Insertionsgebühr für lokale Anzeigen, die sechsgespaltene Petitgeile oder deren Raum 10 Pfg., außerhalb 15, Reklarge=Zeile 40 Pfg., Druck und Verlag von Cari Braus in Vernbprech=ünschlup Praus, Schwerte=Ruhr. Alle Kreis= und Lokalpolizeilichen Verordnungen für den Kreis Hörde erlangen gemäß Bekanntmachung der Königl. Regierung durch Veröffentlichung in der„Schwerter Zeitung" rechtsverbindliche Kratt. Abonnementspreis pro Quartal 1 Mark 65 g., exel. 42 Pfg. Bestellgeld, wenn durch die Post bezogen. Erscheint an jedem Wochentage. Wöchentliche Gratisbeilage:„Illustrierter Familienfreund.“ Schwerte, Montag den 24. August 1903. 36. Jahrgang. Vorm' Zugreifen. Was will im Orient werden? Wird die ganze Orient=Frage wieder aufgerollt, soll über die Zukunft des kranken Mannes, der nicht leben und nicht sterben kann, endgiltig entschieden werden? Und wenn, wie hier, das Spiel um Provinzen beginnt, ist es nicht leicht möglich, daß daraus ein Spiel um Kronen wird? Jedenfalls sind die in den letzten Tagen wieder aufgetauchten optimistischen Anschauungen keineswegs stichhaltig, die Dinge stehen weit ernster, als je seit dem großen russisch=türkischen Kriege, und, wenn es auch nicht zum Kriege kommen muß, so kann doch niemand sagen, ob nicht ein Zwischenfall auftaucht, der alles ins Rollen bringt. Die Hauptsache ist, daß es sich heute nicht allein um die Türkei und Mazedonien handelt, daß nicht nur Bulgarien und Serbien gern ein Stück von dem mazedonischen Braten gewinnen möchten, sondern daß neben Rußland sich auch England und Frankreich einstellten und mit eifersüchtigen Augen einander beobachten. Was der Sultan inmitten dieses allgemeinen Trubels anfangen soll, ist schwer zu sagen; viele Hunde sind des Löwen Tod, und Sultan Abdul Hamid ist nicht einmal ein Löwe. Auf dem Wege der diplomatischen Verhandlungen kann es sehr wohl zu einem allgemeinen Kriegsbrande und dahin kommen, daß die Türkei nicht blos Mazedonien, sondern auch ihren ganzen europäischen Besitz verliert. 170000 Mann stehen, nach den offiziellen türkischen Angaben, in Mazedonien unter Waffen. Dieser stattlichen Armee will es nicht gelingen, das Feuer des Aufstandes zu erlöschen; das ist bedenklich, wenn auch anzuerkennen ist, daß in diesem „Volkskriege die türkischen Truppen mit allen denkbaren und undenkbaren Schwierigkeiten zu kämpfen haben. Es kann so nicht mehr lange weiter gehen, und daß der Anfang vom Ende naht, das beweist das Vorgehen der erwähnten Großmächte. Das russische Kriegsgeschwader ist in Iniada am Schwarzen Meere vor Anker gegangen, einem Orte, von wvo es Konstantinopel ebenso gut wie Burgas, den wichtigsten bulgarischen Hafen, bedrohen kann. Was will Rußland? Das weiß niemand. Und weil es die anderen Mächte nicht wissen, sehen sie sich bei Zeiten vor. Frankreich und England schicken Kriegsflotten nach Saloniki, dem mazedonischen Hafen, in welchem sich vor einigen Monaten die grauenvollen Dynamit=Attentate der bulgarischmazedonischen Aufrührer abspielten. Frankreich wird aufhört, dann können seine und die französischen Kriegsschiffe, die jedem Winke aus Petersburg folgen, hier bequem zusammenwirken und dem englischen Einfluß das Gegengewicht halten. Will das Rußland?. Will es etwas Anderes? Die russische Regierung liebt es nicht, voreilig ihre Karten aufzudecken, wie es sich vor Kurzem wieder in der Mandschurei gezeigt hat. Die Forderungen, welche es für Mazedonien an die Türkei richtet und gegen die im Allgemeinen nichts einzuwenden ist, sind Nebensache; was man in Petersburg für Rußlands Weltstellung erstrebt, darauf kommt es an. Der Zar regte s. Z. bekanntlich die Haager Friedenskonferenz, das politische System der Uneigennützigkeit, an. Seine Diplomatie hat aber genau im entgegengesetzten Sinne gehandelt. Man kann nicht gerade sagen, daß ihr Verfahren dem Zarenreiche schlecht bekommen ist. Sie wird auch jetzt nicht stoppen, wo es mit Volldampf voraus geht. Bulgarien und auch Serbien tun bisher sehr scheinheilig, sie wollen angeblich nicht das Mindeste gegen den Sultan im Schilde führen. Sie haben zwar eine größere Zahl von Reservisten eingerufen, aber diese Maßnahme betrifft, wie es heißt, nur die regelmäßigen Sommer=Uebungen. Griechenland ist sogar noch edelmütiger, denn von Athen aus beschwört man„im Namen der Menschlichkeit“, die Türkei, dem blutigen Treiben der mazedonischen Aufständischen ein Ende zu machen. Aber diese Haltung schließt keineswegs aus, daß sie alle Drei zugreifen, sobald ihnen der geeignete Moment gekommen erscheint. Die Griechen haben ja jämmerlich gegen die Türken gefochten und furchtbare Prügel bekommen, den Serben erging es nicht besser, die Bulgaren haben sich mit dem Ausland noch nicht versucht. Wahrscheinlich würde ihnen Allen die genügende Partie ungebrannter Asche zuteil werden, aber für die Dauer ist das Spiel der Türkei doch gefährlich. Es würde im kritischen Moment gerade wieder, wie im Kriege mit Griechenland, eine russische Intervention erfolgen! Das wissen auch diese kleinen Unruhestifter, und darum erscheint ihnen bei den zerrütteten inneren Zuständen eine Ableitung nach Außen hin ganz angebracht. Wir können in der Not mit allen Möglichkeiten rechnen! Politische Uebersicht. selbstverständlich Rußland's Pläne nicht kreuzen, aber England, das Rußland in Ostasien bereits zu seinem geheimen Ingrimm allmächtig werden sah, hat keine Lust, seinen bisher besessenen Einfluß im Mittelmeer zu verlieren. Und dieser hängt doch an einem seidenen Faden! Wenn Rußland es durchsetzt, daß die bisher bestandene Sperre der Straße von Konstantinopel für Kriegsschiffe die Rückreise nach Cassel, wo die Majestäten am Sonntag auf Wilhelmshöhe verweilen werden. Heute Montag nimmt der Kaiser die Parade in Mainz ab und besucht Homburg v. d. Höhe. — Der Reichsschatzsekretär tritt zurück. Wie nach der„Köln. Ztg. verlautet, beabsichtigt der Staatssekretär des Reichsschatzamts, Freiherr v. Thielmann, demnächst zurückzutreten. Der Grund für diesen Entschluß wird in schwierigkeiten bei der Durchführung der Reichsfinanzreform zu suchen sein.— Der„Münchener Allg. Ztg. wird von zuverlässiger Stelle bestätigt, daß der Rücktritt Thielmann's mit der bevorstehenden Reichsfinanzreform zusammenhänge. Das„Berl. Tagebl.“ erfährt, als Nachfolger Thielmann's sei ein Süddeutscher in Aussicht genommen.— — Deutschland und die Orientfrage. Gewissen Treibern lag es daran, Deutschland unbedingt mit in die orientalische Angelegenheit hineinzuziehen. Fürst Bismarck hat s. Z. gesagt, die ganze Orientfrage sei nicht die Knochen eines einzigen preußischen Grenadiers wert, und das gilt noch heute. Deutschland demonstriert also nicht mit einem Geschwader gegen die Türkei, es hat Besseres zu tun. Der drohende Streik der Textil=Arbeiter im Bezirk Krimmitschau in Sachsen ist Sonnabend zum Ausbruch gekommen. Es haben im Ganzen etwa 9000 Arbeiter die Tätigkeit eingestellt. Der Ausstand bedeutete einen wöchentlichen Lohnausfall von etwa 80000 Mark. Die Stimmung in der Bevölkerung ist äußerst gedrückt. Es war vorauszusehen, daß nach den Reichstagswahlen im Königreich Sachsen solche Massenstreiks entbrennen würden. Man kämpft um das Prinzip der grauen Theorie dabei und vergißt das lebendige Leben. Ein Gruß aus dem Zukunftsstaat. Ispringen im Badener Lande gehört zu den wenigen auserwählten Städten, wo ein sozialdemokratischer Bürgermeister re— Vom Kaiserhofe. Die Kaiserin hat am Sonnabend ihrem hohen Gemahl und den im Lager von Altengrabow versammelten Kavallerie=Regimentern einen Besuch abgestattet. Der Kaiser exerzierte mit sämtlichen Regimentern längere Zeit und führte dieselben zum Schluß seiner Gemahlin vor. Nachdem die Majestäten am Sonntag noch einige Zeit im Lager=Kasino verweilt hatten, erfolgte Merksprüche. Immer trauter, immer dichter Rückt der Tod zu mir heran. Immer mildere Gesichter Nimmt sein ernstes Wesen an. Immer voller, immer breiter Rauscht mir seine Melodei; Trauter Tod, o singe weiter, Singe meine Seele frei. Eine Roman von F. Arnefeld. (3. Fortsetzung.) (Nachdruck verboten) Nicht minder kostbar, aber in einer völlig anderen Art war die Ausstattung des Schlafzimmers. Alles war hier mit kostbaren Teppichen verhangen, orientalische Teppiche bedeckten den Boden und eine sehr breite Chaiselongue, sie bildeten den Baldachin des mit seidenen Kissen ausgestatteren Bettes, dem gegenüber einschmaler und nicht sehr hoher, eiserner, mit Bronze beschlagener Schrank stand. Darüber war auf rotem Scharlach fächerartig eine Sammlung seltener Klingen mit goldenen, steinbesetzten Griffen geordnet. Zwischen den beiden Fenstern stand ein Schreibtisch mit vielen Fächern und einem mit braunen Saffianleder bezogenen Sessel davor. Eine halb offen stehende Tür führte in ein einfenstriges Zimmer, das halb als Toiletten=, halb als Badezimmer gedient haben mochte und zu diesem Zwecke durch einen dunkelroten Vorhang in zwei Hälften geteilt war. Der Wasch= und Toilettentisch enthielten Gerate aus Elfenbein, Silber und Krystall in solcher Anzahl und von solcher Manigfaltigkeit, daß man eher glauben konnte, sie hätten einer Weltdame gedient, als einem Manne, der nach der Aussage der Portierfrau einsam gelebt und nur sehr wenig Menschen gesehen hatte..64 Der als Badezimmer eingerichtete Raum war an den Wänden, wie auf dem Fußboden, mit bunten Kacheln mosaikartig belegt und mit Matten bedeckt, die Badewanne aus weißem Marmor. as jenseits des Korridors belegene, als Speisezimmer eingerichtete recht große Gemach war bis zur halben Höhe getäfelt und auf den Borden mit schönen Trinkgefäßen besetzt. Auf der braunen, goldgewirkten Ledertapete, mit der der Bezug der hohen geschnitzten Stühle übereinstimmte, hingen Frucht= und Tierstücke von guten Meistern in abgetönten Rahmen; auf dem Büffet aus geschnitztem Eichenholz befanden sich nur ein paar silberne Kannen und Becher, die sich durch ihre Form auszeichneten; das übrige Silbergeschirr, das Tafelgerät, Porzellan und Glas waren nach Aussage der Frau Köhne in den in die Wand eingelassenen Schränken untergebracht. „Sie haben mir gesagt, Herr Ahrweiler hätte sehr zurückgezogen gelebt,“ wandte sich der Polizeileutnant kopfschüttelnd an die Portierfrau, nachdem er sich im Speisezimmer umgeschaut hatte.„Nach allem, was ich hier sehe, wäre doch anzunehmen, daß er häufig Gäste bei sich bewirtet hätte.“„ 95 „Nicht eine Menschenseelel verfüherte sie, sich mit dem Zipfel der Schürze eine Träne aus den Augen wischend,„drei Jahre hat Herr Ahrweiler hier gewohnt, und nicht einmal ist der Tisch hier gedeckt worden. „Wo speiste denn Herr Ahrweiler?“ erkundigte sich der Polizei=Kommissar, der inzwischen eingetroffen war und sich den anderen Herren auf ihrem Rundgang angeDas willich Ihnen sogleich zeigen, sagte die Frau und öffnete eine in ein kleines Zimmer führende Tür, das mit Mahagoni recht gut eingerichtet war, Teppich, Polstermöbel und Vorhänge hatte, gegen die anderen giert und die weltbeglückenden Lehren der Genossen in die nüchterne Wirklichkeit umzusetzen trachtet. Er scheint das aber nicht so ganz einfach zu sein, denn der Genosse, den man zuerst mit des Amtes Würde betraute, ein Goldarbeiter, dankte schon nach einigen Wochen wieder ab. Man hat ihm nun einen andern Genossen zum Nachfolger gegeben, und die Dinge werden sich jetzt wohl in Ispringen ganz zukunftsstaatlich entwickeln. Ein Lehrer im Orte weiß schon ein Lied davon zu singen. Er war nach der Straßb. Post“ unlängst in den schwarzen Verdacht geraten, einen den Sozialdemokraten nicht wohlwollenden Zimmer aber doch den Eindruck der Dürftigkeit machte. „ Hier deckte ich täglich für ihn, fuhr sie fort, auf einen in der Mitte des Zimmers stehenden runden Tisch deutend.„Hier nahm er alle seine Mahlzeiten ein, noch zuletzt den Thee, den ich ihm heute morgen gebracht habe. „Uind wer bediente ihn? Wer bereitete ihm seine Mohlieten“, Froge beZeutnant, erwiderte mit großen Selbstgefühl Frau Köhne und tippte sich mit dem Zeigefinger auf die Brust.„Ich habe die feine Küche gelernt und verstehe es, mit so schönen Sachen umzugehen, wie Herr Ahrweiler hatte. Er verlangte recht viel, das muß ich sagen, und ich mußte mich gehörig tummeln, denn ich habe doch auch noch meine Wirtschaft und die Hausbesorgung und den kranken Mann; aber ich bin immer fertig geworden und habe alles in Stand gehalten. Die Marie, was meine Tochter ist, hat mir freilich geholfen, und wenn der Herr öfter Gäste gehabt hätte, dann würde ich es und der Polizei=Kommissar bemerkte achselzuckend:„Seltsame Marotte, sich alle diese Dinge anzuschaffen und sie nicht zu benutzen. „Ach, das ist noch nicht alles!“ fiel Frau Köhne ein. Herr Ahrweiler hat nie einen Strich auf einer Geige getan, oder nur ein einziges mal Klavier gespielt und nie einen Menschen bei sich gehabt, der's getan hätte, aber ein Musikzimmer mußte er haben, sonst hatte er keine Ruhe. Sehen sie es sich an.“„ Sie ging ihren Begleitern voran nach einem hinteren Korridor und öffnete ihnen die Tür zu einem großen Raume, dessen Wände weiß lackiert und mit Goldleisten verziert waren, und dessen glatt gebohnter Fußbkeinen Teppich hatte. Die Fenster waren nur mit weißen Tüllstreifen umgeben und die einzigen Möbel im Raume waren Stühle und Bänke aus weißlackiertem Holze mit S K 9r 8 Ueber die neuen Ausbrüche des Vesuvs berichtet man dem„Lokalanzeiger“ aus Neapel noch folgendes: Seit den letzten Erdbeben in Unteritalien ist der Vesuv wieder in starker Tätigkeit. In allen Städten und Dörfern rings um den Berg hört man dumpfes, unterirdisches Grollen und Stoßen, wie von fernen Explosionen. Die Basis des Aschenkegels zeigt einen breiten Riß, aus dem ein breiter, tiefer Lavastrom hervorfließt und sich mit großer Schnelligkeit die steilen Wände herabbewegt. Hundertfünfzig tert und schwankt aber überall. Die Einwohner ist groß, doch verhält sich vorläufig noch ruhig und besonnen. Artikel in einem Pforzheimer Blatt veröffentlicht zu haben. Schon nach wenigen Tagen erschien er persönlich auf der Redaktion jenes Blattes mit der Bitte, ihm zu bezeugen, daß er nicht der Verfasser sei, denn er könne es sonst in Ispringen vor den Sozialdemokraten nicht mehr aushalten. Auf Schritt und Tritt werde er von den Genossen verfolgt und seine Fensterläden müsse er früh schließen, weil ihm sonst die Fenster eingeworfen würden. Offenbar wollen die Genossen in Ispringen der Welt zeigen, wie gemütlich es dereinst im Zukunftsstaat hergehen wird. Das haben sie denn ja ganz gut besorgt. Oesterreich. = Kaiser Franz Josef bemühte sich bisher vergebens, ein neues ungarisches Ministerium zusammenzubringen. Zu einem näheren Bekannten äußerte der greise Monarch, er fühle sich krank, sehr matt. Das ist bei diesen politischen Aufregungen in der Tat kein Wunder, zumal keinerlei Aussicht auf Besserung der Lage vorhanden ist. Die Bevorzugung, welche die Kaiserin und seine verstorbene Gemahlin den Magyaren haben zuteil werden lassen, wird dem hochbetagten Monarchen jetzt mit rechtem Undank gelohnt. Ist es doch keine nationale Prinzipienfrage, sondern kleinliche Fraktionseitelkeit, um die es sich hier handelt. Frankreich. = Die Humberts verurteilt. Der große Schwindelprozeß ist zu Ende geführt worden und hat mit der Verurteilung der„charmanten“ Therese und ihrer ganzen Sippe geendet. Auch der letzte Trick der Schwindlerin, an den Patriotismus zu appellieren und Crawford als den ehemaligen Unterhändler Régnier zwischen Bismarck und Bazaine zu entpuppen, versagte: die Geschworenen billigten den Angeklagten zwar in einigen Punkten mildernde Umstände zu, aber am Ende wurden sie doch verurteilt. Der Spruch der Jury erkannte die Angeklagten in einigen Fragen für schuldig, in anderen für nicht schuldig und billigte ihnen mildernde Umstände zu. Therese und Frédéric Humlert wurden zu 5 Jahren Einschließung in eine Strafanstalt und 100 Frcs. Geldstrase. Emile Daurignac zu zwei und Romain Daurignac zu drei Jahren Gefängnis verurteilt. Die evangelischen Landeskirchen und Rom. Goldbeschlägen und purpurroten Polstern. Dafür stand aber in der Mitte des Zimmers ein großer Flügel, dafür waren Geigen, Bratschen, Violoncellos, dafür waren Flöten, ein Harmonium und Notenpulte vorhanden. „Das ist aber doch der Gipfel der Tollheit, sich ein Musikzimmer anzuschaffen und nicht spielen zu lassen!" rief Dr. Beutler, und Wilhelm Köhne entgegnete bescheiden, aber recht bestimmt:„Ach, das würden Sie nicht sagen, Herr Doktor, wenn Sie Herrn Ahrweiler gekannt hätten. Den hat wohl nie jemand für toll oder auch nur für überspannt gehalten; der wußte recht genau, was er wollte.“ „Aber alle Dinge hier lassen doch darauf schließen, daß er mindestens excentrisch war", wandte der Polizeileutnant ein.„ 1/1 8. m 2. „Er war's aber nicht, Herr Leutnant! Da fragen Sie nur meine Muter, die doch Jahre lang um ihn gewesen ist," beharrte der junge Mann und Frau Köhne schütelte sehr entschieden den Kopf, obwohl sie schwerlich wußte, was mit excentrisch gemeint sei; wenn's aber Wilhelm sagte, so würde es schon seine Richtigkeit haben. „Ich möchte sagen, Herr Ahrweiler hat mir immer den Eindruck gemacht, als schaffe er alle diese Dinge für jemand anders an und warte darauf, daß der komme und sie in Besitz nehme,“ bemerkte in seiner bescheidenen, gebildeten Art der junge Maschinenbauer. „Wollte er vielleicht noch heiraten?“ fragte der Kriminalkommissar. Und der Leutnant fügte hinzu: „Wir wissen ja überhaupt noch nicht, ob er unverheiratet, verwitwet oder geschieden war.“ „Ich glaube, er war unverheiratet; mit Gewißheit kann ich es freilich nicht sagen,“ antwortete Frau Köhne, obwohl die Frage nicht direkt an sie gerichtet war.„Aber darin hat der Wilhelm recht, es sah manchmal aus, als schaffe er alles für jemand anders an.“ „Und dann hatte er solche Eile, konnte die Zeit nicht erwarten, bis alles fertig war, wie hier beim Musikzimmerzimmer.“ interessiert, und mit der sich die Oefffentlichkeit schon seit langer Zeit beschäftigt. Es ist Ihnen bekannt, daß die Konferenz der Kirchen=Regierungen in Eisenach bereits den Zusammenschluß aller deutsch=evangelischen Landeskirchen beschlossen hat. Daß dieser Zusammenschluß dringend not tut, wird gewiß von keinem evangelischen Christen in Abrede gestellt werden. Er entspricht ja nur dem Gedanken der Reformation und dem Geiste Martin Luthers. Auch ich halte den Kampf gegen Rom für eine Notwendigkeit, ich bin aber der Meinung, daß der Zusammenschluß diesem Kampf nur eine kräftigestütze bieten wird. Halten wir aber den Zusamenschluß für geboten, dann können wir unmöglich warten, bis alle Bedenken beseitigt sind. Die Eisenacher Konferenz war entfernt, etwas Definitives zu schaffen und auch Ihr Verbandstag hat wohl nicht diese Absicht. Es gilt den Zusammenschluß zunächst in die Wege zu leiten. Der Zukunft bleibt es alsdann vorbehalten, die Organisation richtig auszubauen, damit sie der evangelischen Kirche zum Heil und Segen gereiche. Möge es durch den Zusammenschluß aller deutsch= evangelischen Landeskirchen gelingen, das deutsche Volk zum Worte Gottes zurückzuführen und ihm die Segnungen der Reformation im vollsten Maße zuteil werden zu lassen. Möge dazu Gott seinen Segen geben und Alles zu einem guten Ende führen.“ Kleine Chronik. In eine sehr fatale Kalamität ist in Eisenach der preußische Eisenbahnfiskus geraten. Bei dem dortigen Bahnhofsumbau ist eine Unterführung um zwei Meter zu schmal, wie vertragsmäßig ausgemacht, angelegt worden. Bestürzung der die Bevölkerung zahlt sind, nicht aus. Lokales. ** Schwerte, 24. August 1903. **(Ueber die Lage des Arbeitsmarktes) im Monat Juli schreibt das Reichsarbeitsblatt: Der Arbeitsmarkt im Juli zeigt gegen den Vormonat keine bedeutenden Veränderungen. Der Beschäftigungsgrad der hauptsächlichsten Industrien war nach wie vor nicht unbefriedigend. In der Textil=Industrie ist eine weitere Verschärfung der Lage nicht eingetreten.(Wohl aber jetzt, siehe sachsen.) In der Metallindustrie hat die bisherige gelinde Besserung angehalten, doch können die Verhältnisse nicht als normal bezeichnet werden. **(Allgem. Ortskrankenkasse.) In einer gut besuchCoburg, 19. August. Die hier tagende Abgeord-sten Generalversammlung der Allg. Ortskrankenkasse, welneten= Versammlung des Verbandes deutscher evan=sche am Samstag abend im Hagemannschen Saale stattgelischer Pfarrvereine nahm in Sachen des Zusammen=lfand, wurde die Wiederanstellung der sämtlichen hiesigen schlusses der evangelischen Landeskirchen folgende Ent=Aerzte als Kassenärzte mit Ausnahme des Herrn Dr. schließung an:„Der Verband deutscher Pfarrvereine Dithmer mit großer Majorität beschlossen. Der zweite bittet die Einzelvereine, bei ihren Landessynoden dafür Punkt der Tagesoronung„Sthöhung der Beiträge" einzutreten, daß dem deutschen Kirchen=Ausschuß ein wurde bis nach der Beschlußfassung über die Abänderung rgan zur Die Versammlung nahm einen Blutvergiftung,) der wieder r Seite gestellt werde, in welchem die Kirchenge= der Statuten vertagt. Die ten in irgend einer Form ihre geordnete Ver= sehr ruhigen Verlauf. tretung bekommen, um gemeinschaftlich die Grundsätze,]... Hy.;gt waßn, gat sich bier ereignet Ein si. für den allgemein als notwendig anerkannten Zusammen= außersten Vorsicht mähnt, har sich hier ereigner. Ein älschluß der evangelischen Landeskirche Deutschlands unterlterer Beamter hatte sich vor einigen Tagen eine kleine, unbedingter Wahrung ihrer Selbstständigkeit in Be=lganz geringfügige Wunde an der rechten Hand zugezogen. kenntnis und Verfassung festzustellen. Der Verband hält! Er beachtete dieselbe aber nicht, sondern versah seinen n letzterem Interesse für nötig, daß die Leitung des Dienst nach wie vor. In die kleine Wunde muß sich unegaausschusses selbst nach Wahlperioden unter den Sewpagsten star, Sinte gesetzt haben, Konfeotzerte##per, inzelnen Landeskirchen wechsele.“(schloLutt stark an, und der Arzt konstutcete Blutvergiftseinen nun Arm Kirchenaus eingegzen Langeskuthen weiugelt.„ Mann munr d. ins göt. konstatierte, Blutperaist In der Erorterung nahm der Regent des Herzog=sung. Der Mann wurde ins Kranrenhaus gebracht, rrotztums, Prinz Hohenlohe, das Wort zu folgenden Aus= dem schon eine Operation vorgenommen ist, schwebt der führungen: Aermste z. Zt. in größter Lebensgefahr; an seinem Auf„Meine Herren! Ich freue mich, daß ich der Er= kommen wird gezweifelt.„„„ rung einer Frage in einer solch erlauchten Versamm=].**(Hünengräber im Schwerter Walde.) Durch den beiwohnen konnte, die mich aufs lebhafteste skoniglichen Landesgeologen Herrn Dr. Müller aus Berörterung lung beiwohnen konnte, die mich aufs lebhaftestesröniglich...... 1. B5, G6a. 5 Tolagichlin, welcher beauftragt ist, in hiesiger Gegeno gebiogische is war damit?“ erkundigte sich der Kommissar, Erdversuche und Karteographie zu machen, sind in unmittelbgrer Nähe des Restaurants Freischütz im Schwerter hörenden Küche und das Badezimmer," erklärte Wilhelm Köhne,„Herr Ahweiler sagte aber, er brauche sie nicht, sein Essen würde ihm ja von meiner Mutter in unserer Walbe mehrere Hünengräber entdeckt worden, die sehr gut erhalten sind. Man vermutet, daß es sich hier um Gräber großer Häuptlingsstämme oder Helden hanMehrere Gräber haben eine Länge von 10—20 an, daß der Schwerter Wald dadurch skraft besitzen wird, da in hiesiger Gegend Gräber entdeckt wurden. Die maßvon Westfalen sind bereits benachsarum nicht?“ entgegnete Frau Köhne.„Herr richtigt worden. Ahrweiler hat alles auf seine Kosten machen lassen, sich, Bag verpflichtet, die Räume, wenn er sie verlassen sollte, wieder in den vorigen Zustand versetzen zu lassen und einen ters eines recht regen Besuches. Auch wirklich mit Recht, Haberland, was der Wirt ist, er6 denn die einzelnen Sachen sind so klar und deutlich, wie Burgstraße, weiß schon, wo er bleißt. hier wohl noch nicht gesehen wurde. Wie aus dem InseraDas Theater der lebenden Photographie des schmitz erfreute sich gestern trotz des schlechten Wettenteil ersichtlich, finden heute die letzten Vorstellungen statt, und zwar heute abend um 9 Uhr eine wissenschaftDoyen, Sutigztiget, tteig azen, wo er bleibt. Die letzten Worte trugen ihr ein warnendes Kopfetite der Ard, und kennen Sie sie?“ unterbrach ihn““(Für Zäger.) Am heutigen Montag beginnt im der ihren Antwort fragen, Geschwister von ihm in Berlin; ich am Donnerstag, den 20. d. Mts., begonnen. kenne sie nicht, aber meine Mutter weiß von ihnen und I. Höchsten, 22. Aug.(Verhaftet.) Der Bergkann Ihnen ihre Namen nennen.“ noch etwas mann Fischer von hier wurde gestern wegen schwerer widerwillig, aber der Polizeileutnant unterbrach sie:[Körperverletzung festgenommen und durch den Gendar„Lassen wir das jetzt. Sie werden mir das später zu men Glatel begg, ge gi. Protokoll geben, denn ich muß Sie nebst Mann und** Hörde, 22. Aug.(Kreisausschußsitzung.) zu Aplerbeck hat um Erteilung der Wirtschaftskonzession gebeten. Beide Gesuche wurden abgelehnt. Der Metzgermeister Schmuck zu Westhofen will ein neues Schlachthaus erbauen. Da der verfügbare Raum sich hierzu nicht eignet, wurde sein Gesuch ebenfalls abgelehnt. Aus Westfalen und Rheinland. * Dortmund, 22. Aug. Die hiesigen Sozialdemokraten haben bekanntlich das Bier der Kronenbrauerei boykottiert. Wie uns die Verwaltung mitteilt, ist der Erfolg der, daß sich der Bierversand vom 11. bis 20. August d. J. gegenüber den gleichen Versandtagen 1902 um 579 Hektoliter gehoben hat. * Dortmund, 22. Aug. Die Strafkammer wandte heute gegen eine inhaftierte Frau die Maßregel des Zeugniszwangsverfahrens an. Die Frau ist in einer Anklagesache wegen Kuppelei gegen einen Arbeiter geladen und erklärte, sie werde nichts aussagen, weil sie sich als die Verlobte des Angeklagten betrachte. Ein rechtsgiltiges Eheversprechen konnte aber noch nicht vorliegen, weil die Frau von ihrem Manne noch nicht rechtskräftig geschieden ist. Trotz aller Vorhaltungen seitens des Vorsitzenden weigerte sich die Zeugin auszusagen. Das Gericht beschloß, die gesetzlich zugelassenen Zwangsmaßregeln anzuwenden und verhängte eine Geldstrafe von 300 Mark eventuell 40 Tage Haft über die Zeugin. Das Gericht beschloß ferner, die Zeugin bis zu 6 Monaten in Haft zu behalten.„„„„ * Hagen, Dr. Aug. In der Heil= und Pflegeanstalt für Augenkranke des Regierungsbezirks Arnsberg haben nach dem uns vorliegenden Geschäftsbericht der Anstalt im verflossenen Jahre wieder 535 Patienten(gegen 503 im Vorjahre) aus allen Kreisen des Regierungsbezirks und den benachbarten Kreisen Aufnahme gefunden und zwar 282 Männer, 111 Frauen, 72 Knaben und 70 Mädchen. Davon waren 290 evangelisch, 239 katholisch, 5 israelitisch und 1 apostolisch. Die Heilerfolge waren wiederum sehr erfreuliche; es konnten 503 Patienten als geheilt und 29 als gebessert entlassen werden. Die Zahl der ausgeführten Operationen betrug 531, darunter 84 Staaroperationen. Dank der Unterstützung durch Behörden und Private konnten 100 Patienten zu ermäßigten Pflegesätzen und 13 ganz frei verpflegt werden.— Es sei von neuem an dieser Stelle darauf hingewiesen, daß unbemittelten Augenkranken, welche die Anstalt aufsuchen, eine Fahrpreisermäßigung auf der Eisenbahn gewährt wird und dahingehende Anträge bei der Ortsbehörde zu stellen sind. * Letmathe, 22. Aug.(Zermalmt.) Auf dem neuerrichteten Bremsberge der Rheinisch=Westfälischen Kalkwerke soll heute das Getriebe einer Probe unterzogen werden. Hierbei geriet der Kalkarbeiter Pieper in dieses und wurde vollständig zermalmt, so daß der Körper nur eine formlose Masse bildete. Der auf so schreckliche Weise ums Leben Gekommene hinterläßt Frau und mehrere Kinder. * H ü s t e n, 2 2. A u g. A u f e i g e n a r t i g e W e i s e k a m h i e r gestern das Töchterchen des Anstreichermeisters Hennecke zu Tode. Das Kind kam beim Spielen einem Schranke zu nahe, dieser stürzte um und verletzte das Kind so schwer, daß der Tod sofort eintrat. * Gelsenkirchen, 22. Aug. Augenblicklich ist eine große Menge falscher Zweimarkstücke im Industriebezirk im Umlauf. Sie tragen das Bildnis Kaiser Wilhelms II., die Jahreszahl 1902 und das Münzzeichen A. Auch sind Falsifikate mit dem Bildnis des Großherzogs Friedrich von Baden die Jahreszahl 1899 oder 1877 und das Münzzeichen C. im Umlauf. Die Stücke sind gut gearbeitet und schwer von den echten zu unterscheiden. * Boke(Kreis Büren), 22. Aug. Ein„Naturmensch“ eigener Art hat sich etwa dreiviertel Stunden nordwestlich von hier angesiedelt. Es ist laut„W. Vbl.“ ein bisher in Köln ansässiger Arzt Dr. R., er hat eine Fläche von 35 Morgen(über acht Hektar) Heideboden ohne Baum und Strauch für 7000 Mark erworben und errichtet sich darauf eine primitiv=bequeme Wohnung, in der er auch den kommenden Winter zuzubringen gedenkt. Mit Hilfe eines einzigen Arbeiters hat er ein aus unbehauenen Tannenpfählen bestehendes Gerüst hergestellt, um das die Außenwände aus Plaggen(heidedurchwachsener Oberboden) errichtet sind, das Dach besteht aus einer Verschalung aus Tannenbrettern mit Dachpappe, über die ebenfalls Plaggen gelegt werden. Der Raum ist in drei Teile zerlegt, ein Wohnzimmer von mäßiger Größe, daranschließend ein kleines Schlafzimmer, und neben beiden ein Raum, der zur Unterkunft für Federvieh dienen soll. Statt der Stühle sind im„Wohnzimmer“ Bänke aus Plaggen angebracht, die mit Brettern bedeckt werden, die„Bettstelle“ ist ebenfalls aus Plaggen hergestellt, über die eine Leben zu erhalten! Wir klagen heute mit Recht über die brutale Roheit des heranwachsenden männlichen Geschlechts; Messer= und andere Affären sind nirgends sehr selten, und schwere Verletzungen eines Mitmenschen werden nicht besonders tragisch genommen. Wir sehen auf der Bank des Schwurgerichts Verbrecher, die in ihren Ausreden, Entschuldigungen und Erklärungen unwillkürlich dahin kommen, es hätte nicht anders sein können. Sie hätten keine Existenzmittel mehr gehabt, und da seien sie eben zum Verbrechen gekommen. Das ist fürchterlich. Aber noch fürchterlicher ist die gefühllose Grausamkeit eines Mitgliedes des weiblichen Geschlechts, das mit Worten auf den Tod verwundet, dies recht gut weiß und für ein gequältes, getretenes Herz nur Hohnlachen und Spott übrig hat. Manches zukunftsreiche Menschenleben, vergiftet und verführt, endete nach solchen Szenen hinter Gefängnismauern oder von eigener Hand. Die oben erwähnte Tatsache ist einfach. Ein junger Arbeiter hat sich in ein junges Mädchen verliebt, sie ist seine Braut. Das Mädchen ist lebenslustig, leicht, wie so viele weibliche Wesen in der Großstadt, und ihr Bräutigam bemüht sich nach Kräften, sie zu unterhalten, Sonntags mit ihr auszugehen, zu tanzen 2c. Man denkt auch schon an die Hochzeit, die mit Hilfe von allerlei Abzahlungsgeschäften in den Großstädten ja viel schneller, freilich auch viel schuldenreicher geschlossen wird, als in kleineren Städten oder gar auf dem Lande. Da trifft den jungen Menschen das Unglück. Er wird bei einem Bau schwer verletzt und muß Wochen lang im Krankenhause liegen. Die Braut besucht ihn, ihre Worte sind seine Freude, und als er endlich genesen ist, gilt sein erster Gang ihr. Sie scheint freudig bewegt, aber mit einem Male wird ihr Gesicht länger, immer länger. Der Wiederhergestellte hat ein lahmes Bein behalten, er hinkt, er humpelt, wie der Volksmund sich ausdrückt.„Mit dem Tanzen ist's ja vorbei,“ meinte er lächelnd, aber wenn's Herz nur treu geblieben ist, nicht wahr, Schatz?“ Und sie nickt. Aber wie sie dann sieht wie er armseligneben ihr her humpelt, da zieht sich eine tiefe Falte durch die glatte Stirn, die nicht wieder weichen will. Der Hinkende sucht und findet wieder Arveit und Verdienst; aber er muß erst wieder lernen und so ist die Einnahme nicht gerade reichlich. Zu modernen Schlipsen und einem flotten Rock, wie er sie früher immer trug, langt's noch nicht, doch es wird ja wieder anders. Aber die Braut macht darüber ihre Bemerkungen, die er Anfangs noch für Spaß hält, und zu der Furche in der Stirn kommt ein scharfer Zug um den Mund. Sie selbst tritt flott und fesch auf, wie ein rechtes Großstadtmädel mit allen ihrem Staat und Putz; und damit muß sie mit ihm abseits sitzen, wenn die Anderen sich lustig im Kreise drehen? Und so wird es nachher, wenn sie verheiratet sind, erst recht sein, immer möchten sie hinterher zotteln, wenn die Anderen vorauf sind. Sie findet, sie ist zu gut für ihn, und ärgerlich dreht sie den Verlobungsring am Finger hin und her. Dann geht sie mal allein aus... nur mal zur Abwechslung. sie ist doch etwas beklommen, aber es ist doch nichts Unrechtes. Und etwas Unrechtes ist es auch nicht, wenn sie mit einem anderen jungen Mann, der sie zum Tanz auffordert, einen Walzer tanzt. Sie trägt den Ring am Finger, der neue Bekannte sieht ja, daß sie verlobt ist. Aber sie will es sich nicht gestehen, wie der Andere auch sieht, aus ihrem ganzen Wesen liest, daß ihr die Verlobung mit dem Hinkenden total über ist, wie sie frei sein will, sich nach Genuß sehnt. Der Bräutigam ist ahnungslos, bis ihn Bekannte von der Sache erzählen. Er will's nicht glauben, aber er sieht's mit eigenen Augen. Doch sie trägt ja noch den Ring. Auf seine Bitten erfolgt auch das Versprechen, nicht wieder mit Freuden zu tanzen; aber es wird schon am nächsten Tage gebrochen. Man spricht sich wieder, er will sie zurückhalten, den Tanzsaal zu betreten, aber sie stößt ihn fort mit den Worten:„Pack' dich, du Humpelfritz!“ Wie vor den Kopf geschlagen steht er da. Der junge Mann hat schon schwer daran zu tragen, daß er ein Krüppel geworden, dieser Hohn läßt ihm das Herz still stehen. Dann faßt er sich, geht nach Haus und beschafft sich von einem Kameraden einen Revolver. Es ist ein kurzer Augenblick—— aber er hofft doch noch. Soll' er denn wirklich so ohne seine Schuld unglücklich werden, ist's mit dem Fuß nicht genug? Mit der Waffe in derTasche geht er zumTanzsaal, still bittet er die ungetreue Braut, doch mit ihm zu kommen. Da klingt wieder das Scheltwort an sein Ohr, und vor seine Füße klirrt der Verlobungsring. Der arme Kerl geht bei Seite... er sieht die Beiden lachend tanzen, sie machen sich wohl über ihn lustig Da ist's mit der Gelassenheit vorbei, eine schwere Träne quillt aus dem brennenden Auge, ein Schuß, röchelnd liegt der Krüppel am Boden..... Decke gelegt werden soll, also ungefähr nach chinesischem Muster. Ums Menschenleben. Von Georg Paulsen. In den Berliner Zeitungen war dieser Tage eine kurze Tages=Notiz enthalten, die für eine Großstadt nicht besonders ungewöhnlich, aber ihrem Inhalt nach doch unendlich ergreifend ist. Sie zeigte, wie wenig in unseren Tagen ein Menschenleben bedeutet, wie leicht es vernichtet und wie kalt und hartherzig eine herbe Seelenqual beurteilt wird, wenn Lebens=Genuß und Vergnügungen ihr gegenüberstehen. Wir hören in unserer Zeit so viel von der Frauenbewegung. Es wird eine hochtrabende Deklamation nach der anderen vom Stapel gelassen, daß die Frau nicht ausschließlich mehr ins Haus gehöre, daß sie ihre Geistesgaben und Fähigkeiten auf anderen Gebieten modernen Lebens betätigen könne und müsse, daß sie mitzusprechen habe bei den großen Dingen, welche unsere Zeit bewegen. Daß es noch eine höhere und edlere Aufgabe gibt, als diese Ziele, das ist den meisten Vorkämpferinnen dieser modernen Richtung augenscheinlich entgangen. Diese Aufgabe heißt: Das weibliche Geschlecht weiblich in seinem Fühlen, Denken und in seiner Auffassung vom Der Bauer. Denn auf des Bauern Grund gedeiht Nicht nur des Brotes Frucht, Auch deutsche Treu und Redlichkeit Und Frömmigkeit und Zucht. Ein Pesthauch zieht durch unser Land, Der aus der Großstadt quillt; Erhaltet uns den Bauernstand, Der deutschen Ehre Schild. Ob auch die Woge braust und treibt, Mich ängstigt nicht ihr Schwall, Solange noch der Bauer bleibt Des Reiches Schutz und Wall. Doch ohne ihn baut ihr auf Sand Ein trügerisches Haus; Erhalte uns den Bauernstand, Mit ihm ist alles aus! Wenn erst der Bauer betteln geht, Der Anfang ist's vom End'! Ihr selbst, ihr Herren, fallt und steht Mit diesem Fundament. Neueste Nachrichten. § Berlin, 23. August. Wie aus Thorn berichtet wird, hat auf dem Land=Uebungsplatz des Pionierpataillons Nr 17 in der Bromberger Vorstadt der auf Posten stehende Pionier Märkens von der 2. Kompagnie den Pionier Hoffmann von der 4. Kompagnie in der Dunkelheit erschossen. Ob Fahrlässigkeit oder ein anderer Unfall vorliegt muß erst durch die Untersuchung festgestellt werden. § Bozen, 23. August. Zwei Touristen und zwar der Amtsrichter Rinisch aus München und der Bezirks=Assessor Schuster aus Stadt Steinach, die mit Führer einen Aufstieg anf den Ombetta unternommen hatten, wurden von einem furchtbaren Schneesturm überrascht und mußten unter einem Felsen nächtigen, wobei der Assessor von Herzkrämpfen befallen wurde und starb. § Sofia, 23. August. Die Aufstandsoperationen im Vilajes Adrianopel haben jetzt begonnen. Die Stadt Wasiliko am Schwarzen Meer wurde überfallen und das türkische Viertel in Brand gelegt, die Kasernen, der Konak und das Telegraphenamt durch Dynamit zerstört. Der Hafenkommandant und drei Beamte wurden gefangen genommen, mehrere Soldaten getötet. Auch verschiedene türkische Dörfer wurden angezündet. Ferner wurde in der Nacht ein türkisches Lager bei Klentirnorwa angefallen und zerstört.— Nach einer Konstantinopeler Depesche haben sich amtlichen Meldungen zufolge in den Aufstandsgebieten den Komitatschis auch Serben, Griechen und Kutzewalachen, ja sogar Muselmanen angeschlossen. Amtlichen Berichten zufolge ist der Hauptgrund für die Ohnmacht der türkischen Streitkräfte gegenüber den Aufständischen der Mangel an Führung und einheitlicher Leitung. Dieser wird durch fortwährende verirrende Orders und Gegenorders direkt vom Yildiz=Palais entgegengearbeitet. Ein hoher Palais=Beamter versicherte, der Sultan werde von seiner Umgebung durch falsche und gefälschte Berichte irregeführt. der„Schwerter Zeitung.“ Hd. Interlaken, 24. Aug. Der Prokurist des Wiener Bankhauses Rothschild Stiedry, welcher mit seinem Sohne im hiesigen Hotel„Jungfrau" wohnt, wurde nachts in seinem Schlafzimmer von dem ebenfalls in dem Hotel wohnenden spanischen Studenten Marsan aus Barcelona mit noch einem Individium überfallen, durch Chloroform betäubt und einer Baarschaft von 1000 Kronen und 300 Frcs. beraubt. Da aber der Zimmerkellner das Gebahren des Spaniers betrachtete, wurde der Räuber verhaftet und ihm das geraubte Geld wieder abgenommen. Die Polizei glaubt, daß man es mit internationalen Dieben zu tun hat. Hd. Paris, 23. berichtet aus Saloniki: Die Türken haben 3 Dörfer der Umgegend von Florina bombardiert und die dort befindlichen Revolutionäre niedergemacht. In einem dieser Dörfer waren 500 Aufständische. In etnem anderen Kampfe bei Ochrida haben die Türken 217 Aufrührer getötet. Hd. Saloniki, 23. Aug. Die Leiche des russischen Konsuls Roskowskis wurde an Bord des hier eingetroffenen Kriegsschiffes„Terez“ gebracht. Die Familie des Ermordeten begleitet die Leiche nach Rußland. Hd. Belgrad, 23. Aug. Nachdem die Regierung Schwierigkeiten machte, wurde das für heute angesagte macedonische Meeting verschoben. Dagegen findet eine antisemitische Versammlung statt, behufs Stellungnahme gegen die jüdische Bevölkerung. Hd. Sofia, 24. August. Die Situation in Macedonien gestaltet sich hochernst. Die Bazare sind gesperrt; eine Anzahl Ortschaften steht in Flammen, es herrscht große Panik. In den Vilajets Monastir und Saloniki haben die vom Vildiz=Palais anbefohlenen Metzeleien in den Dörfern begonnen. 23 Dörfer der Umgegend von Kruschewo wurden eingeäschert, die Einwohner, welche nicht rechtzeitig flüchten konnten, niedergemacht. 25 junge Mädchen aus Kruschewo wurden als Haremsgefangene fortgeschleppt. Hd London, 24. Aug. Lord Salisbury ist gestern abend 9 Uhr 15. Min. nach kurzem Todeskampf gestorben. Die Söhne erwarteten am Sterbebette das Ende ihres Vaters.— Die Meldung vom Todeskampf Salisburys bildet in London den Hauptgegenstand des Interesses. Der Erbe der Güter und des Namens Salisbury ist der Unterstaatssekretär des Aeußern, Vicount Cranborne.— Die Beisetzung des Verstorbenen wird voraussichtlich in Hatfield erfolgen. IId Toulon, 24. Aug. Infolge der eingetretenen Ereignisse im Orient wird eine Division des Mittelmeergeschwaders nach den türkischen Gewässern abgesandt werden. 25. August: Wolkig, teils heiter, Regenfälle, kühl, nachts kalt, windig. 26. August: Wenig verändert, kühl, teils Regen, woinotg. Für den redaktionellen Teil verantwortlich Wilh. Schade. Der gern gesehene„Kaffee=Onkel“ bringt Pfeiffer& Diller’s Kaffee-Essenz in Dosen in Erinnerung.— Einmal gebraucht, kann man sie nie mehr entbehren. Dose 30 Pfg. Krieger=Verein Zur Beerdigung des verstorbenen Kameraden Heinr. von der Heyde tritt der Verein am Mittwoch, den 26. d. nachmittags 3½ Uhr, im Vereinslokal an. Um zahlreiches Erscheinen wird ersucht Der Vorstand. BürgerSchützen-verein Schwerte. Regimentsbefehl! Die Schützenbrüder treten zur Beerdigung des Schützenbruders Herrn v. d. Heyde Hauptmann der l. Komp., am Mittwoch, den 26. d. Ats., nachmittags 3½ Uhr, am Hotel Östermann V„ Dunkler Anzug mit Vereinsmütze. Rege Teilnahme erwartet Der Oberst. Todes-Anzeige. Nach Gottes unerforschlichem Ratschlusse verschied gestern Schwiegersohn und Onkel, der Kaufmann Konirien von der Horus im Alter von 43 Jahren 5 Monaten. Um stille Teilnahme bittet Die trauernde Gattin nebst Angehörigen. Schwerte, Soest, Sodingen, Herne und Unna, den 23. Aug. 1903. Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 26. August, nachmittags 4 Uhr vom Sterbehause aus statt. Pehufs Abschätzung der zur Anlage einer neuen Straße in Löttringhausen, Gemeinde Kirchhörde, in der Steuer0,64 ar des Grundstücks Flur 5 Nr. 140/0,51 31. August d. Is., nachm. 4 Uhr, an Ort und Stelle Termin anberaumt, zu dem ich die Beteiligten mit der Verwarnung lade, daß bei ihrem Ausbleiben ohne ihr Zutun die Entschädigung festgestellt und wegen Auszahlung oder Hinterlegung derselben verfügt werden wird. Arnsberg, den 19. August 1903. Der Enteignungskommissar. Für den beurlaubten Regierungs-Rat Freiherrn Quadt: helbing, Regierungs-Rat. K.S-G-G-G-G-G cc Einmachen empfehle: Ausgrfuhn Srn Carl Trog. Oetapt.-Rureau Ad. Wolfsholz, Elberfeld, Pcteit Wour8s Aue 80.— Fernspr. 1579. Hachrur. Am 20. August verschied nach kurzem Kranksein der Viehseuchen. Erloschen: Liolkäuf. Wellinghofen. Kreis Hörde. Unter dem Schweine=Bestande des Bergmanns Wilhelm Dornseif zu Wellinghofen und des Bergmanns Heinr. Düllberg zu Wellinghofen....„.„ 6 1690 Wellinghofen, 21. August 1903. Die Polizei=Verwaltung. Hartung. 1 schöne 3—4 Zimmer, bisher von einer Beamtenfamilie bewohnt, zum 1. Oktober zu vermieten. 1 kleines Haus, enth. 6 Zimmer, im ganzen od. geteilt zum 1. November zu vermieten. Zu erfragen in der Geschäftsstelle d. 34g. Wohnung von 2 Zimmern mit Keller und Wasserleitung per sofort od. später zu vermieten. Haselackgasse 10. Prima neue Vollheringe, per Dtzd. 50 Pfg., empfiehlt August Schäfer, Schwerte, Kampftraße 11. GSRSAGASESASESESE□ 5 Zahn-Institut von 0 Wuh. Hotmanns. e9 DI Nachfolger von D. Müller,„ H Schwerte, Ostenstr. 7. g In Zähne pl. in Gold, Silber „ u f.w. 0 sahnziehen 10 durchaus schmerzlos.## m Spezialität: 00 Künstl. Zähne ohne Gaumenplatte, in In Langjährige Erfahrungen. gi 5— Bllige Praits.— DagagaGasabagases Hiesiger Geschäftsmann sucht passende Nebenbeschäftigung als Bote oder S788e: ulng Frrggen in dr#none e d. 819. Hühner, Ahgenstz, sen 1,30—1,50 Mk. Geflügel=Importhans Tranbel, Gelsenkirchen Rechnungs=Formulare in haben bei Carl Braus. Einmachfruchte schützt sicher vor dem Verderben mein = Salicyl-Kräuteressig. Alle anderen Einmachartikel bekannt gut und preiswürdig bei Ernst Klein, Hüsingstraße 15. Kaufmann Herr Heinr! von der Heyfde. Wir verlieren in dem Entschlafenen unsern lieben Kollegen und Hauptmann, der es verstand, uns allen mit regem Eifer im Interesse unserer Vereinssache voranzugehen. Wir gedenken seiner in Ehren und bewahren ihm ein liebevolles Andenken. Die Offlziere und Schützen der I. Kompagnie des Schwerter Bürger-Schützen-Vereins. Eras Gert!...s“ Der Graswuchs auf unseren nachstehend bezeichneten Weiden soll verkauft werden: 1. Freitag, den 23. Aug. 1903, vormittags 10 Uhr: Verkauf des Grases auf den früher Bimberg'schen Weiden an der Fähre bei Drüpplingsen.— Zusammenkunft an der Fähre. 2. Freitag, den 23. Aug. 1903, Verkauf des Grases auf den früher Cordes' schen Weiden und ff.— Zusammenkunft beim Wirt Exsternbrink, Wellenbad Geisecke. Dortmund, den 22. Aug. 1903. Die Verwaltung des städt. Wasserwerks. Auf dem Wilhelmsplatz. Schmitz Theater der lebenden Pehotographien. Heute Montag letzter Tag mit großartig neuem Programm. Um 9 Uhr eine wissenschaftliche Vorstellung mit den Operationen des Professor Doyen=Paris. Zu regem Besuch ladet ergebenst ein Der Besitzer. Bekanntmachung. Zur Neuwahl von Schulrepräsentanten werden die Hausväter der evangelischen Schulgemeinde Garenfeld auf Sonnabend, den 12. September d. Jo., nachmittags 5 Uhr, in der Schule daselbst eingeladen. Die zu wählenden Schulrepräsentanten haben nur über die Auflösung der Schulsozietät zu beschließen und bleiben nur so lange in Tätigkeit, bis die gefaßten Beschlüsse von allen Instanzen Das Verzeichnis der wahlberechtigten Hausväter liegt vom 24. d. Mts. ab 14 Tage lang bei dem Herrn Gemeindevorsteher in Garenfeld zur Einsicht der Beteiligten offen, woselbst auch Reklamationen gegen dasselbe anzubringen sind. Westhofen, den 18. August 1903. Der Amtmann. . I. V. Der Beigeordnete: Dieckerhoff. KakstPostkarten. Novitäten in hübscher Auswahl empfiehlt Carl Braus, Buch- u. Kunsthandlg. Der beste Ersatz für zum Zubinden der Einmachtöpfe ist Pergamentpapier. In Bogen und Rolien zu haben bei C. Braus, Schwerte. — Für das Christliche Haus. Denk geehrten Bewohnern von Schwerte und Umgegend zur gefl. Mitteilung, daß ich mit dem heutigen##### Tage einen neuen„ 24 Glas-Leichenwagen X angeschafft habe und empfehle denselben bei vorkommenden Sterbefällen zur gefl. Benutzung. Schwerte, den 24. August 1903. von Lünen. Neuheit! reizende Zierde für Küchenbänke, Schränke 2c., bedeutend dauerhafter wie gewöhnliche Schrankspitze, empfiehlt Carl Braus. Darlehen erhält jedermann auf Wechsel oder Schuldschein durch Richard Thielmann, Dortmund, Goethestraße 8. Nächste Woche! sung 2. und 3. Soptember in. Bomesheid. Nur 170000 Loose Loose-3. I Porto und Liste 30 Pf. extra. 6634 Geldgewinne ohne Abzug Mark: 200.000 &a Hauptgewinne: 1160,000 1130,000 1r 20,000 1110,000 10à 1000= 10000 20 à 500= 10000 100 à 100= 10000 500 à 20= 10000 1000 à 10= 10000 5000 à 6= 30000 Loose versendet General-Debit: Lud. Müller& Co. Berlin, Breitestr. 5. 1Tolegr.-Abr;Alichemüiler Zu beziehen durch: Cark Praus, Buchhandlung, Schwerte. handels-Nachrichten. Neuß, 22. Aug Rüböl per 100 kg in Partieen von 100 Ctr. (ohne Faß) 48.50, Rüböl per 100 kg faßweiße(ohne Faß) 50,00 Mk. gereinigtes Oel per 100 kg 3 Mk. höher als Rüböl. Rübkuchen per 1000 kg 88, in kleineren Partieen 92 Mk. Kleie 48) Mk. pr. 50 kg Butter per kg 2.40, Eier per 100 Stück 7,50 Mk. Weizen, neuer I. 15,70, do. II. 14,70 I) 00,00 Roggen, neuer I. 18 20. II. 12 20, III. 00,00, Hafer I. 13.10. II. 12,10, Raps I. 19,75, II. 18.75 Mk., alles die 100 kg. Köln, 22. Aug. Fruchtmarkt. Weizen 00,00, Roggen 13,30, Hafer 13.80—00,00, Heu 5,30—660 Maschinenstroh(Roggen=) 3,00 Richtstroh(Flegeldrusch) Krummstroh 2,70 Mk. die 100 kg. Verantwortlich für den redaktionellen Te Wild. Schade, für den Anzeigenteil: Julins Humm: in Schwerte. Drus und Verlag don Garl Brond i Schwerta.