0 2 rma: * es Getränk. Bei Magenrzüglichster icker- oder antum gute ffein reise von den uft. Schweite. lich Zimmer Herrn per 1. nieten. raße 13. Zimmer mit oder ohne sten. Off. unt. häftsstelle d. Z. Inglsches udolstadt für: Architek2. Mittlere Fachfbau-Techniker. MAbbel-Tliechler, I. elfseprifont: Direktion. achrichten. ug. Produktenmtlich.) Weizen, ), do. fremder oggen, inl. 13,00 der 14,75—15,50, -00,00, do. freind. suchweizen 14,00 ste 12,00—12,50, 50, Weizenvorsch. ggenvorsch. 20,00 ie(mit Sack) 9,50 r 100 kg. frachtkl. Sack bei Abpelladungen, mit kleie, die mit Sack Aug. Rüböl per ieen von 100 Ctr. 5, Rüböl per 100 ne Faß) 49,75M!, per 100 kg 3 Mt. I. Rübkuchen per kleineren Partieen 80 Mk. pr. 50 kg 2,40, Eier per 50 Mk. Weizen, do. II. C0,00, I. „ neuer I. 13.20. 00, Hafer I. 13,10. I. 20,00, II. 19,00 100 kg. Aug. Fruchtmarkt. toggen 13,30, Hafer Heu 5,30—6.50. (Roggen=) 2,90, legeldrusch) 3.20, 70 Mk. die 100 kg. alen TeiAmtuches Rresbialt A Nü. den Kieis werth! 0 Insertionsgebühr für lokale Anzeigen, die sechsgespaltene Petitzeile oder deren Raum 10 Pfg., außerhalb 15, Reklame=Zeile 10 Pfg., Druck und Verlag von Carl Braus in Schwerte, Fernsprech=Anschluß Nr. 62. Amt Schwerte. Telegr.=Adresse Pstebe und Secrke-hr. Alle Kreis= und Lokalpolizeilichen Verordnungen für den Kreis Hörde erlangen gemäß Bekanntmachung der Königl. Regierung durch Veröffentlichung in der„Schwerter Zeitung" rechtsverbindliche Kraft. Nr. 193. Politische Uebersicht. — Zum Oberpräsidenten der Provinz Schlesien wird nach der„Nordd. Allg. Ztg. der gegenwärtige.#.. präsident von Hessen=Nassau, Staatsminister a. T.„ von Zedlitz=Trützschler ernannt werden. Graf Zedlitz#. 1837 geboren und widmete sich zunächst der MilitärKarriere. 1881 wurde er, nachdem er die Bewirtschaftung seines väterlichen Gutes übernommen und verschiedenc Ehrenämter in der Provinzial=Verwaltung bekleidet hatte, Regierungspräsident in Oppeln, 1884 Mitglied des Staatsrates, 1866 Oberpräsident von Posen. Im März 1891 wurde er preußischer Kultusminister im Ministerium Caprivi, trat aber schon nach Jahresfrist zurück, als das von ihm eingebrachte neue Schulgesetz auf unüberwindbaren Widerstand stieß und zuletzt zurückgezogen wurde. Zum Oberpräsidenten von Nassau wurde er im Dezember 1898 berufen. = Was Rußland von uns kauft undwas wir dorthin liefern, steht im ziemlichen Gegensatz zu einander. Deutschland hat im Vorjahre russische Produkte im Werte von 830 Millionen Mark rund erhalten, während wir für 500 Millionen weniger dorthin lieferten. Daß die Petersburger Regierung also das größere Interesse am Abschlusse eines neuen Handelsvertrages hat, liegt auf der Hand. Wenn wir der starken russischen Einfuhr nach Deutschland Tür und Tor immer weiter öffnen, unserer Ausfuhr nach Rußland aber neue Schwierigkeiten erwachsen sehen, so ist das in der Tat kein Geschäft mehr. Rußland schöpft das Fett ab, wir behalten den Bodensatz. Ohne tüchtige Konzessionen von russischer Seite geht es nicht, und wenn der Finanzminister von Witte darauf nicht eingehen will, wird er ja sehen, wie weit er kommt. Fest bleiben, ist für uns die Parole, und hoffentlich wird die Regierung nach ihr handeln. — Die deutsche Uebungsflotte, die unter dem Oberbefehl des General=Inspekteurs der Marine in Wilhelmshaven zu den vier Wochen andauernden großen Seemanövern zusammengetreten ist, ist ein äußerst stattliches Geschwader und wohl geeignet, dem Ausland Respekt einzuflößen. Es umfaßt 46 Schiffe und Fahrzeuge, mit 902 Geschützen und einer Besatzung von 11 211 Mann. Wie bei den Landmanövern so sind auch bei denen zur See die aufzustellenden Kräfte bedeutend gewachsen und damit die Unkosten, aber wenn diese Uebungen der Wirklichkeit möglichst entsprechen sollen, dann müssen auch die Machtmittel entsprechend sein. Die großen Auslandstaaten haben damit zuerst begonnen, Deutschland mußte ihnen folgen, wenn anders Führer und Mannschaften sich mit den tatsächlichen Vorgängen vertraut machen sollten. Wir haben die Gewähr, daß in unseren Manövern der Schwerte, Mittwoch, den 19. August 1903. ganze Ernst des Militärlebens, sowohl in der Leistung, wie im Urteil zum Ausdruck kommt. Auch der schärfste Kritiker deutscher Militär=Einrichtungen muß doch sagen, daß bei uns nichts auf dem Papier steht, daß wir nur mit unbedingt tatsächlich Vorhandenem rechnen. Das Geld ist also nicht umsonst ausgegeben, wir wissen, daß wir uns auf Heer und Flotte verlassen können. — Ueber bedauerliche Schuiverhältnisse in Posen wird der„Danz. Ztg. aus Ostrowo geschrieben: In dem Dorfe Krempa bei Ostrowo besuchen die dortige Schule 400 Kinder, während nur vier Lehrer an derselben tätig sind. In Olobok ist seit langem die zweite Lehrerstelle vakant, der erste Lehrer Tomaszewski ist vor einiger Zeit gestorben, und es haben seit dieser Zeit 200 Kinder keinen Unterricht mehr. In Bobrowniki unterrichtet der Lehrer Dutkiewiez 168 Kinder, und in Kaliszkewice der Lehrer König 175 Schulkinder. In sehr vielen Dörfern der Umgegend ist die zweite Lehrerstelle seit längerer Zeit vakant und wird nicht neu besetzt.— Schon in einer rein deutschsprachigen Gegend wären bei einem derartigen Verhältnis zwischen Schüler= und Lehrerzahl schwerlich nennenswerte Erfolge zu erzielen. Wie es aber nun möglich sein soll, bei so bedauerlichen Schulverhältnissen, wie sie hier angeführt sind, noch auf die polnischen Kinder germanisatorisch zu wirken, das ist nicht ersichtlich. — Das Fernsprechstudium im Heere. Ueber die vom Kaiser erlassenen neuen Bestimmungen zur Förderung des Studiums neuerer Fremdsprachen wird bekannt: Für die Armeekorps östlich der Elbe kommen vorzugsweise Russisch und Polnisch, für die übrigen Französisch, für alle daneben Englisch und Französisch in Betracht. Zur Förderung des Studiums erhalten die Generalkommandos Sprachstudienfonds zu Beihilfen für aktive Leutnants, Oberleutnants, Hauptleute und Rittmeister der 2. Gehaltskasse, für Offiziere des Beurlaubtenstandes und der Inaktivität nur für Reisekosten, endlich für jüngere zur Verwendung in Feldstellen in Aussicht genommene Beamte. — Hundstagsgeschichten veröffentlicht der sozialdemokratische Berliner Vorwärts. Darnach soll in dortigen Hofkreisen beabsichtigt sein, an der geplanten Heeresstraße Berlin=Döberitz(dem Uebungsplatz des Gardekorps) ein kaiserliches Familienschloß zu errichten, das der ganzen kaiserlichen Familie zum künftigen Aufenthalt dienen und zwar besonders in politisch unruhigen Zeiten, wo es dann in kürzester Zeit möglich wäre, Truppen aus Döberitz um die Insel herum zusammenzuziehen. Außerdem wolle man noch den Inselbezirk zusammen mit den Spandauer Staatswerkstätten und dem Heerstraßenbezirk zu einem neuen Sozialdemokraten freien Reichstagswahlkreis zusammenlegen, und endlich bestehe die Absicht, die Truppen der Garde nicht mehr direkt auszuheben, sondern Abonnementspreis pro Quartal 1 Mark 65 g., exel. 42 Pfg. Bestellgeld, wenn durch die Post bezogen. Erscheint an jedem Wochentage. Wöchentliche Gratisbeilage:„Illustrierter Familienfreund.“ 36. Jahrgang. aus den Elitemannschaften anderer Truppen auszuwähen. Der Vorwärts denkt auch: Wenn mal geflunkert wird, dann aber ordentlich. —„Unreife Politik“. Im Wahlkreise ZabrzeKattowitz wird ein schwungvoller Handel mit, des Abg. Korfanty getrieben. Der„Vorwärts bcze#chnet das als„unreife Politik“ und schreibt:„Es ist ein Zeichen einer unreifen Bevölkerung, daß mit der Photografie eines neu gewählten Abgeordneten ein derartiger Kultus getrieben, wie ihn sonst nur„Patrioten“ und Byzantiner mit Fürsten= und Prinzenbildern betreiben. Aber unter den Dessauer Genossen werden Ansichtskarten:„Bebels Ankunft auf dem Bahnhof in Dessau vertrieben, worüber sich sogar ein süddeutsches sozialdemokratisches Parteiblatt lustig macht. Wie„reif“ müssen nun wohl die„Genossen in Dessau sein?— — Prinz Prosper von Arenberg. Bezüglich der Angelegenheit des Prinzen Prosper von Arenberg, der wegen Mordes zuerst verurteilt, dann aber zu 15 Jahren Gefängnis begnadigt worden war, erfährt die„National-Zeitung", da die Ueberweisung des Prinzen in eine Irrenanstalt beantragt worden war, hätten mehrere Ermittelungen in dieser Richtung stattgefunden. Das Ergebnis ist aber derartig ausgefallen, daß der Reichskanzler in seiner Eigenschaft als Chef des Oberkommandos der Schutztruppe seine Zustimmung zu dem Antrag auf Unterbrechung der Stcafvollstreckung versagt hat. — Prinz Arenberg wird mit Rücksicht auf die bekannten Vorgänge in Hannover, wo ihm ungebührliche Freiheiten eingeräumt wurden, in ein anderes Gefängnis überführt und hat dort seine Strafe weiter zu verbüßen. Serbien. Aus Belgrad wird der„Post“ mitgeteilt:„Nahm man im Anfang allgemein an, daß König Peter ein mit Energie erfüllter, kluger, durch sein Exil festgewordener Charakter sei, so muß man doch schon heute sehen, daß diese Annahme ein Irrtum war. Einsichtige Leute drängen darauf hin, daß der König mit eisernem Besen dazwischen fahren solle, aber er läßt sich weiter regieren. Man ist versucht, dem armen Peter das geflügelte zuzurufen:„Lassen Sie sich Schuppenketten an die Krone machen, Majestät, sonst fällt sie Ihnen runter! Spanien. = Ueber den jungen König von Spanien sind schon seit geraumer Zeit, namentlich von Paris aus, Meldungen verbreitet worden, daß er an der Schwindsucht leide, der bekanntlich auch sein Vater in frühen Jahren erlegen##. In voriger Woche waren diese Meldungen mit solcher Bestimmtheit von neuem aufgetaucht, erweitert durch den Zusatz, der König wolle eine Heilanstalt aufsuchen. Sinnsprüche. Nimm alles, wie es kommt; jedoch versuche, wenn es kommt, es recht zu machen. * Das Brot des Lebens ist Liebe. Das Salz des Lebens ist Arbeit. Das Wasser des Lebens ist Glaube. * Ein richtiges Gebet erfordert kein Lexikon. * Oft tun wir mehr Gutes mit unserer Sympathie, als mit unserer Arbeit. Ein erleuchtetes Herz giebt ein glänzendes Gesicht. Ein Von E. von Dequede. Von zwei Vollblutpferden in schwerem Trabe gezogen, sauste ein elegantes Gefährt durch das Gewirr des Potsdamer Platzes in Berlin. Ein eleganter Herr hatte sich vor den heranbrausen den Rappen auf eine der Rettungsinseln geflüchtet. Jetzt war die Equipage schon minutenlang unter den Baumkronen der Bellevuestraße verschwunden, aber Alfred Kiffstein stand noch immer und starrte den beiden Damen nach, die in den seidenen Kissen ihres Wagens blitzschnell an ihm vorübergeglitten waren. „Ja, so sieht man nicht aus, wenn man sich in harter Arbeit durch das Leben kämpfen muß," dachte das verhetzte, paketbeladene Mädchen bitter, das von dem breiten Rucken eines Schutzmanns gedeckt, die kleine Szene beobachtet hatte. Eine Träne qualvoller Eifersucht stieg in den tiefen, klaren Augen auf, die mit dem Ausdruck zitternder Angst auf dem Herrn ruhten. Er hatte sie gar nicht beachtet. Sie war auch zu unscheinbar in ihrem abgetragenen Cape und dem altmodischen Hut. Alfred Kieffstein war langsam in die Potsdamerstraße eingebogen. Kurz vor der Brücke holte das Mädchen ihn ein. „Alfred“, sagte sie leise. Er schreckte auf, aber es war k eine freudige Erregung, die sich in seinen Zügen spiegelte. Helene bemerkte es wohl, und die Schmerzenslinie um ihren Mund wurde noch tiefer. Der junge Architekt hatte sich schnell gefaßt. „Wie gut," daß ich dich treffe, Leni,“ sagte er. kann ich Dir's noch mündlich versichern, wie leid tut, morgen nicht zu Euch kommen zu können. Die Lippen des Mädchens zuckten. weshalb nicht?“ „Also wieder nicht?“ murmelte sie tonlos. „Nun es mir „Und Er fuchtelte ungeduldig mit seinem zierlichen Spazierstöckchen.. gug I. Wamea „Der Stadtrat, dessen Villa im Grünewald ich bauen soll, hat mich zu Tisch geladen, und einem Gönner darf man nicht absagen..., Pitesfen un din Tofel 8.45 „Ja, ich weiß, daß die Delllälessen an der Tafel des Millionärs Dir sehr viel besser schmecken, wie unser bescheidenes Mittagbrot..z. „Das durch Eure Norgeleien und Deine schlechte Laune gewürzt wird,“ vollendete er brüsk. Er hatte kein Mitleid mit dem hilflosen Jammer, der aus den Augen seiner Braut zu ihm sprach, nur Mißbehagen empfand er, weil ihm durch diese Begegnung die amüsanten Stunden im„Roland von Berlin" verkürzt wurden. Ob Leni das fühlte? „Ich glaube, Du möchtest frei sein.“ Es war, als ob eine fremde Macht sie zwinge, diese Worte auszusprechen, um die ihre Gedanken seit Wochen Er warf einen unsicheren Blick auf das blasse Gesichtchen. Er bemerkte die zitternde Todesangst in ihren Zügen nicht. Das, was ihm da unerwartet geboten wurde, war das Ziel aller seiner heimlichen Wünsche, seitdem er Herta Wellhusen kannte, die Tochter des reichen tadtrates, in dessen Haus er morgen geladen war. Ein stürmischer Jubel durchzitterte ihn bei der Vor stellung, ihr als freier Mann gegenübertreten zu können. Glaubte er doch in den kecken Schelmenaugen deutliches Wohlwollen an seiner Person gelesen zu haben, jetzt eben erst wieder, als sie an ihm vorüber gefahren war. Der Gedanke daran ließ ihn die Gespielin seiner Kindheit, die treue Gefährtin seiner Studienjahre verAls er sich wieder an sie erinnerte, hatte die Menschenflut sie auseinandergerissen. Er gab sich auch nicht viel Mühe, sie wiederzufinden. Dergleichen peinliche Angelegenheiten, wie sie zwischen ihnen zu erörtern waren, Sste won beser schriftichrred giffstein: rüchst rißIn Gedanken setzte Alfred Kiffstein einen hochst ruh renden, höchst gefühlvollen Abschiedsbrief auf, während er im„Roland“ eine Flasche Wein trank.— Strahlend hell erschien ihm plötzlich die Zukunft. Der Hemmschuh, der ihn so lange behindert, war beiseite geschoben, der Weg zur Höhe stand ihm frei! Leni ging während dessen mit schweren, müden Schritten am Kanal entlang. Sie dachte nicht daran, daß jeder dieser Schritte sie weiter von ihrem trübseligen Heim in der Gleditschstraße entfernte, wo die Mutter auf sie wartete, die immer gereizte, grämliche Mutter, deren Gewohnheit es war, sich allen Aerger und,ögherh. 68 Tages von der Seele zu reden, wenn die„ und abgearbeitet von dem Telephonamt zuruckkehrn. M 5 die Madrider Regierung doch dagegen aufgetreten ist. Sie will alle Zeitungen, die diese Erzählung das Strengste verfolgen lassen. Selbstverständlich wünscht ein jeder dem jungen König die beste Gesundheit, aber das in Abrede=Stellen jedes inneren Leidens. das Ministerium ist noch kein Beweis, daß Alfonso AI. völlig gesund ist. Bei seinem Vater war noch acht Tage vor seinem Tode in Abrede gestellt worden, daß er überhaupt krank sei. Und hinterher mußte man doch zugeben, daß die Schwindsucht die tötliche Krankheit sei. = Eine Subskription von 15 Millionen. Die von den hispano=amerikanischen Republiken organisierte skription zu gunsten des Wahlfonds der republikanischen Partei in Spanien hat die enorme Summe von 15 Millionen Pesetas ergeben. Die spanischen Republikaner hoffen bei den nächsten Wahlen ca. 3000 Munizialitäten zu erobern. Südafrika. = Unversöhnlich. Ueber die Unversöhnlichkeit, die noch in verschiedenen Kreisen der Burenbevölkerung des Transvaal herrscht, berichtet ein Telegramm der„Morning Post.“ Ein Burenkomitee hatte in Pretoria zum Besten eines Waisenfonds ein Konzert veranstaltet und ordnete im letzten Augenblick, offenbar auf Wunsch eines großen Teiles des erschienenen Publikums, die sofortige Entfernung aller britischen Flaggen und Farben aus dem Festsaal an. Die Einladung an den britischen Gouverneur, Sir Arthur Lawley, wurde absichtlich erst am Nachmittage zugeschickt, und am Schlusse des Konzerts weigerte sich das Komitee, die Erlaubnis zu geben, daß, üblich, die britische Nationalhymne gesungen werde; sie sagten, sie wollten„neutral" bleiben. Kleine Chronit. Die Stadt Berlin zählt zur Zeit etwa 1 935000 Einwohner, ohne Einrechnung der Vororte. Die zweite Million dürfte also im Laufe von 1904 voll werden. Mit Anrechnung der Vororte ist die zweite Million längst überschritten. 9.611 + Zum ersten Male wahlen die Frauen in Austratten mit bei den Wahlen zum australischen Reichstag. Was werden die Kandidaten da nicht alles den Damen versprechen müssen, um deren Stimmen zu erhalten? Wähler männlichen Geschlechts sind anerkanntermaßen sch schwer zufrieden zu stellen, Wählerinnen sind aber ihren männlichen Kollegen in Wünschen noch weit über, denn sie bestehn hinterher auch aufs Halten. Und dann wollen sie manches, zu ihrem Vorteil natürlich, noch anders gemeint haben. Nun die Australier werden ja sehen. + Newyork, 18. Aug. Die Destillateure im Staate Kentucky schicken sich an, 20 000 Fuder Whisky nach Hamburg und Bremen zu verschiffen, um sie dort lagern zu lassen, bis sie weiter nach Kalifornien und anderen Staaten des Westens der Union verfrachtet werden. Die Erfahrung hat die Destillateure gelehrt, daß die Fracht sich billiger gestaltet, wenn sie ihre Ware erst nach deutschen Häfen schicken, und von dort aus weiter nach San Franzisko, als wenn sie die Eisenbahnfracht durch den amerikanischen Kontinent bezahlen. Gesundheitspflege. *(Esset Obst!) Reifes Obst ist ein Universalmittel zur Erhaltung der Gesundheit. Weintrauben reinigen das Blut, Pfirsiche bekämpfen schlechte Verdauung und verdorbenen Magen, Aepfel, besonders gekocht, sind für Kinder nicht zu entbehren zur Erhaltung einer guten Verdauung. Der Saft der Tomaten übt einen günstigen Einfluß auf Leber und Därme aus. Der Melonensaft vertreibt Fieber= und Nierenkrankheiten. BrombeerGelee beseitigt Husten; gekochte Zwetschen sind Skrophulösen sehr zu empfehlen und Zitronensaft in warmem Kaffee getraufelt, hilft gegen Kopfschmerz. Lokales. *e Schwerte, 19. August 1903. **(„Vergiß die treuen Toten nicht) und schmück' auch uns're Urnen mit einem Eichenkranz“, sagt Theodor Körner, der für's Baterland so früh dahingegangene Freiheitsdichter. Und in Treue fest gedenken die westfälischen Krieger ihrer in den großen Kriegen 1866 und 1870/71 gebliebenen Kameraden. Mit der Landwehrmütze bedeckt, die Brust mit Medaillen und Ehrenzeigen geschmückt, so schritt gestern nachmittag 5 Uhr ein kleiner ernster Zug von Männern, welche des Lebens Höhe überschritten haben, die Bahnhofstraße entlang, wo sie am Kriegerdenkmal einen prächtigen Kranz niederlegten. Es war die Vereinigung der Kampfgenossen von Schwerte und Umgegend, Männer, welche seinerzeit hinausgezogen sind gegen den Erbfeind, welche wohl dem Tode mehr als einmal ins Auge geschaut haben. Eine stille, ernste Schar war es, die das Denkmal umstand, zurückdenkend an die glorreiche Zeit der Jahre 1870/72, egaung fein gaber auch an manchen Kameraden, der in Feindeslane semn Grab gefunden hat, auf dessen Rückkehr seine Lieben vergebens hofften. Still und ernst war auch die Feier, die mit einem Gebete schloß, und dann gingen die Männer zurück, um noch ein Stündchen zu plaudern, über vergangene Zeiten und Kriegserlebnisse und über gute Kameraden. Eine Kugel kam geflogen, Gilt sie mir, oder gilt sie dir? Ihn hat sie weggerissen, Er liegt zu meinen Füßen, Als wär's ein Stück von mir. Will mir die Hand noch geben, Dieweil ich eben lad! Kann dir die Hand nicht geben, Bleib du im ew'gen Leben Mein guter Kamerad! ***(Der Garde= und Landwehrverein) feiert am Sonntag, den 6. September sein diesjähriges Sommerfest im„Schützenhof" durch Festzug, der mittags 1 Uhr beginnt, Konzert und Ball. Festmusik ist das Trompeterkorps des 4. Kürrassier=Regiments aus Münster. *(Postpersonalie.) An das hiesige Postamt versetzt wurde der Postassisteit Herr Arns von Dortmund. (Konfirmation.) 61 Kinder wurden am Sonntag während des Hauptgottesdienstes in der größeren evang. Kirche durch Herrn Pastor Wischnath konfiermiert. **(Eine Kollekte) wird inlaufe dieser Woche bei unseren kath. Mitbürgern zum Besten ihres Kirchenneubaues abgehalten werden. **(Prozession.) Die diesjährige Prozession der hiesigen kath. Gemeinde nach Werl findet am Sonntag, den 6. September statt. Anmeldungen zur Teilnahme an der Fahrt, welche wie immer mittelst Extrazuges erfolgen soll, wolle man an Herrn Küster Enste richten. **(Von der Tollwut.) Nach amtlicher Zusammenstellung sind im verflossenen Jahre nicht weniger als 250 Personen und zpwar 174 männliche und 76 weibliche in der ganzen preußischen Monarchie durch tolle oder tollwutverdachtige Tier gebissen oder verletzt worden. Die Verletzungen kamen in 8 Provinzen vor und zwar die meisten mit 150 in der Provinz Schlesien; auf die Provinz Westfalen kam nur ein Fall, der sich im Kreise Minden ereignete. Die Bißverletzungen wurden durch 170 Tiere nämlich 159 Hunde, 3 Katzen, 5 Rinder, 2 werden in Westfalen immer noch Schweineschinken geräu, chert, aber die geographische Herkunft der Schinken allein macht es noch nicht, sondern die Schinken müssen von einer ganz besonderen Rasse, von westfälischen Schweinen, herstammen Diese Rasse ist aber, wie von Zoologen und Landwirten übereinstimmend festgestellt wurde, völlig verschwunden, von Schweinen englischer Rasse verdrängt. Vermutlich ist dies infolge menschlicher Habgier geschehen. Die englischen Schweine können nämlich schon im ersten Jahre gemästet werden, die westfälischen aber eigneten ich erst nach Vollendung des zweiten Lebensjahres zur Mast. Also um schneller zum Verdienst zu gelangen, ersetzten die Züchter die westfälischen Schweine durch die englischen, übersahen aber dabei, daß diese bei weitem nicht das kernfeste Fleisch besitzen, das die Borstentiere aus Westfalen auszeichnete. Die jetzt vorgenommenen Züchtungsversuche erwiesen sich als ergebnislos, und wir werden uns wohl darein ergeben müssen, daß es wohl Schinken aus Westfalen gibt, aber keine westfälischen Schinken mehr.— Ob diese Darstellung wohl richtig ist? nämlich 159 Hunde, 3 Katzen, 5 Rinder, 2 Pferde, 1 Schaf hervorgebracht; in einem Falle wurde die Bißwunde sogar durch einen Menschen hervorgerufen. Dieser, welcher einen sechzehnjährigen Knaben in Kreise Pleß in der vinz Schlesien in den Finger biß, war ein Arbeiter, der im Monat Juni von einem tollen Hunde gebissen worden war, auf der Reise nach Berlin am 5. Juli an Tollwut erkrankte und schon am 6. Juli in Berlin verstarb. (Westfälische Schinken.) In Nr. 388 der„Münchener NeuestenNachrichten“ heißt es:„Westfälischer Schinken. Gewiß ist der westfälische Schinken ein ebenso nahrhaftes wie wohlschmeckendes Gericht— leider gibt es dies Gericht aber in Wirklichkeit nicht mehr. Natürlich Westfalen und Rheinland. * Behringhausen, 18. Eine entsetzliche Bluttat hielt gestern die hiesigen Einwohner in helle Aufregung. Die Ehefrau des Bergmanns Ludwig Joswig hierselbst tötete ihr 5 Tage altes Kind durch einen Schnitt in den Hals, sich nachher selbst mit einem Brodmesser den Hals durchschneidend. Was die Frau veranlaßt hat, mit dem kleinen Würmchen in den Tod zu gehen, wird unaufgeklärt bleiben. Die Eheluete selbst lebten im besten Einvernehmen. Graf Schwerin,18. Aug. Ein bedauerlicher Unglücksfall trug sich gestern auf hiesiger Zeche zu. Der Bergmann Andreas Luczak aus Kastrop, welcher einem Kostgänger, der als Anschläger über Tage beschäftigt ist, das Mittagessen bringen wollte, wurde spater vermißt und war trotz allem Suchen nicht aufzufinden. Heute morgen, als man zu Beginn der Förderung die Prüfung der Beförderungsmittel veranlaßte, fand man den Luczak tot auf einem Förderkorb liegend vor. Nach dem Befund muß L. in den Schacht gefallen sein. Wie solches möglich gewesen, wird wohl nicht aufgeklärt werden können. Anscheinend hat L., der mit den Zugangsvorrichtungen zur Schachtanlage vertraut war, die Türen geöffnet und ist infolge eines Fehltrittes dann hinuntergestürzt. Die Schuld eines Dritten dürfte ausgeschlossen sein. * R e c k l i n g h a u s e n, 1 8. A u g u s t. A n d i e r e c h t e S c h m i e d e kamen letzter Tage vier robuste Handwerksburschen. In einer Brauerei forderten sie früh morgens 7 Uhr von dem allein im Kontor anwesenden Mann Bier. Als ihnen solches verweigert wurde, nahmen sie eine herausfordernde Haltung an. Der Brauereiangestellte ließ sich jedoch nicht ins Bockshorn jagen. Er begab sich nebenan zu dem Heizer und ließ unbemerkt einen Schlauch in das offene Kontorfenster legen. Dann forderte er die frechen Gesellen nochmals auf, zu gehen. Als dies noch immer erfolglos, gab er ein Zeichen, worauf die Burschen mit heißem Wasser in feinen Strahlen übersprüht wurden. Nun konnte man ein Laufen sehen. Selbst eine Kopfbedeckung blieb zurück. Der Mann im Kontor aber hielt sich den Bauch vor Lachen. * Kray bei Essen, 18. August. Aus eigenartigen Motiven ist die 16jährige Dienstmagd Rothe zur Brandstisteriz gevorden. Dos hur Henstnagnen bot,„atenschel, nis mit einem 18jährigen Tienstmann aus Wattensch, Letzterer wünschte, daß das Madchen nach Wattenscheid übersiedele. Die Mutter des Mädchens war hiermit aber nicht einverstanden. Um ihr Vorhaben aber doch ausführen zu können, beschlossen die beiden, das Anwesen des Dienstherrn des Mädchens, des Oekonomen und Ortsvorstehers Klühwer in Liethe, in Brand zu stecken. Wohnhaus, Stallungen und Scheune wurden ein Raub der Flammen. Durch vorgefundene Streichhölzer und durch das auffällige Benehmen des Mädchens wurde die Tat ans Licht gebracht. Das Mädchen, das alles gestanden, wie much der Bräutigam, suoh getem vrhotet worden. Heute fühlte sich Leni nicht fähig, diesen nörgelnden Klagen Stand zu halten, sie mußte allein sein, um unbeobachtet weinen zu können. Denn die krampfhaft niedergezwungenen Tränen drohten ihr die Brust sprengen. Immer weiter ging sie an dem grauen, träge schleichenden Wasser entlang, immer stiller wurde es um sie her, immer Naßkalt legte sich der Nebel um ihre Stirn, sie fühlte es nicht. Eine schmerzliche, qualvolle Sehnsucht stieg in ihr auf nach Wärme und Licht— und die Welt war so kalt und so dunkel, so erbarmungslos. Ein Ekel vor dem ganzen Leben erfaßte das verzweifelte Mädchen. Ihr schmerzender Kopf vermochte nicht weiter zu denken— starr, wie gebannt ruhte ihr Blick auf dem rotglühenden Feuerauge des Automobils, das in erschreckender Schnelligkeit auf sie zustürmte— ein Bilb der Zeit, die es geschaffen— und„auch ein Werkzeug, um dieses verhaßte Leben zu enden? Grell, wie die Funken, die aus dem Feuerrachen der Maschine stoben, war der Gedanke hinter Lenis fiebernder Stirn aufgeblitzt. Einen Schritt nur weiter nach rechts brauchte sie zu machen, nur stillstehen dann, und alles war vorüber, alle Qual, aller Schmerz. Sollte sie diesen Schritt tun? Im Hause des deutschen Konsuls in Tanger hatte man das Diner beendet. „Schon wieder Geschäfte; fragte vie junge Frau vorwurfsvoll den Gatten, der hastig aufstand, als der Diener mit einer Meldung an ihn herantrat.„Du weißt doch, daß der Arzt eine Ruhestunde nach Tisch dringend „Nun gut, so erledige Du dieses„Geschäft“, sagte der Konsul lächelnd, indem er einen 100 Frankschein aus seiner Brusttasche zog.:„Es handelt sich um einen unglücklichen Landsmann, der mich um Unterstützung gebeten hat. Er will durch die Betrügereien seines Schwiegervaters ins Unglück gekommen sein, der sich als Millionär aufgespielt hat, während er schon am Bankerott war, als er ihn mit seiner unpraktischen, verwöhnten Tochter verkuppelte. Gefallen tut mir der Mensch nicht,"— der Konsul zuckte die Achseln,—„aber jedenfalls ist er, wie die Nachforschungen ergeben haben, im tiefsten Elend und mit seiner kranken Lunge auch nicht fähig, einen nordischen Winter zu ertragen. Also gib ihm das Geld und dann komme zu mir, um aufzupassen, daß ich auch wirkLeni Altmann lächelte dem Gatten zärtlich zu. Sie wußte, daß er sie mit diesem Auftrage betraute, weil er sich vor seinen Untergebenen seiner übergroßen Güte schämte, und sie wußte auch, daß er nicht eher einschlief, als bis sie ihm die Decke über die Kniee gebreitet hatte. Hastig ging sie deshalb in das Arbeitszimmer ihres Gatten hinüber, um den Bittsteller so schnell wie möglich ) Bei ihrem Eintritt wandte sich der Mann, der wartend am Fenster gestanden, um. Leni blickte in ein bleiches, verfallenes Gesicht, in das Hunger, Elend und Sünde ihre entstellende Schrift geschrieben. Ihre Hand, die noch auf der Türklinke ruhte, sank schwer herab, wie gelähmt vor Schrecken starrte sie auf den Mann, der die Sonne ihrer ersten Jugend gewesen. Auch er hatte sie erkannt und flammende Röte färbte seine fahlen Wangen.„. A.. 8.1ne Minutenlang standen Alfred Kiffstein und Heiene stumm gegenüber, jedes umsonst nach einem Worte Mit abgewandtem Gesichte legte Leni endlich den 100 Frankschein auf einen kleinen Tisch, leise klinkte sie die Tür wieder hinter sich ins Schloß. Alfred blieb noch lange, nachdem sie ihn verlassen, ohne sich zu rühren, auf derselben Stelle. Die Scham drohte ihn zu ersticken. Wie im Kampf zitterten seine Lippen. Er machte ein paar unsichere Schritte nach der Tür. Der letzte Funke von Stolz und Ehre, den er aus seinem früheren Leben in das stumpfe Elend seines jetzigen Seins gerettet hatte, bäumte sich dagegen auf, aus diesen Händen Almosen entgegenzunehmen. Schließlich aber siegte doch die Gier nach dem Gelde. Hundert Franken! Hundert Tage satt zu essen oder einmal noch in wüstem Taumel den Becher des Genusses an die Lippen zu setzen, ein paar kurze, berauschende Stunden—— Ein widerlicher Ausdruck trat in die Augen des Totgezeichneten, dessen hagere Hände sich um den Schein krallten, während er auf die Straße hinausstürzte, der nächsten Taverne entgegen. g... sch ib Ein junges, armselig gekleidetes Weiv, das sich### in den Weg drängte, stieß er roh zur Seite:„Hast mir wohl schon wieder aufgelauert, um mir das Geld abzunehmen, he?“ schrie er sie an.„Scher' Dich nach Haus und sieh' zu, daß Du etwas verdienst. Das Gebrause des wogenden Volkslebens riß die gebrochene Gestalt des einst so eleganten Stadtrattöchter ens vo Altmnann klammerte sich mit kalten Händen an das Eisengitter des Altans, von dem aus sie die Szene beobachtet hatte. „Ein Schritt vom Wege der Ehre und es ist aus für immer, murmelte sie tonlos.„Der Gestrauchelte steigt nicht wieder empor, er fällt nur tiefer. An diesem Tage mußte der Konsul lange warten, bis seine junge Frau zu ihm zurückkehrte, und als sie endlich kam, war sie in so leidenschaftlicher Aufregung, daß auch er nicht mehr an Schlaf dachte. Nur zu gut konnte er's ja verstehen, was sie empfinden mochte, als er erfuhr, daß der Bittsteller, zu dem er sie geschickt, der Manng wesen, dessentwillen sie einst unter den Rädern seines Automobils den Tod gesucht hatte.„ Mitleidig streichelte er ihre heiße Wange.„Er wult nicht mehr lange leben,“ sagte er sanft,„und dann wollen wir für die Frau sorgen. An einen Toten denkt man milder, mag er uns noch so tief verwundet haben. — Ende.— hinken geräuchinken allein ssen von einer hweinen, herZoologen und zurde, völlig sse verdrängt. zier geschehen. hon im ersten ber eigneten ensjahres zur zu gelangen, eine durch die e bei weitem e Borstentiere rgenommenen slos, und wir daß es wohl westfälischen wohl richtig einland. Bluttat hielt fregung. Die zierselbst tötete in den Hals, zi Hals durchmit dem kleid unaufgeklärt esten Einversauerlicher UnZeche zu. Der welcher einem beschäftigt ist, er vermißt und Heute morgen, rüfung der BeLuczak tot auf n Befund muß hes möglich gekönnen. Anrrichtungen zur jeöffnet und ist rgestürzt. Die sein. rechte Schmiede schen. In einer von dem allein hnen solches vernde Haltung an. t ins Bockshorn zer und ließ unntorfenster legen. Is auf, zu gehen. Zeichen, worauf Strahlen übern sehen. Selbst ann im Kontor eigenartigen othe zur Brandatte ein Verhältus Wattenscheid. Lattenscheid überiermit aber nicht sch ausführen zu des Dienstherrn erstehers Klühwer aus, Stallungen ten. Durch vorfällige Benehmen t gebracht. Das der Bräutigam, auf, aus diesen Schließlich aber undert Franken! noch in wüstem Lippen zu setzen, Augen des Totum den Schein iausstürzte, der eib, das sich ihm Seite:„Hast mir das Geld abzuDich nach Haus slebens riß die Stadtrattöchter= st kalten Händen aus sie die Szene nd es ist aus für er Gestrauchelte efer. lange warten, und als sie endAufregung, daß ur zu gut konnte hte, als er erfuhr, kt, der Mann gen Rädern seines sange.„Er wird und dann wollen loten denkt man * Ohligs, 18. Aug.(Ein patriotischer Sozialdemokrat.) Im Anschluß an die am Freitag in öffentlicher Stadtverordnetensitzung erfolgte Einführung des neuen Bürgermeisters Ezettitz fund im Krautsteinschen Saale ein Festessen statt. Das Solinger sozialdemokratische Lian verkündet nun seinen Lesern mit Stolz und Genugtuung, daß die Arbeitervertreter(gemeint sind die sozialdmokratischen Stadtverordneten) wohl an der Stadtverordnetensitzung, nicht aber am Festessen teilgenommen hätten. Wir können dem Blatte verraten, daß es sich ganz gewaltig irrt. Es hat nicht nur ein Arbeitervertreter, nämlich der sozialdemokratische Stadtverordnete Rauh, sich an dem Festessen beteiligt, sondern der Sozialdemokrat Rauh stimmte auch mit der Begeisterung eines„waschechten Patrioten“ in das vom Landrat Dr. Lucas ausgebrachte Kaiserhoch] ein und sang mit derselben Begeisterung die erste Strophe von Hei! Dir im Siegerkranz". Der patriotische Sozialdemokrat fühlte sich überhaupt ganz wohl in der Gesellschaft der„Herren von Bildung und Besitz, die unter sich bleiben wollten, wie das sozialdemokratische Blatt schrieb. Er wurde mehrfach vom neuen Bürgermeister in ein Gespräch gezogen und überbrachte auch diesem die Glückwünsche der„dritten Abteilung", deren einziger anwesender Vertreter er sei. Die Bernsteinerei“ greift eben immer mehr um sich; der Sozialdemokrat Rauh würde zweifellos auch ohne großen Gewissenszwang die Repräsentationspflichten eines Vicepräsidenten des deutschen Reichstages übernehmen, wenn er einmal zum Reichstagsabgeordneten gewählt werden sollte. Aus dem Leben. X Brotlose Künste nennt das Volk noch oft die gymnastischen Darbietungen der Artisten und die reiche Zahl von Unterhaltungs=Schaustellungen aller Art. Die Künstler, die Artisten protestieren zwar energisch gegen eine solche etwas geringschätzige Kritik ihrer Leistungen und sie haben das für sich, daß nicht wenige von ihnen, namentlich die Zirkus=Künstler, ganz bedeutende Gagen erzielen. Aber die Ausgaben für Kostüme etc. sind auch hoch, und das Leben ist ihnen recht leicht. Und da kommt es denn schon vor, daß bei einem plötzlichen Unfall die bittere Not an die Tür klopft. So ist es in Berlin einem beliebten Klown Hervoth ergangen, der Tausende durch feine Komik unterhalten hat, bis er nun beim Bau einer lebendigen Pyramide gestürzt ist und sich einen komplizierten Schenkelbruch zugezogen hat. Um dem Verunglückten das Leben zu retten, mußte das Bein amputiert werden. Der Krüppel steht nun gänzlich erwerbsunfähig und unbemittelt da. Brotlose Künste! Das Volk hat doch Recht. - Berliner Leben. Sie war 36 Jahre, er 22, sie die Gattin des Prinzipals, er Kommis, und Gott Amor, oder ein arger Kobold, vereinte beide in Liebe. Die Gattin eines Kaufmanns in Schöneberg bei Berlin ist mit dem jungen Mann unter Mitnahme eines sehr erheblichen Teils ihres großen Privatvermögens entflohen. Die Berliner Zeitungen schreiben von einer tiefen Bestürzung des betrogenen Gatten. Die ist ja erklärlich, aber ebenso auch der Ausgang dieser romantischen Episode. Siehe das Kapitel: Luise von Toskana und André Giron! + Aus Altona wird der Frankfurter Zeitung geschrieben: Ein eigentümlicher Vorgang hat sich dieser Tage hier ereignet, nämlich die Pfändung eines Grabsteines auf dem Kirchhof. Der Lieferant des Steines konnte keine Zahlung erhalten und schritt deshalb zur Pfändung. Zuerst wollte die Kirchhofsverwaltung dies untersagen, doch fehlt es an einer gesetzlichen Handhabe. Infolgedessen weist der Kirchhof jetzt einen Grabstein mit den amtlichen Siegeln auf. + Warum läßt er's nicht. Der Pariser Baron Alfons Rothschild verunglückte in dem Seebade Trouville mit seinem Automobil. Er wurde aus dem Wagen geschleudert und erlitt mehrere Verletzungen am Kopf, die indessen nicht lebensgefährlich sind. Man soll zufrieden sein, wenn man Millionär ist und braucht doch nicht eine besondere Schnelligkeit für Millionäre zu verlangen resp. sie herbeizuführen zu versuchen. O richte nicht. Von Klara Kampmann=Niemann. O richte nicht! Mit Flammenschrift Präg's tief ins Herz dir ein, O richte nicht! Laß allezeit Dies Wort dir Richtschnur sein. O richte nicht! Wie oft verdammst Du lieblos nach dem Schein, Die gift'ge Lästerzunge spricht's, Du aber wirfst den Stein. O richte nicht! Und wichst du selbst Niemals vom Pfad der Pflicht? Und, süß betörend, nahte sich, Dir der Versucher nicht? Und wenn du standhaft bliebst, sag' an, War's dein Verdienst allein? Gab Gott dir nicht das starke Herz, Ward strenge Zucht nicht dein? O richte nicht! Du weißt ja nicht, Wie sehr der Nächste litt, Eh' unterlag sein schwaches Herz, Und wie er kämpft' und stritt. Du siehst auch nicht der Reue Qual, Die nun sein Herz verzehrt, O richte nicht! Reich ihm die Hand Die flehend er begehrt. O richte nicht! Wenn je du willst, Daß man einst dir verzeiht, Dann richte nicht, dann sei dies Wort, Dir Richtschnur allezeit! sierte, weiß die„Pfäz. Post“ zu berichten. Der Leutnant wollte den Posten redidieren, der sein Hauptaugenmerk darauf zu richten hat, daß die in der Nähe der Wagenremise der Zwölfmorgenkaserne im Freien gestandenen Packwagen nicht gestohlen werden. Anscheinend kam ihm dabei der Gedanke, den Posten erst eine Zeit lang zu beobachten. Er verschwand in einem der Wagen, ließ aber die Tür sperrangelweit offen. Der Posten kam hierbei und schlug sie zu. Der Herr Leutnant saß nun in der Mausefalle, verhielt sich aber vorerst ganz ruhig. Als es anfing, ungemütlich zu werden, machte er sich durch Klopfen bemerkbar. Der Posten trat näher und fragte nach dem Begehr. Da erscholl es mit sanorer Kommandostimme:„Aufmachen, ich bin der Offizier vom Kasernentagsdienst!" Das ließ aber unseren Soldaten kalt; er tröstete den Gefangenen mit der Antwort: Da könnte jeder kommen; er sollte nur warten, bis die Ablösung sich einfinde, dann könne er heraus und mit auf die Wache kommen. Erst nach zweistündigem Verweilen konnte der Leutnant dem Wagen Valet sagen. *(Von den Goldsuchern in Westafrika) und ihrer Art, europäische„Kultur“ unter die Neger zu tragen, entwirft ein in Begoro(Goldküste) lebender Deutscher folgendes Sittenbild:„In manchen Orten Akems haben sich Europäer niedergelassen, die den Goldgehalt des Landes prüfen. Da es noch an Maschinen fehlt, können sie zunächst nur die Vorarbeiten für die künftige Goldausbeute vornehmen. Die meisten von ihnen führen sich nicht wie Christen auf und treiben es schlimmer wie die Heiden. Selbst der schlechteste Heide ist kein Atheist; er weiß, was schlecht ist; er weiß auch, daß ein Gott ist und fürchtet seine Götter. Jene aber scheuen sich vor nichts mehr. Sonntag wird nicht gehalten. An einigen Orten verboten sie sogar den eingeborenen Christen das Läuten der Glocke, weil es sie störe. Sie aber schlugen den ganzen Tag Steine und ließen die Schmiede hämmern. Dabei sind manche von ihnen Säufer und Wüstlinge, so daß es selbst die Heiden graut. Sehen sie ein nettes Mädchen, so wird es zu Grunde gerichtet; gefällt es ihnen nicht mehr, so wird es weggejagt. Sind sie auf der Reise, so muß ihnen ihr Diener Weiber besorgen. Geht einer nach Europa zurück, so leiht er seine Mädchen einem seiner Freunde, bis er zurückkommt und das ist den Heiden selbst ein Greuel.“ Daß solchen Wilden mit weißer Hautfarbe die Mission und ihr Einfluß auf die Afrikaner ein Dorn im Auge ist, versteht man leicht. Man wird durch eine solche Schilderung aber auch vorsichtig gegenüber den wegwerfenden Urteilen über die Heidenmission seitens mancher Leute, die eine Zeit lang in Afrika gelebt haben. * München, 18. Aug. Ein Münchener Wirt, bei dem die Bauarbeiter eines großen Neubaues Einkehr hielten und ihr Bier holen ließen, machte die unangenehme Wahrnehmung, daß ihm binnen wenigen Wochen eine Unmasse Maßkrüge und Bierflaschen fehlte, die an den Bau geliefert wurden. Er hielt insgeheim beim Bau Nachschau und fand seine Vermutung vollauf bestätigt: Die Münchener Maurer machen sich nämlich einem alten Herkommen gemäß den„Ulk“, anstelle von halben oder ViertelsZiegelbruchsteinen, welche zum Ausfüllen der Spalten gehören, in die Lücken einfach die Flaschen oder Maßkrüge zu legen, und mit in das Mauerwerk zu verarbeiten!! Dieser Unfug ist nach der„Allg. Ztg.“ in München sehr im Schwange; in manchen Neubauten sind mehrere Tausende von Bierflaschen und Krügen eingemauert! Veränderung seiner Uniform. Zur Erinnerung an das schöne Fest wurde im ein Helmband mit der Inschrift „In Festen treu“ und die Zahl 50 im Gardestern des Helmadlers verliehen. § Vanderbilt in Danzig.„Befehlen Euer Gnaden noch etwas?“—„Des, ik uollen nur noch Garnison alarwieren!“— s Ein österreichischer Oberleutnant ist von seinem Hauptmann, mit dem er sich außerdienstlich gut steht, während des Kompagnieexerzierens schlecht behandelt worden.. Während einer Exerzierpause entspinnt sich darauf folgendes Zwiegespräch:„Herr Hauptmann, i bitt' um aan Privatdiskursch.“—„Bitt' schön, was gibt's denn?“—„Herr Hauptmann, Du bist a Mistviech —„Herr Oberleutnant, der Privatdiskursch hat a End!“ §(Auch eine Sommerfrische.) Eine Freundin der„Tgl. Rdsch.“ hat folgendes Gespräch zweier Dienstmädchen erlauscht, das wieder einmal beweist, wie schwer mit den bösen Fremdwörtern umzugehen ist.— Karoline:„Meine Herrschaft ist in die Schweiz, wo ist denn die Deinige hin, Luise?“— Luise:„Ach meine Dame ist in die Sommerfrische, in so'n— Krematorium. Vermischtes. F(Ein heiteres Stückchen,) das einem zu einer Uebung in Landau eingerückten eifrigen Reserveleutnant pasAus dem Leben eines Kriminalkommissars. Ein früherer Kriminalkommissar teilt dem„Berliner Tageblattt“ aus seinem Leben folgenden Vorfall mit: Vor einigenWochen saß ich auf der Brühlschen Terrasse in Dresden, um zu speisen. Nur kurze Zeit saß ich allein am Tische, als sich ein feingekleidetes Paar ebenfalls niederließ— junge Leute— er ungefähr dreißig, sie etwa Mitte der zwanzig. Nachdem ich gespeist hatte, ersuchte ich den Kellner um eine Zeitung, in die ich mich vertiefte, sodaß ich erst auf meine Tischgesellschaft achtete, als sie mich zum Abschied grüßte. Ich wollte meine Rechnung bezahlen.„Mein Herr“, sprach der Kellner,„ich kann nichts annehmen— die Rechnung ist beglichen". Ich glaubte an einen Irrtum des Kellners und widersprach.„Nein, mein Herr“ entgegnete jener,„ich irre mich nicht!“„Wann habe ich denn bezahlt?... Wenn Sie so mit Ihrer Kasse verfahren, dürften Sie heute auf ein Manko gefaßt sein: Der Kellner lachte.„Sie haben allerdings nicht bezahlt, doch ein anderer für Sie... weiter darf ich nichts verraten... auch nichts von Ihnen aunehmen, ich bin reichlich entschädigt". Aergerlich ging ich von dannen, überzeugt, daß ein Berliner Freund mich bemerkt und diesen Scherz getrieben habe.„Der läuft mir doch gleich in den Weg“, dachte ich,„und dann wird die Sache beglichen". Ich irrte mich, es kam niemand. Nachdem ich durch die Stadt gewandert, erfrischte ich mich in einem Café.„Ist bereits bezahlt.“ lächelte der Zahlkellner und fuhr fort, als ich zornig protestieren wollte:„Dort, der Herr mit jener Dame... eben haben sie das Lokal verlassen". Ich eilte den beiden nach und erkannte meine Genossen von der Brühlschen Terrasse. Ich stand vor ihnen, zögerte aber sie anzusprechen, weil ich wieder im Zweifel war.„Jawoll, Herr Kommissar, lachte der feine Mann mich an,„kennen tun Se mir nich in die feine Kluft... det jlob ick... Vor sechs Jahren war ick noch Flatterfahrer in Berlin, den Se dreimal jefaßt haben, un immer haben Se mir zu essen jejeben, weil ick Hunger hatte, bevor Se mir in de„jrine Minna“ schoben Dafor hab' ick Ihnen heite uff die Art jedankt... erlauben Se, det ick Ihnen meine Braut vorstelle.. Sonst jeht's mir jut, wie noch nie“ Er winkte einer vorbeifahrenden Droschke, grüßte, und die Herrschaften waren verschwunden. Humor und Satyre. s Ein seltenes militärisches Fest beuing der Gefreite August Schäricke, der bei der Garde sein zweites Jahr abdient und im Besitze aller Schieß=, Fecht=, Turn=, und sonstigen Auszeichnungen ist— das Fest der fünfzigsten Ein sonderbares Unglück. + Helsingfors, 18. August. Das oberste Deck eines Schleppdampfers, welcher mit einem Schiffe im Schlepptau Kirchenbesucher nach dem umliegenden Dörfern bringen wollte, gab unter der Last der angesammelten Menge nach. Die Menge stürzte in die See oder auf die unten befindlichen Personen; 30 bis 40 wurden getötet und viele schwerverletzt. Eigener Hd. Berlin, 19. August. Nach der„Baseler Ztg.“ besitzt der schweizerische Generalstab Informationen, denen zufolge Deutschland den Plan, Befestigungen bei Tuellingen in der Nähe von Basel anzulegen, wieder aufgenommen hat. Die Vermessungen wären schon vorgenommen. Seit 14 Tagen fänden angeblich eifrig Besprechungen zwischen den kantonalen und eidgenössischen Behörden statt. IId. Berlin, 19. August. Aus Konstantinopel wird telegraphiert, daß die Aufständischen sich bei den Attentaten anscheinend einer Art Höllenmaschinen mit Uhrwerk bedienen. Durch eine solche habe der Militärzug unweit Uesküb 2 Wagen mit Munition verloren. In einem Güterschuppen von Hebitschewo sei ebenfalls eine solche Maschine explodiert und habe mehrere Wagen vernichtet. In beiden Fällen scheine das Uhrwerk zu früh losgegangen zu sein. Das Armeekorps von Adrianopel erhielt Befehl, seine Reserven einzuberufen. IId. Berlin, 19. August. Die„Nordd. Allg. Ztg.“ schreibt: Der„Vorwäts“ hat unter der Ueberschrift„Die Kaiserinsel“ eine phantastisch Erzählung veröffentlicht, wonach die Insel Pichelswerder von der Krone angekauft werden soll um ein kaiserliches Familienschloß aufzunehmen. Die Einzelheiten, womit dieses Märchen ausgeschmückt wird, sind erfunden. Wir können mitteilen, daß die ganze Sache maßgebenden Ortes als eine lächerliche Hundstagsgeschichte bezeichnet worden ist. Hd. Dresden, 19. August. König Peter von Serbien sucht hier Geld. Zwei Abgesandte des Königs weilen seit Sonnabend hier mit dem sehnlichen Wunfche, eine Million in Wechseln an den Mann zu bringen oder sonstwie ein Anlehen in dieser Höhe in die Wege zu leiten. Nachdem ihnen dies schon in Budapest und Wien nicht gelungen ist, werden sie wohl auch hier kein Glück damit haben. Hd. Saarbrücken, 19. Aug. Gestern abend richtete eine Windhose, die mit furchtbarer Gewalt auftrat, an verschiedenen Stellen der Stadt große Verwüstungen an. Eine Anzahl Häuser wurden abgedeckt, zahlreiche Bäume entwurzelt und viele Fensterscheiben zertrümmert. Hd. Brüssel, 19. Aug. In Boussu stieg gestern der Lustschiffer Stiegler mit zwei Freunden auf. Der Korb wurde von einem Windstoß so heftig gegen einen Baum geschleudert, daß alle drei verletzt wurden. Hd Madrid, 19. August. Eine ganze Anzahl Ausländer, welche nicht über genügende Existenzmittel verfügten, oder verdächtig waren, Anarchisten zu sein resp. mit Anarchisten in Verbindung zu stehen, sind gestern ausgewiesen werden. Hd. Agram, 19. Aug. In Zaprasic und eina fanden blutige Zusammenstöße zwischen revoltierenden Bauern und Gensdarmerie und Militär statt. 5 Excedenten wurden erschossen, viele verwundet, mehrere verhaftet Hd. Budapest, 19. Aug. 600 kroatische Bauern stürmten in Zabercz das Bahnhofsgebäude, weil auf demselben aus Anlaß des Geburtstages des Kaisers die ungarische Flagge wehte. Sie rissen sie herunter und zerrissen sie. Gendarmerie machte von der waffe Gebrauch, tötete 3 und verwundete 7 Bauern schwer. An einem anderen kleinen Orte, in welchem es gleichfalls zu Tumulten kam, wurden 9 Personen getötet, viele verletzt. Hd. Saloniki, 19. Aug. Einer Konstantinopeler Meldung zufolge teilte der Vali von Saloniki den dorttigen Konsuln mit, daß 57 Jlawe=Bataillone, die letzten in den europäischen Provinzen verfügbaren Reservetruppen der Türkei mobilisiert werden. Hd. Konstantinopel, 19. Aug. Die zunehmenden Ausschreitungen betrunkener Soldaten gegen christliche Einwohner werden von der Polizei stillschweigend geduldet. Dem Tage der Thronbesteigung des Sultans wird deshalb mit größter Besorgnis entgegengesehen. 20. August: Wolkig mit Sonnenschein, ziemlich kühl, Regenfälle, starker Wind. 21. August: Veränderlich, starke Winde, kühl, sturmisch an den Küsten. Für den redaktionellen Teil verantwortlich Wilh. Schade. Bekanntmachung. Die Urliste derjenigen Versenen des beligen Stadt,ghzögen o## zu dem Amte eines Schoffen oder Geschworenen berufen werden können, liegt vom 20. d. Mts. ab eine Woche lang auf dem Meldeamte(altes Rathaus Zimmer Nr 2) zu Jedermanns Einsicht offen. Einsprüche gegen die Liste sind nur während der Auslegungsfrist Schwerte, den 18. August 1903. Der Bürgermeister: Rohrmann. Bekanntmachung. Von der Landwirtschaftskammer für die Provinz Westfalen werden Fohlen und Stuten nach Belgier Art eingeführt und im Herbst an einen noch bekannt zu gebenden Tage in Hamm meistbietend verkauft. Kauflustige können die Verkaufsbedingungen von der Landwirtschaftskammer für die Provinz Westfalen, Münster, FrieVendtstraße 16, beziehen. Münster, 3. August 1903. Vorsitzende der Landwirtschaftskammer für die Provinz Westfalen. Freiherr von Landsberg. Enmachstl.“,“ schützt sicher vor dem Verderben mein Jalichl-Krauteressig. Alle anderen Einmachartikel bekannt gut und preiswürdig bei Ernst Klein, Hüsingstraße 19. Standesolesrn. Anmeldungen vom 1. bis 15. August 1903. Geburten: 1 Sohn: Bergmann Emil Seepe, WellingWuts, Veranadul Helgrich Fledler, Leiaungsansenuu, Biter, pol g Hefchkie Hungen: Wetzgermeister Ernst Redlinghaus und Theodore Hotz, Wellinghofen zaizge Piessing goferzmann Rudolf hausen. Ehesigg, Frjedrich Köppikus 57 J. 10 M 22 T. Fr hofen Friederike Köster 10 J. 10 M. 6 T. Zigarren-Vertreter von einer Westfälischen Zigarrenfabrik gegen hohe Provision und monatl Abrechnung gesucht. Off. unter A. N. 15 an die Expedition d. Zig Maurergesellen und Handlanger erhalten Beschäftigung in Hörde im Neubau der„Alten Apotheke“, Chausseestraße, und am Neubau Löwenberg, Langestraße Meldungen beim Polier daselbst. Suche für die Kinder ein braves Mauchen von 14—16 Jahren. Näheres Hüsingstr. 2. 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Kuhe, höchst. * c) ältere ausgemästete Kühe und wenig gut entwickel * jüngere Kühe und Färsen. S d) mäßig genährte Kühe und Färsen...... K e) gering genährte Kühe und Färsen...... u b) feinste Mast=(Vollmilchmast) und beste Saugkälber S c) mittlere Mastkälber und gute Saugkälber E I) Alteres gering genährtes Jungpieh(Fresser) J a) Mastlämmer und jüngere Masthammel.... E e) mäßig genährte Hammel und Schafe(Märzschafe) O d) Holsteiner Niederungsschafe und Lammer s a) vollfleischige der Rassen u. Kreuzungen bis zu 1¼ J. S d) Käser o) fleischige.......... 9 0) Ering entwickelte........... *) Kälber= und Schafnotiz vom 14. Aug. Vorstehende Prei Schlucte prozente 61 54 50 46 60 53 48 43 56 52 50 44 42 65 60 54 44 50 48 42 Me. 43—45 36—37 8—31 26—28 40—42 32—34 28—29 31—32 28—29 24—25 21—23 49—51 41—43 31—84 24—28 87—38 33—35 26—28 32—38 54—55 Mr. 44—45 37—38 32—33 28—29 35—41 29—31 24—25 38—39 85—36 31—33 26-27 48—52 44—47 88—48 35—36 82—33 52—53 49—51 49—51 se verstehen sich 56 Mi. 45 40 36 31—32 37 82 28 37 38—34 28 65 50 43—44 30—33 30—83 40 84 96—10 58 59 55—56 50—53 50—53 42 87—38 38 83—34 27—28 40 34—36 80—32 24—25 63 46—47 42—45 38- 40 35 28—30 54—55 52—58 52—53 5 für 100 Pfd. Lebendgewicht. 57 58—55 43—50 48—50