Oscrunenschate ier boslale Angegen, die sechtgs hellene Hellveile oder deren Raum 10 Pfg., außerhalb 15, Reklgrng=Zeile i0 Pfg., Druck und Verlag von Carl Braus in-zgrg, „#sprech=Anschluß Nr. 62. Amt Schwerte. Telegr.=. Pesteb uud e cht Nr. 16 Alle Kreis= und Lotalpolizeilichen Verordnungen für den Kreis Hörde erlangen gemäß Bekanntmachung der Königl. Regierung durch Veröffentlichung in der„Schwerter Zeitung" rechtsverbindliche Kraft. Die Sucht, schnell reich zu werden. Treber=Schmidt, zerlinden, Neßler, Pommernbank, Leipziger Bank, Spielhagenbanken— man könnte sie reimen und zusammenlegen, schreibt die„Dortmunder Zeitung", der Vers würde rein, der Inhalt ein einziger Moder und Schmutz sein! Gefälschte Bilanzen, gefälschte Geschäftsbücher und Briefe, gefälschte Aufträge und Wechsel, gefälschte Aktien, Taxen und Stempel, Größenwahn und gemeine Verbrechen, Verschleierung und Schwindel aller Art. Besehen wir uns die Missetäter näher. Neßler hat jahrelang als Depotverwalter gefälscht und veruntreut und 800000 Mark, die nicht sein waren, verausgabt, und zwar an eine alte Freundin 15000 Mark, an einen Hühneraugenschneider 45000 Mark, an einen früheren Kollegen 80000 Mark, also in der unverantwortlichsten Weise mit dem sauer erworbenen Gelde anderer gewirtschaftet. Wie war das nur möglich? Dr. Rießer, der Direktor der Darmstädter Bank, sagte vor Gericht aus:„Eine regelmäßige Aufnahme der Bestände auf einmal sei bei dem Umfang des Tresors untunlich; eine solche Revision, die einmal nur in einer Abteilung mit Hilfe von 6 Beamten vorgenommen wurde, dauerte einen vollen Monat. Wenn die Aufnahme fertig ist, sei sie schon nicht mehr richtig; überall kommen bei Banken einmal Unterschlagungen vor, sie werden sich auch kaum vermeiden lassen, sie werden gewöhnlich nicht durch regelmäßige Revisionen, sondern durch Zufall entdeckt“. Glücklicherweise stehen dieser Aussage die Erklärungen anderer Banken gegenüber, wodurch wirksame Maßregeln getroffen sind, um umfangreiche und langjährige Veruntreuungen nach Möglichkeiten zu vermeiden, so daß ihre Entdeckung nicht vorzugsweise vom Zufall abhängig ist. Aber Terlinden? Er brachte die Banken durch seine Schwindeleien dazu, daß sie gefälschte Aktien mit größeren Summen beliehen und auch die Stempelfälschung nicht erkannten. Die Taxen waren Faren, Terlinden machte sie oder ließ sie machen, bezahlte sie und gutgläubige Leute, die nichts davon verstanden, unterschrieben sie. Treberschmidt hat von einer alten bestfundierten, und reell verwalteten Bank zehntausende, hunderttausende, Millionen, ja mehr erhalten, als ihr Aktienkapital betrug und wofür? Für Luftschlösser für vage Projekte, die man gar nicht auszubeuten nötig hatte, und den Generalversammlungen wurde alles mögliche vorgeflunkert, nur die Wahrheit nicht enthüllt. Den Treberwerten reihen sich die Pommernwerte würdig an, sie werden als mündelsicher angepriesen und die Offiziere und Beamten ahnen nicht, daß sie mit Verbrechern zu tun haben? Ein Kommerzienrat wird Hofbankier, mit Ehren überschüttet und ist ein Berüger erster Sorte! Und die Ursache all dieses Schwindels? Die Sucht, schnell reich zu werden. Sie verleitet Geldnehmer und Geldgeber zur Einschläferung der Wachsamkeit, zu wilden Jagden und Spekulationen, die in den Sümpfen enden, die mit den obigen Namen zur Genüge gekennzeichnet sind. Schwerte, Mittwoch den 15. Juli 1903. Politische Uebersicht. Deutschland. Die Veröffentlichung angeblicher Kaierworte, die von irgend einem spekulativen Kopfe erfunden und mit dem Schein der Authentizität weiter verbreitet werden, sordern die„Hamburger Nachrichten“ strafrechtlich zu verfolgen. Eine Bestrafung solcher die Ehrfurcht vor dem Kaiser verletzenden Erfindungen sei um so mehr geboten, als in der gegenwärtigen Zeit alles vermieden werden müsse, was die Gemüter beunruhige, verwirre und poli tisch schädlich wirke. — Der Sozialistenhäuptling Bebel wird energisch! Seit er vor einiger Zeit wieder mal den Zukunftsstaat in greifbare Nähe gerückt hat und seine Villa in der Schweiz verkaufen will, um seine„Residenz“ in der„Metropole der Sozialdemokratie“ aufzuschlagen, fühlt sich Bebel wieder als Pascha. Er ist sehr böse über den Artikel, in dem Bernstein zur Besitzergreifung des Reichstags=Vizepräsidiums auffordert. In der„Neuen Zeit" läßt Bebel folgenden Erlaß vom Stapel: Als ich meinen in Nr. 40 der„Neuen Zeit" veröffentlichten Artikel„Das Fazit der Wahlen“ schrieb, lag mir das Juliheft der Sozialistischen Monatshefte noch nicht vor, in dem der Artikel von Ed. Bernstein:„Was folgt aus dem Ergebnis der Reichstagswahlen?" enthalten ist. Währen mir Bernsteins Auslassungen bekannt gewesen, so hätte ich dagegen aufs Schärfste Stellung genommen. Es fehlt gerade noch, daß sich die Partei ihren großartigen Sieg vom 16. Juni durch Betrachungen verekeln ließe, wie sie Genosse Bernstein zum Jubel unserer Gegner zum Besten gibt. Sollte hier oder dort in der Partei ein Zweifel bestehen, was die Wahl vom 16. Juni zu bedeuten hat, dann empfiehlt es sich, daß der Parteitag zu Dresden klipp und klar seine Meinung darüber äußerst. Unsere Vertreter haben Besseres zu tun, als über die Niederlage des bürgerlichen Liberalismus larmoyante Betrachtungen anzustellen und um die Gunst der bürgerlichen Parteien zu buhlen. Au, 1.92ri6 dm 8 Gegeben(!) zu Kußnacht=Zurich, den 5. Juli 1903. Nach Bebel also ist die sozialistische Gefahr großer als die Regierung ahnen will. Von der Einigkeit in der Partei aber gibt der Erlaß kein überzeugendes Beispiel. Rußland. = Rußland will in Ostasien den Frieden. In Petersburg behauptet man der„Köln. Ztg. zufolge, England habe sich bemüht, die Bombe im fernen Osten zum Platzen zu bringen. Engalnd sei ungehalten über Rußlands Friedenspolitik auf dem Balkan, da es die dort zu pflückende Frucht für reif gehalten habe. Wegen der Vernichtung seiner Balkanhoffnungen suche sich England Adannementshrete Gumaal i. Mart id Bsa. 42 Pfg. Bestellgeld, wenn durch die Post bezogen. Erscheint an jedem Wochentage. Wöchentliche Gratisbeilage: Familienfreund.“ 36. Jahrgang. an Rußland nun dadurch zu rächen, daß es letzteren in Ostasien Schwierigkeiten bereite. Japans Provokationen und Amerikas feindselige Haltung seien ledglich auf englische Machenschaften zurückzuführen. Rußland aber lasse sich durch keinerlei Intriguen beeinflußen, sondern setze seine friedliche und zielbewußte Politik unbeirrt fort. Das Ausland trägt den Zoll. Einen interessanten Beitrag zu der vielumstrittenen Frage, ob durch einen hohen Zollschutz die Lebensmittel im Inlande verteuert oder aber dadurch das Ausland gezwungen wird, um den Betrag des Zollsatzes niedriger seine Produkte zu verkaufen, finden wir in der„Oesterreich=ung. Viehverkehrsztg.: Diese von einem der größten Viehkommissionäre am Wiener Viehmarkte herausgegebene Zeitschrift bringt an der Spitze ihrer Nummer vom 6. Juli folgende, an die Adresse der österreichischen Schafzüchter gerichtete Mitteilung: „Höherer Zoll auf Schafe in Frankreich. Mehrfache Anfragen beantwortend, teilen wir mit, daß der von den französischen mern beschlossene Zollsatz für Schafe fürderhin 25 Franks per 100 Kilogramm lebenden Gewichtes beträgt. Der gegenwärtige Zoll beträgt 15½ Franks. Um die Differenz auszugleichen, müßten in Ungarn die Schafe um 7—8 Heller per Kilogramm lebenden Gewichtes zurückgehen. Ueber den Zeitpunkt des Inkrafttretens des neuen Gesetzes verlautet nichts bestimmtes. Da nur noch die Sanktion durch den Präsidenten der französischen Republik hierzu fehlt, kann der erhöhte Zoll sehr bald eingeführt werden.“ Von österreichischer Seite, also von dem Standpunkte des auswärtigen Lieferanten aus, wird somit ohne weiteres zugegeben, daß die Wirkung des höheren Viehzolles in Frankreich nicht eine Erhöhung der Schaffleischpreise in Paris, sondern eine Verringerung der von den Franzosen an die österreichischen Liferanten gezahlten Viehpreise sein wird. Es zeigt dieses Beispiel so recht deutlich, wie unberechtigt das sogenannte Brot= und Fleischwuchergeschrei ist, wie unberechtigt das gegen die Zollforderungen der deutschen Landwirtschaft erhoben hat. * Wer seine Zung' nicht zügeln kann Und übel red't von jedermann, Derselbig wiss' zu dieser Frist, Daß ihm mein Haus verboten ist. Alte Inschrift. In Deinen fröhlichen Tagen Fürchte des Unglücks tückische Nähe! Nicht an die Güter hänge Dein Herz, Die das Leben vergänglich zieren! Wer besitzt, der lerne verlieren! Wer im Glück ist, der lerne den Schmerz. Anfang, Mittel und End' allein Laß Gott in allen Sachen sein, Denn was mit Gott wird angefangen, Ist niemals übel aufgegangen. * Lehr nur die Jungen weisheitsvoll, Wirst ihnen keinen Irrtum sparen. Was ihnen gründlich helfen soll, Das müssen sie eben selbst erfahren. Kapitän Sander. Roman von F. Klinck=Lütetsburg. (21. Fortsetzung.) „Grete, eins muß ich Dir aber noch sagen. Bleiben kann es nicht so; die Leute sprechen auch darüber, schon mehr als zu viel. Madam Kaiskern allein hat Deinen Mann zweimal aus Sanders Hause kommen sehen. Was hat er da zu suchen? Heinrich Sander ist abwesend, und die beiden ehemaligen Freunde sind ja auch lange auseinandergekommen.“ Heiße Blutwellen stiegen in das Gesicht der jungen Frau. Sie fühlte eine Ohnmachtsanwandlung und glitt auf den Stuhl zurück, von welchem sie sich erhoben hatte. Manchmal fühle ich mich recht schlecht, Mutter“, sagte sie mit einem Versuch, zu lächeln.„Es geht aber bald wieder vorüber. Laß nur die Leute reden. Daß Johann bei Sanders gewesen ist, hat seinen guten Grund; ich kenne denselben. Er hat geschäftlich mit Zerlina zu tun.“ „Geschäftlich?“ fragte Frau Brauns verwundert, aber unwillkürlich beruhigt. Ihr war, als sei ihr ein Stein vom Herzen gefallen. Die Tochter wußte darum, so waren ihre Befürchtungen, die ihr so viel Pein bereitet, als unnütze gewesen. Der Gedanke beruhigte sie auch in anderer Hinsicht und erleichtert nahm sie von der jungen Frau Abschied, indem sie noch sagte: „Sei nur geduldig und nachsichtig, Grete, damit kommt man immer am weitesten. Daß Du so zum Weinen geneigt bist, liegt mit an Deinem Zustand, der ertragen werden muß. Hab' nur guten Mut, Kind! Und wenn Du einmal was ernstliches hast, dann komm zu mir, ich will Dir schon raten und helfen. Sie nahm ihr Kind in die Arme und drückte es an ihre Brust. In diesem Augenblick fühlte sie aber auch, wie ein aufsteigendes Schluchzen den Körper der jungen Frau erschütterte, und von neuem stiegen bange Befürchtungen in ihr auf. Sie sagte indessen nichts mehr, denn Grete war ja doch zu Mitteilungen nicht geneigt. Frau Brauns nahm die betrübende Mitteilung mit hinweg, daß das Lebensglück ihres einzigen Kindes bereits zerschellt war. Grete fühlte sich wie von großer Angst befreit, nachdem die Mutter sich entfernt hatte. Die endlosen Qualen, in welchen sie nun schon seit Wochen und Monaten lebte, hatte die Gefahr nahe gelegt, daß sie bei weiteren Vorstellungen der Mutter sich zu Aeußerungen hätte verleiten lassen, die sie bitter bereut haben würde. Es war genug, daß sie selbst litt: und noch immer hatte sie die Hoffnung nicht aufgegeben; ihre schlimmsten Befürchtungen als törichte erkennen zu müssen. Dabum war es besser, sie schwieg und gab nicht Anlaß zu irgend einer Aussprache, deren Wirkung verhängnisvoll werden mußte, wenn sie ihrem Gatten zu Ohren kam.— Der Zusammenbruch der Schiffsbauetablissements in den Vereinigten Staaten. Um die Cramp and Sons, Ship and Eugin Building Co. vor dem Zusammenbruch zu retten, haben I. P. Morgan u. Co. nebst anderen Banken und Finanziers eingegriffen, der Firma ein Darlehen von 7,5 Millionen Dollars gewährt und selbst die Leitung in die Hand genommen. Daß ein amerikanisches Werftetablissement in Zahlungsschwierigkeiten gerät, ist deshalb wun derlich, weil sich gerade dort seit etwas mehr als einem Jahrzehnt eine starke Strömung bemerkbar gemacht hat, den Bau einer starken Kriegs= und Handelsflotte unter dem glorreichen Sternenbanner durchzuführen. Aber Cramp and Sons, Philadelphia, ist kein beliebiges Etablissement, es ist weit mehr: ist eine nationale Firma, der Stolz der Amerikaner, die grogte Werftanlage an der Westküste des Atlantischen Ozeans, von deren Erzeugnissen stets viel Aufhebens gemacht wurde, weil sie für unübertrefflich galten, und an Bauanträgen hat es dem Etablisse ent wahrlich auch nicht gefehlt. Nicht nur, daß die heimische Kriegs= und Handelsflotte zahlreiche große Schiffe in Auftrag gab. Die Mutter war auch auf falscher Fährte. Johann behandelte sie weder schlecht, noch lag die Befürchtung nahe, daß er ihr die Treue nicht hielt. Sein Benehmen ihr gegenüber blieb sich stets gleich, und wenn es auch nicht das eines liebenden Gatten war. so konnte sie ihm diesen Umstand nicht als ein Unrecht anrechnen Entweder hatte er sich über seine Gefühle getäuscht, oder sie waren bereits erstorben. Er selbst machte gar kein Hehl daraus, daß ge regelte und gesicherte Verhältnisse ihn niemals würden befriedigen können. Seine Natur verlangte nach Kampf, Unruhe und Ab wechselung, wie er oft geäußert. Nichts von alledem konnte er durch sie finden. Häufig genug hatte er sie„langweilig zum Ster ben“ genannt. Später sagte er ihr nichts derartiges mehr, abe er ging ihr aus dem Wege, so daß die Gatten sich kaum noch an ders als bei Tische sahen. In der ersten Zeit hatte Grete einige Male Vorstellungen darüber gemacht, aber er erklärte ih dann in seiner unfreundlichen Art, er habe geschäftlich große Miß erfolge gehabt und müsse tüchtig arbeiten, um die Scharte auszu wetzen. Sie wußte jedoch, daß er stundenlange Spazierritt machte und vom frühen Abend bis spät in die Nacht im Klul spielte. In letzter Zeit war er auch wiederholt nicht zum Abend essen gekommen; dann hatte sie allein mit ihren trüben Gedanker dagesessen und sich ihrem Schmerze hingegeben. So würde es auch heute wieder sein. Nachdem Frau Brauns ihre Tochter verlassen, hatte diese an Fenster Platz genommen. Hier saß sie, in ihren kleinen Sessel zu rückgelehnt, die Hände im Schoß gefaltet, und blickte in den trü ben Herbstabend hinein. Die Bäume im Garten hatten schon sei einigen Wochen sich zu färben begonnen und der Regentag hatt den Astern= und Chrysanthemen=Flor stark beeinträchtigt. Müd und schwer neigten die Blumen ihre Häupter, ihr Anblick erschie der jungen sinnenden Frau unerfreulich. Sie mahnten an de bevorstehenden Winter, in welchem die Welt in Eis und Schnegehüllt liegen und sie sich noch einsamer fühlen würde, als bishei Sie lebte förmlich in Abgeschiedenheit; die einzige, die sie zu weilen sah, war Marta van der Straaten. Aber auch sie began Johann Thedens Haus zu meiden, und wenn Grete der Grun hielt. Schlittenreisen wurden 7 unternommen. Sieben bis neun Hunde wurden pro Schlitten verwandt und es konnten auch mit 7 Hunden Lasten bis zu 670 Pfund über schwieriges Eis bewegt werden. Allerdings war es dann nicht oder doch nur vorübergehend bei günstigen Strecken möglich, auf dem Schlitten zu fahren. Das Wohnen und Schlafen erfolgte im Zelt und in welche gegen die Kälte bis zu 30 Grad Celsius hi genügenden Schutz gewährten. Bei man sich zu geselligem Beisammensein. Die Feste verliefen bei Gesang, Klavierspiel und Scherzen in fröhlicher und gehobener Stimmung. Die Mannschaft hatte einen Gesangverein gebildet. Der Gesundheitszustand der Expeditionsmitglieder war übrigens ein dauernd guter; äußere Verletzungen wurden schnell geheilt. Der vorausgesehene Fall der Befreiung trat am 16. März 1003 ein. Nach mancherlei Querfahrten durch den Eisgürtel gewann „Gauß" das offene Meer. Die in hoher Dünung schwankenden Schollen und Trümmer boten ein großartiges Bild.“ auch Rußland und Japan machten Bestellungen für flotte. Danach müßte die Lage eigentlich eine glänzende sein. und nun fast 32 Millionen Anleihe, um den Bankerott zu vermeiden! Der Aufschwung der Cramp and Sons Co. datiert seit 1889, dem Jahre, in welchem die Vereinigten Staaten beschlossen, eine moderne Kriegsflotte zu bauen, zu deren Herstellung es iynen so ziemlich an allen nowendigen Dingen, so namentlich auch an einer großen Werft fehlte, die genügende Garantie für gute Leistungen bot. Von drei großen Schlachtschiffen erhielt Cramp zwei,„Indiana" und„Massachusetts“, als einzige Werft am Atlantie, dann das dritte,„Oregon“, bauten die Union Works zu San Franzisco. Allein an großen Linienschiffen hat dann noch die Werft Aufträge erhalten auf„Towa“, abgelaufen 1896,„Alabama“, Stapellauf 1898,„Mane“, 1901. Dazu kommen die Schnelldampfer„St. Louis" und„St. Paul" und Bauten an Linienschiffen und Kreuzern für Rußland und Japan. Und Cramp u. Sons, die bekgnnteste der modernen Werften Amerikas ist nicht die einzige, dig Untergange nahe steht. Die Triggsche Werft steht in Kon#rs; der am 22. Juni dort abgelaufene 3000 Tonnen=Kreuzer für die amerikanische Kriegsmarine ist gepfändet worden, ebenso der Krezuzer „Cattanoga“, ein Schwesterschiff von„Galveston" auf der Wer## von Lewis Nixon, Elizabethport, die Unterseeboote für die Staatenflotte gebaut hat und ebenfalls sich nicht halten kann. Dann aber ist der gewaltige Schiffbautrust, von dem alle Welt in überschwänglicher Weise in Kenntnis gesetzt wurde, zum Schrecken. de alten Velt, und der amerikanischen behgrigespuirg fpoßr troz asler sich berusen Fühlre, in=Zedenfalle hater sich rentabel sind. Dieser Trust, The United States Shiv Building Company, ein Riesengebilde von noch nicht Jayzeshgurz, unsfetzz bnd Au a es esche an an, aan as e, Prost. der beiden hante Vorgan seine Haud in Spicz, Anerisgz, ein ehuer reicher Narnt. de seste., Pc, hertee nonug, bed gest wurde aufgefordert, sch vor amerika= kurze Zeit einichrten. Nachseinze (schen phggescheitert zu betrachten. verpachtet und ist noch immer ungen als vollstauoig gesche####t zu betrachten. Kleine Chronik. + Potsdam, 14. Juli. Die königlichen Restaurants von und Umgegend haben auf dem Zezitschen Gastviges, tag zu Promberg, Veranlassung Eiuschräutung des Betriebes dermarschallamt des Kaisers wegen selben gegeben. Es kommen dabei eine ganze Anzahl Restaurants die meistens sehr idyllisch belegen sind und sich deshalb, der Gunst des großen Publikums erfreuen, in Frage. Im Park.... souci befindet sich kein Restaurant, wenn man aber die langs desselben entlangführende Potsdamer=Eicher Chaussee betritt, triffr Zuße der Drangerie auf ein sehr freizgauisgeteßefegeneg de nen, eine Altersrente von 900—1800 Kronen, eine Witwenrente von 300—600 Kronen und Erziehungsbeiträge für die verwaisten Kinder bieten sollte. Dieser Entwurf ist nach einer mehrjährigen Beratung im sozialpolitischen Ausschusse des Abgeordnetenhauses jetzt zu einer endgiltigen Gestalt gefördert werden wird, sobald die Ministerkriselei, die Oesterreich=Ungarn in der letzten Zeit diesseits und jenseits der Leitha aufregen, beseitigt sein werden, wahrscheinlich vom Abgeordnetenhause angenommen werden. In Deutschland bedarf es noch energischer Kundgebungen seitens der interessierten Privatbeamten, und aus dem Grunde findet am nächsten Freitag abend um 9 Uhr im Kaisersaale des Hrn. W. Quadbeck eine öffentliche Versammlung aller Privatbeamten statt, in der ein berufener Kenner diese Frage behandeln wird. Die Teilnahme an dieser Versammlung sei allen Privatbeamten erneut dringend anempfohlen. (Viele Landleute) bekämpfen bei den FeldarbeiDurst nn dadurch dom haftigen Schwitzon varzuten den Durst, um daburch dem heftigen Schwitzen vorzubeugen. Dies ist aber verwerflich und kann unter Umständen zu gefährlichen Krankheiten führen. Der Durst ist als Mahnung zum Ersatz der dem Körper verloren gegangenen Flüssigkeiten anzusehen und es treten bei Nichtbeachtung dieser Mahnung allmähliches Austrocknen der nes Gewebe und schließlich der Sonnenstich ein. Abgesehen Vil= von diesen schlimmsten Folgen leuchtet auch ein, daß durch Grundstück ab, nachdem er#e den aus Mangel an Flüssigkeiten geschwächten Stoffig zu Gartenanlagen umgewandet: wechsel die Körpernährung beeintrachtigt wird. Es ist send erweiterten Lokal und wurde daher keinesfalls ratsam, den Durst völlig zu unteralle Besucher Sanssoncis dort für drücken. Wenn man trinkt, trinke man langsam und mäIm ihrem Leiter Professor von der Kerguelenstation aus der wirksame Vorstoß nach ode, don„Zach einer Fahrt zwischen vielen tetelfsgigen befinden wir uns vor einer gänzlich, mit Eie orgesfen Küste. Alle Einzelheiten lassen daran, daß wir Reie. Sodann sechten vie die Fader nach Lesen fort. Als e5 nsichtig und ichnei am jedoch dagegen nicht auf. Eisberge und von den vo. Odten b,Fhrnar befanden wir uns in seiter Lage. 95 Dae Schaesuen del mit Kausen uach dei Foge n. osenes Mer. Doch das Schf seldt war so fest elgetnackt daß E sch auch bei boler Brautoerzatentvuszeint Ergsehuis. Zach demn oshiren des Scharskurne, 10 Grad und darunter weiche ner mnderüchor set. Die ver guie Lezingungen des kandes gewäßt. de Kiolagsche der aucd üir die mosger icher Vieische äache, Arbeiten so erhebliche Vorteile, wie sie..zenig, station nicht vorhanden gewesen wsezfelder. Die schweren und lich von uns sahen vitr viete alt zie Züiken zwischen den Scholehaten geie bergstükten almnäßlich und schufen lange und len und Eiebergstugn vumählichzchwpierigen Verkehr immer meyr breite Wehen, welche den aufangs neuentdeckte Küste des antarktieichandes habe ich„Kaiser Vilhelm II.=Küste“ und die große Bucht, in der wir lagen,„Posadopzerp, Pirch iu ezgrent jühichen Rande in 366 Meter Höhe fanden, den Namen„Gaußberg“ erFontänen von Sausouet bescersautpüisgz zum. Futzschant vor Boer abfolgt. auch in Winter Verehr, ggtz, d Sthten iue dos Zeunalige Leibhuischer des Kasers, Ehrecte, von der Hovoerygiestaurants in, hohem Grade einem Bedürfnis des Publikums, das sich nach längerer Wanderung erfrischen will. Lokales. ** Schwerte, 14. Juli 1903. **(Der preußische Eisenbahnminister) hat für die Streckenkenntnis der Lokomotbführer uogd,„Szefühge Schnellzugdienst neue wichtige Bestimmungen getrossen. Danac hat der Lokomotivführer auf ihm unbekannten Strecken die erforPersonenzüge auf Hauptbahnen oder für Schnellzüge ho esonenuitge auf bogfalle ge sich um die Vorbereitung für jeder Richtung ausgeführt und außerdem daß er die Strecke kenne und imstande sei, auf ihr die Zugfahrter mit voller Sicherheit durchzuführen. **(Die Bestrebungen zugunsten einer staatlichen reichischen Abgggzhggtenhanse einen Gesetzentwurf vorin den verschiedenen GeDo degten dach alertiet uudbestimmte en ihr eine vielleicht übertriebene Zurückhaltung auf, die n geeignet war, das Verhältnis beider Freundinnen wieder so herzustellen, wie es einst gewesen. Es war Abend geworden. Dämmernde Schatter das Zimmer, und die junge Frau erhob sich, um das Abendessen bereit zu machen. Ein bitteres Lächeln umspielte ihren Mund. Wozu noch diese langweilige Komödie? Jeden Abend traf dieselben Anordnungen für sich und ihren Gatten, und se auch heute nicht vor Mitternacht nach Hause Grete sah sich jedoch in ihren Vermutungen getäuscht. hann Theden kam rechtzeitig zum Essen und schalt, daß nicht ge„Das ist ja ine nette Wirtschaftl“ rief er ärgerlich aus. Kommt der Mann, der kerzicher,roetgeg mir in Zukunft ausgebeten haben, daß auf mich gerechnet wird, vonw ich habe vdier Abende vergebents für Dich bedten las. sen,“ wagte die junge Frau einzuwenden. In einer knapen Viertelstunde stand das Abendesen bereit und wurde schweigend eingenommen. Grete war es unmöglich, irgend etwas zu genießen, wogegen Theden es sich se Während des Essens hatte er sich besonnen. „Laß doch das ewige Grübeln, Grete. Du weißt, ich kann' einmal nicht vertragen, sagte er, Messer und Gabe, viepeglegen),. „Eine verständige Frau fragt nicht darnach, was ugr Mann tut uud greche. Aenn ich vill. dann ich Zür ales wgiche vorecden. eondpr v He pise, want seies Aebdens nicht mehe froh, Wenn ich Dir in jetziger Zeit manchmal verdrießlich vorkomme, so. ist kein Wunder. Vater und ich haben große Verluste abfallen. Da soll einem die Galle nicht ins Blut steigen? danken gemacht,“ entgegnete die junge Frau— nach Thedens es gehen solte so ist das kein Grund, seten Abend in Klcb zu entgegnete nichts. Die Sprache seiner Frau dermaßen, daß er im ersten Augenblick keine Worte fand. Aber schon regte sich in ihm der Zorn, das Blut stieg ihm „Los, Du piontert mie nuachr Rücher berg. „Nein,“ antwortete sie in ruhigem Tone.„Ja weiß was alle Leute wissen: daß im Klub hoch gespielt wird und Du ale Wende bie Mittrnacht dort bst.. iuer. Wäßzgung, spiele aber nicht,“ erwiderte er mit einer Maßitung, deren er sich selbst kaum für fähig gehalten hatte. „Um so besser. Wenn ich aber angenommen habe, daß Du räuschvoll seinen Stuhl zurück. (Fortsetzung folgt.) wehr einen Beitrag von 50 Mark zu leisten. (Ueber eine Vereinfachung im Güterabfertigungsdienst) berichtet die„Schles. Ztg.“: Anstelle des im verflossenen Winter von den preußischen Staatsbahnen versuchsweise eingeführten vereinfachten Güterabfertigungsverfahrens, das sich, wie seinerzeit berichtet wurde, nicht bewährt hat, werden in nächster Zeit neue Versuche stattfinden. Bekanntlich sollte der Frachtbrief durch eine sogenannte Eisenbahngüterkarte ersetzt werden, welche die von der Eisenbahn auszufertigende Frachtkarte erübrigte. Während damit im Eisenbahndienst eine erhebliche Vereinfachung erzielt wurde, hatte die Neuerung für die Verfrachter mannigfache Mängel im Gefolge, die die Ursache zur Einstellung der angeordneten Versuche bildeten. Künftig sollen die Frachtbriefe in der bisherigen Form beibehalten werden, und die Frachtkarte wird ganz fallen. Für die Eisenbahn tritt dadurch eine wesentliche Verminderung des Schreibwerks ein, während für die Frachtinteressenten das bisherige Abfertigungsverfahren bestehen bleiben wird. Die Verringerung der Arbeit wird eine Ersparnis an Beamten nach sich ziehen. Auch die zur Frankierung der Sendungen probeweise eingeführten Marken sind wieder eingezogen worden. Im Eisenbahnverkehr ist die Berechnung der Frachtbeträge viel schwieriger als bei der Post. Sie wird daher nur denen geläufig sein, die täglich im Verkehr mit der Eisenbahn stehen, wogegen die große Menge der nur selten Güter aufliefernden Personen in den meisten Fällen nicht imstande sein wird, die Fracht vorher selbst zu berechnen. Daher kommt, daß im Eisenbahnverkehr ganz andere Frachtbeträge zur Erhebung gelangen wie im Postpaketverkehr. Sie belaufen sich mitunter auf mehrere hundert Mark. Es wird nunmehr beabsichtigt, Frachtbeträge in Höhe bis zu 1 Mark durch Marken begleichen zu lassen. ** Aplerbeck, 14. Juli. Nach einem Trinkgelage kam es zwischen mehreren Beteiligten zu einem Streit, in welchem auch das Messer seine böse Rolle spielte. Einer erhielt einen tiefen Stich in den Arm. Außerdem machten sich die angetrunkenen Burschen durch Zerstörung von Garteneinfriedigungen usw. der Sachbeschädigung Aplerbeck, 14. Juli. Wegen Sittlichkeitsverbrechens, begangen an einem kleinen Mädchen, wurde in der Nähe ein Bursche verhaftet. ** Persebeck bei Barop, 14. Juli.(Seinen Verletzungen erlegen.) Der am 11. Juli auf Zeche „Wiendahlsbank" verunglückte Bergmann Eduard Heinz ist gestern im Krankenhause zu Witten verstorben. Er war 40 Jahre alt und verheiratet. Der Verunglückte hatte drei Brüder. Der eine starb plötzlich durch Steinfall auf Zeche„Hamburg". Der zweite verunglückte in derselben Weise in Gelsenkirchen. Der dritte endete im vorigen Jahre durch Erschießen. Alle vier Brüder hinterlassen Frauen und Kinder. Die vier Verungluckten stammen vom Schnee und waren die Söhne des alten bekannten Wirtes Heinz. Für die Witwe Eduard Heinz ist es besonders schmerzlich, da sie nun ihren zweiten Mann auch wieder auf so schreckliche Weise verloren hat. Haus= und Landwirtschaft. Thomasschlacke und Kainit können in einer Menge von je 500 bis 1000 Kilogramm pro Hektar eine ausgezeichnete Wirkung auf Wiesenland zwecks Sommerdüngung hervorrufen und wird dieses heute von allen vorurteilsfreien Wirten anerkannt. Nicht nur eine bedeutende Vermehrung des Ertrages, sondern auch eine erstaunliche Verbesserung der Güte der Gräser und Kräuten läßt sich bei aufmerksamer Beobachtung leicha, feststellegn, Aetges merdüngung der Grünländereien hat sich ausgezeuhner bewährt, nicht nur für die bessere Entwicklung der Kräuter im Nachsommer, sondern auch für das folgende Jahr. Daß man das Vieh nicht auftreiben kann, bevor ein Regenschauer die Nährsalze von den Kräutern abgewascher hat, ist leicht verständlich. Die Düngung ist übrigens den folgenden Jahren mit der Hälfte, der oben genannten Mengen regelmäßig fortzusetzen, da sich nach der und zweiten Dungung anspruchsvollere Gewachse Süßgräser und Kleearten— einstellen, die wieder verschwinden, wenn sie nicht richtig ernährt werden. Die regelmäßig fortgesetzte Düngung macht sich am besten bezahlt. Honiglikör. Die Herstellung eines guten Honiglikörs geschieht auf folgende Weise: In ein Fäßchen von 25 Liter Inhalt gießt man 20 Liter Wasser, 5 Liter Honig und ein viertel Weinglas voll Bierhefe und bringt dieselbe in ein Zimmer, wo 20 bis 25 Grad Wärme sind. Nachdem di Gärung vorüber ist, wird die Flüssigkeit destiliert und alsdann auf Flaschen gefüllt. Aus Westfalen und Rheinland. * Kamen, 14. Juli. Ueber den Unglücksfall, den wir bereits gestern kurz berichtet, wird uns noch geschrieben: Bei dem Königsschießen des„Westlichen Schützenbundes" am Sonntag morgen wurde der Schriftsetzer Herr Gockel, der sich auf einem Spaziergange auf dem Fußwege an den Schießständen der Schützenheide entlang befand, von einer abirrenden Kugel so unglücklich in den Kopf getroffen, daß er kurz darauf verstarb. Die Kugel war dem Bedauernswerten am Hinterkopfe eingedrungen und an der Schläfe wieder ausgetreten, hatte also den Kopf vollständig durchbohrt. Bei der Aufnahme des Tatbestandes wurde noch festgestellt, daß ein Teil der Pfosten an der westlichen Seite des Platzes, an denen der Stacheldraht befestigt ist, von Kugeln getroffen war, die jedenfalls bei früheren Schießen seitwärts abgeprallt sein müssen, es ist deshalb sehr zu verwundern, daß nicht schon viel früher ähnliche Unglücksfälle, wie der am Sonntag, eingetreten sind. Die erst vor einigen Jahren neu erbauten Schützenstände werden nunmehr wohl eine gründliche Umänderung erfahren müssen. * Castrop, 14. Juli.(Wieder der Alkohol.) Der Mörder des Bergmanns Scheipers ist nun in der Person des Bergmanns Scheer entdeckt worden. Scheer ist 29 Jahre alt und verheiratet. Er hatte mit dem Ermordeten zusammen getrunken und aus geringfügiger Ursache Streit bekommen. Den tötlichen Messerstich will er geführt haben, nachdem er von Scheipers „geschubst“ worden sei. * Geldern, 13. Juli.(Verhängnisvolle Kopfwaschung.) Auf eigentümliche Weise wäre ein hiesiger Kaufmann beinahe ums Leben gekommen. Als er sich bei einem hiesigen Friseur nach dem Haarschneiden den Kopf waschen ließ, fühlte er in einer kleinen Kopfwunde heftigen Schmerz. Nach kurzer Zeit schwoll der Kopf unter furchtbaren Schmerzen an. Eine Blutvergiftung hatte sich eingestellt. Der Kaufmann mußte sich sofort einer schweren Operation unterziehen, wodurch die Lebensgefahr beseitigt wurde. An den Folgen wird er noch lange zu tragen haben. ** Düsseldorf, 14. Juli.(Gleiches Recht für Der mit dem Tode ringende Papst Leo XIII. zeichnete sich in seinen persönlichen Lebensgewohnheiten durch große Einfachheit aus. Unser Bild zeigt sein Schlafzimmer in seiner ganzen Schlichtheit, ein Lehnstuhl, eine sogenannte Poltrona, und ein Nachtkasten bilden die Einrichtung des päpstlichen Schlasgemachs. Ringsum sind die Wände des Zimmers mit grüner Damastseide bedeckt. Das Zimmer hat zwei Türen, eine geht in die päpstliche Privatkapelle, die andere führt in die sogenannte Camera Walzzylinder vom Rumpfe der Maschine, wobei ein 15 Zentimeter starker Bolzen, der den Walzzylinder mit dem Körper der Maschine vorn verbindet und beweglich ist, zerbrochen wurde. Ein starker Pflaumbaum wurde zerbrochen, ein Birnbaum beschädigt. Die beiden Männer, welche die grausige Fahrt mitmachten, blieben ohne Schaden und sind mit der Aufregung und dem Schrecken davongekommen. dem Tronetto, worin der Papst kleinere Sonderaudienzen gibt. Acht vergoldete Stühle und einige Schemel mit roten Damastkissen vervollständigen das Mobiliar des päpstlichen Schlafgemaches. Kein Bild hängt an den Wänden, nur die Madonna in breitem Goldrahmen prangt zu Häuptern des Bettes. Dicht am Bette steht ein Lehnsessel und ein Betschemel. alle!) Allgemeines Aufsehen erregte es in dem Wucherprozeß gegen den Kausmann Josef Welslau aus Paderborn, daß der als Zeuge geladene Freiherr von Löw dem einer Woche Gefängnis. Gerichtshofe in tadellosem Gesellschaftsanzuge vorgeführt wurde. Der aus der sensationellen Affäre Eck bekannte frühere Ulanenoffizier verbüßt bekanntlich augenblicklich eine gegen ihn vom hiesigen Schwurgericht wegen Meineids erkannte 1 ¼jährige Zuchthausstrafe in der Strafanstalt zu Siegburg. Sonst pflegt man gerade Zuchthäusler in dieser zuvorkommenden Weise nicht zu behandeln. * Köln, 13. Juli.(Gefährliches Spielzeug.) Eine am Türmchenswall wohnnende Frau ließ gestern mittag, um Besorgungen zu machen, ihr anderthalb Jahre altes Kind in seinem Bettchen sitzend, auf einige Zeit allein. Das Bübchen spielte mit einer Schachtel Streichhölzer, die sich entzündeten, und bald stand das Bettzeug in hellen Flammen, aus denen das Kind zwar noch lebend, aber tötlich verletzt durch Nachbarn gerettet wurde. Gegen Abend ist das arme Wesen durch den Tod von seinen Schmerzen erlöst worden. geiter Tepeschendienst „Jer Schwerter Zeitul Hd Berlin, 15. Juli. In Leipzig verurteilte das Oberkriegsgericht den Kanonier Steinmüller wegen Fahnenflucht und schweren Diebstahls zu 15 Jahren Zuchthaus.— Das Kriegsgericht der ersten Marine=Inspektion in Kiel verurteilte den Matrosen Ohlisch wegen tötlichen Angriffs auf eine Infanterie=Patrouille zu 1 Jahr und Vermischtes. *(Ein dunkles Kapitel.) Nach den Ermittelungen des Statistischen Amtes der Stadt Berlin gab es am 1. Dezember 1900 in Berlin 305 779 Haushaltungen mit 685 444 Kindern. Von diesen Haushaltungen hatten 23843 je einen männlichen und 13 207 je einen weiblichen Schlafmann, 12 808 je zwei männliche, 1620 je einen männlichen und einen weiblichen, 3355 je zwei weibliche Schlafleute, 4050 je drei männliche, 595 je zwei männliche und einen weiblichen, 333 je einen männlichen und zwei weibliche, 686 je drei weibliche Schlafleute, 1113 hatten je 4 männliche, 171 je drei männlich und 1 weiblichen, 106 je zwei männliche und 2 weibliche, 71 je einen männlichen und drei weibliche, 142 je vier weibliche Schlafleute. 248 Haushaltungen hatten je 5 männliche, 49 je einen männlichen und einen weiblichen, 36 je 3 männliche und 2 weibliche, 24 je zwei männliche und 4 weibliche und 36 je 5 weibliche Schlafleute. 161 hatten je sechs Schlafleute, 56 hatten je 7 Schlafleute, 21 jes Schlafleute, 11 hatten je 9, 9 hatten je 10 und 4 mehr als 10 Schlafleute überhaupt. In Charlottenburg wurden 23459 Haushaltungen mit 47710 Kindern unter 15 Jahren gezählt. Von diesen ersteren hatten 2315 je 1 Schlafburschen, 1018 je 2 Schlafleute, 23 je drei, 34 je 4, 4 hatten je 5, 4 hatten je 6, 2 hatten je 7 und 1 acht Schlafleute. Auch in Rixdorf, Schöneberg und Lichtenberg ist das Vermieten von Schlafstellen sehr ausgebildet. In Rixdorf wurden 209° und in Schöneberg 1877 Haushaltungen ermittelt, die 2852 bezw. 2808 Schlafleute hatten. *(Eine durchgegangene Dampfwalze.) Auf der Straße von Beusen nach Tetschen befand sich dieser Tage eine 15 Tonnen schwere Dampfstraßenwalze mit Geräte und Spritzwagen. Die Maschine, von dem Führer Dinnebier und einem Heizer begleitet, kam abends in Birkigt, eine halbe Stunde vor Tetschen, an, und man wollte im Gasthause„Zur Aussicht" übernachten, um am anderen Morgen zum Bahnhof zu fahren. Die Straße fällt hier ziemlich steil ab. Der Führer wollte die Maschine noch etwas auf die Straße leiten, damit Raum für durchfahrende Fuhrwerke vorhanden sei. Er hatte dabei das Unglück, die Herrschaft über den Koloß zu verlieren. Mit Schrecken sahen die Wirtsleute und Gäste, wie sich die Dampfwalze infolge ihrer Schwere auf dem abschüssigen Terrain in rasche Bewegung setzte, die sich in wenigen Minuten in einen automobilartigem rasenden Lauf verwandelte. Mit donnerndem Getöse schoß die Maschine mit dem Führer und der angehängte Wagen mit dem zweiten Manne die steile Straße hinab, wobei der Erdboden bebte. Die beiden Männer hielt man für verloren. Zum Glück hatte der Maschinenführer die Geistesgegenwart nicht ganz verloren, und er faßte den Entschluß, um größeres Unglück zu verhüten, die Maschine vomöglich zur Seite in den Straßengraben zu lenken. Mit großer Anstrengung steuerte er zur Seite, und mit unge monig o.9-s2:. 721 heuerer Gewalt bohrte sich die Maschine im Straßengraben tief den Eindruck, als sei sie geistig nicht normal. ins Erdreich ein. Mit dem Vorderteil stieß sie an einen starken..— Apfelbaum, der halb umgelegt wurde; dabei löste sich der vordere! 110 Jgram, 15. Hd. Dresden, 15. Juli. Unter dem Vorsitz des Königs trat gestern der Ministerrat zu eine Sitzung zusammen. Es wurde die Reform beschlossen. Zu dem Behufe soll im Spätsommer eine aus Mitglicdern Landtages bestehende Kommission zusommentreten. Hd Stuttgart, 15. Juli. Gestern früh fand in Neckar=Tenzlingen(Oberamt Nurtingen) bei einer Feuersbrunst, welche zwei Häuser einäscherte, der 17jährige Sohn eines Hausbewohners, als er im Begriffe war, seine 10 jährige Schwester zu retten, mit dieser gemeinsam den Tod in den Flammen. Zwei andere Geschwister konnten nur mit Mühe gerettet werden. Hd Berlin, 15. Juli. Im Weichselgebiet wurden wie der„Lok.=Anz.“ aus Krakau meldet, insgesamt etwa 300 Ortschaften mit etwa einer Million Bewohnern überschwemmt. Der Schaden beträgt viele Millionen Kronen. schlimm steht es in der Stadt Sosnovice, die teilweise überflutet ist. Die Bewohner flüchten ins Gebirge.— Ueber Unwetter in Spanien berichtet dasselbe Blatt aus Madrid: Nach 14tägiger unsäglicher Hitze stellten sich im Norden und Zentrum Spaniens furchtbare Gewitter ein. In Madrid selbst überschwemmte ein dreistündiger Platzregen die meisten Straßen. Der Manzanares ist aus seinen Ufern getreten. In Toledo hat Hagelwetter die Weizenernte völlig vernichtet, in Villafranca(Estremadura) wurden 16 Häuser von den Wassermassen unterwaschen und stürzten ein. Hd Berlin, 15. Juli. Aus Bern wird Hände und Füße sind verbrecherische Bande wurden nachts vor dem Hause des Landtagsabgeordneten Domherrn Dr. Matunei, sowie im Keller der Redaktion des Amtsblattes„Narodne Novine“ Dynamitpatronen zur Explosion gebracht. Die Gebände haben große Beschädigungen erlitten, Menschenverluste sind jedoch nicht zu beklagen. Hd Rom, 15. Juli. Das gestern vormittag ausgegebene Bulletin besagt, daß bisher keine Aenderung in der seit gestern abend eingetretenen Verschlimmerung im Befinden des Papstes zu verzeichnen ist. Puls schwach, 91, Atmung 30, Temperatur 36,5. Hd Rom, 15. Juli. Weitere Meldungen aus dem Vatikan bestätigen, daß der Zustand des Papstes überaus ernst ist. Nachdem sich Symptome von Blutvergiftung zeigen, dürfte das Ende nahe bevorstehen. Der Papst hatte in der letzten Nacht mehrere Brechanfälle.— Gestern verblieben zum ersten Male die Kardinäle Oreglia und Ferrata, sowie der Zeremonienmeister im Vatikan. Niemand gibt sich Illusionen mehr hin. Der Papst schläft beinahe ununterbrochen, und ab und zu regt er sich unter nervösem Schütteln. Alles verursacht ihm Schmerzen, er kann nicht einmal den Druck des Bettzeuges mehr vertragen. Infolgedessen mußten Vorkehrungen getroffen werden, um das Bettzeug in die Höhe zu halten, ohne daß es den Körper des Papstes berührt. Alle Maßregeln für den Fall des Ablebens sind bereits getroffen. Hd Rom, 15. Juli. Zwischen dem Kardinal Oreglia und dem Staatssekretär Rampolla fand en Zwischenfall statt. Ersterer hatte gestern einer größeren Anzahl Personen den Zutritt zum Hofe des Vatikans gestattet, welche Maßnahme Rampolla sofort rückgängig machte. Hd Rom, 15. Juli. Dr. Lapponi erklärte, der Papst könne trotz der konstatierten Blutabnahme im Gehirn noch 2—3 Tage leben. Hd Rom, 15. Juli. Gestern abend 8.15 Uhr wurde ein Bulletin herausgegeben, welches besagt, daß der Zustand des Papstes sich langsam verschlechtert. Die Depression nimmt zu, die Kräfte gehen stetig zurück. Der Patient befindet sich meist im Delirium. Die dem„Lok. Anz." telegraphiert: Der Kaufmann Salomon Meyer im Chaur de Fonds, Chef der Firma Meyer Fils& Co., wurde wegen Wechselfälschungen im Betrage von 200000 Frks. verhaftet. Meyer, der sich bei seiner Verhaftung zu vergiften suchte, ist geständig. Hd Paris, 15. Juni. Die 28jährige frühere Komtesse de Mallespaille, geschiedene Gattin eines reichen Bankiers, die nach vielen Abenteuern bis in die Klasse der unteren Halbwelt hinabsank, wurde gestern abend in dem Augenblick verhaftet, als sie mit Hilfe von 3 gedungenen Strolchen die Freundin ihres letzten Liebhabers, eine Verkäuferin, zu ermorden versuchte. Nach ihrer Verhaftung versuchte sie sich den Kopf an der Wand der Gefängniszelle zu zerschmettern. Ihr ganzes Wesen machte dnd Atemnot nimmt zu. Wetterbericht. Warm, wolkig, vielfach Regen, Gewitter. Heiß, heiter bei Wolkenzug, schwül, Strichregen. Heiß, wolkig mit Sonnenschein, gewitterhaft. Später regendrohend. Für den redaktionellen Teil verantwortlich Wilh. Schade. 16. Juli: 17. Juli: 18. Juli: Die Firma Albert Elsbach& Cie., Dortmund verkauft wegen Umban ihres Hauses Jagd= und Sport=Artikel sowie Joppen, Regenröcke, Pellerinen 2c. als sehr preiswert aus. Privatbeaten! Auf Veranlassung des Hagener Be eins für staatliche Pensionsversicherung der Privatbeamten ladet der unterzeichnete Verein hierdurch alle Privatbeamten: Handlungsgehilfen, land= u forstsandlung.„ANe. W(Kestwirtschaftliche Verwaltungsbeamte 2c a:f Freitag, den 17. Juli, abends 9 Uhr, zu einer Versammlung im Kaisersaal(Wilh. Quadbeck) ein. Zur Beratung gelangt: Die staatliche Pensionsversicherung der Privatbeamten. Referent: Chefredakteur W. Arens aus Hagen. Der Eintritt ist für jeden Privatbeamten frei. Angesichts des großen Interesses, das eine solche Versicherung für alle Privatbeam= ten, auch jene, die sich bereits durch irgend eine Versicherung gesichert glauben, und ihre Frauen und Kinder hat, wird ein allgemeiner Besuch mit Bestimmtheit erwartet. Der Werkmeisterbezirksverein Schwerte. Beestestereserterterettereeeeeeee 8. 88 Mehrere jugendliche Arbe sowie Schlosser und Schmiede gesucht. C. Grüber. Vivat Heinrich! Unserm hochwürdigen Präses Herrn Kaplan Heinr. Rieke zu seinem heutigen Namensfeste die herzl. Glück- und Segenswünsche. Gewidmet vom Kath. Gesellenverein. Bekanntmachung. Die außergewöhnliche Ersatzwahl zur Gemeindevertretung am Freitag, den 21. August d. Is. nachmittags 6 Uhr in dem Lokale der Witwe Baumeister zu Station Barop Es ist aus der I. Abteilung Herr Kaufmann Ludwig Clemens durch Verzug aus der Gemeinde Menglinghausen ausgeschieden. Die Wohl wird von derselben Abteilung vorgenommen, von der der Ausscheidende gewählt war, Es hat mithin in diesem Jahre die I. Abteilung einen Gemeindeverordneten zu wählen. Das Verzei nis der stimmberechtigten Gemeinde=Eingesessenen ist vom 20. d. Mts. auf vier Wochen bei dem Herrn Gemeindevorlung nur dann des Verzeichnisses verfügt wird, durch welche der Gewählte die absolute Stimmenmehrheit verliert. Bppztaliegeruger Gerzesnhe (Gemeinderecht) sind nur diejenigen A#gti###### der Gememde berechtigt, weiche... Jhständig sind: I. preußische Untertanen und selbststandig sind; keine Armenunterstützung aus öffentlichen Mitteln empfangen, 2. die sie betreffende Gemeinde=Abgaben gezahlt haben, und 3. von ihrem Grundbesitz in der Gemeinde mindestens 6 M. Prinzipal=Grundsteuer entrichten, oder zu mindestens 6 M. Einkommensteuer bezw. 4 M. fingierter Einkommensteuer veranlagt sind. Barop, den 10. Juli 1903. Der Amtmann: Reintzsch. Lwald Veir Siei, Busseiden, Kaiser Wilbelmstr. 1 und Oftstraßen=Ecke gegenüber Hotel „Perfekt“=MilchSeparatoren Buttermaschinen. ButterKneter. BerieselungsMilchkühler. MolkereiBlechGeräte aller Art. Milchtrans= port=Kannen. Lieferung sämtlicher landwirtschaftlicher Maschinen und Geräte(Mähmaschinen, Heuwender, ed„Se Ausgriche Katalog und Spezieloserten uf Burschihelustoße: und Ewald vom Stein, Düsseldorf, Kaiser Withelmstraße 1 Oststraßen=Ecke bei Hotel Monopol. Feinste Bu ebetc„ X STZ/Der Landwehr=Verein 8 S echtrene Schulte, Kostümarbeiterin, Schwerte, Nordstr. 8. 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II. 12,10, Raps I. 20 25, II. 19,25 Mk., alles die 100 kg. Köln, 14. Juli. Fruchtmarkt. Weizen 00,00, Roggen 00,00, Hafer 00,00—00,00, Heu 6,00—7.00. Maschinenstroh(Roggen=, 2,80, Richtstroh(Flegeldrusch) 3,00, Krummstroh 2,70 Mk. die 100 kg. Boonmertich für den udeirionslter 1.0 Wilh. Schade, für den Anzeigenteil: Julins Humm. in Schwerte. Druck und Verlag von Carl Braus i. Schwerte. Schlachtviehpreise nach Lebendgewicht ektberichte zusammengestellt und nach, eigenen stelle für Viehverwertung der Preug Berlin W., Köthenerstraße 39. Lacke, Piklseh, bei der unterzeichneten Buchnandlung zu bestellen. Infolge günstiger Abschlüsse mit einer hervorragenden Kunstanstalt bin ich in der Lage, dieses tadellos ausgeführte Kunstblatt(80X60 cm, gross), statt für .= zu M. 2.50 anbieten zu können. Der Vorrat ist nur noch sehr klein, umgehende Bestellung daher dringend anzuraten. Carl Braus, Buch- und Kunsthandlung, Schwerte i. W. 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Schlachtw. c) ältere ausgemästete Kühe und wenig gut entwiclelte jüngere Kühe und Färsen d) mäßig genährte Kühe und Färsen...... e) gering genährte Kühe und Färsen“. 5) seinste Maste(Volmilschmast) und c) mittlere Mastkälber und gute Saugkälber e) älteres gering genährtes a) Mastlämmer und jüngere Masthammel b) ältere Masthammel mäßig genlangsam glatt glatt flott 703 86 2475 langsam langsam langsam langsam 1¼ J. d) Käser c) fleischige d) gering entwickelte. e) Sauen....... Kälber= und Schafnotiz vom 3. Juli. 50 44 42 65 60 54 44 50 48 42 29 24—26 21—22 47—49 88—89 29—31 25—26 36—87 88—34 26—28 51 48—50 44—47 44—45 Vorstehende Preise verstehen sich für 100 Pfd. Lebendgewicht. 30—32 25—26 45—47 41—44 37—40 85—36 81—38 53—54 51—52 44—50 44—50 80—31 25—26 65 49 42—43 80—33 30—33 87 82—88 24—26 58 54 52 46—40 46—49 38—39 38—34 27—28 39—40 85—36 81—32 28—25 62 44—45 40—42 35— 38 84—35 28—29 53 50—52 46—48 46—48