Insertionsgebühr für lokale Anzeigen, die sechsgespaltene zeile oder deren Raum 10 Pfg., außerhalb 15, Reklame=Zeile 40 Pfg., Druck und Verlag von Carl Braus in Schwerte, Fernsprech=Anschluß Nr. 62. Amt Schwerte. Telegr.=Adresse Braus, Schwerte=Ruhr. Alle Kreis= und Lokalpolizeilichen Verordnungen für den Kreis Hörde erlangen gemäß Bekanntmachung der Königl. Regierung durch Veröffentlichung in der„Schwerter Zeitung" rechtsverbindliche Kraft. Abonnementspreis pro Quartal 1 Mark 65 g., exel. 42 Pfg. Bestellgeld, wenn durch die Post bezogen. Erscheint an jedem Wochentage. Wöchentliche Gratisbeilage:„Illustrierter Familienfreund. Nr. 192. Dienstag, den 18. August 36. Jahrgang. Politische Uebersicht. — Der Feldpropst der Armee zur Exzellenz ernannt. Eine Auszeichnung, die bisher niemals an einen Geistlichen vergeben wurde, hat der Kaiser dem evangelischen Feldpropst der Armee, Oberkonsistorialrat D. Richter verliehen. Der bekannte Geistliche, der bei der Kaiserin persona grata ist, erhielt den Charakter als Wirklicher Geheimer Rat mit dem Prädikat„Exzellenz“. Feldpropst D Richter der sich seit dem 10. August d. Is. auf Dienstreisen befindet, teils beurlaubt ist, wird bis zum 1. Oktober von Berlin abwesend sein. — Vanderbiltliches. Dem„Berl. Tagebl.“ schreibt man folgendes:„Während man in Danzig die königliche Regierung damit beauftragte, dafür zu sorgen, daß dem jungen Herrn Vanderbilt bei seinem Besuch in Danzig möglichst wenig Zollschwierigkeiten bereitet würden, lese ich jetzt in ir Artikel des New=Yorker Heralds, Pariser Ausgabe r des Durchmarsches einer Abteilung von Sängersoldaten, die bei jedem russischen Infanterie=Regiment zur Musikkapelle gehören, in dem beinahe 120000 Einwohner zählenden dortigen Judenviertel Nalewki. Die Polizei versuchte vergebens, Ordnung zu schaffen. Man requirierte hierauf vier Sotnien Kosacken und es entstand ein förmlicher Kampf. Die Juden verteidigten sich mit Stöcken und eisernen Stangen. Auf beiden Seiten gab es viele Verwundete. Beinahe sechshundert Juden wurden dem„Dziennik Poznanski“ zufolge verhaftet. Die Zensur untersagte den Warschauer Blättern, über diesen Vorfall zu berichten. eillem Allel der Ari Grtrt Ausgabe vom 13. August, daß betreffender Vanderbilt bei seiner jetzigen Ankunft in New=York wegen ungenügender Deklarierung seiner 40 Koffer mit einer Strafe von 8000 Dollars belegt worden ist. Ich vermute wohl mit Recht, daß dies genau derselbe Vanderbilt ist, dem man bei uns die hohe Auszeichnung hat zu teil werden lassen. Wenn die beiden Vanderbilts wirklich identisch sein sollten, so müßte allerdings der peinliche Eindruck, den die Angelegenheit gemacht hat, dadurch noch sehr erhöht werden. — Sozialdemokratischer Terrorismus. In Laubau wurden einige Genossen zu Gefängnisstrafen verurteilt, die einen Bergarbeiter fortgesetzt beleidigt, beschimpft und chikaniert hatten, lediglich deshalb, weil er dem sozialdemokratischen Bergarbeiterverbande nicht angehörte. Wieder eine Variation zu der alten Melodie:„Freiheit, die ich meine!“ Pferdeeinfuhr nach Deutschland. Unter den europäischen Ländern hat das Deutsche Reich bei weitem die stärkste Pferdeeinfuhr. Im Jahre 1900 wurden über 100000 Pferde eingeführt, während nur 10000 ausgeführt wurden. Das Deutsche Reich hat für die vom Auslande bezogenen Pferde im Jahre 1901 über 78 Millionen Mark, im Jahre 1902 über 92 Millionen Mark ausgeben müssen. Von den Ländern, aus denen die eingeführten Pferde stammen, kommen hauptsächlich in Betracht: Rußland, Belgien, Dänemark, Oesterreich=Ungarn, die Niederlande und Frankreich. Es läßt sich nicht verkennen, daß dieses Verhältnis zu lebhaften Bedenken Anlaß geben muß,— zu Bedenken, die nicht nur auf dem wirtschaftlichen, sondern auch auf dem militärischen Gebiete liegen. Rußland. = Ein Handgemenge zwischen russischem Militär und Juden entspann sich am Dienstag in Warschau während duti=Territorium den Engländern ebenfalls abzutreten geneigt ist. Auf seine Suverenitätsrechte auf den Landstrich am Indus hat der Chan ausdrücklich für immer verzichtet. Er ist unter den Häuptlingen in Beludschistan der mächtigste. In russischen Kreisen, wo man jeden Schritt der Engländer in Asien aufmerksam und argwöhnisch verfolgt, findet ihr Vordringen in der Grenzprovinz Beludschistan ernste Beurteilung. Kleine Chronit. Serbien. Die serbische Ministerkrisis ist zu Ende, sie hat einen schmachvollen Verlauf genommen, denn der König Peter hat sich, wie nun schon so oft, der Mörder=Klique unterworfen. Der neuernannte Kriegsminister Solarowitsch, auf dessen Persönlichkeit es vor allem ankommt, steht den Verschwörern noch näher als sein Vorgänger. Er gehört direkt zur Verschwörer=Partei und übernahm in der Mordnacht das Belgrader Divisions=Kommando. Man kann sich denken, wie o etwas bei Allen wirken muß, die sich dem Einfluß der Mörder Offiziere nicht beugen wollen. Kann es Wunder nehmen, wenn immer entschiedener behauptet wird, der König habe vorher über den Verschwörer Plan gewußt? Jedenfalls ist seine Autorität in Belgrad gleich Null. Wir werden erst noch etwas erleben, wenn die Offiziere mit der serbischen Volksvertretung zusammengeraten, die Alles Andere will, als einige Dutzende übermütiger Herren an Stelle des einen Alexander und seiner Draga. = Peter am Scheidewege. Die Belgrader Blätter fahren fort, die Abdankung des Königs Peter als eine unmittelbar bevorstehende Tatsache zu betrachten. Die Häupter der Verschwörung gegen das ermordete Königspaar hielten eine geheime Konferenz ab, woran 32 Offiziere und zwei Minister teilnahmen. Es wurde ein Schriftstück unterzeichnet, worin dem König Undank vorgeworfen wird. Indien. = Ein Gegenstück zur Mandschurei. Aus Petersburg wird geschrieben: Als einen beachtenswerten Erfolg der englischen Politik in Asien betrachtet man hier das Abkommen, das die Regierung von Britisch=Indien kürzlich mit dem Chan von Khelat(im Norden von Beludschistan) abgeschlossen hat. Der Chan hat geegen eine lebenslängliche Rente von jährlich 80000 Rupien(= 105000 Mk.) einen 500 Quadratmeilen großen Landstreifen am oberen Indus an England abgetreten und mit der britisch=indischen Regierung ein zweites Abkommen getroffen, wonach er für eine weitere Jahresrente 2500 RuDien das im Rarden von von Raisiaratad gelegene Maust. + Wie viel Schaden der Storch aurichtet, beweist folgender Fall. In Groß=Lonsk ist auf der Scheune des Besitzers R. ein Storchnest. Das Elternpaar hat in diesem Sommer vier junge großgezogen, welche reichlich junge Hasen, Rebhühner und Fische zur Nahrung bekamen. brachte der Storch einen noch lebenden Hecht von 3½ Pfd. Gewicht, welcher ihm kurz vor dem Ziele entfiel und welchen dann der Besitzer selbst mit der Familie verspeiste. Massen=Verblendung.— Die Politik hört auf, ein anständiges Geschäft zu sein, wenn sie den Boden der Wahrhaftigkeit verläßt und unter blendenden Phrasen und Schlagworten nur auf Täuschung ausgeht. Aber auch hier läuft die Masse am liebsten in die billigen Ramsch=Läden, wo sie mit wohlfeilem Plunder betrogen wird; und der ehrliche Politiker geht dabei ebenso zu Grunde, wie der solide Kaufmann. Anderen Sinnes geworden. Von Carl v. Ecke. „Gott, Fiffi,“ der Tante Herz schlägt Galopp, so hatte sie sich erschrocken—. Gott, lass’ mich doch jetzt in Ruh— Da stürmte Kurt krähend hinein:„Du, Tante, sind zwei und vier sechse oder achte. Magda sagt sechse: es sind doch aber achte... wah... Tante... wah?“ „Gott Kinder, laßt mich doch schlafen—“ „Arme Tante muß schlafen... ja, muß schlafen! Und sechs kräftige Kinderhände setzten den Schaukelstuhl in Golopp und drei Kinderstimmchen heulten ein Wiegenlied, das Steine hätte erweichen können. Später machte man einen Spaziergang, der Vater ging auch mit. Fiffi nahm einen Ball, Kurt seinen Schmetterlingsfänger mit. Magda hakte sich der Tante in den Arm. Kurt schlug, einem Schmetterling nachjagend, lang hin und stand als Schmutzfink auf. Der armen Fiffi schlug ein unnützer Bube ihren Ball von unten her aus dem Arm, daß er in den Fluß plumpste auf Nimmerwiedersehen. Tränenströme folgten. Mit den nicht ganz einwandsfreien Händen fuhr sich Fiffi dabei ins Gesicht. Die Tante war verzweifelt, ihr Bruder lächelte.—— Gott sei gelobt, jetzt gingen die Kinder zu Bett. Bald war Ruhe... Ruhe! „Aber Tante, willst Du uns nicht waschen?“ fragten te.„Mama wäscht uns „Wart' man, Tante, ich helfe Dir,“ meinte Kurl trenherzig.„Mama sagt, wir sollen immer helfen.“ Und er nahm das Waschbecken— klatsch— fiel es ihm aus der Hand..... ugen Walsen. K.5 Mit fiebernden Augen und fliegenven Puisen sah sich die Tante um. Sie hatte immer behauptet, sie habe keine Nerven. Heute spürte sie sie. Kurt raffte, blaß bis in die Kinderlippen, die Scherben zusammen, schielte zur Tante hinüber und brummte vor sich hin:„Die hat nichts gemerkt! So, nun setze ich die Schale auf dem Waschtisch wieder hübsch zusammen, damit sich mein Mütterchen morgen nicht so erschrickt.... Endlich, endlich lagen die Kinder in ihren Bettchen, so rosig, so fromm, wie unschuldige Lämmlein, beteten und würgten die liebe Tante beim Gutenochtkusse beinahe ab. Nun ist Ruhe!! Hetta kann vor einer Stunde nicht hier sein. So kann die Tante dann eine Stunde,... eine ganze Stunde ungestört lesen. Sie tut's. Ihr Bruder beobachtet sie lachelno. So abgespannt hatte er seine Schwester noch nicht gesehen! Diese macht es sich im Lehnstuhl bequem— wohlige Ruhe durchströmt ihre Glieder... das Buch sinkt langsam liebliche Bilder umgaukeln sie... Rief da nicht Fiffi schrie da nicht Kurt? Täuschung, die schliefen ja schliefen!————— —— Fiffi hatte aber doch gekräht und Kurt dazu! Nämlich— gerade als Jette in die Küche ging, pfiff es drunten— sehr leise, doch sehr verständlich für sie. Jette verließ Spülwanne und Küche, steckte aber doch noch einmal, ehe sie dem Pfiff folgte, den Kopf in die Kinderstube und tuschelte: Lokales. ** Schwerte, 17. August 1903. **(Fernsprechstörungen) sind in den letzten Tagen in nicht unerheblicher Anzahl durch Windvögel verursacht worden. Die beiden Zuführungsdrähte zu den Sprechstellen werden durch die Schnur des Windvogels zusammengezogen; bei jeder Berührung der beiden Drähte oder bei ihrer Verbindung durch eine Schnur, die im feuchten Zustande ebenfalls den Strom leitet, ist aber die Sprechstelle vom Vermittelungsamte abgeschnitten. Die Eltern tun daher gut, ihren Kindern das Steigenlassen der Windvögel in der Nähe von Telegraphenleitungen zu untersagen. Störungen und sogar bloße Gefährdungen des Fernsprechbetriebes können mit Gefängnis bis zu einem Jahre oder mit Geldstrafe bis zu 900 Mark bestraft werden. Von Seiten der Polizei wird jetzt besonders auf die beiden zur Sprachstelle führenden Drähte geachtet und bei Berührungen von Windvögeln oder Schnurresten dem Telegraphenamte sogleich Mitteilung davon gemacht werden. *(Warnung.) Kaum hat die sogenannte Reisezeit begonnen, als sich auch die Fälle der Benutzung ungiltiger Fahrkarten in auffallender Weise mehren. Namentlich kommen zahlreiche Vorfälle zur Anzeige, bei denen die Reisenden eine höhere Wagenklasse benutzt haben, als die ihrer Fahrkarte entsprechende. Auch werden oft Kinder im Alter von über 4 Jahren ohne Fahrkarte und Kinder im Alter von über zehn Jahren mit einer Kinderfahrkarte von den erwachsenen Begleitern mitgenommen. Alle Personen, welche in genannter Weise sich Fahrgeldhinterziehungen zuschulden kommen lassen, werden nicht bloß zur „Kinder, nicht wahr, Ihr schlaft jetzt artig. Jette hat o'ne Zahnschmerzen, Jette will sich bloß Troppens holen. Nachher putz' ich denn auch noch Eure Stiebelchen blank. „A...ch, Du arme, arme Jette, klagten die Kinder. Sie hatten Jette sehr lieb.—— — Einige Zeit später schob sich vorn an der Vordertreppe ein Schlüssel in das Schloß und Frau Hetta rat zu den Ihren mit glücklichem Gesicht— es ging ihrer Mutter besser. „Und hier... hier ist doch hoffentlich nichts passiert?“ fragte sie.„Snd die Kinder wohlauf? Du Liebe, Gute,“ wandte sie sich an die Schwägerin,„hast sie gewiß reu umsorgt. Waren sie unartig?“ „Nicht die Spur, entgegnete der Gatte. „Aber sehr lebendig—,“ lächelte seine Schwester erschöpft.„ 9* „Es war ein schoner Tag, fuhr der Galte foll. „Ich danke—,“ seufzte die Schwester unhörbar. „Nun will ich aber schnell einmal zu den Kindern," nickte die junge Mutter glücklich. Doch die Schwägerin hielt sie am Schalende fest: „Lasse sie schlafen, lasse sie schlafen—,“ rief sie nervös. „Ich will ihnen ja auch nur einen Kuß geben—. Fort auf den Zehenspitzen ist sie— glücklich lächelnd. Totenblaß steht sie einige Minuten später wieder auf der Schwelle.., 2. L 1. f F, 9i, Pettem sind „Wo sind meine Kinder, kuft sie,„Die Belten sinb leer...“ „Leer?“ Und nun ein fieberhaftes Suchen im Schlafzimmer, im Eßzimmer— unter den Betten, unter den Sofas. Die Schwagerin bebt an allen Gliedern, ihr Bruder sieht sie vorwurfsvoll an.— Nirgends sind die iKnder. Sie suchen den hinteren Korridor ab— sie klinken die Küchentücher auf.... A Nachzahlung des Fahrgeldes bezw. der in der EisenbahnVerkehrsordnung vorgesehenen Konventionalstrafe herangezogen, sondern sie werden auch in der Regel noch strafrechtlich verfolgt. **(Eine interessante Statistik.) Die Ressortminister haben die Aufstellung einer Statistik der in den Jahren 1901, 1902 und 1903(bis zum 1. September) durch den Verkehr mit Kraftfahrzeugen herbeigeführten Unfälle angeordnet. Die Zahl der Unfälle mit tötlichem Ausgang, mit Körperverletzungen, mit größeren Sachbeschädigungen uud die Zahl der Zusammenstöße mit Fuhrwerken, Srraßenbahnen usw. sollen festgestellt werden. Die, Wepshegenger, auf die sorgfältige Bearbeitung der Staltsuu vesonderen Wert. **(Ohne Bremser) fahren vom 1. Oktober ab die Eisenbahnzüge. Mit jenem Tage tritt auf der ganzen königlich preußischen und großherzogl. hess. Staatseisenbahn eine Veränderung in der Benennung des Fahrpersonals ein. Die Bezeichnungen„Packmeister" und„Bremser“, die fortan „Hülfsschaffner“ heißen, fallen fort. Den Dienst der bisherigen Packmeister versehen die Schaffner. Es giebt sodann nur noch Zugführer, Schaffner und Hilfsschaffner, alle anderen Benennungen treten in dienstlichen Beziehungen außer Kraft. Mit dem 1. Oltober tritt auch gleichzeitig eine Besserstellung des Fahrpersonals ein; so erhält z. B. Schaffner alsdann ein Anfangsgehalt von 1000 Mk. bis 1500 Mk. steigend, nebst den bisherigen Meilen= und Uebernachtungsgeldern. Ein Zugführer steigt unter gleichen Bedingungen bis 2400 Mk. Höchstgehalt. Dem stets angespannten Fahrpersonal ist eine solche Aufbesserung von Herzen zu gönnen. **(Die Zehntellose) der Preußischen Klassenlotterie, die sehr begehrt sind, waren schon vor Beginn der diesjährigen ersten Ziehung vergriffen, während die Viertellose noch im Ueberfluß vorhanden sind. Es heißt, daß die Lotteriedirektion dem Wunsche vieler, die Zehntellose zu vermehren, Rechnung tragen wird, da dann der Absatz der Lose unbedingt schneller von statten gehen dürfte. ** Der evang Arbeiter= und Bürger=Verein beabsichtigt, am 13. September im Hagemann'schen Saale ein Wohltätigkeitskonzert zu veranstalten. In dem Konzert sollen Vorträge des Posaunenchors und der Gesangabteilung zu Gehör gevracht werden. Auch einige Solovorträge sind zugesagt worden. ** Das Korpsmanöver des VII. Armeekorps findet vom 21. bis 23. September bei Mettmann statt. Am 23. September erfolgt noch die Rückfahrt der Infanterie in die Garnison; die berittenen Truppen erreichen diese durch den Marsch. Die Divisionsmanöver der 13. Division finden vorher vom 15. bis 20. September einschließlich in der Gegend von Recklinghausen statt. Am 16. September ist Ruhetag. Die Manöver der verstärkten 26. Infanterie=Brigade(besteyend aus dem 15. und 55. Infanterie=Regiment, dem Stabe der 13. Feldartillerie=Brigade, dem Husaren=Reg. Nr. 8, dem Mindenschen Feldartillerie=Reg. Nr. 58, dem Stabe und vier Kompagnien vom Pionier=Bataillon Nr. 7) sind in der Gegend zwischen Dorsten und Borbeck. Die Infanterie erreicht mit der Bahn die ersten Quartiere am 10. September. Die Brigade=Manöver finden statt am 11., 12. und 14. September.— Das Westf. Jäger=Bataillnn Nr. 7 tritt während des Brigade=Manövers zur 28. Infanterie=Brigade. **(Statistisches.) Die neueste Nummer des Amtsblattes der Königl. Regierung zu Arnsberg(vom 16. August) enthält u. a. an Bekanntmachungen 72 Steckbriefe, 24 Zwangsvollstreckungen, 17 Konkurse, 41 Vorladungen an Militärpflichtige, die sich der Dienstpflicht entzogen haben, 2 Ehescheidungen, 24 Bekanntmachungen betreffen Gütertrennungen und 39 Viehseuchen. **(Gegen den Alkohol.) Von einigen neuen Anordnungen des Ministers Budde zur Bekämpfung des Alkoholgenusses berichten die„Berliner Politischen Nachrichten“. Von den Eisenbahndirektionen in Erfurt und Halle sind für einzelne Werkstätten Kaffeemaschinen beschafft worden. In den Werkstätten des Eisenbahndirektionsbezirks Essen sind Vorrichtungen zur Herstellung von Brausewasser und Brauselimonaden vorhanden. Da sich diese Einrichtungen bewährt haben, und durch sie gesunde Getränke für die diensttuenden Beamten und Arbeiter zu einem äußerst niedrigen Preise hergestellt werden können, hat der Minister die Eisenbahndirektionen ermächtigt, geeignete Maschinen und Apparate für die Werkstätten, sowie für größere Uebernachtungs= und Aufenthaltsräume nach Maßgabe der verfügbaren Mittel zu beschaffen, soweit nicht die Arbeiter selbst die Beschaffung auf eigene Kosten vorzunehmen wünschen. Die Getränke sind den Beteiligten zu dem Selbstkostenpreise zu verabreichen. ** Sölde, 17. Aug.(Ein untreues Dienstmädchen) aus Hörde hatte der Gutsbesitzer Herr Krämer hierselbst. Dasselbe diente bei demselben bereits drei Jahre und wurde stets für treu und ehrlich gehalten. Die Person entpuppte sich jedoch in letzter Zeit als eine raffinierte Dieheburts haus S 6n0 Wappen ###. von 855 5 0 ( In beifolgender Zeichnung geben wir unsern Lesern eine Abbildung des Geburtshauses des Papstes Pius X. in Riese. Dasselbe stellt sich als ein äußerst bescheidenes, einfaches Wohngebände dar. Oben rechts ist das Wappen des Papstes abgebildet. Es ist dasselbe, das Pius X. bereits als Patriarch von Venedig geführt hat und das er als Papst nun beibehält. 9555 e tce c bin, indem sie ihre Herrschaft wiederholt bestahl. Ihre Diebereien mußte sie längere Zeit hindurch betrieben haben, da nachgewiesen ist, daß sie in Sölder Geschäften von dem gestohlenen Gelde 125 Mark verausgabt und in einem Hörder Geschäft ein Bett für 175 Mark gekauft hat. In Anbetracht ihres Geldreichtums hat sie dann auch ihres Schatzes, der beim Militär dient, gedacht und für ihn gesorgt. * Westhofen, 18. Aug. Ein hiesiger Steinbrucharbeiter wurde bei Sprengungsarbeiten durch herabfallende Steine an den Beinen schwer verletzt, sodaß er dem katholischen Krankenhause zu Schwerte überwiesen werden mußte, woselbst der Mann gestern morgen von seinen gräßlichen Schmerzen durch den Tod erlöst wurde. ** Berghofen, 17. Aug.(Unglücksfall.) Gestern nachmittag wurde der achtjährige Sohn der Witwe Bäckermeister Trappmann hierselbst von einem Bäckerwagen überfahren und anscheinend schwer verletzt. Das Unglück ereignete sich in dem Augenblicke, als der hiesige Krieger= und Landwehrverein zum Höchsten zog und der Knabe, diesem Zuge zuschauend, den Wagen nicht bemerkte. Gesundheitspflege. (Die Leber) ist dasjenige Organ, welches in den jetzigen heißen Tagen kam(meisten zu leiden hat. Schon Hippokrates, der altgriechische Arzt und Ahnherr der Arzneiwissenschaft, nennt die Hundstage die Zeit, die sich durch Gallen= und Leberkrankheiten auszeichnet und bei solchen, die in tropischen Gegenden übersiedeln wollen, stellen die Aerzte als erste Bedingung die einer vollkommen gesunden Leber. Viele Menschen haben eine geschwollene Leber, ohne es zu wissen. Sie sind aber auch die, welchen die Hitze zu ertragen am schwersten wird und die im Sommer Krankheiten am ehesten ausgesetzt sind. Das ist natürlich, die Wärme stellt nämlich doppelte Anforderungen an dieses Organ. Die Wärme verdickt das Blut und die Leber hat hauptsächlich die Aufgabe der Blutreinigung. Das Einatmen kühler, dünner reiner Luft dient der Blutverdünnung und Reinigung in den Lungen. Dicke, schwüle warme Luft tut das viel weniger, drum verlangt der Körper auch im Sommer zur Blutverdünnung reichlicheren Wassergenuß, drum hat auch gerade in dieser Zeit die leichte reine Waldund Höhenluft doppelten Wert, darum aber auch eine gesunde Leber doppelte Bedeutung. Als einst eine Menge englischer Offiziere— bei ihren rohen Beefsteaks und der indischen Hitze meist leberkrank— in indische Gefangenschaft gerieten, bemerkten sie bei ihrer Einlösung mit Staunen, daß nach dieser Zeit der mageren Ernährung fast nur durch Reis, auch ihre kranken Lebern verschwunden waren, Deshalb, willst Du in den heißen Tagen Deine wichtige Leber gesund erhalten, so vermeide alle rohen, blutigen Speisen, viel Fleisch und schwere Sauce, braune Butter und viele Fette, schwere Biere und vor allem Alkohol, und enthalte Dich des zu starken Essens, trinke Wasser, Limonaden, leichte Biere, iß Früchte und viel Pflanzenkost. Schlafe nicht viel am Tage und aus Träghett nicht lange des Morgens, und Du wirst Dich auch in der Sommerhitze leicht und gesund fühlen. Das alles erleichtert der Leber die Arbeit und hält sie gesund. * Menden, 16. Aug. Durch die Aufmerksamkeit des Lokomotivführers wurde gestern mittag ein großes Unglück verhütet. Zwei Wagen mit Hochzeitsgästen fuhren, als der Zug in der Nähe war, über das Geleise an der Unnaer Straße. Der Lokomotivführer gab, nachdem er Warnungszeichen abgegeben, Gegendampf, wodurch der Zusammenstoß vermieden wurde. * Kamen, 16. August.(Ueberfall.) Als gestern abend in der Dämmerstunde die Frau des Berginvaliden Knepper in Westick die Kühe von der kaum 100 m vom Wohnhause entfernt liegenden Weide heimholen wollte, sprang plötzlich aus einem Haferfelde ein Mann heraus, versetzte der nichts ahnenden Frau drei Messerstiche in den Kopf und vergewaltigte auf nicht wieder zu gebende Weise die Aermste. Im bewußtlosen Zustande wurde die Frau nach einiger Zeit von ihrem Sohne aufgefunden. Die bedauernswerte Frau wurde fofort in ärztliche Behandlung genommen. Glücklicherweise konnte der Arzt feststellen, daß die Verletzungen nicht lebensgefährlich sind. Leider ist der rohe Bursche unerkannt entkommen. * Papenburg, 18. Aug. Während der Bau hölzerner Schiffe hier auf den meisten ostfriesischen Werften gänzlich eingestellt worden ist, beginnt auch für die Werften für eiserne Schiffe eine flaue Zeit. Aufträge für Neubauten sind infolge der gedrückten allgemeinen Lage, insbesondere der niederen Schiffsfrachten z. Z. sehr gering, ebenso fehlt es an Reparaturen. Infolge Mangels an Aufträgen war die Leitung der Schiffsbauanstalt von Jos. Meyer gezwungen, ca. 120 Arbeiter zu entlassen. Haus= und Landwirtschaft. Abgerahmte süße Milch als Kleiderreinigungsmittel. Herren= und Damen=Anzüge jeglichen Stoffes sowie seidene Schürzen und Kleider werden auf folgende Weise gereinigt: Man nehme abgerahmte süße Milch und wasche die Kleidungsstücke darin ohne Anwendung von Seife. Nachdem müssen die Kleidungsstücke tüchtig gespült werden. Alle Flecken, auch Fettflecken, werden verschwunden sein und der Stoff sieht aus wie neu. Ein einfaches Mittel zur Heilung von Bräune bezw. Rotlauf bei Schweinen. Die von dem Oekonomierat Dr. Löll gemachte Beobachtung, daß Schweine, die von Rotlauf bezw. Bräune befallen waren, gesundeten, indem sie von der Stalljauche tranken, ist auch von den anderen Landwirten bestätigt worden. Bekanntlich sind die vornehmlichsten Stoffe der Stalljauche Ammouiak, Kali und Phosphorsäure. Eine Mischung dieser Stoffe aus der Apotheke bezogen, hatte den gleichen günstigen Erfolg und brachte sogar äußerlich als Einreibung die erhoffte Wirkung. Um die Knochenauftreibungen, also die Erkrankungen zu verhindern, ist die Verabreichung von Kalk zur Nachkur unentbehrlich. Noch sei erwähnt, daß auch der Taubenmist, der vorerwähnte Stoffe enthält, als Mittel gegen die obenbezeichnete Krankheit der Schweine mit Erfolg anzuwenden ist. Da stehen drei kleine Engelsgestalten in Nachthemd=[Aus Westfalen und Rheinland. chen und... wichsen Stiefel. Mit glänzenden Augen......„(Einen izentümlich Spucken auch kräftig auf die Bürsten. „Jette hat so'ne Zahnschmerzen," berichten sie,„Jette soll sich freuen, wenn sie wiederkommt.“ Schwarz ist Kurts Gesicht— er hat sich mit der Bürste die Schweißtropfen abgewischt— schwarze Bürstenabdrücke an allen drei Nachthemdchen und erst die Händchen....., kan trat„Ner. Stiask.) Die drei Erwachsenen drucken aber troßz auler Stiefel wichse die Engelsgestalten beseligt ans Herz und tragen sie ins warme Bettchen. „Mein Gott, Hetta,“ stöhnt, zittert ihre Schwägerin nach getaner Arbeit.„Schreib' doch dem Kinderfräulein, daß es schon morgen kommen muß. Du gehst ja zu Grunde, Hettal“..— Der Hausherr wiegt sich lacheino in den Hüften. — Ende.— Vermischtes. Dortmund, 16. Aug.(Einen eigenkumlichen Unfall) erlitt der bei einer hiesigen Brauerei bedienstete Fuhrknecht Wilh. Brüning. Er war mit einem Arbeitsgenossen gegen 10 Uhr zu Bett gegangen und eingeschlafen. Im unbewußten[Zustand ist er kurz darauf aufgestanden, hat im Zimmer ein nach dem Hofe führendes Fenster geöffnet und ist durch dieses zirka 5 Meter hoch in den Hof gestürzt. Hierdurch erlitt er einen linken Oberschenkelbruch und anscheinend innere Verletzungen. Er wurde durch die herbeigerufene Feuerwehr mittels Krankenwagens in das Krankenhaus geschafft. * G e i s e n h e i m, 1 5. A u g u s t.( Z ä r t l i c h e r S c h w i e gersohn.) Als eine ältere Frau mit ihrem Schwiegersohn wegen einer Geldforderung in Streit geriet, stürzte er seine Schwiegermutter die Treppe hinab; sie drach das Genick und war sofort tot. *(Zwischen Himmel und Erde.) Wendel in Weißheimer, der Freund Richard Wagners, erzählt in seinen „Erlebnissen“ folgendes:„Am Krolltheater in Berlin fanden im Jahre 1865 allabendlich Opernvorstellungen statt— da lernte ich kennen, was es heißt, morgens Probe halten und abends dirigieren! Wagners und Meyerbeers Opern durften nicht gegeben werden— die hatte sich Herr von Hülsen für das Opernhaus reserviert; die Mußestunden waren knapp zugemessen. Eines Nachmittags holte mich ein befreundeter junger Ingenieur B. zu einem Spaziergang ab. Wir kamen zu dem damals im Bau befindlichen Rathausturm, der, noch in den Gerüsten steckend, wohl dreihundert Fuß über die Stadt ragte. Mein Ingenieur, der den Baumeister kannte, überredete mich, mit ihm auf den Turm zu steigen. Da noch keine Treppen errichtet waren, fuhren wir im Innern mittelst einer Gondel in die Höhe. Oben weidete ich mich an dem Anblick der großen Stadt. Nach einiger Zeit ertönte ein Pfiff von innen, und mein Freund eilte mit den Worten: „Herrgott! Das Zeichen zur letzten Niederfahrt!" davon und sprang noch gerade in die sich bereits in Bewegung setzende Gondel. Ich schrie laut, mich mitzunehmen— es war zu spät— allein stand ich auf dem Berliner Rathausturm! Ich wartete— wartete— die Gondel kam nicht wieder herauf. Es wurde Abend, und— ich mußte hinaus zu Kroll, wo ich die Oper zu dirigieren hatte. Ich mußte also hinunter; an ein Uebernachten oben war nicht zu denken. Was aber tun?! Schaudernd sah ich mir die dreißig bis vierzig übereinanderstehenden Leitern an, die außen am Turm in freier Luft geländerlos in die Tiefe führten. Nach einigem Besinnen faßte ich Mut und begann das Wagnis. Zwischen den Leitersprossen sah ich direkt in die Königsstraße hinab— die Leute, über deren Köpfe ich schwebte, glichen wimmelnden Ameisen. Die Hauptschwierigkeit bot das Uebersetzen von einer Leiter zur andern. So ging es ohne Anhalten langsam die vielen Leitern hinab und die Menschen unter mir wurden größer und größer. Endlich langte ich— angstschweißgebadet— unten an. Wäre mein Kopf nicht völlig schwindelfrei gewesen, so wäre ich wohl anders unten angekommen! Schnell nahm ich eine Droschke und eilte zu Kroll hinaus, wo ich gerade noch recht kam, Herolds „Zampa“ zu dirigieren. Was war das Grausen Zampas vor der Theatermarmorbraut gegen das meine auf dem Berliner Rathausleiternzickzack, an welches ich zeitlebens denken werde!“ t Ein zärtliches Ehepaar hauste in Oranienburg bei Berlin. Der Mann führte in Berlin ein fideles Leben, als eines Tages das Geld knapp wurde, fuhr er nach Oranienburg, um die Kartoffeln seines Ackers zu verkaufen. Seine Frau war aber bereits da und zwar mit einem Revolver bewaffnet, aus dem sie auf ihren Mann schoß. Er wurde aber nur leicht verletzt, entriß seiner besseren Hälfte das Schießzeug und verwundete sie an der Hand. Die Frau mußte ins Krankenhaus gebracht werden. von Gizeh aus sieben Millionen Tons Steinen besteht und zug in die Luft gesprengt. Die Zahl der Coten und Veres wird lange dauern, ehe wir ein Bewässerungsreservoir von größerem Rauminhalt wie den Mörisee haben, der 11 800 Millianen Tons Wasser zwischen den hohen und niedrigen Millionen Tons Wasser zwischen, den hohrn AI— Wasserstandszeichen saßte. Herodot hielt das Labyrint für ein größeres Wunder als die Pyramiden, wenn auch für ein kleineres als der Mörissee. Die Ingenieure der Vergangenheit beherrschten die Naturkräfte in großem Maßstabe. Vor allem taten sie sich in dem Transport und der Handhabung von großen Lasten hervor. Unter den hauptsächlichsten Beispielen dieser Art befinden sich die Säulen des Karnaktempels. Einen Steinblock in einement fernten Steinbruch zu schneiden, ihn zu einem Zylinder von 12 Fuß Durchmesser zu verarbeiten, den Nil herunterzuflößen, ihn zu landen und ihn auf eine Säule von ähnlichen Steinen, die im ganzen 60 Fuß hoch ist, zu bringen, war kein kleines Unternehmen. Die größte Tat der ägyptischen Ingenieurkunst war indessen die Kolossalstatue Ramses Il. in Theben. Sie besteht aus einem einzigen Block aus rotem Granit von 60 Fuß Höhe, dessen Gewicht auf 887 Tons geschätzt wird. Dies sind bekannte Beispiele der Ingenieurkunst der Alten, auf die jeder moderne Ingenieur stolz sein könnte. Man muß freilich daran denken, daß sie mit großer Muße ausgeführt wurden. Die Stadt Theben wurde 2000 Jahre lang gebaut und es machte natürlich nichts aus, wenn ein Jahr gebraucht wurde, um einen Obelisken aufzustellen. *(Ein Konkurrenzkampf belustigender Art) hat sich, wie der„Manufakturist" erzählt, dieser Tage zu Magdeburg am Breiten Wege zwischen zwei Warenhäusern abgespielt. Das eine offerierte Kirschen erster Güte das Pfund zu 12 Pfg. Darauf bot der schräg gegenüber arbeitende Konkurent seine eigene hochfeine Qualität sofort zu dem Ausnahmepreise von 9 Pfg. an. Das durfte sich die erstgedachte Firma natürlicherweise nicht gefallen lassen; sie ermäßigte den Preis flugs auf 8 Pfg. Sofort verschwand gegenüber die Tafel mit dem Angebot zu 9 Pfg. es war in einen Minimalsatz von 5 Pfg. ungearbeitet. Dieser Unterbietungsrekord, wurde nicht mehr geschlagen, woyr— grrrmo#ad wundeten ist groß. Hd Sofia, 18. August. Die Regierung schloß mit den Dertretern einer östereichischen Datronenfabrik eine Lieferung von 15 Millionen Datronen ab. Hd Sofia, 18. August. Nach hier eingetroffenen Orivatmeldungen soll in der Nähe von Saloniki ein stark besetzter Oersonenzug von Aufständischen in die Luft gesprengt worden sein. Hd. Sofia, 18. Aug. In hiesigen diplomatischen Kreisen hat der energische mitunter scharfe Ton der Denkschrift, welche die hiesige Regierung den auswärtigen Vertretern zustellte, einen starken, teilweise beunruhigenden Eindruck gemacht. Auf dahin zielende private Bemerkungen des österreichischen Vertreters entgegnete Minister Petrow entschieden, daß Bulgarien der Ausrottung des bulgarischen Elementes, wie sie jetzt in Macedonien in Scene gesetzt wird, nicht gleichmütig zuschauen könne. 20. 21. August: August: August: Wolkig mit Sonnenschein, ziemlich Regenfälle, starker Wind. Veränderlich, starke Winde, kühl, stürmisch an den Küsten. Wolkig, teils heiter, schwül, windig, Regenfälle. Für den redaktionellen Teil verantwortlich Wi zterbietungsrekord wuerde nicht mehr] Für die Küche! Ein Geheimnis ist für Viele der Umstand, Dieser Unterbielungrreidts wurde nicht mehr daß man in gewissen Haushaltungen, Cafees und Hotels eine ausohl aber strömten jetzt Kinder, Frauen und gezeichnet mundende Tasse Kaffee erhält, wenn der Kaffee zu Hause Männer in dichten Kolonnen zu den billigen Kirschen. Der nicht schmecken will und oft schlecht bekommt. Die Lösung ist darin Vorrat der schmackhaften Saisonfrucht schien sein. Gegen Mittag war das hien aber rasch vergriffen zu suchen, daß die Köchin dem gemahlenen Bohnenkaffee eine Fünspfennigschild ver- Messerspitze voll Pfeiffer's& Diller's Kaffee Essenz zusetzt. Bei niedlich und der Philologe Z. in bitterer Feindschaft. Eines Tag geschah es, daß der Hund des Philologen, der in diesem Streit treu zu seinem Herrn hielt, den Sohn des Chemikers auf der Straße angriff und einen seiner Stiefel so zerbiß, daß eine Ausbesserung notwendig wurde. Diese Folge einer Tat aus dem feindlichen Lager war der Chemiker nicht willig; aus eigener Tasche zu bestreiten; er teilte deshalb dem Philologen in einem Schreiben mit, daß der Stiefel seines Sohnes infolge eines Angriffes jenes Hundes„gevorschuht“ werden mußte, und legte die Rechnung bei. Diese ungrammatische Verbalform aber ging dem Philologen gegen sein wissenschaftliches Gefühl, was er in seiner Antwort dem Chemiker in der folgenden zarten Weise andeutete: „Sehr geehrter Herr! Auf die Nachricht, daß mein Hurd den Stiefel Ihres Sohnes so zerbissen hat, daß derselbe „gevorschuht“ werden mußte, teilte ich Ihnen mit, daß ich meinen Hund verwarnt und mitgeteilt habe, daß er im Falle der Wiederholung dieser Tat gedurchprügelt wird. Ergebenst X. *(Eine Statistik der weißen Kohle.) Die Wasserfälle die jetzt mehr und mehr zur Erzeugung von Arbeitskraft benutzt werden, haben in der Technik den hübschen Spitznamen der„weißen Kohle" erhalten. Ihre Verwertung ist verhältnismäßig noch immer gering, wie eine kürzlich veröffentlichte Statistik lehrt. In Deutschland und Oesterreich zusammengenommen werden erst 180000 Pferdestärken aus fließendem Wasser gewonnen, in der Schweiz 160000, in Schweden 200000 und in den Vereinigten Staaten 400000. Die gesamte zu diesem Zweck nutzbare Naturkaft wird dagegen in Schweden allein auf zwei Millionen Pferdekräfte geschätzt, in Frankreich auf 10 Millionen, ebensoviel für Deutschland, Oesterreich, Schweiz und Italien zusammen, während die Niagarafälle in den Vereinigten Staaten allein 10 Millionen Pferdestärken zu liefern imstande wären. und gegenüber kosteten die Kirschien wieder wie! Anwendung derselben muß man aber darauf achten, die ächte, in schwgnden, und gegenuue,„Aosteiren, vir Atue.—. den Hasen mit der Schutzmarke Kasfee Onkel zu bekommen, do in am Morgen 12 Pfg. das Pfund. §(Sie kennt ihn.) Junge Frau:„Mein Gott! den Dosen mit der Schutzmarte Kaffee Ontel zu verommen, da in letzter Zeit viele Nachahmungen in allen möglichen Aufmachungen in den Handel gekommen sind.— Sammler von Pfeiffer& Diller's Serienkarten werden darauf aufmerksam gemacht, daß in Kürze Mein Mann hat wieder den Hausschlüssel vergessen..— Serienkarten werden, darauf aufmerkse Freundin:„Sei doch froh, dann kommt er um so fruher die VI. Serie des Nibelungen=Cyklus ausgegeben wird. heim.“— Junge Frau:„Da irrst Du sehr. Jetzt bleibt er so lange aus, bis in der Früh das Haustor wieder geöffnet ist.“ geier Die Vereinsschrift des Rheinischen Bauern=Vereins. „Rheinischer Bauer“, schreibt in der Nr. 6 vom 15. Juni 1903 wie folgt: Eine auswärtige Kunstdüngerfabrik, die auch in der Rheinprovinz tätig ist, hat ein privates Schreiben des Unterzeichneten, IId KCöln, 18. August. Gestern abend ging in dem welches auf die Frage nach dem Werte der verschiedenen Marken Morort Stemmaln ein Cuftballon ahne Insassen nieder laufgeschlossenen Peruguanos antwortete, ohne mein und des Vororte Stommeln ein Luftbauon ohne Insassen nieder: Adressaten Vorwissen den Reklamezetteln für ihre Marke„aufIn dem Korbe befanden sich außer verschiedenen Instru=lgeschlossener Peruguano“ aufgedruckt. Aus dem Umstande, daß in „fldungestücke eines Cuftschiffers Duchateau aus dem Schreiben dem Fragesteller geraten wird, hauptsächlich auf menten Kleidungsstülke eines Tuftschisfers Gachalean au2 den Nährstoffgehalt und streubare Beschaffenheit zu sehen und bei Roubaix, der wahrscheinlich abgestürzt ist. Hd. Berlin, 18. Aug. Durch den starken Sturm, geringen Preisdifferenzen den guten Ruf der Firma entscheiden zu lassen, scheint die Firma eine Gleichwertigkeit ihrer Marke mit den anderen Peruguano=Marken und mittelbar eine Empfehlung der gestern Nachmittag zwischen 6 und 7 Uhr wehie, sind ihrer Marke herleiten zu wollen, was mich zu folgenden Erklärauf dem Müggelsee 3 Boote zum Kentern gebracht und 17 Die Wirkung und der Wert der aufgeschlossenen Dünge Personen, sämtlich Mitglieder von Rudervereinen, ins Wasser mittel,(aufgeschlossener Guano und Superphosphate), sind in geworfen worden. Dieselben konnten zum Teil nur mit großer weiten landwirtschaftlichen Kreisen der Ansicht, daß Stickstoff und Mühe gerettet werden. lwasserlösliche Phosphorsäure im Ammoniak=Superphosphat denhmittag hat selben„Wert haben, wie im aufgeschlossenen Peruguang„Wer Hd Pasing, 18. August. Gestern nachminag gat dieser Ansicht ist, wird nicht nach der Marke des aufgeschlossenen der Hilfslehrer Kastl den Rentier Roedl in seiner Wohnug Guanos fragen, sondern konsequenterweise, da alle Marken auf*(chen he: Paodl ale Planierlahnen tatig geschlossenen Guanos teurer als Ammoniak=Superphosphate von erstochen. Kastl, weicher bei Koeol als Klavierleycer lang gleichem Geyalte sind, überhaupt keinen aufgeschlossenen Guano war, hatte mit der Frau des Letzteren ein unerlaubtes Der=lkaufen. Andererseits schreiben aber viele Landwirte dem aufge. Anlas zc zu einem Streit schlossenen Peruguano, namentlich bei gewissen Kulturen eine bessere hättnis angetnüpft, aus welchem Antaß es zu einem Direlt Wirkung zu als den Ammoniak=Superphosphaten und scheuen dar(Ein vorteilhaftes Anerbieten.) Präsidenten gekommen zu sein scheint. erhielt Rastl einige Stiche in den Arm. Bei der Gegenwehr Roedls um nicht, einen höheren Preis dafür anzulegen. Hierfür verlangen sie aber auch wirklich und ganz aus Peruguano hergestellte Ware, da ein Produkt, bei dem Stickstoff und Phosphorsäure aus dendes Pariser Schwurgerichtshofes Bonnet und seinen Beisitzern sowie jedem der Geschworenen in dem Humbert=Daurignac= Prozesse, ist am Dienstag, dem„Figaro" zufolge, nachstehendes Schreiben aus New=York zugegangen:„Für den Fall, daß Sie die Mitglieder der Familie Humbert zu einer gewissen Haftzeit verurteilen sollten, erlaube ich mir, Ihnen folgenden Vorschlag zu unterbreiten: Statt sie in ein Gefängnis zu sperren, vertrauen Sie sie mir lieber an. Ich werde sie in vergitterte Gefängniswagen einschließen und in Amerika herumführen, wo ihre Ausstellung genügend viele Millionen einbringen wird, um ihre Gläubiger zu entschädigen und die sämtlichen Kosten des Verfahrens zu decken. Ich verlange nur 10 Prozent von den Einnahmen. Ich werde eine hinreichende Zahl von Geheimpolizisten anwerben, um jeden Fluchtversuch zu verhindern. Andererseits werden die Wagen sehr komfortabel ausgestattet und die Gefangenen gut behandelt werden.“ Das ist ja gewiß ein sehr vorteilhaftes Anerbieten; leider ist es Crawford unterzeichnet und muß somit zu sehr gerechtfertigten Zweifeln an seiner Echtheit Veranlassung geben. *(Die Lebensdauer des Eiffelturms.) In den Bureaus der Seine=Präsektur beschäftigt man sich gegenwärtig mit der Frage der Konzessionsverlängerung für den Eiffelturm auf weitere zehn Jahre. Diese Verlängerung würde allerdings erst im Jahre 1909 beginnen, da die gegenwärtige Konzession für die zwanzig Jahre nach der Ausstellung von 1889 erteilt war. Der berühmte Turm würde also bis 1919 wenigstens erhalten sein, und es liegt kein Grund vor, die Konzession nicht so lange zu verlängern, wie der Turm selbst dauern kann. Man hat sich also die Frage vorgelegt, wie lange es dauern könnte, bis der Turm von selbst einstürzt. Die Ingenienre sind darüber jedoch verschiedener Meinung. Die einen, die nur die Oxydation des Eisens berücksichtigen, sagen ihm eine Lebensdauer von mindestens 200 Jahren voraus; andere, die auch die Wirkungen der ständigen Schwingungen des höchsten Turmes der Welt in Rechnung ziehen, glauben, daß er nur etwa 50 Jahre dauern wird. *(Ingenieurleistungen des Altertums.) In Aegypten findet man die größten Denkmäler der Welt und sie werden es auch wahrscheinlich für alle Zeiten bleiben. Wahrscheinlich werden wir schreibt das englische Fachblatt„Enginee= ring“, nicht wieder ein Gebäude sehen, das wie die Pyramide Hd Innsbruck, 18. August Der 28jährige Chirurg selben Materialien wie beim Ammoniak=Superphosphat stammt, i Sansoruck, te. andu#.####. offenbar die angenommene.bessere Wirkung nicht haben, kann, sie Greiß aus Würzburg ist von der Dasseir=Spitze abgestürzt verlangen echten aufgeschlossenen Peruguano. In dieser Beziehung und war auf der Stolle tot.— Der 17jährige Bildhauer= sind offenbar die im Handel befindlichen Marken nicht alle gleich. eiie wür aug der Steue tot.— Trt 4°)127.#9. Auch können die Versuchsstationen über die Echtheit der einzelnen lehrling ans Hall ist beim Uebergang vom Stubai=Cal nach Marken sich nicht äußern, da man nicht durch die Untersuchung Selbrain abgestürzt und wurde schwer verletzt.(feststellen kann, ob eine als aufgeschlossener Peruguano verkaufte Selbrain abgestürzt und wurde sa.. Ware echt ist, viel weniger noch, wieviel etwa von freimden IId Rom, 18. Augnst. Der Dapst überreichte dem Materialien zugesetzt ist. Wer sich über die Echtheit der verGroß=Almosenier Grafen Constantine 100000 Lire für die schiedenen Marken belehren lassen will, muß sich an die Armen Koms. betreffenden Firmen selbst wenden, da diese es eventuell Hd Palermo, 18. August. Die Schwefelgruben vonl durch Nachweis ihrer Peruguano=Importe wenigstens wahrCaltanisetta stehen in Brand. 30 Arbeiter sind durch die scheinlich machen können, daß sie echten aufgeschlossenen ausströmenden Gase verunglückt. 15 sind tot, die übrigen Peruguano herstellen. Dazu sind natürlich nur solche Firbefinden sich in Lebensgefahr. men im Stande, die bedeutende und ihren Verkäufen entUd Konstantinepel, 18. August. Die Raufsumme sprechende Mengen stickstoffreichen Rohguanos beziehen, der bei Krupp bestellten 192 Schnellfeuergeschütze und Miu während man bei Firmen, die gar keinen Rohquano oder nition beträgt 790000 türk. Ofund. Die Oforte leistet eine verhältnismäßig geringe Mengen zur Verfügung haben, von Anzahlung von 4##000 Ofund und wird den Betrag im vornherein annehmen muß, daß ihre Marke aufgeschlossener Peruguano ganz oder zum Teil aus fremden Materialien hergestellt ist. Dr. Faßbender. Laufe der Woche mit 100000 Ofund ergänzen. Die Geschütze müssen bis j. Juli 1904 abgeliefert werden. Die ersten Batterien gelangen nach drei Monaten zur Ablieferung. — Die Insurgenten haben beschlossen, an die Ferstörung der größeren Bahnobjekte zu gehen. Der Oersonenverkehr stockt gänzlich, höchstens 2—3 Dassagiere befinden sich in Mit obiger Ausführung wird auch von autoritativer Seite mit Europa verkehrenden Schnellzügen. letzten Ministerrat wurde eine energische Aufnayme der Peru=Guano mit hohem Stickstoffgehalt, und da dieser schon seit Verfolgung der Insurgenten und die Niederwerfung des einer Reihe von Jahren in Deutschlano, Holland, Belgien u. I. w. Aufstandes mit allen militärischen Mitteln beschlossen. Na SengeunerNyyer,„F. Bagast. In den Gert bei Dälepe wurden 200 Insurgenten getötet und 80 geausschließlich in den Händen der Anglo=Continentalen(vorm. IId Konstantinopel, 18. August. In dem Gefechte Ohlendorff'schen) Guano=Werke gelegen hat, so dürfen diese Werke auch mit Recht behaupten, daß sie allein in der Lage sind, echten In#. Wahe van Manaszir haßns u aufgeschlossenen„Peru=Puano; mit hohem Stickstoffgehalt in fangen genommen. In der Llage von Litonasur besinden größeren Mengen herzustellen und daß somit auch ihre„Füllhornsich 300 Aufständische in einer bulgarischen kirche, dieselben marke“ allein die größte Sicherheit für echten aufgeschlossenen wurden von den türkischen Truppen eingeschlossen. Der Sultan verbot die Beschießung christlicher klirchen und veranlaßte den Exarchen, die flüchtigen Bulgaren zum Verlassen der klirche aufzufordern.— Ein entsetzliches Blutbad veranstalteten die Insurgenten in Itschobina, wo sie 800 Muhammedaner, darunter Frauen und Llinder, töteten. Hd Saloniki, 18. August. Bei der 42 Uilometer von hier entfernten Station Amatowo wurde ein OersonenPern=Guano dietet.— Die neuen Importe von hosprozentigem Peru=Guano (bis 14% Stickstoff), wie solche bereits veröffentlicht wurden, betrugen für das Jahr 1902 nahezu 600,000 Zentner und ähnliche bezügl. noch größere Zufuhren werden für 1903 und folgende Jahre in den alleinigen Anglo=Continentale Guanowerke gelangen. Bekanntmachung. Einladung zur Von der Landwirtschaftsaunmer ür de Brdi, Kur 9 184 58 der nen 20 gguse 4903 falen werden Fohlen und am Donnerstag, ven To. Augast 1903, Stuten nach Belger Art Nachmittags 5 Uhr, eingeführt und im Herbst an im Rathaussaale hier. einen voch beionnt meischstenz Tages-Ordnung: Tage in Hamm wei. I. Heffentliche Sitzu Ragheinau„ Mait, Neintöpfe u. Linmachgläse 6 verkauft. Zönnen Gi. 93 Kauflustige konnen die Verkaufsbebingungen zuir ie Brg, wirtschaftskammerz uge.. vinz Westfalen, Munster, FrieVendtstraße 16, beziehen, Münster, 3. August 1903. Der Vorsitzende„ der Landwirtschaftskammer für die Provinz Westfalen. Freiherr von Landsberg. 1. Viehseuchen. Rotlauf. Kreis Hörde. Unter den Schweinebeständen der Witwe Klasen=Aplerbeck, Metzgermeisters Eiringhaus, des Schreinermeisters Quandel und des Wirts Pack zu Berghofen und des Fabrikarbeiters Josef Meise Aplerbeck, den 17. August 1903. Die Polizei-Verwaltung. Leonhard. I. Oeffentliche Sitzung. Projekt für den Platz neben dem zukunftigen Eisen2. Regulierung der Grenzen zwischen den Sgatstistg der Stadt Schwerte und denjenigen des Eunbwirts H. Hohenschwert zu Holzen sowie des Brennereibesitzer 3. Abnahme der Rechnung ger Sherfasgzund des SparFeuerwehr veranstaltete 25jährige Stiftungsfest. 6. Bewilligung eines Betrages für die von der Ueberschwemmung in Schlesien Betroffenen. 7. Neuwahl von Mitgliedern der Armenverwaltung. II. Geheime Sitzung. Schwerte, den 17. August 1903. Der Stadtverordneten-Vorsteher: Bädeker. 18 werden zu noch nicht gekannt billigen Preisen verkauft. Fritz Neuwerth. Prämürt auf 24 Welt- und *„ eu Gasueh auf dem Wege Bruckstr., Husingstr., Hörderstraße(zwischen Besitzung! Oppermann und dem Speckebruch) Inhalt: Geld, Tschatt# 410, verloren:1 Schlusset, 2 Elnmachfruch schützt sicher vor dem Verderben mein Salicyl-Kräuteressig. „eI hekannt gut Alle anderen Einmachartikel berännt gut und preiswürdig bei Ernst Klein, Hüsingstraße 15. Fahrkarten. Gegen hohe Belohnung abzugeren bei seben E. Homel, Schwerte. Wiche Raftsr Postkarten. 19 8 Geh Einser Fabrikation alleiniges streng gewahrtes Geheimniss der Firma: K. Unseltbeite-Keutt Me dee Weisera:: Fönlgs Wilhelm! Hoflieferant Sr. Ma,, des Kaisere u. Ronige wulhelm II. am Rathhause in RHEINBERG am Niederrhein. Gegründet 1846, Passik-### manar. Gegründet 1846. Anerkannt bester Bitterlikör! Unentbehrlich für jede Familie! Man verlangs ausdrücklich: Underberg-Boonekamp. Novitäten in hübscher Auswahl empfiehlt Die größte Auswahl in in Remscheid. 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