären gezahlt worden waren.— Das kommt davon, wenn die Großmächte einen solch unverschämten Frechdachs wie Castro mit Glacehandschuhen anfassen. Asien. Die innere Lage Persiens wird nach Meldungen, die in Petersburg eingetroffen sind, als sehr düster geschildert. Trotz der offiziellen Versicherung, daß die Unruhen endgiltig unterdrückt seien, dauert die Gärung im ganzen Lande fort und die Regierung steht ihr wegen Mangels an Mitteln zur Beruhigung ohnmächtig gegenüber. Auf dem Papier verfügt sie über 80000 Mann disziplinierter Truppen, wovon die Hälfte Reservisten sind. 5000 Mann liegen in Teheran in Garnison, der Rest in verschiedenen Provinzen und an der Grenze. Schon vor mehr als einem Monat erhielt der in Teheran lebende ehemalige Gouverneur von Rescht Nasreh Sultaneh vom Schah den Befehl, 30000 Reservisten einzuberufen und sie in die ihm bezeichneten Gebiete zur Unterdrückung des Aufstandes zu führen. Die Ausführung dieses Befehls konnte nicht in Angriff genommen werden, weil die Mittel zur Mobilisierung fehlten. Hierauf erging an den Truppenchef in Kaswin der Befehl, seine Abteilung nach Teheran zu führen und sie Nasreh Sultaneh zur Verfügung zu stellen. Die Truppen erschienen nicht, wohl aber eine Meldung des Truppenchefs, wonach seine Truppen den Gehorsam versagen, weil sie schon seit mehreren Jahren keinen Heller Gehalt erhalten hätten. Ein zweiter Truppenchef antwortete in gleicher Weise. Jetzt steht die Regierung vor der Notwendigkeit, die Truppen durch zwangsweise Rekruten=Aushebung zu ergänzen, wodurch die Gärung im Lande vergrößert werden dürfte. Persien steht nach der„Köln. Ztg.“ vor inneren Ereignissen, die für das Land verhängsvoll werden können. Die Ursachen der Unruhen sind nicht nur in dem Fanatismus der Perser und ihrem Haß gegen die Ausländer, sondern weit mehr in ihrer Erbitterung über die unerträglichen wirtschaftlichen Verhältnisse zu suchen. Merksprüche. Ein Heute ist so viel wert als zehn Morgen. * Läßt du dich gehen, Läßt man dich gehen. * Besser unbegonnen als unbesonnen. Roman von F. Arnefeld. (4. Fortsetzung.) (Nachdruck verboten) „In's Schauhaus!“ schrie Frau Köhne voll Entsetzen.„Wozu denn das? Kann der arme Herr denn nicht—. Ein Händedruck ihres Soynes ließ sie zwar im Satze verstummen, die Vorstellung, die sie mit dem Schauhaus verband, mußte aber so furchtbar sein, daß sie dadurch ganz aus dem Gleichgewicht gebracht wurde. Nur mit Mühe waren ihr die Aufklärungen, deren die Beamten bedurften, noch abzufragen. Die Wohnung endete beim Musikzimmer. Eine am Ende des hinteren Korridors befindliche Tür führte zu einem Vorraum, von dort gelangte man vermittelst einiger Stufen auf den Hof. Frau Köhne erklärte, daß sie nur am Morgen, während sie die Wohnung reinigte, diese Tür benutze, während des Tages ging sie stets die Vordertreppe hinauf; und das Gleiche tat immer ihre Tochter, die gar keinen Schlüssel zur Hintertür besaß. Sie wurde von der Frau verschlossen und außerdem durch eine Sicherheitskette verwahrt. In diesem Zustande befand sie sich auch jetzt noch; nicht die leiseste Spur eines gewaltsamen Einbruchs war daran sichtbar und ebenso waren die Fenster fest verschlossen und mit Läden verwahrt. Es konnte niemand ohne Wissen und Willen des Inhabers in die Wohnung gedrungen sein. Es ließ sich nur annehmen, daß Ahrweiler der Person, die den mörderischen Angriff auf ihn verübt, selbst die Tür geöffnet und sie in sein Zimmer geführt habe. Es entsprach aber seinen einsiedlerischen Gewohnheiten so wenig, dies zu tun. Es vergingen nach Versicherung der Portierfrau Wochen, ohne daß ein einziges Mal an seiner Tür geklingelt ward. Er gab reichlich zu allen Sammlungen, hatte aber Sorge getragen, daß er durch keinen Bittsteller behelligt ward. Rechnungen, deren er wenig machte, wurden beim Portier abgegeben und dort bezahlt, auch der Steuerbote hatte dort seine Raten in Empfang zu nehmen. Mum. Wer war es, dem Herr R#rweuter zu seinem Unglück die Tür geöffnet hatte? 4. Kapitel. In dem kleinen Zimmer mit den Mahagonimöbeln hatten der Leutnant und der Polizeikommissar an dem in der Mitte stehenden Tische Platz genommen, um die wenigen Personen, die augenblicklich bei der rätselhaften Angelegenheit in Frage kamen, zu verhören. Sie hatten taktvoll vermieden, sich in einem der mit gleißender Pracht ausgestatteten Gemächer zu ihrem ernsten Werke niederZulassen.„ Doktor Beutler war der Erste, ven man um seine Aussage ersuchte. Der Arzt konnte sich kurz fassen. Er war durch Wilhelm Köhne, den Sohn des Portiers in der Uhlandstraße Nr. 175, benachrichtigt worden, daß an dem daselbst wohnenden Rentier Ahrweiler ein Mord verübt war oder daß er Selbstmord begangen habe. Ungesäumt hatte er sich dorthin begeben, den ihm als Ahrweiler bezeichneten Herrn in seinem Schlafzimmer auf dem Teppich in einer Blutlache liegend gefunden und konstantiert, daß dieses Blut aus einer durch ein spitzes, scharfes Instrument herbeigeführten Brustwunde geflossen war. „Sie fanden kein Lebenszeichen mehr an dem Verwundeten?“ fragte der Leutnant; und mit Nachdruck antwortete Veutler:. M.ue, 5fissich einss „Nein. Der Tod muß beinahe augenelnclich eingetreten sein, nachdem der Stoß vollführt war, denn er ist gerade ins Herz gedrungen. Ich bin geneigt, die Person, durch die das geschehen, für nicht ganz unbewandert in den Gesetzen der Anatomie zu halten. Der Kommissar schaute interessiert auf und schrieb einige Worte in das vor ihm auf dem Tische liegende Taschenbuch; er machte indes weiter keine Bemerkung und der Leutnant fragte weiter:. 6 „Sie sind der Ansicht, der Stoß sei mn dem neven dem Toten aufgefundenen Dolch geführt?“ „Ohne allen Zweifel,“ erwiderte Beutler lebhaft. „Konnte das durch Herrn Ahrweiler selbst geschehen „Nein, nein,“ war die schnell erteilte Antwort,„ich nehme diese Versicherung auf meinen Berufseid. Ein Selbstmord ist durch die Lage, in der ich den Toten gefunden, sowie durch die Beschaffenheit der Wunde völlig aus„lnd wie lange konnte der Tod schon eingetreten sein, als Sie die Leiche besichtigten?“ Zwei bis drei Stunden. Der Mord ist aller Wahrscheinlichkeit nach zwischen 10 und 11 Uhr heute Vormittag geschehen. Auch Wilhelm Koyne, den der Leutnant vernahm, nachdem Dr. Beutler abgetreten war und sich im Einverständnis mit dem Polizeileutnat entfernt hatte, wußte verhältnismäßig wenig zu berichten. Er war während des ganzen Tages vom Hause abwesend, besuchte am Abend gern noch wissenschaftliche Vorträge oder saß lesend in seinem Kämmerchen, wenn die Mutter im Hause nicht noch seiner Hilfe bedurfte; um die Lebensverhält1144 D Wrte eg Se RA 44 90 50. Jahresversammlung der Katholiken Deutschlands. Köln, 23. August. An dem heutigen Festzuge gelegentlich der 50. Generalversammlung der Katholiken Deutschlands beteiligten sich über 20000 Personen mit 23 Musikkorps aus allen Gauen der Rheinprovinz, aus den Provinzen Westfalen und Hannover, sowie aus Baden und den Reichslanden. Die Straßen, durch welche sich der Festzug bewegte, waren überaus reich geschmückt. Der gegen 5 Uhr eingesetzte starke Regen vermochte die Stimmung nicht zu trüben. Nach Auflösung des Festzuges fanden sich die einzelnen Gruppen in den ihnen angewiesenen Versammlungslokalen zur weiteren festlichen Begehung des Tages wieder. Die Ordnung ist durch keine Störung getrübt worden. In der Versammlung, die in der Festhalle unter dem Vorsitze des Abgeordneten Trimborn abgehalten wurde, sprach Abg. Sittar. Er gedachte des verewigten Papstes. Mit Bezug auf die Arbeiterfrage bemerkte Redner, in Zukunft werde es kein Zentrum geben ohne entschiedene Sozialpolitik, die noch weiter ausgebaut werden müsse. Kardinal Erzbischof Fischer ermahnte die Arbeiter, am katholischen Glauben festzuhalten. Später sprach der Arbeitersekretär Giesbert=München=Gladbach über die wirtschaftliche Lage der Arbeiter. Es wurde beschlossen, nach erfolgter lateinischer Uebersetzung folgendes Telegramm nach Rom ge. Heligkeit Pius X. Heitiger Vater! Ueber 20000 Mitglieder der katholischen Arbeiter= und Gesellenvereine, am Vorabend der 50. Generalversammlung der Katholiken Deutschlands in Köln vereinigt, um öffentlich Zeugnis abzulegen von ihrer Treue zur katholischen Kirche, in der sie die Lehrerin der Wahrheit und die treueste Freundin des arbeitenden Standes erblicken, bringen Ew. Heiligkeit als dem Stellvertreter Gottes ihre Huldigung dar. Sie geloben, in dem tiefen sozialen Kampfe immer treu der katholischen Lehre zu folgen und erbitten Euren heiligsten apostolischen Segen. Kardinal Fischer. Justizrat Trimborn.“ Aus unseren Kolonien. K W ∆ + 8 me I 8 R siht ### *— enslantinopet 1 5 Tu. TI I. WH Rutum — 8 □ Sarin P Russlands Schwarze Meer-Flotte Die Ereignisse auf der Balkanhalbinsel und die Ermordung des russischen Konsuls in Monastir haben jetzt zu einem Schritte Rußlands geführt, der Entsendung von Kriegsschiffen vom Sebastopol nach den türkischen Gewässern, der zu den allerernstesten unserer Zeit zählt. Das entsendete Geschwader, unter dem Befehl des Kontreadmiral Krüger stehend, besteht aus den vier Panzerschiffen „Jekaterina",„Tri Swiatitelja“, Rostislav" und„Dojenazat=Apostolov“, ferner vier Torpedojägern und sechs Minenbooten. In Konstantinopel ist man infolge der Bewegung der russischen Flotte sehr beunruhigt, was ohne weiteres begreiflich ist, wenn man bedenkt, was alles bei etwaiger energischer Aktion der achtunggebietenden russischen Flotte hier auf dem Spiele stehen kann. Ueber die politische Bedeutung ernster russischer Maßnahmen vermittelst der bedeutend erstarkten russischen Schwarz=Meer=Flotte sei folgender kurzer Ueberblick geBekanntlich hat der Dardanellen=Vertrag vom Jahre 1841 bezw. 1856 festgesetzt, daß Rußland ursprünglich eine Kriegsflotte auf dem Schwarzen Meer überhaupt nicht halten solle und daß keinerlei europäische Kriegsschiffe durch den Bosporus und die Dardanellen fahren dürften. Handelsschiffe durften die Meerengen passieren. Seit 1870 hat Rußland bekanntlich einen Teil dieses Vertrages beseitigt, indem es ohne Weiteres an den Ausbau einer starken Kriegsflotte im Schwarzen Meer ging. GegenLiebe Landsleute. Ueber Menschenfresser im Hinterland von Kamerun teilt Hauptmann Engelhardt im Dtsch. Kolonialblatt“ in einem Bericht über seine Reise von Bedtna nach Jaunde mit:„Die Gokup, uiegrgug sind Menschenfresser, sie machten mir aus diesernzgg#u auch gar kein Hehl. Die Männer ereilt vas Sazuesal, aufgegessen zu werden, im allgemeinen nur, wenn sie das Unglück haben, als Kriegsgefangene in die Hände ihrer Feinde zu fallen. Keiner von diesen Eingeborenen wagt daher leicht, weit über die Grenze seines, Doxfes hinaus starken Kriegsflotte, im Schwarzen Meer ging. Gegen zu gehen. Im allgemeinen liegt ja bei diesen Wilden im= wärtig zahlt das Zarenreich außer den im Bau vermomer ein Dorf mit einem andersn inze trigge ger'granige lichen Schiffen 5 Panzerschiffe erster Klasse, 2 doch als Feind betrachtet und behandelt. Die Weiber werden selbst nach ihrem Tode verspeist, nur die nächsten Anverwandten sollen sich davon fernhalten. lichen Schiffen 5 Panzerschiffe erster Klasse, 2 zweiter Klasse, 2 Küstenpanzerschiffe, 8 kleine Kreuzer, 3 Torpedokreuzer, 33 Torpedoboote, 3 Schulschiffe, 13 Spezialschiffe und 15 Schifffe der Freiwilligen Flotte. In unserem beistehenden Kartenbilde geben wir ssutsch=englisches Renkontre, Land gehen zu lassen. Die englischen Soldaten sollen in Ein veutschiengrischer Ktentenrer. der Kaserne behalten werden. Die Stosch tritt ihre WeiterL's Nachricht, daß as zwi= reise nach Bilbao an. unseren Lesern eine die sehr interessant werdende Situation erläuternde Zeichnung. Die Karte umfaßt das Schwarze Meer und das durch den Dardanellen=Vertrag geschlossene Marmara=Meer mit Bosporus und DardaInnerhalb des Schwarzen Meeres ist in technischen Schiffsskizzen die russische Schwarze Meer=Flotte eingezeichnet, nur die Schulschiffe, Spezialschiffe und Schiffe der Freiwilligen Flotte sind hier nicht mit angegeben. Die kleinen Schiffsskizzen ermöglichen die verschiedene Schiffstypen deutlich zu unterscheiden. Die Panzerung ist bei den Schlachtschiffen durch schwarze Zeichnung markiert, ebenso treten die schweren Geschütze derselben deutlich Da die russischen Häfen, speziell Sebastopol, Odessa und Nikolajeff nur 280—370 Seemeilen von Konstantinopel entfernt sind, so kann die russische Schlachtflotte des Schwarzen Meeres in kürzester Zeit überraschend vor dem Bosporus erscheinen und bei dem kläglichen Zustande, in welchem sich die türkische Flotte permanent befindet, würde eine Ueberwältigung derselben, eine Erzwingung der Passage durch den Bosporus, das Marmarameer und die Lardanellen nicht schwer fallen. 1.541. Eine Oeffnung der türkischen Meerengen gestatter also Rußland, mit einer ganz erheblichen Flottenmacht im östlichen Mittelmeer zu erscheinen und die englische Etappenstraße, welche über Gibraltar und Malta durch den Suezkanal nach Indien führt, zu bedrohen. Jedenfalls deuten gegenwärtig alle Anzeichen darauf hin, daß sich im europäischen Orient, wenn auch langsam, so doch mit einer gewissen Stetigkeit, Ereignisse vorbereiten, welche die aufmerksame Beachtung seitens der politischen Welt verdienen. Aus Queenstown kommt die Nachricht, daß es zwischen Mannschaften des Schulschiffes Stosch und englischen Soldaten zu einem blutigen Zusammenstoß gekommen ist. Das vorliegende Telegramm ist nur kurz, aber es zeigt doch, daß unsere Blaujacken von ihren„Vetterr angegriffen sind. In einer solchen Lage haben sie den getan, was ein braver Seemann tun muß, nämlich blank gezogen und den großmäuligen englischen Gesellen gezeigt, was deutsche Hiebe sind. Die kurze Meldung, welche uns den Vorfall meldet, lautet: Queenstown, 24. Aug. ZwischenMannschaften des deutschen Schulschiffes„Stosch“ und englischen Soldaten entstand gestern abend eine Schlägerei, wobei ein Soldat und ein Zivilist durch Messerstiche tötlich verletzt wurden. Augenzeugen gaben an, daß die Deutschen durch die englischen Soldaten angegriffen worden seien. Die Polizeibehörde ersuchte aus Furcht einer Wiederholung der Unruhen den Kommandanten der Stosch seine Leute nicht an Vom sozialen Ueber Arbeiterferien in—England schreibt die „D.=Ev. Kor.“: Ja, warum nicht auch in Deutschland? Mit der sozialen Gesetzgebung sollte auch eine private Arbeiterfürsorge Hand in Hand gehen. Aber nach beiden Seiten heißt es leider heute: Immer langsam voran! Wozu braucht ein Arbeiter Ferien? So denkt mancher, der ohne 4 bis 8 Wochen Erholungsurlaub in seiner Häuslichkeit mancherlei Annehmlichkeiten gönnen kann, die dem Arbeiter fremd ist. Hier und da haben einige Fabriken und Geschäfte in Deutschland den Anfang gemacht und ihren kleinen Beamten und Arbeitern Urlaub von 5—14 Tagen gegeben. Sie finden leider nicht allzuviel Nachfolger, aus Furcht, der Geschäftsbetrieb könnte darunter leiden! Hat etwa England mit seiner strengen Sonntagsnisse der Mieter hatte er sich nie gekümmert. Er schilderte, wie er heute um ein Uhr zum Mittags essen in die elterliche Wohnung gekommen, seinesschwester ganz fassungslos gefunden und erfahren habe, vir Eltert wären oben bei Herrn Ahrweiler, dem ein Unglück zugestoßen sei. Er sei hinaufgegangen, habe Herrn Ahrweiler in seinem Bluteschwimmend gefunden und sogleich gesehen, daß er tot sei. Er habe die Eltern verhindert, die Leiche aus ihrer Lage zu bringen oder irgend etwas in der Umgebung des Toten zu verändern, und sei dann fortgegangen, um einen Arzt zu holen und die Polizei zu benachrichtigen. Er sei fast gleichzeitig mit den Herren wieder nach der Uhlandstraße gerommen. „Und Sie haben keine Ahnung, durch wen der Mord verübt sein könnte?“ fragte der Polizeileutnant, ein junger Mann,den sein Eifer leicht ein wenig zu weit führte. Er mußte sich einen warnenden Fußtritt des Kommissars unter dem Tische gefallen lassen, während Wilhelm Köhne v Wie sollte ich) Ich sagte den Herren schon, ich habe Herrn Ahrweiler kaum gekannt, geschweige jemand, der zu ihm gekommen ist. Während der drei Jahre, die er hier im Hause gewohnt, bin ich vielleicht zwei oder drei mal in seiner Abwesenheit heraufgekommen, wenn meine Mutter hier rein gemacht hatz.,„ekume... „Was haben Sie da in der Wohnung geran?“ fragte der Leutnant lebhaft, und auf dem länglichen, faltenreichen Gesicht des Kommissars erschien ein humoristtisches Lächeln, das sich noch verstärkte, als der junge Mann sehr gelassen antwortete: „Ich half die Teppiche zum Klopfen nach dem Hof und wieder herauftragen und sah mir bei der auch de vielen schönen Sachen an, besonders die Waffen, für die ich großes Interesse habe.“ „So kannten Sie auch den Dolch, mit dem der Mord verübt worden ist?“ fragte der Leutnant. „Gewiß, er gehört zu Herrn Ahrweilers Sammlung und muß durch den Mörder herabgerissen sein. Mir fiel die leere Stelle auf dem roten Teppich auf, noch ehe ich ihn neben dem Toten liegen gesehen hatte,“ entgegnete Wilhelm, und der Leutnant dachte mit einer Art von Beschämung, daß der einfache Maschinenbauer da mehr gesehen hatte, als er selbst. So klar und bestimmt Wilhelm Köhnes Aussagen gewesen waren, so konfus waren die seines Vaters. Der Portier schilderte, bei jedem Satz von einem pfeifenden Husten unterbrochen, breit und umständlich, wann er heute Morgen aufgestanden, was er getrunken und gegessen, was er zu seiner Frau gesagt und wie er sich geärgert hatte, daß sie wieder so lange oben bei Herrn Ahrweiler geblieben sei, nachdem sie ihm um sieben Uhr den Te gebracht hatte... 6 e—8 „Er stand Sommer und Winter jo(ruh auf und brachte das Haus in Alarm; seine Geschäfte wären auch noch besorgt worden, wenn er noch bis nenn Uhr im Bette gelegen hätte,“ setzte er hinzu und sein Ton verriet Gehässigkeit gegen den Toten.„, Kecarstemn haß anl Der Polizeileutnant wollte ihn bebeuten, daß all dies nicht zur Sache gehöre, aber der Kommissar bemächtigte sich jetzt des Verhörs. Er war der Meinung, daß aus dem Uebelwollenden, Zerfahrenen doch vielleicht Brauchbares herauszubringen sei.. ee von uin Der Portier fuhr denn auch fort, weit meyr von sich als von Ahrweiler zu erzählen und zu schildern, wie schwer er darunter habe leiden müssen, daß der Mieter gar zu anspruchsvoll gewesen sei. Keine halbe Stunde habe er Ruhe gegeben, den ganzen Tag sei das Gebimmel gegangen Frau und Tochter hätten beständig auf der Treppe gelegen.(Fortsetzung folgt.) ruhe und mit seinen Arbeiterferien geschäftliche Einbuße erlitten? Vielleicht liegt das Geheimnis des so gewaltigen Aufblühens des britischen Reiches gerade darin, daß es seinen arbeitenden Kräften die nötige Ruhe und Erholung von jeher gegönnt hat. Und wer braucht eine Ausspannung dringender als ein Arbeiter, der in Tretmuhle des täglichen Berufes seine Krafte verzehrt und dem es wohl zu gönnen ist, wenn er einmal wandern und reisen darf, um zu entdecken, daß auch jenseits der Berge Leute wohnen! In England hat man das ängst eingesehen; in dem Lande der Krämerseelen, wie wir es oft mit Unrecht verächtlich nennen, hat man auch nach der Seite ein Herz für die kleinen Leute. Vom Fabrikarbeiter und seiner Familie bis zum geringsten Arbeiter, bis zum Dienstmädchen und zur Aufwartefrau, hat jeder seine Sommerferien und geht aufs Land oder an d in die Nähe oder Ferne, je nach seinen Mitteln. Viele Fabriken geben ihrem ganzen Personal einen einheitlich Urlaub und schließen während dieser Zeit ihre sämtlichen Räume. Zu Grunde sind sie darum noch nicht gegangen; der Engländer st ein zu gewiegter Kesztzhrzenze, urlaubs den Nutzen eines Geist und Körper stärkenden###laubs einzuschätzen— auch für seinen Geschäftsbetrieb. Wann werden wir in Deutschland so weit sein? Lokales. ** Schwerte, 25. August 1903. (Unsere Landwirte) hoffen und wünschen von einem zum anderen Tage auf auf bessere Witterung und das mit Recht. Der Roggen, welcher ausnahmsweise schön steht und zum größtenteil geschnitten ist, kann nicht eingebracht werden und werden schon Klagen laut, daß er anfängt zu keimen. Ebenso kann der Hafer bei dieser nassen Witterung nicht reifen und es kann nicht ausbleiben, daß die Kartoffeln anfangen zu faulen. Es wäre zu wunschen, daß bald troctenes beständiges Wetter einträte, da nicht allein der Landwirt, sondern ein jeder durch eine schlechte Ernte geschädigt ist.....8 **(In Ausführung des Anerbengesetzes) sino in verschiedenen Kreisen der Provinz Anerbenkommissionen eingesetzt. Für die Kreise Dortmund und Hörde ist der Sitz der Kommission in Dortmund, Vorsitzender dersel ist Herr Regierungsassessor Fahrenhorst. Beisitzer für Hörde die Herren: Gutsbesitzer Eickhoff=Sölde und Dieckerhoff=Lichtendorf, Stellvertreter die Herren: Gutsbesitzer Büddemann=Holzwickede und Hohenschwert=Lich::(Statistisches.) Die neueste Nummer des Amntsblattes der Königl. Regierung zu Arnsberg(pom 23. Aug.) eprpän.;. a. an Bekanntmachungen 246 Steabriefe, 23 Zwang. vollstreckungen, 14 Konkurse, 4 Vorladungen an Mig pflichtige, die sich der Dienstpflicht entzogen haben, 2 scheidungen. 10 Bekanntmachungen betreffen Gütertrennung und 39 Viehseuchen. t werdende umfaßt das llen=Vertrag ind Dardatechnischen Flotte eingeund Schiffe gegeben. Die dene Schiffserung ist bei ing markiert, llben deutlich topol, Odessa on Konstantiachtflotte des hend vor dem Zustande, in findet, würde sung der Paser und die gen gestattet Flottenmacht die englische Malta durch sen. zeichen darauf auch langsam, nisse vorbereiins der politiiche Einbuße s so gewaltie darin, daß uhe und Erbraucht eine der in der fte verzehrt mal wandern jenseits der an das ängst , wie wir es an auch nach Vom Fabriksten Arbeiter, au, hat jeder r an die See, litteln. Viele n einheitlichen hre sämtlichen icht gegangen; inn, und weiß nden Urlaubs strieb. Wann 903. chen von ung und omsweise inn nicht aut, daß afer bei sicht ausEs wäre etter einder durch sind in missionen de ist der derselben itzer sind ölde und in: Gutswert=Lich*e(Das Eisenbahnprojekt Iserlohn=Schwerte) ist gestern nachmittag in einer geheimen Sitzung des Iserlohner Stadtverordneten-Kollegiums eingehend besprochen worden. **(Nachahmungswert auch für städtische Polizei=Ver waltungen) ist ein Erlaß der preußischen Regierung, welcher die Mitteilung von Vorkommnissen an Zeitungen durch Beamte der königlichen Polizeiverwaltungen regelt. Es heißt darin nach dem Berl. Lok.=Anz.:„Die königl. Polizeiver waltungen haben über Vorkommnisse auf polizeilichem Gebiete, die für das Publikum von Wert sind und deren Bekanntgabe keine öffentlichen Interessen entgegenstehen, und über solche, deren Verbreitung im polizeilichem Interesse erwünscht ist, regelmäßig Mitteilungen den schon bisher benützten oder sonstigen geeigneten Zeitungen zugehen zu lassen. Die Prüfung, welche Mitteilungen eventuell geeignet sind oder nicht, untersteht der Entscheidung des Chefs der betreffenden Polizeiverwaltung resp. seines Vertreters. Die Mitteilungen sind bei der Polizei=Behörde in der erforderlichen Anzahl von Exemplaren zu vervielfältigen und den Zeitungen unentgeltlich zu machen. Sie gehören zu den Amtspflichten der damit beauftragten Beamten. Die Annahme einer Vergütung hierfür von den Zeitungen ist unbedingt verboten. **(Für die Ueberschwemmten in Schlesien) sind weiter eingegangen: Von B. E. 3.— Mark. Weitere Gaben nimmt gern entgegen die Geschäftsstelle. ** Aplerbeck, 24. Aug. In der Nacht von Samstag auf Sonntag wurde beim Wirt Sommer hierselbst ein Einbruchsdiebstahl verübt. Die Diebe drangen durch vier Türen in den Weinkeller und entwendeten Liköre und Weine im Werte von 80 Mk. Von den Dieben fehlt noch jede Spur. * Aplerbeck, 24. Aug.(Protestversammlung.) Im Lokale des Wirts Joh. Wehr fand am Samstag=Abend eine Versammlung von Mitgliedern der Allgemeinen Magdeburger Kranken= und Begräbnis=Kasse für ganz Deutschland statt. Die Versammlung war einberufen, um gegen die Geschäftsführung des Subdirektors der Kasse, Herrn W. Weiberg zu Schwerte, Protest zu erheben. Nachdem die Herren Gehrmann als Vorsitzender, Bingel als Schriftführer, Schönhoff und Hamann als Beisitzer gewählt, erklärte sich Herr Bingel zur Abfassung des Protokolls bereit. Auf eine Beschwerde an die Direktion erwiderte diese, daß der Reservefonds erhalten bleiben müsse und außerdem das Vorstandsmitglied Kosmonsky mit 3000 Mark durchgebrannt sei. Die Versammlung war recht aufgeregt. Zum Schluß wurde Herr Bingel beauftragt, unverzüglich einen Strafantrag gegen Herrn Weiberg als den Subdirektor der Kasse zu stellen. Der der Versammlung beiwohnende Vertreter der Gesellschaft, Herr Hamann, erklärte, seinen Posten als Agent der Kasse sofort niederlegen zu wollen.— Herr Weiberg scheint übrigens, wie aus der Antwort der Direktion in Magdeburg hervorgeht, im Einverständnis mit dieser gehandelt zu haben. Sollte die Kassenverwaltung wirklich so unvorsichtig gewirtschaftet haben, daß sie sich sogar strafbar gemacht hat?(„Dortm. Ztg.") ** Hörde, 24. Aug.(Einen bedauerlichen Unfall) erlitt gestern der 7 Jahre alte Knabe Becker in der 2. Bickefelderstraße. Es stand dort ein großer Wagen, auf dem für einen Schreiner Bretter angefahren waren. Die Kinder begaben sich nun an den Wagen u. wollten ihn bis zur Holzhandlung Becker fahren. Hierbei passierte es, daß der Knabe unter die Räder geriet und einen Armund Beinbruch davontrug. Er mußte sofort ins Krankenhaus transportiert werden. Wen die Schuld an dem Unglück trifft, wird die Untersuchung ergeben. Abend ein paar junge Leute, u. der eine blies dem andern als er sich eine Zigarre ansteckenwollte, das Streichholz aus. Darüber geriet der Betreffende so in Zorn, daß er seinem Gegner auf der Straße auflauerte und ihm ein Messer in die Brust stieß. (De Armen helfen einauder) In einem Dörfchen in Unterfranken kam dieser Tage ein von vielem Regen durchnäßter hungernder Handwerksbursche in das Haus einer armen Witwe und hielt um ein Almosen an.„Ich bin eine arme Witwe, die keine Arbeit und keinen Verdienst hat, sagte die Frau,„doch warten Sie, ich habe noch zwanzig Pfennige, die wollen wir teilen. Und der guten Rede folgte die gute Tat. Herzlich dankend ging der krank und müde aussehende Wanderer von dannen. Am anderen Tage kam derselbe Handwerksbursche wieder und sagte:„So, Mutterchen, nun wollen wir wieder teilen! Dabei legte er Mk. 1,80, seine mühsam zusammengebrachte Errungenschaft auf den Tisch, ließ den halben Inhalt seines Brotbündels zurück, dankte nochmals und entfernte sich unter Segenswünschen von der verblüfft mit feuchten Augen dasitzenden guten Alten. Kleine Chronik. + Der Wiederaufbau des Glockenturmes in Venedig unmöglich. Der Grundstein zum Neubau des eingestürzten Glockenturmas in Venedig ist bekanntlich längst gelegt, aber es scheint, als ob es dabei sein Bewenden haben und nichts weiter geschehen sollte. Einer der bedeutendsten Fachmänner Italiens behauptet, es werde nie etwas aus dem vollen Neubau werden, der Boden werde sofort nachsinken, wenn man; ein Stück in die Höhe gekommen sei. Es heißt, die venczianische Bevölkerung sei darüber sehr bestürzt. Nun, das wäre für Venedig gerade nicht der erste Anlaß, bestürzt zu sein und man hat sich immer wieder getröstet. + Weltausstellung St. Louis. Auf dem Terrain der nordamerikanischen Weltausstellung in St. Louis 1904 wird ein Riesenhotel mit 2000 Zimmern errichtet. Auch auf diversen anderen Ausstellungen hat es schon eine solche Anlage gegeben, das Resultat war aber immer bisher eine Pleite. Briefkasten. hält u. wangsRilitär= 2 EheFrau N. Geschieden möchte ich sein, weil mein Ehemann mich verlassen hat. Welche Schritte habe ich zu diesem Zwecke zu tun? — Klagen Sie auf Scheidung. Die Klage ist jedoch erst zulässig, wenn Sie Ihren Mann auf Herstellung der häuslichen Gemeinschaft verklagt haben, seit dem Erlaß des Urteils 1 Jahr verstrichen ist, und in dieser Zeit Ihr Mann dem Urteil nicht Folge geleistet hat. Anders, wenn der Aufenthalt Ihres Mannes Ihnen unbekannt ist, dann können Sie ohne weiteres Scheidung verlangen. N. in S. Verjährung wendet ein Kunde ein, den ich aus meinem Kolonialwarengeschäft am 1. Januar bis 15. Juli 1901 Waren geliefert habe. Ist die Schuld verjährt? — Nein. Die Verjährungsfrist beträgt 2 Jahre; sie beginnt aber erst mit dem Schlusse jedes Jahres, in dem Sie geliefert haben. Ihre Forderung verjährt also mit Ablauf des 31. Dezember 1903. Aus Westfalen und Rheinland. * Dortmund, 24. Aug. In einer Bergmannsfamilie im benachbarten Habinghorst sind Pilzvergiftungen vorgekommen. Die Eltern sind schwer erkrankt, während 3 Kinder bereits gestorben sind. * Iserlohn 24. Aug.(Ein gemeiner Schurkenstreich) wurde in vergangener Nacht in der Fabrik Magnay und Plange versucht. Ein Mann verschaffte sich Eingang in den Maschienenraum, zerstörte die Fenster, verstopfte dann die Ventile der Dampfmaschine und stochte, nachdem er die Schieber gezogen, kräftig an. Sodann demolierte der Mensch die Dynamomaschiene, wobei er von dem Fabrikwächter überrascht wurde. Dieser wurde von dem Täter durch einen wuchtigen Schlag auf den Kopf mit einer Eisenstange blutig geschlagen. Der sich unter der Maschine entwickelnde Kampf setzte unterdessen das Sicherheitsventil in Tätigkeit und lockte Anwohner herbei, die den Täter festnehmen wollten. Dieser entkam jedoch unerkannt. Aus der Ortskenntnis der Menschen muß man schließen, daß es sich um einen früheren Arbeiter der Fabrik handelt. Aus dem Leben. lb Totschlag wegen eines ausgepusteten Streichholzes. In einer Berliner Kneipe zankten sich letzten Sonntag Ein Kapitel von Petroleum. Der Herbst steht vor der Thür, der Verbrauch von Petroleum wird von Woche zu Woche trotz Gas und Elektrizität größer, und angesichts der von Nordamerika aus stattfindenden Treibereien im Petroleum=Geschäft ist es wohl angebracht, sich mit diesem Thema einmal genauer zu befassen: Wir geben die folgenden Ausführungen aus einen Artikel der Berliner„Post“ wieder, der die Frage sachlich bespricht und zu interessanten neuen Vorschlägen kommt:„Es ist unglaublich, welche kolossale Petroleumsteuer Deutschland jährlich an den Rockfeller'schen Petrolenmleust in Nordamerika zu bezahlen hat. Und leider sind es cerade die mittleren imo kleineren wirtschaftlichen Eritenzen, die für diese Abgabe aufzukommen haben. Man berechnet den deutschen Tageskonsum an Petroleum, das fast ausschließlich aus Amerika stammt, auf rund tausend Millionen Liter, die bei einem Durchschnittspreis von 18 Pfennigen pro Liter, also 180 Millionen Mark kosten. Was dem Petroleum seine große Verbreitung bei uns sichert, ist der Umstand, daß es eben immer noch etwas billiger ist, als die anderen, in Betracht kommenden Beleuchtungsmittel, nämlich Spiritus und Elektrizität, während das Gasglühlicht allerdings viel billiger, aber nicht überall zu haben ist. Dagegen zerbricht sich niemand bei uns den Kopf darüber, ob das Petroleum denn soviel kosten muß, wie es bei uns kostet. Geht mancher der Sache auf den Grund, so kommt man dahinter, daß wir für Petroleum einen Preis zahlen, der von einer den ganzen Markt beherrschenden Interessenten=Gruppe in NordAmerikafestgesetzt ist und 33 1/8 Prozent über dem in Amerika gezahlten Preise steht, wo bei Submissionen es zu 12 u. 11 ½ Pfennigen pro Liter angeboten wird. Von den 180 Millionen Mark, die wir jährlich an Amerika zahlen für Petroleum, fließen also bedeutend mehr wie 60 Millionen Mark in die Taschen der Rockefeller'schen Millionärs=Gurppe, die doch bei den in Amerika erzielten weit niedrigeren Preisen schon verdient. Aber trotz dieses sehr hohen Preises ist das„berühmte, wasserhelle, nicht explodiernde, echt amerikanische Petroleum, das uns mit dem ganzen Tantam der Reklame als das beste der Welt angeschmiert wird, von recht minderwertiger Beschaffenheit. Denn es hat Nebengerüche, brennt zum Schluß dunkler, weil es mangelhaft gereinigt ist und sich nicht alle seine Bestandteile gleichmäßig vergasen und ist schließlich recht feuergefährlich, weil sein Entflammungspunkt bereits zwischen 21 u. 22 Grad liegt. Aber wer soll den Kampf mit den amerikanischen Petroleumkönigen aufnehmen? Als die Lahmlegung des europäischen Petroleum=Zwischenhandels vor einer Reihe von Jahren begann, da haben die selbständigen Petroleum= Importeure lange Zeit einen heldenmütigen Kampf gegen die amerikanische Ring=Gesellschaft gekämpft, aber niemand kam ihnen zu Hilfe. Was tat damals der Petroleumtrust? In wenigen Tagen hatten die Amerikaner festgestellt, wie weit sich dieses Konkurrenzgebiet ausdehnte, und nun unterboten sie die deutschen Mitbewerber auf der ganzen Linie— nicht weiter— so lange, bis den Deutschen entweder der Atem ausgegangen war, oder bis sie sich zu den Prinzipien des Petroleum=Königs Rockefeller bekehrten. Dieser Geschäfts=Operation Kosten aber trug die Gesamtheit der deutschen Petroleum=Konsumenten zum besten der amerikanischen Millionäre und außerdem mußten in Deutschland für eine gewisse Zeit noch Extrapreise gezahlt werden. Die Deutschen war ja so töricht gewesen, die Landsleute im Stich zu lassen, die wiederholt und dringend auf die drohende Gefahr aufmerksam gemacht hatten. Da verdient denn heute ein Vorschlag von Dr. Wolf Beachtung, daß die Kommunen, ebenso gut, wie sie Gas, Wasserleitung, Elektrizität in eigene Regie genommen hätten, dasselbe auch mit dem Petroleum tun sollten, um die Nacht dieses amerikanischen PetroleumRinges zu brechen. Sie könnten je Hand in Hand mit den Geschäftsleuten gehen. Die russische Petroleum=Industrie würde gewiß zu Entgegenkommen bereit sein, das Petroleum würde bedeutend billiger wie heute geliefert werden können, und die Gemeinden würden doch dabei verdienen. Es wird darauf hingewiesen, daß der badische und der bayrische Eisenbahnfiskus grundsätzlich kein Petroleum des amerikanischen Ringes, sondern aus Rumänien solches beziehen und etwa 11 bis 12 Pfg. für das Liter zahlen. Jedenfalls haben wir in Deutschland keinen Anlaß, den Amerikanern in Hülle und Fülle die Millionen für diesen überhohen Petroleumpreis in den Hals zu werfen, würden im deutschen Reichstage 60 Millionen mehr Ausgaben jährlich verlangt, es würde ein gewaltiges Halloh entstehen. Den Amerikanern wird das Geld ohne Weiteres zugeworfen. Eigener IId Berlin, 28. Aug. In der vergangenen Nacht entgleiste zwischen Rostock und dem nahe daran gelegenen Schwaan der Schnellzug Nr. 56 Warnemünde=Berlin. 2 Waggons sind schwer beschädigt worden, jedoch sind Menschenleben nicht zu beklagen. Der Unfall ging ohne besondere Verletzungen von Personen ab. IId Berlin, 25. Aug. Nach einer Meldung aus Leipzig sind in ganz Sachsen in der vergangenen Nacht heftige Unwetter niedergegangen. II4 Kassel, 25. Aug. Als heute früh gegen 8 ¾ Uhr der Waldkapeller Personenzug Nr. 263 eben den Bahnhof Bettenhausen verlassen hatte, entgleiste infolge Bruches eines Weichendrehstuhles die 2. Maschine und der letzte Personenwagen. Personen sind nicht verletzt. Der Schaden ist nicht sehr erheblich. IId Marburg, 25. Aug. Die gestern im Kreise Marburg und Umgegend niedergegangenen gewaltigen Regenmassen haben bedeutenden Schaden an der Ernte angerichtet. In Unterrospte ist ein neuerbautes Schulhaus eingestürzt. Hd Frankfurt a. M., 25. Aug. Ueber das Mainund Vinzigtal entlud sich gestern abend ein von wolkenbruchartigem Regen, Hagel und orkanartigem Sturm begleitetes Gewitter, das in der ganzen Umgegend ungeheuren Schaden anrichtete. Das Obst wurde in großer Menge von den Bäumen gerissen, hunderte von mächtigen Bäumen wurden entwurzelt und niedergebrochen. Bei Langendiebach sind ganze Waldstrecken von dem aus Südwest kommenden Sturm niedergerissen worden. Die strömenden Wassermassen haben die Straßen und Plätze in Seen verwandelt. Auch in Altenau stiftete der Hagelschlag, der„Frkf. Ztg. zufolge, viel Schaden an. Heute Morgen lagen in den Gärten und auf den Straßen zahlreiche Singvögel tot am Boden. Gleichlautende Meldungen über Unwetter kommen aus zahlreiche Ortschaften der Umgegend. IId Agram, 25. Aug. Heute nacht 11 Uhr 40 Minuten wurde ein drei Sekunden langes, ziemlich heftiges Erdbeben in der Richtung von Nordosten nach Südwesten verspürt. Hd Brüssel, 25. Aug. Gestern Abend fuhr in der Nähe von Namur ein Mann auf einem Motorfahrrad an dem Ufer der Maas entlang, prallte auf einen Chausseestein und stürzte über das Geländer hinweg in das Wasser des Flusses, wo er ertrank. Hd Lüttich, 25. Aug. Gestern abend kippte auf der Ourthe ein Boot mit 3 Insassen um, welche sämtlich ertranken. Hd Zürich, 25. Aug. Gestern kenterte auf dem Züricher See während eines heftigen Sturmes ein Boot, 1 Herr und zwei Damen ertranken. Hd Sofia, 25. Aug. Nach einer Konstantinopeler Depesche soll der Ort Birgos von den Bulgaren angegriffen und fast gänzlich zerstört worden sein. Das Gouvernementsgebäude ist angeblich mit Dynamit in die Luft gesprengt. In Konstantinopel treffen täglich Verwundeten=Transporte aus Mazedonien zu Wasser ein. Eine entsetzliche BrandKatastrophe. Hd. Budapest, 25. Aug. In dem Riesenwarenhaus Goldberger entstand durch Kurzschluß in einem Schaufenster ein Brand, der mit rasender Geschwindigkeit um griff, sodaß das 5 Stockwerk hohe Gebäude, ehe die darin sich befindlichen Personen die ganze Gefahr erkannt hatten, ein wogendes, prasselndes Flammeumeer bildete. Die Angestellten flüchteten in wahnsinnigem Schreck in das 4. und 5. Stockwerk, welches die Wohnräume des Personals enthielt, um hier ohne Aussicht auf Rettung, Opfer des Rauches und der Flammen zu werden. 17 Personen wagten den Absprung aus dem 5. Stockwerk in das Sprungtuch der Feuerwehr; von ihnen kamen 8 tot, die anderen schwerverletzt unten an. Zahlreiche stellte und Käufer fanden den Tod in den Flammen. Hd. Budapest, 25. Aug. Gegen abend erst gelang die Lokalisierung des Brandes. Mehr denn 60 Angestellte und Käufer haben ihren Tod in den Flammen gefunden. Wetterbericht. 26. August: Wenig verändert, kühl, teils Regen, windig. Für den redaktionellen Teil verantwortlich Wilh. Schade. Vier Festgesteu. Kiolte.. Kreis Höroe. Unter dem Schweinebestande precht und des Woggzewizgge Johann Blam zu v““,, Hom, August 19•3. Ein gewaltiger Fortschritt ist die Taschmasch! System„Krauss“ D. R G. M. Prospekt gratis. — Für Küche und Waschhaus. Vereinigt Waschen, Kochen und Dämpfen in der halben Zeit mit 2/3 weniger Kraft. Louis Krauss, Schwarzenberg No. 22, Sa Für Ainver! Amerikanische Windvögel (neuartige Drachen), großartig steigend, statt 1,75 Mk. jetzt nur 1 Mk. das Stück empfiehlt Carl Braus. USBSASESE GESRSRSE2 u Stitut Wilh. Hofmangs. II Nachfolger von D. Müller, H Schwerte, Ostenstr. 7. 0 IH Zähne pl. in Gold, Silber I u. s. w. M Bahnziehen in durchaus schmerzlos.## Spezialität:„ Könstl. 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To., —0d Die zu., wählenden Schultepräsentanten haben nur über die 2 Das Verzeichnis der wahlberechtigten Hausväter liegt vom 24. d. Mts. ab 14 Tage lang bei dem Herrn Gemeindevorsteher in Garenfeld zur Einsicht der Beteiligten offen, woselbst auch Reklamationen gegen dasselbe anzubringen sind Westhofen, den 18. August 1903. Der Amtmann. I. V. Der Beigeordnete: Dieckerhoff. Zum Einmachen R. Leisanmnäde. Ausgesucht. oln Carl Trog. eine wirklich gediegene sauber und exakt ausgeführte rucksache zu schätzen weiss, wende sich an die Buchdruckerei Carl Braus Schwerte. G G* Modernes Material, Schnelle Lieferung. Prima Referenzen 1 8 Einmachfrüchte schützt sicher vor dem Verderben mein Kräuteressig. Alle gut und Bleiabgüsse. B anderen Einmachartikel bekannt preiswürdig bei Klein, Hüsingstraße 15. Er Deutscher Reichstag 1903/08 enthaltend Bilder und Biographien aller Abgeordneten und reich haltiges statistisches Material. Preis 50 Pfg., franko per Post 55 Vorrätig in der C. 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Kampstr. Nr. 67. Tages=Ordnung: Vormittags 10 Uhr. 1. Einleitende Schriftbetrachtung.(Direktor des PredigerDe Kanzslung bas gusgehsetege Gesegherde ece. genwart durch die neuere Theo. gi.(Plesen“ Fr. eur 3. Bei ausreichender Zeit: der Zusammenschluß der evangelischen Landeskirchen. Alle an den Bewegungen am kirchlichen Leben der Gegenwart teilnehmenden Männer und auch Frauen sind zur Teilnahme eundlichf, Einfaches Mittagsmahl nachmittags 2 Uhr. Witten, den 15. August 1903. Der Vorsiand der kirchlichen Konferenz: Dr Bernd: Professor, Hamm. Bötticher, Professor, Hagen. Superintendent, Eickel Flicker, Inspeigx, HohKlederstein, Superntenden, Iugensched, Bickert, SuperRechnungsrat, Dortmund. Schlett, Superintendent, Brechten. Im Erscheinen begriffen: „Die deutsche Maschinen= Industrie“ Ein Adreßbuch ihrer verschiedenen Fabrikationen und Hilfsquellen. 3 Auflage. Preis geb. 30 Mk. Jeder Interessent verlange sofort Prospekt und Fragebogen. Inserate infolge des be deutenden Absatzes im In= und Auslande von größter Wirkung Zu beziehen durch jede Buchhandlung oder direckt vom Verlag deutscher Fachadreßbücher Pfreischner& Co. in Dresden. Feinste Wolkereibutter netto 9 Pfd. 11 Mk., feinste Bentrifugenbutter netto 9 Pfd. 10 Mk, feinste ollfriesische Cafelbutter netto 9 Pfd. 9 Mk., letztere auch in Eimern von 25 Pfd. netto 22,50 Mk. versende franko inkl. Verpackung unter Nachnahme. Garantie: Zurücknahme. H. Hanfeld, Heselünne, Butter u. Eier en gros. Maknlatur=Papier zu haben bei Carl SrouTertobungs-Kurten und-Priete in sauberer Ausführung liefert prompt und billigst 5 Buch- u Kunst Schwerte, Gr. Marktstraße. Chicago 1393. Enthaklend 25000 Adressen. Hinweis. Der heutigen AusAchlung: gabe unseres Blattes liegt ein Prospekt des Bankhauses Rob. 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