Insertionsgebühr für lokale Anzeigen, die sechsgespaltene heile oder deren Raum 10 Pfg., außerhalb 15, Reklarge=Zeile 40 Pfg., Druck und Verlag von Carl Braus Fernsprech=Anschluß Nr. 62. Amt Schwerte. Telegr.=Adresse Graus, Schwerte=Ruhr. 475. Alle Kreis= und Lokalpolizeilichen Verordnungen für den Kreis Hörde erlangen gemäß Bekanntmachung der Königl. Regierung durch Veröffentlichung in der„Schwerter Zeitung" rechtsverbindtiche Krait. Schwerte Mlontag, den 27. Juli Ueber den polnischen Nationalschatz, Summe ist, wie wir hören, auf direkte Veranlassung des never den polnischen......., Ministerpräsidenten erfolgt. Der Staats= und Finanzder„zur Vorbereitung der Unabhangigren Polens die= minister Frhr. v. Rhembaben hat sich gestern vormittag nen soll, macht die„Ostmark" bemerkenswerte Mitteil= nach Breslau begeben, um in Gemeinschaft mit dem Verungen. Hiernach beträgt der Schatz rund 253000 Mk. treter des Oberpräsidenten und dem Landeshauptmann In vier Jahren ist er fast um die Hälfte angewachsen, über die Verwendung der zur Linderung der Ueberworaus zu ersehen ist, daß die polnischen Elemente, der schwemmungsschäden in Schlesien bereitgestellten Staatsjenigen Einrichtung, die zugestandermaßen dazu dienen mittel zu beraten, sol, die aktive revolutionäre Propaganda vorbereiten zu Das ist echte Kameradschaft. Der Deutsche elienz von Jche au. Joshe eine bermechte Knauziehe In, zuiegerbud und der Preaihzsche Landestziegenrerhgd) terstützung zuwvenderg, In diesem Zusammenhang,„He, haben für ihre durch das Hoe Wawel, dessen prächtige Stanislaus=Kathedrale die höch. Vortzut zuiner halß per zriegerpereine des ten Kostbarkeiten des alvolnischene hif aisteun s, die Grcd, gerbundes sind eingeleitet. be von bongen und Fesidzenz eingerichtet. Als Kaiser— Dr. Barth als Nachfolger Rösickes. Wie es aus Franz Josek imn Jahre 180 in Krakau war, benutte won Vereinigntge Höschstwahrscheinlich als Kandidaten für die gotwendig lich sind sie im Laufe von dreizehn Jahren wohl darauf Stimmen und siegte so mit 16000 Stimmen über die zahlen muß. G m; hat also mit dur azizrnmastzeralen be... Li, sein ui in der Stichwahl, zahlen, mutz. Graf Zadent hat also un der zregierung die auch wohl fast notwenoig sein wird, no“ einen Vertrag abe an den Militärfist Abonnementspreis pro Quartal 1 Mark 65 g., excl. 42 Pfg. Bestellgeld, wenn durch die Post bezogen. Erscheint an jedem Wochentage. Wöchentliche Gratisbeilage: Familienfreund.“ 36. Jahrgang. einem reichen serbischen Grundbesitzer erhielt sie kürzlich einen größeren Betrag gegen die Verpflichtung, eine Vortragsreise über das serbische Königsdrama zu unternehmen. Fräulein Wajka Lunjewitza hat dies unverschämte Angebot nun nicht etwa mit Entrüstung abgelehnt, sondern— die ihr zugedachte Rolle bereitwillig übernommen. Fräulein Wojka wird durch Pest, Wien, Paris, London und Berlin reisen. Man darf gespannt auf den Empfang sein, den die sensationsbedürftigen Berliner der Rednerin bereiten werden. England. Nach dem Burenkriege. Es wird nicht allgemein bekannt sein, daß es heute, 14 Monate nach dem Frieden von Pretoria, noch mehrere hundert Burengefangene gibt, die diesen Frieden nicht allgemein anerkannt haben. Auf dei Bermudainseln und in Englisch=Indien befinden sich nach der Staatsb.=Ztg. noch etwa 700 Buren in Gefangenschaft, die sich hartnäckig weigern, Eduard VII. den Treueid zu leisten oder eine Abhängigkeitserklärung zu unterschreiben. Vaterlandsliebe, verletzter Stolz, Hartnäckigkeit, eine gewisse Gleichgiltigkeit und Bequemlichkeit haben hier einen seltsamen Zustand geschaffen, der England trotz der Kosten freilich noch lieber sein muß als die bedingungslose Rückkehr dieser Elemente in die Heimat. Fruchtbarkeit stets notleidenden Galiziens liberalen bei einer Kandidatur Barth in.. Graf Badeni hal also mit der Regierung die auch wohl fast nolwendig sein wird, nach dem Aufabgeschlosen, wonach das Land Galizen treten Barths im u ampf. für, Barth stimmen wercfiskus für Raumung des Wawel 3 200 000/den, wiro aus vem Wahltreise für zweiferhaft eran den Miltärfiskus I., izu— bis 1900 u hallKronen zahlt, die für militarische, bis 1909 zu vollendende Ersatzbauten bestimmt sind. Sodann will das Land Galizien auch die Herstellung des Schlosses zur königlichen Residenz mit einem Kostenaufwand von etwa 8 Mill. Kronen bewirken. Die Polen aber bekämen für alle Fälle eine schon fertig möblierte Königsburg. Politische Uebersicht. Teutschland — 10 Millionen Mark für Schlesien. Die„Nordd. Allg. Ztg.“ berichtet: Zur Linderung des durch die Wasserschäden in Schlesien hervorgerufenen Notstandes hat das Staatsministerium in seiner Sitzung vom letzten Freitag einen Kredit bis zur Höhe von 10 Millionen Mark, unter Vorbehalt der Genehmigung des Landtags, zur Verfügung gestellt. Die Festsetzung dieses Betrages und die sofortige Flüssigmachung eines Teiles der den, wird aus vem Wahltreise### klärt. Man ist der Meinung, daß man Barth kaum als ein kleineres Uebel wie einen Sozialdemokraten betrachten kann. — Die tapferen Leute. Der Verein ehemaliger reitender afrikanischer Jäger beabsichtigt, bei Sedan seinen 1870/71 gefallenen Kameraden ein Denkmal zu errichten. Was das französische Denkmal für Deutsche besonders bemerkenswert werden läßt, ist, daß nach der Metzer Ztg. wohl zum ersten Male auf einem solchen ein Ausspruch eines deutschen Kaisers zu finden sein wird. Auf den Feldern des Säulenstuhles werden die historischen Worte Wilhelms I. stehen:„Ah, die tapferen Leute!" Dieser Ausruf entschlüpfte dem Sieger, als er die prächtigen Säulen der feindlichen Reiterei im furchtbarem Anritt auf den preußischen Flügel beobachtete. Serbien. = Eine feinfühlige Schwester ist Fräulein Woska Lunjewitza, die Schwester der Königin Draga. Von Ueber eine militärische Bravourleistung bei der Hochwasserkatastrophe in Schlesien wird der „Schles. Ztg.“ aus Frohnau, Kreis Brieg, berichtet: Der Leutnant und Adjutant Zimmer im 156. InfanterieRegiment zu Brieg war mit einem 50 Mann starken zusammengesetzten Kommando auf Requisition des Amtsvorstehers von Schalscha nach Frohnau entsendet worden, um den auf das äußerste gefährdeten Neisse=Deich zu halten. Leutnant Zimmer langte mit seinem Kommando am 12. Juli 3 Uhr morgens mittels Fußmarsches von Bahnhof Löwen in Frohnau an und fand hier eine verzweifelte Situation vor. Frohnau begann von dem von der Oder her rückstauenden Neisse=Wasser vollzulaufen; etwa drei Kilometer oberhalb der Ueberlaufstelle ergoß sich das Neissewasser schon mehrere Meter breit über den Damm. Dabei stieg die Flut rapide. Trotzdem beschloß Leutnant Zimmer, den Deich zu halten, und arbeitete dann unermüdlich, wo die Not es erforderte, selbst mit Hand anlegend, mit seinen braven Leuten, welche zum Teil bis an die Arme im Wasser standen, mit Aufbietung aller Kräfte, so daß es schließlich gelang, das Wasser zurückzudrängen und den Deich zu retten. 6 Uhr abends waren auf Requisition des Leutnants weitere 25 Mann aus Brieg als Verstärkung angelangt, eine willkommene Sinnsprüche. Was dich immer drückt, verzage nicht. Auch das Leiden adelt— klage nicht. Nur was wieder in den Staub dich zieht, Das Gemeine nur vertrage nicht. Freude kann veredeln wie der Schmerz, Drum des Lebens Lust entsage nicht. Vorwärts unaufhaltsam rollt die Zeit, Und ins Rad zu greifen wage nicht. Was du bist, das strebe ganz zu sein, Und nach anderm Lohne frage nicht. * Die Meinung, die als rechte du erkoren, Halt auch gen viele aufrecht unentwegt, Sie sei wie Stein, der niemals garzuschmoren, Selbst wenn zehn Bündel Holz man an ihn legt. Doch, wenn der kommt, der dich belehren kann, Dann nimm von ihm gern die Belehrung an, Just wie, vom mächt'gen Wasser angegriffen, Der Stein allmählich glatt wird und geschliffen. Kapitän Sander. Roman von F. Klinck=Lütetsburg. (31. Fortsetzung.) „Der Alte ist geisteskrank?“ fragte er den Pastor, nachdem dieser ihn ins Wohnzimmer geführt, wo die Pastorin und Zerlina mit dem Kinde beschäftigt waren. „Man muß es annehmen, obwohl er bisweilen vollständig normal erscheint," lautete die Antwort.„Im gewöhnlichen Leben zeigt er sich so verständig und überlegend, daß man kaum einen Zweifel an seiner Zurechnungsfähigkeit haben kann. Zu anderer Zeit ist leider nicht zu bezweifeln, daß sein Geist schwer gelitten hat. Ein Arzt, mit dem ich den Zustand des Unglücklichen besprochen habe, ist der Meinung, daß derselbe durch einen Schlag oder Sturz herbeigeführt worden ist. Doch ist darüber nichts aufgeklärt. Nach Lage der Verhältnisse muß angernommen werden, daß er das Opfer eines Verbrechens geworden ist. Meine Kombinationen könnten der Wahrheit nahe kommen. Der Unglückliche wurde hier das erste Mal zu einer Zeit gesehen, in der seit Monaten die Verbindung mit dem Festlande vollständig unterbrochen war. Könnte es nicht möglich sein, daß man ihn hier ausgesetzt, nachdem er anscheinend tötlich verletzt worden ist? Ich habe angenommen, daß er bereits längere Zeit auf der Insel geweilt hatte— vielleicht schon monatelang— ehe er entdeckt wurde. Er könnte gekommen sein, als noch Badegäste auf der Insel waren. Dafür spricht sogar der Umstand, daß er sich lange Zeit in den Dünen aufgehalten, ohne Speise und Trank zu bedürfen. Somit muß er Nahrungsmittel gehabt haben. Ich habe auch noch eine andere Möglichkeit ins Auge gefaßt: daß er Schiffbruch gelitten hat. Nun ließ sich aber durchaus nicht bestimmen, zu welcher Zeit er auf der Insel gelandet ist. Auch von einem Unglück, zu dem er hätte in Beziehüngen stehen können, hat man nichts gehört. Somit fehlte auch in dieser Richtung jeder Anhaltspunkt; selbst die von den Behörden angestellten Nachforschungen blieben erfolglos. Es ist betrübend, daß seinen Angehörigen, die er vermutlich besitzt, niemals Nachricht gegeben werden konnte.. g.. Jin ig Ceh. Der Unglückliche flößte Kapiran Sander ein so lebhaftes Interesse ein, daß er, ehe er sich zum Schlafen niederlegte, noch einmal zum Fenster hinaussah, um sich zu überzeugen, daß der Alte sich wirklich entfernt habe, wie der Pastor gesagt. Die dunkle Nacht ließ ihn nichts erkennen, aber es war ihm trotzdem, als sähe er die Gestalt eines Menschen gerade gegenüber der Tür des hauses stehen. Sander hoffte jedoch, daß er sich täusche. Der Sturm, der im Laufe des Tages etwas nachgelassen hatte sich gegen Abend mit verstärkter Gewalt aufgemacht und trieb schwere Regentropfen gegen die Fensterscheiben. die Luft ging eisig, und eine Nacht im Freien zu verbringen, konnte für den alten Mann nicht unbedenklich sein. Heinrich Sander öffnete das Fenster, um besser sehen zu können. Doch sofort fuhr er erschrocken zurück, als er deutlich seinen Namen aussprechen hörte.„Kapitän Sander! Kapitän Sander! tönte es an sein Ohr. Er lauschte angestrengt. Alles blieb still. Er hatte sich getäuscht, seine durch die Ereignisse der letzten Zeit aufgeregte Fantasie spielte ihm einen Possen. In demselben Augenblick, in dem er sich aufrichtete, um sich zurückzuziehen und das Fenster zu schließen, hörte er indessen abermals: „Kapitän Sander! Bruno— Bruno!“ Was hatte das zu bedeuten? Bruno war der Name seines verstorbenen Vaters. Der alte Mann hatte seinen Vater gekannt und in dem Sohn eine Aehnlichkeit entdeckt. Dann war er auch kein Wahnsinniger! Heinrich Sander horchte weiter in die Nacht hinaus, er hörte keine menschliche Stimme mehr. Die Gestalt stand noch längere Zeit unbeweglich da, wie er, nachdem sein Auge sich an die Dunkelheit gewöhnt, deutlich wahrnehmen konnte. Dann— vielleicht weil sie sich beobachtet gesehen— wandte sie sich zum Gehen und war unmittelbar darauf den Blicken des Kapitäns entschwunden. Noch eine Weile verharrte dieser in der eingenommenen Stellung. Als aber die Gestalt nicht wieder sichtbar wurde, schloß Heinrich das Fenster, um sich nach den fast übermenschlichen Anstrengungen der letzten Tage zum Schlafen niederzulegen. Erst spät fand er Ruhe, und noch in den Schlaf hinüber verfolgte ihn die Gestalt des„Düneufer". Kapitän Sander hatte gehofft, schon in den nächstfolgenden Tagen die Insel verlassen zu können, um nach Hamburg zu gehen. Er sah sich in seinen Erwartungen bo aufopfernde Tätigkeit nur von ganzem Herzen Penttor eiy, d. ob Hrt und die gesante Feldnark eine „Hoch klingt das Lied vom braven Rann und Glockenklang!“ ie Sen cheau= Verteben halen, und in u der Acben, dr Sehrzair Baetzähte eiste Ercgerste un uterichen. Di. sog.„Retouchen“ herstellen lassen, und ist zu der Ueberekommen, daß es von Menschenhand bearbeitete 100„Rterbtüchen gerstellen lassen, und ist zu der Ueber zeugung gerommen, vug es von Menschenhand bearbeitete Stücke sind. Danach wird aber die Annahme, daß in dem Abschnitt der sogenannten Tertiärzeit Menschen schon gelebt haben, wahrscheinlich. Die Affenahnenschaft des Menschen gerät dadurch wieder in ein bedenkliches Wanken. Entweder ist es nicht wahr, daß die Erdperioden so sehr lange dauerten, wie man gewöhnlich berechnet hat, dann ist die Kontinuität zwischen dem mutmaßlichen tertiären und dem diluvialen Menschen gerettet, oder aber jene lange Dauer ist Wahrheit, dann ist es nach descendenztheoretischen wägungen kaum begreiflich, daß schon im Tertiär echte „ Menschen lebten; sollen doch die Diluvialmenschen schon Für die armen Schlenfgenz. gusute us adetr uch wunschen Lagalten der aus Den folgenden Hilferuf an die Deutschen sendet der „Münchener Allgemeinen Zeitung“ anläßlich der jüngsten Hochwasserkatastrophe in Schlesien Felix Dahn zu: Wie furchtbar, wenn des Menschen Siedelung, Dem sichern Dach, der treu bestellten Saat Unhemmbar, mit des Unheils Flügelschwung Im Graun der Nacht die Hochflut brandend naht! Da flüchtet aus dem schaumumspritzten Hause Entsetzt der Vater, bergend Weib und Kind, Und ob der Wogen dräuendem Gebrause Verweht mit Hohn den Hilferuf der Wind. Nicht ganz verweht er ihn: langt aus den Sternen Auch nicht herab des Wunders Retterhand, An Menschenherzen dringt durch weite Fernen Der Wehruf durch alles deutsche Land. Und sieh, die Spenden strömen schon zusammen, Aus allen Gauen unseres Reichs gehäuft, Und wo in Abendglut die Gletscher flammen Und wo das Rheingold aus der Rebe träuft. Denn wir sind eins, sind endlich eins geworden: Eins in der Not soll'n uns die Nachbarn schaun: Ein Volk von Brüdern, eins in Süd und Norden: Auf deutsche Treue dürfen wir vertraun! Breslau, Juli 1903. Felix Neue Entdeckungen aus der Tertiärzeit Höhlenfunde gemacht, die auf eine rihzer, gegenpäähge bunr hutge der Ver Iigrikchzuhektor in Esenbahnde. Streitäxte und zahlreiche aus Stein gefertigte Werkzeuge. er drei Skelette, deren Knochenbau wesentlich von dem der jetzigen Schwarzen sich unterscheidet; die Wände waren zum Teil mit kunstvollen Zeichnungen bedeckt. sehr niedrig stehen solen, höherscezestimmte Hiegeniehde überein mit Gedanken, die namhafte Gelehrte schon un beunen bun Vbue, Aalbe Milion Jaihe gerkgrel). Vertode beziesrinde sorgfältig geprüft, und dieser hat ub 0 Lonservator Krause am Verliner Völkermuseum wie das andere muß manchen Dogmatikern cedenzlehre recht unangenehm sein. Lotales. ** Schwerte, 27. Juli 1903. Der Saatenstand im Reiche Mitte gender, wobei 2 gut, 3 mittel bedeutet: Winterweizen 2.7(Juni 2.2), Sommerweizen 2.6(2.4), Winterroggen 2,5(2,3), Sommerroggen 2,5(2,4), Sommergeiste (2,7), Klee (2,3), Hafer 2,7(2,6), Kartoffeln 2,6 2,8(2,5), Luzerne 3(2,7), Wiesen 2,6(2,4). — Vom rheinisch=westfälischen Eisenmarkt wird gemeldet, daß die Nachfrage aus dem Auslgißgegine,mang fallende Nachhaltigkeit zeigt. Am inländischen Markt halten die Verbraucher aber noch mit größeren Aufträgen v:(Zu der Feier des 25jährigen Stiftungsfestes) der Freiwilligen Feuerwehr Schwerte wird die Bürgerschaft freundlichst gebeten zur Verschönerung des Festes die Häuser zu beflaggen und mit Grün auszuschmücken. Das Grün wird am nachsten Freitag und Samstag angeliefert, auch hat sich Herr Gärtner Mendel bereit erklärt, Guirlanden zu Mk. 0,15 per laufenden Meter al zugeben. Bestellungen müssen bis spätestens Mittwoch abend bei diesem gemacht werden. (Die Festschrift) zum 25jährigen Jubiläum unserer Feuerwehr teilt in der von Herrn Hermai Bertram, und nicht, wie es jedenfalls irrtümlich in „Schwerter Anzeiger“ hieß, Bertram und Schade, verfaßten Chronik der Wehr noch folgendes mit: An Geräten ist in den letzten Jahren angeschafft: 1 mechanische Leiter(Magirus=Ulm), 1 Schlauchwagen, 1 Rettungssack, Einreißhaken, Schlauchbrücken 2c., sodaß die Wehr iunmehr mit den neuesten und modernsten Geräten ausgerüstet ist.— Mit dem Bau eines neues Gerätehauses soll demnächst begonnen werden.— Die Anschaffung obiger Geräte können wir zum größten Teil in allererster Linie unserm Herrn Bürgermeister Rohrmann, welcher ein warmes#erz für unsere gute Sache hat, verdanken. — Als hervorragende Mitgründer der Freiwinigen Uffelmann, W. Saatmann, A. Maag, Aug. Nachstehende Kameraden können auf eine 25mann, Herm. Pr Wehr, Juni 1878: H. Uffelmann, W. Stricker, Schäfers, W. Saatmann, A. Maag, A. Fleer, A. vom Steg, J. Rolte, A. Falk, W. Zugschrrgcher, Dommermühl, L. Hagemann, C. Wirth, E. Ec, **(Die Helme unserer Schutzleute.) Zu ve# leichterungen, die jeder einsichtsvolle Mensch sich in den brett eines Schiffes gefunden habe. Ob es sich um dasetige eines gestz konnte auch ein verlorenes un munnidr schasft sch eilen leict. der auch in heimischen Gewässern alentegenannten Sterblichen nur vereinzelt in der Lage sind, ein, krhgtzioghel pil cgute Hem gop. ur vereigest iun der boge geißt, zur gemn Griznt un vem Root dabei ausfdutuchen, Wog staubiger Straße sich aufzuhalten. it bundenlang auf, chärft, und munter zu bewahren, kann der. ugen und Siune gescho.,. v. Lxworfen ist, niemals beurteilen. er einer foichen Lortur vuog; fortgesetzten Dienst schließlich doch Daß eine derartige Luai im forzehmen und bedarf dringeno übie Zolgen durüchtäbt, Ist. auzVexwaltungstelle. In anderen der Erwägung der vorgsschutzmann, dem das öfentliche Woyt Städten vot weine leichtere Kopfbedecktung leicht verschaft; wil an den tradtionehen,H intensitzer Giut wie die sich jährlich wiederholenden auch unseren Schutzleuten eine Wohltat zukommen lassen, die nur im Interesse der Menschheit liegt. **(Der Gesangverein„Quartett“,) der durch die Vorsbenden Oetaunstaltet gnr cg. Klavier, Cello, Geige, Flöte und Zither in bunter Abetwas derartiges wohl schwerlich so leicht wieder zu Geues(dane Aasder) Pcgaich iun Sienste bild des Schwanes durchlaufen und in letzter Zeit an Helligkeit erheblich zugenomner, es Honegstehztesch uhe Sstern u, sgaderlich schtbar gewesen, weil er von der zunehmen, da er auf die zueilt. ist die Ah(An der Wiesenbauschule in Siegen) ist vie Abhaltung von Kursen zur Ausbildung von Wiesenwärtern Aupsch J0z und Hauert 6 Wochen. Die Kosten werden nur geringe sein, da alle Teilnehmer am Kursus ihre blb scher, Karl Lethaus, Luduig Hage, Arbeit bezahlt bekommen und überdes von der Landund sen. Der Vorkand bei Lerindugzges, swirtichaftzkamner ,echise, oerzächrt andostschoftlschen Floer Fr. Serye, Kreisverein Hörde zu richten, woselbst auch alles Nähele sind bis zum 8. August an ven#undwirtschaftlichen richten, woselbst auch alles Nähere us(Westfälischer Schneidertag.) Behufs Bildung Westfalen wird im nächsten Monat in Dortmund ein Westfälischer Schneidertag abgehalten werden. strandeten Schiffes handelte, ließ sich ue bend ie Lecktaner ach einen anderen Gegestand der setach icht faigelegt u Hermerken. Aber der Sturm blies mit unveränderter von der seftigkeit aus Reotowbest und Am vierten Tage seines unfreiwilligen Aufenthaltes if der Insel streifte er in den Dünen umher. Er hatte Pöpt, vog er e vo gicht so schnel, doch sicherer heinlen, um, wenn auch nicht so schneu, doch sicherer heinsukommen. * Holzen, 26. Juli. Am 1. und 2. August erhält unser Ort Einquartierung und zwar von der 2. und 3. Eskadton des Duseldg15g Hintergfiziere und MannDi Aplerbeck, 26. Juli. Mit der Ausschlammung nommen. Die Kosten belaufen sich auf 3—4000 ** Hörde, 26. Juli. Einen schrecklichen Tod erlitt estermn ruh) Zeche Bickefeld, Hörde. Finn war au, beschäftigt und stürzte etwa 70 Meter tief in eiues Witerungseumichags schaffn, Gischise es mraechen. nebee, schien sch in Fis, Nach lingeren vergrtschlosen anbutgenhent Prdwest und de Lust schter. 14, u.— der den Heimweg an, entschose ingen trat Sanzurückzukehren und die gefundenen Gegensezye greg und vier unmündige Kinder betrauern hingeschiedenen. nsel unbesichtigt lassen wollten. Der Strand war auch nd sie war im gegenwärtigen Augenbl.. 4 nicht einnd sie war im gegenwärtigen Augenblick auch ni. ial vorhanden, da der Strand mit einer so starten Eisruste bedeckt war, daß sie einen Menschen tragen konnte. indem Heinrich durch den immergrünen Dünenya## em Strande zuschritt, den Blick zu Boden gesenkt, say ielen. Sander erkannte sofort, daß er Auge entgehen können. Es war somit ggezizersziag rgig Pogen, 2. Jui, acht zs ein Haus an der Kackwurde in vergungene, o., u6 wircd gegenwäartig nur Nacht in ein Haus an der seseaider geichet, duch seit fiun Johen Lein Schfshonseger Fanse Kernashot, de dauch laute Gerusch en (Forsetzung bolgt.) lschon berscheucht worden. Der Tai deingend verdüächig mäßige Kopfch einen leich. Soldat trägt Mütze, wenn und hat, die ziehen. Die ropischen, soneihe pflichtge Sterblichen Schutzleute. metallbeschla u tragen, und itzchen einmal auf dem Kopf aufzuhalten. ren, kann der. als beurteilen. chließlich doch darf dringend In anderen ffentliche Wohl verschafft; will en, so soll man ch jährlich wie tat zukommen der durch die und seines e stolze Höhe d in seinem Musikabend, Freunde des en sind. Der des Vereins Vorträge auf n bunter Abdes Vereins, erte wohnhaft etriebschef täunserer Stadt sche Jagdbeute dieselbe besteht Fellen von nd ist im Vern inneren Zuig und einem en wir doch der ausgestellin dürfte hier wieder zu Gewelcher Ende im Sternbilde ihr das Sternetzter Zeit an nann kann ihn iet steht 10 Uhr h vom. Scheiteldie ein nebliger kometen ist biseil er von der demmächst, wie hweif sich nach it gegenwärtig von Abend zu ordwesten wahrgroßen Wagens gen) ist die AbWiesenwärtern beginnt am 1. Die Kosten weram Kursus ihre von der Landerden. Meldunndwirtschaftlichen uch alles Nähere Behufs Bildung ir die Provinz Dortmund ein erden. 2. August erhält der 2. und 3. gimentes Nr. 5. iere und Manngimentsstab besten und Mannschafer Johann Schulstelle inglückte auf Schüren kurz den Schacht. au und vier sschlammung ichmittag beLünen über000 Mark. Tod erlitt n aus Schüwar beim eter tief in Die Frau so früh D0“ inland. Einbruch) an der Karlsenwärtig nur s Geräusch im Treppe verBewohner eilebe inzwischen ind verdächtig ist eine Person, die als Nonne verkleidet schon nachmittags im Hause gewesen ist und nach deren Weggang auch ein neuer Anzug verschwunden war. * Witten, 24. Juli.(Erdsenkungen) sind hier wieder an der Tagesordnung. In der Nähe des Bahnhofes Witten=West entstand in voriger Woche ein Loch von etwa 2½ Metern Länge und 1 Meter Breite. Ehe man sichs versah, war ein Pferd der Speditionsfirma Hemsoth in das Loch geraten. Das Tier mußte mittels Flaschenzuges wieder„zu Tage“ gefördert werden. Vorgestern nachmittag zeigte sich plötzlich im Trottoir vor dem Hause Breitestraße 89 eine Senkung von stark einem halben Meter Tiefe. Die Polizei traf sofort die nötigen Sicherheitsmaßregeln, um Unfälle zu verhüten. * Witten, 26. Juii. Etwa 60 Mann der Belegschaft der Zeche„Franziska Tiefbau“ sind dieser Tage auf Wurmkrankheit untersucht worden. 57 waren wurmfrei, die übrigen mußten ins Marienhospital, wo eine Station für Wurmkranke errichtet wurde, die zur Zeit mit etwa 100 Patienten belegt ist. * Witten, 26. Juli. Unter dem Vorwand„ihren im Krankenhause liegenden Bruder besuchen zu wollen, entfernte sich heute mittag die Dienstmagd Elise Müther von ihrer Herrschaft. Sie begab sich in die Waldungen des „Kahlensiepen" und trank dort Salzsäure, die sie in einer Flasche bei sich führte. Zwei Bergarbeiter fanden die am Boden windende Unglückliche, welche vor Schmerzen laut stöhnte. Sie wurde sofort ins Diakonissenhaus überführt, wo das Mädchen hoffnungslos darniederliegt. Was das Mädchen zu diesem Schritte veranlaßt hat, konnte noch nicht festgestellt werden. * Langendreer, 25. Juli.(Ein gräßlicher Unglücksfall) hat sich heute nachmittag auf den westfälischen Drahtwerken hierselbst zugetragen. Beim Walzen von Eisendraht versagte an einer Walze der Selbststecher. Das eine Ende des glühenden Drahtes schoß über die Kuppelung der Walze hinweg und traf den gegenüberstehenden Walzmeister Sanderbrink oberhalb der Brust. Hierbei durchschnitt der glühende Draht die Schlagader, sodaß der Meister innerhalb 5 Minuten verblutete. Der schnell herbeigerufene Arzt vermochte keine Hilfe mehr zu bringen. Der Verblichene wohnte Augustastraße 18 hierselbst. Frau und 5 Kinder beweinen den Tod des recht ehrsamen und treuen Vaters. Der Verunglückte wurde auf dem Werke sofort eingesargt und nach seiner Wohnung gebracht. * Drensteinfurt, 25. Juli.(Das brave Rebhuhn.) Eine interessante Beobachtung machte am 17. d. Mts. ein hiesiger Landwirt bei einem Rebhuhnpaar. Beim Mähen einer Wiese wurde ein Nest mit 13 Eiern dieser Tiere bloßgelegt. Um die Eier nicht zu zertreten, wurden dieselben 15 bis 20 Meter weiter auf eine bereits abgeerntete läche gelegt. Als am Nachmittage der Landwirt seine Arbeit wieder begonnen hatte, beobachtete er, daß die 13 Eier in einem auf dem Rasen einfach hergerichteten Neste zusammenlagen und wie gleich darauf das verscheuchte Rebhuhn die Brut auch wieder besetzte und dieselbe selbst dann nicht verließ, wenn 2 Meter von dem Neste entfernt in der Wiese gefahren wurde. Schon heute, nach 2 Tagen, wurde das Nest leer gefunden; das alte Rebhuhnpaar war schon für seine Beharrlichkeit belohnt worden, da es mit einer Anzahl junger Tierchen in der Nähe sich aufhalten konnte. * Elberfeld, 26. Juli. Ein Klavierspieler namens Schauerte von Langerfeld unternahm einen Selbstmordversuch durch Erhängen. Er wurde aber verhindert und hat nun bekannt, in der Untersuchungssache gegen den Klempnermeister Kluge=Barmen, der wegen Ermordung des Wirts Hanisch zu Staarenschlößchen verhaftet worden war, einen Meineid und zwar zugunsten Kluges geleistet zu haben. Sch. wurde verhaftet und nach Hagen transportiert. * Düsseldorf, 24. Juli.(Ein bemerkenswertes Urteil) in Angelegenheit der militärischen Degradation fällte das hiesige Kriegsgericht. Die Strafkammer zu Duisburg hatte am 7. Februar ds. Is. den Kaufmann Philipp Leininger wegen Vergehens gegen die Konkursordnung, sowie wegen Betrugs zu 3 Monaten Gefängnis verurteilt, welche Freiheitsstrafe später im Gnadenwege auf 300 Mark Geldstrafe ermäßigt wurde. L. ist Unteroffizier der Landwehr und hatte der Gerichtsherr der 14. Division gegen ihn im Anschlusse an die ergangene Verurteilung den Antrag auf Degradation gestellt. Diesen Antrag lehnte das Kriegsgericht ab. englische„Kome“— gemacht im Ausland. Als ein Zeichen der Zeit verdient eine kleine Plauderei Beachtung, die von einem Mitarbeiter der„Dailh Mail“ veröffentlicht wird. Sie gibt„einen Steuerwink für Mr. Chamberlain“, und um die Sache ja recht anschaulich zu machen, ist dazu ein englischer Salon abgebildet, in dem jedes einzelne Stück aus dem Auslande stammt.„Ich saß auf einer deutschen Nachahmung eines Sheratonstuhles und schlürfte Kaffee aus einer in Belgien angefertigten Tasse. Beim sanften Schein der aus Holland eingeführten Kerzen vertändelte meine Wirtin die Zeit mit einem italienischen Musikstück und begleitete seine vielen verzierten Passagen auf einem deutschen Klavier. Die Abendzeitung wurde hereingebracht, worauf sie aufstand, den Docht einer mit amerikanischem Petroleum gefüllten deutschen Lampe hochschraubte und dann einen Blick über die noch feuchten Seiten warf, augenscheinlich auf der Suche nach einem Unterhaltungsstoff. Plötzlich bemerkte sie:„Warum legen die Leute den ausländischen Einfuhrtarifen und dergleichen so viel Wichtigkeit bei? Ich glaube nicht, daß jemand die schrecklich billigen Sachen kauft, die man hier herüberschickt. Ich werde es nie tun. Ich denke immer, man sollte die einheimische Industrie unterstützen.„Aber das tun Sie nicht,“ wandte ich ein. Sie sah erstaunt aus, und einen Augenblick herrschte Ruhe, die von dem zinnernen Klang einer belgischen Uhr unterbrochen wurde.„Wo haben Sie jene große Photogravure„Nelsons Tod“ gekauft?“ fragte ich plötzlich. Sie sah, daß sie meine Anklage widerlegen konnte und antwortete triumphierend:„In dem hübschen Geschäft in der R=street. Das Bild war so billig. Ich stand auf und betrachtete es genau. In einer Ecke stand in kleinem Druck„Printed in Germany“, Ich lenkte ihre Aufmerksamkeit darauf, was ihr nicht gefiel.„Aber jedenfalls habe ich es hier rahmen lassen.“ Ich sah wieder hin, es war ein deutscher Goldrahmen. „Wir bezahlen Deutschland jährlich 4 Millionen Mark für diese Ornamente, obgleich ich glaube, daß sie die aus „englischem Eichenholz“ am vorteilhaftesten für die Ausfuhr finden.“ Sie ergab sich und sank auf einen hübschen kleinen Stuhl aus österreichischem gebogenen Holz.„Das wußte ich nicht.“„Natürlich wußten Sie das nicht," sagte ich tröstend.„Uebrigens bin ich ebenso schlecht. Ich habe neulich ein Inventar meines Hauses ausgenommen und...“„Es is sehr hübsch eingerichtet.“„Die Fabrikanten würden das gern hören; es sind lauter Ausländer. Sie runzelte die Stirn und klopfte mit einem kleinen, in der Schweiz geschnitzten Papiermesser auf den Tisch.„Alle?"„Mit Ausnahme einer alten, von mir selbst geschnitzten Konsole ist, glaube ich, alles, von der Türmatte mit dem Wort„Salve“ bis zu der Patentschornsteinkappe, die meinen amerikanischen Ofen vom Rauchen kuriert hat, in einem fremden Lande fabriziert, entworfen, erfunden, gewebt und geformt. Bei meiner Untersuchung fand ich, daß jedes Stück Porzellan oder Steingut in meinem Hause außerhalb fabriziert wurde. Ich sah das Blaubuch durch, das die Angaben über den Handel mit fremden Ländern für das Jahr 1902 enthält und fand, daß die Engländer Porzellan im Werte von 19 514 960 Mark aus fremden Ländern kauften. Davon bekam Deutschland 7683540 Mark. Wir bezahlten 4 638 200 Mark für Bilderrahmen.“„Aber etwas davon ging an unsere Kolonien?"„Das ist nicht der Fall; einmal machten die britischen Kolonien große Anstrengungen und sandten in einem Jahre Bilderrahmen im Werte von 980 Mark. Sie haben es nie wieder versucht. Weiter kauften wir von ausländischen Fabrikanten für 27241 720 Mark Musikinstrumente, und weit über 20 Millionen Mark gingen nach Deutschland und anderen Ländern für Glaswaren. Ihre Glaswaren kamen aus Belgien, glaube ich. Vas Metallwaren anbetrifft... „Wollen Sie nicht noch eine Tasse Kaffee trinken?“ fragte sie höflich. Ich ließ mich nicht abbringen.„Für Metallwaren gaben wir 27 332900 Mark aus, worin sich hauptsächlich Amerika und Deutschland teilen. Für Hauseinrichtungen und Tischlerarheiten bezahlten wir 21 911 280 Mark, wovon 7 730 140 Mark auf Amerika entfallen, für Möbel und Fourniere 5 106 960 Mark, für gedrechselte Sache wie Tischbeine und dergleichen 25 129 300 Mark,— davon bekam Amerika 11 898320 Mark,— für Teppiche 8 234360 Mark. Sie haben einen türkischen Teppich, warum ist er nicht aus Kidderminster? Für Kleinigkeiten wie Farben für Fensterrahden, Türen usw. geben wir 25 351 160 Mark aus, weit über 8000000 Mark für Oele aus fremden Ländern, und die Uhr auf Ihrem Kamin gehört zu den zahllosen Kleinigkeiten, für die wir 8688 400 Mark gaben. Belgien bekam davon 4 706 440 Mark, und die britischen Besitzungen 1200. Dann kauften wir von anderen Ländern elektrische Einrichtungen im Werte von 12 746 780 Mark, bedeckten unsere Wände mit deutschen Bildern für 2 687 380 Mark, unsere Fußböden mit belgischen Matten für 640000 Mark und Fellen für 24 429 740 Mark, stellten auf unsere Kamine und Schränkchen Schnurrpfeifereien, die 25 905 140 Mark kosteten, und kleideten uns in Seide und Satin, meist aus Frankreich, im Werte von über 100000000 Mark. Wir trugen für 10000 000 Mark amerikanische Stiefel und über 1400000 Mark französische Handschuhe. In englischen Kinderstuben spielten die Kinder mit ausländischem Spielzeug, das über 24 764 580 Mark kostete, und...“ Ihre Augen waren geschlossen. Die belgische Uhr schlug elf. Ich zog das amerikanische Schloß an der Haustür aus norwegischem Holz zurück, schloß sie leise mit dem deutschen Griff, und schritt durch ein in den Vereinigten Staaten gegossenes eisernes Tor.... meldet, lief heute mittag 12 Uhr der Kreuzer„K“ auf der Werft des Stettiner„Vulkan" vom Stapel. Den Taufakt vollzog der Bürgermeister von Hamburg Dr. Burckhardt, welcher das Schiff auf den Namen„Hamburg" taufte. Das Schiff hat einen Raumgehalt von 7500 Kubikmeter, die Länge beträgt 103,80 Meter, die Tiefe im Raum 17,50 Meter. 8 Neapel, 26. Juli. Ein starker Lavastrom, oben 60 Meter breit, unten in mehrere Arme geteilt, ergießt sich aus dem Krater des Vesuvs gegen Pompeji und Bosko Reale. Die Höhe des schlackenreichen Stromes beträgt 5 bis 12 Meter, die mittlere Geschwindigkeit 6 Meter in der Minute. Vorläufig ist keinerlei Gefahr vorhanden. § Paris, 26. Juli. In Thouars schlug gestern ein Automobil, welches eine Droschke überholen wollte, um. Die sechs Insassen wurden schwer verletzt. Eigener Depeschendienst II4 Rom, 27. Juli. Hier tritt mit voller Bestimmtheit das Gerücht auf, Rampolla habe zugunsten Gottis resigniert. Die von verschiedener, namentlich deutscher Seite gemeldete Koalition zugunsten Vanutellis ist ein von den Freunden Vanutellis lanzierter ballon d'essai. Nur wenige ausländische Kardinäle haben sich bis jetzt für Vanutelli ausgesprochen. Dagegen macht sich bei den Kardinälen viel Sympathie für Kardinal Capecelatro bemerkbar, der als zweitältester Kardinal in einem voraussichtlich kurzen Pontifikat die Wege der im Hintergrund stehenden Kandidaten ebnen soll. IId Lemberg, 27. Juli. In der Nähe von Jatrica kippte ein Boot, in dem sich 19 von einer Hochzeit zurückkehrende Bauersleute befanden, in dem hochangeschwollenen Flusse um, wobei der Bootführer, ein Brüderpaar, 2 Mütter mit je 1 Tochter und eine mit einer Tochter ertranken. Die übrigen wurden gerettet. Id Lissabon, 27. Juli. Die Matrosen des hier eingetroffenen amerikanischen Geschwaders haben sich mehrfache Ausschreitungen zu schulden kommen lassen. Die einschreitenden Polizeibeamten wurden von den betrunkenen amerikanischen Matrosen tätlich mißhandelt. Hd Budapest, 27. Juli. Die Tierbändigerin Margeritha, die im Tiergarten mit Löwen Produktionen aufführte, wurde gestern abend, als sie den Käfig betrat, von den Löwen angefallen. Nur mit Mühe gelang es, die Dompteuse aus dem Käfig zu retten. Die Schwerverletzte wurde in ein Krankenhaus gebracht. Hd Tomsk, 27 Juli. Auf der sibirischen Eisenbahn entgleiste bei Czebajinsko ein Bahnzug, wobei 5 Personen getötet, 6 schwer und viele leicht verwundet wurden. Waggons wurden vollständig zertrümmert. Hd Paris, 27. Juli. Der gestrige ministerielle Beschluß, dem anläßlich des Ablebens des Papstes am 28. d. Mts. in der Notredame=Kirche stattfindenden feierlichen Gottesdienst nach Möglichkeit den offiziellen Charakter zu nehmen, hat im katholischen Lager große Aufregung hervorgerufen. Die Feier wird nicht aufgehoben werden, aber der päpstliche Nuntius ist informiert worden, daß die französische Regierung der Feier offiziell nicht beiwohnen werde. Die Einladungen werden vom Erzbischof direkt ergehen. Für den redaktionellen Teil verantwortlich Wilh. Schade. Wer gebraucht nicht schon längst Pfeiffer& Diller’s Kaffee-Essenz. Jeder der Wert auf guten Kaffee legt Versuchen Sie dieselbe einmal! Bekanntmachung. Kreis=Ausschuß. *(Das böse Beispiel.) Seit der Campanile von San Marco umgefallen ist, geht ein bedenkliches Wackeln und Wanken durch die Welt der Glocken= und sonstigen Türme, und die ehrwürdigsten, anscheinend für Ewigkeiten aufgerichteten Bauwerte dieser Art zeigen eine heftige Neigung, dem Beispiel des Genossen in Venedig zu folgen. Neuestens beginnt dieser bisher auf christliche Kirchtürme beschränkte Nachahmungstrieb auch in nichtchristlichen Landen sich zu regen. So wird jetzt gemeldet, daß das berühmte Minaret auf dem Grabe Tamarlans in Samarkand eingestürzt ist; es war der Hauptschmuck des vor 500 Jahren erbauten Tamerlan=Mausoleums. Jetzt bildet es nur noch einen Haufen von Ziegeltrümmern. Neueste Nachrichten. § Berlin, 26. Juli. Nach einer Blättermeldung aus Breslau ist im Kreise Glogau der Typhus ausgebrochen. In Wetterschütz ist der Lehrer Reich am Typhus gestorben. Mehrere Personen liegen krank darnieder. Auch in Dalkau kamen Typhusfälle vor. Die Epidemie brach im Anschluß an das Hochwasser aus und scheint mit demselben in Zusammenhang zu stehen. Der Kreisarzt Dr. Hirschfeld reiste sofort nach den beiden Ortschaften, um zur Verhinderung der weiteren Ausbreitung der Krankheit die notwendigen Maßnahmen zu treffen. Hd Berlin, 25. Juli. Nach einer Meldung aus Bozen stürzte bei einer Uebung auf dem Monte Cimone der Hauptmann Puzdar an einer exponierten Stelle vom Pferde eine tiefe Böschung herab und brach beide Beine. — Beim Edelweißpflücken verunglückte am Penegal ein junger Mann aus Kaltern tötlich. Die Leiche wurde geborgen. § Wien, 26. Juli. Auf der Lokalbahnstrecke zwischen Baden und Guntramsdorf überfuhr ein Lokalzug ein die Geleise passierendes Fuhrwerk. Eine Person wurde hierbei getötet, vier schwer verletzt. § Stettin, 26. Juli. Wie die„Stettiner Abendpost“. I.Nr. 5013. Der Herr Justus Hassenpflug zu Aplerbeck beabsichtigt auf seinem Grundstücke in Aplerbeck Flur II Parzelle Nr. 1896/248 und 1897/285 der Steuergemeinde Aplerbeck ein Schlachthaus zu errichten. Auf Grund der§§ 17 und 18 der ReichsgewerbeOrdnung in der Fassung vom 30. Juni 1900 und der Nr. 15 und 16 der ministeriellen Ausführungs=Anweisung vom 9. August 1899(Ministerialblatt für die gesamte innere Verwaltung Seite 127 f) wird dieses Vorhaben mit der Aufforderung bekannt gemacht, Einwendungen gegen dasselbe binnen 14 Tagen bei dem Amte zu Aplerbeck schriftlich in zwei Exemplaren oder zu Protokoll anzubringen. Beschreibungen und Zeichnungen liegen auf dem genannten Amte zur Einsicht aus. Die Einspruchsfrist nimmt ihren Anfang mit dem Ablauf des Tages, an welchem das diese Bekanntmachung enthaltende Kreisblatt ausgegeben worden und ist für alle Einwendungen präklusivisch. Nach Ablauf der Frist können Einwendungen in dem Verfahren nicht mehr angebracht werden. Zur mündlichen Erörterung der rechtzeitig erhobenen Einwendungen wird gemäß Ziffer 15e der vorbezeichneten Anweisung Termin auf den 19. August d. J. vormittags 10 auf dem Amtsbureau zu Aplerbeck anberaumt und wird besonders darauf hingewiesen, daß im Falle des Ausbleibens des Unternehmers oder der Widersprechenden gleichwohl mit der Erörterung der Einwendung wird vorgegangen werden. Als Kommissar des Kreisausschusses ist Herr Amtmann Leonhard tätig. Namens des Kreisausschusses: Hörde, Der Vorsitzende. den 24. Juli 1903. J. V. gez.: Mathis, Regierungs=Assessor. „„„ 44 Dienstag trifft wieder eineLadung ## großer u. kleiner Faselschweine bei mir ein und empfehle solche billigst. Emil Cohen Nachfolger. Inh. M. Neublum. und Stal, Veilhgase Nr. 84 1, 7/80 Ar groß, Nutzungswert, besteht, soll dieses Grundstück am 11. August 1903, nachmittags 4½ Uhr, durch das unterzeichnete Gericht an Ort und Stelle in Westhofen versteigert werden. Schwerte, den 23. Mai 1903. Königliches Amtsgericht. Bekanntmachung. Die Ausführung verschiedener Reparaturen an den Schulgebäuden zu Ergste und Reingsen, bestehend in Maurer=, veranschlagt in Summa zu 361.,70 Mi., sol Dienstag, den 4. August d. Is., nachmittags 5 Uhr, im Lokale der Wwe. Kage=Beckmann zu Ergste öffentlich wiadekfordernd vergeben werden., seen uf bies. Kostenanschläge und Bedingungen liegen auf hiesigem Amtsbureau zur Einsicht offen. Rheinen, den 25. Juli 1903. Der Ehren=Amtmann: Hiddemann gt. Schulte=Rheinen. Ein 14—15jähriges junges Mädchen des Nachmittags zu 2 Kindern bese Teichstraße 5, II. Eig. Rechnungs=Formulare zu haben bei Carl Braus. Sa. i2es-motel halb= u. reinwollene Kreidersterre habe ich weit unter Herstellungspreis erworben und verkaufe, so lange Vorrat reicht: 6 Meter (1 Kleid) prima reinwollener halbEinladung 7 Sitzung der Itadtverordneten am Donnerstag, den 6. August 1903, nachmittags 5 Uhr, im Rathaussaale hier. Tages-Ordnung: I. Oeffentliche Sitzung. Vewiülgung, ggn. Ietein für die Nachbessrung von Fahr 4 Vortlage der Peosgsg, ihger de lezte Bewilligung, eines. Buschuf/sgn. Ghor# fäersgaten sareth, Sarepin und Wiheln,— zeistung zu den Grund6 Beschlusfasung über die Vert pont gsersohn nach Schwerte. Sprengspagens Mitel für die Beschaffung eines zweiten vo v fI. Geheime Sitzung. Schwerte, den 25. Jul 1, Zgrsieher: Bädeker Der Stadtverordneten-Vorsteher Baucker. Zu der Feier des 25 Dfestes der Freiwilligen Feuerwehr=Schwerte wird die Bürgerschaft strundlichst gebeten, 8 zur Verschönerung des Hestes die Häuser zu beflaggen und mit Grün auszuschmücken. Das Grün pird an nächsten Freitag und Sametag angeliefert sich Herr Gärtner Mendel bereit erklärt, Guirlanden zu Mk. 0,15 per laufende Meter abzugeben. Bestellungen müssen bis spätestens Mittwon auend bei denselben genacht werden..6. Ggmmission die Ausschmückungs-Kommessten. Empfehle: Gesang vdeher von den einfachsten bis zu den feinsten. Postkarten! 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