Feie der deren Nanm 10 Pier gaiker Gea lbd, ie. Schele. Alle Kreis= und Lokalpolizeilichen Verordnungen für den Kreis Hörde erlangen gemäß Bekanntmachung der Königl. durch Veröffentlichung in der„Schwerter Zeitung" rechtsverbimndliche Krait. Abonnementspreis pro Quartal 1 Mark 65 g., exel. 42 Pfg. Bestellgeld, wenn durch die Post bezogen. Erscheint jedem Wochentage. Wöchentliche Gratisbeilage:„Illustrierten Familienfreund.“ 36. Jahrgang. Der französische Revanche=Gedanke. Uieber die Art der franzöischen Rergxreste, r gisnhgißt be o im Begrif stehen, den ersten Teil der Revanchet: schnell geglückte Abtragung der# Wetrrrrri 91s. tet schnell geglückte Abtragung der 5 Milliarden=Kriegsheilung der Wunden, die der deutsch=französische Krieg jahrzehntelang eingeredet, sie hätten nur nötig, ihre Rüstgewalt wieder zu entreißen, oder aber um uns, die man weniger patriotisch und vor allem für ärmer hielt, als man es selbst war, bevor es noch zum Kriege kommen konnte, durch das erwähnte immer weitere Hinaufschrauben der Rüstungen mürbe zu machen und zu freiwillige Konzessionen in der sogenannten elsaß=lothringischen Frage zu zwingen. Hierbei hatten die Franzosen, wie sie seit Jahren schon einzusehen begonnen haben, jedoch mit zwei wichtigen Faktoren nicht gerechnet: mit dem auch in Deutschland nach dem Kriege 1870/71 erfolgten rapiden Anwachsen des nationalen Wohlstandes und mit dem, namentlich im Gegensatz zu dem, was in Frankreich geschah, noch rapi deren Anwachsen der deutschen Bevölkerungsziffer. Der Beginn der Erkenntnis der begangenen Fehler reicht hier bis in das Ende der 80 er Jahre bezw. bis in den Anfang der 90er Jahre zurück und fällt bezeichnenderweise zusammen mit 1892, in dem der damalige Kriegsminister de Freycinex urbi et orbi verkünden zu können glaubte, jetzt sei die Reorganisation und Rekonstruktion der französischen Armee vollendet, jetzt sei Frankreich wieder die erste Militärmacht der Welt; es habe nicht nur nichts mehr zu fürchten, sondern es hänge nun ganz von seinem Willen ab, wann es sich sein ihm 1870/71 Recht an der Sonne wieder nehmen woue. Doch in Wirl lichkeit war zu jener Zeit, trotz des unbestreitl tiven Aufsteigens der Abstieg der französischen Militärmacht von der einstigen, alle seine Nachbarn überragenSinnsprüche. den Höhe definitiv und unaufhaltsam geworden. Die 1888 begonnene de Freycinet'sche Armeeorganisation bedeutet zugleich den Höhepunkt der Uebertreibungen der französischen Kriegsrüstungen. Herr de Freycinet hat das inzwischen bei den jungsten Verhandlungen über die Einführung der zweijährigen Dienstzeit im Senat sogar selbst zugeben müssen. Man hatte den Bogen der Blut= und der Geldsteuer fü Armeezwecke überspannt. Anfang der 90er Jahre ver: L e i t e r d e r R e p u b l i k j e d o c h z u n ä c h s t n o c h a u s suchten die Teuer der mepgung f.soch zunächst noch aus “ e i n Q u e l l m i t d e m d e u t s c h e n N a c h b a r e i n z u t r e Der Bauer steht vor seinem Feld Und zieht die Stirne kraus in Falren; Ich hab' den Acker wohl bestellt, Und reine Aussaat wohl gehalten, Nun seh' mir eins das Unkraut an, Das hat der böse Feind getan. Da kommt sein Knabe hochbeglückt, Mit bunten Blüten reich beladen, Im Felde hat er sie gepflückt, Kornblumen sind es, Mohn und Raden. Er jauchzt: Sieh' Vater, nur die Pracht, Die hat der liebe Gott gemacht! sturm. Kapitän Sander. Roman von F. Klinck=Lütetsburg. (25. Fortsetzung.) Schlimmes von Heinrich Sander! Das war's, was schon seit vielen Tagen und Wochen zu hören befürchte. Er hatte ihr bei seiner Abreise versprochen, Nachcht zu geben, sobald er in Kalkutta gelandet sein würde. nd nichts, nichts hatte sie von ihm gehört. „Was ist mit Kapitän Sander?“ fragte sie mit bebenStimme. den begangenen Fehlern mogricht: gan Machhar einzutre. mals in ent Dueu unt venn Vinu, gugf denr Fule ten, fühlten sie sich bei aller von dem Ehes ver urmee proklamierten Stärke nicht stark genug. So kamen zunächst die französisch=russische MilitärEventualkonvention und später die französisch=russische Allianz zustande. Daß diese den Franzosen das, was sic ihnen bieten solte u. anfänglich unztgstear Hatrestbegene auch zu versprechen schien, nicht geyatten yut, Ist 7.116 bekannt, wie daß sie der französischen Diplomatie#e#nher andere Vorteile gebracht hat, mit denen man von vornherein nicht oder doch nur nebenbei gerechnet hatte. Die ungeheueren, in den de Freycinetschen Heeresreformen zu ihrem Gipfelpunkte gediehenen Kriegsrüstungen jedoch hatte das Land sich wohl im Hinblick auf einen gegen Deutschland zu unternehmenden Racherrieg vorübergehend aufbürden lassen; sie dauernd zu ertragen, zu Gunsten der allgemeinen politischen Machtstellung an der Seite des einerseits immer anspruchsvoller, andrerseits, was den Rachezug gegen Deutschland anlangt, immer kühler und ablehnender werdenden russischen Bundesgenossen, waren selbst die opferwilligsten Patrioten nicht gewillt. Gleichzeitig wurde immer unleugbarer, daß Frankreich bei dem Versuch, den deutschen Gegner durch den begonnenen Wettkampf zu ruinieren, sich selbst ruinierte. So kam die Reaktion, langsam zwar, aber unaufhaltsam. Erst sahen einzelne Staatsmänner ein, daß es wie bisher nicht weiterginge; dann folgten ganze Parteien nach. Sich ehrlich mit dem status quo in Europa zu versöhnen, sich mit uns zu vertragen, konnte und kann man sich noch nicht entschließen. Aber die Generation der Revanche stirbt mehr aus; neue Ideen kamen und kommen immer mehr zur Geltung. Die Politik der Rache, der Rückeroberung der Reichslande, trat und tritt mehr und mehr zurück hinter die gebieterischen Forderungen der eltpolitik, der Kolonialpolitik und der Handelspolitik. Politische Uebersicht. — Der Kaiser, der am Dienstag von seiner Nordandfahrt zurückerwartet wirhd, ktrot am Sonabend. seinen Zähnen hervor,„das ist ja die Weibertreue! Du warst nicht besser, als ich. Im Gegenteil, bei mir sprachen die Verhältnisse mit. Sie hinderten mich, zu tun, was ich eigentlich von Anfang an have tun wollen. Glaubst Du, ich hatte mich sonst auf Helgoland mit Dir üv ,„ Bas ist mit Kapitän Sander?“ fragte sie noch tEr ist tot, entgegnete er brutal. Es verursachte ihm eine teuflische Freude, ihr diese Nachricht aussprechen Sie machte indessen nicht den erwartenden Eindruck auf Zerlina. Im Gegenteil! Sie atmete tief auf und nun kehrte auch die Farbe in ihr Gesicht zurück. Wie war es möglich, daß sie sich noch einmal von diesem Elenden hatte täuschen lassen? Mit einer Geberde der Entrüstung wandte sie sich von ihm ab, um ins Dorf zurückzukehren. „Ich glaube Ihnen nicht,“ sagte sie ruhig. „Du glaubst mir nicht? Meinetwegen! Geh' nur, Du wirst schon davon hören. Näheres kannst Du allein durch mich erfahren. „Zerlina, laß mich nur einen Augenblick den Jungen sehen,“ rief er ihr nach. Sie aber verdoppelte ihre Schritte, doch war es nicht leicht, in dem sandigen Dünenwege mit dem Kinde rasch vorwärts zu kommen. Sie glaubte sich von Johann verfolgt, obgleich er noch an derlben Steue stand. Mit Gewalt war vorlaufig nicht Fahrt von Bergen nach Odde an.— Die Kaiserin besuchte am Sonnabend in Elbing die Haushaltungsschulen für Fabrikarbeiterinnen, das Marienheim und die neuerbaute — Herzog Ernst von Altenburg bestimmte, daß die ihm von der Bevölkerung überreichten Jubiläumsstiftungen in Höhe von 63·000 Mk. zur Fürsorge alter bedürftiger Leute verwendet werden sollen. Herzog Ernst selbst spendete für denselben Zweck 50000 Mark. — Ein Mangel an Offizieren macht sich nicht nur bei der Infanterie bemerkbar. Der„Königb. Hart. Ztg.“ wird von militärischer Seite geschrieben: Nicht nur bei der Infanterie, wie unlängst bekannt,wurde, Ionogriggrchiei der Kavallerie ist ein Rückgang in der Angu## des Offi zierersatzes in den letzten Jahren zu konstatieren; denn es betrug der Zugang an Offizieren für diese Waffe 1900 190 Offiziere, in 1901 146 und im Jahre 1902 119. Ebenso minderte sich der Offizierszugang beim Train in diesen drei Jahren von 18 auf 16 und bezw. 13 ue Auf polnische Lehrer wird, wie polnische Blätter behaupten, von der Regierung ein„Druck" ausgeübt zugunsten einer Aenderung ihres polnischen Namens. Zugleich wird mitgeteilt, daß der Lehrer Ludwig Zakrzewski in Dziewierzewo, Kreis Zuin, fortan mit Frau und zwei Kindern den Familiennamen„Hilgendorf“ führt. Lehrer Emil Reganzerowski in Schubin hat den Familiennamen„Regan" angenommen. Der in einer Stadtschule angestellte Lehrer Stanislaus Nawrocki in Posen hat nach dem„Dziennik“ von„der Regierung die Erlaubnis erhalten“, sich von jetzt an„Johann Schroth“ zu neunen. Wir halten das für sehr angebracht, daß die deutsche Behörde ihren Lehrern mit polnischen Namen, wenn sie deutsch gesinnt sind, die Annahme Namens erleichtert. Von einem„Drucc, wie die Polenblätter schreiben, wird dabei schon nicht die Rede sein. — Die vereinigten Staaten von Nordamrika sin äußerst ungehalten darüber, daß die amerikanische Fleischglaubte, sich, von Johagn verfolo, ggrzusig nächts Ssd ueck uict Setiun ihe, e. hgechen er muhesch ur Geu, zage die ch nmen, daß alles, was aus meinem. Munde kommt, suchte sie ihn später von vey, bos alen, wos u venezsen sie 2.,„eomut her zu höten, wenn sie erszin Enfahrung gebracht hoßz dotreit hat khgnot, In vore husten ve eh) ontzu,(arise nicht belagen hatte. Die zunge grau trat zuder kenbleich geworden und ihre Kniee zitterten. Eine wahnnige Eifersucht erfaßte Johann. „Ich weiß, Du liebst ihn,“ kam es zornig zwischen Meinung, Theden sei dicht hinter ihr, an den„Dünenfer“ heran, der damit beschäftigt war, einige Bumen#### un,„Wollt Ihr micht wit hoshr nach Hause gebenku fitgte, ausfuhr nach Deutschland seit dem schen Fleischbeschaugestes vom 1. April d. I, u. unpe kennbarer Weise nachgelassen haben. Ein Newyorker Telegramm der„Voss. Ztg.“ besagt in dieser Beziehung: Während des Monats April betrug die Ausfuhr von Speck nur 57 Tonnen, das ist nun 1692 Tonnen weniger als im April 1902. Die Ausfuhr von Ochsenfleisch betrug 1192 Tonnen, gegenüber 2150 im April des und die von frischem Schweinefleisch 369 gegen i— Für die goldenen Schulterblatschnüre haben die Postunterbeamten die Kosten selbst zu decken. Eine Verfügung des Reichspostamts, die vom Zchusterblatzschniste icht Brch. uce u sie den Alten mit zitternder Stimme. Er richtete sich auf und sah die junge Frau mit einem seltsamen Blick an, aber es lag nichts darin, was zur Furcht Anlaß gegeben hätte. J 5u. gi, 9l „Wie Ihr wollt,“ entgegnete er, mnvem er die Blumen, die er gepflückt, von sich warf. Als sich Zerlina noch einmal umwandte, bemerkte sie, daß Johann ihr nicht gefolgt war. Sie fühlte sich dadurch sonderbar berührt, da diese Art Johanns, von einem Vorsatz abzulassen, durchaus nicht seiner Natur entsprach, Wenn site vor belgegr haltlen sig kaut shr seiztr eist gewesen war, daß er sie belogen hatte, so kam ihr##### en schmerzlicher Zweifel. Schon bereute sie, ihm nicht Gehör gegeben zu haben. Vielleicht mit diesem Bereuen im Zusammenhang stand der Wunsch, nicht sache heimzukehren. So fragte sie den Alten, ob er sie an den Strand begleiten wolle, sie habe den Auftrag, den Deichrichter zu holen. Jux aig, Mann wießer „Wie Ihr wollt,“ murmelte der alle Mann wieder, indem er jetzt neben Zerlina herschritt und sie unablässig betrachtete. Er sprach aber nicht, sondern beschrautte sich darauf, seine Blicke abwechselnd von der jüngen Frau auf das Kind zu richten, und von diesem wieder zu ihr. Die Hoffnung, die man vor längerer Zeit aufkeine Wiederherstellung der gesunden Sinne des Alten gesetzt, hatte sich nicht erfüllt; er war bemitleidenswerter als je. Dem kurzen Lichtblick seines Geistes, den man an genommen zu haben glaubte, war rasch eine um so größere Dunkelheit.gefolgt. Die Leute, mit denen der Alte gelegentlich einmal gesprochen hatte, behaupteten, er könne nichts mehr zusammenhalten zud wisse auch häufig nicht, was er, sage, während er früher auf die an ihn gerichte. Fragen ganz vernünftige Antworten gegeber, Habezug seine Zimmereiarbeiten vernachlässigte er. Man ju., wieder tägelang in den Dunen umherstreifen und des Nachts kehrte er selten itt seine Wohnung zuruck. Er hielt bilden für Unterbeamte mit einer tadechreisgp, iefährigen Abzeichen zu liefern. Hieraus folgt, daß diese U.=B. die Hohn kügt der„Vorpoyt Hiese, Versahrens auch bei Dr. fehlen die Anwendung bieses Verjährens auch bei Ordensverleihungen; der Staat ersparte dabei eine nicht unbeträchtliche Summe und die Kommerzienräte hätten die Freiheit, sich ihre Ordensauszeichnungen je nach Vermögen reichlicher ausstatten zu lassen.“— So ganz unrecht kann man, vorausgesetzt„daß die Nachricht richtig ist, dem„Vorwärts“ nicht geben. Frankreich. — Der Humfose Pgeschpgrehgais hat am Sonnmußte durch ihren für gröbte„ Idr Zudrang des Publikums, namentlich Srogzteich Sizungssaale ist ein bedeutenderz zur Aufrechterhaltung der Ordnung sind strenge VorkehrunEer Kleine Geschenke... König Eduard hat nach Loubet eine besondere Freude sein. Burenoberst Schiel:. München, 8. August. Wie die Münch. Neuest. Nachr. aus Reichenhall melden, ist Burenoberst Schiel heute 0d Schiel, ein geborener Deutscher(Frankfurt a. M.) vor Jahren noch Sldafpie, üiherhaupt emig mithalf, die Burevorgpe,zZiu veste shr populär, er war es aber auch, der dem tapferen Haudegen körperlich arg zusetzte und ihn Tour, besuchte größere Städte, um über den Burenkrieg hoffte; jetzt hat der Tod seinem wechselreichen Leben ein Ziel gesetzt. stattete Kamerad Postdirektor Diecke den Bericht über den Verbandstag in Witten. Der Präses des Verenns, Herr Stadtkassenrendant Uffelmann, sprach ihm namens des Vereins für seine Mühewaltung und Erstattung des Vortrages den Dank aus. Zum Schluß wurden die neuen Satzungen unter die anwesenden Kameraden verteilt und zwei Schreiben vom Kreisverband in Hörde zur Kennt(nis gebracht. **(Von einem Radfahrer) wurde gestern vormittag 10 Uhr in der Nähe der Potthoff'schen Wirtschaft ein etwa 3jähriges Kind überfahren und zu Boden geworfen. Die Kleine erlitt einige Hautabschürfungen im Gesicht, kam aber sonst mit dem Schrecken davon. Den Radfahrer trifft keine Schuld, da das Kind ihm direkt quer vor’s Rad gelaufen kam. und zwar nach der üblichen Karenzzeit, das heißt vom Rab gerattsen Vun. arbeiter gerät entweder in Verschudung, die seine wirtz,)..(Gerichtliches Kuriosum.) Ein Fall, der zu den schaftliche Eristenz untergräbt, oder er mutß sekate horisite allergrößten Seltenheiten in den Gerichtsannalen gehören Rottand, wie ihn eine neberschvemmung oder dergset, 9 u.a. besczestcste, kürzlich de, Gagger Ernst der Krantheit schon seit 1897 in den Sanitätsbe, richten der Knappichachtstgporzggrzte bgzächtz, Kanste-hiet geübte Sparsamkeitspolitik. beschäftigte kürzlich die Hagener Strafkammer. Das Schoffengericht Schwerte hatte den Schlossermeister aus Westhofen von der Anklage der Beleidigung des Amtmanns Graf Haslingen freigesprochen; dagegen hatte der Angeklagte Berufung eingelegt. Dieser hatte von dem Amtmann so schwere ehrenrührige Dinge behauptet, die aus der Luft gegriffen waren, daß ihm bei einer Verurteilung eine schwere Strafe zudiktiert worden wäre. H. wurde aber einer Irrenanstalt zur Beobachtung überwiesen und der Irrenarzt bekundete, daß der Mann Querulant und nicht zurechnungsfähig sei. Dagegen sträubte sich H. nun mit aller Macht, indem er auch in der Berufungs=Instanz erklärte, nicht wahnsinnig zu sein. Seine Berufung wurde aber verworfen. Die Wurmkrankheit beginnt im Gebiete des Ruhrkohlenbeckens nachgerade einen derartig epidemischen Charakter anzunehmen, daß ihre Bekämpfung mit allen zu Gebote stehenden Mitteln zu einer Staatsaufgabe von allerhöchster Bedeutung wird, soll sie sich nicht zu einer Seuche auswachsen, die einen ganzen Berufsstand geradezu vernichtet. Von der etwa den. Nach dem Berichte stehen 200 Aerzte und 56 Krankenhäuser zur Verfügung. Eine Vermehrung ist aber unbedingt erforderlich, denn 200 Aerzte vermögen nicht 50 000 Kranke zu behandeln und daneben weitere 150 Arbeitende zu beobachten;, die Krankenhäulg, geschen nicht aus, sie sind längst bis auf den letzten Platz Leicpl. Lokales. ** Schwerte, 10. August 1903. **(Für die Ueberschwemmten in Schlesien) sind bis jetzt eingegangen: N. N. in Lichtendorf 5,— Mk., N. N. in Schwerte 3,— Mk., W. in Rh. 10 Mk. Einen fröhlichen Geber hat Gott lieb! Weitere Gaben nimmt gern entgegen die Geschäftsstelle der„Schwerter Zeitung". **(Landesrat.) Dem Landeshauptmann für die Provinz Westfalen wird zur Mitwirkung bei Erledigung der Geschäfte der gesamten kummnalen waltung(§ 93 der Provinzialordnung) ein sechster oberer Beamter mit beratender Stimme zugeordnet, welcher den Titel„Landesrat“ führt und zum Richteramte oder zum höheren staatlichen Verwaltungsdienste befähigt sein muß. **(Eine Heilstätte für trunksüchtige Frauen) ist in land, ist Vorstandsmitglant, grez, Fesiefhlischen Verbandes wird von Herrn Dr. Hentschet in Herford besorgt. Zur weiteren Auskunft ist Herr Pfarrer Wöhmann in Heres(Das diesjährige Missionsfest) feierten die beiden hiesigen evangelischen Gemeinden am gestrigen Sonntage. Die Festpredigt im Hauptgottesdienst vormittugs hi Ver, Positgwportes Apostelgeschichte 1 8 Uhe des Schriftwortes Apostelgeschichte 1, 8. Die um 3 Uhr nachmittags im Hagemann schen Saale beginnende Nachversammlung erfreute Lnnzertr gagz gag, gerte,reiten Besuches, ließ aber doch erkennen, aß dus Inleresse, weiter evang. Kreise unserer Stadt und Umgebung fur die Missionsarbeit(man denke etwa 20—30 Jahre zurück) sehr (Einen ausführlichen Bericht bringen wir morgen.) iu eiche des Wosts,purde, an dem Jubelfeste des Erieger und Londvehzggr piz htrit der Verein mittags Veteligungestspiele wurde mitgeteit, daß nähere Mittelder Kriegsfest##en charde migereir, baß nähere Mitenungen über die Festspiele vom Direktor Werning noch nicht eingegangen sind. Die Aufführungen sollen am 19. September beginnen, nähere Einzelheiten sollen zn nächster Versammlung bekannt gegeben werden. (Eine kuriose Wette) wurde gestern im Gesangverin„Sängerbund“ ausgefochten. Ein Mitglied des Vereins, der im Besitze einer ungewöhnlich stattlichen Körperlänge ist, verpflichtete sich dazu, sich in einem Kinderwagen vom Lokale des Herrn Hagemann aus nach Hennen fahren zu lassen, ohne daß ihm die Sache unterwegs leid werde, was ein anderes Mitglied des Vereins behauptete. Um ½3 Uhr gestern nachmittag begann die sonderbare Fahrt, bei der sich die Mitglieder beim„Kinderwagenschieben“ gegenseitig ablösten. Der auf so eigenartige Weise nach Hennen Transportierte hat die Wette gewonnen, er blieb ruhig bis ans Ziel in seinem Gefährt. In Hennen soll man allerdings gesagt haben, auf eine solche Idee könnten auch nur Schwerter kommen. ich viel in der Nähe der Wohnung des Deichrichters auf, vo Zerlina mit ihrem Kinde Aufnahme gefunden hatte, vie er auch stets in unmittelbarer Nähe der jungen Frau su sehen war, wo sie sich öffentlich zeigte. Zerlina war vergebens bemüht, den Alten in ein Gespräch zu ziehen, er beantwortete nicht einmal ihre Fragen. Schweigend schritt er neben ihr her; aber ihr Furcht, die sie früher vor ihrem Begleiter gehabt, wollte heute nicht in ihr aufkommen. Sie sah seine Blicke mit unverkennbarem Wohlwollen auf sich gerichtet. So war er ihr bis an den Strand gefolgt, wo sie den Deichrichter bei den Badekutschen, Arbeiter beaufsichtigend, antraf. Er trat mit Zerlina den Heimweg an. „Kommt Ihr nicht mit?“ wandte er sich nach dem Alten zurück, der in einiger Entfernung folgte. „NRein, Herr Deichrichter. Ich, habe, hier noch zu tun. Ihr geht mit Frau Heins nau, Hause? „Gute Nacht!“ Damit schritt der Alte in entgegengesetzter Richtung den Strand entlang, wo Zerlina noch vor wenigen Minuten Johann Theden unter den Leuten Der Deichrichter war sehr ernst und, wie der jungen Frau schien, ungewöhnlich wortkarg. Endlich, nachdem er schon eine Weile schweigend neben ihr Hergescheit, ten war, teilte er ihr mit, daß man keine guten Nüchrichte von dem Kapitän habe, dessen Bark hier gestrandet sei. „Er ist tot?“ rief Zerling aus. „Ihr habt schon davon gehört? Ja, leider sieht es so aus,“ entgegnete der Deichrichter.„Man muß freilich erst noch abwarten, aber ich glaube nicht, daß viel dabei herauskommt. Sander hat nichts von sich hören lassen und doch fest versprochen zu schreiben. So liegt die Vermutung nahe, daß er wir,ch, gui, f.g, ae. biechmn in u. „Aber wie, Herr Deichrichter: Ist wieder ein unglück mit dem Schiff Tränen erstickten Zerlinas Stimme. 8e nämlich in der Zeitung, daß die Mannschaft ihn über „Las kam dach gar nicht sein, Her 2eichgähigz, rief die junge Frau aus.„Alle Leute haben napitän g Es muß aber doch was dran sein, entgegnete der Deichrichter.„Nachdem die„Brunshausen" im Hafen gelaufen ist, soll ein großer Teil der Mannschaft verhafter und vor Gericht gestellt worden sein., Wie das gekommen ist, davon steht nichts dabei; es wiro wohl auch noch eine lange Zeit vergehen, ehe man etwas Genaueres darHein Wort kam über Zerlings Lippen, aber als ihr Begleiter sie ansah, da gewahrte er, wie die ihre Wangen rollten; und ihre zuckenden Lippen gaben mehr als Worte den Schmerz zu erkennen, von dem sie ergriffen war. So hatte Johann Theden dieses Mal nicht Gelogen, und Ie bedojagen Lönnen, ia sgar— wenn hatte iyr gewiß mehr sagen konnen, ja sogar— wenn er ihr etwas von„ihm" zu sagen gehabt.— Zerlina verbrachte eine schlaflose Nacht. Sie machte sich Vorwürfe, daß sie Thedens Worten nicht geglaubt hatte, obwohl sie seit einiger Zeit in banger Sorge um Heinrich Sander gewesen war. Sie faßte den Entschluß, aufzusuchen, da sie im Laufe des Abends gehört hatte, er sei als Badegast in die Fremdenliste eingetragen, (Vortsetzung folgt.)—— se Idee könnten auch nur **(Ohnmächtig) wurde gestern morgen in der kath. Kirche ein kleines Schulmädchen. Es ist eigentlich ein Wunder, daß sich derartige Fälle bei der gewaltigen Ueberfüllung der Kirche, wie man sie an jedem Sonntag vormittag wahrnehmen kann, nicht öfters zugetragen. Die Kleine wurde mittelst Tragbahre in die elterliche Wohnung gebracht, wo sie sich bald wieder erholte, so daß hoffentlich kein dauernder Schaden zurückbleiben wird. **(Sehr unruhig) ging es in der verflossenen Nacht im westlichen Teile unserer Stadt zu. Besonders in der Wilhelmstraße lärmten bis in die frühen Morgenstunden betrunkene Nachtschwärmer umher, nicht zur Freude der Anwohner, die dadurch wohl wenig nächtliche Ruhe gehabt haben. ***(Das zu Spielzwecken gegebene Darlehn) ist nicht einklagbar und zwar auch dann nicht, wenn es von einem nicht am Spiele Beteiligten zu eben diesem Zwecke hergegeben ist. Ein Wirt lieh einem von den in seinem Lokal dem verbotenen Glücksspiel obliegenden Gästen zur Fortsetzung des Spieles 750 Mark. Der Gast verlor das Geld im Spiel. Der Wirt strengte Klage auf Rückerstattung des geliehenen Geldes an. Er stützte seinen Anspruch auf Darlehn und Bereicherung. Die Klage wurde abgewiesen. In der Hingabe des Darlehns zu Spielzwecken, so führt das Oberlandesgericht Posen aus, sei ein Verstoß gegen die guten Sitten zu erblicken, deshalb sei es nichtig. Das Klagefundament der Bereicherung greife nicht durch, denn der Beklagte sei nicht mehr bereichert. Demselben sei das Geld sofort im Spiele abgewonnen und einen Ersatz habe er dafür nicht erlangt. ** Sölde, 8. August. Die dem Wirt Löbbe hierselbst gehörige Wirtschaft in der Nähe der Zeche„Margarete“ ist für den Preis von 43·000 Mark an Herrn H. Weber aus Tollmund verkauft worden. Dortmund verkauft worden. ** Opherdicke, 9. Aug. Dem Lehrer Hubert Vahle zu Gevelsberg ist endgiltig eine Schulstelle in der hiesigen Gemeinde ubertragen wörden. Gemeinde übertragen worden. ** Hörde, 8. Aug. In große Angst geriet gestern nachmittag eine Frau, die nach hier gekommen war, um die Rente aus der Knappschaftskasse in Empfang zu nehmen. Nachdem sie das Geld, worunter sich ein Fünfzigmarkschein befand, im Bergmann'schen Saale erhoben und sicher geborgen zu haben glaubte, begab sie sich in die Stadt, um Einkäufe zu besorgen. Bei der Bezahlung mußte sie nun zu ihrem Schrecken gewahr werden, daß sie den Fünfzigmarkschein verloren hatte. Anstatt ihn in das Quittungsbuch zu legen, war er daneben geraten und im Bergmann'schen Saale zur Erde gefallen, wo er von einem ehrlichen Finder aufgehoben und dem Rentenauszahler eingehändigt wurde. In großen Nöten begab sich die arme Frau zur Zahlstelle zurück, wo ihr zur unbeschreiblichen Freude ihr Geld wieder eingehändigt werden konnte. ** Annen, 8. August.(Bluttat.) Traurige Verhältnisse herrschen schon seit langer Zeit in der Familie des Arbeiters Möller an der Herdeckerstraße. Der Mann ist dem Trunke ergeben, Zank und Streit sind in der Familie an der Tagesordnung. Letzteres war auch gestern nachmittag wieder der Fall. Gegen 3 Uhr nachmittags kam der erst 15jährige Stiefsohn, welchen die Frau aus erster Ehe mitgebracht hat, von der Arbeit nach Hause. mannslampe und mit einemEmustpu fsdg umfl Mutter und Sohn bearbeiteten mit einer alten Bergmanslampe und mit einem Stock den Gatten bezw. Stiefvater. Mehrere Schläge erhielt er mit der Lampe auf den Kopf, sodaß die Schädeldecke zertrümmert wurde. Nach Anlegungen eines Notverbandes wurde der Schwer über den eins, Herr nens des des Vordie neuen erteilt und ur Kenntrn vormitrtschaft ein sen geworen im GeDen Raddirekt quer der zu den len gehören rafkammer. lossermeister idigung des gegen hatte hatte von ge behaup. m bei einer orden wäre. chtung überder Mann Dagegen i er auch in nnig zu sein. im GesangLitglied des ittlichen Körinem Kinderis nach Henhe unterwegs Vereins beg begann die r beim„Kinauf so eigenhat die Wette nem Gefährt. ben, auf eine mmen. egen in der s ist eigentlich der gewaltigen dem Sonntag s zugetragen. die elterliche erholte, so daß eiben wird. flossenen Nacht sonders in der 1 Morgenstuncht zur Freude jächtliche Ruhe irlehn) ist nicht n es von einem em Zwecke herin seinem Lokal ästen zur Fortist verlor das auf Rückerstattseinen Anspruch ge wurde abgeu Spielzwecken, sei ein Verstoß lb sei es nichtig. ceife nicht durch, ert. Demselben n und einen ErLöbbe hierselbst che„Margarete“ Herrn H. 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Der südafrikanische Krieg hat den Engländern nach dem parlamentarischen Berichte von diesem Jahre zirka 4 ½ Milliarden Mark gekostet, außerdem 518 gefallene Offiziere, 5256 gefallene Mannschaften; verstorben 554 Offiziere und 15 654 Mannschaften. Wieviel der Krieg den Freistaaten gekostet hat, ist nicht festzustellen, da irgend welche statistische Aufyzeichnungen fehlen oder nicht bekannt sind. Ihre Verluste im Kampf werden mit rund 6000 Mann angegeben, auch hier fehlt jeder bestimmte Anhalt. Etwa 2000 Buren befinden sich noch außerhalb Transvaals auf englischen Kolonien, zum größten Teil haben sie den Treueid den Engländern verweigert. Einige hundert Buren sind nach Chile auseevontes. Aus Westfalen und Rheinland. * Hagen, 8. Aug. Ein nettes Früchtchen, ag gestern unsere Krimmalpolizei. Ein siebzehnjählige# Bursche hatte in Abwesenheit seiner Mutter die Schuhlade erbrochen und ein Sparkassenbuch mit über 1000 Ml. an sich genommen. Bei dem Versuche, hiervon 250 Mk. zu erheben, erfolgte seine Festnahme..n,: Sähuch * Wetter, 8. August. Das funfjahrige Sohnchen des Schweißmeisters Schmidt hierselbst, das, wie wir meldeLeit, ten, am Mittwoch mittag von der Ueberführung der 2 gisch=Märkischen Bahn herunterstürzte und auf einen unten durchfahrenden Zug fiel, ist im hiesigen Krankenhause gestorben. Die Schuld an dem traurigen Unglücksfall wird dem allzu niedrigen Geländer der Ueberführung oescorepen, 8. Aug. Wie wir hören, beabsichtigt das Wasserwerk für das nördliche westfälische Kohlenrevier einen 3 1/2 Kilometer langen Stollen durch das birge zur Aufnahme der Rohrleitung zu treiben, die die Wassergewinnungsanlage in Wengern mit der großen Pumpstation im Sundern verbinden soll. * Altena, 8. Aug. Kindlicher Leichtsinn verschuldete hier gestern nachmittag einen schweren Unglücksfall. 6 Jahre alte Paul Hund versuchte auf einen die Straße passierenden Wagen zu klettern. Der Junge rutsch hierbei ab, kam zu Fall und geriet unter die Räder, die ihm über den Kopf gingen. Der schwerverletzte Junge wurde in das Krankenhaus gebracht, doch gilt eine GePlettenberg, 8. Aug.(Der turnfeindliche Amtmann.) In der„Festzeitung“ des am Murg. in Plettenberg abgehaltenen" des Martischen Gaues findet sich folgendes:„ais Kuriosum wird uns berichtet, daß das Gemeindehaupt von Küntrop, der Amtmann zu Balve— man lese und staune— dem in Küntrop 1902 gegründeten Turnverein, dessen Satzungen von dem genannten Herrn auch genehmigt sind, die Erlaubnis zur Feier eines Stiftungsfestes(bedarf ubrigens keine Erlaubnis) versagt habe.— Aber wie eine Mär fast erscheint es, daß eben derselbe Herr diesem Verein auch die Genehmigung zur Kaisergeburtstagsfeier vorenthalten habe, so daß die Turner erst die Vermittelung des Landratsamtes zu Arnsberg in Anspruch nehmen mußten, worauf dann dieser anscheinend turnfeindliche Amtmana nun gegen solche patriotische Feier nichts mehr einzuwenden hatte. Dem Märkischen Turngau wird für nächstes Jahr eine Turnfahrt nach Balve empfohlen. * Essen, 6. Aug.(Ein eleganter Schwindler) lieferte, wie der„Ess. G.=A.“ meldet, hier in diesen Tagen den Beweis dafür, daß das Gebiet der besseren Gaunerei immer noch fruchtbar ist. Der vorliegende Fall ist besonders interessant für Vermieter von möblierten Zimmern. Kommt da ein hochgewachsener, sehr elegant gekleideter Herr von angenehmem Zleußern und liebenswürdigstem, etwas herablassendem Auftreten zufällig geschäftlich nach Essen, hat zufällig das Inserat gelesen, daß die gnädige Frau ein besseres möbliertes Zimmer eventl. mit Pension zu vermieten hat.„Das Zimmer gefällt mir wirklich sehr gut. Wie würde sich der Preis mit Pension stellen?“„65 Mark!“„Nein, sehen Sie, gnädige Frau, es ist nämlich nicht für mich, ich bin von der Geschäftsstelle des Verlags Fürs Haus. Sie kennen wohl unser Blatt, sehen Sie her, sind Sie villeicht abonniert? O, wie schade! Sehen Sie, da hat sich also eine alte Abonnentin, Frau Marine=Ingenieur Bourton, Neuwied, Schloßstraße24 I, an uns gewendet, wir möchten ihr für ihren Sohn, einen 16jährigen Gymnasiasten, der mit dem Wintersemester das Gymnasium in Essen besuchen soll, in gutem Hause eine Pension vermitteln. Derartige Aufträge haben wir öfters zu erledigen. Da ich nun gerade in Essen zu tun habe, wollte ich mich auch gleich selbst bemühen. Ich darf 60 Mk. anlegen, für Licht, Heizung u. s. w. kommen 5 Mark extra. Ich will das Zimmer also nehmen. Sie wollen der Dame bitte sofort schreiben, ich werde auch heute noch berichten. Da wir nun für unsere Bemühungen in etwa entschädigt werden müssen, so machen wir zur Bedingung, daß Sie ein Halbjahrsabonnement, gleich zahlbar, bestellen. Sonst ist es kostenfrei. Wenn Sie aber eine Quittung als Abonnentin vorlegen können, ist es auch, gut. Sonst gebe ich Ihnen Quittung, und erhalten Sie die erste Nummer am Samstag.“ Das Geld wird mit 2,80 Mk. bezahlt, der Herr dankt, quittiert und empfiehlt sich, und heute liegt ein ganzer Posten unbestellbarer Brieke, ar, Frau sedene und so dürfte der tüchtige Industrieritter eine ganz hübsche Einnahme zu verzeichnen haben. * Gevelsberg, 8. August.(Umeine Merkwürdigkeit) wird demnächst, so schreibt man dem „Schwelm. Tagebl.“, die Stadt Gevelsberg ärmer werden, mit der sie offenbar unter den deutschen Städten bisher einzig dagestanden hat. Die Stadtväter tagten nämlich im Saale des Gasthofs„Zur Post“, wobei es von jeher üblich ist, daß nicht nur gemütlich gergucht wird, sondern auch jeder der Anwesenden nach Wunsch, und Belieben einen„Klaren", Bier, Wein, Wasser, ein Schnittchen usw. von der freundlichen Wirtin sich reichen lassen kann. Mit diesem gemütlichen Brauche ist, wie wir eine Reihe von Jahren zu beobachten Gelegenheit hatten— unter eigener Beteiligung natürlich— wohl kaum jemals ein Mißbrauch getrieben worden und deshalb ist es eigentlich bedauerlich, daß die Stadtväter wzzen mize kum in naher Zukunft werden„trocken" sitzen,, da demnächst die Sitzungen des Stadtverordneten=Kollegiums in der Aula des neuen Realschulgebäudes abgehalten werden sollen. Dort wird natürlich kein freundliches Pröstchen“ die Debatte besänftigen und möglicherweise wird auch der Duft des edlen Tabakkrauts in diesen heiligen Hallen nicht gelitten werden. Schade— es ist so , Düsseldorf, 8. August. Mit einem besonders markanten Falle von Mißhandlungen der jungen Soldaten durch die sogenannten„älteren Leute“— eine der lichsten Erscheinungen des Soldatenlebens— hatte sich laut Düsseld.„General=Anzeiger“ gestern das hiesige Kriegsgericht zu befassen. Das Vorkommnis spielte sich am 8. Juni während der diesjährigen westfälischen Feldübungen bei der 1. Kompagnie des Infanterie=Regiments Nr. 16(Mülheim a. Rh.) ab, nachdem dort schon wiederholte Erzese der älteren Mannschaften,pogguchegggeg waren. In der fraglichen Nacht wiederholte sich dieseive in noch verstärktem Maße, die Rekruten wurden mit Klopfpeitsche und Tambourstock aus den Betten geprügelt, mit Schemeln beworfen und mit Wasser begossen. Besonders tat sich bei allen diesen Gelegenheiten der Musketier Mathias Vandieken hervor; er„kommandierte" die Prügelstrafen und trug deshalb den Namen„Barackendirektor“., Bei sofortiger Verhaftung wurde gestern der Barackendirektor zu vier Monaten Gefängnis verurteilt. Der Gefreite Karl Zimmermann erhielt einen Monat Gefängnis, während sich auf weitere sechs Musketiere Gefängnisstrafen von zwei Wochen bis drei Monaten verteilen. Angesichts des häufigen Vorkommens solcher Ausschreitungen darf die Frage aufgeworfen werden, ob die Vorgesetzten diesem Treiben stets mit der erforderlichen Strenge entgeegntreten? * Köln, 7. Aug. Der Appetit kommt veim Essen. In einer hiesigen Wirtschaft trat Freitag nachmittag ein Bauersmann ein.„Bräng mere Glas Beer, Männchen! und fragte in einem,„wat hat ehr zo esse!" Darauf setzte ihm der Piccolo eine Speisekarte vor.„Och, ich han nit vill Appetit, bräng mer ne Teller Aehzupp!“ Wie er denselben verspeist hatte, wuchs sein Appetit und bestellte hintereinander noch 13 Teller fraglicher Suppe. * Köln, 8. Aug. Mehrere Knaben spielten mit einer Dynamitpatrone. Als diese explodierte, wurden zwei Kinder schwer verletzt.„6 * M.=Gladbach, 8. August.(Eine bievische Familie.) Vor der hiesigen Strafkammer hatte sich gestern eine ganze Familie, bestehend aus Vater, Mutter und drei Töchtern, wegen Diebstahls bezw. Hehlerei zu verantworten. Die drei Geschwister Emilie, Gertrud und Elisabeth Langen, aus Hasselsweiler bei Jülich gebürtig, wohnten bei drei hiesigen Familien als Dienstmädchen. Emilie L. hatte nun nach der Anklage ihrem Dienstherrn, dem Kaufmann Jos. Herz, Schürzen, Handtücher und Schuhwaren im Gesamtwerte von 130 Mark gestohlen, Gertrud L. dem Metzger Ludwig Bruch, bei dem sie in Dienst war, Fleischwaren im Werte von 37 Mark und der Vater Nikolaus L. der Firma Voege& Meinmberg ein Stück Buckskin. Die Ehefrau L. und die Tochter Elisabeth waren der Hehlerei beschuldigt. Die Angeklagten gaben die Diebstähle kleinlaut zu, bestritten dagegen die Hehlerei. Sie wurden aber durch die Beweisaufnahme für überführt erachtet. Der Vater wurde zu 3 Monaten Gefängnis, die beiden Töchter Emilie und Gertrud zu je 6 Wochen, die Mutter zu 14 Tagen und die Tochter Elisabeth zu einer Woche Gefängnis verurteilt. Als Milderungsgründe wurden angenommen, daß die Familie in sehr bedürftigen Verhältnissen lebte und daß alle bisher unbestraft waren. * Emden, 8. August.(Ein Handwerksburschenstreich.) In einem benachbarten Dorfe kehrte vor einigen Tagen ein Handwerksbursche auf einem Bauernhofe ein und erhielt Mittagsbrot, bestehend aus einer großen Schüssel voll Erbsensuppe. Sei es nun, daß er sie nicht mochte oder sie nicht mehr vertilgen konnte, kurz und gut, er schüttete in einem unbewachten Augenblia die Suppe in einen auf einem Kleiderschrank stehenden Zylinderhut, worauf er sich dankend entfernte. Am Freitag nun, als der Landmann zu dem Begräbnis eines Freundes seinen Zylinderhut nichts ahnend hervorsuchte, sah man erst die Bescherung. Man kann sich lebhaft die Gefühle über diesen gemeinen Streich vorstellen. Er hat denn auch gelobt, niemand mehr etwas zu verabfolgen. — Einen ähnlichen Streich spielte man vor längerer Zeit einem Rechtsanwalt in Aurich. Diesem hatte der arme Reisende Fleischsuppe mit Reis in einen Regenschirm auf dem Flur geschüttet. Als nun der Rechtsanwalt eilig seinen Schirm aufspannte, wurden ihm die Kleider durch die Suppe verdorben. Amalienborgplatz fahren?“—„Nein, das geht nicht gut.“ —„Warum nicht?“—„Ja, ich muß Ihnen sagen, daß der Kronprinz in der Stadt ist, und da krieg' ich manche kleine Fahrten mit Fremden, welche den Kronprinz gerne sehen wollen, wenn er vom Bahnhof zurückfährt. Aber Sie wissen doch, daß Sie fahren müssen, wenn Sie frei sind?“—„Ja, gewiß, ja— also Sie wollen nach dem Amalienbergplatz?“ Als der Kronprinz nach der Fahrt aus dem Wagen stieg, gab er dem Kutscher ein Zehnmarkstück.„Ja, ich kann aber nicht wechseln. „Na, da behalten Sie das Ganze!“—„Was——— darf ich wirklich— zehn Kronen? Ja, dann— dann will ich dem Kronprinzen was blasen!“ Eigener Depeschendienst der„Schwerter &§ Sofia, 9. August. Nach einer hier eingetroffenen Meldung ist der russische Konsul in Monastir ermordet worden. § Paris, 9. August. Für den beginnenden HumbertProzeß sind der Presse 125 Plätze reserviert worden. Die allgemeine Ansicht geht dahin, daß die Verhandlungen, falls besondere Zwischenfälle nicht vorkommen, am 15. d. Mts. beendigt sein werden. Hd Berlin, 10. August. Wie aus Straßburg i. Els. gemeldet wird, wurden die Feuerwerker Ommerborn, Hellmich und Niederquell, die Anfang Juli vom Kriegsgericht wegen Meineids schwere Zuchthausstrafen erhielten, gestern nach dreitägiger Verhandlung vom Oberkriegsgericht freigesprochen. Hd Berlin, 10. August. Wie der„Lok.=Anz. aus Freienwalde a. O. berichtet, wurde um 9½ Uhr abends auf der Berliner Chaussee ein Mord und ein Selbstmord verübt. Ein Maschinenführer einer Ziegelei erschoß aus Eifersucht seine Geliebte und dann sich selbst. § Braunschweig, 9. August. Das 6jährige Töchterchen des Schlossermeisters Hahn starb nach dem Genusse von Früchten des Goldregenstrauches. Ihr Spielgefährte, ein gleichaltriger Knabe, welcher ebenfalls von den Schoten gegessen hatte, liegt schwer krank darnieder. Hd Wien, 10. August. Nach Meldungen aus Budapest hat der Ministerrat gestern die Demission des gesamten Kabinetts beschlossen. Graf Khuen wird dies am Montag im Abgeordnetenhause erklären, worauf sich das Haus bis zur Lösung der Krise vertagt. Es bestätigt sich, daß der Kaiser seinen Aufenthalt in Ischl unterbrechen und nach Wien zurückkehren wird, um mit den führenden Staatsmännern Unterhandlungen betreffend die Ministerkrise zu pflegen. Die Lage wird als sehr ernst angesehen. Der österreichische Ministerpräsident von Körber hat sich gestern nach Ratot zu Koloman Szell begeben, um über die Krise zu beraten.— Die meiste Aussicht, Nachfolger des Grafen Khuen zu werden, hat Graf Albert Apponyi, der bereits zum Kaiser berufs Besprechung der Lage berufen wurde. § Chamberg, 9. August. Ein benachbartes Dorf ist in der letzten Nacht durch eine Feuersbrunst zerstört worden. Sämtliche in den Scheunen untergebrachten Erntevorräte sind vernichtet. Ein Mädchen erlitt schwere Brandwunden. § Paris, 9. August. Gestern wurde in Deauville wiederum ein 14jähriger Knabe von einem Automobil überfahren und sofort getötet. Hd Sofia, 10. August. Die Nachricht von der Ermordung des russischen Konsuls in Monastir hat in hiesigen Regierungskreisen eine kolossale Erregung hervorgerufen. Man ist der Ansicht, daß das Attentat noch weitere Komplikationen der ohnehin zugespitzten Lage auf dem Balkan nach sich ziehen werde, und daß ein Einschreiten Bulgariens und Serbiens nunmehr unvermeidlich sein wird. Hd Belgrad, 10. August. Wie gemeldet wird, befand sich der russische Konsul in Monastir Rostkowski, der, wie gemeldet, erschossen wurde, auf einem Spaziergang in das benachbarte Kloster Bukowo. Auf der Heimkehr hatte er einen Wortwechsel mit einem türkischen Wachtposten, der ihn nicht grüßte, sondern herausfordernd worauf der Soldat auf den Konsul mehrere Schuse unfeuerte, die denselben sofort tot niederstreckten. Rostkowski war seit 1896 Konsul in Monastir.— Bei Monastir fanden, wie aus Saloniki berichtet wird, in den letzten Tagen Gefechte mit den Aufständischen statt, die von den Kapitänen Kola und Descal Yorghi befehligt wurden, während der russische Konsul Rostkowski in Monastir die Kämpfe beobachtete, und, wie man glaubt, die Seele des ganzen Aufstandes ist. Ein Attentat auf den franzosischen Ministerpräsidenten. Hd Marseille, 10. Aug. Ein namens Piecolo, seuerte gestern 2 Revolverschüffe auf den Wagen des französischen Ministerpräsidenten Combes ab. Combes blieb unverletzt, der Täter wurde verhaftet. Wetterbericht. 11. August: Wolkig mit Sonnenschein, schwül, Regenfälle, windig. 12. August: Wolkig, teils sonnig, warm, Gewitterluft, Regenfälle. *(Kronprinz und Kutscher.) Aus Kopenhagen berichten die„Hamburger Nachrichten“: Folgende amüsante Geschichte erzählte Prinz Christian mn Offiziers. kreisen: Der Kronprinz war kürzlich hier anwesend und benutzte eine Droschke, mit deren Kutscher er folgende Unterhaltung hatte:„Sind Se frei?“—„Ja, augenblicklich bin ich frei.“—„Wollen Sie mich denn nach dem SPfeiffer& Miller's Kaffee-Essenz Perauf. dls schte Originsl-De erhalten, die beste von Allen! Vereinen und derur? Bekanntmachung. und Klauenseuche unter Vieh, sofort der Polizeibehöl Anzeige zu machen, und bis zu deren Eingreifen die erkrankten Tiere von Orten, an welchen die Gefahr der Ansteckung fremder Tiere besteht, fern zu halten. Wer weiß, daß eine ansteckende Krankheit unter seinem Vieh ausgebrochen ist und es nicht anzeigt, wird nach den gesetzlichen Retimmungen mit Gefängmo berde, den 29. Juli 1903. Der Landrat. empfehlen wir: Unser reichhaltiges Lager in den„„# einschlägigen Waren ermöglicht stets, nkauf an einer Stelle vor= Rabatt gewährt. Statt besonderer Anzeige! Elfriede Schoppe Carl Dommermühl Verlobte. 8 Westchofen, imn Auggek 1988. - r te e Vereine Warenhaus Dortmund, —o A. Eick& Comp. Aamr Reichs und Kronprinzen von Reichskomitee zu Gunsten der durch Hochwäfer Erschudigleu. Ueber große Gebiete unseres Vaterlandes ist schweres Unheil gekommen. Bekanntmachung. Unter den Schweinen des Gutsbesitzers Friedrich Kötter zu Holzen ist die Schweineseuche ausgebrochen. Westhofen, 8. August 1903. Die Polizei-Verwaltung. Graf Haslingen. Elnmachfrüchte schützt sicher vor dem Verderben mein = Salicyl-Kräuteresoig. Alle anderen Einmachartikel verannt gut und preiswürdig bei Arnst Wlein, Hühnahraße Bekanntmachung. Die unter dem Schweinebestande des Schmiedemeisters Eduard Hövelmann zu Westhofen ausgebrochene Schweineseuche ist erloschen. Westhofen, 6. August 1903. Die Polizei-Verwaltung. Graf Haslingen. BSee Zahn-Institut von 71 # Wuh. Hohmanns. I Nachfolger von D. Müller, I Schwerte, Ostenstr. 7. n IH Zähne pl. in Gold, Silber u. s. w. Jaeuzchrez die Ausschmückung ihres Heims Wert legen, dann versäumen Sie nicht, sofort ein # Lutherbild: bei der unterzeichneten Buchhandlung zu bestellen. Infolge günstiger Abschlüisse mit eiger hervorragenden Kunstanstalt bin ich dieses tadellos ausgeführte Kunstblatt(80X60 cm. gross), statt für = zu M. 2.50= anbieten zu können. 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Die Kräfte, erzer reichen dazu nicht] Wohnung allen Gauen unseres Vaterlandes und im Auslande auf, dv Iu engem Zusammerschluß mit den Provinziallomites daßt die us anerauten Gaben sachgemöße Verwerdune Patentplistreifen. Wir bitten, daß sich an recht vielen Orten Hilfskomitees reizende Zierde für 8 bilden, die wir ersuchen, mit uns in Verbindung zu treten. Häuke, Schränke 2c., Deutsche Bank, Depositenkasse A zu Perlin, Mauer= wöhnliche Schrankspitze, Den gesamten Schriftwechsel bitten wir zu führen mi verbandes Deutscher Industrieller zu Berlin W. 35, von Geldgaben bereit. Der Vorsitzende: Graf von Posadowsky, Staatsminister, Staatssekretär des Innern. Kirschner, Oberbürgermester, Studt, Staatsminster. Die Geschäftsstelle dieser Zeitung ist zur Entgegennahme von Geldgaben freundlichst bereit. von 3—4 Zimmern zu Zu erfragen Moltkestr. 18. Neuheit! empfiehlt Carl Braus. Nataly von Eschstruth. Illustrierte Romane u. 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Rübkuchen per 1000 kg 88, in kleineren Partieen 92 Mk. Kleie 4,80 Mk. pr. 50 kg Butter per kg 2.40, Eier per Schock(60 Stück) 7,50 Mk. Weizen, neuer I. 00,00, do. II. 00,00, IlI. 00,00. Roggen, neuer I. 13,20. II. 12,20, III. 00,00, Hafer I. 13,10. II. 12,10, Raps I. 20,00, II. 19,00 Mk., alles die 100 kg. Köln, 8. Aug. Fruchtmarkt. Weizen 00,00, Roggen 00,00, Hafer 00,00—00,00, Heu 5,40—6,30. Maschinenstroh(Roggen=) 3,00, Richtstroh(Flegeldrusch) 3,20, Krummstroh 2,70 Mk. die 100 kg. Hinweis. 1 Der heutigen Gesamt=Auflage unseres Blattes liegt ein Prospekt des bekannten Bankhauses A. Dinkelmann in Worms über die große Geldlotterie zur Erhaltung des Schlosses Burg a. d. Wupper bei, worauf wir unsere Leser mit dem Hinzufügen aufmerksam machen, daß es der Firma Dinkelmann vergönnt blieb, in einem Monat Gewinne von über eine halbe Million Mark, sowie ferner wiederholt solche von 300,000 M, 200,000 M, 100,000 ### an ihre Spieler auszuzahlen. Smumm Sere für den Anzeigenteil: Julius Humme in Schwerte. Drus und vezggg#e, ut bunt i#