ich den. Kieis Norct. Mmmmmmmmrachrmmmerr Wr Insertionsgebühr für lokale Anzeigen, die sechsgespaltene Petitzeile oder deren Raum 10 Pfg., außerhalb 15, Reklame=Zeile 40 Pfg., Druck und Verlag von Carl Braus in Schwerte, Fernsprech=Anschluß Nr. 62. Amt Schwerte. Telegr.=Adresse Braus, Schwerte=Ruhr. Alle Kreis= und Lokalpolizeilichen Verordnungen für den Kreis Hörde erlangen gemäß Bekanntmachung der Königl. Regierung durch Veröffentlichung in der„Schwerter Zeitung" rechtsverbindliche Kraft. Das diesjährige Hochwasser in Schlesien muß zu den furchtbarsten Katastrophen gezählt werden, die je diese Provinz heimgesucht haben. Der Schaden geht in die Millionen Mark, viele Leute sind zu Bettlern geworden. Nicht nur der Verlust der diesjährigen Ernte kommt in Frage, sondern in zahlreichen Fällen auch die Hinwegschwemmung oder die Zerstörung der Ackerkrume. Es ist erfreulich, wie sich die Mildtätigkeit allenthalben regt, es sind aber auch große Summen erforderlich zur Linderung der augenblicklichen Not, zur Bestreitung der unmittelbaren Kosten der Aufräumung und Desinfektion. Letztere namentlich ist von weittragender Bedeutung, da erfahrungsgemäß Seuchen die Folgeerscheinung derartiger Wasserkatastrophen sind. Die preußische Regierung wird, wie sie verkünden läßt, für möglichst ausgedehnte und gründliche Flußregulierungen und Schaffung eines den Fortschritten der modernen Wasserbautechnik entsprechenden Eindeichungssystems Sorge tragen. Ein Notstandsgesetz für Schlesien wird wohl eine der ersten Vorlagen sein, die den neuen Landtag beschäftigen werden. — Aus der„Gefangenschaft des Wassers“, schreibt ein Lehrer der„Bresl. Morgenztg. u. a.: Ich bleibe, um das Meinige vor den Hochwasserpiraten zu schützen, die in Kähnen auf Diebstahl ausgehen. Schnell noch ein paar Brote, etwas Butter und einige Krüge Trinkwasser geholt und nun komme, was nicht zu verhüten ist. Der traurige Zug der Heimatlosen kommt vorbei. Schluchzend, mit tränenden Augen eilen sie auf den rettenden Hügel hinter dem Dorfe. Jetzt schießt das Wasser über den Damm; wie hungrige Wölfe stürzen sich die tosenden Fluten hinein in die lachenden Gefilde, hinein in die herrlichen Getreidefelder. Hunderttausende von Nationalvermögen sind in einer Stunde vernichtet. Da drüben stehen die Aermsten und sehen zu, wie sie zu Bettlern gemacht werden. Wer jetzt Schulden und viele Kinder hat, wird kaum noch einmal in die Höhe kommen. Das Wasser steigl immer höher; es leckt, als hätte es Hunger, an den steinernen Stufen vor der Haustür. Auf einmal gibt es einen fürchterlichen Knall— der Damm ist gerissen. Gurgelnd, tosend, brausend stürzt die entfesselte Masse ins Dorf herein. Schon dringt es in die Stuben, jetzt steigt es an den Möbeln in die Höhe. Die Verbindung mit der Welt ist aufgehoben. Ich gehe in die Oberstube und überlasse mich meinen trüben Gedanken. Kein Schlaf, kein Hunger, kein Durst stellt sich ein. Langsam vergeht die endlos scheinende Nacht. Welche erdrückende Stille! Kein Hund bellt, keine Kuh brüllt, kein Mensch spricht. Silbern scheint der Mond auf das Gewässer. Ich nehme Papier und Bleistift(die Tintenflasche liegt im Wasser) und schreibe diese Zeilen. Ringsum das Schweigen des GraSchwerte, Freitag, den 24. Juli 1903. bes, nur das Wasser gurgelt zuweilen; hin und wieder fällt ein Apfel oder eine Pfaume klatschend hinein. Dort schwimmt eine Wasserratte, hier kämpft ein Mäuschen den Todeskampf. Rings Wasser, aus dem Häuser, Bäume und Telegraphenstangen ragen. Ein Stück im Dorfe stürzt krachend ein Haus zusammen. Endlich wird es Tag... Das Wasser fällt. Nach ein paar Tagen wird man den Schaden überblicken können. Vernichtete Ernte, baufällige Häuser, die Stuben voll Sand und dumpfigen Gestank, beschädigte Möbel usw. Wohl dem, der nicht am Wasser wohnt. Der Bankstandal Schindter. Berlin, 23. Juli. Zum Fall Schindler wird weiter berichtet, daß nach einem heute hier aus Newyork eingetroffenen Telegramm der flüchtige Jakobus schon in der vorigen Woche dort angekommen ist. Bezüglich Schindlers hat auch die Obduktion ergeben, daß er sich nicht selbst erschossen hat. Als Täterin kommt nur seine Ehefrau in Frage.— Der Zusammenbruch der Bank stand bereits vor Jahresfrist bevor. Schindler hat, wie jetzt festgestellt ist, für sich und seine Familie außerordentlich hohe Summen verbraucht. Der Konkurs ist noch nicht eröffnet, weil die Gläubiger vermuten, daß Frau Schindler eine größere Summe bei Seite gebracht hat und daher abwarten wollen, ob die Frau lebend oder tot zum Vorschein kommen wird. Abonnementspreis pro Quartal 1 Mark 65 g., exc 42 Pfg. Bestellgeld, wenn durch die Post bezogen. Erscheint a: jedem Wochentage. Wöchentliche Gratisbeilage: Familienfreuns. 36. Jahrgang. schrieben werden sollte, erklärten die Vertreter des sozialdemokratischen Verbandes, sie würden nur dann unterschreiben, wenn der christliche Verband ausgeschaltet und bei der einzusetzenden Kommission zur Erledigung künftiger Streitigkeiten keine Vertretung erhalte. Die Sozialdemokraten glaubten sich also in die Macht versetzt, den christlichen Verband an die Wand drücken zu können. Als aber der letztere sich dagegen energisch wehrte und dann den Vertrag mit den Unternehmern allein und selbständig abschloß, folgte auf den sozialdemokratischen terroristischen Hochmut der wohlverdiente Katzenjammer. und mußten die Vertreter derselben, durch die Verhältnisse gezwungen und um nicht ihre eigenen Anhänger abtrünnig werden zu sehen, zu dem Vorsitzenden des Unter nehmerverbandes gehen und um die ebenfallsige Unterzeichnung des Vertrages nachsuchen. Das Sprichwort: „Wer andern eine Grube gräbt usw.“ hatte sich somit voll auf bewahrheitet. Bei diesen Schicksalsschlägen kam auch die Ironie nicht zu kurz, indem zur selben Stunde als das Kölner Sozialistenorgan, die„Rheinische Zeitung", den sozialdemokratischen Gewaltakt verteidigte, der sozi aldemokratische Verband sich bequemte, den Vertrag zu unterschreiben. Der sozialdemokratische Maurerverband hat somit bei der Kölner Bauarbeiteraussperrung, Dank der Unduldsamkeit seiner Führer, eine Niederlage erlitten, wie sie größer zu holen kaum mehr möglich ist. Politische Uebersicht. Sinnsprüche. Selbst die Wahrheit kann zur Lüge verdreht werden durch den Ton und das Gesicht, mit dem jemand sie ausspricht. * So manches zerstörte Frauenglück Zieht später aufs Wohltun sich zurück. O hätte sie damit angefangen, Vielleicht wär' ihr Glück nicht in Trümmer gegangen! Kory Towska. * Mancher wäre besser gefahren, wenn er sich keine Equipage gekauft hätte. * Den meisten Haber frißt ein Steckenpferd. Kapitan Sander. Roman von F. Klinck=Lütetsburg. (30. Fortsetzung.) Das ist die große Flut gewesen, Kapitän. Die Kirchtürme können Sie an schönen Sommerabenden ganz deutlich durch das blanke Wasser sehen, auch die Glocken läuten hören. Das tut auch nichts. Wenn aber zur Un zeit die Glocken läuten, ich meine, in Herbst=, Winter= und Frühjahrstagen, dann bedeutet das nichts Gutes, dann kann ein Seemann, der das hört, ruhig voll nehmen, daß ihm ein Unglück droht und er am besten tut, sein Testament zu machen. Ich habe diese Nacht so deutlich läuten hören, als wenn bei uns die Betglocke schlägt. Und darum, Kapitän, bin ich vor dem Sturm bange.“ Heinrich Sander lächelte und versuchte dem Maat seine Furcht auszureden, indem er ihm sagte, daß nur der Aberglaube derartigen Sinnestäuschungen eine BedeutDeutschlar d — Sozialdemokratische Rechtsbegriffe. In Köln waren seit nahezu 4 Monaten die Verputzer ausständig. Nachdem immer noch eine Einigung nicht erzielt wurde, sperrten die Unternehmer sämtliche Bauarbeiter aus. Unter den Unternehmern befanden sich eine größere Anzahl Mitglieder des christlichen Bauhandwerkerverbandes. Der sozialdemokratische Verband wollte der christlichen Organisation keinen Einfluß auf die Bewegung ermöglichen, weshalb diese sich an den Vorstand des Unternehmerverbandes wandte mit dem Ersuchen, bei evtl. Verhandlungen auch die Vertreter des christlichen Verbandes zuzuziehen. Die Unternehmer beschlossen, diesem Antrag Folge zu geben. Wenige Tage später wurde von unbeteiligter Seite ein Einigungsversuch unternommen, der eine Aussprache zwischen Vertretern der Unternehmer und solchen des christlichen Verbandes zur Folge hatte und nach dem weiteren Verlauf den Abschluß eines korporativen Arbeitsvertrages zeitigte. Dieser war für die Arbeiter sehr vorteilhaft, was auch der sozialdemokratische Verband anerkannte. Als aber dieser Vertrag unterung beilege. Es sei doch klar, daß die Glocken versunkener Kirchtürme nicht mehr imstande wären, zu läuten, daß auch nicht eine Spur der Dörfer mehr zu sehen sei, welche die Flut vor Jahrhunderten verschlungen habe. Der Maat entfernte sich kopfschüttelnd und voll banger Sorge. Das Wetter blieb auch in den nächsten Stunden ruhig, die Wolkenschicht am nordwestlichen Horizont stieg nur langsam herauf, aber sie schien sich zu verdichten. In später Nachmittagstunde fuhr der erste pfeifende Windstoß über die weite Wasserfläche daher, nachdem sich bereits eine unruhigere Bewegung der Bark bemerkbar gemacht hatte. Ihm folgte ein zweiter und dritter, während das Wasser aufzuschäumen begann, wie wenn eine unsichtbare Macht es aus der Tiefe emporschleuderte. Inzwischen stieg die Wolkenwand, welche schon seit vielen Stunden Gegenstand sorgfältiger Beobachtung gewesen, rasch höher und fing an, sich in schwärzlich grauen Massen über den Himmel zu verbreiten. Wie Nebelwolken wogte es über dem Wasser, und ein feiner Sprühregen verdichtete die Luft. Noch immer war es verhältnismäßig ruhig, während die Schiffsmannschaft bereit stand, den ersten Angriff der Elemente erwartend. Die Bark tanzte indessen förmlich auf schaumgekrönten Wogen dahin. „Kapitän, wir laufen auf, da hilft uns kein Gott von,“ schrie der Maat, als jetzt mit einem Male der Wind aus veränderter Richtung kam und das Schiff förmlich um sich selbst drehte. Kapitän Sander gab keine Antwort auf diese Worte, sondern erteilte kurz und knapp seine Befehle. In der Nähe der Küste lag hier eine große Gefahr, die er indessen durch Lawieren zu umgehen hoffte. Ein harter und anstrengender Kampf stand der Mannschaft bevor, und es war fraglich, ob er durch Ausdauer überwunden werden konnte, wenn die Mannschaft ihre Kräfte nicht Die Bekämpfung der Wurmkrankheit. Ueber den Stand der Wurmkrankheit im Oberbergamtsbezirk Dortmund und über die Maß regeln zu ihrer Bekämpfung berichtet der„Reichs anzeiger“: Die Zahl der Gruben, wo eine mikroskopische Untersuchung der unterirdischen Belegschaft stattfindet, ist im Juni um 9 gestiegen, beträgt also jetzt 61. Die all gemeine Bergpolizeiverordnung des Oberbergamts Dort mund, in der auch für die übrigen Steinkohlenbergwerk eine Stichprobenuntersuchung, d. h. mikroskopische Unter suchung von 20 pCt. der unterirdischen Belegschaft vorge schrieben und außerdem angeordnet wird, daß Arbeiter und Beamte auf den Steinkohlengruben zur unterirdischen Beschäftigung nur zuzulassen sind, wenn sie durch Be scheinigung bestimmter Aerzte den Nachweis ihrer Wurm freiheit führen, ist am 13. Juli erlassen und wird, an 1. August in Kraft treten. Zu ihrer Durchführung stehen nunmehr 200 mit der Wurmkrankheit vertraute Aerzte und 56 zur Behandlung der Wurmbehafteten eingerichtet Krankenhäuser zur Verfügung. Die Ergebnisse der auf den einzelnen Gruben vorgenommenen Untersuchungen iund sehr verschichen. Die Zahl der feigestellten Wurn verließen. Der Wind blies mit vollen Backen in gleich mäßiger Stärke vom offenen Meere dem Lande zu und brachte dadurch die Bark in der Tat in die große Gefahr. auf den Strand zu laufen. Nur mit äußerster Anstreng ung gelang es, sie den Sandbänken fern zu halten, inden sie bei jedem tieferen Atemzug des Windes in das offen Meer zurückgelenkt wurde. Die Leuchttürme zur Rechten und Linken gaben Kapitän Sander die Richtung an, ihr Signalfeuer ermöglichte das Ausharren in einer Arbeit die nur Erfolg haben konnte, wenn die aufs höchste an gespannten Kräfte nicht versagten. Bis gegen Mitternacht hielt die Mannschaft in ihren Anstrengungen tapfer aus, dann verspürte derKapitän ein Nachlassen. Die Entfernung zwischen dem Schiffe und der Küste wurde geringer und das wiederholte Hinab lassen des Senkbleies bestätigte Sanders Befürchtungen. Noch einmal machte er den Versuch, die Leute anzufeuern. allein vergebens. Das Nutzlose aller weiteren Anstrengungen erkennend, wendete jedermann seine Aufmerksanikeit der Küste zu, in der Hoffnung, daß die Notsignale der Bark nicht unbemerkt geblieben. „Rettungsboot in Sicht!“ Wie ein elektrischer Schlag wirkte das Wort. In demselben Augenblick verwandelte sich aber auch schon die jubelnde Freude in jähes Entsetzen. Ein furchtbarer Stoß. ein Krachen— die Bark saß fest und die Wogen rollten über das Hinterteil des Schiffes hinweg. Da flogen aber auch schon die Raketen vom Rettungsboot herüber. Durch das Brausen des Sturmes und das Brüllen der Brandung ertönten Rufe und Befehle von drüben, die von Kapitän Sander bestimmt und klar be antwortet wurden. Die Annäherung des Rettungsbootes wurde jedoch durch die Brandung ungeheuer erschwert. Immer und immer wieder trieb es zurück, obgleich die brave Mannschaft mit fast übermenschlicher Anstrengung arbeitete. träger schwankt zwischen 7 p6t. und 57 b6t, der Veleg, kommt doch der Ertrag einer guten Ernte immer wieder Erinnerung an das Fest sein und sicher, da der bene von, Isändg Perteusihur st. Sineine Un. d.(üedger Die Witgzung) der zweiten Johreihastesden. Wientehrste Sraostharnut eaihterksan besz 15 durchgeführt st. Einzeine, In). Luever, bie Viternne) erzsien„Metterkalender Geschäftsleute unseter Stadt darauf aufmerksam, daß sch esoIZusertion in dieser Fesschrift entschieden empfehen eigenes Inleitet, denn wird von sind auch wir aber aus es bei uns te betrosfene, Wahrnehmungen an einem sehr in=[Regen, außergewöhnliche Hize; November: Verhältnis„dergelegt, dessen Veröffentlichung mäßig hohe Temperatur, Niederschläge, anfangs,spärlich, Oerich ve 2Lauft ginar Berg= d Hütten= dann stärker, zuletzt gänzlich fehlend; Dezember: Anfangs mer 26 des„Glückaur, eiger Verg und Hüten= dann stärker, Lulezt Ghyzut die Temperatur stark unter she teressanten in Nummer 26 des„Glückauf, einer Bergmännischen Wochenschrift, erfolgt ist. Der Reichsanzeiger bezeichnet als sehr zweckmäßig die oberirhisegasbart, anlage, die die Gelsenkirchener Bergwerksgesel haft auf der Zeche„Erin“ getroffen hat. Es sei zu erwarten, daß ähnliche Einrichtungen auch auf anderen Gruben getroffen würden. Ein Raubritter schlimmster Art Mailand, 21. Juli. Gegen den Pionier=Oberleutnant Modugna in Bari, der bereits unter dem Verdacht, seine Frau ermordet zu haben, im Untersuchungsgefängnis sitzt, ist ein neues Strafverfahren eingeleitet worden wegen einer Reihe von Greueltaten, die er sich während des Chinaseldzuges hat zu schulden kommen lassen. Die ehemaligen Untergebenen Modugnas sagen folgendes aus: Zu verschiedenen Malen plünderte der Oberleutnant nachts Häuser von reichen Chinesen, in die er mit List oder Gewalt eindrang. Der Hauptplatz seiner Tätigkeit war Pao=tin=fu. Indem er das Stichwort der Gendarmen sagte, verlangt er Geld. Wurde es ihm verweigert, so ließ er seine Leute eintreten, das Bajonett aufpflanzen und die Chinesen mißhandeln. Half dies alles noch nichts, so teilte er selbst Säbelhiebe aus, bis die Chinesen das Versteck ihrer Schätze angaben. Einen besonders schlimmen Fall bezeugten mehrere Soldaten. Eines Nachts ließ sie Modugna in das Haus zweier sehr reicher Chinesen eindringen. Als sie auf Verlangen kein Geld herausgaben, ließ Modugna sie in den Garten führen und dort eine Grube aushöhlen. Dann steckte er den einen Bruder hinein und ließ die Grube mit Steinen füllen, bis sie dem Unglücklichen an die Brust reichten. Als man ihm immer noch nichts verriet, wandte er auch bei dem anderen Bruder dieselbe Marter an, bis man ihm einen Ort angab, wo er zwei Gefäße voll Gold fand. Ferner ließ sich Modugna Vergewaltigungen von Chinesinnen zu schulden kommen und seine Soldaten zwang er mit der Pistole in der Hand, ihm bei seinen Schändlichkeiten behilflich zu sein. Er mißhandelte seine eigenen Leute mit Faustschlägen und Peitschenhieben. Auf seinen nächtlichen Streifzügen führte er stets auf einem Wagen eine Kassette zur Aufnahme der Beute mit. Aus dem Feldzug brachte er achtzehn Koffer voll von Gold= und Silbersachen und kostbaren Chinawaren mit nach Italien. letwas wärmer. Dann sinti die Temperatur stark unter normal; vierte Woche regnerisch, Schneefälle, Temperatur unter normal. **(Ein= und Verkaufsgenossenschaft Schwerte.) Der diesiährigen, ordentlichen Generalversammhzg der Eiz, Monate im Zuchthause zugebracht. und Verkaufsgenossenschaft Schwerte zum Mittwoch, den# im 22. d. Mts., 5 Uhr nachmittags, im„Gasthof zur Helle“ waren viele Genossen gefolgt. Nach Eröffnung derselben durch den Vorsitzenden des Aufsichtsrats, Herrn Gutsbesitzer Fr. Hidding gelangte die Bilanz nebst Gewinnund Verlust=Konto des am 30. Juni d. J. abschließenden Geschäftsjahres durch den vereideten Bücherrevisor Herrn [C. Beckmann aus Dortmund in eingehender Weise zum Vortrag. Hiernach erübrigte das Waren=Konto nach statutengemäßer Abschreibung, sowie Ueberweisung zum Reserve= und Rücklagefonds einen Nettoüberschuß von 235,09 Mk., welcher auf Beschluß der Versammlung dem Rücklagefonds überwiesen ist. Der Rücklagefonds hat hiernach die Höhe von 1278,59 Mk.; ferner der Reservefonds die Höhe von 478,53 Mk. erreicht, demnach beträgt das Genossenschaftsvermögen am 30. Juni d. J. 1766,12 Mark. Bemerkt sei hierbei, daß der Rücklagefonds bei der hiesigen Sparkasse zinsbar belegt ist. Die Nettobilanz schließt in Aktiva und Passiva mit 30926,12 Mk. ab. Die Versammlung erteilte dem Vorstande Entlastung.— Der folgende Punkt der Tagesordnung:„Geschäftliche Behandlung der Nichtgenossen“ wurde nach lebhafter Debatte zur allgemeinen Zufriedenheit erledigt, indem solcher in der Weise beibehalten wird, wie von der umsichtigen Geschäftsleitung bisher gehandhabt. Als letzter Punkt stand die Neuwahl der ausscheidenden Herren Aufsichtsratmitglieder, Fr. Hidding und Fr. Dieckerhoff auf Tagesordnung. Beide Herren erklärten, daß sie in anbetracht anderweiter Inanspruchnahme genötigt seien, eine Wiederwahl nicht annehmen zu können, weshalb sie die Versammlung ersuchten, jüngere Kräfte an ihrer Statt in den Aufsichtsrat zu wählen; sie selbst würden nach wie vor Mitglieder der Genossenschaft bleiben und wenn nötig, mit Rat und Tat jederzeit zur Seite stehen. Es wurden hierauf gewählt die Herren Ernst Hiddemann, lgt. Schulte=Rheinen und Friedr. Sieberg=Westhofen. Die Herren nahmen die Wahl an. Nachdem noch den beiden ausscheidenden Aufsichtsratmitgliedern der Dank der Versammlung für ihre bisherige Mühewaltung ausgesprochen wurde, schloß die diesjährige ordentliche GeneLokales. ** Schwerte, 24. ralversammlung gegen 8 ½ Uhr abends. Bemerkt Juli 1903. („Drei Wochen lang Sonnenschein,) damit die Ernte gut eingebracht würde“, ist der Wunsch zahlreicher Bauern. An unseren Wasserläufen ist allerdings recht wenig zu merken von dem in Strömen herniedergegangenen Regen, auf alle Fälle scheint es aber vorläufig genug zu sein mit dem„himmlischen Naß.“ Der Sandboden ist ja eher geeignet, eine ziemliche Menge, Wasser aufzunehlsei noch, daß seitens der Genossen der Genossenschaft, sowie ihrem Geschäftsführer allseitiges Vertrauen entgegengebracht wird. 8. A, Kurze 9.4 (Zum Feuerwehrfest.) Nur eine rurze Zeit trennt uns noch von dem 25jährigen Jubelfeste unserer freiwilligen Feuerwehr, zu dem ungefähr 30 auswärtige Wehren hierher kommen werden. Wir hatten kürzlich beTrichtet, daß es wohl im ganzen 500 Feuerwehrleute sein möchten, die hier zur Feier von auswärts anwesend sein würden. Wie nin aus den bisher vorliegenden Anmeldder geignet, eine ziemliche Menge, Wasser aufzuneh würden. Wie nun a. aber da, wo der Boden lehmig ist und wenig oder ungen hervorgeht, ist die Zahl 500 viel zu niedrig gegrifmen, aber da, wo der Boden leymig gar keinen Sand aufzuweisen hat, ist die Erde vollständig gesättigt und die Besitzer von Kartoffelland glauben, daß, wenn jetzt der Regen nicht aufhört, der Ausbruch der Kartoffelkrankheit zu befürchten ist. Vermehrter Regen würde auch den Feldfrüchten wie Roggen und Gerste, die bereits zugeschnitten sind oder reif auf dem Halm stehen, nicht zum Vorteil gereichen; im ersteren Falle würde Auswachsen, im letzteren Verfilzen des sich lagernden Getreides die Folge sein. Daß aber den Landwirten für ihre Arbeit Endlich. Ein vielstimmiger Jubelruf ertönte. Die Verbindung zwischen der gestrandeten Bark und dem Boot war hergestellt und das Rettungswerk konnte seinen Anfang nehmen. Zuerst sollten die an Bord befindliche Frau und ihr Kind im Rettungsboot Aufnahme finden, aber Zerlina weigerte sich, vor dem Kapitän zu gehen. Zeit, Vorstellungen zu machen, war bei der von Minute zu Minute sich steigernden Gefahr nicht vorhanden, und ohne ein Wort fügten die Männer sich dem Entschluß der Frau, die sich trotz ihrer Angst und der Furcht vor dem Tode nicht von dem Manne trennen wollte, dem sie zu großem Danke verpflichtet war. Erst mit Tagesanbruch war das Rettungswerk vollkommen geglückt. Die letzten, die von der gestrandeten Bark gebracht wurden, waren Heinrich Sander, der Maat und Zerlina mit ihrem Kinde. Sie wurde von den Insulanern mit freudigem Händedruck begrüßt und in das Haus des Pastors geführt, während die übrige Mannschaft sich bereits in drei andere Häuser verteilt hatte. Unter den am Ufer stehenden Insulanern, welche die Ankunft der letzten Schiffbrüchigen erwarteten, befand sich ein älterer Mann mit vollständig ergrautem Haar und langem schneeweißen Bart. Er hatte, obwohl er nicht die Wache gehabt, die Rettungsmannschaft alarmiert und war nicht von der Stelle gegangen, bis die letzten Schiffbrüchigen geborgen gewesen waren. fen, es werden die auswärtigen Feuerwehrmänner, die an dem Jubelfest der hiesigen Wehr teilnehmen werden, auf mehr denn 700 geschätzt. Wie wir weiter hören, ist außerI dem auf eine gewaltige Teilnahme aus der Bevölkerung der umliegenden Orte zu rechnen, sodaß der Fremdenzufluß ein ganz gewaltiger sein wird. Die Festschrift wird unter vielen anderen, was sie bringt, eine Chronik der Stadt Schwerte aus der Feder des Herrn Oberlehrer Dr. Wangerin enthalten und dürfte, da sie hübsch ausgestattet (Die Ferien=Strafkammer) in Hagen verhandelte am Mittwoch gegen den Schieferdecker Karl Schwippert aus Elberfeld, der wegen verschiedener Diebstähle in [Westhofen, Herdecke, Hagen usw. sich zu verantworten hat. Der Angeklagte ist verheiratet und Vater von 16 Kindern, hat aber dessen ungeachtet schon zahlreiche Strafen wegen älterer Sünden verbüßt und schon 18 zugebracht. Im Oktober vor. Is. wurde er von dem Dachdeckermeister Scherf=Schwerte entlassen und verübte in derselben Nacht in Westhofen beim Gießereibesitzer Fritzenkötter einen Einbruchsdiebstahl; er stahl Metallblöcke, Messing, Schrott usw. Wegen dieses und verschiedener anderer schwerer Diebstähle wurde der Angeklagte zu 3 Jahren Zuchthaus, 5 Jahren Ehrverlust und Stellung unter Polizeiaufsicht verurteilt; der Staatsanwalt hatte nur 2½ Jahre Zuchthaus beantragt... 42765 *r(Wir machen aufmerksam) auf die in heutiger Nummer enthaltene Bekanntmachung der Königl. Eisenbahn=Direktion Elberfeld. (Der Luftballon,) welchen man vorgestern vormittag in unserer Stadt beobachten konnte, war morgens 18 Uhr in Oberbarmen vom Hofe der Gasanstalt aufgelassen worden. Die Insassen desselben waren Bankdirektor Arconi, Dr. Schumacher=Wermelskirchen und Kaufmann Aßmann jr. von Barmen. Die Führung hatte Leutnant David von der Luftschifferabteilung Köln. Der Ballon führte auch Brieftauben mit. (Küsset die Toten nicht!) Infolge eines Kusses ist in Velten(Brandenburg) die Ehefrau des Töpfers Brämer gestorben. Vor einigen Tagen war ihr Kind durch kochende Milch infolge eines Unfalles so stark verbrüht worden, daß nach wenigen Stunden der Tod eintrat. Die Mutter hat die kleine Leiche noch kurz vor der Beerdigung geküßt. Sie erkrankte und starb an Blutvergiftung, die sie sich beim Küssen des toten Kindes zugezogen hatte. **(Königlich=Preußische 209. Klassenlotterie.) Die Erneuerung der Lose zur 2. Klasse muß mit Vorlegung der Lose 1. Klasse bei Verlust des Anrechts bis zum 7. August, abends 8 Uhr, bei den zuständigen Einnehmern planmäßig geschehen. (Betreffs der Verheiratung von jungen Militärpflichtigen) wurde neuerdings folgende beachtenswerte Bekanntmachung erlassen: In Gemäßheit des Erlasses vom 19. April 1824 und 4. September 1831 in Verbindung mit§ 32, 4 der deutschen Wehrordnung vom 22. November 1888 wird hierdurch in Erinnerung gebracht, daß Militärpflchtge durch Verheiratung oder Gründung leines eigenen Hausstandes von der Erfüllung einer tärpflicht weder entbunden werden können, noch überhaupt aus solchem selbstgeschaffenen Verhältnisse ein Berücksichtigung hergeleitet werden darf, da es jedes Militärpflichtigen Sache ist, vor der Dienstzeit keine Verhältnisse anzuknüpfen oder herbeizuführen, welche geeignet sein können, ihm die Erfüllung dieser Pflicht zu erschweren, und daß diejenigen Militärpflichtigen, welche sich dennoch vor Ableistung ihrer Militärpflicht verheiraten, weder für ihre Ehefrau, noch für ihre Kinder auf irgend eine Unterstützung aus Militärfonds zu rechnen haben. * Sommerberg, 24. Juli. Der Gesangverein „Lyra“ beschloß in seiner letzten Versammlung, am 27. September ein Konzert zu veranstalten mit anschließendem Ball. Das Konzert verspricht großartig zu werden, da der Verein vorzügliches leistet, was der letzthin auf dem Gesangwettstreit errungene Preis am besten beweist. jemals einem Menschen ein Leid zugefügt haben mochte. Es war etwas übernatürliches an ihm. Niemand wußte, von wannen er gekommen war. Eines Tages waren Kinder mit der Nachricht aus den Dünen ins Dorf gelaufen, es sei ihnen ein wilder Mann begegnet. Niemand hatte das Märlein geglaubt, so heilig die Kleinen auch versichert, daß sie sich nicht getäuscht und eine förmliche Beschreibung von der Erscheinung gegeben hatten. Wie sollte zu einer Zeit, in der nach einem langen Winter die Verbindung mit dem Festland noch nicht wieder aufgenommen worden war, ein Fremder auf die Insel kommen?„„„„ 4 1 Wenige Tage später war aber auch der Strandwächter einem Manne begegnet, den er nie zuvor gesehen hatte. Auf seine Mitteilungen hin machten alsdann eine Anzahl Männer sich auf, den„Dünenfex" zu suchen. Die Fischer hatten einen verwildert aussehenden Mann gefunden, der bei ihrem Anblick den Versuch gemacht, zu entkommen. Nachdem man jedoch die Ueberzeugung gewonnen, daß es sich um einen wirklichen Menschen handele, hatte man seine Verfolgung aufgenommen und am Abend des dritten Tages sich eines noch jugendlichen Mannes bemächtigt, der in das Haus des Pastors geführt wurde, derihn veranlassen sollte, sich über seine Herkunft zu äußern. Jeder Versuch, den Fremden hierzu zu bewegen, war indessen gescheitert. Er hatte nur auf seine er Anblick der jungen Frau mit ihrem Kinde hatte Stirn gedeutet, von welcher sich eine blutrote Narbe über “. Findr 2 zuf ihn gemacht wmig mah, dan Schädel bis zum Hinterkopfe hinzog. Speise und einen eigentümlchen Eindruck auf ihn gemacht, wie mehrere Umstehende beobachteten. Die Aufregung des„Dünenfer“ konnte um so weniger unbemerkt bleiben, als seit dem Tage, an dem man ihn zuerst auf der Insel gesehen, niemand ein menschliches Fühlen und Denken an ihm wahrgenommen haben wollte. Der Alte war eine gefürchtete und gemiedene Persönlichkeit, so wenig er auch den Schabel bis zum Hinterropfe hinzog, Spege und Trank, womit man den scheinbar völlig Erschöpften zu erquicken versuchte, wies er von sich. Wovon hatte er gelebt? In den Dünen, überhaupt auf der ganzen Insel, war nichts zu finden, das ihm zum Lebensunterhalt hätte dienen können. (Fortsetzung folgt.) Westfalen und * Unna, 21. Juli. Einer auswärtigen Dame fiel gestern nachmittag beim Heraustreten aus dem Kurgarten das Portemonnaie, welches sie in die Tasche zu stecken meinte, auf die Erde. Zwei junge Herren mußten dies wohl bemerkt und das Portemonnaie aufgehoben haben, denn als die junge Dame den Verlust nach kurzer Zeit bemerkte, machten sich die beiden Herren eiligst aus dem Staube. Das Portemonnaie enthielt über 100 Mark. * Bocholt, 22. Juli. Einen Unglücksfall, der zur Vorsicht mahnt, erlitt ein hiesiger Schulknabe. Derselbe befand sich auf dem Wege nach seiner elterlichen Wohnung und bat einen vorüberfahrenmen Radfahrer um die Erlaubnis, hinten aufsteigen zu dürfen, um so schneller heim zu kommen. Der Kleine hatte jedoch kaum seinen Platz auf dem Hinterrad eingenommen, als er mit dem einen Fuße so unglücklich zwischen Kette und Zahnrad geriet, daß ihm zwei Zehen vollständig abgerissen wurden. * Bocholt, 23. Juli.(Zum Kapitel„Dienstbotenfrage".) Kommt da ein modernes Mädchen in ein Haus, um sich um eine vakante Stelle zu bewerben, bedingt sich aber aus, daß es mit Stiefelputzen und Straßenfegen nicht belästigt werde. Der gerade anwesende Hausherr erwiderte auf diese Bedingung schlagfertig: „Das haben Sie auch gar nicht nötig. Meine Frau putzt die Schuhe,— ich fege die Straße, und Sie— auf die Tür deutend— machen, daß Sie aus dem Hause kommen.“ Das„moderne Mädchen“ soll diesen deutlichen Wink zwar höchlichst überrascht, aber doch prompt befolgt haben. * Mülheim(Ruhr), 22. Juli. Sechs Personen von tollwutverdächtigem Hunde gebissen. Der Kaufmann G. hier, 4 Kinder desselben und eine bei der Familie auf Besuch weilende junge Dame, die Nichte eines Arztes, wur den gestern von einem Hunde gebissen, der an Tollwut erkrankt sein soll. Herr G. hat sich noch gestern in das Pasteursche Institut nach Berlin begeben, während seine Kinder, sowie erwähnte junge Dame laut„Rh.= und Rztg.“ vorerst das Ergebnis der Untersuchung abwarten werden, die der Kreistierarzt hierselbst an dem in der vergangenen Nacht verendeten Hunde heute vormittag vornimmt. * Nuhrort, 22. Juli.(Vom elektrischen Strom getötet.) Ein 18jähriger Schlosser der Gewerkschaft„Deutscher Kaiser" war auf demTäger=Versandlager mit Reparaturarbeiten an dem elektrischen Ladekran beschäftigt. Infolge des regnerischen Wetters glitt er auf seinem Stand aus und kam mit den elektrischen Drähten in Berührung, welche vollen Strom hatten. Trotzdem sofort Hilfe zur Stelle war, konnte der Mann nur als Leiche vom Kran heruntergeschafft werden. Der Verunglückte war, laut„Rh.= und Rztg.“, der einzige Ernährer seiner Eltern. * Gütersloh, 22. Juli. Eine ganz verwegene Einbrecherbande treibt hier zur Zeit ihr Unwesen. In vergangener Nacht brach sie indas Kontor der Holzhandlung Ruhenstroth ein, warf den schweren eisernen Geldschrank um, bearbeitete dessen Rückwand mit Stemmeisen und anderen Brechinstrumenten, bis diese entfernt war. Aus dem Inhalte des Schrankes wurden der Bande etwa 60 Mark in bar, verschiedene Wertpapiere und Hypothekenbriefe zur Beute. Dann wurden Pulte und Schubladen untersucht und deren Inhalt umhergestreut. Den Umständen nach ist anzunehmen, daß mindestens ein halbes Dutzend Diebe tätig gewesen sind. Ihren Weg haben sie durch die Oberlichter der Fenster genommen. Mit welcher Ruhe sie ihr Werk ausgeführt haben, erhellt daraus, das sie nach der verwegenen Arbeit sich an der Wasserleitung von dem aus der Wand des Geldschrankes gefallenen Kreidestaub gereinigt haben. Nach diesem gelungenen Streiche haben die Einbrecher der in der Nähe liegenden Eisengießerei einen Besuch gemacht. Aus dem Wohnhause sind nämlich in derselben Nacht ein Schinken und mehrere Flaschen eingemachte Beeren entwendet, die zum Teil auf der angrenzenden Dampftischlerei Westheermann verzehrt sind. Daselbst fand man auch eine Obligation über 6 Mk. vor. * Münster, 22. Juli.(Geistig gestört.) Der Reservist des 13. Infanterie=Regiments, welcher das Unglück hatte, bei einer Felddienstübung seinen Vordermann mit einer Platzpatrone zu erschießen, mußte in seine Heimat Ladberger entlassen werden, da er infolge des Vorkommnisses Spuren von Geistesstörung zeigte. Wermelskirchen, 22. Juli.(Scheußliche V brechen) setzen unser Städtchen in Erregung. Ein ruhig des Weges kommender junger Mann, welcher aus Dabringhausen stammt, und seit längerer Zeit hier bei sei ner Schwester wohnt, wurde von einigen, hier übel beleumundeten Burschen namens Schüller, Fink und Gerhards, überfallen. Der junge Mann wurde brutal ge schlagen, gestochen und endlich noch geschossen. Man brachte den Bedauernswerten in ein Haus, konnte jedoch da er durch die Mißhandlungen bis zur Unkenntlichkeit entstellt war, seine Persönlichkeit nicht feststellen. Erst nachdem man ihn abgewaschen hatte, erkannte man in ihm dn 18jährigen Otto Wiedenhöfer. Der sofort hinzugernfene Arzt, Herr Dr. Zain, ordnete sofort die Ueberführung ins Hückeswagener Krankenhaus an. Als man ihn aber eine kleine Strecke weit transportiert hatte, verschied er und man mußte nunmehr der Schwester die Leiche ihres Bruders ins Haus bringen. Von demselben sauberen Kleeblatt wurde der Betonarbeiter Schwarz überfallen und durch 7 Messerstiche schwer verletzt. Diese Verbrechen haben in unserer Stadt große Empörung hervorgebracht. Das zeigte sich bereits bei der Verhaftung der einzelnen. Zwei wurden gestern früh im Bett verhaftet. Der Haupttäter Schüller entfloh, wurde jedoch noch vor Mittag zu Höhrat vorgefunden und ebenfalls verhaftet. Er leistete den Beamten energischen Widerstand, sowohl bei der Verhaftung, als auch auf dem Transport zum Gerichtsgefängnis. Als man mit ihm in der Stadt ankam, sammelte sich schnell eine ungeheure Menschenmenge an, welche die Beamten fortgesetzt aufforderte, ihr den Verbrecher freizugeben. Die Beamten mußten mit gezogenem Säbel vorgehen, um die wütende Menge abzuwehren, da Sch. sonst zweifellos gelyncht worden wäre. * Duisburg, 22. Juli.(Zum 2. Maledie Si berhoch zeit) feierte gestern, am 21. Juli, Herr H. Schenk sen., Göldstraße 6. In erster Ehe war derselbe 32 Jahre verheiratet und sind dieser Ehe 12 Kinder entsprossen. Herr Schenk ist 80, seine Ehefrau 73 Jahre alt. Die erste wie auch die zweite Ehe waren überaus glücklich. ..* Vom Rhein, 22. Juli. Ein Kind, welches einen Stachelbeerstrauch geplündert hatte, erkrankte nach dem Genusse der unreifen Beeren an Blinddarmentzündung, an der es am folgenden Tage unter großen Schmerzen verstarb. Es kann daher nicht genug vor dem Genuß unreifer Früchte, besonders an heißen Tagen, gewarnt werden. * Aachen, 22. Juli. Durch offenbar mutwillige Beschädigung des Isolators an einem Maste des Stromdrahtes der Kleinbahnstrecke nach dem Vororte Brand, ging heute vormittag infolge Kurzschlusses Starkstrom in das Erdreich über. Als um diese Zeit ein Major und zwei Oberleutnants des 40. Regiments gelegentlich einer Felddienstübung an dieser Stelle vorüberritten, erhielten ihre Pferde elektrische Schläge, wodurch ein Pferd auf der Stelle tot blieb, während die beiden anderen mit leichteren Verletzungen davon kamen. Auch den Offizieren geschah außer einigen Abschürfungen durch den Sturz nichts. Immerhin befanden sie sich in Lebensgefahr. Auf der betreffenden Strecke sind mehrfach mutwillige Zerstörungen von Oberleitungsisolatoren vorgekommen. Die Polizei fahndet eifrigst nach den Tätern. * Aachen, 21. Juli. Das Kriegsgericht der 15. Division hat den Sergeanten Croeplin und den Unteroffizier Wiese der 9. Komp. des 40. Regiments wegen vorschriftswidriger Behandlung eines Untergebenen zu sechs Tagen Mittelarrest bezw. zwei Monaten Gefängnis verurteilt. Beide wurden überführt, durch Sticheleien und Drohungen den Rekruten Goebels, der im Juni 1901 Selbstmord beging, in den Tod getrieben zu haben. * Aachen, 21. Juli.(Die Hundertjahrfeier der Aachener evangelischen Gemeinde) gestaltete sich zu einer so imposanten Kundgebung protestantischen Geistes, wie sie in unserer zu sechs Siebentel katholischen Stadt niemals dagewesen ist. Am Morgen fanden in den beiden evangelischen Kirchen Festgottesdienste statt, die durch die Ansprachen des Generalsuperintendenten D. Umbeck aus Koblenz und des Superintendenten Schürmann aus Capellen eine besondere Weihe erhielten. Zu einem Festessen, das im großen Saale der Erholungs=Gesellschaft stattfand, waren die Spitzen aller Behörden erschienen. Von großer Wirkung war die Gesamtfeier der Gemeinde im Zoologischen Garten. Die große Glashalle konnte die Tausenden nicht fassen, die dort den gesanglichen und rhetorischen Vorträgen lauschten. Mit dieser Bewegung und dankbarer Erinnerung an den Schutz der Aachener evangelischen Gemeinde seitens der Niederländer sangen zum Schluß etwa 3—4000 Menschen die altniederländischen Volkslieder. schlossen sich kleinere Veranstaltungen und ein chülerfest an. Heute großes Naturwissenschaftliches. :(Lebende Steine.) Auf den Falklands=Inseln, diesen äußersten Vorposten des amerikanischen Festlandes gegen das südliche Eismeer hin, findet sich eine höchst sonderbare Art pflanzlichen Lebens in den sogenannten„lebenden Inseln.“ Diese Inseln gehören zu den wüsten eilen der Erde, da sie ständig einem rauhen Polarwind ausgesetzt sind. In solchem Klima ist es für Bäume unmöglich, auchrecht zu wachsen wie in anderen Ländern, sondern die Natur hat hier für das Wachstum von Holz einen ganz merkwürdigen Ausweg gefunden. Der Besucher der Falklands=Inseln sieht hier und da eigentümlich gestaltete Blöcke verstreut, die er zunächst sicher für Steine halten wird, die vom Wasser bespült und mit Moos bedeckt sind. Wenn er aber versucht, einen dieser„Steine" umzudrehen oder aufzuheben, wird er zu seiner Ueberraschung wahrnehmen, daß der vermeintliche Stein mit starken Wurzeln im Boden verankert ist. In Wirklichkeit hat er das Naturerzeugnis vor sich, was man dort einen Baum nennen müßte, wenn es unseren Begriffen von einem solchen nicht so ganz widerspräche. In keinem anderen Teile der Erde gibt es so eigenartige„Wälder“, auch soll es ganz nmöglich sein, jene lebenden Steine als Brennstoff zu benutzen, weil ihr Holz kein„Korn" besitzt, sondern dichtgepackten Fasern besteht. Der Schnupftabak heißt Nieserchen, Das Militär heißt Drillerchen, Der Anarchist heißt Schießerchen. Und das Diner heißt Futterchen, O weh, das deutsche Sprächelchen Geht immer mehr kaputterchen. (Münchener„Jugend".) §(Unverbürgtes.) Einem Gerüchte zufolge beabsichtigt die sozialdemokratische Fraktion, dem Fähnrich Hüssener wegen seiner unschätzbaren Verdienste um ihre Sache einen Ehrendolch zu überreichen. s(Zur Psychologie der Münchener Volksseele.)(Erlauschtes.] Es ist Viertel über ein Uhr— mittags. Ein wohlgenährter Maurer, der sich beim Mittagessen versäumt, läuft schwitzend und keuchend an mir vorbei mit dem Ausruf:„Laufen, laufen mußt a no zu der Arbeit, statt daß's di vierspannig abholen täten!“ (Stilblütenlese.) Wenn der Schauspieler Herr Neimeyer welcher 2 Monate bei mir gewohnt hat, mir nicht binnen 14 Tagen seine Schuld bezahlt, werde ich seinen Namen öffentlich nennen.— Komme erst morgen früh, da Ochsen mit dem Abendzuge nicht befördert werden.— Ein Hausmetzger sucht noch einige Kunden zum Schlachten.— Das Abgeordnetenhaus wird am Donnerstag, den 6. Juni zusammen getreten.— Ein neunjähriger Reisender in Spiritus sucht für seinen verstorbenen Ehef einen neuen Prinzipal in obiger Flüssigkeit.— Man bittet Tische und Stühle nicht zu belegen, sondern dieselben in der Garderobe abzugeben. z nur Haus= und Landwirtschaft. (Das Schlachten der Fische) geschieht deutschen Vaterland oft auf die qualvollste, in unserem schrecklichste Weise! In Holland dagegen hat man ein Schlachtverfahren, das praktisch und zugleich human ist und allgemein geübt wird. Dort quält man die Fische nicht langsam zu Tode. Der Holländer gibt jedem abzuschlachtenden Fisch hinter dem Kopf mit einem scharfen Messer einen tiefen Schnitt. Dadurch wird das Gehirn vom Rückenmarke getrennt und der Tod erfolgt sofort. Die Qualen des langsamen Absterbens der stummen Tiere werden verhindert. Aber auch vom gesundheitlichen Standpunkt aus ist das holländische Verfahren dringend zu empfehlen. Das Fleisch der Fische bleibt viel fester, der Geschmack wird viel besser, die Haltbarkeit eine erhöhte, und die Speise viel gesünder. Im Verlag von Kober C. F. Spittlers Nachfolger in Basel sind soeben erschienen: Limbach, S. Steine des Anstoßes. Allerlei Anstöße und Widersprüche der Heiligen Schrift und ein Versuch ihrer Lösung. XII und 240 S. 8. Geh. Fr. 2.— Mk. 1,60. Lwbd. Fr. 3. Mk. 2,40.— In einer Zeit, wo sich wissenschaftliche, unwissenschaftliche und— unwissende Leute Mühe geben, die Bibel wegen angeblicher Widersprüche, Unschicklichkeiten und Verstöße gegen die fortgeschrittene moderne Erkenntnis herunterzureißen, ist es ein zu begrüßendes Unternehmen, wenn in ruhiger, sachlicher Weise solchen, denen es um Wahrheit zu tun ist, die aber vielleicht über manche scheinbare Dunkelheiten der Heiligen Schrift nicht wegkommen können, Handleitung geboten wird, wie der Verfasser der„Steine des Anstoßes“ es getan hat. Er hat es verstanden, manchen Knoten zu lösen und zu zeigen, wie ein vertrauter Umgang mit der Heiligen Schrift Licht gibt über Stellen, die bei oberflächlicherem Lesen dunkel, scheinen. Zahlreiche solcher Stellen und Abschnitte Alten und Neuen Testamentes sind teils aus dem Ganzen der Schrift, teils unter Berücksichtigung der zeitlichen und örtlichen Verhältnisse beleuchtet, und allerlei Fragen ohne Künstelei beanwortet. Schreiber dieses wünscht dem Büchlein viele aufmerksame Leser und ist überzeugt, daß keiner es bereuen wird, sich damit beschäftigt zu haben. Humor. §(Sprachreinigung.) Eine Kakesfabrik in Bielefeld hatte einen Preis auf die beste Verdeutschung des Wortes„Kakes“ ausgesetzt. Das preisgekrönte Wort heißt, wie schon erwähnt— Knusperchen. Die Kakes, die nennt man Knusperchen, Bonbons, die heißen Zuckerchen, Der Cognac heißt jetzt Schluckerchen, Und das Journal heißt Druckerchen. Motore heißen Treiberchen, Der Automat heißt Geberchen, Das Restaurant heißt Kneiperchen, Und der Konkurs heißt Treberchen. Der Dilettant heißt Patzerchen, Champagner heißt Beschwipferchen, Das Dynamit heißt Platzerchen, Und das Billett heißt Knipserchen. Brillanten heißen Schillerchen, Eigener Depeschendienst Schwerter Zeitung.“ Hd Berlin, 24. Juli. Der Kassierer und Prokurist der Getreidefirma Kempner& Co. Moritz Levy ist nach wahrscheinlich seit langen Jahren begangener Unterschlagungen geflüchtet. Es handelt sich anscheinend um den Betrag von einer Viertelmillion Mark. Levy soll, wie verlautet, an der Fondsbörse mit Verlust spekuliert haben. Hd Berlin, 24. Juli. Nach einem Telegramm aus Posen sind bei dem Hochwasser im Dorfe Ostritz der ammmeister Greiser, dessen Frau und ein Pferdeknecht ertrunken. In Posen ist ein Schüler bei dem Hochwasser ums Leben gekommen. Hd Berlin, 24. Juli. Gegenüber dem Dementi der Berl. Korresp.“ bleibt die„Deutsche Tageszeitung“ dabei, daß der Präsident des Evangelischen Oberkirchenrates Dr. Barkhausen fest entschlossen ist, zum Frühjahr nächsten Jahres den Abschied aus seinem Amte zu nehmen. IId Trier, 24. Juli. Von der Mosel=Kleinbahn wurde bei Kenn ein Fuhrwerk überfahren. Der Wagen wurde zertrümmert, der Fuhrmann getötet. Hd Mainz, 24. Juli. Der hier als Zahlmeister verwendete Aspirant Vizefeldwebel Martin Möller wurde wegen Unterschlagung amtlicher Gelder in Höhe von 7000 Mark in Untersuchungsarrest abgeführt. Mit den Unterschlagungen, die seit ungefähr anderthalb Jahren betrieben wurden, stehen in direktem Zusammenhang mehrere Urkunden= bezw. Bücherfälschungen. Hd Innsbruck, 24. Juli. Der Fabrikbesitzerssohn Walter Spear aus Nürnberg stürzte vom Schnürner Joch vor den Augen seines Vaters ab und blieb tot. Zum Tode des Papstes. Nom, 23. Juli. Kardinal Oreglia antwortete auf das Beileidstelegramm des deutschen Kaisers mit einer Depesche, die übersetzt lautet: Ich danke Ew. Majestät für die Beileidskundgebung, die Sie an das Kollegium beim Tode des Papstes zu richten geruht haben. Die Kardinäle, denen die zwischen Ew. Majestät und dem verewigten Pontifer gepflegten guten Beziehungen wohl bekannt sind, werden sich stets von denselben Gesinnungen leiten lassen, um die Freundschaft zwischen dem hl. Stuhl und dem Deutschen Reich zu erhalten. Hd Rom, 24. Juli. Nachdem die Konservierung der Leiche Leos mißlungen ist und dieselbe in Fäulnis übergeht, wurde der traditionelle Fußkuß sistiert. Hd Rom, 24. Juli. Der Vatikan hat die Zivilbehörde nunmehr doch offiziell von dem Ableben des Papstes in Kenntnis gesetzt. Diese Tatsache wird lebhaft kommentiert. Man glaubt darin eine Annäherung zwischen dem Quirinal und Vatikan zu erblicken. Hd Paris, 24. Juli.„Echo de Paris“ meldet aus Rom, daß Oreglia wenige Stunden vor dem Tode des Papstes demselben versprochen hat, sich mit Rampolla zu versöhnen. 25. Juli: Teils heiter, teils wolkig, ziemlich kühl, Regenfälle, schwül. Für den redaktionellen Teil verantwortlich Wilh. Schade. Gottesdienste Schwerte. Größere evangelische Gemeinde. Sonntag, 26. Juli 1903. Vormittags 8 Uhr: Frühgottesdienst. Pastor Wischnath. Vormittags ½10 Uhr: Hauptgottesdienst. Pastor Heinenberg. Nachmittags 2 Uhr: Kindergottesdienst. Pastor Wischnath. Reformierte Kirche. Sonntag, den 26. Juli 1903. Vormittags ½10 Uhr: Predigt. Pastor Terberger. Ev. Stadtmission Schwerte, Kuhstr. 7. Sonntag, 26. Juli 1903. Vormittags 7¾ Uhr: Blaukreuzgebetstunde. Nachmitttags 5 Uhr: Bibelstunde. Abends 8 Uhr: Jünglingsverein. Gottesdienstordnung der kath. 19 Pfarrkirche. Sonntag, den 26. Juli 1.08. Fest des hl. Liborius. Vormittags: 6½ Uhr: Stille hl. Messe. Pfarrer Schnurbns. 7½ Uhr: Stille hl. Messe 8¾ Uhr: Stille hl. Messe mit Predigt. Kaplan Rieke. 10 Uhr: Hochamt mit Predigt u. Segen Nachmittags: 2 Uhr: Vesper. 2½ Uhr: Elisabeth=Verein. 8 Uhr: Stephanuk=Verein. Jungfrauen=Kongregation. Sonnta Ror den 26. Juli 1903. Vorm. 9½ Uhr: Predigtgottesdienst m. 2 Uhr: Kindergottesdienst. Pastor Falkenberg. esthofen. Bekanntmachung. Der über Ostberge führende öffentliche Kommunalweg wird, soweit er die Gemeinde Lichtendorf berührt, wegen des in Angriff genommenen Ausbaues bis auf Weiteres für jeglichen Verkehr Westhofen, den 24. Juli 1903. Graf Haslingen. Bekanntmachung. Viehseuche. Festgestellt: Rotlaufseuche unter dem Schweinebestande des Eduard Hövelmann sen. zu Westhofen Stallsperre ist angeordnet. Westhofen, den 22. Juli 1903. Reie eche Danksagung. Für die rege Teilnahme bei der Beerdigung meiner lieben Frau sage ich hiermit allen meinen herzlichen Dank. Schwerte, den 24. Juli 1903. Otto Villvock. Zur Vermittelung des Badeverkehrs wird vom 1. August d. Is. ein Schnellzug mit 1.—3. Kl. wie folgt abgelassen werden: Krieger-Verein Schwerte. Zum Abmarsch nach Opherdicke=Hengsen treten die Mitglieder Sonntag. d u 26. Juli, mittags 12½ Uhr, im Vereinslokal an. Zahlreiche Beteiligung wird erwartet. Der Vorstand. Elberfeld Dbg. Barmen Barmen=Ritth. Hagen Schwerte Holzwickede Unna Hamm ab 1202 Vm. „ 1210„ „ 1217„ „ 1243„ 1959 „ 15•-„ „ 110„ 119 „* an 136„ ab 148„ zuge 59 und dem Schnessingßg— der direkte Wagendurch gang auf der Strecke Hamm=Münster aufgehoben und ist das Umsteigen für Reisende von und nach der Richtung Elberfeld ersorderlich. Elberfeld den 21. Juli 1903. Königliche Eisenbahndirektion. Garde= und Landwehrverein Schwerte Sonntag, den 26. Juli, abends 8½ Uhr, im Vereinslokal: General-Versammlung. Tagesodnung: 1. Zahlung der Beiträge. 2. Aufnahme neuer Mitglieder. 3. Mitteilung über das Sommerfest. 4. Verschiedenes. Um pünktliches und zahl reiches Erscheinen wird dringend gebeten. Der Vorstand Ja. 120s Motel halb= u. reinwollene Kleiderstofte Gesetz, betreffend Kinderarheit in gewerblichen Betrieben. Vom 30. März 1903. (Schluß.) V. Strafbestimmungen. S 23. Mit Geldstrafen bis zu zweitausend Mark wird bestraft, werIn Fale gewohnbeilsgsiger. Gefängnisstrafe bis zu sechs wionaren erkannt werden. Der§ 75 des Gerichtsverfassungsgesetzes findet Anwendung. S 24. Mit Geldstrafe bis zu sechshundert Mark wird bestraft: 1. wer dem§ 9 zuwider Kindern an Sonn= und Festtagen Be2. wer den auf Grund des S 20 hinsichtlich der Beschäftigung fremder Kinder endgültig ergangenen Verfügung zuwiderIm Falle gewohnheitsmäßiger Zuwiderhandlung kann auf Haft erkannt werden. 8 Mit Geldstrafe bis zu einhundertfünfzig Mark wird bestraft 2 wer den auf Grund des 8 20 hnschlich der Beschzstozng auf Grund des§ 17 Abs. 2 erlassenen Vorschriften zuwiderIm Falle gewohnheitsmäßiger Zuwiderhandlung kann auf Haft erkannt werden. § 26.„ Mit Geldstrafe bis zu 30 Mark werden Arbeitgeber bestraft, welche es unterlassen, den durch§ 10 für sie begründeten Verpflichtungen nachzukommen S 27. Mit Geldstrafe bis zu 20 Mark wird bestraft:.. 1. wer entgegen der Bestimmuna des§ 11 Abs. 1 ein srino in Beschäftigung nimmt oder behält; 2. wer der Bestimmung des§ 11 Abs. 3 in Ansehung der beitskarten zuwiderhandelt. § 28. Sp 3b Die Strafverfolgung der im§ 24 bezeichneten Vergehen verjährt binnen drei Monaten. Die Bestimmungen des§ 151 der Gewerbeordnung finden Anwendung. VI. Schlußbestimmungen. § 30. Die vorstehenden Bestimmungen stehen weitergehenden landesrechtlichen Beschränkungen der Beschäftigung von Kindern in gewerblichen Betrieben nicht entgegen. § 31. Dieses Gesetz tritt mit dem 1. Januar 1904 in Kraft. Urkundlich unter Unserer Höchsteigenhändigen Unterschrift und beigedrucktem Kaiserlichen Insiegel. Gegeben Berlin im Schloß, den 30. März 1903. (L. S.) Wilhelm. Graf von Posadowsky Häcke, Pinsel, gut und preiswürdig bei habe ich weit unter erworben und verkaufe, so lange Vorrat reicht: 6 Meter(1 Kleid) prima halb= und reinwollener nur Mk. 6 Meter(1 Kleid) prima reinwollener ErnstKiein. Auf sofort 50—100 Liter Miien gesucht. Kaution kann gestellt werden. Zu erfr. in der Geschäftstelle d. Ztg. Zwei anständige Leute erhalten Hörderstraße 22. Ein draves, sunges Kindermädchen sofort gesucht. 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