Atnttrisches Kreisblcht * ter den Kreis wertk. Wmhmmmm Gstertontgehuh, sh, obg1, Bgo au hzerzalb 15, Rellame=Zele geile oder deren bepm. vont Garl Braus in Schwerte, 40 Pte. Drus und Nr. 66. Amt Schwerte. Telegr.=Adresse enberch Arichnf Braugs, Schwertzsahr. Nr. 1454. Wie das Großkapital im Musterlande Amerika„arbeitet“. Aus Chitago wird der„Bost. Arziue interesante Zusammenser Staatsanwalt Folt bot orven v. Lenen er durch seine Untellung der Bestechungen veröfsent Itagtes Missouri auf die Spur tersuchungen in der Legistatur be= Gesetzgesvorlagen, für deren Angekommen ist. Er verzeichnet de Geisiatur beherrschende„Ring“ nchne oder Vereitelung Geibe abgerlangt hat, und gibt die den beteiligten Portesen, Lezahlt worden sind, genau an. Die Summen, die verlangt oder begzuich auf Vervolständigkeit macht, Liste, die natürlich beinen siebzehn Gesetzesmaßregeln, die von enthält nicht weniger, Oiszungehenugt mgrhen sind, und die dem Vinge dur Gelderpreiitzettägg.“—.—. in die Hundertsamtsumme der geford=Zetrag ist 381 800 Dollars. An der Spitze tausende. Der genaue Vertung, 9)... steht die St. Louiser dersenigen, die zahlen mubte umme von 150000 Dollars. Transit=Company mit der runden. Annahme einer Bill, welche Die Zahlung wurde geleistet fü, die,ung oder Vertrustung der Genchnigung erteilte zur Verschmelzu,n. Eine noch größere hwtichen St. voni),gorporatign vu pitglieder des St. Louiser Summe hat dieselbe norvorgtign. ou Vonyg igr diese Gerechtsame Stadtrats bezahlt als Entgeld bofut,axgufzin Aktien und Vonds von solchem Verte einräumte, dob, Marit geworfen und abgesetzt in Verrage von Millonen auf den V. I, Legislatur=Bestechungswerden konnten. Als weitere Zahstgusperstgrust mit 25.000 poll, lase fehen vergeichnet, der Gesetz heschert hat, wodurch alle nicht esbde dun dbe eodeln Pachuülber ais angeblich gesundheitschähte vom Trust gefertigten Bachputve. u. u—.9 zurner der Schulbicheraus dem Staate ausgeschtossen, vourx= riz nit 10000 Doll; der Frust mit 20000 Dos.;, der Buche, zuteressenten mit 10000 Doll Tabaktrust mit 500 Doll;, Whsten=Auten., nur seine Bücher in Der Schulbuchtrust hat dafür bezahlt, daßpüirzen. Der Zuckerden öfentlichen Schulen gebrauch wverzelasigungen zu ersparen, trust hat bezahlt, um sich angedrohre. Leinzelnen hift, enorme Volte zum Segen gereicht und viteschefahr gebracht sah. Die gen den Verkauf von Zigarerten in 9r, Gesetz, wonach aller im Pbsteoy, heug,. Barz fge, wan Schraps einer besonderen BesteuerStaate Zum Vertgwperden solte. Ebenso solen die Vierbrauer es statlichen Viersteuer zu entgehen. diese wirklich beAlle Preisk= und Lolalboldgerlichen Verordnungen für den Preis Hörde erlangen gemäß Bekanntmachung der Königl. Regierung durch Veröffentlichung in der„Schwerter Zeitung" rechtsverbiadtiche Krait. eriscernstäise er Schaner üier e cher 42 Pfg. Bestellgeld, wenn durch die Post bezogen. Erscheint an jedem Wochentage. Wöchentliche Gratisbeilage:„Illustrierte# Familienfreund.“ 36. Jahrgang. Schwerte, Donnerstag den 16. Juli spondenz“, dem Organ der Partei, zu deren besten Traditionen die Forderung der Reinhaltung des deutschen Staates von kleri kalen Einflüssen gehört, folgende Leistung eines romumschmeichelnden Byzantinismus findet: „Wenn jetzt mehrsach in Frage gezogen wird, welche Umstände dazu beigetragen haben, die Beziehungen zwischen der preußischen Regierung und dem Vatikan zu bemerkenswert freundlich zu gestalten, so darf nicht unerwähnt bleiben, daß ein sicht geringes Verdienst dem jetzigen preußischen Gesandten am gesetzes verurteilt, weil er von dem Ab= und Zugang der preußischen Stuhl, dem Baron Rotehan, gebührt. Obgleich Pro= der nicht der Polizeibehörde Kenntnis gegeben hatte. Hierzu war testant, hat es derselbe verstanden, sich sowohl beim Papst, wie der Angeklagte unter der Voraussetzung verpflichtet, daß der Gebei der überwiegenden Mehrheit des Karhigglkollegium eine Po= sangverein eine Einwirkung auf öffentliche Angelegenheiten bekann. Außerordentlich viel dazu beigetragen, die Beliebt; zweckt. Die gegen das Urteil des Landgerichts eingelegte Revision heit des derzeitigen Gesandten beim heiligen Stuhle hat der Strafsenat des Kammergerichts in seiner Eigenschaft als wachsen zu lassen, hat seine intime Beziztzin, g##zteissenschaft höchster Gerichtshof in Landesstrafsachen zurückgewiesen. Er verhalten werden. Insbesondere ist Baron b. Rotenhan auch ein sehr tritt folgenden zutrefffenden Standpunkt: jediegener Kenner der Werke italienischer Kirchenmusiker. Er# Vortrag derartiger Lieder im Verein dient nie ist selbst ausübender Künstler, und seine verständnisinde dianen date, Sasde die de iserige dans in Hand arbeiten, einmal genannt würden. Sozialdemokratische Gesangvereine. Berlin, 14. Juli. Das Landgericht hatte in zweiter Instanz den Vorsitzenden eines Gesangvereins, dessen Mitglieder aus Sozialdemokraten bestehen und der hauptsächlich Lieder rein politischen Inhalts singt, auf Grund der Paragraphen 2 und 13 des Vereinsgesetzes verurteilt, weil er von dem Ab= und Zugang der Mitglienige Wiedergabe der erlesensten Mei stersterstücke pastoraler Musik weckte schon oft das Entzücken der auf diesem Gebiete hervorragendsten Mitglieder des Kardinalskollegiums.“ (Nach solchen geschmackvollen Leistungen der Reklame für unseren Vertreter beim heiligen Stuhl kann man sich freilich nicht wundern, in dem Ton der ganzen preußischen Kirchenpolitik die„verständnisinnige Wiedergabe der erlesensten Meisterstücke pastoraler Musik“ zu erkennen.— Wir sind durchaus keine Katholikenfresser, aber derartige geschmacklose Uebertreibungen geißeln wir, ganz gleich, auf was oder auf wen sie sich beziehen.) Politische Uebersicht. Teutschlend — Der Kampf gegen die Unsittlichkeit wird von immer weiteren Kreisen ausgenommen und hat bereits zur Gründung der„Deutschen Gesellschaft zur Bekämpfung der Geschlechtskrankheiten" und anderer gegen die Unsittlichkeit gerichverhang= teter Vereinigungen geführt. Auch die deutschen Frauen haben c goog Holars hoten bosez,hahen, Haben dese Gitzug, ve(es für Iihre Plschr getgalten, den volen Erust der Lgegerfaisgne ten treig hat man sie die betreffende Bill ist ange= und wissend, daß es sich um Hebung des allgemeilgzz er 1 sahli sie gat ug ste gepreilg, benn Gesetz, Troßz seiner Unvob= handelt, in den Kampf für die Hebung, der. Sitlichen energisch nommen worden und ist noch) ve gzindenregister die geschäftliche einzugreifen. Zu diesem Zweck hat kändigleit geigt dos vortiegend grindser, die sämtlich wohlangeBielseitigkeit der Bestsechungs)o.. jind, Eine derartige Bestechbeong, Sont, und bHigxpeschaften st auch in Ameria nur den die dem Der Papst und deutscher Protestantenstolz. erherrlichung des Papismus aus Anieber liebedienerische ver Zapst Leos Xlll. in der deutschen o5 der btichen und geider gicht nur dieser, sondern auch in Oruand chaer Hant agen wenn nat in der Rlasonaticheicten Korter Stehst, Wanderer, du an des Berges Rand, Zu Häupten das ragende Mal, Laß schweifen den Blick in das blühende Land, sich breitet das lachende Tal. Sieh' die Herden weiden auf grünender Au' Und die Halme wogen im Wind Bis fern, wo im Dufte des Himmels Blau Das Blau der Berge zerrinnt. Und das Pochen der Hämmer am rauschenden Fluß, Und der Essen feuriges Glüh'n: Verstehst du der fleißigen Männer Gruß, Die dort im Schweiße sich müh'n? Den Segen des Friedens, der Mühe Ringsum im blühenden Land, Gehütet hat ihn der Kaisergreis, Der starke, mit schirmender Hand. Nun hütet der Enkel den heimischen Gegründet in herrlicher Zeit, Die friedliche Arbeit mit blitzendem E Zu schirmen und schützen bereit. Drum, wenn dich der Zauber des Friedens umweht Herauf aus dem lachenden Tal, Sprich, Wanderer, dankbar ein stilles Gebet Karl Rittweger. Fagriam Hander. Klinck=Lütetsburg. (23. Fortsetzung.) „Ach so! Du willst wohl einmal anders herum? Spar Dir die Mühe, an mir änderst Du nichts,“ kam es g, t ich schon bor eg „Deutsche Frauenverein zur Hebung der Sittlichkeit ger Der genannte Verein wandte sich nun vor kurzem an eine Anzahl deutscher Städte mit einigen Vorschlägen zur Verbesserung der jetzt bestehenden Zustände in der Prostitution. Obgleich man auf ausführliche, auf die Sache näher eingehende Antworten nicht gerechnet hatte, ist doch die erfreuliche Tatsache festzustellen, daß mehr denn 50 deutsche Städte die Gelegenheit benutzt haben, ihren Standpunkt zu den oben erwähnten Uebelständen klarzulegen. Zum Teil sprechen die Antwortschreiben den Dank der Verwaltung aus für die in den übermittelten Vorschlägen gegebenen Anregungen und erklären, daß sie der Arbeit und den Bestrebungen des„Deuthen Frauenvereins zur Hebung der Sittlichkeit" entschieden symihrer für die Hebung der Sittlichkeit und damit für das gesamte Bich uch Auer Srichte duer uheterhung ien Kaldle Aur. 26. über seine Lippen.„Das ist gerade der rechte mich ganz aus dem Hause zu treiben.“ „Ich beabsichtige nicht mehr, den Versuch zu machen, Dich ans Haus zu gewöhnen. Wie Du vom ersten Tag unserer Ehe an gegangen bist, so wird es wohl auch Zukunft bleiben, davon bin ich überzeugt.“ ahiaten so ist's recht! So ist's recht! Gardinenprevigten! Du denkst, die lasse ich mir gefallen? Ra, 5ogouran brauchst Du nicht zu sein. Freilich, zu den Schauen gehörst Du gerade auch nicht. Das sieht man Dir shon am Gesichte an. Mich siehst Du heute nicht mehr.“ Die Tür flog krachend ins Schloß— Grete zuckte zusammen, sie war allein. „Der Volklag verätliger rieder im Verein dient nicht zur Erholung der Mtglieder von der Tagesarbeit und zur Stärkung der Freude am Gesange, sondern auch zur Stärkung der politischen Anschauungen, wie sie in diesen Liedern zum Ausdruck gebracht werden, zur Erhöhung des Solidaritätsgefühls bezüglich der in ihnen aufgeführten Gedanken, zur gegenseitigen Aufmunterung in Verfolgung der in ihnen gesteckten Ziele. Durch das Absingen der Lieder wird eine gemeinsame Behandlung öffentlicher Angelegenheiten herbeigeführt, also auch eine Einwirkung auf solche bezweckt.“ Afrika. = Auf Madagaskar scheint die Pazifizierung denn doch noch nicht so weit vorgeschritten zu sein, als in den Korrespondenzen, nicht nur in offiziösen, behauptet wird. Die letzten Meldungen enthielten fast regelmäßig Berichte über recht ernste Kämpfe mit den Fahavalos. Die allerletzte am Montag in Marseille eingegangene Post bringt nun eine besonders bedenkliche Nachricht. Danach hat am 16. Juni, kaum hundert Meter von Majunga entfernt, eine regelrechte Schlacht zwischen den französischen Truppen und den Eingeborenen stattgefunden. Es wird nur bemerkt, daß der Kampf ein sehr hitziger war und daß es große Mühe kostete, die Banden der Fahavalos zurückzuwerfen. Diese sollen 300 Tote auf der Wahlstatt zurückgelassen haben. Die französischen Verluste seien bedeutend, aber in ihrer wahren Höhe noch nicht bekannt. Der Papst auf dem Sterbelager. Rom, 15. Juli, 12 Uhr mittags. Das Allgemeinbefinden war heute früh ein wenig besser infolge des nächtlichen Schlafes, der jedoch mehr ein leicht komatöser Zustand war. Das Lewußtsein ist vollständig wiedergekehrt. Während der Nacht sagte der Papst zu Dr. Lapponi und dem Diener Centra, die bei ihm wachten, sie sollten ihm gehorchen und zur Ruhe gehen; er fühle sich besser. Lapponi erwiderte:„Sie sind es jetzt, heiliger Vater, der gehorchen muß." Manchmal stellt sich der Papst schlafend, um seiner Umgebung Ruhe zu verschaffen, oder er bittet darum, ihn allein zu lassen, da er schlafen wolle. Die Ernährung des Papstes leidet darunter, daß er flüssige Nahrung zwar gerne nimmt, feste aber zurückweist. Lapponi hat heute früh um 9 Uhr den Vatikau vetiggen, um nach seiner kranken Tochter Zrzehhenzgund ist um 10½ Uyr dortbin zurhugereyrt. Um neue FrüsiglensanPreis, Herd, Schwert Während diese Frage auf den großen Brief „Ach Gott,“ kam es leise über ihre Lippen, indem sie die Hände faltete,„was soll nur daraus werden? Kein Gefühl des Verletztseins war in ihr wach geworden. Johann hatte sie nicht verwöhnt. Nicht zum ersten Male sagte er ihr kränkendes in derselben harten, schonungslosen Weise. Sie glaubte auch sein Urteil über sie zu kennen. Dennoch verbrachte sie an diesem Abend Stunden, die sich schwerer ertragen ließen, als alle vorhergegangenen bitteren Augenblicke. um daen Taa mit Am folgenden Morgen kam Johann, um ven Ter n ihr einzunehmen. Er war mürrisch wie immer.g Wort wurde gesprochen; er verließ auch bald wiever das Frühstückszimmer, ohne nur eine Zeitung gelesen zu Gleich nachdem er gegangen war, erschien das Dienstmädchen, die nach ihm fragte. Bsthate hat „Der Herr ist nicht zufrieden, und der Postvore hat einen Brief, den er unterschreiben muß. Er ist schon gestern damit auf dem Kontor gewesen und sagt, er könne nicht noch einmal damit wiederkommen.“ Himmarg, „Mein Mann ist doch wohl in seinem Hiunc,„ „Nein, Frau Theden, ich habe überall nachgesehen.“ „Dann will ich unterschreiben.“ Vatikan verlassen, iu von 115. sthe tortint zurtageichet Der Briefträger wurde mit dem Brief hereingelassen. Die junge Frau unterschrieb und nahm den Brief in Empfang. „Frau Theden—“ „Wünschen Sie noch etwas?“ über ihre Lippen kam, starrte sie in ihrer Hand. „Möchten Sie mir nicht die eine Marke davon geben? Ich habe nämlich eine Sammlung, und so eine Marke kriegt man hier nicht alle Tage zu sehen.“ Grete wurde dunkelrot. Sie mußte die Bitte des Postbeamten abschlagen. Wenn es ein an sie gerichteter Brief gewesen wäre, wie gern würde sie dem Mann beide Marken gegeben haben! In diesem Falle war es jedoch nicht möglich. Sie fürchtete, Johann würde ihr Vorwürfe über ihre dumme Gutmütigkeit machen. Gleich nachdem der Briefträger das Zimmer verlassen hatte, kam Johann... „Es ist ein Brief für mich da,“ herrschte er Grete an.„Was hast Du für mich zu unterschreiben?“ „Er ist aus Kalkutta, Johann, am Ende enthält er was Gutes für Zerlina.“ Sie sagte es in dem unbestimmten Drang, ihm ewas Willkommenes zu verkünden. „Was geht Dich denn Zerlina an?“ fuhr es ärgerlich aus hm beraus. u. Tix eipaschüchtert Wi. 2. L.t Die junge Frau war nicht gleich eingeschuchtert, wie es bei ähnlichen Gelegenheiten der Fall gewesen. Ein Gefühl, das sie so empfindlich gegen schroffe Aeußerungen ihres Gatten gemacht, wur kn ür echoten. „Es ist doch nicht zum Verwundern, baß ich Interesse an ihrem Schicksal nehme,“ sagte sie mit einem Seufzer.„Es ist schon wegen des Kindes, das keinen Vater hat.“ „Das hast Du Dir doch früher nicht überlegt,“ entgegnete er voll Hohn. sammlung im Brustfell des Papstes möglichst zu verhindern, entnehnen die, sserate die Flüsigkeit beg. Beit otcdet Pit=Baßegrg Pravatz=Spritze, die etwa 100 Gramm faßt. Die Nadel ist so fein, daß der Papst keinerlei Schmerz empfindet; die Aerzte erklären ihm dabei, es handle sich um die Einspritzung von Arzneimitteln. Die gestern abend eingetretene Erleichterung wird auf eine Flüssigkeitsentnahme dieser Art zurückgeführt. dinal Oreglia berührt die Stirn des entseelten Papstes mit dem Sammer. offizielle Ende des sächsisch=österreichischen Geschwisterromans. Zufällig kommen am selben Tage zwei Telegramme über das sonderbare Geschwisterpaar aus dem Hause Toskana, dessen. ugerquickliche Liebesromane vor einem halben Jahre die#t##ale chronik der ganzen Welt füllten, und an deren Folgen heute noch das Ansehen zweier Höfe Schaden leidet. Die„Zweihof=Affäre" hat damit ihr Ende gefunden. Aus der einst die Säulen des Gebäudes des gesellschaftlichen und familiären Lebens kühn rüttelnden und im„Uebermenschentum“ schwelgenden stolzen Luise ist eine artige, seßhafte, bescheidene Gräfin geworden. Dresden, 15. Juli. Das„Dresdener Journal“ meldet amtlich: Der König verlieh der vormaligen Kronprinzessin Luise auf ihr Ansuchen den Namen und den Adelstitel einer Gräfin Nontignaso... 6 Gn i uam urg Es hat also die lange Namenlose als Gnade vom verlassenen Ehegatten endlich einen— Namen wiedererhalten. So endet für die hochmütige, stolze Kronprinzeß der Roman mit einem sehr wenig stolzen Schluß. Die Untreue und die Flucht waren nicht das Ergebnis unmöglicher und unerträglicher Verhältnisse, sondern die Folge eines ungezügelten und ungeklärten Charakters. Da hat ihr Bruder doch anders seinen nicht minder sonderbaren Roman beendet; dieser endet allerdings einfach und logisch: Genf, 15. Juli. Der Regierungsrat genehmigte einen Erlaß, welcher Leopold Wölfling, dem ehemaligen Erzherzog Leopold, die Eingehung einer Ehe in Genf gestattet. Kunden durch unwahre Angaben als Betrug aufzufassen und dementsprechend zu bestrafen ist. Die Entscheidung erklärt:„Ein unbefugter Eingriff in den Vermögensstand der betreffenden Firma findet statt, wenn man mittelst Täuschung ihr Kunden abwendig zu machen sucht.“ Von Bedeutung ist der Ausspruch, daß der Nachweis eines unzweifelhaften Schadens nicht erforderlich ist, sondern daß auch der fragliche Nutzen, welcher der Firma unter Umständen entgangen ist, geltend gemacht werden kann. Die Herrn Reisenden und Agenten mögen hauptsächlich von dieser Entscheidung Kenntnis nehmen. Es ist nichts Seltenes, daß ein Reisender, um eine Konkurrenzfirma herabzusetzen, behauptet, diese Firma kaufe erst von seinem Hause, oder er habe von anderen Kunden vielfache Klagen über die Erzeugnisse jener Firma gehört. Alle diese Angaben würden, wenn unwahr, als Betrug bestraft werden müssen. **(Ein zeitweises Verbot des Verkaufs von Zigarren) in Gastwirtschaften, nämlich während der für die offenen Ladengeschäfte verbotenen Zeit, strebt der Zentralverband deutscher Tabak= und Zigarren=Ladeninhaber an. Er hat in dieser Sache eine Eingabe an den Bundesrat gerichtet, in der er die Schädigung der Zigarrenhändler durch den Zigarrenverkauf in Gastwirtschaften nachzuweisen versucht.— Wenn man der Wunsche der Zigarrenhändler die Berechtigung auch nicht ganz absprechen kann, so scheint die Sache doch praktisch völlig undurchführbar zu sein. **(Eisenbahner==Festim Schützenhof.) Wie aus dem Inseratenteil der heutigen Nummer ersichtlich, veraustaltet der hiesige Staats=Eisenbahnverein am kommenden Sonntag, im Schützenhofe sein diesjähriges Sommerfest durch Konzert und Ball. Der sich in der hiesigen Bürgerschaft der größten Beliebtheit, gr freuende Verein hat alles mögliche aufgeboten, das Fest wirklich zu einem schönen zu gestalten. Auf dem Festziger,Felebeg gane besondere Gebühr betreten werden kann, werden buden und dergl. aufgebaut werden, sodaß auch für Volks= und Kinderbelustigung in reichem Mabe,eeggung utertraggueist; abends um 9 Uhr beginnt der Festball unter Einleitung der Polonaise bei Illumination des Schützengebäudes. Hoffentlich zeigt der Himmel ein freundliches Gesicht und wünschen wir dem Verein ein recht volles Haus und einen günstigen Verlauf. * Düsseldorf, 15. Juli.(Der Schein trügt.) Im benachbarten Odenkirchen erhängte sich vor einigen Tagen ein 81jähriger Invalide, der anscheinend in den dürftigsten Verhältnissen gelebt hatte. Jetzt n.c; s inem Tede stellte es sich heraus, daß der alte Mann ein Barvermögen von 30000 Mark hinterlassen hat, das er testamentarisch einer nahen Verwandten vermachte. ** Westhofen, 16. Juli. In ganz großartiger Weise wird samstag und Sonntag in unserem freundlichen, Städtchen Die Muse als Magd des Aittopove, Kaaxeosgasteign. Seashas wberget ei. Vrike Khals schkr ie dia Friukliader Scheffals gla escecihase ald en Sehgage lic oe Shadstckaäsgh ie elce. marsch nach Haus Ruhr, allwo das Vogelschießen beginnt, während dem die Hassel'sche Kapelle konzertiert. Nach der Krönung des neuen Königs erfolgt der Abmarsch zu bezn gifegnttuheg Foich platze. Auch für Sonntag ist das Programm ein glänzendes. Auch von Außenstehenden ist eine recht rege Teilnahme zu erwarten, zumal die Preise für Festkarten(s. heut. Ins.) recht mäßige sind. Nun wollen wir nur hoffen, daß an den beiden Festtagen gutes Wetter ist, dann gibt's ein Schützenfest, so schön und schneidig, daß noch lange davon wird gesprochen werden. Aus Westfalen und Rheinland. * Dortmund, 15. Juli.(Wohltun bringt Zinsen,— aber nicht immer!) Das städtische Straßenreinigungsinstitut sendet bekanntlich ältere oder gebrechliche Leute aus, damit sie die von Passanten achtlos auf die Straße geworfenen Papierfetzen auflesen und so dazu beitragen, die Straßen sauber zu halten. Solche Leute sind im Tagelohn beschäftigt, die ihnen zugewiesene Arbeit ist leicht. Mit einem einer Feuerzange ähnlichen Instrumente fassen sie die Papierreste und wersen sie in einen Blechbehälter, den sie an einem Riemen tragen. Wer die Leute zum ersten Male bei der Arbeit sieht, kann wohl zu der Ansicht gelangen, die Betreffenden sammelten das Papier im eigenen Interesse, um es zu verkaufen. In diesem Irrtume befand sich auch eine hiesige Hausfrau, die Gott sei Dank zu der großen Zahl derjenigen gehört, welche gern helfen möchten, das Los ihrer Mitmenschen und namentlich derer, die sich um kargen Lohn im Schweiße ihres Angesichts plagen, zu erleichtern. Als die Frau vom Fenster aus den alten Mann, der sorgfältig jedes Papierschnitzelchen aufhob, bemerkte, regte sich das Gefühl des Mitleids in ihr. Eilfertig lief sie in die Küche, raffte dort zusammen, was sie an Papierresten erfassen konnte, warf diese durch das Parterrefenster auf die Straße und begab sich dann zurück, um eine zweite Ladung zu holen. Als sie dann auch die neue Sendung auf gleichem Wege auf die Straße bringen wollte, hörte sie draußen lautes Schimpfen über unnützes Volk, das alte Leute ärgere und schikaniere. Ein Blick auf die Straße belehrte die gutmütige Frau, daß sie hier daneben gegriffen und anstatt wohlzutun einem anderen Aerger bereitet hatte. Irren ist menschlich! Velbert, 15. Juli. Gestern ereignete sich hier ein schwerer Unfall. Der Arbeiter Schupp war in den Schacht eines Brunnens an einen Neubau gestiegen, um einige Sprengschüsse zu legen. Als er wieder ans Tageslicht gezogen wurde, stürzte er auf der halben Höhe ab. In diesem Augenblicke entlud sich ein Sprengschuß und tötete Schupp auf der Stelle. * Olsberg, 15. Juli. In einem Kuhmagen sind schon die unglaublichsten Dinge gefunden worden: Drahtnägek, Kiesslfteige, Stecknadeln, Wäschstücke, Kinderstrümpfe u. a. Aber als Geldunterbringungsinstitut dürfte ein solcher Raum doch sein, da von einer Zinszahlung nicht die Rede sein kann. Und dennoch fand sich im Magen eines Pinzes, welches bierfelbt kein Leben lassen mußte, ein Zwanzigmarksrück. Den Eigentumer finden, wird wohl schwer halter. Karl Gutzkow soll einmal die Trinklieder Scheffe### als die „Poesie des grunzenden Schweins“ gebrandmarkt haben. Weniger knotig in der Form, aber nicht minder entschieden in der Sache wendet sich Otto v. Leixner in einem Aufsatz unter obigem Titel (Juliheft der Deutschen Monatsschrift für das gesamte Leben der Gegenwart) gegen die dichterische Verherrlichung des Gewohnheitstrinkens. Er beklagt es, daß sich begabte Männer wie Scheffel, Jul. Wolff, Rud. Baumbach, Meyer in den Dienst der allzu wein= und bierfrohen Geselligkeit gestellt haben.„Lebhafte Einbildungskraft und Bummelwitz vereinen sich mit einer leichten schmiegsamen Sprache und anregendem Rhythmus, der die Tonsetzer anzog, zu starker Wirkung. Es dauerte nicht lange, und ein großer Teil dieser Gedichte ging in Kommersbücher und andere Sammlungen über und gewann mit der Steigerung der Trinkgewohnheit eine ungemein große Verbreitung. Diese neuen Trinklieder verklärten den Rausch und die Unmäßigkeit, als seien diese etwas unbedingt Nötiges und durchaus Harmloses. Der maßlose Verbrauch geistiger Getränke erschien in ihnen nicht einmal als läßliche Sünde, sondern als unerläßliche Tugend, als eine natürliche Pflicht jedes„guten Deutschen.“ Selbst die sinnlose Bezechtheit, in der jedes Bewußtsein höheren Menschentums unrettbar versinkt, gewann in dem Spiegelgebilde dieser Poesie gemütlich=komische Züge. Es ist leicht begreiflich, daß besonders die Jugend sich von ihr begeistern ließ, angefangen von den Sekundanern und Primanern der Mittelschule, die sich in geheimen Zusammenkünften die ersten Sporen in der Kunst des Saufens erwerben wollten, selbst wenn Gehirn und Magen sich dagegen sträubten. Solchen unreifen Jünglingen galt und gilt es als Zeichen der Mannheit, einen Ganzen zu leeren, und sie blickten mit stillem Neid auf Genossen, die sich im Trinken hervortaten. Und dazu erdas Lied aus heiseren Kehlen, bis die Gesellschght, steift nze ein Besenstiel am Marmortische lag“. Auf den Hochsamuten wurde und wird diese Kunst weiter betrieben und die Muse des Trinkens verleiht den zwecklosen Gelagen die höhere Weihe. Wie sollte man etwas Schändliches und Unwürdiges ien einem Tun erblicken, das von einem so berühmten Manne wie Scheffel mit allen Reizen des übermütigen Humors dargestellt worden ist?„Man wiell die Jugend„genießen“, man verachtet es, ein„Frosch" zu sein, der nicht ahnt, welche Fülle voi Herrlichkeit sich in dieser feuchtfröhlichen Stimmung entfaltet. Und aus den„Hochschuljahgen nehmen Tausende die Gewohnheit des unmäßigen Trintens in das Berufsleben mit. Und die Lieder, zuerst auf die Kreise der„Studierten" beschränkt, breiteten sich immer weiter aus und erschollen zuletzt auch in Kreisen, die deren zum Teil„akademischen Humor“ gar nicht verstanden, aber durch ihn zu neuem Trinken angefeuerte wurden. Das war der Siegeszug des Trinkliedes, zu dessen Lob und Preis sich ungezählte Stimmen erhoben. Ich spreche es rückhaltlos aus: Diese neuen Trinklieder haben mit dazu beigetragen, daß die Alkohol=Versumpfung immer weiter um sich greift; sie haben mitgeholfen, ein Geschlecht zu erziehen, das über der Pflege der„feuchten Fröhlichkeit“ gar kostbare Blüten des lebenskräftigen Idealismus verkommen läßt, sie haben mitgesteigert das„gemütliche" Philistertum, das in der Kneipe bis in die späte Nacht über alles schilt und schwätzt, und im Augenblicke des Handels jämmerlich versagt. Sie haben mitgezüchtet die mannesunwürdige Schneidigkeit, die innerlich leer und hohl ist. Und sie tun das alles noch heute. Vermischtes. f(Einer unglaublichen Bestialität) ist nach dem „Berl. Tagebl.“ die Petersburger Polizei auf die Spur gekommen. Es gelang ihr, eine griechische Bettlerbande zu verhaften, die sich damit beschäftigte, Kinder auf die verschiedenartigste Weise zu verstümmeln, um dadurch das Mitleid der Vorübergehenden zu erregen. Zu diesem Zweck brachten sie den Kindern die furchtbarsten Wunden an Händen und Füßen mit Schwefelsäure bei und verstümmelten ihre Zungen in einer besonderen Weise, sodaß sie abgeschnitten erschienen. Diese Kinder bettelten in den Straßen Petersburgs und auf den Bahnhöfen, und verstanden es, das Mitleid des Publikums durch besondere Briefe zu erregen, in denen es hieß, daß die Türken in Mazedonien die Urheber all ihres Elendes seien und auch ihre Eltern in der furchtbarsten Weise umgebracht hätten. Natürlich erhielten die armen Kinder von den meisten Passanten Almosen, bis die Polizei den ganzen Schwindel aufdeckete und die „Fabrikanten" dieser Krüppel verhaftete, die unter falschem Namen in Petersburg lebten. X(Das Ideal einer Musikkritik,) die gründliche Sachkenntnis mit edlem Schwunge vereint, finden wir in der—— „Koswiger Zeitung". Sie lautet: Die Nähe des Jahrmarktes und andere Veranstaltungen, die das Portemonnaie stark in Anspruch nehmen, machten sich beim Militärkonzert durch nur mäßigen Besuch recht bemerkbar. In das Programm können wir uns heute wegen Zeitmangel nicht vertiefen, es wurde sauber durchgeführt und erntete so reichen Beifall, daß mehrere Zugaben gegeben wurden. Wir möchten inbezug auf den heutigen Zeitmangel darum bitten, uns doch größere Inserate tags zuvor zu senden; zum Jahrmarkt ist der Andrang immer stark, und wenn wir auch leistungsfähig sind, so kann doch nicht mit der nötigen Sorgfalt seitens der Setzer gearbeitet werden, es geht alles in Hast. Die„Koswiger Zeitung" ist nicht blos vorne und hinten lesenswert, sondern auch in der Mitte, es ist alles ehrliche Arbeit und darum bitten wir, sich die kleine Mühe zu machen, und die Blätter auseinander zu schlagen.“ — Die Fachzeitschrift„Die Redaktion“ druckt mit Recht diese Kritik ab. Es ist wohltuend, zu wissen, daß es denn doch noch Kritiker gibt, die nicht verroht sind. F(Humoristisches aus dem Kladderadatsch.) August Biermörder, stud. cerev., schreibt: Ich suche einen edeldenkenden und völlig arglosen Mann, der mir ein unverzinsliches Darlehen von 25·000 Mark bewilligt, ohne daß über die Rückzahlung irgend etwas festgesetzt wird. Ich verpflichte mich auf Ehrenwort, keinem seinen Namen zu nennen, damit er nicht in den Verdacht gerät, er wolle als Wohltäter an die große Glocke gehängt und von aller Welt gerühmt und gepriesen werden. Zum Ersatz für die Verzinsung und Rückzahlung des kleinen Kapials bin ich gern bereit, ihn zu meinem Ehren=Leibburschen zu ernennen, mag er auch niemals studiert oder sich auch nur in studentischen Kreisen bewegt haben. Freundliche Offerten nehme ich von 11 Uhr morgens bis 2 Uhr morgens in meinem Stammlokal entgegen. sets e ee e. e. Fußgendarm als Leiche neben dem Wege lieSchuß herbeigeführt Lokales. ** Schwerte, 16. Juli 1903. **(Für Geschäftsleute von Wichtigkeit) ist eine Reichsgerichtsentscheidung, wonach die Abwendigmag, „Nein,“ bemerkte sie mit derselben Ruhe.„Das habe ich nicht und dasür—“ Sie wollte hinzufügen:„Dafür werde ich nun hart genu bestraft.“ Sie tat es aber nicht. Johann hatte in ihrer Seele gelesen. Er lachte laut, indem er mit dem Brief der Tür zuschritt. „Narrengewäsch! Wie Du mir, so ich Dir! Damals, als Du mich wolltest, weil ich Dir eben paßte, da war es Dir ganz gleichgiltig, ob das arme Wurm, die Zelina, mit ihrem Kinde sitzen blieb. Du kannst nicht sagen, Du hättest mich nicht gekannt. Wenn es Dir mal ebenso geht, so brauchst Du nicht darum Deinem lieben Herrgott verantwortlich zu machen. Auch Du hast Dir Dein Leben gezimmert. Nun trag's.“ Die nächsten Tage vergingen ohne den täglichen Zank. Johann schien sich ausgetobt zu haben, er war aber verdrossener denn je. Grete machte auch nicht den leisesten Versuch, der Stimmung ihres Gatten eine bessere Richtung zu geben. Sie hatte in diesen Tagen schwer an ihren eigenen Gedanken zu Die letzten Tage ließen sie kaum noch über Zerlinas Schicksal zur Ruhe kommen; sie hatte ein heißes Verlangen, sie und ihr Kind zu sehen, nur einmal mit der Frau zu sprechen, die sie von dem ihr rechtmäßig gebührenden Platze verdrängt. Die Leute sagten, es gehe ihr besser als je zuvor. Und Grete empfand voller Bitterkeit, daß sie Zerlina kein Glück genommen habe, wenn diese ein ähnliches ihr eigen genannt, wie sie selbst es täglich an sich selbst erfuhr. Aber in Johanns Worten hatte etwas gelegen, das sie beunruhigte und und das sie nicht vergessen konnte. Wie aft nahm sie sich in diesen Tagen vor, sich Gewißheit zu verschaffen, aber es fehlte ihr an Mut, den Gatten zu fragen, ob Zerlina Aussicht habe, zu ihrem Rechte zu kommen. Die zwischen ihm und ihr eingetreten Spannung machte sich von Tag zu Tag bemerkbarer. Mit anderen Menschen, die sie hätte fragen können, kam Grete selten zusammen. Sie suchte niemanden auf und— wer kam noch zu ihr? Sogar die Mutter war in ihrer eigenen Wirtschaft zu sehr beschästigt, um haufig nach ihrem Kinde zu sehen. In Wahrheit wich Frau Hd Bochum, Herne stationierter gend aufgefunden. Der Tod ist durch einen worden. Einzelheiten fehlen noch. Hd Berlin. 16. Juli. Das Hochwasser in Schlesien hat nunmehr seinen höchsten Stand erreicht. In Breslau ist die Fürstenbrücke und einige andere Brücken polizeilich gesperrt. Die Straßenbahn kann auf 4 Linien den Verkehr nicht zu Ende führen wegen der Ueberschwemmung. Fürstbischof Dr. Kopp spendete 10000 Mark für die Ueberschwemmten. Hd Berlin, 16. Juli. Nach einer Kieler Depesche des „Berl. Tagebl.“ gehen Mitte Oktober 31 Fähnriche nach Ost=Asien ab. Die Einschiffung erfolgt auf den großen Kreuzern des Geschwaders gleichzeitig mit der des Prinzen Adalbert. I Hd Berlin, 16. Juli. Nach einer Meldung des„Berl. Tagebl.“ aus Straßburg i. Els. überfiel ein ohne Fahrkarte eingestiegener Reservist auf der Strecke Diedenhofen=Mondorf den diensthabenden Schaffner mit dem Seitengewehr. Der Schaffner wurde schwer verletzt ins Hospital gebracht. Hd Rom, 16. Juli. In dem Befinden des Papstes ist keinerlei Aenderung eingetreten. Er äußerte den Wunsch nach Ruhe. Hd Rom, 16. Juli. Mazzoni erklärte, daß er und seine Kollegen jede Hoffnung aufgegeben haben, den Papst zu retten. Obgleich ihm keine Arzneien mehr verabreicht werden, sind die Aerzte doch davon überzeugt, daß demnächst eine neue Operation vorgenommen werden müsse. Hd Kapstadt, 16. Juli. Die Buren zeigen Unruhe. Botha reist nach Europa, um mit Präsident Krüger zu konferieren. Die Engländer sandten schleunigst aus der Heimat zwei größere Truppentransporte nach Südafrika; ein dritter Transport geht Ende dieser Woche ab. P Albert Elsbach& Cie., Dortmund, verkauft wegen Umban ihres Hauses Jagd= und Sport=Artikel sowie sehr preiswert aus. Suge ue Auteg, e sbene, Gechanden aufe., Jush uach dbremn Aade u eihen. Zun Maseheit wich Feus, Du Her Mighriie Sanscuns Lerigdse bz dom Voezie in diesen Tagen schwer an ihren eigenen Gedanten Zut um haufig nurz, eyerr..—. u.. Anblick Abel vom Dampfkessel leverwagguggsgereig.° Poxtrgar zunter tragen, denen burch Johanns Worte eine besimmte Richtung ge. Prauns einer Vegegnung mit der Tochter aus, weil ihr Bndu, Vordehalt sederzeiägen Widerns die Verechigung zur Vornahme: ese Rbue Aue Aneu ng bn bben n. ud ze aglang amn elie Aaihe rachte Gbuach de die Hestung an Vondtoig, eizen Baseshencheste und dn Bungang enr Bauen. e besde uer Ad u, S zan zuazsach uich ansgeschen haite. Jotam maihse se ur] d. din Basadachenst ich einr Gasztzeutegeung and Vernunst kommen, Vieleicht bewahrheitete sich auch dos vo., an alel Her Veremnsaufschk unmikelbar oder im Katlichen Aufrede der Leute: Heinrich Sander werde Zerlina Heins heiraten, trage unterstelten Dampftlseln verlieben. Diese wurde von der alten Frau Sander wie ihr eigenes Kind“ngperg, den 3. Juli 1908. behandelt, und ihr Knabe konnte keine bessere Wärterin haben, Der ihres Kindes sie seither gleichgiltig gelassen, nur deren Beurteilung durch andere hatte sie beeinflußt, während die Tatsachen sie doch bedrückt. Um so stärker war die Wirkung der Worte Johanns gewesen, die schlummernde Selbstvorwürfe weckten. Sie hatten nur Wahrheit enthalten. Den ernstgemeinten Anspielungen auf ihre eigene Zukunft hatte sie indessen keinen Wert beigelegt. Auch dieses Gefühl von Sicherheit sollte bald schwinden. als sie. Man wollte sie in letzter Zeit vielfach mit dem Kinde in dem kleinen Vorgarten ihres Häuschens gesehen haben. Dann würde alle Not zu Ende sein.(Fortsetzung folgt.) K ulb 4908. De Resriche Spude. Bekanntmachung. Die Liste derjenigen Handwerker des hiesigen Stadtbezirks, welche den Koten der Handwerks. Montag, 20. d. Mts., morgens 10 Uhr, läßt Herr Becker hier verziehungshalber auf seinem Hofe: 4 Pferde, darunter 1 hengst, 6 Jahre, 1 Wallach, 6 Jahre, 2 von 2 und 1 Jahr, 3 ostfriesische Zuchtkälber, 2 Ackerwagen, 3 und 4zöllige, kl. Wagen, kammer in Dortmund beizutragen verpflichtet sind, und die Berechnung der Höhe der von den einzelnen hiesigen Handwerkern für das Rechnungsjahr 1903 aufzubringenden Beiträge liegen vom 18. d. Mts. ab 4 Wochen lang zur Einsicht der Beteiligten im Magistratsbüreau offen. Etwaige Einsprüche gegen die Beitragsberechnung sind innerhalb 4 Wochen, vom Tage der Auslegung an gerechnet, bei uns anzubringen. Schwerte, den 15. Juli 1903. Der Magistrat. Rohrmann. weg Bekanntmachung. Infolge des auf dem Rittergute Haus Ruhr, im Gemeindebezirk Wandhofen, am Sonnabend, den 18. d. Mts. stattfindenden Vogelschießens des Schützen=Vereins Westhofen, wird der von Wandhofen nach der Ruhr führende öffentliche Weg, die sogenannte Strangstraße und der hinter der Gräve'schen Besitzung zum Rittergute Haus Ruhr führende Privatfür die Dauer des Vogelfür jeglichen Verkehr schießens gesperrt. Westhofen, am 16. Juli 1903. Die Wege=Polizei=Gehörde. Graf Haslingen. Großer Verkauf. ARL S * Staats= Ersenbahnverein Schwerte.(E. V.) Zei der Zuchtgenossenschaft für klatblütige Pferde, eingetragenen Genossenschaft mit beschränkter Hastpflicht zu Geisecke, ist heute in das Genossenschaftsregister eingetragen: An Stelle des ausgeschiedenen Hugo Rutenborn ist der Landwirt Heinrich Externbrink in Beisecke in den Vorstand gewählt. Schwerte, den 14 Juli 1903. Königliches Amtsgericht. 1 Sturzkarre, 1 Kutschwagen, 1 Gick, 2 Pflüge, 1 Dreischahr, 1 Extirpator, 32 2 Zug eiserne Eggen, 1 Schlitten, 1 Schrottmühle, 1 Häckselmaschine, 1 Wannemühle, 1 Dreschmaschine mit Göpel, 1 fast neue Centrifuge, 1 Buttermaschine, mehreres Pferdegeschirr und sonstige Gegenstände gegen Kredit und Bürgschaft verkaufen. Und am Donnerstag, den 23. ds. Mts., nachmittags 4 Uhr, die Roggen= u. Weizenfrucht KRRKRRRRRRRRE auf 30 Morgen im Hengserfelde. Anfang im Keller. Kissing, A.-K. Das diesjährige Sommerfest findet am Sonntag, den 19. Juli d. im Schützenhof zu Schwerte durch Konzert und Ball statt. Kassenöffnung nachm 3½ Uhr. Anf. nachm. 4 Uhr. Der Eintrittspreis beträgt zum Konzert 50 Pfg., zum Ball 1,00 Mk., und zum Konzert und Ball 1,25 Mark. Damen sind zum Balle frei. Für Kinderbelustigung ist Sorge getragen. Platzgebühr wird nicht erhoben.— Zu zahlreichem Besuch ladet freundlichst ein Der Vorstand. Hengsen. Feinste holl. Sardellen. Gels gesunden! Verlierer wolle sich melden. Aplerbeck, 15. Juli 1903. Die Polizei-Verwaltung. Leonhard. Grasverkäuf. 5 Morgen Gras sind unter der Hand billig verkaufen. Nähere Auskunft erteilt Heinrich Pelzing, Haus Ruhr. Grasverkauf. Am Samstag, 13. Juli er.,* nachmittags6½ Uhr anfangend, soll das Gras I. u. II. Schnitt#### auf der Pastoratweide Sauer=# else öffentlich meistbietend gegen Kredit verkauft werden. Zusammenkunft an Ort u. Stelle. Ergste, 13. Juli 1903. Hch. Kockelke. Mehrere jugendliche Arbeiter sowie Schlosser und Schmiede gesucht. C. Grüber. Ein Bächerlehrling bei sofortigem Verdienst gesucht. Gust. Bramberg, Hagen, Kölnerstraße 7. Per sofort Mädchen auf halbe Tage zur Aushülfe gesucht. Zu erfr. in d. Geschäftsstelle ds. Bl. Ein ordentliches Lehrmädchen auf sofort gesucht. Ida Schukte, Kostümarbeiterin, Schwerte, Nordstr. 8. Wir suchen für unsere Kostum-Schneiderei per sofort tüchtige Arbeiterinnen und 2 Lehrmädchen Geschwister Becker, Neue empfiehlt Matzechertnge Carl Trog. Rece am in Westhofen 18. und 19. Juli 1903. Fest-Programm: Samstag, den 18. Juli, morgens 5 Uhr: Reveille. 6 Uhr: Aufstellung des Bataillons am Westentor. 6½ Uhr: Abholen des Schützenkönigs. Festzug durch die Stadt z zum Schießplatze(bei Haus Ruhr). Beginn des = KONZERT.= Krönung des neuen Schützenkönigs. Parade u. Abmarsch durch die Stadt zum Festplatze. Hier: Konzert, Volksbelustigung und Ball. Sonntag, den 19. Juli, morgens 11—12 Konzert auf dem Festplatze. nachmittags 3 Uhr: Antreten des Bataillons am Westentor. Abholen des Königspaares. Festzug durch die Stadt zum Festplatze. Dann: Große Königsparade. Konzert und Volksbelustigungen. 3 Uhr: ginn des Festballes. 9 Uhr: Brillantes Feuerwerk. Die Musik wird ausgeführt von der Hassel'schen Kapelle unter persönlicher Leitung des Herrn Kapellmeisters. Festkarte(für beide Tage) 3.— Mk. Tageskarte 1,50 Mk. Konzertkarte 50 Pfg. Ballkarte 1,25 Ml. Bei Fest=, Tages= und Ball=Karten eine Dame frei. Karten für eine einzelne Dame 50 Pfg. Der Vorstand. Zu obigem Feste habe ich die Restauration übernommen und werde für gute Speisen und Getränke sowie prompte Bedienung bestens sorgen. Friedr. Brögelmann. 10 Millionen Mark bar betragen die Gesamtgewinne der staatlich garantierten neuesten GroßenGrid=Lollkrir. Hauptgewinne: Mark 500000, 300000, 200000, 100000, 80000, 70000, 60000 u. s. w. Dur- Jedes zweite Los gewinnt. Erste Ziehung am 20., 21. und 22. Juli 1903. Original=Lose inkl. Deutscher Reichsstempelsteuer empfehle zum Planpreise 1/8 Mk. 3.00, ¼ Mk. 6.00, ½ Mk. 12.00, ½ Mk. 24.00. Prospekte, aus welchen alles Nähere ersichtlich, versende auf Wunsch im Voraus gratis. August Ahlers, Braunschweig. Rafsr Postkarten! Novitäten in hübscher Auswahl empfiehlt Carl Braus, Buch- u. Kunsthandlg. Der heutigen Ausgave unserer Ztg. liegt eine Beilage der Firma Gebr. Stein in Schwerte bei, worauf wir besonders hinweisen. Bekanntmachung. Das diesjährige Invalidenprüfungsgeschäft im Landwehrbezirk II Dortmund findet wie folgt statt: für den Landkreis Dortmund am 17., 18. und 20. Juli im Saale des Gewerbevereins Dortmund, Kuhstraße und für den Kreis Hörde am 21., 22. und 23. Juli im Bergmann'schen Saale in Hörde, Langestraße. Diejenigen Militär=Invaliden, deren Pension am 31. Oktober 1903 abläuft und denen ein Gestellungsbefehl zum Invaliden=Prüfungsgeschäft bislang nicht ausgehändigt werden konnte, wollen sich sofort schriftlich beim unterzeichneten Bezirkskommando melden. Königliches Bezirkskommande II Dortmund. Beranntmachung. Junge Leute, welche freiwillig eintreten wollen, können schriftlich oder persönlich unter Vorlage des Meldescheins sich melden in Mülheim am Rhein beim Infanterie=Regiment Freiherr von Sparr(3. Westfälisches) Nr. 16. v. Horn, Oberst und Regiments=Kommandeur. Beranntmachung. Auf Grund der Ferienordnung vom 8. Januar 1884 bestimme ich hinsichtlich der diesjährigen fünfwöchigen Schulferien im Kreise Hörde folgendes: An den gehobenen Schulen, sowie an den Volksschulen in Hörde und Schwerte(außer der Schule zu Schwerterheide) beginnen die Ferien mit dem 6. August und endigen mit dem 9. September ds. Is. Für die übrigen Volksschulen werden die Ferien geteilt in Sommer= und Herbstferien. Die Sommerferien beginnen mit dem 27. Juli und endigen mit dem 15. August, in Garenfeld mit dem 29. August. Die Bestimmung über den Beginn der zweiwöchigen Herbstferien bleibt vorbehalten. Hörde, den 9. Juli 1903. Der Landrat: v. Stars. 1 möbliertes Zimmer an zwei anständige junge Leute zu vermieten. Zu erfragen in der Geschäftsstelle dieser Zeitung. Eine freundliche Wohnung von 2 Zimmern an ruhige Leute zu vermieten. erfr. in der Geschäftsstelle Bates. Offeriere beste melierte Kohlen, per Ztr. 70 Pfg. bei Abnahme von 20 Ztr. C. Schlenkamp, Bismarckstr. 9. Gothaer Lebensversicherungsbank a. G. Versicherungsbestand am 1. Juni 1903: 831¾ Millionen Mark. Versicherungssummen, ausgezahlt seit 1829: 408 Million. 2#. Die höchsten Versicherungsalter(einfach auf Lebenszeit, gemischtes Dividendensystem) sind tatsächlich bereits prämienfrei und erhalten sogar eine jährliche Rente. Vertreter in Schwerte: Gustav Haver, „Ver reiche Heirat“Wende sich vertr. an Reform, F.Gombert, Berlin S. 14. Sof. erh. Sie 600 reiche Part. u. Bild z. Ausw. Reiche Heirat! 2 Schwestern, 24 u. 22, Verm. je 450000 K, wünschen s. m. charakterv. Herren, wenn a. o. Verm., z. verh. Bew. erf. Näh. u. erh. Bild d. Büreau Reform Berlin S. 14. Die Beleidigung, die ich gegen Heinrich Schmidt jun. ausgesprochen habe, nehme ich hiermit als unwahr zurück. W. Kipper. Taschenfahrpläne — à 30 Pfg.— vorrätig bei Carl Praus. handels-Nachrichten. Neus, 15. Juli. Rüböl per 100 kg in Partieen von 100 Ctr. (ohne Faß) 48,50, Rüböl per 100 kg faßweiße(ohne Faß) 50,00 Mk. gereinigtes Oel per 100 kg 3 Mk. höher als Rüböl. Rübkuchen per 1000 kg 89, in kleineren Partieen 93 Mk. Kleie 4,80 Mk. pr. 50 kg Butter per kg 2,30, Eier per Schock(60 Stück) 7,50 Mk. Weizen, neuer I. 16,80, do. II. 15,80, III. 14,60. Roggen, neuer I. 14,30. II. 18,00, III.00,00, Hafer I. 13,10. II. 12,10, Raps I. 20,25, II. 19.25 Mk., alles die 100 kg. Köln, 15. Juli. Fruchtmarkt. Weizen 00,00, Roggen 00,00, Hafer 00,00—00,00, Heu 6,00—7,00. Maschinenstroh(Roggen=) 2,80, Richtstroh(Flegeldrusch) 8,00, Krummstroh 2,70 Mk. die 100 kg. Dosumastich fir den mbchtershemn Ten Wild. Schade, für den Anzeigentell: Julins Humm: in Schwerte. Sund und Bgigt een Gui dunt b Tur geft. Nachricht! Vetanirhune die ungenigend erisen. Vir haben us dehalb entechlaser,„„ nächsten Zeit einen gingreifenden„—# UmbaUS. vorzupehmen, durch den wir ein modernes Kaufhaus schaffen, das allen Antorderungen vollund ganz entspricht. Durch den Umbau werden wir in dem wir dadurch gezwungen, unsere umfangreichen Läger gauz bedeutend Um dieses zu erreichen, eröffnen wir morgen, Freitag, den 17. Juli, abends 6 Uhr einen grossen Mumant Waren zu solch auffallend ermässigten Preisen, dass es sich für Unser Geschäft bleibt wegen Herunter=Zeichnung des gesamten Warenlagers Freitag bis 6 Uhr abends geschlossen. Gebrüder Alsberg, 1 Hagen