36—00 en, Lüge, sche, sachen E enpreis, Id etc., decken. sen, dir, Krer, KJer, owie kten, n en, ratzen, umadchen cht. s. Gerber, instraße 9. September wird in der Geschäfts. Produkten ) W e i z e n, fremder inl. 00,00 75—15,50, , d o. f r e m d. eizen 14,00 2,00—12,50, seizenvorsch. sorsch. 19.30 t Sack) 9,25 ack bei Abunderz, gan die mit hruchtmarkt. 00,00, Haft. 89- Sc wicht 8229 die 100 kg. Aimtnches Rreisslalt umrmen 1 mmmrrmrn phmmm an u n! Insertionsgebühr für lokale Anzeigen, die sechsgespaltene Petitzeile oder deren Raum 10 Pfg., außerhalb 15, Reklame=Zeile 40 Pfg., Druck und Verlag von Carl Braus in Schwerte, Fernsprech=Anschluß Nr. 62. Amt Schwerte. Telegr.=Adresse Braus, Schwerte=Ruhr. Alle Kreis= und Lokalpolizeilichen Verordnungen für den Kreis Hörde erlangen gemäß Bekanntmachung der Königl. Regierung durch Veröffentlichung in der„Schwerter Zeitung" rechtsverbindliche Kraft. ittwoch, den 5. August 1903. Abonnementspreis pro Quartal 1 Mark 65 g., exel. 42 Pfg. Bestellgeld, wenn durch die Post bezogen. Erscheint an jedem Wochentage. Wöchentliche Gratisbeilage:„Illustrierter Familienfreund.“ 36. Jahrgang. S Papst Pius X. Am vierten Tage und bei der siebenten Abstimmung des Konklaves ist die Papstwahl nun endlich vollzogen worden. Die Wahl darf, wie wir vorweg betonen wollen, als eine außerordentlich glückliche bezeichnet werden. Der bisherige Kardinal Guiseppe Sarto bietet nicht nur die Gewähr, Frieden mit allen Regierungen des Auslandes zu halten, sondern ist auch aus dem ganzen heiligen Kollegium die einzige Persönlichkeit, von der man eine freundlichere Gestaltung der Beziehungen zwischen Vatikan und Quirinal erwarten darf.„ Guiseppe Sarto ist im Jahre 1835 am 2. Juni geboren worden, war also am Tage seiner Wahl 68 Jahre, Monate und 2 Tage alt, im Jahre 1884 wurde er Bischof von Mantna, am 12. Juni 1893 wurde er zum Kardinal kreiert und zum Patriarchen von Venedig ernannt. Sarto wurde von vornherein zu den aussichtsvollen Papabili und zwar zu denen der gemäßigten Richtung gezählt. Mit Capecelatro, dem Erzbischofe von Capua, dem Karmelitaner Gotti und dem Präfekten der Kongregationen Serafino Vannutelli stand er den Intransigenten gegenüber, als deren aussichtsvollste Vertreter Oreglia, Rampolla, Ferrari und Svampa genannt wurden. Der neu erwählte Papst, welcher den Namen Pius X. führen wird, ist in seinem Charakter und seinen Anschauungen dem Capuaner Capecelatro am meisten verwandt. Er ist wie dieser gelehrt und ein Freund moderner Ideen. Er ist auch ein sehr kluger Mann; das hat er dadurch am besten bewiesen, daß er mit seinen Gedanken zurückzuhalten verstand und es nach Möglichkeit vermied, sich auf irgend ein Programm festzulege:. Gleich seinem Gesinnungsgenossen Capecelatro legt auch der neu erwählte Paps. auf das Temporale, d. h. die weltliche Macht des päpstlichen Stuhles nur geringen Wert, er wird für deren Wiederherstellung, wenn anders er sich nicht zu neuen Anschauungen belehrt, keineswegs die Bemühungen aufwenden wie seine beiden unmittelbaren Vorgänger, er ist erfüllt von dem Gedanken, daß die Kirche nur eine Herrschaft über die Seelen auszuüben hat und aus diesem Grunde der weltlichen Macht durchaus entbehren kann. Bleibt Guiseppe Sarto als Papst derselbe, der er als Kardinal gewesen, dann wird vor allen Dingen die Frage einer Aussöhnung zwischen dem Vatikan und dem italienischen Staate aktuell. Einzelnachrichten liegen folgende vor: Rom, 4. August. Kardinal Sarto, Patriarch von Venedig, wurde zum Papste gewählt. Er nimmt den Namen Pius X. an. Der neugewählte Papst ist 68 Jahre alt, er hat keine politische Vergangenheit und ist niemals in einen Konflikt mit der italienischen Regierung geraten. (Bereits gestern durch Extrablatt mitgeteilt. Berlin, 4. August. Ueber den Eindruck der Papst wahl in Rom wird dem„Berl. Tagebl.“ telegraphiert: Die Freude in allen nicht intransigienten Kreisen ist groß. arto gehört zu den gemäßigten, religiösen Kardinälen. Er genießt allgemeine Sympathien und allgemeines Vertrauen. In mild denkenden Priesterkreisen wird die Wahl mit hellem Jubel begrüßt.„Das ist der Friede zwischen dem Vatikan und dem Quirinal“ hörte man auf dem Petersplatze von Prälaten ausrufen. An allen Kirchentüren sind große Plakate angeschlagen. Die Wahl wird jubelnd begrüßt und das Volk aufgefordert, heute abend zu illuminieren.— Der neue Papst entstammt einer armen Bauernfamilie aus der Gegend von Treviso. Seine Mutter uno zwei Schwestern sind noch am Leben, sie traRutter und zwei Schwestern sind s11; Se dut. gen alle Bauerntracht. Sarto war jahlelung Landpfarrer. In Venedig war er allseitig beliebt. Weiteres s. unter Depeschen. Uebersicht. — In den Ostmarken und speziell auch in Ostpreußen welches übrigens seit längerer Zeit unter Regenmangel leidet, während in anderen Teilen des Vaterlandes das Gegenteil beklagt wird, macht sich, wie wir erfahren, in diesem Jahre die sogenannte Leutenot viel weniger bemerkbar als in den voraufgegangenen. Da die Industrie noch immer unter der Depression zu leiden hat, ist der Bedarf an weiteren Arbeitskräften im Westen des Vaterlandes stark herabgegangen und Hand in Hand damit der Abzug von landwirtschaftlichen Arbeitern aus dem Osten der Monarchie nach dem Westen geringer geworden. Die Folge davon ist, daß in weiten Kreisen des Ostens in diesem Jahre auf ein Zurückgreifen auf den Zuzug polnischer Hilfskräfte aus Rußland vollständig verzichtet werden kann. — Mit Bezug auf die Kaisermanöver spricht ein höherer Offizier in der„Saale=Zeitung“ den Wunsch aus, daß die deutschen Manöver wieder, wie in den früheren Zeiten, um ihrer selbst willen, d. h. zur Ausbildung der Führer und der Truppen, nicht aber als Schaustellungen und sogenannte Theaterschlachten für zuschauende fremde gekrönte Häupter angelegt werden sollten:„Möge man diesen Uebungen wieder freieren Spielraum geben und nicht das Klappen eines Theaterbildes zur Hauptsache machen, das ist der Wunsch einsichtiger Militärs, ein Wunsch, den man freilch nur im vertrauten Kreise aussprechen hört. In den Manövern fällt bekanntlich den „Schiedsrichtern eine große Aufgabe zu, diese Männer sollen kenntnisreiche, umsichtige Offiziere von großer körperlicher Leistungsfähigkeit und bemerkenswertem, moralischem Mut sein; wenn aber Fürstlichkeiten führen, dann werden diese Schiedsrichter eher zu Diplomaten. Die Schlachtenreiterei spielt heute bei uns eine Rolle, an welche niemand im Innersten seines Herzens glaubt, denn ein Zusammentreffen der seltensten und glücklichsten Umstände wird nötig sein, um den siegreichen Sturm ganzer Kavallerie=Divisionen möglich erscheinen zu lassen. Schon im Jahre 1870 wiesen unsere ermüdeten Schützenzüge große feindliche Kavalleriemassen ab(so z. B. die 32 er bei Wörth). Wie soll es heute gegenüber den weitragenden Magazingewehren und den rauchlosen Pulver, sowie den Maschinengewehren und Schnellfeuergeschützen gelingen, den Angriff von Kavalleriemassen anzusetzen? — Zur Unterdrückung des Mädchenhandels soll eine zweite deutsche Nationalkonferenz in Berlin zusammentreten. Es wird sich, soll die Pestbeule des Mädchenhandels wirklich beseitigt werden, vor allem darum handeln, der Strafjustiz bessere Handhaben zum Einschreiten zu bieten, als sie gegenwärtig vorliegen. Die„Post“ hält dafür, eine strafgesetzliche Bestimmung in der Richtung zu schaffen, daß ein jeder wegen Versuchs der Kuppelei bestraft wird, der es unternimmt, Mädchen anzuwerben, um der Unzucht Vorschub zu leisten. In gleicher Weise wird ja in unserem Strafgesetzbuch das„Unternehmen“ einer strafbaren Handlung vielfach mit Strafe bedroht, wie zum Beispiel beim Hoch= und Landesverrat, bei der Verleitung zum Meineid usw. Rußland. = Die evangelische Kirche in den Ostseeprovinzen. In dem soeben erschienenen Berichte des livländischen Generalsuperintendenten wird festgestellt, daß die Zahl der Uebertritte zur griechisch=katholischen Staatskirche im letzten Jahre etwas geringer geworden ist, nämlich 269 gegen den Durchschnitt der letzten Jahre mit 338. Die Zahl der Mischehen dagegen ist bedauerlicherweise noch gestiegen, und zwar auf 656 gegen 502 als Durchschnitt der letzten zehn Jahre. Berührungen mit der röhmischkatholischen Kirche sind häufiger vorgekommen, doch ist von den Eheschließungen die Mehrzahl, nämlich 68 v. H., nach lutherischem Ritus vorgenommen worden. Dementsprechend sind fast alle Kinder aus diesen Ehen lutherisch getauft worden. Schwere Strafen treffen die Eheleute, deren einer Teil dem orthodoren Glauben angehört, wenn sie ihre Kinder nicht im orthodoren Glauben erziehen. Jüngst wurde ein solcher Fall vor dem Rigaer Kriminalgericht abgeurteilt. Der Mann wurde zu zwei Monaten, die Frau zu zwei Wochen Polizeiarrest verurteilt. Der härtere Teil der Strafe bestand darin, daß den Delinquenten, Gutsbesitzers=Eheleuten, das Kind für immer weggenommen wurde. Südafrika. Dewet entwaffnet! Kapstadt, 15. Juli. Ein wenig kluger, wenn auch dem Gesetze nach gerechtfertigter Moderne Lebensweisheit. Mach' Dich wichtig, breit' Dich aus, Laß Dich hören, laß' Dich sehen, Drücke stolz die Brust heraus, Und spaziere auf den Zehen! Nur nicht zu bescheiden sein! Zeigen mußt Du Deine Gaben! Denn machst Du Dich selber klein, Will man Dich noch kleiner haben. O. E. Wantalowicz. Kapitän Sander. Roman von F. Klinck=Lütetsburg. (38. Fortsetzung.) Ein wüstes Durcheinander entstand. Dazwischen in unmittelbarer Nähe der„Brunshausen“ ein Licht und gleichzeitig das schrille Pfeifen eines Notsignals. „Ueber Bord mit ihm! Ueber Bord mit ihm!“ schrie es aus fünf, sechs Kehlen. Heinrich Sander stand, den Angriff erwartend, vom ersten Augenblick an überzeugt, daß jeder Versuch eines Widerstandes ein vergeblicher sein würde, aber fest entschlossen, sein Leben zu verteidigen. Weder die Donnerstimme des Kapitans, noch rich Sanders Haltung war imstande, die entfesselte Wut der Mannschaft zu beschwichtigen. Schon hatten sie sich auf ihn gestürzt und ihn emporgehoben und im nächsten Augenblick schlugen die hochgehenden Wogen über dem Unglücklichen zusammen. Es hatte in der Tat den Anschein, als sollte sich der Ausspruch, daß die See nur ein Opfer haben wolle, bestätigen. Kaum eine halbe Stunde später begann der Nebel sich ebenso schnell zu lichten, wie er gekommen war. Den vereinten Anstrengungen gelang es, das Steuer wieder herzurichten, so daß es wenigstens auf kurze Zeit seinen Zweck erfüllen konnte. Noch vor Einbruch der Dunkelheit befand sich die„Brunshausen“ wieder im rechten Fahrwasser, und die im geblichen Lichte scheidende Sonne beschien freundlich die in der Ferne sichtbar gewordene Küste. Mit keinem Worte wurde Heinrich Sanders erwähnt, aber in den Mienen eines großen Teiles der gebräunten Gesichter drückte sich deutlich die Unruhe aus, von welcher die Mannschaft beherrscht wurde. Ein Blick auf den Kapitän, der sich mit keinem Worte mehr über den furchtbaren Gewaltakt geäußert hatte, konnte mit Recht die Befürchtung nahe legen, daß er noch ein Nachspiel haben werde. Vor allen anderen glaubte Klaas Däne zu wissen, daß das Schweigen, welches der Kapitän beobachtete, Unheil bedeutete. Die gesamte Mannschaft würde im Hafen verhaftet und, der Meuterei und des Mordes angeklagt, vor Gericht gestellt werden. So erwog er, ob es nicht besser sein würde, sich auch des Kapitäns zu entledigen. Aller Gefahr war man durch die Ausführung einer solchen Absicht gewiß nicht überhoben und eine Untersuchung konnte nicht ausbleiben, wenn die Brunshausen" ohne Kapitän und unter Umständen auch ohne ersten Maat einlaufen würde. Des zweiten Maats hielt Däne sich versichert. Hatte jener auch nicht tätlich bei dem Ueberbordwerfen Sanders mitgewirkt, so war er doch einer der stärksten Hetzer und Schreier gewesen. Der Mannschaft konnte absolut nichts bewiesen werden, solange sie selbst den Mund hielt, und daß sie dies tun würde, lag im Interesse eines jeden Einzelnen. Klaas Däne würde sich kein Gewissen daraus gemacht haben, einen zweiten und dritten Mord auf sich zu laden, um eine andere Schuld zu verdecken. Ein Gewissen hatte er überhaupt nie gekannt, und was ihn einst vielleicht noch zurückgehalten, sich ganz und gar seinen wilden, tierischen Instinkten zu überlassen, hatte sein Lehrer Johann Theden beseitigt. Er hatte ihm gesagt, daß es weder einen Gott noch eine Vergeltung gäbe, vielmehr der Mensch allein den Namen Mensch verdiene, der imstande sei, mutig und unerschrocken, ohne Rücksicht auf die sogenannten Gebote der Menschlichkeit und Pflicht seiie eigenen Wünsche in den Vordergrund zu stellen. Diese Lehre war für einen Klaas Däne wie geschaffen gewesen und hatte den Rest eines Gefühls beseitigt, das ihn vor einem Verbrechen hätte zurückschrecken lassen. Daher würde er auch kaltblütig den Kapitän und den ersten Maat wie Heinrich Sander geopfert haben, wenn er Unterstützung gefunden hätte. Eine solche aber war für sein entsetzliches Vorhaben nicht zu erlangen! Im Gegenteil! Beim Anblick des Ufers, nach Stunden der Angst und Sorge, waren alle besseren Gefühle in den Herzen der Seeleute wieder erwacht; und wenn auch einzelne sich der Meinung noch hingaben, daß durch die Entfernung Sanders die größte Gefahr, welche die Brunshausen“ auf ihrer Fahrt verfolgt, überwunden worden sei, so empfand doch der übrige Teil der Mannschaft das entsetzliche der begangenen Tat recht schwer. Niemand bezweifelte, daß sie ein Nachspiel haben werde, trotzdem wurden Dänes Ueberredungsversuche energisch zurückgewiesen.„ „Laß mich in Ruhe, Dane, wenn Du nicht willst, oaß ich dem Kapitän sage, was Du im Schilde führst," erhielt der Versucher bei einem der Matrosen zur Antwort.„Es mag sein, daß Sander an unserer schlechten Fahrt schuld war, dann hat er seinen Lohn gekriegt. Wenn er unschuldig hat Seewasser schlucken müssen, so wird uns der liebe Herrgott vergeben, denn dann hast Du die ganze Schuld! Die Angst in der Gefahr wird uns angerechnet werden, das muß auch das Gericht tun. Das ist nun auch einerlei, wie das wird. Da läßt sich nichts von wegtun und wir müssen's schon tragen. Sich darum aber noch an einem anderen Menschen zu vergreifen, wird kei Akt scheint von seiten der Verwaltung des Bezirks Vrei fort in Südafrika begangen worden zu sein. g unter Dewet, der berühmnte Guerillaführer, hatte euer lasen, seinen Waffenschein zur rechten Zesi,akaunt ud weigerte lich aucd die vorgeschriebene Formalität zu darau erinert wurde, b,„ihm sein Gewehr abgenomerfülen, Doraufh)y, General wurde zum erstenmale m lebhafte unfreundliche Kommentare hervorgerufen. Kleine Chronik. 4. August. An den Folgen eines Bienen Wunde herum, bis sie blutete. Nun beging er den groeine Blutvergiftung zur Folge hatte. G. war eme Elalrtrhg,#o. Eme###te. Gestern er der königlichen Klinik uberfuhrt, wo Arm sofort amputiert wurde, verstarb.(S. Aus unseren Kolonien. Fernando Pos Bedeutung für Deutschland wird in ei der„Verl. Ne. Nachr. besprochen, der zu. einem Artte. v. Festsetzung Endlands auf gleich der Befürchtung einer Fe. Lung Englands auf allem, was wir vernehmen, hat es den Anscheiz, ggngg uung von Fernando Bo hot hsch in große Plantagen anzu. iun gebidet, bos auf erster Ginie ist der Anbau von und Stelle vorzuBoi von Corbonetos wpeschem Recht jedoch kein Gebrauch gemacht wird. Für Deutschland bietet die Insel us besden Kaschashe Aoshiaie au, Pgant gol. noch, bis us Engloukgmmen sein wicd. ten der Erde, zuvorgeko.in wirb. Lokales. ** Schwerte, 5. August 1903. **(Hoher Besuch.) Der Herr Regierungspräsident von Arnsberg, Freiher. v. Coelo,—ahrt nach mesthofen ersten Nachmittagsstunden auf der Fa, nach Weschr, **(Fleitmann=Stiftung.) Bekanntlich hat der Sleitwonn iu. Veriohr ,rmäglichen solen, begabte Kinder Schüler 100 Mark entfallen. Die Auszahlung ist in den letzten Tagen an der Stadtkasse exfolgt und somit der Segen der Stiftung zum ersten Male in die Erschein ung getreten. **(Ein grenzenloses Unglück) hatte sich am Mon tag vormittag gegen 10 Uhr bald an dem Bahnübergange auf dem Wege nach Lichtendorf zugerlagen. Ein Kommando Husaren mit einem Gepäckwagen passierte gerade waren, als der Güterzug Nr. 16 plötzlich herangebraust kam. Der Führer desselben bemerkte auf die Alarmgelang ihm, den Zug im letten Augenblick, dicht vor den Bagagewagen zum Stehen zu bringen. Nur der großen Geistesgegenwart des sehr umsichtig und energisch han delnden Lokomotivführers ist es zu danken, daß der Zug #anmselig im Schließen der Schranken. Es soll saumfenig in Schlirg dr. Schranken. Es soll dies da ran liegen, daß vielfach Frauen dort den Dienst verrichten. Jedenfalls wird die Sache genau untersucht werden, da die das Kommando Husaren führenden Offiziere sofort Anzeige erstattet haben. **(Kartoffeldiebstähle.) Kaum beginnen die Fruy kartoffeln zu reifen, so beginnen in den Feldern auch schon die nächtlichen Arbeiten derer, die nicht säen und doch ernten wollen. Aus engerer und weiterer Umgebung sind uns schon mehrfach Kartoffeldiebstähle gemeldet worden. Den ohnmächtigen Zorn der kleinen Pacc#er, die im Schweiße ihres Angesichts die wenigen Ruten Kartoffelland beackert und mit Frucht bestellt haben, damit sie von anderen abgeerntet werden können, kann man nicht schildern, den ermißt nur der, der an dem Arbeitsplatz nächtlicher Tätigkeit lichtscheuer Gesellen steht und die Frucht seiner Mühen nicht mehr vorfindet. Es hält äußerst schwer, des nächtlichen Raubgesindels habhaft zu werden, und wo es einmal gelingt, die Diebe dingfest zu machen, da steht dann die Strafe kaum zu dem von ihnen angerichteten Schaden im Verhältnis. Derartiger Feld diebstahl müßte besonders schwer bestraft werden. (Als bezeichnend) für die unter den Bergleuten herrschende Stimmung wird mitgeteilt, daß der alte, also der sozialdemokratische Bergarbeiterverband in den letzten beiden Monaten um 13000 Mitglieder zugenom vis be. a **(Eine internationale wissenschäftliche Tnl fahrt) findet am 6. August in den Morgenstunden statt Es steigen bemannte und unbemannte Ballons, sowie bbe Barmen, Hamburg, Zürich, Wien, Ba.o, diesem Urteil, während Hellenus auch heute noch, nachdem die Sache behufs Ladung weiterer Zeugen damals vertagt wurde, den Unschuldigen spielt. Auch er wurde zu einem Jahr Gefängnis verurteilt. Sölderholz, 4. August.(Preisgekrönt.) Es errang der M.=G.=V.„Eintracht“ auf dem Sängerwettstreit in Hemer in der 2. Klasse den 3. Preis unter sehr scharfer Konkurrenz. * Aplerbeck, 4. August. Die Untersuchungen der Bergleute auf Wurmkrankheit werden nunmehr auch auf den Zechen in unserem Amte vorgenommen. Vorläufig erstreckt sich die Untersuchung auf 20 Prozent der Belegschaften. Auf der Zeche„Margareta“ hat Herr SchulzeVelmede die Untersuchungen übernommen. suchungen auf den Zechen„Karoline" und werden von den Herren Dr. Scheffter bezw. Dr. Voig vorgenommen. Man ist hier recht gespannt auf das Ergebnis der Untersuchungen, da man nicht die Verhältnisse auf den hiesigen Zechen besonders geeignet sind für die Entwickelung der in Frage stehenden Krankheit.— Bei einer vorläufigen Untersuchung auf Zeche„Margareta“ sollen bereits mehrere Bergleute als wurmverdächtig ermittelt sein, doch bedarf es noch der näheren Feststellung einer besonderen ärztlichen Komwission.„„„„äute s 5 Aplerbeck, 4. Aug.(Preisgerron e Sunger.) Der hiesige Männergesangverein„Fortuna“ erhielt auf dem gestrigen Gesangwettstreit zu Hemer bei Iserlohn den 2. Preis, den Hauptehrenpreis und den Ehrenpreis..... siter de sid ** Hörde, 4. August. Emn Fabritarbeiter berggt. lichen Stadtteils besuchte am gestrigen Abend Hiergg.. schaft des Franz Lüchterfeld am neuen Markt, in aller Ruhe einige Tulpen und begann sich vann wieder auf den Nachhauseweg. Kaum auf der Straße angekommen, wurde der Mann überfallen, zu Boden geschlagen und arg mißhandelt, so daß er sich in ärztlichg uu lung begeben mußte. Die Täter sind in der Dunker leider entkommen und wird eifrigst nach denselben gefahndet.— Gestern erbrachen mehrere Knaben den in der Bickefeldstraße belegenen Keller des Handelsmanns Schneiker und entwendeten aus demselben eine Obst und Selterswasser. Ein patrouillierender Polizeibeamter bemerkte die jugendlichen Diebe und konnte sie dingfest machen; es sind die Senggen Anton Weber und Wilhelm Dietermann.(Hörd. Volksr#., Briefkasten. Drachen auf in Trapper, richshafen, Barmen, Tamrr„,#nh,, Wien, Bath, Berlin, St. Petersburg, Rom, Madrid und Bluc Hill U. S. A. Der Finder eines jeden unbemannten Ballons erhält eine Belohnung, wenn er der jedem Ballon beigeo Instruktion gemaß den Ballon und die Instru erhält eine Belohnung, wenn er der jedem Ballon beig gebenen...„ g ern Encen und die Instrumente sorgfaltig birgt, und an die angegebene Adresse sofort telegraphisch Nachricht sendet. Auf eine Behandlung der Ballons und Instcumente wird besonders aufmerksam gemacht. *8 Westhofen, 5. Aug.(Hohen Besuch) hat heute unsere Stadt. Der Regierungspräsident von Arnsberg, Freiherr v. Coels, ist hier anwesend. Sein Besuch gilt der Besichtigung des neuen Amtshauses und der Wasserleitungsanlagen. Von hier aus begibt sich Herr Regierungspräsident nach Hohensyburg. ** Sölde, 4. August. Eine schöne fette Kuh holte sich der Viehwärter Johann Hellenus aus den Stallunin des Herrn Schulze=Vellingsen hierselbst. Der Mann hatte sich, nach dem„Hörd. Volksblatt", zwei Kumpane als Helfershelfer zu diesem Streiche gedungen. Als das Tier von einem dieser beiden, dem Kutscher Pohl, zum Verkauf in Dortmund angeboten wurde, fielen die Leute der Polizei in die Hände. Pohl wurde vor einigen Wocen mit 1 Jahr Gefängnis bestoftund H. B., Lichtendorf. Wir bringen von jetzt ab wieder regelmäßig zweimal monatlich die Standesamtsnachrichten des Amtes Westhofen. Die von der ersten Augusthälfte werden Sie also in der Ausgabe vom 16. oder 17. ds. Mts. schon vorfinden. Frd. Gruß. Aus Westfalen und Rheinland. * Kamen, 4. August.(Selbstmord.) Gestern bend gegen 8 Uhr machte ein in der Krämerstraße wohter seinem Leben durch Erhängen ein Ende. Als die Hauswirtin den jungen Mann zum Abendhrgie wollte, fand sie ihn an der Bettstelle hängend er trn rec. Ueber die Beweggründe, die den Unglucklichen in den Tod trieben, ist Bestimmtes nicht bekannt. Der Entseelte litt seit einigen Jahren an einer unheilbaren Krankheit und nimmt man an, daß er in einem Anfalle von Schwermut die unselige Tat beging. am Lüdinghausen, 4. August. Heute morgen wurde der Schaffner O. aus Dortmund, welcher den 10,50 von hier abfahrenden Personenzug begleitete, beim Koupieren des Billets gegen einen Signalpfahl geschleudert und litt schwere innere Verletzungen. Der Verunglückt wurde in das hiesige St. Marienhospital überführt, wo nach einer halben Stunde seinen Verletzungen erlag. Der Verstorbene hinterläßt Frau und 8 kleine Kinder. * Bochum, 4. August. Doppelt tragisch ist das Geschick des Wirtes Walde in Altenbochum. Dieser iem von uns einfallen außer Dir. Daran sieht man schon, das Du für einer bist. Das sag' ich Dir noch: ich werde dich im Auge behalten, Bursche. Und wenn ich was Aehnlichen Bescheid erhielt Däne auch an anderer Lerbungen für seinen Plan Abstand zu nehmen. Unter Umständen konnte Klaas Däne nicht darüber im Zweifel sein, welches Schicksal seiner, als dem Rädelsührer, wartete. So sah er sich nicht allein um den Loh einer Tat betrogen, sondern auch eine schwere einer warten. Er brauchte nur den Kapitän anzz.##, um zu wissen, daß er auf keine Gnade zu rechnen habe. Es blieb ihm nichts weiter übrig, als auf Flucht zu sinnen; aber es gab keine Möglichkeit, sich durch eine solche der strafenden Gerechtigkeit zu entziehen. Ein Vi such, in der Nähe der Küste durch Schwimmen sich zu retten, würde ihn unfehlbar den Tod durch einen der Haifische finden lassen, die beutegierig schon seit Tagen das Schiff verfolgten. Wenn nicht in dem Moment des Landens noch eine Gelegenheit zum Entkommen sich bot, war Im Hafen eingelaufen, hatte der Kapiän Besehl gegeben, Klaas Däne zu fesseln, um sich seiner Person zu versichern. Zwischen dem Abend und Morgen war indessen eine lange Zeit, die der Gefangene nicht unbenutzt ließ. Mit den Zähnen lockerte er den hanfenen Strick, nachdem es ihm gelungen war, erst die eine Hand aus der Schlinge zu ziehen, so schmerzhaft diese Bemühungen auch gewesen waren, und obgleich ihm bei den anfangs lichen Versuchen, sich zu befreien, das Blut über die Hände floß. Bereits vor Mitternacht lagen seine Fesseln„ Boden, und ein unterdrückter Freudenschrei kam von seinen Lippen. Die Dunkelheit war Däne kein Hindernis, das verrostete Schloß von der Luke seines Gefängnisses zu entfernen. Lange bevor der Morgen tagte, hatte er seine Arbeit beendet, und er brauchte um das Gelingen seines Planes nicht mehr zu bangen. Das Boot, das am frühen Morgen den ersten Maat und zwei Matrosen an Land bringen sollte, war noch am vorhergehenden Abend klar gemacht. Um es zu erreichen, brauchte Klaas Däne nur die Schiffsleiter herunterzuklettern. Einen geeigneten Augenblick, seine Absicht Ausführung zu bringen, bot der anbrechende Tag, wen die Wache abgelöst wurde. Geräuschlos hatte der Gefangene den Raum verlassen, in den man ihn gefesselt gebracht, und war die Treppe hinaufgeschlichen. Auf Bauche liegend, zwischen Segeltuch und Tauen versteckt, erwartete er die Ablösung der Wache. (Fortsetzung folgt.) Die Schmetterlinge dieses Sommers. Unlängst wurde auf das Fehlen der Schmetterliunge in diesem Jahre aufmerksam gemacht. Mit Bezug da auf teilt ein galter Volterreund, des Zohlweißlings in solcher Menge, daß sie auf der Strecke zwischen Prag und Brünn eine Eisenbahn zum Stehen brachten. Fünfzig Meter breit war der Zug der Raupen; durch die Unzah der zerquetschten Tiere auf den Schienen waren die Geleise und Räder glatt geworden, die Lokomotive konnte deshalb nicht mehr vorwärts. Der Schaden, den diese Kohlweißlinge anrichteten, erinnert an die ungeheuren Verwüstungen der Wanderheuschrecken, die in wenigen Sekunden Millionen vernichten. In Südamerika— es sei zur Illustration des Gesagten erwähnt— fielen eines Tages die Heuschrecken in eine Tabakpflanzung, die über 40000 Pflanzen zählte. In zwanzig Sekunbgenun, sich der Schreckenwarm wieder, und von der Pfia####ng wra nichts mehr zu unter diesen heißhungrigen Fressern. 1856 erschien verheerender Schwarm bei Breslau, 1859 einer in Pommern. Doch reden die alten Chroniken häufig genug von urchtbaren Heuschreckenverwüstungen. Rechnen wir den alljährlichen Raupenschaben, so erkennen wir, daß wir mit der Plage der Raupen ebenso furchtbar geschlagen sind, wie andere Länder mit der Heuschreckenplage. Die Raupe des Kohlweißlings trägt größeres Hautgewand an, das besser paßt. Die ten nennen diesen Vorgang Häutung. Vier Häutungen machen diese Raupen durch. Dazu brauchen sie günstige Wetter. Tritt kräftiger Regen, anhaltende kalte Nässe ein, so gehen sie an der Häutung elendiglich zugrunde. Da he ben wir schon eine Ursache, warum es heuer so wei Schmetterlinge gibt. Die Raupen sind nicht bis zum Verpuppen gekommen, weil sie sich zur Unzeit, bei Unwetter, schon das Lebenssichrizwärts. Die Pu. Aber gehen wir noch einen Schritt ruck.####. Die Puppen und die Raupen, die überwintern sollten, sind bei Ungunst der Witterung schon größtenteils ip., gestorben, und was den Winter überstanden h##,#in den Frühlingsmonaten, die so arm an Sonnenschein und sich an beo= Generation keine große Zahl Falter bracht on d= eeitz,eration bat noch weniger und die dritte, die die zweite Generatt dor noch iiinge unt dir erurr, die bei den Kohlweißlungen, wenn z, Lann die Lücken aucd nicht füllen. Dem Ogug pzie Haupenz sel., enn mit bel Iomerhia sesien de Falter, Mstanuem e ie ganz. Abgesehen von den bekannten Weigunngen noch, nachgen damals ch er wurde gekrönt.) em SängerPreis unter hungen der ehr auch auf Vorläufig it der Belegderr SchulzeDie Unter„Freiberg“ v. Dr. Voigt auf das Ernnimmt, daß onders geeigage stehenden esuchung auf Bergleute als es noch der tlichen Komönte SänFortuna“ eru Hemer bei is und den 2. heiter des südsend die Wirtarkt, verzehrte ch dann wieder traße angekomden geschlagen ztliche Behandder Dunkelheit denselben geaben den in der Handelsmanns n eine Menge render Polizeiund konnte sie ton Weber und etzt ab wieder samtsnachrichersten August16. oder 17. heinland. ord.) Gestern ämerstraße wohateter Koksarbeiinde. Als die bendbrot bitten gend entseelt vor. lichen in den Tod Der Entseelte litt Krankheit und von Schwermut morgen wurde er den 10,50 von , b e i m K o u p i e r e n schleudert und erder Verunglückte überführt, wo er ingen erlag. Der eine Kinder. agisch ist das Gei. Dieser wurde Lüf—te, und durch die Lüfte jubelnd, und durch die„Das ist so gekommen. Ich hatte mir einen fertigen Lüfte jubelnd, jubelnd, jubelnd, ja jubelnd zieht, und Anzug gekauft, von dem gingen die Hosen bei jedem Naßdurch die Lüfte jubelnd zieht der Vögel wunder=, wunder=, werden immer'n Stück ein; schließlich reichten sie nur noch d leidet seltener 1856 erschien ein 359 einer in Pomhäufig genug von ipenschaden, so erer Raupen ebenso Länder mit der hlweißlings trägt ie wächst nach dem is sehr rasch oder, r rasch dick und st dann ein immer paßt. Die GelehrVier Häutungen nuchen sie günstiges nde kalte Nässe ein, zugrunde. Da has heuer so wenig nd nicht bis zum c Unzeit, will sagen ausgeplatzt“ haben. ckwärts. Die Pupsollten, sind bei der teils im Winter abinden hat, ist in den innenschein und so So kam es, daß Zahl Falter brachte, r und die dritte, die en schönen sonnigen ann die Lücken auch t s o! D e n n m i t d e n selten. diesem Jahre nicht wundersüßes, der Vögel, der Vö—5—5—ogel wunderder Vö—ö—ö—ögel wundersüßes, wundersüßes, wundersü—ü—ßes Lied, und durch die Lüfte jubelnd zieht, und durch die Lüfte jubelnd zie—ieht der Vögel, ja der Vögel, der Vögel wundersü—ßes Lied!— Die übrigen 5 Strophen habe ich mir, so schreibt ein Leser des„H. K.“, geschenkt. Aber eine Woche litt ich an Nervenzuckungen. *(Englisch=französische Verbrüderung.) Während der enlisch=französischen Festlichkeiten in London veranlaßten die geringen Sprachkenntnisse der Franzosen natürlich manchen drolligen Irrtum. Am amüsanesten ist das Mißgeschick, das einer jungen Französin zustieß. Diese rief einen Kutscher an,§ um ihn zu fragen, ob er frei sei:„Coachman, are you enganged?“ den Hausern har man so viel (Kutscher, sind Sie engangiert?) Das Wort„enganged“ wird! Verdruß! Ich rate Ihnen, von einem tollwutverdächtigen Hunde gebissen. W. wurde im Berliner Pasteur'schen Institut behandelt und hat nach seiner Rückkehr, aus Furcht, dennoch von der entsetzlichen Krankheit ergriffen zu werden, Selbstmord verübt. Der Kadaver des Hundes wurde im Berliner chemischen Institut untersucht und dieses stellte nunmehr fest, daß keine Tollwutkrankheit bei dem Tiere vorlag. Durch schleunige Erledigung und Bekanntgabe der Untersuchung wäre wahrscheinlich ein Menschenleben gerettet worven. * Köln, 4. August. Gestern nachmittag wurde zu Ehrenfeld der an den Folgen einer Blutvergiftung gestorbene 11jährige Sohn eines Kaufmanns beerdigt. Der Knabe war einige Tage vorher von einer Fliege ins sicht gestochen worden. Die dadurch hervorgetretene Pustel hatte er dann unvorsichtigerweise mit einem Fingernagel aufgekratzt, was eine Gesichtsrose verursachte und bald darauf Blutvergiftung herbeiführte. * Vlotho, 4. August.(Ertrunken.) Von sehr harten Schicksalsschlägen wird die Witwe Stumpe hierselbst heimgesucht. Der etwa 35 bis 36 Jahre alte, bei der kaiserlichen Marine gediente Sohn, der Steuermann Konrad Stumpe, ist vorgestern auf der Weser bei Rehme über Bord gefallen und leider ertrunken. Die Leiche noch nicht gefunden. Vor etwa zwei Jahren kam laut der„Westf. Ztg.“ auf dieselbe traurige Weise der andere waren anständige brave Leute und die einzige Stumpe in shrem fiefen Kummer, das Mitgefühl ihrer t(Ein hübscher Wortwechsel) zwischen dem Kaiser Mitmenschen nicht versagt bleiben! sund dem verstorbenen Bremer Oberbaudirektor Franzius ist eunenuchen nicht veriagt bleiben!..5ft. bei einer Abschedseter des Veliner Architektenseteiih er * R o t t h a u s e n, 4. A u g u s t.( M o r d u n( P r o f e s s o r B u b e n d e y v o n d e m M i n i s t e r i a l d i r e k t o r H i n t e l d e y n mord) riefen hier am Sonntagmorgen große Aufregung an die Oeffentlichkeit gebracht. Als Franzius dem Kaiser hervor. Der Metzgermeister Löwenthal aus Caternburg, seinerzeit die Pläne zur Weserkorrektion bei Bremen vorzulegen der anscheinend mit seiner Schwägerin, einer Witwe Lofs- und zu erläutern hatte, habe er auch auseinandergesetzt, welche Filiale vorstand, ein intimes Verhalt Gebietsveränderungen durch die geplanten Verlegungen des ° Stromlaufes nötig werden würden, und daß unter andern ein Preußen gehöriger Uferstreifen an Bremen fallen solle— worauf der Kaiser ihn scherzend unterbrochen habe:„Sie woulen din Rung von Prrußrn also Landgebiet nehmen?“ werden immer'n Stück ein; schließlich bis zum Knie; da hab ich mir halt'n Radl zugekauft!“ §(Vereinfacht.) Städter:„Ihr wascht wohl Eure Kinder gar nicht, Huberbäuerin?— Bäuerin:„Im Sommer henn mer kei Zeit dazu, da wern se nur schnell abgestaubt!“ §(Raumverkürzung.) Der Kalkulator von der Elbe:„Ich weeß mich noch deitlich uf die Zeit zu besinnen, wo man nach Berlin acht Stunden gebraucht hat. Un heite, wo man nicht mal drei Stunden fährt, is Sie doch Berlin reeneweg nischt wie'ne Vorstadt von Dräsen!" (Entweder— oder.) Hausherr:„O, mit Unannehmlichkeiten und Herr Schnipperl, kaufen jedoch im Sinne von„verlobt“ gebraucht. Nein, Fräulein; Sie sich nur nie ein Haus lautete die höfliche Antwort. Dann nehmen Sie mich!“ abse kauderwälschte die Französin, so gut es ging.„Aber mit] 8(Fataler Druckfehler.) Bergnügen!“ ewiderte der erfreute Kutscher und zog 55tte gramm einer höheren Töchterschule.) Eeinen, Hut, indem er sich ipzteidetrpaxotzedenfggse verruht: Französisch, Enalisch, Geographie und Exgrvoun, die so elegant gerteidet war, jedenfalls viel Geld Frafz 2 Englisch, Geogrozhetarge habe. Er ward auerdings bald enttäuchscht, denn die junges§(Sonderbar.) Doktors Dame stieg bald aus und verließ ihn mit einem kurzen Kopf=lmacher: Sie wallen zu meinem Mani nicken. Die Französin aber war entzückt über die Galanterie der Londoner Kutscher und erzählte dies noch am selben Tage oder kaufen S' mir mein's ne ihren Landsleuten, die sie über den kleinen Irrtum aufklärten. Stütze der Sie war nicht wenig verblüfft, zu erfahren, daß sie sich, ohne ####- En war nicht ceng errglast, gu erjühlen, daß sie sich, ohne Witwe ses zu wissen, mit ihrem Kutscher verlobt hatte. ler, die hier seiner Filiale vorstand, er. g## nis unterhatten hat, blieb in der vergangenen Nacht bei derselben. Gegen 5 Uhr früh ertönten sechs Revolverschüisse, die Löwenthal auf die Löffler abfeuerte. Hierauf.aslen dem König von Preußen also Landgebiet nehr durchschnitt er sich selbst mit einem Schlachtmesser den„Freilich= habe Franzius erwidert, aber nur, um es dem Hals, so daß der Tod sofort eintrat. Die schwerverwun= deutschen Kaiser zurüchzugeben: deie Witue Löster wurde zun ktautendus gebracht,) 1(Der Herr Pastor=.) Ein Leser der„Tol. Nösch= doch besteht keine Hoffnung auf ihre Wiederherstellung. 1erzählt: Als ich während eines Zwischenkursus meines drei(jährigen Kommandos zur Kriegsakademie bei dem FeldartillerieRegiment Nr. 100 kommandiert war, fand ich bei meiner Batterie einen jungen Pastor vor, oer zu der achtwöchigen *(Ein Feind des Männergesanges.) Ich hasse den Uebung als Vizewachtmeister der Reserve eingezogen war. Der sogenannten Männergesang. Es ist mir das Langlvei- Pastor war ein netter Mensch, der sich infolge seines angenehmen ligste und Unkünstlerischste, was ich mir denken kann. Aus und taktvollen Wesens, so wie seiner dienstlichen Tüchtigkeit diesem Grunde besuche ich auch grundsätzlich keine Ver= wegen großer Achtung und Liebe bei den Mannschaften und einskonzerte. Nur einmal beh in meinem Vorsatz untreu geworden, und das war, als mich mein Freund, ein begeisterter Vereinsmeier, einlud, mir eine neue Komposition für großen Chor und Orchester anzuhören, deren Verfasser ihm bekannt sei. Zugleich wettet er zehn gegen eins, daß mich die Komposition infolge ihrer Schönheit ein= für allemal von meiner Abneigung gegen derartige Erzeugnisse heilen würde. So machte ich also eine Ausnahme und ging in das Konzert, richtete es jedoch so ein, daß ich nur die betreffende Komposition zu hören brauchte. (Aus dem Pro1. Klasse: Deutsch, Heiratskunde. (Sonderbar.) Toktorsfrau zum Schuhmächer:„Sie woulen zu meinem Mann? Ja, der ist nicht zu sprechen,— der hat jetzt Sprechstunde.“ s(Auf der Zollstation.) Untersuchungsbeamter:„Mein Herr, wie können Sie es wagen, ein Kistchen Zigaren unverzollt mitnehmen zu wollen?"— Reisender:„Ah, Pardon! Ich trug es ganz in Gedanken mit, und Gedanken sind ja, glaube ich, zollfrei.“ §(Der Ruhestörer.) Während einer langweiligen Vorstellung ist ein Herr eingeschlafen, der fürchterlich schnarcht. Endlich wird er von einm Nachbar aufgerüttelt, der ihm zuruft:„Schnarchen Sie doch nicht so, Sie wecken ja das ganze Publikum auf!“ §(Dauerhaft.) Vater:„Was, schon wieder ein neuer Anzug? Weißt Du, wie lange ich meine Anzüge früher getragen habe? Zehn Jahre, bis sie zu eng wurden, und dann habe ich eine Entfettungskur durchgemacht und sie nochmals fünf Jahre getragen!“ der„Schwerter Zeitung.“ Hd Berlin, 5. August. Der Reichsanzeiger veröfDer Text derselben bestand aus fünf Strophen zu je Zeilen. Die erste Strophe lautete wie folgt: Wie herrlich ists im grünen Walde, Wenn an den Gräsern blinkt der Tau, Wenn durch die Wipfel leise flüstert Der Sommer=Morgenwind so lau, Und durch die Lüfte jubelnd zieht sechs Der Vögel wundersüßes Lied. kam ee In der Form, wie es gesungen wurde, gendermaßen zu Gehör: Wie herrlich ists im gr Walde, wenn an den Gräsern, den Gräsern, den Grä—ä —ä—ä—sern blinkt der Tau, wenn an den Gräsern, wenn an den Gräsern blinkt der Tau, blinkt der Tau, ———inkt der Tau, wie herrlich ists im grü—ü —ü—nen Walde, wenn an den Gräsern blinkt der Tau. Wenn durch die Wipfel, die Wipfel, die Wipfel leise, leise lei—ei—eieise flüstert der Sommer=Morgenwind, der Sommer=Morgenvuer, a# ert, der SommerOffizieren der Batterie erfreute. Von letzteren wurde er in und außer Dienst stets nur„Herr Pastor“ genannt. Doch wie die vollkommensten Menschennicht fehlerfrei sind, so hatte auch unser Pastor die Schwäche der Unpünktlichkeit. Schon mehrere Male hatte er dafür einen Rüffel erhalten. Als die Batterie während der Herbstübnngen eines Tages früh am Morgen sich auf dem Marktplatz der Ortsunterkunft zu K. versammelte, fehlte wieder einmal der„Herr Pastor". Schließlich wurde eine berittene Ordonanz fortgeschickt, um ihn zu holen. Das Quartier lag aber weit, und vor zwanzig Minuten konnte der Erwartete nicht eintreffen. So lange konnte natürlich die Batterie nicht mit dem Abrücken warten, und so befahl der Hauptmann einem Unteroffizier, den„Herrn Postor“ anzuweisen, daß er scheunigst nachkommen solle. Eben hatte der Vatteriechef„Stillgesessen“ kommandiert, um den Abmarsch einzuleiten, da erschien auf der Bildfläche, von rechts hinten in schnellster Gangart auf schweißbedecktem Pferde mit verhängten heransprengend,„der Herr Pastor". Als der flotte Reiter, der mit seinem hochroten verlegenen Angesicht und in seinem anscheinend bei der Eile nicht vollendeten Anzug einen drolligen es fol= Eindruck machte, etwa auf zwanzig Schritte an die Batterie grünen heran war, rief ihm der Hauptmann mit Stentorstimme, über :" die ganze Batterie hinweg zu:„Kommen Sie, kommen Sie, Herr Pastor, die Gemeinde ist schon versammelt.“ Trotz der erstarrenden Wirkung des Kommandos„Stillgesessen" blieb kein Auge trocken; nur der„Herr Pastor“ blieb ernst und würdevoll und wurde von diesem Augenblicke an der pünktlichste Soldat der ganzen Batterie. (Kurzer Prozeß.) In einem schottischen Landbezirke, der gerade am Vorabend einer Wahl für das Unterhaus stand, war ein Fonische Trhlammlung einberufen worden. Durch fentlicht die Verleihung des roten Adlerordens mit Eichenlaub an den preußischen Gesandten bei den Hansestädten von Tschirschky und Bögendorff. Hd Berlin, 5. August. Dem„Berl. Tagebl.“ zufolge erschoß der Lehrer Hinze, der beim Füsilier=Regiment Nr. 34 seine Dienstzeit absolviert, gestern nachmittag den 4 Jahre alten Sohn Herbert des Feldwebels Lange. Hinze zielte im Scherz auf den Jungen mit dem Gewehr, das mit einer Platzpatrone geladen war. Das Geschoß drang dem Kleinen ins Herz, so daß er auf der Stelle tot war. Hd Bern, 5. August. Am Gros Morlas im Kanton Fribourg stürzte ein Herr Ernert aus Westfalen beim Edelweißsuchen von einer Felswand ab und blieb unten tot liegen. enwird, leise flüstert der Sommer=war eine politische Versammlung einberufen worden. Morgenwind, der Sommer=Morgenwind so—o lau, s0— seinen unglücklichen Zufall konnte der Patron des Ortes den #o so lau, Und durch, und durch, und durch die Verhandlungen nicht beiwohnen, aber er fand einen würdigen Stelvertreter. Ein alter, in der ganzen Gegend wohlbekgnnter Gesindel scheint nie auszusterben— und den Ochsenaugen Bauer wurde zum Vorsitzenden gewählt, und er bewies sofort, gußa Fuche der d kleine Perlmutter=[daß er die Fähigteiten zu einem hervorragenden Polititer stcot der große Buuy, e, Haubechelfalter in manchen besaß, indem er folgende rurze Ansprache hielt:„Dieine perren, falter und der kleine blaue Hungug,.„ityerbrei sich danke Ihnen für die Ehre, die Sie mir erwiesen haben. Gegenden häufig, Selten dagegen sind der wett, ge.,(Da ich früher schon immer diesen Versammlungen beigewohnt tete Zitronenfalter, die schönen Pfauenaugen, der Vistel= habe, weiß ich, was ich zu tun habe, und stelle gleich meinen falter, der Admiral, der Kaisermantel und das rote und ersten, Antrag. Die für den konservativen Kandidaten sind, blaue Ordensband. Ganz vereinzelt habe ich den goldfar= sollen die Hände aufheben... fünf... gut, und nun die benen Dukatenvogel, das Weißfleck und den Goldafter ge Gegenprobe: Die dagegen sind, sollen die Hände aufheben sehen. Aufgefallen ist mir das völlige Fehlen der Nacht=].. fünfzehn... Majorität, werft die andern hinaus, und falter und zahlreicher Spinner. Den gefürchteten Kie= dann können wir weiter verhandeln.“ fernspinner, dessen gefräßige Raupe in den Fichtenwäldern schon oft ungeheuren Schaden angerichtet hat, habe W ich nicht einmal in einzelnen Exemplaren getroffen.] JJulnwr Ebenso sah ich bis jetzt nicht einen einzigen Weidenspin] 8 gin Großindustriller. ner oder Schwammspinner und, was merkwürdig ist, 1g. zen weile dar Handest. Großinoustritter. Beim Bereisen seiner ner oder Schwammspinner, und, was merkwürdig Provinzen weitr der Lanbeogerr in einem pfälzischen Städtchen. nicht einen einzigen Stachelbeerspanner. Kurz, nicht ein- Als ihm unter den Stadtverordneten der Herr Magistratsrat mal die„Gassenjungen“ unter den Schmetterlingen sind Hutfabrikant N. vorgestellt wird, richtet er an denselben die auf dem Plan! Was Wunder, wenn die ohnehin seltene= huldvolle Frage, wieviel Arbeiter er in seiner Fabrik beschäftige. ren gar nicht zu finden sind: Fichten= und Oleander= Selbstbewußt lautet die Antwort:„Mei Fraa helft als, schwärmer, Winden= und Ligusterschwärmer, Totenkopf königliche Hoheit!“ und dergl.!„,§ Kasernenhofblüte.„Kerl, schmunzeln Sie nicht Damit uns aber in den schönen Wäldern das Fehlen wie Jörn Uhl bei seiner hundertsten Auflage! der Falter und schöngeflügelten Insekten nicht allzusehr 8 Neuer Börsenfluch. Cohn(im Streite mit einem auffällt oder gar traurig macht, hat uns die Natur heuer Konkurrenten):, König sollste werden in einem Balkanstaat.“ um so mehr Fliegen geschenkt. Diese bemühen sich denn 8 Frech. Herr, Sie bitten mich um ein Almosen und auch eifrig, zu zeigen, daß noch Leben in der liebsten nehmen nicht einmal den Hut ab? Bettler: Ach, lieber Waldeinlamteot ist, un gleiset haß der herschste Spazier= Schutmann, und wenn der sietst, daß ich den Ha einer so zuhringlichen Weie, voguz, gxettuzst, Spozikt sg denkt er, ich betlez, behalte ich ihu aber au, so hält er gang zur Luat werden kann. Wair wäre es schon recy., uns für ein paar gute Bekannte! wenn statt der ekelhasten Fliegen, die sich auf jeden). z Strenge Zurechtweisung, Schusterlchrling: Mester, Schmutz setzen, um dann wieder Mensch und Hurcz ovzhre /10 möchte morgen mal blau machen.— Meister: Dummer lästigen, bunte Falter mich umgaukelten, die 9u.—, 1.„Junge, zum blau machen bis Du noch viel zu grün, aber Farbenpracht die Freude an der Schönheit der Natur er= Bu, kannst mal ordentlich durchjebläut werden. böhen und niemandem zur Last werden!„„3(Ursache und Virkung.) A.:„Sagen Sie mal, wie sind Sie eigentlich Radler geworden?— B.: Hd Rom, 5. August. Zur gestrigen Papstwahl wird noch gemeldet: Um ¾412 Uhr rückten die Truppen im Laufschritt gegen die Peterskirche. Bald waren ca. 10 000 Soldaten auf dem Petersplatze versammelt. Im selben Augenblicke öffnete sich die äußere Loggia, über die Brüstung wurde ein Teppich gelegt und es erschien der Kreuzträger und hinter ihm der Kardinal Macchi. Truppen präsentierten und Macchi rief in lateinischer Sprache:„Ich verkünde euch eine große Freude! Wir haben als Papst den ehrwürdigen Kardinal Sarto gewählt, der sich den Namen Pius X. beigelegt hat.“ Brausende Hochrufe ertönten, Trompeten bliesen Fanfaren, die Menge rief:„Sarto, Sarto!“ Hd Rom, 5. August. 12,10 Uhr gestern mittag erschien der neue Papst auf einem inneren Balkon des Vatikans und erteilte den tausenden auf dem Petersplatze versammelten Gläubigen den ersten Segen. Diese Feier gestaltete sich zu einer imposanten Kundgebung. Als Kardinal Macchi die Wahl des Papstes auf dem Petersplatze verkündete, präsentierten die anwesenden italienischen Truppen. Aus dem Umstande, daß der neue Papst den Segen von einem inneren Balkon aus geschlossen, daß er die bisher italienfeindliche Politik der Kurie fortsetzen wird. Hd Rom, 5. August. Bei der letzten Unterredung mit Sarto ließ Papst Leo XIII. durchblicken, daß dieser wahrscheinlich sein Nachfolger sein würde. Auf die Verwunderung Sarto's antwortete Leo XIII., er besitze Eigenschaften, die der Kirche einen großen Dienst leisten könnten.— Sarto verwandte seine Einnahmen von 40 000 Lire in Venedig hauptsächlich zu wohltätigen Zwecken, so daß er häufig seine Fonds vollständig erschöpft hatte.— Der neue Papst ist von der RampollaPartei unterstützt worden; man glaubt daher, daß er die Politik Leos XIII. fortsetzen werde.— Obgleich die italienische Regierung für Sarto keine besonderen Sympathien habe, so ist er ihr doch von allen Kandidaten der genehmste gewesen. Anläßlich der Zusammenkunft Kaiser Wilhelms mit König Humbert in Venedig nahm Sarto offiziell an dem Empfange teil. Bei einem späteren Besuche des Königs von Italien fuhr Sarto dem Königspaar entgegen. Hd Rom, 5. August. Der Zustand Ferreros' ist nach den letzten ärztlichen Berichten hoffnungslos. 6. August: 7. August: 8. August: Wetterbericht. Mäßig warm, wolkig mit Sonnenschein, strichweise Regen. Normale Temperatur, wolkig, schwül, viele Gewitter, Regen, frische Winde. Teils heiter, teils wolkig, mäßig warm, lebhafter Wind, strichweise Regen, Gewitter. Für den redaktionellen Teil verantwortlich Wilh. Schade. Bekanntmachung. Ich mache wiederholt darauf aufmerksam, daß jeder Viehbesitzer oder dessen Stellvertreter verpflichtet ist, von dem Ausbruch oder auch nur dem Verdacht des Ausbruchs einer ansteckenden Krankheit, insbesondere der Maulund Klauenseuche unter seinem Vieh, sofort der Polizeibehörde Anzeige zu machen, und bis zu deren Eingreisen die erkrankten Tiere von Orten, an welchen die Gefahr der Ansteckung fremder Tiere besteht, fern zu halten. Wer weiß, daß eine ansteckende Krankheit unter seinem Vieh ausgebrochen ist und es nicht sofort anzeigt, wird nach den gesetzlichen Bestimmungen mit Gefängnis bestraft. Hörde, den 29. Juli 1903. Der Landrat. Kötten zu kaufen gesucht. Suche einen Kotten mit 6—10 Morgen Ackerland und Wiesen nebst Wohnhaus und Stallung (wenn Wohnhaus auch klein) auf einem kleinen Dorfe oder auch einzeln liegend, zu kaufen. Schriftliche Angebote nebst Preis oder auch mündliche Angabe befördert die Geschäftsstelle d. Zig. Sonntag, den 9. August, findet bei mir Grosser K statt, wozu freundl. einlade. Heinr. Schäfer, Schwerterheide. BSabaguse Sabasese Zahn-Institut In von I Nachfolger von D. Müller, H Schwerte, Ostenstr. 7. In Zähne pl. in Gold, Silber „ u. f. w. Bahnziehen durchaus schmerzlos. Spezialität: Kanstl. Zähne ohne Gaumenplatte. in Langjährige Erfahrungen — Billige Preise.— DagaßsbaßagnSSS Institut für Zahnleidende von F. Uhrig, Dentist, Schwerte, Grosse Marktstr. Nr. 1, gegenüber der reformierten Kirche. Bekanntmachung Festlegung der Hunde. In der Weide Spielfeld bei Opherdicke ist die MaulAuf Grund des S 38 des Viehseuchengesetzes und des und Hengsen des Amtsbezirkes Aplerbeck, folgendes angeordnet: Sämtliche Hunde in den Gemeinden Opherdigs.. wickede und Hengsen müssen für die Dauer von drei Monaren, und zwar von heute ab bis zum 25. Oktober ds. Is., festgelegt werden. Der Festlegung gleichzuachten ist das Führen der mit einem sicheren Maulkorb versehenen Hunde an der Leine; jedoch dürsen die Hunde ohne polizeiliche Erlaubnis aus den obenbezeichneten Gemeinden nicht ausgeführt werden. Die Benutzung der Hunde zum Ziehen ist unter der Bedingung gestattet, daß dieselben fest angeschirrt mit einem sichern Maulkorbe versehen und außer der Zeit des Geouncde Terpendung von Hirtenhunden zur Veglettung der Herde, von Fleischerhunden zum Treiben von Vieh und von Jagdhunden bei der Jagd wird unter der Bedingung gestattet, daß die Hunde außer der Zeit des Gebrauches (außerhalb des Jagdreviers) festgelegt, oder mit einem sichern Maulkorbe versehen an der Leine geführt werden. Zuwiderhandlungen gegen diese Anordnung werden mit Geldstrafe bis zu 150 Mk. oder mit entsprechender Haft geahndet. Auch wird die sofortige Tötung der frei umherlaufenden Hunde polizeilich angeordnet werden. Aplerbeck, den 1. August 1903. Leonhard. Jage C..„ 8 Die Jaad auf den in den Gemeinden Schwerte, Geisecke, Hengsen und Hennen belegenen Weiden und Wäldern des städt. Wasserwerks soll vom 15. August d. J. an auf 3 Jahre öffentlich verpachtet werden. Termin zur Verpachtung wird hierdurch auf Montag, den 10. August d. J., nachmittags 5½ Uhr, in dem Lokale des Wirtes Exsternbrink am Wehre bei Geisecke, Bahnstation der Ruhrthalbahn, anberaumt. Die Jagd wird zunächst in drei Losen ausgesetzt, nämlich: 124 mn g Heant Los I. Bestehend aus ca. 680 Mrorgen Weiverund und 47 Morgen Eichenhochwald auf der rechten Ruhrseite, von dem Wehre bei Geisecke an stromaufwärts geLos II. Ca. 340 Morgen Weideland auf dem linken Ruhrufer, größtenteils den Grundstücken Los I gegenüberLos III. Ca. 400 Morgen auf beiden Ruhrufern liegend, anfangend an der Grenze der Gemeinde Wandhofen und endigend an dem Weyre bei Geisecke. Nach Ausbietung der einzelnen Lose erfolgt noch eine Verpachtung im Ganzen. Pläne und Bedingungen werden im Termine bekannt gegeben. Dortmund, den 1. August 1903. Die Verwaltung des städt. Wasserwerks. SOUTG waggemtn„ PKun, ! 5 6)) werden zu noch nicht gekannt billigen Preisen verkauft. Friz Neuwerth. KunstPostkarten. Novitäten in hübscher Auswahl empfiehlt Carl Braus, Buch- u. Kunstbandig. Technikum Strelitz zu Strelltz In Mecklenburg. Ingenieur-, Teohniker- u. Meisterkurse. Maschinen= und Elektrotechnik. Hoch= u. Tiefbau, Eisenkonstr. Täglicher Eintritt. Abgekürzt. Studium. Maschinenb., Elektrot., Baugew. u. Tiefbausch. Innungsber. Einj. Kurs. Schimmel wird bei eingemachten Früchten verhindert durch Dr. Oetker’s Salicyl à 10 4 genügt für 10. Pfd. Früchte. Rezepte gratis von den Firmen, welche führen Dr. Oetker's Backpalver. Ständige Preisverteilung! In des Zaren großem Reiche Giebts so manche schöne Bleiche. 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