* 4 Amtüches Rreiseict Nr den kieis wortk. Insertionsgebühr für lokale Anzeigen, die sechsgespaltene Petitzeile oder deren Raum 10 Pfg., außerhalb 15, Reklame=Zeile 40 Pfg., Druck und Verlag von Carl Braus in Schwerte, Fernsprech=Anschluß Nr. 62. Amt Schwerte. Telegr.=Adresse Braus, Schwerte=Ruhr. 189. Aus dem Reiche des Zaren. Nikolaus II. und alle Mitglieder des russischen Kaiserhauses haben sich mit Zehntausenden orthodoxen Russen im Kloster des heiligen Serafim an den dort stattfindenden Wundern erbaut. Wenigstens berichten die amtlichen russischen Zeitungen in ganz bestimmter Form von diesen Wundern, es sind u. a. eine größere Zahl von Krücken geheilter Kranker öffentlich verbrannt. Während der heilige Serafim so den Zaren seine Kraft erkennen läßt, hat er aber augenscheinlich seine Gunst weniger dem Russenlande selbst zugewendet, denn die Berichte über die inneren Verhältnisse lauten trüber und trüber. Mag von den Angaben über die blutigen Zusammenstöße von Militär und erbitterten Volkshaufen, streikenden Arbeitern und unzufriedenen Landbewohnern dieses und jenes nicht zutreffend sein, es ist schon mehr wie reichlich genug, was die Petersburger offiziellen Quellen selbst einräumen müssen. Die soziale Not nimmt im Zarenreiche einen besonders scharfen Ausdruck an, weil sie weit größer ist als anderswo, und im Charakter des Russen überhaupt ein starker Zug von brutaler Roheit vorhanden ist. Das Zarenreich ist lange ein fast ausschließlicher Ackerbaustaat gewesen, der Handel arbeitete zumeist mit nichtrussischen Industrie=Produkten. In neuester Zeit hat erst die Industrie eine ziemlich erhebliche Entwickelung angenommen, aber die Löhne entsprechen im wesentlichen noch den früheren Verhältnissen. Daß das kein für die Dauer aufrecht zu erhaltender Zustand ist, liegt auf der Hand, und die bekannte Verwaltungs=Misere trägt das ihrige dazu bei, die Aufregung zu steigern. Der Zar erfährt von allen diesen schlimmen Dingen gewiß nur einen Teil, die Behörden haben allen Anlaß, sich nicht ins eigene Fleisch zu schneiden, und so wird mit Pulver und Blei die Tumultbewegung zu unterdrücken gesucht. Gelingen wird das freilich nicht, die Verhältnisse sind unmöglich geworden, die Leute nagen vielfach am Hungertuch und fordern erbittert Besserung. Hinzukommt, daß auch die Lebensmittelverhältnisse in dem„billigen“ Rußland nicht überall mehr billig sind, daß für Industriegebiete sich andere Preise gebildet haben, die mit den Einnahmen der kleinen Leute nicht gedeckt werden können. Daraus ergeben sich dann Zustände, wie die sind, welche die blutigen Krawalle veranlaßt haben. Dabei ist der Russe, wie bekannt, mit Geringem zufrieden; es muß also arg geworden sein, wenn die Erbiterung dermaßen übergeschäumt ist.— Man kann bald fragen: Was ist im Reiche des Zaren noch ruhig? Die Schreckenspartei der Nihilisten und ihnen verwandter Verschwörer besteht trotz aller Verhaftungen, Einkerkerungen und Verbannungen noch fort; die gebildete Jugend, die Studentenschaft, ist durch fortwähAlle Kreis= und Lokalpolizeilichen Verordnungen für den Kreis Hörde erlangen gemäß Bekanntmachung der Königl. Regierung durch Veröffentlichung in der„Schwerter Zeitung" rechtsverbindliche Kraft. Abonnementspreis pro Quartal 1 Mark 65 g., exet. 42 Pfg. Bestellgeld, wenn durch die Post bezogen. Erscheint an jedem Wochentage. Wöchentliche Gratisbeilage:„Illustrierten Familienfreund.“ Schwerte, Freitag, den 14. August 1905. rende Drangsalierungen auf das Höchste gereizt, und wenn auch neuerdings die Zügel etwas weniger straff angezogen werden, es steht immer noch bös genug, und das Erlittene wird nicht so bald vergessen. Das Bürgertum, welches denkt und arbeitet, ich durch die Beamten=Willkür derart gereizt, daß es den Ruf nach einer Verfassung so kräftig unterstützt, wie es unter der russischen Polizei überhaupt möglich ist. Arbeiter und Landbevölkerung sind, wie oben ausgeführt, gewaltig erregt, das Deutschtum wird niedergedrückt, die Finländer haben die Kosacken=Knute zu spüren; die traurigen Vorgänge in Kischinew zeigten krasse Gegensatze in der Bevölkerung, und der allgemeine Steuerdruck nimmt mehr und mehr zu. Durch die Anregung der Friedenskonferenz wollte der Zar der Welt den Frieden schenken, aber seine eigene Regierung dehnt ihre Ansprüche weiter und weiter aus, die Tatsachen widersprechen überall den Worten, und nur die Zensur sorgt ruhig und unverdrossen dafür, daß kein Wörtchen in die Zeitungen kommt, welches vom wahren Stand der Dinge Kenntnis gibt. Nikolaus II. hat einer Deputation, welche ihm zu seiner Krönung Glück wünschte und dabei leise auf eine Verfassung anspielte, s. Z. schroff erwidert, man möge solche Phantasie=Gebilde ein für alle Male fallen lassen. Seine zarische Selbstherrlichkeit stand ihm am höchsten, aber es ist im Lande schlimmer und immer schlimmer geworden, und zwar in einer Weise, wie sie europäischen Kultür=Forderungen gar nicht mehr entspricht. Die Wallfahrt des Kaisers zum Kloster des heiligen Serafim, die gewiß seinen religiösen Empfindungen entsprechen mag, und die blutigen Sraßenkämpfe in Kiew, sie stehen in einem so herben Gegensatz, daß er niemanden mehr entgehen kann. Und vielleicht tut der Heilige Serafim ein besonders großes Wunder, indem er den Zaren erkennen läßt, was seinem Lande wirklich not tut. Zehntausende Russen, die es aufrichtig mit ihrem Vaterlande meinen, möchten sich gern in dessen Dienst stellen, mitarbeiten, daß Zufriedenheit der Bevölkerung aufkomme. Aber das ist nicht genehm! Die Petersburger Polizei dekretiert, und die Millionen Untertanen des Zaren haben die vorgeschriebenen Paragraphen zu beachten. Das mag für eine Zeit, die Zeitungen, Telegraph und Elektrizität nicht kannte, so hingegangen sein, heute geht es nicht mehr, und mögen sich des Zaren Ratgeber auf den Kopf stellen. Politische Uebersicht. 36. den Ministern der Finanzen, für Landwirtschaft, des nern und der öffentlichen Arbeiten gehabt. Mit dem Reichskanzler war der Chef des Zivilkabinetts Herr von Lucanus zur Mittagstafel geladen. Lange werden uneren Kaiser die freundlichen Gefilde der Havelresidenz nicht fesseln. Nach der Erledigung der schwebenden polirischen Angelegenheiten harren die militärischen Uebungen und endlich die Kaisermanöver. Der Kronrat bei dem Kaiser ist auf Freitag verschoben worden. — Sozialdemokratische„Freiheit". Ueber einen rohen Fall von sozialdemokratischem Terrorismus berichtet der„Deutsche Holzarbeiter“ aus Kiel. Am 28. Juli fing dort ein Mitglied des christlichen Holzarbeiterverbandes in der Bau= und Möbelschreinerei der Firma Schröder an zu arbeiten. Sofort traten einige sozialdemokratisch organisierte Arbeiter an den Mann heran und frugen ihn aus über seine Verbandszugehörigkeit. Frei und offen erklärte er, daß er dem christlichen Holzarbeiterverbande angehöre, worauf die„Genossen“ ihn aufforderten, entweder dem Deutschen Verbande beizutreten oder sofort die Werkstelle zu verlassen. Der Christliche beugte sich selbstverständlich nicht unter die sozialdemokratische Knute, trotzdem er bereits 6 Wochen außer Arbeit war und arbeitete ruhig weiter. Jetzt fingen die„Genossen" an, ihn in der gemeinsten Weise zu traktieren und zu chikanieren, ihn hinterrücks mit Holzstücken zu werfen usw., um ihm so die Arbeit überdrüssig zu machen. Als das alles nicht half, verlangten die Freiheitshelden vom Meister die sofortige Entlassung des Christlichen mit der gleichzeitigen Drohung, wenn dies nicht geschehe, legten sie die Arbeit nieder. Doch auch der Meister kam dem unverschämten Ansinnen nicht nach und beließ den Verfehmten in Arbeit. Daraufhin legten am 30. Juli 20„Genossen“ die Arbeit nieder. Aber auch hierdurch erreichten dieselben ihren Zweck nicht, und siehe da, die vorher protzenhaft aufgetretenen„Allerweltsverbesserer“ krochen schleunigst wieder an ihre vorherigen Arbeitsstellen. Ob der erlittenen Niederlage war nunmehr die Wut der„Genossen" erst recht eine fanatische. Man beschimpfte die Nichtsozialdemokraten (mittlerweile hatte noch ein christliches Verbandsmitglied dort angefangen) mit Streikbrecher, schwarze Bande usw., bewarf dieselben mit Holzstücken, so daß einer am Kopfe verwundet wurde. Doch damit nicht genug, als dieselben am Abend sich ankleiden wollten, waren ihre Hüte total zerschnitten und einem die Taschen mit Kot aus dem Abort vollgefüllt. Der Ekel gegen diesen gemeinen, echt sozialdemokratischen Schurkenstreich veranlaßte die beiden Christlichen, am anderen Tage die Werkstelle zu verlassen.„Damit“, so schreibt der„Holzarbeiter" zu diesem eklatanten Fall,„unsere, von den Sozialdemokraten in der niederträchtigsten Weise beschimpften und brotlos gemachten Kollegen materiell entschädigt werden Wenn Kopf und Herz sich widersprach Tut doch zuletzt das Herz entscheiden Der arme Kopf gibt immer nach, Weil er der Klügste ist von beiden. * Wenn Du gut werden willst, glaube nur zuerst, daß Du böse bist. Wenn Menschen beim Anblick der Armut gerührt werden, so finden sie das Schnupftuch eher als ihre Börse. Bist Du mit Deinem Schicksal nicht zufrieden, lern' Dich durch dieses Wort bescheiden, es gibt gar viele noch bienieden, die dich beneiden. Kapitän Sander. Roman von F. Klinck=Lütetsburg. (46. Fortsetzung.) Unerquickliche Stunden des Zusammenseins folgten für die nächsten Tage. Jeder hatte an seinem eigenen Leid zu tragen. Von Zerlina Heins war auf Martas Brief eine wunderbare Nachricht gekommen, die wohl geeignet war, vorübergehend zerstreuend auf Marta einzuwirken. Sie hatte ihren Vater wiedergefunden, der vor mehr als zwanzig Jahren mit seinem Schiffe„Maud“ auf der Heimreise Schiffbruch gelitten und durch das Stück einer herabstürzenden Raa schwer verletzt mitsamt einem Teil seines Schiffes auf den Ostseestrand der damals von Fremden noch nicht besuchten Nordseeinsel geworfen war. Flugsand, der gerade in jener Zeit sehr bedeutende Veränderungen auf der Insel bewirkt, hatte die Trümmer des Schiffes überdeckt, während der verunglückte Kapitän Heins erst viele Monate später aufgefunden worden war. Auch das Ereignis, das anscheinend bei dem Kapiän, der seit seinem Auftauchen auf der Insel den Eindruck eines Irrsinnigen gemacht, eine heilsame Wirkung ausgeübt, teilte Zerlina mit. Sie schrieb, der Arzt habe die Hoffnung ausgesprochen, daß das Aufplatzen der alten Narbe möglicherweise vollkommene Genesung zur Folge haben könne. Gewisses lasse sich allerdings noch nicht sagen. Auf jeden Fall habe der Kranke sein Kind erkannt und Auskunft über mancherlei Dinge geben können, die seither rätselhaft erschienen waren..“ ing, 6.3 von. Mynheer van der Straaten erinnerte sich genau des vollständigen Verschwindens der„Mand". Man hatte nichts wieder von ihr gehört, doch war sie in der Nordsee gesehen worden. Allerdings fand diese Aussage nur wenig Glauben, weil nirgends etwas von ihr angetrieben war. Nun hatte es sich doch wohl so verhalten. Wenige Tage später erhielt Mynheer van der Straaten telegraphisch die Nachricht, die„Wördenhof“ sei glücklich angekommen und vor Anker gegangen, müsse aber vierzehntägige Quarantäne abhalten. Vor Freude begab sich der alte Herr in den Klub, wo er erwarten durfte, von befreundeten Rhedern mehr zu erfahren. Er sah sich in seinen Erwartungen nicht getäuscht. „Was sagst Du nun, van der Straaten, wir können uns gratulieren. Alles in schönster Ordnung. Schiff und Ladung vollständig gerettet.“ Mit diesen Worten sah er sich empfangen. „Was ist mit dem Kapitän? „Tot, auch die Deckoffiziere, nichts übrig geblieben. Die sind schon krank ausgelaufen und haben, um nicht aufgehalten zu werden, alles vertuscht. Das ist ihnen nun schlecht genug bekommen. Das Schiff mitsamt der Mannschaft wäre verloren gewesen, wenn nicht Sander—“ „Sander?“ unterbrach Mynheer van der Straaten. „Ja, der Mühlenschiff=Kapitän— Heinrich Sander,“ mischte sich ein Dritter ein. „Der ist doch aber über Bord geworfen,“ kam es mit Anstrengung über Mynheer van der Straatens Lippen. Das Herz schlug ihm bis an den Hals hinauf. Er hatte ein Gefühl, als müsse er ersticken. Ja, über Bord geworfen, das stimmt,“ kam es lachend zurück.„Da kann man aber einmal wieder so recht sehen: was leben soll, das lebt, da beißt keine Maus einen Faden von weg. Ueber Bord mitten unter die Haifische haben sie ihn geworfen, und keine zwei Minuten nachher ist er an Bord eines anderen Schiffes gewesen, trotz des dicksten Nebels. Lassen sie sich die Geschichte einmal von der Frau des Steuermanns Haverkorn erzählen, der gestern von Hamburg gekommen ist und die Neuigkeiten mitgebracht hat. Von der„Wördenhof" darf fürs erste noch nichts an Land.„ Immen“ „Um nun also wieder auf das Schiff zu rommen, nahm der erste Sprecher das Wort wieder auf,„es soll schlecht bestellt gewesen sein. Denkt euch nur, ohne Kapitän,ohne Offiziere, mit gekappten Masten und gebrochenem Steuer! Die Mannschaft ist rein kopflos geworden; im Hinblick auf den sicheren Tod haben sie sich auf die Schiffsvorräte gestürzt, um sich gehörig zu besaufen. Vor der Vorratskammer hat aber Sander mit einen Revolver gestanden und er den Anstürmenden entgegengeschrieen, daß er jeden über den Haufen schießen werde, der es sich einfallen ließe,sich an den Vorräten zu vergreifen.„Wenn Ihr vernünftig seid und mir folgen wollt“, soll er gesagt haben,„dann bringe ich Euch wohlbehalten nach Hamburg zurück. Ich habe jetzt das Kommando, daß Ihr's wißt! Und nun an die Arbeit! Notsteuer hergerichtet! Noch eine gute Weile wurde das Ereignis besprochen. Die Anwesenden fanden Mynheer van der Straaten außerordentlich schweigsam und doch hatte er allen Grund, sich zu freuen. Er hörte die Mitteilungen der Freunde an und erst, als eine vorübergehende Pause eingetreten war, fragte er: „Wißt Ihr gewiß, daß hier keine Verwechslung vorliegt?“ „Darüber braucht man kein Wort mehr zu verlieren, es ist ja offiziell. Du wirst schon noch davon hören. Dem Sander soll eine ordentliche klingende Belohnung ausbezahlt werden, damit er auch weiß, wofür er sich so mutig ans Werk gemacht hat. Wer * 0 und zum Zeichen des Protestes gegen die Gewaltakte der „Genossen“, schlagen wir vor, sofort in allen Zahlstellen eine freiwillige Sammlung zu veranstalten und das Geld an die Zentralstelle einzusenden. Ueber die eingegangenen Beträge werden wir im Organ quittieren. Der auf diese Weise geschaffene Fond wird dann nur für gemaßregelte Kollegen verwendet werden. Wir zweifeln nicht daran, daß sämtliche Verbandskollegen diesem Vorschlag mit Freuden zustimmen und dementsprechend ihr Scherflein opfern." *" Oesterreich. = Kaiser Franz Josef hat den zurückgetretenen ungarischen Premierminister Graf Khuen=Hedervary, dem er erst vor wenigen Wochen mit so großen Hoffnungen seine Würde übergab, empfangen und ihm seinen Dank für seine Aufopferungsfähigkeit ausgesprochen. Der Kaiser hat dann auch mit anderen Persönlichkeiten konferiert, aber wer der Magyaren leitender Staatsmann werden soll, das steht dahin. Zu dem Posten in der ungarischen Hauptstadt drängt trotz allen Glanzes und aller Ehren gewiß niemand. Balkan. = Das neueste Agitationsmittel. Mit welchen Mitteln die Bulgaren augenblicklich in Mazedonien arbeiten, zeigt ein Flugblatt über die Pläne des Zaren Nikolaus mit seinen Töchtern. Dieses Flugblatt wird unter der Bevölkerung Mazedoniens in vier Sprachen(bulgarisch, serbisch, walachisch und griechisch) verbreitet und besagt, der Zar habe die Befreiuung aller unter türkischer Herrschaft lebenden Christen der Balkanhalbinsel endgiltig beschlossen. Der Zar wolle die christlichen Balkanstaaten stark und glücklich sehen. Denn alle vier Töchter des Zaren sollten dereinst Königinnen der Balkanstaaten werden. Die älteste Tochter, Großfürstin Olga(geb. 1895) solle den Kronprinzen Georg von Serbien(geb. 1887) heiraten. Die zweite Großfürstin Tatiana(geb. 1897) sei zur Gemahlin des künftigen griechischen Kronprinzen Georg(geb. 1890) ausersehen; die dritte Großfürstin Marie(geb. 1899) solle den künftigen rumänischen Kronprinzen Karol(geb. 1893) heiraten, und die jüngste Großfürstin Anastasia(geb. 1901) sei für den Kronprinzen Boris von Bulgarien bestimmt.— Unter diesen Umständen werde der Zar die Christen Mazedoniens und Rumeliens nicht im Stiche lassen, sondern die Truppen des Zaren würden bald erscheinen und den heldenhaften bulgarischen Freiheitskämpfern zum vollständigen Siege verhelfen. Die Kriegsmacht Nußlands in Lstasten. Aus Petersburg wird der„Int. Korr.“ geschrieben: Die gegenwärtigen Streitkräfte Rußlands, die in Ostasien in Kriegsbereitschaft stehen, sind folgende: Im Amurbezirk das 1. und 2. sibirische Armeekorps; ersteres voll besetzt mit 20,000 Mann Fußtruppen, 4000 Kosaken und 1 Feldartillerie=Regiment, das zweite nur halb besetzt. Dazu 8000 Mann als Garnisonen in Wladiwostok und Nikolajewsk, im ganzen 45 000 Mann mit 54 Geschützen. Außerdem können im Kriegsfalle die vier sibiirschen Reserveregimenter auf 10000 Mann gebracht werden, sodaß nördlich des Amur 55 000 Mann zur Verfügung stehen. In der Mandschurei stehen Schützenregi menter längs der Bahnlinie verteilt, im ganzen 24000 Mann und 6000Kosaken, wobei die Garnisonen von Charbin und anderen mandschurischen Städten mitgerechnet sind. Sodann hat Port Arthur eine Besatzung von 7000 Mann, und auf der Halbinsel Kwantun sind verteilt zwei Schützenregimenter, 4000 Kosacken und zwei Feldartilleregimenter, im ganzen 11 000 Mann mit 42 Hierbei ist die schwere Festungsartillerie von Port Arthur und Wladiwostok nicht mitgerechnet, da deren Stärke geheim gehalten wird. Es ergiebt sich somit eine Gesamtstärke der russischen Truppen von 103000 Mann und 96 Geschützen. Diese Truppenmacht ist nach der Ansicht des Kriegsministers Kuropatkin nicht ausreichend, um den Kampf gegen Japan auch nur in der ersten Periode auszuhalten. Zunächst muß man jederzeit mit 15= bis 18 000 Mann Kranken und Kampfunfähigen rechnen, zumal an manchen Stellen Typhus und Pocken unter den Truppen grassieren. Sodann sind etwa 35000 Mann erforderlich, um die Bahnlinien zu sichern und die einzelnen Festungen und Städte zu bewachen. Es bleiben somit für den tatsächlichen Feldzug nur 50000 Mann übrig. Nach Auffassung der hiesigen militärischen Kreise würde Japan einen doppelten Angriff unternehmen. Den einen westlich der östlich von Weihaiwai, um auf chinesisches Gebiet möglichst nahe an Peking heranzukommen, um China zur Mithilfe zu nötigen und von Südwesten in die Mandschuuei einzubrechen. Den anderen würde Japan über Korea versuchen, um von Nordosten gegen die Mandschurei vorzurücken. Da auch die japanische Flotte den russischen Seestreitkräften in Ostasien zur Zeit noch überlegen ist, so muß man russischerseits immerhinmit der Möglichkeit rechnen, daß den Japanern die Landungen gelingen werden. Dann würde sich der Krgiesschauplatz sofort über ein Gebiet erstrecken, das etwa dreimal so groß als das Deutsche Reich ist. Will also Rußland nicht von vornherein den Japanern einen Vorsprung leisten, den es später nur mit den äußersten Anstrengungen wieder einbringen kann, so müssen die russischen Truppen stark genug sein, um sofort nach der Kriegserklärung sowohl Peking und Nordchina, als auch Korea besetzen zu können. Deshalb aber ist die russische Streitmacht um mindestens 100 000 Mann zu verstärken. Von diesem Gesichtspunkt ist es zu verstehen, daß gleich nach dem in Port Arthur zwischen dem Kriegsminister und Admiral Alexejew abgehaltenen Kriegsrat der Befehl erteilt wurde, daß je die Hälfte der 31. und 35. Infanteriedivision aus dem europäischen Kußland sofort nach Ostasien abrücken solle. Desgleichen haben drei Feldartillerieregimenter den Befehl zum Abmarsch erhalten, und bereits seit drei Wochen gehen tägluich Züge mit diesen Truppen nach Ostasien ab. Dies ist aber nur der Anfang der von Kuropatkin vorgeschlagenen und von dem Zaren gebilligten großen Machtentfaltung in Ostasien. dem Feuerwerks=Oberleutnant Beutel von einem schweren Gewitter überrascht, ein Blitzstrahl tötete Leutnant Beutel mit seinem Pferde, das ganz versengt wurde, während die Mannschaften des Kommandos mit dem Schreck davonkamen. Kleine Chronit. Oberst Schiel sollte nach eier Zeitungsmeldung kurz vor seinem Tode katholisch geworden sein. Diese Nachricht hat aber keine Bestätigung gefunden, denn Oberst Schiel wurde in Reichenhall durch einen evangelischen Pfarrer zur letzten Ruhe bestattet. Ein Leutnant vom Blitz erschlagen. Wie aus Thorn gemeldet wird, wurde auf dem dortigen Artillerieschießplatze gestern nachmittags ein Arbeitskommando unter hätte das von dem Mühlenschiff=Kapitän gedacht?“ Mynheer van der Straaten erhob sich. Indem er seinen Rock zuknöpfte, sagte er: „Nun, das ist eine andere Frage. Von dem Sander war das doch wohl zu erwarten, sollte ich meinen. Das ist von jeher ein ganzer Kerl gewesen, just wie sein Vater. Er hat nur eine Weile verteufeltes Pech gehabt, aber daß er sich wieder auf die Socken machen würde, habe ich immer gewußt.“ „Was Du nur redest, Straaten“ meinte einer der Herren ärgerlich.„Wenn einer bei Nebel, in dem man keine Hand vor Augen sehen kann, über Bord unter die Haifische geworfen wird, da ist’s mit dem„auf die Socken machen" nichts mehr. Dem hat den liebe Gott geholfen, und da mag er sich bedanken.“ Mynheer van der Straaten hatte seltsamer Weise auch auf diese Herausforderung, die ihn zu jeder anderen Zeit in die größte Aufregung versetzt haben würde, keine Entgegnung mehr. Er ging und überließ es seinen guten Freunden, sich über seine immer mehr zutage tretende„Großzmauligkeit" zu ärgern. Um dieselbe Stunde, als im Klub das Schicksal Heinrich Sanders besprochen wurde„war Klaas Däne nach der Insel gekommen, um Johann Theden Mitteilung von dem zu machen, was beide zugrunde richten würde. Ersterer war zwar überzeugt, daß Johann nicht einmal in der Lage sein werde, sein ihm gegebenes Versprechen zu halten, aber wenn einmal alles verloren war, dann konnte auch noch ein letzter Versuch gemacht werden. Der alte Theden war noch immer ein reicher Mann, der Geld schaffen konnte und Geld schaffen würde, sobald er zur Einsicht gekommen war, daß nur Geld seinem Sohn retten konnte.„ 1. Joh „Der Vater gibt nichts, Klaas, versetzte Ivhann, nachdem Däne ihm gesagt, was ihn hergeführt und die Größe der ihnen drohenden Gefahr geschildert hatte. „Er gibt nichts? Das wollte ich doch meinen, Johann Theden. Ob er gibt! Sagt ihm nur genau, wie die Dinge stehen. Gewahr wird er doch alles— so oder so. Was ist besser für Euch? Ihr setzt Euch mit dem Alten in Verbindung und seht zu, daß Ihr das Geld kriegt, damit ich in Sicherheit komme oder— Ihr wißt, was das für Euch zu bedeuten hat!“ Johann Theden erwiderte kein Wort. Er saß auf einem Stuhl vor dem Tische, auf welchem ihm das Abendbrot serviert war und starrte auf den vor ihm stehenden Teller. Was er dachte? Vermutlich hätte er es selbst nicht sagen können. Er hatte nur ein Gefühl von Schwäche, das ihn hinderte, sich zu erheben, und es ihm unmöglich machte, nur ein Wort über die Lippen zu bringen. Die Welt drehte sich mit ihm im Kreise, und doch hatte er instinktiv das Verlangen, irgend etwas tun zu können, das ihm Aussicht gewährte, sich aus Fesseln zu befreien, die ihm die Kehle zuzuschnüren drohten. „Besinnt Euch nicht lange, Johann. Denkt nicht, daß Ihr allzuviel Zeit habt. Meine Geduld ist aus. Sander liegt in Quarantäne, auf wie lange, das weiß der Teufel. Jeder Augenblick kann unser letzter sein! Noch immer rührte sich Johann nicht von der Stelle, obgleich Dänes Drängen seinen Gedanken jetzt eine bestimmte Richrung gav. Mit dem unerbittlichen Gläubiger war er ein verlorener Mann. Wenn er nicht gewesen stimmte Richtung gab. Mit dem unerbittliche. War er ein Verlorener Mnm. Wenner n.., Jetzt stand er auf. Johann war bleich wie der Tod. Indem er auf den Mann blickte, der ihm so schlimme Dienste geleistet, glühte es unheimlich in seinen Augen: Däne, kommt! Die Luft ist mir hier zu schwül. Wir wollen draußen weiter darüber reden. Ist denn auch alles war, was Ihr mir sagt?“ „Wenn Ihr mir nicht glauben wollt, so seht blos einmal in den Zeitungen nach. Da gibt es nun ja nichts mehr als Sander— der Mann, der alles kann. Verlaßt Euch auf nichts, als auf das, was ich Euch sage. Es gibt für Euch nur einen Ausweg: schafft Klaas Däne aus der Luft, wenn ihr einen guten Ausweg wollt. „Schafft Klaas Däne aus der Luft," wiederholte Johann Theden.„Ja, Däne, Ihr habt recht, Ihr mußt aus dem Wege, wenn es mit mir noch was werden soll. Wo habt Ihr den Schein?" Johanns Stimme hatte einen heiseren Klang, in seinen Augen glühte ein unheimliches Feuer. „Der ist wohlverwahrt, hier auf meiner Brust,“ lautete die Entgegnung. „Wann geht das Fährschiff? „Morgen früh um fünf Uhr.“ Fahrt Ihr mit hinüber?“ „Ich weiß nicht, ob das ratsam ist. Mag es über drum sein. Wollen mal versuchen, ob es nicht einschlägt. Also um fünf Uhr an der Landungsbrücke. Seid nur recht pünktlich“, sagte Johann Theden. „Ich lasse schon nicht auf mich warten. Mit diesen Worten hatte Klaas Däne das Zimmer verlassen und Johann war allein. Er stand noch eine Weile aufhorchend, bis unten die Haustür ins Schloß fiel. Dann klingelte er den Kellner, um ihm zu sagen, er wolle am folgenden Morgn mit dem Fährschiff einmal nach dem Festland hinüber, gedenke aber mit demselben zurückzukehren. Man möge ihn rechtzeitig wecker damit er die Zeit nicht versäume. „Ausgelebt!“ kam es voll Hohn über seine Lippen, nachdem die Tür sich hinter dem Kellner geschlossen hatte. Er legte sich frühzeitig zum Schlafen nieder, und als er geweckt wurde, erinnerte ersich nicht gleich der Vorgänge des letzten Abends. (Schluß folgt.) Die Landwirtschaft Englands. In einer die Schäden und den Niedergang der englischen Landwirtschaft behandelnden Kommission äußerte sich Sir John Bennet Lawes jüngst folgendermaßen: Nach meiner Ansicht wird das Ende vom Liede sein, daß der größte Teil unseres Landes in Wiesen und Weideland umgewandelt wird. Es ist absolut unmöglich, unter den heutigen Verhältnissen Ackerbau zu betreiben, selbst wenn man den Boden geschenkt bekommt. Bevölkerung ist den Städten zu gute gekommen. Das Land hat sogar außerdem noch vier Millionen an sie abgegeben. In dem letzten Kriege hat sich dieses Verhältnis sogar in sehr unangenehmer Weise geltend gemacht; denn in einigen Regimentern waren unter der hauptsächlich aus der städtischen Bevölkerung sich rekrutierenden Mannschaft stellenweise bis zu 30 vom Hundert und darüber hinaus felddienstunfähig. Ebenso kommt R. F. Crawford, Beamter des englischen landwirtschaftlichen Ministeriums, in einem kürzlich veröffentlichten Berichte zu der Schlußfolgerung, daß 1. die Einfuhr von Weizen, dem Hauptnahrungsmittel Englands, stetig zunimmt, 2. die einheitliche Erzeugung bei stark weichenden Preisen stetig zurückgeht, 3. die städtische und Industriebevölkerung fast ausschließlich auf vom Auslande stammendes Brot(auch Kartoffeln) angewiesen ist. Welch schwere Sorgen diese Tatsachen der englischen Regierung und dem Volke bereiten, ist ja bekannt. Im Falle eines Krieges kann das Inselreich, wenn es gelingt, die Zufuhren abzuschneiden, binnen kurzer Zeit völlig ausgehungert werden. Hauptsächlich der Erkenntnis dieser Tatsache ist die riesenhafte Vergrößerung der Flotte zuzuschreiben. Die, man kann wohl sagen, mehr als leichtfertige Vernachlässigung der Landwirtschaft fängt jetzt an, bittere Früchte zu tragen. So lange England früher eine Art von Monopol für den Welthandel hatte und englische Waren allerwärts, auch auf dem Kotinent, begehrt waren, war der Verdienst der Industrie so groß, daß man die hohen Ausgaben für die Volksernährung ohne Anstrengung vom Gewinn bestreiten konnte. Seit aber andere Nationen als unbequeme Wettbewerber auf dem Plan erschienen sind, ist der Verdienst auf allen Gebieten erheblich geschmälert worden. Die Verauslagung von 1250 Millionen Mark allein für Getreide macht sich natürlich in der Handelsbilanz sehr unangenehm fühlbar. Daher die tiefgehende Mißstimmung über den eifrigen Wettbewerb anderer Völter. Lokales. ** Schwerte, 14. August 1903. (Aus den Grubenbezirken.) Bekanntlich besteht auf den meisten Ruhrzechen die Einrichtung, daß diejenigen aus der Grube kommenden Kohlenwagen, welche entweder nicht genügend voll, oder mit unreinen, d. h. mit Steinen vermengten Kohlen beladen sind, gestrichen, oder wie der Bergmann sich ausdrückt, genullt werden. Dieses Verfahren ist auf vielen Zechen in letzter Zeit wieder in einem Umfange geübt worden, daß die davon betroffenen Arbeiter laute Klagen darüber erheben. Um der wachsenden Unzufriedenheit der Arbeiter hierüber Einhalt zu tun, scheinen die Zechen sich nunmehr zu einer Einschränkung dieses Verfahrens entschlossen zu haben, denn, wie der„Köln. Ztg. aus Bergarbeiterkreisen versichert wird, hat das Wagennullen seit Anfang dieses Monats abgenommne. Es werden jetzt nur noch solche Wagen gestrichen, die den an sie billigerweise zu stellenden Anforderungen in Bezug auf Inhalt und Reinheit der Kohlen in keiner Weise entsprechen und bei welchen von vornherein anzunehmen ist, daß ein grobes Verschulden seitens der betreffenden Arbeiter vorliegt. Die Arbeiter sind vielfach der Ansicht, daß die Aufsichtsbehörden ihren Einfluß in dieser die Bergarbeiterschaft stark erregenden Angelegenheit geltend gemacht und den Zechen zu einer Milderung des Verfahrens beim Wagennullen geraten haben. Daß das Vertrauen der Bergarbeiter zu der Gerechtigkeit und dem Wohlwollen der Aufsichtsbehörden noch immer sehr groß ist, konnte man aus den Ausführungei der Redner, welche in den zahlreichen am Sonntag stattgehabten Bergarbeiterversammlungen auftraten, deutlich entnehmen. Wenig Vertrauen haben die Arbeiter dagegen zu den Organen der Sicherheitspolizei, da sie diesen— die ob mit Recht oder Unrecht mag hingestellt bleiben— die Schuld an der Weigerung der Wirte, ihre Säle zu öffentlichen Arbeiterversammlungen herzugeben, beimessen. **(„Im Reiche des Wassers.“) Ein auswärtiges Blatt brachte gestern die Mitteilung, Herr Hagemann habe die Wirtschaft„Im Reiche des Wassers" für 135 000 Mark an die Brauerei Wittekind=Westhofen verkauft. Die Nachricht ist nicht richtig; es schweben wohl handlungen, die aber noch nicht zu einem Resultate geführt (Strafkammer Hagen.) Sitzung vom 13. Aug. Der Schuhmacher Hockelmann und der Fabrikarbeiter H. Bornefeld aus Refflingsen sind vom Schöffengericht zu 54 Mark Geldstrafe und 10 Tagen Haft bezw. 10 Mk. Geldstrafe und zwei Tagen Haft verurteilt worden, weil sie sich am 15. Februar d. Is. gegenseitig ganz gewaltig vertobackt haben. Beide haben Berufung eingelegt. H.'s Berufung wurde verworfen, weil er der provozierende Teil gewesen ist, während B. die Geldstrafe erlassen wurde.— Der Erdarbeiter E. Rottmann in Nieder; hengstei stahl dem Wirt C. Lenz vortselbst am 21. Juli 5 Flaschen Spirituosen. Wegen Diebstahls im Rückfalle boste( Dag Regziment der Hacketauer.) Die ehemalgen 16 er von Schwerte und Umgegend versammeln sich am Sonntag nachmittag 12½ Uhr im Lokale des Herrn Böhmer zur Teilnahme an der Gedenkfeier der Schlach bei Mars=la=Tour in Hörde. **(Reservisten) mag das folgende von Berliner Zeitungen mitgeteilte Vorkomnis zur Warnung dienen: Ein Pionier der Reserve hatte sich auf dem Bezirkskommando zu melden. Er erschien dort mit brennender Zigarre in der Hand und antwortete auf die Rüge des Feldwebels:„Ach, das ist ja Unsinn, ich will mich ja doch nur anmelden!“ Angezeigt erhielt er wegen Achtungsverletzung und Ungehorsams 4 Wochen strengen Arrest. (Ueber fremdsprachliche Einwohner im Ruhrbecken) berichtet der Ess.„Gen=Anzg.“: Es wurden ermittelt: im Jahre Kreise Recklinghausen Stadtkreise Dortmund Landkreise Dortmund Kreise Hörde Stadtkreise Bochum Landkreise Bochum Stadtkreise Witten Stadtkreise Gelsenkirchen Landkreiie Gelsenkirchen Kreise Hattingen Kreise Mühlheim=Ruhr früh. Stadtkreise Essen **(Krankenkassenkassen und deren Mitglieder Polen, Masuren und Kassuben 1890 1900 5319 26 932 639 3 967 1928 11 879 515 2 076 1197 2 279 4456 16224 195 1 127 2237 2722 7741 28 117 516 1 819 1106 4432 217 1693 Sache.) Eine für Krankenwichtige Entscheidung hat das Remscheider Amtsgericht gefällt. Die„Remscheider Ztg.“ berichtet darüber: In einer Streitsache mit der Remscheider Allgemeinen Ortskrankenkasse ist vom Amtsgericht in Uebereinstimmung mit der Aufsichtsbehörde entschieden worden, daß die Kasse die Kosten eines Nichtkassenarztes zu tragen hat, wenn der bestellte Kassenarzt die Behandlung des Erkrankten bei Zuziehung eines Nichtkassenaztes einstellt. In der Begründung ist u. a. angeführt, daß den Kassenmitgliedern unter keinen Umstäuden das Recht genommen werden darf, auf ihre Kosten die Ansicht und den Rat eines Nichtkassenarztes zu hören, und der Kassenarzt habe bei Zuziehung eines Nichtkassenarztes keine Berechtigung, dem Erkrankten die Behandlung zu verweigern. Die von der Allgemeinen Ortskrankenkasse gegen dieses Urteil eingelegte Berufung ist beim Landgericht Elberfeld zurückgezogen worden. ***(Die Einstellung der Rekruten) ist nunmehr für Truppenteile des VII. Armeekorps wie folgt festgesetzt: Reitende Artillerie und Train am 2. Oktober; Kavallerie am 7. Oktober; Infanterie, Jäger, fahrende Artillerie, Fußartillerie und Pioniere am 14. Oktober; Gardekorps und Kavallerie am 2. Oktober; Verkehrstruppen am 14. Oktober. *** Wandhofen, 13. August. In der hier am 11. d. Mts. unter dem Vorsitze des Herrn Gemeinde=Vorstehers Klempt stattgefundenen Sitzung der hiesigen GemeindeVertreter=Sitzung wurde beschlossen, den Anteil der Sparkassen=Zins=Ueberschüsse des Jahres 1902 zur Ansammlung eines Schulbaufonds und zu außeretatsmäßigen Wegebauten zu verwenden. Sodann wurde noch der Wunsch laut, daß man bald mit der Ausarbeitung eines Fluchtlinienplanes für die hiesige Gemeinde beginnen möge.„„„„„ ** Garenfeld, 15. August. Der hiesige Stenographen=Verein„Fortschritt" begeht am 5. September d. Is. in den Räumen des Gastwirts Dehnert hierselbst sein diesjähriges Stiftungsfest in geschlossener Weise. Eine kleine Verlosung wird sich der Feier anschließen. ** Höchsten, 13. Aug. Bei Gelegenheit des am 16. August hierselbst stattfindenden Kriegerfestes wird am Tage vorher ein Kinderfest gefeiert werden, zu welchem Zweck die Vertretung der hiesigen Schulgemeinde in ihrer letzten Sitzung in anerkennenswerter Weise einen größeren Geldbetrag zur Verfügung stellte. Wünschen wir deshalb dem Verein das allerbeste Gelingen des Festes und vor Allem auch gutes Wetter. ** Berghofen, 13. August. Einen empfindlichen Schaden erlitt der Metzger E. von hier. Er hatte fünf fette Schweine gekauft, von denen zwei alsbald geschlachtet und die übrigen drei bis zum anderen Tage eingestallt wurden. Als der Schlächtergeselle gestern morgen den Stall betrat, lagen zwei Schweine verendet am Boden, während das dritte gesund geblieben. Die Tiere waren der unter dem Schweinebestand unserer Ortschaft herrschenden Rotlaufseuche zum Opfer gefallen, wodurch dem Metzgermeister ein Schaden von ca. 250 Mark erwachsen ist. ** Aplerbeck, 13. August.(Diebstahl.) In der vorvergangenen Nacht sind Diebe bei dem Wirt Plätz in der Kirchstraße eingedrungen und haben unter der zum Trocknen aufgehängten Wäsche tüchtig aufgeräumt. Ebenso statteten sie dem in demselben Hause wohnenden Steiger Knuf einen Besuch ab, wobei ihnen gleichfalls Wäschestücke in die Hände fielen. Von hier aus setzten die Diebesgesellen ihren Raubzug fort und hießen auch bei dem benachbarten Lehrer Röding Wäsche und außerdem drei Kaninchen mitgehen; als sie aber bei dem Schornsteinfegr Raulf ebenfalls eindringen wollten, wurden sie durch einen wachsamen Hund in ihrer lichtscheuen Tätigkeit gestört und von dem Besitzer des Hauses durch Revolverschüsse vertrieben. Die Polizei ist eifrig tätig, die Spuren der Wäsche= und Kaninchendiebe zu verfolgen. Hoffentlich gelingt es, sie dingfest zu machen, damit sie ihrer Strafe nicht entgehen. ** Aplerbeck, 13. August.(Unser Dorfteich) wird nunmehr, nachdem er längere Zeit trocken gelegen, gereinigt. Die Arbeiten hat ein Unternehmer aus Lünen für den Preis von 3000 Mark übernommen; allgemein gelangt hier die Meinung zum Ausdruck, daß dieser Preis zu niedrig sei, wobei der Unternehmer nicht auf die Kosten kommen könne. Wenn man berechnet, daß es sich hierbei um die Fortschaffung von ca. 3—4000 Kubikmeter Morastmassen handelt, so muß man dieser Ansicht beiRichten. Gesundheitspflege. (Eine wahre Gifthöhle) zeigt unser— Mund, wenn wir ihn und seine Organe unter das Mikroskop nehmen. Die neuere bakteriologische Wissenschaft hat bekanntlich überall, im Wasser, in der Luft, auf den Speisen, im Zimmer wie im Freien die winzigen Lebewesen, die man Bazillen, Bakterien, Mikrokokken und ähnlich nennt, entdeckt. Kaum aber soviel wie in unserem Mund. Der menschliche Mund ist tatsächlich eine Brutstätte der verschiedensten Krankheitskeime. Schadhafte Zähne sind da in erster Linie als Urheber der verschiedensten Krankheiten zu nennen, die zuweilen, besonders bei Kindern und schwächlichen Individuen, tötlich verlaufen. Die Zahl der Bakterien und anderen Kleinlebewesen, die selbst im Munde ganz gesunder Personen gefunden werden, ist eine ganz erstaunlich große, ebenso die Liste der Krankheiten, welche dadurch hervorgerufen werden können. Was für eine„Gifthöhle“ unser Mund,— auch das süßeste Mündchen der lieblichen Jungfrau— darstellt, zeigt sich daran, daß Verletzungen mit frisch gebrauchten zahnärztlichen Instrumenten fast immer Geschwüre zur Folge haben. Der menschliche Speichel, selbst von ganz gesunden Leuten, ist sehr giftig. Von 120 Mäusen, denen der Speichel von ebensoviel Personen eingespritzt wurde, starben 111. Die Ursache sind eben die winzigen Organismen, welche in der Mundhöhle angesammelt werden. Im ganzen hat Professor Müller vom zahnärztlichen Institut in Berlin 22 verschiedene der Gesundheit schädliche Mikroorganismen in der Mundhöhle seiner Patienten gefunden, von denen verschiedene die schwersten Erkrankungen hervorzurufen vermögen. Die Wichtigkeit der Reinhaltung unserer Mundhöhle ergibt sich da von selbst. Westfalen und Rheinland. * Gelsenkirchen, 12. Aug.(Minister Möller und der kranke Bergmann.) Ueber eine interessante Entscheidung des Ministers Möller wird berichtet: Ein Mitglied des christlichen Gewerkvereins in Gelsenkirchen hatte am ersten Tage seines Krankseins in einer Wirtschaft Kellnerdienste verrichtet und war deshalb von dem Knappschaftsvorstande in eine Strafe von 20 Mk. genommen worden. Hiergegen hatte der Gewerkverein Beschwerde beim Oberbergamt geführt. Die Strafe wurde auf 5 Mark herabgesetzt. Nun beschwerte sich der genannte Verein beim Minister für Handel und Gewerbe mit der Begründung, daß der Knappschaftsvorstand gar nicht nach§ 6 Abs. 5 d des Knappschaftsstatuts das Recht habe, während der ersten drei Tage des Krankseins zu bestrafen, da ja der Kranke kein Krankengeld von der Knappschaftskasse beziehe. Der Herr Minister veranlaßte sofort den Knappschaftsvorstand, den§ 6 Abs. 5 d der Satzungen zu erklären, und der Geschäftsausschluß kam dann auch jetzt endlich zu der Ansicht, daß der Kranke nur während des Bezuges des Krankengeldes keine gewerblichen Arbeiten zu verrichten habe, was deutlich auch schon vor der Beratung aus den Satzungen zu ersehen war. Die gezahlten 5 Mark wurden dann sofort zurückerstattet. * Büren i. W., 13. August.(Im Jähzorn.) Einem Landwirt in dem benachbarten Steinhausen wurden in der letzten Zeit des Nachts häufig Geräte, Maschinen und dergl. böswillig beschädigt, ohne daß er derTäter habhaft werden konnte. In der Nacht vom 9. zum 10. August gelang es ihm nun, mehrere Burschen dabei zu erwischen, als sie seine Selbstbindemaschine beschädigen wollten. Der Landwirt, der gerade einen Schippenstiel zur Hand hatte, schlug auf die Burschen ein und traf einen so unglücklich, daß er an den erlittenen Verletzungen starb; ein anderer liegt schwer darnieder. Der Bauer stellte sich am Vormittag dem Amtsgericht in Büren. * Elberfeld, 13. August.(Seltene Naturerscheinung.) Auf dem Hause des Herrn Fritz Hoffmann, Emilienstraße, brannte Sonntag früh beim Niedergang des Gewitters ein Elmsfeuer, das ungefähr 10 Minuten anhielt. Die Flamme hatte eine Höhe von mindestens anderthalb Metern und wies einen Durchmesser von ¾ Metern auf. Sie glich einer großen Spiritusflamme. Die Naturerscheinung rührt bekanntlich von der Elektrizität her, die aus der Erde strömt und durch das Gewitter zum Leuchten gebracht wurde. * Remscheid, 13. August.(In eine traurige Lage) versetzt wurde gestern nachmittag eine Familie zu Menninghausen. Ein Fabrikarbeiter, der am Typhus schwerkrank darniederlag, durchschnitt sich, wie die„Remscheider Zeitung“ berichtet, im Fieberwahn in einem unbewachten Augenblick die Halsschlagader, so daß er nach kurzer Zeit verblutete. Der hinzugerufene Arzt konnte nur noch den Tod des Mannes feststellen. * Mehlem, 12. Aug.(Ungewollter Erfolg.) In vergangener Woche kehrten die Deutzer Pioniere von Mehlem, wo sie drei Wochen im Quartier gelegen und Uebungen im Brückenbau vorgenommen hatten, zurück. Die Vaterlandsverteidiger hatten während dieser Zeit das Herz mancher Schönen erobert und es war nichts natürlicher, als daß die Soldaten beim Abschied versprechen mußten, zum Turnerfest am vergangenen Sonntag wiederzukommen. Einige Dutzend Gefreiter und Pioniere hatten auch Wort gehalten und waren auf dem Turnerfest erschienen. Die Marsjünger amüsierten sich auf dem Festballe im Tanz mit den Schönen köstlich und es herrschte zwischen Zivil und Militär die ungetrübteste Harmonie. Ein in Godesberg erscheinendes Blatt wußte in seiner dieswöchigen Nummer von dieser guten Harmonie zu erzählen. Es beweise, daß die Pioniere bei ihren kürzlichen Uebungen in Mehlem recht gut aufgenommen waren. Diese Worte gefielen den Mädchen, die sich an der Seite ihrer Kavaliere so gut amüsierten, besonders, und man beschloß, die Zeitung, die diese Notiz enthielt, einem Hauptmann des Pionierbataillons zuzusenden, um ihn dadurch vielleicht zu bestimmen, seine Leute mal öfters nach Mehlem zu schicken. Die Wirkung war aber eine verfehlte. Sämtliche Pioniere, die das Mehlemer Turnerfest besucht, mußten sich stellen und alle erhielten mehrere Tage Arrest zudiktiert, weil sie sich unbefugt aus der Garnison entfernt hatten. Die Dorfschönen sollen, wie verlautet, ein„Gnadengesuch“ abgesandt haben. * Kassel, 11. August.(Racheakt.) Ein ganz gemeiner Racheakt ist bei einem Wirte an der Ihringsallee verübt worden. Er fand nämlich gestern 12 Schweine im Stalle tot vor, die sämtlich vergiftet waren. Das Gift scheint des Abends in den Futtertopf gebracht zu sein, da dieser des Abends mit dem Deckel geschlossen, des MorSpur. gens aber offen war. Von Täter fehlt jede * Kaiserslautern, 12. Aug. Gestern nacht schlug während eines schweren Gewitters der Blitz in eine Wirtschaft in Kleinattweiler in der anläßlich der Airchweibe Tanz in Kleinoltweiler, in der antäßlich der Kirchweihe Tanzmusik stattfand. Vier Personen wurden getötet, schwer und eine leicht verletzt. eine (Verlassen Aale das Wasser?) Schon vor längerer Zeit berichtete Herr Heiking über einen mißglückten Zuchtversuch mit Aalen im kalten Forellenwasser. Die Aale waren aus dem Teiche verschwunden und die wenigen Exemplare, welche er fing, hatten kaum nennenswert zugenommen. Im vorigen Herbst versuchte er Aale in einem Springbrunnen für die Winterzeit aufzubewahren, — füllte den Brunnen 50 Zentimeter mit weichem Schlamm und setzte dahinein, nachdem der Brunnen bis zum Rand mit Wasser gefüllt war, 1 Ztr. Aale für die Fischhandlung. Den Rand ließ er mit frischem Sand bestreuen und sorgfältig mit der Harke glätten. Schon nach kurzer Zeit bemerkte er, daß einige Aale nachts den Brunnen verlassen hatten und in einen in der Nähe liegenden Teich wanderten. Dem Sänger. In diesen Cagen kleiner Menschen sollst du sagen, Was aller Zeiten Ideale hochgetragen, Sollst dich nicht beugen vor der Cagesmenschen Gunst, Dem Höchsten weih' allein dein Herz und deine Kunst. Und ob du unverstanden schreitest durch die Menge, Die hin zum eitlen Markte flutet im Gedränge, Sing' du dem Göttlich=Hehren, was dein Herz erfaßt, Und gib das Beste ihm, was du zu geben hast. Sing' deinem Dolk— und sing's ihm immer wieder Sing' tiefsten Sinnes voll die innig starken Lieder— Und ob sie schwerbetört die Sänge nicht verstehn: Aus deinen Augen werden sie es leuchtend sehn. Und übertönt den Klang das wüste Markt=Gedränge, Dein Wort und Con verfolgt sie mahnend in die Enge, Und faßt er dort sie in des Herzens tiefsten Nöten, Dann zwingt er sie in's Anie und lehrt mit dir sie beten. Du aber singe auf dem Markte und den Straßen, Sing' deines Dolkes Ruhm in Liebe und in Hassen, Bis daß der matten Hand die Leper schwer entsinkt Und dir des Lebens Lohn aus Gottes Händen winkt. Iglau. Josef Stibitz. Eigener Depeschendienst Hd Berlin, 14. August. Aus Frankfurt a. Main wird berichtet: Vor dem Kriegsgericht hatte sich der Unteroffizier Heinrich Scherer vom 87. Infanterieregiment wegen Mißhandlungen„vorschriftswidriger Behandlungen und Beleidigungen Untergebener zu verantworten. Das Gericht ließ viele Fälle, weil sie unklar waren, unberücksichtigt und verurteilte Scherer für 205 Fälle zu anderthalb Jahren Gefängnis und Degradation. Hd Paris, 14. August. Heute nachmittag wurden die 25 bisher von ihren Angehörigen nicht reklamierten Opfer der Metropolitanbahn=Katastrophe beigesetzt.— Zwischenfälle sind nicht vorgekommen. Hd Chälons=sur=Marne, 14. August. Gestern rannte ein Automobil, in dem sich Her de la Touloubre befand, gegen einen Steinhaufen. Der Führer wurde aus dem Wagen geschleudert und erlitt so schwere Verletzungen, daß er sofort tot war. Hd Budapest, 14. August. Dem„Pesti Hirlap" zufolge versucht am hiesigen Platze ein Agent des Königs von Serbien Wechselkredit für eine Million Kronen zu erhalten, er sei jedoch überall abgewiesen worden und werde nunmehr die Runde durch Europa machen. Hd Sofia, 14. August. Wiederum ist bei Salonichi eine Eisenbahnbrücke unweit Salonichi durch Dynamit gesprengt worden. Zu den schon gemeldeten Rüstungen ist die Mobilisierung von 16 Redifbataillonen aus den Aushebebezirken in Mazedonien selbst hinzuzufügen. Wetterbericht. 15. August: Vielfach heiter, Wolken, sehr warm. 16. August: Sehr warm, heiter, strichweise Gewitter. 17. August: Wolkig mit Sonnenschein, schwül warm, meist trocken. Für den redaktionellen Teil verantwortlich Wilh. Schade. Gottesdienste Schwerte. Größere evangelische Gemeinde. Sonntag, 16. August 1903. Vormittags 8 Uhr: Frühgottesdienst. Pastor Graeve. Vormittags ½10 Uhr: Hauptgottesdienst. Pastor Wischnath. (Konfirmation.) Nachmittags 2 Uhr: Kindergottesdienst. Pastor Heinenberg. Reformierte Kirche. Sonntag, den 16. August 1908. Vormittags ½10 Uhr: Predigt. Pastor Graeve. Ev. Stadtmission, Schwerte, Kuhstr. 7. Sonntag, 16. Aug. 1903. Vormittags 7¼ Uhr: Biaalkenzgebetstunde. Nachmittags 2 Uhr: Gesangübung des Gemischten Chors. Nachmitttags 5 Uhr: Bibelstunde. Abends 8 Uhr: Jünglingsverein. Gottesdienstordnung der kath. Pfarrkirche. Sonntag, den 16. August 1903. Mariä Himmelfahrt. Vormittags: e. Kaplan Rieke. se mit Predigt. Pfarrer Schnurbus. 10 Uhr: Hochamt mit Predigt u. Segen. Nachmittags 2 Uhr: Vesper. 5 Uhr: Andacht für die Sodalität mit Predigt. 7 Uhr: Stephanus=Verein. 8 Uhr: Josephs=Verein. Sonntag, den 16. Aug. 1903. Vorm. 9½ Uhr: Predigtgottesdienst. Nachm. 2 Uhr: Kindergottesdienst. Pastor Falkenderg. 6½ Uhr: Stille hl. Me 7½ Uhr: Stille hl. Me 8¼ Uhr: Stille hl. Me 0 Zwangsverkauf. Bekanntmachung. Am Samstag, beg uhr Monat Januar, Febrnar und Avril die höchsten bis lokale beim Wyt vohme, mentisch nach Hinzutritt des Versandes der Zuckerrüben wr„ für Lasfahr und lontiger landwtrtigagklsezwbeise gaußer erb=entilss wbogen7## mittel usw. erwarten, werk, 2 Jasser, buvon hohe Anforderungen an den Staatsbahn=Wag 1 großes nenes Jauche, vort ver gzenhahunpergaltungen werden alle geigneten o6 u. d. v.(Mohuchnen trsfen, um Hohz ise e netweansg, daßz hre Schwerte, 14. Aug. 1903. Bestrebungen auch von den Verkehrtreibenden unterstützt Morgenroth, wrteg, it herzu huschlich der Veutzung der ofenen esde Mgen eur uish sie den Wialek schoa feie se. Zwangs. uus nicht auf die Zeit von Ansang OttoVersteigerung. ber bis rnigs 10 uve, /u 6 huach ber genachten Erschange, iasgerne sche 6e ebebe u beng ie u, de guoshen Versendesgzugte Zelsechne Keiähtil 1 neue Betstelle, 1 sondern daß die neuen Eisch, vene= gfotzerlchen veut gzieser, Gatung steis rechtzeltg Sseue.. eser, Penz, Bagen gut cder. dabs ur 8en. Nontag, den 1. er., Jur aue u.=93, Pgale Ausnuthanen Bergage vorn. 10/ür, Versanulung WBagenladungen auf. De Fshleunige Ver und EmtilaSein Wir Vörtinghensisgewichts hovie auf I8. Zaght genonmen Bich, danit 22 Slück ferigeorey= Idung der Wogerzguer algeneiten Verkürzung der aus den Stchbrüichen voni vo) Die gateligten Kreise ersichen wie hierach grschen Suchyotz.„ und die erforderlichen Einrichtungen im allseitigen Interesse frühzeitig treffen zu wollen. Elberfeld, im Juli 1903. Königliche Eisenbahndirektion. Mobiliar=Verkauf. Am Samstag, den 15. d. Ats., morgens 9½ Uhr, ver85 Müller, Ger.=Vollz. kr. A. in Schwerte, Ruhrstr. 2. Standesamt Westhofen. Anmeldungen vom 1. bis 31. Juli 1903. aseichin Cesthes Bohner Kalsel Gasch, heie gedie Khaescien Gashiece Bis 1 Leinenschrank, 1 Prgn Heiur Schsfer, Spburg, Schioser utz, Met Fahritartandhofen. Fahrskarb. granz 5g un. Schser, Sphirge, 6e gle, Spiegel,1Pultschrand, 4 Rohrstuhle, 1 Seiser, Eoburgv), Tochter, Schlosserm. Friedr. Kogelheide, Westhofen. 1 Nachttisch, 1 Garde,) v= granberng, Sohugt, Zahrlatb, Karl Kkol, Westhosen. Gandpbebote, id e, Aedue Mazese Seiähsgnten Schr echalte Beöiete. gegenstände. r...„ Hohen, Masserwersanb. Chrisian, sfeiuen und gereugt,### gpe Atiehungen: Fobriad. Behgorn. P-=3=h=Lehe Schulte, Aukionator, und Gnna Schwenter, Pandschaise Hauie eivert, Westhelser. und Witwe Karoline Sophie Wilhelmine Unzhelm geb. G 9.— Hischehaes balce, Poses oshe, Mnante. 5 St. pe Wiühelm Pettlenbusch, Westhofen, 4 M.— Hugo Rensing, Lichtendorf, 2 J. Die 1Or Sopitn verkaufe trotz bekannter Billigkeit zu nachstehenden ermässigten Preisen! 50 St. bessere halbw. u. reinw. Kleiderstoffe habe ich bedeutend unter Preis erstanden und verkaufe Htervon schane. 6 Meter(1 Kleid) guten Kleiderstoff, doppeltbreit, zu Mk. 3,50. *„„ 500 Wirklicher Wert 5,00—9,00 Mk. So billige Preise können nicht wieder geboten werden. Diese Kleiderstoffe liegen in meinem Schaufenster zur Ansicht. 6 Meter besten Kleiderbiber jetzt nur Mk. 1.80. 6„„ Kleidergedruckt„„„ 2, 6„ guten Kleiderstamosen„„„ Reste bester Kleidersiamosen von 50 u. 60 Pfg., früher 85 Pfg. pr. Mtr. Sämtliche bessere Kleiderstoffe von Mk. 1,00 bis 2,25 per M. Angesammelte Reste in guten Kleiderstoffen enorm billig. 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Sasse, Schwerte, Hüsingstr. 3. Es stehet fest wie eine Mauer Das Regiment der Hacketauer. Die ehemaligen 16er von Schwerte und Umgegend, die gesonnen sind, am Sonntag, den 16. Rugust er. die Gedenkfeier der Schlacht bei Mars-Ia-tour, welche in Hörde gefeiert wird, mitzumachen, werden ersucht, Sonntag mittag 12½ Uhr beim Wirt Böhmer zu erscheinen. Abfahrt nach Hörde punkt 1 Uhr. J. A. Friedrich Bekanntmachung. Diejenigen Personen, welche für das Jahr 1903/04 einen Jagdschein zu erhalten wünschen, werden hierdurch ersucht, diesen unter Entrichtung der Gebühren in der Zeit vom 13. bis einschl. den 16. ds. Mts. auf hiesigem Atmsbureau — Zimmer Nr. 1— während der Dienststunden zu beantragen. Westhofen, 10. August 1903. Amtmann: Graf Haslingen. 655. Krieger-Verein Schwerte. Zum Abmarsch nach dem Höchsten treten die Mitglieder Sonntag, den 16. August er., mittags 12½ Uhr, im Vereinslokal an.„ Heingn wirk Zahlreiches Erscheinen wird bestimmt erwartet. Der Vorstand. Samstag, den 15. d. Mts., morgens 9 Uhr, soll im hiesigen Schlachthause das Kleisch von 2 geringgradig tuberkulösen Schweinen dastn guth tia vertastwerder an besseren Herrn zu vermieten. Hörderstr. 22. chen che Ausgesuchte Gewürzen. Vergamentpapier. Einmachessig. Carl Trog. um mm 6. Eine Wpohn. gg. ,. isichen Kasenoreiesengseste) mieten. Gärtner Carl Fisseler.[verfälschten vorautiert Wohnung /1900er Rothwein, von 2—3 Zimmern in besserem Derf. kostet im Faß von cirea Hause per sofort gesucht,„Offert, 30 Lc. an—. mit Preisangabe unter Nr. 260 an die Geschäftstelle d. Ztg. Ein tüchtiges Mädchen von 15—18 Jahren von auswärts für kleinen Haushalt ges. Offert. ##r M 100 a d Geschaftsstelle. Einmachsruc, schützt sicher vor dem Verderben mein = Salicyl-Kräuteressig. Alle anderen Einmachartikel bekannt gut und preiswürdig bei Ernst Klein, Hüsingstraße 15. 1 Ntr. 20 Pfg, 10 Ltr. 1/80, Wr., ume. u. 100 a. d. 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Maschinenstroh(Roggen=) 2,90, Richtstroh(Flegeldrusch) 3,00, Krummstroh 2,70 Mk. die 100 kg. Carl Feit, Sasasasasasagasase hüsingstraße 24. Domuumernich für don ubeitlousten Tel Wilh. Schade, für den Anzeigenteil: Julins Humme in Schwerte. Druck und Verlag von Cart Graus in Schwerte.